View Full Version : Berliner Immobilienmarkt
miau March 12th, 2010, 09:29 PM Die Mieten sind im letzten Jahr kräftig gestiegen. :(
http://www.tagesspiegel.de/storage/pic/fotos/berlin/327457_1_ONLINE_Miete2.jpg
Die Mieten in Berlin klettern unablässig, besonders in Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow. Den Bürgern macht das Sorge, doch für die Wohnungsbaugesellschaft GSW herrschen ideale Bedingungen für einen Börsengang.
Die Mieten von Wohnungen, die in der Stadt angeboten werden, haben im vergangenen Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent zugelegt. In begehrten Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg kletterten die Mieten sogar um sieben Prozent. Dieser Trend wird anhalten, so der Marktbericht, den die GSW am Donnerstag vorstellte. Denn in Berlin konkurrieren immer mehr Haushalte um die stagnierende Zahl der Mietwohnungen – und Wohneigentum leistet sich nur eine Minderheit (13 Prozent).
Den Bericht hat das Maklerhaus CBRE im Auftrag der GSW verfasst. Grundlage für die Studie sind die Mietpreise von 138 000 Wohnungen, die in Inseraten im vergangenen Jahr angeboten wurden. Im Vergleich zum Jahr 2008 stiegen die Angebotsmieten in allen Bezirken, von Spandau abgesehen. Im berlinweiten Durchschnitt zahlten Neumieter 5,85 Euro pro Quadratmeter und Monat – im teuersten Berliner Bezirk, Charlottenburg-Wilmersdorf, wurde fast ein Euro mehr verlangt.
Das sind die Durchschnittswerte in größeren Gebieten – in der Innenstadt steigen die Mieten noch schneller. Da ist „unter neun Euro pro Quadratmeter nichts zu finden“, sagte Michael Schlatterer von CBRE. Eindrucksvoll belegt der Bericht den Aufstieg Friedrichshain-Kreuzbergs zum beliebtesten Kiez: Wer dort hinzieht, zahlt 7,20 Euro, fast doppelt so viel wie alteingesessene Mieter (4,26 Euro).
Das sind gute Nachrichten für die GSW, deren Chef Thomas Zinnöcker sagte: „Ich bin ein Fan von unserem Markt.“ Der entwickle sich zwar „in kleinen Schritten“, dafür aber „immer mehr nach oben, während der Leerstand immer weiter nach unten geht“. Am Rande der Veranstaltung sagte Zinnöcker: „Vor sechs Jahren hat man die GSW verkauft, um etwas Geld in die Kasse zu kriegen, jetzt wird über einen Börsengang spekuliert – das ist eine gute Sache.“ Experten schätzen den Börsenwert der GSW auf 800 Millionen Euro – gekauft hatten die Finanzinvestoren Cerberus/Whitehall die Firma vom Land im Jahr 2004 für die Hälfte (405 Millionen Euro).
Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) sagte am Donnerstag im Parlament, der Senat sei am 4. Januar schriftlich von den GSW-Gesellschaftern gebeten worden, einer Veräußerung von 50 Prozent oder mehr der privatisierten GSW zuzustimmen, um dann an die Börse zu gehen. Es sei aber derzeit „offen“, ob der Senat den Plänen zustimme. Der Mieterschutz stehe für den Senat an erster Stelle: Bestehende Mietverhältnisse hätten Bestand, es dürfe zu keinen Kündigungen wegen Eigenbedarfs kommen und keine Luxussanierung auf Kosten der Mieter erfolgen, sagte Nußbaum.
Bereits beim Verkauf hatte der Senat die Rechte der Mieter in die Verträge aufnehmen lassen und deren Einhaltung in einem Ausschuss mit Vertretern der Finanz- und Stadtentwicklungsverwaltungen überprüfen lassen. Doch diese Regelungen laufen in vier Jahren aus. Der Chef des Berliner Mietervereins Rainer Wild nannte den Börsengang „gefährlich“ in Hinblick auf den Mieterschutz. Die ehemals bundeseigene Gagfah, die zahlreiche Wohnungen in Berlin besitzt, habe nach dem Börsengang die Instandhaltung drastisch zurückgefahren, um den Renditehunger der Anleger stillen zu können. Ein Börsengang der GSW könne auch den Mietenauftrieb in Friedrichshain-Kreuzberg zusätzlich antreiben, weil die GSW dort viele Miethäuser besitze. Die Mieten bei den 77 000 GSW-Wohnungen stiegen von 4,58 Euro im Jahr 2007 auf 4,77 Euro Ende 2009.
René Stadtkewitz von der CDU-Fraktion forderte vom Senat ein wohnungspolitisches Gesamtkonzept und warf der Koalition eine „unsoziale Mietenpolitik“ vor.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.03.2010)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/GSW-Boerse-Friedrichshain-Kreuzberg;art270,3054461
Bauer-Ewald September 1st, 2010, 09:08 PM Hongkong-Chinesen und Griechen erwerben Wohnungen im neuen Palais in der Behrenstraße. Die Hälfte der 27 Luxuswohnungen in der Parallelstraße von Unter den Linden sind bereits vor Baustart verkauft.
Besucher der Komischen Oper haben vom Herbst an ein Parkplatzproblem in der Behrenstraße: Die vielgeschossige Garage vis-à-vis mit 600 Stellplätzen, durch die sich an diesem Spätsommertag Phaeton- Limousinen quälen, fällt noch in diesem Jahr unter der Abrissbirne. Hoch oben auf dem Oberdeck verkündeten am Dienstag Manager von „Frankonia“ den Baustart für die 70 Millionen Euro teure Restaurierung des Palais’ Theising nebst Errichtung von drei Neubauten.
Die Hälfte der 27 Luxuswohnungen in der Parallelstraße von Unter den Linden sind bereits vor Baustart verkauft. Berlin ist offenbar wieder da, wo die Stadt vor der Finanzkrise schon mal stand in der Gunst des globalen Bürgertums. Die Beletage des 1898 errichteten Palais und früheren Sitzes der Gauckbehörde hat ein Hongkong-Chinese für seinen Sohn erworben – der will nämlich in Berlin studieren. Außerdem sehen Griechen in der Behrenstraße eine grundsolide Anlage für Erspartes – sie fürchten die Rückkehr der Hellenen zur Drachme mit nachfolgender Geldentwertung. Ein Renner ist die Zweitwohnung in Berlin auch unter Käufern aus Westdeutschland. Nur die Berliner halten sich zurück.
Liegt es an Preisen von 6000 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt? Berlins Frankonia-Chef Hans Kastner winkt ab. Das sei im Grunde genommen wenig: „In Vororten von Mailand oder Barcelona bezahlen sie 30 Prozent mehr.“ So gesehen, sind Berliner Immobilien ein Schnäppchen – vielleicht bietet die Konkurrenz am Hausvogteiplatz ihre Penthäuser deshalb gleich für gut 10 000 Euro pro Quadratmeter an. Und für die Wohnungen in der Behrenstraße gibt es sogar noch „ein Stück Adlon mit dazu“, sagt Kastner. Denn Patzschke und Partner, die das Luxushotel entwarfen, zählen zu den Architekten des Vorhabens.
Auffällig ist, dass die Baumaßnahme wie schon die Sanierung des Bikini-Hauses am Breitscheidplatz von einem vermögenden Privatinvestor vorangetrieben wird, der mit dem Geld von Versicherungskonzernen arbeitet. Die Banken seien immer noch auf Sicherheit bedacht, berichtet Kastner. Sie verlangten den Verkauf der Hälfte aller Wohnungen, bevor sie einen Kredit gewährten, der auch dann allenfalls gut die Hälfte der Bausumme abdecke.
Ösen und Planen klimpern fröhlich gegen die Stahlträger des Veranstaltungszeltes auf dem hinfälligen Parkhaus. Es ist die richtige Begleitmusik für Jürgen Patzschke, der sich über den Durchbruch der „Rekonstruktion“ von Bauten im historisierenden Stil freut – „auch wenn sich Georg Dehio im Grabe umdrehen würde“, so ein schadenfroher Seitenhieb auf den legendären Denkmalhistoriker. Man wird es Patzschke nicht verübeln, begann er doch als einer der ersten mit Neubauten im historisierenden Stil in Berlin, weshalb er teils heftige Schelte einstecken musste. Das ist vorbei: Die Menschen sehnen sich in unsicheren Zeiten wohl nach Geschichte und Tradition – und sei es in Gestalt baulicher Imitate.
Ach ja, den größten Teil der „Palais Behrens“ genannten Neubauten werden Firmen mieten: Büros gibt es auf 12 500 Quadratmetern. Ins Erdgeschoss ziehen Läden ein. Sie sollen „aus dem Barocken kommende Nahrungskultur“ anbieten, sagt Kastner – das Quartier grenze schließlich an die Bayerische Staatsvertretung.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/auslaendische-kaeufer-auf-shoppingtour-an-der-komischen-oper/1915742.html
Kutti October 2nd, 2010, 09:38 PM Die Großsiedlung in Hellersdorf war die letzte sozialistische Großbau*stelle Berlins. Nach der "Wende" gab es zahlreiche Stimmen, alles gleich wieder abzureißen, heute sind die meisten Wohnungen saniert
Überall bunte Wohnhäuser, an dieser Ecke eine Grundschule, an jener ein Gymnasium. Saubere Straßen, sechs U-Bahnhöfe, Straßenbahnen, Kultureinrichtungen, Ärztezentren und trotzdem viel Grün: Man könnte meinen, der Berliner Stadtteil Hellersdorf sei vom DDR-Regime ausschließlich für folgsame Parteigenossen errichtet worden. Allein, die wohnten lieber in Zuckerbäcker-Stilbauten Marke "Sowjetische Moderne", etwa in der Karl-Marx-Allee. Die Wohnbauten in Hellersdorf sollten leistbares Wohnen für das gemeine Volk ermöglichen, hier in diesem acht Quadratkilometer großen Stadtteil des Bezirks Marzahn, an der Peripherie Ostberlins.
Plattenbauten für das Volk
Die Machthaber der Deutschen Demokratischen Republik setzten ab den 1960er-Jahren auf eine standardisierte, industrialisierte Betonplatten-Bauweise, um das Volk mit Wohnungen zu versorgen. Die so genannten "Plattenbauten", mit genormten Grundrissen und einheitlicher Fassade, sollten später genauso zu einem Symbol der DDR werden wie das Volksauto "Trabant". Während aber der gute alte "Trabi", auf den die Bürger nach der Bestellung meist ohnehin jahrelang warten mussten, nach der Wende rasch von Autos westlicher Bauart verdrängt wurde, wohnt heute noch jeder zweite Ostberliner in einer so genannten "Plattenbau"-Wohnung.
Drei Millionen Wohneinheiten wurden bis zum Ende der DDR in dieser Bauweise errichtet, 2,5 Millionen in insgesamt 86 so genannten "Großsiedlungen" an den Rändern der großen Städte. Weitläufige Parkanlagen sollten als "grüne Bänder" die Gegenden zwischen den Wohngebieten zu Naherholungsräumen machen.
Drohende Segregation
Hellersdorf war die letzte dieser auf dem Reißbrett geplanten Städte; die letzte sozialistische Großbaustelle Berlins. Rund 45.000 Wohnungen sollten hier errichtet werden und bis zu 120.000 Menschen Platz bieten - mehr als das Zwanzigfache des Wiener "Karl-Marx-Hofs".
Als im November 1989 die Mauer fiel, waren einige Abschnitte schon bezogen, der gesamte Komplex aber noch lange nicht fertig. "Die Menschen wohnten jahrelang auf einer Baustelle", erzählt Ralf Protz. Er ist Projektleiter der "WohnTheke" in Hellersdorf, eine Art Standort-Gesellschaft, die sich heute um die Vermarktung der Großsiedlung, Imagepflege und Entwicklung kümmert. "In den Schulen gab es eigene Räume nur zum Wechseln der schmutzigen Schuhe der Kinder."
Nach der "Wende" standen die Mischmaschinen in Hellersdorf zunächst einmal still. Die Arbeiter, die aus der gesamten DDR hierher gekarrt worden waren, um in der Pampa eine Stadt aus dem Erdboden hochzuziehen, verließen ihre Arbeitsstätte und fuhren nach Hause.
Hunderttausend Menschen wohnten da aber schon in der noch nicht fertig gestellten Großsiedlung. Und die verlangten wenig später, als nunmehr "freie" Bürger des demokratischen Deutschlands, nach Entscheidungen, was mit dem halbfertigen Hellersdorf passieren solle.
"Erste Mieter zogen auch schon wieder aus, weil die Situation untragbar geworden war. Eine gewisse Segregation drohte", erläutert Protz. Eine Lösung wurde gesucht, um die Defizite rasch zu heben. "Die Frage war: Sollen die energetisch desolaten DDR-Gebäude mit einem Heizwärmebedarf von 225 kWh pro Quadratmeter und Jahr abgerissen werden, oder soll saniert werden?" Eine Bausubstanz-Erhebung kam zum Schluss: Die Sanierungskosten würden nur rund ein Drittel von vergleichbaren Neubaukosten betragen. "Die Sanierung erschien also volkswirtschaftlich sinnvoll."
Drastische Mieterhöhungen
Betriebswirtschaftlich wäre sie aber unter Beibehaltung der sehr niedrigen DDR-Mieten nicht machbar gewesen, erklärt Protz. Im Oktober 1991 betrug die durchschnittliche Miete noch umgerechnet 61 Euro-Cent je Quadratmeter.
Per Gesetz wurden die Mieten deshalb drastisch angehoben: Innerhalb von sechs Jahren mussten die Mieter eine Verfünffachung hinnehmen, im Jahr 2000 erreichte man den Preis von 4,34 Euro Kaltmiete (ohne Heiz- und Betriebskosten) je Quadratmeter. "Es stiegen zwar auch die Löhne gleichzeitig an. Wir mussten den Leuten aber klarmachen, dass sie ohne wesentlich höhere Mieten keine besseren Wohnungen kriegen."
Auch heute noch bewegen sich die Mieten in etwa auf diesem Niveau. Gleichzeitig mit den massiven Verteuerungen stieg nämlich die Leerstandsrate auf zeitweise bis zu 15 Prozent an. Man erkannte, dass der Plafond des Vertretbaren erreicht war.
Privatisierungs-Auflage
Verantwortlich für die Mietsteigerungen war aber ohnehin nicht mehr rein die öffentliche Hand. Gleichzeitig mit der Auflösung der "Kommunalen Wohnungsverwaltung" (KWV) der DDR wurde die "Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf" (WoGeHe) gegründet, die ehemaligen staatlichen Wohnungen zunächst an die Bundesländer und von diesen weiter an die Kommunen übergeben. Auflage war, 15 Prozent zu privatisieren, vorrangig an die jeweiligen Mieter.
Das gestaltete sich aber als sehr schwierig, berichtet Protz. "Die ostdeutsche Wirtschaft lag am Boden, die Leute hatten kein Geld." Dazu kam eine sehr junge Mieter-Struktur in Hellersdorf, die Mehrzahl der Bewohner waren junge Familien ohne große Ersparnisse.
Eine Lösung mithilfe von "Zwischenerwerbern" wurde angestrebt. Die Großsiedlung wurde in einzelne Quartiere unterteilt, Käufer wurden zur Sanierung innerhalb einer bestimmten Frist verpflichtet, außerdem sollten die kommunalen Mitarbeiter übernommen werden.
Mittlerweile sind nur noch 15.000 Wohnungen im (öffentlichen) Besitz der WoGeHe. Die Mehrzahl der Wohnanlagen steht im Eigentum von Genossenschaften und Unternehmen.
Österreicher verspekulierte sich
Ein kleiner Teil gelangte aber auch an Spekulanten, und ein Österreicher mischte dabei kräftig mit. Zunächst kaufte 1998 ein kleiner ortsansässiger Bauingenieur-Betrieb 1200 Wohnungen in Hellersdorf, um sie zu sanieren. Die Firma geriet aber finanziell in unsichere Fahrwasser und verkaufte im Jahr 2007 an den Konzern "Level One", der vom Oberösterreicher Cevdet Caner, einstiger Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Linz, gegründet worden war. Caner wollte mit "Level One" Plattenbauten billig kaufen und teurer weiterverkaufen. Das Konzept ging aber nicht auf, unter anderem deshalb, weil der Sanierungsbedarf der Anlagen größer war als angenommen.
Die Finanzkrise besorgte den Rest: Die fast ausschließlich fremdfinanzierte "Level One" implodierte im Frühjahr 2009 unter einer Schuldenlast von 1,5 Milliarden Euro.
Wie es mit den 1.200 Wohnungen in Hellersdorf nun weitergeht, ist ungewiss. Die Gläubiger - darunter Credit Suisse, J.P. Morgan und Royal Bank of Scotland - werden zunächst aus den laufenden Mieteinnahmen bedient. "Es wurde deshalb geschaut, die Häuser einfach voll zu bekommen, ohne dass auf eine soziale Durchmischung geachtet wurde", kritisiert Protz diese Entwicklung.
Schrumpfende Stadt
Weil nach 1990 die Geburtenrate in Hellersdorf stark abnahm, ist die Großsiedlung heute aber generell am Schrumpfen. Dass der Leerstand derzeit "nur" bei vergleichsweise geringen neun Prozent liegt, ist deshalb auch der Abrissbirne geschuldet: Blöcke mit insgesamt 800 Wohnungen wurden in den letzten zehn Jahren wieder abgetragen, dabei wurde allerdings auch auf eine Art "intelligentes Redesign" der Satellitenstadt Wert gelegt: Teilweise wurden einzelne Stiegen aus sehr großvolumigen Anlagen herausgelöst, der Raum dazwischen begrünt und der ganze Wohnkomplex somit aufgelockert. Auch so mancher elfstöckige Bau wurde geschrumpft, auf nur noch fünf oder sechs Stockwerke.
Stark bemerkbar macht sich die abnehmende Geburtenrate auch woanders: Nicht weniger als 70 Kindertagesstätten ("Kitas") sowie 40 Schulen wurden in Hellersdorf in den letzten zehn Jahren abgerissen. Einige der so entstandenen Grünräume wurden in Schrebergärten umgewandelt und heute von den Mietern der umliegenden Wohnungen gegen eine Jahresmiete von 100 Euro genutzt - ein Angebot, das sich als äußert begehrt erwies.
Hausbau statt Eigentumswohnung
Der ursprünglich beabsichtigte Verkauf von 15 Prozent der Wohnungen an die Mieter war aber bis dato nicht erfolgreich. Protz schätzt, dass höchstens ein Prozent der Bewohner in Hellersdorf heute ihre vier Wände auch besitzen. Schuld daran war unter anderem, dass die Förderungen für den Bau eines Einfamilienhauses doppelt so hoch waren wie für den Erwerb der eigenen Wohnung. Viele zogen es also vor, unter die Häuslbauer zu gehen, und zogen weg aus Hellersdorf.
Wer dablieb, hat heute zumeist eine energetisch verbesserte Wohnung - wenn auch ein durchschnittlicher Heizwärmebedarf von 70 KWh/m²/Jahr immer noch recht hoch ist, verglichen mit heutigen Niedrigenergie- (max. 50 KWh) oder Passivhausstandards (max. 15 KWh). 500 Millionen Euro wurden bis zum Jahr 2000 in die Sanierungen gesteckt, die großteils in bewohntem Zustand durchgeführt wurden. Mit der so genannten "Hellen Mitte" ist außerdem ein echtes Stadtzentrum mit Geschäften, Restaurants, Behörden und insgesamt 15.000 Arbeitsplätzen entstanden. "Wohnen und Arbeiten am selben Ort", das sei aber ohnehin immer Utopie gewesen, meint Protz. Von den 70.000 Erwerbstätigen in Hellersdorf pendelt ein Drittel heute täglich in die Berliner City hinein.
Auslauf- oder Zukunftsmodell?
Ob es tatsächlich volkswirtschaftlich sinnvoll war, die Plattenbauten zu sanieren, darüber scheiden sich die Geister. Deutsche Medien verweisen in diesem Zusammenhang stets auf die hohen Leerstände in ostdeutschen Innenstädten - die andererseits freilich auch dafür sorgen, dass die Mieten nicht exorbitant steigen. Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohn- und Immobilienunternehmen e.V., sieht in Großsiedlungen jedenfalls einen "ganz wesentlichen Faktor für die soziale Wohnraumversorgung" und glaubt, dass die Bedeutung dieser Wohn-Quartiere "gerade vor dem Hintergrund einer sinkenden Wohnkaufkraft und vor allem sinkender Alterseinkommen sowie stärkerer Restriktionen bei Transfereinkommen" eher noch zunehmen wird. Die Großsiedlung sei zudem im gesamten ost- und mitteleuropäischen Raum die dominierende Wohnform, in Europa würden heute 200 Millionen Menschen in insgesamt 46 Millionen Wohnungen in Großsiedlungen leben.
Die zentrale Aufgabe sieht Freitag wie auch die Verantwortlichen der Hellersdorfer "Wohntheke" darin, Nachhaltigkeit in vier Bereichen zu gewährleisten: in ökologischer, ökonomischer, baukultureller und auch sozialer Hinsicht. In Großsiedlungen stelle sich die Frage der richtigen sozialen "Durchmischung", um Konflikte zu vermeiden - die im Übrigen niemals durch die Quartiere verursacht, sondern nur dort ausgetragen würden.
Die Großsiedlungen, so Freitag, seien jedenfalls kein "Auslaufmodell", sondern sie würden überall in Europa weitergebaut. Die Frage sei aber, nach welchem Leitbild dies geschehe. "Als privatisierter, abgeschotteter und gesicherter Raum, oder als offene, für alle nutzbare Stadtlandschaft - so wie hier in Hellersdorf." (Martin Putschögl aus Berlin, ***************, 27.9.2010)
http://***************/1285199376675/Berlin-Hellersdorf-Platte-zwischen-Abrissbirne-und-Moderne
trance-x March 18th, 2011, 05:23 AM Genau bei diesen Grossiedlungen haette man Stimann hinsetzen muessen und darauf fixieren. Die gehoeren nicht etwa abgerissen, schon deshalb nicht, weil absehbar ist, dass die Wohnungssituation in Berlin immer enger wird, sondern kleinteilig (aber nicht zu niedrig) ueberall umbaut und integriert - urban integriert, an die Strasse und dazwischen rangebaut, so dass sich wieder urbane Strassenzuege ergeben.
Damit liessen sie sich auch deutlich aufwerten.
Dieses "etwas Wiese drumrum und ein paar Baeume drauf" war extrem unreflektiert und nur wenn man von der Hand in den Mund denkt guenstig.
miau October 16th, 2011, 06:07 PM Und es boomt und boomt und boomt...
Der Umsatz auf dem Berliner Immobilien-Markt steigt weiter.
Berliner Käufer profitieren vom Boom
Berlin steht hoch im Kurs bei Investoren: Immobilienexperten legen harte Zahlen vor, die den Boom belegen – und räumen mit Mythen über ausländische Investoren auf.
Bauland, Wohn- sowie Geschäftshäuser im Wert von über 4,5 Milliarden Euro wechselten im ersten Halbjahr dieses Jahres den Eigentümer – 60 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Heiß begehrt sind vor allem die typischen Berliner Wohnhäuser: fast 500 wurden im ersten Halbjahr verkauft, 50 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2010 – und der Geldumsatz verdoppelte sich dabei sogar.
Die Zahlen sind vor allem deshalb so bemerkenswert, weil sie auf Erhebungen des Berliner Gutachterausschusses für Grundstückswerte beruhen. Dem Expertengremium, das an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angeschlossen ist, liegen alle notariell beurkundeten Kaufverträge aus diesem Zeitraum vor.
Die Zahlen sind also keine Werte auf Grundlage von Schätzungen, sondern Ergebnis der tatsächlich abgeschlossenen Verträge zwischen Käufern und Verkäufern von Grundstücken und Immobilien.
Nach Angaben der Gutachter ist der Berliner Markt bereits seit dem Jahr 2009 im Aufwind: „Seitdem steigen sowohl die Anzahl der Kaufverträge als auch der Geldumsatz kontinuierlich an“, schreiben sie. Und wie schon im Vorjahreszeitraum sei erneut ein deutlicher Umsatzanstieg auf allen Teilen des Marktes festzustellen. „Berlin zeigt sich auch im 1. Halbjahr 2011 als äußerst attraktiver Immobilienstandort“, bilanzieren die Gutachter.
Wer aber sind die Käufer in Berlin? Dass die Griechen ihr Geld auf dem boomenden Berliner Markt in Sicherheit bringen, nennt der Vizepräsident des Immobilienverbandes Deutschland Michael Schick „ein Gerücht“. Schick handelt selbst mit „Mietzinshäusern“ und sagt, der größte Teil der Investoren stamme aus Berlin selbst, aus Deutschland und Österreich, aus Israel sowie aus den skandinavischen Ländern. Das sind allesamt Nationen mit einer robusten Konjunktur. Investoren aus Regionen mit kriselnder Wirtschaft zögen sich eher von ausländischen Märkten zurück. Schick nennt das Beispiel der Iren, die in Berlin auf Einkaufstour waren – seit die Finanzkrise aber Irland fest in den Griff nahm, hätten sie sich die Iren fast vollständig vom Berliner Markt zurückgezogen.
Auch Thomas Rücker, Sprecher des größten börsennotierten Berliner Wohnungsunternehmens GSW, zählt skandinavische, israelische sowie „gefühlte 70 Prozent deutsche Investoren“ zu den wichtigsten Immobilienkäufern in Berlin. Wie es zu den Rekordumsätzen kommt? „Weil in Berlin die Nachfrage nach Wohnraum steigt und dadurch auch die Mieten“, sagt Rücker. Wer jetzt kauft, kann dank dieser Entwicklung darauf hoffen, dass seine Immobilie in einigen Jahren mehr wert ist als heute. Denn der Kaufpreis von Immobilien richtet sich nach der Höhe der Mieteinnahmen und der Krisenresistenz eines Marktes. Wegen des anhaltenden Zuzugs nach Berlin und der steigenden Zahl der Haushalte gilt der Berliner Immobilienmarkt als robust.
Die zunehmende Zahl verkaufter Immobilien könnte auch Folgen für die Mieter in der Stadt haben. „Wer kauft, will verwerten und prüft eine Anhebung der Mieten“, sagt Michael Roggebrodt, stellvertretender Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Bei bestehenden Mietverträgen sei eine Erhöhung um 20 Prozent innerhalb von drei Jahren zulässig, maximal aber bis auf das Niveau des Vergleichswertes im Mietspiegel. Obwohl viele Miethäuser verkauft wurden, sei bisher noch keine Welle von Klagen über Mieterhöhungen über den Verein hereingebrochen.
Wie dem Bericht des Gutachterausschusses weiter zu entnehmen ist, gab es den „stärksten Zuwachs auf dem Teilmarkt der bebauten Grundstücke“: 2569 Objekte wechselten den Eigentümer, 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der durch den Verkauf der Miet-, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Büroimmobilien umgesetzte Geldbetrag stieg sogar noch stärker: um knapp 80 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der Handel von unbebauten Flächen zog deutlich an: 1122 Grundstücke wechselten den Eigentümer, 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 371 Millionen Euro bezahlten die Käufer für die Grundstücke; im ersten Halbjahr 2010 lag der Geldumsatz mit 221 Millionen Euro um 67 Prozent unter diesem Wert.
URL: http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-kaeufer-profitieren-vom-boom/4893928.html
trance-x October 21st, 2011, 03:54 PM Polizeischutz für Makler
Linke Szene stört Lange Nacht der Wohnungsbesichtigungen
Die erste Lange Nacht der Wohnungsbesichtigung, zu der ein Immobilienportal aufgerufen hatte, rief auch Demonstranten auf den Plan. Zur Kundgebung am Alexanderplatz kamen aber nur... - FOTO: DAPD
Einen "exklusiven Streifzug durch Berlins Immobilienangebot" versprach der Veranstalter der ersten Langen Nacht der Wohnungsbesichtigungen. Die linke Szene nahm die Einladung an - auf ihre Art.
Riesenwohnung im Trendkiez Schlesisches Tor. Altbau, Stuck, Dielen. Aber es riecht muffig und die Kabel hängen aus den Wänden. Ja, hier ist was zu tun, gibt die Vertreterin des Besitzers zu. Kostenpunkt 380 000 Euro. Plötzlich ein Knall aus dem Wohnzimmer: Einer der Besucher hat sich eine Sektflasche geschnappt, die der Makler bereitgestellt hat. "So jetzt stoßen wir auf die Berliner Immobilienwirtschaft an: Dass sie sich hier so ungehemmt die Taschen voll stopft." Eine von vielen Protestszenen auf der ersten Langen Nacht der Wohnungsbesichtigung.
Einen "exklusiven Streifzug durch Berlins Immobilienangebot" hatte der Veranstalter und Internetimmobilienanbieter Immobilien-Scout-24 versprochen.
Ab 18 Uhr wurden vor allem Kaufinteressierte, aber auch Mietwohnungssuchende ab Alexanderplatz mit Bussen in acht Berliner Stadtteile gefahren: Charlottenburg, Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Prenzlauer Berg, Schöneberg und Wedding. Hauptsächlich würden Kaufwohnungen angeboten, aber auch Mietwohnungen ab 440 Euro in Neukölln seien dabei, sagt Immobilien-Scout-24-Sprecher Ergin Iyilikci. „Gerade in einem eng umkämpften Markt wie Berlin“ sei die Lange Nacht eine „erlebnisreiche und komfortable Alternative zu den zeitraubenden Besichtigungsterminen“, heißt es auf der Internetseite des Veranstalters.
Für die linke Szene ist das angesichts steigender Mieten und der Verdrängung von finanzschwachen Mietern eine Provokation, sie rief zu Aktionen auf.
Von denen ist am frühen Abend am Alexanderplatz außer ein paar Flugblättern nicht viel zu sehen. Vor den acht Bussen bildet sich schon am frühen Abend eine große Menschentraube. Im Laufe des Abends werden etwa 1000 Besucher an der Veranstaltung teilnehmen. Der Bus nach Kreuzberg ist von Anfang an am stärksten gefragt, einige Gäste müssen auf den nächsten warten.
Auf linken Internetseiten wurde zuvor dazu aufgerufen, mitzufahren. Die Vorschläge reichten von „die Moderation im Bus selbst übernehmen“ bis zur Sachbeschädigung: Die Wände der Wohnungen könnten „als Ort der Niederschrift unserer Wünsche“ genutzt und „natürlich auch farblich neu gestaltet“ werden. Auch von Wohnungsbesetzung ist in den Aufrufen die Rede.
Polizeischutz und betretene Blicke: Eine ganz normale Wohnungsbesichtigung sieht anders aus. Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.
lso sind Zivilpolizisten bei der Wohnungsbesichtigung und Sicherheitsleute in den Bussen dabei, außerdem gibt es ein mobiles Einsatzteam von privaten Sicherheitsbeauftragten, die eingreifen sollen, wenn es brenzlig wird.
In der ersten Wohnung herrscht zunächst ehrfürchtiges Schweigen: Nur Kerzen und Gemälde stehen in den leeren Räume der 100-Quadratmeter-Wohnung, die für 1200 Euro kalt zu haben ist. Klassische Musik aus der Stereoanlage. Drei Jungs, die nach einer Vierzimmerwohnung für ihre WG blicken betreten zu Boden. Die Schlange im Treppenhaus wird derweil immer länger, viele schwarz Gekleidete sind darunter. Der Makler macht an der Tür Blockabfertigung, nur noch zwei Personen auf einmal.
Als auch das nicht mehr hilft, kommt Verstärkung von der Polizei. „Die Besitzer wollen die Wohnung nicht mehr loswerden. Ab nach Hause“, verkündet ein Polizist in Demomontur. Die Menge beglückwünscht sich. „Vermietung und Verkauf verhindern – das ist das beste, was wir heute Abend erreichen können“, sagt einer auf der Straße.
Bereits zwei Stunden nach Beginn der Langen Nacht erklärt der Veranstalter, dass nur noch an zwei von vier Punkten in Kreuzberg Besichtigungen möglich seien.
Dennoch blieb der große Krawall aus: Nach einer ersten Kundgebung am Alexanderplatz lieferten sich die Gegner der Aktion in der Schlesischen Straße und der Adalbertstraße in Kreuzberg ,,leichtere Rangeleien“ mit eingesetzten Beamten, so ein Polizeisprecher. Aus Protest hätten sie wahllos Klingeln von Häusern gedrückt, in denen Wohnungen gezeigt werden sollten. Auch zwei Sachbeschädigungen habe es gegeben. Mehrere Personen wurden zur Feststellung ihrer Personalien vorübergehend festgehalten.
Nur wer wirklich gehofft hatte, wenigstens eine Mietwohnung zu finden, wurde enttäuscht. So wie David, 21, aus Bayern, der eine Einzimmerwohnung sucht. „Die Kommunikation des Veranstalters war miserabel“, sagt er. Auf dem Stadtplan sei nicht verzeichnet gewesen, um welche Wohnungen es sich handelt. Und auch nicht, dass die meisten nur zum Verkauf stünden. Schon wieder fliegt ein Ei ans Busfenster, einer ruft: „Neben euch will ich nicht wohnen“.
source: http://www.tagesspiegel.de/berlin/linke-szene-stoert-lange-nacht-der-wohnungsbesichtigungen/5334832.html
ps: genauso destruktiv wie die Oeko-Sozialisten in Griechenland, die ebenfalls sowohl Verursacher der meisten Probleme als auch oft Verhinderer von Loesungen sind: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,793060,00.html
trance-x November 3rd, 2011, 06:38 AM Investoren am Potsdamer Platz profitieren vom Daimler-Umzug
Investoren am Potsdamer Platz machen durch den Wegzug von Daimler gute Geschäfte. Am zukünftigen Standort Friedrichshain bleibt es beim Hochhaus.
http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120110623dc-12850-jpg/4315026/3.jpg?format=format14
Gutes Geschäft. Der Investor SEB hat den Potsdamer Platz vor gut dreieinhalb Jahren für 1,4 Milliarden Euro gekauft. Heute ist das Areal deutlich mehr wert. Die SEB will nun Kasse...
- FOTO: THILO RÜCKEIS
Um den geplanten Umzug von Daimler vom Potsdamer Platz ins umkämpfte Gebiet der sogenannten Media-Spree gibt es mächtig Aufregung. Mit knapper Mehrheit von zwei Stimmen hat das Bezirksparlament von Friedrichshain-Kreuzberg am Mittwochabend den Antrag der Grünen (Oeko-Sozialisten) abgelehnt, den Bebauungsplan für das Mercedes-Grundstück noch einmal zu verändern.
Am Potsdamer Platz dagegen freuen sich die Eigentümer der Immobilien über den Auszug. Denn die Mieten im Quartier sind stark gestiegen.
Für den Eigentümer der Daimler-City ist das eine gute Gelegenheit, Kasse zu machen. Der SEB-Fonds will einen Partner bei seinem Prestigeprojekt mit ins Boot holen, der dafür ordentlich bezahlen wird. Denn die Nachfrage internationaler Investoren nach vermieteten Immobilien in guten Berliner Lagen ist wieder so groß wie vor der Finanzkrise. Verkaufen will die SEB den Potsdamer Platz deshalb noch lange nicht.
Nicht so einfach hat es der künftige Vermieter von Mercedes in Friedrichshain-Kreuzberg, die Vivico. Sie hatte das Grundstück mit gültigem Baurecht von der Anschutz-Gruppe erworben, dem Bauherren der O2-Arena. Ende Mai überraschten Grünen-Fraktion und Bezirksbürgermeister Franz Schulz mit dem gemeinsamen Antrag, „den geplanten Daimler-Tower am Spree-Ufer verhindern“ zu wollen. Statt des geplanten 55-Meter-Hochhauses sollten nur die in Berlin üblichen 22 Meter erlaubt sein. Dazu hätte der 2004 festgesetzte Bebauungsplan verändert werden müssen. Nach Überzeugung von SPD-Fraktionschef Andy Hehmke wäre mit Schadensersatzforderungen in Höhe von 40 Millionen Euro zu rechnen gewesen, zudem hätten 20 Millionen Euro an Förderungen des Bundes und der EU zurückgezahlt werden müssen. Der Bauantrag sei am 27. Mai eingereicht worden. Aufgrund der gesetzlichen Fristen müsse nun „zeitnah darüber entschieden werden“.
„Wir haben nicht mit Schadensersatzforderungen gedroht“, sagte Vivico-Sprecher Wilhelm Brandt. Wenn man das Gebäude aber niedriger machen würde, wisse er nicht, wie die Mercedes-Mitarbeiter dort untergebracht werden sollen. Er ist verwundert über die Debatte um den „Hochpunkt“, der am Rande eines 26 Meter hohen Blockes steht. Das 55 Meter hohe Gebäude sei Ergebnis eines städtebaulichen Gutachterverfahrens von 2002 gewesen. Und die Forderungen des Bürgerentscheids – genügend Abstand zu den Ufern, keine Blockierung der Luftschneisen – würden auch erfüllt.
Wollen die Grünen also grundsätzlich keine Mercedes-Mitarbeiter im Kiez? „Wir haben überhaupt nichts gegen die Ansiedlung“, sagt Fraktionschefin Antje Kapek, die die Entscheidung in der BVV gleichwohl „sehr bedauerlich“ findet. Das Projekt sei zwar gut für die Entwicklung des Quartiers. Nur die Höhe des Gebäudes in dem Block verstoße gegen den Bürgerwillen, der im erfolgreichen Bürgerentscheid vom 13. Juli 2008 neue Hochhäuser im Gebiet der Media-Spree verbiete.
Die Hochhäuser am Potsdamer Platz dagegen entwickeln sich laut Barbara Knoflach, Vorstandschefin der Fondsgesellschaft SEB-Asset Management, prächtig. Neue Mieter würden nach dem Mercedes-Auszug 2,50 Euro mehr pro Quadratmeter zahlen. Laut Philipe Fischer, Investment-Chef von Jones Lang Lasalle, werden vermietete Immobilien in Toplagen wie dem Potsdamer Platz zu Rekordwerten gehandelt.
source: http://www.tagesspiegel.de/berlin/investoren-am-potsdamer-platz-profitieren-vom-daimler-umzug/4315006.html
Bauer-Ewald November 7th, 2011, 11:26 PM 07.11.2011
Boomtown Berlin: Spitzeninvestoren stellen Pläne für die City West vor
Mehr als 80.000 m² Büroflächen, die in den letzten 12 Monaten vermietet wurden, sorgen für ein neues Erscheinungsbild der City-West. Die prominentesten Eigentümer veröffentlichten am 4.11.2011 ihre Erfolge und zeigen die Perspektiven für die nächsten Jahre. Sie verantworten gemeinsam Investitionen im Wert von mehr als einer Milliarde Euro. Die Rede ist von
- Herrn Lars Kirmse von ARGONEO Real Estate für das Neue Kranzler Eck,
- Herrn Dr. Thomas Bscher für Cumberland,
- Herrn Stefan Günster für Bikini Berlin,
- Herrn Thomas Hohwieler, Geschäftsführer von STRABAG Real Estate für den Atlas Tower,
- Herrn Peter Koslowski, Projektleiter von STRABAG Real Estate für den Atlas Tower,
- Herrn Samuel Czarny für Berggruen Holdings,
- Herrn Sebastian Klatt für FREO Immobilien für das Haus Kurfürstendamm 195,
- Herrn Uwe Timm, Vorstand AG City und TIMM Immobilien Consulting für das Europa Center und den Ernst-Reuter-Platz 8-10,
- Herrn Mathias Zipser, BECKER & KRIES Immobilien Management,
- Herrn Dr. Florian Seiff vom Gründerzentrum CHIC,
- Herrn Marc Holzweißig von PROCENTER für den Ernst-Reuter-Platz 3-5 und das City-Light House in der Kantstraße,
- Frau Ute Sztandera, Sztandera International für das ZooFenster,
- Herrn Gottfried Kupsch , Vorstand AG City und Geschäftsführer KUPSCH Gewerbeimmobilien Management,
So konnten alleine in den letzten 12 Monaten ca. 80.000 m² Bürofläche vermietet werden. Besonders spannend ist die jüngste Entwicklung, da sie sowohl in Bestandsobjekten (Neues Kranzler Eck und Europa Center), als auch in Neubauten (Marchstraße und ZooFenster) oder in Objekten, die seit Jahren leer stehen und nun komplett saniert werden (Fraunhoferstraße, Cumberland) stattfindet. Die positive Entwicklung hat auch die großen Objekte wie das Europa Center und das Neue Kranzler Eck beflügelt, die es trotz ihrer modernen Ausstattung und der zentralen Lage schwer hatten, die Aufmerksamkeit gegen die Neubau-Konkurrenz in der Nähe zum Regierungsviertel auf sich zu lenken.
Dies hat sich nun gedreht, beide Häuser weisen inzwischen mit über 87 % (Europa Center) bzw. 90 % (Neues Kranzler Eck) einen guten Vermietungsstand auf. Mit dem Atlas Tower, der durch die STRABAG Real Estate errichtet und vermarktet wird, und dem ZooFenster bekommt die City West eine beeindruckende Torsituation. Die Flächen in diesen Projekten sind oder werden besonders spektakulär. Von diesen Hochhäusern hat man einen einzigartigen Blick über die ganze Stadt.
Mit Spannung werden zudem die ersten Mieter für die Büroflächen im Bikini Berlin erwartet. Hier gibt die Mischung aus pulsierendem Leben am Breitscheidplatz und aus viel Grün und Ruhe im Zoologischen Garten die besondere Note.
Becker & Kries, einer der großen Bestandshalter von Häusern am Kurfürstendamm und in den Seitenstrassen, konnte die Wirtschafstkanzlei „RöverBrönner“ mit 5.500 m² Mietfläche gewinnen, dazu diverse bekannte Unternehmen wie z.B. Gruner & Jahr für kleinere Flächen. Große Namen bei den Immobilien ziehen große Namen bei den Mietern an. Zu den neuen Mietern in der Berliner City West gehören u. a. Firmen wie „Telecolumbus“ am Ernst-Reuter-Platz 3-5, Kanzleien wie „SKW Schwarz Rechtsanwälte“ sowie „Erbe Rechtsanwälte und Steuerberater“ im Neuen Kranzler Eck, die Kanzlei „Sammler/Usinger“ mit 2.000 m² Fläche im Zoo-Fenster, die „Kanzlei Danckert“ im Europa Center und die Technische Universität als Folge der Expansion der „T-Labs“ und des Projektes „EIT ICT Labs“ (Europäisches Institut für Innovation und Technologie / Information and Communication Technologies) von Siemens, SAP und Telekom am Ernst Reuter Platz / Fraunhoferstraße 33-36 und Marchstraße 24. Besonders bemerkenswert ist die Entscheidung der „Berggruen Holdings“ für die Fasanenstraße 76/77, dem ehemaligen Bankhaus Löbbecke. Das Haus wurde vor kurzem erworben und Berggruen wird dort nach Renovierung selber einziehen.
Und der Boom geht weiter: Die Sanierung des Hauses Bismarckstraße 10-12 für das Gründerzentrum „CHIC“ hat noch gar nicht begonnen, schon gibt es für die 8.000 m² umfassende Fläche eine Warteliste mit Mietinteressenten. Auch die Produktionsfirma von Thomas Gottschalk soll in der City West Fläche suchen, ist wohl aber noch nicht fündig geworden. Herr Dr. Bscher hat mit der Sanierung der Häuser Kurfürstendamm 190/192 (Ecke Schlüterstraße 46) und Kurfürstendamm 59-60 (Ecke Leibnizstraße) sowohl bezüglich der Qualität als auch der schnellen Vermietungserfolge Maßstäbe gesetzt. Das offenbarte eine für Berlin neue Entwicklung im Gewerbe-Segment: Die Nachfrage war weitaus größer als die Flächen, die Herr Dr. Bscher anbieten konnte. Für den gewerblichen Teil des Cumberland mit ca. 7.500 m² ist er jetzt schon mit zahlreichen Interessenten im Gespräch - ohne Werbung.
Auch der Nachbar des Cumberland, vertreten durch Herrn Klatt von FREO, realisiert am Kurfürstendamm 195 ein Gebäude anknüpfend an die Nachkriegsmoderne. So holt er das Haus endlich wieder an den Boulevard. Angenehm für die Passanten, die nicht mehr an einer zugigen Lücke vorbeilaufen müssen, und natürlich für Mieter, die im Turm moderne und kleinteilige Flächen direkt am Kurfürstendamm anmieten können. Insgesamt ca. 15.100 m² erfreuen sich lebhafter Nachfrage.
Eine nachhaltigere und weit wahrnehmbarere Veränderung bringen die Vermietungserfolge im Bereich Campus Charlottenburg / Ernst-Reuter-Platz mit sich. Es wird sich hier ein Schwerpunkt Technologie, Wissenschaft und Forschung herausbilden. Zur Unterstützung soll im nächsten Jahr zur Neugestaltung ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden.Unmittelbar an diesen Bereich anschließend sind 30.000 m² an das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Ernst-Reuter-Haus vermietet worden, die in die oben genannte Fläche von 80.000 m² noch gar nicht eingerechnet wurden.
Darüber hinaus gehört auch die Nutzung des EUREF-Campus / Gasometer-Geländes durch Günther Jauch und den französischen Energiemanagementkonzern „Schneider Electric“ (6.000 m²) zur Entwicklung der westlichen Bezirke dazu.
Mit der Ansiedelung neuer Gewerbemieter ist die Verlagerung und Schaffung von Arbeitsplätzen verbunden. Dies ist umso bemerkenswerter, weil die West-Bezirke auf Grund der Tarifverträge der Metallarbeitgeber einen Standortnachteil haben. Ein Beispiel ist der Umzug von Daimler an die Mollstraße und den Ostbahnhof.
Die hier zusammengestellten Vermietungsbeispiele wurden im Auftrag der AG City für den Pressetermin am 04.11.2011 zusammengestellt und in deren Auftrag von der Eckel Presse & PR GmbH kommuniziert. Ein Anspruch auf abschließende Aufzählung aller Flächen besteht nicht.
http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=20264
trance-x November 8th, 2011, 02:40 AM Garagenmarkt in Berlin boomt
Kathrin Lucia Meyer,
Weil die Serie von Brandanschlägen auf Autos in der Hauptstadt nicht abreißt, sind sichere Unterstellplätze derzeit begehrt.[/b]
http://winglog.de/wp-content/imagecontent/autobrand_berlin_07052009.jpg
source: http://winglog.de/wp-content/imagecontent/autobrand_berlin_07052009.jpg
Die Serie der brennenden Autos in der Hauptstadt nimmt kein Ende. Seit Jahresbeginn 2011 wurden insgesamt rund 300 Autos angezündet oder durch angrenzende brennende Fahrzeuge beschädigt. ImmobilienScout24 hat die Nachfrage nach Garagen in Berlin analysiert und stellt fest: Nachfrage und Preise stiegen in den letzten Monaten enorm an – zumindest im Rahmen der bei Immobilienscout eingestellten Gesuche und Angebote. Hätten im Jahr 2009 noch durchschnittlich 2.400 Besitzer im Monat in Berlin einen überdachten Parkplatz für ihr Auto gesucht, so seien es im Jahr 2011 schon fast doppelt so viele: Etwa 4.500 Garagengesuche würden momentan durchschnittlich im Monat bei ImmobilienScout24 getätigt. Dies entspreche einem Anstieg von 88 %. Seit Mai habe sich die Nachfrage nochmals erhöht und liege jetzt bei 4.700 Gesuchen im Monat. Die Preise zeichneten ein ähnliches Bild: Zahlte man für eine Berliner Garage noch Ende letzten Jahres durchschnittlich rund 38 Euro pro Monat und Quadratmeter Miete, stiegen die Preise aufgrund der erhöhten Nachfrage um 17 Prozent. Will man sein Auto in einem gesicherten Abstellraum parken, so müsse man heute durchschnittlich rund 45 Euro/ m² investieren. Insgesamt habe sich das Angebot an Garagenstellplätzen der erhöhten Nachfrage angepasst, so das
source: http://immobilien.mapolismagazin.com/garagen-deutschland-berlin
Honk April 4th, 2012, 08:03 AM Preise fallen, Preise steigen, alles ist im Fluss.
Im Norden Berlins steigen bereits vor der Schließung des Flughafens Tegel die Immobilenpreise. Rings um Schönefeld hingegen haben die Häuser mittlerweile an Wert verloren.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafenschliessung-immobilienpreise-in-tegel-steigen-/6464790.html
trance-x April 4th, 2012, 11:04 AM Die haben an Wert verloren, weil die Flughafengegner sie sich selbst runterreden ... ;)
-----------
Man beachte, womit oeko-sozialistische Gentrifizierungsgegner wie dieser Manfred Röttger so ihre Zeit so verbringen (im Grunde auch am eigenen Ast bzw. der, der meisten Mieter saegend, denn er macht die Gegend damit ja eher noch teurer. Immerhin, mir solls recht sein, davon profitiert ne Freundin von mir, der ich schon vor geraumer Zeit riet dort ne Bude zu erwerben, was sie auch tat.)
AUSPREISE
Monopoly Neukölln
Nirgendwo in Deutschland steigen die Immobilienpreise so stark wie in Berlin-Neukölln. Hier schlagen Käufer blind zu.
http://www.amc-booking.com/blog/wp-content/uploads/assembly.coe_.int_.jpg
source: http://www.amc-booking.com/blog/wp-content/uploads/assembly.coe_.int_.jpg
Vor drei Wochen haben sich die Kaufinteressenten fast geprügelt, nur um einen Platz für die Auktion zu ergattern. Dieses Mal ist alles friedlich, als Rechtspfleger Jürgen Kruse um 8.45 Uhr die Eichentür zum Saal 128 aufschließt. Kruse legt die Akte 70K11/11c für das Objekt Lichtenrader Straße 55 in Berlin-Neukölln auf den Sekretär aus der Gründerzeit und steckt seine Schreibtischlampe in die Steckdose. Während Kruse seine Akten sortiert, füllt sich der Saal allmählich. Kurz nach neun, als Kruse mit dem Protokoll beginnt, sind alle Plätze besetzt.
Jürgen Kruse arbeitet seit 25 Jahren als Rechtspfleger am Amtsgericht Neukölln, gleich gegenüber vom Rathaus in der Karl-Marx-Straße. Dieses Jahr geht er in den Ruhestand. Er kennt in Neukölln jede Straße und fast jedes Haus. »Furchtbar viel hat sich hier eigentlich nicht verändert«, sagt er.
Nur sein Job. Der hat sich sehr verändert, und das auch noch schnell. Seit zwei Jahren erlebt Kruse in seinem Viertel einen Immobilienboom, wie es ihn noch nie gegeben hat. Erklären kann Kruse ihn nicht.
Zwar rufen die Berliner Stadtmagazine seit fast 20 Jahren regelmäßig aus, dass »Neukölln kommt«. Nur wollte Berlins hässliches Entlein bisher einfach nicht kommen. Bis heute eben.
Warum aber steigen die Immobilienpreise und Mieten hier zurzeit noch stärker als anderswo in der Hauptstadt und im Rest der Republik? Auch die Experten wissen keine klare Antwort. Als möglichen Grund führen sie fast immer die Inflationsangst der Deutschen an. Dabei ist die Teuerungsrate zuletzt stetig gesunken; einige Ökonomen warnen sogar vor einer Deflation, also sinkenden Preisen.
Klar sind die Zinsen niedrig und die Kredite billig, für Bundesanleihen gibt es nicht mal mehr zwei Prozent. Vielleicht kann sich auch deshalb jeder vierte Deutsche laut einer Forsa-Umfrage vorstellen, in Immobilien zu investieren. Jeder dritte Berufstätige, der seine Altersvorsorge aufbessern möchte, plant einer Allensbach-Erhebung zufolge den Bau oder Kauf eines Eigenheims, 50 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Zunächst profitieren davon Immobilien in wirtschaftlich starken Ballungsräumen wie München oder in Szenevierteln wie dem immer noch hippen Berlin-Mitte. Schwabing, Eimsbüttel und Prenzlauer Berg sind allerdings längst gentrifiziert (und damit teuer), und Kreuzberg ist auf dem besten Weg dahin – trotz des Widerstands der Alteingesessenen.
Also ziehen die Galeristen in Berlin nach Neukölln und die Studenten hinterher. Mit dem stillgelegten Flughafen Tempelhof hat der Stadtteil nun sogar ein Naherholungsgebiet vor der Haustür. Wenn Schnee liegt wie in diesen Tagen, sind dort Langlaufloipen gespurt.
In der Nähe des ehemaligen Flugfelds, am Richardplatz in Rixdorf und im Weserkiez ist Neuköllns lange herbeigeredeter Aufschwung tatsächlich schon zu spüren. Berlins Stadtmagazine bemühen bereits den Vergleich mit New Yorks Lower East Side in den Achtzigern.
Aber so weit ist es noch nicht. Neukölln bleibt bislang billig. Das lässt sich schon am Publikum bei der Zwangsversteigerung durch den Rechtspfleger Kruse erkennen. Es sind fast nur Privatpersonen, Leute, die Berlin kennen, »Insider«, wie sie Reiner Braun von der Beratungsfirma Empirica nennt, die »sich Prenzlauer Berg oder Kreuzberg nicht mehr leisten wollen und in Neukölln auf ein Schnäppchen im Hauptstadtboom hoffen«. Ziemlich normale Leute wie Wolfgang Schäfer* aus Wiesbaden. Ein unaufgeregter Typ, Augenbrauen wie Boris Becker, in Fjällräven-Kleidung. Er weiß, warum es neulich zur Rangelei bei der Zwangsversteigerung gekommen ist, schließlich kommt er regelmäßig in das Amtsgericht, heute zu seiner 20. Versteigerung. Vor drei Wochen sei der historische Saal mit seinen 45 Plätzen noch nicht fertig renoviert gewesen, die Kaufinteressenten seien in einen kleinen Raum mit vier Bänken gepfercht worden, erzählt der 46-Jährige.
Schäfer hat vor 20 Jahren schon einmal in Neukölln gewohnt. Seit sieben Jahren verbringt er ein Drittel seiner Arbeitszeit in Berlin. Jetzt will er nicht länger zur Untermiete wohnen, hätte gerne etwas Eigenes. Seit zwei Jahren sucht er schon, die Preisentwicklung in Prenzlauer Berg und Kreuzberg hat er verschlafen. »So langsam habe ich ein wenig Torschlusspanik«, sagt er. Mehr als 1.300 Euro für den Quadratmeter will er trotzdem nicht bezahlen.
Auch Martin Daphi, Mitte 50, aus Osnabrück, hat früher in Neukölln gearbeitet. Daphi ist Lehrer, seine Kinder studieren in Berlin. Seine Frau und er können sich vorstellen, im Alter wieder dort zu leben.
Ganz anderes hat hingegen Zwangsversteigerungsgast Manfred Röttger* im Sinn. Er wohnt schon seit Ewigkeiten in der Neuköllner Weserstraße, war bereits auf mehr als 100 Zwangsversteigerungen, hat aber nie den Zuschlag bekommen. Den wollte er auch nicht. Röttger geht auf die Versteigerungen, um den Preis nach oben zu treiben. So will er Menschen wie Schäfer und Daphi, »die aus dem Westen einfallen und die Mieten erhöhen«, den Spaß verderben.
Ausländische Immobilieninvestoren versprechen sich viel von Berlin
Tatsächlich sind die Mieten in Neukölln zwischen 2007 und 2010 im Schnitt um 23 Prozent gestiegen, mehr als in allen anderen Bezirken Berlins. Auch wenn die Quadratmeterpreise in München immer noch drei- bis viermal so hoch liegen, ist die Veränderung auf dem Wohnimmobilienmarkt nirgendwo so sichtbar wie in Neukölln. Der Immobilienumsatz stieg im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent. »Dabei waren fast alle unsere Grundstücke und Objekte in Neukölln bis 2009 noch Ladenhüter«, sagt Holger Lippmann, Geschäftsführer des Berliner Liegenschaftsfonds. »Heute geben sich die Bieter die Klinke in die Hand.« Allein in den vergangenen drei Jahren haben sich die Kaufpreise für den Quadratmeter verdoppelt, zum Teil verdreifacht. Eine Folge: selbst Premiummakler überlegen, demnächst Niederlassungen in Neukölln zu eröffnen.
Rechtspfleger Kruse findet das viel zu teuer. Er hat noch erlebt, wie 110 Quadratmeter in der Neuköllner Sonnenallee für 5.000 Euro über seinen Tresen gingen. »Nicht für den Quadratmeter, für die ganze Wohnung. Und zwar noch vor vier Jahren.« Damals seien zu den Versteigerungen drei Makler gekommen, und die hätten den Preis zuvor unter sich ausgemacht. Kruse, 63 Jahre, silbergrauer Schnauzer, trägt Röhrenjeans und ein auf Falte gebügeltes Hemd. Zwischen jungen Eltern, Studenten, Lebenskünstlern und den paar dick bebrillten Hipstern wirkt er fast so anachronistisch wie das mit Intarsien verzierte Eichenpaneel. So langsam würde er gerne zum ersten Gebot kommen, doch noch immer strömen potenzielle Bieter in den Saal.
Jahrelang wurde in Neukölln kaum neu gebaut, jetzt ist Wohnraum knapp
Es sind keine Makler mehr, aber auch noch nicht die ausländischen Investoren, die deutsche und vor allem Berliner Immobilien für sich entdeckt haben. Der Immobilienumsatz ist im vergangenen Jahr nach Hochrechnungen des Immobilienverbandes IVD um ein Fünftel auf über 150 Milliarden Euro gestiegen. In Ballungszentren wie München, Hamburg und Stuttgart sind Eigentumswohnungen in guten Lagen auch deshalb bis zu 60 Prozent teurer als noch vor drei Jahren.
In Berlin ist die Zuversicht gerade von ausländischen Kapitalanlegern dabei am größten. Das jedenfalls ist beim Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2012 der Ernst & Young Real Estate herausgekommen. Die 550 befragten Unternehmen und Investoren favorisieren den Wohnungsmarkt der deutschen Hauptstadt vor allen anderen europäischen Städten. Passend dazu, rechnet der IVD auf seiner Homepage vor, dass eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Berlin nur halb so viel koste wie in Brüssel. In Stockholm würden im Schnitt 496.000 Euro für eine Wohnung bezahlt, in Berlin nur 112.000 Euro.
An diesem Morgen versteigert Jürgen Kruse die Wohnung 11/3 im Vorderhaus, dritte Etage, 58 Quadratmeter, Kaltmiete 288 Euro, mit unverbautem Blick auf das Tempelhofer Feld. Verkehrswert: 35.000 Euro. Das entspräche einem Quadratmeterpreis von 600 Euro und einer Mietrendite von fast zehn Prozent. Der Abgesandte der Gläubigerbank DKB weist aber gleich darauf hin, dass unter 44.000 Euro nichts zu machen sei.
Geplänkel könne man sich also sparen, sagt Gentrifizierungsgegner Manfred Röttger zu seinem Sitznachbarn in Reihe zwei und treibt den Wiesbadener Wolfgang Schäfer dann in Hunderterschritten bis auf 58.100 Euro – und dessen Rendite auf unter sechs Prozent. Hinter ihm flüstert Martin Daphi seiner Frau zu, dass sie eigentlich auch später hätten kommen können, und schaltet sich entschlossen mit seinem ersten Gebot von »59.000!« ein.
Schäfer in Reihe eins kontert abgebrüht mit »60.000«. Daphi verkündet zuversichtlich »61.000!« Röttger erhöht mal wieder um 100. Das Spiel wiederholt sich, bis Daphi sein Gebotsschild noch einmal zückt, aber schon hörbar zögerlicher »66.000!« ruft. Doch auch Schäfer lässt sich nicht lumpen, dann erhöht Röttger noch einmal um 100, ehe Schäfer ihn mit 73.000 Euro abzuschütteln versucht. Die Mietrendite ist zu diesem Zeitpunkt auf unter fünf Prozent gefallen.
Da klinkt sich erstmals Benjamin Wille mit 73.500 Euro in das Bietergefecht ein. Mit seinen wilden Locken sieht er eher aus wie einer, der sich mit Röttger gegen steigende Mieten solidarisieren müsste. Tut er aber nicht. Der Ludwigsburger arbeitet seit sieben Jahren in Berlin, als Architekt in der Stadtentwicklung. Er hat gespart, versteht nichts von Aktien oder Gold, kennt sich aber mit Immobilien aus. Wille glaubt an Neukölln, als Stadtentwickler kennt er die Planwerke der Stadt, so etwas wie die nicht öffentlichen Flächennutzungspläne. »Der Südosten Berlins, also die Achse Tempelhof–Neukölln–Treptow–Adlershof bis zum neuen Flughafen, ist einer der wichtigsten Entwicklungskorridore der Stadt«, sagt Wille.
Auch Reiner Braun von der Beratungsfirma Empirica ist optimistisch: »Es sprechen eine Reihe rationaler Gründe für den Kauf einer Immobilie in Berlin und Neukölln. Berlins Einwohnerzahl steigt seit elf Jahren kontinuierlich, die Zahl der Haushalte wächst noch stärker, bis 2020. Es wollen immer mehr Menschen alleine in einer Wohnung leben.«
Das Wohnungsangebot habe in den vergangenen Jahren mit dieser Nachfrage nicht mitgehalten, sagt Braun: »Der Leerstand wurde abgebaut, jahrelang gab es kaum Neubauten.« Wurden 1997 noch 30.000 Wohneinheiten fertiggestellt, waren es nach 2006 nur knapp 3.000 pro Jahr. Und in Neukölln entstanden so wenige Neubauten wie in kaum einem anderen Stadtteil.
Argumente, die auch Wille kennt. Er will bis 1.300 Euro pro Quadratmeter gehen. Das wären 75.400 Euro. Er ist eigentlich einer, der sich nicht hinreißen lässt, zumal er die Wohnung nicht von innen gesehen hat. Wie alle hier im Saal vertraut er allein auf das Gutachten. Er hat sich aber wenigstens den Innenhof und das Treppenhaus angeschaut und überbietet Martin Daphi aus Osnabrück bei 76.500 Euro ein letztes Mal. Auch Wolfgang Schäfer wollte eigentlich nicht so viel Geld für die Zweizimmerwohnung ausgeben. Während der Versteigerung hat er seine Meinung geändert. »Wegen des Andrangs«, sagt er. Vielleicht hat er auch einfach keine Lust mehr auf weitere Versteigerungen. Bei 77.000 Euro erteilt ihm Jürgen Kruse den Zuschlag. Schäfer zahlt 1.328 Euro für den Quadratmeter.
Ein Münchner könnte darüber nur lachen.
source: http://www.zeit.de/2012/08/GS-Immobilien-Neukoelln
Honk April 4th, 2012, 07:24 PM ^^ Interessant.
Das mit dem Störenfried in den Auktionen ist in der Tat putzig. Ich vermute auch, dass er genau das Gegenteil von dem erreicht, was er denkt zu bewirken. Wenn der Käufer mehr zahlen muss, wird eben die Miete erhöht - und gleich sind wieder ein paar Migrantenfamilien und sozial Schwache auf der Strecke geblieben. Nachdenken ist halt kompliziert.
nicdel April 4th, 2012, 10:29 PM ^^
durch die zunehmende Gentrifizierung Neuköllns werden die Migranten und sozial Schwachen in die billigen Plattenbau-und Wohnhochhausgebiete am Stadtrand abgedrängt. Gibt zurzeit einige z.B. türkische und arabische Familien oder auch deutsche Unterschichtler die nach Lichtenberg, Spandau (Falkenhagener Feld) und Reinickenorf (Märkisches Viertel) ziehen.
Honk April 4th, 2012, 11:08 PM Das habe ich auch schon beobachtet. Manche Viertel in denen früher eher die untere Mittelschicht lebte, sind mittlerweile regelrecht abgesackt. Ich habe früher auch mal in einer Platte gewohnt, aber wenn ich jetzt mein altes Viertel besuche, sehe ich massenhaft Asoziale, die es früher nicht gegeben hat.
erbse April 4th, 2012, 11:15 PM Ist doch ein ganz natürlicher Prozess. Früher, als die zahllosen (heute herrlich sanierten) Altbauten marode waren, waren die mehr oder minder modernen Plattenbauten der Wohnraum für die Mitte der Gesellschaft. Im Grunde sogar nahezu für die Gesamtheit der Gesellschaft, allzu große Unterschiede gab es ja in einem weiten Spektrum nicht.
In einem realitätsnahen System wie dem heutigen passen sich die Lebenspräferenzen und Wohnsituationen eben auch der Realität der Stadt an. Die ollen Blocks werden zu dem, wozu sie auch verdammt sind: Zu Asigegenden. Im Westen waren sie als Sozialwohnungen schon immer dazu prädestiniert. Große Teile davon gehören ohnehin abgerissen, sie erlauben kaum urbane Strukturen und bremsen die Entwicklung der ganzen Stadt in vielen Bereichen aus.
trance-x April 6th, 2012, 01:25 AM ^^
durch die zunehmende Gentrifizierung Neuköllns werden die Migranten und sozial Schwachen in die billigen Plattenbau-und Wohnhochhausgebiete am Stadtrand abgedrängt.
Nicht so ganz.
Ohne Gentrifizierung: Parallelgesellschaft nimmt zu, Bezirk kippt, Schulen kippen, Gewaltstrukturen manifestieren sich immer mehr, Streetgangs, Schutzgeld, Islamisten, Rassismus und Nationalismus der MiHIGrus nehmen zu, Integration wird immer schlechter ...
Mit Gentrifzierung: Parallelgesellschaften werden "entzerrt".
Ein Teil zieht weg. Ein anderer Teil der Tuerken, Araber (und viele andere, Polen, Griechen etc.) bleiben aber da. Sind ja nicht alle arm, im Gegenteil. Viele haben auch stinknormale Jobs, sind Studenten, Friseuse, besitzen einen Imbiss, ne Bar, Restaurant, Laden und heissen die Gentrifizierung willkommen, weil ihre Verdienst und Job-Moeglichkeiten steigen ...
Diese MiHiGrus werden wie so oft hoechst selten gefragt.
Durch die Gentrifzierung remischt und entzerrt sich also alles, nimmt Druck von vielen MiHiGrus, die ja selbst oft unter den intoleranteren oder einfach kriminelleren Strukturen litten. Durch die Genfrizierung nimmt also allmaehlich die Gewalt ab, Schutzgelderpressungen ab, Hoffnungen zu, Perspektiven zu. Schulen erhalten wieder gesuendere Mischungen, ein Teil der Migranten kann sich jetzt besser integrieren ... mit einer jetzt tatsaechlich moderneren und auch kosmpolitisch internationaleren Mischung.
Durch die Gentrifizerung wird also zunaechst einmal verhindert, dass die Bezirke kippen, Parallelgesellschaften werden "entzerrt" ...
Ferner ziehen eher selten Milliardaere nach Neukoelln/Xberg, sondern wiederum stinknormale Studenten, Architekten, Designer, Verwaltungsangestellte, manch Handwerker, Journalisten aus aller Welt ...
Gibt zurzeit einige z.B. türkische und arabische Familien oder auch deutsche Unterschichtler die nach Lichtenberg, Spandau (Falkenhagener Feld) und Reinickenorf (Märkisches Viertel) ziehen.
Ja, das ist auch gut so. Sie werden eben entzerrt, nicht alle auf einem Platz ...
Ziehen z.B. viele nach Lichtenberg, wo ja noch recht viele Deutsche und andere leben, der Auslaenderanteil noch geringer, andere Mischungen, besteht eher die Moeglichkeit auch hier zu integrieren.
Wuerde man jetzt staedtebaulich clever auch noch einfach etwas stinkeinfaches tun, naemlich die Planung fuer derlei Bezirke aendern, so dass auch dort urbanere und metropolere Strukturen hinzuwachsen, koennte man mit der Zeit durch ein schlichtes stetes intelligentes Restrukturieren bestimmte grundsaetzliche Probleme vorbeugen, verhindern, neu loesen ...
Also: Maerkisches Viertel, Falkenhagener Feld, Lichtenberg usw. gehoeren reubanisiert/remetropolisiert um auch hier neue Gentrifizierungsansaetze zu bieten, die Bezirke aufzuwerten und insgesamt eh Berlin damit zu verschoenern ...
Durch ein cleveres Zusammenspiel aller Faktoren liesse sich viel machen.
Einfach nur dort im Laufe der Zeit problematische Orte laufen zu lassen, wuerde sich raechen. Und wir leben nicht mehr im Deutschland von gestern, wenn es sich raecht, dann werden das Probeleme wie in Paris, in Marseille, amerikanische Probleme, die sich dann umgekehrt zurueck in die Staedte und andere Vororte fressen werden ...
Daher wuerde ich NICHT von einer Normalitaet ausgehen wie sie gestern noch in Muenchen oder so moeglich war. Die Probleme werden, was ja sichtbar ist, auf ganz anderem Level zunehmen, wenn man hier nix tut.
Ausserdem sollte man endlich die oeko-sozialistische Multikulti-Ideologie loswerden. Das ist nichts anderes als die direkte Foerderung von Multirassismus, Multinationalismus, Multikulturalismus, die mitverantwortlich sind fuer die Renatonalisierung und Reislamisierung vieler Tuerken und Araber. Multikulti = alle Kulturen gegeneinander, der staerkere setzt sich auf der Strasse durch und vertreibt andere ...
Weit besser: echte gemeinsame Identitaeten aller wie Kosmopolitentum und Lokalpatriotismus bzw. nationalen Temporaerpatriotismus als Kit. International also, bei weitem vielfaeltiger als Multikulti, aber ohne die Probleme ...
Ludi April 7th, 2012, 10:56 PM Der Wohnungsbau in Berlin boomt
Der Immobilienmarkt in Berlin zieht kräftig an. Es werden so viele neue Wohnungen gebaut wie lange nicht, vor allem in hochpreisigen Lagen wie in Mitte oder Pankow. Bezahlbarer Wohnraum wird knapp.
Man merkt und sieht es momentan wirklich überall.
Immer wenn ich zur Arbeit durch Pankow und Prenzelberg fahre, sehe ich, wie langsam jede Lücke bebaut wird.
Wie z.b. hier in der Schönhauser Allee:
http://farm8.staticflickr.com/7190/6983052639_4438ef5d81_z.jpg
Vorher stand dort ein kleiner Discounter...
http://media.prenzlauerberg-nachrichten.de/media/thumbs/assets/2012/03/120315akj-schievelbschonh_01_jpg_620x320_crop_upscale_q85.jpg
http://prenzlauerberg-nachrichten.de/alltag/_/burohaus-mit-fitnessstudio-fur-die-schonhause-17702.html
http://farm8.staticflickr.com/7052/6778960048_b9f5438d49_m.jpg
Auch in der Florastraße in Pankow werden die letzten Lücken geschlossen...
http://www.karasch-kuechler.de/images/projekte/florastrasse1_xxl.jpg
oder hier:
http://img94.imageshack.us/img94/8729/cimg0524l.jpg
trance-x April 8th, 2012, 03:35 AM (...)
Auch in der Florastraße in Pankow werden die letzten Lücken geschlossen...
http://www.karasch-kuechler.de/images/projekte/florastrasse1_xxl.jpg
oder hier:
http://img94.imageshack.us/img94/8729/cimg0524l.jpg
Mal davon abgesehen, dass man nicht jede Luecke einfach schliessen sollte, sondern etwas cleverer bauen (hochragende Waende haben naemlich was), zeigen auch diese beiden Bilder mal wieder, dass haeufig "umgebungsgerechtes" Bauen sucked. Die sollten endlich anfangen "hoeher" zu bauen: ist urbaner, nutzt den Platz besser aus, erzeugt innerhalb kuerzerer Zeit mehr Wohnungen und mehr ...
Ludi April 8th, 2012, 11:47 AM Naja, da darf aber keiner höher bauen ;)
Dort wo noch Altbausubstanzen dominieren, müssen sich Neubauten halt daran orientieren.
Ob diese Regelungen sinnvoll sind oder nicht, darüber lässt sich streiten.
Man will halt das Stadtbild etwas unter kontrolle haben.
Außerdem, wenn jeder bauen könnte wie er wollte, dann gäbe es auch diverse Probleme. Grundwasser, Druck, Fenster an Außenwänden, Schattenwurf, etc.
Es gibt schon gute Gründe, warum man sich für bestimmte Stadtteile auf eine bestimmte Traufhöhe festgelegt hat.
Energy2003 April 8th, 2012, 12:16 PM Ganz anderes hat hingegen Zwangsversteigerungsgast Manfred Röttger* im Sinn. Er wohnt schon seit Ewigkeiten in der Neuköllner Weserstraße, war bereits auf mehr als 100 Zwangsversteigerungen, hat aber nie den Zuschlag bekommen. Den wollte er auch nicht. Röttger geht auf die Versteigerungen, um den Preis nach oben zu treiben. So will er Menschen wie Schäfer und Daphi, »die aus dem Westen einfallen und die Mieten erhöhen«, den Spaß verderben.
der Robin Hood Berlins ?!
miau April 8th, 2012, 08:21 PM der Robin Hood Berlins ?
Ich wette, der Typ hält sich in der Tat für so etwas in der Art.
trance-x April 9th, 2012, 08:38 AM Naja, da darf aber keiner höher bauen ;)
Was ich ja gerade kritisiere.
Dort wo noch Altbausubstanzen dominieren, müssen sich Neubauten halt daran orientieren. Ob diese Regelungen sinnvoll sind oder nicht, darüber lässt sich streiten.
Nein. Sie ist falsch. Derlei fuehrt u.a. zu dem, woran auch Muenchen bereits krankt: spaetere Aufstockungen werden schwerer, hirnlos wurden viele Chancen in kuerzerer Zeit mehr Wohnungen zu bauen, nicht genutzt. Ferner werden staendig modernere Reurbanisierungs-Chancen sprichwoertlich verbaut ...
Man will halt das Stadtbild etwas unter kontrolle haben.
Was da wirkt ist keine Kontrolle, sondern Kontrollzwang ...
Außerdem, wenn jeder bauen könnte wie er wollte, dann gäbe es auch diverse Probleme. Grundwasser, Druck, Fenster an Außenwänden, Schattenwurf, etc.
Es geht in dem Falle nicht einmal um beliebig Bauen, sondern um ein paar Etagen mehr ... urbaner bauen, endlich anfangen Berlin WEITERZUBAUEN auch in den aeusseren Bezirken ... NICHT niedriger werden, sondern genau umgekehrt ...
Es gibt schon gute Gründe, warum man sich für bestimmte Stadtteile auf eine bestimmte Traufhöhe festgelegt hat.
Ja, ideologische ...
Dr_Cosmo August 4th, 2012, 09:35 PM Die Miete schluckt 20 Prozent der Einkommen (http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article108449549/Die-Miete-schluckt-20-Prozent-der-Einkommen.html)
Zitat:
In Berlin starke Unterschiede zwischen Bezirken
Nach den Zahlen des GSW-Reports lag die Wohnkostenbelastung in der Hauptstadt im vergangenen Jahr im Schnitt bei 24,2 Prozent. Gegenüber 2009 (25,4 Prozent) ist sie sogar leicht zurückgegangen. Und im Vergleich zum vergangenen Jahr (24,4 Prozent) war sie nahezu gleich geblieben – allerdings mit sehr deutlichen Unterschieden zwischen Innenstadt- und Außenbezirken.
So war der Mietaufwand im zentrumnahen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit durchschnittlich 29,3 Prozent mit Abstand am höchsten. Danach folgen Pankow (26,9 Prozent), Charlottenburg-Wilmersdorf (26,2 Prozent) und Mitte (25,6 Prozent). In Marzahn-Hellersdorf (19,2 Prozent), Reinickendorf (21,5 Prozent) und Spandau (22,3 Prozent) geben die Berliner den geringsten Anteil ihres Einkommens für die Warmmiete aus.
Gebiete mit hohen Wohnkostenquoten von mehr als 30 Prozent sind vor allem in den gefragten Lagen der Bezirke Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und vereinzelt in Tempelhof-Schöneberg zu finden. Die niedrigsten Werte erzielen mit unter 20 Prozent Wohngebiete in Neukölln, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Spandau.
Deutsche Metropolen vergleichsweise günstig
Doch im internationalen Vergleich ist die Wohnkostenbelastung in den deutschen Metropolen gering, hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) festgestellt. München sei deutlich günstiger als Paris, London oder Madrid.
Hamburg, Köln, Frankfurt oder Berlin würden ebenfalls gegenüber den anderen Metropolen abfallen. Das IW hat die Wohnkosten für einen Ein-Personenhaushalt in einem Ein-Zimmer-Apartment verglichen: In München lag die Wohnkostenbelastung hier bei 25, in Berlin bei 21 Prozent. In Paris erreicht der Mietaufwand dagegen schon 35 Prozent des Einkommens, in London 40, in Rom 49 und in New York 43 Prozent.
http://www.welt.de/img/immobilien/origs108448917/0599726464-w900-h600/Wohnkostenkarte-2012-Mieten-im-Verhaeltnis-zu-Einkommen.jpg
Dr_Cosmo October 16th, 2012, 07:00 PM Globale Investoren entdecken Berliner (Luxus) Immobilienmarkt - WSJ Deutschland (http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10000872396390444799904578052510225800672.html)
Momentan erlebt die 3,5 Millionen Einwohner zählende Stadt einen regelrechten Boom in der gehobenen Immobilienpreisklasse. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bautätigkeit in diesem Sektor nahezu verzehnfacht. Dieser Wandel bestätigt eine beliebte Langfrist-Wette unter Immobilienentwicklern: Dass sich Berlin von der Hauptstadt der mittellosen Künstler hin zu einer Weltmetropole der Kreativbranche entwickelt.
http://si.wsj.net/public/resources/images/OB-UX460_1011Mb_G_20121010144854.jpg
erbse November 20th, 2012, 12:16 PM Die Berliner Mieten steigen in einigen Lagen rasant.
Wie dieser Fragestellung begegnen? Berichte aus der Berliner Zeitung:
Wohnen in Berlin
Wenig Leerstand, viel Andrang
Berliner Verbände begrüßen den Hamburger Vorstoß, dass Mieter künftig keine Maklergebühr mehr bezahlen sollen. Denn mit den steigenden Mietpreisen ist in der Hauptstadt auch die Courtage gestiegen.
Berlin ist eine Stadt der Mieter. Von den 1,88 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt sind 1,68 Millionen von Mietern bewohnt, in nur 200.000 Wohnungen leben die Eigentümer. Makler haben derzeit viel zu tun: Denn in den Innenstadtbezirken liegt der Leerstand bei unter zwei Prozent. Bei Besichtigungsterminen drängeln sich die Interessenten.
Und das trotz gestiegener Preise. Um knapp fünf Prozent haben sich die Mietpreise in begehrten Lagen binnen eines Jahres in Berlins Innenstadt erhöht, gab der Immobilienverband Deutschland kürzlich bekannt. Kaltmieten von zehn Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit.
Weiter: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/wohnen-in-berlin-wenig-leerstand--viel-andrang,10809148,20702772.html
erbse November 20th, 2012, 12:18 PM Berlin ist aber auch eine Stadt der Brachen. Noch gibt es viel weitgehend ungenutztes Potenzial:
Platz für 177.200 neue Berliner Wohnungen (http://www.berliner-zeitung.de/berlin,10809148,20758482.html)
Viel Platz: In Berlin gibt es ungenutzte Flächen, auf denen 177.200 Wohneinheiten gebaut werden könnten. So stellt es die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zumindest in einer Broschüre dar.
Galerie in der Berliner Zeitung (http://www.berliner-zeitung.de/berlin,10809148,20758482.html)
Ludi November 20th, 2012, 06:13 PM Berlin hat noch sehr viele Brachen und auch noch viel aufzuholen im Vergleich zu anderen STädten.
Ich glaube, dass die Mietsteigerungen einfach ein Zeichen für Wachstum sind und dafür sind, dass nun langsam alle Kapazitäten ausgeschöpft sind und Neubauten folgen müssen.
Sicherlich steigen dabei auch die Mieten, aber Berlin wird wohl trotzdem noch ne ganze Weile verhältnismäßig billig bleiben.
Wunderknabe November 23rd, 2012, 10:25 AM http://www.silizium-net.de/zeug/baufl.png
Einige der eingetragenen Bauflächen sind zwar eher hypothetischer Natur (mit verbundenem Abriss), aber die meisten (vorallem kleinere, einzelne Baulücken) sind sofort bebaubar.
Wie man sieht, sind es alleine in der inneren Stadt noch tausende.
Ludi November 23rd, 2012, 01:55 PM interessante Karte...
Sind also alles Bauflächen, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung so registriert hat, oder welche Kriterien erfüllen die Felder/Flächen?
Wunderknabe November 23rd, 2012, 04:39 PM Nein nein, ist eine von mir selbst erstellte Karte. Im Grunde halt Satellitenbilder abgecheckt und geschaut wo Brachen/Baulücken sind, bzw. Gebäude die einfach abgerissen und ersetzt werden könnten.
Einiges davon würde sicher kollidieren mit dem Baurecht bzw. Denkmalschutz oder anderen Gründen, aber prinzipiell sind die meisten Stichchen/Pünktchen ganz normale Baulücken wo es morgen los gehen könnte.
Achso und diese Karte entstand auf Basis des Planwerkes Innenstadt. Also alles was darin verzeichnet ist, aber noch nicht gebaut taucht hier garnicht auf. Würde man das was da noch fehlt hier auch einzeichnen, wärs bestimmt nochmal 50% mehr.
Wenn ich mal zu viel Zeit habe (:D ) kann ich das ja mal noch verfeinern.
Bauer-Ewald December 17th, 2012, 09:46 PM Griechen und Spanier kaufen Berlins Markt leer
Vermögende aus den Euro-Krisenländern wollen ihr Geld in Sicherheit bringen – auf dem deutschen Immobilienmarkt. Sie akzeptieren höhere Preise, zahlen bar – und stechen so oftmals deutsche Käufer aus.
Wohnungskauf in Berlin kann frustrieren: "Da kommen Käufer aus Polen und legen die Kaufsumme einfach bar auf den Tisch", berichtet ein genervter Interessent. Die Konkurrenz aus dem Ausland sei gerade in den Szenevierteln Kreuzberg, Mitte oder Prenzlauer Berg stark. "Und Makler konfrontieren einen nicht selten mit Sprüchen wie "Stellen Sie sich nicht so an, andere fragen auch nicht so viel nach". Manche nähmen die Objekte sogar ungesehen.
Berliner Immobilien sind schon länger gefragt. Seit Beginn der Euro-Krise aber drängen noch mehr ausländische Investoren auf den Hauptstadtmarkt, viele aus dem angeschlagenen Spanien und dem kriselnden Italien.
Ein Drittel der Käufer aus dem Ausland
Gut ein Drittel der Käufer komme aus dem Ausland, berichtet der Geschäftsführer des Immobiliendienstleisters Accentro, Jacopo Mingazzini. Fast alle zahlten – anders als deutsche Interessenten – in bar. Tetzlaff-Immobilien hat ebenfalls viele Kunden aus Spanien, zu Engel&Völkers kommen Griechen und Italiener. Auch das Internetportal Immobilienscout24 zählte einen deutlichen Anstieg von Kaufgesuchen aus Griechenland.
"Wir sind international neben der Schweiz oft der letzte Rettungsanker", begründet Analyst Thomas Beyerle vom Immobilienverband IVG das Interesse für Deutschland. Griechen und Spanier wollten ihr Geld in Sicherheit bringen. "Sie kaufen sich das Versprechen von Stabilität und sind dafür oft bereit, höhere Preise zu akzeptieren."
Mieten ziehen kräftig an
Das treibt nicht nur für deutsche Immobilienkäufer den Preis kräftig in die Höhe. "Mittelfristig wird es auch den Mieten nicht gut tun", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund voraus. Vor allem in Berlin ziehen die Mieten bereits kräftig an – für neue Verträge in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Fünftel.
Spürbar ist der Einfluss ausländischer Investoren Verbandsanalyst Beyerle zufolge nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg, München und Frankfurt. Anders als beim letzten Immobilienboom 2004 interessierten sie sich dagegen weniger für idyllische Häuschen auf dem Land. In der Großstadt seien sich Käufer einfach sicherer, ihre Wohnungen später zu guten Preisen wieder loszuwerden.
Berlin im europäischen Vergleich günstig
Die größte Anziehungskraft hat Berlin – nicht nur wegen des Hauptstadtflairs. "Berlin ist im europäischen und auch innerdeutschen Vergleich weiterhin sehr günstig", erläutert Mingazzini. Trotz zuletzt deutlich anziehender Preise finde man hier auch in guten Lagen immer noch Wohnungen zum Quadratmeterpreis von 1400 bis 1500 Euro. "Das ist in Metropolen wie Paris, Bologna oder Mailand undenkbar."
Hinzu komme das extrem gute Image der Stadt: Berlin ist im Ausland angesagt, die Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich. Investoren könnten wegen der vergleichsweise günstigen Mieten weiterhin mit vernünftigen Renditen rechnen. "Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn der Zuzug nach Berlin hält an", betont Mingazzini.
Enorme Nachfrage nach Mietwohnungen
Der hohe Anteil an Single-Haushalten fördere zudem die Nachfrage nach Mietwohnungen enorm, sagt Einar Skjerven von der Skjerven Group. "Wer in Berlin kauft, kauft Wohnungen mit viel Potenzial zur Wertsteigerung." In München oder Hamburg gebe es solche Entwicklungschancen nicht.
Dabei geht es oft nicht einmal um Luxuslofts mit Dachgarten, nicht nur um den Prenzlauer Berg, sondern auch um die Mittelklasse-Wohnung im alten Westen. Nicht nur die reichen Griechen kaufen in Berlin, berichten die Makler, sondern viele Familienväter, die ihren studierenden Kindern in der Boomstadt eine Wohnung sichern wollen.
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article112061798/Griechen-und-Spanier-kaufen-Berlins-Markt-leer.html
GhostOfDorian February 4th, 2013, 08:14 PM „Leute, baut Büros in Berlin. Gerne auch spekulativ“, dieser Appell scheint die logische Folge einer druckfrischen Analyse aus dem Maklerhaus BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zu sein. In der deutschen Hauptstadt, sagt der Berliner BNPPRE-Chef Jan Dohrwardt, stünden nur 5,8% aller Kontore leer. Das sind so wenig wie an keinem großen deutschen Bürostandort. Und auch im internationalen Vergleich befinde sich Berlin damit in der absoluten Spitzengruppe.
http://www.immobilien-zeitung.de/1000012728/berlin-leute-baut-bueros
Scheint so, als könne sich Berlin demnächst über zahlreiche neue Projekte freuen.
Ludi February 4th, 2013, 09:01 PM ^
Kann mich noch erinnern, wie vor nicht allzu langer Zeit noch alle meinten, der Berliner Immo-Markt sei an Büroflächen total übersättig und viele diese in Wohnungen umbauen wollen und nun ....
Bin ich gespannt, 150m Türme am Alex bitte, am besten gleich 5-10. :cheers:
Ludi February 7th, 2013, 07:45 PM 07.02.2013 Der Hauptstadt fehlen moderne Büroflächen
Mit einer aktuellen Leerstandsrate von nur 5,8 Prozent weist Berlin den niedrigsten Wert aller großen deutschen Bürostandorte auf. Auch im internationalen Vergleich befindet sich die deutsche Hauptstadt damit in der absoluten Spitzengruppe. Diese an sich ausgesprochen komfortable Situation wird aber zunehmend zum Problem: Vor allem das am meisten nachgefragte Marktsegment der modernen Leerstandsflächen verengt sich rapide. Während sich der Gesamtleerstand in den letzten acht Jahren um rund ein Drittel verringert hat, ist das Angebot an modernen Flächen im gleichen Zeitraum um etwa zwei Drittel geschrumpft. Aktuell verfügen noch gut 240.000 Quadratmeter der Leerstandsflächen über eine qualitativ hochwertige Ausstattung. Damit entspricht nur noch jeder fünfte Quadratmeter den Anforderungen der überwiegenden Zahl der Mieter. Der mit Abstand größte Teil hiervon entfällt auf die Cityzonen, wo rund 210.000 Quadratmeter der modernen Leerstände anzutreffen sind.
Größere Mietgesuche teilweise schwer umsetzbar
Besonders zugespitzt hat sich die Angebotssituation im Bereich zusammenhängender Büroflächen mit mehr als 3.000 Quadratmetern. Betrachtet man nur die Cityzonen, in denen der Großteil des Flächenumsatzes getätigt wird, zeigt sich, dass lediglich knapp 90.000 Quadratmeter moderne Leerstandsflächen kurzfristig zur Verfügung stehen, die sich auf nicht einmal 15 Objekte verteilen. Setzt man die Grenze auf 5.000 Quadratmeter hoch, reduziert sich das Angebot auf nur noch 67.000 Quadratmeter in weniger als zehn Häusern. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Mieter mit größeren Flächengesuchen sich zunehmend schwer tun, in einem überschaubaren Zeitraum qualitativ angemessene Flächen zu finden.
Neubauflächen nicht ausreichend
Der wesentliche Grund für diese Entwicklung ist die ausgesprochen geringe Neubautätigkeit in Berlin. Vor allem das Volumen spekulativ errichteter Büroflächen nimmt immer weiter ab. Das Angebot an noch verfügbaren – also nicht vorvermieteten – Flächen im Bau hat sich in den letzten acht Jahren ebenfalls um gut zwei Drittel verringert. Nur noch 46.000 Quadratmeter, die sich fast ausschließlich in den Cityzonen befinden, standen potenziellen Mietern Ende 2012 zur Verfügung. Im Cityrand und den Nebenlagen gibt es Neubauflächen nur in Einzelfällen.
Großvermietungen sind wichtiges Marktsegment
Den in den Cityzonen momentan rund 130.000 Quadratmetern modernen Flächen (Leerstand plus verfügbare Flächen im Bau), die auch für größere Mietgesuche infrage kommen, steht ein durchschnittlicher jährlicher Vermietungsumsatz von fast 100.000 Quadratmetern mit Verträgen über 3.000 Quadratmeter gegenüber. Aufgrund des Trends, dass Mieter zunehmend in zentrale Lagen drängen, wurden in den letzten beiden Jahren sogar circa 125.000 Quadratmeter Großflächen pro Jahr in den Cityzonen vermietet. Deutlich über die Hälfte hiervon entfiel auf hochwertige, moderne Flächen. Diese Zahlen belegen, dass die ohnehin schon angespannte Angebotssituation sich in der nächsten Zeit eher noch verschärfen dürfte.
Nur noch rund 1 Prozent des Gesamtbestandes verfügbar
Auch die Relation zwischen dem Angebot moderner Leerstandsflächen zum gesamten Flächenumsatz sinkt kontinuierlich: Noch vor acht Jahren erreichte das Angebot den Faktor 2, bezogen auf den Jahresumsatz. Aktuell liegt das entsprechende Verhältnis lediglich noch bei 0,6. Auch in den besonders präferierten Cityzonen sieht es nicht besser aus. Hier ist die Relation von 2,4 im Jahre 2004 auf aktuell nur noch 0,7 zurückgegangen.
Die skizzierte Entwicklung wird auch durch das Verhältnis von modernen Leerstandsflächen zum Gesamtbestand an Büroflächen bestätigt. Im zugrundeliegenden Untersuchungszeitraum hat sich dieser Indikator konstant verschlechtert. Im Jahr 2004 standen dem Markt noch 3,8 Prozent aller Büroflächen als moderner Leerstand für eine kurzfristige Anmietung zur Verfügung. Aktuell, also Ende 2012, liegt der entsprechende Wert nur noch bei 1,3 Prozent. Unter den großen deutschen Standorten bewegt sich lediglich Hamburg in einer zumindest etwa vergleichbaren Größenordnung von knapp unter 2 Prozent. Das Unterschreiten der 1-Prozent-Marke scheint aufgrund der aktuellen Marktentwicklung nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Entspannung momentan nicht in Sicht
„Momentan deutet nichts darauf hin, dass sich die Angebotssituation bei modernen Flächen kurzfristig entspannen wird. Im Gegenteil, es ist eher von einer weiteren Verschärfung des Engpasses auszugehen“, bringt Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), die Ergebnisse der Analyse auf den Punkt. „Vor diesem Hintergrund bieten sich aktuell hervorragende Chancen für Projektentwickler, von der Angebots- und Nachfragerelation zu profitieren, wenn sie neue, auch spekulativ errichtete Flächen in Angriff nehmen würden. Voraussetzung ist natürlich, dass es ihnen gelingt, trotz des zugegebenermaßen nicht leichten Finanzierungsumfelds einen Baustart realisieren zu können“, fasst Dohrwardt die Chancen und Risiken zusammen.
http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=29136
Muss ich das verstehen?
Wenn die Nachfrage sich in Berlin so extrem zugespitzt hat und vorallem große Komplexe gesucht werden, warum sprießen da nicht die Bürotürme am Alex in die Höhe?
Ich dachte, dass in Zeiten wie diesen Immobilien eh sehr gefragte Wert/Geldanlagen sind...
SkyBerlin February 7th, 2013, 08:52 PM Wenn die Nachfrage sich in Berlin so extrem zugespitzt hat und vorallem große Komplexe gesucht werden, warum sprießen da nicht die Bürotürme am Alex in die Höhe?
Ich dachte, dass in Zeiten wie diesen Immobilien eh sehr gefragte Wert/Geldanlagen sind...
Ich verstehe das ehrlich gesagt auch nicht wirklich. Klar, in Berlin haben es Bauherren schwer, da es immer wieder "Aktivistengruppen" gibt die sich gegen jegliche Bauvorhaben wehren - vor allem wenn es mal höher werden soll als 40 Meter. Aber am Alex stehen ja diverse Grundstücke zur Verfügung und Baugenehmigungen sind wohl auch vorhanden. Wäre ich Investor, würde ich sofort loslegen - vielleicht bewegt sich ja dieses Jahr noch was handfestes in diese Richtung. Ich wünsche es mir zumindest.
Ingwaeone February 7th, 2013, 08:53 PM Wer sollte die Büros denn mieten...
Ludi February 7th, 2013, 09:06 PM Wer sollte die Büros denn mieten...
http://www.nigeria-forum.de/pics/umleitung.gif
Lies oben den Artikel, auf fachkundigen Seiten aus der Immobilienwelt wird die Tage von Berlin und der Knappheit an größeren Büroflächen berichtet.
Werde dir das jetzt nicht alles erklären, steht ja zwei posts weiter drüber erklärt.
Wenn kaum noch freie Flächen da sind, wird das wohl alles jemand gemietet haben! :doh:
Dase February 8th, 2013, 07:58 PM ^ Warum werden die Hochhäuser am Alex dann nicht gebaut, obwohl Baurecht besteht und das alles ganz toll logisch wäre? Richtige Großmieter gibt es in Berlin eben nur selten, genau die sind es aber, die man für großflächige Immobilien benötigt.
Dr_Cosmo February 8th, 2013, 09:31 PM Alle 9000 Beamte aus Bonn an die Spree.
Ein Superministrialhochhaus.
500 Meter.
Jetzt!
erbse February 8th, 2013, 09:33 PM Bush wird einen passenden Entwurf vorlegen.
Jetzt!
SkyBerlin February 8th, 2013, 09:35 PM Richtige Großmieter gibt es in Berlin eben nur selten, genau die sind es aber, die man für großflächige Immobilien benötigt.
Diese werde aber kommen und der Bedarf wird bald nicht mehr gedeckt sein, von daher sollte man jetzt handeln - ein Hochhaus ist ja auch nicht innerhalb von ein paar Monaten hochgezogen, geschweige denn bezugsfertig. Der Senat hatte es auch versäumt für genug Wohnraum zu sorgen, gleiches zeichnet sich mit Büroflächen ab. Und Bürotürme werden Etagenweise vermietet, es braucht also nicht nur Großmieter.
Ludi February 8th, 2013, 10:10 PM Das meine ich doch auch, wenn jetzt schon von Knappheit gesprochen wird, dann kann man doch nicht erst abwarten, bis ein Mieter an die Tür klopft.
Das ein Mieter kommt, ist ja wohl abzusehen, als Investor sehe ich doch, die Nachfrage ist sehr hoch, Nachfrage kann kaum noch bedient werden, also investiere ich doch sofort.
Ich denke eher, dass die Mieten/Rendite die erzielt werden können vergleichsweise noch recht niedrig sind, aber sonst kann ich mir die
Zurückhaltung nicht ganz erklären, aber man wird sehen!
Vielleicht passiert dieses Jahr ja noch hier und da etwas. :)
trance-x February 9th, 2013, 07:07 AM ^ Warum werden die Hochhäuser am Alex dann nicht gebaut, obwohl Baurecht besteht und das alles ganz toll logisch wäre? Richtige Großmieter gibt es in Berlin eben nur selten, genau die sind es aber, die man für großflächige Immobilien benötigt.
Am Alex BLOCKIEREN durch die Daemlichkeit der Stadtentwicklung diejenigen, die die Grundstuecke besitzen andere Investoren. DAHER kann ueberhaupt kein neuer interessierter Investor auftauchen. Die bisherigen Besitzer koennen sich im Grunde zuruecklehnen und einfach immer weiter die steigenden Grundstueckspreise abwarten. Manche werden das auch einfach tun, weil sie finanziell vielleicht gerade ungern investieren - abwarten einfach sicher ist. Also: am Alex blockieren quasi 'wenige' alle potentiellen Investoren der Welt. So muss das gelesen werden. Der Fehler der Stadtverwaltung war eben, mal wieder von der Hand in den Mund zu denken und sich darauf einzulassen die Fristen quasi zu verlaengern.
Ludi February 9th, 2013, 01:36 PM wo findet man denn etwas über die Fristen, bzw. wie sehen diese aus?
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/planungen/planwerk_innenstadt/index.shtml
dort finde ich irgendwie nichts zum Thema Fristen...
trance-x February 11th, 2013, 04:22 AM wo findet man denn etwas über die Fristen, bzw. wie sehen diese aus?
Die sahen vertraglich so aus, dass eigentlich bis Ende 2013 die Hochhaeuser stehen sollten. Irgendwann gab der Senat dieses Datum auf (Motto: "nicht gegen den Markt entwickeln"), es gab neue Verhandlungen, und der Termin verschob sich auf zwischen Oktober 2013 und Dezember 2018 (kannst ja danach googlen).
Und genau das war der Fehler. Es ist nicht so, dass der Senat nicht bemueht war (z.B. hat er vernuenftigerweise angefangen den Raum trotzdem schon vorzuentwickeln, also vorbereitende Infrastrukturmassnahmen umzusetzen), allerdings ging er defensiv-zeitgeistig damit um, statt das Areal sinnvoll zu vermarkten.
Das liegt eben einfach daran, dass zu viele abhaengig vom jeweiligen Zeitgeist sind und Stereotypen nachplappern. Beispielsweise das Maerchen von wegen "Naja in Berlin koennen keine Wolkenkratzer gebaut werden, weil es keine Investoren gibt", wo doch nicht nur staedteplanerisch solche weitestgehend verboten sind, sondern auch noch pausenlos welche verhindert wurden und werden - bis heute. Von den vielen potentiellen, bei denen es ja Investoren gab, aber von vornherein nur grosse quadratische Kaesten und Bloecke entstanden, erst gar nicht zu reden. Man kann das ja testen: der Plan koennte ja bis auf wenige Gebiete (statt umgekehrt) daraufhin geaendert werden grundsaetzlich anzubieten, dass entweder Traufhoehe bzw. etwas drueber oder aber alternativ nur ab 200m und beliebig hoch gebaut werden darf. Da wirst du ploetzlich Schizophrenie feststellen. In der Regel die gleichen Leute wollen das dann nicht, weil sie was befuerchten? Ja genau ... Es ist nicht so, dass Investoren staendig vom Himmel fallen, allerdings gab es gerade fuer Berlin massenweise Moeglichkeiten. Diese Fehler fuehrten wiederum signaltechnisch als Gesamtpaket zu Folgefehlern. Waeren naemlich einige gebaut worden, saehe Berlin nicht nur interessanter aus, sondern der Alex haette sich noch einfacher vermarkten lassen.
Aber eigentlich gehts immer wieder um ganz grundsaetzlich fehlende Antizipation:
- es war (noch zu Zeiten vermeintlicher Abnahme) sonnenklar, dass die Bevoelkerung irgendwann mal munter deutlich zulegen wird. Ich meine grundsaetzlich, nicht irgendwelche Schwankungen.
- es war sonnenklar, dass Berlin/Germany seinen politischen Stellenwert gegenueber Paris und London ausbauen wird, zwangsweise Stellenwertsverschiebungen kommen. Und genauso kam es. Die Eurokrise hat wohlgemerkt nur ans Licht gebracht, was schon vorher entstand.
- es war sonnenklar, dass auf Dauer nicht die Mieten niedrig bleiben, sondern der Wohnungs- und Immobilienmarkt anziehen wird. Und genau so kam es. Heute ist Berlin einer der begehrtesten Real Estate Investitionsmetropolen. Und zudem gibt es unterbelichtete Gentrifizierungsdebatten.
Und genauso muss man eben nicht rumraten, sondern nur 1 + 1 zusammenzaehlen, um vorhersehen zu koennen, dass ...
- im Laufe der Zeit die Arbeitslosenrate immer mehr zurueckgehen wird (tat sie ja eh schon die ganze Zeit) und sich frueher oder spaeter auf das uebliche Niveau so einer Metropole einpendeln wird. Es gibt ueberhaupt keinen rationalen Grund anzunehmen, dass sie irgendwie ploetzlich festfriert bzw. es irgendeine naturgesetzliche hohe Mindestschwelle gibt, ab der sie nicht mehr sinken kann.
- und so ist das auch beim Alex: bei dem Areal stimmen extrem viele fundamentale Dinge, die es in Europa sowieso nur ganz selten gibt. Es ist sonnenklar, dass er sich auch entsprechend weiterentwickeln und teurer werden wird.
Es ist eben so, dass Berlin eine der akttraktivsten und groessten Metropolen in Europa ist, eine der bekanntesten Metropolen der Welt und sich sich doch offensichtlich auf immer mehr Ebenen auf den entsprechenden Stellenwert einpendelt. Alles entwickelt sich in genau diese Richtung.
Folgerichtig haette man beim Alex nicht defensiv, sondern begruendet konsequent vermarkten und Druck erzeugen koennen. Die Realitaet waere einem entgegengewachsen. Der Unterschied liegt hier eben weniger darin, dass nicht durchaus stets betont wurde, dass der Alex attraktiv ist, sondern ob man derlei stereotyp oder ueberzeugend macht. Und dass dem zumeist nicht so ist, zeigte sich ja auch bei der Ueberraschung vieler in bezug auf Bevoelkerungs- oder Mietenentwicklung bzw. der immer noch Unterschaetzung mancher Entwicklungen sowie genereller Fehlentscheidungen (z.B. nicht endlich den Flaechenentwicklungsplan auf moderne Metropole umzustellen).
derzberb February 11th, 2013, 10:08 AM ^^ ach trance: so wie du dir das vorstellst funktioniert die marktwirtschaft einfach nicht. wenn keine nachfrage das ist, dann ist eben keine nachfrage da. da kann der senat nicht viel machen und da hilft auch keine "vermarktung".
Dase February 11th, 2013, 11:52 AM Das meine ich doch auch, wenn jetzt schon von Knappheit gesprochen wird, dann kann man doch nicht erst abwarten, bis ein Mieter an die Tür klopft.
Wenn in irgendwelchen Foren von Knappheit gesprochen wird, ist das relativ irrelevant für einen Investor, der ein gewisses ROI erreichen möchte und diesen gegenüber Banken, die ihm Kredite geben sollen, verargumentieren will. Schau dir die letzten Hochhausprojekte in Deutschland und Europa an, es gibt da immer einen Hauptmieter, der einen Großteil der Mietfläche abnimmt. Selbst kleinere Wohnbauprojekte werden meist erst begonnen, wenn eine gewisse Anzahl von Wohnungen verkauft wurde.
trance-x February 11th, 2013, 11:25 PM ^^ ach trance: so wie du dir das vorstellst funktioniert die marktwirtschaft einfach nicht. wenn keine nachfrage das ist, dann ist eben keine nachfrage da.
Es kann nur begrenzt Nachfrage geben, solange die Alexhaeuser bereits "belegt" sind durch entsprechende Unternehmen, die die Grundstuecke haben. Sie sind somit eben NICHT direkt auf dem freien Markt, sondern eher indirekt - gefiltert durch die Vorstellungen und Verhaeltnisse eben dieser wenigen Unternehmen. Es ist eben nicht so, dass die Stadt einfach die Grundstuecke mit Rahmenbedingungen anbietet und dann kann sich ein Interessent melden. 'Das haette in manchen Faellen aber eventuell machbar und sinnvoll sein koennen. Wohlgemerkt: die Mieten fingen zu dem Zeitpunkt der neuen Verhandlungen (siehe eins tiefer) bereits allgemein an sich immer mehr zu steigern.
da kann der senat nicht viel machen und da hilft auch keine "vermarktung".
Der Vermarkungsaspekt war lediglich ein Zusatz fuers Thema Druckerzeugung als der Senat vor einigen Jahren die Vertraege neu besprach - weil die Fristen ausgelaufen sind.
erbse February 12th, 2013, 09:30 AM Ich finde es nicht verkehrt, gerade hinsichtlich Hochhausentwicklung etwas abzuwarten. Die ursprünglichen Pläne von Hines etwa finde ich katastrophal. Je teurer es wird, desto prestigeträchtiger ist das Bauen dort auch - das sollte sich auch in entsprechender Architektur niederschlagen.
GhostOfDorian February 12th, 2013, 10:40 AM Es ist allerdings nicht verkehrt, neue Bürohochhäuser zu projektieren, und in die Vermarktung zu gehen. Denn woher soll die Vorvermietungsquote herkommen wenn nicht aus Vorvermietungen?
Grundstücksspekulation rentiert sich nur für Eigentümer, denen es an Mitteln für die Entwicklung des Grundstücks fehlt. Der Verkauf eines entwickelten und vermieteten Grundstücks ist mit ungleich höheren Gewinnen verbunden als die reine Wertsteigerung des unbebauten Grundstücks.
Ich weiß nicht so ganz, ob der Alex die ideale Bürolage für Berlin darstellt. Sicher er ist verkehrsmäßig optimal angeschlossen. Aber das Umfeld ist doch noch sehr trist. Da wird es noch vieler Pioniermieter bedürfen, bis sich daraus ein quirliges Zentrum für einen angesagten Geschäftssitz entwickeln wird. Rund um den Bahnhof Zoo wäre es sicherlich leichter. Das ist bereits ein etablierter Bürostandort, der nur erweitert werden müsste.
Ludi February 12th, 2013, 12:27 PM Ja, das zeigt die momentane Entwicklung auch recht deutlich, der Alexander Platz hat zwar eine top Verkehrsanbindung mit 3 U-Bahn linien,S-bahn, Regio, Tram, Bussen, etc.
Aber das Umfeld kann bei weitem nicht mit der City-West mithalten.
Daher ist mir fast jeder Alea 101 -Bau erstmal am Alex lieber, als nur verlassene Platten.
Die City-West ist auf jeden Fall wieder voll im Trend und Zoofenster und UpperWest scheinen nur der Anfang und die Initialzündung gewesen zu sein. :cheers:
Dr_Cosmo February 12th, 2013, 12:37 PM Ich weiß nicht so ganz, ob der Alex die ideale Bürolage für Berlin darstellt. Sicher er ist verkehrsmäßig optimal angeschlossen. Aber das Umfeld ist doch noch sehr trist. Da wird es noch vieler Pioniermieter bedürfen, bis sich daraus ein quirliges Zentrum für einen angesagten Geschäftssitz entwickeln wird. Rund um den Bahnhof Zoo wäre es sicherlich leichter. Das ist bereits ein etablierter Bürostandort, der nur erweitert werden müsste.
Dito. Ich sehe auch mehr Entwicklungspotential am Zoo und am Hbf.
erbse February 12th, 2013, 06:41 PM Der Alex wird wahrscheinlich dann erst richtig attraktiv, wenn das historische Zentrum Berlins mit Stadtschloss, Marienviertel und Molkenmarkt nach und nach belebt wird und sich so das Stadtleben weiter nordostwärts verschiebt.
Ludi February 13th, 2013, 01:29 PM COMFORT analysiert den Markt für Handelsimmobilien von 62 Städten
So legte beispielsweise die Spitzenmiete in Berlins Tauentzienstraße um über 25% auf mittlerweile 320,- Euro/m² zu. Die Goethestraße in Frankfurt am Main (15%) sowie die Düsseldorfer Königsallee (9%) hatten ebenfalls beachtliche Mietzuwächse. Gleichzeitig verharrten die Mieten aber an der Frankfurter Hauptwache bzw. der Düsseldorfer Mittel- und Grabenstraße.
http://www.comfort.de/info-center/presse/a/artikel/comfort-pi-comfort-analyse-der-mietpreise-fuer-ladenlokale-in-1a-lagen/
trance-x February 15th, 2013, 11:07 PM Die Umgebung vom Alex ist nicht trist, sondern diverse. In eine Richtung Plattenbauten, in die andere aber Museumsinsel, Hackescher Markt, Prenzlauer Berg allgemein und mehr. Zudem wuerden die Wolkenkratzer den Gesamteindruck noch einmal insgesamt direkt aufwerten - wie auch die neueren kleineren Bloecke. Waere ich Investor, haette ich dort laengst ein mittelpreisiges Hotel als ein oder zwei Wolkenkratzer hingestellt, eventuell mit Wohnungen, eventuell auch mit ein paar Bueroflaechen. Der Alex ist hat einfach eine hervorragende Schnittstellenfunktion. Zudem wuerden Wolkenkratzer das ganze noch mehr beleben und das Profile gen Moderne schaerfen. Spaeter einmal werden Menschen sagen "klar, dass der Alex gut geht, wo gibts sonst schon solche Stellen, wo das so klaer waere?" ...
Hinterher ist es immer leichter, offensichtliches zu erkennen bzw. auch darauf zu setzen. Es geht um diesen Bewusstseinsakt letztlich ...
GhostOfDorian February 15th, 2013, 11:22 PM Wolkenkratzer sind die teuerste Form zu bauen. Das muss sich rentieren. Ein Gebäude rentiert sich aber nur, wenn man damit hohe Mieten erwirtschaften kann. Dafür bräuchte der Alex Spitzenmieten. Die hat er nicht, weil er kein 1a Bürostandort ist. Selbst rund um Unterlinden und am Kurfürstendamm liegen die Büromieten gerade mal bei gut der Hälfte von dem was man im Frankfurter Bankenviertel bezahlen muss. Und schon dort sprießen die Wolkenkratzer nicht gerade wie auf einem Spargelfeld.
Wenn es einem Investor gelingen sollte mit Hotels oder Wohnhochhäusern am Alex zu punkten, gäbe es dort eine Chance. Aber Büros halte ich für die absehbare Zukunft für aussichtslos.
Germanicus February 15th, 2013, 11:25 PM Die (vermeintliche) Tristesse des Alexanderplatzes mit den vielen in die Jahre gekommenen DDR-Klötzen ist Schwäche und Stärke zugleich. Nirgendwo sonst in Berlin kann sich ein Investor wohl so austoben wie an diesem Platz. Hochhäuser, Büros, Hotels, große Parzellen; hier ist alles möglich und ein Widerstand gegen noch so auschweifende Pläne wäre eher unwahrscheinlich. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis der Aufschwung hier ankommt.
Schaps February 16th, 2013, 02:23 AM Ja! Und es macht ja auch Spaß zuzusehen wie die Gegend sich langsam verändert.
Ludi February 16th, 2013, 03:34 AM Die (vermeintliche) Tristesse des Alexanderplatzes mit den vielen in die Jahre gekommenen DDR-Klötzen ist Schwäche und Stärke zugleich. Nirgendwo sonst in Berlin kann sich ein Investor wohl so austoben wie an diesem Platz. Hochhäuser, Büros, Hotels, große Parzellen; hier ist alles möglich und ein Widerstand gegen noch so auschweifende Pläne wäre eher unwahrscheinlich. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis der Aufschwung hier ankommt.
das stimmt absolut, in der Hinsicht hat der Alex einen Vorteil, es gibt genug SPielraum für alles mögliche, wirkliche "Maßstäbe"/ Orientierungspunkte sind kaum vorhanden. 90% der DDR-Platten können dort ganz offiziell abgerissen werden und somit gibt es eine Menge Platz für neues, mal schauen, irgendwann wird es kommen, der Alex ist trotz allem sehr zentral gelegen und verkehrstechnisch top angebunden!
GhostOfDorian February 16th, 2013, 08:45 AM Die (vermeintliche) Tristesse des Alexanderplatzes mit den vielen in die Jahre gekommenen DDR-Klötzen ist Schwäche und Stärke zugleich. Nirgendwo sonst in Berlin kann sich ein Investor wohl so austoben wie an diesem Platz. Hochhäuser, Büros, Hotels, große Parzellen; hier ist alles möglich und ein Widerstand gegen noch so auschweifende Pläne wäre eher unwahrscheinlich. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis der Aufschwung hier ankommt.
1a Lagen entwickeln sich aber nicht weil viel Platz ist. Eine 1a Lage ist nur deshalb die Toplage, weil an dem Ort, wo sie liegt, wenig Platz ist. Durch das knappe Angebot an Flächen steigen die Mieten, was dazu führt, dass die Grundstücke besser ausgenutzt werden. Erst dann baut der Markt Wolkenkratzer, wenn er darf.
Germanicus February 16th, 2013, 07:04 PM 1a Lagen entwickeln sich aber nicht weil viel Platz ist. Eine 1a Lage ist nur deshalb die Toplage, weil an dem Ort, wo sie liegt, wenig Platz ist. Durch das knappe Angebot an Flächen steigen die Mieten, was dazu führt, dass die Grundstücke besser ausgenutzt werden. Erst dann baut der Markt Wolkenkratzer, wenn er darf.
Natürlich. In Europa kommt aber noch ein wichtiger Punkt hinzu: Die gesellschaftliche Akzeptanz. Es gäbe in vielen europäischen Innenstädten das ökonomische Potential für Hochhäuser, gebaut werden sie aber entweder in der Peripherie oder gar nicht, einige wenige Ausnahmen einmal ausgeblendet.
erbse February 16th, 2013, 07:10 PM Zum Glück. Zumindest im Hinblick auf die historischen Stadtzentren.
Das sollten uns Ausfälle wie der Tour Montparnasse doch gelehrt haben...
Außerhalb der historischen Mitte hat Berlin aber viel Potenzial für Hochhäuser. Es muss keine klassische Hochhaus-Stadt werden. Doch die verteilten Cluster zu stärken und punktuell neue aufzubauen (wie gerade in der City West am Zoo), das ist ein guter und verträglicher Weg für Berlin.
GhostOfDorian February 16th, 2013, 07:13 PM Natürlich. In Europa kommt aber noch ein wichtiger Punkt hinzu: Die gesellschaftliche Akzeptanz. Es gäbe in vielen europäischen Innenstädten das ökonomische Potential für Hochhäuser, gebaut werden sie aber entweder in der Peripherie oder gar nicht, einige wenige Ausnahmen einmal ausgeblendet.
Ich bin auch kein Fan von Hochhäusern in europäischen Innenstädten. Paris hat das beste gemacht, was man tun konnte. Innerhalb der Périphérique sind Hochhäuser verboten. Genauso würde ich verstehen, wenn München ein Verbot von Hochhäusern innerhalb des Mittleren Rings aussprechen würde. Es auch außerhalb zu verbieten ist allerdings übertrieben.
Auch für Berlin bin ich keinesfalls dafür, dass man hier und da solch einen Klotz hinstellt. Konzentriert am Zoo wäre das gut, und an anderen Orten sollte man es ab einer gewissen Höhe einfach verbieten.
Malyan February 16th, 2013, 08:09 PM Berlin ist allerdings keine historische Stadt, sondern in seiner Bausubstanz moderner als die meisten US-Städte.
erbse February 16th, 2013, 08:13 PM Aber nicht in seinem historischen Kern zwischen Brandenburger Tor, Unter den Linden, Gendarmenmarkt, Alexanderplatz und Museumsinsel.
Das ist ein nahezu geschlossenes Ensemble. Wenn auch aus diversen Rekonstruktionen bestehend (denen zum Glück weiter nachfolgen). Hier kann man sich einfach keine Fehler erlauben (wie am Schinkelplatz hoffentlich auch nicht).
Und auch sonst gibt es im ganzen Stadtgebiet noch enorm viel alte Substanz, wenn auch desöfteren hinter traurigerweise entstuckten und sonstwie entstellten Fassaden versteckt...
Germanicus February 16th, 2013, 08:25 PM Berlin ist allerdings keine historische Stadt, sondern in seiner Bausubstanz moderner als die meisten US-Städte.
Eher nicht.
Ein Großteil der Berliner Bausubstanz stammt aus dem 19. Jahrhundert, also einer Zeit, als in den USA noch ganz überwiegend Hütten aus Holz die Städte prägten.
Malyan February 16th, 2013, 10:11 PM Sogar in der Friedrichstadt gibt es nur wenige Gebäude vor der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Bausubstanz ist dort nicht älter, als es die historischen Monumente New Yorks, Bostons oder Philadelphias sind. In NY sieht auch kein Mensch ein Problem darin, dass rund um die Überbleibsel aus Barock und Klassizismus Wolkenkratzer gewachsen sind, ganz zu schweigen davon, dass es sich bei fast allen älteren Gebäuden Berlins um mehr oder weniger gute Rekonstruktionen der 50er und 60er Jahre handelt. Wenn irgendeine europäische Metropole dafür prädestiniert wäre, eine durch spektakuläre moderne Architektur geprägte städtebauliche Identität zu entwickeln, dann ja wohl das altstadtlose, im Zweiten Weltkrieg nahezu ausradierte Berlin, dessen architektonisches Erbe auch vor dem Krieg eher dürftig und mit alten europäischen Metropolen wie Paris, London, Wien oder Rom nicht einmal ansatzweise vergleichbar war (Rom wurde im 4. Jahrhundert vor Christus zur Großstadt, Paris und London im Hochmittelalter, Wien im Frühbarock, Berlin kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts).
Ein Großteil der Berliner Bausubstanz stammt aus dem 19. Jahrhundert, also einer Zeit, als in den USA noch ganz überwiegend Hütten aus Holz die Städte prägten.
New York, Boston, Philadelphia, Baltimore, Chicago und Washington bestanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als der Großteil der Berliner Mietskasernen entstand, überwiegend aus Holzhütten?
Zumal ich stark bezweifeln würde, dass der Großteil der heutigen Bausubstanz Berlins auch nur älter als 50 Jahre ist.
erbse February 16th, 2013, 10:24 PM Sinnlosdiskussion. Fakt ist doch, dass Hochhäuser rund um's Forum Fridericianum einfach nichts verloren haben. Genauso wenig, wie man vor den Pariser Invalidendom aus dem 19. Jahrhundert ein Hochhaus setzte.
Berlin kann gern rund um Alex, Zoo, Hauptbahnhof und Potsdamer Platz und auch an der Spree Hochhäuser errichten. Spricht überhaupt nichts dagegen.
Aber die Keimzelle der Stadt müssen sie nicht auch noch überwuchern. Das ist ohnehin ein nahezu mikroskopisch kleiner Bereich. Und dort gibt es mit der Nikolaikirche und diversen Klosterbauten übrigens auch mittelalterliches Erbe, das du in den genannten Amistädten schon mal definitiv nicht findest.
Selbst die ältesten Amistädte sind im Übrigen leider fürchterlich entstellt. Auf die hochhauszerfressenen Downtowns bin ich kein bisschen neidisch, dem sollten wir nicht nacheifern. Der europäische Weg sollte bedachter sein. Und ja, gerade auch der Berliner.
yourrulez February 17th, 2013, 12:50 PM Dem stimme ich vollkommen zu. Ich finde es sehr angenehm und auch einen riesen Vorteil, dass man hier bedacht an sowas rangeht und es auch Diskussionen gibt, auch wenn es den Prozess vllt. etwas verlängert, unterm Strich gibt es uns auf jedenfall recht. Berlin, London, Paris, Rom sind nicht umsonst die meistbesuchtesten Städte, Europa hat da alles richtig gemacht und Berlin hat die Chance "dank" der Zerstörung und Teilung etwas ganz besonderes zu machen bzw. hat es schon gemacht - die Besucherentwicklungszahlen die jede andere Stadt in Europa übersteigen und Berlin jetzt schon auf Platz 3 nach Paris und London vorbei an Rom und Barcelona katapultiert hat, gibt ihr recht - und wenn ich sehe, welche Projekte in relativ naher Zukunft noch warten, dann ist es nurnoch eine Frage der Zeit bis an den Besucherzahlen von Paris und London geknabbert wird. Ich kann es jedenfalls kaum abwarten. :)
Germanicus February 17th, 2013, 02:46 PM New York, Boston, Philadelphia, Baltimore, Chicago und Washington bestanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als der Großteil der Berliner Mietskasernen entstand, überwiegend aus Holzhütten?
Du hast dir jetzt genau die wenigen Beispiele rausgesucht, für die dies nicht zutrifft. Der Großteil der USA jedoch - ja die Großstädte der Ostküste sind nicht repräsentativ - bestand zur damaligen Zeit überwiegend aus Holzhütten.
Berlin ist im übrigem weit weniger zerstört gewesen, all du anzunehmen scheinst. Ein Großteil der Bausubstanz hat tatsächlich den Krieg überlebt. In der Innenstadt sicherlich weniger - wobei dies mehr mit den Abrissorgien der Fünfziger Jahre zusammenhängt als mit dem Krieg selbst.
Zurück zum eigentlichen Thema:
Der Alexanderplatz samt Ungebung ist ja genau deshalb etwas Besonderes, weil hier nicht nur die historische Bausubstanz fehlt, sondern auch Straßenraster und Stadtstruktur komplett neu angelegt wurde. Da heute diese Stadtstruktur samt sozialistischen Großplatten überwiegend als für das Zentrum einer europäischen Großstadt ungeeignet angesehen werden, bietet sich dieser Raum für eine erneuten kompletten Neuanfang geradezu an.
Daher glaube ich, dass falls es in Berlin Bedarf an einem Hochhausquartier geben sollte, dies an dieser Stelle entstehen wird, was nicht heißt dass vereinzelte Hochhäuser nicht auch am Zoo oder woanders entstehen können.
yourrulez February 17th, 2013, 06:25 PM http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/84/MiamiAvenue1896.jpg
Nicht nur an der Ostküste. Das ist ein Bild von Miami 1896 - da fuhr in Berlin schon die U-Bahn. Mal so als Vergleich. ;)
SkyBerlin February 17th, 2013, 06:32 PM Nicht nur an der Ostküste. Das ist ein Bild von Miami 1896 - da fuhr in Berlin schon die U-Bahn. Mal so als Vergleich. ;)
Man muss sich nur "Unsere kleine Farm" angucken, die spielt ungefähr in dieser Zeit. :cheers:
trance-x February 28th, 2013, 08:29 PM (...) New York, Boston, Philadelphia, Baltimore, Chicago und Washington bestanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als der Großteil der Berliner Mietskasernen entstand, überwiegend aus Holzhütten?
Gegen Berlin wirkten alle Staedte der Welt seinerzeit eher smallbruestig und uebrigens weniger modern - und auch weniger modern gemanaged. Und weil Berlin eben gerade einwohnermaessig und staedtebaulich besonders ab der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts munter explodierte (Anfang des 20. ohnehin), wirkt auch heute noch der urbane/metropolische Bereich auch fuer New Yorker, Pariser und Londoner sehr gross, grosszuegig und die Strassen vor allem sehr breit. Unter anderem dem war uebrigens auch der Umstand zu verdanken, dass in Berlin im WKII. nicht einfach wie viele Altstaedte via Feuerzuendung mal eben grossflaechig vernichtbar war... ging schlicht nicht ...
Aber lassen wir einen bekannten Zeitgenossen dazu sprechen: Mark Twain. Der war naemlich u.a. Ende des 19. Jahrhunderts dort ...
SPECIAL FEATURE
MARK TWAIN'S TRAVEL LETTERS FROM 1891-92
with original illustrations by Dan Beard and Harold R. Heaton
Chicago Daily Tribune, April 3, 1892
THE CHICAGO OF EUROPE
[often titled "The German Chicago"]
http://www.twainquotes.com/Travel1891/berlin.gif
I feel lost in Berlin. It has no resemblance to the city I had supposed it was. There was once a Berlin which I would have known, from descriptions in books--the Berlin of the last century and the beginning of the present one: a dingy city in a marsh, with rough streets, muddy and lantern-lighted, dividing straight rows of ugly houses all alike, compacted into blocks as square and plain and uniform and monotonous and serious as so many dry-goods boxes. But that Berlin has disappeared. It seems to have disappeared totally, and left no sign. The bulk of the Berlin of today has about it no suggestion of a former period. The site it stands on has traditions and a history, but the city itself has no traditions and no history. It is a new city; the newest I have ever seen. Chicago would seem venerable beside it; for there are many old-looking districts in Chicago, but not many in Berlin. The main mass of the city looks as if it had been built last week, the rest of it has a just perceptibly graver tone, and looks as if it might be six or even eight months old.
The next feature that strikes one is the spaciousness, the roominess of the city. There is no other city, in any country, whose streets are so generally wide. Berlin is not merely a city of wide streets, it is the city of wide streets. As a wide-street city it has never had its equal, in any age of the world. "Unter den Linden" is three streets in one; the Potsdamerstrasse is bordered on both sides by sidewalks which are themselves wider than some of the historic thoroughfares of the old European capitals; there seem to be no lanes or alleys; there are no short cuts; here and there, where several important streets empty into a common center, that center's circumference is of a magnitude calculated to bring that word spaciousness into your mind again. The park in the middle of the city is so huge that it calls up that expression once more.
http://www.twainquotes.com/Travel1891/berlinflowers.gif
AT THE FLOWER MARKET
The next feature that strikes one is the straightness of the streets. The short ones haven't so much as a waver in them; the long ones stretch out to prodigious distances and then tilt a little to the right or left, then stretch out on another immense reach as straight as a ray of light. A result of this arrangement is that at night Berlin is an inspiring sight to see. Gas and the electric light are employed with a wasteful liberality, and so, wherever one goes, he has always double ranks of brilliant lights stretching far down into the night on every hand, with here and there a wide and splendid constellation of them spread out over an intervening "platz," and between the interminable double procession of street lamps one has the swarming and darting cab lamps, a lively and pretty addition to the fine spectacle, for they counterfeit the rush and confusion and sparkle of an invasion of fireflies.
There is one other noticeable feature--the absolutely level surface of the site of Berlin. Berlin, to recapitulate, is newer to the eye than is any other city, and also blonder of complexion and tidier; no other city has such an air of roominess, freedom from crowding; no other city has so many straight streets; and with Chicago it contests the chromo for flatness of surface and for phenomenal swiftness of growth. Berlin is the European Chicago. The two cities have about the same population--say a million and a half. I cannot speak in exact terms, because I only know what Chicago's population was week before last; but at that time it was about a million and a half. Fifteen years ago Berlin and Chicago were large cities, of course, but neither of them was the giant it now is.
But now the parallels fail. Only parts of Chicago are stately and beautiful, whereas all of Berlin is stately and substantial, and it is not merely in parts but uniformly beautiful. There are buildings in Chicago that are architecturally finer than any in Berlin, I think, but what I have just said above is still true. These two flat cities would lead the world for phenomenal good health if London were out of the way. As it is, London leads by a point or two. Berlin's death rate is only nineteen in the thousand. Fourteen years ago the rate was a third higher.
Berlin is a surprise in a great many ways--in a multitude of ways, to speak strongly and be exact. It seems to be the most governed city in the world, but one must admit that it also seems to be the best governed. Method and system are observable on every hand--in great things, in little things, in all details, of whatsoever size. And it is not method and system on paper, and there an end--it is method and system in practice. It has a rule for everything, and puts the rule in force; puts it in force against the poor and powerful alike, without favor or prejudice. It deals with great matters and minute particulars with equal faithfulness, and with a plodding and painstaking diligence and persistency which compel admiration--and sometimes regret. There are several taxes, and they are collected quarterly. Collected is the word; they are not merely levied, they are collected--every time. This makes light taxes. It is in cities and countries where a considerable part of the community shirk payment that taxes have to be lifted to a burdensome rate. Here the police keep coming, calmly and patiently, until you pay your tax. They charge you 5 or 10 cents per visit after the first call. By experiment you will find that they will presently collect that money.
In one respect the 1,500,000 of Berlin's population are like a family: the head of this large family knows the names of its several members, and where the said members are located, and when and where they were born, and what they do for a living, and what their religious brand is. Whoever comes to Berlin must furnish these particulars to the police immediately; moreover, if he knows how long he is going to stay, he must say so. If he takes a house he will be taxed on the rent and taxed also on his income. He will not be asked what his income is, and so he may save some lies for home consumption. The police will estimate his income from the house rent he pays, and tax him on that basis.
Duties on imported articles are collected with inflexible fidelity, be the sum large or little; but the methods are gentle, prompt, and full of the spirit of accommodation. The postman attends to the whole matter for you, in cases where the article comes by mail, and you have no trouble and suffer no inconvenience. The other day a friend of mine was informed that there was a package in the post-office for him, containing a lady's silk belt with gold clasp, and a gold chain to hang a bunch of keys on. In his first agitation he was going to try to bribe the postman to chalk it through, but acted upon his sober second thought and allowed the matter to take its proper and regular course. In a little while the postman brought the package and made these several collections: duty on the silk belt, 7 1/2 cents; duty on the gold chain, 10 cents; charge for fetching the package, 5 cents. These devastating imposts are exacted for the protection of German home industries.
The calm, quiet, courteous, cussed persistence of the police is the most admirable thing I have encountered on this side. They undertook to persuade me to send and get a passport for a Swiss maid whom we had brought with us, and at the end of six weeks of patient, tranquil, angelic daily effort they succeeded. I was not intending to give them trouble, but I was lazy and I thought they would get tired. Meanwhile they probably thought I would be the one. It turned out just so.
One is not allowed to build unstable, unsafe, or unsightly houses in Berlin; the result is this comely and conspicuously stately city, with its security from conflagrations and breakdowns. It is built of architectural Gibraltars. The building commissioners inspect while the building is going up. It has been found that this is better than to wait till it falls down. These people are full of whims.
One is not allowed to cram poor folk into cramped and dirty tenement houses. Each individual must have just so many cubic feet of room-space, and sanitary inspections are systematic and frequent.
Everything is orderly. The fire brigade march in rank, curiously uniformed, and so grave is their demeanor that they look like a Salvation Army under conviction of sin. People tell me that when a fire alarm is sounded, the firemen assemble calmly, answer to their names when the roll is called, then proceed to the fire. There they are ranked up, military fashion, and told off in detachments by the chief, who parcels out to the detachments the several parts of the work which they are to undertake in putting out that fire. This is all done with low-voiced propriety, and strangers think these people are working a funeral. As a rule, the fire is confined to a single floor in these great masses of bricks and masonry, and consequently there is little or no interest attaching to a fire here for the rest of the occupants of the house.
There is abundance of newspapers in Berlin, and there was also a newsboy, but he died. At intervals of half a mile on the thoroughfares there are booths, and it is at these that you buy your papers. There are plenty of theaters, but they do not advertise in a loud way. There are no big posters of any kind, and the display of vast type and of pictures of actors and performance framed on a big scale and done in rainbow colors is a thing unknown. If the big show bills existed there would be no place to exhibit them; for there are no poster fences, and one would not be allowed to disfigure dead walls with them. Unsightly things are forbidden here; Berlin is a rest to the eye.
And yet the saunterer can easily find out what is going on at the theaters. All over the city, at short distances apart, there are neat round pillars eighteen feet high and about as thick as a hogshead, and on these the little black and white theater bills and other notices are posted. One generally finds a group around each pillar reading these things. There are plenty of things in Berlin worth importing to America. It is these that I have particularly wished to make a note of. When Buffalo Bill was here his biggest poster was probably not larger than the top of an ordinary trunk.
http://www.twainquotes.com/Travel1891/berlinpillars.gif
A GROUP AROUND EACH PILLAR
There is a multiplicity of clean and comfortable horse-cars, but whenever you think you know where a car is going to you would better stop ashore, because that car is not going to that place at all. The car routes are marvelously intricate, and often the drivers get lost and are not heard of for years. The signs on the cars furnish no details as to the course of the journey; they name the end of it, and then experiment around to see how much territory they can cover before they get there. The conductor will collect your fare over again every few miles, and give you a ticket which he hasn't apparently kept any record of, and you keep it till an inspector comes aboard by and by and tears a corner off it (which he does not keep), then you throw the ticket away and get ready to buy another. Brains are of no value when you are trying to navigate Berlin in a horse-car. When the ablest of Brooklyn's editors was here on a visit he took a horse-car in the early morning, and wore it out trying to go to a point in the center of the city. He was on board all day and spent many dollars in fares, and then did not arrive at the place which he had started to go to. This is the most thorough way to see Berlin, but it is also the most expensive.
But there are excellent features about the car system, nevertheless. The car will not stop for you to get on or off, except at certain places a block or two apart where there is a sign to indicate that that is a halting-station. This system saves many bones. There are twenty places inside the car; when these seats are filled, no more can enter. Four or five persons may stand on each platform--the law decrees the number--and when these standing places are all occupied the next applicant is refused. As there is no crowding, and as no rowdyism is allowed, women stand on the platforms as well as the men; they often stand there when there are vacant seats inside, for these places are comfortable, there being little or no jolting. A native tells me that when the first car was put on, thirty or forty years ago, the public had such a terror of it that they didn't feel safe inside of it, or outside either. They made the company keep a man at every crossing with a red flag in his hand. Nobody would travel in the car except convicts on the way to the gallows. This made business in only one direction, and the car had to go back light. To save the company, the city government transferred the convict cemetery to the other end of the line. This made traffic in both directions and kept the company from going under. This sounds like some of the information which traveling foreigners are furnished with in America. To my mind it has a doubtful ring about it.
The first-class cab is neat and trim, and has leather-cushion seats and a swift horse. The second-class cab is an ugly and lubberly vehicle, and is always old. It seems a strange thing that they have never built any new ones. Still, if such a thing were done everybody that had time to flock would flock to see it, and that would make a crowd, and the police do not like crowds and disorder here. If there were an earthquake in Berlin the police would take charge of it and conduct it in that sort of orderly way that would make you think it was a prayer meeting. That is what an earthquake generally ends in, but this one would be different from those others; it would be kind of soft and self-contained, like a Republican praying for a mugwump.
For a course (a quarter of an hour or less), one pays 25 cents in a first-class cab, and 15 cents in a second-class. The first-class will take you along faster, for the second-class horse is old--always old--as old as his cab, some authorities say--and ill-fed and weak. He has been a first-class once, but has been degraded to second class for long and faithful service.
Still, he must take you as far for 15 cents as the other horse takes you for 25. If he can't do his fifteen-minute distance in fifteen minutes, he must still do the distance for the 15 cents. Any stranger can check the distance off--by means of the most curious map I am acquainted with. It is issued by the city government and can be bought in any shop for a trifle. In it every street is sectioned off like a string of long beads of different colors. Each long bead represents a minute's travel, and when you have covered fifteen of the beads you have got your money's worth. This map of Berlin is a gay-colored maze, and looks like pictures of the circulation of the blood.
The streets are very clean. They are kept so--not by prayer and talk and the other New York methods, but by daily and hourly work with scrapers and brooms; and when an asphalted street has been tidily scraped after a rain or a light snowfall, they scatter clean sand over it. This saves some of the horses from falling down. In fact, this is a city government which seems to stop at no expense where the public convenience, comfort, and health are concerned--except in one detail. That is the naming of the streets and the numbering of the houses. Sometimes the name of a street will change in the middle of a block. You will not find it out till you get to the next corner and discover the new name on the wall, and of course you don't know just when the change happened.
The names are plainly marked on the corners--on all the corners--there are no exceptions. But the numbering of the houses--there has never been anything like it since original chaos. It is not possible that it was done by this wise city government. At first one thinks it was done by an idiot; but there is too much variety about it for that; an idiot could not think of so many different ways of making confusion and propagating blasphemy. The numbers run up one side the street and down the other. That is endurable, but the rest isn't. They often use one number for three or four houses--and sometimes they put the number on only one of the houses and let you guess at the others. Sometimes they put a number on a house--4, for instance--then put 4a, 4b, 4c, on the succeeding houses, and one becomes old and decrepit before he finally arrives at 5. A result of this systemless system is that when you are at No. 1 in a street you haven't any idea how far it may be to No. 150; it may be only six or eight blocks, it may be a couple of miles. Frederick Street is long, and is one of the great thoroughfares. The other day a man put up his money behind the assertion that there were more refreshment places in that street than numbers on the houses--and he won. There were 254 numbers and 257 refreshment places. Yet as I have said, it is a long street.
But the worst feature of all this complex business is that in Berlin the numbers do not travel in any one direction; no, they travel along until they get to 50 or 60, perhaps, then suddenly you find yourself up in the hundreds--140, maybe; the next will be 139--then you perceive by that sign that the numbers are now traveling toward you from the opposite direction. They will keep that sort of insanity up as long as you travel that street; every now and then the numbers will turn and run the other way. As a rule, there is an arrow under the number, to show by the direction of its flight which way the numbers are proceeding. There are a good many suicides in Berlin; I have seen six reported in one day. There is always a deal of learned and laborious arguing and ciphering going on as to the cause of this state of things. If they will set to work and number their houses in a rational way perhaps they will find out what was the matter.
More than a month ago Berlin began to prepare to celebrate Professor Virchow's seventieth birthday. When the birthday arrived, the middle of October, it seemed to me that all the world of science arrived with it; deputation after deputation came, bringing the homage and reverence of far cities and centers of learning, and during the whole of a long day the hero of it sat and received such witness of his greatness as has seldom been vouchsafed to any man in any walk of life in any time, ancient or modern. These demonstrations were continued in one form or another day after day, and were presently merged in similar demonstrations to his twin in science and achievement, Professor Helmholtz, whose seventieth birthday is separated from Virchow's by only about three weeks; so nearly as this did these two extraordinary men come to being born together. Two such births have seldom signalized a single year in human history.
But perhaps the final and closing demonstration was peculiarly grateful to them. This was a commers given in their honor the other night by 1,000 students. It was held in a huge hall, very long and very lofty, which had five galleries, far above everybody's head, which were crowded with ladies--400 or 500, I judged. It was beautifully decorated with clustered flags and various ornamental devices, and was brilliantly lighted. On the spacious floor of this place were ranged, in files, innumerable tables, seating twenty-four persons each, extending from one end of the great hall clear to the other, and with narrow aisles between the files. In the center on one side was a high and tastefully decorated platform twenty or thirty feet long, with a long table on it, behind which sat the half-dozen chiefs of the choir of the commers in the rich medieval costumes of as many different college corps. Behind these youths a band of musicians was concealed. On the floor directly in front of this platform were half a dozen tables which were distinguished from the outlying continent of tables by being covered instead of left naked. Of these the central table was reserved for the two heroes of the occasion and twenty particularly eminent professors of the Berlin University, and the other covered tables were for the occupancy of a hundred less distinguished professors.
I was glad to be honored with a place at the table of the two heroes of the occasion, although I was not really learned enough to deserve it. Indeed, there was a pleasant strangeness in being in such company; to be thus associated with twenty-three men who forget more every day than I ever knew. Yet there was nothing embarrassing about it, because loaded men and empty ones look about alike. I knew that to that multitude there I was a professor. It required but little art to catch the ways and attitude of those men and imitate them, and I had no difficulty in looking as much like a professor as anybody there.
We arrived early; so early that only Professors Virchow and Helmholtz and a dozen guests of the special tables were ahead of us, and 300 or 400 students. But people were arriving in floods now, and within fifteen minutes all but the special tables were occupied, and the great house was crammed, the aisles included. It was said that there were 4,000 men present. It was a most animated scene, there is no doubt about that; it was a stupendous beehive. At each end of each table stood a corps student in the uniform of his corps. These quaint costumes are of brilliant colored silks and velvets, with sometimes a high plumed hat, sometimes a broad Scotch cap, with a great plume wound about it, sometimes--oftenest--a little shallow silk cap on the tip of the crown, like an inverted saucer; sometimes the pantaloons are snow-white, sometimes of other colors; the boots in all cases come up well above the knee; and in all cases also white gauntlets are worn; the sword is a rapier with a bowl-shaped guard for the hand, painted in several colors. Each corps has a uniform of its own, and all are of rich material, brilliant in color, and exceedingly picturesque; for they are survivals of the vanished costumes of the Middle Ages, and they reproduce for us the time when men were beautiful to look at. The student who stood guard at our end of the table was of grave countenance and great frame and grace of form, and he was doubtless an accurate reproduction, clothes and all, of some ancestor of his of two or three centuries ago--a reproduction as far as the outside, the animal man, goes, I mean.
As I say, the place was now crowded. The nearest aisle was packed with students standing up, and they made a fence which shut off the rest of the house from view. As far down this fence as you could see all these wholesome young faces were turned in one direction, all these intent and worshiping eyes were centered upon one spot--the place where Virchow and Helmholtz sat. The boys seemed lost to everything, unconscious of their own existence; they devoured these two intellectual giants with their eyes, they feasted upon them, and the worship that was in their hearts shone in their faces. It seemed to me that I would rather be flooded with a glory like that--instinct with sincerity, innocent of self-seeking--than win a hundred battles and break a million hearts.
There was a big mug of beer in front of each of us, and more to come when wanted. There was also a quarto pamphlet containing the words of the songs to be sung. After the names of the officers of the feast were these words in large type:
"Wahrend des Kommerses herrscht allgemeiner Burgfriede."
I was not able to translate this to my satisfaction, but a professor helped me out. This was his explanation: The students in uniform belong to different college corps; not all students belong to corps; none join the corps except those who enjoy fighting. The corps students fight duels with swords every week, one corps challenging another corps to furnish a certain number of duelists for the occasion, and it is only on this battlefield that students of different corps exchange courtesies. In common life they do not drink with each other or speak. The above line now translates itself: there is truce during the Commers, war is laid aside and fellowship takes its place.
http://www.twainquotes.com/Travel1891/berlinmugs.gif
ALL THE HOUSE RISE MUGS IN HAND
Now the performance began. The concealed band played a piece of martial music; then there was a pause. The students on the platform rose to their feet, the middle one gave a toast to the Emperor, then all the house rose, mugs in hand. At the call "One, two, three!" all glasses were drained and then brought down with a slam on the tables in unison. The result was as good an imitation of thunder as I have ever heard. From now on, during an hour, there was singing, in mighty chorus. During each interval between songs a number of the special guests--the professors--arrived. There seemed to be some signal whereby the students on the platform were made aware that a professor had arrived at the remote door of entrance; for you would see them suddenly rise to their feet, strike an erect military attitude, then draw their swords; the swords of all their brethren standing guard at the innumerable tables would flash from their scabbards and be held aloft--a handsome spectacle. Three clear bugle notes would ring out, then all these swords would come down with a crash, twice repeated, on the tables, and be uplifted and held aloft again; then in the distance you would see the gay uniforms and uplifted swords of a guard of honor clearing the way and conducting the guest down to his place. The songs were stirring, the immense out-pour from young life and young lungs, the crash of swords and the thunder of the beer-mugs gradually worked a body up to what seemed the last possible summit of excitement. It surely seemed to me that I had reached that summit, that I had reached my limit, and that there was no higher lift desirable for me. When apparently the last eminent guest had long ago taken his place, again those three bugle blasts rang out and once more the swords leaped from their scabbards. Who might this late comer be? Nobody was interested to inquire. Still, indolent eyes were turned toward the distant entrance; we saw the silken gleam and the lifted swords of a guard of honor plowing through the remote crowds. Then we saw that end of the house rising to its feet; saw it rise abreast the advancing guard all along, like a wave. This supreme honor had been offered to no one before. Then there was an excited whisper at our table--"Mommsen!"--and the whole house rose. Rose and shouted and stamped and clapped, and banged the beer-mugs. Just simply a storm! Then the little man with his long hair and Emersonian face edged his way past us and took his seat. I could have touched him with my hand--Mommsen!--think of it!
This was one of those immense surprises that can happen only a few times in one's life. I was not dreaming of him; he was to me only a giant myth, a world-shadowing specter, not a reality. The surprise of it all can be only comparable to a man's suddenly coming upon Mont Blanc, with its awful form towering into the sky, when he didn't suspect he was in its neighborhood. I would have walked a great many miles to get a sight of him, and here he was, without trouble or tramp or cost of any kind. Here he was, clothed in a Titanic deceptive modesty which made him look like other men. Here he was, carrying the Roman world and all the Caesars in his hospitable skull, and doing it as easily as that other luminous vault, the skull of the universe, carries the Milky Way and the constellations.
One of the professors said that once upon a time an American young lady was introduced to Mommsen, and found herself badly scared and speechless. She dreaded to see his mouth unclose, for she was expecting him to choose a subject several miles above her comprehension, and didn't suppose he could get down to the world that other people lived in; but when his remark came, her terrors disappeared.
"Well, how do you do? Have you read Howells's last book? I think it's his best."
http://www.twainquotes.com/Travel1891/berlindread.gif
DREADED TO SEE HIS MOUTH UNCLOSE
The active ceremonies of the evening closed with the speeches of welcome delivered by two students and the replies made by Professors Virchow and Helmholtz.
Virchow has long been a member of the city government of Berlin. He works as hard for the city as does any other Berlin Alderman, and gets the same pay--nothing. I don't know that we in America could venture to ask our most illustrious citizen to serve in a Board of Aldermen, and if we might venture it I am not positively sure that we could elect him. But here the municipal system is such that the best men in the city consider it an honor to serve gratis as Aldermen, and the people have the good sense to prefer these men and to elect them year after year. As a result Berlin is a thoroughly well-governed city. It is a free city; its affairs are not meddled with by the state; they are managed by its own citizens, and after methods of their own devising.
[/quote]
source: http://www.twainquotes.com/Travel1891/April1892.html
Zumal ich stark bezweifeln würde, dass der Großteil der heutigen Bausubstanz Berlins auch nur älter als 50 Jahre ist.
Ein Grossteil der heutigen Bausubstanz ist sowohl in London als auch in Paris als auch in Wien kein Mittelalter oder Barock ... nicht vergessen, auch deren eigentliche Entwicklung fand zu einer ganz aehnlichen Zeit wie Berlin statt - in der relativen Moderne ... vorher gabs schon etwas mehr, klar, alte Gassen, die noch stehen und ein paar andere Geschichten. Das wuerde ich aber nicht ueberschaetzen. Auch wenn Staedte schon recht alt sind, niemals vergessen: die meiste Zeit tat sich gar nicht so viel und die meiste Bausubstanz bestand aus Huetten bzw. Gebaeuden, die spaeter abgerissen wurden. Insofern wird "alt" gern mal ueberschaetzt. Das gilt uebrigens gerade auch fuer Wien. Oesterreich-Ungarn war im Grunde seit Preussen total labil und hing spaeter ohnehin immer mehr nur noch von Preussens (spaeter Deutschlands) good will ab. Die waren ja schon so schwach, im ersten Weltkrieg ihre eigene Minifront durchzusetzen, so dass auch da Deutschland zusaetzlich einspringen musste ... Also nochmal im Klartext: die eigentliche Bluetzeit von Oesterreich-Ungarn war extrem kurz. WEIT kuerzer als es hier gern mal so manche wahrhaben wollen ... bloss weil etwas noch nicht gleich umfaellt, ist es nicht automatisch gleich noch tatsaechlich relevant.
Dr_Cosmo February 28th, 2013, 08:38 PM ^^
KLASSIKER !
Der Mark Twain Bericht ist Pflicht Lektüre für alle Berlin Interessierten
und gibt einen faszinierenden Einblick in die aufstrebende Metropole
20 Jahre nach der Reichsgründung.
trance-x February 28th, 2013, 08:45 PM Und da wir grad beim Thema sind. Die heute Stadtentwicklung ist dramatisch viel schlechter als seinerzeit. Jedem Vollpfosten koennte auffallen, dass die meisten Gentrifizierungsprobleme sich auf welchen Bereich beziehen? Na da schau her, was frueher urban/metropolisch gebaut wurde. Da aber auch hier im Forum die meisten nur Strukturen "nachbauen" koennen, sich aber teilweise noch nicht einmal mehr vorstellen koennen genau das GLEICHE doch endlich weiter zu tun, also neue Neukoeln, Kreuzberge, Charlottenburge usw. zu schaffen, vergroessern sich die urbanen Bereiche (auch in anderen deutschen Staedten) kaum ... folgerichtig pruegeln sich immer mehr Menschen um diese ja nicht groesser werdende Bereiche.
Stattdessen wird ansonsten wie weltweit aufgelockerter Siedlungsbrei unterschiedlicher Hoehe gebaut. Der Quatsch mit dem toten Abstandsgruen. Gehts eigentlich noch duemmer? Das ist von der infrastruktur total ungeschickt, in genau solchen geistig unbebelichteten Bebauungen befinden sich die meisten Ghettos der Welt, da lebt nix, da tote Wohnsiedlungen... und und und.
Die Staedtplanung sollte schleunigst mal diesen "umgebungsgerechten Bauen"-Unsinn lassen, der nur Fehler weiter fixiert und wieder anfangen ECHTE Stadtplanung zu betreiben. Dazu gehoert nix, was nach Siedlung aussieht, egal ob Einfamilienhaeuschen, mittlere Bloecke mit totem Gruen oder Plattenbauten.
Das Problem ist der Sockelbereich sowie die einfach nicht mehr wie frueher verbundenen neuen Strassenstrukturen mit lebendigem Wohnen, Arbeiten, Laeden, Cafes, Galerien und Geschaften. Ausserdem sollte man aufhoeren "niedriger" zu werden in den Aussenbezirken. Um Siedlung muss sich Stadtentwicklung NIE kuemmern, weil die sowieso immer nebenbei massenweise entsteht (was auch ok ist, wer dort wohnen moechte, soll ruhig) ...
Und das gilt auch fuer modernes und liberales Denken.
Unter den Preussen entwickelte sich alles deutlich besser und innovativer als das heute ist! Die meiste Industrie, von der heute Deutschland lebt, entstand auch von den Grundlagen her zu dieser Zeit. Und antimodernistische Oekosozialisten mit ihrem rueckwaertsgewandten Naziwahn zurueck zu kleinen gruenen Kleinbauern-Clan-Idyllen und toten Abstandsgruen-Nazi-Siedlungen saegen permanent an so gut wie allem. Das macht sich nicht nur beim Fehler Kernenergieausstieg/Oeko-Energiewende bemerkbar, beim Vertreiben von inzwischen immer mehr Wissenschaft/Industrie (Gentechnik, E-Zigaretten, Kampf gegen Flugzeuge, Airports, Autos, Pharma, Transrapid, Militaer usw. usw. - eben die "Moderne") sondern eben auch staedtebaulich. Mittelmass und kleinbuergerliches Denken. Dazu gehoert alles, was von "Groessenwahn" spricht, wenn jemand laut ueber ein 50m Haus nachdenkt. Das ist geistig tot, mehr nicht. Eigentlich sollten sich alle damit beschaeftigen wie man kostenguenstig 2 km hohe Wolkenkratzer bauen koennen. Das koennen sich manche noch nicht einmal mehr "vorstellen". Armselig, rueckwaertsgewandt ... eine schleichend nach dem Kochplatteneffekt entstandene Defensiv- und Schrumpfhaltung. Immer kleinerer Tellerrand.
Autostädter March 1st, 2013, 03:46 PM ^ Necrokatz? 2 km hohe Wolkenkratzer brauchen wir natürlich in Deutschland bei der anstehenden Bevölkerungsexplosion.
Die Frage, warum keine neuen Gründerzeitquartiere mehr geschaffen werden, stelle ich mir auch. Das ist einfach eine dieser seltsamen Denkblockaden unserer Zeit (Diskrepanz zwischen Intellektualität und Realität). Nicht zuletzt sorgen schon allein die Regelungen für die Anlage von Parkplätzen dafür, dass riesige Zwischenräume entstehen.
Ludi March 20th, 2013, 01:15 AM Neue Schulden für neue Wohnungen
Weil die Wohnungen in Berlin knapp werden, die Mieten steigen, will die SPD massiv in den Bau neuer Wohnungen investieren.
Die Berliner SPD will den angespannten Wohnungsmarkt mit einem massiven Bauprogramm entlasten und dafür Kredite aufnehmen. Das würde den Kurs der landeseigenen Wohnungsbauunternehmen abrupt ändern - bisher sollten sie Gewinne erzielen.
:ohno:
Man sollte endlich vom Glaube abkommen, dass man das niedrige Mietniveau in Berlin halten könnte.
Berlin wächst und es wird im Zentrum nunmal teurer, dies macht es aber auch wieder attraktiver für Investoren, Wohnungen zu bauen.
Jetzt auf Pump zu versuchen das Mietniveau zu halten, ist doch absurd.
Berlin muss wirtschaftlich auf Kurs kommen, dann können sich die Leute auch die Mieten leisten.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/spd-vorstoss-neue-schulden-fuer-neue-wohnungen/7954806.html
yourrulez March 20th, 2013, 08:25 AM Es heisst entlasten,d.h. sie wissen das sie es nicht aufhalten koennen aber etwas verlangsamen, d.h. wiederrum, dass du drei Effekte hast: Steigende Mieten = attraktiv fuer Investoren, Foerderung = attraktiv fuer Investoren und durch den mehrbau und die dadurch steigende attraktivitaet wird das ganze direkt oder indirekt auch wieder in die Kassen kommen, ich find das garnicht so daemlich! Fragt sich wie weit die Foerderung reicht: Wenn damit die Hochhausbauten der City west hinterm Zoo gefoerdert werden koennen wo ja sowieso sozialvertraegliche Mieten geplant sein sollen, dann waere der Anreiz fuer die eh wohl schon vorhandenen Investoren noch groesser! Ich seh das also positiv!
erbse March 20th, 2013, 09:24 AM Manhattan hat ähnliches in den 60er bis 80er Jahren unternommen. Dabei rausgekommen sind vor allem grauslige Sozialwohnungsblocks...
Das wird man heute ja wohl besser hinkriegen. Auch wenn es meinem liberalen Grundverständnis widerstrebt. :|
yourrulez March 20th, 2013, 10:14 AM Denke auch das da heute etwas gescheites bei rauskommen wird und keine 70er Jahre Blocks. Insgesamt wird es auf jedenfall zu einer beschleunigten Verdichtung fuehren.
erbse March 20th, 2013, 11:12 AM Denke auch das da heute etwas gescheites bei rauskommen wird und keine 70er Jahre Blocks. Insgesamt wird es auf jedenfall zu einer beschleunigten Verdichtung fuehren.
Also wenn ich mir diese Meldung mit dem Bild so anschaue, hege ich leichte Zweifel: http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?p=101430186#post101430186
;) Hoffe, das dient nur der Illustration.
Kommunaler Wohnungsbau sollte grundsätzlich nach den gleichen Gesetzen wie privater ablaufen. Dabei allerdings die Komponente des bezahlbaren Wohnraums stets verinnerlichen. Was aber nicht gegen lebenswerte Wohnräume, urbane Blockrandbauweise und durchmischte Strukturen spricht.
erbse March 20th, 2013, 11:34 AM Einen interessanten Link kann ich noch anbieten:
Berliner Wohnungsmarktbericht 2012 (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsmarktbericht/index.shtml)
Mit dem Wohnungsmarktbericht 2012 wurde die Berichterstattung zur Berliner Wohnungsmarktsituation durch die Investitionsbank Berlin (IBB) fortgesetzt.
Der Bericht kann als pdf-Datei hier oder über die Internet-Seiten des Herausgebers (Investitionsbank Berlin) heruntergeladen werden.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsmarktbericht/index.shtml
erbse March 20th, 2013, 11:38 AM Die Umsätze auf dem gesamten Berliner Immobilienmarkt ziehen kräftig an:
Berlin präsentiert sich auch 2012 weiterhin als
attraktiver Immobilienstandort -
Geldumsatz auf fast 12,5 Mrd. € gestiegen
15.03.13, Pressemitteilung
Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hat vorläufige Zahlen über die Entwicklung des Immobilienmarktes im Jahr 2012 veröffentlicht.
Der Vorjahresvergleich zeigt:
- Berliner Immobilienmarkt 2012 wieder mit deutlichem Plus bei Umsatzzahlen für Eigentumswohnungen
- Die Anzahl der Kaufverträge hat sich 2012 um 5 % auf knapp 32.000 Vertragsabschlüsse erhöht. Es handelt sich im langjährigen Vergleich um einen absoluten Spitzenwert
- Die umgesetzte Geldmenge ist um 15 % auf knapp 12,5 Mrd. € angestiegen Auch dies ein Spitzenwert im langjährigen Vergleich
- Reine Mietwohnhäuser sind trotz hoher Nachfrage nicht mehr in ausreichendem Maß verfügbar
- Mietwohnhäuser mit gewerblichen Anteilen sowie Büro- und Geschäftshäuser gelangen dadurch in den Fokus der Investoren
- Starker Preisdruck zeigt sich in gefragten Innenstadtlagen, wo hochwertiges Wohnen realisiert werden kann
Das 6-seitige Informationsblatt mit weitergehenden Angaben ist kostenlos abrufbar über die Internetseite des Gutachterausschusses (www.gutachterausschuss-berlin.de).
Von: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1303/nachricht4927.html
SkyBerlin March 21st, 2013, 11:05 AM Mir graut es davor den Tag zu erleben, an dem die soziale Durchmischung der Viertel nicht mehr stimmt, denn die bisherige soziale Durchmischung macht Berlin aus. Wenn ich an Central London denke, wo man nur noch Touris und Snobs sieht - bäh. Von daher finde ich es gut wenn nach Lösungen gesucht wird auch sozial verträgliche Mieten zu gewähren - auch in höherpreisigen Lagen. Ich finde es auch gut, wenn der Bedarf an Luxuswohnungen steigt. Aber wie gesagt, die soziale Durchmischung macht es und hält eine Stadt lebendig - und Berlin ist sehr lebendig, hoffen wir dass es so bleibt. Natürlich werden die Mieten in allen Lagen ansteigen, gleichzeitig müssen und werden aber auch die Löhne steigen - langfristig gesehen geht das auch gar nicht anders.
Stadtaffe March 22nd, 2013, 04:27 PM Berlin-Boom!
Steigende Mieten in Berlin zahlen sich aus für GSW
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Berlin-Boom-schiebt-GSW-an-article10346926.html
GhostOfDorian March 22nd, 2013, 08:17 PM Mir graut es davor den Tag zu erleben, an dem die soziale Durchmischung der Viertel nicht mehr stimmt, denn die bisherige soziale Durchmischung macht Berlin aus. Wenn ich an Central London denke, wo man nur noch Touris und Snobs sieht - bäh. Von daher finde ich es gut wenn nach Lösungen gesucht wird auch sozial verträgliche Mieten zu gewähren - auch in höherpreisigen Lagen. Ich finde es auch gut, wenn der Bedarf an Luxuswohnungen steigt. Aber wie gesagt, die soziale Durchmischung macht es und hält eine Stadt lebendig - und Berlin ist sehr lebendig, hoffen wir dass es so bleibt. Natürlich werden die Mieten in allen Lagen ansteigen, gleichzeitig müssen und werden aber auch die Löhne steigen - langfristig gesehen geht das auch gar nicht anders.
Ich glaube, dass Berlin noch meilenweit von einer Gentrifizierung wie in London oder Paris entfernt ist. Es ist nicht so, dass sich plötzlich alle reichen Deutschen aufmachen, um einen Koffer in Berlin zu deponieren. In Frankreich oder Großbritannien hat natürlich jeder wohlhabende Bürger eine Stadtwohnung in der Hauptstadt.
Ludi April 8th, 2013, 04:53 PM 08.04.2013 Berliner Immobilienmarkt legt weiter zu
Nach dem krisenbedingten Rückgang 2008/2009 erholte sich der Berliner Immobilien-markt und legte zwei Jahre in Folge auf zunächst EUR 8,7 Mrd. und dann EUR 11,1 Mrd. zu. 2012 zog der Geldumsatz nochmals deutlich an und erreichte den Spitzenwert von EUR 12,45 Mrd. Werden zusätzlich auch Share Deals (EUR 2,85 Mrd.) berücksichtigt, wuchs das gesamte Transaktionsvolumen der Berliner Immobilienmärkte nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH im Jahresvergleich um 11% bzw. EUR 1,53 Mrd. auf rd. EUR 15,3 Mrd. (2011: EUR 13,76 Mrd.). Dies ist – neben den marktuntypischen Ergebnissen der Boomjahre 2006 und 2007 - der dritthöchste Geldumsatz in diesem Jahrtausend.
http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=30267
Ludi April 9th, 2013, 09:49 PM Wohnen immer teurer Mieten: Berlin wird das neue München
Die Mieten in der Hauptstadt steigen und steigen - und noch immer gibt es Luft nach oben. „In vier bis fünf Jahren werden wir auf dem Niveau von Hamburg oder München sein“, erwartet ein Makler.
Die Wohnungsmieten in Berlin steigen weiter. „In vier bis fünf Jahren werden wir auf dem Niveau von Hamburg oder München sein“, sagte Peter Starke, Niederlassungsleiter des Immobilienmaklers Aengevelt, am Montag in Berlin. „Der Druck wird steigen.“ Gemeint ist der Druck auf die, die die Miete zahlen müssen. Zuletzt waren es laut Aengevelt für eine 60 bis 80 Quadratmeter große, höherwertige Neubauwohnung im Schnitt 9,11 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete. „Aber es werden in zentralen Lagen schon 15 oder 16 Euro gezahlt“, sagte Starke. Das ist aber noch eine Ausnahme. Zum Vergleich: In München kostet der Quadratmeter laut Aengevelts 23. City-Report 13,35 Euro, in Hamburg 11,40 Euro.
Glaubt man den Experten, ist in Berlin noch viel Luft nach oben.
Erleichterung macht sich deshalb bei Eigentümern, Investoren, Entwicklern und Maklern breit – nicht nur auf dem Wohnimmobilienmarkt. „In Berlin bleiben alle drei Teilmärkte – Büro-, Einzelhandels- und Wohnimmobilien – spannend“, glaubt Inhaber Wulff Aengevelt. Dies sei bei den „Big Seven“, den sieben deutschen Großstädten, selten. Berlin sei „außerordentlich sexy für Zuwanderer“.
Abzulesen ist dies an steigenden Umsätzen beim Immobilienverkauf. Insgesamt kam 2012 laut Aengevelt ein Tansaktionsvolumen von 12,45 Milliarden Euro zusammen, 1,35 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich der Berliner Gewerbeimmobilienmarkt, der mit Investitionen von 4,63 Milliarden Euro um 70 Prozent gewachsen ist und im bundesweiten Vergleich auf dem ersten Rang vor München (3,7 Milliarden Euro) liegt. Von insgesamt 590 000 Quadratmetern umgesetzter Bürofläche entfielen dabei allein 70 000 Quadratmeter auf den Online-Händler *******. Mitte bleibe der bevorzugte Berliner Bürostandort, teilte Aengevelt mit.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wohnen-immer-teurer-mieten-berlin-wird-das-neue-muenchen/8035966.html
Schaps April 10th, 2013, 01:38 PM So schnell auf dem Niveau von Hamburg und München. aich bezweifel, dass das per se gut für Berlin ist, seine momentane Stärke kommt ja durch die niedrigen Mieten und Lebenshaltungskosten
erbse April 10th, 2013, 01:40 PM Ein untrügliches Zeichen: Größere Wohnungsbauprojekte müssen her. :)
Großprojekte á la China dürften immer realistischer werden... Top! :okay:
Ludi April 10th, 2013, 03:47 PM Vorallem "glaubt man den Experten, ist noch viel Luft nach oben..."
natürlich ist in Berlin noch viel Luft nach oben, Berlin hat einen riesigen Nachholbedarf, sicherlich sind die billigen Mieten und großen Freiräume bisher immer ein Vorteil für die Stadt gewesen, aber höhere Nachfrage kann auch ein Vorteil sein.
Dann wird nämlich mehr investiert, mehr Geld fließt in die Stadt und die Stadt wird attraktiver und Baulücken werden geschlossen und Berlin wird langsam wieder etwas "kuscheliger" sag ich mal. :)
SkyBerlin April 10th, 2013, 04:19 PM Wohnen immer teurer Mieten: Berlin wird das neue München
Die Mieten in der Hauptstadt steigen und steigen - und noch immer gibt es Luft nach oben. „In vier bis fünf Jahren werden wir auf dem Niveau von Hamburg oder München sein“, erwartet ein Makler.
Die Wohnungsmieten in Berlin steigen weiter. „In vier bis fünf Jahren werden wir auf dem Niveau von Hamburg oder München sein“, sagte Peter Starke, Niederlassungsleiter des Immobilienmaklers Aengevelt, am Montag in Berlin. „Der Druck wird steigen.“ Gemeint ist der Druck auf die, die die Miete zahlen müssen.
Lol - Berlin wird hoffentlich kein zweites München. Für mich sind das einfach Träumerein von habgierigen Maklern, die gerne ma vergessen dass - wenn man solche Mieten wie in München verlangen will - auch eine gute Wirtschaft voraussetzt die den Menschen auch entsprechende Löhne zahlt. Dass wir in vier bis fünf Jahren auch das Lohnniveau von München erreichen, glaube ich kaum - auch wenn die Berliner Wirtschaft einen Aufschwung hat und auf gutem Wege ist. Der Druck wird auch irgendwann wieder auf die Vermieter größer werden, nämlich wenn der Markt gesättigt ist und sie auf ihren manchmal recht utopischen Mietpreisen, für Wohnungen die diesen Preis gar nicht rechtfertigen, sitzenbleiben. Ist ja nun nicht so, dass Berlin nur aus einem geilen lebenswerten Kiez besteht - ganz im Gegenteil. Berlin soll bitte eine Stadt für alle Menschen aus jeglichen Schichten bleiben - nur dann wird sie auch weiterhin wachsen und boomen.
erbse April 10th, 2013, 04:48 PM Seh ich ähnlich. Ein 2. London wird Berlin auf absehbare Zeit ohnehin nicht - hoffentlich.
yourrulez April 10th, 2013, 05:57 PM Wollt grad sagen. Bitte kein Paris, kein London und bloss kein Muenchen. Berlin lebt von seinem durchmischten und 24h lebendigen Vierteln, wenn es so wird wie die 3 dann ist langeweile pur angesagt! Wachstum gut und schoen und auch erfreulich das es da ist, aber bloss nicht zu krass! Es muss immer Zeit da sein damit Politik auf den Wandel reagieren kann und so das was die Stadt lebenswerter macht als die genannten auch so bleibt. Denn genau dieser mix aus Multimillionen- Weltmetropole und auch als kleiner Mann sich in der Innenstadt willkommen zu fuehlen macht den Reiz ja aus den Millionen pro Jahr erleben wollen und zehntausende ueberzeugt diese Stadt ihre neue Heimat zu nennen!
Ludi April 23rd, 2013, 06:15 PM Kaufpreise am Berliner Wohnungsmarkt steigen durchschnittlich um 20 %
Die Immobilienpreise in Berlin ziehen erneut deutlich an: Innerhalb eines Jahres sind die Kaufpreise für Wohnungen in der Hauptstadt im Schnitt um 20 Prozent auf 2.586 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Das zeigt der Marktbericht Berlin von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.
http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=30578
|
|