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trance-x
September 24th, 2004, 04:57 PM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.09.2004/1379065.asp#art
Ein Werk der Zerstörung
Eine 35-jährige Frau randalierte in der Flick-Ausstellung – jetzt sollen die Wächter besser geschult werden
Nach der Attacke auf zwei Kunstwerke der Flick-Sammlung am Mittwochabend soll die Sicherheit der Ausstellung verbessert werden. Das kündigte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, an. Das Wachpersonal solle gründlicher auf Störungen vorbereitet werden (siehe Kasten).
Der Vorfall geschah am ersten Tag der Schau: Eine 35-jährige Spandauerin sprang auf Werken des US-Künstlers Gordon Matta-Clark herum und beschädigte das eine schwer. Zwei anwesende Mitarbeiter des Berliner Wachdienstes AMZ schritten nicht selbst ein, sondern riefen erst einen „Supervisor“ zu Hilfe; in dieser Zeit randalierte die Frau weiter.
Kunstsammler Friedrich Christian Flick reagierte nach Angaben von Klaus-Dieter Lehmann, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz „schockiert“ auf die Nachricht. „Das ist wie ein körperlicher Schmerz für ihn“, sagte Lehmann. Auch ihn habe die Nachricht getroffen „wie ein Schlag in die Magengrube“. Er habe gegen 21.30 Uhr von dem Vorfall erfahren, als er von einer Podiumsdiskussion kam. Ereignet hatte sich die Randale-Aktion gegen 20 Uhr.
Die 35-Jährige war schon mehrfach aufgefallen: Vor drei Wochen etwa soll die Frau bei der Trauerfeier für den FDP-Politiker Günter Rexrodt gestört haben – mit Sätzen wie „Rexrodt, ich liebe dich, du bist nicht tot!“ Anzeige wurde nicht erstattet. „Das war dieselbe Frau“, sagte Kirchenwart Uwe Temme. Die Frau habe verwirrt gewirkt. Diesen Eindruck hatten auch die Beamten, die sie am Mittwoch abführten. Sie wurde einem Polizeiarzt vorgestellt. Der entschied, dass „kein akuter psychologischer Notfall“ vorliegt. Nachdem ihre Personalien festgestellt wurden, durfte sie wieder gehen.
Im Hamburger Bahnhof war die Stimmung unter Wachpersonal und Museumsmitarbeitern gestern gereizt. „Was soll denn gewesen sein?“ - „Ich sage lieber nichts“ – „Ich war nicht da“: Niemand wollte über den Vorfall sprechen. In der Haupthalle und im Eingangsbereich war wesentlich mehr Personal als am Mittwoch. Der Ort des Anschlags im ersten Stock des Hamburger Bahnhofs, gleich oberhalb der Cafeteria, blieb gestern geschlossen – wegen Renovierungsarbeiten, die „einige Tage andauern“, hieß es.
Die für die Sicherheit in den Ausstellungshallen zuständige Berliner Wachschutzfirma AMZ schweigt zu dem Vorwurf, nicht konsequent genug eingegriffen zu haben. „Wir geben zu unseren Einsätzen grundsätzlich keine Einzelheiten bekannt“, sagte ein AMZ-Mitarbeiter. Ein Einsatzleiter der Firma sagte hinter vorgehaltener Hand, in dem betreffenden Ausstellungsraum sei nur eine „zierliche Frau als Aufsichtsperson“ gewesen. Dieser Darstellung widerspricht Lehmann. Es seien zwei Wächter dort gewesen, ein Dritter sei hinzugekommen. Der Einsatzleiter fügte hinzu, seine Wachleute könnten nur dann „handgreiflich werden, wenn sie selber bedroht werden oder die Absicht einer Sachbeschädigung vorliegt“. Das sei in dem Fall nicht erkennbar gewesen.Ha, fk, SB
http://www.meinberlin.net/mbtools/event/308//hamburger_bahnhof.jpg
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.09.2004/1379356.asp#art
ATTACKE AUF FLICKS KUNSTWERKE
Wer zahlen muss und welche Folgen der Anschlag hat
DER SCHADEN
Wie hoch der Schaden ist, den die 35-Jährige mit ihrer Randale-Aktion angerichtet hat, war gestern noch unklar. „Das Werk ,Office Baroque‘ ist stark beschädigt, der Restaurierungsaufwand wird hoch sein“, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann. Das andere Werk „Graffiti Truck“ habe nicht so viel abbekommen. Das verbogene Blech lasse sich hinbiegen. Beide Arbeiten stammen von dem US-Künstler Gordon Matta-Clark (1943-1978). Gegenüber Flick als Leihgeber haftet die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie muss den Schaden bezahlen; versichert sind die Werke nicht. Am Ende muss aber die Randaliererin zahlen. „Wir werden gegen die Frau vorgehen und Schadensersatz verlangen“, sagte Lehmann.
Die Täterin
Sonja H. ist schon öfter bei der Polizei aufgefallen; gegen sie wurde schon wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, Beleidigung und Hausfriedensbruchs ermittelt, angeblich auch wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Jetzt läuft ein weiteres Verfahren wegen Sachbeschädigung. Verurteilt wurde sie noch nie, auch Anklagen gab es nach Aussage der Staatsanwaltschaft nicht. Einige Verfahren wurden eingestellt, andere laufen noch. Da keine Haftgründe vorlagen, ließ die Polizei die 35-Jährige noch am Abend wieder frei.
DIE SICHERHEIT
Die Wachleute in der Ausstellung stammen von einem privaten Wachdienst und sollen jetzt nochmal geschult werden. „Wir werden alle möglichen Szenarien durchspielen und Fallbeispiele bilden“, so Lehmann. Die beiden Wächter im Saal seien überfordert gewesen: „Sie hätten mehr tun können.“ Die Frau hatte ihre Aktion mit Akrobatik-Einlagen wie Handstand und Flickflack begleitet, so dass die Wärter vielleicht irritiert waren und nicht den zerstörerischen Charakter der Aktion erkannten. Zuvor hatte sich ein Nackter im Museumsfoyer rasiert; er wurde in Ruhe gelassen. fk
trance-x
September 24th, 2004, 05:03 PM
24.09.2004 16:47
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
Flughafen Berlin-Tempelhof voraussichtlich bis 2006 in Betrieb
http://www.salvator.net/salmat/pw/luft/gfx/023.gifhttp://www.zeitort.de/zeppelin/luftbild/tempel.jpg
Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Flughafen Tempelhof wird nicht wie geplant Ende Oktober stillgelegt, sondern bleibt wohl noch bis 2006 in Betrieb. Voraussichtlich dann wird die endgültige Schließung wirksam, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Freitag mitteilte. Sie tritt in Kraft, wenn der Planfeststellungsbeschluss für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg International nach den letzten Klagen rechtskräftig sein sollte. Das eigentlich vorgesehene Aus für Tempelhof zum 31. Oktober war vor Gericht gescheitert.
trance-x
September 24th, 2004, 05:43 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story705476.html
Streit um Riesenrad geht in nächste Runde
Auch beim Bürgerpark Gleisdreieck nur schleppender Fortgang
Von Guido Hartmann und Steffen Pletl
Kein Riesenrad auf dem Areal des Gleisdreiecks! Diese Forderung an den Senat wollten jetzt die Fraktionen von Grünen und PDS in Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Beschluss der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) zementieren. Nur mit Hilfe der Geschäftsordnung konnte die SPD-Fraktion ein Votum der BVV verhindern und einen Aufschub der Abstimmung um einen Monat erwirken. Dann wollen Grüne und PDS vom Bezirksamt erneut fordern, in den Verhandlungen mit dem Senat das geplante Riesenrad auf dem Gleisdreieck zu kippen. Dafür zeichnet sich eine Mehrheit in der BVV ab, Grüne und PDS verfügen über 30 Stimmen gegenüber 25 von SPD, CDU, FDP und Fraktionslosen.
"Ein Votum des Bezirkes gegen den Riesenradbau würden wir bedauern, doch letztlich muss der Senat über das Für und Wider entscheiden", sagt Dirk Nishen, Sprecher der für den Riesenradbau gegründeten World Wheel Berlin Holding GmbH. Währenddessen sieht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keine Einwände gegen das Vorhaben. "Wir werden die Option für dieses Projekt am Gleisdreieck offen halten", sagt Sprecherin Manuela Damianakis. Mittlerweile ist jedoch auch die Senatsverwaltung für Kultur in das Verfahren um das mit mehr als 170 Metern Höhe weltgrößte Riesenrad eingebunden. Dort beobachte man das Projekt "mit gewisser Skepsis", sagte ein Vertreter der Verwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung des Abgeordnetenhauses. Das Riesenrad dürfe das benachbarte Deutsche Technikmuseum (DTM) keineswegs zu einem "Anhängsel" reduzieren, hieß es. Zudem müssten für eine mögliche Pleite des Riesenrads bereits die Abrisskosten gesichert sein. Um die Besucherströme bewältigen zu können, die durch das möglicherweise noch auszubauende DTM und das Riesenrad ausgelöst würden, habe man "in diesen Tagen" erst einmal ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, so der Vertreter der Senatskulturverwaltung. Diese Aussage brachten sowohl Claudia Hämmerling (Grüne) wie auch Jürgen Radebold von der SPD in Rage. Seit Jahren werde turnusmäßig in den Ausschüssen über die Nutzung des Gleisdreiecks - mit 62 Hektar Fläche die letzte große Brache in der Innenstadt - diskutiert, ohne dass es sichtbare Fortschritte gebe. "Und jetzt wird auf einmal ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben", sagte Radebold ungläubig.
Wenigstens beim geplanten Bürgerpark gibt es offenbar kleine Fortschritte. Nach Angaben eines Vertreters der Bahn-Immobilientochter Vivico ist der Rahmenvertrag mit dem Senat über Aufteilung der Flächen unterschriftsreif - zumindest auf "Arbeitsebene."
Für die Bürgerinitiative AG Gleisdreieck forderte Christian Schmidt-Hermsdorf die Abgeordneten eindringlich auf, den seit Jahren versprochenen Bürgerpark realisieren zu helfen.
weil ich grad drueber gestolpert bin. hier ein cooles bild aus N.Y. fuer freunde luftiger arbeitsplaetze ...
http://alterknacker.supernature-forum.de/angst.jpg
trance-x
September 24th, 2004, 06:17 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story705492.html
Zuschlag für Kleinmachnow
Internet-Auktionator Ebay erweitert Deutschlandsitz ...
... im Europarc Dreilinden - Grundstein für neues Bürogebäude
Von Dieter Salzmann
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_89692.jpg
Wolfgang Blasig, Walter Brümmer, Stefan Groß-Selbeck,
Matthias Platzeck (v. l.)
Foto: Salzmann
Kleinmachnow - Alle vier Sekunden wird in Deutschland bei Ebay ein Buch versteigert. Alle acht Minuten wechselt ein Sofa per Mausklick den Besitzer, pro Stunde werden 20 Autos und am Tag elf Bagger verkauft.
Die Drähte im Deutschland-Geschäft des expandierenden Internet-Auktionators laufen im brandenburgischen Kleinmachnow zusammen, wo gestern auf dem Gelände des Europarc Dreilinden der Grundstein für den erweiterten Deutschlandsitz des Unternehmens gelegt wurde.
"Unsere bisherige Zentrale ist übervoll", begründet der neue Ebay-Geschäftsführer Stefan Groß-Selbeck den Schritt. Er sieht sein Unternehmen weiter auf Expansionskurs. Rund die Hälfte seines internationalen Umsatzes in Höhe von 759 Millionen Dollar wird in Deutschland erzielt. Derzeit beschäftige das Unternehmen 680 Mitarbeiter in Kleinmachnow, 40 Stellen seien derzeit ausgeschrieben, sagte Groß-Selbeck. Weitere sollen folgen. Er fügte hinzu, dass Ebay auch indirekt für Arbeit sorgt: "Durch Internet-Auktionen verdienen etwa 10 000 Menschen in Deutschland ihren Lebensunterhalt", sagte er.
Das sechsstöckige Bürogebäude für 500 Mitarbeiter wird vom Betreiber des Europarcs Dreilinden errichtet und dann an Ebay vermietet. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2005 geplant. Über die Kosten wurden keine Angaben gemacht.
Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte, das Engagement von Ebay sei ein "eindrucksvoller Vertrauensbeweis in den Wirtschaftsstandort Brandenburg". Das Unternehmen, das vor vier Jahren mit 60 Mitarbeitern angefangen habe, sei inzwischen zu einem wichtigen Standbein des Medien- und Technologiestandortes geworden. Mittlerweile belege das Internetunternehmen einen vorderen Platz in der Liste der einhundert größten Arbeitgeber im Land.
Das Internet-Auktionshaus hatte seinen Deutschlandsitz im Jahr 2000 von Berlin nach Brandenburg verlegt. Neben dem nationalen Geschäft werden von Kleinmachnow aus die Kunden in neun europäischen Ländern betreut. Bürgermeister Wolfgang Blasig (SPD) sprach von "einem großen Tag für Kleinmachnow". Seiner Gemeindeverwaltung sei es gelungen, die erforderlichen Genehmigungen für den Neubau in Rekordzeit zu erteilen, lobte er.
Europarc-Geschäftsführer Walter Brümmer betonte die Aufwertung des Standorts durch die wirtschaftliche Expansion. Derzeit haben sich 55 Unternehmen mit insgesamt 1100 Beschäftigten auf dem zum Gewerbepark gewandelten ehemaligen DDR-Grenzkontrollpunkt niedergelassen. Bisher sei ein Viertel der Fläche belegt, sagte Brümmer. Voll ausgelastet sollen auf dem Gelände etwa 6000 Menschen arbeiten. Bisher wurden in den Europarc Dreilinden insgesamt 100 Millionen Euro investiert.
ps: die hatten uebrigens seinerzeit in kreuzberg angefangen ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story705491.html
Schloss Boitzenburg muss Insolvenz beantragen
- Geschäft läuft weiter
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_89693.jpg
100 Mitarbeiter und 21 Azubis arbeiten im Neorenaissance-Schloss Boitzenburg in der Uckermark, das einst der Grafenfamilie von Arnim gehörte
Foto: Promo
Potsdam - "Das Insolvenzverfahren habe ich zu Wochenbeginn selbst beantragt", sagte Oliver Erbacher, Geschäftsführender Gesellschafter der Schloss Boitzenburg KG in der Uckermark. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter erarbeitet der Eigentümer des größten privaten Schlosses im Land derzeit ein Sanierungskonzept.
Hintergrund für die überraschende Insolvenz des gut ausgelasteten Hotels sei, so Erbacher, dass sein Unternehmen eine Bauabzugssteuer in Höhe von 1,8 Millionen Euro nicht an das Finanzamt, sondern an die Magdeburger Baufirma überwies, die das Schloss in den vergangenen Jahren sanierte. Da die Baufirma pleite sei, sperrte das Finanzamt nun deren Konten. Der Hotelbetrieb sei vom Verfahren nicht betroffen. Im Vergleich zu diesem Jahr lägen für 2005 bereits 30 Prozent mehr Buchungen vor. TMB-Sprecher Christian Tänzler hofft, dass es keine Einschnitte gibt: "Der Markt für Kinder- und Jugendreisen boomt."
trance-x
September 24th, 2004, 06:28 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story705430.html
Der Himmel unter Berlin
Im Dunkeln lässt sich's munkeln: Vom Rausch der Tiefe und von der Anziehungskraft untergründiger Kunst im Bunker
Von Hendrik Werner
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_89683.jpg
"Paradies" am unerwarteten Ort: Die Kunstausstellung nutzte im
vergangenen Jahr den dreistöckigen Bunker am Alexanderplatz, vermittelt
vom Verein "Berliner Unterwelten"
Foto: Meissner
Eine dreiviertel Million Besucher sahen den "Untergang" in der ersten Woche. Der überwiegend im so genannten Führerbunker spielende Hitler-Film spiegelt die Lust der Deutschen an ab- und untergründigen Schauplätzen. Einer Lust, der in Berlin exzessiv gefrönt werden kann.
Vor fünf Jahren wurde ruchbar, wie sehr es die Berliner in die Tiefe zieht. Im November ließen sich 250 des Gruftitums unverdächtige Menschen in einen Atombunker am Kurfürstendamm sperren - im Zuge eines dubiosen Sozialexperiments, das weniger durch Gruppengefühl als durch mediale Ausschlachtung zum Event wurde. Zwar zeigte die Resonanz auf die unterirdische Freiwilligeninternierung, dass sich ein Selbsterfahrungsformat namens "Lange Nacht des Bunkers" nicht würde durchsetzen können. Dennoch zeichnete sich ab, dass der Untergrund auch jenseits der in Berlin beliebten Kellerclubs eine kulturelle Zukunft hat.
So avancierte im Sommer 2002 ein inaktiver U-Bahnhof am Potsdamer Platz zur Location des Sommers. Der verhinderte Menschenumschlagplatz der U 3, von der nicht sicher ist, ob sie je in Dienst gestellt wird, mauserte sich durch Installationen ausgerechnet zum Thema Kunststoff-Recycling zur Kunstpilgerstätte. Zehn Meter unter der Erde erfreuten sich tausende Besucher in Schummerlicht auf einer weiten Ebene aus kargem Beton an zerbeulten Plastikflaschen in einem Gleisbett, an Klangteppichen - und an einem fantastisch beleuchteten abschüssigen U-Bahn-Tunnel.
Im selben Monat wurde der Untergrund auch theatertauglich: Die Neuköllner Oper führte auf dem U-Bahnhof Reichstag, der zur unvollendeten Kanzlerlinie gehört, ein Singspiel um Angela Merkel auf. Spätestens bei der Premiere wurde deutlich, dass der Spektakelwert des Schauplatzes die Diskussion über die Qualität der Darbietung erübrigt, vielleicht sogar bemäntelt. Je tiefer hinab es in die Eingeweide der Stadt ging, desto unnützer schienen Dispute über die ästhetische Dignität des eigentlichen Kunstwerks. Die Location wurde zum Star.
Auch die Leidenschaft des Berliner Künstlerduos Nina und Torsten Römer gilt dem Untergrund. Wie der französische Philosoph Paul Virilio, der anhand des französischen Atlantikwalls die Zwitterposition des Bunkers zwischen schützendem und gefährlichem, bergendem und potenziell berstendem Raum betont hat, ist das Paar fasziniert von der Ambivalenz solcher Orte. Nachdem die Römers europaweit an verschiedenen Spielstätten dieser Art Performances erprobt hatten, lieferten sie im Herbst 2003 ihr Meisterstück ab.
250 Künstler aus 42 Ländern folgten ihrem Aufruf, in den morbiden, gleichwohl faszinierenden dreistöckigen Bunker am Alexanderplatz in Bildern, Installationen und szenischen Darbietungen einem Sujet nachzuspüren, das man kaum im Untergrund verorten würde - schon gar nicht in jenem Berlins: dem "Paradies" (so der Projektname). Würde man das doch Dantes, Miltons und biblischer Überlieferung zufolge eher in lichten Höhen vermuten als in der Tiefe, die kultursymbolisch eher mit Verdammnis und Tod verbunden ist - nicht erst seit Hitlers Ende im Führerbunker. Umso erstaunlicher, wie es den Projekten gelang, den positiv besetzten Schutzraumcharakter des Bunkers unterm Alex herauszustellen.
Alle Innenstadtbezirke Berlins sind zeitgeschichtlich ungemein kontaminiert - und das nicht erst seit den politsymbolischen Überschreibungsbemühungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Grund genug, den Untergrund auch als Ziel touristischen Sehnens zu vermarkten. Zumal die Schauplätze menschlichen Leids insbesondere in den letzten Kriegsjahren nicht zwingend für gepflegtes Gruseln sorgen müssen, sondern historische Erkenntnis durch konkrete Anschauung zu leisten im Stande sind.
Zu diesem Zweck hat sich der Verein "Berliner Unterwelten" gegründet, der in Wedding einen Zivilschutzbunker gepachtet hat, der jährlich 25 000 Besucher lockt. Den Mitgliedern geht es bei den Führungen durch das düstere und verwinkelte Areal um authentische Aufklärung, nicht um Mythenpflege. Um den Bombenalltag unterm Hakenkreuz nachvollziehbar zu machen, hat man diesen Berliner Hades in ein Museum verwandelt. Vereinsmitbegründer Dietmar Arnold ist dem Untergrund seit 18 Jahren verfallen: Der Stadtplaner sammelt alle Informationen über Bunker und Rohrpost, Fluchttunnel und U-Bahn.
Letztere ist Hauptschauplatz einer neuen literarischen Hommage an das unterirdische Berlin. In seinem Debütroman "Der Himmel unter Berlin" - der Titel spielt auf Wim Wenders' ersten Engel-Film an - spürt der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudis der Attraktivität des Verkehrswegegewirrs unter der Metropole nach. Petr Bém, sein Protagonist, gründet mit einem Berliner Freak die Punkgruppe "U-Bahn", deren Name für Düsternis, Lärm und Geschwindigkeit der Musik steht.
Zeitgleich verfällt Petr der Tochter eines U-Bahn-Zugführers und dem komplex verwobenen Bauch der Stadt. Von Günter, der mit fünf überfahrenen Menschen den fragwürdigen Rekord an unfreiwilliger Beihilfe zum Selbstmord hält, erfährt er skurrile Details über Menschen, die vor den Zug springern. Etwa über jenen Ex-NVA-Offizier, der zwei Tage nach dem Kauf einer BVG-Jahreskarte Selbstmord beging.
Aber auch viel Philosophie über den Bodensatz der ehemals geteilten Stadt lehrt ihn Günter. "Für 'ne Stadt sind Schienen lebensnotwendig. Nicht nur verkehrstechnisch, meine ich, von wegen hier unten gibts keinen Stau. So 'ne Stadt hält sich nur dank der Schienen zusammen. Als die Menschen versagten und die Stadt auseinander brechen ließen, da hielten sie nur noch die Schienen zusammen."
So erfährt man neben einigem Geheimwissen - etwa über einen 400 Meter langen, im Dornröschenschlaf befindlichen Tunnel am Kreuzberger Oranienplatz - auch allerlei Nützliches. Beispielsweise Petrs Hitparade jener Songs, die für U-Bahnmusikanten besonders einträglich sind: Bob Dylans "Knockin' On Heaven's Door" führt vor "Let It Be" von den Beatles. Ein poetisches Buch, das eine Region ehrt, die oft zu Unrecht als unterirdisch abgetan wird.
Jaroslav Rudis: Der Himmel unter Berlin. Aus d. Tschech. v. Eva Profousova. Rowohlt Berlin 2004. 174 S., 16,90 Euro.
trance-x
September 24th, 2004, 06:40 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705467.html
Bis Sommer 2005 Kultur im Palast der Republik
Senator Thomas Flierl begrüßt Einigung mit dem Bund über Zwischennutzung
Von Gabi Zylla
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89689.jpg
Die Kulturveranstaltungen im Palast der Republik sind zum Besucher-Magnet geworden
Foto: Peters
Der Palast der Republik auf dem Schlossplatz kann bis zum Sommer 2005 beziehungsweise bis zum Beginn der Rückbauarbeiten weiter kulturell zwischengenutzt werden. Darauf einigten sich gestern Kultursenator Thomas Flierl (PDS), Kulturstaatsministerin Christina Weiss (SPD), Bundesbauminister Manfred Stolpe (SPD) sowie Vertreter der Oberfinanzdirektion des Bundes.
Der Kultursenator freute sich über diese Einigung. "Damit kann eine neue Phase der kulturellen Zwischennutzung des Palast-Rohbaus eingeleitet werden", sagte Flierl. Die weitere Nutzung halte diesen Ort als Stätte öffentlicher Auseinandersetzung und gesellschaftlicher Verständigung in der Mitte Berlins lebendig.
Die Organisatoren der noch bis Mitte November laufenden diesjährigen Veranstaltungen sind erleichtert und begrüßen die Entscheidung. "Durch die Planungssicherheit sind jetzt auch längerfristige Projekte möglich", sagte Amelie Deuflhard, künstlerische Leiterin der Sophiensäle. Die Planung für 2005 sei bereits angelaufen. Im Gespräch seien zum Beispiel Ausstellungen zur Stadtmitte, über ihre Vergangenheit und Zukunft sowie ein Projekt mit mehreren Orchestern in verschiedenen Sälen. Auf jeden Fall werde ein interdisziplinäres Programm geboten, das Musik, Theater, Architektur und urbane Themen klammere. Bei einer "Sportification" werde ein Architekturbüro über Möglichkeiten von Leerstandsnutzungen nachdenken. "Dabei geht es um die Einrichtung eines Golfplatzes, auf dem dann aber mit Frisbee-Scheiben gespielt wird", sagte Deuflhard. Das sei als Anstoß gedacht, über ungewöhnliche Nutzungen nachzudenken.
Überlegt werde auch, den Palast eventuell im Winter zu bespielen. "Zurzeit laufen Sponsorengespräche für den Einbau einer Heizung", so Deuflhard. Klappe das nicht, werde die neue Saison im März oder April beginnen.
Der Palast der Republik wurde 1976 eröffnet. Nachdem er 14 Jahre geschlossen war und asbestsaniert wurde, gab es im Sommer vergangenen Jahres eine erste Zwischennutzung des Palastes mit Führungen. Es fanden Ausstellungen statt, Wagner-Konzerte wurden veranstaltet. Der Andrang der Besucher war enorm. Auch in diesem Jahr lasse das Interesse an den Kulturevents nicht nach, so Deuflhard. In dem einen Monat der Öffnung seien bisher 30 000 Besucher gezählt worden.
Nach heftigen Diskussionen um den Abriss des Palastes sowie den Wiederaufbau des barocken Stadtschlosses der Hohenzollern hatte der Bundestag im November vergangenen Jahres den Abriss des Palast-Torsos samt Anlage einer Grünfläche beschlossen - als Übergang bis zum Bau eines Gebäudes mit der Fassade des alten Schlosses. Zwar haben sich die Schloss-Befürworter durchgesetzt, aber Amelie Deuflhard glaubt nicht an eine schnelle Umsetzung der Baupläne: "Da Berlin kein Geld hat, wird es vermutlich noch Jahre dauern, bis der Neubau steht."
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705474.html
Bahnhöfe an der U 5 nach Sanierung ...
... wieder in Betrieb
Von Sarah Bäumchen
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89690.jpg
Saniert: Der U-Bahnhof Magdalenenstraße in Lichtenberg wurde vom Architekten Alfred Grenander entworfen und 1930 gebaut
Foto: Bartelsen
Eine Woche früher als geplant hat die BVG gestern die sanierten Bahnhöfe an der U 5 zwischen Frankfurter Allee und Tierpark wieder in Betrieb genommen.
Fast drei Monate lang war die Teilstrecke vollständig gesperrt, die Fahrgäste mussten mit Schienenersatzverkehr in Bussen vorlieb nehmen. "Durch die Vollsperrung konnten wir schneller und effektiver bauen und die vorgesehenen Kosten von rund 21,7 Millionen Euro um 25 Prozent senken", sagte gestern BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker.
Im Zuge der Baumaßnahmen wurden 1300 Meter Gleise und 1800 Meter Stromschienen verlegt, außerdem vier Weichen und eine Kreuzung neu gebaut. Zudem wurden die Stationen von Grund auf saniert und modernisiert. Neben den technischen Aspekten sollte vor allem auch die Aufenthaltsqualität in den Bahnhöfen verbessert werden. Dazu wurde der Deckenputz großflächig erneuert und eine Wandverkleidung aus emailliertem Stahlblech eingebaut.
Schon beim Bau der U-Bahnhöfe im Jahre 1930 waren von Architekt Alfred Grenander farbige Wandfliesen als wichtiges Gestaltungselement eingesetzt worden. Jetzt glänzen die Wände wieder in den gleichen Farben wie damals. Am U-Bahnhof Magdalenenstraße in Lichtenberg wurden zudem die erst 1986 angebrachten Fliesenornamente - Bilder zur deutschen Arbeitergeschichte von Wolfgang Frankenstein - restauriert.
"Schon auf den ersten Blick ist erkennbar, wie gut die Modernisierungsmaßnahmen gelungen sind. Die Bahnhöfe wirken heller und überschaubarer", sagte Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD).
Bis Ende des Jahres wird noch an den Stationen Tierpark und Frankfurter Allee gebaut. Der Zugverkehr läuft aber mit kurzen Unterbrechungen weiter. Im kommenden Jahr werden weitere U-Bahnhöfe mit Aufzügen behindertengerecht umgebaut.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705471.html
Marathon: Autos an der Strecke werden abgeschleppt
Polizei warnt Falschparker - Ab heute zahlreiche Straßensperrungen
Von Guido Hartmann
Zwei Tage vor dem Startschuss zum 31. Berlin-Marathon beginnt die Polizei heute mit Absperrungen entlang der 42,195 Kilometer langen Strecke. Bereits seit dem frühen Morgen ist die Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern und Entlastungsstraße dicht, die Verkehrssperrung wird bis Montagmorgen, 8 Uhr, dauern.
In der Nacht zum Sonnabend wird ebenfalls bis Montagmorgen im Tiergarten der Abschnitt Entlastungsstraße/Heinrich-von-Gagern-Straße/Yitzhak-Rabin-Straße zwischen Otto-von-Bismarck-Allee und Kemperplatz sowie Scheidemannstraße, Dorotheenstraße und Paul-Löbe-Allee gesperrt.
Ab Sonnabendmorgen, 8 Uhr, werden der Pariser Platz sowie die Straße Unter den Linden (südliche Fahrbahn) zwischen Wilhelmstraße und Glinkastraße nicht befahrbar sein, Sonntag gegen 16 Uhr soll dieser Abschnitt rund um den Zieleinlauf aber wieder freigegeben werden. Morgen von 9 bis etwa 13 Uhr wird die komplette Strecke für den Skaterlauf gesperrt. Sonntag ab 7 Uhr schließt die Polizei zudem zusätzlich die Entlastungsstraße zwischen Kemperplatz und Potsdamer Straße, ab 12 Uhr soll dort aber der Verkehr wieder rollen. Gegen 7.30 Uhr beginnt zudem am Sonntag sukzessive die Abriegelung der gesamten Laufstrecke, in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf bis etwa 15.30 Uhr. In Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln ist die Strecke von 8.45 bis etwa 13 Uhr dicht, in Tempelhof-Schöneberg von 9 bis 13.30 Uhr. In Steglitz-Zehlendorf schließlich müssen die Anwohner zwischen 9 und 14 Uhr mit der kompletten Sperrung der Strecke für Fahrzeuge rechnen.
Wer die Stadt am Wochenende mit dem Auto verlassen muss, ist am Sonnabend bis 9 und am Sonntag bis 8 Uhr "auf der sicheren Seite", sagt Polizei-Einsatzleiter Winfried Deutsch. Wer in Berlin nicht auf S- und U-Bahn umsteigen könne, sollte möglichst die Stadtautobahn nutzen. Die Halteverbote entlang der Laufstrecke sollten Autofahrer unbedingt beachten, denn bereits in der Nacht werde "gnadenlos" abgeschleppt, so Deutsch. Beim Marathon 2003 ließen die Beamten knapp 1000 Fahrzeuge "umsetzen", mittlerweile kostet das 206 Euro.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705456.html
Wachpersonal war überfordert
Stiftungspräsident Lehmann schließt politischen Hintergrund aus - Flick von Vorfall "sehr erschüttert"
Von Anemi Wick
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89686.jpg
Das Werk "Graffiti Truck" von Gordon Matta-Clark ist durch den Angriff verbogen worden
Foto: AP
Nach der Attacke auf Kunstwerke der Flick-Ausstellung im Hamburger Bahnhof hat Stiftungspräsident Klaus-Dieter Lehmann eine Überprüfung des Sicherheitssystems angekündigt. Am Mittwochabend hatte die 35-jährige Sonja H. in der Schau im Hamburger Bahnhof randaliert und zwei Installationen des amerikanischen Künstlers Gordon Matta-Clark beschädigt.
Lehmann räumte ein, dass das anwesende Aufsichtspersonal nicht sofort eingeschritten sei, als die Frau begann, sich auffällig zu verhalten. Die beiden Aufseher seien von dem "aggressiven Auftritt überfordert" gewesen. Augenzeugenberichten zufolge hatte sich die gut durchtrainierte Frau mit einem schnellen Handstandüberschlag rückwärts auf eines der Kunstwerke gestürzt. Sie sei auf den Objekten herumgesprungen, habe an den beiden Installationen gezerrt und mit abgebrochenen Teilen herumgefuchtelt. Dabei soll sie gerufen haben: "Flick, jetzt kann ich dir vergeben."
Die Aufseher verständigten per Funk den Aufsichtsleiter, der zu diesem Zeitpunkt zwei Räume von dem Geschehen entfernt war. Die durch ihn alarmierte Polizei traf kurze Zeit später ein und nahm die Frau fest.
Laut Lehmann sei für die Flick-Ausstellung schon "weit mehr Wachpersonal als üblich" eingesetzt worden. Auch habe der skurrile Auftritt beim Personal zu Verunsicherung geführt und hätte im ersten Moment auch für eine künstlerische Aktion gehalten werden können. Erst am Dienstag bei der Eröffnung habe man einen Mann gewähren lassen, der sich in der großen Historischen Halle nackt von oben bis unten rasiert habe.
Man könne ein Museum nicht wie eine Festung schützen und gegen Besucher körperlich vorgehen, so Lehmann. Die Handlungsweisen, auf die das Wachpersonal für solche Szenarien geschult worden seien, würden aber jetzt neu besprochen, ebenfalls, ob das Personal für die Ausstellung weiter aufgestockt werden soll.
Einen politischen Hintergrund der Attacke schloss Lehmann aus. Allerdings sei die Tat offenbar von der "Emotionalität der Debatte" über die Sammlung von Friedrich Christian Flick begünstigt worden, die wegen der NS-Vergangenheit der Familie umstritten ist.
Flick wurde noch am Mittwochabend von dem Vorfall unterrichtet und sei "sehr erschüttert" gewesen, wie Lehmann sagte. Konsequenzen für die Schau habe der Sammler nach Angaben der Ausstellungsmacher bisher jedoch nicht angekündigt.
Die Täterin hatte bei ihrem Anschlag Teile des Werkes "Office Baroque", das aus zwei Architekturelementen besteht und Teile eines "Gebäudeschnittes" darstellt, zertrampelt. Für das Projekt hatte Matta-Clark 1977 einen Schnitt durch ein fünfstöckiges Geschäftsgebäude in Antwerpen gemacht. Trotz der Bemühungen vieler Künstler und Freunde, diesen letzten Gebäudeschnitt Matta-Clarks zu erhalten, wurde das Haus zwei Jahre nach dem Tod des Künstlers abgerissen. Nach den Worten von Blume sollen von "Office Baroque" nur noch die beiden in Berlin ausgestellten Elemente aus Holz, Gips und Linoleum übrig sein, die damals aus dem Gebäude herausgetrennt worden waren.
Ebenfalls beschädigt wurden Karosserieteile der Arbeit "Graffiti Truck", eines mit Graffiti überzogenen Segments eines amerikanischen Lastwagens. Kurator Eugen Blume sprach von "sehr bedeutenden Kunstwerken". Es sei besonders tragisch, dass diese Werke des früh verstorbenen Künstlers Matta-Clark (1943 - 1978) beschädigt worden seien. Die beiden Arbeiten könnten aber wieder restauriert werden.
Für den Schaden haften müsse das Museum, sagte Blume. Die Restaurierungskosten konnte Blume aber noch nicht beziffern. Auch wann die zwei Clark-Werke wieder ausgestellt werden können, ist noch unklar
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705460.html
La-Belle-Opfer warten auf ihr Geld
35-Millionen-Dollar-Entschädigung bisher nicht eingegangen
Von Jens Anker
http://www.123recht.net/articleimages/discolabellegroß.jpghttp://www.labelletrial.de/mainmid/images/focus_disco01.jpg
Die Opfer des Anschlages auf die Friedenauer Diskothek La Belle warten weiter auf ihre Entschädigung. Bis gestern hat Libyen die zugesagte Zahlung nicht geleistet. "Wir sind enttäuscht, dass Libyen die vertraglich zugesicherten Zahlungsfristen nicht einhält", sagte Opferanwalt Stefan Maigné gestern. Der zwischen den Anwälten und der libyschen Gaddafi-Foundation ausgehandelte Vertrag sah vor, dass Libyen fünf Tage nach der Vertragsunterzeichnung die erste Rate der Entschädigung auf Konten der Opferanwälte überweist. Am 3. September hatte die Vertragsunterzeichnung in Tripolis stattgefunden. Die erste Rate hätte demnach am 8. September überwiesen werden sollen.
Bis gestern ist nach Angaben des Anwalts jedoch kein Geld eingetroffen. Die Opfer reagierten mit Unverständnis und wachsendem Ärger auf die Verzögerung. Gerade die Zahlungsfristen seien Gegenstand der Verhandlungen gewesen. "Ich gehe davon aus, dass Libyen noch zahlt, schließlich betreibt das Land die Wiederaufnahme in die Weltgemeinschaft", sagte Maigné. Für künftige Wirtschaftspartner des nordafrikanischen Staates stelle die vertraglich zugesagte Zahlung einen Testlauf dar, wie verlässlich Libyen sei.
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es gestern, die Bundesregierung gehe davon aus, dass die schnelle Umsetzung des Vertrages im Interesse aller beteiligten Seiten liege. Die Bundesregierung habe die Verhandlungen der Opfer mit der libyschen Seite stets flankiert, unterstützt und verfolge die weitere Entwicklung aufmerksam. Die libysche Seite hat sich bislang nicht zur der Verzögerung geäußert.
18 Jahre nach dem Anschlag auf die Diskothek La Belle hatten sich die Opferanwälte und Libyen nach jahrelangen Verhandlungen auf eine Entschädigung für die Opfer geeinigt. Angehörige der Toten und überlebende Verletzte erhalten von Libyen eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 35 Millionen US-Dollar in drei Raten. Die Angehörigen einer getöteten Diskobesucherin sollen eine Million US-Dollar erhalten, elf schwer Verletzte jeweils 350 000 US-Dollar und 157 andere Opfer jeweils 188 000 US-Dollar. Ursprünglich hatte Libyen nur zehn Millionen Dollar Entschädigung zahlen wollen. Die Regelung gilt nur für die deutschen Opfer oder deren Angehörige. Die amerikanischen Opfer haben eine Sammelklage in den Vereinigten Staaten eingereicht und hoffen ebenfalls auf Entschädigung.
Bei dem Anschlag am 5. April 1986 waren drei Menschen ums Leben gekommen, mehr als 150 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Fall der Mauer half den Ermittlern bei der Aufklärung des Anschlags. Die Stasi hatte die Planung der Tat dokumentiert. Das Berliner Landgericht hatte fünf Angeklagte vor drei Jahren zu hohen Haftstrafen verurteilt und den libyschen Geheimdienst als Auftraggeber identifiziert. Libyens Staatschef Muammar al Gaddafi hatte eine Beteiligung stets abgestritten.
trance-x
September 24th, 2004, 07:00 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/biz/story704463.html
Neue Heimat
Jedes Jahr ziehen mehr als 100 000 Menschen in die Hauptstadt. Der Künstler Uli Schuster erklärt, wie sie in nur drei Schritten zu echten Berlinern werden
Von Eberhard Schade und Judith Borowski
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/biz/89407.jpg
Der Berliner Durchsteckschlüssel - man sollte ihn um den Hals,
an der Tasche oder am Hosenbund tragen
Foto: Dirk von Nayhauß
Zwölf Uhr mittags. Ein Spätsommertag in Berlin, Volkspark Friedrichshain. Der Schweizer Dr. Werner Baumann (57) sitzt am Rand des Märchenbrunnens und lässt vorsichtig den rechten Fuß bis zum Knöchel ins Wasser gleiten. In seinen handgenähten Schuhen stecken ordentlich gefaltete schwarze Socken. Baumann lächelt, ist zufrieden: Pünktlich auf die Sekunde springen die Fontänen des Brunnens an. Und, wer hat's bezahlt? Der Schweizer. 46,70 Euro.
Knapp drei Kilometer südöstlich: Uli Schuster liegt auf dem Rasenstück um den Brunnen am Strausberger Platz, der die Karl-Marx-Allee unterbricht. Um ihn braust der Verkehr, den 33-Jährigen stört das nicht. Er hört nur das Plätschern und öffnet eine Flasche Prosecco. 121,89 Euro hat beides zusammen gekostet.
Berlin ist pleite. Die meisten Brunnen der Stadt stehen still. Baumann und Schuster aber haben mit ihrer Spende beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg dafür gesorgt, dass ihre Lieblingsbrunnen für einen Tag sprudeln. Viele Brunnen in Berlin kann man buchen, für Stunden, Tage oder Wochen. Und für die Freundin, statt Blumen, zum Geburtstag. Dies ist gar nicht schwierig, und auf dem Bezirksamt liegen sogar Listen, auf denen steht, wie viel ein Brunnen pro Betriebstag kostet.
Im normalen Leben verbindet Baumann und Schuster nicht viel: Der eine, Baumann aus Altdorf im Schweizer Kanton Uri ist Jurist, war Konsul in New York und Botschafter auf den Philippinen. Seit Juli 2002 ist er in dieser Funktion Nachfolger von Thomas Borer in Berlin. Der andere, Schuster, kommt aus Bielefeld-Schildesche, er ist Künstler, "eben abstudiert", lebt in Kreuzberg und liebt seine türkisfarbene Secondhand-Trainingsjacke.
Heute aber haben beide etwas gemeinsam. Für beide ist es ein besonderer Tag. Baumann feiert die Entstehung der Eidgenossenschaft. Schuster den Tag, an dem er nach Berlin kam. Beide feiern an einem Brunnen. Beide in ihrer neuen Heimat: Berlin. Schuster glaubt, dass so etwas dazu gehört, wenn man ein echter Berliner werden will. Er hat das sogar zum Thema seiner Abschlussarbeit an der UdK gemacht.
"Setzt Zeichen. Genießt die Macht, ins Stadtbild einzugreifen." Dazu ruft Uli Schuster alle aus Castrop-Rauxel, Bebra, München Hinzugekommenen auf und auch all jene, die aus dem Ausland nach Berlin gezogen sind, wie Baumann. Das sind jährlich immerhin mehr als 100 000 Menschen. "Feiert den Tag, an dem Ihr nach Berlin gekommen seid, feiert Geburtstag, Jubiläen, den Rütli-Schwur - ganz egal!"
Schuster kam 1999 nach Berlin, nicht direkt aus Bielefeld, sondern via Amsterdam, wo er einen Teil seines Studiums absolvierte. Berlin war für ihn verlockend - die Mischung aus Alt und Neu, aus Aufbruch und Verfall, die vielen Kreativen, die sich hier fanden. Rund fünf Jahre später jedoch stört ihn hier auch manches. Beispielsweise, dass Orte wie der Hackesche Markt "aussehen wie ein einziger H&M-Laden", weil jeder Charme "wegbetoniert" worden sei. Schuster: "Mittlerweile ist die Stadt geradezu verseucht von Neu-Berlinern." Wenn er so spricht, meint er mit "Neu-Berlinern" jene Fraktion, die in Berlins Mitte ihren Caffè latte schlürft. Und es gibt ja viele, die schlürfen schon seit Jahren nichts anderes, interessieren sich auch für nichts anderes. Drum interessieren sie auch Schuster nicht weiter. Seine Arbeit ist für all jene, die wirklich Berliner werden wollen: Menschen, die das Unentdeckte suchen, die die Zeichen der Stadt lesen können, die wissen, was sie ausmacht und die hier wirklich eine Heimat finden wollen. Für diese neuen Hauptstädter hat Schuster in seiner Abschlussarbeit einen Leitfaden entwickelt. Titel: "Starterkit Berlin - Wie werde ich ein Berliner?"
Mit dieser Arbeit hat Schuster sein Studium "mit besonderem künstlerischem Erfolg bestanden" - das ist die höchste Auszeichnung, die man bekommen kann. Also muss was dran sein. Laut Schuster und seiner Arbeit sind es drei Schritte bis zum echten Berliner. Der Brunnen ist eigentlich schon der zweite; ein bereits öffentlicher. Danach kommt die Friedhofs-Gießkanne. Aber noch vor dem Brunnen und gleich nach dem Umzugskisten-Auspacken kommt der Schlüssel.
1912 hat die Firma Albert Kerfin & Co GmbH, Berlin-Wedding, ein Patent auf den Berliner Schlüssel angemeldet, einen Durchsteckschlüssel mit Schließzwang. Einen Schlüssel mit zwei Bärten. Wer in einem Berliner Altbau mit Toreinfahrt wohnt, kennt ihn, und jeder andere in Berlin kennt ihn vermutlich auch. Seine Funktion, für alle Neu-Berliner: Schlüssel reinstecken, aufschließen, durchstecken, von der anderen Seite Tür oder Tor abschließen, abziehen. "Absurd", dachte Uli Schuster, als er in die Hauptstadt kam und das erste Mal einen solchen Schließzwang-Schlüssel in der Hand hielt. Heute trägt er ihn an seiner Kuriertasche, als Zeichen, gar nicht mal wirklich zum Schließen. Darauf eingraviert zwei Postleitzahlen: 33611 für Bielefeld-Schildesche, daneben 10999 für Berlin-Kreuzberg. "Man soll den Schlüssel ruhig öffentlich tragen", fordert Schuster, um den Hals, an der Tasche, am Hosenbund. Als Bekenntnis zu Berlin. Und zu dem Stadtteil, in dem man wohnt. Das ist ja wichtig in Berlin. Schuster jedenfalls hat sich für Kreuzberg entschieden.
Überhaupt gefällt ihm die Idee der Geste mit dem Brunnen, der für vergleichsweise wenig Geld lang in Gang gesetzt wird. Wenigstens einen Tag kann jede Institution für die Stadt, in der sie arbeitet, etwas tun, und so gleich ein besonderes Datum feiern. "Das wäre doch toll, wenn jede Botschaft dann und wann für einen Brunnen sorgte", sagt er. Unternehmen könnten auch Mitarbeitern zum Geburtstag einen "Brunnentag" schenken. Oder einen Schlüssel: Eine Firma wie MTV etwa, die nun samt Belegschaft von München nach Berlin gezogen ist. "Wäre schön, wenn jeder Mitarbeiter zum Ankommen einen Berlin-Schlüssel verpasst bekäme - auch als Symbol als Schlüssel zur Stadt", findet Schuster.
Wenn Berlin nicht nur Station und auch nicht nur ein Zuhause, sondern richtig Heimat werden soll, dann muss aber noch mehr her. Eine Friedhofs-Gießkanne mit persönlichem Emblem etwa. "Menschen werden schließlich in ihrer Stadt begraben, nicht irgendwo." Und das müsste Konsequenzen haben. Wird doch Berlin für viele Menschen schnell der Ort, mit dem sie sich identifizieren. Kommt jemand vom Dorf hierher in die Metropole, so sagt er schon nach ein paar Wochen: Ich komm' aus Berlin. Umgekehrt macht das so schnell keiner.
Bis jemand jedoch wirklich auf einem Friedhof liegt und zu Berliner Erde wird, kann man mit der Gießkanne schon einmal die Nachbarn wässern: Schuster rät zu einem T-Stück statt Brausekopf. Allerdings - als Spaß will der Künstler diese Idee nicht verstanden wissen. "In den Baumarkt gehen, Gießkanne und T-Stück kaufen, das Ganze mit einem Fahrradschloss auf einem Friedhof festketten, dazu gehört mehr." Nämlich, dass man sich schon zu Lebzeiten überlegt, hier für immer bleiben zu wollen und nicht noch einmal nach Schildesche umzuziehen, ins Familiengrab.
Uli Schuster hat sich entschieden: für den Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirche am Mehringdamm in Kreuzberg. Dort hat er seine grüne Zehn-Liter-Kanne zu den Dutzenden anderen aus grünem, blauem, gelbem Plastik gehängt. Auf der steht nicht Uli und nicht Schuster. Sondern nur "Heimat Berlin".
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705470.html
Tram fährt erst 2008 bis zum Lehrter Bahnhof
http://www.berlin-straba.de/images/KTGTKTgrau.JPGhttp://www.berlinike.de/galeries/sieges/images/Lehrter%20Bahnhof_IMG_2187.jpg
Die für 2006 geplante Anbindung des Lehrter Bahnhofs an das Straßenbahn-Netz wird verschoben. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat beschlossen, Trambau und Straßenerneuerung auf dem Abschnitt vom Lehrter Bahnhof bis zum Nordbahnhof gemeinsam zu planen.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/grosse_projekte/pix/nordbahnhof_390.jpghttp://www.berliner-verkehr.de/trbilder/2020.jpg
Durch das langwierige Planfeststellungsverfahren werde die Straßenbahn-Strecke von der Chausseestraße über die Invalidenstraße bis zum neuen Bahnhof erst 2008 fertig sein, so Junge-Reyer. Das neue Gesamtverfahren für die Invalidenstraße solle insbesondere schärferen EU-Regelungen in Sachen Luftschadstoffe Rechnung tragen.
Gegen den noch von Junge-Reyers Amtsvorgänger Peter Strieder (SPD) beschlossenen Ausbau der Invalidenstraße hatte es von Seiten der Anwohner Widerstand gegeben. Eine Bürgerinitiative wehrte sich gegen die Erweiterung zu einem Teil des so genannten Innenstadtrings. Dafür wären die Fahrbahn massiv verbreitert und Bürgersteige gekappt worden. Auch mehr als 80 Bäume sollten fallen.
Der Fahrgastverband Igeb machte Strieder für die verfahrene Situation verantwortlich. Der Ex-Senator habe das Tramprojekt "durch die Hintertür" planen wollen, kritisiert Igeb-Vorstand Jens Wieseke. Trotz der nun unausweichlichen Verzögerung müsse an der für 2006 geplanten Tramverbindung zwischen Nordbahnhof und Eberswalder Straße festgehalten werden. Die Kapazitäten, die durch die Verzögerung frei würden, müssten für den baldigen Bau der Straßenbahn-Strecke vom Prenzlauer Tor zum Alexanderplatz (Alex II) eingesetzt werden. Die Deutsche Bahn bedauerte die Verzögerung bei der Tram-Anbindung. Der Lehrter Bahnhof werde aber wie geplant 2006 ans Netz gehen, sagte ein Sprecher.
trance-x
September 24th, 2004, 07:08 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/24/a0236.nf/text
Ein Rolls-Royce im Berliner Kunstherbst
Zeitgleich zur Kunstmesse Art Forum bietet der "1. Berliner Kunstsalon" einen repräsentativen Blick auf die hiesige Freie Szene. Die Magazinhalle des Arena-Geländes in Treptow wird dabei zum Labor, in dem sich Kreativität mit Subversion verbindet
VON TIM ACKERMANN
http://www.sky-line.de/bilder/sta_12_497_b.gifhttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/archiv_sensut/geschichte/denkmal/pix/treptow/arena.jpg
Im Jahre 2004 ist Berlins Kunstlandschaft von Kulturpolitikern besetzt, die eine Mammutveranstaltung nach der anderen zum ultimativen Event hochjubeln. Die ganze Berliner Kunstlandschaft? Nein, denn im entlegenen Treptow gibt es eine Gruppe von unbeugsamen Kulturschaffenden, die Qualitätskunst jenseits von MoMA und Flick zeigen.
Der "1. Berliner Kunstsalon" hat die alte Magazinhalle des Arena-Geländes okkupiert. Noch bis Sonntag präsentieren sich dort Künstlergruppen, Kuratorennetzwerke und Galerieprojekte der Freien Szene. Wer jetzt ob des Stichworts "Off-Szene" an Trash-Kunst denkt und die Hand zum gönnerhaften Schulterklopfen erheben will, liegt falsch. Zu Beginn des Kunstherbsts gibt es nichts, was so kickt wie dieser Kunstsalon.
Es beginnt schon bei der Wahl des Ortes: Die Industriehalle mit ihren schmuddeligen Oberlichtern, frei liegenden Leitungen und dem Steinfußboden hat Labor-Atmosphäre - viel Kreativität gepaart mit Subversion. Die Herren Engler und Piper - Betreiber der gleichnamigen Galerie und Initiatoren des Kunstsalons - haben zwei Monate geschuftet, um weiße Wände einzuziehen, die die 3.900 Quadratmeter große Halle in einen labyrinthischen Ausstellungsparcours verwandeln. Wunderschön flaniert man jetzt zwischen luftigen Buden, die andere Messebetreiber mit Neid erfüllen würden.
Stichwort "Messe": Edmund Piper behauptet, dass der Salon nicht als Konkurrenz zum Art Forum Berlin geplant worden sei, obwohl er zeitgleich mit der Kunstmesse an den Start ging. Der Galerist sieht sein Projekt eher als überfällige Ergänzung. "Mich hat geärgert, dass es ein Art Forum in Berlin gibt, bei dem bestimmte Teile der lokalen Kunstszene einfach nicht dabei sind", sagt Piper. Ein Rundgang macht schnell klar: Im Gegensatz zur Messe ist der Kunstsalon wirklich "made in Berlin". Er zeigt die Lebendigkeit der Szene, die in den Reden von Kulturpolitikern so gerne beschworen wird.
Ein Grund ist, dass die niedrige Pauschalgebühr für die Buden die Projekte und Galerien nicht zur Präsentation gefälliger Verkaufskunst zwingt, sondern auch mal Raum für Experimente lässt: Beim Paradiesprojekt gibt es zum Beispiel ausschließlich überdrehte Aktionskünstler zu bewundern, die entweder aus dem Kaffeesatz lesen oder Heiratsvermittler spielen, indem sie zwei Singles in eine Blind-Date-Hütte locken.
Wer eher wegen des Kunstgenusses da ist, wird vielerorts fündig, etwa beim Atelierhaus Meinblau: Volker Gerlings frei hängender Lesetisch mit Daumenkinos und passenden Hintergrundgeschichten und Sarah Thußbas Frauenporträt mit eingebauter Rezeptionsanweisung sind schöne narrative Kunstwerke. An anderer Stelle blickt man überrascht auf einen Rolls-Royce, den der holländische Künstler Dirk Krechting zu einem Aquarium samt Piranhas umgebaut hat: Das Ex-Statussymbol ist trotz jetziger Unbrauchbarkeit nur für den Preis einer kleinen Villa zu erwerben.
Preisgünstiger geht bei der Urban Art Factory zu. Die Geschwindigkeit, mir der die Street-Art-Künstler neue Filzstiftpunkte neben ihre Schablonenbilder setzen, zeigt nicht nur, dass sich Graffiti-Kunst problemlos in den Kontext einer Ausstellung integrieren lässt. Auch für Sammler scheint Street Art mittlerweile attraktiv zu sein. Das ist der schönste Eindruck, den der Kunstsalon hinterlässt: Die Freie Szene machte stets vielfältige, niveauvolle Kunst - und manchmal wird das von den Berlinern auch honoriert.
Bis 26. 9., Arena-Gelände, Magazinhalle. Täglich von 10-23 Uhr. Weitere Infos unter www.berlinerkunstsalon.de
trance-x
September 24th, 2004, 07:20 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/24/a0218.nf/text
Brandanschläge auf Sozialämter
Auf zwei Sozialämter in Reinickendorf und Tempelhof sind in der Nacht zum Donnerstag Brandanschläge verübt worden. Nach Angaben der Polizei entstanden leichte Sachschäden an den Gebäuden. Verletzt wurde niemand. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Hintergründe beider Taten sind noch unklar, die Polizei vermutet jedoch einen Zusammenhang. Da politische Motive nicht ausgeschlossen sind, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. ddp
http://www.taz.de/pt/2004/09/24/a0221.nf/text
Bewohner empfinden das als Provokation"
Joachim Zeller, CDU-Bürgermeister von Mitte, fühlt sich brüskiert, weil die Polizei ihn nicht über die NPD-Demo in seinem Bezirk informiert hat. Es versteht auch nicht, wieso Weddinger Türken unpolitischer sein sollen als Kreuzberger
taz: Herr Zeller, durch Kreuzberg darf die NPD nicht marschieren. Das zuzulassen wäre "Volksverhetzung", sagt der Innensenator. Wie finden Sie, dass der Aufzug nun im Wedding stattfindet?
Joachim Zeller: Was für Kreuzberg gilt, gilt genauso für den Wedding. Im Soldiner Kiez leben 50 Prozent Migranten, dort gibt es auch Moscheen. Ich bin mir sicher, dass die Bewohner einen NPD-Aufmarsch als Provokation empfinden werden.
Wie werden die Leute reagieren?
Ich hoffe, insbesondere die Migranten wissen, dass es sich um eine extremistische, aber kleine Minderheit handelt, deren Ziele von der übergroßen Mehrheit nicht geteilt werden.
Ist der NPD-Aufzug noch abzuwenden?
Ich versuche, mit Polizeiführung und Innenverwaltung ins Gespräch zu kommen, zumal zeitgleich im Soldiner Kiez ein Behindertenfestival stattfindet. Bei den Verantwortlichen scheint sich aber zu verhärten, man habe die optimale Route gefunden.
Sind Sie in die Entscheidung einbezogen worden?
Nein. Ich habe das mehr oder weniger per Zufall erfahren.
Fühlen Sie sich brüskiert?
Ja, zumal ich wiederholt bei der Polizei angemahnt habe, dass der Bezirk schnellstens Kenntnis bekommt, wenn derartige Veranstaltungen stattfinden. Das ist uns mehrfach zugesagt worden, aber wieder nicht geschehen. Die Zusammenarbeit mit der für uns zuständigen Polizeidirektion 3 ist im Prinzip gut. Im konkreten Fall ist aber die Direktion 1 zuständig. Es ist Sache des Innensenators, die Bürgermeister der betroffenen Bezirke einzubeziehen.
Der Polizeieinsatz wird schon mit dem am 1. Mai verglichen. Diesmal geht es aber wirklich um was.
Richtig. Es geht um eine politische Auseinandersetzung, weil die Neonazis nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen frech ihr Haupt erheben.
Sind Weddinger Türken unpolitischer als Kreuzberger?
Ich weiß nicht, woher die Polizei das nimmt. Im Wedding gibt es andere Migrantenorganisationen als in Kreuzberg, aber deshalb sind sie nicht unpolitischer - schon gar nicht in der Reaktion auf Rechtsextreme, die Fremdenhass propagieren.
Wie lautet Ihre Prognose für Samstag?
Ich hoffe, dass alle Seiten besonnen bleiben. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es aus Wut heraus zu Auseinandersetzungen kommt.
INTERVIEW: PLUTONIA PLARRE
http://www.taz.de/pt/2004/09/24/a0224.nf/text
Der Wedding organisiert Protest
Der geplante NPD-Aufmarsch im Wedding sorgt unter Anwohnern, Antifa-Inis und Politikern für helle Empörung. Nur in Migrantenkreisen ist es bisher ruhig - offenbar, weil die Leute überrascht wurden
VON INES KURSCHAT
UND PLUTONIA PLARRE
Über Kreuzberg hält Innensenator Ehrhart Körting (SPD) seine schützende Hand. Durch den nicht weniger multikulturellen Wedding indes darf die NPD am kommenden Samstag ziehen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist die Einschätzung der Polizei, dass die Weddinger Migrantenszene unpolitischer und friedlicher sei als die in Kreuzberg. "Wir gehen davon aus, dass die Weddinger besonnener auf den NPD-Aufmarsch reagieren", sagt der Leiter der Direktion 1, Klaus Keese.
Er teile nicht die Einschätzung, dass die Weddinger Türken unpolitischer seien als ihre Kreuzberger Landsleute, sagte hingegen Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gestern im Abgeordnetenhaus. "Wir haben keine Statistik über die Politisierung von Türken." Die Entscheidung für Wedding sei gefallen, weil die Demonstration in Kreuzberg an einer Reihe von Moscheen vorbeigeführt hätte. "Jetzt", so Körting, "geht es nicht durch dicht besiedelte Kieze" - eine Aussage, die der Innensenator offenbar an der Straßenbreite festmacht.
Der Aufzug, der vom S-Bahnhof Bornholmer Straße über die mehrspurige Osloer Straße zum Louise-Schroeder-Platz und zurück führen soll, wird von rund 1.000 Polizisten begleitet. Erwartet werden bis zu 1.000 Neonazis.
Vieles spricht dafür, dass der Einsatz kein leichter wird. Alle im Bezirksparlament Berlin-Mitte vertretenen Parteien sowie zahlreiche Initiativen rufen zu Protestaktionen auf. AnwohnerInnen wollen Transparente aufhängen. Die Grünen haben eine Gegendemo angemeldet, ebenso die Antifaschistische Linke Berlin (ALB), die eigens ein Flugblatt auf Türkisch mit der Parole "Nazis raus" herausgebracht hat.
Die angefragte, aber von der Polizei bislang noch nicht genehmigte Route von "Bündnis gegen Rechts" und Antifas beginnt am U-Bahnhof Pankstraße - und kreuzt gezielt die der Faschisten. "Wir wollen die Nazis stoppen", sagt Sven Laumeyer. Der ALB-Sprecher rechnet mit mehreren hundert GegendemonstrantInnen aus "allen Teilen der Stadt".
Eingeklemmt zwischen dumpfen Neonazis und kampfentschlossenen Autonomen - für Peter Slavik ist das allerdings eine Schreckensvision. Slavik ist Mitorganisator des Behinderten-Festivals "Heller Wahnsinn", das ebenfalls am Samstag am Rande des Soldiner Kiez stattfinden wird. Es sei ein "beschämender Skandal" und "krasser Affront", dass Behinderte "direkt mit rassistischen Nazis" konfrontiert würden, empört sich Slavik.
Er appellierte an den Bezirksbürgermeister Joachim Zeller (CDU), den Aufmarsch zu verhindern. Der will zwar auch keine Neonazis in seinem Viertel dulden und ruft gemeinsam mit seinem Pankower Kollegen zu einer weiteren Protestkundgebung an der Bornholmer Brücke auf. Es sei aber nicht an ihm, die Veranstaltung zu verbieten, so Zeller (siehe Interview).
Empörung allerorts - nur in Weddinger Migrantenkreisen ist die Stimmung bisher ruhig. Offenbar, weil den meisten Betroffenen Informationen fehlen. Lediglich der Türkische Bund hat bisher den Nazi-Marsch als "abscheulich" verurteilt und "alle Menschen Berlins" zu friedlichem Protest aufgerufen. Der Türkisch-Islamische Kulturverein in Wedding wusste bis gestern noch nichts vom geplanten Aufmarsch. Man habe davon erst aus den Medien erfahren, hieß es auch aus der Bilal-Moschee.
Erstaunen ebenfalls in der Haci-Bayram-Moschee: "Wir wissen noch nichts, deshalb können wir auch noch nichts dagegen organisiert haben", sagte ein Sprecher der Moschee. Mit viel Gegenwehr aus dem Umfeld der Moscheen und von Weddinger Ausländergruppen ist anscheinend nicht zu rechnen. Um die eigene Sicherheit sorge man sich nicht, so ein Mitarbeiter der Cafer-Sadik-Moschee unbekümmert. Das sei Aufgabe der Polizei.
"Die Leute demonstrieren hier nicht wie in Kreuzberg", sagt Christina Hoffmann vom multikulturellen Jugendtreff Putte e. V. Sie bestätigte die Einschätzung der Polizei: Viele Weddinger Türken seien "eher unpolitisch". Ihr Kollege Tuncer Karabulut will nun mobilisieren, "erst recht bei den Migranten" .
taz Berlin lokal Nr. 7470 vom 24.9.2004, Seite 22, 135 Zeilen (TAZ-Bericht), INES KURSCHAT / PLUTONIA PLARRE
http://www.taz.de/pt/2004/09/24/a0225.nf/text
WAS MACHT EIGENTLICH ...Alexander Madlung?
Hertha vor einem weiteren Remis bewahren
2:2; 1:1; 1:1; 0:0; 0:0. Das sind die wegweisenden Ergebnisse, die Hertha BSC in dieser Bundesligasaison eingefahren hat. Nörgler wollten da schon einen unübersehbaren Abstiegstrend herauslesen. Dem Team war also bekannt, dass nun vielleicht mal was Neues passieren muss. Krisengeschüttelte Bundesligisten nutzen in solcher Lage gern die Pokalpartien bei unterklassigen Gegnern. Da kam der Hertha der Ausflug am Mittwochabend nach Braunschweig ganz recht. Die dortige Eintracht kickte zwar einst auch mal in der höchsten Spielklasse, ist aber längst in die Regionalliga abgerutscht. Das wusste vor allem Alexander Madlung. Der 22-Jährige stammt nämlich nicht nur aus Braunschweig, als Jugendspieler kickte er auch für die Eintracht. Inzwischen gilt er aber bei der Hertha als "Hoffnungsträger, dem die fußballerische Zukunft offen steht". Vor allem mit seinen wichtige Kopfballtoren habe Madlung in der vergangenen Saison bewiesen, "dass in entscheidenden Situationen mit ihm zu rechnen ist", heißt es auf der Vereinsseite im Internet. In Braunschweig stand es in der 78. Minute 2:2. Unentschieden. Schon wieder. Die Mannschaft spielte konfus. Und blamabel. Dann aber schickte Trainer Falko Götz den Ex-Braunschweiger aufs Feld. Und schon zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz. Nach einem Kopfball von Alexander Madlung. 3:2. Die Partie war entschieden. Endlich einmal. Leider für Braunschweig. "Ich wollte den Ball zum Torwart köpfen", meinte Madlung. "Das war Pech." Immerhin ist die Remis-Serie vorbei. GA Foto: AP
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/380377.html
UMFRAGEN
Zustimmung zur Reformpolitik der Regierung wächst
Bütikofer: Hartnäckigkeit von Rot-Grün zahlt sich aus
Rouven Schellenberger
BERLIN, 24. September. Die Reformpolitik der Bundesregierung trifft in der Bevölkerung offenbar zunehmend auf Akzeptanz. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des ZDF-Politbarometers äußerte sich erstmals eine Mehrheit der Befragten zustimmend zu den Reformen bei Gesundheit, Rente, Steuern und Arbeitsmarkt. "Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Zwischenbefund", sagte Grünen-Chef Reinhard Bütikofer im Gespräch mit der Berliner Zeitung. "Er zeigt, dass die rot-grüne Hartnäckigkeit sich über die Zeit auszahlt."
In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen äußerten sich 48 Prozent der Befragten zustimmend zu den Reformen, 45 Prozent waren nicht einverstanden. Im Februar hatten nur 35 Prozent Verständnis für die Maßnahmen gezeigt, 55 Prozent fanden sie damals nicht richtig. "Ich glaube, wir haben verstanden, dass wir eine Balance finden müssen zwischen den notwendigen Veränderungen und dem Maßstab der Gerechtigkeit", sagte Bütikofer.
Fingerzeig für Landtagswahlen
Auch die Regierungsparteien selbst profitieren vom Stimmungswandel. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD laut Umfrage auf 27 Prozent der Stimmen. Dies ist ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber August. Die Union verlöre einen Punkt und käme auf 44 Prozent. Die Grünen erhielten unverändert zehn Prozent, FDP und PDS weiter je sechs Prozent der Stimmen. Deutlicher ändert sich die politische Stimmung. Hier legte die SPD um vier Zähler auf 29 Prozent zu, die Union sank um drei Punkte auf 43 Prozent.
Grünen-Chef Bütikofer erwartet, dass sich der Aufwärtstrend am Wochenende fortsetzt. "Das wird sich schon am Sonntag bei der Kommunalwahl andeuten", sagte Bütikofer. "Rot-Grün wird nach meiner festen Erwartung gemeinsam besser dastehen als vor fünf Jahren." Der Stimmungsumschwung zeige überdies, dass die 2005 anstehenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen "höchst gewinnbar" seien, sagte Bütikofer. Die Opposition sieht der Grünen-Chef geschwächt. "Wenn Frau Merkel auf BDI-Kurs fährt und versucht, uns auszumanövrieren, kann sie nicht gewinnen", sagte er. "Und wenn sie so tut, als habe sie die sozialistische Wärmestube erfunden, ist sie unglaubwürdig."
trance-x
September 24th, 2004, 07:26 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/380588.html
Groß und umstritten
Die Bauarbeiten für das Einkaufszentrum Schlossgalerie beginnen
Claudia Fuchs
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/shopping/schlossstrasse_150.jpghttp://www.suedwestweb-berlin.de/struktur/b_bezirk/steglitz_schlossstrasse_14.jpghttp://www.suedwestweb-berlin.de/struktur/b_bezirk/steglitz_kreisel_blick_02.jpghttp://www.suedwestweb-berlin.de/struktur/b_bezirk/steglitz_schlossstrasse_12.jpg
Impressionen der SchlossStrasse im Bezirk Steglitz...
Berlin/Steglitz: Die einen erwarten vor ihr eine Aufwertung der Schlossstraße, die anderen befürchten durch sie eine Reduzierung der Wohn- und Lebensqualität. Die neue Schlossgalerie hat Kritiker und Befürworter. Am Freitag wurde an der Schlossstraße der Grundstein für das Einkaufszentrum gelegt. Der Neubau der H.F.S. Immobilienfonds GmbH kostet 200 Millionen Euro und wird als größte Investition in Steglitz seit Ende des Zweiten Weltkrieges bezeichnet.
"Das ist das Beste, was der Schlossstraße passieren kann", lobte Investor Harald G. Huth. Auch der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Nils-Busch Petersen, äußerte sich positiv. "Angesichts von 50 Einkaufszentren in der Stadt sagen viele, dass es keine weiteren geben dürfe." Er sei jedoch der Ansicht, dass das südliche Ende der Schlossstraße ein guter Standort für ein neues Einkaufszentrum sei. Es werde Magnetwirkung für die gesamte Einkaufsstraße haben, die Anwohner seien sehr kaufstark und das Konzept des Investors schlüssig. "Gemessen an dem, was Berlin schon hat, ist dieses Einkaufszentrum sehr zeitgemäß", sagt Busch-Petersen. Geplant ist, die Decke des Einkaufszentrums mit verschiedenen Motiven zu illuminieren - einem Sternenhimmel zum Beispiel oder Bildern aus dem Meer. In das Center sollen außerdem zwei große Radio-Sender ziehen - welche, wollte Investor Huth allerdings noch nicht sagen.
Im Bezirksparlament von Steglitz-Zehlendorf war das Vorhaben lange Zeit umstritten - vor allem wegen seiner Größe und des damit zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens. Letztlich hatten jedoch alle Parteien für das neue Einkaufszentrum gestimmt - bis auf die Grünen. Gegen den Bau hatte sich zudem vor einigen Monaten eine Bürgerinitiative gegründet. Deren Mitglieder verteilten am Rande der Grundsteinlegung Flugblätter gegen die Schlossgalerie.
http://www.steglitz.de/spd-fraktion/schwartzsche-villa.jpghttp://www.steglitz.de/schlossgalerie.jpg
Schwarz'sche Villa in Steglitz ... Baugrube fuer die Schlossgalerie
Das neue Center wird nur wenig kleiner als die Potsdamer Platz Arkaden. "Über die Dimension lässt sich streiten", sagte auch der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bezirksparlament, Norbert Kopp. Alles in allem sehe er den Neubau aber positiv. Die Tatsache, dass das Einkaufszentrum direkt an Wohnhäuser grenze, werde wegen des Verkehrs gewiss zu Konflikten führen. "Da gibt es bestimmt noch Klärungsbedarf."
Schlossgalerie ... (neben dem alten Rathaus Steglitz
http://www.schlossgalerie-steglitz.de/images/standort_karte_berlin.gifhttp://www.schlossgalerie-steglitz.de/images/top_mainfoto.jpg
ps: projekt webPage: http://www.schlossgalerie-steglitz.de/
http://www.schlossgalerie-steglitz.de/images/baustelle/full/0219_18.08.2004.jpg
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/380558.html
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/_img/ressort_blz.gif
Fast so erfinderisch wie die Schwaben
Berlin ist wirtschaftlich Spitze und Schlusslicht - wie geht das?
Tobias Miller
http://www.gegenbauerbosse.de/img/cont/ref/adlershof.jpghttp://www.berlin-ne.ws/medical-images2/bessy1.jpg
Berlin Adlershof ... Bessy ...
In Berlin liegen Licht und Schatten mal wieder dicht beieinander. Das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein hat nun ermittelt, dass auch im ersten Halbjahr 2004 die Wirtschaftskraft Berlins im Vergleich der Bundesländer nur für den letzten Platz reicht. Geht es aber um Forschung und Entwicklung, liegt Berlin mit an der Spitze sogar der Europäischen Union. Das sagt zumindest das Statistische Landesamt von Baden-Württemberg. Vor allem die Dynamik sei in Berlin bemerkenswert, sagt der Stuttgarter Landesstatistiker Thomas Weinmann, der den Innovationsindex berechnet hat.
Hauptstadt der Wissenschaftler
Die Stuttgarter haben die Innovationskraft von mehr als 70 Regionen der Europäischen Union verglichen. Auf Platz eins liegt demnach Baden-Württemberg, aber gleich auf dem zweiten Platz kommt schon die Hauptstadt. Noch vor Schweden, Paris und Bayern. In Berlin arbeiten zum Beispiel 47 Prozent der Beschäftigten in wissenschaftlich-technischen Berufen vom Wissenschaftler bis zum Laborassistenten. Bundesweit sind es im Schnitt 36,5 Prozent, in der Europäischen Union sind es nur 31 Prozent. In der Hauptstadt melden die Forscher jedes Jahr 199 Patente pro eine Million Einwohner an, der EU-Durchschnitt liegt bei 134. Auf diesem Feld liegt übrigens Baden-Württemberg mit fast 600 Patenten nahezu uneinholbar an der Spitze. 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - das den Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen zum Ausdruck bringt - werden in Berlin für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Die EU-Quote liegt bei 1,9 Prozent.
Bei der Innovationsdynamik auf dem Wissenschaftssektor hat Berlin sogar die Baden-Württemberger überholt. Bei dieser Rangliste hat Weinmann die Entwicklung der vergangenen Jahre berücksichtigt, also wie stark zum Beispiel die Zahl der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung stieg. Demnach liegt Berlin, so Weinmann, auf Platz 19, aber der Südwest-Staat nur auf Platz 35. Der Grund: Berlin startete von einem deutlich niedrigeren Niveau als die Baden-Württemberger. Deswegen wird diese Rangliste auch von den französischen Überseedepartements angeführt, die vor allem von dem europäischen Raumfahrtprogramm profitieren. Auf den Plätzen liegen zwei Entwicklungsregionen in Spanien. "Wenn vorher nur wenig vorhanden war, dann sind die Wachstumsraten natürlich größer", sagt Weinmann. Dagegen ist das Ausgangsniveau in Baden-Württemberg höher. Weinmanns tröstliche Botschaft: "Langfristig wird aus der Innovationskraft auch Wirtschaftskraft."
Grundlage für die Rangliste sind Werte des Europäischen Statistikamtes. Dazu gehören Ausgaben für Forschung und Lehre bezogen auf die Wirtschaftskraft, sowie die Zahl der Menschen, die in Forschungseinrichtungen arbeiten, bezogen auf die Zahl der Erwerbstätigen. Außerdem wird der Anteil der Beschäftigten in industriellen Hochtech-nologie- und wissensintensiven Dienstleistungsbranchen und in wissenschaftlich-technischen Berufen gezählt. Die Zahl der Patentanmeldungen wurde ebenfalls berücksichtigt. Weinmann hat diese Werte mit den dynamischen Werten zu einem Index zusammengefasst.
trance-x
September 24th, 2004, 08:10 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin_berlin/380623.html
Inspiration Kaffeehaus
Elmar Schütze
Er ist ein Mann mit vielen Talenten. Gerald Uhlig ist Dichter, Maler, Fotograf, Galerist und Besitzer des Café Einstein Unter den Linden. Früher war er auch Regisseur und hat geschauspielert (Rilkes "Panther" kann er immer noch freihändig und durchaus eindrucksvoll vortragen). Auf eine Rangliste seiner Tätigkeiten möchte sich Uhlig ungern festlegen lassen. Am Donnerstagabend bewies Uhlig einmal mehr, dass er in all diesen Metiers etwas zu sagen hat. Im Rahmen des Berliner Literaturfestivals präsentierte er zusammen mit der Schauspielerin Karen Böhne in der Galerie seines Kaffeehauses seinen Lyrikband "Alphabet der Fische" (Verlag Lardon, Berlin). Darin ist neben jedem seiner Gedichte eines seiner Gemälde abgedruckt.
Für die Momente, in denen Uhlig die Job-Sortiererei mal wieder besonders schwer fällt, hat er sich eine pfiffige Sprachregelung bereitgelegt. "Ich nenne mich dann einfach Kaffeehausintendant." Das Einstein, in dem sich regelmäßig Politiker, Künstler, Wirtschaftsbosse aber auch einfache Flaneure zum Cappuccino treffen, liefert dem Künstler dann auch stets Inspiration. So ein Kaffeehaus ist eben "eine Kathedrale des Schwachsinns", ein "Panoptikum des Menschseins", sagt Uhlig.
Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Franka Potente als Deutschlands Filmstar Nummer 1. Als "Lola" war sie von Berlin bis nach Hollywood gerannt, mit Johnny Depp und Matt Damon hat sie in Blockbustern gespielt, mit Elijah Wood zusammengelebt. Doch zuletzt ist ihre Karriere ein wenig ins Stocken geraten. Franka Potente ist längst zurück aus L.A., wohnt jetzt am Hackeschen Markt und muss ihre Ansprüche zurückschrauben. Jetzt gab die Berliner Verleihfirma X-Filme ("Lola rennt", Good bye, Lenin!") bekannt, dass ihr neuer Film "Creep" nicht wie geplant am 28. Oktober in die deutschen Kinos kommt. Der Start des Gruselfilms wurde auf Anfang 2005 verschoben. Der Grund: Die Konkurrenz in diesem Herbst ist zu groß.
ps: wusste gar nicht, dass sie bei mir um die ecke wohnt ... ich meine franke potente ... die wohnte vorher mal in den riemannHoefen in xberg - was interessanterweise seinerzeit ebenfalls bei mir um die ecke war. ich sehs genau, sie verfolgt mich! ;)
trance-x
September 24th, 2004, 08:17 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/380546.html
Umzug von Sony Music noch nicht klar
Mitarbeiter könnten nun doch in Berlin bleiben
bms.
http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/germany/images/berlin_cinestar.jpghttp://www.a.tu-berlin.de/berten/vorlesung/vl03ws/img0307/vl030701.jpg
Sony Music zieht nach München - diese Nachricht konnte Lokalpatrioten in dieser Woche die Vorfreude auf die Popkomm-Premiere in Berlin in der kommenden Woche ganz schön vermiesen. Nun, nachdem die erste Aufregung sich gelegt hat, konnte man allerdings auch andere Töne vernehmen, etwa bei einem Fest bei Bertelsmann am Mittwoch. Dort hieß es: Der Umzug der Plattenfirma, die vor zwei Monaten mit der Bertelsmann-Tochter BMG fusionierte, sei noch längst keine beschlossene Sache.
Das hatte vor einer Woche noch anders geklungen. Erst hatte der Spiegel gemeldet, dass die Geschicke des frisch fusionierten Unternehmens künftig aus München gelenkt werden sollen. Zudem sei geplant, die Sony Music Dependance am Potsdamer Platz wegen zu hoher Mieten aufzugeben. Der Artikel enthielt auch einen Hinweis darauf, dass die Amtszeit von Sony-Chef Balthasar Schramm beschränkt sein könnte. Schramm meldete sich darauf in der Sonntagausgabe des Tagesspiegels zu Wort. "Sony Music verlässt Berlin", sagte er. Und: "Für einen Umzug nach München stehe ich nicht zur Verfügung."
http://www.m-mba.de/pix/schramm_klein.jpg
das hier ist uebrigens Balthasar Schramm ...
Erklärung im Internet
Beobachter, die sich in der Branche auskennen, munkeln nun, dass Schramm seinem Abgang noch einen Anschein von Freiwilligkeit geben wollte, indem er Planspiele als Gewissheiten verkündete. Fest steht aber bisher nur, dass die mit der Fusionsabwicklung beauftragte Arbeitsgruppe alle Standortvarianten prüft, eben auch den Umzug von Sony Music nach München. Ansonsten ist lediglich klar, dass bei Bertelsmann der Vorstoß von Schramm nicht gut ankam.
Noch am Sonntag konnte man auf der Webseite des Konzerns lesen, dass Schramm "mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als President Sony Music Entertainment GSA zurückgetreten" ist. Keine Rede davon, dass der Hauptsitz von Sony BMG künftig in München sein werde. Stattdessen hieß es: "Unabhängig von der zukünftigen Struktur wird Sony BMG sowohl in Berlin als auch in München präsent sein." Das wäre allerdings sogar der Fall, wenn Sony komplett nach München zöge: BMG hat längst eine Dependance in Berlin. (bms.)
http://members.surfeu.de/home/hobbyuo/imfotbildgraphpictur/Alte_Kommandantur_Unter_den_Linden_1.jpg
Majevčan
September 24th, 2004, 08:18 PM
ps: wusste gar nicht, dass sie bei mir um die ecke wohnt ... ich meine franke potente ... die wohnte vorher mal in den riemannHoefen in xberg - was interessanterweise seinerzeit ebenfalls bei mir um die ecke war. ich sehs genau, sie verfolgt mich! ;)
Und ich dachte du bist der perverse hier hehe :jk:
trance-x
September 24th, 2004, 08:50 PM
dein satz macht schon nach dem dritten wort keinen sinn mehr. :nono::lol:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/380567.html
Polizei verbietet Demonstration der NPD
Motto ist volksverhetzend
kop.
http://sparkes.sa.utoronto.ca/berlin_green.jpg
http://www.rewi.hu-berlin.de/stud/akj/graphics/polizei.jpghttp://www.inpol.de/Pgv/D/land/berlin/berlingrafik.gif
Die Polizei hat die für Sonnabend geplante NPD-Demonstration durch Wedding verboten. Sie untersagte auch jede Form von Ersatzveranstaltungen in Berlin. Der auf der aktuellen Internetseite angekündigte Zweck der Demonstration "gegen islamische Zentren in der Stadt" werde nicht gedeckt vom Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit, teilte die Innenverwaltung am Freitag mit. Gegen das Verbot reichte der Anmelder der Demonstration Klage beim Verwaltungsgericht ein. Er kündigte an, bis zum Oberverwaltungsgericht zu gehen. Eine Entscheidung der ersten Instanz stand am Freitagnachmittag noch aus.
Grund für das Verbot ist offenbar eine Änderung des Veranstaltungsmottos. Es lautet "gegen islamische Zentren". Ursprünglich hätten die Veranstalter eine Demonstration gegen "islamistische Zentren" angemeldet, hieß es bei der Polizei. Mit den jetzt vorgenommenen Veränderungen habe die NPD den Bereich des rechtlich Zulässigen verlassen, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD). "Wer sich volksverhetzende Thesen zu Eigen macht, darf in Berlin nicht demonstrieren." Noch am Donnerstag hatte Körting eine rechtliche Handhabe gegen den Aufmarsch bestritten.
Ein weiterer Verbotsgrund ist der zweite Teil des Veranstaltermottos. Er lautet "Berlin bleibt deutsch". Die Versammlungsbehörde der Polizei geht davon aus, dass sich die NPD damit bewusst an den Inhalt der gleichnamigen verbotenen CD der Nazi-Band "Landser" anlehnt. Sie enthält volksverhetzende und gewaltverherrlichende Texte. (kop.)
http://www.inforadio.de/rbbshowpic.php?ID=1796252&picnum=1
http://www.inforadio.de/images/logo_neu.gifhttp://www.einfachinsnetz.de/jazzinitiative/img/jazz-logo.gif
Musikszene kämpft um "Big Ella" in Berlin
Berliner Musiker kämpfen am Freitag und Samstag wieder im Wettbewerb um die "Big Ella" im Palais der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg.
Dazu werden beim 4. Blues- und Jazz-Award neben anderen auch "Engerling", "Kat Baloun & The Alleycats" und "Eb Davis & The Superband" erwartet.
Die Gewinner sowie die Zweit- und Drittplatzierten in den Kategorien Blues und Jazz erhalten die Bronzefigur "Ella", für die die US-Jazzgröße Ella Fitzgerald die Vorlage bildete. Veranstalter ist die Jazzinitiative Berlin.
http://www.einfachinsnetz.de/jazzinitiative/frame008/pic/home.jpg
homePage: http://www.jazzinitiative-berlin.de/
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/380569.html
http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/fifa/06/de/mast2.jpg
Fußballfans entscheiden über das Poster zur Weltmeisterschaft 2006
Fußballfans entscheiden über das Poster zur Weltmeisterschaft 2006
Fußballfans können jetzt das offizielle Poster der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wählen. Fünf Entwürfe stehen bis zum 28. September zur Abstimmung. Das ausgewählte Poster wird dann am 30. September der Öffentlichkeit vorgestellt. "Wir haben 900 Entwürfe aus der ganzen Welt bekommen. Die fünf, die wir ausgesucht haben, zeigen die Kreativität ihrer Gestalter. Einer der Vorschläge stammt von dem bekannten japanischen Gestalter Makato Saito", sagte der Präsident des Organisationskomitees, Franz Beckenbauer. Der Fußball-Kaiser gehörte ebenso zur Jury wie der Generalsekretär des Weltverbandes Fifa, Urs Lini, und Petra Roth, Präsidentin des deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin des WM-Spielorts Frankfurt am Main. Komplettiert wurde das Gremium durch die drei Gestaltungsexperten und Professoren Uwe Loesch, Kurt Weidemann und Armin Lindauer. Abgestimmt werden kann per Telefon oder SMS. Mit jeder Stimmabgabe wird die offizielle Sozialkampagne der Fifa und der SOS-Kinderdörfer "Sechs Dörfer für 2006" unterstützt, teilte das WM-Organisationskomitee mit. Die Deutsche Telekom verzichtet zu Gunsten der karitativen Aktion auf ihren Anteil an den Telefonkosten. Bis zum Ende der Fußball-WM 2006 sollen sechs neue Kinderdörfer in Brasilien, Nigeria, Südafrika, Mexiko, der Ukraine und in Vietnam gebaut werden. Unter allen Teilnehmern werden 100 Eintrittskarten (50 mal zwei) für die Spiele der Weltmeisterschaft verlost.
Die Poster im Internet: www.FIFAworldcup.com
http://fifaworldcup.yahoo.com/06/de/o/poster/info.html
Wahl des Offiziellen Posters der FIFA WM 2006™!
Mitmachen lohnt sich. Wer ab dem 23. September in der Wahl des Offiziellen Posters der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006 abstimmt, dem winkt ein Ticket für das Endturnier in Deutschland. Unter allen Anrufern, die bis einschliesslich Dienstag, den 28. September wählen, werden 100 (50 x 2) Eintrittskarten für die FIFA WM 2006™ verlost. Mit jeder Stimmabgabe wird zudem die Offizielle Sozialkampagne der FIFA und SOS-Kinderdörfer „6 Dörfer für 2006“ unterstützt. Deutsche Telekom verzichtet zugunsten der karitativen Aktion auf ihren Anteil an den „49 Cent“, die ein Anruf und eine SMS kosten. Das Siegerplakat wird am 30. September in Stuttgart präsentiert und zum Offiziellen Poster der FIFA WM 2006 gekürt.
In den vergangenen fünf Monaten wurden von einer fachkundigen Jury die fünf „Finalteilnehmer“ ausgewählt. Neben anerkannten Gestaltungsexperten wie Prof. Uwe Loesch und Prof. Kurt Weidemann gehörten dieser auch OK-Präsident Franz Beckenbauer, FIFA Generalsekretär Urs Linsi sowie die Präsidentin des Deutschen Städtetages Petra Roth an. Die Vorselektion entpuppte sich als keine leichte Aufgabe für die Juroren des gemeinsam von FIFA und dem OK FIFA WM 2006 ausgeschriebenen Wettbewerbs. Immerhin galt es aus mehr als 900 eingesandten Entwürfen auszuwählen.
Bleiben sie am Ball. Ein Anruf (0137-962006 sowie die jeweilige Posternummer als Endziffer) oder eine SMS (82133, Kennwort „WM“ sowie die jeweilige Kennziffer 1, 2, 3, 4 oder 5) und Sie sind mit etwas Glück 2006 bei der FIFA WM in Deutschland dabei. Die Endziffer entspricht dem gewählten Entwurf (siehe Abbildung 1-5).
http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/fifa/06/o/2006fwc_poster_1_330.jpghttp://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/fifa/06/o/2006fwc_poster_2_330.jpg
Design #1 und Design #2
Friedhelm Grabowski, Kommunikations Design, Frankfurt ..... WE DO communication GmbH, Berlin-Mitte
http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/fifa/06/o/2006fwc_poster_3_330.jpghttp://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/fifa/06/o/2006fwc_poster_4_330.jpg
Design #3 und Design #4
Schaffhausen Werbeagentur GmbH, Elmshorn ..... Makato Saito, Tokyo, Japan
http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/fifa/06/o/2006fwc_poster_5_330.jpg
Design #5
CYAN, Berlin
Poldi
September 24th, 2004, 09:04 PM
1 oder 5. der rest ist ärmlich
Majevčan
September 24th, 2004, 09:56 PM
getroffen und/oder frustriert:? :|
Deadeye
September 24th, 2004, 10:11 PM
zu den Postern:
1. zu simpel
2. zu doof
3. zu kompliziert
4. zu deutsch
5. zu 60er-Jahre-mässig
Der Rest geht in Ordnung. :)
@trance-x: Muss Dich mal loben für diesen News-Thread. Die Artikel über Bauvorhaben/Investitionen in Berlin lese ich alle.
Übrigens bin ich ab dem 08.10.2004 auch BERLINER!
Kampflamm
September 24th, 2004, 10:17 PM
4 sieht wunderbar teutsch aus!
Desven
September 24th, 2004, 11:15 PM
könnte glatt en plakat der Republikaner sein ;)
ne quatsch,is ganz in ordnung!
trance-x
September 25th, 2004, 01:07 AM
deadeye ...
fein...;)
studium? job?
all ...
german: http://www.goethe.de/ms/war/progr_de.htm
polish: http://www.goethe.de/ms/war/progr_pl.htm
georg klein TRASA warszawa-berlin
berlin connected with warschau via internet/livecamStreams ...
U-Bahn-Station Centrum, Plac Defilad, Warszawa (stacja metra Centrum, Plac Defilad, Warszawa)
U-Bahn-Station Alexanderplatz, Berlin (stacja metra Alexanderplatz, Berlin)
25.09–28.11.2004 (wernisaż 24.09.2004, g. 18.00)
25.09.–28.11.2004
Vernissage 24.09.2004, 18.00 Uhr
http://www.goethe.de/ms/war/metro.jpg
Bildsimulation, Alexanderplatz, Berlin ... Symulacja obrazu, Alexanderplatz, Berlin ...
Im Begleitprogramm des 47. Internationalen Festivals für zeitgenössische Musik „Warschauer Herbst”
Das deutsch-polnische Projekt „TRASA warszawa-berlin” ist eine audio-visuelle Installation im öffentlichen Raum. Zwei Passagenräume in zwei Städten Europas werden für zwei Monate medial miteinander verbunden, so dass ein unmittelbarer visueller und akustisch-literarischer Kontakt entsteht.
In den beiden unterirdischen Passagenräumen – den U-Bahnzugängen in Warschau (Plac Defilad) und Berlin (Alexanderplatz) - werden Videobilder des jeweiligen Stadtraums mit seinen Passanten aufgenommen. Die Bilder aus Warschau und Berlin werden mit einer Internetleitung live übertragen, ineinander kopiert und an beiden Orten unmittelbar auf eine gegenüberliegende Wand projiziert. Die Passanten des einen Stadtraums blicken so auf die Passanten des anderen Stadtraums – und zugleich auf sich selbst. In die Installation werden zwei begehbare Kurztexte integriert – zwei Gedichte auf polnisch und auf deutsch von Wisława Szymborska und Heiner Müller – d.h. die Texte können mittels Distanzsensoren und Lautsprechern buchstäblich körperlich durchschritten und abhängig von den eigenen Bewegungen hörend erfahren werden. Die beiden Sprachen mischen sich in einem gemeinsamen musikalischen Prozess, in einem Klang.
Georg Klein (geb. 1964), Autor der Installation, Musiker, Komponist, Klangkünstler, wurde mit dem Deutschen Klangkunst-Preis in Marl ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Produktion und Organisation: Goethe-Institut Warschau; KlangQuadrat. Büro für Klang- und Medienkunst, Berlin; Stadt Warschau;
Kooperation: Metro Warszawskie Sp. z o.o.; Berliner Verkehrsbetriebe (BVG); Goethe Forum Berlin; Literaturfestival Berlin; Transmediale/Berliner Kulturverwaltungs-Gesellschaft
Förderung: Hauptstadtkulturfonds Berlin; Initiative Neue Musik Berlin; Kulturamt Berlin-Mitte; Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit; Siemens Transportation Systems; QSC (Quality Service Communications) Kolonia.
.............................................................................
Polsko-niemiecki projekt „TRASA warszawa-berlin” to audiowizualna instalacja w przestrzeni publicznej. Przez dwa miesiące dwa pasaże w Warszawie i Berlinie, połączone za pomocą technik multimedialnych, pozostaną w bezpośrednim kontakcie wizualnym i akustyczno-literackim.
W przejściach podziemnych stacji metra - Centrum w Warszawie i Alexanderplatz w Berlinie - kamera wideo rejestruje obrazy przestrzeni i przechodniów. Obrazy są przesyłane za pomocą internetu z jednego miasta do drugiego, nakładane na siebie i wyświetlane bezpośrednio na jednej ze ścian w każdym z tych przejść. Przechodnie z jednego miasta mogą zobaczyć przechodniów z drugiego miasta, a jednocześnie siebie samych. W instalację włączone są dwa teksty, wiersze Wisławy Szymborskiej i Heinera Müllera, po polsku i po niemiecku, w które można „wejść” dzięki zainstalowanym głośnikom i czujnikom i słyszeć je w sposób uzależniony od własnych ruchów. Oba języki ulegają zmieszaniu, tworząc jeden wspólny proces muzyczny, jedno brzmienie.
Georg Klein (ur. 1964), autor instalacji, jest muzykiem, kompozytorem, artystą sztuki dźwiękowej, laureatem nagrody Deutscher Klangkunst-Preis w Marl. Mieszka i pracuje w Berlinie.
Produkcja i organizacja: Instytut Goethego w Warszawie; KlangQuadrat. Büro für Klang- und Medienkunst, Berlin; Urząd m. st. Warszawy;.
Współpraca: Metro Warszawskie Sp. z oo.; Berliner Verkehrsbetriebe (BVG); Goethe Forum Berlin; Literaturfestival Berlin; Transmediale/Berliner Kulturverwaltungs-Gesellschaft,
Wparcie: Hauptstadtkulturfonds Berlin; Initiative Neue Musik Berlin; Kulturamt Berlin-Mitte; Fundacja Współpracy Polsko-Niemieckiej; Siemens Transportation Systems; QSC (Quality Service Communications) Kolonia.
Polsko-niemiecki projekt „TRASA warszawa-berlin” to audiowizualna instalacja w przestrzeni publicznej. Przez dwa miesiące dwa pasaże w Warszawie i Berlinie, połączone za pomocą technik multimedialnych, pozostaną w bezpośrednim kontakcie wizualnym i akustyczno-literackim.
trance-x
September 25th, 2004, 05:13 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/25/a0255.nf/text
Nun auch Körting gegen die NPD
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/030318/berlin/66536.jpghttp://www.bics.be.schule.de/son/verkehr/eisenbah/bahnhof/deutsch/berlin/s-bahn/image/bb030_01.jpg
Innensenator Körting ... und ein altes Foto von ner S-Bahnstation im Wedding ...
Innensenator Körting hat die NPD-Demo im Wedding verboten. Nun entscheiden die Gerichte. Gegendemos soll es auf jeden Fall geben. Die Weddinger Migranten zeigen sich gelassen
von STEFAN KLOTZ und WALTRAUD SCHWAB
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/shopping/obststand-wedding_200.jpghttp://www.ece.de/shared/shopping/center/gbb/gbb.jpghttp://www.spr-bau.de/mueller/mueller.jpg
... Wedding Impressionen ...
Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat die NPD-Demonstration im Wedding gestern doch noch verboten. Der auf der aktuellen Internetseite angekündigte Zweck der Demo "gegen islamische Zentren in der Stadt" stehe nicht im Einklang mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit", teilten Innenverwaltung und Polizei mit. Einer ganzen Bevölkerungsgruppe werde damit ihr Recht auf freie Religionsausübung abgesprochen, sagte der Justiziar bei der Polizei, Oliver Tölle. Dies gilt für einen großen Teil der WeddingerInnen westlich der Bornholmer Brücke, durch die die NPD ziehen wollte. Annähernd 50 Prozent der dort Lebenden ist ausländischer Herkunft, viele sind Muslime.
http://www.vermessung-noormann.de/siemens.JPGhttp://wwwnlds.physik.tu-berlin.de/~elsholz/Gallery/SIMG0387_small.jpg
Wedding: Siemens-Nixdorf (mit altem AEG-Tor) in der Voltastrasse ... Leopoldplatz ....
Ursprünglich sei von der NPD eine Demonstration gegen "islamistische Zentren" angekündigt worden. Gegen diesen Nazi-Aufmarsch hatte der Innensenator Ehrhart Körting (SPD) einen Tag zuvor ein rechtliches Vorgehen noch ausgeschlossen. Warum, wurde nicht erläutert. Und dies, obwohl Körting - als die NPD noch durch Kreuzberg ziehen wollte - von "Volksverhetzung" und "Sauerei" sprach.
http://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0028.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0033.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0032.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0053.jpg
Wedding: Gesundbrunnencenter ... Badstrasse ...altes AEG-Tor ...
Die NPD hat Rechtsmittel beim Verwaltungsgericht gegen das Verbot eingelegt. Das Votum der Richter war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Nach Auskunft der Versammlungsbehörde muss unabhängig von der Entscheidung des Verwaltungsgerichts mit der Anrufung weiterer Instanzen gerechnet werden.
http://www.kirche-wedding.de/bilder/naz.jpghttp://www.gregull-spang.de/_content/Referenzen/Bilder/Hochschulbauten/Org/TFH%20Wedding02.jpg
rechts: Technische Fachhochschule (TFH) ...
Antifaschistische Gruppen, sowie die Bezirke Mitte und Pankow als auch die Grünen halten an ihren geplanten Protestaktionen gegen den Aufmarsch der Rechten fest, wenngleich der Ausgang der juristischen Auseinandersetzung noch offen ist. Auch die BVV Friedrichshain-Kreuzberg ruft auf, sich an friedlichen Protestaktionen gegen den Rechtspopulismus im Wedding zu beteiligen.
http://www.mucvu-borsum.de/_bilder/berlin/kirche_vorn_1.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0031.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0034.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0036.jpg
St. Joseph (wird u.a. auch von einer polnischen und vietnamischen community benutzt) ... St. Paul ... Badstrasse ... Stadtbibliothek ...
Die Weddinger selbst wussten meist noch nichts von der geplanten Nazidemo in ihrem Kiez. Gregor Scherbarth fällt fast der Kaffeebecher aus der Hand als er es hört. "Die NPD im Wedding?" Er schüttelt den Kopf. "Da gehe ich zur Gegendemo und werde mal ein Ei auf die Nazis werfen." Er hofft, dass auch seine ausländischen Mitbürger Farbe gegen die NPD bekennen.
http://www.kirche-wedding.de/bilder/pre-7.jpghttp://www.fotos-in-berlin.de/nachtleben/alhambra-wedding.jpg
Auf Oguz Yalniz wird Scherbarth vergeblich hoffen: "Sollen die Nazis doch demonstrieren gehen. Das mache ich auch, wenn mir was nicht passt", sagt der 20-Jährige. Auch Caman Polat der Mitinhaber des Imbiss Kaplan am U-Bahnhof Osloer Straße sähe einer NPD gelassen entgegen. "Das Geschäft wird laufen wie sonst auch", glaubt er, während er Brot in seine Tomatensuppe brockt. Sollte die NPD nicht marschieren, fände er das für die Gegenaktionen um so besser. "Zwei Demos an einem Tag, das bringt doch nichts."
http://www.kirche-wedding.de/bilder/oster.jpghttp://www.berlin.de/imperia/md/images/tourismus/sightseeing/volkspark_humboldthain_220x165.jpeghttp://www.aac-berlin.de/luftbild/luft211_1.jpg
Kirche ... Humboldthain ... Krematorium ...
Die Konkurrenz gewänne einem Nazi-Tross sogar etwas Positives ab. "Vielleicht verkaufe ich deswegen mehr", mutmaßt Yakup Yilmaz. Seinen Imbiss an den Straßenbahngleisen würde er selbst inmitten von Rechten öffnen. "Dann komme ich halt mit Pistole", entgegnet Yilmaz, als ihm eine Kundin über ihrer Currywurst erklärt, wer da an seinem Laden vorbeiziehen will.
http://perso.univ-lyon2.fr/~poitou/Photos_Berlin/p03/037205.jpghttp://perso.univ-lyon2.fr/~poitou/Photos_Berlin/New0501/038308.jpg
Wedding ... aeltere Impressionen aus den 70ern ...
Krawalle oder nicht, Tuncer Karabulut, Erzieher im Jugendladen Putte e. V. ermuntert, seine Kids dazu, Farbe zu bekennen. Sein Bemühen zeigt bereits Erfolg. "Nazis raus!", brüllt ein Junge und übt schon mal für heute.
http://www.bics.be.schule.de/son/verkehr/eisenbah/bahnhof/deutsch/berlin/s-bahn/image/bb023_01.jpg
"Bahnhof Gesundbrunnen" ... dort ist ausserdem schon seit geraumer Zeit das "Nordkreuz" in Entstehung ...
http://www.taz.de/pt/2004/09/25/a0095.nf/text
Platzeck: Keine große Koalition mit PDS
In Brandenburg verhandelt die SPD nach dem Scheitern rot-roter Gespräche jetzt mit dem kleineren Partner CDU.
Der Ministerpräsident hält die Sozialisten für "nicht zukunftsfähig". Bisky kritisiert im Gegenzug "Blockadehaltung"
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2002/020627/brandenburg/57193.jpghttp://www.cdu-kreis-eimsbuettel.de/schoenbohm.jpghttp://www.brandenburg.de/sixcms/media.php/1441/bisky.jpg
Platzeck (SPD) und seine Tochter Erika ... Schoenbohm (CDU) ... Bisky (PDS) ...
POTSDAM ap SPD und CDU in Brandenburg haben sich grundsätzlich auf eine Neuauflage ihrer seit 1999 regierenden Koalition geeinigt. Am kommenden Montag sollen die Koalitionsverhandlungen beginnen, wie der SPD-Landesvorsitzende und Ministerpräsident Matthias Platzeck nach einem Sondierungsgespräch mit CDU-Landeschef Jörg Schönbohm gestern sagte. Zuvor müssen noch die Gremien beider Parteien entscheiden, deren Zustimmung gilt aber als sicher. Bis Mitte Oktober will Platzeck eine neue Regierung bilden.
Dem SPD-Politiker zufolge sind die bisherigen Partner in der zweiten Sondierungsrunde ein gutes Stück vorangekommen. Schönbohm ergänzte: "Die Schwierigkeiten, die noch vor uns liegen, können wir im gemeinsamen Sinne lösen." Als Knackpunkte gelten die Wege zur Konsolidierung des Landeshaushaltes und die Bildungspolitik. Die SPD will die sechsjährige Grundschule in Brandenburg erhalten, die Christdemokraten fordern bisher eine Verkürzung auf vier Jahre. Über diese Themen sei gesprochen worden, sagte Platzeck. Schönbohm hatte bereits Kompromissbereitschaft erkennen lassen.
Noch am Abend wollte der Landesausschuss der SPD über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden. Der CDU-Landesvorstand soll am heutigen Samstag abstimmen. Sondierungsgespräche zwischen SPD und PDS über eine mögliche Zusammenarbeit waren am Donnerstag an unterschiedlichen Auffassungen zur Umsetzung der Hartz-Reformen gescheitert.
Der PDS-Bundesvorsitzende Lothar Bisky warf den Sozialdemokraten vor, in den Sondierungsgesprächen eine Blockadehaltung vertreten zu haben. Die SPD sei zu keiner Zeit bereit gewesen, auf die PDS zuzugehen, beklagte Bisky. Chancen für eine rot-rote Regierung gebe es jetzt nur noch, wenn die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU scheiterten.
Dagegen verteidigte Platzeck den Abbruch der Gespräche mit der PDS. Beide Parteien hätten völlig unterschiedliche Auffassungen über die Art und Weise, wie die Gesellschaft reformiert werden müsse, sagte er. Zur Sondierung mit der SED-Nachfolgepartei habe er "viel wahrgenommen von dem, was ich nicht für zukunftsfähig halte". Er sei nicht mehr bereit, den Menschen Hoffnung auf ein "Wolkenkuckucksheim" zu machen.
Bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag hatten SPD und CDU erhebliche Verluste von jeweils etwa sieben Prozentpunkten erlitten, während die PDS knapp fünf Punkte zulegte. Die Sozialdemokraten waren aber trotzdem mit 31,9 Prozent der Stimmen stärkste Partei vor den Linkssozialisten geworden, die 28 Prozent erreichten. Die CDU kam mit 19,4 Prozent auf Rang drei. Im Parlament ist erneut auch die rechtsextremistische DVU vertreten.
trance-x
September 25th, 2004, 06:59 PM
apropos "Nordkreuz", die Baustituation der letzten Jahre und nochmal Rueckerinnerung ueber die laufenden bzw. geplanten Projekte ...
ein aelterer "Welt"-Artikel vom Juni 2003 ...
Glaskathedrale als Zentrum
Die Deutsche Bahn AG ist in den nächsten Jahren Berlins größter Investor
Berlin - Wck- "Bauen" ist in Berlin nur noch ein Thema für Historiker, ein Begriff aus erinnerungsseliger Vergangenheit. Noch vor wenigen Jahren galt die deutsche Hauptstadt als größte Baustelle Europas, drehten sich allein im Stadtbezirk Mitte 1200 Kräne auf mehr als 800 Baustellen. Seitdem ist die Arbeit am Bau fast völlig zum Erliegen gekommen. Die Zahl der Beschäftigten im Berliner Bauhauptgewerbe ist seit 1995 um rund 66 Prozent zurückgegangen, die Arbeitslosigkeit in der Branche liegt bei rund 57 Prozent.
Der einzige Lichtblick in dieser trüben Situation ist ausgerechnet ein Unternehmen, das in den letzten Monaten viel Kritik einstecken musste: die Deutsche Bahn AG. Das "Unternehmen Zukunft" will Berlin zum größten europäischen Eisenbahndrehkreuz ausbauen. Dazu erhält die Stadt ein völlig neues Bahnsystem. Es soll die Verkehrsströme auf der Schiene völlig neu kanalisieren. Mehr als 16 Milliarden Euro investiert die Bahn in das Gesamtprojekt Ausbau der Schienenwege in und nach Berlin.
Im Mittelpunkt steht dabei der neue Hauptbahnhof an der Stelle des alten Lehrter Bahnhofs. In dieser Glaskathedrale des 21. Jahrhunderts kreuzen sich zwei der wichtigsten europäischen Eisenbahnmagistralen - die Ost-West-Trasse Paris-Berlin-Moskau und die Nord-Süd-Verbindungen zwischen Skandinavien und den Mittelmeerstaaten. Nach langwierigen Verzögerungen, die auf Probleme mit dem Berliner Untergrund, aber auch auf Planungs- und Finanzierungsquerelen zurückzuführen waren, soll das Projekt bis 2008 fertig gestellt werden - mit den lange umstrittenen "Bügelbauten", aber voraussichtlich ohne das 30 Hektar große Stadtquartier südlich des Bahnhofgeländes.
Zusätzlich erhält Berlin vier neue große Regionalbahnhöfe: am Potsdamer Platz, im Süden in der Papestraße, am Gesundbrunnen als "Tor zur Ostsee" und in Spandau als Regionalbahnhof für die Verbindungen in Richtung Hamburg und Hannover. Außerdem werden die Bahnhöfe Zoologischer Garten, Ostbahnhof, Alexanderplatz, Lichtenberg und Friedrichstraße saniert, der S-Bahn-Ring geschlossen und zahlreiche S-Bahnhöfe neu gestaltet.
Große, milliardenschwere Investitionen werden auch in Projekte getätigt, die wenig im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Dazu gehören in erster Linie die unterirdische Nord-Süd-Verbindung vom Lehrter Bahnhof zum Potsdamer Platz bis zum südlichen Bahnring am Bahnhof Papestraße, das Nordkreuz zwischen Gesundbrunnen und Bornholmer Straße, der Umbau des Bahnhof-Labyrinths am Ostkreuz sowie der Ausbau der Trassen nach Hamburg und über Lichterfelde in Richtung Dresden. So bleibt praktisch kein Bezirk in Berlin von den Aktivitäten des "Unternehmen Zukunft" unberührt. Wck
Artikel erschienen am 8. Jun 2003
Das Pilzkonzept
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trance-x
September 25th, 2004, 07:20 PM
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/25.09.2004/1374084.asp
Alle Treppen fuhren hoch
Karstadt am Hermannplatz wird 75 Jahre alt.
Das Kaufhaus galt als das modernste der Welt. Der Fahrstuhl bewegte ganze Lastwagen auf und ab
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Architekt: Philipp Schaefer (1885-1952)
Bauweise: Stahlbeton-Skelettbau mit Muschelkalkfassade
Bauzeit: 1927-1929 (15 Monate!)
Eröffnung: 21.06.1929
Höhe des Gebäudekörpers: 32 m
Höhe der Türme: 56 m, inkl. Lichtsäulen: 71 m
Fassadenlänge: 256 m
Nutzfläche: 72.000 qm auf 9 Geschossen (davon 2 unterirdisch)
größtenteils zerstört: 25.04.1945
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Ein Kaufhaus mit eigener Badeanstalt und Sporthalle wäre auch heute noch eine Besonderheit – doch Karstadt am Hermannplatz bot diese und andere Attraktionen schon vor 75 Jahren und galt als das modernste Warenhaus der Welt. Von Montag an bis zum 9. Oktober wird das Jubiläum der Eröffnung im Jahr 1929 dort mit Veranstaltungen und Sonderangeboten gefeiert. Zur Geschichte des Hauses können die Kunden am Montag einiges aus erster Hand erfahren: Firmenrentner in historischen Kostümen der 30er bis 50er Jahre kommen noch einmal zum Dienst und erzählen aus ihren Erinnerungen.
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Der imposante Altbau auf der Kreuzberger Seite des Platzes ist zwar nicht mehr erhalten, immerhin aber der direkte Zugang vom U-Bahnhof Hermannplatz in das Untergeschoss. Auch diese Idee war damals neu. Das einstige Gebäude hatte neun Etagen und 72 000 Quadratmeter Fläche. Den Platz prägten besonders die zwei Türme, die Lichtsäulen auf der Spitze trugen und damit 71 Meter in die Höhe ragten. Auch an der Muschelkalkfassade des Haupthauses leuchteten Lichtbänder.
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Rekordverdächtig war die Zahl von 45 Personen- und Lastenaufzügen. Einer davon konnte sogar voll beladene Lastwagen in die Lebensmittelabteilung im fünften Stock bringen. Ungewöhnlich aus heutiger Sicht erscheint die Funktionsweise der 24 Rolltreppen: Sie fuhren alle aufwärts – doch eine Stunde vor Geschäftsschluss ging es dann nur noch abwärts.
Zum beliebten Treffpunkt wurde der 4000 Quadratmeter große Dachgarten mit einem Kaffeehaus und Livemusik. Für die Beschäftigten des Kaufhauses gab es dort Liegestühle zur Erholung in den Pausen. Auch heute hat Karstadt am Hermannplatz ein Kundenrestaurant mit Dachterrasse, das bis zu 800 Gäste aufnehmen kann.
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left: Zerstoerung durch Sprengung durch SS-Einheiten ....
right: Der Karstadt-Neubau von 1950/51 nach Entwurf von Alfred Busse
kurz nach der Eröffnung. Die Fassade des erhaltenen Altbauteils war noch
deutlich von den Kriegsfolgen gezeichnet.
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1976 wird die Verkaufsfläche mit einem Anbau am Hermannplatz
deutlich vergrößert. Auf dem Anbau wird ein Parkdeck errichtet.
(Foto: Karstadt, 1987) ...
Zwischen 1998 und 2000 erfolgen zahlreiche Umbauten und Erweiterungen
des Karstadtgebäudes. Erstmals seit dem Krieg bietet sich so am
Hermannplatz ein optisch ansprechendes Gesamtbild. (Foto: 15.09.2002
Den Zweiten Weltkrieg hätte der Altbau beinahe überstanden. Doch im April 1945 sprengten SS-Einheiten das Haus, um der Roten Armee keine Vorräte in die Hände fallen zu lassen. Einen Monat später wurden schon wieder Lebensmittel aus einem Hofgebäude heraus verkauft. 1951 eröffnete der erste Neubau, der 1976 erweitert wurde. Ein großer Umbau für rund 100 Millionen Euro folgte von 1998 bis 2000. Die Verkaufsfläche beträgt nun 30 000 Quadratmeter, zwei kleine Türme erinnern architektonisch an die alten Zeiten. Cay Dobberke
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... die meisten besucher dort duerften wohl inzwischen gestorben sein. wer von den menschen dort wohl heute noch lebt? manches kind vielleicht ...
http://www.neukoelln-online.de/denkmale/rixdorf/images/seite_24_bild2.jpghttp://www.berliner-untergrundbahn.de/herman4.jpg
http://www.snugu.de/bfberlin/neu/Hermannplatz1.jpg
http://www.spr-bau.de/ubh/ubh1.jpghttp://www.spr-bau.de/ubh/ubh2.jpg
Informationen im Internet:
www.karstadt.de
www.berlin-hermannplatz.de
trance-x
September 25th, 2004, 08:08 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337299.html
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/afb_logo.gifhttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/mb_logo_meta.gif
Berlin ist die Hauptstadt der jungen Kunst
"Art Forum Berlin" setzt 10-15 Millionen Euro um - Neue Studie zum Kunstmarkt Berlin vorgestellt
von Gerhard Charles Rump
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/Bilder_upload/content/art-forum-berlin_2004/pressefotos/TN_Foto_44194.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/Bilder_upload/content/art-forum-berlin_2004/pressefotos/TN_Foto_43683.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/Bilder_upload/content/art-forum-berlin_2004/pressefotos/TN_Foto_43698.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/Bilder_upload/content/art-forum-berlin_2004/pressefotos/TN_Foto_44190.jpg
Mit 30 000 Besuchern konnte das "Art Forum Berlin" einen Besucherzuwachs von 5000 verzeichnen - ein beachtlicher erfolg, zumal mehr internationale Sammler denn je die beiden Messehallen am Funkturm besuchten. Und sie kauften auch: Die Messe gibt den Umsatz mit "10 bis 15 Millionen Euro" an. 75 Prozent der Aussteller waren zufrieden, einige freuten sich so sehr, dass sie von einer "kolossalen Messe" sprachen (Michael Schultz, Berlin), und Thomas Zander Köln, der von den sehr guten Verkäufen im Bereich Fotografie profitierte, sagte, "das Art Forum Berlin ist besser als eine Fotomesse". Beachtlich: Die Verkäufe im Bereich Installationen stiegen von zwei auf neun Prozent.
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/Bilder_upload/content/art-forum-berlin_2004/pressefotos/WA_Foto_43635.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_89715.jpg
Die Sonderschau "Made in Berlin" unterstrich zwar die Bedeutung Berlins als Kunststadt, war aber leicht "gemogelt", das Kurator Zdenek Felix wenig Spielraum hatte: Nur Künstler aus teilnehmenden Galerien, und 1700 Euro hinblättern. Nun, man nimmt was man kriegen kann.
Acht von 10 Messebesuchern wollen wiederkommen. Das tut Berlin gut, und der Kunst. Galerist Aldy Milliken aus Stockholm weiß, warum: "Das Art Forum Berlin war qualitativ noch besser und ehrgeiziger als im Vorjahr. Wir nehmen die positive Energie aus Berlin mit nach Hause."
Erfolgreich waren auch die Ergänzungsveranstaltungen "Berliner Liste" und "1. Berliner Kunstsalon". Offenbar kann Berlin von Kunst nicht genug bekommen. Nachvollziehbar - Schöneres gibt es kaum.
Die wichtige Rolle Berlins als Kunstmarktstandort - "Berlin befindet sich in der Aufbruchstimmung, die in Köln in den 70er Jahren herrschte" - belegt eine Studie, die in Zusammenarbeit mit unter anderem dem "Art Forum" erstellt wurde. Dass Kultur ein wichtiger Standortfaktor (und Markt) ist, ahnen viele, wissen wenige. Vor allem mangelt es an dem, was die Politik immer braucht: konkrete Zahlen. Die Untersuchung, die im Rahmen des "Kunstherbstes Berlin" vorgestellt wurde, hat das von Klaus Siebenhaar geleitete Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin vorgelegt. 300 Galerien wurden befragt (Rücklauf: 71), die Auktionshäuser und das "Art Forum Berlin".
Das Fazit der Untersuchung: Der Kunstmarktplatz Berlin hat gute Zukunftsaussichten und ist für Kunstproduzenten ein idealer Standort.
Drei "E"s bestimmen den Kunstmarktplatz Berlin: Entwicklungsmarkt, Entdeckermarkt (in Berlin sucht man das, was es anderenorts nicht gibt) und Einsteigermarkt. Trotz des Charakters als Einsteigermarkt setzt der Kunstmarkt rund 110 Mio. Euro im Jahr um, wovon die Galerien 56 Mio. Euro erwirtschaften. Der Landesverband Berliner Galerien verweist schon seit längerem darauf, dass an diesen 56 Mio. Folgeumsätze (Hotel, Restaurants, Zulieferer) von gut 100 Mio. Euro hängen.
Zukunft braucht Berlin auch auf dem Kunstmarkt, denn die aktuelle Situation ist nicht wirklich rosig - was das Wirtschaftliche angeht. Junge Berliner Galerien leben nämlich von ihrem Idealismus und Enthusiasmus, von Selbstausbeutung und der Hand im Mund: Knapp 40 Prozent der Berliner Galerien setzen weniger als 50 000 Euro im Jahr um. Bei einem angenommenen Netto-Einkommensbedarf von 2000 Euro im Monat müsste aber ein Umsatz von 270-300 000 Euro im Jahr erzielt werden. Das schaffen aber nur gut 20 Prozent der Galerien in der Hauptstadt. 9,5 Prozent bringen es auf 500 000 Euro pro Jahr und darüber - immerhin.
In Köln - Untersuchungen aus anderen Regionen zum Vergleich liegen nicht vor - setzen die Galerien 90 Mio. Euro im Jahr um. Die Erklärung dafür darf man im stärkeren Anteil der hochpreisigen Klassischen Moderne am Rhein suchen, denn in Berlin kauft man gerne im unteren Preisbereich ein - junge Kunst, und hier liegt Berlins Stärke, ist vergleichsweise billig.
Problematische Zahlen sind die Anteile der lokalen Käufer bei den Galeriekunden. Stadtkölnisch sollen es 25 Prozent sein, in Berlin etwa 38 Prozent. Hier bleiben, trotz Schwankungsbreite von 10 Prozent in beide Richtungen, leichte Zweifel. Interpretiert man die Zahl als "in Berlin getätigtes Geschäft", gleich, wo der Kunde herkommt, mag das cum kilo salis angehen, weil es vielleicht Galerien gibt, die vorwiegend Berliner Publikum bedienen.
Das käme hin, wenn man sieht, dass nur 16 Prozent der Galerien oft auf Messen gehen. Auch das eine realistische Zahl, denn Berlin hat viele "arme" junge Galerien, die sich eine Teilnahme an der "Art Cologne" oder "Art Basel Miami Beach" gar nicht leisten können. Hier ist die Politik gefordert, nach NRW-Vorbild Messeteilnahmen zu fördern. Das kann sich nur positiv auf die Stadt auswirken.
Eigenartigerweise sind "Zufallskunden" in Berlin überproportional vertreten, was auf qualitativ hochwertige Berlin-Besucher schließen lässt.
Die Auktionshäuser stehen besser da als die Galerien. Sie besitzen 30 Prozent des Marktes in Deutschland.
Kunstmarktstudie Berlin 2004, 151 S., Schutzgebühr 12 Euro.
Artikel erschienen am Sa, 25. September 2004
trance-x
September 25th, 2004, 08:16 PM
http://www2.real-berlin-marathon.com/images/main2004.jpg
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337853.html
Sie laufen wieder: 50 000 Teilnehmer beim Marathon
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89733.jpg
Berlin - Zur 31. Auflage des Berlin-Marathons werden am Wochenende in der deutschen Hauptstadt wieder mehr als 50 000 Aktive erwartet. Die Veranstalter vom SCC Running rechnen mit rund einer Million Zuschauern an der Strecke, die an touristischen Highlights der deutschen Hauptstadt wie Siegessäule, Reichstag, Fernsehturm und Staatsoper vorbeiführt. Start und Ziel des 42,195 Kilometer langen Laufs befinden sich wie im Vorjahr auf der Straße des 17. Juni im Tiergarten. Das Brandenburger Tor wird wieder kurz vor dem Ziel durchquert.
Die mehrfache Eisschnelllauf-Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt gibt am Samstag (10 Uhr) den Startschuss für die knapp 8200 Inline-Skater. Der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, und die vier Berliner Hockey-Olympiasiegerinnen Natascha Keller, Badri Latif, Sonja Lehmann, Louisa Walter schicken am Sonntag (9 Uhr) die 38 Rollstuhlfahrer und die knapp 36 200 Läufer auf die Strecke. Am Mini-Marathon (Start 8.45 Uhr am Potsdamer Platz) beteiligen sich über 8000 Kinder und Jugendliche.
Autofahrer müssen sich an beiden Tagen auf Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Die Polizei empfiehlt, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. ddp
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.09.2004/1383963.asp#art
Keine Zeit für Smalltalk
Die Szene der Berliner Inline-Skater ist groß – doch der Marathon war vor allem etwas für die Profis auf Rollen
Stephan Noske hatte keine Chance. An der Ecke Rheinbabenallee/Hohenzollerndamm ging er zu Boden. Er hat schon den Odercup der Inlineskater gewonnen, er wurde Dritter bei der Deutschen Meisterschaft im Doppelmarathon, er steht schon ziemlich sicher auf Inlineskates, aber wenn zehn Zentimeter vor ihm einer auf den Asphalt knallt, als Teil eines Massensturzes, dann kann sich auch der 30-jährige Noske nicht mehr auf den Rollen halten. Das Ergebnis: eine aufgeschürfte Hand, ein blauer Fleck am Bein. Auch deshalb verfehlte der Diplom-Informatiker aus Steglitz gestern beim Marathon der Inlineskater seine Bestzeit. Trotzdem: Er lag nicht allzu weit hinter dem Sieger Roger Schneider aus Zürich. Immerhin fährt Noske fürs halbprofessionelle vera-Skateteam Berlin.
Noske gehört damit zu den 50 bis 80 Spitzenskatern in der Stadt. Die Masse gruppiert sich teilweise weit dahinter ein. „Die Skaterszene in Berlin ist groß “, sagt Noske. „Aber viele fahren nur bei der Blade Night. Da ist es ruhiger.“ So sehen es auch Frank und Annette aus Charlottenburg. Sie fahren für das x-speedskating-Team des SC Charlottenburg. Sie landeten gestern ziemlich weit vorne, aber sie nehmen Skating auch ziemlich ernst. „Bei der Blade Night dagegen kann man Smalltalk halten und muss sich nicht verausgaben“, sagt der 39-Jährige Frank aus Charlottenburg.
Wie also ist die Skaterszene in der Stadt? Fest steht: Sie teilt sich massiv in Freizeitläufer und leistungsorientierte Skater, und zudem ist der Boom vorbei. Besser gesagt: Er hat sich auf hohem Niveau eingependelt. Stephan Uphues ist verantwortlich fürs Inlineskating beim Berlin-Marathon, er beobachtet die Szene schon lange. Und Uphues sagt: „Nur fünf bis zehn Prozent der Leute, die bei den Blade Nights starten, treten auch beim Berlin-Marathon an.“ Uphues hätte gerne mehr von den Freizeitläufern beim Marathon, er träumt von 10 000 Skatern – derzeit illusorisch. Jahrelang stiegen die Teilnehmerzahlen an, in diesem Jahr gingen sie erstmals zurück. 9600 Skater liefen 2003, in diesem Jahr meldeten nur 8190. Das liegt daran, dass der Boom vorbei ist, aber auch daran, dass das Rennen jetzt schon um 10 Uhr beginnt, sagt Uphues. „Die Hersteller der Inlineskater klagen ja über dramatische Umsatzeinbrüche.“ Er hatte 1999 das x-speedskating-Team gegründet, in kurzer Zeit registrierte er 200 Mitglieder. Dann verflachte der Anstieg. Jetzt sind es rund 250.
Aber auch bei den Blade Nights, hat Uphues festgestellt, haben sich die Teilnehmerzahlen auf hohem Niveau stabilisiert. Bei gutem Wetter kreisen rund 10 000 Menschen jeden Sonntagabend ums Brandenburger Tor, wenn’s kälter wird, sind es rund 4000. Aber die Charlottenburger Frank und Annette waren in diesem Jahr noch nie dabei. Zu anspruchslos, diese Ausflüge auf Rollen. Wenn Ivan Todorovic aus Wilmersdorf das auch so empfinden würde, dann, ja dann würde der frühere Spitzen-Tennisspieler von Blau-Weiß vielleicht noch fahren. Aber für Todorovic sind Blade Nights zu aggressiv geworden: „Da fahren viele Bekloppte mit. Die sehen einen als Konkurrenz. Wenn man überholen will, schubsen sie einen sogar noch weg.“ Frank Bachner
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705747.html
Start frei ins Marathon-Wochenende
Skater rollen heute durch die Stadt - Polizei warnt vor massiven Verkehrsbehinderungen - Frühstückslauf durch Charlottenburg
Von Guido Hartmann
Während sich die Läufer heute noch auf ihren große Stunde vorbereiten können, fällt für die 8191 gemeldeten Skater und Skaterinnen um 9 Uhr auf der Straße des 17. Juni der Startschuss. Wie ein rasanter Lindwurm wird sich das Läuferfeld durchs Regierungsviertel über Kreuzberg und den Wilden Eber in Dahlem zum Potsdamer Platz ziehen, bevor die weltgrößte Skate-Veranstaltung nach einem Endspurt durch das historische Berlin am Brandenburger Tor zu Ende geht.
An die 200 000 Menschen verfolgten 2003 an der Strecke das Rennen, das mittlerweile zu 35 Prozent von Frauen bestritten wird. Zum Vergleich: Beim morgigen Laufmarathon sind lediglich 19 Prozent der Starter weiblich. Den Startschuss heute feuert die Berliner Eisschnellläuferin Monique Garbrecht-Enfeldt ab, am Sonntag um 9 Uhr wird Manfred von Richthofen zusammen mit den vier Berliner Hockey-Olympiasiegerin Natascha Keller, Badri Latif, Sonja Lehmann und Louisa Walter die Startschüsse für Rollstuhlfahrer, Handbiker und Läufer abgeben.
Gegenüber dem Vorjahr bleibt auch die Skaterstrecke nahezu unverändert, die exakt 42,195 Kilometer lange Piste gilt als äußerst schnell und bietet den Läufern wieder eine Sightseeing-Tour quer durch Berlin, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten.
Die Zuschauer dürften einen besonders guten Blick von der nördlichen Seite der Straße des 17. Juni haben, von wo man zum Startbereich blicken kann. Beliebt sind auch der Hermannplatz (Kilometer 15,5), Friedrich-Wilhelm-Platz (Kilometer 24), der Kurfürstendamm am gleichnamigen U-Bahnhof (Kilometer 33), der Potsdamer Platz (Kilometer 36,5) und der Boulevard Unter den Linden, kurz vor dem Zieleinlauf.
Von etwa 8 bis 14 Uhr ist entlang der abgesperrten Strecke mit massiven Behinderungen zu rechnen. Etwa 700 Polizisten sind für den Marathon und die Rahmenveranstaltungen im Einsatz. Die Polizei empfiehlt, nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere S- und U-Bahn, zu benutzen. Verkehrsteilnehmer, die nicht auf ihr Auto verzichten können, sollten auf die Autobahn ausweichen. Wie in jedem Jahr sind die Laufstrecken sowie der Start- und Zielbereich mit Halteverboten versehen. Verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt, im vergangenen Jahr wurden insgesamt 977 Fahrzeuge "umgesetzt", warnt die Polizei.
"Wir verlangen der Stadt in Sachen Verkehrsbehinderungen viel ab", bittet Renndirektor Mark Milde um Verständnis. Im Gegenzug bringe die Großveranstaltung aber auch viel, sowohl bei den Einnahmen wie auch für das internationale Image.
Für viele Läufer gehört der Sonnabendmorgen vor dem Marathon traditionell dem "Frühstückslauf" vom Schloss Charlottenburg zum Olympiastadion. Das lockere Einlaufen über etwa sechs Kilometer mit Fahnen, Transparenten, Musikinstrumenten und Trillerpfeifen findet immer größere Resonanz, vergangenes Jahr kamen an die 11 000 Läufer. Vielleicht auch wegen der anschließenden "Belohnung" für die frühsportliche Leistung. Für ein Frühstück mit allem, was ein hungriger Sportler begehrt, stellen der Titelsponsor Real und seine Industriepartner auch in diesem Jahr wieder 10 000 Äpfel, Bananen, Trinksnacks und Müsliriegel, 8000 Fruchtjoghurts und lösliche Kaffeeportionen, 7000 Rosinen-Milchbrötchen und Kaffeesahne-Portionen sowie 6000 Mini-Croissants, 5000 Joghurtdrinks und 2000 Portionen löslichen Tees zur Verfügung. Der Start zum Frühstückslauf erfolgt um 9.30 Uhr, Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wer sich vor dem Lauf am Sonntag krank oder geschwächt fühlt, kann sich heute noch beim Notfalldienst des Sportmedizinischen Service Berlin (SMS) auf der Marathon-Messe am untersuchen lassen. Für den Marathon empfiehlt Diplom-Sportwissenschaftler Jürgen Lock, die Laufgeschwindigkeit realistisch einzuschätzen. "Zu hohes Tempo am Anfang kann fatal sein", warnt Lock. Bei plötzlichem Unwohlsein, Schmerzen oder Herz-Kreislauf-Schwäche dürfe man keinesfalls abrupt stehen bleiben. Am Streckenrand gebe es genügend Zuschauer, die im Notfall medizinische Hilfe herbeirufen können.
"Ein Endspurt sollte den Spitzenläufern vorbehalten bleiben", warnt Lock.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705748.html
Laufen für den guten Zweck: Demos und Spendenaufrufe
Sie laufen den Marathon barfuß, verkleidet oder mit einer Leiter über der Schulter: Auch beim diesjährigen Berlin-Marathon wollen einige Läufer durch ausgefallenes Aussehen auf eine gute Sache aufmerksam machen.
Zum Beispiel der Engländer Chris Jolly, der seit Jahren auf der ganzen Welt Spenden für hungernde Kinder sammelt. Auf seine Aktion machte er zuletzt bei einem dänischen Marathonlauf aufmerksam, als er mit einer Leiter über der Schulter lief - auf der Anliegen und Spendenkonto vermerkt waren. Das plant er auch für Berlin (www.chrisjolly.dk).
Die Ärztin Uschi Bierbaum-Bucksch will den Berlin-Marathon barfuß bestreiten - und damit mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe einen Spendenaufruf für den Turner Ronny Ziesmer starten, der seit einem Trainingsunfall vor der Olympiade querschnittsgelähmt ist (www.sporthilfe.de).
Mehr als 100 Läufer werden mit knallgelben T-Shirts mit dem Slogan "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" auffallen - die gleichnamige Kampagne ist eine Initiative der europäischen Union.
Und auch die Gesamtorganisation des Marathons dient einer guten Sache und kooperiert mit der Welthungerhilfe: Mit ihren Anmeldungen spendeten die Teilnehmer bereits mehr als 27 000 Euro (www.berlin-marathon.de).
trance-x
September 25th, 2004, 08:41 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story705690.html
Nach drei Jahren Flaute: Berlins Wirtschaft wächst wieder
Export steigert Bruttoinlandsprodukt - Dennoch ist die Bundeshauptstadt Schlusslicht bei der wirtschaftlichen Entwicklung
http://home.arcor-online.de/morituri/berlin/images/berlin-1857-1913-seite036.jpg
um 1900, Amateurfotographie ...
Berlin - Nach drei Jahren Talfahrt zeichnet sich für die Berliner Wirtschaft eine Trendwende ab: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Berlins hat nach Angaben des Statistischen Landesamtes erstmals wieder zugelegt und ist im ersten Halbjahr dieses Jahres um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. "Der Anstieg resultiert vor allem aus der guten Entwicklung im Auslandsgeschäft", sagte Christian Amsinck, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Positive Impulse kämen darüber hinaus aus dem Gastgewerbe und durch die wachsende Zahl erfolgreicher Existenzgründungen.
Auch im Verarbeitenden Gewerbe Berlins sowie in den Wirtschaftsbereichen Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistung laufen die Geschäfte wieder besser. "Auf den Arbeitsmarkt hat diese Entwicklung jedoch noch keine Auswirkungen. Dazu ist das Pflänzchen Wachstum bislang zu zart", sagt Amsinck.
http://home.arcor-online.de/morituri/berlin/images/berlin-1857-1913-seite035.jpg
18xx, unbekannter Fotograf ...
Dennoch ist Berlin gemeinsam mit Brandenburg bundesweit Schlusslicht bei der wirtschaftlichen Entwicklung, durchschnittlich stieg das BIP in den anderen Ländern um 1,8 Prozent. An der Spitze liegen Bayern und Sachsen mit einem Zuwachs von je 2,3 Prozent. In den neuen Bundesländern ohne Berlin betrug das Wirtschaftswachstum im Schnitt 1,5 Prozent. "Vor allem durch die anhaltende Flaute im Einzelhandel und am Bau hat der Aufwärtstrend in Berlin einen deutlichen Dämpfer bekommen", so Amsinck. Darüber hinaus trüben in der Bundeshauptstadt das Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie die öffentlichen und privaten Dienstleister die wirtschaftliche Gesamtlage. Für das Gesamtjahr rechnet der UVB mit einem BIP-Wachstum von einem Prozent in Berlin, bundesweit mit zwei Prozent.
trance-x
September 25th, 2004, 08:46 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story705695.html
Rückkehr nach Berlin
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89723.jpg
Das Lächeln der Gräfin: Steffi Graf, die erfolgreichste Tennisspielerin der Welt, spielt heute in Berlin ... Foto: AP
Berlin - Deutschlands bekannteste Sportlerin kehrt nach Berlin zurück. Fünf Jahre nach ihrem letzten Match in der Hauptstadt bestreitet Tennis-Ikone Stefanie Graf heute um 13.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle einen Schaukampf gegen ihre langjährige Rivalin, die Argentinierin Gabriela Sabatini. Mit Berlin verbinden sich für die "Gräfin" sehr gute Erinnerungen. Hier startete sie ihre große internationale Karriere, in der sie 22 Grand-Slam-Titel gewann, allein neun Mal Siegerin der German Open im Grunewald wurde und insgesamt 377 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand. Das Spiel in Berlin soll Steffi Grafs letzter ernsthafter Auftritt als Tennisspielerin sein. Bereits um 10 Uhr wird heute der Centrecourt des LTTC Rot-Weiß, auf dem die 35 Jahre alte Ehefrau von US-Tennisprofi Andre Agassi und zweifache Mutter über viele Jahre das Berliner Publikum begeisterte, bei einer feierlichen Zeremonie in Steffi-Graf-Stadion umbenannt.
trance-x
September 25th, 2004, 08:48 PM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.09.2004/1384295.asp#art
Liberale Sozialisten
Wie die PDS bei ihrer Klausur in Stettin den eigenen Horizont erweiterte
Das tut der sozialistischen Seele weh. Mike Krüger spricht von grauen Plattenbauten als „sozialistische Schnarchsilos“ und schwärmt vom „liberalen Arbeitssystem“ in Polen. Nach drei Monaten Anspruch auf Arbeitslosengeld habe jeder polnische Arbeitslose eine tägliche Arbeitspflicht von vier Stunden. „Das können Sie sehen. Bis mittags ist die Stadt sauber. Beispielhaft.“ Nach einer politisch nicht ganz korrekten Stadtrundfahrt durch Stettin mit Stadtführer Krüger kommt die PDS-Fraktion am Freitag wieder im bahnhofsnahen Novotel an. Mit so einer Einstimmung auf die dreitägige Klausurtagung kann die PDS aber gut leben. Solange nicht öffentliche Streitigkeiten ausbrechen wie bei der Klausur der CDU-Fraktion in Warschau eine Woche zuvor. Das darf in Stettin nicht passieren: Harald Wolf, der strategische Vordenker der Berliner PDS, will hier, im Saal „Amber 1“, seine Genossen auf den Kurs der nächsten zwei Jahre führen – und offensiv für eine Fortsetzung der rot-roten Koalition über 2006 hinaus werben.
Nur allzu gerne hätte die Berliner PDS ein flankierendes rot-rotes Brandenburg gesehen. Von der Parteispitze wird das Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen SPD und PDS jetzt „mit Bedauern“ zur Kenntnis genommen. „Für uns wäre das eine Unterstützung gewesen, weil es die Bedeutung der PDS als gestaltende Kraft deutlich gemacht hätte“, sagt Wolf.
Nun beschränkt man sich wieder auf Berlin und findet, dass man bisher viel geleistet hat wie Solidarpakt, Haushaltssanierung, Schulgesetz, Opernreform, die Umstrukturierung der Hochschulmedizin oder den Stopp der Anschlussförderung. Diese Reformen wären zwar auch ohne den Sparzwang notwendig gewesen, sagt Wolf. Weil diese Reformen aber immer nur unter dem Stichwort „Haushaltskonsolidierung“ verkauft wurden, fordert Wolf von seiner Partei einen „neuen Gestus“. Das ist vor allem an parteiinterne Kritiker wie Michail Nelken gerichtet. Die sehen den Gestaltungsrahmen der PDS in der Koalition begrenzt und haben in der Vergangenheit manchen Beschluss mit den Worten „Wir haben Schlimmeres verhindert“ kommentiert.
Hatten Wolf und Fraktionschef Stefan Liebich noch vor zwei Jahren die mangelnde Profilschärfe ihrer Partei kritisiert, setzen sie in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode auf ein Miteinander mit der SPD. Das Angebot der PDS ist deutlich: Beide Parteien sollen sich Spielräume zur Profilierung lassen, keinen Koalitionskrach inszenieren, sich nicht gegenseitig die Wähler abspenstig machen, gemeinsame Projekte wie die Sanierung von Vivantes vorantreiben – und neue Wählerschichten erschließen. Für die PDS heißt das: Stimmen aus dem Grünen-Milieu gewinnen. Das wollen die Sozialisten mit bürgernaher Politik wie der Einführung von Bürgerentscheiden in den Bezirken und wirtschaftlich gesetzten Schwerpunkten auf Biotechnologie, Medien und Gesundheit erreichen.
Das Bekenntnis zu Rot-Rot ist in der Fraktion nicht umstritten. Kritische Stimmen gibt es zwar bei der Umsetzung von Beschlüssen wie bei der Erhöhung der Kita-Gebühren. Dennoch steht die PDS zur Regierungsverantwortung. So wurden in Stettin der Chef der Industrie- und Handelskammer, Eric Schweitzer, und Handwerkskammer-Chef, Stephan Schwarz, freundlich begrüßt. Schweitzer grüßt ebenso freundlich zurück. Vor einer Woche habe es ja schon eine Klausur in Polen gegeben. „Aber ich sehe, dass hier eine hohe Präsenz ist.“ Sabine Beikler
trance-x
September 25th, 2004, 08:57 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story705691.html
Gericht stoppt Schließung von Tempelhof
Ohrfeige für Senat: Richter gibt Eilanträgen von Airlines statt
Von Andrea Puppe
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89722.jpg
Der Flughafen Tempelhof wird vorerst nicht geschlossen
Foto: dpa
Berlin - Der Flughafen Tempelhof wird vorerst nicht geschlossen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin gab am Freitag zwei Eilanträgen von Fluggesellschaften und Serviceunternehmen auf vorläufigen Rechtsschutz statt (Az: OVG 1 S 45.04 und OVG 1 S 46.04). Die Luftverkehrsbehörde des Landes Berlin sei nicht befugt, einen betriebsbereiten und mit den nötigen Genehmigungen versehenen Flughafen auf unbestimmte Zeit durch bloße Befreiung der Flughafen-Gesellschaft von der Betriebspflicht stillzulegen, um ihn bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Betrieb nehmen zu können, hieß es zur Begründung. Die Behörde habe das falsche Instrument zur Schließung des Flughafens gewählt. In dem Urteil wird das Vorgehen gar als "offensichtlich rechtswidriger Verwaltungsakt" bezeichnet. Damit ist die am 2. Juni beschlossene und zum 31. Oktober 2004 geplante Schließung Tempelhofs erst einmal vom Tisch.
Die Beschlüsse in den Eilverfahren der beiden Klagegemeinschaften sind nach den Worten der Sprecherin des Oberverwaltungsgerichtes Dagmar Merz "unanfechtbar". Das gestrige Urteil hat zur Folge, dass der Betrieb in Tempelhof mindestens solange weitergehen kann, bis in der Hauptsache entschieden ist. Damit wird nicht mehr in diesem Jahr gerechnet.
Die Berliner Flughafen-Gesellschaft als Betreiber des City-Airports wies darauf hin, dass der Gerichtsbeschluss lediglich für die klagenden Unternehmen gelte. Das sehen die Airlines anders: Der Flughafen sei eine öffentliche, gemeinnützige Verkehrsfläche, die allen öffentlich zugänglich gehalten werden müsse, argumentiert Fluglinien-Sprecher Bernhard Liscutin. CDU und FDP nannten die Entscheidung eine "Bruchlandung" für den rot-roten Senat. Ebenso wie die Wirtschaft fordern sie, dass der Schließungsbeschluss zurückgenommen wird.
Gesellschaften wie Cirrus Airlines, European Air Express und Swiss International Airlines, die in den vergangenen Wochen vor dem Hintergrund der drohenden Schließung von Tempelhof nach Tegel gezogen waren, wollen ihre Entscheidung jetzt noch einmal überdenken.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.09.2004/1384194.asp#art
Die Umzugskisten erst einmal wieder ausgepackt
In Tempelhof herrscht Freude, aber auch Ungewissheit nach der Gerichtsentscheidung zum vorläufigen Weiterbetrieb des Flughafens
Von Klaus Kurpjuweit
In Tempelhof wurden gestern die Umzugskisten wieder ausgepackt. Auch die Polizisten, die zum Teil schon ihre Sachen verstaut hatten, freuten sich, dass der Flughafen nicht bereits Ende Oktober geschlossen wird. Dies hatte das Oberverwaltungsgericht am Freitag, wie berichtet, untersagt. Freude herrscht auch bei den Mitarbeitern. Nur sagen dürfen sie es nicht; sie haben ein Aussageverbot erhalten.
Die beiden Mitarbeiter bei der Sicherheitskontrolle, die am Samstagmittag wenig zu tun haben, lächeln, als ein Mann auf sie zu eilt und ihnen zum Weiterbetrieb des Flughafens gratuliert. Der Mann akzeptiert auch gelassen, dass es nicht möglich ist, auf eine Besucherterrasse zu gehen. Es gibt keine. Und das einst für Zuschauermassen konzipierte Dach des Gebäudes ist nicht zugänglich. Auch ein Blick aus einem der Fenster des Restaurants im ersten Stock bleibt verwehrt; das Restaurant ist auf Dauer dicht.
Der Flughafen aber bleibt offen. Gegen die Aufgabe der Betriebspflicht, wie es die Flughafengesellschaft beantragt und die Luftfahrtbehörde genehmigt hatte, hatten mehrere Nutzer des Flughafens erfolgreich geklagt. Im Eilverfahren hatte das Oberverwaltungsgericht am Freitag den sofortigen Vollzug ausgesetzt. Der Flughafen bleibt jetzt wahrscheinlich in Betrieb, bis der Ausbau Schönefelds zum Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) rechtskräftig genehmigt ist. Dies wird frühestens für 2006 erwartet.
„Und vielleicht geht der Flugbetrieb sogar noch länger weiter“, hofft ein Mitarbeiter. Die Tempelhofer Beschäftigten fühlen sich wie eine große Familie. „Und die Kunden gehören fast dazu“, sagt ein Mitarbeiter der Flughafengesellschaft. Im Konzern gelten die Tempelhofer als Rebellen, geklagt gegen die Betriebsaufgabe hatten aber Fluggesellschaften. Wie es nun weitergeht, ist ungewiss. Bis auf zwei Ausnahmen hatten alle anderen Linienfluggesellschaften einem Umzug nach Tegel zugestimmt, was die Tempelhof-Befürworter in einem offenen Brief als empörend bezeichneten. Ob sie weiter ab Tempelhof fliegen, ist noch nicht geklärt. Nach Tagesspiegel-Informationen haben Gesellschaften, die Tempelhof bereits Richtung Tegel verlassen haben, dort deutlich weniger Passagiere und liebäugeln deshalb mit einer Rückkehr.
„Wir bieten eben auch Besonderes“, sagt ein Tempelhofer Mitarbeiter stolz. Wo sonst kehrt eine Maschine um, wenn noch ein Fluggast herbeieilt, der sich verspätet hatte? Oder wo sonst wird ein Stammkunde liebevoll umsorgt, von dem die Mitarbeiter wissen, dass er herzkrank ist? Und wo sonst findet der Pudel eines Ehepaares zielsicher alleine den Weg zum Flugzeug? Die Mitarbeiter wollen , dass es so bleibt. Ans Einpacken denken sie jetzt lieber nicht mehr.
trance-x
September 25th, 2004, 09:08 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story705692.html
400 Euro Geldbuße für Besetzer des Willy-Brandt-Hauses (SPD Zentrale)
Berlin - 70 Berliner Studenten, die am 7. Januar 2004 das Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg besetzten, sind jetzt per Strafbefehl zu einer Geldzahlung von jeweils bis zu 400 Euro verurteilt worden. Die Aktion fand während der Studentenproteste gegen die Sparmaßnahmen des Senats statt. Mitarbeiter der SPD-Zentrale hatten Strafantrag gegen die Studierenden erlassen, um eine polizeiliche Räumung zu ermöglichen. "Das Haus war nicht mehr arbeitsfähig", begründete ein SPD-Sprecher die Maßnahme.
trance-x
September 25th, 2004, 09:12 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/feuilleton/380640.html
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/_img/ressort_blz.gif
Der Käufer auf der Überholspur
Die Kunstmarktstudie Berlin kann nur Gutes berichten
Vera Görgen
Auf der Leinwand rast ein schwarzer Wagen durch die Nacht. Slogans empfehlen in der "Mercedes-Welt" am Salzufer: "Sei anders", "Sei stolz", "Folge Deinem eigenen Stern". Bei DaimlerChrysler, dem umsatzstärksten deutschen Unternehmen, präsentiert die Freie Universität ihre Studie zum Berliner Kunstmarkt. Klaus Siebenhaar, Direktor des Instituts für Kultur- und Medienmanagement (IKM), stellte sie am Donnerstagabend im Rahmen des Kunstherbstes vor, der 2003 unter dem Motto "Kunst und Markt" stand: Marktpotenzial, Käuferverhalten, Standortqualität und Wirtschaftschancen wurden untersucht.
Die Berliner Galerien- und Käuferszene, das will diese Studie belegen, entwickelt sich so rasant, wie die A-Klasse beschleunigen kann: "Berlin befindet sich heute in der Aufbruchstimmung, in der Köln Anfang der 70er-Jahre war", lautet das überraschende Fazit von Siebenhaar, der mit seinen Zahlen "Transparenz in den Kunstmarkt bringen will". Die Studie preist den Kunstmarkt als wachsenden Wirtschaftsfaktor der Hauptstadt an. Und sie liefert die Zahlen, die den weichen Standortfaktor Kunst erhärten: Er ist Motor der Stadt - und Berlin mit ihm auf der Überholspur.
"Werde erwachsen. Nicht alt." - der avisierte Mercedes-Kunde zumindest scheint dem hiesigen Kunstkäufer zu ähneln. Dessen Alter wurde ermittelt, indem die befragten Galeristen ihre Kunden nach Augenmaß einschätzten: rund zwei Drittel seien zwischen 36 und 45 Jahren alt, älter als 45 nur verblüffende elf Prozent. Berlin sei also ein Einsteigermarkt für junge Nachwuchskäufer, folgert Siebenhaar.
Die freiwilligen Selbstauskünfte von Galerien, Sammlern, Aktionshäusern und dem Art Forum sind die einzige Grundlage dieser Studie. 300 Fragebögen wurden versandt, 71 kamen zurück. Rund 56 Millionen Umsatz haben die Galerien gemacht. Dabei kommen nur 15 Prozent auf mehr 400 000 Euro. Ernüchternd dagegen ist, dass fast 40 Prozent der Galerien weniger als 50 000 Euro Umsatz im Jahr machen sollen. "Der entsprechende Unternehmerlohn liegt unter dem Sozialhilfesatz", meinte Siebenhaar.
Eines der erstaunlichsten Umfrageergebnisse ist die hohe Kaufkraft der Berliner: 38 Prozent der Umsätze sollen mit Berliner Kunden erwirtschaftet werden. In Köln machen die Galeristen nur 25 Prozent ihres Umsatz mit lokalen Käufern - dabei beschränkt sich die Studie aber auf die Stadt Köln, ohne das kaufkräftige Umland einzubeziehen, das Berlin fehlt. Stimmen diese Zahlen, dann wären die Galeristen nach der jahrzehntelangen Isolation West-Berlins und dem sich eher zögerlich bemerkbar machenden "Hauptstadteffekt" nicht mehr so stark auf auswärtige Sammler angewiesen wie bisher angenommen.
Andererseits boome Berlin als Touristenziel: Während man gezielt nach Köln führe, um dort Kunst zu kaufen, verbringe man in Berlin mehrere Tage, gehe shoppen und kaufe dabei auch Kunst. Die Hauptstadt sei "ein entwicklungsfähiger Käufermarkt, der alles bietet, was junge wie etablierte Sammler lieben - herausragende neue Kunst, eine stimulierende Atmosphäre und eine inspirierende Stadtkultur".
Am Ende wird dann noch "Partner für Berlin" für die Kooperation gedankt. Seit Jahren ist das IKM für die Themensetzung und Organisation des Berliner Kunstherbstes verantwortlich. Den wiederum richtet "Partner für Berlin" aus, die Gesellschaft für Hauptstadtvermarktung.
Die Studie kostet 12 Euro; Bestellung über kunstherbst@berlin-partner.de
trance-x
September 25th, 2004, 09:17 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story705674.html
Der Ladenschluss ist frei
Länder wollen Öffnungszeiten selber regeln - Widerstand aus SPD und Gewerkschaften
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/pop_89720.jpg
Künftig entscheiden die Länder, ob es regelmäßig Einkaufs-Events wie die "Lange Nacht des Shoppings" gibt
Foto: AP
Künftig wird es regional unterschiedliche Ladenschlusszeiten geben. Im Bundesrat haben die Länder mit großer Mehrheit für einen Gesetzentwurf gestimmt, der ihnen an Stelle des bundesweit geltenden Ladenschlussgesetzes das Recht gibt, die Öffnungszeiten selbst zu regeln.
Berlin - Die Bundesregierung unterstützt die Initiative. "In der Sache bin ich für diesen Weg", sagte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD). Allerdings plädierte er dafür, dass eine Entscheidung darüber in der Föderalismuskommission von Bundestag und Bundesrat getroffen werde, was noch in diesem Jahr möglich sei. Dagegen forderte Baden-Württembergs Sozialministerin Tanja Gönner (CDU) den Bundestag auf, jetzt zeitnah über die Gesetzesinitiative des Bundesrates zu entscheiden.
Zehn Bundesländer wollen die Ladenschlusszeiten von Montag bis Samstag völlig frei geben und damit werktags das Einkaufen rund um die Uhr erlauben. Noch nicht entschieden haben sich Bremen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Die Landesregierungen in Düsseldorf und Saarbrücken wollen dagegen an den bisherigen Ladenschluss-Regelungen festhalten.
Die Entscheidung des Bundesrates knüpft an ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom Juni dieses Jahres, das den Ladenschluss zwar nicht kippte, aber eine Reform in die Hände der Länder legte. Der Bund müsste nun in das bisher bundesweit geltende Ladenschlussgesetz eine entsprechende Öffnungsklausel aufnehmen.
Der Einzelhandel begrüßte den Vorstoß der Länderkammer. Das Ziel der meisten Länder, die Öffnungszeiten an den Werktagen ganz frei zu geben, entspreche der Position des Einzelhandels, sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hermann Franzen. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, dürfe es aber keine unterschiedlichen Regelungen in den 16 Bundesländern geben.
Teile der SPD-Fraktion und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi lehnen eine Aufweichung der Ladenschlusszeiten und die Kompetenzübertragung an die Länder allerdings ab. Verdi-Vizechefin Magret Mönig-Raane sagte, es gebe in dieser Frage keinen Handlungsbedarf, weil die meisten Länder schon die jetzt gültigen Öffnungszeiten "nicht ausgeschöpft" hätten. Die Läden in Deutschland würden deshalb künftig "mit Sicherheit nicht rund um die Uhr geöffnet haben". Mönig-Raane räumte jedoch ein, dass das eindeutige Votum des Bundesrates den Druck erhöhen würde. Sie vertraue aber darauf, dass der Bundestag dem Länderwunsch nicht folgen werde. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion hatte dagegen erklärt, wenn die Länderkammer mit breiter Mehrheit beschließe, werde auf der Bundesebene wohl niemand versuchen, das zu blockieren.
Der mittelstandspolitische Sprecher der Union, Schauerte, nannte die Argumente von Verdi "fadenscheinig und an den Haaren herbeigezogen." Der Arbeitsschutz für die Mitarbeiter werde durch das Arbeitszeitgesetz und tarifrechtliche Regelungen gesichert. Schauerte sagte weiter: "Selbst wenn eine Liberalisierung des Ladenschlusses nicht sofort und automatisch zu einem Anstieg von Absatz und Beschäftigung führt, so wird damit doch ein wichtiger Beitrag für mehr Flexibilität im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben verbunden sein, der für Verbraucher, Arbeitnehmer und Einzelhändler gleichermaßen von Vorteil ist."
cbs/svb
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story705675.html
Berlin setzt auf Shopping-Tourismus
Spielraum für flexiblere Ladenöffnungszeiten nutzen
Berlin - Der Berliner Senat will frühzeitig die Weichen stellen, um bei einer Übertragung der Verantwortung für die Ladenschlusszeiten auf die Länder "den Spielraum für eine weitere Liberalisierung zu nutzen". Nach der Entscheidung des Bundesrates hofft Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) auf eine zügige Behandlung des Themas im Bundestag. Trotz vergleichsweise geringer Kaufkraft in der Hauptstadt könne Berlin mehr als andere Kommunen von einer Freigabe der Öffnungszeiten profitieren, so der Wirtschaftssenator.
Das Zauberwort heißt Einkaufstourismus. Schon jetzt gibt nach Angaben der Berlin Tourismus Marketing GmbH jeder Übernachtungsgast durchschnittlich 38 Euro pro Tag im Berliner Einzelhandel aus - macht unter dem Strich 1,7 Mrd. Euro pro Jahr. "Diese Zahl ließe sich mit liberaleren Öffnungszeiten deutlich steigern", sagt Sprecherin Natascha Kompatzki.
Wie eine künftige Berliner Lösung für den Ladenschluss im Detail aussehen wird, ist noch offen. Gespräche mit Verbänden und Gewerkschaften sollen noch in diesem Jahr beginnen, wie Wolf-Sprecher Christoph Lang bestätigt. Klar scheint nur, dass Sonn- und Feiertage, von Ausnahmen abgesehen, weiterhin tabu sein sollen.
Die Entscheidung, die Regelung der Öffnungszeiten in die Hände der Länder zu legen, sei "ein Schritt in die richtige Richtung", sagt der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Nils Busch-Petersen. Der Weg zu einer Länderregelung sei aber noch weit. Die Öffnungszeiten von Montag bis Sonnabend sollten grundsätzlich den Unternehmen selbst überlassen werden, fordert der Verband.
Immer mehr Unternehmen sprechen sich derweil für eine völlige Freigabe der Öffnungszeiten aus - das Kulturkaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße fordert ebenso die Sieben-Tage-Shoppingwoche wie Ferdinand Regnier, Berliner Bereichsleiter des Einkaufs-Center-Konzerns ECE (u. a. Potsdamer Platz Arkaden, Gesundbrunnen-Center, Ring-Center). Er will individuelle Lösungen für die Berliner Standorte schaffen.
Widerstand dagegen kommt von den Gewerkschaften. "Die Zeche einer weiteren Liberalisierung der Öffnungszeiten werden gerade in Berlin die Beschäftigten und auch die Kunden zahlen", kritisiert Verdi-Landesverbandssprecher Andreas Splanemann. Die Folgen seien unter anderem höhere Preise und der verstärkte Einsatz von Billigarbeitskräften in Kaufhäusern und Shopping-Centern.
fal
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.09.2004/1384136.asp#art
Laden auf, Laden zu
Heute öffnen nur einige Geschäfte. Wowereits Idee, mehr Verkaufs-Sonntage zu erlauben, ist umstritten
Gisela Seiffert steht am Sonnabend mitten im Leiser-Geschäft an der Tauentzienstraße, gibt nicht nur über Schuhe Auskunft. Kunden fragen, ob auch am Sonntag offen ist, wie in allen großen Einkaufszentren, etwa den Potsdamer Platz Arkaden. Oder dem fernen Medienkaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße, das stets und ständig geöffnet scheint. „Natürlich öffnen wir,“ sagt Gisela Seiffert freundlich, „wir sind doch Hauptstadt.“
So wird also hier und heute bei Leiser verkauft, auch bei Schuhtick gegenüber, während in Sichtweite die Konkurrenten Salamander und Deichmann geschlossen haben. „Wir machen auch nicht auf“, sagt eine Verkäuferin von Niketown, während sie einem Kunden Sportschuhe zeigt. „Ist schon komisch, wo doch Sonntag hier der Marathon vorbeiläuft.“ Die meistbesuchte Einkaufsstraße Berlins wird zum Großereignis wieder ein Flickenteppich offener und geschlossener Geschäfte sein. Offen ist das Europa-Center, dicht sind das KaDeWe und Peek & Cloppenburg: „Bloß nicht Sonntagsarbeit“, sagt dort eine Verkäuferin, „aber irgendwann erwischt es uns.“ Nils Busch-Petersen, der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, spricht von einem typischen „Paragraf-14-Sonntag“ des Ladenschlussgesetzes. Vier Mal im Jahr dürfen Geschäfte offiziell sonntags öffnen. Sollte nach dem Willen des Bundesrats das Gesetz zur Ländersache und die Öffnungszeit weiter liberalisiert werden, könnte der Sonntag als Einkaufstag noch richtig populär werden. Der Regierende Bürgermeister hat darüber schon nachgedacht - und mit Nils Busch-Petersen gesprochen. „Wir müssen uns bei den Sonntagsöffnungszeiten auf irgendwas zwischen vier und 52 Mal einigen“, sagt er. „Aber der Sonntag bedarf eines besonderen Schutzes.“
Das KaDeWe sieht für die Sonntagsöffnung „im Augenblick keinen Bedarf“. In den kleinen Einzelhandelsgeschäften an der Tauentzienstraße findet der „offene Sonntag“ auch keinen Gefallen. Das rechne sich nicht. „Ich bin absoluter Fan von völlig offenen Verkaufszeiten“, sagt Kunde Christian Baumgarten. „Ich bin berufstätig, finde kaum Zeit zum Einkaufen.“ Vorm Leiser-Schaufenster sieht sich das Ehepaar Ruth und Wolfgang Bubig Stiefel an. „Uns tut das Personal Leid. Ich war 44 Jahre Verkäuferin im KaDeWe“, sagt sie. „Ich habe mich immer auf den freien Sonntag gefreut!“C. v. L.
trance-x
September 25th, 2004, 09:26 PM
http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_berlin&text=75796
Graf gewinnt Showmatch gegen Sabatini 6:1, 7:5.
Berlin (dpa/bb) - Fünf Jahre nach dem Ende ihrer aktiven Tennis-Karriere hat Steffi Graf das Showmatch gegen ihre einstige argentinische Rivalin Gabriela Sabatini 6:1, 7:5, gewonnen. Bei der Partie vor 5500 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle blitzte am Samstag immer noch das große Können der 35-Jährigen auf, die in ihrer Karriere 23 Grand-Slam-Titel gewann. Am Vormittag war der Centre Court des LTTC Rot-Weiß im Grunewald feierlich in Steffi-Graf-Stadion umbenannt worden.
trance-x
September 25th, 2004, 09:40 PM
achja, dazu gibts eine vorgeschichte... neulich beim "jesus tag" wurden die beiden ja schon mal erwaehnt - da wurden sie vorsichtshalber in gewahrsam genommen ...
ich glaube "arnold roy" wars, der schon seit jahren nicht nur kirchliche veranstaltungen stoert, sondern auch u.a. im bundestag, auf trauerfeiern bekannter schauspieler (hildegard knef z.b.) und anderem agierte ... irgendwann traf er, ich glaub vor zwei jahren wars, den ebenfalls ueberaus aktiven christian arnold und sie taten sich zusammen ... es gibt noch ein paar andere ... inzwischen haben sie ihr einzugsgebiet ausgedehnt, nicht nur in berlin, sondern ab und an auch aktionen wie eben vor geraumer zeit auch beim ZDF in Mainz ... die konsequenzen dieser aktion betrifft der erste artikel ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705728.html
Gericht bestätigt Urteil gegen Kirchenstörer
Roy und Arnold drohen mehrere Monate Gefängnis
Von Michael Mielke
Die Richter in Mainz sind konsequent geblieben. Die zweite Strafkammer hat die Berufung der notorischen Kirchenstörer Andreas Roy und Christian Arnold verworfen. Es bleibt also für beide bei fünf Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Anlass für dieses Verfahren waren - wie schon so oft zuvor bei diesen Unverbesserlichen - eine Störung der Religionsausübung und Sachbeschädigung. Am 4. Juli dieses Jahres hatten sie sich jedoch kein Berliner Gotteshaus ausgesucht, sondern den Mainzer Dom, wo sie die ZDF-Übertragung des Jubiläums "25 Jahre Fernsehgottesdienst" torpedierten. Sie wurden über Nacht in Haft genommen und am nächsten Tag einem Strafrichter vorgeführt. Der befand sich in einer komfortablen Beweissituation. War doch alles live übertragen worden: wie der 45 Jahre alte Roy und sein 29 Jahre alter Kumpan den Kardinal Lehmann durch lautes Brüllen unterbrachen, wie sie Kelche, Hostienschalen, Kerzen und Altarschmuck zu Boden warfen und wie sie schließlich von Dom-Besuchern und Fernsehmitarbeitern überwältigt und festgehalten wurden. Was sie nicht hinderte, weiterhin zu versuchen, mit Hilfe eines Megafons Bibelzitate zu rufen.
Die Angeklagten hätten damit "eigene religiöse Ziele über die Anliegen anderer gestellt und mit ihrem Auftreten Kirchenbesucher und Fernsehzuschauer verletzt", begründete der Vorsitzende des Berufungsgerichtes sein Urteil. "Da kann nur eine Freiheitsstrafe folgen."
Roy und Arnold verfolgten den Prozess ungewöhnlich diszipliniert. Ihre Argumentation für ihren verbalen Terror indes hatte sich nicht geändert: Es gehe nicht um Pöbeleien, sondern darum, die Menschen zur Umkehr und Buße sowie Versöhnung mit Gott aufzurufen, dozierte Roy, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Tut Buße" trug. Und Arnold ergänzte, dass sie zur Umkehr nicht bereit seien. Die Aktion in Mainz sei "von Gott gesegnet".
Hinter Gitter müssen die beiden aber trotz des bestätigten Urteils noch nicht. Jetzt haben sie erst mal eine Woche Zeit, Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen. Tun sie das, müssen sie die Revision nach Empfang der schriftlichen Urteilsbegründung binnen vier Wochen begründen. Es könnte also Mitte Dezember werden, bis sich die Gefängnistüren hinter ihnen schließen. Was manchen Geistlichen vermutlich aufatmen lassen wird.
Auch Weihnachten 2005 wird vor ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Ruhe herrschen. Denn bei im Mai in Moabit ausgesprochenen Gefängnisstrafen wird nach der Rechtskraft des Mainzer Urteils die Aussetzung auf Bewährung gestrichen. Das wären dann noch einmal sechs Monate für Roy und fünf Monate für Arnold. Außerdem warten noch zwei Anklagen der Berliner Staatsanwaltschaft wegen Störungen in der Trinitatis-Gemeinde und während einer Beerdigungsfeierlichkeit. Mindestens drei weitere Anklagen sind in Arbeit. Nehmen sich die Berliner Richter ein Vorbild an den Kollegen in Mainz, könnten die Berliner Kirchen also sogar noch 2006 von Roy und Arnold verschont bleiben
hier ein artikel der taz vom 7.7.2004 ...
http://www.taz.de/pt/2004/07/07/a0163.nf/text
Arnold & Roy auf Mission
Der letzte Sonntag wurde durch Störer total versaut. Jimmy Jump und die Berliner
Kirchenstörer Andreas Roy und Christian Arnold trieben ihr Unwesen vor laufenden Kameras
VON MARTIN REICHERT
Ruhe ist erste Bürgerpflicht, insbesondere sonntags, und wer dagegen verstößt wird als Störer, Störschwein, Querulant, Diversant (DDR-Sprech) oder blöde Rübe bezeichnet. Jimmy Jump, der sich am Sonntag während des EM-Finales als Ball inszeniert hatte und ins Tor gesprungen war, wird nun in Internet-Foren als "Vogel" und "Idiot" tituliert.
Die so genannten Kirchenstörer Andreas Roy (45) und Christian Arnold (29) wurden vom hessen-nassauischen evangelischen Kirchenpräsidenten Peter Steinacker sogar als "Hassprediger im christlichen Gewand" bezeichnet. Wegen der Störung des am Sonntag vom ZDF live übertragenen Fernsehgottesdienstes im Mainzer Dom wurden die Berliner außerdem zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt, und zwar im Schnellverfahren.
Noch mal glimpflich davon kam ein herrenloser Koffer, der am gleichen Tag den Kunstgenuss in der MoMA-Ausstellung gestört hatte. Der Besitzer des herrenlosen Gepäckstücks hatte sich gemeldet, allerdings erst, nachdem das Gebäude wegen Bombenalarms geräumt worden war. Trotzdem: Der Sonntag war irgendwie versaut.
Vom Koffer mal abgesehen: Es steckte immer Absicht dahinter. Jimmy Jump war zuletzt beim spanischen Formel-1-Grand-Prix aufgefallen, als er während der Aufwärmrunde mit einem Transparent auf die Fahrbahn gestürmt war, um gegen ein Kulturprojekt in Barcelona zu protestieren. Aufmerksam machen will er hauptsächlich auf sich selbst: Er rennt nie ohne T-Shirt mit der Adresse seiner Website (www.jimmyjump.com) ins On der Kameras und setzt damit einen Link im öffentlichen Raum, der direkt auf ihn verweist.
Auch die Kirchenstörer Arnold und Roy tragen ihre Botschaft gern mittels kameragerechter Oberbekleidung in die Welt: "Tut Buße" stand in schwarzen Lettern auf weißer Baumwolle, als sie sich im Mai vor Gericht für das Kupieren des Weihnachtsbaums am Berliner Breitscheidplatz verantworten mussten. Die damals verhängten Bewährungsstrafen sind ihnen nun zum Verhängnis geworden, denn mit der Mainzer Aktion haben sie eindeutig gegen die Auflagen verstoßen: Während Kardinal Lehmann live die Eucharistie zelebrierte, waren sie zum Altar gestürmt und hatten das Altartuch mitsamt Kelchen und Leuchtern heruntergerissen, derweil unverständliche Parolen über Megafon skandierend. Überwältigt und abgeführt wurden sie unter anderem von ZDF-Mitarbeitern.
Andreas Roy und sein Hiwi Christian Arnold dringen immer wieder gezielt in die mediale Sphäre ein und unterlaufen dabei jegliche redaktionelle und dramaturgische Autorität: Roy beschimpfte bereits Bundeskanzler Gerhard Schröder während einer Parlamentsrede, von der Zuschauertribüne aus und gut sichtbar für die Kameras im Reichstag. Bei der live aus der Gedächtniskirche übertragenen Beerdigung Hildegard Knefs hatte Andreas Roy den Berliner Regierenden Bürgermeister mit dem Zuruf "Homosexualität ist Sünde" angegriffen.
Die Aktivisten wettern im Namen Gottes vor allem gegen Homosexualtität, Abtreibung und die Kirchen, deren Obere Roy schon mal als "Oberdealer" bezeichnet, die "Opium unter das Volk streuen". In ihren Aktionsformen erinnern sie dabei an den bekannten Politaktivisten Rainer Kunzelmann, allerdings in einer "rechtsquerulantorischen Version" (Detlef Kuhlbrodt in der taz).
Wie bei den meisten Störern steckt hinter der ständigen Quengelei eine ursprünglich gute Absicht, was Roy und Arnold auch von Seiten der Justiz bislang als mildernder Umstand in Rechnung gestellt worden war: Aus Nächstenliebe wollen Arnold und Roy den Gemeinden den Weg zur richtigen Bibelauslegung weisen und die Menschen zur inneren Umkehr bewegen. Arnold ist arbeitslos, Roy Sozialhilfeempfänger, beide haben ihr Leben dem Kampf um Aufmerksamkeit und verlorene Seelen gewidmet.
Ironie der Geschichte: Andreas Roy tritt mit der Aufforderung "Tut Buße" an eine Gesellschaft heran, die ihn dereinst selbst zur Buße gezwungen hatte. In den Achtzigerjahren musste Andreas Roy eine fünfeinhalbjährige Haft wegen schweren Raubes absitzen. Im Gefängnis hatte er die Bibel studiert, seitdem nimmt er sie wörtlich und misst Gesellschaft und Kirchen am Wort Gottes.
Den Störern konnte übrigens keinerlei Störung nachgewiesen werden, ein psychiatrisches Gutachten bestätigte den Aktivisten volle Schuldfähigkeit, da keine psychische Erkrankung oder religiöse Wahnvorstellung vorliege. Es handelt sich um ganz normale Störer, Querulanten und blöde Rüben, die es schaffen, ins Fernsehen zu kommen.
taz Nr. 7402 vom 7.7.2004, Seite 14, 154 Zeilen (TAZ-Bericht), MARTIN REICHERT
hier eine skizzierung/meldung des berliner kurier vom februar dieses jahres ...
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0202/berlin/0003/
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.img/textarchiv_kurier.gif
Datum: 02.02.2004
Ressort: Berlin
Autor: Susanne Kröck, Norbert Koch-Klaucke
Seite: 04
Im Namen des genervten Volkes
ZWEI MEGA-PÖBLER aus Berlin stehen in dieser Woche vor Gericht
Berlin - Der eine pöbelt, wenn er nur Mund aufmacht. Sogar die Beerdigung von Hilde Knef war ihm nicht heilig. Der andere grölt Naziparolen, brachte seinem Hund den Hitlergruß bei. In dieser Woche stehen beide vor Gericht. Und alle hoffen auf ein Urteil im Namen des genervten Volkes.
Saal 3105, Amtsgericht Tiergarten. Hier muss sich heute ab 10 Uhr Andreas R. (44) verantworten. Der stadtbekannte Störer und religiöse Fanatiker (wettert gegen Schwule, Abtreibungen, Ökumene) hatte 2003 immer wieder in Gottesdiensten (darunter auch mit Bischof Huber) lauthals gegrölt, im Sommer im Bundestag Kanzler Schröder "Tu Buße!" zugeschrien. Beleidigung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung hat er schon auf dem Kerbholz. Falls er überhaupt schuldfähig ist, drohen ihm jetzt drei Jahre Haft. Der von ihm abgesägte Weihnachtsbaum an der Gedächtniskirche ist da noch nicht bei . . .
Donnerstag, Saal 769: Hier steht Hunde-"Führer" Roland T. (54) vor Gericht, der Hund "Adolf" den Hitlergruß mit der rechten Pfote beibrachte. Den soll er auch selbst gezeigt, dazu ein T-Shirt mit dem Bild Hitlers getragen und auch noch "Sieg Heil" gerufen haben.
BU: Nerverei 1: "Adolf! Mach den Gruß!" Brav hebt der Schäferhund-Mix auf Kommando von Herrchen Roland T. (54) die rechte Pfote. Foto: Stickforth.
BU: Nerverei 2: Saaldiener des Deutschen Bundestags nehmen am 3. Juli 2003 den pöbelnden Andreas R. (44) auf der Besuchertribüne in die Zange. Foto: ddp.
WANN IST ER DRAN? // Ihm ist kein Gotteshaus heilig: Andreas de A. R. (37), der Satans-Spinner aus Friedenau. Am Reformationstag (31. Oktober) pöbelte er bei der TV-Predigt aus dem Spandauer Johannesstift (Foto), nannte die Kirche eine "Synagoge des Satans". Weihnachten störte er die Christmette im Dom.
UND ER? // Dicker Bart, dicker Bauch: Wolfgang K. (53), der Radau-Rambo vom Wedding. Ständig terrorisiert er die Leute aus der Soldiner Straße. Mal will er "alle in die Luft sprengen" oder ein "Blutbad" anrichten. Im Herbst ging der Rambo sogar auf die Polizei los, rammte mit einem Schrott-Auto eine Funkstreife. Foto: Schröder
trance-x
September 25th, 2004, 10:29 PM
http://www.taz.de/pt/2004/07/07/a0263.nf/text
http://www.taz.de/taz/gifs/tazlo1.gif ... Großzügigkeit ist streng geregelt
Die BVG wirbt mit "Kulanz-Regeln": Wer etwa in die Tram einsteigt und kein Kleingeld für den Automaten dabeihat, kommt davon - muss aber beim nächsten Stopp raus
Was ist "Kulanz"? Der Duden lehrt: "entgegenkommend", "großzügig". Zwei Worte, die die BVG bei der Definition ihrer neuen Kulanz-Regeln bemerkenswert konsequent ignoriert.
So sieht die neue "Großzügigkeit" vor, dass die erste Station Straßenbahnfahren frei sein kann: Wer in der Tram nur große Scheine dabeihat, mit denen er an Ticketautomaten nicht bezahlen kann, darf eine Station mitfahren, ohne als Schwarzfahrer zu gelten. Man sei ja quasi in der Tram gefangen und habe keine Möglichkeit zu wechseln, erklärt BVG-Sprecherin Petra Reetz. Nach der Station muss aber flugs ausgestiegen, gewechselt und auf die nächste Tram gewartet werden. Auch Müttern gewährt die BVG großzügig eine Station, um sich samt Kinderwagen durch die volle Tram zu boxen.
Die zweite "Großzügigkeit" betrifft Touristen: In vielen anderen Großstädten kommen die Tickets bereits entwertet aus dem Verkaufsautomaten. Wer nicht weiß, dass es hier anders läuft, und das Stempeln vergisst, soll auch nicht Bußgeld zahlen müssen. Allerdings muss bei der nächsten Station ausgestiegen, gestempelt … Sie wissen schon.
Dem Fahrgastverband Igeb geht die Kulanzoffensive der BVG nicht weit genug: "Es ist ein erster Schritt, aber insgesamt sind die Regeln in Berlin-Brandenburg noch viel zu streng", so Igeb-Vorsitzender Christfried Tschepe. In Berlin müsse der Einzelfahrschein-Käufer auf dem schnellsten Wege fahren. In anderen Städten seien längere Zwischenaufenthalte erlaubt. Außerdem brauche in Berlin auch der einen Fahrschein, der einen Freund zum Zug bringt: Man betritt ja den Bahnsteig. "Kulanz ist nett, begründet aber keinen Anspruch", sagt Tschepe.
Die BVG hingegen setzt größere Hoffnungen auf die Kulanz-Regeln: "Was bisher reine Ermessenssache war, ist jetzt auch für den Kunden eindeutig", sagt Reetz. Wie die Regeln bei den Fahrgästen ankommen, könne noch nicht gesagt werden: "Dafür ist es noch zu früh."
Offen bleibt auch die philosophische Frage, ob sich die Wörter "Kulanz" und "Regel" überhaupt mit Bindestrich kombinieren lassen. Beinhaltet "Kulanz" doch irgendwie, eben nicht auf Regeln zu bestehen. "FLORIAN HÖHNE
Euro in Polen immer beliebter
http://www.jmrr.com/cartezone-euro.gifhttps://www.commerzbank.com/institutions/euro/start/eu_titel.gif
WARSCHAU dpa/taz Kunden der französischen Supermarktkette Géant können in den oberschlesischen Filialen des Unternehmens seit Anfang Juli auch in Euro bezahlen. Zuvor sei diese Möglichkeit bereits in zwei Märkten in Stettin und Breslau geschaffen worden, berichtete die Gazeta Wyborcza. Das Wechselgeld werde in polnischer Währung herausgegeben. Auf den Grenzmärkten und in vielen kleinen Geschäften in der deutsch-polnischen Grenzregion ist die Doppelwährung und Auszeichnung von Preisen in Euro und Zloty längst üblich. Auch die westpolnischen Geschäfte der britischen Supermarktkette Tesco sowie Real-Märkte in Stettin und Zgorzelec akzeptieren den Euro. Auch in England kann man bei Tesco teilweise europäisch zahlen - allerdings zu oft ziemlich ungünstigen Wechselkursen.
http://www.taz.de/pt/2004/07/07/a0250.nf/text
Huren fühlen sich wohl in Berlin
http://www.cameronrudd.co.uk/img/BZ/unt-3.jpg
Unter Prostituierten und Bordellbesitzern gilt Berlin weiterhin als liberalste Stadt in Deutschland. Hier gebe es weder Sperrstunden noch Sperrzonen, sagte Stephanie Klee, Vorsitzende des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistungen, am Dienstag. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen mache Berlin den Sexarbeiterinnen das Leben auch nicht durch Sondersteuern oder Baurechtsvorschriften schwer. Rund zweieinhalb Jahre seit dem Bestehen des neuen Prostitutionsgesetzes laufen die Regelungen nach Klees Ansicht bundesweit aber weitgehend ins Leere. Das Interesse an Bordellen ist nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di in Deutschland ungebrochen. Bundesweit 1,2 Millionen Männer zahlten täglich für sexuelle Dienstleistungen. Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Prostituierten auf rund 400.000. DPA
http://morgenpost.berlin1.de/ausgabe/archiv2004/040925/berlinboulevard/story705696.html
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040925/berlinboulevard/89724.jpg
Hollywoodstar Julianne Moore (Foto) kommt nach Berlin: ColumbiaTristar-Chef Martin Bachmann holt sie ab dem 18. Oktober drei Tage lang für Interviews zum Psychothriller "Die Vergessenen" (Kinostart: 28. Oktober) in die deutsche Hauptstadt. Eine Premiere des Films wird es nicht geben, dafür aber ein exklusives Dinner mit der US-Schauspielerin, die mehrfach für den Oscar nominiert wurde.
http://www.tf-ahrensfelde.de/img/otto.jpghttp://www.zdf.de/ZDFde/img/25/0,1886,2175065,00.jpghttp://www.fann.cz/promo/sabatini/daylight/img/bg_right.jpghttp://www.tribuneindia.com/2003/20030122/sp.jpg
Otto Waalkes und Karl Dall in kurzen Hosen und mit Tennisschlägern bewaffnet, gemeinsam auf einem Platz mit Steffi Graf und Gabriela Sabatini: Der "Augenschmaus fatal" steigt heute ab 13.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle. Anlass des verrückten Tennisspiels ist die Umbenennung des Rot-Weiß-Center-Courts in Steffi-Graf-Stadion. Weil man bei Rot-Weiß Angst vor Regen hat, findet der Schaukampf in der Max-Schmeling-Halle statt. Vor dem ersten Aufschlag gibt Ex-Bee-Gee Robin Gibb ein Konzert mit den Berliner Symphonikern.
Ihre Stammkunden: Arnold Schwarzenegger, Winona Ryder und Dustin Hoffman. Wenn Sherri Donghia aufs Sofa bittet, dann machen die Hollywoodstars Platz. Die Designerin entwirft Möbel und Textilien. Gestern blieb sie im Flugchaos der Lufthansa stecken. Sherri Donghia kam todmüde im Madison an. Abends erwartete sie 400 Gäste in der Villa Harteneck, in der ihre Kollektion vorgestellt wurde.
Gourmet-Philosoph Drew Deckman verlässt die Stadt. Wegen der Schließung des Berliner "Four Seasons" wechselt er in das Four Seasons Hawaii. Ab sofort trinkt Deckman den teuersten Kaffee der Welt: Der Kona-Kaffee reift in unmittelbarer Nähe des Resorts Hualalai. Seine Abschiedsparty gibt Deckman Ende Oktober im "Vau".
Musikerin Oleta Adams kommt zu den "Wave Music Allstars" in den Großen Sendesaal des RBB; zum Charity-Fußballspiel für die Kinderstiftung "Children for Tomorrow" von Steffi Graf reisten Lothar Matthäus und Johannes B. Kerner an.
Der österreichische Schauspieler Anton Rattinger probt für die neue Schlosspark-Theater-Inszenierung "Pinkelstadt - Das Musical". Mareike Carrière kommt zu der Veranstaltung "Cine Readings - Lesungen unverfilmter Drehbücher" (11.30 Uhr, Hackesche Höfe)
trance-x
September 25th, 2004, 10:50 PM
http://morgenpost.berlin1.de/ausgabe/archiv2004/040925/berlinboulevard/story705699.html
Sterne am Werber-Himmel
Deutschlands besten Werbe-Spots werden mit dem Effie-Award ausgezeichnet - Große Gala im Theater des Westens
http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/germany/images/berlin_theaterdeswestens_7.jpg
Theater des Westens ...
Der Jury-Präsident gewann Gold. Und Silber. Und Bronze. Holger Jung, Vorstand der renommierten Hamburger Werbeagentur "Jung von Matt" (BMW, Sixt, Berliner Morgenpost, Deutsche Post) erhielt den Effie-Award 2004 in drei Farben. Gold für seine Werbekampagne für eBay International mit dem Titel "3...2...1...meins!" Silber für seine TUI-Werbung "Fühl dich TUI" und Bronze für den Kreativauftritt des BMW Z4 Roadster "Die Summe aller Sinne".
Neben den Hamburger Werbern wurde die Agentur Publicis Frankfurt mit dem Goldenen Effie ausgezeichnet. Zur Trophäe hatte die Hessen ihre Toilettenpapier-Kampagne "Charmin der Bär" für Procter & Gamble geführt.
Der Effie-Award ist das Aushängeschild des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA), der ihn seit 1981 für besonders effiziente Werbe-Kampagnen vergibt. Gestern Abend verfolgten 650 Gäste die feierliche Verleihung des "Werbe-Oscars" im Theater des Westens. Es gab 15 Kategorien, von Automotiven bis Telekommunikations- und Informationstechnologien. 49 Finalisten aus 181 Einsendungen hatten auf einen der Effies gehofft - mehr als in den Vorjahren. Aber nur 13 Effies wurden vergeben - weniger als in den Vorjahren. "Noch nie war es so schwer, einen Effie zu bekommen wie in diesem Jahr", sagte Jury-Präsident Holger Jung. "Die Finalisten waren gut und 49 ist eine stolze Zahl. Aber davon ragten nur einige deutlich heraus. Vieles war gut, aber nur weniges war sehr gut." Insgesamt hätten die Einsender zu häufig Zuflucht zum angeblich Bewährten gesucht. Jung: "das konnte nicht belohnt werden. Aufschwung braucht Schwung. Elan hat auch mit kreativem Mut zu tun. Investment zahlt sich aus, das gilt insbesondere für die Marketingkommunikation."
Die Damen und Herren, in Smoking und Abenkleid, aus den Werbemetropolen Düsseldorf, Hamburg, München, Frankfurt und Berlin wurden zusehends nervöser. Sie fieberten den Preisen entgegen. Erleichtert nahmen die Gewinner das Ergebnis der Jury (unter anderen Uwe Bergheim, Vorsitzender der Geschäftsführung von E-Plus Mobilfunk, Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG und Klaus Morwind, Mitglied der Henkel-Geschäftsleitung) zur Kenntnis. Zu den weiteren Ausgezeichneten gehörte die Münchner Agentur "For Sale".
Gründer und Aufsichtsratschef Kai Fehse erhielt einen Silbernen Effie - wie im vergangenen Jahr auch schon - für seine Media-Markt-Werbung "Mutter aller Schnäppchen". Kess berichtete Fehse: "Damals sind wir nicht zur Verleihung gekommen. Die 1000 Euro Flugkosten haben wir mit unseren Mitarbeitern auf den Kopf gehauen. Zur Feier des Tages sind wir einen Heben gegangen." In diesem Jahr wollte Fehse denn doch dabei sein. "Man muss eben manchmal mit den Wölfen heulen."
Ebenfalls Silber erhielten die Agenturen "weigertpirouzwolf" (Hamburg) für ihren IKEA-Klassiker "Wohnst du noch oder lebst du schon?", "Lowe" (Hamburg) für ihre Deo-Werbung von Axe "Kann länger", DDB Berlin (ließen für den VW-Spot Buben Autogeräusche nachmachen) und J. Walter Thompson (Frankfurt/Main) für ihre Becks-Bier-Werbung "Entdecke das Neue". Bronzene Effies gingen unter anderen an die Berliner Zweigstelle von "Scholz & Friends" und an die Hamburger Agentur "Grabarz & Partner" (vertreten durch Andreas Grabarz und Anne Jezuika). Scholz & Friends wurde die Werbe- und Sympathiekampagne des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, Grabarz & Partner erhielten den Preis für den Auftritt der DEVK-Versicherungen.
F. v. Mutius; B. Jänichen
trance-x
September 25th, 2004, 10:59 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story705876.html
Doppeltes Baby-Glück im Hause von Dr. Brigitte Mohn : Die Tochter des Unternehmer-Ehepaares Liz und Reinhard Mohn (Bertelsmann) aus Gütersloh, Vorstandsvorsitzende der 1993 von ihrer Mutter ins Leben gerufenen Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, brachte in Berlin Zwillinge zur Welt: Victoria-Marie und Brüderchen Nicolas wurden morgens um 9 Uhr im Virchow-Klinikum durch Kaiserschnitt entbunden. Birgitte Mohns Lebenspartner Thomas Kowallik und die Familie Mohn sind überglücklich über den Zwillings-Nachwuchs.
Dominic von Werthern, Chef des Promi-Lokals "Felix" im Adlon-Palais, wollte gestern Abend die erste Party nach der Wiedereröffnung feiern. Sechs Monate war das Restaurant geschlossen, jetzt erstrahlt es unter anderem mit 20 Lichtsäulen im neuen Glanz. Hier trank schon Alfred Biolek seinen Rotwein, Rudolph Moshammer probierte Pasta, und Ralf Moeller schlürfte Cocktails.
Eine Riesenüberraschung erlebte der Münchner Schauspieler Michael Schreiner, Darsteller des "Elling" in dem gleichnamigen Bühnenstück im Theater am Kurfürstendamm: Nach der Vorstellung kam der Norweger Per Christian Ellefsen in seine Garderobe, der die gleiche Rolle im Film dargestellt hatte. Der Leinwandstreifen wurde sogar in der Sparte "Bester ausländischer Film" 2002 für den Oscar nominiert. Schreiner erfuhr von seinem skandinavischen Kollegen gleich Neues, was "Elling" betrifft: "Es gibt eine Fortsetzung. Ab 11. Oktober drehe ich den Film ,Liebe mich morgen'." Michael Schreiner ist übrigens von Berlin so begeistert, dass er überlegt, mit seiner Frau und den Kindern Hannah, 11, und Lorenz, 13, von der Isar an die Spree zu ziehen.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story705877.html
Die Kling-Sisters unter einem Dach
Anja und Gerit Kling wohnen in Wilhelmshorst zusammen - und in der Nachbarschaft die Eltern
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89763.jpg
Die Schauspieler-Schwestern Anja (l.) und Gerit Kling vor ihrem
gemeinsamen Wohnhaus in Wilhelmshorst bei Potsdam
Foto: Schulz
Ein helles, unauffälliges Haus, Mini-Spielplatz für den Nachwuchs im großen Garten, der Pool ist bereits abgedeckt, aber auf der Terrasse laden noch die rustikalen Gartenmöbel zum Verweilen ein. Eine junge blonde Frau trägt ihr Baby auf dem Arm, ihre dunkelhaarige Schwester hat neben ihrem achtjährigen Sohn einen ganzen Pulk von Jungen und Mädchen um sich herum versammelt, liest spannende Geschichten vor. Idylle pur. Nichts deutet darauf hin, dass hier, in Wilhelmshorst bei Potsdam, eine kleine Filmdynastie seine Heimat hat. In dem von außen eher schlicht wirkenden Haus wohnen die erfolgreichen Kling-Sisters - die Berliner Schauspielerinnen Anja (34) und Gerit (38) Kling. Sie haben das verträumte Domizil vor sieben Jahren erworben. Im Nachbarhaus leben seit Mitte der 70er-Jahre die Eltern, dort sind die Mädchen aufgewachsen. Vater Ulrich Kling leitet in den Babelsberger Studios den Atelierbetrieb, Mutter Margarita betreibt Brandenburgs einzige Schauspieleragentur und hat natürlich auch die Töchter unter ihre Fittiche genommen.
Zum "Familienplausch" treffen sich alle am liebsten in der großzügig geschnittenen, modernen Wohnküche mit der gemütlicher Essecke (viele Naturholz-Möbel) von Gerit Kling, die das Erdgeschoss des Hauses mit Sohn Leon und Ehemann, dem Arzt Stefan Henning, bewohnt. Der Keller ist wohnlich ausgebaut, dort befinden sich das Kinder- und Elternschlafzimmer. Das Zusammenleben umschreibt sie mit den Worten: "Ein wunderbares Gefühl der Geborgenheit. Niemand ist allein, aber jeder muss Rücksicht nehmen, manchmal auch viel Geduld aufbringen. Doch die Mühe lohnt sich."
Im ersten Stock und im ausgebauten Dach hat Anja Kling mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Jens Solf, Sohn Tano (dreieinhalb Jahre) und dessen Schwesterchen Alea (dreieinhalb Monate) ihr Reich. Das lauschige Heim ist für die viel gefragte Darstellerin ein wahrer Kraftquell nach anstrengenden Dreharbeiten. Hier hat die "Königin Metapha" aus Michael "Bully" Herbigs urkomischem Weltabenteuer "(T)Raumschiff Surprise - Periode1" die stilechte Science-Fiction-Montur natürlich abgelegt, läuft in bequemen Klamotten herum.
Ihre Schwester Gerit inspirierte das Zweifamilienhaus sogar zu ihrem ersten Kinderbuch in Versen mit dem passenden Titel "Unser großes Haus" (Boltenhagen-Verlag, ab Ende September im Handel), das bei einer Gartenparty vorgestellt wurde. "Das Zusammenleben macht stark, fördert Liebe und Toleranz. Davon erzähle ich auch in meinem Buch, in dem Hund und Kater, Maus und Mäuserich, Vater, Mutter, Oma und Kinder unter einem Dach wohnen." Zusätzlich entstand ein Hörbuch-Musical, an dem prominente Kollegen wie Judy Weiss, Björn Casapietra, Pierre Sanoussi-Bliss, Bürger Lars Dietrich und Mathias Freihof ohne Gage mitgewirkt haben. Auch Anja Kling singt mit. Gerit: "Wir hatten kein Geld und kein Studio. Für die Produktion haben wir unser ganzes Haus um- und teilweise leer geräumt."
Die farbenfrohe Illustration stammt von dem Maler und Grafiker Wolf-Dieter Pfennig. Weniger "brav" gibt sich der Künstler, dessen Bilder auch im Museum of Modern Art in Toyama (Japan) hängen, auf seinen erotischen Frauenbildnissen. Gleich drei davon, nebeneinander hängend mit der vorherrschenden Farbe Rot, ziehen den Blick des Besuchers im Wohnzimmer magisch an. Die ausgedehnte Wohnlandschaft in Champagnerfarbe mit zwei flachen Glastischen bietet viel Platz. Mehrere Kerzenleuchter sorgen für Gemütlichkeit in dem ohne jeglichen Schnickschnack eingerichteten Wohnraum, der ins Esszimmer mit dem großen Glastisch und dem weißen Sideboard übergeht.
Kontrast: Ein antikes Bücherbord. Dort stehen Bücher wie "Fegefeuer der Eitelkeiten", "Große Frauen der Weltgeschichte" oder ein Bildband von Helmut Newton im besten Einvernehmen nebeneinander. An der Wand fällt ein Kinderbild auf, von Mama gemalt. Margarita Kling war Kunstlehrerin und Keramikerin, ehe sie ins Agenturgeschäft einstieg.
Gerit stand bereits als Fünfjährige in "Goya" vor der Kamera, wurde mit TV-Serien wie "Die Gerichtsreporterin" und "Die Rettungsflieger" populär. Anja hatte als 19-Jährige ihr Kino-Debüt im Defa-Film "Grüne Hochzeit". Der Durchbruch gelang ihr in der TV-Serie "Hagedorns Tochter." In der ZDF-Komödie "Irren ist sexy" (noch nicht gesendet) spielen beide Schwestern Hauptrollen. Ansonsten freut sich jede über den Erfolg der anderen. "Sonst könnten wir auch nicht zusammen in einem Haus leben".
Barbara Jänichen
trance-x
September 25th, 2004, 11:07 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337780.html?s=1
Kein Domizil für jedermann
Brigitte Grothum wohnt mit Ehemann Manfred Weigert und Tochter Debora Weigert in einer repräsentativen Villa in Nikolassee
Brigitte Grothum erinnert sich noch bis ins Detail an den Spätsommertag, an dem sie und ihr Mann Manfred Weigert ihr Domizil in Nikolassee zum ersten Mal in Augenschein nahmen: "Auf der Terrasse und im Garten blinkten überall kleine, bunte Partylämpchen, und das ganze Haus war taghell erleuchtet. In den Zimmern und am Pool, überall hingen durchtrainierte, kräftige Kerle herum, alles Boxtalente. Und irgendwie sah alles ein bisschen aus wie ein Puff!" Die repräsentative Villa gehörte vor etwa 30 Jahren Berlins bekanntem Boxpromoter Willi Zeller. Der brauchte Geld, das Ehepaar Grothum-Weigert kaufte.
Den ausschweifenden Lebensstil des Vorbesitzers übernahm die Familie zunächst für einige Jahre: "Anfangs haben wir hier wilde Poolpartys gefeiert. Wir hatten wirklich Highlife, und es dauerte ein paar Jahre, bis wir das Haus nach und nach zu unserem machten", erzählt die beliebte Schauspielerin.
Scheinbar ein einziger riesiger Raum, in dem dunkles Holz und taubenblaue Teppiche und Sitzmöbel vorherrschen, bildet das Erdgeschoss. Im Musikzimmer spielt Manfred Weigert oft am Flügel, an der Wand hängt die Sammlung seiner Frau. "Ich sammle Clownbilder. Besonders liebe ich die meines Freundes Ole Jensen", erzählt sie und zeigt auf Porträts von Bob Hope und Marcel Marceau.
Durch Flügeltüren geht es weiter ins Kaminzimmer, wo eine gemütliche Sitzecke zum Fernsehen einlädt. "Hier haben mein Mann und ich dieses Jahr häufig bis in die Nacht die Olympia-Wettbewerbe verfolgt", sagt Brigitte Grothum und führt an den gemütlich gedeckten Kaffeetisch am Ende des Raumes, wo man von einer wintergartenähnliche Ecke aus in den Garten blicken kann. "Mein Mann hat hier in der Nähe einen winzigen Laden entdeckt, wo es köstlichen Kuchen gibt", schwärmt sie und zeigt uns noch schnell verschwörerisch ihr "Schatzkästchen".
"Das Louis-seize-Esszimmer fand ich einst todschick, und mein Mann hat mir diesen sündhaft teuren Traum geschenkt." Sie selbst habe dann passende Tapeten und Vorhänge ausgesucht, bis alles perfekt war. "Nur gesessen haben wir hier noch nie", verrät sie, während sie die hier zwischengelagerten Bühnenkostüme für die kommende 18. "Jedermann"-Aufführung im Berliner Dom beiseite schiebt. "Aber alles bleibt, wie es ist, das ist ein Teil meiner Erinnerungen", sagt sie noch leise, während sie versucht, per Handy ihre Tochter zu erreichen.
Debora Weigert kommt währenddessen schon die Treppe herunter und beantwortet den fragenden Blick des Gastes lachend: "Meine Mutter ruft eher dreimal am Tag an, wie es mir geht, als dass sie einmal einfach raufkommt!" Nach einer kurzen Episode in einer eigenen Wohnung - "mit dem falschen Kerl" - wohnt Debora Weigert seit einiger Zeit wieder im Dachgeschoss der elterlichen Villa. Einst lebte hier die Oma. "Sie versorgte uns während Mamas Bühnenengagements oder Seriendrehs und hat immer gesagt ,Wenn ich tot bin, zieht die Kleene hier rauf'", erinnert sich die ebenfalls schauspielernde Tochter.
Einfach, aber gemütlich wirkt Deboras kleine Wohnung. Im Flur erzählt eine Fotoecke von vielen Freunden und Engagements. Liebevoll chaotisch wirkt das Arbeitszimmer mit Laptop und Regalwand. Darauf stehen dekorativ ein Paar elegante schwarze Schuhe: "Die hat mir eine Freundin für eine wichtige Rolle geschenkt, aber sie waren zu groß. Jetzt sind sie Talisman und Erinnerung an die Verstorbene", erzählt Debora.
Im Wohnzimmer nebenan zwitschern derweil laut ihre tierischen Mitbewohner Max und Moritz. "Ich hatte schon als kleines Mädchen Wellensittiche. Sie gehören wohl zu mir", sagt sie. Auf dem roten Sofa, auf dem sie gerade ihre neue Rolle für das Stück "Augen zu und durch" in der Komödie in Frankfurt einstudierte, fernsieht oder mit Freunden telefoniert, liegt ihre neueste Errungenschaft: eine knallrote Lacktasche mit dem "Westside Story"-Schriftzug. "Ich habe sie auf der Premierenfeier entdeckt. Mein Lieblingskollege Georg Preuße sah meinen Sehnsuchtsblick und hat sie mir geschenkt."
Dann huscht sie kurz im winzigen Bad vorbei und greift sich eine der zahllosen Ketten mit Kreuzanhängern: "Ich mag die organisierte Kirche nicht, war auch noch nie in einem Gottesdienst. Aber ich bete jeden Abend zu Gott. An den glaube ich." Sie könne sich gut vorstellen, dauerhaft mit den Eltern unter einem Dach zu wohnen. "Es ist doch toll, so ein Familienerbe zu erhalten. Wenn irgendwann der richtige Mann kommt, der gute Nerven hat und mit dem ich lachen kann, kriege ich bestimmt auch Kinder", sagt sie. Der Blick ihrer Mutter spricht Bände: "Klar, ich wünsche mir sehr Enkelkinder, aber es dauert wohl noch . . .", kommt es sehnsuchtsvoll. Corinna Schlag
Artikel erschienen am Sa, 25. September 2004
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story705943.html
Marathon bewegt Millionen
36 193 Sportler gehen heute an den Start / Laufevent wird immer mehr zum Wirtschaftsfaktor
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89772.jpg
Voller Einsatz vor dem Kanzleramt: Die Skater gingen schon am
Samstag auf die Marathon-Strecke
Foto: Meissner
Berlin - Das Marathon-Wochenende in Berlin erreicht am heutigen Sonntag mit dem Lauf über die Distanz von 42 195 Metern seinen Höhepunkt. 36 193 Läufer gehen um 9 Uhr an den Start, darunter 6982 Frauen, die damit 19 Prozent der Teilnehmer stellen. Die Veranstalter vom SCC Running rechnen mit rund einer Million Zuschauern an der Strecke, die an touristischen Highlights wie Siegessäule, Reichstag, Staatsoper und Fernsehturm vorbeiführt. Start und Ziel befinden sich wie im Vorjahr auf der Straße des 17. Juni. Das Brandenburger Tor wird wieder kurz vor dem Ziel durchquert. Erstmals sollen die Teilnehmer dort mit Stadion-Atmosphäre empfangen werden. Dafür stehen auf dem Pariser Platz Tribünen für etwa 4000 Besucher. Rennleiter Mark Milde verspricht sich davon, die "Athleten auf den letzten Metern noch einmal anspornen zu können".
Der Berlin-Marathon, der als einer der größten Lauf-Events der Welt gilt, wird immer mehr zum Wirtschafts- und Imagefaktor für die deutsche Hauptstadt. Nach einer Studie belaufen sich die Einnahmen insgesamt auf mehr als 44 Millionen Euro. Bis zu 30 Millionen Euro fließen an Hotels, Gaststätten und Handel, rund 14 Millionen Euro werden durch Werbung umgesetzt. Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer in Berlin, Christian Wiesenhütter, sind von Teilnehmern und ihren Begleitern aus 91 Nationen über 33 000 Betten gebucht worden. Das sei etwa die Hälfte der vorhandenen Kapazität. Die Berlin Tourismus Marketing GmbH geht von einer starken Nachwirkung des sportlichen Großereignisses aus. Es sei damit zu rechnen, dass auswärtige Teilnehmer die jetzt flüchtig erlebten Sehenswürdigkeiten an der Strecke bei einem späteren Besuch genauer in Augenschein nehmen, sagte Sprecherin Natascha Kompatzki. Der stellvertretende Chef des Hotel- und Gaststättenverbandes, Klaus-Dieter Richter, ist davon überzeugt, dass mit dem Marathon der Ruf Berlins als Sportstadt weiter gestärkt wird.
In der Montagsausgabe präsentiert die Berliner Morgenpost, die offizieller Medienpartner des Marathons ist, eine 64 Seiten starke Sonderbeilage mit allen Ergebnissen.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story705922.html
Der schnelle Lauf gegen das Wetter
Nach einem Fehlstart: 200.000 Schaulustige feuern 8161 Skater an
Von Sebastian Schlichting
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89766.jpg
Mit Rasseln und Tröten: Zuschauer feuern eine Gruppe von Skatern
am Potsdamer Platz an
Foto: Peters
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89771.jpg
Mit Rasseln und Tröten: Zuschauer feuern eine Gruppe von Skatern
am Potsdamer Platz an
Foto: Peters
Die Ansage per Lautsprecher ist deutlich: "Noch 30 Sekunden". Dann sollen die besten Frauen als erste Starterinnen auf die Strecke gehen. Aber einige laufen bereits los. Ein aufgeregtes "Stopp" des Sprechers beordert sie zurück. Das Ganze noch einmal. Eine Minute später geht alles glatt.
Fehlstart und Neustart, so ungewöhnlich dies bei einem Marathon auch ist, so wenig wird das den älteren Herren mit dem grauen Rucksack interessieren. Er hat es sehr eilig. Aus gutem Grunde: Die Skates hat er zwar untergeschnallt, ist aber noch an der Siegessäule, rund 500 Meter vom Start entfernt. Um 10.03 Uhr, drei Minuten nach dem offiziellen Start.
So knapp kalkulieren nur die wenigsten der 8161Teilnehmer des 31. Berlin-Marathons. Die Mehrheit rollt in aller Ruhe vom Brandenburger Tor zum Kleinen Stern.
Der Weg dorthin führt zunächst auf der Straße des 17. Juni bis zu einer Absperrung, weiter dann auf dem Bürgersteig, wieder eine Absperrung, ein paar Meter durch den Tiergarten, geschafft: Ein Schild mit einem großem "H" markiert die hinterste der acht Startzonen. "Hat ja ewig gedauert", meint ein junger Mann mit gelbem Helm. Das ist relativ - angesichts von noch ausstehenden 42,195 km.
"Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen", meint Renndirektor Mark Milde gut zwei Stunden später bilanzierend. Gemeint ist damit die eine große Unbekannte der ansonsten perfekt organisierten Veranstaltung: das Wetter.
Während des Rennens blieb es trocken, doch der nächtliche Niederschlag sorgte für gefährlich wechselhafte Bedingungen. Mal war die Straße nass, woanders ganz trocken, wieder woanders standen sogar Pfützen in den Kurven. 17 Teilnehmer mussten nach Stürzen ins Krankenhaus gebracht werden, an der Strecke leisteten Sanitäter rund 160 Mal Erste Hilfe, zumeist bei leichten Schürfwunden.
"Man musste sich tierisch konzentrieren, nicht auf die Schnauze zu fallen", sagte Roger Schneider (Schweiz), der dem Feld bei Kilometer 38 mit seinem Landsmann Reto Felder enteilte, diesen kurz vor dem Ziel abhängte und überraschend gewann. Bei den Frauen siegte die erst 17-jährige Kolumbianerin Cecilia Baena, die seit ihrem dritten Lebensjahr skatet. Über ein "blaues Auge" musste Milde bei der zweiten Unbekannten - der Zuschauerresonanz - nicht sprechen. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr früheren Anfangszeit gab es Straßen, an denen die Zuschauer in mehreren Reihen hintereinander dicht gedrängt standen. Und das Feld anfeuerten: mit Rasseln, Tröten, Klatschen. Vor allem in scharfen Kurven war es voll. Hier bremsten auch die Spitzenfahrer kurz ab, während auf langen Geraden ein Pulk von bis zu 60 Mann mit 40 Sachen am Publikum vorbeiflog. Insgesamt wieder rund 200 000 Schaulustige begleiteten die rollenden Marathon-Männer und -Frauen. Viele von ihnen standen natürlich im Zielbereich, um mit Fotoapparat oder Videokamera erschöpfte, aber in den allermeisten Fällen auch überglückliche Familienangehörige oder Freunde zu begrüßen. Dabei überquerte jeder den Zielteppich auf seine Art: Mit erhobenem Daumen, hochgereckten Armen oder geballter Faust. Doch manche hatten dafür keine Zeit: Ihr erster Griff ging zur Stoppuhr.
Als dann auf dem Pariser Platz schon das große Aufräumen begann, wurde es auf der anderen Seite des Brandenburger Tores noch einmal laut. Der 50-fache Skate-Weltmeister Chad Hedrick, zuvor Siebter beim Marathon, trat unter dem Jubel der Zuschauer zu einem 100 Meter-Sprint gegen Radprofi Jens Voigt an. Wie er denn gedenke, das Rennen anzugehen, fragte der Sprecher den 33-jährigen. "Ich trinke einen Schluck und schalte dann in Ruhe einen Gang hoch", scherzte Voigt. Darauf verzichtete er dann doch - und gewann den Zweikampf Rad gegen Skate. Dazu schien jetzt passend zu den vielen zufriedenen Gesichtern, allen voran Renndirektor Mark Milde und sein Vater Horst, sogar die Sonne.
Der Berlin-Marathon 2004 ist für die Skater schon wieder Geschichte, nicht so für Hanspeter Dettmer. Seine Zeit von 1:31 Stunden fand der 58-jährige zwar nicht besonders toll, aber ihm sind diese Zahlen nicht so wichtig. "Ich muss ja auch auf den Sonntag Rücksicht nehmen", sagt der Kölner. Denn heute um 9 Uhr ist er schon wieder am Start, wieder 42,195 km. Einziger Unterschied: Diesmal mit Laufschuhen. "Es soll Spaß machen - ich will nicht auf allen Vieren durchs Ziel kommen", meint der Vorsitzende des Vereins "Kölner Roll-Möpse".
trance-x
September 25th, 2004, 11:16 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story705940.html
Kultusministerkonferenz steht vor Auflösung
Niedersachsens Ministerpräsident Wulff will Staatsvertrag kündigen - Flierl: "Abstruse Reaktion"
Berlin - Das Land Niedersachsen will aus der Kultusministerkonferenz (KMK) aussteigen und damit Druck für eine Reform des föderalen Bildungsgremiums machen. Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) kündigte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" an, sein Land werde den Staatsvertrag über das Gremium in den nächsten Wochen kündigen. Die KMK müsste sich dann binnen Jahresfrist auflösen. Zur Begründung verwies Wulff auf eine "rechthaberische" Bürokratie, die viel Geld verschlinge. Die Kultusministerkonferenz selbst reagierte mit Unverständnis. Wulff, der zudem CDU-Bundesvize ist, sagte, viele in der KMK seien überfordert, alten Vorstellungen verhaftet und nicht aufgeschlossen. Mit der Kündigung habe man ein Jahr Zeit, eine neue Koordinierung zu verhandeln, die effizienter, sparsamer und offener für neue Entwicklungen sein müsse. Der niedersächsische Regierungschef sagte weiter, er wolle gern einen Teil der 2,5 Millionen Euro, die sein Land jährlich der KMK zahle, für die Qualitätsverbesserung an Schulen einsetzen, "statt für eine Bürokratie von 250 Leuten, die zum Teil nicht anderes tun, als vom grünen Tisch aus Konzepte theoretisch zu entwerfen und dann gegen gewichtige Einwände rechthaberisch zu verteidigen". KMK-Präsidentin Doris Ahnen (SPD) erklärte im Südwestrundfunk, wer die Kernaufgabe des Ländergremiums in Frage stelle, "der gefährdet aus meiner Sicht die Qualität des Bildungssystems und auch den Föderalismus". Zu den Kompetenzen zählte sie die Sicherung von Qualität, Vergleichbarkeit, Anerkennung und Mobilität im Schul- und Hochschulbereich. Berlins Kultursenator Thomas Flierl (PDS) bezeichnete den Vorstoß Niedersachsens als "abstrus und überzogene Reaktion". "Mit einem solchen Schritt sprengt man die föderative Struktur", sagte Flierl am Rande einer Klausurtagung der Berliner PDS-Fraktion im polnischen Szczecin (Stettin). Die Länder müssten sich untereinander in der Bildungspolitik abstimmen.
Die KMK sei das Forum der Auseinandersetzung mit dem Bund. "Wenn Niedersachsen dieses Instrument zerschlägt, fördert es etwas, was es gar nicht will: den Zentralismus oder den Rückfall in die Kleinstaaterei", sagte der PDS-Politiker weiter. Er räumte außerdem ein, dass die Debatte zur Rechtschreibreform kein Glanzstück der KMK gewesen sei. "Aber deshalb dieses Instrument zu sprengen, ist falsch. Die KMK gehört ins föderative System", betonte der Kultursenator der Hauptstadt.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story705892.html
vor historischer Zäsur
Wulff-Vorstoß löst heftige Debatte aus - Neuordnung gefordert
Von Joachim Peter
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/pop_89773.jpg
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) Foto: ddp
Rechtschreibung, Bildungsstandards, Qualitätsagentur - die gemeinsamen Bildungsreformen der Bundesländer könnten ins Stocken geraten, wenn sich die Kultusministerkonferenz tatsächlich auflösen sollte.
Berlin - Die Kultusministerkonferenz steht vor der wohl größten Zäsur ihrer Geschichte. Nach der Ankündigung von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, sein Land werde den Staatsvertrag über das 1948 gegründete Ländergremium in den nächsten Wochen kündigen, ist nun völlig offen, wie die Länder künftig bildungspolitische Entscheidungen von bundesweiter Tragweite herbeiführen wollen. Denn eines ist klar: Sobald Niedersachsen den Staatsvertrag gekündigt hat, muss sich die KMK selbst auflösen. Aller Voraussicht nach wird sie sich bald danach wieder begründen, doch wohl - wie von Wulff gefordert - mit ganz neuen Strukturen und Aufgaben.
Der von Wulff herbeigeführte Eklat kommt nicht von ungefähr. Als vor einigen Wochen die Diskussion um die Rechtschreibreform über die KMK hereinbrach, zeigte sich, dass das Ländergremium bei Entscheidungen dieser Tragweite handlungsunfähig werden kann, sobald die für die Beschlussfähigkeit erforderliche einhellige Mehrheit nicht mehr gegeben ist. Wulff forderte damals - im Bunde mit Sachsen-Anhalt und dem Saarland - die Rückkehr zur alten Rechtschreibung, wie sie schon lange von der Mehrheit der Bürger und zahlreichen Experten und Schriftstellern verlangt wird. Bis heute steht eine tragfähige Entscheidung der KMK, die für die Rechtschreibung zuständig ist, aus.
Wulff begründete seinen Vorstoß zur Auflösung der KMK damit, die Bürokratie der Konferenz sei "rechthaberisch" und verschlinge viel Geld. Mit der Kündigung habe man nun ein Jahr Zeit, eine neue Koordinierung zu verhandeln, die effizienter, sparsamer und offener für neue Entwicklungen sein müsse. Kultusminister Bernd Busemann stellte klar, man werde den Vertrag nicht deswegen kündigen, weil man das Gremium nicht für erforderlich hielte. "Aber wir wollen die KMK wieder auf Kernaufgaben zurückführen." Dies seien etwa die Vergleichbarkeit von Zeugnissen und Schulabschlüssen und die Sicherung von Qualität an Schulen und Hochschulen.
Von Seiten der KMK wurde das Vorgehen Niedersachsens scharf kritisiert. KMK-Präsidentin Doris Ahnen (SPD) sagte, sie halte die KMK "nach wie vor für notwendig". Vizepräsidentin Karin Wolff (CDU) warf darüber hinaus Wulff "Fahrlässigkeit" im Umgang mit der KMK vor. Der Generalsekretär des Ländergremiums, Erich Thies, sagte dem "Tagesspiegel", spätestens seit der Pisa-Studie arbeite die KMK "schnell, effizient und kostengünstig".
Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) forderte indessen eine rasche Neuordnung der KMK: "Wir wollen keinen zentralistischen Einheitsbrei in der Bildungspolitik. Wir brauchen die Abstimmung zwischen den Ländern - sie muss aber effizient und unbürokratisch sein", sagte Hohlmeier der Morgenpost. Der Schritt Niedersachsens zwinge die KMK "zu einer raschen Neuordnung". Hohlmeier: "Aus bayerischer Sicht sind hier vier Punkte unverzichtbar: Transparenz, Effizienz, föderaler Wettbewerb sowie klare Einhaltung und Überprüfung von Qualitäts- und Leistungsstandards."
Die Bundes-FDP sah sich in ihrer bisherigen Haltung zur KMK bestätigt. FDP-Chef Guido Westerwelle hatte in der Vergangenheit wiederholt die Abschaffung der Konferenz gefordert. Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach, sagte der Morgenpost: "Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass endlich ein Regierungschef die Forderung der Liberalen umsetzt." Der Zeitpunkt sei gekommen, "den unseligen Staatsvertrag aufzulösen." Die FDP werde in den Landesregierungen, an denen sie beteiligt ist, darauf drängen, sich dem Vorhaben Niedersachsens anzuschließen. Derzeit sind dies neben der niedersächsischen noch die Regierungen von Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Flach kritisierte die KMK als "ineffizient". Die Bürokratie sei mit 250 Mitarbeitern aufgebläht, die "Millionen an Personalkosten" könne man sinnvoller einsetzen, das Einstimmigkeitsprinzip blockiere Reformen. Die KMK habe nur dann eine Überlebenschance, wenn "die Reformfreudigen nicht länger blockiert werden."
Mitarbeit: Peter Dausend
trance-x
September 25th, 2004, 11:30 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/23/336306.html
http://www.erde-in-bildern.de/pics/003000/003863.jpg
Hotels sollen Aufschwung am Anhalter Bahnhof voranbringen
Berlin - Das Gebiet um den Anhalter Bahnhof mausert sich. Rund um den Askanischen Platz entwickelt sich das Gebiet langsam wieder zu einem Ort, der in seiner Blütezeit (bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs) Verkehrsknotenpunkt und wichtiger Hotel-Standort der Stadt war. Während in einigen Wochen die drei Accor-Hotels in der Anhalter Straße öffnen, das zukünftige Business-Hotel "Express by Holiday" vergangene Woche Richtfest feierte, begannen jetzt die Bauarbeiten für die so genannten Stresemann-Häuser.
http://www.mueller-altvatter.de/projekte/accor_berlin/p_accor_berlin_2.jpghttp://www.mueller-altvatter.de/projekte/accor_berlin/p_accor_berlin_3.jpg
die accor hotels ...
Mit drei Gebäudekomplexen will die Unternehmensgruppe Meermann-Regional einen völlig neuen Bereich des Wohnens in Berlin etablieren. Nach dem Modell "Made in USA" soll den Mietern und Eigentümern der Häuser Service-Wohnen angeboten werden. So sorgt ein Concierge-Dienst für optimalen Service und Sicherheit zugleich. Dazu Firmenchef Heinz H. Meermann: "Über den Concierge können Konzertkarten gebucht werden, er bestellt die Brötchen, betreut Haustiere oder sorgt für die Blumenpflege während Abwesenheit." Daneben soll ein Wellness-Bereich zum angenehmen Wohnen beitragen.
http://www.nordostfussball.de/stadien/stberlin/sportplaetze/anhalter/images/anhalt05.jpghttp://www.nordostfussball.de/stadien/stberlin/sportplaetze/anhalter/images/anhalt06.jpg
Die Gebäudekombination Askanischer Platz 1/Stresemannstraße 95-99 wird 141 moderne Wohnungen (40 bis 80 Quadratmeter), elf Luxuswohnungen (150 Quadratmeter) sowie hochwertige Gewerbe- und Büroflächen umfassen. Während die bestehenden Hochhäuser (16 Geschosse) an der Stresemannstraße zurzeit saniert werden, wird das Gebäude am Askanischen Platz Anfang 2005 abgerissen. Im Moment verkauft in der unteren Etage des sonst leeren Hauses ein Matratzen-Anbieter seine Ware. Heinz H. Meermann: "Nur bis zum Abrisstermin haben wir noch vermietet." Der achtgeschossige Neubau mit Glasfassade und zwei weiteren Staffelgeschossen wird über 14 000 Quadratmeter Gewerbefläche verfügen. Die Gesamtkosten der "Stresemann-Häuser" betragen 68 Millionen Euro - Fertigstellung 2006. rh
trance-x
September 26th, 2004, 12:06 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story705873.html
Start der Sanierung im Strandbad Wannsee
Senat, Bäderbetriebe und Denkmalschutz ziehen an einem Strang - Restaurierung für 8,5 Millionen Euro
Von Katrin Lange
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_89762.jpg
Eingang zum Strandbad: 150.000 Besucher kamen in dieser Saison
Foto: Wagner
Luft 12 Grad, Wasser 16 Grad. Das Kassenhäuschen ist leer, der Parkplatz auch. Saisonende im Strandbad Wannsee. Es wird die letzte Saison gewesen sein, in der Betriebsleiter Axel Ott Bemerkungen zu hören bekam wie: "Hier sieht es ja aus wie kurz nach dem Krieg". Wahlweise auch: "wie im Osten". Seit 34 Jahren arbeitet er im Strandbad, mit kurzen Unterbrechungen, da prallt so etwas irgendwann an einem ab. Aber ein erhebender Augenblick ist es doch für den Schwimmmeister - der letzte Blick auf die maroden Bauten und die Vorstellung: "Im nächsten Jahr ist an Stelle der nackten rostigen Stahlträgern wieder ein Wandelgang." Wenn alles klappt.
http://www.aegoethe.esc.edu.ar/proyectos/internet99/Internet2001/Bilder/Wannseebad.JPGhttp://www.spyc.de/images/main/havel-2.jpg
Es sieht ganz danach aus. Nach jahrelanger Debatte um die Kosten der Sanierung ziehen jetzt alle Beteiligten - Bäderbetriebe, Senat und Stiftung Denkmalschutz Berlin - an einem Strang. Die ersten Sanierungsarbeiten haben bereits begonnen. Ein ABM-Trupp hat mit 15 Leuten den Wildwuchs an den Hängen beseitigt. Überraschendes sei da zum Vorschein gekommen, erzählt Badmeister Ott: alte Wasserleitungen und Vogeltränken. Nach dem Ausholzen ist nun wieder die Sichtachse von 1929 zu erkennen. Das Abstützen der Hänge ist ein Teil des Sanierungsprogramms. Im ersten Bauabschnitt werden die Bäderbetriebe neue Rohrleitungen für Wasser, Abwasser und Strom legen lassen. Parallel dazu werden der Wandelgang mit den Geschäften und das Promenadendeck wieder hergestellt. Außerdem soll einer der vier Gebäudeblocks entkernt werden. Im zweiten Bauabschnitt ist die Restaurierung der Umkleidehäuser vorgesehen. Für das Restaurant "Lido" wird noch ein privater Investor gesucht. Im Oktober gehe die europaweite Ausschreibung raus, sagte Klaus Lipinsky, Chef der Bäderbetriebe.
Die Zeit bis zum Jahresende wird der Planung vorbehalten sein. Der Senat hat dafür 258 000 Euro vorgesehen. Insgesamt vier Millionen Euro steuert er für die Wiederherstellung der technischen Infrastruktur bei. Die Summe sei komplett eingestellt, versichert Petra Rohland, Sprecherin der Senatsbauverwaltung. Der größte Posten von 2,5 Millionen Euro soll 2005 verbaut werden.
Das Gros der Kosten von 8,5 Millionen Euro will die Stiftung Denkmalschutz beschaffen. Startschuss für die Spenden- und Sponsoringaktion mit Prominenten wie Jeanette Biedermann und Caroline Beil ist am 28. September vor dem Brandenburger Tor. Die Stiftung hat bislang zwei parallele Aktionen geplant. Zum einen wird sie von Oktober an nach und nach 50 Strandkörbe als Werbeaufsteller in der Stadt verteilen, zum anderen können Unternehmen und Privatpersonen für 5000 Euro ein Jahr lang mit Foto oder Firmenlogo auf einem von zirka hundert BSR-Fahrzeugen auf sich Aufmerksam machen. Die Nachfrage ist da. "Für 25 Autos liegen bereits die Zusagen von Sponsoren vor", sagt Reinhard Müller vom Vorstand der Stiftung.
Einzig die Frage, wer nun der Eigentümer des Bades ist, muss noch geklärt werden.
Nachdem sich der Bezirk Steglitz-Zehlendorf weigert, die landeseigene Liegenschaft zu übernehmen, gibt es jetzt ein Angebot von den Bäderbetrieben. Eigentümer soll demzufolge eine ausgegliederte Infrastrukturgesellschaft mit Landesbeteiligung werden, erläutert Klaus Lipinsky das Vorhaben. Er hoffe, dass der Eigentümerwechsel demnächst vollzogen werde, damit die Bäderbetriebe voll handlungsfähig seien.
trance-x
September 26th, 2004, 12:16 AM
ein paar aktuelle bilder des inline-skate marathons ...
http://www.tagesspiegel.de/bilder/berlin/040925skater_12x17.jpg
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date#
http://www.meinberlin.net/mbtools/event/310//h.jpghttp://www.meinberlin.net/mbtools/event/310//NO_TEXT.jpg
25.09.2004: Beim weltweit größten Inline-Marathon gehen
in Berlin 8191 Skater an den Start.
Der Wettbewerb bildet gleichzeitig das Finale des World-Inline Cup
und findet im Rahmen des 31. Berlin Marathon statt.
http://www.meinberlin.net/mbtools/event/310//Inline-M.jpghttp://www.meinberlin.net/mbtools/event/310//8_000_Sk.jpg
Die 42,195 Meter lange Strecke verlangt von den Skatern eine gute Fitness und Vorbereitung.
trance-x
September 26th, 2004, 12:35 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story705854.html
Sponsoren sanieren Sanssouci-Keller
Bayerisches Ehepaar plant Weinausstellung
Von Dieter Weirauch
Potsdam - Eine Runde Wein zu spendieren, ist keine Kunst. Einen Weinkeller zu spendieren schon, erst recht, wenn es sich nicht um ein paar Plastikregale zwischen Werkraum und Heimsauna handelt, sondern um einen königlichen Weinkeller. Christine und Lutz Prüfer heißen die Mäzene, die dem Weinbergschloss Friedrichs des Großen den Weinkeller wiedergeben.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/89757.jpghttp://media.wwte.com/hotels/1000000/70000/68600/68567/68567_1_b.jpg
Kenner: Christine und Lutz Prüfer im Weinkeller von Sanssouci
Foto: Jäzosch
Die Prüfers, vor kurzem aus München nach Potsdam gezogen, besichtigten im Frühjahr Schloss Sanssouci und erfuhren von dem Weinkeller, der aber als solcher nicht mehr zu erkennen war. Gemeinsam mit Professor Hans-Joachim Giersberg, dem ehemaligen Generaldirektor der Schlösserstiftung und wie Lutz Prüfer passionierter Liebhaber edler Weine, stieg das Ehepaar hinab in die dunklen Räume. Die Prüfers beschlossen, sich um diesen letzten noch nicht wiederhergestellten Teil des Schlosses zu kümmern.
Doch zuvor gingen sie gemeinsam mit Denkmalpfleger Klaus Dorst auf Spurensuche. Man fand heraus, dass in den Gewölben noch Teile vom Weinkeller Friedrichs II. (1712-1786) vorhanden sind, die bei einer Erweiterung durch Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) überbaut worden waren. Unter den mehrfach übermalten Wänden kam der originale Farbton der früheren Kellermeisterstube zu Tage. Das Interieur des Weinkellers war zunächst wegen Nutzungsänderungen und dann endgültig im Rahmen der Schwammbekämpfung bereits vor Jahrzehnten entfernt worden. "Die erstklassige Arbeit der damaligen Fachleute ermöglichte es, die Teile perfekt wieder aufzufinden", freut sich Dorst.
Das eigentliche Weinregal stellte sich als eine technisch sehr überlegte und raffinierte Konstruktion heraus. Es wurde inzwischen vollständig restauriert und wartet auf dem Einbau. Auch der Dielenfußboden im Dienstraum des Kellermeisters wurde instand gesetzt, lobt Prüfer, der sich über ein Jahr lang mit der Geschichte des Weinbaus in der Mark Brandenburg beschäftigte.
Die Aufbewahrung der königlichen Weine muss anfangs wohl etwas unsicher gewesen sein. Denkmalpfleger Klaus Dorst weist auf ein nachträglich in die Tür eingearbeitetes Schiebefenster hin. Es könnte Indiz dafür sein, dass der Eingang in den Weinkeller nach dem Einbau dieses Fensters auch während der Anwesenheit des Kellermeisters immer fest verschlossen war und der Wein nur an Befugte herausgegeben wurde.
http://www.tennisfreunde-much.de/images/potsdam/p1_05_sanssouci.jpghttp://www.lueneburger-heide-attraktionen.de/images/Sanssouci-Zimmer.jpg
Die Wiedergeburt des Weinkellers beinhaltet indes nicht nur den baulichen Teil, sondern auch das Auffinden von alten Weinen, die einst von Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. in Potsdam getrunken wurden. Die im Geheimen Staatsarchiv Berlin-Dahlem aufbewahrten Originalunterlagen sind dafür eine wahre Fundgrube.
Die Weine für die Tafel der Könige lieferten beispielsweise die ehemaligen preußischen Weingüter in Rüdesheim, Geisenheim, Erbacher, Johannisberg und Steinberg. Sie kamen auch von der Mosel und aus Franken. Aber auch Montbazillac und Pontac (Frankreich) sowie Tokajer aus Ungarn und Raritäten aus Klein Konstantia (Südafrika) wurden kredenzt. Einen weißen Wein, den Bergerac, trank Friedrich II. mit Vorliebe, beim Essen soll er ihn mit Wasser verdünnt haben. Lutz Prüfer recherchierte, dass der aus Frankreich stammende Philosoph und Vorleser La Mettrie 1748 dem König den Wein empfahl.
Nun soll im Weinkeller eine Präsenz-Vinothek mit den Weinen entstehen, die damals in Potsdam getrunken wurden. "Einige Flaschen werde ich aus meinem privaten Weinkeller beisteuern. Doch in das dreietagige, mit Gussplatten ausgelegte Regal passen noch viele Flaschen", sagt Prüfer. Der Weinliebhaber will nun andere Mäzene dazu ermuntern, den Weinkeller Sanssouci mit authentischen Champagner- und Weinsorten zu füllen.
Als Mitglied der ältesten deutschen Weinbruderschaft, der Weinbruderschaft der Pfalz, rührt der Patentanwalt kräftig die Trommel. Der CDU-Bundestagabgeordnete Norbert Schindler, selbst Inhaber eines Weingutes in Bad Dürkheim, kündigte bereits Hilfe an. "Wir prüfen, ob Wein aus der Pfalz damals hier getrunken wurde", freut sich Lutz Prüfer. Im Weinkeller soll es später Führungen geben. Den großen Durst können die Gäste in der Weinscheune "Habel" im benachbarten Krongut stillen. Der Namensgeber, Kellermeister Simon Habel stand 42 Jahre in königlichen Diensten - im Weinkeller von Schloss Sanssouci.
trance-x
September 26th, 2004, 12:50 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/24/337161.html
Künstler gestalten Signal der Versöhnung an East-Side-Gallery
http://www.artistsonline.co.il/VCarmeli/vcarmeli.jpghttp://www.berliner-mauer.de/images-bmm/080710a.jpg
Berlin - Einen Moment hält Varda Carmeli inne, als sie mit weißer Farbe den roten Untergrund auf der Betonwand übertüncht. Gerade so, als wenn vor ihren Augen plötzlich Bilder aus ihrer Heimat erscheinen - Bilder des Terrors. "Ich bin wütend über die Umstände, die den Staat Israel veranlassen, Mauern zu bauen, entgegen unserem Bestreben, Wälle zwischen uns und unseren Nachbarn abzubauen", sagt die 56-Jährige vor Resten der Berliner Mauer. Varda Carmeli beteiligte sich gestern an der von Günther Schaefer initiierten Friedensaktion an der East-Side-Gallery. Der Berliner Maler und Fotograf gehörte zu den knapp 100 Künstlern aus aller Welt, die kurz nach Öffnung der Grenzen die 1,3 Kilometer lange"Hinterlandsmauer" an der Mühlenstraße künstlerisch gestalteten. "Vaterland", eine symbolische Vereinigung von deutscher und israelischer Flagge, steht für Schaefer als Zeichen der Versöhnung von Juden und Deutschen und als Warnung vor dem Wiederaufleben von Antisemitismus. "Mit der Aufnahme der palästinensischen Farben in das Bild wollen wir das Signal der Versöhnung ausweiten auf den aktuellen Nahost-Konflikt", sagt Schaefer. Mit der mit 4000 Euro aus dem Friedrichshain-Kreuzberger Kulturfonds unterstützten Aktion wurde zugleich die Restaurierung der unter Denkmalschutz stehenden East-Side-Gallery fortgesetzt. Viele Mauerelemente verfallen zusehends. "Es muss sehr schnell etwas passieren", sagt Schaefer, der auch Vorstandsmitglied der Künstlerinitiative East-Side-Gallery ist. Land und Bezirk sehen sich außer Stande, die notwendigen Mittel von mehr als zwei Millionen Euro aufzubringen. "Das ist doch ein Denkmal mit gesamtdeutscher Bedeutung", appelliert Bürgermeisterin Cornelia Reinauer (PDS) an Bund und private Sponsoren. Vorbereitet wird die Gründung einer Stiftung. fü
trance-x
September 26th, 2004, 01:22 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story705899.html
http://www.schockwellenreiter.de/images/schokofarbrik_0252_s.jpg ... Aktionstag im Frauenzentrum Schokofabrik
Kreuzberg
Berlins größtes Frauenzentrum, die Schokofabrik an der Mariannenstraße 6, soll ganz in weibliche Hände übergehen. Eine Genossinnenschaft möchte das einstige Fabrikgebäude und ein angrenzendes Wohnhaus von der GSW kaufen. Der Vertrag steht nach Auskunft der Schokofabrik-Betreiber kurz vor dem Abschluss.
http://www.schokofabrik.de/presse/foto/eingang2kl.jpghttp://www.schokofabrik.de/schokofabrik/genossinnenschaft/images/schokoeingang2.jpghttp://www.schokofabrik.de/presse/foto/dachkl.jpghttp://www.siegessaeule.de/nachrichten/img/stadt3_0407.jpghttp://www.hamamberlin.de/images/gal/bild06k.jpg
Die Käufer müssen 60 000 Euro Eigenkapital aufbringen, haben jedoch bislang erst die Hälfte des Betrages zusammen. Bis Anfang Dezember soll der Rest der Summe über Beiträge und Privatdarlehen erbracht werden. Deshalb wirbt die Schokofabrik heute mit einem Aktionstag von 12 bis 18 Uhr für ihr Projekt. Auf dem Programm stehen Brunch, Gespräche und Führungen. Zum Frauenzentrum gehören ein Treff für Migrantinnen, eine Möbelwerkstatt, ein türkisches Frauenbad, ein Schülerinnenladen, ein Café und ein Seminarraum.
http://www.hamamberlin.de/images/gal/bild01k.jpghttp://www.hamamberlin.de/images/gal/bild03.jpghttp://www.hamamberlin.de/images/gal/bild02k.jpg
in der schokofabrik gibts auch ein tuerkisches frauenbad ...
Zentrum im Internet: www.schokofabrik.de
Hamam ... Türkisches Frauenbad: http://www.hamamberlin.de
FrauenMöbelWerkstatt ...: http://www.schokowerkstatt.de
SchokoCafe ...: http://www.schoko-cafe.de/
SchokoSport ...: http://www.schokosport.de
(...)
saf
http://www.schokofabrik.de/schokofabrik/bereiche/werkstatt/images/bild.jpghttp://www.schokosport.de/images/bewegung_02.jpghttp://www.schokosport.de/images/haus_links.jpg
http://www.schoko-cafe.de/img/30a_r1_c1.jpghttp://www.schokofabrik.de/schokofabrik/bereiche/treffpunkt/images/logo.gif
http://www.schoko-cafe.de/img/30a_r2_c1.jpg
http://www.schoko-cafe.de/img/30a_r3_c1.jpg
http://www.schokosport.de/images/raum_2.jpghttp://www.schokosport.de/images/raum_4.jpg
http://www.siegessaeule.de/nachrichten/berlin_0407.html#Anchor-36254
Süße Genossinnen
Die Schokofabrik wird verkauft. Vielleicht auch an euch!
Keine Angst, trotz Verkauf bleibt diese Idylle im Schokofabrikhof erhalten
Lofts in den Räumen der „Schoko“, wie Europas größtes Frauenzentrum in Kreuzberg liebevoll genannt wird?
Die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin (GSW) verkauft im Moment viele ihrer Häuser, auch das Gebäude der ehemaligen Schokofabrik. Doch die Angst vor den Spekulationshaien ist unbegründet. Erstens verkauft die GSW ihre Häuser nur unter Mieter schützenden Auflagen. Zweitens wollen die Frauen, die sich zum Teil schon lange in der Schokofabrik engagieren, den Verkauf als Chance nutzen, endlich von öffentlichen Geldern unabhängig zu werden. Und um die Schoko mit ihrer Mischung aus Frauenprojekten, die von Lesben und Heteras besucht werden, sowie mit einer Zusammenarbeit von deutsch- und türkischstämmigen Frauen zu erhalten.
Dafür wurde eine Genossinnenschaft gegründet, die die beiden Häuser Mariannenstraße 6 und Naunynstraße 72 kaufen wird. Die Verhandlungen mit der GSW sind abgeschlossen, den Preis nennt Finanzberaterin und künftiges Aufsichtsratmitglied der neuen Genossinnenschaft, Anne Wulf „sehr günstig“, was die Erhaltung der Schoko ermöglicht. Im Herbst soll der Kaufvertrag unterschrieben werden, wenn bis dahin genügend Genossinnen versammelt sind.
Frauen können ab einem Anteil in Höhe von 500 Euro als Genossin einsteigen, außerdem kann der Genossinnenschaft mit verzinsten Darlehen finanziell geholfen werden. Zusätzlich nehmen die neuen Eigentümerinnen ein Bankdarlehen auf. In der Naunynstraße 72 kann man auch Eigentumswohnungen erwerben. Langfristig soll hier, neben den bestehenden Projekten, ein Frauenwohnprojekt entstehen. Die übrige finanzielle Unterstüzung ist aber weiterhin dringend nötig. Und der Verein wird in Zukunft Mieter der Genossinnenschaft sein. gf
Genossinnenschaft Schokofabrik i. G., Naunynstr. 72, Kreuzberg, Tel. 615 29 99, www.schokofabrik.de
projekt: http://www.tausend-tanten.de/
trance-x
September 26th, 2004, 02:34 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/56323.html
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/logo_berliner_kurier.gif ... Universitäten
Großer Ansturm von Bewerbern
http://www.math.fu-berlin.de/pictures/jpg/fb19.jpg
Freie Universität (FU) Berlin: Fachbereiche Mathe und Informatik...
Berlin - Die Berliner Unis erleben zum Wintersemester einen großen Ansturm. 22 000 junge Leute haben sich bisher an der FU beworben. Dort gibt es aber nur 5000 freie Plätze. Bei der Humboldt-Uni stehen 20 331 Bewerber für 4646 Plätze in der Warteschlange.
http://www.tu-berlin.de/presse/doku/100jahre_iwf/foto/ptz1_72.jpghttp://www.tu-berlin.de/presse/doku/100jahre_iwf/foto/ptz2_72.jpg
Technische Universität (TU) Berlin: Produktionstechnischen Zentrum (PTZ)
http://www.tu-berlin.de/presse/doku/100jahre_iwf/foto/ptz3_72.jpg
TU: Maschinenhalle des Produktionstechnischen Zentrums (PTZ)
Besonders beliebt sind Medienwissenschaften. Dieses Fach wollen 1155 Kandidaten studieren, nur 20 können genommen werden. Beliebt sind auch Erziehungswissenschaften (323 Interessenten auf zwölf Plätze), Psychologie, Reha-Pädagogik und Biologie.
http://dochost.rz.hu-berlin.de/epdiss/images/unibib-vest.gifhttp://www.ub.hu-berlin.de/icons/jpegs/vesti2.jpghttp://www.charite.de/neonatologie/team.jpg
Humboldt Universität (HU) Berlin: Informationszentrum der UniBibliothek ... Neonatologie ...
Bei der Rechtswissenschaft müssen sich 1732 Bewerber 360 Studienplätze teilen. Künftige Lehramtsstudenten interessieren sich sehr für Grundschulpädagogik.
trance-x
September 26th, 2004, 03:04 AM
http://www.berlinboxx.de/282_772.asp
Logistik-Riese in Berlin
Stinnes-Vorstand Dr. Bernd Malmström über den Umzug nach Berlin
http://www.berlinboxx.de/img/malmstroem.jpghttp://www.stinnes.de/deutsch/stinnes/images/LeipzigerPlatz1.jpg
Dr. Bernd Malmström ... Stinnes Logistics Headquarter ...
Seit 1. September residiert eines der größten Logistik- und Transportunternehmen in Berlins Mitte: Die Stinnes AG hat ihren neuen Hauptsitz am Leipziger Platz bezogen. Vor nicht einmal einem Jahr schlossen sich DB Cargo, der Gütertransport-Zweig der Deutschen Bahn, und die Stinnes AG, das Traditionsunternehmen mit Logistik-Expertise zusammen.
Stinnes und Schenker:
Kompetenz mit Tradition
„Wir sind jetzt ein internationales Transport- und Logistikunternehmen mit direktem Zugriff auf das Schienennetz“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Bernd Malmström die neue Konzernausrichtung. Zusammengeführt wurden im Kern die Stinnes-Tochter Schenker und der Güterverkehr der Bahn. Die etablierten Marken Stinnes und Schenker bleiben auf dem Markt erhalten, denn: „Beide Namen werden mit Logistik-Kompetenz und Tradition verbunden, wie sie die Deutsche Bahn im Augenblick noch nicht hat“, so Malmström.
Dass die Bahn diese Kompetenzen dringend brauchte, war einer der Hauptgründe des Zusammenschlusses. „Ohne Stinnes hätte die Bahn im Gütertransportbereich an Bedeutung verloren“, räumt Malmström ein. Denn der Markt hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt: DB Cargo macht 85 Prozent des Geschäfts mit 200 Großkunden. Die wollen jedoch immer seltener einzelne Transportleistungen einkaufen, sondern lieber den gesamten Logistikprozess auslagern. Sie wollen eine Lösung „von Tür zu Tür“ und einen einzigen Ansprechpartner, der sich um die Transport-Details kümmert. „Unseren Kunden ist es egal, worüber der Verkehr läuft – sie brauchen jemanden, der den Gesamtprozess für sie managt und die richtigen Verkehrsträger heraussucht“, so Malmström. Großkunden wie Siemens, BASF, Bayer, Ruhrkohle oder Automobilhersteller profitieren nun von den gebündelten Kompetenzen der neuen Stinnes AG.
Rein in den internationalen Wettbewerb
Weiterhin soll die internationale Ausrichtung gestärkt werden. Erste Schritte hatte DB Cargo mit dem Erwerb der Partnerbahnen Railion Nederland und Danmark unternommen. Um ein europaweit einheitliches Bild zu schaffen, firmiert DB Cargo seit dem 1. September unter dem Namen Railion Deutschland. Auch ist schon heute fast die Hälfte aller Bahntransporte grenzüberschreitend. Doch die Kunden sind fast nur deutsche Unternehmen, denn DB Cargo hatte keinen Vertrieb im Ausland. Das bedeutet: Die Züge fahren größtenteils leer zurück. Durch Schenker ergeben sich nun ganz neue Möglichkeiten: Das internationale Speditions- und Logistikunternehmen „ist in Europa vertrieblich perfekt aufgestellt“, beschreibt Malmström. Diese europaweite Vertriebskompetenz soll für volle Züge auf den Rückfahrten nach Deutschland sorgen. Auch für Stinnes ist es von Vorteil, einen Schienentransporteur an seiner Seite zu haben. Bahntransporte sind ein nicht zu unterschätzender Imagefaktor. Der Umweltgedanke spielt bei immer mehr Unternehmen eine wichtige Rolle.
Dass ein modernes Logistikunternehmen wie Stinnes nun an einem Riesen wie der Deutschen Bahn hängt, habe keine Nachteile. „Auch bei DB Cargo hatte ich die operativen Freiheiten, die ich brauchte, um das Geschäft zu sanieren und fortzuführen“, so Malmström. „Die Deutsche Bahn ist ja auch keine Behörde mehr, sondern im Wesentlichen eine ganz normale AG.“ Wichtig sei allerdings, dass die Bahn als Schienen-Transporteur unabhängig handle. Sie bietet weiterhin allen Speditionen ihre Transportleistungen auf der Schiene zu vergleichbaren Konditionen. Mit den konzerneigenen Logistik- und Speditionstätigkeiten dürfe dies keineswegs vermischt werden.
Mit der Hauptstadt im Aufbruch
Bei der Suche nach dem neuen Hauptsitz wurde auch über andere Standorte nachgedacht. „Letztendlich gab die Nähe zur Mutter DB den Ausschlag für den Umzug nach Berlin. Und: Berlin ist eine Stadt im Aufbruch“, so Malmström. „Ihre Größe und Bedeutung passen sehr gut zu unserem neuen Unternehmen.“ Berlin werde, ist der Manager überzeugt, eine der großen internationalen Metropolen werden – auch wenn es langsamer geht, als man sich das vorgestellt hat. Daher brauche Berlin die Zuwanderung von Konzernen wie der Stinnes AG. „Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Unternehmen zu Berlin bekennen“, sagt Malmström. Durch die EU-Osterweiterung werde die Stadt zusätzlich an Bedeutung gewinnen: Sie liegt dann nicht mehr am Rand Europas, sondern in deren Mitte. Für Stinnes ist Osteuropa ein strategisch wichtiges Thema, schon jetzt sind Länder wie Polen oder Tschechien bedeutende Geschäftspartner.
(...)
trance-x
September 26th, 2004, 03:12 AM
http://www.berlin.de/SenWiArbFrau/ProjektZukunft/projects/0804_melodieundrhythmus.htm
Melodie und Rhythmus
Comeback des Berliner Musikmagazins
http://www.berlin.de/SenWiArbFrau/ProjektZukunft/images/logo_text_melodie_gross.gifhttp://www.melodieundrhythmus.com/Grafics/mr_02_2004_Titel.jpg
Das ehemalige "Tanz- und Unterhaltungsmagazin" der DDR, ist nach 14 Jahren an die Kioske zurückgekehrt. Mit neuem Konzept haben die Herausgeber ein Comeback des einstigen Kult-Blattes (Auflage 1989: 270.000) gewagt. An den Vorgänger erinnert allerdings nur der Titel und das farbig und schwarz-weiß gestaltete Layout. Mit neuem Logo und unter altem Titel erscheint "Melodie & Rhythmus" zunächst vierteljährlich, ab Dezember sind zwei Ausgaben im Monat vorgesehen.
Inhaltlich widmet sich die neue "Melodie & Rhythmus" allen Musikgenres vom Jazz, über Rock, Pop, und der Folklore. Artikel über nationale und internationale Künstler wechseln sich ab mit Interviews und Plattenkritiken.
Einen Schwerpunkt der Berichterstattung legt die Redaktion neben bekannten Künstlern vor allem auf Musiker aus Osteuropa. Der Inhalt des 116 Seiten starken Premierenhefts macht dies deutlich: Ausführlichen Artikeln über bekannte Bands der ehemaligen DDR stehen Beiträge gegenüber, die keinen Bezug zu Ostdeutschland haben, unter anderem Interviews mit der kanadischen Rocksängerin Alanis Morissette, Lenny Kravitz und Faithless. Das Musikgeschehen global beobachten und den Aus- und Nebenwirkungen im Regionalen nachzuspüren, so lässt sich das Prinzip der Blattmacher zusammenfassen.
Der ersten Ausgabe mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren folgt Ende August die zweite Ausgabe des einzigen Kauftitels im Musikmagazinsegmet aus Berlin. "Melodie und Rhythmus" schließt damit nicht nur eine Lücke im Berliner Blätterwald, sondern bildet inhaltlich einen Gegenpol zu bestehenden Musikmagazinen, die eher über Stars und Sternchen der Majorcompanies berichten, aber um die Independentkultur oder Künstler aus Osteuropa einen weiten Bogen machen.
Die Macher von "Melodie und Rhythmus" haben sich viel vorgenommen und begreifen die derzeitig schwierige Situation in der Musikbranche auch als Chance. In Planung ist ein eigenes Musik-Label, dass mit einer Reihe von Samplern, Compilations und Alben unterschiedlicher Künstler die Beiträge der Printausgabe begleitet. Neben dem eigenen Label soll eine Event-Agentur zukünftig zum Magazin passende und vom Label veröffentlichte Musiker und Bands bei der Veranstaltungs- und Tourneeplanung unterstützen.
internet: http://www.melodieundrhythmus.com
trance-x
September 26th, 2004, 10:51 AM
der berlin marathon laeuft uebrigens gerade auf ARD (und auf RBB, dort laenger) ... immer gut um stadtbetrachtungen zu machen - auch wenns gerade eher truebes wetter ist ... ;)
Kampflamm
September 26th, 2004, 12:34 PM
Im Regen sieht die Stadt ja noch schlimmer aus als sonst. Kein Wunder, dass da Rekorde aufgestellt werden.
trance-x
September 26th, 2004, 03:15 PM
das suggerieren dir lediglich deine schlecht ausgebildeten geschmacksknospen ... :lol:
GEWONNEN! ...
http://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/11/3379326681.jpghttp://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/12/1483920232.jpg
die Japanerin Yoko Shibui gewinnt den Marathon der Frauen, der Kenianer Felix Limo jenen der Maenner ... :applause::okay:
http://www.tagesspiegel.de/tso/aktuell/artikel.asp?TextID=42727
Kenianer Felix Limo gewinnt Berlin-Marathon
Topfavorit Felix Limo aus Kenia hat den 31. Berlin-Marathon gewonnen. Er verfehlte seine Weltjahresbestzeit um 30 Sekunden. Bei den Frauen siegte die Japanerin Yoko Shibui mit neuem Streckenrekord.
http://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/10/2620979248.jpghttp://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/09/3497476392.jpghttp://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/10/4031722894.jpg
Berlin (26.09.2004, 14:30 Uhr) - Die Japanerin Yoko Shibui hat die Serie der Weltklasse-Resultate auf dem schnellen Marathon-Pflaster von Berlin fortgesetzt: In 2:19:41 Stunden sorgte die 25-Jährige für eine Weltjahresbestzeit sowie einen Streckenrekord und wurde dafür mit 70 000 Euro entlohnt.
Bei den Männern wurde die 31. Auflage des Rennens einmal mehr eine rein kenianische Angelegenheit. Topfavorit Felix Limo verfehlte trotz starker 2:06:44 Stunden seine Weltjahresbestzeit vom 4. April in Rotterdam um 30 Sekunden. Bei zeitweise leichtem Regen war der letztjährige Weltrekord seines Landsmannes Paul Tergat (2:04:55) nicht in Gefahr. Insgesamt hatten sich mehr als 36 000 Läuferinnen und Läufer auf den 42,195 Kilometer langen Weg durch die Hauptstadt gemacht.
http://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/09/1891481872.jpghttp://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/ng/sp/ap/20040926/09/1734839580.jpg
Ein unaufmerksamer Streckenposten am Brandenburger Tor hätte Yoko Shibui dabei fast noch um den Lohn der Mühen gebracht. Mit einem energischen Schlussspurt unterbot sie die bisherige Berliner Bestleistung ihrer Landsfrau Naoko Takahashi aus dem Jahr 2001 um fünf Sekunden und war knapp drei Minuten schneller als die Kenianerin Margaret Okayo am 13. April dieses Jahres in London. Shibui setzte sich mit ihrer Klassezeit außerdem an die vierte Stelle der ewigen Weltbestenliste. Durch den Wackler kurz vor dem Ziel verfehlte sie aber den Asienrekord der Chinesin Yingjie Sun um drei Sekunden.
«Ich habe auf diese Leistung gehofft, aber für den Weltrekord von Paula Radcliffe brauche ich noch etwas Zeit», sagte Shibui zu der noch mehr als vier Minuten entfernten Fabelzeit der Britin. Hinter Hiromi Ominami (2:23:26) kam Sonja Oberem (2:26:53) auf einen hervorragenden dritten Platz. Die nicht für Olympia nominierte Leverkusenerin verkündete danach ihren Abschied vom Leistungssport.
Als Erster war zuvor Felix Limo durch das von Bundesinnenminister Otto Schily gehaltene Zielband gelaufen. Auf die Plätze kamen seine Landsleute Joseph Riri (2:06:49) und Joshua Chelanga (2:07:05). (tso/dpa)
Kampflamm
September 26th, 2004, 03:34 PM
Jetzt erzähl uns hier nichts. Berlin ist für vieles bekannt, aber sicherlich nicht für seine Schönheit.
trance-x
September 26th, 2004, 03:45 PM
das siehst du allerdings falsch. das liegt daran, dass du postkartenidylle von kompilaten immer noch als hauptmasstab verwendest und nach aehnlichkeitserhaltung gehst. das wird aber geradezu schlagartig entwerteter, wenn man etwas tiefer blickt ...
berlin ist in der tat ersteres nicht, dafuer aber im nachgang deutlich fundierter - mehr ausstrahlung quasi, die zur schoenheit wird, die nicht umsonst menschen ziemlich intensiv anspricht (oder ablehnen laesst), die zunaechst "gegen" ihre vorherigen vorstellungen (= klischees, auf die du grundsaetzlich reinfaellst) gewandelt werden - und aus sich selbst heraus deutlich begeistert sind. das findest du bei london nicht, das findest du bei paris "selten", fast nie bei muenchen oder wien. du verstehen? der unterschied zwischen nett, huebsch, sieht gut aus, und "wahnsinn", "wow", "da ist etwas, was diese stadt hat", "beruehrt", "da will ich unbedingt nochmal hin" - intensitaet. unnoetig zu erwaehnen, dass postkarte ganz schnell bei letzteren als entwertet empfunden wird. darum eben der unterschied zwischen echter klasse und firlefanz. exakt so trennt sich im uebrigen auch die bandbreite der leute, die staedte bevorzugen! das besagt naemlich etwas ueber sie selbst, ihre kriterien etc. ... :yes:
ps: ansonsten gibts im uebrigen in berlin jede menge schoener bereiche, die lediglich von stereotypen ueber das ganze etwas in den background geraten, obwohl man eigentlich nur hinsehen muss ... der kudamm ist z.b. bei weitem schoener und atmosphaerischer als etwa die kaufinger strasse in muenchen oder solltest du das anders sehen? dann waere das ein gutes beispiel zu demonstrieren, worin wir uns ganz sicherlich unterscheiden ... ;)
Kampflamm
September 26th, 2004, 04:49 PM
Muista kirjautua jäseneksi, jotta saamasi pistemäärät tallentuvat?
Ist schon interessant, wie du dir einbildest, dass du mehr über andere Personen weisst, als sie über sich selbst wissen (:blahblah: fällst auf Klischees rein :blahblah:... um mehr Beispiele zu sehen, schau in den terror thread rein).
Und der Grund, dass manch einer von Berlin so begeistert ist, liegt ganz einfach darin, dass man fast keine Erwartungen hat.
larved
September 26th, 2004, 05:06 PM
Allerdings sind auch viele der Prestigeplätze Berlins eher hässlich geworden...z.B. Pariser Platz, Leipziger Platz (von dem ich mir wirklich mehr erhofft hatte) oder die Betonklötze rechts vom Reichstag..
trance-x
September 26th, 2004, 06:34 PM
Hertha verliert 1:2 gegen Hamburg ...
das rettet wohl "toppmoeller" zunaechst einmal, allerdings duerfte dafuer "falko goetz" position etwas taumeliger werden ...
anders als die sonstigen klischees gilt bei hertha derzeit eines durchaus: die wahl der eingesetzten mittel entspricht nicht den resultaten ... auf der anderen seite ist das natuerlich fuer den fussball als solchen erfreulich, sonst braeuchten alle mannschaften nur ihre etats vergleichen und der gewinner stuende fest ;)
kampflamm ...
Muista kirjautua jäseneksi, jotta saamasi pistemäärät tallentuvat?
Ist schon interessant, wie du dir einbildest, dass du mehr über andere Personen weisst, als sie über sich selbst wissen (:blahblah: fällst auf Klischees rein :blahblah:... um mehr Beispiele zu sehen, schau in den terror thread rein).
nicht nur ich. jeder mit etwas besserer menschenkenntnis erkennt bestimmte muster und zuege. der rest sind dann halt mischungsgrade.
ansonsten bitte verinnerlichen: es ist mitnichten so, dass ein mensch sich selbst besser kennen muss, nur weil er selbst er selbst ist. kleiner irrtum... er hat lediglich eines: eine bessere rahmenbedingung es potentiell beurteilen zu koennen, weil er fuer einen "teilbereich" besser testen "koennte", "wenn" er es "kann" ...
Und der Grund, dass manch einer von Berlin so begeistert ist, liegt ganz einfach darin, dass man fast keine Erwartungen hat.
waere dem so, wuerde jede stadt, die fast ohne erwartung heimgesucht wird diesen effekt haben, zumindest in signifikanter haeufung. das ist aber nicht der fall. logisch: sonst wuerdest du bei einer laengeren autofahrt jedes kaff interessant finden, durch das du mit fast keiner erwartung durchfaehrst ... tatsaechlich tritt aber schon durch das inflationaere eher ein gefuehl der beliebigkeit ein, wenn, ja wenn nicht eben etwas "anderes" wirkt ...
larved ...
Allerdings sind auch viele der Prestigeplätze Berlins eher hässlich geworden...z.B. Pariser Platz, Leipziger Platz (von dem ich mir wirklich mehr erhofft hatte) oder die Betonklötze rechts vom Reichstag..
mir gefaellt auch nicht jedes gebaeude, aber als "haesslich" wuerde ich den pariser platz deswegen nicht bezeichnen. passender waere denn eher schon "unter seinen moeglichkeiten". dies gilt aber fuer vieles, auch in anderen staedten ... "dass" du das in dem kontext sogleich erwaehnt hast, erscheint mir aber etwas wie ein typischer berliner relativismus ... zumindest haben viele den drauf - und das ist keineswegs typisch fuer jede stadt ...
hier pariser platz ... damit nicht nur idealisierte bilder zum einsatz kommen, auch aktuelle vom marathon mit schlechtwetter ...
http://www.rene-peitz.de/Fotografie/Panorama/BBTorP.jpg
http://www.berlin.de/deutsche-einheit/images/pariserplatz.jpghttp://www.andreasernst.com/Berlin%2021%20-%20Stadt%2010%20Pariser%20Platz.jpg
http://members.surfeu.de/hobbyuo/imfotbildgraphpictur/Pariserplatz.jpghttp://www.berlin-motive.de/berlin/Veranstaltungen/Sport/2004/Berlin-Marathon/images/DSC00861.jpg
http://www.berlin-motive.de/berlin/Veranstaltungen/Sport/2004/Berlin-Marathon/images/DSC00976.jpghttp://www.berlin-motive.de/berlin/Veranstaltungen/Sport/2004/Berlin-Marathon/images/DSC00896.jpg
ansonsten zu den betonkloetzen rechts vom reichstag. die sind insgesamt schon ok, haben etwas eigenes, schaffen eine eigene atmosphaere ... das gilt auch fuer das kanzleramt ... es gibt auch da so eine gefahr: wenn jemand sich nur darauf konzentriert, etwa traditionelle schoene haeuser zu bauen, wird er NIEMALS bestimmte atmosphaeren schaffen koennen... daher bin ich zwar durchaus dafuer, dass die fassade nicht so praepubertaer bekaempft wird, sondern munter verwendet, aber auch umgekehrt gegen ein ideologisches vorstellungsbild allein von schoener vergangenheit...
uebrigens, wenn du mal genau guckst, wirst du feststellen wie sich berlin langsam veraendert, durch die addition aller neuen haeuser... beispielsweise findest du in vielen staedten nicht so die summe eher heller wirkender flachdachgebaeude, das macht mitte ziemlich modern aussehend... es ist eine total typische wirkung, wenn man im thema drin ist.. aber bei etwas rausgehen, sticht das ins auge..
Kampflamm
September 26th, 2004, 06:39 PM
Trance, ich bin enttäuscht. Berlin mit "jedem Kaff" zu vergleichen, so etwas hätte ich nie getan. Natürlich hat Berlin diesen Effekt häufiger als Neunkirchen-Seelscheid, was aber noch lange nicht bedeutet, dass die Stadt jetzt besonders interessant ist.
trance-x
September 26th, 2004, 08:12 PM
du hast den vergleich nicht verstanden.
Kampflamm
September 26th, 2004, 09:33 PM
Dann erklär ihn mir nochmal (aber mind. 25 Zeilen).
trance-x
September 26th, 2004, 09:57 PM
es geht bei dem vergleich darum, dass leute mit niedriger erwartungshaltung ueber einen film durchaus sagen koennten "ok, war doch nicht so uebel", aber er er wird nicht lediglich aufgrund der niedrigeren erwartungshaltung ploetzlich zum lieblingsfilm mit begeisterungsstuermen.
damit ist deine aussage falsch. es kann daran nicht liegen. es _muss_ fuer die entsprechenden menschen also an berlin selbst liegen, dass sich mit zunehmendem wissen sogar vermehrt. ebenfalls etwas, dass gegen eine geringe erwartungshaltung spricht, denn auch da wuerde bei etwas, dass nicht durch sich selbst besticht trotzdem "see and forget" wirken ...
26.09.2004 19:30
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
Hertha bleibt weiter ohne Sieg - 1:2 beim HSV
Hamburg (dpa) - Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack hat Naohiro Takahara seinem Trainer Klaus Toppmöller den Arbeitsplatz beim Hamburger SV zumindest vorerst erhalten. Ausgerechnet der zuletzt zu den Amateuren in die Regionalliga abgeschobene Japaner wurde beim 2:1 (1:1) gegen Hertha BSC mit seinen Toren in der 3. und 80. Minute zum Matchwinner vor 41 000 Zuschauern in der AOL-Arena. Das erste Bundesliga-Tor von Christian Müller (12.) reichte für Hertha nicht für einen zählbaren Erfolg.
http://www.sport1.de/coremedia/pics/27/29/19/8x335x150x7,property=original.jpg
26.09.2004 18:30
Berlin Adler zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder im Finale
Marburg/Berlin (dpa/bb) - Zum ersten Mal seit 13 Jahren hat das American Football-Team der Berlin Adler wieder das Finale um die «German Bowl» erreicht. Im Halbfinale schalteten die Hauptstädter die Marburg Mercenaries am Sonntag souverän mit 37:7 (13:0, 10:0, 14:0, 0:7) aus und treffen nun im Finale am 9. Oktober auf Vorjahres- Vizemeister Braunschweig Lions, der am Samstag die Dresden Monarchs mit 34:20 ausgeschaltet hatte.
trance-x
September 26th, 2004, 10:18 PM
http://www.meinberlin.de/bezirke/index.php?b=11
Bezirksmeldungen - Spandau
Startschuss für die dritte Bürger-Solaranlage Berlins
Die dritte Bürger-Solaranlage Berlins soll im November/Dezember 2004 in Spandau in Betrieb genommen werden. Der Solarverein Berlin e.V. sucht noch verstärkt nach weiteren Anteilszeichern, die sich an der Anlage beteiligen möchten. Die Einlage erwirtschaftet eine durschnittliche Rendite von 3% und ist auf 20 Jahre befristet. Weitere Informationen unter www.solarverein-berlin.de und persönlich durch Claudia Pirch-Masloch unter Tel. 80902563 (24.09.2004)
Wussten Sie schon? => in berlin verschwinden jedes jahr ca. 8000 menschen. die meisten tauchen nach ein paar tagen oder wochen wieder auf ... der rest ...
trance-x
September 26th, 2004, 10:30 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/380921.html
Fischer riskiert Europas Spaltung?
Italiens Regierung kritisiert deutsches Streben nach Sitz im Sicherheitsrat
Oliver Meiler
http://www.euobserver.dk/grafik/Joschka_Fischer_b150.jpghttp://www.cwis.org/graphics/unlogo.gifhttp://www.corriere.it/Hermes%20Foto/2004/02_Febbraio/03/0HSBG6IC--230x180.jpg
ROM, 26. September. Die Kritik Italiens an der Bundesrepublik wegen der Ambitionen Deutschlands auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat hielt auch am Wochenende an. Der italienische Außenminister Franco Frattini warf in Zeitungsinterviews der deutschen Regierung vor, eine Spaltung Europas zu riskieren. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) konterte mit dem Vorschlag, Italien solle sich im Wettstreit zu Deutschland ebenfalls um einen ständigen Sicherheitsratssitz bewerben.
"Mit seiner Forderung läuft Deutschland dem Ideal zuwider, für das wir alle gemeinsam arbeiten", sagte Frattini den Zeitungen Corriere della Sera und La Repubblica. Die deutschen Ambitionen widersprächen dem Geist der europäischen Verfassung, die die Schaffung eines gemeinsamen EU-Außenministers vorsieht. Zu Fischers Vorschlag an Italien meinte Frattini: "Ich akzeptiere keine Konkurrenz, die auf nationalen Interessen beruht. Damit riskiert man eine Spaltung Europas." Er schlug Deutschland "ein gemeinsames Vorgehen für einen europäischen Sitz" vor.
Misstrauen gegen Dreiergipfel
Bereits vor der New Yorker UN-Vollversammlung hatte sich Frattini in der vergangenen Woche dezidiert gegen nationalistische Gelüste geäußert. Jeder Zuhörer verstand, dass er damit vor allem Deutschland meinte. Es fragt sich nun, warum Italien diese Front aufbaut. Es ist wohl vor allem Silvio Berlusconis Streben danach, dass "sein" Italien künftig eine gewichtigere Rolle in der Welt spielt. Vor allem in Washington hoffte Berlusconi, Früchte seiner Bündnistreue ernten zu können, denn er sähe Italien gern als Teil der angelsächsischen Achse.
Doch Berlusconis Ambitionen scheinen überrissen. George W. Bush lobt zwar stets das Irak-Engagement seines Freundes und Alliierten Silvio. Tony Blair stattete Berlusconi gar einen viel beachteten Ferienbesuch in dessen Sommerresidenz in Sardinien ab. Und doch gilt Italien bestenfalls als Juniorpartner, als Anhängsel unter Beobachtungsstatus. Zu jung dünkt die Amerikaner und die Briten die neu inszenierte transatlantische Ader Italiens.
Vor Berlusconi noch war die italienische Außenpolitik ausgewogener und unabhängiger. Das erklärte sich mit der geopolitisch delikaten Lage Italiens mitten im Mittelmeer, an der Kreuzung zwischen Orient und Okzident. Man wollte es sich weder mit der arabischen Welt noch mit Israel verscherzen. Italien gab sich stets die Rolle eines Mittlers zwischen den Kulturen.
Berlusconi positionierte Italien radikal neu, um an Gewicht zu gewinnen, und setzte sich damit zwischen die Stühle. Denn das demonstrative transatlantische Bekenntnis schwächt tatsächlich Italiens Stellung in Europa, was Rom auch zu spüren bekam. Mit Argwohn verfolgte Rom jeweils die Dreiergipfel von Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Man fühlte sich von den drei Ländern zu Unrecht als viertgrößter europäischer Staat ausgeschlossen und beklagte sich wiederholt über die Geheimniskrämerei der großen und unliebsamen Partner.
Berlusconi versuchte in jüngster Vergangenheit, etwas Terrain zurückzugewinnen. Er setzte sich für die Salonfähigkeit des libyschen Staatschefs Gaddafi in Europa ein und strebte so eine Rückkehr des Landes als Powerbroker in der arabischen Welt an. Im Kräftemessen mit Berlin geht es deshalb nun vor allem um einen Test: Wie viel zählt Italien, der G-8-Staat, noch auf diplomatischem Parkett? (mit AFP)
Deadeye
September 26th, 2004, 11:05 PM
Bei der Rechtswissenschaft müssen sich 1732 Bewerber 360 Studienplätze teilen.
@trance-x: Ich bin bald einer von diesen 360 Leuten. :) :nocrook:
Max BGF
September 26th, 2004, 11:28 PM
Bei der Rechtswissenschaft müssen sich 1732 Bewerber 360 Studienplätze teilen.Auch wenn es etwas penibel klingt, aber ich glaube nicht, daß das Wort "teilen" hier richtig ist. Oder hat jeder Bewerber am Ende einen 360/1732stel Studienplatz?
Max BGF
September 27th, 2004, 07:43 PM
Premiere bleibt in München und wird dort bis 2006 eine neue Zentrale errichten. M.E. war das ohnehin nur ein Pseudo-Standortwettbewerb, um ein paar Zugeständnisse zu erzielen.
trance-x
September 27th, 2004, 10:47 PM
max bgf ...
das war in dem falle die ganze zeit schon wahrscheinlich. ich habe keinerlei ernsthafte umzugsabsicht erkennen koennen, sondern lediglich etwas wind mit bereits feststehender intention. sie haben sich auch nicht an den rat der beauftragten unternehmensberatung mcKinsey interessiert ...
aus meiner sicht deutet alles auf folgendes hin: "Kabel Deutschland" zog vor geraumer zeit von bonn nach muenchen und beabsichtigt Premiere konkurrenz zu machen. (da gibts dann immer diese schoenwetterrhetorik der gegenseite: "wir haben keine befuerchtungen, freuen uns vielmehr auf eine belebung, einen kreativen wettbewerb"). nicht deshalb, aber durchaus mitmotiviert kam fuer Premiere, die ja erst 1999 von hamburg nach muenchen zogen und deren geschaeftliche situation durchaus optimierungsbedarf aufzeigen wohl insgesamt eine "wird mal wieder zeit"-situation auf ...
also wird ein umzug thematisiert, um die staatlichen rahmenbedingungen fuer dieses vorhaben zu verbessern, umgekehrt davon abzulenken, dass eigentlich unterm strich nur eines passiert: arbeitsplaetze werden abgebaut.
es macht eben einen unterschied, ob in der presse ein "Premiere hat Umzugsplaene" thematisiert wird und in einem nebensatz eine zusammenfassung, alles quasi vor allem mit der frage des Wohin ringt, oder ob die schlagzeile einfach nur lautet, was in wirklichkeit vor allem unter dem strich bleibt: "Premiere in Muenchen baut Arbeitsplaetze ab".
ansonsten waere noch die zusatzfrage, wie die zusammenfassung aussieht. soll komplett zusammengefasst werden, dann ist der schaden fuer muenchen relativiert, weil dann das meiste auf kosten der hamburger gehen wird. wird der standort hamburg beibehalten, wird sowohl hamburg als auch muenchen arbeitsplaetze verlieren.
was premiere in ein paar jahren macht, ist bei diesem labilen konstrukt ziemlich ungewiss. da ist gar nichts sicher, denn ihre situation hat sich durch die zusaetzliche konkurrenz ja in wirklichkeit nur verschlechtert, nicht verbessert. fuer stoiber bzw. jeden politiker besteht das problem ja auch immer darin, abzuwaegen zwischen symbolischer wirkung/signalen fuer einen standort, den tatsaechlichen arbeitsplaetzen und der art von zugestaendnissen: man kann nicht alle firmen mit allem koedern. die falsche firma gefoerdert, die vielleicht spaeter pleite geht und nicht nur signaltechnischer schaden entsteht. ueberwiegt die foerderung die steuereinnahmen, muessen andere effekte das kompensieren. das geld dort reingesteckt, fehlt an anderer stelle (nicht nur bei anderen firmen, sondern vielleicht bei der kultur, bei der bildung, bei ...) ... auch welches profile gestaerkt werden soll, spielt natuerlich eine rolle ... nunja, abwaegen eben.. nix neues im leben .. ;)
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706072.html
Popkomm bringt von Mittwoch an Berlin zum Tanzen - 400 Acts in 34 Clubs
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/e_berlin.gifhttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/kv_home.jpg
Am Mittwoch beginnt in Berlin eine der größten Musikfachmessen der Welt, die Popkomm. Nach 15 Jahren im Rheinland präsentieren sich beim ersten Branchentreff in Berlin, den Wirtschaftsminister Wolfgang Clement am Mittwoch mit Rede und Rundgang eröffnet, auf dem ausgebuchten Messegelände 630 Aussteller aus 40 Ländern. Vier Tage lang ist Berlin Treffpunkt von Popkünstlern und jenen, die sie vermarkten. Vier Abende lang stellen sich 400 Acts in 34 Clubs Fans und Fachpublikum.
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/e_popkomm_logo.gifhttp://www.releasemagazine.net/Pictures/berlinmesseatnight.jpg
Beginnt die Messe offiziell erst am Mittwoch, bildet das morgige Konzert der Fantastischen Vier und den Bands ihres Labels "Four Music" aber schon den eigentlichen Auftakt. Für den so genannten Four-Abend und die nächtliche After-Show-Party wird die Deutschlandhalle nach sieben Jahren mal wieder zum Pop-Veranstaltungsort, live auch auf Radio Fritz ab 20 Uhr zu erleben.
Am Mittwoch ist die charmante Chanteuse Helene - Gesandte des diesjährigen Popkomm-Partnerlandes Frankreich - ab 18 Uhr kostenlos bei Dussmann zu erleben. MTV zeichnet am Abend seine Mode-/Rockschau "Designerama on Stage 2004" auf dem Flughafen Tempelhof auf. Die britische Band Placebo und US-DJ Felix Da Housecat stehen neben der glamourösen Fashion-Show auf dem Programm.
Eine exklusive Vorab-Hörgelegenheit des erst am 4. Oktober erscheinenden, legendären Albums "Smile" von Ex-Beach-Boy Brian Wilson sowie der neuen R.E.M.-CD erhalten am Donnerstag bereits die Gewinner eines Preisausschreibens und Musikjournalisten im Sendegebäude des RBB gegenüber dem Funkturm. Am Stand von Sony Music sind zwischen 17 und 19 Uhr Mia zu erleben, tags darauf im gleichen Zeitraum die wieder vereinigten Duran Duran mit Simon Le Bon. Zum Abschlusskonzert der Popkomm bitten am Freitagabend dann die Beatsteaks, Sportfreunde Stiller, Fettes Brot und Moneybrother noch einmal in die Deutschlandhalle.
Patrick Goldstein
trance-x
September 27th, 2004, 11:00 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706070.html
http://www.blooms.de/images/bloom102/ben_becker.jpg
Ben Becker bereitet sich derzeit auf einen Dreh mit Regisseur Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") vor. Dafür besuchte der Schauspieler jetzt die Synagoge an der Joachimstaler Straße. Drehbeginn ist am 20. Oktober in Hamburg. Becker spielt einen Juden, der in einem Brief an einen Sozialkundelehrer begründet, warum er nicht in dessen Unterricht kommen möchte und so sein ganzes Leben noch einmal aufrollt. "Ich setze mich mit jüdischer Geschichte auseinander und arbeite mich in religiöse Rituale ein", sagt Becker. Ob der Film für das Kino oder für das Fernsehen produziert werde, stehe noch nicht fest.
Es ist vollbracht: Nachdem Verleger Klaus Siebenhaar und seine Lebensgefährtin Dagmar Boeck zehn Jahre lang zwischen zwei Wohnungen gependelt sind, wohnen sie jetzt endlich zusammen. Zum neuen Haushalt in Siebenhaars alter Wohnung in Lichterfelde (200 Quadratmeter Fischgrätparkett, 12 000 Bücher, konstruktivistische Kunst, Designermöbel) gehört auch Boecks Tochter Maria. "Die Balkone sind spätsommerlich hergerichtet, und wir haben einige neue Kleiderschränke aufgebaut. Alles in allem bin ich total häuslich geworden", sagt Siebenhaar.
Franziska van Almsick bittet am Donnerstag von 17 bis 18 Uhr zu einer Signierstunde auf die Buchmesse-Sonderfläche in der 3. Etage des KaDeWe. Die Ausnahmesportlerin stellt ihre Biografie "Aufgetaucht" vor. Auf ihrer Internetseite (www.franzi.de) steht darüber: "Ich habe in den letzten Monaten ein Buch geschrieben, ja richtig, ich allein... (Schreiben war schon immer ein Favorit von mir), doch ich glaube, das merkt man auch beim Lesen. In diesem Buch habe ich versucht, Euch ein wenig teilhaben zu lassen an dem, was ich gefühlt, gedacht und erlebt habe in den letzten Jahren."
Beim Gala-Dinner anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Bundesdruckerei werden Philips-Chef Walter Conrads, Robert Gogarten (Vorstandssprecher der Karstadt Hypothekenbank AG) und der designierte T-Com-Chef Walter Raizner erwartet.
http://www2.morgenpost.de/z/newsticker/i/logo_bm.gif
Erneut Montags-Demonstration in Berlin - einige Hundert Teilnehmer
Berlin (dpa/bb) - In Berlin sind erneut die Montags- Demonstrationen gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV gestartet worden. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich daran zunächst nur einige Hundert Menschen. Ein Protestzug sollte vom Alexanderplatz zum Willy-Brandt-Haus führen. Ein weiterer war vom Roten Rathaus bis zum Platz des 18. März am Brandenburger Tor geplant. Laut Veranstalter waren 5000 Teilnehmer angemeldet.
Proteste gegen Hartz IV ebben weiter ab
Berlin (dpa) - Die Proteste gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV ebben weiter ab. Auch bei den heutigen Demonstrationen setzte sich der rückläufige Trend der vergangenen Wochen fort. Vor allem in Ostdeutschland war wieder an zahlreichen Orten zu Kundgebungen aufgerufen worden. Sie fielen noch einmal kleiner aus als in der vergangenen Woche. In Leipzig kamen nach Veranstalter-Angaben etwa 1000 Menschen, nur ein Drittel der Beteiligung vom vorigen Mal. In Magdeburg zählte die Polizei 1200 Demonstranten.
Tim Renner startete Berliner Musiksender «Motor FM»
Berlin (dpa/bb) - In Berlin ist seit Montag der neue Hörfunksender «Motor FM» zu hören, zunächst nur zur Popkomm bis zum 1. Oktober. Initiator des Senders auf UKW 104,1 und im Internet (www.motor.de) ist der Musikproduzent und frühere Chef von Universal Deutschland, Tim Renner. Gesendet werden ausschließlich Produktionen nationaler und in Deutschland lebender internationaler Künstler, betonte Renner zum Start. Aktive Unterstützung bekomme der Sender aus der deutschen Musikszene. Dazu gehören unter anderem Fantastische Vier, Rammstein, Peaches 2-Raumwohnung, Klee, Terranova, Rosenstolz und Sven Regener.
trance-x
September 27th, 2004, 11:07 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story706152.html
Berlin - Metropole der Großbaustellen
Auch 15 Jahre nach der Wende drehen sich in der Hauptstadt die Kräne
Von Guido Hartmann
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/grosse_projekte/pix/mediaspree_visualisierung_390.jpghttp://www.planet-elmi.de/images/ST10_Alexanderplatz.JPG
Auch wenn der große Bauboom der Nachwende-Jahre etwas abgeflaut ist und die Immobilienbranche über hohe Leerstände klagt, bleibt Berlin eine Stadt der Großbaustellen. Eines der bedeutendsten Projekte ist die Bebauung der "Banane" - so wird das Grundstück zwischen Alexander- und Dircksenstraße wegen seiner geschwungenen Form genannt.
Auch am KPM-Quartier in Tiergarten geht es mit großen Schritten voran, am so genannten Köbis-Dreieck gegenüber der CDU-Bundeszentrale haben die Arbeiten bereits begonnen. Und nicht weit entfernt vom Kanzleramt entsteht mit dem Lehrter Bahnhof Europas größtes Schienenverkehrskreuz. In Mitte haben am Pariser Platz bereits die vorbereitenden Maßnahmen für die Errichtung des neuen US-Botschaftsgebäudes begonnen.
Dagegen haben die Hochhauspläne für den Alexanderplatz einen herben Dämpfer erhalten, nach Einschätzung der Senatsbauverwaltung soll es nun mit dem Bau der geplanten Wolkenkratzer frühestens 2008 losgehen. Am 1993 preisgekrönten städtebaulichen Entwurf von Hans Kollhoff halten Investoren und Senat dennoch fest. So will im nächsten Frühjahr die Hines Immobilien GmbH mit dem Bau des ersten der Sockelgebäude beginnen, das über eine Bruttogeschossfläche von 70 000 Quadratmetern verfügen soll.
Viele Entwickler machen aber mittlerweile den Baubeginn und das Volumen ihrer Objekte von der Vermietungsquote abhängig. Es würden keine Großprojekte mehr in Angriff genommen und finanziert, ohne dass für die Investoren auch Klarheit über die Vermarktung bestehe, bestätigen Experten aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Bauen. Die Berliner Bauwirtschaft habe für dieses Jahr ein Bauvolumen von etwa 8,7 Milliarden Euro hochgerechnet und hoffe, dass die Talfahrt der Branche gebremst ist und sich sogar ein leichter Aufwärtstrend abzeichne, hieß es kürzlich auf der Fachmesse Bautec.
In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geht man jedoch davon aus, dass eine wirkliche Belebung der Umsätze im Baubereich erst im kommenden Jahr zu erwarten ist. Von einer Stabilisierung der nach wie vor rückläufigen Beschäftigungszahlen im Baugewerbe sei sogar nicht vor dem Jahr 2006 auszugehen.
Max BGF
September 27th, 2004, 11:15 PM
Das sehen wir also gleich. :)
Mir ist es auch ein Hinweis, daß Premiere nach der Kirch-Krise wieder gesund aufgestellt ist. Denn wenn man kostengünstig weitere Arbeitsplätze abbauen müßte, würde man den Standort sicher nach Berlin verlegen. Viele Mitarbeiter würden sich nämlich diesem Umzug verweigern und ein Sozialhilfeleben in München vorziehen. Dafür verzichten sie selbst auf die Abfindung.
Gut, das kann man jetzt nicht mehr nachprüfen.
trance-x
September 27th, 2004, 11:18 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/
http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gif
Gelände des Wriezener Bahnhofs soll neu bebaut werden
Friedrichshain
Das Areal des einstigen Wriezener Bahnhofs soll neu bebaut werden. Auf dem zirka 25 Hektar großen Gelände zwischen der Straße der Pariser Kommune und der Warschauer Straße könnte demnach bald ein Großhandelsmarkt der Metro stehen. "Der Vertrag für den Verkauf eines mehr als fünf Hektar großen Grundstücks an die Metro ist unter Dach und Fach", sagt Wolfgang Stahnke von der DB Immobilien Service GmbH.
Auf einer Informationsveranstaltung stellte das Bezirksamt jetzt erstmals die Bebauungspläne für das einstige Bahnhofsareal vor. "In einem städtebaulichen Vertrag soll auch eine mehr als zwei Hektar große Grünanlage festgeschrieben werden", sagte Baustadtrat Franz Schulz (Grüne). Zudem sei der Bezirk daran interessiert, dass auf dem Gelände auch eine Fläche für die geplante Umsiedlung des Friedrichshainer Unternehmens Freudenberg reserviert wird.
Doch während die Vertreter des Bezirks und der DB Immobilien Service GmbH der Gewerbeansiedlung zuversichtlich entgegensehen, melden Anwohner ihre Bedenken an. Ein Kritikpunkt lautet, dass mit der geplanten Bebauung eine Chance vertan werde, eine großzügige Grün- und Freizeitfläche an diesem Ort anzulegen. Andere Anwohner wiederum befürchten, dass durch eine Gewerbeansiedlung der Autoverkehr erheblich zunehmen könnte.
Da das Areal ausschließlich von der Straße der Pariser Kommune her erschlossen wird, seit an diesem Straßenzug zwangsläufig mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen, sagen besorgte Bürger. In den kommenden Wochen soll nun das Projekt in der Bezirksverordneten-Versammlung beraten werden.
US-Botschaft am Pariser Platz
Mitte
http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2003/2003-03-10-berlin-montagsdemo-greenpeace/2003-03-10-ft-0060.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040908/berlin/pop_88870.jpg
links: typische szene vor der derzeitigen provisorischen US-Botschaft ...rechts: bagger bereiten den baugrund fuer die neue us-botschaft vor ...
An der Behrenstraße in Mitte werden zurzeit am westlichen Ende stählerne Sicherheitspoller einbetoniert. Sie markieren den äußeren Rand der 25-Meter-Sicherheitszone der neuen US-Botschaft. Auf dem Botschaftsgelände laufen bereits Vorarbeiten, so wird der Boden nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg durchsucht.
Die Grundsteinlegung ist für Oktober geplant. Mit dem Gebäude wird die letzte Lücke in der historischen Front des Pariser Platzes geschlossen, im Frühjahr 2008 soll der Botschaftsbetrieb aufgenommen werden. Realisiert wird das Projekt durch das kalifornische Architekturbüro Moore, Ruble, Yudell. Wie viel die neue Botschaft kosten wird, ist nicht bekannt.
Die neue Vertretung soll nicht wie eine Festung aussehen, heißt es bei den Amerikanern. So soll das Botschaftsgelände zu den Straßen hin eben nur durch die vergleichsweise kleinen Poller gegen mögliche Attentate geschützt werden. Zwischen diesen Fahrzeugsperren und dem transparenten Zaun können die Berliner und Touristen flanieren und so relativ nahe an das Gebäude herankommen. Die Botschaft soll auch durch aufwändige Bautechniken gegen mögliche Angriffe von außen geschützt werden. Details wollen die US-Sicherheitsspezialisten aber ebenso wenig verraten wie die Zahl der Mitarbeiter, die das Gebäude einmal beziehen werden.
KPM-Quartier in der Spreestadt
Charlottenburg
http://www.bauwens.de/bauschilder/media/DIR_11612/KPM_A3_2-72dpi-sm-2.jpghttp://www.berlin-partner.de/files/dynamic/upload/images/jpg/1366_22742.jpg
Das KPM-Quartier ist Teil der Spreestadt Charlottenburg, die mit ihrer Grundfläche von 250 000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß ist wie das Gebiet rund um den Potsdamer Platz. Die Spreestadt gilt in der Senatsbauverwaltung als derzeit wichtigstes Projekt im Westen Berlins. Daimler-Chrysler will noch dieses Jahr mit einem Büroturm fertig sein, der Bau von fünf weiteren ist geplant. Außerdem entwickelt die Bavaria, eine Tochter der Berliner Bankgesellschaft, in der Nachbarschaft das ehemalige Gelände der Königlichen Porzellan Manufaktur KPM.
Das 17-stöckige Hotel- und Bürohochhaus an der Straße des 17. Juni 106/108 ist mit 60 Metern Höhe das markanteste Gebäude im KPM-Quartier, nächstes Frühjahr sollen dort die ersten Mieter und Hotelgäste einziehen. Das neue KPM-Quartier macht mit 87 000 Quadratmetern etwa ein Drittel der Spreestadt Charlottenburg aus. Europas Marktführer, die Accor-Hotelgruppe, eröffnet im Turmhaus auf den ersten sieben Etagen Berlins erstes "Dorint Novotel". 280 Zimmer wird das modern gestaltete Businesshotel bieten, darüber liegen zehn Büroetagen. Die Baukosten betragen nach Auskunft der Bavaria Objekt- und Baubetreuung/Ibag insgesamt 30 Millionen Euro. Eigentümer des Gebäudes, dessen Fassade aus Muschelkalk und Naturstein besteht, ist die Deka Immobilien Investment GmbH.
trance-x
September 27th, 2004, 11:20 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/
http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gifhttp://erewhon.ticonuno.it/arch/rivi/berl/limg/sotto.gifhttp://www.markus-anton-dufner.de/mediac/400_0/media/DIR_16532/Lehrter~Bahnhof_klein.jpg
Lehrter Bahnhof: Arbeiten bis 2006
Tiergarten
Auf der Großbaustelle Lehrter Bahnhof laufen die Arbeiten für die künftige Nord-Süd-Verbindung auf Hochtouren. Bis zur Fußball-WM im Sommer 2006 soll das 700 Millionen Euro teure Schienenkreuz fertig werden. In einem 25 Meter tiefen und 10 500 Quadratmeter großen Loch arbeiten die Teams an den Fundamenten, auf denen vier Bahnsteige und acht Gleise für den Fern- und Regionalverkehr sowie der Bahnhof für die U-Bahn-Linie 5 und eine Station für die geplante S-Bahn-Linie 21 entstehen.
Noch in diesem Jahr will die Deutsche Bahn zudem mit der Errichtung der beiden Bügelbauten beginnen. Die 46 Meter hohen Bürotürme sollen bereits bis Ende 2005 stehen, heißt es. Die Nutzung der Riegel ist weiter offen. Denkbar sei neben Büro- und Konferenzräumen auch ein Hotel, heißt es bei der Bahntochter DB Projektbau. Angesichts des aktuellen Leerstands von 1,6 Millionen Quadratmetern Bürofläche in Berlin schätzen Beobachter aus der Immobilienszene jedoch, dass die Bahn die Bügelbauten selber nutzen wird. Mit mehr als 16 000 Mitarbeitern in Berlin habe die Bahn genug Eigenbedarf an Büroraum.
Neues Stadtquartier im Köbis-Dreieck
Tiergarten
http://www.koebisdreieck.de/images/klingel_over_1.jpghttp://www.koebisdreieck.de/images/klingel_over_2.jpghttp://www.koebisdreieck.de/images/klingel_over_3.jpghttp://www.koebisdreieck.de/images/klingel_out_4.jpg
Auf dem "Köbis-Dreieck" im südlichen Tiergarten-Viertel entsteht bis 2006 ein völlig neues Stadtquartier. Auf 2,3 Hektar Fläche zwischen Tiergarten-Dreieck, Landwehrkanal, Japanischer Botschaft und Tiergarten werden acht große Büro- und Verwaltungsgebäude hochgezogen. An der künftigen Köbisstraße entsteht das Hofjäger-Palais, ein Komplex aus vier Häusern mit 100 Wohnungen. Das neue City-Quartier wird von einem Konsortium errichtet, zu dem sich die Hochtief Projektentwicklungs-GmbH aus Essen, die Development und Wohnbau Groth GmbH & Co. Projekt KG aus Berlin und die Münchner Investa-Gruppe zusammengeschlossen haben. Etwa 190 Millionen Euro sollen investiert werden. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG übernimmt zwei der Gebäude.
http://www.koebisdreieck.de/images/heyd_out_1.jpghttp://www.koebisdreieck.de/images/heyd_over_2.jpghttp://www.koebisdreieck.de/images/heyd_over_3.jpghttp://www.koebisdreieck.de/images/heyd_over_4.jpg
internet: http://www.koebisdreieck.de
Wohnquartier Prenzlauer Gärten
http://www.prenzlauergaerten.de/startseite.jpg
Eines der größten Wohnungsbau-Vorhaben Berlins startet demnächst mit dem Projekt "Prenzlauer Gärten". Im Bötzowviertel in Prenzlauer Berg sollen in den nächsten Jahren 60 Einfamilienhäuser nach englischem Vorbild und knapp 50 Wohnungen entstehen. Die Bauten werden auf dem historischen Grundstück der denkmalgeschützten Brauerei Schneider errichtet, die auch selbst in Stand gesetzt werden soll. Etwa 38 Millionen Euro will die Prenzlauer Gärten Grundbesitz AG investieren. Der Bauantrag ist eingereicht, der Baubeginn ist für Anfang 2005 geplant. Die Townhouses sind zwischen 110 und 290 Quadratmeter groß, die Durchschnittspreise belaufen sich auf etwa 2450 Euro pro Quadratmeter.
Infos im Netz: www.prenzlauergaerten.de
trance-x
September 28th, 2004, 12:12 AM
max ...
vielleicht manchmal als teilaspekt. ansonsten ist aber die zusammensetzung eines menschenhaufens, der aus gezielt entlassenen besteht, anders gemischt als einer, der sich durch eine selektion per move ergibt. die herangehensweise ist auch etwas anders. bei letzterem musst/solltest du dich naemlich muehen, kompetente zoegerlinge zu ueberreden, vorher schon anders die mitarbeiter drauf einstellen, anreize schaffen ... (universal hatte zu dem zweck z.b. kennenlerntouren in berlin organisiert um bezuege zu schaffen. natuerlich haengt so etwas auch von den jeweiligen moeglichkeiten, der firmenphilosophie und sonstigen intentionen der firmen ab) ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story706159.html
Plänterwald wartet auf Investor
Verhandlungen noch nicht abgeschlossen - Rahmenbedingungen festgelegt
Von Sabine Flatau
http://www.aac-berlin.de/luftbild/luft080700-02-32a%20spreepark%20plaenterwald%20treptow%20PXA.jpg
In Sachen Spreepark hat der Bezirk seine Hausaufgaben weitgehend erledigt. Das Verfahren zum Bebauungsplan ist fortgeschritten, mit dem die alten Streitfragen um Parkplätze und Zufahrten geklärt und die Rahmenbedingungen für den künftigen Investor abgesteckt werden sollen. Anwohner und Betroffene haben zu den Intentionen des Bezirks Position bezogen, ebenso Senatsverwaltungen und Einrichtungen wie Wasserbetriebe und Gasag, die mit öffentlichen Belangen zu tun haben.
Das Bezirksamt hat die Äußerungen ausgewertet und abgewogen und die Ergebnisse in einem Schriftstück zusammengefasst, das jetzt von den Bezirksverordneten diskutiert wird. "Nun warten wir auf den Investor, um Details zu klären", sagt Baustadtrat Dieter Schmitz (SPD). Nach Auskunft des Liegenschaftsfonds sind die Verhandlungen mit dem dänischen Unternehmen Tivoli International noch nicht abgeschlossen.
Bisheriges Fazit im Bebauungsplan-Verfahren: Der Betreiber des Spreeparks kann maximal 900 Stellplätze auf dem rund 21 Hektar großen Gelände des Rummelplatzes einrichten und dafür ein 16 Meter hohes Parkhaus bauen. Wenn er die Stellplätze nur ebenerdig anlegt, sind höchstens 180 möglich. Das Gelände am Ausflugslokal "Eierhäuschen" neben dem Spreepark soll aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgelöst werden. Am Restaurant soll laut Bebauungsplan ein gesonderter Parkplatz angelegt werden können. Damit wird die Möglichkeit berücksichtigt, dass das Lokal einen anderen Eigentümer bekommt als der Spreepark. Für diese Stellfläche gehen rund 1250 Quadratmeter Waldfläche verloren, etwa 50 Stellplätze könnten entstehen.
Nördlich des Eierhäuschens soll eine unterirdische Reinigungsanlage für Regenwasser entstehen. Dort wird die Straße als so genannter Wendehammer verbreitert, damit Betriebsfahrzeuge der Wasserbetriebe manövrieren können. Einzige Zufahrt zum Spreepark soll der Dammweg sein, der von fünf Meter auf 9,25 Meter Breite ausgebaut wird. Eine Zufahrt über die Bulgarische Straße ist in den Plänen des Bezirks nicht vorgesehen. Eine Vergrößerung des Areals, das bebaut werden darf, soll es nicht geben - abweichend von der Position der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die dafür den Berliner Flächennutzungsplan verändern möchte.
Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hat das Bezirksamt 50 schriftliche Äußerungen zum Entwurf des Bebauungsplans bekommen. Anwohner fordern, möglichst wenig in die Natur und Landschaft einzugreifen und alle Bäume des Plänterwalds zu erhalten. "Wir sind gegen ein Parkhaus", sagt Manfred Mocker vom Bürgerkomitee Plänterwald. Der Spreepark sei mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
trance-x
September 28th, 2004, 12:25 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/27/338561.html
Berlin feiert seinen Marathon
Der Marathon bleibt eine Veranstaltung der Superlative
http://www.welt.de/media/pic/000/180/18012v1.jpg
Pfützenslalom an der Siegessäule ...Foto: dpa
Berlin - Regen und Kälte haben beim 31. Berlin-Marathon erstmals seit Jahren für einen Rückgang der Teilnehmer gesorgt. 28.763 Läufer aus 91 Nationen nahmen das Rennen um neun Uhr an der Straße des 17. Juni auf.
Mehr als 60 Musikgruppen, Rockbands, Sambatrommler und Jazzbläser heizten den Zuschauern und Sportlern ein. Knapp 6000 ehrenamtliche Helfer aus Berliner Vereinen waren seit dem frühen Sonntagmorgen auf den Beinen und trotzten wie die Läufer dem Schmuddelwetter.
Auch die meisten Sportler ließen sich vom trüben Wetter nicht verdrießen. Schließlich werde auch sonst im Regen gejoggt, war zu hören. Die Favoritin und spätere Siegerin bei den Frauen, die Japanerin Yoko Shibui, lief trotz dichter Wolkendecke sogar mit Sonnenbrille.
Der Marathon tut der gebeutelten Wirtschaft gut. Immerhin bringt die Großveranstaltung einer Studie zufolge mehr als 44 Millionen Euro in die Stadt. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer wurden von den Läufern und ihren Begleitern 33.000 Hotelbetten gebucht. DW
Samba und Puschelschwingen
Marathon-Karnevalsstimmung am Platz am Wilden Eber
Das ist auch Sport: Bei Kilometer 27, am "Platz am Wilden Eber" in Schmargendorf, machte die Berliner Samba-Gruppe "Sapucain no Samba" mit heißen Rhythmen Stimmung - stundenlang hielten sie durch, hauten auf die Pauke und wirbelten Trommelschläger und Tamburine durch die Luft und machten den Platz zur Karneval-Ecke des Marathons. Pause machen ging nicht; die Spieler wurden mit Schokolade gestärkt.
"Klar ist das anstrengend, drei Stunden durchzuspielen", sagt Gudrun Kania, die die A-gogo-Glocke spielt. "Aber hier, bei dieser Stimmung, vergisst man die Anstrengung!" Muskelkater werde sie am nächsten Tag bestimmt nicht haben - das hat sie schon lange nicht mehr: "Ich bin schon zum fünften Mal hier beim Wilden Eber. Und gestern hatten wir auch schon drei Auftritte." Das ist wahrer Samba-Sport!
Ebenso unermüdlich spornten die Cheerleaders von "Natty's Dance Factory" in der Kurve die Läufer zu Höchstleistungen an: Zu den schnellen Samba-Rhythmen tanzten sie, schwangen ihre Puschel und türmten sich zu Pyramiden übereinander. Diese besondere Showeinlage zauberte etlichen Läufern ein Lächeln ins verschwitzte Gesicht.
Ein Läufer packte eine Tänzerin vor Freude und hob sie hoch, ein anderer verblüffte die Gruppe mit einer bühnenreifen Samba-Tanzeinlage, und drei Läufer warfen sich spontan vor den Cheerleaders und Fotografen auf den Boden und vollführten zehn Liegestützen. Und das nach 27 Kilometern! wick
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337852.html
Kunstwerke der Flick-Ausstellung werden restauriert
Experten untersuchen nach dem Anschlag Schäden an Installationen im Hamburger Bahnhof - Keine verstärkten Kontrollen geplant
von Anemi Wick
Die Aufregung über den Anschlag im Hamburger Bahnhof hat sich gelegt. Der Raum im Obergeschoss im Ostflügel - der "Dritte Raum" -, wo Sonja H. (35) am Mittwochabend randalierte und zwei Installationen des amerikanischen Künstlers Gordon Matta-Clark demolierte - ist für die Besucher der Flick-Ausstellung wieder offen. Auf der linken Seite, wo das Auto-Segment "Graffiti Truck" stand, sieht man nur noch einen Fleck am Boden. Rechter Hand steht noch das eine, unversehrte Element von Matta-Clarks "Office Baroque", der beschädigte Teil fehlt. Bei den beiden Architekturelementen handelt es sich um Teile eines von Matta-Clarks "Gebäudeschnitten", die er 1977 in einem Geschäftsgebäude in Antwerpen geschaffen hatte.
Seine Arbeit ist in der daneben stehenden Videodokumentation nachvollziehbar. Dass ein Teil des Werkes fehlt, merken die Besucher kaum. Nein, keiner würde die beiden fehlenden Ausstellungsstücke vermissen und danach fragen, sagt einer der Wachmänner, der im Raum aufpasst.
"So ist das eben mit moderner Kunst", sagt eine Besucherin, "ob man vor einem ganzen oder einem halben Kunstwerk steht - weiß man`s?"
Wie die Stelle, wo die beiden Werke standen, nun aussehen soll, darüber würden die Kuratoren noch entscheiden, sagt Dr. Matthias Henkel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Staatlichen Museen. Das hängt auch davon ab, wie lange die Stücke in der Ausstellung fehlen werden - sie sollen möglichst bald restauriert werden. Zurzeit befinden sich die beiden beschädigten Matta-Clark-Werke in der Restaurierungswerkstatt der Nationalgalerie.
Dort werden sie einer Schadensanalyse unterzogen. "Die Restauratoren werden prüfen, mit welchen Materialien sie es zu tun haben - und ob es die überhaupt noch gibt: Die Werke stammen ja aus den 70er-Jahren", sagt Henkel. "Auch der Alterungsprozess gilt es mit einzubeziehen." Dann, nachdem ein genaues Restaurierungskonzept erstellt wurde, könne man mehr über Dauer, Aufwand und Kosten der Restaurierung sagen.
Verstärkte Sicherheitskontrollen scheint es nach der Attacke auf die Kunstwerke in der Ausstellung im Hamburger Bahnhof bisher nicht zu geben. Ein politischer Hintergrund von Sonja H.s Tat wird inzwischen ausgeschlossen. Nach Angaben der Polizei war die 35-Jährige bereits vor dem Zwischenfall in psychiatrischer Behandlung.
Der Vorfall sei ein neuer Ausbruch ihrer Krankheit gewesen, sagte ein Polizeisprecher gestern. In Rücksprache mit ihrem Arzt sei sie jetzt in stationärer Behandlung in einer Nervenklinik.
http://www.welt.de/data/2004/09/27/338479.html
http://www.welt.de/tplpix/welt/logo_welt.gif
Gemeinsam sind Gäste stark: Der Andrang vor dem wiedereröffneten Restaurant und Nachtclub Felix an der Behrenstraße 72 war in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag so groß, dass die Security-Männer einfach gegen die Wand gedrückt wurden. Geschäftsführer Dominic von Werthern (32, Ziehsohn von Jil Sander), darf sich nach knapp sechs Monaten Umbauphase über eine neue Licht- und Soundanlage freuen. Zu seiner ersten Party kamen Peter Glückstein (Goya-Projekt), Gerd Schüler (hat gerade mit dem Dorian Gray eine Pleite hingelegt), Michael Graf (der Bruder von Steffi Graf, auf dem Foto mit Tamara Schüler) sowie Ferfried von Hohenzollern, der sich partout nicht mit seiner Begleiterin, der Schönheitschirurgen-Witwe Tatjana Gsell, fotografieren lassen wollte. Mit der Wiedereröffnung des Felix kommt auch das Pacha (Ibiza, München) nach Berlin - immer am ersten Sonnabend im Monat gehört das Felix ganz den weltbekannten Partymachern.
Jetzt ist es amtlich: Dirk Dehmel (27), gehört zu den besten deutschen Portraitfotografen. Am Mittwoch bekommt er auf der Photokina (Köln) den Epson Portrait Contest Award. Dehmel gewann mit dem Portrait eines Berliner Feuerwehmannes. Dirk Dehmel, der seine Lehre als Fotograf bei seinem Großvater absolvierte, ist der Sohn von Daniela Urbschat. Er fotografiert erst seit sechs Monaten Menschen, vorher hat er Industrie- und Werbefotografie bevorzugt. Jetzt sagt er: "Mich fasziniert es, mit dem Foto eines Menschen seinen Charakter freizulegen."
trance-x
September 28th, 2004, 12:46 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story706163.html
Grüne Reise um die Welt
Bis 2007 entstehen im Erholungspark islamische, italienische, koreanische und englische Gartenanlagen
Von Hajo Eckert
http://www.erholungspark-marzahn.de/marz/images/img_gaerten.jpghttp://www.erholungspark-marzahn.de/marz/images/img_japgartenmeister.jpg
Die Gärten der Welt im Marzahner Erholungspark haben sich zum Touristenmagneten im Osten von Berlin gemausert. Jetzt entsteht ein neues Highlight internationaler Gartenkunst: ein Islamischer Riad-Garten, wie es ihn noch in Marokko gibt. Der typische Gartenhof mit Mauern aus dem arabisch-islamischen Kulturkreis ist ein Angebot an Besucher, sich mit der Gartenkunst des Orients zu beschäftigen.
Die Gestalter, Professor Mohammed El Fai'z aus Marrakesch und der Berliner Landschaftsarchitekt Kamel Louafi, entwickeln auf einem 6100 Quadratmeter großen Grundstück ein "Abbild des Paradieses als Ort der Ruhe und der Muße". Finanziert wird der neue Garten, der im Sommer 2005 fertig sein soll, mit 1,7 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und 300 000 Euro von der Allianz-Stiftung.
Mit dem neuen Garten will der Erholungspark die Besucherzahlen kontinuierlich erhöhen. Entstanden sind seit der Entstehung des Parks zur Berliner Gartenschau im Jahr 1987 ein prachtvoller Chinesischer Garten mit Teehaus, der Japanische Garten mit seinen Kirschblütenbäumen sowie der Balinesische Garten mit einem Gewächshaus, in dem das ganze Jahr über Orchideen blühen.
Die Gärten und auch der für Kinder gestaltete Märchenpfad mit Figuren aus der Welt der Gebrüder Grimm haben im Jahr 1995 insgesamt 132 000 Besucher angezogen. Im Jahr 2003 lag die Zahl bereits bei 374 000 Besuchern. Ein Viertel von ihnen kam aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland. Hendrik Gottfriedsen, Chef der so genannten Gärten der Welt, peilt für das kommende Jahr 2005 die magische Zahl von 500 000 Besuchern an und stellt in Aussicht, dass sich die Gartenanlage dann selbst finanzieren könnte.
Senatsbaudirektor Hans Stimmann vom Aufsichtsrat der Grün Berlin Park und Garten GmbH, zu der die Anlage in Marzahn gehört, plant schon weiter. Um die Attraktivität von Marzahn weiter zu steigern, soll im September kommenden Jahres am Eingang zum Erholungspark am Blumberger Damm ein Koreanischer Garten mit Pflanzen, Teich, Tempel sowie einer Pagode auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern entstehen.
Anschließend ist für 2006 die Anlage eines Italienischen Renaissance-Gartens vorgesehen. Die Planungen für den Villengarten mit Wasserspielen hat das Berliner Büro von Luc Monsigny übernommen. Kosten: rund 1,8 Millionen Euro.
Wenn diese Gärten fertig sind, soll im Jahr 2007 für 450 000 Euro ein Englischer Labyrinthgarten entstehen. Das Vorbild dafür ist eine Anlage am Schloss Hampton Court nahe London, die 1690 für Wilhelm von Oranien gepflanzt wurde
trance-x
September 28th, 2004, 12:49 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/28.09.2004/1386814.asp#art
Anders gemeint als gesagt
Wirbel um Zitat der Ministerin: „Der Palast sollte erst abgerisssen werden, wenn die Ausschreibung für die Bebauung des Schloss-Areals stattfindet“
http://www.guenther-berlin.de/Berlin/palast1.jpg
altes foto vom palast der republik ...
Amelie Deuflhard vom Verein „Zwischenpalastnutzung“ freut sich gestern Mittag zu früh. Zuvor wird Kulturstaatsministerin Christina Weiss in einem Interview so zitiert: „Der Palast der Republik sollte erst abgerissen werden, wenn die Ausschreibung für die Bebauung des Schloss-Areals stattfindet“. Weil aber immer noch keiner weiß, wann mit dem 670-Millionen-Projekt begonnen wird – in zwei, drei, sechs Jahren oder gar nicht – malt sich Amelie Deuflhard schon aus, wie das Kulturprogramm im Palast auch in fernerer Zukunft aussehen könnte.
http://userpage.chemie.fu-berlin.de/bilder/schloss.gif
Berliner Stadtschloss ...
„Ich habe das Gefühl, das Schloss ist auf unbestimmte Zeit verschoben“, sagt sie. Ideen gibt es ohnehin schon, wie sich der „Volkspalast“, den in vier Wochen 30 000 Gäste besuchten, im nächsten Jahr präsentieren könnte. Beispielsweise mit einem gemeinsamen Auftritt der Berliner Opernhäuser, das will sie heute genauer erläutern. In paar Tagen ist hier eine Popkomm-Veranstaltung zu Gast.
Jedenfalls ist Amelie Deuflhard zufrieden, als sie hört, was die Ministerin sagt. Entsprechend verärgert ist der Förderverein Berliner Schloss, der 80 Millionen Euro für die Fassade beisteuern will und nach eigenen Angaben Spendenzusagen in Höhe von zehn Millionen Euro hat.
Aber die Ministerin, die sich mit so deutlichen Worten gegen den schnellen Abriss und eine „Wiese“ auf dem Palastgelände ausgesprochen hat, rudert im Lauf des Tages zurück. Sie sei wohl missverstanden worden, lässt sie von einem Sprecher mitteilen. Sie habe eigentlich gemeint, der Palast solle bis zum Architekten- und Investorenwettbewerb im nächsten Jahr erhalten bleiben. Aber auf eine kulturelle Palast-Nutzung bis zum geplanten Abriss im Sommer, spätestens Herbst 2005, hatten sich ohnehin kürzlich die Kulturstaatsministerin selbst, Kultursenator Thomas Flierl (PDS), Bundesbauminister Manfred Stolpe (SPD) und Vertreter der Oberfinanzdirektion (OFD) des Bundes geeinigt. Flierl ist allerdings auch der Ansicht, dass es besser wäre, den Palast zu nutzen, bis der Anschlussbau realistisch ist. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sieht das anders, ihm ist „wichtig, dass das Ding wegkommt“, der Abriss nicht hinausgezögert wird. Es wäre allerdings schön, wenn der Schlossplatz zur Beach-Volley-Ball-Weltmeisterschaft im Frühsommer noch keine Baustelle wäre, wünscht er sich.
Manuela Damianakis, Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, nennt einen klaren Abrisstermin: „Es bleibt beim 1. Juli 2005“. Allerdings waren schon frühere Termine vorgesehen, aber gegen die Ausschreibung liegen Beschwerden bei der Vergabekammer vor. Klar ist die Auftragsvergabe noch längst nicht, aber die Kosten von 20,4 Millionen Euro sind wenigstens schon einmal „durchgerechnet“, wie es heißt.
Helmut John von der OFD, die den Palast verwaltet, nennt gestern auch einen Termin: „Die Zwischennutzung endet am 12. November“. Man suche für weitere Nutzungen nach einem neuen „Generalmieter“, wolle nur einen einzigen Ansprechpartner, nicht über „hundert Projekte einzeln verhandeln.“ Das kürzliche Treffen der McKinsey-Unternehmensberatung sei beispielsweise „ohne Absprache mit uns“ im Palast der Republik veranstaltet worden.Christian van Lessen
trance-x
September 28th, 2004, 12:59 AM
http://www.bundesdruckerei.de/pics/news/125jahre.jpghttp://www.bundesdruckerei.de/pics/1_unternehmen/125jahr/l_2000.jpghttp://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
27.09.2004 20:39
Schröder würdigt Bundesdruckerei - exzellenter Ruf
http://www.bundesdruckerei.de/pics/4_presse/fotoarchiv/bdr_allgem_downloads/neubau.jpeg
Wertdruckgebäude Kommandantenstrasse ...
Berlin (dpa/bb) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die
Bundesdruckerei zu ihrem 125. Geburtstag als weltweit bekanntes
Unternehmen mit einem exzellenten Ruf gewürdigt.
http://www.zib.de/pfetsch/Berlin/Bundesdruckerei.jpg
http://www.bundesdruckerei.de/pics/4_presse/fotoarchiv/thumbnails/bdr_thumbnails/neubau_1tn.jpeghttp://www.bundesdruckerei.de/pics/4_presse/fotoarchiv/thumbnails/bdr_thumbnails/neubau_tn.jpeghttp://www.die-maus.de/sachgeschichten/gesetz/bilder/14a.jpghttp://www.bundesdruckerei.de/pics/4_presse/fotoarchiv/thumbnails/bdr_thumbnails/neubau_2tn.jpeghttp://www.bundesdruckerei.de/pics/4_presse/fotoarchiv/thumbnails/bdr_thumbnails/turmtn.jpeg
Die Bundesdruckerei habe sich als modernes Unternehmen der Hochsicherheit
erfolgreich positioniert, sagte Schröder am Montagabend bei dem Jubiläumsfestakt in Berlin.
http://www.bundesdruckerei.de/pics/id_doc/start_id.jpg
Fälschungssicherheit und Datenschutz seien in Zeiten des Terrorismus von
Bedeutung. An dem Festakt nahmen rund 200 Gäste teil. Die Bundesdruckerei
war vor vier Jahren privatisiert worden.
http://www.bundesdruckerei.de/pics/4_presse/fotoarchiv/bdr_allgem_downloads/verwaltung.jpeg
Bundesdruckerei: Verwaltung
bundesdruckerei: http://www.bundesdruckerei.de
bundesdruckerei/history: http://www.bundesdruckerei.de/de/unternehmen/125jahre/index.html
Max BGF
September 28th, 2004, 01:00 AM
Im Regen sieht die Stadt ja noch schlimmer aus als sonst. Kein Wunder, dass da Rekorde aufgestellt werden.Jetzt hab ich´s verstanden :laugh: :laugh: :laugh:
Max BGF
September 28th, 2004, 01:04 AM
Schröder würdigt Bundesdruckerei - exzellenter RufDie bessere Meldung wäre, wenn endlich ein richtiges Berliner Unternehmen gelobt werden könnte, so daß man nicht immer auf diese Bundesinstitutionen zurückgreifen müßte, um Aufschwung in Berlin zu propagieren.
Z.B. Herlitz. Apropos, wie geht´s denen?
trance-x
September 28th, 2004, 01:36 AM
1. du bastelst dir wieder moechtegern-themen zusammen ... voellig egal wo auf der erde irgendwelche bundes- oder landesinstitutionen befindlich sind, gibt es bei einem relevanten jubiliaeum eine entsprechende offizielle wuerdigung. das hat mit berlin zunaechst einmal nichts zu tun.
2. tatsaechlich ist die bundesdruckerei aber sogar ein beispiel fuer eine berliner institution, dort wurde sie naemlich vor 125 jahren gegruendet ... wie so vieles, beispielsweise siemens oder die allianz, von denen muenchen nur als nachkriegsgewinnler schmarotzt - im uebrigen zu einer aehnlichen zeit als muenchen/bayern zudem foerdermitttel aus dem laenderfinanzausgleich einsackte ... ;)
http://www.bundesdruckerei.de/de/unternehmen/125jahre/index.html
http://www.bundesdruckerei.de/pics/1_unternehmen/x_BDR_website_2_1d_unterneh.jpghttp://www.bundesdruckerei.de/pics/1_unternehmen/125jahr/l_1883.jpg
http://www.bundesdruckerei.de/pics/1_unternehmen/125jahr/l_1879_kl.jpg (...) Von der kaiserlichen Reichsbehörde zum internationalen Sicherheitskonzern:
Wo es um Sicherheit, Werte und technische Perfektion geht,
hat die Berliner Bundesdruckerei Geschichte geschrieben.
Fortschritt hat hier seit 125 Jahren Tradition. (...)
trance-x
September 28th, 2004, 03:35 AM
http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?Nnr=163151&Biz=musicbiz&Premium=N&Navi=00000000&T=1
DMV lädt zur Jubiläumsparty in den Berliner Postbahnhof
http://www.mediabiz.de/mbdata/newspics/163151_1.jpg
Lädt zur Jubiläumsparty: DMV-Präsidentin Dagmar Sikorski
Der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) feiert sein 175-jähriges Bestehen am 29. September ab 18 Uhr im Berliner Postbahnhof. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder ist mit dabei, wenn im Rahmen der Festveranstaltung der Deutsche Musikpreis vergeben wird. Ab 22 Uhr lädt der DMV das Berliner Publikum zur Jubiläumsparty "Publisher's Dance Night". Ein musikalisches Programm, das einen Querschnitt durch die Berliner Musikszene bieten soll, sorgt für den passenden Rahmen. Live dabei sind MIA, das Junge Ensemble Berlin, Maximilian Hecker und Michael Schiefel. Anschließend gibt es Musik vom Plattenteller von den DJs Shantel (Bucovina Club Frankfurt), San Gabriel (liveDemo), Dekadenz_2K (Fettton) und Massimo D'elector (Electrobot). Die Jubiläumsfeier steht unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Otto Schily.
trance-x
September 28th, 2004, 03:58 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/28.09.2004/1381614.asp#art
Das Leben der Stadt im Detail
„Zitty“ hat eine Art Berlin-Bibel veröffentlicht
http://www.zitty.de/bilderloeschen/bild1.jpg
Zitty ist eine der groesseren Stadtzeitungen ...
Was muss man über Berlin wissen, wenn man für ein paar Tage hier ist? Dass es 419 Songs über die Stadt gibt? Dass die Pro-Kopf-Verschuldung bei 14 800 Euro liegt? Dass es hier 4500 Künstler und 750000 Schwarzfahrer gibt? All das erfährt man in der Einführung zum neuen „BerlinBuch“ , das Redakteure des Stadtmagazins „Zitty“ jetzt herausgegeben haben. Seit gestern ist es für 8,90 Euro im Handel erhältlich. „Es ging uns auch darum, eine Bestandsaufnahme zu machen, das Berlin im Jahr 2004, also 15 Jahre nach dem Mauerfall, festzuhalten“, erklärt Heike Gläser, die zu den Mitverantwortlichen gehört. Da sich die Redaktion ohnehin immer um die Hintergründe der verschiedenen Künste und Clubs kümmert, wollte man Berlin-Besucher und auch ständige Berliner mitnehmen hinter die Kulissen, wollte ihnen die Menschen vorstellen, die hinter dem kulturellen Feuerwerk der Stadt stecken.
Im Kino-Teil etwa werden die Leiter des BrotfabrikKinos und des Filmkunst 66 auf gegenüberliegenden Seiten vorgestellt: Claus Löser, der als Undergroundfilmer in Chemnitz groß geworden ist, und Franz Stadler, der während der 68er-Revolution das Kino Bellevue am West-Berliner Hansaplatz geleitet hat. Am Anfang stellen zwölf Neu-Berliner aus aller Welt ihre Lieblingsplätze im Bild vor. Wer sich per Mitwohnzentrale für eine Weile in der Stadt einquartiert und also auch eine Küche zur Verfügung hat, bekommt gleich noch einen Überblick über spezialisierte Lebensmittelgeschäfte, Weinläden und Wochenmärkte. Über die Zusammenstellung der Restaurants könnte man gewiss endlos diskutieren, das liegt allerdings auch an der Fülle der Angebote, die in den letzten fünfzehn Jahren erwachsen sind.
Eingeborene und gelernte Berliner tendieren ja manchmal dazu, an ihrer Stadt immer etwas zum Mäkeln zu finden. Wer sich in solcher Stimmung zu Hause einigelt, sollte das „BerlinBuch“ griffbereit haben. Es ist gut geeignet, mal wegzuführen von den eigenen eingetretenen Trampelpfaden. Und es zeigt etwas, was viel zu selten Erwähnung findet: Wie viel sich in den letzten 15 Jahren auch zum Guten gewendet hat. Bi
trance-x
September 28th, 2004, 04:04 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/28.09.2004/1386346.asp#art
Wir wollen alle in die Deutschlandhalle
Die Popkomm erobert mit zwei Festivals ein fast vergessenes Gebäude. Woran erinnern sich Tagesspiegel-Autoren?
http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/images/deutschlandhalle.gifhttp://www.fcjg.de/d/td/CatchGallery/images/01DeutschlandhalleLive.jpg
Weihnachtstiger. Als Kind ist mir die Deutschlandhalle ziemlich egal gewesen. Es war nur so, dass meine Eltern, beide Berliner, immer wieder aufgeregt erzählten, was dort vor dem Krieg alles stattgefunden hatte. Und so war für mich „Menschen, Tiere, Sensationen“ immer eine Chiffre für nie gesehene, geradezu unvorstellbare Abenteuer, gegen die ein normaler Zirkus stinklangweilig sein musste. Als dann die Halle 1957 mit „Menschen, Tiere, Sensationen“ wieder eröffnet wurde, mussten wir Weihnachten natürlich hin. Meine Eltern haben sich gefreut wie, ja, wie kleine Kinder. Ich habe von der ganzen Schau nichts in Erinnerung behalten – außer dieser wahnsinnigen Halle. Als wir sie betraten, verschlug es mir den Atem. Die Halle war so unglaublich groß, dass ich ihr Ende überhaupt nicht richtig erkennen konnte. Die Tiger habe ich schnell vergessen, die waren in der Deutschlandhalle auch nicht anders als in jedem Zirkus. Gerd Appenzeller
http://www.hockeyarenas.com/stadien/deutschlandhalle/DHaussen.jpghttp://www.vkrg.de/rumobil/OEKT/hS%E4ule.jpg
Fremde in der Nacht. Frank Sinatra gewann mein Herz 1967. Wir hatten ihn mit Plattenspieler und zig Verlängerungskabeln auf die Kastanienallee unseres Dorfes geholt, um zu „Strangers in the night“ Rollschuhzu laufen – siebenjährig, in Tüllkleidern. Rund 25 Jahre später gab er sein letztes Berliner Konzert Natürlich musste ich hin. Die Deutschlandhalle war in der Mitte geteilt, die Nachfrage reichte nicht. Sein Sohn dirigierte, der Text kam vom Teleprompter, aber das Konzert war grandios. Die Frauen lagen ihm zu Füßen, die Stimme klang hinreißend wie ’67. Ich war glücklich. Susanne Vieth-Entus
http://www.luftarchiv.de/hubschrauber/fw61_5.jpghttp://pyzeppelin.free.fr/photos/affiches/70-07-12-berlin.gif
Dem Puck hinterher. „Wir wollen alle in die Deutschlandhalle“ – das sangen die Fans des Eishockey-Clubs Preußen über ein Jahrzehnt. Doch als es 2002 endlich so weit war, sorgte ausgerechnet der ungeliebte Lokalkonkurrent, dessen Fans nicht so gern in die Halle wollten, für ein volles Haus: Als der Westklub Capitals, die alten Preußen, von der – inzwischen abgerissenen Eissporthalle – umgezogen war, stieg er nach nur einer Saison und Spielen vor halb leeren Rängen in die Zweite Liga ab und meldete Konkurs an. Eine ausverkaufte Halle schafften nur die Eisbären, bei ihrem Umzug in die Deutschlandhalle. Claus Vetter
http://home.arcor.de/hartmut.runge/christus/oekt/d_halle.jpghttp://www.fanclub-freital.de/galerie/Auswaertsspiele/Berlin/B-07-09-03_47.JPGhttp://www.traditionsbus.de/Bilder/644_a.jpg
Noch ein Tor. Es war immer leicht, ein paar Mädels aus der Klasse zu überreden, zum Hallenfußball mitzukommen. Denn in der Deutschlandhalle gab es viele Männer zu sehen, die sich vor Begeisterung ihre T-Shirts vom Leib rissen: Fans von Hertha BSC. Einmal im Jahr gastierte beim Berliner Zweitligisten der große Fußball: Der FC Bayern kam (mit Lothar Matthäus!), Leverkusen, Bochum und Spartak Moskau – so sah Mitte der 90er Jahre ein internationales Hallenturnier aus. Immer, wenn Hertha die Bayern schlug, und das kam erstaunlich oft vor, rollte die Welle durch die Halle, Tausende Menschen brüllten, sprangen auf ihre Sitze. Nur ein Mädchen aus meiner Klasse konnte sich nicht begeistern. Sie hatte ihren Physik-Hefter mitgenommen, weil sie in einer Spielpause lernen wollte. In diesem Moment tauchte Lothar Matthäus unterhalb der Kurve der Hertha-Fans auf. Die Bierbecher, die nun in seine Richtung flogen, landeten auch auf dem Physikhefter meiner Freundin. Von da an mochte sie Fußball nicht mehr. Mich auch nicht. Robert Ide
http://www.donitzky.de/ol3603.jpghttp://www.heinz-wohlers.de/olympia36/images/10901.jpg
Bühne der Kuscheltiere. Damals konnte Robbie Williams noch superenge Shorts und ein grobmaschiges Netz-Shirt tragen: 24. März 1995, das letzte von drei aufeinander folgenden Konzerten der britischen Boygroup „Take That“ in der Deutschlandhalle – natürlich ausverkauft. Oben turnten und sangen Howie, Jason, Gary, Mark und natürlich Robbie Williams, unten kreischten die Teenies und bombardierten ihre Lieblinge mit Tausenden von Kuscheltieren. Meine Freunde hatten ordentlich was zu kichern: „Kreisch, gacker, du gehst zu Take That?“ Die Band hat man natürlich nicht ernst genommen. Heute – Robbie Williams ein Superstar und der Einzige, der aus der Take-That-Riege noch im Showbiz Erfolg hat – sind sie ein bisschen neidisch, geben es aber nicht offen zu. Und sie müssen sich begnügen mit den Take-That-CDs, die sie jetzt – heimlich – gekauft haben, damit ihre Robbie-Sammlung komplett ist. Matthias Oloew
http://www.eishockey-schiedsrichter.de/grusskarten/d-i.jpg
Ladies in Rot. Die Rosensträuße flogen büschelweise auf die Bühne. Die Wunderkerzen konnten gar nicht so viele Funken sprühen, wie sie wollten, und hatten doch das Hallenrund schon in ein glitzerndes Meer feuriger Romantik getaucht. Deutschlandhalle, 11. November 1992: Chris de Burgh erzählte artig wie ein Staatsgast von seinem ersten Spaziergang durchs Brandenburger Tor. Aber das war es nicht, was all die Mädchen in roten Pullovern ausrasten ließ. Auf „Lady in Red“ hatten sie am sehnsüchtigsten gewartet. Nun sangen sie alle den Refrain, als hätten sie wochenlang geprobt, ein vieltausendstimmiger, harmonischer Chor: „I’ll never forget the way you look tonight …“ Elisabeth Binder
http://www.eishockey-schiedsrichter.de/grusskarten/d-a.jpg
Eins auf den Helm. Kühe auf Kufen? Die hat es bei „Holiday on Ice“ in der Deutschlandhalle nie gegeben, bei „Asterix on Ice“ aber schon. Beim Teutates, was für ein Abend, als der kleine Gallier am 2. Oktober 1996 zum ersten Mal durch die Halle glitt , mit dem dicken Obelix („Wo ist hier ein Dicker?“) an seiner Seite. Die Handlung arg zusammengestoppelt, die Kufenartistik durch die Kostüme sehr behindert, und Troubadix griff statt zur Leier zur Gitarre. Aber den kleinen Gästen war das ziemlich schnuppe. Hauptsache, die Römer bekamen ordentlich eins auf den Helm, und Papa finanzierte in der Pause ein Kurzschwert samt Asterix-Maske. Andreas Conrad
Mit Rotorkraft zur Decke. Ach ja, die Hanna Reitsch. Blitzmädel des „Dritten Reichs“, begeisterte Pilotin und glühende Bewunderin Hitlers. Dazu eine seiner letzten Besucherinnen im Führerbunker, wie man gerade im „Untergang“ auf der Leinwand sehen konnte. War da nicht auch mal was mit der Deutschlandhalle? Beim Nachschlagen wird man schnell fündig: Im Februar 1938 war sie in der voll besetzten Halle einige Male mit dem ersten einsatztauglichen Hubschrauber der Welt, der Focke-Wulf FW 61, aufgestiegen. Anfangs wäre das fast schief gegangen. Die Luft war so dick, dass der Motor zu stottern begann. Mit Ach und Krach brachte die Reitsch ihren Helikopter auf den Boden zurück. Andreas Conrad
* * *
Helden auf Reifen. Das Sechstagerennen gehört für mich in die Deutschlandhalle. Ich war oft da, stets zu Zeiten, die von Zuschauerprofis verachtet werden: nachmittags. Die Rennen waren dennoch spannend, die Stimmung großartig, viele Kinder brüllten vor Vergnügen, und es war ganz egal, wie die Fahrer hießen. Krückes „Sportpalastwalzer“ klang bombastisch bei dieser Akustik. Aus Solidarität mit der Deutschlandhalle bin ich nie wieder zu einem Rennen im Velodrom gegangen. Christian van Lessen
* * *
Ross und Reiter. Der Geruch von Pferdemist und Menschendunst im Eingangsbereich der Deutschlandhalle. Das Geräusch fallender Holzstangen, der Jubel nach jedem Ritt und immer wieder diese glitzernden Mädchenaugen, die den Pferden mehr Aufmerksamkeit schenken als den schick angezogenen Reitern. Das ist die Mischung, die das Internationale Reit- und Springturnier unterm Funkturm seit 1937 in jedem Jahr zu dem gesellschaftlichen Höhepunkt im herbstlichen Berlin machen. Doch seit April 1985, als die Halle das einzige Mal glanzvolle Kulisse für das Weltcup-Finale der Springreiter ist, verblasst der Glanz mit jedem Jahr ein wenig. Bis zum 24. November 1989. In die Eingangshalle dringt ein neuer Duft – der Geruch von Trabbis. DDR-Bürger haben freien Eintritt. Erstmals seit Jahren sind die 7800 Plätze wieder voll besetzt. Ingo Wolff
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Save the Queen. Zum letzten „Tattoo“ am 23. Oktober 1992 saß sogar die Queen in der Deutschlandhalle. Seit 1947 gehörte das britische Militärmusikspektakel zu den beliebtesten Veranstaltungen der West-Berliner. Die malerischen Aufzüge von hunderten Militärmusikern füllten die Halle stets bis auf den letzten Platz. Und wenn die „Royal Horse Artillery“ durch den Sand preschte, bebte die Halle vor Begeisterung. Heidemarie Mazuhn
trance-x
September 28th, 2004, 04:25 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/28/a0236.nf/text
palastrevolte ... Cool wie Bauten des Sozialismus
Ohne den fortschrittlichen Glanz des Palastes der Republik scheint inzwischen kaum jemand mehr auszukommen. Besonders Leute mit leicht zwanghafter Beziehung zur Zeitgenossenschaft verlieren angesichts seines Trendwerts offensichtlich schnell den Blick für ihre wirklichen Wurzeln.
http://www.carstenbohnen.de/images/BilderFoto/07%20Palast%20der%20Republik%20Dom.JPG
Nicht nur das Münchner Nachrichtenmagazin Focus, das plötzlich dringend hier feiern musste. Auch die am Kurfürstendamm gelegene Schaubühne hat jetzt zu Spielzeitbeginn ein Postkartenmotiv ihres Hauskünstlers Benjamin Güdel veröffentlicht, das einen jungen Mann und potenziellen Schaubühnenkunden vor der Palastruine zeigt. (Auf einem anderen Motiv ist im Hintergrund das vor über zehn Jahren geschleifte Lenin-Denkmal an der Landsberger- vormals Lenin-Allee zu sehen.)
Schämt sich die Schaubühne am Ende ihrer Geburt aus dem Geist der westlichen Linken? Geografisch gehört die Schaubühne außerdem eher in die Nähe von Funkturm und ICC.
Aber momentan gibt es anscheinend nichts Cooleres als die Symbolbauten des untergegangenen Sozialismus, selbst wenn sie mit der eigenen Geschichte so gut wie gar nichts zu tun haben. Wenigstens mental will jeder dabei gewesen sein.
Mitunter wirft dieser Eifer die Frage auf, was wohl geschehen wäre, wenn nicht der Westen, sondern der Osten den Kalten Krieg gewonnen hätte. Drängten eifrige Theatermacher dann heute wohl mit ähnlicher Andacht ins Europa-Center oder würden im Steglitzer Bierpinsel die romantischen Aspekte des untergegangenen Kapitalismus besingen?
Wie auratisch Gebäude des Klassengegners mitunter wirken können, war kürzlich auch noch einmal im Deutschen Theater zu erleben, wo am Ende eines Heiner-Müller-Abends von Dimiter Gotscheff Müllers 1994 entstandenes Gedicht "Ajax zum Beispiel" zitiert wurde.
Dort nimmt unser harmloses Europa-Center an der Tauentzienstraße wegen des darauf kreisenden Mercedes-Sterns eine geradezu dämonische Pose ein, und im Bild dieses Hauses konzentriert sich für Müller noch einmal das ganze unverarbeitete kapitalistische westdeutsche Nazitum, vom KZ-Zahngold bis zur Deutschen Bank. So viel gefühlter Schrecken vor so wenig Gebäude war dann fast schon wieder rührend.
Vom Glanz des Palast-Trendwerts will inzwischen selbst unsere Kulturstaatsministerin profitieren, die mit übertriebener Eile kurz nach der Volkspalast-Eröffnung noch verlautbaren ließ, am Abrisstermin Anfang 2005 gebe es nichts zu rütteln. Jetzt sagt sie auf einmal in einem Interview: "Eine Wiese zu säen hat der Bundestag nicht beschlossen" und stellt die Dauerzwischennnutzung in Aussicht. So kann es kommen, wenn der Wind plötzlich dreht.
Und unser Oberschlossbauer Wilhelm von Boddien sitzt samt seinem Schlossförderverein in Bargteheide in der norddeutschen Provinz und schläft scheinbar ziemlich tief, statt dringend über einen Standortwechsel seines Vereins nachzudenken.
Der Volkspalast bleibt in der nächsten Woche leider erst mal zu, denn es wird für die nächste Veranstaltung geprobt und umgebaut - das Projekt "Singing! Immaterielle Arbeiten" von Ulrich Rasche. Heute Abend veranstaltet "Shrinking Cities" mit Paul Verhoevens Film "Robocop" noch einmal eine Science-Fiction-Nacht.
Kino im Palast - nach der Erfahrung mit den Breitwand-Video-Projektionen der "Shrinking Cities"-Musikveranstaltungen kann man das nur wärmstens empfehlen! ESTHER SLEVOGT
http://www.taz.de/pt/2004/09/28/a0244.nf/text
Demo-Verbote sind schwer durchsetzbar
Am Wochenende ist es der Berliner Polizei erstmals seit vielen Jahren gelungen, ein gerichtsfestes Verbot gegen einen NPD-Aufmarsch durchzusetzen. Denn um das Bundesverfassungsgericht zu überzeugen, sind eindeutige Belege nötig. Ein Rückblick
von PLUTONIA PLARRE
http://www.artur-net.de/artur-net/fotostrecken/03berlinnpd010503/1.jpghttp://www.artur-net.de/artur-net/fotostrecken/03berlinnpd010503/10.jpg
aeltere fotos einer npd-demo aus dem jahre 2001 ...
Am Sonntag präsentierte sich Innensenator Ehrhart Körting als strahlender Sieger. "Der Höhenflug der NPD ist nach einer Woche gestoppt worden", freute er sich darüber, dass die NDP am Samstag nicht demonstrieren durfte - weder im multikulturellen Wedding noch anderswo in Berlin. Kein Wort mehr davon, dass er am Donnerstag im Abgeordnetenhaus noch keine Möglichkeit gesehen hatte, den Aufmarsch der Rechtsextremen zu verbieten. Dass es dann doch anders kam, begründete Körting mit neuen Erkenntnissen. In der Rückschau drängt sich die Frage auf: Waren die Erkenntnisse wirklich so neu wie behauptet - oder haben Polizei und Verfassungsschutz geschlafen?
Die erlassene Verbotsverfügung stammt aus der Feder des Justiziars im Stab des Polizeipräsidenten, Oliver Tölle. Tölle sagt, er habe erst in der Zeit zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen alle entscheidenden Unterlagen zusammenbekommen. Im Wesentlichen beruht die Verbotsverfügung der Polizei auf drei Säulen: Die NPD habe "klammheimlich" das Motto verändert, sagt Tölle. Bei der Anmeldung hatte es noch geheißen: "Keine islamistischen Zentren - weg damit". Ihre Anhänger mobilisiert habe die Organisation in den letzten Tagen aber unter dem Motto: "Keine islamischen Zentren". Eindeutig volksverhetzend, befand die Polizei. Auch der Slogan "Berlin bleibt deutsch", sei neu gewesen, so Tölle. Diese Phrase fand sich auch im ersten Teil eines Tagesbefehls von Adolf Hitler im Endkampf um Berlin am 16. April 1945. Auch auf der verbotenen CD der rechtsextremen Gruppe Landser gibt es ein Lied mit diesem Titel. In der ersten Strophe heißt es: "Kanacke verrecke".
Drittes Standbein der Verbotsverfügung, so Tölle, sei eine Erklärung des NPD-Präsidiums vom 19. September gewesen. In der wurde dazu aufgerufen, "in dieser Phase des Überlebenskampfes unseres Volks im nationalen Widerstand in den Kampf um die Straße einzutreten".
Zumindest das Demomotto ist nicht so neu, wie Polizei und Innensenator behaupten. Auf dem NPD-Pressefest in Mücka, Sachsen, am 7. August ist bereits ein Flugblatt mit dem Aufruf "Genug ist genug - keine islamischen Zentren: weg damit! Berlin bleibt deutsch!" verteilt worden. Ein solches Exemplar mit dem Bild von einer Moschee, die halb wegradiert ist, ist beim antifaschistischen Pressearchiv einsehbar.
Tölle verteidigt die späte Reaktion der Polizei mit dem Argument, nur die Summe der Erkenntnisse habe ein Verbot möglich gemacht. Die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an ein Versammlungsverbot seien sehr hoch gesteckt. Nicht umsonst würden so selten rechtsextremistische Aufmärsche untersagt.
Nicht vergessen hat Tölle die Ohrfeige, die sich die Polizei beim Berliner Oberverwaltungsgericht geholt hatte, als sie verbieten wollte, dass die NPD am 30. Januar 2000 durch das Brandenburger Tor marschierte. "Es ist ein sehr dünnes Eis", sagt Tölle. "Man muss den Anmelder wirklich festnageln können."
trance-x
September 28th, 2004, 04:36 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/28/a0220.nf/text
Schlechte Stimmung bei Karstadt
http://www.kefk.net/Berlin/Bezirke/Kreuzberg/Abbildungen/Karstadt_Tower.jpg
... und noch ein altes bild vom "karstadt" am hermannplatz ...
Auch in Berlin geht die Angst vor Schließungen und Entlassungen um. Betroffen wären vor allem die kleinen Karstadt-Filialen, etwa in Moabit, Schöneberg und Tegel. Heute gibt der Karstadt-Vorstand seinen Sanierungsplan bekannt
Beim angeschlagenen Kaufhauskonzern Karstadt geht die Angst um, auch in Berlin. "Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist gedrückt", sagt Verdi-Handelsexperte Achim Neumann. Aber es gebe auch die Hoffnung, dass vielleicht alles nicht so schlimm werde. Der schwer in die Krise geratene Konzern will heute sein Sanierungskonzept vorlegen; befürchtet werden ein massiver Stellenabbau und Schließungen ganzer Häuser. Schon morgen sollen die Mitarbeiter auf Betriebsversammlungen über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze informiert werden.
Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff hatte bereits am Wochenende gesagt, es gehe "ums Überleben". Bundesweit sollen nach Medienberichten rund 8.500 Vollzeitstellen von rund 76.000 abgebaut werden. In Berlin hat der Konzern nach Angaben der Industrie- und Handelskammer rund 8.000 Mitarbeiter. Berlin zählt mit 18 Kauf- und Warenhäusern zu den wichtigsten Standorten des Essener KarstadtQuelle-Konzerns.
Von der Aufgabe bedroht sind offenbar die kleineren Häuser. So sollen laut Spiegel Filialen mit einer Verkaufsfläche von weniger als 8.000 Quadratmetern ausgegliedert werden. In Berlin zählen die Filialen an der Schöneberger Hauptstraße, in Tegel und in Moabit dazu.
Verdi-Mann Neumann spricht von "Fehlern des Managements". So bestehe der Konzern aus einem Sammelsurium unterschiedlicher Aktivitäten, auch hätten die Verantwortlichen zu spät die Expansion im Ausland gesucht. Allerdings treffe die Krise im Einzelhandel nicht Karstadt allein. Auch Salamander oder Schlecker schlössen Filialen.
Mögliche Forderungen nach Lohnkürzungen, mit denen der Konzern gestützt werden soll, weist Neumann zurück. "Das sehe ich erst mal nicht." Akzeptabel sei ein solcher Schritt ohnehin nur dann, wenn das Unternehmen die Sicherheit der Arbeitsplätze für eine bestimmte Zeit garantieren.
Für die Gewerkschaften hat die Krise bei Karstadt eine Bedeutung über den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen und Mitgliedern hinaus. Die großen Kaufhäuser sind jener Bereich im Einzelhandel, in denen noch relativ viele Beschäftigte gewerkschaftlich organisiert sind - ganz im Unterschied zu den Discountern oder Filialketten wie H & M. Entsprechend dramatisch wäre es für die Arbeitnehmervertreter, würde ihnen nun auch noch der Kaufhausbereich wegbrechen. " RICHARD ROTHER
trance-x
September 28th, 2004, 04:42 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/28.09.2004/1385995.asp#art
Fluggesellschaften liebäugeln mit Tempelhof
Nach dem Gerichtsurteil gegen die Schließung überprüfen Airlines ihren Umzug nach Tegel. Koalition will Kosten minimieren.
Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts gegen eine sofortige Schließung des Flughafens Tempelhof wollen mehrere dortige Luftverkehrsgesellschaften jetzt erneut prüfen, ob sie Ende Oktober tatsächlich ihren Betrieb nach Tegel verlegen – ungeachtet der mit der Flughafengesellschaft ausgehandelten Umzugsverträge. Die österreichische InterSky, die als eine der letzten Liniengesellschaften einen Wechsel abgelehnt und ihre Klage gegen die Schließung aufrechterhalten hatte, will ihre Dienste am City-Airport jetzt sogar ausweiten. Solange Tempelhof als Verkehrsflughafen geöffnet bleibt, können Landerechte nicht verweigert werden, so der Berliner Luftrechtexperte Elmar Giemulla.
http://www.flusipilot.de/Review/Berlin%20Airports/Tempel%204.jpg
Auf jeden Fall bleibt Tempelhof nun bis 2006 offen. Die SPD/PDS-Koalition will das Urteil voll akzeptieren. Ein neuer Versuch, den Flugbetrieb vorzeitig einzustellen, bringt nach Einschätzung der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) keinen nennenswerten Zeitgewinn. Vielleicht drei Monate; mehr ist nicht drin.
Der Gerichtsbeschluss sei ärgerlich, weil er den Senat zwinge, „weiter öffentliches Geld für die Subventionierung privater Fluggesellschaften auszugeben“, sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Christian Gaebler dem Tagesspiegel. Jetzt müsse versucht werden, die Kosten in Tempelhof zu minimieren. Zum Beispiel könnte die Intersky aus der Haupthalle in das Nebengebäude umziehen, wo die Passagiere der „Geschäftsflieger“ abgefertigt werden. Gaebler geht davon aus, dass die bereits nach Tegel umgezogenen Airlines nicht zurückkehren. „Außerdem dürfen keine zusätzlichen Flugverbindungen genehmigt werden.“ Notfalls werde geprüft, ob die Gebühren erhöht werden müssten. Der SPD-Landesvorstand hat sich am Sonntag während einer Klausurtagung auf diese Strategie verständigt. Für die Sozialdemokraten ist auch klar, dass in Tempelhof die Lichter ausgehen, wenn der Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Flughafens Schönefeld 2006 rechtskräftig wird.
PDS-Verkehrspolitikerin Jutta Matuschek forderte gestern ebenfalls, für die restlichen Fluggesellschaften in Tempelhof „nur noch das Nötigste vorzuhalten“. Alle juristisch durchsetzbaren Mittel, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten, müssten ausgeschöpft werden. 2003 machte der Flughafen ein Minus von 15,3 Millionen Euro. Von Januar bis August 2004 wurden in Tempelhof 290 000 Fluggäste abgefertigt. Das sind nur noch drei Prozent des Passagieraufkommens aller Berliner Airports. Die Betriebsverluste muss die Flughafengesellschaft (BBF) verkraften. Ob der vorläufige Gerichtsbeschluss gegen die Schließung von Tempelhof auch Auswirkungen auf den Landeshaushalt hat, lässt Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) prüfen. „Wir werden versuchen, die restlichen Fluggesellschaften auf dem Verhandlungsweg doch noch zu überzeugen, Tempelhof zu verlassen“, kündigte Senatssprecher Michael Donnermeyer an.
Auf Antrag von 62 CDU-Abgeordneten wird sich der Bundestag am 21. Oktober mit Tempelhof befassen. Danach wird die Bundesregierung aufgefordert, die Angebote privater Betreiber zu prüfen, Tempelhof in Eigenregie weiterzuführen.
trance-x
September 28th, 2004, 05:01 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/28/a0093.nf/text
Mit Juristen gegen Treuhand
Eine gemeinsame Expertengruppe soll die Ansprüche deutscher Alteigentümer in Polen abwehren. Schröder will das "Wunder der Aussöhnung" nicht von "merkwürdigen Organisationen" stören lassen
http://www.polen-news.de/images/pnlogo.gif
BERLIN afp Deutschland und Polen wollen gemeinsam Entschädigungsklagen deutscher Vertriebener entgegenwirken. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der polnische Ministerpräsident Marek Belka kündigten gestern nach einem Treffen in Berlin die Bildung einer Expertengruppe an, die eine gemeinsame Position zur Zurückweisung der Forderungen deutscher Alteigentümer erarbeiten soll. Das "Wunder der Aussöhnung" beider Länder dürfe nicht von "Ewiggestrigen" beeinträchtigt werden, sagte Schröder. Belka bekräftigte, die Regierung in Warschau betrachte sämtliche Entschädigungsansprüche als "abgeschlossenes Kapitel".
Die Juristengruppe solle eine Position ausarbeiten, mit der individuelle Klagen deutscher Vertriebener vor Gericht unmöglich würden, sagte Belka. Aus Sicht seiner Regierung gebe es keine Rechtsgrundlage für jedwede Forderung nach Kriegsentschädigungen. Belka warnte vor einer Fortsetzung der Debatte. Deutschland und Polen hätten derzeit die "besten" bilateralen Beziehungen ihrer Geschichte; Entschädigungsforderungen könnten diesen jedoch Schaden zufügen.
Schröder übte scharfe Kritik an klagewilligen Vertriebenen. Die erfolgreiche Bilanz des deutsch-polnischen Verhältnisses dürfe nicht durch die Tätigkeit von "Randgruppen" verdrängt werden wie Vertriebenenverbänden und "merkwürdigen Organisationen, die sich unverdienterweise mit dem Namen Preußens schmücken wollen", sagte der Bundeskanzler mit Blick auf die "Preußische Treuhand".
Die von dem CDU-Mitglied Rudi Pawelka geführte, private Interessengemeinschaft Vertriebener hatte mit ihrer Ankündigung von Schadenersatzklagen in den vergangenen Wochen für Verstimmung zwischen Warschau und Berlin gesorgt. In einer Rede zum 60. Jahrestag des Warschauer Aufstandes Anfang August wies Schröder die Forderungen zurück. Ungeachtet dessen verabschiedete das polnische Parlament am 10. September eine Resolution, in der Belkas Regierung dazu aufgefordert wurde, in Berlin Reparationen zu verlangen.
Beide Regierungen seien sich einig, dass es weder "rechtlich noch politisch" Raum für Kriegsentschädigungen gebe, bekräftigte Schröder. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Rechtsauffassung Deutschlands und Polens auch vor internationalen Gerichten Bestand haben werde. Die Unionsführung werde hoffentlich diejenigen "zur Räson bringen können", die das deutsch-polnische Verhältnis mit "ewiggestrigen Parolen" stören wollten, fügte der Kanzler hinzu.
Zur Zusammensetzung des Juristenteams machten beide Regierungschefs keine näheren Angaben. Nach ARD-Informationen will Deutschland den renommierten Heidelberger Völkerrechtler Jochen Frowein mit der juristischen Expertise betrauen. Für die polnische Seite soll Jan Barcz vom Warschauer Institut für Internationale Angelegenheiten im Gespräch sein.
Schröder kündigte weitere Schritte zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Länder an. Bis November werden demnach Koordinatoren für deutsch-polnische Beziehungen ernannt. Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) solle in eine Stiftung umgewandelt und von deutscher Seite mit einem Kapital von 50 Millionen Euro ausgestattet werden. Ein deutsch-polnisches Jahr soll vor allem mit Veranstaltungen in Kunst und Kultur zum beiderseitigen Verständnis beitragen.
Der Chef der "Preußischen Treuhand" zeigte sich unbeeindruckt. Er werde voraussichtlich im Oktober bekannt geben, "wie und wo geklagt wird", sagte Pawelka gestern auf Anfrage. Möglich seien Verfahren auf europäischer Ebene, aber auch bei deutschen und US-Gerichten
http://www.taz.de/pt/2004/09/28/a0093.nf/text
Vom hohen Preis der Unabhängigkeit
Drucken unter Druck: Die Kreuzberger Mariannenpresse ist 25 Jahre alt geworden - und kämpft tapfer um ihre Existenz
Von Sabine Henkel
http://www.mariannenpresse.de/bilder/MPColour.gif
Die Freiheit konnte sie sich erhalten, aber ihre Existenz ist bedroht. Eigentlich müsste Marianne mal auf die Barrikaden gehen, doch die Berliner Sparpolitik beantwortet Revolten solcher Art mit Ignoranz. Marianne ist das Symbol der Edition Mariannenpresse, die am 10. September 1979, vor 25 Jahren also, in der Druckwerkstatt des Künstlerhauses Bethanien am Kreuzberger Mariannenplatz gegründet wurde.
Der gemeinnützige Kleinverlag für bibliophile Bücher wird, einmalig in Deutschland, von Autoren und Künstlern selbst verwaltet. Wurde der 100. Titel anno 2000 veröffentlicht, erscheint dieses Jahr die 116. Ausgabe der Presse. Was aber dann? "Schon 6000 bis 10 000 Euro jährlich genügten als Grundförderung, um das Weiterbestehen der Edition zu gewährleisten", sagt Hannes Schwenger, Gründer der Mariannenpresse. Gelder für weitere Buchprojekte könnten wie in vergangenen Jahren über Sponsoren, öffentliche und private Stiftungen eingeworben werden. Honorarverzicht und Low-Budget-Wirtschaft, so Schwenger, seien auf Dauer nicht durchzuhalten.
Marianne hat schon bessere Zeiten gesehen. Der Werdegang der Edition ist ein Stück nicht nur Berliner Kulturgeschichte. Der Verlag steht in geistiger Tradition der 68er-Bewegung mit demokratischer Selbstverwaltung und gewählter Jury, die über die Vergabe von Buchprojekten abstimmt. Künstler und Autoren, von denen mindestens einer seinen Wohnsitz in Berlin haben soll, müssen sich mit ihrem Vorhaben bewerben. Bis 2001 bezuschusste der Senat die Realisierung der engagierten Künstlerbücher, zeitweilig unterstützte
auch der Deutsche Akademische Austauschdienst die Produktion auf internationaler Ebene. 1997 jedoch kündigte der Berufsverband Bildender Künstler, Mitgründer des Kleinverlags, der Mariannenpresse seine Solidarität auf und schloss mehrere Abteilungen der Druckwerkstatt im Bethanien. Der Verlag kooperierte daraufhin mit verschiedenen Künstlerwerkstätten.
Renommierte Autoren und bildende Künstler haben gemeinsam Bücher in der Mariannenpresse veröffentlicht: Urs Jaeggi, Einar Schleef, Sarah Haffner, Hans-Christoph Buch, Brigitte Reimann, Elke Erb, Lutz Rathenow, Durs Grünbein, Johannes Grützke, Helge Leiberg, Arno Waldschmidt. 1999 bekam Marianne den V.O. Stomps-Preis. Schon vor der Wende veröffentlichte sie Bücher von Künstlern, die jenseits der Mauer - teils subversiv - agierten.
Die Mariannenpresse druckt Kleinauflagen von 100 bis 250 signierten und nummerierten Exemplaren, echte Sammlerstücke. Alle Titel werden in Bild und Text aufwändig gestaltet. Edles Papier, hochwertige Druckverfahren und eingebundene Originale gehören dazu. Insbesondere die Vorzugsausgaben sind mit zusätzlichen Holzschnitten, Lithografien, Radierungen oder Zeichnungen versehen. Unter dem Titel "Pessoas Begräbnis & dann" wurden gerade letzte Gedichte aus dem Nachlass des 2001 verstorbenen Autors Peter Brasch mit Lithografien von Petra Schramm fertig gestellt. Weitere Werke sollen folgen.
internet: http://www.mariannenpresse.de
trance-x
September 28th, 2004, 05:09 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/header_bln_extra.jpghttp://www.tagesspiegel.de/includes/bilder/tsologo.gif
http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/27.09.2004/1373543.asp#art
Leben auf Rädern
In der Provinz wäre er verkümmert, sagt Dirk König, der im Rollstuhl sitzt. In Berlin konnte er sich neu erfinden. „Eigentlich ist die Hauptstadt gut für Behinderte“, sagt er – aber nicht überall. Ein Protokoll
http://www.angelstown.de/markota/1970-79/rollstuhl.jpg
Es fing alles mit ein paar Augenentzündungen an und seltsamen Knoten in den Beinen. Da war ich 13. Heute bin ich 40 und sitze im Rollstuhl. Ich kann ein bisschen gehen, an Krücken, aber die Krankheit ist tückisch. Richtig laufen werde ich nicht mehr. Morbus Behcet heißt die Krankheit, und eigentlich bekommen sie eher Menschen, die in der Türkei leben und in Japan. In Deutschland haben sie nur 500 Menschen. Jetzt hat sie auch einer in Berlin. Aber warum ich im Rollstuhl sitze, ist ja egal. Hier bin ich einer von etwa 27 000. Sagt der Senat. Ein guter Ort, um behindert zu sein. Klingt das seltsam?
In Ostwestfalen, wo ich herkomme, wäre ich verkümmert. Das weiß ich. Natürlich gibt es auch da Busse mit Einsteigehilfen, aber es geht eher darum, dass ich diese Zeit hinter mir lassen musste. Ich war ein Junge, der sich an die Mädchen nicht ran traute, zuerst, weil er hinkte und später, weil er zu Haus, ohne Führerschein, ohne Tanzstundenabschlussball, im Rollstuhl saß. Der dem jugendlichen Mainstream nicht hinterher wollte, weil er denen, die Fußball spielten und mit dem Interrailticket nach Marokko fuhren, sowieso nicht folgen konnte. Der sich also den Außenseitern anschloss, den Unsichtbaren, denen, die Hesse lasen und Tee tranken. Der aufs Behinderteninternat musste, weil die Schule ihn nicht mehr wollte. Mich nicht mehr wollte.
Am Bahnhof in Detmold habe ich mir damals immer den „Tip“ gekauft.
Ich wollte ganz weit weg, so weit, wie es eben ging, am liebsten auf eine einsame Insel. West-Berlin war ja damals so eine Insel. Es hat gedauert, bis ich erkannt habe, dass Bewegungsfreiheit eben relativ ist. Auch als Behinderter kann man einen Führerschein machen. Und dann ging ich nach Berlin. Und dann habe ich mich neu erfunden. Da war ich zwar auch der Rollifahrer, aber was für einer, das konnte ich frei entscheiden. Und ich wollte ein Punk sein. Ich zog nach Kreuzberg, obwohl die erste Wohnung eine Stufe vor der Tür hatte, aber das war mir egal. Ich trug Schwarz und einen Ohrring, ging zu den Konzerten der „Ramones“ und hing im „Café Anfall“ rum. Ich war keiner von den Unsichtbaren mehr, ich war einer von den Verrückten, noch ein bisschen verrückter, weil ich ja im Rollstuhl saß.
Ich wohne immer noch in Kreuzberg, mittendrin, am Mariannenplatz, nur dass ich jetzt eine so genannte barrierefreie Wohnung habe. Von der Eingangstür führt eine Rampe in den Hof. Blöd an Kreuzberg ist nur die viele Hundescheiße. Ich habe, wenn man so will, ja zwei ziemlich große Füße, und die um einen Haufen herumzumanövrieren… Sie werden übrigens nie einen Rollstuhlfahrer sehen, der eine weiße Jacke trägt. Wenn man was an die Räder kriegt, hat man’s auch gleich am Ärmel.
http://media.de.indymedia.org/images/2003/05/50241.jpg
Mariannenplatz ...
Manchmal denke ich, zu viel Zeit meines Lebens geht dafür drauf, mich mit Hundescheiße zu beschäftigen.
Ich stehe nicht für alle Behinderten. Ich kann nicht als Blaupause dienen: So lebt ein Behinderter. Da gibt es viele Abstufungen. Aber einige Probleme sind wohl immer gleich. Der Supermarkt. Das Drehkreuz am Eingang muss zur Seite geräumt werden. Jedes Mal brauche ich einen Verkäufer, der mir hilft. Dann immer die gleiche Szene. „Komme gleich“, ruft irgendeiner. Und ich stehe vor dem Drehkreuz und warte, und die Menschen gehen an mir vorbei. Dummes Gefühl. Menschen im Rollstuhl brauchen viel Geduld.
Ich gehe gerne aus. Aber rollstuhlgerechte Toiletten gibt’s nicht oft; wer auf zwei Füßen muss über so etwas schon nachdenken? Und dann gibt es in Berlin leider immer noch „no-go-areas" für Rollstuhlfahrer. Der Fernsehturm ist ganz tabu – aus „brandschutzrechtlichen Gründen". Das Kino in den Hackeschen Höfen hat mehr als zehn Treppenaufgänge. In der Waldbühne gibt es zwar spezielle Rollstuhlplätze – aber am oberen Ende der Ränge. Von da aus bestehen Bands nur noch aus gesichtslosen Männchen.
Stufen vor öffentlichen Gebäuden sind das Schlimmste. Meine Post an der Ritterstraße in Kreuzberg hat eine hohe Stufe vor dem Eingang. Letztens bat ich einen kräftig aussehenden Mann, mich raufzuschieben. Er sagte: „Ich habe was am Rücken.“
Seit ich ein eigenes Auto fahre, ist mein Aktionsradius viel größer geworden. Was wären auch die Alternativen? Die U-Bahnen am Kottbusser Tor oder am Görlitzer Bahnhof haben keine Rampen und selbst wenn: Aussteigen könnte ich auch nicht überall. Und dann würde ich irgendwo in der Stadt unter der Erde festklemmen. Es sind auch nicht alle Busse mit Hebebühnen ausgerüstet, und der Telebus für Behinderte, fährt nur nach Anmeldung. Zwei Tage im Voraus! Spontaneität? Fehlanzeige. Hindernisse lauern überall in Berlin. Ich kann zwar fast alle überwinden. Aber meist eben nur mit Hilfe.
Selbst in Berlin schauen aber viele weg. Kurz hin und weg. Einige, weil ihnen der Anblick eines Menschen im Rollstuhl unangenehm ist, andere, weil sie meinen, sie machen mich verlegen. Ich leide nicht darunter. Manchmal finde ich es sogar lustig. Wenn ich auf einem Konzert Leuten aus Versehen in die Hacken fahre, zum Beispiel: Dann entschuldigen die sich! Meist versuche ich dann wiederum, mir nicht anmerken zu lassen, dass ich ihr Unwohlsein wahrgenommen habe, um sie nicht noch verlegener zu machen. Ich fange gleich an zu reden. So extrovertiert bin ich eigentlich nicht, aber ich muss ja nicht nur meine innere Barriere, sondern auch die der anderen überbrücken. Rollstuhlfahrer machen eben nicht nur streckenmäßige Umwege.
http://www.laufplausch.ch/gallery/marathonberlin2002/images/rollstuhl.jpghttp://www.malteser-berlin.de/aktion/rom03/rollstuhl.jpg
Ungeduldig, fast überaktiv werde ich nur, wenn ich mit jemandem ausgehe und der alles für mich in die Hand nimmt. Gerade war ich mit meiner Freundin in einem Restaurant. Der Kellner fragte sie, ohne mich eines Blickes zu würdigen: „Wo mag er denn sitzen?" Ist so ein Verhalten nun Unsicherheit oder Ignoranz? Ich weiß es nicht. Ich kann aber manche Blicke deuten, wenn wir spazieren gehen und uns küssen. „Ein Rollstuhlfahrer und eine Nichtbehinderte, geht das überhaupt?"
http://www.stressfaktor.squat.net/2001/images/csd_kreuzberg/23g.jpg
Kreuzberg ...
Großstädte wie Berlin sind für Rollstuhlfahrer grundsätzlich besser als die Provinz. Sie können das Leben ausfüllen. Ich hab schon viel ausprobiert, Rollstuhltanz, Rollstuhltennis, Reiten. Demnächst versuche ich Win Tsung, eine asiatische Kampfkunst. Ich habe mich mit meinem Rollstuhl arrangiert, bilde eine Einheit mit ihm. Ich habe gelernt, ein angemessenes Leben zu führen. Bin zufrieden. Ich denke nicht, dass ich ein tolles Leben führe. Was aber nicht unbedingt mit dem Rollstuhl zusammenhängt.
liste an kinos, die rollstuhltauglich sind: http://www.rollimobil-berlin.de/
Max BGF
September 28th, 2004, 05:20 AM
... voellig egal wo auf der erde irgendwelche bundes- oder landesinstitutionen befindlich sind, gibt es bei einem relevanten jubiliaeum eine entsprechende offizielle wuerdigung. das hat mit berlin zunaechst einmal nichts zu tun.Das stimmt. Ich wollte Dir nur den Eindruck schildern, der bleibt: Etwas größeres Firmenjubiläum in Berlin -> Bundes-irgendwas-Firma. Klar und Gähn. In anderen Städten gibt es auch Firmenjubiläen. Meistens betrifft es dort dann allerdings die Normalform von Unternehmen, nämlich privatwirtschaftliche.
Ich will Berlin ja nur helfen. Ihr braucht unbedingt mehr nennenswerte Unternehmen als gesunden Mittelbau. On Top gerne ein paar schnucke Prestigerepräsentanzen nahe der alten Mitte.
Aber bitte, bitte endlich auch ganz normale Firmen, z.B. keine Starfirmen, schwul-lesbischen Firmen, Botschaftsfirmen, Revuefirmen, Fördertopffirmen, Hollywoodfirmen, Ministeriendienstleister, Bahnplanungsbehördenfirmen und auch keine Bundesfirmen.
Denn mit den genannten Glamour- & Subventionsfirmen kann man eine 3,5 Mio Stadt mit so einem Lebenswandel nicht durchbringen.
tatsaechlich ist die bundesdruckerei aber sogar ein beispiel fuer eine berliner institution, dort wurde sie naemlich vor 125 jahren gegruendetDu sagst es: Institution
wie so vieles, beispielsweise siemens oder die allianz, von denen muenchen nur als nachkriegsgewinnler schmarotzt - im uebrigen zu einer aehnlichen zeit als muenchen/bayern zudem foerdermitttel aus dem laenderfinanzausgleich einsackte ... ;)Stimmt. Das mit Siemens und Allianz tut mir leid. Haben die in Berlin mehr als nur Hauptstadtbüros gerade über der Peinlichkeitsschwelle, ich spreche von richtig staff? Siemens soll nun immerhin den Vertrieb nach Berlin verlegen. Siemens hatte schon zu Westberliner Zeiten eine Produktion dort. Wieviele Arbeitsplätze sind das?
Gerade Siemens ist ja das Beispiel, das Schule machen sollte. Früher hatte Berlin einige bekannte Gründer hervorgebracht. Wo stecken die heute? Natürlich kann man erfolgreiche und noch dazu große Unternehmen kaum planen und noch weniger verordnen. Aber vielleicht treibt sich der potentielle Berliner Gründer/Erfinder zu viel in den vielen Szenebars rum und mit Brummschädel am nächsten Morgen läßt sich ein Business Plan nur sehr widerwillig umsetzen. (Ich weiß wovon ich rede, bin selber häufig ziemlich zu. Aber wo ich wohne würde eine weitere Gründung das Unternehmensfaß sowieso zum Überlaufen bringen, Fachkräftemangel usw. Vergiß das schnell wieder, ist eine komplett andere Welt.)
München hat ca. ein Drittel der Einwohner Berlins bzw. die Hälfte Westberlins. Aber es hat auch eigene bekannte Gründer hervorgebracht wie: Sixt, Haffa, Kirch. Wo sind diese Persönlichkeiten in Berlin? Sobald in Berlin ein Unternehmen die 50 Mitarbeiter-Marke erreicht, beginnt doch die Zwangsverwaltung durch den Berliner Senat.
als muenchen/bayern zudem foerdermitttel aus dem laenderfinanzausgleich einsackte ... ;)Da sackten übrigens so manche Gelder ein. Nur Bayern war wohl am technikfreundlichsten. Insgesamt kein Wunder, daß viele Unternehmen sich dort ansiedelten. Gut nur, daß die einfachsten Erfolgsrezepte am wenigsten wahrgenommen oder kopiert werden.
Wo z.B. ist das "Berlin Clone Project", welches den sparsamen szenophoben Berliner züchtet?
Jetzt verschenke ich auch noch Ideen, nur um meiner Hauptstadt zu helfen... :ohno:
trance-x
September 28th, 2004, 07:10 PM
max_bfg ...
Das stimmt. Ich wollte Dir nur den Eindruck schildern, der bleibt: Etwas größeres Firmenjubiläum in Berlin -> Bundes-irgendwas-Firma. Klar und Gähn. In anderen Städten gibt es auch Firmenjubiläen. Meistens betrifft es dort dann allerdings die Normalform von Unternehmen, nämlich privatwirtschaftliche.
zum einen gibt es in berlin ebenfalls firmenjubilaeen, zum anderen hoerst du in anderen staedten weniger von "bundes-irgendwas", weil da kein/kaum "bundes-irgendwas" ist. schon deshalb ist zudem der anteil am kommunikativen rauschen anders.
was soll ueberhaupt "meistens" bedeuten? im forum, in der presse? da sind firmenjubilaeen so normal wie woanders auch. alles andere ist eher eine fixe idee.
Ich will Berlin ja nur helfen. Ihr braucht unbedingt mehr nennenswerte Unternehmen als gesunden Mittelbau. On Top gerne ein paar schnucke Prestigerepräsentanzen nahe der alten Mitte.
ich wusste gar nicht, dass berlin bisher derlei unternehmen ablehnte.
Aber bitte, bitte endlich auch ganz normale Firmen, z.B. keine Starfirmen, schwul-lesbischen Firmen, Botschaftsfirmen, Revuefirmen, Fördertopffirmen, Hollywoodfirmen, Ministeriendienstleister, Bahnplanungsbehördenfirmen und auch keine Bundesfirmen.
1. das ist keine entweder-oder-frage
2. du bist aberglaeubisch. du nimmst die stammtischassoziation "weniger spass, dann wuerde ernsthafteres passieren" tatsaechlich fuer voll ;)
Denn mit den genannten Glamour- & Subventionsfirmen kann man eine 3,5 Mio Stadt mit so einem Lebenswandel nicht durchbringen.
was ausser stammtischglaube bringt dich auf die idee?
"spiel, spass und spannung" bedeutet nicht geldverschwenden, waehrend andere arbeiten, sondern ist mitursaechlich dafuer, dass ...
a) mehr touristen in der stadt sind
b) manche firma nach berlin zog
c) kontakte geknuepft wurden, die sich auf vielen ebenen positiv bemerkbar machen
d) arbeitsplaetze geschaffen haben
e) mehr insgesamt positive signalwirkungen
geh grundsaetzlich davon aus, dass es berlin weit schlechter ginge, wuerden deine obskure vorstellungen umgesetzt werden.
was du nicht verstehst ist zudem ganz offensichtlich, dass wir nicht mehr im industriezeitalter leben, in denen mal eben jemand einen grosskonzern aus dem boden stapft - der zahlreiche andere firmen mitnaehren und -ziehen. sowas gibts noch in china, die mit staatlicher gewalt nationale autokonzerne, raumfahrt und anderes puschen um stellenwerte zu gewinnen. hier und heute ist so etwas eine ausnahmesituation, mit "viel viel" glueck zieht man ne chipfabrik an land oder holt sich ein groesseres biotechnunternehmen.die regel sind zusammenfassungen von unternehmenszentralen, staerkung von strukturen, kleinere mittelstaendische unternehmen, diverse dienstleister und lauter kleinvieh, mit etwas glueck mit viel symbolik, die wind macht (was du blinderweise zusaetzlich noch minimieren wuerdest).
im klartext: firmen wie siemens, sony, daimler, microsoft, ibm, allianz oder grossbanken jedweger art entstehen heute nicht mehr einfach so binnen kurzer zeit oder gar am fliessband, weder in berlin noch in muenchen, frankfurt oder sonstwo .. das sind vorstellungen, die manche noch vom letzten jahrhundert haben, in der realitaet aber phantasiegebilde sind ...
ausserdem greifen heute viel staerker als frueher noch andere mechanismen. EBAY z.b., weltbekannt und ja in berlin gegruendet und erfolgreich hochgekommmen, wurde ab einer gewissen groesse ganz einfach aufgekauft. nahezu jede erfolgreichere firma in solchen bereichen wird relativ schnell geschluckt. so laeuft das heutzutage. bei "JAMBA", die du ebenfalls aus dem fernsehen kennen koenntest, die ebenfalls aus berlin kommen, ist das wie bei "Pixelpark", die ebenfalls aus berlin kommen ebenso gelaufen ...
wirklich grosse konzerne verlagern ihre standorte selten. sie verlagern bestenfalls produktionen, zumeist in andere laender. weder microsoft, noch ibm noch siemens, noch bmw, noch daimler haben tatsaechlich ihre gesamte unternehmenszentrale verlagert. sowas passiert, voellig egal wo auf der welt, ganz selten. dies bei berlin zu erwarten, zu uebersehen, dass dies bei keiner stadt passiert ist, auch nicht bei muenchen, ist bereits ausdruck von stammtischdenken und vorstellungen ungleichen masstabes.
berlin ist bei allen bereichen mit dabei und bei halbwegs reellen chancen auf gutem wege. das reicht vom gesundheitsstandort ueber biotechnik, informationstechnologie, forschungsstandort und vieles mehr. haette es die selbe ausgangsbasis wie muenchen gehabt, waere es laengst weit reicher als muenchen, denn es ist weit erfolgreicher innerhalb seiner moeglichkeiten gewesen. muenchen haette einen derartigen zusammenbruch in keinster weise gleichermassen kompensieren koennen.
was du nicht wirklich begreifst ist, dass eine stadt, egal wo auf der welt ganz einfach nicht von 0 auf 100 massenweise einen derartigen einbruch, der millionen betraf mal eben in nem monat kompensieren kann. das ist schlicht nicht moeglich, also ist es voellig unsinnig das permanent als latente erwartungshaltung anzulegen, ohnehin in einer wirtschaftlich desolaten phase, die alle betrifft. sowas klappt "nur", wenn man z.b. oel finden wuerde, auf ne goldader stiesse oder aehnliches. alle anderen vorstellungen sind ganz einfach "unrealistisch".
im klartext: unter solchen rahmenbedingungen benoetigt eine entwicklung ganz einfach zeit... es werden auch noch eine weile die schulden bleiben, weil die ebenfalls nicht einfach schwupps, weg sind. sie waeren auch nicht schwupps weg, wenn saemtliche schwarzweissen vorstellungen von stammtischdenkern umgesetzt wuerden. im gegenteil: schwupps waeren die schulden noch weit drastischer und alles viel schlechter.
Stimmt. Das mit Siemens und Allianz tut mir leid. Haben die in Berlin mehr als nur Hauptstadtbüros gerade über der Peinlichkeitsschwelle, ich spreche von richtig staff? Siemens soll nun immerhin den Vertrieb nach Berlin verlegen. Siemens hatte schon zu Westberliner Zeiten eine Produktion dort. Wieviele Arbeitsplätze sind das?
siemens hat m.e. ein paar tausend. aber keine genaue ahnung, muesste ich nachsehen wie der aktuelle stand ist.
ansonsten argumentierst du wie bei der ausbildungsplatzabgabe, so nach dem motto "wir brauchen ausbildungsplaetze, also muessen sie da sein".
fasst man all dein gesagtes zusammen, bleibt nur eines uebrig: ein defizitaeres ressentiment, das gar keine loesung anbietet, sondern sich permanent selbst widerspricht.
ich fass mal zusammen, was berlin so alles tun sollte, wenn es nach stammtischdenkern geht:
1. es soll firmen anlocken, damit es endlich auf die beine kommt, aber gleichzeitig keine firmen anlocken, denn das weckt ja neid.
2. es soll alles tun, damit es erfolgreich ist, damit keine foerdergelder mehr verbraucht werden, gleichzeitig soll es aber nicht erfolgreich sein und sich nicht verkaufen, denn das weckt neid, wirkt unbescheiden, groessenwahnsinnig usw...
je lauter etwas ist, desto mehr neid weckt es. es soll sich praktisch leise verkaufen, aber gleichzeitig moeglichst viel erfolg rekrutieren. das waere so als wuerde man werbung machen, die moeglichst nicht auffallen sollte.
diese gar nicht loesbare ambivalenz von berlinNeidern zeigt sich auch in dem runterreden. alles erfolgreiche wird runtergeredet, weil erfolg geneidet wird, gleichzeitig soll es aber erfolgreich sein, damit es keine subventionen mehr kriegt. jeder denkende mensch in jeder firma wuerde ein produkt, das ihn was kostet, natuerlich RAUFREDEN, nicht runterreden. schon deshalb spreche ich von "defizitaer".
3. einerseits soll das angeblich voellig zerfallene berlin total renoviert sein, andererseits soll es sparen und kein geld ausgeben.
4. einerseits soll es touristen anlocken, andererseits soll es aber nichts tun, dass touristen anlockt, zumal, wenn in berlin was los ist, das ja nach reiner spassgesellschaft klingt, die nur gelder verschleudert und nichts tut ...;)
etc. etc. etc.
die einzige loesung fuer menschen, die bei trost sind, ist: auf den ganzen kaese zu pfeifen und tun, was sachlich auf der hand liegt, voellig wurscht wie das fuer unbedarfte klingt...
Gerade Siemens ist ja das Beispiel, das Schule machen sollte. Früher hatte Berlin einige bekannte Gründer hervorgebracht. Wo stecken die heute? Natürlich kann man erfolgreiche und noch dazu große Unternehmen kaum planen und noch weniger verordnen.
berlin ist seit jahre auf dem vorderen platz oder den vorderen plaetzen bei gruendern. was kann berlin dafuer, dass du permanente entwartungshaltungen hast, dass heute lauter neue siemenskonzerne, neue sony-konzerne, neue pharmaindustrien aus dem boden schiessen sollen.
kleinere firmen und mittelstaendische unternehmen kamen und wurden in massen gebildet. was glaubst du, warum u.a. adlershof so erfolgreich ist. glaubst du es hat von sich aus plopp gemacht und das war da? es ist ziemlich einfach: berlin macht an allen fronten etwas, sogar bei dingen, die dir nie in den sinn kamen, dass die sinnvoll waeren (beispielsweise "gender diversity"), du sogar in unkenntnis der sachlage abbauen wuerdest ...
dass ein biotechnikunternehmen nicht so viel wind macht wie der veranstalter der popkomm oder allgemein die medienbereiche, solltest du dir eigentlich selbst rausrechnen koennen. darauf zu schliessen, dass da nix passiert hat allein mit unkenntnis zu tun, mehr nicht.
Aber vielleicht treibt sich der potentielle Berliner Gründer/Erfinder zu viel in den vielen Szenebars rum und mit Brummschädel am nächsten Morgen läßt sich ein Business Plan nur sehr widerwillig umsetzen. (Ich weiß wovon ich rede, bin selber häufig ziemlich zu. Aber wo ich wohne würde eine weitere Gründung das Unternehmensfaß sowieso zum Überlaufen bringen, Fachkräftemangel usw. Vergiß das schnell wieder, ist eine komplett andere Welt.)
stammtischvorstellungen.
München hat ca. ein Drittel der Einwohner Berlins bzw. die Hälfte Westberlins. Aber es hat auch eigene bekannte Gründer hervorgebracht wie: Sixt, Haffa, Kirch. Wo sind diese Persönlichkeiten in Berlin? Sobald in Berlin ein Unternehmen die 50 Mitarbeiter-Marke erreicht, beginnt doch die Zwangsverwaltung durch den Berliner Senat.
stammtischvorstellungen.
Da sackten übrigens so manche Gelder ein. Nur Bayern war wohl am technikfreundlichsten. Insgesamt kein Wunder, daß viele Unternehmen sich dort ansiedelten. Gut nur, daß die einfachsten Erfolgsrezepte am wenigsten wahrgenommen oder kopiert werden. Wo z.B. ist das "Berlin Clone Project", welches den sparsamen szenophoben Berliner züchtet? Jetzt verschenke ich auch noch Ideen, nur um meiner Hauptstadt zu helfen... :ohno:
welche ideen? da waren keine. lauter allgemeinplaetze, die hoechstens fuer dich noch neu waren ... ;)
trance-x
September 28th, 2004, 07:39 PM
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
28.09.2004 17:34
Behinderte protestieren vor Brandenburger Tor gegen Kürzungen
Berlin (dpa/bb) - Einige hundert behinderte Menschen haben am Dienstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen Kürzungen im Sozialbereich protestiert. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung übergab 80 000 Unterschriften an Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums. Auf Plakaten forderten die Demonstranten «Soziale Gerechtigkeit» und «Stoppt den Sozialabbau».
US-Investor kauft mehr als 2500 weitere Wohnungen in Berlin
Berlin (dpa/bb) - Der US-Investor Cerberus steigt noch stärker in den Berliner Wohnungsmarkt ein. Von den Gesellschaften Degewo und deren Tochter Köwoge seien mehr als 2500 Wohnungen gekauft worden, teilte Cerberus am Dienstag mit. Sie liegen den Angaben zufolge meist in den Stadtteilen Köpenick, Oberschöneweide, Wedding und Reinickendorf. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Erst im Sommer hatte Cerberus mit Partnern die größte Berliner Wohnungsbau- Gesellschaft GSW für 405 Millionen Euro gekauft.
Max BGF
September 28th, 2004, 11:20 PM
Okay, okay, ich gebe mich geschlagen.
Solange es so toll läuft, müßt Ihr in Berlin ja auch nichts ändern. :okay:
Sollte sich jedoch eines Tages eine schlechtere Entwicklung abzeichnen, so daß ein Wille zu Veränderung entsteht, könnt Ihr gerne auf meine Pläne und Ideen zurückgreifen. :wave:
trance-x
September 29th, 2004, 04:38 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706273.html
"Eine Stadt mit Narben"
Kosmopolitin Célia von Bismarck hat sich für ein Leben in Berlin entschieden
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89823.jpg
Célia von Bismarck unterstützt den Verein "Werkstatt Deutschland", der jährlich den Quadriga-Preis verleiht
Foto: Stefan Huelzer
Fernab von den Vergnügungsmeilen bastelt Célia von Bismarck (32) an neuen Lebenszielen. Eine ihrer Aufgaben, die sie sehr wichtig nimmt: Die seit Anfang September geschiedene Ex-Frau von Graf Carl-Eduard von Bismarck (43) unterstützt den Verein "Werkstatt Deutschland", der einmal jährlich den Quadriga-Preis verleiht, als Kuratoriumsmitglied. Vergeben wird der Preis an Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens, die durch ihr Engagement Zeichen für Aufbruch und Erneuerung setzen.
"Berlin ist eine Stadt im Aufbruch, offen, spannend und multikulturell. Es gibt keinen idealeren Standort für die Verleihung des Preises", sagt sie. Zu den Preisträgern am 3. Oktober gehört neben anderen der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, die Laudatio hält Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Célia von Bismarck: "Mich interessiert die Philosophie des Vereins, der hinterfragt. Wer hat versucht, etwas zu bewegen, wer hat Zeichen gesetzt? Mir persönlich macht es große Freude, Menschen verschiedener Kulturen zusammenzubringen. Ich habe in Amerika Internationale Beziehungen studiert, auch jahrelang meinen Mann in seiner Arbeit unterstützt. Der Background für meine Mitarbeit bei der Werkstatt Deutschland war also schon vorhanden."
Nach der Scheidung richtet sich die attraktive 32-Jährige jetzt nicht nur privat neu ein (sie ist gerade in Berlins Mitte umgezogen), auch beruflich sucht sie neue Inhalte. "Krisenmanagement und Konfliktbewältigung interessieren mich sehr."
Bereits 1998 trat Célia von Bismarck der Mentor-Stiftung zur Suchtpräventation von Jugendlichen bei. "Viele kleine Dinge können manchmal Großes bewirken. Vor allem das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen muss gestärkt werden, man muss sich Zeit für ihre Nöte und Probleme nehmen, ihnen zuhören. Dann ist die Gefahr, dass sie zu Drogen greifen, fast schon gebannt."
Célia von Bismarck weiter: "Ich habe bislang ein sehr privilegiertes Leben geführt. Aber ein Leben ohne Aufgabe ist ein leeres Leben. Ich wollte immer etwas machen, wo ich mit meinem Einsatz etwas bewirken kann." Ja, sie möchte Kinder haben, aber auch beruflich tätig sein. Im Übrigen sei an eine neue Partnerschaft derzeit nicht zu denken. "Calle und ich, wir waren 14 Jahre zusammen, davon sieben Jahre verheiratet. So eine lange gemeinsame Zeit kann man nicht so schnell vergessen", sagt die Tochter eines Schweizer Immobilienunternehmers und einer Hamburger Schmuckdesignerin. Zu ihren Eltern hat sie ein herzliches Verhältnis, sie besucht sie regelmäßig in Genf.
Zu ihrer Scheidung und der neuen Frau an der Seite von Graf Carl Eduard von Bismarck möchte sie nichts sagen. Dafür macht sie Berlin eine flammende Liebeserklärung: "Berlin ist eine Stadt der Toleranz und Weltoffenheit, aber auch der Gegensätze. Ursprünglich wollte ich in New York leben, habe mich dann aber für Berlin entschieden. Eine Stadt voller Narben, die gelebt hat. Eine Stadt, die nie langweilig wird. Eine Stadt für die es sich lohnt, positiv zu denken."
Barbara Jänichen
Max BGF
September 29th, 2004, 06:33 AM
Ich habe bislang ein sehr privilegiertes Leben geführtDamit ist es ja dann jetzt vorbei. Willkommen in Berlin.
Krisenmanagement und Konfliktbewältigung interessieren mich sehr.Genau. Das kannst Du dort 24 Stunden ausleben.
Ursprünglich wollte ich in New York leben, habe mich dann aber für Berlin entschieden. Eine Stadt voller Narben, die gelebt hatWer gelebt hat, ist tot, am Ende, berlinisch, leblos. (Das habe ich jetzt absichtlich falsch verstanden, bitte keine Erklärung)
Berlin ist eine Stadt im Aufbruch, offen, spannend und multikulturell sowie hochverschuldet, quasi defizitär und ziemlich arbeitslos (Anm. d. Red.).
Es gibt keinen idealeren Standort für die Verleihung des Preises, sagt sie.Im globalen Standortwettbewerb hat man sich die Preisverleihungsausrichtungsrechte gesichert. Immerhin etwas. :applause:
Bekommt eigentlich Berlin die Preise oder werden die vergeben. Weil das wäre dann sozusagen Preis-Export, noch besser. :applause: :applause:
Grundsätzlich scheint die Tante ein Spiegelbild ihres neuen Wohnorts zu sein. Optimalallokation.
Nach der Scheidung richtet sich die attraktive 32-JährigeUnd frei ist sie auch noch, @trance. Kannst ja mal schauen, ob Du drauf kommst, das würde Respekt verschaffen ;)
Auf weitere Passagen braucht man glaub ich nicht eingehen.
Immer wieder interessant zu lesen, wie dürftig manch Großstadt boomen muß. :wave:
trance-x
September 29th, 2004, 07:27 PM
du beginnst immer mehr irgendwelche kruemel aufzulesen und mir eher verzweifelt hinterherzutragen ;) ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story706512.html
Bahn lehnt mehr ICE-Stopps im Bezirk ab
Spandau
http://www.bezirk-spandau.de/spandau/sehensw/bahnhof/6.jpg
Bahnhof Spandau ...
Spandau wird von der neuen Schnellverbindung nach Hamburg nicht profitieren. Die Deutsche Bahn (DB) hat einen Halt der ICE-Züge, die vom 12. Dezember an Berlin und Hamburg in Rekordzeit verbinden sollen, am Fernbahnhof Spandau abgelehnt. Das Ziel, die Hansestadt in 90 Minuten erreichen zu können, "bedingt eine direkte Fahrt zwischen Berlin Zoo und Hamburg Hauptbahnhof ohne Halt", heißt es in einem Brief von Karl-Dietrich Reemtsma, Vorstand der DB Fernverkehr AG, an das Bezirksamt Spandau.
http://home1.tiscalinet.de/kisch.de/Spandau/Bahnhof%20Spandau.jpg
Bahnhof Spandau ...
Auch den Zwei-Stunden-Takt nach Köln und Frankfurt auf einen Stundentakt zu verdichten, lehnt Reemtsma ab: Ein stündlicher Halt würde die Fahrtzeiten um jeweils fünf Minuten verlängern. Eine Initiative der Bezirksverordneten-Versammlung, die auf CDU-Antrag mehr ICE-Stopps am 1997 eröffneten Fernbahnhof durchsetzen wollte, ist damit gescheitert.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story706504.html
Nun doch keine Grabplatte für Nazi-Minister
Mitte
Das Bezirksamt nahm gestern seine Genehmigung für eine Grabplatte für den früheren NS-Minister Fritz Todt auf dem Invalidenfriedhof zurück. Das Gremium folgte damit einer einstimmigen Forderung der Bezirksverordneten, die deutlich gemacht hatten, dass in Mitte kein Platz für die Ehrung ehemaliger Nazis sei. Das Bezirksamt hatte sich zuerst auf Entnazifizierungsurteile berufen, nach denen Todt nicht in NS-Verbrechen verstrickt gewesen sein soll. Nun geht der Streit mit der Todt-Tochter vor Gericht.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story706510.html
Rätselraten um Zukunft des Russischen Hauses
Mitte
http://www.russisches-haus.de/img/hausfoto.jpg
Russisches Haus ...
Nur 20 Jahre nach seiner Eröffnung gibt es offenbar Pläne, das Russische Haus für Wissenschaft und Kultur an der Friedrichstraße 176-179 durch einen repräsentativen Neubau zu ersetzen. Ein entsprechender Antrag einer Berliner Bauplanungsgesellschaft ging jetzt im Planungsamt des Bezirkes Mitte ein.
Danach soll das 1982 bis 1984 in Plattenbauweise errichtete ehemalige Haus der sowjetischen Wissenschaft und Kultur in der DDR in seiner jetzigen Form verschwinden und Platz für ein noch größeres Bauwerk machen.
Schon jetzt hat der wuchtige Gebäudekomplex sieben Stockwerke und mehr als 29 000 Quadratmeter Nutzfläche. Das Haus ist Eigentum der Russischen Föderation und das größte Kultur- und Wissenschaftszentrum, das Russland außerhalb seiner Grenzen unterhält. Es verfügt unter anderem über einen großen Kino- und Konzertsaal mit 494 Plätzen, mehrere kleinere Säle, eine Bibliothek, ein Ballettstudio und zahlreiche Ausstellungsräume. Den vorliegenden Antragsunterlagen nach soll der Neubau gegenüber seinem Vorgänger eine imposantere Fassade und noch mehr Geschosse bekommen. Die historische Traufhöhe in der Berliner Innenstadt soll aber dank niedriger Raumhöhen nicht überschritten werden.
http://www.russische-botschaft.de/Images/botschaft_new.jpg
die Russische Botschaft ...
Von russischer Seite wird allerdings ein Neubau-Vorhaben dementiert. "Ich höre davon das erste Mal", sagt Anatoli Blinow, Vize-Direktor des Russischen Hauses. "Das Gebäude muss sicher renoviert werden, aber für einen Neubau gibt es keinerlei konkrete Pläne", versichert auch Botschaftsrat Michail Grabar. Allerdings sei das Russische Haus keine Einrichtung der diplomatischen Vertretung, die Zuständigkeit liege vielmehr beim Zentrum für internationale wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit in Moskau. "Uns liegt ein Antrag auf Abriss und Neubau vor", betont hingegen Mittes Bau-Stadträtin Dorothee Dubrau (für Grüne).
trance-x
September 29th, 2004, 07:44 PM
http://www.artnet.com/magazine/reviews/robinson/Images/robinson5-15-2.jpg
Flick Collection: Motorcycle Accident (Duane Hanson, 1967) ...
http://morgenpost.berlin1.de/layout/rubrik/stadtmenschen.gif
Zur einer Buchvorstellung an besonderem Orte waren 250 Gäste gestern Abend in die Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt geladen. Dort hat der Berliner Publizist, Autor und Verleger Wolf Jobst Siedler seine Erinnerungen "Wir waren noch einmal davongekommen" vorgestellt. Nach dem ersten Band "Ein Leben wird besichtigt" setzt Siedler im neuen Buch seinen Rückblick fort, der mit der Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg beginnt. Zur Einführung war Klaus Eck, Verleger und Geschäftsführer der Verlagsgruppe Random House, angereist. Für die Lesung von Auszügen aus dem Buch hatte man Schauspieler Max Volkert Martens gewonnen. An der Buchvorstellung nahmen auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker, Arnulf Baring und Günter de Bruyn teil.
Das "klassische" Film-Deutschland traf gestern auf die neue Generation. Die Filmproduzenten Artur Brauner (CCC Film) und "Lola rennt"-Macher Stefan Arndt (X-Film) setzten sich bei der Europäischen Akademie zusammen, um über das schöne, aber auch irgendwie traurige Thema "Warum es in Europa kein Hollywood gibt" zu sprechen. Weitere Fachmänner zum Thema waren Regisseur Hark Bohm, Peter Schulze (20th Century Fox) und Martin Bachmann (Columbia TriStar).
Man kennt Henning Mankell als Autor der Krimifälle des Kommissars Wallander. Im Haus der Kulturen der Welt präsentierte er am Dienstagabend sein aktuelles Werk "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt", in dem er von einer Reise nach Uganda und Begegnungen mit Aidskranken berichtet. Aus dem Buch las Elke Heidenreich, bei der Podiumsdiskussion sprach Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mit Mankell.
Wolfgang Joop hat Ärger. Den bereitet ihm sein Nachbar, seines Zeichens Anwalt, am Heiligen See in Potsdam. Der Mann, der ein Haus neben der prachtvollen Villa Wunderkind hat, stört sich an den Bootsstegen, die zum Anwesen des Designers gehören. Die seien hässlich und zu lang, tönt der Nachbar. Hinzu käme die Skulptur "The Angel of the North", die den Blick aufs Marmorpalais versperre. Joops Lebensgefährte und Wunderkind-Geschäftsführer Edwin Lemberg kann da nur den Kopf schütteln. "Unsere Stege sind uralt, sie wurden vor dem Krieg erbaut. Obwohl uns das Ufergrundstück gehört, haben wir sie schon einmal von uns aus kleiner machen und flacher setzen lassen.
http://www.mdr.de/I/1313582-high.jpg
die weisse "Villa Wunderkind" von Joop, Tom Cruise scheint dort waehrend der IM-III-Dreharbeiten mitwohnen zu wollen, WG und so ...
Die gesamte Anlage inklusive der Skulptur ist vom Grünflächenamt vor Jahren genehmigt worden", sagt Lemberg. Außer dem Nachbarn hat sich auch niemand beschwert. "Weder ein Amt noch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten."
Liebe Susanne Juhnke, uns ist Ihr Mut aufgefallen. Während andere Ladys zu jedem gesellschaftlichen Ereignis in neuer (oft geliehener) Garderobe auftauchen, tragen Sie mit Stolz sehr oft die gleichen Klamotten. Das graue Kostüm, das Sie gestern in München trugen, beim Oktoberfest-Treffen von Regine Sixt, hatten Sie schon vor drei Tagen bei der Gala für Steffi Graf an.
Heino Ferch verwöhnt sich an der Nordsee. Gute Speisen, edle Weine, Shuttle von Jaguar, Plausch mit guten Freunden. Man könnte neidisch werden. Bei uns ist das Davidoff-Gourmet-Festival gerade auf Anfang nächsten Jahres verschoben worden. Da machten sich Heino Ferch und sein Schauspieler-Kollege Roman Knizka flugs von Berlin auf den Weg nach Sylt. Da fand die kulinarische Sause nämlich planmäßig statt. Es sei ihnen vergönnt - sie arbeiten auch fleißig.
u.a. in berlin:
Österreichs Finanzminister Karl-Heinz Grasser zum Steuerkongress, der französische Designer Dominique Leonard kommt aus Paris zur Vorstellung des neuen Peugeot ...
... Carter Armstrong, Director of Music bei Warner Bros. Pictures Kalifornien;
Elvis Costello, Britanniens vielseitigster Songwriter, promotet zwei aktuelle Alben, Edmund Stoiber beim Medientreff der bayerischen Landesvertretung;
Max Schautzer
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706459.html
Promis für Strandbad-Sanierung
http://www.gotomicha.de/JeanetteB_neu.jpghttp://www.berlin.de/imperia/md/images/basteglitzzehlendorf/freizeit/stb_wannsee_sm.jpghttp://bilder.bild.t-online.de/BTO/kinomusik/dschungelcamp/2101/beil__ehe/beil__champus,property=Bild.jpghttp://www.funsurfen.de/promis/fotos/nadine_krueger.jpg
Die Stiftung Denkmalschutz Berlin hat gestern vor dem Brandenburger Tor ihre Spendenkampagne für die Sanierung des berühmten Strandbads Wannsee gestartet. Als erste Prominente enthüllten Pop-Sängerin Jeanette Biedermann, die Moderatorinnen Caroline Beil und Nadine Krüger sowie der Unternehmer Heinz Laternser ihre Porträts auf Fahrzeugen der Berliner Stadtreinigung unter dem Motto "Pack die Badehose ein..." Übrigens: Für je 5000 Euro können alle, die sich für das Strandbad Wannsee und seine 8 Millionen Euro teure Sanierung engagieren möchten, ihr eigenes Konterfei oder Firmenlogo für ein Jahr auf einem BSR-Auto durch Berlin fahren lassen.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706458.html
Udo Jürgens erhält Musikpreis - und feiert 70. im Adagio
Sein legendärer Glasflügel kommt heute Abend unter den Hammer! Udo Jürgens feiert in seinen 70. Geburtstag hinein und versteigert sein berühmtes Musikinstrument im Nachtclub Adagio zu Gunsten von russischen Waisenkindern.
http://www.chris-f-lehmann.de/arch/07bpothea.jpghttp://www.lebeninbluejeans.de/konzerte/udoberlin2003/01.jpghttp://www.travelimpressions.com/destinations/europe/germany/images/ber_hyt.jpg
Ab 22 Uhr fahren die Limousinen im Minutentakt am Marlene-Dietrich-Platz vor. Ex-Botschafter-Ehefrau Shawne Fielding (wohnt wie Jürgens in Zürich) wird den roten Teppich entlangstöckeln, Joachim Fuchsberger vermutlich etwas lässiger laufen, Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer und Herausgeber Dieter Stolte (Berliner Morgenpost, Die Welt) sind geladen, die Moderatoren Reinhold Beckmann und Dieter Thomas Heck, CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer, Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, Jürgens-Bruder John Bockelmann, Manager Freddy Burger, Obi-Aufsichtsratschef Manfred Maus und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Es wird eine lange Party-Nacht werden.
Udo Jürgens hat doppelten Grund zum Feiern. Heute um 19.30 Uhr erhält der Sänger, Pianist und Songschreiber den Deutschen Musikpreis. Die Verleihung nehmen der Deutsche Musikverleger-Verband und der Gesamtverband der Musikfachgeschäfte vor. Er findet unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Otto Schily und im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Postbahnhof am Ostbahnhof statt. Die Laudatio hält Götz Alsmann, unter den Zuhörern sind die Sänger/Produzenten Thomas Anders (Ex-Modern-Talking), Frank Farian und Leslie Mandoki, der Filmmusik-Schreiber Enjott Schneider ("Schlafes Bruder", "Stalingrad"), Warner-Music-Geschäftsführer Bernd Dopp, Ex-BMG-Chef Thomas Stein und Komponist Harold Faltermeyer. Sie alle werden wohl nach der Verleihung mit ins Adagio fahren, denn Udo Jürgens braucht finanzkräftige Bieter für die Versteigerung seines Flügels. Die Erlöse fließen schließlich seiner 1999 gegründeten Stiftung zu, die Waisen (vor allem in Russland), Kinder in Not und junge Künstler unterstützt. "Ich habe eine lange musikalische Laufbahn mit vielen Höhen und Tiefen hinter mir, aber ich gehöre zu den glücklichen Menschen auf dieser Welt", sagt Udo Jürgens. "Aus diesem Grund habe ich mich schon immer für wohltätige Organisationen und Kinderhilfswerke eingesetzt. Man kann Kindern nicht genug helfen."
Die Musik-Legenden feiern also mit Jürgens - der Nachwuchs fetet ab 20.30 Uhr bei der MTV-"Fashion meets Music"-Party im Flughafen-Hangar von Tempelhof. Mal sehen, wer es beim Feiern länger aushält. Jürgens kann direkt von der Party ins Bett fallen. Er hat clever gebucht, wie man hört im Grand Hyatt, schräg gegenüber vom Club Adagio.
http://www.meinberlin.net/mbtools/event/308//apfel_wjpg.jpg
Flick-Collection: Apple-Heads (Paul McCarthy) ...
trance-x
September 29th, 2004, 08:33 PM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.09.2004/1389072.asp#art
http://www.tagesspiegel.de/includes/bilder/tsologo.gif
Karstadt will vier Häuser verkaufen
Konzern plant aber nicht, Berliner Niederlassungen zu schließen. Verdi: 1000 Arbeitsplätze sind gefährdet
Von Sigrid Kneist
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89849.jpg
Vier Kaufhäuser des Karstadt-Konzerns stehen in Berlin jetzt zum Verkauf. Von den Karstadt-Häusern in Tegel, in Moabit und in Schöneberg will sich der Konzern in den nächsten drei Jahren trennen, da sie nach dem Unternehmenskonzept zu klein sind. Auch das Hertie-Kaufhaus in Neukölln steht als Verlustbringer zur Disposition. Verkauft werden sollen auch die zwei Sinn Leffers-Niederlassungen in Charlottenburg und die sechs Berliner Runners-Point-Sportgeschäfte, die ebenfalls zum Konzern gehören. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sind rund 1000 der 8000 Karstadt-Mitarbeiter in Berlin von den Umstrukturierungen betroffen. (Seite 19)
Zudem hält Verdi es nicht für ausgeschlossen, dass die Häuser schließen werden, wenn sich kein Käufer findet. Man müsse davon ausgehen, dass auch in den anderen Kaufhäusern im Zuge der Sanierung Personal abgebaut wird. Die Beschäftigten seien gestern verunsichert und bedrückt gewesen, sagt der Betriebsratsvorsitzende von Karstadt-Turmstraße, Mario Ratajczak. Die Mitarbeiter werden wie in allen anderen Häusern erst heute auf einer Betriebsversammlung informiert.
Der Essener Karstadt-Sprecher Elmar Kratz sagte, man wolle die Kaufhäuser mit einer Verkaufsfläche unter 8000 Quadratmeter zunächst in einer Gesellschaft ausgliedern und sie dann möglichst im Paket veräußern. Sei dies nicht möglich, werde man auch einzeln verkaufen. Zu der Zahl der Stellen, die abgebaut werden müssten, wollte Kratz keine Angaben machen. Es sei aber klar, dass es bundesweit „nicht ohne betriebsbedingte Kündigungen gehen“ wird.
Schon seit Jahren wird das Karstadt-Haus an der Turmstraße als potenzieller Schließungskandidat genannt, ebenso wie die Filiale in der Hauptstraße. Das Haus in Tegel gilt zwar als rentabel, passt aber auf Grund seiner geringen Verkaufsfläche nicht ins Konzernkonzept. Das Neuköllner Hertie-Haus hat einen jahrelangen Niedergang hinter sich. In den achtziger Jahren hatte es nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Horst Voigt noch 1200 Mitarbeiter. Heute sind es 140 Beschäftigte; ein qualitativ hochwertiges Sortiment führt es nicht mehr.
In Berlin hat Karstadt in den letzten Jahren vor allem in seine beiden größten Häuser investiert. Karstadt am Hermannplatz, das am vergangenen Sonnabend 75. Geburtstag feierte, wurde für rund 100 Millionen Euro umgebaut. Auch das Flaggschiff KaDeWe wird aufwändig umgestaltet. Der Umbau soll zum 100. Jubiläum im Jahr 2007 abgeschlossen sein.
Für den Berliner Einzelhandeslverband sind die Probleme von Karstadt nicht losgelöst von der allgemeinen Situation zu betrachten. „Ich hoffe sehr, dass es für die betroffenen Häuser in Berlin brauchbare Folgekonzepte gibt“, sagte Verbandshauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. Auch in Gegenden wie der Hauptstraße oder der Turmstraße habe ein Kaufhaus eine Magnetfunktion für den dortigen Einzelhandel.
Wegen der Betriebsversammlungen öffnen die meisten Karstadt-Kaufhäuser heute erst später. Das KaDeWe rechnet mit einem verspäteten Beginn um 12 Uhr.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.09.2004/1388569.asp#art
„Das City-Kaufhaus hat keine Zukunft“
„Das gut sortierte Warenhaus in bester Innenstadtlage hat trotz einer über
hundertjährigen Geschichte keine Zukunft mehr“, glaubt Joachim Zentes, Professor für Handelsmanagement und Marketing an der Uni Saarbrücken.
Zentes erwartet, dass bis 2010 nur noch für die Hälfte der heutigen Standorte Platz sein wird. „Entweder bauen Kaufhof und Karstadt jeweils die Hälfte ihrer Häuser ab oder einer verschwindet ganz vom Markt“, glaubt der Handelsexperte. Die Warenhäuser stünden durch große Fachmärkte am Stadtrand und Shopping-Center mit einer Palette von Fachgeschäften unter Druck. Für die Innenstädte mittelgroßer Städte sei das Verschwinden der Warenhäuser eine Katastrophe: „Damit fehlt ein Magnet, der die Menschen in die City zieht“, befürchtet Zentes. Eine Chance sieht Zentes in der Umwandlung von Warenhäusern in Shopping-Center, in denen der Betreiber die Ladenflächen vermietet. HB
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story706475.html
KaDeWe bleibt das Konzern-Flaggschiff
Beim traditionsreichen Kaufhaus des Westens (KaDeWe) an der Tauentzienstraße ändert sich trotz der groß angelegten Umstrukturierung beim Mutterkonzern Karstadt/Quelle nichts. "Das ist der Kern aller deutschen Warenhäuser, ein Unikat, das bleibt", betont Karstadt-Pressesprecher Elmar Kratz.
http://www.berlin-and-more.de/bilder/kadewe-wg1.jpghttp://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/Wanderwege/Wanderweg-C/C-KADEWE-3-kl.jpg
Bis zum 100. Jubiläum im Jahr 2007 werde das KaDeWe schrittweise bei laufendem Betrieb umgebaut, modernisiert und fit für die Zukunft gemacht, so Kratz. Kosten: rund 46 Millionen Euro. Es ist mit 60 000 Quadratmetern Verkaufsfläche das zweitgrößte Kaufhaus Europas - nach Harrod's in London mit 75 000 Quadratmetern.
Das Erdgeschoss des KaDeWe wird zuerst fertig sein - schon Anfang Oktober soll es feierlich eröffnet werden. Ein besonderes Angebot im KaDeWe sind die Marken-Shops. Sie bieten zum größten Teil internationale Labels mit großem Erfolg an.
Berühmt ist auch die KaDeWe-Feinschmeckeretage, die Touristen aus aller Welt täglich testen. Dort gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern stehen 34 000 Produkte zum Verkauf bereit. 33 Gourmet- und Verzehrstände bieten Spezialitäten aus aller Herren Länder an: Käse, Süßigkeiten und Wein; die Kunden haben die Qual der Wahl. Dazu kommen in Zukunft mehr Spezialwochen zu einzelnen Produkten mit Programm. Dabei wird Musik gemacht, verkostet und schon mal zwischen den Regalen getanzt.
trance-x
September 29th, 2004, 09:00 PM
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/e_popkomm_logo.gifhttp://www.vjj.de/grafik/messe-berlin.jpghttp://www.troxtechnik.de/de/news/images/0503_exhibition_berlin_gr.jpg
Frankreich ist Partnerland
Neu bei der Popkomm ist, dass jeweils ein Partnerland ins Boot geholt wird. In diesem Jahr präsentiert sich Frankreich auf der Messe und ist mit rund 60 Konzerten und Showcases auf dem Popkomm-Festival vertreten. Darunter sind Popstars wie Sängerin Héléna oder der Rockmusiker -M-. Das französische Musik-Export-Büro (BEMF) feiert auf der Popkomm sein 10-jähriges Bestehen.
Independents im "Labelcamp"
Erstmals in der Geschichte der Popkomm wird kleinen Independent-Labels ein eigenes Forum zur Verfügung gestellt. Dafür wurde ein so genanntes "Labelcamp" eingerichtet, ein als Indoor-Campingplatz gestalteter Ausstellungsbereich mit Wohnwagen, Campingmöbeln und Minigolf.
Fritz ist offizieller Messe-Sender
http://www.interactive-tools.de/site/00/img/content/referenzen/kunden_a_z/radio_fritz.jpg
Das RBB-Jugendprogramm Fritz ist das offizielle Popkomm-Radio. Dabei richtet der Sender für drei Tage sein Studio in Messehalle 15.1 unterm Funkturm ein. Täglich von 6 bis 19 Uhr sendet das "Fritz-Popkomm-Radio" vom Messegelände.
Preis für innovative Ideen
Mit dem neuen "Popkomm IMEA Award 2004" zeichnet die Popkomm erstmals die besten innovativen Geschäftsideen für die Musik- und Entertainmentbranche aus. Der Preis, über den eine siebenköpfige Fachjury entscheidet, wird am 1. Oktober verliehen.
Alte Liebe rostet nicht
http://www2.presseservice.nrw.de/01_textdienst/11_pm/2003/q2/images/20030516_2.jpghttp://www.dbu.de/presse/img/27092735landesvertretung%20nrw.jpg
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen ...
Als die Popkomm noch in Köln war, wurde die Messe von "Radio Eins Live" präsentiert. Nun organisierte der Radiosender eigens eine "Luftbrücke zur Popkomm" und fliegt 200 Hörer von Köln nach Berlin, zu Radiokonzerten mit den Fantastischen 4 (29. 9.) und den Toten Hosen (30. 9.), die jeweils in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen stattfinden
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.09.2004/1390924.asp
„Die Künstler führen das Wort“
Viva-Chef Gorny über Pop, Politik und kreativwirtschaftliche Wertschöpfung
http://www.popforum.de/projektpics/lgviva.jpg
Künstler fordern eine Quote für deutschsprachige oder in Deutschland produzierte Musik. Existiert bei den Viva-Musiksendern eine Quote, Herr Gorny?
Ja, wir hatten eine freiwillige Quote von Anfang an, aber nicht für deutschsprachige Musik, sondern für in Deutschland produzierte Musik.
Wie hoch ist diese Quote?
40 Prozent. Das war zu Beginn sehr mutig, weil der Marktanteil von deutschen Produktionen im deutschen Musikmarkt nur bei etwa 20 Prozent lag. Was sich dann aber tat, als wir die Tür geöffnet hatten, hat letztendlich dazu geführt, dass es so viele Stimmen gibt, die jetzt eine Quote fordern. Ich kann über unsere Quote nichts Negatives berichten.
Eine gute Tat wurde belohnt.
Worum geht es? Um kontintaleuropäischen Normalismus. Die Diskussion, die wir aktuell in Deutschland führen, ist anderswo gar nicht mehr führbar, weil die anderen Länder in ihrem Selbstverständnis sehr viel weiter sind.
Meinen Sie Frankreich? Dort ist seit 1994 eine Quote von 40 Prozent französischsprachiger Titel im Radio festgeschrieben.
Nein, ich meine auch Länder wie zum Beispiel Holland, da tut man politisch mehr für die eigene Popkultur.
Also eine gesetzlich vorgeschriebene Abspielquote für die deutschen Radio- und Fernsehsender?
Wenn Sie eine Quote von 20, 30 Prozent festlegen, dann haben Sie wirtschaftspolitisch einen Wertzuwachs, Sie haben mehr Wertschöpfung im Land. Die Sender würden dann sagen, oh, wo sind denn die Künstler? – ich brauch' welche! Und das setzt am Ende mehr Kreativwirtschaft frei. Sachlich gesehen, kann keiner etwas gegen eine Quote sagen. Aber, die Frage wird nicht sachlich diskutiert, sondern hochgradig emotional.
Und, kommt die Quote?
Ich glaube nicht an die Realisierung, aber: Wenn 600 Künstler, und nicht nur die permanent verdächtigen, eine entsprechende Petition unterschreiben, dann tun sich die Medien keinen Gefallen, wenn sie auf Abwehr, auf Aggression schalten. Wir bei Viva und MTV tun das nicht und stellen uns der Diskussion. Alle Sender, die Künstler und die Politiker müssten sich jetzt zusammensetzen.
Nun bewegt sich Musik nicht auf der Ebene des staatlich gehegten, mit hohen Subventionen gepflegten Steinkohlenbergbaus, wir haben es mit Kreatitivät zu tun, gehandelt über Angebot und Nachfrage.
Aufpassen. Wir bewegen uns in einer Industrie, die Kultur produziert, gleichzeitig damit Geld verdient. Das, was Sie so naiv mit Angebot und Nachfrage bezeichnen, gibt es nur bei uns in Deutschland. Überall herum gibt es diese Restriktionen. Versuchen Sie mal als deutscher Musiker in den USA zu touren, ein Land, das immer als Hort der freien Kundenentscheidung gefeiert wird. Dort wird gesagt: Musik ist ein hoch interessantes Wirtschaftsgut für uns, es transportiert unsere Kultur, also bin ich massiv an seinem protektionistischen Wohlergehen interessiert.
Wie genau könnte diese Quote aussehen? Es singen ja sehr viele Künstler deutsch: Grönemeyer, Sportfreunde Stiller, Die Kastelruther Spatzen, Yvonne Catterfeld.
Wir sollten nicht von Quote sprechen, sondern von einem freiwilligen Engagement, zu einem quantitativen Engagement. Qualitativ müssen die Redaktionen entscheiden, was sie spielen, egal, ob deutsch gesungen wird oder nicht. Wir reden doch über unterschiedliche Geschäftsmodelle. Die Musikindustrie sagt, ich brauche die Medien, damit mein Künstler zu seinen potenziellen Kunden kommt. Nach 30 Sekunden soll der Hörer aber das Musikfernsehen und Radio ausschalten und in das nächste Musikgeschäft rennen. Das Musikfernsehen und das Radio sagen aber, die Hörer sollen gar nicht abschalten, damit Coca Cola Werbung in unseren Sendern schaltet. Wenn die Musikindustrie durchsetzen könnte, dass die Sender nur noch nach Quotenansage ihre Musik abspielen könnten, dann wäre das Radio tot. Jeder denkt nur an sich. Die gesamte Szene, alle Akteure haben noch nicht begriffen, dass sie in einem Boot sitzen.
Etwas ist erreicht: Keiner rechnet mit einer Quote, aber das Thema ist in der Öffentlichkeit.
Ja, es wird nicht mehr in den Verbänden wie eine heiße Kartoffel hin- und hergeschoben, sondern die Künstler führen das Wort.
Dieter Gorny ist Chef des Musiksenders Viva.
Das Gespräch führte Joachim Huber.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story706431.html
Konzertarena Berlin: 400 Bands in 36 Klubs
Neue Gruppen präsentieren sich drei Tage lang beim Popkomm-Festival
http://www.messetreff.com/mg-b/media/bilder/11_standorte_messe2aa.jpghttp://www.mm-kunst.de/ausstellung/messe%20berlin.jpghttp://www.astrosoft.de/berlin/ber002.jpg
In den Messehallen rauchen von heute bis Freitag die Köpfe. Beim Berliner Popkomm-Kongress geht es in 50 Veranstaltungen mit rund 300 Rednern um nichts Geringeres als die Zukunft des Musikgeschäfts. Die kann auf der sich über vier Hallen erstreckenden Popkomm-Messe mit 663 Ausstellern in Gesprächen und Verhandlungen gleich in die Tat umgesetzt werden. Während Kongress und Messe aber nur Fachbesuchern vorbehalten bleiben, ist das Popkomm-Festival für alle da: Rund 400 Bands, Interpreten und DJs stürmen flächendeckend die Stadt und stellen sich in den Berliner Klubs und Dancelocations vor, dort, wo alle gute Musik ihren Anfang nimmt.
http://www.uni-bayreuth.de/departments/sozialgeographie/projekte/bilder/kulturbrauerei.jpg
Kulturbrauerei ...
Und weil die Popkomm die Zukunft im Visier hat, stehen kaum arrivierte Namen auf dem international besetzten Programm, sondern zumeist junge, neue Bands aus aller Welt, die sich ihren Erfolg erst noch erspielen wollen. So lassen sich in den prall gefüllten Showprogrammen reichlich Entdeckungen machen. Um, wie es Popkomm-Projektleiterin Katja Bittner ausdrückt, in zwei Jahren in einer ausverkauften Columbiahalle sagen zu können: "Diese Band hab ich zum ersten Mal bei der Popkomm in einem kleinen Klub gesehen."
http://www.motherspride.net/fotos/LASTGIG/SO36_Outdoor2.jpghttp://www.dieschwestern.de/galerie/2003/030829_so36/photos/030829_so36_03.jpg
SO 36 ...
Die Palette ist breit gefächert, Punk und Pop, Rock 'n' Roll und Dub-Sound, Electro, Disco, House, ja sogar ein Jazz-Showcase steht auf dem Programm. Meeting-Point und Popzentrale ist die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg. Allein hier treten 90 verschiedene Acts an drei Tagen in acht Clubs und Hallen auf.
http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0401/040103-columbiahalle.jpghttp://meinguide.com/locker/1/3/00/05/b3/03/gkhkt6vg/478x268_darkroom13.jpg
Columbiahalle ... Cafe Moskau ...
Spezielle Abende sind ganzen Ländern gewidmet. Kanada stellt sich im Knaack-Club vor, Holland fährt mächtig auf im SO 36 und die Finnen nehmen - unter anderem mit dem legendären Rocktrio Melrose - den Magnet-Club in Beschlag. Frankreich ist als Partnerland der Popkomm mit mehr als 60 Gruppen vertreten. Das komplette Programm findet sich im Internet unter www.popkomm.de.
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Casino Club ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story706549.html
Popkomm feiert Einstand in Berlin
Parallel zur Fachmesse laden mehr als 30 Clubs zu einem Festival mit 1200 Musikern
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Zur weltgrößte Musikmesse werden 15 000 Besucher erwartet
Foto: ddp
Berlin - Mit der Popkomm startet heute in Berlin eine der international wichtigsten Fachmessen der Musikindustrie. Bis Freitag werden 663 Aussteller aus 41 Ländern ihre Neuheiten vorstellen. Für das Publikum gibt es ein Festival, bei dem in mehr als 30 Clubs über 1200 Musiker rund 400 Stunden Live-Musik bieten. Die Veranstalter erwarten von der erstmals in der Hauptstadt stattfindenden Messe eine Signalwirkung für die von Umsatzeinbrüchen gebeutelte Branche.
Die "Zeit des Jammerns" in der Musikbranche sei vorbei, sagte Popkomm-Organisatorin Katja Bittner. "Nach Jahren des Abwärtstrends ist das Interesse an der Popkomm im In- und Ausland wieder enorm gestiegen." Die Entscheidung für den Umzug nach Berlin fiel nach offiziellen Angaben auch wegen rückläufiger Besucherzahlen. Bei der letzten Messe hatten den Angaben zufolge nur 26 Länder teilgenommen. Die 16 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in Berlin seien aber seit drei Wochen ausgebucht, man erwarte bis zu 15 000 Besucher. Erstes Popkomm-Partnerland ist Frankreich. Der in Köln übliche Publikumstag wurde abgeschafft. "Die Branche wollte kein solches Straßenfest", sagte Eventmanager Dirk Schade.
Trotzdem fehlen unter den Ausstellern nach dem Umzug von Köln nach Berlin mit BMG und EMI zwei der wichtigsten Branchenführer. Sie sagten den Veranstaltern zufolge aus Kostengründen ab. Vertreten sind Sony, Warner und Universal Music. Universal hat die Teilnahme im nächsten Jahr jedoch bereits vom Erfolg der Messe abhängig gemacht. "Wir sind hier, um Geschäfte zu machen. Erfüllt sich diese Hoffnung nicht, sind wir 2005 auch weg", sagte Geschäftsführer Frank Briegmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story706428.html
Alles in einer Hand
Die Musikindustrie stirbt. Die Popmusik lebt - wenn wir das Geschäft neu denken.
Ein Plädoyer / Von Tim Renner
Produktionsstrukturen, wie sie beispielsweise die Firma Brainpool im Fernsehbereich etabliert hat, schweben Tim Renner auch für den siechenden Musikmarkt vor. Plattenfirmen hält der Ex-Universal-Chef in diesem Modell für überflüssig.
Am Abend des 31. Januar 2004 war das Spiel aus. Ein letzter Drink mit den Kollegen auf der Dachterrasse, dann verließ ich Universal nach siebzehneinhalb Jahren für immer. Das Spiel ging verloren und ich nicht als Sieger vom Platz, denn das Ziel war nicht erreicht. Mein Ziel, mein Traum, war ein Konzern, der menschlich ist, eine Plattenfirma, die sich gegenüber Mitarbeitern und Künstlern verantwortlich zeigt, die große Emotionen produziert und verkauft.
Die großen Labels kommen einem immer als Erstes in den Sinn, wenn man über Musikindustrie redet, dabei machen sie nicht einmal ein Fünftel der Umsätze, die in der Musikwirtschaft erzielt werden.
Aber was ist ihre Daseinsberechtigung? Ein Grund, warum Künstler eine Plattenfirma brauchen könnten, ist die inhaltliche Beratung. Eine Plattenfirma sollte wissen, wann ein Song auf welche Weise produziert werden muss, um in der Masse zu funktionieren. Wo aber wurde diese Kompetenz in letzter Zeit bewiesen? Eigentlich nur im Rahmen der verschiedenen Castingformate wie "Deutschland sucht den Superstar". Ist es da nicht folgerichtig, als talentierter und mainstreamwilliger Interpret gleich beim großen Fernsehsender oder einer TV-Produktionsfirma anzuklopfen?
Wenn ein Künstler hingegen eher aus der Nische kommt und sich allmählich in seiner Szene entwickeln möchte, kann er das Album auch ohne Rat und Tat einer Plattenfirma aufnehmen und die Karriere in Bewegung setzen. Die Band Wir sind Helden hat ihr Debüt eingespielt, ohne dass ein A&R-Manager im Studio gewesen wäre. Plattenfirmen im herkömmlichen Sinne sind überflüssig. Also wird es höchste Zeit, das Musikgeschäft neu zu denken. Es lohnt sich, wir reden über eine Acht-Milliarden-Euro-Industrie, wenn man Konzert-, Lizenz-, Urheberrechts- und Leistungsschutzgeschäft zusammennimmt. Eine Trennung der unterschiedlichen Funktionen ist nicht mehr sinnvoll, ist schlichtweg überholt und wird an vielen Punkten unwirtschaftlich. Egal, ob wir das neue Unternehmen Label, Verlag oder Management nennen, wir brauchen Organisationen, die zu allem gleichzeitig in der Lage sind.
Das ist keine Träumerei. Große Bands wie Die Toten Hosen machen das bereits vor. Der Name JKP (Jochens kleine Plattenfirma) steht auf ihren Platten, doch dahinter befinden sich keine Labels mehr, sondern ihr Manager Jochen Hülder. Die Tourneen der Bands, das Merchandising, die Sponsorenakquise, die Organisation des Musikverlags, der Tonaufnahme und Vermarktung - alles liegt in einer Hand. Das ist ein tragfähiges Modell für die Zukunft: die Verbindung von Experten der unterschiedlichen Disziplinen in einem kleinen Team, das alle Rechte bündelt und vertritt.
Und im TV-Geschäft macht die Produktionsfirma Brainpool seit langem vor, wie die Zukunft von Künstler und Management aussehen kann. Geschäftsführer Jörg Grabosch und sein Anwalt Andreas Scheuermann entwickelten ein Modell, um die Stars zu halten und in die Verantwortung einzubinden. Egal ob Stefan Raab, Elton, Oliver Pocher oder Anke Engelke: Wer bei Brainpool unter Vertrag genommen wird, erhält von Anfang an die Hälfte aller Gewinne. Zu Beginn der Zusammenarbeit gründen die Moderatoren mit Brainpool gemeinsame Produktionsfirmen. Das Joint Venture mit Stefan Raab heißt beispielsweise Metzgerei Raab und gehört zu 50 Prozent ihm selbst, zur anderen Hälfte Brainpool. Raab ist, wie alle anderen Brainpool-Stars auch, bei seiner eigenen Firma angestellt. Das Modell gibt Verantwortung, indem es Eigentum schafft. Es ist auf Musik und viele andere Kreativfelder übertragbar. Überschlägig gerechnet, würde ein Musiker, der bei seiner eigenen Beteiligungsfirma beschäftigt ist und dem deshalb 50 Prozent ihrer Gewinne zustehen, bereits ein Drittel mehr verdienen, als er es im traditionellen Modell auf Grund der Trennung zwischen Label und Management tut.
Der wundersame Gewinnzuwachs für den Künstler liegt darin begründet, dass ein Mitesser vom Tisch verschwindet. Wenn Management, Verlag und Label eins sind, entfällt zumindest eine meist recht teure Auswertungsstruktur.
Der Weg zum Erfolg in der Musikwirtschaft führte lange über die Kanäle der Massenkommunikation. Um dort wahrgenommen zu werden, brauchte man ein gewisses Gewicht. Hatte man dieses Gewicht dank finanzieller Ressourcen erreicht, sorgte die Präsenz für den Verkauf. Durch die Digitalisierung gelten neue Spielregeln.
Noch immer können der Download oder der Verkauf von CDs ein gutes Geschäft sein. Vorausgesetzt, das legale Angebot ist mindestens so gut wie das der Piraten. Ein Download-Shop muss perfekt funktionieren, vollständig sein, eine erstklassige Beratung und seriöse Bezahlmethoden bieten. Mit aufwendigen Formen des Kopierschutzes, der mit den verschiedenen Hardware-Plattformen nicht kompatibel ist, kann man kein illegales Angebot schlagen. Dort gibt es die Ware sofort, ohne Wenn und Aber. Der beste Download-Shop ist der ohne Kopierschutz. Er sollte mit einer konkurrenzlos hohen Veröffentlichungsgeschwindigkeit punkten. Anstatt mit dem Angebot im Netz zu warten, bis die CD im Handel zu haben ist, gehört ein Titel spätestens dann in den Download-Shop, wenn die ersten Medien ihn zu hören bekommen. Besser sogar schon direkt nach Fertigstellung im Studio. Das macht es für die Fans spannend, das rechtfertigt auch besondere Preise. Es führt, sehr zur Freude des Produzenten, auch zu unterschiedlichen Versionen eines Titels, denn Arrangements und Mixe verändern sich im Prozess der Studioarbeit. Der Fan sitzt gleichsam mit im Studio.
Wenn der Kopierschutz weichen muss, um dem Kunden den Zugang zur Musik so bequem wie möglich zu machen, und das Taktieren der Plattenfirmen um Veröffentlichungstermine, Timing und Chartspositionen überflüssig wird, da ein Titel vom Mischpult direkt in den Download-Shop wandert, muss endlich auch eine letzte Hürde fallen: der Preis. Und zwar ohne Qualitäts- oder Ausstattungsverlust. In der Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Wer einen höheren Preis für die CD erzielen will, muss mehr bieten.
So erhalten die Kreativen und alle, die mit ihnen arbeiten, eine verloren geglaubte Freiheit zurück. Die Musikfirma der Zukunft macht Spaß, und deshalb sollten wir sie wagen.
Tim Renner war Chef beim Marktführer Universal Deutschland. Der hier veröffentlichte Text ist ein Auszug aus Renners Buch "Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm"
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story706438.html
Auch Qualität braucht Unterstützung
Von Smudo
http://www.onlinemusicawards.de/2000-Dateien/smudo_jury.jpg
Wir haben auf unserem eigenen Plattenlabel junge, deutsche Künstler, die fantastische Musik machen. Die Videoclips, für nicht wenig Geld produziert, werden von Musikkanälen abgelehnt. Horrorsender wie Radio NRW ("bei uns singt nur Grönemeyer deutsch") oder HR 3 (entfernte kürzlich seine letzte musikredaktionelle Sendung "Schwarz-Weiss") lehnen ungehört ab, weil sie eben auf Deutsch singen. Sie werden auch nicht von Radio Energy vor Ort unterstützt. Wie soll der interessierte Musikfan überhaupt je von ihnen erfahren und entscheiden, ob er auf das Konzert in der Nähe geht?
Das romantische "Qualität setzt sich durch" ist unwahr. Ich weiß sehr wohl, wie verschieden die Geschmäcker sind, aber nur wenige würden widersprechen, wenn ich behaupte, dass ein wortgewandter Max Herre mit seinen Texten deutlich über dem Niveau eines Alexander Klaws Superstar mit seinem I-love-You-Allerlei steht.
Würden Radiosender eine Programmnische für wöchentlich zwei Stunden einrichten, in der sie neue und lokale Musik vorstellten, könnten kleine Label sich solcher Künstler annehmen, weil sie so eine subventionierte Marketingfläche haben. Gerade die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Kulturauftrag zu erfüllen, dem sie nicht nachkommen. Es wäre schön, wenn das auf freiwilliger Basis möglich wäre. Aber in den neunziger Jahren verhallte der Aufruf der Bundesregierung, sich mehr um regionale Musik zu kümmern, ungehört. Die Situation ist derart trostlos, dass ich mich als Freund des freien Marktes genötigt sehe, mich für eine Quotenregelung zu engagieren. Es geht nicht um Bevorzugung, sondern um Chancengleichheit gegenüber einem globalisierten Radio-Hintergrund-Rauschen. Musik ist nicht nur an Töne, sondern auch an einen kulturellen Kontext gebunden. Helfen wir, dem Musikkonsumenten eine vielfältige Musiklandschaft vor seiner Haustür zu entdecken, oder machen wir das Musikprogramm vom Marktstärksten abhängig?
Ich erhoffe mir von der Quote Vielseitigkeit und eine Abkehr vom industriegesteuerten Einheitsbrei. In Frankreich hat sich drei Jahre nach Einführung einer Quote die Zahl der Newcomer-Veröffentlichungen verdreifacht.
Wie sagt der Ragga-Artist? Nuff Said. Genug gesagt.
Smudo, bürgerlich Michael Bernd Schmidt, ist Rapper des Stuttgarter Hip-Hop-Quartetts Die Fantastischen Vier und Mitbetreiber des Berliner Plattenlabels Four
Sony BMG sieht Trendwende und Ende der Krise im Musikmarkt
http://www2.morgenpost.de/z/newsticker/p/sony_7194188_thumbnail.jpg
Berlin (dpa) - Die jüngst fusionierte Plattenfirma Sony BMG erwartet durch den Boom beim legalen Herunterladen von Musik aus dem Internet ein Ende der Branchenkrise. «Die Menschen sind wieder bereit, für Musik zu bezahlen», sagte Maarten Steinkamp, Chef von Sony BMG in Deutschland, in Berlin.
Der Musikmarkt habe sich nun stabilisiert und könne aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. In den kommenden Jahren seien bei legalen Downloads gute Wachstumsraten zu erwarten.
Steinkamp erklärte: «Der Fluch von gestern ist der Segen von morgen.» Lange Zeit sei die Internetpiraterie und das illegale Herunterladen von Musik von der Branche als Bedrohung angesehen worden; dieser Trend kehre sich jetzt ins Positive. Ein Zeichen dafür sei auch, dass weniger CD-Rohlinge für das Brennen von Musik-CDs als früher verkauft würden. Ziel von Sony BMG sei es, in den nächsten fünf Jahren auf dem Download-Markt eine Quote von 20 bis 30 Prozent zu erreichen.
Zur einem möglichen drastischen Personalabbau bei dem fusionierten Musikkonzern wollte sich Steinkamp nicht äußern. Nach Medienberichten sollen im neuen Unternehmen Sony BMG rund ein Drittel der Stellen abgebaut werden, so dass es noch knapp 300 Mitarbeiter gebe. Steinkamp bekräftigte, ein Teil der Mitarbeiter bleibe auch nach dem Umzug der Firma nach München in Berlin. Eine Zahl wollte er nicht nennen.
Sony BMG betreut in Deutschland Bands und Sänger wie 2raumwohnung, Peter Maffay und Laith Al-Deen. Die Musiksparte von Sony und die Bertelsmann-Musiktochter BMG hatten vor sechs Wochen ihr Geschäft zusammengelegt. Das Gemeinschaftsunternehmen ist mit 25 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Musikfirma der Welt.
Musiker und Politiker ringen um Radioquote für deutsche Musik
Berlin (dpa) - Zu Beginn der ersten Popkomm in Berlin ist zwischen Künstlern, Plattenbossen, Politikern und Senderverantwortlichen ein Streit um eine Radioquote entbrannt. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement versetzte den Hoffnungen der Industrie auf eine gesetzliche Quote für Musik aus Deutschland einen Dämpfer. Er plädierte für eine freiwillige Vereinbarung zwischen Sendern und Musikbranche. Im Namen der Initiative «Musiker in eigener Sache» sagte Udo Lindenberg, nur mit einer Quote hätten Nachwuchskünstler eine Chance.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story706439.html
Anhörung im Bundestag: Quote
http://cms.wj-donau-ries.de/~wdonauries/ezimagecatalogue/catalogue/variations/132-400x400.jpghttp://www.maennerpolitik.de/bundestag-nackt.jpg
Heute beschäftigt sich auch der Deutsche Bundestag mit der Quotenfrage. In einer gemeinsamen öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien und der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" geht es um die Frage "Eine Quote für Musik in Deutschland?". Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Als Sachverständige sind unter anderen Gernot Romann, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission und NDR-Hörfunkdirektor, Hans-Jürgen Kratz, Vizepräsident des Fachbereichs Hörfunk im Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation, und der ehemalige französische Kulturminister Jacques Toubon dabei. Angekündigt haben sich auch prominente Musiker, die der Künstlerinitiative "Musik in eigener Sache" angehören und die sich dafür einsetzen, dass eine Quote für deutsche Musik eingeführt wird. Dazu gehören Inga Humpe, Till Brönner, Udo Lindenberg und Peter Maffay.
trance-x
September 30th, 2004, 12:48 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/29/a0268.nf/text
WAS MACHT EIGENTLICH ...der Buddy-Bär?
Auftauchen
Die Szenen sind schockierend, und sie spielen sich mit erschütternder Regelmäßigkeit am Rande deutscher Autobahnen ab: Jeden Sommer zu Beginn der Schulferien werden Haustiere auf Parkplätzen ausgesetzt. Sollen sich doch andere um die Töle kümmern, denken verantwortungslose Familienväter, für die es nicht in Frage kommt, Auto und Urlaubsdomizil mit einem Tier zu teilen.
Gestern erreichte uns eine ähnlich bestürzende Meldung aus Hamburg: An einem Ortseingangsschild der Hansestadt wurde ein herrenloser Buddy-Bär aufgefunden. Besorgte Anwohner hatten nach dem Fund des völlig orientierungslosen Tieres die Polizei verständigt. Die Herkunft der von Künstlerhand mit Frack und Krone verzierten Hartplastik-Figur ließ sich schnell ermitteln: Das Exemplar war bereits im vergangenen Oktober von seinem Standort vor einem Friedrichshainer Hotel entwendet worden.
http://www.buddy-baer.com/presse/tfs032002.jpg
Ob wir jemals erfahren, was die Bärendiebe mit ihrem Opfer zwischenzeitlich angestellt haben? "Die Ermittlungen gehen weiter", heißt es ausweichend seitens der Polizei, die vermutlich gerade die Bärenoberfläche auf etwaige Gebrauchsspuren untersucht. Was uns viel mehr interessiert: Warum stahlen die Bearnapper das Tier überhaupt? Wozu ist so etwas gut? Zu nichts? Und das haben die Dumpfbacken erst nach einem Jahr gemerkt? Warum versenkten sie das Ding nicht in der Binnenalster? Kommt es jetzt ins Hamburger Tierheim? Oder zu Hagenbeck? Das alles wissen wir nicht. Nur eines: Uns kommt dieses Tier nicht in Haus!"
http://www.taz.de/pt/2004/09/29/a0250.nf/text
Militante Gruppe gibt Anschläge zu
Die linksradikale "Militante Gruppe" (MG) hat die Verantwortung für zwei Brandanschläge auf Berliner Sozial- und Bezirksämter übernommen. In einem Bekennerschreiben, das der taz vorliegt, ordnet die Gruppe die Anschläge in den "vielfältigen Protest gegen Hartz IV/Alg II und die tiefgreifenden Angriffe der deutschen Sozialtechnokraten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft" ein. Am 23. September habe die Gruppe Räumlichkeiten des Sozialamtes Tempelhof-Schöneberg mit Brandsätzen angegriffen, Sozialstadtrat Bernd Krömer (CDU) sei ein "Umschlag mit einer scharfen 9-mm-Patrone hinterlassen" worden, heißt es in dem Schreiben. Zudem habe die Gruppe einen Brandsatz im Hintereingangsbereich eines Reinickendorfer Bezirksamtsgebäudes platziert. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag waren nach Polizeiangaben Anschläge auf zwei Sozialämter verübt worden. In Reinickendorf sei eine Fußmatte angezündet worden. In Tempelhof schoben die Brandstifter einen brennenden Müllcontainer vor das Sozialamtsgebäude. Menschen waren bei beiden Anschlägen nicht in Gefahr. TAZ
http://www.taz.de/pt/2004/09/29/a0255.nf/text
Tempelhof soll weniger kosten
Die Folgen der Gerichtsentscheidung gegen die Schließung des Flughafens Tempelhof sind offen. Die Höhe der Verluste für die Flughafengesellschaft könne derzeit nicht beziffert werden, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Sie hänge auch davon ab, wie stark der Flugbetrieb möglicherweise eingeschränkt werde. Die Flughafengesellschaft prüfe derzeit, wie sie den Aufwand zur Offenhaltung Tempelhofs verringern könne. Es gehe um die Frage, welche Gebäude und wie viel Personal noch bereitgestellt werden müssten, um den Flugbetrieb für die "wenigen Gesellschaften" sicherzustellen. DDP
trance-x
September 30th, 2004, 12:59 AM
http://www.berlin.de/t-kultur-und-unterhaltung/.html/tagderdteinheit.html
... Tag der Deutschen Einheit 2004 ...
Berlin feiert den Tag der Deutschen Einheit mit dreitägiger Party
vom 1.-3. Oktober 2004
http://home.tu-clausthal.de/~gesot/germany_flag.gifhttp://www.ifdt.de/0009/_images/forsbach0901.JPGhttp://www.kssursee.ch/schuelerweb/kalter-krieg/ende/images/tagdereinheit.jpg
http://gele.netlan.net/richartz/Alemanha/Infogerais/bundeslaender.jpghttp://www.mapsworldwide.com/mwwlive/itm_img/germany.jpg
right: Satellite images taken of Germany by Landsat 5 at an altitude of 705.5 km above the earth.
Rund um das Brandenburger Tor entsteht eine Festmeile mit drei Bühnen. Außerdem findet der "Tag der offenen Tür" bei sieben Ländervertretungen in den Ministergärten statt.
http://screengarden.de/einheit/images/24-web.jpg
Festmeile
Die Festmeile erstreckt sich vom Platz des 18. März an der Westseite des Brandenburger Tores auf der Straße des 17. Juni bis zur Yitzhak-Rabin-Straße sowie in Nord-Süd-Richtung auf der Scheidemann- und der Ebertstraße.
Die Feiern beginnen am Freitag, den 1. Oktober, von 15 bis 23 Uhr,
am Sonnabend, den 2. Oktober, von 11 bis 23 Uhr und
am Sonntag, dem eigentlichen Feiertag, von 11 bis 20 Uhr.
http://www.showmobil.de/fulda_showtruck/Beispiele_1d/4201B2b_Kopie.jpghttp://www.bundesregierung.de/Bild/large_537750/Udo-Lindenberg-und-Gerhard-Schroeder.jpg
Auf drei Bühnen am Brandenburger Tor, an der Straße des 17. Juni sowie an der Scheidemannstraße werden Kunst und Kultur, Unterhaltung und Live- Musik u. a. aus Ungarn und Deutschland präsentiert; Diskussionsrunden zu deutsch-deutschen Themen; Filmvorführungen und Kinderprogramme runden das Festangebot ab. Essen und Trinken aus den 16 Bundesländern werden an allen drei Tagen für Partylaune sorgen.
http://screengarden.de/einheit/images/23-web.jpg
Tag der Offenen Tür bei den Ländervertretungen
Höhepunkt der Feiern ist der Feiertag selbst: Am 3. Oktober haben alle Festbesucher die Gelegenheit, hinter die Kulissen der großen Politik zu schauen und Bundesländer kennen zu lernen. Sieben Ländervertretungen in den Ministergärten - von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein über Hessen und Rheinland-Pfalz bis zum Saarland - präsentieren sich bei einem Tag der Offenen Tür von 10 bis 17 Uhr. Dabei kann man sich über die politische Arbeit der Ländervertretungen informieren, regionale Spezialitäten der Bundesländer genießen, sowie Kunst und Kultur aus den Ländern erleben.
weitere Infos: http://www.berlin.de/t-kultur-und-unterhaltung/.html/PMTagdtEinheit270904.pdf
das Programm: http://www.berlin.de/t-kultur-und-unterhaltung/.html/DtEinheitProgramm2004.pdf
http://www.ard-digital.de/images/head.jpg ... ARD Reihe: http://www.ard-digital.de/index.php?id=2481&languageid=1
z.b.: "Geschichte der Oberbaumbrücke"
Zum Tag der Deutschen Einheit
http://62.50.36.58/files/1/5/9/Geschichten_vom_Oberbaum195.jpg
Geschichten vom Oberbaum
Chronik einer Brücke
Donnerstag, 30.09.2004, 20:15 Uhr
Im Oktober 1995 rollte nach 34 Jahren der erste Hochbahnzug über die Oberbaumbrücke. Die Schienenverbindung zwischen Kreuzberg und Friedrichshain - zwischen dem ehemaligen West-Berlin und Ost-Berlin - war wiederhergestellt. Aus diesem Anlass ein Rückblick auf die Geschichte der Oberbaumbrücke, speziell auf den Wiederaufbau nach dem Mauerfall.
Sendetermine:
Donnerstag, 30.09.2004, 20:15 Uhr
Freitag, 01.10.2004, 06:45 Uhr
Freitag, 01.10.2004, 14:10 Uhr
Die Bundesregierung besucht dieses Jahr ...
... Erfurt im Freistaat Thüringen
http://www.erfurt-online.com/ges1.jpghttp://www.tennistrainer.com/glgermany.jpghttp://www.hcce.com/centres/erfurt/pic/erfurt2.jpg
http://www.gseisfeld.hbn.th.schule.de/_derived/thueringen.htm_txt_karte.gifhttp://web.volkssolidaritaet.de/bundesverband/images/thueringen.jpg
http://www.thueringen.de/de/tsk/veranst/tdte2004/laendermeile/marginalImage_1_1.jpghttp://www.thueringen.de/imperia/md/images/homepagethringen/195.jpghttp://www.thueringen.de/de/tsk/veranst/tdte2004/grusswort/marginalImage_1_1.jpghttp://www.helsinki.fi/hum/sala/sauerkraut/images/Erfurt.gif
Erfurt ... Ministerpräsident Althaus ...
Tag der Deutschen Einheit ... Thüringen, Übersichtspage: http://www.thueringen.de/de/index.asp?unten=http://www.thueringen.de/de/tsk/veranst/tdte2004
Großes Bürgerfest am Tag der Deutschen Einheit 2004 in Erfurt
Am 03. Oktober 2004 jährt sich zum 14. Mal der Tag der Deutschen Einheit. Auf Einladung der thüringischen Staatskanzlei präsentieren sich die Bundesregierung und die Bundesländer auf einem großen Bürgerfest in der Innenstadt von Erfurt. Die Bundesministerien informieren in einem Gemeinschaftspavillon auf der Rathausbrücke und dem Wenigenmarkt an einzelnen Ständen über ihre Arbeitsschwerpunkte und aktuelle politische Entwicklungen und stehen den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Das Fest steht unter dem Thema "Innovation".
http://www.sorat-hotels.com/erfurt/abb/dom-e.jpghttp://www.reliefs.ch/fotos/erfurt.jpghttp://www.traumapaedagogik.de/erfurt%20dom.jpg
Erfurt ...
Am Stand des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden neben Mit-Mach-Aktionen Informationen zum Thema "Nachhaltige Familienpolitik" mit den Schwerpunkten: Ausbau der Kindertagesbetreuung; Allianz für die Familie und Lokale Bündnisse für Familien gegeben und Initiativen aus dem Jugendbereich, wie z. B. das Projekt "Jugend ans Netz" oder die bundesweite Kampagne "Wir, hier und jetzt" vorgestellt. Am Samstag diskutieren Jugendliche aus ganz Europa im Alter von 18 - 25 Jahren mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Christel Riemann-Hanewinckel, das Thema "Sozialstaat - sozialer Staat - soziale Gerechtigkeit in Europa" auf der Bühne vor dem Domplatz.
Das Fest in der Innenstadt von Erfurt beginnt bereits am Vortag der offiziellen Feierlichkeiten, am Samstag, den 02. Oktober 2004, von 10.00 - 22.00 Uhr und wird fortgesetzt am Sonntag, den 03.Oktober 2004, von 10.00 Uhr - 20.00 Uhr. Ein Bühnenprogramm auf dem Wenigenmarkt rundet die Veranstaltung ab und bietet Informationen und Unterhaltung durch Talkrunden mit den Ministerinnen und Ministern, Live-Musik von Bands aus Thüringen, Kinderaktionen, z. B. mit dem Thüringer Kinderzirkus oder einem Quiz zum Thema Innovation.
http://www.bsw-foto.de/03-galerie-REFO/2003%20Erfurt/images/093_R_Erfurt.jpghttp://www.erfurt-guide.de/fo0.jpg
Die zentralen Feierlichkeiten in der Erfurter Innenstadt am 02. und 03. Oktober 2004 bestehen aus dem Ökumenischer Gottesdienst im Dom "St. Marien", dem Zentralen Festakt mit anschließendem Empfang im Messezentrum Erfurt und dem Bürgerfest in der Altstadt. Während der beiden Tage wird den Besucherinnen und Besuchern außerdem ein vielfältiges Programm mit dem
http://www.erfurt-kirche.de/suedost/galerie/erfurt/1.jpghttp://www-public.tu-bs.de:8080/~wittram/reisen/Th90/jpegs/th24_2.jpg
Empfang des Bundesratspräsidenten, Horst Köhler, für die deutschen Bürgerdelegationen im Erfurter Kaisersaal,
den Ausstellungen zu "15 Jahre Frieden und Freiheit für Europa",
dem "Blumenkorso" durch die Innenstadt,
der Sonderaufführung des "Bajazzo" im neuen Theater,
dem Bio-Erlebnistag mit "Arena der Sinne" auf dem Petersberg,
dem Thüringer Sender "live on stage"
und der Bühne des MDR mit großem Programm auf dem Anger geboten.
Kulinarische und kulturelle Köstlichkeiten sorgen dafür, dass Spass und
Geselligkeit nicht zu kurz kommen.
(...)
http://www.arnstadt.de/images/stammdaten/5131logo.jpghttp://www.yourlocalsite.net/WebCam/image.jpg
rechts: LifeCam Erfurt ...
Festakt zum Tag der deutschen Einheit
Live aus Erfurt
Sendetermine diverser Sender: Sonntag, 03.10.2004, +/- 12:00 Uhr
http://www.goshen.edu/sst/de01/snapshots/erfurt/qAugustinerkloster.jpghttp://festung-mainz.de/bilder/sonstiges/petersbergtor.jpg
Erfurt: Augustinerkloster ...Die Citadelle Petersberg ...
Max BGF
September 30th, 2004, 03:31 AM
du beginnst immer mehr irgendwelche kruemel aufzulesen und mir eher verzweifelt hinterherzutragen ;) ...Du kannst mir jedoch nicht fehlende Lernfähigkeit nachweisen. Nachdem Du meine konstruktiven und v.a. vernünftigen Verbesserungsvorschläge ("Berlin Clone Project", Normalitätswende u.a.) in Bausch und Bogen abgelehnt hast, kritisiere ich jetzt eben nur noch, s. letzter Beitrag. :okay:
Wer nicht will, der hat schon.
trance-x
September 30th, 2004, 04:26 AM
Du kannst mir jedoch nicht fehlende Lernfähigkeit nachweisen. Nachdem Du meine konstruktiven und v.a. vernünftigen Verbesserungsvorschläge ("Berlin Clone Project", Normalitätswende u.a.) in Bausch und Bogen abgelehnt hast, kritisiere ich jetzt eben nur noch, s. letzter Beitrag.
deine verbesserungsvorschlaege waren so geistreich wie einer spedition vorzuschlagen einen lkw anzuschaffen oder der kriminalpolizei vorzuschlagen taeter zu verhoeren ... kurzum: an deinen "verbesserungsvorschlaegen" fehlt das entscheidende merkmal der "verbesserung" ... :lol: ... sie waren nix anderes als schattenboxen mit den eigenen ressentiments. mit berlin hatte das nix zu tun, sondern mir dir selbst :yes:
Wer nicht will, der hat schon.
das stimmt im wahrsten sinne des wortes ... ;)
http://www.muhs.de/dd/08.JPGhttp://www.muhs.de/dd/15.JPG
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/381857.html
Ein rasender Botschafter
Polizei stellt Vertreter Bulgariens nach nächtlicher Verfolgungsjagd
Nikolai Apostoloff verletzte Beamten und wurde ins Auswärtige Amt beordert
Lutz Schnedelbach und Peter neumann
Es war ein Einsatz wie viele: Ein Mann fährt Schlangenlinien. Für Beamte Routine. Sie gehen davon aus, dass der Fahrer betrunken ist. Sie schalten Blaulicht und Martinshorn ein und verfolgen denjenigen, der den Verkehr gefährdet. So machten sie es auch am Dienstag um 22 Uhr auf der Emmentaler Straße in Reinickendorf. Allerdings war der Verkehrsteilnehmer, der durch "unsichere Fahrweise" auffiel, so die Polizei, nicht irgendjemand. Der Mann hinterm Steuer des schwarzen Mercedes der E-Klasse war der Botschafter Bulgariens. Dass es sich um einen Wagen der Botschaft handelt, war am Kennzeichen zu sehen.
Trotzdem, die Polizisten blieben dran, verfolgten den schnell fahrenden Wagen, forderten den Mann mehrmals auf, anzuhalten. Die Polizei erklärte gestern, die Beamten seien sich nicht sicher gewesen, ob es sich bei dem Mann am Steuer, der ein gelbes Sweatshirt trug, um einen Autodieb handelte. Am Pastor-Niemöller-Platz in Pankow musste der Diplomat vor einer roten Ampel stoppen. Die Polizisten sprangen aus ihrem Wagen und forderten den Fahrer auf, seinen Ausweis zu zeigen. So schildert es die Polizei. Die Botschaft will sich zu dem nächtlichen Einsatz gegen ihren Chef nicht äußern.
Der bulgarische Botschafter, so die Polizei, habe den Beamten aber seinen Ausweis nicht gezeigt. Das jedoch müssen auch Diplomaten, die Immunität genießen. Daraufhin griff ein Polizist durchs Seitenfenster ins Auto und zog den Schlüssel aus dem Zündschloss. Doch der Fahrer holte einen Ersatzschlüssel aus seiner Tasche und fuhr los. Dabei verletzte er einen im Weg stehenden Polizisten am rechten Bein. Ein Kollege verfolgte mit dem Streifenwagen den Mercedes und bremste ihn aus. Weil sich der Diplomat aber noch immer weigerte, seinen Ausweis zu zeigen, forderten ihn die Polizisten auf, auszusteigen. Die Beamten drehten ihm die Hände auf den Rücken. Erst im VW-Bus der Polizei gab sich der rasante Fahrer zu erkennen: Es handelte sich tatsächlich um den Botschafter Bulgariens, Nikolai Apostoloff. Als seine Identität feststand und den Beamten somit klar war, dass er Immunität genießt, ließen sie ihn weiterfahren.
Gestern wurde Nikolai Apostoloff zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt bestellt - mehr werden die deutschen Behörden wohl nicht gegen den Botschafter un-ternehmen. Denn das Völkerrecht besagt, dass Diplomaten Immunität genießen. So darf ein Botschafter von der deutschen Gerichtsbarkeit nicht angeklagt oder gar bestraft werden. Das gilt auch für den privaten Lebensbereich - etwa für nächtliche Autofahrten. Selbst wenn der leicht verletzte Polizist nun Strafanzeige gegen den Botschafter stellte, würde dieser nicht angeklagt. Die einzige und gleichzeitigste drastischste Maßnahme, die die Bundesrepublik ergreifen könnte, wäre die Ausweisung des Diplomaten.
Unabhängig von der Reaktion des Auswärtigen Amtes kann das bulgarische Außenministerium seinen Vertreter abberufen. Dazu war aber nichts zu erfahren.
http://www.muhs.de/dd/07.JPG
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/381860.html?2004-09-30
Eine 23 auf dem Nummernschild steht für Bulgarien
Eine Statistik über die Zahl der in Deutschland vergebenen Diplomatenkennzeichen gibt es nicht. Zirka 1 500 Botschaftsautos rollen täglich durch Berlin.
Drei bis vier Mal pro Woche werden Diplomaten beim Missachten von Verkehrsregeln ertappt, so die Polizei.
An den Autokennzeichen sind Rang und Herkunftsland zu erkennen. Der zweite Ziffernblock gibt den Dienstgrad des Halters an - je niedriger, desto höher. Die Ziffern am Schluss informieren über das Entsendeland. Beispiel: 23 steht für Bulgarien, 17 für USA.
Diplomatische Vertreter aus ärmeren Ländern fallen öfter im Verkehr alkoholisiert auf, teilt die Polizei mit. Das liege daran, dass sie oft keine Fahrer haben.
Die Immunität schützt Diplomaten vor Zwangsmaßnahmen und Strafverfolgung. Das jahrhundertealte Gewohnheitsrecht wurde 1815 während des Wiener Kongresses und 1961 im Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen (WÜD) bestätigt.
Die Polizei darf einen Diplomaten bei Gefahr für Leib und Leben anhalten und die Personalien feststellen. Beruft er sich auf seine Immunität, darf die Polizei nicht gegen ihn vorgehen. Seinen Diplomatenstatus muss er aber nachweisen.
http://www.muhs.de/dd/09.JPG
trance-x
September 30th, 2004, 04:39 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/381868.html
Feiern und Demonstrieren
Jazzorchester und Swing Big Band zum Tag der Einheit und zwei Protestzüge gegen Hartz IV
Nadine Schimroszik
http://www.muhs.de/df/dfa.jpg
Stopp and go heißt es an diesem Wochenende in der City Ost. Autofahrer müssen sich im Zentrum des Bezirks Mitte auf Staus einstellen, wie bereits zum Berlin-Marathon am vergangenen Sonntag. Wegen mehrerer Veranstaltungen kommt es zu erheblichen Straßensperrungen. Das "Deutschlandfest 2004" wird gefeiert und es gibt gleich zwei Demonstrationen gegen Hartz IV rund um den Alexanderplatz.
http://home.datacomm.ch/ozmail/berlin01/images/Schoenhauserallee.jpg
Zu den größten Verkehrsbeeinträchtigungen werden die dreitägigen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit führen. Rund um das Brandenburger Tor gibt es eine Festmeile mit drei Bühnen. Eine Bühne wird sich am Brandenburger Tor befinden, eine weitere an der Straße des 17. Juni und eine dritte vor dem Reichstag. Die Bühne am Reichstag ist vom Radiosender "91.4" und wird nur zu bestimmten Zeiten bespielt. In der Umgebung der drei Veranstaltungsorte werden die Straßen gesperrt, so dass die Besucher überall nur zu Fuß hinkommen. Die Sperrungen beginnen heute um 10 Uhr, aufgehoben werden sie am Montag um 6 Uhr. Das "Deutschlandfest 2004" beginnt am Freitag mit diversen Veranstaltungen, die bis zum eigentlichen Feiertag am Sonntag andauern.
http://home.datacomm.ch/ozmail/berlin01/images/Kneipenszeneokeh.jpg
Am Tag der Deutschen Einheit präsentieren sich dann auch die sieben Landesvertretungen in den Ministergärten. In den Häusern von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Saarland und Brandenburg warten kulinarische Länderspezialitäten und Kunstaktionen auf die Besucher.
http://home.datacomm.ch/ozmail/berlin01/images/Kneipenszene66.jpg
Neben den Feiern zum 3. Oktober finden am Sonnabend und Sonntag Großdemonstrationen gegen Hartz IV statt. Auch hier müssen Autofahrer und Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen.
Die Großdemonstration "Soziale Gerechtigkeit statt Hartz IV - Wir haben Alternativen" am Sonnabend wird ihre Auftakt- und Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz haben. Rund um den Platz sind deshalb Staus zu erwarten. Auch am Sonntag wird der Alexanderplatz im Mittelpunkt des Demonstrationsgeschehens stehen. Bei einem Sternmarsch werden Hartz-IV-Gegner aus allen vier Himmelsrichtungen auf den Platz zulaufen, um dort an der Abschlusskundgebung teilzunehmen, die um 13 Uhr beginnt.
http://home.datacomm.ch/ozmail/berlin01/images/Cafe8eck.jpg
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/381866.html
.Deutschlandfest
OKTOBER: Auf der Bühne am Brandenburger Tor gibt es zwischen 16.30 und 19.30 Uhr die Tanzmusikvorführung "Berlin, Berlin". Ab 20.30 Uhr spielen Bands Diskomusik. Auf der Bühne an der Straße des 17. Juni treten ab 16.30 Uhr die Jazzin Hot Fellows auf, um 20 Uhr folgen die drei Musiker Station III.
2. OKTOBER: Um 11 Uhr geht es auf der Bühne am Brandenburger Tor mit der Blue Baba Swing Big Band los. Nachmittag findets ein Spielprogramm mit dem Sänger Daniel Lopez statt. Ab 15.30 Uhr spielen die Transsylvanians ungarisch-rumänischen Folkrock. Um 17.30 Uhr startet die 94.3 r.s.2-Show, unter anderem mit Ayman und Natasha Thomas. Von 20 bis 23 Uhr kann getanzt werden. An der Straße des 17. Juni beginnt der Tag musikalisch um 11 Uhr mit Musik von der Leusis Blasband. Ihr folgt um 13 Uhr der Auftritt der Nice Guys. Zwischen 14 und 15 Uhr lesen Matthias Biskupek und Klaus Rebelsky. Dann kommen erneut die Nice Guys, die um 16 Uhr vom Schlager-Cocktail abgelöst werden. Von 20 bis 23 Uhr sind Lizzy Melon & Die Damenkapelle zu hören.
http://www.strassenfeste-berlin.de/media/DIR_13113/DIR_37301/37410.jpghttp://www.bambuco.com.au/past/berlin/berlin_images/images/night.jpg
3. OKTOBER: Zwischen 11 und 12.30 Uhr tritt das Berliner Jugendjazzorchester auf der Bühne am Brandenburger Tor auf. Um 13 Uhr kommt die Band Zollfrei. Eine Gesprächsrunde "100 Jahre Leichtathletik in Berlin" findet ab 15 Uhr statt, ehe um 16.30 Uhr Teile des Theaterstücks "Sonnenallee" aufgeführt werden. Auf der Bühne an der Straße des 17. Juni geht es um 11 Uhr mit einer Familienmatinee mit Lesung los. Ab 13 Uhr spielt das Swing Dance Orchestra. "Berliner Geschichten" erzählen verschiedene Autoren ab 16 Uhr. Ihnen folgen um 18 Uhr die Toughest Tenors.
Max BGF
September 30th, 2004, 04:50 AM
deine verbesserungsvorschlaege waren so geistreich wie einer spedition vorzuschlagen einen lkw anzuschaffen oder der kriminalpolizei vorzuschlagen taeter zu verhoerenFür so manche Spedition, deren einziger Auftrag in der alljährlichen Transenbeförderung auf dem CSD besteht, könnte so ein Hinweis schon hilfreich sein.
Und die Sicherheitslage in Berlin ließe sich markant verbessern, wenn die Gesetzeshüter nicht permanent durch das Umleiten von Stretchlimousinen von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten würden.
kurzum: an deinen "verbesserungsvorschlaegen" fehlt das entscheidende merkmal der "verbesserung":lol: Im ernst: s.o.
sie waren nix anderes als schattenboxen mit den eigenen ressentiments. mit berlin hatte das nix zu tun, sondern mir dir selbst :yes:Stimmt. Wieso überhaupt was an der Situation ändern, 5 Mrd Finanzausgleich sind doch klasse :D
trance-x
September 30th, 2004, 05:09 AM
http://people.freenet.de/Desmetz/berlinbynight/018.jpg
Für so manche Spedition, deren einziger Auftrag in der alljährlichen Transenbeförderung auf dem CSD besteht, könnte so ein Hinweis schon hilfreich sein.
nein.
http://people.freenet.de/Desmetz/berlinbynight/020.jpghttp://people.freenet.de/Desmetz/berlinbynight/010.jpg
Und die Sicherheitslage in Berlin ließe sich markant verbessern, wenn die Gesetzeshüter nicht permanent durch das Umleiten von Stretchlimousinen von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten würden.
nein. die strechlimousine wuerde einen unfall bauen, der im dominoeffekt alle moeglichen menschen und bauten umlegen wuerde, was wiederum abermilliarden steuergelder kosten wuerde. wie du siehst, tendierst du permanent dazu, unser aller geld vernichten zu wollen.
http://anthonyjhicks.com/ajh/pictures.nsf/viewer/9D45EFFF585BDCCC80256DF4007A829B/$FILE/1024_PICT3604.jpg
Im ernst: s.o.
oben steht nie was interessantes ... :lol:
Max BGF
September 30th, 2004, 05:19 AM
:wave:
:rofl:
Schöne Bilder, besonders das erste ist schön stimmungsvoll. Ist das der Berliner Dom im Hintergrund?
:wave:
trance-x
September 30th, 2004, 05:28 AM
yep, der dom ... :yes:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/381885.html
Die zweite Alex-Bahn soll schon 2006 fahren
Koalition und BVG: Das Geld steht bereit
Peter Neumann
http://www.informatik.hu-berlin.de/~semuelle/pics//hacke.jpghttp://www.lisawhiteman.com/pictures/berlin/21fern.jpg
Eine der hässlichsten Verkehrsinseln Berlins könnte früher als geplant verschwinden. Wo sich auf der Karl-Liebknecht-Straße in Mitte heute noch eine holprige Brachfläche erstreckt, sollen von 2006 an Straßenbahnen fahren. Dafür setzen sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Verkehrspolitiker der rotroten Koalition ein. Sie schlagen vor, den Bau der zweiten Straßenbahnstrecke zum Bahnhof Alexanderplatz vorzuziehen. "Die nötigen Baukapazitäten und Finanzen stehen zur Verfügung", sagte Jutta Matuschek, die verkehrspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion.
Ausgerechnet eine Planungspanne im Senat erhöht die Chancen für das Projekt Alex II. Ursprünglich sollte die rund ein Kilometer lange Strecke zur Dircksenstraße frühestens 2007 fertig werden, weil ein anderes Bauvorhaben Vorrang genoss: die Bahn von der Chausseestraße zum Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof. Doch weil das Genehmigungsverfahren für die Gleise in der Invalidenstraße aus rechtlichen Gründen wiederholt werden muss, kann deren Bau voraussichtlich erst 2006 begonnen werden. Vor 2008 werden keine Straßenbahnen zu dem neuen Fern- und Regionalbahnhof am Ufer der Spree rollen, so der Senat.
"Diese Verzögerung hat auch ihr Gutes. Denn sie eröffnet die Möglichkeit, das wichtige Projekt Alex II vorzuziehen", sagte Matuschek. "Darum hat die Koalition der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Auftrag gegeben, dies zu prüfen." Inzwischen haben die Verkehrsplaner mit der Untersuchung begonnen, berichtete Manuela Damianakis, Sprecherin von Senatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Ein Ergebnis könnte bald vorliegen.
http://db1.fotocommunity.de/neu/pic/88/893588.jpg
Die Neubaustrecke werde den Kraftfahrzeugverkehr in der Karl-Liebknecht-Straße nicht behindern, so die Planer. Denn links und rechts der zweigleisigen Trasse bliebe genug Platz für jeweils drei Fahrstreifen inklusive einer Busspur. Für die Fahrgäste, die ein Ziel an der Prenzlauer Allee, der Weißenseer Spitze oder in Heinersdorf ansteuern, stellt die Strecke dagegen eine Verbesserung dar. Sie ermöglicht es, die Linie 1 (ab Dezember M 2) zum Alexanderplatz mit seinen Einkaufs- und Umsteigemöglichkeiten zu führen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rechnen auf dem neuen Abschnitt mit 20 000 Fahrgästen pro Tag und mit zusätzlichen Einnahmen von 450 000 Euro pro Jahr.
Max BGF
September 30th, 2004, 05:32 AM
Die schönsten Bilder, die ich vom langen Alex je gesehen habe. Bei Tag gefällt er mir irgendwie nicht.
Am meisten mußte ich mich über dieses Bild aufregen:
http://people.freenet.de/Desmetz/berlinbynight/020.jpg
Dort scheinen sich am Fuße des Turms schon wieder unmengen Berliner versammelt zu haben, um ohne Anlaß irgendetwas zu feiern oder zu fröhlicher Musik zu tanzen. Man kann auch um die Uhrzeit noch arbeiten, zum Beispiel Schicht. Oder etwas erfinden. Aber das hatten wir ja schon.
Es ist wohl besser ich beruhige mich wieder etwas. Ändern kann ich es eh nicht mehr. Wahrscheinlich sollte ich mir einen schönen Bildband über Berlin zulegen und keine aktuellen Nachrichten mehr verfolgen. Dann würde ich nicht mehr so aufgewühlt. Wenn ich sowas sehe, muß ich halt immer denken:
Was hat dieses Faß ohne Boden schon wieder so rumzutanzen ?!
So denke ich und vermieße mir die Stimmung damit selbst. Mit meinen Ressentiments.
trance-x
September 30th, 2004, 06:21 AM
das stimmt ... twilightZone und Nachts kommt er besser, je nach naeherungsrichtung (gut ist von pBerg) mehr oder weniger (oder bei nebel, wenn nur noch die kugel sichtbar ist oder gar nicht mehr) ... auf tagFotos sieht er oft zusaetzlich schlechter aus als in tagReality - wirkt oft wie so ein karger stengel ... u.a. deshalb schon waere ein hochhausKranz sinnvoll ...
ansonsten sind manche perspektiven drastisch haeufiger. hier eine seltenere perspektive aus dem tieferen ostteil berlins ...
http://www.mediapool-berlin.de/gross/Marzahn-4.jpg
ps: das sind keine feiernden standardberliner, sondern das ist das sagenhafte zwergenvolk, das nachts aus den kanaelen und bunkern rauskommt ...
trance-x
September 30th, 2004, 07:01 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/feuilleton/381921.html
Kann ein Verteidigungsminister Karate?
Das vierte Literaturfestival ist weder Party noch Publikumserfolg, aber gerade deshalb gut
Martin Z. Schröder
http://www.seniorennet-berlin.de/hp/schrobby/galeberl/index1_img/3-berl.jpghttp://www.rp-online.de/news/wissenschaft/erde/2002-0227/blitze/blitz_berlin_dpa.jpg
Angenommen, man stünde vor einer langen Tafel mit Speisen: kalte und warme, einheimische und internationale Küche. Würde man wegen Überforderung Beschwerde führen oder lieber kosten? Mit dem Literaturfestival wird Berlin in diesen Tagen ein sehr großes Angebot unterbreitet. An jedem Abend sind es ungefähr zwanzig Veranstaltungen auf Bühnen, in Kinos, Galerien, Instituten, Salons, Cafés, und niemand allein kann einen quantitativ ansehnlichen Teil davon wahrnehmen. Und doch lässt sich auch im vierten Jahr des Festivals mit Tadel hören, die Großveranstaltung sei unübersichtlich. Wer mehr Übersicht wünscht, sollte zum Fernsehprogramm greifen, für alle anderen könnte es noch bis zum Sonnabend eine Herausforderung sein, die Qual der Wahl auf sich zu nehmen.
http://www.derknee.de/berlin/Bilder/Tag%204/normal/IMG_1458.jpghttp://www.seniorennet-berlin.de/hp/schrobby/galeberl/index1_img/5-berl.jpg
An erster Stelle standen die Lesungen in den drei Theatern Hebbel am Ufer, beispielsweise mit Rafael Chirbes am vergangenen Sonntag in der Stresemannstraße. Die Bühne des Hauses mit dem knarrenden Gestühl war vom Künstler Jakob Mattner hergerichtet als Fensterbrett: Über die ganze Höhe der Kulissen war weißes Tuch gespannt, und darauf spielte der Wind mit den Zweigen eines Baumes - Schatten in den Goldtönen der Sonne. Die Lesung wurde mit Musik eingeleitet, wohl um daran zu erinnern, dass die menschlichen Stimmen auch dann Laute malen, wenn sie Prosa sprechen. Bevor Chirbes kam, spielte Marc Miethe auf Didgeridoos. Optisch erinnerte dieses australische Instrument, so wie Miethe sich damit bewegte, eher an Elefanten als an Spanien, wohin Elefanten zuerst unter Hannibal gelangt sein dürften - diese Art wirrer Assoziation vor der eigentlichen Lesung, also: australisch singende spanische Elefanten vor sonnendurchfluteten Zweigen, war sicherlich geeignet, die Aufnahmebereitschaft des Publikums zu vergrößern. So ein Abend ist eine Lösung vom Alltag.
Chirbes las spanisch aus seinem Roman "Alte Freunde", in dem einstige Franco-Gegner aufeinandertreffen. Wer der Sprache nicht mächtig war, konnte in Orpheus' Arme sinken und sich der Sprachmelodie hingeben, denn Frank Arnold sprach anschließend den deutschen Text. Zu diesem Festival wurden eine Reihe von Sprechern engagiert, die nicht nur gute Schauspieler sind, sondern auch hervorragende literarische Hörbücher produziert haben wie neben Arnold auch Ulrich Matthes, Friedhelm Ptok und Anna Thalbach.
Das Programm Internationale Kinder- und Jugendliteratur ist auch dieses Jahr wieder gewachsen. Vierzig Seiten umfasst das Programmheft, und darin sind die Lesungen von "Promis" gar nicht enthalten. Am Mittwoch beispielsweise war der Verteidigungsminister in der Anne-Frank-Grundschule in Moabit. Wie er da so schnauzbärtig vor den Kindern saß, hätte er auch als sympathischer Wachtmeister mit Pickelhaube eine gute Figur gemacht. Er las aus Christine Nöstlingers "Das Austauschkind", aber nicht lange. Der Politiker suchte das Gespräch mit den recht neugierigen Zehn- bis Zwölfjährigen, darunter viele aus Einwandererfamilien: Haben Sie Haustiere? Wie geht es den Soldaten in Afghanistan? Haben Sie eine Frau und wie heißt die? Wer bestimmt, welche Waffen die Soldaten bekommen? Soll die Türkei in die EU? Ist ein Bodyguard dabei, wenn Sie schlafen gehen? Foltern die Deutschen im Irak? Kann ein Verteidigungsminister Karate?
Die "Reflections" sollen den Debattenbedarf der Erwachsenen befriedigen: Die Perspektive der UNO wurde und wird in mehreren Veranstaltungen diskutiert. Am heutigen Donnerstag spricht um 16.30 Uhr im HAU 1 Carla del Ponte, die Chefanklägerin des Internationalen Kriegsverbrechertribunals, über die Frage, warum Karadzic und Mladic noch immer auf freiem Fuß sind. Thema war aber auch die Frustration im Kulturraum Galiziens, weil die Europäische Union jetzt an der Ostgrenze Polens endet, worüber Polen, Ukrainer und Russen debattierten. Und es gab literarische Debatten: Im ZDF-Gespräch äußerten sich Literaturkritiker etwas verächtlich über große kulturelle Spektakel und beschworen eine Krise der Literatur durch zu viele Bücher. Iris Radisch: "Jede Saison werden zu viele Dichter auf den Herbst geworfen, äh, im Herbst auf den Markt geworfen. Früher waren die Programme besser." Moderator Volker Panzer: "Früher war auch die Zukunft besser, sagte Karl Valentin."
In den zahlreichen kleinen Veranstaltungen des Festivals kam es zu kaum weniger eindrücklichen Gesprächen als auf den großen Bühnen. So waren in der Reihe "Poetry Talk" Harald Hartung und der im Libanon aufgewachsenen syrische Dichter Fuad Rifka im Gespräch, und nur acht Menschen hörten zu. Aber gerade in dem, was man unter dem Gesichtspunkt der Massenkultur Flop nennen würde, wird das Besondere dieses Festivals spürbar, denn Literatur ist, anders als die ZDF-Runde mit den Prominenten des Buchhandels suggerierte, nicht das Rohmaterial zur Bildung grober Thesen für die Masse am Fernseher. Rifka hat Bücher von Hölderlin, Novalis, Rilke und Trakl ins Arabische übersetzt und an Bibelübersetzungen mitgearbeitet. In Rifkas Gedicht "Schrift" wird deutlich, warum ein Literaturfestival in seinen poetischsten Stunden kaum eine Party sein kann: "Auf die Erde/ fällt freudig,/ wenn sie reif ist,/ die Frucht./ Und aufs Papier das Gedicht:/ Leise pirscht es sich an,/ ergreift den Stift,/ schreibt sich nieder/ und verschwindet."
http://www.seniorennet-berlin.de/hp/schrobby/galeberl/index1_img/4-berl.jpghttp://www.neukoelln-jugend.de/wutzkyallee/gfx/event2000/Hof7.jpg
Der kleine Saal im Café Einstein Unter den Linden, nicht weit entfernt von der Russischen Botschaft, war am Dienstagabend voll, als Apti Bisultanov las, der tschetschenische Dichter und Vizepremier für Soziales, in die Berge geflohen vor den Russen und seit dem Literaturfestival 2002 in Berlin. Viele Tschetschenen waren gekommen, die traurigen Poeme ihres Landsmannes zu hören, der wie sie illegal zweisprachig aufgewachsen war, denn die tschetschenische Nationalsprache hatten die Sowjets verboten, hatten versucht, die Sprache zu töten, so wie sie unter Stalin ein Drittel dieses Volkes ermordet hatten. Den Krieg der Russen beklagte Bisultanov zum Beispiel im Gedicht "Kindheiten", worin er beschreibt, wie seinem Vater und ihm selbst die Jugend genommen wurden, schließlich: "Mein Sohn sah seine Kindheit nie/ Er zog als Kind in den Krieg."
http://www.lupus-lupus.de/montage/turm-nacht01-g.jpg
Wenn das Festival vorbei ist, werden etwa 12 000 Schüler und 23 000 Erwachsene an mehr als 350 literarischen Veranstaltungen in zwölf Tagen mit 150 Dichtern aus 46 Ländern teilgenommen haben. Es gehört seit diesem Jahr zu den Berliner Festspielen, womit die Finanzierung auch für die nächsten beiden Jahre stabil ist und es hoffentlich wieder genauso schön unübersichtlich wird.
Max BGF
October 1st, 2004, 09:38 AM
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/806611
Vergleich
In Stuttgart wird am meisten verdient
Stuttgart - Das durchschnittliche Jahreseinkommen ist in der Landeshauptstadt höher als in jeder anderen deutschen Großstadt: Das Arbeitsentgelt - Bruttolohn und Sozialbeitrag des Arbeitgebers - lag laut einer Studie der städtischen Statistiker Ende 2001 bei 40.165 Euro. Auf den Plätzen folgen Frankfurt/Main (39.482 Euro) und München (39.321 Euro). Letzter ist Berlin mit 32.198 Euro.
Auch bei der Lohnsteigerung belegt Stuttgart im Vergleich der elf Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern Rang eins. Zwischen 1996 und 2001 stieg der Jahresdurchschnittsverdienst um 9,5 Prozent. Wegen der guten Werte auch im Umland sieht Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll die Landeshauptstadt im Wettbewerb der europäischen Regionen sehr gut aufgestellt.
trance-x
October 1st, 2004, 07:43 PM
na mach doch einen stuttgartThread auf und lobpreise deine statistische groesse, die schon deshalb nichts besagt, weil bei einer zusammenstellung diverser bezirke wie zehlendorf, charlottenburg, wilmersdorf, diese bei gleicher menge ueber dem pro-kopf-einkommen von stuttgart liegen ... was lernst du sogleich daraus? na? wie? ... :lol:
noch ein paar aufklaerungen? berlin ist natuerlich sowohl die groesste industrie- als auch dienstleistungsstadt in deutschland, setzt insgesamt am meisten um. in relation "reicher" kann in wirklichkeit auch buxtehude sein, sortieren lassen sich daten beliebig.
nicht sortieren laesst sich der umstand, dass du in berlin in deinem alltaeglichen tun weit mehr optionen hast. du hast mehr kinos, mehr bars, kneipen, events, mehr theater, opern, festivals, kanaele, atmosphaeren, von den meisten dingen mehr mit groesserer auswahl und bandbreite, zudem bei geringeren preisen auch groessere wohnungen in cooleren bezirken. was glaubst du, warum hier permanent arme bekannte aus london bedauert werden, weil sie in fuer berliner verhaeltnisse inakzeptablen kleinen buden an der peripherie dahin vegetieren muessen und fuer jeden mist extrem viel blechen muessen? das nennt sich reine ungeschminkte armut. moechtest du ein reichtes ambiente, geh in die teuerste gegend in germany, etwa am potsdamer platz oder zieh in ne villengegend, dann wird dir schnell klar, was in deiner realitaet von belang ist und was nicht. DEINE realitaet! :yes:
was berlin betrifft gilt das gebot der masse ... in einer phase, in der die meisten arbeitsplaetze durch umbrueche vernichtet wurden, klingt alles erstmal kramig. dass wuerde ich nicht als masstab nehmen. es besagt fuer die zukunft nichts, weil solche phasen nicht permanent sind, sondern die ist genau genommen bereits vorueber. geht es allen besser, geht es sogleich sehr viel mehr menschen als in muenchen oder stuttgart besser... das gesamtniveau ist ein ganz anderes.... ist hintertupfingen in relation reicher als alle grosstaedte zusammen, ist es deswegen mitnichten interessanter .. hat eine kleinere stadt eine grosse medienfirma, die vielleicht 60% der arbeitsplaetze hat, hast du dann eine grosse medienstadt?
ansonsten guck doch mal dieses statistik naeher an.
- 1996 bis 2001
- ueber 500.000
usw.
nimmst du mal alle daten, die zugrunde liegende studie usw. kannst du dir nahezu beliebig irgendwas zusammenbasteln ... das aendert an der realitaet nichts, weswegen ich auch permanent stuttgartern begegne, die nach berlin zogen, weil in stuttgart nix los ist ... "spiessig und langweilig" ... so ward der haeufige tenor.. :yes:
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706917.html
150 Mal "Wetten, dass...?"
Jubiläumsfolge mit Berliner Promis kommt am Sonnabend live aus der Hauptstadt
http://www.upstart.de/english/GalleryNew/TvOpenerTrailer/Wetten_dass/Wetten_Dass.jpghttp://www.phoenix.de/imperia/md/images/bundesrat/berlin/23.jpg
Keine Frage, die Jubiläumsausgabe von "Wetten, dass...?", Europas größter Samstagabend-Unterhaltungssendung, kommt live aus Berlin. Bei der 150. Folge sogar aktiv dabei: der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der gemeinsam mit dem Berliner Sänger Ben (Erkennungszeichen: Strickmütze) die Stadtwette am Alexanderplatz präsentieren wird. Zu Beginn der Sendung richten sich die Aufnahme-Kameras auf Wowereit in der Halle, während sich Ben bereits am Alexanderplatz befindet. Gegen 20.45 Uhr kommt der Regierende dann direkt zum Ausgangspunkt der Stadtwette hinzu.
http://home.planet.nl/~leoroubos/Holiday2001/10.jpg
Zu den Wett-Paten gehört der französische Film- und Fernsehstar Gérard Depardieu, der seit August neben Fanny Ardant und Emmanuelle Béart die deutschen Kinogänger in "Nathalie" begeistert.
Neben ihm auf der Couch wird eine Berlinerin sitzen, die sich nicht erst seit Bernd Eichingers Film "Der Untergang" einen Namen gemacht hat: Alexandra Maria Lara, im "Untergang" Hitlers Sekretärin Traudl Junge, brillierte 2003 bereits im ZDF-Vierteiler "Napoléon". Weitere Wett-Paten: Otto und Kabarettist Michael Mittermeier. Im Showteil werden Joe Cocker, "The Corrs", Berlins Goldkehlchen Yvonne Catterfeld, Shania Twain und Country-Sänger Billy Carrington für musikalische Stimmung sorgen. Spannung hingegen sollen die fünf Wetten den Millionen Zuschauern am Bildschirm vermitteln. Über die Inhalte wird nichts Genaues verraten. Nur so viel: Es gibt eine Geschicklichkeitswette, eine sportliche und eine aus dem Büroalltag. Und die Kinder-Wette hat etwas mit der Schule zu tun...
Regie führt Frank Hof (42), seit drei Jahren begeisterter Wahlberliner. Der Junggeselle wohnt in einer Altbauwohnung am Kollwitzplatz und schwärmt: "Ich mag die Menschen in Berlin, die Kreativität und das Gefühl, in einer weltoffenen Metropole zu sein. Außerdem kann ich hier viele Kollegen treffen."
Moderator Thomas Gottschalk kam direkt von seinem Auftritt bei "Kerner" aus Hamburg nach Berlin, feierte den Geburtstag von Udo Jürgens mit und brachte sich damit gleich in Superstimmung. Heute Abend ist die "Wetten, dass...?"-Generalprobe, allerdings ohne Stars. Sie kommen erst am Sonnabend in die Halle, haben Einzelproben. Für sie stellen sich heute nur Lichtdouble auf die rote, runde Showbühne. Die Wett-Kandidaten sind natürlich live dabei. Sie proben bereits seit Mittwochnachmittag im Velodrom.
Was der Zuschauer daheim an den Bildschirmen nicht sieht: 13 Tonnen Licht hängen mit 500 Scheinwerfern an der Decke des Velodroms. 25 000 Kilowattstunden Strom werden am Sonnabend verbraucht, um Stars, Wett-Paten und Wett-Kandidaten ins rechte Licht zu setzen. 23 Kilometer Kabel für Licht-, Ton-,Video- und Kameratechnik werden benötigt; mehr als 200 Mitarbeiter sind auf, vor und hinter der Bühne und sorgen wie Michael Donecker, verantwortlich für Licht und Kamera, für einen reibungsvollen Ablauf der Jubiläums-Show.
Barbara Jänichen
trance-x
October 1st, 2004, 07:44 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706916.html
Jürgens-Tochter nach Prenzlauer Berg gezogen
Ein Teil der Legende Udo Jürgens ist jetzt in Berlin.
Seine Tochter Sonja Jürgens ist vor drei Monaten aus New York nach Prenzlauer Berg gezogen.
http://www.spirits-in-berlin.de/Fahrrad/touren/Prenzlberg/Images/22wasserturm.jpghttp://www.czapek.de/berliner_bilder/gps_test/000923-1339-16.jpg
Prenzlauer Berg ... (pBerg, Prenzlberg) ... ist binnen kurzer zeit (ich glaube mit pankow) nach mehrere gentrifikationprozessen zum kinderreichsten bezirk hochgeschnellt, hoher promifaktor, dezent-szenische junge kreative familien oder singles des bildungsbuergertums im mix mit anderen ...
http://www.berlin-starting-point.de/images/b15.gifhttp://www.alcatraz-backpacker.de/images/HOFTOTAL2.jpghttp://www.spirits-in-berlin.de/Fahrrad/touren/Prenzlberg/Images/27kultur1.jpg
Prenzlauer Berg ... (pBerg, Prenzlberg)
Mit ihrem Mann, dem US-Architekten Nicko Bross, und ihrem vier Monate alten Sohn Nilo. "Wir wollten nach acht Jahren Amerika unbedingt wieder nach Europa", verriet Sonja Jürgens Mittwochabend bei der Feier zum 70. Geburtstag ihres Vaters im Adagio. "Nach New York kam da nur Berlin in Frage. Prenzlauer Berg ist kinderfreundlich und ein Szene-Viertel. Wir fühlen uns da sehr wohl." Ihre Mutter war mit Udo Jürgens nicht verheiratet, Sonja Jürgens wuchs bei ihren Großeltern auf. "Ich hatte trotzdem regelmäßig Kontakt zu Udo. Allerdings ist er erst in den letzten zehn Jahren so richtig Familienmensch geworden."
http://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview26.jpghttp://www.czapek.de/berliner_bilder/gps_test/000923-1342-00.jpg
http://www.marekemuellerimmobilien.de/Ansicht_Kollwitzplatz.jpghttp://www.spd-falkplatz-arnimplatz.de/VorOrt/Bilder/Eberswalder.jpg
Prenzlauer Berg ... (pBerg, Prenzlberg)
Das konnte man sehen: Nachdem der Jubilar einen Querschnitt seiner grandiosen Hits (u.a. "Griechischer Wein", "Aber bitte mit Sahne") auf der Bühne präsentierte - wie ein junger Hüpfer - warf er seinen drei Kindern Kusshändchen zu. Jürgens Ehefrau Corinna mied den Rummel, reiste erst gestern zur intimen Familienfeier von Zürich nach Berlin. "Corinna sagt immer, Udo ist die Rose und ich das Blatt. Sie steht nicht gern im Mittelpunkt", berichtete Sonja Jürgens. Sie war ebenfalls ohne Ehepartner erschienen. "Nicko hütet unser Baby."
http://netzwerkspielkultur.de/data.dat/gfx/museum/1.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,332007,00.jpghttp://www.spirits-in-berlin.de/Fahrrad/touren/Prenzlberg/Images/28kultur2.jpg
Prenzlauer Berg (pBerg, Prenzlberg) ...
Der feucht-fröhliche Geburtstagsabend stand auch unter einem ernsten Motto. Udo Jürgens hatte um Spenden für seine Stiftung gebeten, die Waisenkinder unterstützt.
http://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview19.jpghttp://www.czapek.de/berliner_bilder/gps_test/000923-1418-23.jpg
Die Gäste gaben 400 000 Euro (davon allein 100 000 Euro die Hyatt-Gruppe). Weitere 90 000 Euro brachte die Versteigerung des gläsernen Schimmel-Flügels, mit dem der Sänger 1994/95 auf Tournee war. Ersteigert hat ihn "Esprit"-Gründer Jürgen Friedrich, der aus Southampton kam.
http://www.czapek.de/berliner_bilder/gps_test/000923-1343-27.jpghttp://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview28.jpg
Joachim Fuchsberger, der für Jürgens den Welthit "Was ich dir sagen will" schrieb, sagte lächelnd: "Udo ist ein Genie. Aber ein Jubiläum, was ich demnächst feiere, kann er nicht mehr schaffen: goldene Hochzeit."
Prenzlauer Berg ... Impressionen ...
http://www.spirits-in-berlin.de/Fahrrad/touren/Prenzlberg/Images/10piercing.jpghttp://www.kieze-in-berlin.de/kollwitz/images/kiez_bild/b3.jpghttp://www.spirits-in-berlin.de/Fahrrad/touren/Prenzlberg/Images/21kneipe.jpg
http://www.czapek.de/berliner_bilder/gps_test/000923-1508-07.jpghttp://www.spirits-in-berlin.de/Fahrrad/touren/Prenzlberg/Images/13underground.jpg
http://www.st-elisabeth-stiftung.org/images/Elisabeth-Stift/Stiftaussen1S.gifhttp://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview25.jpghttp://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview29.jpg
http://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview13.jpghttp://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview22.jpghttp://www.medienarchiv.com/Berlin/Prenzlauer%20Berg/images/previews/preview23.jpg
http://www.spd-falkplatz-arnimplatz.de/VorOrt/Bilder/S_Bahn_Schoenfliesser.jpghttp://www.spd-falkplatz-arnimplatz.de/VorOrt/Bilder/Schoenfliesser_Bruecke.jpg
http://www.spd-falkplatz-arnimplatz.de/VorOrt/Bilder/Kinderbauernhof_Pferd.jpghttp://www.spd-falkplatz-arnimplatz.de/VorOrt/Bilder/Schoenhauser_nachts.jpg
http://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Kastanienallee1.jpghttp://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/EntwederOder2.jpg
http://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Kollwitzplatz99-1.jpghttp://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Kollwitzplatz-Thomas.jpg
http://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Safran.jpghttp://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/KollwitzTischtennis.jpg
http://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Kastanienallee3.jpghttp://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/OderbergerPflaster.jpg
http://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Schoenhauser-Ampel-Regen.jpghttp://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/OderbergerHinterhof2.jpg
http://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Schoenhauser-Ampel-Sonne1.jpghttp://galerie.grapf.de/albums/Berlin/PrenzlauerBerg/n_Gleimtunnel2.jpg
http://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0045.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0046.jpghttp://www.graichenweb.de/bilderbogen/b_0044.jpg
trance-x
October 1st, 2004, 08:05 PM
http://morgenpost.berlin1.de/ausgabe/archiv2004/040930/berlinboulevard/story706729.html
Wundersame Jubiläumsfeier
Kanzler Schröder und Minister Schily scherzen bei Auszeichnung von Udo Jürgens im Postbahnhof
http://www.snugu.de/bfberlin/frikre/Postbf01.jpg
Postbahnhof ...
Udo Jürgens saß gestern Abend in der Eingangspackhalle des Postbahnhofes und blätterte im Jubiläumsheft des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV). Der hatte zur Feier seines 175-jährigen Bestehens auch den legendären Sänger und Komponisten geladen. Um ihm den Deutschen Musikpreis 2004 für sein Lebenswerk zu verleihen. Gott sei Dank war Jürgens mit dem Lesen beschäftigt und schaute nicht an die Wand. Dort hatte nämlich jemand die Worte "Musikverleger sind meist klüger als Komponisten" projiziert. Ein Zitat von Christian Bruhn als Gema-Aufsichtsratsvorsitzender Wächter der Musikrechte, das leider wie eine Farce wirkte.
Die Schirmherrschaft für das Verbands-Jubiläum hatte Bundesinnenminister Otto Schily übernommen. Er hielt eine bemerkenswerte Rede. "Der Bundeskanzler verfügt über ein beachtliches Gesangspotenzial", sagte Schily mit Blick auf Gerhard Schröder, der wie Udo Jürgens in der ersten Reihe saß. "Besonders nach politischen Triumphen. Ich könnte ihnen jetzt von diesbezüglichen Erlebnissen in der Militärmaschine berichten, aber das ginge dann wohl doch zu weit." Die Zuhörer waren amüsiert. Auch bei so manchen Äußerungen des Bundeskanzlers. "Man hat mir hier was Nettes aufgeschrieben", bekannte Schröder gleich zu Beginn. Als er über die Formulierung "bürgerliches Musikleben" in der für ihn verfassten Rede stolperte, sagte er: "Bürgerliches Musikleben ist ein merkwürdiges Wort, aber es steht hier." Wenig später bekannte der Kanzler: "Und weil ich hier auch Komplimente machen und nett sein soll, hat man mir hier reingeschrieben..., dass Musikverleger irgendwie auch Kulturpolitiker sind."
Großartig war Entertainer Götz Alsmann, der die Laudatio für Udo Jürgens hielt. Er fragte die Gäste: "Sind Sie etwa in der Lage, in ein Café zu gehen und Torte mit Sahne zu bestellen, ohne an Udo Jürgens zu denken?". Als DMV-Präsidentin Dagmar Sikorski-Großmann den mit 25 000 Euro dotierten Preis überreicht hatte, folgte erwartungsgemäß frenetischer Applaus. Den deutete die Gastgeberin mal eben schnell um. Sie sagte: "Wir sollten den Applaus teilen. Dieser galt jetzt Götz Alsmann. Sie dürfen also gleich noch einmal klatschen."
Udo Jürgens, dem es gelang, in seinem Leben mit 800 Kompositionen mehr als 100 Millionen Tonträger zu verkaufen und mehr als 5,5 Millionen Menschen in seinen Konzerten zu begeistern, riss dann gestern Abend alles raus. Seine Dankesrede hielt er - singend am Flügel. Beispiel: "Ich kenne die Regeln, ich beherrsche das Spiel... was wirklich wichtig ist im Leben, weiß ich erst heut", sang Udo. Danach verschwand das grandiose Multitalent in den Nachtclub Adagio am Marlene-Dietrich-Platz. Dort feierte Udo Jürgens ganz privat mit Freunden (geladen waren unter anderen Shawne Fielding, Joachim Fuchsberger, Reinhold Beckmann, Franz Beckenbauer) in seinen 70. Geburtstag rein. Bei der nächtlichen Feier wollte er seinen gläsernen Flügel, mit dem er 1994/95 auf Tournee war, versteigern. Der Erlös kommt, ebenso wie die 25 000 Euro aus dem Musikpreis, seiner 1999 für Waisenkinder gegründeten Stiftung, zugute. Merci!
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story706918.html
[quote]
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/sehenswuerdigkeiten/tempodrom_01.jpghttp://www.piranha.de/events/images/sound_dreams.jpg
Tempodrom ...
Stars, roter Teppich und eine gläserne Trophäe: Gestern Abend ist der "Neo - Der Deutsche Internet Award 2004" im Tempodrom verliehen worden. Ausgezeichnet wurden Künstler oder Produktionen in den Kategorien Musik, Film, TV und Werbung, die nicht nur sehr populär sind, sondern auch die Charts legaler Download- und E-Commerce-Rankings anführen. Für die beste Website in der Kategorie "Album" wurde Sarah Connor mit ihrem Album "Key to my Soul" ausgezeichnet. Laudatorin war Barbara Becker. Hinter dem Neo stehen die Unternehmen Sat-1-T-Online und die Burda-People-Group.
Für Kreisch- und Weinkrämpfe sorgten gestern Nachmittag die drei Teeny-Helden Alex (23), Justin (22) und Ricky (24) von der Band "3rd wish" in der BILD-Box (Axel Springer Passage, Kochstraße). Die Boys aus Florida (erster Hit "Obsession") gaben Autogramme.
"Wie auf dem Oktoberfest", sagte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber, als er bei einem Empfang in der Berlin-Vertretung seines Landes mit einem Krug Bier aus der Klosterbrauerei Mallersdorf (südlich von Regensburg) begrüßt wurde. Stimmte nicht ganz, denn auf der Münchener Theresienwiese wird Stoiber lange suchen müssen, bis er den Gerstensaft wie hier von zwei waschechten Nonnen kredenzt bekommt: Kloster-Braumeisterin Doris und Mitschwester Thekla waren eigens zur Bewirtung ihres Landesherrn aus Niederbayern gekommen.
Christian Lohse hat einen neuen Job - eingestellt hat ihn sein alter Chef Wolfgang Nitschke. Die beiden haben mal zusammen im Schlosshotel im Grunewald gearbeitet. Nitschke ist jetzt Chef des The Regent im Gebäude des ehemaligen Four Seasons und hat seinen ehemaligen Angestellten gestern nachgeholt. Lohse soll im Regent - mit seinem Kollegen Yves Mattagne vom Radisson SAS in Brüssel - ein Fischrestaurant aufbauen.
Sabine Christiansen feiert die traditionelle Get-Together-Party im Anschluss an ihre Talkshow nicht mehr in der Blauen Kugel an der Budapester Straße, sondern ab diesem Sonntag immer in der Marlene-Bar des Interconti.
Arbo von Roeder, Chef des Vereins Baden-Württemberger in Berlin, und seine Mitstreiter, die Unternehmerin Ann-Katrin Bauknecht und Ex-Bahnchef Heinz Dürr, veranstalten am 4. Oktober einen ganz besonderen Lieder- und Rezitationsabend in Gedenken an den Ludwigsburger Dichter Eduard Mörike. Im Apollo-Saal der Staatsoper (19 Uhr) wird Mörikes "Orplid - Gedichte und Prosa aus Maler Nolten" uraufgeführt.
Das Duo "Orange Blue", Volkan Baydar und Vince Bahrdt, verkauften Dienstagabend beim Benefiz-Empfang im Boss-Laden an der Friedrichstraße Lose für Unicef. Mit dem Erlös sollen Brunnen in Vietnam gebaut werden.
Am Freitag wird die Society "geschockt": Bei der Opernsoirée von Gerhard Meir ("Le Coup") lässt der berühmte Figaro im Adlon gegrillte Heuschrecken am Spieß und Häppchen aus Hundenäpfen reichen. Der neue tierische Party-Gag stammt von Käfer.
ferner u.a. in berlin ...
US-Bestseller-Autor Gore Vidal (ab 11 Uhr im Café Einstein, Unter den Linden); DJ Tom Novy und Billie Joe Armstrong von der Band "Green Day" (wohnen im Grand Hyatt);
José Maria Aznar, der frühere spanische Ministerpräsident (im Aspen-Institut).
http://www.rnw.nl/informarn/assets/images/aznar-dedo.jpghttp://www.gabnet.com/res/gore-vidal-schriftsteller-001.jpg
Pierre Brice promotet sein Buch "Winnetou & ich".
Xavier Naidoo tritt bei der "Bravo-Supershow 2004" auf (Max-Schmeling-Halle). Die kanadische Autorin Martha Brooks kommt zur Lesung anlässlich des Literaturfestivals (Weinmeisterhaus 18 Uhr).
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story707174.html
http://morgenpost.berlin1.de/layout/rubrik/stadtmenschen.gif ...
1000 Gäste feiern die Verleihung des Neo-Award 2004 im Tempodrom
http://www.kusch.de/imgs/produktdatenbank/referenzen/thumb_23_bild_2_9072.jpghttp://www.kusch.de/imgs/produktdatenbank/referenzen/23_bild_1_9072.jpghttp://www.kusch.de/imgs/produktdatenbank/referenzen/thumb_23_bild_3_9072.jpg
Die lange Neo-Nacht im Tempodrom: Mehr als 1000 Gäste aus der Entertainment- und Internet-Branche sowie zahlreiche Promis (unter ihnen Nena, Barbara Schöneberger, Gitta Saxx und Mark Terenzi) feierten am Donnerstagabend die Verleihung von Deutschlands jüngstem Medienpreis, den Neo-Award 2004. Ausgezeichnet wurden die populärsten Stars und Produktionen im WWW. In einer mehrwöchigen Abstimmung hatten Deutschlands User mehr als vier Millionen Stimmen abgegeben.
"Auf das Internet kann man genauso wenig verzichten wie auf Sex", so Comedian Bürger Lars Dietrich, der den Neo für die "Beste Website in der Kategorie TV-Comedy" an Hugo Egon Balder ("Genial daneben") überreichte.
"Die fantastischen Vier" nahmen für ihre Single "Troy" den Preis in der Kategorie Musik/Single von Verona Pooth entgegen. Top-Model Eva Padberg zeichnete die Macher von "Der Schuh des Manitu" in der Kategorie Film aus. Den Neo für die "Beste Website in der Kategorie Werbung" ging an den Film "I, Robot" - überreicht von Modedesignerin Jette Joop. Sarah Connor wurde in der Kategorie Album geehrt. Die Verleihung endete mit einer langen Party-Nacht. Hinter dem Neo stehen die Medienunternehmen Sat 1, T-Online und die Burda People Group. Die Award-Show ist heute um 19.15 Uhr auf Sat 1 zu sehen (Wiederholung auf Viva am 24. Oktober um 17 Uhr).
B. Jänichen
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story707176.html
"Als ich zum ersten Mal "God save the Queen" von den Sex Pistols und die Band The Clash hörte, ging ich zu Hertie und kaufte mir eine Gitarre für etwa 139 Mark und einen Verstärker." Donnerstagabend trat Phillip Boa vor 1500 Gästen als Überraschungsgast im Palast der Republik auf. Gastgeber der Party, bei der auch Rammstein spielte, war Tim Renner mit seinem Label Motor Music. Herbert Grönemeyer stellte zeitgleich im Soda Club (Kulturbrauerei) sein Label Grönland vor. Der Sänger hätte sich am Anfang seiner Karriere selbst keinen Plattenvertrag gegeben: "Wenn ich mit dem Material meiner ersten Platte hereinmarschiert wäre - mit Sicherheit nicht", sagte Grönemeyer der "Zeit".
Eine Putzakademie für putz-unwillige Männer, das vermarktet sich gut, dachte sich gestern ein Reinigungsmittelhersteller und lud zehn Männer zu einem Putz-Workshop mit Ex-Heidekönigin Jenny Elvers-Elbertzhagen in das Hotel Holiday Inn Berlin-Esplanade (Rohrdamm). Die Putzakademie, zu der mehr als 10 000 Frauen ihre Männer angemeldet haben sollen, findet nur einmalig statt - mit besagten zehn Plätzen. Egal: Der Deutsche Hausfrauenbund sprang dennoch auf den Schrubbel-Zug auf und schickte eine Vertreterin: Inge Bohnenkamp. "Von ihren Eltern haben Männer das Putzen nicht gelernt, und die Ehefrau ist auch nicht die beste Lehrmeisterin." Ach was.
Berlins Regierender Klaus Wowereit hat gestern Abend im Roten Rathaus den Verdienstorden des Landes Berlin vergeben. Zu den Geehrten gehören Schauspielerin Jutta Wachowiak, Unternehmer Werner Gegenbauer, Ex-Friedrichstadtpalast-Intendant Alexander Iljinskij, Altus Jochen Kowalski und Anett Szabó, Zeremonienmeisterin des Karnevals der Kulturen.
trance-x
October 1st, 2004, 09:03 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story706905.html
Nachruf zu Lebzeiten: Der Quelle-Katalog wird eingestellt
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_89955.jpg
Der Quelle-Katalog wird eingestellt ... Foto: AP
Ein Nachruf ist zu schreiben. Im Zuge der Karstadt-Krise soll der Quelle-Katalog in Segmente aufgesplittet werden, für das Pendant von Neckermann gilt Ähnliches.
Die dicke Schwarte gab bisher verlässlich Auskunft über die Verfasstheit der bürgerlichen Gesellschaft, die nach schönen, guten Waren strebt. Semiotiker, literarische Detektive und Kulturkritiker erfreuten sich stets an der Lektüre: in 80 000 Artikeln um die Welt. Praktisch ins Haus geliefert, breitete der Katalog ein komplettes Leben aus für alle Generationen. Die Kataloge entsprachen dem Hang des Publikums zu einer gewissen Immobilität, die in der frühen Bundesrepublik noch als erstrebenswert galt. Kinder hatten so die Möglichkeit, heimliche Blicke auf Damen-Dessous zu werfen. Und lange konnte man herrliche Worte bei Quelle studieren: Herrenoberbekleidung. Trikotagen. Elektrische Heizlüfter.
Gleichzeitig wehte der Zeitgeist stets durch die am Ende 1500 Seiten. Fotomodelle eroberten die Titelseiten, zuletzt wurde der frisch ausgerufene Familiensinn der Deutschen mit Claudia Schiffer samt Sohn beschworen. Nur der Ikea-Katalog erzählt noch mehr über die alljährlichen Veränderungen des Landes unter Globalisierungsdruck. Neue Moden, neue Gefühle. Im Möbelhaus treffen sich immer noch alle Deutschen.
Hans Magnus Enzensberger löste 1960 einen kleinen Aufruhr aus, als er im Aufsatz "Unsere kleinbürgerliche Hölle" den Neckermann-Katalog ordentlich rezensierte und dem Kleinbürgertum einen geistigen Zustand unterstelle, der "der Idiotie näher ist denn je zuvor". Der Kritiker der Bewusstseinsindustrie strafte den Hang zur Gemütlichkeit ab und machte es sich dann selbst ein bisschen bequem. Die Geschichte des Quelle-Katalogs ist auch eine Geschichte vom Ende der Fehde Intellektueller gegen die Biedermeierlichkeit.
Daneben erzählt das Katalog-Aus von einer schleichenden Veränderung. Die Warenwelt passt unter kein einzelnes Dach mehr, der Hang zum gesellschaftlichen Konsens hat seinen Sinn verloren. Die differenzierten Konsumenten wühlen sich heute durch Dutzende von Fachkataloge für alle Freizeitverrichtungen, man kauft billig und teuer, je nachdem, aber nicht mehr von einem Versandhaus, das die große Gleichheit anspricht.
Kulturkritiker müssen jetzt bei Ebay nachschauen, was und wie das Volk so denkt. Das Kollektiv streift seine gedruckte, irgendwie barocke Existenz ab. Ade, du kiloschweres Werk der Wünsche. Sein und Habenwollen sind nun zwei, drei Mausklicke weit weg.
trance-x
October 1st, 2004, 10:23 PM
da max (da, schon wieder!) offensichtlich in heimatlichen gefuehlen schwelgt, gibts ein paar entsprechende impressionen ... ;)
http://staatsministerium.baden-wuerttemberg.de/relaunch/navi/bw_logo.gif ... Landesvertretung Baden-Würtemberg in Berlin ...
http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/647/seitenansicht_lvbw_skulptur.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/Naidoo.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/640/P1010007.318148.JPG
http://www.zib.de/pfetsch/Berlin/BaWue.jpg
http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/1068/Foyer.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/640/P1010008.318151.JPGhttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/640/P1010003.318129.JPG
http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/Kinder.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/38.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/23.jpg
http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/Disco.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/rockoper.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/G%F6nner.jpg
http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/10.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/IBM280.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/640/P1010002.317882.JPG
http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/654/festsaal_podiumsdiskussion_220.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/654/festsaal_regionen_220.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/646/Jobatay.jpghttp://www.stm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/654/weinstube_gedeckt.jpg
Max BGF
October 1st, 2004, 11:26 PM
@trance, Danke für die Bildzusammenstellung. :okay: Man sieht deutlich, daß die Baden-Württemberger nicht feiern können, sondern lieber stocksteif rumstehen bzw. -stehen. :applause:
Grundsätzlich verwechselst Du was, indem Du Opfer Deiner Ressentiments wirst:
Ich würde niemals einen "Stuttgart-wie toll"-Thread aufmachen. Ich rufe mich jedoch manchmal selbst auf den Plan, um andere derartige Threads zu relativieren und den unbedarften Leser somit vor Fehlinformation zu schützen. :okay:
Dein Berlin-News-Thread ist da anders, wohltuend abwechslungsreich und ergebisoffen. Positive, negative und neutrale Berichte in frischer Aneinanderreihung. Ohne Ressentiments kann ich sagen, daß da mein Beitrag bestens reinpaßt, indem er erstens von Berlin handelt und wie Du richtig sagst keineswegs schlechte Daten für Berlin enthält. Am besten kommt zwar München weg, weil es fast den Spitzenwert hat, aber dreimal so groß ist. Knapp dahinter an zweiter Stelle sehe ich schon Berlin, einfach durch die unglaubliche Größe von 3,5 Mio. Es ergibt sich damit der mit Abstand bundesweite Maximalverdienst für eine Gemeinde in ganz Deutschland. :) Und Stuttgart ist nicht nur die kleinste der genannten Städte, sondern liegt zum Teil sogar hinter seinem Umland, was nicht gerade schmeichelhaft ist :down: :
Der Kreis Böblingen (41 281 Euro) schneidet sogar besser ab als die Landeshauptstadt.Zudem stammt diese Statistik offensichtlich aus dem Hause der Stadt Stuttgart. Es ist also weitere Vorsicht geboten. :nono:
weswegen ich auch permanent stuttgartern begegne, die nach berlin zogen, weil in stuttgart nix los ist ... "spiessig und langweilig" ... so ward der haeufige tenor.. Das jedoch begrüße ich, steuere ich doch geradezu diesen Abwanderungsprozeß, siehe Glööckler und Walz.
Durch Leute wie mich wird es Ihnen in dem großen Dorf Stuttgart schnell zu eng und wenn sie es nicht mehr aushalten, gehen sie ins weltstädtisch offene Berlin. Und das ist gut so. Ich will hier nur ehrlich Arbeitende und wahrlich Kreative um mich herum haben. Auf diese Art entwickelt sich mit meiner Hilfe langsam aber sicher ein einkommenstarkes, kinderfreundliches Hetero-Umfeld ohne Dance-Invasions :okay: :applause: :okay:
Jedem das Seine. Das ergänzt sich bestens, da Berlin gerade solche Subjekte gerne aufnimmt, besonders wenn sie nach Schlagzeilentracht stinken. :) :) :) Das nennt man komplementär.
Konfliktär wäre es hingegen, wenn Berlin beim Wettlauf um die vielbeschworenen besten Köpfe mitmachte.
-------------
PS: Hast Du Notiz von meiner witzigen Signatur genommen ?
trance-x
October 2nd, 2004, 03:21 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story707200.html
Hochhaus Spichernplatz: Investor wartet weiter ab
Wilmersdorf
Im Kiez rund um die Gerhart-Hauptmann-Anlage am Spichernplatz ist die Spannung groß: Die Bürgerinitiative, die die Hochhauspläne an der Bundesallee Ecke Meierottostraße vehement bekämpft, wähnte sich mit dem Sinneswandel der CDU-Fraktion fast am Ziel. Doch wie berichtet, fehlte für eine Mehrheit in der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) eine Stimme. Einer der Grünen war aus Krankheitsgründen nicht anwesend. So setzten sich SPD und FDP durch: Das Projekt soll erneut beraten werden. Die Hochhaus-Gegner - CDU, Grüne und PDS - wollen nun in der nächsten BVV einen neuen Anlauf starten.
Der Investor, die Neubau GmbH, sieht ihr Vorhaben noch nicht grundsätzlich gescheitert. Die Gesellschaft räumt aber ein, abwarten zu müssen, ob sich die Verordneten mit dieser oder einer veränderten Planung überhaupt noch beschäftigen werden. Vorwürfe von Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU), der Investor habe angeforderte Gutachten schleppend geliefert, wies Geschäftsführer Friedhelm Boese zurück: "Die Arbeit ist akribisch erledigt worden, seit 1999 haben wir die unterschiedlichsten Varianten durchgespielt." Dass die Unterlagen dabei durch immer neue gutachterliche Stellungnahmen ergänzt werden mussten, störe ihn nicht. Das gehöre zum Planverfahren. "Wir wollen nach wie vor bauen, glauben auch immer noch an eine wirtschaftliche Realisierbarkeit." Falls es doch noch eine politische Entscheidung fürs Bauvorhaben geben sollte, kann sich Boese eine modifizierte Planung vorstellen: unterhalb von 80 Metern Höhe, auch ein bedeutender Wohnanteil sei denkbar. Für die Bürgerinitiative jedoch wäre auch ein 60 Meter Bau nicht akzeptabel. "Einen Kompromiss wird es an dieser Stelle nicht geben", kündigte Heinz Murken, Sprecher des Bürgerbündnisses, an.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story707195.html
Renaissance eines Platzes
Memhard-Ensemble am Hausvogteiplatz nach zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt
Von Thomas Fülling
http://www.angermann-berlin.de/bilder/vermietung-objmonat/memhard-ensemble-400px.jpghttp://www.proflash.de/photo.php?photoid=FINVUK-135&x=322&y=215&mode=longest
http://www.patzschke-arch.de/projekte/buerobauten/hausvogteiplatz/bilder/bild00.jpg
Einst warteten in der Hausvogtei königliche Untersuchungshäftlinge auf ihren Prozess. Im vorigen Jahrhundert wurde das Viertel am damaligen Schinkelplatz schließlich zum Zentrum der Berliner Modemacher und Textilhändler. Vom Glanz dieser Zeit hatten der Zweite Weltkrieg und die Plattenbau-Architektur aus DDR-Zeiten indes nicht viel übrig gelassen. Erst nach 1990 erlebte der Hausvogteiplatz eine kleine Renaissance.
http://www.proflash.de/photo.php?photoid=FINVUK-142&x=322&y=215&mode=longesthttp://www.proflash.de/photo.php?photoid=FINVUK-148&x=322&y=215&mode=longest
Zwar konnten nicht alle Sünden der Vergangenheit beseitigt werden, doch versuchten Stadtentwickler und private Bauherren zumindest, wichtige Elemente der historischen Gestalt des kleinen Platzes mit seinem charakteristischen dreieckigen Grundriss zu rekonstruieren. Besonders augenfällig gelang das mit dem Memhard-Ensemble. Der aus vier Wohn- und Geschäftshäusern bestehende Gebäudekomplex an der Südostseite des Hausvogteiplatzes gilt als gelungene Mischung aus der Wiederherstellung historischer Fassaden und dem behutsamen Einfügen neuer Bausubstanz. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Gemeinschaftsprojekt der bundeseigenen TLG Immobilien und der Bauwert Property Group jetzt fertig gestellt. Beide Partner investierten 60 Millionen Euro. Der Platz trete langsam aus dem Schatten des benachbarten Gendarmenmarktes, so Mittes Bürgermeister Joachim Zeller (CDU).
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/brunnen/pix/mit/27_390.jpghttp://www.patzschke-arch.de/projekte/buerobauten/hausvogteiplatz/bilder/bild04.jpg
Der Name "Memhard-Ensemble" ist eine Hommage an den Baumeister Johann Gregor Memhard, der im Auftrag des Großen Kurfürsten im 17. Jahrhundert die Befestigungsanlagen für die Stadt Berlin mit Wallmauern und Festungsgräben plante. Teil dieser Anlage war die Jägerbastion, dort ließ Friedrich II. später die Hausvogtei errichten - ein Untersuchungsgefängnis. 1891 erwarb die Reichsbank das Gelände für einen Erweiterungsbau. Zwischen 1898 und 1918 bezogen Stoff- und Pelzhändler die Wohn- und Geschäftshäuser. In ihrem Gefolge kamen viele Modeschöpfer, die die Haute Couture der Gründerzeit schneiderten.
http://www.patzschke-arch.de/projekte/buerobauten/hausvogteiplatz/bilder/bild01.jpg
Auch wenn heute überwiegend Juristen, Software-Spezialisten und Medienmacher am Hausvogteiplatz das Sagen haben, so lässt vor allem die sorgsam restaurierte Fassade des "Hauses zur Berolina" an der Nummer 12 die große Zeit des "Konfektionsviertels" wieder aufleben. Die nach Plänen der Architekturbüros Patzschtzke und Partner sowie Weinmiller Architekten realisierten Bauten des Memhard-Ensembles verfügen über 9100 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche sowie 14 exklusive Stadtwohnungen. Dazu gehört auch ein 500 Quadratmeter großer grüner Innenhof. Mit dem Bauende am Memhard-Ensemble eröffnete auch das erste Restaurant am Hausvogteiplatz: das "Good Time" mit thailändisch-indonesischer Küche.
trance-x
October 2nd, 2004, 05:14 AM
max ...
http://offline.area3.net/wartime/img/berlin.jpg
oh bitte ... :okay:
Grundsätzlich verwechselst Du was, indem Du Opfer Deiner Ressentiments wirst:
Ich würde niemals einen "Stuttgart-wie toll"-Thread aufmachen.
du verwechselst umgekehrt was. zum einen tatest du vorhin nichts anderes, nur in form eines kurzen subThreads.
ansonsten tatest du dies in einem thread ueber berlin, der einfach auch andere infos als nur ein gebaeude zum thema hat. mehr nicht.
wer mehr reininterpretiert (vorstellungen von "toll"), ringt in wirklichkeit mit seine eigenen ressentiments und gedachten ableitungen. ist das nicht seltsam? da schleppen menschen ploetzlich berichte ueber firmenUmzuege an oder versuchen permanent wirtschaft oder foerderungen zu thematisieren, sich insgesamt zur stadt zu positionieren und signaltechnisch zu beteuern, was sie alles nicht toll finden - was gar nicht thema war ,nur gedacht. offenbar kaempfen sie gegen etwas ... schattenboxen eben. ich meine, renne ich ansonsten in irgendeinen thread, wo jemand ein projekt aus muenchen vorstellt und draenge ein "aber berlin ist toller, hoeher, weiter" auf oder fange an darueber zu sprechen, was in muenchen alles schieflaeuft? ein jeder psychologe wuerde klar erkennen: da ringt jemand mit seinen defiziten, einer defensivhaltung, minderwertigkeitskomplexen ... ;)
tja, erst wenn jemand in diesem modus ist und durch seine eigenen defizite beginnt - ganz wie defizite nun einmal funktionieren - damit hausieren zu gehen, relativiere ich darauf ab und an um die groebsten schnitzer zu relativieren ... eine frage des genauen hinguckens eben ... :yes:
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story707193.html
Politiker polieren den "Telespargel" zum Jubiläum
http://www.berlinbabylon.de/Media.Sumo/bbantenne.jpghttp://www.bergjord.com/berlin/berlin2403/kafe.jpg
Er ist mit mehr als einer Million Gästen jährlich Berlins Besuchermagnet. Morgen wird der Fernsehturm 35 Jahre alt. Seit er am 3. Oktober 1969 als höchstes Bauwerk Berlins von SED-Chef Walter Ulbricht eröffnet wurde, haben 42,5 Millionen die in 203 Metern Höhe gelegene Aussichtsetage in der siebenstöckigen Kugel besucht und einen unvergleichlichen Blick über die Stadt genossen.
http://www.adammoore.com/landscapes94/graphics/fernsehturm&moon.jpg
Von dort oben konnte man zu DDR-Zeiten weit in den West-Teil schauen, heute lässt sich das Zusammenwachsen der Stadt gut erkennen. Damals ahnte niemand, dass 35 Jahre später bereits der 15. Jahrestag der Einheit gefeiert wird. Beliebt wie eh und je ist auch ein Platz im Telecafé in 207 Metern Höhe, das sich in einer Stunde um die eigene Achse dreht. Dort steigt heute um 18 Uhr die große Geburtstags-Turmparty. Bereits um 10 Uhr beginnt heute und morgen auch ein Volksfest rund um den Fernsehturm. Mit einem Höhenfeuerwerk gegen 22 Uhr geht der erste Tag der Geburtstagsfeier zu Ende.
http://www.helsinki.fi/~ratvio/on_tour/berlin2003/photos/fernsehturm3.jpghttp://www.helsinki.fi/~ratvio/on_tour/berlin2003/photos/aleksanderplatz.jpg
Damit die Fenster des von den Berlinern liebevoll-ironisch "Telespargel" genannten Bauwerks zum Jubelfest blitzen, werden heute von 10 Uhr an Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur Hand anlegen. Ob Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner und Mittes Bürgermeister Joachim Zeller (um 12 Uhr), Eiskunstläuferin Gaby Seyfert (um 13 Uhr) und die anderen Promis sich fürs Fensterputzen von innen oder von der Reinigungsgondel in 204 Metern Höhe entscheiden, ist ihnen frei gestellt.
http://www.verkehrsflieger.de/galerie/flying-bbb9.jpghttp://www.verkehrsflieger.de/galerie/flying-bbb7.jpg
http://www.verkehrsflieger.de/galerie/flying-bbb8.jpghttp://www.verkehrsflieger.de/galerie/flying-bbb19.jpg
Mit dem 1998 um drei Meter verlängerten Antennenaufsatz misst der Turm, von dem 29 Fernseh-, 17 UKW- und 25 digitale Hörfunkprogramme abgestrahlt werden, 368 Meter. Eine Ausstellung mit Fotos von der Bauphase bis zur Gegenwart sowie Kinderbildern ist im Turmfuß von 9 bis 1 Uhr nachts zu besichtigen.
http://www.verkehrsflieger.de/galerie/flying-bbb3.jpghttp://www.verkehrsflieger.de/galerie/flying-bbb1.jpg
Cargolifter/Tropenhalle im Nebel ...
trance-x
October 2nd, 2004, 05:54 AM
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
02.10.2004 04:51
«Der Herr der Ringe»
beliebtestes Buch der Deutschen
http://www.leipzig-info.net/kino/images/hdr1g.jpg
dpa - «Der Herr der Ringe» ist das beliebteste Buch der Deutschen. In der Abstimmung für die ZDF-Show «Das große Lesen» entschieden sich die meisten Zuschauer für John R. R. Tolkiens Fantasy-Klassiker. Auf Platz zwei landete das meistverkaufte Buch der Welt, die Bibel. Rang drei sicherte sich Ken Folletts Historienroman «Die Säulen der Erde». 250 000 Zuschauer hatten ihr Lieblingsbuch benannt. Der in ihren Augen populärste deutschsprachige Roman ist auf Platz vier Patrick Süskinds Werk «Das Parfüm».
http://www.izmiranadolu.com/GIFS/wallpapers/Lord%20of%20the%20Rings%20Wallpaper.jpg
trance-x
October 2nd, 2004, 06:32 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.10.2004/1392617.asp#art
Präsidenten, Demonstranten und ein Fest
Andrang im Zentrum: Am Wochenende gibt es Anti-Hartz-Aufmärsche und das Fest der deutschen Einheit
http://www.nextop.de/albums/Berlin/2004_07_05_21_18_44.sized.jpg
Zwei Großdemonstrationen, zwei Staatsgäste, ein Motorradkorso und die Feiern zu „Deutschlands Fest“: Ein turbulentes Wochenende steht bevor, und das betrifft fast ausschließlich den Bezirk Mitte. Autofahrer sollten am Sonnabend und Sonntag die östliche City meiden, Neugierige können dafür allerlei erleben.
So am Sonntag gleich zwei prominente Staatsgäste: Denn neben dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan kommt auch der afghanische Präsident Hamid Karsai als Überraschungsgast zur Preisverleihung der „Quadriga“ ins Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. Die Laudatio hält Bundeskanzler Schröder, die Sicherheitsmaßnahmen und Absperrungen rund um den Platz werden deshalb beträchtlich sein. Erdogan und Karsai haben beide die Gefährdungsstufe 2, beide bleiben über Nacht. Erdogan wohnt von Sonnabend bis Montag im Adlon, Karsai im Interconti.
An beiden Tagen des Wochenendes findet eine Demonstration gegen die Hartz-Reformen statt. Die vermutlich größere von beiden startet am Sonnabend gegen 13 Uhr am Alexanderplatz zu einem Rundmarsch durch die Torstraße, Friedrichstraße und Unter den Linden. Gegen 14.30 Uhr beginnt am Alex die Abschlusskundgebung. Die Polizei rechnet mit erheblich weniger Teilnehmern als die von den Gewerkschaften erhofften 100000 Teilnehmern. 800 Polizisten sind im Einsatz. Die linke Splitterpartei MLPD ruft für den Sonntag ebenfalls zu einer Demonstration auf, angekündigt hat der Anmelder „mehrere 10000“ Teilnehmer, die Polizei rechnet mit 500 Menschen. Die Teilnehmer wollen ab 10 Uhr in einem Sternmarsch von vier Startpunkten – Ostbahnhof, Senefelderplatz, Moritzplatz und Oranienburger Tor – zum Alexanderplatz laufen. Dort ist für 13 Uhr eine Kundgebung geplant und anschließend ein Protestzug über Greifswalder Straße zurück zum Alex.
Flankiert werden beide Anti-Hartz-Demos von zwei Festen; dem zur Deutschen Einheit rund ums Brandenburger Tor (Details siehe rechts) und der Feier zum 35. Geburtstages des Fernsehturms am Alexanderplatz. Am Sonntag findet zudem der Motorradkorso zum Gedenken an die im Verkehr getöteten Motorradfahrer statt. Bis zu 8000 Teilnehmer wollen um 9 Uhr vor dem Olympiastadion starten und über Masurenallee, Messedamm, Kurfürstendamm, Potsdamer Straße, Leipziger Straße zum Berliner Dom fahren, dort ist ein Gottesdienst. Ha
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Der doppelte Festtag
Das frühere DDR-Symbol Fernsehturm wird 35 – am Tag der Deutschen Einheit
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Dass sie vor schwindelnden Höhen keine Angst hat, beweist Heidi Knake-Werner regelmäßig im Urlaub, wenn sie mit ihrem Mann auf steile Berge klettert. An diesem Wochenende ist es allerdings nicht der Berg, der die Sozialsenatorin ruft, sondern der Turm: In 204 Metern Höhe will Knake-Werner am Samstagmittag die Fenster des Fernsehturms putzen – von außen. Die spektakuläre Kletterpartie ist einer der Programmpunkte, mit dem am Wochenende das 35. Jubiläum von Berlins höchstem Bauwerk gefeiert wird.
Vier Jahre lang waren damals am Alex 8000 Quadratmeter Beton geschüttet und fast 5000 Tonnen Stahl verbaut worden, bis eine Masse von 26000 Tonnen auf einer 42 Meter runden Fundamentplatte ruhte und das mächtige Bauwerk mit seiner alles dominierenden Höhe von 365 Metern eingeweiht werden konnte. Als im Jahre 1969 der Termin für die feierliche Fernsehturm-Eröffnung „zu Ehren des 20. Jahrestages der DDR“ auf den 3. Oktober gelegt wurde, ahnte nicht einmal Oberbaumeister Walter Ulbricht, der den Standort mitten in der Stadt bestimmt hatte, dass dieses Datum dereinst der Nationalfeiertag eines geeinten Deutschland sein würde.
„Wir feiern also immer gleich doppelt“, sagt Hartmut Wellner, der seit 1989 das höchste Restaurant der Stadt leitet. 207 Meter über Berlin, bei Kaffee, Bier und Schweinesteak, dehnt sich die Metropole bis ins Unendliche; man blickt 40 Kilometer weit. Auch schon zu DDR-Zeiten, als der Begriff „Telespargel“ für den Lolli erfunden wurde, war Berlin aus der Vogelperspektive immer eine schöne, grüne, große und, wie es schien, grenzenlose Stadt. Damals konnte man nurmehr eine Stunde auf dem Drehring im Telecafé sitzen und wurde freundlich hinauskomplimentiert, heute ist man schon in einer halben Stunde einmal herum gefahren, aber kann sitzen, so lange man Lust dazu hat. 42,5 Millionen Menschen sind in den vergangenen 35 Jahren mit den beiden Fahrstühlen (sechs Meter pro Sekunde) in die Silberkugel gefahren worden, heutzutage ist das bis 24 Uhr möglich. Im Turm wird eigentlich rund um die Uhr gearbeitet – die fünf Etagen über dem Café sind voller Technik: Der Turm ist eine Sendestation für 29 Fernseh-, 17 UKW-Hörfunk- und 25 digitale Programme.
Als der Turm vor 35 Jahren eingeweiht wurde, im Oktober 1969, konnte der gelernte Koch Hartmut Wellner in seiner Heimatstadt Stralsund zum ersten Mal sein Organisationstalent beweisen – als Chef der „Störtebeker“-Nachtbar. Die Liebe zog ihn später nach Berlin, er leitete Alex-Treff und Ratskeller, um schließlich mit dem Turm in eine neue Zeit zu starten. Über all das schreibt er nun ein Buch. Schöner Titel: „Ein Koch kommt in den Himmel“. Lothar Heinke
ZWEI TAGE TURMFEST
Zum Jubiläum des Fernsehturms gibt es am Sonnabend gegen 22 Uhr ein Feuerwerk; das Turmfest rund um den Tele-Riesen dauert zwei Tage und beginnt am 2. Oktober mit der Aktion „Jubiläumsglanz“. Da wagen sich um 12 Uhr Prominente auf die frei schwebende Bühne der Fensterputzer und wienern die Scheiben in 204 Metern Höhe. Zu den Scheibenwischern gehören die Bundestagsabgeordneten Siegfried Helias und Gesine Lötzsch, die Senatorin Heidi Knake-Werner, die Bezirksbürgermeister Monika Thiemen (Charlottenburg) und Joachim Zeller (Mitte), die Eiskunstläuferin Gaby Seyfert und der Rockpoet Tino Eisbrenner. Lo.
trance-x
October 2nd, 2004, 06:52 AM
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Biosphäre Drehort für Charlize-Theron-Film
Potsdam - Für den Science-Fiction-Film "Aeon Flux" mit Charlize Theron wird am Montag und Dienstag in der Biosphäre Potsdam gedreht. Der Tropengarten ist deshalb an beiden Tagen geschlossen, wie das Haus gestern mitteilte.
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Die Produktion des Films in Potsdam-Babelsberg wollte dazu keine weiteren Angaben machen. Ob Oscar-Preisträgerin Charlize Theron ("Monster") in der Biosphäre vor der Kamera steht, war ebenfalls nicht zu erfahren.
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Die südafrikanische Schauspielerin hatte sich laut Paramount Pictures Ende August bei einer Stunt-Szene verletzt. Die 29-Jährige war danach in die USA geflogen worden, der Dreh musste für mehrere Wochen unterbrochen werden.
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Für die US-Produktion war Mitte August in Potsdam die erste Klappe gefallen. Theron sollte ursprünglich bis zum November in Potsdam und Berlin vor der Kamera stehen. An der Seite Therons spielt unter anderen Oscar-Preisträgerin Frances McDormand ("Fargo").
Das Science-Fiction-Drama nach der gleichnamigen futuristischen MTV-Trickfilmserie von Peter Chung soll im nächsten Jahr in die Kinos kommen. Der Streifen von Regisseurin Karyn Kusama handelt in 400 Jahren, wenn Seuchen den Großteil der Menschheit vernichtet haben. Der Streifen ist eine Produktion der Valhalla Motion Pictures und MTV Films. Studio Babelsberg ist mit dem Production Service beauftragt.
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Die Biosphäre auf dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau feierte am 10. September zweijähriges Bestehen. Laut Betreiber ist sie der größte Tropengarten Deutschlands. dpa
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trance-x
October 2nd, 2004, 07:21 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/02.10.2004/1382137.asp#art
US-Botschaft: Erst kommt die Sicherheit
Die Straße ist verlegt, die Poller sind gesetzt: Botschafter Coats lädt am Mittwoch zum Spatenstich für den Neubau am Pariser Platz
Von Matthias Oloew
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Die Grundsteinlegung steht erst noch bevor, Bauarbeiter graben aber schon heftig, damit die neue US-Botschaft am Pariser Platz wie geplant im Frühjahr 2008 fertig wird. Am kommenden Mittwoch wird das erste Mal richtig gefeiert – dann lädt Botschafter Daniel Coats zum symbolischen ersten Spatenstich. Neben Bundesinnenminister Otto Schily will auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit dabei sein.
Vor allem die für den Neubau notwendige Verlegung der Behrenstraße hat Fortschritte gemacht. Am Montag soll nach Auskunft der Stadtentwicklungsverwaltung die neue Fahrbahn fertig sein. „Danach benötigen wir noch etwa zwei Wochen, um die Trasse zu verschwenken und den Verkehr auf die neue Straße zu lenken“, sagt Verwaltungssprecherin Petra Rohland.
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Die Linden am Pariser Platz sind gefällt, die Grube auf dem Grundstück selbst ist metertief ausgehoben und der Boden auf mögliche Altlasten untersucht worden. Die neue Behrenstraße verläuft nun weiter südlich, auf einem Grundstücksstreifen, der eigentlich dem Holocaust-Mahnmal vorbehalten war. Um jedoch den Sicherheitsanforderungen der USA zu genügen, erklärte sich das Kuratorium des Mahnmals bereit, auf den Streifen zu verzichten. Entlang der Bordsteinkante vor der künftigen Botschaft sind schon jetzt die massiven Poller zu sehen, die tief im Boden einbetoniert sind. Die Poller werden schon bald auch entlang der Ebertstraße einbetoniert und später (einen Termin gibt es noch nicht) auch auf dem Pariser Platz, um das neue Gebäude rundherum zu sichern.
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Wie die Absperrung aussehen wird, können Passanten jetzt schon vor der Synagoge in der Oranienburger Straße sehen. Das baugleiche Modell soll auch die neue US-Botschaft schützen.
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Versenkbare Poller wird es an der Behrenstraße nur in dem Bereich geben, der für die Vorfahrt zur Botschaft genutzt wird. Die freie Zufahrt zum Haus und seiner Tiefgarage ist erst möglich, wenn die Poller zur Straßenseite wieder hochgefahren sind. In der Zwischenzeit müssen die Autos im Bereich des Gehweges stehen bleiben.
Dort ist künftig genügend Platz. Der Gehweg an der Behrenstraße entlang der neuen Botschaft wird teilweise mehr als 15 Meter breit sein – so breit ist nicht einmal mehr die neue Fahrbahn.
Während die Bauarbeiten an der Straße im Gange sind, hat das Architekturbüro Moore Ruble Yudell aus Santa Monica die Detailplanung für das Gebäude fertig gestellt. Obwohl die Fassade – ebenfalls aufgrund der Sicherheitsanforderungen – fünf Meter hinter die Flucht an der Behren- und Ebertstraße zurückgesetzt wird, ist drinnen noch genügend Platz für einen begrünten Innenhof. Auf dem Dach wird es einen gläsernen Konferenzsaal und ein Penthouse geben. Die Architekten versprechen vom Konferenzsaal aus einen Blick hinüber zum Brandenburger Tor. Alles soll so aussehen, als ob die Quadriga über die auf dem Dach der Botschaft ausgesäten Gräser aus der US-Prärie galoppiert.
Das Architektenbüro wird während der Bauphase eine Dependance in Berlin einrichten. Wesentlichen Teile des Neubaus werden US-Firmen errichten, über die Baukosten schweigt sich die US-Botschaft aus.
mehr Infos/Fotos: http://www.us-botschaft.de/germany-ger/neue_botschaft.html
trance-x
October 2nd, 2004, 07:49 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/02.10.2004/1395861.asp#art
Karstadt spart – das KaDeWe investiert
Gegen den Trend: Das Kaufhaus steckt 45 Millionen Euro in ein neues Konzept und will weiterwachsen
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Noch wird im Erdgeschoss des KaDeWe gezimmert, doch schon am 7. Oktober soll dort der neue „Luxusboulevard“ eröffnen – mit Dependancen internationaler Marken wie Louis Vuitton, Gucci, Cartier und Bulgari. Von der Karstadt-Krise ist im Flaggschiff des Konzerns nichts zu spüren, im Gegenteil: Die groß angelegte Modernisierung an der Tauentzienstraße läuft ohne Abstriche weiter.
Insgesamt 45 Millionen Euro werden bis zum 100-jährigen Jubiläum des KaDeWe im Jahr 2007 investiert. „Wir waren noch nie weiter von einem herkömmlichen Karstadt-Konzept entfernt als heute“, sagt Geschäftsführer Patrice Wagner. Das KaDeWe solle künftig in einem Atemzug mit berühmten Warenhäusern wie dem Harrods in London oder dem Mutterhaus der Galeries Lafayette in Paris genannt werden. Bis vor zwei Jahren hatte Wagner die Berliner Filiale der Galeries Lafayette an der Friedrichstraße geleitet. „Internationaler, luxuriöser und jünger“, lauten die wichtigsten Schlagworte im KaDeWe-Modernisierungsplan. Ein wenig relativiert Wagner diese Begriffe allerdings: Neben Luxusartikeln werde es weiterhin auch Sonderangebote und Waren im mittleren Preissegment geben. Mit 60 000 Quadratmetern Verkaufsfläche auf acht Etagen ist das KaDeWe das zweitgrößte Warenhaus in Europa (nach Harrods mit 75 000 Quadratmetern).
Zum „Teenager-Kaufhaus“ werde sein Haus sicher nicht, stellt Wagner klar. Mit der Verjüngung meint er etwas anderes: Viele ältere Kunden haben ihr Kaufverhalten geändert, sie greifen zum Beispiel auch mal zu einem Designer-T-Shirt oder hochwertigen Jeans. Auch die internationale Ausrichtung des KaDeWe soll noch verstärkt werden. Von den durchschnittlich 40 000 Besuchern pro Tag sind 30 Prozent Touristen, die je zur Hälfte aus dem In- und Ausland stammen.
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Gerade Ausländer seien das Konzept eines „Department-Stores“ mit eigenen Verkaufsflächen von Modedesignern und Luxusanbietern längst gewohnt, sagt Wagner. „Das ist in Tokio oder London ganz normal.“ Bisher hat das KaDeWe nur fünf Prozent seiner Fläche auf diese Weise untervermietet, künftig soll der Anteil aber auf 20 Prozent steigen. Der Umbau bedeutet für viele Abteilungen einen Umzug in eine andere Etage.