View Full Version : Hannover | Messe & EXPO-Gelände / Kronsberg
Bob! November 19th, 2009, 08:04 PM Um die Übersicht zu verbessern, mache ich diesen Thread für
die Zukunft des EXPO-Geländes,
Projekte auf dem Messegelände und
sonstige Entwicklungen am Kronsberg
auf.
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Hier ein Beispiel was man mit dem Holland-Pavillion machen könnte:
http://www.eucon-immobilien.de/Bilder/A1020/expopavillon_Nachnutzung.jpg
Nichts neues zwar, aber der Vollständigkeit halber...
gesehen auf HAZ.de:
Ein Blütentraum verschwindet
Und wieder verschwindet ein Stück Weltausstellung. Die Abbauarbeiten am ungarischen Pavillon auf dem Expogelände schreiten voran – wenn auch langsamer als zunächst gedacht.
Abriss des Ungarischen Pavillons
Als die Bauarbeiter Mitte Dezember damit begannen, die hölzerne „Blüte“ mit viel Sorgfalt auseinander zu nehmen, rechneten sie noch damit, die Arbeiten in sechs Wochen zu erledigen. Der starke Winterwind macht ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Nun ist eher von Ende Februar die Rede. Der auffällige und architektonisch anspruchsvolle Holzpavillon in Blütenform gehörte zu den beliebtesten Bauwerken auf der Weltausstellung.
Seine Zukunft liegt im Süden: Die Einzelteile werden nach Abu Dhabi verschifft. Dort soll das markante Bauwerk in einem exklusiven Wohn- und Gewerbegebiet wieder errichtet werden. Für einen Nachfolger ist bereits gesorgt: Auf dem Grundstück entsteht eine Veranstaltungshalle für bis zu 3000 Personen, die sich in die Expo-Architektur einfügen soll.
Hier sieht man im Hintergrund den Abbau des Ungarn-PAvillons, wo dann das Tagungszentrum gebaut werden soll.
Was für einen Sinn und Zweck die vorderen SAndhaufen haben, ob es sich um wietere Baustelle handelt, konnte ich leider nicht feststellen.
http://img225.imageshack.us/img225/7622/10022008307kv8.jpg
Hatten wir diese Ansicht der neuen Ferrari-Filliale im EXPO-Park schon?
http://img153.imageshack.us/img153/1210/608281201625171ia0.jpg?s=1
gesehen auf der Homepage von Ferrari Krueger (http://www.dealer.ferrari.com/lutz-krueger/)
http://img171.imageshack.us/img171/7923/59927194fc1.jpg
aus der HAZ vom 02.06.2008
http://img150.imageshack.us/img150/571/umbaumesseeingangwj2.jpg
ich hatte leider nur mein handy dabei:
neubau autohaus auf dem ehemaligen expogelänge:
http://img80.imageshack.us/img80/7715/abcd0001uq1.jpg
Neues Projekt:
Vom Expo-Park zum Möbelpark
Der Design-Ausstatter Klingenberg will wie Möbel Staude neben Ikea am Expo-Park bauen – und die Regionsspitze reagiert dieses Mal nicht ablehnend.
Wenn Bundespräsident Horst Köhler in Berlin zum Sommerempfang bittet, Aussteller auf der Automesse IAA oder der Funkmesse edle Lounges einrichten oder auf dem Maschsee der Peppermint-Dome eingerichtet wird, sind immer Möbel von Uwe Klingenberg dabei. Der 48-jährige Unternehmer hat eine Marktnische entdeckt: Er verleiht Designprodukte für große und kleine Veranstaltungen und verkauft sie anschließend gebraucht zu erheblich reduzierten Preisen. Angefangen hat er am Nordstädter Weidendamm, dann zog er zum Telefunkenkreisel in Ricklingen um, doch auch dort werden die Räume jetzt zu klein. „Mein Traumstandort ist neben Ikea im Expo-Park“, sagt Klingenberg. „Da will ich hin.“
Und die Chancen stehen nicht schlecht. Mit der Stadt verhandelt er dem Vernehmen nach schon länger –und inzwischen auch über Details der Bebauung. Auf 4000 Quadratmetern Grundfläche will der Unternehmer eine Halle errichten, zehn bis zwölf Meter hoch, die sich „optisch anpasst an die Bauten von Ikea und den jemenitischen Pavillon“. Die Stadt lege großen Wert auf hochwertige Architektur, sagt Klingenberg. Erste Entwürfe sollen schon vorliegen, seien aber noch geheim, heißt es.
Die große Hürde ist ohnehin die Haltung der Region, die weitere Einzelhandelsansiedlungen im Expo-Park verhindern will – schon Ikea war eine Ausnahme (siehe Text rechts). Beim Unternehmen Möbel Staude, das zusätzlich zum Stammsitz in Hainholz ein neues Möbelhaus neben Ikea mit einem Dienstleistungskonzept einrichten will, stellt die Regionsspitze auf stur. Bei Klingenberg sind die Fronten nicht ganz so hart. „Ich kann mir vorstellen, dass die Bewertung anders ausfallen könnte“, formuliert Regions-Wirtschaftsdezernent Georg Martensen vorsichtig. Eine abgestimmte Meinung gebe es dazu in der Regionsspitze noch nicht, aber er habe „von dem Wunsch Klingenbergs schon gehört“, sagt Martensen.
Der Unterschied bei der Bewertung liegt im Sortiment der beiden Händler. Während klassische Möbelhäuser ihre sogenannten Randsortimente, also alles von Bilderrahmen bis zu Wassergläsern, beständig ausweiten und damit potenziell dem Innenstadthandel Umsätze streitig machen, ist Klingenberg ein Unternehmen, das seinen Umsatz überwiegend mit Dienstleistungen wie Möbelvermietung und neuerdings auch -leasing macht. Der Verkauf gebrauchter Möbel an Privatkunden stellt dagegen nur einen relativ kleinen Geschäftsbereich dar. „Außerdem“, sagt Martensen, „dürfte die Zielgruppe bei einem Design-Möbelhändler nicht deckungsgleich sein mit der Zielgruppe klassischer Möbelhäuser.“
Für Klingenberg kämen Innenstadtlagen ohnehin nicht in Betracht: „Da komme ich mit meinen großen Transportern doch gar nicht durch.“ Für ihn zählen im Expo-Park nicht nur die Nähe zu Ikea und der kurze Weg zu den Autobahnen, sondern auch die Nachbarschaft. „Ich beliefere die großen Messen, mit Ferrari arbeite ich beim Galerie-Luise-Projekt zusammen, und die Leute vom Peppermint-Park sind richtige Freunde von mir“, sagt er. Wann er zum Expo-Park umziehen will? „So schnell wie möglich.“
Und zwei weitere Neubauten auf dem expo-Gelände, u.a. Möbel staude und so ein Luxus-Möbelhersteller.
Hoffe, dass da was architektonisch Anpruchsvolles herauskommt. sonst wäre das echt schade...
Möbelhäuser sind ja normalerweise ja nicht so aufregend. ich mag mich aber dran erinnern, dass die Stadt nur Anspruchsvolles zulassen möchte. Denn nötig hast sie es ja nicht, dort nen Möbelgeschäft anzusiedeln...
Hier noch einmal der Artikel, obwohl "Möbelhändler" nun nciht der richtige Ausdruck ist...
Also auf Möbel staude kann man sicherlich veerziochten, wenn dieser nciht gerade ein architektonisches Highlight vorhat. Klingenberg vertreibt Luxus-Möbel ist daher für den standort eine weitere Aufwertung!
Desweiteren ist ja auch ein Bürogebäude vorgesehen. Vielleicht braucht ja auch jeder seiner 30 Mitarbeiter eine eigene Etage? ;)
http://img212.imageshack.us/img212/6810/200920082123nx2.jpg
HAZ:
"Stadt gibt Grünes Licht: Klingenberg baut im Expo-Park
Für die Region ist es fast ein „Sündenfall“, für die Entwicklung des Expo-Parks ein Riesenerfolg: Designmöbelhändler Uwe Klingenberg darf neben Ikea auf dem Expo-Ostgelände seinen Firmensitz errichten.
Nach zähem Ringen hat die Stadt gestern Nachmittag einen positiven Bauvorbescheid erteilt. Weil Einzelhandel auf dem Gelände eigentlich verboten ist, war die Ansiedlung zunächst umstritten. Der Bauvorbescheid erlaubt jetzt aber ausdrücklich auch den Handel – möglicherweise ein positives Signal für Möbelunternehmer Staude, der auf einer Fläche zwischen Ikea und BMW einen Neubau errichten will.
„Besser geht es nicht“, freute sich gestern Abend Uwe Klingenberg: „Die Lage in Nachbarschaft zu Messegelände, Schnellweg und Ikea ist optimal für mich.“ Im Vertrauen auf einen positiven Bescheid hatte er das langgestreckte Grundstück südlich des Jemen-Pavillons bereits vor vier Wochen gekauft und bezahlt – die Rücktrittsfrist läuft heute ab. Die 810.000 Euro teure Fläche liegt direkt an der Einfahrt zu Ikea. Zum Kauf hat Klingenberg eine Gesellschaft mit dem hannoverschen Leasingunternehmer Jan-Remmer Harms und dem Göttinger Duftstoffspezialisten Tillmann Miritz gegründet. Insgesamt will die Gesellschaft rund drei Millionen Euro investieren, das Architekturbüro Schröder & Kamm bereitet jetzt den Bauantrag vor.
Baustart könnte „schon im November oder Dezember sein“, sagt Klingenberg. Vorgesehen sind eine große Lagerhalle und ein Verkaufs- und Bürogebäude gegenüber der Ikea-Einfahrt. Auf 450 Quadratmetern will Klingenberg Designmöbel ausstellen. Der Unternehmer hat sich auf die Vermietung von hochwertigen Möbeln spezialisiert, er beliefert etwa Großmessen, Firmenpräsentationen oder das jährliche Sommerfest des Bundespräsidenten. Außerdem verkauft er „Designklassiker“ – in der Regel gut erhaltene Gebrauchtmöbel, die für seine Vermietungen nicht mehr benötigt werden.
Das Unternehmen war nach einer gescheiterten Expansion 2001 ins Trudeln geraten, beschäftigt inzwischen aber wieder gut 30 Mitarbeiter und will weiter wachsen. Den derzeitigen Standort in Ricklingen will Klingenberg trotz des Neubaus nicht gänzlich aufgeben. „Ich brauche Platz“, sagt er. Seinem Vermieter will er ein Angebot machen, die Halle gemeinsam mit anderen Dienstleistern als Lager und temporäre Ausstellungsfläche weiterzunutzen.
von Conrad von Meding"
Klingenberg verkauft zwar hochwertige Möbel. Die Planung für das Gebäude/Lagerhalle klingt aber nicht nach hochwertiger Architektur, sondern Standard-Gewerbegebiet. Ich finde, dass das Expogelände da etwas besseres verdient hat!
http://img82.imageshack.us/img82/4063/52920223li2.jpg
Updates zum Expo-Park:
http://img265.imageshack.us/img265/271/scannedimage3tt7.jpg
"Planet M"–Umbau erst 2009
Der Umbau des "Planet M" auf der Expo-Plaza verzögert sich weiter. Vermutlich erst im Sommer kommenden Jahres könnten die Bauarbeiten für die Fachhochschule Hannover (FHH) beginnen, sagt Hochschulpräsident Prof. Werner Andres.
Eigentlich hatte er auf einen Startschuss in diesem Herbst gehofft: "Wir sind aber an die Abläufe des Staatlichen Baumanagements gebunden." Die Finanzierung des Projekts sei jedoch nicht gefährdet, betonte Andres.
Fünf Millionen Euro investiert das Land in den früheren Expo-Pavillon von Bertelsmann * dort wird ein Teil der FHH-Fakultät Medien, Information und Design untergebracht. Die Verzögerungen hätten verschiedene Gründe, erklärt Andres.
So hätten die Pläne für den Umbau überarbeitet werden müssen. Zudem sei eine europaweite Ausschreibung erforderlich geworden. Er ist aber zuversichtlich, dass Professoren und Studenten spätestens zum Semesterstart im September 2010 in
den "Planet M" einziehen können.
"Bis dahin müssen wir eben in den alten Räumen noch etwas enger zusammenrücken", sagt Andres. In dem Pavillon soll ein Medienkompetenzzentrum eingerichtet werden, in dem Forscher und regionale Firmen zusammenarbeiten. Auch das FHH-Präsidium und die Masterstudiengänge Fernsehjournalismus und Kommunikation mit zusammen 50 Plätzen werden künftig dort untergebracht.
Schon jetzt ist die Fakultät für Medien, Information und Design an der Plaza stark vertreten: Rund 1300 der insgesamt 7000 FHH-Studenten lernen auf dem ehemaligen Expo-Gelände.
Quelle:Haz.de
Wir haben zwar auch einen "Expo District" Strang, aber ich stelle die Meldung mal hier rein.
Expo-Gelände: Einigung zu Möbel Staude
Ausstellung „Rund ums Wohnen“ auf dem Expo-Gelände soll kommen
Hannover - Die Errichtung eines Dienstleistungszentrums „Rund ums Wohnen“ gegenüber dem Einrichtungshaus IKEA nimmt Konturen an: Die Verwaltungen von Landeshauptstadt und Region Hannover sind sich einig, dass der hannoverschen Firma Staude die Errichtung eines Möbelmarktes auf dem EXPO-Gelände ermöglicht werden soll. Gleichzeitig haben beide Seiten gemeinsame Grundsätze für die weitere Nutzung des EXPO-Geländes bekräftigt...zum gesamten Artikel (http://www.fd-regionhannover.de/2009/02/09/expo-gelaende-moebel-staude/)
Einen wichtigen Satz möchte ich herausstellen:
"Außerdem ist es dem städtischen Baudezernenten besonders wichtig, dass eine hochwertige Bebauung mit einer ansprechenden und zeitgemäßen Architektursprache vorgesehen ist."
Ein Ausschnitt aus diesem HAZ Artikel: Staude darf aufs Expo-Gelände (http://www.haz.de/newsroom/regional/art185,798452)
[...]
Jemen-Grundstück: Neben dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück, das Staude erwerben will, hat der Unternehmer auch Interesse an dem benachbarten Areal, auf dem der verlassene Jemen-Pavillon steht – möglicherweise will er sogar die Fassade des Expo-Baus erhalten. Die Stadt begleite das Vorhaben „wohlwollend“, hieß es am Montag aus dem Baudezernat. Ein Regionssprecher erklärte, mehr als die in Rede stehende Verkaufsfläche von 7000 Quadratmetern sei nicht genehmigungsfähig.
"möglicherweise"? Nur die Fassade? Unglaublich ( unglaublich traurig ), wie mit den Resten der Expo umgegangen wird.
Erst dachte ich noch: na bitte, geht doch! Bis ich den Artikel im Detail gelesen habe:
Planet m wird Medienzentrum
VON ANDREAS VOIGT
HANNOVER. Rund eineinhalb Jahre nach der symbolischen Schlüsselübergabe von Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) an den Präsidenten der Fachhochschule Hannover (FHH), Werner Andres, beginnen die Umbauarbeiten an Planet m und Riegelbau. Der Umbau hätte schon längst beginnen sollen, doch Steuerprobleme hatten dies verhindert (NP berichtete). Die sind jetzt aber ausgeräumt: Der zur Expo 2000 errichtete Bertelsmann-Pavillon wird ab Anfang Juli zum Medienkompetenzzentrum. In den Riegelbau daneben ziehen die Zentralverwaltung und das Präsidium mit seinen Stabsstellen. Etwa acht Millionen Euro (inklusive Grundstück) kostet der Umbau, geplanter Einzugstermin ist der 1. September 2010. „Die ersten Ausschreibungen für Fachfirmen gehen in Kürze raus“, sagt Heiko Kupsch, Dezernatsleiter Gebäudemanagement bei der FHH. Als Erinnerung an die Expo 2000 bleiben die Foto-Buchtapete und ein futuristisch anmutendes Computer-Terminal, das von der Decke hängt. Entfernt werden aber Kühlanlage, Küchenelemente und Lichtwände. „Haus- und Leitungstechnik sowie der Fahrstuhl bleiben“, berichtet Heiko Kupsch. Eingebaut werden müsse eine Heizungsanlage, denn die hat es in dem Bertelsmann-Pavillon nie gegeben: „Planet m war ja nur für die Sommermonate gebaut.“ Fachfirmen gestalten die Außenwände des Riegelbaus neu – die Holzbalken werden durch ein preisgünstiges Metall ersetzt, geplant ist ein Aluminiumprofil. Drinnen müssen Elektroinstallationen und sanitäre Anlagen komplett erneuert werden. Fertigstellung soll am 1. September 2010 sein, dann arbeiten im Riegelbau etwa 50 FHH-Mitarbeiter, Planet m ist für zehn bis zwölf Arbeitsplätze ausgelegt. Das Medienzentrum beherbergt dann Videoschnittplätze, Hörsäle, Seminarräume und Büros für Lehrkräfte. Zwischen 40 und 100 Fachhochschüler, die an der Fakultät für Medien, Information und Design studieren, betreut die FHH dann. Nutzer der Immobilie sind Hochschüler der Studiengänge Veranstaltungsmanagement (Bachelor), Fernsehjournalismus, Kommunikation sowie Design und Medien (alle Master). Etwa fünf Millionen Euro kostet zudem der Umbau der Immobilie am Ricklinger Stadtweg, in der sich zurzeit das FHH-Präsidium befindet. In zwei bis drei Jahren soll die 1600 Quadratmeter große Nutzfläche zum Dienstleistungszentrum für die Fachhochschüler umfunktioniert werden – mit Immatrikulationsamt, AStA, studentischer Arbeitsfläche und Aufenthaltsraum.
Quelle: NP-Printausgabe
Ich muss hier gleich in die Ecke :puke:.
Der Bau lebt doch gerade vom Kontrast der metallenen Außenhaut des 'Planeten' mit der Holzfassade des Anbaus. :ohno:
Und das Wort 'preisgünstig' lässt schon wieder viel vermuten. Von einer Reinigung des Planeten selbst ist natürlich überhaupt nicht die Rede, geschweige denn von einer Reaktivierung der Lichtinstallation. :(
Seis drum, ein einladender Campus wird aus der ohnehin schon zu Expo-Zeiten überdimensionierten Plaza eh nicht. Man sollte m.E. ernsthaft über dessen Bebauung nachdenken, auch wenn es das Aus für die Plaza-Parties bedeuten würde. Aber drei Tage Stimmung im Jahr können doch nicht die endgültige Zweckbestimmung für dieses Areal sein.
Wird auch mal Zeit:
Exponale wird halbiert
Einst galt sie als größte Fußgängerbrücke Europas, jetzt wird sie glatt halbiert: Die Messe AG hat den sogenannten Rückbau der Exponale gestartet.
Den Rückbau der markanten Fußgängerbrücke über dem Messeschnellweg, die das Ausstellungsgelände mit der Expo-Plaza verbindet. Das 127 Meter lange und bisher 30 Meter breite Bauwerk verliert zwei komplette Segmente und ist bald nur noch 15 Meter breit. Auch die Zahl der 174 abends weithin sichtbaren Leuchtstelen, die in fünf Reihen auf der Exponale trohnen, reduziert sich – bald sind es nur noch drei Reihen und rund 100 Stelen.
Die Messe AG hatte die Brücke nach dem Ende der Weltausstellung übernommen. Für den Messebetrieb sei sie aber überdimensioniert, sagt Sprecher Hartwig von Saß: Ein derart breiter Überweg zur Plaza und zum Skywalk sei nicht nötig. Überdies sei das Bauwerk von Anfang an so konzipiert gewesen, dass die beiden außenliegenden, jeweils 7,50 Meter breiten und mit Douglasien-Brettern belegten Brückensegmente demontiert werden können.
Übrig bleibt nur der mittlere Betonstreifen. Die beiden Randsegmente waren ohnehin in den letzten Jahren schon gesperrt gewesen. Dem Vernehmen nach kostet der Rückbau eine sechsstellige Summe. Von der Messe gab es dazu keine Bestätigung. Von Saß sagte nur, dass der Rückbau preiswerter sei als eine dauerhafte Unterhaltung. Die Stahlrohrbrücke war von der damaligen Preussag für umgerechnet sechs Millionen Euro gespendet worden.
[Conrad von Meding]
Quelle: haz.de
Das Verrotten der hölzernen Seitenstreifen war ja nicht mehr mit anzuschauen. Am schönsten wäre es zwar gewesen, wenn man sie in voller Breite erhalten hätte. Aber wie aus dem Artikel schon hervorgeht, ist sie für den 'Normalbetrieb' eben komplett überdimensioniert und war von vornherein für den Rückbau ausgelegt.
Nebenbei gibt's Neues vom Expo-Gelände:
Ölanlage behindert Staude-Ansiedlung (HAZ, 15.09.09) (http://www.abload.de/img/staude15.09.090czw.png)
"Ölquelle war bekannt" (HAZ, 16.09.09) (http://www.abload.de/img/staude16.09.09afji.png)
Kehrt 96 der Eilenriede den Rücken? (HAZ, 19.09.09) (http://www.abload.de/img/eilenriedestadion19.09ges3.png)
Aber kein Wort über die Zukunft der Pavillons... :bash:
Eilenriedestadion/Expo: Umzug zur Expo könnte 20 Millionen kosten (HAZ, 23.09.09) (http://img4.abload.de/img/eilenriede-expobz4j.png)
Grundsteinlegung für Designhaus Klingenberg (http://haz.de/HAZ/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Grundsteinlegung-fuer-Designhaus-Klingenberg)
3,3 Millionen Euro investiert Klingenberg für den Neubau, der vollständig mit weißen Aluminiumverbundplatten verkleidet wird.
Ikea, nur in weiß.
Aber immerhin wurde der britische Pavillon verkauft und es gibt mit Klingenberg, Staude und Ferrari drei Neubauten, die auf ein wenig mehr Leben hoffen lassen.
http://www.abload.de/img/jemend62f.png
(HAZ, 13.10.09)
:bash: :bash: :bash: :bash: :bash:
Klingenberg
http://img16.imageshack.us/img16/7145/0027365173.jpg
Abschied vom Jemen-Pavillon
Und wieder zerfällt ein Teil des Expo-Erbes zu Schutt und Staub: Seit Dienstag zertrümmern Bagger den jemenitischen Pavillon auf Hannovers Expo-Gelände.
mehr auf HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Abschied-vom-Jemen-Pavillon)
Wurde das hier schon diskutiert?
Tolle Geschichte, aber sehr sehr aergerlich, dass am Kronsberg gebaut wird. Mein Gott! Warum baut man das Ding nicht in die Innenstadt? Bin hier gerade in Washington und dort hat man alle repraesentativen Bauten im Zentrum untergebracht. Sieht gut aus und es foerdert die Urbanitaet!
Totaler Quatsch mal wieder alles auseinanderziehen zu wollen...
LKA erhält Neubau für 100 Millionen in Hannover
Nach jahrelanger Debatte soll das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) einen Neubau in Hannover erhalten. Das Kabinett hat den Weg für die Planung freigemacht.
© HAZ
Die neun über die Stadt verteilten LKA-Dienststellen sollen an einem Standort zusammengefasst werden. Die Kosten für den Neubau werden auf 100 Millionen Euro geschätzt. Ein Investor soll das Gebäude errichten und dem Land dann zurückvermieten.
Als Standort für die neue Polizeizentrale ist derzeit eine Fläche am Kronsberg nahe dem Rechenzentrum der Sparkassen im Gespräch. Die Stadt Hannover soll bereit sein, das dortige Grundstück gegen ein landeseigenes Grundstück zu tauschen, das für eine Unterbringung aller 985 LKA-Mitarbeiter zu klein wäre. Die auf neun Standorte im Zentrum und im Norden Hannovers sowie Langenhagen verteilten Dezernate könnten dann voraussichtlich ab 2012 unter einem Dach arbeiten. Zunächst ist geplant, dass die Millioneninvestition als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) in Zusammenarbeit mit einem Investor abgewickelt wird.
„Arbeitsabläufe werden vereinfacht, flexible Teambildungen möglich, und auch bei der technischen Infrastruktur lässt sich durch die Zusammenlegung erheblich Geld sparen“, sagt LKA-Chef Uwe Kolmey. Das LKA ist zuständig sowohl für die kriminaltechnischen Untersuchungen in ganz Niedersachsen als auch für die Koordination von Sondereinsatzkommandos und Spezialermittlungen. Ihm sind Sonderbereiche wie Staatsschutz oder die Bekämpfung der organisierten Kriminalität zugeordnet. Seit mehr als zehn Jahren wird über die Zusammenlegung der Abteilungen und Dezernate diskutiert. Hessen und Nordrhein-Westfalen sind kürzlich diesen Weg gegangen.
Unterstützung für das Projekt kommt von der Gewerkschaft der Polizei. Vizelandesvorsitzender Dietmar Schilff hält die gegenwärtigen Zustände für nicht mehr hinnehmbar: „Seit Jahren platzt das LKA aus den Nähten. Die Technik wird immer moderner, und die baulichen Zustände in den alten Gebäuden reichen nicht mehr, diese Anforderungen zu erfüllen. Der Neubau gibt Gelegenheit, gleich auch die modernsten technischen Voraussetzungen zu schaffen“, sagt Schilff.
Die Finanzierung mit einem privaten Investor hat allerdings einen Haken: In der gegenwärtigen Finanzkrise finden sich nicht immer potente Investoren für solche Vorhaben. Gleichwohl werden solche Konzepte jetzt vorbereitet, heißt es in der Regierung.
Hier (http://www.flickr.com/photos/dividedsouls/3333945144/sizes/l/) übrigens ein Photo des neuen Eingangs Messe Nord. (Quelle; Bild nicht von mir) (http://www.flickr.com/photos/dividedsouls/3333945144/)
Bob! November 19th, 2009, 08:08 PM Ferrari:
http://www.ferrari-expopark.de/jpg/go1984.jpg?118589943
Sydney Garden Street:
http://www.mathai.de/snapshots/snapshot_cam4_h.jpg
Südeingang:
http://www.mathai.de/snapshots/snapshot_cam4_h_3.jpg
Jemen Pavillon (abgerissen):
http://www.mathai.de/snapshots/snapshot_cam4_h_2.jpg
EXPO-Wal:
http://www.mathai.de/snapshots/snapshot_cam4_h_4.jpg
Gärten im Wandel / IKEA:
http://www.mathai.de/snapshots/snapshot_cam4_ik.jpg
EXPO Park Hannover e.V. (http://expo-park-hannover.eu/)
Übersichtskarte (http://expo-park-hannover.de/flash/karte.swf)
"Was wurde aus...?" (EXPOSEEUM e.V.) (http://www.expo2000.de/expo2000/nachnutzung/index.php)
matheking November 19th, 2009, 08:18 PM Eine schöne Übersicht, aber es gibt doch auch den Thread Expo District. Vielleicht sollte man die beiden zusammenlegen!
Bob! November 19th, 2009, 08:36 PM http://www.abload.de/img/cimg23594jl2.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=cimg23594jl2.jpg)
http://www.abload.de/img/cimg2355q02w.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=cimg2355q02w.jpg)
http://www.abload.de/img/cimg2394o28p.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=cimg2394o28p.jpg)
http://www.abload.de/img/cimg2393947o.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=cimg2393947o.jpg)
http://www.abload.de/img/cimg2391y1nf.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=cimg2391y1nf.jpg)
Auf dem Rendering für den Planet-m-Anbau sieht es ja nun zum Glück doch nicht so aus, als würden die Holzbalken durch ein "preisgünstiges Metall" ersetzt.
Bob! December 12th, 2009, 12:34 PM http://www.abload.de/img/expocampmediaiegr.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=expocampmediaiegr.jpg)
(HAZ, 12.12.09)
devilsadvocate February 1st, 2010, 07:18 PM http://img14.imageshack.us/img14/4964/0054666171.jpg
Bob! February 1st, 2010, 07:59 PM Danke fürs Einstellen. Wieder einmal ist die NP informierter/schneller als die HAZ.
Wäre natürlich sehr erfreulich, wenn die prophezeite Investoreninvasion eintreten würde - Nachnutzungskonzepte für die noch vorhandenen Pavillons fände ich aber erst einmal besser als Neubauten.
Orito41 February 17th, 2010, 02:11 PM http://i49.tinypic.com/2m67ihc.jpg
telemaxx February 17th, 2010, 02:51 PM Ist das Klingenberg?
Bob! February 17th, 2010, 05:07 PM Ja, da steht zurzeit ja aber alles still wegen der Kälte.
Bob! March 4th, 2010, 11:47 PM Klingenberg-Bau nimmt Formen an
http://expo-park-hannover.eu/wp-content/themes/expopark/library/timthumb.php?src=http://expo-park-hannover.eu/wp-content/uploads/2010/03/Klingenberg-Neubau1.jpg&w=630&h=250&zc=1
Wenn das Wetter mitspielt, will Uwe Klingenberg seinen Pavillon-Neubau im Expo Park in fünf Wochen beziehen. Klingenberg investiert in das neue Design-Möbel-Center an der „Straße der Nationen 19“ gegenüber von IKEA 2,3 Mio. Euro. Das Essener Architekturbüro Schröder & Kamm zeichnet sich für den Entwurf des Verwaltungsgebäudes mit angeschlossener großer Lagerhalle und exklusivem, 450 qm großen „Showroom“ verantwortlich.
(Quelle (http://expo-park-hannover.eu/2010/03/klingerberg-bau-in-formen-an/))
Squig March 5th, 2010, 01:11 AM Der sieht doch mal hübsch aus. Ansprechende moderne Architektur. Und in einer Lage, wo Flachdach und solitärdasein absolut nicht stören. Schön.
Lefthandy March 5th, 2010, 01:21 AM ansprechende moderne Architektur? Das ist doch eine Gewerbehalle mit einer (1!) Idee beim Design der Schaufenster. Es spräche mal wieder gegen moderne Architektur, dass man solche schnöden Gewerbehallen nicht von ihren anspruchsvolleren Exponaten differenzieren kann. Soweit ist es also schon gekommen? :ohno:
Soweit bin ich aber d'accord: Der Bau ist im Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Expogelände und gegenüber von Ikea durchaus passend und hat ja, wie gesagt, immerhin die eine gestalterische Idee. Also vollkommen okay.
Squig March 5th, 2010, 02:19 PM Wie stellst du dir das denn vor? Dass die Architekten auf Ornamentik und Giebeldächer zurückgreifen, ist ja wohl (oft genug leider) heutzutage weder wirtschaftlich, noch entspricht es dem Zeitgeist (der Architektenschafft, aber anscheinend auch der Wirtschaftsbosse, die bezahlen schließlich die Architekten). Mal davon abgesehen, dass sowas wohl kaum gegenüber von Ikea passen würde.
Ich sehe auf dem Bild ein hochwertiges Verwaltungsgebäude mit einer interessanten Idee zur Gestaltung des Foyers. Es ist letzendlich ein Zweckbau, die Lagerhalle zB sieht man dem gebäude gottseidank, zumindest von dieser Ansicht, nicht mal mehr an. Es wurden hochwertige Materialien benutzt, etwas Glas, aber nicht zu viel. Anders gesagt: Ein Vierjähriger hätte das nicht zeichnen können.
Ich erwarte von dir oder zB auch von Jörg jetzt keine Freudensprünge, und fände das Gebäude auf der Bödekerstr zB auch total unpassend. So wie es ist passt es aber wunderbar in einen Gewerbepark hinein beziehungsweise würde diesen sogar ungemein aufwerten, wenn es sich nicht um das sowieso schon hochwertigen Expogelände handeln würde.
Familienbedingt habe ich viel mit Gewerbebau zu tun, und glaub mir, das könnte viel schlimmer aussehen, gerade in Randlagen.
Anders gesagt: was hättest du anders gemacht? nur Sandstein? Ornamente? Statuen?
telemaxx March 5th, 2010, 02:41 PM Es gibt sogar eine Webcam:
http://ronge.nextframe-media.de/current.jpg
devilsadvocate March 5th, 2010, 02:42 PM und die wäre? ;)
Lefthandy March 5th, 2010, 03:29 PM fände das Gebäude auf der Bödekerstr zB auch total unpassend. So wie es ist passt es aber wunderbar in einen Gewerbepark hinein beziehungsweise würde diesen sogar ungemein aufwerten, wenn es sich nicht um das sowieso schon hochwertigen Expogelände handeln würde.
Familienbedingt habe ich viel mit Gewerbebau zu tun, und glaub mir, das könnte viel schlimmer aussehen, gerade in Randlagen.
Vollkommen d'accord.
Wenn du meinen Post aufmerksam lesen würdest, würdest du feststellen, dass ich das Gebäude für eine Gewerbehalle auch sehr angemessen und okay finde. Das habe ich sogar wörtlich so geschrieben!
Ich finde nur befremdlich bei so einem 100% Zweckbau mit einem sanften Hauch Gestaltung gleich von "ansprechender moderner Architektur" zu sprechen. Ansprechender Zweckbau trifft es besser und darin scheinen wir uns ja auch einig.
Also: Nein, ich hätte nichts anders gemacht. Vielleicht noch Micky Mouse und Goofy als Grafitti auf die sonst so schnöden weißen Flächen :)
Lefthandy March 5th, 2010, 03:36 PM Ich erwarte von dir oder zB auch von Jörg jetzt keine Freudensprünge
Bilde ich hier mit Jörg schon eine Fraktion??? Ich glaube in vielerlei Hinsicht könnten wir beide nicht unterschiedlicher sein... (Nichts für ungut, Jörg ;) )
Squig March 6th, 2010, 05:16 PM Bilde ich hier mit Jörg schon eine Fraktion??? Ich glaube in vielerlei Hinsicht könnten wir beide nicht unterschiedlicher sein... (Nichts für ungut, Jörg ;) )
So war das nicht gemeint. Aber die Aussage hätte iuch so eher von ihm erwartet als dir (ich schrieb schließlich 'auch')
Lefthandy March 7th, 2010, 12:30 AM ^^ Um das nochmal klarzustellen: Ich habe gar nicht gegen moderne Architektur gewettert (wie es üblicher Weise Jörgs Rolle hier ist), sondern diese vielmehr in Schutz genommen. Ich wollte nämlich zum Ausdruck bringen, dass man moderner Architektur gehörig unrecht tut, wenn man eine reine Gewerbehalle mit ein wenig geschwungenen Fenstern gleich für eines ihrer ansprechenden Beispiele hält.
Ich finde es (ehrlich!) toll, dass Klingenberg sich wenigstens etwas Mühe bei der Optik des Verkaufsgebäudes gegeben hat. Ich habe auch eigentlich gleich verstanden, wie Squiq seine Aussage gemeint hat. Dass es nämlich für eine Gewerbehalle ganz ansprechend aussieht. Ich wollte halt nur auf das komische Moment in der missverständlichen Ausdrucksweise aufmerksam machen, dass moderne Archtektur scheinbar nicht mehr von reinen Zweckbauten unterschieden wird.
Soweit sollte nun also alles geklärt sein.
Squig March 7th, 2010, 01:32 AM :-)
Ich hätte ev am Anfang 'für eine Gewerbehalle' hinzufügen sollen. Natürlich muss man das Gebäude in dem Rahmen sehen. Ich denke nicht, dass wegen dem Gebäude jetzt Touris dahin fahren werden.
Bob! March 13th, 2010, 11:49 AM Wär ja auch zu schön gewesen...
http://www.abload.de/img/imgh1mp.jpeg (http://www.abload.de/image.php?img=imgh1mp.jpeg)
(Quelle: HAZ, 13.03.10)
Kr0x March 17th, 2010, 08:45 PM Jede Stadt, in der es eine Expo gab, behält irgendwas besonderes davon, das dann zum Wahrzeichen wird, wie ein Eiffelturm. Nur in Hannover hat man nicht mal annähernd etwas, das eines Wahrzeichens würdig wäre. Das EXPO-Gelände wirkt auf mich eher wie ein Trauerspiel. Der Abriss des Jemen-Pavillons setzt dem ja noch die Krone auf. Hoffentlich werden die vielen leeren Flächen bald (oder überhaupt mal) ausgefüllt.
AlfredJKwak March 17th, 2010, 11:10 PM Jede Stadt, in der es eine Expo gab, behält irgendwas besonderes davon, das dann zum Wahrzeichen wird, wie ein Eiffelturm. Nur in Hannover hat man nicht mal annähernd etwas, das eines Wahrzeichens würdig wäre. Das EXPO-Gelände wirkt auf mich eher wie ein Trauerspiel. Der Abriss des Jemen-Pavillons setzt dem ja noch die Krone auf. Hoffentlich werden die vielen leeren Flächen bald (oder überhaupt mal) ausgefüllt.
Das ist wohl ein bisschen übertrieben gesagt. Bisher gab es bestimmt 100 Expos (Expen? :) ) und an viele Wahrzeichen kann ich mich da nicht erinnern. Ausserdem hat die Bedeutung einer Expo als Zeichen der Industrialisierung sicher im Laufe der Jahrzehnte abgenommen, weshalb es unfair ist ein Wahrzeichen wie den Eiffelturm zu fordern.
SternHAJ March 18th, 2010, 11:05 PM Genau. Außerdem möchte ich nicht das Geschrei hören, wenn man so etwas wie den Turm heute bauen würde. Die Kosten würden wohl jedes Maß übersteigen. Und man schaue sich nur das Gezeter um die Kosten für den Landtagsbau an.
gstolze March 19th, 2010, 12:00 AM Man hätte sich aber vorher Gedanken machen können, inwiefern eine Nutzung von bedeutenden Teilen der Expo nach Ende der Ausstellung weiterhin möglich gewesen wäre, anstatt alles zu verramschen. Mit einem Privatinvestor hätte man den Themenpark, den Planet of Visions und weitere Einrichtungen sicherlich an einem anderen Ort (z.B. Hanomag)zusammenfassen können und hätte daraus eine Art deutsches Epcot Center o.ä machen können. Das wäre bestimmt eine große Attraktion für Hannover geworden.
SternHAJ March 19th, 2010, 11:41 AM Ich stimme zu. Unsere Stadtverwaltung hat hier kläglich versagt. Angedacht war ja auch mal, den Deutschen Pavillon für eine Art Wissensmuseum zu nutzen. Auch das wurde aus Kleinmut dann nicht umgesetzt. Jetzt hat Wolfsburg das Phaeno und es wird neidisch auf Wolfsburg geschaut. Tja, selbst schuld.
CrayZD March 19th, 2010, 12:13 PM Wobei man bei jeglichen Maßnahmen in Wolfsburg nicht vergessen darf, wer dort als großer Gönner dahintersteht. Hier kann man leider finanziell nicht aus dem vollen schöpfen, sondern muss erstmal einen Investor finden. Der große Fehler der Stadtverwaltung war m.E. eher, entgegen aller negativen Erfahrungen aus Sevilla etc. auf die rosigen Zukunftsprognosen spinnerter Planungsbüros zu setzen. Man hätte vielmehr von Anfang an Optionen für eine Teilrenaturierung des Geländes vorhalten sollen.
gstolze March 19th, 2010, 07:09 PM Wenn man bedenkt, dass Bremen für sein Pleiteobjekt mit dem Raumfahtrzentrum/Mall (wie hieß es doch gleich?) einen US-Investor begeistern konnte, der dann 600 Mio € verbraten hat, dann hätte man auch für ein Projekt hier jemanden finden können.
Kr0x March 20th, 2010, 09:52 AM Ich meine, woran denkt ein Deutscher, wenn er "Expo Hannover" hört? Gibt es da irgendein besonderes Wahrzeichen für die Stadt Hannover? Etwas, das überregional bekannt ist und das man in einer Reihe mit dem Neuen Rathaus, Anzeiger-Hochhaus usw. zeigen könnte? Selbst das Nord-LB-Gebäude ist doch bekannter als irgendwas vom Expo-Gelände.
Es muss ja nicht gleich ein Eiffelturm oder überhaupt ein Turm sein. Man hat es einfach versäumt, an die "Zeit danach" zu denken. Es sind zwar immer noch interessante Gebäude vorhanden, aber ich finde, wenn es schon die erste (und letzte?) Expo in Deutschland ist, dann kann man doch wohl den Anspruch haben, dass auch ein wirkliches Symbol übrigbleibt, als neues Wahrzeichen für Hannover, oder zumindest für die Expo 2000.
Sowas kann ich hier aber leider nicht ausmachen:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/f/f6/Expogelände_Heute_(2007).jpg/800px-Expogelände_Heute_(2007).jpg
(aus Wikipedia)
gstolze March 20th, 2010, 10:19 AM Direkt auf dem Expogelände fänd ich ein Wahrzeichen nicht notwendig. Dafür ist es zu weit außerhalb. Das hätte man dann lieber in der Innenstadt bauen sollen.
ac303id March 20th, 2010, 10:47 AM wir sollten nicht vergessen, dass dieses gelände zwar "etwas" außerhalb liegt, aber top anbindungen hat. eine u-bahn direkt in die city und einen schnellweg vor der haustür.
wo bitte findet man denn sonst noch sowas.
es fehlt ein gesamtkonzept zur nutzung. dann kommen auch neue investore.
nur immer diese hin und her, das wird so schnell nüscht.
gstolze March 20th, 2010, 11:14 AM Das liegt teilweise auch daran, dass man unsere stets aktive und investitionsfreudige NILEG verramscht hat. Die Gagfah war nur an deren Mietwohnungen interessiert und hat die Verwaltung und Entwicklungsabteilung einfach plattgemacht. Mit der NILEG hätten wir sicher schon wesentlich mehr Objekte in Bau und auch bei Hannover2020 wären sie sicher sehr stark beteiligt gewesen. DANKE NORD/LB, dass ihr dieses unternehmerische Juwel zerstört habt.
ac303id March 20th, 2010, 12:20 PM 100% zustimmung
homann5 April 7th, 2010, 11:18 AM Letzte Woche ist mir aufgefallen, dass rund um die Expo-Plaza ein enormer Leerstand zu beobachten ist. Wenn der Bedarf an Büroflächen außerhalb der Innenstadt so groß ist, dass entlang der HBA und zwischen Podbi und Kanal immer mehr Bürogebäude entstehen sollen, warum zieht es dann niemanden zum Expo-Gelände, wo vergleichbare Verhältnisse in Punkto Infrastruktur herrschen?
Noch eine Beobachtung, südlich der IGS Kronsberg ist ein weiteres Baugebiet ausgewiesen worden, offensichtlich haben erste Arbeiten auch schon stattgefunden.
Bob! May 5th, 2010, 01:29 PM Es hat sich (erst einmal) ausgestaudet:
http://www.abload.de/img/imggqv4.jpeg (http://www.abload.de/image.php?img=imggqv4.jpeg)
(Quelle: HAZ, 05.05.10)
Berechtigte Kritik, wie ich finde.
Bob! May 7th, 2010, 11:22 PM http://www.abload.de/img/imgagbw.jpeg (http://www.abload.de/image.php?img=imgagbw.jpeg)
Quelle: HAZ, 08.05.10
Pressemitteilung der Deutschen Messe AG (http://www.messe.de/presse_archiv_d?pm=dmag-652-d)
IBL Ingenieure (http://ibl-planung.de/3.0.html)
BPR Gruppe (http://www.bpr-gruppe.de/ger/05-new_projects/newprojects.html)
devilsadvocate May 8th, 2010, 10:45 AM Gibts denn dazu keine Bilder?
Schade ich fand den Achtgeschosser eigenltich ganz schön. Es förderte die "Urbanität"... Nun also schon wieder nur 5 Geschosse... naja...
Bob! May 8th, 2010, 02:54 PM Ich stimme dir voll und ganz zu, devil. Die aktuelle Gebäudehöhe des Bürohauses 2 ist super neben dem Messehochhaus und besonders die Abrundung nach Nordwesten fand ich immer sehr ansprechend. Durch den ersatzlosen Abriss an der Stelle verliert der Vorplatz des Nordeingangs meiner Meinung nach auch völlig seinen Platzcharakter.
Wenn ich dagegen schon "funktionaler Neubau" lese ... :down:
Bob! May 9th, 2010, 12:17 AM Gibts denn dazu keine Bilder?
Die NP zeigt die Visualisierung etwas größer und in Farbe:
http://www.abload.de/img/brohaus2d1na.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=brohaus2d1na.jpg)
Quelle: NP, 08.05.10
Sieht aus, als orientiere sich die Fassade des Neubaus am Messehochhaus - sprich Glasfront und bräunliche Steine. Fänd ich gut.
devilsadvocate May 9th, 2010, 11:59 AM Ich stimme dir voll und ganz zu, devil. Die aktuelle Gebäudehöhe des Bürohauses 2 ist super neben dem Messehochhaus und besonders die Abrundung nach Nordwesten fand ich immer sehr ansprechend. Durch den ersatzlosen Abriss an der Stelle verliert der Vorplatz des Nordeingangs meiner Meinung nach auch völlig seinen Platzcharakter.
Wenn ich dagegen schon "funktionaler Neubau" lese ... :down:
Aber es sieht ja fast so aus, als ob dort hinter dem Gebäude dann ein ansprechender Park beginnen würde, derjetzt irgendwie versteckt und nicht zugänglich ist oder noch gar nicht da?!
CrayZD May 9th, 2010, 12:11 PM Fein. Der alte Bau will auch so gar nicht mehr zum ansonsten runderneuerten Eingangsbereich Nord mit neuem Eingangsgebäude, Hochhaus und Halle 2 passen. In Zukunft wirkt das also alles wie aus einem Guss.
Und das Attribut 'funktional' finde ich jetzt nicht so schlimm. Der Messeturm ist letztendlich auch nichts anderes, kein Repräsentativbau wie in Frankfurt. Wenn sich die Gestaltung im Anbau fortsetzt, ist es doch ok.
Schade, dass die Halle 18 nur halbiert und nicht gleich ganz abgerissen wird. Die ist hässlich, kaum noch zeitgemäß und wird daher auch nur noch selten genutzt. Mein Traum wäre es, dort Platz zu schaffen für einen repräsentativen Eingangsbereich à la Leipzig. Aber wenn die Opposition sich hier schon über zehn Millionen aufregt (während andere Städte sich komplett neue Messegelände spendieren)...
Mittelfristigen Handlungsbedarf sehe ich auch bei den Hallen 1 und 10, die überhaupt nicht mehr genutzt werden (bis auf die Konferenzräume in Halle 1) und daher unnütze Betriebskosten verschlingen. Statt Halle 1 bieten sich weitere Parkflächen an, statt Halle 10 ein hübscher neuer Südeingang.
Ist eigentlich seitens der infra mal irgendwas an der Endstation geplant? Die wirkt mittlerweile reichlich antiquiert im Vergleich zu ihrem pompösen, aber kaum genutzten Gegenstück auf der Ostseite.
@devil: der Park ist auf dem Gelände (und auch heute schon dort). Bob meinte wohl den Vorplatz. Da sehe ich jetzt aber keinen Verlust durch die fehlende Bausubstanz, eher im Gegenteil. Dann wird der Blick vom Vorplatz aus eher auf den m.E. sehr ansprechenden Eingang Nord 2 gelenkt.
Bob! May 12th, 2010, 03:26 PM http://www.rma-architekten.de/images/Buerohaus%20II.jpg
Quelle: rma-architekten.de
Danke, telemaxx.
Schön, dass man sich tatsächlich für eine gestalterische Anlehnung an das Hochhaus entschieden hat. Wird sich gut einfügen. Da wird der Abriss des Achtgeschossers gleich ein wenig verschmerzbarer.
Bob! May 13th, 2010, 09:36 PM ↓ Planet m von der (inzwischen verschmälerten) Exponale:
http://www.abload.de/img/img_0669-1wavm.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0669-1wavm.jpg)
↓ Der schon seit einer (gefühlten) Ewigkeit eingerüstete Anbau:
http://www.abload.de/img/img_0679_shiftn-1198o.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0679_shiftn-1198o.jpg)
Mittlerweile wurden immerhin neue Fenster eingesetzt. Fassadenteile sind noch nicht montiert worden.
↓ Klingenberg Vorderansicht 1:
http://www.abload.de/img/img_0846_shiftn-1m9ee.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0846_shiftn-1m9ee.jpg)
↓ Vorderansicht 2:
http://www.abload.de/img/img_0885_shiftn-1mxiy.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0885_shiftn-1mxiy.jpg)
↓ Rückseite Klingenberg:
http://www.abload.de/img/img_0859_shiftn-1p96l.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0859_shiftn-1p96l.jpg)
Kein Ersatz für den Jemen-Pavillon, an dem Ergebnis kann man trotzdem nicht meckern. Macht sich gut zwischen IKEA sowie den anderen noch verbliebenen Pavillons und könnte genauso ein Relikt der Weltausstellung sein.
Bob! May 13th, 2010, 10:13 PM http://www.abload.de/img/img74pb.jpeg (http://www.abload.de/image.php?img=img74pb.jpeg)
Quelle: HAZ, 14.05.10
Schnitzelesser May 14th, 2010, 01:10 AM Welch schändlicher Werbeartikel.
CrayZD May 14th, 2010, 11:44 AM Der von Meding ist schon komisch. Einerseits bezichtigt er Centrum quasi öffentlich der Insolvenzverschleppung, andererseits macht er hier munter Werbung für Bauunternehmen.
Seit seiner glühenden Verehrung für oberirdische Straßenbahnen in der City ist mir der Mann eh mehr als suspekt.
jp80 May 15th, 2010, 10:55 AM Habe gestern bei einer kurzen IKEA-Stipvisite gesehen, daß nun auch die Reste des norwegischen Pavillions abgerissen werden. Dieses Mal sicherlich kein außerordentlicher Verlust - allerdings ist ja mittlerweile auch schon fast alles von Wert dem Erdboden gleichgemacht oder nach außerhalb verkauft worden worden. (Holland wird sicher noch folgen...)
Architektonisch erfreulich ist sicher der Ferrari-Bau, der direkt an das Norwegen-Grundstück grenzt. In wieweit dort die Arbeiten ruhen bzw. ins Stocken geraten sind, konnte ich im Vorbeifahren gestern allerdings nicht erkennen...
Bob! May 15th, 2010, 10:24 PM Noch ein kleines Photo zur Illustration:
http://www.abload.de/img/img_0719_shiftn8z90.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0719_shiftn8z90.jpg)
Hoffentlich erleiden der verkohlte Polen-Pavillon und der Luftschutzbunker der ToSa Security bald das gleiche Schicksal.
Edith fällt noch ein Schmuddelbau ein: der fensterlose Billigklotz namens "Modellsportarena Hannover".
devilsadvocate May 16th, 2010, 12:02 AM Und ich garantiere euch: Hätte die Expo vor dem Krieg stattgefunden, wäre kein einziges Gebäude jetzt der Abrissbirne zum Opfer gefallen und es wäre ein städtebauliches Kleinod gewesen!! Die Architektur ist genauso schnellebig geworden, wie das jetzige Gesellschaftsleben...
Bob! May 16th, 2010, 10:33 PM Hatte mich bei meinem Besuch letzten Donnerstag, als die Aufschrift noch nicht vorhanden war, schon gefragt, was diese einsame Metallhütte soll.
http://www.abload.de/img/imgph12.jpeg (http://www.abload.de/image.php?img=imgph12.jpeg)
Quelle: NP, 17.05.10
Na ob der sich da lange hält...
Bob! May 19th, 2010, 05:35 PM Architektonisch erfreulich ist sicher der Ferrari-Bau, der direkt an das Norwegen-Grundstück grenzt. In wieweit dort die Arbeiten ruhen bzw. ins Stocken geraten sind, konnte ich im Vorbeifahren gestern allerdings nicht erkennen...
War mir noch gar nicht bekannt, dass es da Probleme gibt.
Hier aber sieht man, dass die Arbeiten leider ruhen:
http://www.abload.de/img/go1984q5fp.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=go1984q5fp.jpg)
Quelle: Ferrari Hannover (http://www.ferrari-expopark.de/)
http://www.abload.de/img/cam_1m64p.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=cam_1m64p.jpg)
Quelle: Ferrari Hannover (http://www.ferrari-expopark.de/)
Was da wohl los ist... !? :hm:
matheking May 21st, 2010, 07:50 PM Weg ist er.
Bagger machen Norwegens Pavillon platt
Zehn Jahre nach Ende der Expo ist von dem Norwegischen Pavillon nichts mehr übrig. In den vergangenen Tagen haben Bagger den ehemaligen Nationenbau dem Erdboden gleich gemacht.
Bagger machen Norwegens Pavillon platt: Ein Nutzer für den Pavillon habe sich trotz intensiver Suche nicht finden lassen, erklärte am Freitag eine Mitarbeiterin der für die Vermarktung des Geländes zuständigen Gesellschaft Expo Grund. Die Bausubstanz sei inzwischen so marode gewesen, dass eine Investition in das Gebäude nicht mehr wirtschaftlich gewesen sei. Nach dem Abriss des Pavillons hofft Expo Grund nun, schneller einen Käufer für das Grundstück zu finden.
Schandfleck verschwindet von Expo-Gelände
Klicken Sie auf ein Bild, um zur Galerie zu gelangen. (7 Bilder)
Der für den Pavillon charakteristische Wasserfall wurde kurz nach der Expo verkauft – übriggeblieben war ein wenig spektakulärer Bau mit Holzfassade. Diesen hatte eine vietnamesische Geschäftsfrau 2003 widerrechtlich mit Beschlag belegt. Sie hat das Feld längst geräumt, dennoch zog sich ein Rechtsstreit um die Eigentumsverhältnisse mit Expo Grund über mehrere Jahre hin. Im Einvernehmen mit dem tatsächlichen Eigentümer des Pavillons, einer norwegische Firma, sei nun der Abriss beschlossen worden, hieß es bei der Expo Grund.
Die Gesellschaft hofft, dass auch die ebenfalls seit Jahren schwelende juristische Auseinandersetzung um den Polnischen Pavillon in absehbarer Zeit ein Ende nimmt. Auch dieses Gebäude hatte die Vietnamesin zu ihrem Eigentum erklärt – ohne allerdings für das dazugehörige Grundstück zu zahlen. Wenn ein Richterspruch vorliegt, soll auch der leerstehende, völlig verwahrloste Polen-Pavillon abgerissen werden.
Bereits im Herbst 2009 hatte Expo Grund den Jemen-Pavillon abreißen lassen. Der Besitzer des als Veranstaltungszentrums genutzten Gebäudes hatte bis dato nur eine Anzahlungen auf den Kaufpreis für das Grundstück geleistet – und ein neuer Investor fand sich nicht.
Juliane Kaune
Quelle: Haz.de
Bob! May 27th, 2010, 04:47 PM Die Gesellschaft hofft, dass auch die ebenfalls seit Jahren schwelende juristische Auseinandersetzung um den Polnischen Pavillon in absehbarer Zeit ein Ende nimmt. Auch dieses Gebäude hatte die Vietnamesin zu ihrem Eigentum erklärt – ohne allerdings für das dazugehörige Grundstück zu zahlen. Wenn ein Richterspruch vorliegt, soll auch der leerstehende, völlig verwahrloste Polen-Pavillon abgerissen werden.
Quelle: Haz.de
Yes!
Planet m: Ein Artikel aus dem aktuellen Expo Park Newsletter (http://expo-park-hannover.eu/downloads/newsletter-anmeldung/):
http://www.abload.de/img/planetm16p5.png (http://www.abload.de/image.php?img=planetm16p5.png)
Quelle: Expo Park Newsletter, 26. Mai 2010 (http://expo-park-hannover.eu/wp-content/files/Newsletter_26._Mai_2010.pdf)
devilsadvocate May 27th, 2010, 05:44 PM oh, ich dachte immer, dass es ein Neubau wäre...
Wie sah das Gebäude denn früher aus?
Komplette Entkernung? So alt kann es doch gar nicht gewesen sein?!
Bob! May 27th, 2010, 06:36 PM oh, ich dachte immer, dass es ein Neubau wäre...
Ist bereits zur Weltausstellung als Pavillon der Bertelsmann AG erbaut worden.
Wie sah das Gebäude denn früher aus?
So:
http://www.triad.de/sites/default/files/imagecache/large/media/redaktion/images/_master/1_plantm_au%C3%9Fen_tag_master3.jpg
Quelle: Triad Berlin (http://www.triad.de/de/projekte/206/planet-m-medien-f%C3%BCr-menschen)
Weitere (http://www.google.de/images?hl=de&source=imghp&q=planet+m+hannover&gbv=2&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=).
Komplette Entkernung? So alt kann es doch gar nicht gewesen sein?!
Bauzeit: 1999-2000
Wahrscheinlich war auch nicht das Alter der Grund für die Entkernung sondern die für die FH ungünstige Aufteilung im Inneren (Deckenhöhen, Wände etc.).
matheking May 27th, 2010, 07:49 PM ...
Wie sah das Gebäude denn früher aus?
...
...
So:
http://www.triad.de/sites/default/files/imagecache/large/media/redaktion/images/_master/1_plantm_au%C3%9Fen_tag_master3.jpg
Quelle: Triad Berlin (http://www.triad.de/de/projekte/206/planet-m-medien-f%C3%BCr-menschen)
Weitere (http://www.google.de/images?hl=de&source=imghp&q=planet+m+hannover&gbv=2&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=).
...
Also besser!
Bob! May 27th, 2010, 07:57 PM Erst einmal das Ergebnis des Umbaus abwarten ;)
matheking May 27th, 2010, 08:05 PM Viel Glas steht ja jetzt schon fest. Die Wärme welche die ehemalige Holzfassade ausstrahlte wird wohl nicht wiederkommen!
Bob! May 31st, 2010, 03:36 PM Das auf den Abriss wartende Bürohaus 2 der DMAG am Eingang Nord:
http://www.abload.de/img/img_2585_shiftn055n.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_2585_shiftn055n.jpg)
http://www.abload.de/img/img_2560_shiftnlud2.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_2560_shiftnlud2.jpg)
CrayZD May 31st, 2010, 03:39 PM Wie gesagt: der Gedanke an den Abriss gefällt mir durchaus. In das neue, kantige Stahl-Glas-Design des Nordeingangs mit Hochhaus und Halle 2 will sich der alte Bau mal so gar nicht mehr einfügen.
Bob! May 31st, 2010, 03:49 PM Viel Glas steht ja jetzt schon fest. Die Wärme welche die ehemalige Holzfassade ausstrahlte wird wohl nicht wiederkommen!
Mehr Glas auf jeden Fall, wer will schon in einem Büro ohne Fenster sitzen. Auf die Fassade bin ich gespannt: auf dem Rendering (http://www.abload.de/img/img_0678_shiftneua6.jpg) kann ich kaum erkennen, was für ein Material Verwendung findet. Immerhin bleibt man beim Braun.
devilsadvocate May 31st, 2010, 06:24 PM Ich bedauere den Abriss wsehr, zumal es ein Neungeschosser ist und eine schöne vordere Rundung aufweist...
Echt ein Verlust!
Bob! May 31st, 2010, 10:51 PM http://www.abload.de/img/010610expowdjs.png (http://www.abload.de/image.php?img=010610expowdjs.png)
Quelle: HAZ, 01.06.10
Die anscheinend total an mir vorbeigegangene Entwicklung bei dem dänischen Pavillon ist ja mehr als negativ! :ohno: Das ist doch so ein eleganter Bau...
Bob! June 12th, 2010, 10:38 AM BEMERODE
Der Kronsberg wächst weiter
In Bemerode werden mehrere neue Baugebiete für Einfamilienhäuser erschlossen.
http://www.haz.de/var/storage/images/haz/hannover/aus-den-stadtteilen/sued/der-kronsberg-waechst-weiter/6862741-1-ger-DE/Der-Kronsberg-waechst-weiter_ArtikelQuerKlein.jpg
Noch stehen die Häuser des Baugebiets Kronshoop etwas verloren in der Landschaft - doch das wird sich mit den weiteren Neubauten rundherum bald ändern.
© Schmidt
Zehn Jahre nach dem Bau des Wohngebiets Kronsberg ist der Alltag längst eingezogen. Gut 7000 Familien aus 102 Ursprungsnationalitäten wohnen hier. An vier Stellen wird indes noch gebaut, nicht nur am Rand, sondern auch im Zentrum. Bezirksbürgermeister Manfred Benkler ist zufrieden, vor allem wegen des niedrigen Durchschnittsalters der Einwohner und der „segensreichen integrativen Arbeit des Kulturzentrums Krokus“. Nur das Herz des Kronsbergs, der Platz mit Namen Thie, schlage nicht richtig, weil er von der Bevölkerung nicht gut angenommen werde und Geschäfte leerstünden. Seiner Ansicht nach war es ein Fehler, die große Ladenkette statt am Thie westlich der Oheriedentrift anzusiedeln. „Was wäre am Thie für ein Betrieb, wenn da beispielsweise Rewe wäre“, sagt Benkler.
Während sich die Planer am Thie nach der Umgestaltung mehr Leben erhoffen, haben ganz in der Nähe die Erdarbeiten für die Erschließung von zwei neuen Baugebieten begonnen. Zwischen Ellernbuschfeld, Sticksfeld und Liethfeld hat die Hannoversche Immobilien Treuhand (HIT) eine Million Euro in den Grundstückskauf investiert, um für junge Familien mit kleinem Budget 22 Stadthäuser mit Dachterrasse in drei Reihen zu errichten. Zehn dieser Reihenhäuser sind bereits verkauft, es gibt wie überall auf dem Kronsberg den Kinder-Bauland-Bonus, aber auch günstige Darlehen von der KfW-Bank für eine Bauweise nach Niedrigenergiestandard.
Die gleichen Förderungsmöglichkeiten können auch Familien in Anspruch nehmen, die unweit davon am Ellernbuschfeld Ecke Brockfeld wohnen möchten. Dort baut die Firma Contura Bau 14 Reihenhäuser und drei Doppelhäuser, die voraussichtlich zum Jahresende fertig sein werden. Nach Auskunft von Geschäftsführer Karl-Heinz Oestmann sind bereits vier Häuser verkauft, die Contura Bau hat für das Grundstück 950?000 Euro investiert.
Im Süden des Kronsberg-Gebietes beginnt die Firma Gundlach voraussichtlich im Herbst in einem ersten Bauabschnitt mit der Errichtung von sechs Doppelhäusern und elf Reihenhäusern. Nach Aussage von Vertriebsleiter Christian Kaiser steht das Unternehmen allerdings noch in Kaufverhandlungen mit der Stadt. Für die Häuser auf unterschiedlich großen Grundstücken ist der Niedrigenergiestandard von 2009 vorgesehen.
Nördlich des Kronsberggebietes, im Baugebiet Kronshoop, verkauft das Einfamilienhaus-Büro der Stadt insgesamt 24 Grundstücke. Jeweils sechs Häuser sind um einen U-förmigen Hof angelegt – sechs Häuser für zwei Höfe sind bereits bewohnt, ein siebentes ist verkauft. Die Stadt verhandelt noch mit einem Unternehmen, das östlich davon 14 Reihenhäuser errichten möchte. Für Familien mit mindestens zwei Kindern gibt es finanzielle Förderungen der Landestreuhandstelle, wenn sie den Antrag vor dem Kauf stellen und ihr Jahreseinkommen eine bestimmte Höhe nicht überschreitet.
Das Wohngebiet Kronshoop kann nach Auskunft von Stadtplaner Matthias Fabich nach Belieben Richtung Norden ausgeweitet werden. Er sei zufrieden mit der Entwicklung des Kronsberg-Viertels, sagt er. Allerdings hoffe er, dass das „unbefriedigende Erscheinungsbild des Thie“ durch den Umbau verbessert werde. „Der Kronsberg funktioniert ganz gut“, sagt Fabich. Nur für das Brachland neben dem Kirchenzentrum gebe es immer noch kein konkretes Projekt, nachdem in den Anfangsjahren die Investoren für ein Seniorenheim wieder abgesprungen seien.
Karin Vera Schmidt
Quelle: HAZ.de, 11.06.10 (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/Der-Kronsberg-waechst-weiter)
Wann wird endlich damit aufgehört, dieses blöde Wohngebiet auf Kosten des Kronsberges und dessen Naherholungswert immer weiter auszudehnen? :ohno:
Bob! June 14th, 2010, 11:33 PM Nach der Modernisierung des Nordeingangs und der Bekanntgabe des Abrisses von Bürohaus 2 tut sich auch im Süden des Messegeländes was:
http://www.abload.de/img/nphalle10abrissd1ke.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=nphalle10abrissd1ke.jpg)
Quelle: NP, 15.06.10
Kommt für mich überraschend, dass die wirklich äußerst markante Halle 10 mitsamt des Südeingangs dran glauben muss.
http://www.abload.de/img/dm05_h10_8000669294k9.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=dm05_h10_8000669294k9.jpg)
Quelle: Deutsche Messe AG (http://www.messe.de/bilddatenbank)
CrayZD June 14th, 2010, 11:44 PM Für mich gar nicht. Wie im Artikel schon angedeutet, existiert das Ding seit Jahren nur noch zum Selbstzweck als zweifelhaftes 'Kunstwerk' (von Taxifahrern zur Expo gehässig 'Schwulenbunker' getauft). Ausstellungen können da definitiv nicht mehr stattfinden. Warum dann für sowas Betriebskosten zahlen?
Da ich mich mit dem Gebäude nie anfreunden konnte (egal ob im Vor- oder Nach-Expo-Design), begrüße ich auch diese Baumaßnahme ausdrücklich. Und da man momentan definitiv keine Hallenfläche braucht, ist der Neubau eines Eingangsgebäudes auch nur konsequent.
Für 12 Millionen muss das aber schon ein ordentliches Gerät werden. Wundert mich, ist doch der Südeingang im Prinzip der unwichtigste (nur von Parkplätzen aus zu erreichen, und das sind noch nichtmal viele). Wichtiger wäre da eigentlich ein repräsentativer Nordeingang gewesen. Aber die Chance hat man ja verpasst und vor einigen Jahren einen ziemlichen Zweckbau errichtet.
Als nächstes dürfte es mittelfristig wohl der Halle 1 an den Kragen gehen. Das dürfte dann aber ungleich teurer werden.
telemaxx June 15th, 2010, 01:47 PM In den zwölf Millionen sind aber vermutlich auch schon die Abrisskosten enthalten.
Wenn ich mich recht entsinne, hat der Neubau des Nord 1 Eingangs damals auch 12 Millonen Euro gekostet.
devilsadvocate June 15th, 2010, 04:01 PM Alsokommt da lediglich ein Eingang hin, kein weiteres Bürogebäude?
Bob! June 15th, 2010, 05:36 PM So habe ich das verstanden, ja. Schließlich beherbergt das Gebäude zurzeit nur (ungenutzte) Ausstellungsfläche und keine Büros - oder irre ich mich da?
Mir hat die Halle im Übrigen auch nie gefallen, ich kenne sie allerdings nur im heutigen Zustand. Wie hat sie vor dem Anstrich ausgesehen?
jp80 June 15th, 2010, 06:07 PM Naja, die Halle 10 war und ist irgendwie schon so was wie ein Wahrzeichen des Messegeländes. Am Südende des Geländes direkt am Messeschnellweg gelegen, ist sie ein sehr markanter Blickfänger - früher (in weiß) vor allem durch den Hermeskopf, heute durch das Expo-In-between-Kunstwerk, um welches es in meinen Augen durchaus schade ist. Aber langfristig war mit dem Abriß ja zu rechnen und was das Gebäude als solches angeht ist es nicht unbedingt ein größerer Verlust. Allerdings ist kaum zu erwarten, daß eine vergleichbare Landmarke dieses alte Wahrzeichen ersetzt, und das dann irgendwie schon bedauerlich....
gstolze June 15th, 2010, 06:50 PM Naja, die Halle 10 war und ist irgendwie schon so was wie ein Wahrzeichen des Messegeländes. Am Südende des Geländes direkt am Messeschnellweg gelegen, ist sie ein sehr markanter Blickfänger - früher (in weiß) vor allem durch den Hermeskopf, ....
Früher war die Halle 10 aber baby-hellblau...
Ich denke die Messe muss sich sowieso Gedanken machen, wie sie über kurz oder lang das Gelände verkleinert. Halle 1 wird bestimmt ganz verschwinden, die liegt ja auch ganz schön abseits. Vom Norden des Geländes ließe sich ja so einiges weiter nach Süden verschieben, wenn mann Hallenkapazität abbauen möchte.
CrayZD June 16th, 2010, 09:43 AM ...was aber aus funktionalen Gesichtspunkten totaler Schwachsinn wäre, da - wie schon erwähnt, der Süden am schlechtesten infrastrukturell erschlossen ist: keine Stadtbahn (nur die S-Bahn nahe der Südwestecke), kaum Parkplätze, der meiste Anwohnerärger bei verstärktem Zulieferverkehr... alles etwas suboptimal.
Das Problem ist, dass die spektakulären Neubauten auf nahezu alle Geländeecken verteilt sind. Eine Verkleinerung des Gesamtgeländes ist dadurch nur sehr schwer möglich. Fassen wir die Brennpunkte mal zusammen:
Halle 1: die wichtigste Baustelle. Falls es nicht einen unerwarteten neuen Mega-Boom bei der CeBIT gibt, wird diese Halle definitiv nicht mehr genutzt werden. An dieser Stelle ließe sich auch am ehesten effektive Geländeverkleinerung betreiben.
Der Halle ist heute schon ein Parkhaus vorgelagert. Ein Großparkdeck an dieser Stelle scheint also halbwegs sinnvoll. Im Gegenzug könnte man sicher einige der ausufernden Parkflächen auf der Ostseite des Geländes renaturieren.
Halle 3: Klein und alt, aber unschlagbare Lage an Nord- und Osteingang. Außerdem das wichtigste Konferenzcenter der Messe im Rücken (die Münchner Halle ;)). Ein neues kleines Tagungszentrum wäre hier nicht schlecht, zumal mit der Halle 1 auch einige Tagungsräume am Rand wegfallen würden.
Hallen 5-7: Alter Krempel. Eine offene Flanke zum Schnellweg sähe aber genauso bescheuert aus. Also de facto nur durch Hallenneubauten zu ersetzen. Das hat Zeit.
Hallen 14-17: unpraktische Form und hässlich wie die Nacht (bis auf den Mini-Neubau 14). Hier könnte man zugunsten eines großen Parks in der Geländemitte die Abrissbirne ansetzen. Oder man baut zwei neue, kleine Hallen aufgelockert in das Areal hinein.
Halle 18: nach Abriss der 10 die letzte mehrstöckige Halle auf dem Gelände. Weg damit! Mir schleierhaft, warum die jetzt nur halbiert wird. Lieber statt dessen einen schönen, großzügigen Eingangsbereich schaffen.
Hallen 19-23: Auch hier könnte man das Gelände ein Stück verkleinern. Statt zwei Reihen alter Hallen tut es auch eine einzelne neue Reihe. Das Problem ist ein Büroriegel, der den Hallen zur Außenseite des Geländes hin vorgeschoben ist. Außerdem werden die Hallen wegen ihrer praktischen Nähe zum Nordeingang sehr rege für Publikumsausstellungen wie die Infa benutzt.
Da wäre also noch einiges zu tun. Angesichts der Finanzlage der Messe weiß ich aber nicht, was wir davon noch erleben werden. Schon der Abriss der 1 wird wohl warten müssen, bis es nicht mehr anders geht (Einsturzgefahr o.ä.).
Die Halle 10 war früher babyblau? Ich kann mich da eher an ein blasses grau erinnern. Egal. Der Hermeskopf war auf jeden Fall in sattem königsblau wie auch die Hallenbeschilderung, und daher im Gegensatz zu heute ein deutlich sichtbares Markenzeichen. Trotzdem ist die Halle ein hässliches Viech.
Grundsätzlich hat jp80 aber recht. Eine sichtbare Landmarke wie im Norden den Mannesmannturm sollte es eigentlich auch dort geben, um auch an der Süd-Abfahrt weithin sichtbar Flagge zu zeigen. Wird aber wohl nicht kommen.
homann5 June 17th, 2010, 08:17 PM So sieht es mittlerweile bei Klingenberg aus:
http://img707.imageshack.us/img707/8398/img0069iq.jpg
Leider ist hinter einem Teil der Fenster das Lager, dadurch verliert die Ansicht meiner Meinung nach ganz schön.
PS: Mehr als ein Handy war zum Fotografieren leider nicht zur Hand.
lifestyle032 June 17th, 2010, 08:58 PM Mit dem Lager hinter dem Fenster gebe ich dir Recht. In so einem Fall ssind Fenster eigentlich wenig sinnvoll.
Etwas in der Art ist mir auch bei Görtz aufgefallen. Kaum stand der Bau mit seiner interessanten Glasfassade, da waren auch schon die Rückwände der Schuhregale von außen sichtbar. Kein wirklich schöner Anblick.
CrayZD June 18th, 2010, 09:13 AM Das zeigt auch mal wieder, wie wenig bei Handelsimmobilien zusammengearbeitet wird. Die Architektenschar schwärmt von Transparenz, und die Ladenbetreiber können damit überhaupt nichts anfangen.
Da meine Freundin im Textileinzelhandel arbeitet, weiß ich aus ziemlich sicherer Quelle dass das 'perfekte' Storekonzept der letzten 30 Jahre nach wie vor aktuell ist: je weniger der Kunde beim Einkaufen von der Außenwelt mitbekommt, desto stimulierender wirkt das auf den Konsum. Deswegen sieht die EAG auch so aus wie sie aussieht. Umsatz (und damit hohe Mieten) ist nunmal das was für den Investor zählt, da müssen städtebauliche Aspekte zurückstehen.
Bob! June 21st, 2010, 05:01 PM www.diepetition.com
Orbiter June 21st, 2010, 06:25 PM Wer macht das und warum? Keine weiteren Infos, kein Impressum...
Bob! June 21st, 2010, 07:32 PM ^ Ich habe leider keine Ahnung - und genau das hat mich bisher daran gehindert, die Petition abzuschicken. Eigentlich eine gute Sache, aber so wirkt das doch etwas unseriös.
Nicht Abreissen im Gesichtsbuch. (http://www.facebook.com/home.php?react=1277141859%3Aa95421e36e012c4cbd27f878d7d2e1ab#!/profile.php?id=100001198616827&ref=search)
brossa June 22nd, 2010, 12:11 PM Ich wohnte in Deutschland (Hannover) als die Expo 2000 war und habe tolle Erinnerungen. Schade das Gelände so heruntergekommend zu sehen.
Bob! June 22nd, 2010, 02:25 PM ^ :) Was ist Dir denn positiv an Hannover und der Weltausstellung in Erinnerung geblieben, was eher negativ?
Update, 21. Juni 2010
PLANET M:
http://www.abload.de/img/img_3721_shiftn-1bzmp.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_3721_shiftn-1bzmp.jpg)
Fassadenmuster? :)
http://www.abload.de/img/img_3725_shiftn-11yxm.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_3725_shiftn-11yxm.jpg)
FERRARI:
http://www.abload.de/img/img_3718_shiftn-1xx8x.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_3718_shiftn-1xx8x.jpg)
Entwarnung:
http://www.abload.de/img/ferraribxc9.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=ferraribxc9.jpg)
Quelle: Expo Park Newsletter 22. Juni 2010 (http://expo-park-hannover.eu/wp-content/files/Newsletter_22._Juni_2010.pdf)
Bob! August 2nd, 2010, 08:38 PM Planet m: Eröffnung am 30. November
By Text-Buero
Published: 27. Juli 2010
Posted in: Aktuelles
http://expo-park-hannover.eu/wp-content/themes/expopark/library/timthumb.php?src=http://expo-park-hannover.eu/wp-content/uploads/2010/07/Planet-web.jpg&w=630&h=250&zc=1
Die Zeitvorgabe steht: Am 30. November wird der Planet m als neuer Hochschulstandort der FHH mit Sitz des Präsidiums feierlich eröffnet. Der Umzug startet voraussichtlich im September – pünktlich zum Beginn des neuen Semesters. Die Umbauarbeiten am ehemaligen Bertelsmann Pavillon laufen derweil auf Hochtouren. Der Trockenbau ist abgeschlossen, neue Fensterfronten eingepasst und die Fassade weitestgehend neu verkleidet.
Geplant war, dass Christian Wulff bei der Eröffnung anwesend ist. Der Termin war lange vor der Ernennung des Ex-MP zum Bundespräsidenten mit der Staatskanzlei abgestimmt.
Quelle: EXPOPARK HANNOVER e.V. (http://expo-park-hannover.eu/2010/07/planet-m-eroffnung-am-30-november/)
Bob! August 3rd, 2010, 06:03 PM Holz :) ↓
http://www.abload.de/img/img_6754_shiftn-12cp7.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_6754_shiftn-12cp7.jpg)
http://www.abload.de/img/img_6753_shiftn-1xc8j.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_6753_shiftn-1xc8j.jpg)
http://www.abload.de/img/img_6757_shiftn-1sgyu.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_6757_shiftn-1sgyu.jpg)
http://www.abload.de/img/img_6764_shiftn-11f77.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_6764_shiftn-11f77.jpg)
Was mich nur stört sind die grauen Verkleidungen zwischen den Fenstern. Auf der Visualisierung waren die wenigstens noch schwarz.
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke Ost:
http://www.abload.de/img/img_6771_shiftn-1qf58.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_6771_shiftn-1qf58.jpg)
matheking August 3rd, 2010, 06:57 PM Vorher war beim Bertelsmannpavillion auch eine Holzverkleidung dran, oder? Ich habe da aber eher so einen Farbton wie Lärche im Gedächtnis. Stimmt das?
Bob! August 3rd, 2010, 07:38 PM Richtig, vor dem Umbau hatte der Anbau auch schon eine Holzfassade. Auf jeden Fall war es helleres Holz, Lärche könnte also stimmen.
http://www.eiffel.de/uploads/tx_templavoila/shb_planetm_1.jpg
Quelle: Eiffel Deutschland Stahltechnologie GmbH (http://www.eiffel.de/index.php?id=35)
Die leicht variierenden Farbtöne, unterschiedlichen Maserungen und die versetzte Anordnung der Holzelemente haben die Fassade schön aufgelockert.
CrayZD August 4th, 2010, 12:07 AM Stimmt. Das scheint die neue Verkleidung so nicht mehr bieten zu können. Da aber zwischenzeitlich mal von 'preiswerten Aluminiumprofilen' als Fassadenmaterial die Rede war, sehe ich das trotzdem als deutlichen Gewinn.
Schnitzelesser August 5th, 2010, 02:02 AM Was wird denn an der Fußgängerbrücke gemacht? Wird sie auf die Breite der Exponale gestutzt?
matheking August 5th, 2010, 09:08 AM Was wird denn an der Fußgängerbrücke gemacht? Wird sie auf die Breite der Exponale gestutzt?
Das wäre irgenwie sinnlos. Anders als die Exponale, die ja eigentlich schon direkt nach der Expo zurückgebaut werden sollte, ist doch bei dem Teil nichts aus Holz oder sonstwie provisorisch. Die werden ja wohl kaum den Beton wegkloppen.
Vielleicht läuft Wasser in die unter der Treppe liegenden Räume und die Abdichtung muss erneuert werden.
Bob! August 30th, 2010, 04:33 PM Neubau Messe Bürohaus 2
Baustellenbezeichnung: ARGE Bürohaus 2
Adresse: Messegelände, 30521 Hannover
Voraussichtl. Bauzeit: 06.2010 bis 02.2011
Leistungsumfang: Erw. Rohbau
Auftraggeber/Bauherr: Deutsche Messe AG, Hannover
Architekt/Planer: Architekten Rainer Müller, Hannover
Region: Hannover
25.08.2010
http://wallbrecht.de/content/dbstuff/objektbilder/big_04353350.jpg
Quelle: Wilhelm Wallbrecht GmbH & Co. KG (http://wallbrecht.de/)
http://wallbrecht.de/content/dbstuff/objektbilder/big_04352820.jpg
Quelle: Wilhelm Wallbrecht GmbH & Co. KG (http://wallbrecht.de/)
http://wallbrecht.de/content/dbstuff/objektbilder/big_04352940.jpg
Quelle: Wilhelm Wallbrecht GmbH & Co. KG (http://wallbrecht.de/)
CrayZD August 30th, 2010, 05:03 PM Sollte da nicht schon im Juni Grundsteinlegung sein? Dann wäre man allerdings nicht sonderlich vorangekommen. Hauptsache, es wird bis zum ESC 2011 fertig. :D
Deutlich öffentlichkeitswirksamer wird wohl der Abriss der 10 vonstatten gehen. Wann wird es damit eigentlich losgehen? Und weiß man schon, ob die Hallennummerierung angepasst wird? Oder gibt es dann einfach keine Halle 10 mehr?
Bob! October 2nd, 2010, 09:34 PM PLANET M:
http://www.abload.de/img/img_7281_shiftn-1h561.jpg
http://www.abload.de/img/img_7285_shiftn-15n4r.jpg
FERRARI:
http://www.abload.de/img/ferrarit68i.jpg
Quelle: Expo Park Newsletter 29. September 2010 (http://expo-park-hannover.eu/wp-content/files/Newsletter_29._September_2010.pdf)
http://www.abload.de/img/img_7301_shiftn-1vn2e.jpg
http://www.abload.de/img/img_7304_shiftn-1vnh1.jpg
telemaxx October 2nd, 2010, 09:48 PM Der Ferrari-Neubau gefällt mir gut!
matheking October 2nd, 2010, 10:36 PM ...hat was tempelartiges.
Wieso erinnert der mich an einen geplanten Landtag?
Bob! October 11th, 2010, 06:39 PM http://www.abload.de/img/niederlndischerpavillo1opt.jpg
Quelle: NP, 11.10.10
Bob! November 3rd, 2010, 05:51 PM http://www.abload.de/img/planetmbqcz.jpg
Quelle: Expo Park Newsletter 02. November 2010 (http://expo-park-hannover.eu/wp-content/files/Newsletter_2._November_2010.pdf)
Bob! November 6th, 2010, 07:02 PM PLANET M:
http://www.abload.de/img/img_7824_shiftn-1kz1w.jpg
http://www.abload.de/img/img_7828_shiftn-1nyqg.jpg
http://www.abload.de/img/img_7834_shiftn-1xbz7.jpg
Lefthandy November 6th, 2010, 09:35 PM ^^ Ganz schick geworden. Besonders bei dem Lichteinfall auf dem ersten Bild sieht es fast so mustergültig modern aus, wie andere Gebäude nur auf den vorab veröffentlichten Visualisierungen.
Bob! December 1st, 2010, 07:35 PM LUMANI Krüger wird am 11. Dezember 2010 eröffnen, der Planet m, obwohl er bereits fertig ist, erst am 03. März 2011.
matheking December 8th, 2010, 08:30 PM Aus der Haz.de
Ferrari ist im Expo-Park angekommen
Ferrari steht nicht zuletzt für Schnelligkeit. Und doch: Manchmal dauern auch dort die Dinge etwas länger. Der Bau von Lumani Krüger, Niedersachsens einzigem Ferrari-Händler, auf dem Gelände des ehemaligen Schweizer Pavillons im Expo-Park in Hannover und der damit verbundene Umzug aus Laatzen sollten eigentlich schon vor zwölf Monaten abgeschlossen sein.
Die Hannoveraner haben jetzt etwas Besonderes: „Wir sind der erste der 17 deutschen Händler, die das neue Ferrari-Design präsentieren“, sagte Lutz Krüger am Mittwoch bei der Eröffnung des Ferrari-Händlers im Expo-Park. Weil dieses Erscheinungsbild von den Italienern während der Bauphase überarbeitet wurde, ging eben mehr Zeit ins Land. „Grundsätzlich sollen in den Häusern die Autos wieder das Erscheinungsbild prägen und nicht das Drumherum“, sagt Krüger. Weiße Wände, zurückhaltendes Dekor, indirektes Licht und klare Linienführung sind charakteristisch für das Haus, dessen Bau sich Lumani Krüger 3,6 Millionen Euro hat kosten lassen.
Hannover: Ferrari-Händler eröffnet im Expo-Park
Das neue Autohaus, in dem neben den vier aktuellen Modellen Ferraris aller Generationen seit den siebziger Jahren ausgestellt sind, freut sich von Sonnabend an über Besucher, wird aber wohl nicht mit Massenansturm zu kämpfen haben. Höchstens 50 Fahrzeuge verkauft ein Ferrari-Händler im Jahr. Wer einen der Sportwagen erstehen will, muss je nach Kategorie in der Grundausstattung zwischen 170.000 Euro und 270.000 Euro ausgeben. Das tun nach wie vor in erster Linie Männer, der Frauenanteil unter den Ferraristi liegt bei unter 20 Prozent. Der Name Lumani übrigens klingt italienisch, hat aber deutsche Ursprünge: Er setzt sich aus den Vornamen der Gesellschafter Lutz, Marco und Nico Krüger zusammen.
[Bernd Haase]
Squig December 9th, 2010, 03:00 AM Die Fotos, die die Haz zu dem Rtrikel online gestellt hat, sind übrigens ganz cool (wenn auch sehr autolastig)
Bob! January 12th, 2011, 09:43 PM Ungewöhnlich viel los im EXPO Park:
http://www.abload.de/img/2011-01-12l5wm.jpg
Quelle: Expo Park Newsletter 12. Januar 2011 (http://expo-park-hannover.eu/wp-content/files/Newsletter_12._Januar_2011.pdf)
Ich bin gespannt :)
devilsadvocate January 13th, 2011, 12:15 AM DAs sind doch schon mal positive Nachrichten und lässt das Expo-Gelände vielleicht ein wenig mehr aufblühen. Aber zumindest die Holland-Ruine ist endlich weg und wird genutzt.
Bob! January 13th, 2011, 11:16 PM Wer hätte es gedacht:
http://www.abload.de/img/neuechancefrholland-pae5zo.jpg
Quelle: HAZ, 14.01.11
EDIT: Den etwas zurückhaltenderen Artikel der NP gibt's hier (http://www.abload.de/img/holland-pavillonsollstq6dy.jpg).
Bob! January 14th, 2011, 11:51 PM http://www.abload.de/img/vieleideenfrhollandspacol4.jpg
Quelle: HAZ, 15.01.11
Bob! January 27th, 2011, 11:05 PM Der Abriss der Messehalle 10 hat begonnen.
Wie die NP berichtet soll das Gebäude bis Mai komplett abgetragen sein, anschließend wird für 12 Millionen Euro der neue Südeingang gebaut. Seine Fertigstellung ist für Sommer 2012 geplant.
Der komplette Artikel mit Photo: Bagger nagen am rosafarbenen Messe-Bonbon (NP, 28.01.11) (http://www.abload.de/img/baggernagenamrosafarbe575r.jpg)
Bild der Webcam (http://www.mathai.de/snapshots/snapshot_cam4_h_3.jpg):
http://www.abload.de/img/snapshot_cam4_h_3lb7u.jpg
Bob! February 15th, 2011, 03:05 PM Neubau Deutsche Messe AG Bürohaus 2 (Stand 29.01.2011)
http://wallbrecht.de/content/dbstuff/objektbilder/big_04355636.jpg
http://wallbrecht.de/content/dbstuff/objektbilder/big_04355704.jpg
http://wallbrecht.de/content/dbstuff/objektbilder/big_04355835.jpg
Quelle: Wallbrecht (http://wallbrecht.de/content/objekt_public/album.php?id=435)
Orbiter February 23rd, 2011, 12:49 AM Holländischer Pavillon ist ein Fall für die Gerichte
Zankapfel holländischer Pavillon: Weil sich die Nachnutzung des einstigen Vorzeigeobjektes der Expo 2000 in die Länge zieht, hat eine niederländische Betreibergesellschaft den bisherigen Besitzer des Pavillons, einen hannoverschen Unternehmer, vor dem Landgericht Hannover verklagt – und Recht bekommen.
...weiter auf neuepresse.de (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Hollaendischer-Pavillon-ist-ein-Fall-fuer-die-Gerichte)
Orito41 March 19th, 2011, 07:09 PM http://i52.tinypic.com/2qtwuwo.jpg
Bild von heute Mittag.
matheking March 19th, 2011, 08:41 PM Da bin ich etwas orientierungslos. Aus welcher Perspektive ist das aufgenommen? Von der Kreuzung Kronsberger Straße/Auf- und Abfahrt Messenschnellweg?
Bob! March 19th, 2011, 09:40 PM Die einzige Seite, die man von einem öffentlichen Punkt so nah sehen konnte, war die mit dem Hermeskopf - muss also von der Kronsbergstraße (die Kronsberger Straße ist in Kirchrode ;)) aufgenommen worden sein.
matheking March 19th, 2011, 09:53 PM ... Kronsbergstraße (die Kronsberger Straße ist in Kirchrode ;))...
Habe tatsächlich nach meinem Post noch mal auffen Stadtplan geschaut und meinen Fehler bemerkt. Hatte aber keine Lust mehr ihn noch zu ändern, da mein Internet gerade etwas schlapp ist, da ich noch was geladen habe. ;)
Orito41 March 20th, 2011, 10:09 AM Stimmt genau, das Bild ist von der Abfahrt des Messeschnellwegs an der Ampel zur Einmündung auf die Kronsbergstr. aufgenommen.
@mathe: Hardcore vibes is echt super :)
Bob! April 2nd, 2011, 08:27 PM Boulevard der EU 15:
http://www.abload.de/img/img_8323_shiftngqeo.jpg
Halle 10:
http://www.abload.de/img/img_8324_shiftnmqwt.jpg
matheking April 2nd, 2011, 09:34 PM Boulevard der EU 15:
http://www.abload.de/img/img_8323_shiftngqeo.jpg
Wird das ein Garagenhof??
Bob! April 2nd, 2011, 10:20 PM ^ Da wird ein Datacenter gebaut (s. #101 (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=70512537&postcount=101)). Der Eingeschosser im Hintergrund müsste noch ein Teil des ursprünglich L-förmigen Flachbaus des ungarischen Pavillons sein in dem später diese Security-Firma drin war. Der wird anscheinend nicht abgerissen.
Siehe auch: http://www.bbk-bau.de/bbk_seiten/bbk_aktuell.html; http://www.rava-gmbh.de/projekte/bdEU.html
Bob! April 21st, 2011, 09:30 AM http://www.abload.de/img/messeeingangsd8yey.jpg
Quelle: Stadtanzeiger Süd, 21.04.11
Der Entwurf haut einen natürlich nicht um (hat was von einer Tankstelle neben der Halle 9), ist aber in Ordnung - was Pompöses braucht man dahinten nicht wirklich.
Bob! June 15th, 2011, 07:48 PM Hat jemand Zugriff auf das ePaper der NP und kann den heutigen Artikel über den neuen Eingang Süd einstellen?
In dem Artikel steht nicht viel Neues drin - die Messehalle 10 ist jetzt fertig abgerissen, das Fundament für das neue Gebäude soll Ende Juni gegossen werden - aber es gibt eine neue Visualisierung.
matheking June 22nd, 2011, 12:09 PM FH Hannover ist im Planet M gelandet
Der ehemalige "Planet M" des Bertelsmann-Konzerns bei der Expo 2000 ist jetzt der "Planet MID" der Fachhochschule Hannover. Dort wird künftig die Ausbildung der kreativen Köpfe der Fakultät Medien, Information und Design durchgeführt. Ministerpräsident David McAllister eröffnete das neue Domizil am Dienstag.
Hannover. Die Zeiten ändern sich. Als im Jahr 2000 die Welt zu Gast war im Expo-Pavillon Planet M, war David McAllister einfacher CDU-Landtagsabgeordneter. Heute ist er niedersächsischer Ministerpräsident – und in dieser Funktion war er gestern in dem ufoartigen Pavillon auf der Plaza zu Gast. McAllister gab den offiziellen Startschuss für die neuen Zeiten, die in dem ehemaligen Expo-Gebäude des Medienkonzerns Bertelsmann anbrechen werden. Die Fachhochschule Hannover (FHH) ist nun darin zu Hause. Und weil die Studenten und Dozenten, die dort lernen und lehren, alle aus der Fakultät für Medien, Information und Design kommen, heißt der Pavillon fortan folgerichtig Planet MID.
Natürlich erwähnte der Ministerpräsident, dass das Land eine stattliche Summe investiert hat, damit der Pavillon als Hochschulstandort genutzt werden kann. 9,3 Millionen Euro sind in Kauf und Umbau des von vielen als „Bertelsmann-Ei“ bezeichneten Baus geflossen. „Sie haben die einmalige Chance, das Profil Ihrer Hochschule als Medienhochschule zu schärfen und dem Gebäude seine Strahlkraft aus Expo-Zeiten zurückzugeben“, sagte McAllister vor rund 100 Eröffnungsgästen, darunter viele Professoren und FHH-Mitarbeiter.
So sieht es auch Rosemarie Kerkow-Weil. „Der Planet MID ist ein Symbol für neue, zukunftsgerichtete Wege, auf die wir alle uns freuen“, erklärte die vom Senat mit großer Mehrheit zur FHH-Präsidentin gewählte Professorin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Bis auf Weiteres muss sie jedoch den Zusatz „mdWdGb“ hinter ihrem Titel führen. Das Kürzel steht für „mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt“: Noch immer verhindert die Klage eines unterlegenen Bewerbers, dass Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (gestern auch unter den Gästen) Kerkow-Weil zur Hochschulchefin ernennen kann.
Zu diesem unerfreulichen Thema wollte sich die Betroffene bei der Feier nicht äußern. Sie kündigte an, dass die Zusammenarbeit mit den Nachbarn auf dem Expo-Gelände – zu denen etwa der Peppermint Pavillon von Mousse T. zählt – weiter verstärkt werde. Ziel sei es, mit Wirtschaftsunternehmen „regionale und überregionale Wissens- und Informationsnetze“ zu knüpfen. Stephan Weil, der als Redner zu Wort kam, wurde von Kerkow-Weil mit den Worten „Herr Oberbürgermeister“ begrüßt. Dass sie mit Hannovers Stadtoberhaupt verheiratet ist, war der mit professioneller Distanz gewählten Anrede nicht zu entnehmen.
Oft erwähnt wurde der Name des bisherigen FHH-Präsidenten Prof. Werner Andres. Schließlich ist es ihm zu verdanken, dass das Planeten-Projekt überhaupt in Angriff genommen wurde. 2005 hatte er die Idee und trat ein Jahr später ans Land heran. Auch in der von Studenten konzipierten Multimediaschau, die im aus Expo-Zeiten bekannten, nun runderneuerten Kinosaal gezeigt wurde, war Andres häufig zu sehen. Der Professor, der jüngst in den Ruhestand gegangen ist, sagte gestern, er begleite die Eröffnungsfeier mit „gemischten Gefühlen“. In der ersten Wahlrunde für den FHH-Chefposten hatte er sich für eine zweite Amtszeit beworben, trat aber von der Kandidatur zurück, weil er sich vom Senat zu wenig unterstützt fühlte.
Juliane Kaune
Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/FH-Hannover-ist-im-Planet-M-gelandet
matheking June 30th, 2011, 09:28 PM Hat jemand Zugriff auf das ePaper der NP und kann den heutigen Artikel über den neuen Eingang Süd einstellen?
In dem Artikel steht nicht viel Neues drin - die Messehalle 10 ist jetzt fertig abgerissen, das Fundament für das neue Gebäude soll Ende Juni gegossen werden - aber es gibt eine neue Visualisierung.
Da kann ich nicht mit dienen, aber ich habe am 26.05. noch mal ein Foto gemacht gehabt:
http://img194.imageshack.us/img194/1506/foto660.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/194/foto660.jpg/)
devilsadvocate July 1st, 2011, 02:17 PM Herzlichen Dank dafür :-)
Orbiter July 19th, 2011, 10:26 AM Expo-Mosaik in Hannover wird abgerissen
Hannover verabschiedet sich von einem weiteren Stück Expo-Erinnerung auf dem Messegelände: Nachdem die Deutsche Messe AG im Januar die ganz in Rosa gestrichene Halle am Südeingang abreißen ließ, tragen nun die Bagger Stück für Stück das riesige Bodenmosaik nördlich des Convention Centers ab – ebenso wie das rosa Gebäude eines der Wahrzeichen des Expo-Kunstprojektes „In Between“.
...mehr auf haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Expo-Mosaik-in-Hannover-wird-abgerissen)
matheking July 21st, 2011, 11:18 AM Am Eingang Süd hat der Hochbau begonnen. Währenddessen wird an der angrenzenden Halle 11 noch weiter abgerissen.
http://img11.imageshack.us/img11/9104/foto1020t.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/11/foto1020t.jpg/)
http://img20.imageshack.us/img20/7332/foto1021.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/20/foto1021.jpg/)
Skydreamer11 September 6th, 2011, 06:46 PM Hey Leute, ich bin vor einigen Tagen durch Bemerode gefahren und kam danach auch beim Expogelände an. Eigentlich muss ich sagen, finde ich es dort sehr schön, es ist nur alles ziemlich verwiesen...:ohno::ohno:
Ich bin der Meinung, dass man theoretisch viel mehr aus dieser Ecke machen kann, sie wiederzubeleben oder so...
Wisst ihr vielleicht, ob es dort schon einmal Projekte gab oder sogar aktuell gibt? (für eine neue Bebauung, Ansiedlung von Firmen, neue Wohnhäuser, Aufwertung, etc.) :)
web30167 September 8th, 2011, 02:55 PM Wisst ihr vielleicht, ob es dort schon einmal Projekte gab oder sogar aktuell gibt? (für eine neue Bebauung, Ansiedlung von Firmen, neue Wohnhäuser, Aufwertung, etc.) :)
Wollen Grundstück (http://www.expo-park-hannover.de/03_grundstuecke.html) kaufen? :wave:
Bob! September 17th, 2011, 03:23 PM Messegelände macht sich fit für erfolgreiche EMO
http://www.abload.de/img/nordplatz_0735_klein3uke.jpg
(PresseBox) Hannover, 16.09.2011, Rechtzeitig zum Start der EMO am kommenden Montag hat sich das Messegelände in Hannover ganz besonders rausgeputzt. Nach 3,5 Monaten Bauzeit sind die Arbeiten zur Neugestaltung des Nordplatzes abgeschlossen worden. Ebenso sind die Bauarbeiten an der Außenhaut des neuen Bürohauses 2 rechtzeitig beendet worden, so dass Aussteller und Besucher, die den Eingang Nord nutzen, einen neuen Eindruck vom Messegelände bekommen werden. Die Neugestaltung des Nordplatzes war auf Grund des Neubaus des Bürohauses 2 und der damit verbundenen Verkleinerung der Messehalle 18 notwendig geworden.
Auf dem insgesamt 5 000 Quadratmeter großen Platz wurden in den vergangenen Monaten 1 750 Tonnen Platten verlegt, zeitweise waren mehr als 25 Handwerker im Einsatz, um rechtzeitig zum Beginn der EMO fertig zu sein. Für die Pflasterung wurden graue Werksteinplatten ausgewählt, die zum Farbkonzept der Architektur auf dem Messegelände und insbesondere zur Fassade des neuen Bürohauses 2 passen. Zusätzlich wurde eine breite Überdachung geschaffen, damit die Besucher auf dem Messegelände wetterunabhängig zu den Messehallen gelangen können.
Mit der Neugestaltung des Nordplatzes steigt gleichzeitig die Flexibilität des Geländes. Dank seiner Weitläufigkeit und seiner hochwertigen Anmutung ist er auch hervorragend für kleine Sonderveranstaltungen im Freien nutzbar.
Mit 2.037 Ausstellern aus 41 Ländern beginnt am kommenden Montag die EMO, die Weltleitmesse der Metallbearbeitung.
Quelle: pressebox.de (http://www.pressebox.de/pressemeldungen/deutsche-messe-ag-hannover/boxid/448037)
http://www.abload.de/img/buerohausiiyuyg.jpg
http://www.abload.de/img/buerohausii_fertiguu98.jpg
Quelle (2 Bilder): http://www.rma-architekten.de/BuerohausII.php
Ich fühle mich leicht verarscht ...
Lefthandy September 17th, 2011, 03:31 PM Warum stapelt man nicht einfach gleich Container wie beim provisorischen siloah-Bau? Und Visualisierungen lässt man sich vorher von Filmkulissenmalern machen, damit man den Auftrag auch kriegt.
Das Baugeschäft kommt mir langsam genauso verlodert vor wie die Politik oder zB die Handyanbieterbranche. Man kauft anscheinend ständig die Katze im sack.
Bob! September 17th, 2011, 04:04 PM Warum stapelt man nicht einfach gleich Container wie beim provisorischen siloah-Bau? Und Visualisierungen lässt man sich vorher von Filmkulissenmalern machen, damit man den Auftrag auch kriegt.
Das hört sich so an, als würdest du die Architekten dafür kritisieren, dass es zu diesem Ergebnis gekommen ist!?
Die DMAG gehört eher gerügt, denn denen wird die Umsetzung des ursprünglichen Entwurfes wahrscheinlich zu teuer gewesen sein, woraufhin sie die Architekten beauftragt haben, ihren Entwurf zu überarbeiten.
Lefthandy September 17th, 2011, 04:43 PM ^^ Nein, ich hab ja im drauf folgenden Satz "Baugewerbe" geschrieben, also unbestimmt die Branche gemeint. Mir ist klar, dass Architekten lieber ihre ursprünglichen Entwürfe bauen würden, als die zusammengestrichenen Billigvarianten. Weil am Ende eh ein entstellter Torso gebaut wird, könnte man ja eben auch gleich völlig realitätsentbundene Filmkulissenmaler die Visualisierungen erstellen lassen.
Ich weiß nicht inwiefern der schwarze Peter zwischen Bauträger (DMAG), Architektenbüro und Baufirma hin und her geschoben werden kann. Meiner Kritik liegt die Annahme zugrunde, dass der Bauträger ein budget vorgibt, daraufhin fehlkalkulierte Luftschlösser als Entwürfe eingereicht werden, die am Endprodukt dann bis zur Unkenntlichkeit eingedampft werden müssen. Genauso kann aber auch das Budget nachträglich gekürzt werden.
telemaxx September 17th, 2011, 05:33 PM Die Architekten trifft schon eine gewisse Mitschuld, wenn bei bekannter Budgetvorgabe Gebäude oder Objekte entworfen werden, die zu dem Preis nicht zu haben sind.
Das jetzige Ergebnis ist unter aller Sau, ich würde mich als DMAG in Grund und Boden schämen.
Hanno01 September 17th, 2011, 05:41 PM Dieses Schundergebnis erinnert mich an die Katastrophe mit dem Raschplatz Nr.5. Damals fielen entwurf und Ergebnis auch um Meilen auseinander. hier hat man sich ja noch nicht mal die Mühe gemacht den Block farblich ans Nachbargebäude anzugleichen. Vermutlich war die farbe Mausgrau am Ende billiger...
Erbärmlich. Aber in Hannover haben graue Schuhkartons leider absolut Konjunktur. Anders kann ich mir diese schäbigen Ergebnisse nicht mehr erklären.
Apropos graue Kiste, gibt es ein neues Rendering vom Museum am Maschsee? Da erwartet uns nämlich der nächste Tiefschlag...
Bob! September 17th, 2011, 05:43 PM Zu dem Thema gab's in der HAZ in Zusammenhang mit den Kürzungen beim Sprengel-Museum ein interessantes Interview mit Herrn Braum von der Bundesstiftung Baukultur: HAZ, 01.09.11 (http://www.abload.de/img/interviewbraumbdjy.jpg)
telemaxx September 17th, 2011, 07:05 PM ^Trifft es auf den Punkt.
weidetor September 18th, 2011, 05:08 PM das ist ja nicht zu fassen......
R_o_b_e_r_t September 19th, 2011, 09:47 AM http://www.abload.de/img/buerohausii_fertiguu98.jpg
Quelle (2 Bilder): http://www.rma-architekten.de/BuerohausII.php
Ich fühle mich leicht verarscht ...
Hhm, es es halt nur ein Bürohaus auf dem Messegelände. Und dafür erfüllt es doch seinen Zweck. Oder etwa nicht. Ist die Fassade für die Zweckerflüllung so ausschlaggebend? Und wenn man sich den Platz vielleicht mal vor anschaut ist das Ergebnis vielleicht doch ganz akzeptabel. Mann sollte sich nicht immer von Bilder täuschen lassen. Das ist wir im richtigen Leben....
Lefthandy September 19th, 2011, 10:38 AM Hhm, es es halt nur ein Bürohaus auf dem Messegelände. Und dafür erfüllt es doch seinen Zweck. Oder etwa nicht.
Ich sag ja: Demnächst einfach Container stapeln.
CrayZD September 19th, 2011, 12:15 PM Umpf! Seit dem Rosenquartier-Parkhaus nicht mehr so dummdreiste Bürgertäuschung gesehen. Leider besteht anders als in besagtem Fall wohl keine Chance mehr auf nachträgliche Korrektur.
Warum veröffentlicht man überhaupt noch Visualisierungen, wenn die Umsetzung rein gar nichts mehr damit zu tun hat? Es geht hier um den Eingangsbereich der Messe, da kann man doch nicht so einen billig zusammengezimmerten Schund hinstellen. Oder man hätte gleich den Altbau stehenlassen können.
AlfredJKwak September 19th, 2011, 05:25 PM Warum verleiht man für sowas keine Preise (in Anlehnung an die goldene Himbeere für Filme)? Sowas kam mir schon öfters in den Kopf.
Sanshiro September 19th, 2011, 10:17 PM Warum verleiht man für sowas keine Preise (in Anlehnung an die goldene Himbeere für Filme)? Sowas kam mir schon öfters in den Kopf.
Das kann man doch hier organisieren.
h-gambler September 23rd, 2011, 07:29 PM Hannover möglicher Standort für Logistikzentrum
http://www.bild.de/regional/hannover/hannover-regional/hannover-moeglicher-standort-fuer-logistikzentrum-20113486.bild.html
Wird mit Sicherheit kein architektonisches Highlight, aber 1000 Arbeitsplätze ist mal eine Hausmarke!
R_o_b_e_r_t September 24th, 2011, 11:25 AM Hannover möglicher Standort für Logistikzentrum
http://www.bild.de/regional/hannover/hannover-regional/hannover-moeglicher-standort-fuer-logistikzentrum-20113486.bild.html
Wird mit Sicherheit kein architektonisches Highlight, aber 1000 Arbeitsplätze ist mal eine Hausmarke!
Guckste auch hier: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-will-Versandhandelsfirma-am-Messegelaende-ansiedeln
Die Rede ist hier sogar von bis zu 2500 Arbeitsplätze hier nach Saison. Auch wenn es sich auch nicht um hochgezahlte Arbeitsplätze handelt, es es doch schon eine ganz schöne Hausnummer. Die Frage ist nur um welches Unternehmen es hier handelt. Ich tippe ja fast schon auf Amazon. Die suchen ja schon seid längerem nachen neuen Standorten.
Kasimir September 24th, 2011, 12:44 PM Guckste auch hier: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-will-Versandhandelsfirma-am-Messegelaende-ansiedeln
Die Rede ist hier sogar von bis zu 2500 Arbeitsplätze hier nach Saison. Auch wenn es sich auch nicht um hochgezahlte Arbeitsplätze handelt, es es doch schon eine ganz schöne Hausnummer. Die Frage ist nur um welches Unternehmen es hier handelt. Ich tippe ja fast schon auf Amazon. Die suchen ja schon seid längerem nachen neuen Standorten.
Für Amazon sprechen auf jeden Fall die Zahlen aus dem Artikel über das Logistikzentrum bei Augsburg, den ich unten verlinkt habe. Auch da ist die Rede von 1000 festen und 2000 saisonalen Arbeitsplätzen. Die Fläche von 110000 Quadratmetern gleicht auch dem möglicherweise in Hannover geplanten Zentrum.
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Auf-dem-Lechfeld-entstehen-1000-neue-Arbeitsplaetze-id14423421.html
Bob! September 30th, 2011, 11:36 PM Es handelt sich tatsächlich um Amazon:
http://www.abload.de/img/img38gg.jpeg
Quelle: HAZ, 01.10.11
gruenebahn September 30th, 2011, 11:49 PM Gegen alles... *kopfschüttel
Komischerweise sind das immer durchweg irgendwelche reiche Pinkel Siedlergemeinschaften, klein Häusle-Schlossbauerles oder alteingesessene Goldlöffel.im Hinter Träger die gegen absolut alles sind.
Wo liegt das Problem? Ist doch ein Park dazwischen!
Lefthandy October 1st, 2011, 12:13 AM Das ist wirklich schon eine Parodie. Das Bild von den vier vergeimenschafteteten Siedlern sollte ins Lexikon kommen. Der Wutbürger-Artikel müsste dann schließen mit: "Siehe dazu auch: Don Quijote".
telemaxx October 1st, 2011, 12:27 AM Wir wollen nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip gegen die Ansiedlung sein, nur weil sie vor unserer Tür erfolgen soll.
Sagt Frank Podschadly - und widerspricht sich selber im nächsten Satz:
Aber wir werden nicht akzeptieren, dass diese Halle so nah an der Wohnbebauung entsteht.
Statt "der Wohnbebauung" hätte er auch "meinem Haus" sagen können.
CrayZD October 1st, 2011, 12:58 PM Meine Fresse, habe ich schon wieder einen Hals. :rant:
@gruenebahn... Park ist gut. Der 'Park' wächst sich an dieser Stelle dank der ehemaligen Bemeroder Deponie zu einem übermannshohen Erdwall aus. Auch zum MSW ist das Wohngebiet durch einen Lärmschutzwall abgeschirmt, zur Laatzener Straße durch einen mit Bäumen sehr hoch und dicht bewachsenen Grünstreifen. Eine mit 'restriktiv' noch beschönigend umschriebene Verkehrsführung unterbindet jeglichen Durchgangsverkehr.
Solch ein Inseldasein fördert natürlich auch eine gewisse Mentalität. Einmal, als sich auf der Wülfeler Straße ein beachtlicher Stau gebildet hatte, wurde es mir zu bunt und ich nutzte widerrechtlich (ausnahmlos Anliegerstraßen) das besagte Wohngebiet um nach Hause zu kommen. Von den autowaschenden Anwohnern im Vorgarten bin ich angeschaut worden wie ein Alien; vermutlich kannten die Farbe, Fabrikat und Kennzeichen aller Nachbarfahrzeuge auswendig. Ich hatte eine (vermutlich begründete) Scheißangst, dass die sich mein Kennzeichen merken um mich im besten Falle am nächsten Tag kollektiv beim Ordnungsamt anzuschwärzen - im schlimmsten mein Auto im ganzen Stadtgebiet zu suchen oder Kontakte bei der Zulassungsbehörde spielen zu lassen, um mich mit Parkkrallen etc. zu traktieren. Dieses Erlebnis erfüllte mich mit soviel Grusel, dass ich da nie wieder langgegangen, geschweige denn -gefahren bin.
Dazu passt auch das Bild der Vorsprecher der 'Siedlergemeinschaft': Rentner mit grimmigen Blicken. Würden sich Wülferoder Familien mit der begründeten Befürchtung aufregen, dass die Lkw bei Messe mitten durch deren beschauliches Dörfchen donnern, dann könnte ich das halbwegs verstehen. Aber nicht die da! Sollten die eine millionenschwere Gewerbeansiedlung in Hannover verhindern, dann werde ich mich aufgrund der örtlichen Nähe jeden Tag zusammenreißen müssen, um nicht meinen täglichen Stuhlgang in deren Vorgärten zu verrichten.
Sanshiro October 1st, 2011, 02:30 PM Jämmerlich. Wie schon CrayZD schreibt, ist das gesamte Wohngebiet abgeschottet. Von der Emmy-Noether-Allee oder der Laatzener Straße ist die Siedlung noch nicht einmal zu erahnen. Ich denke auch, dass sie mit ihren Protesten wenig Chancen haben werden. Jeder Außenstehende wird die nicht ernst nehmen.
Sanshiro October 1st, 2011, 02:38 PM Die Seelhorster Siedlung ist natürlich auch nicht in Google Street View zu sehen. Wahrscheinlich haben sie den Google-Wagen mit brennenden Heuballen und Mistgabeln vertrieben.
CrayZD October 1st, 2011, 03:37 PM ^^ Höchstwahrscheinlich. :lol:
Vielleicht war's aber auch nur die abgemilderte Form davon: die 'Siedlergemeinschaft' hat mal eben stellvertretend für alle Grundstückseigentümer Widerspruch angemeldet. Wahrscheinlich ist der Zwangsbeitritt zu dieser Sekte für alle dortigen Grundstücke als Baulast im Grundbuch eingetragen. Einfach schauderhaft.
Sogar die Laatzener Straße ist nicht in StreetView. Es könnte ja ein Stück Mauerwerk durch die dichte Vegetation zu erkennen sein. :ohno:
Dann habe ich ja schon ein neues Hobby, falls die Ansiedlung an denen scheitert: Spaziergang im Morgengrauen und dann ganz viele Fotos bei Panoramio einstellen. ;)
devilsadvocate October 3rd, 2011, 12:21 AM Der hannoversche Wutbürger...
Wunderbar! Man kann nur hoffen, dass sich Amazon davon nicht beeindrucken lässt.
weidetor October 3rd, 2011, 01:02 PM Der hannoversche Wutbürger...
Wunderbar! Man kann nur hoffen, dass sich Amazon davon nicht beeindrucken lässt.
hoffen wirs. hannover kann jeden arbeitsplatz gut gebrauchen....
hniemeyer October 4th, 2011, 08:14 PM Hier werden in den vorangegangenen Threads nur Polemik betrieben, die dem tatsächlichen Sachstand nicht gerecht werden. Die Erschließung der geplanten Fläche ist komplexer als es die vorherigen Postings und die Kommunikation der Behörden hier vermuten lassen. Eine Analyse der Auswirkungen mit Einbezug der betroffenen Bürger ist dringend notwendig.
Fakt ist, dass Hannover ein hochwertiger Logistikstandort mit großen standortbezogenen Vorteilen hinsichtlich der Verkehrsanbindung ist. Die Stadt hat hierzu auch viele Strategie-Gutachten (u.a. Hannover als Logistikstandort bis 2020) anfertigen lassen. Aber die nun geplante Ansiedlung eines der größten Logistikzentrums in Norddeutschland ist von vorne bis hinten überhaupt nicht durchdacht. Das süße Gift Gewerbesteuer scheint hier jede Rationalität im Keim zu ersticken. Die Region Hannover wäre für Amazon druchaus der idelae Standort. Aber aus folgenden Gründen nicht am Kronsberg.
Unter anderen genügt die Verkehrsinfrastruktur des Messeschnellwegs bereits jetzt nicht den gewöhnlichen Erfordernissen. Allmorgendlicher Stau bei der An- und Abfahrt "Messe" und "Bemerode" zeugen von einer Vehrkehrsüberlastung. Die avisierten 700 LKW´s bzw. deren An- und Abfahrt sind eine massive Unterschätzung. Ähnliche Logistikzentren gleicher Größenordung haben erheblich größere Mengengerüste aufzuweisen. Desweiteren ist an ca. 60 Tagen im Jahr Messe. Für die LKW-Verkehrsanbindung heisst da nichts gutes. Amazon hat keine Vorstellung darüber was dass für Ihre LKWs bedeutet. Warum werden alternative Verkehrsträger wie Güterzuganbindung nicht berücksichtigt? Die Anbindung des Messeschnellwegs an Sarstedt musste aufgrund des hohen LKW-Aufkommens gerade saniert werden. Die Stadt Sarstedt beheimatet einige Gewerbesteuerflüchtlinge wie das Logistikzentrum von EDEKA und GEA.
Desweiteren stellt die Versiegelung der Fläche und die direkte Nachbarschaft zu den beiden Deponien Bemerode 1 und 2 ein massives ungelöstes Problem dar. Die Fläche mit Messeparkplätzen und zum Teil bereits rückgebauter Parkplätze ist bisher unversiegelt. Hier muss über Gutachten ein Nachweis der Unbedenklichkeit erbracht werden. Ggf. sind hier hohe Schadenersatzforderungen nicht auszuschließen. Auch ist die geringe Deponiehöhe völlig ungeeignet als Läm- und Lichtsschutz zur dahinterliegenden Wohnbebauung.
Das vorgeschobene Arbeitsplatz-Argument ist ebenfalls nicht valide für die Standortauswahl. Die Region Hannover hat einige Alternativen, die logistisch bessere Voraussetzungen zu bieten haben. Hier geht es primär um die Gewerbesteuer die die Stadt Hannover für sich vereinnahmen möchte. Dafür nimmt sie Nachteile von angrenzenden Unternehmen (u.a. Finanz Informatik, IBM, Messe, div. Unternehmen auf dem dem Expo-Gelände) billigend in Kauf. Auch die Anwohner werden sich Tag und Nacht 7x24h mit Licht-, Schall- und Schadstoff-Emissionen konfrontiert sehen müssen. Desweiteren verbaut sich die Stadt eine lukrative Fläche. Der Flächenverbrauch und die negativen Verkehsauswirkungen in Relation zu den Arbeitsplätzen ist sehr ineffizient. Es findet dort nur ein Umschlag von Waren und keine kohärente Wertschöpfung statt. Die Arbeitsplätze sind größtenteil als gering qualifiziert und prekär anzusehen. Der Wohlstandstransfer wird deshalb von der Stadt überschätzt. Größtenteils werden die wenig attraktiven Arbeitsverhältnisse niedrig entlohnt und sich nur knapp oberhalb Hartz-IV bewegen. Es läßt sich trefflich darüber spekulieren, ob die Ansiedlung zur Linderung an dem aktuellen Status der Lärm-, Armuts- und Hartz-IV-Hauptstadt Hannover beitragen wird.
Die betroffene Fläche mit einem Äquivalent von 15 Fußballfeldern hat einen großen gesetzten Baum- und Busch-Bestand. Die Planung abstrahiert diesen und weitere naturbezogene Umstände vollständig. Desweiteren ist auch eine beachtliche Fläche für die 600 bis 800 vorzuhaltenen Mitarbeiterparkplätze völlig unberücksichtigt.
Die (stadteigene) Messe hofft hier völlig illusorisch auf den Effekt der Vermietung von Hallen-Kapazitäten in den messearmen Zeiten vor Weihnachten und akzeptiert deshalb auch leichtfertig den Rückbau des Helikopter-Flugplatzes, der nicht nur während der Messen intensiv genutzt wird. Die Messe sollte sich eher dem Gedanken widmen, wie sehr die gegebene Verkehrsinfrastruktur dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen dann noch standhält. Für einen Messestandort ist dies ein kritischer Erfolgsfaktor. Auch wird Amazon sich nicht mit Maßnahme "A" (wie Anfahrt) und Maßnahe "R" (wie Rückfahrt) auf dem Messeschnellweg anfreunden können. Die Messebelegung über das Jahr dürfte zu Beeinträchtigung an mindestens 50 Tagen führen.
Das 300 Meter lange angrenzende Gebäude der Finanz-Informatik benötigt von der Klimatechnik eine niedrigere Bebauung zur Südseite. Deshalb wurde seinerzeit auch der Park als (Mindest)Distanzhalter mit Bewirtschaftung durch das Rechenzentrum der Sparkassen eingerichtet. Allerdings unter der Prämisse einer lockeren eingeschossigen Bauweise Nun soll der Bebauungsplan für die angrenzende Fläche von eingeschossiger Bebauung auf eine geschlossene 14 Meter hohe Bebauung geändert werden. Dies schließt eine Beeinträchtigung der Belüftungstechnik des architektonisch außergewöhnlichen Glasgebäudes ein.
Die Planung ist - bisher legal unter Ausschluss der Öffentlichkeit - schon sehr weit fortgeschritten. Dies unter der vollständigen Missachtung der Interessen der betroffenen Bürger. Bereits vor Kurzem stellte die Stadt Hannover ihre Schwächen in der Planungs- und Wirtschaftspolitik mit der Ansiedlung von Böhringer und der damit verbundenen Risiko-Forschung mitten im Wohngebiet bei Kirchrode zur Schau. Nun steht der nächste Präzedenzfall für eine fragwürdige Wirtschafts- und Unternehmensansiedlungspolitik der Landeshauptstadt an.
Die Kommunikation der Stadt Hannover läßt weiterhin schwer zu wünschen übrig. Die Intention zur Vermeidung von Stimmeneinbußen bei der Kommunalwahl ist bei der erhofften Unternehmensansiedlung mehr als offensichtlich. Den Denkzettel bei den nächsten Wahlen sollte sie vorsorglich schon mal einkalkulieren. Direkt und indirekt sind ca. 7.000 wahlberechtigte Mitbürger betroffen. Dazu zählen auch die Mitarbeiter von IBM, der Finanz-Informatik und die Bewohner des Kronsberg sowie Bemeroder Obstgarten. Eine bisherige einhellige Befürwortung der Kommunlapolitik über alle Parteigrenzen hinweg, fängt laut der Lokalpresse bereits an erste Risse zu bekommen. Der anfänglichen Freude über die Möglichkeit der Schaffung von Arbeitsplätzen und Gewerbeeinnahmen mischt sich zunehmend Skepsis hinsichtlich der zu erwartenden Kollateralschäden.
Es ist davon auszugehen, dass Amazon sich der Probleme des messenahen Standorts bei Bemerode bewusst werden wird. Die Vorteile der nahen A2 für den Ost/Westverkehrsanbindung relativieren sich durch die schwerwiegenden Nachteile hinsichtlich der zeitlichen Dringlichkeit und den noch offenen rechtlichen Prüfungen. Bei einer differenzierten Beurteilung dürfte Amazon von sich aus und freiwillig für einen anderen Standort entscheiden. Zumal die Anlieger gegen die geplante proaktive Änderung des Bebauungsplans geeignete Widersprüche vorbereiten und entsprechende Gutachten einsetzen werden. Diese rechtlich abgesicherten Instanzen kosten Zeit und dürften den Zeitplan mit Baustart Q1/2012 unmöglich machen. Auch die angekündigte Bürgerinitiative fängt erst an sich zu organisieren. Wenn Amazon es eilig haben sollte, kommt die Standortoption östlich Hannover-Messe bei sachlogischer Betrachtung kaum in Betracht.
FAZIT: Das Traurige ist, dass zu befürchten ist das Hannover dann bei dieser Ausschreibung völlig leer ausgehen wird. Dabei gibt es in der Region Hannover durchaus nachhaltige und alternative Standorte, die ebenfalls logistisch hochattraktiv sind. Hier wird leider fantasielos einseitig dem Aspekt der Gewerbesteuer die Präferenz erwiesen. Ein etwaiges übergeordnetes Ziel und deren Verfolgung ist seitens der Stadt Hannover nicht erkennbar. Dies trotz nachweislich hoher Erfahrung in der Ansiedlung von Logistikunternehmen.
hniemeyer October 4th, 2011, 08:53 PM Hier sind die morgigen Verwaltungsdrucksachen erst seit heute online einsehbar. Die verzögerte Publizität der Stadt Hannover hat hier Methode. Üblich sind weite (Re von Nah) Vorlauffristen wie an den anderen Terminen ersichtlich.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf
bzw. u.a. direkt hier
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf
_________________
Quelle: https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/C92C4E47D8EEA0B6C125790900556718/$FILE/Druckversion.pdf
Zu den Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode
In den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel
In den Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen
In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
In den Verwaltungsausschuss
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
1886/2011
5
BITTE AUFBEWAHREN - wird nicht noch einmal versandt
222. Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan Hannover
Bereich: Mittelfeld, Bemerode / „östlich Weltausstellungsallee“
Einleitungsbeschluss, Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit
Bebauungsplan Nr. 1764, östlich Weltausstellungsallee
Aufstellungsbeschluss, Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit
Antrag,
1. die Einleitung des 222. Änderungsverfahrens zum Flächennutzungsplan Hannover
und die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 1764 im Parallelverfahren gemäß § 8
Abs. 3 BauGB zu beschließen,
2. den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung
- Darstellung einer Sonderbaufläche Logistik / Festsetzung eines
Sondergebietes Logistik -
für die 222. Änderung des Flächennutzungsplanes Hannover und den
Bebauungsplan Nr. 1764 entsprechend der Anlagen 3, 4 und 5 zuzustimmen,
3. die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit durch Auslegung in
der Bauverwaltung auf die Dauer eines Monats zu beschließen.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Gender-Aspekte wurden geprüft. Unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer
sind nicht erkennbar.
Kostentabelle
Finanzielle Auswirkungen der Planung werden im weiteren Verfahren des Bebauungsplanes
ermittelt. Auf der Planungsgrundlage des Flächennutzungsplanes entstehen der Stadt keine
Kosten.
Begründung des Antrages
Das zu beplanende Gebiet liegt östlich des Messegeländes und des Messeschnellweges.
Es wird zurzeit überwiegend als Messeparkplatz genutzt und hat eine Größe von ca. 30 ha.
Ein renommiertes Unternehmen im Versandhandelsbereich sucht einen Standort für ein
neues Logistikzentrum in Norddeutschland. In einer Halle mit einer Lagerfläche von
ca. 110.000 m² sollen mindestens 1.000 Dauerarbeitsplätze entstehen. In Saisonzeiten
(z. B. für das Weihnachtsgeschäft) werden darüber hinaus mindestens 1.000 bis 1.500
weitere Arbeitskräfte benötigt. Das Gebiet am Messegelände eignet sich aus Sicht des
Unternehmens aufgrund der hervorragenden Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz
(direkte Anbindung der Weltausstellungsallee an den Messeschnellweg und damit auch an
die Bundesautobahnen 2 und 7) sowie der sehr guten Anbindung an den ÖPNV
(Stadtbahnlinie 6) besonders gut für diesen Zweck, da sowohl die An- und Auslieferung der
Waren wie auch die An- und Abfahrt der Beschäftigten optimal erfolgen kann. Der Standort
ist deshalb in der engsten Wahl neben 2 bis 3 anderen norddeutschen Standorten. Die
Stadt Hannover teilt die Einschätzung der genannten Standortvorteile. Es ist deshalb das
Ziel der Stadt, diese Ansiedlung und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen zu
fördern.
Der Flächennutzungsplan stellt für das Gebiet im westlichen Teil Sonderbaufläche Messe
und im östlichen Teil gemischte Baufläche dar. Der gültige Bebauungsplan Nr. 1557 setzt
Sondergebiet Messeparkplätze, Kerngebiet, Mischgebiet und einen öffentlichen Spielplatz,
der Bebauungsplan Nr. 1160 Gewerbegebiet fest. Ein Logistikzentrum ist danach
planungsrechtlich nicht zulässig. Die Änderung des Flächennutzungsplanes und die
Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die Ansiedlung planungsrechtlich ermöglichen.
Der Bebauungsplan Nr. 1764 liegt im Gebiet von zwei Stadtbezirken. Damit handelt es sich
um einen Bebauungsplan mit einer über einen Stadtbezirk hinausgehenden Bedeutung. Der
Verwaltungsausschuss ist aus diesem Grund auch für den Beschluss zur frühzeitigen
Beteiligung der Öffentlichkeit (Antragspunkte 2 und 3) für den Bebauungsplan zuständig.
Die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes sollen
im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 BauGB aufgestellt werden. Damit soll ein straffer
Verfahrensablauf erreicht werden.
Das Verfahren soll nicht weitergeführt werden, falls sich das Unternehmen für einen
anderen Standort entscheidet. In diesem Fall bleibt es vorerst bei dem derzeitigen
Planungsrecht.
61.12 / 61.15
Hannover / 22.09.201
telemaxx October 5th, 2011, 12:33 AM ^Die Drucksachen kann man schon seit langem einsehen. Ich habe die z.B. vor knapp zwei Wochen gelesen.
Das war doch der Grund, warum die Presse bzw. die Öffentlichkeit so früh davon erfahren hat. :nuts:
Auf die Argumente möchte ich im Moment nur kurz eingehen:
1) Verkehrsinfrastruktur: Zur Expo massiv ausgebaut. M.E. ausreichend, um den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.
Für die Messezeiten, in denen die Maßnahmen A und R gelten (ca. 15 Tage im Jahr), muss man sich ein Konzept überlegen. Und natürlich sind bei der Planung Mitarbeiterparkplätze berücksichtigt.
2) Versiegelung bzw. Umweltschutz: Flora und Fauna sind auf dem Parkplatz m.W. nicht besonders stark ausgeprägt.
3) Arbeitsplätze: Auch Arbeitsplätze für gering qualifizierte Arbeitnehmer werden dringend benötigt. Außerdem liegt der Standort stadtnah und mit Anbindung an den ÖPNV.
homann5 October 5th, 2011, 11:01 AM 1) Verkehrsinfrastruktur: Zur Expo massiv ausgebaut. M.E. ausreichend, um den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.
Für die Messezeiten, in denen die Maßnahmen A und R gelten (ca. 15 Tage im Jahr), muss man sich ein Konzept überlegen. Und natürlich sind bei der Planung Mitarbeiterparkplätze berücksichtigt.
Das muss ich hniemeyer leider voll zustimmen. Die Anbindung ist alles andere als optimal, gerade aus oder in Richtung Westen ist die Verkehrsführung schlecht. Und der Messeschnellweg ist schon heute im Berufsverkehr ausgelastet.
Außerdem liegt der Standort stadtnah und mit Anbindung an den ÖPNV.
Naja, viel weiter vom Zentrum entfernt kann ein Punkt in Hannover eignetlich gar nicht sein. Und eine gute ÖPNV-Anbindung sieht insbesondere außerhalb der HVZ ganz anders aus.
CrayZD October 5th, 2011, 11:24 AM Manches, was der Herr Niemeyer da vorträgt, kann ich mangels Fachwissen nicht beurteilen. Da ich andere 'Argumente' jedoch schnell und guten Gewissens aus eigener Erfahrung widerlegen kann, ist man auch hier versucht, dem eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen und es als absurde Panikmache abzutun.
Ein Beispiel dafür ist das Gebäude der Finanz-Informatik. Ich kann und will mich nicht in komplexe Materie des dortigen Klimakonzeptes einarbeiten. Jedoch wüsste ich gern was für Klimafaktoren das sein sollen, die von einem 14m hohen Gebäude in mindestens 150(!) Metern Entfernung beeinträchtigt werden. Die Sonne kann es schonmal nicht sein, denn ein Schattenwurf mit Beeinträchtigung für die Finanz-Informatik ist hier nach Adam Riese erst bei einem Höhenwinkel der Sonne von weniger als 6° zu erwarten, und das bei direkter Einstrahlung von Süden. Jede zweitklassige Website zu diesem Thema verrät dem Laien, dass wir solche Verhältnisse in Deutschland nichtmal am 21. Dezember haben. Und zuverlässig quer zum Hang eines 118m-Hügelchens von Süden auftretende Winde, die durch einen Neubau jäh unterbrochen werden, schließe ich jetzt auch mal aus.
Wie gesagt, hier ist man zumindest vorsichtig. Aber andere vorgebrachte Punkte verursachen einfach nur Kopfschütteln. Der 'allmorgendliche Stau an der Messe' muss sich wohl in einem Paralleluniversum abspielen, ich habe ihn jedenfalls in den dreizehn Jahren, die ich dort wohne, noch nicht entdeckt. Nichtmal letztens zur EMO, und die gehört zu den turbulenteren Veranstaltungen im Messekalender.
Bleiben also die wenigen echten Großmessen, zu denen Maßnahme A/R gilt. Dabei handelt es sich, wie telemaxx schon sagt, nicht um 60 und auch nicht um 50 Tage, sondern maximal 15. An diesen Tagen ist jeweils für zweimal drei Stunden mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Sicher, aus heiterem Himmel wäre das für jede Just-In-Time-Logistik der Kollaps. Aber mit der zu erwartenden mehrmonatigen Vorlaufzeit dürfte sich hier wohl ein Verkehrskonzept erarbeiten lassen. Und der Verweis auf den Flächenverbrauch ist bei einer Fläche, deren einziger Zweck bisher die Bereitstellung von Ergänzungsparkraum zu Spitzenlastzeiten ist (und die diesen Zweck in den letzten 24 Monaten nicht einmal erfüllt hat), mit Verlaub großer Blödsinn.
Ja, die Vollversiegelung einer bisher teilversiegelten Fläche muss ökologisch bedacht werden. Das gilt im übrigen für das geplante Areal genauso wie für Langenhagen oder Lehrte. Wenn man den Pressemeldungen folgt, dann ist das bisher auch mitnichten ignoriert oder 'vergessen' worden. Genau wie andere Faktoren, die laut obiger Darstellung angeblich 'nicht bedacht wurden' (Mitarbeiterparkplätze etc.).
Alles in allem eine schöne Sammlung von Pseudoargumenten, recht eloquent vorgetragen. Zusammen mit anderen Details (Erstanmeldung nur für diese zwei Postings ohne erkennbare Absicht zum Mitdiskutieren) drängt sich der Verdacht auf, dass es sich um einen bestellten Sprecher oder Anwalt der Siedlergemeinschaft handelt. Fachliche Vorbildung schützt ja nicht vor der Versuchung, das eigene Anliegen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zum Allgemeinwohl erklären zu wollen. Siehe z.B. 'Verschattung' beim Kröpcke-Center.
Also hoffe ich, dass sich Amazon davon gerade nicht beeindrucken lässt und solche Bedenken, die dem Unternehmen mit Sicherheit auch schon durch Herrn Niemeyer persönlich vorgetragen wurden, in Zusammenarbeit mit der Stadt gewissenhaft prüft und als haltlos entlarvt.
Das muss ich hniemeyer leider voll zustimmen. Die Anbindung ist alles andere als optimal, gerade aus oder in Richtung Westen ist die Verkehrsführung schlecht. Und der Messeschnellweg ist schon heute im Berufsverkehr ausgelastet.
Und wo ist sie Deiner Meinung nach optimal? In Lehrte / Sehnde / Anderten ist die Anbindung nach Westen noch schlechter, in Langenhagen ist sie nach Süden grottig. Von anderen Standorten in Norddeutschland aufgrund ihrer ungünstigeren Gesamtlage mal ganz zu schweigen.
Und 'ausgelastet' ist, vorsichtig gesagt, relativ. Ohne die stark frequentierten Anschlussstellen am Pferdeturm und am Weidetor, an denen der Verkehr dank miserabler Planung und Steuerung der Stadt Hannover grottenschlecht abfließt und sich auf den Schnellweg zurückstaut, könnte der MSW locker das dreifache Verkehrsaufkommen verkraften.
Naja, viel weiter vom Zentrum entfernt kann ein Punkt in Hannover eignetlich gar nicht sein. Und eine gute ÖPNV-Anbindung sieht insbesondere außerhalb der HVZ ganz anders aus.
Und was darf man daraus schließen? Dass Du das Logistikzentrum gerne auf dem Güterbahnhof hättest? :hammer:
Es ging doch um den Vergleich mit Standorten in der Region und um die Behauptung, dass es nur die Gewerbesteuer sei die für einen Standort in Hannover spräche. Einen etablierten Logistikstandort in der Region mit derart guter ÖPNV-Anbindung möchte ich sehen.
homann5 October 5th, 2011, 12:41 PM Und wo ist sie Deiner Meinung nach optimal? In Lehrte / Sehnde / Anderten ist die Anbindung nach Westen noch schlechter, in Langenhagen ist sie nach Süden grottig. Von anderen Standorten in Norddeutschland aufgrund ihrer ungünstigeren Gesamtlage mal ganz zu schweigen.
Sclicht und ergreifend im Dreieck A2/A7/A37, also zwischen Lahe, Altwarmbüchen und Misburg. Oder aber zwischen Altwarmbüchen und Bothfeld. Das wären alles Flächen, die zu Hannover gehören und deutlich besser an das Fernverkehrsnetz angeschlossen wären. Nur wären dort vermutlich die Investitionskosten deutlich höher.
Und 'ausgelastet' ist, vorsichtig gesagt, relativ. Ohne die stark frequentierten Anschlussstellen am Pferdeturm und am Weidetor, an denen der Verkehr dank miserabler Planung und Steuerung der Stadt Hannover grottenschlecht abfließt und sich auf den Schnellweg zurückstaut, könnte der MSW locker das dreifache Verkehrsaufkommen verkraften.[quote]
Hätte, könnte, sollte...
Die Situation ist nun einmal so, wie sie ist. Hier wird ja wohl niemand ernsthaft annehmen, dass die geplante Ansiedlung positive Auswirkungen auf die Verkehrssteuerung haben wird. Selbst wenn: Es bliebe das Problem bei Großmessen, wenn der MSW zur Einbahnstraße wird. Entweder baut man dafür dann einen eigenen Zubringer zur A7 oder aber man an mindestens 15 Tagen im Jahr die LKWs in Bemerode.
[quote]Es ging doch um den Vergleich mit Standorten in der Region und um die Behauptung, dass es nur die Gewerbesteuer sei die für einen Standort in Hannover spräche. Einen etablierten Logistikstandort in der Region mit derart guter ÖPNV-Anbindung möchte ich sehen.
Ich werfe einfach mal Langenhagen in den Ring. Zwei S-Bahnlinien, Stadtbahn, Busse. Alternativ den Raum Stöcken/Garbsen, ebenfalls deutlich besser an den ÖPNV angeschlossen.
Allerdings wird der ÖPNV bei einer solchen Ansiedlung nur minimalen Einfluss haben.
telemaxx October 5th, 2011, 12:44 PM Danke CrayZD, das war dann die ausführliche Antwort. ;)
@homann: Deine Einwände hat CrayZD ebenfalls schon beantwortet.
telemaxx October 5th, 2011, 12:52 PM @homann: Im Landschaftsschutzgebiet??
Ansonsten sehe ich da kaum geeignete Flächen...
CrayZD October 5th, 2011, 12:58 PM Sclicht und ergreifend im Dreieck A2/A7/A37, also zwischen Lahe, Altwarmbüchen und Misburg. Oder aber zwischen Altwarmbüchen und Bothfeld. Das wären alles Flächen, die zu Hannover gehören und deutlich besser an das Fernverkehrsnetz angeschlossen wären. Nur wären dort vermutlich die Investitionskosten deutlich höher.
Nicht nur das. Da sehe ich einfach weit und breit keine mittelfristig auszuweisenden Gewerbeflächen. Im Gegenteil, da ist ja fast überall Landschaftsschutzgebiet. Oder soll Amazon auf dem Monte Müllo bauen? Wie gesagt, gewerbetechnisch wird es erst wieder in einem Bereich interessant, der anbindungtechnisch auch nicht höher zu bewerten ist (z.B. Anderten).
@telemaxx: zwei Dumme, ein Gedanke ;)
Ich werfe einfach mal Langenhagen in den Ring. Zwei S-Bahnlinien, Stadtbahn, Busse. Alternativ den Raum Stöcken/Garbsen, ebenfalls deutlich besser an den ÖPNV angeschlossen.
Ah ja. Und die verkehren genau dort, wo sich in besagten Ortschaften flächenintensives Gewerbe ansiedelt? Das wäre mir neu. Mit Ortsnamen um sich werfen kann jeder, siehe oben.
Schon zum Flughafen komme ich mit der S-Bahn oder dem Bus brutal schlecht. Von den ihn umgebenden Gewerbegebieten ganz zu schweigen. Und über Langenforth, Schulenburg etc. brauchen wir ÖPNV-technisch gar nicht zu reden. Von daher hätte ich jetzt so ziemlich alles als Gegenbeispiel für Deine Vorbehalte gegenüber dem Kronsberg (zu weite Entfernung, zu 'schlechte' Anbindung durch eine regelmäßig verkehrende Stadtbahnlinie) erwartet, nur nicht Langenhagen.
Und Stöcken/Garbsen war ein Witz, oder? Der einzige Ort, auf den Deine Beschreibung da zutrifft, wäre der Wissenschaftspark. Und da dürfte es etwas eng werden mit der Fläche.
homann5 October 5th, 2011, 01:23 PM @homann: Im Landschaftsschutzgebiet??
Ansonsten sehe ich da kaum geeignete Flächen...
Nicht nur das. Da sehe ich einfach weit und breit keine mittelfristig auszuweisenden Gewerbeflächen. Im Gegenteil, da ist ja fast überall Landschaftsschutzgebiet. Oder soll Amazon auf dem Monte Müllo bauen? Wie gesagt, gewerbetechnisch wird es erst wieder in einem Bereich interessant, der anbindungtechnisch auch nicht höher zu bewerten ist (z.B. Anderten).
@telemaxx: zwei Dumme, ein Gedanke ;)
Ich erinnere an dieser Stelle einfach mal daran, wo der Expo-Wal und IKEA stehen. Das war vorher alles ein Landschaftsschutzgebiet und konnte problemlos umgewandelt werden. Die Stadt war schon immer recht kreativ, wenn es um die Umwandlung von Flächen respektive der Änderung der erlaubten Flächen ging. Wieder das Beispiels Expo-Gelände: Urspünglich durfte dort kein anderer Handel als IKEA entstehen. Und wie sieht es da heute aus?
Das Argument, dass an den von mir genannten Orten derzeit keine Gewerbeansiedlung möglich oder vorgesehen ist, zählt also nicht.
Ah ja. Und die verkehren genau dort, wo sich in besagten Ortschaften flächenintensives Gewerbe ansiedelt? Das wäre mir neu. Mit Ortsnamen um sich werfen kann jeder, siehe oben.
Schon zum Flughafen komme ich mit der S-Bahn oder dem Bus brutal schlecht. Von den ihn umgebenden Gewerbegebieten ganz zu schweigen. Und über Langenforth, Schulenburg etc. brauchen wir ÖPNV-technisch gar nicht zu reden. Von daher hätte ich jetzt so ziemlich alles als Gegenbeispiel für Deine Vorbehalte gegenüber dem Kronsberg (zu weite Entfernung, zu 'schlechte' Anbindung durch eine regelmäßig verkehrende Stadtbahnlinie) erwartet, nur nicht Langenhagen.
Nimm einfach mal das Gebiet westlich des Bahnhofs Langenhagen-Mitte. Da steht noch einiges an Flächen frei, zur Stadtbahn ist man zur Not zu Fuss auch noch in akzeptabler Zeit.
Und Stöcken/Garbsen war ein Witz, oder? Der einzige Ort, auf den Deine Beschreibung da zutrifft, wäre der Wissenschaftspark. Und da dürfte es etwas eng werden mit der Fläche.
Naja, da ist genügend unbebaute Fläche im Umkreis von einigen hundert Metern. Nicht vergessen: Es geht nicht darum, wo derzeit Gewerbe angesiedelt werden kann, sondern wo es generell möglich ist.
Der gesamte Raum Messe/Ost war ursprünglich für die Ansiedlung von hochwertigem Gewerbe vorgesehen, dementsprechend wurde auch die Infrastruktur geschaffen. Ich begrüsse es, wenn Hannover so einen Brocken wie Amazon an Land ziehen kann, nach rein objektiven Gesichtspunkten ist der jetzt gewählte Standpunkt aber sicherlich eher ungeeignet.
CrayZD October 5th, 2011, 01:35 PM Der gesamte Raum Messe/Ost war ursprünglich für die Ansiedlung von hochwertigem Gewerbe vorgesehen, dementsprechend wurde auch die Infrastruktur geschaffen. Ich begrüsse es, wenn Hannover so einen Brocken wie Amazon an Land ziehen kann, nach rein objektiven Gesichtspunkten ist der jetzt gewählte Standpunkt aber sicherlich eher ungeeignet.
Wenn Du schon die Kreativität der Stadt bei der Umwidmung von Flächen ansprichst, warum soll sie dann nicht ein Konzept, das nachweislich gescheitert ist, überarbeiten? Wie Du schon sagst, in punkto Einzelhandel auf dem ursprünglichen Expo-Ostgelände ist es ja schon passiert.
Von daher kann und will ich es nicht verstehen, warum es sinnvoller sein soll, unberührte Naturflächen nur wegen der Autobahnnähe zuzubauen, während hier eine schier gewaltige, an 340 Tagen im Jahr ungenutzte Verkehrsinfrastruktur samt heute unnützer Stadtbahnstation darauf wartet, aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Hast Du Dir die Emmy-Noether- und die Weltausstellungsallee mal angeschaut? Da fühlst Du Dich auch dann noch alleine, wenn das Amazon-Logistikzentrum im 10-Sekunden-Takt einen Gigaliner ausspuckt. Und Engpässe auf dem MSW Richtung City kann man ja schließlich umfahren (wenn auch nicht gerade auf dem SSW, wo es noch schlimmer ist).
homann5 October 5th, 2011, 02:41 PM Von daher kann und will ich es nicht verstehen, warum es sinnvoller sein soll, unberührte Naturflächen nur wegen der Autobahnnähe zuzubauen, während hier eine schier gewaltige, an 340 Tagen im Jahr ungenutzte Verkehrsinfrastruktur samt heute unnützer Stadtbahnstation darauf wartet, aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Hast Du Dir die Emmy-Noether- und die Weltausstellungsallee mal angeschaut? Da fühlst Du Dich auch dann noch alleine, wenn das Amazon-Logistikzentrum im 10-Sekunden-Takt einen Gigaliner ausspuckt. Und Engpässe auf dem MSW Richtung City kann man ja schließlich umfahren (wenn auch nicht gerade auf dem SSW, wo es noch schlimmer ist).
Die Frage ist ja, ob mit eine solchen Ansiedlung wirklich alles besser wird als es heute ist. Wird die heute vorhandene Infrastruktur wirklich genutzt oder müssen weitere Mittel investiert werden, um sie überhaupt effektiv nutzbar zu machen? Letzteres wird defintiv erforderlich sein, allein schon um das LKW-Aufkommen möglichst geschickt leiten zu können - nicht nur bei Großmessen. Die aktuell in diesem Bereich vorhandene Infrastruktur einschließlich ÖPNV ist komplett auf Groveranstaltungungen ausgerichtet, nicht aber auf die Anbindung eines großen Logistikparks.
Und wer sagt denn, dass es nur bei dieser einen Ansiedlung bleiben wird? Hat man erstmal die Infrastruktur angepasst, ist es aus wirtschaftlicher Sicht natürlich nicht verkehrt, dort auch andere derartige Unternehmen anzusiedeln. Beispiels für so etwas gibt es genügend.
ChairborneGeneral October 5th, 2011, 02:56 PM Nur wären dort vermutlich die Investitionskosten deutlich höher.
Das dürfte einer der wesentlichen Gründe sein, der Bereich ist schon
erschlossen. Für die anderen Standort müsste vielleich sogar erst ein
Raumordnungsverfahren durchgeführt werden.
Ich will die Ansiedlung an sich nicht schlecht machen, aber als Logistikstandort
ist der Bereich Emmy-Noether-Allee eigentlich nur zweite Wahl. Und kommt
im Logistikkonzept der Region auch gar nicht als solcher vor.
http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=5415&options=4
Anlage 1. Das PDF-Dokument mit den Karten lässt sich irgendwie nicht direkt verlinken.
Lefthandy October 5th, 2011, 05:29 PM Das Expogelände hat aber den Vorteil, keinen profanen oder schummrigen Gewerbegebiet-Charakter zu haben. Stattdessen liegt es in modern gestalteten Grünanlagen eingebettet und die recht spekatakuläre, übriggebliebene Expo-Architektur und - Infrastruktur sorgt für einen hohen Imagegewinn. Möglich das ein Unternehmen wie Amazon sich von sowas beeinflussen lässt, auch wenns nur das Logistikzentrum ist. Ich denke es ist kein zufall, dass zB Hermes gar nicht erst auf die Idee gekommen ist, dort hinzugehen.
Ein ähnlicher Effekt soll ja auch beim Wissenschaftspark Marienwerder erzielt werden. Das Expo-Gelände wird jetzt wohl langsam ein Premium-Gewerbegebiet. Es gibt schlimmeres. Und was für andere Chancen hat es schon?
devilsadvocate October 5th, 2011, 06:06 PM Aus welchem Grund aber sollte Hannover auf Langenhagen verweisen? Dass Langenhagen die Gewerbesteuer einkassiert?
Man sollte sämtliche Umlandgemeinden eingemeinden. Wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte man sicherlich auch einen Standort in Langenhagen gewählt.
meckel October 5th, 2011, 07:59 PM Ein Beispiel dafür ist das Gebäude der Finanz-Informatik. Ich kann und will mich nicht in komplexe Materie des dortigen Klimakonzeptes einarbeiten. Jedoch wüsste ich gern was für Klimafaktoren das sein sollen, die von einem 14m hohen Gebäude in mindestens 150(!) Metern Entfernung beeinträchtigt werden.
Das könnte durchaus ein Faktor sein, das Gebäude wird durch von der Südseite einströmenden Wind klimatisiert. Auch die Teiche davor dienen der Klimatisierung.
hniemeyer October 5th, 2011, 08:58 PM Ja, die Vollversiegelung einer bisher teilversiegelten Fläche muss ökologisch bedacht werden. Das gilt im Übrigen für das geplante Areal genauso wie für Langenhagen oder Lehrte. Wenn man den Pressemeldungen folgt, dann ist das bisher auch mitnichten ignoriert oder 'vergessen' worden. Genau wie andere Faktoren, die laut obiger Darstellung angeblich 'nicht bedacht wurden' (Mitarbeiterparkplätze etc.).
Alles in allem eine schöne Sammlung von Pseudoargumenten, recht eloquent vorgetragen. Zusammen mit anderen Details (Erstanmeldung nur für diese zwei Postings ohne erkennbare Absicht zum Mitdiskutieren) drängt sich der Verdacht auf, dass es sich um einen bestellten Sprecher oder Anwalt der Siedlergemeinschaft handelt. Fachliche Vorbildung schützt ja nicht vor der Versuchung, das eigene Anliegen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zum Allgemeinwohl erklären zu wollen. Siehe z.B. 'Verschattung' beim Kröpcke-Center.
Also hoffe ich, dass sich Amazon davon gerade nicht beeindrucken lässt und solche Bedenken, die dem Unternehmen mit Sicherheit auch schon durch Herrn Niemeyer persönlich vorgetragen wurden, in Zusammenarbeit mit der Stadt gewissenhaft prüft und als haltlos entlarvt.
Entlang der Cousteau-Str. ist ein alleenartiger gesetzter ca. 20 jähriger Baumbestand. Zum Teil sind die Bäume älter als 20 Jahre. Der Durchmesser einiger Bäume beträgt bis zu 70cm. Auf der gesamten Fläche befinden sich (geschätzt) ca. 300 Bäume. Von einer Kompensation habe ich bisher nichts gelesen. Auch hier hat die Stadt ja frische Erfahrungen. Im Zooviertel hat sie dafür gerade etwas zwischen die Augen bekommen.
Unzureichendes Wasserkonzept für die geplante Ansiedlung des Logistikzentrums
Eine Versiegelung einer derartig 30 ha großen Fläche hat massiven Einfluss auf das Grundwasser. Das Rückhaltebecken muss in Relation zu den beiden Deponien gesehen werden. Auch dieses Problem ist ungelöst. Bei der Berechnung der Versickerung im Rahmen der Ermittelung der Grundsteuer weiss jeder Häuslebauer ein Lied davon zu singen. Und hier wird ein einem unvorstellbaren Ausmaß davon abstrahiert.
Der Parkplatz stellt eine zusätzliche großflächige Teil-Versiegelung der Flächen dar. Auch dies wird konzeptionell im Rahmen einer Kompensation ungenügend gewürdigt.
Es ist unschwer zu kennen, dass hier vor den Auswirkungen alle Augen verschlossen werden.
Für den Kronsberg wurden im Rahmen eines nachhaltigen Städtebau ein Konzept aus drei Bausteinen umgesetzt. Hierzu wurden seinerzeit Gutachten eingeholt, die auch auch auf einen Teil der Flächen des geplanten Logistikzentrum erstrecken. Auf dem Kronsberg ergaben hydrologische Untersuchungen im Zusammenhang mit den Umweltverträglichkeitsuntersuchungen, dass eine konventionelle Regenwasserableitung aus dem Stadtteil langfristig zu einem erheblichen Absinken des Grundwasserspiegels in den nahen Waldgebieten führen würde. Deshalb wurde ein vielschichtiger Maßnahmenkatalog umgesetzt, um trotz der Ausgangssituation eine umweltverträgliche Bebauung gewährleisten zu können. Hier wurde ein naturnahes Entwässerungskonzept entwickelt, das die Auswirkungen auf den natürlichen Wasserhaushalt minimiert. Dieses Konzept soll jetzt für das Logistkzentrum nicht mehr gelten? Das Rückhaltebecken ist völlig unzureichend. Es wird spannend sein zu beobachten wie die Stadt diesen Widerspruch auflösen möchte. Damit sich der Gebietsabfluss nicht erhöht, wurde das Maß des natürlichen Gebietsabflusses in Höhe von 3 l/(s x ha) als Drosselabflussspende für den gesamten Kronsberg festgeschrieben. Um es nochmal zu verdeutlichen: Dies betrifft auch Flächen des geplanten Logistikzentrums.
Eine großflächige Bebauung und die damit verbundene Versiegelung von Flächen führt in der Regel zu einer gravierenden Beeinflussung des natürlichen Wasserhaushaltes. Einerseits bewirkt die Versiegelung der Flächen eine Verringerung der Versickerung des Regenwassers mit der Folge eines Rückganges des Grundwasserspiegels. Andererseits führt die erhöhte direkte Regenwasserableitung zur Vergrößerung der Hochwasserabflussspitzen und damit zu Hochwasserproblemen in den Vorflutern.
Die Änderung des Bebauungsplans wird sich nicht aufhalten lassen. Aber verzögern. Und das sogar durch die - bisher in rechtlicher Hinsicht sehr schlecht beratene - Siedlergemeinschaft. Aber die Anwohner werden es über Rechtsmittel massiv verzögern können. So dass Amazons vermutlich alternativ entscheiden wird. Und genau deshalb verstehe ich nicht, dass die Stadt Hannover andere - ebenfalls mit Öffies gut zu erreichende Standorte in der Region Hannover in Erwägung zieht. Seien wir doch mal ehrlich: Es geht hier ausschließlich um die Gewerbesteuer, da die Flächen sich noch innerhalb der Stadtgrenze befinden. Dafür ist diese Stadt bereit alle Begleiterscheinungen zu akzeptieren. Auch das Risiko, dass ganz andere Standorte den Zuschlag bekommen. Dafür braucht man dann auch nicht als Fäkalist durch irgendwelche Wohngebiete ziehen, wie das hier bereits angedroht wurde.
hniemeyer October 5th, 2011, 09:19 PM Wie gesagt, hier ist man zumindest vorsichtig. Aber andere vorgebrachte Punkte verursachen einfach nur Kopfschütteln. Der 'allmorgendliche Stau an der Messe' muss sich wohl in einem Paralleluniversum abspielen, ich habe ihn jedenfalls in den dreizehn Jahren, die ich dort wohne, noch nicht entdeckt. Nichtmal letztens zur EMO, und die gehört zu den turbulenteren Veranstaltungen im Messekalender.
Interessant. Dann hören Sie vermutlich auch kein Radio in den tagtäglich morgens in den Verkehrsnachrichten von ffn und NDR2 der MSW prominente Erwähnung findet. Der MSW und SSW ist bereits bei den jetzigen Verkehrsaufkommen zu Nicht-Messezeiten hoffnungslos überlastet. Und da sie da wohnen ist anzunehmen dass Ihnen die tägliche An- und Abreise mit dem Auto erspart bleibt. Vielleicht fahren sie auch umweltfreundlich mit Öffies. Andernfalls wären Ihnen die akute Verkehrsproblematik bekannt. Vereinzelt ist davon die Rede, dass der MSW zur Expo massiv ausgebaut wurde. Dies stimmt nicht. Was wurde denn konkret massiv ausgebaut, das jetzt im Bereich Messe/Bemerode zum Tragen kommen soll?
Es fand im Wesentlichen folgende Investition in die Verkehstinfrastruktur im Bereich Messeschnellweg statt:
- ein Ausbau der Pferdeturmkreuzung
- Installation einer Verkehrsbeeinflussungsanlage Messeschnellweg (die nicht funktioniert)
- Bau eines Messeringes (Kronsbergkreuzung, Kronsbergstraße, Karlsruher Straße,Nordspange, Neue Laatzener Straße Nord) mit Fußgängerbrücken.
Den unterstellten massiven Ausbau kann ich nicht erkennen.
Das noch zusätzliche Volumen von ca. einem großen LKW alle 2 (!!) Minuten wird zu den Hauptverkehrszeiten - nicht nur während der Messe- zu massiven Störungen im Verkehrsfluss führen. Das Störungsaufkommen ist bereits jetzt unerträglich. Hannover entwickelt sich laut einer Studie des ADAC zu der Stadt mit dem größten Stauwachstum. Staus verursachen einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden. Nicht nur der entgangene Freizeitverlust, sondern auch Treibstoff-, Arbeitstzeit-, Lärm-, Schmutzkosten und weitere Opportunitätskosten sind hier in die Betrachtung einzubeziehen. Im Übrigens wird die staugeplagte Stadt dann generell für weitere Unternehmensansiedlungen deutlich unattraktiver. Auch das sollte nicht unter den Tisch fallen.
telemaxx October 5th, 2011, 11:26 PM Jetzt einfach mal nur zum vorstellen:
Rein rechnerisch fährt alle 2 Minuten ein LKW vom oder zum Logistikzentrum. Stellen Sie sich an den Messeschnellweg, warten Sie 2 Minuten, und wieder 2 Minuten, und überlegen Sie dann nochmal, ob da in den Zeiträumen jeweils ein LKW reinpasst.
Jetzt zu den Fakten:
Im Masterplan Mobilität 2025 (http://www.hannover.de/data/download/lhh/meldung/masterplan_pdf.pdf), erstellt von SHP Ingenieure, ist der Messeschnellweg in Hauptverkehrszeiten nur an den Knotenpunkten Weidetorkreisel und Pferdeturm problematisch.
Die Ursache sind aber die Kreuzungen der Hauptverkehrsstraßen, nicht die Schnellwege. Durch Optimierung der LSA könnte eine Verbesserung erreicht werden.
Im Bereich Bemerode gibt es keine nenneswerten regelmäßigen Probleme.
Prinzipiell stagniert das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahren oder geht sogar leicht zurück!
Nehmen wir als runde Zahl 80.000 KfZ/24h für den MSW an, was wahrscheinlich zu hoch gegriffen ist.
Das sind 56 KfZ/Minute. Bzw. 28 KfZ/Minuten/Richtung. Bzw. 56 KfZ/2 Minuten/Richtung. Ein weiterer LKW wird nicht den MSW an den Verkehrskollaps bringen.
Ja, mir ist klar, dass das Mittelwerte sind.
Edit: In diesem HAZ-Artikel (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Grossansiedlung-an-der-Messe-nimmt-erste-Huerde) ist sogar nur von 60.000 KfZ/24h die Rede.
Das Argument der unzureichenden Wasserversorgung wirkt wieder wie an den Haaren herbeigezogen.
Erstens werden nur gut 1/3 der Fläche bebaut.
Zweitens: Warum ist das Regenrückhaltebecken nicht ausreichend? Das kann doch von Wasserwirtschaftlern so dimensioniert werden, dass es ausreicht?!
Drittens: Bei der Regenwasserableitung einer Logistikhalle von "Hochwasserspitzen" zu reden, wirkt wie Panikmache. Es wird ja nicht zum ersten Mal eine große Halle gebaut, und für Entwässerungskonzepte gibt es eigene Firmen bzw. Institute an der Leibniz Universität.
hniemeyer October 6th, 2011, 12:51 AM Jetzt einfach mal nur zum vorstellen:
Rein rechnerisch fährt alle 2 Minuten ein LKW vom oder zum Logistikzentrum. Stellen Sie sich an den Messeschnellweg, warten Sie 2 Minuten, und wieder 2 Minuten, und überlegen Sie dann nochmal, ob da in den Zeiträumen jeweils ein LKW reinpasst.
Verkehr läuft nicht gleichmäßig ab, sondern es bilden sich Knoten die sich dann zu Staus verdichten. In Spitzenzeiten vor Weihnachten sollen es dann sogar bis zu 1.400 LKW sein. Das wäre dann ein LKW pro Minute. Den Artikel der HAZ den Sie zitieren spricht sogar noch von zusätzlich 1.200 PKW täglich (aus dem 3-Schicht-Betrieb).
Dass die heutige Sondersitzung im Rathaus so ablief war klar. :ohno: Politisch ist es (größtenteils) so gewollt und es wird so kommen.
telemaxx October 6th, 2011, 12:53 AM Ja, mir ist klar, wie Verkehr abläuft.
Ich sage ja nur und rechne vor, dass der Mehrverkehr durch das Logistikzentrum nicht so relevant ist, wie von Ihnen unterstellt.
homann5 October 6th, 2011, 09:47 AM Ich sage ja nur und rechne vor, dass der Mehrverkehr durch das Logistikzentrum nicht so relevant ist, wie von Ihnen unterstellt.
Es geht dabei nicht um die Anzahl der LKW, sondern die Auswirkungen. Es kommt ja nicht wirklich alle zwei Minuten ein LKW an, mal ist zehn MInuten nichts los, dann wiederum kommen innerhalb von fünf Minuten vier LKWs an. Darum sind pauschale Aussagen à la "60.000 Fahrzeuge pro Tag" absolut wertlos, die Verteilung ist das interessante. Sollten beispielsweise überdurchschnittliche viele LKW während der Berufsverkehre eintrfffen, sind die Folgen deutlich schwerwiegender als außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Wenn man dann die vermuteten 1.200 PKW pro Tag dazunimmt, wird das schon einen nicht unwesentlichen Einfluss haben. Und vor allem: Es macht keinen Sinn, den MSW isoliert zu betrachten. Wenn es an den Anschlussstellen schon heute phasenweise zu eng ist, wird es mit zusätzlichem Verkehr sicherlich nicht besser werden. Von Ausbauplänen an diesen Stellen habe ich aber noch nichts gelesen.
CrayZD October 6th, 2011, 10:21 AM Der Pkw-Verkehr durch Mitarbeiter ist übrigens selbst in Messezeiten komplett vernachlässigbar, wenn man von normaler Schichtverteilung ausgeht. Die relevanten Zeiten 05:30-06:30, 13:30-14:30 und 21:30-22:30 sind allesamt so gut wie gar nicht mit Messeverkehr belastet (vgl. Maßnahme A: ca. 7-10 Uhr, Maßnahme R: ca. 17-20 Uhr).
Ansonsten strotzen die Ausführungen von hniemeyer derart vor Halbwahrheiten und dreisten Behauptungen, dass man doch sehr schnell müde wird, im Detail darauf einzugehen. Das geht bis hin zu Kleinigkeiten, wie z.B. die Behauptung, die Stadt Hannover hätte 'etwas zwischen die Augen bekommen', weil sie Bäume ohne Kompensation gefällt habe. Dabei ging es bekanntermaßen lediglich um den Zeitpunkt während der Brutzeit.
Auch dass der MSW nicht 'massiver' ausgebaut wurde, mag doch wohl daran liegen, dass er nur an den genannten Interventionspunkten noch nicht dem Standard einer zweispurigen Autobahn entsprach. Das Problem sind ohnehin wie gesagt die Abflüsse, von daher war die wichtigste Maßnahme neben dem Pferdeturm auch der massive Ausbau der Zubringer-Infrastruktur an den Parkplätzen. Davon würde auch Amazon profitieren.
Und: ja, den Namen Messeschnellweg hört man im Radio. In den dort allmorgendlich genannten Staus stecke ich sogar ab und zu drin: Aus Richtung Norden von Weidetor bis Pferdeturm und aus Richtung Süden von Seelhorster Kreuz bis Pferdeturm. Das zeigt eindrucksvoll, dass eine Unterführung wenig bringt wenn man die Ampelschaltungen des abfließenden Verkehrs derart grottig verhunzt wie die Stadtverwaltung an dieser Stelle (siehe weiter oben). Aber was das alles mit der Messe zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Eine Staumeldung dort habe ich das letzte Mal zum letztjährigen AC/DC-Konzert gehört.
Auch hier gilt im übrigen: mangels weiterer Großindustrie/-logistik mit Schichtbetrieb in diesem Bereich dürfte sich die Verkehrsproblematik weitestgehend entzerren.
@homann5: ein Logistikunternehmen, das seine Schwerpunkttransporte in die Rush Hour legt, sollte seinen Disponenten feuern. Egal ob in Hannover oder anderswo.
matheking October 6th, 2011, 01:59 PM Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Laster den MSW in voller Länge nutzen, sondern, sofern sie nicht eh nach Süden fahren, über den SSW und die AS Anderten auf die A7 fahren. Die Staugefahr dort sehe ich als nicht sonderlich groß. Der Bereich Pferdeturm und Weidetorkreisel, der in den Verkehrnachrichten genannt wird, wäre also gar nicht betroffen.
Generell wäre ich ja dafür, dass solche großen Logistikcenter einen Schienenanschluss haben, aber leider bekommt die DB das ja nicht hin, denen angemessene Angebote zu machen. Wenn sogar die Post ihre Briefe und Pakete von Logistikzentrum zu Logistikzentrum mit dem Laster fährt, dann ist da doch was im Argen!
CrayZD October 6th, 2011, 03:31 PM Generell wäre ich ja dafür, dass solche großen Logistikcenter einen Schienenanschluss haben, aber leider bekommt die DB das ja nicht hin, denen angemessene Angebote zu machen. Wenn sogar die Post ihre Briefe und Pakete von Logistikzentrum zu Logistikzentrum mit dem Laster fährt, dann ist da doch was im Argen!
Das denke ich mir allerdings auch immer wieder. Die Margen der DB-Gütersparte möchte ich nicht kennen. Uralte Infrastruktur, uralte Fahrzeuge, deutlich geringere Personalkosten pro beförderter Tonne im Vergleich zur Straße... und trotzdem nicht in der Lage, ein konkurrenzfähiges Preis-Leistungsverhältnis anzubieten. Wenn sich das Verhältnis von Strom- zu Benzinkosten in den nächsten Jahren nicht gravierend verändern sollte, dann wird diese Entwicklung von der Schiene zur Straße eher noch zunehmen.
gstolze October 6th, 2011, 07:54 PM Ich fahre jeden Morgen den Messeschnellweg Richtung Weidetor. Der Stau vor dem Pferdeturm ist manchmal ärgerlich, aber keine wirklich große Sache. Die Verzögerung, welche durch langsam fahrende Autofahrer veruracht wird, die sich nicht rechtzeitig vor dem Pferdeturm einordnen und sich auf der linken Spur am Stau auf der rechten Spur vorbeimogeln um sich ganz vorn vor der Ausfahrt wieder rechts reinzudrängeln, verursacht meist nur eine Verzögerung von 3-5 Minuten. Da gibt es in anderen Städte größere Probleme.
hniemeyer October 6th, 2011, 09:34 PM Der Pkw-Verkehr durch Mitarbeiter ist übrigens selbst in Messezeiten komplett vernachlässigbar, wenn man von normaler Schichtverteilung ausgeht. Die relevanten Zeiten 05:30-06:30, 13:30-14:30 und 21:30-22:30 sind allesamt so gut wie gar nicht mit Messeverkehr belastet (vgl. Maßnahme A: ca. 7-10 Uhr, Maßnahme R: ca. 17-20 Uhr).
Aha ist ja interessant. Lassen sich die Schichtzeiten belegen? Auf dem studentischen Diskussionsblog wiwi-treff.de wird von einem Schichtende der Spätschicht um 24 Uhr im Rahmen einer 3-Schicht gesprochen. http://www.wiwi-treff.de/home/lounge/read.php?ukatid=14&f=28&i=19518&t=19518&collapse=1
Die Arbeitsbedingungen - immerhin für Führungsnachwuchspositionen - werden in diesem studentischen Diskussionsforum für den Standort Hersfeld als miserabel und kaum erstrebenswert dargestellt. Das deckt sich mit den Erfahrungen vieler Schilderungen aus dem Logistikzentrum von Amazon in Leipzig. Also falls sich einige der hier prominent vertretenen Stadtbediensteten sich beruflich umorientieren möchten, denen sei der obige Thread mit Bewerbungsempfehlungen bei Amazon wärmstens als Lektüre empfohlen. (Scherz!)
hniemeyer October 6th, 2011, 09:51 PM Ansonsten strotzen die Ausführungen von hniemeyer derart vor Halbwahrheiten und dreisten Behauptungen, dass man doch sehr schnell müde wird, im Detail darauf einzugehen. Das geht bis hin zu Kleinigkeiten, wie z.B. die Behauptung, die Stadt Hannover hätte 'etwas zwischen die Augen bekommen', weil sie Bäume ohne Kompensation gefällt habe. Dabei ging es bekanntermaßen lediglich um den Zeitpunkt während der Brutzeit.
Anstatt sich mit der Thematik argumentativ auseinanderzusetzen, lässt sich in Ihren Posting Ihre unverhohlene Affinität zu Polemik kaum verbergen. Wenn alles nichts hilft dann kommt eine beeindruckend breites Reportoire pauschalisierter Verallgemeinerungen und Killerphrasen zum Einsatz. Ich zitiere mal: "Halbwahrheiten [..]" ; "Sammlung von Pseudoargumenten[..]", "[..] dreisten Behauptungen [..]" um nur einige Beispiele zu nennen. Sie argumentieren rein emotional. Eine inhaltliche Auseinandersetzung fällt dann vermutlich der selbst beschriebenen Müdigkeit zum Opfer. Das ist schade, denn sonst sind Ihre Argumentationsketten zu einem großen Teil durchaus stringent und regen zuweilen zum Nach- und Umdenken an. So aber entziehen Sie sich bewußt oder unbewußt einer sachlichen Auseinandersetzung ohne Mehrwert für diesen Thread. Schade...
Dies ist umso bemerkenswerter, da ausgerechnet Sie hier durch ihren leichtfertigen Umgang mit abenteuerlichen Mutmaßungen und nicht belegbaren Behauptungen auffallen. Ansonsten nehme ich Ihre Anregung durchaus sportlich und kann damit leben.
telemaxx October 6th, 2011, 10:58 PM Also falls sich einige der hier prominent vertretenen Stadtbediensteten sich beruflich umorientieren möchten, denen sei der obige Thread mit Bewerbungsempfehlungen bei Amazon wärmstens als Lektüre empfohlen. (Scherz!)
Ich, für meinen Teil, bin Student des Bauingenieurwesens.
Sie stellen es so dar, als seien bei dem Thema die gesamte Bevölkerung dagegen, und nur die Angestellten der Stadt dafür.
Das ist m.E. bei weitem nicht so.
Ihre Argumente, hniemeyer, sind auch nicht belegt.
Beim Verkehr gibt es konträre Meinungen, ob der MSW in der Lage den Verkehr aufzunehmen. Belegen kann man das nicht mit subjektiven Beobachtungen oder Verkehrsmeldungen.
Die anderen Argumente, wie Versiegelung bzw. Auswirkung auf die Umwelt, kann man nur zurückweisen mit dem Verweis darauf, dass entsprechende Gutachten von der Stadt erstellt werden und ein Regenrückhaltebecken z.B. so dimensioniert werden kann, dass es solch einer Halle genügt.
(Darauf sind Sie z.B. auch nicht weiter eingegangen).
Dass eine Ansiedlung wegen 20 Jahre alten Alleebäumen nicht möglich sein soll, lässt allerdings generelle wirtschaftsfeindliche Tendenzen erkennen.
hniemeyer October 7th, 2011, 12:03 AM Ich, für meinen Teil, bin Student des Bauingenieurwesens.
Sie stellen es so dar, als seien bei dem Thema die gesamte Bevölkerung dagegen, und nur die Angestellten der Stadt dafür.
Das ist m.E. bei weitem nicht so.
Ihre Argumente, hniemeyer, sind auch nicht belegt.
Beim Verkehr gibt es konträre Meinungen, ob der MSW in der Lage den Verkehr aufzunehmen. Belegen kann man das nicht mit subjektiven Beobachtungen oder Verkehrsmeldungen.
Die anderen Argumente, wie Versiegelung bzw. Auswirkung auf die Umwelt, kann man nur zurückweisen mit dem Verweis darauf, dass entsprechende Gutachten von der Stadt erstellt werden und ein Regenrückhaltebecken z.B. so dimensioniert werden kann, dass es solch einer Halle genügt.
(Darauf sind Sie z.B. auch nicht weiter eingegangen).
Dass eine Ansiedlung wegen 20 Jahre alten Alleebäumen nicht möglich sein soll, lässt allerdings generelle wirtschaftsfeindliche Tendenzen erkennen.
Ich für meinen Teil bin Ökonom und Informatiker. Wie heisst es doch so schön: Kein Gutachten ohne Gegengutachten. In dem Verweis auf das noch zu erstellende Gutachten für das Rückhaltebecken verweist die Stadt selber auf die Probleme der Deponie. Vielleicht war es nicht optimal formuliert. Ich bezog mich ausschliesslich auf das Gutachten der Stadt Hannover für den neuen Stadtteil Kronsberg (aus dem jahr 1997), dass sich zumindest partiell auf die Flächen des geplanten Logistikzentrums bezieht. Und es wird wirklich spannend zu sehen sein, wie sich dann das neue Gutachten gegenüber dem alten widerspricht.
Staus entstehen, wenn zur selben Zeit zu viele Fahrzeuge in einer Richtung
unterwegs sind. Wann es "zu viele" sind, ist erforscht. Hier läßt sich nachlesen wie der NDR die Situation auf dem MSW rein subjektiv sieht: http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/forum/forum2853.pdf
Das entscheidende ist aber, dass VORHER Konzepte gemacht und validiert werden müssen und nicht erst nachdem die erwartete Problemsituation eingetreten ist. Verkehrsmaßnahmen benötigen eine große Vorlaufzeit. Dann muss auch die Kostenfrage geklärt werden. Da dies aber alles Störfaktoren sind, die der Unternehmungsansiedlung entgegen stehen oder behindern, wird davon abstrahiert. Oder Tendenzgutachten erstellt.
Okönomie und Ökologie lassen sich durchaus vereinbaren. Wobei ich die Unternehmensansiedlung nebenbei bemerkt durchaus auch ökonomisch hinterfragen möchte. Der betroffene Baumbestand dürfte insgesamt über 300 Bäume umfassen. Diese Tatsache mit einem Verweis auf wirtschaftsfeindliche Tendenzen zu negieren ist mit Verlaub gesagt schwer nachvollziehbar. Und es gibt auch einen rechtlichen Aspekt hinsichtlich der Kompensationsmaßnahmen. Insbesondere die Abgrenzung von Landes(naturschutzgesetz) und Bundesrecht ist allerdings nicht trivial. Der Verursacher eines Eingriffs muss der Naturschutzbehörde gegenüber nachweisen, dass die von ihm geplanten Kompensationsmaßnahmen (Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) zur Kompensation des Eingriffs ausreichend und angemessen sind.
telemaxx October 7th, 2011, 12:39 AM Wenn man nicht die Gutachten akzeptiert, die die Stadt erstellt oder erstellen lässt, kann man alle B- und F-Pläne in Frage stellen, die je aufgestellt wurden.
Das ist doch müßig.
Den Teil mit der Deponie und dem Rückhaltebecken verstehe ich nicht. Welches Problem liegt da vor, das nicht gelöst werden kann?
Ja, der Verursacher eines Eingriffs muss selbstverständlich Kompensationmaßnahmen leisten und nachweisen.
Welches rechtliche Problem entsteht dabei?
Edit: Die Fragen sind nicht provokativ gemeint, sondern die Antworten sind mir schlicht und ergreifend nicht klar.
CrayZD October 7th, 2011, 10:41 AM Ich finde es schon witzig, dass ich mir von jemandem Polemik vorwerfen lassen muss, der den hier vertretenen Befürwortern des Projektes eine höhere Position in der Stadtpolitik oder - verwaltung unterstellt. ;)
Natürlich ist z.B. die Gestaltung der Arbeitsschichten Spekulation. Ich habe ja auch nirgends behauptet dass es so ist. Ich schrieb lediglich, dass - wenn man davon ausgeht (Schichtwechsel um 8, 16 und 24 Uhr sind zwar nicht unmöglich, aber immerhin unüblich), es nicht zu Verkehrsproblemen kommen dürfte. Sie, hniemeyer, behaupteten hingegen ohne belegbare Grundlage, dass die Ansiedlung in jedem Fall zu gravierenden Beeinträchtigungen des Verkehrs führen wird. Ebenso wie Sie fälschlicherweise behaupten, die Stadt sei bereits wegen Baumfällungen ohne entsprechende Kompensation sanktioniert worden (s.o.). Ihr 'Kompliment' kann ich daher zurückgeben: indem Sie durchaus bedenkenswerte Sachargumente mit Überspitzungen, Spekulationen und bewussten Falschaussagen so 'untermalen', dass sie scheinbar eindeutig und unwiderlegbar für Ihre Sache sprechen, und auf der anderen Seite eben jene Sachargumente anderer (auch wenn Sie deren Existenz ja immerhin implizit erwähnen, siehe Ihre Antwort auf mein Posting) konsequent ignorieren und sich auf einzelne polemisch überspitzte Aussagen stürzen, entziehen Sie sich einer vernünftigen Diskussion. Von daher habe ich mir lediglich Ihrem Diskussionsniveau angepasst.
Dazu passt, dass Sie mangels belastbarer Grundlagen als 'Beweis' für eine prekäre Verkehrssituation auf dem Messeschnellweg das Protokoll einer NDR-Rundfunksendung vorweisen, in der ein Verkehrsfunksprecher besagten MSW mal eben pauschal in einem Atemzug mit dem Elbtunnel erwähnt und ein Sprecher dies salopp mit 'Kilometerlange Staus sind hier die Regel' kommentiert. Immerhin erkennen Sie die Subjektivität dieser Quelle an.
Das ist es eben, was mich in einer Diskussion ermüdet. Anscheinend erkennen Sie die Tatsache, dass es zwei Meinungen zu einem Thema geben kann, ja durchaus an. Warum haben Sie es dann nötig, mit besagten Halbwahrheiten und Übertreibungen zu arbeiten (das war in meinen Augen übrigens mitnichten Polemik, sondern das nüchterne Ergebnis meiner zugegeben subjektiven Analyse Ihrer Argumente)? Warum behaupten Sie ohne Kenntnis der Faktenlage, die Stadt habe sich mit den ökologischen Rahmenbedingungen bisher nicht auseinandergesetzt? Schon die kürzliche Renaturierung des ehemaligen Parkplatzes Ost 8 könnte ihre auf dem Vor-Expo-Zustand beruhende Argumentation auf den Kopf stellen. Mal ganz davon ab, dass das damals zugrundeliegende Gesamtkonzept von einer mittelfristigen Ausdehnung der Kronsberg-Siedlung bis zur heutigen Stadtbahn-Endstation ausging, was definitiv in den nächsten Jahrzehnten nicht passieren wird. Warum müssen Sie eine Baumfällung samt Kompensationsmaßnahmen, wie sie in Hannover mehrmals und in Deutschland mehrere tausend mal pro Jahr vorkommt, als mittelschweren Staatsakt darstellen? Warum behaupten Sie, 'an der Messe', also im unmittelbaren Einzugsbereich der geplanten Gewerbeansiedlung, sei heute schon Dauerstau, weil der Name 'Messeschnellweg' häufig im Verkehrsfunk fällt?
Ich sehe es ein, dass man aus Gier nach Steuereinnahmen nicht die Augen vor den negativen Folgen einer Gewerbeansiedlung verschließen darf. Aber ebensowenig sollte man ins andere Extrem verfallen. Und allein durch die Art der Argumentation scheinen sich mir Ihre Warnungen nahtlos einzureihen in eine bemerkenswerte Kette prophetischer Aussagen wie 'die Expo wird zu massiver Wohnungsnot führen' oder 'nach dem Abbau der Aegi-Hochstraße wird der Verkehr in der City kollabieren'.
homann5 October 7th, 2011, 01:20 PM Ebenso wie Sie fälschlicherweise behaupten, die Stadt sei bereits wegen Baumfällungen ohne entsprechende Kompensation sanktioniert worden (s.o.).
Warum müssen Sie eine Baumfällung samt Kompensationsmaßnahmen, wie sie in Hannover mehrmals und in Deutschland mehrere tausend mal pro Jahr vorkommt, als mittelschweren Staatsakt darstellen?
Dazu sei gesagt, dass eine erste Untersuchung wohl bereits angelaufen ist, unter anderem aufgrund vermuteter Begünstigung der Baufirma. Die Fällung der Bäume war illegal, eine Kompensation ist in der Tat bis heute nicht endgültig geplant.
CrayZD October 7th, 2011, 01:28 PM Um welchen Fall geht es? Den hier diskutierten, oder den im obigen Beispiel von hniemeyer vermutlich angesprochenen im Zooviertel? Hierzu war in der Presse nur von der Rüge der Kommunalaufsicht bzgl. des nicht anerkannten 'öffentlichen Interesses' bei der Nichtbeachtung der Brut- und Setzzeit zu lesen. Insofern kann man natürlich die Reklamierung des öffentlichen Interesses bei einem privaten Bauprojekt als Begünstigung werten. Dass es den Fall gibt, habe ich ja auch nie abgestritten, nur hat das erstmal nix mit Kompensationsmaßnahmen zu tun. Falls auch die Gegenstand der Ermittlungen sind: Belege?
EDITH - Zur Erhellung des Schichtsystems:
Nach diversen Pressemeldungen (http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/rheinberg/nachrichten/wie-amazoner-zur-arbeit-kommen-1.1202623) oder auch dem Fahrplan der Augsburger Verkehrsbetriebe (http://www.avv-augsburg.de/fahrplan/fahrplanauskunft.html) zu urteilen (wen's interessiert: 'Linieneingabe - Fahrplanbuchseiten - Linie 714'. Leider keine Deeplinks an dieser Stelle möglich) beginnt die Frühschicht bei Amazon um 6:30, und die Spätschicht endet um 23:30. Schichtwechsel dann offenbar um 15 Uhr. Acht Stunden netto, halbe Stunde Pause... erscheint plausibel. Nur wie die Nachtschicht läuft, ist hier nicht ersichtlich. Scheint ein ungleichmäßiges oder überlappendes Schichtsystem zu sein. Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass Nachtschichten generell nur im Weihnachtsgeschäft gefahren werden. Die Rahmenzeiten von Früh- und Spätschicht sprechen jedenfalls schonmal nicht für großes Chaos, selbst zur Messezeit.
Definitiv angepasst werden müssten die Fahrpläne der Stadtbahn zum Ende der Spätschicht. Da schafft man es dann entweder in der Rekordzeit von 6 Minuten zur Haltestelle, oder man verbringt eine halbe Stunde an der Metropolstation Stockholmer Allee. :lol:
telemaxx October 7th, 2011, 03:28 PM Dazu sei gesagt, dass eine erste Untersuchung wohl bereits angelaufen ist, unter anderem aufgrund vermuteter Begünstigung der Baufirma. Die Fällung der Bäume war illegal, eine Kompensation ist in der Tat bis heute nicht endgültig geplant.
Ich vermute es geht um das Projekt 'Mosaik Eilenriede'.
Im Bebauungsplan Nr. 1587 ist eine 6000 m² große Ausgleichsfläche mit 50 Baumpflanzungen neben dem geplanten Parkhausneubau auf dem HCC-Parkplatz vorgesehen.
Unabhängig davon gilt die Baumschutzsatzung der Stadt.
homann5 October 7th, 2011, 03:52 PM Ich vermute es geht um das Projekt 'Mosaik Eilenriede'.
Im Bebauungsplan Nr. 1587 ist eine 6000 m² große Ausgleichsfläche mit 50 Baumpflanzungen neben dem geplanten Parkhausneubau auf dem HCC-Parkplatz vorgesehen.
Unabhängig davon gilt die Baumschutzsatzung der Stadt.
Es gibt aber - soweit ich weiß - noch keine genaueren Gestaltungspläne bezüglich der Ausgleichsfläche. Das die Stadt auf die Baumschutzsatzung pfeift, hat man ja bei diesem Projekt gesehen. Denn dort ist ja unter anderem festgehalten, zu welchen Zeiten Bäume gefällt werden dürfen. Die Ersatzpflanzugen müssen übrigens bis spätestens Ende April 2012 vorgenommen werden, ansonsten hat man gleich den nächsten Verstoß.
CrayZD October 7th, 2011, 06:17 PM ^^ Ich denke schon, dass der Stadt ihre eigene Baumschutzsatzung bekannt ist. ;) Soweit ich weiß, wird mit vielen Regelungen (z.B. Brut- und Setzzeit) ohnehin nur übergeordnetes Landesrecht weitergegeben.
Die Aussage, die Stadt müsste sich wegen nicht vorgesehener oder nicht durchgeführter Kompensationsmaßnahmen verantworten (schließlich wäre dann schon der B-Plan rechtswidrig und nicht erst die eigentliche Baumfällung), ist aber ebenso falsch wie die Behauptung, dass geltendes Recht ignoriert oder 'übersehen' wurde. Das Fällverbot bis Ende September war sehr wohl bekannt, die Nichtbeachtung wurde in diesem Fall begründet. Dass diese Begründung äußerst fadenscheinig ist und auch zu Recht von der Kommunalaufsicht moniert wurde, steht außer Frage - denn inwieweit ein öffentliches Interesse daran besteht, dass ein neues Wohnquartier einen Monat oder meinetwegen auch ein halbes Jahr früher fertig wird, ließe sich wohl nur mit extremer Wohnungsnot begründen. Auf der anderen Seite ist de facto kein ökologischer Schaden entstanden, da die Bäume vorher durch Ornithologen auf brütende Vögel untersucht wurden. Strenggenommen geht es also um reine Paragraphenreiterei, aber juristisch sehe ich die Stadt in bezug auf den Zeitpunkt der Fällung auch im Unrecht.
homann5 October 7th, 2011, 06:48 PM Die Ausnahmeregelung "Wenn kein Vogel im Baum, dann kann er gefällt werden" ist in der Baumschutzsatzung nicht vorgeshen. Einige Kommentar zum HAZ-Artikel sind da schon sehr treffend: Macht ein Bürger dass, hat er den Bußgeldbescheid quasi schon im Briefkasten. Die Stadt hingegen meint damit durchzukommen.
Du hast aber vollkommen Recht damit, dass ein frühzeitiger Baubeginn nicht im öffentlichen Interesse ist. Davon profitiert einzig und allein der Eigentümer/der Bauherr. Insofern hat das alles schon ein gewisses Geschmäckle.
hniemeyer October 14th, 2011, 11:21 AM Bei der gestrigen Bürgerinfo-Veranstaltung zum geplanten Bauvorhaben haben sich Herr Stephan Weil wie auch sein Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff bis auf die Knochen blamiert. Die anfängliche Behauptung die Anfrage nach dem Grundstück sei seitens des Logistikunternehmens (Amazon) gekommen hat sich als haltlos herausgestellt. Dies nachdem die beiden Herren sich vor Zeugen, schlecht abgestimmt in offenkundige Widersprüche verwickelten. Herr Mönninghof räumte im Verlauf der Veranstaltung kleinlaut ein, im Rahmen einer aktiven Akquise das (stadteigene) Grundstück am Kronsberg dem Unternehmen aktiv offeriert zu haben. Das ist ein ganz entscheidender Unterschied. Andere bessere Logistikstandorte in der Region Hannover wurden ja mit dem Argument wegschoben, es seien die Logistikexperten des ansiedlungsinteressierten Unternehmens gewesen die sich diesen Standort ausgesucht hätten. So hatte es Herr Weil noch am Anfang der Veranstaltung wider besseren Wissens behauptet. Eine bewußte (Bürger)Täuschung und Falschaussage vor knapp 250 erstaunten Anwohnern.
Viele Nebelkerzen
Das (Schein)Argument, dass nur der Kronsberg über einen Anschluss der öffentlichen Verkehrsmittel verfüge und damit ausschließlich diese Fläche damit zur Ansieldung prädestiniert sei, ist nunja zwischenzeitlich nachweislich widerlegt. Die "niedrig qualifizierten" Arbeitnehmer ohne Auto können auch in anderen alternativen Standorten mit Öffies anreisen. Beispiel Anderten (dort wo z.B. der Reifenhändler Deltikom seine Halle vollkommen richtig entschieden gebaut hat ) wäre so einer. Direkt an der A7. Perfekt. Aber es wird deutlich welches Standortmotiv primär die Stadt beeinflusst. Der Stadtrat möchte stadteigene Grundstücke verkaufen. Mit der Gewerbesteuer argumentiert die kleinlauter gewordene Stadt übrigens nicht mehr. Aus gutem, Grund: Es ist überhaupt nicht sicher, ob es zu Gewerbesteuereinnahmen kommen könnte. Es wird nur noch eindimensional bzgl. Schaffung niedrig qualifizierter Billig-Arbeitsplätze argumentiert. Der Begriff Arbeitsplätze fiel während der Bürgerinfo ca. 30 mal. Dafür nimmt man alle Probleme und negative Auswirkungen billigend in Kauf. Für die Ratszustimmung wurde nach bewährtem Verfahren der Überrumpelung massiv Druck auf Fraktions- und Ratsmitglieder ausgeübt. Die schlechter als bei Lidl entlohnten Arbeitsplätze braucht die Stadt Hannover nicht. Sie schafft damit mehr soziale Probleme als sie löst.
Und das Beste: Es werden drei Gutachten beauftragt. Allesamt an Sachverständige aus Hannover. Dreister geht es nicht. Drei Gutachten den von vornherein der Verdacht eines Gefälligkeitsgutachten anhängt. So schafft man kein Bürgervertrauen. Sollte das Gerichtsanhängig werden, wovon auszugehen sein wird, wird die Befangenheit der Gutachter eine Rolle spielen. Die u.a. dazu durchgeführte Verkehrszählung auf dem MSW während der Agritechnika möchte die Stadt als "echten Stresstest" betrachtet wissen. Diese Messe erfreut sich bei Landwirten zwar eines hohen Zupruchs. Dennoch ist sie im Vergleich zu der Hannover Messe Industrie und CeBIT eine mittelgroße Veranstaltung und hinsichtlich des Verkehrsaufkommens auf dem MSW nur eine Schön-Wetter-Periode. Gutachten per Modellannahmen sind ebenfalls ungenügend. Amazon betreibt bereits 4 Logistikzentren mit 110.000 qm Größe. Alle negativen Auswirkungen lassen sich da hervorragend überprüfen und zumindest partiell auf Hannover übertragen. Allerdings lassen sich in annahmenbasierte Modellgutachten die Parameter dann nicht mehr soweit anpassen bis das gewünschte Gutachtenergebnis herauskommt.
So wie es aussieht war der Rat bei der Änderung des Bebauungs- bzw. Baunutzungsplans (durch die Abwesenheit von Ratsmitgliedern) formal nicht beschlussfähig. Eine Überprüfung dieses ungeheuerlichen Verdachts wäre angebracht und nachweislich auszuräumen. Es existiert nicht so, wie die HAZ anfänglich in einem Artikel behauptete, eine parteienübergreifende Befürwortung.
Diese Stadt tritt Transparenzgebote mit Füßen. Und hat zwischenzeitlich jeden Kredit des Vertrauens bei den Bürgern und sogar den Ratsmitgliedern der betroffenen Stadtteile verspielt. Wie heisst es doch so schön auf dem Webauftritt von Stephan Weil. "Demokratie in Aktion". Ich teile hier ein völlig anderes anderes Demokratieverständnis.
Begründete Einwände schriftlich einreichen
In der 2. Stufe der Bürgerbeteiligung wird der innerhalb der Verwaltung abgestimmte Planentwurf einschließlich der Begründung für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Dies Phase beginnt voraussichtlich nächsten Donnerstag den 20. Oktober bis zum 20. November im Bauamt Hannover. Während der öffentlichen Auslegung kann jedermann Anregungen und Änderungswünsche zu den Plänen vorbringen.
Folgende Planungsgebote und Planungsgrundsätze sind – stark zusammengefasst – im Bebauungsplanverfahren zu beachten, bzw. von Bedeutung:
Gebot der Erforderlichkeit (§ 1 Abs. 3 BauGB),
Anpassungsgebot (§ 1 Abs. 4 BauGB),
Abstimmungsgebot (§ 2 Abs. 2 BauGB),
Bindung an fachplanerische Vorgaben (§ 9 Abs. 6 sowie § 38 BauGB),
Planungsgrundsätze (§ 1 Abs. 5 BauGB) und
Abwägungsgebot (§ 1 Abs. 6 BauGB).
Letztendlich kommt es zur Auslegung, zur Beschlußfassung und öffentlicher Bekanntmachung.
Gegen den Bebauungsplan können Personen und Unternehmen, die im Geltungsbereich des Bebauungsplans ein Grundstück besitzen (in Ausnahmefällen auch Mieter) oder wegen der direkten Nachbarschaft zum Bebauungsplan Nachteile zu erwarten haben und begründete Einwände haben, rechtlich vorgehen. Es wird evtl. eine Initiative gegründet: Treffen nächste Woche Dienstag 20 Uhr Restaurant Njoy (ggü. Lidl und der Shell-Tankstelle) in der Wülfeler Str.
Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Bürger ihre berechtigten Einwände (!) schriftlich bei der Stadt Hannover einreichen und den Rechtsrahmen vollständig ausschöpfen. Jeder Einzelne ist hier gefragt sein Interesse zu vertreten. Und aktiv dran bleiben. Die (schlechten Schein-)Argumente der Stadt unbedingt begegnen und Einwände erneut einreichen.
homann5 October 14th, 2011, 11:38 AM Wenn es stimmt, dass nicht Amazon wegen dem Grundstück nachgefragt hat, sondern die Stadt es von sich aus angeboten hat, wäre das schon ein Skandal. Spätestens dann würde sich ja bewahrheiten, dass nicht die angeblich so tolle Lage mit ihren Anschlussmöglichkeiten ausschlaggebend gewesen wäre, sondern die doppelte Einnahmequelle (Gründstücksverkauf und Gewerbesteuer).
CrayZD October 14th, 2011, 12:13 PM Die u.a. dazu durchgeführte Verkehrszählung auf dem MSW während der Agritechnika möchte die Stadt als "echten Stresstest" betrachtet wissen. Diese Messe erfreut sich bei Landwirten zwar eines hohen Zupruchs. Dennoch ist sie im Vergleich zu der Hannover Messe Industrie und CeBIT eine mittelgroße Veranstaltung und hinsichtlich des Verkehrsaufkommens auf dem MSW nur eine Schön-Wetter-Periode.
Wenn man in seiner Argumentationskette und Wortwahl von vornherein derart massiv auf Krawall gebürstet ist wie Sie, sollte man es vielleicht unterlassen, sich durch Falschaussagen wie diese angreifbar zu machen.
Die letzte Agritechnica hatte mehr Besucher als die CeBIT oder Hannover Messe. Auf der anderen Seite gibt es weniger Aussteller und damit auch insgesamt geringfügig weniger anreisende Personen. Dies wird aber wiederum durch eine (bei Landwirten halbwegs nachvollziehbare) niedrigere ÖPNV-Nutzungsquote relativiert. Das Verkehrsaufkommen zur Agritechnica ist also absolut vergleichbar mit dem zur CeBIT und Hannover Messe, was die Polizei anno 2009 auch bestätigt hat. Oder wurde die Amazon-Ansiedlung so langfristig im geheimen vorbereitet, dass auch diese Zahlen schon manipuliert waren?
Als Anwohner bzw. deren Fürsprecher sollten Sie das eigentlich wissen. Oder kann es sein, dass Sie von den Verkehrsproblemen rund um das Messeglände doch gar nicht so massiv betroffen sind wie Sie hier behaupten?
Lefthandy October 14th, 2011, 12:44 PM Da scheint ja ein Skandal biblischen Ausamaßes in Aussicht. Ich freue mich auf weitere Berichterstattung!
hniemeyer October 14th, 2011, 01:25 PM Wenn es stimmt, dass nicht Amazon wegen dem Grundstück nachgefragt hat, sondern die Stadt es von sich aus angeboten hat, wäre das schon ein Skandal. Spätestens dann würde sich ja bewahrheiten, dass nicht die angeblich so tolle Lage mit ihren Anschlussmöglichkeiten ausschlaggebend gewesen wäre, sondern die doppelte Einnahmequelle (Gründstücksverkauf und Gewerbesteuer).
Genauso ist es.
Allerdings gibt es viele Möglichkeiten der Steuervermeidung bei der Gewerbesteuer. Im Schlimmsten Fall wäre es durchaus möglich, dass die Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Hannover gegen null tendieren.
Eventuell ist das der Grund, warum die Stadt das Argument der Gewerbesteuer-Einnahmen nicht mehr anführt, sondern nur noch über die Schaffung "von für Hannover bedeutsame Billig-Arbeitsplätze" argumentiert. Man habe ja soviele Arbeitsplätze in letzter Zeit in Hannover schaffen können. Aber die seien alle hochqualifiziert.
Herr Weil sagte auf Anfrage einer Anwohnerin auf die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen aus, dass er noch nicht mal eine Schätzung hierzu angeben könne. Eine große (einmalige) Einnahme erwarte die Stadt über den Verkauf des riesigen Areals (durch die Messe AG und die Stadt) zu rel. hohen Quadratmeter-Preisen.
homann5 October 14th, 2011, 01:30 PM Mittlerweile berichtet ja auhc die HAZ (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Geplante-Logistikhalle-Anwohner-sind-skeptisch) darüber. Ein paar Aussagen lassen die Stadt(verwaltung) durchaus in einem sehr schlechten Licht stehen, beziehungsweise lassen sie durchaus Zweifel an der Kompetenz der Verantwortlichen aufkommen:
Mönninghoff widersprach: Wegen der guten Anbindung an das Stadtbahnnetz würden bei dieser Standortwahl zahlreiche Autofahrten der Mitarbeiter verhindert.
Wenn die Anbindung gut sein soll, wie sieht dann eine schlechte aus? Wir hatten die Diskussion hier zwar schon, aber: Die Taktungen außerhalb der HVZ sind schlecht, gerade zum vermuteten Schichtwechsel morgens (ca. 5 bis 7 h) und abends (21 bis 23 h) fahren die Bahnen in einem viel zu dünnen Takt. Vor allem aber ist es Umsteigern quasi kaum möglich, per ÖPNV zur Arbeit zu kommen. nachweise dafür gibt es zur genüge. Spannend wird es vor allem dann, wenn Schichtwechsel und große Veranstaltungen aufeinanderprallen. Schon heute bewegt man sich da an der Kapazitätsgrenze, mehr Bahnen dürfte es nur geben, wenn irgendwer Geld dafür gibt.
Viele andere Fragesteller zweifelten daran, dass die Lärmgrenzwerte eingehalten werden, was Baudezernent Uwe Bodemann mit Gutachterberechnungen auf Grundlage unter anderem von zwei großen Verkehrszählungen sicherstellen will. Mutmaßungen, es handele sich um Gefälligkeitsgutachten, ließ er nicht gelten. „Die gesetzliche Verpflichtung ist, die Wohngebiete vor Lärm zu schützen – sonst geht diese Ansiedlung nicht.“ Er bekräftigte aber auch, dass die Stadtspitze bisher relativ sicher ist, dass die Ansiedlung gelingen kann. Im Zweifelsfall würden Lärmwälle erhöht oder Durchfahrtverbote in Wohngebieten geschaffen.
Man war sich auch in Misburg absolut sicher, dass die Stadtbahnverlängerung die Richtwerte nicht überschreiten würde. UNd plötzlich stehen da Lärmschutzwände. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Oder das Beispiel Podbi, da musste 2006 und 2007 nachträglich für viel Geld nachgebessert werden, weil die errechneten Zahlen hinten und vorne nicht stimmten.
In Summe wirkt das alles wenig souverän.
Leine1977 October 14th, 2011, 01:51 PM Ich hab mir das hier zwar alles nicht durchgelesen, aber ich finde, dass solche riesen Logistik-Hallen in den Norden Hannovers um den Flughafen gehören.
Der Kronsberg als Naturfläche sollte da nicht auch noch verschandelt werden.
CrayZD October 14th, 2011, 02:16 PM Wenn die Anbindung gut sein soll, wie sieht dann eine schlechte aus? Wir hatten die Diskussion hier zwar schon, aber: Die Taktungen außerhalb der HVZ sind schlecht, gerade zum vermuteten Schichtwechsel morgens (ca. 5 bis 7 h) und abends (21 bis 23 h) fahren die Bahnen in einem viel zu dünnen Takt.
Ein Phänomen, das der Nahverkehr in Hannover allgemein so an sich hat. Deswegen ist auch praktisch jeder Standort davon betroffen, der nur durch eine Linie angebunden ist - Anderten demnach genauso, genau wie die von Dir damals vorgeschlagenen 'besseren' Standorte Stöcken/Garbsen und Langenhagen. Gehen wir aber trotzdem mal davon aus dass die Anbindung an allen genannten Alternativstandorten im Stadt- wie Bundesvergleich durchaus gut ist für ein Gewerbegebiet (auch wenn Du ja den Mitdiskutierenden hier oft weismachen willst, dass der ÖPNV generell eine Katastrophe ist und man besser mit dem Auto fährt, was ich angesichts Deines Hintergrundes für umso fragwürdiger halte).
Zieht man als weitere wahrscheinliche Anforderung von Amazon 'schnelle Umsetzung' in Betracht, dann stellt sich eine andere Frage: wo an den genannten Standorten gibt der FNP eine derart große Reservefläche her? In Stöcken oder Langenhagen (zumindest nicht im Einzugsbereich der Bahn) schließe ich das aus, in Anderten entzieht es sich meiner Kenntnis). Sollte es auch in Anderten nicht so sein, wäre auch hier bei FNP-Änderung mit massiven Wutbürgerprotesten (z.B. von Anwohnern des Südschnellwegs und der Höverschen Straße) zu rechnen - mit dem Unterschied, dass hier noch eine weitere bürokratische Hürde zu nehmen wäre. Denn der FNP für das Kronsberg-Areal weist bereits mehrere 100.000 m² lupenreines Gewerbegebiet aus (dumm, wenn man sich das beim Einzug nicht anschaut und jetzt schreit).
Daher kann es gut sein, dass der Kronsberg als einziges Areal die Anforderungen von Amazon erfüllt hat... dann sollte man allerdings auch offen kommunzieren, dass man die Fläche aktiv angeboten hat. So weit ist die Kritik durchaus berechtigt.
@Leine: es handelt sich aber bei dem fraglichen Areal nicht (mehr) um eine Naturfläche, auch wenn sie heute als Parkplatz nur teilversiegelt ist. An der Messe Gewerbe anzusiedeln, hat die Stadt seit Urzeiten auf dem Schirm... nicht erst seit der Expo. Bisher hat das allerdings aufgrund der abgeschiedenen Lage nur sehr spärlich geklappt.
homann5 October 14th, 2011, 02:39 PM Ein Phänomen, das der Nahverkehr in Hannover allgemein so an sich hat. Deswegen ist auch praktisch jeder Standort davon betroffen, der nur durch eine Linie angebunden ist - Anderten demnach genauso, genau wie die von Dir damals vorgeschlagenen 'besseren' Standorte Stöcken/Garbsen und Langenhagen. Gehen wir aber trotzdem mal davon aus dass die Anbindung an allen genannten Alternativstandorten im Stadt- wie Bundesvergleich durchaus gut ist für ein Gewerbegebiet (auch wenn Du ja den Mitdiskutierenden hier oft weismachen willst, dass der ÖPNV generell eine Katastrophe ist und man besser mit dem Auto fährt, was ich angesichts Deines Hintergrundes für umso fragwürdiger halte).
Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die von mir genannten Standorte auch per S-Bahn gut erreichbar sind, bzw. ein deutlich besserer Busanschluss vorhanden ist. Sicherlich ist die Anbidung besser als in Bantorf (warum auch immer man da einen Logistikstandort bauen musste), von einem gut ist man aber weit entfernt. Außer den Ansprüche sind mittlerweile extrem gering. Was den an mich perönlich gerichteten Einwand angeht: Ja, es gibt Bereiche in Hannover, in denen der ÖPNV wahrlich eine Katastrophe ist.
Zieht man als weitere wahrscheinliche Anforderung von Amazon 'schnelle Umsetzung' in Betracht, dann stellt sich eine andere Frage: wo an den genannten Standorten gibt der FNP eine derart große Reservefläche her?
Dieser Punkt spricht natürlich für die Messeparkplätze als Standort. Allerdings: Änderungen des FNP sind nichts neues, hat die Stadt ja gerade beim Expo-Gelände schon mehrfach gemacht.
Denn der FNP für das Kronsberg-Areal weist bereits mehrere 100.000 m² lupenreines Gewerbegebiet aus (dumm, wenn man sich das beim Einzug nicht anschaut und jetzt schreit).
Isoliert betrachtet hast Du natürlich Recht. Aber auch hier gibt es einen Einwurf: Die Stadt hat schon vor der Expo gesagt, dass östlich und südlich des echten Messegeländes weder weiteres Gewerbe noch weiterer Handel entstehen soll. Man wollte die östlichen Flächen ebenso wie südlichen freihalten, letztere waren ja ursprünglich ein Naturschutzgebiet. Wenn Dir also vor dem Bau gesagt wird "Da kommt nix mehr hin!" und da am Ende dann doch was entsteht, kann man sich schon leicht verar... vorkommen. Vorausgesetzt natürlich, die Stadt hat das damals wirlich so konkret kommuniziert.
Bob! November 8th, 2011, 05:19 PM Die Stadt hat ein Internetforum zum geplanten Logistikzentrum am Messegelände eingerichtet.
Artikel auf hannover.de: http://www.hannover.de/data/meldungen/meld_lhh/2011/11_2011/forum.html
direkt zum Forum: https://e-government.hannover-stadt.de/forum/viewforum.php?f=17&sid=0b0326acd8cbb240e73a7c27da51b20e
CrayZD November 8th, 2011, 05:52 PM Sehr pikant auch das hier:
Heftige Kritik an Kramarek
VON C. BOHNENKAMP
HANNOVER. Am Morgen gerade frisch zur Bürgermeisterin gewählt – und bereits wenige Stunden später ins erste Fettnäpfchen getreten. Der Auftritt der Grünen Regine Kramarek am Donnerstagabend bei einer Bürgerversammlung zum geplanten Logistikzentrum im Annastift sorgt weiter für Gesprächsstoff. Kramarek hatte sich zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass auf einer Mitgliederversammlung wenige Tage zuvor nicht alle Grünen für das Logistikzentrum gestimmt hätten. Gegenüber der NP sagte sie zudem, dass sie die Ansiedlung des Logistikzentrums „höchst kritisch“ sehe. „Als Bürgermeisterin hat sie die Interessen der ganzen Stadt zu vertreten und nicht nur eines Teils der Bevölkerung“, kritisierte CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Er fordert, dass sich Kramarek in Zukunft mit solchen tagespolitischen Einschätzungen zurückhalten muss. „Von einer Bürgermeisterin erwarte ich eher, dass sie ausgleichend wirkt und sich nicht so auf eine Seite schlägt“, so Seidel. Verärgert reagierte auch FDP-Ratsfrau Sylvia Bruns auf die Äußerungen Kramareks: „Frau Kramarek hat ihren ersten Auftritt als Bürgermeisterin voll vergeigt. Auch wenn sie meint, sie hätte als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bezirksrat gesprochen, so hat sie vergessen, dass sie jetzt auch Bürgermeisterin der Landeshauptstadt ist.“ Heftige Kritik gab es auch vom Koali-tionspartner. „Jeder blamiert sich, so gut er kann“, hieß es aus den Reihen der SPD-Ratsfraktion. Selbst in ihrer eigenen Partei hatte Kramarek mit ihrem Auftritt für Kopfschütteln gesorgt. Das Thema wird wohl bei der nächsten Fraktionssitzung der Grünen zur Sprache kommen. Kramarek ruderte gestern bereits zurück: „Man muss auch erst einmal ankommen in seinem Amt. In Zukunft werde ich mich genauer mit der Stadt absprechen, bevor ich mich positioniere.“ Allerdings sei es wichtig, sich auch als Bürgermeisterin eine kritische Meinung zu bewahren.
Wer auch Ansichten zum Logistikzentrum äußern will, kann das ab sofort im Internetforum machen, das die Stadt unter hannover.de/logistikzentrum freigeschaltet hat.
Quelle: NP-Printausgabe von heute (http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20111108html/Page/1108_NP_HP_11.jpg)
Soviel Nichtbeachtung des abgestimmten Partei-/Koalitionskurses würde ich mir an anderer Stelle auch mal wünschen. Schön wär's z.B. wenn ein führendes SPD-(oder besser noch Grünen-)Mitglied in der Region rausposaunen würde, dass 'längst nicht alle in der Fraktion den D-Tunnel ablehnen' und er eine Oberflächenlösung 'höchst kritisch sieht'. ;)
hniemeyer November 12th, 2011, 08:11 PM Heftige Kritik an Kramarek
VON C. BOHNENKAMP
HANNOVER. Am Morgen gerade frisch zur Bürgermeisterin gewählt – und bereits wenige Stunden später ins erste Fettnäpfchen getreten. Der Auftritt der Grünen Regine Kramarek am Donnerstagabend bei einer Bürgerversammlung zum geplanten Logistikzentrum im Annastift sorgt weiter für Gesprächsstoff. Kramarek hatte sich zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass auf einer Mitgliederversammlung wenige Tage zuvor nicht alle Grünen für das Logistikzentrum gestimmt hätten. Gegenüber der NP sagte sie zudem, dass sie die Ansiedlung des Logistikzentrums „höchst kritisch“ sehe. „Als Bürgermeisterin hat sie die Interessen der ganzen Stadt zu vertreten und nicht nur eines Teils der Bevölkerung“, kritisierte CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Er fordert, dass sich Kramarek in Zukunft mit solchen tagespolitischen Einschätzungen zurückhalten muss. „Von einer Bürgermeisterin erwarte ich eher, dass sie ausgleichend wirkt und sich nicht so auf eine Seite schlägt“, so Seidel. Verärgert reagierte auch FDP-Ratsfrau Sylvia Bruns auf die Äußerungen Kramareks: „Frau Kramarek hat ihren ersten Auftritt als Bürgermeisterin voll vergeigt. Auch wenn sie meint, sie hätte als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bezirksrat gesprochen, so hat sie vergessen, dass sie jetzt auch Bürgermeisterin der Landeshauptstadt ist.“ Heftige Kritik gab es auch vom Koali-tionspartner. „Jeder blamiert sich, so gut er kann“, hieß es aus den Reihen der SPD-Ratsfraktion. Selbst in ihrer eigenen Partei hatte Kramarek mit ihrem Auftritt für Kopfschütteln gesorgt. Das Thema wird wohl bei der nächsten Fraktionssitzung der Grünen zur Sprache kommen. Kramarek ruderte gestern bereits zurück: „Man muss auch erst einmal ankommen in seinem Amt. In Zukunft werde ich mich genauer mit der Stadt absprechen, bevor ich mich positioniere.“ Allerdings sei es wichtig, sich auch als Bürgermeisterin eine kritische Meinung zu bewahren.
Wer auch Ansichten zum Logistikzentrum äußern will, kann das ab sofort im Internetforum machen, das die Stadt unter hannover.de/logistikzentrum freigeschaltet hat.
KEIN MAULKORB
Ich wünsche mir mehr so couragierte Politikerin wie Frau Kramarek. Das was gegen sie initiiert wird, ist in höchstem Maße demokratiefeindlich. Und zeigt einmal mehr wie in dieser Stadt inzwischen unliebsame Meinungen per Einschüchterung und mit Repressalien gezielt zum Schweigen gebracht werden sollen. Ganz im Gegenteil: Es ist ihre Pflicht als Bürgermeister diese Einschätzung kundzutun und diese ist im Übrigen durchaus ausgleichend. Also ich war bei der konstituierenden Sitzung des Stadtbezirksrats der Stadtteile Kirchrode-Bemerode-Wülfel. Ich appelliere an Frau Kramarek sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin Ihre Meinung aufrichtig zu vertreten. Ich bin mir sicher, dass Sie aktuell viele tausend Wählerstimmen gewonnen, als verloren zu haben. Um die Metapher weiter zu bemühen. Ich sehe die Kritiker von Frau Kramarek förmlich im Fett suhlen. Viele Bewohner sind entsetzt was aktuell in dieser Stadt abläuft.
CrayZD November 14th, 2011, 10:08 AM Viele Bewohner sind entsetzt was aktuell in dieser Stadt abläuft.
Stimmt, ich bin auch immer wieder entsetzt, was für einen Enthusiasmus die Hannoveraner im Verhindern von Gewerbeansiedlungen, landesweit beachteten Veranstaltungen, Städtebauprojekten etc. entwickeln können, sobald die Gefahr besteht, dass sie in ihrem Dämmerschlaf gestört werden.
Ähnlichen Enthusiasmus würde ich mir bei der Weiterentwicklung der Stadt auch mal von ihren Bürgern wünschen... nur genau da geht ihnen selbiger komischerweise ab. :(
Zu den Grünen muss man eigentlich kein Wort mehr verlieren. Nachdem sie ihren exorbitanten Erfolg auf Landes- und Bundesebene der konsequenten Profilierung als Dagegen-Partei zu verdanken haben, muss man dieses Profil eben auch auf regionaler Ebene stärken. Siehe z.B. D-Linie.
matheking November 14th, 2011, 11:25 AM Naja, das Image der Grünen als Dagegen-Partei haben sie eher ihrem politischen Gegnern , denn ihrer Arbeit zu verdanken.
In vielen Punkten sind grüne Positionen gegen den derzeitigen Stand, aber sie haben ja durchaus Konzepte, wie sie es "besser" machen wollen. Du führst das Beispiel D-Tunnel ja selber an. Die Grünen sind gegen einen Tunnel, aber für eine Niederflurbahn.
CrayZD November 14th, 2011, 11:58 AM Das ist aber auch gleich ein gutes Beispiel: grüne Ideen beinhalten grundsätzlich ein deutlich schlechteres Kosten/Nutzen-Verhältnis (Niederflur ist ja verkehrstechnisch keine Alternativlösung zum Tunnel, sondern soll lediglich zwei Hochbahnsteige in Linden verhindern). Gleichzeitig werden Entwicklungen boykottiert, die diesen Kostennachteil zumindest teilweise kompensieren könnten, wie eben die o.g. Gewerbeansiedlungen.
Am Beispiel Linden findet sich gerade heute wieder ein Artikel in der NP, in dem sich die Grünen als Anti-Gentrifizierungspartei positionieren und dafür plädieren, eine Erhöhung des Mietniveaus mit allen Mitteln zu verhindern. Mit anderen Worten: Linden soll städtebauliche Luxuslösungen bekommen und trotzdem durch staatliche Subventionen für sozial Schwache erschwinglich bleiben. Das ist diese Utopiepolitik, die mich bei den Grünen so ankotzt.
Bestes Beispiel ist auch die Energiepolitik. Auf Bundesebene wehrt man sich sowohl gegen Atomkraft als auch gegen weitere konventionelle Kraftwerke (was ich durchaus begrüße), auf regionaler Ebene verhindert man aber gleichzeitig alles, was für eine auf erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung nötig ist: neue Windparks bzw. Repowering, neue Stromtrassen usw.
Kurzum: in meinen Augen ist alles, was die Grünen über meinetwegen 6-7% hinaus an Stimmen rekrutieren, reines Protestwählerpotenzial.
hniemeyer November 15th, 2011, 03:32 PM Ein paar weitere bisher zu wenig beachtete Aspekte, die mir spontan zu dem geplanten Bauvorhaben einfallen. Übrigens endet in Kürze am 21. November die Frist für die erste Phase der "Stellungnahme".
Zu den skanadlösen Praktiken bei Amazon hat die Landesregierung Nordrheinwestfahlen gerade ein Statement veröffentlicht. Das von der Stadt stetig wiederholte Killerargument "Schaffung von NQ-Arbeitsplätze" kehrt sich aktuell in das genaue Gegenteil um. Und die bundesweite öffentliche Diskussion um Amazon ist erst am Anfang.
http://www.nrw.de/landesregierung/skandaloese-praktiken-bei-amazon-muessen-ein-ende-haben-11843/
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kritik-an-arbeitsbedingungen-bei-amazon-weihnachtselfen-im-praktikum-1.1186410
http://www.verivox.de/nachrichten/unbezahltes-probearbeiten-beutet-amazon-mitarbeiter-aus-80671.aspx
usw.
Fazit: Derartige Arbeitsplätze sind nicht geeignet ein solches Ansiedlungsvorhaben zu begründen.
TINA
Politik definiert sich über die Schaffung von Alternativen und ist gefordert diese aufzuzeigen. Was hat die Stadt Hannover hier vorzuweisen? Leider weniger als Nichts. Eine TINA- Strategie (there is no alternative) funktioniert selbst bei der geschätzten Frau Bundeskanzlerin nicht mehr. Warum setzt die Stadt alles auf eine Karte, anstatt sich mit alternativen Flächen in der Region Hannover in die Bewerbung einer Ansiedlung von Amazon zu bringen? "Entscheiden" läßt sich nur, wenn Alternativen zur Wahl stehen. Da die Stadt dies versäumt hat kämpft sie wie verbissen um diese eine Option. Das geht bis dahin - und das ist unertäglich und demokratiefeindlich - dass das Transparenzgebot für solche Vorhaben mit den Füßen getreten wird. Bedienstete sowie Mandatsträger aus Stadt-, Rat und Bauamt werden massiv unter Druck gesetzt. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst und Einschüchterung mit der impliziten Androhung von Repressalien wie die eines EDEKA-Scheins (Ende der Karriere). Dies hätte ich für Hannover kaum für möglich gehalten.
Nicht angemessen
Eine Beachtung des Prinzips der Angemessenheit ist hier nicht erkennbar. Ein Logistikzentrum dieser Größenordnung mit den damit verbunden Impacts ist bei gebührender Berücksichtigung der Anwohner und Unternehmen der näheren Umgebung (Finanz Informatik, IBM, Renk usw.) nicht begründbar. Dazu kommt, dass in der direkten Nähe besonders viele Kleinkinder aufwachsen, die jahrelang durch die Stadt dort mit Förderung von jungen Familien gesteuert angesiedelt wurden. Und spätestens da wird es zynisch. Im gesamten Emslandviertel, Kronsberg wie auch Bemeroder Obstgarten sind in direkter Nachbarschaft zum dem Ansiedlungsvorhaben naturgemäß auch spielende Kinder auf den Straßen, die durch den zu erwartenen Ausweichverkehr einer zusätzlichen Gefährung ausgesetzt werden. Desweiteren die negativen Begleiterscheinungen wie Emission von Lärm, Dreck und negativer Beeinflussung des Mikroklima. Gerade die LKWs verfügen im Gegensatz zu PKW meist noch über keine Rußpartikelfilter.
Was ist aus dem Förderprojekt "Mensch-Natur-Technik" geworden?
Dann sind noch viele Fragen zum Thema Cousteau-Str. offen: Hier sind EU-Gelder im Rahmen der Expo unter der Thematik "Mensch-Natur-Technik" geflossen. Was jetzt angedacht ist widerspricht dem eklatant und erfüllt den Tatbestand der Fördergeld-Erschleichung. Im Übrigen ist die stark befahrene Cousteau-Allee eine jahrhundertealte Handelsstraße die nun der Öffentlichkeit entzogen werden soll. Eine von der Stadt geplante Verkehrsmessung im Rahmen des Gutachten-Erstellung war hier bisher nicht erkennbar. Gestern gab es mehrstündige Staus in dem Bereich. Von Polizei weit und breit nichts zu sehen. Vermutlich aus der Befürchtung heraus, festzustellen dass die Cousteau-Str. unliebsam stärker befahren ist als gedacht, möchte die Stadt sich dies nicht noch durch eine gutachterliche Messung bestätigt wissen. Unter dem EXPO-Projekt war die Flächennutzung für ein Mischgewerbe-Nutzung vorgesehen. Ansiedlungswillige Interessensbekundungen von kleineren Unternehmungen die genau in das Konzept passten, wurden von der Stadt jahrelang abgewimmelt. Das ist nicht akzeptabel. Wenn die Stadt Ihre Expo-Vergangenheit abstreifen möchte, muss sie sich dazu bekennen und auch die Konsequenzen bis hin zur Regulierung von Schadenersatzforderungen akzeptieren.
Logistikflächen auf ehemaligen Erdölfördergebiet
Auf der ausgewiesenen Fläche befinden sich noch immer nur notdürftig versiegelte Erdölförderlöcher. Diese sind in dem Fächennutzungsplan leider nicht ausgewiesen. Hat die Stadt Amazon darüber informiert? Die Firma Möbel-Staude hat genau aus dem Grund dieser "Überraschung" Ihr seinerzeitiges Bauvorhaben auf dem Expo-Gelände ggü. Ikea beendet. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass Amazon bzw. Goodmann davon begeistert sein werden, hier von schwer kalkulierbaren Bauverzögerung durch die Sanierung der Altlasten in ihrem zeitkritischen Plan ausgebremst zu werden. Hinzu kommen die bereits sehr aufwändigen weiträumigen Verlegungsarbeiten von Trinkwasser- und Starkstromleitungen. Desweiteren die erheblichen Problematiken die von der Deponiefläche ausgehen. Die liebliche Umschreibung der Altlasten als "harmlose Hausmülldeponien" durch Herrn Mönninghof können nichts daran ändern, dass hier früher die gesamte "Müll-Schickeria" Hannovers ihren Dreck günstig und ohne große Nachfragen entsorgen konnte. Dies beinhaltete laut mehrfacher Augenzeugenberichte auch große Mengen hochgradig toxischen Chemiemülls.
Dies um nur einige wenige Punkte aufzuzeigen. Ca. 30 weitere werde ich als Stellungnahme in der bald endenden ersten Phase einreichen.
CrayZD November 15th, 2011, 04:27 PM Eine TINA- Strategie (there is no alternative) [...]
Es herrscht eine Atmosphäre der Angst und Einschüchterung mit der impliziten Androhung von Repressalien wie die eines EDEKA-Scheins (Ende der Karriere).
Spielen wir jetzt Bullshit-Bingo?
Im Übrigen ist die stark befahrene
Die bitte was?!? Jedesmal, wenn ich die außerhalb der Messezeiten befahren habe, war ich dort alleine.
Cousteau-Allee
Die dann doch schon etwas länger Cousteaustraße heißt.
eine jahrhundertealte Handelsstraße die nun der Öffentlichkeit entzogen werden soll.
Ja, und? Die Lister Meile hieß früher 'Celler Heerstraße' und diente - nomen est omen - dem Truppentransport. Was trägt dieses Faktum über eine heute unbedeutende Messeparkplatz- und Heliport-Erschließungsstraße zur Diskussion bei, außer etwas historischem Sentimentalismus?
Es bleibt dabei: ihre teilweise durchaus lesens- und bedenkenswerten Gegenargumente disqualifizieren Sie durch Ihre massiven Einsprengsel von Polemik und Halbwahrheiten bis hin zur dreisten Lüge selbst. Langsam verliere ich da die Lust am Lesen, und sollten Sie Ihre auf Krawall gebürstete Art des Vortrags nicht ändern, dann hoffe ich dass es den Stadt- und ggf. Gerichtsbediensteten ähnlich geht.
hniemeyer November 17th, 2011, 12:31 AM Aktion 101 Luftballons
am Sonntag 20.11.2011 findet auf dem Geländes des geplanten Logistikzentrums östlich der Weltausstelungsallee Ost eine Veranstaltung der Bürgeriniative
"ProKronsberg-Mensch-Natur-Zukunft" statt.
Die Veranstaltung zeigt das Ausmaß und die Folgen des Projektes für die Anwohner der angrenzenden Stadtteile Bemerode, Kirchrode, Kronsberg, Wülferode, Döhren, Wülfel und Mittelfeld sowie die damit verbundenen Bürgerproteste betr. der geplanten Halle vor Ort auf. Dem interessierten Bürger und Politiker wird Gelegenheit gegeben sich darüber intensiv zu informieren und austauschen zu können.
Die BI lädt ein, zum sonntäglichen Spaziergang um die virtuelle Halle am Sonntag, 20. November 2011 um 14 Uhr Informationen zur Änderung der Bauleitpläne, Planungsstand, weitere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, Austausch zwischen Anliegern und Betroffenen sowie interessierten Politikern werden ebenso geboten wie mit Kinderpunch, Glühwein und Bratwurst für das leibliche Wohl an der Cousteau-Allee/Kreuzung Emmy-Noether-Straße gesorgt wird.
Weitere Infos und die dazugehörige Pressemeldung gibt es hier: http://www.premiumpresse.de/printPDF.php?prid=1571093
Queron November 17th, 2011, 02:59 PM Als ich neulich mal südlich vom Kronsberg-Viertel spazieren war und in der Ferne einen LKW vom Kattenbrookstrift in die Emmy-Noether-Allee hab abbiegen sehen, habe ich mal gelauscht, wieviel ich von diesem höre - das Ergebnis war: ich habe rein gar nichts gehört! Das war die gleiche Entfernung wie zur Einmündung zum Ortskamp, wo die ersten Wohnhäuser stehen. Den Punkt Lärmbelästigung kann man also schon mal vernachlässigen.
CrayZD November 17th, 2011, 03:23 PM ... während ich von den Stadtbahnen in der Wohnung bei geöffnetem Fenster jede einzelne höre. Und ich wohne nicht direkt an der Kattenbrookstrift und habe die Fenster 'nach hinten raus'. Davon sind's immerhin auch um die 200 pro Tag, zu Messezeiten deutlich mehr.
Soll keine Kritik an der Stadtbahn darstellen, lediglich ein Zurechtrücken der Verhältnisse.
Sanshiro November 17th, 2011, 09:05 PM Bestes Beispiel ist auch die Energiepolitik. Auf Bundesebene wehrt man sich sowohl gegen Atomkraft als auch gegen weitere konventionelle Kraftwerke (was ich durchaus begrüße), auf regionaler Ebene verhindert man aber gleichzeitig alles, was für eine auf erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung nötig ist: neue Windparks bzw. Repowering, neue Stromtrassen usw..
"Wir können doch alle Talsperren in Norwegen bauen!" (http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-23917/politik-gruen-gegen-gruen-moderiert-von-gruen-seite-3_aid_675425.html)
Bestes Beispiel der "Nicht vor meiner Haustür!"-Grünen.
weidetor November 18th, 2011, 11:05 AM jetzt war ja gerade messe und anscheinend war diese besser besucht als erwartet. zumindest gab es morgens und abends fast schon verkehrschaos. gibt es hierzu schon meinungen, wie das aussehen wird wenn dann noch zusaätzlich die amazon lkws dazukommen? und haben die parkplätze an der messe ausgereicht auch ohne die für amazon vorgesehen flächen? sonst müsste da ja zusätzlich noch woanders parkraum geschaffen werden.
CrayZD November 18th, 2011, 11:11 AM ^^ Wie gesagt, dass es eine alternative Verkehrsführung für die Amazon-Lkws zu Messezeiten geben muss, steht außer Frage. Und wenn für 2x3 Stunden am Tag der Fahrbetrieb stillgelegt wird - was allerdings gerade zur Agritechnica (Weihnachtsgeschäft) nicht mit moderner Just-In-Time-Logistik vereinbar sein dürfte.
Damit steht und fällt m.E. die Ansiedlung. Wenn die Stadt hier keine Antworten findet, bin ich auch dagegen.
Das mit den Parkplätzen sehe ich etwas entspannter. Bisher war selbst bei Großmessen maximal die erste Parkplatzreihe zwischen Weltausstellungsallee und Cousteaustraße geöffnet. Bei effektiverer Verkehrsleitung kann man auf die u.U. auch noch verzichten (z.B. ist die Auslastung im Westbereich traditionell eher schlecht, hier könnte man nachbessern). Und mittelfristig gehe ich eh davon aus, dass die Halle 1 einem neuen Großparkhaus weichen muss.
Squig November 18th, 2011, 11:43 AM Zur laufenden Messe kann man mit Hilfe von Kombitickets doch schonmal Abhilfe schaffen (eigentlich unverständlich, dass es sie nicht schon gibt). Außerdem findet die Agricultura nur alle 2 Jahre statt zur Zeit.
hniemeyer November 20th, 2011, 06:50 PM @homann: Im Landschaftsschutzgebiet??
Ansonsten sehe ich da kaum geeignete Flächen...
Der Kronsberg ist im übrigen ebenfalls ein Landschaftsschutzgebiet. Und direkt daneben soll die große Sünde (Versiegelung der Fläche) stattfinden. Bisher wurde auf dem Kornsberg jedem Tropfen Wasser eine große Bedutung beigemessen ihn einer Versickerung zuzuführen. Und dann nord-westlich der geplanten Bebeauung die drei tief in das Erdreich ragenden Deponien. Steigende Grundwasserpegel durch Starkregen - die im Übrigen durch die Klimaveränderung immer häufiger stattfinden - können zu massiven weitreichenden Grundwasser-Kontaminationen führen. Zumindest zwei der drei Deponien sind mit hochtoxisschen Abfällen belastet.
Mit der Änderung der Bauleitpläne wird das bisher sinnvolle ökologische Konzept der Siedlung und des Landschaftsschutzgebietes Kronsberg, das während der EXPO 2000 initiiert und mit Fördergeldern u.a. aus der EU und den Bundeshaushalt finanziert worden ist, leichtfertig aufgegeben.
hniemeyer November 20th, 2011, 06:52 PM Presseinformation der Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft GbR
Es könnte die Firmenansiedlung des Jahrzehntes werden, wenn sich ein internationales Versandhandelsunternehmen am Messeschnellweg ansiedelt, war eine der Schlagzeilen in Hannovers Presse Ende September 2011. Nach Angaben des bislang noch nicht benannten Nutzers werden damit 1.000 Dauerarbeitsplätze und bis zu 1.500 Saisonkräfte für Arbeit an 7 Tagen in der Woche im 24 Stundenbetrieb entstehen ab September 2012. Was bedeutet das?
Grundsätzlich ist die Zielsetzung, Arbeitsplätze zu schaffen, sinnvoll und begrüßenswert. Gleichwohl verwundert, in welcher Geschwindigkeit die Änderung der Bauleitpläne von der Verwaltung betrieben wird. Logistiker sprechen vorsichtig bei Neuansiedlungen von mehreren Jahren Planungszeit, um den gesetzlichen Anforderungen, insbesondere ökologischen Aspekten, Verkehrsleitplanung und betroffenen Anliegern angemessen zu begegnen.
Oberbürgermeister Weil hat in einer ersten Bürgerveranstaltung im Oktober eingeräumt, daß Steuereinnahmen nicht zu erwarten sind. Ein Erlös werde durch den Verkauf der Fläche erzielt. Wird tatsächlich ein Erlös erzielt?
Mit der Änderung der Bauleitpläne wird das ökologische Konzept der Siedlung und des Landschaftsschutzgebietes Kronsberg, das während der EXPO aufgelegt und mit Geldern unterschiedlicher Haushalte finanziert worden ist, aufgegeben. Das Siedlungskonzept sah auf 2/3 der jetzt betroffenen Fläche eine kleinflächige Bebauung zur gewerblichen und privaten Nutzung vor. Ein Konzept, das sowohl Arbeitsplätze ortsnah geschaffen als auch Belastungen für die Anlieger minimiert hätte als auch den ökologischen Besonderheiten des Kronsberges, seiner Beschaffung und Flora und Fauna gerecht geworden ist.
Für die Klärung naturschutzrechtlicher Aspekte wird dem Gesetz nach ein Jahr benötigt, um Flora und Fauna über die Jahreszeiten zu beobachten. Das Änderungsverfahren wurde jetzt eingeleitet und ab September 2012 soll die logistische "Produktion" bereits vor Ort laufen. Ist das Landschaftsschutzgebiet Kronsberg und deren angrenzende Siedlung ökologisch gescheitert, um sich über diese Anforderung bei einer Umsetzung derart hinwegsetzen zu können?
Demgegenüber wären mit der Aufgabe des Siedlungskonzeptes erhebliche Kosten für den Rückbau der Cousteau-Allee, Abholzen der mehr als zehn Jahre alten Bäume sowie von Ver- und Entsorgungsleitungen verbunden. Weitere Kosten entstünden durch Immissionsschutz. Können die Anlieger vor den Licht-, Lärm-, Schmutzimmissionen überhaupt geschützt werden?
Ein Teil der geplanten Sonderfläche Logistik selbst wurde teils zur Erdölförderung genutzt, teils handelt es sich um Deponieflächen Bemerode I und III, die zur EXPO, die bekanntlich unter dem Motto "Mensch, Natur, Technik" gestanden hat, versiegelt und mit Engasungsanlagen aufgearbeitet wurden. Auf dem von der Messe als Parkplatz genutzten Bereich ist ein Teil abgesperrt. Nach derzeitigem Kenntnisstand darf die abgesperrte Fläche wegen Einsturzgefahr in einen Teil der Deponie noch nicht einmal beparkt werden!
33 Hektar Land auf dem Präsentierteller vor der Deutschen Messe AG am Schnellweg heißt Werbung für den Nutzer, dessen Branche boomt. Und nach dem Boom? Nach dem Boom stehen Hannover und der Region weder die Arbeitsplätze zur Verfügung noch hat sie Zugriff auf den Grund, vormals ein Teil ihres "Tafelsilbers". Stattdessen hätte der Investor ein Renditeobjekt. Bei der Größe der Fläche wie auch der geplanten Halle – der IKEA-Expo-Bau würde fast 8 Mal hineinpassen – ist gewiß, daß der Investor unabhängig vom potentiellen Nutzer vor einer Investition auch diese Szenarien durchgespielt.
Nach Nutzerangaben bis zu 400 Lastkraftwagen und bei Schichtwechsel bis zu 1.000 PKW von und zu dem Gelände fahren werden. Mit Beginn der Dunkelheit sind vergleichbare Hallen beleuchtet. Dies hat immense Auswirkungen durch die Immissionen an Feinstaub, Lärm und Licht für die Anlieger und letztendlich für die Stadt Hannover.
Das Frauenhofer Institut hat sowohl festgestellt, welche gute Stellung Hannover im Bereich Mobilität aufweist als auch welche Belastungen durch Feinstaub und Lärm Hannoveraner ausgesetzt sind. In der Bürgerversammlung hat Oberbürgermeister Weil die Erkenntnisse zu Belastungen als nicht repräsentativ abgetan. …
Bis zur EXPO stand der Mensch für Hannover im Vordergrund. Ende 2010 wurde ein Lärmaktionsplan der Stadt verabschiedet. Die Stadt Hannover hat eine strenge Baumschutzsatzung.
Nutzentransparenz setzt voraus, die Kosten insgesamt, ihre Träger im Verhältnis zum Verkaufserlös und nachhaltiger gesicherter Schaffung von Arbeitsplätzen zu veröffentlichen.
Aufgrund dessen hat sich zur aktiven Beteiligung von Anliegern und Betroffenen die Initiative "pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft" gegründet. "pro.kronsberg" zeigt auf, welche Ausmaße und damit auch möglichen Folgen die geplante Logistikhalle an der Siedlung Kronsberg und Seelhorst hat.
verantwortlich: Initiative "pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft" GbR
hniemeyer November 20th, 2011, 07:38 PM Bilder von der Aktion der Initiative "pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft" am 20.11.2011
http://pressehouse.de/bi_pk/bi_pro_kronsberg_20111120_aktion_101_luftballons.html
matheking November 20th, 2011, 08:38 PM Irgendwie ermüden mich all diese Dagegen-BIs. Dabei entstamme ich selber einer solchen Familie. Das ist dann irgendwann in eine politische Karriere mit nennenswerten Posten gemündet. Ich habe also durchaus Sympathien für solche Gruppen, die ja, wie mir scheint, zumindestens in Teilbereichen mit Ihrer Kritik recht haben. Trotzdem kann ich mich ncht so recht gegen die Ansiedlung von Amazon stellen.
Lefthandy November 21st, 2011, 12:19 AM Es hat was von Don Quijote.
Wobei es nicht gegen den technischen Fortschritt geht, sondern gegen die so empfundene Willkür derer da oben. Politik im allgemeinen entkoppelt sich von den Bürgern, wird zunehmend offen eher gegen als im Namen des Volkes betrieben, "alternativlos" wird Unwort des Jahres. Aufgestautes Unbehagen bei gleichzeitiger politischer Sprachlosigkeit finden Ausdruck in Banalitäten auf kommunaler Ebene: Bauvorhaben. Irgendwo findet man die Haare in der Suppe und dann kann endlich alles raus: Wir wurden ja gar nicht gefragt! Nicht mit uns! Auf in den Kampf!
Wenn große Konflikte im kleinen ausgetragen werden, hat das den Vorteil, dass man sich ihnen nicht bewusst werden muss, und der Gegner (unbekannte Lokalpolitiker unterfinanzierter Kommunen) allemal zu schlagen ist.
Ich maße mir im Einzelfall kein endgültiges Urteil zu, aber das ewig gleiche Muster, nach dem die plötzlich angespitzten Kleinsparer auf der Matte stehen, ist wie schon gesagt wirklich ermüdend.
homann5 November 21st, 2011, 10:50 AM Lefthandy, grundsätzlich hast Du damit vollkommen Recht. Man muss aber ein wenig differenzieren. Denn während man bei großen Projekten als Bürger keine oder nur eine mikroskopisch kleine Chance hat, seinen Unmut deutlich zum Ausdruck zu bringen und damit Einfluss zu nehmen, kann man der Politik bei so "kleinen" Vorhaben schon wesentlich mehr bewirken. Was aber in meinen Augen gar nicht geht: (Politisches) Engagement der Bürger fordern und dieses dann verteufeln.
Selbst wenn nur die Hälfte der Argumente der Gegner stimmt, ist eine Ansiedlung an der von der Stadt gewünshten Stelle nicht möglich. Dabei wird ein durchaus wichtiger Aspekt ja erst jetzt langsam ins Rampenlicht gezerrt: Die Qualität der Arbeitsplätze sowie die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Im HAZ-Forum gibt es dazu einige Aussagen, die auch schon mehrfach durch zahlreichen Medien so bestätigt worden sind. Ob man unter diesem Gesichtspunkt wirklich davon sprechen kann, dass Hannover von neuen Arbeitsplätzen profitieren wird, mag ich doch arg bezweifeln.
Lefthandy November 21st, 2011, 11:57 AM Ja, wie gesagt, es ging um den allgemeinen Trend, der unbestreitbar vorhanden ist. Weil die "Not in my Neighborhood"-Reaktionen mittlerweile so reflexartig und inflationär auftreten, ist zwar nicht ausgeschlossen, dass die Empörung teilweise oder auch vollkommen berechtigt ist, aber es wird halt ermüdend. Die bärbeißigen BIs sind außerdem jedesmal so auf Krawall gebürstet, dass man nicht umhin kommt, wahrzunehmen, dass hier etwas der Sache enthobenes ausgefochten wird. Das zeigt sich an unserem Exklusivreporter hniemeyer ja am besten.
Dass bei Amazon zur Zeit gerade eine Debatte über schlechte Arbeitsbedingungen läuft, ist zB so eine Sache die keinen der Gartenzaungrenzschützer je interessiert hätte (Höchstens zufällig ein paar wenige). Nun kommt es aber gelegen, da alles gesammelt wird, was gegen das konkrete Vorhaben geltend gemacht werden kann. Frischluftschneisen, Juchtenkäfer, 10jähriger Baumbestand, verlorengehende Straßennamen,... Die Wahllosigkeit der alle mit derselben unnachgiebigen Vehemenz vorgetragenen Argumente vergräbt möglicherweise nachvollziehbare Gründe leider unter sich. Man wird unglaubwürdig.
Das Artikulationsmittel Bürgerinitiative leidet allgemein unter der Inflation. Wenn es eh immer eine Anwohner BI gegen egal was gibt, bräuchte es sie im Prinzip gar nicht mehr zu geben.
CrayZD November 21st, 2011, 12:20 PM Dass bei Amazon zur Zeit gerade eine Debatte über schlechte Arbeitsbedingungen läuft, ist zB so eine Sache die keinen der Gartenzaungrenzschützer je interessiert hätte (Höchstens zufällig ein paar wenige). Nun kommt es aber gelegen, da alles gesammelt wird, was gegen das konkrete Vorhaben geltend gemacht werden kann. Frischluftschneisen, Juchtenkäfer, 10jähriger Baumbestand, verlorengehende Straßennamen,... Die Wahllosigkeit der alle mit derselben unnachgiebigen Vehemenz vorgetragenen Argumente vergräbt möglicherweise nachvollziehbare Gründe leider unter sich. Man wird unglaubwürdig.
Das ist der Punkt. Wer hier ernsthaft glaubt, der BI ginge es um arbeits- oder umweltpolitische Gerechtigkeit, der ist m.E. unglaublich naiv. Das Vorgehen ist stets dasselbe: man hat ein übergeordnetes Ziel (Bauprojekt verhindern) und betreibt dann Recherche nach allen möglichen Gründen, die einem bei der Erreichung dieses Ziels in die Karten spielen. Das bei dieser Recherche dann auch tatsächlich mal skandalöse Zustände ans Tageslicht kommen, ist ehrenwert... aber noch lange kein Grund, die aus rein egoistischen Motiven handelnden Wutbürger als neue Helden zu glorifizieren.
Wenn die jüngsten Meldungen stimmen, dass sich Amazon reihenweise Praktikanten als billige Arbeitskräfte hält, ist das zu verurteilen und abzustellen. Punkt. Das hat aber trotzdem rein gar nichts mit der geplanten Ansiedlung zu tun. Wo blieb der ähnliche Aufschrei beim Bau des Nord-Hub von Hermes? Die Arbeitsbedingungen bei diesem Unternehmen sind Berichten zufolge ähnlich kritikwürdig. Und neulich habe ich einen TV-Bericht über den Umgang von DHL mit seinen Subunternehmern gesehen, der einem schlicht die Sprache verschlägt. Da sollte man bei gleichem Moralansatz erstmal jeglichen Ausbau von Paketzentren verhindern oder am besten gleich gar nichts mehr online bestellen.
Wenn man solche Gründe anführt, dann muss man schon überall mit gleichem Maß messen und sich nicht verlogenerweise moralische Aspekte auf die Fahnen schreiben, wenn es doch in Wahrheit um blanken Egoismus geht.
Für mich sind Wutbürgertum und BI-Kultur kein politisches Engagement. Für mich ist das eine Gartenzaunmentalität, die an frühere Kleinstaaterei und Gutsherren-Attitüden erinnert. Ganz in der hannoverschen Tradition des Königs Ernst-August, der keine stinkende, lärmende Eisenbahn in seiner Hauptstadt haben wollte. 'Echte' Politik bezeichnet ja gerade die Kunst, aus verschiedenen Interessen den bestmöglichen Kompromiss zu finden... davon sind die Anti-Initiativen so weit entfernt wie nur irgendwas.
Lefthandy November 21st, 2011, 12:48 PM Um die Relevanz der Arbeitsbedingungsthematik zu verdeutlichen, reicht es sich vorzustellen, bei irgendeinem Unternehmen, dass sich gerade nirgends neu ansiedeln will, kämen skandalöse Arbeitbedingungen ans Licht. Sowas hätte nie im Leben Mobilisierungspotential, auch nicht bei zufällig in Standortnähe wohnenden Bürgern.
homann5 November 21st, 2011, 01:05 PM Man sollte hier nicht Kritik der BIs mit Aussagen offizieller Stellen vermengen. Während erstere in der Tat sehr oft die Einstellung "Windenergie? Klar, aber nicht vor meiner Tür!" vertreten, hat die Stadt sich ja sehr weit aus dem Fenster gelehnt und somit die nun vermehrt diskutierten Arbeitsbedingungen zumindest unwissentlich akzeptiert.
Spätestens nun sollte sich ein Herr Weil aber öffentlich von eben solchen Praktiken distanzieren. Denn die überwiegende Zahl von Arbeitsplätzen, die hier geschaffen werden sollen, entsprechen ja nun nicht wirklich dem, was als gut zu bezeichnen wäre. Sicherlich kann man nun argumentieren, dass schlechte Arbeit besser als keine ist, aber warum soll die Allgemeinheit hier denn wieder den Zahlesel spielen?
CrayZD November 21st, 2011, 01:14 PM Spätestens nun sollte sich ein Herr Weil aber öffentlich von eben solchen Praktiken distanzieren. Denn die überwiegende Zahl von Arbeitsplätzen, die hier geschaffen werden sollen, entsprechen ja nun nicht wirklich dem, was als gut zu bezeichnen wäre. Sicherlich kann man nun argumentieren, dass schlechte Arbeit besser als keine ist, aber warum soll die Allgemeinheit hier denn wieder den Zahlesel spielen?
Dir sind sicher die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel bekannt? Mit derselben Argumentation hätte sich Weil auch gegen den Bau der EAG oder die Ansiedlung von Primark stemmen müssen. Auch hier wurde aber die Schaffung neuer Arbeitsplätze durchaus lobend erwähnt.
Beim Beispiel Hermes wurden übrigens kaum Arbeitsplätze neu geschaffen, sondern lediglich aus Garbsen abgezogen. Da wurde aber sogar lobend erwähnt, dass es gelungen sei diese Arbeitsplätze in der Region zu halten.
Wie gesagt, sobald man mit moralinsaurer Argumentation anfängt, muss man sie auch konsequent durchhalten. Oder man konzentriert sich auf das, was wirklich gegen die Ansiedlung spricht. Wenn hier allerdings auf einmal Verkehr und Umweltbelastung auftauchen, oder der Flächenverbrauch von Logistikdienstleistern, dann fragt man sich schon wo die BI'ler waren, als die Region Hannover von ihren Offiziellen zum Logistikschwerpunkt ausgerufen wurde.
homann5 November 21st, 2011, 01:28 PM Es sit aber ein Unterschied, ob jemand von seinem Einkommen halbwegs leben kann und keine Transferzahlungen notwendig sind oder ob ein Unternehmen bewusst auf derartig geringe Gehälter setzt - der Staat wird es ja schon richten. Wenn man zudem vorsätzlich in einem solchen Maßstab Arbeitssuchende ausbeutet - ob nun mit Zustimmung der Behörden oder nicht, hat man hierzulande eigentlich nichts verloren. Dabei ist es vollkommen egal, ob es anadere Unternehmen genauso machen oder nicht, Aussagen wie "Der macht das aber auch so!" gehören eher in einen Kindermund, nicht aber in den eines Erwachsenen.
Und wie schon geschrieben: In diesem konkreten Fall wurden von oberste Stelle ganz deutlich die Arbeitsplätze herausgestellt. Wenn man sich jetzt mal vor Augen hält, dass die Region in erster Linie aufgrund der hohen zu zahlenden Transferleistungen faktisch handlungsunfähig ist, ist doch die Schaffung von Arbeitsplätzen, die eben solche Leistungen weiterhin notwendig machen oder die Gesamtsumme womöglich sogar noch erhöhen, glatter Hohn.
CrayZD November 21st, 2011, 01:52 PM Dabei ist es vollkommen egal, ob es anadere Unternehmen genauso machen oder nicht, Aussagen wie "Der macht das aber auch so!" gehören eher in einen Kindermund, nicht aber in den eines Erwachsenen.
Bitte keine Aussagen mutwillig verdrehen! Es geht nicht um Legitimation für eine Ausweitung dieser Praxis, sondern lediglich um einen Hinweis darauf, dass dieses Problem ein globales ist und demnach auch global bekämpft werden muss. Die von Dir vorgeschlagene Handlungsweise, von kommunalpolitischer Seite scheinheilig die Ansiedlung eines neuen Unternehmens wegen eventuell prekärer Arbeitsverhältnisse abzulehnen oder gar zu verhindern, während es bereits zig Unternehmen in der Region genauso machen ohne sich öffentlicher Kritik erwehren zu müssen, halte ich jedenfalls für wenig zielführend - weder für den Arbeitsmarkt in der Region noch für das eigentliche Problem.
Und wie schon geschrieben: In diesem konkreten Fall wurden von oberste Stelle ganz deutlich die Arbeitsplätze herausgestellt. Wenn man sich jetzt mal vor Augen hält, dass die Region in erster Linie aufgrund der hohen zu zahlenden Transferleistungen faktisch handlungsunfähig ist, ist doch die Schaffung von Arbeitsplätzen, die eben solche Leistungen weiterhin notwendig machen oder die Gesamtsumme womöglich sogar noch erhöhen, glatter Hohn.
Hä? Selbst wenn es sich um prekäre Arbeitsverhältnisse handeln sollte (was mehrheitlich nicht der Fall sein dürfte): inwieweit diese sich nach Deiner Meinung negativ auf die zu zahlenden Transferleistungen auswirken, solltest Du vielleicht anhand eines Beispiels erläutern. Wie gesagt, es geht um neu geschaffene Arbeitsplätze. Selbst wenn diese durch Transferleistungen aufgestockt werden müssten, reduzieren sie trotzdem das Transferleistungsaufkommen im Vergleich zu reinen Hartz-IV-Empfängern.
Wie gesagt, hier werden von Dir und den BI'lern gezielt gesamtpolitische Aspekte instrumentalisiert, um ein Einzelprojekt zu diskreditieren und zu verhindern. Das ist es, was ich verurteile: dieses als politisches Engagement getarnte Sankt-Florians-Prinzip. Ich weiß nicht, ob Du das nicht verstehen kannst oder nur nicht willst.
homann5 November 21st, 2011, 02:15 PM Hä? Selbst wenn es sich um prekäre Arbeitsverhältnisse handeln sollte (was mehrheitlich nicht der Fall sein dürfte): inwieweit diese sich nach Deiner Meinung negativ auf die zu zahlenden Transferleistungen auswirken, solltest Du vielleicht anhand eines Beispiels erläutern. Wie gesagt, es geht um neu geschaffene Arbeitsplätze. Selbst wenn diese durch Transferleistungen aufgestockt werden müssten, reduzieren sie trotzdem das Transferleistungsaufkommen im Vergleich zu reinen Hartz-IV-Empfängern.
Dafür müsste ein Großteil der Arbeitnehmer aber aus der Region stammen und aktuell H4 beziehen. Was ein einfacher Mitarbeiter bei Amazon in Deutschland verdient, ist doch hinlänglich bekannt - Lohntsteuer werden die meisten nicht zahlen müssen, um es mal so zu formulieren. Dass es nur sehr wenige neue Arbeitsplätze für Hoch- und Höherqualifizierte Arbeitnehmer geben wird, ist doch auch schon mehrfach von der Stadt selbst bestötigt worden. Nur diese würden wirtschaftlich betrachtet aber Sinn machen.
Wie gesagt, hier werden von Dir und den BI'lern gezielt gesamtpolitische Aspekte instrumentalisiert, um ein Einzelprojekt zu diskreditieren und zu verhindern. Das ist es, was ich verurteile: dieses als politisches Engagement getarnte Sankt-Florians-Prinzip. Ich weiß nicht, ob Du das nicht verstehen kannst oder nur nicht willst.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum Du mir Instrumentalisierung vorwirfst, ich wäre von der Ansiedlung in keinster Weise betroffen. Aber ich kann noch halbwegs klar denken und komme daher für mich zu dem Schluss, dass es (leider) deutlich mehr Argumente gegen als für die Ansiedlung gibt. Dabei lasse ich nicht nachprüfbare oder offensichtlich falsche Aussagen der BI sogar noch Außen vor.
CrayZD November 21st, 2011, 02:33 PM Dafür müsste ein Großteil der Arbeitnehmer aber aus der Region stammen und aktuell H4 beziehen. Was ein einfacher Mitarbeiter bei Amazon in Deutschland verdient, ist doch hinlänglich bekannt - Lohntsteuer werden die meisten nicht zahlen müssen, um es mal so zu formulieren.
Zwischen 'nicht lohnsteuerpflichtig' und 'unter ALG-II-Niveau' besteht aber nochmal ein deutlicher Unterschied. Gleichzeitig unterstellst Du mit Deiner obigen Annahme, dass diese Arbeitsplätze trotzdem attraktiv genug wären, um Niedrigverdiener von außerhalb der Region anzulocken, die dann die Regionskasse belasten. Eine in meinen Augen ziemlich widersinnige Argumentation.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum Du mir Instrumentalisierung vorwirfst, ich wäre von der Ansiedlung in keinster Weise betroffen.
Umso weniger verstehe ich, warum Du Dir die selektive Argumentation der BI zueigen machst. Selbst wenn tatsächlich keine positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Transferleistungsvolumen zu erwarten wären, wäre das lediglich ein entkräftetes Pro-Argument und kein Contra-Argument. Lässt man spekulative Argumente der BI (Erdölbohrlöcher, Unvereinbarkeit mit dem Klimakonzept der FinanzInformatik) genauso außen vor wie allgemeine Argumente gegen das von der Region ausdrücklich gewünschte Logistikgewerbe (Flächenverbrauch, Umweltverschmutzung), dann bleibt als einziges nachvollziehbares Contra-Argument gegen dieses Projekt an diesem Standort die Verkehrsproblematik zu Messezeiten. Wie bereits erwähnt, erwarte ich hier selbst ein Lösungskonzept. Sollte dieses in nachvollziehbarer Form vorgelegt werden, gibt es für mich keinen plausiblen Grund, mich gegen die Ansiedlung auszusprechen.
homann5 November 21st, 2011, 03:57 PM Zwischen 'nicht lohnsteuerpflichtig' und 'unter ALG-II-Niveau' besteht aber nochmal ein deutlicher Unterschied. Gleichzeitig unterstellst Du mit Deiner obigen Annahme, dass diese Arbeitsplätze trotzdem attraktiv genug wären, um Niedrigverdiener von außerhalb der Region anzulocken, die dann die Regionskasse belasten. Eine in meinen Augen ziemlich widersinnige Argumentation.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist der Unterschied leicht übertrieben formuliert marginal. Generell ist es empfehlenswert, eher eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen, statt nur auf einzelne teilbereich zu verweisen. Was Du unterschätzt: Es soll ja arbeitslose Menschen in Deutschland geben, die für Arbeit umziehen.
Umso weniger verstehe ich, warum Du Dir die selektive Argumentation der BI zueigen machst. Selbst wenn tatsächlich keine positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Transferleistungsvolumen zu erwarten wären, wäre das lediglich ein entkräftetes Pro-Argument und kein Contra-Argument. Lässt man spekulative Argumente der BI (Erdölbohrlöcher, Unvereinbarkeit mit dem Klimakonzept der FinanzInformatik) genauso außen vor wie allgemeine Argumente gegen das von der Region ausdrücklich gewünschte Logistikgewerbe (Flächenverbrauch, Umweltverschmutzung), dann bleibt als einziges nachvollziehbares Contra-Argument gegen dieses Projekt an diesem Standort die Verkehrsproblematik zu Messezeiten. Wie bereits erwähnt, erwarte ich hier selbst ein Lösungskonzept. Sollte dieses in nachvollziehbarer Form vorgelegt werden, gibt es für mich keinen plausiblen Grund, mich gegen die Ansiedlung auszusprechen.
Du wirfst also anderen selektive Argumentation vor, pickst Dir aber selbst die Rosinen raus? Sowas könnte man böswillig als scheinheilig bezeichnen...
Um mal auf die von Dir genannten "spekulativen Argumente" einzugehen:
Erdölbohrlöcher: Die Problematik ist bekannt und kann meines Wissens nach recht einfach überprüft werden. Welche Auswirkungen die ehemals existenten Anlagen haben können, zeigt ja das Beispel Möbel Staude, die geplante Ansiedlung ist in erster Linie deshalb nicht zustande gekommen.
Unvereinbarkeit mit dem Klimakonzept der FinanzInformatik: Das wird niemand von uns zu 100 Prozent bestätigen oder entkräften können. Bekannt ist, dass man bestimmte Vorkehrungen auf dem Grundstück und darum herum getroffen hat, um den Energiebedarf der FinanzInformatik so gering wie möglich zu halten. Die große Frage lautet hier: Hat die Stadt die Auswirkungen der Ansiedlung dahingehend einwandfrei untersucht oder nicht?
Das von der Region ausdrücklich gewünschte Logistikgewerbe: Die Region hat zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass das Logistikgewerbe vornehmlich angesiedelt oder gefördert werden soll, das aber nur am Rande. Ansonsten ist es relativ egal, was die Region dazu sagt, bei der Ansiedlung hat sie nur minimales Mitspracherecht. Aufgrund der politischen Mehrheiten sowie der Zusammensetzung der Regiosnversammlung würde eine solche Ansiedlung aber eher außerhalb der Stadtgrenzen angestrebt werden - die stadtfeindliche Haltung ist ja nun schon mehrfach unter Beweis gestellt worden.
Flächenverbrauch, Umweltverschmutzung: Auch hier müsste man Experte sein, um die genauen Asuwirkungen hervorsagen zu können. Zweifelsfrei gibt es aber Industrien/Gewerbe, die weit weniger Einfluss auf das Klima haben, nicht nur durch Versiegelung und ähnliches, sondern auch durch die pure Tätigkeit.
Verkehrsproblematik: Hier muss auf jeden Fall ein schlüssiges und vor allem funktionierendes komzet präsentiert werden, bevor (!) man eine Genehmigung erteilt. Schaut man sich die Fähigkeiten der Stadt in Bezug darauf aber mal an, darf man wohl nicht zu viel erwarten. Dabei geht es aber nicht nur um die drei oder vier Wochen im Jahr, in denen der Messeschnellweg als Strecke ausfällt, sondern auch um andere Einflüsse. Kann man beispielsweise sicherstellen, dass nicht doch Abkürzungen durch Wohngebiete genutzt werden?
Es geht dabei gar nicht darum, eine bestimmte Position zu vertreten, sondern objektive Kritik zu äußern. Und gerade das Verhalten der Politik sorgt dabei für beste Unterhaltung, insbesondere die Grünen, die ja in Hannover eine derart weltfremde "Autos und LKWs sind böse!"-Mentalität an den Tag legen, halten sich nun vornehm zurück. Obwohl sie doch den Posten des Umweltdezernenten besetzen. Wobei: Die gleiche Person ist ja auch Wirtschaftsdezernent.
Btw: Warum nicht am Megahub in Lehre ansiedeln?
CrayZD November 21st, 2011, 04:46 PM Jetzt ist - wie in jeder Diskussion mit Dir - mal wieder der Punkt gekommen an dem ich müde werde, die von Dir böswillig verdrehten und aus dem Kontext gerissenen Argumente geradezurücken. Kompliment. Jedenfalls möchte ich Dir nicht mangelndes Verständnis unterstellen, da das mit Deiner Selbsteinschätzung als 'mitdenkender Bürger' wohl kaum vereinbar wäre.
Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass die allgemeinen Negativaspekte des Logistikgewerbes Unsinn wären. Es sind nur wie gesagt allgemeine Aspekte, die ich nicht zur Abwehr eines Logistikunternehmens vor der Haustür anführen kann, während ich ein Logistikunternehmen 5km weiter ausdrücklich befürworte. Das müssten dann schon lokationsbezogene Gegenargumente sein.
Und solange durchaus mögliche Probleme mit Erdölbohrlöchern oder dem Klimakonzept der Nachbarn nicht durch Experten bestätigt sind, sind sie für mich genauso spekulativ (was nicht 'falsch' heißt) wie Deine Weissagungen, dass die Stadt kein vernünftiges Verkehrskonzept hinbekommt. Egal wie hoch man die Wahrscheinlichkeit dafür ansieht: sollten wesentliche Kriterien bei der Genehmigung nicht oder nicht ausreichend bewertet werden, kann jeder Betroffene mit guten Erfolgsaussichten Rechtsmittel dagegen einlegen. Dieses Vorgehen ist jedenfalls wesentlich zielführender als eine noch zu erfolgende Genehmigung deswegen von vornherein zu kritisieren, weil der Glaskugelblick einem verrät, dass die Stadt dabei wichtige Aspekte vernachlässigen wird.
Immerhin scheinst Du es mittlerweile erkannt zu haben, dass das Phänomen Lohndumping volkswirtschaftlich zu betrachten ist. Wenn das jetzt noch bei Dir zu der Erkenntnis führt, dass es nicht als Argument zur Abwehr einzelner Gewerbeansiedlungen taugt, dann ist ja schon etwas gewonnen. ;)
Das als Abschluss auf der von Dir gepflegten Diskussionsebene, bevor ich mich vorerst aus diesem Thread zurückziehe - egal wieviele Provokationen und Sticheleien à la 'das gehört in einen Kindermund' da zurückkommen mögen.
homann5 November 21st, 2011, 06:16 PM Statt das angebliche Verdrehen von Argumenten vorzuwerfen, solltest Du Deine eigene Stellung mal überdenken. Denn das, was Du den BIs vorwirfst - nämlich die "Hauptsache nicht vor meiner Tür!"-Mentalität, praktizierst Du auf einer anderen Ebene - "Sollen sie doch, betrifft mich ja nicht!".
Und da Du es augenscheinlich falsch verstanden hast oder falsch verstehen willst: Natürlich sprechen viele Punkte, die gegen eine Ansiedlung sprechen (könnten), nicht nur gegen diesen einen Standort. Ich habe aber an keiner Stelle etwas anderes behauptet, ich habe beispielsweie lediglich darauf verwiesen, dass es zum Beispiel aus Sicht der Anbindung bessere Orte gibt.
Ich weiß auch nicht, ob Du wirklich bis zur Erschöpfung an Wunder glaubst oder stellenweise einfach naiv seien willst, aber wenn jemand in neun von zehn Fällen seine absolute Inkompetenz bewiesen hat, hat man natürlich im elften Fall vom schlimmsten auszugehen. Natürlich kann die Stadt ein phänomenales Verkehrskozept vorlegen, welches nahezu alle Probleme löst respektive erst gar keine entstehen lässt. Nur wie oft hat die Politik/Verwaltung in genau diesem Punkt versagt? Wie oft hat man vor, während und nach dem Bau darauf verwiesen, dass man alle Richtlinien und Vorgaben eingehalten hat und es dann am Ende doch nicht so war? Falls Du das nicht glauben willst, frag mal Anwohner der Stadtbahnverlängerung in Misburg, um ein Beispiel der jüngeren Vergangenheit aufzugreifen.
Und wenn Du schon den Punkt Volkswirtschaft aufgreifst: Überlege mal, was die Allgemeinheit an Geldern für die Ansiedlung aufbringen muss und was später in Form von Steuern und anderen Abgaben zurückfliesst. Ist dieser Wert positiv, bitte, dann baut sofort. Da aber die Stadt selbst sagt, dass keine großartigen Einnahmen abgesehen vom Grundstücksverkauf zu erwarten sind und die meisten der Arbeitsplätze eben nicht Lohnsteuer- oder gar voll Sozialversicherungs-pflichtig sein werden/sollen, dürfte das Ergebnis der Rechnung klar sein.
Wir können aber auch einfach die Augen zu halten und es einfach passieren lassen. Dann buttern wir alle ein paar Euro rein (sinnbildlich gesprochen) und ärgern uns dann in drei, vier oder fünf Jahren, weil es halt doch nicht so superdupertoll geworden ist, wie es alle versprochen haben.
Um es kurz zu machen: Wenn das alles nur Scheinargumente der Gegner und Skeptiker (als solchen bezeichne ich mich) sind, wird es den Verantwortlichen ja sehr leicht fallen, die zu entkräften.
hniemeyer November 23rd, 2011, 03:11 PM Also die Argumentationslinien die hier von CrayZD ausgebreitet werden sind hirnrissig. Niemand der BI hat etwas gegen die Strategie zum Logistikstandort Hannover gesagt. Sondern ganz im Gegenteil. Hannover ist ein Top-Logistikstandort und sollte weiter ausgebaut werden. Hannover ist in der komfortablen Lage sich Ansiedlungen aussuchen zu können. Die geostrategische Position im Hinterland der Seehäfen, Gleisanschluss und am Autobahnkreuz Nord/Süd gelegen, könnte kaum besser sein. Aber genau das spricht gegen die geplante Amazon-Ansiedlung. Jede weitere Logistikansiedlung ist nach dem Sättigungsgesetz mit einem abnehmenden Grenznutzen verbunden. Jede Ansiedlung hat also Opportunitätskosten und -nutzen (der entgangenen Alternative) zu verzeichnen. Die Ansiedlung von Amazon könnte - ich bin mir sicher sie wird - sogar einen negativen Grenznutzen verbunden sein. Bei diesem Licht betrachtet und in Kenntnis der Qualitäten dieses Standorts ist es völlig unverständlich warum sich Hannover hier so übereilt in dieses riskante Abenteuer stürzt. Es ist eben KEINE EINMALIGE GELEGENHEIT. Hannover braucht sich nicht über mangelnden Zuspruch aus der Logistikbranche beklagen. Ganz im Gegenteil der Zuspruch wird aufgrund der geostrategischen Lage und den enormen Wachstumsraten in der Logistik (1% Wirtschaftswachstum, gleich 4% mehr Logistik und Verkehrstätigkeit) noch weiter deutlich zunehmen. Aber leider gibt es in der Logistkbranche auch Grenzen. Diese werden durch den Arbeitsmarkt, potentiell in Frage kommende Flächen sowie sehr stark durch die Verkehrskapazitäten determiniert. Allesamt sind in Hannover durch Knappheit gekennzeichnet. Hannover handelt momentan ohne den geringsten ökonomischen Sachverstand, wenn sie Amazon sogar den roten Teppich ausrollt. Ich möchte gar nicht wissen was für Zugeständnisse dem Unternehmen hier gemacht wurden. Diese Ansiedlung wird mit qualitativ deutlich besseren Ansiedlungen konkurrieren. Oder andersherum ausgedrückt: Die schlechte Alternative verdrängt die Gute. Und dies wird auch noch forsch durch die Stadtpolitik forciert. Wie hiess es doch so schön: "Hannover schafft sich selber ab... " Amazon erpresst die Landeshauptstadt gerade. Von zwei weiteren Alternativen ist übrigens nur noch Soltau übrig.
Da die Ansiedlung nicht eben mal wieder rückgängig zu machen sein wird, betreiben die Politikvertreter unserer Stadt ein hochriskantes Spielchen mit der Zukunftsfähigkeit dieser Stadt. "Ach das wird schon gut gehen" reicht nicht. Das Verkehrskonzept ist hier hier der kritische Erfolgsfaktor. Nur die geht richtig ins Geld. Stattdessen wird mit zweifelhaften Gutachten (okay warten wir das mal ab) versucht die Lage schönzureden. Jede negative Beeinflussung der Messetätigkeit kann als fatal angesehen werden. Auch andere Wirtschaftsbereiche dürften negativ beeinflusst werden. Unterm Strich bleibt mehr Schaden als Nutzen.
In Lehrte wird ja nun endlich - mit Fördergeldern des Bundes - der Güterbahnhof nach rund 20 Jahren Vorbereitungszeit gebaut. Ein riesiger Gewinn für die hiesige Logistikbranche in der Region Hannover. Dies wird weitere Ansiedlungen massivst erleichtern und positiv beeinflussen. Hannover braucht kein Amazon. Hannover wird im Bereich Logistik auch ohne Amazon wachsen und Arbeitsplätze schaffen können - und dies sogar in deutlich beserer Qualität.
hniemeyer November 27th, 2011, 01:40 PM Es sit aber ein Unterschied, ob jemand von seinem Einkommen halbwegs leben kann und keine Transferzahlungen notwendig sind oder ob ein Unternehmen bewusst auf derartig geringe Gehälter setzt - der Staat wird es ja schon richten. Wenn man zudem vorsätzlich in einem solchen Maßstab Arbeitssuchende ausbeutet - ob nun mit Zustimmung der Behörden oder nicht, hat man hierzulande eigentlich nichts verloren.
Die Medienberichtersttaung über Amazon gewinnt noch weiter an Fahrt. Dies ging gerade bei SPON über den Ticker:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...800166,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,800166,00.html)
[..] Amazon beschäftigt nach Informationen des SPIEGEL Tausende Arbeitslose, die zuvor eine sogenannte "Maßnahme zur Aktivierung und berufliche Eingliederung" absolvieren müssen. Der Internet-Versandgigant spricht von einem Fehler, "der korrigiert werden muss" [..]
Jetzt spricht selbst Amazon - leider viel zu spät - von einem Fehler. OHNE WORTE.
[..] Arbeitnehmervertreter schätzen, dass von den mehr als 9000 befristeten Aushilfen bei Amazon etwa die Hälfte zum festen Stamm gehören und jedes Jahr wieder befristet eingestellt werden - allerdings erst, nachdem die von der Agentur für Arbeit bezahlte Praktikumsphase abgeschlossen ist. [..]
Auf www.liveimnetz.de (http://www.liveimnetz.de/) sprach OB am 24.1.. weil noch davon, dass andere Kommunen außerhalb NRW die Verhältnisse bei AMAZON ganz toll finden. Hier in H soll sich bei der ARGE ja auch schon bereits ein Projektteam zur HR-Bestückung von Amazon gebildet haben....
peterprinciple January 29th, 2012, 10:41 PM http://img809.imageshack.us/img809/3356/false3.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/809/false3.jpg/)
Uploaded with ImageShack.us (http://imageshack.us)
Pleased to see the redevelopment of Expo 2000. Here is a photo of the former Expo 86 site in Vancouver Canada. Everything on the left side of the water has been built on the old site. It is now an upscale neighbourhood of 30, 000 people. With shops restaurants parks and schools.
web30167 January 29th, 2012, 11:46 PM Pleased to see the redevelopment of Expo 2000.
Hi Peter, we are still waiting for the chinese investors. :lol:
http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00436/ms_Deutschland_HA_V_436806l.jpg
Netherlands Pavilion fallen into disrepair. Foto: dpa/DPA
To be honest, not all of the EXPO ground look as bad as the Netherlands. Most pavilions have gone, only some had survive. My favorite, the Expo-Whale, is still in place. Check out Exposeeum (http://www.expo2000.de/) to see whats left. Investors this way please (http://www.expo-park-hannover.de/01_english.html). ;)
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