View Full Version : Lustenau | Eisenbahnbrücke Rhein
rheintram November 29th, 2010, 03:05 PM In Lustenau haben die Bauarbeiten für die neue Eisenbahnbrücke über den Rhein nach St. Margrethen (SG) begonnen.
Renderings:
http://resources.vol.at/FastResource.aspx?ResourceID=news-20101123-01565984-1940426872
Quelle: vol.at
http://www.volkszeitung.ch/pictures/7000/7620.jpg
Quelle: volkszeitung.ch
Daten und Fakten:
Baubeginn: November 2010
Fertigstellung Neubau Vorlandtragwerke: April 2011
Fertigstellung Neubau Bogenbrückentragwerk über Rhein: bis November 2012
Gesamtfertigstellung: Mitte 2013
Gesamtkosten: 11 Mio. € (für Rohbau der Rheinbrücke)
Anzahl der Pfeiler: 6 Pfeiler
Trassenabweichung: Neue Brücke rd. 12 m südlich der bestehenden
Brückenanhebung: 2 Meter (im Vergleich zur alten Rheinbrücke)
Länge gesamte Brücke: 275 m
Länge Bogenbrücke: 102 m
Gewicht Bogenbrücke: 800 Tonnen
Projektpartner: ÖBB-Infrastruktur AG, Land Vorarlberg, Schweizer Bundesamt für Verkehr
Quelle: lustenau.at
Ein paar Bilder vom Baufortschritt finden sich hier: http://tram.afterdarknet.at/forum/index.php?topic=508.15
Linie29 November 29th, 2010, 03:25 PM Mit welcher Geschwindigkeit wird die Brücke nach ihrer Fertigstellung befahrbar sein? Die derzeitigen vmax 60km/h sind ja ein echter Witz.
rheintram November 29th, 2010, 03:34 PM Mit welcher Geschwindigkeit wird die Brücke nach ihrer Fertigstellung befahrbar sein? Die derzeitigen vmax 60km/h sind ja ein echter Witz.
Die Geschwindigkeit wird ja nicht von der Brücke begrenzt, sondern von der anschließenden Kurve.
Das Gleisbett soll überhöht werden, zusätzlich zu einer leichten Korrektur der Trasse (größerer Bogenradius) soll dann eine v/max von 90 km/h möglich sein.
Nur ist das sehr kritisch zu sehen, denn damit dürfte die Hst. Lustenau-Markt fallen. Und dieser Verlust steht in keinem Verhältnis zu den paar Sekunden Fahrzeitersparnis durch die höhere v/max. Die ÖBB Infra schwafelt hier von 2 min die man zw. St. Margrethen und Lindau gewinnen müsse. Dass das mit einer v/max Erhöhung auf 90 km/h auf diesem kurzen Abschnitt bis zum Bhf Lustenau schaffen will ist jedoch reine Hirnwichserei und hat nichts mit der Realität zu tun.
Sieht man auch auf dem Satellitenbild gut:
http://maps.google.at/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Lustenau&sll=47.42077,9.65875&sspn=0.016725,0.038581&g=Lustenau&ie=UTF8&hq=&hnear=Lustenau,+Dornbirn,+Vorarlberg&ll=47.447869,9.661059&spn=0.008358,0.01929&t=h&z=16
Dreidecker November 29th, 2010, 07:29 PM Wird die ein- oder zweigleisig?
hhouse November 30th, 2010, 09:19 AM Wird die ein- oder zweigleisig?
Leider eingleisig.
Hab in irgendeinem pdf-Dokument mal gelesen, dass die Fahrzeit auf 8 oder 9 Minuten zw. Bregenz und St. Margrethen verkürzt werden soll (also 3 oder 4 Minuten Zeitersparnis).
rheintram November 30th, 2010, 09:09 PM Die Eingleisigkeit ist ein ziemlicher Fehler, die Brücke liegt nämlich entlang der Strecke Zürich - München und wird bald Zuläufer zur NEAT.
rheintram February 10th, 2011, 11:56 AM Bei dieser Baustelle geht ordentlich was weiter. Letzte Woche musste ein Bunker aus dem zweiten Weltkrieg für die neue Trassenführung weichen.
Gebaut wird übrigens ausschließlich von österreichischen Unternehmen. Die ganze Strecke bis St. Margrethen befindet sich offenbar im reinen ÖBB Infrastruktur AG Besitz.
Übrigens wird nicht nur eine Brücke erneuert, sondern gleich fünf. Neben der Rheinbrücke und den Vorlandbrücken sind dies noch eine zweite Bogenbrücke über die Schweizer Autobahn, eine kleine Brücke über den Rheinkanal schweizseitig, eine kleine über die Höchsterstraße (dort wo jetzt der Bahnhof Lustenau Markt ist) und eine etwas größere über die Bundesstraße.
rheintram February 10th, 2011, 12:52 PM Schlechter Grund für die neue Rheinbrücke
Lustenau (VN) - Minusgrade im winddurchzogenen Rheinvorland lassen die Bauarbeiter, die zwischen Lustenau und St. Margrethen mit der Errichtung der neuen Eisenbahnbrücke beschäftigt sind, eher kalt. Ziemlich „heiß“ sind dagegen die Grundverhältnisse für die Pfeiler, die das Tragwerk über den Rhein stützen sollen. Mit viel Beton und Technik ist die ungünstige Bodenstruktur jedoch beherrschbar
Grund „bodenlos“
Derzeit werden die aufwendigen Fundamente für die Pfeiler – auf Schweizer Seite sind wegen des breiteren Vorlandes sechs, auf der österreichischen Seite zwei notwendig – ausgebaggert und dann mit jeweils rund 350 Kubikmeter Beton ausgegossen. Damit in dem wenig Halt bietenden Grund die zukünftige Brückenlast auf eine größere Fläche verteilt werden kann, werden für die Pfeiler 2 Meter dicke Betonplatten im Vorlandgrund unterlegt. Die Plattensockel, von denen jeder 350 Kubikmeter Beton erfordert, stützen sich auf eine Reihe von Bohrpfählen, die bis zu 18 Meter tief in den Grund reichen.
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„An der Oberfläche ist noch eher eine besser tragende mit Kies durchsetzte Schicht vorhanden, aber je tiefer wir kommen, umso schlechter wird der Untergrund. Unterhalb der betonierten Bohrpfähle geht es gewissermaßen ins Bodenlose. Dort ist nur noch feinkörniger Schluff vorhanden, in dem sich die Pfähle allein durch die seitliche Reibung halten können“, sagt Josef Schauer von der ÖBB- Bauleitung vor Ort. Die Stützwerke werden eine gewaltige Last zu tragen haben. Allein der Mittelteil der Brücke mit der Betonwanne für die Geleise und dem riesigen Bogenträger wird an die 800 Tonnen wiegen.
Die Wanne muss zudem ein Schotterbett aufnehmen, das gegenüber der alten Stahlbrücke einen weit niedrigeren Geräuschpegel der durchfahrenden Züge bringen wird. Bereits fertig sind die beiden auf St. Margrethner Seite notwendigen Hilfsjoche. Eines musste im Flussbett errichtet werden. Die Brückenbauer durchbrachen dazu das Steinwuhr und schütteten eine Halbinsel aus Blocksteinen ins Rheinbett, was bei Niedrigwasser kein Problem war. Die beiden Hilfspfeiler werden 2013 wieder abgebrochen, bis dahin soll das Brückentragwerk aufgesetzt sein.
Die Zeit drängt
Gemütlich können es die erfahrenen Bauleute der STRABAG nicht angehen. Bisher liegt der Baufortschritt gut im Plan, unter Zeitdruck stehen sie trotzdem. Die Arbeiten im Gefahrenbereich von Hochwässern müssen bis Ende April des Jahres abgeschlossen sein, dann könnten sich die ersten Schmelzwasserfluten den Alpenrhein herabwälzen. Bis dahin sollen aber die Pfeiler, die rund 6,5 Meter über das heutige Vorlandniveau aufragen, sicher fertig sein. Damit könnte auch ein Spitzenhochwasser die Baustelle passieren – wenn die alte Eisenbrücke nicht wäre. Diese wurde zwar für den Notfall probeweise um 80 cm angehoben, allerdings nicht das Mittelteil. Geplant ist jedoch bis ebenfalls Ende April die Fertigstellung des neuen Tragwerkes über die Vorländer.
Würden sich Verklausungen durch Treibholz an der alten Brücke aufhäufen, könnten die Vorbrücken mit schwerem Gerät befahren werden, mit dem Schwemmholz entfernt werden könnte. Für den Fall der Fälle wurde auch ein Alarmplan zur schnellen Evakuierung der Baustelle ausgearbeitet, nach dem Maschinen und Material aus der Gefahrenzone entfernt werden könnten, falls es „brenzlig“ würde. Zeit bliebe wenig: Ein in Chur festgestellter Hochwasserschwall erreicht die Baustelle in rund sechs Stunden. „Aber malen wir ein solches Szenario lieber nicht an die Wand“, sagen die Bauleute am Rhein.
http://www.vol.at/schlechter-grund-fuer-die-neue-rheinbruecke/news-20110124-06273302
rheintram February 10th, 2011, 01:32 PM Ein Bild von vor zwei Tagen:
http://img87.imageshack.us/img87/7158/brcke07022011712.jpg
rheintram April 2nd, 2012, 01:25 PM Mittlerweile gibt es auch aktuelle Webcams der Baustelle:
http://www.oebb.at/infrastruktur/de/Servicebalken/Webcam_Teaser/Webcams_der_neuen_Rheinbruecke/index.jsp
Wie man sieht ist der Baufortschritt enorm:
http://www.oebb.at/infrastruktur/de/Servicebalken/Webcam_Teaser/Webcams_der_neuen_Rheinbruecke/Rheinbruecke_1/Rheinbruecke_1.jsp
Himmelwärts April 2nd, 2012, 01:45 PM :lol:
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