View Full Version : Wohlen: Ferropolis – neuer Stadteil?
Greg September 28th, 2006, 02:25 PM Die riesige Industriebrache zwischen Wohlen und Villmergen soll mit Wohn-, Büro- und Gewerbenutzungen zu neuem Leben erweckt werden. Bis zu 5000 Personen sollen dort dereinst wohnen und zum Teil auch arbeiten. Die öffentliche Diskussion darüber ist lanciert. Die planerische Herausforderunge ist riesig. Ist «Ferropolis» eine Chance, eine Bedrohung oder etwa nur Träumerei?
www.ferropolis.ch (http://ferropolis.ch)
Küsel September 29th, 2006, 10:31 PM Hey, das soll wohl eher FerrETopolis heissen :lol:
ferretopolis.ch-br.net - und die Architekten werde ich auf Copyrightverletzung verklagen :rofl:
Im Ernst: sieht super aus, auch Zürich-West braucht Impulse, hoffentlich wird daraus nicht ein zweites Neu Oerlikon...
Greg February 13th, 2007, 05:55 PM In welche Richtung geht es weiter mit Ferropolis
Lange war es ruhig um Ferropolis, doch am Donnerstag trat der Verwaltungsrat der Ferrowohlen AG an die Öffentlichkeit. Die Verantwortlichen des Grossprojekts wollen in den nächsten Wochen neue Varianten prüfen. Sie können sich vorstellen, auf die Wohnnutzung des Ferro-Areals zu verzichten.
«Wir geben unsere Pläne für Ferropolis nicht auf, aber wir legen einen Marschhalt ein und überlegen uns andere Möglichkeiten», betont Hans-Fred Leiser. Für den Verwaltungsratspräsidenten der Ferrowohlen AG kommt ein Abbruch des Projekts nicht infrage.
«Wir haben bisher soviel Geld investiert, dass ich diesen Schritt nicht verantworten könnte», sagt Leiser. Angesichts der kritischen Stimmen, die bei der Vernehmlassung aus Wohlen laut wurden, sieht die Ferrowohlen AG offenbar wenig Chancen, das Projekt unverändert zu realisieren.
So stellt Leiser klar: «Wenn die Planung von Ferropolis mit der Revision des Bauzonenplans verknüpft wird, dauert das fünf bis sechs Jahre. Es gibt keine Investoren, die bei einer derart langen Zeit der Ungewissheit mitmachen.»
Ideenwettbewerb vertagt
Nicht zuletzt aus diesem Grund dürfte sich der Verwaltungsrat entschieden haben, «einen Stopp zu machen und das Projekt neu zu überdenken», wie Leiser sagt. In einer Mitteilung erläutert die Ferrowohlen AG, wie dieser Entscheid zustande kam.
Bei einer Besprechung unter Leitung von Regierungsrat Peter Beyeler sei Mitte Januar festgehalten worden, dass die Ferrowohlen AG mit einer Projektgruppe «einen Ideen- und Architekturwettbewerb lancieren wird, um ein breiteres Spektrum möglicher Nutzungsvarianten des Geländes abzudecken».
Nach einer fundierten Lagebeurteilung ist der Verwaltungsrat inzwischen aber zum Schluss gekommen, «die Lancierung des oben genannten Ideenwettbewerbs und die Bildung einer neuen Projektgruppe zu Ferropolis zu vertagen», heisst es in der Mitteilung weiter.
Die Gründe dafür sind laut Ferrowohlen AG vielfältig, genannt wird etwa die Frage nach der Akzeptanz des Gesamtprojektes durch den Kanton und die betroffenen Gemeinden. Zudem spielten Themen wie Verkehrsaufkommen, Belastung des Untergrunds und bauliche Dichte eine wichtige Rolle.
Ohne Wohnnutzung denkbar
In den kommenden Wochen will die Ferrowohlen AG «intern sowie in Abstimmung mit der Generalplanerin von Ferropolis beraten und das weitere Vorgehen mit den Aktionären abstimmen».
Ziel sei es, einerseits keine weiteren Planungskosten zu verursachen, «andererseits nach Möglichkeiten zu suchen, ob und in welcher Form Ferropolis innerhalb der angestrebten Sondernutzungszone umgesetzt werden kann», wie es in der Mitteilung heisst.
Wie diese Varianten aussehen könnten, kann Hans-Fred Leiser derzeit nicht genau sagen. «Es ist für uns denkbar, auf die geplante Wohnnutzung des Areals zu verzichten und eine reine Industrienutzung zu realisieren», nennt er dennoch eine Möglichkeit. (mz/fh/pbl)
Küsel February 14th, 2007, 12:22 PM Ich bin momentan in Wohlen am Arbeiten - seit Wochen ist beim Bahnhof eine grössere Überbauung ausgesteckt, weiss da jemand Bescheid?
Greg February 14th, 2007, 10:27 PM Ich bin momentan in Wohlen am Arbeiten - seit Wochen ist beim Bahnhof eine grössere Überbauung ausgesteckt, weiss da jemand Bescheid?
Wo genau beim Bahnhof? Muss mich mal achten wenn ich das naechste Mal dort vorbeifahre.
Küsel February 15th, 2007, 08:13 AM Auf der Seite Bahnhofstrasse, gibt noch so ne kleine Wiese und einen Parkplatz da auf der linken Seite hinter dem Restaurant. Scheint doch etwas Grösseres zu sein - mehrere Blöcke oder ein Gesamtkonzept wie der Coop... weiss nicht, aber es ist schon seit längerem ausgesteckt.
Greg February 15th, 2007, 08:34 AM Auf der Seite Bahnhofstrasse, gibt noch so ne kleine Wiese und einen Parkplatz da auf der linken Seite hinter dem Restaurant. Scheint doch etwas Grösseres zu sein - mehrere Blöcke oder ein Gesamtkonzept wie der Coop... weiss nicht, aber es ist schon seit längerem ausgesteckt.
Auf dieser Wiese war doch vor Jahren das Post provisorium. Weiss wo du meinst. Mal schauen, ob ich was in Erfahrung bringen kann.
Greg February 15th, 2007, 09:45 AM Scheint wohl das zu sein
http://www.poolarch.ch/site/php/projDetail.php?id=34
Küsel February 15th, 2007, 01:40 PM Danke, ja das sieht danach aus :)
Aussenfassade und Grundriss sind ja wieder mal nicht sehr originell... und die Stadt hat sogar einen Calatravabau (hab ich zwar noch nie selber gesehen) und war im 19. Jh noch ein Regionalzentrum. Jetzt nur noch öde Agglowüste. Schade schade - vielleicht kommt Ferropolis doch noch :cheers:
railcity August 22nd, 2007, 11:31 AM http://www.azonline.ch/upload/images/content_2006/No1ACFFOpMwj.jpg
http://www.azonline.ch/upload/images/mzd_2006/No1ACF3CMB8l.jpg
«Ferropolis bleibt auf Eis gelegt»
Nach den Aussagen der Gemeindebehörden von Wohlen und Villmergen steht für den Verwaltungsrat der Ferrowohlen AG fest, «dass das Projekt Ferropolis in der ursprünglichen Form politisch kaum realisierbar ist». Stattdessen sucht die Firma nun Mieter oder Interessenten, die das Ferro-Areal möglichst ohne Umzonung nutzen könnten.
20 Seiten umfasste der gemeinsame Mitwirkungsbericht der Gemeinderäte von Wohlen und Villmergen zu Ferropolis. Die Stellungnahme der Ferrowohlen AG ist deutlich kürzer, enthält aber ebenso klare Aussagen. «Der Mitwirkungsbericht bestätigt die Erkenntnis von Ferrowohlen AG, dass das Projekt Ferropolis in seiner ursprünglichen Form, mit der hierfür erforderlichen Umzonung des Gesamtareals, politisch kaum realisierbar ist», schreibt Peter Wertli.
Dennoch ist der Bericht laut dem früheren Aargauer Bildungsdirektor und heutigen Verwaltungsrat der Ferrowohlen AG für das Unternehmen ein wertvolles Dokument. «Er enthält in geraffter Form sowohl die Anliegen, Anregungen, Vorbehalte und Bedenken aus der Bevölkerung, der politischen Gruppierungen und weiterer Interessierter als auch die Haltung und Argumente der Behörden zum Projekt und deren Stellungnahme zu den einzelnen Vorschlägen.»
Basis für das weitere Vorgehen
Daraus ergebe sich für die Ferrowohlen AG ein Bild und eine Beurteilungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Der Bericht enthält laut Wertli «allerdings nicht wesentlich neue Aspekte und Erkenntnisse». Ferrowohlen habe aus den verschiedenen Mitwirkungseingaben bereits weitgehend die Einstellung und Haltung der Parteien und Interessenvertreter gekannt.
Auch die Anliegen und Haltungen der Behörden seien in mehreren Gesprächen schon vor der Veröffentlichung des Mitwirkungsberichts erörtert worden. «Die Hauptpunkte sind und bleiben die Grösse und Dichte der Überbauung, die mit dem Projekt Ferropolis geplant wurde», hält Peter Wertli fest. Dazu kämen Fragen der Verkehrsproblematik und die Thematik im Bereich Umwelt und Altlasten.
Keine oder geringere Umzonung
Daraus lässt sich schliessen, dass den Verantwortlichen der Ferrowohlen AG seit einiger Zeit bewusst war, dass ihr Projekt auf der politischen Ebene einen schweren Stand haben würde. Wertli betont denn auch, der Mitwirkungsbericht habe den Verwaltungsrat des Unternehmens «in seiner Absicht bestärkt, nach Alternativen zu suchen, die keine oder nur eine erheblich geringere Umzonung bedingen». In diesem Sinne bleibe das Projekt Ferropolis auf Eis gelegt, schreibt Wertli weiter.
Zu bereits kursierenden Gerüchten über potenzielle Interessenten für das Ferro-Areal wollte sich Peter Wertli nicht äussern. «Wir sind derzeit in Verhandlungen und werden uns an die Öffentlichkeit wenden, wenn wir definitive Resultate vermelden können», betonte Wertli. (mz/fh/ufl)
http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=113&rub=100010843&arub=100010843&orub=100211554&osrub=100010843&Artikel_ID=101552940
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