PDA

View Full Version : Berlin: News, Promis, Cinema, Culture, Art, misc ...


Pages : [1] 2 3

trance-x
August 27th, 2004, 09:35 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040817/berlinboulevard/story697665.html
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040817/berlinboulevard/87647.jpg
Film-Star Charlize Theron shoppt am Hackeschen Markt
Die Oscar-Preisträgerin kauft Kapuzen-Shirts und Schmuck

Sonnenbrille ins schwarz gefärbte Haar gesteckt, Zigarette hinters Ohr geklemmt, Trägerhemdchen im Knitterlook übergeworfen, dazu bequeme Strandlatschen: So unprätentiös schlenderte Hollywood-Star Charlize Theron Sonnabend beim Shoppen durch die Straßen am Hackeschen Markt.

Kein Puder im Gesicht, kein Lippenstift, kein Schmuck. Kein Wunder, dass sich niemand nach ihr umgedreht hat. Ohne Stylist sieht eben auch eine Oscar-Preisträgerin aus wie Du und Ich. Hinzu kommt: Charlize Theron ist mit schulterlangen, blonden Haaren berühmt geworden und auf die Titelseiten der Illustrierten gekommen. Jetzt trägt sie rollenbedingt einen schwarz gefärbten Pagenkopf.

"Meine Leute haben sie anfangs nicht erkannt. Sie kam in den Laden, schaute sich in aller Ruhe um, trug dann einige Sachen zur Kasse. Erst im letzten Moment hat meine Verkäuferin Susi Frau Theron erkannt. Und das, obwohl sie ein totaler Fan von Charlize ist. Beim Kassieren hat sie dann um ein Autogramm gebeten", berichtet Cora Schmid. Die Geschäftsführerin des Trendshops "East Berlin" an der Alten Schönhauser Straße konnte Charlize Theron von ihrer selbst designten Kollektion überzeugen.

Die Schauspielerin kaufte reichlich: drei olivfarbene Kapuzen-Shirts mit dem "EastBerlin"-Logo und einem mit Hand aufgestempelten pinkfarbenen Adler für je 69 Euro. Einen Baumwoll-Rock mit offenen Kanten für ebenfalls 69 Euro, ein perlenbesticktes Textilarmband mit Messingschnalle und Funkturm-Motiv (17,90 Euro) sowie einen Silberring. Auch Maria, die Verkäuferin im "Delight" an der Alten Schönhauser Straße, wo die Schauspielerin ein Kapuzen-Shirt von "Franklin & Marshall" (aus Italien, 89 Euro) kaufte, hatte Mühe, ihre bekannte Kundin zu erkennen.

"Die sieht in den Filmen und auf Fotos total anders aus. In echt ist sie viel kleiner und hat auch irgendwie ein viel normaleres Gesicht." Bei "Replay" an der Neuen Schönhauser Straße kam dann schließlich auch Therons Freund, der Schauspieler Stuart Townsend, auf seine Kosten. Die Schauspielerin schenkte ihm eine neue Jeans und sich selbst - na was wohl? - noch mal drei Shirts aus der neuen Herbst-Winter-Kollektion.

Der Einkaufs-Bummel war wohl erst einmal ihr letzter ausgiebiger, privater Ausflug in Berlin. Gestern begannen für die Schauspielerin in Potsdam die Dreharbeiten zu ihrem neuen Film "Aeon Flux". Der erste Set fand nicht in den Film-Studios statt, sondern unter freiem Himmel, mitten in der Natur. Mit den spektakulären Stunts für den Action-Thriller will die US-Produktionsfirma (Paramount Pictures) erst kommende Woche beginnen.

Auf ihrer letzten Shopping-Station, in einer Design-Boutique in den Hackeschen Höfen, wurde der Weltstar vom Verkaufspersonal dann doch noch erkannt. Gut für Charlize Theron: Die Schauspielerin kam um kurz nach 19 Uhr dort an, der Laden wollte gerade schließen. Wie bei anderen Hollywood-Stars auch üblich, gewährte man Charlize Theron exklusiven Eintritt ohne weitere Kunden und eine satte Stunde zum Anprobieren. Genug Zeit, um zwischendurch in aller Ruhe eine Zigaretten-Pause vor der Tür zu machen. In Amerika wäre das so ohne weiteres nicht möglich gewesen. Da ist Rauchen auf der Straße mancherorts polizeilich verboten.

Wieder ein Punkt mehr für die deutsche Hauptstadt. Hier können die Stars unerkannt tun und lassen, was sie wollen. Niemand belästigt sie. Alle freuen sich, wenn sie da sind. Vor allem die Ladenbesitzer. In Mitte, übrigens auch der Wohnkiez von Theron, werden sie jetzt bei Schwarzhaarigen wohl genauer hinsehen.

trance-x
August 27th, 2004, 09:36 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story699781.html

Jodie Foster dreht in Charlottenburg
Hollywood-Schauspielerin ist in Berlin und steht im November für US-Thriller vor der Kamera
http://gfx.filmweb.pl/p/37/37.jpg
Das ist ja mal eine Überraschung: Jodie Foster ist gestern in Berlin gelandet und steht hier, wie man hört, Ende November für eine Woche vor der Kamera. Für den Thriller "Flight Plan". Ein Film im Stil eines Hitchcock-Thrillers, in dem die Hauptstadt eine tragende Rolle spielt. Zunächst wurden Locations besichtigt: außer einer Wohnung in Kudamm-Nähe Krankenhäuser, Krematorien und Leichenhallen.

Die Produzenten des Thrillers, Brian Grazer und Robert Di Nozzi, haben für die Filmaufnahmen eine 300 Quadratmeter große Altbauwohnung mit einer Zimmerflucht in Charlottenburg angemietet. Die Regie hat Robert Schwentke aus Thüringen übernommen. Für ihn ist das US-Projekt mit Jodie Foster, dem Star aus "Das Schweigen der Lämmer" in der Hauptrolle, sein Hollywood-Debüt. Der Streifen soll Mitte 2005 bundesweit im Kino anlaufen.

"Ja, wir wissen, dass dieser Film in Berlin gedreht wird", bestätigte Petra Strobel, Sprecherin von Buena Vista International Germany gestern der Berliner Morgenpost. Der Filmverleih mit Sitz München ist eine Tochter der Disney-Studios in Amerika und bringt den Action-Thriller 2005 auf den deutschen Markt.

Die Amerikaner nutzen für ihre aktuelle Produktion nicht, wie derzeit Charlize Theron oder ab Januar 2005 Tom Cruise, die Film-Studios in Babelsberg. Sie haben aber Berliner Locationscouts beauftragt, die wiederum Hand in Hand mit einer Agentur arbeiten, die Wohnungen vermietet. Die Agentur führt Kartei über Domizile, die von Privatpersonen für Dreharbeiten vermietet werden. In Augenschein nahmen die Berliner Helfer zunächst eine Wohnung zwischen Lietzenburger Straße und Kurfürstendamm. Mit Seidentapeten, altem, herrschaftlichen Stuck und Blick über die Dächer von Berlin. Der Vertrag, so hört man, scheiterte daran, dass die Zimmer der Wohnung nicht hintereinander lagen - und sich somit nicht für eine hektische Fluchtszene eigneten. Die Hollywood-Experten entschieden sich nun für eine andere Immobilie, auch in Kudamm-Nähe.

Das Drehbuch zu "Flight Plan", ein Film im Stil der Hitchcock-Produktionen, stammt aus der Feder der US-Autoren Peter Dowling, Terry Hayes und Billy Ray. Der Film handelt von einer Witwe (gespielt von Jodie Foster), die nach dem Tod ihres Mannes beschließt, mit ihrer Tochter von Berlin in die alte Heimat Amerika zurückzukehren. Im Flugzeug, auf einer Höhe von 30 000 Fuß, verschwindet die Tochter plötzlich spurlos ...

Die 22-jährige Erika Christensen ("Traffic") spielt die Tochter, Peter Sarsgaard ("Der Mann in der Eisernen Maske") einen Sitznachbarn der aufgelösten Mutter, der ihr bei der Suche mental eine Stütze ist. Auch Sean Bean ("Der Herr der Ringe", "Troja") ist für eine Rolle im Gespräch.
http://us.ent4.yimg.com/movies.yahoo.com/images/hv/photo/movie_pix/paramount_pictures/the_perfect_score/erika_christensen/score.jpghttp://www.tvazteca.com/espectaculos/especial_de/globo/images/fotosnotas/peter.jpghttp://www.tiscali.co.uk/entertainment/images/sean150.jpg
Berlin, Treffpunkt der Hollywood-Stars. Drei Flughäfen, unzählige Hotels und Apartments gewähren ihnen in der Millionenstadt Anonymität. Charlize Theron tauchte nach ihrer Ankunft im Juli erst einmal eine Woche unter, bevor sie in Babelsberg (dort dreht sie "Aeon Flux") und beim Shoppen am Hackeschen Markt gesichtet wurde. Tom Cruise schneit auch alle paar Wochen mal rein, um die Produktion seines Films "Mission Impossible III" (soll im Januar 2005 starten) vorzubereiten. Und nun Jodie Foster.

trance-x
August 27th, 2004, 09:40 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/#

Fantl plant Hollywood-Film für 55 Millionen Dollar in Babelsberg

Potsdam (dpa/bb) - Der Kölner Filmproduzent Jan Fantl will in den Babelsberger Studios einen Hollywood-Film mit einem Budget von 55 Millionen Dollar (45,5 Millionen Euro) drehen. Es gebe bereits Gespräche mit dem Brandenburger Wirtschaftsministerium über eine Landesbürgschaft, sagte er den «Potsdamer Neueste Nachrichten» (Freitag). Für seinen letzten in Babelsberg gedrehten Film «Beyond the Sea» erhielt Fantl bei einem Etat von 28 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) eine Landesbürgschaft in Höhe von 4,5 Millionen Euro.
http://www.zab-brandenburg.de/bilder/studiobabelsberg_380x253.jpghttp://www.frickfilm.de/Kontakte/a_Studio_Bbg-gr.jpg

trance-x
August 27th, 2004, 09:42 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story699729.html

Weniger Geld nach Hollywood - Fonds sollen einen Teil ihres Geldes in die deutsche Filmwirtschaft investieren
Von Barbara Brandstetter

Berlin - Filmfonds sind bei deutschen Anlegern beliebt, lassen sich mit dem Investment doch noch üppige Steuervorteile sichern. Doch seit geraumer Zeit wächst die Gefahr, dass diese fiskalische Sonderbehandlung für Medienfonds gekippt wird. "Steueranreize für Privatanleger bei der Filmfinanzierung sind weiter nötig", sagt Georgia Tornow, Generalsekretärin der Produzentengemeinschaft "film20".

Die Fonds müssten jedoch umgestaltet werden, um nicht nur den Investoren, sondern auch dem Filmstandort Deutschland von Nutzen zu sein. Auf der Medienkonferenz Babelsberg 2004 forderte die Produzentengemeinschaft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf, Steuervergünstigte Medienfonds aus Deutschland zu verpflichten, einen Teil ihres Geldes in die deutsche Filmwirtschaft zu investieren. "Bisher fließt das meiste Geld der deutschen Filmfonds nach Hollywood", sagt Tornow. Allein im vergangenen Jahr seien rund 1,7 Mrd. Euro aus deutschen Filmfonds im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelandet. Die gesamte deutsche Filmförderung habe hingegen ein Volumen von 200 Mio. Euro. Die Folge: Die amerikanische Filmwirtschaft floriert, während sich hier zu Lande angesichts der öffentlichen Finanzmisere bei der traditionellen Filmförderung das "Ende der Fahnenstange" abzeichne. Der deutsche Fiskus, der den Steuervorteil gewährt, geht zudem unter dem Strich leer aus, denn das Geld wird in anderen Ländern ausgegeben. "Wir brauchen Steuervergünstigungen für die Platzierung von privatem Anlegerkapital für deutsche und internationale Filmproduktionen - jedoch mit einem klar definierten German Spend", fordert Tornow. Sprich: ein Teil des investierten Kapitals soll in Deutschland ausgegeben werden müssen. "Das würde der deutschen Filmwirtschaft einen Wachstumsschub verleihen", ist Tornow überzeugt. Konservativ gerechnet könnte damit die Beschäftigung in den angrenzenden Branchen verdreifacht und die Sozialkassen im Jahr 2010 um 330 Mio. Euro verringert werden. Vorbild für das von "film20" vorgeschlagene Steuermodell ist das britische System. Das so genannte Sale and Leaseback-Verfahren hat seit 1997 die ausländischen Filminvestitionen in Großbritannien auf 1,1 Mrd. Euro 2003 fast verdreifacht. Großbritannien zeige, dass das Modell funktioniert und auch für die deutsche Filmindustrie von großem Nutzen sein wird. "Damit könnte auch ein Teil der etwa 150 bis 200 Filmproduktionen, die an keinen Standort gebunden sind, nach Deutschland geholt werden", sagt Tornow.

trance-x
August 27th, 2004, 09:45 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story699785.html

Geflüster 17. August 2004
Viele Frauen kommen nicht an schicken Schuhen vorbei, bei Top-Model Nadja Auermann sind es Taschen. Sie besitzt fast 30 Exemplare, auch einige der Luxusmarke Louis Vuitton, wie sie am Mittwochabend beim Empfang in den Vuitton-Räumen am Kurfürstendamm erzählte.
http://www.e-kolay.net/haber/images/nadja-auermann01.jpg
Dort hatten Gabriella Schnitzler (Geschäftsführerin Vuitton Deutschland) und Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp zum Fashion-Apéritif geladen. Anlässlich des 150. Geburtstags von Louis Vuitton wurde die exklusive Jubiläums-Fotostrecke von Vogue mit der Berliner Titelbildschönheit Auermann präsentiert. Auch ihr schulterfreies Corsagen-Oberteil und der Chiffon-Rock trugen den Namen der Luxusmarke. Was trägt Nadja Auermann privat? "Im Sommer am liebsten Kleider und Röcke, wenn es kühler wird Hosen. Jeans allerdings zu jeder Jahreszeit."

Der britische Botschafter Sir Peter Torry ist Schirmherr des bis Sonntag laufenden 8. Internationalen MG-Treffens. Die Fahrer der tollen Kisten fahren heute um 8.30 Uhr von der Avus-Nordkurve aus einen Korso zum Auto-/Veranstaltungshaus "Meilenwerk" (Wiebestraße 36-37, Moabit). Am Sonnabend brechen 60 Teilnehmer zur Rallye ins Berliner Umland auf.
http://www.britischebotschaft.de/Images/arrivals_amb.jpg

Wer dieser Tage der Schauspielerin Anna Loos (33, Foto) begegnet, könnte glatt an ihr vorbeigehen: Sie trägt jetzt einen kurzen Bobschnitt, ist ein ganz anderer Typ. Anna Loos, die erst kürzlich ihre große Liebe, den Film- und Fernsehstar Jan Josef Liefers, 40, heiratete und Mutter einer 22 Monate alten Tochter ist: "In meinen letzten beiden Filmen wurden meine Haare arg strapaziert. Für den einen Film musste ich sie dunkel färben, für den anderen wurden sie verlängert. Hinterher sah ich aus wie ein gerupftes Huhn."

http://www.zdf.de/ZDFde/img/27/0,1886,2268059,00.jpghttp://www.rbbm.de/images/Jan-Josef%20Liefers.jpg

trance-x
August 27th, 2004, 09:46 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/#

17. August 04, Pekinger Oberbürgermeister auf dem Weg nach Athen in Berlin
http://www.chinareport.com.cn/18s/sars/images/03-sars-2a.jpghttp://graffiti.netbase.org/KULTURFOTOS/wowereit.jpg
Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) empfängt heute (Freitag) den Oberbürgermeister der chinesischen Hauptstadt Peking, Wang Qishan. Die Regierungschefs der beiden Partnerstädte treffen sich am Vormittag zu einem Gespräch im Roten Rathaus. Anschließend trägt sich der Gast im Wappensaal in das Goldene Buch ein. Nach seinem Besuch in Berlin reist Wang nach Athen, wo er bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele die Fahne für die nächste Olympiade in Peking 2008 entgegennehmen wird.

Max BGF
August 30th, 2004, 02:30 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story699729.htmlAbgesehen davon, daß ich nicht verstehe, warum bei unserer Staatsverschuldung Filmfonds überhaupt steuerlich begünstigt sind, würde mich interessieren,
"Bisher fließt das meiste Geld der deutschen Filmfonds nach Hollywood"wer eigentlich daran ein Interesse haben kann.

Damit der Eintritt für den kleinen Mann billiger wird ?

DiggerD21
August 30th, 2004, 03:34 AM
würde mich interessieren,
wer eigentlich daran ein Interesse haben kann.

Damit der Eintritt für den kleinen Mann billiger wird ?

In dem Fall wäre eine direkte Subventionierung der in Deutschland agierenden Filmverleiher effizienter. ;)

Vielleicht kriegt Roland Emmerich ja sonst nicht seine Milliönchen für seine Filmchen zusammen. ;)

Im ernst: Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht landet das Geld in Hollywood und als Gegenleistung werden ein paar Szenen (oder sogar ganze Hollywood-Filme) in Deutschland gedreht.

Max BGF
August 30th, 2004, 10:10 AM
In dem Fall wäre eine direkte Subventionierung der in Deutschland agierenden Filmverleiher effizienter. ;)

Vielleicht kriegt Roland Emmerich ja sonst nicht seine Milliönchen für seine Filmchen zusammen. ;)

Im ernst: Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht landet das Geld in Hollywood und als Gegenleistung werden ein paar Szenen (oder sogar ganze Hollywood-Filme) in Deutschland gedreht.Wahrscheinlich wird der Milliardenaufwand getrieben, damit sich Wowi an vier Tagen im Jahr im Glanz eines Hollywood-Stars sonnen kann. Als Gegenleistung nämlich werden ein paar Premieren in Berlin durchgeführt. Unmöglich ist überhaupt nichts.

trance-x
August 30th, 2004, 03:53 PM
max ...

hast du das gefuehl besonders gebeutelt zu sein oder umgekehrt reicher zu sein, wenn in berlin nix investiert wuerde? ;)

nein. die sache mit dem filmfond hatte mit berlin zunaechst einmal wenig zu tun, genau genommen hat es noch nicht einmal mit dem deutschen film viel zu tun ... was da wirkt ist ein ganz normaler globalisierungsprozess. ein fond kann geld erwirtschaften, justiert sich auf die lukrativsten strukturen ein (das sind nun einmal hollywoodproduktionen) und der rest ist dann eine frage des ringens um die richtige organisation, damit a) dem staat nichts entgeht sowie b) die kunst nicht ungegeht, der standort gestaerkt bzw. eben die allgemeine "sinnfrage" taugt sowie auch c) die fondzeichner nicht enttaeuscht werden ... etc.


hier mal ein aelterer auszug aus der welt ...


Reihenweise Oscars für Minister Eichel Deutsche Filmfonds bezahlen halb Hollywood.
Jetzt will der Fiskus dem Steuersparmodell den Boden entziehen
von Ulrich Machold

Während die Stars und Sternchen der Glamourwelt nach den Oscar-Verleihungen am vergangenen Sonntag wohl noch damit beschäftigt sind, auf sich selbst anzustoßen, dürfte ihren Produzenten die Lust aufs Feiern immer mehr vergehen. Denn ein großer Anteil der Mittel, mit denen viele Hollywood-Filme produziert werden, kommt aus Deutschland. Und damit könnte bald Schluss sein.

Allein 46 der insgesamt 157 für einen Academy Award nominierten Werke wurden mit Geld aus deutschen Filmfonds gedreht. Die geschlossenen Fonds sammeln hier zu Lande Kapital ein und finanzieren damit die Produktion. Im Gegenzug sind sie am Einspielergebnis des Films und der gesamten Verwertungskette über Video, DVD und Fernsehen beteiligt. 13 Oscars gingen so dieses Jahr an Deutschland. Beziehungsweise an Hans Eichel. Denn das meiste in Hollywood investierte Geld stammt mehr oder minder direkt aus dem Staatssäckel. Die Fonds dienen vor allem als Steuersparmodell - und das mit durchschlagendem Erfolg: Seit 1998, als das Konstrukt Filmfonds auf breiter Front das Licht der Welt erblickte, steckten deutsche Privatanleger rund acht bis zehn Milliarden Euro in die Anlagegesellschaften. Nicht überraschend, denn die Initiatoren versprachen, was es sonst fast nirgends mehr gab: eine 100-prozentige Verlustzuweisung, steuerlich voll geltend zu machen, sofort beim Kauf.

Das funktioniert, weil ein Film laut deutschem Steuerrecht für seinen Fabrikanten ein "immaterielles Wirtschaftsgut" ist. Damit firmiert ein Investor in einen Filmfonds, die meistens in Form von ineinander verschachtelten Kommanditgesellschaften organisiert sind, nicht als Anleger, sondern als Filmproduzent und kann den gesamten Anlagebetrag auf einen Schlag von der Steuer absetzen. Durchschnittlich zwei Milliarden Euro kostete das Hans Eichel pro Jahr.

Jetzt aber ist es wohl vorbei damit. Denn der Fiskus hat offenbar den lange gesuchten Schalter in der Hand, um dem Steuersparmodell Filmfonds das Licht auszuknipsen. Die Vorlage: zwei Urteile des Bundesfinanzhofs von 2001. Dort fanden die Richter, dass bei manchen geschlossenen Immobilienfonds Provisionen und andere Werbungskosten nicht zur unternehmerischen Tätigkeit gehören, sondern Anschaffungskosten seien. Damit können sie nicht mehr sofort, sondern nur noch über 50 Jahre verteilt abgeschrieben werben. Findige Beamte der Bundesfinanzverwaltung übertrugen dies sogleich auf die Filmfonds. Begründung: Da die Investoren meist nicht einmal wüssten, woran ihr Geld überhaupt mitarbeite, sei auch die Teilhabe an einem Filmfonds keine unternehmerische Tätigkeit, sondern ein simpler Kauf. Damit könnte das angelegte Geld ebenfalls nur über 50 Jahre abgeschrieben werden. Vorher hatte man schon Verlustzuweisungsgesellschaften, die Steuervorteile abschöpfen wollen, den Boden entzogen.

Für die Medienfondsbranche geht das an die Substanz. Denn die Steuerersparnis war ein zentrales Argument, um in die Konstrukte zu investieren. Fällt sie weg, sind viele Produktionen in Gefahr. "Wenn Eichel damit durchkommt, kann man die Sache zuklappen", sagt Eberhard Kayser, Geschäftsführer des Anbieters Cinerenta in München. Nach eigenen Angaben ist Kayser der größte ausländische Filmproduzent in Hollywood. Fünf Fonds mit einem Volumen von zusammen 500 Millionen Euro hat die Firma im Angebot, der letzte schließt in diesem Jahr. Kayser fühlt sich ungerecht behandelt. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagt er, "wir haben Software, die Erträge und Kosten kontrolliert, wir sichern uns durch Bankbürgschaften ab und zahlen für alle Fonds eine ordentliche Rendite. Und jetzt soll uns das kaputtgemacht werden."

Kayser weiß, warum er das alles betont. Denn von den Steuereffekten abgesehen, ist unklar, ob viele Filmfonds sich überhaupt rentieren. Da die Branche jung ist, existieren kaum aussagekräftige Bilanzen. Und von allen Seiten wird den rund 35 Betreibern Mauschelei vorgeworfen. "Man kann nur den wenigsten Filmfonds-Anbietern trauen", sagt Stefan Loipfinger, unabhängiger Experte für Beteiligungsmodelle und Autor mehrerer Bücher zum Thema Fondsinvestments. "Und bei den Allerwenigsten kommt Gewinn raus. Die mit den Produktionsfirmen ausgehandelten Konditionen sind meist so ungünstig, dass da gar nichts übrig bleiben kann." Das Problem: Die Fonds investieren zu über 90 Prozent in amerikanische Produktionen, deren Abläufe sie kaum überwachen können. Da schleichen sich leicht Posten in die Rechnung, die dort womöglich nichts zu suchen haben.
Werbungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten können zu immenser Größe aufgeblasen werden, was am Ende den Profit schmälert - und damit die Zahlungen an die Fonds.

Die Zeche zahlen die Anleger - oder die Versicherungen. Denn manche Fonds sichern sich zu Hause gegen Flops ab, mit teilweise bizarren Konsequenzen: So musste vor einigen Jahren angeblich der "Totalausfall" des Films "Face/Off" ersetzt werden, weil laut US-Studio kein Gewinn abgefallen war. Bitter, denn der Streifen mit John Travolta und Nicholas Cage war ein weltweiter Kassenschlager. Lange machte wegen solcher Stilblüten das Wort vom "stupid German money" in den USA die Runde, vom "dummen deutschen Geld", das eimerweise über den Atlantik schwappte und sich den US-Studios noch zu den haarsträubendsten Bedingungen gleichsam aufdrängte. "Davon sind die Amerikaner immer noch viel zu verwöhnt", meint Stefan Loipfinger. "Wer als Deutscher vernünftige Verträge fordert, wird komisch angeguckt und weggeschickt."

Doch selbst das dumme deutsche Geld in Amerika ist nur ein Teil dessen, was die Anleger tatsächlich in die Fonds gesteckt haben. Teilweise erheben die Betreiber derart horrende Provisionen und Gebühren, dass am Ende nur 60 Prozent des Kapitals in der Filmproduktion landet. "Leider gibt es Betreiber, die Kosten von 30 bis 40 Prozent einbehalten", sagt Michael Oehme, Präsident des Verbands Deutscher Medienfonds. "Seriöse Fonds sollten aber zehn oder elf Prozent nicht übersteigen. Und es kommen durchaus zehn Prozent und mehr an Rendite heraus - nach allen Kosten." Oehme hat die nicht beneidenswerte Aufgabe, der Miesmacherei entgegenzutreten. Da helfen Erfolgsstorys mit zweistelliger Rendite. Denn die geschlossenen Fonds besitzen oft keine Substanz, aus der sie nach Ende der Laufzeit von meist sieben bis acht Jahren das eingesetzte Kapital zurückzahlen könnten. Am Ende der Verwertungskette sind die Filme meist kaum noch etwas wert. Für die Anleger muss sich das Investment daher allein durch die Ausschüttungen rechnen. Das tut es aber nicht immer. "Viele Anbieter erzielen nicht das, was sie sich vorgenommen haben", sagt Oehme. "Aber ´stupid German money' gibt es nicht mehr. Wir investieren nur in erfolgreiche Filme."

Manchmal scheint das durchaus zu klappen. Einige Fonds schütten regelmäßig mehr als 20 Prozent Gewinn aus - nach Einrechnen des Steuereffekts werden daraus über 40 Prozent. "Filmfonds sind keine Scharlatanerie", sagt Thomas Packenius von der Vermögensverwaltung Packenius, Mademann und Partner in Düsseldorf. "Seriöse Modelle funktionieren auch. Ein guter Fonds kann leicht neun Prozent bringen, manchmal deutlich mehr." Nur müsse man als Anleger ein paar Voraussetzungen erfüllen: Ein hoher Steuersatz, um die Abschreibungsvorteile nutzen zu können, gehört dazu, und ein Grundverständnis der unübersichtlichen Filmindustrie. "Das ist nix für alte Omas", sagt Packenius.

Mittlerweile ist die Sache schon zum Politikum geworden. So wettert Uwe Boll, Filmregisseur, -produzent und Fondsinitiator in einer Person, gern gegen seine unpatriotischen Kollegen: Dadurch, dass das ganze Geld nach Hollywood gehe, würde die durch die Abschreibungsmöglichkeiten gewollte Unterstützung des deutschen Films ad absurdum geführt. Der 37-Jährige fürchtet auch, dass die Steuerbeamten nun das Kind mit dem Bade ausschütten: "Das wäre eine Katastrophe für die deutsche Filmwirtschaft", sagt Boll, "es gibt politische Grundsatzentscheidungen, den Medienstandort Deutschland zu fördern." Boll plädiert daher für ein Modell, wie in Kanada: Steuerfreiheit nur noch für Fonds, die das Geld auch überwiegend in München, Köln oder Potsdam-Babelsberg wieder ausgeben. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die kleine deutsche Filmwirtschaft überhaupt Verwendung für solche Summen hätte.

Und hoffentlich hat Boll da nichts falsch verstanden. Denn die Finanzverwaltung meint, eine politische Subventionsabsicht gebe es in keiner Weise. "Das hat sich einfach entwickelt", sagt ein Beamter, der es wissen muss. "Und jetzt setzen wir nur die Rechtssprechung um. Was für Immobilienfonds gilt, muss für alle gelten, wenn man Steuergerechtigkeit will." Dass das ganze Geld ja eh in Hollywood lande, gebe der Sache höchstens zusätzlich ein "bisschen Geschmäckle".

Die Zielrichtung ist also klar, die entsprechende Änderung des Steuerrechts wird in einem neuen Medienerlass erwartet, der in diesem Herbst kommen soll. Bis dahin gilt eine Ausnahmeregelung: In Fonds, die vor dem 1. September 2002 eröffnet wurden, können Anleger noch bis Ende 2003 gefahrlos investieren. Ansonsten drohen Rückzahlung der Steuervorteile und Krach mit dem Finanzamt.

Alles, was den Exitus der Filmfonds aufhalten könnte, wäre wohl eine Intervention der Politik. Vielleicht entdecken Hans Eichel und Kollegen ja doch noch ihre Schwäche für den Film, auch den deutschen - obwohl von den Beamten verlautet, das sei "nicht zu erwarten". In dem Fall "packen wir halt zusammen", sagt Eberhard Kayser, "und verkaufen demnächst Kuchen oder so was". (...)


ps: deine vorstellung von wegen "ein paar premieren in berlin" ist praktisch eine ressentiment-variation, die es auch in anderen versionen gibt, je nach perspektive halt: andere sagen "damit halt ein paar deutsche schauspieler durchs bild laufen und sich abknallen lassen koennen" ...

sinnvoll ist es aber durchaus: man sollte die gewichtung nutzen (und das liesse sich durchaus nutzen, das soweit ich mich entsinne sogar potenteste finanzielle bein aller laender in hollywood zu haben) ... ich wuerde ansonsten versuchen den fond einerseits durchaus an hollywoodproduktionen beteiligt zu lassen, um das niveau, gewinnpotential des fonds zu halten/heben, der dann andererseits ueber diese wege den standort deutschland, die filmlandschaft erweitern und unterstuetzen kann ... also eine mixture aus beidem ...
das kann der staat aber nicht einfach so direkt befehlen, jede regel erzeugt auch neue loecher.. entsprechend ringt er nach der besten form ...

larved
August 30th, 2004, 04:18 PM
Eine leider nicht so gute Nachricht dürfte sein, dass der Fernsehsender N-TV zukünftig wohl nur noch ein kleines Hauptstadtstudio besitzen wird, da der Hauptsitz von Berlin (ich glaube nach Köln) wegverlagert wurde. Ist mir heute erst mit dem neuen Studio-Outfit aufgefallen...:cry:

Edit:
Naja is nur'n kleiner Sender..;) Aber leistet immerhin teilweise Öffentlichkeitsarbeit für die Städte..

trance-x
August 30th, 2004, 04:37 PM
yep, das ist schon ne weile her. rtl hat da strukturen zusammengelegt, die sie in koeln schon hatten (rtl hatte ja schon nachrichten, auch technik) um einsparungen vorzunehmen ... allerdings kann sich das im laufe der zeit noch aendern, denn auch fuer sie gilt: derlei doppelstruktur bleibt unguenstig .. sie hatten aber auch kaum eine auswahl, die alternative waere eine komplette verlagerung des gesamten RTL-standortes gewesen ... dazu ist wiederum n-tv in relation zu rtl zu klein um ausschlaggebgend zu sein. ausserdem waren schnelle einsparerfolge gefragt ...

ps: geaendert hat sich insgesamt sowieso nicht viel, weil vorher schon (ich hab ne bekannte, die dort gearbeitet hat) wie bei allen anderen medien auch tuechtig personal entlassen wurde ... bei derlei nachrichtensendern ohnehin nicht viele ...

eine monatlich geupdatete kollektion positiver nachrichten (berlin business news auf den senatsseiten) findest du im uebrigen hier: http://www.wfbi.de/online/de/U/v/4/nl_registration.jsp?nav1=open

(einfach rechts die BBNs, die monatlich rauskommen, anklicken ... kannste dir auch automatisch zuschicken lassen) ... die sind natuerlich nur ein teil der gesamten medaille ...

Max BGF
August 30th, 2004, 05:11 PM
max ...

hast du das gefuehl besonders gebeutelt zu sein oder umgekehrt reicher zu sein, wenn in berlin nix investiert wuerde? ;) Ganz und gar nicht. Wie Du so weiß auch ich, daß es mir am besten geht, wenn es Berlin gut geht. Ich wünsche Berlin alle Investitionen der Welt, wenn noch ein paar Investitionstropfen für den Rest übrig bleiben. Die wenigen mich ärmer machenden Investitionen sind diejenigen, welche ich per Bund (in Berlin) tätigen muß, obwohl wegen des falschen Investitionsobjekts klar ist, daß sie sich niemals in Form von späteren Rückflüssen in größerer Höhe amortisieren werden.

... ich wuerde ansonsten versuchen den fond einerseits durchaus an hollywoodproduktionen beteiligt zu lassen, um das niveau, gewinnpotential des fonds zu halten/heben, der dann andererseits ueber diese wege den standort deutschland, die filmlandschaft erweitern und unterstuetzen kann ... also eine mixture aus beidem ...Du sagst es damit selbst: Wirtschaftliche Produktion in Hollywood soll unwirtschaftliche Produktion in Deutschland subventionieren. Klar, daß man dies von amerikanischen Produzenten nicht verlangen kann. Also wird es Chefsache und der Bund kümmert sich per Steuergesetzgebung um die falschen Rahmenbedingungen. Immerhin wird man dafür auf den diversen Galaabenden gelobt und der Steuerzahler ist ja eh doof. :D

Natürlich wirst Du, @trance argumentieren, daß dies nur eine Übergangszeit sei und nach Etablierung des Filmstandorts Deutschland läuft das Geschäft von alleine...
Ich sage Dir nun wie es läuft, sei ganz Ohr: Die Amis sind nicht dumm, nehmen die ganzen Förderungen mit, lachen hinter vorgehaltener Hand über die Deutschen, die mit ihrer sozialen Marktwirtschaft auf diese Weise gnadenlose Umverteilung von unten nach oben praktizieren. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, manch Premierenfeier von irgendeiner deutschen Filmförderungsgesellschaft oder Regierungsunterinstitution bezahlen zu lassen :laugh:, gerne sogar in Berlin, neuerdings Helmut-Newton-Town :laugh:

In dem Moment, wo wirklich Gefahr besteht, daß D zu einem Verlustgeschäft werden könnte, weil der Standort Hollywood auch wirtschaftliche Produktionen verliert, darfst Du mal raten, wer den finanziell längeren Atem hat:

USA, Kalifornien, Hollywood, Beverly Hills
oder
Deutschland, Berlin, Babelsberg, Ufa

:laugh::laugh::laugh:


... das kann der staat aber nicht einfach so direkt befehlen, jede regel erzeugt auch neue loecher.. entsprechend ringt er nach der besten form ...Würde er aber gern, da ist er wieder.

Der Kardinalfehler ;)

Max BGF
August 30th, 2004, 05:53 PM
@trance

Wollte nur mal schnell nachfragen, ob Du schon an der Antwort sitzt?

trance-x
August 30th, 2004, 06:45 PM
max ...

Ganz und gar nicht. Wie Du so weiß auch ich, daß es mir am besten geht, wenn es Berlin gut geht. Ich wünsche Berlin alle Investitionen der Welt, wenn noch ein paar Investitionstropfen für den Rest übrig bleiben. Die wenigen mich ärmer machenden Investitionen sind diejenigen, welche ich per Bund (in Berlin) tätigen muß, obwohl wegen des falschen Investitionsobjekts klar ist, daß sie sich niemals in Form von späteren Rückflüssen in größerer Höhe amortisieren werden.
davon wird schnell geredet, die wirklichkeit sieht oefter mal anders aus. aber was hat das mit dem thema zu tun?



Du sagst es damit selbst: Wirtschaftliche Produktion in Hollywood soll unwirtschaftliche Produktion in Deutschland subventionieren. Klar, daß man dies von amerikanischen Produzenten nicht verlangen kann. Also wird es Chefsache und der Bund kümmert sich per Steuergesetzgebung um die falschen Rahmenbedingungen. Immerhin wird man dafür auf den diversen Galaabenden gelobt und der Steuerzahler ist ja eh doof. :D
1. was hat nun aber berlin substanziell damit zu tun?

2. hollywood spielt bei der eigentlichen "produktion" keine sonderliche rolle mehr. zu teuer. die produktion selbst findet woanders statt, in kanada, in europa, in asien ... der gouvernator "schwarzenegger" warb ja u.a. damit, diese produktionsverlagerungen wieder zurueckbringen zu wollen ...

im klartext: hollywood hat eher finanzmanagement-, kanalisierungs-, organisations-, praesentationscharakter ... dies nur als allgemeine info nebenbei ...



Natürlich wirst Du, @trance argumentieren, daß dies nur eine Übergangszeit sei und nach Etablierung des Filmstandorts Deutschland läuft das Geschäft von alleine...
nein. ich hatte nur "nebenbei" kundgetan, wie sich ein "filmfond" sinnvoll fuer deutschland betrachten liesse. ansonsten hatte ich mich weder fuer noch gegen den filmfond ausgesprochen, sondern wollte vor allem nur mal vorstellen, worums da eigentlich so geht ...



Ich sage Dir nun wie es läuft, sei ganz Ohr: Die Amis sind nicht dumm, nehmen die ganzen Förderungen mit, lachen hinter vorgehaltener Hand über die Deutschen, die mit ihrer sozialen Marktwirtschaft auf diese Weise gnadenlose Umverteilung von unten nach oben praktizieren. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, manch Premierenfeier von irgendeiner deutschen Filmförderungsgesellschaft oder Regierungsunterinstitution bezahlen zu lassen :laugh:, gerne sogar in Berlin, neuerdings Helmut-Newton-Town :laugh:
du mischt immer wieder berlin rein, das gehoert aber gar nicht zum eigentlichen thema. dass berlin als filmstadt und allgemeinen verflechtungen natuerlich vage ins thema passt, ist nicht automatisch gleichbedeutend damit, dass alles damit zu tun hat.

helmut newton war ansonsten ein berliner, der nach dem kalten krieg eben auch wieder zurueckkehrte. das hat mit hollywood weniger zu tun als mit seinen persoenlichen bezuegen ... wenn, dann betraefe das zudem eher eine etwas andere kunstszenerie ...

was hollywood betrifft, waere eher "michael ballhaus" relevant, der eine der bekanntesten hollywood-kameramaenner der welt ist, ebenfalls nach berlin zurueckkehrte und viel fuer den deutschen film und den standort berlin macht ... berlin besticht einfach aus einer reihe solcher verbindungen.. nicht vergessen: es war der gegenpol zu los angeles vor dem zweiten weltkrieg.. da gibts noch jede menge verbindungen, nachwirkungen ...

das hat mit dem "deutschen filmfond" aber zunaechst mal wenig zu tun...



In dem Moment, wo wirklich Gefahr besteht, daß D zu einem Verlustgeschäft werden könnte, weil der Standort Hollywood auch wirtschaftliche Produktionen verliert, darfst Du mal raten, wer den finanziell längeren Atem hat:
USA, Kalifornien, Hollywood, Beverly Hills
oder
Deutschland, Berlin, Babelsberg, Ufa

du hast dich ganz offensichtlich in einen abstrusen diskussionszweig reingesteigert und euphorisiert. thema war nicht, ob babelsberg relevanter als hollywood ist. es ging um den deutschen filmfond bzw. filmfonds ... insofern betrifft das eher deutschland an sich, den anlage- und finanzmarkt, globalisierung ... oder wir disputieren den kuenstlerischen aspekt, den zusammenhang zum deutschen film an sich etc.


Würde er aber gern, da ist er wieder.
Der Kardinalfehler ;)
eher ein weiteres beispiel wie sich wieder mal jemand in eine berlin-diskussion reinsteigert, die gar nicht losgetreten wurde ... ;)

Max BGF
August 30th, 2004, 08:43 PM
thema war nicht, ob babelsberg relevanter als hollywood ist. es ging um den deutschen filmfond bzw. filmfonds ... insofern betrifft das eher deutschland an sich, den anlage- und finanzmarkt, globalisierung ... oder wir disputieren den kuenstlerischen aspekt, den zusammenhang zum deutschen film an sich etc.

eher ein weiteres beispiel wie sich wieder mal jemand in eine berlin-diskussion reinsteigert, die gar nicht losgetreten wurde ...Muß Dir völlig zustimmen. Wie sollten Bundesgesetze auch nur für Berlin gelten, nech? ;)

Ich meinte also Deutschland. Daß Berlin starauftrittsmäßig am meisten profitiert, ist deren Geschick, wogegen man außer Neid nichts haben kann.

Allerdings - um eine umfassende Antwort zu bekommen - war es doch gut, Berlin im Sinne eines pars pro toto zu wählen. Denn, wie Du richtig schreibst, die Fixierung und Reinsteigerung in Berlin-Diskussionen erreicht hier unerreichte totale Ausmaße ;) ;)

trance-x
August 30th, 2004, 11:40 PM
Muß Dir völlig zustimmen. Wie sollten Bundesgesetze auch nur für Berlin gelten, nech? ;)
genau. soweit sind wir noch nicht. wenn wir soweit sind, wirst du das daran festmachen koennen, dass vermehrt von preussen statt europa gesprochen wird und ich die uebrigen deutschen staedte und angrenzenden nationen in berliner bezirke unterteile bzw. dem naeheren speckguertel zurechne ... :lol::hilarious



Ich meinte also Deutschland. Daß Berlin starauftrittsmäßig am meisten profitiert, ist deren Geschick, wogegen man außer Neid nichts haben kann.
zumal davon mitprofitiert wird .. aehnlich wie beim tourismus erhoeht sich der stellenwert gemeinhin fuer alle, auch andere staedte legten folgerichtig zu. also sei dir bewusst: gehts berlin gut, gehts dir gut ... ueberhaupt solltest du dein leben viel mehr danach ausrichten ... :righton::hahaha:



Allerdings - um eine umfassende Antwort zu bekommen - war es doch gut, Berlin im Sinne eines pars pro toto zu wählen. Denn, wie Du richtig schreibst, die Fixierung und Reinsteigerung in Berlin-Diskussionen erreicht hier unerreichte totale Ausmaße ;) ;)
das erreichen die montagsdemos echomaessig auch. kein grund das ueberzubewerten ... ;)

:no::okay::wave:
http://mywebpages.comcast.net/mccaffrey/photos/c4berlin/clinton.jpg

--------------------------------------------------------------

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700442.html

Orientalisches Mode-Märchen
Modedesigner Harald Glööckler inszeniert "L'Haareem" im Platanenwald des Jüdischen Museums
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88353.jpg
Sehr figurbetont: Geschnürte Korsagen und enge Röcke, mit Seidenblumen geschmückt. So lustwandelten Glööcklers Models durch den Platanenwald des Jüdischen Museums

Wahrlich pompös: Harald Glööckler (34), "Pompöös"-Modedesigner, wählte eine ungewöhnliche Kulisse für seine traumhaft schönen Kreationen aus kostbaren Stoffen aus. Der Platanenwald im Jüdischen Museum wurde am Sonnabend anlässlich der Langen Nacht der Museen zum exklusiven Laufsteg für Glööcklers orientalisches Märchenspiel in fünf Akten, "L' Haareem". 15 Models und fünf Dressmen ließ der Modeschöpfer durch den romantisch beleuchteten Märchenwald lustwandeln, beschallt von Opernmusik (unter anderem Mozarts "Entführung aus dem Serail") und orientalischen Klängen.

Ein Hauch von 1001 Nacht wehte über den Platanenwald, der an diesem Abend etwas Geheimnisvolles, Verwunschenes ausstrahlte. Die Kostüme - mit langen Schleppen, üppigen Dekolletees, ausschweifenden Röcken und viel Transparent-Look - wurden von Andreas Fuchs, dem Lichtdesigner des Regisseurs Robert Wilson, ins rechte Licht gesetzt. Die opulent-barocken Modelle hatte Glööckler speziell für den Abend entworfen.

Beim Defilee auf dem silbernen Zickzack-Laufsteg wirkte der Modedesigner mit seinen dunkel geschminkten Augen und dem glänzenden Abendanzug selbst ein wenig wie ein orientalischer Prinz. Für den Kopfputz sorgte Star-Figaro Udo Walz, Visagist René Koch zauberte das üppige, farbenfrohe Make-up.

Das rund 40 Minuten dauernde Modespiel, in dem die schönen Prinzessinnen beim Spazieren im Park von plötzlich auftauchenden Eindringlingen erschreckt werden, diese später jedoch bei einem geheimen Rendezvous näher kennen lernen, endete mit einem festlichen Finale der Haremsprinzessinnen. Ende gut, alles gut. . .

Das war auch die Devise von Klaus Siebenhaar vom Kultursommer-Team des Jüdischen Museums, das für die Produktion des Mode-Märchens verantwortlich zeichnete. Zwei Stunden lang hatte Siebenhaar mit seinen Mitarbeiterinnen nach Regenschauern Laufstege und Sitzreihen trocken gewischt.

Passend zum Thema des Abends gab es im VIP-Zelt ein orientalisches Büfett. Zwei der Gäste staunten nicht schlecht: Benefiz-Lady Ulla Klingbeil und der Düsseldorfer Bauunternehmer Stefan Schneider sahen sich plötzlich im gleichen Leoparden-Anzug aus Glööcklers Kollektion am Büfett stehen. Beide nahmen es mit Humor.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700440.html
Franco Frattini
http://www.rainews24.it/ran24/immagini/frattini_franco.jpg
, Italiens Außenminister, kommt wegen des 50. Todestags von Alcide de Gasperi in die Adenauer-Stiftung: "Gasperi und Adenauer: Gründungsväter Europas".

Mavie Hörbiger
http://www.djfl.de/entertainment/djfl/1105/110854b4.jpg
kommt zur Präsentation von "7 Zwerge, Männer allein im Wald".

trance-x
August 31st, 2004, 12:53 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040810/berlin/story696161.html
Rätselraten über Tod des SPD-Politikers Matthae
Abschiedsbrief gefunden: Staatsanwaltschaft geht von Selbstmord aus - Klaus Wowereit würdigt Arbeit des verstorbenen Parteifreundes
Von Joachim Fahrun und Karsten Hintzmann
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040810/berlin/pop_87306.jpg
SPD-Landesgeschäftsführer Andreas Matthae ist tot. Der 35 Jahre alte Politiker wurde am Sonntag von einem Bekannten in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Matthae seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat. Behörden-Sprecher Michael Grunwald sagte: "Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod des Politikers erbracht." Zudem sei ein Abschiedsbrief gefunden worden.

Über die Motive für Matthaes Selbstmord gibt es derzeit nur Spekulationen. Sowohl aus Parteikreisen als auch aus dem engeren persönlichen Umfeld Matthaes verlautete, es habe massive Probleme im Management zweier Lokale in Mitte gegeben, die Matthae bis vor kurzem als Gastronom geführt hatte. Es soll zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Unter anderem sollen Rechnungen nicht bezahlt und Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter nicht abgeführt worden sein. Außerdem soll Matthae finanzielle und auch private Probleme gehabt haben.

Das ganze Ausmaß der geschäftlichen Hypothek, die der SPD-Spitzenpolitiker mit sich herumtrug, wurde dem Landesvorstand der Berliner SPD offenbar in den vergangenen Tagen bewusst. Auf einer Klausurtagung des geschäftsführenden SPD-Landesvorstands am vergangenen Sonnabend wurde daher beschlossen, Matthae mit Wirkung vom gestrigen Montag an bis zur Aufklärung des Sachverhaltes zu suspendieren. Eine Stellungnahme aus der Parteispitze zu der beabsichtigten Suspendierung Matthaes gab es gestern nicht. Es ist auch nicht bekannt, ob Matthae Kenntnis von dem Suspendierungsplan hatte. Der Landesgeschäftsführer war letztmalig am vergangenen Dienstag in der SPD-Geschäftsstelle an der Müllerstraße gesehen worden. Danach reagierte er nicht mehr auf Rückrufersuchen führender Parteifreunde. Da Matthae wie vom Erdboden verschwunden und auch nicht zur Vorstandssitzung erschienen war, verschaffte sich am Sonntag einer seiner engsten politischen Weggefährten Zugang zu Matthaes Privatwohnung an der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg und fand ihn dort tot vor.

In der SPD löste die Nachricht vom Ableben des Landesgeschäftsführers Trauer und Betroffenheit aus. SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller sagte: "Die Berliner SPD verliert mit ihm einen sehr engagierten und sehr talentierten jungen Menschen. Er hat für unsere Partei über Jahre hinweg in vielen Funktionen sehr verantwortungsbewusst gearbeitet." Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, Matthae sei ein junges, hoffnungsvolles Talent in der Berliner Politik gewesen. Wowereit: "Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und all seinen Freunden, die jetzt über den viel zu frühen Verlust trauern."

Mit dem plötzlichen Tod Matthaes ist Landeschef Michael Müller unerwartet früh gezwungen, sein nach dem Rücktritt von Peter Strieder vom Landesvorsitz sorgsam erstelltes Personaltableau, das allen Parteiflügeln gerecht wurde, neu zu ordnen. Wer den vakanten Posten übernehmen soll, ist offen.


http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040821/berlin/story698521.html
Bewegende Trauerfeier für Andreas Matthae
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040811/berlin/pop_87335.jpg
Mit Songs von Paul Weller, Van Morrison und Herbert Grönemeyer verabschiedeten sich Familie, Freunde und politische Weggefährten gestern von Andreas Matthae. Der SPD-Landesgeschäftsführer wurde nach einer bewegenden Trauerfeier auf dem Luisenstädtischen Friedhof am Südstern beigesetzt. An der Beerdigung nahmen rund 250 Gäste teil, unter ihnen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, SPD-Landeschef Michael Müller und SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter. Auch der grüne Fraktionschef Volker Ratzmann, CDU-Landesgeschäftsführer Matthias Wambach und PDS-Bundesvorstandsmitglied Elke Breitenbach waren gekommen.

Der 35-Jährige hatte am 8. August Selbstmord begangen. Auch gestern zeigten sich Angehörige und Freunde ratlos. SPD-Landeschef Müller sprach von einem sinnlosen Tod. Patenonkel Dieter Timmermann äußerte die Vermutung, dass Matthae die wahren Freunde zur Problembewältigung fehlten.


http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040830/berlin/story700455.html
Drei Wochen nach dem tragischen Freitod von SPD-Landesgeschäftsführer Andreas Matthae sucht die Parteispitze händeringend einen Nachfolger für den vakanten Posten. Hinter den Kulissen dreht sich das Personalkarussell auf Hochtouren, jede Menge Namen von Kandidaten geistern durch die Gerüchteküche. SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller hat das Thema zur Chefsache gemacht. Er führe derzeit Einzelgespräche und habe sich noch nicht festgelegt, hieß es gestern aus Fraktionskreisen. Geht man die bislang gehandelten Namen durch, bleiben vier SPD-Funktionäre übrig, denen realistische Chancen attestiert werden können.

Zu ihnen gehört Frank Zimmermann, seit 2001 Mitglied des Abgeordnetenhauses und dort Vorsitzender des strategisch wichtigen Banken-Untersuchungsausschusses. Zimmermann hat eine Ochsentour durch die Berliner Landespolitik hinter sich und kennt sich exzellent in den Niederungen der Hauptstadt-SPD aus. Zwischen 1990 und 1995 arbeitete der Volljurist als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die SPD-Abgeordnetenhausfraktion.
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040830/berlin/pop_88370.jpg
1996 wurde er Sprecher der Finanzverwaltung, ein Jahr darauf wechselte er als Sprecher in den SPD-Landesverband. Bei den vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 2001 gelang dem heute 47 Jahre alten SPD-Politiker erstmals der Einzug ins Berliner Parlament. Dort habe er, so sagen Parteifreunde, durch Fleiß und stetiges Engagement auf sich aufmerksam gemacht.

Einen steilen Aufstieg hat die türkischstämmige Dilek Kolat hinter sich. Vor 37 Jahren in Kelkit geboren, studierte Kolat an der TU Mathematik und arbeitet als Depot-Managerin bei einer Bank. Im Jahr 2001 zog sie für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ins Abgeordnetenhaus ein, mit den stadtweit meisten Direktstimmen aller SPD-Bewerber (44,8 Prozent). Kolat ist Mitglied im Tempodrom-Untersuchungsausschuss und gehört zu den Vertrauten von Fraktionschef Müller.

Die Kandidatenchancen von Zimmermann und Kolat werden allerdings durch die Tatsache geschmälert, dass beide wie Müller aus Tempelhof-Schöneberg kommen. Eine weitere Ämterbündelung von Funktionären dieses Kreisverbandes - schließlich ist auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ein Tempelhofer - wird in der Partei eher skeptisch und ablehnend gesehen.

Dieses Problem haben zwei weitere mögliche Kandidaten nicht. Christian Gaebler, parlamentarischer Geschäftsführer der Abgeordnetenhausfraktion, ist in Charlottenburg-Wilmersdorf zu Hause, der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz lebt in Spandau. Beide Politiker gehören zum engsten Umfeld des Landesvorsitzenden und sind darüber hinaus seit Jahren mit Müller befreundet.

Doch auch Gaebler und Schulz erfüllen nicht vollständig das Anforderungsprofil für den Posten des Landesgeschäftsführers. Angesichts des Stimmungstiefs, in dem sich die SPD mit aktuell nur noch 17 Prozent befindet, suche Müller, so heißt es in seinem Umfeld, nach einem Kandidaten, der seine Arbeitskraft vollständig für diesen Job einsetzen kann und nicht durch ein politisches Mandat gebunden ist. Müller habe daher seine Fühler auch in Richtung Bundesgeschäftsstelle ausgestreckt. Gesucht werde eine Frau mit Managerqualitäten.

trance-x
August 31st, 2004, 01:09 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700438.html
Geflüster ... psssst ...
Wie feiert ein neuer Stern am Opernhimmel nach dem Auftritt in der Waldbühne? Die Sopranistin Anna Netrebko gab sich am Sonnabend zunächst mal neugierig: Beim Empfang für 250 Gäste im Interconti-Restaurant Hugos führte ihr erster Weg in die Küche, wo sie Küchenchef Thomas Kammeier über die Schulter guckte. Besonderes Interesse zeigte sie für den Nachtisch - Panna Cotta mit Himbeermark. Italienisch waren auch die anderen Leckereien wie Salat mit Meeresfrüchten. Ein passender Abschluss des "Italienischen Abends" mit dem neuen Publikumsliebling Marcelo Alvarez.

Als überraschter Sieger nahm der afghanische Botschafter Hamidullah Nasser Zia gestern beim "Ambassadors Golf Cup 2004" im Märkischen Golfclub Potsdam e.V. den Wanderpreis entgegen. Der Diplomat, der erst im Vorjahr in einem Schnupperkursus mit dem Golfen begann, spielte sein erstes Turnier. Gewinner des Preises "Nearest to the pin" war Kamal Ismaun, Botschafter Malaysias.

Mit bizarren Zuckungen stehen sie auf der Bühne und fuchteln mit den Armen in der Luft. Dazu dröhnt laute Musik von Hardrock-Bands: Die Luftgitarrespieler kämpften am Wochenende im finnischen Oululu um die Weltmeisterschaft. Mit dabei war der Deutsche Meister aus Berlin, Ingo Schulz . Zu seiner Überraschung erreichte er sogar das WM-Finale. "Der Moment gehört mir allein", dachte der 33-Jährige, als er vor 1500 Zuschauern seine Show präsentierte. Auch wenn er letztlich nicht unter die ersten drei kam. Mira Park aus den USA ist die beste Luftgitarrenspielerin der Welt. Doch Ingo Schulz hat sein Ziel erreicht. "Wer kann schon von sich behaupten, einer der besten Luftgitarrespieler der Welt zu sein. Wahnsinn!" Jetzt genießt er noch ein paar Tage Urlaub in Finnland.


Festakt zum Kulturdialog «Berlin-Buenos-Aires» in der Staatsoper

Berlin (dpa/bb) - Berlin tanzt Tango und feiert zehn Jahre Städtepartnerschaft mit Buenos Aires. Zum Auftakt der zweimonatigen Veranstaltungsreihe an zahlreichen Orten der Hauptstadt wird an diesem Dienstag in der Staatsoper Unter den Linden mit einem Festakt der «Kulturdialog Berlin-Buenos-Aires 2004» in Anwesenheit der beiden Bürgermeister Anibal Ibarra und Klaus Wowereit (SPD) eröffnet.
http://www.buenosaires.gov.ar/areas/com_social/anibal_ibarra/imagenes/upload/index1.jpghttp://www.glaubeaktuell.net/media/Nachrichten_Kultur/wowereit.jpg


homePage: www.buenosaires-berlin.com
source: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040826/feuilleton/story699557.html
Berlin feiert die Kulturszene von Buenos Aires
Ist die Leidenschaft für Tango die einzige Verbindung zwischen Berlin und Buenos Aires? Dass die argentinische Hauptstadt mehr zu bieten hat als Tango Argentino, zeigt das Metropolenprojekt "Buenos Aires - Berlin 2004" in einem vielseitigen Kulturfestival. Vom 31. August bis zum 31. Oktober feiern die beiden Hauptstädte das zehnjährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaften. Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen von Daniel Barenboim. Der israelisch-argentinische Dirigent tritt in der Staatsoper Unter den Linden als Pianist auf.

Neben den berühmt-berüchtigten Tangonächten gibt es ein reichhaltiges Angebot an Musik, Kino, Theater, Tanz, Literatur, Ausstellungen und Konferenzen. Als Vorgeschmack auf das Festival widmet das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) die Lange Nacht der Museen am 28. August der Lebenskultur von Buenos Aires.

Während die Berliner die Möglichkeit haben, etwas über die kulturellen Reize der Hauptstadt Argentiniens zu erfahren, lernen die Menschen aus Buenos Aires Berliner Kunst kennen.

Der aktive Dialog zwischen beiden Städten prägt das Festival. Junge deutsche und argentinische Künstler, die während des Festivals in der je anderen Stadt leben und arbeiten, präsentieren einen lebendigen Ausschnitt aus der urbanen Szene. So stellt die Ausstellung "Berliner Schloss made in B.A." im IAI Entwürfe argentinischer Studenten zur Neugestaltung des Schlossareals am Palast der Republik vor.

Das Hebbel am Ufer zeigt drei Theaterstücke argentinischer Regisseure, die sich mit den sozialen Härten des Landes und den Wirtschaftscrash beschäftigen und das Kino Arsenal präsentiert ein umfangreiches Programm argentinischer Filme.

"Buenos Aires - Berlin", 31. 8. - 31. 10. Infos im Internet: www.buenosaires-berlin.com Anna Mechler

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story700464.html
50 000 Besucher bei Museumsnacht (Lange Nacht der Museen)
Veranstalter freuen sich über mehr Gäste als im letzten Sommer - Palast der Republik und Berliner Dom als Publikumsrenner[/b]
Von Julia Höpfner

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88358.jpg
Wie vielerorts hieß es auch vor dem Alten Museum erst mal: Schlange stehen

Mehr als 50 000 Besucher mussten sich in der Langen Nacht der Museen vom Sonnabend zum Sonntag zwischen dem Angebot von 120 Einrichtungen entscheiden - Streiflichter der 16. Berliner Museumsnacht:

18 Uhr, Rotes Rathaus. Wolf Kühnelt liebt Menschenschlangen. Von Berufs wegen. Der Mann vom Museumspädagogischen Dienst organisiert die Lange Nacht der Museen. Und am Anfang dieser 16. Berliner Museumsnacht stehen Menschenschlangen: Menschenschlangen vor dem Eingang des Roten Rathauses, das ab 18 Uhr besichtigt werden kann, Menschenschlangen auf dem Vorplatz an den Kassen für die Lange Nacht-Tickets, Menschenschlangen an den Haltestellen der Shuttlebusse, die gleich auf ihren 13 Museumsrouten starten. 18.05 Uhr, Bushaltestelle Route 3 am Roten Rathaus. Angeblich fahren die Shuttlebusse heute Nacht im Zehnminutentakt. Aber die Menschen drängeln sich, als wäre dieser erste, jetzt heranrollende Bus, der einzige, der sie zu den 120 teilnehmenden Museen kutschieren kann. In verschiedenen Dialekten wird der eigene Platz in der Schlange verteidigt, ein englisch sprechendes Pärchen setzt sich kopfschüttelnd ab und macht sich zu Fuß auf den Weg zur Museumsinsel. 18.10 Uhr, im ersten Bus. Der Bus ist rappelvoll. Vier mal muss der Busfahrer die Gäste bitten, die hintere Tür frei zu geben und in den nächsten Bus einzusteigen - der steht schon bereit. Abfahrt. "Wo fahn wa denn hin jetze?", fragt der Mittvierziger mit dunklem Haar und Regencape. "Keine Ahnung", sagt seine Frau, "Hauptsache schnell wieder raus hier." Lachen im Bus, die Stimmung ist nun trotz erdrückender Menschenmassen gelöst. Gleich am Berliner Dom steigen viele Menschen wieder aus. 18.15 Uhr, Museumsinsel. Der Fußgängertunnel aus Holz, der sich zum Pergamonmuseum schlängelt, bebt. Die Schritte hunderter Menschen hämmern auf den Holzboden - in Richtung Pergamonmuseum. Und da steht er, überwältigend groß und schön - der Pergamonaltar. Er ist zartrosa angestrahlt. Gegenüber sitzen Monika Zienke (45) und Reinhard Busse (41) auf einer Bank. "Ich war hier zuletzt vor 30 Jahren - auf Klassenfahrt", sagt Monika Zienke aus Frankfurt am Main, streicht sich durch das kurze schwarze Haar und wirkt richtig gerührt. Besucher mit Katalogen in den Händen hasten an dem Paar vorbei. "Wir bleiben jetzt erst mal hier sitzen und sehen uns den Altar und die Leute in Ruhe an", sagt Reinhard Busse und legt seiner Freundin einen Arm um die Schulter. 18.35 Uhr, vor dem Palast der Republik. Zum ersten und vielleicht letzten Mal kann man das entkernte Gebäude besichtigen. Die Schlange davor ist endlos lang - zu lang, um sich dort mitten im gerade einsetzenden Regenschauer anzustellen. 19 Uhr, Deutsches Historisches Museum. Der große Innenhof des DHM ist menschenleer, Regen prasselt auf das Plexiglas-Dach. Erst im Hauptgebäude, bei der Ausstellung "Strategien der Werbekunst" drängt sich junges Publikum. Pamela Heinike (26) ist aus Madrid zur Langen Nacht der Museen angereist. Sie gehört zu dem Fünftel aller Gäste der Langen Nacht, die eigens zu dieser Veranstaltung von auswärts kommen. "Strange", "verrückt", findet sie es, Museen in der Nacht zu besuchen. 20.10 Uhr, Automobilforum Unter den Linden. Ein DJ legt sanfte Musik auf, die bis ins Untergeschoss zur Weltraumausstellung hallt. Zwischen Raketen, Marsmobilen und Astronautenpuppen steht ein echter Weltraumfahrer. Komplett in seinen weißen Anzug eingeschweißt, kippt er vorbeigehenden Leuten, die ihn zweifelnd anstarren - echt oder unecht? - überraschend in die Arme. Ein Mann springt vor Schreck weg, so dass der Astronaut ins Straucheln kommt und beinahe fällt. 21 Uhr 10, Museum für Fotografie. Die Fotografien von Helmut Newton amüsieren die Besucher, bei einigen Nacktfotos drehen sich manche, vor allem ältere Damen und jüngere Männer, verschämt lächelnd wieder weg. Julia Steblau (19) und Kati Stielow (19) aus Lichtenberg nicht. Die Technik des Fotografen fasziniere sie, in der Schule hätten sie eine Foto-AG besucht. Zur Museumsnacht haben die Schülerinnen knappe Oberteile angezogen und sich stark geschminkt. 22 Uhr, Museum für Kommunikation. Levi schläft schon. Aber er ist ja auch erst drei Monate alt und hängt im Tragetuch von Mutter Sina Roland (35), die durch die eher schwach besuchte Ausstellung wandert. Telefone mit Drehwählscheiben und eine gelbe Telefonzelle - Levi wird diese Sachen später höchstens noch in einem solchen Museum kennen lernen können. 22.45 Uhr Unter den Linden. Der Mittelstreifen Unter den Linden ist schwarz vor lauter Menschen. Zum Teil aber auch grün oder blau - in diesen Farben werden viele der Passanten angeleuchtet, während sie an den Lichtinstallationen und Kunstwerken des Künstlers Armel Réau entlang laufen und sich die überdimensionalen Augen, bunten Plakate, baumelnden Lampenschirme und andere Installationen ansehen.

Die Schlange am Palast der Republik wird derweil immer länger, es sollen bereits jetzt mehr als 10 000 Menschen drinnen gewesen sein. Von "Lounge-Atmosphäre", guter Musik, Bars und toller Beleuchtung schwärmen Besucher. 23.30 Uhr, Schloss Charlottenburg. Hier gibt's auch Musik - aus Sophie Charlottes Zeiten. Kostümierte Damen und Kavaliere wandeln dazu durch das Schloss. Es ist nicht viel los und man hat das Gefühl, vom Zentrum der Langen Nacht der Museen weit entfernt zu sein.

Das ist diesmal im und rund um den Palast der Republik. Zwischen dem Palast und dem Lustgarten vor den wunderschön angestrahlten Gebäuden von Berliner Dom und Altem Museum tummeln sich die Menschenmassen. Und hier stehen auch die längsten Menschenschlangen. Allein 17 000 Besucher zählt der Palast der Republik bis zum Ende der Langen Nacht. Mehr sind es lediglich gleich gegenüber im Berliner Dom. Dort zählte man 22 000 Besucher.



http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040827/berlin/story699801.html
Mehr als 100 Häuser öffnen zur Museen-Nacht
Zusätzlich gibt es Veranstaltungen, Lesungen und viel Musik
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040827/berlin/pop_88172.jpg
Die Lange Nacht der Museen ist wie ein Überraschungsei - voller Spiel, Spaß und Spannung. Am Sonnabend ist es wieder so weit: Mehr als 100 Häuser laden zum späten Besuch. Neben den gewohnten Ausstellungen ist das Programm randvoll mit Sonderveranstaltungen, Lesungen und Musik. Die Kinder kommen dabei nicht zu kurz zwischen alten Skulpturen, wertvollen Gemälden, Berliner Kuriositäten und moderner Kunst.

Die 16. Lange Nacht hat zahlreiche Highlights zu bieten. Der Palast der Republik erwartet Besucher mit weit geöffneten Türen. Dort kann das entkernte Gebäude besichtigt werden. Um 22 Uhr spielt dort das Bläserensemble "German Brass" der New Yorker Philharmoniker. Musik gibt es auch im Centrum Judaicum zu hören, dort wird mit religiösen Gesängen die Hawdala-Zeremonie, die Sabbatausgangsfeier begangen (ab 20 Uhr). Das Pergamonmuseum lockt mit Lichtinstallationen am Pergamonaltar und dem Ischtar-Tor, im dortigen Ehrenhof trägt das Hexenkessel Hoftheater aus Friedrich Hölderlins "Empedokles" vor. Mit der jüngeren deutschen Geschichte beschäftigt sich dagegen der Schriftsteller und Liedermacher Stephan Krawczyk im Informations- und Dokumentationszentrum für die Stasi-Unterlagen (ab 21 Uhr). Prominent wird es auch im Filmmuseum. Dort ist der 50er-Jahre-Filmstar Ruth Leuwerik bei der Ausstellung "Die ideale Frau" anzutreffen (21 Uhr). Wer lieber in alten Zeiten schwelgt, kann im Schloss Charlottenburg mit den Damen und Kavalieren des Gefolges durch die Wohnräume von Preußens erster Königin Sophie Charlotte lustwandeln. Wem diese Welt zu klein ist, der hebt im Automobil Forum Unter den Linden bei der Raumfahrt-Ausstellung "Man & Space" ab. Wer nach all dem noch wach genug ist, kann die Nacht bei Kerzenschein und mit gregorianischen Gesängen im Berliner Dom (24-1.45 Uhr) ausklingen lassen.
(...)

trance-x
August 31st, 2004, 01:35 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040824/bezirke/story699166.html

Boulevard Unter den Linden wird zur Kunststadt
Mitte
Es scheint, als wetteifern am Schlossplatz Künstler und Gerüstbauer um die kreativsten Konstruktionen. Zum einen ist dort die Bambusskulptur des Künstlers Armel Réau zu sehen. Mehr als 20 Meter ragen die mit Seilen verbundenen roten Bambusstangen in die Höhe - nur einen Steinwurf entfernt vom Berliner Dom. Während die Bambuskonstruktion lediglich mit Hilfe von Hebebühnen montiert wird, klettern Gerüstbauer in unmittelbarer Nachbarschaft zu Réaus Bambuswald vor dem zum "Volkspalast" mutierten Palast der Republik von einer Stahlstange zur nächsten. Dort entsteht derzeit eine riesige Zuschauertribüne. Réaus Installation ist Bestandteil seiner aus mehreren Elementen bestehenden Großplastik "RefleCity". Diese Kunststadt erstreckt sich über eine Länge von 1,5 Kilometern auf der Mittelpromenade der Linden vom Brandenburger Tor bis zum Schlossplatz. Die neun Einzelteile versinnbildlichen die verschiedenen Aspekte urbanen Lebens. Bis Freitag werden die Elemente, etwa ein riesiger Sessel, eine vier Meter hohe Toilette und auch ein mit Graffiti besprühter Containerzug, aufgestellt. Das Kunstwerk ist eine der Hauptattraktionen der Langen Nacht der Museen am Sonnabend. "RefleCity" ist allerdings bis Sonntagabend für alle bei freiem Eintritt zugänglich.

trance-x
August 31st, 2004, 01:41 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040828/berlin/story700047.html

500 Polizisten stoppen Hartz-Gegner
Beamte sichern das Fest von McKinsey gegen 50 Demonstranten
- Streit um die Kosten des Einsatzes
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040828/berlin/pop_88230.jpg
Ein Mann sitzt in einem Sessel in sechs Metern Höhe vor dem Brandenburger Tor. Der Hochsitz ist Teil der Großplastik "RefleCity", die von McKinsey gesponsert.

Mit einem großen Aufgebot an Beamten und Fahrzeugen hat die Polizei gestern die Proteste von rund 50 Hartz-IV-Gegnern gestoppt, die gegen die 40-Jahr-Feier der Unternehmensberatung McKinsey Deutschland demonstrierten.

Das private Jubiläumsfest der Düsseldorfer Beratungsfirma McKinsey fand erstmals mit 4500 geladenen Gästen auf der Allee Unter den Linden in Mitte statt. Dabei hatte die Polizei insgesamt zehn von McKinsey angemietete Gebäude zu schützen, darunter die Staatsoper, die Humboldt-Universität, die Russische Botschaft und den Palast der Republik. Auch der Berliner Dom wurde in die Schutzzone eingebunden, da dort am Abend die zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker ein Konzert für die Unternehmensberatung gaben. Mehr als 500 Polizisten mit rund 80 Fahrzeugen waren im Einsatz.

Mehrere linke Gruppen wie Attac oder das Bündnis "Weg mit Hartz-IV" hatten im Vorfeld zu größeren Störaktionen aufgerufen. Gekommen waren bis zum Abend allerdings nur sehr wenige Protestler, insgesamt 50. Nach Polizeiangaben verliefen die Aktionen zunächst weitgehend friedlich. Von der privaten Sicherheitsfirma Gegenbauer & Bosse sollen nach Polizeiangaben ebenfalls weitere 400 private Sicherheitsleute das Fest zusätzlich geschützt haben.

"Wir haben kein Verständnis dafür, dass wir ein privates Fest in solch massiver Weise zu schützen haben", sagten sehr viele Polizisten, die sich gestern im Einsatz befanden. Am Ende sei es der Steuerzahler, der dafür die Rechnung zu zahlen habe. Wie hoch die Kosten des Einsatzes waren, darüber gab es keine Auskünfte bei der Polizei.

McKinsey-Unternehmenssprecher Rolf Antrecht bestätigte, dass für den Einsatz der Polizei ausschließlich das Land Berlin zuständig sei. "Die Proteste richteten sich nicht gegen unsere Firma, sondern allein gegen Hartz IV", betonte Antrecht. Deshalb sei es völlig unangebracht, für die Kosten des Polizeieinsatzes gegen die Protestler die Firma McKinsey in die Pflicht nehmen zu wollen.

Alle Vorkehrungen für die Sicherheit der geladenen Gäste durch private Sicherheitsfirmen, die McKinsey angeheuert habe, zahle selbstverständlich McKinsey selbst. "Der Stadt Berlin ist durch uns jedenfalls kein Schaden entstanden", beteuerte Antrecht. Man habe vorher gewusst, dass es zu Protesten in Berlin kommen werde.

"Wir zeigen Verständnis für die Kritik und das Anliegen der Hartz-IV-Gegner", sagte Antrecht. Es müsse aber möglich sein, und Berlin biete den Platz dafür, nebeneinander zu feiern und auch zu protestieren. "Mit unserem Fest hatten diese Proteste der Hartz-IV-Gegner nichts zu tun", so Antrecht.

"Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Beratungsleistungen von McKinsey und der Hartz-Reform", behauptet hingegen Politikprofessor Peter Grottian und Mitglied im "Berliner Sozialforum". Auch wenn es nur einige wenige gewesen seien, die Unter den Linden gegen McKinsey protestiert hätten: "Wir haben erreicht, dass die Öffentlichkeit auf den engen Zusammenhang der unsozialen Hartz-IV-Gesetzgebung mit der Beratungsfirma aufmerksam geworden ist." Es sei bezeichnend, sagte Grottian weiter, dass McKinsey mit verdientem Geld aus Beratungsverträgen, die soziale Ungleichheiten produziert hätten, aus Imagegründen für ein Betriebsvergnügen in der Hauptstadt Künstler und Gebäude kaufe.

Diesen Vorwurf wies McKinsey-Sprecher Antrecht zurück. "Wie die aufgetretenen Künstler der New Yorker oder der Berliner Philharmoniker keine Gage erhielten, so haben wir auch keine Miete für die Humboldt-Universität oder die Staatsoper gezahlt", sagte er. Diese Einrichtungen seien in der Vergangenheit von McKinsey beraten worden. "Der Auftritt der Künstler oder die Nutzung der Gebäude für unser Jubiläum war ein kleines Dankeschön für unsere Arbeit", erklärte Antrecht.


http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040829/berlinboulevard/story700281.html
... whisper ...
(...)
Im Sage an der Brückenstraße 1 (Mitte) stieg am Sonnabendabend die dritte Party für Afrika. Bauunternehmer Andreas Niemeier lud per SMS ein: Er engagiert sich im Lions Club Berlin Europa-Center. Die Lions und das Sage unterstützen das Projekt der Stewardessen Cynthia Clotthey und Katharina von Ballestrem, die in Warang - zwei Autostunden südlich von Dakar - ein Krankenhaus aufbauten. Diverse Partygänger und Sage-Geschäftsführer Jan Schröder packten im Senegal bereits mit an. Am Sonnabend wurde für den Transport eines Krankenwagens von Berlin nach Warang gesammelt.

Rolf Hochhuths umstrittenes Theaterstück "McKinsey kommt" stand nicht auf dem Programm. Dafür sang Musicalstar Ute Lemper , das Bolschoi-Ballett tanzte. 40 Jahre McKinsey in Deutschland: 4500 Gäste feierten am Wochenende in Berlin das von Hartz-IV-Gegnern kritisierte Firmenjubiläum. Geladene Gäste standen bis Sonnabend früh um drei vor dem Palast der Republik Schlange, um in die "McKinsey-Disko" eingelassen zu werden. Da war der Auftritt von Ute Lemper im Konzerthaus längst vorbei. Sie saß am Sonnabendnachmittag mit einer riesigen Reisetasche im "Borchardt". Was drinnen war? Schminkzeug und eine zweite Garnitur Klamotten.

http://www.elegant-lifestyle.com/BBorchardti.jpghttp://www.berlin-contact.com/destination_management/bilder/borchardt.jpg
Borchardt Impressionen

trance-x
August 31st, 2004, 01:44 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040822/feuilleton/story698750.html

Palast der Republik: Auferstanden in Ruinen
ABBA bolschewistisch: Der "Volkspalast" ist zur kulturellen Zwischennutzung eröffnet
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040822/feuilleton/pop_87901.jpg
Leuchten für "Erichs Lampenladen": Besucher waren aufgefordert, neues Interieur für den "Volkspalast" mitzubringen

Ihren alten Ausweis hat Valentina Stühler immer noch. Sie war Mitarbeiterin im Einlassdienst des Palastes der Republik und zeigt nicht ohne Stolz das kleine Stück Papier. Dann sagt sie leise: "Uns haben sie ja gar nicht richtig gekündigt." Jetzt steht sie auf dem roten Teppich, direkt vor dem Palast. Eine Dame am Rand nickt und erzählt, wie es war, als sie damals im September 1990 um 10.30 Uhr den Anruf bekam mit der Aufforderung, dass alle Türen des Palastes sofort geschlossen werden müssten. Fünf Jahre habe sie dort gearbeitet, es seien die glücklichsten in ihrem Leben gewesen. Sie sind hier, um sich anzuschauen, was aus dem, was sie kennen, geworden ist. Andere sind da, um sich anzuschauen, was sie gar nicht kennen. Die zweite Gruppe ist in der Überzahl.

14 Jahre, nachdem der einstige Amüsier- und Agitationspalast der DDR wegen Asbestverseuchung geschlossen wurde, öffnete er am Freitag als "Volkspalast" wieder die Tore. Zwar gab es 2003 mit dem Musikprojekt "Wagnerkomplex" schon eine erste Zwischennutzung, zwar bewachten schon chinesische Tonkrieger den Sarkophag der DDR, aber jetzt präsentiert die Initiative "Zwischen Palast Nutzung" nach zähem Ringen erstmals ein komplettes kulturelles Programm über einen längeren Zeitraum. Bis zum 9. November übernehmen die Künstler die Regie und knipsen jeden Abend in "Erichs Lampenladen" die Lichter wieder an für Musik, Tanz, Filme, Workshops.

Das Volk kommt in Massen zur Eröffnung und darf sich als König fühlen. Edle Limousinen kutschieren die Besucher um den Schlossplatz. Im Auto mahnt eine Stimme: "Schauen Sie nach vorn!" und lädt ein zur "Jungfernfahrt nach geradeaus". Heute will keiner daran denken, dass das Palastskelett laut Bundestagsbeschluss schon im nächsten Jahr abgerissen werden soll, heute darf es alle seine Möglichkeiten präsentieren.

Das Volk bekommt sein Haus zurück, aber es muss es sich neu erobern. Zunächst über den roten Teppich, danach: Posieren zum Gruppenbild. Performer Martin Clausen dirigiert eisern: "Nicht so albern, everybody looks here", alle 15 Minuten darf einer das rote Band durchschneiden. Drinnen dann: Trubel auf zwei Etagen. Helium-Ballons mit kleinen NVA-Soldaten aus Eis steigen zu den nackten Stahlträgern empor, auf die Leinwand im unteren Eingangsbereich überträgt die Performance-Gruppe Gob Squad ihre "Volks-Promi"-Berichterstattung, immer wieder liefert jemand eine von zu Hause mitgebrachte Stehlampe auf der großen Fläche hinter der Treppe ab. Die alten Lampen sind ja nicht mehr da, also bringen die Genossen die eigene mit, die dafür mit der Auszeichnung "Zertifizierte Volksleuchte des basisdemokratischen Lichtermeers" veredelt wird.

Oben im ehemaligen Festsaal treffen wir wieder auf Valentina Stühler. Sie guckt staunend auf die Besucher, die auf Anraten einer Stimme aus einem kleinen Transistorradio mit roter Kreide Flucht-Linien auf den Boden zeichnen. Dann beginnen schon die Volks-Fest-Reden. Kultursenator Thomas Flierl beschwört den Palast als "Rohbau für eine Zukunft mit dominant öffentlicher Nutzung jenseits der ideologischen Konfrontation von retrospektivem DDR-Palast und ebenso rückwärts gewandt gedachtem Schloss." Und Amelie Deuflhard, Leiterin der Sophiensäle und Mitgründerin der Initiative "Zwischen Palast Nutzung" versteht das Programm der nächsten drei Monate als einen "Vorschlag für eine qualifizierte, experimentelle Nutzung, die den Bürger ernst nimmt: als Zuschauer, aber auch als Akteur unserer Gesellschaft." Danach gibt's Tanz bis in die Nacht.

Valentina und die anderen sind längst zu Hause, als die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz Rot "The Winner Takes It All" von ABBA spielt. Wer hier am Ende der Sieger sein wird, steht noch nicht fest. Die Abrissbefürworter scheinen vom Bundestag Recht bekommen zu haben, aber jetzt zeigen erst mal die Künstler die Chancen, die in den 1000 Kubikmetern umbautem Raum stecken. Momentaner Gewinner ist in jedem Fall das Volk. Es scheint in dieser ausgelassenen Nacht genau zu wissen, was es will. Und das hat schließlich schon einmal funktioniert.

Nächste Veranstaltungsreihe: "Le Bal Moderne", der Palast tanzt.



apropos Palast der Republik ...
Grüne: Zwischennutzung für Palast der Republik verlängern

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Grünen plädieren für eine Verlängerung der kulturellen Zwischennutzung des Palastes der Republik. «1000 Tage Zwischennutzung» schlug die stadtentwicklungspolitische Sprecherin Claudia Hämmerling am Montag vor. Ausdrücklich begrüßte sie den Vorschlag des Architekten Manfred Prasser, den Großen Saal und das Untergeschoss in einen künftigen Neubau zu integrieren.

ferner ...
Umfrage: Berliner fühlen sich sicher im öffentlichen Nahverkehr
http://www.bvg.de/images/bvg_doma.jpg
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner fühlen sich laut einer Umfrage sicher in U- und S-Bahn, in Bussen und Trams. Trotz des jüngsten Brandes am Berliner Anhalter Bahnhof fühlen sich insgesamt 92 Prozent der Berliner in ihren öffentlichen Verkehrsmitteln sicher aufgehoben, teilte das Marktforschungsinstitut LDB Löffler am Montag mit. 26 Prozent der Befragten fühlten sich sogar besonders, 22 Prozent nur einigermaßen sicher. Nur acht Prozent nutzten den Nahverkehr mit Bedenken. Befragt wurden 1000 Berliner per Telefon.

trance-x
August 31st, 2004, 01:59 AM
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040828/berlinboulevard/story700004.html

... whisper ...
Achim von Borries ++ Xavier Naidoo ++ Jeanette Biedermann ++ Kurt Nilsen ++ Cookies
http://www.maison-de-heidelberg.org/culture/achim_von_borries.jpghttp://www.djfl.de/entertainment/stars/x/xavier_naidoo_111504z4.jpghttp://en.salzburgticket.com/static/eventimages/152.jpghttp://www.kurt-nilsen.no/82876528502.jpg
Er war einer der Nominierten bei den ersten First Steps Awards im Jahr 2000, sein "Was nützt die Liebe in Gedanken" wurde bei der jüngsten Berlinale gezeigt. Nun bekommt Regisseur Achim von Borries bis zu seinem nächsten Kinofilm etwas ganz besonders Schönes zu tun: Für Sat.1 hat er soeben mit den Dreharbeiten für die nächste Folge der Corinna-Harfouch-Krimiserie "Blond: Eva Blond!" begonnen. Als lasse die Reihe den Machern nicht eh' schon reichlich Raum für Fantasie, darf von Borries nun einen Fall inszenieren, der die chaotische Kommissarin ins Filmmilieu führt. An ihrer Seite stehen bis Ende September Erdal Yildiz, Götz Otto und Esther Schweins.

Xavier Naidoo, Jeanette Biedermann, Kurt Nilsen, Rosenstolz und O-Zone sind die Stars der nächsten "Radiosender-sponsert-kostenloses-Konzert"-Aktion in Berlin. Nach Radio Energy lädt nun 104.6 RTL ein. Am 4. September wird ab 15 Uhr in der Waldbühne zu sehen sein, was in diesem Jahr an Hits über den Sender ging. Informationen gibt es unter: www.104.6rtl.com.

Cookies, Betreiber des nach ihm benannten wohl exklusivsten Clubs der Stadt, feiert dieser Tage zehnjähriges Bestehen seiner Tanz- und Loungeinstitution, in der die Szene tanzt und Menschen wie Nicolas Cage oder Nicole Kidman bei Berlinbesuchen ihre Freizeit verbringen. Und da wird dem Diskomacher natürlich gleich ganz nostalgisch zumute. Daher bittet er um Mails (an: nilgun@ozberlin.com ), randvoll mit Cookies-Anekdötchen. Gefragt wird unter anderem nach der Gesamtzahl von mit nach Hause genommenen Cookies-Besuchern, nach pikanten Details, aber auch unverfängliche Angaben, etwa über Unwohlsein nach Einnahme von Getränken an der Cookies-Bar, sind willkommen.



und die BZ wusste unlaengst zu berichten ...


Berlins erste Oben-Ohne-Autowäsche in Tempelhof
Bitte einmal richtig schrubben!
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040821/Autowaesche_Text.QPFJQH4/1_big.jpg
Sie reiben und polieren, was das Zeug hält: Die sechs sexy Girls vom "Rush-Hour bei der Oben-Ohne-Autowäsche

Berlin - Jetzt geht's dem Auto an die Wäsche! Da wird nicht nur die Scheibe feucht, da blitzt auch die Stoßstange... Wo? Bei Berlins erster Oben-Ohne-Autowäsche. Dem Sommer-Sonder-Service des Tempelhofer Striptease Club "Rush-Hour" (Gottlieb-Dunkel-Straße 19). Knackige Girls polieren den Gästen hier gefühlvoll die Haube. Von Montag bis Donnerstag, immer zwischen 21 und 22 Uhr.

Thomas Hoffmann, 36, aus Steglitz, freut sich schon auf die Spezial-Behandlung seines dicken Brummers: "Bitte einmal richtig bürsten", sagt er und grinst.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040821/Autowaesche_Text.QPFJQH4/2_big.jpg
Hoppla, was ist denn das für eine knackige Kühlerfigur?


Zack, und schon geht's los mit dem kostenlosen Verwöhn-Programm für seinen Jeep. Die sechs sexy Mädels legen so richtig Hand an, reiben, polieren und saugen was das Zeug hält. Mit Erfolg: Hoffmanns Jeep blitzt und blinkt wieder wie neu. Hoffmann: "Das hat sich ja gelohnt. Da kommt man doch gern. Da kommt man immer wieder."

Denn: Eine normale Autowäsche kostet mindestens 3,50 Euro. Mit Handarbeit sogar deutlich mehr.

"Die Oben-Ohne-Autowäsche war die Idee unserer Mädels", sagt "Rush-Hour"-Chef Easy. "Damit wollen wir unsere Gäste schon mal anheizen. Quasi als Vorfreude darauf, was sie danach bei uns im Club erwartet."


:yes:;)

DiggerD21
August 31st, 2004, 02:04 AM
trance-x, wäre es nicht einfacher für dich, einfach immer nur den aktuellen Link zum Lokalteil der Berliner Morgenpost zu posten?

trance-x
August 31st, 2004, 02:16 AM
noe.. da sind u.a. manche bilder gar nicht dabei, es waere auch sonst nicht das selbe, der morgenpost-schwerpunkt ist zudem eher gerade zufaellig so konzentriert ...

guck, die Attrappe of Schinkels Bauakademie ist fertig!.. wie findest du sie so? - also ohne zu suchen .. ;)
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040812/berlin/pop_87383.jpg

DiggerD21
August 31st, 2004, 05:13 AM
Sowas liest trance-x bestimmt gerne ;) :

Hamburger Abendblatt vom 31.08.04, Rubrik Kultur/Medien (http://www.abendblatt.de/daten/2004/08/30/334900.html)

Der Stadtpark als Vorort von Berlin

Pop: Seeed gab die wohl besten Open-Air-Konzerte der Saison Von Maike Schiller

Hamburg - Schon beim Soundcheck hatten die Berliner Jungs ihren Spaß, als sie samt Mikros und Trommeln zur Spontan-Polonaise durchs Gelände tobten. Beim Auftritt wurde das dann zwar nicht wiederholt - im ausverkauften Stadtpark wäre Seeed allerdings auch kaum weit gekommen. Und schließlich hatte das elfköpfige Sound-Kollektiv aus der Hauptstadt auch so genug zu bieten. Vor jamaikanisch angehauchter Berlin-Skyline im Hintergrund zog Seeed - durchgestylt in grün-weißer Sommerkollektion - eine so überzeugende Show ab, dass Hamburgs Rastafaris schon mit dem ersten schweren Beat die Schirme zuklappten und ihre Dreadlocks glücklich in den Regen hielten. "Hamburg ist der beste Beweis, dass es mit der Klimaerwärmung noch nicht so weit ist, wie alle sagen!", konnte sich die Band da nicht verkneifen zu lästern - bevor sie beim Zusatzkonzert am sonnigen Sonnabend einsehen musste, dass es selbst hier zuweilen anders zugeht. Aber auch am Vortag hatte das bisschen Wasser von oben keinen davon abhalten können, mit süßlichen Dämpfen von unten gegenzuhalten und zu der treibenden Mischung aus Dancehall-Reggae, Ska und HipHop ordentlich abzufeiern. Seeed gab alles, und das Publikum dankte, indem es tatsächlich auf Befehl miaute. Was auch sonst, wenn auf der Bühne drei rattenscharfe Cheerleader in knappen Hotpants ihre Hinterteile shaken, als wären es eigenständige Lebewesen. Die lokalpatriotischen Berliner Bären auf ihren Trikots wurden da großzügig übersehen, und nicht nur bei "Waterpumpee" und "Music Monks" beeilte sich die Menge, ausgelassen mitzuhüpfen, sondern auch und erst recht bei Seeeds Hauptstadt-Hymne "Dickes B". Zwei Abende lang war Hamburg gern ein Vorort von Berlin - für die wahrscheinlich besten Stadtpark-Konzerte dieses Sommers.

trance-x
August 31st, 2004, 09:25 PM
http://www.levyikkuna.fi/seeed.jpg
achja, das "mobile Reggae-Einsatzkommando" ... - interessant wie du von Schinkel auf Seeed kommst, die uebrigens wirklich was haben. aber du hast recht. hamburg ist ein sehr beliebter, weil sympathischer, vorort .. ;)

ps: ansonsten sind seeed sind zwar gerne berlinerisch, aber schon durch die vielen internationalen auftritte eher im augenzwinkermodus. bei vielen hiphopsern hingegen blueht gar munter eine wirkliche mischung aus lokalpatriotismus, machohafter selbstdarstellung und allgemeiner windmachung. man bebattelt sich halt gern, setzt auf kontraste, trotz diverser wellen herausreifender selbstaufklaerung bei den altvorderen. die profilierung kann auch schon mal stoerend werden, wenn bei gemischten konzerten westberliner rapper mit ihren clans gerade auftretenden bands den saft abschalten, auf die buehne draengen um z.b. gegen ostberliner labels oder die welt zu opponieren ...
http://www.deutscher-hiphop.info/phpnuke/html/images/topics/Westberlin.jpg

DiggerD21
August 31st, 2004, 10:21 PM
Och, zumindest haben Seeed und Schinkel den gleichen Anfangsbuchstaben. ;)
In Wahrheit fiel mir nur nix adäquates zu deinem Schinkelklopfer ein und entdeckte den Artikel eher zufällig im Abendblatt, den ich nur wegen des heiteren Bezugs zu Berlin gepostet habe.
Von diesem "Aggro"-Rumgealbere Ost- gegen Westberliner Hiphoppelhasen hab ich auch schon gehört. Mehr aber auch nicht. Ich bevorzuge da eher den erheiternden, mit Wortwitz gespickten HipHop Marke Hamburg City, wenn es denn HipHop sein muss. Aber auch in Hamburg gibt (oder gab?) es einige Underground-Hiphoppelbälle aus dem südlichen Teil (namentlich Harburg), die sich versuchten zu profilieren und einen Gegenpol namens "Hamburg-Süd" zur "Hamburg-City" schaffen wollten. Immerhin kamen sie ins VIVA-Fernsehen. Meine Meinung: Alles Kinder, die nicht wissen, wo Norden noch Süden ist.

trance-x
September 1st, 2004, 05:28 AM
Post deleted because of illegal hotlinking

trance-x
September 1st, 2004, 05:38 AM
http://www.welt.de/data/2004/08/31/326383.html

Ein Weltstar auf Berlin-Trip
Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Ute Lemper filmt mit einem US-Team in der Hauptstadt für eine DVD
von Barbara Jänichen
http://www.welt.de/media/pic/000/173/17321v1.jpg
Ein Weltstar und sein Berlin: Ute Lemper (41), die vor zwei Jahrzehnten als "Peter Pan" im Theater des Westens ihre erste Musical-Hauptrolle spielte und damit den ersten Schritt zur großen Karriere machte, steht jetzt im Mittelpunkt einer DVD-Aufnahme, die ein US-Team mit dem international gefragten Star in mehreren Großstädten dreht. Berlin ist nach New York und Mailand die dritte Station. Anschließend folgen Aufnahmen in Israel, Spanien und Frankreich.

"La Lemper" besuchte die Eastside-Gallery gegenüber dem Ostbahnhof, sah Reste der Mauer an der Bernauer Straße und wurde nachdenklich beim Anblick eines Gedenk-Aussichtsturms an der Kieler Straße am Nordbahnhof. Sie fuhr zum Brandenburger Tor und entdeckte mit der Gegend um den Potsdamer Platz das neue Berlin. Zwei Tage lang stand die Sängerin, Musicaldarstellerin und Schauspielerin vor der Kamera.

Auch das persönliche Schicksal einer Berlinerin, der im Juli 1989 die Flucht über Ungarn nach Österreich in den Westen gelang, wird in dem Film verewigt. Die Fotografin Brigitte Dummer, die an der Bernauer Straße in unmittelbarer Nähe der Mauer einen kleinen Obst- und Gemüseladen betrieb, fuhr mit Ute Lemper jetzt noch einmal dorthin. Den vielseitigen Star lernte sie 1992 kennen. "Ich fuhr damals nebenbei Taxi. Ute Lemper stieg am Flughafen Tegel ein. Wir kamen ins Gespräch, das sehr herzlich endete. Ute lud mich in eines ihrer Konzerte ein, schickte mir Karten für einen Auftritt in Hamburg. Es war zugleich der Beginn meines umfangreichen Lemper-Archivs, denn ich begleitete die Künstlerin in den folgenden Jahren mit der Kamera in Paris, London und New York."

Brigitte Dummer dokumentierte nicht nur Lempers künstlerische Arbeit (zu sehen in früheren Ausstellungen an der Friedrichstraße und im Café Berio am Winterfeldtplatz), sondern außerdem die Privatperson in ihren jeweiligen Wohnungen. Diesmal war es aber umgekehrt: Ute Lemper und das DVD-Aufnahmeteam besuchten Dummer in ihrer Spandauer Wohnung, drehten dort die ersten Szenen.

Über Berlin sagte die Vollblut-Entertainerin, die einst in ihrer Charlottenburger Dachwohnung auch ihre Liebe zum Malen entdeckte, schon als 21-Jährige: "Berlin ist die Stadt, die man als Künstler braucht." Aber auch im Privatleben spielte sich Entscheidendes ab. Ute Lemper lernte hier den New Yorker Künstler David Tabatsky, ihren ersten Mann und Vater ihrer Kinder Max (10) und Stella (8) kennen und lieben. Inzwischen geschieden, sind beide "die besten Freunde" geblieben. Utes zweiter Mann ist der US-Musiker Todd Turkisher. Klar, dass er sie nach Berlin begleitete.
Artikel erschienen am Di, 31. August 2004




http://www.welt.de/data/2004/09/01/326773.html
Preisverleihung ohne Bussi-Gesellschaft
Der Verein Werkstatt Deutschland (http://www.werkstatt-deutschland.net/home.html) holt zur "Quadriga" den afghanischen Staatspräsidenten nach Berlin
Sie verkörpert die neue Tugend der Hartnäckigkeit. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann lässt sie ihr Netzwerk so lange heiß laufen, bis ihre Idee umgesetzt wird. Es ist nur ein paar Tage her, da bekam Marie-Luise Weinberger, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins "Werkstatt Deutschland", einen Anruf. Marie-Luise Weinberger packte eine Reisetasche und flog mit der Bundeswehr nach Afghanistan. Dort erreichte sie, was sie sich schon vor längerem in den Kopf gesetzt hatte.

Inzwischen ist sie wieder in Berlin. Und der afghanische Staatspräsident Hamid Karsai kommt tatsächlich hinterhergeflogen, obwohl am 9. Oktober in Afghanistan Präsidentschaftswahlen sind. Als Ehrengast nimmt er an der "Quadriga"-Verleihung der Werkstatt Deutschland am 3. Oktober im Konzerthaus am Gendarmenmarkt teil, wo er selbst mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wird. Der Preis wird vom Verein Werkstatt Deutschland jährlich an Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens verliehen, die durch ihr Engagement ein Zeichen für Aufbruch, Erneuerung und Pioniergeist setzen.
http://www.germany-info.org/relaunch/info/publications/week/2004/040109/Photos/Karsai.jpg
Zu den diesjährigen Preisträgern gehört auch Recep Tayyip Erdogan. Die Laudatio auf den türkischen Premierminister hält Bundeskanzler Gerhard Schröder. Schriftsteller Eric-Emmanuel Schmitt wird für die Botschaft seiner Bücher ("Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", "Oskar und die Dame in Rosa") ausgezeichnet. Laudator ist Monsignore Obiora Ike, Generalvikar von Enugu. Der Theologieprofessor vermittelt in Nigeria zwischen Christen und Moslems. Schauspieler Armin Rohde hält die Laudatio auf Bariton Thomas Quasthoff, Simon Pánek aus Prag wird für als Bürgerrechtler geehrt. Sein Laudator ist Friedensnobelpreisträger Lech Walesa.
http://www.daserste.de/beckmann/img/gaeste/030310_ferch.jpghttp://i.timeinc.net/time/time100/images/main_walesa.jpg
Die Moderation der "Quadriga" (Hauptsponsor: Vattenfall) übernimmt Schauspieler Heino Ferch. Ins Konzerthaus sind 1000 Gäste geladen, zum anschließenden Empfang im Pergamon-Museum kommen 500 Gäste. Berlins Bussi-Gesellschaft steht bei der Werkstatt Deutschland nicht auf der Gästeliste: "C-Prominenz gibt es bei unseren Veranstaltungen nicht", sagt Marie-Luise Weinberger. "Bei uns kommt es nicht auf Kleider, sondern auf Persönlichkeiten an."

Der 1993 gegründete Verein Werkstatt Deutschland (Erster Vorsitzender: Klaus Riebschläger) widmet seine Arbeit "der Verständigung der Völker und der demokratischen Erneuerung des Gemeinwesens der Bundesrepublik Deutschland nach der Wiedervereinigung". Zum Kuratorium gehören unter anderen Schriftsteller Leon de Winter, Unternehmer Jens Odewald, Célia Gräfin von Bismarck, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Jeane Baronin von Oppenheim. Sie alle wissen um die Tugend der Hartnäckigkeit der Marie-Luise Weinberger - und unterstützen sie. Anja Popovic
Artikel erschienen am Mi, 1. September 2004



http://www.welt.de/data/2004/09/01/326774.html
etc.
Diplomatischer Knigge: Welche Kleidungsstücke dürfen geladene Herren anlässlich eines Empfangs beim Botschafter von Indonesien, Rahardjo Jamtomo, tragen? Antwort: Dunklen Anzug, eine Uniform oder die nationale Tracht. Am 21. September lädt der Botschafter aus Anlass des 59. Jahrestages der Unabhängigkeit der Republik in das Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden. Trainings-Jacken mit Berlin-Aufschrift gelten ausdrücklich nicht als Nationaltracht.
http://www.rnw.nl/ranesi/assets/images/Dubes_Sarimbit.jpg


Für Kulturstaatsministerin Christina Weiss (Foto) bricht die Woche der Hustenbonbons an - Heiserkeit droht. Heute Abend um 19 Uhr hält sie die Eröffnungsrede der Fotoausstellung "Schwarze Götter im Exil - Pierre Verger und Mario Cravo Neto" im Ethnologischen Museum (Dahlem). Morgen eröffnet sie die Berliner Festwochen im Haus der Berliner Festspiele an der Schaperstraße. Und am 9. September lauschen Gäste der Ausstellung "Sophie Calle" im Martin-Gropius-Bau den Worten der Ministerin.
Artikel erschienen am Mi, 1. September 2004

trance-x
September 1st, 2004, 05:47 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story700670.html

Fortuna kehrt zurück
Mitte: Symbolfigur vom Alten Stadthaus steht nach 53 Jahren wieder auf der Kuppel
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_88398.jpghttp://www.gse-berlin.de/altesstadthaus0.jpg
http://www.bauen-mit-stahl.de/galerie/umbau/5.01-gross.jpg
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/geschaeftsgebaeude/altes_stadthaus.jpghttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/geschaeftsgebaeude/altes_stadthaus_1.jpg

Nach 53 Jahren ist Fortuna, die Symbolfigur des Alten Stadthauses am Molkenmarkt, nach Berlin zurückgekehrt. Die römische Glücksgöttin wurde gestern in luftiger Höhe auf der Kuppel verankert. Ein schwerer Autokran zog die Nachbildung der Kupferfigur nach mehreren Versuchen auf die Höhe von 87 Metern. Am Donnerstag wird die Rückkehr der Fortuna mit einem Festakt gefeiert. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit wird dabei sein, Innensenator Ehrhart Körting (SPD) als Hausherr des Stadthauses und der Mann, der die Rückkehr der Fortuna erst ermöglichte: Kunstmäzen und Unternehmer Peter Dussmann. Er spendete 125 000 Euro, damit eine neue Skulptur gearbeitet werden konnte.

Der Künstler Joost van der Velden modellierte die 3,25 Meter hohe Figur, die von dem Berliner Schmied Bernd-Michael Helmich in Kupfer gearbeitet wurde. Das Original der Fortuna musste 1951 einer Richtantenne weichen, die damals auf dem Gebäude gen Westen installiert wurde. Die Skulptur verschwand spurlos. Damals residierte im Alten Stadthaus der DDR-Ministerrat.

Auch wenn Fortuna wieder auf der Kuppel des Gebäudes steht, ist die Sanierung nicht abgeschlossen. Immer noch fehlen 17 der 19 Turmfiguren. Sie wurden als Pfand von der Firma Steinforum einbehalten. Hintergrund: Im November 2001 begannen die Sanierungsarbeiten an dem Gebäude. Steinforum sollte die Skulpturen des Turms restaurieren, musste dann aber im März 2003 Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter verlangte im Zuge des Verfahrens vom Senat eine Abschlagszahlung von 13 000 Euro. Doch dieser zahlte nicht. Die Begründung: Steinforum habe bei der Renovierung des Schlosses Charlottenburg gepfuscht, den Schaden von 50 000 Euro wolle man verrechnen. Das lehnte der Liquidator ab und nahm 17 Statuen unter Verschluss.

So lagern nun Aphrodite, Herkules und Apollon in einem Depot in Alt-Heiligensee. Inzwischen hat der Senat eine Klage auf Herausgabe eingereicht. Nach Auskunft des Sprechers der Finanzverwaltung, Matthias Kolbeck, habe Steinforum einen Vergleichsvorschlag kürzlich abgelehnt. So kann es noch dauern, bis das Alte Stadthaus wieder komplett ist.

Das Gebäude am Molkenmarkt wurde zwischen 1902 und 1911 nach Plänen des damaligen Stadtbaurates Ludwig Hoffmann erbaut. Es diente als Ergänzung des Roten Rathauses. Heute beherbergt das Haus die Senatsverwaltung für Inneres und das Landesdenkmalamt.





http://www.welt.de/data/2004/09/01/326787.html

Bundespräsident sagt Berlin Hilfe zu
Horst Köhler auf Antrittsbesuch in der Hauptstadt - Visite im Roten Rathaus
von Michael L. Müller

http://www.welt.de/media/pic/000/173/17346v1.jpg

Deutschland braucht eine "kraftvolle Hauptstadt", weil die Welt an Berlin misst, wie es um das gesamte Land bestellt ist. Das ist die wichtigste Botschaft, die Bundespräsident Horst Köhler gestern bei seinem Antrittsbesuch im Land Berlin überbracht hat. Es war ein überschwänglicher Empfang, den die Landespolitiker Horst Köhler gestern bereiteten. Pünktlich um 10.30 Uhr fuhr der Bundespräsident in seiner schwarzen Limousine mit dem Kennzeichen 0 - 1 am Roten Rathaus in Mitte vor, wo der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und sein Protokollchef Christian Stocks bereits ungeduldig warteten.

Nach einer herzlichen Begrüßung überreichte Wowereit der Präsidentengattin Eva einen Strauß gelber Rosen. Und schon schritt man gemeinsam über den roten Teppich hinein in den Klinkerbau. Zahlreiche Senatsbedienstete klatschten Beifall. Köhler reagierte darauf etwas belustigt und sagte: "So begrüßen Sie also den Regierenden Bürgermeister jeden Morgen."

Mit aller Deutlichkeit machte das Staatsoberhaupt klar, dass es sich dafür einsetzen will, die Debatte über die Hauptstadtrolle Berlins zu einem "guten Abschluss" zu bringen. Berlin habe Anspruch auf Hilfen, betonte Köhler bei einem Empfang im Roten Rathaus. Allerdings, so mahnte er, müsse das Land seine Finanzen konsolidieren. Dazu gebe es keine Alternative.

Damit hat sich Horst Köhler gleich zu Beginn seiner Amtszeit für die Hauptstadt stark gemacht. Es könne niemand in Deutschland gleichgültig sein, wie sich die Hauptstadt entwickle. In den USA habe er festgestellt, dass auch die Amerikaner Berlin bewundern. "Nur merkwürdig fanden sie, dass sie immer in Frankfurt umsteigen mussten." Einen Direktflug in die USA gibt es aus der Hauptstadt schon seit langem nicht mehr.

Eine halbe Stunde plauderten Gast und Gastgeber in Wowereits Amtszimmer, danach stellte der Regierende Bürgermeister im Senatssitzungssaal dem Bundespräsident die Kabinettsmitglieder vor. Um 12.15 Uhr ging es in den Festsaal, wo sich Köhler ins Goldene Buch der Stadt eintrug.

Wowereit, der das Staatsoberhaupt zuvor um Unterstützung für die Hauptstadt und ihre Anerkennung gebeten hatte, lobte die klaren Worte Köhlers. Der forderte Berlin auf, als "Werkstatt der Einheit" vorzudenken und vorzumachen, "wie das vereinte Deutschland die Zukunft meistern kann". Die Stadt mit ihrer Wissenschaft und Kultur habe dazu das Potenzial. Dem Regierenden Bürgermeister und Abgeordnetenhauspräsident Walter Momper bot er seine Zusammenarbeit an. "Man soll sehen, dass ich an Ihrer Seite stehe", so Köhler. Er hob die Bedeutung der Berliner Kultur, vor allem der Kunstschätze hervor, und sagte: "Ich könnte mir vorstellen, dass man aus allen Museen Berlins eine Ausstellung zusammenstellt, die ebenso viele Besucher findet wie die MoMA."

Als der Bundespräsident am Nachmittag mit dem Regierenden Bürgermeister durch das Brandenburger Tor ging, äußerte Köhler, dass er durch die Demonstrationen gegen Hartz IV keine Spaltung zwischen Ost und West befürchte. Unzufriedene gebe es in beiden Teilen Deutschlands. Aber ein jeder freue sich über die Einheit.

Artikel erschienen am Mi, 1. September 2004


http://www.welt.de/data/2004/09/01/326786.html
Staatsoberhaupt nimmt am Pariser Platz ein Bad in der Menge
von Margarete Raabe

Dunkle Wolken ziehen über dem Pariser Platz auf. "Wem ham'se die Krone geklaut?", spielt der Leierkastenmann. Wer einen Schirm hat, bietet denen ohne einen Platz darunter an. Das Volk rückt zusammen: Solidarität für Horst Köhler, den neuen, ersten Mann im Staat. Kalter Wind trägt Gesprächsfetzen von Schirm zu Schirm: "Bei dem Regen steigt der nicht aus, der winkt aus dem Auto".

Dann ist er plötzlich da. Der Bundespräsident, Ehefrau Eva Köhler und der Regierende Bürgermeister Wowereit versinken in einem Pulk von Sicherheitsbeamten, Journalisten, Fotografen. Aber Köhler bahnt sich seinen Weg. Er lächelt freundlich, nickt hier und dort. "Gefällt ihnen Berlin?", fragt er Greti Geitner aus der Oberpfalz und reicht ihr die Hand. Die Rentnerin strahlt. Der 15 Jahre alte Johannes Fuhrmann wird begrüßt. "Wir kommen aus Hamburg und sind seit einer Woche auf Klassenfahrt in Berlin", erzählt der Junge. Heike Vorrath und Ehemann Günther berichten von ihrem viertägigen Urlaub in der Bundeshauptstadt. Benjamin Rösgen (12) aus Leichingen antwortet gern dem netten Mann, der ihn so freundlich anspricht. Wer das war? "Der Bundespräsident". Wie der heißt? "Fischer!" "Rau, ach nee, Köhler", korrigiert Bruder Raphael (13).

Vor den 14 "Mauerkreuzen", einer Gedenkstätte für Maueropfer an der Ebert-/ Ecke Scheidemannstraße, hält der Bundespräsident inne. Juliane Kleinschmidt vom Bund der Mitteldeutschen ist begeistert: "Er ist der erste Bundespräsident, der die Kreuze besucht hat." Horst Köhler ist derweil im Bus Richtung Potsdamer Platz unterwegs.

Artikel erschienen am Mit, 1. September 2004



http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1321858.asp#art
etc.
http://www.aeronautics.ru/archive/du-watch/klaus_toepfer_01.jpg
Klaus Töpfer, Direktor des UN-Umweltprogramms (UNEP), wird am 6. September mit Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn die Konferenz über technologische Fortschritte und Umwelt „Electronics Goes Green 2004+“ im Hotel Estrel eröffnen.

* * *

Berlin und Buenos Aires sind seit zehn Jahren Partnerstädte. Anlässlich der Festveranstaltungen kommen viele argentinische Gäste nach Berlin.
Mónica Guariglio, Generaldirektorin der argentinischen Hauptstadt-Museen, will in ihrer Stadt eine lange Nacht der Museen nach Berliner Vorbild organisieren. Am Wochenende hat sie sich die Veranstaltung angesehen, jetzt ist sie bis zum 3. September auf Museumstour. Der Klezmer-Musiker Giora Feidman bleibt nach seinem Auftritt bei der gestrigen Auftaktveranstaltung bis zum 3. September in der Stadt. Aníbal Ibarra, Bürgermeister von Buenos Aires, kam gestern mit Amtskollegen Klaus Wowereit zum Auftaktkonzert. Heute besucht er die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und spricht dann mit dem Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Andreas Nachama.

***
http://www.detnews.com/pix/2002/03/23/canadapettigrew250.jpghttp://www.warping.org/joschka.jpg
Pierre Stewart Pettigrew, neuer kanadischer Außenminister, trifft am 2. September um 19 Uhr Joschka Fischer zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt.

trance-x
September 1st, 2004, 06:10 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1329447.asp#art


Premiere im Sonycenter: Der Erste wird der Letzte sein

Filmpremiere mit Tom Cruise: Der Star kommt vor seinen Gästen, damit er lange Autogramme geben kann

Heute ist der Tag, auf den die Fans von Tom Cruise (Foto) lange gewartet haben. Seine Termine sind dicht gedrängt: Um 13 Uhr trägt sich der Hollywoodstar, der mit einer Privatmaschine aus Madrid ankommen soll, bei Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit in das Goldene Buch Berlins ein. Ab 18 Uhr steht Cruise dann auf dem roten Teppich im Sony Center und gibt anlässlich seiner Filmpremiere "Collateral" Autogramme. Die Party findet im Wasserwerk am Hohenzollerndamm statt.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Cruse.5GFUEIJ/2_normal.jpghttp://www.icsc-naiso.org/conferences/nl2002/pictures/potsdamerplatz.jpg
„Colletral“ Premiere im Sony Center ...

Von Andreas Conrad

Die Krönung einer Premiere ist unzweifelhaft die Ankunft des Stars. Die prominenten Erstaufführungsgäste, die zuvor über den roten Teppich schritten, lösen zwar mehr oder weniger Jubel aus, auch ihnen recken sich Autogrammbücher und Kameras entgegen. Was einzig zählt, ist der Star – und der kommt zuletzt.

So war es bisher, so ist es aber nicht an diesem Mittwoch zur „Colletral“-Premiere mit Tom Cruise. Denn während die lokale Halb- oder Voll-Prominenz vielleicht noch rasch im Taschenspiegel probt, welche Variante des Lächelns diesmal zweckmäßig sei, steht der Held des Abends schon an der Absperrung und verteilt Autogramme und lässt sich mit seinen Fans fotografieren.

Dafür muss man einfach Verständnis haben. Anders schafft Tom Cruise seinen Popularitätsparcours einfach nicht mehr. Oder er würde ihn vielleicht anders schaffen, aber dann beginnen sie drinnen im Kino zu murren, und das geht erst recht nicht. Also wird der Mann aus Hollywood heute voraussichtlich bereits gegen 18 Uhr unterm Zeltdach des Sony Centers am Potsdamer Platz auftauchen und sich im Schneckentempo auf den Eingang des Kinos Cinestar zubewegen.

Das hat er am selben Ort schon mehrfach praktiziert, Anfang des Jahres erst zur Premiere von „Last Samurai“, davor zu „Minority Report“ und „Vanilla Sky“. Allesamt sind das Filme, in denen Tom Cruise so ist, wie man ihn kennt: ein jugendlicher positiver Held. „Collateral“ dagegen bedeutet einen Bruch mit dem eigenen Image, wie es kaum krasser denkbar ist: Cruise grauhaarig. Und ein Berufskiller, der im nächtlichen Los Angeles einen Sammelauftrag zu erledigen hat. Nicht gerade eine Identifikationsfigur.

Die ist diesmal Jamie Foxx, Taxifahrer und ungewollt Chauffeur des Mordbuben. Zuvor hatte er eines der potenziellen Mordopfer durch die Stadt kutschiert, das von Will Smith’ Frau Jada Pinkett Smith gespielt wird. Alle drei „Collateral“-Akteure werden erwartet, ebenso Regisseur Michael Mann. Nur Tom Cruise aber wird am späten Vormittag vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit ins Rote Rathaus gebeten, um sich dort um 13 Uhr ins Gästebuch der Stadt Berlin einzutragen.

Stammgast in Berlin ist Cruise schon, Dauergast will er noch immer werden. Eigentlich hätte er in diesen Wochen in Babelsberg und Umgebung mit dem Dreh zu „Mission Impossible 3“ beginnen sollen, wegen Austausch des Regisseurs musste das, wie berichtet, auf den kommenden Sommer verschoben werden. Ein neuer Regisseur ist immerhin gefunden: Jeffrey Abrams, im Kinogeschäft ein Debütant, der sich aber durch seine Agentenserie „Alias“ empfohlen hat.

Hoffnungen, der „MI 3“-Dreh komme doch in diesem Jahr noch zustande, darf man sich dennoch nicht machen. Längst ist Tom Cruise für die nächsten Monate verplant. Voraussichtlich im November beginnen in den USA die Dreharbeiten zu „Krieg der Welten“, für Cruise nach „Minority Report“ die zweite Zusammenarbeit mit Steven Spielberg. Erneut wird damit die von H. G. Wells geschilderte Invasion vom Mars verfilmt, die zunächst Höfunkgeschichte geschrieben hatte: 1938 wurde in den USA eine Radioversion gesendet, produziert von Orson Welles. Sie gelang ihm allzu gut, mit der Folge einer Massenpanik.




http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1330032.asp#art
Die öffentliche Ente
„Köche – Krone – Kritiker“, das neue Programm des Restaurantzelts „Pomp Duck and Circumstance“, feiert am Donnerstag Premiere

Von Heidemarie Mazuhn
http://php.berliner-rundfunk.de/webrage/bildertool/brf_pompduck/3233DSCF001.jpg
Das neue Jackett, in dem Hans-Peter Wodarz ab dem 2. September allabendlich die Berliner Enten-Fans zu „Pomp Duck and Circumstance“ empfangen will, ist fertig. Doch ob denen der Unterschied auffallen wird? Das maßgeschneiderte Stück aus der Werkstatt des Designers Torsten Amft sieht aus wie alle anderen Jacken, die Wodarz bislang in seiner Glanzrolle als Direktor des kulinarischen Spektakels getragen hat – 13 waren es, alle kreischend rot. Zu jeder Show ließ sich Wodarz bisher ein so persönliches Stück auf den Leib schneidern. Die 14. Premiere heißt „Köche – Krone – Kritiker“ und hat, wie berichtet, am Donnerstagabend am Gleisdreieck Premiere.

Dieser Termin ist kein Zufall. Denn genau 14 Jahre zuvor, am 2. September 1990, hat in München die anscheinend un-ent–liche Erfolgsgeschichte des Restaurant-Theaters begonnen. Von der Weltpremiere gingen seltsame Gerüchte aus: Es hieß, Wodarz’ seltsames Personal – verkappte Sänger, Artisten, Magier und Clowns – schütte den Gästen für deren teures Geld auch noch Suppe über den Anzug; eine Ente, wie sich trotz aller Drastik der Show bald herausstellte. Denn alle Gäste gingen unversehrt und erheitert. Insgesamt weist die Bilanz des Unternehmens inzwischen 1,3 Millionen Besucher an 18 nationalen und internationalen Gastspielorten aus, davon 250000 in Berlin. Hier gastierte Wodarz bereits 1994, bevor er sich daran machte, Amerika zu erobern. Doch der mit viel Hoffnung gestartete Anlauf im Rahmenprogramm der Olympischen Spiele in Atlanta 1996 endete im Finanzdesaster. Wodarz brauchte lange, um sich von diesem Rückschlag zu erholen, das Kapitel Amerika dürfte endgültig abgeschlossen sein.

Denn geht es nach ihm, werden sich wohl künftig alle Enten-Anhänger weltweit zum Gleisdreieck bemühen müssen. Dreieinhalb Jahre ist er nun mit seinem Spiegelzelt schon dort, hat seinen Frieden gemacht mit den hiesigen Gastronomen, die die Konkurrenz fürchteten und alljährlich um ihr Weihnachtsgeschäft fürchteten. „Wir wollen gar nicht mehr weg von dem Platz“, sagt Wodarz jetzt, „auch nicht, wenn das Riesenrad kommt.“ Er wäre vermutlich der Erste, der hochfahren und in 170 Meter Höhe ein Entenmenü servieren würde.

Die Premiere am Donnerstag zeigt die aufwändigste Show, die je bei „Pomp Duck and Circumstance“ geprobt wurde. Und diese Proben werden auch die bislang öffentlichsten sein, denn von der ersten Probe bis zur Premiere von „Köche – Krone – Kritiker“ hat das RBB-Fernsehen den Enten-Leuten für eine Doku-Soap auch hinter den Kulissen auf die Finger gesehen.

Die Idee für das 14. Spektakel, in dem es diesmal den gefürchteten Restaurantkritikern auf die üblich chaotische Art ans Eingemachte geht, kam Wodarz und seinem Regisseur Arthur Castro bei einem Arbeitstreffen auf Hiddensee – „scheußliches Essen“, sagte er knapp beim Pressegespräch zur neuen Show.

Um deren Gelingen bemühen sich 102 Künstler aus 23 Nationen – natürlich mit vielen bekannten Pomp-Protagonisten aus vergangenen Shows. Chin Meyer beispielsweise muss diesmal die Steuerfahnder-Aktentasche weglegen und sich als Berliner Edelgastronom Gustave L’ackaffe profilieren. Man ahnt, dass er mit den Kritikern hart ins Gericht gehen wird – während die echten Köche im Hintergrund hunderte von Enten in bewährter Qualität auf die wie immer zu engen Tische im Zelt tragen lassen.


http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1332829.asp#art
Die ersten BKA-Schlossgäste
Der Umzug ist geglückt, nun kann die Premierenfeier steigen: Heute Abend wird das Kuppelzelt des BKA-Luftschlosses am neuen Standort nahe dem Ostbahnhof in Friedrichshain wiedereröffnet. Es gibt einen Empfang für geladene Gäste, denen bei einer Show schon mal ein Ausblick auf das kommende Programm auf den BKA-Bühnen gegeben wird. Comedian Ades Zabel in der Gestalt der berühmtesten Haselhorsterin der Welt – Karin Hoene – und sein Kollege Kay Ray präsentieren die Show, zu der sich die O-Ton-Piraten, Palma Kunkel, Sherry Vine, Lutz & Moritz und Freddie Rutz angesagt haben. Außerdem können sich die Gäste einen ersten Eindruck vom Kaisersaal machen, in dem künftig die etwas geräuschvolleren BKA-Veranstaltungen über die Bühnen gehen sollen.

Der erste, der im Kuppelzelt mit einem eigenen Programm gastiert, ist Chansonier Tim Fischer. Gleich am Tag nach der Wiedereröffnungsfete tritt er dort mit Werken des Kabarettisten, Komponisten und Autors Georg Kreisler auf. Von dem Wiener Künstler stammen solche Klassiker des hintergründig-makabren Humors wie „Tauben vergiften“. Die Luftschlossherren versprechen für den 2. und 3. September daher nicht ganz ohne Grund einen „Abend ganz ohne Flitter und Blitzlichtgewitter“.(...)




Tagesspiegel: 31.08.2004 14:44
Flick packte erste Bilder aus
http://www.netzeitung.de/img/0094/106394.jpg
Berlin (dpa) - Der Sammler und Industriellen-Erbe Friedrich Christian Flick hat am Dienstag die ersten Bilder seiner künftigen Ausstellung in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. «Ich bin begeistert, es ist besser als ich es mir in meinen kühnsten Träumen vorstellen konnte», sagte Flick zu der Architektur der riesigen Ausstellungshalle neben dem Hamburger Bahnhof.

Er hatte für die Einrichtung acht Millionen Euro bezahlt. «Ich habe meine Sammlung noch nie in einem so großen Kontext gesehen.» Vom 22. September an werden dort sieben Jahre lang 2500 Werke zeitgenössischer Kunst präsentiert. Die Ausstellungsfläche von 13 000 Quadratmetern hat «documenta»-Dimension. Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) sprach am Dienstag von einer «kunsthistorischen Sensation» und einer «einzigartigen Sammlung mit unbequemen Arbeiten von Weltrang». Sie wünsche sich auch, dass die unschätzbare Schau länger als sieben Jahre in Berlin gezeigt werden kann, die in Berlin eine Lücke der Moderne schließe.

Zu den teilweise heftigen Attacken gegen das Ausstellungsprojekt unter Hinweis auf die NS-Vergangenheit seines Großvaters sagte Flick: «Es waren schwierige und harte drei Jahre, aber auch spannende, in denen ich viele Freunde kennen gelernt habe und auch Feinde, denen ich meinen Respekt zolle.» Er werde sich auch weiterhin der Diskussion stellen, sie dürfe nur nicht auf die Künstler übertragen werden. «Die Ausstellung darf nicht durch eine wie auch immer geartete ideologische Brille betrachtet werden.» Salomon Korn und Michael Fürst vom Zentralrat der Juden hatten den Vorwurf erhoben, die Sammlung sei mit dem «Blutgeld» aus dem Flick-Vermögen der NS- Zeit bezahlt worden.

Zu kritischen Äußerungen seiner Schwester Dagmar Ottmann und seines Bruders Gert-Rudolf Flick meinte der Kunstsammler: «Dass es in Familien unterschiedliche Ansichten gibt, auch bei wichtigen Themen, ist natürlich. Ich möchte mich mit meinen Geschwistern aber nicht öffentlich auseinander setzen. Ich bin einen anderen Weg konsequent gegangen.» Allerdings müsse er darauf hinweisen, dass seine Schwester erst im Jahr 2001 in den Zwangsarbeiterfonds eingezahlt habe, sein Bruder 2004. «Ich habe vor drei Jahren zehn Millionen Euro an eine Stiftung für Toleranz gezahlt, die bereits 45 Projekte besonders für Jugendliche unterstützt hat. Die Tatsachen sprechen für sich.»

Weiss verwies auf das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung, in der auch die NS-Vergangenheit eine Rolle spielen werde. «Kunst kann aber nicht in Sippenhaft genommen werden, das haben die hier vertretenen Künstler nicht verdient.» Es sei aber klar, dass die Gesellschaft «noch nicht fertig ist mit der Aufarbeitung von Schuld und Verantwortung, es wird keine Debatte abgewürgt».

Die Ausstellung wird in Themenräume gegliedert und auch einzelnen Künstlern gewidmet sein. «Bruce Naumann wird als Herzstück meiner Sammlung viel Platz eingeräumt», betonte Flick. Aber auch der 1997 früh verstorbene Martin Kippenberger liege ihm am Herzen. Von ihm präsentierte Flick inmitten zahlreicher noch nicht ausgepackter Gemäldekisten in der früheren, mehrere hundert Meter langen Speditionshalle am Dienstag das großformatige Bild «Der junge progressive Arzt» von 1985. «Wir zeigen zeitgenössische, auch provokante Kunst», betonte Flick.


Tagesspiegel: 31.08.2004 16:44

Berliner Varieté Chamäleon öffnet wieder im September
http://www.kukm.de/krebskongress2004/graphics/rahmenprogramm/B2-Hackesche-Hoefe.jpghttp://www.show.de/varietes/Chamaeleon-Berlin/chamaeleon_logo_sw_5,5cm.jpg
Berlin (dpa/bb) - Das traditionsreiche Berliner Varietétheater Chamäleon in den Hackeschen Höfen wird Mitte September wieder seinen Spielbetrieb aufnehmen. Am 23. September hat mit «100% - Der Kult kehrt zurück» das erste Stück in dem umgebauten Theater Premiere, teilte der neue Betreiber des Varietés am Dienstag mit. Das Chamäleon war seit 1991 in der in der Varieté-Szene international bekannt geworden. Nach der Insolvenz des ehemaligen Betreibers hatte das Varietétheater am 30. Juni seinen Spielbetrieb einstellen müssen.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1333167.asp#art
Die Spur der Königin

Pina Bausch hat den Tanz revolutioniert – und das Theater. Jetzt kommt sie zu einem ihrer seltenen Gastspiele nach Berlin

Von Anne Linsel

http://www.fiona.co.jp/GENERAL_BOOKS/images/PHOTO_BOOKS/PINA_BAUSCH_STEMMLE.jpg

Wenn Pina Bausch an diesem Freitag in der italienischen Botschaft in Berlin das „Komturkreuz des Verdienstordens der italienischen Republik“ erhält, ist das Ausdruck einer langjährigen freundschaftlichen Verbindung: Seit 1980 wurde die Choreographin mit über zehn Preisen und einer Ehrendoktorwürde in Italien bedacht. Für Pina Bausch aber ist, wenn sie an Italien denkt, noch etwas anderes wichtig: die Produktion ihres Stückes „Viktor“. Es war die erste Zusammenarbeit mit dem Ausland – dem „Teatro Argentina“ und der Stadt Rom 1986, der Beginn von Koproduktionen mit Theatern, Städten, Institutionen in der ganzen Welt, an die sich triumphale internationale Gastspiele anschlossen. Pina Bausch, Tänzerin, Choreographin, Chefin des Tanztheaters Wuppertal, hat in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts den Tanz revolutioniert.

Ihre künstlerischen Wurzeln liegen in Essen an der Folkwang Schule. Kurt Jooss, der legendäre Tänzer und Choreograph war ihr Lehrer. 1973 kam der Ruf als Ballettchefin nach Wuppertal. Die ersten größeren Arbeiten hielten sich noch im traditionellen Rahmen, Gluck, Brecht, Weill, „Iphigenie“, „Orpheus“, „Die sieben Todsünden“. Schon hier, spätestens bei Strawinskys „Frühlingsopfer“, war zu sehen und zu spüren, dass sich bei Pina Bausch etwas Neues tat, dass sie die existenziellen Themen Liebe und Tod mit ungewöhnlich archaischer Kraft und visionären Bildern anfüllte.

Das Neue entwickelte sich Schritt für Schritt. Die Stücke hatten keine Vorlage mehr, erzählten in kleinen Geschichten von der Suche und Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit, von Angst, Einsamkeit, Verletzungen, Verstörungen, von Macht, vor allem der Männer über die Frauen. Bei alledem blickte Pina Bausch mit ihren Tänzern fragend weit zurück in die Kindheit. Und sie entdeckten im Kinderparadies Himmel und Hölle. Auf der Bühne tanzten die Tänzer immer weniger. Sie rannten, sprangen an den Wänden hoch, sprachen, schrieen, lachten, weinten, erzählten Witze. Der Bühnenboden war bedeckt mit Erde oder Wasser oder Gras (Bühnenbildner seit 25 Jahren: Peter Pabst).

Auf der Bühne bewegten sich falsche Nilpferde, Krokodile oder echte Hunde, Artisten, Stuntmen, Zauberer. Die Technik der Collage, die Stilprinzipien von Wiederholung, simultanen Handlungen und Brechungen ergaben Bilder voller Poesie, aber auch von Gewalt. Rätselbilder, vielschichtig und vieldeutig und oft mit wunderbar hintergründigem Humor. So erfand Pina Bausch mit ihren Tänzern eine neue Körper-Kunst-Theatersprache, die auch auf Schauspielregisseure großen Einfluss hatte. Heiner Müller nannte das Bausch-Theater einmal ein Theater, so, wie man früher eingekauft habe, ohne Verpackung, „ein Theater ohne Plastiktüten.“ Pina Bauschs Einfluss auf das Theater der letzten Jahrzehnte ist immens.

In den Anfängen war nicht nur das Publikum irritiert und verstört. Auch die meisten Kritiker schienen ratlos. Bei den Zuschauern in Wuppertal schlug das Unverständnis lange Zeit um in Aggression. Heute ist das kaum noch nachzuvollziehen. Überall und bei jeder Vorstellung, ob in Wuppertal oder in den großen Städten der Welt: Jubel. Vor wenigen Wochen in Japan: Szenenapplaus, stehende Ovationen, nicht die sonst in japanischen Theatern übliche höfliche Zurückhaltung. Weit über 30 Stücke hat Pina Bausch während dreier Jahrzehnte Tanztheater herausgebracht. Sie gastierte überall in der Welt, leider nur sporadisch in Berlin. Seit „Viktor“ sammelt sie dafür mit ihren Tänzern Erfahrungen und Anregungen in der ganzen Welt. Und wenn sie in einem Land war, dann „möchte ich immer wieder an den Ort zurückkommen“. Sehnsucht ist für sie eine Kraftquelle.

Wenn, wie bei den meisten Stücken der letzten Jahre, eine Kooperation besteht, dann lebt die Truppe einige Wochen im Gastland. In Wuppertal werden dann die auswärtigen Eindrücke in Tanz umgesetzt. Dabei geht es nie um eine vordergründige oder touristische Sicht. Wie zum Beispiel im Stück „Nefés“, entstanden in der Türkei, das nun zum krönenden Abschluss von „Tanz im August“ in der Volksbühne gezeigt wird. Türkisches Bad oder Bauchtanz, türkischer Honig oder Kaffeehaus, Klischees aller Art werden verfremdet, ins Komische verwandelt, ins Groteske und Absurde.

Es gab Zeiten, sagt Pina Bausch im Gespräch, da hatten die Tänzer ein anderes Bedürfnis, sie wollten nicht nur tanzen, sie wollten sich anders ausdrücken. Das hatte etwas mit der Zeit zu tun. Die jungen Tänzer heute wollen wieder mehr tanzen. Zeigen, „dass man mit dem Körper alles sagen kann“. Die Themen der Stücke, so hatte Pina Bausch früher einmal gesagt, bleiben gleich, nur die Farben wechseln. Heute leuchten sie heller, fröhlicher, freundlicher. Schönheit, Lebenslust, Sinnlichkeit, vermischt mit Melancholie, weniger Schrecken und Schärfe. Das habe auch mit der Zeit zu tun – mit Überleben, sagt Pina Bausch. Die Stücke heute seien wie die frühen aus Fragen entstanden und wie früher „aus Ernsthaftigkeit und Traurigkeit geboren“. Das Lachen gehöre dazu. Und sie seien alle ein Teil von ihr. So gehe sie ihren Weg weiter, gemeinsam mit den Tänzern, um dem, was sie will, „immer ein Stückchen näher zu kommen“. Und, mit Nachdruck: „Ich habe mich nicht verlaufen.“

Pina Bausch wird im Herbst ihr Stück „Nelken“ von 1983 wieder aufnehmen. Dann ist zu erkennen, dass ihre Stücke zeitlos sind. Wenn mitten in heiteren Kinderspielen im rosa Nelkenfeld ein Mann im Anzug von einem anderen den Pass fordert, ihn dann zwingt, ein Hund zu sein, auf allen Vieren zu laufen und zu bellen: Wer dächte nicht an aktuelle Foltermethoden, zum Beispiel im Irak? Auf Eindeutigkeit aber will Pina Bausch sich nicht festlegen lassen. Sie findet es wichtig, dass man in ihre Stücke soviel hineininterpretieren kann. Jeder soll seinen eigenen Gefühlen vertrauen. Ihr Wunsch: „Man darf alles denken und fühlen.“



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story700634.html
Geflüster
Witzbold Otto Waalkes kreierte gestern Mittag bei der Vorstellung seines neuen Films "7 Zwerge, Männer allein im Wald" (Kinostart am 28. Oktober) im Charlottenburger Hotel Savoy an der Fasanenstraße einen neuen Begriff für etwas zu dünn geratenen Friesentee: "Aha, Berliner Weiße" kommentierte Waalkes mit Humor, als er sich die erste Tasse Tee aus dem weißen Porzellankännchen eingoss. Otto, der den Zwerg Bubi verkörpert, das Drehbuch mit verfasste und Mitproduzent des Sieben-Millionen-Euro-Streifens ist, über seine Berliner Zeit in den 80er- und 90er-Jahren: "Die war anstrengend. Ich wohnte in der Charlottenburgen Schlossstraße in einer Altbauwohnung im sechsten Stock ohne Aufzug."

http://www.filmzeitung.de/data/images/otto_walkes2.gif

Das hätte eine gute Neben-Einnahmequelle werden können: Schauspieler Heinz Hoenig (spielt Ur-Zwerg Brummboss) hat seinen jetzt 16 und 14 Jahre alten Kindern Paula und Lukas nie Grimms Märchen vorgelesen ("Märchen erzeugen durch Angst Erziehung"), sondern sie mit selbst erdachten Geschichten erfreut. Dabei achtete er auch darauf, was die Kleinen gerade besonders beschäftigt und was in die Story mit könnte. Nee, aufgeschrieben habe er die vielen Geschichten nicht. Hoenigs Begabung als Geschichtenerfinder war eben ausschließlich seinen beiden Kindern vorbehalten.
http://www.swo.de/images/Stegemann/HeinzHoenig/hoenig6.jpg
"Manchmal musste ich über Nina Hagen als böse Stiefmutter so lachen, dass wir einfach nicht weiterspielen und die Dreharbeiten unterbrechen mussten", plauderte Hans Werner Olm (Foto mit Nina) von den Kölner Dreharbeiten des Films aus. Als Zwerg Spliss habe er "eine gewisse devote Haltung" ihr gegenüber einzunehmen. "Aber es macht Spaß, bei Nina Hagen devot zu sein." Das schöne Schneewittchen spielt übrigens Ninas Tochter Cosma Shiva Hagen.




http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story700617.html
Film-Export neu strukturiert
Eine neue Gesellschaft "German Films- Service and Marketing" ist gestern als Nachfolgerin der Export-Union des Deutschen Films offiziell gegründet worden. Sie soll "als zentraler Dienstleister für die Außenrepräsentation des Deutschen Films fungieren und sich mit der umfassenden Promotion des Filmschaffens aus Deutschland im Ausland befassen", teilte das Bundespresseamt mit. Damit verbunden ist auch eine Neustrukturierung der Auslandsvertretung. Die kulturpolitischen Interessen der Bundesregierung werden durch die Stiftung Deutsche Kinemathek vertreten. Für die neue Regelung hatte sich Kulturstaatsministerin Christina Weiss stark gemacht. dpa

trance-x
September 1st, 2004, 06:42 AM
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/traumhaus.html

Die neue RTL2-Doku-Show aus Berlin
- 6 Paare haben nur einen Wunsch: Wir wollen ins Traumhaus!
Prenzlauer Berg - Das ist die verrückteste Baustelle Berlins. 6 Paare sanieren ab Mittwoch in der Choriner Straße in Prenzlauer Berg ein denkmalgeschütztes Haus. Sie maurern, putzen, malern. Und die Kameras sind immer dabei. Die Paare sind die Kandidaten der neuen RTL2-Doku Show "Mission Traumhaus - Deutschlands verrückteste Baustelle". Jedes Paar darf zehn Wochen lang eine Wohnung nach eigenen Vorstellungen gestalten. Der Lohn für die Schinderei: Das beste Paar gewinnt seine Traum-Wohnung im Wert von 250 000 Euro. Wer sind die Kandidaten? Vier Paare wohnen in Berlin: Sandra, 32, und Nico, 39, haben eine eigene Baufirma; Transvestit Nina, 24, und der durchgeknallte Robert, 26; Kellnerin Stephanie, 32, und Schoko, 42 aus der Türkei; die Design-Studenten Ariann, 35, und Thomas, 27. Aus München kommen die sexy Zwillinge Jenny und Sophie, 21. Aus Köln und Düsseldorf stammen die Rapper Merdin, 22, und Alexander, 28.
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/hausbau.4LFUK6D/1_big.jpg
Aus dieser Bauruine in der Choriner Straße soll das Traumhaus entstehen

Wo bauen die Kandidaten? In einem leer stehenden, vierstöckigen Haus in der Choriner Straße von 1875. Die Wohnungen haben Stuck-Decken, Dielenböden, Sprossenfenster. 100 Quadratmeter groß. Zustand: katastrophal. Alles muss erneuert werden.

Wie sind die Regeln? Unter Anleitung eines Architekten und eines Bauleiters müssen die Paare alles selbst machen. Alle 14 Tage muss ein Paar ausscheiden - auf Vorschlag der eigenen Mitstreiter.

Komfort: Die Kandidaten wohnen auf der Baustelle, müssen selbst einkaufen, kochen, putzen!

Wie unterhaltsam ist die Show? Sehr! Wer verdrückt sich ständig vor fiesen Arbeiten, wer hat zwei linke Hände und: Wie vertragen sich die Paare nach Feierabend beim Bier in der Eckkneipe? Das sind die spannenden Fragen, die ebenso interessieren wie das handwerkliche Geschick der Kandidaten.

Wann sehen wir die Show im Fernsehen? Am 22. September um 21.15 Uhr beginnt auf RTL2 die witzige Show. An jedem darauf folgenden Mittwoch sehen wir, wie aus der Ruine langsam das Traumhaus entsteht. Die BZ wird über die Arbeiten berichten.


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/wowi.html
Prost! Wowereit und Stoiber laden am selben Tag ein!
Party-Duell am Roten Rathaus


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Oktoberfest01.1EFUCS3/3_big.jpg
In das Oktoberfest-Bierzelt der Bayern passen 2000 Besucher


Berlin - Man soll die Feste so feiern, wie sie fallen - dachte sich auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, 50. Dumm nur, dass sein "Hoffest" in diesem Jahr auf das gleiche Datum fällt, wie das "Oktoberfest" der Bayrischen Landesvertretung. Beide sind am 9. September! "Normalerweise feiern wir immer einen Tag nach den Bayern", erklärt Senatssprecher Michael Donnermeyer, 44. "Nur in diesem Jahr mussten wir unser Fest auf den gleichen Tag legen - Terminstress." Jetzt fragen sich alle: Wo prosten sich die Promis zu?

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Oktoberfest01.1EFUCS3/1_normal.jpg
Klaus Wowereit feiert am 9. September

Der Dienststellenleiter der Bayrischen Landesvertretung, Hubert Hirl, 59: "Wir feiern wie immer vor dem Roten Rathaus, die Berliner feiern im Roten Rathaus. Und natürlich ähneln sich auch die Gästelisten sehr." Doch trotzdem bleiben sowohl die Bayern als auch die Berliner optimistisch. Hubert Hirl: "Eigentlich ist es doch praktisch, dass die Feste so nah beieinander liegen. So können die gemeinsamen Gäste zwischen den Festen pendeln. Wer Lust auf Weißbier hat, kommt zu uns. Wer lieber ein Pils möchte, geht zu den Berlinern."

Und bei einem sind sich Berliner und die Bayern sicher: "Auf gute Nachbarschaft werden wir an diesem Abend sicher öfter anstoßen."


;)

trance-x
September 1st, 2004, 07:02 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.09.2004/1332873.asp#art
Museum wird Besucher-Millionär
Heute wird der Jubiläumsgast erwartet Der Zulauf ist beinahe einmalig auf der Welt

Von Cay Dobberke
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/titel/pop_79875.jpg
Gut sechs Monate nach der Eröffnung wird in der MoMA-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie heute der einmillionste Besucher erwartet – damit bricht die Schau alle Berliner Besucherrekorde im Kunstbereich und gehört weltweit zu den erfolgreichsten Sonderausstellungen. Noch bis zum 19. September gastieren die Kunstwerke aus dem New Yorker Museum of Modern Art in Berlin, ab heute gelten verlängerte Öffnungszeiten.

Noch mehr Neugierige zogen in Berlin bisher nur Sonderausstellungen an, die wenig oder nichts mit Kunst zu tun hatten. In die „Körperwelten“-Schau kamen vor drei Jahren rund 1,4 Millionen Besucher in sieben Monaten. Mehr als neun Millionen Berliner und Touristen suchten die rote Infobox auf, die von 1994 bis Ende 2000 die Projekte am Potsdamer Platz vorstellte. Die bislang spektakulärste Kunstaktion war die Reichstagsverhüllung: Mehr als fünf Millionen Menschen sahen sich 1995 Christos Werk an.

Abgesehen von populären Dauerausstellungen wie im Pergamon-Museum oder im Jüdischen Museum hielt den Rekord bisher die Ausstellung „Das XX. Jahrhundert“, die vom September 1999 bis Januar 2000 in mehreren Museen gleichzeitig lief. Insgesamt wurden rund 600 000 Besucher gezählt, darunter 184 000 in der Neuen Nationalgalerie.

Zwei der größten Publikumserfolge fanden im Martin-Gropius-Bau statt: Je rund 400 000 Kunstfreunde strömten in die Millenniums-Schau „Sieben Hügel“ und die Mitte der 80er Jahre gezeigte Ausstellung „Palastmuseum Peking“. Die Azteken-Schau sahen 2003 rund 138 000 Interessierte. Die Spitzenreiter in der Nationalgalerie waren bislang die Gauguin-Ausstellung (257 000 Besucher), „Kunst in der DDR“ (163 000), die Schauen zu Warhol (176 000) und Picasso (138 000).

Einen Massenandrang gab es 1999 auch im Deutschen Historischen Museum (DHM): Innerhalb von viereinhalb Monaten sahen sich 340 000 Besucher die Ausstellung „Einigkeit und Recht und Freiheit“ an. 288 000 Menschen kamen in nur knapp zwei Monaten in die Ausstellung „Entartete Kunst“, die das DHM 1992 im Alten Museum präsentiert hatte. An dritter Stelle steht beim DHM die 1990 im Gropius-Bau gezeigte Ausstellung „Bismarck, Preußen, Deutschland und Europa“ (150 000 Besucher).

International kann derzeit keine Sonderausstellung die MoMA-Schau überflügeln. ... Basel erwartet bis Oktober 580 000 Besucher in der Tut-ench-Amun-Ausstellung. In London hatte die große Azteken-Schau 2002 rund 465 000 Besucher in ihren Bann gezogen. Im Guiness-Buch der Rekorde steht eine Ausstellung in Buenos Aires, die jährlich zehn Tage lang rund um die Uhr öffnet und bis zu 1,2 Millionen Menschen anlockt.



http://images.google.de/imgres?imgurl=http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/titel/79875.jpg&imgrefurl=http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/titel/story660378.html&h=182&w=290&sz=16&tbnid=QgDLCWzWlIsJ:&tbnh=69&tbnw=109&start=10&prev=/images%3Fq%3Dberlin%2Bmoma%26hl%3Dde%26lr%3D%26ie%3DUTF-8

VIPs unter sich
So wird man es nie wieder sehen: Das Museum of Modern Art mit 200 Werken in Berlin
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040218/feuilleton/79869.jpg
Mit knapp acht Metern will Barnett Newmans "Broken Obelisk" hoch hinaus auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie. Einen waghalsigen Balance-Akt vollführt diese Skulptur im Himmel von Berlin. So, als wolle sie vom großen Abenteuer der Moderne künden mit allen Brüchen und Umschwüngen, die den Besucher ab Freitag im Inneren des gläsernen Museumstempels von Mies van der Rohe erwarten.

"Das MoMA ist der Star" - so viel quietschrosa Werbung war nie wie für das berühmte New Yorker Museum of Modern Art. Für sieben Monate kehren Picasso, Matisse & Co. zurück ins alte Europa. Über 200 Meisterwerke sind zu besichtigen. Wer sich diese erhabenen VIPs der Kunstgeschichte nicht anschaut, verpasst eine einmalige Chance: Berlin ist die einzige Station in Europa. Spektakulär ist diese Schau schon allein deshalb, weil all diese Spitzenwerke in solcher Dichte nie mehr so hautnah an einem Ort zu betrachten sein werden. Das Museum leiht sie in jener geschlossenen Form nicht mehr aus. Auch wenn die Werke heute keine Auseinandersetzung mehr provozieren, faszinierend bleibt ihre zeitlose Aura.

Den Kanon der Moderne hat das MoMA in beeindruckender Weise durchbuchstabiert. Geradezu lückenlos. Ein Glanzstück folgt dem anderen im wechselvollen Reigen: hier van Goghs flirrende "Sternennacht", dort Rousseaus naiver "Traum" und Matisses wunderbarer blauer "Tanz", ein Hymnus auf Freiheit und Leben. Die Amerikaner Hopper, Pollock und Warhol.

Die Abschnitte der Berliner Schau sind nach bedeutenden früheren Ausstellungen des New Yorker Hauses benannt. Die "Modernen Anfänge" beginnen mit Cézanne, dem "Vater der Moderne", und seinem "Badenden" (um 1885), gefolgt von Seurat, van Gogh und Gauguin. Jenen vier Künstlern, denen 1929 die erste Ausstellung im neu gegründeten MoMA gewidmet war. Sie alle haben eines gemeinsam: ihre Anfänge im Impressionismus. Darauf folgen Fauvismus, Kubismus, Expressionismus, dann Dada, Surrealismus und Neue Sachlichkeit. Die rivalisierenden Weggefährten und radikalen Neuerer Picasso und Matisse haben ihre großen Auftritte. Von beiden besitzt der Kunsttempel umfangreiche Werkkomplexe. Nur Picassos "Demoiselles d'Avignon" fehlen, diese feinen Damen wollte das Kunsthaus dann doch nicht herausrücken.

Philip Guston, der bei uns weniger bekannte amerikanische Apokalyptiker, der die Malerei in flammenden Farben neu beschwört, und Gerhard Richter mit seinem umstrittenen RAF-Zyklus von 1988 beschließen das "offene Ende" der Zeitgenossenschaft. Auf unterschiedliche Art zeigen die Künstler, dass die Malerei jenseits der Abstraktion lebt.

Mit all diesen "Superstars" kommt der Besucher zugleich dem Mythos MoMA näher. Es feiert sich. Wie kein anderes Haus hat es das Museum geschafft, eine paradigmatische Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts aufzubauen. Selbst die Londoner Tate und das Pariser Centre Pompidou können da nicht mithalten.

Den Mythos freilich weiß es clever zu pflegen: Es präsentiert sich stets als gut geölte Museums-Maschinerie, als "Marke", Promotion ist alles. Perfektion bringt Erfolg - und Geld. Kurz vor der Eröffnung der Berliner Ausstellung reisten aus New York eigens zwei Museumsherren an, um die Schau auf ihre "Öffentlichkeitstauglichkeit" hin zu überprüfen. Es geht schließlich ums Image. Und Museums-Chef Glenn Lowry gibt größere Interviews nur gegen Dollars. Das muss er auch, Geld braucht ein Privatmuseum nun einmal. Es wird gerade umgebaut. Die MoMA-Sanierung ist auch der Hintergrund für diesen deutsch-amerikanischen Kunst-Deal.

Eingefädelt hat ihn Peter Raue, Kunst-Anwalt und Vorsitzender des Vereins der Freunde der Nationalgalerie. Bei einem guten Wein in einer Berliner Kneipe konnte er Glenn Lowry überzeugen, dass das Gastspiel seiner Schatztruhe ausschließlich in die deutsche Hauptstadt gehöre. Obgleich sich auch andere Städte wie Madrid, Paris und Frankfurt am Main beworben hatten. Berlin, natürlich nur Berlin. Weil Gründungsdirektor Alfred H. Barr sich den Bauhaus-Architekten Mies van der Rohe so sehr für den Bau des New Yorker MoMA gewünscht hatte. Weil Barr fasziniert war vom Bauhaus und der Idee des Zusammenspiels aller Künste. Nun kehre das MoMA mit seiner Ausstellung im Mies-Bau quasi zu seinen "geistigen Wurzeln" zurück. Und das im Jahr seines 75. Geburtstages. Raue muss gut gewesen sein, Lowry ließ sich überzeugen.

"Das MoMA in Berlin" ist die größte und teuerste Bilderreise in der Geschichte der Neuen Nationalgalerie. Knapp neun Millionen Euro wird der private Verein der Freunde der Nationalgalerie am Ende aufbringen müssen für diesen spektakulären Transfer über den Atlantik. Die Leihgebühr, so heißt es, macht etwa die Hälfte der Summe aus. Die Kunstwerke sind durch eine Bundesbürgschaft gesichert. Wahrlich alles andere als Peanuts: Den Versicherungswert haben die Amerikaner mit 2,4 Milliarden Euro angegeben.

Da blieb Kritik natürlich nicht aus. Zu protzig, vor allem aber zu teuer seien die "Superstars". Das Risiko ist da, rund 500 000 Besucher muss die Schau zählen, so hat Peter Raue kalkuliert, damit kein Schuldenberg drückt. Mit den "Superstars" nach den Sternen gegriffen?

Peter Raue hat keinen Grund zur Sorge, wenn er ins texanische Houston blickt. Dort hatte die Ausstellung bis Anfang Januar ihre einzige US-Station. In der Ölstadt verbuchte man am Ende mehr als 300 000 Besucher in drei Monaten. Aus Dallas kamen die Besucher, aus Kalifornien, sogar aus Mexiko City. New York ist für sie weit weg, da kommen manche Amerikaner ihr ganzes Leben nicht hin. New York und Berlin jedoch sind sich nicht fern. So nah wie jetzt aber wird uns das MoMA nie wieder sein.

trance-x
September 3rd, 2004, 01:26 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701043.html


Rätselraten um den Unfall von Charlize Theron
Heimlich, still und leise ist sie abgeflogen: Hollywood-Star und Oscar-Preisträgerin Charlize Theron ist wieder in Amerika, teilte Paramount-Sprecherin Jeanmarie Carrasco mit. Der attraktive Weltstar habe sich bei den Dreharbeiten für den Science-Fiction-Film "Aeon Flux" in Potsdam verletzt und kuriere sich jetzt in den USA aus, so die offizielle Mitteilung der Filmfirma. Die Dreharbeiten seien für voraussichtlich drei bis vier Wochen unterbrochen.
http://www.cineplexx.at/pics/charliye_reuters_150.jpghttp://www.mostovionline.com/foto/352ent6.jpghttp://www.x-stream.co.uk/news/reuters/2004/02/15/entertainment/images/2004-02-15t222138z_01_nootr_rtridsp_1_ouken-arts-film-women.jpg
Was der für ihre Rolle schwarz gefärbten Blondine genau zugestoßen ist, darüber hüllen sich alle in Schweigen. "Keine Schnittverletzungen, keine gebrochenen Knochen", sagte Carrasco der Nachrichtenagentur AP. "Ich denke, es war etwas weniger Greifbares ..., etwas Vages und Bohrendes." Nun zerbrechen sich alle Fans in Berlin den Kopf: Wie schwer war der Unfall wirklich, was ist dem Star zugestoßen? Ist ihr Knöchel gestaucht und dick geschwollen? Der Branchendienst Kino.de will erfahren haben, das Ex-Model habe sich den "Hals verrissen".

Doch der "Unfall" des Filmstars ist wohl eher ein genialer PR-Gag: Wie die Morgenpost aus zuverlässiger Quelle erfuhr, ist die gebürtige Südafrikanerin total erschöpft. "Es ist eine körperlich sehr anspruchsvolle Rolle", so Therons Sprecherin Amanda Silvermann zu AP.

Die 29-Jährige, die in dem Streifen "Monster" bemerkenswerten Mut zur Hässlichkeit bewies, will auch ihre aktuelle Titelrolle als Topagentin Aeon Flux allein bewältigen. Kein Double, keine Stuntfrau, auf dem ganzen Zelluloid flimmert Charlize pur. Da aber Topagenten bekanntlich in Topform sind, verlangt diese Rolle der zierlichen Schauspielerin Enormes ab. Seit etwa zehn Tagen fällt und springt, stürzt und fliegt sie, was die Kondition eben hergibt. Selbst wenn weiche Matten den Star abfangen, mag man sich die vielen blauen Flecken gar nicht vorstellen.

Statt im herbstlichen Berlin zu bibbern, entschied sie sich wohl, eine Erholungspause in L.A. einzulegen. Vielleicht findet Freund Stuart Townsend dort Zeit, ihre müden Glieder gesundzupflegen. In ein paar Wochen kehrt sie zurück, weitere Drehs in der Hauptstadt, darunter auch am Tierheim in Falkenberg sowie in Potsdam stehen an.

Corinna Schlag

trance-x
September 3rd, 2004, 01:28 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_88598.jpg

http://www.sueddeutsche.de/panorama/ticker/iptc-bdt-20040902-217-dpa_7005268/

MoMA-Endspurt mit Öffnungszeiten rund um die Uhr
http://www.sueddeutsche.de/panorama/ticker/iptc-bdt-20040902-217-dpa_7005268/thumb-180x117-jpeg-1mon3430-20040901_6998018_onlineBild.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040820/berlin/pop_87812.jpg
Millionster Besucher: Marie Louise Dietrich vor dem Bild "Sternennacht" von Vincent van Gogh.

Berlin (dpa) - Mit einem Feuerwerk und Öffnungszeiten rund um die Uhr wird sich die spektakuläre Ausstellung des New Yorker Museums of Modern Art (MoMA) nach siebenmonatiger Dauer von den Berlinern verabschieden. Vom 16. September, 08.00 Uhr an bis zum Schlusstag am 19. September, 22.00 Uhr wird die Neue Nationalgalerie durchgehend geöffnet sein, teilten die Veranstalter mit.


Um 22.30 Uhr gibt es dann ein großes Abschiedsfeuerwerk auf der Terrasse vor dem Museum am Berliner Kulturforum in Nachbarschaft der Philharmonie. Bereits seit dem 1. September ist die Ausstellung teilweise bis Mitternacht und am Wochenende (freitags und sonnabends) sogar bis 02.00 Uhr nachts geöffnet.

In der Endphase der Schau mit 200 Meisterwerken der Malerei des 20. Jahrhunderts, die in Berlin bisher eine Million Menschen sahen, ist die Sonderregelung zur «Jahreskarte Plus» der Staatlichen Museen aufgehoben worden. Ab sofort gebe es für die Inhaber dieser Karte keine bevorzugte Zugangsberechtigung über den VIP-Eingang mehr, teilten die Veranstalter mit.

Die Karteninhaber können zwar kostenlos die Ausstellung besuchen, müssen sich jetzt aber wie alle Besucher in die Warteschlange einreihen, bei der die Wartezeit je nach Tagesandrang bis zu zehn Stunden betragen kann. Die Karte war nach Angaben der Veranstalter «gegen horrende Gelder» über das Internet «vermietet» worden. Nach einem Bericht des Berliner «Tagesspiegels» hat die Neuregelung unter Besuchern und Inhabern der Jahreskarte zum Teil heftige Verärgerung ausgelöst.
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040827/berlin/88170.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040901/feuilleton/pop_88438.jpg

trance-x
September 3rd, 2004, 08:58 AM
http://www.justbegay.de/szene/folsom/index.html


Es ist soweit: Berlin zieht vom Leder
http://www.justbegay.de/szene/folsom/folsi.jpeg
Die größte US-Party für Lederkerle erobert am kommenden Wochenende Europa. Die Folsom Street Fair, in San Francisco seit zwei Jahrzehnten das Top-Ereignis für die schwule Fetisch-Szene, kommt am Samstag, 4. September, zum ersten Mal ins Leder-Mekka Berlin.

Gute Aussichten für Europas Männer in Leder: Folsom Europe macht mobil
Foto: folsomeurope.com
300.000 Besucher im Jahr, zwei Aufbau-Veranstaltungen in San Francisco und Toronto, sowie eine 20-jährige Tradition sprechen für sich - die 'Folsom Street Fair' ist eines der größten Leder- und Fetisch-Ereignisse weltweit, und macht ihrem guten Ruf jedes Jahr aufs Neue alle Ehre. Nicht nur weil die Jungs im Leder-, Lack- und Tattoo-Look dabei endlich die städtischen Straßen erobern, sondern auch weil bei dem Festival stets für wohltätige Zwecke gesammelt wird: Lokale AIDS-Projekte und Antidiskriminierungs-Bewegungen profitieren seit Jahren von den Spenden durch Folsom. Dass ein solches Ereignis natürlich nicht nur in San Francisco kerlige Anhänger findet, ist klar. So gibt es inzwischen schon einen Folsom-Ableger im kanadischen Toronto - und ab 2004 auch in Europa. Besser gesagt: In Berlin.

In Zusammenarbeit mit der US-Zentrale der 'Folsom Street Events' haben einige Männer aus der deutschen Hauptstadt Anfang des Jahres den Verein Folsom Europe e. V. gegründet. Ebendieser ist nun für die Ausrichtung des ersten Folsom Straßenfestes in Europa verantwortlich. Berlin verteidigt damit mal wieder seinen Ruf als Lederhauptstadt Europas - und ist außerdem um eine schwule Attraktion reicher. Der Zuspruch ist groß. Neben Leder-Clubs und Veranstaltern aus ganz Europa haben auch die Stadt Berlin, deren Industrie- und Handelskammer und die Berlin Tourismus Marketing GmbH ihre Unterstützung zugesagt.

Die Veranstalter hoffen nun also nur noch auf kräftig-lederne Besucher-Power, um "Folsom" in Europa willkommen zu heißen. Gefeiert wird am Samstag, 4. September, von 12 bis 22 Uhr im Berliner Homo- und Fetisch-Kiez von Schöneberg (Bereich Fuggerstraße/Welser Straße). Danach geht's in einschlägigen Clubs weiter. Von den Einnahmen sollen die HIV-Kindertagesstätte Fuggerstraße und die AIDS-Hilfe in Polen profitieren.

trance-x
September 3rd, 2004, 09:19 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story701319.html


Testlauf vor dem Testspiel
Bundestrainer Klinsmann verteidigt Fitnesskontrollen vor dem Duell gegen Brasilien - Görlitz und Deisler im Kader
Von Berries Bossmann und Oliver Trust
http://estaticos.elmundo.es/mundial/2002/historia/1990/estrellaklinsmann.jpghttp://www.n-tv.de/images/200312/5197752__1hkp2036.jpghttp://www.football-crazy.de/archiv/magath.gif
Das hatte Felix Magath gerade noch gefehlt. Nicht nur, dass seine Spieler Lucio und Ze Roberto dem Trainer des FC Bayern gestern Ärger machten, indem sie ihrem Unmut über die Auswechslung beim 1:4 in Leverkusen Luft verschafften. Zu allem Überfluss wurde Magath noch gefragt, ob er sich durch die Fitnesstests, die Bundestrainer Jürgen Klinsmann in der Nationalmannschaft einführt, in seiner Arbeit kontrolliert fühle. "Was habe ich mit Jürgen Klinsmann zu tun", grantelte Magath, "soll er doch machen. Ich fühle mich nie in meiner Arbeit kontrolliert." Doch dann schob er eine versteckte Warnung hinterher: "Man kann alle Infos immer umdrehen und sie werten, wie man will." Er nehme aber nicht an, "dass das der Sinn der Sache ist".

Morgen müssen die 20 Nationalspieler, die Klinsmann gestern für das Länderspiel am 8. September gegen Weltmeister Brasilien im Berliner Olympiastadion nominierte, Schnelligkeits-, Schnellkraft- und Beweglichkeitstests absolvieren. Durchgeführt werden die Kontrollen von US-Trainer Mark Verstegen und zwei Mitarbeitern, die Klinsmann aus Kalifornien einfliegen lässt. "Ich kenne diese Leute seit Jahren, das sind absolute Fachmänner. Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen", so Klinsmann, der auch über die Einstellung eines Mentaltrainers nachdenkt.
http://www.lolmusic.de/images/stadium_579.jpg
Bei Dieter Hoeneß, Manager bei Hertha BSC, hält sich die Begeisterung in Grenzen: "Was mir nicht gefällt, ist, dass der DFB jetzt amerikanisiert wird." Zumal es auch in Deutschland hochmoderne Zentren gibt, die eine Leistungsdiagnostik durchführen können. Der neue DFB-Teammanager Oliver Bierhoff erklärte, es gehe auch darum, "sich nicht allein auf Werte zu verlassen, die von den Vereinen zur Verfügung gestellt werden". Klingt da Misstrauen durch? Klinsmann beruhigte: "Wir sehen das als Ergänzung." Werden körperliche Defizite festgestellt, sollen die in Absprache mit den Vereinstrainern gezielt behoben werden.

Die Klubs, die den Großteil der Nationalspieler abstellen, haben mit Klinsmanns Reformen offenbar kein Problem. So erklärte Stuttgarts Trainer Matthias Sammer: "Ob ich mich kontrolliert fühle? Im Gegenteil, ich fühle mich bestätigt. Wenn ich Angst haben würde, müsste ich ja denken, dass ich schlecht gearbeitet hätte." Doch wie wird Sammer reagieren, sollte der Test bei Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel oder Phillip Lahm unterdurchschnittliche Werte ergeben?

Auch Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf gab sich gelassen: "Klinsmann hat das Recht, neue Wege zu gehen." Und Dortmunds Trainer Bert van Marwijk sagte: "Ich habe kein Problem mit der Überprüfung. Jeder Trainer hat seine eigene Methode, um sich über die körperliche Verfassung seiner Spieler zu informieren."

Am Mittwoch telefonierte van Marwijk mit Klinsmann wegen der Absage von Christian Wörns (Achillessehnenprobleme). Da auch Jens Nowotny (Leverkusen) und Arne Friedrich (Hertha BSC) verletzt ausfallen, wurde Debütant Andreas Görlitz vom FC Bayern für die Abwehr nominiert. Klar, dass der 22-Jährige hocherfreut ist: "Das ist schon eine ziemliche Überraschung und natürlich eine tolle Sache."

Erstmals seit einem Jahr ist Sebastian Deisler (FC Bayern) nach seiner Depression wieder dabei. Klinsmann: "Es ist sehr wichtig in Bezug auf den Teamgeist, dass er wieder zur Gruppe stößt." Beim Länderspiel in Österreich vor zwei Wochen (3:1) hatte er noch dem Wunsch von Magath und Bayern-Manager Uli Hoeneß entsprochen, auf den Mittelfeldspieler zu verzichten. Deisler ist indes heiß auf sein Comeback: "Brasilien ist doch für jeden Profi ein Highlight."

Auf der Torhüterposition wird der Bundestrainer diesmal auf Experimente verzichten: "Oliver Kahn fängt an", sagte Klinsmann, "und es ist geplant, dass er 90 Minuten spielt. Es ist sein Spiel." Von einer Revanche für das im Juni 2002 in Yokohama mit 0:2 verlorene Endspiel der Weltmeisterschaft will Jürgen Klinsmann jedoch nichts wissen. "Revanche hin oder her - gegen Brasilien leuchten einem die Augen. Das bedarf keiner zusätzlichen Motivation. Das ist eine besondere Mannschaft, aber die kochen auch nur mit Wasser", erklärte der 108-malige Nationalspieler in der Mercedes-Welt am Salzufer.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story701239.html
Es grünt so grün
Märk-würdige Wirklichkeit und Vision: Architekturstudenten aus Stuttgart und Berlin beschäftigen sich mit dem Märkischen Viertel
Von Cosima Lutz
http://www.gesobau.de/pics/mv1_neu.jpghttp://www.herrma.com/4images/data/thumbnails/23/Langer_Jammer.jpg
Auf dem Stadtplan erinnert es ein wenig an eine Sprechblase. Wenn eine Comicfigur Unaussprechliches sagt oder denkt, sieht es so ähnlich aus. Im Märkischen Viertel im Norden Berlins schreiben die seltsam geringelten und gezackten Gebäude-Grundrisse "Poesie im Zyklopenmaßstab" (Falk Jäger) in den Sand. 40 000 Menschen wohnen hier, und weil das "MV" nun 40 Jahre alt wird, dokumentiert der größte Vermieter vor Ort, die Gesobau, am fernen Savignyplatz "Idee, Wirklichkeit und Vision" des einst umstrittensten Neubaugebietes der alten Bundesrepublik. Ein "tatsächlicher Ort", wie Architekturstudenten in der Schau fasziniert feststellen. Also mit der S-Bahn nach Wittenau, weiter mit dem Bus.

Aussteigen, einatmen: Heuduft. An Weg- und Straßenrändern liegt es frisch gemäht. Im "Märkischen Zentrum" beschauen Mädchen die Schaufenster, ältere Paare plaudern auf Bänken am zierlichen Brunnen. Und: Kinderlachen. Ein Dorf am Mittelmeer? Sozialistischer Traum? Jemand erfand die sinnige Wendung vom "Märk-würdigen Viertel", auch die Calauer Straße befindet sich hier. Mit den Jahren ist ein Blätterhimmel von Ahorn und Platanen emporgewachsen, hinter dem die Wohntürme wie die Zähne eines herzlichen Ganovenlächelns nur fern hervorschimmern.

1960 wurde die Gegend, in der 12 000 Menschen teils in Lauben mit Sickergruben hausten, zum Notstandsgebiet erklärt. Die Leute, hieß es, pumpten ihren eigenen Urin in den Kochtopf. Bis Willy Brandt, Regierender Bürgermeister, den Bau einer Satellitenstadt nach neuestem Standard anordnete und Architekten wie Werner Düttmann und Chen Kuen Lee holte. 1964 zogen die ersten Mieter ein. Bald protestierten Studenten gegen die "menschenverachtende Trabantenstadt". "MV - in Berlin ganz oben!" beharrten die Macher. So ging das munter hin und her, mal motzte der Denkmalschutz, mal litt die Lebensqualität, bis Infrastruktur und Sprachregelung endlich stimmten. Der 600 Meter "Lange Jammer" heißt jetzt Champagner-Burg, auch die "Papageiensiedlung" wurde dezent übertüncht. Wörter wie "Wohnmaschinen" geistern noch immer durch die Presse, Bewohner reden lieber von ihren "Wolkengondeln". Nur der direkte U-Bahnanschluss fehlt bis heute.
http://users.mm2k.net/~bprice1949/images/maerk.jpg
Imageproblemen wusste man hier schon immer etwas entgegenzusetzen: neue Wörter, neue Anstriche und ein ganz eigenes Selbstbewusstsein. Dafür sorgt zurzeit vor allem einer: Sido. Mit "Mein Block" katapultierte das "superintelligente Drogenopfer" das MV in die Pop-Charts. Bau den "dreckigen Leuten" ein Einkaufszentrum, sagt er, und du brauchst keine Mauer drumherum. Also: Ghetto. Bei der Gesobau reißt das alte Wunden auf, deutschlandweit jedoch sind Bürgersöhnchen und -Töchterchen ganz entzückt über das MTV-MV. "Schlachtgesänge direkt aus dem Bauch der Hauptstadt", lobt "Die Zeit". Und wenn der Erfinder des Berliner Kleinkriminellen-Rap hinter seiner Totenkopfmaske kundtut, dass er soeben seine Schränke bei Quelle abbezahlt habe, trifft das ziemlich genau jene Mischung aus Beton-Bedrohlichkeit und gepflegtem Wohlbehagen, wie sie sanft über dem Märkischen Viertel liegt.

Am Eingang des Ribbeck-Hauses kleben gelbe Birnen aus Tonpapier. Den Sommerflieder davor nehmen Trauermäntel dankbar torkelnd zur Kenntnis. Jeden ersten Sonntag findet hier die Wasserpflanzen-Zierfischtauschbörse statt, es gibt den Quasseltreff, die Töpfergruppe und die Anonymen Alkoholiker, und "die letzten Dinge" kann man "individuell und preiswert regeln". Man muss hier nicht weg. Die durchschnittliche Mietdauer beträgt 21 Jahre, Märker ziehen meist innerhalb des Viertels um, der Leerstand: 3,2 Prozent.

Sticheleien zwischen Alteingesessenen und Neuen gehören zur Wohnqualität und werden sorgsam gepflegt. Bei unserer kleinen Spaziergängerbefragung sagt eine Mutter, die seit 1998 hier lebt: "Nicht, dass ich etwas gegen Ausländer hätte, aber es wird immer schlimmer". Was passiert denn so? Ernstes Luftholen. "Also ich wohn" im ersten Stock, und da landet schon mal ein Ball aufm Tisch." Nöö, wegziehen werde sie nicht, ist sonst eigentlich alles prima, vom Wohnen her und auch sonst, das Grün, immer wieder das Grün. Der schwarze Wuschelhund wedelt.

http://www.berlin-info.de/reinickendorf/big_maer.jpg

Im Berliner Sozialindex steht das MV auf Platz 189 von 298, halb so wild. Und doch muss diese Stadt-Blase künstlich am Leben erhalten werden: sinkende Miet-Erträge hier, steigender Sanierungsbedarf dort. Die Gesobau fragte deshalb Architekturstudenten aus Stuttgart und Berlin nach Visionen. Von einem "neuen Mythos" über "Themenarchitektur" bis hin zu Gratis-Büros reichen die Ideen. Zunächst will die Verwaltung einzelne luxuriösere Wohnblocks und solche mit Minimalkomfort für die "sozial Schwächeren" schaffen.

Rapper Sido jedenfalls will bleiben. Mit Ghettos und Gegensätzen kennt er sich aus, womit sonst soll man reimen. "Mein Block, meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt reicht vom ersten bis zum 16. Stock", blubbert er aus den Kopfhörern, und die Schwäne im Mittelfeldbecken ziehen ihre Kreise.

Galerie Aedes West, Savignyplatz, Charlottenburg, Else-Ury-Bogen 600-601. Bis Sonntag

trance-x
September 3rd, 2004, 09:48 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701251.html

Eine Gala gegen das Vergessen
Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela wird im Roten Rathaus für seinen Kampf gegen Aids geehrt
http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mandela/mandela1.jpghttp://www.lingg-zachmann.de/Fotos/berlin_2002/Rotes_Rathaus.JPG
Festliche Gala mit ernstem Hintergrund: Der südafrikanische Ex-Präsident Nelson Mandela, 86, und Zackie Achmat, 42, der für den Friedensnobelpreis 2004 nominiert ist, sind die Preisträger des diesjährigen "ReD-Award", der am Sonnabend bei der Reminders Day Aidsgala 2004 in Berlin verliehen wird. Beide Persönlichkeiten werden für ihr unermüdliches Engagement für aidskranke und HIV-infizierte Menschen ausgezeichnet. Der Gala-Abend mit Programm und Tanz bis in den frühen Morgen findet in ungewohnter Umgebung statt: im großräumigen Säulensaal des Roten Rathauses in Mitte. Dort werden nicht nur eine Bühne und ringsum ein Büfett aufgebaut; auch gemütliche Sitzecken und Liegestühle laden zum Relaxen ein. Die beiden DJs Divinity und Cameron Douglas sorgen für flotte Musikberieselung. Der 25 Jahre alte Cameron ist der älteste Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas aus seiner ersten Ehe mit der spanischen Diplomatentochter Diandra de Morell. Durch den Abend führen die TV-Moderatorin Jessica Witte-Winter und Comedian Thomas Hermanns. Die Schirmherrschaft für das Event haben Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der russische Botschafter Vladimir V. Kotenev übernommen. Für die musikalische Live-Unterhaltung sorgen die Berliner Sängerin Jocelyn B. Smith und die Pop-Gruppe Bro'Sis. An dem festlichen Abend wird auch noch einmal an jene Frau erinnert, die als Berliner "Engel der Aidskranken" galt und im Mai dieses Jahres im Alter von 76 Jahren starb: Charity-Lady Irina Pabst. Sie hatte die alljährlich in der Deutschen Oper Berlin statt findende große Aids-Gala mit Moderator "Loriot" Vicco von Bülow mit ins Leben gerufen. Ihre engste Freundin, die Autorin Inga Griese-Schwenkow, wird sie mit einem Nachruf ehren. Zu den rund 1000 Gästen aus Politik, Unterhaltung und den Teilnehmern des von heute an bis zum Sonntag in Berlin stattfindenden Aids-Kongresses zählt auch die Grimme-Preisträgerin Felicitas Woll, 24. Die Schauspielerin hat sich mit ihrer ARD-Serien-Hauptrolle in "Berlin, Berlin" in die Herzen von Millionen Fernsehzuschauer gespielt. Als weitere Gala-Gäste angesagt haben sich der SPD-Politiker Walter Riester, die CSU-Politikerin und Unternehmerin Dagmar Wöhrl, Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer, Film- und Fernsehproduzent Oliver Berben, die Schauspieler Jürgen Vogel, Nikolai Kinski, Alexandra Kamp sowie Star-Koch Ralf Zacherl.

Der Preis für Nelson Mandela ist bereits auf dem Post-Weg nach Johannesburg. Der populäre Friedensnobelpreisträger, erst kürzlich von den Lesern des Magazins "New African" zum "größten Afrikaner aller Zeiten gekürt, kann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verleihung in Berlin teilnehmen. Für Zackie Achmat, den Vorsitzenden der südafrikanischen Aidskrankenorganisation TAC (Treatment Action Campaign) wird Klaus Wowereit die Laudatio halten.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701250.html
Prêt-à-porter im Raubtierlook
Pariser Luxus-Modehaus Celine eröffnet erste deutsche Boutique im Quartier 206 an der Friedrichstraße
Madonna, Gwyneth Paltrow und Sarah Jessica Parker haben eine, und auch Claudia Schiffer besitzt sie seit diesem Sommer: Die Rede ist von der Taschenkollektion Boogie Bag des französischen Modehauses Celine. Das Schwestermodell, die Lockbag, wurde dank Sharon Stone zum Verkaufsschlager.
http://www.friedrichstrasse.de/cms/cms/kunden/78/panoramabild/quartier_206_pano.jpghttp://www.berlin-tourist-information.de/bilder/shopping/quartier-206-treppe_150.jpg
Seit gestern hat das luxuriöse Label endlich auch eine eigene Adresse in Deutschland: Im Quartier 206 eröffnete Celine-Präsident Jean-Marc Loubier die Boutique: "Sicher, München ist gediegener, Hamburg snobistischer. Aber Berlin, das ist Tradition, Zukunft und Weltoffenheit in einem. So ist sie, die Celine-Frau", schwärmt der Franzose von der Hauptstadt und den Frauen. Vorbei die Zeiten, in denen die Berlinerinnen den Pariser Modeenthusiasten als die schlecht gekleidetsten Frauen Westeuropas erschienen: "Die Frauen hier sind kreativ, selbstbewusst und haben ihren eigenen Kopf, und so ziehen sie sich auch an. Sie werden Celine lieben", glaubt der Chef. In der mit Bronzeelementen und veredeltem afrikanischen Wengeholz gestalteten Boutique dominieren Elfenbein- und Brauntöne. Auf 100 Quadratmetern werden Accessoires wie Taschen, Schuhe und Brillen sowie feminine Spitzenkleider, edelste Kaschmir-Pullover, elegante Pelzstolen und sexy Leopardendrucke präsentiert.
http://www.photopolis.de/photos/images/246.jpghttp://www.elegant-lifestyle.com/BQuartier206i.jpg
Die aktuelle Kollektion des Designers Michael Kohrs ist zugleich seine letzte für Celine: Kurztrenchs aus rosa Satin, Hosenanzüge aus Tweed und immer wieder Raubtierlook auf Jacken, Taschen und Schuhen. "Die Kollektion ist eine Hommage an den Film ,Eine Amerikanerin in Paris'", sagt Boutiquechefin Maria Napral, vielen Herren der Hauptstadt gewiss als elegante Beraterin von Herrenausstatter Selbach in guter Erinnerung. Von Oktober an entwirft dann Roberto Menichetti, früher Designer bei Jil Sander, für Celine. "Aber unser weibliche Rundungen elegant betonender Stil bleibt", verspricht Loubier. "Ich liebe den französischen Touch: Sehr, elegant sehr feminin und superbequem", schwärmte Schauspielerin Martina Gedeck im langen schwarzen Abendkleid mit weißer Nerzjacke. Kollegin Gesine Cukrowski trug ein Pantherkleid zur beigen Kurzjacke und fand: "Celine passt perfekt zu mir, extravagant und elegant zugleich."

trance-x
September 3rd, 2004, 10:00 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701252.html

... misc ...
Das Metier Fernsehen lässt sie einfach nicht los: Barbara Groth (58), fünf Jahre lang Intendantin des SFB-Fernsehens (1998-2003) und damit die erste Frau an der Fernseh-Spitze einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in Deutschland, trifft sich jetzt mit Prominenten vor der TV-Kamera. In der RBB-Sendung "Berlin/Brandenburg privat" (heute um 23.40 Uhr) begleitet sie Schauspieler Dominic Raacke dorthin, wo sich der Münchner in Berlin am liebsten aufhält - am Potsdamer Platz. "Der erinnert ihn an New York", sagt Barbara Groth, die in der kommenden Woche zur gleichen Zeit Entertainerin Dagmar Frederic nach Eberswalde begleitet, wo sie als Tochter eines Tierpark-Direktors aufgewachsen ist.
http://www.spd-hanau.de/images/personen/schwan_gesine.jpg

Heute läuten für Gesine Schwan, 61, Präsidentin der Frankfurter Europa-Universität, die Hochzeitsglocken: Um 15 Uhr findet für die ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin in ihrem Heimatbezirk Zehlendorf die Trauung mit Peter Eigen, 66, statt.
http://www.wdr.de/radio/wdr2/abendmagazin/montalk/image/gast/kollo.jpg
Bei Opernstar René Kollo , der sich in seiner knappen Freizeit mit Leidenschaft an den Kochherd stellt ("kochen entspannt mich wunderbar") blieb gestern die Küche kalt. Der Wagner-Tenor gehörte zu den Premierengästen des neuen Show-Programms "Köche - Krone - Kritiker" in Hans-Peter Wodarz' Restaurant-Theater "Pomp Duck and Circumstance" am Gleisdreieck. Für das Spektakel mit Show und Spitzengastronomie hat Pomp-Chef Wodarz mehr als zwei Dutzend Nationalitäten in seinem Team. Angesagt hatten sich gestern Abend auch Schulsenator Klaus Böger mit seiner Frau Angelika, Caroline Beil, Adlon-Direktor Jean K. van Daalen mit Ehefrau Marylea, "Mary"-Entertainer Georg Preuße und Ilja Richter.

***

Der ägyptische Regisseur "Yousry Nasrallah" ...
http://dvdtoile.com/ARTISTES/22/22500.jpg
... kommt zur Präsentation des Arte-Zweiteilers "Das Tor zur Sonne" ins Haus der Kulturen.

Grit Böttcher
http://www.planetangela.de/films/boettcher.jpg
kommt aus München zu einer Veranstaltung des Deutschen Tierhilfswerkes am Alexanderplatz.


http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/373483.html
Very british
Mit den "Prenzlauer Gärten" soll ein Stück London in Berlin entstehen.
62 Häuser für Familien nach englischem Vorbild
Prenzlauer Berg
PRENZLAUER BERG. Mitten in der City entstehen Reihenhäuser mit kleinen Gärten. Das Gelände der alten Schneider-Brauerei an der Greifswalder Straße soll zu einem Stück London in Berlin werden. 60 so genannte Townhouses sollen entstehen, dazu 50 Appartements in vier Torhäusern. Baubeginn auf dem 21 000 Quadratmeter großen Areal zwischen Greifswalder Straße und Straße am Friedrichshain soll Anfang 2005 sein. Investor für das 38 Millionen Euro teure Projekt ist die Asset-Firmengruppe. Diese hat in Berlin bereits eine denkmalgeschützte Wohnanlage in Adlershof saniert und die alte Wollgarnfabrik in Friedrichshain zu Wohnzwecken umgebaut.

Very british präsentieren sich die Townhouses - dreigeschossige Reihenhäuser, getrennt durch eine kleine Zufahrtsstraße. "Wir haben uns an vergleichbaren Siedlungen in London orientiert", sagt Architekt Stephan Höhne, der mit seinem Büro die neue Wohnanlage geplant hat. Wie in Großbritannien üblich wurden die Häuser als geschlossener Komplex entwickelt - Fassade und Eingangsbereich sind gleich. "Im Unterschied zu den geplanten Townhäusern auf dem Friedrichswerder, wo jedes Haus individuell gestaltet ist, haben wir die städtebauliche Gesamtsituation betont", sagt Höhne. An England erinnere auch der typische Eingangsbereich: Kleine Vorgärten, Außentreppen führen ins Haus. Daneben ist die Einfahrt zur Garage. Hinter den Häusern befinden sich dazugehörige Gärtchen. Deren Größe reicht von winzigen neun Quadratmetern bis zu fast 160 Quadratmetern.

Auch die Häuser bieten unterschiedlich Platz - mit Wohnflächen von 110 bis zu 290 Quadratmetern. Letztere, Palais genannt, sind so groß wie zwei der kleineren Townhouses. "Ist der Bedarf dafür nicht da, können wir flexibel reagieren - dann werden eben mehr der kleineren Häuser gebaut", sagt Architekt Höhne.

"Prenzlauer Gärten" hat die Asset ihre Anlage genannt. Denn die Häuser entstehen zwar im Stadtzentrum, aber dennoch ruhig gelegen und im Grünen. Denn das alte Brauereigelände befindet sich hinter der Bebauung an der Greifswalder Straße und der Straße am Friedrichshain. Das Gebiet, auf dem sich früher auch ein Vergnügungspark mit bis zu 10 000 Sitzplätzen befand, blieb nach 1945 weitgehend ungenutzt. Lediglich das verfallene Fabrikgebäude und viele alte Laubbäume gibt es dort noch. Das Grün wird in die Wohnanlage integriert. Die Brauerei selbst soll in einem zweiten Bauabschnitt denkmalgerecht saniert werden, sagt Architekt Höhne.

Insbesondere junge Familien möchte Ingo Damaschke, Vorstand der zur Asset-Gruppe gehörenden Prenzlauer Gärten Grundbesitz AG, mit dem Wohnprojekt ansprechen: "Prenzlauer Berg ist schließlich das geburtenreichste Gebiet Berlins", sagt er hoffnungsvoll.

http://www.tagesspiegel.de/newsticker/berlin/artikel.asp?60640
Zweite Zaren-Rallye startet am Sonntag in Berlin
Berlin/Moskau (dpa/bb) - Die zweite Zaren-Rallye von Berlin nach Moskau und zurück startet am Sonntag in der deutschen Hauptstadt. An ihr beteiligten sich 18 Fahrer aus neun Nationen mit Oldtimern, teilten die Veranstalter am Freitag in Berlin mit. Die Fahrt führt durch Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Moskau, das am 10. September erreicht werden soll. Der Rückweg von der russischen Hauptstadt gehe über die Ukraine, Polen, die Slowakei, Österreich und Tschechien. Die Gesamtstrecke beträgt etwa 6000 Kilometer.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story701240.html

Motörhead-Boss Lemmy Kilmister nimmt in Berlin eine Soloplatte auf
Von Olaf Neumann
http://perso.wanadoo.fr/hard-rockcity/images/dico/dicok/kilmin.JPG
Die Begegnung mit dem Urviech des Heavy Metal ist eine Erfahrung der dritten Art. Monströse Warzen, weiße Cowboystiefel, eisernes Wehrmachtskreuz - das sind die Markenzeichen des schönsten aller Scheusale Ian Kilmister, besser bekannt als Lemmy.

Der Schwächeanfall von 2001 scheint vergessen, die Metalmaschine Lemmy läuft wieder auf Hochtouren. In Berlin schraubt Motörhead-Chef gerade an seinem ersten richtigen Soloalbum, unterstützt von der Berliner Band Skew Siskin, dem kultigen Reverend Horton Heat und den Punk-Pionieren The Damned. Und mit dem aktuellen Album "Inferno" im Gepäck haben Motörhead gerade alle großen Festivals beglückt. Heute drehen sie beim Festival "Werner - Das Rennen" die Verstärker (...)



http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_boulevard&text=60024
Zahlreiche Konzerte mit Anna Netrebko in Deutschland
Berlin (dpa) - Die DEAG Classics AG hat mit der russischen Opernsängerin Anna Netrebko einen Vertrag bis 2007 für Konzert- und Open-Air-Veranstaltungen abgeschlossen. Die ersten Konzerte sind im Dezember in München, Mannheim und Hamburg geplant.
http://kunden.1.meinberlin.net/bld/bilder1/Netrebko_7007488_thumbnail.jpg
Im April 2005 sollen eine Deutschlandtournee sowie im Sommer Open-Air-Konzerte folgen, kündigte die DEAG Classics AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DEAG Deutsche Entertainment AG, in Berlin an.

Die Operngala «Italienische Nacht» kommt nächstes Jahr mit Renée Fleming und Ramón Vargas wieder in die Berliner Waldbühne und geht erstmals unter freiem Himmel auch in Schwetzingen über die Bühne. Außerdem gastieren die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle mit einer «Französischen Nacht» in der Waldbühne. Solisten sind die Pianistinnen Katia und Marielle Labèque. Vicco von Bülow alias Loriot wird am 20. März 2005 in der Berliner Philharmonie eine konzertante Aufführung von Leonard Bernsteins «Candide» mit dem Deutschen Symphonie-Orchester präsentieren.

Der Bereich der Eigenproduktionen werde ausgebaut, teilte DEAG Classics mit. Im Herbst dieses Jahres gehe erstmals der Berliner Wintergarten auf Tournee. DEAG Classics habe in der vergangenen Woche außerdem einen internationalen Wettbewerb der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zur mehrjährigen Organisation eines großen Barockfestes im Schloss Charlottenburg in Berlin gewonnen, teilte das Unternehmen mit. Am ersten Juli-Wochenende 2005 würden Zehntausende Besucher zum «Fest für Charlotte» mit Artisten und einer Aufführung der Barockoper «Die Feenkönigin» nach Henry Purcell erwartet.

trance-x
September 3rd, 2004, 10:34 AM
http://www.tagesspiegel.de/newsticker/berlin/artikel.asp?60298
Quadriga»-Auszeichnung für türkischen Ministerpräsidenten Erdogan
http://www.germany-info.org/relaunch/info/publications/week/2004/040220/Photos/BK_Erdogan_2003.JPG
Berlin (dpa) - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bekommt den diesjährigen «Quadriga»-Preis des Vereins Werkstatt Deutschland. Die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung solle am 3. Oktober im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt verliehen werden, teilte der Verein am Donnerstag mit. Die Laudatio wird Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) halten. Mit dem zum zweiten Mal vergebenen Preis werden laut Verein Personen geehrt, die sich durch Weitsichtigkeit und Pragmatismus einen Namen gemacht haben.
03.09.2004



Schuster zu Köhler-Vorschlag: Berlin ist «Metropolis of Museum Art»
Berlin (dpa/bb) - Mit den Worten «Berlin ist MoMA - Metropolis of Museum Art» reagierte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, auf die Anregung von Bundespräsident Horst Köhler zu einer Sonderausstellung mit den bedeutendsten Kunstwerken der Berliner Museen. Schon jetzt seien im Pergamonmuseum die Meisterwerke von drei Museen vereint. 2005 sei der Umzug der Büste der Nofretete in das Alte Museum geplant. Im Bodemuseum könnten Gemäldegalerie und Skulpturensammlung vereint werden.


http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/03.09.2004/1334926.asp#art
Geballte Leere
Nicht nur im Osten: Die Berliner Kunstwerke dokumentieren das weltweite Drama der schrumpfenden Städte

Von Bernhard Schulz

In Detroit möchte man nicht leben. In Ivanovo möchte man schon gar nicht leben. In Manchester und Liverpool kann man mittlerweile vielleicht wieder leben, aber wie steht’s mit Leipzig und Halle?

Stellt sich die Frage überhaupt – bei zwei ehrwürdigen Städten in unmittelbarer Nachbarschaft? Ja, sie stellt sich, oder besser gesagt: Zehntausende haben diese Frage gestellt und für sich mit „Nein“ beantwortet. Sie sind fortgezogen. Sie sind vielleicht nur in die Vorstädte gezogen, haben den Traum vom eigenen Häuschen verwirklicht; sie sind vielleicht aber in den Westen Deutschlands übersiedelt und haben ihrer Heimat für immer den Rücken gekehrt. Da fangen die Probleme an: für die Städte, die Einwohner auf Dauer verlieren, für die jeweiligen Regionen, die Steuerzahler – und zugleich Nutzer öffentlicher Einrichtungen – aus ihren Unterlagen streichen müssen.

Die „schrumpfenden Städte“ sind mittlerweile ein brisantes Thema der deutschen Innenpolitik. Die neuen Bundesländer sind von einer dramatischen Umkehr der demografischen Entwicklung betroffen. Ostdeutschland wird von Entvölkerung heimgesucht. 1,3 Millionen Wohnungen stehen bereits leer, mindestens 450000 sollen mit öffentlichen Mitteln abgerissen werden. Von hier aus weitet sich der Blick auf die „shrinking cities“ weltweit.

Unter diesem Titel zeigt die Projektgruppe gleichen Namens in den Berliner Kunstwerken die Ergebnisse ihrer Recherche, die sie mit der großzügigen Förderung durch die Bundeskulturstiftung in den zurückliegenden zwei Jahren vorgenommen hat. Es handelt sich übrigens um ein „Initiativprojekt“ der Stiftung selbst, kein Antragsprojekt, was ihr drei Millionen Euro für einen Projektzeitraum von ingesamt drei Jahren wert war.

Als Beispielstädte wurden gewählt: Detroit im rust belt der USA als Beispiel für die Tendenz zur Suburbanisierung, Ivanovo in Russland für den postsozialistischen Wandel, Manchester/Liverpool als Muster der De-Industrialisierung – und Halle/Leipzig als Fallbeispiel vor der Haustür. Für weltweit alle schrumpfenden Städte lässt sich darüberhinaus der demografische Wandel als Ursache benennen. Ein bislang unerfüllter Wunsch der Projektgruppe unter Leitung des Architekten Philipp Oswalt ist die Untersuchung einer der schrumpfenden Städte Japans, um die miteinander verwobenen Entwicklungen „Bevölkerungsrückgang“ und „Überalterung“ zu dokumentieren.

Eine Dokumentationsausstellung ist es zuallererst geworden. Das Kondensat der Forschungen hingegen findet sich im 736-seitigen Begleitbuch, das als „Band 1“ bereits die Forsetzung der Recherche ankündigt. Es beeindruckt mit einer enormen Fülle von Essays, Fallstudien und Momentaufnahmen. Im Mittelpunkt der Ausstellung selbst steht die große Halle der Kunstwerke, in der ein achtteiliges Lattengerüst die jeweilige Bevölkerungsstatistik ins Dreidimensionale hebt und zugleich als Träger für eine Ereignisgeschichte der gewählten Orte dient.

Die Rückwand der Halle bedeckt eine „Weltkarte der schrumpfenden Städte“, die rund 400 der von diesem Schicksal betroffenen Städte ab 100000 Einwohnern aufführt, optisch geordnet nach derzeitiger Größe sowie der Schwere des Bevölkerungsverlustes, der im Einzelfall – so in Detroit – über 50 Prozent betragen kann. Bekannte Metropolen sind darunter – bei ihnen darf man Umlandwanderung als Ursache annehmen –, aber ebenso auch unbekannte Siedlungen, in denen man den Niedergang eines dominierenden Industriezweiges vermuten muss, ferner Hafenstädte, deren Frachtumschlag rückläufig ist oder wankende Vorposten der Zivilisation wie das sibirische Norilsk.

Was aus den vier Modellstädten – Doppelstädten in zwei der vier Fällen – ausgestellt wird, gehört weniger der Sphäre harter statistischer Fakten als der der künstlerischen Reaktion an. Für Detroit bietet sich die reiche Kulturszene afro-amerikanischer Prägung an, die vom legendären Plattenlabel „Motown“ bis zu eigentümlichen, an karibische Voodoo-Straßenaltäre gemahnende „Gedenkstätten“ für Mordopfer an irgendwelchen Straßenkreuzungen reichen kann. Das untere Ende der ökonomischen Skala bezeichnen die „scrapper“, die aus verlassenen Häusern Kabel herausreißen und diese in Supermarkt-Einkaufswagen anzünden, um das reine Metall zu erhalten und an Schrotthändler verkaufen zu können: Ein solcher, ausgeglühter Einkaufswagen wird vorgestellt. Aus Ivanovo stammen selbst geschaffene Handwerkszeuge wie Besen oder Steckdosenleisten, weil die Grundversorgung zusammengebrochen ist. Aus Manchester stammt das nachgebaute Büro einer Künstlergruppe in einem leergezogenen Wohnhochhaus vor dem Abriss – man meint den strengen Geruch der gesellschaftlichen Entsolidarisierung unter Thatcher in der Nase zu spüren. Deutschlands Osten hingegen prunkt mit „Beleuchteten Wiesen“ – fein erschlossenen Gewerbegebieten, denen es nur an einem mangelt: am umworbenen Gewerbe.

Selbst der Niedergang ist in Bundesdeutschland eben aufs Sorgfältigste austariert.Davon können Problemstädte anderer Länder nur träumen. Ob Russland oder die USA, einen innerstaatlichen Wohlstandstransfer wie in Deutschland kennen diese Länder nicht. Detroit ist keine gesamtstaatliche Aufgabe wie Leipzig, und Russland vergisst seine zahllosen Sorgenkinder ohnehin. Allein der drastische Wechsel Nordenglands von der Schwerindustrie zum Dienstleistungssektor stellt sich heute durchaus als Erfolgsstory dar.

Die Frage ist, was das Projekt „shrinking cities“ über die Konstatierung des Niederganges hinaus leisten kann. Die Ausstellung selbst verharrt, abgesehen vom beeindruckenden Zahlengerüst in der Haupthalle, im Pittoresken der Subkultur. Sie bedient eher den Schauer ihres Wohlstandspublikums angesichts der grotesken Überlebenskünste der gesellschaftlichen Verlierer. Das genau ist der Blickwinkel, unter dem das globale Phänomen der Schrumpfung bislang wahrgenommen wird: als allgemeiner Verlust, als Depravierung ganzer sozialer Schichten, als Niedergang der Kultur, die doch im Urbanen wurzelt. In historischer Perspektive jedoch zeigt sich, dass auch der vorangegangene Wachstumsprozess zu ähnlichen Friktionen geführt hatte, zu Ausbeutung, Verelendung und Verfall. Zumindest die westeuropäischen Städte, die heute Wegzug und Niedergang beklagen, waren vor ihrer Aufblähung im Zuge der Industrialisierung funktionierende Gemeinwesen hoher Kultur. Schrumpfung muss nicht bloß Niedergang heißen, es könnte auch die Chance der Rückkehr zum früheren Gleichgewicht eröffnen.

Die Diskussion um die Handhabbarkeit, womöglich gar Steuer- und Planbarkeit von Schrumpfungsprozessen, die die künftige Städtebaupolitik bestimmen wird, hat gerade erst begonnen. So kommt die Ausstellung in den Kunstwerken zum rechten Zeitpunkt. Doch über die Bestürzung angesichts der Schrumpfungsprozesse hinaus droht in den Hintergrund zu geraten, was mehr bedeutet als die absolute Einwohnerzahl. Wichtiger nämlich ist , das Leben im Gemeinwesen lebenswert zu gestalten – einerlei, wie viele Bürger am Ende bleiben.

trance-x
September 3rd, 2004, 10:46 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=1
Stare über Berlin
http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Stare_g.jpg
01.09.2004: Allabendlich versammeln sich im Sommer bis zu 40.000 Stare über dem Berliner Stadtzentrum wie zum Beispiel im Kastanienhain auf der Museumsinsel oder im Köllnischen Park. Dabei ahmen sie moderne Zivilisationsgeräusche wie Autohupen, menschliche Stimmen oder Handyklingeln nach und mischen sie mit eigenen Geräuschelementen. Ein paar Dutzend Kastanien zwischen Dom und Alter Nationalgalerie dient dem Schwarm in der Nacht als Ruheplatz. Berliner Künstler und Wissenschaftler haben sich mit dem Gesang von Staren beschäftigt und eröffnen am 3. September das Projekt "Stare über Berlin". Unter der Federführung von Tilman Küntzel sind ein Symposium, Konzerte, Ausstellungen und Installationen geplant, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Der Vernissage am 3. September im Märkischen Museum und im Kunstzentrum "Podewil" folgen bis zum 24. September weitere Veranstaltungen, u.a. in der Staatsoper und auf der Museumsinsel. (mb/dpa) Foto: Jens Kalaene

http://www.taz.de/pt/2004/09/03/a0238.nf/text
http://www.taz.de/pt/2004/09/03/a0242.nf/text
Der Star ist der Star
Bis zu 40.000 Stare konzertieren allabendlich am Berliner Dom. Nun wird dem Vogel ein dreitägiges Symposium gewidmet
VON ALENA SCHRÖDER
Die Museumsinsel ist in den Sommermonaten ein Ort harter musikalischer Konkurrenz. Während auf dem Platz vor der Alten Nationalgalerie Klassik-, Pop- und Rockstars auftreten, gehört der direkt nebenan gelegene Kastanienhain zwischen Friedrichsbrücke und Berliner Dom einem Chor aus 40.000 Sängern: Riesige Schwärme von Staren nutzen die Bäume jedes Jahr zwischen Juli und September als Schlafplatz und geben vor dem Einschlafen ein beeindruckendes Konzert, das mittlerweile sogar Besucher anlockt. Jeden Abend ab 19.30 Uhr sammeln sich einzelne Star-Gruppen am Himmel über dem Dom und verbinden sich in immer neuen Formationen zu einem großen Schwarm, kreisen wie eine amöbenartige Wolke noch einige Male um die Kuppel, bis sie wie auf Kommando in die kleine Gruppe von Kastanien einfallen. "Kaum ein anderer Vogel bildet derart kunstvolle Schwärme in dieser Größe und verfügt gleichzeitig über eine so große Bandbreite an Lautäußerungen", sagt Klaus Witt, Sprecher der Berliner ornithologischen Arbeitsgemeinschaft, der die Stare am Dom schon seit Jahren zählt.

Auch Tilman Küntzel ist dem Star-Faszinosum verfallen (siehe Interview). Als Klangkünstler interessieren ihn die Vögel vor allem als klangliche Reflektoren städtischer Zivilisationsgeräusche. "Stare sind sehr geschickte Imitatoren, die die Geräusche ihrer Umgebung verblüffend echt nachahmen und über Generationen an ihren Nachwuchs weitergeben", schwärmt er. "Es kann also durchaus passieren, dass man nach seinem Telefon greift und plötzlich einen Star in der Hand hält, der zufällig den gleichen Handyklingelton im Repertoir hat." Für ihn Grund genug, dem Star an diesem Wochenende ein Symposium zu widmen, auf dem Verhaltensforscher, Musikwissenschaftler und Künstler das Sozialverhalten und den Gesang der Vögel diskutieren.

Schließlich beeinflusst der Star Kunst, Politik und Wissenschaft schon seit Jahrtausenden. Plinius der Ältere hat bereits über die Flugmuster von Staren geschrieben, Hildegard von Bingen nutzte den Vogel pulverisiert als Mittel gegen aufgebrochene Geschwüre und Vergiftungen aller Art. Wolfgang Amadeus Mozart übernahm aus dem Gesang eines Staren das Thema des dritten Satzes seines Klavierkonzerts in G-Dur und ließ dem Vogel nach dessen Ableben ein festliches Begräbnis zuteil werden. Im Kalten Krieg sorgten Starschwärme für bizarre Auseinandersetzungen an der österreichisch-ungarischen Grenze. Mit Flugzeugen versuchten beide Nationen die Vögel aus ihren Weinbergen über die Grenze in die des Gegners zu scheuchen, um dem Feind die Ernte zu vermiesen.

Dass sich Stare auch heute nicht im rechtsfreien Raum bewegen, zeigt eine Arbeit des Künstlers Wolfgang Müller. Vor einigen Jahren besuchte er das Haus des Dada-Künstlers Kurt Schwitters auf der norwegischen Insel Hjertøya. Der Gesang eines Staren, der sein Nest an Schwitters Domizil gebaut hatte, erinnert Müller sofort an Schwitters 1932 entstandene Ursonate, einem Lautgedicht mit Tonfolgen wie: "rinnzekete bee bee nnz krr müü". Hatte Schwitters einem Star sein Lautgedicht womöglich vorgetragen, dieser es an seine Nachkommen weitergegeben? Müllers Tonaufnahme des Starengesangs wurde schließlich im Rahmen einer Ausstellung zu einer CD mit dem Titel "Stare auf Hjertøya singen Kurt Schwitters". Nur wenige Tage später erhielt Müller Post von der Kiepenheuer-Bühnenvertriebs-GmbH, die die Rechte auf das Werk Kurt Schwitters besitzt und eine vermeintliche Wiedergabe der Ursonate durch Vögel offenbar nur gegen Gebühren zu genehmigen gedachte. "Ich musste schriftlich darauf hinweisen, dass die Stare von Hjertøya wohl kaum Ahnung über urheberrechtliche Bestimmungen haben könnten und die CD bei der Gema unter ,Naturgeräusche' angemeldet ist", sagt Müller. Der absurde Schriftwechsel sowie die Originalaufnahmen des dadaistisch inspirierten Staren werden auf dem Symposium zu sehen und zu hören sein, ebenso wie Klanginstallationen verschiedener Künstler, die mit Stargeräuschen arbeiten. Wissenschaftliche Vorträge erläutern die Schwarmformationen der Vögel, analysieren ihr Imitationsvermögen und den Einfluss des Starengesangs auf die klassische und zeitgenössische Musik. Den Beweis dafür liefert ein Klavierkonzert mit Stücken von Komponisten wie Ravel und Messiaen, die offenbar hemmungslos vom Gesang der Stare abgekupfert haben. Höhepunkt ist schließlich am Sonntagabend ein Gemeinschaftskonzert der Stare vom Dom mit dem Elektronik-Akkustik-Trio Perlonex: Der elektronisch verstärkte Klangteppich der Stare wird mit Geräuschen von Schallplatten, E-Gitarren und Perkussion gemischt. Keine Frage, wer dann der Star des Abends ist.

"Ihr Gesang ist ihr Fortpflanzungskapital"
Handyklingeln, Autohupen oder Gesprächsfetzen sind für die fliegenden Imitationstalente leichte Übungen. Der Klangkünstler Tilman Küntzel installiert vor Bruthöhlen Apparate, die jungen Staren Werbemelodien vorspielen
taz: Herr Küntzel, wie kommt man als Künstler dazu, sich mit Staren zu beschäftigen? Das ist doch eigentlich eher was für Hobby-Ornithologen.

Tilman Küntzel: Ich will eine Sensibilität für Klänge aus unserem Lebensraum schaffen. Ich verstehe die Stare als organische Klangtransformatoren, die unbewusst und zufällig Klänge aufnehmen, transformieren und wiedergeben. Meine Klanginstallationen arbeiten immer mit Mechanismen, die ohne eine Tonkonserve eigenständig wie Instrumente funktionieren. Die Stare sind ein perfektes Beispiel.

Wie kommt es, dass Stare so versierte Imitatoren sind?

Stare sind sehr intelligente, gesellige Tiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Sie passen sich sehr gut ihrer Umgebung an und lernen die verschiedenen Geräusche ihrer Umwelt. Ihr Gesangsrepertoire ist ihr wichtigstes Fortpflanzungskapital. Ein Star, der mit seinem Gesang ein Weibchen beeindrucken will, muss schon eine gewisse Bandbreite an Geräuschen abdecken können.

Was hat der normale Stadtstar denn so im Repertoire?

Alle möglichen Zivilisationsgeräusche, vom Handyklingeln bis zur Autohupe. Da Stare oft direkt an Häusern nisten, kommen auch Geräusche aus dem Fernsehen oder von Computerspielen dazu, manchmal sogar Gesprächsfetzen. Ich kenne Aufnahmen von einem Star, der sogar Russisch spricht.

Gibt es unter den Staren Talent-Unterschiede?

Klar gibt es wie bei allen Lebewesen auch unter den Staren bessere und schlechtere Sänger. Wenn ein Star offen und gesellig ist, lernt er natürlich auch mehr. Die Qualität des Gesangs hängt also auch vom Charakter des einzelnen Vogels ab.

Kann man einem Star auch gezielt bestimmte Klangfolgen beibringen?

Ich bin gerade dabei, für die kommende Brutzeit an bestimmten Bruthöhlen Klangeinheiten zu installieren, die einem Star eine kurze prägnante Werbemelodie vorspielen, sobald er sich auf eine Stange setzt. Wenn alles klappt, könnte man im nächsten Jahr also durchaus Stare hören, die Melodien pfeifen, die fast jeder aus dem Fernsehen kennt. Werbejingles eignen sich gut, weil sie besonders einprägsam sind.

Die Stare entfremden sich also immer mehr ihrer natürlichen Klangwelt?

Das kann man so sagen. Als einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz habe ich einen Handyton aus natürlichen Stargeräuschen produziert, den man kostenlos auf meiner Homepage runterladen kann. Wenn Stare Zivilisationsgeräusche wie Handyklingeltöne imitieren, könnten sie auf diesem Wege auch wieder ihre natürlichen Laute lernen.
INTERVIEW: ALENA SCHRÖDER
taz Berlin lokal Nr. 7452 vom 3.9.2004,

trance-x
September 3rd, 2004, 10:50 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=0


http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Tom_Cruise_g.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/news/040901/Cruse.5GFUEIJ/3_normal.jpghttp://a.blick.ch/PICS/HBYKCD3aG0I.jpg
Tom ist nicht allein an die Spree gereist: Im Schlepptau hat der Multi-Millionär seine Co-Stars Jamie Foxx, 36, und Jada Pinkett Smith, 32, (die Frau von Hollywood-Smartie Will Smith, 35 - aber ohne ihn in Berlin).

Hollywood-Kuss
02.09.2004: Hollywoodstar Tom Cruise (42) hat endgültig sein Herz für die deutsche Hauptstadt entdeckt. "Ich mag die Menschen hier sehr", sagte der regelmäßige Berlin-Besucher am Mittwoch und fügte nach dem Vorbild John F. Kennedys leise hinzu: "Ich bin ein Berliner!". Die Atmosphäre in der Stadt sei sehr warm, die Menschen hilfsbereit, meinte Cruise. Im Roten Rathaus traf er gestern mit Klaus Wowereit zusammen. Zur Erinnerung an seine Eintragung ins Gästebuch erhielt Tom Cruise einen Porzellan-Bären, den er umgehend auf Kussfestigkeit testete. Am Abend feierte der Hollywoodstar die Premiere seines neuen Films "Collateral" am Potsdamer Platz. (mb/dpa)



http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/club.html
Das gab's noch nie: Berlins Türsteher, DJs und Barfrauen treten am Samstag zur ersten Club-Olympiade an!
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/aufmacher.HQG16FU/1_normal.jpg
Zehn Teams mit jeweils sieben Nachtarbeitern (u. a. vom Sage Club, Icon, Big Eden und der A Lounge) messen sich in typischen Club-Disziplinen. Mitte-Boy Jürgen Laarmann hat sich Sportarten wie Türsteher-Armdrücken, Disc-Jockey-Diskus oder Cocktail-Staffel erdacht.

Das Ganze wird im Rahmen einer riesigen Party in der Kulturbrauerei (Knaackstraße/Sredzkistraße/Schönhauser Allee) präsentiert. Das Szene-Magazin "030" feiert 10-Jähriges.

Und zum Jubiläum wollen es die 030'er richtig krachen lassen. Die 6000 Gäste - so viel werden erwartet - tanzen zu einem gigantischen Line-Up. Zehn Floors werden von 60 erlesenen DJs und jeder Menge Live-Acts bespielt. Mit dabei: u.a. Fünf Sterne Deluxe, Puppetmastaz, Harris, Culcha Candela, Andre Galluzzi, Monika Kruse, Steve Morell, Gianni Vitiello, Sex in Dallas, The Clones, PR Kantate und Shine.

Die Giga-Party wird in allen Locations der Kulturbrauerei (Soda, Alte Kantine, Palais, Innenhof) steigen. Sogar der KitKat Club ist dabei. Sie feiern eine Art Betriebsausflug im Kesselhaus.

Die Party und die ClubOlmpics beginnen bereits um 18 Uhr. Der Eintritt auf das Gelände kostet - passend zum 10-Jährigen - zehn Euro. Dafür gibt's freien Zugang zu allen Acts.


Nachschlag vom letzten Monat/August: Will Smith, "I, Robot"-Premiere, wie meistens im Sony Center ...
http://a.blick.ch/PICS/HBUKCz3aG0I.jpghttp://a.blick.ch/PICS/HBVKCA3aG0I.jpg

trance-x
September 3rd, 2004, 10:59 AM
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/romy.html#
Hausbesuch bei Berlins Paradies-Vogel Nummer 1, Romy Haag (53)
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/home_romy.HLFS3JL/2_normal.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/home_romy.HLFS3JL/3_normal.jpg
(...)
Sie ist der schrillste Paradiesvogel der Stadt - und wegen ihres Lebensstils und ihrer Shows der Inbegriff von Glamour und Verruchtheit: Romy Haag. Momentan sorgt sie mit ihrem Programm: "Romy Unplugged" für eine ausverkaufte UfA-Fabrik. Jetzt öffnet die 53-jährige Entertainerin für die BZ am Sonntag ihre 140-qm-Wohnung in Charlottenburg. Der 4-Zimmer-Altbau am Adenauerplatz wirkt farbenfroh, aber sehr ruhig und besinnlich. Das Wohnzimmer ist in zartem Grün gestrichen, der Wanddurchbruch hat die Form eines indischen Torbogens à la Tadsch Mahal, in den Ecken stehen sanft lächelnde Buddha-Figuren.

Das Lieblingsmöbelstück der Diva: Der 200 Jahre alte Esstisch im Empire-Stil. Hier sitzt sie gern und liest ihre Fanpost - circa 200 Briefe und E-Mails pro Tag, sagt sie. "Ich liebe Möbel, die Geschichten erzählen. Hier ist fast alles geerbt oder vom Antiquitätenhändler."

Romy wurde am 1. Januar 1951 als Edouard Frans Verbaarsschott geboren. Schon als Teenager reiste sie nach Paris und New York, wurde als Transsexuelle zum schillernden Showstar. In Berlin revolutionierte sie in den 70er Jahren mit ihrem Club "Chez Romy Haag" in Schöneberg das Nachtleben. Da war sie gerade mal 23 Jahre. Von den Rolling Stones bis zu Freddie Mercury - hier gaben sich die Promis die Klinke in die Hand. Romy war Muse, Partygirl und Star. Ihrer legendären Schönheit verfiel sogar David Bowie. Drei Jahre waren sie ein Paar, bis sie seine Drogensucht nicht mehr ertrug und in die Arme von Panikpräsident Udo Lindenberg floh. Romys bisherige Bilanz: 11 Platten, 26 Filme, 1 Autobiographie, unzählige Konzerte - und über 500 Liebhaber. Manchmal teilt sie ihre vier Zimmer mit Freund Alexander Kraut, 28. Wenn er nicht da ist, bleibt er trotzdem in Romys Blick: Im Wohnzimmer hängt ein lebensgroßer Akt von ihm. "Vom Zusammenleben bin ich aber kuriert. Mit meinem Ex-Mann Gustel von Gensmantel war das eine Katastrophe!" Über den schmutzigen Trennungskrieg will sie aber nicht mehr sprechen. "Man muss verzeihen können."
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/home_romy.HLFS3JL/4_normal.jpg
Dass hier ein Show-Star lebt, ist nicht zu übersehen. Ein riesiges Romy-Porträt hängt an der Wand: Bühnenrequisite. Im Badezimmer gibt es mehr Make-up-Tiegel, Döschen und Tuben als bei manchem Maskenbildner, und in einem Deko-Safe liegen die Modeschmuck-Klunker (unter anderem vom Designer Pompöös) für die Auftritte der Glamour-Diva.

Romys Wohnung ist frisch renoviert. Auf das Bad mit dem riesigen goldenen Spiegel und der großen Eckbadewanne ist Romy besonders stolz. Und sie hat sich von einer großen Last befreit: "Als alles neu gemacht wurde, habe ich meine Waage aus dem Bad geschmissen. Jetzt fühle ich mich viel besser. Von Diäten habe ich die Schnauze voll! Ich bin halt ein Weibsstück und kein dünnes Mädchen!"

Die Zeit geht auch an einer Romy Haag nicht spurlos vorbei. "Alt werden ist scheiße, aber es passiert einfach. Man muss nur im Geiste jung und aktiv bleiben." Als Verjüngungskur würde die Glamour-Lady aber auch ein Lifting machen lassen. "Warum nicht, ich muss ja schön sein für mein Publikum. Gesichts-Lifting wäre okay, aber Lippen aufspritzen und Fett absaugen finde ich richtig ekelig. Wer will schon zwei Autoreifen im Gesicht?" sagt sie und lacht mit rauchig-dunkler Stimme.

Braucht die Sängerin mal eine Pause, macht sie es sich auf ihrem kuscheligen Samtsofa gemütlich und hört ein paar Chansons, z.B. von ihren Vorbildern Marlene Dietrich oder Hildegard Knef. Doch dafür lässt ihr die Arbeit als Showstar kaum Zeit, meistens jagt ein Termin den Nächsten. "Aber das macht mir nichts. Richtig Zuhause fühle ich mich eigentlich nur auf der Bühne. Nur da bin ich wirklich frei und glücklich."


http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/schwenk.html

Peter Schwenkow präsentiert sein Klassik-Programm 2004/2005
Das sind meine Stars für Berlin
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/Schwenkow.4OG0O25/2_normal.jpg
Kommt mit Bernsteins "Candide" in die Philharmonie: Loriot
Peter Schwenkow, 50, hat "ein neues Kind": So schwärmt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Entertainment AG und Groß-Impresario von seinem Klassik-Programm, das er jetzt vorstellte. Und das hat Klasse! Den Auftakt macht der Roncalli-"Weihnachtscircus" (16.12.04-2.1.05, Tempodrom). Dann der "absolute Höhepunkt", so Schwenkow: Loriot führt als Erzähler durch Leonard Bernsteins Musical "Candide" (20.3.05, Philharmonie). Star-Tenor Marcello Álvarez tritt ebenfalls in der Philharmonie (30.5.) auf. Das nächste Waldbühnen-Konzert der Berliner Philharmoniker wird "Eine französische Nacht" mit dem Klavier-Duo Katia und Marielle Labèque (26.6.). Noch in Planung: "Eine Nacht für Charlotte" im Schloss Charlottenburg (1.7.). Dazu Schwenkow: "Das soll ein Klassiker wie Potsdams Schlössernacht werden." Dann steigt "Eine Italienische Nacht" mit Renée Fleming und Ramón Vargas (27.8., Waldbühne). Und am Tag danach spielt das "World Orchestra for Peace" (100 Musiker aus 70 Orchester in 40 Nationen) in der Waldbühne.


nebenbei ... das ist uebrigens die Villa von "Leni Riefenstahl" ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88583.jpg

trance-x
September 3rd, 2004, 11:45 AM
achja, heute soll ja im palast der republik das naechste event eroeffent werden ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701274.html
"Fassadenrepublik" ist noch nicht ganz dicht
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88593.jpg
Die Teichfolie wird noch verschweißt, dann heißt es im Palast der Republik: "Wasser marsch"

Das "Wasser-Labyrinth" im Palast der Republik hat Anlaufschwierigkeiten. Gestern sollte das entkernte DDR-Prestigegebäude, das nur noch als Ruine bezeichnet werden kann, geflutet werden: Im Rahmen des Kulturprojektes "Volkspalast" sollten in ein 1200 Quadratmeter großes Becken im Palast 230 000 Liter Wasser gefüllt werden. Aus technischen Gründen wurde die "Flutung" verschoben. "Heute war die Bauaufsicht da und hat uns neue Auflagen für das Verschweißen der Teichfolie erteilt", sagte Mitorganisator Matthias Rick. Das 45 Zentimeter tiefe Becken ist noch nicht dicht. Es muss mit fünf Folienbahnen, von denen jede 600 Kilo wiegt, ausgelegt und verschweißt werden. Eine Arbeit, die bis heute um elf Uhr endgültig erledigt sein soll.

Noch stehen nicht alle 100 Fassaden der "Fassadenrepublik", es wird gebohrt, gemalt, geschweißt. Von heute Abend an sollen dann Besucher auf 20 Booten durch die Lagunenstadt fahren können. Die Touristen werden von Stadtführern in ein Fassaden-Spiel integriert: Sie können an zwölf Haltepunkten der Stadt aussteigen. Premiere ist heute..

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701260.html
... und ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701285.html
Rathauspassagen: Peinlicher Flop
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88597.jpg
Von Rainer L. Hein
Die Suche nach einem Hauptmieter für die Rathauspassagen entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Auch knapp neun Monate nach dem Ausstieg des vermeintlichen Hauptmieters, der US-Handelskette Wal-Mart, lässt die Vollendung dieses Prestigeobjektes der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) auf sich warten. Das ist peinlich, denn über den Status eines Provisoriums kommt das Gebäude neben dem Roten Rathaus nicht hinaus. Zugegeben, die WBM wurde durch den Ausstieg von Wal-Mart überrascht. Aber was seitdem abläuft, ist nicht gerade professionell. Juristisch wurde zwar alles getan, damit wenigstens die Mietzahlungen von Wal-Mart eingehen. Aber der Imageschaden für die WBM ist nur schwer zu kitten. Die Konsequenz muss sein: Kommunale Wohnungsbaugesellschaften sollen sich mit dem befassen, was sie wirklich verstehen - mit dem Vermieten von Wohnungen.

(...)
Rathauspassagen bleiben Torso
Wohnungsbaugesellschaft Mitte findet keinen Ersatz für Wal-Mart - Bis Weihnachten soll neuer Mieter gefunden sein

Die Rathauspassagen am Alexanderplatz bleiben auf absehbare Zeit ein Torso. Auf einer nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses im Abgeordnetenhaus räumte jetzt die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) ein, dass sie auch neun Monate nach dem spektakulären Ausstieg des amerikanischen Discount-Kette Wal-Mart noch immer keinen Ersatzmieter gefunden habe. "Die WBM ist mit ihrem Einzelhandelsimmobiliengeschäft in den Rathauspassagen gescheitert", urteilte Barbara Oesterheld, baupolitische Sprecherin der Grünen.

WBM-Geschäftsführer Wolfgang Oehme bestätigte gestern, dass die Suche nach einem adäquaten Ersatzmieter sehr schwierig sei. Dennoch könne zu diesem Zeitpunkt nicht von einem Scheitern des Bauprojektes nicht die Rede sein. "Wenn das Zugpferd gefunden ist, wird die Einkaufspassage boomen", glaubt Oehme. Aber es sei richtig, das "wir nach dem plötzlichen Ausstieg von Wal-Mart auf dem falschen Fuß erwischt wurden", klagte er. Auch beim Management für die Rathauspassagen, der WBMI (ein Tochterunternehmen der WBM), ist man zuversichtlich. Sprecherin Susanne Schmidt: "Gerade haben die Einkaufskette kik sowie Gabor-Schuhe im Untergeschoss ihre Räume bezogen. Das heißt, dass nur noch zwei Ladenflächen nicht vermietet sind." Das alles sei positiv, bis auf die Suche nach dem Wal-Mart-Ersatz.

Doch genau hier liegt das Problem. Für die 11 000 Quadratmeter, mehr als 40 Prozent der Gesamtverkaufsfläche von 25 000 Quadratmetern, ist nicht so leicht ein Mieter mit Format zu finden. Dabei kostete das Großprojekt der Rathauspassagen die WBM 70 Millionen Euro; allein 20 Millionen Euro für die zwei umstrittenen Parkhäuser, die nur auf Druck von Wal-Mart gebaut wurden. Der Konzern hatte diese zur Bedingung für einen Mietvertrag gemacht.

"Wir sind auf einem guten Weg bei unseren Verhandlungen", so Susanne Schmidt. Bis Weihnachten werde der Großmieter gefunden sein, heißt es. Im Übrigen habe man keine großen Mietausfälle, da Wal-Mart monatlich zahlen muss. Beide Parteien haben sich bislang nicht über einen Ausstieg aus dem Mietvertrag einigen können.

Die WBM hatte schon häufiger angekündigt, mit einem Großmieter in Verhandlungen zu stehen - zuletzt im Juni bei der offiziellen Eröffnung der Rathauspassagen. Damals meinte Aufsichtsratschef Knut Fischer, der neue Mieter könnte im Herbst einziehen.

Weil inzwischen davon keine Rede mehr ist, wachsen bei den Parteien im Abgeordnetenhaus die Zweifel an einem Erfolg bei der Mietersuche. FDP-Bauexperte Klaus-Peter von Lüdeke will den Versprechungen der WBM, dass sie noch einen Mieter findet, nicht mehr so recht glauben. Für Barbara Oesterheld zeigt nicht nur das Beispiel Rathauspassagen, dass die WBM als Projektentwickler für Bauprojekte gescheitert ist. Sie forderte deshalb, dass sich Wohnungsunternehmen auf "ihr Kerngeschäft beschränken" sollten.



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story701315.html
Das ganze Land in Eberswalde
Morgen wird in der 750 Jahre alten Barnim-Kreisstadt der neunte Brandenburg-Tag gefeiert
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_88602.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story701316.html
Eberswalde: Info: Goldschatz
Der örtliche Verein für Heimatkunde will beim Brandenburg-Tag Unterschriften für die Rückführung des Eberswalder Goldschatzes sammeln. Mit den Listen möchte der Verein an die Regierung Russlands appellieren, den 1945 aus Berlin nach Moskau gelangten Goldschatz Deutschland zurückzugeben. Der 1913 entdeckte Hort ist etwa 3000 Jahre alt und sehr bedeutend. Er wird im Puschkin-Museum aufbewahrt. Eberswalde und Berlin besitzen Kopien. dpa/LR

trance-x
September 3rd, 2004, 12:02 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54070.html

Weil seine Pumpe stottert: Pilotenschein futsch
GREGOR GYSI Nach Herzproblemen darf er nicht fliegen
http://www.kattenhoefer.de/bilder/fame/gysi_fame.jpghttp://www.maennerpolitik.de/pds-gysi.jpg
Berlin - Schlimm, wenn man einem Mann wie Gregor Gysi (56) alles verbieten. Erst musste er wegen seiner Herzprobleme das Rauchen (drei Päckchen pro Tag) aufgeben, jetzt ist auch noch der Pilotenschein des PDS-Politikers futsch. Gysi: "Ich ärgere mich wahnsinnig!"

Vor einem Monat hatte Gysi zum zweiten Mal in diesem Jahr Herzprobleme, einen kleinen Schlaganfall. Ärzte setzten so genannte Stents, um die Gefäße zu weiten, damit das Blut wieder richtig fließen kann. "Mit drei Stents darf ich nicht fliegen", so der Anwalt, der gestern eine Biografie über Oskar Lafontaine (Joachim Hoell, Provokation und Politik, Verlag Lehrbach, 19,80 Euro) vorstellte. Doch die Luft lässt ihn nicht los: "Sobald ich wieder fit bin, gehe ich zu meinem Arzt im Friedrichshain, lasse mir die Flugtauglichkeit wieder bescheinigen."
http://www.nicolo-martin.de/images/gysicols1.jpghttp://www.buddy-baer.com/presse/foc25062001.jpg
Die Lafontaine-Biografie hält er übrigens für ein "interessantes Geschichtsbuch". Und: "Gregor Gysi und Oskar Lafontaine müssten sich in einer Partei eigentlich vertragen. Aber diese Frage stellt sich nicht, ich bin in der PDS, er in der SPD." Und er lobte Lafontaine: "Er hat nie versucht, mich zu bescheißen."



http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/fussball/54113.html

Noch fünf Tage bis zum Brasilien-Länderspiel
Hoeneß bittet Berlin: Seid nett zu Basti!
Klinsmann nominiert Deisler. Hertha-Fans kündigen an: "Es wird Pfiffe geben"
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/blk/2004-09-03.4161.big.sport.jpghttp://images.google.de/images?q=tbn:sbZvarnrdmUJ:http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/27/0,1369,2255099,00.jpghttp://www.vielklang.de/artists/nepper_schlepper/disco/hertha_rap/cover-480.jpg
Berlin - Es ist die Rückkehr des verlorenen Sohnes. Heute Abend wird Sebastian Deisler mit seinen Nationalelf-Kollegen in Berlin einschweben, soll am Mittwoch (20.45 Uhr/ ZDF) gegen Brasilien seinen Wiedereinstand im "Dress der elf Besten" feiern. Doch der Empfang, der ihm bei seinem Auswahl-Comeback droht, könnte zwiespältig werden.


Gerade in Berlin schaut man mit Argusaugen auf das "Supertalent." Nicht wenige haben ihm seinerzeitig den unschönen Abgang von Hertha zum FC Bayern extrem übel genommen. Michael Dötsch vom Fan-Klub "OFC Berlin", der sogar eine Jubel-Choreografie für den Knaller gegen den Weltmeister vorbereitet: "Ich denke, es wird Pfiffe geben. Deisler hat in Berlin nicht den besten Stand."

Bundestrainer Jürgen Klinsmann warb gestern bei der Vorstellung seines Aufgebotes in der Mercedeswelt am Salzufer für den sensiblen Münchner: "Ich kenne das doch. Ich bin von Stuttgart aus ins Ausland und danach zu den Bayern. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis die VfB-Fans mir das verziehen haben." Er freut sich grundsätzlich nur, dass Deisler zurück ist. "Gerade gegen Brasilien. Das Wort muss einem doch auf der Zunge zergehen. das reizt jeden Fußballer. Ob Fan oder Spieler", so Klinsi. Natürlich auch einen Sebastian Deisler, der Klinsi vor dessen Debüt in Wien (3:1) noch einen Korb gegeben hatte.

Ob Deisler von Beginn an spielt, ließ Klinsmann offen. Bewusst. Auch um den Druck von ihm zu nehmen: "Mal sehen, ob er zum Zuge kommt. Er muss aber merken, dass er wieder zur Gruppe dazu gehört, dass er ein Teil des Teams ist. Beim Neubeginn muss sich die Gruppe finden, das Team zusammengeschweißt werden. Da soll er seine Rolle zu beitragen."

Auch Hertha-Manager Dieter Hoeneß brach eine Lanze für Deisler: "Deutschland braucht die Besten. Und Deisler kann bei der WM 2006 ganz Deutschland helfen. Bei aller Enttäuschung, die man zuvor vielleicht mit ihm erlebt hat, man sollte ihn am Mittwoch unterstützen. Er hat genug gelitten", spielte er auf die vielen Verletzungen und überwundenen Depressionen des 24-Jährigen an.



http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54080.html
Lothar de Maizière - Ende eines Aufsichtsrates
Großes Verwirrspiel um die Hintergründe seines Rückzugs aus dem Amt
http://www.phoenix.de/imperia/md/images/kamingespr/4.jpghttp://www.berlinonline.de/berliner-kurier/_img/blk/2004-09-03.4156.big.berlin.jpg
Berlin - Er sehe keinen Grund, als Aufsichtsratsvorsitzender der medienport AG zurückzutreten. Das sagte Lothar de Maizière dem KURIER noch vor wenigen Tagen. Aber offenbar hat er seine Meinung geändert.

Nachdem der KURIER gestern auf der Titelseite über de Maizières seltsame neue Karriere berichtet hatte, verlautete nun aus seiner Kanzlei, dass er zwischenzeitlich sein Amt niedergelegt habe.
(...)

trance-x
September 4th, 2004, 01:08 PM
im palazzo republica siehts jetzt so aus! paddel paddel ... :yes:
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88655.jpg
Mit rund 300.000 Litern Wasser wurde die Ruine des Palastes der Republik in eine labyrinthische Fassadenstadt verwandelt, die Besucher mit dem Schlauchboot erkunden können
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701567.html


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701568.html

Schloss mit Palast-Festsaal?
Architekt des DDR-Vorzeigebaus will Debatte um Schlossaufbau neu entfachen - Förderverein winkt ab
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88656.jpg
Die Aktion "Volkspalast" im Palastes der Republik, die vor einer Woche begann und bis zum 11. November dauern soll, hat das monumentale Wahrzeichen der ehemaligen DDR erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Für Diskussionen sorgt derzeit ein Vorschlag des Architekten Manfred Prasser. Er will der Teile des Palast-Rohbaus wie den großen Festsaal in das künftige Schlossgebäude einbeziehen.

Prasser war seinerzeit einer der Architekten des Palastes und unter anderem auch beim Wiederaufbau des Schauspielhauses und des Alexanderplatzes beteiligt. "Ich begrüße den Bundestagsbeschluss, das Stadtschloss wieder aufzubauen", betont er, fordert aber, allein schon aus Kostengründen die konservierte Rohbaukonstruktion des Palastes auf jeden Fall in den Schlossbau einzubeziehen.

Für den Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Stadtschloss, Wilhelm von Boddien, steht hingegen fest: Berliner Stadtschloss und Palast der Republik passen einfach nicht zusammen, weder ästhetisch noch architektonisch. "Schloss und Palast haben einen ganz anderen Grundriss", sagt von Boddien und kann noch viele andere Gründe für den kompletten Abriss des Palastes ins Feld führen.

Bliebe der Festsaal erhalten, könnte der Schlüterhof nicht komplett wieder aufgebaut werden, lautet sein wichtigstes Argument. Gerade dieser Hof sei aber die wertvollste Architektur, die Berlin zurückgewinnen kann. Er müsse deshalb unbedingt originalgetreu wieder entstehen. Der Vorschlag von Prasser sehe hingegen lediglich das Schlütersche Portal vor. "Das widerspricht nicht zuletzt dem Beschluss des Bundestages, der sich ausdrücklich für den Schlüterhof ausgesprochen hat", betont der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss. Darüber hinaus ergebe sich schließlich auch ein finanzieller Mehraufwand, sollte der Palast teilweise erhalten bleiben, fügt er hinzu.

Dass die Diskussion um den Palast mit dessen Zwischennutzung noch einmal aufgeflammt ist, hat Wilhelm von Boddien vorausgesehen. "Ich habe trotzdem dafür gestimmt", sagt er. Mit der Schließung sei das Gebäude für viele zum Mythos geworden.

Die neuerliche Öffnung würde da einiges gerade rücken. Verständnis hat von Boddien auch dafür, dass Architekt Prasser sich für den Erhalt des von ihm konstruierten Festsaals einsetzt. Trotz allem gibt es für ihn zum Abriss des Palastes keine Alternative.

"Mir geht es nicht darum, kleinkariert um den Erhalt des Festsaals zu kämpfen", betont indes Architekt Manfred Prasser. Er wolle hingegen erneut eine grundsätzliche Bebauungsdebatte anregen. Mit dem Stadtschloss in der Mitte Berlins müsse die Hauptstadt Flagge zeigen und der Geschichte Rechnung tragen, zu der eben auch der Palast gehöre. Viel Schloss und wenig Palast hält Prasser deshalb für den richtigen Weg.

Wilhelm von Boddien geht nicht davon aus, dass noch einmal grundsätzlich über den Wiederaufbau des Schlosses diskutiert werden muss. "Der Bundestagsbeschluss ist verbindlich", sagt er, fest davon überzeugt, dass er die Mehrheit der Berliner hinter sich hat.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701563.html
Udo Lindenberg nominiert den Tränenpalast für Einheitspreis
Über prominente Unterstützung freut sich Marcus Herold vom Tränenpalast, der in seiner Existenz bedroht ist: Panikrocker Udo Lindenberg hat Herold und den Tränenpalast für den "Einheitspreis 2004" vorgeschlagen.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/pix/berliner_mauer/traenenpalast.jpghttp://62.154.248.93/krebskongress2002/bilder/traenenpalast2.jpg
Der mit 40 000 Euro dotierte Preis wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung in den Kategorien Lebenswelten, Medien, Jugend und Kultur ausgelobt. Den Juryvorsitz hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD). "Udo Lindenberg hat Marcus Herold für die Kategorie Kultur vorgeschlagen", bestätigt Julie Weigold von der Triad Projektgesellschaft Berlin, die das Verfahren im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung managt. Die Preise werden am 2. Oktober in Erfurt verliehen.
http://www.storyal.de/sto1999/story1999/Bilder/ddr19.jpg
"Es ist wichtig, dass der Tränenpalast in unserer bunten Republik erhalten wird", sagt Udo Lindenberg. Er sei ein unverzichtbares Zeugnis der deutsch-deutschen Geschichte. "Und außerdem macht der Marcus ein gutes Programm", so der Sänger. Herold fühlt sich geehrt. "Die Nominierung hilft uns bei unserem Bemühen, eine seriöse Lösung für unser Problem zu finden", sagt der Kulturveranstalter und freut sich "dass unsere Arbeit gewürdigt wird".

Herold betreibt seit 14 Jahren ohne Subventionen den Tränenpalast am Reichtagufer 17. Das Land Berlin hat bei einem Grundstücksdeal am so genannten Spreedreieck Ende 2000 fälschlicherweise 200 Quadratmeter Land mitverkauft, das der Deutschen Bahn AG gehört. Der Käufer des Gesamtgrundstückes fordert Schadenersatz in Millionenhöhe und zwei Nachbargrundstücke, die direkt an den denkmalgeschützten Tränenpalast angrenzen. Herold hat ein Vorkaufsrecht auf den Tränenpalast und bekam ein Kaufangebot vom Liegenschaftsfonds, dass sein Anwalt als "sittenwidrig" einschätzt. So soll Herold auf alle Schadenersatzansprüche während der Bauarbeiten des Nachbarn verzichten.

trance-x
September 4th, 2004, 01:13 PM
und so siehts derzeit am holocaust-mahnmal aus ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_88654.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701561.html
(...) Am Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas steht nach etwas mehr als eineinhalb Jahre die Hälfte der 2751 geplanten Betonstelen. Bereits jetzt ist das Feld aus grauen Quadern eines der meist fotografierten Motive der Stadt, je nach Standort bietet es immer neue Perspektiven. Am Rande des etwa vier Fußballfelder großen Areals ragen die Quader nur etwa eine Handbreit über den Boden hinaus, ganz langsam wachsen sie in die Höhe, während sich gleichzeitig der Boden absenkt.

Die Besucher können entscheiden, wie weit sich in die ein Meter breiten Schluchten zwischen den Stelen, die am tiefsten Punkt des Geländes vier Meter in die Höhe ragen, begeben wollen. Im hinteren Teil des Areals und damit für die meisten Passanten zunächst kaum sichtbar entsteht der unterirdische "Ort der Information", in dem Daten des Holocausts sowie Millionen von Einzelschicksalen dokumentiert werden sollen.
(...)

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701506.html
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88643.jpg .. Gesine Schwan+Peter Eugen=verheiratet
Exakt um 15.40 Uhr gab gestern Nachmittag die frühere Bundespräsidenten-Kandidatin Gesine Schwan, 61, ihrem Lebensgefährten Peter Eigen, 65, das Jawort. Die ökumenische Trauung vollzogen der evangelische Pfarrer Jonas Weiß-Lange und sein katholischer Kollege Josef Rudolf in der Evangelischen Kirche An der Rehwiese in Nikolassee. Die strahlende Braut trug ein cremefarbenes Seiden-Ensemble; bestehend aus einem festlichen, langen Rock, passender Stola und einem schulterfreien Corsagen-Oberteil in einem dunklen Rotton. Wie man hört, wurde das Hochzeits-Outfit so ausgesucht, dass es später auch zu anderen Gelegenheiten getragen werden kann.

Zu den Hochzeitsgästen zählten neben anderen Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Historiker Arnulf Bahring, Isa Gräfin Hardenberg und [/b]Friede Springer[b].

Anschließend wurde eine große Party im Haus und Garten der Braut mit 300 Gästen gefeiert. Am Sonntag geht es nach Rhodos (Griechenland) in die Flitterwochen.

Gesine Schwan hatte sich an ihrem Geburtstag, am Vorabend der Bundespräsidentenwahl, mit dem 65-jährigen Eigen verlobt. Für beide ist es die zweite Hochzeit, beide hatten ihre ersten Ehepartner durch Krebs verloren. Beide sind Nachbarn in Nikolassee.

trance-x
September 4th, 2004, 01:36 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701508.html

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88642.jpg
Gastredner Michel Friedman, umringt von Wizo-Ladies

Wizo-Gala (Womens International Zionist Organisation)
Dutzende Damen hatten am Donnerstagabend im Savoy-Hotel an der Fasanenstraße Augen für nur einen einzigen Mann. Als der dann endlich - braun gebrannt und wie immer strahlend - anlässlich der diesjährigen Wizo-Gala (Womens International Zionist Organisation) erschien, hier ein Küsschen verschenkte, dort freundschaftlich umarmte, raunten und flüsterten die Ladies einvernehmlich: "Er sieht fantastisch aus, die Ehe bekommt ihm blendend!".

Michel Friedman (Foto), Gastredner auf dem jährlichen Wohltätigkeitsevent, bei mit 500-Euro-Spenden bedürftigen Kindern in Israel zu Kindergartenplätzen verholfen wird, lächelte nur selig, als ihm das Tuschelthema des Abends zugetragen wurde. "Das ist ja schon was, wenn Michel weder dementiert noch kommentiert", sagte Filmproduzentin Regina Ziegler augenzwinkernd.

Berlins Wizo-Vorsitzende Michal Gelermann präsentierte derweil die schwarzlederne Bikerjacke vom Showmastergott Thomas. Die Ladies und ihre männlichen Begleiter, darunter Schauspielerin Brigitte Grothum und Ehemann Manfred Weigert, Kollegin Barbara Schöne in Begleitung von Hubert von Brunn boten eifrig mit: 3000 Euro brachte das exklusive Stück, die jetzt zusätzlich für soziale Projekte ausgegeben werden können. Überraschungsgast des Abends war Komiker Otto Waalkes, der spontan zum Mikro griff und einige Lieder zum Besten gab.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701503.html
... Leute ... Leute ...
Er ist der George Michael der Türkei: Während seine Fans gestern Nacht von ihm träumten, sollte der türkische Pop-Star Tarkan (32) in Berlin ankommen.
http://perso.club-internet.fr/rbeaufor/images/tarkan.jpghttp://www.psikopat.bz.tc/images/Ufaklik%20Tarkan.jpg
Heute Abend um 21 Uhr steht Tarkan, der mit seinem Knutschlied "Simarik" ("Verwöhntes Gör") bekannt wurde (...) Der Sänger, der in New York lebt, ist mit einer Anwältin liiert, die in Istanbul wohnt: "Irgendwann werden Bilge und ich heiraten."

Neue Runde im Karussell der Spitzenköche: Am 15. September bittet Küchenchef Renée Conrad zur Eröffnung des Restaurants "Vivo" im Grand Hotel Esplanade am Lützowufer. Conrad machte sich einen Namen als Mann der schnellen Wechsel: Auf das "Parc fermé" im Moabiter Meilenwerk folgte ein Abstecher nach Wuppertal, davor holte er im "Facil" den ersten Stern. Der Küchenchef des neuen "Vivo" gönnt sich am Wochenende mit seiner Familie einen Kurzurlaub. Ab Montag läuft dann das "Probekochen". Das wird gemacht, damit der Küchenchef und sein Team etwa testen können, welche Hitze der neue Herd entwickelt. Wie Conrad kocht? Leicht, mediterran, mit Meersalz. Zylindrisch geschnittene Selleriestückchen kommen bei ihm jedenfalls nicht auf den Teller.

Die Mutter von Schwimmerin Franziska van Almsick freut sich, dass ihre Tochter die Karriere beendet hat. "Wir waren insgesamt froh, dass es einfach zu Ende ist, dass einfach dieser Druck raus war", so Jutta van Almsick in "Leute am Donnerstag" im RBB. "Franzi" werde "keine großen Wettkämpfe mehr schwimmen, und ich werde nie mehr dasitzen müssen, und das Herz schlägt mir oben heraus".

***

Der britische Wein-Guru Michael Broadbent kommt zur Messe "GutsWein". Er testet bei Daimler-Chrysler Services deutsche Weine.

***

Stars for free
In der Wuhlheide treten beim Konzert "Stars for free"
Patrick Nuo,Sabrina Setlur und Alexander auf.

trance-x
September 4th, 2004, 03:31 PM
http://www.wams.de/data/2004/08/29/325306.html?s=1

Auf dem Weg zur Gourmet Metropole
http://www.venere.com/de/berlin/swissotelberlin/immagini/est.jpghttp://www.tagungshotel.com/bilder/1029930348-homefoto-detail6.jpghttp://www.tagungshotel.com/bilder/1029930348-homefoto-detail3.jpg
linke Pics: "Swissotel" mit Dachcafe und Restaurant ...

Die Berliner Gourmet-Szene entwickelt sich zur besten in ganz Deutschland. Nirgendwo sonst gibt es so viele erstklassige Restaurants. Aber auch nirgendwo sonst dreht sich das Karussell der Köche so schnell, schließen gute Restaurants im Handumdrehen, eröffnen andere, noch extravagantere, um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen.

Morgen kürt "Partner für Berlin" die besten Köche, Maîtres und Sommeliers der Hauptstadt. Wir nennen die heißesten Kandidaten für die renommierte Auszeichnung "Berliner Meisterköche" und nennen unsere ultimativen Luxus-Restaurants des Jahres 2004.

http://www.precisionreservations.com/ph-aspx-hotel_id.11134-db-hoteldatabase/images/HotelPhotos/HotelFac11134.jpghttp://www.precisionreservations.com/ph-aspx-hotel_id.11134-db-hoteldatabase/images/HotelPhotos/Hotel11134.jpghttp://content.onlineagency.com/sites/133/images/four-seasons-berlin-ext.jpghttp://www.gop-hotels.com/bilder_html/referenzen/Berlin-4-seasons.jpghttp://63.75.186.43/ImageServer/6/67870/67870_LOBBY_01_M.jpg
linke zwei Pics: Hotel Intercontinental ... rechte drei Pics: Four Seasons von Innen

Zu den Besten der Besten gehört derzeit das "Hugos" im "Hotel Intercontinental". Das elegante Restaurant mit Weltstadtflair im 13. Stock gewinnt von Jahr zu Jahr an Qualität. Bereits 2003 wurde es im "Feinschmecker" zum besten Restaurant Deutschlands gekürt. Chefkoch Thomas Kammeier ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern lässt sich von der phänomenalen Aussicht auf Regierungsviertel und Potsdamer Platz inspirieren. Der unprätentiöse Kammeier ist der Favorit auf den Titel des "Berliner Meisterkochs". Zusammen mit dem immer vergnügten Maître Olaf Rode präsentiert er höchstes Niveau.

Ein weiterer herausragender Koch ist Tim Raue, der in diesem Jahr den größten Entwicklungssprung machte. Im Design-Restaurant "44" im "Swissotel" - übrigens ebenfalls wie das "Vau" vom Architekten Meinhard von Gerkan entworfen - legt er einen furiosen Start hin. Sicherlich auch, weil seine Frau Marie seit kurzem den Service optimiert. Der Blick von der Terrasse auf den Kurfürstendamm ist fulminant. Die Speisekarte vereint Moderne und Klassik - links die "Evolution", rechts die "Tradition".

Der größte Verlierer des Jahres ist Gourmet-Philosoph Drew Deckman im "Four Seasons". Wegen der bevorstehenden Übernahme des Hotels durch die Regent-Gruppe fiel er aus den Wertungen der Gourmetführer. Regent sichert zwar den Erhalt des Restaurants zu, ein Konzept scheint die Gruppe aber noch nicht zu haben. Das ändert allerdings nichts an Deckmans derzeitiger Klasse - nie war das "Seasons" besser als jetzt.

http://www.beauty-hotels.com/images/hotels/37/01.jpghttp://eur.yimg.com/xp/wcities_photos/20011012/de9703th.jpghttp://alacarte.de/images/data/17/1g.jpg
Das "Schloßhotel" (Interieur by Karl Lagerfeld) in der Brahmsstrasse in Grunewald ...

Dieses Jahr gibt es noch weitere Veränderungen bei den Köchen der Luxus-Restaurants. Berlin zieht inzwischen Spitzenköche aus Hamburg und Düsseldorf an. So hat das "Schlosshotel" im Grunewald endlich einen würdigen Nachfolger von Sterne-Koch Christian Lohse gefunden. Der neue Küchenchef Jörg Behrend kommt aus dem "Louis C. Jacob", dem ersten Haus der Hansestadt Hamburg. Der 37-Jährige hat bereits erstklassige Unterstützung vom neuen Service-Team unter Leitung von Sebastian Grzechnik, der vom Edelitaliener "Ana e Bruno" herüberwechselte. Damit bringt Direktorin Uta Felgner den magischen Ort im Grunewald wieder in die richtige Spur.

http://www.berlinale.de/assets/en/service/hotels/Hotel_Liste/Esplanade_1.jpghttp://www.berlin-bei-nacht.de/orte/bilder/harlekin.jpg
Grand Hotel Esplanade ...

Das alte "Harlekin" im "Grand Hotel Esplanade" verändert völlig sein Gesicht. Ab dem 15. September heißt es "Vivo". Meisterkoch Renée Conrad hat nach vielen Irrwegen seinen Platz gefunden. Das "Vivo" wurde mit orangefarbenen Wänden und eleganten Designer-Lampen als eigenständiges Restaurant gestaltet. Conrad setzt verstärkt auf leichte und unkomplizierte Kost. "Hauptsache, das Restaurant ist voll, und die Leute haben Spaß beim Essen", sagt er selbstbewusst.

http://www.vau-berlin.de/grafik/speisen_bild.jpghttp://www.gmp-architekten.de/2projects/misc/com-vau.jpghttp://www.vau-berlin.de/grafik/home_bild.jpg
das "Vau" am Gedarmenmarkt ...

Das ist so leicht nicht. Die Branche verzeichnet monatliche Umsatzeinbußen von über zehn Prozent, aber nicht in den bekannten Szene-Restaurants der Luxus-Klasse. Zudem haben Berlins Gourmet-Tempel ein gutes finanzielles Überlebenspolster. Sie sind in den großen Fünfsternehotels untergebracht, ohne die sie nicht überleben könnten. Die Hotels werben mit dem Michelin-Stern der Restaurants - derzeit halten ihn das "Hugos", "Facil", "Vau", "Margaux", "Lorenz Adlon" und "First Floor". Nur zwei Top-Restaurants stehen allein, das "Vau" und das "Margaux".

http://www.s-erlebniswelten.de/images/news/Mageaux_bild1.jpghttp://www.elegant-lifestyle.com/BMargauxe.jpghttp://www.goldcard-berlin.de/partnerbilder/margaux.jpg
das "Margaux" am Pariser Platz ...

Das "Vau" von Kolja Kleeberg am Gendarmenmarkt ist der moderne Klassiker schlechthin. Geschmack pur, eine geradlinige Handschrift sowohl in der Küche als auch bei der Innenarchitektur. Im Sommer ist das Atrium regelmäßig ausgebucht und bietet eine ideale Showbühne für Super-Sommelier Hendrik Canis, der beste seines Fachs in der Stadt. Das "Margaux" am Pariser Platz hat seinen festen Platz. Michael Hoffmann reitet auch als neues Mitglied der "Jeune restaurateures" immer noch an der Spitze der Kochkunst-Avantgarde, teilweise vielleicht etwas zu ungestüm. Der Spaß bleibt, mit lässiger Eleganz ohne Provinzialität.

http://www.beisheim-center.de/bilder/immobilie/w-immo-ritzcarlton/bild-02.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,320389,00.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,320393,00.jpg
http://images.google.de/images?q=tbn:qi8Vzn-nwbQJ:hotels.about.com/library/photos/ger_ritzcarltonberlin/exterior.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,320391,00.jpghttp://www.reise-journalismus.de/album/ritzcarltonberlin/images1/Ritz-Carlton-Berlin08.jpghttp://www.luxair.lu/content/1/c4/10/65/Ritz-Carlton03.jpg
Ritz Carlton Impressionen mit "Vitrium", der Nobel-Brasserie etc. ...

Seit Anfang des Jahres ergänzt das "Vitrum" die Gourmet-Szene der Stadt. Anfänglich noch zögerlich, gibt sich Thomas Kellermann inzwischen entschlossener. Der Ritterschlag kam von Deutschlands Gourmet-Papst Wolfram Siebeck, der dort kürzlich den besten Hobbykoch krönte. Siebecks Fazit: "Die Berliner waren zu keiner Zeit als Feinschmecker bekannt. Das hat sich dramatisch geändert." Einziger Schwachpunkt des "Vitrum" bleibt der Service, den Gesumino Pireddu trotz aller Meriten nicht ganz im Griff hat - der Service ist zu steif, weiße Handschuhe sind nicht mehr zeitgemäß, das Ambiente zu dunkel. Der neue Hoteldirektor Rainer Bürkle, der gerade aus dem "Ritz-Carlton Istanbul" wechselte, wird hier nachjustieren.

http://www.hotels-of-berlin.com/madison/hotel.jpghttp://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/sponsoren/Madison.jpghttp://berlin.hotel-palace-berlin.tobook.com/photos/1911_first%20floor%20neu.jpghttp://www.gcb.de/images_new/locationpics/pic_111_1.jpg
linke Pics: Madison mit Gourmet-Restaurant "Facil" ... rechte Pics: Palace Hotel und das "First Floor"

Eine Oase in der Großstadt-Hektik ist das "Facil" im fünften Stock des "Madison" am Potsdamer Platz. Im Sommer vermählt sich das Licht des Himmels mit der frischen Luft der Terrasse. Glück entsteht, wenn die Speisen von Michael Kempf auf den Tisch kommen, der junge Zögling von Drei-Sterne-Meister Dieter Müller zeigt souveräne Klasse. Das "First Floor" im "Palace" ist ein Vorbild an Zuverlässigkeit, gediegene Atmosphäre des alten West-Berlins. Matthias Buchholz ist ein zupackender Koch, der auf die volle Unterstützung von Hotel-Direktor Kurt Lehrke setzen kann. Schade, dass das Davidoff-Gourmet-Festival von November auf das Frühjahr verlegt wurde.

http://estaticos.elmundo.es/especiales/2003/07/sociedad/destinos_literarios/berlin/imagenes/hoteladlon.jpghttp://www.hotel-adlon.de/images/galerie/images/12.jpg
http://www.hotel-adlon.de/images/galerie/images/13.jpghttp://www.hotel-adlon.de/images/galerie/images/35.jpg
Adlon, Restaurant Quarré, unten: Gourmet-Restaurant "Lorenz Adlon" ...

Kommen wir zum Restaurant "Lorenz Adlon". Frischen Wind bringt der österreichische Maître Gerhard Retter. Die Küchenleistung ist unter der Regie von Thomas Neeser exzellent - egal ob mit oder ohne Blattgold, das hier auf die Speisen kommt und am Jahresende mit neun Kilogramm bilanziert wird. Last, but not least: die Perle der Großstadt. Die "Quadriga" im "Brandenburger Hof" mit japanischem Garten. Der Neue am Herd, Bobby Bräuer, beginnt sich zu akklimatisieren.

Und ab November wird eine Idee der Berlin Tourismus Marketing GmbH für Furore sorgen. Der "Winterzauber", eine Aktion, die noch mehr Touristen in die Stadt locken soll: Christmas-Shopping und nebenbei gut essen gehen.


apropos: Grabmal des "Lorenz Adlon" (1849-1921), die Grabstelle für den Gründer des Hotels Adlon. Das Marmorporträtrelief im Mittelteil oben ist von Walter Schott ...
http://home.snafu.de/hartwig/friedhof/domfr_fr/dom025.jpghttp://www.fundus.de/images/Adlon_aqua_hist.jpg

http://www.hotel-adlon.de/de/hotel/geschichte/index.htm
http://www.hotel-adlon.de/images/lorenz.jpg
Lorenz Adlon, etwas Historie: Am 24. Oktober 1907 berichtete die Vossische Zeitung in Berlin: "Während des gestrigen Tages hatten Kaiser, Kaiserin, Prinzessinnen und Prinzen den prächtigen Hotelbau besichtigt und Herrn Adlon ihre Anerkennung des hier Geschaffenen in ehrendster Weise ausgesprochen." Mit diesem Tag begann die Geschichte des Hotel Adlon, das mit großer Unterstützung durch Kaiser Wilhelm II entstand und das sich innerhalb von drei Jahren zum schönsten und luxuriösesten Hotel der Welt entwickelte.

Gründer jenes Hotels war Lorenz Adlon, Sohn eines Schuhmachers aus Mainz. Sein Berufsweg führte ihn nicht direkt in die Hotellerie. 1872 beendete er zunächst seine erste Lehre, die Ausbildung zum Tischler.

Sein Lehrherr, die renommierte Mainzer Möbelfirma Bembé, übernahm später die Innenausstattung des Hotel Adlon. Doch schon während seiner Lehrzeit soll es Lorenz Adlon immer wieder in die Gastronomie gezogen haben. Bereits 1876 verdiente er sich während der Ausrichtung des rheinischen Schützenfestes erste Sporen bei der Leitung eines "Massenrestaurationsbetriebes". Während der Weltausstellung 1888 in Amsterdam war er Pächter sämtlicher Restaurationsbetriebe. Der Name "Adlon" erhielt erstmals internationale Bekanntheit. 1889 erwarb Adlon sein erstes Hotel, das "Mille Collones" in Amsterdam.

http://www.hotel-adlon.de/images/rafael.jpghttp://www.hotel-adlon.de/images/restaurant1.jpg
seinerzeit: Raffael, Großer Speisesaal im Adlon ...

Lorenz Adlon hatte zu dieser Zeit Mainz bereits verlassen und war Mitbürger Berlins geworden. 1880 erwarb er hier das berühmte Restaurant "Hiller" Unter den Linden 55. (Heute liegt dort das Café Einstein). 1885 expandierte er und erwarb die Zooterrassen im Zoologischen Garten, 1896 betrieb er anläßlich der Gewerbeausstellung in Berlin das "Hauptrestaurant von Adlon und Dressel" am Neuen See. Das zweite Standbein von Lorenz Adlon war seine Weinhandlung in der Berliner Wilhelmstraße mit - so erzählt man - über einer Million Flaschen.
(...)

trance-x
September 4th, 2004, 07:05 PM
http://www.wams.de/data/2004/08/29/325326.html
Filmreifer Ritterschlag
Der erste Schritt ist ein Sprung. So will es das Logo von "First Steps", dem Nachwuchs-Filmpreis, der am Dienstag im Theater am Potsdamer Platz zum fünften Mal vergeben wurde.
http://images.derstandard.at/20040825/0zz.jpghttp://www.columbiatristar.de/event/images/21_5.jpghttp://mainz-online.de/on/98/11/22/topnews/borsody.jpghttp://62.206.56.16/S_Specials/rudnikneu/KVSchop01405.jpg
Die Newcomer trafen dort auf die Arrivierten ihrer Branche: Top-Schauspieler wie Suzanne von Borsody und Barbara Rudnik, erfolgreiche Produzenten wie Bernd Eichinger (Constantin Film) und gefragte Regisseure wie Oskar Roehler und Doris Dörrie. Der First Steps Award ist Ritterschlag und Ansporn. Und die Zukunftssicherung einer Branche.

Der mit 25 000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von Filmbranche und Wirtschaft gestiftet. In verschiedenen Kategorien werden die besten Abschlussarbeiten aus deutschen Filmhochschulen prämiert. Ausgezeichnet wurde der Film "Katze im Sack" von Florian Schwarz. Der Streifen sei eine Wundertüte der Möglichkeiten und zeige zahlreiche Bezüge und Bedeutungsebenen, wertete die Jury. In der Kategorie Kurzfilm gewann Ralph Etter mit dem Film "Wackelkontakt". Den Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten erhielt Markus Mörth mit "Allerseelen".


homePage des Awards: http://www.firststeps.de

http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/dc/tp:vol:news-nachrichten/cn/common-news-20040825-054000_000014/nav/prev
Preis für Markus Mörth bei "First Steps Awards"
Berlin (APA/dpa) - Der Grazer Markus Mörth ist am Dienstagabend in Berlin bei den "First Steps Awards" für Nachwuchsfilmemacher für "Allerseelen" mit dem Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten ausgezeichnet worden. Der Film "Katze im Sack" von Florian Schwarz wurde mit dem "First Step Award" ausgezeichnet.

Bei der Verleihung im Filmtheater am Potsdamer Platz nahmen zahlreiche Vertreter aus Medien und der Filmbranche teil. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von Filmbranche und Wirtschaft gestiftet.

In verschiedenen Kategorien werden die besten Abschlussarbeiten aus deutschen Filmhochschulen prämiert. Der Film von Florian Schwarz sei eine "Wundertüte der Möglichkeiten" und zeige zahlreiche Bezüge und Bedeutungsebenen, wertete die Jury.

Der Film siegte in der Kategorie abendfüllende Spielfilme. Er zeigt 24 Stunden der Protagonisten, deren Wege sich in einer Karaoke- Bar kreuzen. In der Kategorie Kurzfilm gewann Ralph Etter mit dem Film "Wackelkontakt". Als bester Dokumentarfilm wurde "Janine F." von Teresa Renn ausgezeichnet. Der Preis für den besten Werbespot ging an Frieda Wittich für "Mc Donnalds keine Gegenfrage". 211 Filme hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Insgesamt wurden Preisgelder in einer Höhe von 72.000 Euro vergeben.

Tausende Besucher beim Berliner Suppenfestival «fête de la soupe»
http://www.quartiersmanagement-berlin.de/et_dynamic/page_files/100_bigpic.jpg?1092826660
Berlin (dpa/bb) - Suppenschüsseln und Suppenlöffel prägten am Samstag das Bild im Kreuzberger Wrangelkiez. Tausende Gäste besuchten dort die «fête de la soupe» - das erste Berliner Suppenfestival. Schon am Nachmittag löffelten nach Angaben der Organisatoren etwa 5000 Menschen eine der 90 verschiedenen Suppen, bis zum Abend wurde mit mindestens 10 000 Besuchern gerechnet. Neben den Suppen, die durchweg kostenlos verteilt wurden, wurde den Gäste auf drei verschiedenen Bühnen ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten.
ps: die Suppen sind uebrigens kostenlos und werden ausgeteilt, solange der Vorrat reicht ...
http://www.quartiersmanagement-berlin.de/index/100/

Ministrantentag in Berlin gefeiert
Berlin (dpa/bb) - Mehr als 400 Messdiener haben am Samstag in Berlin auf Einladung des Erzbistums einen Ministrantentag gefeiert. Wie das Berliner Erzbistum am Samstag mitteilte, sollte auf diesem Wege den etwa 1700 jungen Menschen gedankt werden, die Woche für Woche ihren Dienst am Altar leisten. Für die Ministranten im Alter von 10 bis 23 Jahren wurden ein gemeinsamer Gottesdienst und ein buntes Unterhaltungsprogramm veranstaltet. Aufgabe der Messdiener ist es, den Priestern beim katholischen Gottesdienst zur Hand zu gehen.

Akademie-Präsident Muschg begrüßt Köhler-Vorschlag
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Akademie der Künste hat den Vorstoß von Bundespräsident Horst Köhler begrüßt, eine zentralen Ausstellung mit den bedeutendsten Kunstwerken der hauptstädtischen Museen einzurichten. Dies sei «ein wichtiger Vorschlag», sagte Akademie- Präsident Adolf Muschg am Samstag im DeutschlandRadio Berlin. Angesichts des Erfolgs der Berliner MoMA-Schau müsse es mehr vergleichbare Gelegenheiten geben, um Kunst zu erleben. Schon jetzt könne sich Berlin aber mit den großen Kulturmetropolen vergleichen.

Fans feiern Werner-Festival am Lausitzring - Heiße Wettrennen
http://www2.morgenpost.de/z/newsticker/p/Werner_7019432.onlineBild.jpg
Der Autor der Comic-Figur «Werner», Rötger «Brösel» Feldmann, zu Beginn eines Konzerts mit Rockbands auf der Bühne am Lausitzring.
schließen

Klettwitz (dpa/bb) - Für Motorrad- und Musikfans aus ganz Deutschland ist der Lausitzring im Süden Brandenburgs an diesem Wochenende der ultimative Treffpunkt. Zur Halbzeit des dreitägigen Festivals «Werner - das Rennen 2004» am Samstag konnten sich die Liebhaber von heißen Öfen bei schönem Spätsommerwetter auf ein umfangreiches Rennprogramm freuen. Seit dem Vormittag gab es unter anderem Wettrennen von schnellen Dragster-Geschossen und Sprünge mit Motocross-Maschinen. Zudem heizten Bands den Besuchern ein.


http://www.wams.de/data/2004/08/29/325323.html
Arthur Cohn und die Königliche Hoheit
von Franziska von Mutius
http://www.ganz-muenchen.de/Media/bilder%20kinofilm/2003/diva03/quer_mm1/diva03mlm1_q080cohn.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/specials/bambi/img/veronika.jpghttp://vg.no/bilder/bildarkiv/1078099580.96858.jpg
Arthur Cohn, Veronica Ferres und Alexandra Christmann (mit ihrem Gatten Ben Kingsley, der somit mit einer Berlinerin verheiratet ist) ...

"Wir ziehen zusammen", scherzte Alexandra Christmann und nahm ihre Freundin Veronica Ferres in den Arm. Die Ehefrau von Oscar-Preisträger Ben Kingsley kam Mittwochabend zur Deutschland-Premiere des französischen Kinohits "Die Kinder des Monsieur Mathieu" aus London und in Begleitung ihrer Münchner Freundin Ferres in das Verlagshaus Axel Springer. In der Ullstein-Halle präsentierte der Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn seinen neuen Streifen, der am 2. September bundesweit in den Kinos anläuft. Der Film hat in Frankreich binnen kürzester Zeit mehr als sieben Millionen Zuschauer begeistert. "Das ist der beste Beweis dafür, dass man nicht zwischen Großproduktionen und kleinen Filmen unterscheiden kann. Es gibt nur gute und weniger gute Filme", sagte Cohn.

Sein Werk war auch in der Berliner Gesellschaft Gesprächsstoff. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper hatte sich schon tagelang auf die Vorführung gefreut. "Der Film handelt ja von einem arbeitslosen Musiker, der eine Anstellung als Erzieher in einem Internat für schwer erziehbare Jungs bekommt. Mit Hilfe der Musik gewinnt der Lehrer das Vertrauen seiner Schüler", sagte die Politikerin. "Ich habe früher im Gymnasium in Halle im Chor gesungen. Dort habe ich gelernt, dass musische Talente, wenn sie gefördert werden, sehr hilfreich bei der Werte-Erziehung sind." Kürzlich sei sie zum Musizieren in ihre alte Heimat gefahren, erklärte die Politikerin weiter. "Ich habe mich zum Mitsingen im Bach-Chor gemeldet."

Die FDP-Frontfrau traf im Verlagshaus Axel Springer auf interessante Gesprächspartner. Altkanzler Helmut Kohl, "Spiegel"-Chef Stefan Aust, Ihre Königliche Hoheit, die Begum Inaara Aga Khan, und deren Mutter Renate Thyssen-Henne, Friede Springer, Israels Botschafter Schimon Stein, Caterer Klaus Peter Kofler, Hotel-Direktorin Tini Gräfin Rothkirch (Dorint Sofitel) oder Alexandra Kamp mit ihrem Lover Tertius Meintjes.

Manch einem der Gäste war sogar eine kleine Anekdote zur eigenen Musikalität und zur Schulzeit zu entlocken. "Ich war früher bei den Schaumburger Märchensängern", erzählte Regina Ziegler, selbst Filmproduzentin. "Im Alter von 14 kam ich leider in eine andere Stimmlage. Da es nicht mehr so gut klang, halte ich mich bis heute beim Singen zurück."
http://www.n-tv.de/img/?xsize=220&sharpen=1&src=/images/199904/50326_handelsblatt.jpghttp://berlin-ne.ws/Images/berlinnews261104.jpghttp://www.maike-tatzig.de/Auktion/filali.jpg
Börsen-Expertin Carola Ferstl plauderte stolz: "Ich habe zehn Jahre lang in der Kantorei gesungen. Da haben wir sogar das schwierige Weihnachtsoratorium aufgeführt." Figaro Udo Walz erinnerte sich: "Mein Musiklehrer war furchtbar. Er hat mich sogar mal geohrfeigt. Doch das Singen konnte er mir nicht verleiden." Im Chor singt Udo heute nicht mehr. Aber unter der Dusche. Das wiederum lässt Schauspielerin Yasmina Filali: "Ich treffe keinen Ton."

trance-x
September 4th, 2004, 08:04 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701507.html

Peter Raue bekommt die "Goldene Ente"
Premiere bei Pomp Duck and Circumstance
"Das hat er wirklich verdient. Toll, was dieser Mann für die Berliner Kultur getan hat!" Diese Worte hörte man am Donnerstagabend im proppevollen "Pomp-Duck-and-Circumstance"-Zirkuszelt besonders oft. Sie galten einem Gast unter den 400 Geladenen bei der gefeierten Premiere von Hans-Peter Wodarz' neuem Programm "Köche, Krone, Kritiker": Peter Raue, der Mann, der hinter der MoMA-Schau steht und mit seiner Hartnäckigkeit Europas erfolgreichste Kunstausstellung erst möglich machte, bekommt für seinen Verdienst an der Kulturstadt Berlin die "Goldene Ente" von Pomp Duck und dem Berliner Verlag im Februar 2005 verliehen. Wodarz: "Sonst heben wir uns die Entscheidung stets bis zum Jahresende auf. Aber diesmal war sonnenklar, dass der Preisträger nur einer sein kann."
http://www.pompduck.de/pduck.nsf/files/bg/$file/start_top01.jpg
http://www.pompduck.de/pduck.nsf/files/bg/$file/start_top02.jpg
Hollywood-Muskelmann Ralf Moeller und Musical-Mogul Michael Kunze stießen mit Wodarz zugleich auf eine langjährige Freundschaft an. Kunze gar auf 30 Jahre. Noch etwas schüchtern auf dem gesellschaftlichen Parkett: Judo-Olympiasiegerin Yvonne Böhnisch. Magier Nathan Silbermann entpuppte sich als ihr größter Fan des Abends. Hertha-Trainer Falko Götz (kam mit Ehefrau Rita) genoss den Vier-Stunden-Abend als willkommene Abwechslung vom Fußballgeschehen. ZDF-Moderatorin Heike Maurer (brachte ihre neue Liebe Ralf Immel mit, Finanzchef einer Werbeagentur) bestätigte schmunzelnd, dass in ihrer Zweierbeziehung durchaus die Liebe durch den Magen geht. Immel: "Leider kann ich nicht kochen, verwöhne meine Heike dafür am Wochenende mit einem ausgiebigen Sektfrühstück."

Entertainer Max Raabe, der für seine undurchsichtige Miene bekannt ist, bewies Humor, machte bei einer Polonäse mit. Andere Gäste äußerten hinter vorgehaltener Hand, dass sie froh darüber sind, nicht an den vorderen Tischen zu sitzen, wo die Gefahr groß ist, ins Programm mit eingebaut zu werden . . .

Malerin Elvira Bach machte "in Familie", genoss den Abend mit Ehemann und Sohn. Weitere Gäste, die bis frühmorgens weiterfeierten: Designer Thorsten Ampft (entwarf Wodarz neues Pomp-Duck-Jackett), Caroline Beil, Gerit Kling, Artur Brauner, MDR-Intendant Udo Reiter ("Ein Spitzenprogramm"), seine RBB-Kollegin Dagmar Reim, und "Lindenstraßen"-Star Annemarie Wendl.

homePage:: http://www.pompduck.de

trance-x
September 4th, 2004, 09:05 PM
http://home.snafu.de/hartwig/friedhof/dorst_fr/dor066.jpghttp://home.snafu.de/hartwig/friedhof/brgms_fr/bgm197.jpg
http://home.snafu.de/hartwig/friedhof/domfr_fr/dom024.jpghttp://home.snafu.de/hartwig/friedhof/hltor_fr/hlt056a.jpg

trance-x
September 5th, 2004, 10:08 AM
http://heiku_berlin_kreuzberg1.20six.de/nextEntries/juea3pgwkohe
http://heiku_berlin_kreuzberg1.20six.de/pub/HeiKu_Berlin_Kreuzberg1/47_Gencekondu.jpg
Das Gecekondu am Bethaniendamm in Kreuzberg
Gecekondus werden in der Türkei meist über Nacht gebaute, illegale Häuser genannt, in denen Menschen aus den ländlichen Regionen Unterkunft finden.

Der Erbauer dieses Hauses am Bethaniendamm heißt Osman Kalin, ein gebürtiger Türke mit langem, weißem Bart. 1982 hatte er begonnen, auf dem Niemandsland zwischen Mauer und West-Berlin sein Gemüse zu ziehen und Schicht für Schicht eine Laube aufzubauen. Kurz nach dem Mauerfall übergaben DDR-Grenzpolizisten Kalin ein amtliches Dokument, in dem sie erklären, dieses Land sei ihm übereignet worden. Rechtlichen Bestand hat das Papier nicht, aber bis heute werden Kalin und sein Gecekondu von den Behörden geduldet.

sebastian c
September 5th, 2004, 01:29 PM
Hmmm....man kann jedenfalls nicht behaupten dass in Berlin nichts los wäre...

Max BGF
September 6th, 2004, 09:51 PM
Hmmm....man kann jedenfalls nicht behaupten dass in Berlin nichts los wäre...Andererseits kann man behaupten, daß nichts von Belang los ist.

trance-x
September 7th, 2004, 06:31 AM
Andererseits kann man behaupten, daß nichts von Belang los ist.
fuer dich nichts, meinst du. fuer andere ja durchaus.
aber erzaehl doch mal, wo fuer dich etwas mit belang los ist? ;)

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701869.html


Aids-Gala: Vergessen ist ansteckend ...
Reminders-Day-Preisverleihung mit rund 1000 Gästen im Roten Rathaus - Gedenken an Irina Pabst
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88746.jpg
Modischer Blickfang auf der Gala im Roten Rathaus: Model Yvonne Hölzel im Abendkleid aus fließender Seide mit Wasserfall-Ausschnitt

Rote Barhocker, weiß gedeckte, runde Stehtische, gemütliche Sitzecken, mehrere Büfetts und Getränkebars, eine Bühne mit Live-Programm und prominente DJs wie Cameron Douglas, 25, der älteste Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas: Im Roten Rathaus war am Sonnabend Partytime angesagt. Allerdings hatte der Abend mit rund 1000 festlich gekleideten Gästen einen ernsten Hintergrund. Geladen war zur Reminders Day Aids-Gala unter dem Motto "Vergessen ist ansteckend".

Wichtigster Teil der Veranstaltung, die im Wappensaal und im Großen Festsaal des Roten Rathauses stattfand und das ehrwürdige Gebäude für einen langen Abend zur Partymeile werden ließ, war die Verleihung des "ReD-Award 2004" an den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela und den Südafrikaner Zackie Achmat stellvertretend für die Treatment Action Campaign (TAC), die größte Nichtregierungsorganisation Afrikas gegen die Immunschwächekrankheit Aids.

Weil der 86-jährige Mandela aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Berlin kommen konnte, war ihm die Auszeichnung per Post geschickt worden. Der Nobelpreisträger bedankte sich in einem Brief: "Ich bin sehr glücklich, diese Ehrung im Namen von Millionen Menschen empfangen zu dürfen." Weiter schrieb Mandela, "wir alle sind gemeinsam verantwortlich, diese Epidemie einzudämmen und letztendlich auszurotten". Dagmar Wöhrl, Unternehmerin und CSU-Politikerin, betreut seit 14 Jahren vier Waisenhäuser mit Aids-infizierten Kindern, eines davon in Afrika. "Ich habe auch Mandela getroffen, bewundere sein großes Engagement", sagte sie.

Sänger Werner Böhm ("Gottlieb Wendehals"), der mit seiner Frau Susanne und sieben Kilo leichter aus Hamburg nach Berlin kam: "So eine Veranstaltung ist ganz wichtig. Ich möchte vor allem dabei mithelfen, den Jugendlichen klar zu machen, dass One-Night-Stands keine Spaßabteilung sind." Weitere Gäste der Gala, durch die TV-Moderatorin Jessica Witte-Winter und Comedian Thomas Hermanns führten: SPD-Politiker Walter Riester, Columbia-Tristar-Deutschlandchef Martin Bachmann, Maler Jürgen Draeger, Star-Visagist René Koch und Schauspielerin Gerit Kling, die von einer Party zur nächsten zog - vom Rathaus zum "Hexen"-Premierenempfang im Friedrichstadtpalast.

Die bisherigen Preisträger des "Reminders Day Award" waren Benefiz-Lady Irina Pabst, Schauspielerin Judy Winter und Modedesigner Wolfgang Joop. Für die im Mai dieses Jahres im Alter von 76 Jahren verstorbene Irina Pabst, oft als "Engel der Aidskranken" bezeichnet, fand Inga Griese-Schwenkow, eine enge Freundin, bewegende Worte der Erinnerung. Sie endeten mit: "Nicht das Ende ist ihr Vermächtnis. Sondern ihr Sein und die Aufforderung, dass es immer an uns selbst liegt, etwas zu tun. Und dass wir froh sein sollen, wenn wir etwas tun können."



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701871.html

Tom Hanks zeigt seiner Frau das Pergamon-Museum

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88747.jpg
Gestern früh, 10 Uhr. Hollywoodstar Tom Hanks und seine Ehefrau, die Schauspielerin Rita Wilson, landen mit ihrem Privatjet auf dem Flughafen Tempelhof. Eine Limousine bringt das Paar in das Hotel Adlon am Pariser Platz. In seiner Suite mit Blick auf das Brandenburger Tor stehen für den Schauspieler eine riesige Obstschale und das bestellte Mineralwasser bereit.

Hanks, der in der deutschen Hauptstadt gestern und heute einen Interview-Marathon zur Flughafen-Komödie "Terminal" (Regie: Steven Spielberg, ab 7. Oktober in den deutschen Kinos) absolviert, repräsentierte lässige Eleganz. Zum grau-schwarzen Anzug trug Hanks ein Hemd ohne Krawatte. Mit 16 Jahren verließ Hanks sein Elternhaus in Reno und verdiente sich sein Geld als Bühnenbeleuchter und Kofferträger. 1980 schaffte er den Einstieg ins Filmgeschäft. Für seine Rollen als homosexueller Aidskranker ("Philadelphia") und als "Forrest Gump" erhielt er zweimal hintereinander den Oscar.

"Terminal" fiel bei den Kritikern des Filmfestivals in Venedig in diesen Tagen durch. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte: Ein Iraner lebt seit 16 Jahren auf dem Pariser Flughafen. Bei Spielberg kommt der Mann (Hanks) aus einer ehemaligen Sowjetrepublik, landet in New York und spricht kein Wort Englisch.

Nach Venedig und einem Zwischenstopp beim Festival des amerikanischen Films im französischen Deauville macht Hanks für den Film jetzt in Berlin Werbung: Nach der ersten Interview-Schicht standen gestern am späten Nachmittag für ihn und seine Ehefrau Rita Sightseeing auf dem Terminkalender: unter anderem ein Spaziergang über den Gendarmenmarkt, ein Abstecher ins Pergamon-Museum, das er bereits vor eineinhalb Jahren besuchte.

Hanks kennt sich bestens in Berlin aus, kam schon mehrfach an die Spree, zuletzt wegen der geplanten Verfilmung des Lebens von Dean Reed. Der Sänger und Schauspieler siedelte 1972 aus den USA in die DDR über. Für seine Recherchen traf Hanks im Guy am Gendarmenmarkt damals Egon Krenz. Sein eigentliches Berliner Stammlokal ist aber das Borchardt. Restaurantleiter Rainer Möckel und Oberkellner Pavlo begrüßt Hanks inzwischen wie alte Bekannte.

trance-x
September 7th, 2004, 06:45 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701870.html

Verein Innocence in Danger bittet 400 Gäste zum Brunch für einen guten Zweck
Benefiz ist en vogue. Kaum eine Veranstaltung, die sich nicht mit dem Charity-Gedanken schmückt. Im vergangenen Jahr feierte die Gesellschaft erstmals die Gala "Innocence in Danger" gegen sexuellen Missbrauch und gegen die Verbreitung kinderpornographischen Materials im Internet. Diesmal wird zum Brunch geladen.

Den Veranstaltern kam es schon bei der Gala nicht nur auf schöne Kleider an: Nachdem das Tafelsilber abgeräumt worden war, ging die Arbeit weiter. Im Ehrenkomitee der deutschen Sektion des Vereins "Innocence in Danger" engagieren sich auch Regisseur Volker Schlöndorff, Brigitte Oetker, Filmproduzentin Regina Ziegler, Kunstmäzen Friedrich-Christian Flick und Friede Springer.

Der Verein organisierte mit der Berliner Einrichtung "Strohhalm e.V." Präventionstheater an Berliner Schulen. 1000 Jungen und Mädchen wurde das Thema Selbstbehauptung näher gebracht. Außerdem unterstützte Innocence die Beratungsstelle "Karo" gegen Kinderprostitution an der deutsch-tschechischen Grenze mit 40 000 Euro. "Aktion Mensch" finanziert Innocence wiederum eine Studie zur Situation der von kinderpornographischer Ausbeutung betroffenen Mädchen und Jungen.

Am 22. September bittet Isa Gräfin Hardenberg im Namen des Komitees für "Innocence in Danger" in den Palaissaal des Hotels Adlon (Sponsoren: J.P. Morgan, T-Mobile). Statt einer Gala gibt es diesmal wie gesagt einen Brunch mit Tombola. Unter anderem zu gewinnen ist ein Fahrradtraining mit Jan Ullrich oder Erik Zabel. 400 Gäste werden erwartet, darunter Sonja Kirchberger, André Eisermann, Detlev Buck, Reinhold Beckmann und Schauspieler Mario Adorf, der angekündigt hat, sich persönlich für das Thema zu engagieren.

Sabine Christiansen moderiert eine Talkrunde mit der FDP-Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin und Homayra Sellier, der internationalen Präsidentin von Innocence in Danger. Mit den Spenden, die beim Brunch gesammelt werden, will der Verein "Nina" initiieren, eine bundesweite Telefonnummer als Anlaufstelle für Informations- und Hilfsangebote zum Thema sexueller Missbrauch. "Nina" wird mit einem TV-Spot des Kurzfilm-Oscar-Preisträgers Florian Gallenberger beworben.




Der Hamburger Pianist Joja Wendt, der bereits mit Joe Cocker die Bühne teilte, tritt in der Komödie am Kurfürstendamm (20 Uhr) auf.

***

Schriftstellerin Natascha Wodin kommt zur Veranstaltung "Zu Gast - Salon im Gorki" (Maxim Gorki Theater).

***

Zeitung: Ruth Galinski sagt Teilnahme an Synagogenjubiläum ab
Berlin (dpa/bb) - Ruth Galinski, Witwe des früheren Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, hat nach einem Bericht der «Berliner Zeitung» (Dienstag) ihre Teilnahme an der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Berliner Synagoge Rykestraße abgesagt. Sie sei empört, dass die Jüdische Gemeinde Friedrich Christian Flick zu der Veranstaltung am Sonntag eingeladen habe, gab die Zeitung als Grund an. Der Enkel des NS-Kriegsverbrechers und Industriellen Friedrich Flick habe sein Kommen zugesagt.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701872.html

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88748.jpg
Entertainerin Kim Fisher räumte beim Premierenempfang der neuen "Hexen"-Revue im Friedrichstadtpalast, der in allen Foyers des Musentempels gefeiert wurde, mit einem Gerücht auf, das neuerdings in der Hauptstadt zu hören ist: dem nämlich, dass sie schwanger sei. "Nein, bin ich definitiv nicht", sagte sie. Vielleicht kam ja das Gerücht auf Grund ungünstiger Kleidung auf, die sie ein wenig runder erscheinen ließ. Ihr Begleiter Detlev Rutzke, den sie seit einem halben Jahr kennt, nahm das Gerücht amüsiert zur Kenntnis. Apropos Kleidung: Kim Fisher liebt modische Accessoires, besonders Schuhe und Stiefel. Welche Farben trägt sie zurzeit am liebsten? "Pink und Biene-Maja-Gelb."

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer schaffte es gerade noch rechtzeitig zur Premiere, kam direkt aus Hagen (Westfalen) von einer Wahlkampfveranstaltung. Das Bühnenbild gefiel ihm und seiner Lebensgefährtin Sonja Müller am besten. Da demnächst weitere Veranstaltungen außerhalb Berlins für den Politiker anstehen, "werden jetzt unsere Telefonkosten enorm steigen".

Ex-Eisprinzessin Gaby Seyfert, 55, stellte strahlend den neuen Mann an ihrer Seite vor: Volker Pietrek, 57, Präsident der American-Football-Mannschaft "Berlin Adler" und Vorstandsmitglied im Unternehmerverband Berlin e.V. "Ja, ich bin sehr glücklich", sagte Gaby Seyfert, zweifach geschiedene frühere Weltmeisterin. Dem Friedrichstadtpalast ist sie immer noch sehr verbunden. Von 1985 bis 1991 leitete sie das Eisballett des Revuetheaters, "beruflich die schönste Zeit meines Lebens". Kennen gelernt hat sich das Paar Anfang Februar in Erkner im Mercedes-Autohaus. Ein Geschäftsfreund spielte "Amor", machte Pietrek mit Gaby Seyfert bekannt. Eine Woche später klingelte bei ihr das Telefon . . .

trance-x
September 7th, 2004, 07:04 AM
... diverse News der 6.9.2004-Ausgabe der Berliner Morgenpost ...

Schröder-Köpf ermutigt Kinder zum Lesen - Bierhoff liest vor
http://www.vaeter-aktuell.de/politik/Schroeder-Koepf010508.jpghttp://docs.tercera.cl/especiales/2002/mundial_2002/noticias/0629/fotos/bierhoff.jpg
Berlin (dpa/bb) - Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf hat Berliner Kinder zum Bücherlesen ermutigt. «Kinder, die lesen, haben bessere Noten und kriegen eher eine Lehrstelle», sagte Schröder-Köpf am Montag zum Auftakt einer Vorlese-Reihe des Vereins «Deutschland liest vor» in Berlin. Vor 50 Schülern las dann der Team-Manager der Deutschen Fußball-National-Elf, Oliver Bierhoff, Geschichten aus dem Buch «Die wilden Fußballkerle» in einem McDonald's-Restaurant.

Anschläge auf Potsdamer Büro von PDS-Chef Bisky
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031026/politik/75418.jpg
Potsdam (dpa/bb) - Auf das Wahlkreisbüro des PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky in Potsdam sind innerhalb einer Woche zwei Anschläge verübt worden. In der Nacht zum vergangenen Sonnabend wurden an der Terrasse des Büros im Stadtteil Stern beide Fensterscheiben eingeschlagen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag der dpa. Schon in der Nacht zum 29. August hätten Unbekannte die Fenster des Büros beworfen. Das Sicherheitsglas sei beschädigt worden, aber nicht zerbrochen.

Tom Hanks: Keine Klischees über DDR in Film über Dean Reed
http://www.andreawitte.de/dr-images/1983-11-27-02.jpghttp://www.n-tv.de/images/200301/3095911_Hanks_Grenz_Bier.jpg
1983 ... Dean Reed im Foyer des Palasti Republiki
Berlin (dpa) - Oscar-Preisträger Tom Hanks (48, «Forrest Gump») will bei der geplanten Verfilmung der Lebensgeschichte des «roten Elvis» Dean Reed jedes Klischee über die DDR und den kommunistischen Künstler vermeiden. «Ich bin nicht Reagan, aber ich möchte auch nicht eine Klischee-Story über einen naiven Amerikaner oder das Alltagsleben in der DDR erzählen», sagte Hanks am Montag in Berlin. Bis zu Beginn der Dreharbeiten sei es jedoch noch ein «frustrierend langer Weg».

Ukraine gibt «Beutekunst» an Deutschland zurück
Berlin/Hamburg (dpa/bb) - Die Ukraine will Deutschland weitere im Zweiten Weltkrieg verschleppte Kulturgüter zurückgeben. Dabei gehe es auch um die Bibliothek des Zuckermuseums Berlin sowie 286 weitere Objekte, darunter Gemälde und Grafiken, teilte das Auswärtige Amt am Montag mit. Eine deutsch-ukrainische Expertengruppe werde noch in diesem Jahr die Vorbereitungen für die Rückgabe einleiten. Die Vereinbarung sei kürzlich bei einer Sitzung der deutsch-ukrainischen Kommission in Jalta auf der Halbinsel Krim getroffen worden.



Zweiter «Goldener Vorhang» für Anita Kupsch
http://www.mdr.de/IT/45295-high.jpg
Berlin (dpa/bb) - Die Schauspielerin Anita Kupsch ist zum zweiten Mal vom Berliner Theaterclub mit dem Publikumspreis «Goldener Vorhang» ausgezeichnet worden. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Darstellung in der Boulevardkomödie «Männer und andere Irrtümer», in dem sie 25 verschiedene Rollen verkörpert, wie die Besucherorganisation am Montag mitteilte. Das Stück hatte im September 2003 in der Komödie am Kurfürstendamm Premiere und steht ab 29. Oktober wieder auf dem Spielplan.




Berliner Hoffest mit prominenten Politikern und 3500 Gästen
Berlin (dpa/bb) - Zahlreiche prominente Besucher und 3500 geladene Gäste feiern an diesem Dienstag beim sommerlichen Berliner Hoffest im Roten Rathaus. Erwartet werden die Bundesminister Hans Eichel, Otto Schily und Ulla Schmidt (alle SPD), die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, Fernsehmoderatorin Sabine Christiansen und der Opernsänger René Kollo. Die Kosten werden laut Senat vollständig von Sponsoren übernommen. Gleichzeitig mit dem Hoffest beginnt gegenüber dem Rathaus das traditionelle Münchner Oktoberfest in Berlin.


http://www.schaustellerverband-berlin.de/bilder/oktoberfest1.jpghttp://www.bayern.de/Berlin/Veranstaltungen/Treffpunkt/img/weinherbst_2.jpg
aeltere impressionen des "Muenchener Oktoberfest" in Berlin ... und des ... "Fraenkischer Weinherbst" in Berlin ...

trance-x
September 7th, 2004, 07:26 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329384.html


Berlin auf dem Weg zur Modemetropole
Zeitgleich zur Avantgarde-Messe Bread & Butter startet am 21. Januar die B-in-Berlin für etablierte Marken
von Florentine Anders
http://www.welt.de/media/pic/000/161/16115v1.jpg
Bademode von Criminal auf der Modemesse Bread & Butter Foto: ddp

Was im vergangenen Jahr in Düsseldorf noch hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, ist seit gestern Realität: Berlin macht der Modemetropole Düsseldorf immer kräftiger Konkurrenz. Die Messe Berlin GmbH präsentierte gestern gemeinsam mit der eigens gegründeten Tochtergesellschaft Capital Fashion eine neue Mode-Messe mit dem Namen "B-in-Berlin", die der bisherigen Leitmesse der Branche, der "Cpd" in Düsseldorf, den Rang ablaufen könnte. Vom 21. bis 23. Januar 2005 soll die B-in-Berlin neuer Marktplatz für international etablierte Marken werden.

Der durchschlagende Erfolg der Avantgarde-Messe "Bread & Butter", die vor zwei Jahren nach Berlin kam, zeigt nun seine Sog-Wirkung. Die Industrie selbst habe Interesse an Berlin geäußert, sagt Gerald Beck, Berater von Capital-Fashion, der bezeichnenderweise vom Cpd-Veranstalter Igedo aus Düsseldorf an die Spree gewechselt ist. "Die Suche der europäischen Modeindustrie nach der lange vermissten emotionalen Metropole hat mit der Entscheidung für Berlin nun ein Ende", schwärmt Capital-Berater Gerald Beck.

Und was läge näher, als die 40 000 Fachbesucher, die zur Szenemesse Bread & Butter ohnehin nach Berlin kommen, auch gleich zu den großen Kollektionen der gestandenen Marken zu lotsen. So sehen sich die beiden Messen B&B und B-in-Berlin nicht als Konkurrenten, sondern als Partner, die gegenseitig voneinander profitieren, indem bewusst derselbe Termin gewählt wurde.

Anders als die Cpd in Düsseldorf hat die B-in-Berlin nicht den Anspruch, zu den größten Modemessen zu gehören, sondern zu den besten. Handverlesen sollen die etwa 300 Aussteller sein, die sich auf dem Messegelände am Südeingang in den neuen Messehallen auf streng limitierten 30 000 Quadratmetern präsentieren. Damit wollen die Veranstalter bewusst eine Alternative zum Gigantismus bieten, an dem viele herkömmliche Modemessen kranken. Für die Aussteller seien die riesigen Präsentationsburgen teuer, für die Fachbesucher unübersichtlich, erklärt der Geschäftsführer der Capital Fashion, Michael Brömmel. In Berlin wolle man dagegen als Novum ein einheitliches Standkonzept präsentieren.

Welche Marken sich im Januar präsentieren, steht noch nicht fest. Angesprochen werden sollen die so genannten "Best of" aus Mitteleuropa und Skandinavien, wie Gerry Weber oder Hugo Boss. Die Öffentlichkeit wird die Modegurus allenfalls in den Restaurants oder Hotels zu sehen bekommen. Denn anders als die Grüne Woche, die zeitgleich stattfindet, wird die B-in-Berlin eine reine Fachbesuchermesse sein.

Immerhin können die 500 000 Besucher der Landwirtschafts-Messe am Roten Teppich am Südeingang einen Blick auf die Glamour-Welt der Mode werfen. Organisatorisch sieht die Messe Berlin GmbH keine Probleme. "Als die Fruit Logistica noch zeitgleich mit der Grünen Woche stattfand, hat auch alles geklappt", sagt Messe-Geschäftsführer Christian Göke. Er verschweigt jedoch, dass es immer wieder Parkplatzprobleme gab. Für die Fachbesucher sei an einen Shuttle-Service gedacht.


http://www.welt.de/data/2004/09/07/329380.html

Polizist geduzt - Grünen-Politiker freigesprochen
Der Grünen-Abgeordnete Özcan Mutlu muss für das Duzen eines Polizisten nun offenbar doch keine Geldstrafe bezahlen. Das Landgericht sprach Mutlu in der Berufungsverhandlung am Montag vom Vorwurf der Beleidigung frei, teilte ein Gerichtssprecher mit. Im Dezember 2003 war Mutlu vom Amtsgericht zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht hatte damals befunden, Mutlu habe den Beamten am 11. Oktober 2001 im Streit um sein falsch geparktes Auto durch das Duzen herabgewürdigt. Der Sachverhalt sei aber trotz der Aussagen des als Zeugen geladenen Polizisten im Unklaren geblieben, erklärte jetzt das Landgericht. Der heute 36 Jahre alte Abgeordnete Mutlu wollte den damaligen Bundespräsident Johannes Rau bei einem Termin in der Aziz-Nessin Grundschule in Kreuzberg begrüßen. Sein Auto hatte er im Parkverbot abgestellt. Als ein Polizist seine Personalien aufnehmen wollte, fiel der Satz "Was bildest du dir ein?"



http://www.welt.de/data/2004/09/07/329398.html
Senator Harald Wolf schließt Zerschlagung der BVG nicht aus
Neue Tarifgespräche
von Guido Hartmann und Joachim Fahrun
http://www.callcenterworld.de/images/rueckblick/kongress3.jpghttp://www.norbert-schnitzler.de/Sammlungen/Fassaden/BVG1.jpg
Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) schließt eine Zerschlagung der Berliner Verkehrsbetriebe BVG nach 2007 nicht aus. Bevor die BVG in den Wettbewerb entlassen werde, müsse entschieden werden, ob eine Trennung in eine Infrastrukturgesellschaft und eine Betriebsgesellschaft vorgenommen werde, sagte Wolf gestern im Wirtschaftsausschuss.

Wolf reagierte damit als erster führender Koalitionspolitiker positiv auf den Vorschlag der Grünen zur künftigen Struktur der BVG. Die Grünen wollen alle Gleisanlagen, Betriebshöfe und Wagen der BVG in einer Anstalt öffentlichen Rechts belassen. Eine privatrechtlich organisierte BVG-Betriebsgesellschaft könnte dann mit anderen Anbietern um Ausschreibungen von Verkehrsleistungen in der Region konkurrieren. Der Planungsstab der BVG solle in eine öffentliche Einheit wechseln, um Kontrolle und Planung des Landes für den Nahverkehr unparteiisch zu sichern.

Nach Ansicht des Grüne-Wirtschaftsexperten Jochen Esser erzwingt der von der EU geforderte Wettbewerb eine solche Lösung. Im Gegenzug könne die BVG eine Übergangsfrist erhalten, bevor sie sich vollständig im Wettbewerb bewähren müsse. Wolf sagte, eine Zerlegung der BVG könne "ein sinnvoller, wenn auch kein zwingender Weg sein". Zunächst müssten aber die Kosten der BVG auf das Niveau anderer öffentlicher Verkehrsunternehmen sinken.

Daran arbeitet die BVG. Seit Einführung des erweiterten Abfindungsprogramms Anfang August haben sich nach Vorstandsangaben 115 Mitarbeiter zum Verlassen des Unternehmens entschlossen. Neben bis zu 48 Monatsgehältern zahlt die BVG bis Ende Oktober eine "Sprinterprämie" von mindestens 20 000 Euro. Der Vorstand hofft, dass sich weiter viele Mitarbeiter zum Ausstieg entschließen. In Gewerkschaftskreisen glaubt man das nicht. "Am Anfang machen alle mit, die sowieso auf dem Sprung waren", heißt es.

Nach mehreren Monaten Pause nehmen BVG und Gewerkschaft Verdi heute wieder die Verhandlungen über einen Spartentarifvertrag auf. Für Verdi stehen ein Fortschreiben des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen sowie ein Verzicht auf Aus-, Neu- und Umgründungen von Firmen im Mittelpunkt der Gespräche. Im BVG-Vorstand setzt man auf ein Einfrieren der Löhne und Gehälter sowie eine Reduzierung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Um die BVG bis 2008 wettbewerbsfähig zu machen, müssten die jährlichen Lohnkosten gegenüber 2003 um 200 Millionen Euro sinken. Die Zahl der Mitarbeiter müsse von 13 000 auf 10 000 reduziert werden.



Hollywood in Berlin
Tom Hanks geht, Matt Damon kommt
von Anja Popovic
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031127/berlinboulevard/76703.jpghttp://www.cnn.com/SHOWBIZ/Movies/9808/31/fall.movies/link.matt.damon.jpg

Kaum ist der eine Hollywoodstar in seinem Privatjet wieder davongeschwebt, da kommt auch schon der nächste: Oscar-Preisträger Tom Hanks lächelte im Hotel Adlon gestern Vormittag noch kurz den Fotografen in die Kameras, dann machte er sich mit Ehefrau Rita auf die Heimreise Richtung Los Angeles. Das "Abklatschen" in Berlin übernimmt sein US-Kollege Matt Damon (33, Single, ebenfalls Oscar-Preisträger).

Heute Abend oder spätestens morgen früh - Herr Damon hat sich noch nicht entschieden - beehrt Mister Smart die deutsche Hauptstadt. Damon wohnt, wie auch Hanks zuvor, im Hotel Adlon. Der Schauspieler, zu dessen Ex-Freundinnen Minnie Driver und Winona Ryder zählen, gibt Interviews für seinen neuen Film "Die Bourne-Verschwörung" (deutscher Kinostart 21. Oktober, mit Franka Potente).

Damon gab seinem Freund Hanks übrigens den entscheidenden Tipp für dessen Berliner Abendbeschäftigung: Hanks und Ehefrau Rita speisten zuerst beim In-Italiener Bocca di Bacco an der Friedrichstraße, bevor sie sich dann per Limousine zu einer nächtlichen Stadtrundfahrt aufmachten. Schlaflos in Berlin: Hanks, ganz der Romantiker, zeigte seiner Ehefrau die nächtlich beleuchteten "Klassiker": Siegessäule, Potsdamer Platz, Pergamon-Museum, Reichstag und Alexanderplatz.

Damon hat selbst bereits zahllose Berliner Nächte hinter sich gebracht - mehr oder weniger romantisch. Zum Beispiel mit seinem Kumpel Ben Affleck im 90 Grad und im Cookie's. Während der Dreharbeiten zu "Die Bourne-Verschwörung", der Fortsetzung des Erfolgs-Thrillers "Die Bourne-Identität", wohnte Damon drei Monate lang in einem Penthouse am Hackeschen Markt. Gedreht wurde unter anderem im Tiergartentunnel und am Alexanderplatz. Dort traf Damon auch Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der der Millionen-Produktion einen Besuch abstattete.

Damons Berliner Fans kamen bislang weniger auf ihre Kosten. Wenn alles glatt geht, dann können sie aber doch noch ein Autogramm ergattern: Beim Filmverleih UIP denkt man in diesen Tagen über eine Berlin-Premiere des Agenten-Thrillers nach.

http://www.welt.de/data/2004/09/07/329393.html
Keine Konsequenzen für Professor Grottian wegen Aufruf zu Anti-Hartz-Aktionen
"Wir haben kein Disziplinarverfahren gegen Professor Peter Grottian eingeleitet", ließ Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität, gestern über seine Sprecherin ausrichten und widersprach damit anders lautenden Presseberichten. Grottian, Politikwissenschaftler am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, hatte wiederholt zu Aktionen gegen Hartz IV aufgerufen. Zuletzt hatte er dazu aufgefordert, Ende August das Sommerfest der Unternehmensberatungsfirma McKinsey Unter den Linden zu stören.

Weil Peter Grottian Anfang des Jahres auch zum Schwarzfahren aufgerufen hatte, um unter dem Motto "Jeder hat ein Recht auf Mobilität" gegen die Abschaffung des BVG-Sozialtickets zu demonstrieren, ermittelt hingegen die Staatsanwaltschaft, wie deren Sprecher Michael Grunwald der WELT bestätigte. Zum Stand der Ermittlungen wollte Grunwald keine Angaben machen.

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/31/0,1369,2254687,00.jpghttp://media.de.indymedia.org/images/2002/07/26521.jpg
links: Professor Grottian .. rechts: ... bei einer Demo aus dem Jahr 2002 zum Thema Bankenskandal ...

Grottian hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach zu öffentlichen Protesten aufgerufen: So ist er in der Initiative Berliner Bankenskandal aktiv. Ein Aktionspapier für einen "heißen Herbst" gegen Hartz IV war im Sommer bekannt geworden, in dem Grottian unter anderem zu Lumpen-Demonstrationen im schicken Grunewald oder zur Besetzung von Arbeitsämtern aufrief.

Die CDU erneuerte indes ihre Kritik: "Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Allerdings ist Professor Grottian Beamter und ruft eindeutig zu Regelverstößen auf", sagte Fraktionschef Nicolas Zimmer. Das sei nicht mehr zu tolerieren. "Da muss sich der Dienstherr mal bewegen", forderte Zimmer. Bisherige Rügen nehme Grottian eher als Ansporn. "Ich erwarte zu dem Sachverhalt außerdem ein Statement des Wissenschaftssenators", betonte Zimmer. apu

trance-x
September 7th, 2004, 08:08 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329347.html

Leo verändert Friedbert Pflügers Leben
Der CDU-Politiker wurde mit 49 Jahren erstmals Vater - Die Heirat mit Sibylle Hällmayr ist bereits geplant
von Barbara Jänichen
http://www.friedbert-pflueger.de/grafiken/vajpayee_pflueger_berlin_28_5_2003.jpghttp://www.fidele-doerp.de/artikel/04-01/pix/ambv0012.jpg
links: Friedbert Pflüger, rechts: nochmal er selbst, daneben seine Braut Sybille ...

Dunkle Haare, dunkle Augen - ganz der Papa: Leonhard Paul, genannt Leo, ist zwar erst einen Monat alt, wickelt aber seine Eltern Friedbert Pflüger, 49, und Sibylle Hällmayr, 25, glatt um seine winzigen Finger. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion lacht: "Der Kleine schafft es mühelos, uns zu umgarnen. Entweder mit viel Charme oder mit Mosern. Man muss aufpassen, dass man sich nicht vollends einwickeln lässt."

Als stolzer Vater schiebt Pflüger am Brandenburger Tor persönlich den Kinderwagen in Richtung Tiergarten. Seine Lebensgefährtin und frühere Büroassistentin Sibylle Hällmayr neben ihm trägt superenge Jeans, hat schon wieder ihre Traumfigur - und Leo gerade seine erste Autofahrt von Hannover nach Berlin hinter sich. "Jetzt zeigen wir dir die Hauptstadt", ruft Pflüger übermütig in den Kinderwagen.

Der Kleine, im weißblauen Matrosen-Look-Outfit und winzigen Ringelstrümpfen, blinzelt neugierig in die Sonne. Gerade hat ihn sein Vater, Mitglied des Bundestages, zum Regierungsviertel kutschiert. "Hier arbeitet Papa." In Mitte hat die kleine Familie eine neue Drei-Zimmer-Wohnung bezogen. Das zweite Domizil ist in Hannover, Pflügers Wahlkreis "und zugleich unser Heimatort". Hier kam das Wunschkind am 5. August in der Uni-Klinik Hannover zur Welt, 57 Zentimeter groß und 3700 Gramm schwer.

Seitdem ist nichts mehr so, wie es war. Das Baby hat das Leben des Politikers auf den Kopf gestellt. Mit 49 erfüllte sich für ihn, wovon viele andere Männer nur träumen: Im reifen Alter noch einmal ein zweites Leben zu beginnen. Pflüger, der sich nach 19 Ehejahren von seiner Frau Margarita Mathiopoulos trennte und jetzt zum ersten Mal Vater wurde, war bei der Geburt dabei. "Der erste Schrei unseres Sohnes war der aufregendste Moment. Das Glücksgefühl ist kaum mit Worten zu beschreiben", sagt Pflüger, der als einer der profiliertesten Köpfe der CDU gilt, und sein Gesichtsausdruck wird plötzlich ganz weich. "Aber ein Kind bedeutet auch Verantwortung, die man nie wieder los wird."

Nein, Leo muss nichts "Besonderes" werden, doch er soll die besten Chancen für den Start ins Leben bekommen und ein glücklicher, selbstbewusster Mensch werden. "Er wird liebevoll erzogen, bekommt aber Grenzen gesetzt. Von antiautoritärer Erziehung halten wir gar nichts", sagen die Eltern. Zu einem späteren Zeitpunkt, nach seiner Scheidung, will Pflüger seine 24 Jahre jüngere Lebensgefährtin auch heiraten. Künftig wird die junge Familie zwischen Hannover und Berlin pendeln. "Immer, wenn das Parlament tagt, ist Leo in Berlin."

Mama Sibylle ist für die nächsten sechs Monate nur für die Familie da. Auch Papa "schmeißt alle Abendtermine, so oft das möglich ist". Denkt Pflüger nach seiner jüngsten Publikation "Ein neuer Weltkrieg" (DVA, 19,90 Euro) an ein weiteres Buch? "Ja, aber dann an einen kleinen Erziehungsberater..." Was ist eigentlich, wenn Filius Leo auch mal in die Politik will und Juso wird? Pflüger: "Dann wird Papa immer mit ihm streiten."


http://www.welt.de/data/2004/09/06/329008.html
"Der beste Platz im Konzerthaus Berlin trägt Ihren Namen!"
Verein Zukunft sucht Stuhlpaten - Sitze werden in Stand gesetzt und neu gepolstert - Platz in der "Königsreihe" kostet 2000 Euro
von Sylke Heun
http://www.see-berlin.de/home/Konzerthausb.jpghttp://www.aip.de/thinkshop/pics/konzerthaus-berlin.jpg
Wenn das Haus nur reden könnte. Es würde von den größten Musikern, Dirigenten und Theatermachern der vergangenen 200 Jahre erzählen. Von dem Violinvirtuosen Niccolò Paganini, der hier einst die Zuhörer begeisterte, und von Carl Maria von Weber und wie er die Uraufführung seiner Oper "Der Freischütz" 1821 selbst dirigierte. Es würde auch von seiner Zerstörung im April 1945 berichten, als nach einer Bombennacht nur noch eine qualmende Ruine vom majestätischen Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Mitte übrig blieb.

Erst 35 Jahre später wurde es wieder aufgebaut. "Immer wieder kommt es in mir zu lautem Jubel und Standing Ovations" würde das Haus stolz erzählen. Letzteres hat neben den hervorragenden Veranstaltungen allerdings noch einen zweiten Grund - die harten Stühle.

Wer auf einem der 1400 weiß lackierten Holzsitze im Großen Saal Platz nimmt, spürt es sofort. Der rote Samt ist verblichen bis durchgescheuert, die Sitzfläche sehr dünn, darunter wird es hart.

"Spätestens nach einer Stunde wird das Sitzen anstrengend", sagt Gabriele Bühler, die Vorstandsvorsitzendes des Vereins "Zukunft Konzerthaus". Der vor vier Jahren gegründete Verein startete deshalb ein ehrgeiziges Projekt. Unter dem Motto "Der beste Platz im Konzerthaus Berlin trägt Ihren Namen!" können seit kurzem Patenschaften für die abgesessenen Stühle übernommen werden. Für das Geld werden die schadhaften Stellen ausgebessert, das Holz wird frisch bemalt, und die Sitze werden natürlich neu gepolstert.

Die ersten Reihen im Parkett und im Rang sind bereits hergerichtet. Die Stühle wurden dabei mit dem gleichen Stoff überzogen, der bereits bei der Renovierung des Hauses 1984 verwendet wurde, hergestellt von der Firma "Sachsen Plüsch GmbH" in Hainichen. In den dunkelroten Samt ist ein majestätisches Acantusblatt eingewebt. Die aufwändige Wiederherstellung hat seinen Preis.

Die Patenschaft für eines der Möbel beginnt deshalb preislich bei 750 Euro. Wer sich auf dem Rang in Reihe zwei oder drei engagieren möchte, muss 1500 Euro bezahlen. Plätze in der "Königsreihe" im Rang ganz vorn liegen bei 2000 Euro das Stück und 3000 Euro das Doppel. Dafür wird für den Paten auf dem Platz seiner Wahl für fünf Jahre eine Messingplakette mit seinem Namen angebracht. Zur "Patenübergabe" wird der Spender zu einem Konzert mit dem Berliner Sinfonie-Orchester eingeladen - natürlich auf seinem Platz.

"Wir können einem Paten seinen Platz nicht bei jeder Veranstaltung garantieren, weil die Sitze im normalen Vertrieb sind", sagt Vereins-Vorstand Johannes Jeep, man werde sich aber nach Kräften bemühen. Die ersten Paten wurden bereits gefunden. Neben dem Berliner Unternehmer und Kunstsammler Hartwig Piepenbrock übernahmen auch Schering-Vorstand Günther Stock und Ministerpräsident a.D. Lothar de Maizière die Patenschaft für je zwei Stühle. Weitere Infos für Paten gibt es unter Tel.: 203 09 23 44.

trance-x
September 7th, 2004, 08:14 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/03/327417.html

Paradies unterm Alexanderplatz
Berliner Kritik
http://ensemble.va.com.au/tableau/suzy/installationpics/Bunker/BunkerInst1.jpghttp://www.kondensat-berlin.de/bilder/bilder23/bunker.jpg
Von einem Künstlerduo, das unter anderem mit einer "deutsch-russischen Knutschperformance" reüssierte, darf man durchaus weitere anregende Projekte erwarten. Tatsächlich stehen Nina und Torsten Römer für ebenso sinnliche wie ausgefallene Happenings, deren unkonventionelle Schauplätze allein schon für ein Spektakulum bürgen.

Mit dem französischen Philosophen Paul Virilio teilt das Paar die Leidenschaft für einen Ort, der eine merkwürdige Zwitterposition zwischen schützendem und gefährlichem Raum einnimmt: nämlich den Bunker.


Die Ambivalenz des Bunkers haben die beiden Römers bereits in verschiedenen Exemplaren dieser kapselhaften Spezies mit Performances erprobt. Im Herbst 2003 beispielsweise luden sie etwa 250 Künstler aus insgesamt 42 Ländern in den in seiner Morbidität faszinierenden unterirdischen Schutzraum am Alexanderplatz in Berlin-Mitte, um dort in Bildern, Installationen und szenischen Darbietungen einem Sujet nachzuspüren, das man kaum im Berliner Untergrund verorten würde: dem "Paradies".


Diese Gegend ist bekanntlich nicht von dieser Welt. Und wird spätestens seit Dante eher in lichten Höhen vermutet als in der Tiefe, die doch kulturgeschichtlich seit jeher mit Verdammnis konnotiert ist. Umso erstaunlicher ist, wie es den Projekten in einer gewissermaßen subversiven Dialektik phantastisch gelungen ist, den positiv besetzten Schutzraumcharakter des Bunkers unterm hauptstädtischen Zentralplatz herauszuarbeiten.


Jetzt sind die Höhepunkte des denkwürdigen Veranstaltungsreigens und seiner bizarren dreistöckigen Location im Kino zu bewundern. Die fantasiereiche Regisseurin Lilia Schimpf begnügt sich dabei dankenswerterweise nicht mit einer bloß abbildenden Dokumentation, vielmehr inszenierte sie den unterirdischen Event in heftig bewegten, teils gar ziemlich bewegenden Bildern gewissermaßen völlig neu.

http://cdelutz.net/assets/jpegs/paradies1.jpghttp://www.kinokompendium.de/nickp1.jpg

Insbesondere die Kontrastierung der Unterwelt mit ihrem oberirdischen, wild belebtem Pendant sorgt für Reibung und Spannung. Etwa die mit einem Einkaufsparadies namens Kaufhof. Oder jene mit einem eigens auf den Weg gebrachten wundersamen "Paradies-Zug". Schöne Konzepte, Überraschungen, eindringliche Bilder. Und geknutscht wird Gottseidank auch.
Szenekino Nickelodeon in Berlin-Mitte, Torstraße 216. Termine: Bis 8. September Karten: (030) 308 723 72 Hendrik Werner



http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_boulevard&text=63241
Berlin (dpa) - Als einen «kleinen Seitensprung» und «Versuchsballon» hat Sänger Campino die neue MTV-Reality-Show seiner Band Die Toten Hosen bezeichnet. Die Musiker werden dabei von einem Kamerateam auf ihren Tourneen begleitet und geben dabei auch Einblicke in ihr Privatleben.
http://www.deutsche-hits.de/pics/tote-hosen.jpg
«Man erfährt dabei auch mehr über unsere Charaktere», sagte Campino dazu in Berlin. Die Show läuft vom 17. September an in 22 halbstündigen Folgen im Musiksender MTV (immer freitags 21.00 Uhr).

«Es geht auch nicht nur um die Toten Hosen, sondern ganz allgemein darum, was eine Rockband erlebt, wenn sie durch die Lande tourt.» Dabei werde auch Streit untereinander nicht ausgespart. «Die Nähe als Chance ist auch unser Risiko», meinte Campino. «Wir toben uns aus, das soll auch großes Entertainment werden.»

«Es geht um den Alltag einer Rockband. Wir servieren dabei nicht unser Privatleben auf einem Silbertablett nach dem Motto, welches Klopapier benutzen wir und sowas.» Man orientiere sich nicht an «Big Brother», sondern eher an «Buena Vista Social Club», meinte Campino. «Wir lassen uns dafür aber nicht schminken, das ist in unserem Alter schon knallhart, aber das gehört zu unserem Ehrencodex.» Wenn es zu anstrengend werden sollte und zu viel Zeit in Anspruch nimmt, dann könne es nach fünf Folgen auch schon wieder vorbei sein, meinte Campino.

trance-x
September 7th, 2004, 08:39 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.09.2004/1344348.asp#art

Nah am Wasser gebaut: 300 Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals

Wer Berlin erkundet, kommt an Brücken nicht vorbei – schon gar nicht an diesem Wochenende. „Denkmal und Wasser“ lautet am 11. und 12. September das Schwerpunktthema zum „Tag des offenen Denkmals“. 300 Veranstaltungen in allen Bezirken sind angekündigt, 20 Prozent mehr als im letzten Jahr, wie gestern die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, bei der Vorstellung des Programms erklärte. Sie erwartet rund 60 000 Besucher bei den zumeist kostenlosen Führungen.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/berlin_move/de/laufstrecken/pix/Ls11_Maerchenbrunnen_390.jpg
Maerchenbrunnen "Gebrüder Grimm" in Friedrichshain

Eine dieser Führungen fand gestern vorab im Stadtbad Steglitz statt, das in den kommenden Jahren restauriert werden soll. Die Sportlehrerin und Pächterin des Bewegungsbades Marienfelde, Gabriele Berger, hatte das leer stehende Haus an der Bergstraße für einen Euro gekauft und sich verpflichtet, es nach allen Regeln denkmalpflegerischer Kunst zu sanieren. Landeskonservator Jörg Haspel, von der Aussicht begeistert, dass aufgrund dieser Privatinitiative das fast hundert Jahre alte Haus wieder funktionstüchtig gemacht wird, hat jede fachliche Hilfe zugesichert. Selbstverständlich wird der wie eine Kathedrale gestaltete Bau, zu dem auch ein kostbar dekoriertes Dampfbad gehört, am kommenden Wochenende dem Publikum geöffnet.

Neben bekannten Denkmalen wie die Museumsinsel, der Märchenbrunnen im Friedrichshain, das Engelbecken und der Luisenstädtische Kanal in Mitte, der Westhafen in Tiergarten, die Oberbaumbrücke oder die Industriebauten in Oberschöneweide sind auch neue Orte zu besichtigen, wie der Tauchturm der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft am Pichelsee in Spandau, das Zwischenpumpwerk an der Landsberger Allee, das stillgelegte Hubertusbad in Lichtenberg oder die Insel Valentinswerder im Tegeler See, wo ein Kunstmarkt geplant ist. Darüber hinaus öffnen sich die Türen von Kirchen, Gutshäusern und Rathäusern sowie von Parks und Friedhöfen, die nicht direkt etwas mit Wasser zu tun haben. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Freitag mit Vorträgen zum Thema: „Stadträume – Wasserräume – Denkmalorte“ von 10 bis 18 Uhr im Alten Stadthaus in der Klosterstraße 47 in Mitte statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Helmut Caspar



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.09.2004/1344061.asp#art
Karneval der Spielkultur
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/botschaften/pix/bst057.jpg

Die Brasilianer sind da – Fans des Fußball-Weltmeisters haben Partys organisiert und fürchten, dass es am Mittwoch kälter wird

Von Stéphanie Souron

Als eigentlich schon alles vorbei war, wurde es noch mal sehr laut vor Flugsteig 8. In gelben Trikots kamen Frauen in die Wartehalle getänzelt, gefolgt von vielen Männern, die wild auf ihre Trommeln einhämmerten. Die Samba-Band „Terra Brasilis“ hatte am Abend also auch den Weg zum Flughafen Tegel gefunden, nur leider saßen die Fußballer der brasilianischen Nationalmannschaft längst im Bus.

http://www.terrabrasilis.de/about/okt_99.jpghttp://bz.berlin1.de/wm2006/040901/klinsi_im_hotel.UEFUJF0/6_normal.jpg
"Terra Brasils" (gegr. 1988 in der Ufa-Fabrik) ... rechts: das Badezimmer von Klinsmann im "Grand Hyatt"

Doch auch ohne die Samba-Tänzer aus Berlin war es ein großer Empfang für die Fußballer. 200 Fans hatten sich am Flughafen eingefunden. Die Brasilianer mit ihren Stars Ronaldinho und Roberto Carlos waren via Frankfurt nach Berlin geflogen, wo sie morgen Gegner der deutschen Nationalmannschaft sind.

Als die Fans noch vor dem Flugsteig warteten, wurden die Fußballer durch einen Seitenausgang zum Bus geschleust. Ein wenig Enttäuschung machte sich breit, genauso wie anfangs am Hotel „Ritz Carlton“ am Potsdamer Platz. Als der Mannschaftsbus dort später um die Ecke bog, jubelten viele Fans – und wieder versuchten die Spieler, durch den Seiteneingang zu entkommen. Diesmal aber waren die Fans schneller und feierten ihr Team vor dem Hotel.

Knapp 2000 Brasilianer leben in Berlin. Und trotzdem werden all die Brasilianer im Olympiastadion in der Minderzahl sein, zumal nicht alle eine Karte bekommen haben. Ein kleiner Trost bleibt immerhin: In der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg findet morgen von 19 Uhr an die „Festa do Brasil“ statt. Das Spiel wird auf einer Großleinwand übertragen, dazu gibt es Samba, Capoeira und Musik. Der Eintritt kostet vier Euro.

Die brasilianische Party in Berlin ist aber nicht erst seit gestern im Gange, sondern schon seit Sonntag. Da konnten sich die Fans des brasilianischen Fußballs auf das Spiel einstimmen. Im Eiszeit-Kino in Kreuzberg lief der Film „Pelé und Garrincha“, mehr als 100 Zuschauer waren gekommen. Die Dokumentation versucht zu erklären, weshalb Pelé weltweit als der beste Fußballer aller Zeiten gilt, in Brasilien aber Garrincha weitaus mehr verehrt wird. „Pelé steht fürs Gewinnen, Garrincha aber für das Spielen“, sagt Alex Bellos, der im Kino auch sein Buch „Futebol, die brasilianische Kunst des Lebens“ vorstellte.

Zwei Jahre lang hat der Journalist in Brasilien über den Fußball recherchiert, und er sagt, brasilianischer und deutscher Fußball seien völlig verschieden: „In Deutschland heißt es immer, die Mannschaft gewinnt ein Spiel“, sagt er. „In Brasilien geht man ins Stadion, um tolle Dribblings und Finten der Spieler zu sehen.“

Doch nicht nur im Fußball gebe es große Unterschiede zwischen Deutschen und Brasilianern. Der größte etwa sei, dass Deutsche selbst bei den für Mittwochabend prognostizierten 15 Grad „noch immer im T-Shirt herumlaufen werden“. Brasilianer hätten bei solchen Temperaturen schon ihre dicken Rollkragenpullover ausgepackt – und würden völlig lethargisch werden. Kaum vorstellbar, angesichts der gestrigen Party in Berlin.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/nackte.html

Oben-Ohne-Verkauf bei Elektromarkt ...
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/INNovA.KDG4L19/1_normal.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/INNovA.KDG4L19/2_normal.jpg
Berlin -Nackte Tatsachen im Preiskampf der Elektromärkte in Berlin: Oben-Ohne-Models empfingen gestern die Kunden in den sieben Innova-Filialen
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040907/INNovA.KDG4L19/4_normal.jpg


Schröder eröffnet Flick-Ausstellung
http://www.vl-museen.de/aus-rez/pix/sanvito03-1.gifhttp://www.helmholtz.de/Bilder/4_Aktuelles/Reden/schroeder.jpg
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Sammler Friedrich Christian Flick werden am 21. September gemeinsam die umstrittene Ausstellung der "Flick Collection" in Berlin eröffnen. Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof-Museum für Gegenwart wird in den kommenden sieben Jahren die rund 2000 Werke umfassende Sammlung des Millionärs und Industriellen-Erben Friedrich Christian Flick als Leihgabe präsentieren. dpa

trance-x
September 7th, 2004, 11:33 AM
http://bz.berlin1.de/wm2006/040907/karten.html

Germany ./. Brasil ... Karten Schwarzmarkt
Kartenpreise haben sich verdreifacht!
http://www.lkmc.ch/berlin/STATUE.JPGhttp://www.spiegel.de/img/0,1020,376184,00.jpg
Berlin - Das Spiel des Jahres, morgen im Olympiastadion. In aller Freundschaft. Trotzdem ist ganz Berlin heiß auf die WM-Revanche. Da das Spiel jedoch seit Wochen ausverkauft ist, bleibt nur noch der Schwarzmarkt. Und da sind die Preise alles andere als freundschaftlich.

Im Internet-Auktionshaus "ebay" kosteten am Montag (15 Uhr) [b]zwei Oberrang-Tickets 97 EUR. Normaler Preis: 20 EUR das Stück. Macht also eine Gewinnspanne von rund 120 Prozent. Tipp: Wer das Spiel also unbedingt sehen will und sich auf dem Schwarzmarkt eindecken muss, sollte schnell handeln. Denn die Preise steigen schnell weiter.

Nur zwei Stunden später kosteten bei ebay drei Tickets bereits über 250 EUR.

Da hilft nur Zocken (und beten): Denn die Händler werden versuchen, ihre letzten Tickets vorm Stadion zu verkaufen. Und da regelt bekanntlich Angebot und Nachfrage den Preis...

Max BGF
September 7th, 2004, 11:37 AM
fuer dich nichts, meinst du. fuer andere ja durchaus.
aber erzaehl doch mal, wo fuer dich etwas mit belang los ist? ;)Zum Beispiel:
- Eine AIDS-Gala ist nicht von Belang, ein von der Berliner Firma Schering :okay: entwickeltes wirksames Medikament gegen AIDS wäre von Belang
- Eine "Goldene Ente" ist nicht von Belang. Eine normale Fleischente auf meinem Mittagsteller wäre von Belang.
- Oben-Ohne ist als Marketingmittel belanglos. Als Mittel zur Erhöhung der Geburtenrate (z.B. i.V.m. Entkriminalisierung des Vergewaltigungstatbestands) wäre es von belang.
- Hollywood in Berlin: Tom Hanks geht, Matt Damon kommt
Berlin als Durchgangsstation nach Venedig für Stars mit aktuellem Film und Promobedarf ist nicht von Belang. Allenfalls von Belang wäre Berlin als Reisehauptziel.
- "Berlin auf dem Weg zur Modemetropole", "Auf dem Weg zur Gourmet Metropole", ...
und anderee Ablenkungsmanöver sind nicht von Belang. Mehr Gelegenheiten für die schwache Berliner Politikerkaste zur Sacharbeit, Stichwort "Klosterleben" wäre von Belang und gut für unser Land.

In jedem anderen Beruf kann man mit mehr Zeiteinsatz bzw. Nachdenken tendenziell bessere Ergebnisse zeitigen. Ausgerechnet in Berlin soll dies nicht gelten. Hier soll es gut sein, neben Hollywoodstars zu posieren. Scheinargument: "Abwechslung". Nein, nein, so geht das nicht und Betrug. Die Politiker möchten sich dort ein Umfeld wie einst im rheinischen Bonn aufbauen (Stichwort: "Kanzler-U-Bahn"), damit ihnen das Leben Spaß macht und manch einer auf Prahlhannes machen kann.
Wie gesagt: Berlin, Du mußt Dich entscheiden, 3 Felder sind frei ;)

Wo etwas mit Belang los ist ?
Washington, Paris, London, München, Canberra, Peking, Tokio, Seoul, ...

trance-x
September 7th, 2004, 12:08 PM
max BGF ...

Zum Beispiel:
Eine AIDS-Gala ist nicht von Belang, ein von der Berliner Firma Schering entwickeltes wirksames Medikament gegen AIDS wäre von Belang
1. natuerlich ist eine aids-gala von belang
2. das eine schliesst das andere nicht aus. ansonsten waere die alternative derzeit nicht ein aidsmittel oder eine gala, sondern bei deiner vorstellung nix von beidem.
3. reine neidfeststellung. aufhaengen um sich an was aufzuhaengen ... ;)


Eine "Goldene Ente" ist nicht von Belang. Eine normale Fleischente auf meinem Mittagsteller wäre von Belang. Oben-Ohne ist als Marketingmittel belanglos. Als Mittel zur Erhöhung der Geburtenrate (z.B. i.V.m. Entkriminalisierung des Vergewaltigungstatbestands) wäre es von belang.
du kramst verzweifelt rum, geradezu panisch vor neid ...


- Hollywood in Berlin: Tom Hanks geht, Matt Damon kommt Berlin als Durchgangsstation nach Venedig für Stars mit aktuellem Film und Promobedarf ist nicht von Belang. Allenfalls von Belang wäre Berlin als Reisehauptziel.
falsch geraten. relevant ist alles in seiner summe. durchsegelnde stars, filmdrehende stars, stars die etwas als hauptziel waehlen ... alles gibts, alles ist im fluss. die berlinale oder filmdrehs sind immer mehr hauptandockpunkt als nur so durchreisende promotiongeschichten. das gilt fuer jede relevantere stadt. allerdings reisen bei der berlinale keineswegs in dem masse stars umgekehrt nach venedig ... lern draus .... :okay:



"Berlin auf dem Weg zur Modemetropole", "Auf dem Weg zur Gourmet Metropole", ... und anderee Ablenkungsmanöver sind nicht von Belang.
natuerlich ist es von belang, ob sich berlin modemaessig entwickelt.
natuerlich ist es von belang, ob sich berlin gourmetmaessig entwickelt.

es ist auch kein ablenkungsmanoever, sondern entspricht den tatsachen. die schmecken dir nur nicht.. ;)


Mehr Gelegenheiten für die schwache Berliner Politikerkaste zur Sacharbeit, Stichwort "Klosterleben" wäre von Belang und gut für unser Land.
stereotypen und zudem falsch. eine staerkere politikerkaste als in berlin existiert a) sowieso mal in ganz europa nur in bruessel sowie b) weltweit nur in ganz wenigen laendern.

nur gut, dass du keine stadt managed, du wuerdest voellig versagen. eine fehleinschaetzung jagt die andere. selbstverstaendlich ist es sinnvoll, dass politiker auch derlei geschichten repraesentieren, mitorganisieren, schirmherrschaften uebernehmen und und und. das ist keineswegs nur "party". es waere schlichtes rumhantieren an leeren huelsen, zu glauben, dass irgend etwas organisatorisch besser liefe, wenn sie diese geschichten nicht mitnaehmen. das sind so populistische kindergartenspar- und verbesserungsideen wie sie die pds anschleppt .. ;)



In jedem anderen Beruf kann man mit mehr Zeiteinsatz bzw. Nachdenken tendenziell bessere Ergebnisse zeitigen.
und noch eine ladung stereotypen ...


Ausgerechnet in Berlin soll dies nicht gelten. Hier soll es gut sein, neben Hollywoodstars zu posieren. Scheinargument: "Abwechslung". Nein, nein, so geht das nicht und Betrug. Die Politiker möchten sich dort ein Umfeld wie einst im rheinischen Bonn aufbauen (Stichwort: "Kanzler-U-Bahn"), damit ihnen das Leben Spaß macht und manch einer auf Prahlhannes machen kann.
jeder ministerpraesident oder buergermeister in deutschland, egal ob in bayern oder sonstwo ist bei eroeffnungen und groesseren baellen und aehnlichen geschichten dabei. das ist weder neu noch erwaehnenswert. der einzige unterschied: in berlin ist weit mehr los ... da hilft nur einsehen ...



Wie gesagt: Berlin, Du mußt Dich entscheiden, 3 Felder sind frei
wofuer entscheiden? fuer deine "managementsvorstellungen"? keine goldene ente, sondern eine fleischente? nix aidsgala? keine stars? nen kleinen unspektakulaeren flughafen bauen? irrelevante bauwerke, die keinen interessieren? eine "wir sind so pleite" runterred-kommunikation? du waerest ein unglaublicher steuergelderverschwender, der noch in jahrzehnten eine stadt am tropf halten wuerde... du wuerdest in eine negativspirale eines todsparens landen.. der grund: das ist es, was du letztlich gerne haettest, weil du eben neidisch bist.. :yes: ...


Wo etwas mit Belang los ist ? München (..)

die anderen cities kommentiere ich mal eben nicht, das fuehrt zu weit ... was muenchen betrifft: sei nicht naiv... :hilarious ;)


http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.09.2004/1344452.asp#art
Groß in Mode: Berlin schlägt Düsseldorf Messegesellschaft legt neue Schau unterm Funkturm auf. Geschäft verlagert sich vom Rhein an die Spree

Von Susanna Nieder

Die Mode in Berlin soll wieder einen großen Schritt vorangebracht werden. Nachdem die Modemessen „Bread & butter“ (B&b) und Premium im vergangenen Juli bereits zum vierten Mal Tausende von Fachbesuchern aus Deutschland und dem Ausland anlockten, kündigte die Messe Berlin jetzt eine eigene Fachmesse für die Modebranche an. Unter dem Titel „B-in-Berlin“ (was, englisch ausgesprochen, so viel heißt wie „Sei in Berlin“) soll sie zum ersten Mal von 21. bis 23. Januar 2005 stattfinden, also gleichzeitig mit der nächsten B&b und Premium.

Anders als bei anderen Branchen hat die Messe Berlin für den Bereich Mode eine eigene Gesellschaft gegründet: Mode sei der schnelllebigste Markt, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin: „Die Messegesellschaft wollte sich hier nicht alleine einbringen.“ Der Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft MB Capital Fashion Berlin GmbH heißt Michael Brömmel und ist Fachmann für Vertrieb und Marketing in der Modebranche. Sein Berater Gerald Beck war bis vor wenigen Wochen bei der Modemesse in Düsseldorf als Berater und Projektleiter tätig. Der Status der Düsseldorfer Messe als größte Modeveranstaltung in Deutschland ist unaufhaltsam ins Wanken geraten, seit im Januar 2003 B&b und Premium zum ersten Mal in Berlin stattfanden. Mit der B-in-Berlin verlagert sich das Modemessegeschäft weiter von Düsseldorf nach Berlin, denn das Konzept der neuen Messe deckt einen weiteren wichtigen Bereich ab.

Gerald Beck ist überzeugt, dass die daniederliegende Textilbranche neue Formen der Präsentation braucht – und dass die B-in-Berlin eine solche neue Form bieten kann. Eine moderne Modemesse muss seiner Meinung nach die Kommunikation zwischen Industrie, Handel und Presse fördern, die Einkäufer möglichst früh über die Kollektionen der Hersteller informieren, die Kosten der Beteiligten in einem erträglichen Rahmen halten (zum Beispiel durch moderate Hotelpreise). Und sie muss an einem Ort stattfinden, der Emotionen weckt und in den alle Beteiligten gerne reisen. Darin, dass dieser Ort zurzeit nur Berlin sein kann, sind sich Göke, Beck und Brömmel einig.

Eine Konkurrenz mit den bestehenden Berliner Messen soll es nicht geben, im Gegenteil. Während sich diese als Avantgardeveranstaltungen verstehen, deren Aussteller Trends setzen, aber als innovative Luxuslabels nur zu einem geringen Teil am Umsatz in der Textilbranche beteiligt sind, will die B-in-Berlin international erfolgreiche Marken präsentieren, die 90 bis 95 Prozent des Umsatzes der Textilbranche erwirtschaften. Den Schwerpunkt sollen zunächst Firmen für Damen- und Herrenmode aus Mitteleuropa und Skandinavien bilden; wie auf den beiden anderen Modemessen werden die Aussteller sorgfältig ausgewählt.

Auf einem überschaubaren Raum von 30 000 Quadratmetern werden auf der B-in-Berlin 300 große Marken Kollektionen zeigen, die mehrere Hundert Stücke umfassen. Über Besucherzahlen können Beck und Brömmel bislang nur spekulieren, doch mit 15 000 rechnen sie allemal; auch 30 000 halten sie für möglich. Im Vergleich dazu nahmen an der B&b im vergangenen Juli 600 Aussteller teil, es wurden 34 000 Besucher gezählt; auf der Premium waren 360 Aussteller, es kamen 12 000 Besucher. Die Besucher der B&b könnten sich zum Teil mit denen der B-in-Berlin überschneiden, denn wie die B&b versteht sich die B-in-Berlin als Informationsplattform und nicht als Ordermesse. Dass gleichzeitig mit der neuen Modemesse die Grüne Woche stattfindet, hält Christian Göke für unproblematisch: „Wir haben schon oft gezeigt, dass es möglich ist, auf dem Messegelände am Funkturm zwei große Veranstaltungen gleichzeitig durchzuführen.“


ps: jaja, messen sind unwichtig... :lol:

guck lieber mal die staatsbibliothek an, traumhaft schoen! huiiii.... :yes:
http://www.zionresistance.net/gallery/img/pics/brln_mm/berlin_library.jpg

Max BGF
September 7th, 2004, 02:02 PM
max BGF ...
und noch mehr stereotypen...Ungeachtet der Tatsache, daß alles in seiner summe relevant ist ;),
frage ich mich jedes Mal, woher der begriff "stereotyp" kommt. Ich argwöhne, daß es generell einfach dümmlich verwendet wird. Denn die gewünschte Assoziation ist doch eher "mono", nicht ?!

Und weil Du die Relevanz von Flughafen, Messe, Film und Politik aufs Schild hebst: Da ist sie wieder, die heimliche Hauptstadt München... :)
Und AIDS gibt es auch bei uns

trance-x
September 7th, 2004, 02:34 PM
Ungeachtet der Tatsache, daß alles in seiner summe relevant ist ;),
somit auch die summe deiner neidaussagen? ... ;)

http://www.sujet.de/freiheitsglocke/s2_b1_g.jpg
"Bayerischer Platz", 1946 ...


frage ich mich jedes Mal, woher der begriff "stereotyp" kommt. Ich argwöhne, daß es generell einfach dümmlich verwendet wird. Denn die gewünschte Assoziation ist doch eher "mono", nicht ?!
wie kommst du denn darauf? "mono" bedeutet allein, einzig ... das wuerde keinen sinn machen. eine stereotype ist eine "rumkopierte vorgefasste meinung", entsprang wohl aus der "stereotypie", die etwas mit dem verfielfaeltigen von buchseiten zu tun hat...

... und das ist assoziativ geradezu punktgenau eingelocht! :okay:


Und weil Du die Relevanz von Flughafen, Messe, Film und Politik aufs Schild hebst: Da ist sie wieder, die heimliche Hauptstadt München... :)
Und AIDS gibt es auch bei uns

nix fuer ungut. der unterschied zwischen berlin und muenchen ist ziemlich drastisch .. da hilft auch kein wuenschelruten. ohnehin ist ein problem des forums, dass die selbe begrifflichkeit aufgrund anderer gewoehnungs-sozialisierung einen ganz anderen stellenwert hat. was du z.b. unter "viel los" verstehst, waere bei mir noch als "ausgestorben" deklariert :lol:

ps: und nein. in muenchen gibts kein aids. bei welcher gelegenheit oder event sollte sich die person angesteckt haben? durchs reisen? durch importiertes fremdblut aus dem krankenhaus rechts der isar? :hahaha:

genug gescherzt... etwas geschichte!

http://www.russisch.tv/Grafiken/deima.jpghttp://www.berlin-spuren.de/bilder/re_foto_bayer2.jpg
Der Baustratege Salomon Haberland begründete um 1900 das Bayerische Viertel für ein großbürgerliches Publikum. Vornehme Fassaden, riesige Wohnungen mit Salons, reizvolle Platzanlagen und eine bezirkseigene U-Bahnlinie zeichneten den Reichtum des Viertels aus, in dem die besten Ärzte und Rechtsanwälte Berlins lebten und die prominenten Künstler der Zwanzigerjahre zuhause waren.

http://www.berlin-spuren.de/bayerischer.htmhttp://www.berlin-spuren.de/bilder/wand2.jpg
Wandgemälde von Christine Nestler 1979/1980


Im Volksmund "Jüdische Schweiz" genannt, führten vorwiegend jüdische Bürger ein komfortables Leben im Bayerischen Viertel, bis das unmenschliche Nazi-Regime Unheil und Angst in jede Familie brachte. Die grausamen Deportationen nach der Wannsee-Konferenz 1942 entvölkerten den Stadtteil. Bomben und Feuerstürme des Krieges radierten das wohlbestellte Stadtbild fast vollständig aus.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/brunnen/pix/tem_sch/09_390.jpghttp://www.berlin-transport.de/ubahnbaenke/bilder/bayerischer_platz_u4.jpg
Bayerischer Platz: Vier runde Kunststeinbecken mit Mittelfontänen sind durch einen Wasserlauf miteinander verbunden.
Wir gehen den Spuren der Baugeschichte nach, erinnern an das jüdische Alltagsleben im Kiez und begegnen dabei der eindringlichen Erinnerungsarbeit in Form eines Laternenmastschilder-Denkmals mit dem Namen "Orte des Erinnerns". Ein Denkmal, das im wahrsten Sinne des Wortes mit uns mitlaufen wird! (...)
http://www.muhs.de/db/04.JPG
U-Bahn "Bayerischer Platz"


link: http://www.berlin-spuren.de/bayerischer.htm

trance-x
September 7th, 2004, 04:25 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702098.html

Breitscheidplatz wird neu gestaltet
Charlottenburg
Rot-weiße Hütchen und Absperrgitter dominieren aktuell das Bild auf dem Breitscheidplatz. Seit einigen Tagen buddeln Bauarbeiter mit ihren Baggern auf dem Areal neben der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Platz mit dem mittlerweile etwas zweifelhaften Ruf soll endlich schöner werden. Das heißt: die zentrale Fläche am Tauentzien soll übersichtlicher, heller und sicherer werden.

Als erstes sind deshalb die Holzbänke vom Hochbeet an der Budapester Straße entfernt worden. Sie werden später durch neue Bänke an anderen Stellen des Platzes ersetzt.

610 000 Euro hat die Senatsbauabteilung für den ersten Bauabschnitt zu Verfügung gestellt.

Derzeit werden kaputte Granitplatten ausgewechselt, alte gereinigt und neu verlegt. 300 der 10 000 Quadratmeter Platten müssen ersetzt werden. An dunklen Ecken werden neue Laternen aufgestellt. Zudem müssen einige Bäume gefällt und ersetzt werden. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU): "Wir legen auch Elektroleitungen zu Verteilerstationen, damit wir künftig für Veranstaltungen problemlos Strom haben."



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702102.html
Edel-Platte soll verkauft werden
Mitte: Wohnungsbaugesellschaft sucht Investoren für Prestigeobjekte an den Ministergärten
Von Rainer L. Hein

Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) verkauft jetzt die letzten Häuser ihres bisherigen Vorzeigeobjektes an den Ministergärten. Bisher wollte man wenigstens zwei Gebäudekomplexe an der Voß- und Wilhelmstraße sowie an der Gertrud-Kolmar- und Voßstraße/An der Kolonnade aus "Prestigegründen" behalten. Doch nach "Durchforstung" der Geschäftsbilanzen haben Wirtschaftsprüfer jetzt finanzielle Probleme aufgezeigt, die die Unternehmensleitung zum Umdenken zwang. "Zurzeit laufen Verhandlungen mit potenziellen Interessenten", bestätigt WBM-Geschäftsführer Wolfgang Oehme.

Bereits Anfang 2004 hatte die WBM mit dem Verkauf der Filetgrundstücke in der Nähe des Brandenburger Tores begonnen. Zwei Wohnblöcke an der Wilhelm- und Behrenstraße sowie Mohrenstraße wechselten den Besitzer. Im Juni folgte der Verkauf des Komplexes Wilhelmstraße 82-92, An der Kolonnade 2-6 und Gertrud-Kolmar-Straße 4. Ein dreistelliger Millionenbetrag floss in die Kasse der WBM und schloss Finanzlücken.

Nach Auskunft von Geschäftsführer Oehme sei der Verkauf ein "normaler kaufmännischer Vorgang". Für Investitionen müsse Eigenkapital bereit stehen. Die von der WBM als Bauherr finanzierten Rathauspassagen (70 Millionen Euro inklusive Parkhaus) hätten nicht unmittelbar mit dem Verkauf der Prestigebauten an den Ministergärten zu tun. Das bestätigte auch Mittes Bürgermeister und WBM-Aufsichtsratsmitglied Joachim Zeller (CDU): "Da der als Mieter abgesprungene Wal-Mart trotzdem vertragsgebunden zahlen muss, wird unser Unternehmen nicht zusätzlich belastet. Dennoch zielen die Verkäufe an der Wilhelmstraße auf eine Verbesserung der WBM-Finanzsituation."

Während für die beiden letzten Objekte an den Ministergärten der Käufer noch gesucht wird, wurden die anderen Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft an die B.Ä.R. Wohnungsgesellschaft GmbH, Tochter der Wertprojekt, verkauft. Dazu wurde ein freies Grundstück am Holocaust-Mahnmal und das dazugehörige Neubau-Projekt "Wohnen in den Ministergärten" von der WBM an B.Ä.R. veräußert. Dort sollen 35 Eigentumswohnungen sowie Büros, Galerien und Cafés entstehen.

Durch die Verkäufe der so genannten Edel-Platte an der Wilhelmstraße herrscht bei den Mietern in rund 900 betroffenen Wohnungen und bei den Gewerbetreibenden große Unruhe. Sie befürchten Mieterhöhungen. "Davon ist aber nicht auszugehen", beruhigt Oehme, "denn die Mietverträge behalten ihre Gültigkeit." Auch würden die Häuser zunächst weiter von der WBM verwaltet. Die B.Ä.R. ist seit 20 Jahren auf dem Immobilienmarkt in Berlin, besonders für Mittelständler, tätig.



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702094.html
Kampf um Mietshaus
Marzahn: Nachbarn wollen zusammen bleiben und den Abriss ihres Wohnblocks verhindern
Von Ingo Rössling

Die Mieter des elfgeschossigen Plattenbau-Wohnblocks Wuhlestraße 2-8 sind geschockt. Sie sollen ihr Haus, in dem die meisten seit 21 Jahren leben, bis März 2005 vollständig räumen, wurde ihnen jetzt mitgeteilt. Die Degewo/WBG Marzahn will den bislang unsanierten Komplex auf sechs Etagen zurückbauen und komplett modernisieren. Von 180 Wohnungen würden etwa 130 übrig bleiben. Eine Mieterinitiative will die Abrissbagger stoppen. Sprecherin Christa Junge (50): "Wir blicken voller Angst in eine ungewisse Zukunft."

Sie kennt viele Mitbewohner seit 1983. Gemeinsam wurden sie als "Erstbezug" in dem Biesdorfer Plattenbau heimisch. Christa Junge: "Nachbarschaftshilfe wird bei uns groß geschrieben, viele Familienfreundschaften sind seit Jahrzehnten gewachsen." Dieser Zusammenhalt dürfe nicht auseinander gerissen werden. "Warum muss gerade unser Block dran glauben", rätselt Frau Junge, "obwohl nur einige Vier-Raum-Wohnungen leer stehen."

Die Wohnungsbaugesellschaft richtete zwar vor Ort ein Beratungsbüro ein, sieht sich aber nun besonders mit Mietervorwürfen konfrontiert. Gerda Mellenthin (68) lebt mit ihrem kranken Sohn in einer Zwei-Zimmer-Wohnung: "Von uns beiden wurde verlangt, dass sich jeder eine Einraum-Wohnung ohne Balkon nehmen soll." Ungewissheit und Sorge um höhere Mieten seien eine große Last.

Charlotte Knochenhauer ist mit 91 Jahren die älteste Bewohnerin des Blocks: "Meinem stark behinderten Mann und mir wird zugemutet, irgendwo hinzuziehen, wo wir keine sozialen Bindungen haben." Frau Junge ist auf den Ernstfall eingestellt: "Man will aber meiner Familie noch nicht einmal zusagen, nach einem Rückbau in eine Terrassenwohnung des Hauses zurückkehren zu können." Auch die Übernahme etwaiger Umzugskosten werde bisher offen gelassen.

Degewo/WBG-Sprecherin Erika Kröber bestätigte gestern, "der Rückbau sei beschlossene Sache". Gleichzeitig kündigte sie "Einzelgespräche mit jedem Mieter" an, um "für alle Probleme eine Lösung zu finden". Dabei würden gleichwertige Wohnungen möglichst im angestammten Kiez angeboten, die Kostenübernahme geregelt und auch Voranmeldungen für eine Rückkehr berücksichtigt.

Erika Kröber: "Vielleicht bekommen wir es sogar hin, dass langjährige Nachbarn weiter unter einem Dach wohnen." Man wolle an die guten Erfahrungen mit Berlins größtem Stadtumbau-Ost-Projekt "Ahrensfelder Terrassen" in Marzahn-Nord anknüpfen, wo derzeit elfgeschossige Plattenbauten (1670 Wohnungen) auf drei bis sechs Etagen schrumpfen. Weiterer Rückbau sei an der Schorfheide- und Karl-Holtz-Straße sowie im Viertel um die Ringkolonnaden an der Mehrower Allee vorgesehen. Dort gebe es Leerstand von 30 Prozent



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702096.html
Galeria Kaufhof unterm Zeltdach
Mitte
Es wird enger auf dem Alexanderplatz. Ein 900 Quadratmeter großes Zelt neben der Straßenbahnhaltestelle lässt Passanten nur einen schmalen Durchgang zwischen Tramgleisen und ParkInn-Hotel.

"Am 11. September eröffnen wir in dem Zelt eine Außenstelle der Galeria Kaufhof", sagt deren Geschäftsführer Dieter Zieh. Diese für sechs Monate gewählte Übergangslösung sei notwendig, da derzeit das einstige Centrum-Warenhaus bei laufendem Verkaufsbetrieb um- und ausgebaut wird. Zunächst werden bis Ende Oktober die Abteilungen der Damen- und Herren-Konfektion im Zelt untergebracht. Anfang November ist ein Sortimentswechsel geplant. "Dann wird es dort vor allem Geschenkartikel im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest geben", so Zieh. Erst für das kommende Frühjahr ist der Abbau des Zeltes geplant. Indes geht der Um- und Ausbau der Galeria Kaufhof noch bis 2006 weiter. 110 Million Euro investiert die Kaufhof Warenhaus AG an diesem Standort.

Max BGF
September 7th, 2004, 10:44 PM
Zuerst einmal soviel, damit Du gleich mit der Antwort beginnen kannst:
somit auch die summe deiner neidaussagen? ... ;)1. Ist Deutschland eine Neidgesellschaft. Berlin ist Hauptstadt von Deutschland. Merkst Du was?
2. Kann ich nicht Neid gegenüber Berlin empfinden. Wie soll ein Individuum auf eine Stadt neidisch sein? Fehlende Bewunderung bis Ärger ist die zutreffendere Gefühlsbeschreibung, wenn die Zahlen stimmen, wonach Berlin etwa doppelt soviel Finanzausgleich erhält wie die 5 NL. Aber ich bin hoffnungsfroh, nachdem Du mir versichert hast, daß sich Berlin gesundschrumpft :okay:
3. Habe ich Dich eigentlich als Erster als Hobbypsychologe tituliert?
4. Meinst Du ich werde auch der Letzte sein ? ;)


nix fuer ungut. der unterschied zwischen berlin und muenchen ist ziemlich drastisch .. da hilft auch kein wuenschelruten. ohnehin ist ein problem des forums, dass die selbe begrifflichkeit aufgrund anderer gewoehnungs-sozialisierung einen ganz anderen stellenwert hat. was du z.b. unter "viel los" verstehst, waere bei mir noch als "ausgestorben" deklariert :lol:"Viel los" ist für mich in Berlin am 1. Mai.
"Ausgestorben" ist für mich eine stille Ecke im Englischen Garten oder am Starnberger See.


ps: und nein. in muenchen gibts kein aids. bei welcher gelegenheit oder event sollte sich die person angesteckt haben? durchs reisen? durch importiertes fremdblut aus dem krankenhaus rechts der isar? :hahaha::okay: :rofl:

Übrigens - weil ich nicht alle geposteten Artikel bis ins Detail durchgelesen habe: Ist auch die Meldung von heute darunter, daß Maischbergers Sendung von Berlin nach Köln umzieht? Dachte, ich frag´s halt mal. Du bist ja bestimmt keine Propagandamaschine, die so etwas bewußt unterschlagen würde. :okay:

DiggerD21
September 8th, 2004, 01:19 AM
Also die Präsenz von Stadtpolitikern auf öffentlichen Feiern/Aktionen etc. als Indikator zu nehmen, ob "viel los" ist in der Stadt, wäre ziemlich einseitig. Man könnte es auch anders herum sehen: In der Stadt ist so wenig los, dass die Politiker lieber bei jeder kleinen Feier/Eröffnung pressewirksam auftreten, weil sie sich sonst langweilen würden.
Ich bezweifle wahrlich nicht, dass in Berlin viel los ist, trance-x. Aber du vermittelst es so, als wenn außerhalb von Berlin nur tote Hose wäre.

In Hamburg ist auch viel los, besonders am letzten WE gab es diverse Großveranstaltungen (Triathlon-Weltcup in der City und der Alster, Stadtpark-Rennen mit Oldtimern, Mittelalterlich-Spectaculum im Öjendorfer Park, ein paar Demonstrationen von Randgruppen etc.). Am nächsten WE ist Karneval der Kulturen und es hätten sich Putin und Schröder in Hamburg getroffen und anschließend auf Schloss Gottorf (S-H) weitergelabert, wenn Putin seinen Deutschlandbesuch nicht abgesagt hätte.
Heute war wieder ne Demo in "Hambuich": Die Polizisten haben demonstriert.

Nachtrag: Ich hab das Gefühl, das Hamburg in dem gerade noch laufenden ARD-Nachtmagazin häufiger erwähnt wird als Berlin. :tongue: ;)

Max BGF
September 8th, 2004, 01:57 AM
Also die Präsenz von Stadtpolitikern auf öffentlichen Feiern/Aktionen etc. als Indikator zu nehmen, ob "viel los" ist in der Stadt, wäre ziemlich einseitig. Man könnte es auch anders herum sehen: In der Stadt ist so wenig los, dass die Politiker lieber bei jeder kleinen Feier/Eröffnung pressewirksam auftreten, weil sie sich sonst langweilen würden.Das schreit förmlich nach einer Zurechtweisung aus Nord-Ost :D

Nachtrag: Ich hab das Gefühl, das Hamburg in dem gerade noch laufenden ARD-Nachtmagazin häufiger erwähnt wird als Berlin. :tongue: ;)Logisch, Hamburg ist das Tor zur Welt, Berlin nur das Tor nach Polen. :laugh:

Aber für heute Abend wünschen wir uns alle gemeinsam, daß Berlin ein großartiges Fußballfest erlebt und möglichst viele Tore in Berlin fallen. :cheers: :wave:

Max BGF
September 8th, 2004, 01:07 PM
Nachdem Maischberger von Berlin nach Köln zieht (http://portale.web.de/Staedte/Koeln/?msg_id=5408359) :
Maischberger fühlt sich wohl im Rheinland

Köln (dpa) - Sandra Maischberger (38) fühlt sich im Rheinland sehr wohl. Die Gastgeberin der gleichnamigen Show, die ab sofort erstmals aus dem Kölner WDR-Studio kommt, sagte in einem Interview des Kölner «Sonntag-Express»: «Das Rheinland ist sehr viel freundlicher als Berlin.

Es empfängt einen mit offenen Armen, es trägt einen. Es ist wärmer und netter.» Berlin ist nach Meinung der gebürtigen Münchnerin eine sehr spannende Stadt, «aber sie ist auch härter. Berlin ist anonym und manchmal ignorant gegenüber den anderen, was aber den Vorteil hat, dass man sehr ungestört leben kann.»
© dpa - Meldung vom 04.09.2004 14:17 Uhr
meldet nun auch noch die Berliner Nachrichtenagentur ddp Insolvenz an. Man fragt sich: Weil an deren Standort überwiegend uninteressantes Belangloses wie Galen, goldene Entchen oder Tom Hanks zeigt seiner Frau das Pergamon-Museum :laugh: zu berichten gibt?
Schadenfreude wäre ganz sicher fehl am Platze, es geht um Arbeitsplätze und die Zukunft der Hauptstadt. Eine Insolvenz muß noch nicht die Pleite bedeuten. Also laßt uns hoffen!

larved
September 8th, 2004, 01:53 PM
Maischberger fühlt sich wohl im Rheinland

Köln (dpa) - Sandra Maischberger (38) fühlt sich im Rheinland sehr wohl. Die Gastgeberin der gleichnamigen Show, die ab sofort erstmals aus dem Kölner WDR-Studio kommt, sagte in einem Interview des Kölner «Sonntag-Express»: «Das Rheinland ist sehr viel freundlicher als Berlin.

Es empfängt einen mit offenen Armen, es trägt einen. Es ist wärmer und netter.» Berlin ist nach Meinung der gebürtigen Münchnerin eine sehr spannende Stadt, «aber sie ist auch härter. Berlin ist anonym und manchmal ignorant gegenüber den anderen, was aber den Vorteil hat, dass man sehr ungestört leben kann.»
© dpa - Meldung vom 04.09.2004 14:17 Uhr

Ich glaube, die werte Frau Maischberger muss das Rheinland erst noch kennen lernen. In 5 Minuten Rheinland sammelt man nicht so viele Erfahrungen wie in 3 Jahren Berlin - ob es umgekehrt auch so ist? Naja und im "Rheinland" gehts im Vergleich dann eben etwas provinzieller zu. Die von Frau Maischberger genannten Aspekte zu Berlin (spannend, hart, anonym, ...) sind jedenfals die so meist mit "Metropolen" in Verbindung gebrachten typischen Eigenschaften. Obwohl ich gar nicht wirklich glaube, dass sich Köln und Berlin in diesen Eigenschaften großartig unterscheiden.

Ist aber wohl klar, dass Frau Maischberger der Kölner Lokalpresse nicht erzählt, wie traurig sie ist, jetzt dort wohnen zu müssen...

Kampflamm
September 8th, 2004, 01:59 PM
Ist eigentlich nur fair, dass ein bisschen Geld mal wieder Richtung Westen zurück fliesst. Wenn wir jetzt noch den Entenkoch kriegen, ist alles wieder in Ordnung.

larved
September 8th, 2004, 02:40 PM
Was für'n Entenkoch? :)

trance-x
September 9th, 2004, 04:14 AM
Also die Präsenz von Stadtpolitikern auf öffentlichen Feiern/Aktionen etc. als Indikator zu nehmen, ob "viel los" ist in der Stadt, wäre ziemlich einseitig.
nein. einseitig waere es, wenn nur etwas ueber politiker da stuende. das ist aber nicht der fall. folglich ist es "ein" indikator. ein solcher ist es aber selbstverstaendlich.


Man könnte es auch anders herum sehen: In der Stadt ist so wenig los, dass die Politiker lieber bei jeder kleinen Feier/Eröffnung pressewirksam auftreten, weil sie sich sonst langweilen würden.
nein, so koenntest du es natuerlich nicht sehen, weil die art der "kleinen feiern" in der menge bereits dein intro widerlegen wuerden. dein beispiel wuerde passen, wenn es lediglich um laterneneinweihungen oder aehnliches ginge ...


Ich bezweifle wahrlich nicht, dass in Berlin viel los ist, trance-x. Aber du vermittelst es so, als wenn außerhalb von Berlin nur tote Hose wäre.
woanders ist auch was los. allerdings ist in berlin schon "drastisch" mehr los. das entspricht einfach den tatsachen. allerdings war das weniger meine intention den thread zu machen, eher ein seitenaspekt.

wohlgemerkt: das thema "mehr los als woanders", also der vergleich, kam - wie immer - dadurch auf, dass sich mal wieder jemand in der defensive fuehlte und schon wieder versuchte berlin runtermachten, statt einfach z.b. selbst einen thread mit einem aehnlichen thema zu eroeffnen (was ich im uebrigen begruessen wuerde, ist vielfaeltiger als abrundung zu sonstigen themen)... auch hier gilt: hast du gesehen, dass ich in nem anderen thread rumrenne und ne stadt runtermache? nein. ein anderer wars. das immer gleiche schema ... ;)


In Hamburg ist auch viel los, besonders am letzten WE gab es diverse Großveranstaltungen (Triathlon-Weltcup in der City und der Alster, Stadtpark-Rennen mit Oldtimern, Mittelalterlich-Spectaculum im Öjendorfer Park, ein paar Demonstrationen von Randgruppen etc.). Am nächsten WE ist Karneval der Kulturen und es hätten sich Putin und Schröder in Hamburg getroffen und anschließend auf Schloss Gottorf (S-H) weitergelabert, wenn Putin seinen Deutschlandbesuch nicht abgesagt hätte.
Heute war wieder ne Demo in "Hambuich": Die Polizisten haben demonstriert.
nix fuer ungut, aber das meiste von dir genannte, hab ich bei berlin eher weggelassen, sonst werd ich ja bloede ... irgendwann gehts auf die zeit ... demos z.b... da gibts ja ueber 4000 im jahr und in der regel die groessten ... auch sportverantstaltungen sonstweder art ...


Nachtrag: Ich hab das Gefühl, das Hamburg in dem gerade noch laufenden ARD-Nachtmagazin häufiger erwähnt wird als Berlin. :tongue: ;)
es gibt auch leute, die fuehlen, dass wenn in germany alles so bleibt, dass dann alles so bliebe ... :lol:


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story702181.html

Staatsbesuch: Übergangspräsident Ghasi el Jawar besucht heute Berlin
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/pop_88851.jpg
Der irakische Übergangspräsident Ghasi el Jawar besucht heute Berlin

Berlin - Die Erwartungen seines Landes an Deutschland hat ein irakischer Minister kürzlich unmissverständlich formuliert: Die Bundesregierung müsse sich wie in Afghanistan ihrer "internationalen Verantwortung bewusst werden" und sich stärker am wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbauprozess im Irak beteiligen, forderte der Minister für zivilen Aufbau, Farhan Othman, in einem Zeitungsinterview. Mehr Engagement Deutschlands dürfte auch der irakische Übergangspräsident Ghasi el Jawar bei seinem heutigen Besuch in der Hauptstadt verlangen. Die Stabilisierung des Irak und die Koordinierung der Wiederaufbauhilfe stehen im Mittelpunkt seiner Gespräche mit Regierungs- und Wirtschaftsvertretern.

Der irakische Präsident trifft während seines dreitägigen Deutschland-Besuches mit unter anderem auch mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zusammen und wird zudem von Bundespräsident Horst Köhler mit allen militärischen Ehren empfangen. Die Berliner Polizei ist nach eigenen Angaben auf den Besuch "angemessen" vorbereitet. "Wir sind gewappnet. Es wird alles für die Sicherheit des Präsidenten getan", sagte ein Polizeisprecher. Für den Besuch wurde aber nicht die höchste Sicherheitsstufe angeordnet. Im Stadtgebiet werde es kurzzeitig zu unfangreichen Sperrungen wegen des Besuches kommen. dpa



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702239.html
diverses ...
Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley , der Leipziger Pfarrer Christian Führer und der ehemalige ungarische Außenminister Gyula Horn werden für ihren Mut in den Tagen des November 1989 mit der "Goldenen Henne" der "Super-Illu" geehrt. CDU-Chefin Angela Merkel überreicht die Preise am 22. September im Friedrichstadtpalast.

Hans-Jörg Clement, Leiter der Kulturabteilung der Konrad-Adenauer-Stiftung, ist ab sofort auch Berater der Villa Grisebach. Er agiert als Trend-Scout für die zeitgenössische Kunstsammlung.

Sonnenbrille, knappe Badehose. In seinem Restaurant "Monsieur Vuong" an der Neuen Schönhauser Straße wurde Dat Vuong nicht in diesem Outfit gesichtet. Aber auf dem Badeschiff, das vor der Arena in Treptow liegt. Der Mann hat kein Gramm Fett am Körper.

Künstleragent Oswald Kneip ist mit seinem Stammtisch ins Weinrestaurant Guy (heißt demnächst Habel) an der Luisenstraße in Mitte umgezogen. Montagabend traf sich dort das "Jedermann-Ensemble". Jenny Elvers-Elbertzhagen, die sich in diesem Jahr als Buhlschaft versucht, fehlte. Begründung: Das Kindermädchen ihres Sohns Paul habe sich erkältet.

Wie sieht eigentlich das typische Reisegepäck einer Hutdesignerin aus? Ohne vier Hutschachteln betritt Fiona Bennett keinen Flieger. Ihr Lieblingsmantel in Leopardenoptik ist natürlich nicht echt.

"Größer, besser und kommerzieller geht's nicht, damit ist man automatisch in der A-Liga", sagt Thomas Kretschmann (41). Kretschmann hat eine Hauptrolle in Peter Jacksons "King Kong" ergattert.

Peter Lohmeyer liest im Foyer der Arena "In Gedenken an Jonny Cash".

DJ Borboleta legt bei der Fußball-Party in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg auf.




http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702237.html
Partymeile Rotes Rathaus
Auftakt zum Münchner Oktoberfest und Hoffest: Edmund Stoiber und Klaus Wowereit feiern gemeinsam
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88864.jpg
Erst stärkte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gegenüber von seinem Amtssitz im bayrischen Festzelt bei Bier und Brez'n, dann schlenderte er gut gelaunt zurück ins Rote Rathaus und begrüßte etwa 3500 Gäste aus Politik und Kultur, Wirtschaft, Medien und Sport. Hollywoodschauspielerin Geraldine Chaplin schwärmte vom Gastgeber: "Der Mann ist unglaublich attraktiv und hat ein Riesencharisma." Nach Berlin, so die 60-Jährige, komme sie immer öfter, weil sie hier Energie tanke wie nirgendwo sonst in der Welt: "Ich liebe es." Einen Liebesdienst der besonderen Art erwies Moderatorin Ulla Kock am Brink Ehemann Theo Baltz: "Ich fahre heim, Du kannst trinken." Eine andere als seine Ehefrau führte IHK-Chef Eric Schweitzer durchs Partygetümmel: "Meine Assistentin Ursula Gier", stellte der Alba-Chef sie vor und schob schelmisch nach: "Einer muss ja arbeiten." Die Dame erwiderte augenzwinkernd: "Mein Chef wird mit den Jahren immer besser."

Bester Stimmung und ganz leger mit Hemd und Hose, ohne Sakko und Krawatte schlenderte Finanzminister Hans Eichel (SPD) zwischen Gourmetständen und drei Bühnen für Musik, Gesang und Artistik umher: "Alles gesponsert hier, hat die Hauptstadt keinen Cent gekostet", freute er sich.

Ebenfalls im Partygetümmel gesichtet: Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) und Gattin Barbara, Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos), Mittes Bürgermeister Joachim Zeller (CDU) mit Frau Helga, Entertainerin Dagmar Frederic mit Tochter Maxie und Touro-College-Direktorin Sara Nachama mit Andreas Nachama, Geschäftsführer der Topographie des Terrors: "Eine Party reicht", befanden beide und gehörten damit zu den wenigen, die gestern nicht zum Partyhopping die Straßenseite wechselten. Vis-a-vis feierte erstmals gleichzeitig Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) den 6. Berlin-Auftakt des größten Volksfestes der Welt, des Münchner Oktoberfestes. Beide Feste gleichzeitig - das liegt wahrscheinlich daran, dass alle heute das Spiel zwischen Deutschland und Brasilien sehen wollen. Drei Schläge aufs Fass brauchte Bayerns Staatsminister für Bundesangelegenheiten, Erwin Huber (CSU), dann hieß es: "Oa'zapft iss." Seinem Berliner Amtskollegen hatte Edmund Stoiber zuvor dafür nicht den Hammer überlassen wollen. "Das machen wir Bayern schon selbst." Ein sehr harmonisches Bild gaben auch CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Stoiber ab, ebenso wie Preußen-Prinz Georg-Friedrich familiär mit seinem süddeutschen Verwandten Leopold Prinz von Bayern plauderte. Zu der Berliner Party wollte Leopold nicht wechseln. "Ich bin schließlich ein Löwenbräu-Mann", sagte er in Anspielung auf seinen Werbevertrag. Aber nach Berlin werde er künftig öfter kommen.

trance-x
September 9th, 2004, 06:09 AM
max ...

Zuerst einmal soviel, damit Du gleich mit der Antwort beginnen kannst:
1. Ist Deutschland eine Neidgesellschaft. Berlin ist Hauptstadt von Deutschland. Merkst Du was?
ja ... dass du damit bestaetigst a) ein neider zu sein sowie b) bestaetigst, dass du eben pauschal neidest, was gar nix mit berlin zu tun hat, das du ja eher bewunderst sowie c) ich zu recht durch berlin fuer deutschland gegen einen member of the neidgesellschaft poste, um a) steuergelder zu sparen, was b) zeigt, dass eigentlich nur berliner am sparen interessiert zu sein scheinen ... ;)



2. Kann ich nicht Neid gegenüber Berlin empfinden. Wie soll ein Individuum auf eine Stadt neidisch sein?
das klappt. du hast dich geaergert, dass in berlin so viel los ist und du zumeist nicht daran teilhaben kannst ...total verstaendlich. du fuehlst dich isoliert, hast permanent das gefuehl zu kurz zu kommen, etwas zu verpassen, kurzum: am falschen ort zu sein, das falsche leben zu leben ...und du hast recht! ... immerhin schuetzt dich auch unwissenheit, du ahnst naemlich nicht ansatzweise, was du tatsaechlich alles verpasst, weil: um manches zu vermissen, muss man um dessen existenz wissen ... :lol:



Fehlende Bewunderung bis Ärger ist die zutreffendere Gefühlsbeschreibung, wenn die Zahlen stimmen, wonach Berlin etwa doppelt soviel Finanzausgleich erhält wie die 5 NL. Aber ich bin hoffnungsfroh, nachdem Du mir versichert hast, daß sich Berlin gesundschrumpft :okay:
deine erklaerung taucht immer noch nix, denn es macht keinen sinn, in foren berlin nur nicht mehr zu erwaehnen, weil irgendein hansel mit seinen ressentiments kommt oder umgekehrt anzufangen bei jeder stadt geschichten anzuschleppen.... ausserdem taugt es nix, weil ich nix drueber hoere, dass du dich ueber die kosten der doppelstrukturen erregst und laut und deutlich fuer den nachzug der restlichen regierungsgeschichten bist... die kosten jedes jahr unsummen, sind organisatorisch aber zudem noch schlechter ... dies alles und noch viel mehr geht auf deine glaubwuerdigkeit. daraus folgt: nein, du bist ganz einfach nur neidisch, versuchst eine staedteneutrale position aufrechtzuerhalten, kriegst aber deinen lokalkolorit nicht richtig in den griff und aergerst dich, wenn ich munter wie jeder andere etwas aus meiner region schildere um zu informieren - weil dir das deine bereits oben kundgetane isolation in der pampa vor augen fuehrt. es ist eigentlich so: jemand isst unschuldig sein pausenbrot und der naechste bringt sich selber in wut, weil er gerade hunger hat und selbst eins moechte. du wirst erkennen, dass weder pausenbrot noch bote etwas dafuer koennen, dass du hungrig bist ;)


3. Habe ich Dich eigentlich als Erster als Hobbypsychologe tituliert?
4. Meinst Du ich werde auch der Letzte sein ? ;)
iwo ... jeder verkappte berlinFan, der zur stereotypie neigt, fuehlt sich berufen ...... ich sollte langsam rabatt verlangen! :lol:

... apropos! in "bourne supremacy" (die "Bournce Verschwoerung"), die matt damon ja gerade in berlin lobpreist (ich berichtete), siehst du szenen aus berlin, mit verfolgungsjagten und so (auch etwas muenchen kommt vor, na, ist das nix?!)... und ausser der kinokarte hat dich das keine steuergelder gekostet (glaub ich jedenfalls ... hm, mal so die fonds durchblaetter *g*)
http://us.ent4.yimg.com/movies.yahoo.com/images/hv/photo/movie_pix/universal_pictures/the_bourne_supremacy/_group_photos/julia_stiles5.jpg


"Viel los" ist für mich in Berlin am 1. Mai.
"Ausgestorben" ist für mich eine stille Ecke im Englischen Garten oder am Starnberger See.
eine typische neid-ablenkaussage eines praktisch zwanghaft im eremitenstadium befindlichen ;)


Übrigens - weil ich nicht alle geposteten Artikel bis ins Detail durchgelesen habe: Ist auch die Meldung von heute darunter, daß Maischbergers Sendung von Berlin nach Köln umzieht? Dachte, ich frag´s halt mal. Du bist ja bestimmt keine Propagandamaschine, die so etwas bewußt unterschlagen würde. :okay:
die sendung ist letztlich vom WDR, der in koeln sitzt, mit seinem konzept auf die nase fiel, darum aus kostengruenden die ueberhaupt nicht erfreute maischberger im eigenen studio in koeln produzieren lassen muss ... oder anders ausgedrueckt: dein beispiel belegt eigentlich vor allem nur, dass du - natuerlich formell um steuergelder besorgt - viel muehe aufwendest, veraltete nachrichten rauszukramen, dabei uebersiehst, dass mich bis auf ein paar kontextorientierte beisaetze eher aktuelle interessierten...

haettest du mir aber gleich anvertraut, dass dich umzuege interessieren, haette ich dich durchaus gern mit dergleichen mitversorgt... und damit du meinen guten willen erkennst, dir zudem keine sorgen um den medienstandort berlin machen musst, packe ich dir gern ein paar nachrichten bei, die ich tatsaechlich zurueckgehalten hatte ...

http://www.wfbi.de/imperia/md/content/wfbi/newsletter/bbn/berlin_business_news_09_04_deu.pdf

Siemens fuehrt Deutschland-Geschäft künftig aus Berlin
Deutschlands größter Technologiekonzern Siemens baut seine neue deutsche Vertriebs-Zentrale in Berlin auf. Die neue Zentrale soll am 1. Oktober in Siemensstadt starten. Damit verbunden ist der Umzug von etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von München nach Berlin. (...)

TV-Produktionsfirma MME kommt nach Berlin
(...) Me, Myself & Eye zieht nach Berlin um. Rückwirkend zum 1. Januar 2004 hat MME die Münchner Moviement und damit deren Produktionsfirmen Filmpool (Köln) und AllMedia Pictures (München) übernommen. Unter dem Dach der künftigen MME AG-Holding soll so ein neuer Produktionspool mit Standbeinen in unterschiedlichen TV-Sparten entstehen. Die börsennotierte MME ist vor allem auf MUsikformate spezialisiert und produziert unter anderem "Top of the Pops" und "The Dome". Die Münchner Moviement GmbH hat über Tochterfirmen für Sat 1 bisher Gerichtsshows wie "Richterin Barbara Salesch" produziert. Mit der "Übernahme wird MME zu einem der größten TV-Produktionsunternehmen in Deutschland mit einem geschätzten Jahresumsatz von rund 80 Millionen Euro.


http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040909/damon.html
Riesen-Trubel am Brandenburger Tor: ...
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040909/Damon09.M1G6FE3/1_big.jpghttp://bz.berlin1.de/aktuell/news/040909/Damon09.M1G6FE3/2_big.jpg

Hollywood-Star Matt Damon, 33, schlenderte gestern Morgen um 10 Uhr gut gelaunt aus seinem Hotel, dem "Adlon", auf den Pariser Platz. Dort schrieb er für seine wartenden Fans Autogramme. "I love Berlin", schwärmte Matt. "Das ist die tollste Stadt der Welt." Im Anschluss posierte der schöne Schauspieler (in Jeans und schwarzem Kurzarmhemd) ganz locker vor dem Brandenburger Tor. Und strahlte mit der Sonne um die Wette. 15 Minuten später ging's zurück in seine Nobel-Herberge. Dort wartete die Arbeit: Interviewmarathon zu seinem neuen Film "The Bourne Supremacy" (Die Bourne Verschwörung). Der Thriller kommt am 21. Oktober in die deutschen Kinos.

Am Abend wollte Matt ganz privat auf die Piste. In Mitte kennt er sich schließlich bestens aus. Während der Dreharbeiten hatte er drei Monate in einem Apartment in der Nähe vom Hackeschen Markt gewohnt. (...)

:wave:

trance-x
September 9th, 2004, 06:29 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1349082.asp#art

Berlin spielt mit

Matt Damon stellte „Die Bourne Verschwörung“ vor – und kommt bald mit Clooney und Pitt wieder

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040908/Matt.CAG5EBQ/1_normal.jpg

Das Hotel Adlon war bestens abgeschirmt – allerdings nicht wegen Matt Damon, sondern weil dort der irakische Staatspräsident während seines derzeitigen Staatsbesuchs wohnt. „Zum Glück habe ich diese vielen Pässe“, witzelte Damon gestern. Immerhin stammt er aus dem Land, das Krieg gegen den Irak geführt hat – in der Realität, nicht im Kino. Der US-Star war nach Berlin gekommen, um seinen neuen Film vorzustellen. Der heißt „Die Bourne Verschwörung“ und kommt am 21. Oktober in die deutschen Kinos. In dem Thriller spielt Damon den Agenten Jason Bourne, der sich – unterwegs mit vielen Pässen – auf die Spuren seiner eigenen Vergangenheit macht.

Für die Dreharbeiten ist das Team viel gereist. Die Handlung beginnt in Goa und endet in New York, es kommen auch Moskau, München und Neapel vor – und Berlin hat eine Hauptrolle. Hier spielen mehrere Höhepunkte des Plots. Vier Monate war die Filmcrew da, gedreht wurde in der Stadt und den Studios Babelsberg. Wobei das, was im Film Moskau sein soll, München oder Neapel, teils ebenfalls in Berlin gedreht wurde. Im Osten der Stadt fand man ein gutes Double für Moskau, die Messe Berlin fungiert als Einreisebehörde von Neapel. Den Ostbahnhof gibt es zu sehen, die Karl-Marx-Allee setzte die Filmfirma unter Schnee, spektakuläre Szenen spielen auf Brücken, in U-Bahnhöfen und einem Hotel am Ku’damm.

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/040908/Matt.CAG5EBQ/2_normal.jpg

Franka Potente, seine Filmpartnerin aus dem ersten Teil „Die Bourne Identität“, ist auch dabei. „Das war seltsam“, sagte Damon. „Franka hatte mir damals so viel von Berlin erzählt, und dann drehten wir hier – ohne sie.“ Denn bis die Handlung in Berlin ankommt, hat das Drehbuch sie sterben lassen. Matt Damon nahm gestern zwar Abschied von Berlin, aber nur für kurze Zeit. „Ich nehme an, dass ich mit George und Brad im Dezember wieder da bin“, sagte er. George Clooney, Brad Pitt und er wollen dann ihren neuen Film „Ocean’s Twelve“ vorstellen. fk

http://bilder.bild.t-online.de/BTO/sport/aktuell/2004/09/09/buehnenteaser/01__2186052-sport__nati__neu,property=Bild.jpghttp://bz.berlin1.de/wm2006/040908/carlos.KOG5HH3/2_normal.jpg
rechts: Roberto Carlos im Gespräch mit BZ-Reporterin Gilbert


http://bz.berlin1.de/wm2006/040908/shoppen.html
Nachblende: Brasiliens Superstars hatten nur eine Stunde Ausgang
- da kauften sie den Sony Style Store leer!
Shoppen wie die Weltmeister
http://bz.berlin1.de/wm2006/040908/shoppen_mit_carlos.SLG5JGT/3_big.jpg
Eine Verkäuferin erklärt Roberto Carlos die Funktionen seines neuen Handys

Berlin - Was macht ein Haufen superreicher Fußball-Stars in einer Weltstadt wie Berlin? Logo: Geld ausgeben...

Gestern hatte der Sony Style Store im Sony Center seinen großen Tag. Die Brasilianer zückten ihre goldenen Kreditkarten, kauften den Laden leer. Kein Wunder, dass der Shop für "normale" Kunden dicht machte, den Stars ungestörtes Shopping-Vergnügen bereitete.

Besonders Roberto Carlos ließ die Kasse klingeln: Erst wanderte ein Multi-Tab für die Playstation (damit mehrere Spieler dran spielen können) für 50 EUR in den Einkaufskorb. Dann gefiel ihm das Sony-Handy "P 900" - zack, her damit. Machte noch mal 749 EUR. Und eine Handycam (Roberto Carlos: "Ist hier viel billiger als in Spanien") für 589 EUR. Macht bummelige 1388 EUR in 10 Minuten. Visa-Karte raus - und gekauft! Auch Edu und Gilberto Silva waren unterwegs. Bei Edu landete ebenfalls eine Handy-Cam, ein digitaler Fotodrucker und jede Menge CD-Rohlinge in der Tüte.

http://bz.berlin1.de/wm2006/040908/shoppen_mit_carlos.SLG5JGT/4_big.jpg
Shopping-Freunden: Roberto Carlos und Keeper Julio Cesar sind glücklich

Trainer Carlos Alberto Parreira konnte auch nicht an sich halten, leistete sich eine Digitalkamera. Nur Ronaldo blieb im Hotel, strapazierte lieber seine Handy-Rechnung.

Was passierte sonst so bei unseren Samba-Gästen. Das BZ-Protokoll:
Um 7 Uhr schwebte Ronaldo aus Madrid ein. Er hatte vorher noch schnell Verlobung gefeiert. Per Eskorte ging's zum Potsdamer Platz ins "Ritz-Carlton" - und ab ins Bett.
Von 9 Uhr bis 10 Uhr gab's Frühstück im Ballsaal des "Ritz-Carlton": Rührei, Toast, Obst etc. Nur Ronaldo pennte...
Um 11.35 Uhr schlenderte Leverkusens Roque Junior ins Hotel, traf zwei Freunde: Die beiden Hertha-Brasilianer Marcelinho und Gilberto warten in der Lobby, begrüßen ihren Landsmann. Unter dem Arm trug Roque Junior eine Videokassette ohne Aufschrift - eine Aufzeichnung des deutschen Länderspiels gegen Österreich.
Um 12 Uhr kamen Edu und Gilberto Silva vom Shoppen wieder - mit prallvollen Tüten.
Mittagessen um 12.30 Uhr. Die Südamerikaner haben extra einen eigenen Koch mit nach Deutschland gebracht. Es gab Feijoada, das Nationalgericht Brasiliens: Ein dicker Eintopf aus schwarzen Bohnen mit jeder Menge Fleischeinlage. Dazu Reis, gebratenes Hühnchen und Gemüse. Zum Nachtisch wurde frisches Obst und Pudding gereicht. Um 13 Uhr tauchte auch Ronaldo auf - mit noch ganz schön kleinen Äuglein.
Um 13.42 Uhr brachen zehn Spieler auf zur großen Shopping-Tour in den "Sony Style Store"
15.40 Uhr: Der silberne Mannschaftsbus der Brasilianer setzte sich Richtung Olympiastadion zum Abschlusstraining in Bewegung. Eine Polizei-Eskorte bahnte den Weg.
Ankunft um 16.20 Uhr im Stadion. Alle Spieler verschwanden in der Kabine. Nur Roberto Carlos nicht: Er steuerte den Innenraum an, filmte das Stadion mit seiner neuen Kamera.
Das Training begann um 16.28 Uhr. 2500 Fans begrüßten die Mannschaft. Dehnen, Warmlaufen, lockeres Spielchen - um 17.45 Uhr war es schon wieder vorbei. Es ging zurück ins Hotel.
Um 19.30 Uhr wurde das Abendessen serviert. Diesmal gab's Rinderfilet mit Gemüse. Der Rest des Abends stand den Spielern zur freien Verfügung. Einige gingen noch in die Stadt, andere zockten Playstation auf den Zimmern. Um 23 Uhr war Bettruhe...



:okay:

trance-x
September 9th, 2004, 08:04 AM
http://www.rbb-online.de/_/polylux/grafik/hauptmenue/index1.jpghttp://www.rbb-online.de/_/polylux/grafik/hauptmenue/index2.jpg

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/fernsehen/story702233.html
ARD wertet "Polylux" auf
http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,301015,00.jpg
Die ARD wertet das Zeitgeist-Magazin "Polylux" auf und spendiert ihm ab heute einen neuen Sendeplatz. Statt nach Mitternacht und montags kommt es jetzt mittwochs um 23.45 Uhr. Auch inhaltlich hat sich Einiges geändert: "Polylux" wird berlinischer. Neben den Trends aus der Szene wird dem Bundesbürger künftig auch die Hauptstadt erklärt. In der Rubrik "Berlin für Anfänger" zum Beispiel werden Außenstehende in die Besonderheiten eingeweiht - so geht es heute um die "Tyrannei der Radfahrer". Außerdem wirft ein bulgarischer Gesellschaftsreporter - eine Kunstfigur - für das Magazin einen ironisch-distanzierten Blick auf die Parties der Berliner High Society. Und in "Polyluxus" wird ein trendiges Produkt aus Berlin gestestet. "Die neue Sendung ist aber keine kiezverliebte Nabelschau, sondern setzt Trends und Themen, die auch außerhalb der Hauptstadt interessieren", sagt Moderatorin Tita von Hardenberg.

Was bleibt? Die Orientierung an der Popkultur, die Gesellschaftsbeobachtung und Reporter Carsten van Ryssen, der die Meinung der Straße zum Zeitgeschehen ironisch eruiert. Der neue Sendeplatz ist besser, ideal ist er nicht. "Die optimale Sendezeit wäre gegen 23 Uhr. Vielleicht kommen wir da ja noch hin", sagt Hartmann von der Tann, ARD-Koordinator für Politik und Kultur. BM
http://www.rbb-online.de/_/polylux/grafik/hauptmenue/manne.jpg
Polylux Page: http://www.rbb-online.de/polylux/index.html



Wo Christiane F. lebt
Wohnumfeldforschung: In der Reihe "Fakelore" ergründet das HAU urbane Mythen
Von Nina Apin
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88862.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88862.jpghttp://hem.bredband.net/b112579/christiane/images/gropiusstadt3.jpg
Soziale Fallhöhe: Blick aus dem 24. Stockwerk eines Hauses in der Gropiusstadt. Dorthin führte die von Matthias Lilienthal geleitete Mythentour

Das Wort Folklore, das sich aus Volk und Überlieferung zusammensetzt, bezeichnet volkstümliche Traditionen. Dazu zählen Trachten und Liedgut, Sprichwörter und Legenden. Der bayerische Bergbauer des 19. Jahrhunderts etwa bevölkerte seine Hütte gern mit Wurzelmännern und Hexen, um die Einsamkeit zu ertragen. Aber auch im urbanen Raum gibt es manchen Köhlerglauben. Moderne metropolitane Schauergeschichten wie jene von den in der Kanalisation hausenden Krokodilen stellen eine säkulare Form des Volksmärchens dar.

Zusehends ersetzen urbane Legenden ländliche Folklore. Zumal es die weiland dem Vernehmen nach tatsächlich recht heile Welt des bayerischen Bergbauern längst nicht mehr gibt. Allenfalls als verfälschende "Fakelore" lebt sie fort, beispielsweise als gefühlsseliger Abklatsch in Volksmusik-Sendungen.

Die Folklore mag tot sein, die urbane Legende aber ist quicklebendig. Das Theater Hebbel am Ufer (HAU) schlägt aus dieser These Wissenschaft: Eine "Mobile Akademie" mit 130 Künstlern aus 48 Ländern befasst sich 20 Tage lang mit dem Thema "Fakelore. Konstruktionen und Erfindungen urbaner Folklore". Künstlerworkshops und Vorträge überformt ein komplexer Theorieüberbau. Die so genannte Volks-Akademie mit Vorträgen, Aufführungen, Konzerten gibt sich - abgesehen vom Preis (1 Euro) - kaum volksnah. Mit Wortgeklingel von "urbanen Archiven" bis zu "multipler Authentizität" schreckt das Programm eher ab.

Doch hinter dem Geschwurbel verstecken sich durchaus Perlen großstädtischer Folklore. Immerhin 30 verschiedene Stadt-Touren führen im Rahmen der Veranstaltungsreihe durch Berlin. So kann man mit Anna Thalbach die Berliner Theaterlandschaft durchmessen oder mit Claudia Wahjudi auf den Spuren des Mythos SO 36 durch die Oranienstraße flanieren.

Auf Tour Nr. 15 führt HAU-Chef Matthias Lilienthal höchstselbst durch die Gropiusstadt. Mit wippendem Kraushaar schreitet er voran - und macht schon die Fahrt mit der U 7 zum Abenteuer: "Diese Linie vollführt eine Zeitreise", ruft er munter, "man startet im wohlhabenden Westen; dann wird es zunehmend asozial."

U-Bahnhof Lipschitzallee. Die "Fakelore"-Reisenden sammeln sich auf einer kahlen Betonfläche. Lilienthal erzählt von Gropius' Plänen, von der U-Bahn als Hauptschlagader, von einem Dorfplatz, aufgelockerter Architektur und Frischluft. Der Mann hat die Lizenz zum Dozieren. Schließlich ist er in Gropiusstadt aufgewachsen. Und kennt daher auch keine Berührungsängste bezüglich der Einheimischen: Auf dem Dach eines 16-stöckigen Wohnhauses lernen die Touristen das Ehepaar Pennewitz kennen. Nachdem sie alles über Quadratmeterpreise und Nachbarschaftsverhältnisse erfahren haben, arrangiert Lilienthal eine Wohnungsbesichtigung. Des ethnologischen Blicks wegen. Die Jung-Forscher stehen etwas verlegen im Flur, als Frau Pennewitz erzählt, wie sie aus einem Britzer Reihenhaus herzog. Eine Schweizerin fragt nach Ausländern im Haus. "Det is multikulti hier, Polen, Türken, allet, aber mir jefällt's", sagt Frau Pennewitz. "Was Sauberkeit und Ordnung betrifft, ist det hier 'ne Katastrophe", brüllt Herr Pennewitz aus dem Wohnzimmer. Frau Pennewitz ringt um Fassung, Beklommenheit unter den Besuchern.

Draußen kommt die wohl bekannteste Gropiusstadtbewohnerin zur Sprache: Christiane F., die zwischen strengen Hausmeistern und hässlichen Wolkenkratzern ihre Drogenkarriere begann. Lilienthal liest Passagen aus dem Buch, seine Assistentin nimmt das brav auf Band auf. Dann geht es zu Lilienthals Mutter. Zum Tee. Hier, im gepflegten Bungalow mit Garten, werden alle Trabantenstadt-Klischees hinfällig. Mit Obst von Mutter Lilienthal als Proviant geht es dann im Bus ins größte Einkaufscenter Deutschlands. Hier, in der globalisierten Einförmigkeit der "Gropiuspassagen", holt Lilienthal noch mal die Theoriekeule raus. Nach Rem Kohlhaas, hebt er an, sei die Eigenschaftslosigkeit der Vorstädte die konsequente Realisierung unserer gleichförmigen Biografien. Eine Äußerung, die naturgemäß Widerspruch provoziert.

Als Tour Nr. 15 beendet ist, haben die Mitreisenden gelernt, dass Mythenproduktion ein empfindliches Pflänzchen ist. Und dass Christiane F. lebt.
Hebbel am Ufer, Stresemannstr. 29, Kreuzberg, Tel.: 259 004 53. Termine: Bis 19. 9.


Neue Heimat in Kreuzberg - Kunst
Am 22. Oktober eröffnet die Berlinische Galerie mit ihrer Sammlung moderner Kunst die neuen Räume in der alten Jakobstraße 124-128 in Kreuzberg. Politische Interessen und finanzielle Probleme verhinderten, dass die Sammlung nach dem Rausschmiss aus dem Martin-Gropius-Bau 1997 ohne Unterkunft blieb. Ohnehin musste sie seit 1975 immer wieder umziehen. So sei das für 19 Millionen Euro umgebaute ehemalige Glaslager nun das erste eigene Haus seit 29 Jahren, betonte gestern Galeriedirektor Jörn Merkert.

Passenderweise heißt die erste Foto-Ausstellung denn auch "Architektur der Obdachlosigkeit". Gezeigt werden Behausungen Obdachloser aus aller Welt. Die mit 4600 Quadratmetern gegenüber den vergangenen Räumlichkeiten ungleich großzügigeren Hallen werden neben der Dauerausstellung außerdem mit einer Installation der österreichischen Künstlerin Eva Grubinger eröffnet. Ihre Objekte aus schwarz-stählern glänzendem Holz werden im separat angelegten Raum "Jetzt-Now" installiert. Die Wahl der seit 10 Jahren in Berlin lebenden Österreicherin kann als programmatisch für das Ziel der Galerie gelten, Berliner Kunst im Dialog mit internationalen Positionen zu zeigen.



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1347983.asp#art
Bildtafeln zum 17. Juni müssen weg
Finanzministerium setzt sich gegen Arbeitsgemeinschaft 13. August durch

Die Chancen standen von Anfang an nicht gut. Das war Alexandra Hildebrandt von der Arbeitsgemeinschaft 13. August klar. Aber aufgeben will sie nicht. „Ich werde die Gedenktafeln nicht abnehmen. Das sollen die Herren vom Bundesfinanzministerium machen“, kündigte sie am Rande der Verhandlung an. Es ging gestern vor dem Berliner Landgericht um die drei knapp 18 Meter hohen Bilder, die am Ministerium von Minister Hans Eichel (SPD) an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR erinnern.

Jetzt aber sollen sie weg. Das entschied die 23. Kammer nach recht kurzem Prozess. Die Arbeitsgemeinschaft habe die Bildtafeln mit Motiven des Aufstandes „sach- und fachgerecht zu entfernen“, urteilte das Gericht. Zuvor war der Versuch einer gütlichen Einigung gründlich gescheitert. „Die Bilder müssen weg“, beharrte der Vertreter des Ministeriums. „Nur unsere Fotos an der Fassade erinnern derzeit ausreichend an die erste Massenerhebung gegen das DDR-Regime“, hielt Alexandra Hildebrandt dagegen.

Tausende Arbeiter hatten sich vor 51 Jahren an dem damaligen Haus der Ministerien der DDR versammelt, um gegen die Regierung unter Walter Ulbricht zu demonstrieren. Der Aufstand wurde von sowjetischen Panzern niedergeschlagen.

Im Juni vergangenen Jahres, zum 50. Jahrestag des Aufstandes, durfte die Arbeitsgemeinschaft mit Zustimmung des Hausherren die Gedenktafeln anbringen. Die Genehmigung war jedoch befristet. Aus Gründen des Denkmalschutzes, hieß es. Doch die Arbeitsgemeinschaft rührte sich nach Ablauf der erlaubten zwei Wochen und auch nach mehreren Mahnschreiben nicht.

Die Arbeitsgemeinschaft ist überzeugt, dass die offizielle Gedenkstätte vor dem Finanzministerium nicht ausreiche. Das in einen Boden eingelassene Werk sei überhaupt nicht wahrzunehmen, schimpfte Hildebrandt. Das sei vielleicht ein Kunstwerk, aber kein Denkmal, empörte sie sich. Doch über diese Frage hatte die Richterin nicht zu entscheiden. Sachliche Gründe gegen die Klage der Bundesrepublik habe die Arbeitsgemeinschaft nicht vorgebracht, stand für das Gericht schließlich fest.

Hildebrandt kündigte bereits Berufung an. Auch wenn sie rechtlich wohl chancenlos ist. Sie hofft auf einen Kompromiss. Und für den Fall, dass Eichels Ministerium die Bilder durch eine Firma abmontieren lässt und der Arbeitsgemeinschaft die Rechnung schickt, hofft sie auf Spenden-Hilfe. Kerstin Gehrke



http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.09.2004/1347983.asp#art
08.09.2004 17:39

Beckenbauer fordert bei Fußball-WM Hilfe der Botschafter
http://www.springhill7.freeserve.co.uk/beckenbauer.jpghttp://www.bedoe.de/tortenelem/68/joschka_83.jpg
Berlin (dpa/bb) - Außenminister Joschka Fischer und Franz Beckenbauer haben die deutschen Diplomaten im Ausland aufgefordert, für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu werben. Als Leiter des Organisationskomitees für das Turnier in Deutschland sagte Beckenbauer bei einer Botschafter-Konferenz in Berlin, «wir sind nicht das Land, das die Höflichkeit erfunden hat». Deshalb müssten die deutschen Auslandsvertretungen das Motto «Die Welt zu Gast bei Freunden» glaubhaft vertreten.

trance-x
September 9th, 2004, 08:45 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/09/a0255.nf/text

Reise in die Kolonialgeschichte
Die Stadt als Bühne: Auf der Black Berlin City Bus Tour wird der Geschichte der Schwarzen in Deutschland nachgespürt. Allerdings nicht nur als klassische Stadtführung, sondern als Tanz
VON WALTRAUD SCHWAB

http://home.t-online.de/home/043126564/4sl-twana-rhodes2.jpghttp://www.proton-berlin.de/fotos/vs/twana_rhodes2sw-vs.jpghttp://www.bogartsjazz.de/pics/festival/twana.jpg

Im Selbstverständnis der Berliner komme eines nicht vor, meint Twana Rhodes: dass die Stadt - wie London, wie Paris - auch Metropole einer Kolonialmacht war. Rhodes sagt es während der "Black Berlin City Bus Tour" - der Busfahrt auf den Spuren der schwarzen Geschichte Berlins. Denn Orte wie die Mohrenstraße, der Garnisonsfriedhof, das Nelson-Theater verraten, wenn auch erst auf den zweiten Blick, dass da was war mit Afrika. Rhodes, eigentlich Jazz-Sängerin, ist die Begleiterin der Tour. Mit leichtem Charme hält die in Berlin lebende Texanerin die Reisenden bei Laune.

Die "Black Berlin City Bus Tour" wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Black Atlantic" im Haus der Kulturen der Welt organisiert. Der Titel verweist darauf, dass der Atlantische Ozean - als Negation der Kontinente - dennoch ein Ort ist. Einer, den Menschen überquerten, die in ihrem Gepäck mitunter nichts hatten außer ihrer eigenen Kultur. Der Atlantik setzt das Afrikanische, Europäische und Amerikanische seit mehr als 500 Jahren auf mitunter schmerzhafte Weise miteinander in Beziehung. Dieser Ozean, so erzählten sich vor allem die Schwarzen, sei salziger als alle anderen Ozeane. Es läge an den vielen Tränen, die in ihn hineingeweint wurden. Gemeint sind vor allem die Tränen der Sklaven.

http://marshall.csu.edu.au/html/GermanPicsColonialCovers/Volz1891_covert.jpghttp://marshall.csu.edu.au/html/GermanPicsColonialCovers/Sander1906_Covert.jpg

Die Fenster des Busses, der die Tourteilnehmer und -teilnehmerinnen nun durch Berlin und an jene Orte kutschiert, die als verstecktes Gedächtnis einer kolonialen Vergangenheit und schwarzer Kultur gewertet werden können, sind blind. Wer drinsitzt, verliert innerhalb kürzester Zeit seine Orientierung. Ein Sklavenschiff ist der Bus. Die laute Lüftungsanlage wird in der Fantasie zu schweren Wogen, die an den Rumpf schlagen. Twana Rhodes, die Reiseleiterin, hebt mit ihrer den Mitfahrenden zugewandten Art dieses zu strenge pädagogische Konzept des künstlerischen Chefs Ismael Ivo auf.

Ivo - viel gefragter Choreograf des Hauses der Kulturen der Welt - drückt der Tour, die keine Stadtführung im klassischen Sinne ist, seinen Stempel auf. Denn die einzelnen Stationen, an denen der Bus hält, werden als Plattformen benutzt, auf denen Ivo mit seiner Tanztruppe Choreografien zeigen kann, die die Geschichte der Orte reflektieren.

Die Reise beginnt am Haus der Kulturen der Welt. Dieses, so die Selbstwahrnehmung der Veranstalter, bringt dem Berliner Publikum seit Jahren schwarze Kunst und Ausdrucksformen nahe. Entsprechend symbolisch umtanzen die vier dunkelhäutigen Tänzer und zwei Tänzerinnen sechs rote Ölfässer. Sie verstecken sich mitunter darin; sie befreien sich daraus; sie benutzen sie als krachmachende Requisite, die ihrer Wut und ihrem Triumph Ausdruck verleiht.

Nächste Station ist die Mohrenstraße. Sie wurde nach den Schwarzen benannt, die Friedrich Wilhelm I. um 1700 von den Niederlanden als Geschenk erhielt. Er ließ sie in seiner Militärkapelle Schellenbäume spielen. Die Mohrenstraße liegt unweit des Ortes, wo die Kolonialmächte auf der "Kongokonferenz" Afrika untereinander aufteilten. Die Performance der Ivo-Truppe, die auf dem an die Straße angrenzenden Gendarmenmarkt gezeigt wird, thematisiert den Weg der Schwarzen von der Sklaverei bis hin zur Vermischung der Herkunftskultur mit der des Landes, in dem ihre Nachkommen gestrandet sind. Vom Schellenbaum zum Jazz, von der animistischen Religion über die Rolle des Hofnarren bis hin zur Mater Dolorosa gibt es - so lässt es die Tanzperformance vermuten - eine direkte kulturelle Verbindung.

Die Fahrt von einer Station zur nächsten wird von Rhodes, der Reiseleiterin, mit Gedichten und Liedern verkürzt. Mit "Strange Fruit" von Billie Holiday etwa. Singend steht sie im Gang des Busses. Ihre körperliche Präsenz macht es unmöglich, sich den ungeheuerlichen Bildern von den besungenen seltenen Früchten am Baum - den aufgehängten Schwarzen - zu entziehen.

Der Garnisonsfriedhof in Neukölln ist die nächste Etappe. Dort gibt es einen Gedenkstein für die in den Kolonialkriegen gefallenen Soldaten. Für die mehreren zehntausend Herero, die von den Deutschen in die Wüste getrieben wurden und dort verdursteten, gibt es in Berlin keine offizielle Erinnerungsstätte. Dieser Genozid ist das dunkelste Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Vor dem Stein auf dem Friedhof tanzt die Truppe die bittere Geschichte dieses afrikanischen Volkes.

http://www.kukri.de/kamerun2.jpg

Weiter geht es zum ehemaligen Nelson-Theater am Kurfürstendamm 217, in dem heute ein Bekleidungsgeschäft ist. Josephine Baker trat dort auf. Die Dekadenz der 20er- und 30er-Jahre, in der Schwarze als Unterhaltungskünstler in Berlin eine große Rolle spielen - wenngleich nach heutigen Maßstäben gespickt mit rassistischen Klischees -, wird von der Tanzkompanie auf dem Trottoir perfekt inszeniert.

Die melancholische Reise, auf der die Stadt die Bühne ist, endet am Haus der Kulturen der Welt. Dort setzten die schwarzen Tänzer und Tänzerinnen sich selbst ins Licht und ernten dafür Applaus.
(...)

trance-x
September 9th, 2004, 08:56 AM
http://www.taz.de/pt/2004/09/09/a0237.nf/text

nichts mehr zu verlieren
Optimistix, der tumbe Berliner
Wir befinden uns im Jahr 2004 nach Christus. Ganz Deutschland befindet sich in den Klauen der Angst. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Optimisten bevölkertes Dorf namens Berlin hört nicht auf, der Angst die Zähne zu zeigen. Wie es sich für die Habenixe in diesem Dorf gehört, fürchten sich Sozialnix und seine Frau Hartzia vor nichts mehr - außer dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. So ähnlich könnte er anfangen, der Band "Asterix und die Berliner Versicherungsfritzen". Es gäbe eine spannende Schlacht um die letzten Arbeitsplätze und Eigentumswohnungen, dann der große Sieg der Optimisten - und im letzten Bild hängen die Versicherungsmakler samt Hausratsversicherungen im Baum über dem zünftigen Wildschwein-Bankett.

http://foaf.typepad.com/foaf/picture_8.jpg

KOMMENTAR VON
ADRIENNE WOLTERSDORF
Nun haben wir es jedenfalls schwarz auf weiß: Die Berliner sind optimistischer, oder sagen wir angstfreier, als die meisten anderen Deutschen. Das fand eine westdeutsche Versicherung mit einer Studie heraus. Und wir nehmen an, die Versicherungskaufleute dürften nach dieser Lektüre ihrerseits in heller Aufregung sein. Denn nicht nur, dass "der Berliner an sich" sich nicht einmal mehr vor Raub und Wasserschaden graust, nein, er hat nicht einmal Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren.

http://www.eviet.com/smile/smile.jpg

Ganz anders der Berliner Versicherungsmakler. Der hoffte noch aus den Kürzungskeilen des Sozialumbaus Funken schlagen zu können. Versicherungspakete zu Discountpreisen gegen die Armut der Zukunft - doch wir sind sorglos geworden: Wo nichts mehr ist, ist auch nichts mehr zu verlieren. Berlin ist pleite - und nun nicht einmal mehr Absatzgebiet für das Geschäft mit der Hoffnung.

taz Berlin lokal Nr. 7457 vom 9.9.2004, Seite 21, 59 Zeilen (Kommentar), ADRIENNE WOLTERSDORF,

Max BGF
September 9th, 2004, 11:30 AM
um manches zu vermissen, muss man um dessen existenz wissen ... Oder wie der Wald-und Wiesen-Exterrismetropolisdeutsche sagt: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"

Das mit den Siemens-Vertriebs-Quasselköpfen wußte ich schon. Gut, daß die endlich München verlassen => weniger Kakophonie, mehr Wohnraum :okay:


und Berlin hat eine Hauptrolle. Hier spielen mehrere Höhepunkte des Plots. Vier Monate war die Filmcrew da, gedreht wurde in der Stadt und den Studios Babelsberg. Wobei das, was im Film Moskau sein soll, München oder Neapel, teils ebenfalls in Berlin gedreht wurde. Im Osten der Stadt fand man ein gutes Double für Moskau, die Messe Berlin fungiert als Einreisebehörde von Neapel. Den Ostbahnhof gibt es zu sehen, die Karl-Marx-Allee setzte die Filmfirma unter Schnee, spektakuläre Szenen spielen auf Brücken, in U-Bahnhöfen und einem Hotel am Ku’damm. Berlin, die Bundesfilmkulisse (BFK) :laugh:


Weil Du immer wieder auf meinen Berlinneid rekurrierst: Diesbezüglich scheinst Du richtig zu liegen. Meine Psychiater kommen nämlich mit Nuancen zum gleichen Befund. :applause:


"Polylux" wird berlinischer. Neben den Trends aus der Szene wird dem Bundesbürger künftig auch die Hauptstadt erklärt.Und das ist gut so! Der Hinterwald- und -wiesen-Dorfschrat-Bundesbürger bekommt Berlin erklärt. Endlich.

Etwa in der Art einer fiktiven Stadtrundfahrt:
"Rechts sehen Sie einen viel zu kleinen Flughafen.

Wir biegen nun in den Boulevard, in dem wöchentlich zwei Demonstrationen mit Oben-Ohne, Transvestit & Samba stattfinden. Die Demonstranten kann man über die städtische Veranstaltungsagentur buchen.

Ganz in der Nähe liegt der Sitz von Berlins bekanntestem Unternehmen, der Berliner Bankgesellschaft.

Zur rechten sehen Sie das moderne Forum Romanum Colosseum (Gelächter).

Etwas östlich erkennen sie die ehemaligen Büros von n-tv.

Linker Hand liegt ein viel zu kleiner Flughafen.

Und dort drüben wird bemerkenswert schlechte Politik gemacht.

Unter uns befindet sich eine U-Bahn-Station nur für den Kanzler. Kostenpunkt knapp eine Milliarde.

Wir passieren nun das Gelände des größten Berliner Unternehmens. Dort arbeiten noch ca. 310 Beschäftigte.

Wenn Sie den Kopf nach links drehen, sehen Sie das einzige nicht vom Bund finanzierte Bauvorhaben in Berlin. Allerdings ruht die Bautätigkeit seit zwei Jahren. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten.

Und nun sind wir von ca. 37% Arbeitslosigkeit umgeben. Bitte nicht aussteigen.

Dort, wo Sie das Transparent:
"Berlin ist schöner als Wien, dichterbebauter als Paris, metropoliger als London und diebischer als Warschau"
sehen, wohnen fleischgewordene Propagandamaschine und zuverlässige Artikel-Multiplier trance-x.

Gerade durchfahren wir einen Bezirk, in dem die PDS zuletzt 42% der Stimmen gewann.

Am Horizont sehen Sie einen dritten Flughafen. Er ist viel zu klein."


doch wir sind sorglos geworden: Wo nichts mehr ist, ist auch nichts mehr zu verlieren. Berlin ist pleite - und nun nicht einmal mehr Absatzgebiet für das Geschäft mit der Hoffnung.@trance, so ehrlich schonungslos, was ist los? Scheint äußerst ernst zu sein. Braucht Berlin ganz dringend Geld? :D :D

Chewbacca
September 9th, 2004, 01:15 PM
Und das ist gut so! Der Hinterwald- und -wiesen-Dorfschrat-Bundesbürger bekommt Berlin erklärt. Endlich.




Endlich Gottseidank, erlöst uns endlich aus der Finsternis!!! Dotz! UPS!!

Chewbacca
September 9th, 2004, 01:19 PM
Du hast da was vergessen, fällt mir gerade auf:

Berlin (dpa/bb) - Außenminister Joschka Fischer und Franz Beckenbauer (beides echte Berliner) haben die deutschen Diplomaten im Ausland aufgefordert, für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu werben

Max BGF
September 9th, 2004, 04:19 PM
Du hast da was vergessen, fällt mir gerade auf:

Berlin (dpa/bb) - Außenminister Joschka Fischer und Franz Beckenbauer (beides echte Berliner) haben die deutschen Diplomaten im Ausland aufgefordert, für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu werbenDer ehemalige Molotow-Terrorist im Außenministerium fordert auch seit Jahren Frieden im Nahen Osten. Ich weiß jetzt nicht genau, ob er erfolgreich war, man erhält so wenig Nachrichten aus dem Gebiet. :D

trance-x
September 10th, 2004, 12:25 AM
maxBGF ...

Oder wie der Wald-und Wiesen-Exterrismetropolisdeutsche sagt: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"
dein pech ist nur, dass du jetzt im rahmen eines kulturellen austausches davon gehoert hast ...;)


Und das ist gut so! Der Hinterwald- und -wiesen-Dorfschrat-Bundesbürger bekommt Berlin erklärt. Endlich.
genau! ... waehrend "andere" bundesbuerger das nicht mehr benoetigen, somit "keine" provinz sind ... :nono:

fazit: die pampa liegt also weniger in der lokalisierung denn im kopf ... :yes:

daraus folgt: "manche" muenchner denken provinziell, "andere" muenchner nicht. das gilt im uebrigen auch fuer stuttgarter ... :tongue2:

und da wir grad am ueben sind: "manche" frankfurter (etwa chewbacca) denken provinziell, "andere" frankfurter nicht.

solche und solche also! :blahblah:

sicherlich wirst du dieser meiner weltstaedtischen differenzierung ganz zwanglos folgen koennen? :angel:


Etwa in der Art einer fiktiven Stadtrundfahrt:
abwink ... das meiste ist virtual-reality-reality, schon durch die art der erfassung ...(auge quantisiert lichtwellen (schlechter als ne moderne kamera), im nachgang werden die meisten daten verworfen und ein paar merkmale bzw. "wege dahin" gebildet, die dann in einen datenstrom codiert werden, der sich sprachlich durch nichts von einem datenstrom mit akustischen daten vom ohr unterscheidet (weswegen, wenn die suppe an falscher stelle im hirn landet auch manche geraeusche sehen koennen und umgekehrt)... :speech: am schluss wird der kram vor allem von dir selbst reproduziert. viel raum zur interpretation ... oder anders: die meisten informationen um die es geht finden sich im fiktiven genauso wie im vermeindlich realen. der aspekt der differenzierung beispielsweise, der unterschiedlichkeit zweier zustaende .. der streit eines fiktiven ehepaares beinhaltet vor allem die selben realen informationen wie der eines physisch leibhaftigen ... die eigentliche frage ist also nur, trifft eine stadtrundfahrt den gewollten punkt ... nix anderes gueltet im uebrigen auch bei kunst an sich ... die ist weniger beliebig als es scheint, allerdings wollen die meisten auch nicht inhalt, sondern "kulturellen kontext" ... :yes:

siehste, wieder was gelernt! geld fuer berlin ist also ausser gut angelegt auch noch: bildung! :hahano:


@trance, so ehrlich schonungslos, was ist los? Scheint äußerst ernst zu sein. Braucht Berlin ganz dringend Geld? :D :D
berlin? ICH brauche geld! los gibs!

ps: im uebrigen, von wegen polylux, ... die aufklaerung ist eher titanic-artig ... geht also, wie satire so ist, in vielerlei richtungen los... wer also ressentiments sucht, findet vor allem welche ("no go"-areas, "barebacking", "eier-werf-ossis"...) ... aber natuerlich gilt auch "der wind machts": berlin als plattform bundesdeutscher aengste und ressentiments ...

Die Tyrannei der Zweiräder
Malte Fischer / Stephan Dolck
http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=rbb/imgcol=bild_thema/key=id/keyval=1021953/tbl=int_rbbbeitragmini.jfif
Auf den Straßen Berlins tobt ein unerklärter Krieg. Militante
Radfahrer machen Jagd auf alles, was vier Räder hat.
Die Gangs der New Yorker Bronx sind sanfte Samariter gegen die radikalen Fahrrad-Fundis, die in Berlin ihr Unwesen treiben. Wir geben Tipps, die ahnungslosen Autofahrern das Leben retten könnten.


... insofern ist das durchaus nichts, was in bezug auf das forum die hauptstadt nicht geradezu als ausdruck realsatirischer form leisten sollte. quit pro quo.
stoerend, weil langweilig, wirds, wenn eine ritualisierung feststeckt. das waere so als wenn du jemandem in ein gutes kabarett schickst, der glotzt sich das verstaendnislos an - und alles was haengen bleibst, ist eine dumpfe schlagzeile als ressentiment. "wie? aeh, wieso!? die sagten aber doch...!" ... ;)


http://www.taz.de/pt/2004/09/10/a0334.nf/text
jesus-tag 2004: nagelknappheit in berlin
Wie die Baumarktketten Obi, Bauhaus und Hornbach am Donnerstag mitteilten, ist es in dieser Woche zu einer überraschenden Nagelknappheit in Berlin gekommen. Eine Vielzahl von Baumarkt-Kunden hätten sich beschwert, dass sie geplante Holzarbeiten nicht ausführen könnten, weil dafür benötigte Zimmermannsnägel nicht mehr verfügbar gewesen seien. Grund für die Materialknappheit in der deutschen Hauptstadt sei der so genannte Jesus-Tag 2004 am morgigen Samstag, teilten die betroffenen Unternehmen mit. Beim "Jesus-Tag 2004" werden vom Veranstalter 50.000 Teilnehmer erwartet, die einen drei Kilometer langen Marsch vom Brandenburger Tor zum Schlossplatz und zurück machen wollen. Anschließend soll es offenbar zu Massennagelungen kommen. Aus diesem Grund hätten die Jesus-Jünger sämtliche verfügbaren Zimmermannsnägel in Berlin erworben, hieß es gestern. Für die 50.000 Teilnehmer sollen mindestens 200.000 Nägel gekauft worden sein. Ob auch extra für die Nagelungen römische Legionäre verpflichtet wurden, ist nicht bekannt.



http://www.stucknagel.de/entry/entryrussischorthodoxe.html

Die Russisch-orthodoxen Kathedrale in Berlin-Wilmersdorf wird in 3 Bauabschnitten saniert.
Im ersten Bauabschnitt wird das Dach mit den darauf befindlichen Türmchen und den Gesimsen im Dachbereich saniert. 2004 ist die Sanierung der Fassade und 2005 die Sanierung im Inneren der Kathedrale geplant.

http://www.stucknagel.de/referenzobjekte/stuckputzaussen/russischorthodoxe/russische.jpghttp://www.stucknagel.de/referenzobjekte/stuckputzaussen/russischorthodoxe/russische6.jpg
links: Ansicht der Kathedrale vor Beginn der Sanierung ... rechts: Ansicht nach Beendigung des 1.Bauabschnittes

trance-x
September 10th, 2004, 03:34 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702449.html


König Fußball regiert die Prominenz
Beim ersten Postbank-Medientreff plaudern Promis über ihre sportliche Vergangenheit ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_88918.jpghttp://www.manager-magazin.de/img/0,1020,296205,00.jpg

König Fußball regierte dieser Tage auch auf dem gesellschaftlichen Parkett und war deshalb im Palais Unter den Linden am Dienstagabend das Gesprächsthema Nummer eins. Dorthin hatten am Vorabend des Länderspiels Deutschland gegen Brasilien Wulf von Schimmelmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG, und Franz Beckenbauer zum ersten Postbank-Medientreff geladen.
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/sehenswuerdigkeiten/unter-den-linden_05_gross.jpg
Weitere Treffs sollen bis zur Fußball-WM 2006 folgen. Organisiert hatte das Fest Deutschlands Party-Guru Manfred Schmidt.

Ganz im Zeichen des Fußballs war auch die Dekoration: Es gab postgelbe Fußbälle, Kickertische, an denen sich die Gäste beim Tischfußball entspannen konnten, und Flachbildschirme, auf denen kickende Spieler zu sehen waren. Beckenbauer erzählte, dass sein jüngster Sohn Joel Maximilian, der im August vier Jahre alt geworden ist, später vielleicht das Zeug zum Fußballer haben könnte, "Joel ist ein Bewegungstalent." Aber er solle einmal selbst bestimmen, welchen Sport er ausüben möchte. "Auch wenn er noch so großes Fußballtalent hätte, wir würden ihn nie zu etwas zwingen."

Dass das Fußballspielen auch vielen Promis als Heranwachsenden eine Menge Spaß brachte, berichteten zahlreiche Gäste, so Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), der mit Ehefrau Karin zum Fest kam.
http://www.zdf.de/ZDFde/img/16/0,1886,2275984,00.jpghttp://bilder.bild.t-online.de/BTO/news/2004/02/18/clement/clement,property=Bild.jpghttp://bilder.bild.t-online.de/BTO/kinomusik/aktuell/2003/10/09/maischberger/1127157-031008__bund__1306877.jpg,property=Bild.jpghttp://ad22.vhb.de/pshb?fn=relhbi&sfn=cn_load_bin&id=872956
"Ich habe früher in der Schulmannschaft und in der Stadtmannschaft als Rechtsaußen gespielt. Länderspiele sehe ich am liebsten."

Auch Sabine Christiansens Lebensgefährte Manfred Schneider outete sich als Fachmann des runden Leders.
http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,311716,00.jpghttp://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/859/38821/image_fmabspic_0_0.jpg
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayer AG kickte als junger Mann mit Begeisterung, war Mittelläufer. Sein Herz schlägt für Bayer Leverkusen und für Hertha BSC ("bei Hertha bin ich Mitglied"). Seine Lebenspartnerin und er wünschen dem neuen Bundestrainer Jürgen Klinsmann für seine Arbeit "viel Glück".

Der FDP-Parteivorsitzende Wolfgang Gerhardt spielte als Jugendlicher nicht nur Fußball, er muss eine wahre Sportskanone gewesen sein, denn auch beim Tischtennis, Tennis, Hallenhandball und Schwimmen war er aktiv.
http://www.wdr.de/tv/monitor/archiv/2002/12/image/05f07gerhardt.jpghttp://www.wolfgang-gerhardt.de/sitefiles/pageimages/7648/1052914943-wg_gruss_3.jpg-thumb.jpghttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/pix/baubilanz/regierungsgebaeude/fdp.jpg
links: Gerhardt ... rechts: FDP-Bundesgeschäftsstelle "Thomas-Dehler-Haus"

"Heute spiele ich nur noch Tennis und fahre Ski. Zu mehr Sport reicht die Zeit nicht", bedauerte der Politiker. Der ehemalige Bundesinnenminister und jetzige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Rudolf Seiters brachte Ehefrau Brigitte mit zum Empfang. Auch er gehörte als Gymnasiast zu den Freizeitkickern, spielte einst in der Schülermannschaft als rechter Läufer.

Wie sich im Laufe des Partyabends ziemlich schnell herausstellte, haben alle einen gemeinsamen Traum - bei der Fußball-WM 2006 beim Finale im Berliner Olympiastadion zu sitzen und Deutschland siegen zu sehen...

Bettina Cramer, "Blitz"-Moderatorin bei Sat 1, fiel indes zunächst weniger durch Fußballkenntnisse als durch ihr Outfit auf - ein eng geschnittenes, schmales Seidenchiffonkleid.
http://2mad.com/bc/world/gfx/rawcaps/bettina_cramer-06-12-02_01_haus.jpg
"Ein Modell der Amerikanerin Betsey Johnson, die unsere Kostümbildnerin in New York entdeckt hat. Betsey staffiert mich auch für die ,Blitz'-Sendung aus." Bettina ist übrigens Schalke-Fan.



Entertainerin Sissi Perlinger und Fernseh-Moderatorin Christiane Gerboth gaben sich modisch als Catwomen zu erkennen.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,388406,00.jpghttp://www.prisma-online.de/image/e5/mmnet_1e1598e741e5.jpeghttp://medialine.focus.de/PM1D/PM1DG/PM1DGC/PICS/gerboth2.jpghttp://www.spiegel.de/img/0,1020,388404,00.jpg
Sissi ist für ihren Wildkatzen-Look mittlerweile schon berühmt. Christiane Gerboth verwendete das auffällige Muster eher sparsam, trug lediglich modische Wildkatzen-Schuhe und Tasche zu ihrem schwarzen Outfit.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702445.html
dieses und jenes ...
http://www.wdr.de/radio/wdr2/abendmagazin/montalk/image/gast/kollo.jpghttp://www.stefanangehrn.ch/pict/vip/gr/preusse_georg.jpg
Rene Kollé ... Georg Preuße ...

Wer hätte das gedacht: René Kollo, einer der erfolgreichsten deutschen Opernsänger, peilte ursprünglich eine Schauspielerkarriere an. Das kam in Plauderstimmung beim Glas Weißwein im Weinrestaurant Guy in der Luisenstraße in Mitte raus. Dort traf Kollo auf den "Jedermann"-Darsteller Georg Preuße und erzählte, dass er selbst im vergangenen Jahr in Trier den "Jedermann" im Freilichttheater gespielt habe. "Ich hatte als junger Mann auch eine gute Schauspielausbildung", sagte Kollo und wünscht sich: "Ich würde liebend gern öfter auf der Theaterbühne stehen."

Westfälischer Schinken, rheinischer Flammkuchen und bergische Waffeln, dazu Kölsch, Pils und Alt - landestypische Spezialitäten aus dem größten deutschen Bundesland hat Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) bestellt, um seine Gäste beim zweiten Sommerfest des Landes Nordrhein-Westfalen zu verwöhnen. Zugesagt hatten gestern Abend vor allem zahlreiche Politiker, darunter die Bundesminister Wolfgang Clement (SPD), Hans Eichel (SPD), Renate Künast (Grüne), Otto Schily (SPD), Ulla Schmidt (SPD) und Peter Struck (SPD).

Altbundeskanzler Helmut Kohl, der 1999 von der Super-Illu mit der "Goldenen Henne" ausgezeichnet wurde, sprach gestern beim großen Redaktionsfest an der Zimmerstraße (Axel Springer Passage) das Grußwort. Weiterer Redner: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. Geladen hatten Verleger Hubert Burda und Chefredakteur Jochen Wolff unter dem Motto "15 Jahre Fall der Mauer: Stolz auf das Erreichte" etwa 400 Gäste aus Politik, Show und Medien. Gleichzeitig wurden die neuen Redaktionsräume gezeigt. Zugesagt hatte auch CDU-Chefin Angela Merkel.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702447.html
Wong Hoy Cheong, Künstler aus Malaysia, eröffnet eine Ausstellung seiner Arbeiten in der Galerie Alexander Ochs (Sophienstraße 16, 20 Uhr).
Hans Tietmeyer, INSM-Kuratoriumsvorsitzender, kommt zur Preisverleihung "Ministerpräsident des Jahres"


http://www.welt.de/data/2004/09/10/330696.html

Geflüster
Er kann sich rühmen, dass auch die schwedische Königsfamilie zu seinen Fans zählt - so trat Schwedens erfolgreichster Pop-Star Robert Wells, (42, Foto mit Königin Silvia) auf Wunsch der Kronprinzessin Viktoria an deren 27. Geburtstag im Juli auf einer großen Party im Schloss auf. Heute kommt er zum ersten Mal nach Berlin, spielt um 20 Uhr mit seiner neunköpfigen Band beim exklusiven Showcase vor 150 geladenen Gästen im Soultrain an der Charlottenburger Kantstraße. Ehrengast ist Königin Silvias Bruder Jörg Sommerlath.

Mit seiner Crossover-Show "Rhapsody In Rock" vereint der Schwede Klassik, Rock und Pop. Unter der Schirmherrschaft des schwedischen Generalkonsuls Bo Emthen präsentiert er sein Konzept jetzt erstmalig in Deutschland, gastiert am 19. November im Velodrom. Wells moderiert außerdem Schwedens zurzeit erfolgreichste TV-Show.

Sachsens Regierungschef Georg Milbradt (Foto) ist gestern Abend im Rahmen eines Festakts der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche im Palais am Festungsgraben in Mitte als "Ministerpräsident des Jahres 2004" ausgezeichnet worden. Baden-Württembergs ehemaliger Regierungschef Lothar Späth lobte in seiner Laudatio insbesondere die Anstrengung Sachsens in der Wirtschaftsförderung und Bildungspolitik: "Die Landespolitik zieht mit den Kommunen an einem Strang, und das über Parteigrenzen hinweg." Georg Milbradt: "Dieser Preis macht Mut und bestätigt uns auf unserem Kurs."

Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004
[/b].

http://www.welt.de/data/2004/09/10/330700.html
Barbara Schöneberger: Das "Blonde Gift" ist wieder Single
http://www.picturepress4u.de/Bilderliste/Bilder/Schoeneberger,%20Barbara%203.jpghttp://www.freilassung.de/div/bilder/moabit.jpg
links: barbara schöneberger ... rechts: blick auf das moabiter gefaengnis (genau, da sass auch honey-honecker drinne) ...

Das "Blonde Gift" ist wieder Single: Barbara Schöneberger(30 gilt zwar als die schlagfertigste deutsche Fernseh-Moderatorin, aber wenn es um ihr Privatleben geht, ist sie verschwiegen wie ein Grab. Zum Thema Trennung - ihr Verlobter Paul Keuter (29) zog bereits aus der Moabiter 200-Quadratmeter-Wohnung aus - war sie gestern nicht zu sprechen. Auch ihre Kölner Agentur machte keine näheren Angaben darüber, was zur Trennung des sympathischen Paares geführt hat, bestätigte aber, dass die Moderatorin jetzt wieder allein lebt.

Mit Keuter, begeisterter Fußballer und Mitarbeiter bei Hertha BSC, verbrachte die Powerfrau drei glückliche Jahre. Kennen gelernt hatten sich die beiden auf der Party eines Freundes. Wie die "Gala" berichtet, ist es das erste Mal, dass die schlagfertige Talkerin von einem Mann verlassen wurde. Um sich abzulenken, jettete sie unmittelbar nach dem Aus mit den Eltern zu einem Kurztripp nach New York. Ansonsten stürze sie sich jetzt in die Arbeit. Zuletzt war sie für die Pro-7-Serie "Die Hausbau-Promis" unterwegs, auch neue Folgen der Talkshow "Blondes Gift" (ebenfalls Pro 7) wurden aufgezeichnet. Außerdem stand sie für den neuen Fernseh-Werbespot und Katalog von Tchibo vor der Kamera. Jän
Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004

trance-x
September 10th, 2004, 06:25 AM
http://www.welt.de/data/2004/09/10/330661.html

"Art Forum": 36 Mal Berlin
Die Kunstszene der Hauptstadt hat in der Messe ihre Tribüne
von Gerhard Charles Rump

Dass Berlin nicht nur die Hauptstadt der res publica, sondern auch der jungen Kunst ist - gleichauf mit New York und vor London und Paris - weiß man so langsam. Auch wenn Berlin sich international noch immer unter Wert verkauft. Da mag die Sonderschau "Made in Berlin" helfen, kuratiert von Zdenek Felix. Sie zeigt Kunst, die jüngst in Berlin entstand, gleich, woher die Künstler kommen (es sind nur zwei gebürtige Spree-Athener dabei). Und es ist auch Felix, der die Meinung von Berlin als interessantester Galerien-Stadt mit Bestimmtheit öffentlich vertritt. Recht hat der Mann.

http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/Images/startseite/ausstellung12.jpghttp://kunkel.hispeed.com/Germany/BerlinFunkturmRadioTower.jpg

Das "Art Forum", das vom 18. bis 22. September unterm Funkturm ein Glanzlicht des ultraheißen Berliner Kunstherbst darstellt, hat 119 Galerien zugelassen. Und siehe: 36 davon sitzen in Berlin. Da schlägt Quantität in Qualität um, denn die Messe versteht sich ja nicht als Nur-Berliner Kunstschaufenster. Und wenn dann 36 von 119 vom Ort stammen, dann bedeutet das etwas. Zumindest, dass die Berliner Galerien durch ihre qualitätvollen Programme die Messe vor der Haustür zu ihrer Tribüne machen können. Bei dem internationalen Sammler- und Museumspublikum, dass das Art Forum besucht ein großer Pluspunkt.


Das Art Forum will auch sein Publikum unabhängig von anderen künstlerischen Großereignissen gewinnen, und so verkündet es selbstbewusst: "Das MoMA hilft Berlin, nicht unbedingt der Messe." Vielleicht richtig, denn das Gros der Schlangesteher vor der Neuen Nationalgalerie gehört nicht unbedingt zur Gruppe der Kunstsammler.


Mit den ergänzenden Veranstaltungen (man kooperiert in gewissem Maße) der "Berliner Liste" und dem "Berliner Kunstsalon" (siehe Kunstmarkt der WELT am morgigen Samstag) kann man sich in diesem Monat einen guten Überblick über die Berliner Galerien- und Kunstszene verschaffen.


Besonderheiten, die über das normalen Maß eine Galerie beachtenswert machen, gibt es einige: Alexander Ochs ist der Berliner Galerist (mit Dependance in Beijing), der sich intensiv der zeitgenössische Kunst aus China annimmt. Er setzt damit auf einen Zukunftsmarkt, denn mit der zunehmenden Öffnung und wachsenden Wichtigkeit des asiatischen Riesenreichs wird auch die Kunst dieses endlos faszinierenden Landes immer stärker beachtet, und wahrlich nicht ohne Grund.


Ihr 10-jähriges Bestehen feiert die Galerie Arndt und Partner auf der Messe, und präsentiert auf einer Sonderausstellung auf 100 Quadratmetern neue Werke aller von der Galerie vertretenen Künstler.


Neu ist die Galerie Guido W. Baudach (Oudenarder Straße 16-20), aber nicht ganz: Bekannt geworden ist sie unter dem alten Namen "Maschenmode" in der Torstraße. Das Programm ist aber weiterhin ganz auf "cutting-edge"-Kunst ausgerichtet. Contemporary Fine Arts vertreten den erfolgreichen Mal-Magier Jonathan Meese (WELT vom 7. August) und eine Reihe ebenfalls international beachteter Künstler (von TAL R über Jörg Immendorff zu Chris Ofili), ähnlich Volker Diehl (Martin Assig, Angela Dwyer, Jaume Plensa).


Ein Star-Galerist ist Gerd Harry "Judy" Lybke, der mit Neo Rauch und Martin Eder zwei "Darlings" des Kunstmarkts vertritt, denen etwa Tim Eitel, Uwe Kowski, Carsten und Olaf Nicolai oder Rémy Markowitsch durchaus das Wasser reichen können. Und der andere Pontifex Maximus der Berliner Galerienszene, Michael Schultz, ist auch wieder mit von der Partie. Und wieder verzichtet er darauf, seine arrivierten Künstler (Baselitz, Penck, Lüpertz) zu präsentieren, sondern kommt mit dem Programm seiner viel diskutierten Jungstars, der Koreanerin SEO etwa, Norbert Bisky, und der vielfach preisgekrönten Cornelia Schleime.


Fahnemann hat mit Michael Wesely einen der beachtetsten Fotokünstler außerhalb der Struffsky-Fraktion im Programm. Wesely macht Landschaftsfotos, die keine Landschaft in dem Sinne zeigen, sondern vielmehr auf die Darstellung von Zeit und Raum abzielen. "Faszinierend!" Ja, Mr. Spock, und wie!

Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004


homePage: http://vip8prod.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/index_d.html

ps: jener norbert bisky ist uebrigens der sohn des PDS-vorsitzenden ...
http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/bisky-portrait.jpg
Norbert Bisky

guido westerwelle mag z.b. seine bilder sehr und hat einige.
ihm, also bisky, wurde uebrigens verklaerung des ddr-alltags bzw. faschistische aesthetik vorgeworfen ... tatsaechlich bedienen die bilder auch entsprechende klischees, allerdings sind derlei vorwuerfe auch ideologische standardreaktionen, besagen nicht viel ueber seine tatsaechlichen motivationen ... die sehe ich eher als faible fuer die art von aesthetik in kombination mit koerperkultur, homosexualitaet etc. .. idealisiert wird vieles, verklaert nicht automatisch ...

ein paar bilder von ihm ...
http://www.museum-junge-kunst.de/images/biskygr.jpghttp://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/biskiparade.jpg
http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/allewollndenfuehr.jpghttp://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/assets/images/karakum-allegiessen.jpg

mehr bilder von ihm: http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/07/d/magazin-bisky.php

Max BGF
September 10th, 2004, 02:56 PM
Ich habe mir fast wahllos eine Überschrift herausgegriffen, um das Problem zu beschreiben:
König Fußball regiert die Prominenz
Beim ersten Postbank-Medientreff plaudern Promis über ihre sportliche Vergangenheit- König
- Prominenz
- Medientreff
- plaudern
- Vergangenheit


Mehr muß man wohl nicht dazu sagen...

trance-x
September 10th, 2004, 03:06 PM
Ich habe mir fast wahllos eine Überschrift herausgegriffen, um das Problem zu beschreiben:
- König
- Prominenz
- Medientreff
- plaudern
- Vergangenheit
Mehr muß man wohl nicht dazu sagen...

und wo ist das problem? - das echte, nicht deines ...


http://www.welt.de/data/2004/09/10/330659.html
Udo Lindenbergs Lebenswunsch ist ein Auftritt im Palast
Kultursenator Flierl will sich dafür einsetzen
von Guntram Doelfs und Andrea Puppe
http://www.udo-lindenberg.de/images/deck_s.gif
Kultursenator Thomas Flierl (PDS) will offenbar die angekündigte Schließung des Palastes der Republik durch die Oberfinanzdirektion (OFD) nicht hinnehmen. Flierls Sprecher Torsten Wöhlert kündigte gestern Gespräche mit dem Bund über weitere Veranstaltungen in der Palastruine an. "Die Chance für eine weitere kulturelle Zwischennutzung ist groß, wir sind relativ optimistisch", sagte Wöhlert. Einen genauen Termin für die Gesprächsrunde nannte er jedoch nicht.


Wie berichtet, lehnt die OFD weitere Genehmigungen für Veranstaltungen in der Ruine ab, solange das Land Berlin weiter auf erhöhte jährliche Zahlungen von Grundsteuer beharre. OFD-Sprecher Helmut John korrigierte allerdings seine ursprünglichen Angaben, wonach der Grundsteuerbetrag von 80 000 Euro jährlich auf inzwischen 1,2 Millionen Euro gestiegen sei. Der genaue Betrag ist erheblich geringer und liegt nach Johns aktuellen Angaben bei zirka 265 000 Euro jährlich.


Ein möglicher Vorstoß der Kulturverwaltung wird jedoch von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) argwöhnisch beobachtet. "Wir werden nicht erlauben, dass mit dem Finanzamt Kulturpolitik gemacht werden soll", warnte Sarrazins Sprecher Matthias Kolbeck. Das Steuerrecht sehe aus gutem Grund keine Bevorzugung Einzelner vor. Die kulturelle Nutzung des Palastes sei eine Frage der Kultur- und Stadtentwicklungspolitik, keine Steuerfrage.


Kolbeck widersprach auch der Darstellung der OFD, die Zwischennutzung der Palastruine habe die Grundsteuern in die Höhe getrieben. Dies sei falsch, denn die Abgabe wurde zum Stichtag 1. Januar 2004 festgelegt. Der Grundstückswert musste neu berechnet werden, weil während der Asbestsanierung die entstandenen hohen Kosten davon abgezogen werden konnten.


Die OFD fordert jedoch weiterhin vom Land Berlin ein Entgegenkommen. Es könne nicht sein, dass der Bund die Ruine für eine geringe Miete zur Verfügung stelle sowie Veranstaltungen im Palast über den Hauptstadtkulturfonds fördere - und Berlin dennoch derartige Forderungen stelle, bekräftigte John gestern.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,100057,00.jpg

"Der Riesenerfolg der Zwischennutzung schreit förmlich danach weiterzumachen", sagte Amelie Deuflhard, künstlerische Leiterin der Sophiensäle, einem der Veranstalter des bis zum 9. November im Palast beheimateten "Volkspalastes". Es gebe viel Resonanz - auch in der internationalen Presse. "Bald wird es so sein, dass jeder Tourist, der nach Berlin kommt, unbedingt den Volkspalast sehen will", so Deuflhard. Und ist optimistisch, in weiteren politischen Gesprächen Zweifler davon zu überzeugen, wie wichtig die kulturpolitische Auseinandersetzung mit diesem Ort ist. Ein Konzept für eine längere Bespielung des Palastes habe man bereits im vergangenen Sommer vorgelegt. "Ich könnte mir dort auch Konzerte vorstellen, wir sind seid vier Monaten mit Udo Lindenberg im Gespräch", sagte sie.
[img]http://www.ostkreuz.de/ostkreuz/fotografen/sibylle/fotosibylle/berlin/berlin_02.jpg
Für Rocker Lindenberg ist ein Konzert im Großen Saal des Palastes der Republik "ein Lebenswunsch". Bereits 1983 spielte er dort im Rahmen einer "Künstler für den Frieden"-Aktion. "Das war damals die erste Genehmigung und sollte eine Tour durch die DDR werden", erinnerte sich der Musiker. Es sei "ein Zeichen des Aufbruchs" gewesen. "Genauso ist es heute", sagte Lindenberg, der ein eingefleischter Schlossgegner ist. "Ich werde mich nächste Woche mit dem Kultursenator treffen, der hat schon zugesagt, dass er uns unterstützen will", sagte Lindenberg und hofft im Januar oder Februar seine Show "Atlantic Affairs" dort aufführen zu können.

Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004

trance-x
September 10th, 2004, 03:15 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54762.html

Ach du lieber Gott! Honis Stühle jetzt in der Kirche
PALAST-SESSEL Pfarrer predigt nun mit Engels- und nicht mit Marx-Zungen

Wesendahl/Berlin - Mein Gott, Erich! Die Stühle, auf denen der SED-Chef und seine Genossen während der Parteitage im Palast der Republik thronten, werden bald in einer Kirche stehen. Der Förderverein zur Sanierung des Wesendahler Gotteshauses hat sie gekauft.

http://www.funfocus.net/bilder/cartoons/honecker.jpg
Vorsitzender Uwe Sack (52) und die beiden Mitglieder Volker Esche (62) und Horst Laubach (79) haben auf den senffarbenen Polstern Platz genommen. "Sind sie nicht schick?", fragt Uwe Sack. "Und so günstig. Ein Euro pro Stück. Meine Mutter hat sie spendiert und gleich Hundert davon gekauft."
http://www.kommunistische-partei-deutschlands.de/13-personen/bio/honecker.jpg
Noch in diesem Jahr sollen die nummerierten Stahlrohr-Sessel mit Armlehnen im Schiff der Wesendahler Kirche aufgestellt werden. "Wir setzen alles daran, dass bis dahin das Dach fertig ist", sagt Volker Escher. Seit 2001 wird die Feldsteinkirche aus dem Jahre 1250 saniert – und das ist vor allem den 20 Vereinsmitgliedern zu danken. Uwe Sack: "1946 hat sie der damaligen Bürgermeister zur Plünderung freigegeben. Seitdem ist sie verfallen." Jetzt aber wird das Gotteshaus wieder aufgebaut. Der Förderverein sammelte Geld, warb Sponsoren. 670 000 Euro werden gebraucht. Bald sollen in der Kirche wieder Gottesdienste, Trauerfeiern und Konzerte stattfinden. Wer helfen will: Sparkasse Märkisch-Oderland, Blz 17054040, Konto-Nummer: 30 00 04 69 32. SEY

BU: Momentan kann nur der Chorraum genutzt werden.
http://www.altlandsberg.de/neu/ortsteile/wesendahl/bilder/wesendahlbild1.jpg
BU: Die Wesendahler Feldsteinkirche wurde um 1250 erbaut.


http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/leute/54784.html
Verliebt
Judith küsst jetzt eine Frau
http://www.vipcorner-online.de/files_d/interviews/hildebrandt,_judith/hildebrandt_1.jpghttp://www.aline-staskowiak.de/Bilder/Index/as.strubbel.index.137px.jpg
Judith Hildebrandt hat's erwischt und der Glückliche ist scheinbar eine SIE. Die zierliche Schauspielerin, bekannt aus "Marienhof" und "Hinter Gittern", soll sich beim Dreh für die RTL-Knastserie in ihre Kollegin Aline Staskowiak verguckt haben.

trance-x
September 10th, 2004, 03:28 PM
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54767.html

FIFA - In Berlin öffnet der erste Shop
http://www.karstadt.de/filialen/iopics/berlinsport.jpghttp://www.tribuneindia.com/2002/20021120/sp7.jpg
Berlin – "Kaiser" Franz Beckenbauer eröffnet am kommenden Donnerstag den ersten offiziellen FIFA-WM-2006-Shop in der Hauptstadt. Bei der Premiere im Warenhaus Karstadt-Sport am Neuen Kranzler Eck (am Ku'damm) in Charlottenburg werden unter anderen Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und FIFA-Generalsekretär Urs Linsi anwesend sein.

trance-x
September 10th, 2004, 03:37 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story702571.html

Große Sprünge am Bahnhof Potsdamer Platz
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_88965.jpg
Hunderte Berliner bestaunten gestern Mittag bei schönstem Sommerwetter, wie die Stabhochspringer - hier Lars Börgeling - die Höhen meisterten

Berlin - An ungewöhnlichem Ort probte das Berliner Istaf gestern schon einmal große Sprünge. Bei strahlendem Sonnenschein warben vier deutsche und ein niederländischer Stabhochspringer am Bahnhof Potsdamer Platz für das 63. Internationalen Stadionfest der Leichtathleten, das Sonntag im umgebauten Olympiastadion stattfindet. Für die Veranstaltung sind bereits 53 000 Karten verkauft worden. US-Sprinterin Marion Jones allerdings hat ihren Start beim Istaf abgesagt. Offiziell hieß es, der Grund für den Verzicht der 28 Jahre alten früheren Weltmeisterin und Olympiasiegerin seien Rückenprobleme.

Ungeachtet dessen beklatschten mehrere hundert Zuschauer das traditionelle Showspringen, das in den vergangenen Jahren schon vor dem Reichstag und im Strandbad Wannsee stattgefunden hatte. Dass sich der Kölner Tim Lobinger trotz Gegenwind für seinen enttäuschenden elften Platz vor zwei Wochen bei den Olympischen Spielen in Athen rehabilitierte und mit übersprungenen 5,60 m vor Michael Stolle gewann, geriet dabei fast zur Nebensache.


«Skate Night» am 12. September - Berlin auf Rollen
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040905_snb/01_prestart//A5AF9657.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/04b//IMG_2233.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4831.jpg
Berlin (dpa/bb) - Die Skater rollen am Sonntag wieder durch Berlin. Der Startschuss für die «Skate Night» fällt um 20.30 Uhr. Los geht es auf der Straße des 17. Juni, wo die Rundtour auch wieder endet. Zur Tourpause an der Hasenheide gibt es Tipps für die Rollerblader. Organisiert wird der Abend von der Leipziger Sportveranstaltungsgesellschaft.
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040530_snb/01//A5AF6242.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040613_snb/strecke//A5AF8121.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040516_snb//A5AF5517.JPG
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil2//IMG_5054.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040905_snb/02_part1//A5AF9803.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040530_snb/01//A5AF6257.JPG
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040905_snb/03_pause//A5AF9841.JPGhttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//A5AF8787.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//IMG_2374.jpg
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//IMG_2350.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//A5AF8786.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040620_snb/09_ziel//IMG_2418.jpg
Die Teilnahme ist kostenlos. Für absolute Anfänger sei die Tour nicht geeignet, hieß es. Der Start- und Zielbereich kann aber zum Üben genutzt werden.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story702570.html
Berlin bekommt einen "Boulevard der Stars"
Neuer Touristenmagnet in der Hauptstadt nach Vorbild des legendären "Walk of Fame"
http://mbressman.dnsalias.net/roadtrip/link5_full_images/044%20-%20Walk%20of%20Fame.JPG
Walk of Fame in L.A. ...

Berlin - Was in Los Angeles Touristen magisch anzieht, soll nun auch eine Attraktion in der deutschen Kinohauptstadt Berlin werden: ein "Walk of Fame" für die großen Sterne von Film und Fernsehen. Fritz Lang und Erich von Stroheim, Marlene Dietrich und Romy Schneider, Heinz Rühmann und Hans Albers - viele unterschiedliche Persönlichkeiten haben das Gesicht des deutschen Kinos geprägt. Und es ist an der Zeit, ihnen ein Denkmal zu setzen, einen Wandelgang der Erinnerung.

Der "Boulevard der Stars", wie er in Berlin heißen wird, soll entlang der Gehwege im neuen Stadtzentrum verlaufen, am Potsdamer Platz, im Herzen Berlins. Er soll den prominenten Künstlern vorbehalten sein, die das deutschsprachige Kino in 100 Jahren hervorgebracht hat; aber auch Plaketten für herausragende Fernsehpersönlichkeiten sind vorgesehen.

Vorbild ist der Hollywood Boulevard von Los Angeles, auf dem Amerika rund um das legendäre Grauman's Chinese Theatre seit 1960 seine Helden des Entertainment mit Ehrenplaketten in Form eines goldglänzenden Sterns ehrt. Mehr als 2000 Namen wurden dort bisher auf den Bürgersteigen verewigt, von Greta Garbo, Clark Gable, Marilyn Monroe bis zur Trickente Donald Duck. Jährlich kommen 20 bis 25 neue Namen hinzu.

Verwaltet wird der "Walk of Fame" in Los Angeles vom "Hollywood Historic Trust", der Vorschläge über Neuzugänge annimmt - und für seine Dienstleistung eine Gebühr von 15 000 Dollar erhebt.

Das Berliner Projekt ist eine Initiative der Freunde und Förderer des Filmmuseums Berlin mit Sitz am Potsdamer Platz und soll nach mehrjähriger Vorbereitung nun realisiert werden. Heute kommt in Berlin die Jury zusammen, die aus vier Entwürfen eines Wettbewerbs zur Gestaltung des "Boulevard der Stars" den besten Entwurf für die Gehwegplatten heraussuchen soll; am Dienstag wird der Sieger der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ersten zwölf Namen, die bereits feststehen sollen, könnten schon Anfang kommenden Jahres - passend zu den Internationalen Berliner Filmfestspielen - rund um das Filmmuseum verewigt werden.

Max BGF
September 10th, 2004, 03:47 PM
und wo ist das problem? - das echte, nicht deines ... Opium fürs arbeitslose Volk

trance-x
September 10th, 2004, 04:11 PM
Opium fürs arbeitslose Volk
welches arbeitende volk? ...

http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4900.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_5038.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4922.jpg
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4996.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4909.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4914.jpg
http://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4827.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4958.jpghttp://www.bildimpressionen.de/2004/20040801_snb/teil1//IMG_4837.jpg

Max BGF
September 10th, 2004, 04:16 PM
welches arbeitende volk? ...Genau, das meinte ich.

trance-x
September 10th, 2004, 04:21 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story702715.html

Steffis Freuden, Steffis Leiden
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/89000.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/89001.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/89002.jpg
Fünf Jahre nach dem Ende ihrer Karriere ist Tennis immer noch die große Leidenschaft der Steffi Graf, aber eben nicht mehr die einzige: Quasi als Vorbreitung auf ihr "Comeback" am 25. September in Berlin, bei dem sie zur Einweihung des "Steffi-Graf-Stadions" beim LTTC Rot-Weiß gegen Gabriela Sabatini ein Showmatch spielen wird, schaute sie bei den US Open in New York ihrem Ehemann Andre Agassi enthusiastisch, liebevoll und - schließlich auch enttäuscht zu.
(...)


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story702632.html
Berlin feiert das Theater des Jahres
Gleich im ersten Jahr Erfolg: Das Kreuzberger Bühnenkombinat "Hebbel am Ufer" ist von Deutschlands Kritikern gekürt worden
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_88982.jpg
Intendant Matthias Lilienthal vor dem Hebbel-Theater. Die 1907 von Oscar Kaufmann erbaute Bühne gegenüber der SPD-Bundeszentrale ist das Herz des HAU
Foto: Beetz

Neuköllner Amateurboxer standen Modell für die Plakate, mit denen das neue Theaterkombinat Hebbel am Ufer (HAU) wirbt. Nun hat es sich durchgeboxt: Kritiker wählten das HAU zu Deutschlands "Theater des Jahres"

Eine Überraschung ist es nicht, dass das Berliner Hebbel am Ufer (HAU) in der Kritikerumfrage des Branchenblatts "Theater heute" ganz vorne landete. Denn erstens gehört Matthias Lilienthal zu den beliebtesten Menschen der Branche. Der 44 Jahre alte ehemalige Co-Intendant der Volksbühne und Leiter des Festivals Theater der Welt im Rheinland 2002 verbindet kreative Intellektualität mit dem Gebaren eines Pragmatikers, der sich nicht zu schade ist, intensiv über die optimalen Raumtemperaturen bei einer Premiere nachzudenken. Unter seinem rauen, gelegentlich überfallartig hervorbrechenden Berliner Humor verbirgt sich eine Menschlichkeit, die in einer Branche voller egozentrischer Sadisten keine Selbstverständlichkeit ist.

Zweitens wirkt auch in der Bühnenwelt der Reiz des Neuen, und ein wiederholter Triumph der ewigen Favoriten Zürcher Schauspielhaus, Thalia-Theater Hamburg und Münchner Kammerspiele hätte wohl nicht nur beim lesenden Publikum, sondern auch bei den an der Umfrage beteiligten 39 Kritikern selbst ein Gähnen ausgelöst.

Drittens verkörpert das HAU einige der theatralen Megatrends der jüngeren Zeit: Es ist interdisziplinär nicht nur in dem Sinne, dass sich hier Sprechtheater, Tanz, Musik und bildende Kunst, wenn's gut geht, spektakulär vereinen. Man strebt auch sonst ständig über die Grenzen der klassischen Bühnenkunst hinaus. Das Theater, wie es der Studienabbrecher Matthias Lilienthal versteht, ist auch eine hippe Volkshochschule oder ein Club mit Fortbildungsmöglichkeit. Typisch dafür ist die "Mobile Akademie", bei der Künstler und Wissenschaftler gerade unter dem Arbeitsbegriff "Fakelore" nach der Entstehung neuer urbaner Folklore fragen.

Typisch fürs Theater des neuen Jahrtausends ist zu guter Letzt auch der Drang, die eigenen drei Wände zu verlassen und sich ungewöhnliche Veranstaltungsorte zu suchen, nach dem guten alten "Akte X"-Motto "Die Wahrheit ist irgendwo da draußen". Das HAU suchte die Wahrheit unter anderem in Kreuzberger Privatwohnungen, wo Inszenierungen von Regisseuren wie Fatih Akin gezeigt wurden, und jetzt im Palast der Republik - dort gehören Lilienthal & Co zu den treibenden Kräften einer vorübergehenden Umwidmung der Ruine zum "Volkspalast".

Die Wahl durch die Kritiker wäre vermutlich noch deutlicher ausgefallen, wenn unter den großen Eigenproduktionen des HAU wenigsten eine gewesen wäre, die die Ansprüche an eine wegweisende Inszenierung erfüllt. Doch das konnte man selbst der viel beachteten Tanzperformance "Scratch Neukölln" von Constanza Macras nicht nachsagen. Erst recht nicht solchen Halb-Flops wie den Musicals "Eins, zwei ,drei" oder "Epidemic".

So bewahrheitet sich im HAU auch eine Binsenweisheit des Theatermarketings: Wenn es gelingt, ein Haus als Marke mit einem jungen und wilden Image zu etablieren, kommt es gar nicht mehr so sehr darauf an, was auf der Bühne gezeigt wird - die Besucher kommen erst mal aus lauter Neugier. Und den Zuschauern fällt gar nicht auf, dass Lilienthal unter neuem Design eigentlich vieles beibehalten hat, was schon vorher in den drei Theatern gepflegt wurde, durch deren Zusammenschluss das HAU erst entstand: Im Hebbel-Theater zeigt er internationale Gastspiele und pflegt die Vernetzung mit den Szenen Südamerikas und des Ostblocks. Das tat auch die ehemalige Hebbel-Intendantin Nele Hertling. Bloß wollte das bei ihr zuletzt keiner mehr sehen. Dort und im Theater am Halleschen Ufer, der zweitgrößten Bühne, wird auch weiterhin der Tanz mit ganz ähnlichem Personal wie bisher gepflegt. So bewahrheitet sich am HAU die banale Lebensweisheit: Manchmal muss sich alles ändern, damit vieles gleich bleiben kann.

trance-x
September 10th, 2004, 04:29 PM
Genau, das meinte ich.
ja und warum arbeitest du dann nicht? ...


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702647.html
Hamburgs Bürgermeister und die Quallenmahlzeit
Hansestadt feiert Chinesisches Mondfest in der Landesvertretung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/landesvertretungen/pix/bst015.jpg
Immer ein wenig elitär und exklusiv, dabei doch auch originell und stets mit internationalem Touch - so fühlen sich echte Hanseaten, und so feiern sie auch. Zum Beispiel: das Chinesische Mondfest, das im Reich der Mitte eigentlich am 15. Tag des achten Monats des chinesischen Kalenders - also am 28. September - gefeiert wird. Dazu hatte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gestern Abend gemeinsam mit dem Bevollmächtigten der Freien und Hansestadt beim Bund, Staatsrat Reinhard Stuth (CDU), etwa 1000 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Medien in die Landesvertretung an der Jägerstraße 1-3 in Mitte geladen.
http://domains.euroforum.com/china-kongress/foto/002canrong.gifhttp://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/neues-aus-hamburg/zz-bilder/2003-04/beust-wowereit-500x519,property=source.jpg
"Hamburg ist das China-Zentrum in Europa", sagte von Beust über das Fest der etwas anderen Art. Mehr als 350 chinesische Firmen residierten an der Alster, seit 20 Jahren bereits verbinde Shanghai und Hamburg eine lebendige Städtepartnerschaft. "Hamburg sagt Danke in Berlin" galt deshalb zugleich Fürsprechern, Förderern und Freunden Hamburgs.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/landesvertretungen/pix/hamburg1_388.jpghttp://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/bund/landesvertretung/haus-jaegerstrasse-645x867,property=banner.jpg
Landesvertretung von Hamburg

Hamburgs Bürgermeister erzählte launig von seiner ersten traditionellen Mahlzeit anlässlich einer China-Reise: "Ich glaubte, ich äße sauer eingelegte Spaghetti und fand es eigentlich interessant, bis ich erfuhr: Es war Qualle." In Anspielung auf die chinesische Tradition, dass ein achtgängiges Abendessen mit Gästen pünktlich um 20.30 Uhr beendet sei, sagte er: "In China geht das ratz-fatz. Sehr sympathisch, wie dort Geschäft und Privatleben getrennt werden. Aber Sie dürfen heute länger feiern ..."

Chinas Botschafter Ma Canrong überreichte von Beust eine prächtig bestickte cyclamfarbene Seidenjacke. Die passende Hose wollte der Beschenkte jedoch nicht gleich vor Ort probieren: "... die könnte sonst kraus werden!", sagte er zum Vergnügen seiner Gästeschar. NDR-Moderatorin Bettina Tietjen und ihre chinesische Kollegin WIE Li Qian kündigten den Anwesenden, darunter Grünen-Bundestagsfraktionschefin Krista Sager, die Hamburger Senatoren Roger Kusch (Justiz) und Udo Nagel (Inneres) und Hamburgs Ex-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose (SPD), dann Löwen- und Drachentänze sowie Kampfkunst, Zauberer und Darbietungen der Peking-Oper an. SPD-Politiker und Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker wurde am Eingang von der Enkelin seines Bruders Richard von Weizsäcker, Sophie von Weizsäcker, überrascht. Die 20-Jährige studiert eigentlich Jura in München, ist aber seit anderthalb Wochen als Praktikantin in der Hamburgischen Landesvertretung an der Spree tätig - zur Freude ihrer Großeltern, wo sie derzeit wohnt: "Morgens arbeite ich, nachmittags bin ich bei meinen Großeltern daheim und genieße es sehr", erzählte sie. Einen Vorgeschmack auf seine China-Reise holte sich indes Uwe Schröder, Vorstandsvorsitzender der Tom-Tailor-AG: "Ich begleite Ole von Beust mit etwa 100 Hamburger Wirtschaftsvertretern kommende Woche nach Shanghai, Peking und Hongkong."

Gefeiert hatte bereits am Mittwochabend Deutschlands größtes Bundesland und zum jährlichen Sommerfest in seine Berliner Vertretung gebeten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) konnte sich allerdings nur zu Beginn über Polit-Prominenz freuen. Dann lief ihm König Fußball den Rang ab. Doch bis dahin schaute immerhin auch CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer (CDU) kurz vorbei: "Ich komme aus NRW, ich fühle mich hier immer noch zu Hause", bekannte er. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) stärkte sich erst einmal am Grillbüfett. "Ich bin die Sibyll Klotz von NRW", nahm einige Meter entfernt Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann den neben ihr stehenden Parteifreundinnen Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, und Bärbel Höhn, Umweltministerin in Nordrhein-Westfalens, die Vorstellung bei den Gästen ab.

Corinna Schlag


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702648.html
Altkanzler Helmut Kohl: Dank an Ungarn
In der Botschaft der Republik Ungarn wurde am Donnerstag der Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze vor 15 Jahren gedacht.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/botschaften/pix/bst045.jpg
http://www.ungarische-botschaft.de/gif/neubaufoto.jpghttp://www.grunenberg-berlin.de/fotos/botschaft.jpg
Ungarische Botschaft in Berlin
Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Bundespräsident Horst Köhler, Altbundeskanzler Helmut Kohl und der damalige ungarische Ministerpräsident Miklós Németh.
http://www.cdu-lu.de/seiten/bildjpg2/kohl-el270603.jpghttp://www.cityinfonetz.de/tagblatt/archiv/2004/03/05/koehler.jpg
In seiner Rede bedankte sich Kohl für den Beitrag Ungarns zur deutschen Wiedervereinigung. "Wir sollten niemals vergessen, dass es die Ungarn waren, die selbstverständlich Werke der Menschlichkeit und der Freiheit getan haben", erinnerte er.
http://www.ungarische-botschaft.de/gif/megy.gif

Am 10. September 1989 hatte Ungarn als erstes Land des Ostblocks seine Grenzen zum Westen geöffnet. Im weiteren Verlauf seiner Rede ging Kohl auch auf die aktuelle Politik ein. Man dürfe jetzt nicht aufhören, "den Bau des Hauses Europa mit kräftigen Schritten voranzutreiben". In diesem Zusammenhang erteilte Kohl auch den Plänen zu einem "europäischen Direktorium" einzelner ausgewählter Länder eine Absage. "Alle Länder Europas verdienen die gleichen Rechte", mahnte der Altkanzler.

Max BGF
September 10th, 2004, 04:38 PM
ja und warum arbeitest du dann nicht? ...Gute Frage. :applause: Warum arbeite ich im Urlaub nicht? Weiß auch nicht.

trance-x
September 10th, 2004, 04:58 PM
Gute Frage. :applause: Warum arbeite ich im Urlaub nicht? Weiß auch nicht.
... achso, verstehe ... und den urlaub verbringst du quasi hier in berlin ... ;)

http://www.welt.de/data/2004/09/10/330687.html
Stilles Gedenken an den 11. September
An den 3. Jahrestag der Anschläge auf die Twin Towers in New York erinnern in Berlin nur wenige Veranstaltungen
von Florentine Anders
http://www.wtc-terrorattack.com/wtc-crash001.jpghttp://www.wtc-terrorattack.com/wtc-crash002.jpghttp://www.cyberspaceorbit.com/blhelo.jpg
Als vor drei Jahren am 11. September zwei Flugzeuge die Twin Towers in New York zum Einsturz brachten, war in Berlin der Schock nicht geringer als in Amerika selbst. In einer spontanen Welle der Solidarität haben die Berliner auch den hier lebenden Amerikanern ihr Mitgefühl gezeigt. Seither haben sich die Beziehungen jedoch geändert. Aus der alten Verbundenheit entwickelte sich teilweise sogar Streit. Im Jahr drei nach dem Terroranschlag kehrt wieder Normalität ein in die deutsch-amerikanische Familie.
http://www.september11news.com/AATower2ExplodeGettyImages.jpghttp://www.wtc-terrorattack.com/CBS-News/CBS.JPG

Gary Smith, Direktor der American Academy, fühlt sich noch immer wohl in Berlin: "Die Grundwerte unserer Freundschaft sind erhalten, die Störungen waren vor allem ideologisch", sagt Smith. Allein das Bewusstsein der Amerikaner, dass sich die Terroranschläge wiederholen können, würde sich von dem der Europäer heute noch unterscheiden. Beweis für die Verbundenheit zwischen Berlinern und Amerikanern ist für ihn die gestrige Veranstaltung zum 10. Jahrestag der Verabschiedung der GIs aus Berlin mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Von den zwischenzeitlichen "Störungen" blieb Gary Smith selbst nicht verschont. "Als ich zunächst den Krieg gegen den Irak befürwortete, musste ich viel Kritik einstecken", sagt er.
http://www.wtc-terrorattack.com/wtc028.JPGhttp://www.dvi.ch/DVI_file/images/newyork.jpg
Ähnliche Erfahrungen hat sein Landsmann Jeffrey Gedmin vom Aspen Institut. Er erzählt von verbalen Attacken auf der Straße und hasserfüllten E-Mails. "Nach dem Mauerfall und dem 11. September muss unsere Beziehung neu definiert werden", sagt Gedmin. Die Stimmung in der Stadt sei jetzt viel besser, aber niemand wage es, die Beziehungsarbeit in Angriff zu nehmen. Vielleicht sei das der Grund, dass es morgen kaum Veranstaltungen in Berlin zum Gedenken an den Terroranschlag gibt.

http://www.skfriends.com/-wtc/wtc-plane2-crash2-orig.jpg
Auch für Toby Axelrod, amerikanische Journalistin in Berlin und Dozentin am Touro-College, waren die vergangenen Jahre ein Wechselbad der Befindlichkeiten. "Nach dem Schock am 11. September fühlte ich mich in Berlin mit meinem Schmerz sehr aufgehoben", erinnert sie sich. Beeindruckt war sie von der Großdemonstration wenige Tage nach dem Anschlag, als die Berliner auf die Straße gingen, um ihre Trauer zu zeigen. Zu den Demonstrationen gegen die Irak-Politik von Bush konnte sie dann nicht mehr gehen. "Ich teilte die Kritik, aber die Parolen waren antiamerikanisch", sagt die Dozentin. Jetzt, vor der US-Präsidentschaftswahl im November, würden sich die Pole wieder annähern. Heute fliegt die Amerikanerin zu ihrer Familie nach New York und die Angst fliegt immer noch mit. "Obwohl gerade an diesem Tag alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen sein werden", versichert sie sich selbst.
http://bias.blogfodder.net/archives/wtc%20ff%20and%20flames.jpg

In der internationalen John-F.-Kennedy Oberschule in Zehlendorf wird das Trauma vom 11. September in diesen Tagen überlagert von dem Terroranschlag auf die Schule in Beslan. "Im Unterricht diskutieren die Schüler nur noch die Ereignisse in Russland", sagt der Schulleiter Ulrich Schürmann. Diejenigen, die den Terroranschlag vor drei Jahren bewusst miterlebt haben, hätten inzwischen mit dem Abitur die Schule verlassen. Die Jüngeren würden sich vor allem an die extremen Sicherheitsvorkehrungen erinnern. "Wenn Polizisten mit Maschinenpistolen die Schule bewachen, löst das bei den Kindern Beklemmungen aus", sagt Schürmann. Konflikte zwischen deutschen und amerikanischen Jugendlichen gebe es nicht. In der kommenden Woche wollen die Lehrer die Anschläge des 11. September 2001 im Unterricht noch einmal aufgreifen. "Jeder hat persönliche Erinnerungen an diesen Tag, die er nie vergessen wird", betont der Direktor. Eine zentrale Veranstaltung soll es aber auch an der John-F.-Kennedy-Schule nicht geben.
Artikel erschienen am Fr, 10. September 2004

trance-x
September 10th, 2004, 05:07 PM
immer schoen dran denken ... sowas supporten Attac und konsorten! dummstellen reicht nicht mehr ...:nono:
http://www.cyberspaceorbit.com/gunblast21.gif

Max BGF
September 10th, 2004, 06:06 PM
... achso, verstehe ... und den urlaub verbringst du quasi hier in berlin ... ;)Nein. Den Urlaub verbringe ich quasi hier mit Dir. Wirst es überleben, bist ja Bi ;)

trance-x
September 10th, 2004, 07:47 PM
Nein. Den Urlaub verbringe ich quasi hier mit Dir. Wirst es überleben, bist ja Bi ;)
hier mit mir ist berlin. davon abgesehen benoetigst du ein hotel zum pennen, aber aus naheliegenden gruenden nicht dieses hier ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702686.html
Hotelneubau: Weniger Sterne an der Urania
Schöneberg
Der an der Urania 12-14 geplante Hotelneubau des Projektentwicklers GBI wird bescheidener ausfallen: Statt eines höher klassifizierten Hotels mit 230 Zimmern kommen nun zwei Hotels mit den Kategorien zwei und drei Sterne. Auf dem Dach der Häuser entsteht zusätzlich ein Boardinghouse mit Apartmentausstattung für Geschäftsleute, informierte Stadtentwicklungsdezernentin Elisabeth Ziemer (Grüne) im Stadtplanungsausschuss über die Umplanungen.

Architekt Gernot Nalbach, der den Entwurf für das Hotelprojekt erstellt hat: "Die wesentliche Änderung besteht darin, dass nun statt eines großen zwei kleine Häuser gebaut werden." Und das sei von Vorteil für das Stadtbild. Besonders die Anlieger hoffen, dass es an der Urania nun bald losgeht, und der seit Jahren leer stehende Betonklotz, in dem einst das Landesschulamt seinen Sitz hatte, endlich abgerissen wird. Reiner Nittka, Geschäftsführer der GBI, begründet die Umplanungen mit dem "schwierigen Hotelmarkt in Berlin". Der Zeitplan sehe nun die Unterzeichnung der Pachtverträge im Oktober vor. Baubeginn werde im Juni 2005 sein. "Die Eröffnung ist Anfang 2007 geplant."

trance-x
September 10th, 2004, 07:50 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story702691.html


Fontänen, Grotten, Pumpen, Brücken: Am Denkmaltag geht es um Wasser
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/pop_88995.jpg
Wie läuft's? mit der Fontäne im Park Sanssouci zwischen Bogenschützen und Orangerieschloss. Diese Frage wird am Sonntag beantwortet.

Potsdam - Einblick in die Arbeit der Fontainiers, der Konstrukteure der Wasserspiele von Sanssouci, gibt es am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag. "Wie läuft's?" ist das Thema des bundesweit veranstalteten Tages, zu dem zahlreiche, sonst meist nicht zugängliche Gebäude, Schleusenanlagen und Brücken geöffnet sind.

An der Potsdamer Schwanenallee (Jungfernsee) und am Luftschiffhafen (Templiner See) gibt es kleine Feste mit Aktionen auch für Kinder. Zudem laden Fördervereine zu Spaziergängen ein, so am Stadtkanal, zu Neptungruppe im Lustgarten und Muschelgrotte im Neuen Garten.

Auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf werden erstmalig Gebäude und Anlagen zur Besichtigung geöffnet, die sonst verschlossen sind. Neben 18 dekorativen Schöpfbrunnen kann auch die alte Wasserförderanlage besichtigt werden.

Bis zu 30 Meter hoch soll der Geysir im Tiefen See gegenüber von Schloss Babelsberg aufsteigen: Bisher war das Schauspiel nie zu sehen.

Das komplette Programm steht im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de, das Berliner Programm mit Aktualisierungen zusätzlich unter www.stadtentwicklung.berlin.de. Programmhefte gibt es heute von 6.30 Uhr bis 19 Uhr im Stadthaus in der Klosterstraße 47 in Mitte (U-Bahnhof Klosterstraße). Weitere Informationen zum Berlin-Programm am Denkmaltag lesen Sie morgen in der Berliner Morgenpost.

trance-x
September 10th, 2004, 07:56 PM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story702592.html


Widerstand gegen Berlin
Deutscher Wunsch nach Sitz im Sicherheitsrat stößt in EU auf Ablehnung
Von Katja Ridderbusch

Brüssel - Deutschland oder die EU: Wer soll künftig mit einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat vertreten sein? Im Streit um die Machtverteilung im mächtigsten Gremium der UNO nehmen die Fronten jetzt festere Gestalt an.

Nach Italien und Polen hat jüngst auch Spanien erkennen lassen, dass man die deutsche Forderung nach einem ständigen Sitz nicht unterstütze. "Wir befürworten mehr ständige Sitze im Sicherheitsrat, aber nicht notwendigerweise für ein Land, und nicht notwendigerweise für Deutschland", heißt es aus spanischen Regierungskreisen. Italien hatte sich zuvor bereits gegen einen deutschen Sitz ausgesprochen. Die polnische Regierung hält sich offiziell noch bedeckt. Hinter den Kulissen geht in Warschau jedoch die Furcht um, dass sich mit drei ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern Großbritannien, Frankreich und Deutschland ein europäisches Direktorium innerhalb der UNO etablieren und die restlichen Mitglieder der EU an die weltpolitische Peripherie abdrängen könnte.

Mit dem anschwellenden Widerstand gegen einen ständigen deutschen Sitz erhalten die Verfechter eines EU-Sitzes politischen Auftrieb. Das Europaparlament, unterstützt von der EU-Kommission, hatte sich bereits vor einem Jahr für einen ständigen EU-Sitz ausgesprochen - mit der Begründung, ein solcher spiegele besser "die gegenwärtige Situation in der Welt". Beide Seiten betreiben in diesen Tagen eifrige Lobbyarbeit. So bemüht sich die Bundesregierung verstärkt, die Rolle Deutschlands als "globaler Spieler" herauszuheben. In einem Brief von Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier vom 9. August, gerichtet an alle Staatssekretäre heißt es, die Bundesregierung müsse die Reformdebatte in der UNO "nutzen, um unser Anliegen voranzutreiben". In dem Schreiben, das der "Morgenpost" vorliegt, fordert Steinmeier seine Kollegen auf, "eine positive, medienwirksame Bilanz über die multilateralen Leistungen Ihres Hauses zu erstellen".

Die Verfechter eines EU-Sitzes hingegen argumentieren anders: Mit der EU-Verfassung, die 2007 in Kraft treten soll, habe die EU einen eigenen Außenminister, der die 25 Mitgliedsstaaten in New York vertreten könne. Außerdem zwinge ein EU-Sitz im Weltsicherheitsrat die Europäer, in zentralen außenpolitischen Fragen in Zukunft zu einer gemeinsamen Position zu finden.

ps: absolut inakzeptabel, dass heute noch UK oder frankreich einen uno-sitz haben, aber deutschland als groesserer beitragszahler nicht ... es gibt "reformbemuehungen", die in wirklichkeit so aussehen, dass alles beim alten bleibt und nur eine unterkaste entsteht mit wexelnden mitgliedern, nicht gross anders als jetzt ... das hat mit dem 21. jahrhundert wenig zu tun ...

Max BGF
September 10th, 2004, 07:56 PM
hier mit mir ist berlin.Es liegt mir fern Deine Sprachfertigkeit anzuzweifeln, aber "hier" kann durchaus relative Bedeutung haben, wenn es sich auf den räumlichen Standort des Sprechenden bzw. Schreibenden bezieht.

Oder wie wir in den Kuhnestern außerhalb Berlins sagen würden:
Wenn ich "hier" schreibe, ist hier bei mir.
Wenn Du "hier" schreibst, ist hier bei Dir.

Oder prägnanter:
"Hier" ist beim Autor :applause:


davon abgesehen benoetigst du ein hotel zum pennenHat Berlin keine Brücken?

trance-x
September 10th, 2004, 08:22 PM
Es liegt mir fern Deine Sprachfertigkeit anzuzweifeln, aber "hier" kann durchaus relative Bedeutung haben, wenn es sich auf den räumlichen Standort des Sprechenden bzw. Schreibenden bezieht.
das ist allerdings falsch. "hier" kommt von "hierarchie". berlin ist groesser als alle anderen staedte, folglich verbraet "hier" mehr quadratkilometer, wodurch die wahrscheinlichkeit, dass "hier" berlin ist, groesser ist als bei jeder anderen stadt. daher heisst es ja auch hauptstadt, sie ist das haupt, manche wuerden vermutlich auch sagen die hauptsache. das faende ich allerdings arrogant und unangemessen, denn es geht nur um eine einigung, damit eben keine relative missverstaendnisse wie jetzt auftreten koennen. die regelung ist also wie folgt:

"hier" ist immer berlin, das andere benoetigt eine naehere spezifikation, also etwa "hier in stuttgart" oder "hier bei mir in muenchen" ...



Oder wie wir in den Kuhnestern außerhalb Berlins sagen würden:
Wenn ich "hier" schreibe, ist hier bei mir.
Wenn Du "hier" schreibst, ist hier bei Dir.

das war vor der reform. als aktiver zahlzausel hattest du aber ein anrecht auf eine vereinfachung der doppelstrukturen ... ;)

Oberbaumbruecke, mitte: Bruecke zur "Insel der Jugend" ... rechts: Bornholmer Bruecke
http://www.strelo.com/Hochzeitsreisen,Valetinstag/images/Berlin/Berlin_brücke.jpghttp://www.herbertzapf.de/db_db_Brucke11.jpghttp://guimier.chez.tiscali.fr/Berlin3/2002%20bornholmer%201P.JPG

Hat Berlin keine Brücken?

die groesste wahrscheinlichkeit ist: hamburg hat die meisten bruecken der welt und berlin die zweitmeisten. das hatte ich vor geraumer zeit mal eruiert. falls du jemanden triffst, der unsinn kraeht wie "st. petersburg" oder "pittsburgh" oder gar venedig oder amsterdam (oder mit china koemmt), weisst du sogleich: nein, wie bei vielen themen ist mal wieder jemand nur nach seinem gefuehlt-gehoertem gegangen. dir aber, der du hier in berlin weilst, ward hiermit aufklaerung zuteil ... :yes::okay:


http://www.siegessaeule.de/nachrichten/berlin_0409.html
Paradies aus DDR-Pappe
Die Wagenburg am Schwarzen Kanal belebt den Kiez nicht nur mit dem beliebten „Queer Varieté“. Trotzdem droht schon wieder ein Umzug

http://www.siegessaeule.de/nachrichten/img/stadt3_0409.jpghttp://squat.net/de/berlin/bilder/schwaka.jpg
links: Kreuzberg live: Phyllis, Usch und Susanne im Vorgarten ihrer Wagenburg

Für die Bürohengste in der Michaelkirchstraße war der 11. September 2002 ein doppelter Schock. Paralysiert standen sie hinter ihren Glasfassaden und beobachteten, wie eine Bauwagenkolonne langsam auf das Ödland vor der Spree tuckerte. Verzweifelt warfen sich die Schlipsträger vor den Zug, um die „Besetzung“ zu verhindern. Doch die Rollheimerinnen waren legal unterwegs. Durch den Bau der Verdi-Bundeszentrale wurden sie von der Schillingbrücke vertrieben, jetzt nahmen sie das Ersatzgelände in Besitz.

„Wir waren total stolz“, sagt Usch Jabinik, „der Bauwagenplatz Schwarzer Kanal war der einzige in der Innenstadt mit Vertrag und nicht nur Duldung.“ Zu früh gefreut: Die Investoren befürchteten eine Entwertung ihrer Immobilien „durch die optische Zumutung“ und reichten Klage ein. „Das Oberverwaltungsgericht befand, wir sind ein Slum, nun ist der Vertrag ungültig.“ Solange der Rechtsstreit läuft, kann keine Räumung erfolgen. Aber im Frühjahr müssten sie ohnehin umziehen, eine Perspektive ist nicht in Sicht. Berlins Standardargument: Es gibt kein Gelände im Zentrum. Die Vertreibungspolitik kennt Usch aus dem „kuscheligen Köln“, wo auch alles an den Rand gedrängt wurde, was nicht in die repräsentativen Metropolenfantasien der Verwalter passte.

Wie die meisten der 20 Frauen, Lesben und Transgender hier lebt sie noch nicht lange in Berlin. Das Zusammenleben der Studentinnen und Frauen mit völlig unterschiedlichen Berufen verläuft harmonisch, Respekt ist die Basis. Es gibt kein klares politisches Konzept, aber ein Schutzraum vor sexualisierter Gewalt muss der Ort sein.
http://squat.net/de/berlin/bilder/schwakab.jpghttp://squat.net/de/berlin/bilder/schwakag.jpg
Wie ein Slum wirkt die farbenfrohe Kolonie mit Bauwagen aus DDR-Pappe, Blech und Holz jedenfalls nicht. Wasser, Strom, eine Badewanne im Toilettenwagen. Im Winter wird mit Holz geheizt. Das Paradies wohnt nicht im teuren Spree-Carrée nebenan, sondern hier. In Sichtweite leuchtet überm Alex das Abendrot. Am anderen Ufer rattert das unermüdliche S-Bahn-Ballett. Auf Susanne Lamberts Veranda spielen Glasperlen verträumt im Wind. „Wenn ich mein Spülwasser rauskippe, wachsen Blumen“, schwärmt sie. Trotz eines lukrativen Jobs möchte sie auf Rädern hausen, „bis ich schrumpelig bin. Wenn’s sein muss, kann man mich darin in die Geriatrie schieben, oder wir machen ein mobiles Altenheim.“

Eigentlich ist der Schwarze Kanal schon „ein bisschen Mitte“, verrät sie, „aber vom Herzen her ist es Kreuzberg, ein alternativer Ort. Wir geben dem Kiez etwas und bekommen die Liebe zurück“. Zum Beispiel Volksküchen am Lagerfeuer und ein Filmchen hinterher.

http://squat.net/de/berlin/bilder/freebox.jpghttp://squat.net/de/berlin/bilder/schwakaf.jpg
left: Hier ist der Eingang der Wagenburg "Schwarzer Kanal" zu erkennen. Links steht eine "Freebox" in der alte Kleider zum öffentlichen Austausch ausliegen.


„Kultur ist ein Gut, das für alle da sein muss“, proklamiert Phyllis Mephista, Moderatorin des kostenlosen „Queer Varieté“. Wenn es politisch korrekt ist, darf jede auf die Open Stage, trotzdem droht kein Niveauverlust: Gehobene Travestie mit Renate de la Gosse, Pünktchen, Elvira Westwärts, dazu professionelle Straßenkunst, Akrobatik. Wie im Amphitheater sitzt das Publikum auf einer Tribüne vor der großen Bühne. „Queer heißt nicht schwullesbisch, sondern gegen den Strom. Keine Häppchenkultur ohne Halbwertszeit, die die Leute stumm macht, sondern eine, die wachrüttelt.“ Die Auftretenden kriegen kein Honorar, aber sie können Kontakte knüpfen. „Außerdem gucken bei dem spontanen Ding 500 Leute zu. Eine einmalige Stimmung im Berliner Sommer. Don’t miss it“, empfiehlt Phyllis. Wenn sich bloß der Senat überzeugen ließe, dass die Hauptstadt Wohnkultur jenseits hoher Subventionen braucht. Gratis für den Steuerzahler – und hundertmal genialer. Andrea Winter

trance-x
September 10th, 2004, 08:29 PM
http://www.siegessaeule.de/nachrichten/berlin_0409.html

Nie mehr allein
Was macht Gayromeo, das schwule Dating-Portal aus Berlin, so erfolgreich? Die SIEGESSÄULE auf den Spuren dieser heimeligen blauen Welt

http://www.siegessaeule.de/nachrichten/img/stadt1_0409.jpg

Die Macher von Gayromeo.de in ihrem Büro in Berlin. Auf der Homepage versichern sie: Kein Mittel für Haarausfall im Trinkwasser – aber offensichtlich gute Stimmung. Mit Wasserglas: Jens Schmidt

Klick, Doppelklick, Frust. Klick, Doppelklick, Frust. Das Stakkato der Maustaste klingt wie ein verzweifelter Morsecode. Der Berliner Jens Schmidt, seit einigen Tagen zu Besuch in London, is not amused. Dabei könnte alles so einfach sein: Willkommen in der fremden Stadt, willkommen im Internetcafé, willkommen bei gaydar.co.uk, dem Marktführer für schwule Online-Dates. Doch wer beim Durchstöbern der Nutzerprofile die Übersicht behalten will, kommt um eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei Gaydar kaum herum. „Außerdem ließen sich die User nur bezirksweise suchen“, erinnert sich Schmidt an das Ärgernis aus dem Jahr 2002. „Abends im Hotel war mir klar: Das kriegst du besser hin. Ein paar Monate später lief die Mutti.“ Am 1. Oktober 2002 geht Gayromeo online.

Schnell spricht sich herum, dass die „Mutti“, der Server von Gayromeo, gratis und ohne störende Werbung daherkommt. Eine von den Machern unterstützte Mundpropaganda füllt die Datenbank mit Usern, die bereitwillig Auskunft über Schwanzgröße, Rollenwünsche beim Sex und Fetischvorlieben geben – und denjenigen, die nach diesen Kriterien suchen wollen. Inzwischen sind aus Berlin über 14.800 Männer im „schwulen Einwohnermeldeamt“ registriert (weltweit: rund 135.000). Das Durchschnittsalter beträgt 32,3 Jahre, die Hochburgen liegen in Prenzlauer Berg (1.117 User) und Schöneberg (1.053 User). „Viele haben sich aber noch nicht in die Bezirke einsortiert“, tadelt Schmidt in einem Tonfall, der irgendwo zwischen väterlichem Oberhirten und genervter Kindergärtnerin liegt.

Zusammen mit seinem Geschäftspartner Manuel Abraham, zwei Vollzeitangestellten und drei studentischen Hilfskräften bearbeitet Schmidt die etwa 400 täglichen E-Mails in seinem Friedrichshainer Büro. „Aber die Hauptarbeit erledigen die Nutzer selbst“, sagt Schmidt. Eine Kohorte ehrenamtlich beschäftigter User schaltet monatlich bis zu 16.000 Profilbilder frei, entscheidet über Faker, die sich mit fremden Federn schmücken, und hilft beim Support. Während bei anderen Diensten unsichtbare Administratoren schon mal Homepages löschen, die einen Verweis auf die kostenlose Konkurrenz enthalten, soll Gayromeo als „selbst erhaltendes System“ laufen, so die Macher.

User, die andere User verwalten, entlasten nicht nur Schmidt & Co., die ihre Brötchen mit einem kommerziellen Escortdienst verdienen. Die Ehrenamtler machen als Multiplikatoren das System in ihrem Umfeld bekannt. Ist erst der halbe Freundeskreis bei Gayromeo registriert, wird der Service bald als SMS- und Telefonersatz genutzt – bis hin zu Firmen, die ihre Mitarbeiter offiziell über Gayromeo kommunizieren lassen. Von dieser Nutzerbindung können kommerzielle Dienste nur träumen. Die Kaufangebote diverser Telefondienstanbieter und Partypromoter hat Schmidt bisher abgelehnt. „Wir bleiben selbstständig“, verspricht Schmidt: „Es wird immer einen brauchbaren kostenlosen Service geben.“ Ein „Gayjulia“-Pendant für Lesben sei dagegen nicht geplant.

Dass man sich in Deutschland nicht mit Freunden, sondern im Verein trifft, ist auch bei Gayromeo ein lebendiges Klischee: Über 2.000 Clubs mit insgesamt 200.000 Clubmitgliedern verbinden schwule Physiker, Postangestellte und Polizisten, die Anhänger von CDU und CBT, Straßenbahnfahrer und schwule Camper. Mit über 6.000 Mitgliedern steht die Arbeitsplatzbörse „gayjobs“ an erster Stelle – gefolgt vom zweitstärksten Club mit 4.500 Mitgliedern, dessen Name Programm sein dürfte: „sofortsexschnell“.

Mitunter nimmt die Datenbank im Leben mancher User einen bizarren Stellenwert ein. „Einer wollte uns sogar auf Schadenersatz verklagen, weil sein Date wegen eines Serverausfalls ins Wasser fiel“, lacht Schmidt, der technische Probleme gern mit flapsiger Schreibe auf der Startseite veröffentlicht.

Doch bei all dem Erfolg, der eine lebendige und loyale Online-Community hervorgebracht hat und der gleichzeitig von ihr angetrieben wird: Für den stark genutzten Service will kaum jemand zahlen. Ein Spendenaufruf zugunsten leistungsfähigerer Hardware verlief unbeachtet im märkischen Sand. Und die kostenpflichtige „Gayromeo-Plus“-Variante (2,60 Euro pro Monat) wird nur von einer Minderheit in Anspruch genommen. „Den Leuten fehlt ein bisschen der Bezug zum Medium und zur Arbeit, die dahinter steckt“, kritisiert Schmidt.

In Zeiten knapper Kassen wird der kostenlose Kontakthof nicht nur als Alternative zu teuren Bars, sondern auch als Ersatz für die herkömmliche Ausgehkultur genutzt. In der Gastroszene spürt man mitunter den „Gayromeo-Effekt“ – nämlich dann, wenn die Server streiken und das Onlineangebot ausfällt. „Einmal ist uns das Freitagnacht passiert“, erzählt Schmidt. An diesem Abend habe ihm der Wirt seiner Lieblingskneipe auf die Schulter geklopft: „Schön, dass ihr heute mal geschlossen habt. So voll war es hier schon lange nicht mehr!“

Nur eitel Sonnenschein bei Gayromeo? Mitnichten. Die Auswahlbox „Safer Sex“ ist vielen ein Dorn im Auge, weil es neben der Möglichkeit „immer“ auch die Optionen „keine Angabe“, „nach Absprache“ und „niemals“ gibt. Gayromeo befördere dadurch unsafes Verhalten und die Bareback-Kultur, so der Hauptvorwurf. Knapp fünf Prozent wählten die Option „nach Absprache“, etwa zehn Prozent ließen die Einstellung auf „keine Angabe“ stehen, sagt Schmidt. „Mit der Abschaffung dieser Option wäre das Thema nicht verschwunden, sondern bloß unsichtbar.“ Neben dem Infobereich über HIV und Bareback seien die in den Gästebüchern geführten Debatten schon ein Wert für sich, ergänzt Schmidt: „Man kann Kommunikation nicht so einfach beschneiden wie einen Schwanz.“ Jörg Wagner

commuity: http://www.gayromeo.com

Kampflamm
September 10th, 2004, 08:38 PM
Finde auch nicht, dass Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat verdient hat. Vorher sollten Indien und Japan einen kriegen, GB und F sind insgesamt in der Weltpolitik auch engagierter als "unser Gerd." Ist aber auch egal, denn die UN hat eh nichts zu sagen.

trance-x
September 10th, 2004, 08:50 PM
Finde auch nicht, dass Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat verdient hat. Vorher sollten Indien und Japan einen kriegen, GB und F sind insgesamt in der Weltpolitik auch engagierter als "unser Gerd." Ist aber auch egal, denn die UN hat eh nichts zu sagen.

uk und france sind profilierter, nicht engagierter (ein grund dafuer ist deine leichtglaeubigkeit ans gewohnte). sowohl politisch als auch finanziell als auch militaerisch bei friedenseinsaetzen ist fast ueberall deutschland sogar die nummer zwei ... japan und indien machen deutlich weniger, allerdings wuerde ich sie ebenfalls aufnehmen ... oder aber grundsaetzlich reformieren ... es existiert kein logischer grund mehr, dass diese konstellation so bleibt ... wieso sollten ein paar kleinere demokratische laender mehr rechte als groessere mit mehr finanzkraft und ja sowieso verantwortung (aber weniger entscheidungsfaehigkeit) haben? das IST undemokratisch bei gleichen voraussetzungen - die stringenter geloest werden koennten ... ausserdem ist es genau DER defizitaere zug, warum in deutschland nicht auch emanzipierter z.b. monumentales konsequenter gebaut wird. genau DIESER kleinklein-zug als after-war-syndrom ...

http://www.phoenix.de/imperia/md/fext/0,1369,2097440,00.jpg

die UN hat in der tat nur bedingte macht, aber sie dient als fokussierte plattform, und sei es fuer ausreden ... gewinnt zudem im laufe der zeit, wenn sie keinen unsinn treibt, hinzu ... "kein unsinn treibt" ist beispielsweise gesetz nr. 1: mehr einbindung ... und da faengts bereits an ...
es geht keineswegs einfach um machtzuwachs, sondern die organisation muss in mehr haende ... das ist keine "naja, muss ja nicht sein"-frage, sondern solange diese dinge nicht passieren = kaum weiterentwicklung ..

ps: ansonsten sag ichs nochmal. wenn mal mit dieser frankreichschleimerei der deutschen aufgehoert wuerde, waere alles schon mal etwas besser. es ist absolut sinnvoll, freundschaftlich zusammenzuarbeiten, aber schon diese fehler wie beim umgang mit polen sind inakzeptabel. deutschland wird als kernmacht benoetigt in kombination mit beiden, aber nicht einfach hirnlos wider der tendenz eine seite drastisch bevorzugen und auch noch ressentiments ausspruehen lassen (wie chirac es tat gegenueber polen und damit eine reihe von dingen schlagartig verkompliziert) ... duemmer gehts nimmer .... ueberhaupt sollte diese voellig unkritische frankreichfantum mancher deutsche mal endlich aufhoeren ... ich mag frankreich durchaus, aber es ist eher peinlich, wenn total naiv-verklaerte in ner runde ihre stereotypen abraspeln ... (hatte ich gestern mal wieder) ... peinlich fuer den verstaendnislos-hoeflich-ringenden franzosen und peinlich fuer den verklaerten selbst, weil ich das natuerlich sogleich kommentierte ...:lol:

ps2: ginge es nicht um ne fortentwicklung der UNO, die mit breiterer basis gestuetzt werden sollte, waere ich uebrigens dagegen. das leben ist angenehmer ohne verantwortung, raus ausm focus, aber mit viel potenz. davon hatte germany keineswegs schlecht profitiert. es ist nur in der gesamtabwaegung nicht mehr sinnvoll... zudem hat germany immer mehr verantwortung, aber keine entscheidungsfaehigkeit ... das ist a) unemanzipiert und b) nicht vernuenftig ... ich seh auch keinen wirklichen grund noch jahrzehnte zu warten, bis auch der letzte eumel mal so einen stinksimplen mentalen umgewoehnungsprozess vollzogen hat (sowieso ungesund dieses defiziaer hintenrumnationale, das da gaert: foerdert islamismus, ideologien, bremst reformen, schadet gemaessigten zu integrierenden, puscht die destruktiven, haelt insgesamt mental gefangen bzw. erzeugt lauter unsinnige ausgleichshandlungen. der kopf sollte aber wie bei jedem emanzipierten und aufgeklaerten individuum mental frei sein, groessenwahn resultiert aus vorherigen minderwertigkeitsgeschichten ... verhaeltnismaessig und vernuenftig agiert der ohne komplexe/defizite weit besser ...:yes: ... das gilt im uebrigen auch fuer grosse teile europas. dieser nachhaengende moralinsaure antiwestliche antikolonialismus, der weder begriffen hat, was kolonialismus ist und verstaendnis durch moral ersetzt, schadet inzwischen demokratischen strukturen ... der umstand, dass es manchen nicht auffaellt, dass vor allem nur gegen demokratien demonstriert wird und nur diesen GESCHADET WIRD, aber andere laender, die mal eben binnen kurzer zeit mit voller absicht ganze genozide veranstalten voellig untern ideologischen teppich gekehrt werden... das ist nicht normal, das ist destruktiv und zeichen fuer ein defizit. kein halbwegs vernuenftiger mensch wuerde so seine kinder erziehen, ein jeder sich ganz schnell beschweren, wenn er wegen diebstahl lebenslaenglich kriegt, der andere permanent bei mord freigesprochen wuerde.... ! dies alles und noch viel mehr taugt nix, :nono: ... bedarf einer rejustierung richtung gesunden menschenverstand und konsistenz ... :okay: ... am eigenen ast saegen = defizit ... die welt ist im uebrigen nur deshalb noch nicht befriedet, weil leute aus ideologischen gruenden etwas supporten, mit dem sie selbst in abwaegung in wirklichkeit gar nicht leben wollten ...

trance-x
September 11th, 2004, 10:11 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story702916.html
Bei Farbattacke schwer verletzt
Journalistin erleidet bei Protestaktion von Tierschützern Verätzungen der Augen
Von Hans H. Nibbrig
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/pop_89045.jpg
Die Protestaktion der Sat-1-Moderatoren Charlott und Peer Karlinder-Kusmagk zieht immer weitere Kreise. Wie berichtet, hatte das Ehepaar am Donnerstagnachmittag bei einer Veranstaltung des Deutschen Pelzinstitutes in Berlin zusammen mit einem weiteren Mitglied der Tierschutzorganisation Peta den Inhalt von Farbbeuteln versprüht. Wie Susanne Kolb-Wachtel, Sprecherin des Institutes gestern auf Anfrage der Berliner Morgenpost mitteilte, erlitt bei der Attacke eine anwesende Journalisten so starke Verätzungen an den Augen, dass sie zunächst in die Charité und anschließend in eine Augenfachklinik eingeliefert werden musste.

Die Journalistin hat nach Angaben von Susanne Kolb-Wachtel inzwischen bei der Polizei Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung gestellt, da derzeit noch nicht absehbar sei, ob und in welchem Ausmaß Langzeitschäden bei der Verletzten auftreten könnten.

Wie berichtet, war es während einer Pressekonferenz des Deutschen Pelzinstitutes im Künstlerheim Luise an der Luisenstraße in Mitte zu dem Vorfall gekommen. Nach Darstellung der Polizei seien die beiden Moderatoren als Journalisten akkreditiert gewesen und somit zusammen mit etwa 100 anderen Medienvertretern in den Veranstaltungsraum gelangt. Die Pressekonferenz war der Auftakt einer Präsentation, in der das Deutsche Pelzinstitut Pelze im Wert von 2,5 Millionen Euro gezeigt hat.

Die Pelze befanden sich, wie Instituts-Sprecherin Kolb-Wachtel erklärte, bei dem Zwischenfall nicht im Raum. Dennoch habe die Aktion der Tierschützer einen Schaden von etwa 1,5 Millionen Euro verursacht. "Durch die versprühte Farbe wurde der sehr empfindliche Bambusboden erheblich beschädigt, er muss vermutlich komplett herausgerissen werden", sagte die Sprecherin. Neben dem Boden im Veranstaltungsraum seien auch die Kameras von acht anwesenden Fotografen zum Teil erheblich beschädigt worden.

Charlott und Peer Karlinder Kusmagk wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe gestern zurück. Nicht sie, sondern der dritte anwesende Peta-Mitarbeiter habe die Farbbeutel geworfen, teilte das Moderatoren-Ehepaar in einer Presseerklärung mit. Edmund Haferbeck, Sprecher der Tierschutzorganisation Peta bezichtigte den Veranstalter derweil der gezielten Falschinformation: "Wir haben lediglich harmlose Lebensmittelfarbe benutzt, die kann weder Verletzungen noch Sachschäden anrichten", sagte Haferbeck.

Sat-1-Sprecherin Kristina Faßler kündigte gestern an, über mögliche Konsequenzen für die Moderatoren werde der Sender in den nächsten Tagen nach Gesprächen mit dem Ehepaar entscheiden. "Beiden wurde allerdings in einem ersten Gespräch schon sehr deutlich gemacht, dass dies ein Auftreten war, das wir von Sat-1-Mitarbeitern nicht dulden können", ergänzte sie. Aus Sat-1-Kreisen war allerdings zu hören, dass die beiden Moderatoren weiter auf Sendung bleiben.

Bei der Tierschutzorganisation Peta zeigte man sich von den genannten Schadenssummen und den vom Deutschen Pelzinstitiut angekündigten Regressforderungen wenig beeindruckt. "Da Charlott und Peer Karlinder Kusmagk ganz legal in die Veranstaltung gelangt sind und die benutzte Farbe völlig ungefährlich ist, handelt es sich bei der Aktion weder um Körperverletzung noch um Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruch", erklärte Peta-Sprecher und Jurist Haferbeck gestern. Dass einige Personen aus dem Publikum mit der Farbe bespritzt worden seien, läge nicht an Peta-Aktivitsten, sondern an dem brutalen Eingreifen der Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, so Haferbeck weiter. Er sehe rechtlichen Schritten gelassen entgegen.

trance-x
September 11th, 2004, 10:15 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/story702834.html

Farbbeutelattacke: Sat-1-Moderatoren hinter Gittern ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/titel/pop_89028.jpg
Hinter Gittern: die Sat-1-Moderatorin Charlotte Karlinder Kusmagk in einem Polizeifahrzeug nach der Farbbeutelattacke am Donnerstag .. Foto: ddp

Berlin - Nach der Farbbeutel-Attacke der beiden Sat-1-Moderatoren Peer und Charlotte Karlinder Kusmagk ("Frühstücksfernsehen") während einer Pressekonferenz hat das Deutsche Pelz Institut als Veranstalter Strafanzeige gestellt. Den Moderatoren werde schwere Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Pelz Instituts, Susanne Kolb-Wachtel. Das Ehepaar hatte während einer Präsentation am Donnerstag in Berlin mit Farbbeuteln mit roter Farbe um sich geworfen, um so offenbar gegen die Pelzindustrie zu demonstrieren.

Eine Journalistin, die von einem Farbbeutel getroffen wurde, habe schwere körperliche Schäden davongetragen, da sie hautempfindlich sei. Sie habe die Farbe in Augen und Nase bekommen und sei im Krankenhaus behandelt worden. "Sie wird bleibende Schäden behalten", sagte Kolb-Wachtel. Von acht weiteren Journalisten wurden die Kleidung sowie mehrere Kameras beschädigt. Insgesamt ist nach Angaben von Kolb-Wachtel ein Sachschaden von mindestens 150 000 Euro entstanden.

trance-x
September 11th, 2004, 10:38 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702856.html

Eine tiefe Freundschaft verbindet Judy Winter mit Kollegen Thomas Fritsch seit 36 Jahren. "Wir kennen uns fast so gut wie ein altes Ehepaar", scherzte der Sohn des unvergessenen Ufa-Stars Willy Fritsch am Donnerstagabend im Hotel Excelsior (Hardenbergstraße). Beim Empfang anlässlich der deutschsprachigen Erstaufführung von Joanna Murray-Smiths "Geschichte einer Liebe" im Renaissance-Theater erzählte Fritsch, dass er demnächst Judys Ehemann wird, "aber nur auf der Bühne". Kinofreaks kennen Fritsch als Mops-Züchter Earl of Cockwood aus dem Streifen "Der Wixxer".

Edle Autos und Sportstars: Ganz im Zeichen des Internationalen Stadionfestes Istaf steht am Sonntag der Empfang des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit in der Mercedes-Welt am Charlottenburger Salzufer.
http://www.conman.de/bilder/salzufer.jpghttp://morgenpost.berlin1.de/specials/senat/img/senat1.jpghttp://www.dcimmobilien.de/DCI/Home.nsf/a2359e1209b11a18c1256982003b7e87/dc119170c2b7819fc1256c2c00480507/$FILE/B_Salzufer_A1_gr.jpg
Erwartet werden mehr als 800 Gäste, unter ihnen 25 Olympiamedaillen-Gewinner von Athen. Auch Weitspringerin Heike Drechsler und Zehnkämpfer Frank Busemann, die letztmals beim Istaf starten, kommen.

"Das ist hier für mich als gebürtiger Rheinland-Pfälzer eine Premiere", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter gestern Vormittag in den Räumen der Landesvertretung Rheinland-Pfalz (In den Ministergärten, Mitte).
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89035.jpghttp://www.die-mainzer-hofsaenger.de/webgrafiken/fotos/berlin_dom/auftritt.jpghttp://www.heute.t-online.de/ZDFheute/img/30/0,1369,15230,00.jpg
Markus Schächter ... Dieter Stolte ...

Dort gab es nach der Vorstellung des Buches "Wie das Fernsehen das Menschenbild verändert" (Verlag C.H. Beck) von Dieter Stolte (Ex-ZDF-Intendant, jetziger Herausgeber von Berliner Morgenpost und WELT) einen kleinen Empfang. Schächter kam beim Thema "Menschen, Quoten und Sensationen" darauf zu sprechen, dass mit der RTL-Dschungel-Show "Würmer bildschirmfähig" geworden seien. So kommentierte er in Anlehnung an den Fassbinder-Filmtitel "Angst essen Seele auf" mit "Würmer fressen Würde auf".

Mark Britton, Englands Comedy-Export Nummer eins, kommt zur "Last Night of the Proms" (21.30 Uhr, im Sommerkino Museumsinsel).
http://www.markbritton.de/images/main_welcome.jpghttp://www.pro-music-news.com/html/02/30825alc.jpg

Rachid Taha, franko-algerischer Worldbeat-Star, präsentiert in Berlin sein neues Album (21 Uhr, Kesselhaus).
http://membres.lycos.fr/cheffertluc/cc2002/concerts/img_8946.jpg
Rachid Taha ...

trance-x
September 11th, 2004, 10:49 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702859.html

... "Himmlisches Radiogirl" heiratet auf Fernsehturm ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89033.jpg
Clara Himmel heiratet ihre Sandkastenliebe Silvio

Im siebten Himmel wähnt sich seit gestern BB-Radio-Moderatorin Clara Himmel: Um 10 Uhr gab die 28-Jährige auf dem 207 Meter hohen Fernsehturm am Alexanderplatz ihrem ein Jahr älteren Verlobten Silvio das Ja-Wort. Sie trug ein champagnerfarbenes Kleid im Barockstil, was ihren Hang zur Romantik noch unterstrich. Die Trauung nahm Rainer Ahnert vor, Leiter des Standesamtes Berlin-Mitte. Während die Braut schon seit Kindesbeinen an von einer Hochzeit auf dem Fernsehturm träumt, war der Bräutigam, Angestellter bei einer Bundesbehörde, zum ersten Mal auf dem "Tele-Spargel". Ihren Mädchennamen Himmel behält die Braut, von den Lesern des Magazins Maxim zum "erotischsten Radiogirl" gewählt, übrigens auch weiterhin.

Im Anschluss an die Trauung ging es im Löschwagen der Freiwilligen Feuerwehr - geschmückt mit Hunderten von Sonnenblumen - zur Hochzeitsfeier mit 150 Gästen nach Zerpenschleuse (Barnim). Dort war der 1,85-Meter-Mann mit den stahlblauen Augen schon Claras Sandkastenliebe. Doch nach der Schulzeit trennten sich ihre Wege. Er ging nach Berlin, sie studierte in Eberswalde und kam zu BB Radio nach Potsdam. Erst im April 2002 sahen sie sich wieder. Eine Kita lud zur Namensgebung ein. Clara moderierte, Silvio kutschierte als Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr die Kleinen im Feuerwehrauto. Da schlug bei Clara der (Liebes-)Blitz ein ...

trance-x
September 11th, 2004, 10:53 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story702860.html
Anna von Griesheim auf Erfolgskurs ...
Warum die Designerin Kleider kreiert, in denen sich Frauen sicher fühlen sollen
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/pop_89034.jpg
Auch Promis wie Eva Padberg (Foto) lassen sich längst von Anna von Griesheim für die großen Auftritte einkleiden ... Foto: Eventpress

Das gelb-braun gesprenkelte Lindenblatt, das vor der Espresso Bar des Hotels Bleibtreu von einem Baum segelt, hat sich einen ungewöhnlichen Landeplatz ausgesucht: Die Lockenpracht von Anna von Griesheim (38). Mit der linken Hand angelt die Modedesignerin nach dem Lindenblatt, mit der rechten hält sie eine Zigarettenspitze, in der eine rote "American Spirit" ("das sind so gesunde Zigaretten mit kaum Schadstoffen") brennt. Der Fotograf raucht mit: "Gott sei dank", sagt Anna von Griesheim. Ganz so, als ob sie sich für ihr Rauchen entschuldigen müsste.

Dienstagnacht hat Anna von Griesheim auch ziemlich viel geraucht. In einem Hotelzimmer in Frankfurt. Cartier lässt seinen Geschäften in diesen Tagen ein neues Innendekor zukommen, und anlässlich der Frankfurter Shop-Eröffnung kombinierte man edle Mode von Anna von Griesheim mit edlem Schmuck von Cartier. Mini-Hollywood am Main: Nachts um drei Uhr war der Glamour-Spuk vorbei. Und dann saß Anna von Griesheim im Hotelbett und konnte nicht schlafen. "Manchmal habe ich wirkliche Entspannungsprobleme", sagt sie. "Dann kann ich das Denken einfach nicht lassen."

1991 eröffnete Anna von Griesheim, die in Wiesbaden nach dem Abitur eine Haute-Couture-Ausbildung absolviert hatte, ihr Geschäft an der Pariser Straße 44 in Wilmersdorf. "Gute Mode ist für mich, wenn man anzieht und vergisst, das Gefühl hat, in seiner Kleidung richtig aufgehoben zu sein. Wenn eine Frau am Abend etwas Tolles anhat, dann gefällt mir das. Ich möchte, dass Frauen sich in meinen Kleidern sicher fühlen."

Zu ihren Kundinnen zählen Eisprinzessin Katarina Witt, CDU-Chefin Angela Merkel, Moderatorin Sabine Christiansen, Schwimmerin Franziska van Almsick und die Schauspielerinnen Mariella Ahrens, Nina Hoss und Esther Schweins. "Das mit den Prominenten hat sich einfach so entwickelt", sagt Anna von Griesheim, die wegen ihres Erfolges inzwischen selbst prominent geworden ist und derzeit überlegt, ob ihr das eigentlich gefällt. Den noch größeren Schritt in Richtung Öffentlichkeit, den Aufbau einer kompletten Marke "Anna von Griesheim" - will sie ihn gehen?

Ein eigenes Parfum. Eine eigene Schuhkollektion. Ein eigenes Interieur-Design. Filialen in anderen Städten, mehr Mitarbeiterinnen als die jetzigen sieben, mit denen sie im Atelier pro Kollektion 60 Teile entstehen lässt? Nichts wäre unmöglich. Aber auch nichts ohne Folgen. "Im großen Modegeschäft muss man jeden Tag sehr breite Schultern machen. Bei Männern finde ich es sexy, wenn sie sich durchboxen, bei Frauen mag ich das nicht so", sagt Anna von Griesheim, die seit 19 Jahren mit dem Architekturhistoriker Andreas Marx liiert ist.

"Ich bin richtig begeistert von meinem Kerl. Andreas hilft mir auch bei allem, was mit Zahlen zu tun hat. Ich habe einmal sehr ernsthaft versucht, drei Tage lang einen Buchhaltungskurs zu besuchen. Der Versuch führte zu einem sehr starken Schwall schlechter Laune meinerseits." Ihr Beziehungs-Rezept: "Es kickt mich positiv, wenn die Dinge in Bewegung sind. Wir gehen zum Beispiel jeden zweiten Morgen 45 Minuten lang zusammen joggen. Das ist eine Auszeit von allem anderen, die wir uns konsequent nehmen. Und wenn etwas in der Beziehung quer sitzt, dann wird es ausgespuckt."

Über das Thema Kinder sagt sie: "Es ist noch nicht ganz aus meinem Hinterkopf verschwunden. Ob wir aber noch jemals heiraten, weiß ich nicht. Wir sind jetzt so lange zusammen, dass es irgendwie komisch wäre. Vielleicht feiern wir irgendwann einmal mit all unseren Freunden ein dickes Fest."

trance-x
September 11th, 2004, 10:58 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/story702811.html
Er scattet und wirbelt und prustet und zischt
Der wahrscheinlich beste Bariton seiner Zeit geht fremd: Thomas Quasthoff macht Jazz mit der Berliner Philharmonic Jazz Group
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/feuilleton/pop_89024.jpg
Singt Jazz: Thomas Quasthoff ... Foto: ddp

Er singt. Stimmt nicht. Das heißt: Stimmt schon, aber nicht nur. Er zischt auch. Er posaunt. Er trompetet. Er ist sein eigenes Orchester. Er scattet. Er quasselt. Seine Hände wirbeln, seine Beine wippen. Er macht den Louis und röhrt. Er gibt den Affen und dem Affen Zucker. Jemand niest im Publikum. Er ruft: "Gesundheit". Er ächzt, prustet und pfeift. Er niest. Er atmet kunstvoll schwer. "Yeah". Zehn Minuten Eruption der Klangfarben, zehn Minuten wildes Wirbeln durch die Klangfarben. Zehn Minuten Quasthoff solo.

Thomas Quasthoff macht Jazz mit der Berliner Philharmonic Jazz Group zugunsten des Alternativen Nobelpreises. "Ach ja?", hören wir jetzt unsern puristischen Jazz-Kollegen stoßseufzen. "In der Philharmonie? Mit Philharmonikern? Toller Club. Noch so einer, noch so'n rampengeiler Klassiker, der bloß billig seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen und noch mehr abkassieren will, und dann am Ende doch nicht über seinen Klassikerschatten singt. Hat er", hören wir ihn höhnen, "auch ,Funny Valentine' gegeben? Und ,Yesterday'?"

Hat er tatsächlich. Nicht "Yesterday", "Funny Valentine" schon. Mit billigem Populismus hat das aber nun rein gar nichts zu tun. Quasthoff kann das gar nicht, der ist zu intelligent, zu ehrlich, geradezu immun gegen Populismus und dementsprechend denkbar ungeeignet für das handelsübliche Crossover. Die Liaison des wahrscheinlich besten Baritons seiner Generation mit dem Jazz dauert lange, er hat sich gründlich eingehört, gründlich eingesungen.

Und so war Quasthoffs Klassikerschatten an diesem Abend beinahe gar nicht vorhanden. Der Liedsänger musste (leider?) draußen bleiben. Es winterreiste selten in der Philharmonie. Ein großer virtuoser Vokalspieler hatte dafür Platz genommen im Zentrum der fünf philharmonischen Jazzer. Er packte das ganze, atemberaubend umfangreiche Repertoire seiner Stimmmasken aus. Nur manchmal (zugegeben zum Beispiel bei "Funny Valentine") verspielte er sich ein bisschen, wollte, wagte zuviel. Gewonnen hat er trotzdem alles.

Und die fünf jazzenden Philharmoniker (Adam Taubitz, div. Instrumente, Martin Stegner, Bratsche, Janne Saksala, Bass, Wieland Welzel, Vibrafon, Franz Schindlbeck, Schlagzeug) taten es ihm mindestens gleich. Sie kamen gerade von einer längeren Dienstfahrt durch die Festivals zurück. Und wenn sie, an- und eingeführt von dem wunderbar auf roten Schuhen über die Philharmoniebühne waldschratenden Bratschisten Martin Stegner, unter den Augen von Sir Simon damit kokettierten, dass sie in roten Turnschuhen, Polo-Hemd und Hosenträgern endlich mal tun, was sie immer mal tun wollten, hatte das ein wenig was vom verschmitzten Charme von Klosterschülern, die endlich mal ihre Kirche musikalisch mal so richtig entweihen dürfen. Je länger, je mehr verflog der letzte Hauch nervösen Akademismus', die fünf spielten sich freier, abenteuerten durch die Stile, und Stegners immer wieder aufs Neue enthusiasmierte Bratsche (eine echte Entdeckung) schwebte über allem. Man sollte diese Entweihungsveranstaltung unbedingt ritualisieren. Als Kehrein für die neue Spielzeit sozusagen. Stehende Ovationen am Ende. Anflüge von La Ola.

trance-x
September 11th, 2004, 11:03 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story702883.html
Grenzschutz: Zahl der illegalen Einreisen geht zurück
Berlin - Der Bundesgrenzschutz (BGS) hat weniger illegale Einreisen und Schleuserkriminalität registriert. Das geht aus dem BGS-Lagebericht 2003 hervor, der der Morgenpost vorliegt. BGS, Bundeszollverwaltung, Landespolizei Bayern, Wasserschutzpolizei Hamburg und Bremen stellten an den deutschen Grenzen demnach einen "starken Rückgang" der unerlaubten Einreisen um 11,8 Prozent fest. Die Zahl ging um 2664 auf insgesamt 19 974 Fälle zurück. Grund sind vor allem sinkende Aufgriffszahlen bei Staatsangehörigen aus dem Irak (minus 891 Personen), Afghanistan (473), Bulgarien (455) sowie aus Serbien und Montenegro (433). Entgegen dem rückläufigen Trend wurde allerdings ein Anstieg von irregulären Migranten aus der Russischen Föderation, China und der Ukraine verzeichnet.

Auch die Schleuserkriminalität ist rückläufig. Die Zahl der durch die Grenzbehörden festgenommenen Schleuser sank von 1844 auf 1485, die Zahl der geschleusten Personen von 5713 auf 4903 Personen. Annähernd gleich hoch blieb die Zahl von Geschleusten jedoch an den Grenzen zu Polen (1454 Personen) und Tschechien (1339 Personen). Die Anzahl der Schleuser, die an den Binnengrenzen zu den Staaten festgenommen wurden, die im Rahmen des Schengener Abkommens auf Kontrollen verzichten, ging um 346 Personen zurück.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/story702861.html
Erinnerung an Martin Luther King
Mitte: Vor 40 Jahren predigte der Friedenspfarrer in der Marienkirche
Von Rainer L. Hein
http://homepage.ntlworld.com/juliushonnor/photography/Berlin/Images/IMG_5116.jpghttp://www.msu.edu/unit/msuarhc/exhibits/king2a.jpg
An jenem 13. September vor 40 Jahren war insbesondere im Ostteil Berlins alles anders: Die Stimmung an diesem Sonntag war eine Mischung aus Spannung, Freude und Neugierde. Der amerikanische Friedenspfarrer Martin Luther King (damals 31 Jahre alt) war gekommen, um abends von der Kanzel der Marienkirche in Mitte zu predigen. Für die Bevölkerung im Osten war dieses Ereignis nicht allein Gottesdienst, sondern zugleich ein politischer Akt. Stunden zuvor hatten sich in der Waldbühne im Westen der Stadt zum "Tag der Kirche" mehr als 22 000 Menschen versammelt, um King zu hören. Heute und morgen erinnert die St. Mariengemeinde (Ecke Spandauer-/Karl-Liebknecht-Straße) mit zahlreichen Veranstaltungen an den Besuch.

Auf Einladung des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt, war Martin Luther King - wenige Wochen bevor er den Friedensnobelpreis entgegennahm - in die geteilte Stadt gekommen. Nachdem er sich ins Goldene Buch im Rathaus Schöneberg eingetragen hatte, nahm der Baptistenpfarrer aus Atlanta (Georgia), der 1968 erschossen wurde, an einer Gedenkfeier für den ermordeten US-Präsidenten John-F.-Kennedy teil. Nach dem Auftritt in der Waldbühne mit dem evangelischen Bischof Otto Dibelius folgte am jenem Sonntag die Fahrt in den Osten der Stadt. Schon drei Stunden vor dem Gottesdienst musste die Marienkirche wegen Überfüllung geschlossen werden. Die Kirchenleitung entschloss sich, die Menschen in die nahe gelegene Sophienkirche (Hackescher Markt) umzuleiten, wo Luther King später einen zweiten Gottesdienst hielt.

Zeitzeugin Klara Runge (76) berichtet: "Als er die Kanzel emporstieg, applaudierten alle." Sie erinnert sich, dass Luther King rief: "... in Ost und West leben Menschen, und keine von Menschenhand geschaffene Mauer kann sie für immer trennen. Vor Christus gibt es kein West und kein Ost."

Programm heute: 16.30 Uhr Orgelvesper mit Texten von Luther King, 18 Uhr "M.L. King - vor 40 Jahren in Berlin" (Professor Heinrich Grosse), 19.30 Uhr "Wirkungsgeschichte Kings in der DDR" (King-Zentrum, Werdau), 20 Uhr Dokumentarfilm (1970). Sonntag 10.30 Uhr Gottesdienst zum Gedenken (Pfarrer Gregor Hohberg und Johannes Krug). Info: Tel. 24 75 95 10



Stars der Leichtathletik schmieren Brötchen
Mitte/Neukölln
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/bezirke/pop_89036.jpghttp://www.berlin.de/deutsche-einheit/images/pariserplatz.jpg
Auch Weitspringerin Amy Acuff backte "Kraftprotz"-Brötchen ... Foto: Reuters

Großer Andrang herrschte gestern in der Filiale der Bäckerei Wiedemann am Pariser Platz. Dort gab es nicht nur Kuchen und Kaffee zu kaufen, sondern auch Leichtathletik-Stars zu sehen. Doch die Hochspringerin Amy Acuff, Olympia-Vierte in Athen, und der Weltklasse-Sprinter Joshua J. Johnson (beide USA) - am Sonntag Teilnehmer am Internationalen Stadionfest Istaf - waren weniger zum Autogramme schreiben, sondern zum Arbeiten gekommen. Sie backten, schmierten und verkauften leckere "Kraftprotz"-Brötchen. Der Erlös der Aktion geht an das Kinderclubhaus Sternschnuppe in Neukölln. "Sport ist wichtig, um Jugendliche von der Straße zu bekommen und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu geben", begründet Bäckerei-Chef Klaus Wiedemann die gemeinsam mit Istaf-Organisatoren bereits zum dritten Mal veranstaltete Aktion. Die Vollkorn-Brötchen mit frisch geraspelten Möhren im Teig gingen übrigens weg wie warme Semmeln.

trance-x
September 11th, 2004, 11:25 AM
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wissenschaft/story701638.html
Salz in Brandenburgs Brunnen
Weniger Regen in Nordost-Deutschland - Wasser aus Ur-Ozeanen steigt auf
Von Roland Knauer

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/wissenschaft/pop_88679.jpg
Als Folge der abnehmenden Niederschläge versalzt das Grundwasser in Brandenburg ...Foto: dpa

Potsdam - Das Grundwasser in Brandenburg versalzt, warnen Dietmar Brose vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) und Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes. Auslöser ist der Klimawandel. Meteorologen messen eine Abnahme der Niederschläge im Nordosten Deutschlands sowie in Polen und Weißrussland. "Regnet es weniger, steigt mehr Salzwasser aus der Tiefe auf", erklärt Dietmar Brose. Denn 150 Meter unter der Oberfläche trennt eine Millionen Jahre alte Schicht aus "Rupelton" das trinkbare Grundwasser vom salzigen Tiefenwasser. Das stammt aus den Ur-Ozeanen, die einst das Tiefland bedeckten. Durch Verdunstungsprozesse ist dieses Wasser salziger als der Atlantik.

Doch an manchen Stellen ist die Trennschicht geschwächt oder fehlt sogar, berichtet Dietmar Brose. Dort dringt das Salzwasser nur deshalb nicht nach oben, weil der Druck des darüber liegenden Grundwassers das "Leck" abdichtet.

Sinken die Niederschläge und bildet sich weniger Grundwasser, verringert sich der Druck, und an das Salzwasser steigt nach oben. Beispiel Potsdam: Dort finden sich bis zu 140 Milligramm des Salzbestandteiles Chlorid in einem Liter Trinkwasser, während es im Durchschnitt Brandenburgs nur zehn bis 20 Milligramm sind. Der erhöhte Wert ist noch nicht gefährlich, aber er zeigt, dass salziges Tiefenwasser an einigen Stellen aufsteigt. Auch im Fläming und in der Uckermark ist das Salzwasser bereits teilweise bis zur Oberfläche aufgestiegen. Botaniker entdeckten diese breiten Stellen, weil dort Pflanzen wie die Strandaster wachsen, die eigentlich an der Nordsee zu Hause sind.

In Brandenburg könnte sich das Problem verschärfen, da die Niederschläge weiter abnehmen, wie Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung berechnet hat. Im Bereich einiger Wasserwerke mussten bereits Entnahmestellen verlegt werden.

Vor allem aber muss der Wasserhaushalt in Brandenburg verbessert werden, betont Matthias Freude. Es werde vielerorts noch Wasser aus Feuchtgebieten abgeleitet, um Ackerland zu gewinnen. Wieder vernässt, würde der Druck des Grundwassers wieder steigen. Aus Sicht des Volkswirtes kann die Landwirtschaft auf diese Flächen ohnehin verzichten, denn Deutschland produziert mehr Lebensmittel als es verbraucht.


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/biz/story701617.html
... Das Liebesnest des Dr. Goebbels ...
...nannte man den Waldhof am Bogensee, 40 Kilometer nördlich von Berlin. Doch das gut versteckte Areal war mehr: ein Ort der Täter, der Zensur und der Wortverdreher - auch lange nach dem Krieg
Von Stefan Berkholz
http://www.bogensee.com/images/bogensee-com.gif

Vierzig Kilometer nördlich von Berlin herrscht Ruhe im Land. Felder, Wälder, Seen - mehr als Natur erwartet man hier nicht. Das Hinweisschild "Bogensee" macht Hoffnung auf ein verschwiegenes Paradies. Die schmale, wellige Straße ist kurvenreich, der Wald uralt, kein Mensch ist zu sehen.

Auf einmal eine Lichtung, und eine Anlage wie ein Schloss. Sechs mächtige Gebäude im Karree, dreistöckig, wie von Albert Speer entworfen, eine riesige Freifläche dazwischen, mehrere Fußballfelder groß. Verschlossene Türen, bröckelnder Putz, Unkraut wuchert überall. Das Areal verfällt, der Zugang zum See ist verstellt durch quer liegende Bäume.

http://www.bogensee.com/content/images/landgoebb.jpghttp://www.bogensee.com/content/images/bettenhaus-seite.jpg
Landhaus Goebbels ... Seitenansicht Bettenhaus ...

Sonst scheue er solche Vergleiche, sagt der Historiker Wolfgang Leonhard, aber als er dieses riesige Areal im Walde mit den Bauten aus den 50er-Jahren kurz nach dem Mauerfall das erste Mal sah, "erinnerte mich das Ganze an das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg: ein gespenstischer, erdrückender Anblick".

Begonnen hatte es einst, im September 1936, mit einem bescheidenen Blockhaus für Propagandaminister Goebbels. Die Reichshauptstadt vermachte dem "Eroberer Berlins" im Namen des Volkes "eine von dem Lärm der Weltstadt abgelegene, völlig ungestörte Arbeitsstätte in einem städtischen Forst".

Das zehnjährige Jubiläum "des Gaues Groß-Berlin der NSDAP" galt es zu feiern, zudem hatte Goebbels Ende Oktober Geburtstag. Kurz: ein Blockhaus auf Staatskosten wurde errichtet.
http://www.bogensee.com/content/images/eingang.jpghttp://www.bogensee.com/content/images/standort-a.jpg
Goebbels genoss den Ort: "Es ist ganz still und ruhig hier", heißt es am 3. November 1936 im Tagebuch. "Ich arbeite, lese, schreibe, und bin glücklich. Rings um mich Wald, welkes Laub, Nebel, Regen. Ein Idyll in der Einsamkeit." Und drei Tage später: "Herrliches Herbstwetter! Der Wald duftet so herrlich. (...) Diese Judenpest muß ausradiert werden. Ganz und gar. Davon darf nichts übrig bleiben. Sonst Palaver, Lektüre, Schreiben. Zeitig ins Bett. Es schläft sich so herrlich hier draußen im Walde."

Das kleine Blockhaus - im Volksmund "Goebbels' Liebesnest" - war dem Propagandaminister bald nicht mehr groß und gut genug. Neubauten mussten her. Das Gelände bot genügend Raum, 200 Hektar wurden Goebbels auf Lebenszeit überlassen. Ende 1939 war ein neues, geräumiges Wohnhaus mit dreißig Zimmern fertig gestellt, kurze Zeit darauf zwei weitere Gebäude für Gäste, Wachmannschaften, Dienstbesprechungen. Auch diese drei Bauten stehen heute noch, fast unverändert. Der Name des Anwesens: "Waldhof am Bogensee".

Die dunkelbraunen Fensterläden am ehemaligen Landhaus Goebbels' sind ringsum verrammelt, nur an der Seeseite kann man einen Blick erhaschen ins ehemalige Kaminzimmer. Ein Siemensmotor von 1938 ist noch intakt, auch heute kann man die Terrassenfenster per Knopfdruck im Boden versinken lassen.

Ein stummer Ort der Geschichte, mehr als fünf Jahrzehnte für die Öffentlichkeit gesperrt. Ein Ort der Täter und Wortverdreher, ein Ort der Propaganda: Bogensee.

Anfangs hatte Goebbels sein Refugium oft nur stundenweise genutzt, übers Wochenende auch, zu Feiertagen und in den Ferien. Nach der Fertigstellung der Neubauten verlegte er bisweilen seinen Amtssitz von Berlin für zwei, drei Monate ins Umland, konferierte mit seinen Mitarbeitern, empfing Künstler und Journalisten.

In der Filmwelt war Bogensee als Treffpunkt bestens bekannt. Ursprünglich als "Kulturgemeinschaftshaus" deklariert und von der Ufa finanziert, kamen wiederholt genehme Schauspielerinnen, Schauspieler und Regisseure zu Besuch.

Zarah Leander war mehrfach da, auch Emil Jannings und Veit Harlan, der Regisseur von Propagandafilmen wie "Jud Süß" oder "Kolberg"; Heinz Rühmann kam, Marika Rökk, Margot Hielscher, Brigitte Horney, Hilde Krahl, Ilse Werner und viele andere. "Es war ganz zauberhaft - eine richtige Idylle", schwärmte Lida Baarova, die tschechische Schauspielerin und Goebbels' zeitweilige Geliebte.

In einem eigenen Filmsaal stellte Goebbels die Wochenschau zusammen, ließ sich Filme vorführen, prüfte, zensierte und verbot.

Doch stattlich genug erschien ihm sein Landsitz offenbar nicht. Bogensee wurde selten zum Ort für offizielle politische Zusammenkünfte, mit "Carinhall", dem nahe gelegenen repräsentativen und pompösen Anwesen Görings in der Schorfheide, war Bogensee nicht zu vergleichen.

Im Dezember 1942 kam es am Bogensee zu einer folgenreichen Begegnung mit Martin Bormann, dem Leiter der Parteikanzlei Hitlers. Goebbels erhielt grünes Licht für seine Politik der "totalen Kriegführung". Kurz darauf verfasste der Propagandaminister im Waldhof seinen grundlegenden Aufsatz "Der totale Krieg", veröffentlicht am 17. Januar 1943 in der Wochenzeitung "Das Reich". Darin hieß es: "Der Feind will uns total vernichten. So laßt uns also total Krieg führen, um total zu siegen." Vier Wochen später hielt Goebbels seine berüchtigte Rede im Berliner Sportpalast.

Im August 1943 zog Familie Goebbels von Schwanenwerder, dem stattlichen, aber nun von Bomben bedrohten Anwesen am Berliner Wannsee, nach Bogensee um. Die Kinder gingen fortan im nahe gelegenen Wandlitz zur Schule.

Ganz normal sei das gewesen mit der Familie Goebbels, bekommt man heute in der Gegend zu hören. Die Kinder süß und blond, die "Propagandaschnauze" im Sommer mit der Pferdekutsche unterwegs, im Winter auf dem Pferdeschlitten, er winkte, man winkte zurück.

"Draußen die Kinder und die Familie sind geradezu mein buon retiro", schwärmte Goebbels im November 1944. Im Sommer war für die Familie und die Angestellten und Wachmannschaften noch ein geräumiger Bunker am Bogensee eingerichtet worden. Doch zum Endkampf ließ Goebbels seine Familie Anfang Februar 1945 nach Berlin kommen.

Drei Monate später, am 1. Mai 1945, wurden die Kinder im Führerbunker in Berlin vergiftet, danach nahmen Goebbels und seine Ehefrau Magda das bereitliegende Zyankali ein.

http://www.jewishvirtuallibrary.org/images/goebbels.jpg

Wo das Inventar vom Waldhof am Bogensee geblieben ist, ist bis heute nicht geklärt. Zeit, um die Gebäude zu räumen und das Mobiliar und die Kunstgegenstände zu verlagern, blieb den Nazis offenbar nicht, von Plünderungen in den Nachkriegstagen ist die Rede.

Im April 1946 übernahm die FDJ den Goebbelsschen Gebäudekomplex, am 22. Mai wurde der erste Lehrgang an der "Zentraljugendschule der Freien Deutschen Jugend, Waldhof am Bogensee", so die offizielle Bezeichnung zu jener Zeit, begonnen. Man hatte Benennung und Gebäude im Wald einfach übernommen, so wie sie dastanden, nach Kriegsende.

"Wir wussten, dass es das frühere Landhaus Goebbels' war", erzählt der Historiker Wolfgang Leonhard, "aber es war kein Thema. Früher war eben Goebbels auf dem Gelände, und jetzt sind wir da, sagte man."

Das hatte weniger etwas mit Verdrängung zu tun, glaubt Leonhard, sondern eher mit Desinteresse. Eine neue Zeit war schließlich angebrochen, der neue Mensch sollte erzogen werden, ein anderes Deutschland entstehen. Antifaschistisch sollte es sein, fortschrittlich und friedvoll.

Leonhard war mit der Gruppe Ulbricht unmittelbar nach Kriegsende zurückgekehrt und dann für die Parteischulung tätig geworden. So unterrichtete er, als 23-Jähriger, auch am Bogensee.

Es herrschte wohl anfangs ein ganz liberales Klima, "die FDJ-Schule Bogensee war damals noch keineswegs ,kommunistische Kaderschmiede'", beteuert Wolfgang Leonhard, "Begriffe wie (...) "Kampfreserve der Partei' gab es ebenso wenig wie einen Unterricht in ,Marxismus-Leninismus'".

Die Jugendlichen kamen aus allen Teilen Deutschlands, der Schulleiter stammte aus dem Rheinland, der Unterricht sollte bürgerlich-demokratisch sein. "Wir übten uns in Parlamentarismus", weiß Herbert Häber, das spätere Politbüro-Mitglied, zu berichten.

Die Wende kam spätestens 1947/48. Fortan hatten die Schulleiter in der Sowjetunion ausgebildet zu werden, die Lehrinhalte waren nach sowjetischem Vorbild geformt. "Marxistisch-leninistische Philosophie" stand nun im Vordergrund, nicht mehr das allgemeiner formulierte "Weltbild des fortschrittlichen Menschen".

Im September 1950 wurde die Jugendhochschule nach Wilhelm Pieck, dem Präsidenten der DDR, benannt. Nun war sie Prestigeobjekt, Propagandastätte der FDJ / SED.

Die Auswahlbedingungen für jene Jugendlichen, die zum Bogensee berufen wurden, waren nun eindeutig: Mitgliedschaft in der FDJ, unbedingte Treue zur DDR, der Glaube an den Grundsatz: "Die Partei hat immer Recht".

Man schottete sich ab, die Jugendhochschule am Bogensee wurde zu einem streng isolierten Dorf am Rande der Schorfheide. So blieb das bis zuletzt.

In den 50er-Jahren entstanden auf dem Gelände diverse wuchtige Gebäude im stalinistischen Stil. Im Hauptgebäude, dem "Lektionsgebäude", befand sich ein Vorlesungssaal für 600 Personen. Im Dezember 1981 gab Bundeskanzler Helmut Schmidt dort seine Pressekonferenz zum Honecker-Besuch, gewünscht gut abgeschottet von der Bevölkerung.

1955 wurde ein so genanntes Kultur- oder Gemeinschaftshaus eröffnet. Und wieder kamen die Schauspieler - nun, um die Voraufführungen ihrer Filme im geladenen Jungfunktionärskreis zu diskutieren. Winfried Glatzeder und Angelica Domröse kamen, um über "Paul und Paula" zu sprechen, Manfred Krug, um "Spur der Steine" ins rechte Licht zu rücken.

Im Januar 1974 trichterte Egon Krenz seinen Zuhörern am Bogensee ein, die FDJ werde - im Geiste Ernst Thälmanns - stets als Helfer und Reserve der SED auftreten: "So war es, so ist es, so wird es immer sein", gab sich der frisch gekürte 1. Sekretär der FDJ selbstgewiss.

Wie gewöhnlich, Jahr für Jahr, hielt Kurt Hager, der Chefideologe der SED, auch im September 1989 noch die "Einführungslektion" zum neuen Lehrgang am Bogensee. "Der Sozialismus hat in der Welt festen Fuß gefaßt", referierte Hager. In Leipzig begannen zu dieser Zeit die Montagsdemonstrationen.

Die "Jugendhochschule Wilhelm Pieck" am Bogensee wurde abgewickelt. Seit 1991 stand das Gelände dem gemeinnützigen "Internationalen Bund für Sozialarbeit" zur Verfügung. Jugendliche wurden ausgebildet, ein Hotel geführt, jugendpolitische Fortbildung versucht. Das Konzept ging nicht auf, die Defizite stiegen in die Millionen.

Bis Ende 1999 wurde der Betrieb aufrechterhalten, seitdem stehen die Gebäude leer. 43 000 Quadratmeter Nutzfläche, dazu das riesige Areal, etwa 150 000 Quadratmeter groß. Alles steht seit Anfang 1999 unter Denkmalschutz, auch die Gartenanlagen müssen erhalten bleiben. Ein Wachdienst versucht, Vandalismus zu verhindern, das Land Berlin, als Eigentümer des Geländes, sucht händeringend nach einem neuen Nutzer für das gesamte Ensemble. Doch der ist immer noch nicht in Sicht.

http://www.bogensee.com/content/images/ansicht/bunker.jpg
Ehemaliger Bunker von Joseph Goebbels
Es gibt keine Schranken mehr, es gibt keinen Zaun, der Förster sorgt nun dafür, dass man nicht mehr an den See gelangt. Es ist still geworden an diesem Ort der Propaganda.

page: http://www.bogensee.com/content/histor.htm

trance-x
September 11th, 2004, 11:39 AM
http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=1
http://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/040909_Buchvorstellung_4x3.jpghttp://www.meinberlin.de/sixcms/media.php/85/Neue_Modg.jpg
Und damit: Buster!
10.09.2004: Die ehemalige Porno-Darstellerin Dolly Buster hat ihr Buch "Und damit: Buster! - Dolly Busters ultimativer Sex- und Beziehungsratgeber" in Berlin vorgestellt. In dem Buch geht es nach Angaben des Verlages um Sex in allen Facetten, aber auch um ganz alltägliche Beziehungsfragen und um die besten Flirt-und Kennenlerntaktiken. (mb/dpa) Foto: Andreas Altwein

http://www.meinberlin.de/sixcms/detail.php?template=detail_ticker_berlin&text=65326
Weitere Airlines verlegen Flüge von Berlin-Tempelhof nach Tegel
http://www.berlin-tourist-information.de/bilder/verkehr/flughafen-tegel_200.jpghttp://home.att.ne.jp/apple/berlin/baustelle/BAUSTELLE/Tegel.gif
Flughafen Tegel

Berlin (dpa/bb) - Rund sieben Wochen vor der geplanten Schließung des Berliner Stadtflughafens Tempelhof haben sich weitere Airlines zu einem Umzug an den Flughafen Tegel bereit erklärt. Für weit mehr als die Hälfte des Flugaufkommens gebe es nunmehr solche Vereinbarungen, teilte die Flughafengesellschaft am Freitag mit. Nach Luxair, Swiss, SN Brussels und OLT werde auch Denimair die Flüge verlegen und ihre Klage gegen das Ende Oktober geplante Aus für Tempelhof zurückziehen. Eine Einigung mit den restlichen Airlines werde in Kürze erwartet.
http://www.berlin-airport.de/source/bildarchiv/flughaefen/tempelhof/Luftaufnahme_Tempelhof.jpg
Flughafen Tempelhof

trance-x
September 11th, 2004, 12:01 PM
Tagesspiegel ...
11.09.2004 11:37
Bundespräsident fordert von deutschen Muslimen Distanz zum Terror
http://www.ansa.com.br/fot/koehler.JPG
Bundespräsident Horst Köhler hat an die Muslime in Deutschland appelliert, sich eindeutig vom islamistischen Terror zu distanzieren. «Ich wäre froh, wenn die Muslime in Deutschland geschlossen ihre Stimme erheben würden», sagte Köhler dem Nachrichtenmagazin «Focus».

Sie hätten jetzt die Chance, «Missverständnisse auszuräumen, indem sie sich sichtbar vom Terror abgrenzen.» Zugleich warnte Köhler aber vor Hysterie im Umgang mit muslimischen Mitbürgern. «Es darf nicht so weit kommen, dass wir guten Bürgern und Steuerzahlern unterstellen, sie seien Sympathieanten oder gar selbst Terroristen, nur weil sie nicht Christen sind.»

Der Bundespräsident empfahl ein härteres Vorgehen gegen Hassprediger, deren Wirken in Deutschland seit langem bekannt sei. Hier sei ein Kurswechsel erforderlich: «Wir haben nicht immer die Kraft