View Full Version : Zoo Basel: Umbauten und Erweiterung
Don Calo November 16th, 2009, 10:30 AM Menschenaffen verlassen den Zolli
Von Nadja Widmer
Vom nächsten Sommer an müssen die Zoobesucher über ein Jahr auf Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans verzichten. Während der Arbeiten am Affenhaus werden diese Tiergruppen an anderen Orten untergebracht.
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1/5 Die geplante Aussenanlage für Menschenaffen: Dort, wo heute die Javaneraffen und die Brillenbären sind, werden Freianlagen entstehen. Diese erheben sich bei Schimpansen und Gorillas bis elf Meter, bei den Orang-Utans sogar bis 16 Meter über den Boden.
Foto: Zoo Basel
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2/5 Fünf Gehege: Die einzelnen Aussenanlagen werden um das Affenhaus gebaut und durch verschiedene Zugänge erreichbar sein. (Grafik: BaZ/reh)
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3/5 Die neuen Aussengehege sind mit denjenigen im Haus so verbunden, dass die Affen die Wahl haben, ob sie sich in der Begegnungszone mit den Menschen oder in den dschungelartigen Aussenbereichen aufhalten wollen. Die Netzräume sind mit schattenspendenden Kletterpflanzen überwachsen, welche die Affen beernten. Auch Sonnenstuben, wo im Winter windgeschützt ein Sonnenbad genossen werden kann, sind geplant.
Foto: Zoo Basel
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4/5 Der neue Grundriss des Affenhauses: Rundherum werden auf 2000 Quadratmetern fünf mit Stahlnetzen überdeckte Aussenanlagen gebaut. Die teilweise Bepflanzung der Netze grenzt die Anlagen optisch voneinander ab und vermittelt Dschungelatmosphäre.
Foto: Zoo Basel
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5/5 Neuer Java-Felsen: Die Javaneraffen ziehen auf heutige Anlage der Tahre. Die Anlage wird neu mit einem Netz gesichert. Im Fels wird zudem ein beheizbarer Stall gebaut. Die Kattas ziehen auf die ehemalige Meerkatzeninsel.
Foto: Zoo Basel
Der Zoo Basel baut ab Januar an einer grosszügigen Aussenanlage für seine Menschenaffen: Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans erhalten neue Gehege. Die Dimensionen der insgesamt fünf neuen Reviere können Zoobesucher bereits heute erahnen: Die Profilstangen sind aufgestellt. Die Baupublikation liegt derzeit auf. Potenzielle Einsprecher wie Pro Natura, WWF und die Anwohner hat der Zolli bereits vorab informiert. Probleme könnten die Baumfällungen machen: 36 grössere Bäume werden gefällt. Im Gegenzug sind auf dem Bauplan etwa fünfzig neue Bäume eingezeichnet.
Bei den Umbauarbeiten, die gut zwei Jahre dauern, wird auch das Affenhaus verändert: Die Räume, in denen die Menschenaffen in sozialen Gruppen leben, werden vergrössert. Dafür muss das Affenhaus geräumt werden – da der Zolli keinen anderen Platz für die Menschenaffen hat, müssen diese den Zoo für etwas länger als ein Jahr verlassen. Die Orang-Utans bleiben zwei Jahre weg, sie kommen in einen anderen Zoo in Europa. Für die Gorillas und Schimpansen ist für die Zeit, in der das Affenhaus umgebaut wird – von Frühsommer 2010 bis Sommer 2011 – eine Unterbringung in der Region Basel vorgesehen, wie Menschenaffen-Kurator Jakob Huber im Gespräch mit der BaZ sagt. Noch könne nichts Genaueres kommuniziert werden, da die Verträge noch nicht unterzeichnet seien.
Machbarkeitsstudie für ein Ozeanium
Huber sagt, er habe schlaflose Nächte wegen der Umplatzierung der Menschenaffen. Einerseits sorge er sich um das Wohl der Tiere – fünf von ihnen sind betagt bis hochbetagt –, andererseits habe er schon Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern erhalten, dass sie für diese Zeit kein Zolli-Abo mehr lösen würden. Die Umgestaltung im Bereich des Affenhauses hat aber auch Konsequenzen für den Rest des Zoologischen Gartens: Einige Tiere müssen umziehen, andere wie die Brillenbären den Zolli für immer verlassen.
Damit kehrt aber keine Ruhe ein, denn der Zolli hat bereits neue Pläne: Zurzeit wird eine Machbarkeitsstudie für ein Ozeanarium durchgeführt. Bis Februar 2010 werden konkrete Lösungsmodelle erarbeitet. Für einen Neubau an der Heuwaage braucht es aber noch eine zonenplanrechtliche Änderung.
Quelle: bazonline 16.11.09
Don Calo November 16th, 2009, 10:32 AM 22.09.2009
Baubeginn der „Neuen Erlebniswelten für Menschenaffen“ im Zoo Basel wird im Frühsommer 2010 sein. Während intensiven Vorstudien wurden die bestehenden Anlagen und Gebäude in Bezug auf die in der Menschenaffenhaltung geltenden neuen Massstäbe geprüft und ihre Eignung während der vergangenen rund vierzig Jahre beurteilt. Nun liegt ein Projekt vor, welches für die Haltung dieser faszinierenden und bedrohten Geschöpfe in einem Stadtzoo neue Massstäbe setzen wird.
Das aus den 60er Jahren stammende Affenhaus wird einer gründlichen Sanierung und Erweiterung unterzogen. Unter Beibehaltung der bestehenden Kompartimentierung werden die einzelnen Menschenaffen-Räume in der Raumtiefe und teilweise auch in der Höhe vergrössert. Damit wird mindestens eine Verdoppelung der Grundfläche und des Volumens erreicht. Dort, wo heute die Javaneraffen und die Brillenbären sind, werden als Netzräume ausgebildete Freianlagen entstehen. Diese erheben sich bei Schimpansen und Gorillas bis elf Meter, bei den Orang-Utans sogar bis 16 Meter über den Boden. Sie sind mit den Gehegen im Haus so verbunden, dass die Menschenaffen die Wahl haben, ob sie sich eher in der inneren Begegnungszone mit den Menschen oder in den dschungelartig strukturierten Aussenbereichen aufhalten wollen. Die Netzräume sind an besonderen Gerüststrukturen von schattenspendenden Kletterpflanzen überwachsen, die die Affen beernten. Andere Raumabschnitte sollen ausgesprochene Sonnenstuben darstellen, wo auch an trockenen Wintertagen windgeschützt ein Sonnenbad genossen werden kann.
Besucherinnen und Besucher werden auf Wegen an die Begegnung mit den Menschenaffen heran geführt, die im Laufe der Zeit von grossen Bäumen überschattet werden. Sie erhalten gitterfreien Einblick durch grosse Panoramafenster. Einer der Wege führt über das Dach des Affenhauses, wo Totenkopfäffchen, Wollaffen, Krallenäffchen und Klammeraffen im natürlichen Vegetationsraum aus nächster Nähe beobachtet werden können. Entlang der Geländestufe im Bereich der heutigen Bärenanlagen erstreckt sich ein von einem Wasserlauf durchzogener Grüngürtel in Richtung Haupteingang. Darin liegt ein Identifikationsspielplatz, auf dem Kinder Affenverhalten ausprobieren können.
Dürfen wir heute noch Menschenaffen halten, nachdem wir immer wieder ihre stammesgeschichtliche Nähe zu uns Menschen festgestellt haben? Oder müssen wir es vielleicht gerade deswegen? Der Zoo Basel ist klar der Überzeugung, dass wir es tun müssen. Die grosse Nähe kann nur in der unmittelbaren Begegnung mit dem lebenden Geschöpf erfahren werden. Emotionale Berührung ist erwünscht. Denn sie steht am Anfang jeden Engagements für die Erhaltung all unserer von der Ausrottung bedrohten Verwandten.
Quelle: www.zoobasel.ch
Don Calo March 17th, 2010, 05:57 PM Der Vollständigkeitshalber auch noch hier:
Mit einem für die Schweiz einzigartigen Ozeanium auf der Heuwaage will der Zoo Basel neue Zuschauer anlocken.
Seit 1961 sei der Zoo Basel räumlich nicht mehr gewachsen, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Die Zeit sei deshalb reif für eine Weiterentwicklung, sagte Zoo-Direktor Olivier Pagan. Im Ozeanium sollen Korallenriffe, Haie, Riesenkraken und leuchtende Meeresorganismen die Besucher in eine faszinierende Lebenswelt eintauchen lassen. Die vielfältigen Lebensräume der Ozeane, die fast drei Viertel der Erdoberfläche bedecken, sollen ihnen näher gebracht werden.
Geplant sind auch themenbezogene Ladengeschäfte und eine Erlebnisgastronomie. Mit längeren Öffnungszeiten weit in die Nacht hinein soll das Ozeanium zu einem Begegnungszentrum werden und einen momentan toten Raum der Basler Innenstadt beleben. Es biete Raum für Konferenzen und Anlässe und sei ein idealer Forschungsort für Universitäten und Meeresinstitute.
In der Regel erfolgreich
Das Basler Ozeanium wäre das einzige Grossaquarium der Schweiz. Vergleichbare Aquarien befänden sich über 500 Kilometer entfernt in Arnheim, Genua, Lissabon oder Barcelona. Mit hunderttausenden Gästen pro Jahr seien sie wahre Besuchermagnete. Ein international bekanntes Ozeanium schaffe Arbeitsplätze, locke Touristen an und bringe der Region Basel eine hohe Wertschöpfung. Die meisten Grossaquarien seien sehr erfolgreich und erwirtschafteten ihre Betriebskosten selbst. Das soll auch beim Basler Ozeanium nicht anders sein.
In den kommenden Monaten soll die Vision nun weiter ausgearbeitet werden. Der Zoo Basel will alles daran setzen, dass das Ozeanium bald realisiert werden kann. Dazu braucht es noch die Zustimmung des Grossen Rates zur Zonenplanänderung und eine Baubewilligung für das Ozeanium auf dem Areal der Heuwaage.
Quelle: bazonline 17.03.10
kriminalTANGO March 17th, 2010, 06:49 PM Da ist die Seite mit den Fotomontagen und dem vollständigen Video: http://zoobasel.ch/aktuell/detail.php?NEWSID=349&PHPSESSID=9b60b06a5479b95a9e9879384c5b8215
Ich muss sagen, obwohl ich seinerzeit gegen sowohl das Multiplexkino als auch das Polarium war, stehe ich jetzt diesem Projekt eher positiv gegenüber. Gegen ein Multiplexkino an diesem Ort war ich nur wegen dem prophezeiten Tod der Steinenvorstadt durch die starke Konkurrenz. Heute haben wir dafür das Pathé Küchlin. Und das Polarium wäre zu weit weg vom Zoo gewesen und hat zudem meiner Meinung nach nichts in einer Markthalle zu suchen. Ein Einkaufszentrum macht an dieser Stelle, gleich neben dem Bahnhof, mehr Sinn.
Was mir schon beim Multiplexkino aufgefallen war, ist, dass das Gebäude an der Stelle der Wendeschlaufe des 10ers zu liegen kommt. Ich bin aber zum Schluss gekommen, dass es diese sowieso nicht mehr brauchen wird, sobald der Margarethenstich gebaut ist. Dies kann aber noch einige Jahre dauern.
Warum nicht gleich den Zoo bis ins Nachtigallenwäldli zur Heuwaage hin vergrössern, und beim Ozeanium gleich den neuen Haupteingang hinstellen? Man könnte auch noch gleich die Gelegenheit nutzen und das Projekt, den Birsig bis zum Barfi zu öffnen, verwirklichen.
Das einzige, was mir zu denken gibt, ist dieses Statement:
Hannes Estermann
15:20 Uhr
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Solche Meeres-Gross-Aquarien gehören an ein Meerestrand. Dort werden sinnigerweise auch keine Gerbirgsmineralien ,Quarze etc. ausgestellt.Um an die Qualität vom monegassischen Museum zu kommen,müssten ja unmengen an Salzwasser hergestellt und später via Kläranlage entsorgt werden. Ein solch ökologischer Unsinn macht die "grüne"Stadt Basel unglaubwürdig.
Würde das heissen, wir müssten wieder Salz aus dem Balkan importieren? :nuts:
rübenzahn March 18th, 2010, 10:57 AM Da ist die Seite mit den Fotomontagen und dem vollständigen Video: http://zoobasel.ch/aktuell/detail.php?NEWSID=349&PHPSESSID=9b60b06a5479b95a9e9879384c5b8215
Ich muss sagen, obwohl ich seinerzeit gegen sowohl das Multiplexkino als auch das Polarium war, stehe ich jetzt diesem Projekt eher positiv gegenüber.
Finde ich auch. Ein riesen Aquarium finde ich spannender als ein Polarium und sicher spezieller als ein Multiplexkino. Der Ort ist gut für eine erweiterung des Zoos, rund um das gebäude kann ein öffentlicher Park entstehen.
Don Calo May 1st, 2010, 06:24 PM Das offene Meer als Lebensraum
ELIAS KOPF
Der Zolli plant an der Heuwaage ein Ozeanium. Mit Öffnungszeiten bis in die Nacht hinein soll das Grossaquarium das Erlebnisangebot der Steinenvorstadt abrunden.
Haie, Riesenkraken, Rochen: Solche Seemonster könnten sich schon bald in Basel tummeln, falls die jüngsten Pläne des Zollis für eine Erweiterung bis zur Heuwaage bei der Bevölkerung auf Anklang stossen. «Vorderhand sind unsere Pläne für ein Ozeanium allerdings bloss eine Vision, kein ausgearbeitetes Bauprojekt», erklärte Zoo-Direktor Olivier Pagan am Dienstagabend im Zoo-Restaurant. Eingeladen zur Anwohnerinformation hatte die CVP Basel-Stadt. Der älteste Schweizer Zoo ist seit seiner Gründung im Jahr 1872 schrittweise gewachsen, finanziert wurden die Vergrösserungen jeweils durch Spenden von Privaten und Stiftungen. Auch die schätzungsweise 70 Millionen Franken fürs Ozeanium will Pagan auf diese Weise zusammenbringen. Gebaut werden soll erst, wenn die Finanzierung sichergestellt ist.
gröstes ökosystem. Das geplante Grossaquarium ist als Ergänzung zum Vivarium aus dem Jahr 1972 gedacht, das vor allem Lebewesen aus Binnen- und Küstengewässern zeigt. «Das Ozeanium soll dem Publikum nun zusätzlich das offene Meer mit seinen Bewohnern näherbringen. Dieser Lebensraum ist das grösste funktionierende Ökosystem», sagte Vivarium-Kurator Thomas Jermann. «Die Heuwaage hat als Unort ausgedient. An seiner Stelle entsteht ein Scharnier zwischen Innenstadt und Zolli», erklärte Jermann. Mit Öffnungszeiten bis in die Nacht hinein soll sich das Ozeanium nahtlos an die lebhafte Steinenvorstadt anschliessen – «wobei wir nicht einfach ein weiteres Konsumangebot bieten, sondern auch für einen Lebensstil im Einklang mit unseren Ökosystemen werben wollen», so Jermann. Zurzeit liegt ein entsprechender Ratschlag bei der Regierung. In diesem ersten Schritt geht es allerdings noch nicht um das Ozeanium als konkretes Projekt, sondern bloss darum, die zukünftige Nutzung des Areals im Zonenplan festzuschreiben. «Es soll verankert werden, dass die Heuwaage eine öffentliche, publikumsorientierte Nutzung erfahren muss. Anders als beim gescheiterten Multiplexkino soll kein privater Investor Gewinn machen können», erklärte Lukas Stutz, der im Zoo-Verwaltungsrat für Baufragen zuständig ist. Bis zur Realisierung des Grossaquariums sind mehrere Verfahrensschritte nötig, die dem fakultativen Referendum unterliegen. Frühester Eröffnungstermin des Basler Meeres ist das Jahr 2017.
Quelle: BAZ 29.04.2010
Giovanni Schòvais May 11th, 2010, 02:50 PM Familienstiftung finanziert Menschenaffenanlage im Zoo Basel
Der Zoo Basel freut sich über die grösste Spenden in seiner 136-jährigen Geschichte: Dank einer Zuwendung einer neuen Stiftung in zweistelliger Millionenhöhe ist die Finanzierung der 30 Mio. Fr. teuren neuen Menschenaffenlage gesichert.
http://www.scsstatic.ch/i/3478588
Bild: Keystone
Eine junge Ziege im Zoo Basel futtert genüsslich
Die Millionenspende stammt von der Eckenstein-Geigy-Stiftung. Diese Familienstiftung habe er aus Dankbarkeit für das gegründet, was die Vorfahren ihm und seiner verstorbenen Gattin ermöglicht und hinterlassen hatten, sagte der Architekt Matthias Eckenstein im Basler Zoo vor den Medien.
Über die genaue Höhe der Donation wurden keine Angaben gemacht. Das Geld reiche jedoch, um den laufenden Umbau und die Erweiterung der Menschenaffanlage zu finanzieren. Die Arbeiten am Projekt "Neue Erlebniswelt für Menschenaffen" sind bereits im Gang. Sie sollen 2012 abgeschlossen. Für das Vorhaben sind dem Zolli bereits früher Spenden von 4 Mio. Fr. zugesichert worden.
Laut Zoo-Direktor Olivier Pagan können die für die Affenanlage vorgenommenen Rückstellungen nun für andere Projekte eingesetzt werden. Im Vordergrund stehen derzeit ein neues Logistikzentrum und eine neue Elefantenanlage. Nach Angaben Pagans soll diese noch in diesem Jahrzehnt realisiert werden. Die Höhe der Investitionen sei noch offen.
Für den Basler Zoo bedeute die Millionenspende gleich "drei Mal Weihnachten", sagte Verwaltungsratspräsidentin Elisabeth Simonius vor den Medien. Bis auf eine Subvention des Kantons Basel-Stadt in der Höhe von 1,45 Mio. Fr. komme der Zolli für den Betrieb und die Investitionen selbst auf.
Da sei es "sensationell", wie viel Geld der "Zolli" immer wieder erhalte, sagte Simonius. Allein 2009 flossen dem Zoo Basel 13,2 Mio. Fr. in Form von Spenden, Legaten und Zuwendungen zu. Der Verkauf von Eintrittskarten und Abonnements brachte 8,9 Mio. Franken.
(sda)
Giovanni Schòvais May 26th, 2010, 01:24 PM Umgestaltung zwischen Heuwaage und Zolli ein Schritt weiter
Die Basler Regierung hat zur Neugestaltung des Gebiets Heuwaage und Nachtigallenwäldeli dem Grossen Rat die nötigen Zonenänderungen und Kredite beantragt. Am meisten Debatten auslösen dürfte das Vorhaben, die Heuwaage zu überbauen.
http://files.newsnetz.ch/bildlegende/18334/Kuppel.JPG
Oben: Das Kuppel-Neubau-Projekt «Friday» von Lost Architekten.
Unten: Situation Neubau Kuppel, Acqua und Annex. Quelle: David&vonArx Landschaftsarchitekten.
Die Vorlage der Regierung soll die Voraussetzungen schaffen für den Neubau des Unterhaltungslokals «Kuppel» (Bild oben), die Neugestaltung des Grünraums im Nachtigallenwäldeli und die Freilegung des Birsigs an der Heuwaage. Zudem soll ein Parking unter dem Erdbeergraben eine Zoo-Erweiterung auf dem heutigen Zolli-Parkplatz ermöglichen.
Den Bau eines Multiplexkinos auf der Heuwaage hatte das Volk 2003 deutlich abgelehnt. In der jetzigen Vorlage ans Parlament wird daher vorerst die Grundsatzfrage gestellt, ob in dem Gebiet überhaupt ein Neubau möglich werden soll, wie Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels am Mittwoch vor den Medien erklärte. Erst wenn diese Frage rechtskräftig bejaht ist, sollen für ein Projekt die weiteren Schritte eingeleitet werden. Insbesondere möchte der Zoo Basel dort ein Ozeanarium errichten.
Der heute unattraktive Grünraum Nachtigallenwäldeli soll neu gestaltet und aufgewertet werden. Dazu wird ein Kredit in der Höhe von rund 7,5 Millionen Franken beantragt. Auch die Unterführung zur Steinen-Vorstadt kann so heller und freundlicher gestaltet werden. Die Umgestaltung der Heuwaage wird mit rund 4 Millionen veranschlagt. Sie kann unabhängig von der Frage der Bebauung realisiert werden. Beide Gestaltungsprojekte – Nachtigallenwäldeli und Heuwaage – werden durch den Mehrwertabgabefonds finanziert, wie es in der Medienmitteilung des Regierungsrats heisst.
www.bazonline.ch
Don Calo May 26th, 2010, 03:29 PM ^^ das sind gute Neuigkeiten, es sollte endlich mal vorwärtsgemacht werden mit der Umgestaltung der Heuwaage. Der Entwurf für den Kuppel Neubau ist auch schon einige Jahre alt. Zusammen mit dem Ozeanium würde die Heuwaage stark aufgewertete. Leider geht dies nur wenn die Drogenabgabestelle dort verschwindet.
hausmeister May 27th, 2010, 08:50 AM Vorteil Zolli auf der Heuwaage
Der Kanton Basel-Stadt hat seine Lehren aus dem Multiplex-Debakel auf der Heuwaage gezogen. Für eine Bebauung wählt er nun ein zweistufiges Verfahren.
Bebauung der Heuwaage, Erweiterung Zolli, Neugestaltung Nachtigallenwäldeli. Nach rund zehnjähriger Planung geht es mit diesen Projekten vorwärts. Gestern stellte die Regierung den Stadtteilrichtplan «Heuwaage – Zoo» vor. Sagt der Grosse Rat Ja zu den Krediten und den Zonenänderungen, kann unter anderem die Kuppel ihren Neubau realisieren und der Zoo Basel sich bis zum Viadukt ausdehnen.
Der Zolli hätte sich gerne noch weiter Richtung Heuwaage ausgedehnt. Trotzdem sind die Verantwortlichen zufrieden mit dem Ratschlag, denn sie spekulieren auf die Heuwaage als Expansionsraum. Auf dem dortigen Baufeld will der Zolli sein Ozeanium bauen. «Wir sind in den Startlöchern», sagt Elisabeth Simonius, Zoo-Verwaltungsratspräsidentin. Interesse am Standort Heuwaage hatte aber auch das Naturhistorische Museum angemeldet, für einen Neubau.
«Ozeanium bestimmt nicht konkurrenzieren»
«Was für ein Gebäude dort gebaut wird, ist offen», betont Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP). Aber der Heuwaage-Traum für das Naturhistorische Museum scheint ausgeträumt. Guy Morin (Grüne), Stadtpräsident und Kulturchef, sagt: «Wenn das Ozeanium mit einem machbaren Projekt kommt, werden wir dieses bestimmt nicht konkurrenzieren.» Und das zweite neue Baufeld zwischen Heuwaage und Zolli ist zu klein für das Naturhistorische Museum, wie Wessels und Morin klarstellen. Morin muss für das Museum voraussichtlich einen anderen Standort suchen.
Mit dem Ratschlag soll nun zuerst grundsätzlich die Möglichkeit für einen Neubau auf der Heuwaage geschaffen werden. Für ein konkretes Bauprojekt braucht es später einen separaten Ratschlag. Damit zieht die Regierung die Lehren aus dem Nein des Volkes zum Multiplexprojekt 2003. Damals hatte man mit der Zonenänderung gleich ein fixfertiges Projekt präsentiert – und scheiterte.
(bazonline)
Don Calo July 27th, 2010, 11:54 AM Seit April 2010 wird um das Affenhaus herum abgebrochen. Die Aussenanlagen der Kattas und der Javaneraffen, ihr gemeinsames Haus und die Bärenanlagen sind teilweise verschwunden. Gegen das Pelikanweglein zu fehlt ein Teil der Zolliaussenmauer, er wurde durch Baugitter ersetzt.
Das Affenhaus blieb vom Abbruch nicht verschont. Damit die Innenanlagen der Tiere nach hinten vergrössert werden können (vgl. Presseapéro vom 22.9.2009), wurden die Rückwände des Hauses eingerissen. Verschont blieben nur die zwei Gorillaanlagen, welche an das Pelikanweglein grenzen, sie bleiben, wie geplant, in ihrer alten Grösse erhalten. Die fehlenden Wände eröffnen völlig neue Perspektiven auf und durch das Haus und die Innenanlagen der Tiere.
Die grossen Scheiben, welche die Besucher von den Menschenaffen trennten, sind ebenfalls dem Abbruchhammer zum Opfer gefallen. Nicht sichtbar, aber für die Tierhaltung genauso wichtig, ist der Rückbau der haustechnischen Anlagen (Lüftung, Wärmeverteilung, Sanitärleitungen, elektrische Installationen, Hydraulikleitungen für die Bedienung der Schieber, etc.). Die haustechnischen Anlagen werden mit dem Umbau ersetzt und erneuert.
Es entsteht aber auch bereits Neues. So ist links von den Bärenanlagen der unterirdische Servicezugang ins Affenhaus wie auch die daran gekoppelte Toilettenanlage für die Besucher erkennbar. In den nächsten Wochen und Monaten wird man beobachten können, wie um das Affenhaus die neuen Separationsgehege entstehen, welche später unter den Aussenanlagen verschwinden werden, und wie man die gut gedämmten Aussenwände des Hauses bis sieben Meter weiter aussen wieder aufbaut.
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Quelle: www.zoobasel.ch
Don Calo February 18th, 2011, 12:50 PM http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Places%20and%20Parks/AffenhausModell0211.jpg
Modell der neuen Menschenaffenanlage
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Der Neubau wird 2012 fertig gestellt
Don Calo February 18th, 2011, 12:53 PM 17.02.2011
Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat grünes Licht für die Umgestaltung des Gebietes zwischen dem Zoo Basel und der Heuwaage gegeben. Der Zolli freut sich über diese Entwicklung, denn nun ist es möglich, dass der Zoo in Richtung Innenstadt erweitert wird. Auf dem Heuwaage-Areal möchte der Zolli mit dem Ozeanium ein Aquarium bauen, das als Bildungs- und Forschungsstätte, Kulturinstitution und lebendiger Treffpunkt das urbane Leben der Basler Innenstadt ideal mit dem Zoo verbindet.
Das geplante Ozeanium soll dem Publikum mit Korallenriffen, Haien, Pinguinen und Riesenkraken deren Geschichten näher bringen. Es soll für den sonst verborgenen Lebensraum „Ozean“ begeistern und damit die Wertschätzung und das Verständnis für eines der wichtigsten Ökosysteme auf unserem Planeten fördern.
Zentrum für Umweltbildung und nachhaltigen Lebensstil
Ozeane bedecken fast drei Viertel der Erdoberfläche und sind bislang nahezu unerforscht. Durch die Nutzung von Wasser, durch Flüsse und Seen ist jeder Mensch - auch im Binnenland Schweiz - mit dem Ozean verbunden. „Das Ozeanium trägt der Bedeutung des Ozeans für uns alle Rechnung und ermöglicht ein hautnahes Erleben dieser beeindruckenden Lebenswelt“, erklärt Olivier Pagan, Direktor des Zoo Basel. „In unserem Ozeanium werden mehr Tierarten leben als im gesamten Zoo Basel. Mit längeren Öffnungszeiten wird das Ozeanium zudem auch nachts geprägt sein von geselligem Treiben. Es wird den Zolli um eine Dimension erweitern.“
Realisierung als Ziel
Eine erste Machbarkeitsstudie zeigt, dass ein solches Aquarium auf dem Heuwaage-Areal realisiert werden kann. In den vergangenen Monaten hat der Zolli an einem Themen- und Aquarienkonzept gearbeitet und mit erfahrenen Aquarienbauern gesprochen. “Mit dem Ozeanium wollen wir neue Wege in der Aquaristik beschreiten. Uns schwebt ein energie*effizientes Gebäude vor, das selbst Vorbild ist für nachhaltiges Bauen“, erläutert Thomas Jermann, Projektleiter Ozeanium. Die Verantwortlichen werden nun das Projekt weiter konkretisieren und die nötigen Schritte unternehmen, um das Projekt Ozeanium auf dem Areal der Heuwaage realisieren zu können.
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Montage Ozeanium
Quelle: www.zoobasel.ch
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Das sind gute Neuigkeiten, so ein Ozeanium wäre in der Schweiz einzigartig. Es wird übrigens mit kosten von ca. 70Mio CHF veranschlagt. Der Zoo ist jedoch in Basel so populär, dass genügend Spenden zusammen kommen sollten.
Basel_CH February 20th, 2011, 11:54 AM Sehr gute NAchrichten, der Heuwaagen-Bereich braucht eine Verdichtung. So ein Ozeanium könnte neue Gäste anlocken.
http://bazonline.ch/basel/stadt/Gruenes-Licht-fuer-Ozeanium-und-Kuppelbau/story/10411780
Grünes Licht für Ozeanium und Kuppelbau
Der Bereich zwischen Zolli und Heuwaage wird neu gestaltet. Das Parlament bewilligte dafür am Mittwochabend 11,6 Millionen Franken. Dank den Zonenänderungen können auch Neubauprojekte realisiert werden.
Korallenriffe, Haie und Riesenkraken. Der verborgene Lebensraum des Ozeans soll bald auf der Heuwaage bestaunt werden können – im neuen Riesenaquarium des Zolli. «In unserem Ozeanium werden mehr Tierarten leben als im gesamten Zoo Basel», lässt sich der Zolli-Direktor Oliver Pagan gestern in einer Medienmitteilung zitieren.
Dass sich der Zolli Richtung Innenstadt erweitern kann, verdankt er einem Entscheid des Grossen Rats, der in der Nachtsitzung vom Mittwochabend fiel. Das Parlament sagte deutlich Ja zum Zonenplan und zur Neugestaltung des Gebiets zwischen Zolli-Eingang und Heuwaage.
Finanzierung und Zeitplan noch unklar
Der Zolli freut sich über den Entscheid. «Nun kann die Detailplanung des Ozeanium-Projekts vorangetrieben werden», sagt Sprecherin Tanja Dietrich. Die Kosten werden auf rund 70 Millionen Franken geschätzt. Die Finanzierung sei noch offen. Ebenfalls der Zeitplan. Pagans Aussage zeigt aber, dass der Zolli fest an die Realisierung glaubt. Eine Prognose, wann das Riesenaquarium frühestens eröffnet werden könnte, wagt Dietrich nicht. Nur so viel: Theoretisch würde die Bauzeit drei bis vier Jahre betragen.
Die beschlossenen Zonenänderungen erlauben es auch Gastrounternehmer Simon Lutz, im Nachtigallenwäldeli einen Neubau des Tanz- und Konzertlokals Kuppel zu erstellen. Er musste sich lange gedulden. Seit zehn Jahren liegt ein entsprechendes Projekt der Lost Architekten in der Schublade.
Der Beschluss des Grossen Rates ermöglicht unter dem Erdbeergraben auch den Bau eines neuen Parkhauses. Auf Initiative der SP beschloss das Parlament aber, dass 60 Prozent der unterirdisch neu geschaffenen Parkplätze oberirdisch auf der Allmend aufzuheben seien. Unter anderem bewilligte der Grosse Rat 7,2 Millionen Franken für die Umgestaltung des Nachtigallenwäldeli sowie knapp vier Millionen für die Revitalisierung des Birsigs. (Basler Zeitung
Turm zu Basel March 9th, 2011, 04:12 PM http://bazonline.ch/basel/stadt/Bald-kehren-die-ersten-ZolliAffen-zurueck/story/30187108
Giovanni Schòvais October 21st, 2011, 02:12 PM War Heute bei den Menschenaffen, die Aussenanlage kommt gut voran...
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Don Calo December 13th, 2011, 04:41 PM Für den Umbau des Zolli-Restaurants wird das Projekt des Büros Nyfeler + Partner Architekten weiterverfolgt. Bei der Neueröffnung im Jahr 2014 erwartet das Publikum ein grosszügiges Selbstbedienungsrestaurant mit Ausblick auf die Elefantenanlage und ein Angebot von möglichst vielen regionalen und biologischen Produkten. Der Betrieb des Restaurants im ersten Stock wird zu Gunsten eines Eventsaals aufgegeben.
Das Restaurant des Zoo Basel soll umgebaut werden. Das 1935 eingeweihte Gebäude des Architekten Heinrich Flügel wird umfassend aufgewertet. Es soll in einen an die heutigen Bedürfnisse angepassten Restaurationsbetrieb überführt werden. Das in einem Studienauftrag ermittelte Siegerprojekt von Flubacher-Nyfeler+Partner Architekten wurde heute den Medien vorgestellt. Eine Ausstellung im Zoorestaurant zeigt die Projekte des Studienauftrages. Vom 16. bis 22. Dezember können sie im Selbstbedienungsrestaurant des Zoo Basel eingesehen werden.
Überzeugt durch Behutsamkeit
Zum Studienauftrag wurden die Basler Architekturbüros Blaser Architekten AG, Flubacher-Nyfeler + Partner Architekten AG, Harry Gugger Studio, Luca Selva Architekten ETH BSA SIA AG und Zwimpfer Partner Architekten eingeladen. Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch die behutsame, zurückhaltende Art, wie es mit dem bestehenden Gebäude umgeht. Es behält den architektonischen Ausdruck des Hauses bei und vereinigt räumliche, technische und funktionale Anforderungen. Auf der Ebene des bisherigen Restaurants wird der heutige Sockelbereich zu einer grosszügigen Terrasse, unter der auch neue Nutzungen wie Take-Away, Schulungsraum und Besucher-WC angeboten werden. Die heutige Bühne im Selbstbedienungsrestaurant wird zu Gunsten eines grosszügigen Ausblickes auf die Elefantenanlage aufgegeben. Ein Teil des Erdgeschosses soll in Zukunft bedient geführt werden.
Eventsaal im Obergeschoss
Das heutige Restaurant im ersten Stock lässt sich, wie die Vergangenheit gezeigt hat, nur schwer rentabel betreiben und wird zu einem Eventsaal umgebaut. Die bestehende Treppenanlage im Osten des Gebäudes bleibt zentrale Verbindung zum Obergeschoss und wird somit als Zugang zum neu geschaffenen Eventbereich aktiviert. Die bestehenden Höfe im oberen Stockwerk werden zu Gunsten eines zentralen Lichthofes aufgelöst. Dadurch entsteht eine ruhige und klar organisierte Gebäudeebene mit einer eher zurückhaltenden architektonischen Formensprache. Im rückwärtigen Bereich und im Obergeschoss sollen die Gebäudestruktur vereinfacht und die Niveaus angeglichen werden, was dem Haus eine wohltuende Übersichtlichkeit verschaffen wird.
Neueröffnung 2014
Der Umbau beginnt im Herbst 2013. Vor Ostern 2014 soll der Betrieb mindestens teilweise wieder aufgenommen werden können. Während der Bauzeit ist ein reduzierter Betrieb mit Zelten vorgesehen. Auch in Zukunft wird das Restaurant nicht in Pacht, sondern durch den Zoo Basel als Profitcenter geführt werden. Das Gastronomiekonzept wird das Thema Nachhaltigkeit vermehrt berücksichtigen und beinhaltet den Einkauf lokaler, regionaler und nationaler, und soweit möglich biologischer Produkte. Auch der Bildungsauftrag des Zolli soll verstärkt Eingang finden: Sämtliche Events und Anlässe sollen nur im Zusammenhang mit einem Bildungsangebot, sei es eine Führung oder eine Präsentation durchgeführt werden. Auf diese Weise möchte der Zoo Basel seinem Bestreben, das Publikum für Tiere und ihre Lebensräume zu sensibilisieren, Nachdruck verleihen.
Umbau, ein lang gehegter Wunsch
Die aktuellen Umbaupläne haben eine lange Vorgeschichte. 1934 wurde das alte Restaurant abgebrochen und 1935 das heute noch bestehende Gebäude eingeweiht. In den 70er Jahren wurden erste Pläne für einen Neubau gehegt. Es folgten Wettbewerbe, Architekten wurden beauftragt und immer scheiterte man entweder an den projektierten Kosten oder aber an Uneinigkeiten bezüglich Erhaltung oder Erneuerung des Gebäudes. Schlussendlich wurde das Restaurant durch das Architekturbüro Diener + Diener in gut fünfmonatiger Bauzeit umfassend saniert und im April 1993 neu eröffnet.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Places%20and%20Parks/VisualisierungNyfelerPartnerRenovationZooRestaurant.jpg
Visualisierung Nyfeler & Partner
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Places%20and%20Parks/ZooRestaurantheute.jpg
Heutige Ansicht
Quelle: www.zoobasel.ch (http://www.zoobasel.ch/aktuell/detail.php?NEWSID=488)
trauch December 19th, 2011, 11:14 AM Wettbewerb für Ozeanium ausgeschrieben
Auf der Heuwaage sollen dereinst Kraken, Pinguine und Haie für den Schutz und den nachhaltigen Umgang mit dem Ozean werben. Nun hat der Zolli einen Projektwettbewerb ausgeschrieben.
Auf dem Areal der Heuwaage möchte der Zolli ein Grossaquarium bauen. Für das «Ozeanium» genannte Projekt, wurde ein anonymer Projektwettbewerb ausgeschrieben, wie der Zolli heute mitteilte. Aus den Bewerbern der Präqualifikation, die jetzt startet, sollen rund fünfzehn Teams für den Projektwettbewerb ausgewählt werden. Ende 2012 soll der Entscheid veröffentlicht und die Beiträge ausgestellt werden.
Im Ozeanium sollen Meerestiere für den nachhaltigen Umgang mit dem Lebensraum Ozean werben: Besucherinnen und Besucher erleben entlang den Aquarien eine Reise vom Rhein, via Nordsee, Atlantik, Antarktis und Pazifik einmal um die Erde. Mehrere tausend Tiere aus allen Klimazonen werden in rund 30 Aquarien mit Wasserständen bis acht Meter die Grösse des Ozeans und die Vielfalt der Lebensformen vermitteln. Insgesamt sollen auf 10‘000-12‘000 Quadratmetern Gesamtfläche rund 4000 Kubikmeter Wasser als Lebensraum für Haie, Rochen, Pinguine, Korallen, Gezeitenzonen- und Mangrovenbewohner zur Verfügung stehen.
Aufwertung der Heuwaage
Thematisch werde sich das Grossaquarium der Nachhaltigkeit und den Ressourcen der Ozeane widmen. Das Gebäude soll durch Solar- und andere erneuerbare Energien sparsam, effizient und nachhaltig betrieben werden. Der Zolli rechnet mit Baukosten von 60-80 Millionen Franken. Mit dem Ozeanium erhofft sich der Zolli auch eine Aufwertung der Heuwaage. So soll das Projekt neben dem Themenhaus selber auch Lösungen für eine optimale Verbindung zwischen Steinen-Vorstadt, Heuwaage, Nachtigallenwäldeli und Zoo aufzeigen.
Mit längeren Öffnungszeiten als der restliche Zoo entstehe an einem heute unattraktiven Ort in der Innenstadt Basels ein Begegnungszentrum, heisst es in der Mitteilung des Basler Zoos. Das Ozeanium biete ausserdem Raum für Veranstaltungen und sei ein idealer Forschungsort für Universitäten und Meeresinstitute. Geplant seien im Gebäude zudem themenbezogenen Ladengeschäften und ein Angebot mit Erlebnisgastronomie.
Quelle: http://bazonline.ch/basel/stadt/Wettbewerb-fr-Ozeanium-ausgeschrieben/story/10829522
Don Calo December 19th, 2011, 05:38 PM Tolle Neuigkeiten, hätte nicht gedacht, dass dieser Wettbewerb schon nächstes Jahr stattfindet!
Die Lage ist jedoch schon ziemlich herausfordernd, da ist auch nicht soviel Platz übrig. Bin auf die Lösungsvorschläge gespannt.
Basel_CH December 19th, 2011, 06:06 PM Dazu auch noch der Artikel der Tageswoche:
http://www.tageswoche.ch/de/2011_50/basel/157164/Haie-auf-der-Heuwaage-Zolli-schreibt-Ozeanium-Wettbewerb-aus.htm
Ich finde, die Heuwaage braucht eine Aufwertung, und so ein Projekt wäre eine gute Schnittstelle zwischen Steinen-Vorstadt und dem Zoli. Sowas würde auch Touristen aus dem In- und Ausland anziehen. Absolut für das Projekt. Den Einwand der Tierschützer kann ich nicht nachvollziehen, ansonsten müsste man direkt den ganzen Zolli schliessen.
Basel_CH February 25th, 2012, 03:42 PM Aus der BaZ von gestern:
Ozeanium ist ein Schrittchen weiter Mit dem Grossaquarium soll die Zolli-Geschichte um ein Kapitel erweitert werden Von David Weber
Basel. 138 Jahre alt ist der Basler Zolli. In dieser Zeit machte er eine enorme Entwicklung durch (siehe Auflistung rechts). Setzte der Zolli zu Beginn noch vor allem auf einheimische Tierarten, hielten bald die Exoten Einzug. Das Publikum verlangte danach. Gehege und Anlage wurden stetig erneuert, die räumliche Ausdehnung hielt sich hingegen aufgrund der zentralen Lage in der Stadt in engen Grenzen. Seit seiner letzten Erweiterung im Jahr 1961 hat der Zolli sein Gebiet nicht mehr vergrössert.
Nun aber soll der Zolli Richtung Heuwaage wachsen. Das Parlament stimmte einer Neugestaltung des Gebiets zwischen Zolli-Eingang und Heuwaage zu und bewilligte auf der Heuwaage ein Baufeld, das vom Zolli genutzt werden kann. «Die Zeit ist reif für eine Weiterentwicklung», sagt Zoo-Direktor Olivier Pagan. Als Vision verfolgt der Zolli die Idee eines Ozeaniums auf der Heuwaage. Ein Grossaquarium mit Korallenriffen, Haien, Riesenkraken und leuchtenden Meeresorganismen.
Siegerprojekt im November
Die Planung dieses Ozeaniums ist seit Anfang dieser Woche einen Schritt weiter. Wie der Zolli auf der Facebookseite der Ozeanium-Vision mitteilte, ist die Eingabe zur Präqualifikation des Architekturwettbewerbs abgeschlossen. 61 Teams aus Architekten sowie Aquarien- und Gesamtplanern hätten sich formiert. Nun werden bis im Mai aus den Bewerbern 12 bis15 Teams ausgewählt, die den anonymen Wettbewerb bestreiten werden. «Im November wird der Zooein Siegerprojekt vorzeigen können», heisst es dort. Wenn alles perfekt laufe, könnte das Ozeanium bereits 2018 eröffnet werden. Die Kosten werden auf rund 70 Millionen Franken geschätzt.
Don Calo June 6th, 2012, 02:26 PM Arge Bachelard Wagner / Chabanne & Partenaires, Basel
Arge B. Tschumi Urbanistes Architectes / El Hassani & Keller / Gruner AG / Coutant Alter Ego, Basel
Arge Luca Selva Architekten AG / pool Architekten, Basel
Arge Tatjana Bilbao / Archobau AG, Zürich
Behnisch Architekten, Stuttgart
Boltshauser Architekten AG, Zürich
Burckhardt+Partner AG / HHF Architekten GmbH, Basel mit dem Aquarienplaner Aliart Engineering S.L., Blue Display
Caruso St. John, Zürich
David Chipperfield Architects / Itten+Brechbühl AG, Basel
EM2N Architekten AG, Zürich
Morger + Dettli Architekten AG / Proplaning AG, Basel
Marques AG / Daniele Marques, Luzern
MVRDV / Buchhofer AG, Zürich
Planergemeinschaft :mlzd / Peroni Baumanagement AG, Biel
Zaha Hadid Architects / CH Architekten AG, London
Basel_CH June 6th, 2012, 06:26 PM ^^
Weiss man bis wann dieser Wettbewerb läuft, bzw. man mit einer engeren Auswahl, nehme ich mal an, rechnen kann?
Designskizzen wären ja schon mal interessant, und wie ich sehe hats altbekannte Namen drauf, ist Zaha Hadid nicht mit ihrem Casino-Vorschlag reichlich gescheitert, insbesondere wegen der extravaganten Art damals, die nicht jedem Stadt-Basler gefallen hat?
Don Calo June 7th, 2012, 01:48 PM ^^
Weiss man bis wann dieser Wettbewerb läuft, bzw. man mit einer engeren Auswahl, nehme ich mal an, rechnen kann?
Designskizzen wären ja schon mal interessant, und wie ich sehe hats altbekannte Namen drauf, ist Zaha Hadid nicht mit ihrem Casino-Vorschlag reichlich gescheitert, insbesondere wegen der extravaganten Art damals, die nicht jedem Stadt-Basler gefallen hat?
Es ist ein einstufiger Wettbewerb, das heisst, es wird keine engere Auswahl geben, aus diesen 15 Teams wird der Gewinner ausgemacht.
Don Calo June 7th, 2012, 01:49 PM Hier noch die offizielle Medienmitteilung vom Zoo:
Aus 55 Bewerbern sind in den letzten Wochen 15 Teams ausgewählt worden, die für den anonymen Architektur-Wettbewerb für das ‚Ozeanium‘ ein Projekt ausarbeiten werden. Das Grossaquarium soll einst auf der Heuwaage nahe der Innenstadt Basels stehen und den Menschen einen verborgenen Lebensraum enthüllen, den es zu schützen gilt. Im ‚Ozeanium‘ sollen Meerestiere für den nachhaltigen Umgang mit dem Lebensraum Ozean werben. Im November wird die Jury erneut tagen und ein Siegerprojekt auswählen. Ende 2012 soll der Entscheid veröffentlicht und die Beiträge ausgestellt werden.
Das Echo auf die Ausschreibung des Wettbewerbes war beeindruckend: 55 Teams aus Architekt, Aquarien- und Gesamtplaner hatten sich formiert. Die städtebauliche Situation auf der Heuwaage soll durch das ‚Ozeanium‘ verbessert werden.
Quelle: www.zoobasel.ch (http://www.zoobasel.ch/aktuell/index.php)
hausmeister June 21st, 2012, 03:03 PM Quelle: bz basel (http://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/die-elefanten-erhalten-im-zolli-ein-neues-heim-124689213)
Die Elefanten erhalten im Zolli ein neues Heim
Die neue Elefantenanlage im Zoo Basel nimmt Gestalt an. Der Verwaltungsrat hat für das 25 bis 30 Millionen Franken teure Vorhaben ein Vorprojekt genehmigt. Die Bauarbeiten sollen 2013 in Angriff genommen werden.
Die Eröffnung der neuen Anlage ist für 2016 geplant, wie der Zoo Basel am Donnerstag mitteilte. Finanziert werden soll das Projekt mit Spenden. Zwölf Millionen Franken sind bereits vorhanden.
Die neue Anlage soll am Standort der heutigen realisiert werden, jedoch einiges grösser sein. Geplant sind drei Teilanlagen - eine für den Bullen und zwei für die Kühe.
Don Calo October 4th, 2012, 02:24 PM Nach zweijähriger Bauzeit öffnet der Zoo Basel die ‹Geigy-Anlage› erstmals für das Publikum. Die imposanten neuen Erlebnisanlagen werden von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans bewohnt. Als Geschenk zum Eröffnungstag am 28. September sind alle Tickets vergünstigt, der Erlös aus diesen Eintritten geht an die ‹Berggorilla & Regenwald Direkthilfe›.
Am 28. September wird die ‹Geigy-Anlage› mit den neuen Erlebnisanlagen für Menschenaffen erstmals für das Publikum offen sein. Das umgebaute Affenhaus mit vergrösserten Innenanlagen wurde bereits letztes Jahr eröffnet. Neu stehen den Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans fünf mit Netzen überzogene Aussenräume und den Kleinaffen wie Sumpfspringaffen, Weisskopf-Sakis und Klammeraffen Volieren auf dem Dach zur Verfügung. Mit einer Feier für geladene Gäste wurde die neue Anlage am 27. September eingeweiht. «Unsere Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas sind Botschafter ihrer Verwandten in der Natur», betonte Zoodirektor Olivier Pagan an diesem Anlass. «Wir möchten unserem Publikum Menschenaffen zeigen, um für den Schutz dieser bedrohten Lebewesen zu werben.»
Weltneuheit für Orang-Utans
Vor einer Woche durften als Erste die Schimpansen ihr neues Zuhause in Beschlag nehmen. Kaum war der Schieber geöffnet, wagten sie sich einer nach dem anderen nach draussen. Die bis 16 Meter hohen Aussenanlagen für die Menschenaffen sollen mit ihrer dschungelartigen Bepflanzung einen Eindruck natürlichen Lebensraumes vermitteln. Die fünf Netzräume sind untereinander und mit den Innenanlagen verbunden. So können die Einzelgehege zu grösseren Gehegen zusammengeschlossen werden. Die Aussenanlagen sind mit unterschiedlichsten Substraten wie Erde, Sand und Holzschnitzel eingerichtet und werden von einem kleinen Bach durchzogen. Sie erlauben den Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas, Wind und Wetter zu erleben oder nach Würmern, Insekten oder Kräutern zu suchen. In den Räumen, die vorwiegend von den Orang-Utans bewohnt werden, liess sich der Zoo Basel auf ein Experiment mit einer Weltneuheit ein: An Bambus mahnende Fiberglasstangen von bis zu sieben Metern Höhe ermöglichen den Orang-Utans ihre typisch schwingende Fortbewegungsart von Baum zu Baum.
Mehr Raum für Affen – und Kinder
Neu ist auch ein Erlebnisspielplatz für Kinder im Aussenbereich. In einem mit Hängematten und Seilen ausgestatteten Miniaturnetzraum dürfen Kinder das bei den Affen Gesehene selber ausprobieren. Das Haus aus dem Jahr 1969 ist in seiner Struktur erhalten geblieben. Die Innenräume wurden in der Tiefe und Höhe erweitert und das Raumvolumen für die Menschenaffen so annähernd verdoppelt. Die hinter den transparenten Gittern liegenden Rückwände sind mit Pflanzen bewachsen. Hinter den Kulissen stehen neu drei, für Besucher nicht einsehbare Gehege für Menschenaffen zur Verfügung.
Grosse Spende ermöglichte das Projekt
Die Gesamtkosten des Projektes mit dem Umbau des Affenhauses und dem Neubau der Erlebnisanlagen für Menschenaffen belaufen sich auf dreissig Millionen Franken. Fünfzehn Millionen wurden für den Umbau des Hauses, acht Millionen für die Netzräume und sieben Millionen Franken für die Terraingestaltung, den Tiefbau, für Kunstfelsen und Pflanzungen verwendet. Die Finanzierung erfolgte ausschliesslich durch Spenden. Möglich gemacht hat den Bau der ‹Geigy-Anlage› die grösste Donation in der Geschichte des Zoo Basel: Die Eckenstein-Geigy-Stiftung spendete 25 Millionen Franken an das Grossprojekt. Dank den grosszügigen Donationen konnte das Grossprojekt ohne Abstriche realisiert werden.
Geschenk an das Publikum
Als Geschenk zum Eröffnungstag der ‹Geigy-Anlage› sind am 28. September alle Tickets vergünstigt. Erwachsene zahlen nur fünf Franken, Kinder zwei Franken. Sämtliche Erlöse aus Eintritten gehen an diesem Tag an die ‹Berggorilla & Regenwald Direkthilfe›, welche sich für den Erhalt der Lebensräume von Gorillas einsetzt. Die ‹Berggorilla & Regenwald Direkthilfe› arbeitet eng mit Wildhütern zusammen und unterstützt Aufklärungs- und Hilfsprojekte für die Bevölkerung.
Quelle: www.zoobasel.ch
Don Calo October 4th, 2012, 02:25 PM Es gibt nun eine eigene Homepage für das Ozeanium:
www.ozeanium.ch
Basel_CH October 5th, 2012, 05:09 PM ^^
Schöne professionelle Homepage, insbesondere die Tierbilder gefallen. Obwohl ich bezüglich Architektur wenig rauslesen kann, wie ingesamt übers Projekt, sicher gut, dass es auch offizielle Informationen aus einer Hand geben wird um das Projekt zu unterstützen.
Don Calo October 8th, 2012, 06:09 PM ^^
Schöne professionelle Homepage, insbesondere die Tierbilder gefallen. Obwohl ich bezüglich Architektur wenig rauslesen kann, wie ingesamt übers Projekt, sicher gut, dass es auch offizielle Informationen aus einer Hand geben wird um das Projekt zu unterstützen.
Das du über die Architektur wenig erfährst liegt daran, das erst ende Jahr der Entscheid des Wettbewerbs veröffentlicht wird.
hausmeister November 29th, 2012, 04:12 PM Öffentliche Vernissage zum Architekturwettbewerb Ozeanium
Vernissage: Fr. 7. Dez. 17 Uhr an der Messe Basel
Die Spannung steigt: Am 4. Dezember wird bekannt, wer der Sieger des Architekturwettbewerbes für das vom Zoo Basel geplante Grossaquarium an der Heuwaage ist. Wir laden Sie herzlich zur Vernissage der Ausstellung der eingereichten Projekte ein. Messe Basel, im Erdgeschoss der Halle 3 (unter dem Parkhaus). Zugang via Messeplatz( über das Schiebetor in der Glasfront).
Ausstellung zum Architekturwettbewerb Ozeanium
8.12.2012 bis 16.12.2012 an der Messe Basel
Mo.-Fr. 16-20 Uhr, Sa. und So. 10-18 Uhr. Die Projekte des Architekturwettbewerbes für das Ozeanium werden öffentlich ausgestellt. Messe Basel, im Erdgeschoss der Halle 3 (unter dem Parkhaus). Zugang via Messeplatz (über das Schiebetor in der Glasfront).
(ozeanium.ch)
Don Calo November 29th, 2012, 11:03 PM ^^ Da bin ich echt gespannt wer hier das Rennen machen wird, denn die Aufgabe war nicht gerade einfach. Die Teilnehmerliste ist auch nicht so schlecht.;)
Don Calo December 4th, 2012, 12:04 PM Der internationale Architekturwettbewerb für das Ozeanium des Zoo Basel ist entschieden: Das Siegerprojekt heisst ,Seacliff‘ und stammt von Boltshauser Architekten Zürich. ,Seacliff‘ hat die Jury vor allem wegen der Zurückhaltung in der Architektur und dem kompakten oberirdischen Bauvolumen überzeugt.
Im Februar 2012 haben sich 55 Teams darum beworben, das vom Zoo Basel auf der Heuwaage geplante Ozeanium zu bauen. Aus diesen Dreier-Teams, bestehend aus Architekturbüro, Aquariums- sowie Gesamtplanern, wurden 15 Teams ausgewählt, um für den anonymen Architekturwettbewerb für das ‚Ozeanium‘ ein Projekt auszuarbeiten. Die Teilnehmer hatten bis zum 2. Oktober 2012 Zeit, ihren Vorschlag für das innerstädtische Grossaquarium zu gestalten. Nun hat die Wettbewerbsjury, bestehend aus Vertretern des Bau- und Verkehrsdepartementes, des Zoo Basel und mehreren Architekten entschieden: Das Projekt ,Seacliff‘ von Boltshauser Architekten Zürich passt am besten zur Heuwaage und zum Zolli.
Hohe Qualität bei allen Wettbewerbsteilnehmern
„Die eingereichten Arbeiten haben insgesamt ein sehr hohes Niveau und haben eine grosse Bandbreite interessanter Lösungsvorschläge für die Aufgabe und den Ort hervorgebracht“, erklärt Juror Fritz Schumacher, Kantonsbaumeister von Basel. „Die ausgewählte Architektursprache des Siegerprojekts ‚Seacliff‘ entspricht mit ihrer Zurückhaltung aber am ehesten dem angestrebten Erscheinungsbild des Zoo Basel in der Öffentlichkeit. Es besetzt den Ort an der Heuwaage mit einem - im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsarbeiten - kleineren oberirdischen Bauvolumen und bietet damit auch städtebaulich die beste Lösung“. Auch die Fassade aus Lehm und Trasskalk sowie die optimale Nutzung des vorhandenen Platzes gefallen der Jury am Siegerprojekt.
Das zweitplatzierte Projekt ,Watergate‘ von HHF + Burckhardt Partner schlug vor, das gesamte Ozeanium oberirdisch in einem monolithischen und abgeschrägten Baukörper auf kleiner Grundfläche zu organisieren. Mit neun Stockwerken wäre es das höchste aller eingereichten Projekte und hätte den Stadtraum Heuwaage mit seinem Volumen und seinem architektonischen Ausdruck dominiert. Das drittplatzierte Projekt ,Blue Cave‘ von Zaha Hadid ist architektonisch von hoher Qualität, aber die Besuchergänge wären in weiten Teilen relativ eng gewesen und die dynamische Formensprache im Gebäudeinnern wären in Konkurrenz zu den Aquarien getreten. Die Jury hat sich für ein Gebäude entschieden, das zum Zolli passt. Der Zoo Basel bemüht sich seit Jahrzehnten, eine zurückhaltende Architektur einzusetzen, die ausserhalb jeglicher Konkurrenz zu den Tieren steht.
Ab 2019 Riesenkraken in Basel
„Das Ozeanium wird die Orte Steinenvorstadt, Heuwaage, Nachtigallenwäldeli und Zoo optimal miteinander verbinden. Mit Öffnungszeiten bis weit in die Nacht hinein, wird es die Heuwaage zu einem lebendigen Treffpunkt aufwerten und den Zolli optimal ergänzen“, freut sich Olivier Pagan, Direktor des Zoo Basel. „Für die Erstellung des energieeffizienten Gebäudes einschliesslich seiner Betriebseinrichtungen rechnen wir mit einem Investitionsrahmen von 60 bis 80 Millionen Franken.“ Als nächstes wird ein Vorprojekt als Basis für einen Bebauungsplan erstellt, welcher dann im Grossen Rat zur Abstimmung gelangt. Voraussichtlich wird der Zoo Basel 2016 mit dem Bau des Grossaquariums beginnen können. „Wenn alles optimal läuft, werden die Besucherinnen und Besucher ab 2019 in unserem Ozeanium in eine faszinierende Lebenswelt von Korallenriffen, Haien, Riesenkraken und leuchtenden Meeresorganismen eintauchen können“, meint Thomas Jermann, Projektleiter Ozeanium beim Zoo Basel. „Das Basler Grossaquarium wird uns Menschen den verborgenen Lebensraum Ozean näherbringen und damit die Wertschätzung und das Verständnis für eines der wichtigsten Ökosysteme unseres Planeten fördern.“
Ausstellung in der Messe Basel
Sämtliche Projekte des Architekturwettbewerbs werden vom 8. bis 16. Dezember 2012 in der Messe Basel ausgestellt. Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 16 bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am 7. Dezember um 17 Uhr findet eine öffentliche Vernissage statt. Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss der Halle 3 unter dem Parkhaus.
Visualisierung und Modellfoto
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Zoo%20Basel/OzeaniumSeacliff_1.jpg
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Zoo%20Basel/OzeaniumSeacliff_2.jpg
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Zoo%20Basel/Ozeanium_Seacliff_2.jpg
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Zoo%20Basel/ozeanium_Seacliff_Modell_01.jpg
Quelle: www.ozeanium.ch
curious.sle December 4th, 2012, 01:20 PM Nicht schlecht... wobei es da ja diverse interessante Projekte gab.
Die Modelle etc werden ja ab ende Woche in der Messe Ausgestellt und ich hab vor mir diese anzusehen. Kommt sonst noch wer?
ps: super Thema für heut' Abend ;-) falls noch jemand kurzentschlossen kommen will.
hausmeister December 4th, 2012, 01:20 PM Gefällt mir eigentlich ganz gut, obwohl es äusserlich ein wenig wie eine reformierte Kirche ausschaut, welche selbst vor 50 Jahren nicht modern war. Aber die Visualisierung von drinnen sind vielversprechend.
curious.sle December 4th, 2012, 01:23 PM Mehr Bilder: BaZ (http://bazonline.ch/basel/stadt/So-wird-das-ZolliOzeanium-aussehen/story/23259572)
trauch December 4th, 2012, 05:50 PM Mehr Bilder: BaZ (http://bazonline.ch/basel/stadt/So-wird-das-ZolliOzeanium-aussehen/story/23259572)
Mir gefallen neben dem ausgewählten Projekt von Boltshauser auch diejenigen von Hadid und Selva. Die Wahl war aber bestimmt gut. Allerdings hoffe ich, dass der Platz doch noch etwas anders gestaltet wird als auf den Visualisierungen.Vor allem der Bereich Unterführung und ex. Birsig-Parkplatz sieht aus wie ein Kanal... hier könnte doch eine Art Galerie hin wie bei der Jugendherberge oder dem Projektvorschlag "offener Birsigparkplatz".
4057 December 4th, 2012, 08:04 PM Mehr Bilder: BaZ (http://bazonline.ch/basel/stadt/So-wird-das-ZolliOzeanium-aussehen/story/23259572)
Ja, das könnte was werden. Würde gerne noch ein paar Aussenansichten mehr sehen. Das von Zaha Hadid wäre geil gewesen, finde ich.
Cantho December 5th, 2012, 10:24 AM Wirklich genial.. Und von all den Visualisierungen sicher eines der besten Bauten. Nicht zu übertrieben. Das Innenleben schlicht gehalten. Gefällt mir super.
trauch December 5th, 2012, 02:46 PM Ozeanium: Jetzt muss die Umgebung aufgewertet werden
Die Heuwaage soll schöner werden: von der Asphaltwüste zu einem Platz. Auch im Nachtigallenwäldeli plant der Kanton seit Jahren vor sich hin. Doch nun soll es ebenso vorwärtsgehen – dank dem Millionenprojekt Ozeanium nebenan.
Als den «Kopf auf dem Giraffenhals» bezeichnet Kantonsbaumeister Fritz Schumacher das Ozeanium gegenüber der bz. «Giraffenhals» heisst das Projekt zur Aufwertung des Nachtigallenwäldelis vom Ausgang des zoologischen Gartens bis zur Heuwaage. Das Projekt sieht unter anderem vor, dass der Heuwaage-Parkplatz aufgehoben wird und der Birsig in diesem Teilstück wieder an die Oberfläche darf. Zudem soll das Flüsschen revitalisiert werden. Das Gebäude an der Binningerstrasse 4, in dem sich heute das Gassenzimmer befindet , soll teilweise abgebrochen werden, sodass es nicht mehr in die Parkanlage hineinragt (siehe Plan). Der Parkplatz des zoologischen Gartens soll verschwinden, ihn ersetzt ein Parking in der Stützmauer des Erdbeergrabens, wo in Zukunft auch das Gassenzimmer unterkommen soll.
Verwaltung zieht um
Die Verwaltung des Zoos soll aus dem Gebäude beim heutigen Eingangsbereich in das heutige Gaswerk ziehen. Diese Schritte sollen einerseits eine Verbindung zwischen der Heuwaage und dem Zoo schaffen und zweitens dem Zoo zusätzliche Flächen zur Nutzung freigeben. «Das wäre die erste Vergrösserung des Zolli seit 1961», wie Zoodirektor Olivier Pagan ausführt.
Offene Frage: Tramschlaufe
Die Aufwertung der Heuwaage kann mit oder ohne Verlegung der Tramschlaufe erfolgen, aber Schumacher macht klar, ihm wäre eine dritte Variante am liebsten: «Ich hoffe, dass mit der Realisierung der neuen Tramführung über den Margarethenstich die Schlaufe überflüssig wird.» Sinnvoll wäre es, wenn mit der Realisierung des Ozeaniums auch die Aufwertung des Nachtigallenwäldelis umgesetzt werden könnte. «Aber das ist nicht zwingend nötig, nur die Umgestaltung an der Heuwaage hat einen direkten Zusammenhang», betont Schumacher.
Aufwertung in Warteschlaufe
Die Aufwertung der Heuwaage war, nach dem erfolgreichen Referendum gegen den Bau eines Multiplexkinos 2003, von der Regierung auf die lange Bank geschoben worden. Dann folgte ein Ratschlag an den Grossen Rat, den dieser 2011 guthiess und die erforderlichen gut elf Millionen Franken freigab. Darin enthalten ist auch ein Beitrag an den Neubau des Partylokals Kuppel. Hier liegt seit 2002 ein Siegerprojekt auf dem Tisch. Getan hat sich allerdings noch nichts. Nun solle es aber «vorwärtsgehen», so Schumacher und redet von «intensiver Planung». Allerdings hat Kuppelbetreiber Simon Lutz unlängst gegenüber der «Tageswoche» gesagt, von den 6 Millionen, die er an den Bau beisteuern muss, habe er noch keinen Franken. Er sei aber, zehn Jahre, nachdem das Projekt ausgewählt wurde, nun «intensiv» auf der Suche nach Geldgebern.
Quelle: http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/ozeanium-jetzt-muss-die-umgebung-aufgewertet-werden-125730619
Don Calo December 8th, 2012, 07:17 PM Das Ozeanium weckt nicht nur Begeisterung, sondern auch Vorbehalte. Projektleiter Thomas Jermann erklärt, weshalb man die Einwohner von Binnenländern wachrütteln muss, wie grosse Fische nach Basel kommen und wer einmal die Scheiben im Aquarium putzen könnte. Von Amir Mustedanagić und Yen Duong
Thomas Jermann, warum braucht ein Binnenland ein Grossaquarium?
Gerade weil die Schweiz ein Binnenland ist, ist das Ozeanium notwendig. Denn die Leute hier machen die Verknüpfung nicht, dass auch sie etwas mit dem Ozean zu tun haben. Das ist ein grosser Trugschluss, zumal die Binnenländer mitschuldig sind an den Problemen im Ozean. Menschen, die an der Küste leben, wissen in der Regel mehr darüber, wie der Ozean funktioniert. Dort lernt man es schon in der Schule – so gehen die Kinder direkt ans Meer und sind mit den Fischern zusammen. Wir aber entwässern uns total ins Meer – in unserem Fall in die Nordsee. Dabei beeinflussen wir ebenfalls das Ökosystem. Man muss die Menschen ein bisschen wachrütteln.
Trotzdem stehen die bekannten Aquarien in Küstenstädten wie Genua, Barcelona oder Valencia...
Diese Aquarien sind oft im Hinblick auf Anlässe entstanden. So viel ich weiss, war für die Entstehung der Ozeanarien in Genua und Barcelona die Feier zur Entdeckung von Amerika ausschlaggebend. Das Aquarium in Lissabon wurde im Zuge einer Weltausstellung gebau. Man meint zwar, dass es am Meer liegt, die Stadt liegt aber an der Flussmündung. Das Aquariumwasser besteht also nicht aus natürlichem Meerwasser, sondern aus künstlichem – wie es bei uns der Fall sein wird. Das ist überhaupt bei vielen Grossaquarien so.
Wie wird künstliches Meerwasser eigentlich hergestellt?
Wir werden es genau so herstellen, wie wir es beim Vivarium bereits machen. Wir kaufen eine Meersalzmischung – pharmazeutisch reine Substanzen, in der Zusammensetzung genau so wie Meerwasser. Die Herstellung von Meerwasser ist relativ einfach. Wir haben das Glück, dass das Leitungswasser hier sehr gut ist und wir das Salz damit mischen können. Meine Kollegen aus Deutschland und Holland haben mehr Probleme, wenn sie Aquariumwasser herstellen wollen. Denn sie müssen dafür zuerst das Trinkwasser aufbereiten.
Sie sagten bei der Präsentation des Siegerprojekts, dass das Ozeanium nur dreimal mehr Wasser brauchen wird als das Vivarium. Das leuchtet nicht ganz ein, zumal die Aquarien dort ja riesig sein werden.
Vom Wasservolumen her ist das Ozeanium 15 Mal grösser als das Vivarium. Trotzdem werden wir nur dreimal mehr Wasser brauchen – falls nicht sogar noch weniger. Wir werden prozentual also gesehen weniger Wasser verwenden als im Vivarium, weil die Aquarien eben grösser sind. Das klingt Paradox, ist aber so, denn je grösser ein Aquarium ist, desto weniger Lebewesen pro Kubikmeter leben darin. Das hat zur Folge, dass die Verschmutzung des Wassers geringer und die Filtertation einfacher ist. Somit können wir das Wasser länger behalten.
Wie viele Aquarien wird es geben?
Wir haben vor, rund 30 Aquarien im Gebäude unterzubringen. Höhepunkt wird ein Aquarium sein, das einen Wasserstand von etwa 9 Meter hat. Man steht dann vom Gefühl her wirklich in einem Ozean. Die Aquarien sollen den Besuchern die Schönheit des Ozeans zu spüren geben. Unser Ziel ist, dass sie Wertschätzung gegenüber dem Meer entwickeln – aber auch eine gewisse Ehrfurcht kriegen.
Hand aufs Herz: Das Siegerprojekt «Seacliff» ist eines der - sagen wir mal - architektonisch wenig mutigen Projekten. Wieso so bescheiden?
Vom Gebäude her hätte es natürlich schon noch extravagantere gegeben. Aber wenn Sie sich im Zolli umschauen, dann stellen Sie fest, dass all unsere Gebäude ziemlich zurückhaltend sind. Denn sie sollen nicht in Konkurrenz treten mit dem Erlebnis. Wir wollen nicht primär ein Gebäude zeigen, sondern die Erfahrung. Das Siegerprojekt trifft diesen Charakter genau. Ein markantes Gebäude könnte sich kontraproduktiv auswirken: Wenn wir den Fokus der Besucher auf die Lebenswelten richten wollen, dann muss das Gebäude zurückhaltend sein. Wir sind sehr glücklich mit der Auswahl der Jury.
Apropos Auswahl. Nach welchen Kriterien werden die Tiere für das Ozeanium ausgesucht? Wieso wird es Haie geben aber keine Delphine?
Das Gebäude ist nicht dafür konzipiert, Delphine zu halten. Die Kriterien fürs Ozeanium sind dieselben wie fürs Vivarum. Wir wollen nur Tiere, die gesund und in ihrem gewohnten Verhaltensspektrum bei uns leben können. Die Tiere müssen die Besucher zum Stehenbleiben bringen und sie verzaubern können. Sie müssen in guter Form sein, damit sie die Botschaften überbringen können, die wir den Besuchern vermitteln wollen.
Und die wären?
Wir wollen die Faszination zum Lebendigen schaffen. Wir wollen die biologische Geschichte der Tiere so authentisch wie nur möglich zeigen – als Ausschnitt des Echten. Aber dieser Ausschnitt muss glaubhaft rüberkommen. In einem Aquarium geht das gut. Natürlich brauchen wir aber auch die attraktiven Tiere, die die Leute beim ersten Anblick faszinieren, aber um diese geht es nicht primär. Es geht auch um diejenigen, die beim zweiten Blick ins Aquarium zu entdecken sind.
Zum Beispiel?
Ich fabuliere jetzt, aber wir haben vor japanische Riesenkrabben zu zeigen. Die sind zwei Meter gross, imposant und attraktiv. Im gleichen Becken schwimmen dann aber zwischen ihren Beinen Schnepfenfische wie in der Natur. Die Leute werden es sehen und denken: «Oh, was ist das?» Sie werden sich die Infos anschauen und etwas neues erfahren, genau das wollen wir. Faszination durch die Abbildung der Natur.
Fressen und gefressen werden, gehört auch dazu: Werden Sie den Haien ihre Futterfische mit ins Becken geben?
Nein. Wir können nicht ausschliessen, dass gejagt wird. Aber es ist nicht in unserem Interesse. Wir wollen weder zu viel Stress für die Tiere, noch könnten wir uns den Ersatz leisten.
Die Frage bleibt dennoch: Wie soll denn beispielsweise das geplante Korallenriff hinter dickem Glas auf das sterbende Great Barrier Reef aufmerksam machen?
Es gibt verschiedene Mittel. Wir wollen ja nicht nur die Aquarien zeigen. Das Ganze wird noch von – ich nenne es mal - «Info» begleitet. Wir verlinken auch auf Naturschutzprojekte. Und wir wollen punkto Nachhaltigkeit Partnerschaften mit Korallenriff-Gebieten eingehen, denen wir helfen wollen. Grundsätzlich ist die Sensibilisierung also ein mehrstufiger Prozess: Wir schaffen die Faszination mit dem Lebendigen, das weckt das Interesse und wir können Wissen vermitteln.
Sie sind nicht nur ein Befürworter der Zootierhaltung. Es gibt für Sie auch Tiere, die nicht für den Zoo geeignet sind. Im Gegensatz dazu stehen Sie ohne Einschränkung der Aquariumhaltung gegenüber...
...nicht ganz. In einem grossen, gut geplanten Aquarium, in dem die nötigen Mittel vorhanden sind, ist es aber einfacher, eine perfekte Tierhaltung zu machen als bei schwierigen Zootieren wie Beispielsweise Tiger und Eisbären. Um diese Tiere in Basel «richtig» halten zu können, müssten wir den halben Zoo opfern. Das haben wir eingesehen und deren Haltung auch aufgegeben. Aber wir müssen auch im Ozeanium realistisch bleiben – wir wollen nicht wie in anderen Aquarien Mantas oder Walhaie halten.
Es ist eine Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen geplant, werden die bei der Auswahl der Tiere mitreden können?
Wir hatten und haben schon viele Gespräche mit solchen Organisationen. Wir tauschen uns nicht gerade wöchentlichen aus, aber rege.
Die Kritik am Ozeanium ist bereits jetzt gross: Die Jagd der Tiere wird kritisiert, es wird moniert, dass beim Transport viele Tiere sterben. Sie haben bereits mehrfach erklärt, dass nur zertifizierte Händler in Frage kommen; und dass der Transport sicher sei. Wie sieht dieser aber überhaupt aus? Die Tiere werden ja kaum als Päckli ankommen.
Doch! (lacht) Das Päckli sieht aber anders aus, als man sich das vorstellt. Wenn es zum Beispiel ein Hai ist, der grösser ist als einen Meter, kommt er nicht im Styropor-Päckli, sondern im Container. Darin sind ein paar Tausend Liter Wasser und ein komplettes Lebenserhaltungssystem: CO2-Absorber, Filteranlagen, Sauerstoff. Kurz: Es wird dafür gesorgt, dass dem Hai nichts passiert, schon alleine weil der Aufwand so gross ist. Innerhalb von 36 Stunden muss der Transport über die Bühne gehen – also wahnsinnig schnell.
Sind die Tiere sediert, also ruhig gestellt?
Das kann durchaus vorkommen, dass ist auch nicht schlimm, sondern mindert den Stress.
Der Standort des Ozeaniums wurde bereits diskutiert. Hatte der Zoo überhaupt eine Alternative?
Wir hatten natürlich eine Option: die Markthalle. Diese Pläne dort sind ja gescheitert. Die Stadt hat uns dann die Heuwaage als Alternative angeboten. Für uns ist sie auch besser: Wir können das Ozeanium von Grund auf konzipieren, können den Ort gestalten – das ist ideal. Und die Lage ist optimal für uns. Es liegt ausserhalb des Zoos, aber nicht weit weg. Es ist etwas städtisches, ein urbaner Ort. Ein Ort, der auch für die Jungen attraktiv ist und lockt. Er ist sensationell angebunden an den öffentlichen Verkehr. In der unmittelbaren Umgebung liegen zwei Parkhäuser...
...wird das reichen? Sie rechnen immerhin mit über 500'000 zusätzlichen Besuchern zu den 1,7 Millionen, die jedes Jahr den Zoo besuchen.
Wir verzeichneten bisher immer einen Zuwachs der Besucher. Viele kommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn Sie nach draussen schauen: der Zolli-Parkplatz ist klein. Die Anbindung ist einfach wirklich gut: Busse, Tram, Zug, Parkhäuser.
Sie wünschen sich sowieso, dass die Leute mehr oder weniger «zufällig» Ozeanium kommen. Es soll auch ein neuer, stadtnaher Treffpunkt werden, wie Zoo-Direktor Oliver Pagan bei der Präsentation sagte.
Jein, es geht natürlich schon darum, dass mindestens subkutan etwas vom Ozeanium hängen bleibt. Die Leute sollen nicht einfach Bier trinken, es soll auch etwas vermittelt werden. Es sind nicht irgendwelche Produkte, die konsumiert werden. Sie sollen nachhaltig sein. Das Ozeanium ist nicht als weitere Vergnügungszone gedacht. Es ist ein spezieller Ort und soll auch anders wahrgenommen werden – das ist zumindest unsere Hoffnung.
Das Ozeanium soll selbsttragend sein. Gibt es eigentlich schon Überlegungen zu den Eintrittspreisen?
Die Idee bleibt dieselbe wie beim Zolli: Die Eintritte müssen günstig bleiben, damit alle Bevölkerungsschichten sich den Besuch leisten können. Das Ziel war und ist im Zolli, dass wir nicht teurer sind als das Kino. Das wird auch beim Ozeanium angestrebt. Es gibt sicher ein Kombiticket für Zolli und Ozeanium, das teurer wird. Aber beide Institutionen sollen auch einzeln besucht werden können. Es muss ein Ort bleiben für alle. Die Schulen werden – wie bisher im Zolli – freien Eintritt geniessen. Das gehört aber auch dazu, wenn wir es als ausgewiesenen Bildungsort ausserhalb der Schule sehen – was es werden soll.
Haben Sie nicht Angst, dass das Image des Zollis beschädigt werden könnte, sollte das Ozeanium scheitern?
Nein, das glaube ich nicht. Es ist ein Versuch. Wir sind willens etwas zu tun. Wenn wir irgendwie scheitern sollten – wovon ich nicht ausgehe zur Zeit – werden wir keinen Image-Schaden davon tragen. Jedes Unternehmen scheitert mal mit einem Plan, wir müssten es dann einfach sportlich nehmen. Es wäre wahnsinnig schade, aber ich glaube wirklich nicht an ein Scheitern – dafür sind die Pläne zu gut.
Die letzte Frage habe wir unserem Kollegen Matthias Oppliger versprochen. Er würde gerne mitschwimmen und tauchen im Ozeanium. Ich überlasse es Ihnen, Matthias zu enttäuschen...
...es ist nicht mal sicher, ob wir ihn enttäuschen müssten. Es ist noch nicht klar, wie wir es wirklich machen, aber in vielen Grossaquarien ist es so, dass abends für die teuren Unterhaltsarbeiten wie Scheibenputzen die örtlichen Tauchvereine zum Einsatz kommen. Vielleicht ist das auch für uns eine Option.
Wenn nicht, müssen Sie ihm zumindest die erste Reportage aus dem Tank versprechen...
(lacht) Das sollten wir hinkriegen.
Quelle: www.tageswoche.ch (http://www.tageswoche.ch/de/2012_49/basel/489032/das-ozeanium-ist-nicht-als-weitere-vergnuegungszone-gedacht.htm)
hausmeister December 19th, 2012, 01:42 PM Wer von euch hat die Ausstellung gesehen und sich die Beiträge detailierter anschauen können? Welches wäre euer Favorit gewesen?
Ich kann den Juryentscheid nachvollziehen. Das Siegerprojekt überzeugt insgesamt tatsächlich am meisten. Obwohl ich mir fast noch mehr das zweitplatzierte Projekt gewünscht hätte: Gewagt und wohl etwas teuer aber ganz klar einmalig und genial...
curious.sle December 20th, 2012, 04:50 PM Wer von euch hat die Ausstellung gesehen und sich die Beiträge detailierter anschauen können? Welches wäre euer Favorit gewesen?
Ich kann den Juryentscheid nachvollziehen. Das Siegerprojekt überzeugt insgesamt tatsächlich am meisten. Obwohl ich mir fast noch mehr das zweitplatzierte Projekt gewünscht hätte: Gewagt und wohl etwas teuer aber ganz klar einmalig und genial...
Ich war in der Ausstellung und es hat wirklich mehrere sehr gute Beiträge gehabt. Ich hab ein paar Fotos auf google+ gepostet... Muss mal den link suchen.
Der Vorschlag von Zaha Hadid war für mein Verständnis ziemlich gelungen.
Ich habe den Juryberich gekauft und bringe ihn gerne mit wenn ich wieder in Europa bin :) so am Februar Treff z.B.
Don Calo April 11th, 2013, 02:11 PM Ein Marktplatz für die Elefanten
Für eine zeitgemässe Elefantenhaltung greift der Basler Zoo tief in die Tasche: Er lässt für 28 Millionen Franken ein neues Elefantenhaus mit dazugehöriger Gartenanlage bauen – die Tiere werden eine Fläche in der Grösse des Basler Marktplatzes zur Verfügung haben. Den Restaurantbesuchern wird freie Sicht auf die Elefanten garantiert. Von Martina Rutschmann
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«Zeitgemässes Besuchererlebnis»: So soll die neue Anlage aussehen. (Bild: zVg)
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«Mehr Platz an der Wärme»: Das neue Elefantenhaus. (Bild: zVg)
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Was noch als 1:100-Modell im Zoo-Restaurant ausgestellt ist, soll bald Wirklichkeit werden: Im August sollen die Bagger auffahren. (Bild: zVg)
Für die Elefantenkuh Malayka dürfte dieser Morgen alles andere als gemütlich gewesen sein. Showtime war angesagt im Zolli, Blitzlichtgewitter inklusive – eine aussergewöhnliche Situation für eine Dame, die als «die Gemütliche» bezeichnet wird und mit ihren 41 Jahren die älteste der vier Elefantenkühe im Basler Zoo ist: Fuss hoch, Maul auf, ein Blick hinter die Ohren, bisschen Kraulen mit der Bürste – alles klar, Malayka ist gesund. Auch die Tierpfleger waren nach dem Training vor den Presseleuten noch gesund, was nicht selbstverständlich ist: In der Vergangenheit kam es bei solchen direkten Kontakten zwischen Pflegern und Elefanten immer wieder zu Unfällen, ein Misstritt des Dickhäuters kann reichen, um einen Pfleger zu Boden zu werfen oder ihn gegen die Wand zu quetschen.
Die direkte Begegnung ist allerdings auch für die Elefanten nicht ideal, wie Zolli-Tierarzt Stefan Hoby erklärt: «Der Pfleger muss in die Hierarchie der Tiere eingreifen, was dem natürlichen Verhalten des afrikanischen Elefanten widerspricht.» Aus diesem Grund, sowie aus Sicherheitsüberlegungen sei man nun dabei, «einen Quantensprung in der Elefantenhaltung» zu wagen.
Neu sollen diese Trainings nur noch mit einem Gitter zwischen Mensch und Tier durchgeführt werden, ein Bambusstab dient dem Pfleger als Taktstock. Der einzige Elefantenbulle im Zoo kennt das schon, bei den Männchen wären direkte Begegnungen zu gefährlich. Malayka und die anderen Damen werden derzeit umtrainiert. Sobald die neue Anlage steht, gibt es nur noch diese Trainingsform.
Haus entlang der Zoo-Mauer
Das Training ist allerdings nicht der Hauptgrund, weshalb der Zoo sich entschieden hat, für 28 Millionen Franken ein neues Elefantenhaus samt Anlage zu bauen: Die Elefanten sollen «zeitgemäss» gehalten werden, sie sollen sich mehr bewegen und generell mehr beschäftigen können, wenn es kalt ist und die Ohren einzufrieren drohen, sollen sie mehr Platz in der Wärme zur Verfügung haben – und nicht zuletzt soll die Anlage ein «besseres Besuchererlebnis» bieten.
Vom Restaurant aus, das ebenfalls umgebaut wird, ist künftig der direkte Blick auf die Elefanten garantiert. Neue Wege für die Besucher werden gebaut, andere aufgehoben. Die Kattas beispielsweise müssen gezügelt werden, da ihr Haus der Anlage zum Opfer fallen wird: Neu werden die Elefanten 4000 Quadratmeter draussen und 1000 Quadratmeter drinnen zur Verfügung haben – eine Fläche, so gross wie der Marktplatz und zweieinhalb Mal so viel Platz wie jetzt.
Mit verschiedenen Futterplätzen und mehreren Verbindungen zwischen Haus und «Garten» sollen sich die Tiere wie in ihrem natürlichen Lebensraum fühlen können. Das Haus wird entlang der Zoomauer gebaut, was eine freie Fläche davor möglich macht. Das jetzige Elefantenhaus steht wie ein Balken in der Landschaft.
Platz für Elefantenbulle gesucht
Das Ganze hat aber auch seine Schattenseiten: Wenn die Bauarbeiten wie vorgesehen im August beginnen, wird ein Fünftel der Zoo-Fläche zu einer Baustelle. Ausserdem macht manchen Anwohnern zu schaffen, dass 72 Bäume gefällt werden sollen. Für einige Anwohner der Oberwilerstrasse kommt hinzu, dass sie künftig einen über sieben Meter hohen Heustock vor der Nase haben werden: Der Heustock ist Teil des Neubaus und soll Platz für den Stroh- und Heubedarf des ganzen Zoos bieten.
Die Argumentation der Zoo-Verantwortlichen, der Heustock werfe nur selten Schatten in Richtung Wohnhäuser, scheint die Betroffenen nicht zu überzeugen. Auch das Versprechen, der «Zoologische Garten» werde auch künftig halb Park, halb Tieranlage sein, reicht den Kritikern nicht: Vier Einsprachen gegen das Projekt und die damit verbundenen Baumfällungen sind bisher eingegangen. Die Einsprachefrist läuft noch bis am Freitag, 12. April.
Ausserdem muss vor Baubeginn ein weiteres Problem gelöst werden: Im Gegensatz zu den Elefantendamen muss das Männchen den Zoo während der Bauarbeiten verlassen, da sein Stall schon zu Beginn abgerissen werden muss und keine Alternative zur Verfügung steht. Tierarzt Stefan Hoby spricht von einer Option in einem Zoo, die aber noch nicht definitiv beschlossen sei.
Die Eröffnung der Elefantenanlage ist für Herbst 2016 geplant.
Quelle: tageswoche (http://www.tageswoche.ch/de/2013_14/basel/531043/ein-marktplatz-fuer-die-elefanten.htm) 10.04.2013
hausmeister May 2nd, 2013, 10:22 AM Mini-Update (Quelle: ozeanium.ch, 17.4.2013)
Dezember wurde das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbes bestimmt. Der Zoo Basel ist jetzt daran ein Vorprojekt zu erstellen und das Siegerprojekt weiter zu bearbeiten und zu optimieren. Auf der Basis des Vorprojekts wird der Kanton den Bebauungsplan erstellen, welcher dann vom Parlament abgesegnet werden muss. Die Erstellung des Vorprojektes dauert rund ein Jahr.
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