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trance-x
August 27th, 2004, 09:35 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040817/berlinboulevard/story697665.html
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040817/berlinboulevard/87647.jpg
Film-Star Charlize Theron shoppt am Hackeschen Markt
Die Oscar-Preisträgerin kauft Kapuzen-Shirts und Schmuck

Sonnenbrille ins schwarz gefärbte Haar gesteckt, Zigarette hinters Ohr geklemmt, Trägerhemdchen im Knitterlook übergeworfen, dazu bequeme Strandlatschen: So unprätentiös schlenderte Hollywood-Star Charlize Theron Sonnabend beim Shoppen durch die Straßen am Hackeschen Markt.

Kein Puder im Gesicht, kein Lippenstift, kein Schmuck. Kein Wunder, dass sich niemand nach ihr umgedreht hat. Ohne Stylist sieht eben auch eine Oscar-Preisträgerin aus wie Du und Ich. Hinzu kommt: Charlize Theron ist mit schulterlangen, blonden Haaren berühmt geworden und auf die Titelseiten der Illustrierten gekommen. Jetzt trägt sie rollenbedingt einen schwarz gefärbten Pagenkopf.

"Meine Leute haben sie anfangs nicht erkannt. Sie kam in den Laden, schaute sich in aller Ruhe um, trug dann einige Sachen zur Kasse. Erst im letzten Moment hat meine Verkäuferin Susi Frau Theron erkannt. Und das, obwohl sie ein totaler Fan von Charlize ist. Beim Kassieren hat sie dann um ein Autogramm gebeten", berichtet Cora Schmid. Die Geschäftsführerin des Trendshops "East Berlin" an der Alten Schönhauser Straße konnte Charlize Theron von ihrer selbst designten Kollektion überzeugen.

Die Schauspielerin kaufte reichlich: drei olivfarbene Kapuzen-Shirts mit dem "EastBerlin"-Logo und einem mit Hand aufgestempelten pinkfarbenen Adler für je 69 Euro. Einen Baumwoll-Rock mit offenen Kanten für ebenfalls 69 Euro, ein perlenbesticktes Textilarmband mit Messingschnalle und Funkturm-Motiv (17,90 Euro) sowie einen Silberring. Auch Maria, die Verkäuferin im "Delight" an der Alten Schönhauser Straße, wo die Schauspielerin ein Kapuzen-Shirt von "Franklin & Marshall" (aus Italien, 89 Euro) kaufte, hatte Mühe, ihre bekannte Kundin zu erkennen.

"Die sieht in den Filmen und auf Fotos total anders aus. In echt ist sie viel kleiner und hat auch irgendwie ein viel normaleres Gesicht." Bei "Replay" an der Neuen Schönhauser Straße kam dann schließlich auch Therons Freund, der Schauspieler Stuart Townsend, auf seine Kosten. Die Schauspielerin schenkte ihm eine neue Jeans und sich selbst - na was wohl? - noch mal drei Shirts aus der neuen Herbst-Winter-Kollektion.

Der Einkaufs-Bummel war wohl erst einmal ihr letzter ausgiebiger, privater Ausflug in Berlin. Gestern begannen für die Schauspielerin in Potsdam die Dreharbeiten zu ihrem neuen Film "Aeon Flux". Der erste Set fand nicht in den Film-Studios statt, sondern unter freiem Himmel, mitten in der Natur. Mit den spektakulären Stunts für den Action-Thriller will die US-Produktionsfirma (Paramount Pictures) erst kommende Woche beginnen.

Auf ihrer letzten Shopping-Station, in einer Design-Boutique in den Hackeschen Höfen, wurde der Weltstar vom Verkaufspersonal dann doch noch erkannt. Gut für Charlize Theron: Die Schauspielerin kam um kurz nach 19 Uhr dort an, der Laden wollte gerade schließen. Wie bei anderen Hollywood-Stars auch üblich, gewährte man Charlize Theron exklusiven Eintritt ohne weitere Kunden und eine satte Stunde zum Anprobieren. Genug Zeit, um zwischendurch in aller Ruhe eine Zigaretten-Pause vor der Tür zu machen. In Amerika wäre das so ohne weiteres nicht möglich gewesen. Da ist Rauchen auf der Straße mancherorts polizeilich verboten.

Wieder ein Punkt mehr für die deutsche Hauptstadt. Hier können die Stars unerkannt tun und lassen, was sie wollen. Niemand belästigt sie. Alle freuen sich, wenn sie da sind. Vor allem die Ladenbesitzer. In Mitte, übrigens auch der Wohnkiez von Theron, werden sie jetzt bei Schwarzhaarigen wohl genauer hinsehen.

trance-x
August 27th, 2004, 09:36 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story699781.html

Jodie Foster dreht in Charlottenburg
Hollywood-Schauspielerin ist in Berlin und steht im November für US-Thriller vor der Kamera
http://gfx.filmweb.pl/p/37/37.jpg
Das ist ja mal eine Überraschung: Jodie Foster ist gestern in Berlin gelandet und steht hier, wie man hört, Ende November für eine Woche vor der Kamera. Für den Thriller "Flight Plan". Ein Film im Stil eines Hitchcock-Thrillers, in dem die Hauptstadt eine tragende Rolle spielt. Zunächst wurden Locations besichtigt: außer einer Wohnung in Kudamm-Nähe Krankenhäuser, Krematorien und Leichenhallen.

Die Produzenten des Thrillers, Brian Grazer und Robert Di Nozzi, haben für die Filmaufnahmen eine 300 Quadratmeter große Altbauwohnung mit einer Zimmerflucht in Charlottenburg angemietet. Die Regie hat Robert Schwentke aus Thüringen übernommen. Für ihn ist das US-Projekt mit Jodie Foster, dem Star aus "Das Schweigen der Lämmer" in der Hauptrolle, sein Hollywood-Debüt. Der Streifen soll Mitte 2005 bundesweit im Kino anlaufen.

"Ja, wir wissen, dass dieser Film in Berlin gedreht wird", bestätigte Petra Strobel, Sprecherin von Buena Vista International Germany gestern der Berliner Morgenpost. Der Filmverleih mit Sitz München ist eine Tochter der Disney-Studios in Amerika und bringt den Action-Thriller 2005 auf den deutschen Markt.

Die Amerikaner nutzen für ihre aktuelle Produktion nicht, wie derzeit Charlize Theron oder ab Januar 2005 Tom Cruise, die Film-Studios in Babelsberg. Sie haben aber Berliner Locationscouts beauftragt, die wiederum Hand in Hand mit einer Agentur arbeiten, die Wohnungen vermietet. Die Agentur führt Kartei über Domizile, die von Privatpersonen für Dreharbeiten vermietet werden. In Augenschein nahmen die Berliner Helfer zunächst eine Wohnung zwischen Lietzenburger Straße und Kurfürstendamm. Mit Seidentapeten, altem, herrschaftlichen Stuck und Blick über die Dächer von Berlin. Der Vertrag, so hört man, scheiterte daran, dass die Zimmer der Wohnung nicht hintereinander lagen - und sich somit nicht für eine hektische Fluchtszene eigneten. Die Hollywood-Experten entschieden sich nun für eine andere Immobilie, auch in Kudamm-Nähe.

Das Drehbuch zu "Flight Plan", ein Film im Stil der Hitchcock-Produktionen, stammt aus der Feder der US-Autoren Peter Dowling, Terry Hayes und Billy Ray. Der Film handelt von einer Witwe (gespielt von Jodie Foster), die nach dem Tod ihres Mannes beschließt, mit ihrer Tochter von Berlin in die alte Heimat Amerika zurückzukehren. Im Flugzeug, auf einer Höhe von 30 000 Fuß, verschwindet die Tochter plötzlich spurlos ...

Die 22-jährige Erika Christensen ("Traffic") spielt die Tochter, Peter Sarsgaard ("Der Mann in der Eisernen Maske") einen Sitznachbarn der aufgelösten Mutter, der ihr bei der Suche mental eine Stütze ist. Auch Sean Bean ("Der Herr der Ringe", "Troja") ist für eine Rolle im Gespräch.
http://us.ent4.yimg.com/movies.yahoo.com/images/hv/photo/movie_pix/paramount_pictures/the_perfect_score/erika_christensen/score.jpghttp://www.tvazteca.com/espectaculos/especial_de/globo/images/fotosnotas/peter.jpghttp://www.tiscali.co.uk/entertainment/images/sean150.jpg
Berlin, Treffpunkt der Hollywood-Stars. Drei Flughäfen, unzählige Hotels und Apartments gewähren ihnen in der Millionenstadt Anonymität. Charlize Theron tauchte nach ihrer Ankunft im Juli erst einmal eine Woche unter, bevor sie in Babelsberg (dort dreht sie "Aeon Flux") und beim Shoppen am Hackeschen Markt gesichtet wurde. Tom Cruise schneit auch alle paar Wochen mal rein, um die Produktion seines Films "Mission Impossible III" (soll im Januar 2005 starten) vorzubereiten. Und nun Jodie Foster.

trance-x
August 27th, 2004, 09:40 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/#

Fantl plant Hollywood-Film für 55 Millionen Dollar in Babelsberg

Potsdam (dpa/bb) - Der Kölner Filmproduzent Jan Fantl will in den Babelsberger Studios einen Hollywood-Film mit einem Budget von 55 Millionen Dollar (45,5 Millionen Euro) drehen. Es gebe bereits Gespräche mit dem Brandenburger Wirtschaftsministerium über eine Landesbürgschaft, sagte er den «Potsdamer Neueste Nachrichten» (Freitag). Für seinen letzten in Babelsberg gedrehten Film «Beyond the Sea» erhielt Fantl bei einem Etat von 28 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) eine Landesbürgschaft in Höhe von 4,5 Millionen Euro.
http://www.zab-brandenburg.de/bilder/studiobabelsberg_380x253.jpghttp://www.frickfilm.de/Kontakte/a_Studio_Bbg-gr.jpg

trance-x
August 27th, 2004, 09:42 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story699729.html

Weniger Geld nach Hollywood - Fonds sollen einen Teil ihres Geldes in die deutsche Filmwirtschaft investieren
Von Barbara Brandstetter

Berlin - Filmfonds sind bei deutschen Anlegern beliebt, lassen sich mit dem Investment doch noch üppige Steuervorteile sichern. Doch seit geraumer Zeit wächst die Gefahr, dass diese fiskalische Sonderbehandlung für Medienfonds gekippt wird. "Steueranreize für Privatanleger bei der Filmfinanzierung sind weiter nötig", sagt Georgia Tornow, Generalsekretärin der Produzentengemeinschaft "film20".

Die Fonds müssten jedoch umgestaltet werden, um nicht nur den Investoren, sondern auch dem Filmstandort Deutschland von Nutzen zu sein. Auf der Medienkonferenz Babelsberg 2004 forderte die Produzentengemeinschaft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf, Steuervergünstigte Medienfonds aus Deutschland zu verpflichten, einen Teil ihres Geldes in die deutsche Filmwirtschaft zu investieren. "Bisher fließt das meiste Geld der deutschen Filmfonds nach Hollywood", sagt Tornow. Allein im vergangenen Jahr seien rund 1,7 Mrd. Euro aus deutschen Filmfonds im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelandet. Die gesamte deutsche Filmförderung habe hingegen ein Volumen von 200 Mio. Euro. Die Folge: Die amerikanische Filmwirtschaft floriert, während sich hier zu Lande angesichts der öffentlichen Finanzmisere bei der traditionellen Filmförderung das "Ende der Fahnenstange" abzeichne. Der deutsche Fiskus, der den Steuervorteil gewährt, geht zudem unter dem Strich leer aus, denn das Geld wird in anderen Ländern ausgegeben. "Wir brauchen Steuervergünstigungen für die Platzierung von privatem Anlegerkapital für deutsche und internationale Filmproduktionen - jedoch mit einem klar definierten German Spend", fordert Tornow. Sprich: ein Teil des investierten Kapitals soll in Deutschland ausgegeben werden müssen. "Das würde der deutschen Filmwirtschaft einen Wachstumsschub verleihen", ist Tornow überzeugt. Konservativ gerechnet könnte damit die Beschäftigung in den angrenzenden Branchen verdreifacht und die Sozialkassen im Jahr 2010 um 330 Mio. Euro verringert werden. Vorbild für das von "film20" vorgeschlagene Steuermodell ist das britische System. Das so genannte Sale and Leaseback-Verfahren hat seit 1997 die ausländischen Filminvestitionen in Großbritannien auf 1,1 Mrd. Euro 2003 fast verdreifacht. Großbritannien zeige, dass das Modell funktioniert und auch für die deutsche Filmindustrie von großem Nutzen sein wird. "Damit könnte auch ein Teil der etwa 150 bis 200 Filmproduktionen, die an keinen Standort gebunden sind, nach Deutschland geholt werden", sagt Tornow.

trance-x
August 27th, 2004, 09:45 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story699785.html

Geflüster 17. August 2004
Viele Frauen kommen nicht an schicken Schuhen vorbei, bei Top-Model Nadja Auermann sind es Taschen. Sie besitzt fast 30 Exemplare, auch einige der Luxusmarke Louis Vuitton, wie sie am Mittwochabend beim Empfang in den Vuitton-Räumen am Kurfürstendamm erzählte.
http://www.e-kolay.net/haber/images/nadja-auermann01.jpg
Dort hatten Gabriella Schnitzler (Geschäftsführerin Vuitton Deutschland) und Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp zum Fashion-Apéritif geladen. Anlässlich des 150. Geburtstags von Louis Vuitton wurde die exklusive Jubiläums-Fotostrecke von Vogue mit der Berliner Titelbildschönheit Auermann präsentiert. Auch ihr schulterfreies Corsagen-Oberteil und der Chiffon-Rock trugen den Namen der Luxusmarke. Was trägt Nadja Auermann privat? "Im Sommer am liebsten Kleider und Röcke, wenn es kühler wird Hosen. Jeans allerdings zu jeder Jahreszeit."

Der britische Botschafter Sir Peter Torry ist Schirmherr des bis Sonntag laufenden 8. Internationalen MG-Treffens. Die Fahrer der tollen Kisten fahren heute um 8.30 Uhr von der Avus-Nordkurve aus einen Korso zum Auto-/Veranstaltungshaus "Meilenwerk" (Wiebestraße 36-37, Moabit). Am Sonnabend brechen 60 Teilnehmer zur Rallye ins Berliner Umland auf.
http://www.britischebotschaft.de/Images/arrivals_amb.jpg

Wer dieser Tage der Schauspielerin Anna Loos (33, Foto) begegnet, könnte glatt an ihr vorbeigehen: Sie trägt jetzt einen kurzen Bobschnitt, ist ein ganz anderer Typ. Anna Loos, die erst kürzlich ihre große Liebe, den Film- und Fernsehstar Jan Josef Liefers, 40, heiratete und Mutter einer 22 Monate alten Tochter ist: "In meinen letzten beiden Filmen wurden meine Haare arg strapaziert. Für den einen Film musste ich sie dunkel färben, für den anderen wurden sie verlängert. Hinterher sah ich aus wie ein gerupftes Huhn."

http://www.zdf.de/ZDFde/img/27/0,1886,2268059,00.jpghttp://www.rbbm.de/images/Jan-Josef%20Liefers.jpg

trance-x
August 27th, 2004, 09:46 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/#

17. August 04, Pekinger Oberbürgermeister auf dem Weg nach Athen in Berlin
http://www.chinareport.com.cn/18s/sars/images/03-sars-2a.jpghttp://graffiti.netbase.org/KULTURFOTOS/wowereit.jpg
Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) empfängt heute (Freitag) den Oberbürgermeister der chinesischen Hauptstadt Peking, Wang Qishan. Die Regierungschefs der beiden Partnerstädte treffen sich am Vormittag zu einem Gespräch im Roten Rathaus. Anschließend trägt sich der Gast im Wappensaal in das Goldene Buch ein. Nach seinem Besuch in Berlin reist Wang nach Athen, wo er bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele die Fahne für die nächste Olympiade in Peking 2008 entgegennehmen wird.

Max BGF
August 30th, 2004, 02:30 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story699729.htmlAbgesehen davon, daß ich nicht verstehe, warum bei unserer Staatsverschuldung Filmfonds überhaupt steuerlich begünstigt sind, würde mich interessieren,
"Bisher fließt das meiste Geld der deutschen Filmfonds nach Hollywood"wer eigentlich daran ein Interesse haben kann.

Damit der Eintritt für den kleinen Mann billiger wird ?

DiggerD21
August 30th, 2004, 03:34 AM
würde mich interessieren,
wer eigentlich daran ein Interesse haben kann.

Damit der Eintritt für den kleinen Mann billiger wird ?

In dem Fall wäre eine direkte Subventionierung der in Deutschland agierenden Filmverleiher effizienter. ;)

Vielleicht kriegt Roland Emmerich ja sonst nicht seine Milliönchen für seine Filmchen zusammen. ;)

Im ernst: Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht landet das Geld in Hollywood und als Gegenleistung werden ein paar Szenen (oder sogar ganze Hollywood-Filme) in Deutschland gedreht.

Max BGF
August 30th, 2004, 10:10 AM
In dem Fall wäre eine direkte Subventionierung der in Deutschland agierenden Filmverleiher effizienter. ;)

Vielleicht kriegt Roland Emmerich ja sonst nicht seine Milliönchen für seine Filmchen zusammen. ;)

Im ernst: Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht landet das Geld in Hollywood und als Gegenleistung werden ein paar Szenen (oder sogar ganze Hollywood-Filme) in Deutschland gedreht.Wahrscheinlich wird der Milliardenaufwand getrieben, damit sich Wowi an vier Tagen im Jahr im Glanz eines Hollywood-Stars sonnen kann. Als Gegenleistung nämlich werden ein paar Premieren in Berlin durchgeführt. Unmöglich ist überhaupt nichts.

trance-x
August 30th, 2004, 03:53 PM
max ...

hast du das gefuehl besonders gebeutelt zu sein oder umgekehrt reicher zu sein, wenn in berlin nix investiert wuerde? ;)

nein. die sache mit dem filmfond hatte mit berlin zunaechst einmal wenig zu tun, genau genommen hat es noch nicht einmal mit dem deutschen film viel zu tun ... was da wirkt ist ein ganz normaler globalisierungsprozess. ein fond kann geld erwirtschaften, justiert sich auf die lukrativsten strukturen ein (das sind nun einmal hollywoodproduktionen) und der rest ist dann eine frage des ringens um die richtige organisation, damit a) dem staat nichts entgeht sowie b) die kunst nicht ungegeht, der standort gestaerkt bzw. eben die allgemeine "sinnfrage" taugt sowie auch c) die fondzeichner nicht enttaeuscht werden ... etc.


hier mal ein aelterer auszug aus der welt ...


Reihenweise Oscars für Minister Eichel Deutsche Filmfonds bezahlen halb Hollywood.
Jetzt will der Fiskus dem Steuersparmodell den Boden entziehen
von Ulrich Machold

Während die Stars und Sternchen der Glamourwelt nach den Oscar-Verleihungen am vergangenen Sonntag wohl noch damit beschäftigt sind, auf sich selbst anzustoßen, dürfte ihren Produzenten die Lust aufs Feiern immer mehr vergehen. Denn ein großer Anteil der Mittel, mit denen viele Hollywood-Filme produziert werden, kommt aus Deutschland. Und damit könnte bald Schluss sein.

Allein 46 der insgesamt 157 für einen Academy Award nominierten Werke wurden mit Geld aus deutschen Filmfonds gedreht. Die geschlossenen Fonds sammeln hier zu Lande Kapital ein und finanzieren damit die Produktion. Im Gegenzug sind sie am Einspielergebnis des Films und der gesamten Verwertungskette über Video, DVD und Fernsehen beteiligt. 13 Oscars gingen so dieses Jahr an Deutschland. Beziehungsweise an Hans Eichel. Denn das meiste in Hollywood investierte Geld stammt mehr oder minder direkt aus dem Staatssäckel. Die Fonds dienen vor allem als Steuersparmodell - und das mit durchschlagendem Erfolg: Seit 1998, als das Konstrukt Filmfonds auf breiter Front das Licht der Welt erblickte, steckten deutsche Privatanleger rund acht bis zehn Milliarden Euro in die Anlagegesellschaften. Nicht überraschend, denn die Initiatoren versprachen, was es sonst fast nirgends mehr gab: eine 100-prozentige Verlustzuweisung, steuerlich voll geltend zu machen, sofort beim Kauf.

Das funktioniert, weil ein Film laut deutschem Steuerrecht für seinen Fabrikanten ein "immaterielles Wirtschaftsgut" ist. Damit firmiert ein Investor in einen Filmfonds, die meistens in Form von ineinander verschachtelten Kommanditgesellschaften organisiert sind, nicht als Anleger, sondern als Filmproduzent und kann den gesamten Anlagebetrag auf einen Schlag von der Steuer absetzen. Durchschnittlich zwei Milliarden Euro kostete das Hans Eichel pro Jahr.

Jetzt aber ist es wohl vorbei damit. Denn der Fiskus hat offenbar den lange gesuchten Schalter in der Hand, um dem Steuersparmodell Filmfonds das Licht auszuknipsen. Die Vorlage: zwei Urteile des Bundesfinanzhofs von 2001. Dort fanden die Richter, dass bei manchen geschlossenen Immobilienfonds Provisionen und andere Werbungskosten nicht zur unternehmerischen Tätigkeit gehören, sondern Anschaffungskosten seien. Damit können sie nicht mehr sofort, sondern nur noch über 50 Jahre verteilt abgeschrieben werben. Findige Beamte der Bundesfinanzverwaltung übertrugen dies sogleich auf die Filmfonds. Begründung: Da die Investoren meist nicht einmal wüssten, woran ihr Geld überhaupt mitarbeite, sei auch die Teilhabe an einem Filmfonds keine unternehmerische Tätigkeit, sondern ein simpler Kauf. Damit könnte das angelegte Geld ebenfalls nur über 50 Jahre abgeschrieben werden. Vorher hatte man schon Verlustzuweisungsgesellschaften, die Steuervorteile abschöpfen wollen, den Boden entzogen.

Für die Medienfondsbranche geht das an die Substanz. Denn die Steuerersparnis war ein zentrales Argument, um in die Konstrukte zu investieren. Fällt sie weg, sind viele Produktionen in Gefahr. "Wenn Eichel damit durchkommt, kann man die Sache zuklappen", sagt Eberhard Kayser, Geschäftsführer des Anbieters Cinerenta in München. Nach eigenen Angaben ist Kayser der größte ausländische Filmproduzent in Hollywood. Fünf Fonds mit einem Volumen von zusammen 500 Millionen Euro hat die Firma im Angebot, der letzte schließt in diesem Jahr. Kayser fühlt sich ungerecht behandelt. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagt er, "wir haben Software, die Erträge und Kosten kontrolliert, wir sichern uns durch Bankbürgschaften ab und zahlen für alle Fonds eine ordentliche Rendite. Und jetzt soll uns das kaputtgemacht werden."

Kayser weiß, warum er das alles betont. Denn von den Steuereffekten abgesehen, ist unklar, ob viele Filmfonds sich überhaupt rentieren. Da die Branche jung ist, existieren kaum aussagekräftige Bilanzen. Und von allen Seiten wird den rund 35 Betreibern Mauschelei vorgeworfen. "Man kann nur den wenigsten Filmfonds-Anbietern trauen", sagt Stefan Loipfinger, unabhängiger Experte für Beteiligungsmodelle und Autor mehrerer Bücher zum Thema Fondsinvestments. "Und bei den Allerwenigsten kommt Gewinn raus. Die mit den Produktionsfirmen ausgehandelten Konditionen sind meist so ungünstig, dass da gar nichts übrig bleiben kann." Das Problem: Die Fonds investieren zu über 90 Prozent in amerikanische Produktionen, deren Abläufe sie kaum überwachen können. Da schleichen sich leicht Posten in die Rechnung, die dort womöglich nichts zu suchen haben.
Werbungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten können zu immenser Größe aufgeblasen werden, was am Ende den Profit schmälert - und damit die Zahlungen an die Fonds.

Die Zeche zahlen die Anleger - oder die Versicherungen. Denn manche Fonds sichern sich zu Hause gegen Flops ab, mit teilweise bizarren Konsequenzen: So musste vor einigen Jahren angeblich der "Totalausfall" des Films "Face/Off" ersetzt werden, weil laut US-Studio kein Gewinn abgefallen war. Bitter, denn der Streifen mit John Travolta und Nicholas Cage war ein weltweiter Kassenschlager. Lange machte wegen solcher Stilblüten das Wort vom "stupid German money" in den USA die Runde, vom "dummen deutschen Geld", das eimerweise über den Atlantik schwappte und sich den US-Studios noch zu den haarsträubendsten Bedingungen gleichsam aufdrängte. "Davon sind die Amerikaner immer noch viel zu verwöhnt", meint Stefan Loipfinger. "Wer als Deutscher vernünftige Verträge fordert, wird komisch angeguckt und weggeschickt."

Doch selbst das dumme deutsche Geld in Amerika ist nur ein Teil dessen, was die Anleger tatsächlich in die Fonds gesteckt haben. Teilweise erheben die Betreiber derart horrende Provisionen und Gebühren, dass am Ende nur 60 Prozent des Kapitals in der Filmproduktion landet. "Leider gibt es Betreiber, die Kosten von 30 bis 40 Prozent einbehalten", sagt Michael Oehme, Präsident des Verbands Deutscher Medienfonds. "Seriöse Fonds sollten aber zehn oder elf Prozent nicht übersteigen. Und es kommen durchaus zehn Prozent und mehr an Rendite heraus - nach allen Kosten." Oehme hat die nicht beneidenswerte Aufgabe, der Miesmacherei entgegenzutreten. Da helfen Erfolgsstorys mit zweistelliger Rendite. Denn die geschlossenen Fonds besitzen oft keine Substanz, aus der sie nach Ende der Laufzeit von meist sieben bis acht Jahren das eingesetzte Kapital zurückzahlen könnten. Am Ende der Verwertungskette sind die Filme meist kaum noch etwas wert. Für die Anleger muss sich das Investment daher allein durch die Ausschüttungen rechnen. Das tut es aber nicht immer. "Viele Anbieter erzielen nicht das, was sie sich vorgenommen haben", sagt Oehme. "Aber ´stupid German money' gibt es nicht mehr. Wir investieren nur in erfolgreiche Filme."

Manchmal scheint das durchaus zu klappen. Einige Fonds schütten regelmäßig mehr als 20 Prozent Gewinn aus - nach Einrechnen des Steuereffekts werden daraus über 40 Prozent. "Filmfonds sind keine Scharlatanerie", sagt Thomas Packenius von der Vermögensverwaltung Packenius, Mademann und Partner in Düsseldorf. "Seriöse Modelle funktionieren auch. Ein guter Fonds kann leicht neun Prozent bringen, manchmal deutlich mehr." Nur müsse man als Anleger ein paar Voraussetzungen erfüllen: Ein hoher Steuersatz, um die Abschreibungsvorteile nutzen zu können, gehört dazu, und ein Grundverständnis der unübersichtlichen Filmindustrie. "Das ist nix für alte Omas", sagt Packenius.

Mittlerweile ist die Sache schon zum Politikum geworden. So wettert Uwe Boll, Filmregisseur, -produzent und Fondsinitiator in einer Person, gern gegen seine unpatriotischen Kollegen: Dadurch, dass das ganze Geld nach Hollywood gehe, würde die durch die Abschreibungsmöglichkeiten gewollte Unterstützung des deutschen Films ad absurdum geführt. Der 37-Jährige fürchtet auch, dass die Steuerbeamten nun das Kind mit dem Bade ausschütten: "Das wäre eine Katastrophe für die deutsche Filmwirtschaft", sagt Boll, "es gibt politische Grundsatzentscheidungen, den Medienstandort Deutschland zu fördern." Boll plädiert daher für ein Modell, wie in Kanada: Steuerfreiheit nur noch für Fonds, die das Geld auch überwiegend in München, Köln oder Potsdam-Babelsberg wieder ausgeben. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die kleine deutsche Filmwirtschaft überhaupt Verwendung für solche Summen hätte.

Und hoffentlich hat Boll da nichts falsch verstanden. Denn die Finanzverwaltung meint, eine politische Subventionsabsicht gebe es in keiner Weise. "Das hat sich einfach entwickelt", sagt ein Beamter, der es wissen muss. "Und jetzt setzen wir nur die Rechtssprechung um. Was für Immobilienfonds gilt, muss für alle gelten, wenn man Steuergerechtigkeit will." Dass das ganze Geld ja eh in Hollywood lande, gebe der Sache höchstens zusätzlich ein "bisschen Geschmäckle".

Die Zielrichtung ist also klar, die entsprechende Änderung des Steuerrechts wird in einem neuen Medienerlass erwartet, der in diesem Herbst kommen soll. Bis dahin gilt eine Ausnahmeregelung: In Fonds, die vor dem 1. September 2002 eröffnet wurden, können Anleger noch bis Ende 2003 gefahrlos investieren. Ansonsten drohen Rückzahlung der Steuervorteile und Krach mit dem Finanzamt.

Alles, was den Exitus der Filmfonds aufhalten könnte, wäre wohl eine Intervention der Politik. Vielleicht entdecken Hans Eichel und Kollegen ja doch noch ihre Schwäche für den Film, auch den deutschen - obwohl von den Beamten verlautet, das sei "nicht zu erwarten". In dem Fall "packen wir halt zusammen", sagt Eberhard Kayser, "und verkaufen demnächst Kuchen oder so was". (...)


ps: deine vorstellung von wegen "ein paar premieren in berlin" ist praktisch eine ressentiment-variation, die es auch in anderen versionen gibt, je nach perspektive halt: andere sagen "damit halt ein paar deutsche schauspieler durchs bild laufen und sich abknallen lassen koennen" ...

sinnvoll ist es aber durchaus: man sollte die gewichtung nutzen (und das liesse sich durchaus nutzen, das soweit ich mich entsinne sogar potenteste finanzielle bein aller laender in hollywood zu haben) ... ich wuerde ansonsten versuchen den fond einerseits durchaus an hollywoodproduktionen beteiligt zu lassen, um das niveau, gewinnpotential des fonds zu halten/heben, der dann andererseits ueber diese wege den standort deutschland, die filmlandschaft erweitern und unterstuetzen kann ... also eine mixture aus beidem ...
das kann der staat aber nicht einfach so direkt befehlen, jede regel erzeugt auch neue loecher.. entsprechend ringt er nach der besten form ...

larved
August 30th, 2004, 04:18 PM
Eine leider nicht so gute Nachricht dürfte sein, dass der Fernsehsender N-TV zukünftig wohl nur noch ein kleines Hauptstadtstudio besitzen wird, da der Hauptsitz von Berlin (ich glaube nach Köln) wegverlagert wurde. Ist mir heute erst mit dem neuen Studio-Outfit aufgefallen...:cry:

Edit:
Naja is nur'n kleiner Sender..;) Aber leistet immerhin teilweise Öffentlichkeitsarbeit für die Städte..

trance-x
August 30th, 2004, 04:37 PM
yep, das ist schon ne weile her. rtl hat da strukturen zusammengelegt, die sie in koeln schon hatten (rtl hatte ja schon nachrichten, auch technik) um einsparungen vorzunehmen ... allerdings kann sich das im laufe der zeit noch aendern, denn auch fuer sie gilt: derlei doppelstruktur bleibt unguenstig .. sie hatten aber auch kaum eine auswahl, die alternative waere eine komplette verlagerung des gesamten RTL-standortes gewesen ... dazu ist wiederum n-tv in relation zu rtl zu klein um ausschlaggebgend zu sein. ausserdem waren schnelle einsparerfolge gefragt ...

ps: geaendert hat sich insgesamt sowieso nicht viel, weil vorher schon (ich hab ne bekannte, die dort gearbeitet hat) wie bei allen anderen medien auch tuechtig personal entlassen wurde ... bei derlei nachrichtensendern ohnehin nicht viele ...

eine monatlich geupdatete kollektion positiver nachrichten (berlin business news auf den senatsseiten) findest du im uebrigen hier: http://www.wfbi.de/online/de/U/v/4/nl_registration.jsp?nav1=open

(einfach rechts die BBNs, die monatlich rauskommen, anklicken ... kannste dir auch automatisch zuschicken lassen) ... die sind natuerlich nur ein teil der gesamten medaille ...

Max BGF
August 30th, 2004, 05:11 PM
max ...

hast du das gefuehl besonders gebeutelt zu sein oder umgekehrt reicher zu sein, wenn in berlin nix investiert wuerde? ;) Ganz und gar nicht. Wie Du so weiß auch ich, daß es mir am besten geht, wenn es Berlin gut geht. Ich wünsche Berlin alle Investitionen der Welt, wenn noch ein paar Investitionstropfen für den Rest übrig bleiben. Die wenigen mich ärmer machenden Investitionen sind diejenigen, welche ich per Bund (in Berlin) tätigen muß, obwohl wegen des falschen Investitionsobjekts klar ist, daß sie sich niemals in Form von späteren Rückflüssen in größerer Höhe amortisieren werden.

... ich wuerde ansonsten versuchen den fond einerseits durchaus an hollywoodproduktionen beteiligt zu lassen, um das niveau, gewinnpotential des fonds zu halten/heben, der dann andererseits ueber diese wege den standort deutschland, die filmlandschaft erweitern und unterstuetzen kann ... also eine mixture aus beidem ...Du sagst es damit selbst: Wirtschaftliche Produktion in Hollywood soll unwirtschaftliche Produktion in Deutschland subventionieren. Klar, daß man dies von amerikanischen Produzenten nicht verlangen kann. Also wird es Chefsache und der Bund kümmert sich per Steuergesetzgebung um die falschen Rahmenbedingungen. Immerhin wird man dafür auf den diversen Galaabenden gelobt und der Steuerzahler ist ja eh doof. :D

Natürlich wirst Du, @trance argumentieren, daß dies nur eine Übergangszeit sei und nach Etablierung des Filmstandorts Deutschland läuft das Geschäft von alleine...
Ich sage Dir nun wie es läuft, sei ganz Ohr: Die Amis sind nicht dumm, nehmen die ganzen Förderungen mit, lachen hinter vorgehaltener Hand über die Deutschen, die mit ihrer sozialen Marktwirtschaft auf diese Weise gnadenlose Umverteilung von unten nach oben praktizieren. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, manch Premierenfeier von irgendeiner deutschen Filmförderungsgesellschaft oder Regierungsunterinstitution bezahlen zu lassen :laugh:, gerne sogar in Berlin, neuerdings Helmut-Newton-Town :laugh:

In dem Moment, wo wirklich Gefahr besteht, daß D zu einem Verlustgeschäft werden könnte, weil der Standort Hollywood auch wirtschaftliche Produktionen verliert, darfst Du mal raten, wer den finanziell längeren Atem hat:

USA, Kalifornien, Hollywood, Beverly Hills
oder
Deutschland, Berlin, Babelsberg, Ufa

:laugh::laugh::laugh:


... das kann der staat aber nicht einfach so direkt befehlen, jede regel erzeugt auch neue loecher.. entsprechend ringt er nach der besten form ...Würde er aber gern, da ist er wieder.

Der Kardinalfehler ;)

Max BGF
August 30th, 2004, 05:53 PM
@trance

Wollte nur mal schnell nachfragen, ob Du schon an der Antwort sitzt?

trance-x
August 30th, 2004, 06:45 PM
max ...

Ganz und gar nicht. Wie Du so weiß auch ich, daß es mir am besten geht, wenn es Berlin gut geht. Ich wünsche Berlin alle Investitionen der Welt, wenn noch ein paar Investitionstropfen für den Rest übrig bleiben. Die wenigen mich ärmer machenden Investitionen sind diejenigen, welche ich per Bund (in Berlin) tätigen muß, obwohl wegen des falschen Investitionsobjekts klar ist, daß sie sich niemals in Form von späteren Rückflüssen in größerer Höhe amortisieren werden.
davon wird schnell geredet, die wirklichkeit sieht oefter mal anders aus. aber was hat das mit dem thema zu tun?



Du sagst es damit selbst: Wirtschaftliche Produktion in Hollywood soll unwirtschaftliche Produktion in Deutschland subventionieren. Klar, daß man dies von amerikanischen Produzenten nicht verlangen kann. Also wird es Chefsache und der Bund kümmert sich per Steuergesetzgebung um die falschen Rahmenbedingungen. Immerhin wird man dafür auf den diversen Galaabenden gelobt und der Steuerzahler ist ja eh doof. :D
1. was hat nun aber berlin substanziell damit zu tun?

2. hollywood spielt bei der eigentlichen "produktion" keine sonderliche rolle mehr. zu teuer. die produktion selbst findet woanders statt, in kanada, in europa, in asien ... der gouvernator "schwarzenegger" warb ja u.a. damit, diese produktionsverlagerungen wieder zurueckbringen zu wollen ...

im klartext: hollywood hat eher finanzmanagement-, kanalisierungs-, organisations-, praesentationscharakter ... dies nur als allgemeine info nebenbei ...



Natürlich wirst Du, @trance argumentieren, daß dies nur eine Übergangszeit sei und nach Etablierung des Filmstandorts Deutschland läuft das Geschäft von alleine...
nein. ich hatte nur "nebenbei" kundgetan, wie sich ein "filmfond" sinnvoll fuer deutschland betrachten liesse. ansonsten hatte ich mich weder fuer noch gegen den filmfond ausgesprochen, sondern wollte vor allem nur mal vorstellen, worums da eigentlich so geht ...



Ich sage Dir nun wie es läuft, sei ganz Ohr: Die Amis sind nicht dumm, nehmen die ganzen Förderungen mit, lachen hinter vorgehaltener Hand über die Deutschen, die mit ihrer sozialen Marktwirtschaft auf diese Weise gnadenlose Umverteilung von unten nach oben praktizieren. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, manch Premierenfeier von irgendeiner deutschen Filmförderungsgesellschaft oder Regierungsunterinstitution bezahlen zu lassen :laugh:, gerne sogar in Berlin, neuerdings Helmut-Newton-Town :laugh:
du mischt immer wieder berlin rein, das gehoert aber gar nicht zum eigentlichen thema. dass berlin als filmstadt und allgemeinen verflechtungen natuerlich vage ins thema passt, ist nicht automatisch gleichbedeutend damit, dass alles damit zu tun hat.

helmut newton war ansonsten ein berliner, der nach dem kalten krieg eben auch wieder zurueckkehrte. das hat mit hollywood weniger zu tun als mit seinen persoenlichen bezuegen ... wenn, dann betraefe das zudem eher eine etwas andere kunstszenerie ...

was hollywood betrifft, waere eher "michael ballhaus" relevant, der eine der bekanntesten hollywood-kameramaenner der welt ist, ebenfalls nach berlin zurueckkehrte und viel fuer den deutschen film und den standort berlin macht ... berlin besticht einfach aus einer reihe solcher verbindungen.. nicht vergessen: es war der gegenpol zu los angeles vor dem zweiten weltkrieg.. da gibts noch jede menge verbindungen, nachwirkungen ...

das hat mit dem "deutschen filmfond" aber zunaechst mal wenig zu tun...



In dem Moment, wo wirklich Gefahr besteht, daß D zu einem Verlustgeschäft werden könnte, weil der Standort Hollywood auch wirtschaftliche Produktionen verliert, darfst Du mal raten, wer den finanziell längeren Atem hat:
USA, Kalifornien, Hollywood, Beverly Hills
oder
Deutschland, Berlin, Babelsberg, Ufa

du hast dich ganz offensichtlich in einen abstrusen diskussionszweig reingesteigert und euphorisiert. thema war nicht, ob babelsberg relevanter als hollywood ist. es ging um den deutschen filmfond bzw. filmfonds ... insofern betrifft das eher deutschland an sich, den anlage- und finanzmarkt, globalisierung ... oder wir disputieren den kuenstlerischen aspekt, den zusammenhang zum deutschen film an sich etc.


Würde er aber gern, da ist er wieder.
Der Kardinalfehler ;)
eher ein weiteres beispiel wie sich wieder mal jemand in eine berlin-diskussion reinsteigert, die gar nicht losgetreten wurde ... ;)

Max BGF
August 30th, 2004, 08:43 PM
thema war nicht, ob babelsberg relevanter als hollywood ist. es ging um den deutschen filmfond bzw. filmfonds ... insofern betrifft das eher deutschland an sich, den anlage- und finanzmarkt, globalisierung ... oder wir disputieren den kuenstlerischen aspekt, den zusammenhang zum deutschen film an sich etc.

eher ein weiteres beispiel wie sich wieder mal jemand in eine berlin-diskussion reinsteigert, die gar nicht losgetreten wurde ...Muß Dir völlig zustimmen. Wie sollten Bundesgesetze auch nur für Berlin gelten, nech? ;)

Ich meinte also Deutschland. Daß Berlin starauftrittsmäßig am meisten profitiert, ist deren Geschick, wogegen man außer Neid nichts haben kann.

Allerdings - um eine umfassende Antwort zu bekommen - war es doch gut, Berlin im Sinne eines pars pro toto zu wählen. Denn, wie Du richtig schreibst, die Fixierung und Reinsteigerung in Berlin-Diskussionen erreicht hier unerreichte totale Ausmaße ;) ;)

trance-x
August 30th, 2004, 11:40 PM
Muß Dir völlig zustimmen. Wie sollten Bundesgesetze auch nur für Berlin gelten, nech? ;)
genau. soweit sind wir noch nicht. wenn wir soweit sind, wirst du das daran festmachen koennen, dass vermehrt von preussen statt europa gesprochen wird und ich die uebrigen deutschen staedte und angrenzenden nationen in berliner bezirke unterteile bzw. dem naeheren speckguertel zurechne ... :lol::hilarious



Ich meinte also Deutschland. Daß Berlin starauftrittsmäßig am meisten profitiert, ist deren Geschick, wogegen man außer Neid nichts haben kann.
zumal davon mitprofitiert wird .. aehnlich wie beim tourismus erhoeht sich der stellenwert gemeinhin fuer alle, auch andere staedte legten folgerichtig zu. also sei dir bewusst: gehts berlin gut, gehts dir gut ... ueberhaupt solltest du dein leben viel mehr danach ausrichten ... :righton::hahaha:



Allerdings - um eine umfassende Antwort zu bekommen - war es doch gut, Berlin im Sinne eines pars pro toto zu wählen. Denn, wie Du richtig schreibst, die Fixierung und Reinsteigerung in Berlin-Diskussionen erreicht hier unerreichte totale Ausmaße ;) ;)
das erreichen die montagsdemos echomaessig auch. kein grund das ueberzubewerten ... ;)

:no::okay::wave:
http://mywebpages.comcast.net/mccaffrey/photos/c4berlin/clinton.jpg

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http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700442.html

Orientalisches Mode-Märchen
Modedesigner Harald Glööckler inszeniert "L'Haareem" im Platanenwald des Jüdischen Museums
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88353.jpg
Sehr figurbetont: Geschnürte Korsagen und enge Röcke, mit Seidenblumen geschmückt. So lustwandelten Glööcklers Models durch den Platanenwald des Jüdischen Museums

Wahrlich pompös: Harald Glööckler (34), "Pompöös"-Modedesigner, wählte eine ungewöhnliche Kulisse für seine traumhaft schönen Kreationen aus kostbaren Stoffen aus. Der Platanenwald im Jüdischen Museum wurde am Sonnabend anlässlich der Langen Nacht der Museen zum exklusiven Laufsteg für Glööcklers orientalisches Märchenspiel in fünf Akten, "L' Haareem". 15 Models und fünf Dressmen ließ der Modeschöpfer durch den romantisch beleuchteten Märchenwald lustwandeln, beschallt von Opernmusik (unter anderem Mozarts "Entführung aus dem Serail") und orientalischen Klängen.

Ein Hauch von 1001 Nacht wehte über den Platanenwald, der an diesem Abend etwas Geheimnisvolles, Verwunschenes ausstrahlte. Die Kostüme - mit langen Schleppen, üppigen Dekolletees, ausschweifenden Röcken und viel Transparent-Look - wurden von Andreas Fuchs, dem Lichtdesigner des Regisseurs Robert Wilson, ins rechte Licht gesetzt. Die opulent-barocken Modelle hatte Glööckler speziell für den Abend entworfen.

Beim Defilee auf dem silbernen Zickzack-Laufsteg wirkte der Modedesigner mit seinen dunkel geschminkten Augen und dem glänzenden Abendanzug selbst ein wenig wie ein orientalischer Prinz. Für den Kopfputz sorgte Star-Figaro Udo Walz, Visagist René Koch zauberte das üppige, farbenfrohe Make-up.

Das rund 40 Minuten dauernde Modespiel, in dem die schönen Prinzessinnen beim Spazieren im Park von plötzlich auftauchenden Eindringlingen erschreckt werden, diese später jedoch bei einem geheimen Rendezvous näher kennen lernen, endete mit einem festlichen Finale der Haremsprinzessinnen. Ende gut, alles gut. . .

Das war auch die Devise von Klaus Siebenhaar vom Kultursommer-Team des Jüdischen Museums, das für die Produktion des Mode-Märchens verantwortlich zeichnete. Zwei Stunden lang hatte Siebenhaar mit seinen Mitarbeiterinnen nach Regenschauern Laufstege und Sitzreihen trocken gewischt.

Passend zum Thema des Abends gab es im VIP-Zelt ein orientalisches Büfett. Zwei der Gäste staunten nicht schlecht: Benefiz-Lady Ulla Klingbeil und der Düsseldorfer Bauunternehmer Stefan Schneider sahen sich plötzlich im gleichen Leoparden-Anzug aus Glööcklers Kollektion am Büfett stehen. Beide nahmen es mit Humor.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700440.html
Franco Frattini
http://www.rainews24.it/ran24/immagini/frattini_franco.jpg
, Italiens Außenminister, kommt wegen des 50. Todestags von Alcide de Gasperi in die Adenauer-Stiftung: "Gasperi und Adenauer: Gründungsväter Europas".

Mavie Hörbiger
http://www.djfl.de/entertainment/djfl/1105/110854b4.jpg
kommt zur Präsentation von "7 Zwerge, Männer allein im Wald".

trance-x
August 31st, 2004, 12:53 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040810/berlin/story696161.html
Rätselraten über Tod des SPD-Politikers Matthae
Abschiedsbrief gefunden: Staatsanwaltschaft geht von Selbstmord aus - Klaus Wowereit würdigt Arbeit des verstorbenen Parteifreundes
Von Joachim Fahrun und Karsten Hintzmann
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040810/berlin/pop_87306.jpg
SPD-Landesgeschäftsführer Andreas Matthae ist tot. Der 35 Jahre alte Politiker wurde am Sonntag von einem Bekannten in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Matthae seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat. Behörden-Sprecher Michael Grunwald sagte: "Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod des Politikers erbracht." Zudem sei ein Abschiedsbrief gefunden worden.

Über die Motive für Matthaes Selbstmord gibt es derzeit nur Spekulationen. Sowohl aus Parteikreisen als auch aus dem engeren persönlichen Umfeld Matthaes verlautete, es habe massive Probleme im Management zweier Lokale in Mitte gegeben, die Matthae bis vor kurzem als Gastronom geführt hatte. Es soll zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Unter anderem sollen Rechnungen nicht bezahlt und Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter nicht abgeführt worden sein. Außerdem soll Matthae finanzielle und auch private Probleme gehabt haben.

Das ganze Ausmaß der geschäftlichen Hypothek, die der SPD-Spitzenpolitiker mit sich herumtrug, wurde dem Landesvorstand der Berliner SPD offenbar in den vergangenen Tagen bewusst. Auf einer Klausurtagung des geschäftsführenden SPD-Landesvorstands am vergangenen Sonnabend wurde daher beschlossen, Matthae mit Wirkung vom gestrigen Montag an bis zur Aufklärung des Sachverhaltes zu suspendieren. Eine Stellungnahme aus der Parteispitze zu der beabsichtigten Suspendierung Matthaes gab es gestern nicht. Es ist auch nicht bekannt, ob Matthae Kenntnis von dem Suspendierungsplan hatte. Der Landesgeschäftsführer war letztmalig am vergangenen Dienstag in der SPD-Geschäftsstelle an der Müllerstraße gesehen worden. Danach reagierte er nicht mehr auf Rückrufersuchen führender Parteifreunde. Da Matthae wie vom Erdboden verschwunden und auch nicht zur Vorstandssitzung erschienen war, verschaffte sich am Sonntag einer seiner engsten politischen Weggefährten Zugang zu Matthaes Privatwohnung an der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg und fand ihn dort tot vor.

In der SPD löste die Nachricht vom Ableben des Landesgeschäftsführers Trauer und Betroffenheit aus. SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller sagte: "Die Berliner SPD verliert mit ihm einen sehr engagierten und sehr talentierten jungen Menschen. Er hat für unsere Partei über Jahre hinweg in vielen Funktionen sehr verantwortungsbewusst gearbeitet." Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, Matthae sei ein junges, hoffnungsvolles Talent in der Berliner Politik gewesen. Wowereit: "Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und all seinen Freunden, die jetzt über den viel zu frühen Verlust trauern."

Mit dem plötzlichen Tod Matthaes ist Landeschef Michael Müller unerwartet früh gezwungen, sein nach dem Rücktritt von Peter Strieder vom Landesvorsitz sorgsam erstelltes Personaltableau, das allen Parteiflügeln gerecht wurde, neu zu ordnen. Wer den vakanten Posten übernehmen soll, ist offen.


http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040821/berlin/story698521.html
Bewegende Trauerfeier für Andreas Matthae
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040811/berlin/pop_87335.jpg
Mit Songs von Paul Weller, Van Morrison und Herbert Grönemeyer verabschiedeten sich Familie, Freunde und politische Weggefährten gestern von Andreas Matthae. Der SPD-Landesgeschäftsführer wurde nach einer bewegenden Trauerfeier auf dem Luisenstädtischen Friedhof am Südstern beigesetzt. An der Beerdigung nahmen rund 250 Gäste teil, unter ihnen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, SPD-Landeschef Michael Müller und SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter. Auch der grüne Fraktionschef Volker Ratzmann, CDU-Landesgeschäftsführer Matthias Wambach und PDS-Bundesvorstandsmitglied Elke Breitenbach waren gekommen.

Der 35-Jährige hatte am 8. August Selbstmord begangen. Auch gestern zeigten sich Angehörige und Freunde ratlos. SPD-Landeschef Müller sprach von einem sinnlosen Tod. Patenonkel Dieter Timmermann äußerte die Vermutung, dass Matthae die wahren Freunde zur Problembewältigung fehlten.


http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040830/berlin/story700455.html
Drei Wochen nach dem tragischen Freitod von SPD-Landesgeschäftsführer Andreas Matthae sucht die Parteispitze händeringend einen Nachfolger für den vakanten Posten. Hinter den Kulissen dreht sich das Personalkarussell auf Hochtouren, jede Menge Namen von Kandidaten geistern durch die Gerüchteküche. SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller hat das Thema zur Chefsache gemacht. Er führe derzeit Einzelgespräche und habe sich noch nicht festgelegt, hieß es gestern aus Fraktionskreisen. Geht man die bislang gehandelten Namen durch, bleiben vier SPD-Funktionäre übrig, denen realistische Chancen attestiert werden können.

Zu ihnen gehört Frank Zimmermann, seit 2001 Mitglied des Abgeordnetenhauses und dort Vorsitzender des strategisch wichtigen Banken-Untersuchungsausschusses. Zimmermann hat eine Ochsentour durch die Berliner Landespolitik hinter sich und kennt sich exzellent in den Niederungen der Hauptstadt-SPD aus. Zwischen 1990 und 1995 arbeitete der Volljurist als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die SPD-Abgeordnetenhausfraktion.
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040830/berlin/pop_88370.jpg
1996 wurde er Sprecher der Finanzverwaltung, ein Jahr darauf wechselte er als Sprecher in den SPD-Landesverband. Bei den vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 2001 gelang dem heute 47 Jahre alten SPD-Politiker erstmals der Einzug ins Berliner Parlament. Dort habe er, so sagen Parteifreunde, durch Fleiß und stetiges Engagement auf sich aufmerksam gemacht.

Einen steilen Aufstieg hat die türkischstämmige Dilek Kolat hinter sich. Vor 37 Jahren in Kelkit geboren, studierte Kolat an der TU Mathematik und arbeitet als Depot-Managerin bei einer Bank. Im Jahr 2001 zog sie für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ins Abgeordnetenhaus ein, mit den stadtweit meisten Direktstimmen aller SPD-Bewerber (44,8 Prozent). Kolat ist Mitglied im Tempodrom-Untersuchungsausschuss und gehört zu den Vertrauten von Fraktionschef Müller.

Die Kandidatenchancen von Zimmermann und Kolat werden allerdings durch die Tatsache geschmälert, dass beide wie Müller aus Tempelhof-Schöneberg kommen. Eine weitere Ämterbündelung von Funktionären dieses Kreisverbandes - schließlich ist auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ein Tempelhofer - wird in der Partei eher skeptisch und ablehnend gesehen.

Dieses Problem haben zwei weitere mögliche Kandidaten nicht. Christian Gaebler, parlamentarischer Geschäftsführer der Abgeordnetenhausfraktion, ist in Charlottenburg-Wilmersdorf zu Hause, der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz lebt in Spandau. Beide Politiker gehören zum engsten Umfeld des Landesvorsitzenden und sind darüber hinaus seit Jahren mit Müller befreundet.

Doch auch Gaebler und Schulz erfüllen nicht vollständig das Anforderungsprofil für den Posten des Landesgeschäftsführers. Angesichts des Stimmungstiefs, in dem sich die SPD mit aktuell nur noch 17 Prozent befindet, suche Müller, so heißt es in seinem Umfeld, nach einem Kandidaten, der seine Arbeitskraft vollständig für diesen Job einsetzen kann und nicht durch ein politisches Mandat gebunden ist. Müller habe daher seine Fühler auch in Richtung Bundesgeschäftsstelle ausgestreckt. Gesucht werde eine Frau mit Managerqualitäten.

trance-x
August 31st, 2004, 01:09 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700438.html
Geflüster ... psssst ...
Wie feiert ein neuer Stern am Opernhimmel nach dem Auftritt in der Waldbühne? Die Sopranistin Anna Netrebko gab sich am Sonnabend zunächst mal neugierig: Beim Empfang für 250 Gäste im Interconti-Restaurant Hugos führte ihr erster Weg in die Küche, wo sie Küchenchef Thomas Kammeier über die Schulter guckte. Besonderes Interesse zeigte sie für den Nachtisch - Panna Cotta mit Himbeermark. Italienisch waren auch die anderen Leckereien wie Salat mit Meeresfrüchten. Ein passender Abschluss des "Italienischen Abends" mit dem neuen Publikumsliebling Marcelo Alvarez.

Als überraschter Sieger nahm der afghanische Botschafter Hamidullah Nasser Zia gestern beim "Ambassadors Golf Cup 2004" im Märkischen Golfclub Potsdam e.V. den Wanderpreis entgegen. Der Diplomat, der erst im Vorjahr in einem Schnupperkursus mit dem Golfen begann, spielte sein erstes Turnier. Gewinner des Preises "Nearest to the pin" war Kamal Ismaun, Botschafter Malaysias.

Mit bizarren Zuckungen stehen sie auf der Bühne und fuchteln mit den Armen in der Luft. Dazu dröhnt laute Musik von Hardrock-Bands: Die Luftgitarrespieler kämpften am Wochenende im finnischen Oululu um die Weltmeisterschaft. Mit dabei war der Deutsche Meister aus Berlin, Ingo Schulz . Zu seiner Überraschung erreichte er sogar das WM-Finale. "Der Moment gehört mir allein", dachte der 33-Jährige, als er vor 1500 Zuschauern seine Show präsentierte. Auch wenn er letztlich nicht unter die ersten drei kam. Mira Park aus den USA ist die beste Luftgitarrenspielerin der Welt. Doch Ingo Schulz hat sein Ziel erreicht. "Wer kann schon von sich behaupten, einer der besten Luftgitarrespieler der Welt zu sein. Wahnsinn!" Jetzt genießt er noch ein paar Tage Urlaub in Finnland.


Festakt zum Kulturdialog «Berlin-Buenos-Aires» in der Staatsoper

Berlin (dpa/bb) - Berlin tanzt Tango und feiert zehn Jahre Städtepartnerschaft mit Buenos Aires. Zum Auftakt der zweimonatigen Veranstaltungsreihe an zahlreichen Orten der Hauptstadt wird an diesem Dienstag in der Staatsoper Unter den Linden mit einem Festakt der «Kulturdialog Berlin-Buenos-Aires 2004» in Anwesenheit der beiden Bürgermeister Anibal Ibarra und Klaus Wowereit (SPD) eröffnet.
http://www.buenosaires.gov.ar/areas/com_social/anibal_ibarra/imagenes/upload/index1.jpghttp://www.glaubeaktuell.net/media/Nachrichten_Kultur/wowereit.jpg


homePage: www.buenosaires-berlin.com
source: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040826/feuilleton/story699557.html
Berlin feiert die Kulturszene von Buenos Aires
Ist die Leidenschaft für Tango die einzige Verbindung zwischen Berlin und Buenos Aires? Dass die argentinische Hauptstadt mehr zu bieten hat als Tango Argentino, zeigt das Metropolenprojekt "Buenos Aires - Berlin 2004" in einem vielseitigen Kulturfestival. Vom 31. August bis zum 31. Oktober feiern die beiden Hauptstädte das zehnjährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaften. Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen von Daniel Barenboim. Der israelisch-argentinische Dirigent tritt in der Staatsoper Unter den Linden als Pianist auf.

Neben den berühmt-berüchtigten Tangonächten gibt es ein reichhaltiges Angebot an Musik, Kino, Theater, Tanz, Literatur, Ausstellungen und Konferenzen. Als Vorgeschmack auf das Festival widmet das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) die Lange Nacht der Museen am 28. August der Lebenskultur von Buenos Aires.

Während die Berliner die Möglichkeit haben, etwas über die kulturellen Reize der Hauptstadt Argentiniens zu erfahren, lernen die Menschen aus Buenos Aires Berliner Kunst kennen.

Der aktive Dialog zwischen beiden Städten prägt das Festival. Junge deutsche und argentinische Künstler, die während des Festivals in der je anderen Stadt leben und arbeiten, präsentieren einen lebendigen Ausschnitt aus der urbanen Szene. So stellt die Ausstellung "Berliner Schloss made in B.A." im IAI Entwürfe argentinischer Studenten zur Neugestaltung des Schlossareals am Palast der Republik vor.

Das Hebbel am Ufer zeigt drei Theaterstücke argentinischer Regisseure, die sich mit den sozialen Härten des Landes und den Wirtschaftscrash beschäftigen und das Kino Arsenal präsentiert ein umfangreiches Programm argentinischer Filme.

"Buenos Aires - Berlin", 31. 8. - 31. 10. Infos im Internet: www.buenosaires-berlin.com Anna Mechler

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story700464.html
50 000 Besucher bei Museumsnacht (Lange Nacht der Museen)
Veranstalter freuen sich über mehr Gäste als im letzten Sommer - Palast der Republik und Berliner Dom als Publikumsrenner[/b]
Von Julia Höpfner

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88358.jpg
Wie vielerorts hieß es auch vor dem Alten Museum erst mal: Schlange stehen

Mehr als 50 000 Besucher mussten sich in der Langen Nacht der Museen vom Sonnabend zum Sonntag zwischen dem Angebot von 120 Einrichtungen entscheiden - Streiflichter der 16. Berliner Museumsnacht:

18 Uhr, Rotes Rathaus. Wolf Kühnelt liebt Menschenschlangen. Von Berufs wegen. Der Mann vom Museumspädagogischen Dienst organisiert die Lange Nacht der Museen. Und am Anfang dieser 16. Berliner Museumsnacht stehen Menschenschlangen: Menschenschlangen vor dem Eingang des Roten Rathauses, das ab 18 Uhr besichtigt werden kann, Menschenschlangen auf dem Vorplatz an den Kassen für die Lange Nacht-Tickets, Menschenschlangen an den Haltestellen der Shuttlebusse, die gleich auf ihren 13 Museumsrouten starten. 18.05 Uhr, Bushaltestelle Route 3 am Roten Rathaus. Angeblich fahren die Shuttlebusse heute Nacht im Zehnminutentakt. Aber die Menschen drängeln sich, als wäre dieser erste, jetzt heranrollende Bus, der einzige, der sie zu den 120 teilnehmenden Museen kutschieren kann. In verschiedenen Dialekten wird der eigene Platz in der Schlange verteidigt, ein englisch sprechendes Pärchen setzt sich kopfschüttelnd ab und macht sich zu Fuß auf den Weg zur Museumsinsel. 18.10 Uhr, im ersten Bus. Der Bus ist rappelvoll. Vier mal muss der Busfahrer die Gäste bitten, die hintere Tür frei zu geben und in den nächsten Bus einzusteigen - der steht schon bereit. Abfahrt. "Wo fahn wa denn hin jetze?", fragt der Mittvierziger mit dunklem Haar und Regencape. "Keine Ahnung", sagt seine Frau, "Hauptsache schnell wieder raus hier." Lachen im Bus, die Stimmung ist nun trotz erdrückender Menschenmassen gelöst. Gleich am Berliner Dom steigen viele Menschen wieder aus. 18.15 Uhr, Museumsinsel. Der Fußgängertunnel aus Holz, der sich zum Pergamonmuseum schlängelt, bebt. Die Schritte hunderter Menschen hämmern auf den Holzboden - in Richtung Pergamonmuseum. Und da steht er, überwältigend groß und schön - der Pergamonaltar. Er ist zartrosa angestrahlt. Gegenüber sitzen Monika Zienke (45) und Reinhard Busse (41) auf einer Bank. "Ich war hier zuletzt vor 30 Jahren - auf Klassenfahrt", sagt Monika Zienke aus Frankfurt am Main, streicht sich durch das kurze schwarze Haar und wirkt richtig gerührt. Besucher mit Katalogen in den Händen hasten an dem Paar vorbei. "Wir bleiben jetzt erst mal hier sitzen und sehen uns den Altar und die Leute in Ruhe an", sagt Reinhard Busse und legt seiner Freundin einen Arm um die Schulter. 18.35 Uhr, vor dem Palast der Republik. Zum ersten und vielleicht letzten Mal kann man das entkernte Gebäude besichtigen. Die Schlange davor ist endlos lang - zu lang, um sich dort mitten im gerade einsetzenden Regenschauer anzustellen. 19 Uhr, Deutsches Historisches Museum. Der große Innenhof des DHM ist menschenleer, Regen prasselt auf das Plexiglas-Dach. Erst im Hauptgebäude, bei der Ausstellung "Strategien der Werbekunst" drängt sich junges Publikum. Pamela Heinike (26) ist aus Madrid zur Langen Nacht der Museen angereist. Sie gehört zu dem Fünftel aller Gäste der Langen Nacht, die eigens zu dieser Veranstaltung von auswärts kommen. "Strange", "verrückt", findet sie es, Museen in der Nacht zu besuchen. 20.10 Uhr, Automobilforum Unter den Linden. Ein DJ legt sanfte Musik auf, die bis ins Untergeschoss zur Weltraumausstellung hallt. Zwischen Raketen, Marsmobilen und Astronautenpuppen steht ein echter Weltraumfahrer. Komplett in seinen weißen Anzug eingeschweißt, kippt er vorbeigehenden Leuten, die ihn zweifelnd anstarren - echt oder unecht? - überraschend in die Arme. Ein Mann springt vor Schreck weg, so dass der Astronaut ins Straucheln kommt und beinahe fällt. 21 Uhr 10, Museum für Fotografie. Die Fotografien von Helmut Newton amüsieren die Besucher, bei einigen Nacktfotos drehen sich manche, vor allem ältere Damen und jüngere Männer, verschämt lächelnd wieder weg. Julia Steblau (19) und Kati Stielow (19) aus Lichtenberg nicht. Die Technik des Fotografen fasziniere sie, in der Schule hätten sie eine Foto-AG besucht. Zur Museumsnacht haben die Schülerinnen knappe Oberteile angezogen und sich stark geschminkt. 22 Uhr, Museum für Kommunikation. Levi schläft schon. Aber er ist ja auch erst drei Monate alt und hängt im Tragetuch von Mutter Sina Roland (35), die durch die eher schwach besuchte Ausstellung wandert. Telefone mit Drehwählscheiben und eine gelbe Telefonzelle - Levi wird diese Sachen später höchstens noch in einem solchen Museum kennen lernen können. 22.45 Uhr Unter den Linden. Der Mittelstreifen Unter den Linden ist schwarz vor lauter Menschen. Zum Teil aber auch grün oder blau - in diesen Farben werden viele der Passanten angeleuchtet, während sie an den Lichtinstallationen und Kunstwerken des Künstlers Armel Réau entlang laufen und sich die überdimensionalen Augen, bunten Plakate, baumelnden Lampenschirme und andere Installationen ansehen.

Die Schlange am Palast der Republik wird derweil immer länger, es sollen bereits jetzt mehr als 10 000 Menschen drinnen gewesen sein. Von "Lounge-Atmosphäre", guter Musik, Bars und toller Beleuchtung schwärmen Besucher. 23.30 Uhr, Schloss Charlottenburg. Hier gibt's auch Musik - aus Sophie Charlottes Zeiten. Kostümierte Damen und Kavaliere wandeln dazu durch das Schloss. Es ist nicht viel los und man hat das Gefühl, vom Zentrum der Langen Nacht der Museen weit entfernt zu sein.

Das ist diesmal im und rund um den Palast der Republik. Zwischen dem Palast und dem Lustgarten vor den wunderschön angestrahlten Gebäuden von Berliner Dom und Altem Museum tummeln sich die Menschenmassen. Und hier stehen auch die längsten Menschenschlangen. Allein 17 000 Besucher zählt der Palast der Republik bis zum Ende der Langen Nacht. Mehr sind es lediglich gleich gegenüber im Berliner Dom. Dort zählte man 22 000 Besucher.



http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040827/berlin/story699801.html
Mehr als 100 Häuser öffnen zur Museen-Nacht
Zusätzlich gibt es Veranstaltungen, Lesungen und viel Musik
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040827/berlin/pop_88172.jpg
Die Lange Nacht der Museen ist wie ein Überraschungsei - voller Spiel, Spaß und Spannung. Am Sonnabend ist es wieder so weit: Mehr als 100 Häuser laden zum späten Besuch. Neben den gewohnten Ausstellungen ist das Programm randvoll mit Sonderveranstaltungen, Lesungen und Musik. Die Kinder kommen dabei nicht zu kurz zwischen alten Skulpturen, wertvollen Gemälden, Berliner Kuriositäten und moderner Kunst.

Die 16. Lange Nacht hat zahlreiche Highlights zu bieten. Der Palast der Republik erwartet Besucher mit weit geöffneten Türen. Dort kann das entkernte Gebäude besichtigt werden. Um 22 Uhr spielt dort das Bläserensemble "German Brass" der New Yorker Philharmoniker. Musik gibt es auch im Centrum Judaicum zu hören, dort wird mit religiösen Gesängen die Hawdala-Zeremonie, die Sabbatausgangsfeier begangen (ab 20 Uhr). Das Pergamonmuseum lockt mit Lichtinstallationen am Pergamonaltar und dem Ischtar-Tor, im dortigen Ehrenhof trägt das Hexenkessel Hoftheater aus Friedrich Hölderlins "Empedokles" vor. Mit der jüngeren deutschen Geschichte beschäftigt sich dagegen der Schriftsteller und Liedermacher Stephan Krawczyk im Informations- und Dokumentationszentrum für die Stasi-Unterlagen (ab 21 Uhr). Prominent wird es auch im Filmmuseum. Dort ist der 50er-Jahre-Filmstar Ruth Leuwerik bei der Ausstellung "Die ideale Frau" anzutreffen (21 Uhr). Wer lieber in alten Zeiten schwelgt, kann im Schloss Charlottenburg mit den Damen und Kavalieren des Gefolges durch die Wohnräume von Preußens erster Königin Sophie Charlotte lustwandeln. Wem diese Welt zu klein ist, der hebt im Automobil Forum Unter den Linden bei der Raumfahrt-Ausstellung "Man & Space" ab. Wer nach all dem noch wach genug ist, kann die Nacht bei Kerzenschein und mit gregorianischen Gesängen im Berliner Dom (24-1.45 Uhr) ausklingen lassen.
(...)

trance-x
August 31st, 2004, 01:35 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040824/bezirke/story699166.html

Boulevard Unter den Linden wird zur Kunststadt
Mitte
Es scheint, als wetteifern am Schlossplatz Künstler und Gerüstbauer um die kreativsten Konstruktionen. Zum einen ist dort die Bambusskulptur des Künstlers Armel Réau zu sehen. Mehr als 20 Meter ragen die mit Seilen verbundenen roten Bambusstangen in die Höhe - nur einen Steinwurf entfernt vom Berliner Dom. Während die Bambuskonstruktion lediglich mit Hilfe von Hebebühnen montiert wird, klettern Gerüstbauer in unmittelbarer Nachbarschaft zu Réaus Bambuswald vor dem zum "Volkspalast" mutierten Palast der Republik von einer Stahlstange zur nächsten. Dort entsteht derzeit eine riesige Zuschauertribüne. Réaus Installation ist Bestandteil seiner aus mehreren Elementen bestehenden Großplastik "RefleCity". Diese Kunststadt erstreckt sich über eine Länge von 1,5 Kilometern auf der Mittelpromenade der Linden vom Brandenburger Tor bis zum Schlossplatz. Die neun Einzelteile versinnbildlichen die verschiedenen Aspekte urbanen Lebens. Bis Freitag werden die Elemente, etwa ein riesiger Sessel, eine vier Meter hohe Toilette und auch ein mit Graffiti besprühter Containerzug, aufgestellt. Das Kunstwerk ist eine der Hauptattraktionen der Langen Nacht der Museen am Sonnabend. "RefleCity" ist allerdings bis Sonntagabend für alle bei freiem Eintritt zugänglich.

trance-x
August 31st, 2004, 01:41 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040828/berlin/story700047.html

500 Polizisten stoppen Hartz-Gegner
Beamte sichern das Fest von McKinsey gegen 50 Demonstranten
- Streit um die Kosten des Einsatzes
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040828/berlin/pop_88230.jpg
Ein Mann sitzt in einem Sessel in sechs Metern Höhe vor dem Brandenburger Tor. Der Hochsitz ist Teil der Großplastik "RefleCity", die von McKinsey gesponsert.

Mit einem großen Aufgebot an Beamten und Fahrzeugen hat die Polizei gestern die Proteste von rund 50 Hartz-IV-Gegnern gestoppt, die gegen die 40-Jahr-Feier der Unternehmensberatung McKinsey Deutschland demonstrierten.

Das private Jubiläumsfest der Düsseldorfer Beratungsfirma McKinsey fand erstmals mit 4500 geladenen Gästen auf der Allee Unter den Linden in Mitte statt. Dabei hatte die Polizei insgesamt zehn von McKinsey angemietete Gebäude zu schützen, darunter die Staatsoper, die Humboldt-Universität, die Russische Botschaft und den Palast der Republik. Auch der Berliner Dom wurde in die Schutzzone eingebunden, da dort am Abend die zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker ein Konzert für die Unternehmensberatung gaben. Mehr als 500 Polizisten mit rund 80 Fahrzeugen waren im Einsatz.

Mehrere linke Gruppen wie Attac oder das Bündnis "Weg mit Hartz-IV" hatten im Vorfeld zu größeren Störaktionen aufgerufen. Gekommen waren bis zum Abend allerdings nur sehr wenige Protestler, insgesamt 50. Nach Polizeiangaben verliefen die Aktionen zunächst weitgehend friedlich. Von der privaten Sicherheitsfirma Gegenbauer & Bosse sollen nach Polizeiangaben ebenfalls weitere 400 private Sicherheitsleute das Fest zusätzlich geschützt haben.

"Wir haben kein Verständnis dafür, dass wir ein privates Fest in solch massiver Weise zu schützen haben", sagten sehr viele Polizisten, die sich gestern im Einsatz befanden. Am Ende sei es der Steuerzahler, der dafür die Rechnung zu zahlen habe. Wie hoch die Kosten des Einsatzes waren, darüber gab es keine Auskünfte bei der Polizei.

McKinsey-Unternehmenssprecher Rolf Antrecht bestätigte, dass für den Einsatz der Polizei ausschließlich das Land Berlin zuständig sei. "Die Proteste richteten sich nicht gegen unsere Firma, sondern allein gegen Hartz IV", betonte Antrecht. Deshalb sei es völlig unangebracht, für die Kosten des Polizeieinsatzes gegen die Protestler die Firma McKinsey in die Pflicht nehmen zu wollen.

Alle Vorkehrungen für die Sicherheit der geladenen Gäste durch private Sicherheitsfirmen, die McKinsey angeheuert habe, zahle selbstverständlich McKinsey selbst. "Der Stadt Berlin ist durch uns jedenfalls kein Schaden entstanden", beteuerte Antrecht. Man habe vorher gewusst, dass es zu Protesten in Berlin kommen werde.

"Wir zeigen Verständnis für die Kritik und das Anliegen der Hartz-IV-Gegner", sagte Antrecht. Es müsse aber möglich sein, und Berlin biete den Platz dafür, nebeneinander zu feiern und auch zu protestieren. "Mit unserem Fest hatten diese Proteste der Hartz-IV-Gegner nichts zu tun", so Antrecht.

"Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Beratungsleistungen von McKinsey und der Hartz-Reform", behauptet hingegen Politikprofessor Peter Grottian und Mitglied im "Berliner Sozialforum". Auch wenn es nur einige wenige gewesen seien, die Unter den Linden gegen McKinsey protestiert hätten: "Wir haben erreicht, dass die Öffentlichkeit auf den engen Zusammenhang der unsozialen Hartz-IV-Gesetzgebung mit der Beratungsfirma aufmerksam geworden ist." Es sei bezeichnend, sagte Grottian weiter, dass McKinsey mit verdientem Geld aus Beratungsverträgen, die soziale Ungleichheiten produziert hätten, aus Imagegründen für ein Betriebsvergnügen in der Hauptstadt Künstler und Gebäude kaufe.

Diesen Vorwurf wies McKinsey-Sprecher Antrecht zurück. "Wie die aufgetretenen Künstler der New Yorker oder der Berliner Philharmoniker keine Gage erhielten, so haben wir auch keine Miete für die Humboldt-Universität oder die Staatsoper gezahlt", sagte er. Diese Einrichtungen seien in der Vergangenheit von McKinsey beraten worden. "Der Auftritt der Künstler oder die Nutzung der Gebäude für unser Jubiläum war ein kleines Dankeschön für unsere Arbeit", erklärte Antrecht.


http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040829/berlinboulevard/story700281.html
... whisper ...
(...)
Im Sage an der Brückenstraße 1 (Mitte) stieg am Sonnabendabend die dritte Party für Afrika. Bauunternehmer Andreas Niemeier lud per SMS ein: Er engagiert sich im Lions Club Berlin Europa-Center. Die Lions und das Sage unterstützen das Projekt der Stewardessen Cynthia Clotthey und Katharina von Ballestrem, die in Warang - zwei Autostunden südlich von Dakar - ein Krankenhaus aufbauten. Diverse Partygänger und Sage-Geschäftsführer Jan Schröder packten im Senegal bereits mit an. Am Sonnabend wurde für den Transport eines Krankenwagens von Berlin nach Warang gesammelt.

Rolf Hochhuths umstrittenes Theaterstück "McKinsey kommt" stand nicht auf dem Programm. Dafür sang Musicalstar Ute Lemper , das Bolschoi-Ballett tanzte. 40 Jahre McKinsey in Deutschland: 4500 Gäste feierten am Wochenende in Berlin das von Hartz-IV-Gegnern kritisierte Firmenjubiläum. Geladene Gäste standen bis Sonnabend früh um drei vor dem Palast der Republik Schlange, um in die "McKinsey-Disko" eingelassen zu werden. Da war der Auftritt von Ute Lemper im Konzerthaus längst vorbei. Sie saß am Sonnabendnachmittag mit einer riesigen Reisetasche im "Borchardt". Was drinnen war? Schminkzeug und eine zweite Garnitur Klamotten.

http://www.elegant-lifestyle.com/BBorchardti.jpghttp://www.berlin-contact.com/destination_management/bilder/borchardt.jpg
Borchardt Impressionen

trance-x
August 31st, 2004, 01:44 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040822/feuilleton/story698750.html

Palast der Republik: Auferstanden in Ruinen
ABBA bolschewistisch: Der "Volkspalast" ist zur kulturellen Zwischennutzung eröffnet
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040822/feuilleton/pop_87901.jpg
Leuchten für "Erichs Lampenladen": Besucher waren aufgefordert, neues Interieur für den "Volkspalast" mitzubringen

Ihren alten Ausweis hat Valentina Stühler immer noch. Sie war Mitarbeiterin im Einlassdienst des Palastes der Republik und zeigt nicht ohne Stolz das kleine Stück Papier. Dann sagt sie leise: "Uns haben sie ja gar nicht richtig gekündigt." Jetzt steht sie auf dem roten Teppich, direkt vor dem Palast. Eine Dame am Rand nickt und erzählt, wie es war, als sie damals im September 1990 um 10.30 Uhr den Anruf bekam mit der Aufforderung, dass alle Türen des Palastes sofort geschlossen werden müssten. Fünf Jahre habe sie dort gearbeitet, es seien die glücklichsten in ihrem Leben gewesen. Sie sind hier, um sich anzuschauen, was aus dem, was sie kennen, geworden ist. Andere sind da, um sich anzuschauen, was sie gar nicht kennen. Die zweite Gruppe ist in der Überzahl.

14 Jahre, nachdem der einstige Amüsier- und Agitationspalast der DDR wegen Asbestverseuchung geschlossen wurde, öffnete er am Freitag als "Volkspalast" wieder die Tore. Zwar gab es 2003 mit dem Musikprojekt "Wagnerkomplex" schon eine erste Zwischennutzung, zwar bewachten schon chinesische Tonkrieger den Sarkophag der DDR, aber jetzt präsentiert die Initiative "Zwischen Palast Nutzung" nach zähem Ringen erstmals ein komplettes kulturelles Programm über einen längeren Zeitraum. Bis zum 9. November übernehmen die Künstler die Regie und knipsen jeden Abend in "Erichs Lampenladen" die Lichter wieder an für Musik, Tanz, Filme, Workshops.

Das Volk kommt in Massen zur Eröffnung und darf sich als König fühlen. Edle Limousinen kutschieren die Besucher um den Schlossplatz. Im Auto mahnt eine Stimme: "Schauen Sie nach vorn!" und lädt ein zur "Jungfernfahrt nach geradeaus". Heute will keiner daran denken, dass das Palastskelett laut Bundestagsbeschluss schon im nächsten Jahr abgerissen werden soll, heute darf es alle seine Möglichkeiten präsentieren.

Das Volk bekommt sein Haus zurück, aber es muss es sich neu erobern. Zunächst über den roten Teppich, danach: Posieren zum Gruppenbild. Performer Martin Clausen dirigiert eisern: "Nicht so albern, everybody looks here", alle 15 Minuten darf einer das rote Band durchschneiden. Drinnen dann: Trubel auf zwei Etagen. Helium-Ballons mit kleinen NVA-Soldaten aus Eis steigen zu den nackten Stahlträgern empor, auf die Leinwand im unteren Eingangsbereich überträgt die Performance-Gruppe Gob Squad ihre "Volks-Promi"-Berichterstattung, immer wieder liefert jemand eine von zu Hause mitgebrachte Stehlampe auf der großen Fläche hinter der Treppe ab. Die alten Lampen sind ja nicht mehr da, also bringen die Genossen die eigene mit, die dafür mit der Auszeichnung "Zertifizierte Volksleuchte des basisdemokratischen Lichtermeers" veredelt wird.

Oben im ehemaligen Festsaal treffen wir wieder auf Valentina Stühler. Sie guckt staunend auf die Besucher, die auf Anraten einer Stimme aus einem kleinen Transistorradio mit roter Kreide Flucht-Linien auf den Boden zeichnen. Dann beginnen schon die Volks-Fest-Reden. Kultursenator Thomas Flierl beschwört den Palast als "Rohbau für eine Zukunft mit dominant öffentlicher Nutzung jenseits der ideologischen Konfrontation von retrospektivem DDR-Palast und ebenso rückwärts gewandt gedachtem Schloss." Und Amelie Deuflhard, Leiterin der Sophiensäle und Mitgründerin der Initiative "Zwischen Palast Nutzung" versteht das Programm der nächsten drei Monate als einen "Vorschlag für eine qualifizierte, experimentelle Nutzung, die den Bürger ernst nimmt: als Zuschauer, aber auch als Akteur unserer Gesellschaft." Danach gibt's Tanz bis in die Nacht.

Valentina und die anderen sind längst zu Hause, als die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz Rot "The Winner Takes It All" von ABBA spielt. Wer hier am Ende der Sieger sein wird, steht noch nicht fest. Die Abrissbefürworter scheinen vom Bundestag Recht bekommen zu haben, aber jetzt zeigen erst mal die Künstler die Chancen, die in den 1000 Kubikmetern umbautem Raum stecken. Momentaner Gewinner ist in jedem Fall das Volk. Es scheint in dieser ausgelassenen Nacht genau zu wissen, was es will. Und das hat schließlich schon einmal funktioniert.

Nächste Veranstaltungsreihe: "Le Bal Moderne", der Palast tanzt.



apropos Palast der Republik ...
Grüne: Zwischennutzung für Palast der Republik verlängern

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Grünen plädieren für eine Verlängerung der kulturellen Zwischennutzung des Palastes der Republik. «1000 Tage Zwischennutzung» schlug die stadtentwicklungspolitische Sprecherin Claudia Hämmerling am Montag vor. Ausdrücklich begrüßte sie den Vorschlag des Architekten Manfred Prasser, den Großen Saal und das Untergeschoss in einen künftigen Neubau zu integrieren.

ferner ...
Umfrage: Berliner fühlen sich sicher im öffentlichen Nahverkehr
http://www.bvg.de/images/bvg_doma.jpg
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner fühlen sich laut einer Umfrage sicher in U- und S-Bahn, in Bussen und Trams. Trotz des jüngsten Brandes am Berliner Anhalter Bahnhof fühlen sich insgesamt 92 Prozent der Berliner in ihren öffentlichen Verkehrsmitteln sicher aufgehoben, teilte das Marktforschungsinstitut LDB Löffler am Montag mit. 26 Prozent der Befragten fühlten sich sogar besonders, 22 Prozent nur einigermaßen sicher. Nur acht Prozent nutzten den Nahverkehr mit Bedenken. Befragt wurden 1000 Berliner per Telefon.

trance-x
August 31st, 2004, 01:59 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040828/berlinboulevard/story700004.html

... whisper ...
Achim von Borries ++ Xavier Naidoo ++ Jeanette Biedermann ++ Kurt Nilsen ++ Cookies
http://www.maison-de-heidelberg.org/culture/achim_von_borries.jpghttp://www.djfl.de/entertainment/stars/x/xavier_naidoo_111504z4.jpghttp://en.salzburgticket.com/static/eventimages/152.jpghttp://www.kurt-nilsen.no/82876528502.jpg
Er war einer der Nominierten bei den ersten First Steps Awards im Jahr 2000, sein "Was nützt die Liebe in Gedanken" wurde bei der jüngsten Berlinale gezeigt. Nun bekommt Regisseur Achim von Borries bis zu seinem nächsten Kinofilm etwas ganz besonders Schönes zu tun: Für Sat.1 hat er soeben mit den Dreharbeiten für die nächste Folge der Corinna-Harfouch-Krimiserie "Blond: Eva Blond!" begonnen. Als lasse die Reihe den Machern nicht eh' schon reichlich Raum für Fantasie, darf von Borries nun einen Fall inszenieren, der die chaotische Kommissarin ins Filmmilieu führt. An ihrer Seite stehen bis Ende September Erdal Yildiz, Götz Otto und Esther Schweins.

Xavier Naidoo, Jeanette Biedermann, Kurt Nilsen, Rosenstolz und O-Zone sind die Stars der nächsten "Radiosender-sponsert-kostenloses-Konzert"-Aktion in Berlin. Nach Radio Energy lädt nun 104.6 RTL ein. Am 4. September wird ab 15 Uhr in der Waldbühne zu sehen sein, was in diesem Jahr an Hits über den Sender ging. Informationen gibt es unter: www.104.6rtl.com.

Cookies, Betreiber des nach ihm benannten wohl exklusivsten Clubs der Stadt, feiert dieser Tage zehnjähriges Bestehen seiner Tanz- und Loungeinstitution, in der die Szene tanzt und Menschen wie Nicolas Cage oder Nicole Kidman bei Berlinbesuchen ihre Freizeit verbringen. Und da wird dem Diskomacher natürlich gleich ganz nostalgisch zumute. Daher bittet er um Mails (an: nilgun@ozberlin.com ), randvoll mit Cookies-Anekdötchen. Gefragt wird unter anderem nach der Gesamtzahl von mit nach Hause genommenen Cookies-Besuchern, nach pikanten Details, aber auch unverfängliche Angaben, etwa über Unwohlsein nach Einnahme von Getränken an der Cookies-Bar, sind willkommen.



und die BZ wusste unlaengst zu berichten ...


Berlins erste Oben-Ohne-Autowäsche in Tempelhof
Bitte einmal richtig schrubben!
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040821/Autowaesche_Text.QPFJQH4/1_big.jpg
Sie reiben und polieren, was das Zeug hält: Die sechs sexy Girls vom "Rush-Hour bei der Oben-Ohne-Autowäsche

Berlin - Jetzt geht's dem Auto an die Wäsche! Da wird nicht nur die Scheibe feucht, da blitzt auch die Stoßstange... Wo? Bei Berlins erster Oben-Ohne-Autowäsche. Dem Sommer-Sonder-Service des Tempelhofer Striptease Club "Rush-Hour" (Gottlieb-Dunkel-Straße 19). Knackige Girls polieren den Gästen hier gefühlvoll die Haube. Von Montag bis Donnerstag, immer zwischen 21 und 22 Uhr.

Thomas Hoffmann, 36, aus Steglitz, freut sich schon auf die Spezial-Behandlung seines dicken Brummers: "Bitte einmal richtig bürsten", sagt er und grinst.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040821/Autowaesche_Text.QPFJQH4/2_big.jpg
Hoppla, was ist denn das für eine knackige Kühlerfigur?


Zack, und schon geht's los mit dem kostenlosen Verwöhn-Programm für seinen Jeep. Die sechs sexy Mädels legen so richtig Hand an, reiben, polieren und saugen was das Zeug hält. Mit Erfolg: Hoffmanns Jeep blitzt und blinkt wieder wie neu. Hoffmann: "Das hat sich ja gelohnt. Da kommt man doch gern. Da kommt man immer wieder."

Denn: Eine normale Autowäsche kostet mindestens 3,50 Euro. Mit Handarbeit sogar deutlich mehr.

"Die Oben-Ohne-Autowäsche war die Idee unserer Mädels", sagt "Rush-Hour"-Chef Easy. "Damit wollen wir unsere Gäste schon mal anheizen. Quasi als Vorfreude darauf, was sie danach bei uns im Club erwartet."


:yes:;)

DiggerD21
August 31st, 2004, 02:04 AM
trance-x, wäre es nicht einfacher für dich, einfach immer nur den aktuellen Link zum Lokalteil der Berliner Morgenpost zu posten?

trance-x
August 31st, 2004, 02:16 AM
noe.. da sind u.a. manche bilder gar nicht dabei, es waere auch sonst nicht das selbe, der morgenpost-schwerpunkt ist zudem eher gerade zufaellig so konzentriert ...

guck, die Attrappe of Schinkels Bauakademie ist fertig!.. wie findest du sie so? - also ohne zu suchen .. ;)
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040812/berlin/pop_87383.jpg

DiggerD21
August 31st, 2004, 05:13 AM
Sowas liest trance-x bestimmt gerne ;) :

Hamburger Abendblatt vom 31.08.04, Rubrik Kultur/Medien (http://www.abendblatt.de/daten/2004/08/30/334900.html)

Der Stadtpark als Vorort von Berlin

Pop: Seeed gab die wohl besten Open-Air-Konzerte der Saison Von Maike Schiller

Hamburg - Schon beim Soundcheck hatten die Berliner Jungs ihren Spaß, als sie samt Mikros und Trommeln zur Spontan-Polonaise durchs Gelände tobten. Beim Auftritt wurde das dann zwar nicht wiederholt - im ausverkauften Stadtpark wäre Seeed allerdings auch kaum weit gekommen. Und schließlich hatte das elfköpfige Sound-Kollektiv aus der Hauptstadt auch so genug zu bieten. Vor jamaikanisch angehauchter Berlin-Skyline im Hintergrund zog Seeed - durchgestylt in grün-weißer Sommerkollektion - eine so überzeugende Show ab, dass Hamburgs Rastafaris schon mit dem ersten schweren Beat die Schirme zuklappten und ihre Dreadlocks glücklich in den Regen hielten. "Hamburg ist der beste Beweis, dass es mit der Klimaerwärmung noch nicht so weit ist, wie alle sagen!", konnte sich die Band da nicht verkneifen zu lästern - bevor sie beim Zusatzkonzert am sonnigen Sonnabend einsehen musste, dass es selbst hier zuweilen anders zugeht. Aber auch am Vortag hatte das bisschen Wasser von oben keinen davon abhalten können, mit süßlichen Dämpfen von unten gegenzuhalten und zu der treibenden Mischung aus Dancehall-Reggae, Ska und HipHop ordentlich abzufeiern. Seeed gab alles, und das Publikum dankte, indem es tatsächlich auf Befehl miaute. Was auch sonst, wenn auf der Bühne drei rattenscharfe Cheerleader in knappen Hotpants ihre Hinterteile shaken, als wären es eigenständige Lebewesen. Die lokalpatriotischen Berliner Bären auf ihren Trikots wurden da großzügig übersehen, und nicht nur bei "Waterpumpee" und "Music Monks" beeilte sich die Menge, ausgelassen mitzuhüpfen, sondern auch und erst recht bei Seeeds Hauptstadt-Hymne "Dickes B". Zwei Abende lang war Hamburg gern ein Vorort von Berlin - für die wahrscheinlich besten Stadtpark-Konzerte dieses Sommers.

trance-x
August 31st, 2004, 09:25 PM
http://www.levyikkuna.fi/seeed.jpg
achja, das "mobile Reggae-Einsatzkommando" ... - interessant wie du von Schinkel auf Seeed kommst, die uebrigens wirklich was haben. aber du hast recht. hamburg ist ein sehr beliebter, weil sympathischer, vorort .. ;)

ps: ansonsten sind seeed sind zwar gerne berlinerisch, aber schon durch die vielen internationalen auftritte eher im augenzwinkermodus. bei vielen hiphopsern hingegen blueht gar munter eine wirkliche mischung aus lokalpatriotismus, machohafter selbstdarstellung und allgemeiner windmachung. man bebattelt sich halt gern, setzt auf kontraste, trotz diverser wellen herausreifender selbstaufklaerung bei den altvorderen. die profilierung kann auch schon mal stoerend werden, wenn bei gemischten konzerten westberliner rapper mit ihren clans gerade auftretenden bands den saft abschalten, auf die buehne draengen um z.b. gegen ostberliner labels oder die welt zu opponieren ...
http://www.deutscher-hiphop.info/phpnuke/html/images/topics/Westberlin.jpg

DiggerD21
August 31st, 2004, 10:21 PM
Och, zumindest haben Seeed und Schinkel den gleichen Anfangsbuchstaben. ;)
In Wahrheit fiel mir nur nix adäquates zu deinem Schinkelklopfer ein und entdeckte den Artikel eher zufällig im Abendblatt, den ich nur wegen des heiteren Bezugs zu Berlin gepostet habe.
Von diesem "Aggro"-Rumgealbere Ost- gegen Westberliner Hiphoppelhasen hab ich auch schon gehört. Mehr aber auch nicht. Ich bevorzuge da eher den erheiternden, mit Wortwitz gespickten HipHop Marke Hamburg City, wenn es denn HipHop sein muss. Aber auch in Hamburg gibt (oder gab?) es einige Underground-Hiphoppelbälle aus dem südlichen Teil (namentlich Harburg), die sich versuchten zu profilieren und einen Gegenpol namens "Hamburg-Süd" zur "Hamburg-City" schaffen wollten. Immerhin kamen sie ins VIVA-Fernsehen. Meine Meinung: Alles Kinder, die nicht wissen, wo Norden noch Süden ist.

trance-x
September 1st, 2004, 05:28 AM
Post deleted because of illegal hotlinking

trance-x
September 1st, 2004, 05:38 AM
http://www.welt.de/data/2004/08/31/326383.html

Ein Weltstar auf Berlin-Trip
Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Ute Lemper filmt mit einem US-Team in der Hauptstadt für eine DVD
von Barbara Jänichen
http://www.welt.de/media/pic/000/173/17321v1.jpg
Ein Weltstar und sein Berlin: Ute Lemper (41), die vor zwei Jahrzehnten als "Peter Pan" im Theater des Westens ihre erste Musical-Hauptrolle spielte und damit den ersten Schritt zur großen Karriere machte, steht jetzt im Mittelpunkt einer DVD-Aufnahme, die ein US-Team mit dem international gefragten Star in mehreren Großstädten dreht. Berlin ist nach New York und Mailand die dritte Station. Anschließend folgen Aufnahmen in Israel, Spanien und Frankreich.

"La Lemper" besuchte die Eastside-Gallery gegenüber dem Ostbahnhof, sah Reste der Mauer an der Bernauer Straße und wurde nachdenklich beim Anblick eines Gedenk-Aussichtsturms an der Kieler Straße am Nordbahnhof. Sie fuhr zum Brandenburger Tor und entdeckte mit der Gegend um den Potsdamer Platz das neue Berlin. Zwei Tage lang stand die Sängerin, Musicaldarstellerin und Schauspielerin vor der Kamera.

Auch das persönliche Schicksal einer Berlinerin, der im Juli 1989 die Flucht über Ungarn nach Österreich in den Westen gelang, wird in dem Film verewigt. Die Fotografin Brigitte Dummer, die an der Bernauer Straße in unmittelbarer Nähe der Mauer einen kleinen Obst- und Gemüseladen betrieb, fuhr mit Ute Lemper jetzt noch einmal dorthin. Den vielseitigen Star lernte sie 1992 kennen. "Ich fuhr damals nebenbei Taxi. Ute Lemper stieg am Flughafen Tegel ein. Wir kamen ins Gespräch, das sehr herzlich endete. Ute lud mich in eines ihrer Konzerte ein, schickte mir Karten für einen Auftritt in Hamburg. Es war zugleich der Beginn meines umfangreichen Lemper-Archivs, denn ich begleitete die Künstlerin in den folgenden Jahren mit der Kamera in Paris, London und New York."

Brigitte Dummer dokumentierte nicht nur Lempers künstlerische Arbeit (zu sehen in früheren Ausstellungen an der Friedrichstraße und im Café Berio am Winterfeldtplatz), sondern außerdem die Privatperson in ihren jeweiligen Wohnungen. Diesmal war es aber umgekehrt: Ute Lemper und das DVD-Aufnahmeteam besuchten Dummer in ihrer Spandauer Wohnung, drehten dort die ersten Szenen.

Über Berlin sagte die Vollblut-Entertainerin, die einst in ihrer Charlottenburger Dachwohnung auch ihre Liebe zum Malen entdeckte, schon als 21-Jährige: "Berlin ist die Stadt, die man als Künstler braucht." Aber auch im Privatleben spielte sich Entscheidendes ab. Ute Lemper lernte hier den New Yorker Künstler David Tabatsky, ihren ersten Mann und Vater ihrer Kinder Max (10) und Stella (8) kennen und lieben. Inzwischen geschieden, sind beide "die besten Freunde" geblieben. Utes zweiter Mann ist der US-Musiker Todd Turkisher. Klar, dass er sie nach Berlin begleitete.
Artikel erschienen am Di, 31. August 2004




http://www.welt.de/data/2004/09/01/326773.html
Preisverleihung ohne Bussi-Gesellschaft
Der Verein Werkstatt Deutschland (http://www.werkstatt-deutschland.net/home.html) holt zur "Quadriga" den afghanischen Staatspräsidenten nach Berlin
Sie verkörpert die neue Tugend der Hartnäckigkeit. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann lässt sie ihr Netzwerk so lange heiß laufen, bis ihre Idee umgesetzt wird. Es ist nur ein paar Tage her, da bekam Marie-Luise Weinberger, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins "Werkstatt Deutschland", einen Anruf. Marie-Luise Weinberger packte eine Reisetasche und flog mit der Bundeswehr nach Afghanistan. Dort erreichte sie, was sie sich schon vor längerem in den Kopf gesetzt hatte.

Inzwischen ist sie wieder in Berlin. Und der afghanische Staatspräsident Hamid Karsai kommt tatsächlich hinterhergeflogen, obwohl am 9. Oktober in Afghanistan Präsidentschaftswahlen sind. Als Ehrengast nimmt er an der "Quadriga"-Verleihung der Werkstatt Deutschland am 3. Oktober im Konzerthaus am Gendarmenmarkt teil, wo er selbst mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wird. Der Preis wird vom Verein Werkstatt Deutschland jährlich an Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens verliehen, die durch ihr Engagement ein Zeichen für Aufbruch, Erneuerung und Pioniergeist setzen.
http://www.germany-info.org/relaunch/info/publications/week/2004/040109/Photos/Karsai.jpg
Zu den diesjährigen Preisträgern gehört auch Recep Tayyip Erdogan. Die Laudatio auf den türkischen Premierminister hält Bundeskanzler Gerhard Schröder. Schriftsteller Eric-Emmanuel Schmitt wird für die Botschaft seiner Bücher ("Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", "Oskar und die Dame in Rosa") ausgezeichnet. Laudator ist Monsignore Obiora Ike, Generalvikar von Enugu. Der Theologieprofessor vermittelt in Nigeria zwischen Christen und Moslems. Schauspieler Armin Rohde hält die Laudatio auf Bariton Thomas Quasthoff, Simon Pánek aus Prag wird für als Bürgerrechtler geehrt. Sein Laudator ist Friedensnobelpreisträger Lech Walesa.
http://www.daserste.de/beckmann/img/gaeste/030310_ferch.jpghttp://i.timeinc.net/time/time100/images/main_walesa.jpg
Die Moderation der "Quadriga" (Hauptsponsor: Vattenfall) übernimmt Schauspieler Heino Ferch. Ins Konzerthaus sind 1000 Gäste geladen, zum anschließenden Empfang im Pergamon-Museum kommen 500 Gäste. Berlins Bussi-Gesellschaft steht bei der Werkstatt Deutschland nicht auf der Gästeliste: "C-Prominenz gibt es bei unseren Veranstaltungen nicht", sagt Marie-Luise Weinberger. "Bei uns kommt es nicht auf Kleider, sondern auf Persönlichkeiten an."

Der 1993 gegründete Verein Werkstatt Deutschland (Erster Vorsitzender: Klaus Riebschläger) widmet seine Arbeit "der Verständigung der Völker und der demokratischen Erneuerung des Gemeinwesens der Bundesrepublik Deutschland nach der Wiedervereinigung". Zum Kuratorium gehören unter anderen Schriftsteller Leon de Winter, Unternehmer Jens Odewald, Célia Gräfin von Bismarck, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Jeane Baronin von Oppenheim. Sie alle wissen um die Tugend der Hartnäckigkeit der Marie-Luise Weinberger - und unterstützen sie. Anja Popovic
Artikel erschienen am Mi, 1. September 2004



http://www.welt.de/data/2004/09/01/326774.html
etc.
Diplomatischer Knigge: Welche Kleidungsstücke dürfen geladene Herren anlässlich eines Empfangs beim Botschafter von Indonesien, Rahardjo Jamtomo, tragen? Antwort: Dunklen Anzug, eine Uniform oder die nationale Tracht. Am 21. September lädt der Botschafter aus Anlass des 59. Jahrestages der Unabhängigkeit der Republik in das Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden. Trainings-Jacken mit Berlin-Aufschrift gelten ausdrücklich nicht als Nationaltracht.
http://www.rnw.nl/ranesi/assets/images/Dubes_Sarimbit.jpg


Für Kulturstaatsministerin Christina Weiss (Foto) bricht die Woche der Hustenbonbons an - Heiserkeit droht. Heute Abend um 19 Uhr hält sie die Eröffnungsrede der Fotoausstellung "Schwarze Götter im Exil - Pierre Verger und Mario Cravo Neto" im Ethnologischen Museum (Dahlem). Morgen eröffnet sie die Berliner Festwochen im Haus der Berliner Festspiele an der Schaperstraße. Und am 9. September lauschen Gäste der Ausstellung "Sophie Calle" im Martin-Gropius-Bau den Worten der Ministerin.
Artikel erschienen am Mi, 1. September 2004

trance-x
September 1st, 2004, 05:47 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story700670.html

Fortuna kehrt zurück
Mitte: Symbolfigur vom Alten Stadthaus steht nach 53 Jahren wieder auf der Kuppel
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_88398.jpghttp://www.gse-berlin.de/altesstadthaus0.jpg
http://www.bauen-mit-stahl.de/galerie/umbau/5.01-gross.jpg
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/geschaeftsgebaeude/altes_stadthaus.jpghttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/geschaeftsgebaeude/altes_stadthaus_1.jpg

Nach 53 Jahren ist Fortuna, die Symbolfigur des Alten Stadthauses am Molkenmarkt, nach Berlin zurückgekehrt. Die römische Glücksgöttin wurde gestern in luftiger Höhe auf der Kuppel verankert. Ein schwerer Autokran zog die Nachbildung der Kupferfigur nach mehreren Versuchen auf die Höhe von 87 Metern. Am Donnerstag wird die Rückkehr der Fortuna mit einem Festakt gefeiert. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit wird dabei sein, Innensenator Ehrhart Körting (SPD) als Hausherr des Stadthauses und der Mann, der die Rückkehr der Fortuna erst ermöglichte: Kunstmäzen und Unternehmer Peter Dussmann. Er spendete 125 000 Euro, damit eine neue Skulptur gearbeitet werden konnte.

Der Künstler Joost van der Velden modellierte die 3,25 Meter hohe Figur, die von dem Berliner Schmied Bernd-Michael Helmich in Kupfer gearbeitet wurde. Das Original der Fortuna musste 1951 einer Richtantenne weichen, die damals auf dem Gebäude gen Westen installiert wurde. Die Skulptur verschwand spurlos. Damals residierte im Alten Stadthaus der DDR-Ministerrat.

Auch wenn Fortuna wieder auf der Kuppel des Gebäudes steht, ist die Sanierung nicht abgeschlossen. Immer noch fehlen 17 der 19 Turmfiguren. Sie wurden als Pfand von der Firma Steinforum einbehalten. Hintergrund: Im November 2001 begannen die Sanierungsarbeiten an dem Gebäude. Steinforum sollte die Skulpturen des Turms restaurieren, musste dann aber im März 2003 Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter verlangte im Zuge des Verfahrens vom Senat eine Abschlagszahlung von 13 000 Euro. Doch dieser zahlte nicht. Die Begründung: Steinforum habe bei der Renovierung des Schlosses Charlottenburg gepfuscht, den Schaden von 50 000 Euro wolle man verrechnen. Das lehnte der Liquidator ab und nahm 17 Statuen unter Verschluss.

So lagern nun Aphrodite, Herkules und Apollon in einem Depot in Alt-Heiligensee. Inzwischen hat der Senat eine Klage auf Herausgabe eingereicht. Nach Auskunft des Sprechers der Finanzverwaltung, Matthias Kolbeck, habe Steinforum einen Vergleichsvorschlag kürzlich abgelehnt. So kann es noch dauern, bis das Alte Stadthaus wieder komplett ist.

Das Gebäude am Molkenmarkt wurde zwischen 1902 und 1911 nach Plänen des damaligen Stadtbaurates Ludwig Hoffmann erbaut. Es diente als Ergänzung des Roten Rathauses. Heute beherbergt das Haus die Senatsverwaltung für Inneres und das Landesdenkmalamt.





http://www.welt.de/data/2004/09/01/326787.html

Bundespräsident sagt Berlin Hilfe zu
Horst Köhler auf Antrittsbesuch in der Hauptstadt - Visite im Roten Rathaus
von Michael L. Müller

http://www.welt.de/media/pic/000/173/17346v1.jpg

Deutschland braucht eine "kraftvolle Hauptstadt", weil die Welt an Berlin misst, wie es um das gesamte Land bestellt ist. Das ist die wichtigste Botschaft, die Bundespräsident Horst Köhler gestern bei seinem Antrittsbesuch im Land Berlin überbracht hat. Es war ein überschwänglicher Empfang, den die Landespolitiker Horst Köhler gestern bereiteten. Pünktlich um 10.30 Uhr fuhr der Bundespräsident in seiner schwarzen Limousine mit dem Kennzeichen 0 - 1 am Roten Rathaus in Mitte vor, wo der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und sein Protokollchef Christian Stocks bereits ungeduldig warteten.

Nach einer herzlichen Begrüßung überreichte Wowereit der Präsidentengattin Eva einen Strauß gelber Rosen. Und schon schritt man gemeinsam über den roten Teppich hinein in den Klinkerbau. Zahlreiche Senatsbedienstete klatschten Beifall. Köhler reagierte darauf etwas belustigt und sagte: "So begrüßen Sie also den Regierenden Bürgermeister jeden Morgen."

Mit aller Deutlichkeit machte das Staatsoberhaupt klar, dass es sich dafür einsetzen will, die Debatte über die Hauptstadtrolle Berlins zu einem "guten Abschluss" zu bringen. Berlin habe Anspruch auf Hilfen, betonte Köhler bei einem Empfang im Roten Rathaus. Allerdings, so mahnte er, müsse das Land seine Finanzen konsolidieren. Dazu gebe es keine Alternative.

Damit hat sich Horst Köhler gleich zu Beginn seiner Amtszeit für die Hauptstadt stark gemacht. Es könne niemand in Deutschland gleichgültig sein, wie sich die Hauptstadt entwickle. In den USA habe er festgestellt, dass auch die Amerikaner Berlin bewundern. "Nur merkwürdig fanden sie, dass sie immer in Frankfurt umsteigen mussten." Einen Direktflug in die USA gibt es aus der Hauptstadt schon seit langem nicht mehr.

Eine halbe Stunde plauderten Gast und Gastgeber in Wowereits Amtszimmer, danach stellte der Regierende Bürgermeister im Senatssitzungssaal dem Bundespräsident die Kabinettsmitglieder vor. Um 12.15 Uhr ging es in den Festsaal, wo sich Köhler ins Goldene Buch der Stadt eintrug.

Wowereit, der das Staatsoberhaupt zuvor um Unterstützung für die Hauptstadt und ihre Anerkennung gebeten hatte, lobte die klaren Worte Köhlers. Der forderte Berlin auf, als "Werkstatt der Einheit" vorzudenken und vorzumachen, "wie das vereinte Deutschland die Zukunft meistern kann". Die Stadt mit ihrer Wissenschaft und Kultur habe dazu das Potenzial. Dem Regierenden Bürgermeister und Abgeordnetenhauspräsident Walter Momper bot er seine Zusammenarbeit an. "Man soll sehen, dass ich an Ihrer Seite stehe", so Köhler. Er hob die Bedeutung der Berliner Kultur, vor allem der Kunstschätze hervor, und sagte: "Ich könnte mir vorstellen, dass man aus allen Museen Berlins eine Ausstellung zusammenstellt, die ebenso viele Besucher findet wie die MoMA."

Als der Bundespräsident am Nachmittag mit dem Regierenden Bürgermeister durch das Brandenburger Tor ging, äußerte Köhler, dass er durch die Demonstrationen gegen Hartz IV keine Spaltung zwischen Ost und West befürchte. Unzufriedene gebe es in beiden Teilen Deutschlands. Aber ein jeder freue sich über die Einheit.

Artikel erschienen am Mi, 1. September 2004


http://www.welt.de/data/2004/09/01/326786.html
Staatsoberhaupt nimmt am Pariser Platz ein Bad in der Menge
von Margarete Raabe

Dunkle Wolken ziehen über dem Pariser Platz auf. "Wem ham'se die Krone geklaut?", spielt der Leierkastenmann. Wer einen Schirm hat, bietet denen ohne einen Platz darunter an. Das Volk rückt zusammen: Solidarität für Horst Köhler, den neuen, ersten Mann im Staat. Kalter Wind trägt Gesprächsfetzen von Schirm zu Schirm: "Bei dem Regen steigt der nicht aus, der winkt aus dem Auto".

Dann ist er plötzlich da. Der Bundespräsident, Ehefrau Eva Köhler und der Regierende Bürgermeister Wowereit versinken in einem Pulk von Sicherheitsbeamten, Journalisten, Fotografen. Aber Köhler bahnt sich seinen Weg. Er lächelt freundlich, nickt hier und dort. "Gefällt ihnen Berlin?", fragt er Greti Geitner aus der Oberpfalz und reicht ihr die Hand. Die Rentnerin strahlt. Der 15 Jahre alte Johannes Fuhrmann wird begrüßt. "Wir kommen aus Hamburg und sind seit einer Woche auf Klassenfahrt in Berlin", erzählt der Junge. Heike Vorrath und Ehemann Günther berichten von ihrem viertägigen Urlaub in der Bundeshauptstadt. Benjamin Rösgen (12) aus Leichingen antwortet gern dem netten Mann, der ihn so freundlich anspricht. Wer das war? "Der Bundespräsident". Wie der heißt? "Fischer!" "Rau, ach nee, Köhler", korrigiert Bruder Raphael (13).

Vor den 14 "Mauerkreuzen", einer Gedenkstätte für Maueropfer an der Ebert-/ Ecke Scheidemannstraße, hält der Bundespräsident inne. Juliane Kleinschmidt vom Bund der Mitteldeutschen ist begeistert: "Er ist der erste Bundespräsident, der die Kreuze besucht hat." Horst Köhler ist derweil im Bus Richtung Potsdamer Platz unterwegs.

Artikel erschienen am Mit, 1. September 2004



http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1321858.asp#art
etc.
http://www.aeronautics.ru/archive/du-watch/klaus_toepfer_01.jpg
Klaus Töpfer, Direktor des UN-Umweltprogramms (UNEP), wird am 6. September mit Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn die Konferenz über technologische Fortschritte und Umwelt „Electronics Goes Green 2004+“ im Hotel Estrel eröffnen.

* * *

Berlin und Buenos Aires sind seit zehn Jahren Partnerstädte. Anlässlich der Festveranstaltungen kommen viele argentinische Gäste nach Berlin.
Mónica Guariglio, Generaldirektorin der argentinischen Hauptstadt-Museen, will in ihrer Stadt eine lange Nacht der Museen nach Berliner Vorbild organisieren. Am Wochenende hat sie sich die Veranstaltung angesehen, jetzt ist sie bis zum 3. September auf Museumstour. Der Klezmer-Musiker Giora Feidman bleibt nach seinem Auftritt bei der gestrigen Auftaktveranstaltung bis zum 3. September in der Stadt. Aníbal Ibarra, Bürgermeister von Buenos Aires, kam gestern mit Amtskollegen Klaus Wowereit zum Auftaktkonzert. Heute besucht er die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und spricht dann mit dem Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Andreas Nachama.

***
http://www.detnews.com/pix/2002/03/23/canadapettigrew250.jpghttp://www.warping.org/joschka.jpg
Pierre Stewart Pettigrew, neuer kanadischer Außenminister, trifft am 2. September um 19 Uhr Joschka Fischer zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt.

trance-x
September 1st, 2004, 06:10 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1329447.asp#art


Premiere im Sonycenter: Der Erste wird der Letzte sein

Filmpremiere mit Tom Cruise: Der Star kommt vor seinen Gästen, damit er lange Autogramme geben kann

Heute ist der Tag, auf den die Fans von Tom Cruise (Foto) lange gewartet haben. Seine Termine sind dicht gedrängt: Um 13 Uhr trägt sich der Hollywoodstar, der mit einer Privatmaschine aus Madrid ankommen soll, bei Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit in das Goldene Buch Berlins ein. Ab 18 Uhr steht Cruise dann auf dem roten Teppich im Sony Center und gibt anlässlich seiner Filmpremiere "Collateral" Autogramme. Die Party findet im Wasserwerk am Hohenzollerndamm statt.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Cruse.5GFUEIJ/2_normal.jpghttp://www.icsc-naiso.org/conferences/nl2002/pictures/potsdamerplatz.jpg
„Colletral“ Premiere im Sony Center ...

Von Andreas Conrad

Die Krönung einer Premiere ist unzweifelhaft die Ankunft des Stars. Die prominenten Erstaufführungsgäste, die zuvor über den roten Teppich schritten, lösen zwar mehr oder weniger Jubel aus, auch ihnen recken sich Autogrammbücher und Kameras entgegen. Was einzig zählt, ist der Star – und der kommt zuletzt.

So war es bisher, so ist es aber nicht an diesem Mittwoch zur „Colletral“-Premiere mit Tom Cruise. Denn während die lokale Halb- oder Voll-Prominenz vielleicht noch rasch im Taschenspiegel probt, welche Variante des Lächelns diesmal zweckmäßig sei, steht der Held des Abends schon an der Absperrung und verteilt Autogramme und lässt sich mit seinen Fans fotografieren.

Dafür muss man einfach Verständnis haben. Anders schafft Tom Cruise seinen Popularitätsparcours einfach nicht mehr. Oder er würde ihn vielleicht anders schaffen, aber dann beginnen sie drinnen im Kino zu murren, und das geht erst recht nicht. Also wird der Mann aus Hollywood heute voraussichtlich bereits gegen 18 Uhr unterm Zeltdach des Sony Centers am Potsdamer Platz auftauchen und sich im Schneckentempo auf den Eingang des Kinos Cinestar zubewegen.

Das hat er am selben Ort schon mehrfach praktiziert, Anfang des Jahres erst zur Premiere von „Last Samurai“, davor zu „Minority Report“ und „Vanilla Sky“. Allesamt sind das Filme, in denen Tom Cruise so ist, wie man ihn kennt: ein jugendlicher positiver Held. „Collateral“ dagegen bedeutet einen Bruch mit dem eigenen Image, wie es kaum krasser denkbar ist: Cruise grauhaarig. Und ein Berufskiller, der im nächtlichen Los Angeles einen Sammelauftrag zu erledigen hat. Nicht gerade eine Identifikationsfigur.

Die ist diesmal Jamie Foxx, Taxifahrer und ungewollt Chauffeur des Mordbuben. Zuvor hatte er eines der potenziellen Mordopfer durch die Stadt kutschiert, das von Will Smith’ Frau Jada Pinkett Smith gespielt wird. Alle drei „Collateral“-Akteure werden erwartet, ebenso Regisseur Michael Mann. Nur Tom Cruise aber wird am späten Vormittag vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit ins Rote Rathaus gebeten, um sich dort um 13 Uhr ins Gästebuch der Stadt Berlin einzutragen.

Stammgast in Berlin ist Cruise schon, Dauergast will er noch immer werden. Eigentlich hätte er in diesen Wochen in Babelsberg und Umgebung mit dem Dreh zu „Mission Impossible 3“ beginnen sollen, wegen Austausch des Regisseurs musste das, wie berichtet, auf den kommenden Sommer verschoben werden. Ein neuer Regisseur ist immerhin gefunden: Jeffrey Abrams, im Kinogeschäft ein Debütant, der sich aber durch seine Agentenserie „Alias“ empfohlen hat.

Hoffnungen, der „MI 3“-Dreh komme doch in diesem Jahr noch zustande, darf man sich dennoch nicht machen. Längst ist Tom Cruise für die nächsten Monate verplant. Voraussichtlich im November beginnen in den USA die Dreharbeiten zu „Krieg der Welten“, für Cruise nach „Minority Report“ die zweite Zusammenarbeit mit Steven Spielberg. Erneut wird damit die von H. G. Wells geschilderte Invasion vom Mars verfilmt, die zunächst Höfunkgeschichte geschrieben hatte: 1938 wurde in den USA eine Radioversion gesendet, produziert von Orson Welles. Sie gelang ihm allzu gut, mit der Folge einer Massenpanik.




http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1330032.asp#art
Die öffentliche Ente
„Köche – Krone – Kritiker“, das neue Programm des Restaurantzelts „Pomp Duck and Circumstance“, feiert am Donnerstag Premiere

Von Heidemarie Mazuhn
http://php.berliner-rundfunk.de/webrage/bildertool/brf_pompduck/3233DSCF001.jpg
Das neue Jackett, in dem Hans-Peter Wodarz ab dem 2. September allabendlich die Berliner Enten-Fans zu „Pomp Duck and Circumstance“ empfangen will, ist fertig. Doch ob denen der Unterschied auffallen wird? Das maßgeschneiderte Stück aus der Werkstatt des Designers Torsten Amft sieht aus wie alle anderen Jacken, die Wodarz bislang in seiner Glanzrolle als Direktor des kulinarischen Spektakels getragen hat – 13 waren es, alle kreischend rot. Zu jeder Show ließ sich Wodarz bisher ein so persönliches Stück auf den Leib schneidern. Die 14. Premiere heißt „Köche – Krone – Kritiker“ und hat, wie berichtet, am Donnerstagabend am Gleisdreieck Premiere.

Dieser Termin ist kein Zufall. Denn genau 14 Jahre zuvor, am 2. September 1990, hat in München die anscheinend un-ent–liche Erfolgsgeschichte des Restaurant-Theaters begonnen. Von der Weltpremiere gingen seltsame Gerüchte aus: Es hieß, Wodarz’ seltsames Personal – verkappte Sänger, Artisten, Magier und Clowns – schütte den Gästen für deren teures Geld auch noch Suppe über den Anzug; eine Ente, wie sich trotz aller Drastik der Show bald herausstellte. Denn alle Gäste gingen unversehrt und erheitert. Insgesamt weist die Bilanz des Unternehmens inzwischen 1,3 Millionen Besucher an 18 nationalen und internationalen Gastspielorten aus, davon 250000 in Berlin. Hier gastierte Wodarz bereits 1994, bevor er sich daran machte, Amerika zu erobern. Doch der mit viel Hoffnung gestartete Anlauf im Rahmenprogramm der Olympischen Spiele in Atlanta 1996 endete im Finanzdesaster. Wodarz brauchte lange, um sich von diesem Rückschlag zu erholen, das Kapitel Amerika dürfte endgültig abgeschlossen sein.

Denn geht es nach ihm, werden sich wohl künftig alle Enten-Anhänger weltweit zum Gleisdreieck bemühen müssen. Dreieinhalb Jahre ist er nun mit seinem Spiegelzelt schon dort, hat seinen Frieden gemacht mit den hiesigen Gastronomen, die die Konkurrenz fürchteten und alljährlich um ihr Weihnachtsgeschäft fürchteten. „Wir wollen gar nicht mehr weg von dem Platz“, sagt Wodarz jetzt, „auch nicht, wenn das Riesenrad kommt.“ Er wäre vermutlich der Erste, der hochfahren und in 170 Meter Höhe ein Entenmenü servieren würde.

Die Premiere am Donnerstag zeigt die aufwändigste Show, die je bei „Pomp Duck and Circumstance“ geprobt wurde. Und diese Proben werden auch die bislang öffentlichsten sein, denn von der ersten Probe bis zur Premiere von „Köche – Krone – Kritiker“ hat das RBB-Fernsehen den Enten-Leuten für eine Doku-Soap auch hinter den Kulissen auf die Finger gesehen.

Die Idee für das 14. Spektakel, in dem es diesmal den gefürchteten Restaurantkritikern auf die üblich chaotische Art ans Eingemachte geht, kam Wodarz und seinem Regisseur Arthur Castro bei einem Arbeitstreffen auf Hiddensee – „scheußliches Essen“, sagte er knapp beim Pressegespräch zur neuen Show.

Um deren Gelingen bemühen sich 102 Künstler aus 23 Nationen – natürlich mit vielen bekannten Pomp-Protagonisten aus vergangenen Shows. Chin Meyer beispielsweise muss diesmal die Steuerfahnder-Aktentasche weglegen und sich als Berliner Edelgastronom Gustave L’ackaffe profilieren. Man ahnt, dass er mit den Kritikern hart ins Gericht gehen wird – während die echten Köche im Hintergrund hunderte von Enten in bewährter Qualität auf die wie immer zu engen Tische im Zelt tragen lassen.


http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1332829.asp#art
Die ersten BKA-Schlossgäste
Der Umzug ist geglückt, nun kann die Premierenfeier steigen: Heute Abend wird das Kuppelzelt des BKA-Luftschlosses am neuen Standort nahe dem Ostbahnhof in Friedrichshain wiedereröffnet. Es gibt einen Empfang für geladene Gäste, denen bei einer Show schon mal ein Ausblick auf das kommende Programm auf den BKA-Bühnen gegeben wird. Comedian Ades Zabel in der Gestalt der berühmtesten Haselhorsterin der Welt – Karin Hoene – und sein Kollege Kay Ray präsentieren die Show, zu der sich die O-Ton-Piraten, Palma Kunkel, Sherry Vine, Lutz & Moritz und Freddie Rutz angesagt haben. Außerdem können sich die Gäste einen ersten Eindruck vom Kaisersaal machen, in dem künftig die etwas geräuschvolleren BKA-Veranstaltungen über die Bühnen gehen sollen.

Der erste, der im Kuppelzelt mit einem eigenen Programm gastiert, ist Chansonier Tim Fischer. Gleich am Tag nach der Wiedereröffnungsfete tritt er dort mit Werken des Kabarettisten, Komponisten und Autors Georg Kreisler auf. Von dem Wiener Künstler stammen solche Klassiker des hintergründig-makabren Humors wie „Tauben vergiften“. Die Luftschlossherren versprechen für den 2. und 3. September daher nicht ganz ohne Grund einen „Abend ganz ohne Flitter und Blitzlichtgewitter“.(...)




Tagesspiegel: 31.08.2004 14:44
Flick packte erste Bilder aus
http://www.netzeitung.de/img/0094/106394.jpg
Berlin (dpa) - Der Sammler und Industriellen-Erbe Friedrich Christian Flick hat am Dienstag die ersten Bilder seiner künftigen Ausstellung in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. «Ich bin begeistert, es ist besser als ich es mir in meinen kühnsten Träumen vorstellen konnte», sagte Flick zu der Architektur der riesigen Ausstellungshalle neben dem Hamburger Bahnhof.

Er hatte für die Einrichtung acht Millionen Euro bezahlt. «Ich habe meine Sammlung noch nie in einem so großen Kontext gesehen.» Vom 22. September an werden dort sieben Jahre lang 2500 Werke zeitgenössischer Kunst präsentiert. Die Ausstellungsfläche von 13 000 Quadratmetern hat «documenta»-Dimension. Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) sprach am Dienstag von einer «kunsthistorischen Sensation» und einer «einzigartigen Sammlung mit unbequemen Arbeiten von Weltrang». Sie wünsche sich auch, dass die unschätzbare Schau länger als sieben Jahre in Berlin gezeigt werden kann, die in Berlin eine Lücke der Moderne schließe.

Zu den teilweise heftigen Attacken gegen das Ausstellungsprojekt unter Hinweis auf die NS-Vergangenheit seines Großvaters sagte Flick: «Es waren schwierige und harte drei Jahre, aber auch spannende, in denen ich viele Freunde kennen gelernt habe und auch Feinde, denen ich meinen Respekt zolle.» Er werde sich auch weiterhin der Diskussion stellen, sie dürfe nur nicht auf die Künstler übertragen werden. «Die Ausstellung darf nicht durch eine wie auch immer geartete ideologische Brille betrachtet werden.» Salomon Korn und Michael Fürst vom Zentralrat der Juden hatten den Vorwurf erhoben, die Sammlung sei mit dem «Blutgeld» aus dem Flick-Vermögen der NS- Zeit bezahlt worden.

Zu kritischen Äußerungen seiner Schwester Dagmar Ottmann und seines Bruders Gert-Rudolf Flick meinte der Kunstsammler: «Dass es in Familien unterschiedliche Ansichten gibt, auch bei wichtigen Themen, ist natürlich. Ich möchte mich mit meinen Geschwistern aber nicht öffentlich auseinander setzen. Ich bin einen anderen Weg konsequent gegangen.» Allerdings müsse er darauf hinweisen, dass seine Schwester erst im Jahr 2001 in den Zwangsarbeiterfonds eingezahlt habe, sein Bruder 2004. «Ich habe vor drei Jahren zehn Millionen Euro an eine Stiftung für Toleranz gezahlt, die bereits 45 Projekte besonders für Jugendliche unterstützt hat. Die Tatsachen sprechen für sich.»

Weiss verwies auf das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung, in der auch die NS-Vergangenheit eine Rolle spielen werde. «Kunst kann aber nicht in Sippenhaft genommen werden, das haben die hier vertretenen Künstler nicht verdient.» Es sei aber klar, dass die Gesellschaft «noch nicht fertig ist mit der Aufarbeitung von Schuld und Verantwortung, es wird keine Debatte abgewürgt».

Die Ausstellung wird in Themenräume gegliedert und auch einzelnen Künstlern gewidmet sein. «Bruce Naumann wird als Herzstück meiner Sammlung viel Platz eingeräumt», betonte Flick. Aber auch der 1997 früh verstorbene Martin Kippenberger liege ihm am Herzen. Von ihm präsentierte Flick inmitten zahlreicher noch nicht ausgepackter Gemäldekisten in der früheren, mehrere hundert Meter langen Speditionshalle am Dienstag das großformatige Bild «Der junge progressive Arzt» von 1985. «Wir zeigen zeitgenössische, auch provokante Kunst», betonte Flick.


Tagesspiegel: 31.08.2004 16:44

Berliner Varieté Chamäleon öffnet wieder im September
http://www.kukm.de/krebskongress2004/graphics/rahmenprogramm/B2-Hackesche-Hoefe.jpghttp://www.show.de/varietes/Chamaeleon-Berlin/chamaeleon_logo_sw_5,5cm.jpg
Berlin (dpa/bb) - Das traditionsreiche Berliner Varietétheater Chamäleon in den Hackeschen Höfen wird Mitte September wieder seinen Spielbetrieb aufnehmen. Am 23. September hat mit «100% - Der Kult kehrt zurück» das erste Stück in dem umgebauten Theater Premiere, teilte der neue Betreiber des Varietés am Dienstag mit. Das Chamäleon war seit 1991 in der in der Varieté-Szene international bekannt geworden. Nach der Insolvenz des ehemaligen Betreibers hatte das Varietétheater am 30. Juni seinen Spielbetrieb einstellen müssen.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1333167.asp#art
Die Spur der Königin

Pina Bausch hat den Tanz revolutioniert – und das Theater. Jetzt kommt sie zu einem ihrer seltenen Gastspiele nach Berlin

Von Anne Linsel

http://www.fiona.co.jp/GENERAL_BOOKS/images/PHOTO_BOOKS/PINA_BAUSCH_STEMMLE.jpg

Wenn Pina Bausch an diesem Freitag in der italienischen Botschaft in Berlin das „Komturkreuz des Verdienstordens der italienischen Republik“ erhält, ist das Ausdruck einer langjährigen freundschaftlichen Verbindung: Seit 1980 wurde die Choreographin mit über zehn Preisen und einer Ehrendoktorwürde in Italien bedacht. Für Pina Bausch aber ist, wenn sie an Italien denkt, noch etwas anderes wichtig: die Produktion ihres Stückes „Viktor“. Es war die erste Zusammenarbeit mit dem Ausland – dem „Teatro Argentina“ und der Stadt Rom 1986, der Beginn von Koproduktionen mit Theatern, Städten, Institutionen in der ganzen Welt, an die sich triumphale internationale Gastspiele anschlossen. Pina Bausch, Tänzerin, Choreographin, Chefin des Tanztheaters Wuppertal, hat in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts den Tanz revolutioniert.

Ihre künstlerischen Wurzeln liegen in Essen an der Folkwang Schule. Kurt Jooss, der legendäre Tänzer und Choreograph war ihr Lehrer. 1973 kam der Ruf als Ballettchefin nach Wuppertal. Die ersten größeren Arbeiten hielten sich noch im traditionellen Rahmen, Gluck, Brecht, Weill, „Iphigenie“, „Orpheus“, „Die sieben Todsünden“. Schon hier, spätestens bei Strawinskys „Frühlingsopfer“, war zu sehen und zu spüren, dass sich bei Pina Bausch etwas Neues tat, dass sie die existenziellen Themen Liebe und Tod mit ungewöhnlich archaischer Kraft und visionären Bildern anfüllte.

Das Neue entwickelte sich Schritt für Schritt. Die Stücke hatten keine Vorlage mehr, erzählten in kleinen Geschichten von der Suche und Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit, von Angst, Einsamkeit, Verletzungen, Verstörungen, von Macht, vor allem der Männer über die Frauen. Bei alledem blickte Pina Bausch mit ihren Tänzern fragend weit zurück in die Kindheit. Und sie entdeckten im Kinderparadies Himmel und Hölle. Auf der Bühne tanzten die Tänzer immer weniger. Sie rannten, sprangen an den Wänden hoch, sprachen, schrieen, lachten, weinten, erzählten Witze. Der Bühnenboden war bedeckt mit Erde oder Wasser oder Gras (Bühnenbildner seit 25 Jahren: Peter Pabst).

Auf der Bühne bewegten sich falsche Nilpferde, Krokodile oder echte Hunde, Artisten, Stuntmen, Zauberer. Die Technik der Collage, die Stilprinzipien von Wiederholung, simultanen Handlungen und Brechungen ergaben Bilder voller Poesie, aber auch von Gewalt. Rätselbilder, vielschichtig und vieldeutig und oft mit wunderbar hintergründigem Humor. So erfand Pina Bausch mit ihren Tänzern eine neue Körper-Kunst-Theatersprache, die auch auf Schauspielregisseure großen Einfluss hatte. Heiner Müller nannte das Bausch-Theater einmal ein Theater, so, wie man früher eingekauft habe, ohne Verpackung, „ein Theater ohne Plastiktüten.“ Pina Bauschs Einfluss auf das Theater der letzten Jahrzehnte ist immens.

In den Anfängen war nicht nur das Publikum irritiert und verstört. Auch die meisten Kritiker schienen ratlos. Bei den Zuschauern in Wuppertal schlug das Unverständnis lange Zeit um in Aggression. Heute ist das kaum noch nachzuvollziehen. Überall und bei jeder Vorstellung, ob in Wuppertal oder in den großen Städten der Welt: Jubel. Vor wenigen Wochen in Japan: Szenenapplaus, stehende Ovationen, nicht die sonst in japanischen Theatern übliche höfliche Zurückhaltung. Weit über 30 Stücke hat Pina Bausch während dreier Jahrzehnte Tanztheater herausgebracht. Sie gastierte überall in der Welt, leider nur sporadisch in Berlin. Seit „Viktor“ sammelt sie dafür mit ihren Tänzern Erfahrungen und Anregungen in der ganzen Welt. Und wenn sie in einem Land war, dann „möchte ich immer wieder an den Ort zurückkommen“. Sehnsucht ist für sie eine Kraftquelle.

Wenn, wie bei den meisten Stücken der letzten Jahre, eine Kooperation besteht, dann lebt die Truppe einige Wochen im Gastland. In Wuppertal werden dann die auswärtigen Eindrücke in Tanz umgesetzt. Dabei geht es nie um eine vordergründige oder touristische Sicht. Wie zum Beispiel im Stück „Nefés“, entstanden in der Türkei, das nun zum krönenden Abschluss von „Tanz im August“ in der Volksbühne gezeigt wird. Türkisches Bad oder Bauchtanz, türkischer Honig oder Kaffeehaus, Klischees aller Art werden verfremdet, ins Komische verwandelt, ins Groteske und Absurde.

Es gab Zeiten, sagt Pina Bausch im Gespräch, da hatten die Tänzer ein anderes Bedürfnis, sie wollten nicht nur tanzen, sie wollten sich anders ausdrücken. Das hatte etwas mit der Zeit zu tun. Die jungen Tänzer heute wollen wieder mehr tanzen. Zeigen, „dass man mit dem Körper alles sagen kann“. Die Themen der Stücke, so hatte Pina Bausch früher einmal gesagt, bleiben gleich, nur die Farben wechseln. Heute leuchten sie heller, fröhlicher, freundlicher. Schönheit, Lebenslust, Sinnlichkeit, vermischt mit Melancholie, weniger Schrecken und Schärfe. Das habe auch mit der Zeit zu tun – mit Überleben, sagt Pina Bausch. Die Stücke heute seien wie die frühen aus Fragen entstanden und wie früher „aus Ernsthaftigkeit und Traurigkeit geboren“. Das Lachen gehöre dazu. Und sie seien alle ein Teil von ihr. So gehe sie ihren Weg weiter, gemeinsam mit den Tänzern, um dem, was sie will, „immer ein Stückchen näher zu kommen“. Und, mit Nachdruck: „Ich habe mich nicht verlaufen.“

Pina Bausch wird im Herbst ihr Stück „Nelken“ von 1983 wieder aufnehmen. Dann ist zu erkennen, dass ihre Stücke zeitlos sind. Wenn mitten in heiteren Kinderspielen im rosa Nelkenfeld ein Mann im Anzug von einem anderen den Pass fordert, ihn dann zwingt, ein Hund zu sein, auf allen Vieren zu laufen und zu bellen: Wer dächte nicht an aktuelle Foltermethoden, zum Beispiel im Irak? Auf Eindeutigkeit aber will Pina Bausch sich nicht festlegen lassen. Sie findet es wichtig, dass man in ihre Stücke soviel hineininterpretieren kann. Jeder soll seinen eigenen Gefühlen vertrauen. Ihr Wunsch: „Man darf alles denken und fühlen.“



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700634.html
Geflüster
Witzbold Otto Waalkes kreierte gestern Mittag bei der Vorstellung seines neuen Films "7 Zwerge, Männer allein im Wald" (Kinostart am 28. Oktober) im Charlottenburger Hotel Savoy an der Fasanenstraße einen neuen Begriff für etwas zu dünn geratenen Friesentee: "Aha, Berliner Weiße" kommentierte Waalkes mit Humor, als er sich die erste Tasse Tee aus dem weißen Porzellankännchen eingoss. Otto, der den Zwerg Bubi verkörpert, das Drehbuch mit verfasste und Mitproduzent des Sieben-Millionen-Euro-Streifens ist, über seine Berliner Zeit in den 80er- und 90er-Jahren: "Die war anstrengend. Ich wohnte in der Charlottenburgen Schlossstraße in einer Altbauwohnung im sechsten Stock ohne Aufzug."

http://www.filmzeitung.de/data/images/otto_walkes2.gif

Das hätte eine gute Neben-Einnahmequelle werden können: Schauspieler Heinz Hoenig (spielt Ur-Zwerg Brummboss) hat seinen jetzt 16 und 14 Jahre alten Kindern Paula und Lukas nie Grimms Märchen vorgelesen ("Märchen erzeugen durch Angst Erziehung"), sondern sie mit selbst erdachten Geschichten erfreut. Dabei achtete er auch darauf, was die Kleinen gerade besonders beschäftigt und was in die Story mit könnte. Nee, aufgeschrieben habe er die vielen Geschichten nicht. Hoenigs Begabung als Geschichtenerfinder war eben ausschließlich seinen beiden Kindern vorbehalten.
http://www.swo.de/images/Stegemann/HeinzHoenig/hoenig6.jpg
"Manchmal musste ich über Nina Hagen als böse Stiefmutter so lachen, dass wir einfach nicht weiterspielen und die Dreharbeiten unterbrechen mussten", plauderte Hans Werner Olm (Foto mit Nina) von den Kölner Dreharbeiten des Films aus. Als Zwerg Spliss habe er "eine gewisse devote Haltung" ihr gegenüber einzunehmen. "Aber es macht Spaß, bei Nina Hagen devot zu sein." Das schöne Schneewittchen spielt übrigens Ninas Tochter Cosma Shiva Hagen.




http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story700617.html
Film-Export neu strukturiert
Eine neue Gesellschaft "German Films- Service and Marketing" ist gestern als Nachfolgerin der Export-Union des Deutschen Films offiziell gegründet worden. Sie soll "als zentraler Dienstleister für die Außenrepräsentation des Deutschen Films fungieren und sich mit der umfassenden Promotion des Filmschaffens aus Deutschland im Ausland befassen", teilte das Bundespresseamt mit. Damit verbunden ist auch eine Neustrukturierung der Auslandsvertretung. Die kulturpolitischen Interessen der Bundesregierung werden durch die Stiftung Deutsche Kinemathek vertreten. Für die neue Regelung hatte sich Kulturstaatsministerin Christina Weiss stark gemacht. dpa

trance-x
September 1st, 2004, 06:42 AM
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/traumhaus.html

Die neue RTL2-Doku-Show aus Berlin
- 6 Paare haben nur einen Wunsch: Wir wollen ins Traumhaus!
Prenzlauer Berg - Das ist die verrückteste Baustelle Berlins. 6 Paare sanieren ab Mittwoch in der Choriner Straße in Prenzlauer Berg ein denkmalgeschütztes Haus. Sie maurern, putzen, malern. Und die Kameras sind immer dabei. Die Paare sind die Kandidaten der neuen RTL2-Doku Show "Mission Traumhaus - Deutschlands verrückteste Baustelle". Jedes Paar darf zehn Wochen lang eine Wohnung nach eigenen Vorstellungen gestalten. Der Lohn für die Schinderei: Das beste Paar gewinnt seine Traum-Wohnung im Wert von 250 000 Euro. Wer sind die Kandidaten? Vier Paare wohnen in Berlin: Sandra, 32, und Nico, 39, haben eine eigene Baufirma; Transvestit Nina, 24, und der durchgeknallte Robert, 26; Kellnerin Stephanie, 32, und Schoko, 42 aus der Türkei; die Design-Studenten Ariann, 35, und Thomas, 27. Aus München kommen die sexy Zwillinge Jenny und Sophie, 21. Aus Köln und Düsseldorf stammen die Rapper Merdin, 22, und Alexander, 28.
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/hausbau.4LFUK6D/1_big.jpg
Aus dieser Bauruine in der Choriner Straße soll das Traumhaus entstehen

Wo bauen die Kandidaten? In einem leer stehenden, vierstöckigen Haus in der Choriner Straße von 1875. Die Wohnungen haben Stuck-Decken, Dielenböden, Sprossenfenster. 100 Quadratmeter groß. Zustand: katastrophal. Alles muss erneuert werden.

Wie sind die Regeln? Unter Anleitung eines Architekten und eines Bauleiters müssen die Paare alles selbst machen. Alle 14 Tage muss ein Paar ausscheiden - auf Vorschlag der eigenen Mitstreiter.

Komfort: Die Kandidaten wohnen auf der Baustelle, müssen selbst einkaufen, kochen, putzen!

Wie unterhaltsam ist die Show? Sehr! Wer verdrückt sich ständig vor fiesen Arbeiten, wer hat zwei linke Hände und: Wie vertragen sich die Paare nach Feierabend beim Bier in der Eckkneipe? Das sind die spannenden Fragen, die ebenso interessieren wie das handwerkliche Geschick der Kandidaten.

Wann sehen wir die Show im Fernsehen? Am 22. September um 21.15 Uhr beginnt auf RTL2 die witzige Show. An jedem darauf folgenden Mittwoch sehen wir, wie aus der Ruine langsam das Traumhaus entsteht. Die BZ wird über die Arbeiten berichten.


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/wowi.html
Prost! Wowereit und Stoiber laden am selben Tag ein!
Party-Duell am Roten Rathaus


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Oktoberfest01.1EFUCS3/3_big.jpg
In das Oktoberfest-Bierzelt der Bayern passen 2000 Besucher


Berlin - Man soll die Feste so feiern, wie sie fallen - dachte sich auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, 50. Dumm nur, dass sein "Hoffest" in diesem Jahr auf das gleiche Datum fällt, wie das "Oktoberfest" der Bayrischen Landesvertretung. Beide sind am 9. September! "Normalerweise feiern wir immer einen Tag nach den Bayern", erklärt Senatssprecher Michael Donnermeyer, 44. "Nur in diesem Jahr mussten wir unser Fest auf den gleichen Tag legen - Terminstress." Jetzt fragen sich alle: Wo prosten sich die Promis zu?

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Oktoberfest01.1EFUCS3/1_normal.jpg
Klaus Wowereit feiert am 9. September

Der Dienststellenleiter der Bayrischen Landesvertretung, Hubert Hirl, 59: "Wir feiern wie immer vor dem Roten Rathaus, die Berliner feiern im Roten Rathaus. Und natürlich ähneln sich auch die Gästelisten sehr." Doch trotzdem bleiben sowohl die Bayern als auch die Berliner optimistisch. Hubert Hirl: "Eigentlich ist es doch praktisch, dass die Feste so nah beieinander liegen. So können die gemeinsamen Gäste zwischen den Festen pendeln. Wer Lust auf Weißbier hat, kommt zu uns. Wer lieber ein Pils möchte, geht zu den Berlinern."

Und bei einem sind sich Berliner und die Bayern sicher: "Auf gute Nachbarschaft werden wir an diesem Abend sicher öfter anstoßen."


;)

trance-x
September 1st, 2004, 07:02 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1332873.asp#art
Museum wird Besucher-Millionär
Heute wird der Jubiläumsgast erwartet Der Zulauf ist beinahe einmalig auf der Welt

Von Cay Dobberke
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/titel/pop_79875.jpg
Gut sechs Monate nach der Eröffnung wird in der MoMA-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie heute der einmillionste Besucher erwartet – damit bricht die Schau alle Berliner Besucherrekorde im Kunstbereich und gehört weltweit zu den erfolgreichsten Sonderausstellungen. Noch bis zum 19. September gastieren die Kunstwerke aus dem New Yorker Museum of Modern Art in Berlin, ab heute gelten verlängerte Öffnungszeiten.

Noch mehr Neugierige zogen in Berlin bisher nur Sonderausstellungen an, die wenig oder nichts mit Kunst zu tun hatten. In die „Körperwelten“-Schau kamen vor drei Jahren rund 1,4 Millionen Besucher in sieben Monaten. Mehr als neun Millionen Berliner und Touristen suchten die rote Infobox auf, die von 1994 bis Ende 2000 die Projekte am Potsdamer Platz vorstellte. Die bislang spektakulärste Kunstaktion war die Reichstagsverhüllung: Mehr als fünf Millionen Menschen sahen sich 1995 Christos Werk an.

Abgesehen von populären Dauerausstellungen wie im Pergamon-Museum oder im Jüdischen Museum hielt den Rekord bisher die Ausstellung „Das XX. Jahrhundert“, die vom September 1999 bis Januar 2000 in mehreren Museen gleichzeitig lief. Insgesamt wurden rund 600 000 Besucher gezählt, darunter 184 000 in der Neuen Nationalgalerie.

Zwei der größten Publikumserfolge fanden im Martin-Gropius-Bau statt: Je rund 400 000 Kunstfreunde strömten in die Millenniums-Schau „Sieben Hügel“ und die Mitte der 80er Jahre gezeigte Ausstellung „Palastmuseum Peking“. Die Azteken-Schau sahen 2003 rund 138 000 Interessierte. Die Spitzenreiter in der Nationalgalerie waren bislang die Gauguin-Ausstellung (257 000 Besucher), „Kunst in der DDR“ (163 000), die Schauen zu Warhol (176 000) und Picasso (138 000).

Einen Massenandrang gab es 1999 auch im Deutschen Historischen Museum (DHM): Innerhalb von viereinhalb Monaten sahen sich 340 000 Besucher die Ausstellung „Einigkeit und Recht und Freiheit“ an. 288 000 Menschen kamen in nur knapp zwei Monaten in die Ausstellung „Entartete Kunst“, die das DHM 1992 im Alten Museum präsentiert hatte. An dritter Stelle steht beim DHM die 1990 im Gropius-Bau gezeigte Ausstellung „Bismarck, Preußen, Deutschland und Europa“ (150 000 Besucher).

International kann derzeit keine Sonderausstellung die MoMA-Schau überflügeln. ... Basel erwartet bis Oktober 580 000 Besucher in der Tut-ench-Amun-Ausstellung. In London hatte die große Azteken-Schau 2002 rund 465 000 Besucher in ihren Bann gezogen. Im Guiness-Buch der Rekorde steht eine Ausstellung in Buenos Aires, die jährlich zehn Tage lang rund um die Uhr öffnet und bis zu 1,2 Millionen Menschen anlockt.



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VIPs unter sich
So wird man es nie wieder sehen: Das Museum of Modern Art mit 200 Werken in Berlin
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/feuilleton/79869.jpg
Mit knapp acht Metern will Barnett Newmans "Broken Obelisk" hoch hinaus auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie. Einen waghalsigen Balance-Akt vollführt diese Skulptur im Himmel von Berlin. So, als wolle sie vom großen Abenteuer der Moderne künden mit allen Brüchen und Umschwüngen, die den Besucher ab Freitag im Inneren des gläsernen Museumstempels von Mies van der Rohe erwarten.

"Das MoMA ist der Star" - so viel quietschrosa Werbung war nie wie für das berühmte New Yorker Museum of Modern Art. Für sieben Monate kehren Picasso, Matisse & Co. zurück ins alte Europa. Über 200 Meisterwerke sind zu besichtigen. Wer sich diese erhabenen VIPs der Kunstgeschichte nicht anschaut, verpasst eine einmalige Chance: Berlin ist die einzige Station in Europa. Spektakulär ist diese Schau schon allein deshalb, weil all diese Spitzenwerke in solcher Dichte nie mehr so hautnah an einem Ort zu betrachten sein werden. Das Museum leiht sie in jener geschlossenen Form nicht mehr aus. Auch wenn die Werke heute keine Auseinandersetzung mehr provozieren, faszinierend bleibt ihre zeitlose Aura.

Den Kanon der Moderne hat das MoMA in beeindruckender Weise durchbuchstabiert. Geradezu lückenlos. Ein Glanzstück folgt dem anderen im wechselvollen Reigen: hier van Goghs flirrende "Sternennacht", dort Rousseaus naiver "Traum" und Matisses wunderbarer blauer "Tanz", ein Hymnus auf Freiheit und Leben. Die Amerikaner Hopper, Pollock und Warhol.

Die Abschnitte der Berliner Schau sind nach bedeutenden früheren Ausstellungen des New Yorker Hauses benannt. Die "Modernen Anfänge" beginnen mit Cézanne, dem "Vater der Moderne", und seinem "Badenden" (um 1885), gefolgt von Seurat, van Gogh und Gauguin. Jenen vier Künstlern, denen 1929 die erste Ausstellung im neu gegründeten MoMA gewidmet war. Sie alle haben eines gemeinsam: ihre Anfänge im Impressionismus. Darauf folgen Fauvismus, Kubismus, Expressionismus, dann Dada, Surrealismus und Neue Sachlichkeit. Die rivalisierenden Weggefährten und radikalen Neuerer Picasso und Matisse haben ihre großen Auftritte. Von beiden besitzt der Kunsttempel umfangreiche Werkkomplexe. Nur Picassos "Demoiselles d'Avignon" fehlen, diese feinen Damen wollte das Kunsthaus dann doch nicht herausrücken.

Philip Guston, der bei uns weniger bekannte amerikanische Apokalyptiker, der die Malerei in flammenden Farben neu beschwört, und Gerhard Richter mit seinem umstrittenen RAF-Zyklus von 1988 beschließen das "offene Ende" der Zeitgenossenschaft. Auf unterschiedliche Art zeigen die Künstler, dass die Malerei jenseits der Abstraktion lebt.

Mit all diesen "Superstars" kommt der Besucher zugleich dem Mythos MoMA näher. Es feiert sich. Wie kein anderes Haus hat es das Museum geschafft, eine paradigmatische Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts aufzubauen. Selbst die Londoner Tate und das Pariser Centre Pompidou können da nicht mithalten.

Den Mythos freilich weiß es clever zu pflegen: Es präsentiert sich stets als gut geölte Museums-Maschinerie, als "Marke", Promotion ist alles. Perfektion bringt Erfolg - und Geld. Kurz vor der Eröffnung der Berliner Ausstellung reisten aus New York eigens zwei Museumsherren an, um die Schau auf ihre "Öffentlichkeitstauglichkeit" hin zu überprüfen. Es geht schließlich ums Image. Und Museums-Chef Glenn Lowry gibt größere Interviews nur gegen Dollars. Das muss er auch, Geld braucht ein Privatmuseum nun einmal. Es wird gerade umgebaut. Die MoMA-Sanierung ist auch der Hintergrund für diesen deutsch-amerikanischen Kunst-Deal.

Eingefädelt hat ihn Peter Raue, Kunst-Anwalt und Vorsitzender des Vereins der Freunde der Nationalgalerie. Bei einem guten Wein in einer Berliner Kneipe konnte er Glenn Lowry überzeugen, dass das Gastspiel seiner Schatztruhe ausschließlich in die deutsche Hauptstadt gehöre. Obgleich sich auch andere Städte wie Madrid, Paris und Frankfurt am Main beworben hatten. Berlin, natürlich nur Berlin. Weil Gründungsdirektor Alfred H. Barr sich den Bauhaus-Architekten Mies van der Rohe so sehr für den Bau des New Yorker MoMA gewünscht hatte. Weil Barr fasziniert war vom Bauhaus und der Idee des Zusammenspiels aller Künste. Nun kehre das MoMA mit seiner Ausstellung im Mies-Bau quasi zu seinen "geistigen Wurzeln" zurück. Und das im Jahr seines 75. Geburtstages. Raue muss gut gewesen sein, Lowry ließ sich überzeugen.

"Das MoMA in Berlin" ist die größte und teuerste Bilderreise in der Geschichte der Neuen Nationalgalerie. Knapp neun Millionen Euro wird der private Verein der Freunde der Nationalgalerie am Ende aufbringen müssen für diesen spektakulären Transfer über den Atlantik. Die Leihgebühr, so heißt es, macht etwa die Hälfte der Summe aus. Die Kunstwerke sind durch eine Bundesbürgschaft gesichert. Wahrlich alles andere als Peanuts: Den Versicherungswert haben die Amerikaner mit 2,4 Milliarden Euro angegeben.

Da blieb Kritik natürlich nicht aus. Zu protzig, vor allem aber zu teuer seien die "Superstars". Das Risiko ist da, rund 500 000 Besucher muss die Schau zählen, so hat Peter Raue kalkuliert, damit kein Schuldenberg drückt. Mit den "Superstars" nach den Sternen gegriffen?

Peter Raue hat keinen Grund zur Sorge, wenn er ins texanische Houston blickt. Dort hatte die Ausstellung bis Anfang Januar ihre einzige US-Station. In der Ölstadt verbuchte man am Ende mehr als 300 000 Besucher in drei Monaten. Aus Dallas kamen die Besucher, aus Kalifornien, sogar aus Mexiko City. New York ist für sie weit weg, da kommen manche Amerikaner ihr ganzes Leben nicht hin. New York und Berlin jedoch sind sich nicht fern. So nah wie jetzt aber wird uns das MoMA nie wieder sein.

trance-x
September 3rd, 2004, 01:26 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701043.html


Rätselraten um den Unfall von Charlize Theron
Heimlich, still und leise ist sie abgeflogen: Hollywood-Star und Oscar-Preisträgerin Charlize Theron ist wieder in Amerika, teilte Paramount-Sprecherin Jeanmarie Carrasco mit. Der attraktive Weltstar habe sich bei den Dreharbeiten für den Science-Fiction-Film "Aeon Flux" in Potsdam verletzt und kuriere sich jetzt in den USA aus, so die offizielle Mitteilung der Filmfirma. Die Dreharbeiten seien für voraussichtlich drei bis vier Wochen unterbrochen.
http://www.cineplexx.at/pics/charliye_reuters_150.jpghttp://www.mostovionline.com/foto/352ent6.jpghttp://www.x-stream.co.uk/news/reuters/2004/02/15/entertainment/images/2004-02-15t222138z_01_nootr_rtridsp_1_ouken-arts-film-women.jpg
Was der für ihre Rolle schwarz gefärbten Blondine genau zugestoßen ist, darüber hüllen sich alle in Schweigen. "Keine Schnittverletzungen, keine gebrochenen Knochen", sagte Carrasco der Nachrichtenagentur AP. "Ich denke, es war etwas weniger Greifbares ..., etwas Vages und Bohrendes." Nun zerbrechen sich alle Fans in Berlin den Kopf: Wie schwer war der Unfall wirklich, was ist dem Star zugestoßen? Ist ihr Knöchel gestaucht und dick geschwollen? Der Branchendienst Kino.de will erfahren haben, das Ex-Model habe sich den "Hals verrissen".

Doch der "Unfall" des Filmstars ist wohl eher ein genialer PR-Gag: Wie die Morgenpost aus zuverlässiger Quelle erfuhr, ist die gebürtige Südafrikanerin total erschöpft. "Es ist eine körperlich sehr anspruchsvolle Rolle", so Therons Sprecherin Amanda Silvermann zu AP.

Die 29-Jährige, die in dem Streifen "Monster" bemerkenswerten Mut zur Hässlichkeit bewies, will auch ihre aktuelle Titelrolle als Topagentin Aeon Flux allein bewältigen. Kein Double, keine Stuntfrau, auf dem ganzen Zelluloid flimmert Charlize pur. Da aber Topagenten bekanntlich in Topform sind, verlangt diese Rolle der zierlichen Schauspielerin Enormes ab. Seit etwa zehn Tagen fällt und springt, stürzt und fliegt sie, was die Kondition eben hergibt. Selbst wenn weiche Matten den Star abfangen, mag man sich die vielen blauen Flecken gar nicht vorstellen.

Statt im herbstlichen Berlin zu bibbern, entschied sie sich wohl, eine Erholungspause in L.A. einzulegen. Vielleicht findet Freund Stuart Townsend dort Zeit, ihre müden Glieder gesundzupflegen. In ein paar Wochen kehrt sie zurück, weitere Drehs in der Hauptstadt, darunter auch am Tierheim in Falkenberg sowie in Potsdam stehen an.

Corinna Schlag

trance-x
September 3rd, 2004, 01:28 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_88598.jpg

http://www.sueddeutsche.de/panorama/ticker/iptc-bdt-20040902-217-dpa_7005268/

MoMA-Endspurt mit Öffnungszeiten rund um die Uhr
http://www.sueddeutsche.de/panorama/ticker/iptc-bdt-20040902-217-dpa_7005268/thumb-180x117-jpeg-1mon3430-20040901_6998018_onlineBild.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040820/berlin/pop_87812.jpg
Millionster Besucher: Marie Louise Dietrich vor dem Bild "Sternennacht" von Vincent van Gogh.

Berlin (dpa) - Mit einem Feuerwerk und Öffnungszeiten rund um die Uhr wird sich die spektakuläre Ausstellung des New Yorker Museums of Modern Art (MoMA) nach siebenmonatiger Dauer von den Berlinern verabschieden. Vom 16. September, 08.00 Uhr an bis zum Schlusstag am 19. September, 22.00 Uhr wird die Neue Nationalgalerie durchgehend geöffnet sein, teilten die Veranstalter mit.


Um 22.30 Uhr gibt es dann ein großes Abschiedsfeuerwerk auf der Terrasse vor dem Museum am Berliner Kulturforum in Nachbarschaft der Philharmonie. Bereits seit dem 1. September ist die Ausstellung teilweise bis Mitternacht und am Wochenende (freitags und sonnabends) sogar bis 02.00 Uhr nachts geöffnet.

In der Endphase der Schau mit 200 Meisterwerken der Malerei des 20. Jahrhunderts, die in Berlin bisher eine Million Menschen sahen, ist die Sonderregelung zur «Jahreskarte Plus» der Staatlichen Museen aufgehoben worden. Ab sofort gebe es für die Inhaber dieser Karte keine bevorzugte Zugangsberechtigung über den VIP-Eingang mehr, teilten die Veranstalter mit.

Die Karteninhaber können zwar kostenlos die Ausstellung besuchen, müssen sich jetzt aber wie alle Besucher in die Warteschlange einreihen, bei der die Wartezeit je nach Tagesandrang bis zu zehn Stunden betragen kann. Die Karte war nach Angaben der Veranstalter «gegen horrende Gelder» über das Internet «vermietet» worden. Nach einem Bericht des Berliner «Tagesspiegels» hat die Neuregelung unter Besuchern und Inhabern der Jahreskarte zum Teil heftige Verärgerung ausgelöst.
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040827/berlin/88170.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040901/feuilleton/pop_88438.jpg

trance-x
September 3rd, 2004, 08:58 AM
http://www.justbegay.de/szene/folsom/index.html


Es ist soweit: Berlin zieht vom Leder
http://www.justbegay.de/szene/folsom/folsi.jpeg
Die größte US-Party für Lederkerle erobert am kommenden Wochenende Europa. Die Folsom Street Fair, in San Francisco seit zwei Jahrzehnten das Top-Ereignis für die schwule Fetisch-Szene, kommt am Samstag, 4. September, zum ersten Mal ins Leder-Mekka Berlin.

Gute Aussichten für Europas Männer in Leder: Folsom Europe macht mobil
Foto: folsomeurope.com
300.000 Besucher im Jahr, zwei Aufbau-Veranstaltungen in San Francisco und Toronto, sowie eine 20-jährige Tradition sprechen für sich - die 'Folsom Street Fair' ist eines der größten Leder- und Fetisch-Ereignisse weltweit, und macht ihrem guten Ruf jedes Jahr aufs Neue alle Ehre. Nicht nur weil die Jungs im Leder-, Lack- und Tattoo-Look dabei endlich die städtischen Straßen erobern, sondern auch weil bei dem Festival stets für wohltätige Zwecke gesammelt wird: Lokale AIDS-Projekte und Antidiskriminierungs-Bewegungen profitieren seit Jahren von den Spenden durch Folsom. Dass ein solches Ereignis natürlich nicht nur in San Francisco kerlige Anhänger findet, ist klar. So gibt es inzwischen schon einen Folsom-Ableger im kanadischen Toronto - und ab 2004 auch in Europa. Besser gesagt: In Berlin.

In Zusammenarbeit mit der US-Zentrale der 'Folsom Street Events' haben einige Männer aus der deutschen Hauptstadt Anfang des Jahres den Verein Folsom Europe e. V. gegründet. Ebendieser ist nun für die Ausrichtung des ersten Folsom Straßenfestes in Europa verantwortlich. Berlin verteidigt damit mal wieder seinen Ruf als Lederhauptstadt Europas - und ist außerdem um eine schwule Attraktion reicher. Der Zuspruch ist groß. Neben Leder-Clubs und Veranstaltern aus ganz Europa haben auch die Stadt Berlin, deren Industrie- und Handelskammer und die Berlin Tourismus Marketing GmbH ihre Unterstützung zugesagt.

Die Veranstalter hoffen nun also nur noch auf kräftig-lederne Besucher-Power, um "Folsom" in Europa willkommen zu heißen. Gefeiert wird am Samstag, 4. September, von 12 bis 22 Uhr im Berliner Homo- und Fetisch-Kiez von Schöneberg (Bereich Fuggerstraße/Welser Straße). Danach geht's in einschlägigen Clubs weiter. Von den Einnahmen sollen die HIV-Kindertagesstätte Fuggerstraße und die AIDS-Hilfe in Polen profitieren.

trance-x
September 3rd, 2004, 09:19 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story701319.html


Testlauf vor dem Testspiel
Bundestrainer Klinsmann verteidigt Fitnesskontrollen vor dem Duell gegen Brasilien - Görlitz und Deisler im Kader
Von Berries Bossmann und Oliver Trust
http://estaticos.elmundo.es/mundial/2002/historia/1990/estrellaklinsmann.jpghttp://www.n-tv.de/images/200312/5197752__1hkp2036.jpghttp://www.football-crazy.de/archiv/magath.gif
Das hatte Felix Magath gerade noch gefehlt. Nicht nur, dass seine Spieler Lucio und Ze Roberto dem Trainer des FC Bayern gestern Ärger machten, indem sie ihrem Unmut über die Auswechslung beim 1:4 in Leverkusen Luft verschafften. Zu allem Überfluss wurde Magath noch gefragt, ob er sich durch die Fitnesstests, die Bundestrainer Jürgen Klinsmann in der Nationalmannschaft einführt, in seiner Arbeit kontrolliert fühle. "Was habe ich mit Jürgen Klinsmann zu tun", grantelte Magath, "soll er doch machen. Ich fühle mich nie in meiner Arbeit kontrolliert." Doch dann schob er eine versteckte Warnung hinterher: "Man kann alle Infos immer umdrehen und sie werten, wie man will." Er nehme aber nicht an, "dass das der Sinn der Sache ist".

Morgen müssen die 20 Nationalspieler, die Klinsmann gestern für das Länderspiel am 8. September gegen Weltmeister Brasilien im Berliner Olympiastadion nominierte, Schnelligkeits-, Schnellkraft- und Beweglichkeitstests absolvieren. Durchgeführt werden die Kontrollen von US-Trainer Mark Verstegen und zwei Mitarbeitern, die Klinsmann aus Kalifornien einfliegen lässt. "Ich kenne diese Leute seit Jahren, das sind absolute Fachmänner. Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen", so Klinsmann, der auch über die Einstellung eines Mentaltrainers nachdenkt.
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Bei Dieter Hoeneß, Manager bei Hertha BSC, hält sich die Begeisterung in Grenzen: "Was mir nicht gefällt, ist, dass der DFB jetzt amerikanisiert wird." Zumal es auch in Deutschland hochmoderne Zentren gibt, die eine Leistungsdiagnostik durchführen können. Der neue DFB-Teammanager Oliver Bierhoff erklärte, es gehe auch darum, "sich nicht allein auf Werte zu verlassen, die von den Vereinen zur Verfügung gestellt werden". Klingt da Misstrauen durch? Klinsmann beruhigte: "Wir sehen das als Ergänzung." Werden körperliche Defizite festgestellt, sollen die in Absprache mit den Vereinstrainern gezielt behoben werden.

Die Klubs, die den Großteil der Nationalspieler abstellen, haben mit Klinsmanns Reformen offenbar kein Problem. So erklärte Stuttgarts Trainer Matthias Sammer: "Ob ich mich kontrolliert fühle? Im Gegenteil, ich fühle mich bestätigt. Wenn ich Angst haben würde, müsste ich ja denken, dass ich schlecht gearbeitet hätte." Doch wie wird Sammer reagieren, sollte der Test bei Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel oder Phillip Lahm unterdurchschnittliche Werte ergeben?

Auch Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf gab sich gelassen: "Klinsmann hat das Recht, neue Wege zu gehen." Und Dortmunds Trainer Bert van Marwijk sagte: "Ich habe kein Problem mit der Überprüfung. Jeder Trainer hat seine eigene Methode, um sich über die körperliche Verfassung seiner Spieler zu informieren."

Am Mittwoch telefonierte van Marwijk mit Klinsmann wegen der Absage von Christian Wörns (Achillessehnenprobleme). Da auch Jens Nowotny (Leverkusen) und Arne Friedrich (Hertha BSC) verletzt ausfallen, wurde Debütant Andreas Görlitz vom FC Bayern für die Abwehr nominiert. Klar, dass der 22-Jährige hocherfreut ist: "Das ist schon eine ziemliche Überraschung und natürlich eine tolle Sache."

Erstmals seit einem Jahr ist Sebastian Deisler (FC Bayern) nach seiner Depression wieder dabei. Klinsmann: "Es ist sehr wichtig in Bezug auf den Teamgeist, dass er wieder zur Gruppe stößt." Beim Länderspiel in Österreich vor zwei Wochen (3:1) hatte er noch dem Wunsch von Magath und Bayern-Manager Uli Hoeneß entsprochen, auf den Mittelfeldspieler zu verzichten. Deisler ist indes heiß auf sein Comeback: "Brasilien ist doch für jeden Profi ein Highlight."

Auf der Torhüterposition wird der Bundestrainer diesmal auf Experimente verzichten: "Oliver Kahn fängt an", sagte Klinsmann, "und es ist geplant, dass er 90 Minuten spielt. Es ist sein Spiel." Von einer Revanche für das im Juni 2002 in Yokohama mit 0:2 verlorene Endspiel der Weltmeisterschaft will Jürgen Klinsmann jedoch nichts wissen. "Revanche hin oder her - gegen Brasilien leuchten einem die Augen. Das bedarf keiner zusätzlichen Motivation. Das ist eine besondere Mannschaft, aber die kochen auch nur mit Wasser", erklärte der 108-malige Nationalspieler in der Mercedes-Welt am Salzufer.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story701239.html
Es grünt so grün
Märk-würdige Wirklichkeit und Vision: Architekturstudenten aus Stuttgart und Berlin beschäftigen sich mit dem Märkischen Viertel
Von Cosima Lutz
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Auf dem Stadtplan erinnert es ein wenig an eine Sprechblase. Wenn eine Comicfigur Unaussprechliches sagt oder denkt, sieht es so ähnlich aus. Im Märkischen Viertel im Norden Berlins schreiben die seltsam geringelten und gezackten Gebäude-Grundrisse "Poesie im Zyklopenmaßstab" (Falk Jäger) in den Sand. 40 000 Menschen wohnen hier, und weil das "MV" nun 40 Jahre alt wird, dokumentiert der größte Vermieter vor Ort, die Gesobau, am fernen Savignyplatz "Idee, Wirklichkeit und Vision" des einst umstrittensten Neubaugebietes der alten Bundesrepublik. Ein "tatsächlicher Ort", wie Architekturstudenten in der Schau fasziniert feststellen. Also mit der S-Bahn nach Wittenau, weiter mit dem Bus.

Aussteigen, einatmen: Heuduft. An Weg- und Straßenrändern liegt es frisch gemäht. Im "Märkischen Zentrum" beschauen Mädchen die Schaufenster, ältere Paare plaudern auf Bänken am zierlichen Brunnen. Und: Kinderlachen. Ein Dorf am Mittelmeer? Sozialistischer Traum? Jemand erfand die sinnige Wendung vom "Märk-würdigen Viertel", auch die Calauer Straße befindet sich hier. Mit den Jahren ist ein Blätterhimmel von Ahorn und Platanen emporgewachsen, hinter dem die Wohntürme wie die Zähne eines herzlichen Ganovenlächelns nur fern hervorschimmern.

1960 wurde die Gegend, in der 12 000 Menschen teils in Lauben mit Sickergruben hausten, zum Notstandsgebiet erklärt. Die Leute, hieß es, pumpten ihren eigenen Urin in den Kochtopf. Bis Willy Brandt, Regierender Bürgermeister, den Bau einer Satellitenstadt nach neuestem Standard anordnete und Architekten wie Werner Düttmann und Chen Kuen Lee holte. 1964 zogen die ersten Mieter ein. Bald protestierten Studenten gegen die "menschenverachtende Trabantenstadt". "MV - in Berlin ganz oben!" beharrten die Macher. So ging das munter hin und her, mal motzte der Denkmalschutz, mal litt die Lebensqualität, bis Infrastruktur und Sprachregelung endlich stimmten. Der 600 Meter "Lange Jammer" heißt jetzt Champagner-Burg, auch die "Papageiensiedlung" wurde dezent übertüncht. Wörter wie "Wohnmaschinen" geistern noch immer durch die Presse, Bewohner reden lieber von ihren "Wolkengondeln". Nur der direkte U-Bahnanschluss fehlt bis heute.
http://users.mm2k.net/~bprice1949/images/maerk.jpg
Imageproblemen wusste man hier schon immer etwas entgegenzusetzen: neue Wörter, neue Anstriche und ein ganz eigenes Selbstbewusstsein. Dafür sorgt zurzeit vor allem einer: Sido. Mit "Mein Block" katapultierte das "superintelligente Drogenopfer" das MV in die Pop-Charts. Bau den "dreckigen Leuten" ein Einkaufszentrum, sagt er, und du brauchst keine Mauer drumherum. Also: Ghetto. Bei der Gesobau reißt das alte Wunden auf, deutschlandweit jedoch sind Bürgersöhnchen und -Töchterchen ganz entzückt über das MTV-MV. "Schlachtgesänge direkt aus dem Bauch der Hauptstadt", lobt "Die Zeit". Und wenn der Erfinder des Berliner Kleinkriminellen-Rap hinter seiner Totenkopfmaske kundtut, dass er soeben seine Schränke bei Quelle abbezahlt habe, trifft das ziemlich genau jene Mischung aus Beton-Bedrohlichkeit und gepflegtem Wohlbehagen, wie sie sanft über dem Märkischen Viertel liegt.

Am Eingang des Ribbeck-Hauses kleben gelbe Birnen aus Tonpapier. Den Sommerflieder davor nehmen Trauermäntel dankbar torkelnd zur Kenntnis. Jeden ersten Sonntag findet hier die Wasserpflanzen-Zierfischtauschbörse statt, es gibt den Quasseltreff, die Töpfergruppe und die Anonymen Alkoholiker, und "die letzten Dinge" kann man "individuell und preiswert regeln". Man muss hier nicht weg. Die durchschnittliche Mietdauer beträgt 21 Jahre, Märker ziehen meist innerhalb des Viertels um, der Leerstand: 3,2 Prozent.

Sticheleien zwischen Alteingesessenen und Neuen gehören zur Wohnqualität und werden sorgsam gepflegt. Bei unserer kleinen Spaziergängerbefragung sagt eine Mutter, die seit 1998 hier lebt: "Nicht, dass ich etwas gegen Ausländer hätte, aber es wird immer schlimmer". Was passiert denn so? Ernstes Luftholen. "Also ich wohn" im ersten Stock, und da landet schon mal ein Ball aufm Tisch." Nöö, wegziehen werde sie nicht, ist sonst eigentlich alles prima, vom Wohnen her und auch sonst, das Grün, immer wieder das Grün. Der schwarze Wuschelhund wedelt.

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Im Berliner Sozialindex steht das MV auf Platz 189 von 298, halb so wild. Und doch muss diese Stadt-Blase künstlich am Leben erhalten werden: sinkende Miet-Erträge hier, steigender Sanierungsbedarf dort. Die Gesobau fragte deshalb Architekturstudenten aus Stuttgart und Berlin nach Visionen. Von einem "neuen Mythos" über "Themenarchitektur" bis hin zu Gratis-Büros reichen die Ideen. Zunächst will die Verwaltung einzelne luxuriösere Wohnblocks und solche mit Minimalkomfort für die "sozial Schwächeren" schaffen.

Rapper Sido jedenfalls will bleiben. Mit Ghettos und Gegensätzen kennt er sich aus, womit sonst soll man reimen. "Mein Block, meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt reicht vom ersten bis zum 16. Stock", blubbert er aus den Kopfhörern, und die Schwäne im Mittelfeldbecken ziehen ihre Kreise.

Galerie Aedes West, Savignyplatz, Charlottenburg, Else-Ury-Bogen 600-601. Bis Sonntag

trance-x
September 3rd, 2004, 09:48 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701251.html

Eine Gala gegen das Vergessen
Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela wird im Roten Rathaus für seinen Kampf gegen Aids geehrt
http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mandela/mandela1.jpghttp://www.lingg-zachmann.de/Fotos/berlin_2002/Rotes_Rathaus.JPG
Festliche Gala mit ernstem Hintergrund: Der südafrikanische Ex-Präsident Nelson Mandela, 86, und Zackie Achmat, 42, der für den Friedensnobelpreis 2004 nominiert ist, sind die Preisträger des diesjährigen "ReD-Award", der am Sonnabend bei der Reminders Day Aidsgala 2004 in Berlin verliehen wird. Beide Persönlichkeiten werden für ihr unermüdliches Engagement für aidskranke und HIV-infizierte Menschen ausgezeichnet. Der Gala-Abend mit Programm und Tanz bis in den frühen Morgen findet in ungewohnter Umgebung statt: im großräumigen Säulensaal des Roten Rathauses in Mitte. Dort werden nicht nur eine Bühne und ringsum ein Büfett aufgebaut; auch gemütliche Sitzecken und Liegestühle laden zum Relaxen ein. Die beiden DJs Divinity und Cameron Douglas sorgen für flotte Musikberieselung. Der 25 Jahre alte Cameron ist der älteste Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas aus seiner ersten Ehe mit der spanischen Diplomatentochter Diandra de Morell. Durch den Abend führen die TV-Moderatorin Jessica Witte-Winter und Comedian Thomas Hermanns. Die Schirmherrschaft für das Event haben Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der russische Botschafter Vladimir V. Kotenev übernommen. Für die musikalische Live-Unterhaltung sorgen die Berliner Sängerin Jocelyn B. Smith und die Pop-Gruppe Bro'Sis. An dem festlichen Abend wird auch noch einmal an jene Frau erinnert, die als Berliner "Engel der Aidskranken" galt und im Mai dieses Jahres im Alter von 76 Jahren starb: Charity-Lady Irina Pabst. Sie hatte die alljährlich in der Deutschen Oper Berlin statt findende große Aids-Gala mit Moderator "Loriot" Vicco von Bülow mit ins Leben gerufen. Ihre engste Freundin, die Autorin Inga Griese-Schwenkow, wird sie mit einem Nachruf ehren. Zu den rund 1000 Gästen aus Politik, Unterhaltung und den Teilnehmern des von heute an bis zum Sonntag in Berlin stattfindenden Aids-Kongresses zählt auch die Grimme-Preisträgerin Felicitas Woll, 24. Die Schauspielerin hat sich mit ihrer ARD-Serien-Hauptrolle in "Berlin, Berlin" in die Herzen von Millionen Fernsehzuschauer gespielt. Als weitere Gala-Gäste angesagt haben sich der SPD-Politiker Walter Riester, die CSU-Politikerin und Unternehmerin Dagmar Wöhrl, Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer, Film- und Fernsehproduzent Oliver Berben, die Schauspieler Jürgen Vogel, Nikolai Kinski, Alexandra Kamp sowie Star-Koch Ralf Zacherl.

Der Preis für Nelson Mandela ist bereits auf dem Post-Weg nach Johannesburg. Der populäre Friedensnobelpreisträger, erst kürzlich von den Lesern des Magazins "New African" zum "größten Afrikaner aller Zeiten gekürt, kann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verleihung in Berlin teilnehmen. Für Zackie Achmat, den Vorsitzenden der südafrikanischen Aidskrankenorganisation TAC (Treatment Action Campaign) wird Klaus Wowereit die Laudatio halten.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701250.html
Prêt-à-porter im Raubtierlook
Pariser Luxus-Modehaus Celine eröffnet erste deutsche Boutique im Quartier 206 an der Friedrichstraße
Madonna, Gwyneth Paltrow und Sarah Jessica Parker haben eine, und auch Claudia Schiffer besitzt sie seit diesem Sommer: Die Rede ist von der Taschenkollektion Boogie Bag des französischen Modehauses Celine. Das Schwestermodell, die Lockbag, wurde dank Sharon Stone zum Verkaufsschlager.
http://www.friedrichstrasse.de/cms/cms/kunden/78/panoramabild/quartier_206_pano.jpghttp://www.berlin-tourist-information.de/bilder/shopping/quartier-206-treppe_150.jpg
Seit gestern hat das luxuriöse Label endlich auch eine eigene Adresse in Deutschland: Im Quartier 206 eröffnete Celine-Präsident Jean-Marc Loubier die Boutique: "Sicher, München ist gediegener, Hamburg snobistischer. Aber Berlin, das ist Tradition, Zukunft und Weltoffenheit in einem. So ist sie, die Celine-Frau", schwärmt der Franzose von der Hauptstadt und den Frauen. Vorbei die Zeiten, in denen die Berlinerinnen den Pariser Modeenthusiasten als die schlecht gekleidetsten Frauen Westeuropas erschienen: "Die Frauen hier sind kreativ, selbstbewusst und haben ihren eigenen Kopf, und so ziehen sie sich auch an. Sie werden Celine lieben", glaubt der Chef. In der mit Bronzeelementen und veredeltem afrikanischen Wengeholz gestalteten Boutique dominieren Elfenbein- und Brauntöne. Auf 100 Quadratmetern werden Accessoires wie Taschen, Schuhe und Brillen sowie feminine Spitzenkleider, edelste Kaschmir-Pullover, elegante Pelzstolen und sexy Leopardendrucke präsentiert.
http://www.photopolis.de/photos/images/246.jpghttp://www.elegant-lifestyle.com/BQuartier206i.jpg
Die aktuelle Kollektion des Designers Michael Kohrs ist zugleich seine letzte für Celine: Kurztrenchs aus rosa Satin, Hosenanzüge aus Tweed und immer wieder Raubtierlook auf Jacken, Taschen und Schuhen. "Die Kollektion ist eine Hommage an den Film ,Eine Amerikanerin in Paris'", sagt Boutiquechefin Maria Napral, vielen Herren der Hauptstadt gewiss als elegante Beraterin von Herrenausstatter Selbach in guter Erinnerung. Von Oktober an entwirft dann Roberto Menichetti, früher Designer bei Jil Sander, für Celine. "Aber unser weibliche Rundungen elegant betonender Stil bleibt", verspricht Loubier. "Ich liebe den französischen Touch: Sehr, elegant sehr feminin und superbequem", schwärmte Schauspielerin Martina Gedeck im langen schwarzen Abendkleid mit weißer Nerzjacke. Kollegin Gesine Cukrowski trug ein Pantherkleid zur beigen Kurzjacke und fand: "Celine passt perfekt zu mir, extravagant und elegant zugleich."

trance-x
September 3rd, 2004, 10:00 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701252.html

... misc ...
Das Metier Fernsehen lässt sie einfach nicht los: Barbara Groth (58), fünf Jahre lang Intendantin des SFB-Fernsehens (1998-2003) und damit die erste Frau an der Fernseh-Spitze einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in Deutschland, trifft sich jetzt mit Prominenten vor der TV-Kamera. In der RBB-Sendung "Berlin/Brandenburg privat" (heute um 23.40 Uhr) begleitet sie Schauspieler Dominic Raacke dorthin, wo sich der Münchner in Berlin am liebsten aufhält - am Potsdamer Platz. "Der erinnert ihn an New York", sagt Barbara Groth, die in der kommenden Woche zur gleichen Zeit Entertainerin Dagmar Frederic nach Eberswalde begleitet, wo sie als Tochter eines Tierpark-Direktors aufgewachsen ist.
http://www.spd-hanau.de/images/personen/schwan_gesine.jpg

Heute läuten für Gesine Schwan, 61, Präsidentin der Frankfurter Europa-Universität, die Hochzeitsglocken: Um 15 Uhr findet für die ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin in ihrem Heimatbezirk Zehlendorf die Trauung mit Peter Eigen, 66, statt.
http://www.wdr.de/radio/wdr2/abendmagazin/montalk/image/gast/kollo.jpg
Bei Opernstar René Kollo , der sich in seiner knappen Freizeit mit Leidenschaft an den Kochherd stellt ("kochen entspannt mich wunderbar") blieb gestern die Küche kalt. Der Wagner-Tenor gehörte zu den Premierengästen des neuen Show-Programms "Köche - Krone - Kritiker" in Hans-Peter Wodarz' Restaurant-Theater "Pomp Duck and Circumstance" am Gleisdreieck. Für das Spektakel mit Show und Spitzengastronomie hat Pomp-Chef Wodarz mehr als zwei Dutzend Nationalitäten in seinem Team. Angesagt hatten sich gestern Abend auch Schulsenator Klaus Böger mit seiner Frau Angelika, Caroline Beil, Adlon-Direktor Jean K. van Daalen mit Ehefrau Marylea, "Mary"-Entertainer Georg Preuße und Ilja Richter.

***

Der ägyptische Regisseur "Yousry Nasrallah" ...
http://dvdtoile.com/ARTISTES/22/22500.jpg
... kommt zur Präsentation des Arte-Zweiteilers "Das Tor zur Sonne" ins Haus der Kulturen.

Grit Böttcher
http://www.planetangela.de/films/boettcher.jpg
kommt aus München zu einer Veranstaltung des Deutschen Tierhilfswerkes am Alexanderplatz.


http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/373483.html
Very british
Mit den "Prenzlauer Gärten" soll ein Stück London in Berlin entstehen.
62 Häuser für Familien nach englischem Vorbild
Prenzlauer Berg
PRENZLAUER BERG. Mitten in der City entstehen Reihenhäuser mit kleinen Gärten. Das Gelände der alten Schneider-Brauerei an der Greifswalder Straße soll zu einem Stück London in Berlin werden. 60 so genannte Townhouses sollen entstehen, dazu 50 Appartements in vier Torhäusern. Baubeginn auf dem 21 000 Quadratmeter großen Areal zwischen Greifswalder Straße und Straße am Friedrichshain soll Anfang 2005 sein. Investor für das 38 Millionen Euro teure Projekt ist die Asset-Firmengruppe. Diese hat in Berlin bereits eine denkmalgeschützte Wohnanlage in Adlershof saniert und die alte Wollgarnfabrik in Friedrichshain zu Wohnzwecken umgebaut.

Very british präsentieren sich die Townhouses - dreigeschossige Reihenhäuser, getrennt durch eine kleine Zufahrtsstraße. "Wir haben uns an vergleichbaren Siedlungen in London orientiert", sagt Architekt Stephan Höhne, der mit seinem Büro die neue Wohnanlage geplant hat. Wie in Großbritannien üblich wurden die Häuser als geschlossener Komplex entwickelt - Fassade und Eingangsbereich sind gleich. "Im Unterschied zu den geplanten Townhäusern auf dem Friedrichswerder, wo jedes Haus individuell gestaltet ist, haben wir die städtebauliche Gesamtsituation betont", sagt Höhne. An England erinnere auch der typische Eingangsbereich: Kleine Vorgärten, Außentreppen führen ins Haus. Daneben ist die Einfahrt zur Garage. Hinter den Häusern befinden sich dazugehörige Gärtchen. Deren Größe reicht von winzigen neun Quadratmetern bis zu fast 160 Quadratmetern.

Auch die Häuser bieten unterschiedlich Platz - mit Wohnflächen von 110 bis zu 290 Quadratmetern. Letztere, Palais genannt, sind so groß wie zwei der kleineren Townhouses. "Ist der Bedarf dafür nicht da, können wir flexibel reagieren - dann werden eben mehr der kleineren Häuser gebaut", sagt Architekt Höhne.

"Prenzlauer Gärten" hat die Asset ihre Anlage genannt. Denn die Häuser entstehen zwar im Stadtzentrum, aber dennoch ruhig gelegen und im Grünen. Denn das alte Brauereigelände befindet sich hinter der Bebauung an der Greifswalder Straße und der Straße am Friedrichshain. Das Gebiet, auf dem sich früher auch ein Vergnügungspark mit bis zu 10 000 Sitzplätzen befand, blieb nach 1945 weitgehend ungenutzt. Lediglich das verfallene Fabrikgebäude und viele alte Laubbäume gibt es dort noch. Das Grün wird in die Wohnanlage integriert. Die Brauerei selbst soll in einem zweiten Bauabschnitt denkmalgerecht saniert werden, sagt Architekt Höhne.

Insbesondere junge Familien möchte Ingo Damaschke, Vorstand der zur Asset-Gruppe gehörenden Prenzlauer Gärten Grundbesitz AG, mit dem Wohnprojekt ansprechen: "Prenzlauer Berg ist schließlich das geburtenreichste Gebiet Berlins", sagt er hoffnungsvoll.

http://www.tagesspiegel.de/newsticker/berlin/artikel.asp?60640
Zweite Zaren-Rallye startet am Sonntag in Berlin
Berlin/Moskau (dpa/bb) - Die zweite Zaren-Rallye von Berlin nach Moskau und zurück startet am Sonntag in der deutschen Hauptstadt. An ihr beteiligten sich 18 Fahrer aus neun Nationen mit Oldtimern, teilten die Veranstalter am Freitag in Berlin mit. Die Fahrt führt durch Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Moskau, das am 10. September erreicht werden soll. Der Rückweg von der russischen Hauptstadt gehe über die Ukraine, Polen, die Slowakei, Österreich und Tschechien. Die Gesamtstrecke beträgt etwa 6000 Kilometer.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story701240.html

Motörhead-Boss Lemmy Kilmister nimmt in Berlin eine Soloplatte auf
Von Olaf Neumann
http://perso.wanadoo.fr/hard-rockcity/images/dico/dicok/kilmin.JPG
Die Begegnung mit dem Urviech des Heavy Metal ist eine Erfahrung der dritten Art. Monströse Warzen, weiße Cowboystiefel, eisernes Wehrmachtskreuz - das sind die Markenzeichen des schönsten aller Scheusale Ian Kilmister, besser bekannt als Lemmy.

Der Schwächeanfall von 2001 scheint vergessen, die Metalmaschine Lemmy läuft wieder auf Hochtouren. In Berlin schraubt Motörhead-Chef gerade an seinem ersten richtigen Soloalbum, unterstützt von der Berliner Band Skew Siskin, dem kultigen Reverend Horton Heat und den Punk-Pionieren The Damned. Und mit dem aktuellen Album "Inferno" im Gepäck haben Motörhead gerade alle großen Festivals beglückt. Heute drehen sie beim Festival "Werner - Das Rennen" die Verstärker (...)



http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_boulevard&text=60024
Zahlreiche Konzerte mit Anna Netrebko in Deutschland
Berlin (dpa) - Die DEAG Classics AG hat mit der russischen Opernsängerin Anna Netrebko einen Vertrag bis 2007 für Konzert- und Open-Air-Veranstaltungen abgeschlossen. Die ersten Konzerte sind im Dezember in München, Mannheim und Hamburg geplant.
http://kunden.1.meinberlin.net/bld/bilder1/Netrebko_7007488_thumbnail.jpg
Im April 2005 sollen eine Deutschlandtournee sowie im Sommer Open-Air-Konzerte folgen, kündigte die DEAG Classics AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DEAG Deutsche Entertainment AG, in Berlin an.

Die Operngala «Italienische Nacht» kommt nächstes Jahr mit Renée Fleming und Ramón Vargas wieder in die Berliner Waldbühne und geht erstmals unter freiem Himmel auch in Schwetzingen über die Bühne. Außerdem gastieren die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle mit einer «Französischen Nacht» in der Waldbühne. Solisten sind die Pianistinnen Katia und Marielle Labèque. Vicco von Bülow alias Loriot wird am 20. März 2005 in der Berliner Philharmonie eine konzertante Aufführung von Leonard Bernsteins «Candide» mit dem Deutschen Symphonie-Orchester präsentieren.

Der Bereich der Eigenproduktionen werde ausgebaut, teilte DEAG Classics mit. Im Herbst dieses Jahres gehe erstmals der Berliner Wintergarten auf Tournee. DEAG Classics habe in der vergangenen Woche außerdem einen internationalen Wettbewerb der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zur mehrjährigen Organisation eines großen Barockfestes im Schloss Charlottenburg in Berlin gewonnen, teilte das Unternehmen mit. Am ersten Juli-Wochenende 2005 würden Zehntausende Besucher zum «Fest für Charlotte» mit Artisten und einer Aufführung der Barockoper «Die Feenkönigin» nach Henry Purcell erwartet.

trance-x
September 3rd, 2004, 10:34 AM
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/berlin/artikel.asp?60298
Quadriga»-Auszeichnung für türkischen Ministerpräsidenten Erdogan
http://www.germany-info.org/relaunch/info/publications/week/2004/040220/Photos/BK_Erdogan_2003.JPG
Berlin (dpa) - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bekommt den diesjährigen «Quadriga»-Preis des Vereins Werkstatt Deutschland. Die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung solle am 3. Oktober im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt verliehen werden, teilte der Verein am Donnerstag mit. Die Laudatio wird Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) halten. Mit dem zum zweiten Mal vergebenen Preis werden laut Verein Personen geehrt, die sich durch Weitsichtigkeit und Pragmatismus einen Namen gemacht haben.
03.09.2004



Schuster zu Köhler-Vorschlag: Berlin ist «Metropolis of Museum Art»
Berlin (dpa/bb) - Mit den Worten «Berlin ist MoMA - Metropolis of Museum Art» reagierte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, auf die Anregung von Bundespräsident Horst Köhler zu einer Sonderausstellung mit den bedeutendsten Kunstwerken der Berliner Museen. Schon jetzt seien im Pergamonmuseum die Meisterwerke von drei Museen vereint. 2005 sei der Umzug der Büste der Nofretete in das Alte Museum geplant. Im Bodemuseum könnten Gemäldegalerie und Skulpturensammlung vereint werden.


http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/03.09.2004/1334926.asp#art
Geballte Leere
Nicht nur im Osten: Die Berliner Kunstwerke dokumentieren das weltweite Drama der schrumpfenden Städte

Von Bernhard Schulz

In Detroit möchte man nicht leben. In Ivanovo möchte man schon gar nicht leben. In Manchester und Liverpool kann man mittlerweile vielleicht wieder leben, aber wie steht’s mit Leipzig und Halle?

Stellt sich die Frage überhaupt – bei zwei ehrwürdigen Städten in unmittelbarer Nachbarschaft? Ja, sie stellt sich, oder besser gesagt: Zehntausende haben diese Frage gestellt und für sich mit „Nein“ beantwortet. Sie sind fortgezogen. Sie sind vielleicht nur in die Vorstädte gezogen, haben den Traum vom eigenen Häuschen verwirklicht; sie sind vielleicht aber in den Westen Deutschlands übersiedelt und haben ihrer Heimat für immer den Rücken gekehrt. Da fangen die Probleme an: für die Städte, die Einwohner auf Dauer verlieren, für die jeweiligen Regionen, die Steuerzahler – und zugleich Nutzer öffentlicher Einrichtungen – aus ihren Unterlagen streichen müssen.

Die „schrumpfenden Städte“ sind mittlerweile ein brisantes Thema der deutschen Innenpolitik. Die neuen Bundesländer sind von einer dramatischen Umkehr der demografischen Entwicklung betroffen. Ostdeutschland wird von Entvölkerung heimgesucht. 1,3 Millionen Wohnungen stehen bereits leer, mindestens 450000 sollen mit öffentlichen Mitteln abgerissen werden. Von hier aus weitet sich der Blick auf die „shrinking cities“ weltweit.

Unter diesem Titel zeigt die Projektgruppe gleichen Namens in den Berliner Kunstwerken die Ergebnisse ihrer Recherche, die sie mit der großzügigen Förderung durch die Bundeskulturstiftung in den zurückliegenden zwei Jahren vorgenommen hat. Es handelt sich übrigens um ein „Initiativprojekt“ der Stiftung selbst, kein Antragsprojekt, was ihr drei Millionen Euro für einen Projektzeitraum von ingesamt drei Jahren wert war.

Als Beispielstädte wurden gewählt: Detroit im rust belt der USA als Beispiel für die Tendenz zur Suburbanisierung, Ivanovo in Russland für den postsozialistischen Wandel, Manchester/Liverpool als Muster der De-Industrialisierung – und Halle/Leipzig als Fallbeispiel vor der Haustür. Für weltweit alle schrumpfenden Städte lässt sich darüberhinaus der demografische Wandel als Ursache benennen. Ein bislang unerfüllter Wunsch der Projektgruppe unter Leitung des Architekten Philipp Oswalt ist die Untersuchung einer der schrumpfenden Städte Japans, um die miteinander verwobenen Entwicklungen „Bevölkerungsrückgang“ und „Überalterung“ zu dokumentieren.

Eine Dokumentationsausstellung ist es zuallererst geworden. Das Kondensat der Forschungen hingegen findet sich im 736-seitigen Begleitbuch, das als „Band 1“ bereits die Forsetzung der Recherche ankündigt. Es beeindruckt mit einer enormen Fülle von Essays, Fallstudien und Momentaufnahmen. Im Mittelpunkt der Ausstellung selbst steht die große Halle der Kunstwerke, in der ein achtteiliges Lattengerüst die jeweilige Bevölkerungsstatistik ins Dreidimensionale hebt und zugleich als Träger für eine Ereignisgeschichte der gewählten Orte dient.

Die Rückwand der Halle bedeckt eine „Weltkarte der schrumpfenden Städte“, die rund 400 der von diesem Schicksal betroffenen Städte ab 100000 Einwohnern aufführt, optisch geordnet nach derzeitiger Größe sowie der Schwere des Bevölkerungsverlustes, der im Einzelfall – so in Detroit – über 50 Prozent betragen kann. Bekannte Metropolen sind darunter – bei ihnen darf man Umlandwanderung als Ursache annehmen –, aber ebenso auch unbekannte Siedlungen, in denen man den Niedergang eines dominierenden Industriezweiges vermuten muss, ferner Hafenstädte, deren Frachtumschlag rückläufig ist oder wankende Vorposten der Zivilisation wie das sibirische Norilsk.

Was aus den vier Modellstädten – Doppelstädten in zwei der vier Fällen – ausgestellt wird, gehört weniger der Sphäre harter statistischer Fakten als der der künstlerischen Reaktion an. Für Detroit bietet sich die reiche Kulturszene afro-amerikanischer Prägung an, die vom legendären Plattenlabel „Motown“ bis zu eigentümlichen, an karibische Voodoo-Straßenaltäre gemahnende „Gedenkstätten“ für Mordopfer an irgendwelchen Straßenkreuzungen reichen kann. Das untere Ende der ökonomischen Skala bezeichnen die „scrapper“, die aus verlassenen Häusern Kabel herausreißen und diese in Supermarkt-Einkaufswagen anzünden, um das reine Metall zu erhalten und an Schrotthändler verkaufen zu können: Ein solcher, ausgeglühter Einkaufswagen wird vorgestellt. Aus Ivanovo stammen selbst geschaffene Handwerkszeuge wie Besen oder Steckdosenleisten, weil die Grundversorgung zusammengebrochen ist. Aus Manchester stammt das nachgebaute Büro einer Künstlergruppe in einem leergezogenen Wohnhochhaus vor dem Abriss – man meint den strengen Geruch der gesellschaftlichen Entsolidarisierung unter Thatcher in der Nase zu spüren. Deutschlands Osten hingegen prunkt mit „Beleuchteten Wiesen“ – fein erschlossenen Gewerbegebieten, denen es nur an einem mangelt: am umworbenen Gewerbe.

Selbst der Niedergang ist in Bundesdeutschland eben aufs Sorgfältigste austariert.Davon können Problemstädte anderer Länder nur träumen. Ob Russland oder die USA, einen innerstaatlichen Wohlstandstransfer wie in Deutschland kennen diese Länder nicht. Detroit ist keine gesamtstaatliche Aufgabe wie Leipzig, und Russland vergisst seine zahllosen Sorgenkinder ohnehin. Allein der drastische Wechsel Nordenglands von der Schwerindustrie zum Dienstleistungssektor stellt sich heute durchaus als Erfolgsstory dar.

Die Frage ist, was das Projekt „shrinking cities“ über die Konstatierung des Niederganges hinaus leisten kann. Die Ausstellung selbst verharrt, abgesehen vom beeindruckenden Zahlengerüst in der Haupthalle, im Pittoresken der Subkultur. Sie bedient eher den Schauer ihres Wohlstandspublikums angesichts der grotesken Überlebenskünste der gesellschaftlichen Verlierer. Das genau ist der Blickwinkel, unter dem das globale Phänomen der Schrumpfung bislang wahrgenommen wird: als allgemeiner Verlust, als Depravierung ganzer sozialer Schichten, als Niedergang der Kultur, die doch im Urbanen wurzelt. In historischer Perspektive jedoch zeigt sich, dass auch der vorangegangene Wachstumsprozess zu ähnlichen Friktionen geführt hatte, zu Ausbeutung, Verelendung und Verfall. Zumindest die westeuropäischen Städte, die heute Wegzug und Niedergang beklagen, waren vor ihrer Aufblähung im Zuge der Industrialisierung funktionierende Gemeinwesen hoher Kultur. Schrumpfung muss nicht bloß Niedergang heißen, es könnte auch die Chance der Rückkehr zum früheren Gleichgewicht eröffnen.

Die Diskussion um die Handhabbarkeit, womöglich gar Steuer- und Planbarkeit von Schrumpfungsprozessen, die die künftige Städtebaupolitik bestimmen wird, hat gerade erst begonnen. So kommt die Ausstellung in den Kunstwerken zum rechten Zeitpunkt. Doch über die Bestürzung angesichts der Schrumpfungsprozesse hinaus droht in den Hintergrund zu geraten, was mehr bedeutet als die absolute Einwohnerzahl. Wichtiger nämlich ist , das Leben im Gemeinwesen lebenswert zu gestalten – einerlei, wie viele Bürger am Ende bleiben.

trance-x
September 3rd, 2004, 10:46 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=1
Stare über Berlin
http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Stare_g.jpg
01.09.2004: Allabendlich versammeln sich im Sommer bis zu 40.000 Stare über dem Berliner Stadtzentrum wie zum Beispiel im Kastanienhain auf der Museumsinsel oder im Köllnischen Park. Dabei ahmen sie moderne Zivilisationsgeräusche wie Autohupen, menschliche Stimmen oder Handyklingeln nach und mischen sie mit eigenen Geräuschelementen. Ein paar Dutzend Kastanien zwischen Dom und Alter Nationalgalerie dient dem Schwarm in der Nacht als Ruheplatz. Berliner Künstler und Wissenschaftler haben sich mit dem Gesang von Staren beschäftigt und eröffnen am 3. September das Projekt "Stare über Berlin". Unter der Federführung von Tilman Küntzel sind ein Symposium, Konzerte, Ausstellungen und Installationen geplant, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Der Vernissage am 3. September im Märkischen Museum und im Kunstzentrum "Podewil" folgen bis zum 24. September weitere Veranstaltungen, u.a. in der Staatsoper und auf der Museumsinsel. (mb/dpa) Foto: Jens Kalaene

http://www.taz.de/pt/2004/09/03/a0238.nf/text
http://www.taz.de/pt/2004/09/03/a0242.nf/text
Der Star ist der Star
Bis zu 40.000 Stare konzertieren allabendlich am Berliner Dom. Nun wird dem Vogel ein dreitägiges Symposium gewidmet
VON ALENA SCHRÖDER
Die Museumsinsel ist in den Sommermonaten ein Ort harter musikalischer Konkurrenz. Während auf dem Platz vor der Alten Nationalgalerie Klassik-, Pop- und Rockstars auftreten, gehört der direkt nebenan gelegene Kastanienhain zwischen Friedrichsbrücke und Berliner Dom einem Chor aus 40.000 Sängern: Riesige Schwärme von Staren nutzen die Bäume jedes Jahr zwischen Juli und September als Schlafplatz und geben vor dem Einschlafen ein beeindruckendes Konzert, das mittlerweile sogar Besucher anlockt. Jeden Abend ab 19.30 Uhr sammeln sich einzelne Star-Gruppen am Himmel über dem Dom und verbinden sich in immer neuen Formationen zu einem großen Schwarm, kreisen wie eine amöbenartige Wolke noch einige Male um die Kuppel, bis sie wie auf Kommando in die kleine Gruppe von Kastanien einfallen. "Kaum ein anderer Vogel bildet derart kunstvolle Schwärme in dieser Größe und verfügt gleichzeitig über eine so große Bandbreite an Lautäußerungen", sagt Klaus Witt, Sprecher der Berliner ornithologischen Arbeitsgemeinschaft, der die Stare am Dom schon seit Jahren zählt.

Auch Tilman Küntzel ist dem Star-Faszinosum verfallen (siehe Interview). Als Klangkünstler interessieren ihn die Vögel vor allem als klangliche Reflektoren städtischer Zivilisationsgeräusche. "Stare sind sehr geschickte Imitatoren, die die Geräusche ihrer Umgebung verblüffend echt nachahmen und über Generationen an ihren Nachwuchs weitergeben", schwärmt er. "Es kann also durchaus passieren, dass man nach seinem Telefon greift und plötzlich einen Star in der Hand hält, der zufällig den gleichen Handyklingelton im Repertoir hat." Für ihn Grund genug, dem Star an diesem Wochenende ein Symposium zu widmen, auf dem Verhaltensforscher, Musikwissenschaftler und Künstler das Sozialverhalten und den Gesang der Vögel diskutieren.

Schließlich beeinflusst der Star Kunst, Politik und Wissenschaft schon seit Jahrtausenden. Plinius der Ältere hat bereits über die Flugmuster von Staren geschrieben, Hildegard von Bingen nutzte den Vogel pulverisiert als Mittel gegen aufgebrochene Geschwüre und Vergiftungen aller Art. Wolfgang Amadeus Mozart übernahm aus dem Gesang eines Staren das Thema des dritten Satzes seines Klavierkonzerts in G-Dur und ließ dem Vogel nach dessen Ableben ein festliches Begräbnis zuteil werden. Im Kalten Krieg sorgten Starschwärme für bizarre Auseinandersetzungen an der österreichisch-ungarischen Grenze. Mit Flugzeugen versuchten beide Nationen die Vögel aus ihren Weinbergen über die Grenze in die des Gegners zu scheuchen, um dem Feind die Ernte zu vermiesen.

Dass sich Stare auch heute nicht im rechtsfreien Raum bewegen, zeigt eine Arbeit des Künstlers Wolfgang Müller. Vor einigen Jahren besuchte er das Haus des Dada-Künstlers Kurt Schwitters auf der norwegischen Insel Hjertøya. Der Gesang eines Staren, der sein Nest an Schwitters Domizil gebaut hatte, erinnert Müller sofort an Schwitters 1932 entstandene Ursonate, einem Lautgedicht mit Tonfolgen wie: "rinnzekete bee bee nnz krr müü". Hatte Schwitters einem Star sein Lautgedicht womöglich vorgetragen, dieser es an seine Nachkommen weitergegeben? Müllers Tonaufnahme des Starengesangs wurde schließlich im Rahmen einer Ausstellung zu einer CD mit dem Titel "Stare auf Hjertøya singen Kurt Schwitters". Nur wenige Tage später erhielt Müller Post von der Kiepenheuer-Bühnenvertriebs-GmbH, die die Rechte auf das Werk Kurt Schwitters besitzt und eine vermeintliche Wiedergabe der Ursonate durch Vögel offenbar nur gegen Gebühren zu genehmigen gedachte. "Ich musste schriftlich darauf hinweisen, dass die Stare von Hjertøya wohl kaum Ahnung über urheberrechtliche Bestimmungen haben könnten und die CD bei der Gema unter ,Naturgeräusche' angemeldet ist", sagt Müller. Der absurde Schriftwechsel sowie die Originalaufnahmen des dadaistisch inspirierten Staren werden auf dem Symposium zu sehen und zu hören sein, ebenso wie Klanginstallationen verschiedener Künstler, die mit Stargeräuschen arbeiten. Wissenschaftliche Vorträge erläutern die Schwarmformationen der Vögel, analysieren ihr Imitationsvermögen und den Einfluss des Starengesangs auf die klassische und zeitgenössische Musik. Den Beweis dafür liefert ein Klavierkonzert mit Stücken von Komponisten wie Ravel und Messiaen, die offenbar hemmungslos vom Gesang der Stare abgekupfert haben. Höhepunkt ist schließlich am Sonntagabend ein Gemeinschaftskonzert der Stare vom Dom mit dem Elektronik-Akkustik-Trio Perlonex: Der elektronisch verstärkte Klangteppich der Stare wird mit Geräuschen von Schallplatten, E-Gitarren und Perkussion gemischt. Keine Frage, wer dann der Star des Abends ist.

"Ihr Gesang ist ihr Fortpflanzungskapital"
Handyklingeln, Autohupen oder Gesprächsfetzen sind für die fliegenden Imitationstalente leichte Übungen. Der Klangkünstler Tilman Küntzel installiert vor Bruthöhlen Apparate, die jungen Staren Werbemelodien vorspielen
taz: Herr Küntzel, wie kommt man als Künstler dazu, sich mit Staren zu beschäftigen? Das ist doch eigentlich eher was für Hobby-Ornithologen.

Tilman Küntzel: Ich will eine Sensibilität für Klänge aus unserem Lebensraum schaffen. Ich verstehe die Stare als organische Klangtransformatoren, die unbewusst und zufällig Klänge aufnehmen, transformieren und wiedergeben. Meine Klanginstallationen arbeiten immer mit Mechanismen, die ohne eine Tonkonserve eigenständig wie Instrumente funktionieren. Die Stare sind ein perfektes Beispiel.

Wie kommt es, dass Stare so versierte Imitatoren sind?

Stare sind sehr intelligente, gesellige Tiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Sie passen sich sehr gut ihrer Umgebung an und lernen die verschiedenen Geräusche ihrer Umwelt. Ihr Gesangsrepertoire ist ihr wichtigstes Fortpflanzungskapital. Ein Star, der mit seinem Gesang ein Weibchen beeindrucken will, muss schon eine gewisse Bandbreite an Geräuschen abdecken können.

Was hat der normale Stadtstar denn so im Repertoire?

Alle möglichen Zivilisationsgeräusche, vom Handyklingeln bis zur Autohupe. Da Stare oft direkt an Häusern nisten, kommen auch Geräusche aus dem Fernsehen oder von Computerspielen dazu, manchmal sogar Gesprächsfetzen. Ich kenne Aufnahmen von einem Star, der sogar Russisch spricht.

Gibt es unter den Staren Talent-Unterschiede?

Klar gibt es wie bei allen Lebewesen auch unter den Staren bessere und schlechtere Sänger. Wenn ein Star offen und gesellig ist, lernt er natürlich auch mehr. Die Qualität des Gesangs hängt also auch vom Charakter des einzelnen Vogels ab.

Kann man einem Star auch gezielt bestimmte Klangfolgen beibringen?

Ich bin gerade dabei, für die kommende Brutzeit an bestimmten Bruthöhlen Klangeinheiten zu installieren, die einem Star eine kurze prägnante Werbemelodie vorspielen, sobald er sich auf eine Stange setzt. Wenn alles klappt, könnte man im nächsten Jahr also durchaus Stare hören, die Melodien pfeifen, die fast jeder aus dem Fernsehen kennt. Werbejingles eignen sich gut, weil sie besonders einprägsam sind.

Die Stare entfremden sich also immer mehr ihrer natürlichen Klangwelt?

Das kann man so sagen. Als einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz habe ich einen Handyton aus natürlichen Stargeräuschen produziert, den man kostenlos auf meiner Homepage runterladen kann. Wenn Stare Zivilisationsgeräusche wie Handyklingeltöne imitieren, könnten sie auf diesem Wege auch wieder ihre natürlichen Laute lernen.
INTERVIEW: ALENA SCHRÖDER
taz Berlin lokal Nr. 7452 vom 3.9.2004,

trance-x
September 3rd, 2004, 10:50 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=0


http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Tom_Cruise_g.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Cruse.5GFUEIJ/3_normal.jpghttp://a.blick.ch/PICS/HBYKCD3aG0I.jpg
Tom ist nicht allein an die Spree gereist: Im Schlepptau hat der Multi-Millionär seine Co-Stars Jamie Foxx, 36, und Jada Pinkett Smith, 32, (die Frau von Hollywood-Smartie Will Smith, 35 - aber ohne ihn in Berlin).

Hollywood-Kuss
02.09.2004: Hollywoodstar Tom Cruise (42) hat endgültig sein Herz für die deutsche Hauptstadt entdeckt. "Ich mag die Menschen hier sehr", sagte der regelmäßige Berlin-Besucher am Mittwoch und fügte nach dem Vorbild John F. Kennedys leise hinzu: "Ich bin ein Berliner!". Die Atmosphäre in der Stadt sei sehr warm, die Menschen hilfsbereit, meinte Cruise. Im Roten Rathaus traf er gestern mit Klaus Wowereit zusammen. Zur Erinnerung an seine Eintragung ins Gästebuch erhielt Tom Cruise einen Porzellan-Bären, den er umgehend auf Kussfestigkeit testete. Am Abend feierte der Hollywoodstar die Premiere seines neuen Films "Collateral" am Potsdamer Platz. (mb/dpa)



http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/club.html
Das gab's noch nie: Berlins Türsteher, DJs und Barfrauen treten am Samstag zur ersten Club-Olympiade an!
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/aufmacher.HQG16FU/1_normal.jpg
Zehn Teams mit jeweils sieben Nachtarbeitern (u. a. vom Sage Club, Icon, Big Eden und der A Lounge) messen sich in typischen Club-Disziplinen. Mitte-Boy Jürgen Laarmann hat sich Sportarten wie Türsteher-Armdrücken, Disc-Jockey-Diskus oder Cocktail-Staffel erdacht.

Das Ganze wird im Rahmen einer riesigen Party in der Kulturbrauerei (Knaackstraße/Sredzkistraße/Schönhauser Allee) präsentiert. Das Szene-Magazin "030" feiert 10-Jähriges.

Und zum Jubiläum wollen es die 030'er richtig krachen lassen. Die 6000 Gäste - so viel werden erwartet - tanzen zu einem gigantischen Line-Up. Zehn Floors werden von 60 erlesenen DJs und jeder Menge Live-Acts bespielt. Mit dabei: u.a. Fünf Sterne Deluxe, Puppetmastaz, Harris, Culcha Candela, Andre Galluzzi, Monika Kruse, Steve Morell, Gianni Vitiello, Sex in Dallas, The Clones, PR Kantate und Shine.

Die Giga-Party wird in allen Locations der Kulturbrauerei (Soda, Alte Kantine, Palais, Innenhof) steigen. Sogar der KitKat Club ist dabei. Sie feiern eine Art Betriebsausflug im Kesselhaus.

Die Party und die ClubOlmpics beginnen bereits um 18 Uhr. Der Eintritt auf das Gelände kostet - passend zum 10-Jährigen - zehn Euro. Dafür gibt's freien Zugang zu allen Acts.


Nachschlag vom letzten Monat/August: Will Smith, "I, Robot"-Premiere, wie meistens im Sony Center ...
http://a.blick.ch/PICS/HBUKCz3aG0I.jpghttp://a.blick.ch/PICS/HBVKCA3aG0I.jpg

trance-x
September 3rd, 2004, 10:59 AM
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/romy.html#
Hausbesuch bei Berlins Paradies-Vogel Nummer 1, Romy Haag (53)
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/home_romy.HLFS3JL/2_normal.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/home_romy.HLFS3JL/3_normal.jpg
(...)
Sie ist der schrillste Paradiesvogel der Stadt - und wegen ihres Lebensstils und ihrer Shows der Inbegriff von Glamour und Verruchtheit: Romy Haag. Momentan sorgt sie mit ihrem Programm: "Romy Unplugged" für eine ausverkaufte UfA-Fabrik. Jetzt öffnet die 53-jährige Entertainerin für die BZ am Sonntag ihre 140-qm-Wohnung in Charlottenburg. Der 4-Zimmer-Altbau am Adenauerplatz wirkt farbenfroh, aber sehr ruhig und besinnlich. Das Wohnzimmer ist in zartem Grün gestrichen, der Wanddurchbruch hat die Form eines indischen Torbogens à la Tadsch Mahal, in den Ecken stehen sanft lächelnde Buddha-Figuren.

Das Lieblingsmöbelstück der Diva: Der 200 Jahre alte Esstisch im Empire-Stil. Hier sitzt sie gern und liest ihre Fanpost - circa 200 Briefe und E-Mails pro Tag, sagt sie. "Ich liebe Möbel, die Geschichten erzählen. Hier ist fast alles geerbt oder vom Antiquitätenhändler."

Romy wurde am 1. Januar 1951 als Edouard Frans Verbaarsschott geboren. Schon als Teenager reiste sie nach Paris und New York, wurde als Transsexuelle zum schillernden Showstar. In Berlin revolutionierte sie in den 70er Jahren mit ihrem Club "Chez Romy Haag" in Schöneberg das Nachtleben. Da war sie gerade mal 23 Jahre. Von den Rolling Stones bis zu Freddie Mercury - hier gaben sich die Promis die Klinke in die Hand. Romy war Muse, Partygirl und Star. Ihrer legendären Schönheit verfiel sogar David Bowie. Drei Jahre waren sie ein Paar, bis sie seine Drogensucht nicht mehr ertrug und in die Arme von Panikpräsident Udo Lindenberg floh. Romys bisherige Bilanz: 11 Platten, 26 Filme, 1 Autobiographie, unzählige Konzerte - und über 500 Liebhaber. Manchmal teilt sie ihre vier Zimmer mit Freund Alexander Kraut, 28. Wenn er nicht da ist, bleibt er trotzdem in Romys Blick: Im Wohnzimmer hängt ein lebensgroßer Akt von ihm. "Vom Zusammenleben bin ich aber kuriert. Mit meinem Ex-Mann Gustel von Gensmantel war das eine Katastrophe!" Über den schmutzigen Trennungskrieg will sie aber nicht mehr sprechen. "Man muss verzeihen können."
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/home_romy.HLFS3JL/4_normal.jpg
Dass hier ein Show-Star lebt, ist nicht zu übersehen. Ein riesiges Romy-Porträt hängt an der Wand: Bühnenrequisite. Im Badezimmer gibt es mehr Make-up-Tiegel, Döschen und Tuben als bei manchem Maskenbildner, und in einem Deko-Safe liegen die Modeschmuck-Klunker (unter anderem vom Designer Pompöös) für die Auftritte der Glamour-Diva.

Romys Wohnung ist frisch renoviert. Auf das Bad mit dem riesigen goldenen Spiegel und der großen Eckbadewanne ist Romy besonders stolz. Und sie hat sich von einer großen Last befreit: "Als alles neu gemacht wurde, habe ich meine Waage aus dem Bad geschmissen. Jetzt fühle ich mich viel besser. Von Diäten habe ich die Schnauze voll! Ich bin halt ein Weibsstück und kein dünnes Mädchen!"

Die Zeit geht auch an einer Romy Haag nicht spurlos vorbei. "Alt werden ist scheiße, aber es passiert einfach. Man muss nur im Geiste jung und aktiv bleiben." Als Verjüngungskur würde die Glamour-Lady aber auch ein Lifting machen lassen. "Warum nicht, ich muss ja schön sein für mein Publikum. Gesichts-Lifting wäre okay, aber Lippen aufspritzen und Fett absaugen finde ich richtig ekelig. Wer will schon zwei Autoreifen im Gesicht?" sagt sie und lacht mit rauchig-dunkler Stimme.

Braucht die Sängerin mal eine Pause, macht sie es sich auf ihrem kuscheligen Samtsofa gemütlich und hört ein paar Chansons, z.B. von ihren Vorbildern Marlene Dietrich oder Hildegard Knef. Doch dafür lässt ihr die Arbeit als Showstar kaum Zeit, meistens jagt ein Termin den Nächsten. "Aber das macht mir nichts. Richtig Zuhause fühle ich mich eigentlich nur auf der Bühne. Nur da bin ich wirklich frei und glücklich."


http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/schwenk.html

Peter Schwenkow präsentiert sein Klassik-Programm 2004/2005
Das sind meine Stars für Berlin
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/Schwenkow.4OG0O25/2_normal.jpg
Kommt mit Bernsteins "Candide" in die Philharmonie: Loriot
Peter Schwenkow, 50, hat "ein neues Kind": So schwärmt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Entertainment AG und Groß-Impresario von seinem Klassik-Programm, das er jetzt vorstellte. Und das hat Klasse! Den Auftakt macht der Roncalli-"Weihnachtscircus" (16.12.04-2.1.05, Tempodrom). Dann der "absolute Höhepunkt", so Schwenkow: Loriot führt als Erzähler durch Leonard Bernsteins Musical "Candide" (20.3.05, Philharmonie). Star-Tenor Marcello Álvarez tritt ebenfalls in der Philharmonie (30.5.) auf. Das nächste Waldbühnen-Konzert der Berliner Philharmoniker wird "Eine französische Nacht" mit dem Klavier-Duo Katia und Marielle Labèque (26.6.). Noch in Planung: "Eine Nacht für Charlotte" im Schloss Charlottenburg (1.7.). Dazu Schwenkow: "Das soll ein Klassiker wie Potsdams Schlössernacht werden." Dann steigt "Eine Italienische Nacht" mit Renée Fleming und Ramón Vargas (27.8., Waldbühne). Und am Tag danach spielt das "World Orchestra for Peace" (100 Musiker aus 70 Orchester in 40 Nationen) in der Waldbühne.


nebenbei ... das ist uebrigens die Villa von "Leni Riefenstahl" ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88583.jpg

trance-x
September 3rd, 2004, 11:45 AM
achja, heute soll ja im palast der republik das naechste event eroeffent werden ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701274.html
"Fassadenrepublik" ist noch nicht ganz dicht
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88593.jpg
Die Teichfolie wird noch verschweißt, dann heißt es im Palast der Republik: "Wasser marsch"

Das "Wasser-Labyrinth" im Palast der Republik hat Anlaufschwierigkeiten. Gestern sollte das entkernte DDR-Prestigegebäude, das nur noch als Ruine bezeichnet werden kann, geflutet werden: Im Rahmen des Kulturprojektes "Volkspalast" sollten in ein 1200 Quadratmeter großes Becken im Palast 230 000 Liter Wasser gefüllt werden. Aus technischen Gründen wurde die "Flutung" verschoben. "Heute war die Bauaufsicht da und hat uns neue Auflagen für das Verschweißen der Teichfolie erteilt", sagte Mitorganisator Matthias Rick. Das 45 Zentimeter tiefe Becken ist noch nicht dicht. Es muss mit fünf Folienbahnen, von denen jede 600 Kilo wiegt, ausgelegt und verschweißt werden. Eine Arbeit, die bis heute um elf Uhr endgültig erledigt sein soll.

Noch stehen nicht alle 100 Fassaden der "Fassadenrepublik", es wird gebohrt, gemalt, geschweißt. Von heute Abend an sollen dann Besucher auf 20 Booten durch die Lagunenstadt fahren können. Die Touristen werden von Stadtführern in ein Fassaden-Spiel integriert: Sie können an zwölf Haltepunkten der Stadt aussteigen. Premiere ist heute..

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701260.html
... und ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701285.html
Rathauspassagen: Peinlicher Flop
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88597.jpg
Von Rainer L. Hein
Die Suche nach einem Hauptmieter für die Rathauspassagen entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Auch knapp neun Monate nach dem Ausstieg des vermeintlichen Hauptmieters, der US-Handelskette Wal-Mart, lässt die Vollendung dieses Prestigeobjektes der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) auf sich warten. Das ist peinlich, denn über den Status eines Provisoriums kommt das Gebäude neben dem Roten Rathaus nicht hinaus. Zugegeben, die WBM wurde durch den Ausstieg von Wal-Mart überrascht. Aber was seitdem abläuft, ist nicht gerade professionell. Juristisch wurde zwar alles getan, damit wenigstens die Mietzahlungen von Wal-Mart eingehen. Aber der Imageschaden für die WBM ist nur schwer zu kitten. Die Konsequenz muss sein: Kommunale Wohnungsbaugesellschaften sollen sich mit dem befassen, was sie wirklich verstehen - mit dem Vermieten von Wohnungen.

(...)
Rathauspassagen bleiben Torso
Wohnungsbaugesellschaft Mitte findet keinen Ersatz für Wal-Mart - Bis Weihnachten soll neuer Mieter gefunden sein

Die Rathauspassagen am Alexanderplatz bleiben auf absehbare Zeit ein Torso. Auf einer nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses im Abgeordnetenhaus räumte jetzt die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) ein, dass sie auch neun Monate nach dem spektakulären Ausstieg des amerikanischen Discount-Kette Wal-Mart noch immer keinen Ersatzmieter gefunden habe. "Die WBM ist mit ihrem Einzelhandelsimmobiliengeschäft in den Rathauspassagen gescheitert", urteilte Barbara Oesterheld, baupolitische Sprecherin der Grünen.

WBM-Geschäftsführer Wolfgang Oehme bestätigte gestern, dass die Suche nach einem adäquaten Ersatzmieter sehr schwierig sei. Dennoch könne zu diesem Zeitpunkt nicht von einem Scheitern des Bauprojektes nicht die Rede sein. "Wenn das Zugpferd gefunden ist, wird die Einkaufspassage boomen", glaubt Oehme. Aber es sei richtig, das "wir nach dem plötzlichen Ausstieg von Wal-Mart auf dem falschen Fuß erwischt wurden", klagte er. Auch beim Management für die Rathauspassagen, der WBMI (ein Tochterunternehmen der WBM), ist man zuversichtlich. Sprecherin Susanne Schmidt: "Gerade haben die Einkaufskette kik sowie Gabor-Schuhe im Untergeschoss ihre Räume bezogen. Das heißt, dass nur noch zwei Ladenflächen nicht vermietet sind." Das alles sei positiv, bis auf die Suche nach dem Wal-Mart-Ersatz.

Doch genau hier liegt das Problem. Für die 11 000 Quadratmeter, mehr als 40 Prozent der Gesamtverkaufsfläche von 25 000 Quadratmetern, ist nicht so leicht ein Mieter mit Format zu finden. Dabei kostete das Großprojekt der Rathauspassagen die WBM 70 Millionen Euro; allein 20 Millionen Euro für die zwei umstrittenen Parkhäuser, die nur auf Druck von Wal-Mart gebaut wurden. Der Konzern hatte diese zur Bedingung für einen Mietvertrag gemacht.

"Wir sind auf einem guten Weg bei unseren Verhandlungen", so Susanne Schmidt. Bis Weihnachten werde der Großmieter gefunden sein, heißt es. Im Übrigen habe man keine großen Mietausfälle, da Wal-Mart monatlich zahlen muss. Beide Parteien haben sich bislang nicht über einen Ausstieg aus dem Mietvertrag einigen können.

Die WBM hatte schon häufiger angekündigt, mit einem Großmieter in Verhandlungen zu stehen - zuletzt im Juni bei der offiziellen Eröffnung der Rathauspassagen. Damals meinte Aufsichtsratschef Knut Fischer, der neue Mieter könnte im Herbst einziehen.

Weil inzwischen davon keine Rede mehr ist, wachsen bei den Parteien im Abgeordnetenhaus die Zweifel an einem Erfolg bei der Mietersuche. FDP-Bauexperte Klaus-Peter von Lüdeke will den Versprechungen der WBM, dass sie noch einen Mieter findet, nicht mehr so recht glauben. Für Barbara Oesterheld zeigt nicht nur das Beispiel Rathauspassagen, dass die WBM als Projektentwickler für Bauprojekte gescheitert ist. Sie forderte deshalb, dass sich Wohnungsunternehmen auf "ihr Kerngeschäft beschränken" sollten.



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story701315.html
Das ganze Land in Eberswalde
Morgen wird in der 750 Jahre alten Barnim-Kreisstadt der neunte Brandenburg-Tag gefeiert
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_88602.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story701316.html
Eberswalde: Info: Goldschatz
Der örtliche Verein für Heimatkunde will beim Brandenburg-Tag Unterschriften für die Rückführung des Eberswalder Goldschatzes sammeln. Mit den Listen möchte der Verein an die Regierung Russlands appellieren, den 1945 aus Berlin nach Moskau gelangten Goldschatz Deutschland zurückzugeben. Der 1913 entdeckte Hort ist etwa 3000 Jahre alt und sehr bedeutend. Er wird im Puschkin-Museum aufbewahrt. Eberswalde und Berlin besitzen Kopien. dpa/LR

trance-x
September 3rd, 2004, 12:02 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54070.html

Weil seine Pumpe stottert: Pilotenschein futsch
GREGOR GYSI Nach Herzproblemen darf er nicht fliegen
http://www.kattenhoefer.de/bilder/fame/gysi_fame.jpghttp://www.maennerpolitik.de/pds-gysi.jpg
Berlin - Schlimm, wenn man einem Mann wie Gregor Gysi (56) alles verbieten. Erst musste er wegen seiner Herzprobleme das Rauchen (drei Päckchen pro Tag) aufgeben, jetzt ist auch noch der Pilotenschein des PDS-Politikers futsch. Gysi: "Ich ärgere mich wahnsinnig!"

Vor einem Monat hatte Gysi zum zweiten Mal in diesem Jahr Herzprobleme, einen kleinen Schlaganfall. Ärzte setzten so genannte Stents, um die Gefäße zu weiten, damit das Blut wieder richtig fließen kann. "Mit drei Stents darf ich nicht fliegen", so der Anwalt, der gestern eine Biografie über Oskar Lafontaine (Joachim Hoell, Provokation und Politik, Verlag Lehrbach, 19,80 Euro) vorstellte. Doch die Luft lässt ihn nicht los: "Sobald ich wieder fit bin, gehe ich zu meinem Arzt im Friedrichshain, lasse mir die Flugtauglichkeit wieder bescheinigen."
http://www.nicolo-martin.de/images/gysicols1.jpghttp://www.buddy-baer.com/presse/foc25062001.jpg
Die Lafontaine-Biografie hält er übrigens für ein "interessantes Geschichtsbuch". Und: "Gregor Gysi und Oskar Lafontaine müssten sich in einer Partei eigentlich vertragen. Aber diese Frage stellt sich nicht, ich bin in der PDS, er in der SPD." Und er lobte Lafontaine: "Er hat nie versucht, mich zu bescheißen."



http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/fussball/54113.html

Noch fünf Tage bis zum Brasilien-Länderspiel
Hoeneß bittet Berlin: Seid nett zu Basti!
Klinsmann nominiert Deisler. Hertha-Fans kündigen an: "Es wird Pfiffe geben"
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/blk/2004-09-03.4161.big.sport.jpghttp://images.google.de/images?q=tbn:sbZvarnrdmUJ:http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/27/0,1369,2255099,00.jpghttp://www.vielklang.de/artists/nepper_schlepper/disco/hertha_rap/cover-480.jpg
Berlin - Es ist die Rückkehr des verlorenen Sohnes. Heute Abend wird Sebastian Deisler mit seinen Nationalelf-Kollegen in Berlin einschweben, soll am Mittwoch (20.45 Uhr/ ZDF) gegen Brasilien seinen Wiedereinstand im "Dress der elf Besten" feiern. Doch der Empfang, der ihm bei seinem Auswahl-Comeback droht, könnte zwiespältig werden.


Gerade in Berlin schaut man mit Argusaugen auf das "Supertalent." Nicht wenige haben ihm seinerzeitig den unschönen Abgang von Hertha zum FC Bayern extrem übel genommen. Michael Dötsch vom Fan-Klub "OFC Berlin", der sogar eine Jubel-Choreografie für den Knaller gegen den Weltmeister vorbereitet: "Ich denke, es wird Pfiffe geben. Deisler hat in Berlin nicht den besten Stand."

Bundestrainer Jürgen Klinsmann warb gestern bei der Vorstellung seines Aufgebotes in der Mercedeswelt am Salzufer für den sensiblen Münchner: "Ich kenne das doch. Ich bin von Stuttgart aus ins Ausland und danach zu den Bayern. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis die VfB-Fans mir das verziehen haben." Er freut sich grundsätzlich nur, dass Deisler zurück ist. "Gerade gegen Brasilien. Das Wort muss einem doch auf der Zunge zergehen. das reizt jeden Fußballer. Ob Fan oder Spieler", so Klinsi. Natürlich auch einen Sebastian Deisler, der Klinsi vor dessen Debüt in Wien (3:1) noch einen Korb gegeben hatte.

Ob Deisler von Beginn an spielt, ließ Klinsmann offen. Bewusst. Auch um den Druck von ihm zu nehmen: "Mal sehen, ob er zum Zuge kommt. Er muss aber merken, dass er wieder zur Gruppe dazu gehört, dass er ein Teil des Teams ist. Beim Neubeginn muss sich die Gruppe finden, das Team zusammengeschweißt werden. Da soll er seine Rolle zu beitragen."

Auch Hertha-Manager Dieter Hoeneß brach eine Lanze für Deisler: "Deutschland braucht die Besten. Und Deisler kann bei der WM 2006 ganz Deutschland helfen. Bei aller Enttäuschung, die man zuvor vielleicht mit ihm erlebt hat, man sollte ihn am Mittwoch unterstützen. Er hat genug gelitten", spielte er auf die vielen Verletzungen und überwundenen Depressionen des 24-Jährigen an.



http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54080.html
Lothar de Maizière - Ende eines Aufsichtsrates
Großes Verwirrspiel um die Hintergründe seines Rückzugs aus dem Amt
http://www.phoenix.de/imperia/md/images/kamingespr/4.jpghttp://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/blk/2004-09-03.4156.big.berlin.jpg
Berlin - Er sehe keinen Grund, als Aufsichtsratsvorsitzender der medienport AG zurückzutreten. Das sagte Lothar de Maizière dem KURIER noch vor wenigen Tagen. Aber offenbar hat er seine Meinung geändert.

Nachdem der KURIER gestern auf der Titelseite über de Maizières seltsame neue Karriere berichtet hatte, verlautete nun aus seiner Kanzlei, dass er zwischenzeitlich sein Amt niedergelegt habe.
(...)

trance-x
September 4th, 2004, 01:08 PM
im palazzo republica siehts jetzt so aus! paddel paddel ... :yes:
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88655.jpg
Mit rund 300.000 Litern Wasser wurde die Ruine des Palastes der Republik in eine labyrinthische Fassadenstadt verwandelt, die Besucher mit dem Schlauchboot erkunden können
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701567.html


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701568.html

Schloss mit Palast-Festsaal?
Architekt des DDR-Vorzeigebaus will Debatte um Schlossaufbau neu entfachen - Förderverein winkt ab
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88656.jpg
Die Aktion "Volkspalast" im Palastes der Republik, die vor einer Woche begann und bis zum 11. November dauern soll, hat das monumentale Wahrzeichen der ehemaligen DDR erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Für Diskussionen sorgt derzeit ein Vorschlag des Architekten Manfred Prasser. Er will der Teile des Palast-Rohbaus wie den großen Festsaal in das künftige Schlossgebäude einbeziehen.

Prasser war seinerzeit einer der Architekten des Palastes und unter anderem auch beim Wiederaufbau des Schauspielhauses und des Alexanderplatzes beteiligt. "Ich begrüße den Bundestagsbeschluss, das Stadtschloss wieder aufzubauen", betont er, fordert aber, allein schon aus Kostengründen die konservierte Rohbaukonstruktion des Palastes auf jeden Fall in den Schlossbau einzubeziehen.

Für den Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Stadtschloss, Wilhelm von Boddien, steht hingegen fest: Berliner Stadtschloss und Palast der Republik passen einfach nicht zusammen, weder ästhetisch noch architektonisch. "Schloss und Palast haben einen ganz anderen Grundriss", sagt von Boddien und kann noch viele andere Gründe für den kompletten Abriss des Palastes ins Feld führen.

Bliebe der Festsaal erhalten, könnte der Schlüterhof nicht komplett wieder aufgebaut werden, lautet sein wichtigstes Argument. Gerade dieser Hof sei aber die wertvollste Architektur, die Berlin zurückgewinnen kann. Er müsse deshalb unbedingt originalgetreu wieder entstehen. Der Vorschlag von Prasser sehe hingegen lediglich das Schlütersche Portal vor. "Das widerspricht nicht zuletzt dem Beschluss des Bundestages, der sich ausdrücklich für den Schlüterhof ausgesprochen hat", betont der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss. Darüber hinaus ergebe sich schließlich auch ein finanzieller Mehraufwand, sollte der Palast teilweise erhalten bleiben, fügt er hinzu.

Dass die Diskussion um den Palast mit dessen Zwischennutzung noch einmal aufgeflammt ist, hat Wilhelm von Boddien vorausgesehen. "Ich habe trotzdem dafür gestimmt", sagt er. Mit der Schließung sei das Gebäude für viele zum Mythos geworden.

Die neuerliche Öffnung würde da einiges gerade rücken. Verständnis hat von Boddien auch dafür, dass Architekt Prasser sich für den Erhalt des von ihm konstruierten Festsaals einsetzt. Trotz allem gibt es für ihn zum Abriss des Palastes keine Alternative.

"Mir geht es nicht darum, kleinkariert um den Erhalt des Festsaals zu kämpfen", betont indes Architekt Manfred Prasser. Er wolle hingegen erneut eine grundsätzliche Bebauungsdebatte anregen. Mit dem Stadtschloss in der Mitte Berlins müsse die Hauptstadt Flagge zeigen und der Geschichte Rechnung tragen, zu der eben auch der Palast gehöre. Viel Schloss und wenig Palast hält Prasser deshalb für den richtigen Weg.

Wilhelm von Boddien geht nicht davon aus, dass noch einmal grundsätzlich über den Wiederaufbau des Schlosses diskutiert werden muss. "Der Bundestagsbeschluss ist verbindlich", sagt er, fest davon überzeugt, dass er die Mehrheit der Berliner hinter sich hat.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701563.html
Udo Lindenberg nominiert den Tränenpalast für Einheitspreis
Über prominente Unterstützung freut sich Marcus Herold vom Tränenpalast, der in seiner Existenz bedroht ist: Panikrocker Udo Lindenberg hat Herold und den Tränenpalast für den "Einheitspreis 2004" vorgeschlagen.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/pix/berliner_mauer/traenenpalast.jpghttp://62.154.248.93/krebskongress2002/bilder/traenenpalast2.jpg
Der mit 40 000 Euro dotierte Preis wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung in den Kategorien Lebenswelten, Medien, Jugend und Kultur ausgelobt. Den Juryvorsitz hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD). "Udo Lindenberg hat Marcus Herold für die Kategorie Kultur vorgeschlagen", bestätigt Julie Weigold von der Triad Projektgesellschaft Berlin, die das Verfahren im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung managt. Die Preise werden am 2. Oktober in Erfurt verliehen.
http://www.storyal.de/sto1999/story1999/Bilder/ddr19.jpg
"Es ist wichtig, dass der Tränenpalast in unserer bunten Republik erhalten wird", sagt Udo Lindenberg. Er sei ein unverzichtbares Zeugnis der deutsch-deutschen Geschichte. "Und außerdem macht der Marcus ein gutes Programm", so der Sänger. Herold fühlt sich geehrt. "Die Nominierung hilft uns bei unserem Bemühen, eine seriöse Lösung für unser Problem zu finden", sagt der Kulturveranstalter und freut sich "dass unsere Arbeit gewürdigt wird".

Herold betreibt seit 14 Jahren ohne Subventionen den Tränenpalast am Reichtagufer 17. Das Land Berlin hat bei einem Grundstücksdeal am so genannten Spreedreieck Ende 2000 fälschlicherweise 200 Quadratmeter Land mitverkauft, das der Deutschen Bahn AG gehört. Der Käufer des Gesamtgrundstückes fordert Schadenersatz in Millionenhöhe und zwei Nachbargrundstücke, die direkt an den denkmalgeschützten Tränenpalast angrenzen. Herold hat ein Vorkaufsrecht auf den Tränenpalast und bekam ein Kaufangebot vom Liegenschaftsfonds, dass sein Anwalt als "sittenwidrig" einschätzt. So soll Herold auf alle Schadenersatzansprüche während der Bauarbeiten des Nachbarn verzichten.

trance-x
September 4th, 2004, 01:13 PM
und so siehts derzeit am holocaust-mahnmal aus ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88654.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701561.html
(...) Am Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas steht nach etwas mehr als eineinhalb Jahre die Hälfte der 2751 geplanten Betonstelen. Bereits jetzt ist das Feld aus grauen Quadern eines der meist fotografierten Motive der Stadt, je nach Standort bietet es immer neue Perspektiven. Am Rande des etwa vier Fußballfelder großen Areals ragen die Quader nur etwa eine Handbreit über den Boden hinaus, ganz langsam wachsen sie in die Höhe, während sich gleichzeitig der Boden absenkt.

Die Besucher können entscheiden, wie weit sich in die ein Meter breiten Schluchten zwischen den Stelen, die am tiefsten Punkt des Geländes vier Meter in die Höhe ragen, begeben wollen. Im hinteren Teil des Areals und damit für die meisten Passanten zunächst kaum sichtbar entsteht der unterirdische "Ort der Information", in dem Daten des Holocausts sowie Millionen von Einzelschicksalen dokumentiert werden sollen.
(...)

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701506.html
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88643.jpg .. Gesine Schwan+Peter Eugen=verheiratet
Exakt um 15.40 Uhr gab gestern Nachmittag die frühere Bundespräsidenten-Kandidatin Gesine Schwan, 61, ihrem Lebensgefährten Peter Eigen, 65, das Jawort. Die ökumenische Trauung vollzogen der evangelische Pfarrer Jonas Weiß-Lange und sein katholischer Kollege Josef Rudolf in der Evangelischen Kirche An der Rehwiese in Nikolassee. Die strahlende Braut trug ein cremefarbenes Seiden-Ensemble; bestehend aus einem festlichen, langen Rock, passender Stola und einem schulterfreien Corsagen-Oberteil in einem dunklen Rotton. Wie man hört, wurde das Hochzeits-Outfit so ausgesucht, dass es später auch zu anderen Gelegenheiten getragen werden kann.

Zu den Hochzeitsgästen zählten neben anderen Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Historiker Arnulf Bahring, Isa Gräfin Hardenberg und [/b]Friede Springer[b].

Anschließend wurde eine große Party im Haus und Garten der Braut mit 300 Gästen gefeiert. Am Sonntag geht es nach Rhodos (Griechenland) in die Flitterwochen.

Gesine Schwan hatte sich an ihrem Geburtstag, am Vorabend der Bundespräsidentenwahl, mit dem 65-jährigen Eigen verlobt. Für beide ist es die zweite Hochzeit, beide hatten ihre ersten Ehepartner durch Krebs verloren. Beide sind Nachbarn in Nikolassee.

trance-x
September 4th, 2004, 01:36 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701508.html

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88642.jpg
Gastredner Michel Friedman, umringt von Wizo-Ladies

Wizo-Gala (Womens International Zionist Organisation)
Dutzende Damen hatten am Donnerstagabend im Savoy-Hotel an der Fasanenstraße Augen für nur einen einzigen Mann. Als der dann endlich - braun gebrannt und wie immer strahlend - anlässlich der diesjährigen Wizo-Gala (Womens International Zionist Organisation) erschien, hier ein Küsschen verschenkte, dort freundschaftlich umarmte, raunten und flüsterten die Ladies einvernehmlich: "Er sieht fantastisch aus, die Ehe bekommt ihm blendend!".

Michel Friedman (Foto), Gastredner auf dem jährlichen Wohltätigkeitsevent, bei mit 500-Euro-Spenden bedürftigen Kindern in Israel zu Kindergartenplätzen verholfen wird, lächelte nur selig, als ihm das Tuschelthema des Abends zugetragen wurde. "Das ist ja schon was, wenn Michel weder dementiert noch kommentiert", sagte Filmproduzentin Regina Ziegler augenzwinkernd.

Berlins Wizo-Vorsitzende Michal Gelermann präsentierte derweil die schwarzlederne Bikerjacke vom Showmastergott Thomas. Die Ladies und ihre männlichen Begleiter, darunter Schauspielerin Brigitte Grothum und Ehemann Manfred Weigert, Kollegin Barbara Schöne in Begleitung von Hubert von Brunn boten eifrig mit: 3000 Euro brachte das exklusive Stück, die jetzt zusätzlich für soziale Projekte ausgegeben werden können. Überraschungsgast des Abends war Komiker Otto Waalkes, der spontan zum Mikro griff und einige Lieder zum Besten gab.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701503.html
... Leute ... Leute ...
Er ist der George Michael der Türkei: Während seine Fans gestern Nacht von ihm träumten, sollte der türkische Pop-Star Tarkan (32) in Berlin ankommen.
http://perso.club-internet.fr/rbeaufor/images/tarkan.jpghttp://www.psikopat.bz.tc/images/Ufaklik%20Tarkan.jpg
Heute Abend um 21 Uhr steht Tarkan, der mit seinem Knutschlied "Simarik" ("Verwöhntes Gör") bekannt wurde (...) Der Sänger, der in New York lebt, ist mit einer Anwältin liiert, die in Istanbul wohnt: "Irgendwann werden Bilge und ich heiraten."

Neue Runde im Karussell der Spitzenköche: Am 15. September bittet Küchenchef Renée Conrad zur Eröffnung des Restaurants "Vivo" im Grand Hotel Esplanade am Lützowufer. Conrad machte sich einen Namen als Mann der schnellen Wechsel: Auf das "Parc fermé" im Moabiter Meilenwerk folgte ein Abstecher nach Wuppertal, davor holte er im "Facil" den ersten Stern. Der Küchenchef des neuen "Vivo" gönnt sich am Wochenende mit seiner Familie einen Kurzurlaub. Ab Montag läuft dann das "Probekochen". Das wird gemacht, damit der Küchenchef und sein Team etwa testen können, welche Hitze der neue Herd entwickelt. Wie Conrad kocht? Leicht, mediterran, mit Meersalz. Zylindrisch geschnittene Selleriestückchen kommen bei ihm jedenfalls nicht auf den Teller.

Die Mutter von Schwimmerin Franziska van Almsick freut sich, dass ihre Tochter die Karriere beendet hat. "Wir waren insgesamt froh, dass es einfach zu Ende ist, dass einfach dieser Druck raus war", so Jutta van Almsick in "Leute am Donnerstag" im RBB. "Franzi" werde "keine großen Wettkämpfe mehr schwimmen, und ich werde nie mehr dasitzen müssen, und das Herz schlägt mir oben heraus".

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Der britische Wein-Guru Michael Broadbent kommt zur Messe "GutsWein". Er testet bei Daimler-Chrysler Services deutsche Weine.

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Stars for free
In der Wuhlheide treten beim Konzert "Stars for free"
Patrick Nuo,Sabrina Setlur und Alexander auf.

trance-x
September 4th, 2004, 03:31 PM
http://www.wams.de/data/2004/08/29/325306.html?s=1

Auf dem Weg zur Gourmet Metropole
http://www.venere.com/de/berlin/swissotelberlin/immagini/est.jpghttp://www.tagungshotel.com/bilder/1029930348-homefoto-detail6.jpghttp://www.tagungshotel.com/bilder/1029930348-homefoto-detail3.jpg
linke Pics: "Swissotel" mit Dachcafe und Restaurant ...

Die Berliner Gourmet-Szene entwickelt sich zur besten in ganz Deutschland. Nirgendwo sonst gibt es so viele erstklassige Restaurants. Aber auch nirgendwo sonst dreht sich das Karussell der Köche so schnell, schließen gute Restaurants im Handumdrehen, eröffnen andere, noch extravagantere, um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen.

Morgen kürt "Partner für Berlin" die besten Köche, Maîtres und Sommeliers der Hauptstadt. Wir nennen die heißesten Kandidaten für die renommierte Auszeichnung "Berliner Meisterköche" und nennen unsere ultimativen Luxus-Restaurants des Jahres 2004.

http://www.precisionreservations.com/ph-aspx-hotel_id.11134-db-hoteldatabase/images/HotelPhotos/HotelFac11134.jpghttp://www.precisionreservations.com/ph-aspx-hotel_id.11134-db-hoteldatabase/images/HotelPhotos/Hotel11134.jpghttp://content.onlineagency.com/sites/133/images/four-seasons-berlin-ext.jpghttp://www.gop-hotels.com/bilder_html/referenzen/Berlin-4-seasons.jpghttp://63.75.186.43/ImageServer/6/67870/67870_LOBBY_01_M.jpg
linke zwei Pics: Hotel Intercontinental ... rechte drei Pics: Four Seasons von Innen

Zu den Besten der Besten gehört derzeit das "Hugos" im "Hotel Intercontinental". Das elegante Restaurant mit Weltstadtflair im 13. Stock gewinnt von Jahr zu Jahr an Qualität. Bereits 2003 wurde es im "Feinschmecker" zum besten Restaurant Deutschlands gekürt. Chefkoch Thomas Kammeier ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern lässt sich von der phänomenalen Aussicht auf Regierungsviertel und Potsdamer Platz inspirieren. Der unprätentiöse Kammeier ist der Favorit auf den Titel des "Berliner Meisterkochs". Zusammen mit dem immer vergnügten Maître Olaf Rode präsentiert er höchstes Niveau.

Ein weiterer herausragender Koch ist Tim Raue, der in diesem Jahr den größten Entwicklungssprung machte. Im Design-Restaurant "44" im "Swissotel" - übrigens ebenfalls wie das "Vau" vom Architekten Meinhard von Gerkan entworfen - legt er einen furiosen Start hin. Sicherlich auch, weil seine Frau Marie seit kurzem den Service optimiert. Der Blick von der Terrasse auf den Kurfürstendamm ist fulminant. Die Speisekarte vereint Moderne und Klassik - links die "Evolution", rechts die "Tradition".

Der größte Verlierer des Jahres ist Gourmet-Philosoph Drew Deckman im "Four Seasons". Wegen der bevorstehenden Übernahme des Hotels durch die Regent-Gruppe fiel er aus den Wertungen der Gourmetführer. Regent sichert zwar den Erhalt des Restaurants zu, ein Konzept scheint die Gruppe aber noch nicht zu haben. Das ändert allerdings nichts an Deckmans derzeitiger Klasse - nie war das "Seasons" besser als jetzt.

http://www.beauty-hotels.com/images/hotels/37/01.jpghttp://eur.yimg.com/xp/wcities_photos/20011012/de9703th.jpghttp://alacarte.de/images/data/17/1g.jpg
Das "Schloßhotel" (Interieur by Karl Lagerfeld) in der Brahmsstrasse in Grunewald ...

Dieses Jahr gibt es noch weitere Veränderungen bei den Köchen der Luxus-Restaurants. Berlin zieht inzwischen Spitzenköche aus Hamburg und Düsseldorf an. So hat das "Schlosshotel" im Grunewald endlich einen würdigen Nachfolger von Sterne-Koch Christian Lohse gefunden. Der neue Küchenchef Jörg Behrend kommt aus dem "Louis C. Jacob", dem ersten Haus der Hansestadt Hamburg. Der 37-Jährige hat bereits erstklassige Unterstützung vom neuen Service-Team unter Leitung von Sebastian Grzechnik, der vom Edelitaliener "Ana e Bruno" herüberwechselte. Damit bringt Direktorin Uta Felgner den magischen Ort im Grunewald wieder in die richtige Spur.

http://www.berlinale.de/assets/en/service/hotels/Hotel_Liste/Esplanade_1.jpghttp://www.berlin-bei-nacht.de/orte/bilder/harlekin.jpg
Grand Hotel Esplanade ...

Das alte "Harlekin" im "Grand Hotel Esplanade" verändert völlig sein Gesicht. Ab dem 15. September heißt es "Vivo". Meisterkoch Renée Conrad hat nach vielen Irrwegen seinen Platz gefunden. Das "Vivo" wurde mit orangefarbenen Wänden und eleganten Designer-Lampen als eigenständiges Restaurant gestaltet. Conrad setzt verstärkt auf leichte und unkomplizierte Kost. "Hauptsache, das Restaurant ist voll, und die Leute haben Spaß beim Essen", sagt er selbstbewusst.

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das "Vau" am Gedarmenmarkt ...

Das ist so leicht nicht. Die Branche verzeichnet monatliche Umsatzeinbußen von über zehn Prozent, aber nicht in den bekannten Szene-Restaurants der Luxus-Klasse. Zudem haben Berlins Gourmet-Tempel ein gutes finanzielles Überlebenspolster. Sie sind in den großen Fünfsternehotels untergebracht, ohne die sie nicht überleben könnten. Die Hotels werben mit dem Michelin-Stern der Restaurants - derzeit halten ihn das "Hugos", "Facil", "Vau", "Margaux", "Lorenz Adlon" und "First Floor". Nur zwei Top-Restaurants stehen allein, das "Vau" und das "Margaux".

http://www.s-erlebniswelten.de/images/news/Mageaux_bild1.jpghttp://www.elegant-lifestyle.com/BMargauxe.jpghttp://www.goldcard-berlin.de/partnerbilder/margaux.jpg
das "Margaux" am Pariser Platz ...

Das "Vau" von Kolja Kleeberg am Gendarmenmarkt ist der moderne Klassiker schlechthin. Geschmack pur, eine geradlinige Handschrift sowohl in der Küche als auch bei der Innenarchitektur. Im Sommer ist das Atrium regelmäßig ausgebucht und bietet eine ideale Showbühne für Super-Sommelier Hendrik Canis, der beste seines Fachs in der Stadt. Das "Margaux" am Pariser Platz hat seinen festen Platz. Michael Hoffmann reitet auch als neues Mitglied der "Jeune restaurateures" immer noch an der Spitze der Kochkunst-Avantgarde, teilweise vielleicht etwas zu ungestüm. Der Spaß bleibt, mit lässiger Eleganz ohne Provinzialität.

http://www.beisheim-center.de/bilder/immobilie/w-immo-ritzcarlton/bild-02.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,320389,00.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,320393,00.jpg
http://images.google.de/images?q=tbn:qi8Vzn-nwbQJ:hotels.about.com/library/photos/ger_ritzcarltonberlin/exterior.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,320391,00.jpghttp://www.reise-journalismus.de/album/ritzcarltonberlin/images1/Ritz-Carlton-Berlin08.jpghttp://www.luxair.lu/content/1/c4/10/65/Ritz-Carlton03.jpg
Ritz Carlton Impressionen mit "Vitrium", der Nobel-Brasserie etc. ...

Seit Anfang des Jahres ergänzt das "Vitrum" die Gourmet-Szene der Stadt. Anfänglich noch zögerlich, gibt sich Thomas Kellermann inzwischen entschlossener. Der Ritterschlag kam von Deutschlands Gourmet-Papst Wolfram Siebeck, der dort kürzlich den besten Hobbykoch krönte. Siebecks Fazit: "Die Berliner waren zu keiner Zeit als Feinschmecker bekannt. Das hat sich dramatisch geändert." Einziger Schwachpunkt des "Vitrum" bleibt der Service, den Gesumino Pireddu trotz aller Meriten nicht ganz im Griff hat - der Service ist zu steif, weiße Handschuhe sind nicht mehr zeitgemäß, das Ambiente zu dunkel. Der neue Hoteldirektor Rainer Bürkle, der gerade aus dem "Ritz-Carlton Istanbul" wechselte, wird hier nachjustieren.

http://www.hotels-of-berlin.com/madison/hotel.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/sponsoren/Madison.jpghttp://berlin.hotel-palace-berlin.tobook.com/photos/1911_first%20floor%20neu.jpghttp://www.gcb.de/images_new/locationpics/pic_111_1.jpg
linke Pics: Madison mit Gourmet-Restaurant "Facil" ... rechte Pics: Palace Hotel und das "First Floor"

Eine Oase in der Großstadt-Hektik ist das "Facil" im fünften Stock des "Madison" am Potsdamer Platz. Im Sommer vermählt sich das Licht des Himmels mit der frischen Luft der Terrasse. Glück entsteht, wenn die Speisen von Michael Kempf auf den Tisch kommen, der junge Zögling von Drei-Sterne-Meister Dieter Müller zeigt souveräne Klasse. Das "First Floor" im "Palace" ist ein Vorbild an Zuverlässigkeit, gediegene Atmosphäre des alten West-Berlins. Matthias Buchholz ist ein zupackender Koch, der auf die volle Unterstützung von Hotel-Direktor Kurt Lehrke setzen kann. Schade, dass das Davidoff-Gourmet-Festival von November auf das Frühjahr verlegt wurde.

http://estaticos.elmundo.es/especiales/2003/07/sociedad/destinos_literarios/berlin/imagenes/hoteladlon.jpghttp://www.hotel-adlon.de/images/galerie/images/12.jpg
http://www.hotel-adlon.de/images/galerie/images/13.jpghttp://www.hotel-adlon.de/images/galerie/images/35.jpg
Adlon, Restaurant Quarré, unten: Gourmet-Restaurant "Lorenz Adlon" ...

Kommen wir zum Restaurant "Lorenz Adlon". Frischen Wind bringt der österreichische Maître Gerhard Retter. Die Küchenleistung ist unter der Regie von Thomas Neeser exzellent - egal ob mit oder ohne Blattgold, das hier auf die Speisen kommt und am Jahresende mit neun Kilogramm bilanziert wird. Last, but not least: die Perle der Großstadt. Die "Quadriga" im "Brandenburger Hof" mit japanischem Garten. Der Neue am Herd, Bobby Bräuer, beginnt sich zu akklimatisieren.

Und ab November wird eine Idee der Berlin Tourismus Marketing GmbH für Furore sorgen. Der "Winterzauber", eine Aktion, die noch mehr Touristen in die Stadt locken soll: Christmas-Shopping und nebenbei gut essen gehen.


apropos: Grabmal des "Lorenz Adlon" (1849-1921), die Grabstelle für den Gründer des Hotels Adlon. Das Marmorporträtrelief im Mittelteil oben ist von Walter Schott ...
http://home.snafu.de/hartwig/friedhof/domfr_fr/dom025.jpghttp://www.fundus.de/images/Adlon_aqua_hist.jpg

http://www.hotel-adlon.de/de/hotel/geschichte/index.htm
http://www.hotel-adlon.de/images/lorenz.jpg
Lorenz Adlon, etwas Historie: Am 24. Oktober 1907 berichtete die Vossische Zeitung in Berlin: "Während des gestrigen Tages hatten Kaiser, Kaiserin, Prinzessinnen und Prinzen den prächtigen Hotelbau besichtigt und Herrn Adlon ihre Anerkennung des hier Geschaffenen in ehrendster Weise ausgesprochen." Mit diesem Tag begann die Geschichte des Hotel Adlon, das mit großer Unterstützung durch Kaiser Wilhelm II entstand und das sich innerhalb von drei Jahren zum schönsten und luxuriösesten Hotel der Welt entwickelte.

Gründer jenes Hotels war Lorenz Adlon, Sohn eines Schuhmachers aus Mainz. Sein Berufsweg führte ihn nicht direkt in die Hotellerie. 1872 beendete er zunächst seine erste Lehre, die Ausbildung zum Tischler.

Sein Lehrherr, die renommierte Mainzer Möbelfirma Bembé, übernahm später die Innenausstattung des Hotel Adlon. Doch schon während seiner Lehrzeit soll es Lorenz Adlon immer wieder in die Gastronomie gezogen haben. Bereits 1876 verdiente er sich während der Ausrichtung des rheinischen Schützenfestes erste Sporen bei der Leitung eines "Massenrestaurationsbetriebes". Während der Weltausstellung 1888 in Amsterdam war er Pächter sämtlicher Restaurationsbetriebe. Der Name "Adlon" erhielt erstmals internationale Bekanntheit. 1889 erwarb Adlon sein erstes Hotel, das "Mille Collones" in Amsterdam.

http://www.hotel-adlon.de/images/rafael.jpghttp://www.hotel-adlon.de/images/restaurant1.jpg
seinerzeit: Raffael, Großer Speisesaal im Adlon ...

Lorenz Adlon hatte zu dieser Zeit Mainz bereits verlassen und war Mitbürger Berlins geworden. 1880 erwarb er hier das berühmte Restaurant "Hiller" Unter den Linden 55. (Heute liegt dort das Café Einstein). 1885 expandierte er und erwarb die Zooterrassen im Zoologischen Garten, 1896 betrieb er anläßlich der Gewerbeausstellung in Berlin das "Hauptrestaurant von Adlon und Dressel" am Neuen See. Das zweite Standbein von Lorenz Adlon war seine Weinhandlung in der Berliner Wilhelmstraße mit - so erzählt man - über einer Million Flaschen.
(...)

trance-x
September 4th, 2004, 07:05 PM
http://www.wams.de/data/2004/08/29/325326.html
Filmreifer Ritterschlag
Der erste Schritt ist ein Sprung. So will es das Logo von "First Steps", dem Nachwuchs-Filmpreis, der am Dienstag im Theater am Potsdamer Platz zum fünften Mal vergeben wurde.
http://images.***************/20040825/0zz.jpghttp://www.columbiatristar.de/event/images/21_5.jpghttp://mainz-online.de/on/98/11/22/topnews/borsody.jpghttp://62.206.56.16/S_Specials/rudnikneu/KVSchop01405.jpg
Die Newcomer trafen dort auf die Arrivierten ihrer Branche: Top-Schauspieler wie Suzanne von Borsody und Barbara Rudnik, erfolgreiche Produzenten wie Bernd Eichinger (Constantin Film) und gefragte Regisseure wie Oskar Roehler und Doris Dörrie. Der First Steps Award ist Ritterschlag und Ansporn. Und die Zukunftssicherung einer Branche.

Der mit 25 000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von Filmbranche und Wirtschaft gestiftet. In verschiedenen Kategorien werden die besten Abschlussarbeiten aus deutschen Filmhochschulen prämiert. Ausgezeichnet wurde der Film "Katze im Sack" von Florian Schwarz. Der Streifen sei eine Wundertüte der Möglichkeiten und zeige zahlreiche Bezüge und Bedeutungsebenen, wertete die Jury. In der Kategorie Kurzfilm gewann Ralph Etter mit dem Film "Wackelkontakt". Den Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten erhielt Markus Mörth mit "Allerseelen".


homePage des Awards: http://www.firststeps.de

http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/dc/tp:vol:news-nachrichten/cn/common-news-20040825-054000_000014/nav/prev
Preis für Markus Mörth bei "First Steps Awards"
Berlin (APA/dpa) - Der Grazer Markus Mörth ist am Dienstagabend in Berlin bei den "First Steps Awards" für Nachwuchsfilmemacher für "Allerseelen" mit dem Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten ausgezeichnet worden. Der Film "Katze im Sack" von Florian Schwarz wurde mit dem "First Step Award" ausgezeichnet.

Bei der Verleihung im Filmtheater am Potsdamer Platz nahmen zahlreiche Vertreter aus Medien und der Filmbranche teil. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von Filmbranche und Wirtschaft gestiftet.

In verschiedenen Kategorien werden die besten Abschlussarbeiten aus deutschen Filmhochschulen prämiert. Der Film von Florian Schwarz sei eine "Wundertüte der Möglichkeiten" und zeige zahlreiche Bezüge und Bedeutungsebenen, wertete die Jury.

Der Film siegte in der Kategorie abendfüllende Spielfilme. Er zeigt 24 Stunden der Protagonisten, deren Wege sich in einer Karaoke- Bar kreuzen. In der Kategorie Kurzfilm gewann Ralph Etter mit dem Film "Wackelkontakt". Als bester Dokumentarfilm wurde "Janine F." von Teresa Renn ausgezeichnet. Der Preis für den besten Werbespot ging an Frieda Wittich für "Mc Donnalds keine Gegenfrage". 211 Filme hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Insgesamt wurden Preisgelder in einer Höhe von 72.000 Euro vergeben.

Tausende Besucher beim Berliner Suppenfestival «fête de la soupe»
http://www.quartiersmanagement-berlin.de/et_dynamic/page_files/100_bigpic.jpg?1092826660
Berlin (dpa/bb) - Suppenschüsseln und Suppenlöffel prägten am Samstag das Bild im Kreuzberger Wrangelkiez. Tausende Gäste besuchten dort die «fête de la soupe» - das erste Berliner Suppenfestival. Schon am Nachmittag löffelten nach Angaben der Organisatoren etwa 5000 Menschen eine der 90 verschiedenen Suppen, bis zum Abend wurde mit mindestens 10 000 Besuchern gerechnet. Neben den Suppen, die durchweg kostenlos verteilt wurden, wurde den Gäste auf drei verschiedenen Bühnen ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten.
ps: die Suppen sind uebrigens kostenlos und werden ausgeteilt, solange der Vorrat reicht ...
http://www.quartiersmanagement-berlin.de/index/100/

Ministrantentag in Berlin gefeiert
Berlin (dpa/bb) - Mehr als 400 Messdiener haben am Samstag in Berlin auf Einladung des Erzbistums einen Ministrantentag gefeiert. Wie das Berliner Erzbistum am Samstag mitteilte, sollte auf diesem Wege den etwa 1700 jungen Menschen gedankt werden, die Woche für Woche ihren Dienst am Altar leisten. Für die Ministranten im Alter von 10 bis 23 Jahren wurden ein gemeinsamer Gottesdienst und ein buntes Unterhaltungsprogramm veranstaltet. Aufgabe der Messdiener ist es, den Priestern beim katholischen Gottesdienst zur Hand zu gehen.

Akademie-Präsident Muschg begrüßt Köhler-Vorschlag
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Akademie der Künste hat den Vorstoß von Bundespräsident Horst Köhler begrüßt, eine zentralen Ausstellung mit den bedeutendsten Kunstwerken der hauptstädtischen Museen einzurichten. Dies sei «ein wichtiger Vorschlag», sagte Akademie- Präsident Adolf Muschg am Samstag im DeutschlandRadio Berlin. Angesichts des Erfolgs der Berliner MoMA-Schau müsse es mehr vergleichbare Gelegenheiten geben, um Kunst zu erleben. Schon jetzt könne sich Berlin aber mit den großen Kulturmetropolen vergleichen.

Fans feiern Werner-Festival am Lausitzring - Heiße Wettrennen
http://www2.morgenpost.de/z/newsticker/p/Werner_7019432.onlineBild.jpg
Der Autor der Comic-Figur «Werner», Rötger «Brösel» Feldmann, zu Beginn eines Konzerts mit Rockbands auf der Bühne am Lausitzring.
schließen

Klettwitz (dpa/bb) - Für Motorrad- und Musikfans aus ganz Deutschland ist der Lausitzring im Süden Brandenburgs an diesem Wochenende der ultimative Treffpunkt. Zur Halbzeit des dreitägigen Festivals «Werner - das Rennen 2004» am Samstag konnten sich die Liebhaber von heißen Öfen bei schönem Spätsommerwetter auf ein umfangreiches Rennprogramm freuen. Seit dem Vormittag gab es unter anderem Wettrennen von schnellen Dragster-Geschossen und Sprünge mit Motocross-Maschinen. Zudem heizten Bands den Besuchern ein.


http://www.wams.de/data/2004/08/29/325323.html
Arthur Cohn und die Königliche Hoheit
von Franziska von Mutius
http://www.ganz-muenchen.de/Media/bilder%20kinofilm/2003/diva03/quer_mm1/diva03mlm1_q080cohn.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/specials/bambi/img/veronika.jpghttp://vg.no/bilder/bildarkiv/1078099580.96858.jpg
Arthur Cohn, Veronica Ferres und Alexandra Christmann (mit ihrem Gatten Ben Kingsley, der somit mit einer Berlinerin verheiratet ist) ...

"Wir ziehen zusammen", scherzte Alexandra Christmann und nahm ihre Freundin Veronica Ferres in den Arm. Die Ehefrau von Oscar-Preisträger Ben Kingsley kam Mittwochabend zur Deutschland-Premiere des französischen Kinohits "Die Kinder des Monsieur Mathieu" aus London und in Begleitung ihrer Münchner Freundin Ferres in das Verlagshaus Axel Springer. In der Ullstein-Halle präsentierte der Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn seinen neuen Streifen, der am 2. September bundesweit in den Kinos anläuft. Der Film hat in Frankreich binnen kürzester Zeit mehr als sieben Millionen Zuschauer begeistert. "Das ist der beste Beweis dafür, dass man nicht zwischen Großproduktionen und kleinen Filmen unterscheiden kann. Es gibt nur gute und weniger gute Filme", sagte Cohn.

Sein Werk war auch in der Berliner Gesellschaft Gesprächsstoff. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper hatte sich schon tagelang auf die Vorführung gefreut. "Der Film handelt ja von einem arbeitslosen Musiker, der eine Anstellung als Erzieher in einem Internat für schwer erziehbare Jungs bekommt. Mit Hilfe der Musik gewinnt der Lehrer das Vertrauen seiner Schüler", sagte die Politikerin. "Ich habe früher im Gymnasium in Halle im Chor gesungen. Dort habe ich gelernt, dass musische Talente, wenn sie gefördert werden, sehr hilfreich bei der Werte-Erziehung sind." Kürzlich sei sie zum Musizieren in ihre alte Heimat gefahren, erklärte die Politikerin weiter. "Ich habe mich zum Mitsingen im Bach-Chor gemeldet."

Die FDP-Frontfrau traf im Verlagshaus Axel Springer auf interessante Gesprächspartner. Altkanzler Helmut Kohl, "Spiegel"-Chef Stefan Aust, Ihre Königliche Hoheit, die Begum Inaara Aga Khan, und deren Mutter Renate Thyssen-Henne, Friede Springer, Israels Botschafter Schimon Stein, Caterer Klaus Peter Kofler, Hotel-Direktorin Tini Gräfin Rothkirch (Dorint Sofitel) oder Alexandra Kamp mit ihrem Lover Tertius Meintjes.

Manch einem der Gäste war sogar eine kleine Anekdote zur eigenen Musikalität und zur Schulzeit zu entlocken. "Ich war früher bei den Schaumburger Märchensängern", erzählte Regina Ziegler, selbst Filmproduzentin. "Im Alter von 14 kam ich leider in eine andere Stimmlage. Da es nicht mehr so gut klang, halte ich mich bis heute beim Singen zurück."
http://www.n-tv.de/img/?xsize=220&sharpen=1&src=/images/199904/50326_handelsblatt.jpghttp://berlin-ne.ws/Images/berlinnews261104.jpghttp://www.maike-tatzig.de/Auktion/filali.jpg
Börsen-Expertin Carola Ferstl plauderte stolz: "Ich habe zehn Jahre lang in der Kantorei gesungen. Da haben wir sogar das schwierige Weihnachtsoratorium aufgeführt." Figaro Udo Walz erinnerte sich: "Mein Musiklehrer war furchtbar. Er hat mich sogar mal geohrfeigt. Doch das Singen konnte er mir nicht verleiden." Im Chor singt Udo heute nicht mehr. Aber unter der Dusche. Das wiederum lässt Schauspielerin Yasmina Filali: "Ich treffe keinen Ton."

trance-x
September 4th, 2004, 08:04 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701507.html

Peter Raue bekommt die "Goldene Ente"
Premiere bei Pomp Duck and Circumstance
"Das hat er wirklich verdient. Toll, was dieser Mann für die Berliner Kultur getan hat!" Diese Worte hörte man am Donnerstagabend im proppevollen "Pomp-Duck-and-Circumstance"-Zirkuszelt besonders oft. Sie galten einem Gast unter den 400 Geladenen bei der gefeierten Premiere von Hans-Peter Wodarz' neuem Programm "Köche, Krone, Kritiker": Peter Raue, der Mann, der hinter der MoMA-Schau steht und mit seiner Hartnäckigkeit Europas erfolgreichste Kunstausstellung erst möglich machte, bekommt für seinen Verdienst an der Kulturstadt Berlin die "Goldene Ente" von Pomp Duck und dem Berliner Verlag im Februar 2005 verliehen. Wodarz: "Sonst heben wir uns die Entscheidung stets bis zum Jahresende auf. Aber diesmal war sonnenklar, dass der Preisträger nur einer sein kann."
http://www.pompduck.de/pduck.nsf/files/bg/$file/start_top01.jpg
http://www.pompduck.de/pduck.nsf/files/bg/$file/start_top02.jpg
Hollywood-Muskelmann Ralf Moeller und Musical-Mogul Michael Kunze stießen mit Wodarz zugleich auf eine langjährige Freundschaft an. Kunze gar auf 30 Jahre. Noch etwas schüchtern auf dem gesellschaftlichen Parkett: Judo-Olympiasiegerin Yvonne Böhnisch. Magier Nathan Silbermann entpuppte sich als ihr größter Fan des Abends. Hertha-Trainer Falko Götz (kam mit Ehefrau Rita) genoss den Vier-Stunden-Abend als willkommene Abwechslung vom Fußballgeschehen. ZDF-Moderatorin Heike Maurer (brachte ihre neue Liebe Ralf Immel mit, Finanzchef einer Werbeagentur) bestätigte schmunzelnd, dass in ihrer Zweierbeziehung durchaus die Liebe durch den Magen geht. Immel: "Leider kann ich nicht kochen, verwöhne meine Heike dafür am Wochenende mit einem ausgiebigen Sektfrühstück."

Entertainer Max Raabe, der für seine undurchsichtige Miene bekannt ist, bewies Humor, machte bei einer Polonäse mit. Andere Gäste äußerten hinter vorgehaltener Hand, dass sie froh darüber sind, nicht an den vorderen Tischen zu sitzen, wo die Gefahr groß ist, ins Programm mit eingebaut zu werden . . .

Malerin Elvira Bach machte "in Familie", genoss den Abend mit Ehemann und Sohn. Weitere Gäste, die bis frühmorgens weiterfeierten: Designer Thorsten Ampft (entwarf Wodarz neues Pomp-Duck-Jackett), Caroline Beil, Gerit Kling, Artur Brauner, MDR-Intendant Udo Reiter ("Ein Spitzenprogramm"), seine RBB-Kollegin Dagmar Reim, und "Lindenstraßen"-Star Annemarie Wendl.

homePage:: http://www.pompduck.de

trance-x
September 4th, 2004, 09:05 PM
http://home.snafu.de/hartwig/friedhof/dorst_fr/dor066.jpghttp://home.snafu.de/hartwig/friedhof/brgms_fr/bgm197.jpg
http://home.snafu.de/hartwig/friedhof/domfr_fr/dom024.jpghttp://home.snafu.de/hartwig/friedhof/hltor_fr/hlt056a.jpg

trance-x
September 5th, 2004, 10:08 AM
http://heiku_berlin_kreuzberg1.20six.de/nextEntries/juea3pgwkohe
http://heiku_berlin_kreuzberg1.20six.de/pub/HeiKu_Berlin_Kreuzberg1/47_Gencekondu.jpg
Das Gecekondu am Bethaniendamm in Kreuzberg
Gecekondus werden in der Türkei meist über Nacht gebaute, illegale Häuser genannt, in denen Menschen aus den ländlichen Regionen Unterkunft finden.

Der Erbauer dieses Hauses am Bethaniendamm heißt Osman Kalin, ein gebürtiger Türke mit langem, weißem Bart. 1982 hatte er begonnen, auf dem Niemandsland zwischen Mauer und West-Berlin sein Gemüse zu ziehen und Schicht für Schicht eine Laube aufzubauen. Kurz nach dem Mauerfall übergaben DDR-Grenzpolizisten Kalin ein amtliches Dokument, in dem sie erklären, dieses Land sei ihm übereignet worden. Rechtlichen Bestand hat das Papier nicht, aber bis heute werden Kalin und sein Gecekondu von den Behörden geduldet.

sebastian c
September 5th, 2004, 01:29 PM
Hmmm....man kann jedenfalls nicht behaupten dass in Berlin nichts los wäre...

Max BGF
September 6th, 2004, 09:51 PM
Hmmm....man kann jedenfalls nicht behaupten dass in Berlin nichts los wäre...Andererseits kann man behaupten, daß nichts von Belang los ist.

trance-x
September 7th, 2004, 06:31 AM
Andererseits kann man behaupten, daß nichts von Belang los ist.
fuer dich nichts, meinst du. fuer andere ja durchaus.
aber erzaehl doch mal, wo fuer dich etwas mit belang los ist? ;)

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701869.html


Aids-Gala: Vergessen ist ansteckend ...
Reminders-Day-Preisverleihung mit rund 1000 Gästen im Roten Rathaus - Gedenken an Irina Pabst
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88746.jpg
Modischer Blickfang auf der Gala im Roten Rathaus: Model Yvonne Hölzel im Abendkleid aus fließender Seide mit Wasserfall-Ausschnitt

Rote Barhocker, weiß gedeckte, runde Stehtische, gemütliche Sitzecken, mehrere Büfetts und Getränkebars, eine Bühne mit Live-Programm und prominente DJs wie Cameron Douglas, 25, der älteste Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas: Im Roten Rathaus war am Sonnabend Partytime angesagt. Allerdings hatte der Abend mit rund 1000 festlich gekleideten Gästen einen ernsten Hintergrund. Geladen war zur Reminders Day Aids-Gala unter dem Motto "Vergessen ist ansteckend".

Wichtigster Teil der Veranstaltung, die im Wappensaal und im Großen Festsaal des Roten Rathauses stattfand und das ehrwürdige Gebäude für einen langen Abend zur Partymeile werden ließ, war die Verleihung des "ReD-Award 2004" an den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela und den Südafrikaner Zackie Achmat stellvertretend für die Treatment Action Campaign (TAC), die größte Nichtregierungsorganisation Afrikas gegen die Immunschwächekrankheit Aids.

Weil der 86-jährige Mandela aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Berlin kommen konnte, war ihm die Auszeichnung per Post geschickt worden. Der Nobelpreisträger bedankte sich in einem Brief: "Ich bin sehr glücklich, diese Ehrung im Namen von Millionen Menschen empfangen zu dürfen." Weiter schrieb Mandela, "wir alle sind gemeinsam verantwortlich, diese Epidemie einzudämmen und letztendlich auszurotten". Dagmar Wöhrl, Unternehmerin und CSU-Politikerin, betreut seit 14 Jahren vier Waisenhäuser mit Aids-infizierten Kindern, eines davon in Afrika. "Ich habe auch Mandela getroffen, bewundere sein großes Engagement", sagte sie.

Sänger Werner Böhm ("Gottlieb Wendehals"), der mit seiner Frau Susanne und sieben Kilo leichter aus Hamburg nach Berlin kam: "So eine Veranstaltung ist ganz wichtig. Ich möchte vor allem dabei mithelfen, den Jugendlichen klar zu machen, dass One-Night-Stands keine Spaßabteilung sind." Weitere Gäste der Gala, durch die TV-Moderatorin Jessica Witte-Winter und Comedian Thomas Hermanns führten: SPD-Politiker Walter Riester, Columbia-Tristar-Deutschlandchef Martin Bachmann, Maler Jürgen Draeger, Star-Visagist René Koch und Schauspielerin Gerit Kling, die von einer Party zur nächsten zog - vom Rathaus zum "Hexen"-Premierenempfang im Friedrichstadtpalast.

Die bisherigen Preisträger des "Reminders Day Award" waren Benefiz-Lady Irina Pabst, Schauspielerin Judy Winter und Modedesigner Wolfgang Joop. Für die im Mai dieses Jahres im Alter von 76 Jahren verstorbene Irina Pabst, oft als "Engel der Aidskranken" bezeichnet, fand Inga Griese-Schwenkow, eine enge Freundin, bewegende Worte der Erinnerung. Sie endeten mit: "Nicht das Ende ist ihr Vermächtnis. Sondern ihr Sein und die Aufforderung, dass es immer an uns selbst liegt, etwas zu tun. Und dass wir froh sein sollen, wenn wir etwas tun können."



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701871.html

Tom Hanks zeigt seiner Frau das Pergamon-Museum

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88747.jpg
Gestern früh, 10 Uhr. Hollywoodstar Tom Hanks und seine Ehefrau, die Schauspielerin Rita Wilson, landen mit ihrem Privatjet auf dem Flughafen Tempelhof. Eine Limousine bringt das Paar in das Hotel Adlon am Pariser Platz. In seiner Suite mit Blick auf das Brandenburger Tor stehen für den Schauspieler eine riesige Obstschale und das bestellte Mineralwasser bereit.

Hanks, der in der deutschen Hauptstadt gestern und heute einen Interview-Marathon zur Flughafen-Komödie "Terminal" (Regie: Steven Spielberg, ab 7. Oktober in den deutschen Kinos) absolviert, repräsentierte lässige Eleganz. Zum grau-schwarzen Anzug trug Hanks ein Hemd ohne Krawatte. Mit 16 Jahren verließ Hanks sein Elternhaus in Reno und verdiente sich sein Geld als Bühnenbeleuchter und Kofferträger. 1980 schaffte er den Einstieg ins Filmgeschäft. Für seine Rollen als homosexueller Aidskranker ("Philadelphia") und als "Forrest Gump" erhielt er zweimal hintereinander den Oscar.

"Terminal" fiel bei den Kritikern des Filmfestivals in Venedig in diesen Tagen durch. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte: Ein Iraner lebt seit 16 Jahren auf dem Pariser Flughafen. Bei Spielberg kommt der Mann (Hanks) aus einer ehemaligen Sowjetrepublik, landet in New York und spricht kein Wort Englisch.

Nach Venedig und einem Zwischenstopp beim Festival des amerikanischen Films im französischen Deauville macht Hanks für den Film jetzt in Berlin Werbung: Nach der ersten Interview-Schicht standen gestern am späten Nachmittag für ihn und seine Ehefrau Rita Sightseeing auf dem Terminkalender: unter anderem ein Spaziergang über den Gendarmenmarkt, ein Abstecher ins Pergamon-Museum, das er bereits vor eineinhalb Jahren besuchte.

Hanks kennt sich bestens in Berlin aus, kam schon mehrfach an die Spree, zuletzt wegen der geplanten Verfilmung des Lebens von Dean Reed. Der Sänger und Schauspieler siedelte 1972 aus den USA in die DDR über. Für seine Recherchen traf Hanks im Guy am Gendarmenmarkt damals Egon Krenz. Sein eigentliches Berliner Stammlokal ist aber das Borchardt. Restaurantleiter Rainer Möckel und Oberkellner Pavlo begrüßt Hanks inzwischen wie alte Bekannte.

trance-x
September 7th, 2004, 06:45 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701870.html

Verein Innocence in Danger bittet 400 Gäste zum Brunch für einen guten Zweck
Benefiz ist en vogue. Kaum eine Veranstaltung, die sich nicht mit dem Charity-Gedanken schmückt. Im vergangenen Jahr feierte die Gesellschaft erstmals die Gala "Innocence in Danger" gegen sexuellen Missbrauch und gegen die Verbreitung kinderpornographischen Materials im Internet. Diesmal wird zum Brunch geladen.

Den Veranstaltern kam es schon bei der Gala nicht nur auf schöne Kleider an: Nachdem das Tafelsilber abgeräumt worden war, ging die Arbeit weiter. Im Ehrenkomitee der deutschen Sektion des Vereins "Innocence in Danger" engagieren sich auch Regisseur Volker Schlöndorff, Brigitte Oetker, Filmproduzentin Regina Ziegler, Kunstmäzen Friedrich-Christian Flick und Friede Springer.

Der Verein organisierte mit der Berliner Einrichtung "Strohhalm e.V." Präventionstheater an Berliner Schulen. 1000 Jungen und Mädchen wurde das Thema Selbstbehauptung näher gebracht. Außerdem unterstützte Innocence die Beratungsstelle "Karo" gegen Kinderprostitution an der deutsch-tschechischen Grenze mit 40 000 Euro. "Aktion Mensch" finanziert Innocence wiederum eine Studie zur Situation der von kinderpornographischer Ausbeutung betroffenen Mädchen und Jungen.

Am 22. September bittet Isa Gräfin Hardenberg im Namen des Komitees für "Innocence in Danger" in den Palaissaal des Hotels Adlon (Sponsoren: J.P. Morgan, T-Mobile). Statt einer Gala gibt es diesmal wie gesagt einen Brunch mit Tombola. Unter anderem zu gewinnen ist ein Fahrradtraining mit Jan Ullrich oder Erik Zabel. 400 Gäste werden erwartet, darunter Sonja Kirchberger, André Eisermann, Detlev Buck, Reinhold Beckmann und Schauspieler Mario Adorf, der angekündigt hat, sich persönlich für das Thema zu engagieren.

Sabine Christiansen moderiert eine Talkrunde mit der FDP-Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin und Homayra Sellier, der internationalen Präsidentin von Innocence in Danger. Mit den Spenden, die beim Brunch gesammelt werden, will der Verein "Nina" initiieren, eine bundesweite Telefonnummer als Anlaufstelle für Informations- und Hilfsangebote zum Thema sexueller Missbrauch. "Nina" wird mit einem TV-Spot des Kurzfilm-Oscar-Preisträgers Florian Gallenberger beworben.




Der Hamburger Pianist Joja Wendt, der bereits mit Joe Cocker die Bühne teilte, tritt in der Komödie am Kurfürstendamm (20 Uhr) auf.

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Schriftstellerin Natascha Wodin kommt zur Veranstaltung "Zu Gast - Salon im Gorki" (Maxim Gorki Theater).

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Zeitung: Ruth Galinski sagt Teilnahme an Synagogenjubiläum ab
Berlin (dpa/bb) - Ruth Galinski, Witwe des früheren Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, hat nach einem Bericht der «Berliner Zeitung» (Dienstag) ihre Teilnahme an der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Berliner Synagoge Rykestraße abgesagt. Sie sei empört, dass die Jüdische Gemeinde Friedrich Christian Flick zu der Veranstaltung am Sonntag eingeladen habe, gab die Zeitung als Grund an. Der Enkel des NS-Kriegsverbrechers und Industriellen Friedrich Flick habe sein Kommen zugesagt.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701872.html

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88748.jpg
Entertainerin Kim Fisher räumte beim Premierenempfang der neuen "Hexen"-Revue im Friedrichstadtpalast, der in allen Foyers des Musentempels gefeiert wurde, mit einem Gerücht auf, das neuerdings in der Hauptstadt zu hören ist: dem nämlich, dass sie schwanger sei. "Nein, bin ich definitiv nicht", sagte sie. Vielleicht kam ja das Gerücht auf Grund ungünstiger Kleidung auf, die sie ein wenig runder erscheinen ließ. Ihr Begleiter Detlev Rutzke, den sie seit einem halben Jahr kennt, nahm das Gerücht amüsiert zur Kenntnis. Apropos Kleidung: Kim Fisher liebt modische Accessoires, besonders Schuhe und Stiefel. Welche Farben trägt sie zurzeit am liebsten? "Pink und Biene-Maja-Gelb."

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer schaffte es gerade noch rechtzeitig zur Premiere, kam direkt aus Hagen (Westfalen) von einer Wahlkampfveranstaltung. Das Bühnenbild gefiel ihm und seiner Lebensgefährtin Sonja Müller am besten. Da demnächst weitere Veranstaltungen außerhalb Berlins für den Politiker anstehen, "werden jetzt unsere Telefonkosten enorm steigen".

Ex-Eisprinzessin Gaby Seyfert, 55, stellte strahlend den neuen Mann an ihrer Seite vor: Volker Pietrek, 57, Präsident der American-Football-Mannschaft "Berlin Adler" und Vorstandsmitglied im Unternehmerverband Berlin e.V. "Ja, ich bin sehr glücklich", sagte Gaby Seyfert, zweifach geschiedene frühere Weltmeisterin. Dem Friedrichstadtpalast ist sie immer noch sehr verbunden. Von 1985 bis 1991 leitete sie das Eisballett des Revuetheaters, "beruflich die schönste Zeit meines Lebens". Kennen gelernt hat sich das Paar Anfang Februar in Erkner im Mercedes-Autohaus. Ein Geschäftsfreund spielte "Amor", machte Pietrek mit Gaby Seyfert bekannt. Eine Woche später klingelte bei ihr das Telefon . . .

trance-x
September 7th, 2004, 07:04 AM
... diverse News der 6.9.2004-Ausgabe der Berliner Morgenpost ...

Schröder-Köpf ermutigt Kinder zum Lesen - Bierhoff liest vor
http://www.vaeter-aktuell.de/politik/Schroeder-Koepf010508.jpghttp://docs.tercera.cl/especiales/2002/mundial_2002/noticias/0629/fotos/bierhoff.jpg
Berlin (dpa/bb) - Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf hat Berliner Kinder zum Bücherlesen ermutigt. «Kinder, die lesen, haben bessere Noten und kriegen eher eine Lehrstelle», sagte Schröder-Köpf am Montag zum Auftakt einer Vorlese-Reihe des Vereins «Deutschland liest vor» in Berlin. Vor 50 Schülern las dann der Team-Manager der Deutschen Fußball-National-Elf, Oliver Bierhoff, Geschichten aus dem Buch «Die wilden Fußballkerle» in einem McDonald's-Restaurant.

Anschläge auf Potsdamer Büro von PDS-Chef Bisky
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031026/politik/75418.jpg
Potsdam (dpa/bb) - Auf das Wahlkreisbüro des PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky in Potsdam sind innerhalb einer Woche zwei Anschläge verübt worden. In der Nacht zum vergangenen Sonnabend wurden an der Terrasse des Büros im Stadtteil Stern beide Fensterscheiben eingeschlagen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag der dpa. Schon in der Nacht zum 29. August hätten Unbekannte die Fenster des Büros beworfen. Das Sicherheitsglas sei beschädigt worden, aber nicht zerbrochen.

Tom Hanks: Keine Klischees über DDR in Film über Dean Reed
http://www.andreawitte.de/dr-images/1983-11-27-02.jpghttp://www.n-tv.de/images/200301/3095911_Hanks_Grenz_Bier.jpg
1983 ... Dean Reed im Foyer des Palasti Republiki
Berlin (dpa) - Oscar-Preisträger Tom Hanks (48, «Forrest Gump») will bei der geplanten Verfilmung der Lebensgeschichte des «roten Elvis» Dean Reed jedes Klischee über die DDR und den kommunistischen Künstler vermeiden. «Ich bin nicht Reagan, aber ich möchte auch nicht eine Klischee-Story über einen naiven Amerikaner oder das Alltagsleben in der DDR erzählen», sagte Hanks am Montag in Berlin. Bis zu Beginn der Dreharbeiten sei es jedoch noch ein «frustrierend langer Weg».

Ukraine gibt «Beutekunst» an Deutschland zurück
Berlin/Hamburg (dpa/bb) - Die Ukraine will Deutschland weitere im Zweiten Weltkrieg verschleppte Kulturgüter zurückgeben. Dabei gehe es auch um die Bibliothek des Zuckermuseums Berlin sowie 286 weitere Objekte, darunter Gemälde und Grafiken, teilte das Auswärtige Amt am Montag mit. Eine deutsch-ukrainische Expertengruppe werde noch in diesem Jahr die Vorbereitungen für die Rückgabe einleiten. Die Vereinbarung sei kürzlich bei einer Sitzung der deutsch-ukrainischen Kommission in Jalta auf der Halbinsel Krim getroffen worden.



Zweiter «Goldener Vorhang» für Anita Kupsch
http://www.mdr.de/IT/45295-high.jpg
Berlin (dpa/bb) - Die Schauspielerin Anita Kupsch ist zum zweiten Mal vom Berliner Theaterclub mit dem Publikumspreis «Goldener Vorhang» ausgezeichnet worden. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Darstellung in der Boulevardkomödie «Männer und andere Irrtümer», in dem sie 25 verschiedene Rollen verkörpert, wie die Besucherorganisation am Montag mitteilte. Das Stück hatte im September 2003 in der Komödie am Kurfürstendamm Premiere und steht ab 29. Oktober wieder auf dem Spielplan.




Berliner Hoffest mit prominenten Politikern und 3500 Gästen
Berlin (dpa/bb) - Zahlreiche prominente Besucher und 3500 geladene Gäste feiern an diesem Dienstag beim sommerlichen Berliner Hoffest im Roten Rathaus. Erwartet werden die Bundesminister Hans Eichel, Otto Schily und Ulla Schmidt (alle SPD), die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, Fernsehmoderatorin Sabine Christiansen und der Opernsänger René Kollo. Die Kosten werden laut Senat vollständig von Sponsoren übernommen. Gleichzeitig mit dem Hoffest beginnt gegenüber dem Rathaus das traditionelle Münchner Oktoberfest in Berlin.


http://www.schaustellerverband-berlin.de/bilder/oktoberfest1.jpghttp://www.bayern.de/Berlin/Veranstaltungen/Treffpunkt/img/weinherbst_2.jpg
aeltere impressionen des "Muenchener Oktoberfest" in Berlin ... und des ... "Fraenkischer Weinherbst" in Berlin ...

trance-x
September 7th, 2004, 07:26 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329384.html


Berlin auf dem Weg zur Modemetropole
Zeitgleich zur Avantgarde-Messe Bread & Butter startet am 21. Januar die B-in-Berlin für etablierte Marken
von Florentine Anders
http://www.welt.de/media/pic/000/161/16115v1.jpg
Bademode von Criminal auf der Modemesse Bread & Butter Foto: ddp

Was im vergangenen Jahr in Düsseldorf noch hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, ist seit gestern Realität: Berlin macht der Modemetropole Düsseldorf immer kräftiger Konkurrenz. Die Messe Berlin GmbH präsentierte gestern gemeinsam mit der eigens gegründeten Tochtergesellschaft Capital Fashion eine neue Mode-Messe mit dem Namen "B-in-Berlin", die der bisherigen Leitmesse der Branche, der "Cpd" in Düsseldorf, den Rang ablaufen könnte. Vom 21. bis 23. Januar 2005 soll die B-in-Berlin neuer Marktplatz für international etablierte Marken werden.

Der durchschlagende Erfolg der Avantgarde-Messe "Bread & Butter", die vor zwei Jahren nach Berlin kam, zeigt nun seine Sog-Wirkung. Die Industrie selbst habe Interesse an Berlin geäußert, sagt Gerald Beck, Berater von Capital-Fashion, der bezeichnenderweise vom Cpd-Veranstalter Igedo aus Düsseldorf an die Spree gewechselt ist. "Die Suche der europäischen Modeindustrie nach der lange vermissten emotionalen Metropole hat mit der Entscheidung für Berlin nun ein Ende", schwärmt Capital-Berater Gerald Beck.

Und was läge näher, als die 40 000 Fachbesucher, die zur Szenemesse Bread & Butter ohnehin nach Berlin kommen, auch gleich zu den großen Kollektionen der gestandenen Marken zu lotsen. So sehen sich die beiden Messen B&B und B-in-Berlin nicht als Konkurrenten, sondern als Partner, die gegenseitig voneinander profitieren, indem bewusst derselbe Termin gewählt wurde.

Anders als die Cpd in Düsseldorf hat die B-in-Berlin nicht den Anspruch, zu den größten Modemessen zu gehören, sondern zu den besten. Handverlesen sollen die etwa 300 Aussteller sein, die sich auf dem Messegelände am Südeingang in den neuen Messehallen auf streng limitierten 30 000 Quadratmetern präsentieren. Damit wollen die Veranstalter bewusst eine Alternative zum Gigantismus bieten, an dem viele herkömmliche Modemessen kranken. Für die Aussteller seien die riesigen Präsentationsburgen teuer, für die Fachbesucher unübersichtlich, erklärt der Geschäftsführer der Capital Fashion, Michael Brömmel. In Berlin wolle man dagegen als Novum ein einheitliches Standkonzept präsentieren.

Welche Marken sich im Januar präsentieren, steht noch nicht fest. Angesprochen werden sollen die so genannten "Best of" aus Mitteleuropa und Skandinavien, wie Gerry Weber oder Hugo Boss. Die Öffentlichkeit wird die Modegurus allenfalls in den Restaurants oder Hotels zu sehen bekommen. Denn anders als die Grüne Woche, die zeitgleich stattfindet, wird die B-in-Berlin eine reine Fachbesuchermesse sein.

Immerhin können die 500 000 Besucher der Landwirtschafts-Messe am Roten Teppich am Südeingang einen Blick auf die Glamour-Welt der Mode werfen. Organisatorisch sieht die Messe Berlin GmbH keine Probleme. "Als die Fruit Logistica noch zeitgleich mit der Grünen Woche stattfand, hat auch alles geklappt", sagt Messe-Geschäftsführer Christian Göke. Er verschweigt jedoch, dass es immer wieder Parkplatzprobleme gab. Für die Fachbesucher sei an einen Shuttle-Service gedacht.


http://www.welt.de/data/2004/09/07/329380.html

Polizist geduzt - Grünen-Politiker freigesprochen
Der Grünen-Abgeordnete Özcan Mutlu muss für das Duzen eines Polizisten nun offenbar doch keine Geldstrafe bezahlen. Das Landgericht sprach Mutlu in der Berufungsverhandlung am Montag vom Vorwurf der Beleidigung frei, teilte ein Gerichtssprecher mit. Im Dezember 2003 war Mutlu vom Amtsgericht zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht hatte damals befunden, Mutlu habe den Beamten am 11. Oktober 2001 im Streit um sein falsch geparktes Auto durch das Duzen herabgewürdigt. Der Sachverhalt sei aber trotz der Aussagen des als Zeugen geladenen Polizisten im Unklaren geblieben, erklärte jetzt das Landgericht. Der heute 36 Jahre alte Abgeordnete Mutlu wollte den damaligen Bundespräsident Johannes Rau bei einem Termin in der Aziz-Nessin Grundschule in Kreuzberg begrüßen. Sein Auto hatte er im Parkverbot abgestellt. Als ein Polizist seine Personalien aufnehmen wollte, fiel der Satz "Was bildest du dir ein?"



http://www.welt.de/data/2004/09/07/329398.html
Senator Harald Wolf schließt Zerschlagung der BVG nicht aus
Neue Tarifgespräche
von Guido Hartmann und Joachim Fahrun
http://www.callcenterworld.de/images/rueckblick/kongress3.jpghttp://www.norbert-schnitzler.de/Sammlungen/Fassaden/BVG1.jpg
Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) schließt eine Zerschlagung der Berliner Verkehrsbetriebe BVG nach 2007 nicht aus. Bevor die BVG in den Wettbewerb entlassen werde, müsse entschieden werden, ob eine Trennung in eine Infrastrukturgesellschaft und eine Betriebsgesellschaft vorgenommen werde, sagte Wolf gestern im Wirtschaftsausschuss.

Wolf reagierte damit als erster führender Koalitionspolitiker positiv auf den Vorschlag der Grünen zur künftigen Struktur der BVG. Die Grünen wollen alle Gleisanlagen, Betriebshöfe und Wagen der BVG in einer Anstalt öffentlichen Rechts belassen. Eine privatrechtlich organisierte BVG-Betriebsgesellschaft könnte dann mit anderen Anbietern um Ausschreibungen von Verkehrsleistungen in der Region konkurrieren. Der Planungsstab der BVG solle in eine öffentliche Einheit wechseln, um Kontrolle und Planung des Landes für den Nahverkehr unparteiisch zu sichern.

Nach Ansicht des Grüne-Wirtschaftsexperten Jochen Esser erzwingt der von der EU geforderte Wettbewerb eine solche Lösung. Im Gegenzug könne die BVG eine Übergangsfrist erhalten, bevor sie sich vollständig im Wettbewerb bewähren müsse. Wolf sagte, eine Zerlegung der BVG könne "ein sinnvoller, wenn auch kein zwingender Weg sein". Zunächst müssten aber die Kosten der BVG auf das Niveau anderer öffentlicher Verkehrsunternehmen sinken.

Daran arbeitet die BVG. Seit Einführung des erweiterten Abfindungsprogramms Anfang August haben sich nach Vorstandsangaben 115 Mitarbeiter zum Verlassen des Unternehmens entschlossen. Neben bis zu 48 Monatsgehältern zahlt die BVG bis Ende Oktober eine "Sprinterprämie" von mindestens 20 000 Euro. Der Vorstand hofft, dass sich weiter viele Mitarbeiter zum Ausstieg entschließen. In Gewerkschaftskreisen glaubt man das nicht. "Am Anfang machen alle mit, die sowieso auf dem Sprung waren", heißt es.

Nach mehreren Monaten Pause nehmen BVG und Gewerkschaft Verdi heute wieder die Verhandlungen über einen Spartentarifvertrag auf. Für Verdi stehen ein Fortschreiben des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen sowie ein Verzicht auf Aus-, Neu- und Umgründungen von Firmen im Mittelpunkt der Gespräche. Im BVG-Vorstand setzt man auf ein Einfrieren der Löhne und Gehälter sowie eine Reduzierung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Um die BVG bis 2008 wettbewerbsfähig zu machen, müssten die jährlichen Lohnkosten gegenüber 2003 um 200 Millionen Euro sinken. Die Zahl der Mitarbeiter müsse von 13 000 auf 10 000 reduziert werden.



Hollywood in Berlin
Tom Hanks geht, Matt Damon kommt
von Anja Popovic
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031127/berlinboulevard/76703.jpghttp://www.cnn.com/SHOWBIZ/Movies/9808/31/fall.movies/link.matt.damon.jpg

Kaum ist der eine Hollywoodstar in seinem Privatjet wieder davongeschwebt, da kommt auch schon der nächste: Oscar-Preisträger Tom Hanks lächelte im Hotel Adlon gestern Vormittag noch kurz den Fotografen in die Kameras, dann machte er sich mit Ehefrau Rita auf die Heimreise Richtung Los Angeles. Das "Abklatschen" in Berlin übernimmt sein US-Kollege Matt Damon (33, Single, ebenfalls Oscar-Preisträger).

Heute Abend oder spätestens morgen früh - Herr Damon hat sich noch nicht entschieden - beehrt Mister Smart die deutsche Hauptstadt. Damon wohnt, wie auch Hanks zuvor, im Hotel Adlon. Der Schauspieler, zu dessen Ex-Freundinnen Minnie Driver und Winona Ryder zählen, gibt Interviews für seinen neuen Film "Die Bourne-Verschwörung" (deutscher Kinostart 21. Oktober, mit Franka Potente).

Damon gab seinem Freund Hanks übrigens den entscheidenden Tipp für dessen Berliner Abendbeschäftigung: Hanks und Ehefrau Rita speisten zuerst beim In-Italiener Bocca di Bacco an der Friedrichstraße, bevor sie sich dann per Limousine zu einer nächtlichen Stadtrundfahrt aufmachten. Schlaflos in Berlin: Hanks, ganz der Romantiker, zeigte seiner Ehefrau die nächtlich beleuchteten "Klassiker": Siegessäule, Potsdamer Platz, Pergamon-Museum, Reichstag und Alexanderplatz.

Damon hat selbst bereits zahllose Berliner Nächte hinter sich gebracht - mehr oder weniger romantisch. Zum Beispiel mit seinem Kumpel Ben Affleck im 90 Grad und im Cookie's. Während der Dreharbeiten zu "Die Bourne-Verschwörung", der Fortsetzung des Erfolgs-Thrillers "Die Bourne-Identität", wohnte Damon drei Monate lang in einem Penthouse am Hackeschen Markt. Gedreht wurde unter anderem im Tiergartentunnel und am Alexanderplatz. Dort traf Damon auch Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der der Millionen-Produktion einen Besuch abstattete.

Damons Berliner Fans kamen bislang weniger auf ihre Kosten. Wenn alles glatt geht, dann können sie aber doch noch ein Autogramm ergattern: Beim Filmverleih UIP denkt man in diesen Tagen über eine Berlin-Premiere des Agenten-Thrillers nach.

http://www.welt.de/data/2004/09/07/329393.html
Keine Konsequenzen für Professor Grottian wegen Aufruf zu Anti-Hartz-Aktionen
"Wir haben kein Disziplinarverfahren gegen Professor Peter Grottian eingeleitet", ließ Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität, gestern über seine Sprecherin ausrichten und widersprach damit anders lautenden Presseberichten. Grottian, Politikwissenschaftler am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, hatte wiederholt zu Aktionen gegen Hartz IV aufgerufen. Zuletzt hatte er dazu aufgefordert, Ende August das Sommerfest der Unternehmensberatungsfirma McKinsey Unter den Linden zu stören.

Weil Peter Grottian Anfang des Jahres auch zum Schwarzfahren aufgerufen hatte, um unter dem Motto "Jeder hat ein Recht auf Mobilität" gegen die Abschaffung des BVG-Sozialtickets zu demonstrieren, ermittelt hingegen die Staatsanwaltschaft, wie deren Sprecher Michael Grunwald der WELT bestätigte. Zum Stand der Ermittlungen wollte Grunwald keine Angaben machen.

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/31/0,1369,2254687,00.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2002/07/26521.jpg
links: Professor Grottian .. rechts: ... bei einer Demo aus dem Jahr 2002 zum Thema Bankenskandal ...

Grottian hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach zu öffentlichen Protesten aufgerufen: So ist er in der Initiative Berliner Bankenskandal aktiv. Ein Aktionspapier für einen "heißen Herbst" gegen Hartz IV war im Sommer bekannt geworden, in dem Grottian unter anderem zu Lumpen-Demonstrationen im schicken Grunewald oder zur Besetzung von Arbeitsämtern aufrief.

Die CDU erneuerte indes ihre Kritik: "Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Allerdings ist Professor Grottian Beamter und ruft eindeutig zu Regelverstößen auf", sagte Fraktionschef Nicolas Zimmer. Das sei nicht mehr zu tolerieren. "Da muss sich der Dienstherr mal bewegen", forderte Zimmer. Bisherige Rügen nehme Grottian eher als Ansporn. "Ich erwarte zu dem Sachverhalt außerdem ein Statement des Wissenschaftssenators", betonte Zimmer. apu

trance-x
September 7th, 2004, 08:08 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329347.html

Leo verändert Friedbert Pflügers Leben
Der CDU-Politiker wurde mit 49 Jahren erstmals Vater - Die Heirat mit Sibylle Hällmayr ist bereits geplant
von Barbara Jänichen
http://www.friedbert-pflueger.de/grafiken/vajpayee_pflueger_berlin_28_5_2003.jpghttp://www.fidele-doerp.de/artikel/04-01/pix/ambv0012.jpg
links: Friedbert Pflüger, rechts: nochmal er selbst, daneben seine Braut Sybille ...

Dunkle Haare, dunkle Augen - ganz der Papa: Leonhard Paul, genannt Leo, ist zwar erst einen Monat alt, wickelt aber seine Eltern Friedbert Pflüger, 49, und Sibylle Hällmayr, 25, glatt um seine winzigen Finger. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion lacht: "Der Kleine schafft es mühelos, uns zu umgarnen. Entweder mit viel Charme oder mit Mosern. Man muss aufpassen, dass man sich nicht vollends einwickeln lässt."

Als stolzer Vater schiebt Pflüger am Brandenburger Tor persönlich den Kinderwagen in Richtung Tiergarten. Seine Lebensgefährtin und frühere Büroassistentin Sibylle Hällmayr neben ihm trägt superenge Jeans, hat schon wieder ihre Traumfigur - und Leo gerade seine erste Autofahrt von Hannover nach Berlin hinter sich. "Jetzt zeigen wir dir die Hauptstadt", ruft Pflüger übermütig in den Kinderwagen.

Der Kleine, im weißblauen Matrosen-Look-Outfit und winzigen Ringelstrümpfen, blinzelt neugierig in die Sonne. Gerade hat ihn sein Vater, Mitglied des Bundestages, zum Regierungsviertel kutschiert. "Hier arbeitet Papa." In Mitte hat die kleine Familie eine neue Drei-Zimmer-Wohnung bezogen. Das zweite Domizil ist in Hannover, Pflügers Wahlkreis "und zugleich unser Heimatort". Hier kam das Wunschkind am 5. August in der Uni-Klinik Hannover zur Welt, 57 Zentimeter groß und 3700 Gramm schwer.

Seitdem ist nichts mehr so, wie es war. Das Baby hat das Leben des Politikers auf den Kopf gestellt. Mit 49 erfüllte sich für ihn, wovon viele andere Männer nur träumen: Im reifen Alter noch einmal ein zweites Leben zu beginnen. Pflüger, der sich nach 19 Ehejahren von seiner Frau Margarita Mathiopoulos trennte und jetzt zum ersten Mal Vater wurde, war bei der Geburt dabei. "Der erste Schrei unseres Sohnes war der aufregendste Moment. Das Glücksgefühl ist kaum mit Worten zu beschreiben", sagt Pflüger, der als einer der profiliertesten Köpfe der CDU gilt, und sein Gesichtsausdruck wird plötzlich ganz weich. "Aber ein Kind bedeutet auch Verantwortung, die man nie wieder los wird."

Nein, Leo muss nichts "Besonderes" werden, doch er soll die besten Chancen für den Start ins Leben bekommen und ein glücklicher, selbstbewusster Mensch werden. "Er wird liebevoll erzogen, bekommt aber Grenzen gesetzt. Von antiautoritärer Erziehung halten wir gar nichts", sagen die Eltern. Zu einem späteren Zeitpunkt, nach seiner Scheidung, will Pflüger seine 24 Jahre jüngere Lebensgefährtin auch heiraten. Künftig wird die junge Familie zwischen Hannover und Berlin pendeln. "Immer, wenn das Parlament tagt, ist Leo in Berlin."

Mama Sibylle ist für die nächsten sechs Monate nur für die Familie da. Auch Papa "schmeißt alle Abendtermine, so oft das möglich ist". Denkt Pflüger nach seiner jüngsten Publikation "Ein neuer Weltkrieg" (DVA, 19,90 Euro) an ein weiteres Buch? "Ja, aber dann an einen kleinen Erziehungsberater..." Was ist eigentlich, wenn Filius Leo auch mal in die Politik will und Juso wird? Pflüger: "Dann wird Papa immer mit ihm streiten."


http://www.welt.de/data/2004/09/06/329008.html
"Der beste Platz im Konzerthaus Berlin trägt Ihren Namen!"
Verein Zukunft sucht Stuhlpaten - Sitze werden in Stand gesetzt und neu gepolstert - Platz in der "Königsreihe" kostet 2000 Euro
von Sylke Heun
http://www.see-berlin.de/home/Konzerthausb.jpghttp://www.aip.de/thinkshop/pics/konzerthaus-berlin.jpg
Wenn das Haus nur reden könnte. Es würde von den größten Musikern, Dirigenten und Theatermachern der vergangenen 200 Jahre erzählen. Von dem Violinvirtuosen Niccolò Paganini, der hier einst die Zuhörer begeisterte, und von Carl Maria von Weber und wie er die Uraufführung seiner Oper "Der Freischütz" 1821 selbst dirigierte. Es würde auch von seiner Zerstörung im April 1945 berichten, als nach einer Bombennacht nur noch eine qualmende Ruine vom majestätischen Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Mitte übrig blieb.

Erst 35 Jahre später wurde es wieder aufgebaut. "Immer wieder kommt es in mir zu lautem Jubel und Standing Ovations" würde das Haus stolz erzählen. Letzteres hat neben den hervorragenden Veranstaltungen allerdings noch einen zweiten Grund - die harten Stühle.

Wer auf einem der 1400 weiß lackierten Holzsitze im Großen Saal Platz nimmt, spürt es sofort. Der rote Samt ist verblichen bis durchgescheuert, die Sitzfläche sehr dünn, darunter wird es hart.

"Spätestens nach einer Stunde wird das Sitzen anstrengend", sagt Gabriele Bühler, die Vorstandsvorsitzendes des Vereins "Zukunft Konzerthaus". Der vor vier Jahren gegründete Verein startete deshalb ein ehrgeiziges Projekt. Unter dem Motto "Der beste Platz im Konzerthaus Berlin trägt Ihren Namen!" können seit kurzem Patenschaften für die abgesessenen Stühle übernommen werden. Für das Geld werden die schadhaften Stellen ausgebessert, das Holz wird frisch bemalt, und die Sitze werden natürlich neu gepolstert.

Die ersten Reihen im Parkett und im Rang sind bereits hergerichtet. Die Stühle wurden dabei mit dem gleichen Stoff überzogen, der bereits bei der Renovierung des Hauses 1984 verwendet wurde, hergestellt von der Firma "Sachsen Plüsch GmbH" in Hainichen. In den dunkelroten Samt ist ein majestätisches Acantusblatt eingewebt. Die aufwändige Wiederherstellung hat seinen Preis.

Die Patenschaft für eines der Möbel beginnt deshalb preislich bei 750 Euro. Wer sich auf dem Rang in Reihe zwei oder drei engagieren möchte, muss 1500 Euro bezahlen. Plätze in der "Königsreihe" im Rang ganz vorn liegen bei 2000 Euro das Stück und 3000 Euro das Doppel. Dafür wird für den Paten auf dem Platz seiner Wahl für fünf Jahre eine Messingplakette mit seinem Namen angebracht. Zur "Patenübergabe" wird der Spender zu einem Konzert mit dem Berliner Sinfonie-Orchester eingeladen - natürlich auf seinem Platz.

"Wir können einem Paten seinen Platz nicht bei jeder Veranstaltung garantieren, weil die Sitze im normalen Vertrieb sind", sagt Vereins-Vorstand Johannes Jeep, man werde sich aber nach Kräften bemühen. Die ersten Paten wurden bereits gefunden. Neben dem Berliner Unternehmer und Kunstsammler Hartwig Piepenbrock übernahmen auch Schering-Vorstand Günther Stock und Ministerpräsident a.D. Lothar de Maizière die Patenschaft für je zwei Stühle. Weitere Infos für Paten gibt es unter Tel.: 203 09 23 44.

trance-x
September 7th, 2004, 08:14 AM
- edit

trance-x
September 7th, 2004, 08:39 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.09.2004/1344348.asp#art

Nah am Wasser gebaut: 300 Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals

Wer Berlin erkundet, kommt an Brücken nicht vorbei – schon gar nicht an diesem Wochenende. „Denkmal und Wasser“ lautet am 11. und 12. September das Schwerpunktthema zum „Tag des offenen Denkmals“. 300 Veranstaltungen in allen Bezirken sind angekündigt, 20 Prozent mehr als im letzten Jahr, wie gestern die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, bei der Vorstellung des Programms erklärte. Sie erwartet rund 60 000 Besucher bei den zumeist kostenlosen Führungen.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/berlin_move/de/laufstrecken/pix/Ls11_Maerchenbrunnen_390.jpg
Maerchenbrunnen "Gebrüder Grimm" in Friedrichshain

Eine dieser Führungen fand gestern vorab im Stadtbad Steglitz statt, das in den kommenden Jahren restauriert werden soll. Die Sportlehrerin und Pächterin des Bewegungsbades Marienfelde, Gabriele Berger, hatte das leer stehende Haus an der Bergstraße für einen Euro gekauft und sich verpflichtet, es nach allen Regeln denkmalpflegerischer Kunst zu sanieren. Landeskonservator Jörg Haspel, von der Aussicht begeistert, dass aufgrund dieser Privatinitiative das fast hundert Jahre alte Haus wieder funktionstüchtig gemacht wird, hat jede fachliche Hilfe zugesichert. Selbstverständlich wird der wie eine Kathedrale gestaltete Bau, zu dem auch ein kostbar dekoriertes Dampfbad gehört, am kommenden Wochenende dem Publikum geöffnet.

Neben bekannten Denkmalen wie die Museumsinsel, der Märchenbrunnen im Friedrichshain, das Engelbecken und der Luisenstädtische Kanal in Mitte, der Westhafen in Tiergarten, die Oberbaumbrücke oder die Industriebauten in Oberschöneweide sind auch neue Orte zu besichtigen, wie der Tauchturm der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft am Pichelsee in Spandau, das Zwischenpumpwerk an der Landsberger Allee, das stillgelegte Hubertusbad in Lichtenberg oder die Insel Valentinswerder im Tegeler See, wo ein Kunstmarkt geplant ist. Darüber hinaus öffnen sich die Türen von Kirchen, Gutshäusern und Rathäusern sowie von Parks und Friedhöfen, die nicht direkt etwas mit Wasser zu tun haben. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Freitag mit Vorträgen zum Thema: „Stadträume – Wasserräume – Denkmalorte“ von 10 bis 18 Uhr im Alten Stadthaus in der Klosterstraße 47 in Mitte statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Helmut Caspar



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.09.2004/1344061.asp#art
Karneval der Spielkultur
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/botschaften/pix/bst057.jpg

Die Brasilianer sind da – Fans des Fußball-Weltmeisters haben Partys organisiert und fürchten, dass es am Mittwoch kälter wird

Von Stéphanie Souron

Als eigentlich schon alles vorbei war, wurde es noch mal sehr laut vor Flugsteig 8. In gelben Trikots kamen Frauen in die Wartehalle getänzelt, gefolgt von vielen Männern, die wild auf ihre Trommeln einhämmerten. Die Samba-Band „Terra Brasilis“ hatte am Abend also auch den Weg zum Flughafen Tegel gefunden, nur leider saßen die Fußballer der brasilianischen Nationalmannschaft längst im Bus.

http://www.terrabrasilis.de/about/okt_99.jpghttp://bz.berlin1.de/wm2006/040901/klinsi_im_hotel.UEFUJF0/6_normal.jpg
"Terra Brasils" (gegr. 1988 in der Ufa-Fabrik) ... rechts: das Badezimmer von Klinsmann im "Grand Hyatt"

Doch auch ohne die Samba-Tänzer aus Berlin war es ein großer Empfang für die Fußballer. 200 Fans hatten sich am Flughafen eingefunden. Die Brasilianer mit ihren Stars Ronaldinho und Roberto Carlos waren via Frankfurt nach Berlin geflogen, wo sie morgen Gegner der deutschen Nationalmannschaft sind.

Als die Fans noch vor dem Flugsteig warteten, wurden die Fußballer durch einen Seitenausgang zum Bus geschleust. Ein wenig Enttäuschung machte sich breit, genauso wie anfangs am Hotel „Ritz Carlton“ am Potsdamer Platz. Als der Mannschaftsbus dort später um die Ecke bog, jubelten viele Fans – und wieder versuchten die Spieler, durch den Seiteneingang zu entkommen. Diesmal aber waren die Fans schneller und feierten ihr Team vor dem Hotel.

Knapp 2000 Brasilianer leben in Berlin. Und trotzdem werden all die Brasilianer im Olympiastadion in der Minderzahl sein, zumal nicht alle eine Karte bekommen haben. Ein kleiner Trost bleibt immerhin: In der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg findet morgen von 19 Uhr an die „Festa do Brasil“ statt. Das Spiel wird auf einer Großleinwand übertragen, dazu gibt es Samba, Capoeira und Musik. Der Eintritt kostet vier Euro.

Die brasilianische Party in Berlin ist aber nicht erst seit gestern im Gange, sondern schon seit Sonntag. Da konnten sich die Fans des brasilianischen Fußballs auf das Spiel einstimmen. Im Eiszeit-Kino in Kreuzberg lief der Film „Pelé und Garrincha“, mehr als 100 Zuschauer waren gekommen. Die Dokumentation versucht zu erklären, weshalb Pelé weltweit als der beste Fußballer aller Zeiten gilt, in Brasilien aber Garrincha weitaus mehr verehrt wird. „Pelé steht fürs Gewinnen, Garrincha aber für das Spielen“, sagt Alex Bellos, der im Kino auch sein Buch „Futebol, die brasilianische Kunst des Lebens“ vorstellte.

Zwei Jahre lang hat der Journalist in Brasilien über den Fußball recherchiert, und er sagt, brasilianischer und deutscher Fußball seien völlig verschieden: „In Deutschland heißt es immer, die Mannschaft gewinnt ein Spiel“, sagt er. „In Brasilien geht man ins Stadion, um tolle Dribblings und Finten der Spieler zu sehen.“

Doch nicht nur im Fußball gebe es große Unterschiede zwischen Deutschen und Brasilianern. Der größte etwa sei, dass Deutsche selbst bei den für Mittwochabend prognostizierten 15 Grad „noch immer im T-Shirt herumlaufen werden“. Brasilianer hätten bei solchen Temperaturen schon ihre dicken Rollkragenpullover ausgepackt – und würden völlig lethargisch werden. Kaum vorstellbar, angesichts der gestrigen Party in Berlin.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/nackte.html

Oben-Ohne-Verkauf bei Elektromarkt ...
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/INNovA.KDG4L19/1_normal.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/INNovA.KDG4L19/2_normal.jpg
Berlin -Nackte Tatsachen im Preiskampf der Elektromärkte in Berlin: Oben-Ohne-Models empfingen gestern die Kunden in den sieben Innova-Filialen
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/INNovA.KDG4L19/4_normal.jpg


Schröder eröffnet Flick-Ausstellung
http://www.vl-museen.de/aus-rez/pix/sanvito03-1.gifhttp://www.helmholtz.de/Bilder/4_Aktuelles/Reden/schroeder.jpg
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Sammler Friedrich Christian Flick werden am 21. September gemeinsam die umstrittene Ausstellung der "Flick Collection" in Berlin eröffnen. Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof-Museum für Gegenwart wird in den kommenden sieben Jahren die rund 2000 Werke umfassende Sammlung des Millionärs und Industriellen-Erben Friedrich Christian Flick als Leihgabe präsentieren. dpa

trance-x
September 7th, 2004, 11:33 AM
http://bz.berlin1.de/wm2006/040907/karten.html

Germany ./. Brasil ... Karten Schwarzmarkt
Kartenpreise haben sich verdreifacht!
http://www.lkmc.ch/berlin/STATUE.JPGhttp://www.spiegel.de/img/0,1020,376184,00.jpg
Berlin - Das Spiel des Jahres, morgen im Olympiastadion. In aller Freundschaft. Trotzdem ist ganz Berlin heiß auf die WM-Revanche. Da das Spiel jedoch seit Wochen ausverkauft ist, bleibt nur noch der Schwarzmarkt. Und da sind die Preise alles andere als freundschaftlich.

Im Internet-Auktionshaus "ebay" kosteten am Montag (15 Uhr) [b]zwei Oberrang-Tickets 97 EUR. Normaler Preis: 20 EUR das Stück. Macht also eine Gewinnspanne von rund 120 Prozent. Tipp: Wer das Spiel also unbedingt sehen will und sich auf dem Schwarzmarkt eindecken muss, sollte schnell handeln. Denn die Preise steigen schnell weiter.

Nur zwei Stunden später kosteten bei ebay drei Tickets bereits über 250 EUR.

Da hilft nur Zocken (und beten): Denn die Händler werden versuchen, ihre letzten Tickets vorm Stadion zu verkaufen. Und da regelt bekanntlich Angebot und Nachfrage den Preis...

Max BGF
September 7th, 2004, 11:37 AM
fuer dich nichts, meinst du. fuer andere ja durchaus.
aber erzaehl doch mal, wo fuer dich etwas mit belang los ist? ;)Zum Beispiel:
- Eine AIDS-Gala ist nicht von Belang, ein von der Berliner Firma Schering :okay: entwickeltes wirksames Medikament gegen AIDS wäre von Belang
- Eine "Goldene Ente" ist nicht von Belang. Eine normale Fleischente auf meinem Mittagsteller wäre von Belang.
- Oben-Ohne ist als Marketingmittel belanglos. Als Mittel zur Erhöhung der Geburtenrate (z.B. i.V.m. Entkriminalisierung des Vergewaltigungstatbestands) wäre es von belang.
- Hollywood in Berlin: Tom Hanks geht, Matt Damon kommt
Berlin als Durchgangsstation nach Venedig für Stars mit aktuellem Film und Promobedarf ist nicht von Belang. Allenfalls von Belang wäre Berlin als Reisehauptziel.
- "Berlin auf dem Weg zur Modemetropole", "Auf dem Weg zur Gourmet Metropole", ...
und anderee Ablenkungsmanöver sind nicht von Belang. Mehr Gelegenheiten für die schwache Berliner Politikerkaste zur Sacharbeit, Stichwort "Klosterleben" wäre von Belang und gut für unser Land.

In jedem anderen Beruf kann man mit mehr Zeiteinsatz bzw. Nachdenken tendenziell bessere Ergebnisse zeitigen. Ausgerechnet in Berlin soll dies nicht gelten. Hier soll es gut sein, neben Hollywoodstars zu posieren. Scheinargument: "Abwechslung". Nein, nein, so geht das nicht und Betrug. Die Politiker möchten sich dort ein Umfeld wie einst im rheinischen Bonn aufbauen (Stichwort: "Kanzler-U-Bahn"), damit ihnen das Leben Spaß macht und manch einer auf Prahlhannes machen kann.
Wie gesagt: Berlin, Du mußt Dich entscheiden, 3 Felder sind frei ;)

Wo etwas mit Belang los ist ?
Washington, Paris, London, München, Canberra, Peking, Tokio, Seoul, ...

trance-x
September 7th, 2004, 12:08 PM
max BGF ...

Zum Beispiel:
Eine AIDS-Gala ist nicht von Belang, ein von der Berliner Firma Schering entwickeltes wirksames Medikament gegen AIDS wäre von Belang
1. natuerlich ist eine aids-gala von belang
2. das eine schliesst das andere nicht aus. ansonsten waere die alternative derzeit nicht ein aidsmittel oder eine gala, sondern bei deiner vorstellung nix von beidem.
3. reine neidfeststellung. aufhaengen um sich an was aufzuhaengen ... ;)


Eine "Goldene Ente" ist nicht von Belang. Eine normale Fleischente auf meinem Mittagsteller wäre von Belang. Oben-Ohne ist als Marketingmittel belanglos. Als Mittel zur Erhöhung der Geburtenrate (z.B. i.V.m. Entkriminalisierung des Vergewaltigungstatbestands) wäre es von belang.
du kramst verzweifelt rum, geradezu panisch vor neid ...


- Hollywood in Berlin: Tom Hanks geht, Matt Damon kommt Berlin als Durchgangsstation nach Venedig für Stars mit aktuellem Film und Promobedarf ist nicht von Belang. Allenfalls von Belang wäre Berlin als Reisehauptziel.
falsch geraten. relevant ist alles in seiner summe. durchsegelnde stars, filmdrehende stars, stars die etwas als hauptziel waehlen ... alles gibts, alles ist im fluss. die berlinale oder filmdrehs sind immer mehr hauptandockpunkt als nur so durchreisende promotiongeschichten. das gilt fuer jede relevantere stadt. allerdings reisen bei der berlinale keineswegs in dem masse stars umgekehrt nach venedig ... lern draus .... :okay:



"Berlin auf dem Weg zur Modemetropole", "Auf dem Weg zur Gourmet Metropole", ... und anderee Ablenkungsmanöver sind nicht von Belang.
natuerlich ist es von belang, ob sich berlin modemaessig entwickelt.
natuerlich ist es von belang, ob sich berlin gourmetmaessig entwickelt.

es ist auch kein ablenkungsmanoever, sondern entspricht den tatsachen. die schmecken dir nur nicht.. ;)


Mehr Gelegenheiten für die schwache Berliner Politikerkaste zur Sacharbeit, Stichwort "Klosterleben" wäre von Belang und gut für unser Land.
stereotypen und zudem falsch. eine staerkere politikerkaste als in berlin existiert a) sowieso mal in ganz europa nur in bruessel sowie b) weltweit nur in ganz wenigen laendern.

nur gut, dass du keine stadt managed, du wuerdest voellig versagen. eine fehleinschaetzung jagt die andere. selbstverstaendlich ist es sinnvoll, dass politiker auch derlei geschichten repraesentieren, mitorganisieren, schirmherrschaften uebernehmen und und und. das ist keineswegs nur "party". es waere schlichtes rumhantieren an leeren huelsen, zu glauben, dass irgend etwas organisatorisch besser liefe, wenn sie diese geschichten nicht mitnaehmen. das sind so populistische kindergartenspar- und verbesserungsideen wie sie die pds anschleppt .. ;)



In jedem anderen Beruf kann man mit mehr Zeiteinsatz bzw. Nachdenken tendenziell bessere Ergebnisse zeitigen.
und noch eine ladung stereotypen ...


Ausgerechnet in Berlin soll dies nicht gelten. Hier soll es gut sein, neben Hollywoodstars zu posieren. Scheinargument: "Abwechslung". Nein, nein, so geht das nicht und Betrug. Die Politiker möchten sich dort ein Umfeld wie einst im rheinischen Bonn aufbauen (Stichwort: "Kanzler-U-Bahn"), damit ihnen das Leben Spaß macht und manch einer auf Prahlhannes machen kann.
jeder ministerpraesident oder buergermeister in deutschland, egal ob in bayern oder sonstwo ist bei eroeffnungen und groesseren baellen und aehnlichen geschichten dabei. das ist weder neu noch erwaehnenswert. der einzige unterschied: in berlin ist weit mehr los ... da hilft nur einsehen ...



Wie gesagt: Berlin, Du mußt Dich entscheiden, 3 Felder sind frei
wofuer entscheiden? fuer deine "managementsvorstellungen"? keine goldene ente, sondern eine fleischente? nix aidsgala? keine stars? nen kleinen unspektakulaeren flughafen bauen? irrelevante bauwerke, die keinen interessieren? eine "wir sind so pleite" runterred-kommunikation? du waerest ein unglaublicher steuergelderverschwender, der noch in jahrzehnten eine stadt am tropf halten wuerde... du wuerdest in eine negativspirale eines todsparens landen.. der grund: das ist es, was du letztlich gerne haettest, weil du eben neidisch bist.. :yes: ...


Wo etwas mit Belang los ist ? München (..)

die anderen cities kommentiere ich mal eben nicht, das fuehrt zu weit ... was muenchen betrifft: sei nicht naiv... :hilarious ;)


http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.09.2004/1344452.asp#art
Groß in Mode: Berlin schlägt Düsseldorf Messegesellschaft legt neue Schau unterm Funkturm auf. Geschäft verlagert sich vom Rhein an die Spree

Von Susanna Nieder

Die Mode in Berlin soll wieder einen großen Schritt vorangebracht werden. Nachdem die Modemessen „Bread & butter“ (B&b) und Premium im vergangenen Juli bereits zum vierten Mal Tausende von Fachbesuchern aus Deutschland und dem Ausland anlockten, kündigte die Messe Berlin jetzt eine eigene Fachmesse für die Modebranche an. Unter dem Titel „B-in-Berlin“ (was, englisch ausgesprochen, so viel heißt wie „Sei in Berlin“) soll sie zum ersten Mal von 21. bis 23. Januar 2005 stattfinden, also gleichzeitig mit der nächsten B&b und Premium.

Anders als bei anderen Branchen hat die Messe Berlin für den Bereich Mode eine eigene Gesellschaft gegründet: Mode sei der schnelllebigste Markt, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin: „Die Messegesellschaft wollte sich hier nicht alleine einbringen.“ Der Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft MB Capital Fashion Berlin GmbH heißt Michael Brömmel und ist Fachmann für Vertrieb und Marketing in der Modebranche. Sein Berater Gerald Beck war bis vor wenigen Wochen bei der Modemesse in Düsseldorf als Berater und Projektleiter tätig. Der Status der Düsseldorfer Messe als größte Modeveranstaltung in Deutschland ist unaufhaltsam ins Wanken geraten, seit im Januar 2003 B&b und Premium zum ersten Mal in Berlin stattfanden. Mit der B-in-Berlin verlagert sich das Modemessegeschäft weiter von Düsseldorf nach Berlin, denn das Konzept der neuen Messe deckt einen weiteren wichtigen Bereich ab.

Gerald Beck ist überzeugt, dass die daniederliegende Textilbranche neue Formen der Präsentation braucht – und dass die B-in-Berlin eine solche neue Form bieten kann. Eine moderne Modemesse muss seiner Meinung nach die Kommunikation zwischen Industrie, Handel und Presse fördern, die Einkäufer möglichst früh über die Kollektionen der Hersteller informieren, die Kosten der Beteiligten in einem erträglichen Rahmen halten (zum Beispiel durch moderate Hotelpreise). Und sie muss an einem Ort stattfinden, der Emotionen weckt und in den alle Beteiligten gerne reisen. Darin, dass dieser Ort zurzeit nur Berlin sein kann, sind sich Göke, Beck und Brömmel einig.

Eine Konkurrenz mit den bestehenden Berliner Messen soll es nicht geben, im Gegenteil. Während sich diese als Avantgardeveranstaltungen verstehen, deren Aussteller Trends setzen, aber als innovative Luxuslabels nur zu einem geringen Teil am Umsatz in der Textilbranche beteiligt sind, will die B-in-Berlin international erfolgreiche Marken präsentieren, die 90 bis 95 Prozent des Umsatzes der Textilbranche erwirtschaften. Den Schwerpunkt sollen zunächst Firmen für Damen- und Herrenmode aus Mitteleuropa und Skandinavien bilden; wie auf den beiden anderen Modemessen werden die Aussteller sorgfältig ausgewählt.

Auf einem überschaubaren Raum von 30 000 Quadratmetern werden auf der B-in-Berlin 300 große Marken Kollektionen zeigen, die mehrere Hundert Stücke umfassen. Über Besucherzahlen können Beck und Brömmel bislang nur spekulieren, doch mit 15 000 rechnen sie allemal; auch 30 000 halten sie für möglich. Im Vergleich dazu nahmen an der B&b im vergangenen Juli 600 Aussteller teil, es wurden 34 000 Besucher gezählt; auf der Premium waren 360 Aussteller, es kamen 12 000 Besucher. Die Besucher der B&b könnten sich zum Teil mit denen der B-in-Berlin überschneiden, denn wie die B&b versteht sich die B-in-Berlin als Informationsplattform und nicht als Ordermesse. Dass gleichzeitig mit der neuen Modemesse die Grüne Woche stattfindet, hält Christian Göke für unproblematisch: „Wir haben schon oft gezeigt, dass es möglich ist, auf dem Messegelände am Funkturm zwei große Veranstaltungen gleichzeitig durchzuführen.“


ps: jaja, messen sind unwichtig... :lol:

guck lieber mal die staatsbibliothek an, traumhaft schoen! huiiii.... :yes:
http://www.zionresistance.net/gallery/img/pics/brln_mm/berlin_library.jpg

Max BGF
September 7th, 2004, 02:02 PM
max BGF ...
und noch mehr stereotypen...Ungeachtet der Tatsache, daß alles in seiner summe relevant ist ;),
frage ich mich jedes Mal, woher der begriff "stereotyp" kommt. Ich argwöhne, daß es generell einfach dümmlich verwendet wird. Denn die gewünschte Assoziation ist doch eher "mono", nicht ?!

Und weil Du die Relevanz von Flughafen, Messe, Film und Politik aufs Schild hebst: Da ist sie wieder, die heimliche Hauptstadt München... :)
Und AIDS gibt es auch bei uns

trance-x
September 7th, 2004, 02:34 PM
- edit

trance-x
September 7th, 2004, 04:25 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702098.html

Breitscheidplatz wird neu gestaltet
Charlottenburg
Rot-weiße Hütchen und Absperrgitter dominieren aktuell das Bild auf dem Breitscheidplatz. Seit einigen Tagen buddeln Bauarbeiter mit ihren Baggern auf dem Areal neben der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Platz mit dem mittlerweile etwas zweifelhaften Ruf soll endlich schöner werden. Das heißt: die zentrale Fläche am Tauentzien soll übersichtlicher, heller und sicherer werden.

Als erstes sind deshalb die Holzbänke vom Hochbeet an der Budapester Straße entfernt worden. Sie werden später durch neue Bänke an anderen Stellen des Platzes ersetzt.

610 000 Euro hat die Senatsbauabteilung für den ersten Bauabschnitt zu Verfügung gestellt.

Derzeit werden kaputte Granitplatten ausgewechselt, alte gereinigt und neu verlegt. 300 der 10 000 Quadratmeter Platten müssen ersetzt werden. An dunklen Ecken werden neue Laternen aufgestellt. Zudem müssen einige Bäume gefällt und ersetzt werden. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU): "Wir legen auch Elektroleitungen zu Verteilerstationen, damit wir künftig für Veranstaltungen problemlos Strom haben."



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702102.html
Edel-Platte soll verkauft werden
Mitte: Wohnungsbaugesellschaft sucht Investoren für Prestigeobjekte an den Ministergärten
Von Rainer L. Hein

Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) verkauft jetzt die letzten Häuser ihres bisherigen Vorzeigeobjektes an den Ministergärten. Bisher wollte man wenigstens zwei Gebäudekomplexe an der Voß- und Wilhelmstraße sowie an der Gertrud-Kolmar- und Voßstraße/An der Kolonnade aus "Prestigegründen" behalten. Doch nach "Durchforstung" der Geschäftsbilanzen haben Wirtschaftsprüfer jetzt finanzielle Probleme aufgezeigt, die die Unternehmensleitung zum Umdenken zwang. "Zurzeit laufen Verhandlungen mit potenziellen Interessenten", bestätigt WBM-Geschäftsführer Wolfgang Oehme.

Bereits Anfang 2004 hatte die WBM mit dem Verkauf der Filetgrundstücke in der Nähe des Brandenburger Tores begonnen. Zwei Wohnblöcke an der Wilhelm- und Behrenstraße sowie Mohrenstraße wechselten den Besitzer. Im Juni folgte der Verkauf des Komplexes Wilhelmstraße 82-92, An der Kolonnade 2-6 und Gertrud-Kolmar-Straße 4. Ein dreistelliger Millionenbetrag floss in die Kasse der WBM und schloss Finanzlücken.

Nach Auskunft von Geschäftsführer Oehme sei der Verkauf ein "normaler kaufmännischer Vorgang". Für Investitionen müsse Eigenkapital bereit stehen. Die von der WBM als Bauherr finanzierten Rathauspassagen (70 Millionen Euro inklusive Parkhaus) hätten nicht unmittelbar mit dem Verkauf der Prestigebauten an den Ministergärten zu tun. Das bestätigte auch Mittes Bürgermeister und WBM-Aufsichtsratsmitglied Joachim Zeller (CDU): "Da der als Mieter abgesprungene Wal-Mart trotzdem vertragsgebunden zahlen muss, wird unser Unternehmen nicht zusätzlich belastet. Dennoch zielen die Verkäufe an der Wilhelmstraße auf eine Verbesserung der WBM-Finanzsituation."

Während für die beiden letzten Objekte an den Ministergärten der Käufer noch gesucht wird, wurden die anderen Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft an die B.Ä.R. Wohnungsgesellschaft GmbH, Tochter der Wertprojekt, verkauft. Dazu wurde ein freies Grundstück am Holocaust-Mahnmal und das dazugehörige Neubau-Projekt "Wohnen in den Ministergärten" von der WBM an B.Ä.R. veräußert. Dort sollen 35 Eigentumswohnungen sowie Büros, Galerien und Cafés entstehen.

Durch die Verkäufe der so genannten Edel-Platte an der Wilhelmstraße herrscht bei den Mietern in rund 900 betroffenen Wohnungen und bei den Gewerbetreibenden große Unruhe. Sie befürchten Mieterhöhungen. "Davon ist aber nicht auszugehen", beruhigt Oehme, "denn die Mietverträge behalten ihre Gültigkeit." Auch würden die Häuser zunächst weiter von der WBM verwaltet. Die B.Ä.R. ist seit 20 Jahren auf dem Immobilienmarkt in Berlin, besonders für Mittelständler, tätig.



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702094.html
Kampf um Mietshaus
Marzahn: Nachbarn wollen zusammen bleiben und den Abriss ihres Wohnblocks verhindern
Von Ingo Rössling

Die Mieter des elfgeschossigen Plattenbau-Wohnblocks Wuhlestraße 2-8 sind geschockt. Sie sollen ihr Haus, in dem die meisten seit 21 Jahren leben, bis März 2005 vollständig räumen, wurde ihnen jetzt mitgeteilt. Die Degewo/WBG Marzahn will den bislang unsanierten Komplex auf sechs Etagen zurückbauen und komplett modernisieren. Von 180 Wohnungen würden etwa 130 übrig bleiben. Eine Mieterinitiative will die Abrissbagger stoppen. Sprecherin Christa Junge (50): "Wir blicken voller Angst in eine ungewisse Zukunft."

Sie kennt viele Mitbewohner seit 1983. Gemeinsam wurden sie als "Erstbezug" in dem Biesdorfer Plattenbau heimisch. Christa Junge: "Nachbarschaftshilfe wird bei uns groß geschrieben, viele Familienfreundschaften sind seit Jahrzehnten gewachsen." Dieser Zusammenhalt dürfe nicht auseinander gerissen werden. "Warum muss gerade unser Block dran glauben", rätselt Frau Junge, "obwohl nur einige Vier-Raum-Wohnungen leer stehen."

Die Wohnungsbaugesellschaft richtete zwar vor Ort ein Beratungsbüro ein, sieht sich aber nun besonders mit Mietervorwürfen konfrontiert. Gerda Mellenthin (68) lebt mit ihrem kranken Sohn in einer Zwei-Zimmer-Wohnung: "Von uns beiden wurde verlangt, dass sich jeder eine Einraum-Wohnung ohne Balkon nehmen soll." Ungewissheit und Sorge um höhere Mieten seien eine große Last.

Charlotte Knochenhauer ist mit 91 Jahren die älteste Bewohnerin des Blocks: "Meinem stark behinderten Mann und mir wird zugemutet, irgendwo hinzuziehen, wo wir keine sozialen Bindungen haben." Frau Junge ist auf den Ernstfall eingestellt: "Man will aber meiner Familie noch nicht einmal zusagen, nach einem Rückbau in eine Terrassenwohnung des Hauses zurückkehren zu können." Auch die Übernahme etwaiger Umzugskosten werde bisher offen gelassen.

Degewo/WBG-Sprecherin Erika Kröber bestätigte gestern, "der Rückbau sei beschlossene Sache". Gleichzeitig kündigte sie "Einzelgespräche mit jedem Mieter" an, um "für alle Probleme eine Lösung zu finden". Dabei würden gleichwertige Wohnungen möglichst im angestammten Kiez angeboten, die Kostenübernahme geregelt und auch Voranmeldungen für eine Rückkehr berücksichtigt.

Erika Kröber: "Vielleicht bekommen wir es sogar hin, dass langjährige Nachbarn weiter unter einem Dach wohnen." Man wolle an die guten Erfahrungen mit Berlins größtem Stadtumbau-Ost-Projekt "Ahrensfelder Terrassen" in Marzahn-Nord anknüpfen, wo derzeit elfgeschossige Plattenbauten (1670 Wohnungen) auf drei bis sechs Etagen schrumpfen. Weiterer Rückbau sei an der Schorfheide- und Karl-Holtz-Straße sowie im Viertel um die Ringkolonnaden an der Mehrower Allee vorgesehen. Dort gebe es Leerstand von 30 Prozent



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702096.html
Galeria Kaufhof unterm Zeltdach
Mitte
Es wird enger auf dem Alexanderplatz. Ein 900 Quadratmeter großes Zelt neben der Straßenbahnhaltestelle lässt Passanten nur einen schmalen Durchgang zwischen Tramgleisen und ParkInn-Hotel.

"Am 11. September eröffnen wir in dem Zelt eine Außenstelle der Galeria Kaufhof", sagt deren Geschäftsführer Dieter Zieh. Diese für sechs Monate gewählte Übergangslösung sei notwendig, da derzeit das einstige Centrum-Warenhaus bei laufendem Verkaufsbetrieb um- und ausgebaut wird. Zunächst werden bis Ende Oktober die Abteilungen der Damen- und Herren-Konfektion im Zelt untergebracht. Anfang November ist ein Sortimentswechsel geplant. "Dann wird es dort vor allem Geschenkartikel im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest geben", so Zieh. Erst für das kommende Frühjahr ist der Abbau des Zeltes geplant. Indes geht der Um- und Ausbau der Galeria Kaufhof noch bis 2006 weiter. 110 Million Euro investiert die Kaufhof Warenhaus AG an diesem Standort.

Max BGF
September 7th, 2004, 10:44 PM
Zuerst einmal soviel, damit Du gleich mit der Antwort beginnen kannst:
somit auch die summe deiner neidaussagen? ... ;)1. Ist Deutschland eine Neidgesellschaft. Berlin ist Hauptstadt von Deutschland. Merkst Du was?
2. Kann ich nicht Neid gegenüber Berlin empfinden. Wie soll ein Individuum auf eine Stadt neidisch sein? Fehlende Bewunderung bis Ärger ist die zutreffendere Gefühlsbeschreibung, wenn die Zahlen stimmen, wonach Berlin etwa doppelt soviel Finanzausgleich erhält wie die 5 NL. Aber ich bin hoffnungsfroh, nachdem Du mir versichert hast, daß sich Berlin gesundschrumpft :okay:
3. Habe ich Dich eigentlich als Erster als Hobbypsychologe tituliert?
4. Meinst Du ich werde auch der Letzte sein ? ;)


nix fuer ungut. der unterschied zwischen berlin und muenchen ist ziemlich drastisch .. da hilft auch kein wuenschelruten. ohnehin ist ein problem des forums, dass die selbe begrifflichkeit aufgrund anderer gewoehnungs-sozialisierung einen ganz anderen stellenwert hat. was du z.b. unter "viel los" verstehst, waere bei mir noch als "ausgestorben" deklariert :lol:"Viel los" ist für mich in Berlin am 1. Mai.
"Ausgestorben" ist für mich eine stille Ecke im Englischen Garten oder am Starnberger See.


ps: und nein. in muenchen gibts kein aids. bei welcher gelegenheit oder event sollte sich die person angesteckt haben? durchs reisen? durch importiertes fremdblut aus dem krankenhaus rechts der isar? :hahaha::okay: :rofl:

Übrigens - weil ich nicht alle geposteten Artikel bis ins Detail durchgelesen habe: Ist auch die Meldung von heute darunter, daß Maischbergers Sendung von Berlin nach Köln umzieht? Dachte, ich frag´s halt mal. Du bist ja bestimmt keine Propagandamaschine, die so etwas bewußt unterschlagen würde. :okay:

DiggerD21
September 8th, 2004, 01:19 AM
Also die Präsenz von Stadtpolitikern auf öffentlichen Feiern/Aktionen etc. als Indikator zu nehmen, ob "viel los" ist in der Stadt, wäre ziemlich einseitig. Man könnte es auch anders herum sehen: In der Stadt ist so wenig los, dass die Politiker lieber bei jeder kleinen Feier/Eröffnung pressewirksam auftreten, weil sie sich sonst langweilen würden.
Ich bezweifle wahrlich nicht, dass in Berlin viel los ist, trance-x. Aber du vermittelst es so, als wenn außerhalb von Berlin nur tote Hose wäre.

In Hamburg ist auch viel los, besonders am letzten WE gab es diverse Großveranstaltungen (Triathlon-Weltcup in der City und der Alster, Stadtpark-Rennen mit Oldtimern, Mittelalterlich-Spectaculum im Öjendorfer Park, ein paar Demonstrationen von Randgruppen etc.). Am nächsten WE ist Karneval der Kulturen und es hätten sich Putin und Schröder in Hamburg getroffen und anschließend auf Schloss Gottorf (S-H) weitergelabert, wenn Putin seinen Deutschlandbesuch nicht abgesagt hätte.
Heute war wieder ne Demo in "Hambuich": Die Polizisten haben demonstriert.

Nachtrag: Ich hab das Gefühl, das Hamburg in dem gerade noch laufenden ARD-Nachtmagazin häufiger erwähnt wird als Berlin. :tongue: ;)

Max BGF
September 8th, 2004, 01:57 AM
Also die Präsenz von Stadtpolitikern auf öffentlichen Feiern/Aktionen etc. als Indikator zu nehmen, ob "viel los" ist in der Stadt, wäre ziemlich einseitig. Man könnte es auch anders herum sehen: In der Stadt ist so wenig los, dass die Politiker lieber bei jeder kleinen Feier/Eröffnung pressewirksam auftreten, weil sie sich sonst langweilen würden.Das schreit förmlich nach einer Zurechtweisung aus Nord-Ost :D

Nachtrag: Ich hab das Gefühl, das Hamburg in dem gerade noch laufenden ARD-Nachtmagazin häufiger erwähnt wird als Berlin. :tongue: ;)Logisch, Hamburg ist das Tor zur Welt, Berlin nur das Tor nach Polen. :laugh:

Aber für heute Abend wünschen wir uns alle gemeinsam, daß Berlin ein großartiges Fußballfest erlebt und möglichst viele Tore in Berlin fallen. :cheers: :wave:

Max BGF
September 8th, 2004, 01:07 PM
Nachdem Maischberger von Berlin nach Köln zieht (http://portale.web.de/Staedte/Koeln/?msg_id=5408359) :
Maischberger fühlt sich wohl im Rheinland

Köln (dpa) - Sandra Maischberger (38) fühlt sich im Rheinland sehr wohl. Die Gastgeberin der gleichnamigen Show, die ab sofort erstmals aus dem Kölner WDR-Studio kommt, sagte in einem Interview des Kölner «Sonntag-Express»: «Das Rheinland ist sehr viel freundlicher als Berlin.

Es empfängt einen mit offenen Armen, es trägt einen. Es ist wärmer und netter.» Berlin ist nach Meinung der gebürtigen Münchnerin eine sehr spannende Stadt, «aber sie ist auch härter. Berlin ist anonym und manchmal ignorant gegenüber den anderen, was aber den Vorteil hat, dass man sehr ungestört leben kann.»
© dpa - Meldung vom 04.09.2004 14:17 Uhr
meldet nun auch noch die Berliner Nachrichtenagentur ddp Insolvenz an. Man fragt sich: Weil an deren Standort überwiegend uninteressantes Belangloses wie Galen, goldene Entchen oder Tom Hanks zeigt seiner Frau das Pergamon-Museum :laugh: zu berichten gibt?
Schadenfreude wäre ganz sicher fehl am Platze, es geht um Arbeitsplätze und die Zukunft der Hauptstadt. Eine Insolvenz muß noch nicht die Pleite bedeuten. Also laßt uns hoffen!

larved
September 8th, 2004, 01:53 PM
Maischberger fühlt sich wohl im Rheinland

Köln (dpa) - Sandra Maischberger (38) fühlt sich im Rheinland sehr wohl. Die Gastgeberin der gleichnamigen Show, die ab sofort erstmals aus dem Kölner WDR-Studio kommt, sagte in einem Interview des Kölner «Sonntag-Express»: «Das Rheinland ist sehr viel freundlicher als Berlin.

Es empfängt einen mit offenen Armen, es trägt einen. Es ist wärmer und netter.» Berlin ist nach Meinung der gebürtigen Münchnerin eine sehr spannende Stadt, «aber sie ist auch härter. Berlin ist anonym und manchmal ignorant gegenüber den anderen, was aber den Vorteil hat, dass man sehr ungestört leben kann.»
© dpa - Meldung vom 04.09.2004 14:17 Uhr

Ich glaube, die werte Frau Maischberger muss das Rheinland erst noch kennen lernen. In 5 Minuten Rheinland sammelt man nicht so viele Erfahrungen wie in 3 Jahren Berlin - ob es umgekehrt auch so ist? Naja und im "Rheinland" gehts im Vergleich dann eben etwas provinzieller zu. Die von Frau Maischberger genannten Aspekte zu Berlin (spannend, hart, anonym, ...) sind jedenfals die so meist mit "Metropolen" in Verbindung gebrachten typischen Eigenschaften. Obwohl ich gar nicht wirklich glaube, dass sich Köln und Berlin in diesen Eigenschaften großartig unterscheiden.

Ist aber wohl klar, dass Frau Maischberger der Kölner Lokalpresse nicht erzählt, wie traurig sie ist, jetzt dort wohnen zu müssen...

Kampflamm
September 8th, 2004, 01:59 PM
Ist eigentlich nur fair, dass ein bisschen Geld mal wieder Richtung Westen zurück fliesst. Wenn wir jetzt noch den Entenkoch kriegen, ist alles wieder in Ordnung.

larved
September 8th, 2004, 02:40 PM
Was für'n Entenkoch? :)

trance-x
September 9th, 2004, 04:14 AM
Also die Präsenz von Stadtpolitikern auf öffentlichen Feiern/Aktionen etc. als Indikator zu nehmen, ob "viel los" ist in der Stadt, wäre ziemlich einseitig.
nein. einseitig waere es, wenn nur etwas ueber politiker da stuende. das ist aber nicht der fall. folglich ist es "ein" indikator. ein solcher ist es aber selbstverstaendlich.


Man könnte es auch anders herum sehen: In der Stadt ist so wenig los, dass die Politiker lieber bei jeder kleinen Feier/Eröffnung pressewirksam auftreten, weil sie sich sonst langweilen würden.
nein, so koenntest du es natuerlich nicht sehen, weil die art der "kleinen feiern" in der menge bereits dein intro widerlegen wuerden. dein beispiel wuerde passen, wenn es lediglich um laterneneinweihungen oder aehnliches ginge ...


Ich bezweifle wahrlich nicht, dass in Berlin viel los ist, trance-x. Aber du vermittelst es so, als wenn außerhalb von Berlin nur tote Hose wäre.
woanders ist auch was los. allerdings ist in berlin schon "drastisch" mehr los. das entspricht einfach den tatsachen. allerdings war das weniger meine intention den thread zu machen, eher ein seitenaspekt.

wohlgemerkt: das thema "mehr los als woanders", also der vergleich, kam - wie immer - dadurch auf, dass sich mal wieder jemand in der defensive fuehlte und schon wieder versuchte berlin runtermachten, statt einfach z.b. selbst einen thread mit einem aehnlichen thema zu eroeffnen (was ich im uebrigen begruessen wuerde, ist vielfaeltiger als abrundung zu sonstigen themen)... auch hier gilt: hast du gesehen, dass ich in nem anderen thread rumrenne und ne stadt runtermache? nein. ein anderer wars. das immer gleiche schema ... ;)


In Hamburg ist auch viel los, besonders am letzten WE gab es diverse Großveranstaltungen (Triathlon-Weltcup in der City und der Alster, Stadtpark-Rennen mit Oldtimern, Mittelalterlich-Spectaculum im Öjendorfer Park, ein paar Demonstrationen von Randgruppen etc.). Am nächsten WE ist Karneval der Kulturen und es hätten sich Putin und Schröder in Hamburg getroffen und anschließend auf Schloss Gottorf (S-H) weitergelabert, wenn Putin seinen Deutschlandbesuch nicht abgesagt hätte.
Heute war wieder ne Demo in "Hambuich": Die Polizisten haben demonstriert.
nix fuer ungut, aber das meiste von dir genannte, hab ich bei berlin eher weggelassen, sonst werd ich ja bloede ... irgendwann gehts auf die zeit ... demos z.b... da gibts ja ueber 4000 im jahr und in der regel die groessten ... auch sportverantstaltungen sonstweder art ...


Nachtrag: Ich hab das Gefühl, das Hamburg in dem gerade noch laufenden ARD-Nachtmagazin häufiger erwähnt wird als Berlin. :tongue: ;)
es gibt auch leute, die fuehlen, dass wenn in germany alles so bleibt, dass dann alles so bliebe ... :lol:


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story702181.html

Staatsbesuch: Übergangspräsident Ghasi el Jawar besucht heute Berlin
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/pop_88851.jpg
Der irakische Übergangspräsident Ghasi el Jawar besucht heute Berlin

Berlin - Die Erwartungen seines Landes an Deutschland hat ein irakischer Minister kürzlich unmissverständlich formuliert: Die Bundesregierung müsse sich wie in Afghanistan ihrer "internationalen Verantwortung bewusst werden" und sich stärker am wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbauprozess im Irak beteiligen, forderte der Minister für zivilen Aufbau, Farhan Othman, in einem Zeitungsinterview. Mehr Engagement Deutschlands dürfte auch der irakische Übergangspräsident Ghasi el Jawar bei seinem heutigen Besuch in der Hauptstadt verlangen. Die Stabilisierung des Irak und die Koordinierung der Wiederaufbauhilfe stehen im Mittelpunkt seiner Gespräche mit Regierungs- und Wirtschaftsvertretern.

Der irakische Präsident trifft während seines dreitägigen Deutschland-Besuches mit unter anderem auch mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zusammen und wird zudem von Bundespräsident Horst Köhler mit allen militärischen Ehren empfangen. Die Berliner Polizei ist nach eigenen Angaben auf den Besuch "angemessen" vorbereitet. "Wir sind gewappnet. Es wird alles für die Sicherheit des Präsidenten getan", sagte ein Polizeisprecher. Für den Besuch wurde aber nicht die höchste Sicherheitsstufe angeordnet. Im Stadtgebiet werde es kurzzeitig zu unfangreichen Sperrungen wegen des Besuches kommen. dpa



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702239.html
diverses ...
Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley , der Leipziger Pfarrer Christian Führer und der ehemalige ungarische Außenminister Gyula Horn werden für ihren Mut in den Tagen des November 1989 mit der "Goldenen Henne" der "Super-Illu" geehrt. CDU-Chefin Angela Merkel überreicht die Preise am 22. September im Friedrichstadtpalast.

Hans-Jörg Clement, Leiter der Kulturabteilung der Konrad-Adenauer-Stiftung, ist ab sofort auch Berater der Villa Grisebach. Er agiert als Trend-Scout für die zeitgenössische Kunstsammlung.

Sonnenbrille, knappe Badehose. In seinem Restaurant "Monsieur Vuong" an der Neuen Schönhauser Straße wurde Dat Vuong nicht in diesem Outfit gesichtet. Aber auf dem Badeschiff, das vor der Arena in Treptow liegt. Der Mann hat kein Gramm Fett am Körper.

Künstleragent Oswald Kneip ist mit seinem Stammtisch ins Weinrestaurant Guy (heißt demnächst Habel) an der Luisenstraße in Mitte umgezogen. Montagabend traf sich dort das "Jedermann-Ensemble". Jenny Elvers-Elbertzhagen, die sich in diesem Jahr als Buhlschaft versucht, fehlte. Begründung: Das Kindermädchen ihres Sohns Paul habe sich erkältet.

Wie sieht eigentlich das typische Reisegepäck einer Hutdesignerin aus? Ohne vier Hutschachteln betritt Fiona Bennett keinen Flieger. Ihr Lieblingsmantel in Leopardenoptik ist natürlich nicht echt.

"Größer, besser und kommerzieller geht's nicht, damit ist man automatisch in der A-Liga", sagt Thomas Kretschmann (41). Kretschmann hat eine Hauptrolle in Peter Jacksons "King Kong" ergattert.

Peter Lohmeyer liest im Foyer der Arena "In Gedenken an Jonny Cash".

DJ Borboleta legt bei der Fußball-Party in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg auf.




http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702237.html
Partymeile Rotes Rathaus
Auftakt zum Münchner Oktoberfest und Hoffest: Edmund Stoiber und Klaus Wowereit feiern gemeinsam
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88864.jpg
Erst stärkte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gegenüber von seinem Amtssitz im bayrischen Festzelt bei Bier und Brez'n, dann schlenderte er gut gelaunt zurück ins Rote Rathaus und begrüßte etwa 3500 Gäste aus Politik und Kultur, Wirtschaft, Medien und Sport. Hollywoodschauspielerin Geraldine Chaplin schwärmte vom Gastgeber: "Der Mann ist unglaublich attraktiv und hat ein Riesencharisma." Nach Berlin, so die 60-Jährige, komme sie immer öfter, weil sie hier Energie tanke wie nirgendwo sonst in der Welt: "Ich liebe es." Einen Liebesdienst der besonderen Art erwies Moderatorin Ulla Kock am Brink Ehemann Theo Baltz: "Ich fahre heim, Du kannst trinken." Eine andere als seine Ehefrau führte IHK-Chef Eric Schweitzer durchs Partygetümmel: "Meine Assistentin Ursula Gier", stellte der Alba-Chef sie vor und schob schelmisch nach: "Einer muss ja arbeiten." Die Dame erwiderte augenzwinkernd: "Mein Chef wird mit den Jahren immer besser."

Bester Stimmung und ganz leger mit Hemd und Hose, ohne Sakko und Krawatte schlenderte Finanzminister Hans Eichel (SPD) zwischen Gourmetständen und drei Bühnen für Musik, Gesang und Artistik umher: "Alles gesponsert hier, hat die Hauptstadt keinen Cent gekostet", freute er sich.

Ebenfalls im Partygetümmel gesichtet: Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) und Gattin Barbara, Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos), Mittes Bürgermeister Joachim Zeller (CDU) mit Frau Helga, Entertainerin Dagmar Frederic mit Tochter Maxie und Touro-College-Direktorin Sara Nachama mit Andreas Nachama, Geschäftsführer der Topographie des Terrors: "Eine Party reicht", befanden beide und gehörten damit zu den wenigen, die gestern nicht zum Partyhopping die Straßenseite wechselten. Vis-a-vis feierte erstmals gleichzeitig Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) den 6. Berlin-Auftakt des größten Volksfestes der Welt, des Münchner Oktoberfestes. Beide Feste gleichzeitig - das liegt wahrscheinlich daran, dass alle heute das Spiel zwischen Deutschland und Brasilien sehen wollen. Drei Schläge aufs Fass brauchte Bayerns Staatsminister für Bundesangelegenheiten, Erwin Huber (CSU), dann hieß es: "Oa'zapft iss." Seinem Berliner Amtskollegen hatte Edmund Stoiber zuvor dafür nicht den Hammer überlassen wollen. "Das machen wir Bayern schon selbst." Ein sehr harmonisches Bild gaben auch CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Stoiber ab, ebenso wie Preußen-Prinz Georg-Friedrich familiär mit seinem süddeutschen Verwandten Leopold Prinz von Bayern plauderte. Zu der Berliner Party wollte Leopold nicht wechseln. "Ich bin schließlich ein Löwenbräu-Mann", sagte er in Anspielung auf seinen Werbevertrag. Aber nach Berlin werde er künftig öfter kommen.

trance-x
September 9th, 2004, 06:09 AM
max ...

Zuerst einmal soviel, damit Du gleich mit der Antwort beginnen kannst:
1. Ist Deutschland eine Neidgesellschaft. Berlin ist Hauptstadt von Deutschland. Merkst Du was?
ja ... dass du damit bestaetigst a) ein neider zu sein sowie b) bestaetigst, dass du eben pauschal neidest, was gar nix mit berlin zu tun hat, das du ja eher bewunderst sowie c) ich zu recht durch berlin fuer deutschland gegen einen member of the neidgesellschaft poste, um a) steuergelder zu sparen, was b) zeigt, dass eigentlich nur berliner am sparen interessiert zu sein scheinen ... ;)



2. Kann ich nicht Neid gegenüber Berlin empfinden. Wie soll ein Individuum auf eine Stadt neidisch sein?
das klappt. du hast dich geaergert, dass in berlin so viel los ist und du zumeist nicht daran teilhaben kannst ...total verstaendlich. du fuehlst dich isoliert, hast permanent das gefuehl zu kurz zu kommen, etwas zu verpassen, kurzum: am falschen ort zu sein, das falsche leben zu leben ...und du hast recht! ... immerhin schuetzt dich auch unwissenheit, du ahnst naemlich nicht ansatzweise, was du tatsaechlich alles verpasst, weil: um manches zu vermissen, muss man um dessen existenz wissen ... :lol:



Fehlende Bewunderung bis Ärger ist die zutreffendere Gefühlsbeschreibung, wenn die Zahlen stimmen, wonach Berlin etwa doppelt soviel Finanzausgleich erhält wie die 5 NL. Aber ich bin hoffnungsfroh, nachdem Du mir versichert hast, daß sich Berlin gesundschrumpft :okay:
deine erklaerung taucht immer noch nix, denn es macht keinen sinn, in foren berlin nur nicht mehr zu erwaehnen, weil irgendein hansel mit seinen ressentiments kommt oder umgekehrt anzufangen bei jeder stadt geschichten anzuschleppen.... ausserdem taugt es nix, weil ich nix drueber hoere, dass du dich ueber die kosten der doppelstrukturen erregst und laut und deutlich fuer den nachzug der restlichen regierungsgeschichten bist... die kosten jedes jahr unsummen, sind organisatorisch aber zudem noch schlechter ... dies alles und noch viel mehr geht auf deine glaubwuerdigkeit. daraus folgt: nein, du bist ganz einfach nur neidisch, versuchst eine staedteneutrale position aufrechtzuerhalten, kriegst aber deinen lokalkolorit nicht richtig in den griff und aergerst dich, wenn ich munter wie jeder andere etwas aus meiner region schildere um zu informieren - weil dir das deine bereits oben kundgetane isolation in der pampa vor augen fuehrt. es ist eigentlich so: jemand isst unschuldig sein pausenbrot und der naechste bringt sich selber in wut, weil er gerade hunger hat und selbst eins moechte. du wirst erkennen, dass weder pausenbrot noch bote etwas dafuer koennen, dass du hungrig bist ;)


3. Habe ich Dich eigentlich als Erster als Hobbypsychologe tituliert?
4. Meinst Du ich werde auch der Letzte sein ? ;)
iwo ... jeder verkappte berlinFan, der zur stereotypie neigt, fuehlt sich berufen ...... ich sollte langsam rabatt verlangen! :lol:

... apropos! in "bourne supremacy" (die "Bournce Verschwoerung"), die matt damon ja gerade in berlin lobpreist (ich berichtete), siehst du szenen aus berlin, mit verfolgungsjagten und so (auch etwas muenchen kommt vor, na, ist das nix?!)... und ausser der kinokarte hat dich das keine steuergelder gekostet (glaub ich jedenfalls ... hm, mal so die fonds durchblaetter *g*)
http://us.ent4.yimg.com/movies.yahoo.com/images/hv/photo/movie_pix/universal_pictures/the_bourne_supremacy/_group_photos/julia_stiles5.jpg


"Viel los" ist für mich in Berlin am 1. Mai.
"Ausgestorben" ist für mich eine stille Ecke im Englischen Garten oder am Starnberger See.
eine typische neid-ablenkaussage eines praktisch zwanghaft im eremitenstadium befindlichen ;)


Übrigens - weil ich nicht alle geposteten Artikel bis ins Detail durchgelesen habe: Ist auch die Meldung von heute darunter, daß Maischbergers Sendung von Berlin nach Köln umzieht? Dachte, ich frag´s halt mal. Du bist ja bestimmt keine Propagandamaschine, die so etwas bewußt unterschlagen würde. :okay:
die sendung ist letztlich vom WDR, der in koeln sitzt, mit seinem konzept auf die nase fiel, darum aus kostengruenden die ueberhaupt nicht erfreute maischberger im eigenen studio in koeln produzieren lassen muss ... oder anders ausgedrueckt: dein beispiel belegt eigentlich vor allem nur, dass du - natuerlich formell um steuergelder besorgt - viel muehe aufwendest, veraltete nachrichten rauszukramen, dabei uebersiehst, dass mich bis auf ein paar kontextorientierte beisaetze eher aktuelle interessierten...

haettest du mir aber gleich anvertraut, dass dich umzuege interessieren, haette ich dich durchaus gern mit dergleichen mitversorgt... und damit du meinen guten willen erkennst, dir zudem keine sorgen um den medienstandort berlin machen musst, packe ich dir gern ein paar nachrichten bei, die ich tatsaechlich zurueckgehalten hatte ...

http://www.wfbi.de/imperia/md/content/wfbi/newsletter/bbn/berlin_business_news_09_04_deu.pdf

Siemens fuehrt Deutschland-Geschäft künftig aus Berlin
Deutschlands größter Technologiekonzern Siemens baut seine neue deutsche Vertriebs-Zentrale in Berlin auf. Die neue Zentrale soll am 1. Oktober in Siemensstadt starten. Damit verbunden ist der Umzug von etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von München nach Berlin. (...)

TV-Produktionsfirma MME kommt nach Berlin
(...) Me, Myself & Eye zieht nach Berlin um. Rückwirkend zum 1. Januar 2004 hat MME die Münchner Moviement und damit deren Produktionsfirmen Filmpool (Köln) und AllMedia Pictures (München) übernommen. Unter dem Dach der künftigen MME AG-Holding soll so ein neuer Produktionspool mit Standbeinen in unterschiedlichen TV-Sparten entstehen. Die börsennotierte MME ist vor allem auf MUsikformate spezialisiert und produziert unter anderem "Top of the Pops" und "The Dome". Die Münchner Moviement GmbH hat über Tochterfirmen für Sat 1 bisher Gerichtsshows wie "Richterin Barbara Salesch" produziert. Mit der "Übernahme wird MME zu einem der größten TV-Produktionsunternehmen in Deutschland mit einem geschätzten Jahresumsatz von rund 80 Millionen Euro.


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040909/damon.html
Riesen-Trubel am Brandenburger Tor: ...
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040909/Damon09.M1G6FE3/1_big.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/news/040909/Damon09.M1G6FE3/2_big.jpg

Hollywood-Star Matt Damon, 33, schlenderte gestern Morgen um 10 Uhr gut gelaunt aus seinem Hotel, dem "Adlon", auf den Pariser Platz. Dort schrieb er für seine wartenden Fans Autogramme. "I love Berlin", schwärmte Matt. "Das ist die tollste Stadt der Welt." Im Anschluss posierte der schöne Schauspieler (in Jeans und schwarzem Kurzarmhemd) ganz locker vor dem Brandenburger Tor. Und strahlte mit der Sonne um die Wette. 15 Minuten später ging's zurück in seine Nobel-Herberge. Dort wartete die Arbeit: Interviewmarathon zu seinem neuen Film "The Bourne Supremacy" (Die Bourne Verschwörung). Der Thriller kommt am 21. Oktober in die deutschen Kinos.

Am Abend wollte Matt ganz privat auf die Piste. In Mitte kennt er sich schließlich bestens aus. Während der Dreharbeiten hatte er drei Monate in einem Apartment in der Nähe vom Hackeschen Markt gewohnt. (...)

:wave:

trance-x
September 9th, 2004, 06:29 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1349082.asp#art

Berlin spielt mit

Matt Damon stellte „Die Bourne Verschwörung“ vor – und kommt bald mit Clooney und Pitt wieder

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040908/Matt.CAG5EBQ/1_normal.jpg

Das Hotel Adlon war bestens abgeschirmt – allerdings nicht wegen Matt Damon, sondern weil dort der irakische Staatspräsident während seines derzeitigen Staatsbesuchs wohnt. „Zum Glück habe ich diese vielen Pässe“, witzelte Damon gestern. Immerhin stammt er aus dem Land, das Krieg gegen den Irak geführt hat – in der Realität, nicht im Kino. Der US-Star war nach Berlin gekommen, um seinen neuen Film vorzustellen. Der heißt „Die Bourne Verschwörung“ und kommt am 21. Oktober in die deutschen Kinos. In dem Thriller spielt Damon den Agenten Jason Bourne, der sich – unterwegs mit vielen Pässen – auf die Spuren seiner eigenen Vergangenheit macht.

Für die Dreharbeiten ist das Team viel gereist. Die Handlung beginnt in Goa und endet in New York, es kommen auch Moskau, München und Neapel vor – und Berlin hat eine Hauptrolle. Hier spielen mehrere Höhepunkte des Plots. Vier Monate war die Filmcrew da, gedreht wurde in der Stadt und den Studios Babelsberg. Wobei das, was im Film Moskau sein soll, München oder Neapel, teils ebenfalls in Berlin gedreht wurde. Im Osten der Stadt fand man ein gutes Double für Moskau, die Messe Berlin fungiert als Einreisebehörde von Neapel. Den Ostbahnhof gibt es zu sehen, die Karl-Marx-Allee setzte die Filmfirma unter Schnee, spektakuläre Szenen spielen auf Brücken, in U-Bahnhöfen und einem Hotel am Ku’damm.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040908/Matt.CAG5EBQ/2_normal.jpg

Franka Potente, seine Filmpartnerin aus dem ersten Teil „Die Bourne Identität“, ist auch dabei. „Das war seltsam“, sagte Damon. „Franka hatte mir damals so viel von Berlin erzählt, und dann drehten wir hier – ohne sie.“ Denn bis die Handlung in Berlin ankommt, hat das Drehbuch sie sterben lassen. Matt Damon nahm gestern zwar Abschied von Berlin, aber nur für kurze Zeit. „Ich nehme an, dass ich mit George und Brad im Dezember wieder da bin“, sagte er. George Clooney, Brad Pitt und er wollen dann ihren neuen Film „Ocean’s Twelve“ vorstellen. fk

http://bilder.bild.t-online.de/BTO/sport/aktuell/2004/09/09/buehnenteaser/01__2186052-sport__nati__neu,property=Bild.jpghttp://bz.berlin1.de/wm2006/040908/carlos.KOG5HH3/2_normal.jpg
rechts: Roberto Carlos im Gespräch mit BZ-Reporterin Gilbert


http://bz.berlin1.de/wm2006/040908/shoppen.html
Nachblende: Brasiliens Superstars hatten nur eine Stunde Ausgang
- da kauften sie den Sony Style Store leer!
Shoppen wie die Weltmeister
http://bz.berlin1.de/wm2006/040908/shoppen_mit_carlos.SLG5JGT/3_big.jpg
Eine Verkäuferin erklärt Roberto Carlos die Funktionen seines neuen Handys

Berlin - Was macht ein Haufen superreicher Fußball-Stars in einer Weltstadt wie Berlin? Logo: Geld ausgeben...

Gestern hatte der Sony Style Store im Sony Center seinen großen Tag. Die Brasilianer zückten ihre goldenen Kreditkarten, kauften den Laden leer. Kein Wunder, dass der Shop für "normale" Kunden dicht machte, den Stars ungestörtes Shopping-Vergnügen bereitete.

Besonders Roberto Carlos ließ die Kasse klingeln: Erst wanderte ein Multi-Tab für die Playstation (damit mehrere Spieler dran spielen können) für 50 EUR in den Einkaufskorb. Dann gefiel ihm das Sony-Handy "P 900" - zack, her damit. Machte noch mal 749 EUR. Und eine Handycam (Roberto Carlos: "Ist hier viel billiger als in Spanien") für 589 EUR. Macht bummelige 1388 EUR in 10 Minuten. Visa-Karte raus - und gekauft! Auch Edu und Gilberto Silva waren unterwegs. Bei Edu landete ebenfalls eine Handy-Cam, ein digitaler Fotodrucker und jede Menge CD-Rohlinge in der Tüte.

http://bz.berlin1.de/wm2006/040908/shoppen_mit_carlos.SLG5JGT/4_big.jpg
Shopping-Freunden: Roberto Carlos und Keeper Julio Cesar sind glücklich

Trainer Carlos Alberto Parreira konnte auch nicht an sich halten, leistete sich eine Digitalkamera. Nur Ronaldo blieb im Hotel, strapazierte lieber seine Handy-Rechnung.

Was passierte sonst so bei unseren Samba-Gästen. Das BZ-Protokoll:
Um 7 Uhr schwebte Ronaldo aus Madrid ein. Er hatte vorher noch schnell Verlobung gefeiert. Per Eskorte ging's zum Potsdamer Platz ins "Ritz-Carlton" - und ab ins Bett.
Von 9 Uhr bis 10 Uhr gab's Frühstück im Ballsaal des "Ritz-Carlton": Rührei, Toast, Obst etc. Nur Ronaldo pennte...
Um 11.35 Uhr schlenderte Leverkusens Roque Junior ins Hotel, traf zwei Freunde: Die beiden Hertha-Brasilianer Marcelinho und Gilberto warten in der Lobby, begrüßen ihren Landsmann. Unter dem Arm trug Roque Junior eine Videokassette ohne Aufschrift - eine Aufzeichnung des deutschen Länderspiels gegen Österreich.
Um 12 Uhr kamen Edu und Gilberto Silva vom Shoppen wieder - mit prallvollen Tüten.
Mittagessen um 12.30 Uhr. Die Südamerikaner haben extra einen eigenen Koch mit nach Deutschland gebracht. Es gab Feijoada, das Nationalgericht Brasiliens: Ein dicker Eintopf aus schwarzen Bohnen mit jeder Menge Fleischeinlage. Dazu Reis, gebratenes Hühnchen und Gemüse. Zum Nachtisch wurde frisches Obst und Pudding gereicht. Um 13 Uhr tauchte auch Ronaldo auf - mit noch ganz schön kleinen Äuglein.
Um 13.42 Uhr brachen zehn Spieler auf zur großen Shopping-Tour in den "Sony Style Store"
15.40 Uhr: Der silberne Mannschaftsbus der Brasilianer setzte sich Richtung Olympiastadion zum Abschlusstraining in Bewegung. Eine Polizei-Eskorte bahnte den Weg.
Ankunft um 16.20 Uhr im Stadion. Alle Spieler verschwanden in der Kabine. Nur Roberto Carlos nicht: Er steuerte den Innenraum an, filmte das Stadion mit seiner neuen Kamera.
Das Training begann um 16.28 Uhr. 2500 Fans begrüßten die Mannschaft. Dehnen, Warmlaufen, lockeres Spielchen - um 17.45 Uhr war es schon wieder vorbei. Es ging zurück ins Hotel.
Um 19.30 Uhr wurde das Abendessen serviert. Diesmal gab's Rinderfilet mit Gemüse. Der Rest des Abends stand den Spielern zur freien Verfügung. Einige gingen noch in die Stadt, andere zockten Playstation auf den Zimmern. Um 23 Uhr war Bettruhe...



:okay:

trance-x
September 9th, 2004, 08:04 AM
http://www.rbb-online.de/_/polylux/grafik/hauptmenue/index1.jpghttp://www.rbb-online.de/_/polylux/grafik/hauptmenue/index2.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/fernsehen/story702233.html
ARD wertet "Polylux" auf
http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,301015,00.jpg
Die ARD wertet das Zeitgeist-Magazin "Polylux" auf und spendiert ihm ab heute einen neuen Sendeplatz. Statt nach Mitternacht und montags kommt es jetzt mittwochs um 23.45 Uhr. Auch inhaltlich hat sich Einiges geändert: "Polylux" wird berlinischer. Neben den Trends aus der Szene wird dem Bundesbürger künftig auch die Hauptstadt erklärt. In der Rubrik "Berlin für Anfänger" zum Beispiel werden Außenstehende in die Besonderheiten eingeweiht - so geht es heute um die "Tyrannei der Radfahrer". Außerdem wirft ein bulgarischer Gesellschaftsreporter - eine Kunstfigur - für das Magazin einen ironisch-distanzierten Blick auf die Parties der Berliner High Society. Und in "Polyluxus" wird ein trendiges Produkt aus Berlin gestestet. "Die neue Sendung ist aber keine kiezverliebte Nabelschau, sondern setzt Trends und Themen, die auch außerhalb der Hauptstadt interessieren", sagt Moderatorin Tita von Hardenberg.

Was bleibt? Die Orientierung an der Popkultur, die Gesellschaftsbeobachtung und Reporter Carsten van Ryssen, der die Meinung der Straße zum Zeitgeschehen ironisch eruiert. Der neue Sendeplatz ist besser, ideal ist er nicht. "Die optimale Sendezeit wäre gegen 23 Uhr. Vielleicht kommen wir da ja noch hin", sagt Hartmann von der Tann, ARD-Koordinator für Politik und Kultur. BM
http://www.rbb-online.de/_/polylux/grafik/hauptmenue/manne.jpg
Polylux Page: http://www.rbb-online.de/polylux/index.html



Wo Christiane F. lebt
Wohnumfeldforschung: In der Reihe "Fakelore" ergründet das HAU urbane Mythen
Von Nina Apin
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88862.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88862.jpghttp://hem.bredband.net/b112579/christiane/images/gropiusstadt3.jpg
Soziale Fallhöhe: Blick aus dem 24. Stockwerk eines Hauses in der Gropiusstadt. Dorthin führte die von Matthias Lilienthal geleitete Mythentour

Das Wort Folklore, das sich aus Volk und Überlieferung zusammensetzt, bezeichnet volkstümliche Traditionen. Dazu zählen Trachten und Liedgut, Sprichwörter und Legenden. Der bayerische Bergbauer des 19. Jahrhunderts etwa bevölkerte seine Hütte gern mit Wurzelmännern und Hexen, um die Einsamkeit zu ertragen. Aber auch im urbanen Raum gibt es manchen Köhlerglauben. Moderne metropolitane Schauergeschichten wie jene von den in der Kanalisation hausenden Krokodilen stellen eine säkulare Form des Volksmärchens dar.

Zusehends ersetzen urbane Legenden ländliche Folklore. Zumal es die weiland dem Vernehmen nach tatsächlich recht heile Welt des bayerischen Bergbauern längst nicht mehr gibt. Allenfalls als verfälschende "Fakelore" lebt sie fort, beispielsweise als gefühlsseliger Abklatsch in Volksmusik-Sendungen.

Die Folklore mag tot sein, die urbane Legende aber ist quicklebendig. Das Theater Hebbel am Ufer (HAU) schlägt aus dieser These Wissenschaft: Eine "Mobile Akademie" mit 130 Künstlern aus 48 Ländern befasst sich 20 Tage lang mit dem Thema "Fakelore. Konstruktionen und Erfindungen urbaner Folklore". Künstlerworkshops und Vorträge überformt ein komplexer Theorieüberbau. Die so genannte Volks-Akademie mit Vorträgen, Aufführungen, Konzerten gibt sich - abgesehen vom Preis (1 Euro) - kaum volksnah. Mit Wortgeklingel von "urbanen Archiven" bis zu "multipler Authentizität" schreckt das Programm eher ab.

Doch hinter dem Geschwurbel verstecken sich durchaus Perlen großstädtischer Folklore. Immerhin 30 verschiedene Stadt-Touren führen im Rahmen der Veranstaltungsreihe durch Berlin. So kann man mit Anna Thalbach die Berliner Theaterlandschaft durchmessen oder mit Claudia Wahjudi auf den Spuren des Mythos SO 36 durch die Oranienstraße flanieren.

Auf Tour Nr. 15 führt HAU-Chef Matthias Lilienthal höchstselbst durch die Gropiusstadt. Mit wippendem Kraushaar schreitet er voran - und macht schon die Fahrt mit der U 7 zum Abenteuer: "Diese Linie vollführt eine Zeitreise", ruft er munter, "man startet im wohlhabenden Westen; dann wird es zunehmend asozial."

U-Bahnhof Lipschitzallee. Die "Fakelore"-Reisenden sammeln sich auf einer kahlen Betonfläche. Lilienthal erzählt von Gropius' Plänen, von der U-Bahn als Hauptschlagader, von einem Dorfplatz, aufgelockerter Architektur und Frischluft. Der Mann hat die Lizenz zum Dozieren. Schließlich ist er in Gropiusstadt aufgewachsen. Und kennt daher auch keine Berührungsängste bezüglich der Einheimischen: Auf dem Dach eines 16-stöckigen Wohnhauses lernen die Touristen das Ehepaar Pennewitz kennen. Nachdem sie alles über Quadratmeterpreise und Nachbarschaftsverhältnisse erfahren haben, arrangiert Lilienthal eine Wohnungsbesichtigung. Des ethnologischen Blicks wegen. Die Jung-Forscher stehen etwas verlegen im Flur, als Frau Pennewitz erzählt, wie sie aus einem Britzer Reihenhaus herzog. Eine Schweizerin fragt nach Ausländern im Haus. "Det is multikulti hier, Polen, Türken, allet, aber mir jefällt's", sagt Frau Pennewitz. "Was Sauberkeit und Ordnung betrifft, ist det hier 'ne Katastrophe", brüllt Herr Pennewitz aus dem Wohnzimmer. Frau Pennewitz ringt um Fassung, Beklommenheit unter den Besuchern.

Draußen kommt die wohl bekannteste Gropiusstadtbewohnerin zur Sprache: Christiane F., die zwischen strengen Hausmeistern und hässlichen Wolkenkratzern ihre Drogenkarriere begann. Lilienthal liest Passagen aus dem Buch, seine Assistentin nimmt das brav auf Band auf. Dann geht es zu Lilienthals Mutter. Zum Tee. Hier, im gepflegten Bungalow mit Garten, werden alle Trabantenstadt-Klischees hinfällig. Mit Obst von Mutter Lilienthal als Proviant geht es dann im Bus ins größte Einkaufscenter Deutschlands. Hier, in der globalisierten Einförmigkeit der "Gropiuspassagen", holt Lilienthal noch mal die Theoriekeule raus. Nach Rem Kohlhaas, hebt er an, sei die Eigenschaftslosigkeit der Vorstädte die konsequente Realisierung unserer gleichförmigen Biografien. Eine Äußerung, die naturgemäß Widerspruch provoziert.

Als Tour Nr. 15 beendet ist, haben die Mitreisenden gelernt, dass Mythenproduktion ein empfindliches Pflänzchen ist. Und dass Christiane F. lebt.
Hebbel am Ufer, Stresemannstr. 29, Kreuzberg, Tel.: 259 004 53. Termine: Bis 19. 9.


Neue Heimat in Kreuzberg - Kunst
Am 22. Oktober eröffnet die Berlinische Galerie mit ihrer Sammlung moderner Kunst die neuen Räume in der alten Jakobstraße 124-128 in Kreuzberg. Politische Interessen und finanzielle Probleme verhinderten, dass die Sammlung nach dem Rausschmiss aus dem Martin-Gropius-Bau 1997 ohne Unterkunft blieb. Ohnehin musste sie seit 1975 immer wieder umziehen. So sei das für 19 Millionen Euro umgebaute ehemalige Glaslager nun das erste eigene Haus seit 29 Jahren, betonte gestern Galeriedirektor Jörn Merkert.

Passenderweise heißt die erste Foto-Ausstellung denn auch "Architektur der Obdachlosigkeit". Gezeigt werden Behausungen Obdachloser aus aller Welt. Die mit 4600 Quadratmetern gegenüber den vergangenen Räumlichkeiten ungleich großzügigeren Hallen werden neben der Dauerausstellung außerdem mit einer Installation der österreichischen Künstlerin Eva Grubinger eröffnet. Ihre Objekte aus schwarz-stählern glänzendem Holz werden im separat angelegten Raum "Jetzt-Now" installiert. Die Wahl der seit 10 Jahren in Berlin lebenden Österreicherin kann als programmatisch für das Ziel der Galerie gelten, Berliner Kunst im Dialog mit internationalen Positionen zu zeigen.



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1347983.asp#art
Bildtafeln zum 17. Juni müssen weg
Finanzministerium setzt sich gegen Arbeitsgemeinschaft 13. August durch

Die Chancen standen von Anfang an nicht gut. Das war Alexandra Hildebrandt von der Arbeitsgemeinschaft 13. August klar. Aber aufgeben will sie nicht. „Ich werde die Gedenktafeln nicht abnehmen. Das sollen die Herren vom Bundesfinanzministerium machen“, kündigte sie am Rande der Verhandlung an. Es ging gestern vor dem Berliner Landgericht um die drei knapp 18 Meter hohen Bilder, die am Ministerium von Minister Hans Eichel (SPD) an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR erinnern.

Jetzt aber sollen sie weg. Das entschied die 23. Kammer nach recht kurzem Prozess. Die Arbeitsgemeinschaft habe die Bildtafeln mit Motiven des Aufstandes „sach- und fachgerecht zu entfernen“, urteilte das Gericht. Zuvor war der Versuch einer gütlichen Einigung gründlich gescheitert. „Die Bilder müssen weg“, beharrte der Vertreter des Ministeriums. „Nur unsere Fotos an der Fassade erinnern derzeit ausreichend an die erste Massenerhebung gegen das DDR-Regime“, hielt Alexandra Hildebrandt dagegen.

Tausende Arbeiter hatten sich vor 51 Jahren an dem damaligen Haus der Ministerien der DDR versammelt, um gegen die Regierung unter Walter Ulbricht zu demonstrieren. Der Aufstand wurde von sowjetischen Panzern niedergeschlagen.

Im Juni vergangenen Jahres, zum 50. Jahrestag des Aufstandes, durfte die Arbeitsgemeinschaft mit Zustimmung des Hausherren die Gedenktafeln anbringen. Die Genehmigung war jedoch befristet. Aus Gründen des Denkmalschutzes, hieß es. Doch die Arbeitsgemeinschaft rührte sich nach Ablauf der erlaubten zwei Wochen und auch nach mehreren Mahnschreiben nicht.

Die Arbeitsgemeinschaft ist überzeugt, dass die offizielle Gedenkstätte vor dem Finanzministerium nicht ausreiche. Das in einen Boden eingelassene Werk sei überhaupt nicht wahrzunehmen, schimpfte Hildebrandt. Das sei vielleicht ein Kunstwerk, aber kein Denkmal, empörte sie sich. Doch über diese Frage hatte die Richterin nicht zu entscheiden. Sachliche Gründe gegen die Klage der Bundesrepublik habe die Arbeitsgemeinschaft nicht vorgebracht, stand für das Gericht schließlich fest.

Hildebrandt kündigte bereits Berufung an. Auch wenn sie rechtlich wohl chancenlos ist. Sie hofft auf einen Kompromiss. Und für den Fall, dass Eichels Ministerium die Bilder durch eine Firma abmontieren lässt und der Arbeitsgemeinschaft die Rechnung schickt, hofft sie auf Spenden-Hilfe. Kerstin Gehrke



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1347983.asp#art
08.09.2004 17:39

Beckenbauer fordert bei Fußball-WM Hilfe der Botschafter
http://www.springhill7.freeserve.co.uk/beckenbauer.jpghttp://www.bedoe.de/tortenelem/68/joschka_83.jpg
Berlin (dpa/bb) - Außenminister Joschka Fischer und Franz Beckenbauer haben die deutschen Diplomaten im Ausland aufgefordert, für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu werben. Als Leiter des Organisationskomitees für das Turnier in Deutschland sagte Beckenbauer bei einer Botschafter-Konferenz in Berlin, «wir sind nicht das Land, das die Höflichkeit erfunden hat». Deshalb müssten die deutschen Auslandsvertretungen das Motto «Die Welt zu Gast bei Freunden» glaubhaft vertreten.

trance-x
September 9th, 2004, 08:45 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/09/a0255.nf/text

Reise in die Kolonialgeschichte
Die Stadt als Bühne: Auf der Black Berlin City Bus Tour wird der Geschichte der Schwarzen in Deutschland nachgespürt. Allerdings nicht nur als klassische Stadtführung, sondern als Tanz
VON WALTRAUD SCHWAB

http://home.t-online.de/home/043126564/4sl-twana-rhodes2.jpghttp://www.proton-berlin.de/fotos/vs/twana_rhodes2sw-vs.jpghttp://www.bogartsjazz.de/pics/festival/twana.jpg

Im Selbstverständnis der Berliner komme eines nicht vor, meint Twana Rhodes: dass die Stadt - wie London, wie Paris - auch Metropole einer Kolonialmacht war. Rhodes sagt es während der "Black Berlin City Bus Tour" - der Busfahrt auf den Spuren der schwarzen Geschichte Berlins. Denn Orte wie die Mohrenstraße, der Garnisonsfriedhof, das Nelson-Theater verraten, wenn auch erst auf den zweiten Blick, dass da was war mit Afrika. Rhodes, eigentlich Jazz-Sängerin, ist die Begleiterin der Tour. Mit leichtem Charme hält die in Berlin lebende Texanerin die Reisenden bei Laune.

Die "Black Berlin City Bus Tour" wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Black Atlantic" im Haus der Kulturen der Welt organisiert. Der Titel verweist darauf, dass der Atlantische Ozean - als Negation der Kontinente - dennoch ein Ort ist. Einer, den Menschen überquerten, die in ihrem Gepäck mitunter nichts hatten außer ihrer eigenen Kultur. Der Atlantik setzt das Afrikanische, Europäische und Amerikanische seit mehr als 500 Jahren auf mitunter schmerzhafte Weise miteinander in Beziehung. Dieser Ozean, so erzählten sich vor allem die Schwarzen, sei salziger als alle anderen Ozeane. Es läge an den vielen Tränen, die in ihn hineingeweint wurden. Gemeint sind vor allem die Tränen der Sklaven.

http://marshall.csu.edu.au/html/GermanPicsColonialCovers/Volz1891_covert.jpghttp://marshall.csu.edu.au/html/GermanPicsColonialCovers/Sander1906_Covert.jpg

Die Fenster des Busses, der die Tourteilnehmer und -teilnehmerinnen nun durch Berlin und an jene Orte kutschiert, die als verstecktes Gedächtnis einer kolonialen Vergangenheit und schwarzer Kultur gewertet werden können, sind blind. Wer drinsitzt, verliert innerhalb kürzester Zeit seine Orientierung. Ein Sklavenschiff ist der Bus. Die laute Lüftungsanlage wird in der Fantasie zu schweren Wogen, die an den Rumpf schlagen. Twana Rhodes, die Reiseleiterin, hebt mit ihrer den Mitfahrenden zugewandten Art dieses zu strenge pädagogische Konzept des künstlerischen Chefs Ismael Ivo auf.

Ivo - viel gefragter Choreograf des Hauses der Kulturen der Welt - drückt der Tour, die keine Stadtführung im klassischen Sinne ist, seinen Stempel auf. Denn die einzelnen Stationen, an denen der Bus hält, werden als Plattformen benutzt, auf denen Ivo mit seiner Tanztruppe Choreografien zeigen kann, die die Geschichte der Orte reflektieren.

Die Reise beginnt am Haus der Kulturen der Welt. Dieses, so die Selbstwahrnehmung der Veranstalter, bringt dem Berliner Publikum seit Jahren schwarze Kunst und Ausdrucksformen nahe. Entsprechend symbolisch umtanzen die vier dunkelhäutigen Tänzer und zwei Tänzerinnen sechs rote Ölfässer. Sie verstecken sich mitunter darin; sie befreien sich daraus; sie benutzen sie als krachmachende Requisite, die ihrer Wut und ihrem Triumph Ausdruck verleiht.

Nächste Station ist die Mohrenstraße. Sie wurde nach den Schwarzen benannt, die Friedrich Wilhelm I. um 1700 von den Niederlanden als Geschenk erhielt. Er ließ sie in seiner Militärkapelle Schellenbäume spielen. Die Mohrenstraße liegt unweit des Ortes, wo die Kolonialmächte auf der "Kongokonferenz" Afrika untereinander aufteilten. Die Performance der Ivo-Truppe, die auf dem an die Straße angrenzenden Gendarmenmarkt gezeigt wird, thematisiert den Weg der Schwarzen von der Sklaverei bis hin zur Vermischung der Herkunftskultur mit der des Landes, in dem ihre Nachkommen gestrandet sind. Vom Schellenbaum zum Jazz, von der animistischen Religion über die Rolle des Hofnarren bis hin zur Mater Dolorosa gibt es - so lässt es die Tanzperformance vermuten - eine direkte kulturelle Verbindung.

Die Fahrt von einer Station zur nächsten wird von Rhodes, der Reiseleiterin, mit Gedichten und Liedern verkürzt. Mit "Strange Fruit" von Billie Holiday etwa. Singend steht sie im Gang des Busses. Ihre körperliche Präsenz macht es unmöglich, sich den ungeheuerlichen Bildern von den besungenen seltenen Früchten am Baum - den aufgehängten Schwarzen - zu entziehen.

Der Garnisonsfriedhof in Neukölln ist die nächste Etappe. Dort gibt es einen Gedenkstein für die in den Kolonialkriegen gefallenen Soldaten. Für die mehreren zehntausend Herero, die von den Deutschen in die Wüste getrieben wurden und dort verdursteten, gibt es in Berlin keine offizielle Erinnerungsstätte. Dieser Genozid ist das dunkelste Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Vor dem Stein auf dem Friedhof tanzt die Truppe die bittere Geschichte dieses afrikanischen Volkes.

http://www.kukri.de/kamerun2.jpg

Weiter geht es zum ehemaligen Nelson-Theater am Kurfürstendamm 217, in dem heute ein Bekleidungsgeschäft ist. Josephine Baker trat dort auf. Die Dekadenz der 20er- und 30er-Jahre, in der Schwarze als Unterhaltungskünstler in Berlin eine große Rolle spielen - wenngleich nach heutigen Maßstäben gespickt mit rassistischen Klischees -, wird von der Tanzkompanie auf dem Trottoir perfekt inszeniert.

Die melancholische Reise, auf der die Stadt die Bühne ist, endet am Haus der Kulturen der Welt. Dort setzten die schwarzen Tänzer und Tänzerinnen sich selbst ins Licht und ernten dafür Applaus.
(...)

trance-x
September 9th, 2004, 08:56 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/09/a0237.nf/text

nichts mehr zu verlieren
Optimistix, der tumbe Berliner
Wir befinden uns im Jahr 2004 nach Christus. Ganz Deutschland befindet sich in den Klauen der Angst. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Optimisten bevölkertes Dorf namens Berlin hört nicht auf, der Angst die Zähne zu zeigen. Wie es sich für die Habenixe in diesem Dorf gehört, fürchten sich Sozialnix und seine Frau Hartzia vor nichts mehr - außer dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. So ähnlich könnte er anfangen, der Band "Asterix und die Berliner Versicherungsfritzen". Es gäbe eine spannende Schlacht um die letzten Arbeitsplätze und Eigentumswohnungen, dann der große Sieg der Optimisten - und im letzten Bild hängen die Versicherungsmakler samt Hausratsversicherungen im Baum über dem zünftigen Wildschwein-Bankett.

http://foaf.typepad.com/foaf/picture_8.jpg

KOMMENTAR VON
ADRIENNE WOLTERSDORF
Nun haben wir es jedenfalls schwarz auf weiß: Die Berliner sind optimistischer, oder sagen wir angstfreier, als die meisten anderen Deutschen. Das fand eine westdeutsche Versicherung mit einer Studie heraus. Und wir nehmen an, die Versicherungskaufleute dürften nach dieser Lektüre ihrerseits in heller Aufregung sein. Denn nicht nur, dass "der Berliner an sich" sich nicht einmal mehr vor Raub und Wasserschaden graust, nein, er hat nicht einmal Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren.

http://www.eviet.com/smile/smile.jpg

Ganz anders der Berliner Versicherungsmakler. Der hoffte noch aus den Kürzungskeilen des Sozialumbaus Funken schlagen zu können. Versicherungspakete zu Discountpreisen gegen die Armut der Zukunft - doch wir sind sorglos geworden: Wo nichts mehr ist, ist auch nichts mehr zu verlieren. Berlin ist pleite - und nun nicht einmal mehr Absatzgebiet für das Geschäft mit der Hoffnung.

taz Berlin lokal Nr. 7457 vom 9.9.2004, Seite 21, 59 Zeilen (Kommentar), ADRIENNE WOLTERSDORF,

Max BGF
September 9th, 2004, 11:30 AM
um manches zu vermissen, muss man um dessen existenz wissen ... Oder wie der Wald-und Wiesen-Exterrismetropolisdeutsche sagt: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"

Das mit den Siemens-Vertriebs-Quasselköpfen wußte ich schon. Gut, daß die endlich München verlassen => weniger Kakophonie, mehr Wohnraum :okay:


und Berlin hat eine Hauptrolle. Hier spielen mehrere Höhepunkte des Plots. Vier Monate war die Filmcrew da, gedreht wurde in der Stadt und den Studios Babelsberg. Wobei das, was im Film Moskau sein soll, München oder Neapel, teils ebenfalls in Berlin gedreht wurde. Im Osten der Stadt fand man ein gutes Double für Moskau, die Messe Berlin fungiert als Einreisebehörde von Neapel. Den Ostbahnhof gibt es zu sehen, die Karl-Marx-Allee setzte die Filmfirma unter Schnee, spektakuläre Szenen spielen auf Brücken, in U-Bahnhöfen und einem Hotel am Ku’damm. Berlin, die Bundesfilmkulisse (BFK) :laugh:


Weil Du immer wieder auf meinen Berlinneid rekurrierst: Diesbezüglich scheinst Du richtig zu liegen. Meine Psychiater kommen nämlich mit Nuancen zum gleichen Befund. :applause:


"Polylux" wird berlinischer. Neben den Trends aus der Szene wird dem Bundesbürger künftig auch die Hauptstadt erklärt.Und das ist gut so! Der Hinterwald- und -wiesen-Dorfschrat-Bundesbürger bekommt Berlin erklärt. Endlich.

Etwa in der Art einer fiktiven Stadtrundfahrt:
"Rechts sehen Sie einen viel zu kleinen Flughafen.

Wir biegen nun in den Boulevard, in dem wöchentlich zwei Demonstrationen mit Oben-Ohne, Transvestit & Samba stattfinden. Die Demonstranten kann man über die städtische Veranstaltungsagentur buchen.

Ganz in der Nähe liegt der Sitz von Berlins bekanntestem Unternehmen, der Berliner Bankgesellschaft.

Zur rechten sehen Sie das moderne Forum Romanum Colosseum (Gelächter).

Etwas östlich erkennen sie die ehemaligen Büros von n-tv.

Linker Hand liegt ein viel zu kleiner Flughafen.

Und dort drüben wird bemerkenswert schlechte Politik gemacht.

Unter uns befindet sich eine U-Bahn-Station nur für den Kanzler. Kostenpunkt knapp eine Milliarde.

Wir passieren nun das Gelände des größten Berliner Unternehmens. Dort arbeiten noch ca. 310 Beschäftigte.

Wenn Sie den Kopf nach links drehen, sehen Sie das einzige nicht vom Bund finanzierte Bauvorhaben in Berlin. Allerdings ruht die Bautätigkeit seit zwei Jahren. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten.

Und nun sind wir von ca. 37% Arbeitslosigkeit umgeben. Bitte nicht aussteigen.

Dort, wo Sie das Transparent:
"Berlin ist schöner als Wien, dichterbebauter als Paris, metropoliger als London und diebischer als Warschau"
sehen, wohnen fleischgewordene Propagandamaschine und zuverlässige Artikel-Multiplier trance-x.

Gerade durchfahren wir einen Bezirk, in dem die PDS zuletzt 42% der Stimmen gewann.

Am Horizont sehen Sie einen dritten Flughafen. Er ist viel zu klein."


doch wir sind sorglos geworden: Wo nichts mehr ist, ist auch nichts mehr zu verlieren. Berlin ist pleite - und nun nicht einmal mehr Absatzgebiet für das Geschäft mit der Hoffnung.@trance, so ehrlich schonungslos, was ist los? Scheint äußerst ernst zu sein. Braucht Berlin ganz dringend Geld? :D :D

Chewbacca
September 9th, 2004, 01:15 PM
Und das ist gut so! Der Hinterwald- und -wiesen-Dorfschrat-Bundesbürger bekommt Berlin erklärt. Endlich.




Endlich Gottseidank, erlöst uns endlich aus der Finsternis!!! Dotz! UPS!!

Chewbacca
September 9th, 2004, 01:19 PM
Du hast da was vergessen, fällt mir gerade auf:

Berlin (dpa/bb) - Außenminister Joschka Fischer und Franz Beckenbauer (beides echte Berliner) haben die deutschen Diplomaten im Ausland aufgefordert, für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu werben

Max BGF
September 9th, 2004, 04:19 PM
Du hast da was vergessen, fällt mir gerade auf:

Berlin (dpa/bb) - Außenminister Joschka Fischer und Franz Beckenbauer (beides echte Berliner) haben die deutschen Diplomaten im Ausland aufgefordert, für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu werbenDer ehemalige Molotow-Terrorist im Außenministerium fordert auch seit Jahren Frieden im Nahen Osten. Ich weiß jetzt nicht genau, ob er erfolgreich war, man erhält so wenig Nachrichten aus dem Gebiet. :D

trance-x
September 10th, 2004, 12:25 AM
maxBGF ...

Oder wie der Wald-und Wiesen-Exterrismetropolisdeutsche sagt: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"
dein pech ist nur, dass du jetzt im rahmen eines kulturellen austausches davon gehoert hast ...;)


Und das ist gut so! Der Hinterwald- und -wiesen-Dorfschrat-Bundesbürger bekommt Berlin erklärt. Endlich.
genau! ... waehrend "andere" bundesbuerger das nicht mehr benoetigen, somit "keine" provinz sind ... :nono:

fazit: die pampa liegt also weniger in der lokalisierung denn im kopf ... :yes:

daraus folgt: "manche" muenchner denken provinziell, "andere" muenchner nicht. das gilt im uebrigen auch fuer stuttgarter ... :tongue2:

und da wir grad am ueben sind: "manche" frankfurter (etwa chewbacca) denken provinziell, "andere" frankfurter nicht.

solche und solche also! :blahblah:

sicherlich wirst du dieser meiner weltstaedtischen differenzierung ganz zwanglos folgen koennen? :angel:


Etwa in der Art einer fiktiven Stadtrundfahrt:
abwink ... das meiste ist virtual-reality-reality, schon durch die art der erfassung ...(auge quantisiert lichtwellen (schlechter als ne moderne kamera), im nachgang werden die meisten daten verworfen und ein paar merkmale bzw. "wege dahin" gebildet, die dann in einen datenstrom codiert werden, der sich sprachlich durch nichts von einem datenstrom mit akustischen daten vom ohr unterscheidet (weswegen, wenn die suppe an falscher stelle im hirn landet auch manche geraeusche sehen koennen und umgekehrt)... :speech: am schluss wird der kram vor allem von dir selbst reproduziert. viel raum zur interpretation ... oder anders: die meisten informationen um die es geht finden sich im fiktiven genauso wie im vermeindlich realen. der aspekt der differenzierung beispielsweise, der unterschiedlichkeit zweier zustaende .. der streit eines fiktiven ehepaares beinhaltet vor allem die selben realen informationen wie der eines physisch leibhaftigen ... die eigentliche frage ist also nur, trifft eine stadtrundfahrt den gewollten punkt ... nix anderes gueltet im uebrigen auch bei kunst an sich ... die ist weniger beliebig als es scheint, allerdings wollen die meisten auch nicht inhalt, sondern "kulturellen kontext" ... :yes:

siehste, wieder was gelernt! geld fuer berlin ist also ausser gut angelegt auch noch: bildung! :hahano:


@trance, so ehrlich schonungslos, was ist los? Scheint äußerst ernst zu sein. Braucht Berlin ganz dringend Geld? :D :D
berlin? ICH brauche geld! los gibs!

ps: im uebrigen, von wegen polylux, ... die aufklaerung ist eher titanic-artig ... geht also, wie satire so ist, in vielerlei richtungen los... wer also ressentiments sucht, findet vor allem welche ("no go"-areas, "barebacking", "eier-werf-ossis"...) ... aber natuerlich gilt auch "der wind machts": berlin als plattform bundesdeutscher aengste und ressentiments ...

Die Tyrannei der Zweiräder
Malte Fischer / Stephan Dolck
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=rbb/imgcol=bild_thema/key=id/keyval=1021953/tbl=int_rbbbeitragmini.jfif
Auf den Straßen Berlins tobt ein unerklärter Krieg. Militante
Radfahrer machen Jagd auf alles, was vier Räder hat.
Die Gangs der New Yorker Bronx sind sanfte Samariter gegen die radikalen Fahrrad-Fundis, die in Berlin ihr Unwesen treiben. Wir geben Tipps, die ahnungslosen Autofahrern das Leben retten könnten.


... insofern ist das durchaus nichts, was in bezug auf das forum die hauptstadt nicht geradezu als ausdruck realsatirischer form leisten sollte. quit pro quo.
stoerend, weil langweilig, wirds, wenn eine ritualisierung feststeckt. das waere so als wenn du jemandem in ein gutes kabarett schickst, der glotzt sich das verstaendnislos an - und alles was haengen bleibst, ist eine dumpfe schlagzeile als ressentiment. "wie? aeh, wieso!? die sagten aber doch...!" ... ;)


http://www.taz.de/pt/2004/09/10/a0334.nf/text
jesus-tag 2004: nagelknappheit in berlin
Wie die Baumarktketten Obi, Bauhaus und Hornbach am Donnerstag mitteilten, ist es in dieser Woche zu einer überraschenden Nagelknappheit in Berlin gekommen. Eine Vielzahl von Baumarkt-Kunden hätten sich beschwert, dass sie geplante Holzarbeiten nicht ausführen könnten, weil dafür benötigte Zimmermannsnägel nicht mehr verfügbar gewesen seien. Grund für die Materialknappheit in der deutschen Hauptstadt sei der so genannte Jesus-Tag 2004 am morgigen Samstag, teilten die betroffenen Unternehmen mit. Beim "Jesus-Tag 2004" werden vom Veranstalter 50.000 Teilnehmer erwartet, die einen drei Kilometer langen Marsch vom Brandenburger Tor zum Schlossplatz und zurück machen wollen. Anschließend soll es offenbar zu Massennagelungen kommen. Aus diesem Grund hätten die Jesus-Jünger sämtliche verfügbaren Zimmermannsnägel in Berlin erworben, hieß es gestern. Für die 50.000 Teilnehmer sollen mindestens 200.000 Nägel gekauft worden sein. Ob auch extra für die Nagelungen römische Legionäre verpflichtet wurden, ist nicht bekannt.



http://www.stucknagel.de/entry/entryrussischorthodoxe.html

Die Russisch-orthodoxen Kathedrale in Berlin-Wilmersdorf wird in 3 Bauabschnitten saniert.
Im ersten Bauabschnitt wird das Dach mit den darauf befindlichen Türmchen und den Gesimsen im Dachbereich saniert. 2004 ist die Sanierung der Fassade und 2005 die Sanierung im Inneren der Kathedrale geplant.

http://www.stucknagel.de/referenzobjekte/stuckputzaussen/russischorthodoxe/russische.jpghttp://www.stucknagel.de/referenzobjekte/stuckputzaussen/russischorthodoxe/russische6.jpg
links: Ansicht der Kathedrale vor Beginn der Sanierung ... rechts: Ansicht nach Beendigung des 1.Bauabschnittes

trance-x
September 10th, 2004, 03:34 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702449.html


König Fußball regiert die Prominenz
Beim ersten Postbank-Medientreff plaudern Promis über ihre sportliche Vergangenheit ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88918.jpghttp://www.manager-magazin.de/img/0,1020,296205,00.jpg

König Fußball regierte dieser Tage auch auf dem gesellschaftlichen Parkett und war deshalb im Palais Unter den Linden am Dienstagabend das Gesprächsthema Nummer eins. Dorthin hatten am Vorabend des Länderspiels Deutschland gegen Brasilien Wulf von Schimmelmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG, und Franz Beckenbauer zum ersten Postbank-Medientreff geladen.
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/sehenswuerdigkeiten/unter-den-linden_05_gross.jpg
Weitere Treffs sollen bis zur Fußball-WM 2006 folgen. Organisiert hatte das Fest Deutschlands Party-Guru Manfred Schmidt.

Ganz im Zeichen des Fußballs war auch die Dekoration: Es gab postgelbe Fußbälle, Kickertische, an denen sich die Gäste beim Tischfußball entspannen konnten, und Flachbildschirme, auf denen kickende Spieler zu sehen waren. Beckenbauer erzählte, dass sein jüngster Sohn Joel Maximilian, der im August vier Jahre alt geworden ist, später vielleicht das Zeug zum Fußballer haben könnte, "Joel ist ein Bewegungstalent." Aber er solle einmal selbst bestimmen, welchen Sport er ausüben möchte. "Auch wenn er noch so großes Fußballtalent hätte, wir würden ihn nie zu etwas zwingen."

Dass das Fußballspielen auch vielen Promis als Heranwachsenden eine Menge Spaß brachte, berichteten zahlreiche Gäste, so Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), der mit Ehefrau Karin zum Fest kam.
http://www.zdf.de/ZDFde/img/16/0,1886,2275984,00.jpghttp://bilder.bild.t-online.de/BTO/news/2004/02/18/clement/clement,property=Bild.jpghttp://bilder.bild.t-online.de/BTO/kinomusik/aktuell/2003/10/09/maischberger/1127157-031008__bund__1306877.jpg,property=Bild.jpghttp://ad22.vhb.de/pshb?fn=relhbi&sfn=cn_load_bin&id=872956
"Ich habe früher in der Schulmannschaft und in der Stadtmannschaft als Rechtsaußen gespielt. Länderspiele sehe ich am liebsten."

Auch Sabine Christiansens Lebensgefährte Manfred Schneider outete sich als Fachmann des runden Leders.
http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,311716,00.jpghttp://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/859/38821/image_fmabspic_0_0.jpg
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayer AG kickte als junger Mann mit Begeisterung, war Mittelläufer. Sein Herz schlägt für Bayer Leverkusen und für Hertha BSC ("bei Hertha bin ich Mitglied"). Seine Lebenspartnerin und er wünschen dem neuen Bundestrainer Jürgen Klinsmann für seine Arbeit "viel Glück".

Der FDP-Parteivorsitzende Wolfgang Gerhardt spielte als Jugendlicher nicht nur Fußball, er muss eine wahre Sportskanone gewesen sein, denn auch beim Tischtennis, Tennis, Hallenhandball und Schwimmen war er aktiv.
http://www.wdr.de/tv/monitor/archiv/2002/12/image/05f07gerhardt.jpghttp://www.wolfgang-gerhardt.de/sitefiles/pageimages/7648/1052914943-wg_gruss_3.jpg-thumb.jpghttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/regierungsgebaeude/fdp.jpg
links: Gerhardt ... rechts: FDP-Bundesgeschäftsstelle "Thomas-Dehler-Haus"

"Heute spiele ich nur noch Tennis und fahre Ski. Zu mehr Sport reicht die Zeit nicht", bedauerte der Politiker. Der ehemalige Bundesinnenminister und jetzige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Rudolf Seiters brachte Ehefrau Brigitte mit zum Empfang. Auch er gehörte als Gymnasiast zu den Freizeitkickern, spielte einst in der Schülermannschaft als rechter Läufer.

Wie sich im Laufe des Partyabends ziemlich schnell herausstellte, haben alle einen gemeinsamen Traum - bei der Fußball-WM 2006 beim Finale im Berliner Olympiastadion zu sitzen und Deutschland siegen zu sehen...

Bettina Cramer, "Blitz"-Moderatorin bei Sat 1, fiel indes zunächst weniger durch Fußballkenntnisse als durch ihr Outfit auf - ein eng geschnittenes, schmales Seidenchiffonkleid.
http://2mad.com/bc/world/gfx/rawcaps/bettina_cramer-06-12-02_01_haus.jpg
"Ein Modell der Amerikanerin Betsey Johnson, die unsere Kostümbildnerin in New York entdeckt hat. Betsey staffiert mich auch für die ,Blitz'-Sendung aus." Bettina ist übrigens Schalke-Fan.



Entertainerin Sissi Perlinger und Fernseh-Moderatorin Christiane Gerboth gaben sich modisch als Catwomen zu erkennen.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,388406,00.jpghttp://www.prisma-online.de/image/e5/mmnet_1e1598e741e5.jpeghttp://medialine.focus.de/PM1D/PM1DG/PM1DGC/PICS/gerboth2.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,388404,00.jpg
Sissi ist für ihren Wildkatzen-Look mittlerweile schon berühmt. Christiane Gerboth verwendete das auffällige Muster eher sparsam, trug lediglich modische Wildkatzen-Schuhe und Tasche zu ihrem schwarzen Outfit.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702445.html
dieses und jenes ...
http://www.wdr.de/radio/wdr2/abendmagazin/montalk/image/gast/kollo.jpghttp://www.stefanangehrn.ch/pict/vip/gr/preusse_georg.jpg
Rene Kollé ... Georg Preuße ...

Wer hätte das gedacht: René Kollo, einer der erfolgreichsten deutschen Opernsänger, peilte ursprünglich eine Schauspielerkarriere an. Das kam in Plauderstimmung beim Glas Weißwein im Weinrestaurant Guy in der Luisenstraße in Mitte raus. Dort traf Kollo auf den "Jedermann"-Darsteller Georg Preuße und erzählte, dass er selbst im vergangenen Jahr in Trier den "Jedermann" im Freilichttheater gespielt habe. "Ich hatte als junger Mann auch eine gute Schauspielausbildung", sagte Kollo und wünscht sich: "Ich würde liebend gern öfter auf der Theaterbühne stehen."

Westfälischer Schinken, rheinischer Flammkuchen und bergische Waffeln, dazu Kölsch, Pils und Alt - landestypische Spezialitäten aus dem größten deutschen Bundesland hat Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) bestellt, um seine Gäste beim zweiten Sommerfest des Landes Nordrhein-Westfalen zu verwöhnen. Zugesagt hatten gestern Abend vor allem zahlreiche Politiker, darunter die Bundesminister Wolfgang Clement (SPD), Hans Eichel (SPD), Renate Künast (Grüne), Otto Schily (SPD), Ulla Schmidt (SPD) und Peter Struck (SPD).

Altbundeskanzler Helmut Kohl, der 1999 von der Super-Illu mit der "Goldenen Henne" ausgezeichnet wurde, sprach gestern beim großen Redaktionsfest an der Zimmerstraße (Axel Springer Passage) das Grußwort. Weiterer Redner: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. Geladen hatten Verleger Hubert Burda und Chefredakteur Jochen Wolff unter dem Motto "15 Jahre Fall der Mauer: Stolz auf das Erreichte" etwa 400 Gäste aus Politik, Show und Medien. Gleichzeitig wurden die neuen Redaktionsräume gezeigt. Zugesagt hatte auch CDU-Chefin Angela Merkel.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702447.html
Wong Hoy Cheong, Künstler aus Malaysia, eröffnet eine Ausstellung seiner Arbeiten in der Galerie Alexander Ochs (Sophienstraße 16, 20 Uhr).
Hans Tietmeyer, INSM-Kuratoriumsvorsitzender, kommt zur Preisverleihung "Ministerpräsident des Jahres"


http://www.welt.de/data/2004/09/10/330696.html

Geflüster
Er kann sich rühmen, dass auch die schwedische Königsfamilie zu seinen Fans zählt - so trat Schwedens erfolgreichster Pop-Star Robert Wells, (42, Foto mit Königin Silvia) auf Wunsch der Kronprinzessin Viktoria an deren 27. Geburtstag im Juli auf einer großen Party im Schloss auf. Heute kommt er zum ersten Mal nach Berlin, spielt um 20 Uhr mit seiner neunköpfigen Band beim exklusiven Showcase vor 150 geladenen Gästen im Soultrain an der Charlottenburger Kantstraße. Ehrengast ist Königin Silvias Bruder Jörg Sommerlath.

Mit seiner Crossover-Show "Rhapsody In Rock" vereint der Schwede Klassik, Rock und Pop. Unter der Schirmherrschaft des schwedischen Generalkonsuls Bo Emthen präsentiert er sein Konzept jetzt erstmalig in Deutschland, gastiert am 19. November im Velodrom. Wells moderiert außerdem Schwedens zurzeit erfolgreichste TV-Show.

Sachsens Regierungschef Georg Milbradt (Foto) ist gestern Abend im Rahmen eines Festakts der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche im Palais am Festungsgraben in Mitte als "Ministerpräsident des Jahres 2004" ausgezeichnet worden. Baden-Württembergs ehemaliger Regierungschef Lothar Späth lobte in seiner Laudatio insbesondere die Anstrengung Sachsens in der Wirtschaftsförderung und Bildungspolitik: "Die Landespolitik zieht mit den Kommunen an einem Strang, und das über Parteigrenzen hinweg." Georg Milbradt: "Dieser Preis macht Mut und bestätigt uns auf unserem Kurs."

Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004
[/b].

http://www.welt.de/data/2004/09/10/330700.html
Barbara Schöneberger: Das "Blonde Gift" ist wieder Single
http://www.picturepress4u.de/Bilderliste/Bilder/Schoeneberger,%20Barbara%203.jpghttp://www.freilassung.de/div/bilder/moabit.jpg
links: barbara schöneberger ... rechts: blick auf das moabiter gefaengnis (genau, da sass auch honey-honecker drinne) ...

Das "Blonde Gift" ist wieder Single: Barbara Schöneberger(30 gilt zwar als die schlagfertigste deutsche Fernseh-Moderatorin, aber wenn es um ihr Privatleben geht, ist sie verschwiegen wie ein Grab. Zum Thema Trennung - ihr Verlobter Paul Keuter (29) zog bereits aus der Moabiter 200-Quadratmeter-Wohnung aus - war sie gestern nicht zu sprechen. Auch ihre Kölner Agentur machte keine näheren Angaben darüber, was zur Trennung des sympathischen Paares geführt hat, bestätigte aber, dass die Moderatorin jetzt wieder allein lebt.

Mit Keuter, begeisterter Fußballer und Mitarbeiter bei Hertha BSC, verbrachte die Powerfrau drei glückliche Jahre. Kennen gelernt hatten sich die beiden auf der Party eines Freundes. Wie die "Gala" berichtet, ist es das erste Mal, dass die schlagfertige Talkerin von einem Mann verlassen wurde. Um sich abzulenken, jettete sie unmittelbar nach dem Aus mit den Eltern zu einem Kurztripp nach New York. Ansonsten stürze sie sich jetzt in die Arbeit. Zuletzt war sie für die Pro-7-Serie "Die Hausbau-Promis" unterwegs, auch neue Folgen der Talkshow "Blondes Gift" (ebenfalls Pro 7) wurden aufgezeichnet. Außerdem stand sie für den neuen Fernseh-Werbespot und Katalog von Tchibo vor der Kamera. Jän
Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004

trance-x
September 10th, 2004, 06:25 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/10/330661.html

"Art Forum": 36 Mal Berlin
Die Kunstszene der Hauptstadt hat in der Messe ihre Tribüne
von Gerhard Charles Rump

Dass Berlin nicht nur die Hauptstadt der res publica, sondern auch der jungen Kunst ist - gleichauf mit New York und vor London und Paris - weiß man so langsam. Auch wenn Berlin sich international noch immer unter Wert verkauft. Da mag die Sonderschau "Made in Berlin" helfen, kuratiert von Zdenek Felix. Sie zeigt Kunst, die jüngst in Berlin entstand, gleich, woher die Künstler kommen (es sind nur zwei gebürtige Spree-Athener dabei). Und es ist auch Felix, der die Meinung von Berlin als interessantester Galerien-Stadt mit Bestimmtheit öffentlich vertritt. Recht hat der Mann.

http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/startseite/ausstellung12.jpghttp://kunkel.hispeed.com/Germany/BerlinFunkturmRadioTower.jpg

Das "Art Forum", das vom 18. bis 22. September unterm Funkturm ein Glanzlicht des ultraheißen Berliner Kunstherbst darstellt, hat 119 Galerien zugelassen. Und siehe: 36 davon sitzen in Berlin. Da schlägt Quantität in Qualität um, denn die Messe versteht sich ja nicht als Nur-Berliner Kunstschaufenster. Und wenn dann 36 von 119 vom Ort stammen, dann bedeutet das etwas. Zumindest, dass die Berliner Galerien durch ihre qualitätvollen Programme die Messe vor der Haustür zu ihrer Tribüne machen können. Bei dem internationalen Sammler- und Museumspublikum, dass das Art Forum besucht ein großer Pluspunkt.


Das Art Forum will auch sein Publikum unabhängig von anderen künstlerischen Großereignissen gewinnen, und so verkündet es selbstbewusst: "Das MoMA hilft Berlin, nicht unbedingt der Messe." Vielleicht richtig, denn das Gros der Schlangesteher vor der Neuen Nationalgalerie gehört nicht unbedingt zur Gruppe der Kunstsammler.


Mit den ergänzenden Veranstaltungen (man kooperiert in gewissem Maße) der "Berliner Liste" und dem "Berliner Kunstsalon" (siehe Kunstmarkt der WELT am morgigen Samstag) kann man sich in diesem Monat einen guten Überblick über die Berliner Galerien- und Kunstszene verschaffen.


Besonderheiten, die über das normalen Maß eine Galerie beachtenswert machen, gibt es einige: Alexander Ochs ist der Berliner Galerist (mit Dependance in Beijing), der sich intensiv der zeitgenössische Kunst aus China annimmt. Er setzt damit auf einen Zukunftsmarkt, denn mit der zunehmenden Öffnung und wachsenden Wichtigkeit des asiatischen Riesenreichs wird auch die Kunst dieses endlos faszinierenden Landes immer stärker beachtet, und wahrlich nicht ohne Grund.


Ihr 10-jähriges Bestehen feiert die Galerie Arndt und Partner auf der Messe, und präsentiert auf einer Sonderausstellung auf 100 Quadratmetern neue Werke aller von der Galerie vertretenen Künstler.


Neu ist die Galerie Guido W. Baudach (Oudenarder Straße 16-20), aber nicht ganz: Bekannt geworden ist sie unter dem alten Namen "Maschenmode" in der Torstraße. Das Programm ist aber weiterhin ganz auf "cutting-edge"-Kunst ausgerichtet. Contemporary Fine Arts vertreten den erfolgreichen Mal-Magier Jonathan Meese (WELT vom 7. August) und eine Reihe ebenfalls international beachteter Künstler (von TAL R über Jörg Immendorff zu Chris Ofili), ähnlich Volker Diehl (Martin Assig, Angela Dwyer, Jaume Plensa).


Ein Star-Galerist ist Gerd Harry "Judy" Lybke, der mit Neo Rauch und Martin Eder zwei "Darlings" des Kunstmarkts vertritt, denen etwa Tim Eitel, Uwe Kowski, Carsten und Olaf Nicolai oder Rémy Markowitsch durchaus das Wasser reichen können. Und der andere Pontifex Maximus der Berliner Galerienszene, Michael Schultz, ist auch wieder mit von der Partie. Und wieder verzichtet er darauf, seine arrivierten Künstler (Baselitz, Penck, Lüpertz) zu präsentieren, sondern kommt mit dem Programm seiner viel diskutierten Jungstars, der Koreanerin SEO etwa, Norbert Bisky, und der vielfach preisgekrönten Cornelia Schleime.


Fahnemann hat mit Michael Wesely einen der beachtetsten Fotokünstler außerhalb der Struffsky-Fraktion im Programm. Wesely macht Landschaftsfotos, die keine Landschaft in dem Sinne zeigen, sondern vielmehr auf die Darstellung von Zeit und Raum abzielen. "Faszinierend!" Ja, Mr. Spock, und wie!

Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004


homePage: http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/index_d.html

ps: jener norbert bisky ist uebrigens der sohn des PDS-vorsitzenden ...
http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/bisky-portrait.jpg
Norbert Bisky

guido westerwelle mag z.b. seine bilder sehr und hat einige.
ihm, also bisky, wurde uebrigens verklaerung des ddr-alltags bzw. faschistische aesthetik vorgeworfen ... tatsaechlich bedienen die bilder auch entsprechende klischees, allerdings sind derlei vorwuerfe auch ideologische standardreaktionen, besagen nicht viel ueber seine tatsaechlichen motivationen ... die sehe ich eher als faible fuer die art von aesthetik in kombination mit koerperkultur, homosexualitaet etc. .. idealisiert wird vieles, verklaert nicht automatisch ...

ein paar bilder von ihm ...
http://www.museum-junge-kunst.de/images/biskygr.jpghttp://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/biskiparade.jpg
http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/allewollndenfuehr.jpghttp://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/karakum-allegiessen.jpg

mehr bilder von ihm: http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/d/magazin-bisky.php

Max BGF
September 10th, 2004, 02:56 PM
Ich habe mir fast wahllos eine Überschrift herausgegriffen, um das Problem zu beschreiben:
König Fußball regiert die Prominenz
Beim ersten Postbank-Medientreff plaudern Promis über ihre sportliche Vergangenheit- König
- Prominenz
- Medientreff
- plaudern
- Vergangenheit


Mehr muß man wohl nicht dazu sagen...

trance-x
September 10th, 2004, 03:06 PM
Ich habe mir fast wahllos eine Überschrift herausgegriffen, um das Problem zu beschreiben:
- König
- Prominenz
- Medientreff
- plaudern
- Vergangenheit
Mehr muß man wohl nicht dazu sagen...

und wo ist das problem? - das echte, nicht deines ...


http://www.welt.de/data/2004/09/10/330659.html
Udo Lindenbergs Lebenswunsch ist ein Auftritt im Palast
Kultursenator Flierl will sich dafür einsetzen
von Guntram Doelfs und Andrea Puppe
http://www.udo-lindenberg.de/images/deck_s.gif
Kultursenator Thomas Flierl (PDS) will offenbar die angekündigte Schließung des Palastes der Republik durch die Oberfinanzdirektion (OFD) nicht hinnehmen. Flierls Sprecher Torsten Wöhlert kündigte gestern Gespräche mit dem Bund über weitere Veranstaltungen in der Palastruine an. "Die Chance für eine weitere kulturelle Zwischennutzung ist groß, wir sind relativ optimistisch", sagte Wöhlert. Einen genauen Termin für die Gesprächsrunde nannte er jedoch nicht.


Wie berichtet, lehnt die OFD weitere Genehmigungen für Veranstaltungen in der Ruine ab, solange das Land Berlin weiter auf erhöhte jährliche Zahlungen von Grundsteuer beharre. OFD-Sprecher Helmut John korrigierte allerdings seine ursprünglichen Angaben, wonach der Grundsteuerbetrag von 80 000 Euro jährlich auf inzwischen 1,2 Millionen Euro gestiegen sei. Der genaue Betrag ist erheblich geringer und liegt nach Johns aktuellen Angaben bei zirka 265 000 Euro jährlich.


Ein möglicher Vorstoß der Kulturverwaltung wird jedoch von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) argwöhnisch beobachtet. "Wir werden nicht erlauben, dass mit dem Finanzamt Kulturpolitik gemacht werden soll", warnte Sarrazins Sprecher Matthias Kolbeck. Das Steuerrecht sehe aus gutem Grund keine Bevorzugung Einzelner vor. Die kulturelle Nutzung des Palastes sei eine Frage der Kultur- und Stadtentwicklungspolitik, keine Steuerfrage.


Kolbeck widersprach auch der Darstellung der OFD, die Zwischennutzung der Palastruine habe die Grundsteuern in die Höhe getrieben. Dies sei falsch, denn die Abgabe wurde zum Stichtag 1. Januar 2004 festgelegt. Der Grundstückswert musste neu berechnet werden, weil während der Asbestsanierung die entstandenen hohen Kosten davon abgezogen werden konnten.


Die OFD fordert jedoch weiterhin vom Land Berlin ein Entgegenkommen. Es könne nicht sein, dass der Bund die Ruine für eine geringe Miete zur Verfügung stelle sowie Veranstaltungen im Palast über den Hauptstadtkulturfonds fördere - und Berlin dennoch derartige Forderungen stelle, bekräftigte John gestern.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,100057,00.jpg

"Der Riesenerfolg der Zwischennutzung schreit förmlich danach weiterzumachen", sagte Amelie Deuflhard, künstlerische Leiterin der Sophiensäle, einem der Veranstalter des bis zum 9. November im Palast beheimateten "Volkspalastes". Es gebe viel Resonanz - auch in der internationalen Presse. "Bald wird es so sein, dass jeder Tourist, der nach Berlin kommt, unbedingt den Volkspalast sehen will", so Deuflhard. Und ist optimistisch, in weiteren politischen Gesprächen Zweifler davon zu überzeugen, wie wichtig die kulturpolitische Auseinandersetzung mit diesem Ort ist. Ein Konzept für eine längere Bespielung des Palastes habe man bereits im vergangenen Sommer vorgelegt. "Ich könnte mir dort auch Konzerte vorstellen, wir sind seid vier Monaten mit Udo Lindenberg im Gespräch", sagte sie.
[img]http://www.ostkreuz.de/ostkreuz/fotografen/sibylle/fotosibylle/berlin/berlin_02.jpg
Für Rocker Lindenberg ist ein Konzert im Großen Saal des Palastes der Republik "ein Lebenswunsch". Bereits 1983 spielte er dort im Rahmen einer "Künstler für den Frieden"-Aktion. "Das war damals die erste Genehmigung und sollte eine Tour durch die DDR werden", erinnerte sich der Musiker. Es sei "ein Zeichen des Aufbruchs" gewesen. "Genauso ist es heute", sagte Lindenberg, der ein eingefleischter Schlossgegner ist. "Ich werde mich nächste Woche mit dem Kultursenator treffen, der hat schon zugesagt, dass er uns unterstützen will", sagte Lindenberg und hofft im Januar oder Februar seine Show "Atlantic Affairs" dort aufführen zu können.

Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004

trance-x
September 10th, 2004, 03:15 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54762.html

Ach du lieber Gott! Honis Stühle jetzt in der Kirche
PALAST-SESSEL Pfarrer predigt nun mit Engels- und nicht mit Marx-Zungen

Wesendahl/Berlin - Mein Gott, Erich! Die Stühle, auf denen der SED-Chef und seine Genossen während der Parteitage im Palast der Republik thronten, werden bald in einer Kirche stehen. Der Förderverein zur Sanierung des Wesendahler Gotteshauses hat sie gekauft.

http://www.funfocus.net/bilder/cartoons/honecker.jpg
Vorsitzender Uwe Sack (52) und die beiden Mitglieder Volker Esche (62) und Horst Laubach (79) haben auf den senffarbenen Polstern Platz genommen. "Sind sie nicht schick?", fragt Uwe Sack. "Und so günstig. Ein Euro pro Stück. Meine Mutter hat sie spendiert und gleich Hundert davon gekauft."
http://www.kommunistische-partei-deutschlands.de/13-personen/bio/honecker.jpg
Noch in diesem Jahr sollen die nummerierten Stahlrohr-Sessel mit Armlehnen im Schiff der Wesendahler Kirche aufgestellt werden. "Wir setzen alles daran, dass bis dahin das Dach fertig ist", sagt Volker Escher. Seit 2001 wird die Feldsteinkirche aus dem Jahre 1250 saniert – und das ist vor allem den 20 Vereinsmitgliedern zu danken. Uwe Sack: "1946 hat sie der damaligen Bürgermeister zur Plünderung freigegeben. Seitdem ist sie verfallen." Jetzt aber wird das Gotteshaus wieder aufgebaut. Der Förderverein sammelte Geld, warb Sponsoren. 670 000 Euro werden gebraucht. Bald sollen in der Kirche wieder Gottesdienste, Trauerfeiern und Konzerte stattfinden. Wer helfen will: Sparkasse Märkisch-Oderland, Blz 17054040, Konto-Nummer: 30 00 04 69 32. SEY

BU: Momentan kann nur der Chorraum genutzt werden.
http://www.altlandsberg.de/neu/ortsteile/wesendahl/bilder/wesendahlbild1.jpg
BU: Die Wesendahler Feldsteinkirche wurde um 1250 erbaut.


http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/leute/54784.html
Verliebt
Judith küsst jetzt eine Frau
http://www.vipcorner-online.de/files_d/interviews/hildebrandt,_judith/hildebrandt_1.jpghttp://www.aline-staskowiak.de/Bilder/Index/as.strubbel.index.137px.jpg
Judith Hildebrandt hat's erwischt und der Glückliche ist scheinbar eine SIE. Die zierliche Schauspielerin, bekannt aus "Marienhof" und "Hinter Gittern", soll sich beim Dreh für die RTL-Knastserie in ihre Kollegin Aline Staskowiak verguckt haben.

trance-x
September 10th, 2004, 03:28 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54767.html

FIFA - In Berlin öffnet der erste Shop
http://www.karstadt.de/filialen/iopics/berlinsport.jpghttp://www.tribuneindia.com/2002/20021120/sp7.jpg
Berlin – "Kaiser" Franz Beckenbauer eröffnet am kommenden Donnerstag den ersten offiziellen FIFA-WM-2006-Shop in der Hauptstadt. Bei der Premiere im Warenhaus Karstadt-Sport am Neuen Kranzler Eck (am Ku'damm) in Charlottenburg werden unter anderen Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und FIFA-Generalsekretär Urs Linsi anwesend sein.

trance-x
September 10th, 2004, 03:37 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story702571.html

Große Sprünge am Bahnhof Potsdamer Platz
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_88965.jpg
Hunderte Berliner bestaunten gestern Mittag bei schönstem Sommerwetter, wie die Stabhochspringer - hier Lars Börgeling - die Höhen meisterten

Berlin - An ungewöhnlichem Ort probte das Berliner Istaf gestern schon einmal große Sprünge. Bei strahlendem Sonnenschein warben vier deutsche und ein niederländischer Stabhochspringer am Bahnhof Potsdamer Platz für das 63. Internationalen Stadionfest der Leichtathleten, das Sonntag im umgebauten Olympiastadion stattfindet. Für die Veranstaltung sind bereits 53 000 Karten verkauft worden. US-Sprinterin Marion Jones allerdings hat ihren Start beim Istaf abgesagt. Offiziell hieß es, der Grund für den Verzicht der 28 Jahre alten früheren Weltmeisterin und Olympiasiegerin seien Rückenprobleme.

Ungeachtet dessen beklatschten mehrere hundert Zuschauer das traditionelle Showspringen, das in den vergangenen Jahren schon vor dem Reichstag und im Strandbad Wannsee stattgefunden hatte. Dass sich der Kölner Tim Lobinger trotz Gegenwind für seinen enttäuschenden elften Platz vor zwei Wochen bei den Olympischen Spielen in Athen rehabilitierte und mit übersprungenen 5,60 m vor Michael Stolle gewann, geriet dabei fast zur Nebensache.


«Skate Night» am 12. September - Berlin auf Rollen
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040905_snb/01_prestart//A5AF9657.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/04b//IMG_2233.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4831.jpg
Berlin (dpa/bb) - Die Skater rollen am Sonntag wieder durch Berlin. Der Startschuss für die «Skate Night» fällt um 20.30 Uhr. Los geht es auf der Straße des 17. Juni, wo die Rundtour auch wieder endet. Zur Tourpause an der Hasenheide gibt es Tipps für die Rollerblader. Organisiert wird der Abend von der Leipziger Sportveranstaltungsgesellschaft.
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040530_snb/01//A5AF6242.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040613_snb/strecke//A5AF8121.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040516_snb//A5AF5517.JPG
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil2//IMG_5054.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040905_snb/02_part1//A5AF9803.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040530_snb/01//A5AF6257.JPG
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040905_snb/03_pause//A5AF9841.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//A5AF8787.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//IMG_2374.jpg
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//IMG_2350.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//A5AF8786.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//IMG_2418.jpg
Die Teilnahme ist kostenlos. Für absolute Anfänger sei die Tour nicht geeignet, hieß es. Der Start- und Zielbereich kann aber zum Üben genutzt werden.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story702570.html
Berlin bekommt einen "Boulevard der Stars"
Neuer Touristenmagnet in der Hauptstadt nach Vorbild des legendären "Walk of Fame"
http://mbressman.dnsalias.net/roadtrip/link5_full_images/044%20-%20Walk%20of%20Fame.JPG
Walk of Fame in L.A. ...

Berlin - Was in Los Angeles Touristen magisch anzieht, soll nun auch eine Attraktion in der deutschen Kinohauptstadt Berlin werden: ein "Walk of Fame" für die großen Sterne von Film und Fernsehen. Fritz Lang und Erich von Stroheim, Marlene Dietrich und Romy Schneider, Heinz Rühmann und Hans Albers - viele unterschiedliche Persönlichkeiten haben das Gesicht des deutschen Kinos geprägt. Und es ist an der Zeit, ihnen ein Denkmal zu setzen, einen Wandelgang der Erinnerung.

Der "Boulevard der Stars", wie er in Berlin heißen wird, soll entlang der Gehwege im neuen Stadtzentrum verlaufen, am Potsdamer Platz, im Herzen Berlins. Er soll den prominenten Künstlern vorbehalten sein, die das deutschsprachige Kino in 100 Jahren hervorgebracht hat; aber auch Plaketten für herausragende Fernsehpersönlichkeiten sind vorgesehen.

Vorbild ist der Hollywood Boulevard von Los Angeles, auf dem Amerika rund um das legendäre Grauman's Chinese Theatre seit 1960 seine Helden des Entertainment mit Ehrenplaketten in Form eines goldglänzenden Sterns ehrt. Mehr als 2000 Namen wurden dort bisher auf den Bürgersteigen verewigt, von Greta Garbo, Clark Gable, Marilyn Monroe bis zur Trickente Donald Duck. Jährlich kommen 20 bis 25 neue Namen hinzu.

Verwaltet wird der "Walk of Fame" in Los Angeles vom "Hollywood Historic Trust", der Vorschläge über Neuzugänge annimmt - und für seine Dienstleistung eine Gebühr von 15 000 Dollar erhebt.

Das Berliner Projekt ist eine Initiative der Freunde und Förderer des Filmmuseums Berlin mit Sitz am Potsdamer Platz und soll nach mehrjähriger Vorbereitung nun realisiert werden. Heute kommt in Berlin die Jury zusammen, die aus vier Entwürfen eines Wettbewerbs zur Gestaltung des "Boulevard der Stars" den besten Entwurf für die Gehwegplatten heraussuchen soll; am Dienstag wird der Sieger der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ersten zwölf Namen, die bereits feststehen sollen, könnten schon Anfang kommenden Jahres - passend zu den Internationalen Berliner Filmfestspielen - rund um das Filmmuseum verewigt werden.

Max BGF
September 10th, 2004, 03:47 PM
und wo ist das problem? - das echte, nicht deines ... Opium fürs arbeitslose Volk

trance-x
September 10th, 2004, 04:11 PM
Opium fürs arbeitslose Volk
welches arbeitende volk? ...

http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4900.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_5038.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4922.jpg
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4996.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4909.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4914.jpg
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4827.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4958.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4837.jpg

Max BGF
September 10th, 2004, 04:16 PM
welches arbeitende volk? ...Genau, das meinte ich.

trance-x
September 10th, 2004, 04:21 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story702715.html

Steffis Freuden, Steffis Leiden
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/89000.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/89001.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/89002.jpg
Fünf Jahre nach dem Ende ihrer Karriere ist Tennis immer noch die große Leidenschaft der Steffi Graf, aber eben nicht mehr die einzige: Quasi als Vorbreitung auf ihr "Comeback" am 25. September in Berlin, bei dem sie zur Einweihung des "Steffi-Graf-Stadions" beim LTTC Rot-Weiß gegen Gabriela Sabatini ein Showmatch spielen wird, schaute sie bei den US Open in New York ihrem Ehemann Andre Agassi enthusiastisch, liebevoll und - schließlich auch enttäuscht zu.
(...)


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story702632.html
Berlin feiert das Theater des Jahres
Gleich im ersten Jahr Erfolg: Das Kreuzberger Bühnenkombinat "Hebbel am Ufer" ist von Deutschlands Kritikern gekürt worden
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88982.jpg
Intendant Matthias Lilienthal vor dem Hebbel-Theater. Die 1907 von Oscar Kaufmann erbaute Bühne gegenüber der SPD-Bundeszentrale ist das Herz des HAU
Foto: Beetz

Neuköllner Amateurboxer standen Modell für die Plakate, mit denen das neue Theaterkombinat Hebbel am Ufer (HAU) wirbt. Nun hat es sich durchgeboxt: Kritiker wählten das HAU zu Deutschlands "Theater des Jahres"

Eine Überraschung ist es nicht, dass das Berliner Hebbel am Ufer (HAU) in der Kritikerumfrage des Branchenblatts "Theater heute" ganz vorne landete. Denn erstens gehört Matthias Lilienthal zu den beliebtesten Menschen der Branche. Der 44 Jahre alte ehemalige Co-Intendant der Volksbühne und Leiter des Festivals Theater der Welt im Rheinland 2002 verbindet kreative Intellektualität mit dem Gebaren eines Pragmatikers, der sich nicht zu schade ist, intensiv über die optimalen Raumtemperaturen bei einer Premiere nachzudenken. Unter seinem rauen, gelegentlich überfallartig hervorbrechenden Berliner Humor verbirgt sich eine Menschlichkeit, die in einer Branche voller egozentrischer Sadisten keine Selbstverständlichkeit ist.

Zweitens wirkt auch in der Bühnenwelt der Reiz des Neuen, und ein wiederholter Triumph der ewigen Favoriten Zürcher Schauspielhaus, Thalia-Theater Hamburg und Münchner Kammerspiele hätte wohl nicht nur beim lesenden Publikum, sondern auch bei den an der Umfrage beteiligten 39 Kritikern selbst ein Gähnen ausgelöst.

Drittens verkörpert das HAU einige der theatralen Megatrends der jüngeren Zeit: Es ist interdisziplinär nicht nur in dem Sinne, dass sich hier Sprechtheater, Tanz, Musik und bildende Kunst, wenn's gut geht, spektakulär vereinen. Man strebt auch sonst ständig über die Grenzen der klassischen Bühnenkunst hinaus. Das Theater, wie es der Studienabbrecher Matthias Lilienthal versteht, ist auch eine hippe Volkshochschule oder ein Club mit Fortbildungsmöglichkeit. Typisch dafür ist die "Mobile Akademie", bei der Künstler und Wissenschaftler gerade unter dem Arbeitsbegriff "Fakelore" nach der Entstehung neuer urbaner Folklore fragen.

Typisch fürs Theater des neuen Jahrtausends ist zu guter Letzt auch der Drang, die eigenen drei Wände zu verlassen und sich ungewöhnliche Veranstaltungsorte zu suchen, nach dem guten alten "Akte X"-Motto "Die Wahrheit ist irgendwo da draußen". Das HAU suchte die Wahrheit unter anderem in Kreuzberger Privatwohnungen, wo Inszenierungen von Regisseuren wie Fatih Akin gezeigt wurden, und jetzt im Palast der Republik - dort gehören Lilienthal & Co zu den treibenden Kräften einer vorübergehenden Umwidmung der Ruine zum "Volkspalast".

Die Wahl durch die Kritiker wäre vermutlich noch deutlicher ausgefallen, wenn unter den großen Eigenproduktionen des HAU wenigsten eine gewesen wäre, die die Ansprüche an eine wegweisende Inszenierung erfüllt. Doch das konnte man selbst der viel beachteten Tanzperformance "Scratch Neukölln" von Constanza Macras nicht nachsagen. Erst recht nicht solchen Halb-Flops wie den Musicals "Eins, zwei ,drei" oder "Epidemic".

So bewahrheitet sich im HAU auch eine Binsenweisheit des Theatermarketings: Wenn es gelingt, ein Haus als Marke mit einem jungen und wilden Image zu etablieren, kommt es gar nicht mehr so sehr darauf an, was auf der Bühne gezeigt wird - die Besucher kommen erst mal aus lauter Neugier. Und den Zuschauern fällt gar nicht auf, dass Lilienthal unter neuem Design eigentlich vieles beibehalten hat, was schon vorher in den drei Theatern gepflegt wurde, durch deren Zusammenschluss das HAU erst entstand: Im Hebbel-Theater zeigt er internationale Gastspiele und pflegt die Vernetzung mit den Szenen Südamerikas und des Ostblocks. Das tat auch die ehemalige Hebbel-Intendantin Nele Hertling. Bloß wollte das bei ihr zuletzt keiner mehr sehen. Dort und im Theater am Halleschen Ufer, der zweitgrößten Bühne, wird auch weiterhin der Tanz mit ganz ähnlichem Personal wie bisher gepflegt. So bewahrheitet sich am HAU die banale Lebensweisheit: Manchmal muss sich alles ändern, damit vieles gleich bleiben kann.

trance-x
September 10th, 2004, 04:29 PM
Genau, das meinte ich.
ja und warum arbeitest du dann nicht? ...


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702647.html
Hamburgs Bürgermeister und die Quallenmahlzeit
Hansestadt feiert Chinesisches Mondfest in der Landesvertretung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/landesvertretungen/pix/bst015.jpg
Immer ein wenig elitär und exklusiv, dabei doch auch originell und stets mit internationalem Touch - so fühlen sich echte Hanseaten, und so feiern sie auch. Zum Beispiel: das Chinesische Mondfest, das im Reich der Mitte eigentlich am 15. Tag des achten Monats des chinesischen Kalenders - also am 28. September - gefeiert wird. Dazu hatte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gestern Abend gemeinsam mit dem Bevollmächtigten der Freien und Hansestadt beim Bund, Staatsrat Reinhard Stuth (CDU), etwa 1000 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Medien in die Landesvertretung an der Jägerstraße 1-3 in Mitte geladen.
http://domains.euroforum.com/china-kongress/foto/002canrong.gifhttp://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/neues-aus-hamburg/zz-bilder/2003-04/beust-wowereit-500x519,property=source.jpg
"Hamburg ist das China-Zentrum in Europa", sagte von Beust über das Fest der etwas anderen Art. Mehr als 350 chinesische Firmen residierten an der Alster, seit 20 Jahren bereits verbinde Shanghai und Hamburg eine lebendige Städtepartnerschaft. "Hamburg sagt Danke in Berlin" galt deshalb zugleich Fürsprechern, Förderern und Freunden Hamburgs.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/landesvertretungen/pix/hamburg1_388.jpghttp://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/bund/landesvertretung/haus-jaegerstrasse-645x867,property=banner.jpg
Landesvertretung von Hamburg

Hamburgs Bürgermeister erzählte launig von seiner ersten traditionellen Mahlzeit anlässlich einer China-Reise: "Ich glaubte, ich äße sauer eingelegte Spaghetti und fand es eigentlich interessant, bis ich erfuhr: Es war Qualle." In Anspielung auf die chinesische Tradition, dass ein achtgängiges Abendessen mit Gästen pünktlich um 20.30 Uhr beendet sei, sagte er: "In China geht das ratz-fatz. Sehr sympathisch, wie dort Geschäft und Privatleben getrennt werden. Aber Sie dürfen heute länger feiern ..."

Chinas Botschafter Ma Canrong überreichte von Beust eine prächtig bestickte cyclamfarbene Seidenjacke. Die passende Hose wollte der Beschenkte jedoch nicht gleich vor Ort probieren: "... die könnte sonst kraus werden!", sagte er zum Vergnügen seiner Gästeschar. NDR-Moderatorin Bettina Tietjen und ihre chinesische Kollegin WIE Li Qian kündigten den Anwesenden, darunter Grünen-Bundestagsfraktionschefin Krista Sager, die Hamburger Senatoren Roger Kusch (Justiz) und Udo Nagel (Inneres) und Hamburgs Ex-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose (SPD), dann Löwen- und Drachentänze sowie Kampfkunst, Zauberer und Darbietungen der Peking-Oper an. SPD-Politiker und Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker wurde am Eingang von der Enkelin seines Bruders Richard von Weizsäcker, Sophie von Weizsäcker, überrascht. Die 20-Jährige studiert eigentlich Jura in München, ist aber seit anderthalb Wochen als Praktikantin in der Hamburgischen Landesvertretung an der Spree tätig - zur Freude ihrer Großeltern, wo sie derzeit wohnt: "Morgens arbeite ich, nachmittags bin ich bei meinen Großeltern daheim und genieße es sehr", erzählte sie. Einen Vorgeschmack auf seine China-Reise holte sich indes Uwe Schröder, Vorstandsvorsitzender der Tom-Tailor-AG: "Ich begleite Ole von Beust mit etwa 100 Hamburger Wirtschaftsvertretern kommende Woche nach Shanghai, Peking und Hongkong."

Gefeiert hatte bereits am Mittwochabend Deutschlands größtes Bundesland und zum jährlichen Sommerfest in seine Berliner Vertretung gebeten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) konnte sich allerdings nur zu Beginn über Polit-Prominenz freuen. Dann lief ihm König Fußball den Rang ab. Doch bis dahin schaute immerhin auch CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer (CDU) kurz vorbei: "Ich komme aus NRW, ich fühle mich hier immer noch zu Hause", bekannte er. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) stärkte sich erst einmal am Grillbüfett. "Ich bin die Sibyll Klotz von NRW", nahm einige Meter entfernt Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann den neben ihr stehenden Parteifreundinnen Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, und Bärbel Höhn, Umweltministerin in Nordrhein-Westfalens, die Vorstellung bei den Gästen ab.

Corinna Schlag


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702648.html
Altkanzler Helmut Kohl: Dank an Ungarn
In der Botschaft der Republik Ungarn wurde am Donnerstag der Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze vor 15 Jahren gedacht.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/botschaften/pix/bst045.jpg
http://www.ungarische-botschaft.de/gif/neubaufoto.jpghttp://www.grunenberg-berlin.de/fotos/botschaft.jpg
Ungarische Botschaft in Berlin
Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Bundespräsident Horst Köhler, Altbundeskanzler Helmut Kohl und der damalige ungarische Ministerpräsident Miklós Németh.
http://www.cdu-lu.de/seiten/bildjpg2/kohl-el270603.jpghttp://www.cityinfonetz.de/tagblatt/archiv/2004/03/05/koehler.jpg
In seiner Rede bedankte sich Kohl für den Beitrag Ungarns zur deutschen Wiedervereinigung. "Wir sollten niemals vergessen, dass es die Ungarn waren, die selbstverständlich Werke der Menschlichkeit und der Freiheit getan haben", erinnerte er.
http://www.ungarische-botschaft.de/gif/megy.gif

Am 10. September 1989 hatte Ungarn als erstes Land des Ostblocks seine Grenzen zum Westen geöffnet. Im weiteren Verlauf seiner Rede ging Kohl auch auf die aktuelle Politik ein. Man dürfe jetzt nicht aufhören, "den Bau des Hauses Europa mit kräftigen Schritten voranzutreiben". In diesem Zusammenhang erteilte Kohl auch den Plänen zu einem "europäischen Direktorium" einzelner ausgewählter Länder eine Absage. "Alle Länder Europas verdienen die gleichen Rechte", mahnte der Altkanzler.

Max BGF
September 10th, 2004, 04:38 PM
ja und warum arbeitest du dann nicht? ...Gute Frage. :applause: Warum arbeite ich im Urlaub nicht? Weiß auch nicht.

trance-x
September 10th, 2004, 04:58 PM
Gute Frage. :applause: Warum arbeite ich im Urlaub nicht? Weiß auch nicht.
... achso, verstehe ... und den urlaub verbringst du quasi hier in berlin ... ;)

http://www.welt.de/data/2004/09/10/330687.html
Stilles Gedenken an den 11. September
An den 3. Jahrestag der Anschläge auf die Twin Towers in New York erinnern in Berlin nur wenige Veranstaltungen
von Florentine Anders
http://www.wtc-terrorattack.com/wtc-crash001.jpghttp://www.wtc-terrorattack.com/wtc-crash002.jpghttp://www.cyberspaceorbit.com/blhelo.jpg
Als vor drei Jahren am 11. September zwei Flugzeuge die Twin Towers in New York zum Einsturz brachten, war in Berlin der Schock nicht geringer als in Amerika selbst. In einer spontanen Welle der Solidarität haben die Berliner auch den hier lebenden Amerikanern ihr Mitgefühl gezeigt. Seither haben sich die Beziehungen jedoch geändert. Aus der alten Verbundenheit entwickelte sich teilweise sogar Streit. Im Jahr drei nach dem Terroranschlag kehrt wieder Normalität ein in die deutsch-amerikanische Familie.
http://www.september11news.com/AATower2ExplodeGettyImages.jpghttp://www.wtc-terrorattack.com/CBS-News/CBS.JPG

Gary Smith, Direktor der American Academy, fühlt sich noch immer wohl in Berlin: "Die Grundwerte unserer Freundschaft sind erhalten, die Störungen waren vor allem ideologisch", sagt Smith. Allein das Bewusstsein der Amerikaner, dass sich die Terroranschläge wiederholen können, würde sich von dem der Europäer heute noch unterscheiden. Beweis für die Verbundenheit zwischen Berlinern und Amerikanern ist für ihn die gestrige Veranstaltung zum 10. Jahrestag der Verabschiedung der GIs aus Berlin mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Von den zwischenzeitlichen "Störungen" blieb Gary Smith selbst nicht verschont. "Als ich zunächst den Krieg gegen den Irak befürwortete, musste ich viel Kritik einstecken", sagt er.
http://www.wtc-terrorattack.com/wtc028.JPGhttp://www.dvi.ch/DVI_file/images/newyork.jpg
Ähnliche Erfahrungen hat sein Landsmann Jeffrey Gedmin vom Aspen Institut. Er erzählt von verbalen Attacken auf der Straße und hasserfüllten E-Mails. "Nach dem Mauerfall und dem 11. September muss unsere Beziehung neu definiert werden", sagt Gedmin. Die Stimmung in der Stadt sei jetzt viel besser, aber niemand wage es, die Beziehungsarbeit in Angriff zu nehmen. Vielleicht sei das der Grund, dass es morgen kaum Veranstaltungen in Berlin zum Gedenken an den Terroranschlag gibt.

http://www.skfriends.com/-wtc/wtc-plane2-crash2-orig.jpg
Auch für Toby Axelrod, amerikanische Journalistin in Berlin und Dozentin am Touro-College, waren die vergangenen Jahre ein Wechselbad der Befindlichkeiten. "Nach dem Schock am 11. September fühlte ich mich in Berlin mit meinem Schmerz sehr aufgehoben", erinnert sie sich. Beeindruckt war sie von der Großdemonstration wenige Tage nach dem Anschlag, als die Berliner auf die Straße gingen, um ihre Trauer zu zeigen. Zu den Demonstrationen gegen die Irak-Politik von Bush konnte sie dann nicht mehr gehen. "Ich teilte die Kritik, aber die Parolen waren antiamerikanisch", sagt die Dozentin. Jetzt, vor der US-Präsidentschaftswahl im November, würden sich die Pole wieder annähern. Heute fliegt die Amerikanerin zu ihrer Familie nach New York und die Angst fliegt immer noch mit. "Obwohl gerade an diesem Tag alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen sein werden", versichert sie sich selbst.
http://bias.blogfodder.net/archives/wtc%20ff%20and%20flames.jpg

In der internationalen John-F.-Kennedy Oberschule in Zehlendorf wird das Trauma vom 11. September in diesen Tagen überlagert von dem Terroranschlag auf die Schule in Beslan. "Im Unterricht diskutieren die Schüler nur noch die Ereignisse in Russland", sagt der Schulleiter Ulrich Schürmann. Diejenigen, die den Terroranschlag vor drei Jahren bewusst miterlebt haben, hätten inzwischen mit dem Abitur die Schule verlassen. Die Jüngeren würden sich vor allem an die extremen Sicherheitsvorkehrungen erinnern. "Wenn Polizisten mit Maschinenpistolen die Schule bewachen, löst das bei den Kindern Beklemmungen aus", sagt Schürmann. Konflikte zwischen deutschen und amerikanischen Jugendlichen gebe es nicht. In der kommenden Woche wollen die Lehrer die Anschläge des 11. September 2001 im Unterricht noch einmal aufgreifen. "Jeder hat persönliche Erinnerungen an diesen Tag, die er nie vergessen wird", betont der Direktor. Eine zentrale Veranstaltung soll es aber auch an der John-F.-Kennedy-Schule nicht geben.
Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004

trance-x
September 10th, 2004, 05:07 PM
immer schoen dran denken ... sowas supporten Attac und konsorten! dummstellen reicht nicht mehr ...:nono:
http://www.cyberspaceorbit.com/gunblast21.gif

Max BGF
September 10th, 2004, 06:06 PM
... achso, verstehe ... und den urlaub verbringst du quasi hier in berlin ... ;)Nein. Den Urlaub verbringe ich quasi hier mit Dir. Wirst es überleben, bist ja Bi ;)

trance-x
September 10th, 2004, 07:47 PM
Nein. Den Urlaub verbringe ich quasi hier mit Dir. Wirst es überleben, bist ja Bi ;)
hier mit mir ist berlin. davon abgesehen benoetigst du ein hotel zum pennen, aber aus naheliegenden gruenden nicht dieses hier ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702686.html
Hotelneubau: Weniger Sterne an der Urania
Schöneberg
Der an der Urania 12-14 geplante Hotelneubau des Projektentwicklers GBI wird bescheidener ausfallen: Statt eines höher klassifizierten Hotels mit 230 Zimmern kommen nun zwei Hotels mit den Kategorien zwei und drei Sterne. Auf dem Dach der Häuser entsteht zusätzlich ein Boardinghouse mit Apartmentausstattung für Geschäftsleute, informierte Stadtentwicklungsdezernentin Elisabeth Ziemer (Grüne) im Stadtplanungsausschuss über die Umplanungen.

Architekt Gernot Nalbach, der den Entwurf für das Hotelprojekt erstellt hat: "Die wesentliche Änderung besteht darin, dass nun statt eines großen zwei kleine Häuser gebaut werden." Und das sei von Vorteil für das Stadtbild. Besonders die Anlieger hoffen, dass es an der Urania nun bald losgeht, und der seit Jahren leer stehende Betonklotz, in dem einst das Landesschulamt seinen Sitz hatte, endlich abgerissen wird. Reiner Nittka, Geschäftsführer der GBI, begründet die Umplanungen mit dem "schwierigen Hotelmarkt in Berlin". Der Zeitplan sehe nun die Unterzeichnung der Pachtverträge im Oktober vor. Baubeginn werde im Juni 2005 sein. "Die Eröffnung ist Anfang 2007 geplant."

trance-x
September 10th, 2004, 07:50 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story702691.html


Fontänen, Grotten, Pumpen, Brücken: Am Denkmaltag geht es um Wasser
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_88995.jpg
Wie läuft's? mit der Fontäne im Park Sanssouci zwischen Bogenschützen und Orangerieschloss. Diese Frage wird am Sonntag beantwortet.

Potsdam - Einblick in die Arbeit der Fontainiers, der Konstrukteure der Wasserspiele von Sanssouci, gibt es am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag. "Wie läuft's?" ist das Thema des bundesweit veranstalteten Tages, zu dem zahlreiche, sonst meist nicht zugängliche Gebäude, Schleusenanlagen und Brücken geöffnet sind.

An der Potsdamer Schwanenallee (Jungfernsee) und am Luftschiffhafen (Templiner See) gibt es kleine Feste mit Aktionen auch für Kinder. Zudem laden Fördervereine zu Spaziergängen ein, so am Stadtkanal, zu Neptungruppe im Lustgarten und Muschelgrotte im Neuen Garten.

Auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf werden erstmalig Gebäude und Anlagen zur Besichtigung geöffnet, die sonst verschlossen sind. Neben 18 dekorativen Schöpfbrunnen kann auch die alte Wasserförderanlage besichtigt werden.

Bis zu 30 Meter hoch soll der Geysir im Tiefen See gegenüber von Schloss Babelsberg aufsteigen: Bisher war das Schauspiel nie zu sehen.

Das komplette Programm steht im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de, das Berliner Programm mit Aktualisierungen zusätzlich unter www.stadtentwicklung.berlin.de. Programmhefte gibt es heute von 6.30 Uhr bis 19 Uhr im Stadthaus in der Klosterstraße 47 in Mitte (U-Bahnhof Klosterstraße). Weitere Informationen zum Berlin-Programm am Denkmaltag lesen Sie morgen in der Berliner Morgenpost.

trance-x
September 10th, 2004, 07:56 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story702592.html


Widerstand gegen Berlin
Deutscher Wunsch nach Sitz im Sicherheitsrat stößt in EU auf Ablehnung
Von Katja Ridderbusch

Brüssel - Deutschland oder die EU: Wer soll künftig mit einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat vertreten sein? Im Streit um die Machtverteilung im mächtigsten Gremium der UNO nehmen die Fronten jetzt festere Gestalt an.

Nach Italien und Polen hat jüngst auch Spanien erkennen lassen, dass man die deutsche Forderung nach einem ständigen Sitz nicht unterstütze. "Wir befürworten mehr ständige Sitze im Sicherheitsrat, aber nicht notwendigerweise für ein Land, und nicht notwendigerweise für Deutschland", heißt es aus spanischen Regierungskreisen. Italien hatte sich zuvor bereits gegen einen deutschen Sitz ausgesprochen. Die polnische Regierung hält sich offiziell noch bedeckt. Hinter den Kulissen geht in Warschau jedoch die Furcht um, dass sich mit drei ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern Großbritannien, Frankreich und Deutschland ein europäisches Direktorium innerhalb der UNO etablieren und die restlichen Mitglieder der EU an die weltpolitische Peripherie abdrängen könnte.

Mit dem anschwellenden Widerstand gegen einen ständigen deutschen Sitz erhalten die Verfechter eines EU-Sitzes politischen Auftrieb. Das Europaparlament, unterstützt von der EU-Kommission, hatte sich bereits vor einem Jahr für einen ständigen EU-Sitz ausgesprochen - mit der Begründung, ein solcher spiegele besser "die gegenwärtige Situation in der Welt". Beide Seiten betreiben in diesen Tagen eifrige Lobbyarbeit. So bemüht sich die Bundesregierung verstärkt, die Rolle Deutschlands als "globaler Spieler" herauszuheben. In einem Brief von Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier vom 9. August, gerichtet an alle Staatssekretäre heißt es, die Bundesregierung müsse die Reformdebatte in der UNO "nutzen, um unser Anliegen voranzutreiben". In dem Schreiben, das der "Morgenpost" vorliegt, fordert Steinmeier seine Kollegen auf, "eine positive, medienwirksame Bilanz über die multilateralen Leistungen Ihres Hauses zu erstellen".

Die Verfechter eines EU-Sitzes hingegen argumentieren anders: Mit der EU-Verfassung, die 2007 in Kraft treten soll, habe die EU einen eigenen Außenminister, der die 25 Mitgliedsstaaten in New York vertreten könne. Außerdem zwinge ein EU-Sitz im Weltsicherheitsrat die Europäer, in zentralen außenpolitischen Fragen in Zukunft zu einer gemeinsamen Position zu finden.

ps: absolut inakzeptabel, dass heute noch UK oder frankreich einen uno-sitz haben, aber deutschland als groesserer beitragszahler nicht ... es gibt "reformbemuehungen", die in wirklichkeit so aussehen, dass alles beim alten bleibt und nur eine unterkaste entsteht mit wexelnden mitgliedern, nicht gross anders als jetzt ... das hat mit dem 21. jahrhundert wenig zu tun ...

Max BGF
September 10th, 2004, 07:56 PM
hier mit mir ist berlin.Es liegt mir fern Deine Sprachfertigkeit anzuzweifeln, aber "hier" kann durchaus relative Bedeutung haben, wenn es sich auf den räumlichen Standort des Sprechenden bzw. Schreibenden bezieht.

Oder wie wir in den Kuhnestern außerhalb Berlins sagen würden:
Wenn ich "hier" schreibe, ist hier bei mir.
Wenn Du "hier" schreibst, ist hier bei Dir.

Oder prägnanter:
"Hier" ist beim Autor :applause:


davon abgesehen benoetigst du ein hotel zum pennenHat Berlin keine Brücken?

trance-x
September 10th, 2004, 08:22 PM
Es liegt mir fern Deine Sprachfertigkeit anzuzweifeln, aber "hier" kann durchaus relative Bedeutung haben, wenn es sich auf den räumlichen Standort des Sprechenden bzw. Schreibenden bezieht.
das ist allerdings falsch. "hier" kommt von "hierarchie". berlin ist groesser als alle anderen staedte, folglich verbraet "hier" mehr quadratkilometer, wodurch die wahrscheinlichkeit, dass "hier" berlin ist, groesser ist als bei jeder anderen stadt. daher heisst es ja auch hauptstadt, sie ist das haupt, manche wuerden vermutlich auch sagen die hauptsache. das faende ich allerdings arrogant und unangemessen, denn es geht nur um eine einigung, damit eben keine relative missverstaendnisse wie jetzt auftreten koennen. die regelung ist also wie folgt:

"hier" ist immer berlin, das andere benoetigt eine naehere spezifikation, also etwa "hier in stuttgart" oder "hier bei mir in muenchen" ...



Oder wie wir in den Kuhnestern außerhalb Berlins sagen würden:
Wenn ich "hier" schreibe, ist hier bei mir.
Wenn Du "hier" schreibst, ist hier bei Dir.

das war vor der reform. als aktiver zahlzausel hattest du aber ein anrecht auf eine vereinfachung der doppelstrukturen ... ;)

Oberbaumbruecke, mitte: Bruecke zur "Insel der Jugend" ... rechts: Bornholmer Bruecke
http://www.strelo.com/Hochzeitsreisen,Valetinstag/images/Berlin/Berlin_brücke.jpghttp://www.herbertzapf.de/db_db_Brucke11.jpghttp://guimier.chez.tiscali.fr/Berlin3/2002%20bornholmer%201P.JPG

Hat Berlin keine Brücken?

die groesste wahrscheinlichkeit ist: hamburg hat die meisten bruecken der welt und berlin die zweitmeisten. das hatte ich vor geraumer zeit mal eruiert. falls du jemanden triffst, der unsinn kraeht wie "st. petersburg" oder "pittsburgh" oder gar venedig oder amsterdam (oder mit china koemmt), weisst du sogleich: nein, wie bei vielen themen ist mal wieder jemand nur nach seinem gefuehlt-gehoertem gegangen. dir aber, der du hier in berlin weilst, ward hiermit aufklaerung zuteil ... :yes::okay:


http://www.siegessaeule.de/nachrichten/berlin_0409.html
Paradies aus DDR-Pappe
Die Wagenburg am Schwarzen Kanal belebt den Kiez nicht nur mit dem beliebten „Queer Varieté“. Trotzdem droht schon wieder ein Umzug

http://www.siegessaeule.de/nachrichten/img/stadt3_0409.jpghttp://squat.net/de/berlin/bilder/schwaka.jpg
links: Kreuzberg live: Phyllis, Usch und Susanne im Vorgarten ihrer Wagenburg

Für die Bürohengste in der Michaelkirchstraße war der 11. September 2002 ein doppelter Schock. Paralysiert standen sie hinter ihren Glasfassaden und beobachteten, wie eine Bauwagenkolonne langsam auf das Ödland vor der Spree tuckerte. Verzweifelt warfen sich die Schlipsträger vor den Zug, um die „Besetzung“ zu verhindern. Doch die Rollheimerinnen waren legal unterwegs. Durch den Bau der Verdi-Bundeszentrale wurden sie von der Schillingbrücke vertrieben, jetzt nahmen sie das Ersatzgelände in Besitz.

„Wir waren total stolz“, sagt Usch Jabinik, „der Bauwagenplatz Schwarzer Kanal war der einzige in der Innenstadt mit Vertrag und nicht nur Duldung.“ Zu früh gefreut: Die Investoren befürchteten eine Entwertung ihrer Immobilien „durch die optische Zumutung“ und reichten Klage ein. „Das Oberverwaltungsgericht befand, wir sind ein Slum, nun ist der Vertrag ungültig.“ Solange der Rechtsstreit läuft, kann keine Räumung erfolgen. Aber im Frühjahr müssten sie ohnehin umziehen, eine Perspektive ist nicht in Sicht. Berlins Standardargument: Es gibt kein Gelände im Zentrum. Die Vertreibungspolitik kennt Usch aus dem „kuscheligen Köln“, wo auch alles an den Rand gedrängt wurde, was nicht in die repräsentativen Metropolenfantasien der Verwalter passte.

Wie die meisten der 20 Frauen, Lesben und Transgender hier lebt sie noch nicht lange in Berlin. Das Zusammenleben der Studentinnen und Frauen mit völlig unterschiedlichen Berufen verläuft harmonisch, Respekt ist die Basis. Es gibt kein klares politisches Konzept, aber ein Schutzraum vor sexualisierter Gewalt muss der Ort sein.
http://squat.net/de/berlin/bilder/schwakab.jpghttp://squat.net/de/berlin/bilder/schwakag.jpg
Wie ein Slum wirkt die farbenfrohe Kolonie mit Bauwagen aus DDR-Pappe, Blech und Holz jedenfalls nicht. Wasser, Strom, eine Badewanne im Toilettenwagen. Im Winter wird mit Holz geheizt. Das Paradies wohnt nicht im teuren Spree-Carrée nebenan, sondern hier. In Sichtweite leuchtet überm Alex das Abendrot. Am anderen Ufer rattert das unermüdliche S-Bahn-Ballett. Auf Susanne Lamberts Veranda spielen Glasperlen verträumt im Wind. „Wenn ich mein Spülwasser rauskippe, wachsen Blumen“, schwärmt sie. Trotz eines lukrativen Jobs möchte sie auf Rädern hausen, „bis ich schrumpelig bin. Wenn’s sein muss, kann man mich darin in die Geriatrie schieben, oder wir machen ein mobiles Altenheim.“

Eigentlich ist der Schwarze Kanal schon „ein bisschen Mitte“, verrät sie, „aber vom Herzen her ist es Kreuzberg, ein alternativer Ort. Wir geben dem Kiez etwas und bekommen die Liebe zurück“. Zum Beispiel Volksküchen am Lagerfeuer und ein Filmchen hinterher.

http://squat.net/de/berlin/bilder/freebox.jpghttp://squat.net/de/berlin/bilder/schwakaf.jpg
left: Hier ist der Eingang der Wagenburg "Schwarzer Kanal" zu erkennen. Links steht eine "Freebox" in der alte Kleider zum öffentlichen Austausch ausliegen.


„Kultur ist ein Gut, das für alle da sein muss“, proklamiert Phyllis Mephista, Moderatorin des kostenlosen „Queer Varieté“. Wenn es politisch korrekt ist, darf jede auf die Open Stage, trotzdem droht kein Niveauverlust: Gehobene Travestie mit Renate de la Gosse, Pünktchen, Elvira Westwärts, dazu professionelle Straßenkunst, Akrobatik. Wie im Amphitheater sitzt das Publikum auf einer Tribüne vor der großen Bühne. „Queer heißt nicht schwullesbisch, sondern gegen den Strom. Keine Häppchenkultur ohne Halbwertszeit, die die Leute stumm macht, sondern eine, die wachrüttelt.“ Die Auftretenden kriegen kein Honorar, aber sie können Kontakte knüpfen. „Außerdem gucken bei dem spontanen Ding 500 Leute zu. Eine einmalige Stimmung im Berliner Sommer. Don’t miss it“, empfiehlt Phyllis. Wenn sich bloß der Senat überzeugen ließe, dass die Hauptstadt Wohnkultur jenseits hoher Subventionen braucht. Gratis für den Steuerzahler – und hundertmal genialer. Andrea Winter

trance-x
September 10th, 2004, 08:29 PM
http://www.siegessaeule.de/nachrichten/berlin_0409.html

Nie mehr allein
Was macht Gayromeo, das schwule Dating-Portal aus Berlin, so erfolgreich? Die SIEGESSÄULE auf den Spuren dieser heimeligen blauen Welt

http://www.siegessaeule.de/nachrichten/img/stadt1_0409.jpg

Die Macher von Gayromeo.de in ihrem Büro in Berlin. Auf der Homepage versichern sie: Kein Mittel für Haarausfall im Trinkwasser – aber offensichtlich gute Stimmung. Mit Wasserglas: Jens Schmidt

Klick, Doppelklick, Frust. Klick, Doppelklick, Frust. Das Stakkato der Maustaste klingt wie ein verzweifelter Morsecode. Der Berliner Jens Schmidt, seit einigen Tagen zu Besuch in London, is not amused. Dabei könnte alles so einfach sein: Willkommen in der fremden Stadt, willkommen im Internetcafé, willkommen bei gaydar.co.uk, dem Marktführer für schwule Online-Dates. Doch wer beim Durchstöbern der Nutzerprofile die Übersicht behalten will, kommt um eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei Gaydar kaum herum. „Außerdem ließen sich die User nur bezirksweise suchen“, erinnert sich Schmidt an das Ärgernis aus dem Jahr 2002. „Abends im Hotel war mir klar: Das kriegst du besser hin. Ein paar Monate später lief die Mutti.“ Am 1. Oktober 2002 geht Gayromeo online.

Schnell spricht sich herum, dass die „Mutti“, der Server von Gayromeo, gratis und ohne störende Werbung daherkommt. Eine von den Machern unterstützte Mundpropaganda füllt die Datenbank mit Usern, die bereitwillig Auskunft über Schwanzgröße, Rollenwünsche beim Sex und Fetischvorlieben geben – und denjenigen, die nach diesen Kriterien suchen wollen. Inzwischen sind aus Berlin über 14.800 Männer im „schwulen Einwohnermeldeamt“ registriert (weltweit: rund 135.000). Das Durchschnittsalter beträgt 32,3 Jahre, die Hochburgen liegen in Prenzlauer Berg (1.117 User) und Schöneberg (1.053 User). „Viele haben sich aber noch nicht in die Bezirke einsortiert“, tadelt Schmidt in einem Tonfall, der irgendwo zwischen väterlichem Oberhirten und genervter Kindergärtnerin liegt.

Zusammen mit seinem Geschäftspartner Manuel Abraham, zwei Vollzeitangestellten und drei studentischen Hilfskräften bearbeitet Schmidt die etwa 400 täglichen E-Mails in seinem Friedrichshainer Büro. „Aber die Hauptarbeit erledigen die Nutzer selbst“, sagt Schmidt. Eine Kohorte ehrenamtlich beschäftigter User schaltet monatlich bis zu 16.000 Profilbilder frei, entscheidet über Faker, die sich mit fremden Federn schmücken, und hilft beim Support. Während bei anderen Diensten unsichtbare Administratoren schon mal Homepages löschen, die einen Verweis auf die kostenlose Konkurrenz enthalten, soll Gayromeo als „selbst erhaltendes System“ laufen, so die Macher.

User, die andere User verwalten, entlasten nicht nur Schmidt & Co., die ihre Brötchen mit einem kommerziellen Escortdienst verdienen. Die Ehrenamtler machen als Multiplikatoren das System in ihrem Umfeld bekannt. Ist erst der halbe Freundeskreis bei Gayromeo registriert, wird der Service bald als SMS- und Telefonersatz genutzt – bis hin zu Firmen, die ihre Mitarbeiter offiziell über Gayromeo kommunizieren lassen. Von dieser Nutzerbindung können kommerzielle Dienste nur träumen. Die Kaufangebote diverser Telefondienstanbieter und Partypromoter hat Schmidt bisher abgelehnt. „Wir bleiben selbstständig“, verspricht Schmidt: „Es wird immer einen brauchbaren kostenlosen Service geben.“ Ein „Gayjulia“-Pendant für Lesben sei dagegen nicht geplant.

Dass man sich in Deutschland nicht mit Freunden, sondern im Verein trifft, ist auch bei Gayromeo ein lebendiges Klischee: Über 2.000 Clubs mit insgesamt 200.000 Clubmitgliedern verbinden schwule Physiker, Postangestellte und Polizisten, die Anhänger von CDU und CBT, Straßenbahnfahrer und schwule Camper. Mit über 6.000 Mitgliedern steht die Arbeitsplatzbörse „gayjobs“ an erster Stelle – gefolgt vom zweitstärksten Club mit 4.500 Mitgliedern, dessen Name Programm sein dürfte: „sofortsexschnell“.

Mitunter nimmt die Datenbank im Leben mancher User einen bizarren Stellenwert ein. „Einer wollte uns sogar auf Schadenersatz verklagen, weil sein Date wegen eines Serverausfalls ins Wasser fiel“, lacht Schmidt, der technische Probleme gern mit flapsiger Schreibe auf der Startseite veröffentlicht.

Doch bei all dem Erfolg, der eine lebendige und loyale Online-Community hervorgebracht hat und der gleichzeitig von ihr angetrieben wird: Für den stark genutzten Service will kaum jemand zahlen. Ein Spendenaufruf zugunsten leistungsfähigerer Hardware verlief unbeachtet im märkischen Sand. Und die kostenpflichtige „Gayromeo-Plus“-Variante (2,60 Euro pro Monat) wird nur von einer Minderheit in Anspruch genommen. „Den Leuten fehlt ein bisschen der Bezug zum Medium und zur Arbeit, die dahinter steckt“, kritisiert Schmidt.

In Zeiten knapper Kassen wird der kostenlose Kontakthof nicht nur als Alternative zu teuren Bars, sondern auch als Ersatz für die herkömmliche Ausgehkultur genutzt. In der Gastroszene spürt man mitunter den „Gayromeo-Effekt“ – nämlich dann, wenn die Server streiken und das Onlineangebot ausfällt. „Einmal ist uns das Freitagnacht passiert“, erzählt Schmidt. An diesem Abend habe ihm der Wirt seiner Lieblingskneipe auf die Schulter geklopft: „Schön, dass ihr heute mal geschlossen habt. So voll war es hier schon lange nicht mehr!“

Nur eitel Sonnenschein bei Gayromeo? Mitnichten. Die Auswahlbox „Safer Sex“ ist vielen ein Dorn im Auge, weil es neben der Möglichkeit „immer“ auch die Optionen „keine Angabe“, „nach Absprache“ und „niemals“ gibt. Gayromeo befördere dadurch unsafes Verhalten und die Bareback-Kultur, so der Hauptvorwurf. Knapp fünf Prozent wählten die Option „nach Absprache“, etwa zehn Prozent ließen die Einstellung auf „keine Angabe“ stehen, sagt Schmidt. „Mit der Abschaffung dieser Option wäre das Thema nicht verschwunden, sondern bloß unsichtbar.“ Neben dem Infobereich über HIV und Bareback seien die in den Gästebüchern geführten Debatten schon ein Wert für sich, ergänzt Schmidt: „Man kann Kommunikation nicht so einfach beschneiden wie einen Schwanz.“ Jörg Wagner

commuity: http://www.gayromeo.com

Kampflamm
September 10th, 2004, 08:38 PM
Finde auch nicht, dass Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat verdient hat. Vorher sollten Indien und Japan einen kriegen, GB und F sind insgesamt in der Weltpolitik auch engagierter als "unser Gerd." Ist aber auch egal, denn die UN hat eh nichts zu sagen.

trance-x
September 10th, 2004, 08:50 PM
Finde auch nicht, dass Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat verdient hat. Vorher sollten Indien und Japan einen kriegen, GB und F sind insgesamt in der Weltpolitik auch engagierter als "unser Gerd." Ist aber auch egal, denn die UN hat eh nichts zu sagen.

uk und france sind profilierter, nicht engagierter (ein grund dafuer ist deine leichtglaeubigkeit ans gewohnte). sowohl politisch als auch finanziell als auch militaerisch bei friedenseinsaetzen ist fast ueberall deutschland sogar die nummer zwei ... japan und indien machen deutlich weniger, allerdings wuerde ich sie ebenfalls aufnehmen ... oder aber grundsaetzlich reformieren ... es existiert kein logischer grund mehr, dass diese konstellation so bleibt ... wieso sollten ein paar kleinere demokratische laender mehr rechte als groessere mit mehr finanzkraft und ja sowieso verantwortung (aber weniger entscheidungsfaehigkeit) haben? das IST undemokratisch bei gleichen voraussetzungen - die stringenter geloest werden koennten ... ausserdem ist es genau DER defizitaere zug, warum in deutschland nicht auch emanzipierter z.b. monumentales konsequenter gebaut wird. genau DIESER kleinklein-zug als after-war-syndrom ...

http://www.phoenix.de/imperia/md/fext/0,1369,2097440,00.jpg

die UN hat in der tat nur bedingte macht, aber sie dient als fokussierte plattform, und sei es fuer ausreden ... gewinnt zudem im laufe der zeit, wenn sie keinen unsinn treibt, hinzu ... "kein unsinn treibt" ist beispielsweise gesetz nr. 1: mehr einbindung ... und da faengts bereits an ...
es geht keineswegs einfach um machtzuwachs, sondern die organisation muss in mehr haende ... das ist keine "naja, muss ja nicht sein"-frage, sondern solange diese dinge nicht passieren = kaum weiterentwicklung ..

ps: ansonsten sag ichs nochmal. wenn mal mit dieser frankreichschleimerei der deutschen aufgehoert wuerde, waere alles schon mal etwas besser. es ist absolut sinnvoll, freundschaftlich zusammenzuarbeiten, aber schon diese fehler wie beim umgang mit polen sind inakzeptabel. deutschland wird als kernmacht benoetigt in kombination mit beiden, aber nicht einfach hirnlos wider der tendenz eine seite drastisch bevorzugen und auch noch ressentiments ausspruehen lassen (wie chirac es tat gegenueber polen und damit eine reihe von dingen schlagartig verkompliziert) ... duemmer gehts nimmer .... ueberhaupt sollte diese voellig unkritische frankreichfantum mancher deutsche mal endlich aufhoeren ... ich mag frankreich durchaus, aber es ist eher peinlich, wenn total naiv-verklaerte in ner runde ihre stereotypen abraspeln ... (hatte ich gestern mal wieder) ... peinlich fuer den verstaendnislos-hoeflich-ringenden franzosen und peinlich fuer den verklaerten selbst, weil ich das natuerlich sogleich kommentierte ...:lol:

ps2: ginge es nicht um ne fortentwicklung der UNO, die mit breiterer basis gestuetzt werden sollte, waere ich uebrigens dagegen. das leben ist angenehmer ohne verantwortung, raus ausm focus, aber mit viel potenz. davon hatte germany keineswegs schlecht profitiert. es ist nur in der gesamtabwaegung nicht mehr sinnvoll... zudem hat germany immer mehr verantwortung, aber keine entscheidungsfaehigkeit ... das ist a) unemanzipiert und b) nicht vernuenftig ... ich seh auch keinen wirklichen grund noch jahrzehnte zu warten, bis auch der letzte eumel mal so einen stinksimplen mentalen umgewoehnungsprozess vollzogen hat (sowieso ungesund dieses defiziaer hintenrumnationale, das da gaert: foerdert islamismus, ideologien, bremst reformen, schadet gemaessigten zu integrierenden, puscht die destruktiven, haelt insgesamt mental gefangen bzw. erzeugt lauter unsinnige ausgleichshandlungen. der kopf sollte aber wie bei jedem emanzipierten und aufgeklaerten individuum mental frei sein, groessenwahn resultiert aus vorherigen minderwertigkeitsgeschichten ... verhaeltnismaessig und vernuenftig agiert der ohne komplexe/defizite weit besser ...:yes: ... das gilt im uebrigen auch fuer grosse teile europas. dieser nachhaengende moralinsaure antiwestliche antikolonialismus, der weder begriffen hat, was kolonialismus ist und verstaendnis durch moral ersetzt, schadet inzwischen demokratischen strukturen ... der umstand, dass es manchen nicht auffaellt, dass vor allem nur gegen demokratien demonstriert wird und nur diesen GESCHADET WIRD, aber andere laender, die mal eben binnen kurzer zeit mit voller absicht ganze genozide veranstalten voellig untern ideologischen teppich gekehrt werden... das ist nicht normal, das ist destruktiv und zeichen fuer ein defizit. kein halbwegs vernuenftiger mensch wuerde so seine kinder erziehen, ein jeder sich ganz schnell beschweren, wenn er wegen diebstahl lebenslaenglich kriegt, der andere permanent bei mord freigesprochen wuerde.... ! dies alles und noch viel mehr taugt nix, :nono: ... bedarf einer rejustierung richtung gesunden menschenverstand und konsistenz ... :okay: ... am eigenen ast saegen = defizit ... die welt ist im uebrigen nur deshalb noch nicht befriedet, weil leute aus ideologischen gruenden etwas supporten, mit dem sie selbst in abwaegung in wirklichkeit gar nicht leben wollten ...

trance-x
September 11th, 2004, 10:11 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story702916.html
Bei Farbattacke schwer verletzt
Journalistin erleidet bei Protestaktion von Tierschützern Verätzungen der Augen
Von Hans H. Nibbrig
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89045.jpg
Die Protestaktion der Sat-1-Moderatoren Charlott und Peer Karlinder-Kusmagk zieht immer weitere Kreise. Wie berichtet, hatte das Ehepaar am Donnerstagnachmittag bei einer Veranstaltung des Deutschen Pelzinstitutes in Berlin zusammen mit einem weiteren Mitglied der Tierschutzorganisation Peta den Inhalt von Farbbeuteln versprüht. Wie Susanne Kolb-Wachtel, Sprecherin des Institutes gestern auf Anfrage der Berliner Morgenpost mitteilte, erlitt bei der Attacke eine anwesende Journalisten so starke Verätzungen an den Augen, dass sie zunächst in die Charité und anschließend in eine Augenfachklinik eingeliefert werden musste.

Die Journalistin hat nach Angaben von Susanne Kolb-Wachtel inzwischen bei der Polizei Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung gestellt, da derzeit noch nicht absehbar sei, ob und in welchem Ausmaß Langzeitschäden bei der Verletzten auftreten könnten.

Wie berichtet, war es während einer Pressekonferenz des Deutschen Pelzinstitutes im Künstlerheim Luise an der Luisenstraße in Mitte zu dem Vorfall gekommen. Nach Darstellung der Polizei seien die beiden Moderatoren als Journalisten akkreditiert gewesen und somit zusammen mit etwa 100 anderen Medienvertretern in den Veranstaltungsraum gelangt. Die Pressekonferenz war der Auftakt einer Präsentation, in der das Deutsche Pelzinstitut Pelze im Wert von 2,5 Millionen Euro gezeigt hat.

Die Pelze befanden sich, wie Instituts-Sprecherin Kolb-Wachtel erklärte, bei dem Zwischenfall nicht im Raum. Dennoch habe die Aktion der Tierschützer einen Schaden von etwa 1,5 Millionen Euro verursacht. "Durch die versprühte Farbe wurde der sehr empfindliche Bambusboden erheblich beschädigt, er muss vermutlich komplett herausgerissen werden", sagte die Sprecherin. Neben dem Boden im Veranstaltungsraum seien auch die Kameras von acht anwesenden Fotografen zum Teil erheblich beschädigt worden.

Charlott und Peer Karlinder Kusmagk wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe gestern zurück. Nicht sie, sondern der dritte anwesende Peta-Mitarbeiter habe die Farbbeutel geworfen, teilte das Moderatoren-Ehepaar in einer Presseerklärung mit. Edmund Haferbeck, Sprecher der Tierschutzorganisation Peta bezichtigte den Veranstalter derweil der gezielten Falschinformation: "Wir haben lediglich harmlose Lebensmittelfarbe benutzt, die kann weder Verletzungen noch Sachschäden anrichten", sagte Haferbeck.

Sat-1-Sprecherin Kristina Faßler kündigte gestern an, über mögliche Konsequenzen für die Moderatoren werde der Sender in den nächsten Tagen nach Gesprächen mit dem Ehepaar entscheiden. "Beiden wurde allerdings in einem ersten Gespräch schon sehr deutlich gemacht, dass dies ein Auftreten war, das wir von Sat-1-Mitarbeitern nicht dulden können", ergänzte sie. Aus Sat-1-Kreisen war allerdings zu hören, dass die beiden Moderatoren weiter auf Sendung bleiben.

Bei der Tierschutzorganisation Peta zeigte man sich von den genannten Schadenssummen und den vom Deutschen Pelzinstitiut angekündigten Regressforderungen wenig beeindruckt. "Da Charlott und Peer Karlinder Kusmagk ganz legal in die Veranstaltung gelangt sind und die benutzte Farbe völlig ungefährlich ist, handelt es sich bei der Aktion weder um Körperverletzung noch um Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruch", erklärte Peta-Sprecher und Jurist Haferbeck gestern. Dass einige Personen aus dem Publikum mit der Farbe bespritzt worden seien, läge nicht an Peta-Aktivitsten, sondern an dem brutalen Eingreifen der Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, so Haferbeck weiter. Er sehe rechtlichen Schritten gelassen entgegen.

trance-x
September 11th, 2004, 10:15 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story702834.html

Farbbeutelattacke: Sat-1-Moderatoren hinter Gittern ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89028.jpg
Hinter Gittern: die Sat-1-Moderatorin Charlotte Karlinder Kusmagk in einem Polizeifahrzeug nach der Farbbeutelattacke am Donnerstag .. Foto: ddp

Berlin - Nach der Farbbeutel-Attacke der beiden Sat-1-Moderatoren Peer und Charlotte Karlinder Kusmagk ("Frühstücksfernsehen") während einer Pressekonferenz hat das Deutsche Pelz Institut als Veranstalter Strafanzeige gestellt. Den Moderatoren werde schwere Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Pelz Instituts, Susanne Kolb-Wachtel. Das Ehepaar hatte während einer Präsentation am Donnerstag in Berlin mit Farbbeuteln mit roter Farbe um sich geworfen, um so offenbar gegen die Pelzindustrie zu demonstrieren.

Eine Journalistin, die von einem Farbbeutel getroffen wurde, habe schwere körperliche Schäden davongetragen, da sie hautempfindlich sei. Sie habe die Farbe in Augen und Nase bekommen und sei im Krankenhaus behandelt worden. "Sie wird bleibende Schäden behalten", sagte Kolb-Wachtel. Von acht weiteren Journalisten wurden die Kleidung sowie mehrere Kameras beschädigt. Insgesamt ist nach Angaben von Kolb-Wachtel ein Sachschaden von mindestens 150 000 Euro entstanden.

trance-x
September 11th, 2004, 10:38 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702856.html

Eine tiefe Freundschaft verbindet Judy Winter mit Kollegen Thomas Fritsch seit 36 Jahren. "Wir kennen uns fast so gut wie ein altes Ehepaar", scherzte der Sohn des unvergessenen Ufa-Stars Willy Fritsch am Donnerstagabend im Hotel Excelsior (Hardenbergstraße). Beim Empfang anlässlich der deutschsprachigen Erstaufführung von Joanna Murray-Smiths "Geschichte einer Liebe" im Renaissance-Theater erzählte Fritsch, dass er demnächst Judys Ehemann wird, "aber nur auf der Bühne". Kinofreaks kennen Fritsch als Mops-Züchter Earl of Cockwood aus dem Streifen "Der Wixxer".

Edle Autos und Sportstars: Ganz im Zeichen des Internationalen Stadionfestes Istaf steht am Sonntag der Empfang des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit in der Mercedes-Welt am Charlottenburger Salzufer.
http://www.conman.de/bilder/salzufer.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/specials/senat/img/senat1.jpghttp://www.dcimmobilien.de/DCI/Home.nsf/a2359e1209b11a18c1256982003b7e87/dc119170c2b7819fc1256c2c00480507/$FILE/B_Salzufer_A1_gr.jpg
Erwartet werden mehr als 800 Gäste, unter ihnen 25 Olympiamedaillen-Gewinner von Athen. Auch Weitspringerin Heike Drechsler und Zehnkämpfer Frank Busemann, die letztmals beim Istaf starten, kommen.

"Das ist hier für mich als gebürtiger Rheinland-Pfälzer eine Premiere", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter gestern Vormittag in den Räumen der Landesvertretung Rheinland-Pfalz (In den Ministergärten, Mitte).
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89035.jpghttp://www.die-mainzer-hofsaenger.de/webgrafiken/fotos/berlin_dom/auftritt.jpghttp://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/30/0,1369,15230,00.jpg
Markus Schächter ... Dieter Stolte ...

Dort gab es nach der Vorstellung des Buches "Wie das Fernsehen das Menschenbild verändert" (Verlag C.H. Beck) von Dieter Stolte (Ex-ZDF-Intendant, jetziger Herausgeber von Berliner Morgenpost und WELT) einen kleinen Empfang. Schächter kam beim Thema "Menschen, Quoten und Sensationen" darauf zu sprechen, dass mit der RTL-Dschungel-Show "Würmer bildschirmfähig" geworden seien. So kommentierte er in Anlehnung an den Fassbinder-Filmtitel "Angst essen Seele auf" mit "Würmer fressen Würde auf".

Mark Britton, Englands Comedy-Export Nummer eins, kommt zur "Last Night of the Proms" (21.30 Uhr, im Sommerkino Museumsinsel).
http://www.markbritton.de/images/main_welcome.jpghttp://www.pro-music-news.com/html/02/30825alc.jpg

Rachid Taha, franko-algerischer Worldbeat-Star, präsentiert in Berlin sein neues Album (21 Uhr, Kesselhaus).
http://membres.lycos.fr/cheffertluc/cc2002/concerts/img_8946.jpg
Rachid Taha ...

trance-x
September 11th, 2004, 10:49 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702859.html

... "Himmlisches Radiogirl" heiratet auf Fernsehturm ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89033.jpg
Clara Himmel heiratet ihre Sandkastenliebe Silvio

Im siebten Himmel wähnt sich seit gestern BB-Radio-Moderatorin Clara Himmel: Um 10 Uhr gab die 28-Jährige auf dem 207 Meter hohen Fernsehturm am Alexanderplatz ihrem ein Jahr älteren Verlobten Silvio das Ja-Wort. Sie trug ein champagnerfarbenes Kleid im Barockstil, was ihren Hang zur Romantik noch unterstrich. Die Trauung nahm Rainer Ahnert vor, Leiter des Standesamtes Berlin-Mitte. Während die Braut schon seit Kindesbeinen an von einer Hochzeit auf dem Fernsehturm träumt, war der Bräutigam, Angestellter bei einer Bundesbehörde, zum ersten Mal auf dem "Tele-Spargel". Ihren Mädchennamen Himmel behält die Braut, von den Lesern des Magazins Maxim zum "erotischsten Radiogirl" gewählt, übrigens auch weiterhin.

Im Anschluss an die Trauung ging es im Löschwagen der Freiwilligen Feuerwehr - geschmückt mit Hunderten von Sonnenblumen - zur Hochzeitsfeier mit 150 Gästen nach Zerpenschleuse (Barnim). Dort war der 1,85-Meter-Mann mit den stahlblauen Augen schon Claras Sandkastenliebe. Doch nach der Schulzeit trennten sich ihre Wege. Er ging nach Berlin, sie studierte in Eberswalde und kam zu BB Radio nach Potsdam. Erst im April 2002 sahen sie sich wieder. Eine Kita lud zur Namensgebung ein. Clara moderierte, Silvio kutschierte als Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr die Kleinen im Feuerwehrauto. Da schlug bei Clara der (Liebes-)Blitz ein ...

trance-x
September 11th, 2004, 10:53 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702860.html
Anna von Griesheim auf Erfolgskurs ...
Warum die Designerin Kleider kreiert, in denen sich Frauen sicher fühlen sollen
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89034.jpg
Auch Promis wie Eva Padberg (Foto) lassen sich längst von Anna von Griesheim für die großen Auftritte einkleiden ... Foto: Eventpress

Das gelb-braun gesprenkelte Lindenblatt, das vor der Espresso Bar des Hotels Bleibtreu von einem Baum segelt, hat sich einen ungewöhnlichen Landeplatz ausgesucht: Die Lockenpracht von Anna von Griesheim (38). Mit der linken Hand angelt die Modedesignerin nach dem Lindenblatt, mit der rechten hält sie eine Zigarettenspitze, in der eine rote "American Spirit" ("das sind so gesunde Zigaretten mit kaum Schadstoffen") brennt. Der Fotograf raucht mit: "Gott sei dank", sagt Anna von Griesheim. Ganz so, als ob sie sich für ihr Rauchen entschuldigen müsste.

Dienstagnacht hat Anna von Griesheim auch ziemlich viel geraucht. In einem Hotelzimmer in Frankfurt. Cartier lässt seinen Geschäften in diesen Tagen ein neues Innendekor zukommen, und anlässlich der Frankfurter Shop-Eröffnung kombinierte man edle Mode von Anna von Griesheim mit edlem Schmuck von Cartier. Mini-Hollywood am Main: Nachts um drei Uhr war der Glamour-Spuk vorbei. Und dann saß Anna von Griesheim im Hotelbett und konnte nicht schlafen. "Manchmal habe ich wirkliche Entspannungsprobleme", sagt sie. "Dann kann ich das Denken einfach nicht lassen."

1991 eröffnete Anna von Griesheim, die in Wiesbaden nach dem Abitur eine Haute-Couture-Ausbildung absolviert hatte, ihr Geschäft an der Pariser Straße 44 in Wilmersdorf. "Gute Mode ist für mich, wenn man anzieht und vergisst, das Gefühl hat, in seiner Kleidung richtig aufgehoben zu sein. Wenn eine Frau am Abend etwas Tolles anhat, dann gefällt mir das. Ich möchte, dass Frauen sich in meinen Kleidern sicher fühlen."

Zu ihren Kundinnen zählen Eisprinzessin Katarina Witt, CDU-Chefin Angela Merkel, Moderatorin Sabine Christiansen, Schwimmerin Franziska van Almsick und die Schauspielerinnen Mariella Ahrens, Nina Hoss und Esther Schweins. "Das mit den Prominenten hat sich einfach so entwickelt", sagt Anna von Griesheim, die wegen ihres Erfolges inzwischen selbst prominent geworden ist und derzeit überlegt, ob ihr das eigentlich gefällt. Den noch größeren Schritt in Richtung Öffentlichkeit, den Aufbau einer kompletten Marke "Anna von Griesheim" - will sie ihn gehen?

Ein eigenes Parfum. Eine eigene Schuhkollektion. Ein eigenes Interieur-Design. Filialen in anderen Städten, mehr Mitarbeiterinnen als die jetzigen sieben, mit denen sie im Atelier pro Kollektion 60 Teile entstehen lässt? Nichts wäre unmöglich. Aber auch nichts ohne Folgen. "Im großen Modegeschäft muss man jeden Tag sehr breite Schultern machen. Bei Männern finde ich es sexy, wenn sie sich durchboxen, bei Frauen mag ich das nicht so", sagt Anna von Griesheim, die seit 19 Jahren mit dem Architekturhistoriker Andreas Marx liiert ist.

"Ich bin richtig begeistert von meinem Kerl. Andreas hilft mir auch bei allem, was mit Zahlen zu tun hat. Ich habe einmal sehr ernsthaft versucht, drei Tage lang einen Buchhaltungskurs zu besuchen. Der Versuch führte zu einem sehr starken Schwall schlechter Laune meinerseits." Ihr Beziehungs-Rezept: "Es kickt mich positiv, wenn die Dinge in Bewegung sind. Wir gehen zum Beispiel jeden zweiten Morgen 45 Minuten lang zusammen joggen. Das ist eine Auszeit von allem anderen, die wir uns konsequent nehmen. Und wenn etwas in der Beziehung quer sitzt, dann wird es ausgespuckt."

Über das Thema Kinder sagt sie: "Es ist noch nicht ganz aus meinem Hinterkopf verschwunden. Ob wir aber noch jemals heiraten, weiß ich nicht. Wir sind jetzt so lange zusammen, dass es irgendwie komisch wäre. Vielleicht feiern wir irgendwann einmal mit all unseren Freunden ein dickes Fest."

trance-x
September 11th, 2004, 10:58 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story702811.html
Er scattet und wirbelt und prustet und zischt
Der wahrscheinlich beste Bariton seiner Zeit geht fremd: Thomas Quasthoff macht Jazz mit der Berliner Philharmonic Jazz Group
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_89024.jpg
Singt Jazz: Thomas Quasthoff ... Foto: ddp

Er singt. Stimmt nicht. Das heißt: Stimmt schon, aber nicht nur. Er zischt auch. Er posaunt. Er trompetet. Er ist sein eigenes Orchester. Er scattet. Er quasselt. Seine Hände wirbeln, seine Beine wippen. Er macht den Louis und röhrt. Er gibt den Affen und dem Affen Zucker. Jemand niest im Publikum. Er ruft: "Gesundheit". Er ächzt, prustet und pfeift. Er niest. Er atmet kunstvoll schwer. "Yeah". Zehn Minuten Eruption der Klangfarben, zehn Minuten wildes Wirbeln durch die Klangfarben. Zehn Minuten Quasthoff solo.

Thomas Quasthoff macht Jazz mit der Berliner Philharmonic Jazz Group zugunsten des Alternativen Nobelpreises. "Ach ja?", hören wir jetzt unsern puristischen Jazz-Kollegen stoßseufzen. "In der Philharmonie? Mit Philharmonikern? Toller Club. Noch so einer, noch so'n rampengeiler Klassiker, der bloß billig seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen und noch mehr abkassieren will, und dann am Ende doch nicht über seinen Klassikerschatten singt. Hat er", hören wir ihn höhnen, "auch ,Funny Valentine' gegeben? Und ,Yesterday'?"

Hat er tatsächlich. Nicht "Yesterday", "Funny Valentine" schon. Mit billigem Populismus hat das aber nun rein gar nichts zu tun. Quasthoff kann das gar nicht, der ist zu intelligent, zu ehrlich, geradezu immun gegen Populismus und dementsprechend denkbar ungeeignet für das handelsübliche Crossover. Die Liaison des wahrscheinlich besten Baritons seiner Generation mit dem Jazz dauert lange, er hat sich gründlich eingehört, gründlich eingesungen.

Und so war Quasthoffs Klassikerschatten an diesem Abend beinahe gar nicht vorhanden. Der Liedsänger musste (leider?) draußen bleiben. Es winterreiste selten in der Philharmonie. Ein großer virtuoser Vokalspieler hatte dafür Platz genommen im Zentrum der fünf philharmonischen Jazzer. Er packte das ganze, atemberaubend umfangreiche Repertoire seiner Stimmmasken aus. Nur manchmal (zugegeben zum Beispiel bei "Funny Valentine") verspielte er sich ein bisschen, wollte, wagte zuviel. Gewonnen hat er trotzdem alles.

Und die fünf jazzenden Philharmoniker (Adam Taubitz, div. Instrumente, Martin Stegner, Bratsche, Janne Saksala, Bass, Wieland Welzel, Vibrafon, Franz Schindlbeck, Schlagzeug) taten es ihm mindestens gleich. Sie kamen gerade von einer längeren Dienstfahrt durch die Festivals zurück. Und wenn sie, an- und eingeführt von dem wunderbar auf roten Schuhen über die Philharmoniebühne waldschratenden Bratschisten Martin Stegner, unter den Augen von Sir Simon damit kokettierten, dass sie in roten Turnschuhen, Polo-Hemd und Hosenträgern endlich mal tun, was sie immer mal tun wollten, hatte das ein wenig was vom verschmitzten Charme von Klosterschülern, die endlich mal ihre Kirche musikalisch mal so richtig entweihen dürfen. Je länger, je mehr verflog der letzte Hauch nervösen Akademismus', die fünf spielten sich freier, abenteuerten durch die Stile, und Stegners immer wieder aufs Neue enthusiasmierte Bratsche (eine echte Entdeckung) schwebte über allem. Man sollte diese Entweihungsveranstaltung unbedingt ritualisieren. Als Kehrein für die neue Spielzeit sozusagen. Stehende Ovationen am Ende. Anflüge von La Ola.

trance-x
September 11th, 2004, 11:03 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story702883.html
Grenzschutz: Zahl der illegalen Einreisen geht zurück
Berlin - Der Bundesgrenzschutz (BGS) hat weniger illegale Einreisen und Schleuserkriminalität registriert. Das geht aus dem BGS-Lagebericht 2003 hervor, der der Morgenpost vorliegt. BGS, Bundeszollverwaltung, Landespolizei Bayern, Wasserschutzpolizei Hamburg und Bremen stellten an den deutschen Grenzen demnach einen "starken Rückgang" der unerlaubten Einreisen um 11,8 Prozent fest. Die Zahl ging um 2664 auf insgesamt 19 974 Fälle zurück. Grund sind vor allem sinkende Aufgriffszahlen bei Staatsangehörigen aus dem Irak (minus 891 Personen), Afghanistan (473), Bulgarien (455) sowie aus Serbien und Montenegro (433). Entgegen dem rückläufigen Trend wurde allerdings ein Anstieg von irregulären Migranten aus der Russischen Föderation, China und der Ukraine verzeichnet.

Auch die Schleuserkriminalität ist rückläufig. Die Zahl der durch die Grenzbehörden festgenommenen Schleuser sank von 1844 auf 1485, die Zahl der geschleusten Personen von 5713 auf 4903 Personen. Annähernd gleich hoch blieb die Zahl von Geschleusten jedoch an den Grenzen zu Polen (1454 Personen) und Tschechien (1339 Personen). Die Anzahl der Schleuser, die an den Binnengrenzen zu den Staaten festgenommen wurden, die im Rahmen des Schengener Abkommens auf Kontrollen verzichten, ging um 346 Personen zurück.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702861.html
Erinnerung an Martin Luther King
Mitte: Vor 40 Jahren predigte der Friedenspfarrer in der Marienkirche
Von Rainer L. Hein
http://homepage.ntlworld.com/juliushonnor/photography/Berlin/Images/IMG_5116.jpghttp://www.msu.edu/unit/msuarhc/exhibits/king2a.jpg
An jenem 13. September vor 40 Jahren war insbesondere im Ostteil Berlins alles anders: Die Stimmung an diesem Sonntag war eine Mischung aus Spannung, Freude und Neugierde. Der amerikanische Friedenspfarrer Martin Luther King (damals 31 Jahre alt) war gekommen, um abends von der Kanzel der Marienkirche in Mitte zu predigen. Für die Bevölkerung im Osten war dieses Ereignis nicht allein Gottesdienst, sondern zugleich ein politischer Akt. Stunden zuvor hatten sich in der Waldbühne im Westen der Stadt zum "Tag der Kirche" mehr als 22 000 Menschen versammelt, um King zu hören. Heute und morgen erinnert die St. Mariengemeinde (Ecke Spandauer-/Karl-Liebknecht-Straße) mit zahlreichen Veranstaltungen an den Besuch.

Auf Einladung des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt, war Martin Luther King - wenige Wochen bevor er den Friedensnobelpreis entgegennahm - in die geteilte Stadt gekommen. Nachdem er sich ins Goldene Buch im Rathaus Schöneberg eingetragen hatte, nahm der Baptistenpfarrer aus Atlanta (Georgia), der 1968 erschossen wurde, an einer Gedenkfeier für den ermordeten US-Präsidenten John-F.-Kennedy teil. Nach dem Auftritt in der Waldbühne mit dem evangelischen Bischof Otto Dibelius folgte am jenem Sonntag die Fahrt in den Osten der Stadt. Schon drei Stunden vor dem Gottesdienst musste die Marienkirche wegen Überfüllung geschlossen werden. Die Kirchenleitung entschloss sich, die Menschen in die nahe gelegene Sophienkirche (Hackescher Markt) umzuleiten, wo Luther King später einen zweiten Gottesdienst hielt.

Zeitzeugin Klara Runge (76) berichtet: "Als er die Kanzel emporstieg, applaudierten alle." Sie erinnert sich, dass Luther King rief: "... in Ost und West leben Menschen, und keine von Menschenhand geschaffene Mauer kann sie für immer trennen. Vor Christus gibt es kein West und kein Ost."

Programm heute: 16.30 Uhr Orgelvesper mit Texten von Luther King, 18 Uhr "M.L. King - vor 40 Jahren in Berlin" (Professor Heinrich Grosse), 19.30 Uhr "Wirkungsgeschichte Kings in der DDR" (King-Zentrum, Werdau), 20 Uhr Dokumentarfilm (1970). Sonntag 10.30 Uhr Gottesdienst zum Gedenken (Pfarrer Gregor Hohberg und Johannes Krug). Info: Tel. 24 75 95 10



Stars der Leichtathletik schmieren Brötchen
Mitte/Neukölln
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_89036.jpghttp://www.berlin.de/deutsche-einheit/images/pariserplatz.jpg
Auch Weitspringerin Amy Acuff backte "Kraftprotz"-Brötchen ... Foto: Reuters

Großer Andrang herrschte gestern in der Filiale der Bäckerei Wiedemann am Pariser Platz. Dort gab es nicht nur Kuchen und Kaffee zu kaufen, sondern auch Leichtathletik-Stars zu sehen. Doch die Hochspringerin Amy Acuff, Olympia-Vierte in Athen, und der Weltklasse-Sprinter Joshua J. Johnson (beide USA) - am Sonntag Teilnehmer am Internationalen Stadionfest Istaf - waren weniger zum Autogramme schreiben, sondern zum Arbeiten gekommen. Sie backten, schmierten und verkauften leckere "Kraftprotz"-Brötchen. Der Erlös der Aktion geht an das Kinderclubhaus Sternschnuppe in Neukölln. "Sport ist wichtig, um Jugendliche von der Straße zu bekommen und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu geben", begründet Bäckerei-Chef Klaus Wiedemann die gemeinsam mit Istaf-Organisatoren bereits zum dritten Mal veranstaltete Aktion. Die Vollkorn-Brötchen mit frisch geraspelten Möhren im Teig gingen übrigens weg wie warme Semmeln.

trance-x
September 11th, 2004, 11:25 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wissenschaft/story701638.html
Salz in Brandenburgs Brunnen
Weniger Regen in Nordost-Deutschland - Wasser aus Ur-Ozeanen steigt auf
Von Roland Knauer

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wissenschaft/pop_88679.jpg
Als Folge der abnehmenden Niederschläge versalzt das Grundwasser in Brandenburg ...Foto: dpa

Potsdam - Das Grundwasser in Brandenburg versalzt, warnen Dietmar Brose vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) und Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes. Auslöser ist der Klimawandel. Meteorologen messen eine Abnahme der Niederschläge im Nordosten Deutschlands sowie in Polen und Weißrussland. "Regnet es weniger, steigt mehr Salzwasser aus der Tiefe auf", erklärt Dietmar Brose. Denn 150 Meter unter der Oberfläche trennt eine Millionen Jahre alte Schicht aus "Rupelton" das trinkbare Grundwasser vom salzigen Tiefenwasser. Das stammt aus den Ur-Ozeanen, die einst das Tiefland bedeckten. Durch Verdunstungsprozesse ist dieses Wasser salziger als der Atlantik.

Doch an manchen Stellen ist die Trennschicht geschwächt oder fehlt sogar, berichtet Dietmar Brose. Dort dringt das Salzwasser nur deshalb nicht nach oben, weil der Druck des darüber liegenden Grundwassers das "Leck" abdichtet.

Sinken die Niederschläge und bildet sich weniger Grundwasser, verringert sich der Druck, und an das Salzwasser steigt nach oben. Beispiel Potsdam: Dort finden sich bis zu 140 Milligramm des Salzbestandteiles Chlorid in einem Liter Trinkwasser, während es im Durchschnitt Brandenburgs nur zehn bis 20 Milligramm sind. Der erhöhte Wert ist noch nicht gefährlich, aber er zeigt, dass salziges Tiefenwasser an einigen Stellen aufsteigt. Auch im Fläming und in der Uckermark ist das Salzwasser bereits teilweise bis zur Oberfläche aufgestiegen. Botaniker entdeckten diese breiten Stellen, weil dort Pflanzen wie die Strandaster wachsen, die eigentlich an der Nordsee zu Hause sind.

In Brandenburg könnte sich das Problem verschärfen, da die Niederschläge weiter abnehmen, wie Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung berechnet hat. Im Bereich einiger Wasserwerke mussten bereits Entnahmestellen verlegt werden.

Vor allem aber muss der Wasserhaushalt in Brandenburg verbessert werden, betont Matthias Freude. Es werde vielerorts noch Wasser aus Feuchtgebieten abgeleitet, um Ackerland zu gewinnen. Wieder vernässt, würde der Druck des Grundwassers wieder steigen. Aus Sicht des Volkswirtes kann die Landwirtschaft auf diese Flächen ohnehin verzichten, denn Deutschland produziert mehr Lebensmittel als es verbraucht.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/biz/story701617.html
... Das Liebesnest des Dr. Goebbels ...
...nannte man den Waldhof am Bogensee, 40 Kilometer nördlich von Berlin. Doch das gut versteckte Areal war mehr: ein Ort der Täter, der Zensur und der Wortverdreher - auch lange nach dem Krieg
Von Stefan Berkholz
http://www.bogensee.com/images/bogensee-com.gif

Vierzig Kilometer nördlich von Berlin herrscht Ruhe im Land. Felder, Wälder, Seen - mehr als Natur erwartet man hier nicht. Das Hinweisschild "Bogensee" macht Hoffnung auf ein verschwiegenes Paradies. Die schmale, wellige Straße ist kurvenreich, der Wald uralt, kein Mensch ist zu sehen.

Auf einmal eine Lichtung, und eine Anlage wie ein Schloss. Sechs mächtige Gebäude im Karree, dreistöckig, wie von Albert Speer entworfen, eine riesige Freifläche dazwischen, mehrere Fußballfelder groß. Verschlossene Türen, bröckelnder Putz, Unkraut wuchert überall. Das Areal verfällt, der Zugang zum See ist verstellt durch quer liegende Bäume.

http://www.bogensee.com/content/images/landgoebb.jpghttp://www.bogensee.com/content/images/bettenhaus-seite.jpg
Landhaus Goebbels ... Seitenansicht Bettenhaus ...

Sonst scheue er solche Vergleiche, sagt der Historiker Wolfgang Leonhard, aber als er dieses riesige Areal im Walde mit den Bauten aus den 50er-Jahren kurz nach dem Mauerfall das erste Mal sah, "erinnerte mich das Ganze an das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg: ein gespenstischer, erdrückender Anblick".

Begonnen hatte es einst, im September 1936, mit einem bescheidenen Blockhaus für Propagandaminister Goebbels. Die Reichshauptstadt vermachte dem "Eroberer Berlins" im Namen des Volkes "eine von dem Lärm der Weltstadt abgelegene, völlig ungestörte Arbeitsstätte in einem städtischen Forst".

Das zehnjährige Jubiläum "des Gaues Groß-Berlin der NSDAP" galt es zu feiern, zudem hatte Goebbels Ende Oktober Geburtstag. Kurz: ein Blockhaus auf Staatskosten wurde errichtet.
http://www.bogensee.com/content/images/eingang.jpghttp://www.bogensee.com/content/images/standort-a.jpg
Goebbels genoss den Ort: "Es ist ganz still und ruhig hier", heißt es am 3. November 1936 im Tagebuch. "Ich arbeite, lese, schreibe, und bin glücklich. Rings um mich Wald, welkes Laub, Nebel, Regen. Ein Idyll in der Einsamkeit." Und drei Tage später: "Herrliches Herbstwetter! Der Wald duftet so herrlich. (...) Diese Judenpest muß ausradiert werden. Ganz und gar. Davon darf nichts übrig bleiben. Sonst Palaver, Lektüre, Schreiben. Zeitig ins Bett. Es schläft sich so herrlich hier draußen im Walde."

Das kleine Blockhaus - im Volksmund "Goebbels' Liebesnest" - war dem Propagandaminister bald nicht mehr groß und gut genug. Neubauten mussten her. Das Gelände bot genügend Raum, 200 Hektar wurden Goebbels auf Lebenszeit überlassen. Ende 1939 war ein neues, geräumiges Wohnhaus mit dreißig Zimmern fertig gestellt, kurze Zeit darauf zwei weitere Gebäude für Gäste, Wachmannschaften, Dienstbesprechungen. Auch diese drei Bauten stehen heute noch, fast unverändert. Der Name des Anwesens: "Waldhof am Bogensee".

Die dunkelbraunen Fensterläden am ehemaligen Landhaus Goebbels' sind ringsum verrammelt, nur an der Seeseite kann man einen Blick erhaschen ins ehemalige Kaminzimmer. Ein Siemensmotor von 1938 ist noch intakt, auch heute kann man die Terrassenfenster per Knopfdruck im Boden versinken lassen.

Ein stummer Ort der Geschichte, mehr als fünf Jahrzehnte für die Öffentlichkeit gesperrt. Ein Ort der Täter und Wortverdreher, ein Ort der Propaganda: Bogensee.

Anfangs hatte Goebbels sein Refugium oft nur stundenweise genutzt, übers Wochenende auch, zu Feiertagen und in den Ferien. Nach der Fertigstellung der Neubauten verlegte er bisweilen seinen Amtssitz von Berlin für zwei, drei Monate ins Umland, konferierte mit seinen Mitarbeitern, empfing Künstler und Journalisten.

In der Filmwelt war Bogensee als Treffpunkt bestens bekannt. Ursprünglich als "Kulturgemeinschaftshaus" deklariert und von der Ufa finanziert, kamen wiederholt genehme Schauspielerinnen, Schauspieler und Regisseure zu Besuch.

Zarah Leander war mehrfach da, auch Emil Jannings und Veit Harlan, der Regisseur von Propagandafilmen wie "Jud Süß" oder "Kolberg"; Heinz Rühmann kam, Marika Rökk, Margot Hielscher, Brigitte Horney, Hilde Krahl, Ilse Werner und viele andere. "Es war ganz zauberhaft - eine richtige Idylle", schwärmte Lida Baarova, die tschechische Schauspielerin und Goebbels' zeitweilige Geliebte.

In einem eigenen Filmsaal stellte Goebbels die Wochenschau zusammen, ließ sich Filme vorführen, prüfte, zensierte und verbot.

Doch stattlich genug erschien ihm sein Landsitz offenbar nicht. Bogensee wurde selten zum Ort für offizielle politische Zusammenkünfte, mit "Carinhall", dem nahe gelegenen repräsentativen und pompösen Anwesen Görings in der Schorfheide, war Bogensee nicht zu vergleichen.

Im Dezember 1942 kam es am Bogensee zu einer folgenreichen Begegnung mit Martin Bormann, dem Leiter der Parteikanzlei Hitlers. Goebbels erhielt grünes Licht für seine Politik der "totalen Kriegführung". Kurz darauf verfasste der Propagandaminister im Waldhof seinen grundlegenden Aufsatz "Der totale Krieg", veröffentlicht am 17. Januar 1943 in der Wochenzeitung "Das Reich". Darin hieß es: "Der Feind will uns total vernichten. So laßt uns also total Krieg führen, um total zu siegen." Vier Wochen später hielt Goebbels seine berüchtigte Rede im Berliner Sportpalast.

Im August 1943 zog Familie Goebbels von Schwanenwerder, dem stattlichen, aber nun von Bomben bedrohten Anwesen am Berliner Wannsee, nach Bogensee um. Die Kinder gingen fortan im nahe gelegenen Wandlitz zur Schule.

Ganz normal sei das gewesen mit der Familie Goebbels, bekommt man heute in der Gegend zu hören. Die Kinder süß und blond, die "Propagandaschnauze" im Sommer mit der Pferdekutsche unterwegs, im Winter auf dem Pferdeschlitten, er winkte, man winkte zurück.

"Draußen die Kinder und die Familie sind geradezu mein buon retiro", schwärmte Goebbels im November 1944. Im Sommer war für die Familie und die Angestellten und Wachmannschaften noch ein geräumiger Bunker am Bogensee eingerichtet worden. Doch zum Endkampf ließ Goebbels seine Familie Anfang Februar 1945 nach Berlin kommen.

Drei Monate später, am 1. Mai 1945, wurden die Kinder im Führerbunker in Berlin vergiftet, danach nahmen Goebbels und seine Ehefrau Magda das bereitliegende Zyankali ein.

http://www.jewishvirtuallibrary.org/images/goebbels.jpg

Wo das Inventar vom Waldhof am Bogensee geblieben ist, ist bis heute nicht geklärt. Zeit, um die Gebäude zu räumen und das Mobiliar und die Kunstgegenstände zu verlagern, blieb den Nazis offenbar nicht, von Plünderungen in den Nachkriegstagen ist die Rede.

Im April 1946 übernahm die FDJ den Goebbelsschen Gebäudekomplex, am 22. Mai wurde der erste Lehrgang an der "Zentraljugendschule der Freien Deutschen Jugend, Waldhof am Bogensee", so die offizielle Bezeichnung zu jener Zeit, begonnen. Man hatte Benennung und Gebäude im Wald einfach übernommen, so wie sie dastanden, nach Kriegsende.

"Wir wussten, dass es das frühere Landhaus Goebbels' war", erzählt der Historiker Wolfgang Leonhard, "aber es war kein Thema. Früher war eben Goebbels auf dem Gelände, und jetzt sind wir da, sagte man."

Das hatte weniger etwas mit Verdrängung zu tun, glaubt Leonhard, sondern eher mit Desinteresse. Eine neue Zeit war schließlich angebrochen, der neue Mensch sollte erzogen werden, ein anderes Deutschland entstehen. Antifaschistisch sollte es sein, fortschrittlich und friedvoll.

Leonhard war mit der Gruppe Ulbricht unmittelbar nach Kriegsende zurückgekehrt und dann für die Parteischulung tätig geworden. So unterrichtete er, als 23-Jähriger, auch am Bogensee.

Es herrschte wohl anfangs ein ganz liberales Klima, "die FDJ-Schule Bogensee war damals noch keineswegs ,kommunistische Kaderschmiede'", beteuert Wolfgang Leonhard, "Begriffe wie (...) "Kampfreserve der Partei' gab es ebenso wenig wie einen Unterricht in ,Marxismus-Leninismus'".

Die Jugendlichen kamen aus allen Teilen Deutschlands, der Schulleiter stammte aus dem Rheinland, der Unterricht sollte bürgerlich-demokratisch sein. "Wir übten uns in Parlamentarismus", weiß Herbert Häber, das spätere Politbüro-Mitglied, zu berichten.

Die Wende kam spätestens 1947/48. Fortan hatten die Schulleiter in der Sowjetunion ausgebildet zu werden, die Lehrinhalte waren nach sowjetischem Vorbild geformt. "Marxistisch-leninistische Philosophie" stand nun im Vordergrund, nicht mehr das allgemeiner formulierte "Weltbild des fortschrittlichen Menschen".

Im September 1950 wurde die Jugendhochschule nach Wilhelm Pieck, dem Präsidenten der DDR, benannt. Nun war sie Prestigeobjekt, Propagandastätte der FDJ / SED.

Die Auswahlbedingungen für jene Jugendlichen, die zum Bogensee berufen wurden, waren nun eindeutig: Mitgliedschaft in der FDJ, unbedingte Treue zur DDR, der Glaube an den Grundsatz: "Die Partei hat immer Recht".

Man schottete sich ab, die Jugendhochschule am Bogensee wurde zu einem streng isolierten Dorf am Rande der Schorfheide. So blieb das bis zuletzt.

In den 50er-Jahren entstanden auf dem Gelände diverse wuchtige Gebäude im stalinistischen Stil. Im Hauptgebäude, dem "Lektionsgebäude", befand sich ein Vorlesungssaal für 600 Personen. Im Dezember 1981 gab Bundeskanzler Helmut Schmidt dort seine Pressekonferenz zum Honecker-Besuch, gewünscht gut abgeschottet von der Bevölkerung.

1955 wurde ein so genanntes Kultur- oder Gemeinschaftshaus eröffnet. Und wieder kamen die Schauspieler - nun, um die Voraufführungen ihrer Filme im geladenen Jungfunktionärskreis zu diskutieren. Winfried Glatzeder und Angelica Domröse kamen, um über "Paul und Paula" zu sprechen, Manfred Krug, um "Spur der Steine" ins rechte Licht zu rücken.

Im Januar 1974 trichterte Egon Krenz seinen Zuhörern am Bogensee ein, die FDJ werde - im Geiste Ernst Thälmanns - stets als Helfer und Reserve der SED auftreten: "So war es, so ist es, so wird es immer sein", gab sich der frisch gekürte 1. Sekretär der FDJ selbstgewiss.

Wie gewöhnlich, Jahr für Jahr, hielt Kurt Hager, der Chefideologe der SED, auch im September 1989 noch die "Einführungslektion" zum neuen Lehrgang am Bogensee. "Der Sozialismus hat in der Welt festen Fuß gefaßt", referierte Hager. In Leipzig begannen zu dieser Zeit die Montagsdemonstrationen.

Die "Jugendhochschule Wilhelm Pieck" am Bogensee wurde abgewickelt. Seit 1991 stand das Gelände dem gemeinnützigen "Internationalen Bund für Sozialarbeit" zur Verfügung. Jugendliche wurden ausgebildet, ein Hotel geführt, jugendpolitische Fortbildung versucht. Das Konzept ging nicht auf, die Defizite stiegen in die Millionen.

Bis Ende 1999 wurde der Betrieb aufrechterhalten, seitdem stehen die Gebäude leer. 43 000 Quadratmeter Nutzfläche, dazu das riesige Areal, etwa 150 000 Quadratmeter groß. Alles steht seit Anfang 1999 unter Denkmalschutz, auch die Gartenanlagen müssen erhalten bleiben. Ein Wachdienst versucht, Vandalismus zu verhindern, das Land Berlin, als Eigentümer des Geländes, sucht händeringend nach einem neuen Nutzer für das gesamte Ensemble. Doch der ist immer noch nicht in Sicht.

http://www.bogensee.com/content/images/ansicht/bunker.jpg
Ehemaliger Bunker von Joseph Goebbels
Es gibt keine Schranken mehr, es gibt keinen Zaun, der Förster sorgt nun dafür, dass man nicht mehr an den See gelangt. Es ist still geworden an diesem Ort der Propaganda.

page: http://www.bogensee.com/content/histor.htm

trance-x
September 11th, 2004, 11:39 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=1
http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/040909_Buchvorstellung_4x3.jpghttp://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Neue_Modg.jpg
Und damit: Buster!
10.09.2004: Die ehemalige Porno-Darstellerin Dolly Buster hat ihr Buch "Und damit: Buster! - Dolly Busters ultimativer Sex- und Beziehungsratgeber" in Berlin vorgestellt. In dem Buch geht es nach Angaben des Verlages um Sex in allen Facetten, aber auch um ganz alltägliche Beziehungsfragen und um die besten Flirt-und Kennenlerntaktiken. (mb/dpa) Foto: Andreas Altwein

http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_berlin&text=65326
Weitere Airlines verlegen Flüge von Berlin-Tempelhof nach Tegel
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/verkehr/flughafen-tegel_200.jpghttp://home.att.ne.jp/apple/berlin/baustelle/BAUSTELLE/Tegel.gif
Flughafen Tegel

Berlin (dpa/bb) - Rund sieben Wochen vor der geplanten Schließung des Berliner Stadtflughafens Tempelhof haben sich weitere Airlines zu einem Umzug an den Flughafen Tegel bereit erklärt. Für weit mehr als die Hälfte des Flugaufkommens gebe es nunmehr solche Vereinbarungen, teilte die Flughafengesellschaft am Freitag mit. Nach Luxair, Swiss, SN Brussels und OLT werde auch Denimair die Flüge verlegen und ihre Klage gegen das Ende Oktober geplante Aus für Tempelhof zurückziehen. Eine Einigung mit den restlichen Airlines werde in Kürze erwartet.
http://www.berlin-airport.de/source/bildarchiv/flughaefen/tempelhof/Luftaufnahme_Tempelhof.jpg
Flughafen Tempelhof

trance-x
September 11th, 2004, 12:01 PM
Tagesspiegel ...
11.09.2004 11:37
Bundespräsident fordert von deutschen Muslimen Distanz zum Terror
http://www.ansa.com.br/fot/koehler.JPG
Bundespräsident Horst Köhler hat an die Muslime in Deutschland appelliert, sich eindeutig vom islamistischen Terror zu distanzieren. «Ich wäre froh, wenn die Muslime in Deutschland geschlossen ihre Stimme erheben würden», sagte Köhler dem Nachrichtenmagazin «Focus».

Sie hätten jetzt die Chance, «Missverständnisse auszuräumen, indem sie sich sichtbar vom Terror abgrenzen.» Zugleich warnte Köhler aber vor Hysterie im Umgang mit muslimischen Mitbürgern. «Es darf nicht so weit kommen, dass wir guten Bürgern und Steuerzahlern unterstellen, sie seien Sympathieanten oder gar selbst Terroristen, nur weil sie nicht Christen sind.»

Der Bundespräsident empfahl ein härteres Vorgehen gegen Hassprediger, deren Wirken in Deutschland seit langem bekannt sei. Hier sei ein Kurswechsel erforderlich: «Wir haben nicht immer die Kraft gehabt, unsere eigenen Werte im eigenen Land couragiert zu verteidigen. Das sollte sich ändern», so Köhler weiter. «Natürlich können wir Religionslehrer aus Ägypten oder der Türkei haben, aber nur unter der Verpflichtung, nicht gegen unser Grundgesetz zu arbeiten und keine aggressive Lehre zu verbreiten.»

Tagesspiegel ...
11.09.2004 11:37
Polnisches Außenministerium sieht Reparationsfrage als abgeschlossen

Warschau (dpa) - Das polnische Außenministerium betrachtet die Frage der Kriegsreparationen von Deutschland für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg als abgeschlossen. Diese Frage solle nicht die deutsch-polnischen Beziehungen belasten.

Dies betonte Ministeriumssprecher Boguslaw Majewski. Er reagierte damit auf eine - rechtlich nicht bindende - Entschließung des polnischen Parlaments vom Freitag.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/hauptstadtplanung/pix/dorotheenstadt/polnisch_g.jpg
Entwurf: Polnische Botschaft ...

In dem bei nur einer Enthaltung einstimmig verabschiedeten Text wird beklagt, dass die deutsche Entschädigung für Kriegsschäden bisher unzureichend war. Die polnische Regierung wird aufgefordert, bei Deutschland in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Zugleich fordern die polnischen Abgeordneten von der Bundesregierung, Entschädigungsklagen deutscher Vertriebener als unbegründet und unrechtmäßig zu bezeichnen.



http://www.taz.de/pt/2004/09/11/a0273.nf/text
"Blau ist die Farbe der Harmonie"
Sportpsychologin Maite Iriarte Rego hat eine steile These: Das Blau der neuen Tartanbahn im Olympiastadion macht die Läufer nicht langsamer. Möglicherweise aber sorgt die neue Farbe für fairere Wettkämpfe - und für Sympathie
http://www.stadionwelt.de/Stadionwelt-Stadien-Arenen/Stadionnews/images/deutschland/berlin_oly_02.jpg
taz: Frau Dr. Iriarte Rego, die Tartanbahn im Olympiastadion ist seit der Renovierung nicht mehr rot, sondern blau. Welche Auswirkungen hat das auf die Psyche der Sportler und Läuferinnen?

Maite Iriarte Rego: Farben haben immer eine psychische Auswirkung auf Menschen. Für den einen oder anderen Sportler ist die blaue Bahn sicher erst einmal ungewöhnlich und wirkt sich dann auch individuell aus. Man sollte den Athleten genug Zeit geben, sich vor dem Wettkampf an die neue Farbe zu gewöhnen. Trotzdem sind für sportliche Leistungsfähigkeit andere Faktoren wie Einstellung und Motivation sehr viel entscheidender als die Farbe des Untergrundes.

Blau gilt ja eher als beruhigende Farbe, während Rot aggressiv machen soll. Kann es passieren, dass die Sportler auf der blauen Bahn vor lauter Beruhigung nicht mehr so schnell laufen wie sonst?

Blau ist zwar eine Farbe der Ruhe, symbolisiert aber auch Sympathie, Harmonie, Freundschaft, Treue, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Außerdem werden mit der Farbe Blau sehr oft vermeintlich männliche Tugenden assoziiert, wie etwa Mut, Sportlichkeit, Leistung, Konzentration und Selbstständigkeit. Rot steht mehr für Energie, Leidenschaft und Impulsivität. Beide Farben sind also für sportliche Leistung eher förderlich.

Auf Blau geht es also fairer zu als auf Rot?

Das kann durchaus sein. Blau ist ja auch nicht umsonst eine beliebte Farbe für Sportbekleidung. Gerade bei den Olympischen Spielen in Athen konnte man das gut beobachten. Auch in der Wirtschaft nutzen viele Firmen einen Blauton für ihre Logos, weil die Farbe Vertrauen erweckt und Freundschaft symbolisiert. Übrigens bezeichnen 38 Prozent der Deutschen Blau als ihre Lieblingsfarbe, bei Rot sind es nur 20 Prozent.

Welche Farbe ist denn für Sportler völlig ungeeignet?

In jedem Fall Schwarz. Schwarz steht für Schmutz, Tod, Bedrängnis und Leere. Schwarz ist auch eine sachliche und konservative Farbe, also für leidenschaftliche Sportler eher nicht geeignet.

Wie groß ist generell der Einfluss äußerer Reize auf das Leistungsvermögen von Sportlern?

Sport hat viel mit Rhythmus zu tun. Viele Sportler assoziieren deshalb ihre Leistung mit bestimmten Gerüchen, Farben und Geräuschen. Das hilft dabei, eine Leistung zu automatisieren. Viele Sportler müssen natürlich auch lernen, mit äußeren Reizen umzugehen, zum Beispiel mit dem Lärm im Stadion. Dann muss man trainieren, diese Reize komplett auszublenden. Andere Athleten wollen dagegen vom Publikum möglichst laut angefeuert werden. Jeder Sportler reagiert eben anders.

"INTERVIEW: ALENA SCHRÖDER

trance-x
September 11th, 2004, 12:30 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/11/a0122.nf/text

La catastrofe scuola, die Bambini lernen nix
Italienische Schulkatastrophe an deutschen Schulen: Die Kinder der Zuwanderer von jenseits der Alpen, der
ältesten Immigrantengemeinde, lernen am schlechtesten. Lernmentalität und deutsche Schule harmonieren nicht

BERLIN taz Das hätten sich die Italiener anders vorgestellt. Da schicken sie jährlich 15 Millionen Euro für italienische Migrantenkinder in Deutschland über die Alpen, und dann so etwas. Vergleicht man die Schulkarrieren der rund 67.000 schulpflichtigen "bambini" mit denen anderer Zuwandererkinder, sind die Italiener weit abgeschlagen. Türken, Griechen, Spanier - alle stehen besser da.

"La catastrofe scuola", die Schulkatastrophe - so titelt die in Deutschland erscheinende Corriere dItalia und widmet der Misere mehrere Sonderseiten. Der italienische Botschafter beruft eine dreitägige Konferenz ein. 150 Experten zerbrechen sich den Kopf über die Probleme italienischer Jugendlicher in Deutschland.

Dass Schüler aus Migrantenfamilien im deutschen Bildungssystem benachteiligt sind, ist seit Pisa kein Geheimnis mehr. Der Großteil der Familien ist in der Arbeiterschicht angesiedelt, nur wenige Eltern können überhaupt die Tragweite ermessen, ihre Kinder auf diese oder jene Schule zu schicken. Nur 6 Prozent der italienischen Schüler landen im Gymnasium - weniger als in Sonderschulen (siehe Kasten). Die Experten vermuten, dass der mangelnde Bildungsstand bei vielen Müttern die im deutschen Schulsystem nötige Förderung behindere. Die Kinder brauchen Hilfe bei den Hausaufgaben - die Mamma oft nicht geben kann. Trotzdem ist nicht nachvollziehbar, warum gerade Italiener so viel größere Probleme mit dem deutschen Schulsystem haben als ihre ausländischen Mitschüler.

"Es hat auch etwas mit der italienischen Mentalität zu tun", versucht Cristina Allemann-Ghionda, Professorin für Pädagogik an der Universität Köln, eine Erklärung. Die rund 600.000 Italiener bilden zwar nach Türken und Staatsbürgern aus dem ehemaligen Jugoslawien die drittgrößte und zugleich älteste Migrantengruppe in Deutschland. Trotzdem hätten viele von ihnen Deutschland als Heimat noch nicht akzeptiert. "Im Gegensatz zu Spanien und Griechenland liegt Italien nah. In vielen Familien herrscht die Meinung, irgendwann gehen wir sowieso zurück."

Hinzu kommt, dass das von der italienischen Regierung geschickte Geld bislang nicht immer zweckgebunden eingesetzt wird. Statt in einen Ausbau des zweisprachigen Unterrichts an den Regelschulen, investieren die Konsulate in rein italienische Sprach- und Kulturkurse, die nur selten die anvisierte Zielgruppe erreichen.

An Vorschlägen zur Verbesserung der Situation herrscht kein Mangel. Ganz oben auf der Wunschliste der italienischen Konferenzteilnehmer: eine Strukturreform des deutschen Bildungswesen, weg von der Dreigliedrigkeit hin zur Gesamtschule. "Auch wir in Italien hatten einmal ein gegliedertes System, aber das war zu Zeiten des Faschismus", bemerkt Allemann-Ghionda. Doch hier muss Brandenburgs Bildungsminister Steffen Reiche als Vertreter der Kultusministerkonferenz die Gäste bremsen. "Eher wird in Deutschland der Kündigungsschutz abgeschafft, als das dreigliedrige Schulsystem." "KARIN LOSERT


http://www.taz.de/pt/2004/09/11/a0261.nf/text
Hundert Jahre des Gebets ... Jüdische Synagoge in der Rykestrasse wird 100!
http://www.hagalil.com/deutschland/berlin/bilder/ryke-0.jpghttp://www.berlin-judentum.de/images/ryke.jpghttp://www.berlin-judentum.de/images/rykest12.jpg
Als sie vor 100 Jahren gebaut wurde, galt sie als eine der schönsten Synagogen der Stadt - heute ist sie die größte in Deutschland und die schönste: Mit einem Festakt zum 100-jährigen Jubiläum wird die Synagoge in der Rykestraße in Prenzlauer Berg am Sonntag (11 Uhr) gefeiert. Sicherlich wird daran erinnert, dass dieses Haus nur deshalb in der "Kristallnacht" 1938 nicht zerstört wurde, weil ein Feuer die benachbarten Wohnhäuser gefährdet hätte. Neben den Spitzen der Jüdischen Gemeinde wird der Regierende Bürgermeister zur Feier kommen, vor allem aber der amerikanische Kantor Joshua Nelson, der in der Hauptstadt eine große Fangemeinde hat. Dann wird die Synagoge wieder überfüllt sein, was nur noch selten der Fall ist. Mehr als 2.000 Betende haben Platz, meist sind es nur eine Hand voll. Die Jüdische Gemeinde nutzt den Saal nur noch zu festlichen Ereignissen. Gottesdienste finden regelmäßig in einem Vorraum statt.
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Blick vom Innenhof ... Eingang Detail Tafel mit den 10 Worten

http://www.berlin-judentum.de/synagogen/rykestrasse.htm
Synagoge Rykestraße:
Deutschlands größte Synagoge wird 100 Jahre alt
Am 4. September 1904 wurde - nach gerade zehnmonatiger Bauzeit - die Synagoge in der Rykestraße festlich eingeweiht, gerade rechtzeitig zu den Hohen Feiertagen des Jahres 5665. Sie war vom Architekten Johann Hoeniger nach einem aufwändigen Genehmigungsverfahren im neo-romanischen Stil erbaut worden und bot rund 2000 Personen Platz...
http://www.berlin-judentum.de/images/rykest6.jpghttp://www.berlin-judentum.de/images/rykest5.jpg
Von Iris Noah
http://www.juedische-kulturtage.org/bilder/rykestrasse.jpghttp://www.berlin-judentum.de/images/rykest4.jpg
Im Baualbum der Synagoge heißt es: "Der Chorbau ist so groß angelegt, daß neben dem Platz für die Chorsänger auch noch Raum für eine eventuell aufzustellende Orgel bleibt". Vorerst wurde keine Orgel eingebaut. Die Synagoge Rykestraße stellte eine Besonderheit in der Berliner Synagogenlandschaft dar: Der Gottesdienst fand nach altem Ritus statt. Neben orthodoxen amtierten auch liberale Rabbiner. Neben Jugendgottesdiensten gab es auch Bat Mizwa Feiern. Im Jahr 1925 wurden 22 Mädchen durch Rabbiner Dr. Weyl, der auch ein Mentor der weltweit ersten Rabbinerin Regina Jonas war, "konfirmiert".
http://www.berlin-judentum.de/images/rykest10.jpghttp://www.berlin-judentum.de/images/rykest9.jpg
1934 wurde eine neue Liturgie am Freitagabend eingeführt und zwei Jahre später auch für Samstagvormittag. Diese trug den veränderten Bedürfnissen nach traditionelleren Formen Rechnung. In dieser Zeit gewannen Vorträge, Sprachkurse und Konzerte an Bedeutung , da die jüdische Bevölkerung aus dem öffentlichen Leben ausgegrenzt wurde. Die im Vorderhaus befindliche jüdische Grundschule mußte deshalb erweitert werden. Sie war im Vorderhaus des Gebäudes 1904 für 500 Kinder eröffnet worden und wurde nun von 700 Kindern besucht. Baracken wurden im Hof aufgestellt und ein zusätzlicher Standort in der Choriner Straße eröffnet.
http://www.berlin-judentum.de/images/rykest8.jpghttp://www.berlin-judentum.de/images/rykest7.jpg
Während der Reichspogromnacht wurde das Gebäude nicht niedergebrannt, da die umliegenden "arischen" Häuser nicht gefährdet
werden sollten. Der Synagogenraum wurde demoliert; Torahrollen wurden geschändet und Rabbiner sowie Gemeindemitglieder verhaftet und in das nahegelegene KZ
Sachsenhausen deportiert. Nach Reparaturarbeiten konnte die Synagoge an Pessach wieder geöffnet werden. Der letzte Gottesdienst fand im April 1940 statt. Dann wurde das Gebäude für die Heeresstandortverwaltung beschlagnahmt und enteignet.
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Nach der Befreiung im Mai 1945 durch die Rote Armee waren im Vorderhaus zeitweise überlebende DPs (displaced persons d.h. überlebende Juden aus Osteuropa) untergebracht. Schon am 29. Juli 1945 traute
Rabbiner Martin Riesenburger das erste Paar in einem Nebenraum. Er weihte auch die Synagoge am 30. August 1953 nach einer größeren Renovierung, die vom Magistrat der Stadt Berlin unterstützt worden war, wieder ein. Im selben Jahr
wurde die jüdische Gemeinde geteilt. Die Synagoge Rykestraße wurde zum Zentrum der Ostberliner Gemeinde. Nach Rabbiner Riesenburgers Tod amtierte Rabbiner Ödön Singer zwischen 1965 und 1969.

Nach großen Sturmschäden mußte das Gebäude zwischen 1967 und 1978 in mehreren Etappen renoviert werden. Die Wiedereinweihung des großen und kleinen Betraumesraumes
stießen auf großes öffentliches Interesse. Da die kleine Gemeinde - sie zählte 1990 etwas über zweihundert Mitglieder - sich keinen Rabbiner leisten konnte, amtierten zu den hohen Feiertagen Rabbiner und Kantoren aus dem Ausland. Das jährliche Synagogenkonzert mit dem Westberliner Kantor Estrongo Nachama und dem Leipziger Synagogenchor stieß regelmäßig auf große Resonanz. Auch bei Beerdigungen auf dem jüdischen Friedhof Weissensee amtierte Kantor Nachama oft
mit Rabbiner Ernst Stein.

Olean Ingster, der seit April 1966 als Vorbeter amtiert, ist es zu verdanken, daß hier die einzige Synagoge der DDR war, an der regelmäßig am Schabbat und Feiertagen Gottesdienste stattfanden und Jungen auf die Bar Mizwa vorbereitet wurden. Von 1971 bis 1991 war Dr. Peter Kirchner Vorsitzender der Ostberliner Gemeinde.
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Seit 1999 hat das Lehrhaus der Ronald S. Lauder Stiftung seinen Sitz im Vorderhaus. Es ermöglicht jungen Männern in Jahresprogrammen und beiden Geschlechtern in Ferienprogrammen und Abendveranstaltungen eine Vertiefung jüdischen Wissens und vermittelt praktische
Fähigkeiten für die Gemeindearbeit unter der Leitung von Rabbiner Joshua Spinner.

Heute wird für die Gottesdienste meist ein kleinerer Raum genutzt. Die meisten Beter der Rykestrasse sind Zuwanderer aus der ehemaligen SU. Zum 100jährigen Geburtstag sind vielfältige Aktivitäten
geplant, wie etwa Führungen und Konzerte.

larved
September 11th, 2004, 05:34 PM
10.09.2004 18:48

Neues Hauptquartier in Berlin kostet rund 600 Millionen Euro

Berlin (dpa) - Der neue Hauptsitz des Bundesnachrichtendienstes in Berlin kostet rund 600 Millionen Euro. Dabei handele es sich aber nur um die mittelfristige Finanzplanung für die nächsten fünf Jahre, sagte eine BND-Sprecherin dem «Münchner Merkur». Der Personalrat rechne insgesamt mit rund 1,3 Milliarden Euro. Vorgesehen als Baukosten sind im Haushaltsentwurf des Bundes dem Bericht zufolge 580 Millionen Euro - deklariert als Baumaßnahme im Geschäftsbereich des Bundeskanzleramtes. Hinzu kämen 20 Millionen als Planungskosten.

http://host1.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/detail.php?id=65437

Kampflamm
September 11th, 2004, 05:38 PM
Na gut, wir haben's ja.

Poldi
September 11th, 2004, 05:40 PM
geht auf poldi's rechnung

larved
September 11th, 2004, 05:41 PM
Ist wirklich unglaublich..:ohno:

larved
September 11th, 2004, 05:42 PM
@Poldi: Da war mir Völler aber sympathischer.;)

trance-x
September 12th, 2004, 06:47 AM
an ...
http://www.georgehoward.net/pentagon.jpg

... manchen Dingen ...
http://www.wtc-terrorattack.com/pentagon008.jpghttp://www.wtc-terrorattack.com/pentagon006.jpg

... spart man nicht.
http://www.wtc-terrorattack.com/pentagon005.JPGhttp://www.niftythings.org/usattack/pentagon/pentagon-02.jpg

http://www.lesben.org/nein.gif


nicht aus naivem Lokalpatriotismus ... :nono:
http://www.spiegel.de/img/0,1020,323456,00.jpghttp://www.werner-lischka.de/rolfulbricht/Dorffest/Dorffest%201.jpg

... und nicht aus Ideologien sonstweder Art! :nono:
http://www.pds-bayern.de/2.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040910/politik/88968.jpghttp://www.attac.nu/img/minisplash_flaggor.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,136645,00.jpg



denn was wir brauchen,
ist schlicht und ergreifend ...
the ...
http://www.adayinthewest.com/img/BEST.gifhttp://www.countryartists.co.uk/site/winner.jpg:okay::dance::applause:
http://starbulletin.com/2000/07/19/features/arthed.jpghttp://home.arcor.de/mccrazy/fussball/nationalm/1990g.jpg

also ...
- raus aus diesem klein-klein-denken
- keine weiteren sicherheitsgefaehrdungen durch kleinliches sparen an falscher stelle
- keine schaedigung der wirtschaft durch missgoennen luktrativer auftraege mehr
- keine weiteren schaedigungen mehr von regionen, aus denen die baufirmen kommen und deren bewohner und angestellte sehnlichst auf diesen geldschub aus berlin warten, damit ihre kinder nicht hungern muessen! :lol:;)

kurzum: keine weitere verhinderung mehr von wolkenkratzern, reformen, transrapids, also allem, was mir gut tut und euch teuer ist! raus aus der dafuer verantwortlichen mentalen antihaltung ... sagt NEIN zu diesem wahnsinn! :yes:
:applause::righton::applause::applause::applause::applause::applause:

trance-x
September 12th, 2004, 08:02 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story703110.html

Christen demonstrieren für eine friedliche Welt ...
Jesus-Tag marschiert für Israel und gegen internationalen Terror
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/pop_89092.jpg
Es gab auch moderate Kritik an Hartz IV und dem Kanzler

Berlin - Unter dem Motto "Feiern. Beten. Handeln" sind nach Polizeiangaben rund 40 000 Teilnehmer zum zweiten Berliner "Jesus Tag" in die Innenstadt geströmt, 10 000 weniger als vor vier Jahren. Nach Angaben der Polizei verlief der Marsch nicht nur ohne Zwischenfälle - es sei die erste Demonstration gewesen, die den selbst produzierten Müll wieder mitgenommen habe. Anschließend trafen sich die Christen, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, zu einem gemeinsamen Gottesdienst auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor.

Auf dem Alexanderplatz trafen sich am Nachmittag unter dem Motto "Israel lebt" mehrere Hundert Jesus-Tag-Teilnehmer zu einer Veranstaltung mit Ansprachen, Gebeten und Liedern. Am Reichstag wurde ein "Band der Hoffnung" genäht. In der Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche beteten Christen für Randgruppen.

http://www.wtc-terrorattack.com/no-terror.gif

Organisatoren des "Jesus Tags" sind evangelische und freikirchliche Gemeinden um den Berliner Pfarrer Axel Nehlsen. Um mögliche Störungen auszuschließen, hatte die Polizei gestern die als Kirchenstörer bekannten Berliner Andreas Roy und Christian Arnold in Gewahrsam genommen. dpa

trance-x
September 12th, 2004, 08:13 AM
Geflüster
Es ist noch nicht offiziell, aber der Tisch steht bereits da. Geheimtipp für alle Gourmet-Fans: Dem Küchenchef des Restaurants Vitrum im Ritz-Carlton Hotel, Thomas Kellermann, kann man künftig beim Kochen auf die Finger schauen. In seiner Küche steht ab sofort ein "Chef-Table", an dem vier Personen Platz finden. Der Chef selbst serviert dort ein Menü und schnippelt auf der Arbeitsfläche direkt nebenan, zum Beispiel "Urzeit-Karotten", die wieder in Brandenburg kultiviert werden. Wie eine Urzeit-Karotte aussieht? Außen wie Rote Bete, innen wie Karotte.

Bis vor knapp zwei Wochen stand sie in den Studios Babelsberg für den Film "Aeon Flux" vor der Kamera. Dann reiste Charlize Theron (29) plötzlich ab. Jetzt kam raus: Die Schauspielerin rutschte bei einem Rückwärtssalto am Drahtseil aus und zog sich einen Bandscheibenvorfall im Nacken zu. Folge: sechs Wochen Drehpause.

Schwarz, Weiß, Rot: Als 1976 ABBA "Dancing Queen" sangen und der Ur-GTI auf den Markt kam, war der Golf nur in diesen drei Farben erhältlich. Am Dienstag wird 400 geladenen Gästen im ungenutzten U-Bahntunnel am Leipziger Platz der neue Golf GTI vorgestellt. Der vorgegebene Dresscode für Autofans wie Erol Sander, Claudia Skoda und Felicitas Woll lautet - ganz originell: Schwarz, Weiß, Rot.

Vor sechs Jahren haben sie sich auf dem Art Forum kennen gelernt: die Künstler Wolfgang Cihlarz alias Salomé und Holger Bär. Jetzt stellen sie gemeinsam in der Galerie Deschler an der Auguststraße 61 in Mitte aus. Wieder dabei: Salomés berühmte Seerosen-Motive. Die Idee zu diesem Thema wurde Anfang der 80er-Jahre in Berlin geboren: Damals saß Salomé gerade im Prinzenbad in Kreuzberg.

Produzent Bernd Eichinger kommt zur Premiere seines Films "Der Untergang" - ab 19.30 Uhr im Delphi Filmpalast.

Heike Drechsler und Frank Busemann werden beim Istaf-Empfang von Klaus Wowereit in der Mercedes-Welt erwartet.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story703023.html
Treffpunkt Stars in Concert
http://dlll.yorku.ca/johnd/Kuvia/estrel.jpghttp://www.hot-travel.org/hotel-images/Estrel_Hotel_Berlin.jpghttp://www.ebildung.de/images/handelskongress2003/estrel.jpg
Seit sieben Jahren stehen Künstler fast jeden Abend in der Doppelgänger-Live-Show "Stars in Concert" auf der Bühne des Estrel-Festival-Centers an der Sonnenallee 225 und präsentieren die Hits der großen Stars - von Elvis über Louis Armstrong, Whitney Houston und Cher bis zu den Blues Brothers und Michael Jackson.

Besucher
Rund 1,7 Millionen Besucher haben die Show schon gesehen. Das vielfältige Programm mit Hits aus der Zeit zwischen 1930 und heute - von Armstrongs "What a wonderful world" über Houstons "I will always love you" bis zu Jacksons "Billy Jean" spricht alle Altersgruppen an. Damit sich auch Stammgäste nicht langweilen, holt Produzent Bernhard Kurz regelmäßig neue Acts auf die Bühne.

http://www.about-berlin-hotels.de/photos/776-776-estrel-hotel-berlin-front.jpghttp://www.about-berlin-hotels.de/photos/776-estrel-hotel-berlin5.jpg

Besonderheit
Mit perfekt nachgeahmter Mimik, Gestik und verblüffender Ähnlichkeit zu ihren Vorbildern singen die Interpreten live und spielen ihre Instrumente selbst. Bis zu 800 Gäste können die sechs Haupt-Acts der Show bei jeder Vorstellung sehen.

http://www.discountberlinhotelsguru.com/estrel-hotel-berlin-germany.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89075.jpg

Promifaktor
Sieben Jahre "Stars in Concert" - das wird heute mit einer Jubiläumsgala gefeiert. Prominente wollen "Happy Birthday" sagen, darunter Karl Wilhelm Prinz von Preußen, Roberto Blanco, Rolf Eden, Manfred Krug, Comedy-Star Markus Maria Profitlich, Hertha-Fußballer Thorben Marx, die Bundesministerinnen Ulla Schmidt und Brigitte Zypries sowie Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm. Max Schautzer engagierte "Stars in Concert"-Künstler für den ZDF-Sommergarten, Thomas Gottschalk für seine "Hausparty".
http://www.ecasia03.bam.de/bilder/estrel_konferenz.jpghttp://www.raumvorteil.de/gallery_haus_innen/Das_Hotel_Estrel_ca._300m_rechst_neben_dem_Haus.jpg
Service
Die Geburtstags-Gala ist nur für VIPs, die "normale" Show aber täglich außer dienstags zu sehen: Montags und mittwochs bis freitags 20.30 Uhr, sonnabends 17 Uhr und 20.30 Uhr, sonntags 17 Uhr. Tickets für 17 bis 45 Euro unter Tel.: 68 31 68 31. Internet-Infos: www.stars-in-concert.de

trance-x
September 12th, 2004, 08:24 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703145.html

Der Hauptdarsteller im Gerichtssaal
Fernsehangebote lehnte Berlins originellster Richter ab - Rüdiger Warnstädt schreibt seit seiner Pensionierung lieber Bücher
Von Michael Mielke

BEGEGNUNG MIT AMTSRICHTER RÜDIGER WARNSTÄDT
Der originellste Richter Deutschlands stellt sein Buch "RECHT SO" vor
Das Kriminalgericht Moabit beherbergt die größte Staatsanwaltschaft Europas, sie bewältigt bis zu 700 Prozessen am Tag. Dies ist der Arbeitsplatz vom Amtsrichter Rüdiger Warnstädt, dem wohl originellsten Richter Deutschlands. Zum ersten Mal sind seine Strafurteile in einem Buch nachzulesen "Recht so". Da geht
es nicht um Mord und Totschlag. Bei ihm landen Schwarzfahrer, prügelnde Saufkumpane, Ladendiebe, streitende Nachbarn, beleidigte Beamte. Wenn Warnstädt Recht, spricht macht er den Prozeß zu einer kleinen Theateraufführung, in der die Straftäter die Helden sind. Warnstädt ist Kult in Moabit, zu seinen Prozessen
pilgern die Gymnasiasten, Polizeischüler und Verehrerinnen als Zuschauer.
http://www.theater-anklam.de/images/richterlesung.jpghttp://www.theater-anklam.de/images/0,1020,186925,00.jpg
Vor seinem Richterstuhl standen: Schwarzfahrer, Betrüger, streitende Nachbarn, Hütchenspieler, Zuhälter, Ladendiebe. Zu welcher Strafe er sie verurteilte und warum manch einer mit einem "blauen Auge" davonkam, davon erzählt er, amüsant und unterhaltsam, der unterhaltsamste Richter Deutschlands.
"Warnstädt hat das größte Publikum, es pilgert zu ihm wie zu einem Star... Warnstädt ist Kult..." (Renate Rauch, Berliner Zeitung)
http://www.theater-anklam.de/Repertoire/LesungRechtSo/LesungRechtSo.htm

Rüdiger Warnstädt hatte weit über das Moabiter Kriminalgericht hinaus den Ruf, der originellste Richter zu sein. Seit Januar 2003 ist der 66-Jährige pensioniert. Er lehnte Angebote als Fernseh-Richter ab und schreibt lieber Bücher. Und auch die - das neueste ist gerade auf den Markt gekommen - sind wieder erfrischend ungewöhnlich.

Auf die Idee mit dem Buchtitel kann er nicht gekommen sein: "Herr Richter, was spricht er" passt nicht zu Warnstädt, das ist zu banal. Er lächelt, als er danach gefragt wird. Es sei eine Idee des Verlages gewesen, "die wissen, was sich verkauft".

Sein erstes Buch hatte er im Sommer 2002 zu schreiben begonnen. Da saß er noch zweimal in der Woche im Saal 672 des Moabiter Kriminalgerichts. In 35 Jahren hat er dort mehr als 8000 Urteile gefällt. Stets in der Abteilung mit dem Anfangsbuchstaben "S". Diebe, Schläger und Schwarzfahrer gehörten dazu, Zuhälter, Sozialhilfebetrüger, auch ein Stasi-Oberst, der nach dem Fall der Mauer Schmuck beiseite geschafft hatte und - fast am Ende von Warnstädts Richter-Karriere - Martin Semmelrogge.

Der Schauspieler hatte im Flughafen Tegel den Angestellten einer Fluggesellschaft beleidigt, weil dieser den Transport seines Hirtenhundes Crazy in der Kabine nicht genehmigte. Crazy hätte nur fünf Kilo wiegen dürfen, brachte aber 14 auf die Waage. "Was soll ich mit dem nur machen?" rief Warnstädt damals verzweifelt in Richtung der dicht besetzten Zuschauerbänke. Ein Urteil hätte nur ohne Bewährung enden können - Semmelrogge war vielfach vorbestraft. Am Ende gab es eine Verfahrenseinstellung mit der Auflage, 1000 Euro Schmerzensgeld an den Angestellten der Fluggesellschaft zu zahlen. Der gerichtserfahrene Semmelrogge war natürlich sofort einverstanden, aber noch immer irritiert von der unorthodoxen Verhandlungsführung des schmächtigen, laut sinnierend durch den Verhandlungssaal wandernden Vorsitzenden: "Dieser Richter ist ein guter Schauspieler", sagte er später, "der ist wirklich talentiert."

Für Warnstädt, der sich selbst "als eine Art Eugenspiegel" sieht, kam diese Einschätzung kaum überraschend. Prozesse waren bei ihm fast immer auch Aufführungen. Mit einem Richter als Hauptdarsteller, der bei einer Zeugenbefragung vom Thema abweichen konnte, um sein Gegenüber kennen zu lernen, dessen Reaktion zu testen oder einfach nur Zeit für eine weitere Frage zu gewinnen: "Sie wohnen in der Clara-Zetkin-Straße", vergewisserte er sich einmal bei einem Zeugen. "Wissen Sie denn, wer das war?" Der betretene Zeuge wusste es nicht.

Er war ein Hauptdarsteller, der es manchmal genoss, dass kaum jemand zu widersprechen wagte: "Lassen Sie doch dieses Buch geschlossen", empfahl er zum Beispiel einmal einer jungen Staatsanwältin, die schlecht vorbereitet war und nervös in der Strafprozessordnung blätterte. "Ich lese das schon lange nicht mehr. Ich erfasse das Wesentliche. Folgen Sie meinen weisen Ratschlägen."

Er war auch ein Hauptdarsteller, der schon während der Beweisaufnahme nicht verhehlte, ob er den Angeklagten für schuldig hielt. Für einen Strafrichter ist das schon fast ein Tabubruch. "Ich ließ während eines Prozesses immer erkennen, welche Gedanken mir im Kopf herumgingen, welches Bild ich mir in diesem Moment von der Sache mache", sagt er. "Die meisten Beteiligten waren mir dafür dankbar."

Aber auch das war keineswegs zwingend. Warnstädt konnte, wenn nötig, auch der undurchsichtige, einlullende Zuhörer sein. Wie bei dem Rentner aus Reinickendorf, der am Tegeler See beim Angeln ohne Angelschein erwischt wurde und sich nun wegen Fischwilderei verantworten musste. Der kräftige Mann hatte dem wohlwollend nickenden Richter wortreich erzählt, dass er am Tattag zufällig des Weges gekommen und von einem Angler angesprochen worden sei, doch mal kurz auf dessen Gerätschaften zu schauen. Statt des Anglers, der sich Zigaretten holen wollte, sei dann jedoch die Polizei gekommen. "So, war det Herr Richter", habe der Angeklagte gesagt und angesichts des verständnisvoll blickenden Vorsitzenden vermutlich schon selber an seine Geschichte geglaubt. Bis Warnstädt, noch immer lächelnd, resümierte: "Wissen Sie was, ich glaube ihnen kein Wort." Der Rentner sackte zusammen, gab dann doch noch alles zu, zahlte eine kleine Geldstrafe, bekam im Gegenzug von Warnstädt die konfiszierten Angeln zurück - und fühlte sich gerecht bestraft.

Über ähnliche Urteile und Beweggründe erzählt Warnstädts erstes Buch mit dem Titel "Recht so". Das zweite ("Herr Richter, was spricht er") ist eher eine Biografie, aber wiederum sehr unterhaltsam geschrieben. Doch der eloquente Jurist hätte seine nun so üppige Freizeit nicht nur mit Schriftstellerei verbringen müssen. Es gab für den weit über Berlins Grenzen hinaus bekannten Richter vor Jahren schon Angebote vom Fernsehen. Warnstädt indes lehnte ab. "Weil ich ein königlicher Richter bin und nicht zum Knecht von irgendwelchen Fernsehgewaltigen werden wollte", begründet er das in seiner unnachahmlichen Art. Auch habe er nicht dauernd nach Köln fahren wollen. Statt seiner bekam dann Barbara Salesch den Job. Und er ist froh darüber. Warnstädt besitzt aus Prinzip kein Fernsehgerät, "aber bei Freunden habe ich dieses Fernsehgericht mal gesehen. Schrecklich! Das hat doch nichts, aber auch gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun".

Er wird vermutlich weiter schreiben. Nichts Biografisches mehr, "ich will mich doch nicht wiederholen". Etwas Historisches jedoch könne er sich vorstellen. Aber keineswegs, wie ihm vorgeschlagen wurde, einen Abriss der Geschichte des Kriminalgerichts Moabit. "Dann lieber ein Buch über den Aufstieg und Niedergang der Komischen Oper." Das ist sein zweites Steckenpferd. Da kann der Theatergänger kämpferisch werden. Vor fünf Jahren schaltete er eine große Traueranzeige: "Hiermit gebe ich den Tod des Metropol-Theaters Berlin bekannt, im 100. Jahr seines Bestehens, ermordet vom Senat Berlin, fünf Jahre nach der Ermordung des Schillertheaters. Statt Blumen: Abwählen!"

Das alles steht in seinem neuen Buch. Warnstädt liest am 30. September und am 1. Oktober jeweils ab 14.30 Uhr aus "Herr Richter, was spricht er" in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung an der Turmstraße 5, Tel.: 394 30 47, - vis-à-vis dem Kriminalgericht Moabit.

trance-x
September 12th, 2004, 09:00 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story703050.html
Alexander-Newski-Kirche einzigartig in Westeuropa
Festgottesdienst und Prozession zum 175. Jahrestag der Einweihung des Gotteshauses
Von Dieter Weirauch
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_89079.jpghttp://members.surfeu.de/hobbyuo/imfotbildgraphpictur/Russisch_orthodoxe_Kirche.jpg
Erzpriester Anatolij Koljada vor seiner malerischen Kirche ...Foto: Jäzosch

Berlin: Mit einem festlichen Gottesdienst wird heute um 10 Uhr das 175. Jubiläum der Potsdamer Alexander-Newski-Kirche gefeiert. Die Kirche in der Russischen Kolonie Alexandrowka wurde am 12. September 1829 eingeweiht. Sie ist die älteste noch bestehende russisch-orthodoxe Kirche in Westeuropa.

"Dieses Jubiläum gleicht einem Geschenk." Vater Anatolij, wie die Mitglieder der russisch-orthodoxen Gemeinde auf dem Kapellenberg ihren Vorsteher nennen, ist tief bewegt. Denn für den Erzpriester hat dieser Sonntag große Bedeutung in seinem wechselvollen Leben. 1950 in eine Pfarrersfamilie geboren, konnte der promovierte Physiker Anatolij Koljada erst mit 30 Jahren die Priesterweihe ablegen. 1986 kam er schließlich nach dem Fernstudium der Theologie nach Potsdam - und das war keine Auszeichnung. "Man schickte mich in eine Art Strafasyl, weil ich mit dem sowjetischen Staat uneins war", sagt er.

Was er in Potsdam vorfand, war katastrophal: Kirche und Haus waren in keinem guten Zustand. Gläubige, meist Frauen von Offizieren der sowjetischen Armee, mussten illegal zu ihm kommen. Heute betreut Koljada etwa 1000 Familien - neben Russen, Weißrussen, Ukrainern, Bulgaren, Serben und Rumänen auch Deutsche. In seiner Freizeit schreibt der Geistliche an seiner zweiten Dissertation, diesmal zu einem theologischen Thema. Sohn Daniel, ein Informatiker, ist als Diakon eine große Hilfe für den Vater. Sohn Sergej, der bei einer weißrussischen Firma in Eberswalde arbeitet, gestaltet den Internetauftritt der Gemeinde und springt als Ministrant ein.

1949 hatte die Potsdamer orthodoxe Gemeinde mit Erzpriester Nikolai Markewitsch nach 120 Jahren erstmals wieder einen ständigen Gemeindepfarrer erhalten. Das Grab des 1968 gestorbenen Seelsorgers befindet sich hinter der Alexander-Newski-Kapelle. Nach dessen Tod gab es nur sporadisch Gottesdienste mit Priestern aus Berlin. "Heute ist die Kapelle direkt dem Kirchlichen Außenamt in Moskau untergeordnet", sagt Koljada. Rund 20 Taufen und zehn Hochzeiten werden jährlich gefeiert - Tendenz steigend.

Die Gemeinde finanziert sich ausschließlich aus Spenden, und die Kirche steht Menschen jeden Glaubens offen. Während das faszinierende Bauwerk mit seinen grünen Zwiebeltürmen seit einigen Jahren wieder in frischen Farben erstrahlt, ist das benachbarte Wohnhaus noch nicht saniert. Es gehört wie die gesamte Russische Kolonie Alexandrowka zum Weltkulturerbe der Unesco. Eigentümer ist die Stadt Potsdam. Die Kirche entstand nach Entwürfen des russischen Hofarchitekten Ivan Stasov, an denen der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel noch einige Veränderungen vorgenommen hatte. Die Siedlung, die auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. in den Jahren 1826 bis 1827 errichtet wurde, diente als Heim für die russischen Sänger des ersten preußischen Garderegiments.

Zum Festgottesdienst werden hohe geistliche Würdenträger erwartet. Nach der feierlichen Liturgie findet eine Prozession statt. Danach werden an Ministerpräsident Matthias Platzeck, Kulturministerin Johanna Wanka, Oberbürgermeister Jann Jakobs und Stadtkonservator Andreas Kalesse Orden für ihre Unterstützung der russisch-orthodoxen Gemeinde verliehen.




Bäderbetriebe: Freibadsaison wird nicht verlängert
Kreuzberg
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_89090.jpg
Nur die Strandanlage am Wannsee bleibt noch geöffnet ... Foto: Reuters

Die Sommersaison ist vorbei - zumindest für die Freibäder. Nach Auskunft der Berliner Bäderbetriebe bleiben alle Anlagen ab Montag geschlossen. Einzige Ausnahme ist die Strandanlage am Wannsee. Schwimmfreunde sind über die Entscheidung der Bäderbetriebe verärgert. So Annette Müller von der Initiative Prinzenbad in Kreuzberg: "Es besteht großer Bedarf." Bei den Bäderbetrieben will man indes "keine Ausnahmen" machen. Nach Auskunft eines Sprechers kühlt das Wasser im Freien nachts bereits stark ab. Außerdem werde das Personal ab Montag in Hallenbädern eingesetzt. Das des Prinzenbades wechselt ins Bad am Spreewaldplatz, Wiener Straße, das dann wieder 7 bis 22 Uhr geöffnet hat.
rh

trance-x
September 12th, 2004, 09:15 AM
http://www.taz.de/pt/2004/07/24/a0130.nf/text

PROTEKTIONISMUS-SCHELTE
Clement gegen Sarkozy
http://politique-directe.event.voila.fr/Magic/Icons/Sarkozy.jpghttp://images.google.de/images?q=tbn:nX3QDI528MAJ:www.luft-rlp.de/ozonrlp/bilder/stau_1.jpghttp://www.bundesregierung.de/Bild/einzelsicht_445818/Wolfgang-Clement.jpg
Wirtschaftsminister Clement (SPD) hat seinem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy erneut Protektionismus vorgeworfen. Mit der geplanten, an bestimmten Schadstoffemissionen orientierten Kaufsteuer auf Autos würden französische Autobauer begünstigt und Autos deutscher Firmen benachteiligt, so Clement in der Presse. (rtr)

trance-x
September 12th, 2004, 09:27 AM
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
11.09.2004 17:33
Hertha nur 0:0 in Nürnberg
http://www.hertha.de/uploads/pics/fcn_her_200_02.jpg

Nürnberg (dpa) - Mit einem 0:0 hat Hertha BSC zwar die 21 Jahre dauernde Erfolgsserie gegen den 1. FC Nürnberg fortgesetzt, den ersten Saisonsieg aber leichtfertig verschenkt. Nach etlichen vergebenen Torchancen mussten sich die Hauptstädter vor 30 891 Zuschauern im Frankenstadion mit dem vierten Unentschieden im vierten Saisonspiel zufrieden geben. Die Nürnberger verzeichneten trotz einer durchwachsenen Leistung mit dem Punktgewinn das zweite Unentschieden vor heimischem Publikum in dieser Saison.

http://www.hertha.de/index.php?id=her
11.09.2004:
Weiter ohne Sieg
Auch nach dem vierten Bundesliga-Spieltag bleiben die Schützlinge von Trainer Falko Götz ohne dreifachen Punktgewinn. Trotz Überlegenheit über weite Strecken der Partie langte es am Samstag (11.09.04) im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg nur zu einem torlosen Remis.

Im Vergleich zum Mainz-Spiel nahm Falko Götz einige Veränderungen vor. Für Michael Hartmann spielte Malik Fathi auf der linken Abwehrseite, im Sturm ging Nando Rafael neben Artur Wichniarek auf Torejagd. Fredi Bobic nahm zunächst auf der Bank Platz. Kurz vor dem Anpfiff musste Götz dann noch einmal umdisponieren. Dick van Burik fiel mit Magenproblemen aus, Alexander Madlung kam für den Niederländer.

Guter Beginn
Vor knapp 30.000 Zuschauern im Frankenstadion legten die Herthaner gut los. Man merkte, sie wollten unbedingt den ersten Saisonsieg. Dementsprechend viel zu tun hatten die Nürnberger Abwehrspieler. In der siebten Minute eröffnete Wichniarek den Berliner Chancen-Reigen, aber ihm gelang ebenso wenig der Führungstreffer wie Rafael (11., 33.) und Marcelinho (30.). Die Nürnberger, die für eine Heimmannschaft erstaunlich defensiv agierten, kamen erst eine Minute vor der Pause zu ihrer ersten Tormöglichkeit, Vittek scheiterte aber mit seinem Schussversuch.

Kaum Chancen nach der Pause
Nach der Halbzeitpause ließen die Angriffsbemühungen der Herthaner leider nach. Der Club aus Nürnberg konnte die Partie offener gestalten und hatte durch Banovic, der Torhüter Christian Fiedler gleich zweimal prüfte (66.), die Chance zur Führung. Danach aber verflachte das Spiel zusehends, plätscherte vor sich hin. Auch die Hereinnahme von Bundesliga-Debütant Christian Müller, Pal Dardai und Bobic auf Seiten der Berliner brachte keinen neuen Schwung.

Am Ende standen die Herthaner, wie in den Spielen zuvor, mit nur einem Punkt da. Betrachtet man die Leistung in der ersten Halbzeit, so war sicherlich mehr drin.

Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Nürnberg: Schäfer - Wolf, Hajto, Bosacki, L. Müller (77. Wiblishauser) - Cantaluppi (68. Kießling), Larsen - Mintal, Banovic - Vittek (60. S. Müller), Schroth

Hertha BSC: Fiedler - Fathi (75. Dardai), Madlung, Simunic, Schröder - Kovac - Marx (75. C. Müller), Marcelinho, Gilberto - Wichniarek (83. Bobic), Rafael

Schiedsrichter: Stefan Trautmann (Florstadt)
Zuschauer: 30.000

trance-x
September 12th, 2004, 09:42 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/12.09.2004/1354828.asp#art

Metropoltheater (Admiralspalast) Noch nichts zu sehen, schon viel passiert
Tüftelei hinter der Fassade: Im denkmalgeschützten Metropol sollen wieder Theater und Bäder entstehen
Von Lothar Heinke
http://www.ak-berlin.de/aktuell_da2000/images/s_metr_aussen.jpghttp://www.ak-berlin.de/aktuell_da2000/images/metropol_aussen.jpg
Was tut sich eigentlich hinter der Fassade, die mit einem riesigen Werbeplakat verhängt ist? Wieso ist es so still hinter dem Zaun, der den Durchgang zum „Metropol“ versperrt? „In unseren Köpfen und Computern ist eigentlich alles schon so gut wie fertig“, sagt Joachim Barth, einer der vier Gesellschafter (dazu gehören noch „Arena“-Betreiber Falk Walter und die Theaterproduzenten Marcus Flügge und Jon Trygvasson). Diese vier Herren haben den denkmalgeschützten Komplex für eine Million Euro gekauft und werden schätzungsweise noch 13 Millionen in den Ausbau stecken. Gestern gehörten Metropoltheater und Admiralspalast auch zum Besichtigungsprogramm beim „Tag des offenen Denkmals“, allerdings musste die Führung wegen Unstimmigkeiten zwischen Veranstalter und dem noch zuständigen Liegenschaftsfond Berlin entfallen.

Barth, der mit seiner Firma für die technische Realisation des legendären „Faust“ in der „Arena“ zuständig war, öffnet im 6. Stock des Vorderhauses die Tür zur einstigen Bibliothek des Berliner Journalistenverbandes. Nun stehen wir im Admiralspalast zwischen Vergangenheit und Zukunft: Alte Fotos, Projektzeichnungen von früher sind an die Wände gepinnt, auf dem Tisch von Architekt Frans Dikmans liegen die neuen Pläne, und an den Computern in den angrenzenden Büros sitzen junge Leute und zaubern auf die Bildschirme ihre bunten, plastischen „Schnittmusterbögen“, die, zusammengesetzt, einmal den neuen Admiralspalast ergeben werden. „Man sieht nichts“, sagt der Architekt, „aber es ist irrsinnig viel passiert: Wenn ich nur ein Theater oder eine Badeanstalt baue, dann geht das natürlich einfacher, als wenn, wie hier, alles zusammenkommt!“

Und tatsächlich, hier kommt eine ganze Menge zusammen. Unterhaltung auf allen Ebenen. Ein Haus, dem sich die Stücke anpassen werden und nicht umgekehrt. Fangen wir ganz tief an: Unter dem jetzigen Hof vor dem Theatereingang soll es „ein Mittelding zwischen DiscoKlub und Bar“ geben. Darüber, im Parterre, zur Straße hin, wird wieder das zu DDR-Zeiten legendäre Presse-Café seine Gäste empfangen; 300 Plätze soll dieses „Grand-Café“ haben.

Die „Distel“ bleibt, wo sie ist, das Theater im Admiralspalast mit seinen 1650 Plätzen wird im Wesentlichen erhalten, auch das Foyer steht unter Denkmalschutz. Das Theater soll für Gastspiele vermietet werden, darüber werden die einstigen Orchesterprobenräume zu einem Studiotheater mit 550 Plätzen ausgebaut. In der früheren Kantine wird es noch ein kleines Theater („Foyer 101“) für Lesungen und Versammlungen geben.

Der Clou aber ist die Wiederbelebung jenes Bades im oberen Teil, das in den zwanziger Jahren den Reisenden, die am Bahnhof Friedrichstraße mit dem Fernzug ankamen, willkommene Aufmunterung bot, bevor sie sich in den Amüsierbetrieb stürzten. Die Keramikkacheln und Figuren von einst waren 1988 abgebaut und in 47 Kisten gepackt worden – die stehen jetzt bei der Denkmalpflege und sollen wieder eingebaut werden. Und auch die Solequelle blubbert noch: 278 Meter unter der Friedrichstraße. Später soll sie ins Saunabad strömen und den 1080-Quadratmeter-Wellnessbereich attraktiver machen.
http://www.geocities.com/Broadway/Alley/4957/metrop1a.jpghttp://www.andreas-praefcke.de/carthalia/germany/images/berlin_metropoltheater.jpg

Der Kaufvertrag für das ganze Unterhaltungspaket Admiralspalast sei unterschriftsreif, sagt Joachim Barth und hofft, dass die Sache im Oktober perfekt wird. Dazu muss die Bauplanung für die Sanierung komplett vorliegen. Und vom Tag der Unterschrift an haben Betreiber und Bauleute nurmehr 18 Monate Zeit bis zur Wiedereröffnung. Die zweite Bedingung: Der Palast muss zehn Jahre lang kulturell genutzt werden – für was und von wem auch immer.
http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/germany/images/berlin_metropoltheater_3.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 09:52 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1347849.asp#art
Elektronische Bürgerbeteiligung ...
http://www.hotel-merkur-berlin.de/english/images/berlincollage.jpg
Berlin ist vorbildlich bei der Bürgerbeteiligung per Internet. In der Studie „Elektronische Bürgerbeteiligung in deutschen Großstädten 2004“ der Initiative E-Participation erhielt Berlin 39 von 55 Punkten. Zwar nutzen fast alle deutschen Großstädte das Internet, um ihre Bürger an Entscheidungen zu beteiligen, doch oft mangelt es an Transparenz bei der Umsetzung – der Studie zufolge konnte keine der insgesamt 37 getesteten Städte mit ihrem Webangebot für die Bürgerbeteiligung voll überzeugen.

Hinter Berlin belegten Essen, Düsseldorf und Bochum, die vorderen Plätze – am untersten Ende des Rankings sind Chemnitz, Freiburg im Breisgau, Hagen, und Mönchengladbach zu finden. Beim Internetangebot der Stadt Berlin (www.berlin.de) wurde vor allem die Offenheit hervorgehoben – so können Bürger direkt eine E-Mail mit ihrem Anliegen an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) senden.

Auch die Einbindung von über das Internet abgegebenen Bürgermeinungen in Entscheidungsprozesse wird in Berlin gelobt – nur in acht der 37 getesteten Städte ist dies möglich. In der Hauptstadt konnten die Bürger beispielsweise über bestimmte Bauprojekte abstimmen.

Obwohl Berlin in Deutschland am weitesten sei, was Bürgernähe per Internet beträfe, weist die Initiative daraufhin, dass auch in der Hauptstadt noch aktiver auf die Bürger zugegangen werden müsse, um sie in Entscheidungsprozesse einzubinden.ny

trance-x
September 12th, 2004, 10:00 AM
http://www.taz.de/pt/2004/07/24/a0258.nf/text

Gelebte Utopien
Die Mauer war weg, und mit einem Mal stand den auf ihrer Stadtinsel eingesperrten WestberlinerInnen das grüne Umland offen. Linke Menschen zogen aus, ein ökologischeres, freieres, kurz: besseres Leben in der Berliner Umgebung zu suchen. Diesen Lebensentwürfen und Alternativprojekten widmete die taz Anfang der 90er-Jahre die Serie "Umland-Utopien". Jetzt, über zehn Jahre später, schauen wir noch einmal nach: Welche sind gescheitert, welche glücklich? Was blieb vom Traum, was forderte der Alltag? Am 17. Juli berichteten wir vom Öko-Modellprojekt Kesselberg bei Neu Zittau, in der nächsten Woche geht es um das Öko- und Kunstprojekt in Babe TAZ

Das Dorf der Liebesmöglichkeiten
taz-Serie "Gelebte Utopien" (Teil 3):
Das "Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung",
genannt Zegg GmbH, in Belzig versammelt noch immer die Romantiker der freien Liebe und muss sich noch immer den Vorwurf "Psychosekte" gefallen lassen
VON FLORIAN HÖHNE

Eine junge Frau sitzt am Wegesrand und zupft kleine grüne Pflänzchen aus dem Kies. Ganz ruhig, ganz ordentlich, jedes einzeln, ganz behutsam. Fast so, als gelte es, den Gewächsen nicht wehzutun. "Das ist entspannend", sagt sie lächelnd, "das hat etwas Meditatives."

http://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/empfang01.jpghttp://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/heizhaus02.jpg
ein Empfang ... und das "Heizhaus" ...

Wo heute Unkraut gejätet wird, war im Nationalsozialismus ein Ferien- und Sportlager. Zu DDR-Zeiten residierte hier die Gesellschaft für Sport und Technik, die für die vormilitärische Erziehung der Jugend zuständig war. Heute sind die einst grau-braunen Bauten in Belzig bunt gestrichen und mit Mosaiken verziert. Sie gehören zu dem 15 Hektar großen Gelände - dem "Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung", kurz Zegg GmbH genannt.

http://www.zegg.de/images/random_006.jpghttp://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/klaeranlage01.jpghttp://www.zegg.de/images/random_008.jpg
grosses bild: Pflanzenklaeranlage ...

1991 kaufte die Gemeinschaft Land und Gebäude von der Treuhand, für 2,1 Millionen Mark. Mittlerweile wohnen 80 Menschen, 2 Hunde, 5 Katzen und 2 Pferde dort. Ihr großes Ziel beschreibt die professionelle Internetseite mit einem Wortblasen-Ungetüm: ein "internationales Tagungs- und Forschungszentrum aufbauen, das Modellentwürfe für ein sozial und ökologisch nachhaltiges Leben erarbeitet". In der Anfangszeit hieß das im Klartext: Ausbruch aus der traditionellen Zweierbeziehung, freie Liebe.

Als die taz vor gut zehn Jahren über das Zegg berichtete, stand es von allen Seiten in der Kritik: Aus der linken Szene wurden der Gemeinschaft patriarchalische, hierarchische und sexistische Strukturen vorgeworfen - unter anderem wegen der starken Führungsrolle des Initators Dieter Duhm. Pfarrer Thomas Gandow, Sektenbeauftragter der evangelischen Kirche, ordnet das Zegg als "Psycho-Organisation" ein. In der Boulevardpresse macht es Schlagzeilen als Paradies der freien Liebe und Ort ungehemmten Rumfickens.

http://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/dk03.jpghttp://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/campus01.jpg
Fest auf dem Dorfplatz ... das "Campus"

Diese Artikel hätten viele ungebetene Besucher angelockt, erzählt Ramona Stucki, die seit den Anfängen dabei ist. "Die haben sich falsche Vorstellung vom Zegg gemacht, wenn sie dachten, hier gäbe es schnellen Sex", sagt sie. Dass es bei freier Liebe eben nicht um schnellen, bindungslosen Sex geht, hatten die Zegg-Leute schon vor zehn Jahren hastig beteuert.

Heute redet man im Zegg etwas entspannter über das Thema - scheint aber ständig auf der Hut vor böswilligen Unterstellungen zu sein. Man sitzt auf dem so genannten Dorfplatz bei Kaffee und Kuchen. "Freie Liebe ist das Ziel und wir pirschen uns ran", erklärt der braun gebrannte François: Am Anfang stehe der Ausbruch aus der Normalität. "Viele halten das schon für freie Liebe, dabei ist es nur die erste Geburtsphase", sagt er und lächelt. "Es geht darum, experimentierend herauszufinden, was beiden gut tut. Was wird aus der Liebe, wenn man sie nicht gleich definiert und einsperrt?"

http://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/zeltleben04.jpghttp://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/lehmbau01.jpg
Zeltdörfer .. Lehmbauten ...

Barbara, die erst vor kurzem ins Zegg zog, erzählt denn auch, was sie an der freien Liebe so befreiend findet: "Ich muss eine Beziehung nicht beenden, wenn ich jemand Neues kennen lerne. Ich bleibe offen." Schwer vorstellbar, dass das ohne Eifersucht klappen soll. "Das Thema Eifersucht ist immer dabei, wenn es um freie Liebe geht", gesteht Ramona ein. "Wir versuchen hier offen über die anderen Partner zu reden und es nicht zu verheimlichen." Dafür gebe es zum Beispiel das Forum. "In diesen regelmäßigen Treffen kann über alles geredet werden, was einen bewegt. Auf Gesprächsebene und auch mit künstlerischen Mitteln."

Praktisch sieht das Ergebnis dann weniger spektakulär aus: "Es gibt viele Paarbeziehungen, aber die sind weder ausschließlich noch monogam", so Stucki.

Für François war freie Liebe einer der Beweggründe ins Zegg zu ziehen. Nach siebeneinhalb Jahren Erfahrung dort betont er, wie wichtig es sei, dass die Partner nicht die einzigen Anker im Dasein sind. Deshalb spricht er weiter über spirituelle Experimentierbereitschaft.

http://www.zegg.de/images/random_007.jpghttp://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/hotel01.jpghttp://www.zegg.de/images/random_015.jpghttp://www.zegg.de/images/random_012.jpg
grosses Pic: Gaestehaus und Restaurant ...

Diese Bereitschaft zeigt sich ganz bilderbuchstäblich auf dem geschichtsträchtigen Zegg-Gelände: Man sei unter anderem auf energetischer Ebene mit der Vergangenheit der Gebäude umgegangen, erzählt Stucki. "Mit verschiedenen Zeremonien haben wir versucht, die Geister alter Tage aus dem Gemäuer zu treiben." Im Zentrum des Geländes befindet sich ein riesiger, runder Steinplatz, in der Mitte plätschert ein Springbrunnen. Dieser Campus dient auch als Ort der Meditation, als "kosmische Antenne". Außerdem gibt es eine Aschram-Gruppe, die sich hier zum Morgenritual trifft. Und Baummeditationen. Und Schwitzhütten. So kommen Versatzstücke aus allen Weltreligionen, -kulturen und -traditionen zusammen: indianisch-schamanisch, steinersche Anthroposophie, indisch-hinduistisch, Zen-Meditation und Sufismus. Der Zegg-Buchladen am Dorfplatz spiegelt diese Patchworkreligiosität: Liederhefte aus der der katholischen Jugendbegegnungsstätte Taizé liegen neben buddhistischer Meditationsmusik. Halleluja, Oum.

Eine andere Teilnehmerin der Dorfplatz-Kaffeerunde, Katja, beschreibt den spirituellen Konsens so: "Die Erde ist ein lebendiger Organismus, der Mensch ein Teil, der mit der Welt und der universellen Kraft in verschiedensten Formen in Kontakt steht." Zu dieser Kontaktaufnahme bedienen sie sich aus dem Reichtum der Kulturen - nach ganz pragmatischen Gesichtspunkten: "Wir nehmen, was wir brauchen für den Gemeinschaftsaufbau", sagt François.

Immer wieder geht es um "organische Gemeinschaften" und "Netzwerke". Auch eine Zweierliebe müsse "organisch eingebettet sein in das Ganze", meint Stucki. "Wenn das Netzwerk fehlt, gibt es viele Scheidungen. Deshalb ist so ein offenes und ehrliches Netzwerk für dauerhafte und freie Liebe besonders wichtig", sagt sie, "freie Liebe heißt, Liebesmöglichkeiten ausprobieren in einem Freundes-Netzwerk." François spricht von einem Biotop, in dem sich alle ergänzen.

http://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/grosszelt01.jpghttp://www.zegg.de/images/zegg-im-bild/wb-sauna01.jpg
das Grosse Zelt ... Wohnblock mit Gaestesauna ...

Hinter Gemeinschaftsideal und Vergleichen mit der Pflanzen- und Tierwelt steht Dieter Duhm, auf den das Zegg zurückgeht. In den späten 60er-Jahren engagierte sich Duhm in der marxistischen Linken, distanzierte sich aber in den 70ern, um nach "einer menschlichen Alternative" zu suchen. Der "antiimperialistische Kampf" der Linken sei an "menschlichen Konflikten" gescheitert, schreibt er. "Ohne den Aufbau einer tragfähigen menschlichen Basis erscheint mir die Fortsetzung der politischen Arbeit nicht mehr sinnvoll." Um diese menschliche Basis zu erforschen, wurde er zum Guru und startete mit 40 Teilnehmern im Schwarzwald ein dreijähriges soziales Experiment, die "Bauhütte". Sie entwickelten Konzepte der freien Liebe und der "spirituellen Ökologie". Aus den Teilnehmern der Bauhütte ging 1991 dann das Zegg in Belzig hervor.

Duhm ist dort allerdings nur besuchsweise, etwa zu den alljährlichen Sommercamps und Pfingsttreffen. Er selbst lebt im warmen Portugal in dem von ihm gegründeten "planetarischen Heilungsbiotop Tamera".

Vor zehn Jahren zitierte eine Hauswand im Zegg den Gemeinschafts-Guru Duhm: "Die ganze Biosphäre beginnt zu jubeln, wenn Menschen endlich in einen Stand der Liebe und Treue eintreten, die nicht mehr gebunden ist an Bedingungen." Diese Wandbemalung sucht man heute vergeblich. Zu Duhm bekennen sich die Zeggler dennoch: "Für viele - nicht alle - ist er Inspiration und Orientierung, für viele eine wichtige Figur", sagt François und Katja fügt hinzu: "Es ist ein Fehler vieler Projekte, nicht zu ihrem Lehrer zu stehen. Wir tun das."

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San Diego Cafe ... Schwitzhuette

Gewandelt hat sich das Verhältnis zum Lehrer Duhm scheinbar trotzdem: "Anfangs waren wir kollektivistischer ausgerichtet und es gab eine klare Leitung: Dieter Duhm", berichtet Stucki. "Heute liegt die Verantwortung auf mehreren Schultern. Es gibt neue kommunitäre Entscheidungsformen." Grundlegende Beschlüsse fällt die Bewohnerversammlung - möglichst im Konsens. Über die Finanzen entscheiden ein Finanzgremium und der so genannte 13er-Rat. Wer mehr als 4.000 Euro Darlehen in die Zegg GmbH einlegt, hat Einspruchsrecht gegen Finanz-Entscheidungen.

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eigene Universität ... Ramonas Buchladen & Ree´s Shop

Die Zegg GmbH ist das Organ gemeinschaftlicher Ökonomie: Sie ist Eigentümerin des Geländes und Trägerin des Tagungsbetriebs - der Haupteinnahmequelle. Wer auf dem Gelände wohnt, zahlt 340 Euro Miete an die GmbH, die unter den Zegglern knapp 30 Mitarbeitende hat. Der Rest der 80 arbeitet entweder außerhalb - manche sogar im knapp 80 Kilometer entfernten Berlin - oder mit selbständigen Unternehmen auf dem Gelände - zum Beispiel Ramona Stucki mit ihrem Buchladen. Neben der gemeinsamen Ökonomie haben die Zeggler Privateigentum. Sie leben in Wohngruppen von bis zu 10 Leuten: zu mehreren in der "Hobbitgasse" in Campingwagen, andere zu zweit in Bungalows.

Die bunt bemalten Flachbauten stehen in einer Reihe und erinnern an eine Laubenpiepersiedlung - bloß ohne Zäune. Sieht man ab von spirituell befreiter Liebe, wirkt alles recht gutbürgerlich.

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links: das Kinderhaus ...

Zwei junge Männer fegen die mit Mosaiken verzierte und gewundene Betonrinne auf dem Dorfplatz. Der Besen raschelt, während Stucki erzählt, was sich in den letzten zehn Jahren verändert hat: "Am Anfang ging es stark um innere Themen: Wie schaffen wir es, gemeinschaftlich zu leben und Wahrheit und Offenheit in die persönlichen Beziehungen zu bringen?" Über diese Anfangsfragen sei man hinaus, es gebe eine eingespielte stabile Gruppe. "Es geht immer noch um persönliche Themen, aber wir sind jetzt stärker politisch ausgerichtet", so Stucki. Das Zegg ist Mitglied bei Attac und bei Global Ecovillage Network (GEN), macht mit bei Projekten gegen rechts und Friedensdemos und engagiert sich in der Flüchtlingsarbeit.

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der Garten ... das "Motel" ...

François meint, die Anfangsbegeisterung sei ein bisschen auf der Strecke geblieben. "Wir sind älter geworden, viele haben selbst Kinder", begründet er. "Wir sind harmloser, aber fundierter. Gesettleter eben." Gesettlet. Die jungen Männer, die eben noch die Rinne fegten, knien jetzt neben der Kaffeerunde im Kies. Der eine erklärt gerade dem anderem, wie man Unkraut zupft.

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"Blauer Salon" ... die "Sendestation" ...
homePage der Zegg: http://www.zegg.de/


http://www.zegg.de/englisch/was_ist_das_zegg/video.php
snippets ...
(...)
Ever more people all over the world are seeking to find a better lifestyle solution - one which acknowledges the frailty of our planet and the failings of our social norms. Some explore ways of achieving a sustainable future by forming living communities.

Such a community exists in Brandenburg, Germany, southwest of Berlin. Since 1991 the „Centre for Experimental Design", better known by its German acronym ZEGG, has been refining a way of living that deals with the problems that face humanity.

The ZEGG community grew out of a social experiment in the eighties when forty participants came together to develop their ideas. Today the community flourishes with a core of 80 adults and 20 children, and an on-going program of culture workshops and seminars.

http://www.zegg.de/images/WasIstDasZEGG_22.jpghttp://www.zegg.de/images/WasIstDasZEGG_23.jpg
During the summer festivals people
cook and eat outside ... Anne Cart, Artist in ZEGG ...

People live together in groups of different sizes. There are smaller bungalows in which 2 or 3 people can live, or bigger houses for up to 8 families, living groups etc. The children enjoy their freedom to run around, ride their bikes or paddle in the small pool. Its very different from the city, and they have more freedom of choice.

http://www.zegg.de/images/was-ist-das-zegg/was-ist-das-zegg-kunst01.jpghttp://www.zegg.de/images/was-ist-das-zegg/was-ist-das-zegg-kuns02.jpg
Rotraud Rospert, Roland Ficht: "Igor und Ikarus"

Art plays an important part in the community. Just like music it is a means for people to express themselves and to bring out the creative potential of the whole community.
Rotraud, Artist in ZEGG
(...)

trance-x
September 12th, 2004, 10:59 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/politik/54857.html

Berlin - In einer sehr bewegten Rede beschwor Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Berliner "American Academy" die Gemeinsamkeit mit den USA in der Terrorbekämpfung.

http://www.dki.antifa.net/img/schroeder.jpghttp://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/logo_berliner_kurier.gifhttp://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/blk/2004-09-11.4229.big.politik.jpg


Schröder ermahnte dabei US-Präsident George W. Bush ebenso wie den russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei ihrer Politik gegen den Terrorismus die "Grundlagen des Völkerrechts" zu beachten. Und beschwor gleichzeitig die Gemeinsamkeit in der Terrorismusbekämpfung. "Wir dürfen nicht nachlassen, diese Gefahr konsequent zu bekämpfen. Dabei darf es keinen Zweifel geben: Jedes Land, das Opfer von Terrorismus wird, hat Anspruch auf unsere Solidarität. Bei der Bekämpfung des Terrorismus arbeiten Deutschland und die Vereinigten Staaten eng und erfolgreich zusammen."

http://www.germany-info.org/relaunch/education/new/images/AmericanAcademy.JPGhttp://www.abnet.at/hotel-de/images/brandenburgertor.jpghttp://www.berlinglobal.de/partner/american/foto.jpg
American Academy in Berlin ...

Die "American Academy" war vor zehn Jahre zeitgleich mit dem Abzug der allierten Truppen (8. September 1994) mit dem Ziel gegründet worden, die deutsch-amerikanische Freundschaft zu pflegen.

www.americanacademy.de

http://www.berlinglobal.de/partner/american/logo.gifhttp://www.americanacademy.de/startseite_1.jpghttp://images.google.de/images?q=tbn:A7aYYeXxUu8J:www2.rz.hu-berlin.de/amerika/projects/newurbanism/img/loc_amac.gif

BU: Bundeskanzler Schröder sprach in der "American Academy" über das Verhältnis zu den USA. Foto:AP

trance-x
September 12th, 2004, 11:15 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date

Immer locker bleiben
http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Fetzen_S.3397.jpg
12.09.2004: Ein Fetzen-Seepferdchen schwimmt entspannt seine Runden im Zoo-Aquarium Berlin. Die Heimat der ca. 30 cm großen Tiere liegt eigentlich in Seegras- und Seetang- wiesen vor der australischen Küste. Die im Aquarium lebenden Exemplare sind sehr wählerisch und fressen nur eine in der Nord- und Ostsee lebende Garnelenart. Außerdem sind die Seepferdchen sehr stressanfällig. Deshalb wurden sie erst jetzt, nach einer längeren Eingewöhnungsphase in ihrer neuen Umgebung, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. (mb/dpa) Foto: Andreas Altwein


http://www.welt.de/data/2004/09/11/331296.html
http://www.welt.de/tplpix/welt/logo_welt.gif ... Zahl der Banküberfälle sinkt ...
Hohe Sicherheit, geringe Geldbestände und gute Aufklärungsquoten schrecken Verbrecher ab
von Dirk Banse

Berlin - In Berlin werden immer weniger Banken überfallen. Hatte es 1996 noch 96 Überfälle auf Geldinstitute gegeben, sind es in diesem Jahr bislang 14. "Die Umstellung der Auszahlung von Kassen auf Automaten sowie die immer bessere technische Ausstattung der Sicherheitsvorrichtungen sind die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung", sagte Kriminaldirektor Winfried Roll der Berliner Morgenpost. Er geht davon aus, dass es in diesem Jahr nur noch wenige Banküberfalle geben wird.

http://www.wienweb.at/pictures/pict18/wm18888.jpghttp://www.aglicht.de/bilder/projekte/dresdner_bank_berlin03.jpghttp://www.aglicht.de/bilder/projekte/dresdner_bank_berlin02.jpg
mitte/rechts: dresdner bank

Auch die Aufklärungsquote ist relativ hoch: Denn mit der Festnahme eines 37-Jährigen im Mai konnten bereits neun der 14 Überfälle aufgeklärt werden. Der Mann hatte bei einem Überfall eine Maske verloren. An dieser war genetisches Material entdeckt worden, das anschließend mit der DNA-Datei abgeglichen worden war. Die Daten von Horst H. waren bei der Polizei bekannt, weil er bereits kurz nach der Wende einen Raubüberfall begangen hatte.

Weiterer Trend: Die Täter erbeuten immer weniger Geld, da die Mitarbeiter wegen der mit einem Zeitschloss gesicherten Tresore nur an geringe Mengen Bares kommen. "Pro Überfall werden durchschnittlich nur 8600 Euro erbeutet", so Winfried Roll, der beim Berliner Landeskriminalamt (LKA) auch für die Prävention zuständig ist. Demgegenüber sind die Strafen für Bankräuber sehr hoch. Für schweren Raub sieht der Gesetzgeber eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren vor.

Immerhin hatten im vergangenen Jahr mehr als 80 Prozent der Täter eine Schusswaffe bei sich. Bereits vor zwei Jahren hatte deshalb der Leiter der Raubinspektion beim LKA, Manfred Schmandra, potenzielle Täter vor den Folgen ihres Handelns gewarnt. "Sie glauben, durch die Banküberfälle Schulden begleichen oder sich Geld für den Kauf von Drogen beschaffen zu können. Doch die verfeinerten kriminalistischen Methoden und die zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen in den Geldinstituten führen dazu, dass wir immer mehr Täter fassen", mahnte der Chefermittler.

Seinen Worten hatte er wenig später Taten folgen lassen. Nach seinem siebenten Überfall innerhalb von zwei Monaten war im Oktober 2002 ein damals 21-Jähriger in Wilmersdorf gefasst worden. Sein Motiv: Er hatte sich über das Internet in eine Serbin verliebt und mit ihr täglich zweieinhalb Stunden telefoniert. Um die hohen Telefonkosten begleichen zu können, habe Banken überfallen. Da auf ihn Jugendstrafrecht angewendet worden war, hatte ihn das Gericht zu vier Jahren und zehn Monaten verurteilt.

http://crossdress.transgender.at/images/comicbankraub.jpghttp://www.jes.or.at/bankraub.jpg

Die Sinnlosigkeit solcher Taten hat sich offenbar auch in kriminellen Kreisen herumgesprochen. Waren im Jahr 2002 noch 51 Fälle bekannt geworden, lag die Zahl der Banküberfälle im vergangenen Jahr bereits bei 41. Vor der Einführung des Euro hatte es allerdings schon einmal eine deutliche Abnahme der Raube auf Geldinstitute gegeben. Im Jahr 2000 waren es 32, ein Jahr später 21.

Mit der Einführung des Euro dachten offenbar einige Täter, dass es sich nun wieder lohnen würde, Banken zu überfallen. Doch diese Hoffnung hat sich zerschlagen. In diesem Jahr könnte es sogar weniger als 20 solcher Überfälle in Berlin geben.

http://www.aglicht.de/bilder/projekte/dz_bank_berlin03.jpghttp://www.josef-gartner.de/referenzen/images/dt.jpg
Konferenzraum der DZ-Bank und Deutsche Bank Inside ...

trance-x
September 12th, 2004, 11:58 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/09/329922.html
http://www.welt.de/tplpix/welt/logo_welt.gif ... Hitlers Endstation ...
Was finden wir heute an den Orten, wo 1945 der NS-Staat unterging? Eine Suche in Berlins Mitte
von Sven Felix Kellerhoff

http://www.fiendbear.com/vp110.jpghttp://educaterra.terra.com.br/voltaire/artigos/pimage/hitler_morte2.jpg

Ein Parkplatz. Ausgerechnet ein Parkplatz. Wo vor 59 Jahren, am Nachmittag des 30. April 1945, die Leiche von Adolf Hitler verbrannt wurde, im Herzen der nun wieder gesamtdeutschen Hauptstadt, steht ein stählerner Poller. Er schirmt die Zufahrt zum Parkplatz an der erst vor wenigen Jahren entstandenen Kreuzung Gertrud-Kolmar-Straße, In den Ministergärten und An der Kolonnade ab. Ihre Autos abstellen dürfen hier nur die Mieter der angrenzenden Plattenbauten. Ein paar Quadratmeter Rasen, ein kleiner Spielplatz, einige Sträucher und Bäumchen sowie die Asphalt-Parkfläche halten im Hof des Hauses Wilhelmstraße 92 die heutigen, vorwiegend englischsprachigen Touristen wirksam ab. Genauer: vom letzten Relikt des "Führerbunkers", das genau hier im Boden liegt. Achteinhalb Meter tief.

Etwa 28 Meter lang und 26,50 Meter breit ist die rund 2,5 Meter starke Stahlbetongrundplatte, die geblieben ist von Hitlers letztem Unterschlupf. Begehbare Räume gibt es hier seit der "Tiefenttrümmerung" durch die DDR nicht mehr - die verbliebenen Reste der vier Meter starken Wände ragen gerade einmal noch 1,30 bis 1,60 Meter auf. Noch im Frühjahr 1988 war die Höhle von Menschenhand mit 3,05 Meter Innen- und 9,50 Meter Gesamthöhe weit gehend erhalten. Damals entstanden letzte Fotos und Zeichnungen aus dem Inneren des Bunkers; dann kamen die Arbeiter des "VEB Wohnungsbaukombinats Fritz Heckert".

http://www.zdf.de/ZDFde/img/25/0,1886,2289849,00.jpghttp://exordio.com/1939-1945/codex/vsoldado/Photos/bunkermap.jpg
links: unter dem rasenstueck befinden sich die reste des bunkers ...

Sie errichteten auf dem Gelände des ehemaligen Regierungsviertels entlang der Wilhelmstraße und der Voßstraße insgesamt 1030 Wohnungen. Fertig wurden sie zum Teil erst nach dem Sturz der SED-Diktatur, die mit diesem letzten Großprojekt ein Wohnviertel für Privilegierte hatte schaffen wollen -und eine Abschirmung des "antifaschistischen Schutzwalls" nach Osten, der die schwärende Wunde einer Grenze inmitten der Stadt verdecken sollte.

Heute zeigen sich auf diesem Areal der ehemalige Gegensatz Ost/West und die Synthese Gesamtdeutsch so deutlich wie selten sonst in Berlin: Hüben die Beton gewordene Gleichmacherei des "Arbeiter- und Bauernstaates", drüben gewaltige (und sehr schätzenswerte) Ergebnisse der jahrzehntelangen West-Berlin-Subventionen des Bundes wie Philharmonie und Staatsbibliothek, dazwischen die Hochhäuser des neuen Potsdamer Platzes und die Vertretungen der Länder beim Bund: steinerne Zeugnisse des Kommerzes und des Föderalismus.

Etwas weiter nördlich, im kommenden Mai offiziell eröffnet, das Holocaust-Mahnmal. Gerade einmal 300 Meter Luftlinie trennen den Ort des "Führerbunkers" von der kleinen unterirdischen Informationsausstellung, die Peter Eisenmans Stelenfeld ergänzen wird. Pikant, dass unter der Nordostecke des Mahnmals an der Behrenstraße ein weiterer Bunker liegt, der einstige private Schutzraum der Familie Goebbels. Davon sieht man nichts, aber auch künftig werden einmal im Jahr Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes die kleine Anlage begehen, um ihren Erhaltungszustand zu prüfen.

Zurück auf die Wilhelmstraße. Außer einigen gut gestalteten, inhaltlich jedoch mitunter fehlerhaften Info-Stelen aus Glas weist nichts mehr darauf hin, dass hier ein Dreivierteljahrhundert lang deutsche Politik gestaltet wurde. Zwar befindet sich exakt dort, wo Hitler 1936 von seinem Architekten Albert Speer einen Balkon an die Reichskanzlei anbringen ließ, um Paraden und Aufmärsche auf der Wilhelmstraße besser abnehmen zu können, auch heute ein Erker, nämlich der eines Plattenbaus. Doch von den barocken Palais auf der Westseite der Straße existiert nichts mehr. Und auch gegenüber ist wenig geblieben: Ein einziger Bau, das neobarocke Haus Wilhelmstraße 55, erinnert an die typische Berliner Architektur der Gründerjahre. Dieses Haus, heute das Bundesministerium für Verbraucherschutz, war Ende April 1945 umkämpft wie alle Ruinen im Herzen Berlins.

Während die Wilhelmstraße wenigstens noch ihrem alten Verlauf folgt, ist der einst fürs Regierungsviertel so prägende Wilhelmplatz praktisch spurlos verschwunden. Auf seiner Nordhälfte steht das Plattenbauquartier 511, das erst Jahre nach der deutschen Einheit fertig gestellt und dann als erstes zu Eigentumswohnungen umgewandelt wurde. Südlich der Mohrenstraße wurde auf dem vormaligen Platz seit 1973 die tschechoslowakische Botschaft errichtet, heute die Vertretung Tschechiens in Berlin. Wo einst Berlins noch vor dem "Adlon" bekanntestes Hotel, der "Kaiserhof", Gäste erwartete, steht heute die wohl abweisendste Botschaft in der Hauptstadt: die Mission Nordkoreas.

Erahnen kann man den Wilhelmplatz nur noch am Eingang der U-Bahnstation Mohrenstraße. Über diese Treppe flohen in der Nacht vom 1. zum 2. Mai 1945, nach Hitlers und Goebbels' Selbstmord, die restlichen Insassen der Reichskanzlei in den Untergrund. Von hier aus schlugen sie sich teilweise nach Norden zur Schultheiss-Brauerei durch, teilweise über die S-Bahngleise zum Lehrter Stadtbahnhof. Dort beging Martin Bormann, der Sekretär Hitlers und zuletzt die "braune Eminenz", am 2. Mai 1945 Selbstmord. Auf dem Grundstück Invalidenstraße 60 wurde seine Leiche 1972 gefunden; dort, wo heute der "Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben" seine Zentrale hat.

Berlins Mitte ist ein zeithistorisch höchst kontaminierter Grund. Bernd Eichingers Hitler-Film "Der Untergang", der heute in einer Woche in die Kinos kommt, lenkt den Blick auf diese verdrängte und bislang nur in einigen wenigen Büchern seriös dokumentierte Dimension der Hauptstadt. Die Stelle, an der der Diktator seinem Leben ein Ende setzte, ist nicht als solche erinnerungswürdig. Aber sollte man sie weiterhin einen "Unort" bleiben lassen?
http://www.zdf.de/ZDFde/img/9/0,1886,2289673,00.jpghttp://www.cronologia.it/storia/biografie/hitler10.jpg
links: die brennenden bunker-fluchttuerme ... rechts: vergleiche ...


http://www.heute.t-online.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,2107528,00.html
Discovery: Hitlers letzte Zuflucht

Der Führerbunker in Berlin
Wissenschaftler suchen nach der verborgenen Festung

1990 werden bei Bauarbeiten unterirdische Schutzräume aus der Zeit des Dritten Reiches freigelegt. Es handelt sich um den Bunker der SS-Fahrbereitschaft - für Historiker eine kleine Sensation und Anstoß zu weiteren Forschungen. Eine Frage steht plötzlich im Brennpunkt: Was ist eigentlich aus dem Bunker Adolf Hitlers geworden?

Sendung vom 26.02.2004

Die Koordinaten sind bekannt, doch Dokumente über das letzte Zentrum des Nazi-Reiches scheinen rar. Baupläne existieren nicht. Viele Jahre lang lag das verwüstete Areal im Niemandsland hinter der Berliner Mauer. Später entstanden Plattenbau-Hochhäuser auf dem geschichtsträchtigen Terrain. Mögliche Reste des geheimen Bauwerkes vermuten die Wissenschaftler unter einem Parkplatz.

Begrabene Geschichte
In den Räumen der Betonburg wurde das letzte Kapitel des Dritten Reiches geschrieben. Der Ort ist von nationaler und globaler historischer Bedeutung. Dennoch deutet kein Hinweisschild, keine Informationstafel, kein Detail des Geländes darauf hin, dass unter Asphalt und Rasen die Reste eines kolossalen Bauwerkes verborgen liegen.

Der Bunker hatte den Krieg nahezu unbeschädigt überstanden. 1947 sprengten russische Soldaten die Anlage unvollständig und verfüllten die Eingänge. Auch spätere Abbruchbemühungen durch DDR-Spezialisten brachten nur Teilerfolge. Nach gründlichen Untersuchungen durch Stasi-Agenten wurde der Vorbunker schließlich zerstört, der Hauptbunker oberflächlich abgeräumt und zugeschüttet.

http://www.zdf.de/ZDFde/img/21/0,1886,2289845,00.jpghttp://www.zdf.de/ZDFde/img/8/0,1886,2289832,00.jpg
Rochus Misch .... 3d-konstruktion des fuehrungsbunkers ...

Unbekannte Unterwelt
Nur wenige Personen hatten jemals Zutritt zu dem unterirdischen Bollwerk aus Stahlbeton. Von Anfang an durfte nur ein enger Kreis handverlesener Vertrauter des Führers den Bunker betreten. Fotografieren und Filmen der Räumlichkeiten waren weitgehend untersagt. Daher stammen die meisten Aufnahmen, die Aufschluss über die Inneneinrichtung geben, aus der Nachkriegszeit.

Zwei Zeitzeugen kennen die Anlage noch in- und auswendig: Hitlers damaliger Leibwächter und Telefonist Rochus Misch und der ehemalige Melder Armin Lehmann. Rochus Misch ist vor Ort und unterstützt die Forscher mit seinem umfangreichen Detailwissen.

Hochgesteckte Ziele
Das Team aus hochkarätigen Fachleuten will zunächst die im Boden vermuteten Bunkerreste orten und dokumentieren. Anschließend soll die gesamte Anlage anhand aller verfügbarer Daten und der Aussagen der Zeitzeugen computergestützt rekonstruiert und virtuell begehbar gemacht werden.

http://www.zdf.de/ZDFde/img/19/0,1886,2289843,00.jpghttp://www.zdf.de/ZDFde/img/8/0,1886,2289672,00.jpg
left: Armin Lehmann ... right: 20. April 1945, Hitlers 56. Geburstag. Das letzte Bild von ihm vor dem Bunker

Mit einem speziellen Metalldetektor verfolgt der Geophysiker Gerd Plaumann den Verlauf der Stahlbetonmauern. Per Satelliten-Navigation werden bestimmte Fixpunkte markiert. Sie werden dann in modernes Kartenmaterial eingearbeitet. Dank detaillierter Zeichnungen, die der Künstler Erhard Schreier 1988 während der Aufräumungsarbeiten hatte anfertigen können, gelingt schließlich eine 3D-Rekonstruktion des Führerbunkers.

von Michael Leja

Bereits 1933 hatte Hitler damit begonnen, im Regierungsviertel Luftschutzräume anlegen zu lassen. Der erste Teilabschnitt seiner späteren Bunkeranlage wurde 1935 im Keller des neu errichteten großen Festsaales hinter dem Kanzleramt fertiggestellt. Die Dicke der Decke betrug zunächst zweieinhalb Meter. Sie wurde später um einen Meter verstärkt.

http://www.zdf.de/ZDFde/img/30/0,1886,2289854,00.jpg
Vorbunker ...

Betongigant
Dem als "Vorbunker" bezeichneten Komplex folgte 1943 der so genannte "Hauptbunker". Anfang 1945 ist der deutlich tiefer gelegte Bau bezugsfertig. Die Außenmauern sind vier Meter dick, die Zwischenwände 50 Zentimeter. Die Nutzfläche von etwa 250 Quadratmetern verteilt sich auf 20 Zimmer. Da herrscht drangvolle Enge.

http://www.zdf.de/ZDFde/img/15/0,1886,2289839,00.jpg
Hauptbunker ...

Hauptbunker
Der Hauptbunker ist mit dem Vorbunker über einen Durchgang und eine Treppe verbunden. Im Hauptbunker bewohnen Hitler und Eva Braun mehrere Zimmer. Auch Goebbels hat hier ein Arbeits- und ein Schlafzimmer. Die übrigen Räume sind dem Wachpersonal und dem Leibarzt zugewiesen. Außerdem befinden sich ein Konferenzzimmer, ein Wasch-, ein Maschinen- und ein Telefonraum in dem Komplex.

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Grafik des gesamten Bauwerkes ...

Feuchte Höhle
Den Vorbunker bewohnt während der letzten Kriegswochen neben anderen Personen die Goebbels-Familie. Die Bedingungen in dem unterirdischen Gemäuer verschlechtern sich allmählich. Zu dem nervenzermürbenden Geräusch der ununterbrochen laufenden Belüftungs-Ventilatoren kommt eine kühle Raumfeuchte. Der Grundwasserspiegel liegt in Berlin sehr hoch.

Vor allem im Vorbunker versagt gelegentlich die Wasserspülung. Der Gestank ist dann unerträglich. Doch die Bewohner können die Schutzräume nur unter größter Lebensgefahr verlassen. Hitler selbst tritt zum letzten Mal am 20. April 1945, seinem 56. Geburtstag, ins Freie.

http://www.zdf.de/ZDFde/img/26/0,1886,2289850,00.jpg
Hitlers Wohnzimmer. Hier nimmt er sich das Leben.

Das Ende
Die Rote Armee schließt den Ring um die Reichshauptstadt. In verlustreichen Häuserkämpfen rücken die russischen Truppen gegen Volkssturm-Einheiten und die letzten SS-Verbände vor. Die bis dahin irrationalen Endsieg-Vorstellungen nachhängenden Bunkerinsassen erkennen endlich die Ausweglosigkeit ihrer Situation.

Am 29. April heiratet Hitler seine langjährige Partnerin Eva Braun, um am nächsten Tag mit ihr gemeinsam Selbstmord zu verüben. Die Leichen werden im Garten verbrannt. Auch das Ehepaar Goebbels bringt sich um, nachdem die Eltern ihre sechs Kinder getötet haben. Die meisten anderen "Höhlenbewohner" wagen einen Ausbruch, in dessen Verlauf sie entweder fallen oder in Gefangenschaft geraten.

trance-x
September 12th, 2004, 12:29 PM
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040907/ruppin.html
http://bz.berlin1.de/gifs/gelblogo.gif ... Zur Premiere von "Kleinruppin Forever"
Interview mit Michael Gwisdek:
Ich bin ein Ost-Daddy mit Bierdosen-Sammlung
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040907/gwinsteg.4IG4ITB/1_normal.jpg
Kamera putzen und los: Erwin auf Fotopirsch ... Foto: senator/promo

Fast 15 Jahre ist die DDR schon tot, aber im Kino wird sie wieder lebendig. Nach "Good Bye, Lenin!" läuft ab Donnerstag mit "Kleinruppin Forever" eine weitere Komödie an, die zum Ostalgie-Trend passt. Durch Ost und West getrennte Zwillinge treffen sich, tauschen die Rollen. Wieder dabei: Michael Gwisdek, 62, als Bierdosen sammelnder Ost-Daddy. Der Ernst-Lubitsch-Preisträger wird heute Abend zur Premiere (19.30 Uhr) im Kosmos erwartet. Der BZ gestand der Defa-Star, dass er sich damals in der DDR wie ein Teilnehmer eines Experiments gefühlt hat, es aber interessant findet, dabei gewesen zu sein. "Bis ich die Schnauze voll hatte, und genau da kam die Wende. Nun kann ich ein anderes Leben führen, die Welt kennen lernen. Für diese Vielseitigkeit des Lebens bin ich sehr dankbar." Trotzdem ist er kein Nostalgiker.

http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040907/gwinsteg.4IG4ITB/2_normal.jpg
Erwin (Michael Gwisdek) beobachtet Ronnie (Tobias Schenke), der sich schick macht ... Foto: senator/promo

Zur Vielzahl der neuen DDR-Filme sagt er: "Ich finde, dass es pro Jahr mindestens 20 Filme über die Wende geben müsste. Genauso wie die Amis ihre Western drehen, müssten wir Filme über die Wiedervereinigung machen."

Obwohl der Schauspieler vor sechs Jahren damit aufhören sollte, raucht er Kette. Eine dringend empfohlene Bypass-Operation hatte er abgelehnt: "Jetzt bin ich einwandfrei gesund, trinke Kaffee und rauche, weil es mir damit gut geht. Aus und Basta!" tsch

trance-x
September 12th, 2004, 12:41 PM
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040912/silber.html
http://bz.berlin1.de/gifs/gelblogo.gif ... Die Jungstars von "Silbermond" haben ein Wohnungsproblem
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040912/Silbermoon_txt.R7G9UL9/2_big.jpg
In ihrer Lieblingskneipe "Das Unter Haus" feiern die vier ihre Erfolge ...

BerlinPankow - Von Teenies verehrt, von Vermietern gemieden: Stefanie, 19, Johannes, 22, Thomas, 20, und Andreas, 23, gehören mit ihrer Band "Silbermond" ("Durch die Nacht") zu den Shooting-Stars des Jahres, werden bei ihren Auftritten von tausenden Fans bejubelt. Auf diese Gegenliebe stoßen sie auf dem Berliner Wohnungsmarkt allerdings nicht: Freiberufliche Musiker, nein danke!

Die Silbermonde aus Bautzen wohnen zwar seit kurzem in der Musik-Hauptstadt Berlin. Doch viel Platz haben sie in ihrer Pankower WG nicht: Die vier leben in einer Ein-Zimmer-Wohnung mit 35 Quadratmetern!

Thomas erklärt: "Wenn Vermieter hören, dass wir Musiker sind, ist die Bewerbung meistens schon gelaufen. Die denken, man würde den ganzen Tag Partys feiern und Schlagzeug spielen." Außerdem konnten die Jung-Stars bislang keinen Einkommens-Nachweis präsentieren.

Nur Band-Leaderin Stefanie gelang es, eine Wohnung zu ergattern, die drei Jungs zogen notgedrungen bei ihr ein. Stefanie: "Das klappt auch alles, wir teilen uns die Hausarbeit, und Streit um die Fernbedienung gibt es auch nicht. Trotzdem ist das natürlich kein Dauerzustand."

Die Jungs sind deshalb weiterhin auf Wohnungssuche in Pankow, denn von dort ist es nicht weit bis zu ihrem Lieblings-Laden "Kleidermarkt" auf der Schönhauser Allee.

Was potenzielle Vermieter (und Nachbarn) beruhigen dürfte: Musik machen die Teenie-Stars natürlich schon lange nicht mehr daheim - sondern im Ton-Studio.


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040911/theron.html
http://bz.berlin1.de/gifs/gelblogo.gif ... Charlize Theron ... Bandscheibenvorfall unterbrach Dreharbeitern ...
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040911/Charlize_txt.0VG92JN/1_big.jpg
Bei Stunts verletzte sie sich die Bandscheibe ...Foto: REUTERS

Unglück: Schauspielerin Charlize Theron, 29, ("Monster"). Ganz plötzlich jettete sie vor zehn Tagen aus der Hauptstadt zurück in die Staaten - und das, obwohl sie hier doch für ihren neuen Streifen "Aeon Flux" vor der Kamera stehen soll. Jetzt ist das Geheimnis ihrer "Flucht" gelüftet: Charlize hat sich bei den Stunts verletzt, ist bei einem Rückwärtssalto am Drahtseil ausgerutscht. Folge: Ein schlimmer Bandscheibenvorfall im Nacken. Charlizes Freund Stuart Townsend, 32: "Ihr geht's gut, aber sie muss sechs Wochen pausieren." Dann gehen die Dreharbeiten weiter.

31. Berlin Marathon am 26. September 2004 ...
http://www.real-berlin-marathon.com/images/main2004.jpg (http://www.real-berlin-marathon.com)
Berlin Marathon Page: http://www.real-berlin-marathon.com/
http://morgenpost.berlin1.de/specials/berlinmarathon/img/marathon1.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/specials/berlinmarathon/img/marathon2.jpg

ISTAF in Berlin mit Großbritanniens neuem Sportstar: Kelly Holmes
http://www.telegraph.co.uk/sport/graphics/2003/08/27/somott270803.jpghttp://www.sportability.org/kelly2.jpg
Vor den Olympischen Spielen von Athen redete man in England nur von einer Athletin, wenn es um einen möglichen Olympiasieg in der Leichtathletik ging: Paula Radcliffe. Im Marathon galt Großbritanniens Sportlerin des Jahres als fast unschlagbar. Doch nach einer Woche Leichtathletik in Athen war alles anders. Die Briten hatten einen neuen Superstar: Kelly Holmes. Am Sonntag stieg Paula Radcliffe entkräftet und in Tränen aus dem Marathon aus, am Montag wurde Kelly Holmes sensationell Olympiasiegerin über 800 Meter. Vier Tage später versuchte sich Radcliffe erneut erfolglos über 10.000 m. Auch dieses Rennen beendete sie nicht. Doch Tags darauf stürmte Kelly Holmes zum zweiten Olympiagold über 1500 Meter.

Beim ISTAF wird Kelly Holmes nun am Sonntag im letzten Wettbewerb des Hauptprogramms ihr erstes Rennen seit den Olympischen Spielen laufen. Die 34-Jährige startet über 1.500 Meter. „Ich fühle mich nicht unter Druck, ich habe nichts zu beweisen. Ich gehe locker in das Rennen und denke, dass ich gut laufen werde“, erklärte Kelly Holmes gegenüber englischen Medien, bevor sie nach Berlin reiste. Ursprünglich hatten auch die Meetings in Brüssel und Rieti in der vergangenen Woche auf ihrem Wettkampfplan gestanden, doch Feierlichkeiten, Ehrungen und Interviews nahmen in England kein Ende. Kelly Holmes musste ihren ersten Start nach Athen verschieben.

Als die frühere Volleyballspielerin und Judokämpferin aus Griechenland nach Hause zurückkehrte, wurde sie empfangen fast wie Fußball-Weltmeister. Ein offener Doppeldecker-Bus fuhr Kelly Holmes durch die kleine Stadt Tonbridge südöstlich von London. Die Fahrt wurde zum Triumphzug, 80.000 Menschen jubelten ihr zu. Es heißt, in der Stadt sei niemand mehr zu Hause gewesen – alle wollten die Kelly-Holmes-Parade erleben. Fotos zeigen unglaubliche Szenen, gemessen daran, dass es eben keine Fußball-WM war, die England gewonnen hatte. Kelly Holmes ist zurzeit der Sportstar in Großbritannien schlechthin. Kein Fußball-, Cricket- oder Rugbyspieler ist derart populär und gefragt. Nicht Paula Radcliffe sondern Kelly Holmes tritt nun in Talkshows auf und füllt die Sportseiten ... (...)

http://news.bbc.co.uk/media/images/39389000/jpg/_39389258_berlin_getty.jpghttp://www.touristeninformation-berlin.de/images/brandenburger-tor.jpghttp://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/ampssler/sport/bilder/berlinmarathon-start.jpg
... startPhasen impressions ...

trance-x
September 12th, 2004, 01:03 PM
http://www.real-berlin-marathon.com/marathon/grusswort

Der 31. real,- BERLIN-MARATHON 2004
Grußwort des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland
http://www.real-berlin-marathon.com/images/2001/schroeder.gifhttp://www.real-berlin-marathon.com/images/header/header1.gifhttp://www.speed-team-kiel.de/album/berlinM2001/MN%20in%20Berlin%202001.jpg

Die Medaille des ersten BERLIN-MARATHON am 13. Oktober 1974 zeigt den mythischen Siegesboten von Marathon. Dass mit dieser Premiere gleichzeitig eine neue Ära des Laufsports in Berlin beginnen sollte, daran dachte damals sicherlich noch niemand. In diesem Jahr nun findet diese weit über die Grenzen der Stadt bekannte Veranstaltung bereits zum 31. Mal statt.

Und ein Ende der Begeisterung – bei Aktiven und Zuschauern – ist nicht in Sicht. Denn der BERLIN-MARATHON ist eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, bei der Jahr für Jahr die internationalen Spitzenläuferinnen und –läufer an den Start gehen. Der Erfolg dieses hochkarätigen Lauf-Wettbewerbs liegt jedoch zugleich darin, dass er neben der Marathon-Strecke noch andere Disziplinen hervorragend integriert – ich denke da an das Inline-Skating sowie an das Power-Walking. Besonders hervorheben möchte ich, dass Rollstuhlfahrer bereits seit 1981 die mehr als 42 km lange Strecke bestreiten.

Ich bin überzeugt, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 31. real,- BERLIN-MARATHON nicht nur eine ausgezeichnet organisierte Sportveranstaltung erwartet, sondern zugleich ein touristisch ansprechender Streckenverlauf, der an zahlreichen historischen Stätten Berlins entlang führt.

Die Hauptstadt und die Zuschauer freuen sich auf den 31. real,- BERLIN-MARATHON. Und als Schirmherr bin ich überzeugt, dass auch in diesem Jahr wieder viele Sportlerinnen und Sportler sowie Gäste aus allen Teilen der Welt den Weg hierher finden werden.

Ihr
http://www.real-berlin-marathon.com/images/2001/schroedersign.gif
Gerhard Schröder
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland


http://www.wiwi.hu-berlin.de/wpol/GRAFIK/Marathon/Marathon1.jpghttp://www.adrianmassey.com/berlin/bmb11.jpg

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Marathon
Proposition
Der Berlin-Marathon ist eine Großveranstaltung, welche jährlich, in der Regel am letzten Septemberwochenende, in Berlin stattfindet. Der Marathonlauf ist dabei der Höhepunkt am Sonntagmorgen, mit mehr als 30,000 Teilnehmern. Er gehört neben New York City, Chicago und London zu den größten und neben London und Chicago zu den schnellsten Marathonläufen der Welt. Veranstalter ist der Sportverein SCC Berlin. Die Laufveranstaltung umfasst einen Mini-Marathon (4,2195 km) für Kinder und Schüler und auf der langen Strecke Rollstuhlfahrer/innen, Inline-Skater/innen, Power-Walker und natürlich Läufer/innen. Der Berlin-Marathon 2004 findet am 25. und 26. September statt.

Teilnehmerentwicklung
In der folgenden Tabelle finden sich die Teilnehmerzahlen der beim Berlin-Marathon gemeldeten Sportler/innen und die Zahl derjenigen, die das Ziel tatsächlich erreicht haben. Die Zahlen sind die Summen der Läufer/innen, Rollstuhlfahrer/innen, Inline-Skater/innen und Power-Walkern.

Jahr gemeldet / im Ziel registriert
1974: 286 244
1975: 325 235
1976: 397 320
1977: 293 230
1978: 256 197
1979: 285 222
1980: 363 294
1981: 3.486 2.583
1982: 4.686 3.486
1983: 6.270 5.136
1984: 8.834 7.315
1985: 11.814 9.840
1986: 13.862 11.481
1987: 15.461 12.724
1988: 16.116 13.156
1989: 16.410 13.433
1990: 25.000 22.861
1991: 18.909 14.850
1992: 17.188 13.350
1993: 17.285 14.271
1994: 16.121 12.426
1995: 16.677 13.314
1996: 19.532 16.643
1997: 18.514 15.502
1998: 27.621 22.533
1999: 27.192 22.973
2000: 34.090 28.824
2001: 37.795 31.116
2002: 41.376 32.474
2003: 48.389 38.417


http://www.time-to-run.com/marathon/berlin/index.htm
http://www.time-to-run.com/design/images/headermara.jpg
The Berlin Marathon has always been recognised as one of the fastest courses in the World, on an even par to Chicago, but better because of there being less possibility of it being windy with a bad chill factor.

The course has seen records established in both the Women's catergory on two occasions, by Kenya's Tegla Laroupe and Japan's Naoka Takahashi , who became the first woman to break 2:20. On the Men's side Brazil's Ronaldo De Costa blazed to a 2:06:05 WR, which stood as the course record till the 28th September when Paul Tergat of Kenya reduced the record to a stunning sub 2:05 time of 2:04:55, and in the process was chased all the way to the line by compatriot Sammy Korir would also exclipsed the barrier with a time of 2:04:56.

Korir was one of the designated pacesetters and was followed home by countryman Muiji in 3rd with a solid 2:06:15 . Making the 2003 race the fastest race in history.

Add to this the overall development of the race to where Berlin now receives 35 000 participants and you have an event challenging the best in the World.


Berlin Marathon Report - 28 September 2003
http://www.time-to-run.com/marathon/berlin/2003/report.htm
Berlin, Germany - Paul Tergat of Kenya, came to the Berlin marathon with one goal in mind. The World Record [WR] for the 42.2K distance. This record stood behind the name of Khallid Khannouchi of the Us, by way of Morocco. The time was 2:05:38 and this had been established at the duel of London in 2002, where Tergat was to finish 2nd.

This was Berlin 2003, another year and almost perfect conditions faced the runners as they toed the line to the beat of Sir Simon Rattle from Britain, the director of the Berlin Philharmonic, with assistance from the Mayor of Berlin, Klaus Wowereit.

Conditions read as follows : 7 degrees Centigrade, a bright, clear day and ideal for running.

The pacemakers for the elite men had been asked to go through half-way in 63:30 to 64:00. The course in known to be faster over the 2nd half, so the idea would be to conserve sufficient energy for the final assault over the last 10K which is known to favour runners.

Under the watchful eye of Tergat's coach, Italian Dr. Gabriele Rosa, the race begins. The Rosa camp has supplied 2 top class pacesetters in the form of Titus Munji and Sammy Korir, so they will know exactly what the one time 5 time winner of the World XCountry title needs.

There are a mass of runners numbering 35 000, which makes Berlin one of the largest mass partcipation marathon events on the planet.
(...)



http://www.leichtathletik.de/index.asp?pg=http://www.leichtathletik.de/dokumente/pressemitteilung_view.asp?ID=5297
Berlin erwartet wieder einen Teilnehmeransturm
Der Inlineskater-Marathon, das größte Rennen in der Welt, findet nach dem Erfolg des Vorjahres wieder separat am Samstag, 25. September, statt - jetzt allerdings schon am Vormittag. Der Marathon der Läufer, Power-Walker, Rollstuhlfahrer und Handybiker (neu) traditionell am Sonntag.

Nach dem glanzvollen Jubiläumsmarathon des Vorjahres mit dem neuen Start- und Zielgebiet am Brandenburger Tor, sowie dem Weltrekord von Paul Tergat (Kenia) von 2:04:55 Stunjden hat der Lauf in Berlin weiter an Attraktivität gewonnen.

Mit inzwischen 22.369 Anmeldungen (19.231 Läufer und 3.138 Inlineskater) aus 65 Ländern haben sich viele Teilnehmer frühzeitig in der ersten Anmeldephase die Teilnahme am Laufhöhepunkt des Jahres gesichert. Im Vorjahr nahmen insgesamt 48.424 Sportler (38.812 Läufer und 9.612 Inlineskater) aus 99 Ländern am Berlin-Marathon teil.


http://www.marathon.de/
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040908/berlin/story702256.html
http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gif ... Berlin-Marathon schon komplett ausgebucht
35.000 Läufer und 8000 Skater haben sich für das Hauptstadt-Event angemeldet
Von Guido Hartmann
http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/bmspezial04.JPGhttp://www.friedrichmutschler.de/Berlin/berlin%20marathon%20zieleinlauf_mittel.jpghttp://www.leichtathletik.de/dokumente/view_ci.asp?8784
http://www.fasttrackrunners.org/jon_hove_berlin_marathon.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040908/berlin/pop_88869.jpg

Zweieinhalb Wochen vor dem Startschuss ist der 31. Berlin-Marathon komplett ausgebucht. "Nix geht mehr", sagt Renndirektor Mark Milde von der veranstaltenden SCC-Running Events GmbH. Bei 35 000 Läufern und 8000 Skatern habe man das Feld aus organisatorischen Gründen geschlossen, so Milde.

Während die Läufer und Rollstuhlfahrer - wie im vergangenen Jahr - am Sonntag um 9 Uhr an den Start gehen, werden die Skater bereits am Sonnabend um 10 Uhr loslegen. Hintergrund waren Querelen mit dem Berliner Einzelhandel, der die bisherige Startzeit von 16 Uhr als negativ für das nachmittägliche Geschäft gewertet hatte. "Nach einer bis spätestens drei Stunden sind die Skater durch", rechnet Milde hoch. Somit könnten alle Berliner und Touristen ab mittags wieder völlig ungestört einkaufen. Zudem seien klassische Shoppingmeilen wie der Kudamm ohnehin von der Strecke ausgespart.

Gegenüber dem Vorjahr bleibt die Marathonstrecke, auf der Paul Tergat aus Kenia 2003 mit 2:04:55 Stunden den heute noch gültigen Weltrekord aufgestellt hat, nahezu unverändert. Damit ist die exakt 42,195 Kilometer lange Piste, die wegen der wenigen Steigungen als äußerst schnell gilt, wieder eine Sightseeing-Tour quer durch Berlin, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Als exklusiver Medienpartner des 31. Berlin-Marathons wird die Berliner Morgenpost wieder mit einem Verpflegungspunkt für die Läufer sowie Hochsitzen und Liegestühlen für die Zuschauer an der Strecke präsent sein. Am Tag nach dem großen Lauf werden zudem alle Teilnehmer mit Namen und Ergebnis in einer Sonderbeilage veröffentlicht.

Wegen der BVG-Arbeiten zum Bau eines neuen U-Bahnhofs Unter den Linden wird der Pariser Platz diesmal an der südlichen Seite durchlaufen. Für Zuschauer soll kurz vor dem Ziel aber wieder genug Platz zur Verfügung stehen, heißt es beim SCC-Running. "Wir wollen dieses Jahr auch versuchen, mit Musik und Catering ein bisschen mehr Leben unter die Linden zu bringen", so Geschäftsführer Milde. Auch solle der Start- und Zielbereich übersichtlicher gestaltet und beschildert werden. "Da gab es im Vorjahr für die Läuferinnen und Läufer ein paar Probleme."

Neben Rollstuhl-Fahrern und Power-Walkern werden erstmals Hand-Biker an den Start gehen, die ihr Gefährt mit Armmuskelkraft über das vordere Rad antreiben.

Am 26. September werden zudem unter den gut 35 000 Läufern auch wieder internationale Top-Athleten antreten, darunter drei Kenianer mit Weltklasse-Bestzeiten von unter 2:07 Stunden.


http://www.toen.de/open/photoarchive1/20010930BerlinMarathon/images/119-1951_IMG.jpghttp://gallery.xrace.info/albums/album51/Berlin_Marathon_gro.sized.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040908/berlin/story702257.html
http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gif ... Info: Berlin-Marathon
Mit 35 000 gemeldeten Läuferinnen und Läufern aus annähernd 100 Ländern ist das Teilnehmer-Limit zum 31. Berlin-Marathon am 25./26. September bereits erreicht worden. Bei den Skatern wurde das Kontingent mit 8000 Frauen und Männern geschlossen, mit Rücksicht auf den Einzelhandel haben die Organisatoren vom SCC-Running den Lauf der Skater auf Sonnabend, 10 Uhr, vorverlegt. Mit der 2003 neu eingeführten Strecke und dem Ziel am Brandenburger Tor zieht Berlin mittlerweile gleich mit den Marathonläufen von London, Chicago und New York. Nach Berechnungen des Wirtschaftsprofessors Wolfgang Maennig spülen die SCC-Laufevents jährlich 35 Millionen Euro in die öffentlichen und privaten Kassen Berlins.

http://www.adrianmassey.com/berlin/bmb13.jpghttp://gallery.xrace.info/albums/album49/IMGP0475.sized.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 01:37 PM
http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/index.html
http://www.berlin-marathon.com/

Berlin Marathon 2004 - News ...
http://www.berlin-line.de/title.jpghttp://www.adrianmassey.com/berlin/bmb20.jpg
Drei Weltklasseläufer aus Kenia in Berlin am Start, Yoko Shibui möchte japanische Siegserie fortsetzen
Ein außerordentlich starkes Elitefeld wird beim real,- BERLIN-MARATHON am 26. September am Start sein. Unter den gut 35.000 Läufern befinden sich bisher drei Kenianer mit Weltklasse-Bestzeiten von unter 2:07 Stunden.
Eine derartige Dichte von Topläufern dieses Niveaus ist einzigartig in der Geschichte des real,- BERLIN-MARATHON, bei dem Paul Tergat (Kenia) im vergangenen Jahr mit 2:04:55 Stunden den heute noch gültigen Weltrekord aufgestellt hatte.
"Wir freuen uns, bei den Männern ein Jahr nach dem Weltrekordlauf von Paul Tergat und trotz der zeitlichen Nähe zu den Olympischen Spielen, wo natürlich viele Top-Marathonläufer am Start waren, ein derartig starkes Feld präsentieren zu können", erklärte Race-Director Mark Milde.

Auch der weltweit schnellste Marathonläufer dieses Jahres startet in Berlin: Felix Limo gewann im April den Rotterdam-Marathon in 2:06:14 Stunden, wurde aber vom kenianischen Verband nicht für Olympia nominiert.
http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/TitusMunji2003.JPGhttp://www.adrianmassey.com/berlin/bmb15.jpg
Nur eine Sekunde langsamer als Limo war vor einem Jahr beim real,- BERLIN-MARATHON Titus Munji, der bei der Weltrekordjagd des Paul Tergat Tempo gemacht hatte und trotzdem noch als Dritter in 2:06:15 Stunden ins Ziel gekommen war.
Limo und Munji stehen in der Liste der schnellsten Marathonläufer aller Zeiten auf den Rängen sechs und sieben.

Zudem startet am 26. September Wilson Onsare. Er wurde im vergangenen Jahr Dritter beim Paris-Marathon mit 2:06:47. Mit Shinichi Watanabe (Bestzeit: 2:09:55) und Michitane Noda (2:09:58) sind zudem zwei Japaner zu beachten.

Bei den Frauen ist einmal mehr eine Japanerin Favoritin: Yoko Shibui ist die drittschnellste Marathonläuferin ihres Landes. Sie war jedoch aufgrund der enormen Konkurrenzsituation nicht für Athen nominiert worden. 2002 hatte sich die inzwischen 25-Jährige in Chicago auf 2:21:22 Stunden gesteigert. Damit ist sie die zehnschnellste Marathonläuferin aller Zeiten.
Die Japanerinnen haben in den letzten vier Jahren den real,- BERLIN-MARATHON gewonnen. Mit Hiromi Ominami ist eine zweite starke Japanerin im Feld. Sie lief im vergangenen Jahr als Zweite des Rotterdam-Marathons 2:26:17 Stunden und möchte sich beim real,- BERLIN-MARATHON deutlich verbessern.

http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/kathrinwesselsonjaoberem2003.JPGhttp://www.adrianmassey.com/berlin/bmb10.jpg

Bei den Frauen kommt es auch zu einem Aufeinandertreffen starker deutscher Läuferinnen. Sonja Oberem (Bayer Leverkusen) will beim real,- BERLIN-MARATHON ihre deutsche Jahresbestzeit von 2:30:58 Stunden deutlich unterbieten und beweisen, dass es ein Fehler war, sie nicht für Olympia zu nominieren.
Kathrin Weßel (SCC Berlin), die beste deutsche Bahn-Langstreckenläuferin aller Zeiten, wird mit dem Heimspiel real,- BERLIN-MARATHON ihre lange Karriere beenden.

http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/RomySpitzmueller.jpghttp://www.laufszene-berlin.de/Image/linden1.JPGhttp://www.fu-mathe-team.de/bm03/Kilometer16-sm.jpeg
Und mit der 23-jährigen Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig) startet eine junge deutsche Läuferin, die ihre bisherige Bestzeit von 2:32:23 Stunden deutlich unterbieten möchte.

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Berlin macht sich fit für den Marathon
Am U-Bahnhof Wittenbergplatz, dem ehemaligen Zielgelände des Berlin-Marathon, hat Sponsor adidas Großplakate aufstellen lassen, die auf die Veranstaltung hinweisen.
http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/adidasplakate.JPG

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http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/freizeit/halbmarathon_150.jpghttp://gallery.xrace.info/albums/album51/DSC04876.sized.jpg

Charity-Partnerschaft: In drei Jahren über 110.000 Euro gespendet
2004 Hilfe für Straßenkinder-Projekt der Welthungerhilfe in Ostafrika / Marathon-Mann Faustin Baha (Tansania) ist Pate der Charity-Aktion
(23.08.2004/SCC Running)

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Paul Tergat: Der Weltrekordler startet beim Marathon in Athen ...und ist in Berlin auf der Medaille des 31. real,- BERLIN-MARATHON 2004
http://www.marathon.de/Spezial/Berlin2003/horstmildeundpaultergat2.JPGhttp://www.laufszene-berlin.de/Image/wasser1.JPGhttp://www.berlin-tourist-information.de/bilder/veranstaltungen/marathon-rollstuhlfahrer_200.jpg
Paul Tergat, Kenias Marathon-Weltrekordler, beim olympischen Marathon in Athen am 29. August eine Medaille gewinnt oder nicht, in Berlin gibt es am 26. September 2004 davon genug, die ihm gewidmet sind. 35.000 Medaillen liegen im Ziel bereit und werden sein Portrait zeigen und an seinen Weltrekord von 2:04:55 des Vorjahres erinnern.
(23.08.2004/SCC Running)
(...)
http://www.catmax.de/startx.jpghttp://www.runnersnews.de/berlin/berlin022.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:11 PM
impressionen vom berlin marathon 2003 ...
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00219.jpg
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00228.jpg
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00234.jpg
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00236.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:14 PM
impressionen vom berlin marathon 2003 ...
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00241.jpg
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00235.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:15 PM
impressionen vom berlin marathon 2003 ...
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00245.jpg
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00246.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:16 PM
impressionen berlin marathon 2003 ...
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dscf0028.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:18 PM
impressionen berlin marathon 2003 ...
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dscf0038.jpg
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dscf0040.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:19 PM
Der Berlin-Marathon 2003
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dscf0041.jpg

trance-x
September 12th, 2004, 03:21 PM
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dscf0067.jpg
http://www.unisport.unibas.ch/gallery/02-Berlin-Marathon/gross/berlin_08_gross.jpg
http://www.real-berlin-marathon.com/images/main2004.jpg (http://www.real-berlin-marathon.com)http://home.wi.rr.com/birzer/BerlinMarathon99.JPG

Kampflamm
September 12th, 2004, 03:24 PM
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00234.jpg

Berlin - Stadt des Friedens?

http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/030926/berlin/pop_74320.jpg

Poldi
September 12th, 2004, 03:26 PM
impressionen vom berlin marathon 2003 ...
http://www.marathon2002.de/marathons/2003-Berlin-Marathon/show/Images/Dsc00246.jpg
uhoa wee-man

trance-x
September 12th, 2004, 03:34 PM
Kampf- aeh Neidhammel ...
... Berlin - Stadt des Friedens?...

na klar, der hat jetzt seinen frieden gefunden ... :lol:

trance-x
September 12th, 2004, 03:41 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703127.html
Die "Wiege Berlins" ist verkauft
Wohnungsbaugesellschaft Mitte hat das Nikolaiviertel jetzt geleast - Rechnungshof prüft
Von Joachim Fahrun
http://www-rnks.informatik.tu-cottbus.de/icnp2004/images/berlin/500x375/Nikolaiviertel.jpghttp://berlin1.btm.de/bilder/sehenswuerdigkeiten/nikolaiviertel_01.jpg
Berlins hoch verschuldete öffentliche Wohnungsunternehmen sind bei ihrer Suche nach frischem Geld zunehmend erfinderisch. Besonders die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) nutzt die günstige Lage ihrer Immobilien im Stadtzentrum, um die Kredit-Lasten zu milden. Statt Geld von Banken zu leihen, setzt man auf den Verkauf und sofortiges Zurückleasen auch prestigeträchtiger Immobilien, so genannte Sale-and-lease-back-Modelle.

http://www.berliner-strickmoden.de/images/Poststr.jpghttp://www.vogelsangschule-fridingen.de/ber02101.jpg

Weit gehend unbemerkt wechselte so bereits vor zwei Jahren die "Wiege Berlins", das Nikolaiviertel, den Besitzer. Dort befand sich die älteste Ansiedlung der Stadt. Die WBM verkaufte das 1987 umfassend wiederhergestelltes Altstadtquartier an eine Fondsgesellschaft des Grünwalder Leasing-Konzerns KGAL, der der Dresdner Bank, der Bayerischen Landesbank und der Hamburger Sparkasse gehört. Dem Vernehmen nach floss für den Deal ein dreistelliger Millionen-Betrag. Die Mietperiode dauert nach Angaben der KGAL 20 Jahre, aber schon 2013 könnte die WBM das Nikolaiviertel wieder zurückkaufen.

http://www.odeblom.de/berlin/berlin_photos/altstadt/nikolaiviertel_001big.jpg

Ebenso verfuhr die WBM mit dem Hochhaus des Internationalen Handelszentrums, mehreren anderen Gebäuden an der Friedrichstraße sowie der Nordostecke des Gendarmenmarktes an der Französischen Straße. Auch die Rathauspassagen am Marx-Engels-Forum, die nach dem Absprung des US-Handelsgiganten Wal Mart weiterhin einen Hauptmieter suchen, gehören nun einer Fonds-Gesellschaft. Die WBM ist nur noch Pächter.

Zugleich hat die WBM den Käufern aber einen Teil des eingenommenen Kaufpreises als Kredit gegeben, den diese nun abzahlen. Die WBM will sich auf Anfrage nicht äußern: "Betriebsinterna", heißt es. Die Grünen im Abgeordnetenhaus wittern indes Risiken hinter solchen komplizierten Leasing-Deals. "Das ist ein Verfahren, um die Bilanz aufzuhübschen", sagt die Grünen-Bauexpertin Barbara Oesterheld. Wie zu hören ist, hat sich auch der Landesrechnungshof die Sale-and-lease-back-Geschäfte der WBM zur Prüfung vorgenommen.

http://www.luise-berlin.de/tourismus/fusstour/ft_01/bild/0106fag8.jpghttp://www.martina-schubert.de/fotogal/blnmitte/Images/3.jpghttp://www.makue.ch/ct_morle_15.jpg

Der Berliner Mieterverein räumt zwar ein, dass sich für die Mieter bisher nichts geändert habe, weil die WBM-Tochtergesellschaft IHZ weiterhin die Edel-Plattenbauten des Nikolaiviertels verwalte. Aber natürlich sei ein Leasing-Geschäft ein Wechsel auf die Zukunft. Auch die Senatsbauverwaltung räumt ein, dass Raten an die Fondsgesellschaft nur zu bezahlen sind, wenn die Gebäude vermietet sind. Grundsätzlich rechne sich ein solches Geschäft wegen der Steuervorteile, die die Fondsanleger geltend machen können.

Weil das durch ein Leasing-Geschäft freigemachte Geld letztlich billiger ist als ein Bankkredit, hat der Aufsichtsrat der WBM zugestimmt. "Die Beteiligungsverwaltung hat keine Einwände", heißt es aus dem Haus von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD). Die kommunalen Wohnungsgesellschaften sollten agieren wie Privatfirmen, und auch diese nutzen Leasing-Modelle. Thomas Brand, Referatsleiter der Stadtentwicklungsverwaltung erwartet künftig noch mehr Sale-and-lease-back-Geschäfte. Weil sich die Banken immer mehr aus der Immobilienfinanzierung zurückziehen würden, müssten auch Berlins Wohnungsbauunternehmen sich verstärkt nach anderen Geldquellen umsehen.


historischer hafen ...
http://lphe.epfl.ch/~lhinz/berlin/photos/canal01.jpg

trance-x
September 14th, 2004, 08:00 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703422.html

Islamischer Kongress unter Beobachtung
Treffen für Oktober in Berlin geplant - Behörden sind wachsam - Thema im Parlament
Von Joachim Fahrun

Arabische und islamische Gruppen wollen sich im Oktober in Berlin zu einem Kongress treffen. Ziel ist die Solidarisierung im Kampf gegen Israel und die USA. Der Verfassungsschutz beobachtet die Vorbereitung, Politiker warnen. Die Berliner Behörden sehen jedoch bislang keine Handhabe, den "Ersten arabischen islamischen Kongress" zu verbieten.

Für diese Forderung, die das Simon Wiesenthal Center an Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) richtete, fehle die Grundlage, weil keine Straftaten begangen worden seien, heißt es von den Berliner Sicherheitsbehörden. Die jüdische Organisation befürchtet, der Kongress könnte eine Plattform sein, um radikale Kämpfer anzuwerben. Ein Sprecher von Bundesinnenminister Schily sagte, die Sicherheitsbehörden hätten die Aktivitäten "sorgsam im Auge". Der Bund stehe hier in engem Kontakt mit dem Land Berlin.

Als Veranstalter des Kongresses fungiert eine Gruppe um den Charlottenburger Finanzberater Gabriel Daher. Der Libanese ist Sprecher des Organisationskomitees. Nach seinen Angaben wollen sich vom 1. bis 3. Oktober 500 bis 800 Teilnehmer aus dem In- und Ausland an einem noch geheimen Ort in Charlottenburg versammeln. Wieviele Teilnehmer sich bislang genau zu dem Kongress angemeldet haben, kann Daher nicht sagen.

Thema der Zusammenkunft, die in arabischer Sprache durchgeführt werden soll, ist vor allem der Widerstand gegen die Besetzung Palästinas durch Israel und des Iraks durch die USA. Im Internet-Aufruf ist von "amerikanischem und zionistischem Terror" die Rede. "Steh auf und leiste Widerstand", fordert die Initiative. Ziele sind auch ein arabisch-islamischer Zusammenschluss sowie Hilfe für die "unterdrückte Bevölkerung" in Palästina und im Irak.

Die Berliner Landespolitik ist alarmiert. CDU-Fraktionschef Nicolas Zimmer forderte den Senat auf, ein Verbot zu prüfen: "Der Regierende Bürgermeister darf es nicht zulassen, dass in Berlin in eklatanter Weise gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung verstoßen wird und sich verfassungsfeindliche Kräfte sammeln", sagte Zimmer. Der Innenausschuss müsse sich des Themas bei seiner nächsten Sitzung annehmen. Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann forderte Aufklärung über die Hintergründe, warnte aber vor einer Hysterie gegenüber Muslimen. Wenn es aber zu Aufrufen zu Gewalt und Hass komme, müsse der Kongress verhindert werden.

Die Organisatoren stellen sich selbst in die Nähe von Al Aksa. Die Aktivisten dieser Brigaden stehen der Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat nahe. Sie haben in Israel nach 2000 die zweite Intifada mitbegründet und sind für zahlreiche Selbstmordattentate verantwortlich. Der Sprecher der Organisatoren legt Wert darauf, dass das Treffen nicht in einer islamistischen Tradition stehe, sondern vor allem an Gedanken des arabischen Nationalismus anknüpfe. Zu der Veranstaltung seien auch Nicht-Muslime zugelassen, alle Teilnehmer müssten andere Religionsgemeinschaften respektieren, sagte Daher. Mit Terrorismus und Extremismus hätten er und seine Mitstreiter nichts zu tun.

Über die Bedeutung des Kongresses für die muslimische Szene sind die Experten geteilter Meinung. Einige internationale Beobachter sehen das Treffen als Auftakt einer islamistischen Offensive in Europa. Anderen war die Berliner Gruppe völlig neu.


http://www.taz.de/pt/2004/09/14/a0240.nf/text
CDU fürchtet Islamisten
Christdemokraten wollen Islamkongress notfalls verbieten lassen. Grüne warnen indes vor Hysterie
Für Wirbel sorgt die Ankündigung eines "Ersten Arabischen Islamischen Kongresses in Europa", der vom 1. bis 3. Oktober in Berlin stattfinden soll. Die Berliner CDU-Fraktion will jetzt die Gefährlichkeit des angeblichen Islamistentreffens im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses erörtern. "Der Senat muss den Kongress und die Veranstalter überprüfen und gegebenenfalls verbieten lassen", fordert CDU-Fraktionschef Nicolas Zimmer.

Die Grünen warnen indes vor pauschalen Verdächtigungen. "Es darf keine Hysterie gegenüber Muslime geben", sagt Fraktionschef Volker Ratzmann. Er appellierte an Innensenator Ehrhart Körting (SPD), Parlament und Öffentlichkeit umfassend zu informieren. Bisher wollte sich die Innenbehörde jedoch weder zu dem Kongress äußern noch zu Medienberichten, wonach ein mutmaßlicher Al-Qaida-Führer nach Berlin ziehen will. Statt "bloßer Mutmaßungen" verlangt Ratzmann, das islamistische Gefährdungspotenzial in Berlin "verlässlich" zu untersuchen. Mahnende Worte fand auch Günter Piening. Der Integrationsbeauftragte warnt davor, die Angst der Bevölkerung zu schüren: "Mir vorliegende Informationen lassen nicht erkennen, dass Berlin eine Hochburg von Islamisten ist." Von der Idee, den Kongress ohne Beweise zu verbieten, hält er nichts: "Das wäre ein verheerendes Signal an die muslimische Gemeinschaft unserer Stadt."

Deren Vertreter verfolgen die Debatte. Man kenne aber weder den Aufruf noch die Organisatoren, betonen Palästinensische Gemeinde und Islamischer Verein für Erziehung und Kultur. Sie empfehlen stattdessen das Jahrestreffen der "Islamischen Gemeinschaft in Deutschland". Das findet unter dem Motto "Muslime in Deutschland - Bereicherung statt Bedrohung" am 19. September in Schöneberg statt.



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.09.2004/1357742.asp#art
(14.09.2004 )

Islamist zieht nach Berlin
Mutmaßlicher Al-Qaida-Terrorist angeblich schon in der Hauptstadt – Sorge vor Islam-Kongress

Der mutmaßliche Al-Qaida-Terrorist Reda Seyam zieht nach Berlin. Wie aus Sicherheitskreisen außerhalb Berlins verlautete, stehe der Umzug des gebürtigen Ägypters „unmittelbar bevor“. Möglicherweise halte Seyam sich sogar schon in der Hauptstadt auf, hieß es weiter. Der gebürtige Ägypter, seit Ende der achtziger Jahre deutscher Staatsbürger, wohnte seit Mitte vergangenen Jahres mit seiner Frau und fünf Kindern in der baden-württembergischen Stadt Laichingen. Der Sozialhilfeempfänger erhält für seinen Umzug eine Umzugskostenbeihilfe vom zuständigen Landratsamt. Ein Amtssprecher sagte dem Tagesspiegel, dies sei „ein normaler Vorgang“. Generalbundesanwalt Kay Nehm ermittelt gegen den 45-Jährigen wegen des „Verdachts der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung“. Seyam wurde im Sommer 2002 in der indonesischen Hauptstadt Jakarta unter dem Verdacht festgenommen, den Terroranschlag auf der Ferieninsel Bali im Oktober 2002 finanziert zu haben. Dabei starben 202 Menschen, darunter sechs Deutsche. Wegen „Visavergehen“ wurde er lediglich zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt und anschließend nach Deutschland abgeschoben.

Die Innenverwaltung wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Senator Körting sagte am Montag lediglich, soweit es um Personen der islamistischen Szene geht, bestehe ein „hervorragender Informationsaustausch“ zwischen den Berliner Behörden und denen anderer Bundesländer.

Bislang ist nicht bekannt, ob Seyam Kontakte zur Neuköllner Al-Nur-Moschee hat. Hier soll der Tunesier Ihsan G. im Januar 2003 junge Islamisten für den Heiligen Krieg trainiert haben – seit Mai läuft gegen ihn der Prozess vor dem Kammergericht. Unklar bleibt, ob Seyams Kinder in der König-Fahd-Schule in Charlottenburg unterrichtet werden können. Über eine entsprechende Absicht hatte das Magazin „Focus“ gestern berichtet. Die Sprecherin der Senatsschulverwaltung Anne Rühle sagte, ihre Behörde würde einen solchen Antrag ablehnen. „Für eine Ergänzungsschule dieser Art befreien wir nur Kinder saudiarabischer Diplomaten oder Geschäftsleute von der Schulpflicht“, so Rühle. Da Seyams Kinder Deutsche seien, erfüllten sie nicht die Voraussetzungen zum Besuch der Schule, sondern müssten ganz regulär eine deutsche Schule besuchen.

Die CDU forderte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) unterdessen auf, im Innenausschuss über den geplanten „Ersten Arabischen Islam-Kongress“ aufzuklären. Der Innensenator solle Stellung nehmen, ob die vom 1. bis 3.Oktober an einem nicht bekannten Tagungsort in Charlottenburg geplante Konferenz eine Bedrohung im Kampf gegen den Terrorismus sei, sagte Fraktionschef Nicolas Zimmer. SB/fan


http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_boulevard&text=67024
Goldene Leinwand für «Luther»
Berlin (dpa) - Der Film «Luther» von Eric Till ist am Montag in Berlin mit einer Goldenen Leinwand für drei Millionen Kinobesucher allein in Deutschland ausgezeichnet worden.
http://www2.morgenpost.de/z/newsticker/p/luther_7078542_onlineBild.jpg
Der Film mit Joseph Fiennes in der Hauptrolle sowie mit dem inzwischen gestorbenen Sir Peter Ustinov als Friedrich der Weise war am Reformationstag 2003 in die deutschen Kinos gekommen und wurde in 30 Länder verkauft.

Am diesjährigen Reformationstag am 31. Oktober ist ein gleichzeitiger Start in zehn Ländern geplant, darunter Frankreich, Griechenland, die Türkei, Portugal, Russland, Südafrika und die skandinavischen Länder. Das teilte der Verleih in Berlin mit.

trance-x
September 14th, 2004, 08:17 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703447.html
Kurze Wege nach Hamburg
Tourismusbranche will Kooperation der Stadtstaaten in den Bereichen Marketing, Verkehr und Kultur
Von Margarete Raabe
http://www.landkreis-stendal.de/wirtschaft/bilder/inf_z.jpghttp://www.ice-fanpage.de/bilder/ice_bw/ice3_ffm02gro.jpg
Endspurt zwischen Berlin und Hamburg: Ab Dezember benötigt der ICE von der Alster an die Spree nur noch anderthalb Stunden. Bislang sind es noch 45 Minuten mehr. Beide Städte rücken zusammen, doch das nur auf dem Schienenweg. Für die Zusammenarbeit auf politische Ebene gilt das nicht. Zu groß ist die Rivalität in der Ansiedlungspolitik. So erklärte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) kürzlich, die Kooperation zwischen beiden Städten sei "hinter den Erwartungen" zurückgeblieben. Ein übergreifender Koordinierungskreis beider Stadtstaaten tagte nur ein einziges Mal.

Doch nun gibt es einen Vorstoß aus der Wirtschaft, zumindest in Teilbereichen wie Marketing, Verkehr und Kultur näher zusammenzurücken. Der Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM), Hanns Peter Nerger, sieht für die beiden Städte im Norden Deutschlands eine Chance. "Durch eine engere Zusammenarbeit könnten Berlin und Hamburg durch attraktive Angebote für Touristen von der reduzierten Reisezeit profitieren", sagt er. Nerger entwickelte ein über die bisherigen Vereinbarungen hinausgehendes Kooperations-Konzept, das er am Wochenende seinem Kollegen, dem Chef der Hamburg Tourismus GmbH (HHT), Dietrich von Albedyll, vorlegte. "Ziel ist es, vorrangig in internationalen Märkten gemeinsame Angebote zu lancieren", so Nerger. Ihm erscheine es der Sache nicht dienlich, wenn erst auf eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen gewartet werde. Nergers Konzept beschränkt sich dabei nicht nur auf eine gemeinsame und dadurch kostengünstigere Werbung beider Städte im In- und Ausland, sondern er möchte auch touristische Attraktionen beider Städte kombinieren, dabei die Deutsche Bahn AG sowie die kommunalen Verkehrsbetriebe mit einbeziehen.

Stößt Nergers Plan auf Gegenliebe, könnten Touristen bei Reisen nach Berlin gleich Übernachtungen in Hamburg als Kombinationspaket mitbuchen. Dazu müssten auch beide Reservierungssysteme vernetzt werden. Zielgruppen- oder themenspezifische Broschüren könnten gemeinsam aufgelegt werden. Die kommunalen Verkehrsbetriebe, so der Plan, sollten um gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Fahrscheine bemüht sein. "Eine Touristenkarte in Berlin könnte in Hamburg gelten und umgekehrt", so Nerger. Dasselbe plane er für Kultureinrichtungen. "Museen, Opern, Theater verweisen auf die Programme analoger Einrichtungen in Hamburg. So kann der Museumspass erst an der Spree, eineinhalb Stunden später an der Alster eingesetzt werden." Für die Umsetzung dieser Ideen sollte ein von beiden Ländern besetzter Koordinierungsausschuss gebildet werden, in denen die Tourismusinstitutionen Sitz und Stimme erhalten.

Auf politischer Ebene ist man gleichermaßen um Einigung bemüht. "Von einer Funkstille kann keine Rede sein", sagt Berlins Senatssprecher Michael Donnermeyer. "Wo es gewünscht ist, arbeiten wir zusammen." Allerdings stehe man im Wettbewerbsverhältnis bei der Ansiedlung von Unternehmen oder als Austragungsort von Großereignissen. Hamburg akzeptiert dies, hat jedoch ein Einzelfällen Probleme mit dem Vorgehen Berlins. Die Querelen beim Ringen um "Bambi"- und Echo-Verleihung, Phono-Akademie, Warner und Universal scheinen noch nicht vergessen. "Wir haben kein Verständnis dafür, wenn Berlin künstlich die Mieten senkt und dadurch versucht, Unternehmen in die Hauptstadt zu locken und uns Arbeitsplätze zu entziehen", sagt der Hamburger Senatssprecher Christian Schnee. Eine Kooperation halte man aber für sinnvoll, jedoch sei dies Sache von einzelnen Unternehmen. Schnee: "Wir hegen keine Antipathien. Jeder konkrete Vorschlag ist willkommen."

trance-x
September 14th, 2004, 08:20 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date
http://www.istaf-berlin.de/deutsch/index.htm

http://www.istaf-berlin.de/gif/2004/logo_u.gif63. Internationales Stadionfest • Sonntag, 12. September 2004 • Olympiastadion Berlin
http://www.istaf-berlin.de/jpg/2004/gail_media.jpghttp://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/speer_g.jpg
13.09.2004: Die Speerwerferin Steffi Nerius hat am Sonntag beim Istaf für die Hauptstadt geworben. Insgesamt beobachteten 60.000 Zuschauer, wie die Silbermedaillengewinnerin von Athen mit 65,60 Metern Zweite wurde. Den Sieg holte sich die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Osleidys Menendez aus Kuba mit 65,98 Metern.
Bei der Rückkehr des größten deutschen Meetings nach zweijähriger Pause auf die nun blaue Kunststoffbahn des Olympiastadions unterstrich die Hauptstadt eindrucksvoll die Ambitionen, die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 auszurichten. "Berlin hat ein wundervolles Stadion und eine starke Bewerbung abgegeben", befand IAAF-Präsident Lamine Diack.
(mb/dpa) Foto: Andreas Altwein )


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story703512.html
Berlin gewinnt die Herzen
Das Istaf bewährt sich als beste Werbung für eine Leichtathletik WM 2009, aber es zählen nicht nur nackte Fakten
Von Sebastian Arlt
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040913/titel/pop_89139.jpg
Die Olympiasieger Tonique Williams-Darling und Dreispringer Christian Olsson freuten sich beim Istaf über den Golden-League-Jackpot mit einer Million Dollar Foto: dpa

Wie Timothy Mack den Abend und die Nacht verbracht hat, ist nicht genau bekannt. Auf alle Fälle hätte der Stabhochsprung-Olympiasieger aus den USA nach seinem Sieg am Sonntag beim Internationalen Stadionfest (Istaf) der Leichtathleten wohl ganz gern noch etwas länger geschlafen. Denn tags darauf wurde es ganz schön hektisch für den 31-Jährigen. Wenn man um 7.30 Uhr aufwacht und das Flugzeug um 8.15 Uhr in Tegel startet, geht es um Sekunden. Die Istaf-Crew hat auch diese Aufgabe erfolgreich bewältigt, Mack erreichte das Flugzeug.

Zurück blieb allerdings seine Goldmedaille von Athen, die er in der Aufregung im Hotelsafe vergessen hatte.

Mack wird sein Trip nach Berlin wohl noch lange in Erinnerung bleiben, so wie vielen Spitzenathleten das Istaf. Sie zeigten sich begeistert von der Atmosphäre, dem neuen Stadion und der blauen Bahn. "Das Publikum war traumhaft", meinte 400-m-Läuferin Tonique Williams-Darling (Bahamas), die sich mit dem schwedischen Dreispringer Christian Olsson den Jackpot von insgesamt einer Million Dollar in Gold teilte.

Macks Problem war für die Istaf-Verantwortlichen um den geschäftsführenden Gesellschafter Gerhard Janetzky eher eine Marginalie. Das Aufregendste hatten sie bereits am Sonntagabend hinter sich, nachdem das Istaf vor offiziell 61 150 Zuschauern eine rundum gelungene Sache war. Und so konnte Janetzky ein positives Fazit des Neuanfangs im neuen Olympiastadion - nach zwei Jahren im Jahn-Sportpark - ziehen. "Wir haben ein sehr gutes Meeting geboten." Auch die Fernsehquoten waren zufrieden stellend: In der ARD haben im Schnitt 1,45 Millionen Zuschauer die Live-Übertragung eingeschaltet.

Nach dem Istaf ist auch schon wieder vor dem Istaf. Die 64. Auflage am 4. September 2005, wieder Finalstation der Golden League, biete "Raum für Verbesserungen", erkannte Janetzky. Zudem werde es "sehr schwer, das Stadion wieder so zu füllen". Denn wichtige Faktoren fallen weg: Das Istaf findet dann nicht nach Olympischen Spielen statt, sondern nur nach einer WM, was in der Vergangenheit immer weniger Interesse nach sich zog. Und der Neugier-Faktor der Zuschauer in Hinblick auf das Stadion ist in einem Jahr auch verpufft. Janetzkys Ziel: "Wir streben dann 40 000 Zuschauer an."

Bis dahin steht auch fest, ob Berlins Bewerbung um die WM 2009 erfolgreich war. Dafür war das Istaf ein ganz wichtiger Baustein. Es galt, sich mit dem Stadionfest gut zu präsentieren, was eindrucksvoll gelang. "Das Istaf war die beste Werbung", meinte Helmut Digel, der deutsche Vizepräsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF. Digel und 26 seiner IAAF-Council-Kollegen werden sich am 5. Dezember in Helsinki zwischen Berlin, Brüssel, Valencia und Split entscheiden.

"Was die nackten Fakten betrifft, ist Berlin nicht zu toppen", sagte Stefan Thies von der Agentur Köster und Co., die das Berliner Bewerbungskomitee unterstützt. "Aber man muss auch die Herzen gewinnen und Sympathie rüberbringen."

Das Herz von IAAF-Präsident Lamine Diack scheint Berlin bei aller von ihm nach außen gezeigten Neutralität wohl schon gewonnen zu haben. Er schwärmt immer mal wieder von der Hauptstadt. Und der Senegalese hatte in Berlin jetzt ein sehr emotionales Wochenende. Erst bewegte ihn die Besichtigung des Olympischen Dorfes von 1936 sehr. Und dann gab es ein Wiedersehen mit einem alten Freund. Der 71-Jährige traf den Botschafter des Senegals in Deutschland. Dieser war einst Fußball-Nationalspieler seines Landes. Sein Trainer damals hieß Lamine Diack.


Eichingers Hitler-Film «Der Untergang» in Berlin ...
http://www2.morgenpost.de/z/newsticker/p/DerxUntergang_7075826.onlineBild.jpg
Der Produzent Bernd Eichinger (l) umarmt in Berlin nach der Gala-Vorführung des Kinofilms «Der Untergang» den Schauspieler Bruno Ganz im Kino Delphi Filmpalast am Zoo.
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http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story703410.html
Stehende Ovationen für Bruno Ganz
Nach der Premiere des Films "Der Untergang" honorieren die Gäste die großartigen Leistungen der Darsteller
Applaus und Standing Ovations für Bruno Ganz. Der große Schauspieler verneigte sich. Er war erleichtert und gerührt. So wie Ganz lange darüber nachgedacht hatte, ob er die Rolle des Adolf Hitler in dem Film "Der Untergang" (Kinostart am Donnerstag) spielen solle, so zögerte das Premierenpublikum am Sonntagabend im Delphi Kino zunächst mit dem Applaus. Einen Film über die letzten Tage des Hitler-Regimes zu beklatschen, fällt nicht leicht.

Aber die Hauptdarsteller, allen voran Ganz und Corinna Harfouch (als Magda Goebbels), zeigen eine großartige schauspielerische Leistung. "Sie haben menschliche Züge der Protagonisten gezeigt. Dadurch wird der Schreck noch größer. Man baut keine Wand vor sich auf, sondern denkt stärker über die Zerrissenheit und den Wahnsinn Hitlers und seiner Getreuen nach", sagte CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer. Er will den Film seinen Kindern empfehlen. "Er ist bezeichnend für die Zeit. Man stellt sich permanent die Frage, wie Menschen so bedingungslos einem Wahnsinnigen und seinen Helfern folgen konnten", sagte Meyer.

Schauspielerin Katja Flint war überwältigt von dem Projekt von Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger und Regisseur Oliver Hirschbiegel. "Es ist ein beeindruckender und wichtiger Film. Ich finde es gut, dass ein solcher Film aus Deutschland kommt. Der Film wird Filmgeschichte schreiben. Ich wünsche Bernd im nächsten Jahr einen Oscar."

Marie-Jeanette Steinle, die Freundin von Heino Ferch, der den Hitler-Architekten Albert Speer spielte, war erschüttert. "Der Film hat mich unheimlich ergriffen. Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich danach zwei Stunden erst mal gar nichts sagen. Zu sehen, wie Hitler gedacht und sich verhalten hat, ist so unfassbar."

Die Authentizität, mit der die Schauspieler die Charaktere Hitler, Himmler (Ulrich Noethen), Goebbels (Ulrich Matthes), Eva Braun (Juliane Köhler) und Hitler-Sekretärin Traudl Junge (Anna Maria Lara) mit allen Facetten verkörpert haben, wurde von den Premierengästen mit höchster Anerkennung aufgenommen. "Der Film ist ein Meisterwerk. Die Schauspieler haben sich tief in die Situation hineingelebt und -gefühlt. Sie zeigen auf, wie sich die Aggression des Regimes zum Ende hin auf sich selbst und auf die Bürger gerichtet hat", äußerte sich Sat 1-Chef Roger Schawinski beeindruckt. Und FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt ergänzte: "Bruno Ganz ist sehr authentisch. Er ist voll in die Psychologie des Diktators eingestiegen. Man merkt, dass er sich zur Vorbereitung sehr intensiv mit der Person Hitlers befasst hat."

Gerhardt gehörte neben Entertainer Harald Schmidt (der inzwischen nahezu schlohweiße Haare hat und Justus Frantz ähnelt) zu den Gästen, die man sonst selten auf Filmpremieren sieht. "Ich bin sehr geschichtsinteressiert", sagte Gerhardt. "Ich kenne Joachim Fest gut, habe sein Buch ,Der Untergang' gelesen. Die Biografie von Traudl Junge steht in meinem Büro, und ich habe meiner Mutter ein Exemplar dieses Buches geschenkt." Joachim Fest und die Ghostwriterin von Traudl Junge, Melissa Müller, hatten das Drehbuch von Bernd Eichinger als erste gelesen. "Sie haben mich ermutigt, weiterzumachen", sagte Eichinger.

Die Rumänin Duina Platareanu, Mutter von Schauspielerin Alexandra Maria Lara, war so überwältigt von dem Film, dass sie zunächst kaum sprechen konnte. Nach einigen Minuten sagte sie: "Es gehen einem so viele Dinge durch den Kopf. Die Zeit damals war wirklich schwierig. Wir haben unsere Tochter während des Drehs mit Gesprächen begleitet."

Regisseur Oliver Hirschbiegel schlenderte nach der Filmvorführung gedankenverloren über den roten Teppich. Zwei Jahre hat er an dem Projekt gesessen. Eine Aufgabe, die er zunächst abgelehnt hatte. "Aber ich wusste, ich muss diesen Film machen. Es ist ein historischer Auftrag. Die Zeit ist reif." Die jungen Menschen wollten heute keine dogmatischen, sondern ehrliche Antworten auf ihre Fragen bekommen. "Es war schwer, in diesen Mist einzutauchen. Meine Frau wollte mich davor schützen und riet mir ab. Normalerweise höre ich auf sie, dieses Mal nicht. Aber wir hatten einen Deal: das Thema bleibt zu Hause vor der Tür. Wir haben privat nicht darüber geredet." Um den Kopf nach den Drehtagen frei zu bekommen, ging Hirschbiegel unter die Dusche, hörte Bach, las Hegel und Shakespeare.

Franziska v. Mutius

Berlin (dpa/bb) - Drei Tage nach seiner Weltpremiere hat der Film «Der Untergang» über die letzten Tag Adolf Hitlers in der umkämpften Reichkanzlei am Sonntagabend in Berlin Premiere gefeiert. Drehbuchautor Bernd Eichinger sagte nach der zweieinhalbstündigen Aufführung, es sei für die Filmcrew ein einmaliges Erlebnis gewesen, «dass wir den Film in Berlin sehen können, in der Stadt, die im Film beschrieben wird.» Das Publikum nahm den Film, der an diesem Domnerstag in die Kinos kommt, vor allem nachdenklich auf.


http://www.laurasstern.de/
«Lauras Stern» zum Auftakt zum Weltkindertag im Kino
Berlin (dpa/bb) - Die Weltpremiere des Zeichentrickfilms «Lauras Stern» ist am kommenden Sonntag am Potsdamer Platz der Auftakt zum diesjährigen «Weltkindertag im Kino» am 20. September.
http://www.warnerbros.de/movies/laurasstern/img/plakat_popup.jpghttp://www.icsc-naiso.org/conferences/nl2002/pictures/potsdamerplatz.jpghttp://www.warnerbros.de/movies/laurasstern/img/index-logo.gif
Der große Kinotag für das Publikum von morgen findet zum 14. Mal statt und ist eine bundesweite Aktion des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater (HDF). Die Kinobesitzer bieten an diesem Tag nicht nur Filme zu reduzierten Eintrittspreisen an, sondern auch ein vielseitiges Kinoprogramm mit Aktionen.
http://www.german-cinema.de/archive/images/Lauras_Stern.jpghttp://www.berlin-tourist-information.de/bilder/stadtansichten/sony-center_150.jpg

trance-x
September 14th, 2004, 08:50 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story703415.html

http://www.wdr.de/tv/ardbauen/image/020706/virginie1.jpg
Für das Familienunternehmen besucht sie unermüdlich Talkshows und gibt Empfänge: Virginie Taittinger . Von einem vergnügungssüchtigen Partygirl hat die Unternehmertochter trotzdem absolut gar nichts. Sie repräsentiert lieber, zum Beispiel am Donnerstag während einer Degustation bei Bang & Olufsen an der Friedrichstraße. Zielorientiertes Marketing nennt man das: High-Class-Musikelektronik trifft High-Class Champagner.

Cocktailbar-Fans aufgepasst: Am Sonnabend eröffnet an der Neuen Schönhauser Straße 20/Ecke Münzstraße das "Salz". Erster regulärer Öffnungstag ist 21. September. Die Macher Jens Hasenbein und Helmut Adam sind die Herausgeber des "Mixology-Magazins für Barkultur". Das Konzept: Auf der wöchentlich wechselnden Karte stehen "nur" 50 Cocktails, zu denen aber hochwertiges Fingerfood gereicht wird. Koch ist José Miranda, der bereits für Jürgen Langenbacher und Eckart Witzigmann arbeitete.

http://www.turkpartner.de/Haberler/erdogan_schroder.jpghttp://imgn.de/images/gmax/parieserplatz1-pp4-300.jpghttp://www.permesola.com/photo_berlino/ristolibreria.jpg
Zu einem Dinner im Turmzimmer am Pariser Platz (Restaurant Tucher) bat gestern Abend der Chef von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher . Der Energiekonzern ist Hauptsponsor der Quadriga-Preisverleihung der Werkstatt Deutschland. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt wird am 3. Oktober auch Tayyip Erdogan geehrt. Die Laudatio auf den türkischen Ministerpräsidenten hält Bundeskanzler Gerhard Schröder. Zum Dinner in privater Atmosphäre im Turmzimmer wurde auch Cüneyd Zapsu erwartet: Er ist der wichtigste außenpolitische Berater des türkischen Premiers.

Krissie Illing, einst bessere Hälfte des britischen Comedy-Duos Nickelodeon, tritt heute Abend in der Ufa-Fabrik auf. Kunstmäzen Werner Arnhold und seine Ehefrau Svetlana, die in Sao Paulo und Südfrankreich leben, besuchen die deutsche Hauptstadt.

http://www.berlin.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/00214.html
http://www.ufafabrik.de/
http://www.berlin.de/imperia/md/images/tourismus/sehenswuerdigkeit/296.jpghttp://images.google.de/images?q=tbn:HjSAhTEg4_QJ:http://www.oekosiedlungen.de/Liste/Bilder_Liste/Bilder/10_1_Ufa-Fabrik.jpghttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/berlin_spart_energie/pix/solarenergie/ufa.jpghttp://www.anarca-bolo.ch/a-rivista/264/img/ufafabrik1.jpg
Das Internationale Kulturzentrum UFA-Fabrik, das 1979 nach einer Besetzung des brachliegenden, 2 Hektar großen Grundstücks auf dem früheren Studiogelände der Universum Film AG (Ufa) gegründet wurde, beherbergt eine Vielzahl kultureller und sozialer Einrichtungen. Die jungen multikulturellen Berliner verwirklichten auf dem zerfallenen Areal, auf dem unter anderem so bedeutende Filme wie »Metropolis« oder »Das Kabinett des Dr. Caligari« produziert wurden, ein Kommunikationszentrum mit den Schwerpunkten Kultur, Ökologie und soziales Miteinander.
http://www.anarca-bolo.ch/a-rivista/264/img/ufafabrikpiantina.jpghttp://www.artfactories.net/IMG/art318-2.jpghttp://www.anarca-bolo.ch/a-rivista/264/img/ufafabrik5.jpg
Inzwischen erzeugen zwei Blockheizkraftwerke eigenen Strom und Wärme, ein Regenwasserspeicher bewässert die Grünflächen und Toiletten des Areals, auf dem 120 Mitarbeiter beschäftigt sind - unter ihnen 45 Kommunemitglieder, die in der UFA-Fabrik arbeiten und wohnen.
http://www.artfactories.net/IMG/art318-4.jpghttp://www.anarca-bolo.ch/a-rivista/264/img/ufafabrik3.jpghttp://www.anarca-bolo.ch/a-rivista/264/img/ufafabrik2.jpg
Zu den Einrichtungen des Geländes, dessen Besitzverhältnisse seit 1987 durch einen Erbpachtvertrag legalisiert wurden, gehören zwei Theatersäle, zwei Kinosäle, eine Open-air-Bühne im Sommer für Varietéshows, Theater, Tanz, Musik, Lesungen und Kongresse, ein Café, eine Freie Schule, ein Gästehaus, ein Kinderbauernhof, eine Bio-Bäckerei, ein Naturkostladen, eine Kfz-Werkstatt sowie Übungs- und Seminarräume des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums (NUSZ).
http://www.bellydance-tanja.de/Tanja2galerie2.jpghttp://www.anarca-bolo.ch/a-rivista/264/img/ufafabrik4.jpghttp://www.bellydance-tanja.de/Tanja1galerie2.jpg
Eine Percussionschule wie auch Berlins größte Sambaschule und -gruppe Terra Brasilis proben in den umgebauten ehemaligen Filmbunkern. Zu den kulturellen Eigenproduktionen zählen von Beginn an der »UFA-Circus« (im selbstgebauten Zelt oder im Saal), dessen 20-25 Mitglieder Varietéprogramme anbieten, das seit 1987 jährlich stattfindende Kinderzirkusfestival sowie Musik- und Tanzveranstaltungen.
http://www.artfactories.net/IMG/art318-5.gifhttp://www.bellydance-tanja.de/bauchtanz-orientgalerie_197x263.jpghttp://www.artfactories.net/IMG/art318-1.jpghttp://www.bellydance-tanja.de/ufafabrikgalerie2.jpg

trance-x
September 14th, 2004, 09:27 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703457.html
Need for Speed?
Rekord: Mit Tempo 193 in der Stadt erwischt
http://www.wasistzeit.de/gfx/waswaerewenn/raser.jpg
Der Berliner Polizei sind im Juli 3353 Temposünder aufgefallen, die um mehr als 20 Stundenkilometer zu schnell waren. 620 Fahrzeugführer müssen sich auf ein Fahrverbot einstellen. Weitere 42 718 Verkehrsteilnehmer überschritten das Tempolimit um maximal 20 Stundenkilometer. Diese Zahlen legte die Polizei gestern vor. Zur Bilanz präsentierten die Beamten auch die Negativ-Rekordhalter.
http://img.mysan.de/mymovies/autobahn_raser/autobahnraser_03.jpg
"Spitzenreiter des Monats" war am Abend des 29. Juli ein Pkw-Fahrer auf der A 111 in Reinickendorf, wo am Ortsausgang von Berlin aus Lärmschutzgründen nur Tempo 60 erlaubt ist. Mit 193 Stundenkilometern lag der Raser folglich um 133 Stundenkilometern über der Höchstgrenze. Auf der Straße am Juliusturm in Spandau war am 7. Juli ein Fahrer mit 116 Stundenkilometern unterwegs, obwohl dort das übliche Tempo-50-Limit gilt. Auf der Stadtautobahn in Steglitz maß die Polizei am 5. Juli einen weiteren Raser mit 145 Stundenkilometern. Ausgeschildert ist dort Tempo 80.

Auch ein Motorradfahrer wurde "geblitzt": Er trieb am 29. Juli seine Maschine auf der Brandenburgischen Straße in Wilmersdorf in einer Tempo-30-Zone mit 93 "Sachen" in Richtung Blissestraße voran. Auf der Avus mit erlaubten 100 Stundenkilometern zwischen Hüttenweg und Spanischer Allee zeigte das Messinstrument der Polizei am 29. Juli ein Tempo von 165 bei einem Pkw-Fahrer an.

Insgesamt registrierte die Berliner Polizei im Juli 70 779 Fälle von überhöhter Geschwindigkeit. Knapp 25 000 Überschreitungen lagen im Toleranzbereich, oder es konnte aus anderen Gründen wie schlechter Fotoqualität kein Bußgeld verhängt werden.

http://www.haar-in-der-suppe.de/funpics/2004/raser.jpg




http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703437.html
Cirrus Airline verlässt Tempelhof
Letzte große Liniengesellschaft zieht nach Tegel um - Klagefront gegen Flughafen-Schließung bricht zusammen
Von Guntram Doelfs

Die Klagefront der Tempelhofer Linienfluggesellschaften gegen die Schließung des Flughafens ist nahezu vollständig zusammengebrochen. Gestern kündigte auch Cirrus Airlines an, mit Beginn des Winterflugplans am 31. Oktober seine Flüge von Tempelhof nach Tegel zu verlegen und damit die Klage gegen den Schließungsbeschluss zurückzuziehen. Cirrus fliegt von Tempelhof bislang bis zu viermal täglich nach Mannheim und dreimal täglich nach Saarbrücken und hat auf beiden Strecken von Januar bis Ende August 57 000 Passagiere befördert.

Cirrus-Geschäftsführer Gerd Brandecker begründete den Schritt mit dem starren Festhalten der Politik am Schließungsbeschluss und der Abwanderung anderer Airlines. Vor Cirrus hatten bereits Luxair, Swiss International, SN Brussels und am vergangenen Freitag auch OLT und Denimair eine Verlegung nach Tegel angekündigt. Deshalb habe Cirrus erfolgreich "alles daran gesetzt, unsere attraktiven Start- und Landezeiten auf den Flughafen Tegel zu übertragen", so Brandecker.

Die Berliner Flughafen Gesellschaft (BFG) zeigte sich hoch zufrieden, denn nun "existiere keine Klagegemeinschaft der Linienfluggesellschaften mehr", hieß es. "Damit haben wir bereits 80 Prozent des Verkehrs für einen Umzug gewinnen können", sagte Flughafenchef Dieter Johannsen-Roth. Auch mit den verbliebenen Gesellschaften sei man auf einem guten Weg. Die BFG rechnet noch in dieser Woche mit einem Ergebnis. Ob mit dem Beschluss von Cirrus tatsächlich alle Klagen von Linienfluggesellschaften fallen gelassen werden, ist aber längst nicht sicher. Intersky-Chefin Renate Moser kündigte auf Anfrage an, nach dem Auseinanderfallen der von SN Brussels geführten und unter anderem von Cirrus und ihrer Gesellschaft unterstützten Klagegemeinschaft nun selbst Klage einzureichen. "Diese wird am Dienstag rausgehen", sagte Moser.

Eine weitere Klagegemeinschaft von acht Charterfluggesellschaften und Unternehmen aus dem so genannten General Aviation-Bereich will ihre Klage aufrechterhalten. Zwar gebe es Signale der BFG, den Unternehmen Zugang zu Tegel zu verschaffen. "Allerdings liegt uns kein schriftliches Angebot vor. Deshalb werden wir an der Klage festhalten", sagte Thomas Stillmann, Geschäftsführer von Windrose Air. "Wir brauchen, anders als die Linienfluggesellschaften, nicht nur Slots, sondern auch Hangare und einen gesicherten Zugang zum Flughafen. Das ist bis Ende Oktober nicht zu machen." Unterdessen zeichnet sich ab, dass der Bund seine Klage gegen das Land fallen lassen wird. Berlin habe im Zusammenhang mit der Zukunft des Flughafens Tempelhof wesentliche Zugeständnisse gemacht. "Wir werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Klage zurücknehmen und eine einvernehmliche Lösung suchen", sagte Thomas Leitschuh, Leiter des Bundesvermögensamts.

trance-x
September 14th, 2004, 10:23 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/aus_aller_welt/story703453.html
Optimisten altern langsamer
http://www.takingthelead.co.uk/YABB/YaBBAttach/smile.jpghttp://noleaders.net/anok/reports/mayday2k1/mayd10.jpg
Eine positive Einstellung kann das Auftreten körperlicher Gebrechen im Alter verzögern. Das haben amerikanische Wissenschaftler in einer Studie an 1500 Senioren gezeigt. Probanden, die das Leben genossen und positiv in die Zukunft blickten, bauten weniger schnell ab als ihre weniger zuversichtlichen Altersgenossen, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Psychology & Aging". Die Forscher um Glenn V. Ostir von der Universität von Texas in Galveston hatten die über 65 Jahre alten Probanden, die zu Beginn der Studie keine Gebrechen hatten, mehrere Jahre lang begleitet. Nach zwei, fünf und sieben Jahren bestimmten sie die Rüstigkeit der Senioren. Die Wissenschaftler ermittelten dann anhand verschiedener Faktoren wie Schulbildung, Familienstand und Gesundheitszustand das Risiko der Testpersonen, gebrechlich zu werden. Diese Vorhersagen verglichen sie mit ihren Testergebnissen und der positiven Grundhaltung der älteren Menschen. Dabei zeigte sich, dass Optimismus das Risiko körperlicher Gebrechen signifikant senkte.
http://media.de.indymedia.org/images/2003/01/39137.jpg

trance-x
September 14th, 2004, 12:21 PM
http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.09.2004/1347439.asp#art


Die kleine Körperwelt
Schon lange bevor Gunther von Hagens plastinierte Leichen zeigte, wollten Menschen sehen, wie’s im Körper aussieht. Eine Berliner Ausstellung um den Klassiker der Anatomiebücher zeigt das jetzt. Aber Achtung: kein Eintritt für Kinder
Von Adelheid Müller-Lissner

Der Mann ist schon ein bisschen älter. Er hat eine Warze am Kinn und Furchen auf der Stirn. Mit leicht geöffnetem Mund scheint er zu schlafen. Aber dann schaut man ein wenig tiefer und sieht: Haut und Fettgewebe am Hals sind aufgeklappt. Darunter Sehnen und Adern.

Der Mann auf der Zeichnung schläft nicht. Er ist tot, und sein Körper wurde in einem anatomischen Institut sorgsam aufgeschnitten. Das Bild, das von einer längst vergangenen Sektion erzählt, stammt aus einem Buch, das erstmals vor 100 Jahren erschien – und es inzwischen zur 21. Auflage gebracht hat. Der Autor, Johannes Sobotta (1869-1945), Anatomieprofessor in Würzburg, Königsberg und Bonn, hatte für dieses Lehrbuch mit hervorragenden Zeichnern zusammengearbeitet: 15 von ihnen arbeiteten 20 Jahre lang daran. Sogar noch bei der Frankfurter Buchmesse 2000 wurde der immer wieder aktualisierte mehrbändige Wälzer als „eines der schönsten Bücher“ überhaupt prämiert.

Eigentlich ist „der Sobotta“ ja ein Werk für Insider. Ein Lehrbuch. In einer umfassenden Sonderausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums dürfen zurzeit aber auch Laien darin lesen, Originalzeichnungen anschauen oder am Computer-Bildschirm 3-D-Bilder anklicken. „Erstaunlich, welche Geheimnisse dem Menschen für immer verborgen bleiben, der die Medizin und ihre Geschichte meidet“, hat ein Besucher vor kurzem ins Gästebuch geschrieben.

Dass der Körper und sein Inneres dem Menschen so fremd geworden ist, dass er so staunt wie jener faszinierte Besucher, das ist medizinhistorisch gesehen relativ neu. Es gab eine Zeit, in der Nichtmediziner es fast zum Freizeitvergnügen erhoben, Hörsäle zu besuchen, in denen Leichen zerschnitten wurden, und sich am vielgestaltigen Inneren zu ergötzen; es muss wie Kino gewesen sein. Der Anatom Andreas Vesal aus Padua (1514-1564) illustrierte sein Lehrbuch „De humani corporis fabrica“ mit einem Titelbild, auf dem zu sehen ist, wie ein Kollege einer Traube von Zuschauern die Eingeweide eines Leichnams erläutert. Rembrandt malte 1632 eine ähnliche Szene, als er Doktor Nicolaas Tulp bei einer Anatomielektion beobachtete.

Die Bühne für diese Art öffentlicher Veranstaltungen boten „anatomische Theater“; das erste stand damals in Padua und kann heute noch besichtigt werden. An diesem Ort schnitten die Anatomen ihrer Zeit nicht nur, sie forschten auch, lehrten und sammelten, sagt Thomas Schnalke, Leiter des Berliner Medizinhistorischen Museums in der Charité. Von den ansteigenden Sitzreihen aus hatten Zuschauer freien Blick auf den Toten in der Mitte. Medizinstudenten wollten hier lernen, aber auch Bader, Barbiere, Hebammen, Wundärzte und Apotheker.

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Hörsaal in der Alten Tieranatomie ...

Auch in Berlin gab es so ein anatomisches Theater. 1713 wurde es gebaut, Ecke Dorotheen- und Charlottenstraße. König Friedrich Wilhelm I. höchstpersönlich eröffnete es. Ihm, der dort gleich seinen an Schwindsucht verstorbenen Kammerdiener sezieren ließ, ging es vor allem um eine bessere Ausbildung der Militärärzte. Ob Laien im „Theatrum anatomicum Berlinense“ Sektionen live miterleben durften oder ob an Leichen nur Vorlesungen gehalten wurden, wissen selbst Experten heute nicht mehr. „Auf jeden Fall stank es, man hat den Tod gerochen und gesehen“, sagt Historiker Schnalke.

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Carl Gotthard Langhans, Altes Anatomiegebäude (ehem. Anatomisches Theater), 1789/90 ... Der Architekt Carl Gotthard Langhans, der zur selben Zeit das Brandenburger Tor baute, errichtete mit ihm die erste freistehende Tieranatomie der Medizingeschichte.

Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein war der Bedarf nach Leichen für Sektionen beträchtlich, denn es fehlten gute Konservierungsmethoden; junge Anatomen sollen in ihrer Not sogar Gräber geöffnet haben. Horrorgeschichten über die „Auferstehungsmänner“, die selbst vor Morden nicht zurückschreckten, um Leichen für anatomische Vorführungen liefern zu können, machten der Bevölkerung in England und Schottland aber so viel Angst, dass 1832 der „act of anatomy“ erlassen wurde, der öffentliche Sektionen verbot.

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nochmal der Hörsaal in der Alten Tieranatomie, alteres Photo ...

In Deutschland machte sich zu jener Zeit kein Geringerer als der alte Herr von Goethe noch kurz vor seinem Tod dafür stark, anatomische Wachsfiguren-Kabinette einzurichten, wie man sie schon in Florenz und Wien hatte. Der große Berliner Pathologe Rudolf Virchow (1821-1902) wünschte sich später eine öffentliche Schausammlung von Präparaten. „Man kann ja das große Publikum nicht einladen, zu den anatomischen Operationen zu kommen, die in einem Leichenhause stattfinden“, sagte er. Trotzdem wollte er durch „unmittelbare Anschauung“ zur medizinischen Bildung der Bevölkerung beitragen. Popularisierung von Wissenschaft war das Ziel des demokratisch gesinnten Pathologen. Seine Sammlung umfasste schließlich mehr als 23 000 Stücke: Mit 1000 wurde sie 1998 wieder eröffnet. Im Museum der Charité.

Nicht nur unterschiedliche Arten von Tumoren oder mächtige Blasen- und Nierensteine sind heute in den Vitrinen des Museums ausgestellt, sondern auch Wasserköpfe und siamesische Zwillinge. Schon seit 1724 herrschte in Preußen nämlich Order, „Missgeburten“ zu sammeln. Zwei Brüder mit extrem kleinem Schädel und Gehirn, „ohne alle höheren Geisteskräfte“, wurden schon zu Lebzeiten untersucht, ihre Leichen wurden dann gleich nach ihrem frühen Tod aus Bromberg im heutigen Polen als „Naturalien" auf den Weg nach Berlin geschickt.

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Ausstellung in einer Hoersaalruine des ehem. Anatomischen Theaters ...

Nicht nur die Konservierungs- und Transportmöglichkeiten haben sich seitdem drastisch verändert. Längst enthält jeder Atlas der Anatomie auch Abbildungen, die der Computergrafik oder den Schnittbild-Techniken der Computertomografie oder Magnetresonanztomografie zu verdanken sind. Doch die guten alten Zeichnungen behaupten sich. „Sie halten auch im virtuellen Jahrhundert stand“, sagt Schnalke. Sie können nämlich etwas, das Fotos und Schnittbilder nie schaffen werden: Wesentliches herausstellen, Nebensächliches einfach weglassen – kurz: den Blick dirigieren. Das macht sie als Lernhilfe unersetzlich.

„Der Mensch im Bild: 100 Jahre Sobotta Anatomie-Atlas“: Die Veranstaltung, die bis 19. September laufen sollte, ist bis 24. Oktober verlängert worden. Schumannstraße 20/21. Montags und an Feiertagen geschlossen, 4 Euro. Die Karte berechtigt auch zum Besuch der ständigen Ausstellung „Körperbilder – Krankheitsbilder“. Unter-16-Jährigen wird der Besuch nicht empfohlen, allenfalls in Begleitung Erwachsener.

Die Abbildungen stammen aus dem u.a. von Thomas Schnalke herausgegebenen Buch „Auf Leben und Tod. Beiträge zur Diskussion um die Ausstellung Körperwelten“ (Steinkopf) sowie aus einer Reproduktion von Andreas Vesals „Fabrica“.




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14.09.2004 07:13
«Wiege Brandenburgs» wird auf der Dominsel ausgegraben
Brandenburg/Havel (dpa/bb) - Auf der Dominsel in der Stadt Brandenburg/Havel graben derzeit Archäologen am Standort der alten Burg. Entdeckt worden sind dort nach Angaben des Landesmuseums für Archäologie vom Dienstag die Reste einer Slawenburg aus dem 8. Jahrhundert. An gleicher Stätte war dann bei der ersten deutschen Besiedlung eine Burg errichtet worden, die 983 dem großen Slawenaufstand zum Opfer fiel. Die «Wiege der Mark» trug einst den Namen «Brennaburg», der dann in Brandenburg transformiert wurde.



http://www.tagesspiegel.de/brandenburg/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.09.2004/1357404.asp#art
Baubeginn für den Weg zum Flughafen Schönefeld:
Sanierung des Bahnhofs aber ungewiss

Schönefeld – In wenigen Wochen beginnen die Arbeiten an der Überdachung des Fußweges zwischen dem Bahnhof Schönefeld und dem Flughafen. Die Fluggäste können den 300 Meter langen Weg dann auch bei Regen oder Schnee trockenen Fußes zurücklegen. Ob auch die Bahn mitzieht und ihren Bereich saniert, ist dagegen weiter ungewiss. Die Bahn will, dass sich Brandenburg an den Kosten beteiligt. Das Verkehrsministerium ist auch nicht abgeneigt. Doch die Bahn hat nach Angaben von Ministeriumssprecher Lothar Wiegand noch keinen Antrag zur Kofinanzierung gestellt.

Das Verkehrsunternehmen ist auf Sparkurs. Und der Umbau der Unterführung des Bahnhofs und des Ausgangsgebäudes auf der Flughafenseite ist mit Kosten in Höhe von rund einer Million Euro veranschlagt. Den Löwenanteil davon müsste die Bahn auch bei der Mitförderung durch das Land selbst aufbringen.

Dabei wäre Bahnchef Hartmut Mehdorn selbst sogar einen Riesenschritt weitergegangen. Als er vor Monaten den Bahnhof besichtigte, der zu DDR-Zeiten ausgebaut worden war, wollte er das Ensemble noch am liebsten komplett abreißen lassen. Danach einigten sich die Bahn und der Flughafen immerhin, gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, wie der Weg zwischen Zug und Flug attraktiver gemacht werden könne. Der Airport selbst will jetzt zwei Millionen Euro investieren.

Problematisch ist, dass die Anlage voraussichtlich nur bis Ende 2010 genutzt wird. Dann soll der neue Flughafen eröffnet werden, unter dessen Abfertigungsgebäude die Züge in einem neuen Bahnhof halten sollen. Daher sei es schwierig, eine große Aufwendung in diesem Zeitraum abzuschreiben, sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Eine Entscheidung soll Ende September fallen. Ursprünglich war sie für Ende August angekündigt.

Im vergangenen Jahr hatten die Bahn und Brandenburg vereinbart, bis 2007 gemeinsam rund 110 Millionen Euro in die Modernisierung von Bahnhöfen zu investieren. Klaus Kurpjuweit



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.09.2004/1357237.asp#art
Pflichtfach Religion: Rot-Rot nähert sich an
SPD-Fraktionschef Müller will verpflichtenden Unterricht einführen. Die PDS ist kompromissbereit. Die Kirchen sind begeistert, die Muslime nicht
Von Claudia Keller und Ulrich Zawatka-Gerlach

http://www.redbrick.dcu.ie/~ggoat/raiv/front%20page%20links/world%20religion.JPG

Der Vorschlag von SPD-Fraktions- und Landeschef Michael Müller, an den Berliner Schulen bis 2006 einen verpflichtenden Religionsunterricht für alle einzurichten, stößt beim Koalitionspartner PDS auf vorsichtige Zustimmung. Wenn sich die Vorstände beider Regierungsfraktionen am Mittwoch treffen, wird auch über das Thema „Werteunterricht“ diskutiert. „Ein bekenntnisfreier Unterricht, der die strikte Trennung von Staat und Kirche beachtet, wäre bei uns wohl mehrheitsfähig“, sagte die Vize-Fraktionschefin der PDS, Carola Freundl, dem Tagesspiegel. „Wir sind dem gegenüber aufgeschlossen.“ Das Thema sei allerdings sehr kompliziert.

Wie berichtet, will Müller „neuen Schwung“ in die Debatte bringen und rechnet mit der Unterstützung von Schulen und Eltern, Religionsgemeinschaften, Parteien und Migrantenorganisationen. Auch die Muslime müssten in einen Schulunterricht einbezogen werden, „den man Religionskunde, Ethik, Philosophie oder wie auch immer nennen kann“. Da möchte sich der SPD-Politiker nicht festlegen. Genau dies bemängelt die PDS-Abgeordnete Freundl. „Ohne ein brauchbares Konzept bleibt Müllers Idee ein frommer Wunsch.“ In jedem Fall müsse verhindert werden, dass es am Ende ein unbezahlbar teures Doppelangebot gebe: die neue Religions- oder Lebenskunde als obligatorisches Schulfach und den konfessionellen Religionsunterricht. Freundl regte an, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um über das Thema neu zu diskutieren.

Das Erstarken der Islamischen Föderation mit ihren über 4000 Schülern hat offenbar neue Bewegung in die Diskussion gebracht. Die Evangelische und die Katholische Kirche, Schulleiter und Eltern freuen sich über Müllers Vorschlag. Die Föderation selbst und auch der Humanistische Verband, der Lebenskunde unterrichtet, lehnen den Vorstoß allerdings ab. „Wir sehen in der Initiative Michael Müllers unser seit langem ausgesprochenes Votum für Religion als Wahlpflichtfach aufgenommen“, sagte der Berliner Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber. Der Staat müsse Träger des Religionsunterrichts werden , die Schulen Organisation und Räume stellen, die Kirchen die Inhalte des Unterrichts bestimmen.

Wie die Protestanten sehen auch die Katholiken die beste Lösung in einer verpflichtenden Fächergruppe, in der Schüler zwischen Religion (Christliche Konfessionen, Islam, Judentum), Philosophie und Ethik wählen können. „Aber es ist entscheidend, wie man das Fach nennt“, sagt Bistumssprecher Stefan Förner. Mit LER wie in Brandenburg wären die Katholiken nicht einverstanden. „Wir müssen erst unseren eigenen christlichen Standpunkt kennen, um auf andere Religionen zugehen zu können.“ Burhan Kesici von der Islamischen Föderation findet „die Situation, die wir jetzt haben, die beste“. Denn die Religionsgemeinschaften können den Unterricht nach ihren eigenen Vorstellungen ausrichten. Berlin sei noch nicht bereit für einen ernst gemeinten religiösen Dialog im staatlichen Unterricht. Auch der Humanistische Verband findet das gegenwärtige Modell am besten. „Eltern sollen selbst über die Werteerziehung ihrer Kinder entscheiden“, heißt es dort. „Weltanschauung kann man nicht verordnen.“

trance-x
September 14th, 2004, 12:50 PM
lets go humboldt ... einer der tatsaechlich grossen, der bekannten deutschen ...



http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
14.09.2004 11:18
Humboldt-Projekt: Enzensberger startet Millionen-Edition

Berlin (dpa) - Er gilt als letzter Universalgelehrter und erster global denkender Wissenschaftler: Alexander von Humboldt (1769-1859) hat mit seinen Expeditionen und Natur-Erkundungen eine neue Sicht der Welt eröffnet.

http://www.usyd.edu.au/su/macleay/jhMonHumboldt.JPGhttp://www.berlin.de/stadttouren/images/humboldt.jpghttp://www.bgbm.fu-berlin.de/BGBM/museum/expo/1998/images/humbold2.gif
... Humboldt-Monument ... Pforte zur Humboldt Universitaet ... Humboldt-Monunument ...

Wenige Deutsche sind so berühmt wie dieser preußische Adelige, der mit der Französischen Revolution sympathisierte und in abgewetztem Gehrock bei Hofe verkehrte. Hunderte Orte sind nach ihm benannt. Es gibt einen Pico Humboldt in Venezuela, den Humboldt-Strom im Pazifik, einen Humboldt-Gletscher in Grönland und auf dem Mond das Mare Humboldt.

http://aphorismen-archiv.de/images/humboldta.jpghttp://www.bbaw.de/forschung/avh/images/avh.jpghttp://www.lyseo.edu.ouka.fi/suvaitsevaisuus/kuvat/humboldt.jpg

Doch für Hans Magnus Enzensberger ist der Baron aus Berlin in seiner Heimat noch ein großer Unbekannter. Mit der Veröffentlichung seiner wichtigsten Werke will der Schriftsteller den «Pionier des modernen wissenschaftlichen Denkens» jetzt auch in Deutschland populär machen. Zum 20. Geburtstag der von Enzensberger und Verleger Franz Greno gegründeten «Anderen Bibliothek» (Motto: «Wir drucken nur Bücher, die wir selber lesen möchten») erscheinen an diesem Mittwoch Humboldts drei wichtigste Werke als Originaleditionen: Die «tollkühne» Weltbeschreibung «Kosmos» samt Atlas, die «Ansichten der Natur» und erstmals komplett auf Deutsch die reich bebilderten «Ansichten der Kordilleren».

http://www.berlin.ihk24.de/share/bw_archiv/bw2003/_bilder/01Humboldthafen.jpg
Humboldthafen (am Lehrter Bahnhof), umrandet mit gar huebschen Kolonnaden ... hoffentlich wirds auch umgesetzt ...

Die Bände - insgesamt rund 2000 Seiten - werden mit einer für ein populärwissenschaftliches Thema bisher einmaligen Medienkampagne begleitet. Der Eichborn Verlag investiert 1,5 Millionen Euro in das Projekt. In Magazinen, Fernsehinterviews und Talkshows, einem Gala-Diner in Humboldts Familienschloss, einem Auftritt von Daniel Barenboims Staatskapelle und einer Präsentation auf der Berliner Museumsinsel trommelt der Lyriker und Essayist auf allen Kanälen für den Forscher. Knapp 200 Euro kosten alle Werke zusammen.

Die reich bebilderten Bücher kommen in einer Auflage von zunächst 50 000 Exemplaren in den Handel - eine weitere Auflage ist in Druck. Alle 30 000 Schüler der 32 deutschen Humboldt-Gymnasien sollen mit Unterstützung prominenter Paten die üppigen Bände kostenlos erhalten, über das Humboldt-Portal können Interessierte im Internet in das Universum des Wissenschaftlers eintauchen.

http://www.grosskurth.de/images/Humboldt.jpg

Mit seinem Mammut-Vorhaben will Enzensberger «Ruck»-Stimmung im Land erzeugen. Humboldt, der seine Weltreisen aus eigener Tasche bezahlte, wirke mit seiner Risikobereitschaft, seinem Enthusiasmus und seiner Neugierde noch heute ansteckend. «Mit der lahmen und lähmenden Stimmung, die derzeit in Deutschland zu herrschen scheint, hatte er nichts im Sinn», beteuert Enzensberger.

Tatsächlich ist Humboldt aus der Moderne nicht mehr wegzudenken. Mit seiner Amerika-Reise (1799-1804), seinen Erkundungen in Europa und Asien, den Beobachtungen vor Ort und akribischen Aufzeichnungen öffnete er die «intellektuelle Kontinentalsperre» seiner Zeit. Humboldts Messungen und Sammlungen begründeten Disziplinen wie die Geophysik, die Pflanzengeographie oder die Klimaforschung. Er ging in die Welt, um sich ein Bild zu machen von Dingen, von denen es noch kein Bild gab, schreibt Humboldt-Experte Manfred Osten.

Humboldt erforschte die Lebenswelt von Inkas und Azteken, drang mit Freund Aimé Bonpland in den Amazonas-Urwald und bestieg unter großen Strapazen den 6000 Meter hohen Chimborazo im heutigen Ecuador. Er kritisierte die Sklaverei und begrüßte Lateinamerikas Unabhängigkeitsbewegungen. Der Freiheitskämpfer Simón Bolívar nannte ihn den wahren «Entdecker der Neuen Welt».

http://www.fu-berlin.de/aeimhof/discogr/bavh72.jpghttp://www.esys.org/bigship/a_v_humb.jpg

Es sei schwer vorstellbar, dass heute jemand wie «dieser Erd- und Himmelsdetektiv» eine solche Universalkompetenz erreichen könne, sagt Enzensberger. Als erster habe Humboldt die Wissenschaft als «globalisiertes Projekt» verstanden. Seine lebendige Prosa sei noch heute für jeden verständlich. Mit seinem Projekt macht sich Enzensberger, der am 11. November 75 Jahre alt wird, auch ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. «Nur wer, wie Humboldt, seine Projekte "con amore" angeht, wird in Zukunft eine Chance haben».

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/gruenanlagen_plaetze/volkspark_humboldthain/pix/humboldthain_01.jpghttp://img.realtor.com/humboldtcounty/region.gif
Humboldthain in Berlin... Humboldt County in den USA...
www.humboldt-portal.de

trance-x
September 14th, 2004, 01:11 PM
mount humboldt
http://rwebster.com/photos/mountains/humboldt.jpg
http://rwebster.com/photos/mountains/humboldt2.jpg

trance-x
September 16th, 2004, 01:56 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story703853.html
Mehr Sprengstoff als bei "La Belle"
Nach dem vereitelten Amoklauf im Sozialgericht: Diskussionen um Sicherheitsvorkehrungen - Haftbefehl gegen 62-jährigen Täter
Von Dirk Banse und Guntram Doelfs
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/5/0,1369,2383653,00.jpg
Polizei vor dem Berliner Sozialgericht

Der 62-jährige Heinz-Wolfgang F. aus Vogelsang im Land Brandenburg, der am Dienstag mit einer Pistole und einer Panzermine bewaffnet das Sozialgericht in Mitte betreten hatte, war im Besitz von 7,5 Kilogramm Sprengstoff. Das sind viereinhalb Kilogramm mehr, als 1986 beim Anschlag auf die Berliner Diskothek "La Belle" verwendet worden waren. Damals wurden drei Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. Wäre die Panzermine detoniert, hätte es also zu einer Katastrophe im Sozialgericht kommen können. Gegen den Täter wurde inzwischen Haftbefehl wegen Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz sowie wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion erlassen.

Nach dem Vorfall ist die Diskussion um verstärkte Sicherheitsvorkehrungen in öffentlichen Gebäuden neu entbrannt. So fordert der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Henkel, Sicherheitsschleusen, Videoüberwachung und den Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten in Gerichten, Arbeitsagenturen und Sozialämtern. "Überall dort, wo das Frustpotenzial hoch ist, müssen neue Sicherheitskonzepte eingeführt werden", sagte der Politiker der Berliner Morgenpost. Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) kündigte an, dass nun geprüft werde, welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Mitarbeiter besser zu schützen. Dazu sollen die Gerichte und die Polizei befragt werden. Der Berliner Landesvorsitzende des Deutschen Richterbundes, Peter Faust, gibt indes zu bedenken, dass es in den Gerichten einen regen Publikumsverkehr gebe. "In allen Sozial-, Arbeits- und Familiengerichten Sicherheitsschleusen einführen zu wollen, ist sicherlich eine utopische Vorstellung", sagte Faust. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) spricht sich dagegen aus, Dienstgebäude zu Festungen zu machen. Auch nach dem dramatischen Vorfall im Sozialgericht gebe es keine grundsätzlich neue Gefährdungssituation.

Eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen fordert dagegen Renate Humboldt, Personalrätin am Landessozialgericht. "Es muss immer erst etwas passieren, bis endlich reagiert wird", kritisierte sie. Zwar sei ein so schwerer Vorfall wie am Dienstag eine Ausnahme, aber Bedrohungen und auch Tätlichkeiten erlebten die Mitarbeiter jeden Tag.

Die Personalrätin verlangt deshalb ähnliche Sicherheitsmaßnahmen wie am Moabiter Kriminalgericht, wo Besucher eine Sicherschleuse passieren müssen und mit einem elektronischen Pieper auf Waffen durchsucht werden. Schon jetzt werden nach ihren Angaben als aggressiv aufgefallene Besucher im Landessozialgericht von Wachtmeistern begleitet.

Dieter Klang, Vorsitzender des Hauptpersonalrats, der alle Landesbediensteten vertritt, warnt jedoch davor, bei Geschehnissen wie jenen im Sozialgericht "gleich in helle Panik zu verfallen und die Sicherheitslage überzuinterpretieren". Statt Ämter und Behörden vor Besuchern abzuriegeln, sollte vielmehr über weitere deeskalierende Maßnahmen nachgedacht werden. "Das passiert ohnehin bereits, etwa durch räumliche Umbauten", so Klang. So würde durch Theken auf Polizeiwachen und Sozialämtern wie beispielsweise in Neukölln ein zu enger Kontakt zu den Mitarbeitern verhindert. Wichtiger sei auch, potenzielle Problembesucher viel früher, also bereits im Eingangsbereich zu erkennen und abzufangen. Außerdem sollten Mitarbeiter stärker in der Deeskalation geschult werden.

Eines will Klang aber mit Hinblick auf mögliche Probleme nach der Einführung von Hartz IV unbedingt vermeiden. "Wir müssen aufpassen, dass nicht jeder Hartz-Betroffene durch solche Diskussionen kriminalisiert wird", sagte der Personalrats-Chef der Berliner Morgenpost.

Ähnlich argumentiert auch Pankows Sozialstadtrat Johannes Lehmann (SPD). Obwohl er mit der Installation von Videokameras im Sozialamt seines Bezirks liebäugelt, warnt er davor, Besucher von Behörden mit scharfen Sicherheitsvorkehrungen "unter Generalverdacht zu stellen".


http://www.taz.de/pt/2004/09/16/a0319.nf/text

Blutbad offenbar knapp verhindert
Bei dem versuchten Sprengstoffattentat gegen das Sozialgericht ist anscheinend eine Katastrophe knapp verhindert worden. "Wäre die Tellermine, die der Mann bei sich trug, explodiert, wären möglicherweise erhebliche Schäden an dem Gebäude entstanden", sagte gestern ein Polizeisprecher. Am Dienstag war ein 62-Jähriger mit einer Pistole und einer russischen Panzermine in das Gebäude an der Invalidenstraße gelangt, in dem sich etwa 80 Menschen befanden. Der Mann konnte rechtzeitig überwältigt werden. Gestern wurde gegen ihn wegen Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz und versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion Haftbefehl erlassen. Die Mine enthielt laut Polizei 7,5 Kilogramm TNT-Sprengstoff. Dies sei mehr als das Doppelte der Menge gewesen, die 1986 bei dem Attentat auf die Berliner Discothek "La Belle" verwendet wurde. Als Tatmotiv nannte der Festgenommene laut Polizei "Hass auf die Justiz". DPA

trance-x
September 16th, 2004, 02:01 PM
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news1062175.html
Landtagswahl
Bundespolitische Prominenz von PDS, CDU, Grünen und FDP in Potsdam
Drei Tage vor der Landtagswahl beenden PDS, Grüne und FDP am Donnerstag ihren Wahlkampf.
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/wahlplakate+2004/db=rbb/imgcol=320_240/key=id/keyval=1062176/tbl=int_xredimage.jfif
Zu den Potsdamer Veranstaltungen wird noch einmal bundespolitische Prominenz erwartet: bei den Linkssozialisten der Parteivorsitzende Lothar Bisky und sein Vorgänger Gregor Gysi, bei den Grünen Außenminister Joschka Fischer und bei den Liberalen Parteichef Guido Westerwelle.

http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/fernsehen+tv+fernseher+gez/db=rbb/imgcol=320_240/key=id/keyval=580281/tbl=int_xredimage.jfif
Das Medien-Interesse an Brandenburgs Wahl ist auch im Ausland groß

Am Freitag folgen die Abschlussveranstaltungen der Regierungsparteien CDU und SPD. In Brandenburg/Havel will dabei die CDU-Vorsitzende Angela Merkel auftreten, während sich SPD bei einer Kundgebung in Potsdam auf ihren Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Matthias Platzeck verlässt.


http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news1062173.html

Sicherheit
Niederländische Botschaft sagt Tag der offenen Tür in Berlin ab
Die Botschaft der Niederlande in Berlin hat den geplanten Tag der offenen Tür am Samstag aus Sicherheitsgründen abgesagt.
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/botschaft+der+niederlande.+niederl%25e4ndische+botschaft+in+berlin/db=rbb/imgcol=160_120/key=id/keyval=714134/tbl=int_xredimage.jfif
Hintergrund sei eine höhere Sicherheitsstufe für alle niederländischen Vertretungen im Ausland, sagte ein Botschafts-Sprecher der "Berliner Zeitung" (Donnerstag). Die Sicherheitsbehörden in Den Haag schließen wegen des Engagements ihres Landes im Irak Anschläge nicht aus.

Einen konkreten Hinweis gebe es jedoch nicht, schreibt die Zeitung.
Stand: 16.09.2004 08:26


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story703892.html
ICE testet Trasse mit Tempo 255
Ausbau der Strecke Berlin - Hamburg in heißer Phase - Sicherheitspaket für Bahnhöfe - Gitter und Warndurchsagen
Von Guntram Doelfs und Dieter Salzmann
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/verkehr/ice-ostbahnhof_200.jpghttp://www.ice-fansite.com/galerie/data/media/36/IM002937_berlin.jpg
Berlin - Vier Jahre nach Beginn der Arbeiten startet jetzt in Brandenburg die heiße Phase beim Ausbau der ICE-Strecke Berlin - Hamburg: Vom kommenden Montag an beginnt auf einem Teilabschnitt im Havelland und in einem Teil von Ostprignitz-Ruppin der Probetrieb. "Während der Erprobung werden Testzüge mit bis zu Tempo 255 über die Strecke fahren, um die Sicherheitsreserven zu prüfen", kündigte Bahnsprecher Burkhard Ahlert an.

Bislang gilt auf der Strecke nach Hamburg als Höchsttempo 160 Stundenkilometer. Denn bei der ersten Ausbaustufe in den 90er-Jahren wurde mit Rücksicht auf eine mögliche Transrapid-Trasse darauf verzichtet, sie für höhere Geschwindigkeiten anzulegen. Nach dem Verzicht auf den Transrapid kam die Rolle rückwärts und der Beschluss, Berlin - Hamburg für Tempo 230 aufzurüsten. Im Sommer 2000 begannen die Bauarbeiten für das 500 Millionen Euro teure Projekt, das zum Start des Winterfahrplans am 12. Dezember abgeschlossen sein wird. Danach wird sich die Fahrzeit nach Hamburg um mehr als 20 Minuten auf rund 90 Minuten verkürzen.

Für das neue Spitzentempo mussten umfangreiche Veränderungen an der Strecke vorgenommen werden. So wurden der Gleisoberbau angepasst und neue Signal- und Zugüberwachungstechnik installiert. Zudem ist die Trasse nach dem Ausbau durch neue Tunnel und Überführungen komplett kreuzungsfrei. 17 von insgesamt 18 Brandenburger Bahnübergängen sind bereits beseitigt, der letzte bei Glöwen folgt im November.

Wegen der Tempoerhöhung gibt es auf der Strecke und in den Bahnhöfen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, denn die ICE werden zukünftig durch fast ein Dutzend Bahnhöfe und Haltestellen mit Höchstgeschwindigkeit brausen. Um die Menschen dort zu schützen, wurden Geländer angebracht und besondere Flächen markiert, die den Bahnsteig in eine Warte- und eine Einstiegszone trennen. Letztere darf erst dann betreten werden, wenn ein Regionalzug hält und aus- und eingestiegen wird. Für Wartende könnte nämlich der Sog gefährlich werden, den die ICE-Züge verursachen. Immerhin rasen sie mit 63 Metern pro Sekunde an ihnen vorbei. Ein Zug von 370 Metern Länge braucht für eine Durchfahrt gerade einmal sechs Sekunden.

http://www.asahi-net.or.jp/~ny8h-ky/db-page/db-photo/ice-tphoto25.jpg

Aus diesem Grund wird es auch alle 15 Minuten Lautsprecheransagen mit Sicherheitshinweisen geben. Immerhin steigen im am meisten frequentierten Bahnhof an der ICE-Strecke, in Finkenkrug bei Falkensee, täglich 2200 Zugreisende ein oder aus, und der ICE rast quasi mitten durch. 300 Schulen im Bereich der Trasse haben Unterrichtsmaterial über sicheres Verhalten an den Bahnanlagen erhalten.

Damit gibt sich die Bahn aber nicht zufrieden. Zusätzlich wird sie heute auf vier Bahnhöfen über Sicherheitsdetails und den Stand des Streckenausbaus informieren. "Wir haben dazu Streckenplaner und Bundesgrenzschutzexperten vor Ort, die über die neuen Sicherheitsdetails informieren", so Bahnsprecher Ahlert.

Da es sich um die erste Ausbaustrecke für Tempo 230 handelt, befahre die Bahn Neuland. Bisher seien Strecken allenfalls für Spitzengeschwindigkeiten von 200 Stundenkilometer ausgebaut worden. Dafür seien Sicherungsgitter nicht notwendig.

trance-x
September 16th, 2004, 02:16 PM
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Gala-Konzert des neu formierten Preußischen Kammerorchesters
Prenzlau (dpa/bb) - Das neu formierte Preußische Kammerorchester Prenzlau (Uckermark) bestreitet am Freitag sein erstes Konzert. Es sei als Benefizveranstaltung gedacht, um die Fortführung der langen Prenzlauer Konzerttraditionen zu sichern, sagte Geschäftsführer Jürgen Bischof am Donnerstag. Auf dem Programm stehen beliebte Arien und Opernszenen. Wegen knapper Finanzen war der Klangkörper aus der Trägerschaft des Kreises entlassen und durch den Freundeskreis des Kammerorchesters in eine gemeinnützige GmbH überführt worden.

Bundestagsabgeordnete setzen sich für Offenhaltung Tempelhofs ein
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Berlin (dpa/bb) - Mit der geplanten Schließung des Berliner Stadtflughafens Tempelhof soll sich nach dem Willen mehrerer Abgeordneter noch in diesem Monat der Bundestag beschäftigen.
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«Wir bereiten einen Gruppenantrag vor, der bis Ende September eingereicht werden soll», bestätigte der CDU-Parlamentarier Peter Rzepka einen Bericht der «Berliner Morgenpost» (Donnerstag). Ziel sei, Tempelhof offen zu halten und das gesamte Flugverkehrskonzept für Berlin zu überprüfen.
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http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story703801.html

Abgefahren: Eine Auto-Party im U-Bahn-Tunnel
Neuer Golf GTI bei Clubnight vorgestellt
"Echt cool hier", befanden die Geladenen. Wie in einem der vielen Berliner Szeneclubs fühlten sich die rund 400 Gäste am Dienstagabend bei der "GTI-Clubnight". Extra zur Präsentation des neuen Golf GTI wurde eine noch leere U-Bahn-Station - der U-3-Tunnel am Potsdamer Platz - in eine Party-Landschaft verwandelt. Vorherrschende Farben: Rot, Schwarz und Weiß. Der Dresscode lautete ebenfalls Rot, Schwarz, Weiß. Grund: Nur in diesen drei Farben war 1976 der allererste Golf GTI erhältlich. Jetzt wurde die fünfte Generation der Autolegende enthüllt.
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Fast alle Geladenen hielten sich an den Dresscode. Doch Sänger Ben kam in Jeans und Parka, trug aber immerhin eine rostrote Mütze. Durch den langen Abend führte MTV-Moderatorin Anastasia.

Gesprächsthema des Abends war natürlich das Auto, vor allem das allererste. "Damit ist es wie mit der ersten Liebe, man vergisst es nie", sagte Actionstar Mark Keller. Sein erster fahrbarer Untersatz war ein sieben Jahre alter Opel. "Den habe ich mir mit viel Mühe aufgearbeitet, denn mein erster Beruf war Kfz-Mechaniker."

Bens erstes Auto war ein VW Polo "in einem auffallenden Violett". Immerhin fuhr er den Wagen, den er als 18-Jähriger für 1000 Mark gekauft hat, fast fünf Jahre lang, "aber nie schneller als 80 Kilometer die Stunde".

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aelteres bild aus der gewesenen fluidum-ausstellung, u3-bahnhof potsdamer platz

Hoteldirektorin Tini Gräfin Rothkirch bekam zum Abitur von den Eltern einen royalblauen VW. Sie ist eine "rasante Fahrerin", liebt Cabrios, fährt einen dunkelgrünen BMW. Von Unfällen blieb sie verschont. Im Gegensatz zu Tamara Gräfin von Nayhauss. Die TV-Moderatorin, die als ersten Wagen einen vier Jahre alten Golf ihrer Mutter fuhr, hat jetzt mit ihrem silberfarbenen Mini nur Aufregung. "Als ich ihn vor einem Jahr in Leipzig abholte, fuhr mir gleich an der Autobahnausfahrt jemand von der Seite rein." Auf der Fahrt zur GTI-Clubnight am Dienstagabend behauptete gar ein Autobesitzer, sie habe beim Zurücksetzen seinen Wagen angefahren. "Stimmt aber nicht", versicherte die Gräfin, die den Vorfall von der Polizei aufnehmen ließ.

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noch mehr bilder aus der fluidum-ausstellung ... im U-Bahn-Tunnel der zukünftigen U3 Potsdamer Platz

Schauspieler Erol Sander (kam aus Wien von den Dreharbeiten des TV-Films "Wenn der Vater mit dem Sohne") hat sich als 18-Jähriger das Geld mit Nebenjobs für einen gebrauchten Audi zusammengespart. "Eines Morgens war ich den Tränen nahe, denn der Wagen war über Nacht gestohlen worden." Kollege Jan Sosniok war stolz auf sein erstes Auto, einen Audi 80 für 3500 Mark, den er 1987 kaufte. Sein blaues Wunder erlebte er just in einer Kurve, "da brach die Achse".

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und noch ein bild aus der fluidum-ausstellung ... die war schoen ... :yes::okay:


Modedesignerin Anna von Griesheim erbte mit 18 Jahren von ihrer Urgroßmutter einen VW Käfer: "Damit machte ich meine erste Reise im Auto, es ging nach Italien. Bis heute eine unvergessene Fahrt."



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story703803.html
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Hollywoodstar Charlize Theron (29) war zu krank für die Premiere ihres neuen Films "Head In The Clouds". Die Schauspielerin leide noch immer an den Folgen eines Stunt-Unfalls und habe den Flug zum Filmfestival in Toronto nicht wagen wollen, berichtet der Infodienst "Imdb.com". Theron hatte sich bei den Dreharbeiten zu "Aeon Flux" letzten Monat in Berlin am Rücken verletzt. Stuart Townsend (31), ihr Freund und Filmpartner in "Head In The Clouds", sei bei der Premiere gewesen, wollte aber nicht über Therons Gesundheit sprechen.

Mireille Guiliano, Präsidentin von Clicquot, stellte sich gestern in den Galeries Lafayette an der Friedrichstraße (Mitte) als Autorin des Buches "Warum französische Frauen nicht dick werden" vor (Verlag Bloomsbury, 18 Euro). Die schlanke Französin hat in ihre Texte auch praktische Rezepte mit eingefügt. "Es ist aber kein neues Diät-Buch", versicherte Guiliano, die eine ausgiebige Stadtrundfahrt machte.

Geradezu animierend war der Auftritt des belgischen Entertainers Helmut Lotti in der russischen Botschaft Unter den Linden, wo er seine neue CD "From Russia with Love" vorstellte. Bei dem weltbekannten Klassiker "Kalinka" sang der russische Botschafter Wladimir Kotenew mit. Anschließend bekam Lotti eine Goldene Schallplatte überreicht. Denn für sein neuestes Werk gibt es bereits mehr als 100 000 Vorbestellungen. Musikalisch unterstützt wird der Belgier von den Schwarzmeerkosaken. Deren Leiter Peter Orloff kommt am Montag erneut nach Berlin, tritt mit seinem Chor im Kammersaal der Philharmonie auf.

Der New Yorker Autor Paul Beatty und sein Kollege aus Moskau,
Victor Jerofejew, zum Symposium "EuropaAmerikaBilder" der American Academy. Regisseur Norbert Baumgarten stellt seinen Film "Befreite Zone" aus der zweiten Staffel der ZDF/RBB-Reihe Ostwind vor.

trance-x
September 16th, 2004, 02:34 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story703886.html
http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gif
Bebelplatz ... Probebetrieb für Tiefgarage im Dezember

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_89265.jpg
Bauarbeiter bereiten den Betonguss im Bereich der östlichen Zufahrt von der Behrenstraße in die Tiefgarage vor, im Hintergrund ist die als "Kommode" bekannte Alte Bibliothek zu sehen ... Foto: Meissner

Auf Hochbetrieb laufen derzeit die Arbeiten an der Tiefgarage unter dem Bebelplatz. Bis zum Jahresende soll das Bauwerk, das einmal auf zwei unterirdischen Ebenen Abstellplatz für 450 Fahrzeuge bieten soll, fertig gestellt sein. "Wir liegen voll im Zeitplan, im Dezember soll der Probebetrieb aufgenommen werden", heißt es aus der Senatsbauverwaltung, die das privat finanzierte Projekt in Auftrag gab.

Die riesige Baugrube ist schon zu zwei Dritteln geschlossen. In diesen Tagen gießen Bauarbeiter den Beton im Bereich der Ein- und Ausfahrten. Die Planung sieht zwei Zufahrten von der Behrenstraße aus in die Tiefgarage vor. Dadurch soll das ursprüngliche Aussehen des zwischen der Staatsoper Unter den Linden und der Alten Bibliothek ("Kommode") gelegenen Platzes weitgehend erhalten bleiben. Anfang nächsten Jahres wird dann auch das historische Pflasterraster aus Granitplatten und kleinen Steinen neu verlegt. Dann wird auch die "leere Bibliothek" der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein. Das unterirdische Mahnmal erinnert an die berüchtigten Bücherverbrennungen, die die Nazis im Jahr 1933 auf dem Bebelplatz inszenierten.



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/aus_aller_welt/story703906.html

http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gif ... Wunderkind in New York

New York - "Ich kann nicht glauben, dass das derselbe Mann ist", sagte eine amerikanische Journalistin. Gemeint war Wolfgang Joop, der mit der Präsentation seines neuen Labels "Wunderkind" alle ohnehin hohen Erwartungen bei der New Yorker Modewoche noch übertraf. Nachdem der Potsdamer Modeschöpfer mit einer "Preview" im kleinen Kreis vor gut einem Monat bereits für Furore in der New Yorker Modeszene gesorgt hatte, wurden nun unter großem Jubel seine extravaganten, eleganten und doch puren Entwürfe von den internationalen Journalisten und Einkäufern im Zelt am Bryant Park gefeiert. Ein Comeback der besonderen Art. Vor knapp zwei Jahren hatte er der Stadt am Hudson River den Rücken gekehrt und Potsdam und Berlin zu seiner alten, neuen Heimat erkoren und zudem mit seinem Buch "Wolf im Schafspelz" durchaus schonungslos und ironisch mit der Fashion-Sszene und -Society abgerechnet.

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Instinktiv hatte er den Namen "Wunderkind" vor vielen Jahren schützen lassen, als er noch der massenkompatible Joop war. Doch nun hat er sich - frei von Partnern und Lizenzverträgen - auf seine Kreativität eingelassen und binnen eines Jahres mit "Wunderkind" ein kleines Wunder vollbracht. Nämlich sehr eigene, zeitgeistfreie Kollektionen. Erst nur Abendgarderobe, jetzt sind Tageskleider hinzugekommen. "Eine Marktlücke hat sich geöffnet", sagte er nicht ohne Stolz. Unauffällig, luxuriös, nichts Praktisches, sei seine Mode. "Für eine Zielgruppe, die ich vorher nicht traf. Weder Girlies noch sportiv ausschreitende Frauen. Weder für meine Mutter noch für Miuccia Prada." Dass er wieder in New York zeigt, hat mit dem Gesetzen des Marktes zu tun. Verkaufen will schließlich auch ein Künstler. "Berlin wäre mir lieber, aber dort fehlt das internationale Publikum." Vor allem die internationalen Einkäufer. In New York sitzen sie alle.

Und so eigenartig es klingen mag, die Europäer orientieren sich daran, was dort bei Bergdorf Godman oder Barney's verkauft wird. Die Berliner gucken einfach im Quartier 206.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story703932.html

Raster-Strand
Selbstbefragung: Die Maler Salomé und Holger Bär vereint in der Galerie Deschler
Von Christiane Meixner

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_89289.jpg
Berlin im Raster: Holger Bärs Stadtlandschaften treffen in der Doppelschau "567 Bilder" auf Salomés Naturimpressionen ... Foto: Promo

Der eine malt graue Städte, der andere unversehrte Natur, in der sich Badende und bunte Seerosen tummeln. Ein funktionierender Kontrast, könnte man meinen, Grund genug für eine gemeinsame Ausstellung von gegensätzlichen Impressionen: Hier der Moloch, dort der besänftigende Zauber von Wasser und schwebenden Blumen.

Tatsächlich aber beruht die momentane Doppelschau "567 Bilder" von Holger Bär und dem Berliner Maler Salomé in der Galerie Deschler weit mehr auf konzeptionellen Parallelen. Auch wenn sich Motive auf den ersten Blick widerstreben: Beide machen die Wirklichkeit zur bloßen Basis ihrer Malerei und variieren sie nach eigenem Gutdünken. Real ist am Ende alles nicht, weder Bärs gerasterte Berliner Ansichten noch die kultivierte Badelandschaftsfantasie Salomés.

Wie weit sich die Kunst vom ursprünglichen Abbild entfernt, betont Holger Bär mithilfe eines malenden Computers, der ihm die Ausführung seiner Stadtbilder abnimmt. Die Motive bestimmt zwar noch der Künstler, das serielle Endprodukt aber fertigt konsequent die Maschine. Dass dabei die einzelnen Ölschichten seiner schwarz-weiß-grauen Abstraktionen von Fassaden, asphaltierten Straßen oder monotonen Fensterbändern nur langsam trocknen und per Hand weit schneller entstünden, unterstreicht, wie wenig es Bär um ein schnelles, maschinelles Arbeiten geht. Stattdessen stellt er die Frage nach der eigenen Handschrift.

Dieser Frage nach den Mitteln und Möglichkeiten, die sich aus einer strengen, selbst auferlegten Beschränkung ergeben, geht auch Salomé nach. Vor mehr als zwei Jahrzehnten zogen die Seerosen und Schwimmer in sein Repertoire ein, seit mehr als einem Jahr malt er sie in immer neuer farbiger wie formaler Anordnung. "Variationen" nennt der ehemalige "Neue Wilde" das Ergebnis auf diversen Formaten, die vom Wand füllenden Quadrat bis zum Daumennagel-großen Gemälde reichen und letztlich um eine Frage kreisen: "Wie intensiv kann man ein Thema bearbeiten, ohne sich zu wiederholen?"

Das Terrain der reinen Malerei haben Bär und Salomé so längst verlassen. Aus ihrer Faszination an den Farben und dem schöpferischen Duktus ist der Wunsch nach Selbstbefragung erwachsen und ein Bedarf an gültiger Theorie. Dass sie in beiden Fällen in kraftvollen, ausdrucksstarken Bildern münden, erzählt von ähnlichen Absichten trotz unterschiedlicher Genres. Und wirkt wie die wahre inhaltliche Klammer jener Doppelschau.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story703882.html
Hotel-Neubau am Anhalter Bahnhof
Weltweit größtes "Express by Holiday Inn" wird in Berlin errichtet
Am Anhalter Bahnhof nimmt ein weiterer Hotel-Neubau Gestalt an. An dem Sechsgeschosser an der Stresemannstraße 49 wurde gestern Richtfest gefeiert. Das Haus soll nicht nur das erste "Express by Holiday Inn" in Berlin, sondern mit 251 Zimmern auch das größte Hotel der jüngsten Marke der Intercontinental Hotels Group werden.

"Das Angebot zielt besonders auf junge preisbewusste Touristen und Geschäftsreisende, die in den letzten Jahren verstärkt nach Berlin kommen", sagt Steffen Schmid, Manager des neuen Hotels, das im Januar 2005 offiziell eröffnet werden soll. Den Gästen im "Express" werden dann neben einer mit Internet- und Telefon-Anschluss ausgestatteten Unterkunft auch Konferenzräume und eine Business-Ecke zum Arbeiten geboten. Gastronomisch beschränkt sich das Angebot auf ein "reichhaltiges Frühstücksmenü" und eine Bar für den Absacker nach Feierabend. "In Berlin gibt es so viele Möglichkeiten für ein gutes Mittag- oder Abendessen, da brauchen wir im Hotel keine eigene Restauration", sagt Willy Weiland, Direktor der Interconiti-Gruppe für Nord- und Ostdeutschland, die in die neue Drei-Sterne-Unterkunft mehr als 20 Millionen Euro investiert. Insgesamt sollen in Deutschland vierzig "Express by Holiday Inn" entstehen. Ein zweites Hotel dieser Marke in Berlin ist laut Weiland vorerst nicht geplant.

In den nächsten Tagen wird mit der Vermarktung des neuen Hotels begonnen. Das Eröffnungsangebot soll bei 59 Euro pro Nacht liegen. Infos: Tel.: 26 02 11 50

trance-x
September 16th, 2004, 02:55 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/16/333232.html
http://www.welt.de/tplpix/welt/logo_welt.gif ... Schily will Islam-Kongress in Berlin verhindern
Behörden verhandeln über Absage des Treffens - Koordinator bestreitet Vorwurf der terroristischen Vereinigung
von Margarete Raabe
http://eur.news1.yimg.com/eur.yimg.com/xp/dpa/20040130/10/3611752018.jpg

Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) will alles daran setzen, damit der für Anfang Oktober geplante Islamische Kongress in Berlin nicht stattfindet. Man stehe "in engem Kontakt" mit den zuständigen Berliner Behörden, sagte gestern der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Rainer Lingenthal. Es sei jedoch noch zu früh, über Details Auskunft zu geben.

Im Internet wird für den 1. bis 3. Oktober zum "Ersten Arabischen Islamischen Kongress in Europa" (www.anamoqawem.org, auf Deutsch: "Ich leiste Widerstand") aufgerufen. Auf dem Treffen sollen angeblich Strategien für den Heiligen Krieg erläutert werden.


Der Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Nicolas Zimmer forderte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gestern auf, "alle Mittel auszuschöpfen, um diesen Kongress zu verbieten". Auf der Internet-Seite habe sich Zimmer über den Kongress informiert. "Dort wird zu Kampf und Widerstand aufgerufen, Israelis mit Rassisten gleichgesetzt. Wir sollten denen kein Forum bieten", sagte Zimmer. Er halte es nicht für ausgeschlossen, dass es sich um eine Anwerbeveranstaltung für Terroristen handelt.


Die Berliner Behörden halten sich mit Informationen über die geplante Veranstaltung zurück. "Wir prüfen in Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium, ob die Veranstaltung gegen die gesetzlichen Vorschriften verstößt", sagte die Sprecherin der Innenverwaltung, Henrike Morgenstern.


Das Simon Wiesenthal Center hatte Innenminister Otto Schily in einem Brief aufgefordert, das "Erste arabische Islam-Treffen" in Berlin zu verbieten. Die Organisation befürchtet, dass mit dem Treffen der radikale Islam in Europa und der Widerstand in Palästina und im Irak gestärkt werden solle. Das sei kein unschuldiges Treffen von Arabern, sondern eine politische Plattform zur Anwerbung radikaler Dschihad-Kämpfer, hieß es in einem Brief an Schily.


Der Vorsitzende des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Peter Trapp (CDU), erinnerte daran, dass Körting kürzlich gesagt habe, wer die Werte dieser Gesellschaft ablehne, habe hier nichts zu suchen. "Das muss analog auch für Gruppen gelten", sagte Trapp. Man müsse Sorge dafür tragen, dass Berlin nicht Zentrum einer islamistischen Bewegung werde. Am Montag will der Innensenator die Sprecher der Fraktionen im Abgeordnetenhaus über den aktuellen Sachstand informieren.


Der Koordinator des "Ersten arabischen Islam-Treffens in Europa", Gabriel Daher, negierte indes Befürchtungen der Behörden. "Wir sind keine Terroristen", sagte er. Er lege auch Wert darauf, nicht von Islamisten zu sprechen. "Es handelt sich um einen arabisch-islamischen Kongress", so Daher. Ziel sei unter anderem "die Sendung einer Botschaft der Solidarität an die vergessenen Menschen unter der Beatzung in Palästina und Irak". Bei einem Treffen mit den "zuständigen Behörden habe man das Konzept des Kongresses am gestrigen Mittwoch erläutert.
Artikel erschienen am Do, 16. September 2004



http://www.welt.de/z/newsticker/i/kopf_welt.gif
Erster Neubau am «Alex» beginnt am Montag
- vorerst kein Hochhaus

Berlin (dpa/bb) - Elf Jahre nach dem Beschluss zur Umgestaltung des Alexanderplatzes rücken an diesem Montag die ersten Bagger an. Südlich des «Alex» wird auf dem bisherigen Parkplatz zwischen der Alexanderstraße und der Eisenbahnlinie ein Einkaufszentrum für 300 Millionen Euro errichtet, kündigte am Donnerstag der Investor an, die Firma Sonae West Shopping aus Portugal. Von Ende 2006 an werde das Gebäude 54 000 Quadratmeter für Restaurants und Geschäfte bieten. Der Komplex wird zunächst ohne den geplanten 150-Meter-Turm gebaut.



http://www.welt.de/data/2004/09/16/333219.html
Opposition fordert konkrete Pläne für neuen Olympiapark
Im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses ging es gestern um die Zukunft des Olympiageländes, das der Senat zu einem Markenzeichen Berlins entwickeln möchte. Staatssekretär Thomas Härtel aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport präsentierte den Abgeordneten Details des neuen "Leitkonzeptes", mit dessen Hilfe das 110 Hektar große Gelände rund um die renovierte Arena zum "Olympiapark Berlin" werden soll.

Die FDP-Abgeordnete Mieke Senftleben bezeichnete die Vorstellungen des Senats als "unausgegoren ", ihr CDU-Kollege Axel Rabbach forderte eine Konkretisierung der Pläne. Bislang gebe es weder genaue Zahlen über die Kosten der einzelnen Maßnahmen, noch Informationen über mögliche Investoren. Nach den Vorstellungen von Sportsenator Klaus Böger (SPD) soll das ehemalige Reichssportfeld zu einem modernen Sport-, Kultur- und Freizeitstandort werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden auf 175 Millionen Euro geschätzt.

http://www.welt.de/data/2004/09/16/333192.html
Schließung des Flughafens Tempelhof beschäftigt Bundestag
Die umstrittene Schließung des Flughafens Tempelhof am 30. Oktober 2004 wird nun voraussichtlich auch den Bundestag beschäftigen. Nach Angaben des CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Rzepka wird zurzeit von Abgeordneten ein "Gruppenantrag vorbereitet, der noch im September im Parlament behandelt werden soll". Ziel des Antrages soll laut Rzepka sein, den Flughafen Tempelhof offen zu halten und auch das gesamte verkehrspolitische Konzept im Luftfahrtbereich für Berlin zu überprüfen, sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstagabend am Rande einer CDU-Veranstaltung zum Flughafen Tempelhof.

Bei dem Hearing über planerische Alternativen für eine weitere Nutzung des Flughafens warb der Stuttgarter Stadtplaner Hans Georg Brunnert erneut für seine Idee, den City-Airport als Terminal für den Großflughafen in Schönefeld (BBI) zu nutzen. Der Stadtplaner kritisierte, dass sein Konzept weder vom Bundesverkehrsministerium noch vom Senat geprüft wurde. "Bis heute gibt es keine Erklärung dafür", sagte Brunnert. gd


http://www.welt.de/data/2004/09/15/332756.html
http://www.ece.de/shared/navi/logo_up.jpg
Auszeichnung für Journalisten mit literarischem Intermezzo
300 Gäste bei Verleihung des Theodor-Wolff-Preises in der Ullsteinhalle - Mario Adorf liest aus seinen Erzählungen

Zur Verleihung des Theodor-Wolff-Preises haben sich gestern Abend rund 300 Gäste in der Ullsteinhalle an der Axel-Springer-Straße eingefunden. Geehrt wurden fünf Journalisten für Arbeiten, die im vergangenen Jahr in deutschen Tages-, Sonntags- oder politischen Wochenzeitungen erschienen.

http://www.ece.de/shared/special/axelspringer/axel_springer1.jpghttp://www.wz-wuppertal.de/dpa-images/dpa-infoline/publishedPictures/Adorf_5846938_medium.jpghttp://www.ece.de/shared/special/axelspringer/axel_springer.jpghttp://www.ece.de/shared/special/axelspringer/lageplan.jpg
Mario Adorf ... und das Axel Springer Haus ...

Es waren vornehmlich Journalisten, die ab 19 Uhr der Ehrung ihrer Kollegen beiwohnten. Nach einer Begrüßung durch Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG) stand die Festrede auf dem Programm, gehalten vom Vorsitzenden des Kuratoriums, Hermann Neusser (Verleger des "General-Anzeiger", Bonn). Ein literarisches Intermezzo bot darauf Schauspieler Mario Adorf, der neben einem Text Mark Twains zur deutschen Sprache Eigenwerke vortrug, etwa seine Erzählung über die bemerkenswerte Begegnung mit einem Journalisten sowie aus den jüngst erschienenen Erinnerungen "Himmel und Erde". Kostenlose Exemplare des Buches durften sich die Gäste im Anschluss an die Preisverleihung vom Autor signieren lassen.

Mit dem Journalistenpreis der Deutschen Zeitungen wurden schließlich geehrt: Andrea Böhm (Die Zeit), Thomas Delekat (DIE WELT), Stefani Geilhausen (Rheinische Post), Jochen-Martin Gutsch (Berliner Zeitung) und Barbara Hardinghaus (Hamburger Abendblatt). Die Jury setzte sich vornehmlich aus Chefredakteuren deutscher Zeitungen zusammen. Träger des Journalistenpreises ist seit 1973 der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger. Mit der nach dem 1868 in Berlin geborenen Journalisten Theodor Wolff benannten Ehrung würdigen die Stifter "die Leistung von hauptberuflich journalistisch tätigen Autoren, die in der deutschen Öffentlichkeit das Bewusstsein für Qualität, Bedeutung und Verantwortlichkeit journalistischer Arbeit lebendig halten." Ausgezeichnet wurden fünf Artikel aus den Kategorien "Lokales", "Allgemeines" sowie "Leitartikel/Kommentar/Essay". Die Preise sind mit je 6000 Euro dotiert. P. Goldstein

http://www.welt.de/data/2004/09/16/333235.html
http://www.berlinischegalerie.de/frameset.htm
120 Künstlernamen auf dem Asphalt: Namensschild für Berlinische Galerie
http://www.berlinischegalerie.de/neubau/thumbs/Museumsneubau_Start_02.jpg
Die Berlinische Galerie erhält ein Namenschild im Mega-Format. Das Buchstabenfeld, im Galeriejargon wegen seiner gelben Färbung nur kurz als "Rapsfeld" betitelt, ist mit 120 Künstlernamen das Who's who des Museums: beginnend mit Werefkin bis Corinth an 120. Stelle. Entworfen hat das Namedropping aus flüssiger Plastik, die sonst für Straßenmarkierungen verwendet wird, das deutsch-italienische Architektenteam Kühn Malvezzi.

Nach langer Odyssee etwa über Gropiusbau und alten Schultheiss-Brauereikeller hat das Haus für moderne Kunst an der Alten Jakobstraße 124-128 ein ständiges Domizil gefunden. Die Fassade für das ehemalige Senats-Glasreservelager hat Architekt Fritz Balthaus gestaltet. Am 23. Oktober wird die Galerie mit der Ausstellung "durchbBlicke durchBrueche" eröffnet. Im Mittelpunkt stehen bisher nicht gezeigte Werke von Kokoschka, Meidner, Vostell und Vedovas. co

trance-x
September 16th, 2004, 03:25 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/13/331701.html
Frage, was Du für den Kanzler tun kannst
Arte startet heute mit der Doku-Serie "Das Kanzleramt" die medialen Schröder Fest-Monate
von Jörn Lauterbach

http://www.welt.de/media/pic/000/176/17609v1.jpghttp://www.aref.de/news/allgemein/2003/pics/kanzleramt-berlin-sturmtief.jpghttp://www.nierasten.de/assets/images/db_images/db_Kanzleramt_mit_Kanzlerstieg_fur_3_5_Millionen_EUR1.jpg

Das Mysteriöse an der Macht ist ihre Erscheinungsform. Sie ist zwar, zumindest in einer Demokratie, jeden Tag in den Medien scheinbar öffentlich, aber der Rezipient und Bürger ahnt: Das ist nur die halbe Wahrheit, und das wäre schon viel. Die wahren Ränke werden klandestin in Hinterzimmern geflochten, hier wird an den Seilen gezogen, und was sich draußen bewegt, ist nur ein hübsch inszeniertes Marionettenspiel. Momentan scheint dieser Eindruck von der Politik als Berliner Puppenkiste besonders ausgeprägt zu sein, denn in den kommenden Monaten starten gleich mehrere TV-Produktionen, die die Demokratie-Knüpfer aus dem Hintergrund auf die Bühne bringen wollen.

http://www.whitehouse.gov/news/releases/2002/05/images/20020523-1_d052302-515h.jpghttp://i.cnn.net/cnn/2004/WORLD/europe/02/06/germany.schroeder.ap/long.schroeder.ap.jpg

"Das Kanzleramt" macht heute den Anfang. Zunächst wird die 5teilige Doku-Serie im Kulturkanal Arte täglich ab 20.15 Uhr zu sehen sein, zur besten Fernsehzeit zwischen Weihnachten und Silvester zeigt die ARD im Hauptprogramm eine Wiederholung. Wenn dann das reale Leben hinter dem Absperrzaun am Spreebogen erzählt ist, setzt das ZDF im Frühjahr nach und erzählt in fiktionaler Form über das Leben der Mächtigen. Origineller Titel der Serie mit "Tatort"-Kommissar Klaus J. Behrendt als Regierungschef: "Das Kanzleramt". Auch die Dritten haben sich den Politbetrieb als Kulisse nachgebaut, der WDR zeigt am 15. Dezember das Drama "11011 - am Puls der Macht", in dem der Blutdruck durch die Liebesgeschichte einer jungen und hübschen Kanzler-Mitarbeiterin gesteigert werden soll.

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Doch liefert das reale Kanzleramt überhaupt den Nährboden für so viel Dramatik? 480 Menschen arbeiten hier, ein Kanzler, viele politische Beamte, aber eben auch Protokolldamen, Hauswirtschaftsleiter, Gärtner, kurz: Zuarbeiter für das große Ganze. Frage nicht, was der Kanzler für Dich tun kann, sondern was Du für den Kanzler tun kannst. Reden schreiben zum Beispiel, oder Tischdecken bügeln, Ausstellungen und Staatsbesuche organisieren. Liebesglück und Kanzlerleid spielen bei Film-Autorin Mechthild Gaßner keine Rolle. "Wenn wir mit der Idee vorstellig geworden wären, hier eine Doku-Soap drehen zu wollen, wären wir nach einer Minute wieder vor der Tür gewesen", sagt sie. Aber eine Doku-Serie, das sei nach langen Vorgesprächen dann doch möglich geworden, zumal Produzent Thomas Schadt durch seine bisherigen Schröder-Dokumentationen "Der Kandidat" und "Kanzlerbilder" bei den Entscheidern einen Bonus hatte. Ein halbes Jahr lang durfte sich das Team frei bewegen, um so das große weiße Haus, das sonst in der "Tagesschau" nur in der totalen Kameraperspektive gezeigt wird, subjektiv erlebbar zu machen.

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Es sei ihm, so Schadt, um das Haus und seine Menschen, nicht um den Kanzler selbst gegangen, auch wenn der ab und zu mal und meistens lächelnd durch das Bild läuft. "Wir haben unsere Geschichten und Personen alle gleichwertig nebeneinander gestellt, um zu zeigen, wie alle gleichermaßen zum Funktionieren dieses Amts beitragen".

Entstanden ist dabei eine Reihe kleiner, hübscher Beobachtungen. Die Putzfrau des Kanzlerbüros reinigt mit der Kittelschürze die Lesebrille des Regierungschefs, die Hauswirtschafts-Leiterin bügelt für das Bankett anlässlich des Staatsbesuchs von Frankreichs Staatspräsidenten Jacques Chirac die Tischdecken, Köche sorgen sich um das Ablaufprogramm und Ministerialrat Hans Thaysen darum, dass die Stuhlbeine bei einer Open-Air-Pressekonferenz im Rasen des Kanzleramts einsinken könnten. Mit gefälliger Hintergrundmusik aneinander geschnitten lässt sich das zwar hübsch ansehen, ein Unterschied zu sattsam bekannte Dokumentationen, etwa über Hoteleröffnungen oder Abläufen in Spitzenrestaurants, ist aber kaum feststellbar. Wenn das alles ist, was hinter den Kulissen der Macht so passiert, reicht weiterhin die "Tagesschau"-Totale.
Doch in kleinen Momenten und in wenigen längeren Geschichten ist es Gaßner tatsächlich gelungen, den Blick hinter der Oberfläche zu legen. Eindrucksvoll zeigt sie durch Mitschnitte aus Besprechungsrunden, das Sigrid Krampitz für die Machtzentral weit wichtiger ist, als es ihr Titel "Büroleiterin Gerhard Schröder" nahe legt. Maßgeblich zieht sie die Fäden für den wichtigen Rede-Auftritt ihres Chefs vor der UN; ein Höhepunkt, der auch noch eine weitere schöne Geschichte liefert. Der langjährige Redenschreiber des Kanzlers, Reinhard Hesse, duelliert sich auf höchstem Unterhaltungsniveau mit der jungen Kanzleramts-Novizin Viktoria Zimmermann von Siefart (Titel: Vortragende Legationsrätin"), die parallel am UN-Redetext Schröders arbeiten und in einem wunderbar inszenierten Showdown ihre beiden Manuskripte zu einem gemeinsamen verschmelzen lassen müssen.

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Wie wichtig diese Zuarbeiter sind, zeigt sich in einer der kleinen Beobachtungen. Der Kanzler und Kollege Chirac sind für wenige Momente nicht durch das Protokoll geschützt und müssen sich frei unterhalten. "A good day", sagt Chirac schließlich. "Yes", antwortet Schröder, und beide verstummen. An der Spitze kann es sehr einsam werden.

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trance-x
September 16th, 2004, 04:04 PM
Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg
Die MoMA-Schau in Berlin endet mit Rekorden. Jetzt beginnt die Zukunft der Nationalgalerie
Von Bernhard Schulz

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Die Schlange. Die Warteschlange, die sich rings um die Neue Nationalgalerie vor dem Eingang zur Ausstellung „Das MoMA in Berlin“ windet, ist zu einem Dauerthema der Medien geworden. Die Zahlen jagen einander. Mittlerweile wollen Beobachter „elf Stunden“ als Rekordwartezeit gemessen haben. Geschichten von Schlafsäcken und Thermoskannen haben bereits Eingang in überseeische Zeitungen gefunden, während hiesige Blätter, idealistischer Philosophie eingedenk, eher die Schlange an sich erörtern.

Im veranstaltenden Verein der Freunde der Nationalgalerie mit seinem Vorsitzenden Peter Raue sowie der – personell sehr schmalen – Führungsetage der Nationalgalerie unter ihrem Direktor Peter-Klaus Schuster dürfte man sich die Hände reiben. Das schlichte Versäumnis, für die MoMA-Ausstellung – wie bei mit blockbuster shows vertrauten Museen üblich – auf Tag, Stunde und Verweildauer bestimmte Eintrittskarten auszugeben, sondern die Besuchswilligen stattdessen bei Wind und Wetter warten zu lassen, hat sich als Marketingerfolg sondergleichen erwiesen. Bislang 1,13 Millionen Menschen strömten herbei, um warten zu dürfen. Es ist die Attraktion des Autobahnstaus: Dabeisein ist alles.

Nein, es ist zum Glück nicht alles. Die Menschen kommen durchaus, um die Kollektion des New Yorker Museum of Modern Art zu sehen. Sie sind zwar bereit, die Unbill stundenlangen Anstehens auf sich zu nehmen, weil sie eine bessere Organisation offenkundig gar nicht erwarten. Aber sie wollen doch die 200 Meisterwerke des späten 19. und des 20. Jahrhunderts sehen, von denen sie wissen oder zumindest erwarten, dass sie „die“ Moderne repräsentieren. Dieser Erfolg, dass am Ende knapp 1,2 Millionen Besucher einen Querschnitt der Klassischen Moderne gesehen haben werden, gleichrangig mit Rembrandt oder Rubens – diesen Erfolg kann das MoMA- Gastspiel, was immer man an Einwänden vorbringen muss, für sich verbuchen.

Das ist die bleibende Leistung, und so kann Raue heute auch entspannt bekennen, vom Erfolg „überrollt“ worden zu sein. Über die Kosten, die ursprünglich mit acht Millionen Euro behauptet, später mit zehn Millionen eingeräumt wurden und inzwischen bei dreizehn Millionen Euro liegen dürften, wird man kein Wort mehr verlieren. Und ebenso wenig über das anfangs heruntergespielte, im Grunde wahnwitzige Risiko, das der veranstaltende Verein der Freunde der Nationalgalerie seinerzeit einging.

Doch wie entspricht die Ausstellung der Publikumserwartung, einen „gültigen“ Querschnitt der modernen Kunst zu besichtigen? Und was werden Besucher künftig als minderen Ranges erachten, weil es das MoMA unberücksichtigt ließ?

Ein ungewöhnlich heftig formulierter Aufsatz des Kunsthistorikers Werner Spies unter dem Titel „Die amerikanische Unfehlbarkeitserklärung“ entfachte Mitte August eine Diskussion neu, die bereits ein halbes Jahr zuvor, zu Beginn des MoMA-Spektakels, angestoßen worden war, dann aber angesichts des sich abzeichnenden Besuchererfolgs schnell wieder verebbte. Spies stellte die Frage nach der Gültigkeit des Kanons der modernen Kunst, den die MoMA-Auswahl behauptet. Denn natürlich ist die Parade der 200 Meisterwerke eine Behauptung, die durch die Kraft ihres visuellen Eindrucks wie durch die Aura, die ihr vorauseilt, über jeden Verstandeseinwand triumphiert. Was im Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie gezeigt wird, beansprucht, nichts weniger als die Essenz der Moderne zu sein. Doch genau das ist sie nicht.

Schon die frankreichlastige Darstellung der Klassischen Moderne des frühen 20. Jahrhunderts mit ihrer Apotheose von Picasso und Matisse ist überholt – ein Reflex auf die antiquierte amerikanische Universitäts-Kunstgeschichte, die über Paris selten hinausgelangt ist. Für die Zeit nach 1945 zeigt sich – noch verzerrender – ein erdrückendes Übergewicht der amerikanischen über die europäische Kunst. Der Triumph der amerikanischen Malerei – auch schon wieder Vergangenheit – wird in der MoMA-Ausstellung noch einmal zelebriert. Dazu betonte MoMA-Direktor Glenn Lowry in der „New York Times“, es sei die Berliner Seite gewesen, die das Museum „gedrängt“ habe, „seine Auswahl auf Werke amerikanischer Künstler zu konzentrieren“. Peter Raue hingegen räumt ein, dass es Platz allenfalls für punktuelle Berliner Wünsche gab, etwa die Gemälde von Edward Hopper. Im Übrigen war die 200er-Auswahl als Ganzes zuvor bereits im texanischen Houston zu sehen.

Interessant ist vielmehr, dass die MoMA-Auswahl den eigenen Maßstäben, wie sie der legendäre Gründungsdirektor Alfred H. Barr aufgerichtet hat, nicht genügt. Barr war ein profunder Kenner der europäischen Kunst und ein Bewunderer der Strömungen, die in den Zwanzigerjahren in Deutschland, Holland und Sowjetrussland dominierten. Sein Idealtypus der kulturellen Erneuerung war das Dessauer Bauhaus. Barrs Kunstbegriff ging weit über die Beschränkung auf Malerei und Skulptur hinaus, wie sie die Berliner Auswahl vornimmt, übrigens im Gegensatz zur breit gefächerten Sammlung des New Yorker Hauses.

Vor allem waren Barr und MoMA durch und durch international ausgerichtet. Die Apotheose der amerikanischen Kunst betrieb das MoMA erst, als das Weltklima sich zugunsten der politisch-kulturellen Dominanz der Vereinigten Staaten wandelte – auf Kosten von Nachkriegs-Paris. Doch so massiv, wie die amerikanische Dominanz in Berlin zutage tritt, ist sie im New Yorker Stammhaus nie gewesen, und die viel gerühmten Ausstellungen des Hauses spiegeln unverändert MoMAs entschieden anti- chauvinistische Aufgeschlossenheit.

Die Chance, eine begründete „Weltauswahl“der Moderne auch für die Zeit nach 1945 zu treffen, wurde in Berlin vertan. Und die New Yorker Leihgeber hätten sehen müssen, dass sie mit der Hereinnahme zweitrangiger Arbeiten etwa von Adolph Gottlieb oder Helen Frankenthaler das strahlende Bild des amerikanischen Aufbruchs nach 1945 verschatten.

Nach der täglichen Feier neuer Rekordzahlen muss es den Veranstaltern nun allerdings darum zu tun sein, das MoMA-Gastspiel nicht einfach ins Sagenreich entschwinden zu lassen, sondern die Besucher auf Dauer an die Neue Nationalgalerie zu binden. Jetzt sind die strategische Vision von Museumschef Peter- Klaus Schuster und erneut die Risikobereitschaft des Freundesvereins gefordert.

Der Einfall von Bundespräsident Köhler, die Meisterwerke aus den Staatlichen Museen zu einer einzigen Highlight-Ausstellung zu bündeln, ist zu Recht als kurzschlüssig verworfen worden. Aber es steckt darin ein richtiger Ansatz: dass es einer dem pfiffigen MoMA-Marketing vergleichbaren Anstrengung bedarf, um Besucher für die in Berlin beheimateten Schätze zu gewinnen. Die Neue Nationalgalerie muss diese Attraktion aus dem Reichtum ihrer Sammlung entwickeln.

Das derzeit bei der Leihausstellung der Nationalgalerie in Weimar zu besichtigende Modell, dem umfassenden Kunstbegriff der Moderne – insbesondere ihres Flaggschiffs Bauhaus – zu folgen und alle Gattungen einschließlich Fotografie und Design zu integrieren, muss für Berlin vertieft werden. Ja, die Nationalgalerie könnte Alfred Barrs Ursprungskonzept einer europäisch verwurzelten, aber weit verzweigten Moderne, das im MoMA erst später zur Dominanz des Dioskurenpaars Picasso-Matisse verschlankt wurde, für sich fruchtbar machen.

Die europäische Avantgarde ist in der Berliner Museumssammlung hervorragend vertreten: Jetzt gilt es, ihre umfassenden kulturellen Erneuerungskonzepte anschaulich zu machen. Noch geizen die Verantwortlichen mit Auskünften, müssen aber die in der kommenden Woche anstehende Bilanz-Pressekonferenz zur Bekanntgabe anspruchsvoller, selbst gesteckter Ziele nutzen.

An wissenschaftlicher Erkenntnis hat die MoMA-Schau wenig erbracht. Das erweist sich beim Blick in ihren aufs Bilderbuch reduzierten, inzwischen mehr als 150000 mal verkauften Katalog. In diesem Mangel liegt umgekehrt eine enorme Chance für die Nationalgalerie. Sie kann bei ihren Besuchern Erkenntnis befördern – Erkenntnis, die in ihren Werken als Selbstreflexion der europäischen Kultur der Moderne sichtbar wird.

Aus solchem Kontext würden sich erst die amerikanischen Weiterungen in ihrer ganzen Bedeutung erschließen – wie etwa Peter Raues Lieblingswerk, Barnett Newmans grandiose Stahlskulptur „Gebrochener Obelisk“ von 1963/69, die der rührige Anwalt am liebsten in Berlin behielte. Sie steht vor dem Mies-Bau – und wird wenig beachtet, solange alle Aufmerksamkeit der Schlange gilt, die sich hinter ihr um den Kunsttempel windet.



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/16.09.2004/1361016.asp#art
Die neuen Seiten Berlins
Vor 50 Jahren schenkten die Amerikaner der Stadt eine Bibliothek:
Gerhard Lohmann trägtAusweis Nr.0001
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Von Anne Strodtmann

Gerhard Lohmann bekommt am Morgen des 20. September 1954 fürchterliche Zahnschmerzen. Sein Chef bei den Deutschen Wagon- und Maschinenfabriken in Tegel schickt ihn zum Zahnarzt. Lohmann aber macht sich heimlich auf den Weg nach Kreuzberg, zum Blücherplatz. Der junge Maschinenbauer und Ingenieurstudent hat sich in den Kopf gesetzt, der erste Leser der neu erbauten Amerika-Gedenkbibliothek zu werden.

Die Bibliothek wird am 17. September 1954 eröffnet, drei Tage später können die Berliner erstmals Bücher ausleihen. Lohmann trifft eine halbe Stunde vor der Öffnung ein. Mindestens 100 weitere Leser warten schon. Aber während die anderen noch Mäntel und Taschen abgeben, marschiert Lohmann zur Anmeldung, wo er tatsächlich den Leserausweis mit der Nummer 0001 ergattert.

Schon am ersten Tag werden 2850 Bücher ausgeliehen; am Ende des ersten Monats sind es rund 59000 Entleihungen – mehr als die Hälfte des Bestandes von über 111000 Bänden. Der erste Direktor der Gedenkbibliothek, Fritz Moser, erinnerte sich 25 Jahre später: „Am ersten Öffnungstag, einem Montag, glich die Bibliothek einem Warenhaus zu Beginn des Sommerschlussverkaufs.“

Was war so besonders an dieser Bibliothek? Als nach dem Krieg die Nazi-Literatur aus den Beständen entfernt war, standen in den 56 Berliner Volksbüchereien gerade 490000 Bände zur Verfügung. In der Gedenkbibliothek konnte jeder Leser selbst an die Regale gehen und sich aussuchen, was er zu Hause lesen wollte. Jetzt gab es in Berlin die erste Public Library.

Der Bibliotheks-Neubau war ein Geschenk der amerikanischen Besatzungsmacht an die tapferen Berliner: Im Februar 1950, kurz nach dem Ende der Blockade des Westteils der Stadt durch das sowjetische Militär, stellte der amerikanische Hohe Kommissar für Deutschland, John J. McCloy, eine Spende für Berlin in Aussicht. Die Gabe aus dem Marshall- Fonds sollte die Stadt für eine öffentliche Einrichtung ihrer Wahl verwenden. Unter den Vorschlägen, die in amerikanischen und deutschen Kreisen diskutiert wurden, waren ein Konzerthaus für die Philharmoniker, ein Internationales Haus der Begegnung, ein Bibliotheksgebäude für die FU, ein medizinisches Zentrum – und eine öffentliche Bibliothek.

Der Standort am Halleschen Tor in Kreuzberg wurde nicht zuletzt aus politischen Gründen gewählt: Eine Bibliothek am südlichen Ende der alten City, die nun zum sowjetischen Sektor gehörte, sollte wie ein „Leuchtfeuer eines freiheitlichen Geistes“ in den Ostsektor hineinstrahlen.Bis zum Mauerbau im August 1961 wurde die AGB auch von zahlreichen Ostberlinern genutzt. Mit der Schließung der Sektorengrenze verlor die Bibliothek nicht nur etliche Leser, sondern auch den Teil ihres Bestandes, den diese entliehen hatten. Manch einer entschuldigte sich schriftlich, dass er die Bücher nicht zurückbringen konnte. Einige vertrauten sie auch der Post an. Und nach dem Fall der Mauer im November 1989 kam eine ganze Reihe ehemaliger Leser aus Ost-Berlin in die AGB, um ihre Bücher zurückzubringen. Nach der Wiedervereinigung wurde aus der Amerika-Gedenkbibliothek und der alten Berliner Stadtbibliothek die Zentral- und Landesbibliothek mit den Standorten Kreuzberg und Mitte.

Für den anhaltenden Leseransturm reicht schon längst nicht mehr der Platz in beiden Häusern. „Für die halbe Stadt war die AGB richtig“, sagt Claudia Lux, Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek, „für das ganze Berlin ist sie einfach zu klein.“ Lux setzt ihre Hoffnung auf die Neugestaltung des Schloßplatzes in Mitte. Was auch immer dort gebaut wird: Sie bewirbt sich für eine Freihandaufstellung von rund einer Million Büchern um eine Fläche von 20000 Quadratmetern.

Gerhard Lohmann, der Leser mit dem Ausweis Nummer 0001, hat hier jahrelang Woche für Woche vier bis fünf Stunden gesessen und sein Maschinenbau- Wissen vertieft und erweitert. „Ich habe sehr viel vom Angebot der AGB profitiert“, erklärt er. Noch heute schwärmt er davon, dass auch Anregungen der Leser berücksichtigt wurden. So hatte er auf ein gerade erschienenes Fachbuch für Maschinenbau hingewiesen – vier Wochen später konnte er es als Erster entleihen.

Der heute fast 80-jährige Gerhard Lohmann will seiner Bibliothek treu bleiben. Der Maschinenbau hat allerdings ausgedient. Jetzt sind es eher seine beiden Hobbys; die ihn in die AGB ziehen: Fotografie und die Kamelienzucht.

Desven
September 16th, 2004, 06:48 PM
oh mann,ich liebe das kanzleramt!der architekt is en genie!

Kampflamm
September 16th, 2004, 08:27 PM
Deine Informationen sind veraltet, trance.

trance-x
September 17th, 2004, 01:23 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story704146.html
Tränenreiche Jubiläumsshow
Zu viele rührende Momente: Udo Jürgens weint bei Aufzeichnung der TV-Gala zu seinem 70. im Adagio
Ein Jubelfest mit Tränen. Auf dem roten Teppich vor dem Adagio zeigte sich Udo Jürgens Mittwochabend noch fröhlich lachend. Auch zu Beginn der TV-Show, die ihm zu Ehren aufgezeichnet wurde und anlässlich seines 70. Geburtstages am 30. September in der ARD ausgestrahlt wird, gab sich der Sänger betont lässig. Laut und deutlich sang er seinen Dauerbrenner "Ich weiß, was ich will". Doch im Laufe des Abends wurde Udo Jürgens von seinen Gefühlen übermannt...

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Zu viele Überraschungen, zu viele rührende Momente. Da verliert auch ein alter Hase aus der Schau- und Glamourwelt mal die Fassung. Durch die Geburtstagsshow "Udo Jürgens - Leben für Lieder" führte Sandra Maischberger. Im Publikum saßen CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer, Schauspieler André Eisermann, Musiklegende Harold Faltermeyer, Schauspieler Thomas Heinze und die Kinder des Jubilars, Jenny, John (DJ John Munich) und Sonja Jürgens (mit Baby) sowie Udo Jürgens Bruder Manfred Bockelmann.

Die Moderatorin und der Sänger kennen sich seit Jahren und mögen sich. Bei der Aufzeichnung der Show in Berlin bot Udo Jürgens Sandra Maischberger vor laufenden Kameras das Du an. Zurückhaltend und bedacht, wie die Moderatorin nun mal ist, konterte sie: "Das sollten wir nach der Sendung klären".

Udo Jürgens hatte sich gewünscht, dass die Gala nicht staatstragend werde, sondern junge Künstler das Programm dominieren. So traten also die Söhne Mannheims auf die Bühne und sangen den Jürgens-Hit "Ein ehrenwertes Haus" (1975), Olli Dittrich gab den weniger bekannten Song des Entertainers "Tausend Träume" aus dem Jahre 1963 zum Besten. Helge Schneider begleitete die singende Fußballnationalmannschaft der Damen an der Gitarre zum Jürgens-Ohrwurm "Buenos Dias, Argentina" (1978). Da schossen dem echten Udo Jürgens die ersten Tränen in die Augen. Halten konnte er sie nicht mehr, als zwei Waisenkinder aus der Ukraine die Bühne erklommen. Jürgens unterstützt die Kleinen seit Jahren mittels einer von ihm gegründeten Stiftung. In Landestracht überreichten die Kinder dem Geburtstagskind ein selbst gemaltes Bild und dankten ihm mit Hilfe eines Dolmetschers für seine Fürsorge und sein Engagement in der Ukraine. Da rang der Mann, der mit seiner Musik Geschichte schrieb und ganze Generationen begeistert und verbindet, um die Fassung...

Der Berliner Ben trällerte für Jürgens dessen Lied "Ich bin dafür" (2001), die Rat Packs traten mit "If I never sing another song" auf. Den Text zu dem Lied, mit dem Sammy Davis, Junior in den vergangenen Jahren stets seine Konzerte beendete, stammt auch aus der Feder von Udo Jürgens. Der Auftritt der Rat Packs war für ihn ebenfalls eine große Überraschung. Bevor Udo Jürgens am Schluss der Sendung noch einmal selbst auf die Bühne ging und seine besten Hits (u.a. "Aber bitte mit Sahne", 1977) samt Zugabe sang, setzte er sich mit Sandra Maischberger zum Plaudern zu seinen drei Kindern ins Publikum. Sentimentalster Moment: Jürgens, der Mann mit dem Image des ewigen Junggesellen, bedankte sich bei seinem Nachwuchs. "Von euch habe ich viel gelernt. Vor allen Dingen, wie man eine Beziehung führt und mit dem Partner umgeht. Ich danke euch dafür."


http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.09.2004/1362305.asp#art

Islam oder Islamismus – Berlin zieht alle an
Viele Muslime kommen in die Hauptstadt. Eine Hochburg für Fanatiker sieht der Senat nicht

Wird Berlin zur Hochburg der Islamisten in Deutschland? Ein Islam-Kongress wird hier organisiert, der Terrorverdächtige Reda Seyam zog auf Kosten des Sozialamtes mit seiner Familie nach Berlin und vor dem Kammergericht läuft der Prozess gegen Ihsan G., der in Berlin junge Islamisten für den Heiligen Krieg trainiert haben soll. Für den innenpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Henkel, sind diese Ereignisse ein Alarmzeichen. Er will prüfen, ob Berlin zu einem Sammelbecken für islamistische Extremisten geworden ist. „Wir müssen den Anfängen wehren“, sagt Henkel und wirft Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und dem Verfassungsschutz vor, die Öffentlichkeit nicht ausreichend zu informieren.

Von einer Zunahme islamistischer Umtriebe wollen allerdings weder Körting noch der Verfassungsschutz sprechen. Sie verweisen darauf, dass die Zahl der Islamisten seit Jahren ungefähr gleich groß ist. Rund 4000 Islamisten, die an die Einheit von Staat und Religion glauben und diese propagieren, soll es nach Angaben Körtings in der Stadt geben. Dies mache einen Anteil von zwei Prozent von den rund 200000 in der Stadt lebenden Muslimen aus. Aber nur ein ganz geringer Teil der Islamisten sei auch als gewaltbereit einzuschätzen. „Wir sind keine Hochburg des Islamismus“, sagt Claus Guggenberger, Sprecher des Berliner Verfassungsschutzes. Ähnliche Szenen gebe es im Ballungsraum Rhein-Ruhr, dem Rhein-Main-Gebiet oder Hamburg.

Den Umzug des Terrorverdächtigen Reda Seyam von Baden-Württemberg nach Berlin bezeichnet Innensenator Ehrhart Körting als Einzelfall. Daraus sei keine Tendenz abzulesen, dass Berlin für Islamisten attraktiver geworden ist. Was Berlin für radikale Islamisten interessant macht, ist auf jeden Fall ein muslimisch geprägtes Umfeld. Da bietet Berlin eine gute Infrastruktur mit seiner großen muslimischen Bevölkerung. Rund 100 Moscheen – sämtlicher Ausrichtungen – gibt es in der Stadt. Die Neuköllner Al-Nur-Moschee gilt als Treffpunkt von Islamisten und wurde im Zusammenhang mit den Ermittlungen des Bundeskriminalamtes gegen Ihsan G. durchsucht.

Im Umfeld der Moscheen haben sich zahlreiche Koranschulen etabliert, in denen die Kinder den Koran in arabischer Sprache lernen. Laut einer Studie des Zentrums für demokratische Kultur über Friedrichshain-Kreuzberg ist der soziale Druck auf Jugendliche und Kinder in den letzten Jahren größer geworden, Koranschule und Moschee zu besuchen. Für Kinder saudi-arabischer Diplomaten und Geschäftsleute, die sich vorübergehend in Deutschland aufhalten, ist die König-Fahd-Schule gedacht. Diese Schule dürfen die hier dauerhaft lebenden Moslems allerdings nicht als Ersatz für eine Regelschule besuchen.

Aber die hiesigen Kinder können auch auf eine islamische Grundschule gehen. Die in der Kreuzberger Boppstraße gelegene Schule ist einzügig und geht bis zur 6. Klasse. Die Lehrerin Fereshta Ludin, deren Rechtsstreit um das Kopftuch bis zum Bundesverfassungsgericht führte, zog von Baden-Württemberg nach Berlin, weil sie hier eine Stelle bekam. Außer in Berlin gibt es in Deutschland noch in München eine islamische Grundschule. In den Berliner staatlichen Schulen ist die umstrittene islamische Föderation aktiv. In 37 Schulen bietet sie Islam-Unterricht an, an dem rund 4000 Schüler teilnehmen. Die Organisation will das Angebot noch ausweiten.
Sigrid Kneist

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http://www.tagesspiegel.de/meinung/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.09.2004/1363779.asp#art
Ruhe bewahren
Ein Verbot des Islamistenkongresses muss rechtsstaatlich begründbar sein
Von Frank Jansen

Die Aufregung ist gewaltig. Bundesinnenminister Otto Schily und sein niedersächsischer Amtskollege Uwe Schünemann fordern ultimativ, den für Anfang Oktober in Berlin geplanten Islamistenkongress zu verbieten. Die CDU in Berlin und Bund attackiert den sozialdemokratischen Innensenator Ehrhart Körting, weil er nicht längst ein Verbot ausgesprochen hat und angeblich zur Bedrohung durch „fundamentalistische und extremistische Islamisten“ schweigt. Die Wortwahl klingt übergeigt. Gibt es etwa nichtfundamentalistische Islamisten? Oder solche, die Extremisten sind, aber keine Fundamentalisten? Wer so fuchtelt, scheint Hysterie einer nüchternen Gefahrenanalyse vorzuziehen.

Vermutlich haben einige Kritiker des Innensenators eher die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen am kommenden Sonntag im Blick als den ominösen Kongress, der an den ersten drei Oktobertagen stattfinden soll. Angesichts der zu erwartenden Erfolge von DVU und NPD bei den Wahlen scheinen manche Christdemokraten nochmal „Law and Order“ propagieren zu wollen. Anders ist kaum zu erklären, dass der CDU-Minister Schünemann aus dem fernen Hannover lauthals Gefahren beschwört, die in Berlin selbst eher diffus erscheinen. Auch Schily hat offenbar der Neigung zum starken Auftritt nachgegeben. Obwohl der Bundesinnenminister gar nicht ausschließt, der Kongress könnte eine „Luftblase“ sein. Bei Verfassungsschutz und Polizei sind denn auch bislang keine alarmistischen Töne zu hören. Die Fachleute prüfen lieber die Fakten.

Und die sind dünn. Zu dem Kongress ruft eine Melange von Splittergrüppchen und Einzelpersonen auf, die eher dem panarabischen Spektrum als dem Islamismus zuzurechnen sind. Es ist auch nicht klar, ob jede Person, die in dem obskuren Aufruf im Internet genannt wird, überhaupt von ihrem „Glück“ weiß. Der als Nummer 29 genannte Jamal Karsli beispielsweise, der einst von Jürgen Möllemann hofierte ehemalige Grünen-Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag, will trotz seiner Abneigung gegen Israel mit dem Aufruf zum Kongress nichts zu tun haben. Ist da in Berlin ein Grüppchen am Werk, das Etikettenschwindel betreibt – und in Zeiten des Wahlkampfs und der leider berechtigten Terrorfurcht unnötig Aufmerksamkeit erfährt?

Berlins Innensenator macht es richtig. Körting bewahrt Ruhe und lässt die Experten in Verfassungsschutz und Polizei prüfen, was die Organisatoren des Kongresses bislang getrieben haben und nun planen. Sollte der Senator genügend Informationen zur Hand haben, die ein Verbot notwendig erscheinen lassen, wird er entsprechend handeln. Körting hat in der Vergangenheit mehrmals seine Bereitschaft demonstriert, Extremisten mit Härte zu begegnen. Aber sie war rechtsstaatlich begründet und muss es weiterhin sein. Wenn ein Senator drauflosverbietet und eine absehbare Niederlage beim Verwaltungsgericht provoziert, schädigt er das Ansehen des Rechtsstaats. Darüber können sich nur Extremisten freuen.

Es ist durchaus möglich, dass Polizei und Verfassungsschutz nach intensiver Prüfung in dem Aufruf zum Kongress und in den Biographien der Hintermänner dunkle Stellen finden, mit denen sich ein Verbot rechtfertigen lässt. Bedenklich erscheint schon, dass der Libanese Gabriel Daher, der den Kongress mitorganisiert, nicht bereit war, sich von Selbstmordanschlägen zu distanzieren; dass auf der Homepage sich üble Parolen finden. Andererseits reicht radikales Schwadronieren nicht aus, um einer Person oder Gruppe das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu verwehren. Sonst dürften in Berlin weder Neonazis marschieren noch Stalinisten am 1. Mai die Weltrevolution fordern oder Islamisten ein mittelalterliches Weltbild predigen. Die Stadt hält diese Extreme aus – solange die Behörden und die demokratische Mehrheit der Bevölkerung wachsam bleiben. Und gelassen.



17.09.2004 13:03
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«tazpresso»: Berliner «taz» wirbt für fairen Kaffee aus Afrika
Berlin (dpa/bb) - Den «ersten fairen Pressekaffee» in Deutschland will künftig die Berliner Tageszeitung «taz» zusammen mit einem Handelspartner vertreiben. Zum Start der bundesweiten «Fairen Woche» stellten die «taz» und das Fair Handelshaus gepa am Freitag den «tazpresso» vor. Mit dem Espresso aus Bio-Bohnen wollen beide Partner den Blick auf den afrikanischen Kontinent lenken. «Wir wollen versuchen, auch aus fairem Kaffee ein Markenprodukt in Deutschland zu machen», sagte «taz»-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704015.html

Schnäppchenjagd auf MoMA-Souvenirs
Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie noch bis Sonntag rund um die Uhr geöffnet - Ausverkauf im Museumsshop
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89323.jpg
Cheerleaders von Berlin Thunder unterhalten die Wartenden ... Foto: Engler

Wer die MoMA-Ausstellung bis jetzt noch nicht gesehen hat, kann dies noch bis Sonntag nachholen: Während der letzten Tage bleibt die Nationalgalerie durchgehend rund um die Uhr geöffnet. Der "MoMArathon" läuft seit gestern Morgen. Da besteht für die Besucher die Hoffnung, die Bilder auch ohne stundenlanges Anstehen bewundern zu können - gestern Nachmittag betrug die Wartezeit um die sieben Stunden. In aller Herrgottsfrühe wird sich der Ansturm möglicherweise etwas beruhigen. Eine Garantie gibt es allerdings nicht.

Vier Tage Dauer-Andrang werden die wertvollen Bilder verkraften, versichert MoMA-Sprecherin Katharina von Chlebowski. "Wir haben das in enger Abstimmung mit dem Museum of Modern Art beschlossen und eigens eine zusätzliche Klimaanlage installiert." Am Sonntag, dem 19. September, um 22 Uhr ist dann definitiv Schluss mit MoMA in Berlin. Der Einlass der letzten Besucher, die die MoMA-Ausstellung in Berlin erleben dürfen, wird um 21 Uhr sein. Mit einem Feuerwerk wird im Anschluss die Erfolgs-Kunstausstellung feierlich verabschiedet.

Ein letzter Ansturm ist Picasso, Monet und Co. deshalb gewiss. Ebenso dem MoMA-Museumsshop mit den Souvenirs und Geschenkartikeln. Dort hat nämlich die Schnäppchenjagd bereits begonnen: Kataloge, Taschen, Schreibblöcke, Geschenke - alles muss raus. Rabattzeichen in Pink hängen über den Shirts, Schals und Accessoires. Der Morgenmantel aus Seide in Pink, der früher stolze 150 Euro kostete, geht nun für 35 Euro über den Ladentisch. Um die "Momanized"-Shirts, vorher 19,90 Euro, jetzt nur noch 9 Euro, reißen sich die Schnäppchenjäger. Oder die pinkfarbenen Seidenschals, die jetzt für 10 Euro zu haben sind. Die knallig pinkfarbenen "Momaletten" - die Flip-Flops zur Ausstellung - gibt es zwar nur noch für große Füße, dafür kosten sie nur noch 4 Euro. Neuerdings gibt es auch Taschen, die aus den MoMA-Fahnen hergestellt sind, die noch bis vor kurzem draußen vor der Nationalgalerie im Winde geflattert haben. Auch der MoMA-Shop ist bis Sonntag rund um die Uhr geöffnet. Der Verkauf der Souvenirs ist am Sonntag aber noch nicht zu Ende: Ab Dienstag wird der pinkfarbene Container vor der Nationalgalerie zum MoMA-Outlet-Store und verkauft die Artikel noch weiter bis zum 30. September, täglich von 12 bis 18 Uhr.

Julia Klose, Filialleiterin im MoMA-Shop, verspricht, dass die Preise noch weiter purzeln werden. "Alles, was nach dem Wochenende noch da ist - wir erwarten noch mal einen großen Ansturm." Einige besonders beliebte MoMA-Erinnerungen sind schon längst ausverkauft. Kugelschreiber und Schlüsselbänder gibt es keine mehr, nachdem sie tausendfach verkauft wurden. Sogar für das Mobiliar im Museums-Shop - eigens angefertigte Tische und Vitrinen - haben sich schon Interessenten gemeldet, denn auch die Einrichtung wird verkauft.

Nach Abschluss der MoMA-Ausstellung und dem Abtransport der Bilder nach New York wird die Neue Nationalgalerie erst einmal renoviert. "Nach den 1,14 Millionen Besuchern, die wir hatten, ist dies auch nötig", so Chlebowski. Voraussichtlich zum Jahresende wird die Galerie wieder für Besucher geöffnet sein. Zu sehen sein wird die Sammlung der Neuen Nationalgalerie.


Bund- und Ländervertreter erörtern Frauenpolitik in Berlin
Berlin (dpa/bb) - Frauenfragen waren am Freitag Thema in Berlin: Auf einem Treffen erörterten etwa 80 Behörden- und Ministerialvertreter aus Bund und Ländern ihre Erfahrungen und Projekte rund um Frauenförderung und Gleichstellung. Die Besetzung von Spitzenpositionen durch weibliche Kräfte war ein zentrales Thema der Konferenz, teilte die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen am Freitag mit. Dort fand auch die Tagung statt.

trance-x
September 17th, 2004, 01:46 PM
Stille Heimkehr der Hohenzollern
Von Dieter Weirauch
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_89329.jpg
1984: Prinz Louis Ferdinand an seinem 77. Geburtstag im Kreise seiner Enkel: links Cornelie-Cecilie, auf dem Schoß Joachim Albrecht, rechts von oben Georg Friedrich Ferdinand, Friedrich Wilhelm und Viktoria Luise

Potsdam - Ohne Getöse wird am 26. September eine kleine Ausstellung im Marmorpalais eröffnet, die Einblicke in das Leben von Louis Ferdinand Prinz von Preußen (1907 - 1994) gibt. Anlass ist der Todestag des Chefs des Hauses Hohenzollern vor zehn Jahren. Die Schau umfasst nur 70 Fotos, ist aber ein Kabinettstück in dreifacher Hinsicht. Denn erstens sind die Aufnahmen weitgehend unbekannt und stammen zum Großteil aus dem Privatarchiv der Hohenzollern auf der gleichnamigen Burg im Schwäbischen; zweitens handelt es sich um die erste Ausstellung im Marmorpalais überhaupt, bei der die jetzige Hausherrin, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, nicht selbst Regie führt; und drittens berührt die Schau eine Epoche, die am gleichen Ort im Sommer Stiftungsmitarbeiter Jörg Kirschstein ins Bewusstsein gerückt hatte, als er Memorabilien der Kronprinzessin Cecilie (1886 - 1954) ausstellte.

Cecilie ist die Mutter von Louis Ferdinand, der im Seitenflügel des Marmorpalais das Licht der Welt erblickte. 24 000 Menschen sahen die Schau und lehrten die Schlösserstiftung das überaus große Interesse auch an der Kaiserzeit. Das 19. und 20. Jahrhundert kam bisher dort, bis auf Ansätze im Neuen Palais sowie in Babelsberg, dem Schloss von Wilhelm I., zu kurz. Das dämmert auch den Verantwortlichen der Stiftung. Für das kommende Jahr kündigte Stiftungschef Hartmut Dorgerloh gegenüber der Berliner Morgenpost die Ausstellung "Die Kaiser und die Macht der Medien" im Schloss Charlottenburg an, die sich einer weiteren Facette der Kaiserzeit widmen wird.

Die Foto-Ausstellung zu Louis Ferdinand betrachtet Dorgerloh als Ergänzung. Vorbereitet wird sie von Preußenprinz Georg Friedrich gemeinsam mit Michaela Blankart von der Generalverwaltung des vormals Regierenden Preußischen Königshauses. Der Prinz, der nach dem demnächst im sächsischen Freiberg beendeten Studium in Berlin oder Potsdam leben will, hatte auch die Idee. Gestern sagte er: "Mein Großvater ist gebürtiger Potsdamer und hat sich zeit seines Lebens als Potsdamer gefühlt. Er war auch vor der Wende sehr oft hier und hat immer den Kontakt gehalten."

Die Schau ist vom 26. September bis 17. Oktober dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr, geöffnet, der Eintritt frei.


u.a. derzeit in berlin ...
Dieter Althaus, Ministerpräsident von Thüringen;
Dieter Ludwig, Ehrenpräsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (zur Konferenz am Schiffbauerdamm);
Rich Chernomaz, Trainer des Eishockey-Vereins Frankfurt Lions.


http://www.taz.de/pt/2004/09/17/a0235.nf/text
WAS MACHT EIGENTLICH ...die Verwaltung?
Polnisch lernen
http://www.fb1.uni-siegen.de/ifer/images/berlinski.jpg
Vom Ruhrgebiet aus betrachtet liegt Berlin schon fast in Polen. Die hiesige Verwaltung hat jetzt eine erste Konsequenz gezogen: Sie bietet Polnischkurse für 24 Mitarbeiter an. Die lernen in 76 Unterrichtsstunden die Schwierigkeiten des Slawischen im Allgemeinen und des Polnischen im Besonderen kennen: die vielen verschieden Zischlaute, den vollendeten und unvollendeten Aspekt und natürlich die mehr als nur vier Fälle.

Der Beitritt Polens zur Europäischen Union führe zur weiteren Intensivierung der Beziehungen der Region Berlin-Brandenburg zum Nachbarland, begründet die Europa-Beauftragte des Senats, Staatssekretärin Monika Helbig, vollmundig die Einrichtung des Mini-Kurses. Es sei eine große Hilfe bei der Zusammenarbeit, wenn Mitarbeiter der Behörden zumindest über Grundkenntnisse des Polnischen verfügten.

Dem ist nicht zu widersprechen: Ein freundliches "Djin Dobrä" oder "Tscheschtsch" könnte vielleicht dem einen oder anderen Investor ein positives Berlin-Feeling geben. Schaden kann es jedenfalls nicht, und deshalb sind die 200 Euro pro Kursteilnehmer auch gut angelegtes Geld. Selbst wenn die Verwaltungsleute nur Polnisch lernten, um sich im Billigurlaub oder auf den Schnäppchenmärkten hinter der Grenze im Osten besser zurechtzufinden, wäre dies eine sinnvolle Investition in das Image Berlins. Flapsige Berliner und Brandenburger, die sich nicht die Mühe machen, im östlichen Nachbarland auch nur ein Wort Polnisch zu sprechen, gibt es jenseits der Oder schließlich schon genug.


http://www.taz.de/pt/2004/09/17/a0242.nf/text
http://www.kunstmarkt.com/kunstmarkt/cms/upload/news/thumb140/1090407770_art_forum_berlin_afb_logo.gif ... Die letzte Kunst kurz vor Flick
http://images.google.de/images?q=tbn:pI5hJnSea3sJ:www.pfoac.com/intro/autres/berlin-images/Art_Forum_Berlin_7.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/www.messe-berlin/Images/startseite/pic_suedeing_3.jpghttp://images.google.de/images?q=tbn:EKHEHjHZrg4J:www.pfoac.com/intro/autres/berlin-images/Art_Forum_Berlin_2.jpg
Das Art Forum hofft auf potente Sammler. Wegen der Flick-Collection wurde die Kunstmesse daher vorverlegt
Mit Flick gehen die Uhren gleich anders. Weil am Mittwoch die Friedrich-Christian-Flick-Collection im Hamburger Bahnhof eröffnet, wurde dieses Jahr auch die Kunstmesse "Art Forum" um gut zehn Tage vorverlegt. Dabei spekulieren die Organisatoren auf ein größeres Interesse von internationalen Sammlern, die sich möglicherweise vom Sammeleifer Flicks animiert auch auf der Messe mit Kunstschätzen eindecken. Schließlich herrscht unter Sammlern erheblicher Konkurrenzdruck, wenn man bedenkt, dass etwa für Gemälde von Nachwuchsstars wie Daniel Richter oder Tim Eitel lange Wartelisten existieren.

Aber natürlich reicht es nicht aus, im Fahrwasser von Flick mitzuschwimmen. Tatsächlich hat es die Berliner Kunstmesse in den vergangenen acht Jahren nicht geschafft, an die Erfolge der Art Basel oder Art Cologne anzuknüpfen. Zwar kommt mittlerweile ein erheblicher Teil der Besucher aus dem Ausland, doch die Verkäufe liegen weiter deutlich unter den Zahlen vergleichbarer Messen. Dabei war das "Art Forum Berlin" 1996 ins Leben gerufen worden, um sich vor allem als Forum für zeitgenössische Kunst der 90er-Jahre zu etablieren. Inzwischen scheint die Karawane jedoch weitergezogen zu sein. Die im Oktober erst zum zweiten Mal in London stattfindende Frieze Art Fair, lockt schon jetzt sehr viel mehr internationale Galerien an. Selbst die Züricher Galerie Hauser & Wirth und der New Yorker Galerist David Zwirner, die Flick bei seinen Einkäufen beraten, sind dort - und nicht in Berlin vertreten. Dagegen ist die Berliner Kunstmesse zunehmend für Galerien aus Skandinavien attraktiv. Zehn Teilnehmer kommen aus Norwegen, Dänemark, Finnland oder Schweden. Die weiteste Anreise hat allerdings die in Brisbane, Australien, beheimatete David Praetorius Gallery. Ansonsten stammt gut die Hälfte der 120 Galerien aus Berlin, der Rest verteilt sich auf 20 Länder. Zum Vergleich: Für die Frieze Art Fair kommen über 80 Prozent der Galerien extra nach London angereist. Dafür verfügt Berlin mit der erstmals stattfindenden "Berliner Liste" im Milchhof, Anklamer Straße, und dem "1. Berliner Kunstsalon" in der Arena, Alt-Treptow, gleich über zwei Alternativveranstaltungen.

http://www.designmai.de/english/images/events/loftcube.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/startseite/ausstellung12.jpghttp://www.3sat.de/imperia/md/images02/neueshitec/nhsep/18.jpg

Ob der Aktivismus schon reicht, um Berlin in Sachen Kunstmesse eine größere internationale Ausstrahlung zu geben? Das "Art Forum" hat deshalb Zdenek Felix mit einer zusätzlichen Ausstellung beauftragt. Der ehemalige Leiter der Hamburger Deichtorhallen zeigt mit "Made in Berlin" auf einer Extrafläche von 1.100 Quadratmetern eine Auswahl von 42 in Berlin lebenden KünstlerInnen, von Franz Ackermann und Monica Bonvicini über Jonathan Meese und John Miller bis Katharina Sieverding oder Thomas Zipp. Das Konzept ist ehrbar, nur bleibt es fraglich, ob investitionsfreudige Gäste ausgerechnet durch eine auf Berlin beschränkte Nabelschau angelockt werden können. Ein Gutes hat "Made in Berlin" trotzdem: Bis auf einen Künstler gibt es mit der Flick-Collection keine Überschneidungen. "HARALD FRICKE

ART FORUM BERLIN 2004 - The International Fair for Contemporary Art
Messehallen, 18. bis 20. 9, 12 bis 20 Uhr. Infos: www.art-forum-berlin.de


4. Internationales Literaturfestival vom 21. September - 2. Oktober 2004
Das 4. Internationale Literaturfestival Berlin vom 21. September bis 2. Oktober 2004 steht wie in den Vorjahren unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Sechzehn internationale Jugendbuchautor/innen und - illustratoren/innen werden mit Kindern und Jugendlichen lesen, singen, dichten, zeichnen, diskutieren und wetteifern. Außerdem finden Schreibwerkstätten, Workshops, Diskussionsrunden und Lesungen mit internationalen Autoren statt. Nähere Information zu Veranstaltungen sind unter www.literaturfestival.com erhältlich. Kontaktpartner: Bezirkszentralbibliothek Pankow Heinrich-Böll-Bibliothek, Greifswalder Strasse 87, Berlin, Sybille Wenzel, Tel.: 9247213. (14.09.2004)

trance-x
September 17th, 2004, 02:10 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/17/a0231.nf/text
Die kommen nur mit Buschzulage"
Die Agenturen brauchen wegen der Arbeitsmarktreform mehr Mitarbeiter. In Neukölln beschert das einem stillgelegten Arbeitsamt eine Zukunft: Bereits 1932 erbaut, soll in den muffigen Bau plötzlich wieder Leben einkehren
Drei-, viermal muss der Hausmeister probieren. Endlich dreht sich der Schlüssel im Schloss. Leise ächzend öffnet sich die Tür zu Deutschlands ältestem Arbeitsamt. Ein muffiger Geruch schlägt dem Besucher aus den 150 Meter langen Fluren entgegen. Das riesige Backsteingebäude an der Sonnen- Ecke Grenzallee steht seit drei Jahren leer. Nur die ausgeblichenen Gardinen sind hängen geblieben, als Sachbearbeiter, Möbel und Akten im Juni 2001 in den Neubau auf der anderen Straßenseite zogen. Jetzt soll die Reise zurückgehen in die Vergangenheit. Zumindest für einige der Angestellten. Hartz IV machts möglich.

Dass es 72 Jahre auf dem Buckel hat, sieht man dem von Architekt Leo Lottermoser entworfenen, am 1. März 1932 eröffneten Gebäude im Inneren nicht an. Konzipiert für die Massenabfertigung im Zeichen der Weltwirtschaftskrise, die bei der Eröffnung mit sechs Millionen Arbeitslosen in Deutschland ihren Höchststand erreichte, hat es seinerzeit sogar im Keller Abfertigungsschalter gegeben. Historische Fotos zeigen mehrere hundert Meter lange Menschenschlangen, die in Dreierreihen vor dem Gebäude anstehen.

Nach dem Krieg war das von Bomben schwer beschädigte Haus wieder eröffnet worden. Seither ist es mehrfach umgebaut worden und hat eine dritte Etage erhalten. Bis zur Wende war das Arbeitsamt für Holz verarbeitende sowie Bau- und Verkehrsberufe zuständig.

Raummangel und marode Fassaden waren die Gründe, die vor drei Jahren zur Stilllegung geführt hatten. "Starker Regen fließt hier sozusagen direkt durch", Heizung und Sanitäranlagen seien in erbärmlichem Zustand, war seinerzeit der Direktor von Zeitungen zitiert worden. Ein Neubau sei billiger als die Sanierung des alten Hauses.

Die neue, lichte Dependance unterscheidet sich nicht nur optisch von dem düster wirkenden Vorgänger auf der anderen Straßenseite. Auch was das Arbeitsverständnis angeht, markierte der Umzug einen Neuanfang. Sachbearbeiter heißen Kundenberater, statt rauchgeschwängerter Wartesäle Empfangsbereiche und Infocounter.

"In den letzten Jahren ist viel für die Kundenfreundlichkeit getan worden", sagt der Leiter der Agentur Süd, Konrad Tack. Bei aller Kundenorientierung dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Aufgabe der Angestellten eine "ordnungspolitische" sei, "die nicht sehr angenehm ist". Auch wenn man einem Kunden freundlich sage, dass Mittel gekürzt oder gestrichen werden, "die Entscheidung bleibt".

Das alte Haus lasse sich mit wenig Aufwand reaktivieren, meint der Agenturleiter. Ein Rundgang gibt ihm Recht. Sogar die alten Kabel für die Vernetzung der Computeranlage sind noch da. Noch steht nicht fest, welche "Organisationseinheiten" der Agentur vom Umzug betroffen sein werden. Demzufolge gibt es vom Personal auch noch keine Proteste.

Das letzte Wort in der Reaktivierungsfrage hat ohnehin die Bundesagentur für Arbeit, die zurzeit noch eine Wirtschaftslichkeitsberechnung vornimmt. Fakt ist aber: Der Raum- und Personalbedarf im Zuge von Hartz IV macht eine Auslagerung von Bereichen aus dem Neubau erforderlich. Allein der Bereich Süd wird um 600 Kundenbetreuer verstärkt, die aus dem Bundes- und Landesstellenpool rekrutiert werden sollen. Mit Blick auf das hohe Unkraut vor dem alten Arbeitsamt und den Standort im tiefsten Neukölln wird am Kiosk draußen auf der Straße bereits geunkt: "Die kommen nur mit Buschzulage." Mit Hartz IV, ist sich der Agenturleiter sicher, hätten die Angriffe nichts zu tun. "PLUTONIA PLARRE


http://www.exberliner.de/
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REPORTAGE
by Elizabeth Zach
This October in Tempelhof, Berlin's largest mosque is opening its doors. But plans for bigger, more spectacular mosques have aroused suspicion.
Does Berlin - with its 71 mosques - need any more?

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The brand new Sehitlik mosque in Tempelhof cost two million euros plus an extra 80,000-euro fine for a dome and minarets that overgrew building code limits. It was funded entirely by Turkey. It will open on Oct. 1 ... Photo: Elizabeth Zach

The Minarets of Berlin

On an unusually warm Monday afternoon, Hüseyin Midik is dressed in a suit and tie as he sits behind his desk covered with newspaper clippings and bulging folders. His cell phone rings every several minutes; it is sitting atop a thick book on Islam in Europe. A reserved man, Mr. Midik is on a quiet, yet bold, mission.
Outside his Kreuzberg office, he looks with obvious pride at a barely noticeable blueprint taped to a building in the backyard, where an open door reveals a handful of men kneeling on rugs, palms open in front of their chests, steadily bowing. The blueprint is for the expansion of the Merkez mosque in Kreuzberg. If Mr. Midik, who heads the Turkish-Islamic Union for the Office of Religion, has his way, this renovated mosque will one day have several hundred men here on Friday afternoons, all facing Mecca; and more Mosques, beautiful, bigger ones will be erected. Four more plans to build giant traditional mosques, with minarets, dome and Persian or Arabic façade are currently awaiting city approval, according to the Islamic Federation of Berlin; 151 others are before local councils around Germany.
While acknowledging the rough road to get a mosque from blueprint to a functioning house of prayer - the reams of municipal forms, the trust and approval of neighbors, the money that must be raised - Mr. Midik quietly plows these channels. The fruit of his labor can already be seen in the awesome brand new Sehitlik mosque on Columbiadamm in Tempelhof, with its giant dome, elegant Persian art inside and eye-catching minarets, never mind the 80,000 euros building code fine for the dome that grew four meters too high and the minarets eight and a half. A startling contrast to the majority of Berlin's mosques, converted office spaces hidden in the backyards of decrepit buildings.
"This really hasn't been tested yet in Germany," says Mr. Midik, in discussing how Germans will react to more traditional looking mosques in the country. Moments later, he chatted with some tourists peaking into the Merkez mosque. "It is in our interest to be out in the open. The people who visit (the mosques), find them beautiful."
But whether Berlin and the nation need more mosques is questionable. With already 71 of them, isn't Berlin fully equipped to attend to the 220,000 Muslims who might or might not - they don't all practice their faith and the female half doesn't have access to mosques any way - need a place of devotion?
No, says Midik who points to the need for more more open and recognizable houses of worship. He argues that since the majority of the mosques here are makeshift "basement-type places," it is appropriate to seek better accommodations. "Not 60 or 70, but in principle, it should be that every (practicing) Muslim can visit a nearby mosque."
An estimated four million Muslims live in Germany, 220, 000 in Berlin and determining how many of them practice their faith is nearly impossible because residency in Germany is not contingent upon one's religion.
In our post 9/11 societies mosques are not regarded as politically neutral anymore and the erection of new ones arouses suspicions - that they are breeding grounds for radical Islamic thought, that they simply don't fit into the German cityscape, that their funding is questionable - not least among Muslims themselves.
Emel Algan, director of the Islamic Women's Association in Berlin, is steadfast in saying that many of them are not just houses of worship but rather xenophobic gathering places for angry Muslim men.
"Berlin's mosques haven't been serving the purpose of bringing closer together majority and minority populations in the city, in the sense of creating greater understanding between people," she says. "Rather, their purpose is a separate 'group' culture and masculine dominance. And something is wrong here if the mosques, particularly during Friday prayers, are calling for psychological and physical warfare when instead, we should be, according to the example of all prophets, calling for understanding among different peoples."
And because they are exclusively male gathering typically conducted in Turkish or Arabic, it is difficult for an outsider to see what actually happens inside a mosque during Friday prayers.

"We understand that followers of every religion want a place of worship. But naturally when a small group of followers wants a giant building we're suspicious." Berlin Senat's Immigration Commission

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Chaudhry Riaz Ahmad is the new imam of the oldest mosque in Germany, the Berlin Pakistani mosque, in Wilmersdorf. After eight years spent in California, he does his religious instruction and preaching in English. His students, he admits, have trouble understanding him.

Some mosques, like the al-Nur in Neukölln, have come under increasing government scrutiny for inflammatory rhetoric. The imam at al-Nur, Salem El Rafei, was recently accused by the federal Justice Ministry of assisting a Tunesian man, identified as Ihsen G., in planning terrorist attacks in the spring of 2003. Five other suspects have also been arrested.
The Mevlana Mosque, at Kottbusser Tor, has also been identified among government officials and some academics as radical. Tucked away on the second floor of a pre-fabricated apartment block that houses various doctors' offices and a supermarket, the Mevlana mosque has been plagued by money problems and continuous infighting among Turkish Muslim organizations. In 1980, a street fight between Turkish leftists and the mosque founders who supported Afghan Muslims fighting the Soviets left one man dead. Expansion of the dank prayer hall has been on the drawing board for years, but dilemmas over elaborate designs and municipal property regulations have kept it as is. Perhaps most troublesome are constant suspicions of dubious funding.
"We understand that followers of every religion want a place of worship, and Berlin is very tolerant," says Elke Pohl, a spokeswoman for the Berlin Senat's Immigration Commission. "But naturally when a small group of followers wants a giant building we're suspicious. We have to ask why."
Such caution is supported by studies produced by Germany's Secret Service, which claims that some mosques have pressured and threatened followers in efforts to raise money. Funding originating from a dubious foreign sources - mainly from Arabic states, chiefly Saudi Arabia - has also come under close scrutiny.
Generally, though, a mosque in Germany gets built from religious donations, or Zakat, raised among the faithful, says Gerdien Jonker, a Dutch researcher in Berlin who has studied Germany's Muslim population and reported her findings to the federal government. After spending sometimes enormous sums on rents, mosque members decide to either buy and then expand their existing house of prayer or seek new land.
In 2002, after an easing of German immigration law, thousands of Muslims began applying for German citizenship and slowly the issue of their invisible religious practice became a public matter. Before that, though, practicing Muslims would rent cheap rooms outside the city center and would keep their religious life hidden. According to Jonker such temporality has become "a thing of the past."
"Thirty years of structural isolation in Germany have left their imprint on living together, giving way to a deep distrust of motives, ethics and morals on both sides," observes Jonker. "As a consequence, wherever plans for mosque constructions become known, municipalities, neighbors, churches or the media block these." She refers here to mosque proposals in the Frankfurt region, and adds that even the Sehitlik mosque, which was built on a busy, non-residential street provoked "alarmist articles and court proceedings."
But Jonker warns against jumping to conclusions. "One must be precise," she says. "Many Muslims will tell you that if they received money from questionable sources, they could not keep their traditions and follow their pietistic practices. As far as all mosques being breeding grounds for radicalism, I don't think that is being very precise."
Independent Turkish organizations and Sufi communities, she says, do not accept money from outside sources "for fear the donor will intrude upon their independent thinking." The 14 mosques operated by Mr. Midik's organization are funded by local congregations; the Turkish state, says Ms. Jonker, provides imams. But grander plans can only be financed from abroad. The two-million-euro Sehitlik mosque, which will be opened on Oct. 1, was funded entirely by Turkey. Similarly, when an Islamic organization like Inssan has plans to build a cultural center in Neukölln but can only collect 100,000 euros for the project, what does it do? It seeks assistance from rich benevolent donors. Jonker says the organization has since last year sought financial support in Saudi Arabia but hasn't yet been successful.
One mosque that appears to be removed from controversy and that offers little beyond worship and study is the Ahmadiyya Anjuman Isha'at Islam Lahore mosque in Wilmersdorf. The oldest mosque in Berlin, as well as in Germany, it sits almost abandoned, its twin minarets and traditional façade shrouded by chestnut trees and chipped paint covering its onion-domed fence. Weeds and an overgrown lawn surround the property.
Built by a small group of Pakistani Muslims in the mid-1920s, the 40 members of Ahmadiyya Anjuman Isha'at Islam Lahore mosque received a new imam six months ago. Chaudhry Riaz Ahmad, who spent eight years preaching in California before arriving in Germany, speaks English fluently and scant German, yet weekly draws a crowd of about 20 men - several of whom are German nationals. His students, he admits, have trouble understanding his religious instruction, which takes place at his house, next door to the mosque.
Upon seeing a curious visitor scanning the grounds, Ahmad immediately leaves his Friday afternoon lesson, offers a warm handshake and an impromptu tour of the mosque.
"Everyone is welcome here, absolutely," he says, as he waves his arm across the brightly painted yellow interior. Responding to questions that his Pakistani form of Islam was, in the past among Berlin's Muslims, considered a sect, Ahmad closes his eyes, smiles, slowly shakes his head and replies, "We read the same book, the Koran, and we have the same prophet, Mohammed. We are all in search of peace of mind."
At the Ayasofya Mosque in Tiergarten, as well, one man among his friends seated outside sipping tea on a Sunday afternoon offers a short tour of the building, all the while urging a visit during the mosque's open house day in several months.

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A majority of Berlin's mosques is hidden in the backyards of decrepit buildings. Tucked away on the second floor of a pre-fabricated apartment block that houses various doctors' offices and a supermarket, the Mevlana mosque at Kottbusser Tor (photo) has been identified as "radical". It's plagued by money problems and continuous infighting among Turkish Muslim organizations.

This same welcoming gesture was repeated at the Mevlana mosque one Friday afternoon following prayers. Although this reporter was dressed in shorts and a T-shirt and wearing a camera around her neck (having presumed that as a woman she wouldn't be allowed inside the mosque anyway) she was given a quick nod of approval when asked if it was alright to enter. They likely thought her a curious tourist.
About a dozen men had remained behind after the group prayer. Some fingered prayer beads, others sat off to the side deeply immersed in the Koran. One older man smiled, nodded and waved. A group of men stood talking in the entryway, where a small shop sells soft drinks and snacks.
But on a visit a few weeks later, the reaction was quite different upon revealing that she was a journalist. There was no welcome, but rather a swift refusal to enter, based on inappropriate dress - a skirt, blouse and sandals. At the al-Nur mosque, too, the words were that it was closing time and no one was around to answer questions, although an Egyptian man, having noticed the exchange, offered, "We do welcome visitors here and you should come back. I come here myself out of duty."
This reversal of attitude, says Ms. Algan, is not unusual. "Of course, people in the mosque will welcome you as a visitor," she says. "But we should not underestimate the speeches held from time to time and also at Friday's prayer… Undoubtedly, mosques are not places where people are encouraged to get into open-minded contact with others, especially with people who are of very different opinions and ways of life."
Meanwhile, Mr. Midik forges ahead with his plans. There are open houses to plan, school schedules and religious instruction to arrange and tours of various mosques to coordinate. Before getting back to work, he ponders Ms. Algan's opinion that Berlin doesn't need any more mosques.
"I would share this opinion if there were enough mosques here," he says with a tired look on his face. "We're not there yet."


ps: "exberliner" (http://www.exberliner.de) ist ein englischsprachiges berliner stadtmagazin ...

in dem zusammenhang ein etwas aelterer artikel aus der welt vom letzten jahr ...
http://www.wams.de/data/2003/10/05/177832.html?search=exberliner&searchHILI=1
Englands Antwort auf die deutsche Vereinskultur
Im Berliner Connect Club verbringen Amerikaner und Angelsachsen gemeinsame Kneipenabende
Die Zeiten sind so. "Du arbeitest bei der Zeitung? Kannst du mir da nicht einen Job besorgen?" Greg aus Großbritannien, seit einem halben Jahr in Berlin, kommt ohne Umschweife nach der Begrüßung zum Wesentlichen. Und das ist für den 28-Jährigen mit dem harten Londoner Akzent, der mit dem Niedergang der New Economy seinen Job verlor, die Jobsuche. Eigentlich sei er "Content-Bereitsteller" für Internetauftritte, einen Job im Journalismus würde er aber auch nicht verschmähen.

Im Connect Club, dem "English Speakers Social Club", der vor zwei Jahren von der Schottin Aoibhinn McGee gegründet wurde, treffen sich Woche für Woche zwischen 20 und 40 Mitglieder, um einen gemütlichen Kneipenabend im Irish Pub am Hackeschen Markt unter gleich Gesinnten zu verbringen. Gesprochen wird ausschließlich Englisch.

Besonders bei jungen Amerikanern und jungen Angelsachsen ist Berlin zurzeit attraktiv. "Because everything is so cheap here", bringt es Aoibhinn auf den Punkt. Von der großen englischsprachigen Gemeinde profitiert auch das englischsprachige Stadtmagazin "The Ex-Berliner", das seit einem Jahr einen festen Platz in der Berliner Zeitungslandschaft erobert hat. Bei den Connect-Treffen wird es für zwei Euro verkauft.

Weil es für viele Zugereiste zu langwierig - und vielleicht auch zu mühsam - ist, Deutsch zu lernen, nehmen die "English Speakers" die Angebote des Clubs gern an. Schließlich schwoft es sich im Pub wesentlich entspannter in der Muttersprache. Zwar sind die Bierpreise im "Irish Pub" nicht ganz niedrig, dafür ist die Mitgliedschaft bei Connect kostenlos.

Auf die Idee, einen Club für Englisch Sprechende zu gründen, kam Aoibhinn vor zwei Jahren. "Da war ich schwanger, musste viel Zeit zu Hause verbringen - mir war einfach langweilig." Auf ein Inserat in einer Stadtillustrierten meldeten sich gleich dutzendweise Interessenten - der Connect Club, das frische, internationale Gegenstück zur deutschen Vereinskultur, war geboren. "Am Anfang waren etwa gleich viele englische Muttersprachler und Deutsche, die ihr Englisch auffrischen wollten, dabei", erinnert sich Aoibhinn. Seitdem ist der Club kontinuierlich gewachsen, mittlerweile gibt es mehr als 150 aktive Mitglieder, die meisten sind Zugereiste. Wie Brian Edwards, der neu zum Club gestoßen ist. Edwards, Globetrotter, Single und Telekom-Experte, reist immer dorthin, wo er einen Job bekommt. Der Liverpooler kommt gerade aus Antwerpen, jetzt testet er in Berlin in einem sechsmonatigen Vertrag Software für Mobilfunkanwendungen. Eingemietet hat er sich in einem Hotel in Wilmersdorf, aber die Chancen stehen gut, dass er bald in eine der zahlreichen WGs, in denen Connect-Mitglieder wohnen, einzieht. Im zweiwöchentlich erscheinenden Club-Newsletter können Connecter nämlich kostenlos Wohnungsangebote, Jobgesuche und andere Herzensdinge veröffentlichen.

Weil der Kneipenabend längst nicht mehr ausreicht, um das Kontaktbedürfnis der Mitglieder zu befriedigen, haben sich zahlreiche "Unterclubs" des Connect gegründet. Etwa der Breakfast Club, der Singles Club, der Swimming Club, der Hiking Club, die Squash League, sogar einen "Female Running Club" gibt es. Shawn Tickner, 29, der zweisprachig (Irisch und Deutsch) aufwuchs, organisiert den Cinema Club, der sich einmal im Monat im Cinestar am Potsdamer Platz trifft, um "Movies" in der Originalversion gemeinsam anzusehen. "Ich habe hier einen guten Freundeskreis gewonnen", sagt Tickner, der in Berlin technisches Gebäudemanagement studiert.

Die jüngste "Connection" mit "Notgeburt" zu umschreiben wäre etwas voreilig. Die nennt sich nämlich "Blooming Connectors", also die Frauen mit den dicken Bäuchen. "Da muss wohl etwas im Wasser gewesen sein", scherzt Aoibhinn auf die ihr eigene schottische Art. Es ist schwer zu übersehen, wer die Idee für diesen Schwangeren-Club hatte.
Connect Club im Internet: Dirk Engelhardt


http://www.welt.de/data/2003/06/12/116294.html?search=exberliner&searchHILI=1
"The ExBerliner" - Federleichter Szene-Führer feiert Einjähriges
12. Jun 2003, von Patrick Goldstein

Typisch Berlin. Nichts ist ganz normal, alles irgendwie anders als anderswo. So ist auch Berlins szenigstes Stadtmagazin nicht der etablierte "Tip", nicht Großmütterchen "Zitty", sondern ein kleines, durchwegs englischsprachiges Heft aus Prenzlauer Berg. Seitdem vor genau einem Jahr die erste Ausgabe von "The ExBerliner" erschien, haben die drei jungen Chefs ihr zunächst auf grauem Zeitungspapier unscheinbares Blatt zu einem farb-glänzenden Führer durch hauptstädtische Stimmungen und Trends umstrukturiert. Das aktuelle Jubiläumscover ziert nun beinahe-nackt und verträumt die Schauspielerin Anouschka Renzi. Ein herrlich sinnfreies Bild ohne Bezug zum Heft-Inhalt, und das soll auch so sein. Nach Vorbildern gefragt, nennt die 33-jährige Art-Direktorin Ioana Veleanu den "New Yorker", dessen lebhafte Titelbilder mit keinem Text im Heft korrespondieren. Ebenso wichtig sei die "amerikanische Idee einer kostenlosen Zeitung", wie etwa die New Yorker "Village Voice", bei der die Frau aus Bukarest bis zu ihrer Übersiedlung nach Berlin arbeitete.

Die Pläne eines neuen Stadtmagazins von Nadja Vancauwenberghe und Maurice Frank, zwei ehemaligen Studienkollegen aus London, lockten sie jedoch fort nach Deutschland. Unterstützt von zwei Geschäftsmännern aus Westdeutschland konnte das Trio seine Idee umsetzen. "Die erste Ausgabe erschien noch unter dem Titel 'The Berliner'", erinnert sich der Londoner Maurice Frank, 29. "Leider hatte sich eine andere Zeitschrift diesen Titel kurz zuvor gesichert. Uns blieb eine Woche, einen neuen Namen zu finden."

Seit März schreibt "The ExBerliner" schwarze Zahlen. Sieben feste Mitarbeiter beschäftigt das Blatt, ein internationaler Stamm von freien Mitarbeitern liefert weitere Texte, woraus Chefredakteurin Vancauwenberghe im Ladenbüro an der Jablonskistraße "unsere richtige Mischung" zusammenstellt.

Auf den Start als kostenloses Stadt-Blatt zu Zeiten einer bis heute andauernden Zeitungskrise folgte im Februar 2003 ein Relaunch. Nach der Neuorientierung gen Hochglanzgeschäft zeigten finanzstarke Anzeigenkunden, vom Jugendsender bis zur Brauerei, zunehmend Interesse. So dringt beim Besuch des Büros das Dauermurmeln rastloser Anzeigen-Akquisiteure aus dem Hinterzimmer.

Doch es ist wohl vor allem die "richtige Mischung" der 32 Jahre alten Pariserin Vancauwenberghe, mit der es das inzwischen 2 Euro teure Blatt an Berlins Kiosken zu einer monatlichen Auflage von 20 000 Exemplaren gebracht hat. Anlässlich einer bevorstehenden Kennedy-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum ist in der aktuellen Nummer ein "Best of" der größten Unverschämtheiten des legendären US-Präsidenten ebenso aufgelistet wie die (gewollte) Schmäh-Übersetzung des Schöneberger Slogans als: "Ich bin ein gefüllter Doughnut." Zu lesen ist von einem gewendeten Neo-Nazi, es gibt Interviews mit dem Berliner DJ Paul van Dyk sowie mit Elizabeth LeCompte vor dem Berlin-Gastspiel ihrer "Wooster Group".

Die Rubrik "Queer & Sex" geht federleicht der Frage nach: "Wodurch eigentlich wirkt man schwul?" Die Modekolumne indes nennt die besten Berliner Adressen für den Hawaiihemd-Bedarf, rät, Bikinis für 1 Euro bei Ebay zu ersteigern und schilt eine amerikanische Regierungssprecherin für unpassende Bekleidung während des Irak-Krieges: Die Farbe ihrer Kostüme habe sich mit den Uniformen der Militärs gebissen.

"Alles, bloß keine Mainstream-Texte oder -Themen", fasst Vancauwenberghes das Konzept des Führungs-Trios zusammen. Das vergangene Jahr hat diesen Mut belohnt. Patrick Goldstein Jubiläumsparty am 26. Juni ab 21 Uhr im Roten Salon.

Artikel erschienen am 12. Jun 2003

trance-x
September 17th, 2004, 02:30 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/17/333646.html
Vom Schwarz-Weiß-Heft zum Hochglanz-Magazin
Magazin "Style & the Family Tunes" aus Berlin berichtet seit zehn Jahren über internationale Mode- und Musik-Trends

http://www.spread.de/pics/cover.jpghttp://www.agentur-new-style.de/NewFiles/NEWSTYLE/modenschau/Sch%F6nhauser4.JPG
Die schlimme Ansage steht auf Seite 64 der aktuellen Jubiläumsausgabe: "Einige Lügen über Berlin: Berlin ist die neue Modestadt". Verantwortlich für das Urteil ist Chefredakteurin und Herausgeberin Cathy Boom, und die muss es wissen: Schließlich beobachtet ihr Mode/Musik/Lifestyle-Magazin "Style & the Family Tunes" seit zehn Jahren aus Berlin internationale Trends und Tendenzen. Der Geburtstag der Glamour-Illustrierten wird in der kommenden Woche gefeiert.

Vom Schwarz-Weiß-Heft, das Boom und Co. Mitte der Neunziger in einem Neuköllner Hinterzimmer zusammenschrieben, hat sich das Blatt zu einer hochglänzenden, allmonatlich erscheinenden Institution mit einer Auflage von 30 000 Exemplaren entwickelt, die im Berliner Zeitschriftenhandel ebenso ausliegen wie in Mailand, New York und Paris. "Wir wollen den Bogen spannen zwischen Underground und Haute Couture", lautet die Losung Booms. Die Ausstellung in den Redaktionsräumen an der Schlesischen Straße wird am nächsten Freitag mit Covern, Installation und Videoloop den Weg zur inzwischen 74. Ausgabe dokumentieren.

Nach einer Entwicklung Berlins in Sachen Mode gefragt, sagt sie: "Es gibt hier inzwischen zwei große Modemessen; das weltweite Interesse an der Stadt ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Agenturen und Stylisten sind jetzt hier, mit denen man auf internationalem Niveau arbeiten kann." Zur wahren Modestadt aber könne Berlin erst werden, "wenn deutsche Mode relevanter wird". Die Talente jedoch wanderten weiterhin ab nach Paris.

"Es wird nicht viel Geld ausgegeben für Mode in Berlin", sagt die aus Genf stammende Boom. Die Stadt sei nicht modisch, habe aber "einen ganz eigenen Style". Man zeige sich hier gern "downdressed", betont ungestyled, "obwohl man stundenlang vor dem Spiegel verbracht hat". Warum? "Weil es cooler ist", meint Boom. Patrick Goldstein

Artikel erschienen am Fr, 17. September 2004
http://www.spread.de/html/flash.html


http://www.netzeitung.de/entertainment/style/303769.html
Zehn Jahre «Style» aus Berlin
10. Sep 15:02

Der Markt für Zeitschriften ist hart umkämpft. Das Mode- und Lifestyle-Blatt «Style&The Family Tunes» schenkt sich zum Zehnjährigen eine Ausstellung.

http://www.netzeitung.de/img/0067/143967.jpghttp://www.artdreamguide.com/adg/adg_GER/be_GER/berli_be/img/_jpg/mural_18.jpg
links: aktuelles cover, rechts: ein haus in der schlesischen strasse (xberg)

Die Themen reichen von Mode über Kultur bis hin zu Musik, das Layout und die Bildsprache von «Style&The Family Tunes» setzte schon bei der Gründung im Jahr 1994 für ein deutsches Magazin Maßstäbe. In diesem September kann das von Cathy Boom, Christian Tjaben und J-Bo Monkey gegründete internationale Lifestyle-Magazin seinen 10. Geburtstag feiern. Dabei setzt die Berliner Redaktion laut eigener Aussage konsequent auf die Kombination von Underground-Kultur und Establishment.
Zur Jubiläumsfeier blickt das Team im redaktionseigenen Spread Show Room, Schlesische Str. 29 in Berlin, zurück auf die eigene Geschichte.

Präsentiert wird etwa ein Video-Loop mit Auszügen aus 10 Jahren Redaktionsarbeit. Vernissage ist am Freitag, dem 24. 9. 2004, um 19 Uhr. Auswärtige Fans können sich an das aktuelle Heft halten. (nz)



http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/377845.html
Chili für Schauspieler und Straßenkinder
Prominente treffen Punks zum Essen auf dem Alex - viel gemeinsam haben sie nicht
Julia Haak
http://perso.univ-lyon2.fr/~poitou/Photos_Berlin/aaPhotos/001624.jpg
Manche der Gäste haben Hunde und verklebte Haare. Die anderen haben Handys. Sie kommen nicht aus der selben Welt. Die einen sind jung und tun viel dafür, um ein bisschen älter, verwegener und hässlicher auszusehen mit ihren durchstochenen Nasen und Augenbrauen in den zerlumpten, verschmutzten Klamotten. Die anderen sind älter, sehen aber frisch gebadet und gut gekleidet aus. An diesem Donnerstag um kurz nach zwölf sollen all die Unterschiede für eine Weile unwichtig sein. Prominente Schauspieler, Regisseure und Moderatoren wollen zusammen mit Straßenkindern auf dem Alexanderplatz zu Mittag zu essen. Der Verein Karuna hat Geburtstag. Seit zehn Jahren kümmert er sich um Jugendliche, die auf der Straße leben oder Drogenprobleme haben. Das ist der Anlass. Zu essen gibt es Chili con Carne.

Rudi teilt das Essen aus. In Blechschüsseln. Dazu gibt es Fladenbrot und hinterher eine Banane. Nun könnten sie sich vermischen, die beiden so unterschiedlichen Gruppen. Bisher haben die Straßenkinder sich ein wenig abseits gehalten, etwas gemurrt und gelästert und sich von den Karuna-Mitarbeitern mit "die bleiben ja nicht ewig" beruhigen lassen. Und dabei sind die Prominenten ja nur wegen ihnen gekommen. "Man muss die Macht, die man hat, nutzen, um anderen zu helfen", sagt der Schauspieler Rolf Zacher, der in "Berlin Alexanderplatz" mitgewirkt hat. Diese Jugendlichen befänden sich in "beschissener Situation". "Ich kann mich gut reinversetzen", sagt er, der selbst als Schlüsselkind aufgewachsen ist, aber mit Dach über dem Kopf.

Die 30 bis 60 Jugendlichen, die sonst täglich von Karuna per Suppenküchen-Bus ein paar hundert Meter weiter an der Marienkirche mit Essen versorgt werden, leben weitgehend auf der Straße. So wie Basstard, 24 Jahre alt, der vom Staat nicht abhängig sein will und deshalb auch Sozialhilfe ablehnt. Er schnorrt sich durch, schläft mal hier, mal da. "Im Sommer ist es cool. Im Winter schon härter", sagt er. Er kommt so wie die meisten hier nicht aus Berlin. Aus einem kleinen Ort in Süddeutschland hat es ihn in die große Stadt getrieben. Zwommler, sein Tischnachbar, findet das Leben auf der Straße nicht mehr cool. Er lebt im Wohnheim, sucht nach Arbeit und will irgend wann mal eine eigene Wohnung haben. Aber er ist ja auch schon 30 und damit eigentlich gar nicht mehr Zielgruppe von Karuna, des Vereins, der sich um Jugendliche bis 27 Jahre kümmert, sie vom Drogenkonsum wegbringen will, ihnen ärztliche Versorgung anbietet, Jobs, Beratung und einen Treffpunkt im Café Drugstop am Wismarplatz in Friedrichshain. Basstard und Zwommler sitzen inmitten ihrer Kumpels. Die Pominenten und ihre Begleiter essen an einem anderen Tisch. Aber gemeinsam Essen war vielleicht auch nur symbolisch gemeint. "Ich bin hier, weil es Menschen gibt, denen geholfen werden muss", sagt Schauspieler Thomas Heinze (Homo Faber), weil seine Bekanntheit die Aufmerksamkeit auf die Arbeit des Vereins lenkt und es dann vielleicht auch mehr Geld zum Helfen gibt Gegenseitiges Kennenlernen war nicht geplant.

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Kostenloses Essen für Straßenkinder. Eingeladen hatte der Verein Karuna zu seinem zehnten Geburtstag.




http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/377847.html

Es fängt jetzt schon an zu kribbeln
In Berlin gibt es den ersten Laden für WM-2006-Souvenirs
Wiebke Hollersen

Otto Schily kam doch nicht. Der Platz auf dem Podium hinter seinem Namensschild blieb leer, und Schily schoss auch später keinen Ball auf dieses grüne Plastikrollo. Das Rollo schnappte dennoch hoch und enthüllte ohne sportministerlichen Segen den ersten offiziellen Fifa-WM-2006-Shop in einem Berliner Kaufhaus. Die Betreiber von Karstadt-Sport an der Joachimstaler Straße bedauerten das Fehlen von Schily sehr. Dabei ist es vielleicht doch eher beruhigend, dass der Minister gestern Vormittag Wichtigeres zu tun hatte, als sein Gesicht zur Förderung des Verkaufs bunter Hemden und Mützen zu zeigen. Selbst wenn die Mützen das Logo aus grinsenden Kreisen tragen, das für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wirbt.

Bis zum ersten Anstoß dieser WM vergehen zwar noch 630 Tage, doch mit dem Geldverdienen muss langsam begonnen werden. Die Kauf- und Versandhaus-Kette Karstadt-Quelle hat vom Fußball-Weltverband Fifa das Recht auf die einzig wahren Sonderverkaufsflächen erworben.

Den Preis dafür mochte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Helmut Merkel, nicht nennen. Er sagte aber, dass die Fifa insgesamt 1,8 Millarden US-Dollar Umsatz weltweit mit dem Verkauf von allem erzielen wolle, was sich mit einem WM-2006-Logo so bedrucken lässt - eine Millarde Dollar davon in Deutschland. Der Fifa-Generalsekretär Urs Linsi strahlte dazu an seiner Seite. Ein stolzes Ziel. Um es zu erreichen, werden von nun an 329 offizielle Fifa-WM-2006-Shops im Lande eröffnet. "Schlag auf Schlag" gehe das, sagte Merkel, schließlich sei nächstes Jahr der Confederations-Cup, offenbar auch im T-Shirt-Verkauf die Generalprobe. "Wie ein Uhrwerk" laufe die deutsche Organisation, sagte Linsi.

Bei der WM in Japan und Südkorea vor zwei Jahren gab es gerade mal 18 offizielle Souvenir-Läden, in Frankreich 1998 sollen es sogar nur zwei gewesen sein. Deutschland ist im Verkaufen schon mal Weltspitze.

Sonst sei auch alles im Plan, sagte Franz Beckenbauer, Chef des WM-Organisationskomitees. Seinetwegen könne die Fifa auch die blaue Laufbahn im Berliner Olympiastadion grün abdecken. "Ästhetischer" sei das, hatte Linsi gesagt. Wichtiger für Beckenbauer: "Es fängt jetzt an, dass man es spürt" - die WM-Vorfreude nämlich. Dann wurde der WM-Pokal von einem Überraschungsgast reingetragen: Hertha-BSC-Kapitän und Nationalspieler Arne Friedrich sagte, dass es bei ihm auch schon kribbele.

Stark erregt gab sich auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der zur Feier des Tages ein Sakko mit dem untertellergroßen Logo einer Kreditkartenfirma auf der Brust angezogen hatte. Er sei seit einem Jahr Botschafter von Mastercard, "gut, jetzt hab' ich auch andere Aufgaben", sagte er, grinste und bewarb eine neue Karte. Mit ihr kann man WM-Tickets gewinnen und, natürlich, bezahlen. Da käme dann "jedes Mal was Emotionales hoch", versprach der Bundestrainer: Weil der Pokal ja drauf ist.

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Warum die T-Shirts Holland-Orange sind, wurde nicht gesagt. Sie kosten 25 Euro


http://de.news.yahoo.com/040909/336/476pi.html
Erster offizieller FIFA-WM-2006-Shop öffnet in Berlin
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89324.jpg
Berlin (ddp-bln). Franz Beckenbauer eröffnet heute den ersten offiziellen FIFA-WM-2006-Shop in Berlin. Bei der Premiere im Warenhaus Karstadt-Sport am Neuen Kranzler Eck in Charlottenburg werden unter anderen Fußball-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und FIFA-Generalsekretär Urs Linsi anwesend sein. Bis Anfang November sollen deutschlandweit in WM-Austragungsstädten zwölf weitere WM-Shops ihre Pforten öffnen.




http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/55481.html
Die neue Banane: Montag geht's los!
INVESTITION 300 Millionen Euro sichern 1500 Jobs. So schön wird's am Alex
Anka Seyfert

http://www.photomouse-der-mauserklick.de/cards/banane.jpg
http://www.degewo.de/images/banane1_kl.jpghttp://www.degewo.de/images/banane2_kl.jpghttp://www.degewo.de/images/banane3_kl.jpg
Dort, wo sich jahrzehntelang in der Vorweihnachtszeit die Karussells drehten, sollen im Dezember 2006 Menschen einkaufen, sich in Cafés und Restaurants verwöhnen lassen. "Unser Center wird einmalig in Europa", verspricht Ted Kupchevsky, Vorstandsvorsitzender der Sonae West Shopping AG. Das portugiesische Unternehmen ist Investor der neuen Shopping- und Entertainment-Meile, will 300 Millionen Euro investieren und 1000 bis 1500 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Konzept werde für den jeweiligen Ort maßgeschneidert. Kupchevsky: "Wir haben einen hohen Anspruch ans Detail."

Ab Montag wird der Beton des ehemaligen Parkplatzes zwischen Gruner- und Voiltairestraße aufgebrochen. Im Oktober soll dann mit dem Aushub der Baugrube für das 122 000 Quadratmeter große Center begonnen werden. Im Zuge der Umgestaltung der "Banane" wird auch die Alexanderstraße umgebaut. "In dieser Zeit gibt es immer wieder Verkehrs-Einschränkungen", kündigte Thies-Martin Brandt, Vorstand der DEGEWO, an. Die Wohnungsbaugesellschaft vermarktet das Areal zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke. "Anfang des neuen Jahres muss die Straße für sechs Monate komplett gesperrt werden." Nach dem Umbau wird die Alexanderstraße zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Spuren haben, die durch einen Mittelstreifen getrennt sind. Geparkt werden darf darauf aber nicht mehr.

Dafür soll das Einkaufscenter bis zu 2000 unterirdische Stellplätze bekommen. Auf dem Areal sind auch ein Hotel sowie ein 150 Meter hoher Büroturm geplant. Für diesen wird aber noch ein Projektentwickler gesucht.

http://www.ortner.at/images/al1.jpg

Das Hotel an der Voltairestraße soll einen 65 Meter hohen Turm bekommen. Ganz oben sind Wohnungen geplant. Ob der 150-Meter-Turm je gebaut wird, steht in den Sternen.

trance-x
September 17th, 2004, 03:48 PM
http://www.rbb-online.de/_/themen/dossier_jsp/key=portal_958346.html

Festival Argentinischer Gegenwartskunst in Berlin
notango - Berlin trifft Buenos Aires
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=rbb/imgcol=bild/key=id/keyval=1062385/tbl=int_rbbteaser.jfif


Das "Movimiento notango" ist eine neue Generation von argentinischen Großstadt-Künstlern, die mit den überholten Klischees der kulturellen Wahrnehmung ihres Landes gründlich aufräumen.

Der ironische Blick von außen
Sie wurden jetzt von den Veranstaltern des notango Art-Festivals nach Berlin eingeladen, um für 3 Wochen gemeinsam mit Berliner Künstlern zu wohnen und zu arbeiten. 35 Künstler aus beiden Metropolen begegnen sich so in Kunst und Alltag. Im Ergebnis entsteht ein hautnaher Vergleich von Berlin und Buenos Aires, zwei Städte, die mehr gemeinsam zu haben scheinen als den Anfangsbuchstaben ihres Namens.

Denn sowohl Buenos Aires als auch Berlin haben in den letzten Jahren einen dramatischen Wandel erfahren: Neue soziale Brennpunkte entstanden ebenso, wie spannende Szenen, Sub-Kulturen und zahllose ideelle künstlerische Projekte.

Schon während der Auswahl der Künstler für das Festival zeichnete sich eine auffällige Gemeinsamkeit der Künstler aus beiden Städten ab: Die Auseinandersetzung mit den politischen und sozialen Problemen einer Metropole auf ironische Art und Weise.

Querschnitt urbaner Gegenwartskunst
Unter den Gästen aus Buenos Aires sind einige der wichtigsten Vertreter der argentinischen Gegenwartskunst: Marcos Lopez – einer der derzeit bekanntesten Fotografen Argentiniens, Nicola Constantino, die bereits im Museo Nacional de Buenos Aires ausstellte und DOMA, eine Gruppe von jungen Filmemachern.

Die notango-Ausstellung in der Villa Elisabeth in Berlins Mitte zeigt neue Positionen der Metropolenkultur aus Buenos Aires und Berlin und präsentiert damit für die Dauer des Festivals einen lebendigen Querschnitt der urbanen Gegenwartskunst.

Die Bereiche der Ausstellung erstrecken sich auf Fotografie, Malerei, Installation, Performance, Video und Kurzfilm.

Im Umfeld der Austellung und des Festivals sind sowohl Workshops als auch Kurzfilmabende geplant. Passend zum Thema Metropolen findet am 18. September „die schöne notango party“, von radioeins in der Berliner Kalkscheune statt.
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=rbb/imgcol=bild/key=id/keyval=1062676/tbl=int_rbbteaser.jfif

homePage: http://www.notango.org/


http://www.rbb-online.de/_/themen/index_jsp/key=teaser_963016.html
Buenos Aires - Berlin: Die Ankunft
Mittwoch, 15. September 2004
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/notango+villa+elisabeth/db=rbb/imgcol=402_120/key=id/keyval=1062311/tbl=int_xredimage.jfif
Mit einer Autokolonne fahren wir an den denkmalgeschützten und ziemlich merkwürdigen Ort mitten in der neuen schicken Mitte. Verwunschenes Schloss, Schinkelvilla, illegaler Club und hundert Jahre alte Holzvertäfelungen vor der DDR-Heizungsanlage - die Villa ist alles andere als ein Platz, an dem man sich eine Kunstausstellung mit 35 zum Großteil ziemlich wichtigen Vertretern ihrer Kunstgattung vorstellt.

Hinter dem Team von notango liegen stressige und oft hysterische Wochen. Werden es 600 Kilogramm Kunstwerke durch den Zoll schaffen? Wird der deutsche Botschafter in Buenos Aires dieses eine wichtige Papier bis 16.00 Uhr gefaxt haben, obwohl er eigentlich außer Landes ist? Wie hängen wir vier mal vier Meter Bild an eine Wand, in die man aus Denkmalschutzgründen keine Schraube bohren darf?

Mit ähnlichen Fragen schlägt sich das täglich wachsende Team seit fast einem Jahr herum. Ankommende Künstler bergen in einer solchen Situation ein enormes Potential an Irritation. Denn was wird passieren, wenn auch nur ein Einziger sein Werk, seinen Ort, seine Beleuchtung nicht mag?

Über die Einfahrt, in der ein Pflasterer die letzten Steine des historischen Kopfsteinpflasters restauriert, stolpern wir mit Koffern und immer noch mehr Kunstwerken bepackt in die Halle der Villa.

Schweigen der Künstler. Ein erstes Nicken, ein Wiedererkennen des Ortes, den sie nur von Bildern kennen. Ein zartes Lächeln. Der Charme der Villa hat den Ersten in Besitz genommen. Schnell teilt sich die Gruppe auf. Jeder will seinen Raum sehen. Durch das Haus hallen Schritte, spanisches Gemurmel und einige freudige Schreie.

Die Architekten atmen auf. Als Vermittler zwischen Raum und Werk ist ihre Tätigkeit eine der konfliktreichsten. Denn alles muss zusamenpassen, und jeder Besucher muss bereits am Eingang das Gefühl bekommen, dass die Ausstellung aus einem Guss ist und einer formalen Linie folgt. Bei 35 Künstlern mit ihren sehr unterschiedlichen Video-Installationen, Gemälden, Fotografien, Wandcollagen und Skulpturen ist dies an einem Ort mit starker eigener Präsenz - wie der Villa Elisabeth - eine extreme Herausforderung.

Letzte Änderungen werden jetzt gemeinsam ausgeführt und das Licht gesetzt. Wie ein Nervenstrang ziehen sich Hunderte Meter Starkstromkabel durch das Haus, um jedes Werk in Szene zu setzen. Es ist Abend, und noch wird hier mehrere Stunden gearbeitet werden. Doch macht sich der Jetlag bei den ersten Gästen aus Buenos Aires bemerkbar, und sie wollen endlich in ihre Wohnungen.

Morgen Abend ist der Eröffnungsempfang. Der argentinische Botschafter wird seine Landsleute begrüßen, die Presse wird Fragen stellen und die Kuratorin zahllose Gruppen durch die Ausstellung führen. In den folgenden Wochen dann folgen Workshops, Interviewtermine und Stadtbegehungen zu den inspirierenden Orten Berliner Künstler.

Die Erkenntnisse aus Sicht der Bonaerenser, ihre Sichtweise auf Berlin und die Berliner werden hier in den folgenden Tagen aufgezeichnet und unsere Stadt zum temporären Zuhause der "Generation notango".

trance-x
September 17th, 2004, 03:51 PM
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/kultur/beitrag_jsp/key=news1062904.html
Jubiläum
US-Botschafter würdigt Berliner Bibliothek als Symbol der Freiheit
Mit einem Festakt hat am Freitag die Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Sie war 1954 ein Geschenk des US-amerikanischen Volkes an die Berliner im Westteil der Stadt nach der überstandenen Luftbrücke.

http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/brandenburger+tor/db=rbb/imgcol=402_120/key=id/keyval=666680/tbl=int_xredimage.jfif

In einem Grußwort des US-Botschafters Daniel Coats wird die Bibliothek als ein Symbol der Freiheit in einem politisch lange geteilten Deutschland gewürdigt. Coats schenkte der Bibliothek eine Sammlung von Kinderbüchern sowie einen Scheck in Höhe von 5000 Euro.

Der SPD-Politiker Karsten Voigt, der Koordinator für deutsch-amerikanische Beziehungen ist, meinte, die USA hätten den Berlinern mit der Bibliothek "eine Art kultureller Freiheitsstatue" geschenkt. Nach den Rosinenbombern der Luftbrücke hätten die Amerikaner geistige Nahrung folgen lassen.

Die Berliner Bürgermeisterin und Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) betonte mit einem Blick in die Zukunft, es sei kein besserer Ort für einen künftigen Neubau der Bibliothek als der Schlossplatz mit dem Schloss denkbar. Auch der Berliner Kultursenator Thomas Flierl (PDS) meinte, die Stadt werde erst dann zusammengewachsen sein, wenn sie wieder ein zentrales kulturelles Zentrum habe.

Das Gebäude der Amerika-Gedenkbibliothek am Kreuzberger Blücherplatz wurde am 17. September 1954 mit einem Bestand von 100 000 Bänden eröffnet. Der Bau am Halleschen Tor wurde mit fünf Millionen Mark aus Mitteln des Marshall-Plans finanziert.

trance-x
September 17th, 2004, 03:52 PM
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news1070237.html
Islamisten-Kongress
Auswärtiges Amt will Einreise von Teilnehmern verhindern
Das Auswärtige Amt will das Einreisen von Ausländern zum geplanten Islamisten-Kongress in Berlin verhindern.

http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/us-heimatschutzminister+tom+ridge+und+bundesinnenminister+otto+schily/db=rbb/imgcol=160_120/key=id/keyval=1070283/tbl=int_xredimage.jfif
Der Bund will den Islamisten-Kongress Anfang Oktober verhindern (dpa-Archivbild)

Die Konsulate und Botschaften seien angewiesen worden, keine Visa zu erteilen, wenn Antragsteller als Reisezweck den Besuch der Konferenz angeben würden, sagte Außenamtssprecher Walter Lindner am Freitag in Berlin

Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) bekräftigte, den Kongress unterbinden zu wollen. Nach einem Treffen mit US-Heimatschutzminister Tom Ridge in Berlin sagte er, es würden alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft.

Bisher gebe es noch keine formale Anmeldung der Tagung. "Es gibt auch andere Möglichkeiten, die Veranstaltung zu unterbinden", sagte Schily. Allein die Ankündigung des Programms im Internet zeige aber, dass die Tagung nicht stattfinden dürfe.

Berlins Innensenator Peter Körting (SPD) hatte am Vortag eine Entscheidung für Anfang kommender Woche angekündigt. Die Organisatoren rufen im Internet zum "Ersten Arabischen Islamischen Kongress in Europa" auf und erwarten vom 1. bis zum 3. Oktober bis zu 800 Teilnehmer.

trance-x
September 17th, 2004, 03:56 PM
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news1070131.html
Silber und Bronze für märkische Gemeinden
Die märkischen Ortschaften Pinnow (Uckermark) und Thyrow (Teltow-Fläming) gehören zu den Besten des diesjährigen Bundeswettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft".

http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/dorfkirche+im+uckerm%25e4rkischen+alt+placht/db=rbb/imgcol=320_240/key=id/keyval=505612/tbl=int_xredimage.jfif
Auszeichnung für märkische Gemeinden in bundesweitem Wettbewerb (dpa-Archivbild)

Pinnow habe Silber und Thyrow Bronze gewonnen, sagte Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) am Freitag in Potsdam. Jeder Gemeinde, die sich in einem derart großen Konkurrentenfeld so gut behaupte, gebühre große Anerkennung. An der 21. Auflage des Wettbewerbs hatten sich 4800 Dörfer beteiligt, von denen 36 Dörfer die Endwertung erreichten.

In Pinnow sei die vorhandene historische Bausubstanz in hervorragender Weise erhalten und eine neue Nutzung durch die Dorfgemeinschaft ermöglicht, sagte Birthler. Die Gemeinde hat zudem ein Industrie- und Gewerbegebiet in kommunales Eigentum übernommen, um die 150 dort vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern.

Thyrow bezeichnete Birthler als ein "bunt zusammengewürfeltes Dörfchen". Diese gute Mischung sei der Motor für das hervorragend ausgeprägte soziale Zusammenleben. Es gebe eine großartige Gemeinschaft und einen ausgeprägten Integrationswillen.

trance-x
September 17th, 2004, 03:59 PM
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news1064002.html
http://www.rbb-online.de/_/grafik/header/o_logo_rbb.gif ... Hartz IV
Senatorin dementiert Zeitungsbericht zu Auszahlung von Arbeitslosengeld ...http://www.rbb-online.de/_/grafik/header/o_logo_ard.gif
Leistungen nach dem neuen Arbeitslosengeld II werden in Berlin nach den Worten von Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) in den meisten Fällen pünktlich zum 1. Januar 2005 ausgezahlt.
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/bescheinigung+%25fcber+arbeitslosengeld/db=rbb/imgcol=402_120/key=id/keyval=607605/tbl=int_xredimage.jfif
Voraussetzung sei allerdings, dass die Anträge rechtzeitig abgegeben würden, erklärte die Senatorin am Freitag. Sie wies zugleich Berichte zurück, dass wegen technischer Probleme der 1. Januar nicht zu halten sei. Dafür gebe es Notfallpläne, betonte die Senatorin.
http://www.das-parlament.de/2001/16_17/bilder/PA16S12_17.jpg
Es bestehe kein Anlass, die betroffenen Menschen jetzt zu verunsichern. Die etwa 243.000 erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger
und ihre Angehörigen seien abgesichert, versicherte sie.

Sie bekämen im Notfall ihren bisherigen Sozialhilfesatz von 296 Euro plus Miete ausgezahlt. Die Pauschale für sonstige Leistungen in Höhe von 49 Euro würde dann nachgezahlt. Auch für die etwa 180.000 Empfänger von Arbeitslosenhilfe bestehe keinerlei Anlass zur Panik, sagte eine Sprecherin.

Selbst wenn die Software für alle Arbeitsagenturen erst vom 21. Oktober zur Verfügung stehe, könnten die Daten mit Hilfe des qualifizierten Personals rechtzeitig eingegeben werden.

Die "Berliner Morgenpost" hatte berichtet, dass es Terminprobleme bei der Umrüstung der Computer gebe, wodurch die Zeit zur Bearbeitung der Bescheide nicht ausreichen würde. Die Zeitung hatte sich auf den Rat der Bürgermeister berufen.

trance-x
September 17th, 2004, 04:17 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/377833.html

Wieder ein lukrativer Auftrag für McKinsey
Vivantes wird 8,2 Millionen Euro an die Berater zahlen / Die Opposition kritisiert die Vergabe
Christine Richter

http://www.berlin-china.net/zonglan/kejiao/gesundheit/img/charite.jpghttp://www.charite.de/cover/de/image/vrw_600.jpg
Charite ...

Die Beratungsgesellschaft McKinsey wird erneut einen lukrativen Auftrag in Berlin erhalten: Das Unternehmen soll die landeseigene Klinikgesellschaft Vivantes bei deren Sanierung beraten. Der Auftrag, der vom September dieses Jahres bis Dezember 2005 läuft, hat nach Informationen der Berliner Zeitung ein Volumen von 8,2 Millionen Euro. Die Opposition im Abgeordnetenhaus kritisiert das ihrer Meinung nach intransparente Verfahren, denn McKinsey war zuvor schon als Berater für Vivantes tätig. In der nächsten Woche wird der Vermögensausschuss darüber beraten.

http://www.aerztekammer-berlin.de/10_Aktuelles/bae/18_BERLINER_AERZTE/BAEthemen/ThemaArtikel2003_02/schaefer.jpghttp://www.pds-berlin.de/bilder/pers/hkw180.jpghttp://www.berlin-ne.ws/medical-images1/ausstellung3.jpg
links: Wolfgang Schäfer ist Chef von Vivantes. Er will weiter mit den Beratern von McKinsey arbeiten ...
rechts: Heidi Knake-Werner (PDS) ist als Gesundheitssenatorin Mitglied im Aufsichtsrat von Vivantes, rechts: Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité

"McKinsey hat das beste Angebot gemacht", sagte Vivantes-Chef Wolfgang Schäfer am Donnerstag. Nicht nur der Preis, auch die Qualität der Beratung sei entscheidend gewesen. Nach der Ausschreibung war neben McKinsey zum Schluss noch ein Konsortium im Rennen, das aus der Boston Consulting Group (BCG) und der Berliner Beratungsgesellschaft Lexington Consulting bestand. Deren Angebot war rund eine Million Euro preisgünstiger als das von McKinsey. Trotzdem entschied der Wirtschaftsausschuss von Vivantes am 30. August, McKinsey mit der Beratung zu beauftragen. Das letzte Wort hat nun der Aufsichtsrat, der am 27. September tagt.

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Charite ...

Die Opposition im Abgeordnetenhaus ist skeptisch. "Es entsteht immer der Eindruck, dass die Verfahren nicht transparent verlaufen", sagte der FDP-Fraktionschef Martin Lindner. Der Senat suche sich einen Wunschpartner aus, der zunächst einen kurzfristigen Beratungsauftrag erhalte, weil die Sache höchst eilig sei, und später, nach einer regulären Ausschreibung, dann auch den großen Auftrag bekomme. "Das ist ärgerlich, wir brauchen Transparenz und Wettbewerb", sagte Lindner.

Auch im Fall Vivantes verlief die Sache so: Im März dieses Jahres erhielt McKinsey einen ersten Auftrag, um zu prüfen, ob der Konzern sanierungsfähig und das Konzept der Vivantes-Geschäftsführung tragfähig ist. Vivantes stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Insolvenz und musste dringend entschuldet werden. Im Mai legten die Berater ihren Bericht vor und bescheinigten, dass die Klinikgesellschaft in den nächsten Jahren saniert werden könne. Der Aufsichtsrat - dem Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) und Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) angehören - entschied dann, McKinsey erneut einen Auftrag für die nächsten drei Monate zu erteilen. Mit der Begründung, bei dem Umbau des Unternehmens dürfe keine Zeit verloren werden. McKinsey erhielt für diesen zweiten Auftrag rund drei Millionen Euro, gleichzeitig wurde der langfristige Beratungsvertrag ausgeschrieben. Schon damals hieß es im Parlament, dass sicherlich McKinsey den Zuschlag bekommen werde, weil die Berater schon eingearbeitet seien und einen großen Wissensvorsprung hätten. "Es war nicht anders zu erwarten, dass die Vivantes-Geschäftsführung mit McKinsey weiter zusammenarbeiten will", sagte der CDU-Abgeordnete Mario Czaja am Donnerstag.

Aber auch in der SPD-Fraktion hat man Vivantes genau im Blick. Der SPD-Fraktions- und Landeschef Michael Müller hatte schon im Mai wenig Verständnis für einen solch gut bezahlten Drei-Monats-Auftrag. Die erneute Entscheidung für McKinsey sei aber wohl gerechtfertigt, weil sich die Angebote qualitativ deutlich unterscheiden würden, sagte Müller am Donnerstag. "Aber wir werden weiter kritisch hinterfragen, ob die Berater von McKinsey nicht die eigentliche Arbeit der Vivantes-Geschäftsführung machen", sagte Müller. "Das ist auf Dauer kein haltbarer Zustand." Der Vorstand der landeseigenen Klinikgesellschaft besteht aus immerhin vier Managern.

Die Grünen wollen vom Senat nun wissen, welches Beratungsunternehmen in letzter Zeit welchen Auftrag bekommen hat. "Wir brauchen mehr Transparenz", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Sibyll Klotz.

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Impressionen ... Charitestrasse ...

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Beraterverträge // Viele Landesunternehmen und auch die Senatsverwaltungen selbst lassen sich von Unternehmensberatungen helfen. Seit Anfang 2002 hat der Senat allein 271 Gutachten und Beraterverträge für 35,2 Millionen Euro vergeben.

Der Stellenpool, den der Senat einrichtete, um Personal im Öffentlichen Dienst in andere Jobs zu vermitteln, wurde von der Beratungsgesellschaft McKinsey begleitet. Insgesamt erhielt McKinsey dafür 493 000 Euro.

Für die Wohnungsunternehmen erstellte die Beratungsgesellschaft Ernst & Young eine "Eigentümerstrategie". Der Senat erklärte, er habe dies nicht selbst machen können, weil "kurzfristig einsetzbare spezifische Fachkompetenz" gefehlt habe. Die Kosten betrugen 234 000 Euro.

Die Verwaltungsreform ist einer der politischen Schwerpunkte des rot-roten Senats. Bei der Erarbeitung eines so genannten Modernisierungs- und Konsolidierungskonzeptes ließ sich die Senatskanzlei von der Unternehmensberatung Roland Berger unterstützen. Die Kosten betrugen rund 358 000 Euro.

Die Messe Berlin sollte nach dem Willen des ehemaligen CDU-SPD-Senats privatisiert werden. Wirtschaftsssenator Harald Wolf (PDS) beauftragte dann aber die Gesellschaft McKinsey mit einer Untersuchung, ob dies der beste Weg zur Sanierung des Unternehmen ist. McKinsey kam zu einem anderen Ergebnis. Das Gutachten kostete rund 600 000 Euro.

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Charite: Klinik fuer Innere Medizin ... Deutsches Theater und Charite ...

Die Charité, die in den nächsten Jahren zum führenden Klinikum in Europa umgebaut werden soll, lässt sich von der Gesellschaft Roland Berger unterstützen. Der Beratungsvertrag für ein Jahr kostet 1,1 Millionen Euro.

http://www.phytotherapy.org/charite.jpghttp://www.z-techinc.com/_images/trialsite_berlin.jpg
... Charite ...

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http://www.ak-berlin.de/aktuell_da2003/images/34_1.jpghttp://www.tumor-online.de/modules/start/xarimages/charite.jpg
Vivantes Klinikum im Friedrichshain ... Neubau und Ergänzung eines Krankenhauses. Realisierungswettbewerb, 1995., rechts: Charite ...

Der Aufsichtsrat // Am 27. September entscheidet der Aufsichtsrat von Vivantes, ob das Beratungsunternehmen McKinsey die Sanierung des Klinikkonzerns begleiten wird. Auch der Senat ist an der Entscheidung beteiligt.

Max BGF
September 19th, 2004, 03:17 AM
Soeben in der Disse erfahren, daß Sony Music Berlin - Potsdamer Platz - Richtung München verläßt. Da bei uns im Süden ohnehin die Gehsteige Samstag nachts spätestens um 3 Uhr hochgeklappt werden, habe ich mich entschlossen, die Mädels sitzen zu lassen, um diese m.E. sehr wichtige Nachricht möglichst zeitnah ins Forum zu posaunen, damit Du @trance die Chance hast, gleich darauf zu antworten.

Persönlich stehe ich nicht hinter dem Umzug, kann es aber verstehen, wenn es die Stadt München freut. Vielleicht ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Man könnte sich vorstellen, daß es noch zur "Chefsache" reift. Bedrohliche Deals mit den Protagonisten Bund, Immobilien und Thema Miete/Leasing sehe ich gar am grauen Subventionshorizont aufziehen. Abwarten.

Und was wird aus dem Sony Center alias Forum Romanum der Moderne?
Als Sony-Center wäre es amputiert, ein isoliertes Dingens, welches jahrelang an die eigentliche Abwendung der großen Firma Sony aus Berlin erinnert - fast ein Mahnmahl. Insofern doch wieder passend für Berlin. Und Mahnmahl schreibt man ohne das zweite h, aber soviel nur am Rande, hatte keine Zeit nochmal zurückzuspringen, damit der Text schön straight bleibt.

Wird es hingegen umbenannt, so deutet schon ein neuer Name unwillkürlich Scheitern an. In dem Fall wäre nicht das Center amputiert, sondern vielmehr seine Tradition. Das Center beginnt dann quasi wieder bei 0 oder 0,1 .
Es ist alles noch so neu. Die Wahl zwischen 2 Amputationen. Wir müssen sehen.

trance-x
September 19th, 2004, 10:28 AM
wieso umbenannt? nicht gleich euphorisch werden. am potsdamer platz sitzt die "europazentrale des elektronik- und unterhaltungskonzerns Sony, sony europe". die musikgeschichte "sony music deutschland" ist ein winziger teil davon. die kam auch dereinst nur als kleine zusatz. sony hat auf internationaler ebene einfach BMG gekauft und ich schaetze mal, dass u.a. bestandteil des deals war, zunaechst zugunsten von BMG zusammenzufassen. politik. aehnlich wie bei rtl/n-tv waere die frage sonst gewesen BMG zu verlagern. wie bei RTL tendierte die waage "zunaechst einmal" in eine andere richtung bzw. hier munich. "Die Deutschland-Geschäfte von Sony BMG wird künftig der bisherige Chef von BMG Deutschland, Maarten Steinkamp, führen.".

das ist ein fuer berlin aergerlicher vorgang, hat aber mit berlin zunaechst einmal wenig zu tun. das kann immer passieren, passiert auch staendig. irgendeine beliebige firma wird aufgekauft, bestehende strukturen werden zusammengefasst. die frage sogleich: wo wird zusammengefasst? das ist haeufig zugunsten von berlin, manchmal aber eben auch nicht. der gruende und faktoren gibt es viele. nichts, das substanziell gegen berlin spricht.

und nein, der rest bleibt gleich.. nix wird am sonycenter geaendert oder seiner funktion .. da gingen deine wuensche und phantasien mit dir durch. auch sogleich aus einem umzug alles rauslesen zu wollen, was so ressentiments hergeben, ist schon sehr vielsagend ... :nono: .. verwundete seele? immerhin: sehr engagiert, mein lieber! ;)

rein von der erfahrung her wuerde ich ansonsten ohnehin sagen, dass das der rest ne reine zeitfrage ist. wann zieht der neu entstandene und ja insgesamt verschlankte mix "bmg sony" nach berlin? ... es waere ein insgesamt typischer vorgang ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story704518.html
Sony Music verlässt Berlin
Sitz von Sony BMG wird München - Weitere 35 Prozent der Stellen werden gestrichen

Nur vier Jahre nach dem Einzug im Sony Center verabschiedet sich Sony Music Deutschland wieder aus Berlin. Nach der Fusion mit BMG werden die nationalen Geschäfte des Musikgiganten künftig aus München gesteuert.[/b]

Berlin - Für Branchenkenner kommt die Nachricht nicht überraschend: Die Deutschland-Sparte des vor sechs Wochen zur globalen Nummer zwei fusionierten Musikkonzerns Sony BMG wird ihren Sitz in der jetzigen BMG-Zentrale in München haben. Das bestätigte Sony-Music-Deutschland-Chef Balthasar Schramm der Berliner Morgenpost. Er selbst allerdings halte die Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen für falsch und stehe für den Umzug nicht zur Verfügung: "Ich werde dort keine Rolle mehr spielen", sagte Schramm. Es sei ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, in der Musikmetropole Berlin präsent zu sein. Schramm kritisierte den von der Konzern-Spitze in New York gefällten Beschluss, "als künftiger Marktführer nichts eiligeres zu tun zu haben, als in die Musikprovinz zu ziehen".

Die Dependance seiner Musiksparte am Potsdamer Platz will Sony wegen der hohen Mietkosten aufgeben, alle anderen Bereiche wie die Europa-Zentrale im Sony Center sind davon nicht betroffen.

Neuer Deutschland-Chef von Sony BMG soll der bisherige Chef von BMG Deutschland, Maarten Steinkamp, werden, der ab sofort auch die Europa-Verantwortung übernehmen wird. Er konnte zuletzt eine weitaus bessere Bilanz vorweisen als der aktuelle Sony-Music-Chef Schramm. Bei BMG schaffte Steinkamp im ersten Halbjahr 2004 die Ertragswende und fuhr nach einem operativen Verlust von 117 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres einen Gewinn von 30 Mio. Euro ein. "Wir hatten ein sehr schönes erstes Halbjahr", hatte der Niederländer im Juli erklärt. Die Präsentation des erst vor zwei Jahren angetretenen Schramm dagegen war für die Konzernspitze nicht so überzeugend ausgefallen. "Dabei sind wir das profitablere Unternehmen", sagte Schramm gegenüber dieser Zeitung. Sony Music Deutschland habe sich am Markt von Platz vier auf Platz drei vorgearbeitet.

In München soll die fusionierte Sony BMG, die Stars wie Zweiraumwohnung, Peter Maffay und Laith Al-Deen unter Vertrag hat, nur noch knapp 300 Mitarbeiter haben. Demnach müsste noch einmal gut ein Drittel der Stellen in Deutschland abgebaut werden, bestätigte Schramm.

Sony Music war im Juni 2000 von Frankfurt nach Berlin gezogen und hat zurzeit rund 230 Mitarbeiter. Das gesamte Deutschlandgeschäft wird vom Potsdamer Platz aus geleitet. BMG ist in der Stadt bislang mit den Geschäftsfeldern deutsch/englischer Pop sowie TV-Plattform vertreten.

Die Fusion der Musiksparten von Bertelsmann und Sony hatte im Juli das Okay der Brüsseler EU-Kommission bekommen. Der neue Konzern, der Künstler wie Britney Spears, Avril Lavigne, Rod Stewart, Celine Dion, Bruce Springsteen und Michael Jackson unter einem Dach vereint und 25 Prozent Marktanteil hat, liegt mit einem Umsatz zwischen 3,6 und vier Mrd. Euro und rund 9000 Mitarbeitern dicht hinter Marktführer Universal Music. Mit dem Zusammenschluss wollen die gleichberechtigten Gesellschafter Bertelsmann und Sony Corp of America jährlich rund 300 Mio. Euro einsparen. Für den strikten Sparkurs stehen 2000 bis 3000 Stellen auf dem Spiel, zudem gilt eine neue Künstler-Strategie. Sony BMG will sich demnach auf Stars konzentrieren, die hohe Plattenverkäufe garantieren.

Dazu wurden in Deutschland bereits zahlreiche Verträge aufgelöst, vor allem mit nationalen Musikern. Allein bei BMG Germany blieben von 150 zur Disposition stehenden Künstlern nur 68 unter Vertrag. "Wir mussten unsere Kartei bereinigen", hatte Steinkamp erklärt, Qualität gehe vor Qualität. Auch die Zahl der einzelnen Musiklabels wurde von 30 auf zehn reduziert.




http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704579.html
Tausende Radler werben für eine fahrradfreundliche Hauptstadt
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89437.jpg
Mit Jubel und Geklingel sind gestern kurz nach 14 Uhr mehrere hundert Radler vom Brandenburger Tor aus zu einer "Kreisfahrt" durch die Hauptstadt gestartet. Zu der Aktion, die in diesem Jahr zum vierten Mal ausgerichtet wurde, hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) aufgerufen. "Wir wollen, dass noch viel mehr Berliner aufs Fahrrad umsteigen", sagte ADFC-Landeschef Benno Koch zu Beginn des Radlerkorsos, der von der Polizei mit Begleitfahrzeugen und Motorrädern abgesichert wurde. Die offizielle Demonstration war Teil des europaweiten Aktionstages "In die Stadt - ohne mein Auto".

Berlin müsse Fahrradfahrern gegenüber freundlicher werden, meinte Teilnehmer Harald Mertner aus Friedenau: "So wie in Holland, das ist ein gutes Vorbild." Als die Radler nach drei Stunden und etwa 35 Kilometern durch fast alle Bezirke wieder am Brandenburger Tor eintrafen, hatte sich ihre Zahl nach Schätzungen von Koch auf fast 5500 Teilnehmer vervielfacht. "Wir sind zufrieden, auch die Reaktionen an der Strecke waren durchweg positiv", so der ADFC-Chef.

Der Radlerclub appellierte mit der Fahrt zugleich an die Entscheider in allen Bereichen der Gesellschaft, das Fahrrad bei ihren Planungen zu berücksichtigen. So fordert der Verein mehr Sicherheit durch neue Radspuren auf den Fahrbahnen oder durch die Ausweisung von Fahrradstraßen. Außerdem setzt sich der ADFC für die Beseitigung des "toten Winkels" an Lkws sowie für sichere Fahrradabstellplätze ein. Berlin sei auf dem besten Weg, sich zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu entwickeln, bilanzierte Koch. Inzwischen seien auf den Straßen rund 100 Kilometer Radspuren markiert.


Radikaler Islamisten-Kongress seit Monaten bekannt
Zentralrat der Muslime äußert Bedenken - Heute erwartet Islamische Gemeinschaft Deutschlands in Berlin Tausende Besucher

Die geplante Islamisten-Konferenz in Berlin sorgt weiter für Aufregung. Nach einem Bericht des "Spiegels" wussten Sicherheitsbehörden schon im Mai von den radikalen Inhalten des Kongresses. Öffentlich wurden diese erst Mitte September während der Israel-Reise von Bundesinnenminister Otto Schily und durch einen Brief des Simon-Wiesenthal-Zentrums. "Wir äußern uns nicht dazu, wann und wo uns Erkenntnisse vorlagen", kommentierte gestern eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Unklar ist immer noch, ob der Kongress tatsächlich stattfindet. Staatsschutz und Versammlungsbehörde bei der Berliner Polizei prüfen ein Verbot. Der Zentralrat der Muslime wie auch der Islamrat, anerkannte Dachverbände von Muslimen in Deutschland, sind zu dem Kongress nicht eingeladen und äußerten Bedenken. "Die Veranstalter sind unbedeutende Einzelpersonen und Splittergruppen, die uns nicht bekannt sind", sagt Zentralrats-Sprecher Mounir Azzaoui. Die Organisatoren hatten zum "Widerstand gegen amerikanischen und zionistischen Terror im Nahen Osten aufgerufen" und erwarten Hunderte Teilnehmer.

Mit sogar Tausenden von Besuchern rechnet die "Islamische Gemeinschaft in Deutschland" (IGD), die heute zum zweiten Mal in Berlin zu ihrem Jahreskongress einlädt. Die IGD ist Mitglied im Zentralrat der Muslime. Sie gilt auch als Interessenvertretung der ägyptischen Muslimbrüderschaft. In ihren Einrichtungen wird, so steht es im Berliner Verfassungsschutzbericht von 2003, "zum Teil offen dem Staat Israel das Existenzrecht abgesprochen". Hauptredner in Berlin ist der eher unpolitische ägyptische Prediger Amr Khaled. Auf dem Podium sitzen die ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John (CDU), und der Berliner FDP-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Markus Löning. Die Senatsverwaltung für Inneres wertet die heutige IGD-Veranstaltung nicht als gefährlich. Auch polizeiliche Staatsschützer äußerten keine Bedenken.

trance-x
September 19th, 2004, 10:34 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704574.html
Fall Sarrazin - Das meinen Berliner Chefredakteure
http://www.berliner-bankenskandal.de/images/sarrazin.jpg
Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) steht ein Strafverfahren wegen Untreue bevor. Grund dafür ist der zweite Sponsoringvertrag der IBB mit dem Tempodrom. Nach der Anklage durch die Staatsanwaltschaft fragte die Morgenpost leitende Berliner Medienschaffende: Glauben Sie, dass der Senator bis zum Ende der Legislaturperiode 2006 im Amt bleibt?

Susanne Gelhard, Leiterin des ZDF-Landesstudio Berlin: "Ich denke, er wird sich nicht halten können. Einen Finanzsenator, der der Untreue verdächtigt wird, hat es noch nie gegeben. Sarrazin wird es sich nicht leisten können, im Amt zu bleiben. Ich glaube aber nicht, dass er nach der Debatte im Abgeordnetenhaus geht, sondern eher, dass er sich selbst den Zeitpunkt für die Amtsniederlegung wählen wird. Die Stadt verliert mit ihm allerdings einen tüchtigen und konsequenten Sparer."

Claudia Hamboch, Chefredakteurin Hundert,6: "Für den Berliner Steuerzahler ist der Finanzsenator die personifizierte Zumutung. Wer Kita-Gebühren erhöht und gleichzeitig unter Verdacht steht, Millionen Steuergelder im dunkelsten Berliner Filz zum Fenster herausgeschmissen zu haben, kann nicht im Amt bleiben."

Hans-Peter Buschheuer, Chefredakteur Berliner Kurier: "Sollte es tatsächlich zum Gerichtsverfahren kommen, stellt sich doch die Frage, ob es sich das Land Berlin leisten kann, seinen wichtigsten Senator in das Dauerfeuer eines Prozesses zu schicken. Und ich glaube nicht, dass Wowereit einen halb entmachteten Finanzsenator im Amt lässt. Vielleicht reift ja auch in dem preußisch-korrekten Sarrazin die Erkenntnis, sein Amt freiwillig aufzugeben."

Reiner Metzger, stellvertretender taz-Chefredakteur:

"Ob er bleibt, das weiß bei der Berliner SPD keiner, am wenigsten Sarrazin selbst. Jeder im Senat und viele in der SPD verstehen, dass nach jahrzehntelangem Schludern der Landeshaushalt nur noch von einem wie dem eisernen Thilo verwaltet werden kann. Und der verbreitet überzeugend den Anschein, dass ihn alle Anfeindungen nicht im Geringsten berühren. Unter dem Strich vermuten wir aber einen Abgang Sarrazins vor 2006."

trance-x
September 19th, 2004, 10:36 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704580.html
Polen zieht es an die Spree
Seit dessen EU-Beitritt nutzen auch viele Berliner häufiger als früher die Vorzüge des Nachbarlandes
Von Florentine Anders

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89436.jpg
Jacqueline Gornickel (l.) und Mandy Beckmann präsentieren polnische Produkte aus dem Angebot der Orlen-Tankstelle an der Prenzlauer Promenade
Foto: Schulz
Die Polen kommen. Die Spuren der östlichen Nachbarn in Berlin haben sich seit dem EU-Beitritt im Mai spürbar vermehrt. Umgekehrt werden aber auch immer mehr Berliner östlich der Oder aktiv. Im Juni dieses Jahres kamen 6,3 Prozent mehr Touristen aus Polen in die deutsche Hauptstadt als im gleichen Vorjahresmonat. In den ersten sechs Monaten des Beitrittsjahres 2004 kamen 14 717 Polen nach Berlin, das waren 21 Prozent mehr als noch im Jahr 2000.

Die Berliner starten ihrerseits seit Polens EU-Beitritt häufiger in Richtung Oder. Bereits im Frühjahr setzte ein regelrechter Ansturm auf das polnische Fremdenverkehrsamt in der Kurfürstenstraße ein, der seither kaum nachgelassen hat. "Wir könnten gut noch einige Telefonistinnen gebrauchen, um alle Anfragen zu beantworten", sagt ein Mitarbeiter. Gefragt seien vor allem Städtereisen nach Krakau, Danzig oder Stettin. Viele wagten jetzt, da es an der Grenze kaum noch Wartezeiten gibt, auch einen Kurztrip.

Das bestätigt auch Jazek Barelkowski vom Reisebüro Darpol in Charlottenburg. "Die neu gewonnenen Touristen aus Berlin bevorzugen kurze Schnupperfahrten, um sich zu überzeugen, dass sie mit dem eigenen Auto auch wieder zurückkommen", sagt Barelkowski schmunzelnd. In den Köpfen kursierten noch viele Vorurteile. Zunehmend gefragt seien auch Kurreisen. Massagen oder Bäder seien in den polnischen Kurorten um ein Vielfaches günstiger als in Deutschland, erklärt der Reisespezialist, der gleichzeitig Chef des Klubs der polnischen Kaufleute in Berlin ist.

Vor allem kleinere Unternehmen aus Berlin und Polen nutzen den Klub als Kontaktbörse. Seit dem EU-Beitritt kämen täglich neue Nachfragen für kleine Kooperationen. Da suchen Gemüsehändler günstige Zulieferer in Polen, und Baufirmen lassen Schreinerarbeiten jenseits der Oder ausführen. Es gebe sogar schon einige polnische Firmen, die sich in Berlin mit kleineren Filialen versuchten.

Eine von ihnen ist der Herrenausstatter "Bytom", benannt nach der schlesischen Stadt, der im Mai auf dem Kurfürstendamm am U-Bahnhof Adenauerplatz eine Filiale eröffnet hat. "In Polen ist Bytom ein bekannte Marke, die für hohe Qualität und einen klassisch-eleganten Stil steht", sagt Barelkowski. In Berlin scheine der Name jedoch weniger zu ziehen. Mehr Glück habe der ebenfalls kürzlich eröffnete Kudamm-Schuhladen mit dem Namen "Rossini", der seine Ware aus dem polnischen Stolp bezieht.

Auch der polnische Ölkonzern Orlen macht im Berliner Stadtbild auf sich aufmerksam. Derzeit werden 18 BP-Tankstellen mit den weiß-roten Nationalfarben des Nachbarlandes umgestaltet. Und auch wenn die Spritpreise nicht mehr ganz denen in Polen entsprechen, so sind sie doch häufig immer noch günstiger als bei den anderen großen in Berlin tätigen Ölkonzernen. Berliner, die in ihrem Polen-Urlaub die dortigen Lebensmittel schätzen lernten, werden sich außerdem über das Shopangebot freuen, wo neben bekannten Marken auch polnische Biere und Lebensmittel im Regal stehen.

Doch auch der hiesige Einzelhandel profitiert von dem neuen Beitrittsland. "Angesichts der dynamischen Kaufkraft und des Konsum-Nachholbedarfs setzt der Einzelhandel hohe Erwartungen in die polnischen Kunden", sagt Nils Busch-Petersen, Chef des Berliner Einzelhandelsverbandes. Kaufhof am Alexanderplatz hat seit Mai ein Sonderangebot für die Nachbarn - mit Einkaufsgutschein, Hotelübernachtung im Park-Inn und Besuch im Friedrichstadtpalast. "Genaue Zahlen gibt es noch nicht, aber wir haben in den vergangenen Wochen eine deutliche Zunahme des Interesses an den Coupons festgestellt", sagt Dieter Zeih von der Geschäftsführung des Warenhauses. Der Einzelhandelsverband lässt jetzt das Kaufverhalten der Menschen in Danzig, Breslau, Warschau und Posen analysieren, um die Kaufkraft noch besser abschöpfen zu können.

Während die polnischen Besucher gern zum Shoppen nach Berlin kommen, lassen die Berliner ihr Geld in Polen vor allem im Dienstleistungssektor. Einen Boom erleben die Zahnärzte nahe der Grenze. Denn seit dem 1. Mai übernehmen die deutschen Krankenkassen ihren Anteil auch bei einer Behandlung in Polen. Die Kosten für die Selbstbeteiligung fallen bei den Nachbarn jedoch wesentlich günstiger aus als in Deutschland, denn Gehälter, Mieten und Laborkosten sind geringer. Die AOK rät jedoch, vor einer Behandlung die Gewährleistungsansprüche zu prüfen.

"Besonders attraktiv für Berliner sind auch polnische Autowerkstätten", sagt Barelkowski. Das Lackieren eines Wagens koste in Polen beispielsweise nur die Hälfte des deutschen Preises. Sei vor dem EU-Beitritt für viele Privatpersonen der Zoll an der Grenze noch ein Hindernis gewesen, so stehe dem Dienstleistungs-Ausflug heute nichts mehr im Wege.

trance-x
September 19th, 2004, 07:29 PM
ladenschluss offenbar vor dem aus ... zeit wirds ...

hertha ./. stuttgart = 0:0
http://www.sport1.de/coremedia/pics/27/02/16/8x335x150x82,property=original.jpg

ein weiteres remis fuer hertha. es gab bisher nur solche. scheint auch voellig egal zu sein, gegen wen oder mit wievielen sie spielen, am schluss kommt immer ein unentschieden raus. irgendwie glaube ich aber, dass sich das gegen hamburg aendern wird ...

Max BGF
September 20th, 2004, 10:12 AM
Kann gut sein, daß der HSV gewinnt. Zeit wär´s und Totgesagte leben länger.
Sagst Du den Herthanern vielleicht, daß andauernde Remis seit der 3-Punkte-Regel wenig erstrebenswert sind.

In dem Morgenpost-Zitat steht:
...Qualität gehe vor Qualität...Ach so ist das.

@trance, dann bin ich ja beruhigt. Ich hatte nämlich schon befürchtet, von Sony bliebe außer dem Center nichts mehr in Berlin. Das hätte dann wirklich leicht Mahnmal-Symbolik ausgestrahlt. So ist´s mir lieber :) :okay: :wave:

trance-x
September 20th, 2004, 01:15 PM
Kann gut sein, daß der HSV gewinnt. Zeit wär´s und Totgesagte leben länger.
du glaubst also, dass der HSV gewinnt oder was moechtest du damit sagen? ;)


trance, dann bin ich ja beruhigt. Ich hatte nämlich schon befürchtet, von Sony bliebe außer dem Center nichts mehr in Berlin. Das hätte dann wirklich leicht Mahnmal-Symbolik ausgestrahlt. So ist´s mir lieber
deine uebliche freu-befuerchtung eben ... :lol:


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story704718.html
http://morgenpost.berlin1.de/layout/nav/logo.gif ... Kunstsammlerin in Jeans und Stilettos
"Ich finde Berlin irre hip, es rockt total", sagt Julia Stoschek, die in der Hauptstadt ein Netzwerk aufbaut
http://www.brose.de/shared/img/personen/buestenenthuellung01_web.jpg
links: Julia Stoschek

"Der typische Sammler ist männlich, 60 und Großindustrieller", sagt Julia Stoschek. Die Repräsentantin der jüngeren Kunstsammler-Generation ist Gesellschafterin eines Familienunternehmens, 29 und trägt Stilettos zu Röhrenjeans. Seit dem Wochenende gehört die Betriebswirtin zum Direktoren-Board der "KunstWerke" an der Auguststraße 69. Anlässlich des Einstandsdinners, das die Kunstsammlerin in der ehemaligen Margarinefabrik in Mitte gab, kamen 120 Gäste, darunter Galerist Markus Richter, Installations-Provokateur Mauricio Cattelan, Sammler Thomas Ollbricht, Kurator Heiner Bastian sowie die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Antje Vollmer (Grüne).

Kein schlechter Start, den Julia Stoschek in der deutschen Hauptstadt hingelegt hat. Die Sammlerin ist neu in der Berliner Gesellschaft - und wird demnächst auf jeder Gästeliste stehen. Sämtliche Männer, die am Wochenende im Café Gagarin in Prenzlauer Berg sitzen, begutachten die herannahende "Erscheinung Stoschek" höchst aufmerksam. Die Herren an den Nebentischen machen zudem allesamt lange Ohren. Sie wollen unbedingt mithören, was Julia Stoschek über sich zu erzählen hat.

Ihre Kindheit verlebte sie in Coburg. Aufgewachsen ist sie in einem "modernen Unternehmerhaushalt, in dem Begriffe wie Qualität und Effizienz zählen". Dann Abitur, Reiten im Bundeskader der Dressurreiter, vier Pferde, zwei Porsche - ein alter 356er und ein neues Cabrio. In Bamberg studierte sie Betriebswirtschaft, ihre Praktika mit Schwerpunkt Kunst- und Kulturmanagement absolvierte sie in New York und München.

1908 gründete Julia Stoscheks Urgroßvater Max Brose in Berlin sein Unternehmen für Automobil- und Flugzeugzubehör. Heute beschäftigt Brose knapp 7000 Mitarbeiter. Maximal ein Zehntel des Jahresüberschusses wird an die Gesellschafter ausgeschüttet. Julia Stoschek legt einen Teil ihres Vermögens in zeitgenössischer Kunst an. Seit eineinhalb Jahren baut sie eine Sammlung auf. Zu ihrer Kollektion zählen Werke der serbischen Performance-Künstlerin Marina Abramovic, der New Yorker Fotografin Taryn Simon, des Filmkünstlers Doug Aitken sowie Raum-Installationen der Künstlerin Mika Rottenberg - der derzeitige Geheimtipp der Sammlerin.

In Düsseldorf lebt Julia Stoschek mit Mischlingshündin Mumphy und ihrem Freund, dem Sportmanager Stefan Adam. In Berlin steht ihr Koffer im 15. Stock des Beisheim-Centers. Zur neuen Repräsentanz des Unternehmens Brose gehört natürlich auch ein Raum, in dem Julia Stoschek zukünftig einen Kunst-Salon einrichten möchte. "Sammeln bedeutet für mich bewahren und beschützen", sagt sie überzeugt. "Die Kunst hat mich verführt. Seit zwei Jahren beschäftige ich mich mit nichts anderem als Kunst. Ich bin sehr glücklich, dass ich das machen kann."

Wie unterscheidet sie gute von schlechter Kunst? "Intuitiv. Gute Arbeiten haben immer eine herausragende Aura und Präsenz." Zu Julia Stoscheks Mentoren gehört Foto-Künstlerin Katharina Sieverding, ihre Vorbilder sind Peggy Guggenheim und Erika Hoffmann. Für ihre Sammlung will Julia Stoschek demnächst bei Mathew Barney (Performance, Videokunst, Skulpturen) vorsprechen. Außerdem hätte sie gern Werke von Thomas Demand. Der Hyperrealist fotografiert Räume, baut sie aus Pappe nach und fotografiert dann das Ergebnis.

Demand lebt und arbeitet in Berlin, in jener Stadt, in der Julia Stoschek in diesen Tagen beginnt, ihr Netzwerk aufzubauen. "Ich finde Berlin irre hip, es rockt total", sagt die junge Sammlerin. Für ihre Streifzüge durch die Hauptstadt-Galerien tauscht Julia Stoschek ihre Stilettos oft gegen rosafarbene Turnschuhe: "So viel Pop in der Kunst muss sein."



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story704719.html
Hans-Peter Wodarz, Chef des Erlebnistheaters Pomp Duck and Circumstance, erwartete gestern Abend Joe Jackson, 75, zur Show "Köche, Krone, Kritiker" . Der Vater von Michael Jackson ist zurzeit in Deutschland auf Promo-Tour für seinen 255-Seiten-Wälzer "Die Jacksons - Die Wahrheit über die erfolgreichste Familie der amerikanischen Musikgeschichte". Jacksons Berliner Freunde hatten ihm das Pomp-Duck-Zelt empfohlen. Der 75-Jährige kam gestern aus Wien nach Berlin, war zuvor in Zürich. Wodarz: "Bislang kannte ich noch niemanden aus der großen Jackson-Familie."

Gary Wallis, legendärer Schlagzeuger, der schon bei Pink Floyd gespielt hat, war beim exklusiven Showcase von Marianne Rosenberg im Meistersaal (Köthener Straße, Kreuzberg) aktiv dabei. Die erblondete Sängerin präsentierte Songs aus ihrem neuen Album "Für immer wie heute". Produzent und Entdecker Joachim Heider stieß mit seinem Star auf eine rund 30-jährige Karriere an, eine Seltenheit im schnelllebigen Showbusiness. Übrigens: In den Studios an der Köthener Straße fing die Karriere von Marianne Rosenberg einst auch an.

Einmal neben TV-Serienstar Anne Kasprik in Berlin vor der Kamera stehen: Für Rita Schmidt aus Süddeutschland ging dieser Wunsch in Erfüllung. Sie ersteigerte bei Ebay eine Komparsenrolle in der Berliner RTL-Polizeiserie "Abschnitt 40". Die Rolle wurde vom Privatsender und der Filmproduktionsfirma Typhoon Networks AG für die Charity-Organisation "Vernetzte Welt für Kinder" (Schirmherrin: Christina Rau) zur Verfügung gestellt. Zurzeit wird die dritte Staffel der Serie gedreht, die 2001 startete und schon den Deutschen und den Bayerischen Fernsehpreis gewonnen hat.

Gitarrist Marc Terenzi. Der Ehemann von Hit-Röhre Sarah Connor spielt mit seinen "Natural"-Bandkollegen um 19 Uhr im Columbiaclub.

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber ist für eine Pressekonferenz zum Thema Rundfunkgebühren in der Hauptstadt.



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story704669.html
Länder gegen Ladenschluss
Berlin noch unschlüssig - Einzelhändler fordern gleiche Regeln für alle

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/pop_89484.jpg
Die Kunden könnten an Werktagen bald rund um die Uhr einkaufen, wenn die Ladenschluss-Bestimmungen kippen

Berlin/Hamburg - Die Bundesländer machen Ernst im Kampf gegen die gesetzlichen Ladenschlusszeiten. Zehn Länder wollen die Öffnungszeiten an allen Werktagen freigeben und Einkaufen rund um die Uhr erlauben. Im Bundesrat haben sie sich einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge auf einen Gesetzentwurf der baden-württembergischen Landesregierung geeinigt, wonach künftig die Länder für den Ladenschluss zuständig sein sollen und nicht mehr der Bund. Das Bundesverfassungsgericht hatte mit seinem Urteil im Juni klar gestellt, dass eine Neuregelung der Ladenöffnungszeiten Ländersache sei.

Für die Freigabe haben Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen plädiert. Nur das Saarland will die Öffnungszeiten nicht verändern, fünf Länder haben sich noch nicht entschieden. Dazu gehört auch Berlin. "Wir vertreten die Position, dass das Bundesgesetz aufgehoben wird und die Länder eigene Gesetze erlassen können", sagte der Sprecher des Berliner Wirtschaftssenators, Christoph Lang, der Berliner Morgenpost. Vor allem in Tourismusgebieten solle dann in Absprache mit dem Handel langes Einkaufen möglich gemacht werden. Eine völlige Abschaffung des Ladenschlusses bedeute das aber nicht, betonte Lang.

Für die sprach sich dagegen Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Berliner Einzelhandels, aus. "Wenn wir Berlin zur Shopping-Metropole machen wollen, dann müssen wir weg vom Ladenschluss an Werktagen", sagte Busch-Petersen. "Ich bin überzeugt, dass Berlin sich an die Spitze der Bewegung setzen wird."

Noch ist das Ladenschlussgesetz jedoch ein Bundesgesetz, und der Bund müsste die Länder zunächst ermächtigen, eigene Regelungen aufzustellen. Im Bundestag gab es zuletzt große Vorbehalte dagegen, und Beobachter gingen davon aus, dass zumindest in dieser Legislaturperiode keine Entscheidung mehr fallen werde. "Allerdings hat das Ladenschlussgesetz in letzter Zeit eine sehr große Eigendynamik entwickelt", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, der Berliner Morgenpost.

Die Sympathien von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement für eine Zuständigkeit der Länder seien bekannt, bestätigte Alexander Schieferdecker vom Ministerium auf Anfrage. Clement selbst hatte zuletzt erklärt, "eine Regelung durch die Länder würde die Chance für eine möglichst flexible, unbürokratische und den Verhältnissen vor Ort angepasste Handhabung des Ladenschlusses eröffnen".

Auch der HDE erkennt mittlerweile eine "klare Tendenz, die Werktage freizugeben", so Pellengahr gegenüber dieser Zeitung. Allerdings habe es für den Verband "höchste Priorität", dass es auch in einer Zuständigkeit der Länder eine bundesweit einheitliche Regelung gebe. "Wir wollen keine Wettbewerbsverzerrungen im Handel", sagte der Sprecher. Geht es nach dem HDE, sollten die Einzelhändler an Werktagen künftig selbst über die Öffnungszeiten ihrer Geschäfte bestimmen können, für Sonntage könnte demnach eine Obergrenze von vier verkaufsfreien Tagen im Jahr gelten. Diese sollten frei vergeben werden können, so Pellengahr. Für touristische Gebiete könnten die Länder zudem Sonderregelungen treffen. koj

trance-x
September 20th, 2004, 01:21 PM
MoMA: Abschied mit großem Feuerwerk
1,2 Millionen Besucher sahen erfolgreichste europäische Kunstausstellung

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89476.jpg
Das Feuerwerk gestern Abend über der Neuen Nationalgalerie ... Foto: ddp

Berlin - Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk ist gestern Abend die MoMA-Ausstellung in Berlin zu Ende gegangen. 1,2 Millionen Besucher kamen in die Neue Nationalgalerie und machten die Schau so zur erfolgreichsten europäischen Kunstausstellung aller Zeiten. Am letzten Tag strömten noch einmal Tausende Menschen ins MoMA. Sie nahmen bis zu sieben Stunden Wartezeit in Kauf, ehe sie die 212 Kunstwerke aus dem New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) bestaunen konnten. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit 700 000 Besuchern gerechnet.

Etwa 70 Prozent aller Besucher waren Touristen. An den letzten vier Tagen der seit Februar laufenden Ausstellung waren die Gemälde rund um die Uhr zu bewundern. Selbst früh morgens um 5 Uhr musste stundelanges Warten in Kauf genommen werden. "Das war die Hölle", sagte eine Mitarbeiterin der Galerie.

Während des Feuerwerks wurde ein Besucher schwer verletzt, als er von einer Balustrade gegenüber der Neuen Nationalgalerie rücklings mehrere Meter tief in eine Böschung stürzte.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704723.html
Bye-bye, MoMA!
In sieben Monaten kamen 1,2 Millionen Besucher
Von Anemi Wick

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89490.jpg
Endspurt: Finaler Ansturm auf die letzten MoMA-Tickets ... Foto: AFP

Die MoMA-Ausstellung in Berlin ist gestern Abend zu Ende gegangen. Der Andrang blieb bis zuletzt ungebrochen. Am letzten Tag hatten noch einmal tausende Besucher stundenlang gewartet, um die 212 Meisterwerke des New Yorker Museums of Modern Art bewundern zu können. Doch schon seit dem Nachmittag konnten sich keine Besucher mehr an der Schlange anstellen, da die Ausstellung nur noch bis 22 Uhr geöffnet war. Als letzter Besucher wurde gegen 22.15 Uhr ein japanischer Student von den Zuschauern mit demonstrativem Beifall verabschiedet.

Als am frühen Morgen SMS versandt wurden, dass die Wartezeit unter 45 Minuten betrage, waren so viele Menschen zur Galerie gestürmt, dass die Wartezeit binnen kurzem erneut auf sechs Stunden hochschnellte. Alle wollten noch möglichst viele Eindrücke mitnehmen, die weltberühmten Meisterwerke auf den letzten Drücker live erleben, bevor die Bilder unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zurück nach New York transportiert und dort ab dem 20. November der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Berlin hatte im Wettbewerb mit Paris und London sowie amerikanischen Städten den Zuschlag für die erste umfassende Leihgabe aus der MoMA-Sammlung bekommen. 1,2 Millionen Menschen - 750 000 Berlin-Besucher kamen nur deswegen in die Stadt - haben seit dem 20. Februar die Neue Nationalgalerie besucht.

Zum Abschluss hatte die Schau seit Donnerstag rund um die Uhr geöffnet. Innerhalb von 24 Stunden wanderten 20 000 Menschen durch die Säle. "Wir hatten im Vorfeld keine Ahnung, wie die durchgehenden Öffnungszeiten von den Besuchern aufgenommen werden", sagte Daniel von Bernstorff vom MoMA-Projektbüro. "Aber selbst abends ab 23 Uhr haben die Leute sechs bis sieben Stunden gewartet." Das lange Warten wurde zum Event für sich. Ein Geigenspieler unterhielt die Wartenden mit seiner Musik. Ein junges Paar, das es sich draußen vor der Kaffeebude gemütlich gemacht hatte, sagte: "Nein, wir gehen nicht in die Ausstellung. Wir wollen nur ein bisschen Schlange gucken."

Überschattet wurde die Abschlussfeier von einem Unglücksfall unter den Schaulustigen des farbenprächtigen Feuerwerks. Ein Zuschauer war von den steinernen Balustraden der Staatsbibliothek gegenüber der Neuen Nationalgalerie rücklings mehrere Meter tief in eine Böschung gestürzt und verletzte sich offenbar schwerer. Die Feuerwehr war mit Notärzten am Ort und brachte den Mann in ein Krankenhaus.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704722.html
Der lange Weg zur Flick-Ausstellung
Offizielle Eröffnung am Mittwoch - Zehn Fragen zur Sammlung des Industriellen-Erben
Von Corinna Schlag

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89489.jpg
Kunstsammler Friedrich Christian Flick neben dem Gemälde "Der junge progressive Arzt" des verstorbenen Berliner Künstlers Martin Kippenberger ... Foto: AP

1,2 Millionen Menschen haben sich bis gestern die MoMA-Werke aus New York angesehen. Von heute an hat die Hauptstadt ein neues Kulturhighlight. Eines, das seit Wochen die Gemüter von Künstlern, Feuilletonisten und Politikern erhitzt, Gegner und Befürworter heftig streiten lässt.

"Blutgeld", "Weißwäsche" und "Göring-Collection" - an diesen Schlagworten entzündete sich die Debatte, die Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden, anführte. Wie kaum eine andere Familie waren die Flicks mit den Machenschaften des NS-Regimes verwoben. Es geht um Familiengeschichte, Entschädigung, Freiheit der Kunst. Im Zentrum all dessen steht die wohl bedeutendste Privatsammlung zeitgenössischer Kunst, die des Industriellen-Erben Friedrich Christian Flick.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit half, die Sammlung nach Berlin zu holen. Heute wagen 50 ausgewählte Gäste einen ersten Blick, morgen eröffnet Bundeskanzler Gerhard Schröder die Ausstellung offiziell, von Mittwoch an können wir alle sie sehen. 600 Journalisten haben sich zur Eröffnung angemeldt. Die Berliner Morgenpost beantwortet zehn Fragen rund um die Sammlung:

Wer ist Friedrich Christian Flick? Der 60 Jahre alte Unternehmer und Kunstsammler ist Enkel und Miterbe des verstorbenen Friedrich Flick, des Begründers des Flick-Konzerns. Dieser zählte zu den größten Rüstungslieferanten des NS-Regimes und beschäftigte tausende Zwangsarbeiter. Als Privatperson weigerte sich Friedrich Christian Flick, in den von der Wirtschaft aufgelegten Entschädigungsfonds einzuzahlen. Stattdessen gründete er als "Geste der Versöhnung" mit fünf Millionen Euro eine Stiftung gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.

Was ist die Flick-Collection?
Die Sammlung umfasst 2000 bis 2500 Werke (je nachdem, wie man sie zählt, eine Eintragung im Inventarverzeichnis kann auch eine Gruppe von Werken sein) von 150 Künstlern des 20./21. Jahrhunderts und gilt als eine der prominentesten und renommiertesten Privatsammlungen. Ihr geschätzter Wert: zwischen 100 und 300 Millionen Euro.

Warum wird die Sammlung in Berlin gezeigt? Anfang 2002 plante Flick zunächst, der Stadt Zürich ein Museum zu schenken. Die Schweizer lehnten auf Grund seiner Familiengeschichte ab. Eine frühere Idee, das Museum gemeinsam mit Guggenheim in Dresden zu eröffnen, ließ Flick ebenfalls fallen. Klaus Wowereit regte an, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz solle die Sammlung in die Hauptstadt holen. Vor allem Kunstsammler und -mäzen Heinz Berggruen setzte sich in der Folge stark für diese Idee ein, 2003 wurde ein entsprechender Vertrag geschlossen.

Was sind die Argumente der Gegner? Salomon Korn, Vizevorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, kritisiert, Flick wolle mit der Ausstellung die Geschichte seiner Familie "reinwaschen". Aktionskünstler Hans Haacke sagt, "es ist Sklavenarbeit, die die Sammlung mitfinanziert hat". Flicks Schwester Dagmar Ottmann wehrt sich gegen die generelle Kritik an der Familie und meint, ihr Bruder instrumentalisiere die Kunst. Sie plädiert für eine Verschiebung der Ausstellung und betont, die Sammlung ihres Bruders sei "glänzend genug, dass sie nicht die Voranstellung des symbolbelasteten Familiennamens" brauche.

Welche Argumente bringen die Befürworter vor? Monika Griefahn, SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Kulturausschusses, betont, Flick "habe sich sehr früh aus dem Unternehmen seines Großvaters zurückgezogen". Kurator Eugen Blume warnt davor, Kunst "in Haft" zu nehmen, sie sei nicht dafür gemacht, "im Tiefkühlfach" weggesperrt zu werden.

Wo sind die Werke zu sehen? Die Sammlung wird im Hamburger Bahnhof und in den von Friedrich Christian Flick für 7,5 Millionen Euro umgebauten Rieck-Hallen, einstigen Lager- und Speditionshallen, gezeigt. An der Invalidenstraße 50-51 in Moabit ist auf insgesamt 13 000 Quadratmetern - diese Größe entspricht der Ausstellungsfläche der bedeutenden Kunstschau documenta in Kassel - zunächst ein Drittel der Sammlung zu sehen, die innerhalb der kommenden sieben Jahre in weiteren Teilen gezeigt werden soll.

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Was ist die Hauptattraktion? Superstar der Sammlung ist der Amerikaner Bruce Nauman, von dem Flick die weltweit größte Sammlung besitzt. Von ihm sind viele Medien zu sehen - von Video-Installationen über Wachsskulpturen und Wandobjekte bis hin zu Zeichnungen und Malerei.

Welche Künstler werden außerdem gezeigt? Insgesamt sind zunächst die Werke von 39 Künstlern zu sehen, darunter Arbeiten von Jason Rhoades (38), der Bau- und Alltagsmaterialien zu gigantischen Rauminstallationen anhäuft, gezeigt werden Paul McCarthys pornographisch angehauchte "Bilder der Erniedrigung". Zudem besitzt Flick auch mehrere Werke des 1997 verstorbenen Berliner Künstlers Martin Kippenberger, die mit ironischem Witz die Realität aufbrechen. Auch Skulpturen des Wieners Franz West, Gemälde des Belgiers Luc Tuymans (55) und Videoinstallationen der Schweizerin Pipilotti Rist sind ausgestellt.

An welchen Tagen und zu welchen Zeiten kann man die Schau besuchen? Von Mittwoch an ist die Sammlung Friedrich Christian Flick erstmals für das allgemeine Publikum von 10 bis 22 Uhr zu geöffnet. Von Donnerstag an bis zum 23. Januar 2005 kann die Ausstellung jeweils dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr besucht werden.

Wie viel kostet der Eintritt? Der Eintritt beträgt 9, erm. 4 Euro.

trance-x
September 20th, 2004, 01:34 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story704758.html
Es geht zügig voran
Anhalter Bahn soll im Frühjahr 2006 in Betrieb gehen
- längste Bahnüberführung
Von Peter Oldenburger

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_89493.jpg
Stahl und Beton für die Anhalter Bahn: Am Prellerweg entsteht Berlins längste Bahnüberführung ...Foto: Schulz

Während der geplante Wiederaufbau der Dresdner Bahn noch eine Gleichung mit vielen Unbekannten ist - Anwohner haben, wie berichtet, Klage dagegen ankündigt, dass der Bund die Strecke ohne einen Tunnel durch Lichtenrade bauen will, kommt der Trassenbau der Anhalter Bahn nach Leipzig zügig voran.

"Alles verläuft plan- und zeitgemäß, die Inbetriebnahme der Nord-Süd-Verbindung im Frühjahr 2006 ist nicht in Gefahr", sagt Projektleiter Ralf Mattuschka.

Noch gleicht der Wiederaufbau auf Berliner Boden einer Kette von Großbaustellen, doch rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Berlin wird die Fahrzeit von der Hauptstadt zur Messestadt Leipzig auf der neuen Strecke dann um eine halbe Stunde auf 59 Minuten schrumpfen.

Mit 7165 Metern Länge ist die Baustelle für die Anhalter Bahn unangefochten diejenige mit der größten Ausdehnung im Bezirk. Von der brandenburgischen Landesgrenze /Berliner Stadtgrenze im Süden bis zum künftigen Fernbahnhof Papestraße nördlich der Bezirksgrenze Steglitz-Zehlendorf ziehen sich die zwei Bauabschnitte durch die Ortsteile Südende, Lankwitz und Lichterfelde.

40 Millionen Euro kosten allein die zwei durch Steglitz verlaufenden, 3,8 und 3,3 Kilometer langen Bauabschnitte mit sieben neuen Straßenbrücken und -unterführungen. Sie sind bautechnisch zumeist bereits vollendet sind. Im August wurden der erneuerte Fußgängertunnel vom Rathaus Lankwitz zur S-Bahnstation, die benachbarte Brücke sowie die neue Brücke über den ehemaligen Grenzkontrollweg in Lichterfelde Süd fertig gestellt.

"Im Herbst werden auch die Brücke über den Teltowkanal und eine Stützwand an der Crailsheimer Straße so weit sein. Noch im September werden die zwei Aufgänge zu den neuen Bahnsteigen der künftigen Regionalbahnstation Lichterfelde Ost fertig", blickt Diplom-Ingenieur Mattuschka optimistisch voraus.

Am weitesten vorangeschritten ist der im November 2002 begonnene Bauabschnitt II von der südlichen Stadtgrenze bis Lichterfelde Ost am Kranoldplatz mit fertigem Doppelgleis, montierten Leitungsmasten und Lärmschutzwänden.

Es fehlen nur noch die Signal- und Sicherheitstechnik. Außerdem müssten noch die Oberleitungen gezogen und die Kabelkanäle bestückt werden.

Noch im Laufe der Herbstmonate wird auch nördlich des Bahnhofs Lichterfelde Ost mit dem Gleisbau begonnen. "Die Materiallieferung dafür wird bereits auf dem neuen Schienenstrang erfolgen. Damit kann erheblicher Transportverkehr per Lkw vermieden werden", betont Projektleiter Mattuschka.

Bis Frühjahr 2005 soll der Schienenstrang die Kreuzung mit der Dresdner Bahn erreichen.

Dort entsteht derzeit übrigens in Höhe Prellerweg die mit 700 Metern längste Bahnüberführung Berlins, der "Overfly" der Dresdner Bahn über die Anhalter Bahn in Richtung Marienfelde.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story704701.html
Mehr Glanz: Festspiele planen internationales Musikfest
Die Berliner Festspiele planen vom Herbst 2005 an ein neues internationales Musikfest mit renommierten Orchestern. Eine enge Zusammenarbeit ist vor allem mit den Berliner Philharmonikern unter ihrem Chefdirigenten Simon Rattle geplant, wie eine Sprecherin der Festspiele gestern mitteilte. Neben Höhepunkten mit klassischer Musik soll es aber auch Uraufführungen geben. Das Festival soll stets im September stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt wurden mehr als 50 Jahre lang die Berliner Festwochen mit einer Mischung aus Musik und Theater veranstaltet. Den Theaterbereich wird künftig das neue Festival "spielzeiteuropa" abdecken, das im Oktober beginnt. dpa



http://www.tagesspiegel.de/tso/aktuell/artikel.asp?TextID=42560
Berliner Senat verbietet Islamistenkongress
Der umstrittene Islamistenkongress in Berlin ist vom Senat verboten worden. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte im Innenausschuss, die Grenzen dessen, was in Deutschland zulässig sei, seien mit dem Aufruf zu dem Kongress weit überschritten worden.
http://www.tagesspiegel.de/bilder/aktuell/040920koerting_13x12.jpg

Berlin (20.09.2004, 13:06 Uhr) - Man wolle mit allen Mitteln gegen die geplante Veranstaltung und mögliche Ersatzveranstaltungen vorgehen, sagte Körting am Montag in Berlin.
Bereits am Wochenende wurde einer der Hauptinitiatoren des für Anfang Oktober geplanten Kongresses aus Deutschland ausgewiesen. Zu dem Treffen war im Internet aufgerufen worden. Darin war der Widerstand gegen «amerikanischen, zionistischen Terror» bejaht worden. Mehrere islamische Gemeinschaften hatten sich von dem geplanten Kongress distanziert. (tso/dpa)

trance-x
September 20th, 2004, 01:48 PM
http://www.tagesspiegel.de/politik/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/20.09.2004/1370518.asp#art
Wahlen im Osten
Zeichen der Wende
Von Lorenz Maroldt

http://www.dvu-fraktion-brandenburg.de/Fraktion/Landtag/Landtagsbild.jpg
Landtag Brandenburg/Potsdam

Ganz so einfach, wie sich manche wünschen, funktioniert Politik dann doch nicht, das haben die Wahlen in Sachsen und Brandenburg gezeigt. Für die CDU und die PDS ist das gar nicht so gut, für die SPD ein bisschen besser. Was bisher nur ein Grummeln war in der erfolgsgewohnten Union und ein selbstbewusstes Lächeln im Gesicht des angeschlagenen Kanzlers, ist jetzt mit Zahlen zu belegen: Angela Merkel wird nicht wie von selbst ins Kanzleramt getragen; die SPD kann doch noch eine Regierung verteidigen; und nur einfach nein und jetzt reicht’s zu sagen, reicht vielleicht für ein paar Prozent am rechten Rand, aber der PDS nicht zum Regieren.

Bereits in den vergangenen Wochen war ein Stimmungswandel zu spüren. So wurde aus den Anti-Hartz-Protesten keine wirkliche Massenbewegung, und der Wahlsieg der CDU im Saarland konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Partei in absoluten Zahlen viele Wähler verliert. Auch ein Blick auf die Wahlbeteiligung, die in Sachsen und Brandenburg besser ist als befürchtet, zeigt, wohin es jetzt gehen könnte: nicht immer weiter nur in eine Richtung. Eine Mehrheit im Osten hat demonstriert, dass sie zur Demokratie steht, aber auch, dass sie Alternativen will – und Ehrlichkeit nicht zwangsläufig bestraft.

Davon hat in Brandenburg Matthias Platzeck profitiert, der in den letzten Wochen vor der Wahl die Reformen der Bundesregierung gegen die vorherrschende Stimmung verteidigte. Er konnte das – anders als Schönbohm, der seine Kampagne kurz vor der Wahl noch mal umwarf – auch deshalb so gut, weil er authentisch wirkt. Das macht ihn auch wieder sehr interessant für Schröder. Dagegen hat in Sachsen Georg Milbradt das Kokettieren mit den Reformgegnern eher geschadet; er büßte Glaubwürdigkeit ein – und kräftig Prozente. Die PDS schließlich muss erkennen, dass es im Osten trotz des Gefühls, Verlierer zu sein, auch Misstrauen gibt gegen zu einfache, billige Lösungen komplexer Probleme, zwar nicht bei allen Wählern, aber bei der Mehrheit von ihnen. Was die CDU betrifft, kommt eine Ahnung dazu: Es würde mit ihr nicht unbedingt alles besser. Vielleicht sogar eher schlechter, jedenfalls aus Sicht derer, die sich vor den Reformfolgen fürchten. Da wirkt sich jetzt aus, woran die Union derzeit leidet: Sie zeigt weniger eine Alternative auf, als vielmehr ihre Widersprüche. So wirkt der eine Teil der Partei kaltherzig-technokratisch, der andere verwirrend altsozialdemokratisch. Es stimmt schon, was die CSU befürchtet: Die Merkel-CDU deckt das alte Unionslager nicht vollständig ab. Es gelingt ihr zum Beispiel nicht, die Wähler an sich zu binden, die es jetzt mal mit Rechtsradikalen probierten. Eine klare Abgrenzung der Union zu extremen Positionen und Parolen ist zwar aus polithygienischen Gründen zu begrüßen; strategisch aber wird das ein Problem.

Das Abschneiden von DVU und NPD mag manchen erschrecken, und ein Anlass zur Sorge ist es ja auch – einer zur Panik aber nicht. Es gab und gibt in Deutschland ein gewisses Potenzial an Rechtsradikalen, die mal gar nicht wählen, mal irgendwas und mal eben eine rechtsextreme Partei. Politisch sind und bleiben sie ohne Einfluss. Es gibt auf absehbare Zeit keine andere Partei, die ein Bündnis mit DVU oder NPD eingehen würde. Zudem sind sie organisatorisch schwach. Ein Investitionshemmnis, wie manche die Wähler warnten, sind sie aus diesen Gründen nicht. Und schon gar nicht ist, wie Otto Schily behauptet, das Bundesverfassungsgericht schuld am Erfolg der NPD. Eher war es der mangelhaft vorbereitete Verbotsantrag, den das Gericht ablehnen musste. Allerdings wird man beobachten müssen, ob sich rechte Schläger und bürgerlich lebende Rassisten auf Dauer vereinen lassen, wie es der NPD jetzt gelang.

Was diese Ergebnisse zeigen: Die Union sinkt auf die Wahlen 2006 zu. Auch die SPD verliert weiter – aber es kann sich für einen SPD-Politiker lohnen, mutig zu sein und Mut zu machen. Und: Es lohnt sich für alle, den Osten nicht abzuschreiben.


http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/esg/kirchentag03/Reichstag%20Abschlussgottesdienst1.JPG

http://www.zeit.de/2004/39/2wahlen
kommentar
Die Stunde der Demokraten
Die Konsequenz aus Brandenburg und Sachsen: Zusammenhalten – für die richtige Politik und die richtige Verfassung

Von Robert Leicht für ZEIT.de

Mit Wahlergebnissen kann man vieles machen. Man kann sie zum Beispiel gründlich analysieren – und zwar bis ins kleinste Detail und so genau, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Man kann sich aber auch sehr einfach fragen, was aus ihnen politisch folgt – welchen Spielraum wer hinterher hat, welche Verpflichtungen sich daraus ergeben. Und manchmal lässt sich die lupenreine Analyse diesen politischen Imperativen auch noch anpassen.

Wir wählen heute den zweiten Weg. Was also folgt aus den Ergebnissen der Landtagswahl in Brandenburg und Sachsen?

Da gibt es zunächst einen gemeinsamen Nenner: In beiden Ländern müssen nun jene Parteien zusammen regieren, die in der gesamten Bundesrepublik die Hauptlast der politischen Verantwortung tragen – nämlich die beiden Volksparteien, also die CDU und die SPD. Man mag inzwischen über den Begriff „Volksparteien“ etwas spotten: In Sachsen liegt die SPD unter zehn, in Brandenburg die CDU unter zwanzig Prozent. Aber das Wort Volkspartei hat neben dem in einigen Teilen überholten quantitativ-statistischen Sinn (lies: „Erfolgspartei“) noch einen ernsteren Sinn: Die Sozialdemokraten wie die Christdemokraten tragen nun einmal in erster Linie dieses politische System.

Sie tragen auch die Hauptverantwortung dafür, dass grundlegende Reformen in Deutschland so lange verschleppt wurden, sie tragen die Hauptverantwortung dafür, wie sie nun in einem ersten Schritt in Angriff genommen wurden. Und wenn sie auch die Unsicherheit und Kritik des von ihnen nur zum Teil aufgeklärten Volkes in erster Linie zu spüren bekommen haben, so liegt doch eine ausgezeichnete paradoxe Logik darin, dass sie nun – wenigstens in diesen beiden Ländern – ein gemeinsames Mandat bekommen haben. Und zwar, um das gemeinsam doch für richtig Gehaltene stetig durchzuhalten – im Miteinander, nicht im Gegeneinander. Wenn sie das richtig anfangen – und nicht (oft) so drückebergerisch, wie im Wahlkampf, dann sollten sie genug Zeit dazu haben, sich den Respekt für die Reformpolitik wieder zu verdienen, wie immer sich die Stimmen dann nächstes Mal auf die beiden – nun, eben: – Volksparteien verteilen werden.

http://www.sachsen-wandern.de/weitere6/bild_1_14.jpg
Saechsischer Landtag

Und nun das Zweite: Dass die DVU im brandenburgischen Landtag bereits vertreten war, das hatten wir gewusst und längst wieder vergessen – oder so gut wie… Aber die NPD im sächsischen Landtag, das ist, wie der französische Freund uns sagt: toute une autre chose. Die dumpfe und aggressive Vulgarität des Herrn Apfel wird den Leuten dort noch zu schaffen machen – was man bereits am Wahlabend erkennen konnte, als die Fernsehleute orientierungslos schwankten zwischen der proporz-neutralen Diskursethik ( als hätten sie Jürgen Habermas nur in Überschriften gelesen) und der militanten Bekämpfung des Übels bereits in den Fragestellungen.

Dabei möchte man sich wünschen, die lieben Kollegen würden künftig die etablierten Politiker mindestens so mutig und angriffig fragen wie den Apfel, der vom Stamme fiel – und würden den neuen und in der Tat unangenehmen Phänomenen mit derselben kühlen Sachlichkeit gegenübertreten, die sie seit ewigen Zeiten für so manches leergedroschene Stroh und für so manche hohle Phrase unserer gewöhnlichen Politikerklasse aufgebracht haben.

Die demokratischen Verfassungsparteien im sächsischen Landtag sollten sich so früh wie möglich auf eine kaltblütige Reaktion auf die NPD verständigen. Und deren beste Grundlage ist - bei allem Streit - immer noch eine öffentlich gezeigte, einander respektvoll erwiesene Solidarität der Demokraten.

(c) ZEIT.de, 20.09.2004



20.09.2004 13:11
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
Touristenstrom nach Berlin bricht Rekorde - Gut 25 Prozent plus

Berlin (dpa/bb) - Der Touristenstrom nach Berlin bricht in diesem Jahr alle Rekorde. Mit 1 266 300 Übernachtungen im Juli und einem Plus von 25,2 Prozent sowie 542 700 Gästen (plus 27,9 Prozent) zeigen weiter alle Statistikkurven steil nach oben. Besonders Ausländer zog es im Sommermonat verstärkt in die deutsche Hauptstadt. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus der Ferne stieg um 31,9 Prozent auf 443 900. Das teilte das Statistische Landesamt am Montag mit.

trance-x
September 20th, 2004, 01:59 PM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2004/1367625.asp#art
Die Schrift der Welt
Das 4. Internationale Literaturfest lockt Autoren aus allen Kontinenten nach Berlin. Die wenigsten kennt man. Eine Aufklärung
http://www.rp-online.de/news/kultur/2001-0607/fotos/literaturfestival2.gifhttp://www.literaturfestival.com/images/logo_unten.gif
Am Mittwoch öffnet das Internationale Literaturfestival Berlin zum vierten Mal seine Pforten – vielleicht sollte man besser sagen: seine Schleusen. Denn es wartet mit nicht weniger als 153 Autoren aus aller Welt auf, und die meisten Namen entlocken selbst Literaturredakteuren und anderen Starklesern ein ratloses Lächeln: Hamidou Dia aus Vietnam? Eduardo Cozarinsky aus Argentinien? Fuad Rifka aus Syrien? Bedauere, nie gehört. Dabei sind sie in ihren Heimatländern geachtete, berühmte Schriftsteller und Intellektuelle. Ebenso wie Durs Grünbein, Lars Gustafsson und Les Murray werden sie alle bis zum 2. Oktober im Hebbel am Ufer 1–3 und an vielen weiteren Orten lesen. Wen sollte man sich nicht entgehen lassen? Wir haben sechs Mitarbeiter des Literaturfestivals nach ihren Highlights gefragt. Weitere Informationen unter www.literaturfestival.com. pla

Laetitia von Baeyer, 28,
betreut die Reihe Literatur auf Celluloid
Mein Liebling heißt „Gewitternacht“, ein zauberhafter Kurzfilm der kanadischen Kinderbuchillustratorin Michèle Lemieux. Wir zeigen den Film in Kombination mit einer Lesung, das ist für uns auch was Neues. Schon das Buch ist sehr hübsch: Es zeigt in vielen kleinen Schwarzweiß-Zeichnungen ein Mädchen, das nicht einschlafen kann – das soll ja auch noch Erwachsenen passieren. Draußen tobt der Sturm, Zweige peitschen ans Fenster, und dem Mädchen im Bett kommen seltsame Gedanken in den Sinn: Gibt's mich eigentlich nur einmal auf der Welt? Bin ich schön? Bin ich klug? Mag man mich? An der Wand wandern Schatten, plötzlich werden aus ihnen Monster. Der Film hat auf der Berlinale den Gläsernen Bären der Kinderjury bekommen. Und nun wird Michèle Lemieux, die fließend Deutsch spricht, erklären, wie sie den Film produziert hat (26. September, 14 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain).

Beatrice Faßbender, 32
betreut die Reihe Literaturen der Welt
Es sind zwei Veranstaltungen, auf die ich mich besonders freue: eine Poetry Night und das dazugehörige Gespräch. Zuerst reden Taha Muhammad Ali, Peter Cole und Aharon Shabtai – ein Palästinenser, ein Amerikaner und ein Israeli, die alle in Israel leben und jetzt erstmals zusammen in Deutschland auftreten. Mit Gedichten und gemeinsamen Lesungen setzen sie sich für den Friedensprozess im Nahen Osten ein. Politische Literatur ist heute ja oft etwas schwierig, aber sie zeigen auf sehr poetische Weise, wie es einfacher gehen kann. Shabtai wurde für seinen jüngsten Lyrikband von israelischer Seite heftig kritisiert (23. September, 20.30 Uhr, HAU 2; Gespräch: 13 Uhr, HAU 1).

Miriam Gabriela Möllers, 32,
stellvertretende Festivalleiterin
Im Büro amüsiert man sich schon über mich, weil ich bei jeder Gelegenheit von meinem Favoriten schwärme: Er heißt Louis Jensen und gilt als der neue Hans Christian Andersen Dänemarks. Jensen, früher Architekt und Stadtplaner, ist erst von uns ins Deutsche übersetzt worden. Er schreibt Märchen, Kurzgeschichten und Jugendromane mit grotesken, skurrilen und fantastischen Elementen. Da tauchen in Alltagsszenen ganz selbstverständlich Engelsfiguren auf, und nach einer kleinen Schrecksekunde fasziniert einen das ungemein. Es hat etwas von Edgar Allan Poe. In seinen „quadratischen Kurzgeschichten“, gesetzt wie ein gleichmäßiges Viereck, erzählt Jensen von einer Leiter, die oben eine Sprosse mehr und unten eine weniger hat, und je nachdem wie man die Leiter anlegt, kann man höher in den Himmel oder tiefer in das Dunkel steigen. Ein philosophischer Märchenautor und doch sehr nah an den Konflikten von Jugendlichen dran – das gibt es selten (26. September, 14 Uhr, Max-Beckmann- Saal).

Ulrich Schreiber, 53, Festivalleiter
Das Festival ist ein Gesamtkunstwerk, alles gehört zusammen. Wenn Sie mich dennoch unbedingt auf einen Tipp festlegen wollen, dann nenne ich Ihnen zwei Autoren: Antjie Krog und Gore Vidal. Am Anfang des Festivals steht Antjie Krog, die Eröffnungsrednerin aus Südafrika, weil sie nicht nur berührende Gedichte schreibt und betörend präsentiert, sondern auch, weil sie die jüngere politische Vergangenheit ihres Landes mit großer Authentizität reflektiert: In dem Roman „Country of My Skull“ schildert sie die Arbeit der Wahrheitskommissionen. Zudem rettet sie als Sprachethnologin historische Literaturen in die Neuzeit. Antjie Krog war bereits im Jahr 2001 Gast des Festivals. Und Gore Vidal setzt den Schlusspunkt; nun, den Amerikaner muss ich nicht eigens vorstellen. Ich bewundere ihn wegen seiner breiten Schultern, seiner sprachlichen Brillanz, seiner beißenden Ironie und seines Nonkonformismus. (Antjie Krog: 22. September, 19 Uhr, HAU 1; 23. September, 15 Uhr, HAU 2, gemeinsam mit Zakes Mda; Gore Vidal: 1./2. Oktober, 19 Uhr, Haus der Berliner Festspiele).

Jana Thiele, 33, Programmleiterin
Ich möchte einen Geheimtipp preisgeben: Nicole Krauss. Die 1974 geborene New Yorkerin hat sehr gute Kritiken für ihren Debütroman „Man Walks Into a Room“ erhalten. Das Buch erzählt die Geschichte eines Menschen, der sein Gedächtnis verliert und sein Leben rekonstruieren muss. Derzeit schreibt Nicole Krauss ihren zweiten Roman „The History of Love“. Beide Romane sind schon von einem deutschen Verlag gekauft worden und sollen 2005 erscheinen. Es sind gut lesbare Bücher, die in einer klaren Sprache geschrieben sind. Sie spielen aber mit Zeitebenen und Perspektivwechseln und besitzen überhaupt eine gewisse, sagen wir: Hinterhältigkeit. Dazu passt die Stimme von Anna Thalbach sehr gut, die die deutsche Übersetzung lesen wird. Nicole Krauss ist übrigens die Frau von Jonathan Safran Foer („Alles ist erleuchtet“), und ihre Vorbilder sind Zbigniew Herbert und Joseph Brodsky. Sie gibt ihre Deutschlandpremiere bei uns (24. Oktober, 20 Uhr, HAU 3).


Britta Gansebohm, 37,
betreut die Autorenpatenschaften
Ein Tipp? Da empfehle ich doch gleich ein ganzes Projekt! „Scritture Giovani“ heißt es und wird von vier wichtigen europäischen Literaturfestivals durchgeführt. Mantua, Molde, Hay und Berlin wählen jeweils einen Schriftsteller aus, der nicht älter als 32 Jahre sein darf, und bieten dem Quartett die große Bühne – das finde ich fantastisch. Dieses Jahr haben Valeria Parrella (Italien), Ingeborg Arvola (Norwegen), Owen Sheers (Wales) und Gernot Wolfram (Deutschland) das Reisevergnügen. Wolfram hat mir begeistert von seiner Lesung in Italien vor 400 Zuhörern erzählt. Außerdem erscheint jedes Jahr ein Buch mit Erzählungen der vier Autoren in den vier Sprachen zu einem Thema. Dieses Jahr geht es um „Monsters“: Das Monströse entsteht überall dort, wo die Sprache fehlt oder wo Berührungen bedeutungslos geworden sind. Das Buch ist auf allen Festivals erhältlich, auch in Berlin. (2. Oktober, 15-19 Uhr, HAU 2)


http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/20.09.2004/1367423.asp#art
Die Genuss-Offensive
Eine Lifestyle-Expertin sagt: Lebenslust macht schlank – und nennt Unterschiede zwischen Frauen aus Paris, New York und Berlin

Von Elisabeth Binder

Sie hat Kleidergröße 36. Höchstens. Und gleich zu Beginn der Cocktail-Party in den Galeries Lafayette verrät die Französin eines „der wichtigsten Geheimnisse, um für immer schlank zu bleiben: Sie fangen den Abend richtig an – und zwar mit Champagner.“

Es gab eine Phase, da hätte in Berlin eine solche Bemerkung wie eine Botschaft vom anderen Stern geklungen. Berlinerinnen galten im Kontrast zu ihren Geschlechtsgenossinnen in New York und Paris lange als bescheiden, was Lebensstil und Kleidung betraf. Eher Bier als Wein trinkend und bestenfalls schrill gekleidet nach Kreuzberger Art, ansonsten vor allem praktisch. Wo Jeans und Pulli auch für die Oper reichen, muss man sich den Schrank ja nicht unbedingt mit teuren Kleidern vollstopfen.

Das hat sich schon nach dem Fall der Mauer geändert, besonders aber nach der Jahrtausendwende. Allerdings sind es immer wieder Besucher von außen, die das bewusst wahrnehmen, wie zum Beispiel die Lifestyle-Expertin Mireille Guiliano, die eigentlich gekommen ist, um ihr Buch „Warum französische Frauen nicht dick werden. Lebenslust macht schlank“ vorzustellen. Darin wirbt sie für maßvollen, aber intensiven Lebensgenuss, der besser als alle Diäten hilft, auch mit der Taillenoptik zu punkten. Die französische Top-Managerin, die unter anderem als Sprecherin von Veuve Clicquot in den USA Karriere gemacht hat, pendelt zwischen drei Kontinenten, spricht unter anderem fließend Deutsch und nimmt die kulturellen Unterschiede sehr bewusst wahr.

Konfrontiert mit der These, dass der Schick der Berlinerin eher abfällt im Vergleich zur Pariserin oder New Yorkerin, guckt sie einen Moment lang völlig ratlos: „Das stimmt doch gar nicht“, sagt sie dann schließlich. „Hier leben wunderbare junge Designer. Sehen Sie nicht, wie viel Mode hier entsteht?“ Unterschiede sieht sie eher im Lebensstil, im Lebenstempo, an den Prioritäten. Die Französin wirke auf jeden Fall sehr entspannt. New Yorkerinnen stünden viel mehr unter Druck. Die Berlinerinnen sieht sie irgendwo in der Mitte. Auch sie nehmen sich längst nicht so viel Zeit fürs Essen wie die Französinnen. In New York ist es immer eine ziemliche Affäre, eine Dinner-Party zustande zu bringen. Man muss die Terminkalender der Gäste aufeinander abstimmen, alles verlangt viel Planung und Perfektion. Ganz anders in Frankreich. Wenn sie komme, werde sie von ihren Freunden immer wieder zu spontan improvisierten Dinner-Partys eingeladen. Hauptsache, man sitzt zusammen und isst und trinkt und spricht miteinander.

Berlin als Stadt der ungezählten Kneipen und Restaurants, die zum Teil die Funktion von kollektiven Wohnzimmern übernehmen, hat traditionell eher eine aushäusige Kultur. Lieber trommelt man eine Runde beim Italiener zusammen, als selbst zur Spaghetti-Zange zu greifen. Doch werden Dinners im kleinen Kreis besonders in den gehobeneren Zirkeln immer wichtiger. Wahrscheinlich entsteht ein Trend, der sich in kostenbewussten breiteren Kreisen auch noch weiter durchsetzt. Zumal das Angebot an kleinen spezialisierten Lebensmittelläden ebenfalls größer geworden ist, auch wenn man bei der Vorbereitung eines Dinners noch weit von der französischen Akribie entfernt sein mag.

„Bei uns in Frankreich braucht man eine Menge Zeit, um Lebensmittel einzukaufen. In der Bäckerei, beim Gemüsehändler machen sich alle viele Gedanken über die richtigen Zutaten für ein Abendessen“, sagt Mireille Guiliano. Ein mit vielen Überlegungen gekochtes Essen befriedigt natürlich viel mehr als eine schnell weggestopfte und kaum bewusst wahrgenommene Fast-Food-Kalorienbombe. Es hält länger vor, macht also schlank. Solange Zeit zum bewussten Genuss bleibe, werde sich der Körper nicht rächen.

Worauf es wirklich ankommt bei der Genuss-Diät, ist die richtige Haltung. Französische Frauen, erfährt man aus ihren Leitsätzen, mögen keine Spirituosen, trinken aber regelmäßig Wein zum Essen und natürlich sehr viel Wasser. Letzteres hat sich auch in New York und Berlin durchgesetzt. Und das Interesse an Wein hat sich in Berlin nach der Öffnung der Grenzen geradezu explosionsartig erhöht.

Bis zur vollständigen Genuss-Angleichung bleiben dennoch einige Hürden zu überwinden. Der Umgang mit teuren Genussmitteln erzieht ja schon automatisch zum Maßhalten. „Französinnen“, sagt Mireille Guiliano, „brauchen keinen besonderen Grund, um eine Flasche Champagner zu öffnen.“ An dieser Latte wird sowohl die gesundheitlich korrekt lebende New Yorkerin wie auch die sparsame Preußin zu knabbern haben.


20.09.2004 06:52
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
Keine Zwischenfälle bei den Wahlen - Diebe verschmähten Wahlurne
Potsdam (dpa/bb) - Bei den Landtagswahlen in Brandenburg ist es am Sonntag zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen. Dies sagte ein Sprecher des Lagezentrums des Innenministeriums am Montag in Potsdam. Eine Ausnahme hätte beinahe Velten (Landkreis Oberhavel) gebildet. Dort brachen in der Nacht zum Sonntag Diebe in die als Wahllokal dienende Schule ein. Sie entwendeten zwar eine Musikanlage und demolierten auf dem Schulhof abgestellte Baumaschinen. Die Wahlurne und die Wahlkabinen ließen sie aber unbehelligt.



http://www.tagesspiegel.de/medien/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/20.09.2004/1370309.asp#art
„Christiansen“:Antje Vollmer sagt ab
http://db.ard.de/pics/abc/fotos/sabine-christiansen-2004-02_g.jpg
Von einer Massenflucht zu reden, wäre übertrieben. Aber eines hatte Innenminister Otto Schily (SPD) schon erreicht: Die ARD-Talkshow „Sabine Christiansen“ musste am Sonntagabend ohne Marianne Birther, die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, und dann auch noch ohne Antje Vollmer, die Bundestagsvizepräsidentin (Bündnis 90/Die Grünen) auskommen. Marianne Birthler war von der Gästeliste der Talkshow gestrichen worden, um einen Auftritt von Innenminister Otto Schily zu ermöglichen. Ein Sprecher der Birthler-Behörde hatte am Samstag bestätigt, dass es der Minister abgelehnt habe, mit Birthler gemeinsam aufzutreten. Als Grund habe Schily erklärt, die Stasi-Unterlagenbehörde sei seinem Ministerium untergeordnet, weshalb ein gemeinsamer Auftritt mit einer Mitarbeiterin dieser Behörde für ihn unzumutbar sei. Birthler wurde ausgeladen.

Eine Sprecherin der „Sabine Christiansen“-Produktionsfirma TV 21 sagte, man habe die Erfahrung gemacht, „dass die Ministerien nicht mit nachgeordneten Behörden gemeinsam in einer Talkshow auftreten“. Diese Linie der Ministerien werde selbstverständlich respektiert. Der Vorstoß von Schily und die Ausladung von Birthler hat offensichtlich Antje Vollmer so empört, dass sie ihrerseits auf eine Teilnahme an der ARD-Talksendung verzichtete. Das könnte man Solidarität nennen, immerhin ist Antje Vollmer Mitglied der Bündnisgrünen; das ist auch Marianne Birthler ist, wegen ihres Amtes als Bundesbeauftragte lässt sie ihre Mitgliedschaft ruhen.

Die Redaktion für „Sabine Christiansen“ war fieberhaft bemüht, für Antje Vollmer einen Ersatzgast zu finden. Dort, wo er gefunden werden sollte, bei den Bündnisgrünen, war er nicht zu finden. Deren politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke hatte nämlich die potenziellen Kandidaten per SMS-Rundruf dringend gebeten, auf eine Teilnahme bei „Sabine Christiansen“ zu verzichten. Als Gast wurde schließlich Hans Joachim Maaz rekrutiert, Psychoanalytiker aus Halle und kundiger Interpret der ostdeutschen Seele. Joachim Huber

trance-x
September 20th, 2004, 02:11 PM
http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/20.09.2004/1370193.asp#art
Malen ist magisch
Der US-Künstler Chuck Close, derzeit in Berlin, spricht über das MoMA, Flick und neue Trends
http://www.princeton.edu/pr/pwb/03/1006/m/8a.jpghttp://www.metmuseum.org/calendar/images/chuck_big.jpg
Herr Close, Sie sind nach Ihrer Ankunft in Berlin direkt auf das Art Forum gegangen. Welchen Eindruck hatten Sie von Berlins Messe für Gegenwartskunst?

Irgendwie sind alle Kunstmessen gleich: Man hängt Bilder in Boxen, und die Erfahrung, sie dort zu sehen, ist immer etwas nervig. Aber ich fand die Atmosphäre in Berlin sehr lebendig. Die gezeigten Künstler sind deutlich jünger als auf anderen Messen. Und es waren natürlich viel mehr europäische Galerien, als wir in Amerika je zu Gesicht bekommen. Die Menge großformatiger Fotografien überraschte mich. Die Düsseldorfer Fotoschule scheint unglaublichen Einfluss auf die Gegenwartskunst zu haben.

Malerei war jahrelang ein Thema auf der Messe. Viele junge Künstler arbeiten wieder figurativ. Sie haben immer gegenständlich gemalt – was ist Ihnen bei diesen Künstlern aufgefallen?

Ich habe lange genug gelebt, um mitzubekommen, wie die Malerei fünf oder sechs Mal für tot erklärt wurde. Die beste Zeit zum Malen ist immer, wenn alle anderen entschieden haben, es gebe keinen Bedarf dafür. Es ist immer schön zu sehen, wie junge Künstler die Kraft der Malerei wieder entdecken. Malerei ist nun einmal die magischste aller Künste, weil sie die physische Realität überwindet: Man schmiert Farbe und Dreck auf eine flache Oberfläche, und es ist erstaunlich, was daraus werden kann. Nach so viel Installation, Video und Fotografie, wo es keine Materialhaftigkeit und vor allem keine Handschrift gibt, kann ich gut verstehen, dass die Jugend begeistert darüber ist, wieder etwas mit der Hand zu schaffen.

Überzeugen die jungen Maler Sie?

Sie meinen das Elizabeth-Peyton-Zeug? Es ist leichthändig, aber auch schwachbrüstig. Was nicht als Bewertung gemeint ist, nur als Beschreibung. Die gleiche Diskussion gibt es in den Staaten. Der belgische Maler Luc Tuymans hat offensichtlich einen großen Einfluss.

Eine der großen Entdeckungen des Art Forums ist die polnische Gegenwartskunst, die sich ebenfalls stark auf Malerei verlegt hat. Wie stark ist die osteuropäische Kunstszene in den USA bekannt?

Überhaupt nicht, so weit ich weiß. Sie müssen bedenken: Für den amerikanischen Blick ist Europa ein Ganzes. Wir unterscheiden kaum zwischen den einzelnen Ländern. Was andersherum genauso gilt: Für Europäer sieht Amerika wie ein einheitlicher Block aus. Wohingegen für uns die Vereinigten Staaten eine Ansammlung verschiedener Teile sind. Menschen aus dem Süden, Westen, Osten sind voneinander so unterschiedlich wie europäische Länder untereinander.

Gestern wurde die MoMA-Ausstellung in Berlin geschlossen. War ihr großer Erfolg auch ein Thema in Amerika?

Ich habe von den Schlangen gehört. Es ist nur gerecht, dass jetzt ihr mal anstehen müsst, um unsere Kunst zu sehen. Denn normalerweise ist es umgekehrt: Es gibt eine lange Tradition, dass Amerikaner Schlange stehen, um europäische Kunst zu sehen. Wenn sich in Amerika jemand für etwas anstellt, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit in Europa entstanden.

Das klingt kurios: Denn in Berlin gab es gerade die Diskussion, ob die MoMA-Auswahl nicht zu sehr auf amerikanische Kunst fokussiert und den internationalen Aspekt vernachlässigt.

Ich finde es naheliegend, dass man, wenn man nicht alles ausleihen kann, das schickt, was hier nicht zu sehen ist. Aber ich kann verstehen, dass das als Teil des amerikanischen Imperialismus wahrgenommen werden kann.

Was erwarten Sie von der Eröffnung des MoMA-Erweiterungsbaus im Herbst?

Ich bin gespannt, was dort wie gezeigt wird. Unter William Rubin gab es diese geradlinige Präsentation von Kunst, die ich die alttestamentarische nenne: Der und der zeugte den und den, und der zeugte wiederum den und den. Als Kirk Varnedoe übernahm, hatte er eine andere Vorstellung. Er wollte nicht mehr diese Art Super-Highway der Kunst, sondern Wege und Nebenwege. Ich werde auf jeden Fall ganz vorn in meinem Rollstuhl sitzen, um zu sehen, wie sie es diesmal lösen.

Das andere große Berliner Ereignis der Woche ist die Eröffnung der Flick-Collection, die hierzulande aus politischen Gründen sehr umstritten ist. Wie sehen Sie die Rolle der Kunst in diesem Kontext?

So weit ich weiß, geht es um die Familiengeschichte des Sammlers. Amerika ist voll von Kulturinstitutionen, die von den sogenannten „Raubbaronen“ gestiftet wurden: die Fricks, die Mellons, Carnegies, Rockefellers. Das Geld war bestimmt nicht das sauberste. Aber wo wären wir ohne diese Institutionen, die sie vielleicht sogar aus Schuldbewusstsein gegründet haben? Es sind Reparationen besonderer Art. Das ist eine komplizierte Beziehung. Aber die Kunst selbst kann man dafür nicht verantwortlich machen, sie steht über diesen Dingen.

Interview: Christina Tilmann.

Chuck Close wurde 1940 im Nordwesten der USA geboren. Nach einem Kunststudium ging er 1967 nach New York. Zur Zeit lebt er als Stipen- diat der American Academy in Berlin.



20.09.2004 12:21
Die Wahlen im Spiegel der internationalen Presse
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
(...)

«Neue Zürcher Zeitung»: «Man kann die Sache drehen, wie man will, man wird das Gefühl nicht los, dass hier die Demokratie mit einer reinen Protest-Plattform, einer Schimpfbude, verwechselt worden ist.»

«Tages-Anzeiger» (Zürich): «Die Deutschen sind keine Nazis. Nach dem Wahlsonntag muss man das leider wieder ausdrücklich festhalten.»

«Berner Zeitung»: «Das wirft ein schlechtes Licht auf Ostdeutschland und wird nicht zuletzt internationale Investoren abschrecken.»

«Kurier» (Wien): «Es war eine Denkzettelwahl für die Bundesregierung.»

«de Volkskrant» (Den Haag): «Den etwas verkrampften Reaktionen auf die Wahlergebnisse für die NPD in Sachsen und die DVU in Brandenburg kann man entnehmen, dass man in Deutschland noch immer keine guten Umgangsformen mit unerwünschten politischen Entwicklungen gefunden hat.»

«Gazeta Wyborcza» (Warschau): «Der Erfolg der extremen Rechten und Linken in Ostdeutschland bedeutet nicht die Rehabilitation von Hitler, Lenin oder Honecker. (...) die Augen werden vor der Vergangenheit nicht verschlossen, wie die Polen so sehr fürchten.»

«Mlada fronta Dnes» (Prag): «Ja, die Deutschen wollten mit ihrer Stimme strafen. Mit der verzweifelten Wahl der Rechtsextremen haben sich sich jedoch letztendlich selbst bestraft.»

«Il Messaggero» (Rom): «Es ist richtig, besorgt zu sein (...). Aber ohne dabei das Bild zu verzerren. Trotz der Nostalgiker der Braunhemden ist Deutschland ein normales Land.»

«La Repubblica» (Rom): «Die extremen politischen Ränder lasten wie ein schmutziger Fleck auf dem internationalen Ansehen der deutschen Demokratie.»

«El País» (Madrid): «Der Strom des Unbehagens in Deutschland ist bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen über die Ufer getreten. Besorgnis erregend ist vor allem der Aufstieg der NPD in Sachsen.»

«Le Figaro» (Paris): «Dieses Vordringen der Neonazis ist das spektakulärste Element der gestrigen doppelten Wahl.»

«Denières Nouvelles d'Alsace» (Straßburg): «Die Extremisten rechts und links (...) ziehen Nutzen aus dem Versagen der großen Volksparteien (...).»

Max BGF
September 20th, 2004, 02:44 PM
du glaubst also, dass der HSV gewinnt oder was moechtest du damit sagen? ;)Genau, ohne zu wissen, ob Heim, Auswärts oder auf neutralem Platz, lege ich mich mutig fest und tippe auf Hamburg. Obwohl ich der Hert(h)a einen Sieg gönnen würde, allein schon damit sich der Stadionumbau noch halbwegs lohnen kann. Zuletzt gegen den Tabellenführer haben sich gerade mal 43.000 Zuschauer im attraktiven neuen Stadion verlaufen (Attraktivität=Anziehungskraft). Das ist etwa jeder Hundertste.


deine uebliche freu-befuerchtung eben ... :lol:Wieder richtig psychoanalysiert :applause:


Fragenkatalog:
- Bekommst Du für diese Art der Öffentlichkeitsarbeit Geld?
- Liest DU die von Dir geposteten Zeitungsartikel komplett durch?
- Falls auch nicht, könntest Du dann der Community die jeweiligen Artikel-Kernpunkte ersatzweise in einem 3-10-zeiligen Management-Summary-Absatz zusammenfassen und die Quelle nur als Link angeben? Wenn ich noch einen Wunsch frei hätte, wäre es der, daß Du die Zusammenfassung nach altbewährter Sitte nicht mit eigenen Kommentaren verwebst.

Kampflamm
September 20th, 2004, 02:46 PM
Warum sind hier Berichte über die Wahl in Sachsen?

trance-x
September 20th, 2004, 03:12 PM
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040920/flickschau.html

Schlangestehen geht weiter - diesmal am Hamburger Bahnhof
Jetzt kommt die Flick-Schau
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040920/Flick_Text.QOGHRU9/1_big.jpg
Ein Plakat verkündet am Hamburger Bahnhof das Kunstevent ... Foto: PROMO

Kaum hat die MoMA-Schau Berlin verlassen, wartet schon das nächste große Kunstereignis: Montag (20.09.) öffnet die "Friedrich-Christian Flick Collection" exklusiv für 50 geladene Gäste zum "Private View" mit anschließendem Gala-Dinner im China Club. Dienstag (21.09.) kommt Bundeskanzler Gerhard Schröder zur offiziellen Vernissage, und ab Mittwoch kann das Publikum die Ausstellung in den Rieckhallen des Hamburger Bahnhofs anschauen.

Für die nächsten sieben Jahre wird Friedrich-Christian Flick seine 2500 Plastiken, Gemälde und Installationen (Wert: ca. 200 Mio. EUR) in Berlin zeigen. Zur Eröffnung wurden aus allen Arbeiten 400 Werke zeitgenössischer Künstler ausgewählt.
(...)


http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040913/party.html
Dekadenz in der Raab-Gallerie
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040913/PY.EAGADSA/2_big.jpg
An die Hupen, fertig, los! Ex-Miss Ost-Deutschland Micaela Schäfer, 22, nahm auf der "Dekadenzia - a kiss of Glamour"-Party Platz am Steuer eines Wagens der Alfa Romeo Niederlassung. Die Ex von TV-Schönling Gedeon Burkhard, 35, ("Kommissar Rex") feierte in der Raab-Gallerie in einem Netz-BH, der mehr zeigte, als er verhüllte.

http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040913/PY.EAGADSA/1_big.jpg

Die Party der Szene-Profis von "Sub Terrain" gilt als Treff-Punkt der besonders schönen und besonders reichen Berliner. Ideales Flirt-Gebiet für sexy Micaela. Die sagt selbstbewusst: "Ich heule Gedeon doch nicht ewig hinterher. Die Geschichte ist für mich vorbei, jetzt geht es für mich weiter."

Wer Micaela treffen möchte: In Zukunft wird "Dekadenzia" (Eintritt: 10 Euro) vermutlich im neu renovierten Adlon-Club "Felix" Hof halten. Und auch dort wird sie sicherlich wieder dabei sein!


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040920/einheit.html

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040920/SCHULDEN.FHGHSIV/1_big.jpg
Die Schuldenuhr des Bundes für Steuerzahler in der Französischen Straße 9 bis 12 ... Foto: Mueller , Lothar

Berlin - Die Einheit ist uns lieb und vor allem teuer: Wiedervereinigung kostete mit 1,5 Billion Euro, 300 Milliarden mehr als bisher bekannt. Das ergab eine Studie des Chefs des FU-Forschungsverbundes SED-Staat, Klaus Schroeder. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle hatte erst kürzlich die Summe von 1,2 Billionen Euro Brutto-Transferkosten errechnet. Der aktuelle Staats-Schuldenstand beträgt übrigens 1,38 Billionen Euro...

Schroeder: "Alle Bundesregierungen haben versucht, die Kosten der Vereinigung zu verschleiern, wohl um eine Neiddebatte zu verhindern." Dagegen sagte Ost-Minister Manfred Stolpe (SPD): "Hier wird einfach alles zusammen addiert und vermengt."



http://bz.berlin1.de/z/newsticker/i/logo_bz.gif ...Ägyptische Regierungszeitung greift Innenminister Schily scharf an
Kairo (dpa) - Die regierungsnahe Kairoer Tageszeitung «Al-Ahram» hat Bundesinnenminister Otto Schily scharf kritisiert. Hintergrund sind Äußerungen zum islamistischen Terror und zum israelischen Sperrzaun. Die Zeitung schreibt, Schily sei ein «radikaler Ideologe», der gelegentlich auch «die Muslime und den Islam als Ganzes» verdamme. Schily hatte bei einem Israel-Besuch, den Bau der israelischen Sperranlage befürwortet und den islamistischen Terror als gefährlichste Bedrohung für die zivilisierte Welt bezeichnet.


ps: wohlgemerkt... eine publikation, die in der vergangenheit mit hetzkampagnen dafuer gesorgt hat, dass homosexuelle verfolgt und gefoltert werden, teilnehmer von heavy-metal-konzerten verhaftet wurden und hinter gitter landeten, frauenrechte mit den fuessen getreten wurden ... alles, was attac und konsorten eben verschweigen und supporten ... siehe auch deren reaktion auf den massenmord der islamisten und araber im sudan, weit groessere dimensionen als im irak und saemtliche beteiligte des konflikts in palaestina zusammen, aber gibts da auch nur eine muede demo? nein. verharmlosung ... auch nur eine einzige demo fuer frauenrechte hier in deutschland, die geradezu massenhaft von migranten ausgehoehlt werden? nein ... verharmlosung, im gegenteil... attac hat GEGEN frauenrechtsverbaende und FUER islamisten bei der kopftuchgeschichte demonstriert. montagsdemo wieder... GEGEN den gesunden menschenverstand und bessere organisation des staates, FUER destablisierung des sozialsystems und der wirtschaft, FUER die unsozialisten loesungen, GEGEN euro, gegen jegliches zusammenwachsen von menschen, FUER terror etwa diesen "pseudowiderstand gegen angeblich boese besatzer" ... nicht gegen, sondern FUER saddam hussein/diktatur ... alles, was attac jemals tat war gegen menschen gerichtet.... unsozial, ungerecht... ideologisch immer kompatibel mit nazis, islamisten, kommunisten... nicht auf die idee zu kommen, dass es inhaltliche gruende dafuer gibt, dass sie bei praktisch jeder demo mit diesen strukturen zusammentreffen, besagt bereits alles. jedem denkenden menschen mit etwas gefuehl fuer haeufungen muesste das bereits bei der dritten demo auffallen... der umstand, dass sie bei den montagsdemos waren (natuerlich, ueberall wo eben etwas destruktives gefordert wird sind sie dabei)... so sehen auch deren globalisierungsvorstellungen aus.... nichts als heisse luft. mehr ist da nicht! wer ist darauf reingefallen? globalisierung gestaltet jeder denkende mensch, das ist weder neu, noch von den globalisierungsgegnern erfunden... das gabs schon immer. eine ebenfalls aufgedraengte virtuelle thematisierung (!), die ganz andere ideologien supporten soll....

trance-x
September 20th, 2004, 03:29 PM
http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/20.09.2004/1356811.asp#art

Erfolgreicher Volkspalast
http://www.volkspalast.com/_vp/photo/a005.jpg
Der "Volkspalast" entwickelt sich zum Besuchermagneten. "Jeder Abend war ausverkauft", freut sich Initiatorin Amelie Deuflhard über das große Interesse. Rund 30 000 Besucher haben die "Kunst im Rohbau" im Palast der Republik bislang genossen, die kulturelle Zwischennutzung läuft noch bis zum 9. November. Der "Volkspalast" sei durch die gesamte Presse gegangen, Fernsehsender aus 20 Ländern hätten darüber berichtet. "Uns geht es nicht um eine Fassadendebatte, sondern darum, was an diesem zentralen, öffentlichen Ort passieren soll", betonte Frau Deuflhard. ddp


http://www.welt.de/data/2004/09/20/334901.html?s=2
[quote]Weyer wählen!
Regisseur Hans-Christoph Blumenberg über das Risiko, eine Unterhaltungs-Serie aus dem Kanzleramt zu drehen
von Annekatrin Looß
http://www.zdf.de/ZDFde/img/24/0,1886,2165368,00.jpg[img]http://www.qberlin.de/fotos/kanzleramt.jpghttp://www.linxxnet.de/linxxkrassomat/images/affe-kanzleramt1.jpghttp://www.rp-online.de/layout/showbilder/2223-fensterputzer_kanzleramt.jpg
Das Kanzleramt wird zur Filmkulisse, Politik zur Unterhaltung nach den "heute"-Nachrichten. Seit einigen Wochen dreht das ZDF in Berlin die Serie "Das Kanzleramt". Klaus J. Behrendt spielt darin den Kanzler Andreas Weyer. Die Insider-Infos lieferte Martin E. Süskind, ehemaliger Chefredakteur der "Berliner Zeitung" und Redenschreiber für Willy Brandt. Hans-Christoph Blumenberg schrieb einen großen Teil der Drehbücher und führt in zwei Folgen Regie. Mit ihm sprach Annekatrin Looß.

Die Welt: "Politik zieht keine Zuschauer" hieß es beim ZDF in der Unterhaltungssparte immer. Jetzt doch?

Hans-Christoph Blumenberg: "Das Kanzleramt" ist durchaus eine riskante Produktion. Entweder, die Serie interessiert die Leute überhaupt nicht, weil sie ohnehin die Nase voll haben von Hartz IV und all dem, was in der Politik gerade diskutiert wird. Oder umgekehrt: sie wollen jetzt erst recht wissen, was die Politiker den ganzen Tag treiben.

Die Welt: Und das erfahren sie in "Das Kanzleramt"?

Blumenberg: Wir erzählen eine Geschichte, die hinter die Kulissen führt. Die in dem Moment anfängt, wo die Kameras ausgeschaltet werden und die Türen der Macht sich schließen. Wir wollen zeigen, wie bestimmte Entscheidungen zustande kommen, wie die Mechanismen der Macht funktionieren oder auch einfach nur, wie diese Menschen reden, wenn keine Kamera dabei ist.

Die Welt: Die Politik ist für den Zuschauer zuweilen schlecht nachvollziehbar. Braucht sie eine Serie wie "Das Kanzleramt", um dem Verständnis auf die Sprünge zu helfen?

Blumenberg: Wenn die Politik selbst das nicht schafft, ist es doch toll, wenn das Fernsehen dazu beitragen kann. Noch dazu in einer Unterhaltungsserie.

Die Welt: Sie sehen sich als Übersetzungshelfer der Regierung?

Blumenberg: Um Gottes willen. Ob es der Regierung in der politischen Debatte gelingt, bestimmte Einschnitte klarzumachen, ist ihre Sache. Wir haben keinen staatsbürgerlichen Auftrag. Nein, wir erzählen rein hypothetisch. Wir zeigen, wie es sein könnte. Zum Beispiel, wie eine Entscheidung oder ein Gesetz zustande kommen könnte.

Die Welt: Aber schon sehr realistisch?

Blumenberg: Alles, was wir erfinden, hat eine Basis in der Realität. Aber wir erzählen nicht die politische Wirklichkeit des Jahres 2004. Bei uns treten die Handelnden nicht als Funktionsträger auf, sondern als Menschen mit Sehnsüchten.

Die Welt: Warum ist Klaus J. Behrendt ein guter Bundeskanzler?

Blumenberg: Wir haben einem Schauspieler mit einem wie auch immer gearteten Charisma gesucht. Und wir wollten natürlich einen populären Schauspieler als Zugpferd für die Serie.

Die Welt: Ist Behrendt nicht zu jung für diese Rolle?

Blumenberg: Wir wollten jemanden, der um die 50 Jahre alt ist. Denn der Trend geht ja glücklicherweise zu jüngeren Politikern und Entscheidungsträgern.

Die Welt: Was glauben Sie: Hat die Serie Auswirkung auf die Wahlbeteiligung 2006?

Blumenberg: Das wäre super. Das wäre ein Traum. Das wäre das Größte, was eine Serie erreichen kann, dass sie so ein Interesse an der Politik stimuliert, dass mehr Leute wählen gehen. Das wäre genauso schön, als wenn sich die Leute wünschen würden, von unserer Kanzleramt-Mannschaft regiert zu werden.

Die Welt: Ist die denn so gut?

Blumenberg: Es sind zumindest alles Leute, die sich Mühe geben. Das wird nicht immer belohnt. Sie sind natürlich auch keine naiven Jungs, sondern haben auch ihre Tricks drauf. Aber es sind Leute, die unter großem Druck versuchen, das Richtige für ihr Land zu tun, was mal besser und mal schlechter gelingt.

Die Welt: Auch Ihre Regierung spielt mit Tricks?

Blumenberg: Ja und davon kommt einiges ans Tageslicht. Man wird überrascht sein, wie viel da an internen Intrigen und Ränkespielen zu sehen sein wird. Wir zeigen alles andere als eine heile Welt.

Die Welt: Und dabei ist kein Parteiname zu erkennen?

Blumenberg: Ja, das geht sogar einfacher, als ich ursprünglich gedacht hatte. Lassen Sie sich überraschen.

Die Welt: Ist die Serienpartei politisch links oder rechts?

Blumenberg: Sie ist eher eine Partei der Mitte. Sie hat sowohl Schwierigkeiten mit Gewerkschaften als auch mit Unternehmerverbänden. Es wäre auch falsch, wenn man einschaltet, und sieht, aha, das ist die SPD. Oder umgekehrt.

Die Welt: Wird in ihrer Serie gewählt?

Blumenberg: Regional ja, aber eine Bundeswahl gibt es nicht.

Die Welt: Aber gerade dann wird´s doch besonders spannend. Vor allem hinter den Kulissen...

Blumenberg: Irgendwann wird auch bei uns gewählt. Spätestens wenn eine zweite Staffel gedreht wird, steht das zur Debatte. Aber ob es eine zweite Staffel gibt, wissen wir jetzt noch nicht.

Die Welt: Aber davon gehen Sie doch aus?

Blumenberg: Warten wir's ab. Wir hoffen natürlich, dass es ein großer Erfolg wird, dass es eine zweite, dritte, vierte, fünfte Staffel gibt.

Die Welt: Eine politische Lindenstraße?

Blumenberg: Um Gottes Willen. Das wäre eine Drohung.

Die Welt: "Westwing", das US-Vorbild, läuft immerhin sieben Jahre...

Blumenberg: ...und zeigt allmählich auch Ermüdungserscheinungen.

Die Welt: Was denken Sie, wie viele Deutsche nach der Serie den Bundeskanzler Andreas Weyer wählen würden?

Blumenberg: Ich hoffe, möglichst viele, weil das heißt, dass viele Leute die Serie gesehen haben. Eine andere Sache ist es natürlich, wenn die Leute dann Realität und Serie verwechseln. Bis heute denken ja manche Menschen, dass Klaus-Jürgen Wussow operieren kann. So gesehen: Wir sind alle sehr gespannt.

Artikel erschienen am Mo, 20. September 2004

trance-x
September 20th, 2004, 03:41 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/20/335267.html
Postgebäude für Anschutz-Arena gesprengt
Berlin - An der Mühlenstraße/Ecke Straße der Pariser Kommune ist am Wochenende ein seit Jahren leer stehendes Bürogebäude der Post gesprengt worden. Der Komplex ist nur noch ein Trümmerhaufen. Glasscherben liegen verstreut, Heizkörper hängen aus Fensterrahmen, das Dach des einst mehr als zehn Meter hohen Bürohauses bedeckt den Schutt. Der Gebäudekomplex gehört zum ehemaligen Postamt gegenüber dem Ostbahnhof. Mit dem Abriss soll die Fläche, die neben dem so genannten Anschutz-Areal liegt, für den Bau von Straßen und Leitungen vorbereitet werden. Indes bleibt der aus Backstein gebaute alte Postbahnhof selbst erhalten.

Parallel laufen die Vorbereitungen für die Bebauung des Anschutz-Areals. Zwischen Ostbahnhof und Warschauer Straße einerseits, den Bahngleisen und der Mühlenstraße andererseits soll ein neues Stadtquartier entstehen. Kernstück der Neubebauung ist die vom US-Investor, der Anschutz Entertainment Group, geplante Arena. Das Investitionsvolumen beträgt 500 Millionen Euro. Spätestens im Sommer 2005 soll mit dem Bau von Berlins größter und modernster Multifunktionshalle begonnen werden. plet



http://www.welt.de/data/2004/09/20/335253.html
Antisemitischer Vorfall bei Kinovorstellung
Wegen zwei Rechtsextremisten ist am Samstagabend in einem Kino in Friedrichshain eine Vorstellung des Films "Der Untergang" unterbrochen worden. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag haben ein 27- und ein 29-Jähriger während der Vorführung bei antisemitischen Szenen lautstark applaudiert und den so genannten Hitlergruß gezeigt. Die alarmierten Polizeibeamten hätten die Täter festgenommen und unter dem Beifall der etwa 150 anderen Kinobesucher abgeführt. Der Film beschreibt die letzten Tage Hitlers im Führerbunker. epd



http://www.welt.de/data/2004/09/20/335229.html
Berliner Promis eröffnen Münchner Oktoberfest
Sabine Wussow - hat wirklich Pech gehabt: Just als alle Welt dem Anstich auf dem Münchner Oktoberfest entgegenfieberten, musste sie sich mit einem Bandscheibenvorfall und einer Grippe ins Bett legen. Ehemann Klausjürgen Wussow flog allein von Tegel nach München - und feierte ausgelassen im Hippodrom, dem Festzelt von Wiesn-Wirt Sepp Krätz. Dort stießen 280 Promis in einer VIP-Box von PR-Lady Birgitt Wolff auf das weltweit größte Volksfest an.
http://www.muenchen-tourist.de/img/bildarchiv/oktoberfest/oktoberfest.jpg
Mehr als 500 000 Besucher stürmten am Sonnabendmittag die Theresienwiese, bereits nach zwei Stunden mussten alle 14 Festzelte wegen Überfüllung geschlossen werden. Späteren Einlass gewährten die strengen Türsteher nur noch denen, die eines der begehrten VIP-Bändchen hatten. Dazu gehörten aus Berlin auch die Schauspieler Roman Knizka und Stefanie Mensing, Thure Riefenstein, Leslie Malton und Felix von Manteuffel, Maren Gilzer sowie Egon F. Freiheit und Jens Schniedenharn. Der Juwelier feierte ohne seine Freundin Suzanne von Borsody. Die Schauspielerin probt gerade in Zürich für einen Auftritt mit Elefanten im Zirkus Krone, wurde aber würdig vertreten von ihrer Halbschwester Cosima von Borsody (die wie alle Mädels im traditionellen Dirndl erschien) und deren Bald-Ehemann Hermann Stegschuster (zünftig in Lederhosen).

Beim Wiesn-Stammtisch von Birgitt Wolff gilt traditionell die Devise: keine Bodyguards. Weil die "schlimmste" Annäherung auf dem Rummel bekanntermaßen höchstens das Wiesn-Bussi ist. Eine setzte sich jedoch darüber hinweg und bestand auf der Anwesenheit ihres "Sicherheits-Schranks": TV-Moderatorin Anke Engelke, die als Begleitung von Veronika Ferres erschien. Wobei man sich wirklich fragt: Wozu braucht Frau Engelke eigentlich überhaupt einen Bodyguard?

Um 23 Uhr zog die Mannschaft weiter in den angesagten Nachtclub "Crown Club" an der Maximilianstraße - bis früh um drei. Das 171. Oktoberfest in München wurde am Wochenende auch zum Treffpunkt der Berliner Party-Fraktion. Oliver Juhnke blieb gleich länger und feiert heute mit Freundin Franziska Wille seinen 32. Geburtstag in der Schänke von Michael Käfer. Franziska v. Mutius

Artikel erschienen am Mo, 20. September 2004



http://www.welt.de/data/2004/09/17/333649.html
Humboldt-Bibliothek
Treffpunkt
http://www.virtuelleallgemeinbibliothek.de/digitalephotothek/00003476.JPG
Eine der schönsten Bibliotheken Berlins zieht seit 17 Jahren am Tegeler Hafen Bücherfreunde an. Die kathedralenähnliche Kulturhalle der Humboldt-Bibliothek wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung von kalifornischen Architekten gebaut. Einem Bestand von 130 000 Medien, außer Büchern unter anderem auch Zeitschriften, Videos und Spiele, stehen jährlich mehr als 600 000 Ausleihen gegenüber.

Besucher
260 000 Besucher wurden im vergangenen Jahr gezählt, davon waren 60 Prozent Frauen. Die Atmosphäre in dem lichtdurchfluteten Bau der Postmoderne ist so lesefreundlich, dass man damit rechnen muss, dass Menschen auch ihre eigenen Bücher zum Lesen hierher mitbringen. Immer wieder kommen Touristen und Architekturstudenten in die Bibliothek, um zu sehen, was Ende der 80er-Jahre in Berlin zu bauen möglich war.

http://www.stadtbibliothek-reinickendorf.de/r/Images/Bibliothek/05_008.jpg

Besonderheit
Auch mit Kulturveranstaltungen hat sich die Bibliothek einen Namen gemacht. Lesungen, Gospel-Abende und Antiquariatströdel fanden hier schon statt, ebenso die Abschiedsfeier für die französische Schutzmacht. Ein "Bilderbogen" verweist auf den im Fontanehaus untergebrachten Bilderbestand der bezirklichen Graphothek. In einem Computerkabinett können nicht nur Jugendliche online gehen.

http://www.stadtbibliothek-reinickendorf.de/r/Images/Bibliothek/05_012.jpg

Promifaktor
Die Creme des literarischen Schaffens geht hier ein und aus. Neben dem Schwerpunkt Kriminalliteratur mit Thea Dorn, Felix Huby und Horst Bosetzky gastierten hier Stefan Heym, Gerhard Zwerenz, Rolf Hochhuth und viele andere. Auch Willy Brandt schaute vorbei.
http://www.radlertouren.de/bilder/eig_wild_gr_bibliothek.gif
Service
Die Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19, liegt nur wenige Schritte vom U-Bahnhof Alt-Tegel, Linie U 6, entfernt. rast


... apropos! ...
http://www.radlertouren.de/bilder/eig_wild_gr_schloss.gif
das Humboldt Schloss in Tegel ...

trance-x
September 21st, 2004, 07:41 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story704965.html
Brandenburg: Die Zeichen stehen auf Große Koalition
Platzeck sieht Probleme mit der PDS - Schönbohm will weiter mit SPD zusammenarbeiten
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89511.jpg
Shake Hands: Matthias Platzeck (r) und Jörg Schönbohm ... Foto: dpa

Potsdam - Trotz der hohen Verluste für SPD und CDU bei der Landtagswahl stehen die Zeichen in Potsdam auf eine Fortsetzung der Großen Koalition. Ministerpräsident und SPD-Landeschef Matthias Platzeck erklärte mit Blick auf die Anti-Hartz-Kampagne der PDS, die Zusammenarbeit mit Leuten sei schwierig, die vor der Wahl Dinge versprächen, die sie dann nicht halten könnten. Platzeck drängte auf eine schnelle Regierungsbildung. Bis Mitte Oktober wolle er die Koalitionsverhandlungen beenden und die Parteigremien über die Ergebnisse abstimmen lassen. Bereits heute sollen Sondierungsgespräche mit der PDS, morgen dann mit der CDU geführt werden. Das teilte SPD-Landesgeschäftsführer Klaus Ness am Montagabend mit.

"Es ist für Brandenburg das Beste, wenn wir die Koalition fortsetzen", sagte Innenminister und CDU-Landeschef Jörg Schönbohm. Die SPD müsse sich entscheiden, ob sie mit einer die gesellschaftlichen Reformen unterstützenden oder diese ablehnenden Kraft zusammenarbeiten wolle, so Schönbohm weiter. Aus seiner Sicht überwiegen zwischen CDU und SPD Gemeinsamkeiten. Der CDU-Politiker, der seine Partei als Spitzenkandidat in den Wahlkampf geführt hatte, lehnte trotz der Verluste von sieben Prozentpunkten einen Rücktritt ab. "In der Niederlage sollte man nicht von Bord gehen, sondern die Truppe zusammenhalten", sagte er.

Der PDS-Bundesvorsitzende Lothar Bisky sagte, seine Partei sei zur Übernahme von Regierungsverantwortung in Brandenburg bereit. "Herr Platzeck muss sich jetzt entscheiden, ob er für einen Richtungswechsel ist", oder ob es eine Koalition der Wahlverlierer von SPD und CDU geben solle. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) sieht sich durch das SPD-Ergebnis in Brandenburg in seinem Kurs für die Kommunalwahlen in NRW am Sonntag bestätigt. Platzeck hatte sich wie Steinbrück hinter die Arbeitsmarktreformen gestellt. Die Menschen wollten wissen, "wer Kapitän an Deck sein soll und welchen Kurs er fährt", sagte Steinbrück. Wer in schwieriger Lage sein "Fähnchen nur nach dem Winde ausrichtet, überzeugt zu Recht niemanden".

trance-x
September 21st, 2004, 07:43 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story704877.html
Botschafter, Instanz, Legende
Morgenpost-Herausgeber und Ex-ZDF-Intendant Dieter Stolte feiert mit 240 Gästen im Hauptstadtstudio
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89528.jpghttp://www.britischebotschaft.de/Images/arrivals_springer.jpg
Der Jubilar Dieter Stolte ... rechts: dieter stolte in der britischen botschaft ...

Ein roter Teppich, rote Rosen, Champagner, Jazzmusik und reichlich Glückwünsche. 240 Gäste feierten gestern Abend den 70. Geburtstag von Dieter Stolte, dem langjährigen ZDF-Intendanten und heutigen Herausgeber von WELT und Berliner Morgenpost, im festlich geschmückten Foyer des ZDF-Hauptstadtstudios.

"Ich achte Dieter Stolte sehr, weil er mit dem ZDF etwas Großartiges aufgebaut und es auch noch verjüngt hat. Nach so vielen Jahren engagiert er sich jetzt auch noch im Zeitungsbereich - also eine wirkliche Lebensleistung", würdigte CDU-Chefin Angela Merkel. Entertainer Thomas Gottschalk scherzte in der Gratulations-Schlange: "Stolte, Stolte, Stolte. Ich habe heute Abend mit allem gerechnet, nur nicht mit einer Frage nach Stolte." Dann legte er ernster nach: "Stolte ist ein Held, der ins Abendrot vormarschiert ist. Er und ich hatten das Glück, beim Fernsehen in einer Zeit anzufangen, in der die Konkurrenz noch nicht so groß war. Das hat uns zu einer gewissen Größe verholfen. Und Stolte ist sogar großartig."

Dieter Stolte hat Meinungen geprägt, Diskussionen angeregt und immer auch Stellung bezogen. Politiker, Wirtschaftsbosse und Persönlichkeiten aus der Entertainment-Branche haben seinen Rat eingeholt. Er gilt als Förderer, als verlässlicher Freund, als fairer Gesprächs- und Verhandlungspartner. Wenn einer wie Stolte 70. wird, ist es nur verständlich, dass die Liste der Gratulanten lang und bedeutend ist.

Wolfgang Schäuble war gekommen, Altkanzler Helmut Kohl, Altbundespräsident Walter Scheel und seine Frau Barbara, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Friede Springer, Kurt und Ingrid Biedenkopf, die TV-Legenden Gotthilf Fischer, Frank Elstner ("Wetten, dass...?"-Erfinder), Eduard Zimmermann ("Aktenzeichen X,Y ungelöst") und Dieter Thomas Heck. Die jüngere Garde war mit Johannes B. Kerner, Maybrit Illner (moderierte den Festabend) und Gottschalk ebenso vertreten.

Dieter Stolte ist ein Botschafter, eine Instanz, eine Legende. Das sagen die, die ihn von jahrelanger Zusammenarbeit kennen. Aber auch jene, die seinen Werdegang nur aus der Ferne begleitet haben.

"Dieter Stolte war seit dessen Geburtsstunde beim ZDF und stand für das ZDF. Seine Arbeitsleistung und seine Lebensleistung sind enorm und bewundernswert. Er hat die größte Fernsehanstalt Europas über lange Zeiten sicher geleitet", würdigte Kurt Beck. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz kam gestern zur Feierstunde extra angereist und schenkte dem Jubilar einen Stich des Mainzer Doms. Die meisten anderen Gäste hielten sich an den Wunsch des Jubilars und spendeten für den Erhalt der Museumsinsel.

Nach den Geschenken gab es weitere Würdigungen. "Dieter Stolte hat Ehrungen gesammelt wie andere Briefmarken", sagte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner und erwähnte die lange Liste der Auszeichnungen - von vier Bundesverdienstkreuzen über den "Echo Klassik" (Medienmann des Jahres 2001) bis hin zur "Goldenen Feder" und Ehrenpreis der "Aktion Mensch". "Wir bewundern Ihre menschliche Stärke und ihre professionelle Arbeitsweise", führte Döpfner weiter aus. Und dankte Stolte für seinen erfolgreichen Einsatz als Herausgeber.

TV-Produzent Wolfgang Rademann ("Schwarzwaldklinik", "Traumschiff") lobte: "Dieter Stolte ist eine Fernsehlegende. Mich beeindruckt seine Mischung aus Diplomatie, Kompetenz und Manager eines großen Wirtschaftsbetriebes." Auch Showmaster Dieter Thomas Heck, der unter Stoltes Intendanz viele Unterhaltungssendungen moderierte, reihte sich in den Gratulations-Reigen ein: "Er war der ideale Kapitän auf dem Traumschiff ZDF und jemand, der sehr gerade zu den Dingen stand."

Moderator Johannes B. Kerner brachte es auf den Punkt: "Stolte ist ein aufrichtiger Gesprächspartner, ehrlicher Ratgeber und in dieser Kombination eine echte Fernseh-Rarität."
F. von Mutius, B. Jänichen

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story704876.html
"Ein Botschafter für Mainz"
Jens Beutel, Oberbürgermeister von Mainz, schickte eine Grußbotschaft: "Ich gratuliere Dieter Stolte herzlich zu seinem 70. Geburtstag und wünsche ihm alles Gute, Gesundheit und weiterhin viel Erfolg. Mainz hatte in ihm einen hervorragenden Botschafter. Dass wir heute mit Fug und Recht als eine der großen Medienstädte gelten, ist auch sein Verdienst."

"Wir können von ihm lernen"
Wolfgang Huber, evangelischer Bischof in Berlin-Brandenburg: "Das Eindrucksvollste, was ich von Dieter Stolte gehört habe, war seine Rede zum 50jährigen Bestehen der ARD-Sendung ´Wort zum Sonntag` kürzlich in Hamburg. Er bewies darin, dass Medien und Moral etwas miteinander zu tun haben. Das können wir von ihm noch lernen."

"Dieter Stolte ist ein beeindruckender Mann"
Barbara Scheel, Ehefrau von Altbundespräsident Walter Scheel: "Dieter Stolte ist ein beeindruckender Mann. Ich habe ihn vor 17 Jahren kennen gelernt, als ich eine kleine Rolle als Schauspielerin übernehmen durfte. Ich spielte an der Seite von Günter Strack bei den legendären "Hessischen Geschichten. Ich durfte zwei Sätze sagen. Das war lustig."

"Ein großartiger Intendant"
Moderator Frank Elstner: "Ich habe eine herzliche Bindung an Dieter Stolte, diesen großen Intendanten. Wir beide haben einst ´Wetten, dass...?` für das ZDF gestartet und daran erfreuen wir uns nun ein Leben lang. Ich gratuliere ihm aufs Herzlichste zu seinem runden Geburtstag."



http://www.welt.de/data/2004/09/21/335644.html
http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/e_berlin.gifhttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/contents/nfo_intro.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/Popkomm/Popkomm/_img/e_popkomm_logo.gif
Popkomm feiert Aufbruch der Musikmetropole Berlin
Unverständnis über Rückzug von Sony
von Florentine Anders

Neun Tage vor der Eröffnung Europas größter Popmesse in Berlin, hat die Nachricht vom Rückzug von Sony Music aus der Hauptstadt die Geschäftsführer der Popkomm nicht verunsichert. Allenfalls Unverständnis ist die Reaktion der Messeveranstalter, die Köln den Rücken gekehrt haben, um von der Musikmetropole Berlin zu profitieren. "Diese Entscheidung gegen den Musikstandort können wir nicht nachvollziehen", sagt Ralf Kleinhenz, Geschäftsführer der Popkomm. Bei der Vorbereitung der Messe zeige sich gerade der entgegengesetzte Trend. Das nationale, vor allem aber das internationale Interesse für die Popkomm sei größer als in den vergangenen Jahren. 70 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Insgesamt haben sich 900 Firmen aus 40 Ländern angemeldet. In Köln waren zuletzt 26 Länder vertreten.

http://www.releasemagazine.net/Pictures/berlinmesseatnight.jpg

"Auch BMG und Sony wissen, dass sie sich nicht komplett aus Berlin zurückziehen können", sagt Katja Bittner, Projektleiterin der Popkomm. Tatsächlich hat eine Sprecherin gestern noch einmal betont, dass Sony BMG neben München auch weiterhin in Berlin präsent bleiben wird. Mit welchen Teilen und in welchem Umfang jedoch stehe noch nicht fest. Dennoch ist der Weggang der Zentrale von Sony Music, die der scheidende Präsident Balthasar Schramm angekündigt hatte, ein Rückschlag für den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der sich persönlich um die Ansiedlung der Zentrale der fusionierten Plattenfirmen in Berlin bemüht hat. Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) bedauert den geplanten Wegzug von Sony Music. Auch er könne die Entscheidung nicht nachvollziehen, sagte sein Sprecher Christoph Lang. Berlin sei nach wie vor das Zentrum der Kreativen. Das Argument der hohen Mieten sei unverständlich, denn das Niveau der Gewerbemieten sei in München höher als in Berlin.

Dass die Musik eine der wesentlichen Zukunftsbranchen Berlins ist, würden andere Beispiele zeigen. So hätten sich MTV und Viva nach der Fusion für den Umzug in die Hauptstadt entschieden.

Bei der Popkomm zumindest ist man entschlossen, den neuen Aufbruch zu feiern, unter anderem mit den bei Sony unter Vertrag stehenden Fantastischen Vier, die zum Auftaktkonzert in der Deutschlandhalle am 28. September spielen. Insgesamt gibt es 500 kleinere Labels in der Stadt, die sich auf der Fachmesse an einem gemeinsamen Berliner Stand präsentieren werden. Und auch die Clubs als Standortfaktor präsentieren ihr Potenzial mit der Clubnacht am 2. Oktober.

Artikel erschienen am Di, 21. September 2004

trance-x
September 21st, 2004, 08:01 PM
http://www.welt.de/data/2004/09/21/335629.html
http://www.laufszene-berlin.de/Image/Streckenschild2004.JPGhttp://www.marathon.de/Spezial/Berlin2004/bmspezial04.JPG
Party am Brandenburger Tor
Am Marathon-Zieleinlauf wird es am Sonntag erstmals Tribünen geben
von Guido Hartmann
http://www.laufszene-berlin.de/Image/bbtor.gifhttp://people.freenet.de/jochen-alhaeuser/berlinstart01.jpghttp://news.bbc.co.uk/media/images/39389000/jpg/_39389258_berlin_getty.jpg
Im Zieleinlauf des 31. Real-Berlin-Marathons ist am Sonntag rund um das Brandenburger Tor "Stadion-Atmosphäre" geplant. Bereits auf dem Boulevard Unter den Linden soll es zudem eine Stimmung wie früher am Kurfürstendamm geben. Dieses ehrgeizige Ziel gab gestern Renndirektor Mark Milde bei der Vorstellung des endgültigen Marathon-Programms vor.


So können erstmals direkt an der Ziellinie etwa 4000 Zuschauer auf Stehtribünen den Einlauf der Spitzenathleten und Freizeitsportler hautnah erleben. "Frühes Kommen sichert gute Plätze", rät Milde. Bereits kurz nach 9 Uhr werden am Sonntag die Teilnehmer des am Potsdamer Platz startenden Mini-Marathons erwartet, kurz nach 11 Uhr dürften die ersten Spitzenläufer die Ziellinie erreichen. Beim Endspurt Unter den Linden sollen zudem Bands und Catering für Stimmung sorgen. Am Pariser Platz wird es außerdem für Zuschauer die Möglichkeit geben, die Linden zu überqueren.

Insgesamt sind für den Berlin-Marathon mehr als 36 000 Läufer sowie erstmals 130 Handbiker gemeldet; die Rollstuhlfahrer sind wegen der in Athen stattfindenden Paralympics nur mit 38 Männern vertreten.

Bei dem bereits am Sonnabend um 10 Uhr beginnenden Skaterlauf sind mit knapp 8200 Startern etwa 1500 weniger als im Vorjahr gemeldet. Vor allem für anreisende Sportler sei der frühe Termin, der mit Rücksicht auf den Berliner Einzelhandel gewählt wurde, wohl zu früh, erklärte Milde den Rückgang. Insgesamt wollen an beiden Tagen mehr als 52 500 Sportler an den Start gehen, was Berlin zum weltweit größten Event dieser Art macht.

"Wir sorgen dafür, dass den Läufern die Energie nicht ausgeht", sagte Annika Schramm vom Titel-Sponsor Real. Er wird an der Laufstrecke wieder mehr als 130 000 Bananen und 36 000 Äpfel verteilen.

Nachdem im vergangenen Jahr die Abteile teilweise stark überfüllt waren, will die S-Bahn dieses Mal längere Züge einsetzen und auch in dichterem Takt fahren. Unter der Berliner Telefon-Hotline 30 12 88 10 werden ab Donnerstag alle Fragen rund um den Marathon beantwortet - auch, welche Straßen ab wann genau gesperrt sind.

Artikel erschienen am Di, 21. September 2004



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story704874.html
whisper ...
Baseballcap, schwarzes T-Shirt, dunkles Jackett: Völlig unerkannt sitzt Joe Jackson, Vater von Showstar Michael Jackson, im Festzelt des Erlebnisrestaurants Pomp Duck and Circumstance und sagt strahlend: "Berlin is great."
http://bilder.bild.t-online.de/BTO/showpromis/2003/11/15/michael__jackson__ausgepeitscht/foto__jackson__vater__peitsche,property=Bild.jpg
Zwei Tage lang war der 75-Jährige in der Hauptstadt, sah sich unter anderem Wohnungen und Räumlichkeiten im Radisson-SAS-Hotel an und machte auch einen Abstecher nach Potsdam, zur Villa Kampffmeyer.

Noch vor Beginn der Show "Köche, Krone, Kritiker" erzählt Jackson von seinen Plänen: "Ich habe mir mehrere Objekte angesehen, weil ich sie für einige Projekte in Berlin brauche", sagt Jackson, der in der Hauptstadt verschiedene Musik- und Video-Produktionen plant. Zu diesem Zweck will er "in absehbarer Zeit" mit einigen seiner Enkelkinder nach Berlin kommen. 28 davon hat Jackson. "Zehn meiner Enkel sind musikalisch sehr begabt und bereits in den USA im Showgeschäft. Von Berlin aus würde ich gern ihre europäische Karriere unterstützen." Jackson, der bereits Anfang der 70er-Jahre das erste Mal in Berlin war ("Damals gab es die Mauer noch, der Anblick hat mich sehr erschüttert") könnte sich auch vorstellen, für längere Zeit in der Hauptstadt zu leben. "Die Menschen hier sind besonders freundlich, das ist mir aufgefallen."

Sein Sohn Michael, der wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs vor Gericht steht, bekäme viele stützende E-Mails und Briefe aus Deutschland, so der Vater. "Hier hat er einen Großteil seiner Fans". Bei seinen Berlin-Besuchen habe sich Michael immer sehr wohl gefühlt. Wann er wieder kommt? "Das kann ich noch nicht sagen", antwortet Joe Jackson, der nach seinem Erstling "Die Jacksons - Die Wahrheit über die erfolgreichste Familie der amerikanischen Musikgeschichte" weitere Bücher schreiben will.

Robin Gibb, dereinst für die hohen Töne der Bee Gees zuständig, ist zurzeit mit eigener Band unterwegs (20 Uhr, Tempodrom). Schauspieler
Michael Schreiner feiert im Theater am Kurfürstendamm Premiere mit dem Erfolgsstück "Elling" (20 Uhr).


50. Weltkindertag: Unicef kämpft gegen Missbrauch
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89529.jpg
Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen mit Schülern aus Blankenfelde vor dem Brandenburger Tor ... Foto: rtr

Zum 50. Weltkindertag forderten gestern Hilfsorganisationen mehr Schutz für Kinder. Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen überreichte mit 15 Schülern aus Blankenfelde vor dem Brandenburger Tor mehr als 450 000 Unterschriften gegen Kinderhandel an Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD). Kinderhandel ist laut Unicef eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen. Rund 1,2 Millionen Jungen und Mädchen würden jährlich weltweit als Arbeitssklaven, Hausmädchen oder Prostituierte ausgebeutet. "Auch nach Deutschland werden Mädchen verschleppt", sagte Unicef-Sprecherin Astrid Prange. Die Opfer des Kinderhandels müssten mehr Schutz und Rechte erhalten, forderte der Unicef-Vorsitzende Reinhard Schlagintweit. Den Kindern drohe oft eine zu schnelle Abschiebung. Auch das Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin (bzfo) kritisierte die deutsche Asylpraxis. Minderjährige Flüchtlinge würden wie Kindersoldaten nicht als politisch verfolgt anerkannt.

trance-x
September 21st, 2004, 08:10 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story704886.html

"Kein Zulauf für Rechtsextreme in Berlin"
Innensenator Körting bewertet nach Wahl-Erfolgen von DVU und NPD deren Rolle in der Hauptstadt
http://www.gdv.de/bilder/koerting.jpghttp://www.nazis-raus.de/abbildungen/skinheads.jpg
Die rechtsextremistischen Parteien DVU und NPD haben bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen jeweils die Fünf-Prozent-Hürde genommen und ziehen in die Landes-Parlamente ein: die NPD in Sachsen und die DVU in Brandenburg. Über die Gefahr eines Erstarkens rechtsextremer Parteien auch in der Hauptstadt sprach Morgenpost-Redakteur Dirk Banse mit Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD).

Berliner Morgenpost: Herr Körting, wie bewerten Sie das Abschneiden der rechtsextremen Parteien in Brandenburg und Sachsen?

Ehrhart Körting: Die Wahlergebnisse schätze ich unterschiedlich ein: In Brandenburg scheint mir neben einer schmalen rechtsextremen Basis besonders ein Protestwählerverhalten eine Rolle zu spielen. Das sächsische Ergebnis deutet eher darauf hin, dass dort auch ein Überbau vorhanden ist. Das macht mir mehr Sorgen als die bloße Protestwahl.

Welche Rolle spielen NPD und DVU nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes?

Beide Parteien vertreten verfassungsfeindliche Positionen - die NPD mit einer Ideologie, die an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert, die DVU insbesondere mit ausländerfeindlicher Hetze.

Haben Sie Sorge, dass rechtsextreme Parteien auch in der Hauptstadt auf dem Vormarsch sind?

Ich bin optimistisch, dass die Berliner den Rechtsextremen nicht mehr Stimmen geben werden als bislang. Zur Erinnerung: Bei der letzten Europawahl im Juni kamen die Republikaner und die NPD nur auf 1,9 beziehungsweise 0,9 Prozent der Stimmen.

Woher nehmen Sie die Zuversicht?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Berliner Regierung beschönigt beispielsweise nicht die wirtschaftliche Lage der Stadt und weckt deshalb auch keine Hoffnungen, die unerfüllbar sind. Wir legen also die Karten auf den Tisch und verkaufen die Bürger nicht für dumm. Zudem arbeiten Verfassungsschutz und Polizei hart und konsequent dafür, rechte Tendenzen schon im Ansatz zu unterbinden. Hinzu kommt die politische Aufklärung, die beispielsweise mit den vom Zentrum für demokratische Kultur herausgegebenen lokalen Aktionsplänen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Lichtenberg und Pankow in vorbildlicher Weise betrieben wird.

Was unternimmt die Polizei, um gegen Rechtsradikale vorzugehen?

Sie löst beispielsweise Treffen von rechten Gruppierungen wie den Vandalen oder Germanen umgehend auf, unterbindet Konzerte mit rechtsextremistischer Musik und entzieht den Neonazis in Berlin damit die Plattformen, um ihre Ideologie zu verbreiten. Zudem wird jede rechte Straftat sehr genau analysiert.

Vor wenigen Wochen sind Neonazis durch das Brandenburger Tor marschiert. Wie kann so etwas zukünftig verhindert werden?

Ein Verbot einer solchen Versammlung ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nur dann möglich, wenn sie sich durch ihr Gesamtgepräge mit den Riten und Symbolen der Naziherrschaft identifiziert. Ein Aufzug von Neonazis vor dem Holocaust-Mahnmal wäre beispielsweise mit der öffentlichen Ordnung unvereinbar, weil mit diesem Denkmal an die vielen Toten der NS-Zeit erinnert wird.

Sie sagten, viele Wähler von rechten Parteien wollten ihren Protest ausdrücken. Haben Sie Verständnis für diese Haltung?

Nein, denn die Vergangenheit hat gelehrt, dass Rechtsextreme Unheil über unser Land und die ganze Welt gebracht haben. Die Nazis sprachen von Heimatliebe und haben die Heimat und ihre Menschen für ihre wahnsinnigen Ziele geopfert. Wenn Rechtsextreme in parlamentarische Verantwortung gekommen sind, haben sie gezeigt, dass sie keineswegs die Probleme der Menschen lösen. Im Gegenteil: Ihre Politik ist menschenverachtend.


http://www.welt.de/data/2004/09/21/335645.html

Potsdamer Platz wartet auf den Aufschwung
90 000 Quadratmeter Büroflächen stehen auf dem Areal leer - Beisheim Center und Delbrück-Hochhaus kaum vermietet
von Markus Falkner
http://www.welt.de/media/pic/000/178/17823v1.jpg

Sony Music geht, Beisheim Center und Delbrück-Hochhaus kommen nicht in Fahrt: Während der Strom der Touristen am Potsdamer Platz nicht abreißt, stehen hinter den glänzenden Fassaden tausende Büros und Wohnungen leer. Die Immobilienbranche wartet immer noch auf den Aufschwung.

Allein die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat nach ihrem Auszug aus den Park Kolonnaden im Juli 18 000 Quadratmeter Leerstand hinterlassen. Nun zieht Sony Music aus der konzerneigenen Immobilie aus. Und auch die Deutsche Bahn, einer der größten Mieter auf dem Areal, denkt über einen Umzug nach, wenn der Mietvertrag für das Hochhaus an der Potsdamer Straße 2010 ausläuft, wie Sprecher Werner Klingbeil bestätigt.

Nach Schätzungen von Maklern stehen am Potsdamer Platz derzeit 80 000 bis 90 000 Quadratmeter Büroflächen leer - Tendenz steigend. Hauptargument der Abwanderer sind die hohen Mieten. Verdi zahlte nach eigenen Angaben zuletzt 23 500 Euro pro Tag. Die angespannte Situation trifft auch Renommierprojekte wie das erst zu Jahresbeginn eröffnete Beisheim Center und das benachbarte Delbrück-Hochhaus.

Zwar dementiert das Beisheim-Management Medienberichte, nach denen die Investition sich zum Flop entwickle, doch bestätigen Makler, dass die Luxuswohnungen und Büros in beiden Komplexen bislang kaum vermietet seien. Die Beisheim-Gruppe sei auf Grund der außergewöhnlich hohen Bau- und Ausstattungsqualität, der Top-Lage und der Eigenfinanzierung aber nicht daran interessiert, "zu nicht adäquaten Konditionen schnell abzuschließen", heißt es in einer Erklärung. "Kein Grund zur Panik", scheint das Credo der Vermieter zu lauten.

Zumindest Sony und Daimler-Chrysler Immobilien, die beiden größten Eigentümer am Platz, vermelden einhellig eine "fast hundertprozentige Auslastung" ihrer Immobilien. "Der Platz ist und bleibt attraktiv, als Firmenstandort, als Touristenmagnet und Veranstaltungsort", sagt Sony-Planungsdirektor Jun Shimoyamada. Und auch führende Makler sehen keinen Grund zur Beunruhigung. Der Umzug von Sony Music sei zwar von seiner Symbolkraft her "ein Nackenschlag für den Platz", sagt Sven Stricker, Berliner Niederlassungsleiter des Maklerunternehmens Atis/Real Müller. Immobilienwirtschaftlich sei Sony Music mit seinen gut 300 Mitarbeitern aber ein vergleichsweise kleiner Fisch.

Rolf Scheffler vom Konkurrenten Aengevelt, der erst jüngst mit der Vermietung von Flächen an der Lennéstraße an die Firma von Sabine Christiansen einen prominenten Coup landete, hält den Potsdamer Platz ebenfalls weiter für eine der ersten Adressen. Der derzeitige Leerstand sei kein Problem des Standortes, sondern der Branche in Berlin allgemein, sagt Scheffler.

Im Klartext heißt das: Zu viele Flächen, zu wenige Mieter. Beide hoffen auf einen Boom in der neuen Mitte, wenn der prognostizierte Aufschwung in den kommenden Jahren einsetzt. "Wenn es bergauf geht, wird der Potsdamer Platz als erstes davon profitieren", sagt Stricker. Einen positiven Aspekt der Flaute hat er bereits ausgemacht. Nie waren Flächen am Potsdamer Platz so preiswert wie heute. Die Durchschnittsmieten sanken von mehr als 30 auf teilweise unter 20 Euro pro Quadratmeter.
Artikel erschienen am Di, 21. September 2004

http://www.welt.de/data/2004/09/21/335643.html
Leerstand in Berlin
Nach Schätzungen von Maklern stehen in Berlin derzeit etwa 1,7 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, davon knapp 90 000 am Potsdamer Platz. Experten rechnen in den kommenden Monaten sogar mit einer weiteren Steigerung auf bis zu 100 000 Quadratmeter Leerstand an Deutschlands aktuell wohl prestigeträchtigster Adresse. Sie führen die Flaute auf die gesamtwirtschaftliche Schwäche und ein Überangebot an hochwertigen Flächen zurück. Zudem seien die Effekte des Regierungsumzuges aufgebraucht. Firmen, Verbände und Botschaften hätten inzwischen in Berlin Fuß gefasst. Die Folge sei eine deutlich gesunkene Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. fal


http://www.welt.de/data/2004/09/22/335780.html
http://www.zdf.de/ZDFde/img/22/0,1886,2253942,00.jpghttp://www.lightlife.de/image/wmball/Berlinin20.jpg
WM 2006 soll Wirtschaft Milliarden bringen
Reisebranche und Bauindustrie rechnen mit kräftigem Schub - Schily startet Freundlichkeitsoffensive
http://www.lightlife.de/image/wmball/Berlinin7.jpghttp://www.marktplatz-schaumburg.de/magazin/bilder/685.jpg
Berlin - Die Fußballweltmeisterschaft 2006 könnte für die deutsche Wirtschaft ein Riesengeschäft werden. So rechnet allein der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) mit einem Umsatzplus in Höhe von drei Mrd. Euro. Die Branche erwartet rund fünf Mio. zusätzliche Übernachtungen während der 64 Spiele. Vor allem Bau-, aber auch Sicherheitsfirmen profitieren von Investitionen im Wert von 5,5 Mrd. Euro.

Die Bundesregierung will nun alles dafür tun, um während der Spiele für den Standort Deutschland zu werben. Das Land und seine Bürger sollten die Chance nutzen sich als "besonders freundlich und weltoffen" zu präsentieren, sagte der für Sportpolitik verantwortliche Bundesinnenminister Otto Schily auf dem Tourismusgipfel in Berlin. Freundlichkeit müsse aber noch trainiert werden - vom Taxifahrer bis hin zum Polizeibeamten. "Wir dürfen unser Land nicht wie Oberjammergau betrachten." Über das Thema Sicherheit während der WM wollte Schily sich nicht detailliert äußern.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,225897.gif
Bei den organisatorischen Vorbereitungen liege Deutschland voll im Plan. "Wir werden eine perfekte Sicherheit organisieren", versprach der Minister. Vorbild seien unter anderem die Olympischen Winterspiele Anfang 2002 in Salt Lake City, die wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stattfanden. Den Amerikanern sei es damals durch freundlichen Umgang mit den Besuchern gelungen, die Befürchtung zu widerlegen, die Wettbewerbe fänden unter den Augen eines "Super-Polizei-Staates" statt. Zwar seien die Sicherheitsvorkehrungen umfangreich gewesen, doch die Besucher hätten dies akzeptiert, weil die Ausrichter stets nett und gastfreundlich aufgetreten seien.

BTW-Präsident Klaus Laepple, forderte zudem eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten und den Verzicht auf Sperrzeiten. Der Streit darüber müsse bis zur Fußball-WM geklärt werden. Es sei Aufgabe des Bundes, die Grundlage dafür zu schaffen, dass die Besucher der WM-Spiele länger einkaufen dürften. Die Öffnungszeiten müssten zumindest für die Zeit der gesamten WM ausgeweitet werden. Schily sagte mit Blick auf die Länder-Initiative zur völligen Freigabe der Ladenschlusszeiten: "Das Problem löst sich." eag.

Artikel erschienen am Mi, 22. September 2004



http://www.welt.de/data/2004/09/20/335264.html
Four-Seasons-Chef übt Kritik am Standort Berlin
Berlin - Der Präsident des kanadischen Four-Seasons-Hotelkonzerns, Wolf H. Hengst, übt scharfe Kritik am Standort Berlin, speziell an der mangelhaften Fluganbindung. Es sei ein "Unding, dass eine der wichtigsten Regionen Europas keine Direktflüge nach New York, Singapur oder Delhi hat und das neue Flughafen-Projekt immer wieder verschoben wurde", sagte Hengst dem "Focus". Es werde in der deutschen Hauptstadt auf lange Sicht keine ausreichende Nachfrage für teure Hotelbetten geben. Mit Durchschnittspreisen von 320 Euro pro Nacht lasse sich kein Profit erwirtschaften, so Hengst. sz


http://www.welt.de/data/2004/09/18/334230.html
Uni-Studie schlägt vor: Tempelhof zum "Auto-Tempel" machen
Nach seiner Schließung Ende Oktober soll der Flughafen Tempelhof Deutschlands "Auto-Tempel" werden. Das legt eine Studie nahe, die Forscher der Technischen Universität Darmstadt am Freitag vorgestellt haben.

Die Wissenschaftler des Fachgebietes Entwerfen und Baugestaltung schlagen vor, die großen Flächen und Gebäude als Standort für deutsche Automobilfirmen zu nutzen. Unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit könne das Areal ideal genutzt werden, um Marken und Modelle zu präsentieren. Ein "Kultort der deutschen Automobilzunft" würde entstehen, so die Forscher bei der Präsentation. ddp

trance-x
September 21st, 2004, 08:43 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/21/a0248.nf/text
Feuerwerk bis zum Ende
Das MoMA war der Superlativ im Berliner Kunstsommer. 1,2 Millionen sahen die Schau, jetzt ist sie vorbei, die Legenden beginnen
von ROLF LAUTENSCHLÄGER
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/titel/79875.jpg

Seit Sonntagnacht ist Berlins "Ausstellungssommer 2004" vorbei. "MoMA in Berlin" ist Legende. Ganz augenscheinlich war das Ende des Kunstevents am Montag rund um die Neue Nationalgalerie an der Potsdamer Straße: Keine Besuchermassen drängten sich mehr - nach Stunden des Anstehens - in das Museum, keine Pkws parkten dort Quadratzentimeter-eng im absoluten Parkverbot wie noch in den letzten Tagen. Keine "MoMAnizer", jene Kunststudenten, die Besuchern die Meisterwerke der Moderne erklärten, lockerten die Stimmung auf der Terrasse auf. Keine Physiotherapeuten, Musiker, Schlafsäcke Kunstliebhaber mehr, kein Anstehen, kein Hype, kein, kein, kein

Das kulturelle und soziale Vakuum vor Ort und in den Köpfen haben gestern die Veranstalter der MoMA-Schau, die Freunde der Nationalgalerie und ihr Vorsitzender Peter Raue, Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Berliner Museen, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Glenn Lowry, Direktor des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) zum Anlass genommen, Bilanz zu ziehen und natürlich einen außerordentlichen Erfolg zu feiern: Legendenbildung also war angesagt. Mit "nichts war so sexy wie MoMA in diesem Sommer" machte Schuster den Anfang.

Mit dem Superlativ im Rücken konnte Raue ganz bescheiden-selbstbewusst von einer "schwarzen Null" berichten, die die Kunstausstellung in den drei Monaten eingespielt habe. So seien die Kosten für die Schau dank des enormen Publikumserfolgs, erweiterter Öffnungszeiten, zusätzlichem Personal, Service, neuer notwendiger Klimatisierung sowie Katalog- und PR-Material zwar von geplanten 8 Millionen Euro auf 12,5 Millionen gestiegen. Die 1,2 Millionen Besucher der 200 Meisterwerke der Moderne - die aus New York entliehen wurden, während dort renoviert wurde - hätten aber auch die "schwarze Null, nämlich einen überraschenden Gewinn von 6,5 Millionen Euro" in die Kassen gespült.

Hinzu kam, dass die Übernahme der Versicherungskosten durch den Bund, der günstige Dollarkurs und ein Zwischenkredit des Hauptsponsors Deutsche Bank für Entlastungen des Budgets gesorgt hätten. Allein durch den niedrigen Dollarkurs sparten die Ausstellungsmacher 1,7 Millionen Euro, sagte "Freunde"-Schatzmeister Hans Georg Oelmann.

Raue war aber noch auf andere Zahlen und Figuren der "größten Ausstellung" in der Geschichte der Nationalgalerie aus: 200.000 Kataloge wurden verkauft. Vor den Werken Monets, Vincent van Goghs, Pablo Picassos oder Jackson Pollocks versammelten sich durchschnittlich 6.500 Besucher pro Tag. Die längste Wartezeit habe für einen MoMA-Wahnsinnigen 12 Stunden betragen. Über 10 Stunden hielt es im gleichen Monat ein Kunstfan in dem Museum aus. "Die schlechteste Luft", wegen ständiger Überfüllung herrschte aber in den Räumen des MoMA-Shops, der allein 580.000 Postkarten und andere Kunstverkaufsschlager umsetzte. 3.600 Artikel seien in den Medien erschienen - "danach reduzierte sich unser Werbeetat", so Raue. Und schließlich seien 85 Prozent der Besucher mit der Ausstellung zufrieden gewesen. Chapeau, Mr. Raue.

Auch MoMA-Direktor Glenn Lowry zeigte sich "überwältigt" vom Erfolg. Raue hatte Lowry am Sonntagabend aus New York einfliegen lassen und ihm die lange Schlange vor Ort gezeigt. Gleichzeitig wies der New Yorker Vorwürfe zurück, die Bilderauswahl sei eine "amerikanische Unfehlbarkeitserklärung" gewesen. Die Präsentation sei kein "Kanon" der Moderne, sondern ein Überblick der MoMA-Sammlung als wichtigste Kunstkollektion des 20. Jahrhunderts.

Der 6-Millionen-Überschuss wird jetzt in neue Kunstprojekte des Vereins fließen, sagte Peter-Klaus Schuster. Und auch er hatte Teil am Superlativ: Entgegen anders lautenden Meldungen habe auch die Gemäldegalerie von MoMA profitiert. 10.000 seien dort pro Woche reingegangen - am 28. August waren 11.800 im MoMA. Tagesrekord.



http://www.taz.de/pt/2004/09/21/a0243.nf/text
Starke Nazis, schwache Grüne
Die Wahlergebnisse in Brandenburg zeigen leichte regionale Unterschiede. Die SPD ist im Südwesten Berlins stark und die PDS im Osten. Die DVU gewinnt fast überall, vor allem im Süden des Landes
VON RICHARD ROTHER

http://www.gruene-partei.de/cms/media/0/334.jpghttp://www.gruene-partei.de/cms/media/4/4702.jpg
die Bundesgeschaeftsstelle der Gruenen ist uebrigens hier: Platz vor dem Neuen Tor 1, 10115 Berlin

Die Wahl in Brandenburg ist gelaufen: Trotz herber Verluste bleibt die SPD stärkste Kraft, und die PDS legte deutlich zu. Verlierer sind auch die CDU, die Grünen und die FDP. Die DVU konnte sich stabilisieren und zum zweiten Mal in den Potsdamer Landtag einziehen. Wie sind diese Ergebnisse zu erklären, und gibt es regionale Unterschiede?

http://sozialisten.de/images/kontakt/karte.gifhttp://www.petra-pau.de/gfx/bilder/k-l-h.jpghttp://sozialisten.de/images/partei/klh/klh1.jpg
die Bundesgeschaeftsstelle der PDS: Karl-Liebknecht-Haus (KL-Haus), Kleine Alexanderstraße 2810178 Berlin-Mitte

Nachdem die Arbeitsagenturen im Sommer mit der Verschickung der Arbeitslosengeld-II-Formulare begannen, war ein Thema wahlentscheidend: Hartz IV. Wer sich davon wie die Grünen überraschen ließ, braucht sich nicht zu wundern. Dass massive Einschnitte in das Sozialsystem Thema im Wahlkampf eines Bundeslandes werden würde, in dem fast jeder Fünfte offiziell ohne Job ist, verwundert kaum. Rund 59 Prozent aller Brandenburger lehnen die Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung ab.

Dementsprechend punktete die PDS: Sie gewann von den meisten anderen Parteien Stimmen hinzu - selbst von der DVU. Darauf war PDS-Spitzenkandidatin Dagmar Enkelmann gestern sogar stolz. Der PDS sei es gelungen, einen Teil der DVU-Wähler zurückzugewinnen, so Enkelmann. Gleichwohl gebe es ein großes rechtsextremistisches Potenzial in Brandenburg. Dies hat die DVU offenbar aktiviert.

Dass die SPD in Brandenburg stärkste Partei bleibt, liegt vor allem an Ministerpräsident Matthias Platzeck. Er hat mit seinem Slogan "Einer von uns" offenbar überzeugt. Allerdings konnten die Sozialdemokraten nur 17 von 44 Wahlkreisen direkt gewinnen - vornehmlich am südlichen und westlichen Berliner Stadtrand. Hier erzielten auch die Grünen bessere Ergebnisse.

Die PDS gewann 23 Wahlkreise, darunter fast alle östlich Berlins sowie die Kreise im Norden und im Süden des Landes. Hier punktete die SPD in Cottbus, während die CDU zwei Wahlkreise an der sächsischen Grenze gewann. Die Stimmenverteilung zwischen den drei großen Parteien - SPD, PDS und CDU - sieht mehr oder weniger über das gesamte Land ähnlich aus. Allerdings wurde die PDS in einigen Wahlkreisen stärkste Kraft, und in drei Wahlkreisen schaffte es die CDU auf Rang zwei.

Die Grünen konnten nur in sieben von 44 Wahlkreisen die Fünfprozenthürde überspringen, allesamt im direkten Berliner Umland liegend. Nur in einem Wahlkreis (Potsdam I) gelang es den Grünen, mehr als zehn Prozent zu erzielen. Die FDP erzielte ihr bestes Ergebnis im Potsdamer Umland, blieb aber auch hier mit 4,7 Prozent unter der Fünfprozenthürde.

http://www.berlin-travel.info/bilder/gov/cdu.jpghttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/regierungsgebaeude/fdp.jpghttp://www.michael-tschierschwitz.de/politisches/parteizentrale.jpg
bundesgeschaeftsstellen CDU, FDP, SPD ... die DVU hat ihre bundesgeschaeftstelle uebrigens in "81204 München"

Die DVU hingegen erzielte flächendeckend starke Ergebnisse. Nur in 10 von 44 Wahlkreisen kam sie nicht über 5 Prozent, darunter in Potsdam, einigen Umlandwahlkreisen und einem Prignitzer Wahlkreis. An der Grenze zu Sachsen schaffte die DVU in zwei Wahlkreisen mehr als 10 Prozent. In einzelnen Ortschaften wählte hier gar mehr als jeder Fünfte die DVU: In Gröden erhielt die DVU 22,4 Prozent, in Hirschfeld 25,8 Prozent, in Grünewald 23,5 Prozent und in Merzdorf 22,1 Prozent. Über 15 Prozent schafften die Rechtsextremisten auch in den Orten Großthiemig, Hohenbocka, Schwarzbach, Tettau, Tschernitz und Sallgast.

Max BGF
September 21st, 2004, 09:20 PM
trance-x zieht sein Ding jetzt durch.

Sei es Spam oder nicht. Wir sind nur noch Statisten.

Poldi
September 21st, 2004, 09:29 PM
go trance-x! wo gibts heute noch so einen kostenlosen presse-service?

trance-x
September 21st, 2004, 10:08 PM
max ...
mitquasselnde leute sind keine statisten. ausserdem laesst du dich von falschen dingen beeindrucken. es ist in wirklichkeit wie bei jedem anderen forenthread auch. ob du nun zehn langsam reingespuelte threads beaeugst und kommentierst oder sich u.a. auch einen kontinuierlich geupdateter zusammenleiert, nimmt sich nur scheinbar viel ... eigentlich nur ein psychologischer effekt. tatsaechlich bist du genauso viel oder wenig statist wie in jedem anderen thread auch. ohne ihm waerest du es sogar weit mehr, denn auf nix kannst/wuerdest du nix kommentieren ...;)

ps: keinesfalls solltest du dich im uebrigen davon abhalten lassen, dir genehme meldungen ueber berlin reinzuwerfen. mich erfreut derlei anteilnahme grundsaetzlich ... :yes::lol:

http://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68168.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68169.jpg

poldi ...
:okay:

all ...
apropos. was sind das eigentlich fuer bildchen? das sind impressionen aus der PDS bundesgeschaeftsstelle, eben aus jenem karl-liebknecht-haus ... das wurde letztes jahr naemlich besetzt, was einen guten einblick ins interieur verschafft ...

die besetzer meinten dereinst dies da:
http://de.indymedia.org/2003/11/68167.shtml
Rotfröntle 27.11.2003 01:20
Presseerklärung
'solid - die sozialistische jugend solidarisiert sich mit
Studierendenprotesten
Infrastruktur des Bundesbüros im Karl-Liebknecht-Haus zur Verfügung gestellt

Am heutigen Mittwoch haben gegen Mittag circa 100 Studierende die PDS-Zentrale in Berlin besetzt, um gegen die vom rot-roten Senat geplanten Kürzungen im Bildungsbereich zu protestieren. Nach einem spontanen Demonstrationszug und der Ankündigung der PDS die Demonstrierenden als „Gäste auf unbefristete Zeit“ zu akzeptieren, hat sich ihre Zahl noch erhöht - die Besetzung dauert an. Auch in anderen Bundesländern wird protestiert. In Frankfurt/Main verhinderten Studenten einen Vortrag von Roland Koch (CDU), in Marburg wurde die CDU-Geschäftsstelle besetzt. Im niedersächsischen Braunschweig musste ein Antrittsbesuch des Wissenschaftsministers Stratmann (CDU) bei der dortigen TU aufgrund von Blockaden und Störversuchen abgebrochen werden.

Der bundesweite sozialistische und der PDS nahe stehende Jugendverband ['solid] – die sozialistische jugend ist in mehreren Bundesländern in die Hochschulproteste involviert. Im Berliner Karl-Liebknecht-Haus haben wir den Demonstrierenden spontan unsere Räumlichkeiten und die Infrastruktur für die Koordinierung der Aktivitäten, den Kontakt zu Presse und kritischer Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Die geplanten Kürzungen in Berlin und anderen Bundesländern in Höhe von jeweils mehrstelligen Millionensummen werden der bereits dezimierten und chronisch unterfinanzierten Bildungslandschaft einen schweren und nachhaltigen Schaden zufügen. Die Auslieferung der Bildungspolitik an Markttendenzen und „Haushaltszwängen“ verschärfen die Ökonomisierung der
Bildungspolitik und den sozial selektierenden Charakter des Bildungssystems im Kapitalismus. Das führt zu verstärkter Elitebildung auf der einen Seite und zur weiteren Verflachung des Bildungsniveaus in der Breite auf der anderen Seite.

Hinter diesen Planungen stehen aber nicht nur die vorgeschobenen
„haushaltspolitischen Sparzwänge“ - sie sind Resultate der strukturellen und finanziellen Neuordnung der Hochschullandschaft und ihres Charakters im Zuge der neoliberalen Offensive. So sollen Hochschulen zu Dienstleistungseinrichtungen umgebaut werden, in denen die Studierenden Kunden und Forschung und Lehre nur noch eine Ware sind.

Wir fordern die Bundesregierung auf die Frage der Bildungsfinanzierung abseits der neoliberalen Diktatur neu zu diskutieren und Vorraussetzungen für eine grundlegend neue Ausrichtung in der Bildungspolitik zu schaffen.
Wir fordern eine Abkehr von den Bologna- und GATS-Prozessen. Wir fordern die Landesregierungen auf sich dem bildungspolitischen Kahlschlag zu verweigern.

Studierende aller Länder vereinigt euch! Rettet die Bildung! Bildet die
Rettung!

Die Studierenden im besetzten Karl-Liebknecht-Haus sind im ['solid]-Bundesbüro unter Tel. 030/24009-419 oder 030/24009-405 zu erreichen.
http://www.solid-web.de


http://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68170.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68171.jpg

der Tagesspiegel ...
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/27.11.2003/859844.asp
Die Studenten rücken der PDS auf die PelleSenatorenbüro besetzt, Parteizentrale gestürmt: Die Sozialisten sollen sich mit Streik solidarisieren. Senator Flierl verteidigt Sparmaßnahmen
Von Juris Lempfert
und Tilman Warnecke

Die Studenten wollen offenbar die PDS zur Solidarisierung mit ihrem Streik zwingen: Nach der Besetzung des Büros von Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS) stürmten gestern Mittag etwa 60 Studenten die Parteizentrale am Rosa-Luxemburg-Platz. „Die PDS profiliert sich bundesweit als Partei gegen Sozialabbau und Kürzungen im Bildungsbereich und selbst tut sie dann im Senat genau das Gegenteil. Auf diese Heuchelei wollen wir aufmerksam machen“, begründete ein Student die Aktion. Unter lautem Trillerpfeifen wurden fast alle Büros auf den fünf Etagen in Beschlag genommen. Wolfgang Gehrcke vom Parteivorstand ermutigte die Demonstranten zu Forderungen. „Wir haben mit so was gerechnet“, sagt er. „Man kann nicht den Druck von Links beschwören und dann erschrecken, wenn man ihn selbst abkriegt“. Eine Räumung schloss Gehrcke aus; der Polizei erklärte er, die Besetzer – deren Zahl sich am Nachmittag auf 150 erhöhte – seien „Gäste auf unbestimmte Zeit“.

http://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68172.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68173.jpg

Wegen einer Reise von Parteichef Lothar Bisky diskutierten schließlich der Berliner PDS-Landeschef Stefan Liebich, Wolfgang Gehrcke und die stellvertretende PDS-Vorsitzende Katja Kipping mit den Studenten. Eine vorbereitete Erklärung der Studenten gegen Kürzungen im Sozialbereich wollten die Parteivertreter nicht unterschreiben. Die Studenten bekräftigten, die PDS-Räume auch über Nacht besetzt halten zu wollen. Einige PDS–Mitarbeiter erklärten darauf hin, ebenfalls in ihren Büros zu übernachten.

Am Nachmittag hatten die Studenten nach mehr als 30 Stunden die Besetzung des Büros von Wissenschaftssenator Flierl friedlich beendet. Zuvor hatte Flierl erklärt, seine Geduld sei zu Ende. Bisher habe er sie als „Gäste“ betrachtet, erklärte der PDS-Wissenschaftssenator in seinem Dienstzimmer, wo die Besetzer eine Pressekonferenz abgehalten hatten. „Wir sagen jetzt, wie das hier abläuft“ - so eröffnete Energietechnik-Studentin Bella Hemke die improvisierte Pressekonferenz. Der Senator stand hinten im Raum und hörte sich die Forderungen der Studenten an: keine Kürzungen an den Berliner Universitäten, 135 000 ausfinanzierte Studienplätze, keine Studiengebühren sowie eine Viertelparität in den universitären Gremien. Ursprünglich wollten die Streikenden das Senatorenbüro erst verlassen, wenn der Senator auf die Forderungen eingehe.

Moderat im Detail, hart in der Sache, lautete die Antwort des Senators. Ja, er habe Verständnis für die Forderungen der Studenten. Deshalb habe er bisher auf eine Räumung seines Amtssitzes verzichtet, damit eine gewaltsame Auseinandersetzung „nicht den Dialog über die Wissenschaftspolitik beherrscht“. Als PDS-Senator wolle er „die Ritualisierung der Auseinandersetzung durchbrechen“. Nein, politisch durchsetzbar seien die Wünsche der Studenten wegen der angespannten Finanzsituation Berlins nicht. Er wies darauf hin, dass das politische Aushandeln der Sparsumme bereits im Sommer stattgefunden habe - „da beteiligten sich die Studenten nicht an der Debatte“. Vor dem Sitz des Senators demonstrierten zeitweise bis zu hundert Studenten mit Transparenten und Sprechchören wie „Bildung für alle - und zwar umsonst“. (Weiterer Bericht auf Seite 30)

Wegen einer Studentendemonstration kommt es am Donnerstag ab 12 Uhr zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Straße des 17. Juni und Unter den Linden. Rund 5000 Studenten wollen vom Hauptgebäude der TU zum Berliner Rathaus marschieren.


http://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68174.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68175.jpg
http://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68176.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68177.jpg
http://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68178.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2003/11/68179.jpg

Max BGF
September 21st, 2004, 10:16 PM
go trance-x! wo gibts heute noch so einen kostenlosen presse-service?Eigentlich überall im Internet. Das macht seine Postings ja so unentbehrlich :laugh: :laugh:

trance-x
September 21st, 2004, 10:23 PM
http://www.taz.de/pt/2004/09/21/a0186.nf/text
noch ein paar fremdlaendische stimmchen ueber die wahlerfolge rechter parteien ...
http://www.historicum.net/aktuell/images/zeitungen.gif
Der niederländische Volkskrant schreibt: Den etwas verkrampften Reaktionen auf die Wahlergebnisse für die NPD in Sachsen und die DVU in Brandenburg kann man entnehmen, dass man in Deutschland noch immer keine guten Umgangsformen mit unerwünschten politischen Entwicklungen gefunden hat. Schon seit vierzig Jahren macht sich zu bestimmten Zeiten "Rechtsaußen" bemerkbar. Man gibt sich aber mit einigen Beschwörungsformeln zufrieden. Der Werdegang der PDS, die sich ebenso wenig auf eine demokratische Vergangenheit berufen kann, macht deutlich, dass ein entspannterer Umgang mit den politischen Flanken befriedigendere Resultate bringt.

Die liberale tschechische Tageszeitung Mlada fronta Dnes meint hingegen: Noch nie seit 1990 haben sich so viele Ostdeutsche als Verlierer der Einheit gefühlt wie heute. Im Jahre 15 nach dem Mauerfall ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Der deutsche Herbst verspricht wild zu bleiben. Bereits geändert hat die Wut auf die Arbeitsmarktreformen die politische Landkarte in Ostdeutschland. Doch die braunen Streifen beschädigen das Image dieser Region und verschrecken Investoren. Ja, die Deutschen wollten mit ihrer Stimme strafen. Mit der verzweifelten Wahl der Rechtsextremen haben sie sich jedoch letztendlich selbst bestraft.



http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/22.09.2004/1372637.asp#art
PARTY Gänger
Club im Radio
http://www.twenfm.org/gifs/twenfm_o.gif
Twen FM ist wieder da! Wer sich nicht erinnern kann: Twen FM startete 1999 als von Sacha Benedetti initiierter Piratenradiosender in einem Berlin-Mitte-Hinterhof, sendete über die Jahre dann sporadisch auf verschiedenen Veranstaltungsfrequenzen und im Internet, zuletzt im Zusammenhang mit der Transmediale 2004. Egal von wo aus gesendet wurde, Twen FM war immer der einzige Sender Berlins, der es mit den coolen Londoner Piratensendern aufnehmen konnte.

Jetzt hat der Sender für mindestens ein Jahr eine neue, legale Frequenz. Auf der 104,1, die im östlichen Zentrum Berlins immerhin 30000 Haushalte erreicht, kann man sich nun täglich ab 20 und am Wochenende ab 15 Uhr den Clubsound Berlins nach Hause holen. Mit dem neuen Sender schlägt sich das kreative Potential der so genannten Musikmetropole Berlin endlich auch in der Radiolandschaft nieder, denn bisher gab es hier nur zwei Sendungen, die den „State of the Art“ moderner Clubmusik brachten: Ocean Club von Gudrun Gut und Thomas Fehlmann auf Radio Eins und Blackboard Jungle von Oli Massive auf Radio Fritz. Für eine Millionenstadt recht wenig, außerdem laufen beide Sendungen freitagabends, wenn man als Partygänger meistens, bestenfalls gerade im Auto, unterwegs ist.

Der unkommerzielle Sender Twen FM klingt im Augenblick noch nicht ganz so professionell wie der Funk der amtlichen Radiostationen, es mangelt an Ausstattung und Geld. Das technische Manko wird aber durch das qualifizierte Musikprogramm und Charme wettgemacht. Das Twen FM-Programm wird von einem repräsentativen Querschnitt der Berliner Clubkultur gestaltet. Dabei sind House-, Drum’n’Bass- und Electroclash- DJs ebenso wie Independent-Musiker und Autoren von Berliner Musikzeitschriften. Um einige Sendungsinstitutionen und -macher zu nennen: De:Bug, die Rio-Crew, Ex-Berliner, Pale Music, This is Radio Euroclash, Jeansteam, Dangerous Drums… Mit der Zeit werden es sicherlich noch viele mehr. Besonders prominent und interessant wird es, wenn Twen FM zur ersten Berliner Popkomm Anfang Oktober rund um die Uhr ausstrahlen wird. Christine Lang

DJ-Radio Twen FM täglich 20 bis 6 Uhr (Sa./So. ab 15 Uhr) auf 104,1 MHz, detailliertes Programm unter www.twenfm.org.


http://www.taz.de/pt/2004/09/21/a0253.nf/text
Schüler zu mächtig - und zu dumm zum Wählen
Stell dir vor es ist Konferenz, und alle reden mit! Neues Berliner Schulgesetz fördert Basisdemokratie - aber auch die Bedenken vor zu viel Mitgerede
VON LENA VON SEGGERN

http://home.t-online.de/home/wso.berlin/schule.jpg
eine berliner schule ...

Klingt doch gut: Schüler können seit dem Sommer ihren Schulleiter benennen. Schon 12-Jährige haben nun das Recht, über Schwerpunktsetzungen ihrer Schule mitzureden. Schüler, Lehrer und Eltern können also zu gleichen Teilen über Etat, Programm und Leitung ihrer Schule entscheiden. Denn mit dem Schulgesetz, das mit dem neuen Berliner Schuljahr in Kraft trat, wurde auch der Macht- und Kompetenzbereich der Schulkonferenz erweitert, diese zum obersten Gremium der Schulen erhoben.

Zu viel Basisdemokratie, argwöhnen einige. Lehrerin Hilde S. (Name geändert) zum Beispiel ahnt Schlimmes. Sie unterrichtet an einer Berliner Sonder- und Grundschule, die nur von Schülern bis einschließlich siebte Klasse besucht wird. S. befürchtet, dass die Schüler durch gezielte Stimmungsmache manipuliert werden könnten. "Die Kinder sind intellektuell noch nicht in der Lage, über so gewichtige Fragen eigenständig zu entscheiden", findet sie.

Bildungssenator Klaus Böger (SPD) und die Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Sport, die das neue Schulgesetz initiierten, sehen das naturgemäß anders. Die Neuregelung solle ein Signal an Lehrer, Schüler und Eltern sein, dass "Bildung in Berlin nur in gemeinsamer Verantwortung gelingen kann", erklärt die Sprecherin Anne Rühle. Es ginge ums miteinander Kommunizieren und darum, Elternrechte zu stärken. Was hat sich also geändert?

Zuvor hatte die Gesamtkonferenz, die aus dem Lehrendenkollegium sowie zwei Elternvertretern und zwei Schülern bestand, ein "Benennungsrecht" für den Schulleiter. Abstimmungsberechtigt waren allerdings nur die Lehrenden. Seit diesem Schuljahr bewerben sich die an der Schulleitung interessierten Pädagogen zwar weiterhin beim Schulamt, doch wird dessen Entscheidung anschließend in der Schulkonferenz debattiert. Diese hat ein Zweidrittel-Vetorecht und kann die Kandidaten ablehnen. Das Schulamt muss dann einen neuen Vorschlag machen.

Auch die Schulkonferenz ist neu strukturiert. Zuvor saßen in ihr jeweils vier Lehrende, Schüler und Eltern, die inhaltlich zum Beispiel über das Schulprogramm diskutierten. Abstimmungsberechtigt war jedoch nur die Gesamtkonferenz. Nun bilden vier Lehrer, vier Eltern, vier Schüler ab der siebten Klasse und eine nichtschulische Person die Schulkonferenz. In ihr können Eltern und Schüler mit über den schulischen Etat entscheiden. Lehrende sorgen sich nun, dass unter den Schülern Stimmungsmache betrieben und die Schulleiterkandidaten künftig mehr nach Sympathie denn nach Kompetenz beurteilt werden. "Die Neuregelung kann aber an Gymnasien als Chance begriffen werden", meint Hilde S. Endlich könnten alle Parteien bei der Gestaltung ihrer Schule mitreden.

Rosemarie Seggelke von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält es für wichtig, dass die Schüler vor den Entscheidungsrunden über die anstehenden Themen informiert und aufgeklärt werden, "sonst sind sie nicht in der Lage, eigenständig zu entscheiden". Alexander Freier, Vorsitzender des Landesschülerausschusses, begrüßt die Erweiterung des Mitentscheidungsrechts für Schüler uneingeschränkt. Er hat sich dafür stark gemacht, dass die, um deren Zukunft es geht, endlich das Leben in der Schule aktiv mitgestalten dürfen. Auch Freier sieht das Problem der "Beliebtheitswahl". Letzten Endes aber, wiegelt er Befürchtungen ab, habe doch weiterhin das Schulamt das letzte Wort. "Die Kompetenzen der Schüler müssten sogar noch viel weiter reichen."

trance-x
September 21st, 2004, 10:50 PM
http://host1.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/detail.php?id=72940

http://www.stern.de/_content/52/97/529737/Kolumne_Kopfbild_500.jpg
Schröder eröffnet Flick Collection
21.09.2004 20:30

Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat dem Sammler Friedrich Christian Flick seinen Respekt gezollt und ihn für die Leihgabe seiner Kollektion mit 2500 Werken an Berlin gedankt.
http://www.wannseeforum.de/djf98/politik/Schroederkl.jpg
Flick habe die Verantwortung für seine Familiengeschichte auf sich genommen, sagte Schröder bei der Eröffnung der Flick Collection im Museum für Gegenwart-Hamburger Bahnhof am Dienstagabend. Gleichzeitig forderte er Flick auf, die Sammlung über die zunächst vereinbarten sieben Jahre hinaus in der Stadt zu belassen.

Die öffentliche Debatte um die Flick-Dynastie und die Zwangsarbeiter stehe in guter demokratischer Tradition, betonte der Kanzler. Dadurch könne auch über die Verflechtungen zwischen Nazi- Regime und Wirtschaft diskutiert werden. Der Sammler sei sich dabei bewusst, dass sein Großvater Friedrich Flick Unrecht begangen habe. Sein Enkel habe mit Kriegsverbrechen aber nichts zu tun.

Der Kanzler mahnte, öffentliche Kritik an Flick müsse aufrichtig sein. «Ich würde mir jedenfalls nicht anmaßen wollen, die Lauterkeit und Motive eines Mannes zu bezweifeln, der eine "Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz" gegründet hat». Die Besucher der Sammlung sollten sich mit Kunst beschäftigen können, ohne vorher die Flick-Geschichte studieren zu müssen. «Kunst ist kein Mahnmal», sie eigne sich nicht zum «Reinwaschen», sagte Schröder, dessen Rede immer wieder von Applaus unterbrochen wurde.

Flick sagte in der Eröffnungsveranstaltung, Kunst tauge nicht zur Verdrängung, sie zwinge vielmehr zur Auseinandersetzung auch mit Gewalt und Terror und in Abgründe zu sehen. «So wenig ich meine Verantwortung auf die Gesellschaft delegieren kann, so wenig kann die Gesellschaft die Verantwortung auf mich delegieren.» Zu Schröders Vorschlag, die Sammlung länger als die vereinbarten sieben Jahre in Berlin zu lassen, meinte Flick: «Lassen Sie uns die Verlobungszeit genießen, wenn am Ende eine Hochzeit steht, umso besser.»

Kritiker hatten Flick vorgeworfen, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters, des NS-Rüstungsunternehmers Friedrich Flick, erworben zu haben. Außerdem habe er sich geweigert, in den Fonds zur Entschädigung der Sklavenarbeiter zu zahlen. Eine kleine Gruppe von Demonstranten erinnerte vor dem Museum mit einer Straßenaktion an dieses Thema, indem sie Zwangsarbeiter und ihre Aufseher darstellten. Auf einem Transparent hieß es: «Sofortige Auszahlung sämtlicher Zinsen! Sofortige Aufstockung der Entschädigung!»

Die Werke, darunter Arbeiten von Bruce Nauman, Jason Rhoades, Martin Kippenberger und Paul McCarthy, stellt Flick für zunächst sieben Jahre zur Verfügung. Den Umbau der Rieck-Hallen am Hamburger Bahnhof für acht Millionen Euro hat Flick selber bezahlt, die laufenden Kosten übernimmt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040920/Flick_Text.QOGHRU9/1_big.jpg
Ein Plakat verkündet am Hamburger Bahnhof das Kunstevent
Foto: PROMO

http://www.tagesspiegel.de/newsticker/ticker/popup_politikheader.jpg
21.09.2004 20:38
Flick übergibt Berlin seine Sammlung

Berlin (dpa) - Der Name Flick trage «die Last der Vergangenheit und der Erinnerung». Gerhard Schröder ließ keinen Zweifel, wie er zur Familiengeschichte des Sammlers Friedrich Christian Flick steht.

Die Debatte der vergangenen Monate biete die Chance, über die Flick- Dynastie, die Beziehungen zwischen Nazis und Industrie und das Schicksal von Zwangsarbeitern zu diskutieren, sagte der Kanzler. Und fügte hinzu: Friedrich Christian Flick sei bei Kriegsende neun Monate alt gewesen. «Er hat persönlich nichts mit den Kriegsverbrechen seiner Familie zu tun.»

Bei der Eröffnung der Flick Collection am Dienstagabend in Berlin ebnete Schröder dem Spender einen Weg zur «hellen Seite» der bundesrepublikanischen Geschichte. Friedrich Christian Flick habe nie seine Verantwortung geleugnet, auch nicht die Schuld seines Großvaters. Aber er stellte klar: «Schuld kann man nicht erben, Verantwortung schon», zitierte der Kanzler einen früheren Satz des Flick-Enkels.

Der 60-jährige Flick hatte schon am Morgen der Presse Rede und Antwort gestanden. Durch hunderte Reporter hatte er sich den Weg gebahnt. «Die letzten Monate waren ein Spießrutenlaufen», bekannte er im Museum für Gegenwart. Zwei Tage nach seinem 60. Geburtstag holte ihn die Vergangenheit wieder ein.

http://www.bics.be.schule.de/son/verkehr/eisenbah/bahnhof/deutsch/berlin/f-bahn/image/bb004_01.jpg

«Ich hoffe, dass der Schatten Hitlers, der über alles fällt, jetzt etwas kleiner wird.» Klaus-Dieter Lehmann sagt den Satz am Ende seines Statements, etwas leiser, ein wenig resigniert. Mit der Eröffnung der Ausstellung endet wohl auch für den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine schwierige Etappe seiner Karriere. Der Kunstfachmann hatte sich gegen Vorwürfe wehren müssen, mit der Aufnahme Flicks in die Berliner Museumswelt verdränge die Stiftung deutsche Schuld. «Blutgeld», «Göring Collection», Verbrechen und Verantwortung hatten die Schlag- und Kampfwörter um den Enkel und Erben des NS-Rüstungsunternehmers Friedrich Flick und seiner Sammlung gelautet.

Kunst wegzusperren, um einer Debatte über Politik und Moral zu entgehen, das sei seine Sache nicht, sagt Lehmann in einer «persönlichen Erklärung». Die Preußenstiftung habe sich für die Kunst entschieden - und für Flick.

Damit hat die Stiftung eine der wohl bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst an Land gezogen, von der jetzt 400 Stücke gezeigt werden. In den kommenden sieben Jahren werden die Werke im Wechsel präsentiert. Mit 13 000 Quadratmetern erstreckt sich die Kollektion über den Hamburger Bahnhof und die angrenzenden Rieck- Hallen und ist damit größer als die Kasseler «documenta».

Raumgreifende Installationen nehmen den Betrachter von Anfang an ein - gleich zu Beginn Jason Rhoades' kreative Chaoswelt «Garage Renovation New York», ein gigantisches Sammelsurium aus Alltagsobjekten, Spiel- und Werkzeugen, ein Motor, Müll, Altpapier. Gleich daneben stehen Paul McCarthys «Apple Heads», kleine Menschengestalten mit enormen Geschlechtsteilen. Im «Saloon Theater» zeigt McCarthy mit Filmsequenzen ein obszönes Spiel von Lust und Annäherung. «Eintritt auf eigene Gefahr» steht am Anfang.

Vor dem Brücken-Übergang in die Rieck-Hallen führt der Weg vorbei an Bildern von Francis Picabia und Duane Hansons hyperreale Unfall- Installation «Motorcycle Accidents». Installationen und Gemälde, Skulpturen und Fotos reihen sich aneinander wie auf einer Perlenkette. Gleich zu Beginn steht Rodney Grahams Musikinstallation «School of Velocity». Der Kanadier hat 1116 Noten in einzelne Bilderrahmen eingefasst, ein Klavier spielt automatisch die Fingerübung ab.

Dem Deutschen Martin Kippenberger widmet die Sammlung einen ganzen Raum. In den Übergängen zwischen den Hallen locken Kabinette mit Klein-Installationen, im Keller flimmern Videos von Pipilotti Rist. Immer wieder wechselt die Ausstellung zwischen der großen Form und kleinen Kostbarkeiten.

Friedrich Christian Flicks Gesicht hellt sich erst auf, als er durch seine Sammlung geht, «ein wenig stolz, wenn ich das sagen darf», auch wohl ein wenig väterlich. «Ich spüre große Freude, unterlegt von großer Nachdenklichkeit», sagt der Sammler.


http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040921/chanel.html
Das verrückteste Kunst-Kaufhaus der Stadt
Wirbel um Chanel-Handgranate
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Handgranaten von Chanel (ob das Chanel wohl gefällt?), eine Seelenreinigungsmaschine, zweidimensionale Plastiktüten - das Kunst-Kaufhaus "sin Berlin" bietet das wohl bizarrste Sortiment der Stadt.

"Lasst Euch Dinge einfallen, die die Welt noch nicht gesehen hat", lautete die Anweisung des Initiators Michael Kühn, 32, an 90 Designer. Die Künstler nahmen es wörtlich!

Vor allem für Selbstverliebte hat der Supermarkt der Verrücktheiten einiges zu bieten: Busen, Bauch und Po kann man scannen und dann in Hartschale gießen lassen. Schwupdiwupp ist die praktische, körpereigene Handtasche fertig. Auch andere "wichtige" Erfindungen bietet "sin Berlin", was so viel wie "Sünde Berlin" heißt: Zum Beispiel Anti-Gewalt-Kuscheltiere. Boxt man in die Aliens mit Tarnoptik, "verströmen sie beruhigenden Lavendel-Duft", so Michael Kühn. "Hinterher kann man dann mit ihnen kuscheln."
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Ein Tampon angeblich von Chanel - mit praktischer Goldkette ... Foto: promo

Außerdem im Sortiment: Kleidung mit eingenähtem Bügel, die nicht fürs Tragen, sondern nur fürs Anschauen im Kleiderschrank gedacht sind. Und - als Krönung der Dekadenz - ein Tampon von Chanel! Das ist wahrer Luxus! Info: Bis zum 30.9. in der Friedrichstr. 134, Preise werden individuell ausgemacht Katrin Shams-Eddien

trance-x
September 21st, 2004, 10:54 PM
http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/22.09.2004/1373332.asp#art
Literaturfestival: Wer nur die Rache kennt
Modell Südafrika: Versöhnung ist kein Wunder.
Zur Eröffnung des Festivals / Von Antjie Krog

In diesem Jahr feiert Südafrika zehn Jahre Demokratie, und das Land wimmelt von Journalisten, Filmemachern, Wissenschaftlern und Autoren, die die Story dazu liefern. Für viele von ihnen scheint die Friedlichkeit der Armut ein größerer Schock gewesen zu sein als die Armut selbst. Ihren Berichten nach zu urteilen, haben sie nicht wenigen Schwarzen das Gefühl vermittelt, sich dafür schämen zu müssen, dass sie vergeben haben und sich um Versöhnung bemühen.

Die Vorstellung, dass Vergebung Schande sei, reicht bis zu den Anfängen der Wahrheitskommission zurück. Ich weiß noch, wie mich eine australische Wissenschaftlerin bei einer der damaligen Anhörungen zu Menschenrechtsverletzungen mit zornessprühendem Blick fixierte: „Es ist unglaublich, welches Unrecht Ihr Weißen den Schwarzen angetan habt, indem Ihr sie dazu gezwungen habt, diesen ganzen Wahrheits- und Versöhnungsscheiß zu schlucken! Was Ihr jetzt macht, ist schlimmer als Apartheid. Es ist Betrug und Manipulation, wodurch Ihr die Schwarzen dazu gebracht habt, diese Institution ohne einen einzigen Akt des kollektiven Widerstandes hinzunehmen." Dass sie damit eine Gruppe beleidigte, die gerade das übermächtige Apartheid-Regime zu Fall gebracht hatte, schien ihr nicht in den Sinn zu kommen.

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Botschaft "Suedafrika" in Berlin ...

Neben diese Behauptung von der herbeimanipulierten Versöhnung ist ein zweiter Standard-Kommentar getreten. So sagte mir ein Fernsehproduzent aus Tel Aviv: „Ein bemerkenswerter Vorgang. Schade nur, dass in Israel so etwas nie funktionieren würde; denn dazu muss man Christ sein.“ Zwei Jahre zuvor hatte mir ein irischer Journalist mit Tränen in den Augen offenbart: „Welch ein Jammer, dass so etwas in Irland nie möglich wäre – zu viele Katholiken, verstehen Sie.“ Und kürzlich bemerkte ein amerikanischer Journalist auf einer Konferenz über den Einfluss von Gewalt auf Sprache: „Es ist wunderbar, dass die schwarzen Südafrikaner verzeihen konnten, doch als Weltmacht tragen wir Amerikaner die Verantwortung, dass der Unterschied zwischen Recht und Unrecht gewahrt bleibt." So hat sich jeder seine eigene Begründung zurecht gelegt, weshalb er töten muss: Die Wahrheits- und Versöhnungskiste ist gut für schwarze Menschen aus der Dritten Welt. Was jedoch uns Katholiken/Christen/Moslems/Amerikaner/Juden/Palästinenser angeht, so lösen wir das Problem nicht nur anders, sondern auch besser.

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suedafrikanische Botschaft ...

Die Liste derer, die den Versöhnungsprozess in Südafrika prinzipiell in Frage stellen, ist beeindruckend. Mahmud Mamdani, der während der Zeit der Wahrheitskommission an der Universität von Kapstadt unterrichtete, äußerte damals, dass Versöhnung ein Pakt mit dem Bösen sei. Einer der wichtigsten holländischen Beobachter des Versöhnungsprozesses, Afshin Ellian, zitiert Nietzsche: „.Es ist möglich, fast ohne Erinnerung zu leben, ja glücklich zu leben, wie das Thier zeigt; es ist aber ganz und gar unmöglich, ohne Vergessen überhaupt zu leben“. Und: „Das Unhistorische und das Historische ist gleichermassen für die Gesundheit eines Einzelnen, eines Volkes und einer Cultur nöthig“ – was bedeutet, dass es ohne Vergessen keine Chance für die Menschlichkeit gibt.

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suedafrikanische Botschaft ...

Bei Jacques Derrida heißt es: „Vergeben sollte nichts Normales, Normatives, Normalisierendes sein. Es sollte eine Ausnahme bleiben, etwas mehr oder weniger Unmögliches.“ In seinem Essay über das Verzeihen geht Derrida so weit zu sagen, dass Bischof Tutu „mit ebensoviel gutem Willen wie gedanklicher Konfusion das Vokabular von Reue und Vergebung“ in eine Institution eingeführt habe, die „ausschließlich zur Bearbeitung politisch motivierter Verbrechen bestimmt“ sei. Und während einer Vorlesung an der Universität des Westkaps behauptete Derrida, das Unverzeihliche zu verzeihen, komme einem Wunder gleich.

Bedeutende Köpfe rücken also den Begriff des Verzeihens in den Horizont des Bösen, des Wunders oder des Vergessens. Folglich sehen sich die Schwarzen Südafrikas mit einem Widerspruch konfrontiert: Auf der einen Seite hält man ihre Vergebungs- und Versöhnungsbereitschaft für primitiv, inkonsequent, verrückt. Auf der anderen Seite wird ihnen Lob und Bewunderung zuteil, gerade seitens jener Völker, die selbst ein ähnliches Verhalten niemals ins Auge fassen würden. Frankreich beispielsweise spendete Millionen an die südafrikanische Wahrheitskommission, während es zur gleichen Zeit den Kriegsverbrecher Maurice Papon vor Gericht stellte. Dasselbe Amerika, das unmittelbar nach dem 11. September 2001 Vergeltung übte, ließ der Wahrheitskommission ebenfalls Gelder in Millionenhöhe zukommen.

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suedafrikanische Botschaft ...

Wie ist es zu erklären, dass der Versöhnungsprozess in Südafrika soviel Beifall und Unterstützung gerade bei Leuten findet, die selbst nicht im Traum an Versöhnung denken? Gewiss sind sie nicht ernsthaft der Meinung, die Schwarzen Südafrikas seien ihnen überlegen, indem sie sich von der destruktiven Gewaltspirale fernzuhalten verstünden, während sie selbst, die Westler, sogar für den Versuch zu unreif seien. Wie aber lässt sich dann der Zusammenhang verstehen, wenn nicht so, dass er einen Hautgout von Rassismus erhält: Schwarze sollten vergeben, Weiße müssen Rache nehmen.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts haben die Schwarzen Südafrikas ein überzeugendes neues Modell vorgelegt. Dennoch gilt es nach wie vor nicht als nachahmenswertes Beispiel. Wie der Dichter und Journalist Sandile Dikeni einmal bemerkte: „Was immer wir Schwarzen sagen, es hat keinen Wert, eben weil wir schwarz sind. Die Philosophien der Afrikaner werden behandelt wie ihre Masken – als Exotika, die gut genug sind, an die Wand gehängt oder zur Illustration in Broschüren für Touristen verwandt zu werden; niemals aber begegnet man ihnen mit dem gleichen Respekt wie den westlichen Philosophien.“

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suedafrikanische Botschaft ...

Der Rassismus geht noch weiter: Staatsoberhäupter, die nicht davor zurückschrecken, in andere Länder einzumarschieren, kommen von weither angereist, um sich mit unserem ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela auf einem Foto verewigen zu lassen. In ihrem eigenen Land tun sie alles, um „Täter“ vor Gericht zu zerren, Mandela aber wird umarmt, weil er den Mördern seines Volkes vergeben hat. Warum? Mit angemessener Scham muss es bekannt werden: Weil der Westen Wut versteht, weil er Rache faszinierend findet und den Hass aus tiefstem Herzen bewundert.

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suedafrikanische Botschaft ...

Eines darf man getrost annehmen: Was in Südafrika möglich war, hat nichts mit dem christlichen Glauben zu tun. Sonst wäre das gleiche auch in Irland oder in den USA möglich gewesen. Im Gegenteil scheinen gerade die protestantischen Fundamentalisten im amerikanischen Bible Belt, oft an vorderster Front zu stehen, wenn es gilt, Rache zu nehmen. Auch mit dem Einfluss der Weißen hat das Ganze nichts zu tun, denn die Weißen (und speziell die Buren) glauben bis heute nicht an die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission. Wenn sie unter sich sind, sagen sie eher: Was ist nur los mit diesen Schwarzen, nicht einmal richtig hassen können sie, und mit denen müssen wir uns nun ein Land teilen. Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass die große Zahl überwiegend junger Leute, die die zehnjährige Schule der Massenbewegung durchlaufen hatten, 1994 etwas akzeptiert hätten, was ihnen gegen den Strich ging, nur weil zwei alte Männer, Tutu und Mandela, oder irgendein Weißer sie dazu aufgefordert hätten.

Derrida verkennt Tutu, wenn er ihn nur als religiösen Führer begreift. Bush begeht einen Fehler, wenn er in Mandela bloß den außergewöhnlichen Staatsmann sieht. Tutu und Mandela selbst wären die ersten, die sie und uns darauf hinweisen würden, dass ihr Denken seine Wurzeln in der schwarzen Gemeinde Südafrikas hat. Die Essenz dessen, was sie sind und darstellen, ist die Essenz des Schwarz-Seins in Afrika.

Obwohl dem westlichen Denken nur schwer zugänglich, ist der Versöhnungsgedanke doch verstanden und formuliert worden von der Mutter eines der Sieben von Guguletu, die von der Polizei brutal niedergeschossen worden waren – einer fast ungebildeten und durch den Verlust gebrochenen Frau. Cynthia Ngewu, die Mutter von Christopher Piet, sagte: „Wenn ich das, was die Leute Versöhnung nennen ... wenn ich es richtig verstehe ... wenn es bedeutet, dass der Täter, dieser Mann, der Christopher Piet erschossen hat ... wenn es bedeutet, dass dieser Mann wieder ein Mensch wird, so daß auch ich, dass wir alle unsere Menschlichkeit wiedererlangen ... dann bin ich einverstanden damit, dann unterstütze ich alles."

Was Cynthia Ngewu wusste – und Bush nicht weiß: Wer eines anderen Sohn tötet, tut dies, weil er seine Menschlichkeit verloren hat. Es liegt im Interesse aller Beteiligten, dem Täter zu helfen, seine Menschenwürde wieder zu erlangen. Und Cynthia Ngewu wusste im Gegensatz zu Bush auch, dass die Chance, das eigene Menschsein zurückzuerlangen, zerstört wird, wenn man den Täter mit dem Tod bestraft. Man friert gleichsam die Gesellschaft im Zustand der Unmenschlichkeit ein.

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suedafrikanische Botschaft ...

Viel Grausames ist geschehen und geschieht noch in den christlichen Gesellschaften. Entsetzliches haben die Gesellschaften Afrikas erlebt und erleben es immer noch. Doch die Welt beraubt sich selbst einer Chance, wenn sie weiterhin darauf besteht, daß es sich bei den Ereignissen in Südafrika um ein Wunder handele (das auf die Verhältnisse andernorts nicht übertragbar sei), statt anzuerkennen, dass wir es mit einer der größten moralischen Leistungen des 20. Jahrhunderts zu tun haben.

Dieser von Wolfgang Schlüter aus dem Englischen übersetzte Essay ist eine von Antjie Krog selbst bearbeitete Fassung der Rede, die sie gestern Abend zur Eröffnung des Internationalen Literaturfestivals im Berliner Hebbel-Theater hielt. Das Copyright liegt beim Festival.

trance-x
September 22nd, 2004, 04:27 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/56044.html
Warum spielt ihr nie Musik made in Germany?
IM DUETT
Musiker und Politiker für Deutsch-Quote ...
... bei Öffentlich-Rechtlichen

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/blk/2004-09-22.4303.big.titel.jpghttp://www.tikonline.de/galerie/zander/frank_zander01.jpg
Berlin - Udo Lindenberg, Peter Maffay, Frank Zander – jahrzehntelang verkauften sie erstklassig die deutsche Musikindustrie im Ausland. Doch hier zu Lande legten Musikredakteure in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihre Titel immer seltener auf. Das könnte sich bald ändern.

Rund 500 Künstler haben jetzt einen "Aufruf für eine Musikquote aus Deutschland" unterzeichnet. Am 29. September wird der Deutsche Bundestag darüber diskutieren. Führende Berliner Landespolitiker hauen schon mal auf die Pauke. Kultursenator Thomas Flierl (PDS) sagte dem KURIER: "Eine Quote wäre vernünftig, um der regionalen Musikindustrie mehr Präsenz zu verschaffen." Wegen des hohen Anteils ausländischer Titel würden die Programme auf Dauer kulturell verarmen.
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/030630/03/klaus-boeger.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031006/berlin/pop_74608.jpg
links: Klaus Böger, rechts: Wissenschaftssenator Thomas Flierl

Bildungssenator Klaus Böger (SPD) stößt ins gleiche Horn: "Eine Quote hat nichts mit Deutschtümelei zu tun. Deutsche Musik ist ein Teil kultureller Identität und sollte erhalten bleiben. Im internationalen Wettbewerb sollten deutsche Künstler faire Chancen haben." Die Vorsitzende des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus, Alice Ströver (Grüne): "Wenn öffentlich-rechtliche Anstalten sich nicht stärker um die Musik aus Deutschland kümmern, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn es zu einer Zwangsquote per Gesetz kommen wird."

Warum spielt ihr nie Musik made in Germany? Das fragen sich auch die Grauen Panther und blasen der Politik den Marsch. Landeschef Norbert Raeder: "60 Prozent aller Titel sollten deutschsprachig sein, weil ältere Leute mit der neuen Generation der Musik nur wenig anfangen können. Auch sie zahlen Gebühren." Bei Nichteinhalten der Quote sollten die Gebühren "in jedem Fall gesenkt werden", so Raeder. R.

trance-x
September 22nd, 2004, 04:46 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/22.09.2004/1374217.asp
BVG auf Einkaufstour
Unternehmen kauft in den nächsten drei Jahren 600 Busse – und will damit sparen
http://www.hesse-design.de/lib/grfx/portfolio/bvg/gd_intro.jpghttp://www.bvg.de/images/bvg_doma.jpg
Die mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldete BVG geht auf große Einkaufstour. Innerhalb der nächsten drei Jahre will sie 600 neue Busse kaufen – für zusammen fast 200 Millionen Euro. Damit biete die BVG nicht nur den Fahrgästen eine der jüngsten Busflotten in ganz Europa, sondern das Unternehmen spare mittelfristig auch Kosten für Werkstattpersonal. Davon ist Technikvorstand Thomas Necker überzeugt. Ein Doppeldecker kostet rund 400000 Euro, ein Gelenkbus knapp 300000 und ein Eindecker etwa 240000 Euro. Zuschüsse vom Senat gibt es nicht.

Die Ausschreibung endete mit einer großen Überraschung. Die vorgesehenen 140 Eindecker mit einer Länge von zwölf Metern bot Mercedes aus seinem Evobuswerk in Mannheim günstiger an als die Konkurrenten MAN und Volvo, die im Niedriglohnland Polen produzieren. Hier sei wohl versucht worden, mit polnischen Kosten zu produzieren und für deutsche Preise zu verkaufen, vermutet Necker. MAN wies dies zurück.

Doch beim Auftrag für die 260 je 18 Meter langen „Schubgelenkbusse“ hatten deutsche Anbieter das Nachsehen. Diese Busse werden bei Solaris in Polen produziert. Zumindest dessen Chef Krzysztof Olszewski und seine Frau Solange Olszewska sind aber fast Berliner. Sie waren 1981 nach Berlin gekommen. Olszewski arbeitete beim Bushersteller Neoplan in Spandau, der in den 90er Jahren ein Werk in Posen eröffnete. Später kaufte Olszewski den Betrieb und produziert nun selbst. Seine Frau kümmert sich von Berlin aus um Vertrieb und Service. 16 Solaris-Busse laufen bereits bei der BVG.

Für die Busse gibt es einheitliche Vorgaben. Sie werden klimatisiert, erhalten eine Videoüberwachung sowie Rußfilter – und wahrscheinlich Sitze aus Kunststoff, die nicht mehr gepolstert sind. In Umfragen hat sich eine Mehrheit der Fahrgäste für diese Sitze ausgesprochen, die nach und nach auch in den U-Bahnen eingebaut werden sollen. Für die BVG sind sie pflegeleichter und damit auch billiger. Kabinen, die Fahrer vor Übergriffen schützen sollen, gibt es nicht.

MAN bleibt aber trotzdem weiter im Geschäft. Für Solaris liefert das Unternehmen die Motoren und für die BVG baut es bis 2007 insgesamt 200 Doppeldeckerbusse, wenn die BVG ihre Optionen einlöst. Der Prototyp wird derzeit getestet.

Den Innenausbau der neuen Busse übernehmen BVG-Beschäftigte, wodurch es die nächsten drei Jahre Arbeit für 60 Mitarbeiter gebe, so Necker. Weil die Eindecker nur acht Jahre bei der BVG fahren sollen und deshalb nicht aufwändig repariert werden müssen, gibt es weniger Arbeit für die Werkstätten. Die Eindecker werden dann verkauft oder vom Hersteller zurückgenommen. Weil dies bei den Doppeldeckern nicht geht, müssen diese zwölf Jahre halten. Klaus Kurpjuweit

trance-x
September 22nd, 2004, 04:57 AM
http://www.tagesspiegel.de/tso/fototouren/
"Loxx" Das Berlin-Modell
In der Meinekestraße 24 in Berlin entsteht zurzeit auf 600 Quadratmetern ein Modell der Stadt im Maßstab 1:87. Die Modelleisenbahn „Loxx“ ist ab Sonnabend, den 18. September täglich von 10 bis 20 Uhr zu besichtigen.

http://www.loxx-berlin.com

http://www.meinberlin.net/mbtools/event/300//09.jpghttp://www.meinberlin.net/mbtools/event/300//08.jpg
Modellbauer errichten in Berlin die weltgrößte digital gesteuerte Modelleisenbahn im Maßstab H0. Die Brüder Stefan und Henrik Göddeke, von Beruf Rechtsanwälte, betreiben die Anlage. Drei Millionen Euro war ihnen die Erfüllung eines Jugendtraumes wert.

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Auf 600 Quadratmetern entsteht im Maßstab 1:87 mit Hilfe zahlreicher Modellbauer, Hobbybastler und Computerexperten ein Stück Berlin. Mehr als ein dutzend Mitarbeiter werden den Zugverkehr ständig überwachen. Zwischen 300 und 500 Besucher werden täglich erwartet.

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Die Beleuchtung der Anlage wird fortwährend wechseln, wird dunkeln, dämmern oder strahlen. Eine Computeranlage aus 30 Rechnern überwacht den Zugverkehr und rund 30 Monitore verfolgen den Verkehr.

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Modellbauer Siegfried Nacke arbeitet am Alexanderplatz und dem Roten Rathaus. ... letzte Gleisarbeiten am S-Bahnhof "Alexanderplatz" ...

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Die Planer haben sich einige künstlerische Freiheiten erlaubt. Z.B. den Vergnügungspark „Luna“ mit Riesenrad und Auto-Scooter gibt es nur in der Phantasie der Modellbauer - und im Modell. Auch in den ersten Tagen nach der Eröffnung wird die Anlage nicht komplett sein. Die Besucher können die Bastler bei der Arbeit- und die Anlage im Entstehen erleben. Weitere 300 Quadratmeter sind geplant.

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Das Modell der Kongresshalle und des Haus des Lehrers ist bereits fertig... sowie das Regierungsviertel ...

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Auf vier Kilometer Gleise rollen rund 400 Züge, S- und Straßenbahnen. Alle zwei Stunden fahren die Züge in einen unsichtbaren Bahnhof für Ruhepausen ein. Dafür kommen dann Ersatzzüge zum Einsatz. Als weitere Highlights werden auf der Anlage PKW, LKW und Busse auf einem speziellen Straßensystem fahren sowie Verkehrsflugzeuge auf einem Großflughafen vom Terminal zur Startbahn rollen, mit Getöse beschleunigen, abheben und später wieder landen.

http://bilder.loxx-berlin.org/big/ostkreuz/ostkreuz017.jpg
erste Impressionen: Ostkreuz ...

http://bilder.loxx-berlin.org/big/zoo/zoo004.jpg
erste Impressionen: Zoo ...

trance-x
September 22nd, 2004, 05:27 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/55976.html
Und das hier ist der neue "Felix"
UMBAU Nach sechs Monaten öffnet das Promi-Lokal am Sonnabend
Karim Mahmoud

Huch, was ist denn das? Ein Raumschiff? Der Zugang zu einem Atommeiler? Irrtum: Berlin hat eine neue Nachtclub-Sensation. Besser gesagt: eine neue alte. Denn das "Felix" im "Adlon-Palais" öffnet wieder seine Pforten – nach einem halben Jahr! Felix-Chef Dominic von Werthern (32, Ziehsohn von Jil Sander) wollte eine neue Tonanlage installieren, außerdem musste die Lüftung auf den neuesten Stand gebracht werden. Samstag findet die erste Party statt.

BU: 20 Lichtsäulen mit 200 LED-Lichtleisten. Im neuen Felix schmecken Pasta und Chianti jetzt besonders bunt. Foto: Xamax



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/22.09.2004/1375214.asp#art
Der beste Mann für Moskau
Nach acht Jahren in Berlin wechselt Adlon-Chef Jean van Daalen in die russische Hauptstadt und übernimmt dort das Hotel Baltschug
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2002/021130/berlinboulevard/62910.jpghttp://www.berlinboxx.de/img/ITB-1.jpg
Acht Jahre Arbeit in Berlin waren ihm vermutlich durchaus nicht genug – aber wenn der Konzern eine womöglich noch wichtigere Position zu bieten hat, zögert ein qualifizierter Manager nicht lange. Jean („Gianni“) van Daalen, der das neue Adlon mitbegründet und seit der Eröffnung 1997 auch geleitet hat, wird noch in diesem Jahr nach Osten wechseln: als Direktor des Hotels Baltschug in Moskau, das ebenso wie das Adlon zur Kempinski-Gruppe gehört. Ein längerfristiger Plan steckt indessen nicht hinter diesem Wechsel. Denn Hans C.Sebesta, van Daalens Vorgänger in Moskau, war erst im August im Alter von nur 55 Jahren gestorben - ein „Gigant der russischen Hotellerie“, wie die „Moscow Times“ in einem Nachruf schrieb.

Jean van Daalen hat nun alle Chancen, als Hoteldirektor und Geschäftsführer der Eigentumsgesellschaft des Hotels ebenfalls den Gigantenstatus zu erreichen. In der Kempinski-Mitteilung heißt es jedenfalls lobend, die Aufgabe in Moskau sei für die Gruppe „immens wichtig“, und sie habe deshalb „den besten Mann aus ihren Reihen“ zum Nachfolger bestellt. Das Moskauer Hotel hat eine Schlüsselfunktion für den schwierigen russischen Markt. Ein Nachfolger für das Adlon werde in Kürze benannt, hieß es am Dienstag. Seine Frau Marylea, eine feste Größe im gesellschaftlichen Leben der Stadt, wird ihn begleiten.

In Berlin ist van Daalen zurzeit vermutlich der bekannteste Hotelmanager, zumal er auch ehrenamtlich den Hotel- und Gaststättenverband leitet, im Präsidium der Industrie- und Handelskammer sitzt und am „Runden Tisch für Tourismus“ den Ton angibt. Er profilierte sich von Anfang als Spezialist für deutliche Worte und warnte stets vor dem Preisverfall in den Berliner Spitzenhotels, der auch ihm in den letzten Jahren seiner Arbeit zunehmend zu schaffen machte.

Das letzte Jahr im Adlon dürfte indessen als eines der besseren in die Hotelgeschichte eingehen, denn der Touristenboom bescherte dem Gewerbe steigende Auslastungen; von den Preisen in Paris oder London ist man freilich immer noch weit entfernt.

Schon in den Achtzigerjahren war van Daalen als Hoteldirektor in Berlin tätig, damals im neuen Steigenberger am Los-Angeles-Platz. Dann wechselte er zu einer Pariser Firma, die Hotelprojekte in verschiedenen Ländern betreute. 1994 kehrte er als Marketingdirektor der Euromedien Babelsberg in die Berliner Region zurück.

Kempinski übertrug ihm die Leitung des Adlon noch in der Planungsphase 1996. Seither hat er die Eröffnung des Hotels mitgeprägt und es durch eine Reihe von Um- und Anbauten allmählich dem gegenwärtigen Zustand angenähert. Zuletzt war im Frühjahr das Adlon–Palais an der Wilhelmstraße mit neuen Zimmern und einem „Day Spa“ eröffnet worden. Nebenher war er federführend bei der Entwicklung und Eröffnung des Grand Hotels Heiligendamm, das ebenfalls von der Fundus-Gruppe erbaut wurde und von Kempinski betrieben wird.

In seiner Arbeit im Adlon hat Jean van Daalen praktisch alle Auszeichnungen erworben, die die Branche zu vergeben hat. Die „European Hotel Managers Association“ wählte ihn 2002 zum „Hotelier des Jahres“; den gleichen Titel verlieh ihm ein Jahr später auch der Gastro-Führer Gault-Millau. Laudatio: „Er führt Deutschlands bekanntestes Hotel höchst erfolgreich, ist die glanzvollste Erscheinung in der deutschen Hotellerie, antizipiert die Weltstadt Berlin – und investiert mutig in Gastronomie.“

Manche dieser Investitionen blieben allerdings glücklos, beispielsweise das „Felix“, das vom Berliner Publikum weitgehend missachtet wurde und demnächst als Mix aus Nachtclub und Restaurant wiedereröffnet werden soll. Auch der aufwändige China-Club, der vom Hotel bewirtschaftet wird, führt ein Schattendasein.

Jean van Daalen hat in Berlin vermutlich fast all seine Ziele erreicht, bis auf eins: Der vor Jahren beantragte Baldachin, der es den Hotelgästen ermöglichen sollte, trockenen Fußes vom Auto ins die Halle zu kommen, ist immer noch nicht genehmigt. Eine schöne Aufgabe für den Nachfolger. bm

trance-x
September 22nd, 2004, 05:36 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/55967.html
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/logo_berliner_kurier.gif ... So groß, so gelb – Megatonne in Mitte
http://www.dhm.de/webcams/pics/cam1_large.jpg
Berlin - 12,30 Meter hoch, 17.5 Tonnen schwer und der größte Müllbehälter der Welt: Von heute bis zum 24. September steht eine Gelbe Tonne der anderen Dimension auf dem Schloßplatz in Mitte. Das Duale System Deutschland (DSD) will damit auf die Wichtigkeit von Wiederverwertung hinweisen. Täglich gibt es in und um die Tonne ein umfangreiches Informations-Programm.

trance-x
September 22nd, 2004, 05:53 AM
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/tagesthema/379279.html
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/_img/ressort_blz.gif ... GEWALT - Bisher ahnte man nur, wie viele Frauen geschlagen werden. Jetzt gibt die erste repräsentative Studie Klarheit. Deshalb kritisieren Verbände, dass gerade jetzt die Mittel für Frauenhäuser gestrichen werden.
Die private Kampfzone
Mira Gajevic
http://www.bundesreg