View Full Version : Das Leitbild des Städtebaus
Bauer-Ewald August 25th, 2011, 12:32 PM Von Zeit zu Zeit verändert sich die Philosophie des Städtebaus. Andere Aspekte relativieren das Geschehene, neue Impulse werden erdacht, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.
Zukünftige Bauplanung
Olaf Scholz: "Wir müssen dichter und höher bauen!"
Höher bauen, enger zusammenrücken, kreativ sein: So stellt sich Olaf Scholz die Zukunft Hamburgs vor. Stets wurde ihm vorgeworfen, keine „Vision“ für die Stadt zu haben. Jetzt hat der Bürgermeister die Thesen eines Harvard-Professors zum Leitbild erkoren – und alle Senatoren und wichtige Mitarbeiter sollen dessen Buch lesen. Wer ist Olafs „Städtebau-Guru“?
Edward Glaeser ist 44 Jahre alt, Ökonomie-Professor an der US-Elite-Uni Harvard und sieht auch so aus. „Triumph of the City“ (Triumph der Stadt, 338 S., 22,40 Euro) heißt sein Buch, das weltweit für Furore sorgt. „Wie uns unsere großartigste Erfindung reicher, schlauer, grüner, gesünder und glücklicher macht“, lautet der Untertitel.
Das Buch ist, kurz gesagt, die neue Bibel der westlichen Bürgermeister-Welt. Fünf Jahre nachdem Wissenschaftssenator Jörg Dräger (parteilos) das Buch „Kreative Klasse“ des US-Ökonomen Richard Florida zum Leitbild des Senats erkor, gibt jetzt Glaeser die Linie vor.
Und die sieht so aus: Enge und steter Kontakt zwischen Menschen in Städten führt zu Kreativität, Innovation und Wachstum. Städte fördern den Wettbewerb und ermöglichen soziale Mobilität, also den Aufstieg armer Schichten. Dichte Bebauung schont natürliche Ressourcen und spart Transportwege, Vorstadt-Siedlungen sind Glaeser ein Graus.
Auch Scholz hält nicht viel von der Sehnsucht nach Landleben. Höher und enger bauen – das ist sein Ziel. „Es muss möglich sein, durch Verdichtung mehr Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Und dieses Ziel kann auch dadurch erreicht werden, dass man mehr als bislang in die Höhe baut. Ein paar Geschosse mehr hier und da verändern nicht gleich das ganze Stadtbild“, so Scholz, der Glaesers Buch „beeindruckend“ findet.
Scholz will Hamburg deshalb zu einer wirklichen Metropole machen, ihr eine Identität als „Big City“ mit fünf Millionen Einwohnern geben. Ganz nebenbei zählt er dabei die Metropolregion mit zu Hamburg.
„Wachstum und Kreativität entwickeln sich in der Dichte der Großstadt“, sagt Scholz. „Die Stadt ist der Ort, wo man diskutiert und etwas entwickelt. Auch IT-Firmen werden öfter von Nachbarn auf dem Kiez entwickelt als im Netz.“
Kreativität ist die Währung der Zukunft. Dabei setzt auch Scholz auf Wachstum, auf den steten Zustrom neuer Einwohner: „Wir müssen deshalb möglich machen, dass diejenigen, die hier bezahlbaren Wohnraum suchen, ihn auch finden.“
http://www.mopo.de/hamburg/politik---wirtschaft/olaf-scholz---wir-muessen-dichter-und-hoeher-bauen--/-/5067150/9569596/-/index.html
miau August 25th, 2011, 12:44 PM Interessant, im Moment steht der Zeitgeist eher gegen eine dichtere Bebauung und Urbanität, was man ja unter anderem in Berlin bei solchen Projekten wie Media-Spree gut beobachten kann. Neben sachlichen Argumenten dagegen findet man auch immer wieder Abstruses, wie etwa die Verschattung, Blockade von Frischluftschneisen etc.
Ist dies denn in Hamburg fundamental anders?
Bauer-Ewald August 25th, 2011, 12:51 PM In Hamburg entscheidet man sich (wie üblich) für halbgare Kompromisse.
Im Prinzip ist die gesamte Hafencity der Elbphilarmonie untergeordnet. Im Innenstadtbereich gibt es keine Hochbauten. Die Traufhöhe dominiert alles.
erbse August 25th, 2011, 12:55 PM Das ist auch gut so. Nur hochwertigere Architektur wünsche ich mir. Die gibt es nicht, nur weil eine Höhenbeschränkung wegfällt.
In der HafenCity hätte man sich im gegebenen Rahmen eigentlich mal richtig austoben und Neues schaffen können. Stattdessen die weitgehend immer selben Kistenkästen. Gähn. Modernisten sind dermaßen einfallslos.
Im Hafengebiet, etwa am Chicago-Platz, kann ja gern unendlich hoch gebaut werden. Was der Markt eben hergibt. Aber rund um die historischen Kirchtürme, das Rathaus und die Alster muss das wirklich nicht sein.
Energy2003 August 25th, 2011, 01:00 PM also ich für meinen Teil, erfreue mich eher an den grünen Lücken im Stadtbild und somit eigentlich keinerlei Architektur
finde es schade das immer mehr Wiesen und alte Einfamilienhäuser weichen, damit wieder ne neue KWA in der Gegend rumsteht
erbse August 25th, 2011, 01:10 PM KWA?
Verstehe ich dich richtig, du kannst dich nicht an Architektur erfreuen?
Was bitte hast du dann in diesem Forum verloren? :dunno:
Energy2003 August 25th, 2011, 01:14 PM Kleinwohnanlage
wenn ich die wahl habe zwischen 10 Grünflächen in der Stadt und 10x 3stöckigen KWA mit den üblichen 6,12,15 Wohnungen, dann würde ich mich für die Gründfläche entscheiden
Karasek August 25th, 2011, 01:27 PM Naja, an dem Artikel kann man einiges hinterfragen. So zum Beispiel würden mich Studien interessieren aus denen hervorgeht das Städter glücklicher als Landbewohner sind. Und die soziale Mobilität ist größer? Trotz der Ghettobildung in den Städten bzw. des Drucks der sozialen Anpassung auf dem Land?
Ökonomisch mögen Städte Sinn machen, gesamtgesellschaftlich sollte man noch ein paar andere Leute fragen.
George W. Bush August 25th, 2011, 01:45 PM Kann man nicht beantworten, weil kein Mensch weiß, was das Wort "gesamtgesellschaftlich" genau bedeuten soll.
il fenomeno August 25th, 2011, 01:49 PM gesamtgesellschaftlich ist ein zweckwort mit dem zweck eine aussage möglichst profund, esoterisch und damit unangreifbar zu machen: "ich finde diese argumentation gesamtgesellschaftlich zweifelhaft."
Energy2003 August 25th, 2011, 01:51 PM ungefähr soviel wert wie die Werbung: "nur im gutem Fachhandel"
miau August 25th, 2011, 02:05 PM Kleinwohnanlage
wenn ich die wahl habe zwischen 10 Grünflächen in der Stadt und 10x 3stöckigen KWA mit den üblichen 6,12,15 Wohnungen, dann würde ich mich für die Gründfläche entscheiden
Na moment... das ist doch korelliert. Wenn man in der Stadt dichter baut, kann man sich es eher leisten, Grünflächen zu haben. Wenn man die ganze Stadt dagegen als Wohnsiedlung mit lockerer Bebauung konzipiert, hat man meist weder das eine noch das andere.
George W. Bush August 25th, 2011, 04:40 PM Richtig. Der Höhepunkt der Urbanität ist doch just Manhattan auf der Höhe des Central Park (jedenfalls der südliche Teil). Dichte und hohe (qualitativ hochwertige) Bebauung rund um einen gigantischen, relativ naturähnlichen Park. Eine vollkommenere Stadtlandschaft kenne ich nicht.
Bauer-Ewald August 25th, 2011, 05:04 PM So spricht ein Kind des Kapitalismus. Gibt es eine vollkommenere Figur des Städtebaus als die Karl Marx Allee? Ich behaupte nein!
George W. Bush August 25th, 2011, 05:08 PM Du spinnst ja. So etwas sieht nur auf dem Reißbrett und in 10x photogeshopten Kunstfotos gut aus. Die Realität ist mehr als ernüchternd. Als ich dort zum ersten Mal kurz nach der Wende war, bin ich fast vor Schreck umgefallen, so unglaublich trostlos und abweisend wirkte das.
Bauer-Ewald August 25th, 2011, 05:15 PM Du solltest mal "Ich habe Vorschläge gemacht" von Hermann Henselmann lesen. Ein gutes Buch über die Materie!
Insbesondere die Bewertungen von Kritiken von Architekten aus aller Welt ist lesenswert!
http://books.google.com/books/about/Hermann_Henselmann.html?id=jY_kPgAACAAJ
George W. Bush August 25th, 2011, 05:19 PM All das theoretische Gesabbel macht die Straße nicht attraktiver.
Bauer-Ewald August 25th, 2011, 05:22 PM wenigstens keine Dominanten des Kapitals!
PS: Dein persönliches Empfinden ist auch nicht unbedingt ein Gradmesser für die Allgemeinheit :)
miau August 25th, 2011, 05:26 PM Die KM-Allee ist zwar als Pracht-Strasse recht interessant, etwa für Militäraufmärsche, wirkt aber aus der Fussgängerperspektive furchtbar überdimensionert und trostlos. Für mich ist sie das Sinnbild totalitärer Architektur in Berlin.
Als Leitbild taugt für die ganze Stadt dieses Konzept nicht, aber es ist für den Autofahrer recht interressant.
Hier sind mal ein paar Impressionen, wie die Strasse aus der Fussgängerperspektive wirkt - ohne die optischen Verzerrungen, die die Strasse eventuell so ansprechend aussehen lassen. ;)
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R@ptor August 25th, 2011, 05:27 PM Hamburg 2030?
http://i2.photobucket.com/albums/y37/gutooo/do%20cenu/pan01g.jpg
http://i2.photobucket.com/albums/y37/gutooo/do%20cenu/pan01g.jpg
Karasek August 25th, 2011, 05:32 PM Kann man nicht beantworten, weil kein Mensch weiß, was das Wort "gesamtgesellschaftlich" genau bedeuten soll.
Das beduetet das sich das das Leben umfassender ist als es ein Ökonomieprofessor begreifen kann.
George W. Bush August 25th, 2011, 05:34 PM wenigstens keine Dominanten des Kapitals!
PS: Dein persönliches Empfinden ist auch nicht unbedingt ein Gradmesser für die Allgemeinheit :)Ich kenne die Straße doch. Solche sozialistischen Protzstraßen funktionieren einfach nicht. Der Mensch fühlt sich verloren in dieser leeren Weite und geometrischen Monotonie. Die Häuser mögen, für sich allein betrachtet, gar nicht mal schlecht sein, aber der Gesamteindruck ist wenig berauschend.
miau August 25th, 2011, 05:39 PM Wir können ja mal abstimmen wem die Karl-Marx-Allee gefällt - natürlich mit einen Befangenheitsmalus für Kommunisten. ;)
miau August 25th, 2011, 05:40 PM Miau: Karl-Marx-Allee ist furchtbar trostlos.
George W. Bush August 25th, 2011, 05:40 PM Eine Stadt sollte gar nicht funktional geplant und geometrisch vereinfacht sein, das entseelt sie nur.
http://i56.tinypic.com/669iq9.jpg
NikolasB August 25th, 2011, 05:43 PM Hamburg 2030?
Ne, mal nicht übertreiben :D Welche Stadt wird auf dem Bild gezeigt? Sao Paulo? oder Mexiko City?
Ludi August 25th, 2011, 06:11 PM Karl Marx Allee ist ansich ganz nett, die Bauten auch nice,
aber die Straße und Fußgängerwege sollten deutlich aufgewertet werden und mehr Cafes/Restaurants brauch die Allee....
Daneben ist das zweite große Problem die Umgebung, vorallem Richtung Alexanderplatz viele alte verlassene Platten.
Sid Vicious August 25th, 2011, 06:39 PM Ne, mal nicht übertreiben :D Welche Stadt wird auf dem Bild gezeigt? Sao Paulo? oder Mexiko City?
Sao Paulo! gebe dem Bauern recht! Karl-Marx-Allee ist schee.
miau August 25th, 2011, 06:48 PM ^^ Kommies :ohno:
Sid Vicious August 25th, 2011, 06:57 PM eher öko-sozialisten
George W. Bush August 25th, 2011, 06:59 PM Öko-Sozialist = links = rechts = Nazi
Sid Vicious August 25th, 2011, 07:04 PM dank unseres aufklärers transe bekannt
miau August 25th, 2011, 07:10 PM Naja... in dem Fall schon. Kommunisten und Nazis hatten/haben ähnliche Vorstellungen vom Städtebau.
George W. Bush August 25th, 2011, 08:02 PM Das beduetet das sich das das Leben umfassender ist als es ein Ökonomieprofessor begreifen kann.Also Leben = Ökonomie + sonstige gesamtgesellschaftliche Aspekte?
Sid Vicious August 25th, 2011, 08:07 PM Leben und Ökonomie schließen sich eigentlich aus.
George W. Bush August 25th, 2011, 08:14 PM Wie das denn? Ich bin ja eher der Meinung, daß fast alles im Verhalten des Menschen ökonomischen Prinzipien folgt, wenn er einigermaßen bei Sinnen ist. Das Leben ist ein Spiel, in dem man ständig Züge macht um ein gewünschtes Ziel zu erreichen. Im Leben geht es im Grunde fast immer um Maximierung des Glücks und Minimierung des Leids. Das ist doch ein sehr wirtschaftliches Vorgehen. Die Versuche, das Verhalten von Wirtschaftsagenten zu modellieren basieren maßgeblich auf der Spieltheorie.
Sid Vicious August 25th, 2011, 08:45 PM jaja; ich meinte das spirituell. eben das eigentliche leben, wenn der kopf ausgeschaltet ist. wer ein universales bewusstsein hat, für den gibt es keine ökonomie mehr. er handelt im einklang des universums, das sich ja auch nicht um das menschliche konstrukt der ökonomie kümmert. aber in den menschlichen gehirnen ist die ökonomie das absolut bestimmende. da hast du natürlich recht, leider.
George W. Bush August 25th, 2011, 09:05 PM Warum leider? Selbst im Buddhismus geht es doch im Kern um nichts anderes als um Minimierung des Leides und Maximierung des Glücks (mit dem Nirvana als optimalen mentalen Zustand). Nur die Wege dahin und insbesondere der Glücksbegriff sind andere als im egogetriebenen Konsumismus nach westlichem Muster.
Sid Vicious August 25th, 2011, 09:11 PM leider sind eben nicht alle menschen budhisten. die meisten menschen sind egomanen, was dazu führt, dass wir unseren lebensraum und damit uns selbst vernichten. oder wir vernichten uns durch kriege gleich selbst. letztlich nur eine frage der zeit.
Sid Vicious August 25th, 2011, 09:14 PM ich sehe gerade, dass du das nirwana als mentalen zustand bezeichnet hast. das ist natürlich grundfalsch. das Nirwana erlangt man nur im zustand des "no-mind".
George W. Bush August 25th, 2011, 09:21 PM ich sehe gerade, dass du das nirwana als mentalen zustand bezeichnet hast. das ist natürlich grundfalsch. das Nirwana erlangt man nur im zustand des "no-mind".Gut, das sind terminologische Definitionsfragen. Nach meiner Definition ist jeder Mensch zu allen Zeiten in einem mentalen Zustand, solange er nicht hirntot ist. Nirvana heißt nicht, daß man nicht mehr denkt, sondern daß man sich von den "Illusionen" (nach buddhistischem Verständnis) befreit hat, die das Denken verzerren. "Achtsamkeit" ("mindfulness" oder "awareness") ist ja gerade das, was in der buddhistischen Praxis durch besondere Meditationstechniken trainiert werden soll, um so den Zustand des Nirvana zu erreichen.
Ji-Ja-Jot August 25th, 2011, 09:24 PM Wie kann es bitteschön angehen, dass schon wieder ein Thread im Nirvana landed?
Themawechsel. Zählen plötzlich auch skybareinträge als posts? gestern hatte ich noch 1001 Kommentare und seitdem nur einmal im Hamburgforum geposted. Und seit meinem grandiosen 1000ten comment habe ich nur 11 beiträge verfasst. Ich verlange aufklärung.
miau August 25th, 2011, 10:08 PM test
mmmhh nö, Wubar zählt nicht.
NikolasB August 25th, 2011, 10:16 PM Also werden die Wunderbarbeiträge nicht gezählt? :O was für'n dreck!
miau August 25th, 2011, 10:23 PM Es wird so oder so hier gespammt. ;)
Sid Vicious August 25th, 2011, 10:25 PM Gut, das sind terminologische Definitionsfragen. Nach meiner Definition ist jeder Mensch zu allen Zeiten in einem mentalen Zustand, solange er nicht hirntot ist. Nirvana heißt nicht, daß man nicht mehr denkt, sondern daß man sich von den "Illusionen" (nach buddhistischem Verständnis) befreit hat, die das Denken verzerren. "Achtsamkeit" ("mindfulness" oder "awareness") ist ja gerade das, was in der buddhistischen Praxis durch besondere Meditationstechniken trainiert werden soll, um so den Zustand des Nirvana zu erreichen.
es geht um das bewusstsein, das jenseits des denkens liegt. wenn das denken aufgehört hat, bist du im nirwana. du hast falsche vorstellungen entwickelt. achtsamkeit ist ja nur ein kleiner teil der buddhist. lehre, die hilfreich für den "weg" ist. wenn man den zustand erlangt hat, fallen alle zwänge ab. für meine begriffe ist der buddhismus viel zu dogmatisch, besonders der tibetische. der dalai lama ist eigentlich ein spinner.
disciple9 August 25th, 2011, 10:39 PM ^^ Also, ich bin soeben von einer Tour durch das Nicht-sozialistische Ausland (Westdeutschland) zurück. Am meisten hat mich Karlsruhe beeindruckt. Ein Garant für eine Planstadt. Die unheimlich vielen Sichtachsen und der sehr stark ausgebaute ÖPNV lassen mich von dieser Stadt schwärmen. Unschlagbar ist das Campus-Gelände. Noch nie habe ich so ein idyllisch anmutendes Universitätsgelände gesehen.
Karlsruhe lebt von seiner Seele als Planstadt und erweckt den Eindruck, dass „modular“ gebaut wurde. Von Köln war ich maßlos enttäuscht. Hamburg hat mir sehr gut gefallen, obwohl mich einiges an München erinnert hat und von München habe ich keine guten Erinnerungen, insbesondere was den Wohnungsmarkt anbelangt.
Ansonsten bin ich natürlich Pro-Planstadt, da sich eine historisch gewachsene Stadt in ihrem eigenen unbändigen Verkehrsfluss limitiert und viel zu oft solche Moloche an ihre eigenen natürlichen Grenzen gestoßen sind. Dem kann nur durch Planung Abhilfe geschafft werden und das weiß der Markt eben nicht selbst am besten zu regulieren, wie es so gern heißt.
miau August 25th, 2011, 10:51 PM ^^ leider wissen die Planer häufig auch nicht so recht, was eine stadt braucht...
disciple9 August 25th, 2011, 11:02 PM ^^ zu deinem Einwand vielleicht ganz passend:
http://www.archplus.net/home/archiv/artikel/46,3656,1,0.html
Als Schmankerl:
Video aus den Quellenangaben des Artikels
DiBuC-SksoE
http://www.youtube.com/watch?v=DiBuC-SksoE
DiggerD21 August 25th, 2011, 11:26 PM Es gibt in Hamburg immer noch recht viele Baulücken, die nach dem Weltkrieg nicht geschlossen wurden oder mit einstöckigen Flachbauten versehen wurden. Wenn man diese Lücken schließt und an die Umgebung anpasst, hat man auch schon mehr Dichte erreicht, ohne dass dafür Grünflächen draufgehen müssen oder die Kirchensilhouette in Gefahr gerät. Nicht vergessen: Hamburg ist eine der Großstädte mit der niedrigsten Einwohnerdichte in Europa (auch wenn diese Zahl durch den Hafen und recht große Landwirtschaftsflächen im Süden und Südosten verzerrt wird).
Andererseits muss der ÖPNV in manchen Gebieten verdichtet werden. Sonst kommt es da noch irgendwann zu nem Verkehrskollaps (Die Stadtbahn ist ja nun gescheitert, u.a. auch am Widerstand der wohlhabenden Autofahrerfraktion).
miau August 25th, 2011, 11:33 PM ^^ zu deinem Einwand vielleicht ganz passend:
http://www.archplus.net/home/archiv/artikel/46,3656,1,0.html
Als Schmankerl:
Video aus den Quellenangaben des Artikels
http://www.youtube.com/watch?v=DiBuC-SksoE
Ziemlich ideologischer Tobak...
Kame August 26th, 2011, 12:14 AM ^Zumindest das mit der Gagfah ist einfach nur wahr! Hab selbst ein halbes Jahr in einer von deren Wohnungen gewohnt, eine einzige Katastrophe die Firma...
disciple9 August 26th, 2011, 10:59 AM Andererseits muss der ÖPNV in manchen Gebieten verdichtet werden. Sonst kommt es da noch irgendwann zu nem Verkehrskollaps (Die Stadtbahn ist ja nun gescheitert, u.a. auch am Widerstand der wohlhabenden Autofahrerfraktion).
Hmm, ich habe das Gefühl, dass das ein generelles Problem in deutschen Großstädten darstellt, dem man sich nur sehr zaghaft nähert. Der ÖPNV wird sehr stiefmütterlich behandelt und die Entscheidungen kommen sehr schleppend. Leider kann man so etwas nur an Beispielen fest machen.
Als ich in München - Forstenried gelebt habe, ist mir an der Boschetsrieder Straße/Drygalski Allee im Stadtteil Obersendling ein leer stehender Straßenbahntunnel aufgefallen und damit einhergehend ganze ungenutzte Straßenbahngleise. Sporadisch hingen dann hier und da mal einige Plakate, die auf einen Bürgerentscheid der Westtangente aufmerksam machten. Das ganze Projekt muss dann aber irgendwie abgelehnt wurden sein bzw. hat sich eine Mehrheit der Bürger gegen diese Straßenbahn ausgesprochen. Vielleicht weiß da jemand mehr Bescheid und kann darüber Auskunft erteilen.
In Dresden muss dringend eine der am meisten frequentierten Haltestellen aufwendig saniert und vollständig neu gestaltet werden. Es handelt sich um die Tharandterstr. in Löbtau mit bis zu 23000 Farhgästen am Tag und leider auch 30 Verletzten im Jahr. (http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2673523) Bisher ist relativ wenig passiert.
Stadtplanug in Deutschland als solche scheint sich in einem Refugium zu befinden und agiert wenn dann nur theoretisch. In nur mir wenigen bekannten Städten werden ganzheitliche Projekte durchgesetzt, die eher selten die breite Masse bedient (ÖPNV, Wohnungsbau), als viel mehr das Klientel der Autofahrer und Eigenheimnutzer, die zum Arbeiten auf der Autobahn in die Innenstadt düsen wollen.
Sid Vicious August 26th, 2011, 01:29 PM na speziell in münchen wurde in den letzten 20 jahren so ziemlich alles unternommen, um dem autofahrer das leben schwerer zu machen. der öpnv dagegen wurde gehypt ohne ende und ausgebaut. auch das radwegenetz wurde enorm ausgebaut. dank der pfeife ude.
disciple9 August 26th, 2011, 01:34 PM ^^ Das ist Ironie, oder?
Sid Vicious August 26th, 2011, 01:36 PM nein, ich bin ein leidgeprüfter autofahrer aus münchen.
Kampflamm August 26th, 2011, 01:40 PM Nur mit dem Auto rumfahren aber dann über Leute heulen, die leckere Steaks essen. :ohno:
Sid Vicious August 26th, 2011, 01:45 PM zusammenhang?
Kampflamm August 26th, 2011, 01:50 PM Wirst du schon rausfinden können.
Sid Vicious August 26th, 2011, 01:52 PM bei schönem wetter fahre ich mit meiner harley!
Sid Vicious August 26th, 2011, 01:53 PM Wirst du schon rausfinden können.
hab noch nie eine kuh umgefahren!
George W. Bush August 26th, 2011, 01:58 PM Aber bestimmt eine Hasenfamilie geplättet.
Sid Vicious August 26th, 2011, 03:43 PM zum glück nicht
George W. Bush August 27th, 2011, 12:30 PM Hamburg 2030?
http://i2.photobucket.com/albums/y37/gutooo/do%20cenu/pan01g.jpg
http://i2.photobucket.com/albums/y37/gutooo/do%20cenu/pan01g.jpgCome in and find out
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Odoaker August 27th, 2011, 03:44 PM Das ist so wunderschön!
George W. Bush September 2nd, 2011, 01:48 PM Mehr Öko geht nicht
http://pya.cc/20110902841060/omote/img200904/2009041938_2603525626/3.jpg
il fenomeno September 2nd, 2011, 02:01 PM gut. wo ist das?
George W. Bush September 2nd, 2011, 02:05 PM Weiß ich leider nicht. Das Foto ist von Yann Arthus-Bertrand.
erbse September 2nd, 2011, 06:15 PM Das ist in Istanbul-Manzara.
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