View Full Version : Lagune Grenzach-Wyhlen


Don Calo
September 23rd, 2010, 03:37 PM
Schweizer plant Klein-Dubai am Rhein

Fantasterei oder ernst zu nehmendes Projekt? Der Schweizer Gérard Benone plant eine künstliche Lagune bei Grenzach-Wyhlen. Für Klein-Dubai mit breiten Promenaden, neuer Rheinbrücke und neungeschossigen Wohntürmen will er 300 Millionen Euro investieren.


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GRENZACH-WYHLEN. Grenzach-Wyhlen hatte es nicht leicht in diesem Jahr. Neben der Sanierung der Hirschackergrube, die Greenpeace nicht weit genug ging, war der Bürgerkampf gegen einen geplanten Schrottplatz im Birsfelder Hafen in den Medien präsent. Für Unmut sorgte schließlich ein Asphaltmischwerk, das seine Befeuerung von sauberem Gas auf Braunkohlestaub umstellte. Nun ist die Grube saniert, der Schrottplatz abgewendet und auch das Problem Asphaltwerk könnte sich von alleine lösen.

Denn das 80 Hektar große Gebiet, auf dem es steht, gehört zum großen Teil der Schweizer Familie Sutter. Die hat nun ihren Verwalter, Gérard Benone, nach Grenzach-Wyhlen geschickt, um dort eine fantastische Idee zu streuen, die auch das Aus der Anlage bedeuten würde.


Künstliche Lagune mit Naturschutzgebiet

Bereits im Juni wurde erstmals davon gesprochen, das Gelände statt zum Industrie- und Naturschutzgebiet zum Wohn- und Naherholungsraum zu machen. Doch als Benone jetzt dem Gemeinderat zusammen mit einem Ingenieur, der auch für die Hamburger Hafen-City verantwortlich zeichnet, die schon weit ausgearbeitete Planung vorstellte, ging ein Raunen durch das Gremium. 1300 Kubikmeter Boden sollen bewegt werden, um eine künstliche Lagunenlandschaft zu schaffen.

2,50 Meter Wassertiefe soll das direkt an den Rhein angeschlossene Lagunenstück tief sein, abgeschirmt durch eine Insel, die als Naturschutzgebiet heimischen Tieren und Pflanzen Unterschlupf bietet. An Land sollen breite Promenaden zum Schlendern einladen. Und für 500 geplante Luxuswohneinheiten mit durchschnittlich 160 Quadratmetern Fläche dürfte es genug Bewohner genug geben.

Neue Stahlbrücke für den Rhein

"Laut Metrobasel Report 2009 sollen bis 2020 rund 40.000 neue Arbeitsplätze in der Region entstehen", referierte Benone. Für sie werde gehobener Wohnraum gebraucht. Sein Projekt, das 300 Millionen Euro kosten würde, könne zehn Prozent des Bedarfs decken. Weiterer gehobener Wohnraum entsteht bereits auf der gegenüberliegenden Rheinseite, wo Benone das neue Gebiet "Rheinlehne" aufbaut. Um beide Gebiete zu verbinden, soll eine Stahlbrücke den 190 Meter breiten Fluss überspannen, ein altes Fährrecht könnte wiederbelebt werden.

Kein Wunder, dass im Gemeinderat gleich von "Klein-Dubai" gesprochen wurde. Grundsätzlich finden die Bürger die Idee so verrückt wie interessant. Chancen gebe es viele, sagt Bürgermeister Jörg Lutz, der 500 einkommenstarke Familien kommen sieht. Doch ob das Projekt realisiert wird, liegt nicht allein bei der Gemeinde. Der Flächennutzungsplan bedarf einer Überarbeitung, dazu muss der Regionalverband gehört werden.

Kritik kommt von Naturschützern, obwohl Benone riesige Ausgleichsflächen in die Planung einbezogen hat. Auch einige Firmen sehen ihre Standorte gefährdet. Dass auch der des Asphaltmischwerks in Gefahr ist, schockt Claus Schleith, Geschäftsführer einer der Betreiberfirmen, allerdings nicht. "Wenn die so viel Geld in die Hand nehmen wollen", sagt er, "dann können sie auch unsere Anlage kaufen."

Quelle: Badische Zeitung 22.12.09

Don Calo
September 23rd, 2010, 03:39 PM
Am Dienstag kamen Vertreter des Regierungspräsidium, des Landratsamts und des Regionalverbands nach Grenzach-Wyhlen.


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So stellt sich der Architekt die geplante Lagune vor. Stachon Architekten Berlin Foto: Stachon Architekten Berlin

GRENZACH-WYHLEN. Über die Sommerzeit war es etwas ruhig geworden um die im Bereich Schacht in Wyhlen geplante Lagune. Nun allerdings ist einiges passiert. Ein Besuch von Regierungspräsidium, Landratsamt und Regionalverband am Dienstag in Grenzach-Wyhlen bringt das Thema weiter. Insgesamt 18 Personen ließen sich über das Projekt von Fachbüros informieren, die von Planerseite her das Projekt vorstellten. Die Planer haben einige Hausaufgaben mitgenommen.
Regierungspräsidium und Landratsamt hatten einen Termin gewünscht, bei dem die Planung der Lagune ihnen offiziell vorgestellt werden sollte. Aus beiden Behörden waren Vertreter verschiedener Dezernate nach Grenzach-Wyhlen gekommen, um sich ein umfassendes Bild machen zu können. Auch aus dem Regionalverband waren Vertreter vor Ort. "Wir haben fast nicht ins Sitzungszimmer gepasst", sagte Bürgermeister Jörg Lutz nach dem Termin mit 18 Personen.

Das Stadtplanungsbüro Fahle aus Freiburg und die Landschafts- und Umweltplaner von der Freiburger Firma Faktor Grün stellten mit dem Projektleiter der Lagune, Gerard Benone, das auf etwa 400 Millionen Euro Investitionskosten geschätzte Projekt vor, bei dem eine künstliche Lagune im Gebiet am Schacht angelegt werden soll, 500 bis 600 Luxuswohneinheiten vorgesehen sind und das auch eine Brücke über den Rhein beinhaltet.

Dabei, so Lutz, habe es keine besonderen neuen Fakten gegeben, doch von Seiten der Behörden hätten sich eine Vielzahl von Details ergeben, die nachgefragt wurden. Insbesondere die Situation, dass das FFH-Gebiet von den Plänen betroffen ist, wurde verstärkt diskutiert.

Anschließend ist die Gesellschaft ins Gebiet am Schacht gefahren, um sich dort die aktuelle Situation "mit all ihren Qualitäten", so Lutz, anzuschauen. Man habe gesehen, dass es viel Natur gibt, aber "auch einige Belastungen durch die Nutzung im Gebiet".


Lutz möchte im Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss einholen

Insgesamt nahm Lutz bei den Besuchern Interesse an der geplanten Lagune wahr. Allerdings wurde von den Behördenvertretern keine Stellungnahme abgegeben, wie sie zu dem Projekt stehen. "Das war auch nicht der Sinn der Veranstaltung", so Lutz. Zunächst sollte es darum gehen, die für die Umsetzung der Planung mitentscheidenden Behörden auf einen Stand zu bringen.

Arbeit mitgenommen haben die Planer. Problematisch für den Bau der Lagune ist die Tatsache, dass ein Teil des Gebiets am Schacht als FFH-Gebiet ausgewiesen ist. Dieses wird durch Gesetze auf EU-Ebene geschützt. Die Umweltplaner von Faktor Grün haben nun etwa naturschutzrechtliche Überprüfungen vorzunehmen und die Ausgleiche zu begründen, die vorgenommen werden sollen. Dafür wurden bereits im Vorfeld ausführliche Kartierungen der Vorkommen in dem Gebiet vorgenommen. Unter anderem lebt in dem von der Planung betroffenen Gebiet die seltene Gelbbauchunke. "Die Fachbüros müssen jetzt zum Beispiel nachweisen, dass die Gelbbauchunke nicht gefährdet würde", erklärte Lutz. Auch raumordnerische Fragestellungen haben sich ergeben. Die Raumplaner sollen begründen, warum die Lagune unbedingt an diesem Standort erbaut werden muss. Sie könne ja auch etwa in Grenzach oder in Schwörstadt geplant werden. Und die möglichen Auswirkungen auf Grenzach-Wyhlen sind auch zu ermitteln.

Für die Gemeinde stehen im folgenden zwei Schritte an, so Lutz. In der nächsten Sitzung des Gemeinderats möchte der Verwaltungschef zunächst eine Grundsatzentscheidung einholen, ob der Rat dem Projekt positiv gegenüber steht. Bislang wurde viel über die Idee diskutiert, aber es hat noch nie einen offiziellen Beschluss gegeben. In dieser Grundsatzentscheidung soll die Verwaltung den Auftrag erhalten, die Vorarbeiten zur Lagune voranzutreiben.

Als zweiten Schritt sieht Lutz eine Planungswerkstatt, wie es sie auch bereits bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes gegeben hat. Die Bürger möchte er frühzeitig mit einbeziehen. Unter der bewährten Moderation von Dirk Kron sollen wichtige Fragestellungen für die Gemeinde analysiert werden. Es könnte eine Gruppe geben, die sich überlegt, wie es weitergeht, wenn die Lagune kommt, und eine, die schaut, was wäre, wenn sie nicht kommt. "Damit wollen wir auch zeigen, dass Grenzach-Wyhlen – und natürlich auch die Behörden – die Planungshoheit hat – und nicht nur die Investoren."

Quelle: Badische Zeitung 23.09.10
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Bis jetzt habe ich noch nie etwas von diesem Projekte gehört, ist anscheinend jedoch seit fast einem Jahre in Planung und es sieht ziemlich vielversprechend aus. Da kommt mir spontan die Hafencity in Hamburg in den Sinn, so etwas würde gut dorthin passen einfach eniges kleiner.

Basel_CH
September 23rd, 2010, 06:44 PM
Neue Brücke tönt schon mal gut, ne Strassenverbindung zwischen Rheinfelden und BAse könnts schon noch gebrauchen.
Und weiss jemand, ob dieses Areal beim jetzigen Rudervereingelände in Grenzach-Whylen liegt? Wenn ja, dort war ich schon mal, hat noch einige Grünflächen zum Verbauen, nur die Distanz zum Grenzach- Chemiewerk ist nicht so gross.

metrobasel
September 24th, 2010, 10:33 AM
ich wohn in GW und bin echt mal gespannt ob dieses Projekt zustande kommt! die landfläche in diesem teil von Wyhlen ist riesig, hat also viel potential und kann dennoch grün bleiben.

hab noch ein Artikel aus der Badischen gefunden wo man ein gutes pic vom Gebiet in Wyhlen sieht: http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/klein-dubai-wird-kritisch-beaeugt--24343465.html

ah noch ne kleinigkeit, kenn mich hier im forum nid so aus, kann jemand den titel dieses threads ändern? Grenzach-Wyhlen, nicht Whylen...merci

Don Calo
September 24th, 2010, 12:19 PM
ah noch ne kleinigkeit, kenn mich hier im forum nid so aus, kann jemand den titel dieses threads ändern? Grenzach-Wyhlen, nicht Whylen...merci

Das war natürlich mein Fehler, ich glaube nur ein Moderator wie z.B. earthJoker kann den Titel des Thread ändern...

metrobasel
September 24th, 2010, 12:43 PM
kein ding, wollts nur erwähnen ;)

aber um aufs thema zurück zu kommen, ich finde es wichtig wenn die region gestärkt wird sei es auch nur durch ein "kleines" luxuswohngebiet wie hier. es unterstreicht (durch die Rheinbrücke, etc.), wie die buslinie 38 die grenzüberschreitende freundschaft. So kann es durchaus sein, dass bürger von beiden rheinseiten diese wohnhäuser besiedeln. ich gehe davon aus, dass das zielpublikum der 3ländereck bürger ist, oder was meint ihr?

es ist auch erstaunlich, dass obwohl ein solches projekt für G-W fast untragbar ist, es dennoch auf grosse begeisterung stösst.

rübenzahn
September 25th, 2010, 12:09 AM
kein ding, wollts nur erwähnen ;)

aber um aufs thema zurück zu kommen, ich finde es wichtig wenn die region gestärkt wird sei es auch nur durch ein "kleines" luxuswohngebiet wie hier. es unterstreicht (durch die Rheinbrücke, etc.), wie die buslinie 38 die grenzüberschreitende freundschaft. So kann es durchaus sein, dass bürger von beiden rheinseiten diese wohnhäuser besiedeln. ich gehe davon aus, dass das zielpublikum der 3ländereck bürger ist, oder was meint ihr?

es ist auch erstaunlich, dass obwohl ein solches projekt für G-W fast untragbar ist, es dennoch auf grosse begeisterung stösst.


Der Ort ist klar eines der attraktivsten Entwicklungsgebiete in der Region Basel, gelegen am Wasser und in Nähe zur Stadt. Wieweit es mit dem Umweltschutz vertragbar ist kann ich gerade nicht beurteilen. Auf Basler Seite werden aber ebenfalls neue Siedlungen entstehen entlang dem Rhein. Es ist richtig das Wohnen ans Wasser zu holen für die Lebensqualität, der Rhein auch als verbindendes Element und Begegnungszone im Dreiländereck.

Basel_CH
September 25th, 2010, 09:33 AM
^^
Bezüglich Lage zur Stadt und noch unverbauter Fläche geb ich dir Recht. Bezüglich Aussicht und Nähe zur Chemie, Schweizerhalle auf anderer Rheinseite, BASF Areal in Grenzach finde ich es nicht mehr ganz so rosig. Ausserdem hat man einige male Reklamationen von Grenzacher Seite bezüglich Lärmbelästigung dieser Schrottablade bei SChweizerhalle gehört, da scheint ja auch noch nicht alles perfekt gelöst worden zu sein.

Don Calo
September 30th, 2010, 05:52 PM
aber um aufs thema zurück zu kommen, ich finde es wichtig wenn die region gestärkt wird sei es auch nur durch ein "kleines" luxuswohngebiet wie hier. es unterstreicht (durch die Rheinbrücke, etc.), wie die buslinie 38 die grenzüberschreitende freundschaft. So kann es durchaus sein, dass bürger von beiden rheinseiten diese wohnhäuser besiedeln. ich gehe davon aus, dass das zielpublikum der 3ländereck bürger ist, oder was meint ihr?

Diese Wohnungen sprechen natürlich vor allem gutverdienende an, welche vor allem in der Pharma tätig sind. Ich finde solche Projekt auch sinnvoll, vor allem das hier schweizer involviert ist, zeigt dass die Grenzen mehr und mehr verschwinden, schweizer Wohnen in Deutschland und Frankreich und Deutsche oder Franzosen wohnen in der Schweiz. Damit die Region noch stärker zusammenwächst ist es jedoch wichtig, den Öffentlichen Nahverkehr zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz weiter auszubauen. So ist z.B. Grenach-Wyhlen gut mit S-Bahn und neuerdings auch dem Bus Nr. 38 erreichbar, aber so fährt der jedoch nur bis um acht Uhr und am Sonntag überhaupt nicht, hier besteht noch Handlungsbedarf. Nichtsdestotrotz hat Grenzach-Wyhlen wegen der Lage und den Landreserven grosses Potential.
Mir schwebt z.B. eine Bebauung zwischen Wyhlen und Pratteln vor wobei hier auch noch eine Tramlinie Pratteln mit Wyhlen verbinden könnte.

Don Calo
September 30th, 2010, 05:56 PM
GRENZACH-WYHLEN (BZ). Die Kommission Umwelt, Energie und Landwirtschaft des Districtsrats des Trinationalen Eurodistricts Basel besuchte in der vergangenen Woche die Gemeinde Grenzach-Wyhlen, wie die Verwaltung informiert. Ziel des Besuchs der Kommission unter Leitung von Joscha Frey war, sich über das Bauprojekt "Lagune" zu informieren. Auf dem Gelände konnten sich die Mitglieder in Begleitung von Bürgermeister Jörg Lutz einen Eindruck über den Zustand des Geländes mit seiner gewerblich-industriellen Nutzung machen. Weiterhin standen Fragen des Natur- und Umweltschutzes im Mittelpunkt der Gespräche und Informationen. Der Trinationale Eurodistrict Basel ist die Plattform der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Stadtregion Basel.

Quelle: Badische Zeitung 29.09.10

metrobasel
October 1st, 2010, 03:18 PM
So ist z.B. Grenach-Wyhlen gut mit S-Bahn und neuerdings auch dem Bus Nr. 38 erreichbar, aber so fährt der jedoch nur bis um acht Uhr und am Sonntag überhaupt nicht, hier besteht noch Handlungsbedarf.

Hast vollkommen recht, ich glaube aber gelesen zu haben, dass ab Fahrplanwechsel diesen Dez. der 38er auch nach 20h nach GW und somit auch nach BS fahren wird. Glaub sogar bis 23h, ok zwar nicht im 7 oder 10 minuten takt aber immerhin.

Don Calo
October 6th, 2010, 11:59 AM
Gemeinderat spricht sich bei einer Enthaltung dafür aus, dass die Verwaltung das Projekt prüft.


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Vormodell der geplanten Lagune mit Blick von der Schweizer Seite Foto: Stachon Architekten Berlin


GRENZACH-WYHLEN. Auf dem Programm der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag stand auch die Einholung eines offiziellen Auftrags für die Verwaltung, sich weiter intensiv um das Projekt Lagune zu kümmern. Bisher lag kein ordentlicher Beschluss vor. Die Fraktionen sprachen sich nun durchgängig dafür aus, nur bei den Grünen gab es eine Enthaltung.
"Bei uns gab es in der Vorgesprächen keine einstimmige Entscheidung", gab Fraktionssprecherin Annette Grether bekannt. "Die große Mehrheit findet die Idee nicht schlecht, aber es gibt auch Stimmen, die dort nur Natur wollen." Prinzipiell wolle man aber nicht sagen, nichts von der Lagune hören zu wollen.

Zuvor hatte ein Bürger den Gemeinderat aufgefordert, seiner Aufgabe als Bürgervertreter nachzukommen und den Flächenverlust nicht zuzulassen. "Ich verliere zwei Drittel meiner Weideflächen." Das Gremium solle für die Leute sorgen, die in Grenzach-Wyhlen wohnen, "nicht für Leute aus aller Welt, und wir müssen die Verluste tragen." Bürgermeister Jörg Lutz hatte daraufhin klar gemacht, dass es an diesem Abend nicht um eine Entscheidung für oder gegen die Lagune gehen könne. Diesmal gehe es nur darum, die Verwaltung zu legitimieren, sich weiter um das Projekt zu kümmern. Das Gebiet, wo die Lagune geplant wird, sei allerdings kein "Schokoladenstück." Es sei "eher Ruhrgebiet als Rheinaue." Man sei aber realistisch genug, auch Fallstricke zu erkennen.


Bürger sollen ein Wörtchen mitreden

Bauamtsleiterin Monika Neuhöfer-Avdic führte aus, dass der städtebauliche Planungsansatz weiter analysiert werden müsse. "Was hat das Projekt mit Grenzach-Wyhlen zu tun?", wird die Frage sein. Für die Suche nach der Antwort möchte man die Bürger frühzeitig in Form einer Planungswerkstatt einbeziehen, bei der auch Anregungen und Bedenken gesammelt werden.

Heinz Schwarz führte für die SPD-Fraktion aus, dass die Lagune eine Chance sei, den Rhein nicht mehr an Grenzach-Wyhlen vorbeifließen zu lassen, sondern den Uferbereich zu nutzen. "Und die Planungswerkstatt sehen wir als sinnvoll an." Allerdings dürfe kein Ghetto für Einkommensstarke entstehen. Der neue Wohnraum dort dürfe zudem die Gemeinde in ihren Entwicklungsmöglichkeiten nicht beschneiden.

Auch Bernd Herzog sah für die FDP Chancen und Risiken. Auf jeden Fall aber müsse man "querdenken". Bisher habe die Gemeinde vom Gewerbesteueraufkommen gelebt. Die Industrie aber befinde sich im Wandel. Mit der Lagune könne man auch an steigende Einkommensteueranteile rechnen.

Walter Schwarz (CDU) stellte fest, dass der Grundsatz gelten solle: "Planungen zahlt der Antragsteller." Geld solle man nur für die Planungswerkstatt ausgeben. Grund dafür war, dass im Beschlussvorschlag stand, dass Mittel als überplanmäßig bereitzustellen sind.

Rolf Rode warf für die Freien Wähler in den Raum, dass nur mit der Bebauung die Umsetzung des ökologischen Konzepts der Gemeinde möglich sei. "Wer soll sonst im Schacht investieren?"

Lutz stellte fest, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde liege. Bisher habe der Projektplaner alle Kosten übernommen. Eine Raumordnerische Untersuchung betreffe aber auch "uns als Gemeinde." Bei einer solchen Untersuchung könnten "überschaubare Kosten" entstehen.

Bis auf die Enthaltung von Patrizia Kratz (Grüne) stimmten alle Räte für die Beauftragung der Verwaltung, das Wohnen am Rhein weiter zu prüfen und zu verfolgen.

Quelle: Badische Zeitung: 02.10.10

Don Calo
March 3rd, 2011, 12:28 AM
Hier der ganze Artikel aus der BAZ:

Neues Luxus-Wohngebiet direkt am Rhein Grenzach-Wyhlen. An einer künstlichen Lagune sollen 500 bis 600 Wohnungen entstehen


PETER SCHENK
Ein derzeit brachliegendes und teilweise industriell genutztes Gelände am Rhein gegenüber von Pratteln könnte aufgewertet werden. Geplant sind neben Wohnungen ein Erholungsgebiet, Naturschutzzonen und eine Fussgänger- und Velobrücke über den Rhein.

Das Projekt ist attraktiv und sehr ambitiös: In Grenzach-Wyhlen sollen direkt am Rhein an einer künstlich angelegten Lagune 500 bis 600 Luxuswohnungen mit jeweils 160 Quadratmetern Wohnfl äche entstehen – aufgeteilt auf vier- bis fünfstöckige Gebäude und vier neungeschossige Wohntürme. 1,3 Millionen Kubikmeter Erde müssten bewegt werden, um die Lagune anzulegen. Diese soll dabei tief genug sein, um mit Schiffen wie denjenigen der Basler Personenschifffahrtsgesellschaft befahrbar zu sein. Ein Teil des Geländes gegenüber der Rheinebene in Pratteln, wo die Gartenbahn «Ysebähnli am Rhein» verkehrt, wird derzeit von einigen Betrieben genutzt: unter anderem von einem Asphalt-und einem Recyclingwerk für Bauschutt, einer Firma, die Fertigbetonteile herstellt, und dem Betonwerk Holcim. Das 10,2 Hektaren grosse Kerngebiet, in dem die Lagune entstehen soll, gehört zu 85 Prozent einer Schweizer Erbengemeinschaft: der Familie Sutter. Sutter senior hatte hier bis in die Sechzigerjahre Kies abgebaut, bevor er das Gelände verpachtete. Der gesamte Projekt-Perimeter, in dem Biotope, Naturschutzgebiete und Naherholungszonen entstehen sollen, ist 103 Hektaren gross – davon sind laut Projektentwickler Gérard Benone 50 bis 60 Prozent im Eigentum der Erbengemeinschaft Sutter. Benone, dessen Vater mit Sutter senior bekannt war, hat von der Erbengemeinschaft das Mandat erhalten, sich um die Umnutzung des Geländes zu kümmern. Ein weiterer grosser Grundstückseigentümer auf dem Areal erteilte ihm den gleichen Auftrag.

IN SIEBEN JAHREN. Jörg Lutz, Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, sieht in dem Lagune-Projekt «eine grundsätzliche Chance» für seine Gemeinde und verweist darauf, dass das betreffende Gelände derzeit «nicht hochwertig genutzt » sei. «Es ist ein Filetstück am Rhein. Grenzach-Wyhlen stösst an sieben Kilometern an den Rhein an. Da an den meisten Stellen Chemie angesiedelt ist, gibt es kaum Zugänge», erklärt Lutz. Gérard Benone schätzt die Kosten, um die Lagune auszubaggern und das Gelände anzulegen, auf 43 Millionen Euro und die des Immobilienprojekts auf 300 bis 400 Millionen Euro. Einen Investor gibt es noch nicht. Benone findet das normal: «Ohne planerische Sicherheit bekommen Sie keinen Investor an den Tisch. Es braucht ein Ja oder Nein der Politik. Sonst bleibt das Ganze ein Traum.» Benone hofft, dass die deutschen Behörden noch dieses Jahr grünes Licht für das Lagune-Projekt geben. Dafür werde allerdings nicht nur die Zustimmung der Gemeinde, sondern auch jene von übergeordneten Instanzen wie dem Freiburger Regierungspräsidium oder dem Regionalverband Hochrhein Bodensee benötigt. Grund: Regional-, Flächennutzung- und eventuell auch Landesplan müssten angepasst werden. Für die Detailplanung veranschlagt Benone zwei bis drei Jahre, gefolgt von einer Bauzeit von drei bis vier Jahren. Die Wohnungen könnten also in sieben Jahren fertig sein.

STANDESGEMÄSS. Benone ist überzeugt, dass es gelingen wird, sich mit den Betrieben, die dem Vorhaben weichen müssten, zu einigen. Ausserdem seien die Pachtverträge zeitlich begrenzt. Für Investoren sollte sich die Lagune rechnen. So ist das renommierte Stuttgarter Projektmanagement-Unternehmen Dress und Sommer in einem Wirtschaftlichkeitsgutachten zu dem Schluss gekommen, dass die «Lagune» finanziell funktionieren könnte. Gérard Benone setzt dabei auf die steigende Nachfrage der Basler Life-Sciences-Industrie nach hoch qualifi zierten Arbeitskräften, für die in der Region Basel zu wenig «standesgemässe» Wohnungen zur Verfügung stünden. Das Lagune-Projekt ist seit drei Jahren in der Diskussion. Da das neue Wohngebiet Lagune durch eine Fussgänger- und Velobrücke mit Pratteln verbunden werden soll, wäre es als Wohnort für Schweizer sehr attraktiv – Basel ist aufgrund guter ÖV-Anbindung mit Bussen und S-Bahn schnell zu erreichen. Ausserdem möchte Benone, dass die 1954 eingestellte Salinenfähre bald wieder ihren Betrieb zwischen Grenzach-Wyhlen und Pratteln aufnimmt.

HERZOG ANGETAN. Letzten Herbst hat in Grenzach-Wyhlen bereits eine Planungswerkstatt mit Bürgerbeteiligung zur Lagune stattgefunden. Bürgermeister Lutz steht dem Projekt «wohlwollend» gegenüber. Auch der renommierte Basler Architekt Jacques Herzog habe sich sehr angetan von der Grundidee gezeigt – das ETH-Studio Basel erstellt derzeit eine raumordnerische Untersuchung dazu.

Quelle: BAZ 1.3.2011

Don Calo
April 27th, 2011, 12:39 AM
ETH-Studioleiter präsentiert das einzige deutsche Projekt.

GRENZACH-WYHLEN. Bereits vor zwei Monaten war viel Fleisch am Knochen, jetzt ist daraus offenbar soviel geworden, dass er der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Der Knochen ist in diesem Fall die Diplomarbeit zum "Wohnen am Rhein in der Lagunen-City Grenzach-Wyhlen", die vom renommierten ETH-Studio Basel am heutigen Mittwoch im Rahmen der Generalversammlung des Vereins Metrobasel präsentiert wird.

"Das zeigt welche Strahlkraft das Projekt hat", freut sich Bürgermeister Jörg Lutz, der selbst zwar bei der Veranstaltung in Liestal nicht dabei sein wird, sich aber von Bauamtsleiterin Monika Neuhöfer-Avdic vertreten lässt. Angekündigt wird das Initialreferat des ETH-Studioleiters Manuel Herz unter dem Titel "Flaggschiffprojekte der Raumentwicklung der Metroplitanregion Basel". Die Lagune ist dabei das einzige deutsche Projekt, das vorgestellt wird.

Nachdem der visionäre Ansatz einer Wohnbebauung in der heutigen Kiesgrube bereits für die Macher der Internationalen Bauausstellung Basel von Interesse ist, ist Metrobasel das zweite Forum, das Interesse hat – beide habe direkt nichts miteinander zu tun, meint Lutz. Die IBA sei eher eine politische Angelegenheit, die vom Kanton Basel-Stadt federführend betrieben wird, Metrobasel sei hingegen eher eine Wirtschaftsvereinigung, bei der die Basler Kantonalbank, aber auch Novartis und Roche sich einbringen. Dabei gehe es darum, den Standort Basel für Vergleiche mit anderen Metropolregionen im Hinblick auf Life-Science fit zu machen, etwa Singapur oder der Ostküste der USA, meint Lutz.

Die IBA indes will Projekte initiieren, die sich um die Vernetzung der Region kümmern. "Alle haben ein Ziel, die Stärkung der Region, aber es gibt verschiedene Tendenzen", so der Bürgermeister. Er wünscht sich, dass der Eurodistrict in der Entwicklung der Region das Dach bildet, das von vielen Säulen, etwa auch der Metrobasel und der IBA, gehalten wird.

Was die Lagune anbelangt, ist er daran interessiert, wie die Wirtschaft das Projekt bewertet, aus seinen bisherigen Gesprächen mit vielen Vertretern von Behörden und Firmen hat er den Eindruck mitgenommen, dass zunächst alle skeptisch sind, am Ende aber die Projektvorstellungen als "Geschichte, die Qualität hat" loben.

Die Studie, die im ETH-Studiio Basel entwickelt wird, soll grundsätzlich einen neuen städtebaulichen Siedlungsansatz am Rhein untersuchen. Die Arbeit wird unter anderem von den Basler Stararchitekten Herzog/de Meuron betreut.

Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/metrobasel-stellt-lagunen-city-vor)

Don Calo
May 18th, 2011, 03:22 PM
Eurodistrictsrat erörtert "Lagunen"-Projekt in Grenzach-Wyhlen / Neue Siedlungen zum Rhein hin.

http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Metro%20Basel/WyhlenKiesgrube_bz_180511.jpg
Auf dem Gelände der alten Wyhlen Kiesgrube sieht das Lagunen-Projekt einen künstlichen Rheinarm und 500 Luxuswohnungen vor. Foto: Annette Mahro

GRENZACH-WYHLEN/BASEL. Nach dem Teilerfolg der Basler Familiengarteninitiative am Sonntag dürfen auf vormaligen Grünarealen jenseits der Grenze anstatt der geplanten 4500 nur Wohnungen für rund 3000 Menschen gebaut werden. Umso aktueller war die der Basler Abstimmung vorausgehende Vorstellung der Grenzach-Wyhlener "Lagune" im Rat des trinationalen Eurodistricts Basel (TEB). Das Projekt, das 500 Luxuswohnungen in bester Rheinlage vorsieht, polarisiert zwischen Wirtschaftsinteressen, Wohnraumbedarf und Landschaftsschutz.
Wohnraum werde knapp in der Region um Basel prognostizieren seit langem die Planer. Umso dringender bedürfe es grüner Lungen für die Stadt, fordern im selben Atemzug Natur- und Umweltschützer und treten für den Erhalt von Landschaftsfreiräumen ein. Auch in der Entwicklungsstrategie der trinationalen Agglomeration und des TEB war ausdrücklich vorgesehen, die zum Rhein hin auskragende "Halbinsel" des Ortsteils Wyhlen von Bebauung freizuhalten. Das sei, wenn das Lagunen-Projekt umgesetzt werde, dann ja wohl zu korrigieren, hieß es am Freitag dazu im Plenum des Districtsrats.

Grenzach-Wyhlens Bürgermeister Jörg Lutz begrüßt die "Lagune" indes nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Sicht: "Wohnen und wirtschaften gehören zusammen." Langfristig schwebt seiner Bauamtsleiterin Monika Neuhöfer-Avdic ohnehin eine Siedlungsentwicklung zum Rhein hin vor. Der "traumhaft schönen Landschaft" in Basels Osten, über die der Raumplaner und Forschungsleiter am ETH-Studio Basel, Manuel Herz, noch im April im Verein Metrobasel referiert hatte, ginge es dann indes an den Kragen. Die Rede sei ja hier von sehr langen Zeiträumen, verteidigte Lutz das Konzept auf BZ-Rückfrage. Auch die seit Jahrzehnten geplante Umgehungsstraße werde nicht automatisch hinfällig, wenn das Siedlungsgebiet sich in Richtung Rhein ausdehne.

In seiner letzten Sitzung als Kreis- und Districtsrat warnte dagegen der neue grüne Landtagsabgeordnete Josha Frey vor möglichen klimatischen Problemen, die eine bauliche Durchtrennung des Tals bewirken könnte und empfahl eine deutliche Güterabwägung zwischen Naturschutz und Bauinteressen. "Schließlich wäre auch zu fragen, besteht denn dieser Bedarf an Wohnraum tatsächlich?" Hier gelte es den Bevölkerungsrückgang und die demographische Entwicklung im Auge zu behalten, so Frey. Districtsratspräsident Heinrich Ueberwasser, einer der Initiatoren der Basler Familiengarteninitiative, stellte zudem fest, dass ja fast ausschließlich Wohnraum der oberen Preiskategorien gebaut werde.

"Grenzach-Wyhlen wird darauf achten, dass hier kein Luxusghetto entsteht", zeigte sich jedoch der Binzener Bürgermeister Ulrich May überzeugt. Als Vorsitzender der Kommission Raumordnung im Districtsrat bekannte er sich als Projektbefürworter. In Frage stellen müsse man dann allerdings die bisher vorgesehen Wohnungsgrößen ab 160 Quadratmetern. Dass die Bebauung andererseits dem bisher vor Ort noch aktiven Asphaltmischwerk und dem Kiesabbau vorzuziehen seien, darüber war man sich einig. Auch der basellandschaftliche Kantonsplaner Martin Kolb, den der Rat zum Thema geladen hatte, hatte mit Sicht auf das gegenüberliegende Salina Raurica keine Einwände: "Im Gegenteil. Das steigert auch die Attraktivität unserer Planung."

Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/wohnen-gegen-gruene-lunge)

trauch
March 19th, 2012, 10:50 PM
Die Lagune meistert eine große Hürde
Gutachter bestätigt, dass Gebiet nicht unter die Störfallverordnung fällt / Lagune hat offiziellen Kandidatenstatus bei IBA 2020.

Schon der Titel der Pressemitteilung, die die Verwaltung am gestrigen Donnerstag veröffentlichte, ist sehr vielsagend: "Projekt Lagune macht zwei Schritte vorwärts." Nicht nur das bisher größte Problem der Planung luxuriösen Wohnens am Rhein scheint aus dem Weg geräumt, nämlich eine mögliche Kollision mit der Störfallverordnung. Zudem hat das Projekt nach Informationen von Bürgermeister Jörg Lutz den Kandidatenstatus im Rahmen der Internationales Bauausstellung IBA Basel 2020 erhalten.

Eher etwas ruhig ist es in der letzten Zeit um das geplante Projekt "Lagune" geworden. Dies lag vor allem daran, dass geprüft werden musste, ob von der auf der Schweizer Rheinseite gelegenen Industrie bei einem Störfall möglicherweise mit negativen Auswirkungen auf die Lagune zu rechnen wäre. Der Projektentwickler von Schweizer Seite, Gerard Benone, hatte relativ wenige Sorgen, dass er seine Planungen aufgrund der Störfallverordnung würde aufgeben müssen, da auf Schweizer Seite das von ihm ebenfalls geplante Gebiet Rheinlehne in noch unmittelbarerer Nähe zu den Betrieben liegen wird und es auch dort keine Schwierigkeiten gegeben hatte. Schwierig war einzig, dass die deutschen Spezialisten des Regierungspräsidiums Freiburg Daten von Schweizer Unternehmen benötigten, um die Gefährdung zu ermitteln. Diese besondere grenzüberschreitende Zusammenarbeit hatte aber auf freiwilliger Basis sehr gut funktioniert.

Es wurde ein Gutachten von einem renommierten Gutachter erstellt, dessen Ergebnis nun vorliegt. Bundesweit soll es nur drei Gutachter geben, die die sich auf höchster Ebene mit solchen Thematiken befassen dürfen. Nach den Ergebnissen steht fest, dass die gesetzlichen Achtungsabstände eingehalten sind und dass die Bebauung am Rhein nicht mit der Industrie auf der anderen Rheinseite kollidiert. Dieses Ergebnis wird nun in der nächsten Zeit vom Regierungspräsidium Freiburg in einer schriftlichen Stellungnahme bestätigt werden. Bürgermeister Jörg Lutz hat bereits eine mündliche Information erhalten, nach der man auch im Regierungspräsidium überrascht gewesen sei, wie klar die Entscheidung pro Lagune ausgefallen war.

Aber es gibt auch noch weitere Nachrichten, die sowohl in der Verwaltung als auch beim Projektplaner für Freude sorgen: Nachdem die Lagune bereits zum Leuchtturmprojekt bei Metrobasel wurde, hat das Lagunenprojekt nun auch den offiziellen Kandidatenstatus bei der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 erhalten. Die IBA möchte die trinationale Region Basel durch wegweisende Projekte mit einem gemeinsamen grenzüberschreitenden Nutzen städtebaulich weiter entwickeln. Bis in den Herbst sollen die noch offenen Fragen geklärt werden. Dazu gehört unter anderem die Frage der Erschließung des Gebiets mit dem Öffentlichen Nahverkehr. "Hier ist angedacht", so Lutz, "die vorgesehene Fußgängerbrücke zumindest auch für den Busverkehr auszulegen." Eine Tramlinie bezeichnete Lutz im Gespräch mit der BZ als "das Nonplusultra, das aber wohl erst für kommende Generationen erfüllt wird." Aber es könnte eine attraktive Buslinie von Wyhlen nach Pratteln geschaffen werden, die auch die südlichen Wohngebiete von Wyhlen besser an das Busnetz anbinden würde. Gerard Benone informierte im Gespräch darüber, dass die Brücke, die bereits in der Schweizer Regionalplanung eingeplant ist, mit einer Breite von 14 Metern alle Möglichkeiten offen lassen würde – auch eine Tram sei denkbar.

Der nächste Schritt zum weiteren Vorgehen ist die Einbeziehung des Regionalverbands. "Wenn wir eine schlagkräftige Präsentation mit allen wichtigen Punkten erarbeitet haben, werden wir in den Regionalverband gehen", sagte Lutz.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/die-lagune-meistert-eine-grosse-huerde

curious.sle
March 19th, 2012, 11:28 PM
Auch nett das im Text erwähnte Rheinlehne (http://www.rheinlehne.ch/)

Die Brücke bleibt hoffentlich im Projekt drin.
Ich denke es geht um diesen Standort? http://goo.gl/CZegU, oder?

friedmund-Saphorin kann ja jetzt evtl. wieder seinen Abzweiger der hochrheinstrecke einbringen bei der Brücke auch wennich ja eine Autoquerung gut fände allerings nur wenn parallel dazu auch eine ÖV Vebindung über die Brücke etabliert wird.

trauch
March 20th, 2012, 11:01 AM
Auch nett das im Text erwähnte Rheinlehne (http://www.rheinlehne.ch/)

Die Brücke bleibt hoffentlich im Projekt drin.
Ich denke es geht um diesen Standort? http://goo.gl/CZegU, oder?

friedmund-Saphorin kann ja jetzt evtl. wieder seinen Abzweiger der hochrheinstrecke einbringen bei der Brücke auch wennich ja eine Autoquerung gut fände allerings nur wenn parallel dazu auch eine ÖV Vebindung über die Brücke etabliert wird.

Der von friedmund-Saphorin vorgeschlagene Abzweig wäre aber noch ein ganzes Stück weiter nordwestlich gelegen: http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=88125262&postcount=19

Über was für eine (neue) Tramlinie der Bürgermeister Lutz da phantasiert, ist allerdings unklar. Da müsste schon ein Wunder an Bautätigkeit geschehen, wenn da eine neue Tramlinie hinführen soll. Immerhin: Der verlängerte Lauf des 14ers geht ja in die Nähe (Salina Raurica).

Wo soll denn genau diese Rheinlehne lilegen?

curious.sle
March 20th, 2012, 04:08 PM
Wo soll denn genau diese Rheinlehne lilegen?

Das ist da wo die Salinenstrasse in die Rheinstrasse einbiegt, von da Richtung Basel bis und mit der kleinen Openair Modeleisenbahn. Bei nährerer Betrachtung ist das ne kleine Veranstaltung, naja.

Tram macht da eher einen geringen Sinn, lieber nen guten Zubringer in Form eines Busses der die Linie Pratteln Bahnhof - Whylen Bahnhof abdeckt. Und ne massive Verbesserung der S-Bahn Anbindung des Hochrheins natürlich :-). Naja 2016 ist nicht mehr sooo weit weg (Ausschreibung des Betriebs der Linie nach Schaffhausen, Elektrifizierung).

trauch
March 20th, 2012, 04:16 PM
Das ist da wo die Salinenstrasse in die Rheinstrasse einbiegt, von da Richtung Basel bis und mit der kleinen Openair Modeleisenbahn. Bei nährerer Betrachtung ist das ne kleine Veranstaltung, naja.

Das wäre ja gleich gegenüber von der Lagune und eine erste Siedung im Gebiet Salina Raurica. Sehr gut!