View Full Version : Hannover - Bausünden und Abrisskandidaten


lifestyle032
June 12th, 2009, 11:58 AM
Hier kann über "Bausünden" in Hannover (wurden evtl. eigens nach dem 2. Weltkrieg noch erhalten gebliebene Gebäude abgerissen?) und die dafür verlorenen Schönheiten Hannovers diskutiert werden.

Leine1977
June 12th, 2009, 12:44 PM
Woll´n wir nicht korrekt sein und "Hannoversche Bausünden" titulieren?;)

Super Idee mit diesem Thread. Gerade die Bausünden machen doch die Stadtplanung so spannend. Mach ich doch gleich mal den Anfang mit einem Dokument der Zeitgeschichte...

http://img44.imageshack.us/img44/2735/3302621krbau.jpg (http://img44.imageshack.us/i/3302621krbau.jpg/)

Leine1977
June 12th, 2009, 12:49 PM
Das müssen wohl noch bessere Tage gewesen sein. Ich such hier mal historische Infos raus, warum es zu diesem Monster gekommen ist. In jedem Fall ist es meine Nummer Eins unter den Bausünden.

http://img200.imageshack.us/img200/7183/ihmezentrum1980700x500.jpg (http://img200.imageshack.us/i/ihmezentrum1980700x500.jpg/)

matheking
June 12th, 2009, 12:57 PM
Das müssen wohl noch bessere Tage gewesen sein.

Die gab es ja tatsächlich mal! Ender der Achtziger war die Ladenpassage gut am Brummen. Der Niedergang zu der jetzigen Ruine begann ja erst mit dem Rückzug von Huma bedingt durch den Hubschrauberabsturz. Hätte es diese schicksalshafte Zufälligkeit nicht gegeben, sähe die Situation heute vielleicht nicht so dramatisch aus!
Im übrigen ist das Ihmezentrum ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig einzelne Kundenmagneten für ein Zentrum sind. Verschwinden die, geht auch der ganze Rest an kleinen Läden zugrunde. Gestern war da ein Bericht im Fernsehen über die Insolvenz von Hertie/Karstadt und die Folgen für die Innenstädte vieler kleinerer und mittlerer Großstädte. Da haben wir hier in Hannover noch Riesenglück, dass wir recht breit und erfolgreich aufgestellt sind. Für die Karstadthäuser gibt es vielleicht ja auch noch Hoffnung. Ich habe heute gelesen, dass die Warenhäuser insgesamt zu Zeit schwarze Zahlen schreiben. Ein patentet Insolvenzverwalter haut da noch einiges raus.

Leine1977
June 12th, 2009, 01:15 PM
Gestern war da ein Bericht im Fernsehen über die Insolvenz von Hertie/Karstadt und die Folgen für die Innenstädte vieler kleinerer und mittlerer Großstädte. Da haben wir hier in Hannover noch Riesenglück, ...

Genau dies wurde in der WELT am Sonntag stark angezweifelt. Genannt wurden viele kleinere Städte, die solche Kaufhaus-Schließungen mehr als erfolgreich überwunden hatten.

Nein, auch damals war das Ihme-Zentrum ein Schandfleck. Es war doch schon immer umstritten - auch wenn die Wohnungen oben beliebt und teuer waren. In der Ursprungsplanung sollte es übrigens deutlich kleiner werden.

Element7
June 12th, 2009, 02:11 PM
Hier noch was zum Ihme-Zentrum

http://www.bliz-ihmezentrum.de/Artikel%20Steffen%20Holz.pdf

Leine1977
June 12th, 2009, 02:44 PM
Bei diesem waren wir uns ja auch im Forum einig, dass es eine Bausünde ist.

http://img3.imageshack.us/img3/4269/2734l.jpg (http://img3.imageshack.us/i/2734l.jpg/)

Lefthandy
June 12th, 2009, 02:55 PM
"Kontraste" in der Altstadt:

Und so nicht:

http://i39.tinypic.com/fm6r1h.jpg

Leine1977
June 12th, 2009, 03:06 PM
^^ Mensch, ja. Die Schmiedestraße könnte man so schön wieder flott machen. Eine so wichtige Straße in der Altstadt. Leider behindert das denkmalgeschützte Parkhaus und Kaufhof notwendige Stadtreparaturen auf Dauer...:ohno:

CrayZD
June 12th, 2009, 03:59 PM
^^ Mensch, ja. Die Schmiedestraße könnte man so schön wieder flott machen. Eine so wichtige Straße in der Altstadt. Leider behindert das denkmalgeschützte Parkhaus und Kaufhof notwendige Stadtreparaturen auf Dauer...:ohno:

Denkmalschutz muss ja soviel nicht heißen, siehe Landtag. ;) Zumal wir ja jetzt auch eine ordentliche Kopie davon in der KSS haben. :D

Im Ernst: für ein umfangreiches Rekonstruktionsprojekt in der Schmiedestraße 'dürfte' sicher auch das Parkhaus weichen. Aber da gäbe es einiges zu tun: neben dem Parkhaus und dem von Lefthandy/lifestyle geposteten Un-Bau müsste allein die gesamte Ostseite von der Karmarschstraße bis zum Steintor dran glauben. Bis auf das Eckhaus zur Seilwinderstraße gegenüber Kaufhof ist das ja alles zutiefst gruselig, was da steht!

Man kann es natürlich auch so interpretieren, dass die Schmiedestraße die Grenze zur Altstadt darstellen soll. Da sie auch den Marktplatz einfasst, ist diese Aufgabenzuteilung aber mehr als suboptimal. Der mögliche Abriss und Neubau des Kaufhof-Areals böte eine Gelegenheit, in die Behebung dieses Zustands einzusteigen. Jedoch darf man angesichts der hannoverschen Stadtplanung wohl davon ausgehen, dass diese Gelegenheit nicht genutzt wird. :ohno:

Leine1977
June 12th, 2009, 05:42 PM
Aber Platz 1 bleibt doch das Ihme-Zentrum, oder? Ich finde, man kann es nicht toppen. Die meisten Bausünden finden sich m.M. in der City - von den Abrisssünden mal ganz zu schweigen.

gstolze
June 12th, 2009, 06:14 PM
Ich finde nicht dass das Ihmezentrum die schlimmste Bausünde ist. Trotz aller Kritikpunkte kann ich dem ganzen immer noch was abgewinnen.

Die größeten Bausünden sind für mich die fast totale Ausradierung der Altstadtstrukturen und die dort erstellten Gebäude bzw. Straßen/Unräume.
Das hat der Stadt nachhaltig Identität und Attraktivität geraubt.

joerg677
June 12th, 2009, 11:49 PM
Das ist für mich auch so eine Bausünde.. Was soll dieses rausgezogene Teil am Aegi? Die Geometrie des Platzes versauen? Finde das Gebäude ist ein furchtbarer Störer. Und darunter ist es düster wie im Keller, selbst bei Sonnenschein..

http://i43.tinypic.com/f3c95w.jpg

Achja, und wo wir gerade dabei sind.. Die albernen Kuh-Fähnchen und dieses Unkraut auf dem Platz ebenso..

gstolze
June 12th, 2009, 11:59 PM
Ich finde den Bau und auch die Kunstinstallation eigentlich ganz gelungen. Mal etwas, das nicht unbedingt 0-8-15 ist. Zum Aegi passt das.

devilsadvocate
June 13th, 2009, 12:00 AM
Also ich finde das Torhaus am Aegi nicht schlecht gelungen.
Aber ansonsten ist es schon ein trauriger Thread! Obwohl die EAG ja kein Verschulden trifft, da die gute alte Reichspost leider im Krieg dran glauben musste.

Das Kröpcke-Center toppt meiner Meinung nach noch das Ihmezentrum, da es einfach die absolute Stadtmitte ist. Gott sei Dank auch bald verschwunden!

Ich glaube, dass es in der ARfchitektur wie in der Mode ist. Wenn man lange genug wartet, kommen diese Baustile schon wieder.
Irgendwann kann man nun mal nicht mehr ganz anders bauen. Und so langsam geht ja auch der Wandel schon wieder zu Rekonstruktionen, schönen Fassaden, SAndstein usw.

joerg677
June 13th, 2009, 12:09 AM
Das Ding find ich auch so dusselig.. Was wollte uns der Architekt sagen beim Gehry-Tower: Ich kann verdreht bauen.. Und wo is der Vorteil?? Find sowas Blödsinn. .
Außerdem wird mir devilsadvocate sicher zustimmen, dass das Ding den Namen TOWER nicht verdient hat mit der Höhe .. :lol:

http://i44.tinypic.com/r7rqm9.jpg

CrayZD
June 13th, 2009, 12:18 AM
@devil: im Umkehrschluss würde das aber heißen, dass irgendwann auch der Brutalismus wiederkommt. Grusel...

@joerg: jetzt wirst Du mir aber langsam unsympathisch. ;) Postest hier die wenigen Sahnestücke moderner Architektur in Hannover als Bausünden...

Zurück zu echten Bausünden:

http://img200.imageshack.us/img200/2918/hotelstadtpark.jpg

Auf dem Foto wirkt es fast schon idyllisch. Ein Bild, dass den Bunker in seiner ganzen Grausamkeit zeigt, habe ich auf die Schnelle leider nicht gefunden.

Wie kann man ein historisches Gebäudeensemble wie das HCC nebst hübschen Park nebenan derart verschandeln?!? :ohno:

joerg677
June 13th, 2009, 12:33 AM
Ich befürchte eben einfach das diese modernen "Sahnestücke" in wenigen Jahren genauso kopfschüttelnd betrachtet werden wie heute die Brutalismus-Bomber die wie hier posten, welche aber in ihrer Zeit auch als Architektur-Sahnestücke betitelt wurden. Ich denke es liegt am "Neuen" das diese Gebäude bieten, etwas bisher noch nicht da gewesenes oder ungewöhnliches. Das lässt einen zunächst für so etwas begeistern..
Aber das müssen wir dann in 10-15 Jahren nochmal in unsrem neuen Thread "Bausünden der Jahre 2000-2020" besprechen - Untertitel: Warum Stadtbaurat joerg677 den halben Aegi platt gemacht hat.." :lol:

realstranger
June 13th, 2009, 12:44 AM
Naja, der Brutalismus war ja bereits umstritten, als man noch in dem Stil gebaut hat. Das Torhaus und der Gehry-Tower sind m. E. allerdings alles andere als Bausünden. Ich glaube auch nicht, dass sie in 20 Jahren so betrachtet werden, wie die Brutallismus-Bunker heute...
Das Torhaus macht sich besonders gut mit der Nord/LB gegenüber.
Der Gehry-Tower hat da eine weniger schöne Nachbarschaft :/

EDIT:
Das ist für mich auch so eine Bausünde.. Was soll dieses rausgezogene Teil am Aegi? Die Geometrie des Platzes versauen?
Das wurde nicht grundlos so gebaut, sondern weil es der darunterliegende U-Bahn-Tunnel nicht anders zulässt. Das Gebäude wird über die Aufbauten gehalten, damit es nicht nach vorn umkippt :)
Insgesamt ein sehr interessantes Gebäude, welches m. E. prima an den Aegi passt.

Schnitzelesser
June 13th, 2009, 12:50 AM
.....

CrayZD
June 13th, 2009, 12:51 AM
Wo wir auf der ersten Seite doch schon mit Altstadt-Bausünden angefangen haben:

Das gibt es doch nicht!!! :shocked: :mad2:
Hättest du es mal nicht gesagt...

Mal etwas anderes. Wie hat es eigentlich folgendes Gebäude in die Kramerstraße in der ALTstadt geschafft? :ohno:
http://i40.tinypic.com/331k7k0.jpg
Ist mir letztens auf dem Weg zum historischen Weihnachtsmarkt aufgefallen. Todschick! :nuts:

Da kann ich mir beim Vorbeigehen nur schwer das Würgen unterdrücken. Aber fast allem lässt sich irgendetwas positives abgewinnen: so hat man diesem traumhaften Häuschen wenigstens kein Flachdach verpasst wie dem Hotel am rechten unteren Bildrand. Dieses wiederum sähe mit einem vernünftigen Dach noch ganz passabel aus.

joerg677
June 13th, 2009, 12:58 AM
Jetzt mal im Ernst.. Was isn nu an dem Thorhaus toll?? Daneben steht links ein Altbau.. das Teil passt weder in Höhe noch Abschluss zu diesem und dann zieht man es auf die Straße raus an Teilen die aussehen wir Hilfträger für Fensterputzer um darunter eine düstere Unterführung zu machen.. Dann 5 Container rangebatscht bei denen keine Sachbearbeiterin jemals während der Arbeit nen Rock tragen kann, weil JEDER Autofahrer darunter sehen könnte.. Luft ein.... Außerdem sehen diese NurGlasBüro´s immer total unruhig aus, weil du drinnen alles siehst.. Es sei denn die Leutchen räumen immer brav auf.. Neinneinnein! Ich will auch mal DRINNEN sitzen in nem Haus. Und nicht im Schaufenster. NIXXXX FÜR MICH SOWAS!! So, jetzt is aber gut.. :)

gstolze
June 13th, 2009, 01:02 AM
Wo wir auf der ersten Seite doch schon mit Altstadt-Bausünden angefangen haben:



Da kann ich mir beim Vorbeigehen nur schwer das Würgen unterdrücken. Aber fast allem lässt sich irgendetwas positives abgewinnen: so hat man diesem traumhaften Häuschen wenigstens kein Flachdach verpasst wie dem Hotel am rechten unteren Bildrand. Dieses wiederum sähe mit einem vernünftigen Dach noch ganz passabel aus.

Ganz ehrlich: Ich finde die Betonfassade in der Altstadt nicht so schlimm, da man trotz Brutalismus versucht hat, mit modernen Mittel die altstädtishe Bauwese zu zitieren. Vile schlimmer finde ich die beiden Gebäude rechts davon, insbesoneres seitdem die Fassade saniert wurde und mit horizontalen rosafarbenen Fensterbändern versehen wurde. :puke:

CrayZD
June 13th, 2009, 01:13 AM
Das wiederum finde ich nicht so schlimm.

Ein Paradebeispiel dafür, wie ein Neubau in einer Altstadt auszusehen hat, ist für mich immer noch das Eckhaus am Marktplatz mit dem Dublin Inn (Ex Pupasch / Bobbys / Stadtgespräch) im EG. Da muss man schon zweimal hingucken, um zu sehen dass es überhaupt eine Neubaufassade ist.

Wobei ich jetzt nicht weiß, ob es wirklich neu gebaut wurde, oder ob dafür nicht wieder eine gut erhaltene Altbaufassade dran glauben musste. Dann wäre es natürlich kein Grund zur Begeisterung, aber am Prinzip ändert das nichts: so muss man in der Altstadt bauen, wenn es schon keine Rekonstruktion sein soll.

Squig
June 13th, 2009, 02:25 AM
Torhaus geht finde ich auch noch, besser als zB EAG, da dafür nichts anderes wirklich weichen musste, es die NordLB gut zitiert und nicht total uneästhetisch aussieht finde ich. Ist subjektiv, ob ich da in 20 Jahren auch noch so denke weiß ich nicht, seh ich aber zZ so.

Zur verteidigung der MuHo: Von innen ist sie toll, da gefällt mir Brutalismus richtig gut. auch von außen im Zusammenspiel mit der Eilenriede gehts noch, besser als Ihme Zentrum oder Kröpcke Center, wenn auch kein Vergleich zum neuen Haus.

gstolze
June 13th, 2009, 08:37 AM
Zur verteidigung der MuHo: Von innen ist sie toll, da gefällt mir Brutalismus richtig gut. auch von außen im Zusammenspiel mit der Eilenriede gehts noch, besser als Ihme Zentrum oder Kröpcke Center, wenn auch kein Vergleich zum neuen Haus.

Ich finde das Gebäude an sich auch nicht schlecht. Ein eher positives Beispiel des Brutalismus. Allerdings haben die Planer mal wieder den Fehler gemacht, das Bauwerk an einer Stelle zu errichten wo es städtebaulich nur schlecht hinpasst.

jp80
June 13th, 2009, 09:28 AM
Die Musikhochschule ist an sich schon ein tolles Gebäude. Von innen allerdings deutlich gelungener als von außen. Und zum Emmichplatz hin zeigt es wahrscheinlich seine abweisendste Seite, was nur durch das Fassadenelement des Neuen Hauses etwas abgemildert wird. (Letzteres ist übrigens in einem ziemlich schlimmen Zustand und wartet schon seit Jahren auf eine Sanierung - aber wie so oft fehlt im Moment das nötige Kleingeld.)

joerg677
June 13th, 2009, 11:39 AM
:wtf:

Was is denn jetzt mit Euch los?? Die Musikhochschule ist ein schönes Gebäude?? Da fehlen mir echt die Worte...

Squig
June 13th, 2009, 11:44 AM
:wtf:

Was is denn jetzt mit Euch los?? Die Musikhochschule ist ein schönes Gebäude?? Da fehlen mir echt die Worte...

Warst du mal drinnen?

joerg677
June 13th, 2009, 12:23 PM
Ehrlich? Wenn etwas von draussen SO aussieht hab ich gar keine Lust mir das Drinnen anzusehen..
Außerdem geht´s ja um draussen, oder? Das Maritim ist innen auch ganz chic..

Squig
June 13th, 2009, 01:02 PM
Also, ein paar Anmerkungen:

- Niemand von uns hat die MuHo als 'schön' bezeichnet. Die Attribute, die wir benutzt haben, waren toll (innen) und in Ordnung (außen), nicht schlecht und toll. Überschwengliche Anerkennung der ästhetischen Proportionen hören sich anders an.

- Der Brutalismus wollte die Funktion eines Gebäudes in den Mittelpunkt stellen, nicht die Ästhetik. Das ist gelungen, die Akustik in der Musikhoschschule ist unschlagbar (was das bei nem Parkhaus heißt ist allerdings auch klar)., und von innen verstrahlt sie eine tolle Atmoisphäre (was du wahrscheinlich eh anders sehen wirst, da du ja nicht viel von Funktionalität sowie den verwendeten Materialien hältst). Anders gesagt: Brutalistische Gebäude wollen gar nicht einladend wirken.

- Davon abgesehen, dass das tolle neue Haus weichen musste: Einen viel besser Ort für einen brutalistischen Bau kann ich mir nicht vorstellen. Der Emmichplatz ist ein Unplatz, und wäre das auch mit dem Neuen Haus geblieben. Einfach zu viel Verkehr. Gastronomie/Stadtleben hätte sich auf der anderen Seite entwickelt, bzw so wie jetzt am Übergang zur Seelhorststr.
Im Zusammenspiel mit den Bäumen sieht das schon viel weniger Brutal aus. Kein Straßenzug wegen Höhe und fehlender Giebel verunstaltet, keine totale Dominanz auf irgendein Stadtbild (wie die beiden Zentren).

- Die Architektur selber ist schon relativ spannend im Vergleich zu anderen Brutalismusbauten wie dem Bredero (Richtung Emmichplatz noch am wenigsten). Das hätte kein 3-Jähriger so zeichnen können.

Noch etwas allgemeines (jetzt nicht nur persönlich an dich, sondern auch an andere, die das so sehen): Der Sinn und Zweck eines Forums ist es, Meinungen auszutauschen und zu diskutieren. Da muss man nicht jedes mal Konsenz erziehen, schon gar nicht beim Geschmack. Da Geschmäcker unterschiedlich sind, kommt man da zT zu keiner Einigung, siehe deine Meinung zum Torhaus, das sieht der Großteil anders, aber jeder gesteht dir deine Meinung zu.
Oft hat man hier das Gefühl, ein Pariah zu sein, wenn man moderner Architektur etwas abgewinnen will. Denkt mal bitte etwas drüber nach, wie ihr etwas formuliert, wenn jemand nicht eurer Meinung ist (etwas weniger Unverständnis sondern ev etwas mehr Interresse zeigen). Letzendlich geht es hier ja nicht um Grundsatzdiskussionen über Architektur, sondern um Stadtentwicklung und Bauprojekte. Wenn alle das verinnerlichen würden wäre das Klima hier im Forum noch etwas entspannter (nicht dass ich jetzt total gestört wäre, dann würde ich einfach gar nicht mehr schreiben. Aber ich hoffe es kommt rüber, was ich meine).

joerg677
June 13th, 2009, 01:13 PM
Aber ehrlich: Bei uns ist doch alles ganz entspannt. Keiner beleidigt den Anderen. Ich würde das manchmal nur als "emotional" bezeichnen.. Ist doch erfrischend..
Das sieht in anderen Foren schon ganz anders aus. Sieh Dir mal unter Walhalla den Historisch/Neubau thread an.. Da hat man es mit ganz anderen Kalibern zu tun :nuts:

Lefthandy
June 13th, 2009, 06:00 PM
Also so krass im Ablehnen von moderner Architektur wie unser relativer Neuling Joerg ist hier aber sonst keiner (siehe Beispiele Torhaus, Nord LB, Nicolai-Stift, Musikhochschule etc.).

Ansonsten sind hier alle stets bemüht, zu betonen, dass sie auch an moderner Architektur interessiert sind und gefallen finden können. Auch devil, der zwar manchmal etwas übereifrig zum Rundumschlag ausholt, das aber an anderer Stelle revidiert.

Dass hier dann manche immer wieder dem gesamten Forum vorwerfen, blind einem "Früher war alles besser"-Konsens zu huldigen (machen ja mehrere), nervt mich zum einen und es zeugt zum anderen eher von deren eigener Engstirnigkeit, die sich vermeintliche Rückwärtsgewandheit per se verbittet, als von fehlender Zukunftsgewandheit hier im Forum. Bis auf den lieben Joerg kann ich hier niemanden den Vorwurf machen, nur die alte Bauweise zu akzeptieren. Und auch ihm sei seine Meinung gegönnt, dadurch fühle ich mich nicht angegriffen, selbst wenn er noch so fröhlich drauf los poltert.

Angegriffen fühle ich mich eher, wenn hier ewig der Vorwurf schwelt, man müsse mal reflektierter an die Schae rangehen. Meinetwegen können hier alle so flapsig über ihre Vorlieben schreiben wie Jörg, auch und gerade über ihre "modernen" Vorlieben. Aber nicht immer durch so lehrerhafte Appelle den eigenen Standpunkt stärken und den der anderen unterhölen wollen.

matheking
June 13th, 2009, 09:08 PM
Das wiederum finde ich nicht so schlimm.

Ein Paradebeispiel dafür, wie ein Neubau in einer Altstadt auszusehen hat, ist für mich immer noch das Eckhaus am Marktplatz mit dem Dublin Inn (Ex Pupasch / Bobbys / Stadtgespräch) im EG. Da muss man schon zweimal hingucken, um zu sehen dass es überhaupt eine Neubaufassade ist.

Wobei ich jetzt nicht weiß, ob es wirklich neu gebaut wurde, oder ob dafür nicht wieder eine gut erhaltene Altbaufassade dran glauben musste. Dann wäre es natürlich kein Grund zur Begeisterung, aber am Prinzip ändert das nichts: so muss man in der Altstadt bauen, wenn es schon keine Rekonstruktion sein soll.

Das ist ein Neubau der lediglich im Stil des dort vor dem Krieg stehenden Gebäudes. Hatte irgendwas mit Pferden zu tun das Haus.
Vielleicht hat ja jemand hier ein Bild des Originalgebäudes, das hatte echt Flair dem der Neubau nur begrenzt nachkommt. Aber trotzdem ein gelungener Versuch und für die Altstadt ein Gewinn!

joerg677
June 13th, 2009, 09:42 PM
Also so krass im Ablehnen von moderner Architektur wie unser relativer Neuling Joerg ist hier aber sonst keiner (siehe Beispiele Torhaus, Nord LB, Nicolai-Stift, Musikhochschule etc.).

Ansonsten sind hier alle stets bemüht, zu betonen, dass sie auch an moderner Architektur interessiert sind und gefallen finden können. Auch devil, der zwar manchmal etwas übereifrig zum Rundumschlag ausholt, das aber an anderer Stelle revidiert.

Dass hier dann manche immer wieder dem gesamten Forum vorwerfen, blind einem "Früher war alles besser"-Konsens zu huldigen (machen ja mehrere), nervt mich zum einen und es zeugt zum anderen eher von deren eigener Engstirnigkeit, die sich vermeintliche Rückwärtsgewandheit per se verbittet, als von fehlender Zukunftsgewandheit hier im Forum. Bis auf den lieben Joerg kann ich hier niemanden den Vorwurf machen, nur die alte Bauweise zu akzeptieren. Und auch ihm sei seine Meinung gegönnt, dadurch fühle ich mich nicht angegriffen, selbst wenn er noch so fröhlich drauf los poltert.

Angegriffen fühle ich mich eher, wenn hier ewig der Vorwurf schwelt, man müsse mal reflektierter an die Schae rangehen. Meinetwegen können hier alle so flapsig über ihre Vorlieben schreiben wie Jörg, auch und gerade über ihre "modernen" Vorlieben. Aber nicht immer durch so lehrerhafte Appelle den eigenen Standpunkt stärken und den der anderen unterhölen wollen.

Da war aber viel Jörg drin.. :eek2:
Also, hoffe mal nich, das sich einer angegriffen fühlt, oder? Falls ja, is ja NIE PERSÖNLICH gemeint..
Grundsätzlich totale Ablehnung gegebüber moderner Architektur hab ich nun auch nicht.. Soll nur da gebaut werden, wo nichts Altes steht.. Einfach nur zusammenpassen.

Bavarian Angelshark
June 13th, 2009, 09:50 PM
omg, ich hätte mir diesen Thread lieber nicht anschaun sollen...

einfach pervers, vor allem die Geschichte der Garnisonskirche :ohno: :gaah::puke:

Leine1977
June 14th, 2009, 11:29 AM
Torhaus am Aegi, Gehry-Tower... das sind doch die wenigen hochwertigen modernen Bauten in Hannover, die es zum Teil sogar auf Postkarten geschafft haben. Wir sollten uns vielleicht doch eher mit den offiziell anerkannten Bausünden der Stadt bbeschäftigen, die noch Potential bergen.

Hierzu habe ich auch noch drei Bereiche hervorgeholt, die vielleicht schon bald korrigiert werden:

1. Nikolai-Friedhof

Mit Fotoshop habe ich mal die Kreuzung entfernt und die Promenade nach Süden hin verlängert. ich würd den geplanten Umbau begrüßen, es kommt ja doch etwas mehr Grün zurück.

Vorher:

http://img518.imageshack.us/img518/8060/bild4uu1.jpg (http://imageshack.us)

Nachher:

http://img518.imageshack.us/img518/139/bild498li7.jpg (http://imageshack.us)

Am Fuße des Klagesmarktes könnte ich mir gegenüber des DGB-Hauses noch ein Gebäude als Abschluss vorstellen. Ansonsten sollte der Klagesmarkt eher frei bleiben.

2. Steintor-Randbebauung

Zum Steintor: Auch ich muss die Abrisswünsche etwas relativieren. Wenn man genau hinschaut, verbergen sich hinter einigen Fassaden Vorkriegsbauten, die jedoch im Laufe der Zeit verkleidet und nicht gepflegt worden sind. Hier könnte man noch was draus machen.

http://img237.imageshack.us/img237/5374/68476036or1ii9.jpg (http://imageshack.us)

Daneben gibt es jedoch schon viel schlechte Bausubstanz - z.T. habe ich den Endruck, dass es türkische Bauweise ist.

3. Karstadt/Kaufhof

http://img444.imageshack.us/img444/2919/bild23aj7.jpg (http://imageshack.us)

Zudem sind für mich alle Parkhäuser nicht schön anzusehen. Schade, dass es zu wenig Tiefgaragen in der City gibt.

Lefthandy
June 18th, 2009, 01:22 AM
Mal wieder was ausgegraben: Parkhaus Windmühlenstraße

http://i40.tinypic.com/34gsr55.jpg

Lefthandy
June 18th, 2009, 01:30 AM
Für mich definitiv auch eine Bausünde:


http://img27.imageshack.us/img27/7272/1455703796.jpg

Maritim Hildesheimer Straße

Diese Immobilie wird in Kürze leer stehen. Es besteht allerdings nur Hoffnung auf geringfügige Renovierung.

Lefthandy
June 18th, 2009, 02:06 AM
Hauptzollamt Ecke Vahrenwalder Straße / Hamburger Allee


http://img162.imageshack.us/img162/1733/dsc00772ub6.jpg

http://img100.imageshack.us/img100/5249/dsc00773ol1.jpg

lifestyle032
June 18th, 2009, 03:42 AM
Hauptzollamt Ecke Vahrenwalder Straße / Hamburger Allee

Hier bin ich mir momentan gar nicht mehr so sicher, ob es sich um schmuddelige braune, oder goldene Platten an der Fassade handelt. Sollte es sich um letzteres handeln, könnte eine ordentliche Reinigung sicherlich etwas bringen.
Ansonsten sieht man an meinem Kommentar ja bereits, dass das Gebäude auf den ersten Blick keinen guten Eindruck macht...!

Lefthandy
June 18th, 2009, 11:25 AM
Ob nun golden oder braun, das Gebäude sieht aus wie nachträglich verschalt und wirkt daher ziemlich plump und bunkerhaft. Das beraubt schließlich auch der angewendeten offenen Bauweise ihrer einzigen Stärke, nämlich so eine beschwingte Nachkriegs-Leichtigkeit zu verströmen. Was auch dadurch verhindert wird, dass das Grundstück wegen Hauptzollamt hochsicherheitsumzäunt ist. Kurzum: Das Teil zerstört einfach nur Stadt und ist mir schon seit langem ein Dorn im Auge.

Man stelle sich an dieser Stelle einen Bürokomplex in Blockrandbebauung, mit einladendem Portal, vielleicht aus Backstein, vor. Das Arcor-Gebäude nebenan hat da schon den richtigen Anfang gemacht (wenngleich ohne Backstein).

gstolze
June 18th, 2009, 08:02 PM
Ich stimme dem zu aber ich meine, dass es in der Stadt wichtigere Ecken gibt wo dringend Handlungsbedarf besteht>>>>insbesondere der gesamte Altstadtbereich/Leineufer/Waterloo/Friedrichswall/Köbelinger Markt.

matheking
June 18th, 2009, 08:44 PM
Das erste Haus auf der rechten Seite wurde offensichtlich auch entstuckt.
Das davor auch, ist auf dem Bild aber nicht zu sehen.
Ich bin da letztens mal langgegangen.
Nicht alle Häuser die heute so schlichte Fassaden haben wurden vorsätzlich entstuckt. Ich habe hier mal drei Bilder von Häusern die vor dem Krieg Zwillinge waren. Dann wurde bei dem gelben der Mittelteil der Fassade bis zum Ergeschoß durch eine Bombe zerstört. Angeblich waren die Abrisskolonnen schon angerückt als der Besitzer bekannt gab, dass er wieder aufbauen wollte. Das geschah dann unter Geldmangel Ende der 40er/Anfang der 50er so schlicht wie es jetzt ist.
http://img257.imageshack.us/img257/6900/dsc00440fcd.jpg (http://img257.imageshack.us/my.php?image=dsc00440fcd.jpg)
http://img507.imageshack.us/img507/5971/dsc00429p.jpg (http://img507.imageshack.us/my.php?image=dsc00429p.jpg)
http://img55.imageshack.us/img55/4440/dsc00430.jpg (http://img55.imageshack.us/my.php?image=dsc00430.jpg)

Señor Templar
June 18th, 2009, 10:31 PM
was dieses Problem betrifft, sind wir in Hannover ganz gut davongekommen. Schaut euch mal in Berlin um,da wurden ganze Straßenzüge vom Stuck "befreit", so dass man z.B. in Charlottenburg an vielen Stellen bloß schlichte, grau-weiße Häuserfronten sieht, die aber innen sehr schön und geräumig sind. (als weiterführende Lektüre sei hier von Adolf Loos "Verbrechen und Ornament" empfohlen;)

CrayZD
August 27th, 2009, 12:06 PM
Holla! Da geht's aber forsch zur Sache:

BILD - Rudolf Hillebrecht: Warum ist er noch Ehrenbürger? (http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/aktuell/2009/08/27/rudolf-hillebrecht/der-mann-der-hannover-verschandelte.html)

Freilich, der typisch platte BILD-Stil. Aber wenn die Zeitung mit ihrer unbestrittenen Medienmacht ein neues Bewusstsein für Stadtgestaltung bei 'Otto Normalbürger' entfacht, ist mir das durchaus recht.

Vielleicht gelingt ja dann endlich auch in Hannover ein Sieg des ästhetischen Empfindens über die pseudointellektuelle Stadtplaner- und Architekten-'Elite'.

joerg677
August 27th, 2009, 12:36 PM
Ich denke über diesen meinen Satz wundert sich nicht wirklich jemand:
ICH WÜRDE DEN ARTIKEL SO UNTERSCHREIBEN !!!
Ist sogar ein wenig ausgewogen in der Mitte. Danke BILD !!

Leine1977
August 27th, 2009, 12:45 PM
In der Sache richtig, aber die Ehrenbürgerwürde entziehen geht doch etwas zu weit. Im Kontext gesehen hat er ja schon etwas geleistet. Wie gesagt, der Vorteil eines schnellen Aufbaus ist es auch, dass wir größtenteils von den 50ern geprägt wurden - schaut euch mal andere Städte an, wo es langsamer vorging. Da sind dann die 70er vorherrschend.

Dennoch finde ich es gut, dass man Hillebrecht immer wieder mal kritisch hinterfragt. Man muss auch seine Schattenseiten erwähnen, wenn man seine Taten lobt. Daraus können wir lernen - auch die Herren Planer im Amt!

CrayZD
August 27th, 2009, 12:57 PM
Es gibt ja schon einen Unterschied zwischen 'verteufeln' (z.B. Ehrenbürgerwürde entziehen) und 'sich aus heutiger Sicht distanzieren'. Letzteres würde ich mir für die hannoversche Stadtplanung der Neuzeit wünschen. Leider wird Hillebrecht von weiten Teil der Stadtpolitik und Planerfachschaft immer noch glorifiziert.

joerg677
August 27th, 2009, 01:34 PM
Ganz ehlrlich: Warum ist der Mann Ehrenbürger? Der hat die Tränenburg, das Friederikenschlösschen, das Neue Haus, die Flußwasserkunst einfach abgerissen, weil es IHM nicht gepasst hat.. Entschuldigung, aber Ehrenbürgerschaft für SO ETWAS?? Im Grunde müsste Hannover ihn dafür verbannen..
Hätte er nur Neues - was heute betrachtet - nicht so toll ist, erschaffen, hätte ich kein Problem mit ihm, aber diese mutwillige Zerstörung bringt mich zum kochen.

devilsadvocate
August 27th, 2009, 04:52 PM
Also ehrlich gesagt kenne ich Hillebrecht jetzt nicht so genau, dass ich ihm die Ehrenbürgerwürde entziehen möchte, obwohl er all diese Scheußlichkeiten getan hat und GEbäude abreißen ließ (wohlgemerkt im Einvernehmen der Stadtverwaltung).
Ich weiß nicht, ob ich mich irre, aber ich glaube zu wissen, dass wir aber auch Hillebrecht die SChnellstraßen in Hannover zu verdanken haben und wir ein super Netz haben, wohin mal überall schnell gelangt. Das sucht man in anderen Städten vergeblich. Ich denke, dass es immer Gutes, sowie Schlechtes gibt, wohl auch bei Hillebrecht.

blumenkasten
August 27th, 2009, 10:05 PM
Ich denke das man bei Hillebrecht anerkennen sollte, dass er in viel größeren Maßstäben gedacht und geplant hat, als das heute üblich ist. Er hatte Visionen, die ich bei den Planern heute leider allzu oft vermisse. Man sollte auch nicht vergessen, dass seine Ansätze zu der Zeit als sehr fortschrittlich und modern galten und sogar der Spiegel positiv über Hannovers Stadtentwicklung berichtete (eine Rarität :)).
Wie Devil schon bemerkte hat er auch viel geschaffen, was heute selbstverständlich geworden ist und niemand auf die Idee käme den vormaligen Zustand wieder herzustellen! Das Tangentensystem mit den Schnellwegen ist sicher ein gutes Beispiel dafür.

Leine1977
August 28th, 2009, 12:23 AM
^

Huuuu.... das geht mir wiederum zu weit. Vergiss bitte nicht, dass ein Stadtbaurat/-magistrat/-baumeister wie Laves und Hillebrecht mit Macht ausgestattet worden sind. Auch wenn es bei Laves sehr gut geglückt ist, so ist es richtig, dass es das so heute nicht mehr gibt. Und nur weil der Spiegel mal herausragend berichtete, heißt dass ja nicht, dass es richtig ist. Noch heute sind die drei Journalisten im Architektur/Kulturteil des Spiegel konsequent dem Modernismus hörig.

Und wie sagte noch unser Altbundeskanzler? "Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen".:lol:

Lefthandy
August 28th, 2009, 01:28 AM
Bin gestern durch die Calenberger Neustadt gejoggt und habe dabei erst wieder vor Augen geführt bekommen, was Hillebrecht der Stadt stellenweise angetan hat.

Das war mal ein Teil der Altstadt! Heute ist es ein fragmentiertes, abgeschottestes (Cityring) und vergessesens Versuchsareal. Nirgends ist wohl soviel Potential zugebaut worden wie in der Calenberger Neustadt!

Einzelne Straßenzüge erinnern noch an alte Pracht, gleich daneben hat man aber Hinterofcharakter über mehrere Blöcke. In bester Wohnlage am Leinebogen erstreckt sich ein riesiges innerstädtisches Fabrikgelände (nochnichtmal historisch).

t.e.sti
August 28th, 2009, 02:28 AM
Mir steht kein Urteil zu Hillebrecht zu, aber er war halt auch nur ein Mensch aus seiner Zeit. Im Bezug auf die Zerstörungen durch Straßen finde ich aus heutiger Sicht das folgende Zitat interessant. Das zeigt nochmal ein anderes Bild des Historismus-Hassers und Autofreundes. ;-)

Der Gedanke an den Luftkrieg schien auch in der Bundesrepublik nicht absurd zu sein. Rudolf Hillebrecht, nach dem Krieg als langjähriger Stadtbaurat von Hannover von großem Einfluß auf den Wiederaufbau in der Bundesrepublik, sagte 1981:

„[...] wenn man miterlebt hat, wie Tausende von Menschen auf den Straßen verbrannt und zusammengekrümmt wie kleine Pakete gelegen haben, dann konnte dieses Erlebnis mitbestimmend sein für die Dimensionierung von Schneisen- von Schneisen, die man sich schon aus ökonomischen Gründen nur als Straßen- und nicht als Grünschneisen erlauben konnte. [...] Bei diesem Luftschutzmotiv aber muß ich bekennen, daß das unter uns ‚top secret‘ war; keiner hat darüber geredet. [...] wir haben uns gesagt, das ist ein Thema, das wir nicht in die Öffentlichkeit bringen und auch nicht im Rat sagen können.“

– nach Durth S. 216
Quelle: Wikipedia-Artikel Gartenstadt (http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenstadt / Autoren: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gartenstadt&action=history)

CrayZD
August 28th, 2009, 09:57 AM
Ich denke das man bei Hillebrecht anerkennen sollte, dass er in viel größeren Maßstäben gedacht und geplant hat, als das heute üblich ist. Er hatte Visionen, die ich bei den Planern heute leider allzu oft vermisse.

Ich wage mal zu behaupten, dass Hillebrecht und die Folgen seines Handelns der Hauptgrund für die heutige übertriebene Angst der Planer vor dem Denken in großen Dimensionen ist. Insofern haben wir ihm nicht nur die Verschandelung des Stadtbildes zu verdanken, sondern auch das typisch hannöversche Klein-Klein, mit dem eine ebenso konsequente Stadtreparatur in absehbarer Zeit undenkbar ist. In anderen Städten ist man da mutiger: Hafencity, Neumarkt, Planwerk Berlin, Stuttgart 21... dass auch wirtschaftliche Aspekte die schnelle Entwicklung solcher Projekte hemmen, steht außer Frage. Aber in Hannover hat man ja noch nichtmal den Mut, daran zu denken.

Leine1977
August 28th, 2009, 10:21 AM
@testi: das Zitat wurde bei City2020 auch gerne erwähnt. Rechtfertigt seine Vision zu Beginn der Amtszeit - später jedoch nicht mehr. Und leider gibt es eine Menge weiterer Zitate, die begründen, dass er einfach die Gründerzeit nur hasste.

@CrayZD: also ich sehe Hafencity, Stuttgart21 eher kritisch. Gegen Klein-Klein habe ich nichts. Behutsamer Stadtbau (wie in Berlin) mit Bezug zur Historie - das sehe ich positiv.

CrayZD
August 28th, 2009, 10:28 AM
Hafencity und Stuttgart 21 sind sicher auch schon wieder Extrembeispiele. Dafür gäbe es in Hannover auch weder Bedarf noch passende Flächen. In Berlin wird es sicher spannend, wenn irgendwann mal über die Nachnutzung des Tempelhof-Areals gesprochen wird.

Aber gerade Berlin ist m.E. ein perfektes Beispiel. Natürlich entsteht da auch alles mehr oder weniger behutsam und nacheinander, aber anhand konkreter großräumiger Planungen und Vorgaben. Ansätze, so etwas in Hannover auch nur annähernd zu etablieren (City 2020) werden ja offenbar gerade eingestampft.

joerg677
August 28th, 2009, 02:13 PM
^

Naja, in Berlin geht aber der von mir - jetzt wo ich sein Interview gelesen habe - äusserst geschätze Herr Stimmann in Rente.. Ich hoffe, der hat einen Nachfolger in seinem Sinne..
Eine ähnliche Macht wie Laves hatte ja um 1890 auch Ferdinand Wallbrecht, und dem verdanken wir die gründerzeitliche Pracht. Der Mann hat auch in Visionen gedacht und diese haben ihre Zeit überdauert und werden heute um so mehr geschätzt.. Aber ich glaube eine solche Stadtplanung gelingt nur mit historischen Baustilen. Da vom Klassizismus, über die Gotik, Renaissance und Romanik eben jeder dieser Baustile von einer großen Mehrheit der Menschen als schön empfunden wird.

Lefthandy
August 28th, 2009, 08:23 PM
Habe mal beispielhaft ein paar entstellte Altbauten fotografiert, beide aus der Oststadt.

Haus der Bauindustrie (sehr bezeichnend):
http://i26.tinypic.com/nodglh.jpg


Direkt um die Ecke und kaum noch zu erkennen:
http://i25.tinypic.com/2lazog8.jpg

An der Bödeker Straße Ecke Volgersweg steht noch der am schlimmsten entstellte Altbau der ganzen Stadt. Den brauchte ich aber nicht zu fotografieren, weil er momentan komplett eingerüstet ist. Ich mache mir aber wenig Hoffnung dass er aus seiner Verschalung befreit wird. Dazu sieht die Baustelle nach zu wenig Aufwand aus. Hier ist er wenigstens aus der Vogelperspektive:

http://i29.tinypic.com/aqrs7.png

Man sieht so leider nicht wie unglaublich bunkerhaft tief die Fenster in der Fassade versenkt sind. In den 70ern oder 80ern wurde wohl auch schon wärmegedämmt. Wie zum Hohn wurden mal wieder am Eingang zwei Säulen der alten Verzierung sichtbar gelassen.

joerg677
August 28th, 2009, 09:07 PM
OH MEIN GOTT!? DAS ist ein Altbau??? Ich dachte immer, dass sein ein Neubau aus den frühen Achtzigern mit Remineszenz and die Gotik ... und die Säulen seien nur ein kleines Stilmittel.. Himmel !!

Lefthandy
August 28th, 2009, 10:21 PM
Das ist doch offensichtlich. In den 80ern wäre man nie auf die Idee gekommen Geschosshöhen der Gründerzeit wieder einzuführen bzw. Fenster mit Rundbögen zu nehmen. Na gut, bei postmodernen Bauten schon. Das wird wohl auch der Hintergdanke gewesen sein, weshalb man sie nicht alle begradigt hat. Es passt aber überhaupt nicht zum 0815-Rest. Und man hätte bei einem Neubau die Fenster nicht so tief versenkt. Da ist offensichtlich eine Fassade drübergesetzt worden.

Auch hat man ja so langsam das hannoversche Prinzip verstanden, Reste des Vorgängerbaus in die Greueltat zu integrieren. Da weiß man solche Säulen gleich zu deuten.

joerg677
August 28th, 2009, 10:32 PM
Wenn man genau darauf achtet, kann mans sicher sehen, aber da ich bei dem Ding immer von einem Bürogebäude ausgegangen bin, hab ich mir über die Geschosshöhe (die ja bei Büros auch ganz gern mal 3 meter war) keine weiteren Gedanken gemacht.. Und mir das Ding auch nicht im Detal angesehen.. Jungejunge.. Was käme wohl darunter zum Vorschein, wenn man den Mist abspachtelt? Wahrscheinlich ein entstuckter Gründerzeitler.. Oder stellt euch vor, könnte es sein, das die einfach mit Abständen gearbeitet haben und selbst der Stuck noch dran ist..?? Kann ich mir kaum vorstellen..

telemaxx
August 31st, 2009, 12:28 AM
Das Parkhaus hinterm Bahnhof ist auch so eine kleine Bausünde.
Was für eine bekloppte Idee das über die Fernroder Straße rüberzubauen.
Dadurch wird der Platz zum Gericht total zerstört.
Die beiden Spindelauffahrten stören auch total und die Gestaltung ist auch nicht gerade toll.

Da sollte man vielleicht als nächstes mal was dran machen...

joerg677
August 31st, 2009, 12:11 PM
.. vor allem, weil man mit den heutigen Autos da kaum noch langfahren kann, ohne gegen die Wand zu ballern...

Ähnlich schlimm finde ichs in der EAG, eigentlich recht großzügig gebaut, aber die Einfahrten mit den Pollern sind teilweise abenteuerlich eng..

gstolze
August 31st, 2009, 05:21 PM
^
Finde ich eigentlich nicht... Gar kein Vergleich zur Enge im Rosenquartier. Das sollte nur noch für Autos der Größe Smart oder Bambino zugelassen werden.

weyoun.
August 31st, 2009, 08:31 PM
habt ihr mal in hamburg in der speicherstadt geparkt? das ist eng!!! obwohl ich noch nicht im rosenquatier war, sag ich mal, hamburg ist enger!

joerg677
October 13th, 2009, 11:39 PM
Habe mal beispielhaft ein paar entstellte Altbauten fotografiert, beide aus der Oststadt.

Haus der Bauindustrie (sehr bezeichnend):
http://i26.tinypic.com/nodglh.jpg


Direkt um die Ecke und kaum noch zu erkennen:
http://i25.tinypic.com/2lazog8.jpg

An der Bödeker Straße Ecke Volgersweg steht noch der am schlimmsten entstellte Altbau der ganzen Stadt. Den brauchte ich aber nicht zu fotografieren, weil er momentan komplett eingerüstet ist. Ich mache mir aber wenig Hoffnung dass er aus seiner Verschalung befreit wird. Dazu sieht die Baustelle nach zu wenig Aufwand aus. Hier ist er wenigstens aus der Vogelperspektive:

http://i29.tinypic.com/aqrs7.png

Man sieht so leider nicht wie unglaublich bunkerhaft tief die Fenster in der Fassade versenkt sind. In den 70ern oder 80ern wurde wohl auch schon wärmegedämmt. Wie zum Hohn wurden mal wieder am Eingang zwei Säulen der alten Verzierung sichtbar gelassen.

Diesen Quote muss ich jetzt komplett machen. Das Ding ist nichtmehr eingerüstet und ihr glaubt nicht, was die gemacht haben.. Diese komischen Fensterstahloderwasauchimmerplatten ausgetauscht und ebenso an der Eingangstür. Es sieht furchtbar aus.

devilsadvocate
October 15th, 2009, 06:41 PM
Kann mir mal bitte jemand verraten, warum man dieses Gebäude unter "Denkmalschutz" stellt? Ich begreif es einfach nicht... Eine Ausgeburt von äußerster Hässlichkeit und Minderwertigkeit.. Schlimmer gehts kaum...

http://img126.imageshack.us/img126/9897/unbenanntye.jpg

CrayZD
October 15th, 2009, 08:12 PM
Grandios. Das ist Hannover wie man's kennt. :ohno:

Das ist die alte Sehbehindertenschule, oder? Ich weiß nicht, warum man den hässlichen Bunker nicht einfach abreißt und für anspruchsvolle Wohnbebauung wie im gegenüberliegenden Q'Artis freigibt (ob einem dessen Architektur jetzt gefällt oder nicht).

Ich frage mich, wann die ersten brutalistischen Auswüchse unter Denkmalschutz gestellt werden. Genug Zeit ist ja seitdem vergangen.

Lefthandy
October 16th, 2009, 12:34 AM
Ja, das ist die alte Sehbehindertenschule u. Stadtteilbücherei vom ur-hannoverschen Architekten Friedrich Lindau (ua. DGB Hochhaus am Klagesmarkt). Architektonisch war er natürlich durch und durch Kind seiner Zeit, was er vor allem bei Wohnhäusern durchaus ansprechend umgesetzt hat (Bothfeld, Herrenhausen). Die Sehbehindertenschule ist aber eindeutig kein herausragendes Werk und kann den elenden Constructa-Block ohnehin nicht mehr retten (was sie ursprünglich mal sollte).

Obwohl man es seinen Bauten vordergründig nicht ansieht, war Lindau zeitlebens einer der schärfsten Kritiker von Hillebrechts Regime, vor allem von dessen Abrissexzessen. Darüber hat er dann ja später auch das für unsereins unerschöpfliche Werk "Hannover: Wiederaufbau und Zerstörung" geschrieben.

Bei aller Hochachtung für den Herren, der hier bei mir in Herrenhausen ganz um die Ecke gelebt hat (sein selbstentworfenes Wohnhaus behrbergt heute das Institut für Wohnpolitik und Stadtökologie), gefallen mir manche seiner Gebäude aber nach wie vor nicht. Die Sehbehindertenschule gehört auf jeden Fall dazu. Ich wette der gesamte Constructa-Block, eine einzige Wunde in der ansonsten so homogenen Südstadt, steht unter Denkmalschutz.

CrayZD
October 16th, 2009, 11:16 AM
Das hätte ich nicht gedacht. Zumal ich das DGB-Hochhaus äußerst ansprechend finde und Friedrich Lindau für seine ins Schwarze treffende Hillebrecht-Kritik ebenfalls sehr schätze. Wie man diesem 08/15-Nachkriegseinerlei jedoch etwas denkmalwürdiges abgewinnen kann, ist mir schleierhaft.

Ich bin mal gespannt, wie in diesem Gebäude Wohnungen realisiert werden sollen.

Zum Constructa-Block: stimmt, diese Zeilenbaukasernen wirken inmitten der Südstadt höchst befremdlich. Und dann um die Nachkriegseinheitswohnblock-Optik abzurunden noch diese gruselige Ladenzeile an der Hildesheimer Straße. :ohno: Allerdings hält sich auch Q'Artis nicht in die südstadttypische Blockrandbebauung und sieht m.E. trotzdem gut aus. Vielleicht nur eine Frage der Qualität.

Das 'Hochhaus' an der Hildesheimer Straße finde ich allerdings schon wieder ganz erträglich.

Eine schlimme Entgleisung, trotz Blockrandbebauung, ist m.E. auch dieser Bürobunker an der Hildesheimer, vom Aegi kommend einen Block davor (zwischen Feldstraße und Krausenstraße). Wem haben wir dieses Prachtwerk eigentlich zu verdanken?

kohlesurfer
October 16th, 2009, 11:23 AM
Mit einer eigenartigen Mischung aus Schadenfreude und tiefen Mitgefühl habe ich mir dieses nette Filmchen zum Thema "Revitalisierung" des Ihmezentrums aus dem Jahr 2006 reingezogen. Wer diese Szenen heute sieht, könnte sich echt die Haare raufen... :ohno:

http://www.youtube.com/user/Kameratier#p/u/0/6G4Pz_Zjh5Q

CrayZD
October 16th, 2009, 11:46 AM
Danke für den Link. Da wirkt heute wirklich einiges wie bittere Ironie.

Wer weiß... vielleicht kann man irgendwann mal nachträglich sagen, Schmalstieg höchstpersönlich habe den ersten Baggerhieb zum Abriss des Ihmezentrums ausgeführt. ;)

So leid es mir um die Eigentümer tut, die teilweise mit Herzblut für ihr Wohn'paradies' gekämpft haben: Abfinden, den Bunker sprengen und gut.

devilsadvocate
November 16th, 2009, 02:48 PM
Hier mal ein Anwärter für das hässlichste Bauwerk in Hannover

Der Eigentümer sollte sich was schämen!
Allein diese Betonplatten als Blickfang?! Was wollte uns der Architekt mit diesen Vorhängen sagen? Was haben die Leute sich damals nur dabei gedacht.. Das werde ich nie verstehen können...

Schmiedestraße, Ecke Schuhstraße:

http://img204.imageshack.us/img204/5392/0025318126.jpg

Leine1977
November 16th, 2009, 03:01 PM
^^ In der Tat ein schlimmer Zustand in der Schiedestraße. Sie gehört für mich zu den wichtigsten Straßen in Hannover-City und muss unbedingt mal überholt werden. Diese Straße hat enormes Potential! Sie hat eine wichtige Blickachse zur Marktkirche, eine perfekte Lichtwirkung und ist quasi eine der wichtigsten Straßen in der historischen Altstadt. Das historische läßt sich aber leider nicht mehr in der Straße erleben.

Neben diesem Bauwerk müssen weitere Schandflecke weichen: das Parkhaus, Kaufhof und das dunkelbraune Gebäude Richtung Marstall (KKH?). Ich könnte mir hier schöne Backsteinbauten vorstellen. Zwar traditionell - jedoch nicht zwangsläufig historisierend. Übrigens: das Wohnhaus rechts davon - zwar Nachkriegsbau - finde ich dagegen wieder äußerst passend für die Schmiedestraße. Wahrscheinlich älter.

StoneRose
November 16th, 2009, 08:25 PM
Genau über dieses Gebäude darüber habe ich mich letzte Woche mit meiner Großmutter unterhalten. Einfach grauenhaft.

Genauso schlimm finde ich das MAritimhotel am Rathaus, da gehen die Meinungen wohl ein wenig auseinander aber der Kontrast zwischen den beiden Gebäuden ist schon enorm.

AlfredJKwak
November 16th, 2009, 11:09 PM
Passend zu diesem Thema habe ich vorhin ein wenig mit Photoshop rumgespielt und versucht dem Bredero-Hochhaus neue Reize zu geben. Als Vorbild diente das Gebäude von Berstorff/Krauss-Maffei/Berufsgenossenschaft...whatsoever.

Ich hoffe es gefällt. Es steckt einiges an nerviger Arbeit drinne. Man sieht allerdings, dass eine komplette Aussenrenovierung auch nicht alles retuschieren kann. Der Stil des Brutalismus kommt auch in einer modernen Hülle noch stark durch.

http://i88.photobucket.com/albums/k164/Tomcraft/bredero2012.jpg

Bob!
November 16th, 2009, 11:22 PM
Sieht schon um einiges besser aus, gute Arbeit!
Aber diese spitz zulaufenden Betonauswüchse an den Seiten sollten unbedingt noch weg.
Die oberen Etagen haben mich sonst eigentlich auch immer sehr gestört... - hätte nicht gedacht, dass Satellitenschüsseln und Fenster so viel ausmachen!

Trotzdem: So wie es heute aussieht, ist das Bredero-Hochhaus auf jeden Fall ein heißer Anwärter auf den Titel für das hässlichste Bauwerk Hannovers!

AlfredJKwak
November 16th, 2009, 11:29 PM
Was meint ihr würde so eine Aussenrenovierung mit neuen Fenstern und Platten in etwa kosten?

Die Satelittenschüsseln haben mich auch immer sehr gestört. Werde sie später noch komplett wegretuschieren, hab da ein paar kleine vergessen.

tetaro
November 17th, 2009, 12:18 PM
Sieht schon um einiges besser aus, gute Arbeit!
Aber diese spitz zulaufenden Betonauswüchse an den Seiten sollten unbedingt noch weg.


Hmm.. in meinen Augen sind diese "Spitzen" die besten Sachen am Aussehen des Hochhauses. In gewissen albernen Momenten stelle ich mir vor, wie man das durch eine schwarze Verkleidung und gotische Verzierungen noch erweitert, so dass man in etwa Saurons Turm aus "Herr der Ringe" nachbauen könnte. Dann noch ein Hologramm in Form eines Auges auf die Spitze und voila! :nuts:

gstolze
November 17th, 2009, 04:06 PM
Ich will ja niemand zu nahe treten, aber mir gefällt das Bredero im Original besser, da es in sich ruhiger wirkt. Ich würde das Bauwerk noch nicht mal
auf eine Liste der hässlichsten Häuser setzenm, da gibt eine Reihe anderer Gebäude: Maritim am Rathaus, die Parkhäuser Schmiedestr., Windmühlenstr. Röslerstr. Osterstraße und Mehlstraße, Kaufhof an der Marktkirche, Sinn-Leffers, Bundesbahndirektion Joachimstr. und das gegenüberliegende Versicherungsgebäude,etc....

Wenn man am Bredero etwas massiv ändern wollte, dann reicht ein bloßer Austausch der Fenster nicht aus, sondern dann müsste man evtl. über eine vertikale Neugliederung der Fassade nachdenken.

devilsadvocate
November 17th, 2009, 04:42 PM
Wisst ihr, was man beim Maritim-Hotel am Rathaus machen müsste?

Man sollte einen riesigen Spiegel vor das Hotel setzen! Dann würden die Gäste aber in Hässlichkeit erblinden, anstatt das schöne Rathaus vor Augen zu haben!

devilsadvocate
November 17th, 2009, 04:52 PM
Mir ist gerade aufgefallen, dass man bei der google Bildersuche gar kein echtes Bild vom Maritim Grand Hotel am RAthaus zu Gesicht bekommt.
Habe jetzt das Bild 10x hochgeladen, jeweils mit den entsprechenden Tags und hoffe, dass es bald auf der ersten SEite erscheint ;-)

Maritim Grand Hotel Hannover
http://img80.imageshack.us/img80/4986/maritimhannover.jpg

lifestyle032
November 17th, 2009, 10:52 PM
Habe jetzt das Bild 10x hochgeladen, jeweils mit den entsprechenden Tags und hoffe, dass es bald auf der ersten SEite erscheint ;-)

Bist du des Wahnsinns fette Beute? :shocked:

:tongue4:

meckel
November 24th, 2009, 08:43 PM
Bitte Klein-Grosny nicht vergessen:
http://kader.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/ihmepassage2.jpg
http://kader.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/ihmepassage6.jpg

gstolze
November 24th, 2009, 11:31 PM
Zum oberen Bild: Stellt Euch mal vor, die Beton-Balkongeländer würden durch was filigranes ersetzt werden. Das würde dem Gebäude so viel von der Schwere nehmen.......

Lefthandy
November 25th, 2009, 12:20 AM
Laubenganghäuser sind finde ich die minderwertigste Bauform überhaupt. Da kann das Geländer aussehen wie es will, das sieht irgendwie immer schäbig aus.

Etwas weniger schlimm ginge aber allemal.

lifestyle032
November 25th, 2009, 01:49 AM
Wo stehen diese Schönheiten? :)

Lefthandy
November 25th, 2009, 09:38 AM
Klein-Grosny = Ihme-Zentrum

das ist doch offensichtlich!

lifestyle032
November 25th, 2009, 02:39 PM
Jetzt sehe ich es auch.. hatte vorher nur bis zum roten Pfeiler mit dem "Spielen..."-Schild nach rechts gescrollt :clown:

ollihannover
November 26th, 2009, 01:20 PM
-- Gelöscht / Deleted --

lifestyle032
November 26th, 2009, 01:38 PM
-- Gelöscht / Deleted --

devilsadvocate
November 26th, 2009, 05:16 PM
-- Gelöscht / Deleted --

joerg677
November 27th, 2009, 12:18 PM
^^ WARUM???
Was hat dieser thread mit dem "Jäger des verlorenen Schatzes" thread zu tun??
Da geht es um verlorengegangene Bauwerke Hannovers und hier nunmal einfach nur um die schönen und die hässlichen... Also bitte nicht löschen..

joerg677
November 27th, 2009, 12:19 PM
Ich will ja niemand zu nahe treten, aber mir gefällt das Bredero im Original besser, da es in sich ruhiger wirkt.

Stimme Dir voll zu. Sieht im Original tatsächlich viel ruhiger und "stimmiger" aus..
Insoweit das bei dem Teil möglich ist.. :lol:

sesta
November 27th, 2009, 06:16 PM
Hier mal eine andere Ansicht:

http://img257.imageshack.us/img257/3774/brederomontiert01.jpg

Leine1977
November 27th, 2009, 06:44 PM
^^ Hallo sesta: ist das deine Seite, die du unter deinen Posts da mitschleppst? Interessant, ich habe für den Laves-Flügel abgestimmt, womit ich glücklicherweise zur Mehrheit gehöre.

Ansonsten schönes Foto vom Bredero. Ich plädiere für eine Fassade wie am KC. Wenn nicht, dann Abriss.

Ich nenn Euch jetzt mal meine Favoriten:

Häßlich:ohno:


Maritim
Kröpcke Center (1974-2009)
Bredero
Ihme-Zentrum
C&A
Kaufhof Marktkirche
Kaufhof Bahnhofstraße
Alle Parkhäuser


Schön :)


Künstlerhaus
Altes Rathaus
Haus in der Sextro-Str. (Hannoversche Stilrichtung)
Ständehaus
Einhorn-Aoptheke (ggü. Markthalle)
Preussag-zentrale (oh ein Nachkriegsbau!)

Squig
November 28th, 2009, 03:06 PM
Bredero vor dem Ihme Zentrum? Aha.

Leine1977
November 29th, 2009, 02:49 PM
Bredero vor dem Ihme Zentrum? Aha.

Sollte keine streng genommene Reihenfolge sein. Mal stört mich das Bredero mehr, mal das Ihme-Zentrum. Wichtig ist: beide sind keine Schönheiten.

CrayZD
November 30th, 2009, 10:27 AM
Bei den Hässlichkeiten kann ich Dir zu 100% zustimmen. Das schlimme an den drei Erstgenannten und an C&A ist m.E. vor allem ihre Lage. Das Ihmezentrum stellt sicher eine viel größere architektonische Scheußlichkeit dar. Da man es aber nur in Linden und der Calenberger Neustadt in seiner 'vollen Pracht' wahrnehmen kann, entfaltet es eine deutlich geringere negative Wirkung auf das Stadtbild als die zentralen Bausünden.

In der Kategorie 'schön' möchte ich noch einiges hinzufügen:


Neues Rathaus (auch wenn der Stilmix sicher nicht jedem gefällt und manche 'Disneyland' schreien mögen)
Nicht nur die Apotheke, sondern das gesamte Ensemble an der Karmarschstraße gegenüber der Markthalle
Ebenso das Gebäudeensemble Hanns-Lilje-Platz
Weitere 50er-Highlights: Conti, alte Nord/LB
Highlights der Moderne: neue Nord/LB, INI (leider zu weit ab vom Schuss)
Karstadt (schlicht, 'langweilig'... aber trotzdem hochwertig. Das Highlight in der ansonsten tristen hannoverschen Kaufhauslandschaft - s.o.)


Nochmal zum Thema Bredero:
Sandsteinfassade und vertikale Gliederung (wie sie in den Wohngeschossen ja schon durch die Balkone erfolgt). Das würde das Gebäude definitiv retten. Vielleicht wäre sogar eine optische Zweiteilung ratsam, indem man den niedrigen Teil z.B. vollverglast oder mit Backstein verkleidet.

Señor Templar
November 30th, 2009, 01:19 PM
eine der größten Bausünden aus meiner Sicht ist die Bahndirektion in der Joachimstraße... das könnte eine wirklich schöne, attraktive Straße sein, wenn das Ding endlich mal abgerissen wird...

meine Highlights:

1) Anzeiger Hochhaus
2) Hotel am Thielenplatz
3) das Ghery Haus in der Goethestraße
4) der Tiedthof (eines der schönsten Innenhöfe der Stadt)
5) Ernst-August-Carree
6) ehemalige Fernmeldeamt (heute InterCity Hotel)
7) Gebäude der Hannoverschen Bank am Georgsplatz
8) die alte Fleischerei am Eingang der Marktkirche (heute: Oil & Vingar)
9) der Versicherungsneubau der VGH hinterm Schiffgraben
10) sowie der historischer Teil der Galerie Luise (Eingang Theaterstraße)

Leine1977
November 30th, 2009, 05:02 PM
8) die alte Fleischerei am Eingang der Marktkirche (heute: Oil & Vingar)


aah ja, auch ein Leckerbissen...

lifestyle032
November 30th, 2009, 05:12 PM
aah ja, auch ein Leckerbissen...

Genau wie die unweit gelegenen Häuser am Hanns-Lilje Platz :)
Über die schönen Gebäude dürfte ohnehin eine große Einigkeit hier im Forum herrschen!

Nicht gefallen tut mir, nebenbei erwähnt, übrigens das gesamte Ensemble der Grupenstraße. Über die Gebäudehöhe lässt vlt. noch streiten, ansonsten gehört sie für mich fassadentechnisch allerdings nicht gerade zu den Schönheiten, um es mal positiv auszudrücken :nuts:
Die Straße passt irgendwie nicht in diese zentrale Lage.

Squig
November 30th, 2009, 07:29 PM
Wollen wir in die Liste auf lange Sicht auch gebäude aufnehmen, die nich in der City/in Citynähe stehen? Wenn ja wäre eine Aufschlüßelung nach Stadtteilen sinnvoll. Gerade für Architektur- und Stadtplanungsbegeisterte ließe sich so ein kleiner touristische Guide machen.

Für mich gehören dazu:
- Wärmekraftwerk in Linden
- Leibniz-Stammhaus an der Podbi/Lister Platz
- Lindener Rathaus

matheking
December 1st, 2009, 08:36 PM
Nicht gefallen tut mir, nebenbei erwähnt, übrigens das gesamte Ensemble der Grupenstraße. Über die Gebäudehöhe lässt vlt. noch streiten, ansonsten gehört sie für mich fassadentechnisch allerdings nicht gerade zu den Schönheiten, um es mal positiv auszudrücken :nuts:
Die Straße passt irgendwie nicht in diese zentrale Lage.

Ich mag die Grupenstraße. Zum einen weil sie weniger hektisch und, wie ich finde, einladener als die Umgebung ist. Zum anderen mag ich die Architektur tatsächlich. Das sind kleinteilige Fassaden, eine reduzierte Geschosshöhe. Das Gesamtensemble ist dort stimmig. Von den Häusern über die Pflasterung bis hin zu den Kunstwerken ist dort alles im Stil der 50er.
All das Spielzeuggedöns hätten sie weglassen können.

gstolze
December 1st, 2009, 08:59 PM
Ich finde die Grupenstraße scheußlich. Nicht wegen der Architektur, denn es gibt dort einige sehr schöne Gebäude der 50er Jahre. Aber eine 2-geschossige Bebauung hat im Herzen einer Halbmillionenstadt nichts zu suchen.

matheking
December 2nd, 2009, 09:56 AM
Aber eine 2-geschossige Bebauung hat im Herzen einer Halbmillionenstadt nichts zu suchen.

Ohne in den letzten Tagen dort gewesen zu sein, aber mindestens drei Geschosse haben die doch alle, oder?

Lefthandy
December 2nd, 2009, 10:24 AM
Ich finde die Grupenstraße sehr schön, genau wie der denkmalgeschützte Abschnitt der Karmarschstraße daneben.

Sicher hätte es aus aktueller Sicht etwas enger und höher sein dürfen, aber die Ensemblewirkung ist doch schon sehr speziell. Solch einheitliche und relativ hochwertige 50er Straßenzüge hat sonst fast keine Stadt. Damals wurde doch eigentlich eher uninspiriert hochezogen, mindestens aber nicht so zusammenhängend geplant.

Hätte man andernorts in der Innenstadt nicht viel schlimmer gewütet (Steintor, Köbelinger Markt, Marstall, Kröpcke-Center, Maritim, Raschplatz, Cityring usw. usf.) würden sich Grupen- und Karmarschstraße vorzüglich einfügen und wären ein echtes Highlight. Einzelne Gebäude sind auch wirklich top. Es kommt langsam die Zeit, wo solch ursprüngliche Nachkriegsbauten tatsächlich "historisch" anzumuten beginnen.

CrayZD
December 2nd, 2009, 10:46 AM
Wie bitte? Das Gebäude, wo das üstra-Center drin ist, steht unter Denkmalschutz? Bei der anderen Straßenseite der Karmarschstraße könnte ich's ja noch gut verstehen. Die erfüllt auch eher die architektonischen Ansprüche einer Halbmillionenstadt.

Ich finde, in der Grupenstraße findet statt, was man wohl gemeinhin 'Abstimmung mit den Füßen' nennt: wenn sich da einer hin verirrt, dann nur auf der Durchreise zur Altstadt. Allenfalls jetzt zur Weihnachtsmarkt-Zeit entwickelt die Straße eine wahrnehmbare Anziehungskraft auf Fußgänger. Ansonsten spielt man in einer Liga mit der Nordmannpassage, auch wenn die aus nachvollziehbaren Gründen noch deutlich stärker frequentiert ist.

Nicht nur die Gebäude, der ganze Straßenraum wirkt schrammelig und verödet - trotz der verzweifelten Aufwertungsversuche zu Expo-Zeiten. Ein Stück vergessene Ruhrpottmittelstadt im Zentrum von Hannover. Bäh!

Señor Templar
December 2nd, 2009, 03:32 PM
also die Karmarschstraße im Stile der 50er finde ich klasse, zumindest nach der gelungenen Verschönerung im letzten jahr...(besonders gut gefällt mir das Gebäude Ecke Schmiedestraße mit den grünen Fensterrahmen)
zugegeben: das ganze hätte noch ein, zwei Stockwerke höher sein können..

zur Grupenstraße: da gebe ich Lefthandy recht. allerdings müsste auch hier was getan werden...Pflaster, Laternen ,usw. So wie die Straße momentan noch ist, wirkt sie etwas vergessen..

SternHAJ
December 2nd, 2009, 06:41 PM
Aber eine 2-geschossige Bebauung hat im Herzen einer Halbmillionenstadt nichts zu suchen.

Hmm .. Ansichtssache. Ich war gerade in London und da gibt es nur ein paar Meter von Buckingham Palace und Parlamentsgebäude ganze Straßenzüge mit Häusern, die auch nicht höher sind. Aber ok - London ist ja auch keine Halbmillionenstadt :lol:

gstolze
December 2nd, 2009, 09:33 PM
Buckingham Palace und Parlament sind ja nun auch nicht unbedingt das Herz Londons. Außerdem müssen hier wohl Nutzung und Geschichte berücksichtigt werden......

CrayZD
December 2nd, 2009, 09:47 PM
Ich muss mir eine gewisse Befangenheit bei diesem Thema eingestehen. Wenn es um zweigeschossige, original erhaltene Fachwerkhäuser ginge, würde ich (und vermutlich auch jeder andere hier) garantiert nicht auf die Idee kommen, dass diese Gebäude einer metropolitanen sechsgeschossigen Bebauung weichen müssten. ;)

Wobei man, wie Lefthandy schon richtig sagt, langsam das 'historische' in Nachkriegsbauten erkennt. Allerdings kann ich mir auch mit noch soviel zeitlichem Abstand beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir irgendwann mal dem Brutalismus nachweinen. Die 50er haben, wie die aktuelle Architektur, doch noch eine andere ästhetische Qualität.

Das ist jedoch auch eine Frage der baulichen Erhaltung. Städte in Ostdeutschland kurz nach der Wende (und vor allem in NRW teilweise heute noch) beweisen, dass auch ein Gründerzeitler ein Schandfleck sein kann. Und da liegt für mich auch ein großes Problem in der Grupenstraße: die sieht total heruntergekommen aus! Das wird seit der Sanierung des Eckhauses (Extrablatt) und des gegenüberliegenden I.G.-von-der-Linde-Hauses nochmal besonders deutlich.

joerg677
December 2nd, 2009, 11:17 PM
[LIST]
Neues Rathaus (auch wenn der Stilmix sicher nicht jedem gefällt und manche 'Disneyland' schreien mögen.

Hallo???? Disneyland?? Schon klar, dass das neue Rathaus gebaut wurde, bevor es überhaupt jemals ein Disneyland gab..

Das Neue Rathaus ist im Historismus-Stil des Eklektizismus gebaut. Also von allem etwas dabei, aber so gut miteinander kombiniert, dass kein "nicht Kenner" das überhaupt erkennt.

Disneylands Häuser - nochmal: DANACH! orientieren sich an den Bauten aus der Gründerzeit bzw. davor aus verschiedenen Ländern, auch sehr viel franz. Haussmann-Stil zu erkennen z.B. , da diese Gebäude von den meisten Menschen als schön empfunden werden..
Ist also überhaupt nichts negatives dran. Man stelle sich mal ein Disneyland im Le Corbusier Stil vor..

Übrigens: Jene, die immer DISNEYLAND im Negativkontext zum Historismus setzen und den Kopf schütteln, sind meist jene Architekten oder deren Anhänger, deren Häuser ein Dreijähriger mit nem Lineal in 5 Minuten zeichnen kann. Wahrscheinlich würde jeder von diesen Herren schon an der Kuppel des Neuen Rathauses furchtbar scheitern. ..

Klingt jetzt ein bisschen hart, aber mich regt das immer furchtbar auf..

Squig
December 3rd, 2009, 01:16 AM
Wahrscheinlich würde jeder von diesen Herren schon an der Kuppel des Neuen Rathauses furchtbar scheitern. ..

Klingt jetzt ein bisschen hart, aber mich regt das immer furchtbar auf..

Muss soviel Polemik immer sein? Ich bin mir sicher, dass man solche Kuppeln auch mit CAD wunderbar entwerfen kann, so etwas scheitert in erster Linie an der heutigen 'Geiz ist geil' Mentallität sowie der bewussten Entscheidung gegen historische Formen. Ich finde das auch nicht prima, aber man sollte das Kind schon beim Namen nennen. Diffamierungen helfen neimandem.

erbse
December 3rd, 2009, 08:01 AM
Dass heutige modernistische Architekten keine klassischen Gebäude mit vorzeigbaren Proportionen und Formen entwerfen können, bedarf wohl keines Beweises mehr.

Squig
December 3rd, 2009, 10:30 AM
Dass heutige modernistische Architekten keine klassischen Gebäude mit vorzeigbaren Proportionen und Formen entwerfen können, bedarf wohl keines Beweises mehr.

Können oder wollen oder dürfen?

joerg677
December 3rd, 2009, 11:01 AM
Mir scheint sowohl als auch, sowohl als auch.

Squig
December 3rd, 2009, 11:21 AM
Alles sehr undifferenziert hier. Aber gut.

SternHAJ
December 3rd, 2009, 03:37 PM
Dass heutige modernistische Architekten keine klassischen Gebäude mit vorzeigbaren Proportionen und Formen entwerfen können, bedarf wohl keines Beweises mehr.

Erbse, das ist Polemik. Und können wir jetzt wieder zurück zum Thema?

Ein Gebäude für die Liste der schönsten Gebäude: Das Heiliggeiststift in der Heiliggeiststraße. Wunderschöner Historismus.

tetaro
December 3rd, 2009, 03:44 PM
H

Übrigens: Jene, die immer DISNEYLAND im Negativkontext zum Historismus setzen und den Kopf schütteln, sind meist jene Architekten oder deren Anhänger, deren Häuser ein Dreijähriger mit nem Lineal in 5 Minuten zeichnen kann. Wahrscheinlich würde jeder von diesen Herren schon an der Kuppel des Neuen Rathauses furchtbar scheitern. ..


Sehr schön ausgedrückt. Schönheit scheint tatsächlich etwas mit der algorithmischen Tiefe zu tun haben, die vom ästhetischen Empfinden intuitiv erkannt wird. Simple Sachen können demnach nicht schön sein und chaotische auch nicht. Es muss sichtbarer Aufwand dahinterstecken. Simplizität kann nur schön sein, wenn sie aufwändig herzustellen ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Algorithmische_Tiefe

youngwoerth
December 3rd, 2009, 08:35 PM
Erbse, das ist Polemik.
So polemisch ist das gar nicht. Am Dresdner Neumarkt finden wir unzählige Belege für diese These. Architekten mit Fingerspitzengefühl für historische Bauten sind dort eindeutig in der Minderheit. Selbst beim Vorzeigeprojekt Frauenkirche wurden gemäß eines dort involvierten Kunsthistorikers unzählige Fehler gemacht, die auf "Grandioses Nichtkönnen" zurückzuführen sind. Von Bildhauerarbeiten über Proportionierung, Strukturierung, Dachneigung, Farbwahl, Lebendigkeit, usw. bei den Gebäuderekonstruktionen am Neumarkt ganz zu schweigen.

CrayZD
December 4th, 2009, 12:46 AM
Zu vorzeigbaren Proportionen und Formen kommt man aber gottseidank langsam wieder zurück. Die Zeiten autistischer Architektur ohne Umweltbezug (wie in Hannover z.B: Kröpcke-Center und Ihmezentrum) sind weitgehendend vorbei.

Einzig in punkto Fassadengestaltung und Ornamentik hat die moderne Architektur leider nach wie vor kaum etwas, das sie den alten Baumeistern entgegensetzen könnte.

joerg677
December 6th, 2009, 02:33 PM
^^ Genau!

Ich finde auch man sollte die Ensemble im entsprechenden Stil in einer Stadt zusammenhalten. Für den Gesamteindruck.

Ich habe zum Beispiel auch nichts gegen devil´s skyscraper in einer city. Aber halt in einem eigenen Stadtviertel, dann ein Viertel mit z.B. Nachkriegsarchitektur der 50er.. und halt auch die Gründerzeitviertel, aber alles eben ohne Stilbrüche und durchdacht bis ins Detail.

joerg677
December 17th, 2009, 07:18 PM
Ich hab da mal was Neues für den Gewinn des hässlichsten Gebäudes, oder zumindest, für die hässlichste Fassade.
In der kleinen Pfahlstraße steht ein Gebäude, bei dem der Besitzer offenbar - so in den 70ern - den Stuck abgeschlagen hat und die alten Beckenfliesen des Fössebades an die Fassade gedampft hat. In orange und braun mit Tendenz zu popelgrün. Sehr geschmackvoll.. Sollte sicherlich zur Wertsteigerung beitragen :lol: ...
Darunter befindet sich offenbar tatsächlich ein Altbau. Die Fenster liegen mindestens 20 Zentimeter hinter der Fassade zurück, und das Gebäude ist typisch 4-geschossig. Die Fenster wurden offenbar ausgetauscht und verkleinert. Ich wette, die Decken sind allesamt ebenso abgehängt.
Bitte nicht vom wunderschönen Altbau links täuschen lassen. Dieser ist zwar höher, dies ist aber hier üblich. Alle Altbauten der Bödekerstraße sind bei gleicher Geschosszahl oft ein ganzes Stück höher, als die der verlaufenden Querstraßen. Kann man auch in der Wedekindstraße, Fundstraße etc.. beobachten.

http://www.imgbox.de/users/public/images/z28199k103.jpg (http://www.imgbox.de)

Interessant finde ich auch, dass das circa 30-40 Jahre alte Material der 70er Fassade älter aussieht als das des 115 Jahre alten Gründerzeitlers. "Älter" im Sinne von "verbrauchter"..

VenEm
December 17th, 2009, 07:26 PM
Wirklich sehr hübsch. Vor allem die zentral verlaufende Regenrinne finde ich schön platziert. Ein Prachtbau.

CrayZD
December 17th, 2009, 07:31 PM
Boah... Augenkrebs. :ohno:

Das ist aber ein typisches Beispiel für die sehr vielen Gebäude in Hannovers Straßen, die durch eine Sanierung optisch zu retten wären. Damit meine ich nichtmal eine Rekonstruktion der historischen Fassade... da hatten wir vor kurzem hier im Forum (müsste entweder Projekte oder Stadtgespräch gewesen sein) ein Beispiel aus der Podbi, wo aus einem ähnlichen Allerweltskasten etwas vorzeigbares gemacht wurde.

telemaxx
December 17th, 2009, 07:34 PM
Meinst du das hier?

Eine gelungene Sanierung wie ich finde.
Vorher sah das Gebäude ziemlich genauso aus, wie der triste 50er-Jahre-Bau rechts daneben.

http://img687.imageshack.us/img687/2879/dsc00040g.jpg (http://img687.imageshack.us/i/dsc00040g.jpg/)


Wenn das Gebäude in der Pfahlstraße ein Altbau ist/war, dann sollte man bei einer Sanierung schon versuchen den wieder einigermaßen herzustellen. Vor allem Fenstergröße usw, das passt ja aktuell gar nicht zur Deckenhöhe...

CrayZD
December 17th, 2009, 07:38 PM
Genau das meinte ich. :yes:

Wobei Du schon Recht hast, bei der Altbausanierung hätte man noch ganz andere Möglichkeiten und eigentlich auch Pflichten. Gruselig, was man damals mit alter Bausubstanz so alles angestellt hat.

joerg677
December 17th, 2009, 08:13 PM
Vor allem, weil es bei dem von mir gezeigtem Haus wohl um einen versteckten Gründerzeitler handelt und nicht um einen 50er Jahre Bau.. Sieht man schon an dem enorm großen Abstand der Fenster in den Geschossen. Wie absurd muss das von innen bei Originaldeckenhöhe aussehen? In diesem Fall müsste man wahrscheinlich "nur" die Fliesen runterkloppen und man hätte wohl einen entstuckten Altbau darunter. Aber hier scheint das Problem beim Besitzer zu liegen. Als das Café Phal im letzten Jahr dort reinkam, wurde nichtmal diese Spät-60er Haustür ausgetauscht... Schlimmschlimm..

Wenn man im Sommer im Reitz sitzt, erlebt man manchmal auch Leutchen, die sich wegen dieses Hauses nicht an die Seitenstraße setzen wollen. So a la "Nee, Werner, lass uns zur Bödeker raus hinsetzen, ich will nich auf dieses hässliche Haus "k"ucken.. "

BillyTea
December 19th, 2009, 08:28 PM
Das Gebäude hatte Hausschwamm und das Bad in der vierten Etage ist bis zum Keller durchgedonnert...

telemaxx
December 19th, 2009, 08:49 PM
Bevor es so hässlich gemacht wurde?

joerg677
December 21st, 2009, 08:08 PM
Das Gebäude hatte Hausschwamm und das Bad in der vierten Etage ist bis zum Keller durchgedonnert...

Was sagt uns das denn Billy? Das die Etagen neu eingezogen wurden, oder wie?

Leine1977
December 22nd, 2009, 10:33 AM
^^ um Dich etwas zu beruhigen, joerg: das von Dir gezeigte Haus steht exemplarisch für einige Häuser in Hannover. Oftmals handelt es sich jedoch auch um stark kriegsgeschädigte Häuser, wo eine Bombe bis ins EG einschlug. In der Südstadt stehen viele solcher Häuser rum mit hoher Geschoßhöhe, jedoch einfacher Fassade.

In der List waren Kriegsschäden ja nicht so doll, aber ich glaube kaum, dass man ein solches Haus dermaßen und aufwendig verunstaltete...

gstolze
December 22nd, 2009, 11:46 AM
Das Gebäude hatte Hausschwamm und das Bad in der vierten Etage ist bis zum Keller durchgedonnert...

Wer saß denn da auf dem Klo? LOL..Sorry das musste jetzt mal sein.....

Lefthandy
December 22nd, 2009, 03:56 PM
Wo wir beim Thema sind: Dieses Exemplar in der ansonsten wunderschönen Berggartenstraße in Herrenhausen wollte ich euch nicht vorenthalten.

http://i46.tinypic.com/107n9ts.jpg

Es muss ein Altbau sein, der auf eine prähistorische Art und Weise wärmegedämmt wurde. Wenn man gegen die Fassade klopft, fühlt sich das an, als klopfe man auf einen Gartenstuhl!

Mit einem gewöhnlichen Kattermesser müßte man ein Loch in die Fassade schneiden können, um zu sehen wie es darunter ausschaut. :lol:

devilsadvocate
December 22nd, 2009, 04:32 PM
Wie man einen Altbau nur dermaßen verschandeln kann.. Oh man...
Jetzt sieht das Ding aus wie billige 70er Jahre "Architektur"

joerg677
December 22nd, 2009, 05:24 PM
@Leine: Danke, dass Du an meinen zuweilen blitzartig hochschnellenden Blutdruck denkst :lol:

@gstolze: Das selbe hab ich auch gedacht.. Zu komisch.. Also jedenfalls für alle Anderen..

@Lefthandy: Wollen wir mal treffen und ein Stück Fassade rausschneiden? :lol: Das ist bestimmt so ein Zeugs wie bei den Okal-Bungalows aus den späten 60ern..

Zum Thema Dämmung: Ich wohn ja nun auch in einem nicht zusätzlich gedämmten Altbau aus dem Jahre 1892, mit 3 Aussenwänden.. Meine Heizkosten sind trotz hoher Decken erträglich und deutlich geringer als im Obergeschoss eines Hauses aus den 1960ern in Gehrden, in dem ich vorher gewohnt habe.. Also so schlimm kann das alles nicht gewesen sein!?
Okay, ich hab gelesen, dass der gute Ferdinand-Wallbrecht seinerzeit sehr hochwertige Häuser gebaut hat und ebenso in Richtung Bahnhof ganze Kollonien billiger Mietskasernen aus schlechtem Ziegel... Also es wird wohl auch hier Unterschiede geben.

michaelII
December 22nd, 2009, 05:30 PM
Es muss ein Altbau sein, der auf eine prähistorische Art und Weise wärmegedämmt wurde. Wenn man gegen die Fassade klopft, fühlt sich das an, als klopfe man auf einen Gartenstuhl!

Mit einem gewöhnlichen Kattermesser müßte man ein Loch in die Fassade schneiden können, um zu sehen wie es darunter ausschaut. :lol:
ich nehme mal an es wird eine ganz normale standardvollwärmeschutzfassade mit eps-f fassadendämmplatten sein.

http://www.eurobau.com/internet/pictures/000037/g1p8.jpg

http://www.waermedaemmstoffe.com/htm/polystyrol.htm

joerg677
December 22nd, 2009, 05:36 PM
^^ Aus Polystyrol werden ja auch Fake-Stuckrosetten hergestellt.. Man sollte also einen Altbau wenigstens mit Stuckrosetten dämmen... :nuts::lol:

Lefthandy
December 22nd, 2009, 05:58 PM
ich nehme mal an es wird eine ganz normale standardvollwärmeschutzfassade mit eps-f fassadendämmplatten sein.

http://www.eurobau.com/internet/pictures/000037/g1p8.jpg

http://www.waermedaemmstoffe.com/htm/polystyrol.htm

Es klingt bloß so hohl. Das ist eine komplette Plastikverschalung, nichts dass mit etwas darunter liegenden verbunden wäre, wie etwa Putz.

Bin da, wie wohl auch ersichtlich, Laie. Ich kann nur sagen, dass es hohl klingt, als wäre es eine Plastik-Kinderrutsche für den Garten.

michaelII
December 22nd, 2009, 07:13 PM
Es klingt bloß so hohl. Das ist eine komplette Plastikverschalung, nichts dass mit etwas darunter liegenden verbunden wäre, wie etwa Putz.

Bin da, wie wohl auch ersichtlich, Laie. Ich kann nur sagen, dass es hohl klingt, als wäre es eine Plastik-Kinderrutsche für den Garten.
das liegt daran, dass diese wärmedämmplatten expandiertes polystyrol sind und zu 98% aus luft bestehen. wenn darauf eine armierungsschicht, grob und feinputz aufgebracht werden hast du aussen eine harte putzschale und innen einen zu 98% hohlen kern. wenn du dann draufklopfst klingt es hohl.

das problem ist folgendes.
angenommen so wie die letzten tage es hat -10°C und man heizt die wohnung auf + 20°C.
das hie ist ein schnitt durch eine aussenwand:
http://www.gerlach-meier.de/images/user/waermedaemmung-1.gif
also ... innen + 20°C, aussen -10°C. entspricht einer wärmedifferenz von 30°C welche innerhalb der aussenwand ausgeglichen wird.
innen laufen leute rum es wird gekocht, geduscht, was auch immer und die warme luft nimmt den wasserdampf auf.
zwischen innenkante aussenwand und aussenkante aussenwand prallen nun die warme, feuchte luft und die kalte, trockene luft aufeinander. irgendwo gibts den sogenannten taupunkt. das ist jener punkt wo die warme luft soweit abgekühlt wird, dass sie das wasser in form von kondensat abgibt.
bei ungedämmten aussenwänden führt das in der regel zu kondensatbildung an, bzw. in den wänden. und das führt wiederum zu schimmelbildung oder bauschäden.
bei gedämmten aussenwänden wird der taupunkt so geplant, dass er innerhalb der dämmung liegt. somit wird kondensatbildung verhindert.
altbauten wurden deshalb so gebaut dass sie möglichst undicht sind. speziell die fenster. somit gibt es ständig zugluft, die luft ist in bewegung und wird ausgetauscht und es wird das gröbste verhindert.
das heisst aber auch das man die wärme und somit geld zum fenster rausheizt.
wenn jetzt leute bspweise moderne, dichte fenster in altbauten einbauen um die zugluft zu verhindern führt das in der regel zu feuchten wänden und schimmel.
und da aufgrund der aktuellen gesetzeslage wärmedämmungen aus energiespartechnischen gründen gefördert werde, gehen historische wandaufbauten tw. verloren.
ich stelle bespweise gerade eine vollwärmeschutzfassade bei einem altbau her bei dem die gesimse und fensterfaschen bzw. eckornamente mit polystyroldekorelementen nachgebaut werden. nur ist das halt teuer. wer sichs leisten kann und will macht es, wer nicht eben nicht.

telemaxx
December 22nd, 2009, 08:10 PM
Wie dick ist denn die Dämmschutzschicht bei einem Altbau?

Sieht das dann nicht komische aus von den Proportionen her? Fenstertiefe usw?

Und werden alle Stuckelemente der alten Fassade auch auf der neuen angebracht?

michaelII
December 22nd, 2009, 08:15 PM
Wie dick ist denn die Dämmschutzschicht bei einem Altbau?

Sieht das dann nicht komische aus von den Proportionen her? Fenstertiefe usw?
bei dem altbaut den ich saniere wahrscheinlich 12 cm. bisher gibts nur die ausschreibung und den bestbieter. die bauarbeiten werden beginnen wenns warm ist.
die fassade wird dann natürlich um 12 cm tiefer. aber die fenster sassen bisher ebenfalls relativ tief in der laibung.

Lefthandy
December 23rd, 2009, 01:52 PM
Tatsächlich, habe heute mal gegen die Fassade eines ganz frisch wärmegedämmten Hauses geklopft und es klingt genauso hohl. Der subjektive Eindruck ist allerdings anders wenn die äußere Hülle wie Putz aussieht (was meistens der Fall ist), als wenn wie beim fotografierten Gebäude eine Ziegelwand immitiert wird. Durch letzteres entsteht der Eindruck einer nur vorgehängten Fassade (was einem beim Putz-Look nicht in den Sinn kommt).

Erfahrung hin oder her, die optische Ausführung bleibt ein Verbrechen!

joerg677
December 23rd, 2009, 04:24 PM
Also teuer und hochwertig gebaute Gründerzeitler haben trotz neuer Fenster in der Regel aber auch kein Problem mit feuchten Wänden und Schimmel.. ?!

burndown1977
March 3rd, 2010, 08:19 PM
Dafür müsste es eigentlich Berufsverbot geben:

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1969.jpg

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_2062.jpg

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_2078.jpg

P.S.: Hat zwar sehr viel Überwindung gekostet, aber die Fotos habe ich tatsächlich persönlich gemacht!

ollihannover
March 3rd, 2010, 08:31 PM
Immer wieder schade hier nur hässliche Bauwerke zu sehen. Als ob es euch Spaß macht ;-). Der Thread heißt "Schönstes Bauwerk / Hässlichstes Bauwerk Hannovers" ... wo sind die schönen?!

Orbiter
March 4th, 2010, 01:16 AM
... wo sind die schönen?!

Gibts nicht, hamwa nich...

telemaxx
March 4th, 2010, 02:01 AM
Wollte ich auch schreiben. ;)

Ich finde es interessant hier die hässlichen zu dokumentieren, vielleicht schafft das auf lange Sicht ein öffentliches Bewusstsein dafür.

Squig
March 4th, 2010, 03:30 AM
Wollte ich auch schreiben. ;)

Ich finde es interessant hier die hässlichen zu dokumentieren, vielleicht schafft das auf lange Sicht ein öffentliches Bewusstsein dafür.

Sollten wir dann nicht die schönen auslagern? gibt ja schließlich auch die 'gallerie'. Erbse?

CrayZD
March 4th, 2010, 02:10 PM
Öhm... dann würde ich konsequenterweise diesen Thread komplett schließen. Schließlich gibt es auch noch den Bausünden-Thread, also finden letztendlich schöne (Galerie) wie hässliche Gebäude (Bausünden) ihren Platz.

devilsadvocate
March 4th, 2010, 02:39 PM
In Hannover ist man es doch gewöhnt, lieber immer nur das Negative zu präsentieren!
Die SChönheiten werden schön unter Verschluss gehalten oder überbaut (Borgentrickturm) ;)

erbse
March 5th, 2010, 06:11 PM
Folgender Vorschlag meinerseits: Wir lagern die Bausünden aus dem anderen Strang "Bausünden / Jäger des verlorenen Schatzes" aus und formen einen Themenkomplex nur für Bausünden. Der betreffende Strang wird dann für die Dokumentation des alten Hannovers / verschwundener historischer Bauten genutzt. Und dann kann gerne noch ein gesondertes Thema für die schönsten Hannoveraner Gebäude eröffnet werden.

Akzeptiert?

Lefthandy
March 5th, 2010, 07:09 PM
Meinen Segen hast du!

jp80
March 5th, 2010, 10:39 PM
-- Gelöscht / Deleted --

erbse
March 5th, 2010, 10:50 PM
-- Gelöscht / Deleted --

jp80
March 5th, 2010, 11:23 PM
-- Gelöscht / Deleted --

burndown1977
March 7th, 2010, 06:58 PM
-- Gelöscht / Deleted --

erbse
March 18th, 2010, 06:51 PM
Folgender Vorschlag meinerseits: Wir lagern die Bausünden aus dem anderen Strang "Bausünden / Jäger des verlorenen Schatzes" aus und formen einen Themenkomplex nur für Bausünden. Der betreffende Strang wird dann für die Dokumentation des alten Hannovers / verschwundener historischer Bauten genutzt. Und dann kann gerne noch ein gesondertes Thema für die schönsten Hannoveraner Gebäude eröffnet werden.

Akzeptiert?

Vorschlag ist nun umgesetzt. Es hat etwas Zeit gekostet, aber jetzt habe ich hier wieder etwas Ordnung bekommen. Hiesiger Strang heißt nun "Hannover - Bausünden und Abrisskandidaten", ich habe Bausünden-Beiträge aus dem ehem. Strang "Hannovers Bausünden oder Jäger des verlorenen Schatzes" hier eingegliedert.


Über das alte Hannover kann nun hier weiter diskutiert werden:

Das alte Hannover - Fotos, Bildvergleiche, Postkarten, Videos, Infos usw. (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=889954)

Squig
March 18th, 2010, 07:42 PM
Danköööööö!

lifestyle032
March 19th, 2010, 01:48 AM
Du kannst dich meines Dankes sicher sein, erbse :)

ac303id
March 20th, 2010, 12:01 PM
sehr schön. danke erbse.
da bist du im hannover strang aber mal wieder fleißig und aktiv gewesen.
was wären wir nur ohne dich ??

burndown1977
April 21st, 2010, 10:30 PM
Da kann man nur noch heulen :cripes:

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1683.jpg

der letzte Rest vom einstmals so prächtigen Bau

aua !!

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1870.jpg

autsch !!!

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1880.jpg

unfassbar:

http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_2094.jpg

ach wie gerne hätte man da die Kölner Moschee!!

P.S.: Ich habe tatsächlich diese:rant::uh::storm::tongue3::bleep::weird::bleep::tongue::soapbox::evil::doh::toilet::evil::scouserd::gaah::drool::hammer::wallbash::runaway: selbst abgelichtet!

matheking
April 21st, 2010, 11:09 PM
Bei den ersten beiden Bildern bin ich orientierungslos. Das dritte ist am Marstall oder?

Zur Moschee: Einen prächtigen Moscheebau werden wir in Deutschland so schnell wohl leider nicht bekommen. Zu sehr sind die Deutschen derzeit in ihren antiislamischen Tendenzen gefangen und betrachten alles was nach Moslem aussieht als Bedrohung. Das diese Menschen jetzt schon unter uns leben, aber keine Wertschätzung erfahren und keinen kulturellen und religiösen Mittelpunkt haben, wie ihn eine Hauptmoschee darstellen könnte (zugegeben schwierig bei den ganzen Splittergruppen), trägt meiner Meinung nach eher zur Extremisierung bei statt zu integrieren.
Man stelle sich nur mal vor, die Juden hätten ihre stattlichen Synagogen nicht bauen dürfen, welche städtebauliche Pracht wäre uns da verloren gegangen...
Das ist jetzt aber ziemlich Offtopic und sollte im Stadtgespräch oder sonstwo weitergeführt werden.

burndown1977
April 21st, 2010, 11:15 PM
Das erste Bild ist das letzte Relikt vom Giebelfries der ehemaligen Bahndirektion in der Joachimstraße (Abriss durch Hillebrecht!!). Das zweite Gebäude befindet sich gegenüber von Sankt Clemens und entfaltet dort seine Schauerlichkeit richtig bitter! Das dritte Gebäude ist am Marstall ... einer der vielen Abrisskandidaten dort!

Da hast du leider Recht matheking, dass ambitionierte Moschee-Bauvorhaben in Deutschland leider kaum mehr realisierbar sind :ohno: Leute in so einen Gewerbegebietbauschrott zu verbannen ist ganz schön peinlich für Hannover !!

devilsadvocate
April 22nd, 2010, 11:04 AM
Tja, wer baut denn bitte schön noch hübsch in heutiger Zeit?
Wenn unsere Städte die PRacht von damals komplett verloren hätten, würde sich wohl kein einzigfer Tourist mehr zu uns wagen wollen...

Ich wünschte, dass die Garnisonskirche oder auch die jüd. Synagoge wiederaufgebaut werden würden... Das wär ein Traum...

Wishman
May 1st, 2010, 06:30 PM
ACHTUNG: SATIRE

Das Parkhaus im Rosenquartier oder: Wenn es doch wahr wäre…


Guten Tag, meine Damen und Herren. In der Rubrik ‚Baukunst in Hannover’ begrüße ich heute den Erfinder und Planer des Parkhauses im Rosenquartier. Aus verständlichen Gründen werde ich den Namen nicht nennen und ihn mit ‚Herr Architekt’ anreden.

‚Ich begrüße Sie, Herr Architekt, und freue mich, dass Sie der Einladung gefolgt sind und sich zu einer Stellungnahme bezüglich der Kritik der Hannoveraner an dem umstrittenen Parkhaus bereit erklärt haben.’

‚Ich höre nur umstritten, umstritten. Ich versteh’ das ganz und gar nicht. Dieses Parkhaus ist einfach strukturiert…’

‚Das kann man wohl sagen.’

…ähhh, wie meinen Sie? - nun, ja, einfach strukturiert und so auch dem gemeinen Volke zugänglich gemacht, die Intention dieses grandiosen Entwurfes zu erfassen.’

‚Also, ich muß sagen, dass ich trotz Abitur und Studium nichts Besonderes aus Ihrem Parkhaus herauslesen kann.’

‚Ohh, es schmerzt, mit dummen Menschen diskutieren zu müssen.’

‚Das ist kein Grund, beleidigend zu werden. Erklären Sie bitte diese Grandiosität, die niemand zu erkennen vermag.’

‚Nichts liegt mir ferner, als Sie zu beleidigen, doch Sie müssen wissen: Ich bin nicht nur Architekt, ich bin auch Künstler und als solcher von einer emotionalen Sensibilität…’

‚…die Ihr Entwurf aber vermissen lässt.’

‚Nur auf den ersten Blick, werter Herr, nur auf den ersten Blick. – Dieses Gebäude ist ein Gesamtkunstwerk, ein Schmuckstück der Baukunst voller Metaphern.’

;Nun, ich sehe nur einen länglichen Kasten, der den Eindruck erweckt, als wäre dem Bauherren das Geld ausgegangen und er musste auf den Einbau von Wänden und Fenstern in den oberen Etagen verzichten, stattdessen setzen Sie Fabrikzäune als Absturzsicherung zwischen die tristen Stahlstützen.’

‚Aber, ich bitte Sie, mein Herr. Sie müssen zwischen den Stützen lesen. Hannover ist eine Messestadt von weltoffenem Charakter, und diese Weltoffenheit versuche ich, mit den minimal verkleideten Außenflächen zu symbolisieren. Vergleichen Sie die Weitläufigkeit der Fußgängerzone dieser Stadt, bemerken Sie die Parallelen?’

‚Ahh, ich beginne zu verstehen, was Sie meinen.’

,Sehen Sie?!’

‚Ja, und auch wieder nicht. Im Innern sieht es dagegen wieder ziemlich düster aus. Wo bleibt da die Weitläufigkeit und Weltoffenheit?’

‚Das ist einfach zu erklären. Wenn Sie in Ihrem Wohnzimmer sitzen, wollen Sie Licht, Luft und Sonne in seinem innern. Sicher besitzt es ein großes Fenster, durch das diese Attribute ins Innere gelangen. Ihr Sofa jedoch soll Gemütlichkeit und Geborgenheit vermitteln und Sie finden es gar nicht schlimm, wenn die Sitzecke Ihres Wohnzimmers nicht von der Weltoffenheit direkt getroffen wird, sondern ein wenig, sagen wir, in der Dämmerung liegt. Hab’ ich recht?’

‚Ich muß zugeben: Sie haben recht.’

‚Ich weis.’

‚Doch eins stört mich: Dieses triste Grau der Stützen, Träger und Absturzsicherungen. Hätte man das nicht z. B. in vielen bunten Farben streichen können? So hätten wir in Anlehnung an Pipi Langstrumpf dieses Gebäude ‚Parkhaus Kunterbunt’ getauft.’

‚Nein, nein, nein, ich bitte Sie! Mein Parkhaus ist doch kein Bonbon-Laden.
Ich bin nicht nur Architekt, ich bin auch Humanist und gegen jede Art von körperlicher Gewalt. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Die Parkflächen wären in bunten Farben markiert, wie Sie eben vorschlugen, und ein Parkhaus-Kunde mit einem roten Pkw, stellt sich auf eine grüne Parkfläche, obwohl neben ihm eine rote frei wäre. Ein weiterer Kunde kommt mit einem grünen Pkw und logischer Weise will er auf eine gleichfarbige Parkfläche seinen Wagen abstellen. Dies ist ein unbewußter Automatismus, dem die meisten Menschen unterliegen. Außerdem erhöht es den Wiedererkennungswert, wenn Sie gleiches mit gleichem vereinen. Nun ist seine Fläche aber bereits mit einem roten Pkw besetzt. Das könnte zu unkontrollierten Wutausbrüchen führen und im schlimmsten Fall zu einer Massenschlägerei ausarten. Verstehen Sie nun die neutrale Farbe für alle Parkflächen?’

‚Ja, jetzt erklärt sich Ihre Absicht und ich muß zugeben, an so etwas noch nie gedacht zu haben.’

‚Aber, das ist ja erst der Anfang. Ich bin nicht nur Architekt, ich bin auch Arzt und Therapeut.’

‚Sie sind auch Arzt?’

‚Nun, ja, im übertragenen Sinne bin ich auch Arzt, aber kein Mediziner, wenn Sie das meinen. – Sehen Sie, nicht jeden Tag ist ein Mensch glücklich und zufrieden. Es gibt Zeiten, in denen er deprimiert ist, mit sich und der Welt im Unreinen, dann muß er nur dieses Parkhaus aufsuchen und ihm wird geholfen. In der Regel blickt ein deprimierter Zeitgenosse seinen Mitmenschen nicht ins Antlitz, sondern senkt seinen Blick verschämt nach unten. Dort sieht er nur den grauen Asphalt, der seiner Stimmung weitere Nahrung bietet. Doch dann: Er steht vor meinem Parkhaus, erhebt seinen Blick und das Silber der Stahlstützen und der Geländer erheischt sein Auge, das wird ihm neue Hoffnung geben und er erhebt seinen Blick gen Himmel und sieht das strahlende Blau, sofort wird sein Körper vermehrt Serotonin ausschütten und der Patient wird erkennen, dass auch seine Deprimiertheit nur ein vorübergehender Zustand ist. So hat er dem dezenten Farbenspiel Asphalt, Parkhaus, Himmel, seine Genesung ohne die Zuführung jeglicher Medikamente zu verdanken. Können Sie sich einen derartigen Effekt mit einer kunterbunten Fassade vorstellen? Derjenige bekäme bestenfalls einen Schock.

‚Jaaa, aber…’

‚Was, aber?’

‚Naja, was passiert mit dem Deprimierten, sollte der Himmel regenverhangen und grau sein?’

‚Aber, mein Lieber, es geht nicht immer alles den geraden Weg. Sollten schlimmstenfalls der Asphalt und der Himmel grau in grau erstrahlen, wird der Blick des Probanden an den silber schimmernden Details des Parkhauses haften bleiben und ihm sagen: Verzage nicht, erblicke die silbernen Geländer, Stützen und Träger, sie symbolisieren den Silberstreif am Horizont und wollen dir sagen, auf Regen folgt Sonnenschein und auch in deinem Leben wird es wieder glückliche Momente geben.’

,Herr Architekt, ich gebe mich geschlagen. Sie haben mich vollkommen überzeugt und mir eindeutig dargelegt, dass jegliche negative Kritik an Ihrem Parkhausentwurf ungerechtfertigt erscheint. Sollte es mir einmal nicht gut gehen, werde ich mich Ihrer Worte erinnern, diese Örtlichkeit aufsuchen und gestärkt von dannen ziehen.

Ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen und wünschte, wir hätten mehr Parkhäuser von Ihnen, so dass alle deprimierten Hannoveraner an deren Anblick genesen können.’

‚Jaja, bitte, gern geschehen, gern geschehen.’


Ouuuhhh, verdammt. Einer von diesen Halunken muß mir gestern was ins Bier getan haben. Man träumt doch nicht freiwillig so einen Mist. Es heißt ja, man soll mit dem weitermachen, mit dem man aufgehört hat. Dann werd' ich mich jetzt anziehen, mir beim Discounter 'ne Flasche Fusel besorgen, mir einen Campinghocker schnappen und mich vor's Parkhaus ins Rosenuqartier setzen. Dann sauf ich mir das Ding schön. Soll ja bei Frauen auch klappen.

Prost

brossa
May 2nd, 2010, 10:54 AM
I love the Bredero Tower, it's one of my favourite buildings of the brutalism architecture. I've got family in Hannover and totally adore this building.

lifestyle032
May 24th, 2010, 05:28 PM
Ich habe mal wieder einen Kandidaten aufgetan!

http://i45.tinypic.com/15eimnk.jpg

In dieser Einstellung geht es fast noch, jedoch, von der Bahnlinie aus gesehen, bekommt man fast einen Würgreiz!
Weiß jemand, welche Funktion das Gebäude hat?

burndown1977
May 24th, 2010, 07:15 PM
Ich habe mal wieder einen Kandidaten aufgetan!

http://i45.tinypic.com/15eimnk.jpg

In dieser Einstellung geht es fast noch, jedoch, von der Bahnlinie aus gesehen, bekommt man fast einen Würgreiz!
Weiß jemand, welche Funktion das Gebäude hat?

das ist doch das Parkhaus für die Conti-Mitarbeiter

lifestyle032
May 24th, 2010, 08:10 PM
Ach so, hätte ich mir, aufgrund der Architektur, eigentlich auch selbst erschließen können :hammer:

Wishman
May 25th, 2010, 04:59 PM
Also, das Parkhaus 'Rosenquartier' ist voll eingerüstet und die Fassade wird z. Z. mit senkrecht montierten LM-Profilen bestückt. Bin gespannt, was dabei heraus kommt.
Stand: Dienstag, d. 25.5.2010, gegen Mittag.

joerg677
May 26th, 2010, 01:11 AM
Wishmans Satire triffts auf den Punkt. Und zwar bei so vielen Gebäuden, die der Mensch im Grunde zunächst hässlich findet , der "gesalbte Eingweihte" das dann aber gaaaanz toll findet.. Schilda..

ollihannover
September 18th, 2010, 11:56 AM
Als Bausünde würde ich auch das neue Gebäude Raschplatz 5 bezeichnen. Kann man das schon mit aufnehmen hier? :nuts:

devilsadvocate
October 20th, 2010, 05:04 PM
Laatzen-Mitte:

http://img151.imageshack.us/img151/2338/photo3385673.jpg

CrayZD
October 20th, 2010, 05:37 PM
Aaargh! Muss das sein? :rant:

Architektonisch eines der fiesesten Ghettos der ganzen Region, wenn nicht sogar der Spitzenreiter. Vor allem dominiert nirgends ein solches städtebauliches Unglück so sehr das Erscheinungsbild einer Stadt bzw. eines Stadtteils wie in Laatzen.

Von der sozialen Komponente her scheint es aber noch eher eines der erträglichsten zu sein. Kein Vergleich zu Vahrenheide, Roderbruch oder Garbsen/Auf der Horst.

Interessant auch immer wieder der Weltenwechsel, wenn man durch die Türen des Leine-Centers geht. Jedenfalls seit ECE dort die Kontrolle hat. Man fragt sich, ob man gerade durch einen Teleporter gelatscht ist. ;)

Und wie man auf die Idee kommen kann, mit dem Copthorne ein Vier-Sterne-Superior-Hotel neben diese Betonwüste zu setzen, kapiere ich bis heute nicht. Die armen Messegäste... möchte nicht wissen, was die für einen Eindruck von Hannover mitnehmen (wobei es ja nichtmal Stadtgebiet ist).

Tja, was macht man mit solchen Vierteln? Planieren? Wo kriegt man dann so schnell billigen Wohnraum her? Ich hoffe mal, dass durch den demographischen Wandel damit über kurz oder lang dasselbe passiert wie mit einigen dieser Blöcke im Osten. Bloß nicht noch auf die Idee kommen, zu sanieren und das Ganze in bunten Farben anzumalen.

realstranger
October 20th, 2010, 05:38 PM
Herrlich!
War noch nie in Laatzen, möchte aber gerne eine Eindruck davon gewinnen, wie hässlich es wirklich ist. Also bitte mehr davon :)

CrayZD
October 20th, 2010, 05:43 PM
Das Laatzener Repräsentativgebäude schlechthin:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/4/40/Rathaus_Laatzen_rIMG_4250.jpg/800px-Rathaus_Laatzen_rIMG_4250.jpg (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/40/Rathaus_Laatzen_rIMG_4250.jpg)

Ja richtig, die Inschrift auf der Fassade ist kein Scherz. ;)

Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Laatzen-Mitte)

erbse
October 20th, 2010, 05:46 PM
Masochisten, die Hannoveraner. :lol:

telemaxx
October 20th, 2010, 06:53 PM
Also ich musste lachen, als ich das erste Laatzen-Bild gesehen habe.

Aber ich besitze auch eine gute Portion Sarkasmus ;)