View Full Version : Dresdner Umland | Projekte & Meldungen - Projects & News


Dakir@DD
April 12th, 2010, 09:31 PM
Auch im Umland von Dresden passiert einiges, deswegen wird es langsam mal Zeit, dass Städte wie Pirna, Freital, Radebeul, Meissen u.s.w einen eigenen Thread bekommen.

Zu Beginn erst einige Informationen/Daten zu den größten Städten im Dresdner Umland.

1. Pirna

Einwohner: 39.132
Fläche: 53,02 km²
Einwohnerdichte: 738 Einwohner je km²

Altstadt Pirna
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7d/Pirna.JPG/800px-Pirna.JPG
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pirna.JPG

Altstadt Pirna
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6e/Pirna_Canalettoblick.jpg/800px-Pirna_Canalettoblick.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pirna_Canalettoblick.jpg

2. Heidenau

Einwohner: 16.405
Fläche: 11,07 km²
Einwohnerdichte: 1482 Einwohner je km²

Rathaus Heidenau
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e5/Rathaus_Heidenau.jpg/650px-Rathaus_Heidenau.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rathaus_Heidenau.jpg

Barockgarten Großsedlitz
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7a/Gro%C3%9Fsedlitz_obere_Orangerie_%2804%29_2006-10.JPG/800px-Gro%C3%9Fsedlitz_obere_Orangerie_%2804%29_2006-10.JPG
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gro%C3%9Fsedlitz_obere_Orangerie_%2804%29_2006-10.JPG

3. Freital

Einwohner: 39.037
Fläche: 40,53 km²
Einwohnerdichte: 963 Einwohner je km²

Rathaus Freital
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6c/Freital-Rathaus.jpg/366px-Freital-Rathaus.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Freital-Rathaus.jpg

Schloss Burgk
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a5/Freital-Burgk.jpg/438px-Freital-Burgk.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Freital-Burgk.jpg

4. Radebeul

Einwohner: 33.387
Fläche: 26,06 km²
Einwohnerdichte: 1281 Einwohner je km²

Rathaus Radebeul
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5b/Radebeul_Rathaus_2.jpg/731px-Radebeul_Rathaus_2.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Radebeul_Rathaus_2.jpg

Schloss Wackerbarth
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e7/Schloss_Wackerbarth.JPG/800px-Schloss_Wackerbarth.JPG
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e7/Schloss_Wackerbarth.JPG

5. Radeberg

Einwohner: 18.383
Fläche: 29,74 km²
Einwohnerdichte: 618 Einwohner je km²

Schloss Klippenstein
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/77/Radeberg_klippenstein.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Radeberg_klippenstein.jpg

Radeberger Exportbierbrauerei
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/57/Radeberger_Exportbierbrauerei_-_Darreturm.jpg/449px-Radeberger_Exportbierbrauerei_-_Darreturm.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/57/Radeberger_Exportbierbrauerei_-_Darreturm.jpg

6. Meissen

Einwohner: 27.736
Fläche: 30,9 km²
Einwohnerdichte: 898 Einwohner je km²

Meissen Burgberg mit Albrechtsburg und Dom
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b9/Mei%C3%9Fen_Burgberg_mit_Albrechtsburg_und_Dom.jpg/800px-Mei%C3%9Fen_Burgberg_mit_Albrechtsburg_und_Dom.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b9/Mei%C3%9Fen_Burgberg_mit_Albrechtsburg_und_Dom.jpg

Rathaus Meissen
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5e/Meissen_Town_Hall.JPG/800px-Meissen_Town_Hall.JPG
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Meissen_Town_Hall.JPG

Dakir@DD
April 13th, 2010, 12:08 AM
Baubeginn am Schloss Sonnenstein

Am Donnerstag gab es den symbolischen ersten Baggerhub, am Dienstag beginnen die Abrissarbeiten.

Das war doch mal ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk: Zu seinem 46. konnte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Donnerstag den Startschuss für den Umbau des Pirnaer Schlosses Sonnenstein zum neuen Sitz der Landkreisverwaltung geben.

Retter des Schlosses

Das war auch deshalb ein besonderes Geschenk, weil Ulbig als früherer Oberbürgermeister Pirnas als einer der Retter des Schlosses gilt. Wieso das so ist, das erzählte Ulbig in seiner Rede selbst: „Eigentlich stand 2007 fest, dass das Landratsamt in die Roten Kasernen in Pirna umziehen sollte.“ Bis Ulbig und Landrat Michael Geisler in einen privaten E-Mail-Austausch eintraten und die Idee aus den 1990er-Jahren wieder hervorkramten. Damals stand schon einmal zur Debatte, das Schloss Sonnenstein zum Amtssitz der Kreisverwaltung umzubauen. Im Jahr 2007 schien genau das die letzte Chance, das Schloss vor dem endgültigen Verfall zu retten. Denn alle möglichen Versuche privater Investoren waren gescheitert.

Dann ging es Schlag auf Schlag: Der Kreistag stimmte 2007 dem Umbau des Schlosses zum Kreisamtssitz zu, und der Landkreis erwarb das Anwesen vom Freistaat. Auch die Idee, die Anlage im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP-Projekt) gemeinsam mit einer Firma zu sanieren und die nächsten 25 Jahre zu betreiben, kam bereits vor drei Jahren ins Gespräch. Der Freistaat fand die Idee gut und signalisierte Förderbereitschaft. Im September 2009 wurden 23,43 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zur Verfügung gestellt. Die ersten vorbereitenden Arbeiten am hohen Werk und archäologische Ausgrabungen begannen im Herbst des vorigen Jahres. Nach langen Diskussionen stimmte der Kreistag dann auch einer Realisierung im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft zu, im Dezember wurde mit dem deutschen Großkonzern Bilfinger Berger ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Und vorgestern nun konnte Landrat Geisler den ersten symbolischen Baggerhub setzen.

Übergabe im Dezember 2011

„Jetzt wird begonnen, der Stadt Pirna die Krone aufzusetzen“, sagte Ulbig. Die trutzige Anlage werde nicht mehr der Schandfleck, sondern der krönende Abschluss der Altstadtsanierung Pirnas sein. Dem stimmte der neue Pirnaer OB, Klaus-Peter Hanke (parteilos), zu. „Wir werden unseren Beitrag zum Gelingen des Projekts leisten“, versicherte er und übergab die erste Teilbaugenehmigung. Zudem wird sich die Stadt Pirna um die touristische Erschließung des Schlosses Sonnenstein kümmern. Geprüft wird außerdem, ob Stadt und Landkreis das auf dem Sonnenstein entstehende Archiv gemeinsam nutzen können.

Im Dezember 2011 soll das gesamte Objekt übergeben werden. „Das werden wir natürlich schaffen“, versicherte Lorenz Kohlbecker, Prokurist bei Bilfinger Berger. Anfang Juni soll aber erst mal Grundsteinlegung und Ende August Richtfest gefeiert werden.

Am Dienstag werden die ersten Lkws anrollen. Den Auftrag für die Erdarbeiten – die Grabungen der Archäologen müssen verfüllt werden – hat übrigens die Firma Scheffler aus Bad Gottleuba erhalten. „Die Ausschreibungen für die Abrissarbeiten und das Gerüst laufen derzeit“, sagt Projektleiter Christian Wolf. Er geht davon aus, dass auch da Firmen aus der Region das Rennen machen. Bei den Architekten ist das der Fall. Wolf: „Wir arbeiten mit einer Gemeinschaft NPS aus Dresden und dem Pirnaer Büro Seidel+Architekten zusammen.“

Sächsische Zeitung vom 04. April 2010

Bilder
http://www.sz-online.de/bilder/2010_04/gr_2429218_303120668.jpg
Sachsens Innenminister und früherer Oberbürgermeister von Pirna, Markus Ulbig (r.), und Landrat Michael Geisler (beide CDU) haben am Donnerstag zum offiziellen Baubeginn an die spannende Geschichte erinnert, wie das Pirnaer Schloss doch noch zu seiner Sanierung gekommen ist. Foto: Daniel Spittel

http://www.sz-online.de/bilder/2010_04/gr_2429218_778403627.jpg
So soll das Schloss Sonnenstein nach der Sanierung aussehen. Im Dezember 2011 soll das Landratsamt einziehen. Visualisierung: Bilfinger Berger

Dakir@DD
April 13th, 2010, 11:03 AM
Baustellen Update - Teil 1

Pirna | Schloss Sonnenstein

Alle Bilder von: http://bausituation-dresden.blogspot.com/

Wer sich die Bilder in Groß anschauen möchte, einfach auf die Verlinkung klicken!

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Dakir@DD
April 13th, 2010, 11:06 AM
Baustellen Update - Teil 2

Pirna | Schloss Sonnenstein

Alle Bilder von: http://bausituation-dresden.blogspot.com/

Wer sich die Bilder in Groß anschauen möchte, einfach auf die Verlinkung klicken!

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Dakir@DD
April 13th, 2010, 11:10 AM
Keine Abstriche bei Sanierung von Schloss Moritzburg

Das angekündigte Sparen des Staatsbetriebes geht wohl am Jagdschloss vorbei.

Schloss Moritzburg und seine Liebhaber können aufatmen. Die Einschnitte, die das Schlösserland Sachsen für seine Prachtbauten angekündigt hat, sollen Moritzburg kaum bis gar nicht treffen. „Es wäre nicht wirklich klug, unsere touristischen Leuchttürme zu beschneiden“, sagte Petra Brommer, Pressesprecherin vom Schlösserland auf Anfrage der SZ.

Ganz ausschließen wollte sie Einschnitte jedoch nicht. Genaueres wisse man erst, wenn man wie jetzt geplant, die Schlösser nach mehreren Aspekten untersucht habe. Das sei ein längerer Prozess. Christian Striefler, Direktor der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens, hatte aufgrund der Wirtschaftskrise Einsparungen und folglich Qualitätseinbußen angekündigt. Der Staatsbetrieb denke über veränderte Nutzungskonzepte nach, über reduzierte Öffnungszeiten, Abstriche in der Gartenpflege und Beleuchtung. Freie Stellen würden nicht mehr besetzt, hieß es. Insgesamt sollen dadurch 2010 bei laufendem Betrieb 700000 Euro eingespart werden. Zu den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsens gehören 19 Einrichtungen.

Neue Wildnis-Ausstellung

Seinen Leuchtturmcharakter zeigte Schloss Moritzburg erst zuletzt wieder mit der winterlichen Rekord-Ausstellung zum deutsch-tschechischen Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. 160000 Besucher zog diese an und avancierte dadurch nicht nur zur erfolgreichsten Schau aller Zeiten auf Schloss Moritzburg, sondern auch zum Schlösserland-Star des Jahres 2009. Nun überlegt man, wie es mit Aschenbrödel weitergehen kann. Als ständige Ausstellung? Als Winter- und Weihnachtsevent auf Schloss Moritzburg? Man wird sehen. Vom 19. Juni bis 15. Oktober 2010 zeigt Schloss Moritzburg die Sonderausstellung „Momente der Wildnis“. Zu sehen sind meisterhaft gefertigte Tierpräparationen von Peter Morass aus Innsbruck.

Das Schloss selbst wollte sich nicht zu den angekündigten Einschnitten äußern. Dafür aber der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB): „Nach derzeitigem Stand betreffen die vom Schlösserland angekündigten Sparmaßnahmen nicht die laufenden Baumaßnahmen auf der Liegenschaft Moritzburg“, teilte SIB-Sprecherin Katja Weber mit.

Fassade wird 2011 fertig

In diesem Jahr beabsichtigt der Freistaat Sachsen laut Weber rund 3,3 Millionen Euro für Baumaßnahmen auf Schloss Moritzburg einschließlich Fasanerie zu investieren. Derzeit läuft zum Beispiel die Außeninstandsetzung des sogenannten Amtsturmes (Dach, Fassade, Fenster), die sich voraussichtlich bis 2011 hinziehen wird. Dann soll sich das komplette Schloss in dem neuen, helleren, gelben Farbton präsentieren. Dieser wurde auf der Grundlage seinerzeit neu entdeckter Farbbefunde im Jahr 2008 beginnend zunächst auf dem Jägerturm und der westlichen Schlossfassade und der Kapelle aufgebracht. Insgesamt investiert der Freistaat rund vier Millionen Euro in die neue Außenhaut des einstigen Jagdschlosses.

www.schloss-moritzburg.de;

www.schloesserland-sachsen.de

Sächsische Zeitung vom 12. April 2010

Bild
http://www.sz-online.de/bilder/2010_04/gr_2434655_1.jpg
Der Amtsturm von Schloss Moritzburg präsentiert sich derzeit eingerüstet. Foto: Thomas Kube

Dakir@DD
April 13th, 2010, 11:36 AM
Das sind, wie ich finde 2 sehr interessante Bauprojekte im Dresdner Umland :okay: Schloss Moritzburg kennt jeder, und die Sanierung ist dringend notwendig. Schloss Sonnenstein hat leider eine schlechte Vergangenheit und ist eher nicht so bekannt. Trotzdem schön, dass nun endlich der restliche Teil der Schlossanlage saniert wird.

Ich weiss ja nicht wie Ihr denkt, aber ich möchte gern wissen wie Ihr die Thread-Idee findet? Brauchen wir so einen Thread, oder interessiert euch das Umland eher weniger?

MeyerB
April 13th, 2010, 12:29 PM
Ich weiss ja nicht wie Ihr denkt, aber ich möchte gern wissen wie Ihr die Thread-Idee findet? Brauchen wir so einen Thread, oder interessiert euch das Umland eher weniger?
Den neuen Thread halte ich für eine fabelhafte Idee; gerade über Projekte im Umland erfährt man sonst nur wenig - bitte mehr davon. :)

Dakir@DD
April 22nd, 2010, 11:29 PM
Stadt verliert Zeit bei Streit um Fassade

Im Bauausschuss bringen die Stadträte den Bauantrag für die Erweiterung des Franziskaneums endlich auf den Weg – mit Plänen, die seit Wochen vorliegen.

Für das Franziskaneum wird die Zeit knapp. Soll mit dem Erweiterungsbau noch in diesem Jahr begonnen werden, müssen endlich die Bauanträge eingereicht werden. Im Bauausschuss einigten sich die Stadträte am Mittwoch auf die Baupläne dafür. Es sind im Wesentlichen dieselben, wie sie schon vor Wochen von Architektin Margrit Piendl vorgestellt wurden.

Dass sie nicht eher in einen Bauantrag einfließen konnten, liegt im Streit um die Fassade auf der Hofseite des Erweiterungsbaus begründet. Das Gebäude, das weitere Klassenräume, Mensa, Cafeteria, Bibliothek sowie einen Fahrstuhl beherbergt, soll über Gänge und Treppenhäuser mit beiden Schulhäusern des städtischen Gymnasiums verbunden sein. Umstritten war das Andocken dieser Verbindungsgänge an das Schulhaus I. Um Brandschutzvorschriften und Richtlinien für den Schulhausbau zu genügen, hatte die Architektin den Baukörper um den Brandgiebel des Schulhauses herumgeführt, was die Stadträte im Bauausschuss im März als „zu wuchtig“ monierten.

Eine am Mittwoch von Stadtrat Helge Landmann (Freie Bürger/SPD) vorgeschlagene Variante, den Erweiterungsbau über die Giebelfront anzudocken und diese neu zu formen, hätte Eingriffe in Ziergiebel und Dachstuhl zur Folge gehabt – mit möglichen Überraschungen und Kosten, die niemand abschätzen kann. Matthias von Beulwitz (FDP) lobte den „architektonischen Chick“, wies aber auf die Risiken hin, zumal die umgelenkten Fördermittel zu verfallen drohen, sollten die Bauarbeiten in diesem Jahr nicht mehr beginnen.

Bei einer Enthaltung stimmten die Stadträte dem ursprünglichen Entwurf zu, dem die Architektin eine Variante mit abgeschrägtem Dach über dem Treppenhaus im Verbinder zum Schulhaus I hinzugefügt hatte. Nächste Woche will der Stadtrat endgültig den Bauantrag verabschieden. Am 11. Mai ist ein weiteres Gespräch mit Vertretern der Schulkonferenz des Franziskaneums vorgesehen, um Vorstellungen und Planungen aufeinander abzustimmen.

Sächsische Zeitung vom 23. April 2010

Bild
http://www.sz-online.de/bilder/2010_04/gr_2444679_1.jpg
Mit Glas und Beton soll der Verbindungsbau – hier die Ansicht von der Hofseite aus – einen architektonischen Kontrast zu den denkmalgeschützten Schulgebäuden des Franziskaneums setzen. Entwurf: M. Piendl, Arnold Consult AG, Meißen

d.henney
April 24th, 2010, 01:48 PM
@Pirna Schloss
Ich freue mich so auf den neuen weissen Putz. Das wird das gesamte Antlitz deutlich angenehmer machen! Den modernen Flachkastenbau in dem einen Renderbild erachte ich aber als unpassend. Aber im Vergleich zu dem Betonklotz in Meissen ist er noch erträglich.

@Meissen
Ohje, wer kommt denn auf so eine Blödsinnsidee? "Kontrast" … Ich reg mich schon wieder auf. Wieso kann man nicht eine Verbindungsbau im selben Stil wie dem Rest des Hauses entwerfen? Wieso muss der Architekt wieder einen Egotrip antreten oder der Investor die 1000 Euro billiger-Variante nehmen? Ist es denn heute so schwer, eine Ziegelwand hochzuziehen? Das Britisch Hotel in Dresden stand doch ultraflott. …

Dakir@DD
April 24th, 2010, 10:57 PM
Problem ist doch aber auch, was der Investor eigentlich will? Hier ist es doch die Stadt Meissen, die diese Scheiße will und zulässt. Furchtbar :down:

Dakir@DD
May 11th, 2010, 10:59 AM
Pirnaer Schloss Sonnenstein wird eingerüstet

Das Schloss Sonnenstein übt derzeit eine ganz besondere Anziehungskraft auf viele Pirnaer aus: Seit dem 6. April sind dort täglich bis zu 40 Bauarbeiter zugange. Sägen kreischen, Müll poltert in Container. Musik plärrt durch die leeren Flure und ist dank der offenen Fenster weithin zu hören. Doch viel mehr als diese Geräusche bekommen Neugierige nicht mit. Das Gelände ist großräumig abgesperrt, und wenn sich doch mal jemand durchschlängelt, wird er schnell von den Bauleuten zurückgeschickt. „Das hier ist eine große Baustelle, die kann man nicht einfach betreten, das ist zu gefährlich“, sagt Christian Wolf, Projektleiter von Bilfinger Berger. Die Firma ist Partner des Landratsamtes und wird sowohl den Umbau realisieren als auch das Landratsamt die nächsten 25 Jahre betreiben.

Wolf kann aber durchaus verstehen, dass die Leute im Landkreis wissen wollen, was auf dem Sonnenstein so passiert. Schließlich wird hier bis Ende 2011 für knapp 45 Millionen Euro das Schloss Sonnenstein zum neuen Landratsamt umgebaut.

Das normale Chaos

Zurzeit laufen vor allem Abrissarbeiten: alte Fußböden und Leitungen, Heizungen stapeln sich in den Räumen des Elb- und des Stadtflügels. Immer wieder kommen Handwerker und schleppen den Müll raus in die Container. Andere hauen mit dem Schlaghammer den Putz von den Wänden und entfernen alte Installationen. Da die Terrazzo-Treppen erhalten bleiben sollen, haben die Bauleute sie für die Zeit der Dreckarbeiten mit Holz verkleidet. So werden sie nicht unnötig belastet.

Alles in allem sieht es in den Gebäuden ziemlich chaotisch aus. „Das ist normal: Wer aufbauen will, muss vorher wegreißen und Platz schaffen“, sagt Wolf und kündigt an, dass es in den nächsten Wochen noch schlimmer wird. Da die Zwischendecken aus Holz sind und das ziemlich verfault ist, werden abschnittsweise alle Decken rausgerissen und massive Steindecken eingezogen. Bis Ende Mai stehen jetzt aber erst mal die Entrümpelungsarbeiten im Vordergrund. Parallel dazu werden sowohl der Stadt- als auch der Elbflügel komplett eingerüstet. Und im Schlosshof wurden Nebengebäude abgerissen. „Im Gegensatz zu unseren ursprünglichen Plänen mussten die Gebäude ganz verschwinden“, informiert Wolf. Die Bausubstanz sei zu schlecht gewesen. Die Aktion sei aber ordnungsgemäß mit dem Pirnaer Denkmalschutzamt abgesprochen worden. Stadtsprecherin Sabine Schlechtiger bestätigt, dass das städtische Denkmalamt in alle Vorhaben einbezogen ist. Ende Mai hofft Bilfinger Berger, die endgültige Baugenehmigung von der Stadt Pirna zu erhalten. Bisher hat die Firma nur eine Teilbaugenehmigung für die Abrissarbeiten. „Sobald wir die Genehmigung haben, werden wir mit den Rohbauarbeiten beginnen“, kündigt Wolf an. Bis dahin werden auch noch zwei weitere Kräne aufgestellt. Der erste kommt noch diese Woche, der zweite im Laufe des Mai. „Die Rohbauarbeiten werden doch sehr umfangreich, da brauchen wir die Hilfe der Kräne“, erläutert Wolf. Er schätzt, dass sich die Rohbauarbeiten bis ins nächste Jahr hinziehen werden.

Sächsische Zeitung vom 06. Mai 2010

d.henney
May 15th, 2010, 12:44 AM
@Daki
Natürlich ist das furchtbar. Ich hätte zu gerne einmal gewusst, was die mit diesem Kontrast bezwecken wollen? Einfach, damit es ein Kontrast gibt? Mich würde auch mal interessieren, was Professoren, Dozenten, Lehrtexte usw generell zu den Wirkungen dieser Extremkontraste lehren und warum diese zu deutlich oft an prestigeträchtigen Standorten genutzt werden. hm …

Dakir@DD
October 6th, 2010, 12:13 PM
Schloss Sonnenstein wird winterfest gemacht

Gleich drei Zimmerer-Firmen sind derzeit im Schloss Sonnenstein im Einsatz. Die Arbeiten an den Dachstühlen müssen fertig werden. Die Dachdecker sind schon vor Ort und wollen loslegen. „Wir drücken aufs Tempo“, sagt Christian Wolf, der Projektleiter von Bilfinger Berger. Diese Firma ist im Rahmen eines öffentlich-privaten Projekts (ÖPP) für den Umbau des Pirnaer Schlosses Sonnenstein zum künftigen Sitz des Landratsamtes sowie für den Betrieb in den nächsten 20 Jahren verantwortlich.

„Unser Ziel ist, die Gebäude bald winterfest zu bekommen“, erläutert Wolf. Deshalb soll auch möglichst bis Mitte November die Leitung für die Fernwärme im Schloss anliegen. Damit könnte die Bauheizung in Gang gesetzt werden. Dazu muss eine Leitung vom Heizkraftwerk der Stadtwerke Pirna auf dem Sonnenstein zum Schloss verlegt werden. „Wann es dazu kommt, kann derzeit noch keiner sagen“, erklärt Stadtwerkesprecherin Swetlana Irmscher. Bisher gebe es noch keine Verträge mit Bilfinger Berger, sagte sie auf SZ-Nachfrage.

Sperre gegen Feuchtigkeit

Parallel zu den Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten läuft der Innenausbau weiter. So wird die gesamte Gebäudesubstanz gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt. Dazu werden mit einem Seil, das mit Industrie-Diamanten bestückt ist, alle Wände kurz über dem Boden aufgeschnitten, eine Folie reingeschoben und mit flüssigem Wachs abgedichtet. Im Elbflügel sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen, im Stadtflügel sind die Arbeiter noch dabei. Weit vorangekommen sind auch die Arbeiten an den Decken. Die alten aus Balken, Brettern, Schilf und Lehm wurden entfernt und in vielen Räumen schon durch neue Ziegeldecken ersetzt. Die ersten der insgesamt fünf Fahrstuhlschächte stehen. Je zwei Aufzüge wird es im Stadt- und im Elbflügel geben, einen weiteren im Archiv. An den Bau dieses Lifts ist derzeit allerdings noch nicht zu denken. Die Bauleute sind immer noch dabei, sich für das künftige Archivgebäude elf Meter in die Tiefe zu bohren. „Das geht richtig in den Fels rein, aber langsam ist ein Ende abzusehen“, erläutert Wolf. Eine zweite tiefe Baugrube wird gegenwärtig zwischen Elb- und Stadtflügel für die künftige Caféteria ausgehoben. Das dritte Projekt auf dem Schlossgelände steht dagegen bereits im Rohbau: das Parkhaus. Hier fehlt jetzt noch die Elektrik. „Alles in allem liegen wir sogar etwas vor unserem Zeitplan“, sagt Wolf. Das bestätigt Peter Darmstadt. Der Vizelandrat ist in der Kreisbehörde für den Umbau zuständig. Am 29. Oktober soll Richtfest gefeiert werden.

Sächsische Zeitung vom 30. September 2010

Bilder
http://www.sz-online.de/bilder/2010_09/gr_2574633_1.jpg
Am Elbflügel nimmt der Dachstuhl Gestalt an. Jens Hoppe und Peter Pfauter von der Zimmerei Peukert aus Naunhof passen die Dachsparren ein. Dieser Teil des Daches musste komplett erneuert werden, da hier ein Brand die alten Balken beschädigt hatte. Wo es möglich ist, wird jedoch die alte Substanz erhalten. Fotos: Daniel Spittel

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Das Parkhaus des künftigen Landratsamtes steht bereits gegenüber vom Pirnaer Amtsgericht. Zufahrten und Elektrik fehlen allerdings noch. Eröffnet wird es erst mit der Übergabe des Schlosses an den Landkreis Ende 2011.

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Ronny M. von der Firma Nittel GmbH aus Pirna schneidet mit einer mit Industriediamanten besetzten Seilsäge die Wände auf. Dann wird eine Folie dazwischengeschoben, die als Sperre gegen Feuchtigkeit dient.