View Full Version : Berlin sollte Vorreiter sein => periphere Bezirke/Raender verkiezen und re-urbanisieren
trance-x January 12th, 2012, 07:42 PM - neue Kieze
- neue "urbane" Plaetze
- Strassenzuege wie im Innenbereich
- Verdichtung statt umgebungorientiert die Fehler weiterbauen
- Plattenbauten urban umbauen, an der Strasse Traufhoehe und aehnliches, mit den Plattenbauten z.b. ueber hinterhofartige Strukturen verbinden, keine kahlen Gruenflaechen mit ein paar Baeumen draufstempeln
- keine vorstadtartigen Einzelbauten
die Gentrifizierungsdebatte ist so verengt, dass gar keine auf die naheliegende Idee kommt (das zeigt schon das voellig fehlende Bewusstsein, durch die Polarisation auf unwesentliches) gleich eines Naturgesetzes genau dies massiv zu tun ... konsequent neu-alte urbane Kieze schaffen/reubanisieren ...
Berlin wachst munter und das wird in Zukunft noch mehr sein. Folgerichtig waere es intelligent nicht alle Fehler der meisten anderen Staedte der Welt zu wiederholen, sondern jetzt und gleich ein Bewusstsein dafuer zu schaffen etwas konsequent zu aendern ...
dieser thread soll diesem zweck dienlich sein ...
ps: haette Stimann tatsaechlich Ahnung von der Materie, haette er sich auch genau darauf konzentriert, den Fokus weg von der Innenstadt/Innenbereichen, die sowieso immer gehen, und als ECHTE Neuerung konsequent auf die Aussenbereiche gelenkt.
erbse January 12th, 2012, 08:50 PM Die Innenstadt hatte zur Nachwendezeit eindeutig Priorität, das ist Stimmann schon korrekt angegangen.
trance-x January 12th, 2012, 09:02 PM Die Innenstadt hatte zur Nachwendezeit eindeutig Priorität, das ist Stimmann schon korrekt angegangen.
nein, hat er nicht, denn das waere auch ohne ihn genug der fall gewesen (und weit besser) ... auf innenbereichen liegt immer automatisch ein fokus, dafuer braucht man genau null zu tun ... ich meinte ja schon mal: er hat eigentlich nix getan ausser zu bauen, was auch in stuttgart, muenchen oder hamburg in der innenstadt als fuellmaterial gebaut wird. dafuer braucht man keine besondere stadtplanung. das ist deutsche innenstadt und mentalitaet ...
zieht man heisse luft ab, bleibt deshalb vor allem nur die verhinderung von kreativeren, einer chance wie sie eben nicht haeufig kommt - und vielleicht noch sein bemuehen, mehr buerger fuer eigentum zu begeistern - was ich teile ...
die eigentlichen chancen intelligenter stadtplanung hat er komplett verpasst, kein bisschen erkannt. dafuer lebt er auch viel zu sehr in der vergangenheit. er hat insgesamt vor allem geschadet, blockiert, notwendiges verzoegert, eine rueckstaendige mentalitaet eingeimpft, an der Berlin noch heute leidet ...
daher waere es heute sinnvoll seine fehler zu korrigieren und endlich ein bewussein fuer echte stadtplanung zu schaffen, die bestimmte tatsaechliche fehler im weltweiten staedtebau vermeidet.
wie sieht die realitaet denn tatsaechlich ohne sein geschwaetz aus? die sieht so aus, dass in den meisten grossen metropolen sich ueber die jahrzehnte die mehrheit der leute am rand sammelt und einpendelt, oft wie in paris, london, muenchen usw. in kleinsten buden ... das waere entzerrt, unnoetig, gentrifizierungsdikussionen zudem eingeschraenkt, haette er sich echter planung gewidmet, keinem luftleeren ideologiemist ...
dann saehen marzahn, hellersdorf, maerkisches viertel usw. heute aehnlich aus wie mitte, kombinationen aus hohem und niedriger urbanen bauten, schon weit kieziger (und viele fehler waeren vermieden worden, die durch das daemliche "umgebungsorientierte" bauen auch noch fehler fixieren) ... stattdessen haben wir genau das, was sowieso gekommen waere in mitte (nur weniger kreativ als moeglich) und das peripherdenken ist immer noch das gleiche alte wie sonstwo.
keine weiterentwicklung, keine erkenntnis.
erbse January 12th, 2012, 09:13 PM Ganz ehrlich: Auf Regula-Lüscher-"Kreativität" kann ich SEHR GUT verzichten.
Und Mitte konnte in all seiner Durchlöchertheit nun wirklich keinen Experimentalbaukasten für Modernisten gebrauchen.
Wichtig war eine konsistente Reparatur der Strukturen. Für Spielereien wurde ja trotzdem mehr als genug Freiraum gelassen.
trance-x January 12th, 2012, 09:25 PM Ganz ehrlich: Auf Regula-Lüscher-"Kreativität" kann ich SEHR GUT verzichten.
die ist selbst profilloses fuellmaterial, deren resulate sich von stimann aber kein deut unterscheiden (natuerlich hantiert sie auch zu einer laengst unspektakulaereren zeit umher). ihr einziger pluspunkt ist, nicht das ganze noch mit heisser luft aufzublaehen - visionslos pragmatisch eben ...
Und Mitte konnte in all seiner Durchlöchertheit nun wirklich keinen Experimentalbaukasten für Modernisten gebrauchen.
du portierst gegensaetze aus seiner ideologischen diskussion, die gar nicht entstanden waeren. auch ohne ihn waere ganz aehnlich gebaut worden, nur ab und zu mal mehr interessanteres ...
"reparatur" ist auch so ein begriff. so oder so waere das alles zugebaut worden und die "wunden" (in wirklichkeit seine eigenen defizite, berlin selbst hat keine wunden, das ist reine projiektion) geschlossen.
Wichtig war eine konsistente Reparatur der Strukturen. Für Spielereien wurde ja trotzdem mehr als genug Freiraum gelassen.
nein, spielereien entstehen zu bestimmten zeiten. die hat er verpasst.
was er gebaut hat ist allerweltsbauen - allein die zeit selbst und andere faktoren liessen ein paar interessantere entstehen, aber nicht wegen ihm, sondern gegen ihn - und einiges wurde gar nicht gebaut, was heute definitiv besser aussaehe als das, was da steht ... die erniedrigung der mies-van-der-rohe-geschichte an der friedrichstrasse repraesentiert und unterstreicht lediglich gut seine insgesamte rumpfuscherei ...
man stelle sich vor Barcelona haette sich in den jahren mit Stimann rumschlagen muessen. praktisch alles interessnten gebaeude waeren verkuerzt, verkrueppelt oder stinknormale bauten geworden. sein gar sicherliches motto "neue wunden vermeiden" ;)
er hat erst jede menge wunden zugefuegt und zusaetzlich den fokus von tataechlich wichtigem abgelenkt, etwa einer neuen staedtebaulichen herangehensweise endlich konsequent neue kieze zu schaffen, die stadt dort wo es tatsaechlich noetig ist nicht in eine kahle allerwelts-aussenbezirkslandschaft abgleiten zu lasse. eine der wichtigsten staedtebaulichen dinge hat er gar nicht gepeilt ... voellig an den menschen vorbei, die er auch unempathischerweise gar nicht kapiert ...
trance-x January 14th, 2012, 01:42 PM aber um mal aufs eigentliche thema zurueckzukommen.
das geht naemlich staendig unter!
Beispiele einer voelligen Fehlplanung und Fixierung von "Vorort liker Stadtplanung":
falsch!
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ab/Mehrower_Allee_Marzahn_110410_AMA_fec_%2836%29.JPG/800px-Mehrower_Allee_Marzahn_110410_AMA_fec_%2836%29.JPG
source: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ab/Mehrower_Allee_Marzahn_110410_AMA_fec_%2836%29.JPG/800px-Mehrower_Allee_Marzahn_110410_AMA_fec_%2836%29.JPG
oder ...
total falsch!
http://www.oldskoolman.de/bilder/plog-content/images/sehenswuerdigkeiten/deutschland/plattenbau-marzahn.jpg
source: http://www.oldskoolman.de/bilder/plog-content/images/sehenswuerdigkeiten/deutschland/plattenbau-marzahn.jpg
falsch: die komplette strassenstruktur
falsch: umbauung der plattenbauten in typischer statischer marnier
falsch: die bepflanzung
falsch: die parkplaetze
falsch: so ziemlich alles ...
der zustand wurde fixiert und naiv verschoent
(...)
man merkt sogleich: es fehlt voellig das bewusstsein, was man da tatsaechlich strukturell tun koennte. ECHTE stadtplanung. gebaut wird statisch, voellig phantasielos und "umgebungsorientiert", also wie gewohnt fuer solche bereiche unsinnigerweise noch den zustand fixierend, statt tatsaechlich komplett zu re-urbanisieren und zu re-metropolisieren, eine neue echte stadt zu schaffen. es reicht eben nicht, ein paar bauten umzupinseln ...
was fehlt ist:
- konsequentes kleinteiliges bebauen (die haeuserhoehe ist da egal und kann unterschiedlich sein, inklusive hochhaeuser), gerade an die hauptstrassen direkt neue bauten, re-urbanisieren eben ...
- weiterfuehren der plattenbauten durch derlei kleinteilige strukturen und darueber mit anderen intelligent connecten, so dass belebte urbane strassen entstehen.
- 1-3 stockwerte bei plattenbauten umbauen/designen, sockelbebauung geben, so dass auf strassenlevel obige strukut supportet wird.
- konsequent einzel stehende gebaeute vermeiden bzw. reconnecten
- wer sich mal die strukturen genauer ansieht, kann, sofern er nicht voellig unbegabt ist, gleich eines computergames erkennen wie man welche plattenbauten mit neuen kleinteiligeren bauten fortfuehrt, so dass neue echte urbane metropolische strassen entstehen.
- umbauen und eingliedern der plattenbauten auch durch vorgelagerte kleinteilige hofstrukturen
- konsequentes vermeiden "einzel stehender bauten"
- arbeiten, wohnen, leben, also: zuknallen mit urbaner sockelgestaltungen, also ladenlokalen, geschaeften, cafes usw...
- umbauen und oeffnen der erdgeschosse der plattenbauten
- keine der ueblichen vorstadtplaetze mehr! alle rauswerfen, die zu dumm sind, einen echten platz zu kreieren ...
- umgestaltung der hauptstrassen zu boulevards
- vermeiden "langezogener neuer bloecke", erst recht ohne sockelbelebende passanten-gestaltung, mitte like quader waeren je nachdem wo durchaus auch denkbar ...
- die ganze struktur der bepflanzung wie in der innenstadt.
- keine pseudo-parks, echte metropolitane parks, mit mauerungen oder malerischen preussischen/viktorianischen metalzaeunen umkleidungen und sockeln oder aehnliches. die parkstruktur sollte entsprechend sein, keine kindergarten-neubausiedlungs-parks! echte metropolische "schwere" ...
- wo moeglich s-bahnen und u-bahnen aufstaendern bzw. zu hochbahnen umgestalten mit ggf. unten vermietbaren laeden ...
- apropos: konsequentes wiedereinfuehren von preussischen/viktorianischen stahlkonstruktionen u.a. fuer die infrastruktur. sieht gut aus, hat was, hat objektiven erfolg, urbanisiert und metropolisiert ungemein, wertet also die umgebung finanziell massiv auf, nehmen wir!
- wenn moeglich, neue kanaele, aber KEINE vorstandt-pampa-umrahmungen, sondern auch hier konsequent staedtische promenaden, dahinter strassen und neue kleinteilige (koennen u.a. auch hochhaeuser sein wie gesagt, die struktur und die sockel sind entscheidend) ...
der lohn:
- der bezirk wird immer attraktiver
- mit der zeit neue bekannte kultige kieze
- aus schlafstaedten werden echte lebendige staedte
- der gesamte wert des bezirks steigt mit jedem weiteren bau
- die zunaechst entstehenden kosten amortisieren sich zunehmend durch
- Berlins urbaner bereich wird groesser, Berlin insgesamt attraktiver
- echte avant-garde
- echte Vorbildfunktion fuer die stadtplanung weltweit
- gentrifizierungsdebatten reduzieren sich dramatisch, verlagern sich vom fokus her in konstruktivere bereiche
- problembezirke werden entzerrt, durch stetige neue mischungsangebote weitestgehend vermieden
- durch die enorme verdichtung steigt die bevoelkerungsanzahl des bezirks massiv, was wiederum wohnen, arbeiten, die lokale, clubs, cafes, galerien, geschaefte usw.
usw. usw.
das koennte dann teilweise ungefaehr so aussehen (natuerlich saehe es neuer aus, aber ich nehme extra kein hochglanzbild oder lauter altbauten. es geht nur ums strukturelle und einen gewissen realismus), wuerden stadtplaner, senatsbaudirektoren, architekten und andere endlich mal etwas "bewusstsein" entwickeln und nicht staendig wie in alten zeiten den fokus nur auf die dorfmitte legen, kirchturm-denke ... sondern echte anforderung an moderne metropolen ...
AUGEN AUF! so aehnlich koennte es auch in marzahn, hellersdorf, maerkisches viertel, aber auch in nicht-plattenbau-aussenbezirken aussehen!
http://view.stern.de/de/picture/2110622/Berlin-Mitte-Lebensgef%FChl-umweltfreundlich-BERLINER-STRASSEN-Fahrradfahren-510x510.jpghttp://www.bilderbuch-berlin.net/img/98/29/313174.978x1304xin.jpeg
source: http://view.stern.de/de/picture/2110622/Berlin-Mitte-Lebensgef%FChl-umweltfreundlich-BERLINER-STRASSEN-Fahrradfahren-510x510.jpg
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- neben der hardware ist auch die software vonnoeten. von den belebungen durch echte urbane strukturen abgesehen waere es auch sinnvoll zu versuchen dort neue UNIs etc. anzusiedeln ... dies oder jenes gebaeude koennte fuer 10 jahre alternativen wohnprojekten ueberlassen werden um das ganze zu kicken (und andere bereiche von dem kram zu entlasten) ...
man kann alles ja auch mal intelligent zusammenfuehren und nutzen ...
ich meine aber wohlgemerkt nicht nur plattenbau-bezirke, sondern alle moegliche. auch viele andere, wo nur niedrig gebaut wird und einzeln. auch hier gilt: verdichten und da tatsaechlich wenigstens traufhoehe bauen...
ich meinte ja schon mal, stimann haette man auf die aussenbezirke ansetzen muessen. genau dort haette er wirklich mal was neues geleistet, das weltweit vorbild waere ... auf die idee kam er aber gar nicht, daher passierte auch praktisch nix ...
innenstaedte funktionieren weltweit aber wie erwaehnt in der regel von SELBST (ausnahmen bestaetigen die regel), das kann eigentlich selbst der daemlichste stadtplaner inzwischen wissen. was mache ich folglich NICHT? wohin wende ich stattdessen den meisten fokus? naaaaaaa? raten wir mal?
dabei waere das doch mal eine tatsaechlich interessante aufgabe fuer stadtplaner! das ist wie beim staubsaugen. wo viel zu tun ist, ist die befriedigung groesser und sichtbarer beim verbessern.
es ist primaer nur die psyche, gewohnheit, falscher fokus, veraltete vorstellung zu glauben, man koenne derlei nicht bzw. muesse in aussenbezirk anders bauen als im innenbereich. muss man nicht!
trance-x January 14th, 2012, 04:21 PM um vertieft ins thema einzustimmen ein paar aehnliche, aber noch nicht wirklich ausgegorene planungen aus den 60ern am beispiel von london ("new towns") und paris ("Villes Nouvelles")...
die situation war in beiden staedten z.b. das bevoelkerungswachstum umzuleiten, aehnlich wie es auch in Shanghai (dort oft eher denkwuerdig) getan wird (auch in germany gibts beispiele) ... es ist also nicht so, dass es an sich nie bewusstsein in die richtung gab ...
(...)
New Town
Dieser Artikel beschreibt den Begriff New Town als Planstadt in Großbritannien. Für das gleichnamige Stadtviertel der Stadt Key West siehe New Town (Key West).
(...)
Der aus Großbritannien stammende stadtgeographische Begriff New Town (engl. für Neue Stadt) steht für eine nach modernen funktionalen Gesichtspunkten geplante und neu erbaute Stadt; diese kann sich auch an eine schon bestehende Siedlung anlehnen. Ihre Aufgabe ist hauptsächlich die Entlastung der großen Ballungszentren.
Die New Town besitzt zentralörtliche Einrichtungen, Wohn- und Gewerbeviertel. Typisch ist die Einrichtung sog. Nachbarschaften, die sich um ein Zentrum mit den öffentlichen Einrichtungen und Geschäften gruppieren.
In Großbritannien existieren 31 New Towns; in Israel wurden 30 gegründet, davon 19 ohne alten Siedlungskern. Beispiele in anderen Ländern sind Wolfsburg, Sennestadt, Hochdahl, Eisenhüttenstadt und die Neue Stadt Wulfen in Deutschland, Almere, Lelystad und Emmeloord in den Niederlanden, die villes nouvelles, etwa Cergy-Pontoise oder Marne-la-Vallée, im Pariser Ballungsraum, Ørestad als neuer Stadtteil der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, Brasília in Brasilien, Chandigarh in Indien, Canberra in Australien und zahlreiche Stadtneugründungen in Russland.
(...)
Von Ebenezer Howard stammte die Idee einer Gartenstadt (Garden City), einer Planstadt, die die Vorteile des städtischen mit denen des ländlichen Lebens vereinte. Er inspirierte die Gründung von Welwyn 1903 und 1920 von Letchworth. 1946 wurde von der Labour-Regierung der New Towns Act beschlossen. Ziel war es, der Konzentration von Industrie und Volk in den Großstädten entgegenzuwirken. Ausdrücklich sollten keine Trabantenstädte geschaffen werden, sondern selbständige Einheiten mit eigener Wirtschaft und heterogener Bevölkerungsstruktur das Ziel sein.[1] Je nach Stadt wurde zunächst eine Höchstgröße zwischen 20.000 und 60.000 Einwohnern angestrebt. Die New Towns sind Basildon, Bracknell, Corby, Crawley, Cwmbran, East Kilbride, Glenrothes, Harlow, Hatfield, Hemel Hempstead, Newton Aycliffe, Peterlee, Stevenage und Welwyn Garden City.[1]
http://static.bbc.co.uk/schoolradio/images/ic/qe/width/960/schoolradio/history/since1948/society/crawley.jpg
New Town: Crowly, since 1948
Probleme waren die Skepsis des Volkes und der Kommunalregierungen, fehlende Verkehrsanbindungen, Finanzierungslücken und Überschreitungen der geplanten Kosten.[2] Vor allem wurde kritisiert, dass der Umfang des Projektes viel zu klein war, um dem Bevölkerungswachstum etwas entgegenzusetzen. Die Antwort war 1952 der Town Development Act. Nun war das Ziel auch die Vergrößerung von bestehenden Städten, besonders derer in Nähe von Metropolen wie London. Die Städte sind Central Lancashire, Milton Keynes, Northampton, Peterborough, Redditch, Skelmersdale, Telford (Dawley New Town), Warrington und Washington.
http://www.higginshomes.co.uk/clientUpload/news/image/main/newsMain153.jpg
Bridging the Gap between Old and New
Story posted: 14/01/2008
Stevenage is well known as being the first of the ‘New Towns’ established around London following World War II. Following the devastation of the Blitz, the Abercrombie Plan was devised to create a series of new towns around London, and the modern town of Stevenage was thus built alongside that which already existed. The two areas of Stevenage have slowly been merging over the years and now the gap is being bridged by Higgins Homes’ new landmark development, ICE, which is positioned between the two areas and continues the million pound facelift that Stevenage is experiencing.
(...)
source: http://de.wikipedia.org/wiki/New_Town
source: http://www.higginshomes.co.uk/clientUpload/news/image/main/newsMain153.jpg&imgrefurl=http://www.higginshomes.co.uk/news_detail.cfm%3FnewsId%3D153&usg=__AYyJH9McbVhGZpWaGJU8KOBsIt8=&h=340&w=513&sz=50&hl=de&start=0&zoom=1&tbnid=S5qR-yhltoRFgM:&tbnh=143&tbnw=184&ei=oJ0RT7-PO5GAtQbYmo0-&prev=/search%3Fq%3Dlondon%2Bnew%2Btown%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN%26biw%3D1545%26bih%3D843%26tbm%3Disch&um=1&itbs=1&iact=hc&vpx=783&vpy=159&dur=1498&hovh=183&hovw=276&tx=159&ty=87&sig=111903574316277069404&page=1&ndsp=28&ved=1t:429,r:3,s:0
Ville nouvelle
Als Ville nouvelle („Neue Stadt“) im weiteren Sinn bezeichnet man im Französischen jede mit planerisch politischem Willen binnen kürzerer Zeit realisierte Stadtgründung, etwa im Sinne des deutschen Begriffs Planstadt. Im engeren Sinn bezieht sich der Begriff auf ein Programm neuer Städte, das in Frankreich Mitte der 1960er Jahre entwickelt wurde. Als Vorbild dienten die britischen New Towns rund um London.
Geschichte der Pariser Villes Nouvelles
Zu Beginn der Regierungszeit von Charles de Gaulle als Präsident der französischen Fünften Republik gab es demographische Voraussagen, die für die Region Paris bis zum Jahr 2000 ein Bevölkerungswachstum von etwa 8 Millionen auf 14 bis 16 Millionen Einwohner vorsahen. De Gaulle, ein Vertreter wirtschaftlicher und urbanistischer Planification beauftragte daraufhin seinen Mitarbeiter Paul Delouvrier als Generalbevollmächtigten, einen Richtlinienplan für die Pariser Region zu erstellen, der dieses Problem durch Dezentralisierung lösen sollte. Man wollte das Problem ungeplanten Wachstums nach Art eines Ölflecks in den Griff bekommen, aber wohl auch einen Machtzuwachs der mehrheitlich linken Bürgermeister, der so genannten Banlieue rouge am Rande des administrativ kleinen Paris intra muros, hintanhalten. Nach umfangreichen Diskussionen, die etwa auch den Vorschlag eines zweiten Paris östlich der traditionellen Hauptstadt erbracht hatten, wurde 1965 ein Richtlinienplan veröffentlicht, der zunächst acht in etwa 30 km Entfernung von der Hauptstadt gelegene villes nouvelles mit im Endausbau je 500.000 Einwohnern vorsah. Von diesen wurden in der Folge fünf realisiert, nämlich Cergy-Pontoise, Marne-la-Vallée, Melun-Sénart, Évry, Saint-Quentin-en-Yvelines.
http://urbanismovivo.files.wordpress.com/2010/03/1007368.jpg?w=300&h=205
Während die bisherige Besiedlung des Pariser Umlandes sich auf die Flusstäler konzentrierte, wurden die Villes Nouvelles in der Regel auf kaum besiedelten, agrarisch genutzten Höhenrücken situiert. Widerstände der örtlichen Bevölkerung wurden durch Enteignungsmaßnahmen überwunden. Man versuchte dabei auch den Fehler der New Towns zu vermeiden, die in zu großer Entfernung von der Hauptstadt und zu klein geplant, keine wirklich belebten Städte geworden wären (so Paul Delouvrier in einer Rede vom 6. Januar 1966).
http://urbanismovivo.files.wordpress.com/2010/03/la-ville-situation-un-developpement-harmonieux.jpg?w=300&h=225
In der Folge kam es nicht zu dem um 1960 prognostizierten explosiven Bevölkerungswachstum der Region Paris, was die Entwicklung der Villes Nouvelles verlangsamte. Auch manche Auffassungen von Stadtplanung änderten sich. War die ursprüngliche Anlage der Pariser Satellitenstädte nach den Richtlinien der Charta von Athen im Sinne klarer Funktions- und Verkehrsentmischung ausgerichtet, trat bald die Notwendigkeit gemischter Nutzungen und die optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr via RER in den Vordergrund. Auch zeichnete sich bald ab, dass das traditionelle soziale West-Ostgefälle im Pariser Großraum auch auf die Villes Nouvelles ausstrahlte. In den 1970er und 1980er Jahren erhob sich auch das Bedürfnis nach interessanterer architektonischer Gestaltung und vermehrter Bürgermitbestimmung, was in den Villes Nouvelles in der Folge zur Errichtung zahlreicher postmoderner Bauten mit Wahrzeichen-Charakter führte (etwa durch die Architekten Ricardo Bofill und Manolo Nuñez). Diese populäre und kommerzielle Ausrichtung wurde von Anhängern der Moderne kritisiert, dürfte aber mit ein Faktor für das Gelingen des urbanistischen Experiments Ville nouvelle sein. (...)
source: http://de.wikipedia.org/wiki/Ville_nouvelle
source: http://urbanismovivo.wordpress.com/page/2/
trance-x January 14th, 2012, 04:32 PM ich spreche wohlgemerkt von etwas anderem, allerdings sind aspekte aehnlich ...
wichtig ist nur: weit konsequentere metropolisierung/urbanisierung von bestehenden aeusseren bezirken und randbezirken ohne in das uebliche vororts-siedlungsdenken zu verfallen (was es natuerlich trotzdem sowieso auch ueberall gaebe, weshalb man sich gar nicht um dessen ueberleben kuemmern muss)
trance-x January 14th, 2012, 04:40 PM thematisch ebenfalls aehnlich:
Dienstag, 12.07.2011
Gigantische Pläne: Moskau soll sich verdoppeln
Moskau. Russlands Hauptstadt soll noch größer werden, zumindest territorial. Mit dem Umland wurde die Ausdehnung Moskaus nach Süden vereinbart. Zwei Millionen Menschen sollen umsiedeln. Das Programm kostet zig Milliarden.
source: http://www.aktuell.ru/russland/news/gigantische_plaene_moskau_soll_sich_verdoppeln_29949.html
Mittwoch, 07.12.2011
Gebietserweiterung: Groß-Moskau entsteht im Juli 2012
Moskau. Die Parlamente der Stadt Moskau und des umliegenden Moskauer Gebietes haben die geplante Gebietserweiterung der Hauptstadt um 1.480 Quadratkilometer gebilligt. Am 1. Juli 2012 soll sie Realität werden.
Durch die Neuziehung der Grenzen zwischen den beiden Föderationssubjekten wird die russische Hauptstadt flächenmäßig um 137 Prozent größer. Auf die Einwohnerzahl hat die Eingemeindung von 19 Gemeinden im Südwesten und dreien im Westen allerdings keine so große Auswirkung: Die Einwohnerzahl von 11,5 Mio. wächst um nur 230.000 Menschen.
Bei Russland-Aktuell
• Sobjanin will 150 Kilometer neue U-Bahn-Wege bauen (19.10.2011)
• Große Versprechen auf dem Moskauer Stadtgeburtstag (05.09.2011)
• Moskauer Gebietserweiterung fällt noch größer aus (19.08.2011)
• Gigantische Pläne: Moskau soll sich verdoppeln (12.07.2011)
• Hauptstadt-Auszug: Erste Standorte werden erörtert (23.06.2011)
Zum Großteil bilden die neuen Hauptstadt-Territorien einen über 50 Kilometer langen Korridor in Südwestrichtung, der bis zur Grenze mit dem Gebiet Kaluga reicht. Die größten Siedlungen in dem Gebiet sind die beiden Städte Schtscherbinka und Troizk mit je etwa 30.000 Einwohnern.
Medwedew will Moskau entlasten - und zugleich vergrößern
Die Gebietserweiterung geht auf eine Initiative von Präsident Dmitri Medwedew zurück, der im Sommer anregte, zentrale Verwaltungsorgane aus dem überlasteten Moskauer Stadtgebiet auszulagern. Die von Medwedew ebenfalls angeregte Status-Änderung der Hauptstadtzone wurde aber nicht umgesetzt.
Noch gibt es aber keine konkreten Projekte für eine oder mehrere neue Hauptstadt-Satelliten auf dem gegenwärtig weitgehend agrarisch geprägten Gebiet.
Langfristig sollen auf dem Moskauer Neuland aber Wohn- und Arbeitsstätten für zwei Millionen Menschen geschaffen werden. Dazu müssen in dem Areal aber noch gewaltige Infrastrukturinvestitionen vorgenommen werden.
Die Gebietsreform muss noch vom Föderationsrat genehmigt werden, was laut der Agentur Ria Novosti noch vor dem Jahreswechsel erfolgen wird.
source: http://www.moskau.ru/moskau/stadtnews/gebietserweiterung_gross-moskau_entsteht_im_juli_2012_1656.html
source: http://www.moskau.ru/moskau/stadtnews/gebietserweiterung_gross-moskau_entsteht_im_juli_2012_1656.html
trance-x January 14th, 2012, 04:43 PM Shanghai => Lingang New City
Lingang
http://www.architektursommer.de/asommer2009/img/bilder/MB6-19small.jpghttp://www3.architektur.tu-darmstadt.de/islam/sda/www/dev/images/stories/Slideshow-20101206/Maritim%20Museum-Lingang%20New%20City-China_Foto%20von%20Hans-Georg%20Esch.jpg
Staat: VR China
Provinz (Regierungsunmittelbare Stadt): Shanghai
Stadtbezirk: Pudong
Geografische Koordinaten: 30° 54′ N, 121° 56′ OKoordinaten: 30° 54′ N, 121° 56′ O (Karte)
Zeitzone: China Standard Time (CST) UTC+8 (keine Sommerzeit)
Einwohner:
- Metropolregion: 600.000 (2010)
siehe Shanghai
Bevölkerungsdichte (2010): ca. 2.160,9 Einwohner je km²
Fläche (2010): 277,66 km²
Fläche (geplant): 453,26 km²
Lingang (chinesisch 临港新城; Lingang New City, Shanghai Harbour City) ist eine seit 2003 im Bau befindliche, bis 2020 fertigzustellende Planstadt im Stadtbezirk Pudong der regierungsunmittelbaren Stadt Shanghai in der Volksrepublik China.
(...)
Geografie
Das Gebiet, auf dem Lingang derzeit errichtet wird, liegt an der Spitze der Halbinsel zwischen den Mündungen des Jangtse und des Qiantang an der Hangzhou-Bucht. Es liegt auf 30°54' nördlicher Breite und 121°56' östlicher Länge, ca. 60 km südöstlich des Zentrums von Shanghai. Ein Großteil des Geländes muss bzw. musste für die neue Stadt dem Ostchinesischen Meer durch Eindeichung und Polderbildung abgerungen werden.
Administrative Gliederung
Gegenwärtig setzt sich Lingang aus sieben Verwaltungseinheiten zusammen, von denen sechs dem Stadtbezirk Pudong (Stadt Shanghai) unterstehen, während eine weitere zum Kreis Shengsi (Stadt Zhoushan, Provinz Zhejiang) gehört. Es sind dies:
in Pudong:
Straßenviertel Shengang (申港街道), 74,1 km², 150.000 Einwohner;
Großgemeinde Luchaogang (芦潮港镇), 3,3 km², 30.000 Einwohner;
Staatsfarm Luchaogang (芦潮港农场), 29 km², 19.000 Einwohner;
Großgemeinde Nicheng (泥城镇), 61,5 km², 80.010 Einwohner;
Großgemeinde Wanxiang (万祥镇), 23,4 km², 22.000 Einwohner;
Großgemeinde Shuyuan (书院镇), 65 km², 67.700 Einwohner;
in Shengsi:
Großgemeinde Yangshan (洋山镇), einschließlich ihres Tiefwasserhafens, 21,36 km², 16.000 Einwohner.
[b]Ausdehnung des Stadtgebiets
Das zukünftige gesamte Planungsgebiet von 300 km² Fläche wird sich vor allem auf den neu hinzugewonnenen Flächen des ehemaligen, 2009 aufgelösten Shanghaier Stadtbezirks Nanhui, auf den flachen südlichen Jangtseuferzonen ausbreiten, aber auch bisher nur landwirtschaftlich und kleinsiedlerisch genutzte Flächen im Westen mit einbeziehen.
Nachbargemeinden
Lingang grenzt im Westen an den Shanghaier Stadtbezirk Fengxian und im Nordwesten des übergeordneten Stadtbezirks Pudong an Minhang.
http://i522.photobucket.com/albums/w347/cluetkemeier/lingang%20new%20city/39lingangnewcity050.jpg
source: http://i522.photobucket.com/albums/w347/cluetkemeier/lingang%20new%20city/39lingangnewcity050.jpg
Geschichte
Um dem enormen Bevölkerungs- und Industriewachstum der Metropole Shanghai nachzukommen, organisierte das Shanghaier Stadtplanungsamt 2002 einen internationalen Wettbewerb zur Planung einer neuen Industrie-, Wohn- und Hafenstadt. Die Stadtneugründung steht im Zusammenhang mit dem internationalen Container-Tiefwasserhafen Yangshan, der vor der Shanghaier Küste liegt, verbunden durch die 32,5 km lange Seebrücke Donghai Daqiao. Die Planstadt Lingang New City soll ausdrücklich kein weiterer von Shanghai abhängiger Satellit sein, sondern nach seiner Konzentration auf die Wirtschaftszweige Seeschifffahrt, maritimer Handel und damit zusammenhängende Dienstleistungen eine eigenständige Funktion ausüben.
Ebenso sollte die Planstadt auch international Maßstäbe setzen, was die bauliche Qualität, die ökologischen Aspekte sowie die urbane Identitätsstiftung und alltagstaugliche Funktionalität betrifft. Den ersten Preis gewann das Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner, das seit 2003 unter dem Bauherrn Shanghai Urban Planning Administration Bureau die Errichtung leitet. Als planerische Metapher wurde der fallende Wassertropfen und seine sich auf der Oberfläche ausbreitenden konzentrischen Kreise gewählt.
Lingang New City wird schon heute (2011) nach wenigen Jahren und einigen teilbebauten Quartieren als "Idealstadt" bezeichnet. Zumindest im Vergleich mit der typischen eng aufeinander gepackten Baumasse in chinesischen Millionenstädten ist die durchgrünte und aufgelockerte Quartierbildung "im menschlichen Maßstab" ein riesiger Fortschritt. Dazu kommen, zumindest im inneren Bereich der konzentrischen Kreise, die relativ kurzen Wege zu allen wichtigen öffentlichen Einrichtungen, dem Versorgungsbedarf und den zentralen Bildungs- und Freizeitangeboten. Man kann davon ausgehen, dass die Einwohner dieser Planstadt, auch dank des projektierten dichten ÖPNV, weniger Ehrgeiz entwickeln, die höchste Kraftfahrzeugdichte zu erreichen.
Städtebauliches Konzept/Stadtgliederung
Das Konzept der Planstadt Lingang sieht im Mittelpunkt des Gebiets einen kreisrunden See namens Lake Dishui mit einem Durchmesser von 3 km vor.[1] Daraus ergeben sich ungefähr 9 km Seeuferlinie, die als Seepromenade und Badestrand angelegt werden. Im Volksmund hat man die großzügig angelegte Uferpromenade bereits "Lingang Bund" getauft. Auf Inseln im See finden kulturelle Einrichtungen, öffentliche Gebäude und Freizeitflächen Platz. Vom See als Mittelpunkt der zukünftigen Stadt aus gehen Straßen in radialer Form. Direkt am Seeufer finden teure Luxuswohnungen Platz. In konzentrischen Ringen um den See herum gereiht werden ein dichtbebauter Wirtschafts- und Verwaltungsbezirk und dahinter ein 500 m breiter und rund 10 km langer Park mit weiteren öffentlichen Bauten. Die Erschließung der Stadt erfolgt über ein System aus kreisrunden und vom Zentrum aus radial verlaufenden Straßen. Diese teilen das Stadtgebiet in Sektoren auf und führen so zu einer klaren Ordnung.
Der autofreie Wirtschaftsdistrikt bildet das städtische Zentrum Lingangs. Hier finden sich Geschäfte, Einkaufspassagen, Büros in Mischnutzung sowie verdichtete Wohngebiete. Der Bezirk wird von Fußgängerzonen durchzogen. Am Park schließen - ebenfalls konzentrisch angelegt - 14 blockartige Wohnquartiere für jeweils ca. 13.000 Bewohner an. Diese werden alle von Wasserläufen und kleinen Seen durchsetzt. Quartiersplätze und zwischen den Blockquartieren liegende mittelgroße Parks bieten Raum für städtisches Leben, Freizeitaktivitäten und Erholung. Eigene Geschäfte, Gesundheits-, Sozial- und Bildungseinrichtungen machen die Quartiere zu infrastrukturell weitestgehend unabhängigen Kleingemeinden. Die Wohnquartiere werden zwar alle im gleichen Raster und mit gleichem Material errichtet, sie erhalten jedoch ein jeweils eigenes Gepräge der öffentlichen Plätze, Einrichtungen und Parks, in dem sie sich an internationale Hafenstädte anlehnen, die als Partnerstädte mit Lingang verbunden sind.
Am westlichen Rand der konzentrischen Anlage sind weite Flächen für Industrie, Gewerbe, hafenbezogene Transport- und Lagerinfrastruktur sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen im Entstehen. Diese Bereiche in der Nähe der Brückenrampe liegen teilweise außerhalb der beplanten Flächen, unterliegen jedoch den gleichen städtebaulichen Bedingungen, insbesondere in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit. Ein merkwürdiges Gebäude, Barcode Halls, weist Strichcoden an der Fassade auf.[2]
Als erstes großes Bauvorhaben wurde 2008 die 1912 gegründete Shanghai Ocean University von Shanghai auf ihren rund 260 Hektar großen Campus in Lingang New City verlegt. Diese Spezialuniversität mit heute ca. 16.000 Studenten ist aus einer Fachschule für Fischereiwesen entstanden, forscht und lehrt u.a. auf Gebieten der Ozeanographie, Fischereiwesen und Fangtechnik, Aquakultur, Nahrungsmittelverarbeitung usw. Sie bildet den Nucleus der gesamten erwarteten (d.h. auch staatlich geplanten) marinebezogenen Wirtschaft und wird somit zur Selbstständigkeit der Planstadt beitragen.
[b]Einwohnerentwicklung
Im ersten Ideenwettbewerb war Lingang für lediglich 300.000 Einwohner gedacht. Umplanungen für eine spätere Fertigstellung im Jahr 2020 sehen nun eine Wohnkapazität von ca. 800.000 Menschen[1] vor. Das Stadtplanungsamt achtet darauf, dass sich in Lingang eine gute soziale Mischung bildet, d.h. es sollen ausreichend bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Pro Einwohner sollen 30 m² Wohnfläche verfügbar sein, eine für chinesische Verhältnisse große Messzahl. Durch das radiale Erschließungsnetz wird die Stadt bei Bedarf auch kontrolliert über das geplante Maß hinaus nach außen wachsen können. Um dafür zu sorgen, dass die Wohnkapazität auch ausgenutzt wird, locken die zuständigen Behörden mit Steuervorteilen und sehr geringen Mietpreisen. Auf Wunsch ist es auch möglich, als ausländischer Investor Immobilieneigentum zu erwerben, ohne einen chinesischen Partner nachweisen zu müssen.
Politik
Zur Zeit untersteht das zukünftige Stadtgebiet Lingangs noch dem Shanghaier Stadtbezirk Pudong.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
14 internationale Hafenstädte verbindet eine Partnerschaft mit Lingang, u.a. Hamburg.
(...)
[b]Wirtschaft
Chinesische Delegationen werben vor allem in den Partnerstädten um Unternehmen, die sich zukünftig in der Region von Lingang, z. B. dem westlich liegenden großen Gewerbepark und dem neuen Hochseehafen Yangshan ansiedeln sollen. Dabei liegt ein Hauptaugenmerk auf Firmen, die bereits in der VR China aktiv sind. Man setzt vor allem auf Unternehmen der Branchen Pharma, Chemie, Automobil, Logistik, Energie und Kosmetik.
Verkehr
Das öffentliche Verkehrssystem mit Straßen- bzw. Stadtbahnen auf Straßenniveau funktioniert als Ringbahn. Schnellstraßenverbindungen nach Schanghai (City und Pudong) sind vorhanden, sollen aber für die zu erwartenden höheren Belastungen ausgebaut werden. Neben dem Tiefwasserhafen Yangshan ist ein naher Freihafen für den zollfreien Güterumschlag geplant. Yangshan, vor der Küste gelegen, ist über die 32,5 km lange Donghai Daqiao, die erste chinesische Tiefseebrücke, erreichbar und dient unter anderem dem schnellen Warentransport für Produkte aus den Linganger Betrieben. Der 1999 eröffnete Flughafen Shanghai Pudong International liegt in knapp 30 Kilometern Entfernung in nördlicher Richtung.
Kultur [Bearbeiten]
Seit 2009 ist das weithin sichtbare erste "China Maritime Museum" das Wahrzeichen Lingangs. Das 46.400 Quadratmeter große rechteckige Gebäude, das eine Ausstellung zur Geschichte der chinesischen Seefahrt aufnehmen soll, wird von zwei bis 58 Meter hohen Schalendächern in Segelform überspannt. Die hohe Halle ist geeignet, einmal voll aufgetakelte Dschunken und andere Großobjekte aufzunehmen
Siehe auch [Bearbeiten]
Planstädte in ähnlicher Größenordnung wie Lingang sind Brasília, Canberra, Chandigarh und Navi Mumbai.
source: http://de.wikipedia.org/wiki/Lingang_New_City
trance-x January 14th, 2012, 05:02 PM wie in der regel ersichtlich, schafft es irgendwie keiner (kaum einer?) so richtig, eine wirkliche metropolisch-urbane stadt zu bauen. entweder es wird ne gartensiedlung draus, etwas trabantiges oder es wird zu statisch-planerisch mit betonung von freibereichen und einer schwachsinnigen strassen-sockelgestaltung bzw. parkgestaltung draus ...
einfach mal konsequent ne 'echte urbane metropole', durchaus auch mit extremen highlights (sowie tatsaechlich neuem), zu bauen, scheint ausserhalb des vorstellungsvermoegens zu liegen. kommt wohl in den eingeimpften kategorien nicht vor, zwischen denen geloopt wird ...
und exakt das ist auch etwa in Berlin in bezug auf die schaffung neuer kieze durch konsequente re-urbanisierung/re-metropolitarisierung der fall!
es gibt auch keine (kaum) diskussionen darueber ... logisch, wo kein bewusstsein ... dabei muesste das sogar einer der ERSTEN reaktion auf gentrifizierung-debatten sein (ok, platz x ist ueberlaufen, weil alle dorthin wollen, platz y ist unbeliebt (manchmal auch eingebildet, aber was solls, auch urban legends zaehlen), ja was macht man dann wohl intelligenterweise, erst recht wenn die bevoelkerung absehbar deutlich zunehmen wird? ...
trance-x January 24th, 2012, 02:40 PM Beispiel aus London/Paternoster Square: neue Bebauung, aber kombiniert mit alten Strukturen ...
Man muss es nur wollen: Aussenbezirke wie die Innenstadt behandeln, Umdenken und alle erhaelten im Resultat MEHR!
Das koennte in Marzahn sein, Lichterfelde, Hellersdorf, Schmargendorf, Maerkisches Viertel, Spandau Falkenau usw... man muss es nur wollen! Neues Bewusstsein! Remetropolisieren, Reurbanisieren, Nachverdichten, Neue Kiezstrukturen schaffen! Metropolisch bauen auch dort wo es "lediglich die Gewoehnung" nicht erwartet ...
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/48/Paternoster_Square.jpg/800px-Paternoster_Square.jpg
source http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/48/Paternoster_Square.jpg/800px-Paternoster_Square.jpg
Ein Ausschnitt aus Hellersdorf, Tegel, Lichtenberg, Hohenschoenhausen, Gropiusstadt? ...
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/99/Paternoster_Square_2007.jpg
source: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/99/Paternoster_Square_2007.jpg
Man muss es nur wollen! Neues Bewusstsein! Reurbanisieren! Neue Kieze schaffen! Gentrificationaspekte werden geschickt aufgefangen, die Stadt weiterentwickelt, noch groesser, da noch mehr urbaner Space, noch mehr Lebensqualitaet, bessere Ausbalancierung des Bevoelkerungswachstums, MASSENWEISE Vorteile, man muss nur etwas UMDENKEN bzw. seinen Horizont erweitern. Eine Metropole anders betrachten ... polyzentraler, wie es in Berlin eigentlich selbstverstaendlich sein sollte.
Aufhoeren mit dem Gestarre nur auf die Strukturen von gestern, konsequent neue aufbauen! - inklusive neuer Victorian-Prussian-Stahl-Konstruktionsbauten btw. ... "metropolischer" neuer Kanaele (komplett weg vom Vorstadtambiente, KOMPLETTES UMDENKEN - da entsteht eh von alleine genug. Um solche Dinge muss man sich nicht kuemmern) ...
Ja, so aehnlich koennte es auch in Gropiusstadt aussehen, in Hohenschoenhausen, Marzahn, Hellersdorf, am Rande Pankows ...
http://view.stern.de/de/picture/1061922/Berlin-Landwehrkanal-Kreuzberg-36-Admiralbr%FCcke-Schwarz-Natur-%26-Landschaft-510x510.jpg
source: http://view.stern.de/de/picture/1061922/Berlin-Landwehrkanal-Kreuzberg-36-Admiralbr%FCcke-Schwarz-Natur-%26-Landschaft-510x510.jpg
Man muss es nur endlich mal allen eintrichtern endlich wieder konsequent anzufangen echte Stadtentwicklung und Planung zu fordern und zu betreiben! Es ist doch total vorhersehbar, dass es auf jeden Fall Erfolg haben wuerde (sofern man es nicht total bescheuert umsetzt und eben doch wieder rueckfaellt in alte Denke. Hae? Aber das passt doch nicht zur Umgebung, ist doch nicht die Innenstadt? Hae? Das hab ich ja noch nie gehoert! Haeh? Hier? Am Arsch der Welt? ...) ... und es liesse sich pragmatisch step by step tun und nach der Ueberwindung einer Startphase auch wirtschaftlich rechnend.
trance-x January 24th, 2012, 03:17 PM Auch dies koennte ein Ausschnitt aus Marzahn sein, oder aus Hellersdorf, Lichtenberg, Maerkisches Viertel ...
http://samaw.com/wp-content/uploads/2008/05/wall-street-road-nyc.jpg
source: http://samaw.com/wp-content/uploads/2008/05/wall-street-road-nyc.jpg
Ich waehlte das Bild ganz bewusst aus, weil manche Hochbauten auch aus der Perspektive gewisser Plattenbauassoziationen betrachtet werden koennten. Man koennte durch intelligentes Austarieren der Strukturen fast alle Plattenbauten genau SO wieder in urbane Strassen reintegrieren. Man muss nur sein Kategoriendenken durchbrechen... Reurbanisieren mit Kleinteiligkeit, mittelgrossen, neuen modernen, aber auch sockel-INTEGRIERTEN neuen Hochhaeusern/Wolkenkratzern (wird erst nur selten gehen, da zunaechst kaum einer investiert. das wuerde sich aber mit steigender Attraktivitaet aendern, zumal, wenn man bis auf bestimmte Grundstrukturplanungen sonst freie Hand liesse. Je attraktiver das ganze wuerde, desto wertvoller, sowieso wenn weiter durch Zuzug und weiteren Single-Haushalts-Anstieg die Situation anderswo enger werden wird)
trance-x January 24th, 2012, 03:30 PM Das einfachste waere es, wenn nach einem ploetzlichen Tod Stimanns (den ich ihm natuerlich nicht wuensche!) Vermaechtnisse von ihm gefunden wuerden: bisher geheimgehaltene Plaene und Ergebnisse neuester archaeologischer Ausgrabungen und Archive: die eigentliche Mitte Berlins ist aelter und war: mitten in Marzahn Hellersdorf. Garniert mit beiliegenden Plaenen von Schinkel, der das ebenfalls ahnte und schon Plaene fuer den Bereich hatte, die jetzt endlich ans Licht der Oeffentlichkeit gelangen).
Dann koennte man das ganze Tamtam, den Fokus, die Polarisierung, die Debatten und Ideologien darauf verwenden, diesen Bereich zu reurbanisieren, zu verdichten, "alte Plaene zu rekonstruieren", "Wunden heilen" usw... mir egal mit welchen Werbeslogans das getan wuerde. Resultate zaehlen ;)
Im Grunde ist es naemlich nahezu und zumeist wurscht, ob man sich eine Mitte/Geschichte/wichtige Bereiche nu 10 oder 20 km rechts, links oben oder unten denkt und in erregte Diskussionen verfaellt. Hauptsache die Aufmerksamkeit ist dort, wo sie am meisten nutzt. Resultate zaehlen. Der Rest ist eh fast alles Einbildung, Symbolismus ... daher => Bezuege kreieren, Vorstellungen ... Sehnsuechte wecken!
ps: nach erfolgreicher ReMetropolitanisierung/Reurbanisierung, kann man dann neue Plaene finden, die Berlin noch aelter machen und die neue Mitte nach Gropiusstadt verlegt usw. usf. ... hehe
Wunderknabe January 25th, 2012, 10:36 PM Prinzipiell funktioniert eine Stadt von Innen nach außen. Periphere Bereiche könnten kaum
existieren ohne eine starke innere Stadt. Umgekehrt allerdings schon.
Daher ist es schonmal grundsätzlich nicht sonderlich clever zu fordern, man solle den Fokus
von der inneren Stadt wegnehmen. Solange der Handlungsspielraum dort so groß ist
ergibt es auch wenig sinn, da man dann eben die Peripherie stärkt und die Innenstadt schwächt
wohin das geführt hat konnte man im letzten Jahrhundert doch gut beobachten.
Konkret heißt das: man sollte erstmal die immer noch zu tausenden vorhandenen Baulücken
und tw. ganze brach liegende Blocks im Innenstadtbereich nutzen und bebauen, sprich nachverdichten.
Aber dazu braucht es natürlich entsprechend Nachfrage und ein großen wirtschaftlichen und Einwohnerzuwachs.
Der Einwohnerzuwachs den wir die letzten paar Jahre erleben kann/könnte problemlos gedeckt werden
wenn man bereits vorhandene Bebauung nutzt bzw. bebaubare Fläche im Innenstadtbereich.
Sollte das dann an seine Grenzen stoßen (sprich das Wachstum erreicht ungeahnte Höhen) dann stimme ich
vollkommen mit jedem einzelnen deiner Punkte überein:
- neue Kieze
- neue "urbane" Plaetze
- Strassenzuege wie im Innenbereich
- Verdichtung statt umgebungorientiert die Fehler weiterbauen
- Plattenbauten urban umbauen, an der Strasse Traufhoehe und aehnliches, mit den Plattenbauten z.b. ueber hinterhofartige Strukturen verbinden, keine kahlen Gruenflaechen mit ein paar Baeumen draufstempeln
- keine vorstadtartigen Einzelbauten
Ich stimme sogar jetzt schon damit überein. Aber wie gesagt ergibt es bis dato wenig Sinn dies zu
durchsetzen zu wollen.
auf innenbereichen liegt immer automatisch ein fokus, dafuer braucht man genau null zu tun
Es erscheint vielleicht selbstverständlich, ist aber mitnichten so. Vor der Wende war die City Ost-Berlins
in der Bedeutungslosigkeit versunken. Und in West-Berlin hatte man auch nur halbherzige Anstalten
gemacht einen Zentrums-ersatz zu schaffen.
Auch in anderen Städten zeigt sich klar, dass der Fokus sehr leicht von der Innenstadt wegdriften kann
und was das anrichtet. Bestes Beispiel: Detroit und andere amerikanische Städte.
er hat eigentlich nix getan ausser zu bauen, was auch in stuttgart, muenchen oder hamburg in der innenstadt als fuellmaterial gebaut wird.
Mag sein, aber in Berlin wurde diese Art von Architektur "erfunden" und geprägt und ander Städte machen
es nur genauso wie Berlin. Nicht umgekehrt. Nach der Wende gab es massig hochtrabende Visionen für
die Innenstadt (oft: amerikanisierung des Zentrums), aber man hat sich bewusst dagegen entschieden,
um die Stadt nicht schon wieder zum Experimentierfeld zu machen, sondern wieder nachhaltige
Lebensqualität zu schaffen. Damit hat man ganz bewusst oft auf eine reine ästhetisierung der Architektur
verzichtet, wie du sie forderst.
Dase January 25th, 2012, 10:53 PM Beispiel aus London/Paternoster Square: neue Bebauung, aber kombiniert mit alten Strukturen ...
Man muss es nur wollen: Aussenbezirke wie die Innenstadt behandeln, Umdenken und alle erhaelten im Resultat MEHR!
Gelaber. Der Paternoster Square liegt direkt neben der St. Pauls Cathedral, also im absoluten Zentrum Londons. Bis zur Zerstörung 1942 und der anschließenden minderwertigen Neubebauung war das Gebiet Jahrhunderte- wenn nicht jahrtausendelang bewohnt. Dort hat eine private Firma Mitten im Boom die neue Londoner Börse sowie die Zentralen bzw. Niederlassungen zahlreicher internationaler Großbanken, also extrem solventer Nutzer, gebaut. Und das soll Vorbild für eine Neubebauung des Zentrums eines schrumpfenden Plattenbaugebietes sein, auf dessen Gebiet sich bis vor fünzige Jahren ein paar kleine brandenburgische Dörfer befanden?
Wenn überhaupt, könnte der Paternoster Square Vorbild für eine Neubebauung von brachen im Zentrum Berlins sein - und jetzt kommts: ähnliches geschieht seit 20 Jahren in Mitte, nur sind weitaus größere Gebiete neu zu bebauen und es gibt keine Großbanken, die sich dringend eine neue Zentrale hinstellen wollen.
Kurz gesagt: der Vergleich ist absurd, aber mit Logik und Detailwissen hattest du es ja, scheinbar aufgrund deines pathologischen Hasses auf "Öko-Sozialisten", noch nie so. Das war schon vor einem Jahr so, als du allen Ernstes den Bauboom in Moskau oder afrikanischen Großstädten zum Vorbild für Berlin erklärt hast.
Wunderknabe January 25th, 2012, 10:56 PM Ergänzung @ t-x:
Deine ausunfernden Texte sind ansonsten ja ein netter Versuch Ideen zu transportieren. Aber so detailiert kann man nicht in textform
Vorschläge verbreiten. Selbst wenn das einer liest ist es nie eindeutig was du meinst.
Zeichne doch mal Pläne von ganz konkret vorhandenen Strukturen und wie du sie verändern würdest.
Nimm dir nen Schwarzplan und mach ganz konkrete Vorschläge in dem du einen Plan zeichnest.
Ich such für dich sogar den Link raus: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/planwerke/de/planwerk_innere_stadt/download/index.shtml
;)
trance-x January 26th, 2012, 02:16 AM Gelaber. Der Paternoster Square liegt direkt neben der St. Pauls Cathedral, also im absoluten Zentrum Londons. Bis zur Zerstörung 1942 und der anschließenden minderwertigen Neubebauung war das Gebiet Jahrhunderte- wenn nicht jahrtausendelang bewohnt. Dort hat eine private Firma Mitten im Boom die neue Londoner Börse sowie die Zentralen bzw. Niederlassungen zahlreicher internationaler Großbanken, also extrem solventer Nutzer, gebaut. Und das soll Vorbild für eine Neubebauung des Zentrums eines schrumpfenden Plattenbaugebietes sein, auf dessen Gebiet sich bis vor fünzige Jahren ein paar kleine brandenburgische Dörfer befanden?
ja, genau ...
ueberfordert dich das vorstellungsmaessig?
(nur bei dir schrumpfen sie uebrigens, bei mir wuerden sie das nicht, zudem werden sie aber auch so nicht weiterschrumpfen, wenn dort mehr menschen aufgrund der mietgefaelle ausweichen muessen)
es geht aber ohnehin nicht darum, ob das nu banken, sonstwie renommierte unternehmen oder gehobene klientels sind, denn das waren nur strukturbeispiele (daher ist es bescheuert die 1:1 zu denken), die sich mit weit einfacheren mitteln durchaus aber aehnlich bauen liessen - bis sie dann tatsaechlich irgendwann auch fuer gehobenere schichten interessant wuerden. das wuerde bei dir nie passieren, da du voll gepraegt genau alle fehler im denken und deiner vorstellungswelt hast, die ich bereits als hinderlich aufgefuehrt hatte ...
stell dir einfach vor wir wuerden jeweils eine stadt planen.
du kaemst auf eine solche idee gar nicht, aus deinen genannten gruenden.
du wuerdest also voll praegungsmaessig gerastert genau so bauen lassen wie das vorhandene es weitestgehend vorschreibt. im zentrum brav so, am rand brav so ... du bist praktisch sklave deiner angepraegten vorstellungen ...
ich wuerde es wiederum tun, da ich weiss, dass es gar kein naturgesetz gibt, irgendwas bestimmtes so oder so tun zu muessen (freier geist und so), eh alles nur gewoehnung ist. daher haette ich voelligen handlungsspielraum (ein zustand, dessen existenz du nicht einmal erahnst ;)) ...
resultat:
=> bei dir saehen plattenbauviertel immer noch so aus. bestenfalls ein paar uninspierierte neue bauten, die die ganze falsche struktur noch weiterzementieren
=> bei mir hingegen waere ein voellig neuer attraktiver kiez entstanden, und zwar mit wohlgemerkt weitestgehend einfachsten mitteln und pragmatischem aber beharrlichem step by step ...
und dieser neue bezirk wuerde auch in jedem reisefuehrer stehen und voller leben sein, juchhe!
pragmatisch betrachtet sollte es eher darum gehen, orte einfach zu verbessern. was nutzt, nutzt ... ausserdem wird nur so neue geschichte gemacht. und mal nebenbei => wieso ist dir anderer leute geschichte, die schon lange tot sind, wichtiger als selbst welche zu schreiben?
Wenn überhaupt, könnte der Paternoster Square Vorbild für eine Neubebauung von brachen im Zentrum Berlins sein
du hast kein bisschen erfasst, worum es geht, sondern bist genau in die von mir beschriebene praegung rueckgefallen.
Kurz gesagt: der Vergleich ist absurd, aber mit Logik und Detailwissen hattest du es ja, scheinbar aufgrund deines pathologischen Hasses auf "Öko-Sozialisten", noch nie so. Das war schon vor einem Jahr so, als du allen Ernstes den Bauboom in Moskau oder afrikanischen Großstädten zum Vorbild für Berlin erklärt hast.
deine zusammenfassung meines gesagten, hat mit meinem tatsaechlich gesagten eher nur noch gefuehlt zu tun, outet aber, was du alles nicht verstanden hast - und erklaert dein weiteres unverstaendnis.
trance-x January 26th, 2012, 03:57 AM Ergänzung @ t-x:
(...) Selbst wenn das einer liest ist es nie eindeutig was du meinst.
ich formulier mal eine extrem vereinfachte version => baue bzw. foerdere einfach ab jetzt in marzahn, hohenschoenhausen und dergleichen genau so zu bauen wie du es gern in mitte bzw. der innenstadt haettest. es muss (und wuerde) nicht so hochwertig sein, die kreativitaet laege also darin, mit preiswerteren mitteln trotzdem aehnliches zu schaffen.
Zeichne doch mal Pläne von ganz konkret vorhandenen Strukturen und wie du sie verändern würdest.
vielleicht mal bei gelegenheit.
vielen dank fuer den link.
trance-x January 26th, 2012, 04:28 AM Prinzipiell funktioniert eine Stadt von Innen nach außen.
prinzipiell ist gar nichts.
es ist nur pure gewoehnung.
es gibt durchaus gruende, weshalb doerfer, staedte usw. oft so entstanden ... um den kirchturm rum usw...
aber manchmal war alles auch weniger als es scheint, schliesslich entstanden auch erst spandau und koepenick und dann Berlin, bei naeherem Hinsehen gab es auch sonstwo oft keineswegs so eindeutige Zentren, es bildete sich nur dann eines raus. es gibt auch staedte in denen es definitiv zwei gibt, vorstellungsmaessig werden die dann halt getrennt gesehen. daher der einfachheit halber: stell dir z.b. einfach lichtenberg-marzahn als ein neues zentrum vor ...
deine aufgabe: du sollst ein neues zentrum aus lichtenberg-marzahn machen. wie wuerdest du das machtn?
groessere metropolen funktionieren ansonsten nicht mehr kirchturmmaessig, was uebrigens ja gerade Berlin mit mehreren zentren eigentlich bereits nahelegt. du machst nur geistig daraus wieder einen innenbereich, koenntest aber auch einfach alles in unterschiedliche neue zentren betrachten, die fast unabhaengig voneinander entwickelt werden.
es geht um unterschiedliche perspektiven auf die selbe sache ...
Periphere Bereiche könnten kaum
existieren ohne eine starke innere Stadt. Umgekehrt allerdings schon.
in den meisten metropolen wohnen laengst die meisten in den aussenbezirken und der peripherie, oft weil es innen zu teuer ist.
schon deshalb sollte sich der gedanke aufdraengen, mal zur abwechslung stadt ein bisschen anders zu denken.
Daher ist es schonmal grundsätzlich nicht sonderlich clever zu fordern, man solle den Fokus von der inneren Stadt wegnehmen.
doch, genau das waere cleverer, weil man damit mehrere fliegen mit einer klappe schlaegt. der innere bereich geht naemlich quasi-automatisch.
ausserdem bildet sich immer irgendein innenbereich raus, wenn man unterschiedlichste kombinationen durchspielt. entscheidend ist eher wie man die sache betrachtet. solange man zu fokussiert ist, tendiert man dazu bestimmte dinge zu vernachlaessigen.
das ist aber laengst bescheuert, denn wenn man den meisten fokus auf die aussenbezirke konzentrieren wuerde, wuerde sich der zwischenbereich sowieso automatisch fuellen ... man kann also in wirklichkeit bestimmte strukturen vorgeben und darauf wetten, dass ich der rest passgenau fuellt.
bei altem kirchturmdenken passiert wiederum genau das, was du in vielen metropolen hast. eine ueberfokussierte und ueberteure innenstadt, die meisten wohnen ausserhalb in schlafstaedten, vororten, so halburbanen aussenbezirken, muessen einpendeln ... fuehlen sich isolierter ...
total unnoetig und total simple vermeidbar.
und wenn einem das in berlin nicht auffaellt, das ja bereits aus genau solchen strukturen besteht, wann denn sonst?
Solange der Handlungsspielraum dort so groß ist ergibt es auch wenig sinn, da man dann eben die Peripherie stärkt und die Innenstadt schwächt wohin das geführt hat konnte man im letzten Jahrhundert doch gut beobachten.
konnte man nicht, da es ja in der form gar nicht bis kaum gemacht wurde ... und deine vorstellung, dass die innenstadt geschwaecht wuerde ist so falsch wie die vorstellung, bloss weil du dich um kreuzberg kuemmerst, waere mitte nicht mehr interessant. dir ist nur nicht bewusst, dass das bereits auch schon ist, wovon ich spreche. das ist dir nicht bewusst, weil beide bereits entwickelter sind und du sie ingesamt zum innenbereich hinzuzaehlst. betrachte also alles mal etwas anders.
und vergiss nicht: der innenbereich geht automatisch ...
Konkret heißt das: man sollte erstmal die immer noch zu tausenden vorhandenen Baulücken und tw. ganze brach liegende Blocks im Innenstadtbereich nutzen und bebauen, sprich nachverdichten.
kurzum, du schaffst es geistig nicht, dich von bestimmten vorstellungen zu loesen, sondern faellt doch in kirchturmdenken zurueck?
Aber dazu braucht es natürlich entsprechend Nachfrage und ein großen wirtschaftlichen und Einwohnerzuwachs. Der Einwohnerzuwachs den wir die letzten paar Jahre erleben kann/könnte problemlos gedeckt werden wenn man bereits vorhandene Bebauung nutzt bzw. bebaubare Fläche im Innenstadtbereich.
du kapierst es nicht, zu fokussiert auf alles zuzubauen und zu verdichten - was uebrigens noch mehr nachteile hat, weil bestimmte bereiche, die bei ECHTER ganzheitlicher betrachtung doch anders gebaut werden koennten, gar nicht bewusst werden, weil du das grosse ganze verpeilst.
Sollte das dann an seine Grenzen stoßen (sprich das Wachstum erreicht ungeahnte Höhen) dann stimme ich vollkommen mit jedem einzelnen deiner Punkte überein:
nein, tun wir kein bisschen. du hast es keine sekunde geschafft nachzuvollziehen wovon ich spreche. aus deinem gesagten resultiert lediglich ein stinknormales von innen nach aussen wachsen. ist innen alles zugebaut waechst es langsam nach aussen weiter.
das ist aber von der strukturbildung her voellig anders und inzwischen bei grossen metropolen oft daemlicher. und uebrigens hast du genau deswegen ueberhaupt gentrifizierungsdebatten ... die sind meistens wenig sinnvoll, aber trotzdem sind sie ja vorhanden. das waere bei mir nicht so, da komplett die vorstellung des "an den rand abgeschoben" wegfiele.
du koenntest das nie loesen... weil du nicht umdenkst, mehrperspektivisch und ganzheitlich unterschiedlich strukturell eine stadt betrachtest, sondern nach wie vor vom schlichten kirchturmdenken ausgehst.
ist eben bei den meisten fest eingepraegt ...
trance-x January 26th, 2012, 04:32 AM und nochmal nebenbei: es ist auch so NICHT vernuenftig den innenbereich komplett zu fuellen und danach dann weiter. das waere selbst bei konventionellem von innen nach aussen wenig vernuenftig, WEIL sich die situation ergeben koennte, dass in der dann entstehenden gesamtstruktur es doch besser waere diesen oder jenen entlastungsbereich fuer irgendeinen veranstaltungsort oder aber park oder traffikentlastung oder aber dies oder das ...
nur so zu fuellen ist im grunde von der hand in den mund planen ...
genau deshalb auch die situation vieler metropolen, dass die meisten menschen am "unattraktiveren" rand leben und "fern vom eigentlichen".
diese vorstellung entsteht aber nur bei strukturen, die eben durch kirchturm-innenstadt/zentrums-denke entstanden sind.
wenn du naemlich nur ohne nachzudenken von innen nach aussen wachsen laesst, werden aussenbereiche ja frueher oder spaeter urbanisiert, aber FALSCH, weil ja gar keine wirklichen neuen zentren geplant wurden, sondern nur nach aussen weitergebaut wurde ...
Berlins polyzentraler Reiz waere bei deiner vorstellung niemals entstanden, denn du waerest ja nie auf die idee gekommen das zu tun was in Berlins falle durch das zusammenfassen aehnlich grosser doerfter/kleinstaedte bereits strukturell entstanden war und genau wie ich sagte: dann zwischen den diversen zentren nachgefuellt.
das entstand allein deshalb, weil durch die zunaechst unabhaengige entwicklung mit jeweiligen kleinen doerfern, die dann zu kleinstaedten und zentren wurden die stadt durch auffuellung zwischen verschiedenen zentren entstand.
es ist eben nicht egal, welche strukturellen schwerpunkte man so setzt.
eine moderne metropole wuerde ich daher grundsaetzlich gleich mit mehreren versetzten zentren starten, um das zusammenwachsen muss man sich NICHT kuemmern, das passiert sowieso automatisch. aber um die wesentlichen zentren schon, das passiert naemlich NICHT automatisch.
anderes beispiel: stell dir vor es wuerden jedes jahr millionen menschen in die "ruhrmetropole" ziehen, so dass sich im laufe der naechsten 10 jahre dort 30 millionen weitere menschen ansiedeln, dann wuerdest du dort eine polyzentrale struktur haben, weil die ganzen gewachsenen staedte jeweils zentren darstellen wuerden, mit jeweiligen baulichen prioritaeten und fokus, und dazwischen wuerde dann gefuellt ...
das waere voellig anders als wenn dort nur eine staedt waere und die leute ziehen dorthin, dann wuerde sich die stadt naemlich einfach von innen nach aussen erweitern (so wie du praktisch noch denkst), und du haettest eine metropole im typischen aufbau mit primaer nur einem dominierendes zentrum und typischer aussenwelt, je weiter weg, desto weiter weg vom schuss ...
oder: angenommen du solltest eine polyzentrale stadt planen. wie wuerdest du das denn dann machen? indem du mit nur einem zentrum anfaengst?
trance-x February 8th, 2012, 08:22 AM mit etwas phantasie kann man sich vorstellen, das waere in einem wenigstens halbwegs besser suburbanisierten plattenbauviertel (das waeren die buildings im background) ...
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das ist immer noch nicht was ich meine, da immer noch zu wohngebietartig, noch nicht wirklich urban, aber es gibt womoeglich ideen, inspirationen worum es geht ... was man so alles tun koennte ...
Wunderknabe February 9th, 2012, 04:20 AM deine aufgabe: du sollst ein neues zentrum aus lichtenberg-marzahn machen. wie wuerdest du das machtn?
Garnicht. Es wäre schließlich nicht sinnvoll.
Du verstehst offenbar nicht, dass man nicht aus der ganzen Stadt Innenstadt-ähnliche Strukturen machen kann.
Deine ganzen "dies könnte Marzahn sein"-Beispiele zeugen von einem von der Realität losgelösen Traumdenken.
Ich kann ehrlich gesagt nicht genau sagen was das Ziel deines Wunschdenkens sein soll, weil es ganz offensichtlich
nicht funktionieren kann.
groessere metropolen funktionieren ansonsten nicht mehr kirchturmmaessig, was uebrigens ja gerade Berlin mit mehreren zentren eigentlich bereits nahelegt.
Berlin hat nicht mehrere Zentren. Erstens ist die Zentrumsdefinition schon uneindeutig. In Amerikanischen Städten gibts ein sehr leicht
identifizierbaren CBD wo in der Regel eben auch ein paar Hochhäuser stehen. Direkt im Anschluss fangen ja meistens
direkt die endlosen weiten von urbanisierter Fläche mit geringer Dichte an. Im Grunde ist das also ein zweischaliger Aufbau.
Detroit ist ein vielerlei hinsicht ein wunderbares Beispiel:
http://www.somacon.com/p36.php
( http://www.somacon.com/p135.php )
Du bist nicht der erste der die Funktion eines Zentrums in Frage stellt. Man hat sich bereits gefragt "hey unsere Stadt ist so groß
und die meisten Menschen leben nicht im Zentrum, warum sollen also alle zum Arbeiten, einkaufen usw. ständig dort hingondeln?"
und kam zu der lösung die Zentrumsfunktionen über die Stadt zu verteilen. Auch da war Detroit ja ein großer Vorreiter.
Die Arbeitsplätze wanderten aus dem Zentrum, Einkaufsstätten wuchsen überall in der Suburbia-Fläche usw.
Aber es war desaströs. Der Zentrumsbereich war logischerweise ausgestorben aber im gegenzug wurden die
anderen Gebiete dadurch nicht belebt. Denn eine Stadt ist immer auch eine ungleiche Verteilung von
Resourcen, Quellen, Verbrauch und Funktionen. Wertschöpfung (und das meine ich nicht nur Wirtschaftlich, sondern
auch Kulturell) braucht immer viel Zusammenspiel und Zuarbeit.
Du kannst 1000 klugen Leuten separat die Aufgabe geben ein Auto zu entwickeln und jeder bastelt dann in seiner
Garage rum und es kommen irgendwann 1000 wenig perfekte Produkte dabei raus.
Oder du holst sie alle zusammen an einen Ort und bündelst ihre Kraft und es entsteht ein Produkt das allerdings
großartig wird.
Es ergibt also einfach keinen Sinn Stadterweiterungen Zentrumsähnlich umgestalten zu wollen.
Es gibt nur eine begrenzte Zahl an Kapital, an Hirn und auch an Leuten. 10 Zentren in der Stadt? Und überall
eine hochklassige Oper, eine große Kathedrale, Konzernzentralen, Weltmuseen und was weiß ich nicht alles?
Wie soll das gehen? Wer bezahlt das? Wer benutzt das?
So erzeugt man keine Qualität überall sondern nur Mittelmäßigigkeit.
Du erweiterst nicht den Geist indem du das Hirn nimmst, zerstückelst und überall im Körper verteilst.
In vielen europäischen Städten ist gibt es dagegen ausgedehnte kompakte Stadterweiterungen die sich rein
quantitativ (Dichte, bebauungsstruktur) kaum vom eigentlichen Zentrum unterscheiden. Und erst außerhalb
davon beginnen deutlich weniger dichte Bereiche. Trotzdem sind die Zentrumsfunktionen merklich auf einen
vergleichsweise kleinen Bereich verteilt. Nämlich die innere Stadt.
Berlin ist sogar ganz im Gegenteil zu deiner Behauptung eine Musterstadt in dieser Hinsicht. Die Innere Stadt
ist etwa 130 km² groß und in der inneren Stadt wiederrum gibt es eine Zone in der die wichtigeren Funktionen
verteilt sind. Quasi die City. Diese Zone befindet sich rings um den Tiergarten. berlin hat also eigentlich
nicht 2 "citys" sondern eine ausgedehntere.
Es ist halt in Berlin (und eben den meisten anderen euro-städten) nicht wie in einer amerikanischen Stadt
mit einem kleinen kompakten wirklich sehr dichten Zentrum, sondern gewissermaßen mit weniger Kontrast.
http://home.arcor.de/silizium-2/bz.jpg
Die roten Punkte markieren Hochhäuser (über ca. 50m - ist nicht ganz vollständig aber die Tendenz der Konzentrierung auf einen Bereich wird denke ich deutlich)
Der gelbe Bereich ist das was ich als "Zentrum" ansehen würde. Das ganze in Anführungszeichen weil erstens
die Abgrenzung schwierig ist und zweitens es in der Tat viele Bereiche außerhalb davon gibt, die auch
zentrumsartige Funktionen haben (z.B. Messe/Funkturm-Gebiet, Mediaspree, Steglitz) ABER auch diese Stellen
liegen fast alle in der inneren Stadt.
An den Verkehrsströmen kann man auch zeigen wie wichtig die eine innere Stadt als Hauptfunktionsträger
der ganzen Stadt ist und wie sehr die gesamte Struktur nicht nur des 900 km² Berliner Stadtgebietes,
sondern noch tausender km² drumrum auf diese 130 km² ausgerichtet sind.
Periphere Bereiche könnten kaum
existieren ohne eine starke innere Stadt. Umgekehrt allerdings schon.
in den meisten metropolen wohnen laengst die meisten in den aussenbezirken und der peripherie, oft weil es innen zu teuer ist.
schon deshalb sollte sich der gedanke aufdraengen, mal zur abwechslung stadt ein bisschen anders zu denken.
Was ich damit sagen will: du denkst zu kurz wenn du behauptest heutige Metropolen funktionierten Polyzentral.
Du hast recht, es konzentriert sich in vielen Städten nicht mehr alles auf eine klitzekleine Fläche
in der Mitte der Mitte. Aber es konzentriert sich weiterhin meistens auf eine nach wie vor kleine Fläche in der inneren Stadt.
Nicht nur in Berlin ist das so. Auch in London (Canary Wharf z.B. ist nicht direkt neben der City of London, aber
so nahe dran dass es locker zum inneren bereich der inneren Stadt zählt. Und ebenso in anderen Städten.
Ich will jetzt die Beispielerklärung nichtzu sehr ausufern lassen damits noch leserlich bleibt.
der innere bereich geht naemlich quasi-automatisch.
Überhaupt nicht. Der innere Bereich bildet Qualitativ 90% der Stadt. Wie soll das automatisch ablaufen?
denn wenn man den meisten fokus auf die aussenbezirke konzentrieren wuerde, wuerde sich der zwischenbereich sowieso automatisch fuellen
Wie ich gezeigt habe: es ist mitnichten so. Der Fokus auf die Außenbereiche von Detroit lies die inneren schlicht absterben.
Abschließend muss ich sagen dass ich keineswegs sage die Außenbereiche sollten unbeachtet bleiben und erst entwickelt
werden wenn die innere Stadt "fertig" sei (das ist sie schließlich nie). Natürlich muss überall gleichzeitig was getan
werden. Aber deine visionen wie Randbereiche umgestaltet werden müssen sind eben absurd. Es ist allerdings in der Tat
eine große Herausforderung für die Zukunft Rezepte zu für die Randbereiche zu finden, die diese Attraktiver machen
ohne die Substanz der inneren Stadt zu beschädigen.
Wunderknabe February 9th, 2012, 04:36 AM Ums mal auf den Punkt zu bringen: die innere Stadt zieht die Entwicklung der Randbereiche mit sich und nicht umgekehrt.
Anders funktioniert es nicht. Darauf kommt es mir an.
eine moderne metropole wuerde ich daher grundsaetzlich gleich mit mehreren versetzten zentren starten, um das zusammenwachsen muss man sich NICHT kuemmern, das passiert sowieso automatisch.
Ein fataler Ansatz der Moderne der längst überholt ist.
Dein Beispiel mit der "Ruhrmetropole": die hat ja bekanntlich mehr Einwohner als Berlin
und wäre in der Hinsicht eher mit London und Paris zu vergleichen.
Aber sie ist verglichen damit bedeutungslos. Woran liegt das? Es ist sicherlich durchaus
im Polyzentrismus begründet. Eine Verringerung der Gesamtstärke durch eine Verteilung
auf viele Zentren statt resonanzartige Verstärkung durch Konzentration in einem Zentrum(sbereich).
oder: angenommen du solltest eine polyzentrale stadt planen. wie wuerdest du das denn dann machen? indem du mit nur einem zentrum anfaengst?
Ein Satz der nicht viel Sinn ergibt ;)
erbse February 10th, 2012, 09:33 PM Grandiose Beiträge, meine volle Zustimmung Wunderknabe. :okay:
Trance ist mit seinen traumtänzerischen Vorstellungen weit abseits der Spur von dem, was sinnvoll, machbar und nachhaltig ist.
Und das hat nichts mit "lösen von festgefahrenen Vorstellungen" (blablubb) zu tun, sondern mit unserer Realität. Die nunmal eine andere ist als in den asiatischen Metropolen etwa, wo derartige urbane Exzesse aufgrund demographischer Begebenheiten umsetzbar sein mögen.
Odoaker February 10th, 2012, 09:51 PM :applause:
trance-x February 12th, 2012, 02:36 AM Du verstehst offenbar nicht, dass man nicht aus der ganzen Stadt Innenstadt-ähnliche Strukturen machen kann.
hast du ne Ahnung was alles so ginge, gaebe es solche Auffassungen und Mentalitaeten wie Deine nicht.
Ich kann ehrlich gesagt nicht genau sagen was das Ziel deines Wunschdenkens sein soll, weil es ganz offensichtlich
nicht funktionieren kann.
verstehe. du weisst nicht, worum es geht, bist aber sicher, dass es offensichtlich nicht funktionieren kann.
... und Erbse und Odoaker applaudieren dazu gruppendynamisch *grins
Berlin hat nicht mehrere Zentren. Erstens ist die Zentrumsdefinition schon uneindeutig. In Amerikanischen Städten gibts ein sehr leicht identifizierbaren CBD (...) wo in der Regel eben auch ein paar Hochhäuser stehen. Direkt im Anschluss fangen ja meistens
direkt die endlosen weiten von urbanisierter Fläche mit geringer Dichte an. Im Grunde ist das also ein zweischaliger Aufbau.
Also, ohne dass Du dir dessen bewusst bist, das Aequivalent zu Deiner Herangehensweise. Fokus auf die Innenstadt, der Rest ist nicht urban ...
Detroit ist ein vielerlei hinsicht ein wunderbares Beispiel:
In der Tat, aber gerade gegen Deine Vorstellungen ...
Du bist nicht der erste der die Funktion eines Zentrums in Frage stellt. Man hat sich bereits gefragt "hey unsere Stadt ist so groß
und die meisten Menschen leben nicht im Zentrum, warum sollen also alle zum Arbeiten, einkaufen usw. ständig dort hingondeln?"
und kam zu der lösung die Zentrumsfunktionen über die Stadt zu verteilen. Auch da war Detroit ja ein großer Vorreiter. Die Arbeitsplätze wanderten aus dem Zentrum, Einkaufsstätten wuchsen überall in der Suburbia-Fläche usw.
1. Ich brachte selbst schon Beispiele von Dezentralisierungen 'an sich' und warum diese nur maessig funktionierten. Folglich gehts nicht einfach darum. Es muss schon die richtige sein.
2. Erzaehlst du reinen Unfug.
In Detroit wurden genau die Fehler gemacht, die Du selbst vertrittst mit entsprechenden Konsequenzen. Ausserdem hast du wie immer keinerlei Ahnung von gewesenen, heutigen und zukuenftigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Prozessen (wie war das? max. 10000 werden nach Berlin kommen? Wie war das? Berlin boomt, weil man so schoen verdichtet oder die alte Stadtstruktur nachbaut? Klar ...) ...
Detroit wurde wie viele amerikanische Staedte "innenstadtlastig" gebaut, also genau das, was Du vertrittst. Der einzige Unterschied ist, dass vorher weniger aeltere Strukturen vorhanden waren (aus genau den Gruenden, die Du vertrittst), weshalb sich Leben und Arbeiten staerker getrennt haben (den Trend gabs hier uebrigens auch), naemlich draussen ein billiges Eigenheim/flache Siedlungen (was dort noch weit guenstiger war/ist), Arbeiten in der Innenstadt ... Pendeln!
Die amerikanischen Staedte mit einem GROESSEREN urbanen Bereich (z.B. New York, San Francisco, Boston) SOWIE einer nicht einfach statischen hirnlosen Bebauung, sondern auch kultureller und sonstiger Diversitaet (also genau das, was ICH vertrete) kamen dabei besser weg, alle anderen, die so zweischalig wie DU dachten, schlechter ...
Detroit selbst wurde u.a. durch korrupte Gewerkschaften, aber auch einfach durch den Wandel der Zeit sowie zu starke Abhaengigkeit von bestimmten Industriebereichen (vor allem Autos) von einem Deindustrialisierungsprozess ergriffen, aehnlich wie im Ruhrgebiet ...
Dann passierte dies:
1. massenweise Leute verloren ihre Jobs, auch sehr viele Blacks
2. die Kriminalitaet stieg, vor allem aufgrund der Blacks und: sehr stark auch und gerade in der Innenstadt
Daraufhin verliessen viele Detroit und zogen in andere Staedte oder 'segregierten' ins Umland, die Suburbs, und zwar ziemlich ethnisch getrennt ... DARAUFHIN entstanden auch automatisch mehr Einkaufscenter, Infrastruktur fuers Taegliche und Vergnuegen... Das war kein Akt der Planung, sondern das Resultat eines Prozesses, den Leute wie Du und Oeko-Sozialisten nicht antizipiert haben ...
Mit Urbanisierung in meinem Sinne hat das folglich gerade nichts zu tun, sondern genau umgekehrt outet es massenweise Fehler, gegen die ich mich ja keineswegs zufaellig wende.
'Geplant' ist in Detroit seit einigen Jahren, die Innenstadt wieder z.B. via Kunst und Leben rueckzuerobern btw. ...
Gemacht wurden also GENAU die Fehler, die ich anmahne rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Draus zu LERNEN, statt sie hirntot zu wiederholen.
Fehler Nr. 1: 'Zweischalig' denken, hier Innenstadt, dort Suburbs (auch die europaeische Entsprechung existiert, siehe Banlieus, siehe Marseille etc.)
Fehler Nr. 2: auf oeko-sozialistische Migrationsfehler hoeren, die genau die nachaeffen, die in den USA bereits gemacht wurden. Gewalttaetige Strukturen als Opfer hochreden, alles andere rassistisch oder rechts nennen, dadurch wie ein Brandbeschleuniger genau das zu erzeugen, naemlich gewalttaetige Strukturen mit einer Opfer-Stigmatisierung. Schoenrednerei durch schwarze Rassisten und weisse Gutmenschen waren eben Brandbeschleuniger fuer den laengst weit groesseren schwarzen Rassismus und gleichzeitiger Entwicklungsblockade durch das Heranpraegen einer Opferhaltung ...
Aus nicht nur diesen, sondern auch einer Menge anderer Gruende sage ich daher: fruehzeitig Fehler erkennen und vermeiden ...
Was ich damit sagen will: du denkst zu kurz wenn du behauptest heutige Metropolen funktionierten Polyzentral.
Du hast recht, es konzentriert sich in vielen Städten nicht mehr alles auf eine klitzekleine Fläche in der Mitte der Mitte. Aber es konzentriert sich weiterhin meistens auf eine nach wie vor kleine Fläche in der inneren Stadt.
Schon wieder tautologisch. Weil Leute wie du sich ausschliesslich auf die Innenstadt konzentrieren, konzentriert sich alles auf die Innenstadt. Na so ein Wunder.
Überhaupt nicht. Der innere Bereich bildet Qualitativ 90% der Stadt. Wie soll das automatisch ablaufen?
Der "innere Bereich" ist kein Naturgesetz, folglich in Berlin auch anders als in Muenchen oder Frankfurt.
Und wer glaubt, man koenne nur im inneren Bereich urban verdichten, aber 50 m weiter ploetzlich nicht mehr, den halte ich selbstverstaendlich fuer ewiggestrig - strukturkonservativ im Grunde: dort so bauen, dort so bauen, genau nach Gewoehnung. Daher gehts auch nicht alt vs. modern, sondern genau gegen diese veraltete Auffassung von Stadtplanung ...
Verdichtet werden soll naemlich nur nach ALTER Vorstellung. Darin liegt das Gestrige!
Wie ich gezeigt habe: es ist mitnichten so. Der Fokus auf die Außenbereiche von Detroit lies die inneren schlicht absterben.
Nein, genau umgekehrt.
Ausserdem sagte ich nicht, dass in der Mitte nicht mehr gebaut werden darf, sondern ich sagte, man muss die GANZE Stadt entwickeln.
Da aber die meisten aehnlich wie du sowieso Innenstadt-fixiert sind, braucht man sich logischerweise um deren Bebauung eh nicht zu sorgen. Ohne dass auch nur einer den Finger kruemmt, laeuft die von selbst.
Daher ist es vernuenftig einen grossen Anteil an Aufmerksamkeit gerade dorthin zu wenden, wo das nicht der Fall ist.
Abschließend muss ich sagen dass ich keineswegs sage die Außenbereiche sollten unbeachtet bleiben und erst entwickelt
werden wenn die innere Stadt "fertig" sei (das ist sie schließlich nie). Natürlich muss überall gleichzeitig was getan
werden. Aber deine visionen wie Randbereiche umgestaltet werden müssen sind eben absurd. Es ist allerdings in der Tat
eine große Herausforderung für die Zukunft Rezepte zu für die Randbereiche zu finden, die diese Attraktiver machen
ohne die Substanz der inneren Stadt zu beschädigen.
Und genau diese unreflektierte Denke und Herangehensweise ist die Mutter der meisten entstandenen Probleme.
Was du machst ist etwas ganz typisches: Manisches Konzentrieren auf ein virtuelles Ziel, irgendetwas unbedingt 100% fuellen zu muessen und danach dann weitersehen ... in Zukunft Rezepte finden ...
In Wirklichkeit entstehen aber laengst neue Realitaeten und Tatsachen, zudem hat diese Herangehensweise auch noch am eigentlich attraktiven Profile gesaegt ...
Das hat eben alles gerade nichts mit guter Stadtplanung zu tun, gerade nichts mit Entwicklungen antizipieren, gerade nichts mit guter Entwicklungspolitik.
Du antizipierst eben nichts, sondern bist eher reaktionaer im wahrsten Sinne ... du planst wie einige hier keine Stadt und Gesellschaft, keine Entwicklung einer Metropole, sondern den Nachbau von Geschichte und Strukturen als virtuelles Ziel mit nur maessigem Interesse an den tatsaechlichen Auswirkungen ... die werden verdraengt. Du antizipierst nix, innovierst nix, du reagierst lediglich. Und das ist nun einmal "gestrig" und reaktionaer ...
trance-x February 12th, 2012, 10:51 AM Ums mal auf den Punkt zu bringen: die innere Stadt zieht die Entwicklung der Randbereiche mit sich und nicht umgekehrt. Anders funktioniert es nicht. Darauf kommt es mir an.
Schon wieder tautologisch. Weil andere das so machen und weil falsche oder keine Stadtplanung wirkte, entwickelten sich viele Stadte nach dem althergebrachten Muster. Das besagt aber nichts ausser genau das.
Dein Beispiel mit der "Ruhrmetropole": die hat ja bekanntlich mehr Einwohner als Berlin und wäre in der Hinsicht eher mit London und Paris zu vergleichen. Aber sie ist verglichen damit bedeutungslos. Woran liegt das? Es ist sicherlich durchaus im Polyzentrismus begründet. Eine Verringerung der Gesamtstärke durch eine Verteilung auf viele Zentren statt resonanzartige Verstärkung durch Konzentration in einem Zentrum(sbereich).
Nein. Du denkst zu schablonenhaft. Sage ich 'polyzentral', kramst du platt irgendein vermeintliches Gegenbeispiel raus ohne den Kontext zu beachten. Sage ich 'Innenbereich' ebenso. Dieses statische, kontext-desorientiertes Denken ist dein Problem. Die Ruhrmetropole ist eben keine wirkliche Metropole, sondern ein Verbund verschiedener kleinerer Staedte ohne metropolischer Verbindung. Polyzentral ist ansonsten auch Germany, deshalb aber nicht gleich eine Metropole ...
Wunderknabe February 14th, 2012, 11:04 PM Da du ja offenbar alles so viel besser weißt, sollte es kein Problem konkrete Vorschläge (und ich meine nicht Links auf Computerspielvideos oder obskure Bildchensammlungen) darstellen zu können.
Mach doch mal ne Planzeichnungen und Diagramme die belegen und zeigen wie du dir starke Randbereiche vorstellst und wie polyzentrische Städte (besser) funktionieren.
krysmopompas February 15th, 2012, 01:01 AM städte und insbesondere metropolen sind abbild der wirtschaftlichen grundlagen der sie bewirtschaftenden gesellschaft.
das galt für vergangene marktflecken, das gilt für die metropolen der ära übersteigerter kapitalakkumulation.
die ausdifferenzierung von wohnlagen nach dem motto "wie feiern hier ne party und du bist nicht dabei" zu hinterfragen ist die frage nach partizipation und chancengleichheit, also eine wesenhaft sozialistische.
der letzte versuch die frage nach der gestalt von wohnbauten im citybereich und in randlagen gleich zu beantworten waren die plattenbauten des als real behaupteten sozialismus (denn die grassierende mode von reihenhäuschen im citybereich ist kein rezept zur vermeidung von vorstadtslums).
metropolitaner formalismus also.
aber man kann von bullerbü aus nicht zu fuß in die oper, ins museum oder in die uniklinik gehen.
trance-x February 18th, 2012, 01:55 PM Ums mal auf den Punkt zu bringen: die innere Stadt zieht die Entwicklung der Randbereiche mit sich und nicht umgekehrt. Anders funktioniert es nicht. Darauf kommt es mir an.
Genau wegen dieser gestrigen Auffassung entstanden Slums, Banlieus und mehr ...
Und nein, selbstverstaendlich ist es nicht so, dass das so sein muss.
Dein Beispiel mit der "Ruhrmetropole": die hat ja bekanntlich mehr Einwohner als Berlin und wäre in der Hinsicht eher mit London und Paris zu vergleichen.
Nein, denn sie ist gar nicht metropolisch connected und weist auch bestimmte metropolische Strukturen nicht auf. Daher ist es assoziativ eben keine Metropole, sondern nur ein als Metropole deklarierter Staedteverbund. Ein kleiner Unterschied.
Uebrigens ist es die selbe Denke wie Deine, die verhinderte, eine draus zu machen.
Aber sie ist verglichen damit bedeutungslos. Woran liegt das? Es ist sicherlich durchaus im Polyzentrismus begründet. Eine Verringerung der Gesamtstärke durch eine Verteilung auf viele Zentren statt resonanzartige Verstärkung durch Konzentration in einem Zentrum(sbereich).
Auch Deutschland an sich liesse sich als polyzentrale Metropole betrachten, deshalb ist es aber noch keine - nicht aus konventioneller Sicht.
Ansonsten: wie impliziert. Du faellst immer in einen Dualismus. Du ueberfokussierst den Innenbereich (was nur eine beliebige Ordnungsvorstellung ist), unterfokussierst den aeusseren Bereich. Daher glaubst du von mir genau das umgekehrte.
Ich bin aber der, der eine ganzheitliche Entwicklung vertritt.
Du nicht. Du beharrst auf einer alten Priorisierung und die ist nicht ganzheitlich.
Im uebrigen: deine Fokussierung ist schon deshalb voellig ueberholt und praxisfern, weil die meisten Menschen in den Grossstaedten in der Regel gar nicht in der Innenstadt, sondern in Aussenbereichen und Suborbs wohnen ...
Schon deshalb sollte sich eigentlich jeder halbwegs vernuenftige Stadtplaner fragen, wieso das ueberhaupt so ist. Du wirst das niemals koennen, da du stets vom Status Quo ausgehst und entsprechend tautologisch argumentierst: weil das so ist, ist das so am besten. Ist es aber nicht. Es ist schlicht falsch.
trance-x February 18th, 2012, 01:59 PM Da du ja offenbar alles so viel besser weißt, sollte es kein Problem konkrete Vorschläge (und ich meine nicht Links auf Computerspielvideos oder obskure Bildchensammlungen) darstellen zu können. Mach doch mal ne Planzeichnungen und Diagramme die belegen und zeigen wie du dir starke Randbereiche vorstellst und wie polyzentrische Städte (besser) funktionieren.
Wozu? Du brauchst doch bloss z.B. einen Teil von Mitte oder Kreuzberg zu nehmen und dir das als Marzahn denken.
Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, wieso solltest du dir das dann vorstellen koennen, wenn ich es dir anders aufzeichne oder simuliere? Das saehe ja letztlich ganz aehnlich aus ...
Deine Vorstellung versagt da eben, WEIL du dich zu sehr abhaengig machst vom Denken einer Stadt in Innenbereich und Aussenbereich.
In Wirklichkeit kann man aber voellig umstrukturieren mit total unterschiedlichen Ergebnissen.
Nehmen wir mal L.A., den gesamten Metropolbereich. Den kann man (wie alle anderen Staedte beweisen) auch ganz anders organisieren.
Gleiche Einwohnerzahl, andere Struktur.
Oder so rum: Stell dir vor du erhaelst die Aufgabe eine voellig neue Stadt zu planen.
Du faengst also an z.B. eine nach europaeischen Muster zu errichten in moderner Interpretation.
Und jetzt kommt der Punkt: ab genau wo geht denn dein Innenbereich in einen Aussenbereich ueber? Woran bestimmt sich das?
Anders gefragt: angenommen du solltest eine neue Stadt fuer 1. Mio Menschen entwerfen (waeren dann 5. Mio insgesamt)
Das machst du. Danach ziehen vier Jahre lang je 1. Mio neue Menschen hinzu. Fuer die sollst du erweitern.
Wie erweiterst du dann jeweils?
Und jetzt wieder der Punkt: Angenommen du sollst GLEICH eine Stadt fuer 5 Mio. Menschen entwerfen.
Bei dir wuerde sich im ersten Falle die Stadt vom zweiten Falle unterscheiden, obwohl sie genauso viel Einwohner haette.
Faellt dir daran irgend etwas auf?
krysmopompas February 19th, 2012, 11:06 PM Warum sieht's am Kurfürstendamm anders aus als in der Müllerstraße?
Warum sieht's in der Kantstraße anders aus als in der Huttenstraße?
Faellt dir daran irgend etwas auf?
trance-x February 19th, 2012, 11:36 PM Warum sieht's am Kurfürstendamm anders aus als in der Müllerstraße? Warum sieht's in der Kantstraße anders aus als in der Huttenstraße?
Warum sieht Apfelsaft anders aus als Orangensaft, und warum sieht Tomatensaft anders aus als Multivitaminsaft?
Wunderknabe February 21st, 2012, 03:44 AM Wozu? Du brauchst doch bloss z.B. einen Teil von Mitte oder Kreuzberg zu nehmen und dir das als Marzahn denken.
Naja, alles abreißen und neubauen ist ja keine Kunst.
Wir brauchen garnicht darüber reden, weil das nicht in Frage kommt.
Selbstverständlich geht es um bauen oder besser planen im Bestand. Nur durch
Berücksichtigung der vorhandenen Struktur kannst du konkrete vorschläge liefern.
Aber da du es ablehnst dieses Grundniveau bei dieser planerischen Diskussion an den Tag zu legen ist es ziemlich sinnlos über deine fixen Ideen weiter zu philosophieren da du dir dieser Ideen selbst nicht im klaren sein kannst, ohne entsprechendes Planmaterial.
Argumentatorisch kannst du alles weich kochen. Aber genießbar werden Ideen erst durch eine konkrete Entwurfsaufgabe und eine entsprechende eindeutige Ausarbeitung derselben.
Ich weiß nicht wie du meinst dass man Architektur und Städtebau planen, entwerfen, durchdenken und kommunizieren soll. Symbolische Bildchensammlungen, hübsche Renderings und nett formulierte Texte sind da nur Beiwerk, den Kern machen nur Pläne, Daten, Diagramme und Modelle aus.
Davon hab ich von dir noch nie was gesehen.
trance-x March 16th, 2012, 03:45 PM Naja, alles abreißen und neubauen ist ja keine Kunst.
ich sprach nie von abriss und neuaufbau.
du selbst sprachst davon, WEIL du eben einfach aus bestimmten gewohnten denkschienen nicht rauskommst, daher ungewohnte vorstellungsmaessig nicht greifen kannst. hoerst du plattenbauten, kannst du dir einfach nur vorstellen, die abzureissen und dann erst etwas neues zu bauen. die einfach zu integrieren kannst du dir nicht vorstellen.
daher nochmal langsam:
gibt es in mitte plattenbauten ja oder nein? ja ...
hindert dich etwas daran trotzdem drumrum urban, kleinteilig und verdichtet zu bauen? nein. das befuerwortest du sogar ...
hindert dich also irgendwas daran in marzahn genau das selbe zu tun? nein ...
nur dein vorstellungsvermoegen ...
Selbstverständlich geht es um bauen oder besser planen im Bestand. Nur durch Berücksichtigung der vorhandenen Struktur kannst du konkrete vorschläge liefern.
mal davon abgesehen, dass das kein naturgesetz ist, tat ich das ja: ich nehme z.b. in marzahn zur kenntnis, dass da plattenbauten stehen.
und wer genau hinsieht, koennte realisieren, dass es eigentlich gar nicht einfach unbedingt die plattenbauten sind, die so stoeren, sondern die voellig falsch strukturierte umgebung, die diesen typischen plattenbausiedlungseffekt erst so richtig erzeugt. ich baue ja auch keine alleinstehenden gruenderzeithaeuser, umkleide die mit ner kahlen wiese, paar draufgestempelten baeume, grossen parkplatzflaechen und kahlen breiten strassen, vorortparks und wundere mich dann, wieso das ganze komischerweise nicht so urban wie mitte, kreuzberg oder friedrichshain aussieht - obwohl auch dort plattenbauten bzw. aequivalentes steht ...
was ist denn der tatsaechliche bauliche unterschied zwischen mitte und marzahn? plattenbauten gibt in BEIDEN bezirken. das ist also NICHT der unterschied. was also ist der unterschied?
es macht einfach keinen sinn einen plan dafuer zu erstellen. das waere wie mit spatzen auf kanonen schiessen, ausserdem wuerde auch der wie bei den bildern nichts dran aendern, dass du ihn falsch interpretieren wuerdest. ansonsten koennte ich dir ja einfach einen plan von einem ausschnitt aus mitte zeigen, auf dem sowohl plattenbauten als auch kleinteiliges ist und du transformierst das vorstellungsmaessig einfach auf marzahn. aber schon das klappt ja offensichtlich nicht.
erbse March 16th, 2012, 05:12 PM Und ich frage nochmals: Wer soll das bauen/verwirklichen? Man ist ja in den zentralen Bezirken schon noch einige Jahre, womöglich Jahrzehnte mit dem Nachverdichten beschäftigt. Das geschieht doch alles organisch.
Für mich klingt das immer, als wolltest du einen von Staatswegen geplanten strukturierten Umbau in den peripheren Bezirken. Was soll das denn bringen? Zweifellos urbanisiert sich doch der ganze Berliner Raum von innen heraus immer weiter mit der Zeit, das ist schon seit der Industrialisierung so. Wenn das auch zeitweise polyzentral vonstatten ging. Ich sehe nicht, warum man diesen Prozess künstlich aufbrechen und sozialisieren sollte. Nur damit du dein Kreuzberg in Marzahn hast. Letztendlich sind es ja Investoren, welche die Bebauung schaffen.
Wenn der Bedarf da ist, wird man auch in den peripheren Bezirken nachverdichten.
Das ist ja nach den mir bekannten B-Plänen ohnehin so vorgesehen. Die Aufregung ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.
trance-x March 18th, 2012, 10:26 AM Und ich frage nochmals: Wer soll das bauen/verwirklichen?
Staat und vor allem privat.
Entscheidend ist aber erst einmal etwas voellig anderes: die Plaene zu aendern, denn natuerlich gibt es auch hier Entwicklungsplaene, nur die voellig falschen.
Man ist ja in den zentralen Bezirken schon noch einige Jahre, womöglich Jahrzehnte mit dem Nachverdichten beschäftigt. Das geschieht doch alles organisch.
Verstehe: beim Planwerk "Innere Stadt" soll moeglichst geplant gebaut werden, weil es eine gewisse ordnende Hand benoetigt, Wunden geheilt werden sollen, an der sowieso virtuellen Uebergangsgrenze zum aeusseren Bezirk soll es ploetzlich genau umgekehrt sein? Das ist doch offernsichtlich schizophren.
Es outet eben, dass es gar nicht um vernuenftigen Staedtebau, sondern um "alte Herangehensweisen und Vorstellungen von Stadt" geht, die verteidigt werden.
Ansonsten _wird_ bereits laengst vermehrt in Marzahn (das bevoelkerungsmaessig inzwischen wieder zunimmt, und investitionsmaessig bereits unter den vorderen Bezirken befindlich ist, und keineswegs nur "arme" anzieht btw.). Manche ueberlegen inzwischen bereits wegen der absehbaren Situation in Berlin von neuen neue Siedlungen am Stadtrand. Anders ausgedrueckt: es ist total absehbar, dass hier ohne Bewusstseinswandel genau die Fehler gemacht werden, die in den meisten anderen Staedten zu Problemen fuehrten bzw. auch uebergrosse Pendlerstroemen Richtung Innenstadt befoerderten (da "draussen ja nix los ist"), was bereits schon von der Entzerrung, aber auch unnoetig Unterschiede und Segregatonseffekte befoerdert ...
Für mich klingt das immer, als wolltest du einen von Staatswegen geplanten strukturierten Umbau in den peripheren Bezirken. Was soll das denn bringen?
Es gibt sowieso Entwicklungsplaene, nur eben falsche. Es sind typische Plaene, die nach veralteten Vorstellungen umgebungsgerecht bauen, also eben ohne Sinn und Verstand Vororstrukturen bzw. Plattenbausiedlungen 'verfestigen', statt stadteplanbaulich vernuenftig zu reurbanisieren/remetropolisieren.
Zweifellos urbanisiert sich doch der ganze Berliner Raum von innen heraus immer weiter mit der Zeit, das ist schon seit der Industrialisierung so.
Nein, er wuerde sich FALSCH urbanisieren, wie in praktisch allen Staedten geschehen, die derlei Fehler gemacht haben. Es enstuenden eben KEINE neuen Kieze, sondern nur beliebige Vorortbrei-Geschichten ... Daher pendeln auch so viele in London, Paris, Muenchen usw. in den Innenbereich und statt neuer Kieze entstand was? Na? Genau: eben NICHT neue Urbanitaet ...
Und genau deshalb, obwohl die Loesung total simpel ist, denken auch ueberall alle verkrampft nach, was man gegen die folgerichtig entstandenen Probleme so tun koennte ...
Wenn das auch zeitweise polyzentral vonstatten ging. Ich sehe nicht, warum man diesen Prozess künstlich aufbrechen und sozialisieren sollte. Nur damit du dein Kreuzberg in Marzahn hast. Letztendlich sind es ja Investoren, welche die Bebauung schaffen.
Nein, die Struktur kann die Stadt weitestgehend planen. Nachher kann sie das NICHT mehr, da alles Gebaut bereits falsche Strukturen verfestigt und man dann auch nicht mehr derlei abreissen kann. Darum gehts zunaechst mal. Und nochmal: fuer die Innenstadt argumentierst du so ja auch nicht.
Ansonsten: aus Marzahn wuerde nicht direkt Kreuzberg, da neue Bauten eine andere Wirkung haben. Allerdings koennte man auch mit neuen Bauten funktionierende urbane Strukturen bauen, die dann vorhersehbar auch den Bezirk dramatisch aufwerten, damit je mehr mensch das machen wuerde, immer attraktiver machen wuerde. Man muss eben vorher Weichen stellen wie der Bezirk spaeter dann aussehen wird ...
Wenn der Bedarf da ist, wird man auch in den peripheren Bezirken nachverdichten. Das ist ja nach den mir bekannten B-Plänen ohnehin so vorgesehen. Die Aufregung ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Das ist doch voellig illusorisch. Wenn erstmal ueberall falsch gebaut wurde, kann man spaeter nicht mehr umstrukturieren. Schon jedes einzelne falsch plazierte Haus gehoert ja jemandem bzw. die pure Existenz wuerde in der Praxis bereits zumeist im Wege stehen ...
Es geht um die Strukturen, die durch jeden weiteren Bau derzeit zerstoert werden bzw. falsche fixiert.
Und genau deshalb hat es auch in allen anderen Staedten mit diesem "nachverdichten" praktisch nicht funktioniert.
Und nochmal: sieh das ganze mal aus einer anderen Perspektive. Stell dir vor, der Innenbereich Berlins ginge einfach auch ueber Marzahn usw...
Der Grund, wieso du Charlottenburg, Friedrichshain, Kreuzberg, Neukoeln usw. auch als Innenbereich betrachtest liegt ja nur daran, dass du gewoehnt bist, dass dort Kieze sind. Gaebe es die gar nicht und wuerde so gebaut wie du und Wunderbar vorschlagen, wuerde es gar kein Charlottenburg, Friedrichshain, Kreuzberg usw. geben, sondern typische Aussenbezirksbebauung. Und damit waere das weniger attraktiv.
Ausserdem: kriegst du die Gentrifizierungsdiskussionen eigentlich nicht mit? Es findet derzeit bereits eine Segregation statt.
Da wird schon mal uebertrieben, aber manches ist nicht nur wahr, sondern absolut vorhersehbar kritisch ...
Es werden derzeit immer mehr Menschen von Neukoelln, bestimmten Bereichen Kreuzbergs, Wedding und anderen u.a. von den Jobcentern umgesetzt, etwa in bestimmte Bereiche nach Spandau ...
Anders als bisher ballen sich dort noch bei weitem mehr als in Neukoelln, das durch Gentrifizierung Chancen hat, nicht mehr zu kippen (WEIL es baulich attraktiv ist, urban usw.) die praekaeren Harz-IV Migranten, und zwar zuzugsmaessig seit einigen Jahren. Voellig vorhersehbar werden dort tatsaechliche Ghetto-like Verhaeltnisse wie in Paris und London entstehen. Und WEIL einfach nicht clever das ganze "rechtzeitig" antizipiert und u.a. reurbanisiert wird, werden solche Gegenden vorhersehbar kippen. Und sie werden nicht einfach re-gentrifiziert werden koennen, da sie eben dank solcher Auffassungen wie deiner unattraktiv fuer Gentrifzierung sind und sich die destruktiveren Strukturen verfestigen werden ...
Das ganze ist so absehbar, dass ich jedem versprechen kann, dass es hier in Zukunft massenweise Probleme geben wird.
Taeglich werden es mehr, umgekehrt sinkt die Attraktivitaet rapide ... massenweise ziehen Deutsche und andere weg ...
"(...) So sieht es auch der Spandauer Sozialstadtrat Martin Matz (SPD), dessen Bezirk zu den Verlierern der Gentrifizierung gehört. "Bei uns stagnieren die Mieten für einfache Wohnungen seit Jahren, während sie in den Innenstadtlagen um bis zu 10 Prozent gestiegen sind", so Matz. Kein Wunder also, dass sich in Spandau im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der Hartz-IV-EmpfängerInnen durch Zuzüge um 809 erhöht hat. "Sie ziehen vor allem in Gebiete wie West-Staaken und Falkenheimer Feld, wo es billigen Wohnraum gibt. Aber dort liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Transferleistungen ohnehin schon bei 50 bis 65 Prozent", sagt Matz. 108 Millionen Euro fielen jährlich in seinem Bezirk für die Zuschüsse zu Unterkunftskosten an, in ganz Berlin seien es 1,5 Milliarden Euro. "Eine pauschale Erhöhung der Zuschüsse für die Unterkunftskosten wäre rausgeschmissenes Geld", so der Stadtrat. (...)"
source: http://www.taz.de/!74443/
"(...) Auch in Spandau tobt das normale Leben. Die Probleme aber werden größer: Der Bezirk steht auf der Empfängerseite der so genannten “Gentrifizierung”, jenes Wortungeheuer, das beschreibt, wie einst heruntergekommene Innenstadtbezirke von Gutbetuchten entdeckt und Alteingesessene verdrängt werden, weil die sich die modernisierten Wohnungen nicht mehr leisten können.
Die ziehen unter anderem nach Spandau in kleine Nachkriegswohnungen, die das Jobcenter gerade noch bezahlt. Die sozialen Brennpunkte Heerstraße Nord, Falkenhagener Feld, aber auch in der Wilhelmstadt oder der Neustadt haben schwer zu kämpfen. Die Geschäftsleute, die wir am Wochenende in der Adamstraße besucht haben, haben kein Blatt vor den Mund genommen: Es sei schwer, sagten die meisten. Sie würden bald aufgeben, sagten einige. Vor allem, seit auch die Post den Rückzug angetreten hat und sich die Nachricht noch nicht herumgesprochen hat, dass die Pakete und Päckchen nun im Lampenladen abgegeben werden können. Die Laufkundschaft bleibt weg, immer mehr alteingesessene Läden schließen, es kamen Discounter, Spielhöllen, Wettbüros, das hat schweren Schaden angerichtet. Dazu kommt eine CDU-Wirtschaftspolitik, die offenbar glaubt, es reiche, ein Einkaufszentrum nach dem nächsten Baumarkt zu eröffnen. (...)"
source: http://sommer-spandau.de/?p=485
Solange nicht endlich sowohl bauliche als auch gesellschaftliche Entwicklungen antizipiert und konsequent gehandelt wird, werden sehenden Auges
Die eigentliche Kunst ist es eben, immer soweit entstehende Probleme voraus zu sein, um ein Kippen von Destrikten zu vermeiden, indem man auch durch intelligentes Planen und Handeln permanent alles entzerrt. Es ist bereits jetzt schon nahezu nicht mehr moeglich das aufzuhalten. Leute in einer Ghetto-liken Gegend bauen zu lassen, dafuer Investoren und durchmischende Klientels zu finden, ist eben leichter, wenn man es _vorher_ macht, nicht wenn laengst alle weg sind ...
Davon abgesehen wuerde es die Attraktivitaet Berlins deutlich steigern, wenn man sinnvoll urban weiterbaut. So oder so ...
Und da lohnen sich selbst hier und da staatliche Gelder zum anschieben, da die Gegenden durch Re-Urbanisierung/Re-Metropolisierung ja "attraktiver" werden, bei weitem attraktiver als bei deinen Vorstellungen, die letztlich viel teurer kommen werden - in jeder Hinsicht ...
Honk March 18th, 2012, 10:28 AM Gibt es tatsächlich Pläne für neue Siedlungen am Stadtrand? Die letzte solcher Großsiedlungen - Karow Nord - ist ja durchaus gelungen. Hier hat man nämlich nicht nur ein paar Mehrfamilienhäuser aufs Feld gesetzt, sondern eine Art Stadtteilzentrum geschaffen.
Ein anderes Beispiel wäre 'Helle Mitte', wo man nachträglich ein Plattenbauviertel durch ein neues Unterzentrum nach-urbanisiert hat.
Honk March 18th, 2012, 10:32 AM Hier ist ein Luftbild von 'Helle Mitte'. Man kann sehen, wie in die aufgelockerte Plettenbebauung ein dichteres Zentrum eingebaut worden ist.
http://www.fotos-aus-der-luft.de/luftbild/7254-3/Berlin_Hellersdorf_03
http://www.fotos-aus-der-luft.de/luftbild/7254-3/Berlin_Hellersdorf_03
trance-x March 18th, 2012, 11:31 AM Hier ist ein Luftbild von 'Helle Mitte'. Man kann sehen, wie in die aufgelockerte Plettenbebauung ein dichteres Zentrum eingebaut worden ist.
ja genau, und das geht etwas in die richtung.
es gibt auch hier und dort woanders ansaetze, aber insgesamt ist vieles falsch umgesetzt.
hier beispielsweise eine voellig falsche bauhoehe. wieso kapieren es viele einfach nicht _hier_ wenigstens in traufhoehe zu bauen (sonst immer danach schreien, dann aber wenn es wenigstens mal sinnvoll waere einfach nicht zu tun). wie kann mann nur so DAEMLICH sein! gebaut haben sie in vorortsmaessiger hoehe - und das ist eben grundfalsch. falsches signal, falsch weil es weniger verdichtet, dadurch auch weniger belebt. falsch, weil so so psychologisch weniger urbaner-metropoler flair entsteht, was signaltechnisch gerade fuer ein neues "zentrum" wichtig waere. falsch, weil die strassen zu kahl sind, auch weil falsch weite bereiche gar keine ladenlokale haben, keine tatsaechiche kleinteiligkeit realisiert wurde (kann man auch bei langgezogenen gebaeuden machen, durch wenigstens abstufungen, farblicher abgrenzung usw.), falsch, weil man in so einem zentrum natuerlich auch diverse hoehere buildings haette machen muessen usw.
insofern ist es ein strukturell grobes beispiel dafuer, in welche richtung es gehen sollte, auch, dass bestimmte bauten realisiert werden koennen und folglich auch eine verbesserung eintritt ...
allerdings ist es eben auch*einfach nicht konsequent genug durchdacht, die chance vertan, es hier mehr zu metropolisieren ...
praktisch sieht das vor ort so aus:
http://www.sebastianspyra.de/schoen/helle_mitte.JPG
source: http://www.sebastianspyra.de/schoen/helle_mitte.JPG
http://www.martinspies.de/album/berlin10-2/FOTO44.JPGhttp://service.bz-berlin.de/bzblogs/marrachsostblog/files/2010/03/Rathaus-Helle-Mitte.jpg
sources: http://www.martinspies.de/album/berlin10-2/FOTO44.JPG
http://service.bz-berlin.de/bzblogs/marrachsostblog/files/2010/03/Rathaus-Helle-Mitte.jpg
einfach zu niedrig, zeigt aber, was geht und wie anders es gleich in so "aussenbezirken" aussehen kann, wenn man derlei macht ...
http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00075/vl_marzahn_helle_mit_75018b.jpg
source: http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00075/vl_marzahn_helle_mit_75018b.jpg
hier noch ein sehr schoenes photo, das ebenfalls ganz gut wirkt! (kann ich leider nicht direkt einbinden): http://one-link.de?C76729LI
das zeigt sehr schoen, DASS man etwas metropolitischeres aufbauen koennte. allerdings ist es immer noch zu inkonsequent, denn praktisch sieht es eben weniger danach aus wie es hier wirkt ...
sie haetten wenigstens eben versetzt hoeher bauen muessen, teilweise die laenge der blocks durchbrechen, ansonsten auch hier und da ein ein echtes hochhaus (das waere auch deshalb wichtig, weil die strukturen der plattenbauhoehen durchbrochen werden muss, durch niedrig UND hoeher, ansonsten aber weil es ja ein zentrum sein soll)
trance-x March 20th, 2012, 05:52 AM wer moechte, kann ja mal via googleMaps in der Gegend rumkurven: https://www.google.de/maps/vt/data=Ay5GWBeob_WIPLDYoIWcfVXxvZu9XwJ55OX7Ag,Sx5dBP7LOTJj1EsxOfx8EOA5XAxw1dBZTmKFys7npAPxrR90nVTdm-xpvAlwwbw4KJRXTqjQCP3L6Z5tC68xokH-1BgQT1LZPSWdkAWhsTiCWodvJsuSGB2vw6mYZ505vqvISw
einfach mal so durch das areal fahren, umrunden, auch auf der anderen seite usw...
dann kann man gut erkennen - ums zu wiederholen -, dass ...
1. auch so eine "plattenbaugegend" gleich ganz anders aussehen kann, wenn man sie urbanisiert und eben nicht einfach mit reinen vorortbauten fixiert. was nicht geschafft wurde bisher ist plattenbauten selbst konsequent einzubinden. das muss eben strukturell "eineinander"-wachsen. sie muessen unbedingt vermeiden, die plattenbauten als isolierte gegenden abzugrenzen und hier sehe ich die intellektuell groessten probleme das tatsaechlich zu kapieren
2. es aber aus metropolischer aufwertungssicht besser gewesen waere, das hoeher zu bauen ('mindestens' traufhoehe, wieso schaffen sie das immer nie gerade dort, wo es endlich mal tatsaechlich wichtig waere? antwort: weil sie eben noch falsch in innenbereich/aussenbereich denken)
3. nebenbei manche Strassen mit Baumallee, mehr struktureller Kleinteiligkeit und breiteren Fusswegen sowie besseren Cafe, Gallery, auch Kleinlaedenstrukturen ausgelegt haetten
erbse March 21st, 2012, 04:45 PM BING Maps ist viel besser um die Strukturen ganzheitlich zu erkennen, bietet nämlich neben Satelliten- auch viel detailliertere Schrägbildperspektiven. :)
Und Google Streetview ist ja durch die vielen paranoiden Zensierer kaum zu genießen.
Hier der Link für die Gegend: http://www.bing.com/maps/?v=2&where1=Fritz-Lang-Platz%2C%2012627%20Berlin&q=Berlin%2C%20Fritz-Lang-Platz&form=LMLTSN&cp=52.537238962091656~13.604014331249141&lvl=18.237456110767678&sty=b&encType=1
Dase March 21st, 2012, 07:45 PM Hier beispielsweise eine voellig falsche bauhoehe. wieso kapieren es viele einfach nicht _hier_ wenigstens in traufhoehe zu bauen (sonst immer danach schreien, dann aber wenn es wenigstens mal sinnvoll waere einfach nicht zu tun). wie kann mann nur so DAEMLICH sein!
ROFL. Deine Bilder zeigen mehrheitlich, dass die neue Hellersdorfer Mitte fast exakt auf der existierenden Traufhöhe gebaut wurde, teilweise etwas höher. Aber dämlich sind ja immer die Anderen.
trance-x March 23rd, 2012, 10:58 PM ROFL. Deine Bilder zeigen mehrheitlich, dass die neue Hellersdorfer Mitte fast exakt auf der existierenden Traufhöhe gebaut wurde, teilweise etwas höher. Aber dämlich sind ja immer die Anderen.
Nein, die Mitte muss logischerweise zu grossen Teilen viel hoeher sein. Oder hast du den Eindruck, dass am Alex oder Zoo oder sonstwo 'normale' Traufhoehe herrscht? Hier fehlt das metropolischere. die Traufzhoehe bezieht sich hier wenn schon auf die erste Stufe, die naechste Abstufung nochmal deutlich hoeher ... daneben Hochhaeuser usw...
Und die anderen haben nicht einmal Traufhoehe ...
fahr doch mal mit Google in dem Bereich hinten rum ...
die meisten sollten natuerlich "hoeher" sein, so oder so ...
Metropolischer ... halt ...
Flyn March 24th, 2012, 03:15 AM @trance:
Der folgende Kommentar dürfte dich erfreuen...
Eine Ideenschmiede zum künftigen Leben in der Großstadt – so beschreibt sich das Lab selbst – brauche keine etablierten Standorte im Zentrum, sondern Herausforderungen in der zentrumsnahen Peripherie.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bmw-guggenheim-lab-lichtenberg-umwirbt-new-york/6367348.html
Eine besonders große Chance sehe ich hier im Dong Xuan Center in Lichtenberg, wo ja auch mal die Vision genannt wurde, dies zu einer richtigen Asia-Town (Wohnungen, Gastronomie, Büros, kulturelle Einrichtungen, Einzelhandel usw.) weiterzuentwickeln.
vS8HfQazx4M
Bei der idyllischen Musik muss ich direkt an Anno 1602 denken wo man aus der isometrischen Ansicht seine erblühende, prosperierende Stadt und dessen wussliges Treiben beobachtet.
Aufbau-Spiel-Soundtrack! ^-^
trance-x March 31st, 2012, 07:18 AM Flyn
yay, Asia-Town, ein interessantes projekt.
allerdings gehts mir nicht um irgendwelche projekte in derlei stadtteilen, sondern eben um den aspekt einer generellen intention von reurbanisierung/remetropolisierung der ganzen auesseren bezirke ...
All
Hier ein typische Beispiel wie man es gerade eben nicht machen sollte: "Ahrensfelder Terrassen" (Nord-Marzahn)
http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Ahrensfelder-Terrassen/contentCollection/0/image/AT1.jpg
http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Ahrensfelder-Terrassen/contentCollection/03/image/AT_Luftbild_250px.jpghttp://www.degewo.de/dms/Bilder/Mieten/Kieze/Marzahn/Ahrensfelder-Terrassen/Luftbild/Luftbild.jpg
sources: http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Ahrensfelder-Terrassen/contentCollection/0/image/AT1.jpg
http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Ahrensfelder-Terrassen/contentCollection/03/image/AT_Luftbild_250px.jpg
http://www.degewo.de/dms/Bilder/Mieten/Kieze/Marzahn/Ahrensfelder-Terrassen/Luftbild/Luftbild.jpg
Genau diese hirnlosen toten Suburb-0815-Siedlungsstrukturen, die in Wirklichkeit wie Plattenbauten im kleinen strukturiert sind: Anti-urban/Anti-metropolisch, hat rein gar nichts mit Leben&Arbeiten zu tun, werten nicht das Umfeld auf, sondern fixiert auch noch die falschen Strukturen. Wie Zombies bauen sie einfach "umgebungsgerecht weiter", voellig ohne Hirn und Verstand ...
Voellig belanglos und wirklich genau so ein Fehler, den ich meine. Aber schoen naives Gruen noch drum rum, das ist ja dann eine nette Gartenstadt mit doerflichem Charakter, nicht?
Berlin sollte so schnell wie moeglich solche Dummheiten lassen und radikal die Plaene veraendern. Man kann alle anderen Staedte so einen Unfug bauen lassen.
Berlin koennte sich intelligenterweise absetzen und munter seinen urbanen/metropolitanen Bereich vergroessern.
Dazu muss aber unbedingt ein voellig neues Bewusstsein und Fokus her, und zwar schnell wie moeglich, bevor es zu spaet ist.
source: http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Ahrensfelder-Terrassen.html
trance-x March 31st, 2012, 09:14 AM Genau der selbe Fehler.
Das hat alles nichts mit Urbanitaet zu tun, alles nichts mit metropolitanen Strukturen, nur mit 0815-Siedlungsbrei. Und gerade den Huegel haette man so voellig anderes inszenieren koennen. Alles total vertane Chancen ...
http://www.degewo.de/docroot/images/1400-50015-0565/10013800/img_10013835.jpg
http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Joachim-Ringelnatz-Siedlung/contentCollection/0/image/Jo-Ringelnatz23-Hofseite.jpghttp://www.degewo.de/dms/Bilder/Mieten/Kieze/Marzahn/Ringelnatzsiedlung/Ringelnatz_Blick_zur_Siedlung/Ringelnatz_Blick_zur_Siedlung.jpg
sources: http://www.degewo.de/docroot/images/1400-50015-0565/10013800/img_10013835.jpg
http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Joachim-Ringelnatz-Siedlung/contentCollection/0/image/Jo-Ringelnatz23-Hofseite.jpg
http://www.degewo.de/dms/Bilder/Mieten/Kieze/Marzahn/Ringelnatzsiedlung/Ringelnatz_Blick_zur_Siedlung/Ringelnatz_Blick_zur_Siedlung.jpg
http://www.degewo.de/content/de/Wohnen/_2-4-Kiezportraits/Marzahn-Hellersdorf/Joachim-Ringelnatz-Siedlung/contentCollection/0/image/Jo-Ringelnatz23-Hofseite.jpg
Dabei koennte man dort sowohl urban/metropolisch, sowohl lebendig und fuer Arbeit und Leben, als auch sehr wohl gruen und ruhig fuer Familien, Senioren usw. bauen.
Die Strasse zum Huegel koennte naemlich auch so aussehen:
http://hayesvalleysf.org/blog/wp-content/uploads/2011/04/hayes-street-trees.jpeghttp://cdn.c.photoshelter.com/img-get/I0000ibIR41r_YQc/s/750/600/Savannah-Trees.jpg
sources: http://hayesvalleysf.org/blog/wp-content/uploads/2011/04/hayes-street-trees.jpeg
http://cdn.c.photoshelter.com/img-get/I0000ibIR41r_YQc/s/750/600/Savannah-Trees.jpg
... oder so:
http://image.shutterstock.com/display_pic_with_logo/93529/93529,1188213049,3/stock-photo-street-alley-or-avenue-in-central-stockholm-4882840.jpghttp://www.nothingintosomething.com/wp-content/uploads/2010/07/024_Berlin_Streets_011.jpg
sources: http://image.shutterstock.com/display_pic_with_logo/93529/93529,1188213049,3/stock-photo-street-alley-or-avenue-in-central-stockholm-4882840.jpg
sources: http://www.nothingintosomething.com/wp-content/uploads/2010/07/024_Berlin_Streets_011.jpg
Daneben urban verdichtete Bauten mit Wohnungen, drunter Laeden, Cafes, Kitas, Projektgalerien fuer Kuenstler oder Werkstaetten usw. nach vorne, ruhig grosszuegigere Hofstrukturen in die man durch Tore kommt.
- das waere energetisch vernuenftiger
- bessere Ausnutzung des Platzes
- wuerde Marzahn laengst mehr aufgewertet haben
- den Huegel spannender inszenieren
- Kleinkind-gerechter durch die Hofumbauungen
- Aufregende Hof-Landschaften mit inspirierenderen Hofgestaltungen
beispielsweise so:
http://www.grueneliga-berlin.de/wp-content/uploads/2010/12/Woertherstr.jpghttp://1.bp.blogspot.com/_6O_M8-fmZis/SmoPx_61CfI/AAAAAAAAADw/wtQG44zcviE/s400/Sophien%2B19.JPG
http://www.claasharders.de/Berlin_Innenhofskulptur.jpghttp://www.b-tgmbh.de/Innenhof4.jpg
Saehe gleich ganz anders aus ...
Man koennte Seniorenresidenzen und Kitas mischen, daneben Laeden fuer alle ...
Es gibt da tausend Dinge...
Nur so sollte man nicht bauen. Der ganze Bereich ist staedtebaulich praktisch wertlos fuer Berlin. Und fuer nahezu das gleiche Geld haette man einfach nur durch intelligenteres Planen fuer alles einen weit groesseren Mehrwert haben koennen. Einfach nur durch besseres Planen und grundsaetzlich dieses Umgebungsbau-Vorstadt-Bau-DenkPlanen aus dem Kopf ...
Honk March 31st, 2012, 09:46 AM Ich stimme dir hier vollkommen zu, trance. Es ist mir unverständlich warum man überall immer noch diese überkommende Funktionstrennung in der Stadtplanung sieht - hier Arbeiten, dort Wohnen und da Einkaufen.
Als Vorteil wird ja häufig genannt, dass in diesen Siedlungen die Häuser direkt im Grünen liegen. Für mich macht das überhaupt keinen Sinn. Ich habe doch keinen Vorteil, wenn mein Haus von einer Grünanlage umgeben ist, erstens sind diese Anlagen fast immer ungepflegt und zweitens gibt es dort meist weder die Erlaubnis oder die Möglichkeit, zu Grillen oder sich auf eine Wiese zu legen - für so was sind nun mal Parks besser geeignet. Es ist also letztendlich Platzverschwendung, die das Umfeld irgendwie etwas verwahrlost aussehen lässt.
trance-x March 31st, 2012, 11:00 AM Ja, sie werten auch die Berlin nicht weiter auf und die Bezirke meistens eher ab bzw. verbessern strukturell wenig, tauchen praktisch in keinem Reisefuehrern auf, lassen auch die Bewohner weniger zueinander finden, sofern gewuenscht . Und Hofstrukturen waeren selbst fuer Ruhe-Freaks besser, da sie gegenueber der Strasse nochmal deutlich besser abschotten als monolitisch frei rumstehende Haeuser ...
Es ist eben reine Ideologie, alte Vorstellungen vom Bauen, oft keine hochpolarisierte, sondern eher aus purer Gewoehnungspraegung entstanden, fehlendem Vorstellungsvermoegen ob des machbaren. Das ist aber schade, denn Berlin koennte Vorreiter sein hier einfach munter weiter seinen urbanen/metropolitanen Bereich zu vergroessern, noch attraktiver zu werden, gleichzeitig etwas gegen Probleme wie Gentrifizierungsaengste oder Ghettoisierung-Segregations-Tendenzen zu tun ...
Da es eine Weile braucht bis so simple Loesungen ins Bewusstsein/Vorstellungsvermoegen dringen (zumal wirklich sinnvolle, keine kruden statisch-hoelzernen Umsetzungen davon), kann man es im Grunde nur pausenlos wiederholen und verbreiten. Das zeigt uebrigens auch wie destruktiv Gentrifizierungsgegner sind, die konstruktiverweise ja laengst haetten derlei thematisieren koennen. Aber auch hier gilt wieder: alles fokussiert und balgt sich staendig um den hochpolarisierten Innenbereich. Symbolikpolitik, statt mal kreative Sachlichkeit und Offenheit zugunsten aller walten zu lassen.
trance-x March 31st, 2012, 11:14 AM Achja und: es fehlt auch viel an konsequenten freiem Denken, gerade wenn es z.B. um metropole Strukturen geht.
Nehmen wir mal so einen Monolithen am Place de la Concorde
http://www.paris-france.me.uk/place_de_la_concorde_4.jpghttp://traveltips.usatoday.com/DM-Resize/photos.demandstudios.com/55/89/fotolia_398544_XS.jpg%3Fw%3D440%26h%3D440%26keep_ratio%3D1http://www.magazinusa.com/images_st2/il/chicago/cloud-_gate.jpg
sources: http://www.paris-france.me.uk/place_de_la_concorde_4.jpg, http://www.magazinusa.com/images_st2/il/chicago/cloud-_gate.jpg
Hellersdorf/Marzahn koennte z.B. einen Sponsor suchen und konsequent schritt fuer schritt immre mal eine passenden Platz einer der breiten Strassen mit so metropolische Anlagen umgestalten (muss ja nichts so teures sein, aber ausreichend dimensioniert und trotzdem elegant) ... man koennte es auch nach Spendern benennen, Arc de Siemens, SAP-Tor - who cares. Konsequent Strassen step by step in Boulevards umbauen, immer mal wenn Geld da oder durch Sammlungen elegantere Laternen. Mit preiswerten Mitteln aber Cleverness immer mehr den Bezirk umbauen. Die Strukturen nutzen ... Gross und elegant denken, trotz Geldmangel! Echter Wille eine eigene Metropole draus zu machen mit immer mehr Profile! Mit wenigen Mitteln, aber cleverer Planung viel erreichen. Das sollte eigentlich sogar noch mehr Spass machen als in der Innenstadt zu bauen, weil man (aehnlich wie beim Staubsaugen, wenn es sich richtig lohnt) ja viel mehr noch die konkreten Erfolge sieht ... und je mehr getan wird und sichtbar wird, desto mehr steigt die Attraktivitaet, desto mehr kommen Investoren, desto mehr waechst einem alles entgegen ...
Plattenbauten koennte man auch ausser endlich kleinteiliger bzw. metropolisch umbauen, verdichten in neue belebtere Strassen einweben z.B. nach und nach in klassischere aesthetischere Formen ueberfuehren, beispielsweise durch einfachste Dachueberstaende, vielleicht billige Skulpturen usw... es gibt da tausend Dinge an tausend Stellen aufzuwerten, immer mehr urban/metropolisches Flair durchzusetzen. Und je mehr, desto besser liefe es ...
Man koennte sooooooooooooooooooooooooo viel machen mit Kreativitaet, offenen konsequenten Geistes und Hartnaeckigkeit ...
erbse March 6th, 2013, 09:44 AM ^ lol. Das hat man sich in Brasilia oder Pjöngjang sicher auch gedacht...
Eine besonders große Chance sehe ich hier im Dong Xuan Center in Lichtenberg, wo ja auch mal die Vision genannt wurde, dies zu einer richtigen Asia-Town (Wohnungen, Gastronomie, Büros, kulturelle Einrichtungen, Einzelhandel usw.) weiterzuentwickeln.
Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Neuigkeiten? Ewig nichts gehört... :dunno:
Gibt übrigens diverse interaktive kubische Panoramen zu dem Komplex: http://www.kubische-panoramen.de/index.php?id_id=8223&p=f
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