View Full Version : Gesundheits-Campus


trauch
July 8th, 2011, 01:30 PM
Basel plant den Gesundheits-Campus
Auf das Universitätsspital Basel (USB) kommen in den nächsten Jahren für Neu- und Umbauten Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe zu.

Auslöser des von der Regierung nun genehmigten Masterplans «Campus Gesundheit» ist die anstehende Sanierung des Klinikums 2 am Petersgraben, wie es am Donnerstag an einer Medienkonferenz hiess. Das aus den Siebzigerjahren stammende Gebäude habe die Lebensdauer eines Spitalbaus überschritten.

Ob das Klinikum 2 saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird, lässt der Masterplan offen. Klären soll dies ein Wettbewerb, der Anfang 2012 gestartet werden soll. Voraussichtlich braucht es für das Klinikum 2 als vorübergehenden Ersatz ein Rochadegebäude, das später für einen andern Zweck genutzt werden kann.

Der Wettbewerb soll auf Grundlage des Masterplans auch Aufschluss geben über die künftige Nutzung des gesamten USB-Gevierts in einem städtebaulichen Kontext. Die Ergebnisse werden für 2013 erwartet. Danach soll ein Bebauungsplan ausgearbeitet werden.

Spitalgebäude bleiben an der Spitalstrasse
Die Spitalgebäude für Behandlung und Pflege sollen wie schon heute L-förmig hauptsächlich entlang der Spitalstrasse angeordnet werden, lautet eine der Vorgaben des Masterplans. Für den Klinikum 2- Ersatz wird die maximale Höhe auf 40 Meter beschränkt, obwohl 60 Meter möglich wären.

Dagegen ist für den Bereich Forschung und Lehre, der an der Schanzenstrasse konzentriert werden soll, eine Gebäudehöhe von bis zu 70 Meter vorgesehen. Die Verwaltung soll wie schon heute entlang der Hebelstrasse angesiedelt werden. Die vier denkmalgeschützten Gebäude, die auf dem Areal stehen, sollen unangetastet bleiben. Dazu gehört auch das Klinikum 1.

Zusätzlich 17'000 Quadratmeter
Heute verfügt das USB über eine Nutzfläche von 106'000 Quadratmeter. Spitaldirektor Werner Kübler bezifferte den zusätzlichen Bedarf auf rund 17'000 Quadratmeter. Heute gebe es praktisch keine freie Ecke mehr. Eine Testplanung hat bereits 2008 ergeben, dass sich die Raumbedürfnisse des USB für die nächsten drei Jahrzehnte auf dem bestehenden Areal befriedigen lassen. Deshalb habe man auch keinen Alternativstandort geprüft, sagte Gesundheitsdirektor Carlo Conti.

Zwar sei die Weiterentwicklung des USB-Areal eine städtebauliche Herausforderung, räumte Conti ein. Die Nähe zur Universität und zu den Life Sciences seien jedoch von strategischer Bedeutung.

Auf das USB kommen gemäss dem Masterplan in den nächsten rund 20 Jahren Investitionen von über einer Milliarde Franken zu. Allein die erste Sanierungsphase mit dem Klinikum 2 und den nötigen Rochadeflächen wird auf 550 bis 700 Millionen Franken veranschlagt. Diese Phase soll 2026 abgeschlossen werden und dem USB zusätzliche 7000 Quadratmeter bringen.

Quelle: http://bazonline.ch/basel/stadt/Basel-plant-den-GesundheitsCampus/story/29249940

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Naja, einen Gesundheitscampus haben wir dort ja schon, wäre also nichts Neues. Aber wenn ich lese, dass für einen allfälligen Klinikum 2-Ersatz die maximale Höhe auf 40 Meter beschränkt wird, obwohl 60 Meter möglich wären, dann finde ich dies mehr als bedauerlich.

Für mich wäre die beste Variante (da gehe ich mit dem Tageskommentar in der BaZ vom 8.7.2011 einig), dass diese Bausünde in der Altstadt keinesfalls durch einen weiteren hohen Bau ersetzt werden soll, der die Altstadthäuser vom Rhein her überragt. Weg mit dem die Altstadt zerstörenden Bild! Wenn aber hoch gebaut werden muss, was aus Platzgründen wohl so sein wird, dann bitte gleich richtig und markant in die Höhe und nicht wieder nur 40m...

Don Calo
July 8th, 2011, 02:19 PM
Sehe ich auch so ein Gesundheitscampus hat es dort ja schon. Ob das Klinikum 2 überhaupt einem Neubau weichen soll ist ja noch gar nicht sicher. Anscheinend soll an der Schanzenstrasse in die höhe Gebaut werden, was ich auch befürworte, da dort ja schon das neue Liefe-Sciene Hochhaus der Uni erstellt wird. Es steht jedoch fest, dass die Platzverhältnisse an diesem Ort relativ eng sind. Aus diesem Hintergrund hätten auch alternative Standorte auch im Baselbiet geprüft werden sollen. Wobei hier immer wieder die nähe zur Universität als Standortvorteil hervorgehoben wirdm, obwohl ich diesen nicht so sehr sehe. Wenn nämlich das Unispital von dort wegziehen würde gäbe es genügend Platz für die Univeristät, welche dort all ihre Departemente konzentrieren könnte und ihren eigenen Campus formen könnte.

Don Calo
December 27th, 2011, 04:37 PM
Das Klinikum 2, der vierzig Meter hohe Spitalbau mitten im Altstadt-Gebiet zwischen Hebel- und Spitalstrasse in Basel, wird nicht geliebt. Robert Schiess, Obmann des Basler Heimatschutzes, sagt warum. von Iso Ambühl

http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Universitaet/Klinikum2.jpg


«Das Klinikum 2 war und bleibt eine städtebauliche Fehlleistung», sagt Robert Schiess, Obmann des Basler Heimatschutzes und fügt an: «Es ist zu gross und zu hoch, es bedrängt die Predigerkirche und den Markgräflerhof und stört das Basler Stadtbild in unerträglicher Weise.» Der Bau sei auch aus der Sicht der dort im Keller Arbeitenden eine Zumutung – «und sollte gesprengt werden...», scherzt Schiess. Für den Heimatschützer ist klar: «Ein Neubau des Klinikums 2 muss massiv kleiner werden – er darf nicht so nahe an die Predigerkirche und den Markgräflerhof heranrücken.»

Die Pläne für «eine Erneuerung des Klinikums 2» sind in Vorbereitung. Denn die Basler Regierung ist sich bewusst, dass das Klinikum nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Spitalbetrieb entspricht. Sie hat im Sommer einen «Masterplan Campus Gesundheit» für die nächsten Entwicklungen des Spitalareals genehmigt. Der Masterplan wurde vom Bau- und Verkehrsdepartement in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital und dem Gesundheitsdepartement erarbeitet.

Neue Stadtsilhouette wird genau beobachtet

Diese Gesamtschau für die Entwicklung des Spitalareals ist wichtig: Immerhin war vergangenes Jahr fast jeder zehnte Einwohner Basels Patient im USB. Doch das Spital benötigt mehr Platz. Im Masterplan steht, dass das USB künftig zusätzlich rund 17000 Quadratmeter Nutzfläche brauche. Knapp die Hälfte soll das erneuerte Klinikum 2 liefern, für das eine Bauhöhe von 60 Metern möglich wäre. Die Regierung will sich aber mit der heutigen Höhe von 40 Metern begnügen. Ein Streit wegen des Eingriffs in die Grossbasler Stadtsilhouette bleibt programmiert. Gegenüber dem «Sonntag» betonte Kantonsbaumeister Fritz Schumacher, dass man die Thematik Klinikum 2 und Stadtsilhouette sehr genau beachten werde.

Schumacher ist Vorsitzender der Jury eines Architektur-Wettbewerbs für «die Erneuerung Klinkum 2». Bereits vor vier Wochen hat der Kantonsbaumeister an einer Vorinformation gegenüber interessierten Spezialisten klargemacht, dass sowohl Vorschläge für eine Sanierung als auch für einen Abbruch des Klinikums mit anschliessendem Neubau möglich seien. Der zweistufige Wettbewerb startet am 5. März mit maximal zwanzig Teilnehmenden. Im September/ Oktober werden zirka sechs Bewerber ihre Arbeiten detaillierter ausarbeiten können. Die Resultate, die 2013 vorliegen, bewertet eine Jury.

USB-Direktor Werner Kübler ist froh, dass es mit der dringend notwendigen Erneuerung vorwärtsgeht. Er setzt darauf, dass der Wettbewerb Grundlagen dafür liefert, ob eine umfassende Sanierung oder ein Neubau bessere Resultate bringe. Primär wichtig seien der Nutzen des Klinikums 2 und die Verbesserungen für Patientinnen und Patienten sowie für die Mitarbeitenden des Spitals, sagt Kübler.

«Bürgerspital-Skandal»

Wer aber bezahlt die Kosten von 500 bis 700 Millionen Franken bis 2026 für die Erneuerung des Klinikums 2 inklusive der Rochadeflächen, wenn die Bauarbeiten im Gang sind und die Patienten in einem Rochadegebäude betreut werden? Ab 1. Januar ist das USB eine öffentlich-rechtliche Anstalt und tritt somit als Bauherrin auf. «In dieser Rolle werden wir die nötigen Kredite aufnehmen und den Bau finanzieren», sagt Kübler.

Der graue Spitalklotz mit seiner mächtigen Ausdehnung in die Höhe und Breite ist schon lange ein Streitpunkt in der Rheinstadt. Bereits in den Fünfzigerjahren wurde über Sein oder Nicht-Sein des Klinikums 2 gestritten. Die Entwicklung der 3.Bauetappe des damaligen Bürgerspitals war eine äusserst zähe Angelegenheit. Klar war damals einzig, dass etwas gegen die damals akute Spitalbettennot getan werden musste. Wohin aber mit dem Spital? Gegner wehrten sich, dass die Spitalbauten ausgerechnet inmitten der Altstadt zwischen Markgräflerhof und Predigerkirche konzentriert werden sollten.

Doch die damaligen Spital- und Regierungsbehörden trieben die Planung autoritär voran, worauf die Projekt-Gegner von einem «Bürgerspital-Skandal» sprachen. Doch der Kredit von 132 Millionen Franken für das Klinikum 2 wurde 1964 in einer Volksabstimmung angenommen. Danach wurde nochmals geplant. Der funktionale Bau von Suter+ Suter wurde erst 1978 fertiggestellt.

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch (http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/baselland/basel-stadt/basler-schandfleck-einfach-abreissen-oder-sanieren-117991395)

curious.sle
December 27th, 2011, 09:51 PM
Sehe ich auch so ein Gesundheitscampus hat es dort ja schon. Ob das Klinikum 2 überhaupt einem Neubau weichen soll ist ja noch gar nicht sicher. Anscheinend soll an der Schanzenstrasse in die höhe Gebaut werden, was ich auch befürworte, da dort ja schon das neue Liefe-Sciene Hochhaus der Uni erstellt wird. Es steht jedoch fest, dass die Platzverhältnisse an diesem Ort relativ eng sind. Aus diesem Hintergrund hätten auch alternative Standorte auch im Baselbiet geprüft werden sollen. Wobei hier immer wieder die nähe zur Universität als Standortvorteil hervorgehoben wirdm, obwohl ich diesen nicht so sehr sehe. Wenn nämlich das Unispital von dort wegziehen würde gäbe es genügend Platz für die Univeristät, welche dort all ihre Departemente konzentrieren könnte und ihren eigenen Campus formen könnte.

Also, um dieses Gebäude (http://g.co/maps/k2pds) währe es wrklich nicht schade... wenn dieses und das angrenzende Gebäude ersetzt werden könnte könnte es ruhig hoch und so werden ausserdem sollte es gut gehen parallel zum jetzigen Gebäude zu bauen, oder sehe ich das völlig falsch?

Dazu noch das Tram reaktivieren und gut ist :-)

Friedmund-Saphorin
January 9th, 2012, 07:31 PM
Wenn nämlich das Unispital von dort wegziehen würde gäbe es genügend Platz für die Univeristät, welche dort all ihre Departemente konzentrieren könnte und ihren eigenen Campus formen könnte.
Herzstück umplanen und dabei den Bad. Bf. aufheben und durch einen Tiefbahnhof unter der Messe ersetzen. Auf dem freiwerdenden Areal entstünde dann genug Platz für Gesundheitscampus, Zirkusplatz, Wohnbauten etc. ....

hausmeister
January 9th, 2012, 09:59 PM
Also, um dieses Gebäude (http://g.co/maps/k2pds) währe es wrklich nicht schade...

Diese Gebäude sind übrigens Inventarobjekte der Denkmalpflege (siehe hier (http://www.stadtplan.bs.ch/geoviewer/index.php?theme=60&cps=611487.47,267639.13,10000))

Friedmund-Saphorin
January 10th, 2012, 02:15 AM
Grün eingezeichnet, d.h. "Inventarobjekt" wie z.B. auch die Unibibliothek .......
(Bernoullianum hingegen ist gar nicht eingezeichnet^^)

curious.sle
January 10th, 2012, 09:37 AM
Diese Gebäude sind übrigens Inventarobjekte der Denkmalpflege (siehe hier (http://www.stadtplan.bs.ch/geoviewer/index.php?theme=60&cps=611487.47,267639.13,10000))

Hm, der Plan scheint nicht so ganz Aktuell zu sein. (Soweit ich das als Besitzer einer Liegenschaft mit einer netten Grauen Plakette dran das unter Denkmalschutz gestellt wurde und nicht im Plan erscheint beurteilen kann).

Aber ok, falls das Teil aus welchem Grund auch immer geschützt ist...

Friedmund-Saphorin
January 10th, 2012, 05:12 PM
Da hilft wohl nur noch nachkucken:

"Die Denkmalpflege erstellt ein Inventar der Denkmäler, welche
nach ihrer Bewertung die Voraussetzungen gemäss § 5 Abs. 2 Ziff. 1–6
des Gesetzes erfüllen, jedoch nicht im Denkmalverzeichnis eingetragen
sind. Diesem Inventar kommt keine Rechtswirkung zu; es dient lediglich
der Information."

http://www.gesetzessammlung.bs.ch/erlasse/497.110.pdf

hausmeister
January 10th, 2012, 09:41 PM
^^ Schon klar. die Gebäude sind (noch) nicht geschützt, daher ist der Arealteil gemäss Masterplan des Gesundheits-Campus auch neu bebaubar. Ich finds aber durchaus interessant, dass diese Gebäude als schützenswert gelten (und wüsste eigentlich auch gerne den Grund).

Friedmund-Saphorin
January 10th, 2012, 10:37 PM
Vielleicht irgendwie typische und besonders gelungene Exemplare eines bestimmten Baustils - müsste man mal genauer anschauen, bzw. die Eigentümer fragen ...

hausmeister
May 17th, 2013, 02:40 PM
Der Wettbewerbsentscheid betreffend Erneuerung Klinikum 2 wird wohl in Kürze publiziert. Anschliessend werden die Projekte ausgestellt (Quelle: hochbauamt.bs.ch):

Vernissage der Ausstellung
28. Mai 2013, 18.00 Uhr
Maiengasse 11, Basel

Ausstellung
29. Mai - 8. Juni 2013
Mo bis Fr 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 16 Uhr
Maiengasse 11, Basel

Zur Erinnerung: im zweistufigen Projektwettbewerb ging es in der ersten Wettbewerbsstufe darum die städtebauliche Gesamtsicht über das Areal des Universitätsspitals zu untersuchen und in der zweiten Stufe um Vorschläge für die Erneuerung des Klinikums 2 inklusive notwendiger Rochadenflächen.
Für das gesamte Projekt werden mit Kosten von 550 - 700 Mio CHF und einer Realisierungszeit von 10 bis 15 Jahren gerechnet.