View Full Version : Schaedliche Oeko-Energie: Die kriminellen Machenschaften oeko-sozialistischer Lobbies (Linke, NPD, Gruene, Greenpeace ...)
trance-x July 10th, 2011, 01:14 PM WINDPARK GEGEN BÜRGERWILLEN
Windige Tricks
Die Gemeinde Nübbel entschied in einem Bürgerentscheid, keine Flächen für Windkraft auszuweisen. Doch die Anlagenplaner beantragen den Bau trotzdem.
HAMBURG taz | Sie haben ihre Mitbürger nicht nur mit Öko-Argumenten umgarnt, damit diese Windkraftanlagen im Gemeindegebiet möglich machen: 100.000 Euro Zuschüsse an Vereine und Verbände im Ort sollte es unter anderem geben. Doch das Dorf war gespalten, am Ende gewannen die Windpark-Gegner. Mit einem Bürgerentscheid nahmen die Wähler im schleswig-holsteinischen Nübbel im März 2010 die Ausweisung von Eignungsflächen für Windkraftanlagen zurück. Die ist erforderlich, damit Windräder errichtet werden dürfen. Ergebnis: Der Ort Nübbel samt Umland bleibt windkraftfrei und das für mindestens zwei Jahre, so lange ist der Wählerwille bindend.
Doch klar ist die Lage nicht für die Genossenschaft Energiepark Nübbel (EPN), die den Windpark 1,5 Kilometer vor dem Ort erbauen wollte. Vorstand Holger Ohm sagt der taz: "Wir wollten das Projekt nicht sofort fallen lassen." Die Genossenschaft begab sich auf die Suche nach einem Weg, wie man den Park trotzdem umsetzen könnte und beantragte Anfang des Jahres die Baugenehmigung beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Damit wurde ein übliches Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt.
source: http://taz.de/1/nord/artikel/1/windige-tricks/
trance-x July 10th, 2011, 01:20 PM Der Oeko-Wahn zerstoert den gesamten Planeten ...
MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IN INDIEN
Windpark im Regenwald
Im Wildschutzgebiet Bhimashankar entspringen fast alle großen Flüsse Südindiens, die Artenvielfalt ist riesig. Jetzt wird Regenwald zerstört – für Windenergie.
KUDE taz | Es ist kühl unter dem dichten Blätterdach, große Steine in einem trockenen Flussbett laden zur Rast ein. Die dichte Krone der Bäume bieten Schutz vor der sengenden Sonne.
Die abgeholzte, kahle Berglandschaft, die sich meilenweit um diesen Wald ausbreitet, heizt sich dagegen wie ein Backofen immer mehr auf, die meisten Pflanzen verdorren. Dieser von armdicken Lianen durchzogene, immergrüne Wald aber ist eine Insel voll Leben: Grillen zirpen, Vögel rufen, lautes Rascheln und Schreie verraten eine Horde Affen im Kronendach.
Das 130 Quadratkilometer große Wildschutzgebiet Bhimashankar ist rund 100 Kilometer nördlich von Mumbai fast 1.000 Meter hoch in den Western-Ghats-Bergen gelegen, ein Refugium für die seltenen Rieseneichhörnchen, Pfauen, Affen und Leoparden. Von einer Anhöhe schweift der Blick kilometerweit über eine braune, mit grünen Waldstücken gescheckte Berglandschaft. In der Ferne blitzen Dutzende Windkrafträder, die sich über die bewaldeten Bergkuppen erheben, in der Sonne.
"Ein ausgewachsener Skandal"
"Was von weitem so schön aussieht, ist bei näherem Hinsehen ein ausgewachsener Skandal", sagt Atul Kale, Grundbesitzer und engagierter Journalist. "Die lokale Bevölkerung war von Anfang an gegen das Windkraftwerk. Sie haben verstanden, dass das Projekt ihre Lebensgrundlagen bedroht, ohne dass sie irgendeinen Vorteil aus dem Projekt ziehen könnten. Die sind ganz schön wütend. Während die Forstbehörde strikt darüber wacht, dass die Dorfbewohner keine Bäume fällen, zerstört die Windkraftfirma den Wald in großem Stil!"
Das Dorf Kude, nur wenige Kilometer außerhalb der Grenzen des Wildschutzgebietes, wird von 15 schlanken Windkraftanlagen gekrönt, die entlang der Kuppe eines nahen Berges stehen. Hier lebt die Hausfrau Suman Kanaskar. Stolz erzählt sie, dass wegen der Nähe zum Schutzgebiet häufig Pfauen und Rehe den Ort besuchten, manchmal sogar ein Leopard. "Aber seitdem hier dieser Windpark gebaut wird, sehen wir kaum noch wilde Tiere. Und die Vögel sind verstummt."
Mit Dynamit und Bulldozern
Kude ist einer von drei Standorten des Andhra-Lake-Windparks bei Bhimashankar. Die Firma Enercon India stellt hier 142 Windkraftanlagen auf. 18 Bergdörfer sind von dem Projekt betroffen. Im März 2010 begannen die Bauarbeiten: Mit Dynamit und Bulldozern werden Zufahrtsstraßen in die Berghänge getrieben und Fundamente für die Windräder ausgehoben. Damit die riesigen Rotorblätter und Generatoren an entlegene Orte gelangen können, mussten die Straßen für Schwertransporter verbreitert werden.
Die Bauarbeiten machen der Bevölkerung das Leben schwer. "Der Straßenverkehr ist sprunghaft gewachsen", klagt Bäuerin Suman Kanaskar. "Tieflader, Betonmischer und Lastwagen brausen durch unser Dorf. Der Staub, den sie aufwirbeln, setzt sich auf den Feldern ab, behindert die Befruchtung und verdirbt die Ernte. Normalerweise kann ich fünf Säcke Hirse ernten, aber in diesem Jahr habe ich nicht einmal einen Sack bekommen!"
Protest erstickt
Die Bauern von Kude protestierten gegen die Zerstörung ihrer Umwelt, aber der Bauherr habe den Protest erstickt, meint Atul Kale. Lokale Politiker betätigten sich als Handlanger der Firma Enercon India und würden Opponenten bestechen und bedrohen. Gegen einige der Aktivisten habe man Klagen vor Gericht eingereicht, um sie zum Schweigen zu zwingen. "Der Abgeordnete, der die Region im Landesparlament vertritt, trat zunächst vehement gegen die Windfarm auf, heute ist er ein glühender Befürworter. Regierung und Opposition, alle Parteien unterstützen hier das Windprojekt. Vielleicht werden sie von der Firma bezahlt?"
Über fast 2.000 Kilometer erstrecken sich die Western-Ghats-Berge entlang der ganzen indischen Westküste. Hier entspringen fast alle großen Flüsse Südindiens. Wissenschaftler stufen den Gebirgszug als einen der artenreichsten Lebensräume Indiens ein. Die UNO hat ihn als "biodiversity hotspot" klassifiziert, als einen von 18 Regionen der Welt, die nicht nur besonders artenreich sind, sondern auch unter hohem Druck durch menschliche Aktivitäten stehen. "Die Western Ghats sind einer der weltweit wichtigsten Lebensräume für wilde Verwandte unserer Nutzpflanzen", meint der renommierte Ökologe Madhav Gadgil. "Sie bilden ein genetisches Reservoir für Mango, Brotfrucht, Pfeffer, Kardamom und viele andere Gewürze."
Doch dieser einzigartige Lebensraum ist akut bedroht. Zwischen Mumbai und Goa sollen 16 große Kohlekraftwerke entstehen, neue Eisenbergwerke, mehrere Häfen sowie bei Jaitapur der mit 9.900 Megawatt größte Atomkraftwerkkomplex der Welt. "Kein Zweifel, die große Anzahl großer Industrieprojekte wird einen schädlichen Effekt auf die Ökologie der Region haben", meint Madhav Gadgil, der im Auftrag des Umweltministeriums die ökologischen Folgen untersucht. Dorfbewohner protestieren gegen die Großprojekte, weil sie sich um ihre Fischgründe, ihre Ackerböden, das Grundwasser, also um die Grundlagen ihrer Existenz sorgen.
Lebenswichtige Ressource
Etwa zehn Kilometer von Kude entfernt liegt die 500-Seelen-Gemeinde Karpud auf einem windigen Hochplateau. Die Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus Nachfahren indischer Ureinwohner, hier Adivasi genannt. Für sie stellt der nahe Wald eine lebenswichtige Resource dar, sagt Ganpat Madage, ein Dorfältester: "Unsere Frauen gehen täglich zum Feuerholz-Sammeln in den Wald. Dort finden wir auch Heilkräuter, Wildfrüchte und Honig für den Eigenbedarf und zum Verkauf."
Ganpat Magade läuft zehn Minuten lang über abgeerntete Reisfelder zur Grenze des Gemeindelandes, dann steht er vor einer grünen Wand, der Grenze zum Wildschutzgebiet Bhimashankar. Saftiges Grün erstreckt sich von hier einen benachbarten Hang hinauf. Doch dort oben hüllen Staubwolken die Bäume ein. Auf einer neu angelegten, ungepflasterten Straße kriechen Betonmischer und schwere Lastwagen bergauf. An vielen Stellen liegt die Vegetation unter Geröllhalden begraben, der Wald lässt sich nur noch erahnen. "Die Firma baut Windkraftanlagen auf diesem Bergrücken", erklärt Ganpat Magade. "Sie hat bereits sehr, sehr viele Bäume gefällt. Seitdem können wir diesen Wald nicht mehr betreten. Die Wachleute der Firma verweigern uns den Zutritt."
Die Frauen von Karpud müssten statt früher einen Kilometer nun fünf Kilometer zurücklegen, um im Wald Feuerholz zu sammeln. Neben dem Verlust des Waldes sorgen sich die Bewohner vor allem um die riesigen Geröllhalden, die nun den Hang bedecken, sagt Ganpat Madage: "Am Fuße dieses Hanges liegen unsere Reisfelder. Bald wird der Monsun einsetzen, und hier in den Bergen regnet es sehr heftig. Wir befürchten, dass das lose Gestein dann bergab gespült wird und unsere Felder begräbt."
Die meisten der vom Windpark betroffenen Dorfbewohner sind Analphabeten, kennen kaum ihre Rechte, können nicht auf Augenhöhe mit der einflussreichen Windkraftfirma verhandeln. Die Firma macht sich diesen Umstand zunutze, um den Widerstand zu brechen, meint der Aktivist Atul Kale: "Wer Einwände und Proteste gegen das Windkraftwerk vorbringt, wird zum Schweigen gebracht. Lokale Politiker spielen dabei eine tragende Rolle. Wahrscheinlich sind sie in irgendeiner Form an dem Projekt beteiligt."
Wirkungsloser Baustopp
Atul Kale organisiert den Widerstand gegen das Kraftwerk, gibt den Dorfbewohnern eine Stimme. Im vergangenen Jahr reichte er Klage beim Hohen Gericht in Mumbai ein. Die Richter ordneten im Dezember 2010 einen Baustopp an, doch die Bauarbeiten gehen weiter, die Firma Enercon India schafft Tatsachen.
(...)
source: http://taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/windpark-im-regenwald/
Weg mit dem giftigen und teuren Oeko-Dreck!
Bauer-Ewald July 10th, 2011, 01:34 PM sehr guter Faden! Gegen diese Ökö-Stalinisten die die Gegend versauen muss mal was unternommen werden. Wo ist der Verbotsantrag gegen die Grünen? Ich unterschreibe sofort. Radikale Parteien wie die NPD, die Grünen und die DVU müssen verboten werden. Dort wird den Leuten nur Sand in die Augen gestreut. Wer mit Ängsten auf Stimmenjagd geht hat in der demokratischen Mitte nichts verloren!!!!
miau July 12th, 2011, 11:00 AM Es ist halt immer ein Problem, wenn Räson gegen Ideologie ausgetauscht wird.
trance-x September 3rd, 2011, 10:55 PM Wie traellerten doch naive Linke/Gruene/Greenpeace/Oeko-Sozialistische so ihre Versprechen ab? Wir schafften neue Arbeitsplaetze durch "Gruene Industrien" ...
Realitaet: wie immer, genau umgekehrt ...
Trotz der hohen Subventionen ist kaum ein deutscher Anbieter noch der billigeren Konkurrenz aus Asien gewachsen.
http://www.welt.de/multimedia/archive/01438/woz_solar_DW_Wirts_1438555p.jpg
FOTO: DPA
Hinweisschild auf den Standort von Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen. Nicht nur über diesem deutschen Solarunternehmen hängen dunkle Wolken
Trotz der weltweit höchsten Solarstrom-Subventionen hat die deutsche Sonnenbranche im ersten Halbjahr desaströse Ergebnisse eingefahren. Bis auf wenige Ausnahmen meldeten die führenden deutschen Solarunternehmen Gewinneinbrüche bis hin zu tief roten Ergebniszahlen. Einige kündigten Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerungen ins Ausland an.
Nicht nur über diesem deutschen Solarunternehmen hängen dunkle Wolken
Der frühere Weltmarktführer Solarkonzern Q-Cells machte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres mehr Verlust als Umsatz. Der Fehlbetrag habe nach Zinsen und Steuern bei 354,8 Millionen Euro gelegen, der Erlös dagegen nur 316 Millionen Euro erreicht, teilte das Unternehmen aus dem sachsen-anhaltischen Bitterfeld-Wolfen mit. „2011 wird ein schwieriges Jahr“, sagte der Vorstandsvorsitzende Nedim Cen und kündigte einen weiteren Abbau von Stellen in der deutschen Fertigung von Solarzellen und in der Verwaltung an
Schuld an dem schwachen Ergebnis sind nach Unternehmensangaben unter anderem der Preisverfall bei Solarzellen und –modulen und die schlechte Auslastung der Produktion durch die sinkende Nachfrage nach Q-Cell-Produkten. Als Reaktion auf den Verlust kündigte Cen die dauerhafte Stilllegung von 50 Prozent der Produktionskapazitäten für Solarzellen am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen an. Die Anlagen stünden bereits seit April still und würden nicht mehr genutzt. Dagegen solle das malaysische Werk des Konzerns im zweiten Halbjahr voll ausgelastet werden. Zudem will der Q-Cells-Chef die Kosten in der Verwaltung durch eine „weitere Vereinfachung der Strukturen“ um 25 bis 30 Prozent senken.
Eigenständigkeit steht auf dem Spiel
Für das Gesamtjahr stellte Q-Cells einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro und einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) im dreistelligen Millionenbereich in Aussicht. Dieser werde zwar höher liegen als das im ersten Halbjahr aufgelaufene Minus von 318,3 Millionen Euro, sich „aber nicht verdoppeln“, sagte Cen.
Zugleich kündigte er an, dass Andreas von Zitzewitz den vakanten Posten des Produktionsvorstandes bei Q-Cells übernehmen soll. Er sei „sehr froh“, den ehemaligen Vize-Chef des Konkurrenten Conergy gewonnen zu haben, sagte Cen. Auf die Frage, ob Q-Cells weiter eigenständig bleiben werde, reagierte der Konzernchef ausweichend. Natürlich ziele die Strategie auf eigene Erfolge ab, sagte Cen. Aber wenn sich eine Gelegenheit für eine starke Partnerschaft biete, müsse auch diese geprüft werden.
Hilfe durch die Bundesländer
Ministerpräsidenten ostdeutscher Bundesländer kündigten an, der notleidenden Solarindustrie helfen zu wollen. „Die Solarindustrie ist eine Leitindustrie für Ostdeutschland, und wir müssen alles tun, um die Unternehmen hier zu halten“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Zudem spiele Solarstrom bei der Energiewende eine große Rolle, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke). In Deutschland müsse deshalb die gesamte Wertschöpfungskette – von der Forschung bis zum marktfähigen Produkt – erhalten bleiben. „Wie dies gelingen kann, ist eine Frage, die sich aus der Energiewende ergibt und noch geklärt werden muss“, sagte Christoffers.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) erklärte, es gehe dabei nicht um eine neue Förderung für die Solarbranche, sondern etwa um die Vergabe von Krediten: „Diejenigen, die in Deutschland und Europa Solarparks bauen, müssen Zugang zu Kapital haben.“
Allerdings profitiert die deutsche Solarindustrie auch so schon von den weltweit höchsten Einspeisetarifen für Sonnenstrom. Allein die bis einschließlich 2010 verbauten Solarmodule belasten die deutschen Verbraucher über die „Umlagefinanzierung“ auf den Strompreis 20 Jahre lang mit 85 Milliarden Euro. Da jedoch mehr als 70 Prozent aller in Deutschland verbauten Solarmodule von asiatischen Herstellern stammen, kommt von den Fördergeldern des deutschen Verbrauchers nur noch vergleichsweise wenig bei der heimischen Industrie an
Gewerkschaft fordert Innovationssprünge
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, forderte eine Debatte über die Zukunft der Photovoltaikindustrie in Deutschland. Statt über den weltweiten Preisverfall zu lamentieren, müsse die Politik sich Gedanken machen, wie Innovationssprünge gegenüber Billiganbietern gemacht werden könnten, sagte Vassiliadis. „Nur dann ist eine Förderung gerechtfertigt und sind die Arbeitsplätze auch hierzulande dauerhaft sicher.“
Auch der deutsche Marktführer Solarworld AG musste Einbußen hinnehmen. Im Vergleich zu Wettbewerbern hielt er sich dabei aber noch relativ gut. Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten von 608 auf 535 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 68 Millionen Euro, nach knapp 84 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich erzielte Solarworld einen Gewinn von 22,4 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren es noch 34,8 Millionen Euro. Solarworld konnte im Gegensatz zu vielen Branchenvertretern stark von seinem US-Geschäft profitieren.
Der Berliner Solarkonzern Solon warnte vor einer Insolvenz, sollte er sich nicht mit den Banken über die Verlängerung eines Kredites von 275 Millionen Euro einigen, der Ende des Jahres ausläuft. Das Unternehmen hatte am Mittwoch seinen Zwischenbericht fürs erste Halbjahr 2011 vorgelegt. Um die Fixkosten zu senken, wolle Solon in der Berliner Konzernzentrale Personal abbauen.
Rückgang der Förderung zeigt Folgen
Der Rückgang der Solarförderung in Deutschland und anderen europäischen Ländern macht auch Anlagenbauern wie Phoenix Solar zu schaffen. Wegen schwacher Nachfrage und Lagerbestandsabwertungen hat das Photovoltaik-Unternehmen aus dem bayerischen Sulzemoos seinen Verlust ausgeweitet. Der Umsatz brach in den ersten sechs Monaten im Vergleich zu einem starken Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 140,8 Millionen Euro ein. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 21,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte da noch ein Plus von 18,7 Millionen Euro gestanden.
Mit einem Minus von fast 13 Millionen Euro war Phoenix Solar bereits schlecht ins Jahr gestartet. Für das Gesamtjahr erwartet die Unternehmensführung einen leicht rückläufigen Umsatz. Eine verlässliche Prognose für das Ergebnis will Vorstandschef Andreas Händel derzeit nicht abgeben. Vor dem Hintergrund der bisher aufgelaufenen Verluste werde es jedoch schwer, ein positives Ergebnis zu erzielen, hieß es.
Nur der Solartechnikkonzern SMA Solar hat die Branchenflaute dank florierender Auslandsgeschäfte besser überstanden als erwartet. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete das Unternehmen mehr als jeden zweiten Euro Umsatz außerhalb Deutschlands. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele und überraschte damit die Analysten. Die Aktie des Weltmarktführers für Wechselrichter schoss um 15 Prozent auf 71,80 Euro und führte damit die Gewinnerliste im TecDax an. Analyst Julien Desmaretz von Bryan Garnier nannte die Quartalszahlen exzellent. Er erwartet aber, dass SMA 2011 am unteren Ende der Prognose landen wird. DZ-Bank-Experte Sven Kürten wies darauf hin, dass die bestätigte Firmenprognose nun einen gewinnsteigernden Zukauf beinhalte, der zuvor nicht enthalten war.
(...)
source: http://www.welt.de/wirtschaft/article13542122/Stillstand-und-tiefrote-Zahlen-in-der-Solarbranche.html
Halten wir fest:
Die ganzen oekosozialistischen Subventionen (mehr tun Sozialisten ja nie) haben dazu gefuehrt ...
- das Deutschland sich eine rueckwaertsgerichtete Oeko-Infrastruktur aufgebaut hat, die sowieso groesstentweils wieder weg muss, es noch teurer ist, den ganzen ineffizienen, landschaftsschaedlichen, umweltschaedlichen, Klima-schaedlichen, tiereindlichen und antimodernistischen Kaese zu betreiben ...
Arbeitsplaetze werden dank Oeko-Sozialisten ins Ausland verlagert, und zwar "subventioniert" ins Ausland verlagert. Gleichzeitig wird aber dank Oeko-Sozialisten und jedem, der den bescheuerten Fehler Energiewende/Ausstieg aus der Kernenergie supportet hat, echte tragfaehige Arbeitsplaetze zu Tausenden vernichtet, billigerer Strom damit ebenso und ein Braindrain an echten Wissenschaften ausgeloest ...
Aber dafuer hat man ja physikfremde "Kulturschaffende", Sozialpaedagogen, Sozialwissenschaftler, Sozialarbeiter, die uebrigens nicht nur durch ihre ideologische Propaganda/Lobbyismus schaden (Ausnahmen bestaetigen hier die Regel), sondern allesamt selbst subventioniert sind, was ja Bestandteil dieses kranken Systems ist ...
Uebrigens sollte Berlin daher endlich anfangen einen weiten Bogen um alles zu machen, wo "Gruen" draufsteht. Das sind in der Regel alles hohle SubventionsLuftblasen, die Berlin runterziehen ...
trance-x September 3rd, 2011, 10:57 PM ERNEUERBARE ENERGIEN
Autor: Hans Evert|18:04
Solarbranche zahlt trotz Subventionen Niedriglöhne
Der Staat fördert Solarfirmen mit Milliarden. Dennoch lassen viele ihre Mitarbeiter in Zwölf-Stunden-Schichten schuften und bezahlen schlecht.
Der Sehnsuchtsort für Lohnempfänger des Solargewerbes liegt im Industriepark zu Arnstadt nahe Erfurt. Wer in den Fabrikhallen von Werksleiter Peter von Wartenberg angestellt ist, im Kittel mit dem Aufdruck "Bosch Solar" durch die Reinraumfertigung schreitet, Wafer schneidet oder Module fertigt, ist ein Glückpilz.
http://www.welt.de/multimedia/archive/01453/Solar2_DW_Wirtscha_1453697p.jpg
FOTO: DPA
Eine Mitarbeiterin reinigt ein Solar-Modul: Viele Angestellte in der Branche werden nicht nach Tarif bezahlt
Für die 2200 Mitarbeiter gilt seit Monatsanfang ein Tarifvertrag. Das Einstiegsgehalt klettert von 1700 auf 2130 Euro. Es gibt mehr Urlaub, Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, Regelungen zur Weiterbildung und Altersteilzeit. Kurz: all das, was bei deutschen Solarherstellern selten anzutreffen ist.
Typisch für die Branche ist ein Unternehmen wie Conergy. Hoch verschuldet, verlustreiches Geschäft, Gerüchte über Stellenstreichungen am größten Standort Frankfurt (Oder). Und: mickrige Bezahlung. Leiharbeiter, sagt Betriebsrat Harald Frick, verdienen rund 7,30 Euro pro Stunde.
Macht ohne Zuschläge knapp 1200 Euro brutto im Monat. Die Stammbelegschaft schuftet in der Produktion für rund 1800 Euro, Wochenend- und Nachtzuschläge kommen obenauf. Gearbeitet wird in Zwölf-Stunden-Schichten, vier Tage ranklotzen, vier Tage lang frei. "Wir hoffen, dass es hier im Werk überhaupt weitergeht", sagt Frick. Tarifvertrag? Undenkbar derzeit.
Fotovoltaikhersteller gelten als Vorzeigeunternehmen mit blitzblanken Fabriken und vorzeigbaren Öko-Produkten. Sie sind Lieblinge lokaler Wirtschaftsförderer und der Politik. Doch die Mitarbeiter der Sonnenfirmen arbeiten oft im Schattenreich der Niedriglöhner.
In den Hightech-Fabriken gehen Menschen ihrem Tagwerk nach, die kaum mehr verdienen als Arbeitnehmer schlecht beleumundeter Dienstleistungsbranchen. Ihren Hang zur Weltverbesserung trägt die Branche wie ein Mantra vor sich her – und verschweigt dabei gern die Arbeitsbedingungen, die so schlecht zum Selbstbild passen.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) erklärt sich für nicht zuständig, wenn es um Fragen von Arbeitsbedingungen und Entlohnung geht. Zum "Themenfeld Arbeitsbeziehung" wolle man nicht Stellung nehmen. "Der BSW ist kein Arbeitgeberverband", heißt es der Gruppierung, die sonst lustvoll für die Belange der Sonnenstromer kämpft. Das Thema ist der Branche unangenehm, wird sie doch mit Milliardenaufwand gefördert. So sieht es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor. Die Einspeisevergütung garantiert jedem Besitzer einer Solaranlage über 20 Jahre einen Festpreis für den produzierten Ökostrom.
So entstehen enorme Kosten, die die Deutschen mit ihrer Stromrechnung begleichen. Allein die bis Ende 2010 installierten Module kosten die Verbraucher in den nächsten 20 Jahren mehr als 80 Milliarden Euro. "Bei vielen Solarherstellern herrscht ein Höchstmaß an Heuchelei", sagt Detlef Wetzel. Der Vizechef der IG Metall kümmert sich im Vorstand um die Betriebe aus der Erneuerbare-Energien-Branche.
"Die Branche ist hoch subventioniert. Da ist es nicht akzeptabel, wenn gleichzeitig die Leute schlecht behandelt werden", sagt er. Die Gewerkschaft spricht von Betrieben, wo Leiharbeiter mit 1000 Euro brutto im Monat abgespeist werden. In solche Betriebe will die IG Metall nun Tarifstandards tragen. Es ist eine äußerst mühselige Arbeit.
Nur wenige Anbieter mit anständigen Bedingungen
Bislang haben nur die Bosch-Solartochter und die Solarfabrik Freiburg Verträge mit der IG Metall geschlossen. Hinzu kommen vereinzelte Unternehmen, die sich in Betriebsvereinbarungen an den Gepflogenheiten der Metall- und Elektroindustrie orientieren. Schott Solar und Solarworld gelten ebenfalls als Arbeitgeber mit anständigen Bedingungen und Verdienstmöglichkeiten. Beide Firmen folgen den Tarifwerken, die die Chemiegewerkschaft IG BCE in ihrer Branche etabliert hat.
Doch das sind Ausnahmen. Die IG Metall hat eine Liste von rund 80 Branchenunternehmen mit 18.000 Beschäftigten, die sie nun beackern will. Es sind darunter jede Menge bekannter Namen: Conergy etwa, Aleo Solar, Q-Cells, Solon oder First Solar. Dort will man Mitbestimmung etablieren und die Belegschaft von der Mitgliedschaft in der Gewerkschaft überzeugen. Das Kalkül der IG Metall: Machtposition in der Belegschaft aufbauen und mit diesem Druckpotenzial die Firmen auf jenen Tarifvertrag verpflichten, der mit Bosch Solar geschlossen wurde. Der gilt jetzt als Referenz in der Branche.
Allerdings gibt es nach Schätzung der IG Metall nur in jeder dritten Firma überhaupt einen Betriebsrat. Und was viel schwerer wiegt: Derzeit tragen zahlreiche Solarunternehmen einen Überlebenskampf aus. Q-Cells, Conergy und Solon melden drastische Verluste und ringen mit hohen Schulden. Es sind asiatische Konkurrenten, die ihnen zusetzen.
In Fernost, vor allem China, sind mit staatlicher Unterstützung riesige Fabriken entstanden. Von dort werden die Solarzellen zu Tiefstpreisen nach Deutschland verkauft. Das EEG hat den hiesigen Markt zum größten der Welt gemacht, den Konzerne wie Yingli aus China gern beliefern. Dieser Konkurrenz sind viele heimische Unternehmen nicht gewachsen, was wiederum auf ein grundsätzliches Problem der Branche hindeutet.
Ökostrom in Deutschland
So sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gemessen am Umsatz äußerst gering. In einer Studie des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) wird von 2,5 Prozent gesprochen. Diese niedrige Zahl ist ein Indiz dafür, dass deutsche Hersteller asiatischen Herausforderern nicht mit besonders innovativen Produkten widerstehen können. "Viele Unternehmen sind schlecht geführt und versuchen über lange Arbeitszeiten und niedrige Löhne zu konkurrieren", sagt IG-Metall-Vize Wetzel. Deutsche Solarunternehmen würden aber nicht dadurch wettbewerbsfähig, dass sie besonders billig seien.
"In dieser Branche stimmt einfach vieles nicht", sagt der Gewerkschafter und fordert eine "Nationale Initiative Solarenergie". Dort solle man sich über Strategien und Innovationen in der Branche miteinander verständigen. Wetzel wünscht sich zudem, dass Solarzellen aus europäischer Produktion privilegiert werden.
"Wer Produkte mit dem Siegel ‚made in Europe‘ installiert, sollte eine höhere Einspeisevergütung bekommen", fordert er. Und um die Arbeitsbedingungen möge sich die Politik kümmern, Mindeststandards einfordern. "Die sozialen Verwerfungen werden dort nicht zur Kenntnis genommen."
Mit Gewerkschaften nicht viel am Hut
In der jungen Ökobranche hat man mit Gewerkschaften nicht viel am Hut. Oft sind es beseelte Unternehmer mit Pioniergeist, die mit viel Einsatz Firmen gegründet haben. Ähnliches gab es zur Jahrtausendwende, als Internetunternehmen die New Economy zelebrierten. Diese Ära hat die Solarbranche überlebt, der Staat schuf mit dem EEG eine Existenzgrundlage. Doch nach diesem Fleischtopf greifen längst auch ausländische Konkurrenten.
Wird griechische Solarenergie ein Exportschlager?
Ein Unternehmer wie Hubert Aulich, Vorstand des Siliziumherstellers PV Crystolax aus Erfurt, mag da nicht groß über Flächentarifverträge nachdenken. Sein Unternehmen fertigt Silizium-Rohlinge und Wafer – jene Scheiben, aus denen die Solarzellen gefertigt werden. Die Preise sind im freien Fall, die für Wafer haben sich binnen weniger Monate fast halbiert. Aulichs Begeisterung für die Vorstellungen der IG Metall hält sich in Grenzen. "Wir haben ein Lohn- und Gehaltssystem aufgebaut, von dem wir meinen, dass es fair ist", sagt er. Mit 7,50 Euro je Stunde fangen Mitarbeiter in der Produktion bei Aulich an.
Zu den Wahrheiten über die Solarbranche gehört auch, dass die Ansiedlungspolitik die Dumpinglöhne befördert hat. Mehr als die Hälfte der Zell- und Modulhersteller sitzen in ostdeutschen Flächenländern. Strukturschwache Städte wie Frankfurt (Oder) in Brandenburg oder Bitterfeld in Sachsen-Anhalt köderten Unternehmen wie Conergy und Q-Cells.
Das Lohnniveau ist ohnehin niedrig, viele Fördertöpfe tun sich für Unternehmer auf, die dort ein Werk errichten. Mittlerweile spricht man nicht nur bei der IG Metall von "verlängerten Werkbänken", die so geschaffen wurden. Sprich: Betriebe, die nur dank üppiger Subventionierung und Niedriglöhnen bestehen können.
Das gilt eingeschränkt auch für Bosch Solar, jenes Unternehmen, das nun als Vorbild für die Branche gilt. 530 Millionen Euro hat das Unternehmen in Arnstadt investiert, nachdem es die frühere Ersol 2008 übernommen hatte. Das Land steuert Millionenbeträge als Beihilfe dazu. Wie viel, will Standortleiter Peter von Wartenberg nicht sagen.
"Aber ohne die Förderung wäre das Werk nicht in Thüringen entstanden", sagt er. Und der Tarifvertragvertrag kam letztlich nur zustande, weil der Weltkonzern Bosch sich eine defizitäre Solartochter leisten kann. "Ohne Bosch wäre es nicht dazu gekommen", sagt von Wartenberg. Aus eigener Kraft, ohne die starke Schulter des Industriegiganten, würde das Solarunternehmen gar nicht mehr existieren.
(...)
source: http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13582126/Solarbranche-zahlt-trotz-Subventionen-Niedrigloehne.html
trance-x September 3rd, 2011, 11:12 PM Es ist erstaunlich wie sehr Greenpeace inzwischen saemtliche Medien und Diskurse dominiert, die reichste 'Umweltschutz-Organisation', die gar keine ist, sondern eine religioes-ideologische Heilsbewegung, die sich bei allen politischen Themen einmischt, quasi eine Rundumdiktatur, eine Partei, die laengst selbst Partei ist, ohne dass sie jemand bewusst wahrnimmt.
Und es findet sich kaum jemand, dem das ueberhaupt bewusst ist.
Es gibt Artikel, die sie hinterfragen, kritisieren ... Hintergruende beleuchten ...
Laengst eine Schattenmacht, weit mehr als Scientology mit strenger Hierarchie, eigenen Medien, Betreiber von Oeko-Energie, sich ideologisch voellig ohne dass das jemanden zu stoeren scheint permanent selbst schoenredet ...
Dabei ist so gut wie jede "Studie" von denen gefaelscht, gefaked, allein auf Stammtisch und Emotionen hin designed ...
Saemtliche Medien, ohne sie zu hinterfragen, referenzieren sie staendig.
Eine Schattenmacht, die sich scheinbar dem Bewusstsein fast aller entzieht ...
Bauer-Ewald November 4th, 2011, 12:00 PM Die armselige Stimmungsmache der Grünen und ihrer Häscher vs. Realität!!
Zu viele Solaranlagen auf deutschen Dächern
Der kleine Mann muss bluten, damit die Ideologen der Grünen fette Provisionen bekommen :ohno::nuts::ohno:
Und die Anlagen kommen von chinesischen Billigherstellern während die deutschen Hersteller pleite gehen!!
Da haben die Grünen mal wieder aufs falsche Pferd gesetzt!
Wann gibt die ersten Nürnberger Prozesse gegen Grüne??? Volksschädlinge!
Allein die neuen Anlagen der letzten zwölf Monate belasten die Verbraucher mit bis zu 15 Milliarden Euro. Die Union fordert eine Deckelung
In den vergangenen zwölf Monaten wurden in Deutschland Solaranlagen mit einer Leistung von 5200 Megawatt auf Dächer und Freiflächen gesetzt. Die Zubauzahlen, die am Donnerstag von der Bundesnetzagentur veröffentlicht wurden, liegen weit über dem von der Bundesregierung angestrebten "Zielkorridor" von lediglich 2500 bis 3500 Megawatt pro Jahr.
Weil deshalb die Kostenbelastung für die Verbraucher stark steigen könnte, wird die Vergütung für Solarstrom nach dem Stufenplan des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nun noch stärker gesenkt. Die Vergütung von Sonnenstrom aus neu errichteten Anlagen wird deshalb ab 1. Januar 2012 um 15 Prozent unter den heutigen Werten liegen. Je nach Standort und Größe der Anlage können Solarstrom-Produzenten im kommenden Jahr also noch zwischen 17,94 und 24,43 Cent pro Kilowattstunden einstreichen. "Für Verbraucher lohnt sich der Einstieg in die Solarstrom-Produktion weiterhin", erklärte der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) dazu: Gerade in den letzten Monaten seien "die Preise für schlüsselfertige Solarstromsysteme deutlich gefallen".
Der Zubau von 5200 Megawatt entspricht der installierten Leistung von fünf großen Atomkraftwerken. Weil Solaranlagen in Deutschland allerdings nur in 750 der 8760 Jahresstunden ihre Volllast erreichen, produzieren sie um ein Vielfaches weniger Strom als Grundlastkraftwerke mit gleicher Leistung. Mit ihren Vergütungssätzen ist Solarstrom weiterhin die am besten vergütete - und für den Verbraucher teuerste - Art von Ökostrom. Der Ausbau der deutlich kostengünstigeren Windkraft - hier liegt die Anfangsvergütung bei neun Cent pro Kilowattstunde - hinkt den Wachstumsraten der Solarbranche stark hinterher. Nach einer Prognose des Branchenverbandes werden in diesem Jahr in Deutschland nur 1800 Megawatt Windkraft neu installiert - was nur knapp ein Drittel des Zuwachses an solarer Leistung wäre.
Angesichts der hohen Kosten für den Verbraucher fordert die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag daher eine Deckelung des Solar-Zubaus auf nur noch 1000 Megawatt jährlich. "Der Druck auf die Strompreise wächst, mittlerweile sind die Energiepreise der größte Inflationstreiber", warnte der Berichterstatter Mittelstand der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs, kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen: "Allein der Fotovoltaik-Zubau von 4000 bis 5000 Megawatt in diesem Jahr wird die Stromverbraucher innerhalb des 20-jährigen Förderzeitraums mit zwölf bis 15 Milliarden Euro belasten."
Nach Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung bürden allein die bis Ende 2010 verbauten Solarmodule den Verbrauchern Zusatzkosten von mehr als 85 Mrd. Euro über den Förderzeitraum von 20 Jahren auf. Die bislang verbauten Solarmodule decken etwa zwei Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Weil Solarstrom nachts völlig und in den Wintermonaten größtenteils ausfällt, müssen in entsprechender Menge Reservekraftwerke vorgehalten werden. Der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Holger Krawinkel, nannte die bevorstehende Kürzung der Solarstromvergütung um 15 Prozent "angesichts des rapiden Preisverfalls der Module noch recht moderat". Grundsätzlich gehe es angesichts der erreichten Größenordnung nicht mehr länger an, dass die Vergütungssätze für erneuerbare Energien "intransparent und ohne Beteiligung der Zahler wie auf einem Basar ausgehandelt werden." Nötig sei eine unabhängige Behörde, die etwa nach dem Vorbild des Bundesamtes für Energie in der Schweiz nach festen, nachvollziehbaren Maßstäben die Vergütungssätze und auch Ausbau-Mengen steuern könne.
Die in Deutschland verbauten Solarmodule stammen zum überwiegenden Teil von asiatischen Herstellern. Deutsche Anbieter wie Conergy, Solon und Q-Cells kämpfen wegen des Preisverfalls bereits ums Überleben. "Chinesische Hersteller bieten in Deutschland inzwischen TÜV-zertifizierte Solarmodule für 75 Cent pro Watt an", sagte Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin. "Vor einem Jahr lagen die Preise noch bei 1,60 Euro." Dies bringe "inzwischen sogar die Anbieter kostengünstiger Dünnschichtmodule wie etwa First Solar in Bedrängnis".
http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13685185/Zu-viele-Solaranlagen-auf-deutschen-Daechern.html
trance-x November 5th, 2011, 05:59 AM fJseefDFMf4
trance-x November 5th, 2011, 06:07 AM Wer glaubte, Gruenen/Greenpeace, sonstigen oeko-sozialistischen Sekten ging es tatsaechlich um Umweltschutz, wurde ja schon durch die umwelt-, landschaftszerstoerenden, ressourcen-verschleudernden und klima-feindliche Windenergie eines besseren belehrt ...
Dass die meiste Photovoltaik giftig ist wird ja auch immer bekannter ... genauso dass Bio-Diesel (auch urspruenglich von Oeko-Sozialisten verbreitet), Muelltrennung und sonstiges, alles reiner ideologischer Unsinn war und gegenteilig wirkt verbreitet sich erkenntnismaessig zunehmend.
Wie sehr Gruene/Greenpeace und andere antimodernistische Sekten auf echten Umweltschutz pfeifen und an blanken Ideologien klammern, zeigte sich ja nicht nur an ihrer rueckstaendischen Anti-Atom-Propaganda, sondern auch beim aktiven Support von giftiger Photovoltaik ... damit sind sie kriminelle Mittaeter ...
Und all das kostet und kostet und kostet ...
Grüne gegen Cadmium-Verbot bei Solarzellen
Solarzellen, die das giftige Cadmiumtellurid enthalten, sollten nach Auffassung der Grünen auch künftig nicht unter das Giftstoffverbot der europäischen Union fallen. "Ein Verbot von Cadmiumtellurid-Zellen wäre sogar kontraproduktiv", erklärte Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik der grünen Bundestagsfraktion, in einem Gastbeitrag für Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will bei seiner Sitzung am Mittwoch darüber entscheiden, ob die Elektroschrott-Richtlinie der Europäischen Union (Rohs-Richtlinie: Restrictions of the use of hazardous substances) auch auf Solarzellen ausgeweitet werden sollte. Der Gebrauch von Schwermetallen wie Blei, Quecksilber und Cadmium wäre dann bei der Solarzellen-Fertigung untersagt. Betroffen wäre davon der größte Solarzellen-Hersteller der Welt, die US-Firma First Solar, die bei der Produktion ihrer Dünnschichtzellen die Schwermetallverbindung Cadmiumtellurid verwendet. First Solar betreibt auch eine Fertigung in Deutschland, in Frankfurt an der Oder. Andere Solarkonzerne, die auf die Verwendung von giftigen Schwermetallen verzichten und statt dessen auf Silizium setzen, hatten Anfang Mai in Brüssel dafür plädiert, das Cadmium-Verbot auf ihre eigene Branche auszudehnen. Die Unternehmen befürchten nach eigenen Angaben, als Branche für eventuelle Umweltschäden des Cadmiums mithaften zu müssen. Zu den Unterzeichnern der Forderung eines Cadmium-Verbots gehörten unter anderem die Firmen Solarworld, Bosch, REC und Photovoltech. Weil in den Solarzellen Cadmium und Tellur eine metallurgisch sehr feste Verbindung eingingen, "geht von Cadmiumtellurid-Solarzellen im Normalfall keine Umweltgefährdung aus", schreibt hingegen der energiepolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Fell, in der "Welt". Allerdings sei es "unabdingbar, dass andere Solarunternehmen vergleichbare Recyclingkonzepte wie First Solar verfolgen und dass deren Einhaltung vom Staat streng kontrolliert wird." Solarzellen könnten dazu beitragen, die giftigen Schwermetallemissionen von Kohlekraftwerken in Zukunft zu vermeiden, schreibt Fell: "Mit einer Aufnahme von Cadmiumtellurid in die RoHs-Richtlinie würde dies deutlich länger dauern, da der Preissenker Nr. 1 der Photovoltaik verboten würde." Offenbar versuchten derzeit einige Hersteller von Solarsiliziumtechniken in Brüssel, "mit gezielter Lobbyarbeit ihre stärksten Konkurrenten in den eigenen Reihen loszuwerden", so Fell: "Sollte die Siliziumlobby Erfolg haben, wären die Hauptgewinner die Kohlekraftwerke."
source: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-06/17045239-gruene-gegen-cadmium-verbot-bei-solarzellen-003.htm
trance-x November 5th, 2011, 06:13 AM Man muss sich mal die unglaublichen Kostenexplosionen in der gesamten Gesellschaft vorstellen, die der Fehler Kernenergieausstieg (schon vorher das Blockieren von einem Umstieg auf noch modernere Kernkraftwerke und Forschung) inzwischen kostet ... ueberall schadet es dem Industriestandort, ueberall der Wirtschaft, ueberall verteuert es die Privathaushalte...
Und dann ist es noch nicht einmal wirklich sauber (wie etwa die Kernenergie), sondern die groessten Dreckschleudern ...
BILANZZAHLEN VORAB
Solarsparte drückt Siemens-Gewinn
03.11.2011, 19:03 Uhr
Die Solarenergie gilt als eine der wichtigsten Energiequellen für die Zukunft. Für Siemens zahlt sich das bislang kaum aus. Probleme mit der Solarsparte belasten den Gewinn. Abschreibungen im dreistelligem Millionenbereich drohen.
Die Solarsparte macht Siemens Probleme.
Quelle: dpa
DüsseldorfSiemens muss hohe Belastungen in seiner Solarsparte verkraften. Nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen muss der Technologiekonzern mehr als 200 Millionen Euro auf den Firmenwert der 2009 übernommenen Solartechnik-Firma Solel abschreiben.
Die Münchener hatten 2009 umgerechnet 284 Millionen Euro für den israelischen Solartechnik-Spezialisten bezahlt. Bislang hat die Tochter die Erwartungen nicht erfüllt, weil sich die Solarthermie langsamer durchsetzt, als Siemens erwartet hatte. Im boomenden, aber hart umkämpften Photovoltaik-Markt ist Siemens bislang nicht vertreten. Inzwischen ist der Konzern hier aber laut Branchenkreisen auf der Suche nach möglichen Übernahmekandidaten.
Der Siemens-Konzern wollte sich zu den Spekulationen über die hohe Abschreibung nicht äußern. Vorstandschef Peter Löscher legt in der kommenden Woche die Bilanz des Geschäftsjahres 2010/11 (30. September) vor. Operativ läuft es bei den Münchenern derzeit insgesamt weiter glänzend. Allerdings musste der Konzern im dritten Quartal Belastungen wegen des Ausstiegs aus dem Nuklear-Gemeinschaftsunternehmen mit Areva und von Abschreibungen in der Diagnostiksparte in Höhe von zusammengerechnet mehr als einer Milliarde Euro verbuchen.
source: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/solarsparte-drueckt-siemens-gewinn/5795740.html
Wir brauchen dringend Kernfusion um den ganzen irren, fatalistischen Oeko-Wahn zu durchbrechen ...
trance-x November 7th, 2011, 04:22 AM BÜROKRATIE
Die Öko-Falle
Von Fleischhauer, Jan; Kleinhubbert, Guido; Neubacher, Alexander
Wenn es um die Umwelt geht, ist Deutschland kein Preis zu hoch. Nirgends wird hingebungsvoller der Müll getrennt, am Strom gespart, auf Wasser verzichtet. Doch wie beim Biosprit E10 stehen Aufwand und Ertrag oft in keinem Verhältnis, mitunter schadet der gute Wille sogar.
Der Bürger hat es vermasselt, mal wieder. Dabei war alles vorbereitet für die grüne Revolution: frisches Benzin an den Tankstellen, neue Schilder, die Depots der Raffinerien bis zum Rand gefüllt. Und dann das: Der deutsche Autofahrer verweigert sich der neuen Zeit. Er mag einfach kein E10 kaufen, selbst da nicht, wo es fast zehn Cent billiger ist als ein Liter Super.
So etwas kann sich die Bundesregierung natürlich nicht bieten lassen. "Ja, das ist ärgerlich, aber ein Verkaufsstopp für E10 kommt nicht in Frage", sagte Umweltminister Norbert Röttgen am Dienstag vergangener Woche, zum Auftakt eines eilends einberufenen "Benzingipfels" in Berlin. Immerhin handle es sich bei der Einführung des neuen Kraftstoffs um einen Meilenstein der deutschen Klimaschutzpolitik, wie der Minister mit drohendem Unterton hinzufügte.
Jetzt greift Paragraf 37c des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Pro Liter herkömmlichen Benzins sind etwa zwei Cent Strafe fällig. Der Betrag wird gleich beim Tanken auf den Preis aufgeschlagen. Es gibt auch schon eine Behörde, die aufpasst, dass sich alle an die Regeln halten. Beim Hauptzollamt in Frankfurt (Oder), Außenstelle Cottbus, hat die Bundesregierung eine Biosprit-Quotenstelle eingerichtet, die das Strafgeld kassiert.
Wenn es um die Umwelt geht, müssen andere Interessen zurücktreten, Gefahr von Motorschäden durch E10 hin oder her, es geht um die Zukunft für alle. Die Vereinten Nationen haben den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu einem ihrer "Millenniumsziele" erklärt, den Klimaverhandlungen der großen Industrienationen wird heute mehr Bedeutung beigemessen als Wirtschaftsgipfeln.
In den Programmen aller ernstzunehmenden Parteien nimmt der Umweltschutz breiten Raum ein; im Koalitionsvertrag von Union und FDP steht das Kapitel "Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz" noch vor Familie, Bildung und innerer Sicherheit. Die Förderung des Elektroautos liegt der Bundesregierung ebenso am Herzen wie der Ausbau der erneuerbaren Energien oder der Schutz der Fische in "frei fließenden Flüssen".
Es gibt kein Thema, bei dem sich die Politik so einig ist. Wer will sich auch den Vorwurf zuziehen, die Ressourcen der nachfolgenden Generationen zu vergeuden? Während schon eine kleine Gesetzesinitiative wie die Erhöhung des Arbeitnehmerpauschbetrags zu wochenlangem Streit führt, gab es zur Abschaffung der Glühbirne nicht eine einzige Aussprache im Bundestag. Sobald auf einem Vorhaben das Wort Umwelt prangt, erübrigt sich jede weitere Debatte.
Wenn es der Umwelt nützt, scheint kein Preis zu hoch. Für jedes heimische Lebewesen, und sei es ein Juchtenkäfer wie jüngst in Stuttgart, finden sich sofort Menschen zusammen, um sich dem Bagger in den Weg zu stellen. Wehe, es leben irgendwo Großtrappen oder seltene Molche: Dann müssen Unterführungen und Erdwälle her - oder die Strecke wird, wie nahe Hessisch Lichtenau, für 50 Millionen Euro in einen Tunnel geführt. Man mag das für unnötig sentimental halten, andererseits ist es ein schöner Zug, wenn Menschen sich für den Erhalt von Lebewesen einsetzen, und seien sie noch so klein.
Die Bürger machen normalerweise alles brav mit, an ihnen soll es nicht scheitern. Die Deutschen sind, wenn es ökologisch wird, ein musterhaftes Volk. Sie trennen sorgfältig ihren Abfall und sparen beim Wasser, sie bringen die Flaschen zurück in den Supermarkt und die Batterien zur Sammelstelle. Als man ihnen sagte, sie brauchten für ihre Autos jetzt einen Rußfilter, ließen sie diesen ohne Murren in der Werkstatt nachrüsten. Selbstverständlich sind sie auch ganz vorn mit dabei, Solar aufs Dach zu bringen und Dämmplatten an die Wand zu kleben.
In eher seltenen Fällen beschleicht die Menschen der Verdacht, dass Aufwand und Ertrag in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Es ist noch nicht lange her, dass die Republik dem Feinstaub den Kampf erklärte. In vielen Städten richteten die Verantwortlichen Fahrverbotszonen ein und stellten Messanlagen auf. Dann verschwand das Thema so schnell, wie es aufgetaucht war, ohne dass sich die Luftqualität nennenswert verbessert hätte. Die Zahl der Tage, an denen die Behörden Feinstaubalarm auslösen, ist gerade wieder gestiegen.
In vielen Städten ist die Mülltrennung inzwischen eine Wissenschaft für sich. Wo noch vor 20 Jahren eine schwarze Tonne reichte, stehen heute sechs bunte Plastikcontainer, auf die der Abfall zu verteilen ist: einer fürs Papier, einer für Verpackungen, zwei für Bunt- und Weißglas, einer für das Grünzeug und einer für den Rest. Die Hansestadt Hamburg belohnt jeden Bewohner, der sich eine grüne Tonne für Kompostabfälle anschafft, mit einem Gebührennachlass - auch wenn er gar keinen Garten hat. Hamburg will Umweltstadt Europas sein, da muss man sich etwas einfallen lassen.
Mancher erinnert sich auch noch an die Diskussion um das Dosenpfand, das die Verbraucher zum Umstieg auf Mehrwegflaschen bewegen sollte. Seit Einführung der Pfandpflicht stellen die Menschen überrascht fest, dass im Getränkeregal so viele Einwegflaschen stehen wie nie zuvor. Jetzt muss man die mit Pfand halt zurückbringen, bevor sie in den Schredder wandern, das ist der ökologische Unterschied. Sogar die Weißblechdose feiert ein ungeahntes Comeback.
Aber was sollen sie sich aufregen, das liegt den Deutschen nicht. Folgsam kommen sie ihren Umweltpflichten nach, trotz aller Zweifel. Nur in Ausnahmefällen regt sich Widerstand. Viele wollen nicht recht einsehen, warum sie nun auch Abschied von der Glühbirne nehmen sollen. Der einfachste Weg, Strom zu sparen, wäre aus Sicht des Normalbürgers, das Licht auszuschalten, wenn man es nicht mehr braucht.
Auch beim angeblichen Biobenzin zeigen sie sich nun ungewohnt störrisch. Wenn es um die Unversehrtheit des Motors geht, geben die Bürger lieber ein paar Cent mehr aus, als sich nachher über durchgefressene Leitungen zu grämen, zumal ja auch Behörden der Sache misstrauen. "Das Innenministerium Baden-Württemberg bittet darum, von der Betankung der Dienstkraftfahrzeuge mit Benzinmotoren mit dem neuen Kraftstoff E10 vorläufig Abstand zu nehmen", heißt es etwa in einem Rundschreiben, das die Polizeidirektion Freiburg vergangenen Mittwoch an alle Kollegen verschickte.
Dass es sich bei E10 um einen Ökoschwindel handelt, ist vielen noch nicht einmal richtig bewusst. Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte das neue Benzin auch in Zukunft meiden.
Neun große europäische Umweltverbände haben in einer gemeinsamen Studie herausgefunden, dass die Umweltbilanz von Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen unterm Strich eindeutig negativ ist. In Brasilien und auf Borneo werden die Regenwälder gerodet, um Platz für Zuckerrohr und Ölpalmen zu schaffen. Gleichzeitig fehlen für Nahrungsmittel die Anbauflächen, weshalb weltweit Hungersnöte drohen. Im vergangenen Jahr ist der Preis für Getreide auf dem Weltmarkt stark gestiegen.
Für eine einzige Tankfüllung Bio-Ethanol geht etwa so viel Korn drauf, wie ein Erwachsener in einem ganzen Jahr essen kann. Um nur den deutschen Mehrbedarf an Biosprit decken zu können, brauchte es ein Anbaugebiet von etwa einer Million Hektar. Das ist eine Fläche viermal so groß wie das Saarland, die gedüngt, mit Pestiziden behandelt und intensiv bewirtschaftet werden muss. Umweltverbände rechnen europaweit mit bis zu 56 Millionen Tonnen zusätzlicher Treibhausgase jährlich, ein Umweltverbrechen, das sofort gestoppt werden müsse.
Doch dafür ist es reichlich spät. Landwirtschaft und Industrie haben sich umgestellt. Auf riesigen Flächen in Deutschland wächst nichts als Mais (für Biogas), Raps (für Biodiesel) oder Zuckerrüben und Weizen (für Biobenzin).
Wer wissen will, wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist, kann sich beim Imker Ekkehard Hülsmann aus dem badischen Appenweier im Landkreis Ortenau erkundigen. Seine sonnenverwöhnte Heimat galt immer als eine Art Garten Eden, in dem die Obstbäume ebenso gediehen wie der Wein, das Gemüse und der Tabak. Und so war auch der Honig, den Hülsmanns Bienen in der Region aufsammelten, weithin für seinen guten Geschmack bekannt.
Inzwischen wird auf mehr als der Hälfte der Ackerfläche im Landkreis Mais angebaut, und für Hülsmanns Bienen sind harte Zeiten angebrochen. In einem Jahr raffte es die Hälfte der Tiere dahin, weil sie ein von Bayer entwickeltes Mittel zum Schutze der Maispflanze nicht vertrugen. Im nächsten verendeten viele Bienen, weil sie nicht genug zu fressen fanden.
Er habe es ja anfangs selbst nicht für möglich gehalten, sagt Hülsmann, aber es sei wahr: "Die Bioenergie macht unsere schöne Natur kaputt."
So ist es leider häufiger in der Umweltpolitik: Zwischen Sinn und Unsinn verläuft ein schmaler Grat. Nicht alles, was grün daherkommt, nützt der Natur - manches schadet ihr sogar. Der Ökogrundsatz, möglichst behutsam zu verfahren, ist ausgerechnet in der Umweltpolitik außer Kraft gesetzt. Hier wird nach dem Prinzip verfahren, dass mehr vom Guten auch mehr hilft.
Niemand rechnet genau nach, ob die Milliarden, die in den Umweltschutz gehen, sinnvoll investiert sind. Der Bürger kann es nicht beurteilen - und viele Fachleute, die von den Problemen leben, vor denen sie warnen, haben an solch einer Bilanz kein Interesse. Ein beträchtlicher Teil des Geldes fließt in Expertisen, Risikofolgeabschätzungen und Gütesiegel. Im Lobbyistenverzeichnis des Bundestags liegt die Zahl der Verbände und Kommissionen, die sich dem ökologischen Fortschritt verpflichtet fühlen, gleichauf mit den Interessenvertretern aus der Pharmabranche oder Verkehrsindustrie.
Wer sich näher mit der Sache befasst, muss bekümmert feststellen, dass sich die Mühe leider oft nicht lohnt. In der Regel lässt sich nur noch ein kleiner Effekt nachweisen, der zudem teuer erkauft werden muss. Die deutschen Umweltstandards sind bereits so hoch, dass es eines enormen Aufwands bedarf, um eine weitere Verbesserung zu erzielen - jedenfalls im Vergleich zu weniger entwickelten Ländern wie China, Indien oder den ehemaligen Ostblockstaaten.
In der Ökonomie kennt man dies als das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen. Es besagt, dass irgendwann eine Sättigung eintritt. Das erste Glas hilft sehr gegen Durst, das zweite schon weniger, nach dem zehnten stellt sich ein unangenehmes Völlegefühl ein oder sogar Übelkeit.
Das ist das Schlimme an der Sache: Manche umweltpolitische Großtat hilft der Ökologie nicht nur nicht - sie führt sogar zum Gegenteil.
Müll
Agnes Bünemann schnüffelt im Müll anderer Leute, das ist ihr Auftrag, den hat sie von ganz oben. Für Bund, Länder und Kommunen findet sie zum Beispiel heraus, ob die Menschen ihren Abfall so trennen, wie es das Gesetz verlangt. Bünemanns Firma sitzt in Osnabrück und heißt Cyclos, das kommt von Kyklos, dem altgriechischen Wort für Kreis. Und so ist es Bünemann und ihrem staatlichen Auftraggeber ja auch am liebsten: Nichts soll verschwendet werden, alles wird wieder gebraucht, Yin und Yang, die Welt im Gleichgewicht.
Bünemann und ihre Leute haben in Berliner Abfalltonnen gewühlt und gelbe Säcke in Dortmund gefleddert. Sie fanden heraus, dass Rentner penibler sortieren als Studenten und Einheimische genauer als Migranten. Die besten Mülltrenner Deutschlands leben wohl in Delmenhorst.
Im Großen und Ganzen, sagt Bünemann, könne die Politik mit dem Bürger zufrieden sein. Die Deutschen sind ein Volk von Trennern und Sammlern. Nur etwa 20 Prozent des Abfalls landen in der falschen Tonne, was angesichts der Komplexität der Materie eine respektable Leistung darstellt. Die Verpackungsverordnung, erstmals in Kraft gesetzt im Jahr 1991, wird allgemein hochgeachtet.
Für jedes Produkt, das mit dem Grünen Punkt des "Dualen Systems Deutschland" gekennzeichnet ist, zahlt der Bürger schon beim Einkauf die Müllgebühr mit. Geleerte Dickmilchbecher oder Kefirbehälter sind löffelrein zurückzugeben. Nicht wenige spülen die Becher sogar aus, in der Hoffnung, es helfe beim Recycling. Der Glaube an die Wiedergeburt des Plastikbechers ist groß. Der Kreis darf nicht durchbrochen werden.
Wird der gelbe Sack dann abgeholt, geht die Sortiererei weiter. Per Infrarotsensor halten Spezialmaschinen bis zu sechs verschiedene Plastiksorten auseinander. Doch dann passiert etwas Merkwürdiges. Über die Hälfte der Joghurtbecher, Saftflaschen und Verpackungsfolien wandern - ins Feuer.
Das ist erlaubt. Nur 36 Prozent des Plastikmülls muss das Duale System "werkstofflich verwerten", wie es im Gesetz heißt. Mit dem großen Rest kann das Unternehmen machen, womit es am meisten Geld verdient. Und das ist oft der Verkauf an Anlagen, in denen Müll verbrannt wird, etwa um Fernwärme zu produzieren. Die Fachleute sprechen von "thermischer Verwertung".
Weit über hundert solcher Anlagen gibt es in Deutschland. Weil Restmüll seit gut fünf Jahren nicht mehr einfach auf eine Deponie gekippt werden darf, hat fast jede größere Kommune einen eigenen Ofen. Doch es gibt längst zu viele Verbrennungsanlagen für zu wenig Restmüll, auch weil die Bürger so schön trennen. Die Betreiber der Öfen wussten irgendwann nicht mehr, womit sie diese eigentlich befeuern sollen.
Da kommen die Gelben Säcke gerade recht. Die Verbrennungsofenbetreiber, viele sind in kommunaler Hand, kaufen im ganzen Land penibel sortierten Plastikmüll auf. Er besteht ja zu guten Teilen aus Erdöl. Er ist also hervorragend geeignet, ein tüchtiges Feuer zu entfachen.
Der Wertstoffkreislauf freilich findet in der thermischen Verwertung sein jähes Ende. Was im Feuer verglüht, kann nicht wieder aufgearbeitet werden. Und tatsächlich gibt es für die Firmen, die sich auf die Weiterverarbeitung von Altplastik spezialisiert haben, in Deutschland nicht mehr genug Rohstoff.
Das Recycling-Unternehmen mtm plastics im thüringischen Niedergebra ist bereits auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Mit Ökologie hat das allerdings nicht mehr viel zu tun, wie Firmenchef Michael Scriba sofort einräumt. Bevor er aus dem Plastikmüll Granulat machen kann, aus dem dann beispielsweise Blumenkübel werden, muss der Müll erst einmal über Hunderte Kilometer herangekarrt werden. Den CO2-Abdruck, den die Kübel so hinterlassen, hat Scriba lieber nicht ausgerechnet.
Wasser
Am Wasser können die Deutschen gar nicht genug sparen. Kaum eine Nation nördlich der Sahara ist so wasserbewusst wie diese. Die Deutschen sparen beim Geschirrspülen (eine moderne Maschine kommt heute mit sechs Litern aus), beim Toilettengang (Spartaste) und selbst beim Autowaschen.
Auch bei den zuständigen Stellen, die über die Umwelterziehung wachen, steht das richtige Wasserbewusstsein ganz oben an. Auf seinen Internetseiten empfiehlt das Bundesumweltministerium, beim Zähneputzen den Hahn abzustellen und auf Vollbäder zu verzichten. Wassersparen schone die Umwelt und diene dem Geldbeutel. Außerdem, wird auf der Internetseite suggeriert, helfe es armen Ländern, ihre Reisfelder zu bewässern.
In Brüssel, wo die Verantwortlichen praktisch denken, überlegen sie gerade, künftig nur noch Duschköpfe mit Durchflussbegrenzern auf den Markt zu lassen. Die Brause macht dann zwar nur noch halb so viel Spaß, weil der "Perolator" wie ein Föhn vor allem Luft verströmt, aber dafür verbraucht er auch deutlich weniger von dem kostbaren Nass.
Kostbar? Deutschland zählt zu den wasserreichsten Länder der Erde, es könnte theoretisch fünfmal so viel Wasser verbrauchen wie derzeit. Wahr ist auch, dass sich Leitungswasser nicht über Tausende Kilometer transportieren lässt, es also dem vietnamesischen Reisbauern wenig nützt, wenn man hierzulande nach dem Pinkeln die Spartaste drückt.
Ein Nebeneffekt der Wassersparwut lässt sich in der Kanalisation deutscher Städte besichtigen. Weil immer weniger Abwasser durch die Rohre rauscht, pappen Fett, Kot und Essensreste fest und greifen die Kanalisationswände an. Das Trinkwasser droht vielerorts zu verkeimen. In Städten wie Gelsenkirchen müssen die Versorger jeden Tag Hunderttausende Liter abpumpen, um die nötige Fließgeschwindigkeit zu gewährleisten.
So kommt es, dass der Verbraucher jedes Jahr mehr Wasser spart und trotzdem immer höhere Rechnungen bekommt. Auf die reagiert er dann mit weiteren Sparanstrengungen, ein Teufelskreis, aus dem er nur herausfände, wenn er wieder mehr statt weniger Wasser verbrauchen würde.
Anfang des Jahres kündigten Versorger in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Teilen Baden-Württembergs erneut Preissteigerungen an. Einer der Gründe: "Anpassungsmaßnahmen", wie zum Beispiel das Wasserabpumpen euphemistisch heißt. Ein weiterer Gebührensprung ist zu erwarten, wenn die Brüsseler Parlamentarier ihren Plan wahr machen, einen "Wasserausweis" für besonders sparsame Gebäude einzuführen. Der deutsche Branchenriese Gelsenwasser rechnet mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro, sollte der Verbrauch dann noch einmal um 25 Prozent sinken.
Feinstaub
Die Box, die Berlin vor dem Krebstod bewahren soll, misst drei mal acht Meter und steht an der Frankfurter Allee im Osten der Stadt. Sie ist bunt angemalt, auf der einen Seite prangt ein kleiner Delphin, aber drinnen lauert das Gift. Alles, was an toxischen Stoffen durch die Luft fliegt, wird hier gesammelt und gemessen: Ozon, Stickoxide und, natürlich, der bedrohlichste Feind von allen, der Feinstaub.
Im März 2005 erfuhren die Deutschen zum ersten Mal von der Gefahr, der sie sich durch jeden Atemzug aussetzen. In Brüssel hatten sie neue Grenzwerte erlassen, und in vielen Städten lösten die Behörden daraufhin Feinstaubalarm aus, weil die Luft schmutziger war, als sie hätte sein dürfen. Eine neue Umweltgefahr war geboren, nicht für die Experten, die hatten es immer gewusst, aber für den Laien, der gedacht hatte, er tue sich etwas Gutes, wenn er viel draußen ist.
Es ist ja auch wirklich zum Fürchten: Feinstaub führt zu Asthma und Lungenkrebs, wenn man den Fachleuten glauben darf, er verändert die Herzfrequenz, was bei Menschen, deren Herz schon geschädigt ist, Rhythmusstörungen auslöst. Weil er selbst ins Blut gelangen kann, fördert er die Entstehung von Blutgerinnseln und damit das Infarktrisiko.
Die Opferzahlen sind entsprechend. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 65 000 Menschen am Feinstaub, so steht es in einer Studie der EU. Andere Wissenschaftler schätzen die Zahl der Toten, die auf das Konto dieser Umweltbelastung gehen, noch höher ein.
Und das Tückischste ist: Man sieht den Feind nicht einmal. Maximal zehn Mikrometer misst ein Feinstaubpartikel, also etwa ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haars. Das macht ihn auch so gefährlich. Je kleiner ein Staubkorn, desto tiefer atmet man es ein, und desto mehr Schaden kann es anrichten.
Das Erschrecken war also groß, die Politik gefordert. Selten haben die Gesetzgeber auf eine neue Umweltangst so schnell und entschieden reagiert: Eine halbe Million Besitzer von Dieselfahrzeugen haben seitdem notgedrungen ihr Auto mit Rußfiltern nachgerüstet.
Der Feinstaub könnte also ein schönes Beispiel erfolgreicher Umweltpolitik sein, wenn, ja, wenn die Zahlen nicht wären, die täglich aus solchen Messstationen wie an der Frankfurter Allee kommen. 2007, also ein Jahr vor Einführung der Umweltzone, wurden die neuen Grenzwerte in Berlin an 30 Tagen verfehlt, 2008 dann nur noch 24-mal, ein vielversprechender Anfang. Doch seitdem sind sie wieder gestiegen: 2009 lag die Zahl der Überschreitungen bei 39 Tagen, im vergangenen Jahr sogar bei 53. Es ließe sich also genauso gut folgern, dass die neuen Vorschriften für die Autofahrer die Situation nicht besser, sondern schlimmer gemacht haben.
"Feinstaub ist halt ein sehr komplexes Thema", sagt Martin Lutz und studiert etwas gequält die Zettel mit den Messwerten in seiner Hand. Lutz ist so etwas wie der Vater der deutschen Umweltzone, zu der sich inzwischen 44 deutsche Städte bekennen. Seit 30 Jahren kämpft der Meteorologe für bessere Luft, erst gegen den Smog, jetzt gegen das Gespenst aus dem Auspuff. Dass in Berlin lange Zeit die strengsten Abgasvorschriften der Republik galten, verdankt die Hauptstadt vor allem ihm.
Das Problem mit dem Feinstaub ist, dass er nicht nur aus dem Motor kommt. Auch die Bremsen und die Kupplung geben Feinstaub ab, der Reifenabrieb nicht zu vergessen. Eigentlich müsste man das Autofahren ganz verbieten. Und der lokale Verkehr ist nicht einmal das größte Übel, insgesamt trägt er durchschnittlich nur mit elf Prozent zur Feinstaubbelastung bei. Das meiste kommt aus Kraftwerken und der Landwirtschaft.
Wer sich einmal eingehender mit der Materie beschäftigt, möchte gar nicht mehr atmen. Zigaretten zum Beispiel sind regelrechte Feinstaubschleudern, aber auch schon von einer einfachen Kerze geht Gefahr aus. Niemand hat sich bislang die Mühe gemacht, Grenzwerte für Innenräume festzulegen - dabei ist es keine Frage, dass ein brennender Weihnachtsbaum an Heiligabend jede EU-Vorschrift sprengen würde. Silvester sollte man unter Feinstaubgesichtspunkten nur drinnen verbringen, die Belastung ist an diesem Tag so hoch, dass im ganzen Land die Messgeräte verrücktspielen.
Jetzt gibt es immerhin eine neue Regelung für Kamine in Privathaushalten. Das Bundesumweltministerium hat in einer Richtlinie für sogenannte Kleinfeuerungsanlagen den Einbau spezieller Filter verfügt; wer bereits einen Kamin in seiner Wohnung hat, muss künftig nachrüsten. Leider sind auch die beliebten Pelletheizungen, die als besonders klimaverträglich gelten, große Feinstaubproduzenten. "Wir haben überlegt, ob wir in Berlin eine Sonderverordnung erlassen, aber erst einmal davon Abstand genommen", sagt Lutz. Doch er verspricht, die Kaminheizungen im Auge zu behalten.
Wer an der unsichtbaren Front steht, darf nie nachlassen. Nach dem Feinstaub kommt nun der Feinststaub an die Reihe. Die EU ist immer schon einen Schritt weiter als die wackeren Umweltschützer vor Ort. Ab 2015 gelten auch für Partikel unter 2,5 Mikrometer verbindliche Grenzwerte. In der Logik der Feinstaubjäger ist das nur konsequent: Die Gefährlichkeit wächst ja mit der Kleinheit.
Um 15 Prozent müssen die Werte überall in Deutschland herunter, auch in Wohngebieten, wo kaum ein Auto fährt. "Ziemlich ambitioniert", sagt Lutz und wiegt den Kopf. Es sieht nicht so aus, als ob er die Aufgabe für unlösbar hielte.
Licht
Der neue Umweltfeind besteht aus Glas, etwas Blech und einem Stückchen Draht. Man findet ihn in jedem deutschen Haushalt.
130 Jahre hat die Glühbirne brav ihren Dienst erfüllt. Sie hat die Dunkelheit vertrieben, die Straßen sicherer gemacht und den Menschen Trost gespendet. Niemand wäre bis vor kurzem auf die Idee gekommen, dass dieser Alltagsgegenstand von so großem Übel für das Weltklima sein könnte, dass er verboten gehört.
Aber nun muss sie weg, die Birne, ein für alle Mal, so hat es die Kommission der Europäischen Union in Brüssel verfügt, und so sehen es auch die deutschen Umweltbehörden. Am 1. September 2009 verschwanden alle 100-Watt-Birnen aus dem Handel, am 1. September 2010 traf es die 75-Watt-Lampe, in diesem Jahr ist die 60-Watt-Birne dran. Spätestens ab 2013 erstrahlt nur noch das kühle Licht der energiesparenden Lampen.
Vielen Menschen fehlt die Glühbirne schon jetzt. Das Sparlicht hat zu viel Blauton. Es erzeugt Stress und Unruhe, weil es die Zirbeldrüse daran hindert, das Schlafhormon Melatonin auszuschütten. Man sollte die neue Birne auch nicht fallen lassen. Sie ist mit Quecksilber gefüllt, nicht sehr viel, aber immerhin genug, dass dem Verbraucher geraten wird, vorsichtig zu hantieren und sie besser nicht im Kinderzimmer einzuschrauben.
Das Aus für die geliebte Glühbirne ist unumkehrbar: Sie verbraucht zu viel Strom. Nur fünf Prozent der eingesetzten Energie geht ins Licht, wie die Experten ausgerechnet haben, der Rest verliert sich in Wärme. Eine Verschwendung, die sich eine klimabewusste Gesellschaft nicht leisten kann, Quecksilbergefahr und Melatoninmangel hin oder her.
Manch einer hat sich einen Vorrat an illegalen Birnen angelegt. In deutschen Abstellkammern stapeln sich 100-und 75-Watt-Lampen bis zur Decke, um auch noch in 20 Jahren im vertrauten Licht sitzen zu können. Es ist ein Protest im Stillen: Die Menschen haben den Eindruck, dass sie zu etwas gezwungen werden, was nicht richtig Sinn ergibt, und ihr Gefühl trügt sie nicht.
Die Energiesparlampe ist nämlich eine ziemlich schmutzige Angelegenheit, wenn man einmal die Herstellung näher in Augenschein nimmt: 80 Prozent der Produktion stammt aus China, wo die Sicherheitsvorkehrungen so lax sind, dass viele Arbeiter an Quecksilbervergiftungen leiden. Eine Reihe von Quecksilberminen, die zuvor geschlossen wurden, haben nun ihren Betrieb wieder aufgenommen. In Deutschland gilt die Sparbirne als Sondermüll, weshalb ihr giftiger Inhalt im Salzstock entsorgt wird, wenn sie ihren Geist aufgegeben hat.
Auch was ihre Energiebilanz angeht, hält die neue Birne nicht, was die Hersteller versprechen. Als die Zeitschrift "Ökotest" eine Reihe von Energiesparlampen testen ließ, war die Hälfte schon nach 6000 Betriebsstunden hinüber. Alle Berechnungen der EU unterstellen eine Lebenszeit von 10 000 Stunden. Dieser Wert lässt sich allerdings meist nur erreichen, wenn man die Lampe immer brennen lässt, wie sich nun herausgestellt hat. Das An- und Ausschalten bekommt der Energiebirne leider gar nicht gut.
Wärmedämmung
Weimar. Weltkulturerbe, Wirkungsstätte von Goethe und Schiller. Wer durch die Gassen schlendert, atmet den Geist der Klassik. Zahlreiche Gebäude sind älter als 200 Jahre, die Stadt ist ein architektonisches Kleinod.
Energetisch betrachtet ist Weimar leider ein Desaster. Kaum eines der Häuser entspricht modernen Baustandards. Die Wände sind dünn, die Fenster nicht dicht, überall dringt Wärme durch. Von Gesetz wegen müsste die Stadt verboten werden.
Spätestens im Jahr 2050 soll es in ganz Deutschland eigentlich nur noch klimaneutrale Gebäude geben, so hat es die Bundesregierung kürzlich in einem "Energiekonzept" beschlossen, ein in jeder Hinsicht ehrgeiziges Vorhaben. "Wenn wir das ernst nehmen, dann müssten wir die halbe Stadt abreißen", seufzt Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf.
Zum Glück gibt es ja die Baustoffindustrie. Mit ihren Platten und etwas gutem Willen lässt sich jede Behausung in ein Niedrigenergiehaus umwandeln, auch Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Es sieht danach nur etwas anders aus.
Deutschland ist im Dämmfieber. Mehrere Milliarden Euro haben Bauherren im vergangenen Jahr für das Verpacken von Häusern ausgegeben. Überall wird geklebt und geschraubt. Ganze Heerscharen umgeschulter Dämmspezialisten sind im Land unterwegs, um anhand von Wärmebildern ihre Produkte an den Mann zu bringen. Selbst Fachwerkhäuser, die eben noch mit viel Aufwand unter Eternitverschalungen hervorgeholt wurden, verschwinden jetzt wieder unter dicken Lagen Styropor. Das Fachwerkzentrum in Quedlinburg ist gerade dabei, ein Schadensverzeichnis anzulegen. Die Mitarbeiter kommen mit dem Zählen kaum nach.
Bei Neubauten hat es durchaus Sinn, sich rechtzeitig über eine gute Dämmung Gedanken zu machen. 71 Prozent des häuslichen Energieverbrauchs entfallen auf die Heizung, da lässt sich einiges einsparen. Doch was tun mit Altbauten, die trotz Bombenkrieg und Abrisswahn noch immer gut ein Viertel der heimischen Bausubstanz ausmachen? In der Sanierung des Altbestands sieht die Regierung "den zentralen Schlüssel zur Modernisierung der Energieversorgung und zum Erreichen der Klimaschutzziele".
Erst einmal muss außen der Stuck ab. Und die Putten. Eigentlich alles, was hervorsteht. Dann kommen die Dämmpakete drauf, teilweise über 30 Zentimeter dick. Das sieht nicht schön aus, dafür kann der Hausbesitzer jetzt in dem guten Bewusstsein leben, seinen Beitrag zum Umweltschutz geleistet zu haben. Außerdem wird die energieeffiziente Umwandlung vom Staat großzügig bezuschusst, da dämmt es sich gleich doppelt so gern.
Allerdings ist Styropor sehr empfindlich. Ein hart geschossener Ball, und schon kann eine Delle entstehen. Manchmal picken Vögel dran, dann gibt es ein Loch. Ein Riss im Mauerwerk ist schnell entdeckt und geschlossen; was die Feuchtigkeit unter einer Dämmplatte anrichtet, sieht man in der Regel erst, wenn die Nässe nach innen durchschlägt. Dann muss alles wieder runter und die Wand aufwendig trockengelegt werden.
"Niemand hat sich offenbar Gedanken gemacht, was eigentlich nach 10 oder 15 Jahren mit der Dämmung passieren soll", sagt Axel Rahn, "mit Nachhaltigkeit beim Bauen hat das jedenfalls nichts zu tun." Rahn ist Bauphysiker, einer der bekanntesten Deutschlands. Wie alle, die etwas von der Sache verstehen, kann er Eigentümern nur davon abraten, ihr Haus in Wärmepackungen zu legen. Er kennt zu viele Beispiele, in denen das schiefging.
Erst fängt es an, übel zu riechen; weil der Austausch mit der Außenluft fehlt, steigt der CO2-Gehalt der Luft, man wird müde und fühlt sich schlapp. Dann kommt der Schimmel. In der Wohnung steigt die Luftfeuchtigkeit, was Pilze anregt, sich zu vermehren. Spätestens jetzt denkt der Bewohner über Abhilfe nach.
Die Industrie bietet Belüftungsanlagen an. Im Altbau müssen dazu Luftschächte gebohrt werden, ein Vorhaben, das jedes Haus über Wochen zur Baustelle macht. Außerdem ist es sündhaft teuer.
Die Alternative heißt selber lüften. Die Vertreter der Wärmedämmung empfehlen das Stoßlüften, bei dem das Fenster minutenlang weit aufgerissen wird. Aber das reicht aller Erfahrung nach nicht, jedenfalls nicht, wenn gut gedämmt wurde. Also lassen die Leute Fenster und Türen offen stehen. "Aber was sollen sie auch anderes tun?", sagt Rahn. "Wenn sie gekocht haben, müssen sie lüften, wenn sie geduscht haben, müssen sie lüften. Im Grunde müssen sie immer lüften, sobald jemand länger zu Hause ist."
So sind alle Rechnungen zur Energieeffizienz plötzlich Makulatur. Gut die Hälfte der Wärme verliert ein Haus normalerweise durch die Außenwände, den Rest durch die Fenster. Dauerlüften ist in dieser Rechnung nicht vorgesehen. Das erklären einem die Energieberater aber erst, wenn es zu spät ist.
Dosenpfand
Die Netto-Filiale am Eschengraben 47 im Berliner Bezirk Pankow ist ein historischer Ort. Am 7. Juli 2003, einem Montag, betrat Jürgen Trittin, damals noch Bundesumweltminister, um 10.30 Uhr den Supermarkt. Er trug einen anthrazitfarbenen Anzug und in seiner Hand einen gelben Beutel, darin befanden sich einige leere Plastikflaschen.
Trittin begrüßte die Journalisten, dann steuerte er einen etwa mannshohen Automaten im hinteren Teil der Filiale an. Er holte eine Flasche aus dem Beutel und steckte sie mit dem Boden voran in die dafür vorgesehene Öffnung.
Dann gab es ein knirschendes Geräusch. Der Minister lächelte, es war für ihn und auch für Deutschland ein großer Tag. Jürgen Trittin, Begründer des Dosenpfands, Bewahrer der Mehrwegflasche, Held der Umweltbewegung, hatte soeben den ersten Einwegpfandautomaten der Republik eröffnet.
Dem Beispiel des Ministers sind seither viele Menschen gefolgt. Man muss leider sagen: zu viele. Eigentlich war das Pfand ja dazu gedacht, die Kunden abzuschrecken. Ökologisch nachteilige Einwegverpackungen sollten aus dem Handel verschwinden, so das Ziel der damaligen rot-grünen Bundesregierung. Doch stattdessen trat mit der Einführung des Pfands das Gegenteil ein.
2003 lag der Marktanteil von Mehrwegflaschen bei 64 Prozent. Nun ist er auf unter 50 Prozent gesunken. Bei Mineralwasserflaschen ist es am schlimmsten. Früher wurden Sprudelflaschen bis zu 50-mal wieder befüllt; heute landen zwei von drei nach einmaligem Gebrauch im Schredder.
Die Fachleute sind deshalb sehr enttäuscht, vom Handel, aber vor allem vom Verbraucher. Dessen Kaufverhalten "entspricht nicht unseren Erwartungen", sagt Christiane Schnepel vom staatlichen Umweltbundesamt, die das Phänomen im Auftrag des Umweltministeriums untersucht hat, "das ist schade".
In der Bundesregierung denkt man darüber nach, wie man aus dem Bürger doch noch einen besseren Mehrwegflaschenkäufer machen könnte. Umweltminister Norbert Röttgen glaubt, dass viele Verbraucher gar nicht wüssten, dass Pfandflaschen nicht automatisch auch Mehrwegflaschen sind. Er hat entsprechende Umfragen gelesen.
Das System soll deshalb überholt werden. Die neue Bundesregierung wirbt jetzt in Brüssel dafür, dass bei allen Flaschen künftig das Wort "Einweg" oder "Mehrweg" vorn groß auf dem Etikett stehen muss. Sollte das nicht helfen, wird bei Röttgen auch an ein generelles Verbot der Einwegflasche gedacht, so weit mochte nicht einmal dessen grüner Amtsvorgänger Trittin gehen. Aber so ist es, wenn man einmal angefangen hat, die Umwelt noch besser schützen zu wollen: Eine Maßnahme zieht die nächste gleich nach sich. Diese Interventionsspirale ist theoretisch unendlich.
Die Reaktion der EU-Kommission auf den deutschen Vorstoß zur Kennzeichnungspflicht fällt bislang allerdings verhalten aus. Offen ist auch, in welchen Sprachen die geforderten Hinweise eigentlich auf dem Etikett stehen sollen. Keine einfach zu lösende Frage - zumal es in den allermeisten EU-Staaten überhaupt kein Einwegpfand gibt.
Man sollte erwarten, dass es zu denken gibt, wenn Politik so oft das Gegenteil von dem bewirkt, was beabsichtigt war. Das Biobenzin sollte die Umwelt schonen und das Klima entlasten - tatsächlich zerstört es die Regenwälder und erzeugt mehr CO2 als jeder herkömmliche Treibstoff. Der sparsame Umgang mit Wasser war zum Schutz der natürlichen Grundlagen gedacht - jetzt muss unten eingelassen werden, was oben fehlt. Das Aus für die Glühbirne gilt als Meilenstein auf dem Weg zum klimaneutralen Wohnen in Europa - dafür fährt China die Quecksilberproduktion hoch.
Es wäre an der Zeit, vielleicht innezuhalten im Bemühen, die Umwelt zu verbessern, und sich die Frage zu stellen, was wirklich hilft und was eher nicht. Warum nicht einfach mal sagen: Sorry, wir haben uns geirrt? Aber so funktioniert es nicht. Der Ökologismus kennt keine Zweifel. Weil ja nie die Idee falsch ist, sondern es nur an der richtigen Ausführung fehlt, können die Anhänger an ihrem Kurs festhalten. Die Richtung stimmt immer.
Es werden demnächst sicherlich eine siebte und achte Mülltonne im Hof stehen, in einigen Großstädten wird bereits mit der neuen "Wertstofftonne" experimentiert. Natürlich wird die "Ökodesign-Richtlinie" der EU demnächst die Stand-by-Taste an allen Elektrogeräten verschwinden lassen. Dann muss man seinen Fernseher eben immer ganz ausmachen, auch wenn jeder Techniker weiß, dass häufiges An- und Ausschalten die Lebensdauer verkürzt. Irgendwann werden die Normen so streng sein, dass nur noch Elektroautos sie erfüllen. Aber auch das Elektroauto fährt nicht mit Luft und Wasser und nicht einmal mit E10, der Strom muss irgendwo herkommen, im Zweifel aus tschechischen oder französischen Atomkraftwerken.
Der Bürger wird alles geduldig ertragen, was bleibt ihm anderes übrig. Es dient ja der Umwelt, und dagegen kann niemand, wie man weiß, etwas haben.
source: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77435179.html
goschio November 7th, 2011, 04:54 AM Wer trennt denn heutzutage noch den Muell? LOL Kommt alles in die gleiche Tonne.
thun November 7th, 2011, 02:00 PM Bei den Solarsubventionen sind andere Länder da wesentlich schlauer. In Italien werden die Förderperioden an einen Maximalzubau gekoppelt, d. h., sobald eine gewisse Megawattzahl erreicht ist, werden die Subventionen für die nächste Runde angepasst. So kann halbwegs kontrolliert werden, wie viel Solarstrom installiert wird.
Aber Italien wäre nicht Italien, wenn das nicht mies umgesetzt würde: Im Frühjahr haben sie einen Monat vor Ende der Subventionsrunde angekündigt, dass eine neue beginnen werde, und sich dann bis kurz davor Zeit gelassen, neue Tarife zu veröffentlichen - Resultat: Jeder Investor hat seine geplanten Projekte sofort abgeblasen (zumindest so lange, bis die neuen Zahlen vorlagen), weshalb so die Montageindustrie mit dünner Kapitaldecke in eine Krise stürzte.
Dass die deutschen Hersteller der Solarindustrie im Regelfall nicht konkurrenzfähig sind, und zunehmend unter Kostendruck von chinesischen Modulbauern wie Yingli stehen, ist doch ein alter Hut. Da sind aber auch die wenigsten Jobs in der Branche zu finden. Die Masse arbeitet für die Projektgesellschaften und die Monteuer, und das sind Jobs, die sich de facto kaum outsourcen lassen, ergo in Deutschland bleiben werden, so lange die Solarsubventionen laufen und der Bau neuer Anlagen bzw. der Betrieb sich für den Investor rentiert.
Wunderknabe November 8th, 2011, 04:13 AM Übermäßig Wasser sparen ist nicht sinnvoll weil die Leitungen verstopfen: dies kann ich bestätigen.
Energiesparlampen: ja, vertraktes Thema. Aber unbestritten ist auch, dass die olle Glühbirne nicht gerade Energieeffizient ist. Aber sie mit tw. giftigen Lampen zu ersetzen die falsch produziert und entsorgt werden ist natürlich besonders clever.
Wärmedämmung
Erst einmal muss außen der Stuck ab. Und die Putten. Eigentlich alles, was hervorsteht. Dann kommen die Dämmpakete drauf, teilweise über 30 Zentimeter dick.
Was fürn Schwachsinn. Energetische Sanierung bedeutet doch nicht, das Erscheinungsbild eines Hauses negativ zu beeinflussen.
Mit Stuck und anderem Dekor hat das rein garnichts zu tun. Energetische Sanierung bedeutet auch: neue Fenster wo nicht
direkt der Wind durchzieht. Wärmebrücken in der Baukonstruktion beseitigen. Neue, effizientere Anlagentechnik.
Dämmung ist nur ein Teil energetischer Sanierung. Und das außere Erscheinungsbild wird dadurch idR nicht getrübt.
Meistens siehts danach sogar besser aus, weil die Fassade eben neu und sauber ist.
Allerdings ist Styropor sehr empfindlich. Ein hart geschossener Ball, und schon kann eine Delle entstehen. Manchmal picken Vögel dran, dann gibt es ein Loch. Ein Riss im Mauerwerk ist schnell entdeckt und geschlossen; was die Feuchtigkeit unter einer Dämmplatte anrichtet, sieht man in der Regel erst, wenn die Nässe nach innen durchschlägt. Dann muss alles wieder runter und die Wand aufwendig trockengelegt werden.
Es gibt noch andere Dämmstoffe außer Styropor. Abgesehen davon kommt es bei einer fachgerechten Bauausführung nicht zu Feuchteschäden.
So sind alle Rechnungen zur Energieeffizienz plötzlich Makulatur. Gut die Hälfte der Wärme verliert ein Haus normalerweise durch die Außenwände, den Rest durch die Fenster. Dauerlüften ist in dieser Rechnung nicht vorgesehen. Das erklären einem die Energieberater aber erst, wenn es zu spät ist.
Ein halbwegs sinnvolles Nutzerverhalten ist wirklich nicht schwer.
Ordentlich heizen und lüften und derlei Probleme treten schlicht nicht auf.
Dauerlüften ist übrigens keine Lösung: es kühlt den Raum aus und begünstigt dadurch Schimmelbildung (niedrigere Temperatur = mehr Kondensation)
Kurz: Gebäude zu Dämmen und energetisch auf modernen Standard zu bringen ist in jedem Fall sinnvoll.
Natürlich ist es eine Investition. Aber eine einmalige. Wer aber weiterhin auf vorgestrige Baustandards vertraut,
wird sein Geld weiterhin sinnlos verheizen. Immer und immer wieder.
Honk November 18th, 2011, 09:44 AM Eine interessante Meldung über ein geplantes Solarkraftwerk in Brandenburg, das wenn es gebaut würde, eine erhebliche Vernichtung von Waldflächen bedeuten würde. Meiner Meinung nach ist dies ein typisches Beispiel wie die Subventionierung von 'Erneuerbaren Energien' gewaltigen Schaden anrichtet.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/solaranlage-kahlschlag-in-der-heide,10809148,11162666.html
trance-x December 14th, 2011, 02:23 PM (...)
Energiesparlampen: ja, vertraktes Thema. Aber unbestritten ist auch, dass die olle Glühbirne nicht gerade Energieeffizient ist. Aber sie mit tw. giftigen Lampen zu ersetzen die falsch produziert und entsorgt werden ist natürlich besonders clever.
die energiesparlampen machen derzeit noch zu viele probleme. klar ist, dass die gluehbirne kein reines zukunftsmodell ist... vieles duerfte spaeter u.a. durch Dioden abgeloest werden, die an sich auch vom aufbau her viel sinnvoller sind ...
Wärmedämmung
Was fürn Schwachsinn. Energetische Sanierung bedeutet doch nicht, das Erscheinungsbild eines Hauses negativ zu beeinflussen. Mit Stuck und anderem Dekor hat das rein garnichts zu tun.
sind wir etwas naiv?
schon heute werden bestimmte dinge aus kostengruenden nicht oder seltener gebaut. glaubst du im ernst, dass sich der extreme aufwand energetischer sanierung nicht in masse auf weit funktionalere architektur niederschlaegt? da wirst du dich aber noch wundern ...
erbse December 15th, 2011, 09:39 PM Bitte beim Thema bleibe. Deine Ausflüge in die Religionsdiskussion habe ich gelöscht, werter trance.
Wunderknabe December 17th, 2011, 04:25 AM sind wir etwas naiv?
schon heute werden bestimmte dinge aus kostengruenden nicht oder seltener gebaut. glaubst du im ernst, dass sich der extreme aufwand energetischer sanierung nicht in masse auf weit funktionalere architektur niederschlaegt? da wirst du dich aber noch wundern ...
Energetische Sanierung steigert den Wert eines Gebäudes, und senkt dessen Kosten. Es ist also summa sumarum ein Gewinn für den Hausbesitzer nach anfänglicher Investition.
Welchen Grund gibt es da, das Haus nachher weniger schön aussehen zu lassen als vorher?
Einen bautechnischen jedenfalls nicht. Und einen ökonomischen Grund auch nicht.
trance-x December 21st, 2011, 09:12 PM Energetische Sanierung steigert den Wert eines Gebäudes, und senkt dessen Kosten. Es ist also summa sumarum ein Gewinn für den Hausbesitzer nach anfänglicher Investition.
nur in regionen/ballungsgebieten mit zukunft.
beim rest ist es reine geldverschwendung und hochgradig unoekologisch.
Welchen Grund gibt es da, das Haus nachher weniger schön aussehen zu lassen als vorher? Einen bautechnischen jedenfalls nicht. Und einen ökonomischen Grund auch nicht.
yep, in dem falle nehm ich das zurueck. ich hatte da wort "sanierung" uebersehen. dachte es ging um neubauten ...
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