View Full Version : Wien | Rinderhalle St.Marx Revitalisierung


Wolfi
July 12th, 2006, 11:03 AM
Noch kein Nutzungskonzept für die Rinderhalle.

WIEN. Große Pläne hat die Stadt Wien mit dem Gelände des ehemaligen Wiener Schlachthofes St. Marx. "Bis 2012 soll dort ein moderner Büro- und Technologie-Standort entstehen - mit Schwerpunkt IT und Biotechnologie, ergänzt durch Kultur und Gastronomie sowie Veranstaltungen", erklärte Vizebürgermeister Sepp Rieder am Dienstag. Insgesamt werden acht Projekte rund um das Schlachthofgebäude durchgeführt.

Das Herzstück des Entwicklungsgebietes ist die denkmalgeschützte Rinderhalle. Sie soll in den kommenden neun Monaten um 9,5 Millionen Euro generalsaniert werden. Allerdings nur die Außenhülle der historischen schmiedeeisernen Konstruktion. Was danach in die Halle kommt, kann Rudolf Mutz, Direktor der für die Sanierung zuständigen Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, noch nicht sagen: "Ich bekomme fast wöchentlich neue Ideen auf den Schreibtisch, aber nur wenige gute Finanzierungskonzepte."

Wichtig ist ihm jedenfalls, dass es ein Projekt ist, das langfristig funktioniere, nicht künstlich sei und dass "nach 18 Uhr noch Leben in den Hallen ist - und auch am Wochenende".

Im September soll entschieden werden. Sicher ist jedenfalls, dass im Vordergrund die kulturelle Nutzung steht. Neben dem Media Quarter (siehe Bericht oben) hat auch das Mumok, das Museum Moderner Kunst, Interesse deponiert. Für Mutz ist dies aber nicht das ausgefeilteste Projekt; außerdem wolle das Mumok nur einen Teil der Rinderhalle nutzen. Er wolle aber ein Gesamtkonzept, sagte Mutz der "Presse". Mittlerweile gibt es aber auch einen Mumok-Plan für das gesamte Areal.

Für die Verwertung der Bauplätze auf dem Areal rund um die Rinderhalle will die Entwicklungsgesellschaft 13 Millionen Euro investieren; Rieder erhofft sich bis zu 300 Millionen weitere Euro, die von Investoren kommen sollen.

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=571353

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http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=571351

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http://www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020060711007

Wolfi
September 22nd, 2006, 05:00 AM
Erste Fleischerbetriebe machen neuer Nutzung Platz und gehen in einen neuen Großmarkt:

http://***************/?url=/?id=2578521

Wolfi
September 22nd, 2006, 05:03 AM
Hompage des Media Quarter Marx mit schöner Übersicht über das neue Viertel:

Wien St. Marx als Mediendrehscheibe zwischen Ost und West
Die Medien- & Kommunikationswirtschaft gilt auch in den kommenden Jahrzehnten als eines der wichtigsten globalen Wachstumssegmente. In der Europäischen Union werden intensiv Strategien zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kommunikationsindustrie gegenüber den USA und den Emerging Markets des asiatischen Raumes diskutiert. Die europäischen Metropolen konkurrieren dabei um führende Positionen in diesem Wirtschaftssegment. Gerade Wien könnte hier in Zukunft im zusammenwachsenden Europa eine Schlüsselposition einnehmen. Ein idealer Wachstumsstandort steht schon bereit.

Die Verantwortlichen innerhalb der Stadt Wien haben für diese Medienzukunft bereits intelligent vorgesorgt: Das „ZIT Zentrum für Innovation und Technologie“, die Technologieagentur der Stadt Wien, entwickelt im Bereich des ehemaligen Schlachthof St.Marx einen Medien- & Technologiestandort.

Passend dazu hat sich hier mit T-Mobile bereits ein erfolgreiches Unternehmen mit einschlägigem Tätigkeitsprofil angesiedelt. Noch vor wenigen Jahren standen neben der Schlachthofzentrale ausschließlich alte Lagerhallen und abbruchreife Gebäude, heute ragt hier der architektonisch kühne Bau des T-Centers empor, in dem T-Mobile & T-Systems ihre Österreichzentrale haben, erreichbar über die wichtigste Verkehrsader der Stadt, die Wiener Süd-Ost-Tangente. Architekt Günther Domenig (Architektur Consult) zeigte sich angetan von diesem Bauplatz: „St. Marx ist ein Ort mit unglaublichen Möglichkeiten. Die Herausforderung besteht darin, hier einer großen, von ihrer Funktionalität losgelösten Vergangenheit zu begegnen und sie mit neuem Leben aufzuladen.“ Ähnlich sieht das Georg Pölzl, Vorsitzender der Geschäftsführung der T-Mobile Austria GmbH: „Orte, die nur der Gegenwart gehören sind langweilig. St.Marx ist ein spannender Ort zum einen auf Grund seiner Vergangenheit und zum anderen durch seine Perspektive als innovatives Stadtentwicklungsgebiet.“

Gleich daneben, wurde das ehemalige Verwaltungsgebäude des Schlachthofes durch das ZIT revitalisiert und hat sich nun eine kleine aber feine Mischung aus Medien- & Kommunikationsunternehmen angesiedelt, die ein breites Spektrum an hoch spezialisierten Mediendienstleistungen anbieten. Unmittelbar angrenzend befindet sich der Campus Vienna Biocenter, ein Cluster aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Biotechnologie.

Und die nächsten Ausbauschritte für das Media Quarter Marx hat das ZIT bereits fixiert:

Die fertigen Konzepte für den Neubau eines weiteren Medienkomplexes in St. Marx mit ca. 19.000 m² Nutzfläche liegen bereits in der Schublade. Mit dem Neubau soll 2007 begonnen werden. Geplant ist die Ansiedlung von Unternehmen aus dem Medienbereich (Film, Fernsehen, Print) sowie innovativer Zulieferer im Mediensektor.

Gefragte Standort-Qualitäten

Als erstes innovatives Großunternehmen hat T-Mobile erkannt, dass das Areal optimale Standort- Vorraussetzungen bietet: zentrumsnahe Lage, die schnelle Anbindung zum Flughafen Wien Schwechat, großzügige Bauflächen, ein einzigartiges Ambiente und vor allem: die ideale Anbindung an das Verkehrsnetz: Das ehemalige Schlachthofareal und sein Umfeld sind nur 7 U-Bahnminuten von der City und 15 Autominuten vom Flughafen entfernt. Zwei U-Bahnstationen, U-Bahn und Schnellbahn, und zwei Stadtautobahnen sorgen für beste Verbindungen.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die Wiener Gasometer-City, die neben attraktiven Wohnflächen in dem revitalisierten Industriedenkmal über eine vielfältige Infrastruktur verfügt. Diese städtebaulichen Projekte basieren auf einer breit angelegten städtischen Investitionsoffensive für die Achse zwischen 1. Bezirk und Flughafen Wien-Schwechat, den „Erdberger Mais“.

Mit Blick auf die internationalen Erfolge österreichischer Unternehmen in den osteuropäischen Ländern bietet gerade diese geografische und verkehrstechnische Lage enorme Zukunftsphantasien für Richtung Osteuropa orientierte Medienunternehmen. Wie man von Wien aus erfolgreich im osteuropäischen Mediengeschäft tätig werden kann, zeigt beispielsweise die zur GEWISTA-Gruppe gehörende Firma Europlakat, die heute zu den führenden Außenwerbeunternehmen in Osteuropa zählt und ihren Hauptsitz gleich neben dem Media Quarter Marx hat.

Fernsehen für fünf Länder und TV-Liveproduktion

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude selbst sind Studios, Büros, Club- und Eventräumlichkeiten untergebracht. Der hier entstandene Medien-Cluster hat den Standort Wien im einschlägigen Städtewettbewerb bereits gut positioniert. Unter einem Dach befinden sich hier TV- und Medien-Unternehmen sowie Kommunikations- und Event-Agenturen, diese sind sowohl organisatorisch als auch technisch miteinander verbunden. Das Media Quarter MARX verfügt damit über ein nahezu einzigartiges Angebotspaket aus einer Hand .

Eine zentrale Rolle kommt der Fernsehproduktion zu: TV-Ausstrahlungen aus dem MARX sind regelmäßig in fünf verschiedenen Ländern zu sehen. Tag für Tag entstehen hier Sendungen für 3sat, Das Vierte, VIVA Schweiz, RTL 2 und ATV+. Insgesamt acht Programmstunden davon werden täglich live aus MARX gesendet – mehr als vom ORF am Küniglberg. Die bei MARX MEDIA VIENNA produzierten Live-Sendungen decken eine Bandbreite von der Wahlkampf-Diskussion zwischen den österreichischen Präsidentschaftskandidaten Ferrero Waldner und Heinz Fischer über EU-Diskussionen (unter anderem mit Karin Resetarits und Peter Pilz) bis zu legendären TV-Auftritten von Talkmeister Hermes Phettberg ab.

Daten im „Kanalsystem“

„Einen ganz besonderen, technisch innovativen Trumpf hat das Media Quarter MARX durch die Kooperation mit Wien Kanal und der dadurch vorhandenen Anbindung an deren Datenübertragungs-Netz“, so ZIT-Geschäftsführer Claus Hofer. Der zentrale Tätigkeitsbereich von Wien Kanal betrifft saubere Lösungen für Wiener Abwasserfragen. Doch parallel dazu baut die Firma das weit verzweigte Versorgungsnetz der Wiener Kanalisation, das praktisch jedes Gebäude der Stadt erreicht, Schritt für Schritt in ein Hochleistungsdatennetz aus. Mit Glasfaserleitungen die man in der Kanalisation verlegt, können mehrere Dutzend Fernsehsignale parallel übertragen werden. Für Live-Übertragungen aus dem Wiener Ernst Happel Stadion oder der Stadthalle, aus der Staatsoper, dem Musikvereinssaal oder dem MuseumsQuartier müssen nicht mehr teure Übertragungswägen der TV-Produzenten vor Ort aufgebaut werden. Die Signale aller Kameras werden einfach über Breitband-Glasfaserleitung an einen fixen Regieplatz übertragen, von dem aus die Sendung produziert wird. Der dafür geeignete Produktionsstandort mit fertig eingerichteten Regieplätzen und einer Hochleistungsanbindung auch zu deutschen TV-Stationen steht im Medienzentrum Marx bereit.

Vom TV-Studio bis zur Restauration – ein Netzwerk nützlicher Synergien

Doch nicht nur im Bereich innovativer Technologien ist MARX gut positioniert. „Synergien schaffen“ war das Motto bei Eröffnung des Medienzentrums. Ein Beispiel dafür bietet die kultverdächtige 3sat Kochsendung von Patrick Müller – der Koch ohne Worte –, die aus der hauseigenen Restauration MARX übertragen wird. Zugleich sorgt die Restauration für ein qualitätvolles Gastro-Angebot vor Ort und liefert auch das Catering bei Großveranstaltungen im MARX Palast, einer großzügigen Location für Events. Auf das zukunftsweisende Potential dieses Medienquartiers verweist Claus Hofer: „Was hier entsteht, kann zweifellos zum Erfolgsmodell werden.“

Das Umfeld: Gasometer-City, T-Mobile-Center

Ganz in der Nähe hat die Revitalisierung der eindrucksvollen denkmalgeschützten Gasometer gezeigt, wie mit Kreativität städtebaulich höchst erfolgreiche Lösungen für das architektonische Erbe ehemaliger Industriegroßbauten entwickelt werden können. Die crème de la crème der internationalen Architekturszene (darunter Jean Nouvel und Coop Himmelb(l)au) hat die denkmalgeschützten Türme zu einer jungen Stadt in der Stadt umgebaut, inkl. Shoppingmall, Veranstaltungshalle, Kino & Entertainment-Center und einem Studentenheim.

Das T-Center ist seit bald zwei Jahren Unternehmenssitz von T-Mobile Austria. Das vom Planungsteam Architektur Consult (Günther Domenig, Hermann Eisenköck und Herfried Peyker) entworfene Gebäude ist mit einer Bruttogeschossfläche von 134.000 m² das bislang größte private Bauvorhaben Österreichs. Das Gebäude, dessen auffallende Architektur auch international Aufsehen erregt hat, beherbergt rund 2000 Arbeitsplätze für den Mobilfunk-Anbieter. Dieselben Qualitäten, die T-Mobile überzeugen konnten seinen Unternehmenssitz hier anzusiedeln, haben St. Marx als möglichen Standort für die neue österreichische Elite-Universität ins Gespräch gebracht. Seitdem ist das ehemalige Schlachthof-Areal auch außerhalb der Medien- und Wirtschafts-Szene ein Begriff.

Campus Vienna Biocenter: Ein international vernetzter Forschungsstandort

Was nicht jeder weiß, ist, dass es im Umfeld des ehemaligen Schlachthofs bereits einen Campus gibt: den Campus Vienna Biocenter. Insgesamt stehen hier 67.200 m² Büro- und Laborflächen in mehreren Gebäuden zur Verfügung. Der Campus beherbergt unter anderem Institute der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die Max F. Perutz Laboratories, das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie I.M.P. sowie Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf F&E im Bereich der Biotechnologie. Hier treffen StudentInnen der Universität Wien und des FH-Lehrgangs für Biotechnologie auf rund 1.200 WissenschaftlerInnen aus über 40 Nationen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit am Campus Vienna Biocenter decken ein breites Spektrum ab und reichen von der Erforschung neuer Krebstherapien über die Entwicklung von Impfstoffen bis zur modernsten Chiptechnologie.

Der Aufbau neuer Forschungseinrichtungen und die Ansiedlung von Unternehmen aus den Bereichen der Bio- und Gentechnologie liegen ganz im europäischen Trend und werden von der Stadt mit einer Vielzahl von Anreizen gefördert. Mit Erfolg, denn die bereits jetzt am Standort St. Marx versammelten innovativen Qualitäten brauchen auch international keinen Vergleich zu scheuen.

Aufbauend auf den Schwerpunkten Kommunikationstechnologie, Elektronische Medien und Biotechnologie stellt der skizzierte Nutzungsmix aus Forschungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungsunternehmen eine große Chance für Wien dar, sich als Hochtechnologiestandort zu positionieren - und als Brückenkopf zu den benachbarten osteuropäischen Staaten.


http://www.mediaquarter.at/index.php?option=com_content&task=view&id=58&Itemid=54

Wolfi
September 22nd, 2006, 05:05 AM
Ein Link zum Projekt Karree St. Marx, das aber leider etwas eingeschlafen ist:

http://www.big.at/BIG/de/Projekte/Projekte+in+Planung/Karree+St.Marx.htm

Wolfi
January 12th, 2007, 05:19 PM
Rathauskorrespondenz vom 28.12.2006:

Faymann: Erfolgsbilanz des Wiener Wohnbaus 2006
Utl.: Förderung von über 5.700 Wohnungen

Wien (RK). "Die Bilanz des Wohnbaujahres 2006 kann sich sehen lassen. Insgesamt gab es Förderungszusicherungen für den Neubau von Projekten an 60 verschiedenen Standorten in ganz Wien mit einer Gesamtzahl von 5.743 Wohnungen. 452 Projekte mit insgesamt 28.529 Wohnungen befinden sich derzeit in Sanierung. Durch die Direktunterstützungen in der Höhe von 104,7 Mio. Euro werden rund 100.000 Wiener Familien bei den Wohnkosten durch die Stadt Wien unterstützt", erklärt Wohnbaustadtrat Werner Faymann.


"Wir haben das Ziel von 5.500 geförderten Wohnungen pro Jahr 2006 übertroffen. Zugute kommt das vor allem den Wohnungssuchenden, die auf einem stabilen Wohnungsmarkt - im Gegensatz zu anderen europäischen Metropolen - auch in Zukunft leistbare Wohnungen finden können. Das Angebot ist vielfältig, "Wohnungen von der Stange" werden in Wien nicht errichtet. Die Themenpalette reicht von innerstädtischen Lückenverbauungen, über Special-Interest-Projekte wie die Bike City und innovativen Stadtteilprojekten wie den Kasernen-Bebauungen bis hin zu generationsübergreifenden Wohnmodellen, wie der Kornhäuselvilla und der neuen Siedlerbewegung", so Faymann weiter.


Europaweit einzigartig ist die Tatsache, dass 9 von 10 neuen Wohnungen in Wien mit Hilfe der Wohnbauförderung errichtet werden. Nur so können auch Durchschnittsverdiener gut ausgestattete neue Wohnungen bezahlen. Ohne Wohnbauförderung und den damit verbundenen Kostendeckelungen für die Errichtung und die monatliche Belastung wären die Kosten sofort um ein Drittel höher. Durch die daraus resultierende geringere Neubauleistung würden die Wohnkosten in allen Bereichen des Wohnungsmarktes weiter ansteigen.****


Zwtl.: Investitionen der Stadt Wien

Insgesamt investierte die Stadt Wien im Jahr 2006 rund 535 Mio. Euro in Neubau, Sanierung und Direktunterstützungen. Damit werden direkt und indirekt im Bau- und Baunebengewerbe rund 20.000 Arbeitsplätze gesichert. Darüber hinaus investiert die Stadt Wien im Bereich von Wiener Wohnen, der Hausverwaltung der 220.000 Gemeindewohnungen, noch einmal rund 600 Mio. Euro in die Erhaltung und Verbesserung der städtischen Wohnhausanlagen.


Zwtl.: Stadterneuerung und Wohnhaussanierung

Derzeit befinden sich 452 Projekte mit insgesamt 28.529 Wohnungen in Sanierung. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 743,3 Mio. Euro, wovon die Stadt Wien 537,5 Mio. Euro fördert. Den Schwerpunkt dabei bilden Sockelsanierung - also die Rundum- Erneuerung eines in die Jahre gekommenen Hauses - mit 162 Häusern mit 10.593 Wohnungen und die thermisch-energetische Wohnhaussanierung - also die nachträgliche Dämmung eines älteren Hauses, um die Energieeffizienz deutlich zu verbessern - mit 124 Häusern und insgesamt 13.107 Wohneinheiten.


Zwtl.: Bauträgerwettbewerbe 2006

Insgesamt wurde 9 Bauträgerwettbewerbe für Wohnbauprojekte an 17 verschiedenen Standorten durchgeführt. Dabei wurden Siegerprojekte mit insgesamt 2.462 Wohneinheiten ausgewählt. Die Highlights dabei waren neben den großen Projekten Wilhelm-Kaserne mit insgesamt 671 Wohneinheiten und dem erst kürzlich abgeschlossenen Wettbewerb für das Karree St.Marx mit 443 Wohnungen die insgesamt 3 Wettbewerbe zum Thema "Neue Siedlerbewegung". Insgesamt entstehen in den nächsten Jahren über 1.000 Reihenhäuser und Wohnungen mit großzügigem Grünanteil im 21. und 22.Bezirk.


Zwtl.: Karree St.Marx

Das 2,5 ha große Teilgebiet des "Karree St. Marx" befindet sich im 3. Wiener Gemeindebezirk im Baublock Schlachthausgasse - Viehmarktgasse - Henneberggasse - Anton-Kuh-Weg - Baumgasse. Es handelt sich dabei um Teile des Areals der ehemaligen Schlachthofanlage St. Marx, die bereits in den Jahren 1971 bis 1985 abgebrochen wurde.


Insgesamt werden auf dem Areal 443 geförderte Mietwohnungen errichtet. Die Gesamtkosten werden 54,8 Mio. Euro betragen, die Stadt Wien fördert die Projekte mit 18,6 Mio. Euro. Baubeginn ist nächstes Jahr im Sommer, mit der Fertigstellung des Gesamtprojekt ist 2010 zu rechnen. Die ersten Mieter werden im Frühjahr 2009 einziehen.


Siegerprojekte:


Bauplatz C: ÖSW / Arch.Elsa Prochazka - 158 geförderte
Mietwohnungen, Fertigstellung: Oktober 2009, Kosten: Eigenmittel
472 Euro/m², monatliche Belastung: 6,74 Euro/m² (inkl. BK+USt),
Eigentumsbegründung nach 10 Jahren möglich

Bauplatz D: Bauhilfe / querkraft architekten - 135 geförderte
Mietwohnungen, Fertigstellung: Februar 2010, Kosten: Eigenmittel
435 Euro/m², monatliche Belastung: 6,66 Euro/m² (inkl. BK+USt),
Eigentumsbegründung nach 10 Jahren möglich

Bauplatz E: Sozialbau / Geiswinkler und Geiswinkler - 160
geförderte Mietwohnungen, Fertigstellung: Juni 2009, Kosten:
Eigenmittel 50 Euro/m², monatliche Belastung: 6,74 Euro/m²
(inkl. BK+USt), Projekt mit Superförderung

Infos und Anmeldung:
Wohnservice Wien Tel: 24 503-100 DW oder
www.wohnservice-wien.at/

Zwtl.: Vorschau 2007

Auch im kommenden Jahr soll die Errichtung von rund 5.500 Wohnungen gefördert werden. Die Sanierungsleistung bleibt ebenfalls auf dem Niveau von 2006 mit Häusern mit insgesamt 10.000 Wohnungen, für die eine Sanierungsförderung zugesichert werden soll. Die Highlights des Jahres 2007 sind die Bauträgerwettbewerbe für die Aspang-Gründe (Eurogate) mit 1.000 Wohnungen im 3. Bezirk, für das Nordbahnhofareal mit ebenfalls 1.000 Wohnungen im 2. Bezirk und die Bombardier-Gründe mit 570 Wohneinheiten im 21. Bezirk.

http://www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020061228008

Wolfi
January 12th, 2007, 05:38 PM
Zwar nicht direkt St. Marx, aber dennoch eine super Webcam hat das Office Campus Gasometer:

http://195.234.103.99/

Man kann hier sehr schön die Gasometer, den Office Campus und das Bürohaus Adler und Ameise sehen. Sind das im Hintergrund gar die ehemaligen Rinderhallen und das zukünftige Projekt TownTown?

1.10.2007:

http://img403.imageshack.us/img403/1023/currentpz9.jpg (http://imageshack.us)


Hompage des Projektes Office Campus Gasometer :
http://www.officecampusgasometer.at/

Wolfi
January 12th, 2007, 05:46 PM
Wo wir gleich bei den Gasometern sind:

Neues Studentenwohnheim

Junge Dynamik rund um die Gasometer City. Studentendomizil mit 270 Heimplätzen eröffnet.

Bauträger und Initiator ist die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte, die architektonische Konzeption stammt vom renommierten Büro Neumann & Partner, die offizielle Eröffnung fand am 09.10.2006 statt: Die Rede ist vom neuen Studentenheim beim Gasometer.
Sukzessive entwickelt die Gasometer City auch einen Bildungsschwerpunkt. Im Gasometer-Bauteil B gibt es schon seit der Eröffnung 2001 ein Studentenheim, im September 2006 wurde das neue Evangelische Gymnasium eröffnet, das derzeit von mehr als 500 Schülern besucht wird.

Das neue Studentenheim bietet insgesamt 270 Heimplätze und ist technologisch am state of the art: Alle Zimmer sind mit Breitbandinternetanschluss ausgestattet, es gibt Wohngemeinschaften, eine Cafeteria und zudem direkten Zugang zum Gasometer und damit auch zur U3, sodass man in Minutenschnelle in der City und damit in der Uni-Nähe ist.

„Die Nachfrage nach Studentenheimplätzen im Gasometer B war so groß“, so Mag. Michael Gehbauer, Geschäftsführer der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte, „dass wir uns entschlossen haben einen Erweiterungsbau zu errichten. Damit stehen in der Gasometer City nunmehr 517 Studentenheimplätze zur Verfügung, die bereits alle vergeben sind.“ Im Sommer 2007 kommt übrigens ein Hotel für etwa 300 Gäste hinzu, das vorwiegend Business-People und Pauschaltouristen ansprechen wird.

Es tut sich viel rund um die Gasometer, neben den vielen Büroangestellten, die hier arbeiten wird vor allem das junge studentische Publikum für zusätzliche Belebung sorgen. Im Frühjahr 2007 wird der „Office Campus II“ fertig gestellt, damit werden neuerliche 30.000,00 m2 Nutzfläche für mehr als 1000 Beschäftigte entstehen. Zur selben Zeit beginnt auch die Gesiba mit dem Bau der Ville Verdi, vier Stadtvillen mit insgesamt 171 Wohneinheiten.

Über das Studentenwohnheim


Architekt: Neumann + Partner
Nutzfläche: ca. 5.100m2 Wohnfläche / ca.1.000m2 Nebenflächen
Wohneinheiten / Heimplätze: 85 Wohngemeinschaften / ca.270 Heimplätze
Herstellungskosten: ca. € 11.575.000,--
Miete (inkl. BK und UST): ca. €250,-- Nähere Informationen finden Sie unter www.studentenheim-gasometer.at/gasometer_b

http://www.vienna.at/news/wien/bezirk/simmering/11-bezirk/artikel/neues-studentenwohnheim/cn/news-20061010-12110941

Wolfi
April 11th, 2007, 01:46 PM
http://img87.imageshack.us/img87/7498/karreestmarxed3.jpg (http://imageshack.us)

ostrus
August 20th, 2007, 08:30 PM
hi,
ich schreibe Magisterarbeit ueber die verschiedenen Revitalisationsmoeglichkeiten von alten Schlachthoefe, deswegen habe ich ein Paar Fragen.
1. Ist das Revitalisation nur von einer Gebaude (Rinderhalle)?
2. Ist das ganze Komplex erhalten oder nur diese Halle?
3. Wie sieht dieses Sanierungsprojekt heutzutage aus?

elero
August 21st, 2007, 12:57 PM
hi,
ich schreibe Magisterarbeit ueber die verschiedenen Revitalisationsmoeglichkeiten von alten Schlachthoefe, deswegen habe ich ein Paar Fragen.
1. Ist das Revitalisation nur von einer Gebaude (Rinderhalle)?
2. Ist das ganze Komplex erhalten oder nur diese Halle?
3. Wie sieht dieses Sanierungsprojekt heutzutage aus?

Hallo, schau mal da vorbei:
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdbergermais/rinderhalle.htm

ostrus
August 21st, 2007, 06:21 PM
danke :)

ostrus
August 21st, 2007, 06:24 PM
ich habe noch eine Frage - ist diese Revitalisation schon vollendet?

JJFox
August 22nd, 2007, 02:28 PM
Stadtentwicklungszone St. Marx: http://www.wse.at/projekt_10.asp

http://wien.orf.at/stories/122082/

Projektbeschreibung Rinderhalle: http://www.wse.at/document.asp?id=2360

Grotlaufen
August 22nd, 2007, 05:13 PM
Sieht toll aus. Habe auch gesehen dass es Fotodokumentation (wenn es wirklich um St Marx dreht) über die übergebene Industrieglände Wiens gibt.

http://jan.jornmark.se/places.aspx?lang=eng

Wolfi
August 26th, 2007, 06:04 PM
ich habe noch eine Frage - ist diese Revitalisation schon vollendet?
Es wird noch ein paar Jahre dauern. Zudem ist das gesamte Gebiet drum herum ebenso in Entwicklung. Bleibt abzuwarten, ob das mal ein richtig lebenswertes Gebiet wird.

Wolfi
September 30th, 2007, 11:18 PM
Coole Wohnanlage neben den gasometern im Entstehen:

https://www.gesiba.at/cgi-bin/wohnbau2.pl?id=37


http://img408.imageshack.us/img408/2978/projekteshowpicip7.jpg (http://imageshack.us)

JJFox
January 23rd, 2008, 09:46 AM
http://www.wse.at/Pics/virtuell/m_marx_00.jpg

Es tut sich was in St. Marx
Die Renovierung der historischen Rinderhalle St. Marx geht dem Ende zu. Mit Marx-Quadrat und Marx-Box stehen die nächsten Projekte auf dem Stadtentwicklungsgebiet bevor.

20.000-Quadratmeter-Halle saniert
Die Renovierung der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Rinderhalle geht dem Ende zu. Wann und an wen die rund 20.000 Quadratmeter große Halle vermietet wird, lässt die Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft noch nicht durchblicken. Es gäbe aber genügend Anfragen. 9,5 Millionen Euro kostete das Projekt.

Die Sanierung der Rinderhalle ist aber nur ein erster Schritt zur Revitalisierung von St. Marx. Schon demnächst soll der Spatenstich für die so genannte Marx-Box folgen. Mit ihr soll um rund neun Millionen Euro das Vienna Bio Center erweitert werden.

Bewilligungen für Marx-Quadrat stehen aus
Für andere Flächen des Stadtentwicklungsgebietes, etwa für das 12.000 Quadratmeter große Marx-Quadrat südöstlich der Tangente, stehen noch diverse Bewilligungsverfahren aus.

Geplant sind Büros, Restaurants und Geschäfte. Damit die angepeilten 7.000 neuen Arbeitsplätze realisiert werden können, müssen von privater Seite noch an die 300 Millionen investiert werden.

http://www.wse.at/media.asp?id=2230

Slartibartfas
January 23rd, 2008, 12:30 PM
Wow, I did not expect that the side would look that great after renovation.

JJFox
January 23rd, 2008, 12:49 PM
Stadtentwicklungszone Erdberger Mais - Rinderhalle (http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdbergermais/rinderhalle.htm)

http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdbergermais/images/fassaderinderhalle.jpg

http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdbergermais/images/innenraum01.jpg

http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdbergermais/images/innenraum02.jpg

elero
January 24th, 2008, 10:54 AM
^^

Eine der schönsten "Industrie"-Hallen die ich kenn. Wenn nicht die schönste überhaupt.
Was man da für Partys schmeißen könnt!! *g*

:dance:

Slartibartfas
January 24th, 2008, 12:08 PM
^^ Nach solchen Parties wäre sie aber die schönste Halle gewesen, bis zur nächsten Generalsanierung ;)

Wolfi
March 25th, 2008, 05:30 PM
Ist zwar nicht die Rinderhalle aber zumindest in der Nähe:

Ein neuer Office Campus ist im Bau (fertig 2009). Das Projekt heißt Marximum (vormals Simply Eleven)

http://img245.imageshack.us/img245/5992/marximum05acoverfq8.jpg (http://imageshack.us)

www.marximum.at

zudem wird dazu ein Wohnparkt errichtet, der Simply Eleven heißt:

http://img403.imageshack.us/img403/5839/0364visualsimplyla9.jpg (http://imageshack.us)

http://www.oesw.at/index.php?id=138&projid=338

ist zwar ein wenig off-topic, wollt aber keinen eigenen thread errichten.

elero
March 26th, 2008, 10:37 AM
^^
Das hätte sich schon einen eigenen Thread verdient, aber egal.

Mir gefällt das Marximum, klingt römisch, vorallem hilft es dem Einkaufszentrum im Gasometer - wahrscheinlich.

stefanguti
March 26th, 2008, 11:14 AM
Ah ein neues Projekt.

jet2sp@ce
March 27th, 2008, 01:31 PM
Wow, dieses Marximum Projekt ist ned schlecht. Die 8-Geschoßer haben ordentliche Dimensionen zusammengenommen.

stefanguti
March 27th, 2008, 02:36 PM
Tut sich ja doch einiges hier...

Wolfi
April 27th, 2008, 10:54 PM
Stadtplanung: Forscher in der Rinderhalle
06.04.2008 | 18:02 | GERHARD BITZAN (Die Presse)

Wie Stadtrat Schicker den Biotech-Standort Wien ausbauen will und St. Marx zum Zentrum der Medienszene werden soll – inklusive Freizeit- und Gastromeile.

WIEN. Seit zwei Jahren wird die denkmalgeschützte Rinderhalle in St. Marx aufwändig renoviert. Für ihre künftige Nutzung gab es bisher zwar zahlreiche Ideen, allerdings keine Entscheidung. Im Gespräch mit der „Presse“ gibt Planungsstadtrat Rudi Schicker jetzt die Marschrichtung vor: Der Biotechnologie-Cluster in St. Marx (Dr. Bohrgasse) soll nun ausgebaut werden und daher sollen bald auch Labors und Forschungseinrichtungen in der Rinderhalle angesiedelt werden. „Es ist das Ziel der Stadt, dass dort ein Spin-off der Bio-Forschung eingerichtet wird.

Nach Schickers Angaben soll es in der Halle gemischte Nutzung geben: Ein Teil wird als Räumlichkeit für die Bio-Forschung genutzt, der andere Teil als Ausstellungshalle für Freizeit und Kultur. Dazu soll es auch Bereiche für Gastronomie geben. Umgesetzt werden soll dieses Konzept durch eine Art von Container-System, wodurch innerhalb der Halle die Größen je nach Bedarf flexibel verschoben werden können. An den Details wird noch gefeilt. Wichtig sei, so der Stadtrat, dass die Einrichtungen in der Halle sich finanziell selber tragen, Miete zahlen und die Stadt keine Subventionen dafür zuschießen muss.


Kosten steigen
Die endgültige Entscheidung für die Nachnutzung der historischen Halle soll in wenigen Monaten fallen. Rudolf Mutz, Direktor der WSE, der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, sieht das Projekt allerdings noch etwas vorsichtig: „Wenn Labors und Forschungseinrichtungen in der Rinderhalle eingebaut werden sollen, entstehen hier sicher um einiges höhere Kosten.“ Außerdem sei es nicht so leicht, im angrenzenden Ausstellungs/Freizeit-Areal Nutzungen zu finden, die mit der angrenzenden Forschungstätigkeit „kompatibel“ sind.

In den vergangenen zwei Jahren gab es mehrere Konzepte für die Hallennutzung. So wurde etwa überlegt, dass sich das Mumok, das Museum Moderner Kunst, dort einmietet bzw. ein Automuseum errichtet wird. Die Renovierung der Halle hat bisher schon um die sieben Millionen Euro gekostet, vor allem auch deshalb, weil es strengste Auflagen des Denkmalschutzes gibt.

Unabhängig davon, welche Entscheidung in wenigen Wochen endgültig gefällt wird, steht eines fest: Der Biotech-Standort St. Marx wird mächtig aufgewertet. Schon in einigen Wochen wird anschließend an die Rinderhalle die Marx-Box errichtet, die fast 7000 Quadratmeter Raum für Biotech-Einrichtungen vorsieht.

Und dann gibt es auch noch die riesige Fleischmarkthalle, die seit dem Umzug der Standler in das neue Fleischzentrum in Vösendorf verwaist ist. Weitgehend zumindest, denn zwei Kaufleute verhandeln noch um die Ablöse; Eigentümer der Immobilie ist die Stadt Wien in Gestalt der MA 69 (Liegenschaftsmanagement).

Wenn dies einmal geklärt ist – sowohl im Planungsressort als auch im Bezirk geht man derzeit davon aus, dass dies bald der Fall ist – dann wird die Halle abgerissen und an ihrer Stelle „etwas sehr Hochwertiges“ errichtet, so Schicker. Mehr Details werden nicht verraten, voraussichtlich werden es aber wieder Büros und Labors für die Biotech-Forschung sein.


Keine Wohnungen
Sicher ist bisher nur, dass an Stelle der Fleischmarkthalle keine Wohnblocks entstehen – weil das Areal zu nahe an der Tangente liegt, was für große Geruchs- und Lärmbelastung sorgt. Allerdings ist daran gedacht, zumindest in der Nähe Wohnraum für die Forscher „mit Boarding-House Charakter“ zu schaffen.

Viel Wohnraum entsteht übrigens nur einige hundert Meter weiter bei der Schlachthausgasse: Im sogenannten Karree St. Marx werden 400 Wohnungen errichtet. Die Baumaschinen für dieses Projekt sind schon aufgefahren, der offizielle Spatenstich wird demnächst erfolgen.

Parallel zum Ausbau des Bio-Clusters wird in St. Marx auch heftig am Ausbau des Media Quarters gearbeitet. Gleich gegenüber den historischen Backsteinbauten, die derzeit schon Studios und Produktionseinrichtungen von Multimedia-Firmen beherbergen, wird ein Medien-Projekt errichtet, wo auf rund 30.000 Quadratmetern Platz für ein riesiges Wiener Medienzentrum gemacht wird. Die Bauarbeiten dafür haben schon begonnen, 2009 soll dieses neue „Media Quarter Wien“ fertig sein und damit St. Marx zu einem zentralen Viertel für Forschung und Kreative machen.


http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/374785/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

Slartibartfas
April 28th, 2008, 09:39 AM
Labors in der Rinderhalle? Das klingt nicht besonders klug.

JJFox
April 28th, 2008, 12:09 PM
Labors in der Rinderhalle? Das klingt nicht besonders klug.


warum?

Slartibartfas
April 28th, 2008, 09:43 PM
warum?

Labors brauchen oft eine kontrollierte Umgebung, und werden aller Wahrscheinlichkeit aus vielen kleinstrukturierten Räumen bestehen. Eine denkmalgeschützte Halle damit vollbauen halte ich für eine Verschwendung einer Hallenkonstruktion. Außerdem sind hohe Laborräume höchstens konterproduktiv. Sollten diese Labors in mehreren Ebenen in die Halle hineingeschachtelt werden?

Labors sind meiner Meinung nach in einem Neubau besser aufgehoben, wo das Gebäude darauf zugeschnitten werden kann.

Gibt es denn nicht genügend Bedarf für Hallen in Wien, zb zu Ausstellungszwecken für Konferenzzwecke oder was auch immer? Die Halle zubauen halte ich für eine Verschwendung, und dann noch mit Labors ist zusätzlich wahrscheinlich auch nicht ganz unproblematisch.

JJFox
April 29th, 2008, 10:27 AM
Labors brauchen oft eine kontrollierte Umgebung, und werden aller Wahrscheinlichkeit aus vielen kleinstrukturierten Räumen bestehen. Eine denkmalgeschützte Halle damit vollbauen halte ich für eine Verschwendung einer Hallenkonstruktion. Außerdem sind hohe Laborräume höchstens konterproduktiv. Sollten diese Labors in mehreren Ebenen in die Halle hineingeschachtelt werden?

Labors sind meiner Meinung nach in einem Neubau besser aufgehoben, wo das Gebäude darauf zugeschnitten werden kann.

Gibt es denn nicht genügend Bedarf für Hallen in Wien, zb zu Ausstellungszwecken für Konferenzzwecke oder was auch immer? Die Halle zubauen halte ich für eine Verschwendung, und dann noch mit Labors ist zusätzlich wahrscheinlich auch nicht ganz unproblematisch.

danke für die ausfühliche Antwort.

Ich halte es auch für eine Verschwendung der schönen Hallenkonstruktion aber Labors müssen nicht immer aus vielen kleinstrukturierten Räumen bestehen. Kommt drauf an was in den Labors geforscht werden soll.

Slartibartfas
April 29th, 2008, 08:35 PM
danke für die ausfühliche Antwort.

Ich halte es auch für eine Verschwendung der schönen Hallenkonstruktion aber Labors müssen nicht immer aus vielen kleinstrukturierten Räumen bestehen. Kommt drauf an was in den Labors geforscht werden soll.

Zu deiner Frage. Ich kann es auch nur schätzen aber wenn ich daran denke, dass direkt nebenan das Biocenter ist, würde ich sagen die schielen auf mikrobiologische, molekularbiologische oder ähnliche Labors.

Ich will ja gar nicht behaupt, dass ich irrsinnig viel Ahnung von der Praxis habe, aber wirklich goßräunige Labors muss ich erst noch sehen. Ich meine, etwas von der größe einer Schulklasse kann durchaus vernünftig sein, aber dann gibts ja soviele Sachen die einfach in eigenen Räumlichkeiten untergebracht gehörten. Als Beispiel Bruträume. Auch in analytischen Labors ist es oft so, dass wichtigere Geräte oft eigene Räume haben, und oft sind eigene notwendigerweise kleine Räume auch unablässig (bei einem NMR muss es sogar ein eigener ziemlich leerer Raum sein). Ein anderes Beispiel sind Dunkelräume.

Ich glaube alleine wegen der Kontaminationsgefahre ist es sinnvoller in kleineren Räumen, die alle natürlich unter Luftumwälzung mit Luftreinigung stehen, zu arbeiten.

Aber während große Laborräume ev. in gewissen Situationen Sinn ergeben, halte ich hohe Laborräume für absolut sinnfrei. Man müsste also niedrigere Kästen in die Halle reinbauen was für sich ja auch eine totale Verschwendung der Räumlichkeiten ist, da man solche "Kästen" ohne arg viel Aufpreis gleich ins freie als eigenes Gebäude stellen kann.

JJFox
August 22nd, 2008, 04:38 PM
Zu deiner Frage. Ich kann es auch nur schätzen aber wenn ich daran denke, dass direkt nebenan das Biocenter ist, würde ich sagen die schielen auf mikrobiologische, molekularbiologische oder ähnliche Labors.

Ich will ja gar nicht behaupt, dass ich irrsinnig viel Ahnung von der Praxis habe, aber wirklich goßräunige Labors muss ich erst noch sehen. Ich meine, etwas von der größe einer Schulklasse kann durchaus vernünftig sein, aber dann gibts ja soviele Sachen die einfach in eigenen Räumlichkeiten untergebracht gehörten. Als Beispiel Bruträume. Auch in analytischen Labors ist es oft so, dass wichtigere Geräte oft eigene Räume haben, und oft sind eigene notwendigerweise kleine Räume auch unablässig (bei einem NMR muss es sogar ein eigener ziemlich leerer Raum sein). Ein anderes Beispiel sind Dunkelräume.

Ich glaube alleine wegen der Kontaminationsgefahre ist es sinnvoller in kleineren Räumen, die alle natürlich unter Luftumwälzung mit Luftreinigung stehen, zu arbeiten.

Aber während große Laborräume ev. in gewissen Situationen Sinn ergeben, halte ich hohe Laborräume für absolut sinnfrei. Man müsste also niedrigere Kästen in die Halle reinbauen was für sich ja auch eine totale Verschwendung der Räumlichkeiten ist, da man solche "Kästen" ohne arg viel Aufpreis gleich ins freie als eigenes Gebäude stellen kann.


Natürlich ist es unnsinnig die gesamte Halle als Labor zu verwenden aber man kann ja Einbauten vornehmen – womit es dann aber keine Halle mehr wäre.

Kleine Räume müssen es dann trotzdem nicht sein. Übungslabors für Studenten sind auch nicht unbedingt klein. Viele Geräte brauchen natürlich eigene Räume bzw. eigene Bereiche aber die stellen eher die Ausnahme dar.
Ideal sind große Räume sicher nicht für Forschungszwecke aber es wäre trotzdem möglich.


Was nun wirklich in die Halle kommt weiß ich immer noch nicht – hab auch nix dazu gefunden.

Slartibartfas
August 22nd, 2008, 06:27 PM
Natürlich ist es unnsinnig die gesamte Halle als Labor zu verwenden aber man kann ja Einbauten vornehmen – womit es dann aber keine Halle mehr wäre.

Kleine Räume müssen es dann trotzdem nicht sein. Übungslabors für Studenten sind auch nicht unbedingt klein. Viele Geräte brauchen natürlich eigene Räume bzw. eigene Bereiche aber die stellen eher die Ausnahme dar.
Ideal sind große Räume sicher nicht für Forschungszwecke aber es wäre trotzdem möglich.


Was nun wirklich in die Halle kommt weiß ich immer noch nicht – hab auch nix dazu gefunden.

Übungslabors der Mikrobiologie sind natürlich größer aber selbst die sind normalerweise kaum größer als zB Klassenzimmer und haben auch viele kleinere Räume. (zahlreiche Kühlräume und Bruträume, Medienvorbereitungskammer, kleine Büros, etc etc)

Natürlich ist es möglich in die Hallen irgendwie MIBI Labors reinzubauen, sozusagen als Haus in der Halle. Eine größere Verschwendung der großzügigen Hallenkonstruktion kann ich mir aber kaum vorstellen, da ein Neubau nebenan nicht nur billiger kommt (oder zumindest nicht teurer), dabei aber keinerlei Kompromisse eingehen muss. Es sollte doch möglich sein für die Halle einen neuen Verwendungszweck zu finden der wenigstens Ansatzweise Nutzen aus der Hallenkonstruktion zieht, bei MIBI LABORS ist dies definitiv nicht der Fall.

Ich meine wenn sie schon universitär genutzt werden sollte, würde ein Vorlesungszentrum um Welten mehr Sinn machen. Eventuelle Vorlesungssäle und eine große Aula könnten die Halle weitaus besser nutzen. Nur mal als Vorschlag, die beste Lösung wäre natürlich die Halle zb im kulturellen Bereich als das weiter zu Nutzen: als (wenn auch adaptierte) Halle.

JJFox
August 24th, 2008, 01:02 PM
Ich will ja gar nicht behaupt, dass ich irrsinnig viel Ahnung von der Praxis habe, aber wirklich goßräunige Labors muss ich erst noch sehen.....

Übungslabors der Mikrobiologie sind natürlich größer aber selbst die sind normalerweise kaum größer als zB Klassenzimmer und haben auch viele kleinere Räume. (zahlreiche Kühlräume und Bruträume, Medienvorbereitungskammer, kleine Büros, etc etc)

Natürlich ist es möglich in die Hallen irgendwie MIBI Labors reinzubauen...

Also irgendwie dürftest Du doch Ahnung von der Praxis haben.
was genau machst Du?


Prinzipiell sind wir uns also einig, dass es möglich wäre aber nicht sinnvoll.

Slartibartfas
August 24th, 2008, 02:00 PM
Also irgendwie dürftest Du doch Ahnung von der Praxis haben.
was genau machst Du?

Sagen wir mal so, ich hab ein paar MIBI Labors schon von Innen gesehen ;)


Prinzipiell sind wir uns also einig, dass es möglich wäre aber nicht sinnvoll.

Das trifft es ziemlich gut. Es ist möglich aber komplett sinnfrei.

JJFox
August 24th, 2008, 11:42 PM
Sagen wir mal so, ich hab ein paar MIBI Labors schon von Innen gesehen ;)



Das hab ich auch daher interessiert es mich ja was du machst (auch per PM möglich)

stefanguti
August 27th, 2008, 11:45 AM
Auch hier möglich!!! ;)

JJFox
September 3rd, 2008, 07:16 PM
Glasneubau für Biotechnologie-Forschung
Im Stadtentwicklungsgebiet St. Marx ist heute Spatenstich für die Marxbox. In diesem Büro- und Laborgebäude für biotechnologische Forschung sollen bis zu 450 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Erweiterung möglich
Der Biotechnologieschwerpunkt in St. Marx soll weiter ausgebaut werden, da das Vienna Biocenter mit derzeit 1.400 Labor- und Arbeitsplätzen mittlerweile aus allen Nähten platzt.

Bis 2010 werde die Marxbox fertiggestellt und für Entlastung sorgen, hieß es bei der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft (WSE). Falls später noch eine Erweiterung nötig ist, wurde bereits auch noch ein angrenzendes Grundstück gekauft.

Zukunft der Rinderhalle unklar
In Planung ist derzeit auch der Bau einer großen Parkgarage unter der Südosttangente. Bis zu 650 Stellplätze sollen dort geschaffen werden. Derzeit laufen Studien.

Unklar ist weiter, wie es mit dem ehemaligen Fleischmarkt und der denkmalgeschützten Rinderhalle weitergeht. Die Rinderhalle ist seit heuer saniert, jetzt werden Nachfolgeprojekte geprüft


http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdbergermais/images/marxbox.jpg

http://www.wse.at/media.asp?id=2302

JJFox
September 22nd, 2008, 03:44 PM
Wien bekommt ein neues Medienzentrum
Am alten Schlachthof St. Marx entsteht bis 2010 ein "Media Quarter". Heute wurde der Grundstein für den 35.000 Quadratmeter großen Bau gelegt. Kern ist ein 500 Quadratmeter großes und 14 Meter hohes TV-Studio.

Für Kreative aller Sparten
Ziel ist ein Mediencluster für Kreative aller Sparten, wie es bei der Grundsteinlegung hieß. Für die Einzelunternehmen sollen Kosten für Stehzeiten der Geräte minimiert und sie von infrastrukturellen Aufgaben entbunden werden.

Ein möglicher Mieter könnte die "Filmstadt-Wien Studiogesellschaft m.b.H." unter der Führung des Produzenten Kurt Mrkvicka sein, die derzeit die Rosenhügelstudios gemietet hat. Man lote derzeit aus, welche Kooperationsmöglichkeiten es gäbe.

Kleineres Medienzentrum gibt es bereits
Bereits seit 2004 existiert auf dem Nachbargrundstück ein 2.200 Quadratmeter großes Medienzentrum mit sieben Studios. Hier werden täglich 40 Stunden Fernsehen produziert.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe findet sich die sanierte, denkmalgeschützte Rinderhalle. Ein Betreiber für den 114 Meter breiten und 175 Meter langen Bau ist unterdessen jedoch noch nicht gefunden.

Das Ende der nebenliegenden Fleischhalle ist ebenso besiegelt. Auch hier steht die künftige Nutzung nach dem Abriss noch aus.


http://www.mediaquarter.at/blog/wp-content/uploads/2008/09/mqm_3.jpg

http://www.mediaquarter.at/blog/wp-content/uploads/2008/09/mqm_1.jpg

http://www.mediaquarter.at/blog/wp-content/uploads/2008/09/mqm_2.jpg

Max BGF
December 23rd, 2008, 06:03 AM
Tolles Revitalisierungsprojekt :okay: