View Full Version : Wien | Stadtentwicklungsgebiet Franz-Josefs-Bahnhof | In Planung
Dreidecker June 12th, 2011, 03:54 PM Damit dieses Thema von der neuen WU im Prater wegkommt!
Absiedelung der WU Wien - Stadtentwicklungsgebiet Franz-Josefs-Bahnhof
Die WU bekommt ein schickes neues Areal am Messegelände im Prater und wird im Jahr 2013 dort hinziehen. Die alten Gebäude hinter dem Franz-Josefs-Bahnhof werden dann natürlich frei und stehen für eine neue Verwendung zur Verfügung. Es entsteht ein 24 Hektar großes Gelände auf dem sich die Stadtplanung austoben kann.
So große frei werdende Flächen und dazu noch im innerstädtischen Bereich werden nur ganz selten frei und dementsprechend nachhaltig lässt sich das Aussehen des gesamten Grätzels in den kommenden Jahren beeinflussen.
Abriss des Franz-Josefs-Bahnhofs?
Der Franz-Josefs-Bahnhof, bei vielen Alsergrundern vor allem wegen des auch am Sonntag offenen Supermarkts geschätzt und gefürchtet, könnte den Umbauplänen ebenfalls zum Opfer fallen. Denn warum kleckern, wo man auch klotzen kann? Reißt man den Bahnhof ab, so wird die freiwerdende Fläche die neu gestaltet werden kann, noch größer.
Die Überlegungen die man im Büro der neuen Planungsstadträtin Maria Vassilakou anstellt, beziehen auch die Option den Bahnhof abzureißen, oder teilweise abzureißen mit ein. Da die meisten PendlerInenn ohnehin bereits in Spittelau aus den Öffies aus- bzw. umsteigen, würde der Bahnhof nicht mehr unbedingt benötigt werden.
Am freiwerdenden Gelände könnte ein völlig neuer Stadtteil mit architektonisch interessanten Gebäuden in moderner Passiv- bzw. Niedrigenergiebauweise entstehen. Für die Stadträtin die Chance im innerstädtischen Bereich die Grüne Handschrift in der Stadtplanung zu zeigen.
Ob der Bahnhof abgerissen wird oder nicht wird zurzeit heftig debattiert. Die anderen Parteien sind nämlich noch nicht besonders angetan von der Option Abriss. Deshalb arbeitet der Wiener Planungsausschuss den die Gemeinderätin der Grünen, Sabine Gretner, leitet, an verschiedensten Konzepten zur Nachnutzung.
Wir dürfen gespannt sein, was im Grätzl um die WU für ein neuer Stadtteil entstehen wird und ob es gelingt den Julius-Tandler-Platz und die umliegenden Straßen neu zu beleben.
Das ist der aktuelle Stand der Dinge, da wird noch einige Zeit vergehen bis sich da was tut!
by bauaufsicht (übernommen vom WU-Thread)
Auf jeden Fall haben sich die ÖBB vor einiger Zeit dahingehend geäußert, dass der Franz-Josefs-Bahnhof in den nächsten Jahren aufgelassen werden könnte, da die wichtigste Umsteig-Relation mittlerweile die U-Bahn-Station Spitelau geworden sei.
Es gab auch die Idee, das Wien Museum in diesem Bereich anzusiedeln (die ich nicht für sehr glücklich halte, 3D).
Slartibartfas June 12th, 2011, 04:02 PM Wenn man dort radikal umbaut und die Eisenbahn wegreißt suedlich von Spittelau, dann sollte man diesen ganzen aufgständerten Wahnsinn gegen eine kleiner strukturierte aber großzuegige Blockrandbebauung mit großen gruenen Innenhöfen ersetzen die nicht so einen km langen Wall bildet sondern den Alsergrund Richtung Donaukanal hin öffnet.
Das ist aber meiner Meinung nach nicht wirklich realistisch.
Dreidecker June 12th, 2011, 04:07 PM Schätze eher, dass man da unten eine Garagen-Landschaft etablieren wird und oben drauf das eine oder andere neu baut...
Wäre natürlich eine Chance, da eine zentrale fußläufige Erschließng mit einem kleinen Park etc zu machen und die Gebäude am Rand hinzustellen. Dort wo jetzt dieses niedrige, halbrunde Rost(?)-Gebäude, von der Zoologie wahrscheinlich, ist am Ende der Althan-Straße, wäre ein höheres Gebäude mit einer großzügigen Tor-Situation, etwa einer schönen Stiegenanlage, die durch eine große Öffnung hindurchführt, sehr schick und würde die weitgehend tote Althan-Straße zur Zufahrt eines interesanten Gebietes machen.
Die Erschließung zum Donaukanal wäre auch oben drüber machbar, es gibt schon einen Übergang (etwas Gebirgspass-ähnlich irgendwie) - man müsste auch die Querung von Nordberg-Brückenauffahrt, Länden-Autobahn, Stadtbahn-Radweg und U4 bedenken...
KingNick June 12th, 2011, 04:16 PM Im Herbst soll laut heutiger Presse ein europaweiter Wettbewerb für das Gebiet ausgeschrieben werden.
Dreidecker June 12th, 2011, 04:24 PM Kleiner historischer Exkurs:
Ursprünglich befand sich an der Stelle des heutigen Franz-Josefs-Bahnhofs das Palais Althan-Pouthon:
"Das ursprünglich Palais Althan genannte Gebäude wurde um 1693 von Johann Bernhard Fischer von Erlach im Auftrag von Christoph Johann Graf Althan errichtet, der 1690 am Alsergrund großen Landbesitz erwarb. Gundacker Graf Althan erbte 1706 den Besitz und verkaufte ihn 1713 an die Gemeinde Wien. Diese verkaufte das Gelände 1754.
In den Wirtschaftsgebäuden des Palais Althan war später eine Baumwollfabrik untergebracht. 1777 wurde diese von Johann Baptist Pouthon erweitert. 1869 wurde die gesamte Anlage abgerissen und der Franz-Josefs-Bahnhof errichtet." Quelle: Wikipedia
http://img163.imageshack.us/img163/4173/683pxpalaisbaronpouthon.jpg By dreidecker (http://profile.imageshack.us/user/dreidecker) at 2011-06-11
Quelle: Wikipedia
Der alte Franz-Josefs-Bahnhof sah zu seinen Glanzzeiten folgendermaßen aus: http://img836.imageshack.us/img836/8793/793pxkaiserfranzjosefsb.jpg By dreidecker (http://profile.imageshack.us/user/dreidecker) at 2011-06-12
Quelle: Wikipedia
Der Bahnhof bekam im Krieg einige Treffer, ein Teil des Gebäudes geriet in Brand, aber er konnte rasch wieder instandgesetzt werden, allerdings fiel die Restaurierung recht lieblos aus, die Fassadenelemente wurden entfernt, ebenso die Türme auf dem Dach.
Hier ein Bild aus dieser Zeit, also der Abriss in den 70er-Jahren):
http://img821.imageshack.us/img821/3668/franzjosefsbahnhofalt01.jpg By dreidecker (http://profile.imageshack.us/user/dreidecker) at 2011-06-12
Quelle: Erich Foltyn, http://www.erich-foltyn.eu/ViennaCity/Diverse/Alsergrund.html
Hier noch ein Bild von der Bahnhofs-Halle:
http://img811.imageshack.us/img811/3289/franzjosefsbahnhofhalle.jpg By dreidecker (http://profile.imageshack.us/user/dreidecker) at 2011-06-12
Quelle: www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie05_500/2005_00_10
Dreidecker June 12th, 2011, 04:43 PM Das warn noch Zeiten:
Der Franz-Josefs-Bahnhof als Endpunkt des DDR-Trans-Europa-Express-Klons:
http://img39.imageshack.us/img39/3397/franzjosefsbahnhofmitdd.jpg By dreidecker (http://profile.imageshack.us/user/dreidecker) at 2011-06-12
Dreidecker June 12th, 2011, 04:45 PM Hier noch einige Überlegungen, die im Standard schon am 10. Jänner berichtet wurden:
http://derstandard.at/1293370371309/Franz-Josefs-Bahnhof-in-Wien-Alter-Bahnhof-soll-neuem-Stadtteil-weichen
JohnnyCrash June 12th, 2011, 07:17 PM Den größten Schaden, den man dem Gebiet antun konnte, hat man bereits in den 70er Jahren gemacht. Jetzige Änderungen sind Makulator, der massive Block wird wohl kaum kleinteilig bebaut, eher sogar stehen gelassen und auf Vordermann gebracht.
Mit wenigen Eingriffen hätte man den alten Bahnhof wiederherstellen und so der Nachwelt erhalten können. Von der ehemaligen großen Bahnhofsstadt Wien ist somit leider nichts mehr übrig. Die Mär, die Bombardements der Allierten wären daran Schuld gewesen, stimmt einfach nicht. Vielmehr standen einige Bahnhöfe unmittelbar nach 45´ noch gut in Schuss und wurden mutwillig beseitigt.
Anekdote June 12th, 2011, 07:59 PM Wenn viel Geldmittel verfügbar wäre, würde ich den Franz-Josefs Bahnhof ab Spitelau unter dem Boden führen lassen, dann weiter parallel zwischen der U6 und U2 zur Neubaugasse weiterführen und anschließend mit der Südbahn verknüpfen lassen.
Dreidecker June 12th, 2011, 08:22 PM Hier noch die Links zu den PDFs, die KingNick im WU-Thread gepostet hat:
http://als-stadt.at/wp-content/uploa.../3D-Modell.pdf
http://als-stadt.at/meldungen/
Dreidecker June 12th, 2011, 08:29 PM Und hier noch das Bild mit dem Planungsgebiet (courtesy by bauaufsicht, hoffentlich!), damit alles ordentlich beisammen ist.
http://img27.imageshack.us/img27/4075/franzjosefsbahnhofneube.jpg By dreidecker (http://profile.imageshack.us/user/dreidecker) at 2011-06-12
bauaufsicht June 12th, 2011, 09:44 PM bank austria franz josefs bahnhof
http://farm5.static.flickr.com/4015/4454855365_00cea4cf94.jpg
KingNick June 12th, 2011, 10:15 PM Ich mag das Gebäude.
fm4fan June 12th, 2011, 10:42 PM bank austria franz josefs bahnhof
Ich schätze halt, dass sich die Bank Austria von dort verabschieden wird, sobald die neuen Büroflächen beim Praterstern gebaut wurden.
Slartibartfas June 12th, 2011, 11:43 PM Bank Austria, Praterstern? Was baut die Bank Austria dort leicht?
bauaufsicht June 13th, 2011, 12:14 AM Ich mag das Gebäude.
sieht bombastisch aus, schon alleine deswegen muss man sich für den bahnhof was anderes überlegen!
hat sich erübrigt, die bank austria zieht aus!
bauaufsicht June 13th, 2011, 12:17 AM Bank Austria, Praterstern? Was baut die Bank Austria dort leicht?
03.03.2011
Bank Austria errichtet "UniCredit Bank Austria – Town" am Praterstern
Positive Impulse für Wirtschaftsstandort Wien: Investment in der Höhe von 150 bis 280 Millionen Euro sichert bis zu 2.500 Arbeitsplätze
Klares Bekenntnis der UniCredit zum Standort Wien
In "UniCredit Bank Austria – Town" entstehen auf rund 150.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche ökologische und modernste Büroräumlichkeiten für bis zu 7.000 Personen unter Einsatz von offener und kommunikativer Architektur
"UniCredit Bank Austria – Town" wird ergänzt durch Serviceeinrichtungen und Freizeitmöglichkeiten
Städtebaulicher Wettbewerb startet in den nächsten Wochen, geplante Bauphase bis 2015, Umsiedlung soll 2016 erfolgen
Geschaffen werden soll ein innovativer Unternehmensstandort mit internationalem Format, gebaut nach ökologisch nachhaltigen Kriterien. Ergänzend zu dem bisherigen Standort in der Lassallestraße werden vier weitere Gebäudeteile mit bis zu 150.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche errichtet. Die zentrale geografische Lage und die ausgezeichnete Erreichbarkeit aus ganz Europa sowie die hohe Qualität der vorhandenen Infrastruktur gaben den Ausschlag für den neuen Standort.
150 bis 280 Millionen Investitionsvolumen, Büroflächen für 4.500 bis 7.000 Menschen
Die Investitionssumme beträgt (abhängig von der Ausbaustufe) zwischen 150 und 280 Millionen Euro. Neben den Büroräumlichkeiten für 4.000 MitarbeiterInnen der Bank Austria, sollen die übrigen 3.000 Plätze an andere Unternehmen vermietet werden. In einem der Gebäude sollen Einkaufmöglichkeiten, Medizinische Versorgung und Freizeitmöglichkeiten wie Fitness Anlagen angesiedelt werden. Auch dies wird die wirtschaftliche Bedeutung des Gebietes positiv beeinflussen. In einem nächsten Schritt wird von der Bank Austria ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben und das Projekt an den überzeugendsten Architekten vergeben. Die Kriterien für die Auslobung werden neben der städtebaulichen Gesamtentwicklung, die architektonische Wirkung nach innen und außen, die Funktionalität, die Nutzungsflexibilität, die Wirtschaftlichkeit, sowie die energetische und ökologische Nachhaltigkeit sein. Ende 2011 soll ein Widmungsbescheid vorliegen. Mit einer Baugenehmigung wird somit erst Ende 2012 gerechnet. Der Umzug ist 2016 geplant. Das Technische Zentrum am Julius-Tandler Platz im neunten Bezirk wird aufgelassen. Über die weitere Nutzung des Standorts Schottengasse wird nach Vorlage der endgültigen Baugenehmigung entschieden werden.
Interne Abläufe in der Bank Austria werden noch effizienter
"UniCredit Bank Austria – Town" im Überblick
Im neuen Hauptstandort der Bank Austria in Wien entstehen auf rund 150.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche ökologische und modernste Räumlichkeiten für bis zu 7.000 Personen unter Einsatz von offener und kommunikativer Architektur. Insgesamt - d.h. unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Bürokomplexe Lassallestraße Nr. 1 und Nr. 5 - werden in der "UniCredit Bank Austria – Town" Büroräumlichkeiten für 10.000 Personen zur Verfügung stehen. Davon entfallen 7.000 auf Bank Austria MitarbeiterInnen und 3.000 Plätze sollen vermietet werden. Die "UniCredit Bank Austria – Town" wird ergänzt durch Serviceeinrichtungen und Freizeitmöglichkeiten und ist ein klares Bekenntnis der UniCredit zum Standort Wien.
Faktensammlung:
Eckdaten:
- Bis zu 150.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche
- Baufelder 5, 7 und 8 (ev. Nr. 6)
- Büroräumlichkeiten für 10.000 Personen (unter Berücksichtigung der bestehenden Bürokomplexe Lassallestraße Nr. 1 und Nr.5)
- Bürofläche für 7.000 Personen wird neu geschaffen
- Davon 4.000 Arbeitsplätze für MitarbeiterInnen (3000 werden vermietet)
- Investitionsvolumen: 150 bis 280 Millionen Euro
Zeitplanung:
- Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs plus Architekturwettbewerb
bis März/April 2011
- Vorliegen des Widmungsbescheides bis Ende 2011
- Vorliegen der Baugenehmigung bis Ende 2012
- Spatenstich und Bauphase 2013 – 2015
- Eröffnung und Inbetriebnahme 2016
- Endgültige Übersiedlung 2016
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/nordbahnhof/images/luftbild-flaechen-gross.jpg
Dreidecker October 2nd, 2011, 05:28 PM Noch gefunden: Bis Ende 2012 soll ein Leitbild erstellt werden.
"Leitbild zur Zukunft des Franz-Josefs-Bahnhofs
12. Jänner 2011 14:51
Einstimmiger Beschluss im Planungsausschuss - Verlegung Richtung Spittelau laut Vassilakou-Büro denkbar - Wettbewerb startet im September
Wien - Die Stadt Wien will das Gelände des Franz-Josefs-Bahnhofs infolge der für 2013 geplanten Absiedlung der naheliegenden Wirtschaftsuniversität in den Prater aufwerten. Deshalb wurde im Planungsausschuss des Gemeinderats am Mittwoch einstimmig die Erstellung eines 280.000 Euro teuren Leitbildes für das Areal beschlossen. Im September soll ein Wettbewerb starten. Eine denkbare Variante für die Stadt wäre auch, den Bahnhof Richtung Spittelau zu verlegen, hieß es aus dem Büro von Planungsstadträtin Maria Vassilakou.
Diese Variante würde de facto eine gänzliche Absiedlung des jetzigen Franz-Josefs-Bahnhofs am Julius-Tandler-Platz bedeuten und somit eine Zusammenlegung mit bzw. eine Aufwertung des Standorts Spittelau zur Folge haben, sagte ein Vassilakou-Sprecher. Sollte diese Lösung tatsächlich ins Spiel kommen, werde man mit den ÖBB und anderen Entscheidungsträgern Gespräche aufnehmen. Da der Wettbewerb aber erst im September starte, wolle man hier nicht vorgreifen.
Ein Sprecher der Bundesbahnen sagte bereits kürzlich zum "Standard", dass die ÖBB nicht auf den Standort Julius-Tandler-Platz bestünden. Festlegen wolle man sich aber noch nicht, hieß es in dem Bericht.
Was das Leitbild für den insgesamt 24 Hektar großen Stadtteil am Alsergrund betrifft, soll dieses spätestens Ende 2012 abgeschlossen sein. "Die städtebauliche Neuordnung des Areals bietet die Chance einer guten Vernetzung des Wohnviertels Althan- und Liechtensteinstraße mit dem Erholungsgebiet entlang des Donaukanals", so Ausschussvorsitzende Sabine Gretner in einer Aussendung. Im Zuge der Leitbilderstellung will die grüne Planungsstadträtin Vassilakou jedenfalls eng mit der Bevölkerung zusammenarbeiten, wurde versichert. (APA)" Quelle: Der Standard
KingNick October 2nd, 2011, 07:22 PM "Die städtebauliche Neuordnung des Areals bietet die Chance einer guten Vernetzung des Wohnviertels Althan- und Liechtensteinstraße mit dem Erholungsgebiet entlang des Donaukanals."
Die Aussage ist interessant. Wie soll das geschafft werden? Dazu müsste der gesamte Komplex abgerissen, der Bahnhof verlegt und irgendwie die beiden massiven Hindernisse Lände und U4 überwunden werden.
Dreidecker October 2nd, 2011, 08:35 PM Der Bahnhof soll ja Richtung Spittelau verlegt werden, da dort die Verbindung mit dem U-Bahnnetz besteht. Das heißt, das Stück bis zum jetzigen Bahnhof wäre frei, zumindest unter der Überbauung...
Vielleicht wäre eine Verbindung Althan-Str. - Donaukanal in Form einer Art Grottenbahn möglich?
bauaufsicht October 24th, 2011, 07:49 PM Chance beim Franz-Josefs-Bahnhof optimal nutzen
Beim Gelände des Franz-Josefs-Bahnhofs biete sich die große städtebauliche Chance das Areal zu einem neuen, modernen Stadtteil umzugestalten, erklärte der Alsergrunder SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr gleich zu Beginn seiner Rede im Wiener Gemeinderat. "Besonders für den Alsergrund - ohnehin ein eher kleiner Bezirk - ist das eine einmalige Chance, bauliche Barrieren abzubauen und für mehr Durchgängigkeit zu sorgen. Denn sowohl der Donaukanal als auch das ehemalige Donauufer entlang der Währinger Straße stellen solche Barrieren dar", so der Gemeinderat. Zwar wurde durch Stiegenlösungen schon einiges getan, um die Erreichbarkeit der verschiedenen Bezirksteile zu erhöhen, jedoch seien diese wenig fußgängerfreundlich, gab Lindenmayr zu bedenken.
"Daher wollen wir beim Franz-Josefs-Bahnhof die Chance - im Sinne der Bevölkerung - optimal nutzen. Noch ist nicht klar, was im Detail kommen wird. Daher macht jetzt eine zeitlich befristete Bausperre - ergänzend zum, im Planungsausschuss beschlossenen, mehrstufigen Verfahren für ein städtebauliches Leitbild - Sinn", erklärte Lindenmayr. Besonderes Augenmerk liege laut Lindenmayr auf der Einbeziehung der Alsergrunderinnen und Alsergrunder: "Schon im vergangenen Jahr wurde auf Initiative der SPÖ die Alsergrunder Bevölkerung in die Planungen miteinbezogen. Es ist uns auch bei den weiteren Schritten ein Anliegen, die Alsergrunderinnen und Alsergrunder in den Planungsprozess einzubeziehen und auf ihre Bedürfnisse und Wünsche Rücksicht zu nehmen", betonte der Gemeinderat abschließend.
bodypainter October 25th, 2011, 03:11 AM Apropos: am karlsplatz hatte man sich ein ähnliches Gebäude überlegt, damals für IBM. Der Stil war damals scheinbar Tod Schick :-)
Dreidecker October 25th, 2011, 02:14 PM Ich glaube, das war derselbe Entwurf von Schwanzer. Und nachdem man sich entschlossen hat, das Künstlerhaus doch nicht abzureißen, hat man den Entwurf für den FJ-Bhf adaptiert.
Und damals hat es schon sehr cool gewirkt! Ich erinnere mich, in den 80ern einmal von Graz nach Wien gekommen zu sein und da hat mich das Gebäude schon sehr beeindruckt, vor allem, dass man sich, unten bei der D-Wagen-Haltestelle stehend, oben in der Schrägung gespiegelt hat. Ich habe sogar ein Foto gemacht!
bodypainter October 25th, 2011, 03:07 PM Der franz Josefs Bahnhof ist aber nicht schwanzer sondern Harry Glück (!) kaum zu Glauben dass er vom gleichen Architekten wie Wohnpark Alterlaa stammt.
Dreidecker October 25th, 2011, 05:25 PM ^^ Bist du da sicher?
Dreidecker October 25th, 2011, 05:44 PM "Der neue Franz-Josefs-Bahnhof wurde nach einem Entwurf der Architektengemeinschaft Schwanzer, Krampf, Glück, Hlaweniczka, Requat und Reinthaller erbaut und konnte 1978 seiner Bestimmung übergeben werden. Im Mittelpunkt stand dabei jedoch nicht der Bahnbetrieb selbst, sondern die möglichst gewinnbringende Verwertung von innenstadtnahen Liegenschaften als Büroflächen." (Wikipedia, Franz Josefs-Bahnhof-Artikel)
lophophora October 28th, 2011, 04:35 PM dazu gab es schon im jänner einen artikel im standard:
http://derstandard.at/1293370371309/Franz-Josefs-Bahnhof-in-Wien-Alter-Bahnhof-soll-neuem-Stadtteil-weichen
bauaufsicht January 18th, 2012, 07:31 PM 04.01.2012: Ausstellung: “ALTHANGRUND – STUDIENPROJEKTE ZUR ENTWICKLUNG”
Von StudentInnen der Technischen Universität Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Ecole Nationale Supérieure d’Architecture de Paris-La Villette (FRA) wurden im Rahmen von Lehrveranstaltungen Studienprojekte zur Entwicklung Althangrund erstellt. Diese werden im Rahmen einer Ausstellung vom 19. Jänner 2012 bis zum 1. Februar 2012 in der Aula der Wirtschaftsuniversität Wien ausgestellt.
Ort: Aula der Wirtschaftsuniversität Wien, Augasse 2-6, 1090 Wien
Öffnungszeiten: Mo – Fr, 8.00 – 18.00 Uhr
Dauer: 19.1.2012 – 1.2.2012
bodypainter January 18th, 2012, 09:36 PM Wer den alten Bahnhof als so Schmuck und schön empfand sollte der fairnishalber auch Bedenken wie er am Schluss nach dem Krieg ausgesehen hat. Nämlich so:
http://www.erich-foltyn.eu/ViennaCity/Diverse/images/FranzJosefsBahnhofAlt01.jpg
Dreidecker January 18th, 2012, 10:10 PM Das Bild hatte ich auf der vorherigen Seite schon gepostet :ohno:
Man muss dem Bahnhof zugute halten, dass er ursprünglich schöner war, siehe Bilder auf der vorigen Seite!
bodypainter February 13th, 2012, 08:09 AM http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/althangrund/index.html
bodypainter February 13th, 2012, 08:10 AM Mögliche Projekte http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/althangrund/downloads-studienprojekte.html
bodypainter February 13th, 2012, 08:15 AM http://als-stadt.at/wp-content/uploads/2010/09/5_Plan_Rossau2.jpg
Dreidecker February 15th, 2012, 11:39 PM Wo hast du denn die schöne Karte her?
bauaufsicht March 14th, 2012, 02:16 AM Alsergrund: Die Studenten gehen - der Bahnhof bleibt
http://diepresse.com/images/uploads_200/9/3/1/739633/alsergrund_studenten_gehen_bahnhof_launchy-view-133157257200720120312191528.jpg
Wien. Einladend wirkt das Bahnhofsgelände am Julius-Tandler-Platz nicht wirklich. Im Gegenteil. Die große Außentreppe zum dominierenden Bank-Austria-Gebäude ist gesperrt – angeblich wegen zu vieler „Sandler“. Die Rolltreppe zur Bank hinauf ist angerostet. Der Eingang zu den Bahnsteigen ist unten im Erdgeschoß, neben dem Minimarkt und dem Fast-Food-Restaurant: eine Bahnhofshalle, die mit einem großstädtischen Bahnhof nur wenig gemein hat.
6000 Bahnreisende frequentieren täglich den Franz-Josefs-Bahnhof. Viele Passagiere, die aus der Wachau oder dem Waldviertel kommen, steigen aber schon in der Spittelau aus. Ein Umstand, der Stadtplaner im Rathaus und im Bezirk zu der Idee bewegte, den Bahnhof vom Julius-Tandler-Platz in die Spittelau zu verlegen. Auch die Chefin im Ressort Stadtplanung, die grüne Vizebürgermeisterin, Maria Vassilakou, wünschte sich eine Absiedlung des Bahnhofs: Denn dann könne man großflächig planen und – wenn 2013 die Wirtschafts-Uni in ihr neues Gebäude im zweiten Bezirk übersiedelt – zwischen Spittelau und Julius-Tandler-Platz ein riesiges neues grünes Stadtviertel errichten.
Bahnhof bleibt bestehen
Die ÖBB signalisierten damals Gesprächsbereitschaft und kündigten eine Machbarkeitsstudie an. Doch mittlerweile ist die Untersuchung fertig – und das Ergebnis ist für die Stadtplaner enttäuschend. „Die Studie hat ergeben, dass der Personenbahnhof bestehen bleibt“, heißt es bei den ÖBB. Der Grund ist ein finanzieller: Den Status quo zu erhalten ist immer noch billiger als eine Absiedlung mit Ausbau der Spittelau.
„Schade“, meint Bezirkschefin Martina Malynar (SP), die ebenso wie die grüne Planungsstadträtin gerne eine Verlegung gesehen hätte. „Der Bahnhof ist ein massiver Riegel hier im Bezirk, von der Größe der Shopping City“, sagt die Bezirkschefin. Die ÖBB-Entscheidung mache die Gestaltung des ganzen Areals jetzt deutlich schwieriger. Aber immerhin habe die ÖBB-Studie auch ergeben, dass der Frachtenbahnhof an der Althanstraße „mittelfristig disponibel“ sei, also wegkommen kann.
Tatsächlich zerteilt dieser „Riegel“ – bestehend aus Wirtschafts-Uni, Frachtenbahnhof, Uni-Wien-Institute, Post, Bank Austria, Franz-Josefs-Bahnhof (siehe Grafik) – das ganze Viertel. Dazu kommt noch, dass die Besitzverhältnisse kompliziert sind: Der Großteil der Grundflächen gehört den ÖBB, das Bank-Austria-Gebäude einer deutschen Vorsorgebank, das Gebäude der Wirtschafts-Uni gehört wiederum der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft), der Grund darunter den ÖBB. Die Stadt Wien selbst besitzt hier keine Flächen.
Vizebürgermeisterin Vassilakou sieht trotz der Einschränkungen durch den Verbleib des Bahnhofs großes Potenzial für das Gebiet: „Im Idealfall soll dort ein gemischtes Stadtviertel entstehen mit Wohnungen, Büros, viel Grün – und Zugang zum Wasser“, sagt sie im Gespräch mit der „Presse“. Es sei schade, dass ein Bezirk am Donaukanal liege, viele Bewohner aber wegen des „Riegels“ nur schwierig zum Wasser gelangen könnten. Bei künftigen Planungen für das Viertel müsse auf Durchlässigkeit geachtet werden, so Vassilakou, etwa durch Überplattungen des Bahnhofsgeländes. „Denn es zeigt sich an internationalen Beispielen, dass die Sehnsucht der Menschen, beim Wasser zu leben, immer größer wird.“
Beim Projekt Althangrund soll die Bevölkerung stark eingebunden werden. Das hat schon 2010 begonnen: Da schrieben die Stadtplaner 17.000 Haushalte aus dem Bezirk und angrenzenden Vierteln an und befragten die Bewohner zu ihren Vorstellungen. Dann gab es geführte Rundgänge, interessierte Bürger wurden ausgelost, die aktiv an Planungsgesprächen teilnehmen.
Und schließlich wurden Studenten aufgefordert, Ideen für den Althangrund zu entwickeln. An dem Wettbewerb beteiligten sich Studierende der TU, der Akademie der bildenden Künste und auch der Pariser Ecole Nationale Superieure d'Architecture. Ergebnisse wurden im Jänner in einer Ausstellung in der WU gezeigt. „Da waren hervorragende Ideen dabei“, sagt Vassilakou.
Siedelt das Parlament in WU?
Wie geht es jetzt weiter? Die Ideen der Studenten werden in ein grobes Leitbild einfließen und gleichzeitig wird es weitere Gespräche mit den Eigentümern, Investoren und dem Bezirk geben. Der Zeithorizont für große Entwicklungen reicht bis 2020: Die Bank Austria hat einen Mietvertrag bis zu diesem Jahr, wird aber schon 2016 ausziehen und in den neuen BA-Campus am Nordbahnhof übersiedeln.
Und auch das WU-Gelände soll nach dem Auszug der Studenten in Richtung Prater im Sommer 2013 nicht leer stehen. Laut BIG-Sprecher Ernst Eichinger ist „derzeit angedacht“, dass die Universität für angewandte Kunst, die ab 2013 renoviert werden soll, das WU-Gelände als Ausweichquartier nutzt. Und es gebe weiters intensive Gespräche mit dem Parlament. Auch dieses könnte bei einer Renovierung ausweichen auf den Althangrund und die WU als Zwischenquartier nutzten. „Die WU ist ja in einem durchaus brauchbaren Zustand“, sagt Eichinger. „Bis Ende 2020 wird sie sicher belegt sein.“
mUzzie March 14th, 2012, 01:24 PM einerseits extrem schade, andererseits verständlich wenn man aufs geldtascherl schaut. :(
Dreidecker March 14th, 2012, 05:53 PM Ein BankAustria-Mitarbeiter sagte mir heute, dass das Schwanzer-Gebäude, also das BankAustria-Gebäude schon sehr sanierungsbedürftig sei.
Slartibartfas March 14th, 2012, 09:24 PM Die ganze Bank Austria scheint ja ohnehin in wenigen Jahren zum Nordbahnhof umzusiedeln. Also jene Teile die nicht ohnehin schon dort sind. Von außen sieht das Gebäude am FJB aber noch ganz passabel aus.
Dreidecker March 14th, 2012, 09:55 PM Dass man die Treppenanlage dort gesperrt hat, ist natürlich schon sehr blöd, die hat doch eine Wirkung auf den Platz. Wäre natürlich gut, wenn man für das Gebäude eine ansprechende Lösung fände, die auch einen gewissen Zustrom an Passanten, etwas Leben in die Gegend brächte. Was nachkam, als einige Mieter auszogen, war nicht ermutigend (Billig-Friseur, Billig-Shop...). Die Sandler dort sind auch nicht grade ansprechend, aber die werden wohl bleiben, wenn der Bahnhof bleibt. Sinnvoll wäre ein anderes Entree für den Bahnhof, nicht so ein Schluf wie jetzt, der muss ja fragwürdige Gestalten nachgerade anziehen!
Für die Durchgängigkeit zwischen 9. Bezirk und Donaukanal müssen einladende, großzügig dimensionierte und nicht zu steile Treppenanlagen oder Rampen geschaffen werden für Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, eventuell auch für Fahrräder.
olliman March 16th, 2012, 01:11 AM Also zum Thema WU und nicht sanierungsbedürftig ... also ich weiß nicht, als kurzfristiges Ausweichquartier ja aber doch keine 8 Jahre mehr? Dann hätte man die WU ja gleich drinnen lassen können, wenn der Zustand noch sooooo gut ist.
Ich bin zwar nicht oft in der WU, aber schön ist für mich was anderes ...
Dreidecker March 16th, 2012, 01:31 AM Die WU war zu klein, nicht zu baufällig. Ausgelegt für 9.000 Studenten, beherbergt sie jetzt 22.000. (Dafür bauen sie jetzt die neue WU für 23.000, wo dann wohl 40.000 drin sein werden? :lol:)
stefanguti March 16th, 2012, 12:07 PM An der WU studieren schon jetzt über 25.000 Studenten. ;)
Aber gut, die neue WU wird toll, da möchte ich auch gleich nochmal studieren. ;)
olliman March 16th, 2012, 09:21 PM Die WU war zu klein, nicht zu baufällig. Ausgelegt für 9.000 Studenten, beherbergt sie jetzt 22.000. (Dafür bauen sie jetzt die neue WU für 23.000, wo dann wohl 40.000 drin sein werden? :lol:)
vorausschauendes Bauen a la Bund :)
Anekdote March 17th, 2012, 07:56 PM Die Stundentenanzahl werden sicher wieder sinken, wenn die Studiengebühren wieder eingeführt wird.
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