View Full Version : Berlin | Evangelisches Konsistorium (Tiergarten) - Umnutzung | In Planung


Bauer-Ewald
June 7th, 2011, 12:18 AM
http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos811220110122konsistorium004-jpg/3714606/1.JPG?format=format15

Für das ehemalige Konsistorium der Evangelischen Kirche in Tiergarten ist eine neue Nutzung in Sicht

„Privatgrundstück! Unbefugten ist das Betreten verboten“, mahnen die Schilder vor dem düsteren Bauwerk an der Bachstraße 1–2 in Tiergarten. Der hohe Zaun hat nicht verhindern können, dass großflächige Graffiti die Aluminiumfassade verunzieren. Die Fenster im Erdgeschoss sind teilweise durch Holzplatten ersetzt, und der ganze düstere, abweisende Eindruck legt die Vermutung nahe, dass abgesehen von Wachschützern schon lange niemand mehr dieses Haus betreten hat.

Tatsächlich steht das ehemalige Konsistorium der Evangelischen Kirche seit mehr als zehn Jahren leer. 2000 zog das Konsistorium (das ist die oberste Verwaltungsbehörde der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz) an seinen heutigen Standort an der Georgenkirchstraße in Friedrichshain – und seither fragen sich Passanten, warum sich am markanten Gebäude in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofs Hansaplatz so gar nichts tut.

„Es war in den vergangenen Jahren schwierig, ein so großes Projekt zu veräußern“, begründet Volker Jastrzembski, Pressesprecher der Evangelischen Kirche, die lange Stagnation. 2007 schloss die Kirche laut Jastrzembski zwar einen Optionsvertrag mit einem Immobilienunternehmen ab; dieses kaufte dann aber doch nicht. 2009 jedoch kam es endlich – von der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen – zu einem Eigentümerwechsel: Die Kirche veräußerte das Objekt an die Hilfswerk-Siedlung, ein Wohnungsunternehmen mit Sitz in Berlin. Damit bleibt die Immobilie gewissermaßen in der Familie – die Hilfswerk-Siedlung ist nämlich eine Tochtergesellschaft der Evangelischen Kirche und des Diakonischen Werks.

Auch beim neuen Eigentümer lässt man sich allerdings Zeit mit der Entwicklung. „Die Diskussion hinsichtlich der künftigen Nutzung ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Simone Fendler, Assistentin der Geschäftsleitung der Hilfswerk-Siedlung. Auch seien noch Abstimmungen mit den Behörden des Bezirks Mitte erforderlich. Ein Zeitplan lasse sich deshalb noch nicht nennen. Angedacht sei jedoch eine gemischte Nutzung mit Wohnungen und Gewerbe.

Und das bedeutet im Klartext wohl: Das bestehende Gebäude wird abgerissen. „Ein Abriss ist wünschenswert“, sagt jedenfalls Ephraim Gothe, Baustadtrat des Bezirks Mitte. Unter Denkmalschutz steht die Immobilie nicht. Gothe wünscht sich einen Wohnanteil von mindestens 50 Prozent und lobt, die Hilfswerk-Siedlung habe „schon gute Konzepte entwickelt“.

Sollte das ehemalige Konsistorium tatsächlich abgebrochen werden, so würde eines der bedeutendsten Werke von Hans Christian Müller verschwinden. Der vor wenigen Monaten verstorbene Architekt, der von 1967 bis 1982 als Senatsbaudirektor in West-Berlin wirkte, errichtete das Konsistorium gemeinsam mit Georg Heinrichs von 1968 bis 1971, wobei er die Form eines Stahlskelettbaus mit vieleckigem Grundriss wählte. Zuvor hatte Müller bereits ganz in der Nähe, in der Klopstockstraße im Hansaviertel, ein Wohnhaus gebaut.

Mit Wohnbau kennt sich auch die Hilfswerk-Siedlung aus. Sie bewirtschaftet nach eigenen Angaben rund 8000 Wohneinheiten. An der viel befahrenen Bachstraße allerdings dürften Wohnungen nicht gerade einfach zu vermarkten sein. Umso attraktiver ist die Rückseite des weitläufigen Grundstücks des ehemaligen Konsistoriums: Sie grenzt nämlich direkt an die Spree – und das Wohnen am Wasser wird auch in Berlin immer beliebter. Christian Hunziker
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/abriss-wuenschenswert/3714612.html

Bauer-Ewald
June 7th, 2011, 12:19 AM
Das ist echt ein architektonische Juwel. Es wäre eine Schande, wenn dieses Gebäude abgerissen werden würde :ohno:

Bauer-Ewald
June 7th, 2011, 12:30 AM
http://farm6.static.flickr.com/5166/5313147917_d9f9432d79_b.jpg
http://farm6.static.flickr.com/5166/5313147917_d9f9432d79_b.jpg

http://farm6.static.flickr.com/5002/5310825598_af4fbf2432_b.jpg
http://farm6.static.flickr.com/5002/5310825598_af4fbf2432_b.jpg

http://farm6.static.flickr.com/5242/5310824510_aee07372a9_b.jpg
http://farm6.static.flickr.com/5242/5310824510_aee07372a9_b.jpg

http://farm6.static.flickr.com/5161/5313734104_d960362c5d_b.jpg
http://farm6.static.flickr.com/5161/5313734104_d960362c5d_b.jpg

http://farm6.static.flickr.com/5086/5313206385_6594c92fd2_b.jpg
http://farm6.static.flickr.com/5086/5313206385_6594c92fd2_b.jpg

spandauer
June 7th, 2011, 02:11 PM
Ich wohne keine 50 Meter von diesem Ding entfernt und entschuldige wenn ich das so sage, aber dieser Klotz ist absolut hässlich und ein Abriss mit späterer Wohnneubebauung wäre ein deutlicher Fortschritt zur jetzigen architektonischen Situation.

Stadtaffe
June 7th, 2011, 04:15 PM
Ich wohne keine 50 Meter von diesem Ding entfernt und entschuldige wenn ich das so sage, aber dieser Klotz ist absolut hässlich und ein Abriss mit späterer Wohnneubebauung wäre ein deutlicher Fortschritt zur jetzigen architektonischen Situation.

Sehe ich genau so, da drin will doch keiner wohnen, weg damit.

Bauer-Ewald
June 7th, 2011, 08:30 PM
:badnews:


Berlin-Tiergarten: Konsistorium macht Platz für „Hansahof"

Jetzt ist es offiziell: Das ehemalige Konsistorium der Evangelischen Kirche an der Bachstraße 1-2 in Berlin-Tiergarten wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das teilt die Hilfswerk-Siedlung GmbH mit, die – wie vom Tagesspiegel exklusiv berichtet – das Objekt von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erworben hat. „Wir nennen unser Projekt HansaHof an der Spree“, sagt Simone Fendler von der Hilfswerk-Siedlung. Entstehen sollen rund 18 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, von denen mindestens die Hälfte für Wohnungen reserviert sind. Auf den restlichen Flächen sollen Büros und Geschäfte für den täglichen Bedarf Platz finden.

Dieses Konzept hat die Hilfswerk-Siedlung jetzt der Bezirksverordnetenversammlung des Bezirks Mitte vorgestellt.

Der architektonische Entwurf stammt vom Berliner Büro Nöfer Architekten, die Stadtplanung von der GfP Gesellschaft für Planung aus Berlin. Zwischen Altonaer Straße, Bachstraße, Cuxhavener Straße und Spree soll eine Blockrandbebauung entstehen, die einen großen Innenhof umschließt. Diese städtebauliche Figur orientiert sich an den Vorgaben des zu Beginn dieses Jahres vom Senat beschlossenen Planwerks Innere Stadt. Je nach Wohnungsgröße könnten damit gegen hundert Wohnungen entstehen - und zwar, anders als bei den meisten Neubauprojekten, Miet- und nicht Eigentumswohnungen. Für Bewerbungen ist es allerdings noch zu früh: Nach Angaben der Hilfswerk-Siedlung soll das ehemalige Konsistorium zwar bis Ende dieses Jahres abgerissen werden; mit dem Neubau will das Evangelische Wohnungsunternehmen aber voraussichtlich erst 2013 beginnen. ch
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/berlin-tiergarten-konsistorium-macht-platz-fuer-hansahof/4037550.html

Bauer-Ewald
June 7th, 2011, 08:33 PM
http://farm4.static.flickr.com/3296/2308355718_19e612f5d3_b.jpg

spandauer
June 7th, 2011, 09:17 PM
Der letztgenannte Artikel ist aber von April, der erste Artikel von heute. Was stimmt denn jetzt? Abriss oder nicht?

miau
June 7th, 2011, 10:32 PM
Das Problem an dem Teil ist das schmuddelige Umfeld. Grafitti, verwilderte Büsche und unbefestigte Wege sind nicht gerade einladend.

Bauer-Ewald
July 5th, 2011, 11:58 PM
und weg:

Die Pläne wurden bereits Ende Dezember präsentiert, jetzt läuft die Schadstoffsanierung: Das mehr als zehn Jahre leer stehende ehemalige Konsistorium der Evangelischen Kirche wird abgerissen. Das markante Hochhaus mit der Aluminiumfassade an der Ecke Bach-/ Altonaer Straße in Tiergarten soll einem Neubau weichen.

"Hansahof" lautet der Name des Projekts, dessen ursprünglich geplante fünf- bis sechsgeschossige Blockrandbebauung der Hilfswerk-Siedlung GmbH, einem Wohnungsunternehmen der Evangelischen Kirche, auf wachsenden Widerstand stößt. Zu massiv, zu dicht und zu geschlossen, kritisieren Anwohner, Architekten und Stadtplaner. Die Kritiker sorgen sich um die künftige Gestaltung des Grundstücks im Hansaviertel, das an das weltbekannte Areal der Internationalen Bauausstellung "Interbau 57" angrenzt.
"Architektonischer Affront"

"Der geplante hermetisch geschlossene Block mit einer winzigen Öffnung zur Spree passt in keiner Weise ins Hansaviertel", sagt Hannes von Goesseln vom "Bürgerverein Hansaviertel e.V." Der Verein wird in seiner Kritik nicht nur von der Sektion Baukunst der renommierten Akademie der Künste unterstützt. Auch der Rat für Stadtentwicklung hat sich jetzt in die Debatte eingeschaltet. In einer Stellungnahme des Fachgremiums werden die Pläne des Berliner Architekten Tobias Nöfer als "architektonischer Affront" gegenüber der Idee der Internationalen Bauausstellung im Hansaviertel abgelehnt, die gerade von offener Bauweise geprägt ist.

Der Rat für Stadtentwicklung fordert zudem Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) und den Investor, die Hilfswerk GmbH, auf, mit der Berliner Architektenkammer für das Grundstück einen Wettbewerb mit mindestens 25 Architekturbüros durchzuführen. Die Dringlichkeit eines entsprechenden Antrages von den Fraktionen der Grünen und der FDP wurde jedoch in der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Mitte mit den Stimmen von SPD und CDU abgelehnt. Der Antrag, in dem auch die Beteiligung des Bürgervereins und der Akademie der Künste an dem Wettbewerbsverfahren gefordert wird, steht damit erst wieder nach der Sommerpause in der BVV zur Diskussion. Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Frank Bertermann (Grüne), befürchtet nun, "dass in dieser Zeit Fakten geschaffen werden, die den erforderlichen Wettbewerb verhindern könnten".

Baustadtrat Ephraim Gothe war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Das von Gothe favorisierte und jetzt auch vom Investor in Erwägung gezogene Gutachterverfahren, für das der Investor fünf weitere Büros mit Entwürfen beauftragen würde, stößt nicht auf Zustimmung.

"Dort muss unbedingt eine qualitätsvolle Architektur entstehen, die mit der unmittelbaren städtebaulichen Nachbarschaft harmoniert und dafür braucht es einen kontrollierten Wettbewerb", sagt auch Carolin Schönemann von der Sektion Baukunst der Akademie der Künste.

Der in der Kritik stehende Entwurf von Tobias Nöfer orientiert sich mit der Blockrandbebauung am Planwerk Innenstadt, das 1999 vom ehemaligen Senatsbaudirektor Hans Stimmann aufgestellt und jüngst von seiner Nachfolgerin Regula Lüscher räumlich erweitert wurde. Stimmann gilt als erklärter Gegner der Architektur der Interbau im Hansaviertel, die er öffentlich einmal als "Irrweg" bezeichnete. Tobias Nöfer war an der Erstellung des Stimmannschen Masterplans beteiligt. "Die Architektur der ,Interbau 57' ist eine veraltete Doktrin, die sich längst überlebt hat", entgegnet Nöfer dann auch auf die harsche Kritik an seiner Arbeit. Das Grundstück habe mit der Interbau doch gar nichts zu tun. "Und wenn die Bauten dieser Ausstellung wirklich so wichtig und damit einzigartig sind, sollte man sie auch einzigartig lassen und nicht mit Neubauten einer ganz anderen Zeit fortsetzen." Nöfer betont zudem den praktischen Wert seines Entwurfs: "Das ist dort eine extrem laute Ecke, so dass der Block zur Straße hin auch als gebaute Lärmschutzwand funktioniert." Seine Architektur als "Affront" zu bezeichnen, sei einfach nur unqualifiziert, sagt der Architekt. Er spricht von "Hysterie" und einer "ideologischen Diskussion" der Hansaviertel-Verehrer, die er nicht nachvollziehen könne.
Plädoyer für Wettbewerb

Das sieht jedoch der Architekt Benjamin Hossbach, der mit seinem Büro "Phase eins" an der Cuxhavener Straße unmittelbarer Nachbar des betroffenen Grundstücks ist, ganz anders. "Ein so massiver Block würde die grundsätzlich offene Bauweise in Tiergarten konterkarieren." Das Gebäude sei an einer der Hauptachsen, die in den Tiergarten führen, geplant. "Dort darf nur hochwertige Architektur eine Chance haben und dafür muss man einen internationalen Wettbewerb durchführen", sagt Hossbach, der mit seinem Büro weltweit Architekturwettbewerbe organisiert. Thilo Geisler, Vorsitzender des Bürgervereins Hansaviertel, bringt ein anderes Argument in die Diskussion: "Das Interbau-Areal hat Chancen, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden, aber das setzt voraus, dass die angrenzenden Bauten der Grundidee entsprechen."
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1691759/Wachsender-Widerstand-gegen-den-Hansahof-in-Tiergarten.html

Bauer-Ewald
October 28th, 2011, 12:44 AM
Abschied ist ein scharfes Schwert, das oft so tief ins Herz Dir fährt.
Du bist getroffen und kannst Dich nicht wehren,
Worte sind sinnlos, Du willst sie nicht hören,
Weil, einmal geht auch die schönste Zeit vorbei, ooh.
Stunden der Liebe, Du hast sie besessen, Stunden so zärtlich, Du musst sie vergessen,
Denn das Leben geht ja weiter.

Abschied ist ein scharfes Schwert, das oft so tief ins Herz Dir fährt.
Du willst so stark sein und hast doch nur Tränen,
Kannst Dich so schwer ans Alleinsein gewöhnen,
Denn schön wie ein Traum ist die Erinnerung, ooh.
Stunden der Liebe, Du hast sie besessen, Stunden so zärtlich, Du musst sie vergessen,
Denn das Leben geht ja weiter.
Und jemand, der Dich liebt, wartet schon auf Dich.
http://www.abload.de/img/img_9687lp3m.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9687lp3m.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9686cr0x.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9686cr0x.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9673zriy.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9673zriy.jpg)
http://www.abload.de/img/img_96727o2t.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_96727o2t.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9671uq71.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9671uq71.jpg)
http://www.abload.de/img/img_96853oip.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_96853oip.jpg)
http://www.abload.de/img/img_96848p1f.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_96848p1f.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9683qqfb.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9683qqfb.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9680eogv.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9680eogv.jpg)
http://www.abload.de/img/img_96798r1h.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_96798r1h.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9678lqpl.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9678lqpl.jpg)
http://www.abload.de/img/img_9677xodk.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9677xodk.jpg)
http://www.abload.de/img/img_96754rxi.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_96754rxi.jpg)

Ein jugendlicher George W Busch singt das Abschiedslied für einen markanten Bau:
SIJfW60BYC0
www.youtube.com/watch?v=SIJfW60BYC0

krysmopompas
October 28th, 2011, 09:33 AM
da wird also das letzte jahrhundert abgerissen für ideen des vorletzten.
ist denn der retro-autismus dieser aktion irgendwo online illustriert?

die elektronenmikroskopie der tub läßt ja skurrile orientierungslosigkeit befürchten.

erbse
October 28th, 2011, 09:36 AM
Was wird denn dort nun gebaut? Gibt es schon Entwürfe?

Wunderknabe
October 29th, 2011, 01:17 PM
da wird also das letzte jahrhundert abgerissen für ideen des vorletzten.
ist denn der retro-autismus dieser aktion irgendwo online illustriert?

die elektronenmikroskopie der tub läßt ja skurrile orientierungslosigkeit befürchten.
Das geht schon in Ordnung, das letzte Jahrhundert wird mit all seinen Auswüchsen noch in weiten Teilen Asiens und Südamerikas fabriziert.

krysmopompas
October 29th, 2011, 02:24 PM
Das geht schon in Ordnung, das letzte Jahrhundert wird mit all seinen Auswüchsen noch in weiten Teilen Asiens und Südamerikas fabriziert.
ein argument retro-fraktion war ja die forderung nach permanenz.
aber so nachhaltig sind dann die argumente wohl doch nicht.

das ist nichts anderes als plattenbauviertel neben zerfallenden altstädten in der ehemaligen ddr. schließlich kann sich ja jede generation leisten, ihren bestand abzureißen.
wie hieß das pamphlet vom v.m.lampugnani?
"die modernität des dauerhaften".

Echter Berliner
October 30th, 2011, 05:01 PM
Das ist echt ein architektonische Juwel. Es wäre eine Schande, wenn dieses Gebäude abgerissen werden würde

Ich finde nicht, daß das ein Juwel ist, und hoffe, daß durch normale Blockrandbebauung mehr Flair in die Gegend kommt. Mein Eindruck ist, daß das wesentlich besser aussähe.

Gehörst du zur Modernisten-Fraktion? Ist für dich moderne Architektur ein Muß oder akzeptierst du auch Retro-Sachen?

Ich finde, beides hat seine Berechtigung, Berlin hat aber eindeutig einen Mangel in Richtung Retro. Auch in der Gegend. Da ist ja viel weggebombt. Lustigerweise finde ich die neuen Gebäude an der Bachstraße Richtung S-Bahnhof durchaus gelungen.

Ich wohne keine 50 Meter von diesem Ding entfernt und entschuldige wenn ich das so sage, aber dieser Klotz ist absolut hässlich und ein Abriss mit späterer Wohnneubebauung wäre ein deutlicher Fortschritt zur jetzigen architektonischen Situation.

Laß mich raten: Wohnstu in Siegmunds Hof? Da hab ich mal gewohnt und kenne daher die Gegend. Allerdings finde ich die Bachstraße nicht groß befahren. Das ist Blödsinn.

Also weg mit dem Konsistorium. Eine schöne Blockrandbebauung macht die Gegend attraktiver.

Honk
October 30th, 2011, 07:56 PM
Gibt es eine Visualisierung der geplanten Neubebauung?

spandauer
October 30th, 2011, 08:26 PM
Laß mich raten: Wohnstu in Siegmunds Hof? Da hab ich mal gewohnt und kenne daher die Gegend. Allerdings finde ich die Bachstraße nicht groß befahren. Das ist Blödsinn.Nö, wohne nicht im Siegmundshof. Was genau ist jetzt blödsinn? Geht aus dem Zitierten nicht hervor :tongue2:

Also weg mit dem Konsistorium. Eine schöne Blockrandbebauung macht die Gegend attraktiver.Absolut meine Rede!

Honk
October 30th, 2011, 09:19 PM
Das mit der PLanung beauftragte Architektenbüro Nöfer (http://www.noefer.de/) war übrigens auch beim Prenzlauer Bogen verantwortlich. Vielleicht ist dies ein gutes Zeichen.


Hier ein Bild vom Prenzlauer Bogen.
http://www.urbanspaces.de/testarea/projekte/186.jpg
http://www.urbanspaces.de/testarea/projekte/186.jpg

krysmopompas
October 31st, 2011, 01:16 AM
Gehörst du zur Modernisten-Fraktion?

sind das die, die altbestand abreißen um ihren zeitgeist in szene zu setzen?

Honk
October 31st, 2011, 10:30 AM
@krysmopompas & Echter Berliner:

Bitte nicht auch in diesem Thread eine Diskussion über das Pro und Kontra von Moderne und Rekonstruktion anfangen. Dafür gibt es doch genügend andere Threads. Ich finde die Diskussion im speziellen Fall des Hansaviertels ganz interessant, aber bitte nicht hier und vor Allem bitte nicht mit solchen pauschalen Vorverurteilungen.

erbse
October 31st, 2011, 10:32 AM
^ Ganz genau, danke.

Was das Projekt nun betrifft, müssen wir uns wohl noch etwas gedulden, bis die Visualisierungen auftauchen.
Bei den Architekten des Prenzlauer Bogens kann aber in der Tat recht optimistisch sein, denke ich. Gefällt mir außerordentlich, dieses Projekt.

Honk
October 31st, 2011, 10:49 AM
In einer der Meldungen stand, dass der Architekt keinen Anlass für eine Vorveröffentlichung der Plände sieht, oder so ähnlich. Hintergrund sind wohl die Anfeindungen seitens der "Verehrer" des Hansaviertels, siehe auch Beitrag #10.

Echter Berliner
October 31st, 2011, 02:46 PM
Nö, wohne nicht im Siegmundshof. Was genau ist jetzt blödsinn? Geht aus dem Zitierten nicht hervor :tongue2:

Das bezog sich auf den Artikel, der meinte, die Bachstraße sei stark befahren. Das ist eigentlich nicht mein Eindruck. Der Verkehr hält sich in Grenzen, oder?

50 Meter wären für Siegmunds Hof auch ein bißchen kurz. Das sind ja bestimmt 200 oder 300 Meter.

Bitte nicht auch in diesem Thread eine Diskussion über das Pro und Kontra von Moderne und Rekonstruktion anfangen. Dafür gibt es doch genügend andere Threads. Ich finde die Diskussion im speziellen Fall des Hansaviertels ganz interessant, aber bitte nicht hier und vor Allem bitte nicht mit solchen pauschalen Vorverurteilungen.

Ich habe doch keine Diskussion gestartet. Mich hat nur interessiert, ob Bauer-Ewald sich explizit als Modernist versteht und seine ästhetische Einschätzung vielleicht damit etwas zu tun hat. Es gibt ja Leute, die finden, alles was nach Star Wars oder Kampfstern Galaktika aussieht, toll.

Ich selbst mag natürlich Historisierendes, finde es aber merkwürdig,, wenn man sich als "Historist" oder "Modernist" bezeichnet. Mich hat das nur interessiert, weil es hier ja offenbar tatsächlich Fraktionen gibt.

Außerdem muß man es nun so genau nicht nehmen mit der Themenkonzentration, wenn man im Großen und Ganzen beim Thema bleibt.

Wo steht denn genau der Prenzlauer Bogen. Ich weiß das gar nicht. Finde ihn auch toll. So muß dat sein. Dat braucht Berlin.

Dat Hansaviertel ist doch schön und gut. Aber wieso gehört das Konsistorium dazu? Außerdem wäre es doch ein Kontrast, der dem Hansaviertel als solchem sogar gut täte. Kapier ich nicht.

@Bauer-Ewald: Nicht eingeschnappt sein. Wir sind alle Roger Whitaker-Fans.

Mal 'ne Frage als Laie: Als was bezeichnet man eigentlich die Architektur des nahegelegenen Novotels (ca. 500m)? Ich will mal was dazulernen. Ich kenne nur die Begriffe modern, historisierend und klassisch.

http://images.placesonline.com/accommodations/21/original/2/6/99720526_1.jpghttp://www.tradefairs.com/upload/Hotel_DB/Novotel_Berlin_am_Tiergarten_Aussenansicht.jpg

Honk
October 31st, 2011, 05:06 PM
^^ Was hat dies jetzt mit dem Evang. Konsistorium zu tun?

Es wäre doch schade, wenn diese im Prinzip interessante Diskussion in den Projekt-Threads untergeht.

Echter Berliner
October 31st, 2011, 05:46 PM
^^

Das Novotel steht in der Nähe und bestätigt meine Aussage, daß solange man im Großen und Ganzen beim Thema bleibt, auch mal ein kleiner Schlenker okay ist. Es hat sich halt ergeben.

Ich sage nichts gegen diese Metadiskussion an sich. Das war ja hier nur ein Anstecher. Mehr nicht. Ein Nebenaspekt, der durchaus zum Thema gehört.

Wo kann man denn die Historismus-Modernismus-Debatte eo ipso, unisono und sui generis führen?

erbse
October 31st, 2011, 05:52 PM
Natürlich in unserem allgemeinen Architektursubforum ;) Moderne kontra Historie? Grundsatzdiskussion! (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=752450)

Bauer-Ewald
October 31st, 2011, 11:27 PM
http://www.abload.de/img/img_9692z7kn.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9692z7kn.jpg)
-ZSMD9Y6Rco
http://www.youtube.com/watch?v=-ZSMD9Y6Rco

http://www.abload.de/img/img_9691o7qn.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_9691o7qn.jpg)

spandauer
November 1st, 2011, 01:33 AM
Du solltest mal dringend ne Sensorreinigung ins Auge fassen ;-)

Honk
November 1st, 2011, 09:41 AM
Was ist eine Sensorreinigung? Er sollte einfach mal die Linse seiner Kamera mit einem feuchten Tuch abwischen.

Honk
November 1st, 2011, 09:49 AM
Zu den Bildern. Es fällt mir schwer mir vorzustellen, dass das Evangelische Konsistorium auch in seinen besseren Zeiten jemals gut ausgesehen hat. Die Metallfassade altert nicht besonders würdig, was man auch bei vielen anderen Beispielen sehen kann. Der Farbton ist auch eher ungünstig gewählt, das Grau strahlt nicht gerade Lebenslust aus. ;)

krysmopompas
November 1st, 2011, 06:33 PM
Oh, eine pauschale Material- und Farbdiskussion.
Schön, dass Styroputz-Maskeraden nicht so gut dunkel können, oder so.

Leine1977
November 1st, 2011, 06:47 PM
^^

In punkto Wärmedämmung sieht das ja schlimm aus (hauchdünne Wände).

Ist dieser Block der Übeltäter für die globale Erderwärmung?

Bauer-Ewald
November 1st, 2011, 07:13 PM
Mich hat nur interessiert, ob Bauer-Ewald sich explizit als Modernist versteht und seine ästhetische Einschätzung vielleicht damit etwas zu tun hat.

Die deutschen Architekturforen sind wegen solcher Grundsatzdebatten miteinander verfeindet. Wenn man sich einmal entschieden hat, kann man nicht mehr zurück.
Ich finde das Konsveratorium ist ein herausragender Bau seiner Epoche. Der einzigartige Grundriss und die ungewöhnliche Fassade machen den Bau zu einem Solitär. Ich kenne weltweit keinen Bau, der ähnlich aussieht.
Schade, dass Berlin dieses Bauwerk verliert.


Wir sind alle Roger Whitaker-Fans.


Kein Problem, freut mich, dass du das magst. Vielleicht trifft man sich ja mal beim Konzert.