Nuri1986
August 20th, 2010, 06:55 PM
http://www.keltenwelt-glauberg.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Glauberg
Render
http://www.keltenwelt-glauberg.de/content/projekt/museum01.jpg
http://www.kadawittfeldarchitektur.de/imagesProjekte/wb_k-museum_gb_05_pers1.jpg
http://www.kadawittfeldarchitektur.de/imagesProjekte/wb_k-museum_gb_04_pers.jpg
http://www.kadawittfeldarchitektur.de/imagesProjekte/wb_k-museum_gb_05_schnitt.jpg
Das Museum
Im Spätsommer 2008 wurde mit dem Bau des modernen Museumsgebäudes, entworfen vom Büro kadawittfeldarchitektur Aachen, begonnen. Es ist ein klar umrissenes, mit Corten-Stahlplatten verkleidetes Gebäude, das sich aus dem Hang des Glaubergs herausschiebt und auf den Grabhügel des Keltenfürsten ausgerichtet ist – eine Art Fernrohr in die Vergangenheit.
Die drei Etagen haben jeweils spezifischen Funktionen: Im Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich mit der Cafeteria, die einen beeindruckenden Ausblick bietet. Das darüberkragende Geschoss beinhaltet die Ausstellungsräume sowie die Museumsverwaltung. Das dominierende große Panoramafenster gibt im Verlauf des Ausstellungsbesuches den Blick auf den Grabbezirk und die umgebende Landschaft frei und lässt diese selbst zu einem Ausstellungsstück werden. Vom Dach erleben die Besucher schließlich das weitere naturräumliche Umfeld des Glaubergs. Der Entwurf überzeugt durch seine klaren und strengen Formen, die ein eigenständiges Element in der Landschaft darstellen, aber dennoch nicht mit den archäologischen Zeugnissen in Konkurrenz treten. Überzeugend ist auch der variabel bespielbare Ausstellungsraum im Inneren, für den eine moderne Ausstellungskonzeption erarbeitet wurde.
Aktueller Stand
http://img194.imageshack.us/img194/8397/s73r0990.jpg
http://img718.imageshack.us/img718/8440/s73r0996.jpg
http://img707.imageshack.us/img707/6403/s73r1003.jpg
http://img31.imageshack.us/img31/8451/s73r0993.jpg
http://img718.imageshack.us/img718/4024/s73r0955.jpg
http://img814.imageshack.us/img814/2065/s73r0970.jpg
http://img230.imageshack.us/img230/7337/s73r0995.jpg
http://img842.imageshack.us/img842/7983/s73r0986.jpg
http://img245.imageshack.us/img245/6838/s73r0960.jpg
il fenomeno
August 20th, 2010, 08:15 PM
hat die wetterau besondern bezug zu den kelten?
Nuri1986
August 20th, 2010, 08:38 PM
sicherlich , weil es in der Wetterau wichtige Funde gab
Der Keltenfürst vom Glauberg (ca. 500 v. Chr.)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Keltenf%C3%BCrst_Glauberg_Gesicht_2.jpg/800px-Keltenf%C3%BCrst_Glauberg_Gesicht_2.jpg
il fenomeno
August 20th, 2010, 08:43 PM
ich finde die materialien, insbesondere den rostigen stahl, bedacht ausgewählt. auch die verbale idee des fernrhohrs in die vergangenheit gefällt mir. leider ist die kubatur letztlich langweilig und öde geworden.
Nuri1986
September 14th, 2010, 08:17 PM
Aktuell
Übergabe des neuen Keltenmuseums am Glauberg durch die Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann
http://www.keltenwelt-glauberg.de/content/aktuell/a_pics/abb5k.jpg
http://www.keltenwelt-glauberg.de/content/aktuell/a_pics/033k.jpg
http://www.keltenwelt-glauberg.de/content/aktuell/a_pics/abb2k.jpg
Vor etwa 160 Gästen begrüßte der Hessische Landesarchäologe Prof. Dr. Schallmayer am 19. August bei strahlendem Sonnenschein Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit, darunter insbesondere die Bundestagsabgeordnete Lucia Puttrich, den Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, den stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Jörg-Uwe Hahn, zahlreiche Landtagsabgeordnete, den Kreisbeigeordneten Bardo Bayer in Vertretung des Wetterauer Landrates, Glauburgs Bürgermeister Carsten Krätschmer sowie die Bürgermeister der umliegenden Kommunen.
„Dass sehr viele Vertreter aus der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit heute hier anwesend sind, macht deutlich, dass das von der Hessischen Landesregierung verfolgte Konzept der hessenARCHÄOLOGIE breite Zustimmung findet“ führte Prof. Schallmayer aus. „Ich sehe darin eine großartige Unterstützung unserer Arbeit und auch eine Anerkennung der meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der heutigen Bauübergabe haben wir einen weiteren großen Schritt zu Realisierung des darin angeführten Dezentralen Archäologischen Landesmuseums in Hessen getan. Sehr bald wird die Ausstellung zu der bedeutenden Epoche der Kelten in Hessen in dem neuen Gebäude zu sehen sein. Auf wissenschaftlicher Grundlage werden dann spannende Informationen und Inszenierungen zur keltischen Archäologie und Geschichte geboten werden. Dabei wird ein Museum entstehen, das nicht nur ausstellt, bewahrt, forscht und vermittelt, sondern auch einen Ort der Begegnung, des Austausches und der Kommunikation darstellen wird, einen Ort, der Teil des historischen Gedächtnisses unserer Gesellschaft sein wird.
Hier wird also ein Zitat des US-amerikanischen Schriftstellers, Drehbuchautors und Regisseurs Michael Crichton: "Wir sitzen auf einem Berg der Vergangenheit und merken es nicht!" geradezu in sein positives Gegenteil verkehrt: "Wir sehen einen Berg, dessen Vergangenheit wir schon längst bemerkt haben und forschend weiter erschließen."
„Das Keltenmuseum wird sich zu einem Publikumsmagneten entwickeln, der Besucher aus dem In- und Ausland fasziniert." Davon zeigte sich Ministerin Kühne-Hörmann in ihrer Ansprache überzeugt.
„Die Fertigstellung des neues Keltenmuseums dokumentiert, dass die Landesregierung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu ihrer Verantwortung für das kulturelle Erbe Hessens steht", hob Kühne-Hörmann hervor. Insgesamt wurden knapp acht Millionen Euro in den Bau investiert; hinzu kommen Ausstattungskosten von gut einer Million Euro. Die Ministerin wies darauf hin, dass das Keltenmuseum neben dem der Römerzeit gewidmeten Saalburgmuseum Bestandteil des Konzeptes hessenARCHÄOLOGIE 21 sei, das ein Dezentrales Archäologisches Landesmuseum vorsehe.
„Mit dem Museumsbau, dem Ankauf der dafür benötigten Grundstücke, aber auch der Personalausstattung des neuen Hauses hat das Land gute Grundlagen geschaffen, um die Archäologie und Geschichte der Kelten zu erforschen und adäquat zu vermitteln", sagte Kühne-Hörmann. Am Glauberg werde mit dem Museumsbau auch ein Forschungszentrum mit universitärem Anspruch etabliert, das durch den intensiven Austausch mit internationalen Fachkollegen anderer Museen und Hochschulen als weitere Komponente nicht zuletzt auch den Wissenschaftsstandort Hessen nachhaltig stärkt.
„Damit ist gewährleistet, dass in die Präsentation der Inhalte des Museums stets die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse einfließen und diese in einen gesamteuropäischen Kontext gestellt werden können", sagte die Ministerin.
Seit Beginn der umfangreichen Ausgrabungen in den späten achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zum Bezug des Neubaus hat das Land nach den Worten Kühne-Hörmanns insgesamt mehr als 17 Millionen Euro in das Glauberg-Projekt investiert. Davon profitiere die Region in Handwerk, Handel Gastronomie und Tourismus.
„Auch das entspricht dem Konzept hessenARCHÄOLOGIE 21, das Archäologie nicht nur als Forschungs- Bildungs-, und Vermittlungsthema betrachtet, sondern auch als Mittel der Strukturpolitik im Land", hob die Ministerin hervor.
Der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Jörg-Uwe Hahn zeigte sich erfreut, „dass wir dem Glauberg ein lange gehütetes Geheimnis entrissen haben."
Nach den Reden erfolgte die symbolische Bauübergabe des markanten Gebäudes mittels eines großen goldenen Schlüssels, den Susanne Althans-Edmaier vom Hessischen Baumanagement an die Staatsministerin überreichte, die ihn wiederum an den Landesarchäologen als Nutzer weitergab.
Anschließend präsentierte Prof. Schallmayer das neue Logo der Keltenwelt am Glauberg, dessen gelungene Gestaltung den spontanen Applaus der Anwesenden hervorrief.
Mit besonders herzlichem Beifall wurden auch die beiden neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Keltenwelt, Dr. Ines Balzer und Thomas Lessig-Weller M. A., begrüßt.
Frau Dr. Balzer leitet das neue Forschungszentrum, das sich in das wissenschaftliche Netzwerk von Forschungsinstituten und Universitäten in Deutschland und Europa einbinden wird. Es ist die einzige Forschungsstelle in Deutschland, die nicht an eine Universität angegliedert ist.
Als Museumspädagoge entwickelt Herr Lessig-Weller M. A. derzeit ein auf modernsten didaktischen Erkenntnissen beruhendes und klar strukturiertes museumspädagogisches Programm, das sehr differenziert auf die Bedürfnisse der verschiedenen Besucher abgestimmt wird. Die Bandbreite der Angebote wird dabei Museumsführungen, Präsentationen keltischen Handwerks, szenische Darstellungen, Workshops, offene Werkstätten, Schulprogramme u. v. m. umfassen.
Der gemeinsame Rundgang mit der Museumsleiterin Katharina v. Kurzynski M. A. vermittelte schließlich einen Einblick in die großzügigen Dimensionen der Räumlichkeiten und eine Vorstellung von der zukünftigen spannenden Ausstellung darin.
Beim anschließenden Zusammensein vor dem Museum genossen die Gäste noch lange den beeindruckenden Fernblick vom Glauberg über die Weite der Wetterauer Landschaft bis hin zur Skyline der Metropole Frankfurt und ließen bei angeregten Gesprächen und Gedankenaustausch den herrlichen Sommertag langsam ausklingen.
de Robespierre
March 16th, 2011, 03:13 PM
Hallo, weiß jemand wie das Belichtungskonzept von dem Museum sein wird?
Und wird es auch Barriere frei, also Behindertengerecht sein?
Viele Grüße
Etoile filante
July 3rd, 2011, 05:35 PM
ah,der Entwurf ist so elegant und einfach ,musterhaft.