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homann5
October 25th, 2010, 01:17 PM
Um sich ein Bild von Primark machen zu können:

http://m0.11870.com/multimedia/imagenes/primark-londres_pxl_c61d398a47e0fed3dba8dc7876ab2304.jpeg

http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0003/6689/picture023_015_gallery.jpg?43013

http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0117/1801/primark_3_gallery.jpg?43013

http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0003/6690/picture023_016_gallery.jpg?43013

Orakel
October 25th, 2010, 01:40 PM
Primark und TK Maxx = Resteverwerter!

Ich habe wirklich auf einen längeren Leerstand/Stillstand gehofft, so bescheuert sich das anhören mag. Beim KC gings auch ewig nicht weiter, und das war letztenendes gut so.
Jetzt wird dieser Grabbeltisch-Anbieter auf Jahre den Abriss des Gebäudes verhindern.
Letztenendes sind alle Ketten wie Wanderheuschrecken: Wenn das Feld abgegrast ist, ziehen sie weiter und lassen eine Ödnis zurück...

Tut mir leid, in diesem Fall wird niemand was positives von mir zu hören kriegen.

homann5
October 25th, 2010, 01:51 PM
Primark und TK Maxx = Resteverwerter!

Ich habe wirklich auf einen längeren Leerstand/Stillstand gehofft, so bescheuert sich das anhören mag. Beim KC gings auch ewig nicht weiter, und das war letztenendes gut so.
Jetzt wird dieser Grabbeltisch-Anbieter auf Jahre den Abriss des Gebäudes verhindern.
Letztenendes sind alle Ketten wie Wanderheuschrecken: Wenn das Feld abgegrast ist, ziehen sie weiter und lassen eine Ödnis zurück...

Tut mir leid, in diesem Fall wird niemand was positives von mir zu hören kriegen.
Bis zu einem gewissen Punkt kann ich Dich durchaus verstehen. Aber Primark ist nicht mehr oder weniger "Grabbeltisch" als C&A, H&M oder Benetton. Die Frage ist ja erstmal, ob der neue Eigentümer Umbauten plant oder nicht. Und selbst falls nicht, es gibt durchaus schlimmere Bauten in der Innenstadt als Sinn Leffers.

Lefthandy
October 25th, 2010, 02:15 PM
Es ist und bleibt eine vergebene Chance aus städtebaulicher Sicht. Eine Nullrunde.

Der Konsument in mir freut sich allerdings auf die neuen Läden. Klingt alles interessant was hier so über die geschrieben wird. :banana:

Aber der Sinn&Leffers-Bau ist schon ziemlich schlimm. Ein dicker Batzen, krude und fensterarm verschalt, eine außen liegende, opulente Rampe zum anliefertor in -1, dann noch die tote Passage durch den Innenhof. Viel schlimmer geht in der Lage doch kaum. Ist mMn nur marginal besser als C&A.

Leine1977
October 25th, 2010, 05:19 PM
Wenn ich auch noch mal meine Meinung hinzugeben darf:


Primark ist eine gute Wahl, da Markenartikel verkauft werden. Ich kenne viele Bekannte, die extra nach Bremen fahren, um da einzukaufen. Es wird Hannovers Innenstadt stärken.
Städtebaulich natürlich weiterhin eine Katastrophe.


Das Gute: Hoffentlich wird wenig saniert, dann wird halt in 10 Jahren abgerissen. Vielleicht ist in 10 Jahre ja eine Rekonstruktions-Welle in unserem Land...:)

SternHAJ
October 25th, 2010, 08:00 PM
Aber der Sinn&Leffers-Bau ist schon ziemlich schlimm. Ein dicker Batzen, krude und fensterarm verschalt, eine außen liegende, opulente Rampe zum anliefertor in -1, dann noch die tote Passage durch den Innenhof. Viel schlimmer geht in der Lage doch kaum.

Volle Zustimmung dafür!

Maulbeere
October 25th, 2010, 08:03 PM
Ich kann mich auch nur noch einmal wiederholen und verstehe nicht, warum Primark so schlecht gemacht wird.

In England (kann jetzt für 2 Primarks in London reden - Hammersmith und Oxford Street) ist Primark der absolute Renner! Dort herscht teilweise wirklich der absolute Ausnahmezustand (vor allem am Samstag und Sonntag auf der Oxford Street). Müsst ihr mal gesehen haben! Die Leute dort lieben den Laden, weil man sehr günstige Klamotten bekommt, die teilweise gar nicht so übel sind. Besitze selber Klamotten von dort. Bezeichne mich schon als Modebewusst und kaufe nicht unbedingt so ne Billgklamotten (wie z.B. KIK). Aber bei Primark sind teilweise schon gute Teile dabei, auch wenn es nur Basic-Teile sind. Allerdings weiß ich nicht, ob man Londoner Primarks mit dem in Bremen z.B. vergleichen kann. War bisher nur in London und Dublin im Primark/Penneys. Vielleicht weicht das Sortiment von Land zu Land etwas ab.

Jedenfalls ist für mich ein Primark in Hannover eine absolute Bereicherung (vorausgesetzt der wird so ähnlich wie in London, vom Stil/Klamottenangebot). Und mit KIK ist Primark meiner Meinung nach nicht zu vergleichen!

Orbiter
October 27th, 2010, 12:38 AM
Justizzentrum soll bis 2014 in Hannover entstehen
Lange hatte es ein Tauziehen um die Zusammenführung von Hannovers Gerichten gegeben – jetzt ist sicher: Die Stadt erhält ein Justizzentrum. Der Bau wird europaweit ausgeschrieben.
mehr auf haz.de... (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Justizzentrum-soll-bis-2014-in-Hannover-entstehen)

Knochenhauer
October 27th, 2010, 07:25 PM
Justizzentrum soll bis 2014 in Hannover entstehen
Lange hatte es ein Tauziehen um die Zusammenführung von Hannovers Gerichten gegeben – jetzt ist sicher: Die Stadt erhält ein Justizzentrum. Der Bau wird europaweit ausgeschrieben.
mehr auf haz.de... (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Justizzentrum-soll-bis-2014-in-Hannover-entstehen)

Leider bleibt das olle "Privatgebäude" an der einen Ecke stehen und an der anderen Ecke fällt der letzte Gründerzeitler dieses Grundstücks (mittleres Gebäude des Blocks).

telemaxx
October 27th, 2010, 07:48 PM
Ja, und leider ist das Gebäude krass hässlich und heruntergekommen.
Schade, dass das nicht weg kommt!

Lefthandy
October 27th, 2010, 09:25 PM
Was den Besitzer dieses Privatgebäudes umtreibt möchte ich auch mal wissen. Schon beim Vorgängerprojekt Medizinzentrum hatte er sich behauptet. Dem müssen doch bestimmt Angebote für seinen gruselige Verschlag gemacht worden sein. Der äußere Zustand des Gebäudes legt nicht unbedingt nahe, dass er seine Immobilie so sehr lieb hat.

Schnitzelesser
October 27th, 2010, 10:46 PM
Andererseits: Der Klotz wird auch so schon groß genug. Ich hätte da lieber auch einen Supermarkt gesehen.

devilsadvocate
October 27th, 2010, 10:48 PM
Der Gründerzeitler soll aber stehen bleiben.

lifestyle032
October 28th, 2010, 12:48 AM
Ja, und leider ist das Gebäude krass hässlich und heruntergekommen.
Schade, dass das nicht weg kommt!

Lass' mich nicht dumm sterben! Redet ihr über das Gebäude an der Augustentraße oder über eines an der Hinüberstraße? Ich gehe von ersterem aus...

Orakel
October 28th, 2010, 07:30 AM
Der Gründerzeitler soll aber stehen bleiben.

Richtig, der Gründerzeitler sollte - bisher zumindest - immer bleiben.

CrayZD
October 28th, 2010, 09:56 AM
Lass' mich nicht dumm sterben! Redet ihr über das Gebäude an der Augustentraße oder über eines an der Hinüberstraße? Ich gehe von ersterem aus...

Richtig, es geht um den ekelhaften Schuhkarton an der Augusten-, Ecke Ferdinandstraße. Genau genommen gibt es in der Gegend sogar zwei solcher Schuhkartons: ein niedrigerer steht schräg gegenüber auf der Bahndamm-Seite der Augustenstraße (ist das eigentlich ein Bahngebäude?). Ich hatte bisher immer die Hoffnung, dass beide Areale bebaut werden und damit auch diese Bunker fallen, aber anscheinend war ich da zu optimistisch. :wallbash:

Für den Gründerzeitler an der Hinüberstraße habe ich wenig Hoffnung. Dazu ist seine Lage zu suboptimal. Wär's ein Eckhaus, hätte man ihn noch halbwegs schick integrieren können.

Orbiter
October 28th, 2010, 11:04 AM
Rohbau des Bürogebäudes am Cityring steht
Der Bau des Bürogebäudes der Ärzteversorgung Niedersachsen am Gutenberghof in Mitte schreitet sichtlich voran. Seit wenigen Wochen ist der fünfgeschossige Rohbau fertig, im Sommer 2011 soll das Projekt beendet sein.
mehr auf haz.de... (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Rohbau-des-Buerogebaeudes-am-Cityring-steht)

CrayZD
October 28th, 2010, 11:38 AM
„Trotz der Verzögerungen wird das Bürogebäude, wie ursprünglich geplant, im Sommer 2011 fertig sein“, erklärt Frank Adelstein, bei der Ärzteversorgung für Immobilien zuständig. Durch den Einsatz eines zweiten Krans und zusätzlicher Bauarbeiter sei die verlorene Zeit wieder wettgemacht worden. Zusätzliche Kosten seien jedoch nicht entstanden. „Sowohl zeitlich als auch finanziell hatten wir einen Puffer eingeplant. Der Bau wird also weder länger dauern noch mehr kosten als geplant“, sagt Adelstein.

Das klingt mal nach solidem Baumanagement. :)
Gut, ist im Vergleich z.B. zum KC auch ein kleineres Projekt.

Bob!
October 30th, 2010, 08:03 PM
Das Gebäude an der Ecke Augusten-/Ferdinandstraße, welches stehen bleibt:
http://www.abload.de/img/img_7796_shiftn-1jsda.jpg

Die Gebäude an der Hinüberstraße, welche abgerissen werden:
http://www.abload.de/img/img_7802_shiftn-16tp6.jpg

Der Gründerzeitler:
http://www.abload.de/img/img_7805_shiftn-18pth.jpg

lifestyle032
November 3rd, 2010, 05:17 PM
Danke für die photografischen Eindrücke! :)

Übrigens; die Marstallbrücke ist saniert und wieder begehbar. Siehe folgende Pressemitteilung:
http://www.presse-hannover.de/pressemeldungen/101019_marstallbruecke.html
Hatte ich mich letztens, als ich mit dem Auto vorbeifuhr, also doch nicht verguckt :lol:

Orakel
November 4th, 2010, 02:46 PM
Genau gegenüber der Bücherei am Aegi wird ein Bürogebäude an der Hildesheimer Straße revitalisiert. Ist eingerüstet mit Bauschild. 0815 Fensterraster, scheinbar mit Putzfassade - nichts dolles.

Das eine Gerichtsgebäude hinter dem Bahnhof bekommt eine neue Fassade. Bisher rötlicher Naturstein, danach wohl Putzfassade. Das Teil wird wegen Baumängeln saniert, und für eine neue Steinfassade ist kein mehr Geld da.
Hab jetzt ein bestimmtes Gebäude vor Augen, war aber schon länger nicht mehr in der Ecke.

CrayZD
November 4th, 2010, 05:31 PM
Genau gegenüber der Bücherei am Aegi wird ein Bürogebäude an der Hildesheimer Straße revitalisiert. Ist eingerüstet mit Bauschild. 0815 Fensterraster, scheinbar mit Putzfassade - nichts dolles.

Beinahe alle Gebäude in diesem Bereich könnten eine Aufwertung vertragen. Und wenn's nur frischer Putz ist. Von daher sehe ich das grundsätzlich erstmal positiv. Werd's mir bei Gelegenheit mal anschauen.

Das eine Gerichtsgebäude hinter dem Bahnhof bekommt eine neue Fassade. Bisher rötlicher Naturstein, danach wohl Putzfassade. Das Teil wird wegen Baumängeln saniert, und für eine neue Steinfassade ist kein mehr Geld da.
Hab jetzt ein bestimmtes Gebäude vor Augen, war aber schon länger nicht mehr in der Ecke.

Finde ich jetzt nicht weiter schlimm. Im Gegenteil, trotz der Natursteinfassade sah der Amtsgerichtsneubau nie sonderlich hochwertig aus. Mit einer Putzfassade bestünde sogar die Chance, ihn optisch mehr an den prächtigen Altbau anzunähern.

Laut NP sind die Steinplatten übrigens zu dünn geschnitten und die Tragkonstruktion unzureichend. Also klassischer Pfusch, entweder vom Architekten oder der Bauleitung.

Lefthandy
November 4th, 2010, 06:00 PM
Jo, der besagte Amtsgerichtneubau ist wirklich häßlich. "Neue Putzfassade" lässt die Erwartungen jetzt auch nicht gerade hochschnellen, aber es kann eigentlich nur besser werden. Die rötlich marmorierten und hochglanzpolierten Natursteine sind nicht nur total out, sondern auch schon ziemlich versifft.

Wenn die Farbe des Putzes dem Altbau angeglichen wird, könnte es sogar ein ungeahnter Quantensprung für das Gebäude sein.

Orakel
November 4th, 2010, 06:58 PM
Jo, der besagte Amtsgerichtneubau ist wirklich häßlich. "Neue Putzfassade" lässt die Erwartungen jetzt auch nicht gerade hochschnellen, aber es kann eigentlich nur besser werden. Die rötlich marmorierten und hochglanzpolierten Natursteine sind nicht nur total out, sondern auch schon ziemlich versifft.

Wenn die Farbe des Putzes dem Altbau angeglichen wird, könnte es sogar ein ungeahnter Quantensprung für das Gebäude sein.


Sehe ich genauso!

devilsadvocate
November 4th, 2010, 08:16 PM
Dann aber bitte leicht gelblich und nicht nur weiß

Orakel
November 4th, 2010, 10:28 PM
Warum gibt es eigentlich keinen eigenen Thread für das Sprengel-Museum? Der geplante Anbau ist doch sicher das architektonisch bedeutenste, was Hannover in den nächsten Jahren zu erwarten hat.
Schade, dass das "Wasserband" schon den Sparzwängen zum Opfer gefallen ist.

Neben dem KC und dem Erdmann-Nachfolgebau z.Z. mein Lieblingsprojekt in H. Auch der von vielen so gescholtene Görtz-Neubau erfreut noch immer mein Herz.

devilsadvocate
November 4th, 2010, 10:42 PM
DAs Sprengel-Museum architektonisch bedeutend? Habe ich da die neusten Entwürfe noch nicht gesehen?

gruenebahn
November 4th, 2010, 10:51 PM
DAs Sprengel-Museum architektonisch bedeutend? Habe ich da die neusten Entwürfe noch nicht gesehen?

War eben auch mein Gedanke. Wobei man beim Sprengelmuseum eh auf einen anderen Planeten schweben muss um die "Künste" zu verstehen. :lol:

Orakel
November 5th, 2010, 08:35 AM
DAs Sprengel-Museum architektonisch bedeutend? Habe ich da die neusten Entwürfe noch nicht gesehen?

Also erst einmal finde ich, dass der "Altbau" des Museums zum Bedeutensten gehört, was die 70er in Hannover hinterlassen haben. Diese thronende Lage auf dem Hügel in Verbindung mit den horizontalen Fensterbändern, wie man sie sonst von Bürobauten aus dieser Zeit kennt, ist schon bundesweit ziemlich einmalig. Für mich devinitiv "DER" 70er Jahre Bau-Kandidat für den Benkmalschutz schlechthin.

Der Entwurf für den 2ten Anbau passt einfach genial dazu. Schlicht und ergreifend. Kein Schnickschnack, sondern eine würdige Hülle für die Kunst. Die Idee der Spiegelfassade zusammen mit dem Kupfer- und Wasserband gefällt mir besser als so ziemlich jeder andere Museumsneubau in Deutschland der letzten Jahre.

Orakel
November 5th, 2010, 08:48 AM
Wobei man devinitiv natürlich definitiv schreibt. So ist das, wenn man schnell was runter schreibt.

Aber im Ernst: Das Sprengel-Museum steht für mich auf einer Stufe mit dem Stadionbad. Ein echtes Stück Hannover und architektonisch absolut einmalig. Schaut euch doch z.B. nur mal den Unger-Würfel in Hamburg an. Quadratisch, praktisch, gut - hat Unger so immer wieder in die Landschaft gestellt. Oder Hadid in Wolfsburg: geht es da überhaupt noch um den Inhalt?

Der 2te Anbau reduziert das Museum auf die Grundform, da braucht es nicht mehr.

Orakel
November 5th, 2010, 09:06 AM
Jetzt muss ich mich noch mal ergänzen, lustig!

Neben dem Sprengel-Museum ist auch die Sparkasse neben der Markthalle schützenswert. Auch 70er Jahre. Lediglich das Fassadenmaterial könnte man überarbeiten.
Ich kann jedem nur empfehlen, sich diese skulpturale Form mal anzuschauen.

Beim Landtag-Abriss schreien alle auf (zu Recht), aber beim Sprengel-Museum würde ein Abriss niemanden stören. Fällt nur mir die Qualität des Gebäudes auf, oder irre ich mich und das Haus ist nichts besonderes????

Lefthandy
November 5th, 2010, 11:51 AM
^^ Die Edit-Funktion nutzen!

Ich glaube eher, dass bei einem Abriss des Sprengel-Museums wieder die selben Protestler auf der Matte stehen würden. Einfach weil es als Museum auch öffentlich finanziert wäre. Eine gewisse Anzahl erbitterter Gegner wird in nächster Zeit gewohnheitsmäßig jedes größere Projekt zu verhindern trachten, was man ja auch beim D-Tunnel sieht.

Das ist einfach sublimierendes Schattenboxen. Bei den relevanten (politischen) Themen fühlen sich große Teile der Bevölkerung kaltgestellt und übergangen. Bauprojekte sind da anscheinend eine willkommen greifbare und unmittelbaren Einfluss versprechende Kompensationsmöglichkeit. Anders kann ich mir die dimensionen des allgemeinen Geheules zur Zeit nicht erklären.

Die stellvertretende Funktion scheint dabei allseits anerkannt. Markus Söder hat sich jüngst zu einer aussage über den inneren Zusammenhang hinreißen lassen: (sinngemäß) Wer heute gegen Stuttgart 21 und den Castortransport protestiert, darf sich morgen nicht wundern, wenn ein Minnaret in seinem Garten steht. (gesehen übrigens bei Harald Schmidt)
Es geht um Weltanschauungen. Und die Ausfechter haben sich, ähnlich Hooligans die Fußballspiele, große Bauprojekte als Austragungsort ausgesucht.

Orbiter
November 5th, 2010, 12:50 PM
Die stellvertretende Funktion scheint dabei allseits anerkannt. Markus Söder hat sich jüngst zu einer aussage über den inneren Zusammenhang hinreißen lassen: (sinngemäß) Wer heute gegen Stuttgart 21 und den Castortransport protestiert, darf sich morgen nicht wundern, wenn ein Minnaret in seinem Garten steht. (gesehen übrigens bei Harald Schmidt)
Es geht um Weltanschauungen. Und die Ausfechter haben sich, ähnlich Hooligans die Fußballspiele, große Bauprojekte als Austragungsort ausgesucht.

Das war Alexander Dobrindt, nicht Markus Söder.

CrayZD
November 5th, 2010, 02:08 PM
Es geht um Weltanschauungen. Und die Ausfechter haben sich, ähnlich Hooligans die Fußballspiele, große Bauprojekte als Austragungsort ausgesucht.

Das ist ja das Schlimme: der Gegenstand des Protestes ist oft austauschbar. Die Verbrüderung der Atomkraftgegner mit den Stuttgart21-Gegnern zeigt ja letztendlich worum es geht: mehr Basisdemokratie, die 'da oben' sollen nicht mehr über das Volk hinweg entscheiden können.

Das ist doch eigentlich schizophren: viele Vorgänge und Entscheidungswege werden immer abstrakter und komplexer, der Einzelne blickt immer weniger durch... aber die Bürger trauen sich mehr denn je zu, Entscheidungen für die Allgemeinheit zu treffen? Für mich ist das eher der Auswuchs eines wachsenden Egoismus, wie auch die schwachsinnigen Bürgervorschläge zum Sparetat in Hannover zeigen: ÖPNV-Takt ausdünnen (todsicher der Vorschlag eines Autofahrers), unrentable Museen und Bühnen schließen (mit Sicherheit Vorschläge von Kinogängern und TV-Junkies).

Lefthandy
November 5th, 2010, 02:17 PM
Das war Alexander Dobrindt, nicht Markus Söder.

Okay, ich war nicht ganz sicher und konnte mich nur bildlich erinnern. War halt nur bei Harald Schmidt... (Interessiere mich sonst nicht so für die CSU). Es gäbe sicher auch von der "Gegenseite" genug Zitate, die den inneren Zusammenhang der jeweiligen Frontgebiete herstellen.

homann5
November 5th, 2010, 02:32 PM
Das ist ja das Schlimme: der Gegenstand des Protestes ist oft austauschbar. Die Verbrüderung der Atomkraftgegner mit den Stuttgart21-Gegnern zeigt ja letztendlich worum es geht: mehr Basisdemokratie, die 'da oben' sollen nicht mehr über das Volk hinweg entscheiden können
Auch wenn das hier kaum noch etwas mit dem Thema zu tun hat: Die S21- und Castor-Gegner/Demos kann und darf man nicht miteinander vergleichen. Die Motivationen und politischen Hintergründe sind komplett verschieden.

Während die Bevölkerung in der Mehrheit schon immer gegen Atom-Energie und es auch nie wirklich eine Legitimation durch die Bürger gegeben hat, sieht das bei S21 ganz anders aus. Hier bin ich sogar ausnahmsweise mal komplett auf der Linie von Frau Merkel und Co. Schon vor Jahrzehnten haben die Planungen begonnen, in etlichen Abstimmungen vor diversen Kammern sprach man sich immer für S21 aus. Warum hat da keiner aufgeschrien? Die Gegner, deren Argumente übrigens genauso dämlich und zerpflückbar wie die der Befürworter sind, schwimmen auf der "Wir sind das Volk"- und "Mehr Basis-Demokratie"-Welle mit, weil sie davon profitieren wollen.

CrayZD
November 5th, 2010, 03:23 PM
Natürlich handelt es sich um zwei völlig unterschiedlich geartete Themen, zu denen ich auch jeweils eine unterschiedliche Meinung habe. Ich spielte lediglich auf den 'Beistand' der Castor-Gegner bei den S21-Protesten an. Nach dem Motto: wenn wir eh schon gegen den bösen Staat protestieren, warum nicht auch mal in Stuttgart?

Was bei S21 abläuft, dürfte aber leider das Problem vieler Großprojekte in der Zukunft sein. Wer mehr Basisdemokratie will, muss sich als Laie zwangsläufig auf das Urteil von Experten verlassen. Da diese selten einer Meinung sind, pickt man sich einfach das Gutachten heraus, das zu dem gewünschten Ergebnis kommt. Es 'gewinnt' also nicht derjenige mit den stichhaltigeren Argumenten (da dies von Laien schwer nachprüfbar ist) sondern der, der am charismatischsten auftritt und mehr Sympathien beim Volk ergattert. Regierende Politiker dürften das äußerst selten sein.

Bob!
November 5th, 2010, 05:55 PM
Warum gibt es eigentlich keinen eigenen Thread für das Sprengel-Museum? Der geplante Anbau ist doch sicher das architektonisch bedeutenste, was Hannover in den nächsten Jahren zu erwarten hat.

Neben dem KC und dem Erdmann-Nachfolgebau z.Z. mein Lieblingsprojekt in H. Auch der von vielen so gescholtene Görtz-Neubau erfreut noch immer mein Herz.
Ich dachte schon, ich wäre der Einzige, der den Entwurf super findet (hatte ich vor einiger Zeit glaube ich schon einmal weiter ausgeführt).
Schade, dass das "Wasserband" schon den Sparzwängen zum Opfer gefallen ist.
In der Tat. Ich hoffe, es bleibt das einzige Detail, das gestrichen wird.


Heute ist der Grundstein für den Stichweh Leinepark gelegt worden. Der Backsteinbau wird zum namentlichen Nachfolger der Schwanenburg (http://www.lebensraum-linden.de/internet/page.php?site=902000259&typ=2&rubrik=902000001).

http://www.abload.de/img/stichwehschwanenburgnds5.jpg
Quelle: HAZ, 05.11.10

Lefthandy
November 5th, 2010, 06:10 PM
zur Stuggi21/Castorprotestdebatte:

Ich finde auch Stuttgart21 ist eine vollkommen übertriebene Geldverbrennung. Da kann man durchaus zurecht gegen protestieren. Nur gibt es hierzulande zuhauf Dinge (darunter wesentlich wichtigere) gegen die man zurecht protestieren könnte, doch da regt sich gemeinhin kaum was. Vor allem an solchen Bauprojekten entflammt der Widerstand. Und neben den guten Gründen, gegen Stuttgart21 zu protestieren, gibt es auf einmal tausend weitere, gerne auch an den Haaren herbeigezogene. Es wird zum letzten Gefecht ausgerufen, dabei geht es den meisten nur um ein paar Bäume, den Park, der nach den Bauarbeiten wieder genauso groß wird, und die Seitenflügel des Bahnhofsgebäudes. Ich kann die meisten Kritikpunkte ja nachvollziehen, stehe bei dem wesentlichen sogar voll dahinter (völlig irrationale Investitionspolitik der Bahn), ich wundere mich nur über dieses Missverhältnis. Und warum gerade die Stuttgarter protestieren, denn das sind schließlich die einzigen, die von dem vor allem städtebaulichen Projekt, das aber kräftigts vom Land, vom Bund und der EU bezuschusst wird, profitieren würden. Eigentlich müsste der bahnfahrende Rest Deutschlands auf die Barrikaden gehen, für was die Bahn ihr Geld (plus Steuergelder) rauszuhauen gedenkt.

Proteste gegen Castortransporte haben da in der Tat einen weniger hysterischen Hintergrund. Es wird da im Moment nur versucht von der durch Stuttgart21 vermeintlich politisierten Masse zu profitieren und Synergieeffekte zu erheischen, zB durch die Grünen. Ich wollte das auch gar nicht miteinander vergleichen, nur Axel Dobrindt hat es halt in einen Topf geschmissen.

Edit: Aber auch gut, dass wir durch Bob! wieder Back to Topic sind.

Und daher zum Sprengel-Museum: Ich finde den Anbau auch gut. Und verglichen mit dem, was hier sonst so gebaut wird, ist es architektonisch sicherlich das ambitionierteste Projekt.

realstranger
November 5th, 2010, 06:24 PM
Schade, dass das "Wasserband" schon den Sparzwängen zum Opfer gefallen ist.


Was ist denn das Wasserband?

gstolze
November 5th, 2010, 07:20 PM
Jetzt muss ich mich noch mal ergänzen, lustig!

Neben dem Sprengel-Museum ist auch die Sparkasse neben der Markthalle schützenswert. Auch 70er Jahre. Lediglich das Fassadenmaterial könnte man überarbeiten.
Ich kann jedem nur empfehlen, sich diese skulpturale Form mal anzuschauen.

Beim Landtag-Abriss schreien alle auf (zu Recht), aber beim Sprengel-Museum würde ein Abriss niemanden stören. Fällt nur mir die Qualität des Gebäudes auf, oder irre ich mich und das Haus ist nichts besonderes????

Beim Sprengel-Museum, Stadionbad und Görtz bin ich Deiner Meinung. Ich kann sogar Teilen des Ihmezentrums was positives abgewinnen.

Die Sparkasse neben der Markthalle hasse ich aber. Ein moderner Brutalismus-Solitär gehört meiner Anschit nach nicht in das Herz der Altstadt. Dort hätte ich mit im Rahmen von Hannover 2020 einen neoklassichen Neubau sowie eine Reknostruktion der Markthalle gewünscht. Bei dem Konzept am Köbelinger Markt hätte man auch gleich das Parkhaus sowie den ätzenden Verwaltungsbau in der Röselerstr. mit einbeziehen sollen.

Orakel
November 5th, 2010, 07:46 PM
Was ist denn das Wasserband?

Ja gut, dass wir jetzt wieder Back to Topic sind (schön ausgedrückt).
Habe die Diskussion aber interessiert mitverfolgt.
Nochmal kurz zur Sparkasse neben der Markthalle: Der Standort des Gebäudes ist vielleicht etwas ungünstig gewählt und zu zentral. Das Teil selbst ist aber Top!

Das Wasserband wäre eine Art schmaler Kanal unter einem Fassadenvorsprung entlang der Maschsee-Fassade. In diesem sollte sich ein Kupferband an der Unterseite des Fassadenvorsprunges spiegeln.

IMakler
November 6th, 2010, 10:38 PM
Neue Frist für Turm auf Kröpcke in Hannover

Immobilien"News" Hannover

http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/ImmobilienNEWS-Hannover/114061928657929?v=wall

Orakel
November 8th, 2010, 03:30 PM
Das Bürogebäude der Polizei in der Südstadt (gegenüber der Gartenkirche) wird an der Seitenstraße "Am Papenstieg" eingerüstet. Vor Monaten waren da Teile der Fassade herab gefallen.
Im Inneren des unscheinbaren Hauses gibt es übrigens eine alte Pfördnerloge, die fast an Hoppers Nighthawks erinnert, sowie ein schönes Treppenhaus aus den 50er Jahren incl. original erhaltener Lampen.

CrayZD
November 8th, 2010, 07:25 PM
Sitzt da nicht das LKA drin? Dann wird es ja nach der geplanten Zusammenlegung aller Standorte im Gebäude der ehemaligen Bezirksregierung wohl ohnehin leer stehen. Angesichts des geschilderten Innenlebens hoffe ich, dass sich dann ein respektvoller Nachnutzer findet.

Orakel
November 8th, 2010, 09:30 PM
Angesichts des geschilderten Innenlebens hoffe ich, dass sich dann ein respektvoller Nachnutzer findet.

Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass die Polizei den Mietvertrag bis 2016 verlängert hat. Das Gebäude ist ansonsten in einem erbärmlichen Zustand. Das Treppenhaus und die Loge sollten unbedingt erhalten werden.
War seinerzeit schon traurig, als die alte Landesvermessung am Warmbüchenkamp abgerissen wurde. Dieses Gebäude hatte einen wirklich einmaligen Glasgang, der in der Luft hing und von außen die Büros erschloss.

matheking
November 8th, 2010, 10:14 PM
Das Thema passt in viele Threads. Der Allgemeinheit jetzt also hier folgender Artikel von Haz.de:
Die Karmarschstraße in Hannover wird schmaler
Die Karmarschstraße in Hannover wird schmaler: Die Region bereitet die Modernisierung der U-Bahnstation „Markthalle“ mit neuen Treppen und Aufzügen vor.

Die Karmarschstraße, zentrale Zufahrtsstraße in der Altstadt, soll nun auch im Abschnitt zwischen Landtag und Altem Rathaus schmaler werden. Statt der bisher vierspurigen, an den Enden wegen der Abbiegespuren sogar fünfspurigen Bauweise soll sie künftig weitgehend nur noch eine Spur pro Fahrtrichtung haben. Der Umbau soll voraussichtlich bereits 2011 beginnen, weil die Region die unterirdische Stadtbahnstation mit modernen Aufzügen und zusätzlichen Treppen ausrüsten will – und da ist die bislang breite Straße mit ihren Bäumen auf der langgestreckten Mittelinsel im Weg.

Noch gibt es in der städtischen Bauverwaltung keine abgeschlossene Detailplanung. Die groben Umrisse und der Verlauf der Straße sind aber bereits mit der Region abgestimmt, die ihre Aufzugsplanungen fertiggestellt hat und wegen des hohen Zuschussbedarfs bei den Genehmigungsbehörden einreichen will. Der Verkehrsausschuss der Regionsversammlung hat sich mit den Plänen bereits befasst – und betrachtet sie mit Wohlwollen. Die U-Bahnstation Markthalle gilt in Sachen Barrierefreiheit als hannoverscher Nachzügler: Seit die Station Königsworther Platz im Juni Aufzüge erhalten hat und aktuell auch an der Station Werderstraße Aufzüge installiert sind, ist Markthalle die letzte der 19 Tunnelstationen in Hannover, die nicht per Aufzug zu erreichen ist. Darunter leiden Rollstuhlfahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen und andere Stadtbahnnutzer, die mit Treppen und Rolltreppen Probleme haben.

Was das Projekt im Untergrund besonders teuer macht, sind die Sicherheitsauflagen, die sich seit dem Bau der hannoverschen Tunnelstationen in den siebziger Jahren arg verschärft haben. Sobald jetzt Aufzüge eingebaut werden – geplant ist einer direkt vor dem Nordausgang der Markthalle und der andere leicht versetzt auf der anderen Straßenseite, etwa auf Höhe des Modegeschäfts „La Maire“ im Gebäude Karmarschstraße 46 –, muss die Regionstochter infra auch bei den Treppen nachbessern. Aus Fluchtweggründen müssen dann zusätzlich zu den am Nordende liegenden Treppen auch am Südende eigene Abstiege eingebaut werden. Das verbessert zwar die Erreichbarkeit der Station aus Richtung Landtag ganz erheblich, macht den Umbau aber kostenintensiv und kompliziert. Insgesamt sind rund drei Millionen Euro veranschlagt, die sich nach komplizierten Schlüsseln zwischen mehreren steuerfinanzierten Behörden aufteilen.

Ersten Skizzen zufolge müssten wohl mindestens fünf Bäume auf der langgestreckten Mittelinsel in der Fahrbahnmitte fallen. Die für den Autoverkehr reservierte Straßenfläche würde voraussichtlich leicht verschwenkt: Am Nordende würde die Straße dichter als bisher am Alten Rathaus liegen, am Südende dichter an der Markthalle. Stadtsprecher Dennis Dix rät aber, die von der Region erarbeiteten Pläne nicht zu genau zu nehmen: „Was den Straßenverlauf angeht, lässt sich aus den Plänen nur im Grundsatz etwas ablesen.“ Genaue Abstandsflächen und Verläufe etwa von Fußgänger- und Radfahrerführungen würden derzeit noch erarbeitet.

Auch Schmiedestraße enger?

Bislang sind es nur Überlegungen und noch keine Planungen, aber in Politik und Verwaltung wird derzeit darüber nachgedacht, auch die Schmiedestraße zu modernisieren. In Hannovers Innenstadt nimmt sie derzeit stärker eine trennende als eine verbindende Funktion ein. Insbesondere die Fußgängerströme aus dem Zentrum reißen an der Schmiedestraße abrupt ab, weil sie – je nach Tageszeit – entweder vom Verkehr verstopft ist oder auf ihr zu schnell gefahren wird. Während der Weihnachtsmärkte ist die Trennfunktion zwischen südlicher Innenstadt und Altstadt besonders stark zu spüren, wenn die Stadtverwaltung Behelfsampeln installiert, damit Fußgänger überhaupt über die Straße kommen. Erstmals öffentlich artikuliert wurden Gedanken zu Veränderungen an der Schmiedestraße im Stadtentwicklungsdialog City 2020. Damals hieß es, zumindest eine Verkehrsberuhigung müsse für diese historische Straße denkbar sein.
[Conrad von Meding]

telemaxx
November 8th, 2010, 11:51 PM
Am Nordende würde die Straße dichter als bisher am Alten Rathaus liegen

Das ist ja wohl nicht ernst gemeint?! Ich hoffe, der Stadtsprecher hat Recht. ;)

CrayZD
November 9th, 2010, 10:45 AM
^^ Grundsätzlich ist das Ganze natürlich zu befürworten. Wenn das südliche Drittel in der Gestaltung dem Mitteldrittel angepasst wird und das nördliche Drittel im Zuge des Kröpcke-Umbaus aufgewertet wird, dann könnte die Karmarschstraße tatsächlich so etwas wie eine neue Flaniermeile werden. :)

Vor dem Alten Rathaus wird man allerdings in eine gestalterische Zwickmühle kommen: bleibt man beim roten Altstadtpflaster, oder passt man die Fußweggestaltung dem Mitteldrittel an?

Beim Heranrücken der Straße an das Alte Rathaus handelt es sich hoffentlich um einen schlechten Scherz. Aus meiner Sicht gibt es dort null Spielraum, ich hatte eher auf eine Verbreiterung des Fußwegs gehofft. Vielleicht ist das aber auch auf die Straßenmitte bezogen. Ginge man nämlich sonst von einer drastischen Verschmälerung der Straße analog zum Mitteldrittel aus, entstünde auf der anderen Seite ein gewaltiger, repräsentativer Vorplatz für das tolle, repräsentative Sparkassengebäude. :puke:

Lefthandy
November 9th, 2010, 11:18 AM
Aus den Umschreibungen werde ich überhaupt nicht schlau. Am Nordende näher ans Alte Rathaus geht jawohl wirklich nicht, höchstens ein paar Zentimeter. In jedem anderen Falle entstünde ein in Anbetracht der Großzügigkeit der Straßenbreiten in dieser Ecke (Hillebrecht) total absurdes Nadelöhr. Das Sparkassengebäude hat jetzt schon einen beachtlichen Vorplatz, das ist sogar im Verhältnis zur 50er Bebauung nochmal von sämtlichen Fluchten zurückversetzt.

Neue Treppen am Südende der Station versprechen hingegen ungehante Frühlingsgefühle. Das ist ja fas als wenn in Hannover das U-Bahnnetz ausgebaut wird! Hätte zumindest ein bisschen was von einer neuen Station. Die neuen Zugänge müssten dann irgendwo an der Kreuzung mit der Leinstraße liegen. Im D-Tunnel-Thread erscheint in den nächsten Tagen bestimmt ein detaillierter Lageplan der Station Markthalle, dann wissen wir mehr. :lol:

telemaxx
November 13th, 2010, 04:36 PM
Hier noch mal ein Link (http://www.gerlach-wohnungsbau.de/) zum Neubauobjekt Sutelstraße.

matheking
November 14th, 2010, 09:11 PM
Wenigstens in einer Branche wird noch investiert:
Neues Luxushaus in der Lavesstraße in Hannover
„Lage, Lage, Lage“, hat der große Hotelier Conrad Hilton einst gesagt, als es darum ging, was für Wohl und Wehe eines Hotels das entscheidende Kriterium sei. Und weil die Lage seines „Grand Palace Hotels“ in der Lavesstraße so zentral ist, ist Direktor Michael Schlabritz auch optimistisch, dass das Viersternehaus ab Dezember viele Gäste anziehen wird.

Für Sonnabend lud Schlabritz Geschäftsfreunde und Bekannte zu einer sogenannten Preview – der ersten Vorbesichtigung seines Hauses, das in der ehemaligen Reichsbahndirektion residiert.

Bis das so kommen konnte, musste Architekt Hartmut Ehlert Schwerstarbeit leisten. Schließlich sahen es die Denkmalschutzbestimmungen der Stadt vor, dass der neue Besitzer des Hauses den im Krieg zerbombten mittleren Giebel komplett nachbildet – und zwar Stein für Stein. Der Schaden war in den Nachkriegsjahren zunächst nur notdürftig ausgebessert worden. Als Grundlage für die Rekonstruktion hatte Ehlert nicht mehr als eine Zeichnung und ein altes Foto – umso stolzer zeigte er sich jetzt. Die Finanzierung des rund acht Millionen Euro teuren Projekts übernahm ein Investor aus Aserbaidschan. „Er hat sich mit diesem Hotel einen Traum erfüllt“, sagt Schlabritz. Das Innere des Hotels ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet, besonders der Eingangsbereich beeindruckt. Mit Preisen ab 135 Euro, während Messezeiten ab 200 Euro, reiht sich das Haus in die Spitzenriege hannoverscher Hotels ein. Offiziell eröffnen will Schlabritz spätestens zum 1. Dezember. So lange soll die Testphase dauern – und der letzte Anstrich.

Noch ein Hotel geplant: Unterdessen planen Ehlert und der aserbaidschanische Investor Vakilov ein weiteres Hotel in der Nikolaistraße. Dort hat Ehlerts Gesellschaft Credo Invest für rund eine Million Euro ein Haus in Nachbarschaft zum Cinemaxx gekauft, in dem ein Dreisternehaus mit rund 55 Zimmern entstehen soll. Derzeit befinde man sich in der Bauantragsphase, sagt Ehlert.
[Felix Harbart]
Quelle Haz.de

Bob!
November 15th, 2010, 03:34 PM
Genau gegenüber der Bücherei am Aegi wird ein Bürogebäude an der Hildesheimer Straße revitalisiert. Ist eingerüstet mit Bauschild. 0815 Fensterraster, scheinbar mit Putzfassade - nichts dolles.


http://www.abload.de/img/image0664_shiftnb517.jpg

devilsadvocate
November 15th, 2010, 03:45 PM
Hat da jemand ein aktuelles Foto von? Bing Maps?

Bob!
November 15th, 2010, 04:42 PM
Geschäftshaus Hildesheimer Straße
Revitalisierung eines Geschäftshauses an der Hildesheimer Straße, Hannover

Lage: 30169 Hannover, Hildesheimer Straße 17 (Bing Maps (http://www.bing.com/maps/#JndoZXJlMT1oaWxkZXNoZWltZXIrc3RyYSVjMyU5ZmUrMTclMmMraGFubm92ZXImYmI9NTIuMzY3ODQ5Mzc1NDc1MSU3ZTkuNzQ2Njg4MjcwODYzMDElN2U1Mi4zNjYxNjU0NzUxMDQ4JTdlOS43NDUyMDA3NTQwMjQyMg==))
Erwerb: 2010, Revitalisierung in 2010/2011
Mietfläche: ca. 1.676 m²
Grundstück: ca. 966 m²
Mieter: Büro- und Ladenmieter

http://www.abload.de/img/hildesheimer1776nb.jpg

http://www.abload.de/img/hildesheimer17_20ngi.jpg

Quelle: BAUM Unternehmensgruppe (http://baum-gruppe.de/index.php?geschaeftshaus-hildesheimer-strasse)


Edit: Auf der Website der BAUM Gruppe bin ich auch noch auf eine Visualisierung der ehemaligen Gaststätte "Zum Kronpinzen" in Kirchrode mit wiederaufgebautem Tansaal gestoßen:

http://www.abload.de/img/zumkronprinzensyv9.jpg

Schnitzelesser
November 15th, 2010, 09:34 PM
Oh! Mein! Gott!

Squig
November 16th, 2010, 10:37 AM
Kann mir nicht vorstellen, dass das in echt so grausig aussehen wird wie auf der Visualisierung.... Keine Ahnung warum man sowas online stellt (will damit nicht sagen, dass das in der Realität dann nicht grausig aussehen wird, aber so schlimm wie auf dem Bild kanns gar nicht kommen.

h-gambler
November 16th, 2010, 11:02 AM
Am Vahrenheider Markt wurde mit dem "Umbau" begonnen. Der schäbige Brunnen ist schon so gut wie weg.
Am Bauzaun des Merkur-Hauses (Commerzbank) am Thielenplatz ist zu sehen, wie das Erdgeschoss umgebaut wird. Dort kommt wohl ein VGH-Büro rein.
An der Villa Hohenzollernstraße 40 wird gerade das Gerüst aufgebaut.

Bob!
November 16th, 2010, 07:00 PM
An der Villa Hohenzollernstraße 40 wird gerade das Gerüst aufgebaut.
Danke, da bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis!


Beim HDI-Neubau sind gestern und heute mit Hilfe eines Nadelauslegerkrans Teile der Dachkonstruktion über dem Atrium (http://sscheib.de/wp-content/uploads/page3-1001-full.jpg) montiert worden.

http://www.abload.de/img/1610currentrbzk.jpg

http://www.abload.de/img/1404currentql0j.jpg

Quelle: NEXTFRAME Film + Media GmbH (http://www.nextframe.de/media/hdi/current.jpg)

Knochenhauer
November 16th, 2010, 07:47 PM
Kann mir nicht vorstellen, dass das in echt so grausig aussehen wird wie auf der Visualisierung.... Keine Ahnung warum man sowas online stellt (will damit nicht sagen, dass das in der Realität dann nicht grausig aussehen wird, aber so schlimm wie auf dem Bild kanns gar nicht kommen.

Ich kann euch alle beruhigen. Der Investor leistet ganz tolle Arbeit. Nicht nur der Tanzsaal wird originalgetreu aufgebaut (inkl. dem irgenwann mal entfernten Eingangsportal), sondern auch das Fachwerkhaus "wie zu alten Zeiten" saniert. Soll heißen, es wird für die Ausfachungen sogar ein Lehm-Stroh-Gemisch verwendet. Ich war am Wochenende vor Ort in Kirchrode und es sieht schon erste Sahne aus. Die Visualisierung ist allerdings tatsächlich ein wenig fragwürdig. Aber besser so als umgekehrt!

Schön, dass der alte Hof überhaupt erhalten bleibt. Den letzten bäuerlichen HofKOMPLEX in Kirchrode hat man ja erst vor kurzem niedergemacht, um dort Doppelhaushälften zu errichten (nähe Tiergarten). Warum man die intakten Gebäude nicht umfunktioniert hat, indem man z. B. Wohnungen in den Scheunen errichtet, werde ich nie verstehen. Man hätte alte Bausubstanz bewahrt und gleichzeitig das Ortsbild erhalten können. Für so eine Umfunktionierung alter Höfe gibt es viele positive und vor allem erfolgreiche Beispiele. Aber na ja, dafür haben wir jetzt nen paar Schuhkartons dort stehen. Es mangelt bei den Investoren wohl meistens an Kreativität und Einsichtvermögen, um so etwas zu entwickeln. Schade drum!

matheking
November 17th, 2010, 12:00 PM
Aus der Haz.de
Henriettenstiftung bekommt Erweiterungsbau für 20 Millionen Euro
Das Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung expandiert: An der Marienstraße soll in den kommenden drei Jahren für etwa 20 Millionen Euro ein Erweiterungsbau errichtet werden. In ihm wird ein zentraler OP-Bereich untergebracht.

Das Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung expandiert am Standort Marienstraße: Schon im Februar 2011 beginnen die vorbereitenden Arbeiten für einen sechsgeschossigen Neubau mitten im idyllischen Klinikpark zwischen Sall- und Marienstraße. Etwa 20 Millionen Euro soll der Erweiterungsbau kosten, das Land Niedersachsen beteiligt sich daran mit 19,7 Millionen Euro und finanziert den Neubau damit geradezu komplett. Mit der Fertigstellung rechnet Michael Schmitt, kaufmännischer Geschäftsführer der Henriettenstiftung, für Ende 2013 bis Anfang 2014.

Auf einer Grundfläche von 8000 Quadratmetern entsteht ein zentraler Operationsbereich mit sechs OP-Sälen. Hinzukommen zwei hochmoderne Pflegestationen mit insgesamt 106 Betten und eine Ebene für die Betriebstechnik. Zusätzlich soll noch die Zentralsterilisation auf etwa 600 Quadratmetern untergebracht werden, die künftig auch das Diakoniekrankenhaus Friederikenstift versorgen soll. Hierfür sind weitere drei bis vier Millionen Euro Investitionskosten eingeplant.

„In der Marienstraße wird künftig die gesamte Notfall- und Akutversorgung der Neurologie und Chirurgie konzentriert, die zurzeit noch an zwei Standorten untergebracht ist“, sagte Utz Wewel, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Diakonische Dienste Hannover (DDH), unter deren Dach auch die Diakoniekrankenhäuser Anna-, Henrietten- und Friederikenstift zusammengefasst sind. Mit der Fertigstellung des Neubaus werden die zwei OP-Säle vom Standort Kirchrode in die City verlagert; auch der Operationssaal des zur DDH-Gruppe zählenden Lister Krankenhauses wird laut Krankenhausbedarfsplan in die Marienstraße verlegt. „Für die Henriettenstiftung ist der Neubau ein Meilenstein“, sagte Schmitt, „denn die OPs sind inzwischen 30 Jahre alt.“

Der Neubau kommt vor allem den Patienten zugute, deren Zimmer künftig im ruhigen Klinikpark liegen werden. Das neue Gebäude fügt sich laut DDH-Geschäftsführung harmonisch in das Parkgelände der Henriettenstiftung ein. Seine Höhe schließt sich an die bestehenden Traufhöhen der Nachbargebäude an. Das Material aus Glas und hellem Stein hebt sich von den umgebenden roten Ziegelbauten ab und soll das Bild der neuen Klinik unterstreichen. Über eine transparente Glasbrücke sollen Alt- und Neubau miteinander verbunden werden.

Veronika Thomas

Orakel
November 17th, 2010, 03:45 PM
In der Wilhelmstraße haben die Arbeiten für den Appartmenthaus-Neubau begonnen.

Black_Diamond
November 17th, 2010, 06:39 PM
Hello! Can you help me? There is the archive in this forum about construction of Phaeno science center by Zaha Hadid?

Squig
November 17th, 2010, 09:37 PM
Hello! Can you help me? There is the archive in this forum about construction of Phaeno science center by Zaha Hadid?

That one is built in wolfsburg, not in Hanover. Wolfsburg is about 1.5h to the East.

I don't think we have many people from that city at skyscrapercity, and therefore probably not a documentation from the construction.

telemaxx
November 17th, 2010, 10:52 PM
That one is built in wolfsburg, not in Hanover. Wolfsburg is about 1.5h to the East.

Maximum 1h by car, much faster by train. ;)

But nevertheless you won't find something about Phaeno in the Hannover section.

Bob!
November 18th, 2010, 06:27 PM
Na endlich ...

http://www.abload.de/img/gdahildesheimerstraesn02.jpg
Quelle: HAZ, 18.11.10

devilsadvocate
November 18th, 2010, 08:05 PM
Super, wieder ein Würfel mit tollen verschiedenen Fenstern!!! Großartige Architektenleistung!! Ein wahrer Meister seines Fachs!!!

CrayZD
November 19th, 2010, 09:33 AM
Einerseits finde ich es auch schade, dass nur so eine langweilige dreigeschossige Kartonage dabei rumkommt. Andererseits ist alles besser als die jetzige Baugrube. Sogar ein LIDL (o.ä.) wäre besser, aber den gibt's ja jetzt schon ein paar Meter weiter. ;)

Fazit: gut, dass ein Ende dieses Schandflecks in so exponierter Lage (Messegäste!) nun in Sicht ist. Es wundert mich allerdings, dass das Fundament, das über Jahre der Witterung ausgesetzt war, noch verwendbar sein soll.

devilsadvocate
November 19th, 2010, 11:20 AM
Zumindest eine Klinkerfassade.

telemaxx
November 19th, 2010, 05:30 PM
http://img7.imageshack.us/img7/5044/dsc00159rzb.jpg

http://img210.imageshack.us/img210/2646/dsc00160m.jpg

Schnitzelesser
November 19th, 2010, 07:30 PM
Ist dieses hellrote Teil eine Ansammlung von Baucontainern oder haben die diesen unpassenden Schuhkarton da wirklich rangeklatscht?

telemaxx
November 19th, 2010, 07:41 PM
Sieht man auf den Fotos vielleicht nicht so gut, aber ich fand den Bau vor Ort gar nicht so schlecht.

Schnitzelesser
November 19th, 2010, 07:45 PM
Auf den Bildern sieht es zumindest so aus, dass das Teil da weder von den Proportionen noch vom Material oder der Farbe her hinpasst.

btw: Im Streetview kann man sich noch einmal genau das Originalbauschild am Rosenquartierparkhaus anschauen.

Squig
November 19th, 2010, 08:38 PM
Insgesamt finde ich aber, dass es ganz gut aussieht.

matheking
November 24th, 2010, 07:59 AM
Im Industrie-Club finden Planer Unterstützung für Leinebogen
Leinebogen: Im Industrie-Club, einem wichtigen Netzwerk von Wirtschaftsvertretern, durfte der Architekt Peter Grobe am Montagabend für seine Idee einer Seenlandschaft im Nordwesten Hannovers werben.

Die Nachfragen klangen kundig – und kritisch. Was dieses Projekt kosten solle, wollte der erste Fragesteller wissen. Wer denn wohl das „erkennbare Defizit“ übernehmen werde, interessierte den Nächsten, der sich zu Wort meldete. Und auch die weiteren Beiträge bewiesen zweifellos Problembewusstsein: Ob es in dem Gebiet Altlasten gebe, wie es um die Durchlässigkeit des Bodens bestellt ist und welche Auswirkungen das Aufstauen der Leine auf den Bereich flussabwärts habe? Am Ende aber durften die Initiatoren der Seenlandschaft Leinebogen aufatmen: Auf das Wohlwollen der hannoverschen Wirtschaft scheinen sie vorerst zählen zu können.

Im Industrie-Club, einem wichtigen Netzwerk von Wirtschaftsvertretern, durfte der Architekt Peter Grobe am Montagabend für seine Idee einer Seenlandschaft im Nordwesten Hannovers werben. Unterstützt wurde er dabei von Walter Richter, dem Geschäftsführer von Union Boden. Zusammen stellten sie vor rund 150 Gästen zunächst mit einem Film und dann in einer Fragerunde noch einmal die Vorzüge dieses Projekts heraus, das in den vergangenen Wochen so kontrovers diskutiert wurde. Aus ihrer Sicht wären die drei Seen des Leinebogens mit dem Naturschutz ganz und gar vereinbar, würden nur einen kleinen Teil des geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiets betreffen und nach dem Vorbild von Außenalster und Maschsee eine erhebliche Aufwertung der Gemeinden am Rand bedeuten.

Die Kosten bezifferte Richter – „ganz grob“, wie er einräumte – auf rund 300 Millionen Euro, von denen die öffentliche Hand ein Drittel, vor allem für die Infrastruktur, übernehmen müsste. Der Boden ist laut den Initiatoren für das Projekt geeignet, negative Auswirkungen auf den weiteren Flusslauf gebe es nicht. Ob es Altlasten im Bereich des Sees gibt, gehört laut Richter zu jener „Vielzahl von fachlichen Fragen, die noch zu klären sind“.

Um die Kritik, die zuletzt die Grünen sowie die CDU an dem Vorhaben übten, ging es an dem Abend nicht. Auch die Regionsverwaltung hatte bereits in einer Vorprüfung erklärt, dass die Seen voraussichtlich nicht mit EU-Richtlinien vereinbar sein würden.

Die Wirtschaftsvertreter forderten die Politiker dagegen auf, sich nicht vorschnell auf eine Ablehnung festzulegen. „Das ist ein visionäre Idee, die es wert ist, sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen“, erklärte Raoul Hille, Geschäftsführer des Flughafens Hannover. Eine solche Seenlandschaft könne das Image Hannovers ebenso wie die Lebensqualität heben und Arbeitsplätze schaffen, meint Hille. Zuspruch kam auch von Uwe Ilgenfritz-Donné, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen: „Dieses Projekt sollte fair angenommen werden“, forderte er. Für Hannover liege darin eine große Chance. Seit der Expo habe die Stadt „wenig Neues gehabt“.

Parallelen zur Weltausstellung zog auch der frühere Messechef Sepp Heckmann: Auch da habe zehn Jahre zuvor kaum jemand an die Realisierbarkeit geglaubt. Heckmann sieht die offenen Fragen ebenfalls im Bereich Umweltschutz. „Aber da sind nun kreative Köpfe gefragt, die Antworten finden werden. Auf keinen Fall sollte man vorschnell abwinken.“

Ob all diese Fragen lösbar sind, soll nun eine Machbarkeitsstudie klären, die in einem Jahr vorliegen könnte. Bis dahin wollen Grobe und Richter weitere Unterstützer hinter sich sammeln.

Thorsten Fuchs

Quelle: Haz.de

matheking
November 24th, 2010, 02:56 PM
Aus der Haz.de. Dort wie immer auch mit Bildern: http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/Das-Kronprinzen-Gebaeude-erwacht-zu-neuem-Leben
Das „Kronprinzen“-Gebäude erwacht zu neuem Leben
Die Sanierung des ältesten Gebäudekomplexes in Kirchrode geht voran. Neuer Mieter des „Kronprinzen“ an der Brabeckstraße wird die Drogeriekette Rossmann sein.

Der Rohbau steht: Im Frühjahr soll das historische Gebäude des „Kronprinzen“ in Kirchrode bezugsfertig sein. Dann wird es in der ehemaligen Traditionsgaststätte an der Brabeckstraße Seife statt Sekt und Waschpulver statt Wein geben – Rossmann wird mit einer Filiale in das sanierte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude einziehen. Ebenerdig stehen dem Unternehmen dann 670 Quadratmeter zur Verfügung. In den oberen Bereichen des Neubaus wird ein Teil der Haustechnik untergebracht.

„Rossmann ist der alleinige Mieter“, bestätigt Architekt Joachim Röstel, der für die Baum Unternehmensgruppe das Gebäude betreut. Geschäftsführer Gregor Baum hatte sich für den Erhalt des Gebäudeensembles engagiert, das zu den ältesten in Kirchrode gehört. Nachdem der Bürgerverein 500 Unterschriften gegen einen geplanten Abriss gesammelt hatte, erklärte sich Baum bereit, sich für das historische Gebäude einzusetzen. Zum einen, weil sein Unternehmen Erfahrung mit der Sanierung historischer Gebäude hat – die Baum Unternehmensgruppe betreute unter anderem die Wülfeler Brauerei oder das Llyod-Gebäude in Bremen. Zum anderen hat sich Baum aber auch aus persönlichen Gründen dazu verleiten lassen, den „Kronprinzen“ zu erhalten: Als Schüler hatte er neben der benachbarten Wasserkampschule Fußball gespielt und danach Limonade in der Gaststätte getrunken.

2,5 Millionen Euro werden die Bauarbeiten voraussichtlich kosten, im Frühjahr soll die Sanierung abgeschlossen sein. Hatte man zunächst damit gerechnet, dass das Fachwerkhaus extrem sanierungsbedürftig sein würde, erwies sich letztendlich die 180 Quadratmeter große ehemalige Scheune, in der ein Tanzsaal untergebracht war, als weitaus baufälliger. Im Sommer wurde er abgerissen. „Zuvor haben wir in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde eine detaillierte Dokumentation über diesen Gebäudeteil erstellt“, berichtet Röstel. Die Fassade konnte daher nach dem Abriss exakt nach dem historischen Vorbild wieder aufgebaut werden. „Dafür wurden sowohl spezielle Klinker als auch Dachziegel in Abstimmung mit dem Denkmalamt eingebaut“, erklärt der Architekt.

Anfang Juni hatte die Baum Unternehmensgruppe mit den Bauarbeiten begonnen. „Da das Gebäude in einer Fachwerkbauweise mit Lehm errichtet wurde, ist hier besondere Sorgfältigkeit geboten“, sagt Röstel. In Zeitverzug durch unvorhergesehene Schwierigkeiten sei man aber nicht geraten. „Wir hatten im Vorfeld einen Zeitplan erstellt, der möglichst viele Eventualitäten einbezog.“

Das „Kronprinzen“-Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es ist ein ehemaliger Kötnerhof, der an der Brabeckstraße 16 lag. 1640 wurde er erstmals als Kötnerhof Nummer 25 erwähnt. Mehr als 200 Jahre lang wurde in dem Gebäude eine Gaststätte betrieben. Ein Balken über dem Eingang, der die eingeschnitzte Jahreszahl 1707 trägt, gehört zu den ältesten Gebäudeteilen des Kötnerhofes.
[Dr. Heike Schmidt]

Señor Templar
November 27th, 2010, 03:35 PM
auch in der Haz zu lesen... ebenfalls erwähnt werden die Pläne für's Erdmann-Haus: kein Baustart vor April:ohno:
www.haz.de

matheking
December 4th, 2010, 12:09 PM
Aus meiner Sicht ein sehr sinnvolles Projekt. Das wünsche ich mir schon länger:
Neue Schwimmhalle fürs Fössebad in Linden
Der Schwimmverein Waspo und Stadt Hannover wollen ein Drei-Millionen-Projekt in Linden stemmen: Das Fössebad in Linden-Nord soll eine neue Schwimmhalle bekommen.

Das Fössebad in Linden soll um eine neue Schwimmhalle erweitert werden. Entsprechende Pläne hat der Betreiber des Bads, der Verein Waspo, jetzt der Stadt und den Ratsfraktionen vorgelegt. „Die Resonanz ist durchweg positiv“, sagt der Vereinsvorsitzende Bernd Seidensticker, allein über die Finanzierung des rund drei Millionen Euro teuren Anbaus müsse noch verhandelt werden. Der Verein selbst will sich beteiligen, aber auch die Stadt sollte nach Meinung des Waspo-Vorsitzenden ihr Scherflein dazu beitragen. Zudem wolle man noch private Sponsoren ins Boot holen. „Die Erweiterung ist nötig, um das Bad attraktiver zu machen und dadurch erhalten zu können“, sagt Seidensticker.

Derzeit gehören zum Fössebad ein Außenbecken für die Freibadsaison und ein kleines Hallenbad. Viele Schulen aus den umliegenden Stadtteilen nutzen das Hallenbecken vormittags für ihren Schwimm*unterricht, am späten Nachmittag ziehen dort Vereinsschwimmer ihre Bahnen. Abends wird dann Kanupolo in dem nur 25 mal 16 Meter kleinen Becken trainiert. „Dadurch können wir für unsere normalen Badegäste nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten anbieten“, sagt Seidensticker. Das soll sich mit dem Anbau ändern. Dann stünde ein Becken von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends durchgehend zur Verfügung. „Außerdem entlasten wir das Stadionbad, das ja auch von Vereinen enorm frequentiert wird“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Der Neubau würde sich tatsächlich nur auf eine Schwimmhalle mit einem wettkampftauglichen 25-Meter-Becken beschränken, denn genug Umkleiden, Duschen und Toiletten gebe es bereits. „Unser Bad ist eigentlich zu groß, nur das Becken ist zu klein“, sagt der Waspo-Vorsitzende. Das Freibadgelände würde durch den Neubau nicht wesentlich verkleinert, die umliegenden Rasenflächen seien ohnehin zu weitläufig.

Die höheren Betriebskosten, die mit dem Anbau auf den Verein zukommen, sieht Seidensticker gelassen. Zum einen werde man mit dem Verein Wasserfreunde 1898 fusionieren und den Badbetrieb gemeinsam schultern, zum anderen soll das Personal nicht aufgestockt werden. „Ich rechne mit Mehrkosten von 150 000 Euro jährlich“, sagt Seidensticker.

Der Verein glaubt alles genau durchkalkuliert zu haben. Keinesfalls sollen die Baukosten derart explodieren wie beim Umbau des Misburger Bads, das mehr als elf Millionen Euro verschlungen hat. „Wir werden ja eine reine Zweckhalle errichten, nur zum Schwimmen und ohne goldene Wasserhähne“, sagt Seidensticker augenzwinkernd.
[Andreas Schinkel]
Quelle: haz.de

devilsadvocate
December 5th, 2010, 12:03 PM
Zum Thema Opernplatz und dem Toilettenhäuschen, sofern das überhaupt noch aktuell ist.

Es gibt ansprechende Gestaltung, die ganz gut passen würde, wie eines aus Wülfel:

http://img818.imageshack.us/img818/6876/28104759.jpg


Aber heutzutage muss man ja alles krampfhaft modern machen.

matheking
December 5th, 2010, 08:02 PM
So eines steht auch an der Christuskirche und am Schwarzen Bären.

Vorteil: kaum Betriebskosten und daher kostenfreie Nutzung -> hohe Akzeptanz.

Jimmy Harper
December 5th, 2010, 11:06 PM
Sind das reine Urinale?

matheking
December 6th, 2010, 08:22 AM
Jupp.

Da die Wildpinkler überwiegend männlicher NAtur sind, reicht das ja auch!

Schnitzelesser
December 6th, 2010, 07:45 PM
Das halte ich für ein Gerücht. Ansonsten sind das hygienisch bedenkliche Fixerhöhlen.

Orakel
December 14th, 2010, 04:28 PM
Langenhagen plant jetzt an der Theodor-Heuss-Str. ein neues Hallenbad für 22 Millionen. Bei der Summe kann es sich eigentlich nur um einen Ersatz für das früher geplante Spaßbad handeln (LA2O).

Wormland will ab Sommer 2011 komplett umbauen.

CrayZD
December 14th, 2010, 04:44 PM
Wohl aber nur innen. Fassadentechnisch gibt es bei Wormland ja auch wenig zu beanstanden, da hätten einige Nachbarn deutlich mehr zu tun.

Orakel
December 15th, 2010, 07:09 AM
Die neue Beleuchtung am Torhaus Aegi über dem U-Ausgang ist ab sofort in Betrieb. Wirklich sehr gelungen wie ich finde.

Orbiter
December 18th, 2010, 03:28 PM
Bund verkauft Bunker am Lister Kirchweg in Hannover
Der Bund verkauft den nächsten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg in Hannover. Der Betonklotz am Lister Kirchweg ist ausgeschrieben. Für das Pendant in der Lönsstraße im Zooviertel laufen bereits Verkaufsgespräche.

Im Zooviertel soll evtl. eine neue Wohnbebauung entstehen.

...mehr auf haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Ost/Bund-verkauft-Bunker-am-Lister-Kirchweg-in-Hannover)

Knochenhauer
December 20th, 2010, 06:28 PM
In das Erdmann-Gebäüde geht in Kürze auf drei Etagen ein DEPOT Einrichtungsgeschäft. Wenn ich richtig informiert bin, werden die auch länger dableiben und das Gebäude wird nicht abgerissen.

Hat eigentlich jemand Vergleichsbilder parat?

a)Erdmann-Haus aktuell (was ich gar nicht mal so schlecht finde)

b)Erdmann-Haus kurz nach dem Krieg
Erdmann-Haus vor dem Krieg

(wäre mal interessant zu wissen, was sich unter der jetzigen "Verkleidung" noch so finden lassen würde)

Vielleicht etwas für den Vorher/Nachher-Thread...

LionsClub
December 23rd, 2010, 12:33 PM
Gibt es Neuigkeiten zum Erdmannhaus? Eine Entwurfsplanung lag ja schon vor. Dennoch scheint der Investor den Startschuss nicht zu geben...

Orbiter
December 26th, 2010, 11:00 PM
Hotel wird „bröckchenweise“ zum Wohnhaus
„Hannovers nervigste Baustelle“: Die Nachbarn in der Adelheidstraße reagieren verärgert auf die Dauer der Abrissarbeiten des ehemaligen Hotels Stella. In der Südstadt entsteht ein Wohnhaus mit elf schicken Wohnungen - und anstatt das alte Gebäude abzureißen und neu zu bauen wird es Stück für Stück entkernt.

...mehr auf haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/Hotel-wird-broeckchenweise-zum-Wohnhaus)

Bob!
December 27th, 2010, 02:43 PM
^

http://www.abload.de/img/adelheid21schulze-arch6t7b.jpg
http://www.abload.de/img/adelheid21schulze-arch0tee.jpg
http://www.abload.de/img/adelheid21schulze-archdplv.jpg
http://www.abload.de/img/adelheid21schulze-archspb8.jpg
http://www.abload.de/img/adelheid21schulze-arch9tl4.jpg
http://www.abload.de/img/adelheid21schulze-archgsgy.jpg
Quelle: schulze & partner (http://www.schulze-architektur.com/index.php?id=405)

devilsadvocate
December 27th, 2010, 04:27 PM
Naja, ist ganz nett, auch wenn es wieder ziemlich würfelig aussieht...

Aber allein schon die vom Architekten gewählte Innenausstattung lässt schon erahnen, dass es wieder verkrampft "modern" sein muss, unabhängig davon ob die SAchen bequem sind oder nicht.

Schnitzelesser
December 28th, 2010, 01:08 PM
Ich würde dort einziehen. Und die Wohnung so einrichten, wie es mir gefällt. ;)

gruenebahn
December 28th, 2010, 01:14 PM
Ich würde dort nicht einziehen. Ich mag keine Fenster in jeden Raum die bis zum Boden reichen und auch keine Wände die ein Klopfen durchs ganze Haus leiten (standard leichtbauweise heute). Ich will wie hier bei mir Musikmachen können ohne das die Nachbarn auf die Barrikaden gehen. Hier kann ich das nachts und keiner hört mit, dank echter Ziegelsteinwände überträgt nix weiter! Meine Arme Bohrmaschine denkt das wohl auch jedesmal wenn ich ein Loch machen will. Schlagwerk? Ne is nicht, da verkohlt hier der Bohrer regelmäßig! 8mm Hilti... :o) Das sind Wände und nicht so ein Pappwerk wie in Neubauten!

CrayZD
December 28th, 2010, 01:27 PM
Ich mag raumhohe Fenster. Meine aktuelle Wohnung sieht ja auch so aus. Und nach einem Bohrloch in tragende Wände (Beton) darf ich bei mir auch jedesmal den Bohrer austauschen. ;)

Lärmprobleme mit Nachbarn hatte ich ebenfalls noch nie, im Gegensatz zu meiner Freundin im Altbau, wo die Balkendecke ohrenbetäubend knarzt. Im übrigen muss ich auch nicht wie sie zwei Minuten auf warmes Wasser warten und habe nur halb so hohe Heizkosten.

Ja, das Leben im Neubau hat viele Vorteile. Über Architektur kann man sich streiten, und gottseidank sind die Geschmäcker verschieden. Aber bitte nicht dieses pauschale früher-war-alles-besser-Gejaule ohne Substanz.

Grundsätzlich würde ich in so ein Haus auch einziehen, aber wohl wie Schnitzelesser mit leicht verändertem Mobiliar. Wobei ich diese 'Lümmelecken' auf der Dachterrasse schon ganz stylish finde. ;)

Allerdings finde ich es immer wieder faszinierend, wie es solche Visualisierungen schaffen, ein Objekt völlig losgelöst von seiner Umgebung darzustellen. Wenn ich mir die Adelheidstraße mal bei Bing Maps anschaue (bei Street View ist zuviel verpixelt), dann ist das Umfeld doch ziemlich von tristen Bürobauten und 08/15-Nachkriegswohnhäusern geprägt. Edelgegend ist anders.

gruenebahn
December 28th, 2010, 01:39 PM
Naja, das ist nur leider meine Erfahrung mit den meisten Neubauten. Das die Wände recht stark übertragen. Ich rede wenn ich vom Bohren rede übrigens von ALLEN Wänden! Ich würde das hier eher Mittelbau nennen. 1973 ;)

Schnitzelesser
December 28th, 2010, 02:15 PM
Da sind doch gar keine raumhohen Fenster in jedem Raum.

miau
December 28th, 2010, 03:25 PM
wow... das Penthouse sieht schon doll aus. Fehlt nur noch ein Swimmingpool ... achja, und vielleicht das urbane Umfeld. Wenn das auf einem Wolkenkratzer wäre, wäre es eben besser
:)

Schnitzelesser
December 29th, 2010, 12:39 AM
Und zugiger. ;)

Leine1977
December 29th, 2010, 09:36 AM
Die HAZ meldete heute ein Thema, was ich ebenfalls äußerst wichtig für die City-Umgestaltung finde. Die Schmiedestraße aufzuwerten, würde einen enormen Gewinn für die City bringen. Leider will man sich wohl an der Karmaschstr. orientieren. Was dort gelungen ist, passt m.E. nicht für diese wichtige Altstadtstraße. Ich kann mir da kein Betonpflaster vorstellen mit modernen Straßenlampen.

Artikel >> http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Hannovers-Schmiedestrasse-soll-schoener-werden

Vielmehr sollte man auch die Randbebauung einbeziehen. Einige Bauten haben einfach keine Daseinsberichtung in dieser Straße.

gstolze
December 29th, 2010, 02:22 PM
Die HAZ meldete heute ein Thema, was ich ebenfalls äußerst wichtig für die City-Umgestaltung finde. Die Schmiedestraße aufzuwerten, würde einen enormen Gewinn für die City bringen. Leider will man sich wohl an der Karmaschstr. orientieren. Was dort gelungen ist, passt m.E. nicht für diese wichtige Altstadtstraße. Ich kann mir da kein Betonpflaster vorstellen mit modernen Straßenlampen.

Vielmehr sollte man auch die Randbebauung einbeziehen. Einige Bauten haben einfach keine Daseinsberichtung in dieser Straße.

Ich finde auch, da sollte man eher mit einer Kombination aus Ziegel- und Kopfsteinpflaster arbeiten.

Bis auf das alte Rathaus, die Marktkirche und das Eckhaus am Hanns-Lilje-Platz gehören für mich alle Gebäude der Straße abgerissen oder sollten zumindest eine extreme Fassadenkorrektur erhalten. Vielleicht könnte man den Gebäuden Kollonaden vorhängen und dort dann Ziegel- und Sandsteinfassaden anbringen. Der gesamte Kaufhofblock gehört sowieso abgerissen und neu bebaut.

SternHAJ
December 29th, 2010, 04:24 PM
Jetzt verstehe ich die Argumentation nicht. Wenn da kaum ein altes Gebäude steht - warum muss man dann den Belag auf alt machen? Dadurch wirken die anderen Gebäude an der Straße doch nur noch häßlicher?! Ein neutrales (aber etwas edles) Pflaster passt meiner Ansicht nach besser.

Und zum Abreißen: Zustimmung. Aber wer soll und wird das bezahlen? Das in eine Betrachtung ernsthaft einzubeziehen ist meiner Ansicht nach nicht zielführend. (Aber Du hast es als Vision/Wunsch/Stoßseufzer gemeint und da mache ich mit! :) )

gstolze
December 29th, 2010, 06:20 PM
Jetzt verstehe ich die Argumentation nicht. Wenn da kaum ein altes Gebäude steht - warum muss man dann den Belag auf alt machen? Dadurch wirken die anderen Gebäude an der Straße doch nur noch häßlicher?! Ein neutrales (aber etwas edles) Pflaster passt meiner Ansicht nach besser.

Und zum Abreißen: Zustimmung. Aber wer soll und wird das bezahlen? Das in eine Betrachtung ernsthaft einzubeziehen ist meiner Ansicht nach nicht zielführend. (Aber Du hast es als Vision/Wunsch/Stoßseufzer gemeint und da mache ich mit! :) )

Im Bereich Altes Rathaus/Marktkirche besteht das Pflaster ja aus Ziegeln, soweit ich mich erinnere. Auf alt machen sehe ich da auch nicht als richtige Interpretation, denn Kopfstein und Ziegel können auch harmonisch mit modernen Bauten kombiniert werden. Öde, weiße Flächen wie in der Karmarschstr. oder in der Bahnhofstr. wünsche ich mir da auf alle Fälle nicht, sonder eher was wärmeres mit Struktur.

devilsadvocate
December 29th, 2010, 08:25 PM
Aber wie immer wissen wir wie's ausgeht: krampfhafte unpassende Moderne in der AltstDt ohne Altstadtleuchten, da das Geld fehlt und bloß kein Historismus, schließlich soll Hannover nicht rückwärtsgewandt sein...

SternHAJ
December 29th, 2010, 08:47 PM
Öde, weiße Flächen wie in der Karmarschstr.

Da siehst Du, wie unterschiedlich Meinungen sein können. Ich finde das überhaupt nicht öde - das Pflaster der Karmaschstraße z.B. macht auf mich einen edlen, klaren, leuchtenden Eindruck.

CrayZD
December 30th, 2010, 09:01 AM
Ich finde das Pflaster der Karmarschstraße ebenfalls toll und z.B. die rot gepflasterten Flächen am Kröpcke eher unpassend bis altbacken. Wie auch bei der Diskussion historische (bzw. historistische) vs. moderne Architektur bringt es nichts, das eine oder das andere pauschal zu bashen. Beides hat seine Daseinsberechtigung.

Deswegen würde ich nichtsdestotrotz auch das rote Pflaster in der vorderen Schmiedestraße beibehalten wollen. Es setzt die Optik von Marktplatz und Altstadt logisch fort und signalisiert schon auf der anderen Straßenseite: 'hier beginnt die Altstadt'. Worüber man nachdenken könnte: Bordsteine abschaffen und ggf. durch optisch unauffälligere Randsteine ersetzen, vielleicht sogar das Muster des Marktplatzes über die Schmiedestraße ziehen. Das wäre dann die Altstadtversion der vielgelobten 'Südkurve' am PdW.

Die Verkehrsberuhigung kommt da von ganz allein. Denn gerade die von vielen sturen Autofahrern bemängelte 'unklare Situation' am PdW (Ist das jetzt noch Straße? Oder Fußgängerzone? Oder was sonst?) führt zur ersehnten Konsequenz: Fuß vom Gas. Ich denke, das ist auch das Geheimnis von Shared Space.

Alternativ könnte man die Ampel Seilwinderstraße/Hanns-Lilje-Platz durch zwei Zebrastreifen zu beiden Seiten der Marktkirche ersetzen. Zum Weihnachtsmarkt etc. könnte man ja, wie jetzt auch in Höhe Marktplatz, Anschlüsse für Bedarfsampeln vorsehen, um einem Verkehrskollaps entgegenzuwirken.

youngwoerth
December 30th, 2010, 09:41 AM
vielen sturen Autofahrern

Leider verwendet die Stadt Hannover jeden Umbau dafür, ihren Krieg gegen die Autofahrer in eine neue Runde zu treiben. Als Folge hat jede Straßenbaumaßnahme in Hannover einen negativen Beigeschmack, jedenfalls für die 70% der Einwohner, die Auto fahren. Daher hofft man immer inständig, daß die Stadt Hannover so pleite ist, daß sie sich keinen weiteren Umbau mehr leisten kann. Also hoffen wir mal für 2011 auf weiter sinkende Einnahmen und den Verlust der finanziellen Selbständigkeit für die Stadt.

Lieber häßliche Straßen als solche, wo ich gar nicht erst hinkomme.

Der nachfolgende Kommentar bedient selbiges Genre. http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Hannovers-Schmiedestrasse-soll-schoener-werden

Leine1977
December 30th, 2010, 10:04 AM
Da siehst Du, wie unterschiedlich Meinungen sein können. Ich finde das überhaupt nicht öde - das Pflaster der Karmaschstraße z.B. macht auf mich einen edlen, klaren, leuchtenden Eindruck.

Ich habs auch nicht so gemeint, dass es krampfhaft "alt" aussehen soll. Es muss aber im Kontext stimmen. Im Bereich des Alten Rathauses, Marktplatz, Marktkirche dominiert der Backstein. Das gibt es besonderes Bild wie ich finde. Die City-Pflasterung würde diesen Blick leider zerstören!

In der Karmarschstraße passt es wiederum, das ist OK. Abgesehen davon halte ich die Qualität der Pflasterung unter aller Kanone. Die Bahnhofsstraße sieht ja jetzt schon abgenutzt aus.

Leider steht das häßliche Parkhaus ja unter Denkmalschutz (die Kriterien möchte ich gerne mal wissen). Es behindert eh die ganze Entwicklung der Straße.

CrayZD
December 30th, 2010, 10:05 AM
Der nachfolgende Kommentar bedient selbiges Genre. http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Hannovers-Schmiedestrasse-soll-schoener-werden

Leider Standard im HAZ-Forum, die Mehrheit der Kommentatoren dort haut zu Verkehrs- und Städtebauthemen in dieselbe Kerbe. Verschwindet irgendwo im Rahmen einer städtebaulichen Aufwertung eine Abbiegerspur oder ein Parkplatz am Straßenrand, dann kommen sie reflexartig aus ihren Löchern gekrochen.

Gottseidank ist das HAZ-Forum kein Querschnitt der hiesigen Bevölkerung. Trotzdem sehe ich das stark vertretene Spießbürgertum in Hannover durchaus als Problem an. Motto: wer braucht eine schönere Innenstadt? Solange mein Vorgarten akkurat gemäht ist und ich mit dem VW Passat schnell in die City zum Einkaufen komme, ist das Leben doch perfekt.

Leider steht das häßliche Parkhaus ja unter Denkmalschutz (die Kriterien möchte ich gerne mal wissen). Es behindert eh die ganze Entwicklung der Straße.

Leider stehen ästhetische Aspekte beim Denkmalschutz ja völlig im Hintergrund. Aber auch die 'bauhistorische Bedeutung' eines Parkhauses würde ich gerne mal kennen.

Als Traum für spätere Generationen: die 'Traditionsinsel Altstadt' konsequent bis zur Schmiedestraße inkl. deren Nordostseite ausdehnen. Da dies mit großflächigem Abriss (vor allem Kaufhof) verbunden wäre, könnte man hier eine Tiefgarage vorsehen. Vielleicht eine weitere unter einem Neubau am Hohen Ufer, und der Bedarf an Parkraum in der Altstadt ist gedeckt.

Die Kunst läge dann auch darin, einen ansprechenden Übergang von historisierender Bebauung an der Schmiede- bis zu moderner Architektur an der Osterstraße zu schaffen.

homann5
December 30th, 2010, 11:02 AM
Leider Standard im HAZ-Forum, die Mehrheit der Kommentatoren dort haut zu Verkehrs- und Städtebauthemen in dieselbe Kerbe. Verschwindet irgendwo im Rahmen einer städtebaulichen Aufwertung eine Abbiegerspur oder ein Parkplatz am Straßenrand, dann kommen sie reflexartig aus ihren Löchern gekrochen.

Gottseidank ist das HAZ-Forum kein Querschnitt der hiesigen Bevölkerung. Trotzdem sehe ich das stark vertretene Spießbürgertum in Hannover durchaus als Problem an. Motto: wer braucht eine schönere Innenstadt? Solange mein Vorgarten akkurat gemäht ist und ich mit dem VW Passat schnell in die City zum Einkaufen komme, ist das Leben doch perfekt.
Auch wenn ich von Autos im Zentrum recht wenig halte, ein gewisses Verständnis kann ich für die Leute dennoch aufbringen. Nicht jeder kann oder will den ÖPNV nutzen, meinen Kühlschrank von Saturn kann ich ebenfalls schlecht mit der Bahn transportieren. Das mögen imer nur EInzelfälle sein, bei einer Einwohnerzahl von über einer Millionen Menschen in der Region summieren sich aber auch Einzelfälle.

Zudem gibt es seitens der Stadt ja generell keine Gesamtkonzepte. Es heißt immer nur "weniger PKW", wie die Leute ab sonst in oder durch die Stadt kommen sollen, wir nicht beantwortet. Das ist ja nicht nur im direkten Zentrum ein Probleme, sondern insbesondere am Raschplatz. Solange es also kein schlüssiges Gesamtkonzept gibt, sollte man es lieber beim alten belassen. Zumal es insbesondere für die Achse Markthalle - Steintor keinen Alternativplan gibt.

Zudem halte ich es auch für sehr bedenklich, dass man als Stadt durch das Verweisen auf das stadteigene Parkhaus zusätzliche Einnahmen generieren will. In der freien Wirtschaft wäre das das Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung.

gstolze
December 30th, 2010, 11:24 AM
Leider stehen ästhetische Aspekte beim Denkmalschutz ja völlig im Hintergrund. Aber auch die 'bauhistorische Bedeutung' eines Parkhauses würde ich gerne mal kennen.

Als Traum für spätere Generationen: die 'Traditionsinsel Altstadt' konsequent bis zur Schmiedestraße inkl. deren Nordostseite ausdehnen. Da dies mit großflächigem Abriss (vor allem Kaufhof) verbunden wäre, könnte man hier eine Tiefgarage vorsehen. Vielleicht eine weitere unter einem Neubau am Hohen Ufer, und der Bedarf an Parkraum in der Altstadt ist gedeckt.

Die Kunst läge dann auch darin, einen ansprechenden Übergang von historisierender Bebauung an der Schmiede- bis zu moderner Architektur an der Osterstraße zu schaffen.

Ich stimme dir in diesen Punkten voll zu!

Das Parkaus unter Denkmalschutz zu stellen war schon abenteuerlich. Soweit ich mich erinnere, war aber auch die Stadt darüber verärgert, denn das wurde kurzerhand von jemandem von Union Boden mit der Denkmalpflege auf kleinem Dienstwege durchgepaukt. Dabei ist die Fassade überhaupt nicht mehr original, denn das Erdgeschoss wurde mit dem Bau des Brauhauses total umgestaltet. Mit dem Supermarkt jetzt geht es weiter.

Die Traditionsinsel sollte auf alle Fälle ausgedehnt werden. Man kann sich einen harmonischen Übergang zur City nur Wünschen. Man sollte das Leibnizhaus und einige Nachbarhäuser wieder aufbauen und dort ein Museum für Leibniz einrichten. Am Holzmarkt könnte dann stattdessen die originale Fassade des Hauses der Väter errichten, wie sie vor dem Umzug an die Lange Laube war. Das müsste mit der Bausubstanz hinkommen. Anstelle des Kaufhofes etwas kleinteiligeres mit neoklassischer Architektur, das wäre schon was.

gstolze
December 30th, 2010, 11:27 AM
Da siehst Du, wie unterschiedlich Meinungen sein können. Ich finde das überhaupt nicht öde - das Pflaster der Karmaschstraße z.B. macht auf mich einen edlen, klaren, leuchtenden Eindruck.

Ich finde es einfach zu wenig gegliedert. Daher wirkt es monoton und steril. Und die Farbe ist halt viel zu empfindlich, auch wenn es edel aussieht. In London habe ich kürzlich gesehen, wie ähnliche Blöcke verlegt wurden, allerdings in einem Naturton. Das fand ich viel schöner.

Allerdings finde ich es in der Karmarschstr. schon besser als das was man in der Bahnhofstr. gemacht hat. Das geht ja gar nicht.

CrayZD
December 30th, 2010, 11:51 AM
Auch wenn ich von Autos im Zentrum recht wenig halte, ein gewisses Verständnis kann ich für die Leute dennoch aufbringen. Nicht jeder kann oder will den ÖPNV nutzen, meinen Kühlschrank von Saturn kann ich ebenfalls schlecht mit der Bahn transportieren. Das mögen imer nur EInzelfälle sein, bei einer Einwohnerzahl von über einer Millionen Menschen in der Region summieren sich aber auch Einzelfälle.

Im Prinzip gebe ich Dir Recht. ÖPNV kann entweder halbwegs wirtschaftlich sein, oder aber die Antwort auf alle Mobilitätsanforderungen. Nicht beides. Spinner, die immer wieder eine Welt ohne Autos propagieren und jedem ein schlechtes Gewissen einreden wollen, der mit dem Auto zur Arbeit fährt, nehme ich auch nicht ernst.

Andererseits gibt es aber endlos viele Betonköpfe, die nach urdeutscher Manier 'freie Fahrt für freie Bürger' als Grundrecht begreifen und jeden Stau als Folge 'sozialistischer Gängelungsmaßnahmen' ansehen (O-Ton HAZ-Forum). Dabei begreifen sie nicht, dass sie es selbst sind bzw. ihre Mitstreiter im Straßenverkehr, die durch Blödheit und Regelmissachtung 90% aller Verkehrsprobleme verursachen. Natürlich muss die Verkehrspolitik diese kollektive Blödheit in ihre Planungen mit einbeziehen. Wenn sie das aber tut (klassisches Beispiel in Hannover: Nachrüstung von Kreiseln mit Ampeln), dann verursacht das auch wieder einen Aufschrei, weil solche Maßnahmen ja nur der 'Behinderung des Verkehrs' dienen. Und nach meinem subjektiven Empfinden sind solche Betonköpfe in Hannover besonders zahlreich. Ob das eine Situation der Verwöhntheit angesichts der paradiesischen Zustände für Autofahrer in Hannover bis ca. Anfang der 90er ist?

Zudem gibt es seitens der Stadt ja generell keine Gesamtkonzepte. Es heißt immer nur "weniger PKW", wie die Leute ab sonst in oder durch die Stadt kommen sollen, wir nicht beantwortet. Das ist ja nicht nur im direkten Zentrum ein Probleme, sondern insbesondere am Raschplatz. Solange es also kein schlüssiges Gesamtkonzept gibt, sollte man es lieber beim alten belassen. Zumal es insbesondere für die Achse Markthalle - Steintor keinen Alternativplan gibt.

Grundsätzlich gebe ich Dir auch hier Recht. Die planlose Verkehrsberuhigung ohne Gesamtkonzept ist purer Unfug, wie man am geplanten Hochstraßen-Abriss oder eigentlich entlang der gesamten oberirdischen D-Strecke (siehe auch dortigen Thread) sehen kann. In der Schmiedestraße halte ich das aber angesichts des moderaten Vekehrsaufkommens für vernachlässigbar, solange es nicht um Straßensperrungen etc. geht (witzigerweise wurden genau die kürzlich im HAZ-Forum vorgeschlagen... wenn man Einkaufen will, nerven die Autos also doch auf einmal). Außerdem halte ich das im Artikel erwähnte Argument der Attraktivitätssteigerung durch Parkplätze vor der Tür für groben Unfug. Dann müsste die Fußgängerzone ja geradezu ausgestorben sein.

Zudem halte ich es auch für sehr bedenklich, dass man als Stadt durch das Verweisen auf das stadteigene Parkhaus zusätzliche Einnahmen generieren will. In der freien Wirtschaft wäre das das Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung.

Das verstehe ich jetzt nicht. Straßenrandparkplätze werden doch auch durch die Stadt bewirtschaftet, sogar direkt und nicht durch eine Tochterfirma. Und teurer als ein Parkschein ist das Parken zumindest im Parkhaus Schmiedestraße auch nicht. Würde man ähnlich wie bei den Parkhäusern auch für das Straßenrandparken nachfrageorientierte Preise einführen, dann müsste es mancherorts ohnehin 2,50 € und mehr pro Stunde kosten.

Queron
December 30th, 2010, 11:55 AM
Auch wenn ich von Autos im Zentrum recht wenig halte, ein gewisses Verständnis kann ich für die Leute dennoch aufbringen. Nicht jeder kann oder will den ÖPNV nutzen, meinen Kühlschrank von Saturn kann ich ebenfalls schlecht mit der Bahn transportieren.
In der Regel kann man sich so einen Kühlschrank von Saturn auch kostenlos zu Hause anliefern lassen (die nehmen den alten sogar noch gleich mit, und man muss nichts selber schleppen). Ansonsten fährt man einfach zu MediaMarkt, Medimax und Konsorten - die liegen nicht in der Innenstadt und haben mehr als genug Parkplätze direkt vorm Geschäft (oder ein Parkaus). Ich sehe also keinen Grund, mit dem Auto unbedingt direkt in die Innenstadt zu fahren (ein bisschen Bewegung kann den Leuten nicht schaden, das würde wenigstens das Gesundheitssystem auf Dauer entlasten).

homann5
December 30th, 2010, 12:52 PM
Andererseits gibt es aber endlos viele Betonköpfe, die nach urdeutscher Manier 'freie Fahrt für freie Bürger' als Grundrecht begreifen und jeden Stau als Folge 'sozialistischer Gängelungsmaßnahmen' ansehen (O-Ton HAZ-Forum). Dabei begreifen sie nicht, dass sie es selbst sind bzw. ihre Mitstreiter im Straßenverkehr, die durch Blödheit und Regelmissachtung 90% aller Verkehrsprobleme verursachen. Natürlich muss die Verkehrspolitik diese kollektive Blödheit in ihre Planungen mit einbeziehen. Wenn sie das aber tut (klassisches Beispiel in Hannover: Nachrüstung von Kreiseln mit Ampeln), dann verursacht das auch wieder einen Aufschrei, weil solche Maßnahmen ja nur der 'Behinderung des Verkehrs' dienen. Und nach meinem subjektiven Empfinden sind solche Betonköpfe in Hannover besonders zahlreich. Ob das eine Situation der Verwöhntheit angesichts der paradiesischen Zustände für Autofahrer in Hannover bis ca. Anfang der 90er ist?
Naja, wenn man es wirklich sachlich betrachtet, sind die Maßnahmen der Stadt überwiegend Gängelungen, siehe Tempo 40 an der Hanomag aus Umweltschutzgründen. Jeder mit ein wenig Verstand weiß, dass ein PKW bei 50 oder 55 im vierten Gang weniger CO2 verursacht als bei 40 im dritten Gang. Und ja, auch die Ampeln an de Kreiseln sind eine Gängelung. Hätte man irgendwann mal eine sinnvolle Beschilderung und Fahrbahnmarkierung instlliert, wären die Unfallzahlen nicht so in die Höhe geschossen.

In der Schmiedestraße halte ich das aber angesichts des moderaten Vekehrsaufkommens für vernachlässigbar, solange es nicht um Straßensperrungen etc. geht (witzigerweise wurden genau die kürzlich im HAZ-Forum vorgeschlagen... wenn man Einkaufen will, nerven die Autos also doch auf einmal).
An stark frequentierten Samstagen ist die Schmiedestraße aber auch gut gefüllt, insbesondere aus Richtung Steintor. Nimmt jetzt aber mal an, dass der Cityring wirklich zurückgebaut wird, gäbe es ja zur Schmiedestraße nicht einmal mehr eine vernünftige Alternative.

Das verstehe ich jetzt nicht. Straßenrandparkplätze werden doch auch durch die Stadt bewirtschaftet, sogar direkt und nicht durch eine Tochterfirma. Und teurer als ein Parkschein ist das Parken zumindest im Parkhaus Schmiedestraße auch nicht. Würde man ähnlich wie bei den Parkhäusern auch für das Straßenrandparken nachfrageorientierte Preise einführen, dann müsste es mancherorts ohnehin 2,50 € und mehr pro Stunde kosten.
An den Parkuhren gilt aber nicht immer die Bezahl-Pflicht, zumindest in den Abendstunden ist es dort kostenlos. Verweise ich die Leute jetzt aber auf das Parkhaus, werden natürlich Mehr-Einnahmen generiert.

In der Regel kann man sich so einen Kühlschrank von Saturn auch kostenlos zu Hause anliefern lassen (die nehmen den alten sogar noch gleich mit, und man muss nichts selber schleppen). Ansonsten fährt man einfach zu MediaMarkt, Medimax und Konsorten - die liegen nicht in der Innenstadt und haben mehr als genug Parkplätze direkt vorm Geschäft (oder ein Parkaus). Ich sehe also keinen Grund, mit dem Auto unbedingt direkt in die Innenstadt zu fahren (ein bisschen Bewegung kann den Leuten nicht schaden, das würde wenigstens das Gesundheitssystem auf Dauer entlasten).
Natürlich kann man sich die Sachen auch anliefern lassen oder woanders einkaufen. Nur warum hat man dann den Saturn genehmigt? Und das Argument "schlechte ÖPNV-Anbindung" wird damit auch nicht entkräftigt. Komme ich von weiter außerhalb, bleibt mir nur die Wahl zwischen "den ganzen Weg per ÖPNV", was aber nur bei einer guten Anbindung klappt, und "bis zum nächsten P+R-Platz mit dem Auto". Das scheitert dann aber oft an zu wenigen Parkplätzen oder an der Bereitschaft, die hohen Fahrkarten-Kosten zu bezahlen. Und gerade letzteres verführt ja geradezu zum Autofahren. Wenn ich überlege, dass man zu zwei oder dritt aus Ticket-Zone Umland bis in die Stadt und zurück 10,80 Euro zahlen soll, stößt auch mein Verständnis an Grenzen. Nimm mal das Beispiel Ronnenberg, das sind etwa zehn Kilometer mit dem Auto bis in die Innenstadt. Da verfährt man inklusive Nebenkosten sicher keine 10 Euro.

Queron
December 30th, 2010, 01:53 PM
Natürlich kann man sich die Sachen auch anliefern lassen oder woanders einkaufen. Nur warum hat man dann den Saturn genehmigt?
Vielleicht, weil man zugesichert hat, den Käufern eine kostenlose Lieferung anzubieten? Oder vielleicht, weil es in der Innenstadt an einen großen Elektronikmarkt gemangelt hat (vor allem in Bahnhofsnähe)? Eigentlich ist der Standort denkbar schlecht und der Laden auch viel zu klein (man muss sich ständig durch die engen Gänge quetschen), aber der Kaufkraft in Hannover tut so ein zentraler Elektronikmarkt halt gut - vielleicht hätte man bloß die Elektronikgroßgeräte weglassen und diese an einem anderen Standort (mit besserer Verkehrsanbindung und vielen Parkplätzen) anbieten sollen. Hätte auch den Vorteil, dass es nicht mehr so eng im Saturn wäre und man das Sortiment in den anderen Bereichen vergrößern könnte. Schließlich läuft kaum jemand in der City rum und kommt auf die Idee, plötzlich ne Waschmaschine kaufen zu müssen.

Und das Argument "schlechte ÖPNV-Anbindung" wird damit auch nicht entkräftigt.[...]
Das hatte ich auch gar nicht vor :tongue2:
Ich dachte, in dieser Diskussion geht es um die armen Autofahrer, die an der einen oder anderen Stelle in der City in Zukunft vielleicht mal ein bis zwei Minuten länger brauchen könnten, um an das gewünschte Ziel zu gelangen ;)

Zu dem Thema Kosten: Tja, bleiben nur die Alternativen, entweder 1 oder 2 Euro fürs Parkhaus auszugeben (und dafür in der Regel auch sehr schnell nen Parkplatz zu finden) oder etwas weiter weg zu parken und ein paar hundert meter zu laufen. Oder wollt ihr ein paar kostenlose Parkplätze in der Innenstadt, die dann eh den ganzen Tag belegt sind?
Und wenn man das Shopping-Erlebnis noch mit anderen Aktivitäten in Verbindung bringen möchte, lohnen sich die 10,80 Euro für ein Gruppen-Tagesticket, da man damit schnell von Punkt A nach Punkt B kommen kann (wobei ich der Meinung bin, dass man sich innerhalb der Innenstadt und der angrenzenden Stadtteile auch sehr gut zu Fuß bewegen kann, ohne gleich vor Erschöpfung umzufallen).
Und überhaupt: wie oft kommt es vor, dass du noch mit zwei anderen Leuten in die Stadt fährst? Sind da diese schätzungsweise 5 Euro (für euch alle drei zusammen, also knapp 1,70 Euro pro Person), die es euch mit ÖPNV mehr kosten würde, so immense Kosten, dass man sich darüber Gedanken macht, lieber mit dem Auto in die Stadt zu fahren?

gstolze
December 30th, 2010, 02:12 PM
Meinetwegen könnte die Schmiedestr. zwischen Karmarschstr. und dem Hanns-Lilje Platz in eine Fußgängerzone umgebaut werden. Vom Marstall könnte dann eine Erschließung des Parkhauses erfolgen. Durchgangsverkehr hat dort wirklich nichts zu suchen. Das fand ich in Leipzig sehr schön. Dort gibt es rund um die Altstadt den Cityring und durch die Altstadt rollt fast kein Verkehr, auch wenn nicht alles Fußgängerzone ist.

Übrigens: Ich bin regelmäßiger Autofahrer, da es aus meinem Dorf nur eine mäßge Busverbindung in die Stadt gibt....also kein fanatischer Autogegner! :cheers:

CrayZD
December 30th, 2010, 02:44 PM
Das hatte ich auch gar nicht vor :tongue2:
Ich dachte, in dieser Diskussion geht es um die armen Autofahrer, die an der einen oder anderen Stelle in der City in Zukunft vielleicht mal ein bis zwei Minuten länger brauchen könnten, um an das gewünschte Ziel zu gelangen ;)

Eben. Genau diese schwachsinnige Argumentation liest man im HAZ-Forum sinngemäß auch andauernd. 'Mit den Öffis komme ich miserabel von Empelde nach Laatzen, deswegen fahre ich mit dem Auto in die City'. :hammer:

Für die meisten scheint es nur entweder, oder zu geben. Zwischen 'das eigene Auto abschaffen' und 'ÖPNV konsequent meiden' liegen tausend Abstufungen. Und selbst wenn man sich mit dem ÖPNV partout nicht anfreunden kann, gehört immer noch eine Menge Kleingeist und Rückwärtsgewandtheit dazu, jegliche städtebauliche Maßnahme abzulehnen, die auch nur den kleinsten Nachteil für eine Handvoll Autofahrer bedeuten könnte. Ich warte schon auf den Wutbürger-Massenprotest, wenn irgendwann (hoffentlich erlebe ich es noch...) das erste Parkhaus in Hannover abgerissen wird.

homann5
December 30th, 2010, 03:39 PM
Vielleicht, weil man zugesichert hat, den Käufern eine kostenlose Lieferung anzubieten? Oder vielleicht, weil es in der Innenstadt an einen großen Elektronikmarkt gemangelt hat (vor allem in Bahnhofsnähe)? Eigentlich ist der Standort denkbar schlecht und der Laden auch viel zu klein (man muss sich ständig durch die engen Gänge quetschen), aber der Kaufkraft in Hannover tut so ein zentraler Elektronikmarkt halt gut - vielleicht hätte man bloß die Elektronikgroßgeräte weglassen und diese an einem anderen Standort (mit besserer Verkehrsanbindung und vielen Parkplätzen) anbieten sollen. Hätte auch den Vorteil, dass es nicht mehr so eng im Saturn wäre und man das Sortiment in den anderen Bereichen vergrößern könnte. Schließlich läuft kaum jemand in der City rum und kommt auf die Idee, plötzlich ne Waschmaschine kaufen zu müssen.
Ein Laden mit dem Sortiment wie Saturn hat in einer Fußgängerzone eingentlich nichts verloren, da sind die Standorte der beiden Media Märkte schon deutlich sinniger gewählt. Und der Bedarf an Klein-Elektro sowie CDs/DVDs und Spielen ist mehr oder weniger auch durch Karstadt und Kaufhof gedeckt. An anderer Stelle in diesdem Forum wurde ja schon darüber diskutiert, ob sowas wie Saturn am Raschplatz nicht deutlich besser aufgehoben gewesen wäre.

Zu dem Thema Kosten: Tja, bleiben nur die Alternativen, entweder 1 oder 2 Euro fürs Parkhaus auszugeben (und dafür in der Regel auch sehr schnell nen Parkplatz zu finden) oder etwas weiter weg zu parken und ein paar hundert meter zu laufen. Oder wollt ihr ein paar kostenlose Parkplätze in der Innenstadt, die dann eh den ganzen Tag belegt sind?
Und wenn man das Shopping-Erlebnis noch mit anderen Aktivitäten in Verbindung bringen möchte, lohnen sich die 10,80 Euro für ein Gruppen-Tagesticket, da man damit schnell von Punkt A nach Punkt B kommen kann (wobei ich der Meinung bin, dass man sich innerhalb der Innenstadt und der angrenzenden Stadtteile auch sehr gut zu Fuß bewegen kann, ohne gleich vor Erschöpfung umzufallen).
Ich denke, dass niemand der bei klarem Verstand ist, noch mehr Parkplätze in der Innenstadt will. Es geht eher darum, ob man den Status Quo in Sachen Anzahl der Plätze und Erreichbarkeit dieser beibehält oder ihn verschlechtert. Baut man die Schmiedestraße und den Cityring zurück, sprechen wir hier ja nicht mehr nur von der Erreichbarkeit des Parkhauses Schmiedestraße. Auch das in der Röselerstraße und Windmühlenstraße wäre betroffen, da die gleich Anzahl an Fahrzeugen mit weniger Straßenkapazität da hin kommen müsste. Wie gesagt, es gibt kein Gesamtkonzept.

Und überhaupt: wie oft kommt es vor, dass du noch mit zwei anderen Leuten in die Stadt fährst? Sind da diese schätzungsweise 5 Euro (für euch alle drei zusammen, also knapp 1,70 Euro pro Person), die es euch mit ÖPNV mehr kosten würde, so immense Kosten, dass man sich darüber Gedanken macht, lieber mit dem Auto in die Stadt zu fahren?
Man stelle sich einfach mal ein Paar vor, das a) entweder gar nicht in Hannover, sondern im Umland arbeitet oder b) zwar in Hannover arbeitet, aus einem bestimmten Grund aber keine Monatskarte besitzt. In meinem Umfeld besteht der Vorteil, dass die Leute fast alle in Hannover arbeiten und deshalb im Besitz einer Fahrkarte sind.

Jetzt addiere zu den knapp 1,70 Euro aus Deiner Rechnung aber mal den Faktor Fahrzeit und Takt dazu. Selbst wenn der ÖPNV nicht teurer wäre, die beiden anderen Faktoren haben einen unglaublichen Wert.

Eben. Genau diese schwachsinnige Argumentation liest man im HAZ-Forum sinngemäß auch andauernd. 'Mit den Öffis komme ich miserabel von Empelde nach Laatzen, deswegen fahre ich mit dem Auto in die City'. :hammer:
Tut mir leid, aber das ist genau die absolut kurzsichtige Einstellung, die auch die Politiker an den Tag legen. Die denken auch, dass der ÖPNV in der Region grandios ist, nur weil die Stadtbahn alle zehn Minuten fährt.

Stell Dir einfach mal vor, dass die Verbindung von Empelde nach Laatzen wirklich schlecht ist (was sie unbestreitbar auch ist). Du brauchst ohne die Wege zu/ab den Haltestellen 45 Minuten für eine Strecke von (mit dem PKW) 14 Kilometern. Mit dem Auto schaffst Du das in etwa 20 Minuten, man spart also die Hälfte. Und jetzt stell Dir mal vor, Deine Arbeitszeiten liegen halt nicht im optimalen Zeitfenster, der Feierabend ist zum Beispiel nach 19 oder 20 Uhr. Da werden aus 45 Minuten mal ganz schnell eine Stunde, also drei mal so lange wie mit dem Auto. Wenn man sich also deshalb gegen eine Monatskarte und für ein Auto entscheidet, wird man höchstwahrscheinlich auch mit diesem in die Stadt fahren.

Für die meisten scheint es nur entweder, oder zu geben. Zwischen 'das eigene Auto abschaffen' und 'ÖPNV konsequent meiden' liegen tausend Abstufungen. Und selbst wenn man sich mit dem ÖPNV partout nicht anfreunden kann, gehört immer noch eine Menge Kleingeist und Rückwärtsgewandtheit dazu, jegliche städtebauliche Maßnahme abzulehnen, die auch nur den kleinsten Nachteil für eine Handvoll Autofahrer bedeuten könnte. Ich warte schon auf den Wutbürger-Massenprotest, wenn irgendwann (hoffentlich erlebe ich es noch...) das erste Parkhaus in Hannover abgerissen wird.
Ich denke nicht, dass wir hier von einer handvoll Autofahrer sprechen. Wie gesagt, die Schmiedestraße dient nicht nur als Zufahrt zum Parkhaus oder den Parkplätzen. Die Frage ist, ob man bei einer massiven Umgestaltung der Schmiedestraße nicht konsequenterweise das Parkhaus entfernen sollte. Denn ganz ehrlich: zu viele Parkplätze haben wie sicherlich nicht, die Parkhäuser sind größtenteils einfach nur dämlich platziert. Im Prinzip haben die innerhalb des Cityrings nicht zu suchen.

Aber für sowas bräuchte man dann ja wieder einen Gesamtplan...

sesta
December 30th, 2010, 04:47 PM
Aktuelle Bilder zum Gutenberghof:

http://img222.imageshack.us/img222/1025/gutenberghof001.jpg

http://img149.imageshack.us/img149/267/gutenberghof002.jpg

http://img211.imageshack.us/img211/8762/gutenberghof003.jpg

http://img266.imageshack.us/img266/2599/gutenberghof004.jpg

Bob!
December 30th, 2010, 05:55 PM
Danke, sesta!
Schön, dass der östliche Block zur Berliner Allee nicht diese Fensterschlitze wie auf der anderen Seite erhält sondern komplett verglast wird.
Weißt du wie es an der runden Seite zum Gutenberghof aussieht, wurden da auch schon Fassadenteile montiert?

SternHAJ
December 30th, 2010, 09:12 PM
Gutenberghof: ein elegantes Teil. Gefällt mir! Mal schauen, wie es endgültig aussieht.

gstolze
December 30th, 2010, 09:30 PM
Ich finde es auch sehr nett.

Bob!
January 2nd, 2011, 08:59 PM
1
http://www.abload.de/img/img_8015-montage_shifte51c.jpg

2
http://www.abload.de/img/img_8028_shiftn-1r64i.jpg

3
http://www.abload.de/img/img_7979_shiftn-116fu.jpg

4
http://www.abload.de/img/img_7981_shiftn-105et.jpg

5
http://www.abload.de/img/img_7973_shiftn-1snnl.jpg

6
http://www.abload.de/img/img_7976_shiftn-1w6hj.jpg

7
http://www.abload.de/img/img_7995_shiftn-145m1.jpg

8
http://www.abload.de/img/img_7998_shiftn-1xu1v.jpg

9
http://www.abload.de/img/img_7984_shiftn-1y5ee.jpg

Das Dach ist super.

lifestyle032
January 3rd, 2011, 12:10 AM
Danke für die Eindrücke! Laut HAZ.de soll der Komplex ja auch in diesem Jahr fertiggestellt werden. :)

Übrigens: an der Vahrenwalder Straße ist ein einigermaßen großes Verwaltungsgebäude (neuerdings?) eingerüstet. Es handelt sich um die Hausnummer 271. Das Gebäude ist mir vor einiger Zeit auch schonmal aufgrund der verdreckten Fassade aufgefallen.. aber das ist wahrscheinlich bald Vergangenheit ;)
http://tinyurl.com/2d7ye46

matheking
January 3rd, 2011, 10:28 AM
Steht das von dir verlinkte Gebäude neben der Autowaschanlage?

Der große Bau auf der stadteinwärtsführenden Seite zwischen Kanal und der ersten Kreuzung (ist da die Telekom drin), wurde auch schon vor einiger Zeit eingerüstet. Was dort saniert oder umgebaut wird, weiß ich auch nicht. Die Fassade ist ja noch recht neu.

Am Wasserturm hängt auch ein Plakat, welches für die nächste Zeit Neuerungen ankündigt. Der wurde ja von der Stadt an eine Familie verkauft, die aber nie verraten haben, was sie damit planen. Bin mal gespannt!

lifestyle032
January 3rd, 2011, 02:15 PM
Richtig, das Gebäude steht direkt neben der Autowaschanlage.

Das Plakat am Wasserturm war mir auch aufgefallen ^^

Bob!
January 7th, 2011, 10:34 PM
http://www.abload.de/img/haz2011-01-07_pelikan26tx.jpg
Quelle: HAZ, 08.01.11

devilsadvocate
January 7th, 2011, 11:08 PM
Und der 12 geschosser kommt dann auch gleich? Weil es ja erst hieß in zwei Bauabschnitten ... ?!?

Bob!
January 7th, 2011, 11:25 PM
Nein, das Hochhaus wird noch nicht gebaut. Das befindet sich auf der Hälfte, die laut HAZ eigentlich für gewerbliche Nutzung vorgesehen ist.
Erst einmal wird die Fläche westlich der Günther-Wagner-Allee mit den acht Häusern bebaut (links auf dem Bild). Siehe auch hier (http://www.gundlach-bau.de/web/wohnungen/pelikanviertel.html).

Knochenhauer
January 8th, 2011, 10:03 PM
In der NP stand heute, dass es ein neues Projekt im Gebiet Osterstraße/Röslerstraße/Karmarschstraße geben soll. Das Projekt erstreckt sich wohl über den Gebäuderiegel an der Röslerstraße, dass alte Stadtwerke-Verwaltungsgebäude und einen größeren Bau an der Karmarschstraße. Volumen: > 50 Mio €. Neuer Nutzer der Immobilie soll eine Bank sein.

Der 50er-Jahre-Bau an der Karmarschstraße soll erhalten bleiben, da er unter Denkmalschutz steht. Zum Glück, denn der macht sich meines Erachtens ganz gut.

Der Stadtwerke-Verwaltungsbau an der Osterstraße (einer der drei letzten Vorkriegsbauten der Osterstraße) soll hingegen abgerissen werden, genauso wie der Bau an der Röslerstraße.

Was soll man dazu sagen? Hannover wird wohl keine Ruhe geben, bis auch der letzte Vorkriegsbau aus dem Stadtbild verschwunden ist. Hier handelt es sich sogar um einen Bau mit teilweiser Sandsteinverkleidung. Stadtbaurat Bodemann hat sich für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt, aber leider wohl vergeblich. Vielen Dank dafür, Herr Bodemann.

Einfach unglaublich, wie Hannover mit den letzten 10% Altbaubestand in der Innenstadt umgeht. Eine Totalsanierung des Gebäudes täte dem Stadtbild sicherlich sehr gut und würde die Kleinteiligkeit der Parzellen sichern. Stattdessen bekommen wir wieder einen großflächigen Verwaltungsbau.

Vielleicht sollte man wirklich nach München oder so auswandern. Da entkernt man solche Gebäude, wenn es gar nicht anders geht, erhält aber die Fassade, wie z.B beim alten Postgebäude gegenüber der Residenz. Und in Sachen Lebensqualität und Gehalt fährt man da auch nicht schlecht. Manchmal kommt einem echt das K....., wenn man sich vor Augen hält, was städtebaulich in Hannover vor sich geht. Herr Bodemann ist da eine große Ausnahme, aber leider kann er sich nicht gegen die wahrscheinlich zahlreichen Widerstände nicht durchsetzen.

Bob!
January 8th, 2011, 11:17 PM
Den Artikel gibt's hier (http://www.abload.de/img/np080111rselerosterb6aw.jpg).

Das darf doch nicht wahr sein. :ohno:
Die Ecke ist voll von "Müll", der Investitionen dringend nötig hat, und jetzt wird einer der wenigen Lichtblicke einfach abgerissen. Besonders durch das sehr qualitätvolle Erdgeschoss mit Kuhn und dem Edelfriseur wertet das Gebäude den Teil der Osterstraße ungemein auf (Street View (http://maps.google.de/maps?q=osterstra%C3%9Fe+31,+hannover&layer=c&sll=52.371570,9.738350&cbp=13,272.47,,0,0.09&cbll=52.371562,9.738657&gl=de&sspn=0.006295,0.006295&ie=UTF8&hq=&hnear=Osterstra%C3%9Fe+31,+Hannover+30159+Hannover,+Region+Hannover,+Niedersachsen&ll=52.371132,9.739155&spn=0.003924,0.013078&z=17&iwloc=A&panoid=gznNGiVkkKR_guSpf2958Q)).

Nebenbei hat die Deutsche Hypo doch erst kürzlich ihren Sitz am Georgsplatz sanieren lassen, oder?

jp80
January 9th, 2011, 10:14 AM
Ich bin fassungslos...:ohno:

Señor Templar
January 9th, 2011, 11:41 AM
kann mir jemand bitte beschreiben, um welche gebäude es sich in der karmarschstraße handelt. am besten anhand der läden...
danke!

devilsadvocate
January 9th, 2011, 11:46 AM
Dieser 50er Jahre Dreck wird bleiben und der Vorkriegsbau wird abgerissen? Samma, wo sind wir denn hier? Was ist hier denn bitte schön los?

Soll hier auf Teufel komm raus weiter die Stadt zerstört werden?

Knochenhauer
January 9th, 2011, 12:29 PM
Dieser 50er Jahre Dreck wird bleiben und der Vorkriegsbau wird abgerissen? Samma, wo sind wir denn hier? Was ist hier denn bitte schön los?

Soll hier auf Teufel komm raus weiter die Stadt zerstört werden?

Ich finde zwar, dass die 50er-Bauten kein Dreck und insbesondere im Zusammenhang mit dem geschlossenen (Wiederaufbau-)Gebiet um die Karmarsch- und Grupenstraße herum sowohl als Zeuge der Zeit als auch als Beispiel einer typischen 50er-Architektur erhaltenswert sind, aber der Abriss des Altbaus in der Osterstraße ist wirklich ein Frevel. Ich vermute mal, dass die Dachlandschaft des Gebäudes vor den Kriegszerstörungen auch besser als heute ausgesehen hat. Ich konnte leider kein Bild von dem Ur-Zustand finden.

Vielleicht findet ja noch ein Umdenken bei der Stadt oder dem Bauherrn statt. Immerhin gehört die Bank, die den Komplex nutzen möchte, der Nord/LB und da hat das Land Niedersachsen ja vielleicht ein wenig Mitspracherecht. Na ja, es bleibt wahrscheinlich ein Wunschdenken.

Was den Bau in der Röselerstraße angeht, bin ich leidenschaftslos. Da wird jeder Neubau eine städtebauliche Verbesserung darstellen und wenn annähernd die Qualität des Nord/LB - Gebäudes erreicht wird, dann mache ich mir darüber keine Sorgen.

Also, insgesamt ein Projekt, was zu bejahen ist, wäre da nicht dieser eine Abrisswunsch. Die Argumentation, dass ohnehin kaum noch Altbausubstanz da wäre, die einen Abriss verhindern könnte, vermag ich kaum gelten zu lassen. Die Fassade sieht auf Luftbildaufnahmen von 1945 recht gut erhalten aus und ich glaube kaum, dass nach dem Krieg die Fassade originalgetreu rekonstruiert worden ist.

Leine1977
January 9th, 2011, 07:36 PM
^^ Ach Du Schei**!!!:ohno:

Wie kommt denn die Hypo bloß darauf. Und warum zieht die denn von ihrem schönen Palast (kürzlich doch renoviert) in so einen Schandfleck???

Ich verstehs nicht...

Leine1977
January 9th, 2011, 07:40 PM
Nebenbei hat die Deutsche Hypo doch erst kürzlich ihren Sitz am Georgsplatz sanieren lassen, oder?

jetzt fällts mir wieder ein. Die Hypo braucht mehr Platz. Geprüft wurde u.a. das Kröpcke-Center (der Turm ist aber faktisch nicht vermietbar gewesen) sowie das leerstehende VGH-Gebäude am Aegi (was wird jetzt damit bloß?).

Leine1977
January 9th, 2011, 07:47 PM
Irgendwie raff ich den Artikel nicht. Was hat Karmaschstr 37/38 damit zu tun? Mal die HAZ abwarten - bei der NP bin ich mir manchmal nicht sicher.

Das die deutsche Hypo aber qualitätsvoll bauen will ist aber schon mal gut. Das wird sie auch glaub ich, wenn ich mir die sanierte Fassade anschaue.

matheking
January 9th, 2011, 07:49 PM
Irgendwie raff ich den Artikel nicht. Was hat Karmaschstr 37/38 damit zu tun?

Mal die HAZ abwarten - bei der NP bin ich mir manchmal nicht sicher.

Schau auf den Stadtplan. die Grenzen Hinterhof an Hinterhof.

telemaxx
January 9th, 2011, 07:54 PM
Oder schau bei Google Earth, dann siehst du, dass da sogar ein Verbindungstrakt existiert.

Orakel
January 10th, 2011, 07:32 AM
Habe das mit dem Altbau erst heute morgen gelesen. Ich k... gleich!
Das ist Hannover wie man es kennt.
Denke das Problem sind die Raumhöhen des Altbaus?!

CrayZD
January 10th, 2011, 09:35 AM
Und dann noch dieses maßlos arrogante Statement des Projektentwicklers. Da hat man verkopften Denkmalschützersprech wohl 1:1 übernommen. Merke: nicht das Erscheinungsbild eines Gebäudes zählt für seinen Wert, sondern ausschließlich ob die Mauern noch originalgetreu sind. Mit dieser Begründung kann man praktisch die gesamte Altstadt Hannovers abreißen, und die halbe Nürnberger ebenfalls.

Stand/steht die alte Siemens-HV an der Willy-Brandt-Allee eigentlich unter Denkmalschutz, oder wurde die von der Nord/LB freiwillig stehengelassen? Eine ähnlich ansprechende Integration des Altbaus in ein neues Gebäude würde ich mir auch hier wünschen.

Über den Bau an der Röselerstraße müssen wir nicht reden, der ist übelste Grütze... und ein Neubau an dieser Stelle wird definitiv eine Verbesserung, selbst wenn ein 08/15-Büroschuhkarton dort hinkommt. Interessieren würde mich jedoch, ob die Hinterhofbaracken neben dem städtischen Gebäude mit erworben wurden. Leider tippe ich auf nein, denn das scheinen eher die Hinterhäuser des Nebengebäudes an der Karmarschstraße zu sein. Als in dem Gebäude noch der WMF-Händler drin war, wurden sie jedenfalls von diesem mitgenutzt.

Generell verstehe ich die Standortentscheidung der Deutschen Hypo nicht. Platzbedarf ist eine Sache, aber wie kann man einen derart exponierten Standort gegen so eine Hinterhoflage eintauschen?

Leine1977
January 10th, 2011, 09:45 AM
Die HAZ hat heute nicht darüber berichtet (wieso nicht, ist doch ein ziemlich großes Projekt)!?

:cripes:

Unsere Innenstadt hat doch schon keine funktionierende Altstadt mehr. Warum will man denn jetzt bloß den letzten Rest der schönen Fassaden uns wegnehmen? Wenn ich mir Sinn&Leffers bzw. Karstadt anschaue: Warum hat sowas eigentlich eine Existenzberichtigung?

Man muss sich nicht wundern: Im Einzelfall bringt es vielleicht Geld oder Rendite - aber auf Dauer schadet so ein Gesichtsverlust doch insgesamt der Stadt. Aber langfristig denkt ja niemand hier.

Leine1977
January 10th, 2011, 09:46 AM
Stand/steht die alte Siemens-HV an der Willy-Brandt-Allee eigentlich unter Denkmalschutz, oder wurde die von der Nord/LB freiwillig stehengelassen?

^^ Steht unter Denkmalschutz und musste in den Neubau integriert werden. Gott sei Dank.

matheking
January 10th, 2011, 10:05 AM
...

Stand/steht die alte Siemens-HV an der Willy-Brandt-Allee eigentlich unter Denkmalschutz, oder wurde die von der Nord/LB freiwillig stehengelassen? Eine ähnlich ansprechende Integration des Altbaus in ein neues Gebäude würde ich mir auch hier wünschen.

...

^^ Steht unter Denkmalschutz und musste in den Neubau integriert werden. Gott sei Dank.

Genau das wünsche ich mir auch immer wieder. Tatsächlich sind es ja meisten nur die Fassaden die erhaltenswert sind.
Stellt Euch mal vor, statt der 08/15-Parkhausachitektur der EAG wären die Fassaden an der KSS stehen geblieben. Den höheren Teil des Neubaus hätte man dann einige Meter zurücknehmen können, so dass er das Gebäude nicht erdrückt.
Ein Beispiel mit dem ich nicht ganz glücklich bin steht in Bremen am Domshof. Da ist glaube ich auch irgendeine Bank drin.

Orakel
January 10th, 2011, 04:33 PM
Das mit der Original-Bausubstanz ist so ein Unfug. Bei im Krieg so stark zerstörten Städten wie Hannover sollte beim Denkmalschutz auch die Erhaltung der Reste des alten städtischen Erscheinungsbildes eine Rolle spielen. Und wenn es nur um Fassaden geht. Große Auswahl haben wir ja nun wirklich nicht mehr.
Wer beim Denkmalschutz solche Aspekte nicht berücksichtigt, dem fehlt es eindeutig an Kompetenz. Ich kann die Verantwortlichen wirklich nur zutiefst verachten.

Lefthandy
January 10th, 2011, 05:59 PM
^^ Die Verantwortlichen sind ja nicht bei der Stadt sondern beim Eigentümer, der Bank. Die Stadt, in Persona Bodemanns, hat ja dafür plädiert, den Bau zu erhalten. Ohne Denkmalschutz kann der Eigentümer aber machen was er will. Und Denkmalschutz greift halt leider nicht bei jeder erhaltenen Fassade, da liegt die Krux.

Etwaige Programme oder Initiativen der Stadt, sämtliche übriggebliebene Altbausubstanz der Innenstadt zu erhalten, müßten sowieso mit den Eigentümern ausgehandelt werden. Weil deren Verwertungschancen dadurch ja beeinträchtigt würden. Ansonsten bliebe alles bei unverbindlichen appellen, wie jetzt auch.

Denkmalschutzämter sind aber keine willfährigen Instrumente des Stadtbaurats, um alles was als "schön" erachtet wird, unter Schutz zu stellen. Auch wenn unsers hier in Hannover scheinbar schon öfters auf Zuruf Plaketten verteilt hat. Ganz so einfach ist es aber leider nicht. Die haben ihre "Ethikkommissionen" und ihre Richtlinien und da zählt dann eben sowas wie original erhaltene Substanz etc.

Leine1977
January 10th, 2011, 08:04 PM
Die haben ihre "Ethikkommissionen" und ihre Richtlinien und da zählt dann eben sowas wie original erhaltene Substanz etc.

hmm, und wenn ich mir dann das (geschützte) Parkhaus Schmiedestraße anschaue, versteh ichs trotzdem nicht. Was ist daran denn Original? Ein Partyschuppen und ein moderner Supermarkt?

Es wird m.E. mit zweierlei Maß gemessen.

matheking
January 10th, 2011, 08:08 PM
hmm, und wenn ich mir dann das (geschützte) Parkhaus Schmiedestraße anschaue, versteh ichs trotzdem nicht. Was ist daran denn Original? Ein Partyschuppen und ein moderner Supermarkt?

Es wird m.E. mit zweierlei Maß gemessen.

Es geht auch um die Bedeutung für die damalige Zeit. Da war das Parkhaus in der Schmiedestraße (leider) schon prägend für die Architektur solcher Gebäude. Das Haus in der Osterstraße ist dagegen ein Allerweltsbau.
Klingt absurd, ist aber so.

Ich bin heute übrigens noch mal daran vorbeigefahren. Warum der neue Eigentümer nicht wenigstens die Fassade erhalten will, ist mir schleierhaft. Wie schon zuvor gesagt, sieht die doch topp aus!

Knochenhauer
January 11th, 2011, 07:26 AM
Eine Integration in den Neubau wie bei der Nord/LB wäre optimal. Aber auf den Denkmalschutz kann man da wohl nicht setzen. Wobei ich das nicht verstehe. Zwar ist der Bau nicht außergewöhnlich für seine Zeit (ist das eigentlich eine Art Neo-Klassizismus???), aber in der Innenstadt gibt es davon praktisch keinen oder keinen mehr. Somit wäre zumindest die in Original bestehende Fassade erhaltenswert. Bleibt wohl nur zu hoffen, dass der Projektentwickler oder die Hypo noch umdenkt. Oder habt ihr noch andere Ideen (Hann. Stadtbaukultur e.V. usw.)?

In Berlin hat man am Potsdamer Platz ja auch so einen solitär stehenden Altbau in die Arkaden integriert...sieht sehr interessant aus. Das hätte man wie oben schon erwähnt auch mal mit den Bauten an der Kurt-Schumacher-Straße tun sollen. Dann wäre die Fassade der EAG ein wenig aufgelockert und auch aus wirtschaftlicher Sicht hätte sicherlich eine sinnvolle Nutzung gefunden werden können. Für so eine Integration braucht man bestimmt ein wenig mehr Kreativität, insbesondere auch, was das Nutzungskonzept oder Umbaumaßnahmen angeht. Aber langfrisitg gesehen kann sich so etwas auch renditemäßig auszahlen, ganz zu schweigen von den Vorteilen für das Stadtbild.

Knochenhauer
January 11th, 2011, 07:30 AM
^^ Die Verantwortlichen sind ja nicht bei der Stadt sondern beim Eigentümer, der Bank. Die Stadt, in Persona Bodemanns, hat ja dafür plädiert, den Bau zu erhalten. Ohne Denkmalschutz kann der Eigentümer aber machen was er will. Und Denkmalschutz greift halt leider nicht bei jeder erhaltenen Fassade, da liegt die Krux.

Noch ist die Stadt Hannover der Eigentümer und über den Vollzug des Verkaufs entscheidet der Rat der Stadt. Aber ob man daran Auflagen, wie z.B. den Erhalt des Altbaus, knüpfen kann, weiß ich nicht.

Orakel
January 11th, 2011, 09:07 AM
Zwar ist der Bau nicht außergewöhnlich für seine Zeit, aber in der Innenstadt gibt es davon praktisch keinen mehr. Somit wäre zumindest die in Original bestehende Fassade erhaltenswert.

Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Und genau das müssten Denkmalschützer in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Wer dazu nicht in der Lage ist, ist inkompetent.
Sogar die Fassade der scheußlichen Sparkasse neben dem Anzeiger-Hochhaus ist ein Baudenkmal. Weil das Teil typisch für seine Zeit sein soll.
Die meisten Leute betrachten Bauwerke aus der Straßen-Perspektive. Das "Volk" interessiert sich in erster Linie für die Schönheit eines Gebäudes und nicht für die Originalität der Steine. Der Denkmalschutz muss dem Denken der Mehrheit in irgenderiner Form Rechnung tragen. Wenn die Sache zu verkopft wird, ist das Ziel verfehlt.
Das schlimme ist, dass die Stadt mit dem Grundstück Geld verdienen will, und das macht es nicht gerade einfacher, das Gebäude noch unter Schutz zu stellen.
Und auf einen Wettbewerb für einen Neubau könnte gut verzichtet werden. Ohne einen solchen würde der Investor einen Architekten beauftragen, der nach den Wünschen der Hypo arbeiten würde. Dabei könnte ein bodenständiges Gebäude wie das der Hypo an Aegi bei raus kommen. Ein Wettbewerb bringt bestimmt wieder lauter Entwürfe für scheußliche Kisten hervor.

BRA.
January 11th, 2011, 03:22 PM
Und auf einen Wettbewerb für einen Neubau könnte gut verzichtet werden. Ohne einen solchen würde der Investor einen Architekten beauftragen, der nach den Wünschen der Hypo arbeiten würde. Dabei könnte ein bodenständiges Gebäude wie das der Hypo an Aegi bei raus kommen. Ein Wettbewerb bringt bestimmt wieder lauter Entwürfe für scheußliche Kisten hervor.

Einspruch. Ich glaube, wir sollten froh sein, dass sich der Stadtbaurat für Wettbewerbe einsetzt. Wenn der Investor einen Architekten seiner Wahl beauftragen und dabei die Wünsche der Hypo einpflegen würde, dann käme eben auch nur Banken-Investoren-Einerlei dabei raus. Die Konkurrenz verschiedener Entwürfe und ausführliche Diskussion in einem Preisgericht hingegen scheint mir die einzige Möglichkeit, Qualität und vielleicht auch einmal etwas Überdurchschnittliches hinzubekommen.

Der Abriss des Gebäudes in der Osterstraße ist allerdings wirklich unverständlich. Mir geht es aber mit dem Bau in der Röselerstraße so ähnlich. Der ist zwar etwas unpassend an der Stelle, aber im Grunde doch lupenreine Curtainwall-Architektur der Sixties mit mehr Qualität als mancher andere Nachkriegsbau (z.B. die genannte Sparkasse am Steintor, die allerdings schon ihre erste Verhunzung hinter sich hat - bitte mal Orginalbilder angucken, mit anderen Fenstern sah die deutlich besser aus).

Lefthandy
January 11th, 2011, 03:22 PM
Noch ist die Stadt Hannover der Eigentümer und über den Vollzug des Verkaufs entscheidet der Rat der Stadt. Aber ob man daran Auflagen, wie z.B. den Erhalt des Altbaus, knüpfen kann, weiß ich nicht.

Aha. Das lässt die Lage natürlich anders erscheinen. Hätte ich nicht gedacht.
So hätte die Stadt natürlich alles in der Hand, wo sie ja selbst Eigentümer ist. In diesem Falle wäre das Denkmalschutzamt eigentlich optional.

Die Stadt könnte ja eine eigene Denkmalbehörde einrichten, die dann erhaltenswerte Bausubstanz unter Prämisse des Stadtbildes schützt. Also unabhängig von den zum Teil vergeistigten Werten des offiziellen Denkmalschutzes. Es fragt sich nur, ob es eine rechtliche Grundlage für das Handeln solch einer Behörde gäbe, oder ob die wiederum nur zwanglose Empfehlungen aussprechen dürfte, was ich vermuten würde.

Lefthandy
January 11th, 2011, 03:31 PM
(z.B. die genannte Sparkasse am Steintor, die allerdings schon ihre erste Verhunzung hinter sich hat - bitte mal Orginalbilder angucken, mit anderen Fenstern sah die deutlich besser aus).

Ach was, dabei steht die doch unter Denkmalschutz. Kurios.
Mich stört an der Steintor-sparkasse vor allem, dass sie die Flanke des Anzeiger Hochhauses, die dieses zum "Andocken" eines Nachbarbaus bereithält, gar nicht voll abdeckt. Sie ist also zu klein oder es fehlt eben ein Dach. Mit dem wuchtigen Neuen Steintor auf der anderen Seite wirkt sie vollends mickrig und erdrückt. die Fenster sind mir noch nie sonderlich aufgefallen.
Auf Bildern vom Vorkriegszustand ist an der Stelle der heutigen sparkasse übrigens ein selbst für damalige Verhältnisse besonders prächtiger Gründerzeitler zu sehen. Wenn es den noch gäbe, stünde er wohl nicht unter Denkmalschutz (s.o.).

CrayZD
January 11th, 2011, 03:55 PM
Die Konkurrenz verschiedener Entwürfe und ausführliche Diskussion in einem Preisgericht hingegen scheint mir die einzige Möglichkeit, Qualität und vielleicht auch einmal etwas Überdurchschnittliches hinzubekommen.

Da habe ich die Hoffnung in Hannover leider aufgegeben. Siehe Plenarsaal. Siehe EAG. Gerade die in solche Preisgerichte einberufenen lokalen Eliten möchten offenbar die Gesichtslosigkeit Hannovers partout vorantreiben. Motto: möglichst nichtssagend, Hauptsache kein Eyecatcher. Da kommt bei einer Umsetzung in Eigenregie oft mehr rum, abhängig vom Investitionswillen des Bauherrn.

Der Abriss des Gebäudes in der Osterstraße ist allerdings wirklich unverständlich. Mir geht es aber mit dem Bau in der Röselerstraße so ähnlich. Der ist zwar etwas unpassend an der Stelle, aber im Grunde doch lupenreine Curtainwall-Architektur der Sixties [...]

Aber gerade die gibt es doch in Hannover wie Sand am Meer. Jede zweite Schule und beinahe jedes Verwaltungsgebäude aus der Zeit sieht so aus. Insofern dürfte man gar kein Gebäude mehr abreißen, denn jedes Gebäude spiegelt ja in gewissem Maße den Zeitgeist wider. Wichtig ist es aber m.E. vor allem, entweder Einzelstücke (etwa das Stadionbad, das m.W. immer noch nicht geschützt ist) oder seltene exemplarische Beispiele ihrer Zeit zu erhalten. Unter diesen Gesichtspunkten kann ich strenggenommen auch nicht verstehen, warum das Ensemble an der Karmarschstraße unter Schutz steht (dazu konnte ich übrigens auch im Internet nichts finden). Das Gebäude mit Gustino / Spaghettipalast im EG ist doch schon völlig im 80er-Stil verunstaltet, von dem Apothekengebäude mal ganz zu schweigen.

(z.B. die genannte Sparkasse am Steintor, die allerdings schon ihre erste Verhunzung hinter sich hat - bitte mal Orginalbilder angucken, mit anderen Fenstern sah die deutlich besser aus).

Das Ding steht doch eh nur Denkmalschutz, weil Zinsser dafür verantwortlich ist. Sowie angeblich aufgrund seiner Entstehungszeit am Anfang der Wiederaufbauphase.

Leine1977
January 11th, 2011, 04:06 PM
Da habe ich die Hoffnung in Hannover leider aufgegeben. Siehe Plenarsaal. Siehe EAG. Gerade die in solche Preisgerichte einberufenen lokalen Eliten möchten offenbar die Gesichtslosigkeit Hannovers partout vorantreiben. Motto: möglichst nichtssagend, Hauptsache kein Eyecatcher. Da kommt bei einer Umsetzung in Eigenregie oft mehr rum, abhängig vom Investitionswillen des Bauherrn.


Dito!

Bei den durchgeführten Architektenwettbewerben in Hannover sehe ich auch schwarz. Bestimmt kommt da so eine funky-hässliche-ach-so-moderne Kiste bei raus. EAG, Plenarsaal sind da die unrümlichen Beispiele.

Bei der Hypo glaube ich sogar, dass sie einen klassischen Bau favorisieren würde.

youngwoerth
January 11th, 2011, 04:19 PM
Das hat mit Hannover nicht viel zu tun. Von mir gibts auch ein deftiges Anti-Wettbewerbs-Votum! Was bringen Architektenwettbewerbe, wenn in den Jurys ausschließlich verkopfte Modernisten sitzen?

In Dresden haben solche Wettbewerbe zumeist die schlimmsten, regionaluntypischsten, unsensibelsten Ergebnisse gebracht. Paradebeispiel: Quartier 3 / Baywobau. Der Investor hatte zusammen mit seinem Architekten historisierende Entwürfe eingereicht, die Gestaltungskommission hat diese abgelehnt und einen Architektenwettbewerb gefordert. Aus selbigem ging dann der Siegerentwurf von Heike Böttcher hervor, die mitten zwischen die Rekonstruktionen einen stählernen Silberling pflanzen wollte. Von der Jury wurde das Teil in den üblichen polemisch-ideologischen Standardphrasen gerühmt. Anschließend heftige Bürgerproteste und der Siegerentwurf wurde wieder verworfen.

Architekten wissen doch ganz genau, was die Modernistenriege erwartet. Selbstverständlich wird dann auch exakt darauf hingearbeitet, schließlich geht es um Preisgeld und Entwurfsverwirklichung.

BRA.
January 11th, 2011, 05:11 PM
Aber gerade die gibt es doch in Hannover wie Sand am Meer. Jede zweite Schule und beinahe jedes Verwaltungsgebäude aus der Zeit sieht so aus.

Aber längst nicht alle haben die gleiche Qualität wie der Versorgungskassenbau.


Unter diesen Gesichtspunkten kann ich strenggenommen auch nicht verstehen, warum das Ensemble an der Karmarschstraße unter Schutz steht (dazu konnte ich übrigens auch im Internet nichts finden). Das Gebäude mit Gustino / Spaghettipalast im EG ist doch schon völlig im 80er-Stil verunstaltet, von dem Apothekengebäude mal ganz zu schweigen.


Ich glaube auch nicht, dass Spaghetti-Palast und Apotheke unter Schutz stehen, sondern nur der Bau dazwischen, um den es jetzt auch bei dem Vorhaben der Hypo geht und der im Übrigen gerade sehr anständig und zurückhaltend saniert worden ist. Links und rechts daneben, das ist wirklich Schund.

BRA.
January 11th, 2011, 05:27 PM
Das hat mit Hannover nicht viel zu tun. Von mir gibts auch ein deftiges Anti-Wettbewerbs-Votum!

Reichstag Berlin, Olympiastadion München, Schloss Herrenhausen, Jüdisches Museum Berlin, Gedenkstätte Bergen Belsen, dvg /finanzIT Hannover, Sammlung Brandhorst München, Neues Museum Berlin, Pier 51 Hannover, Schirn-Museum Frankfurt, Berliner Stadtschloss: Alles Wettbewerbe mit sehenswerten Ergebnissen unterschiedlichster Art.

Madsackbau in der Langen Laube, Rosenquartier, ehemaliges Maritim in der Hildesheimerstraße, Cinemaxxkomplex am Raschplatz: So sieht Investorenarchitektur (nicht nur) in Hannover aus, wenn ohne Wettbewerb rein nach Investoren- und Bauherrengusto gebaut wird.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

youngwoerth
January 11th, 2011, 05:40 PM
Es wird immer Beispiele dafür und dagegen geben. Die von Dir genannten Pro-Projekte sehe ich keineswegs alle positiv, dennoch hast Du Dir natürlich die Rosinen rausgepickt. Einzelne Großvorhaben, bei denen sich diverse "Star-"Architekten selbstverwirklicht haben. Im Anschluss führst Du dann gänzlich unbedeutendes Klein-Klein auf - so kann man nicht argumentieren. Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal die letzten 100 Architektenwettbewerbe in Dresden zu Gemüte zu führen - man sollte erstaunt sein, wie oft dort adäquate Projekte auf den hintersten Wettbewerbsplätzen gelandet sind und wie sehr sich die Siegerplätze in Charakter, Machart und Zielsetzung ähneln. Es ist eigentlich alles völlig durchschaubar und eindeutig.

Aber das eigentliche Übel liegt sowieso woanders. Die Basis ist im A., die Ideologie am Dampfen. Und Architekten wie Bauherren mit Herz und Einfühlungsvermögen für einen bestimmten Ort sind leider ebenso Mangelware wie ein ideologiefreies Architekturstudium oder weitsichtige Städteplaner, die die Zerstörung Deutschlands im Zweiten Weltkrieg bei ihren Lösungsansätzen berücksichtigen.

gstolze
January 11th, 2011, 06:05 PM
Insgesamt sehen die Investition an der Ecke als Gewinn an. Allerdings wäre es mir auch lieber, wenn die historische Fassade an der Osterstraßem erhalten würde.

Während ich viele Gebäude der 50er Jahre an der Karmarschstr. durchaus gelungen und sehenswert finde, finde ich den städtischen Bau an der Roeselerstr. einfach schrecklich. An die Ecke gehört geschlossene Blockrandbebauung.

Der Bau der Apotheke in der Karmarschstr. ist kein 50er Jahre Bau. Dort war in den 50ern ein nur eingeschossiges Bauwerk, was duchaus schön anzusehen war, aber eben viel zu niedrig war. Der jetzige hässliche Bau kam erst später.
Was mit dem Spaghettipalast vorher war, weiss ich nicht.

Leine1977
January 11th, 2011, 06:15 PM
Vielleicht sollten wir erst einmal abwarten, was jetzt daraus wird. Bis jetzt gab es nur eine läppische Meldung in der NP. Warum nicht in der HAZ? Das wäre doch eigentlich das Bauthema gewesen. Wir haben doch sonst nichts. Vielleicht kommt alles ganz anders.

Unser Stadtbaudirektor scheint wenigstens der erste vernünftige seit Jahren zu sein, wenn er sich für die Erhaltung einsetzen wollte. Wenn ich da an seine Vorgänger denke... Unter seiner Leitung gab es wenigstens bis jetzt einige Lichtblicke und kaum nennenswerte Rückschläge.

Knochenhauer
January 11th, 2011, 08:27 PM
Unser Stadtbaudirektor scheint wenigstens der erste vernünftige seit Jahren zu sein, wenn er sich für die Erhaltung einsetzen wollte. Wenn ich da an seine Vorgänger denke... Unter seiner Leitung gab es wenigstens bis jetzt einige Lichtblicke und kaum nennenswerte Rückschläge.

Ganz eindeutige Zustimmung! Für Hannover sicherlich ein großer Gewinn!

homann5
January 11th, 2011, 08:43 PM
Es gibt aber schon noch einen Unterschied zwischen "viel vorhaben" und "viel erreicht haben". Bislang wüsste ich nicht, welche großen Erfolge Bodemann verzeichnen konnte. Eher im Gegenteil, schaue ich mir die großen Veränderungen der letzten Monate an, sind da eigentlich eher Rückschläge zu verzeichnen:


Raschplatz: Ergebnis hat mit den ursprünglichen Plänen kaum noch etwas zu tun, insbesondere das Beleuchtungskonzept
Kröpcke-Center: Auch hier wird das Ergebnis sehr stark vom ursprünglichen Plan abweichen
Beleuchtungskonzept Kröpcke: Nachdem es schon ein Konzept gab, wurde alles verworfen
Kurve Karmarschstraße/Osterstraße: Nett gemeintes Konzept, aber aus Sicht fast aller Verkehrsteilnehmer gescheitert


Bei vielen anderen Dingen, die auf den ersten Blick wirklich gelungen sind, findet man dann aber auch schnell Schwachpunkte. So sind die Lange Laube und Luisenstraße sehr gelungen, das Konzept Fahrradstraße ist aber nicht aufgegangen. Und in der Luisenstraße stören Details, zum Beispiel die Kübel.

Orakel
January 12th, 2011, 07:45 AM
Einspruch. Ich glaube, wir sollten froh sein, dass sich der Stadtbaurat für Wettbewerbe einsetzt. Wenn der Investor einen Architekten seiner Wahl beauftragen und dabei die Wünsche der Hypo einpflegen würde, dann käme eben auch nur Banken-Investoren-Einerlei dabei raus. Die Konkurrenz verschiedener Entwürfe und ausführliche Diskussion in einem Preisgericht hingegen scheint mir die einzige Möglichkeit, Qualität und vielleicht auch einmal etwas Überdurchschnittliches hinzubekommen.

Also gegen eine Auftragsarbeit z.B. von Hans Kollhoff hätte ich nichts einzuwenden. Was bei Wettbewerben heraus kommt, kann man schön bei den Planungen zum Landtags-Neubau sehen...

Orakel
January 12th, 2011, 07:48 AM
Die Stadt könnte ja eine eigene Denkmalbehörde einrichten, die dann erhaltenswerte Bausubstanz unter Prämisse des Stadtbildes schützt. Also unabhängig von den zum Teil vergeistigten Werten des offiziellen Denkmalschutzes.

Da kannst du dann gleich Vorsitzender dieser Behörde werden. Bei der Stadt hat ja leider noch niemand die Notwendigkeit eines solchen Denkens begriffen.

Orakel
January 12th, 2011, 07:52 AM
Auf Bildern vom Vorkriegszustand ist an der Stelle der heutigen sparkasse übrigens ein selbst für damalige Verhältnisse besonders prächtiger Gründerzeitler zu sehen. Wenn es den noch gäbe, stünde er wohl nicht unter Denkmalschutz (s.o.).

Sicher nicht, weil dieser um die Jahrhundertwende errichtet wurde, beim Bau aber leider Steine von 1720 verwendet wurden. So ein Pech.

Orakel
January 12th, 2011, 07:58 AM
Aber längst nicht alle haben die gleiche Qualität wie der Versorgungskassenbau.

Echt?

CrayZD
January 12th, 2011, 10:42 AM
Unser Stadtbaudirektor scheint wenigstens der erste vernünftige seit Jahren zu sein, wenn er sich für die Erhaltung einsetzen wollte. Wenn ich da an seine Vorgänger denke... Unter seiner Leitung gab es wenigstens bis jetzt einige Lichtblicke und kaum nennenswerte Rückschläge.

Ebenfalls volle Zustimmung! Wobei man fairerweise sagen muss, dass auch unter Frau Boockhoff-Gries 'nicht alles schlecht' war. Die Förderung der Stadtteile war z.B. schon eine richtige städtebauliche Grundidee. Nur wenn es ins Detail ging, hat die Frau oft kläglich versagt. Da wurde unreflektiert hurra geschrien, wenn mal wieder ein schützenswertes Gebäude für einen neuen Büro- oder Wohnkubus weichen musste. Fortschritt!

Auch Hillebrecht hatte viele gute Ideen. Eine für mich absolut unzugängliche Gruselgestalt der hannoverschen Stadtplanungsgeschichte ist lediglich Hanns Adrian. Wer jetzt einwendet, dass die meisten der in seiner Amtszeit entstandenen Bausünden schon in der Hillebrecht-Ära geplant wurden, der sollte nicht vergessen, dass für solche Großprojekte (Kröpcke, Raschplatz...) die berüchtigte 'Gruppe Sonderplanung' zuständig war - unter Leitung von... na?

Die mangelnde Vehemenz bei der Erhaltung des Altbaus in der Osterstraße ist das erste, was man Bodemann explizit vorwerfen kann. Immerhin hat die Stadt als Verkäuferin des Grundstücks alle Trümpfe in der Hand. Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass es da im Hintergrund Druck aus der Kämmerei gibt, einem Millionenerlös nicht im Weg zu stehen.

Ansonsten kann man ihm wohl kaum die mangelnde Investitionsbereitschaft der Projektentwickler in Hannover vorwerfen. Und die Umbauten von Karmarschstraße und Lange Laube sind aus städtebaulichen Gesichtspunkten sehr gut gelungen. Verkehrstechnische Probleme resultieren da wohl eher aus der Blödheit und Engstirnigkeit eines Großteils der hannoverschen Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Autofahrer. In kaum einer Stadt ist man so wenig zur vorausschauenden, rücksichtsvollen Fahrweise fähig wie hier. Und investiert die Stadt dann in 'Erziehungsmaßnahmen' wie ampelgeregelte Kreisel, dann wird ihr von derselben Betonkopf-Klientel auch noch 'Ökoterrorismus' und 'Gängelei der Autofahrer' vorgeworfen.

Im übrigen kenne ich in meinem Bekanntenkreis fast nur Begeisterung über die 'Shared Space Light'-Zonen am EAP, am PdW und neu in der Andreaestraße. Ist vielleicht auch eine Sache der Geisteshaltung (siehe oben). Von daher gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass künftige Generationen vielleicht auch hier zur etwas entspannteren Verkehrsteilnahme fähig sind.

Orakel
January 12th, 2011, 11:26 AM
Die mangelnde Vehemenz bei der Erhaltung des Altbaus in der Osterstraße ist das erste, was man Bodemann explizit vorwerfen kann. Immerhin hat die Stadt als Verkäuferin des Grundstücks alle Trümpfe in der Hand. Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass es da im Hintergrund Druck aus der Kämmerei gibt, einem Millionenerlös nicht im Weg zu stehen.

Dazu möchte ich anmerken, dass das ehem. Bahngebäude in der Lavesstraße, das jetzt zum Hotel umgebaut wurde, auch erst unter Denkmalschutz gestellt wurde, als der Investor den Wunsch hegte, das Gebäude teilweise abzureißen. Dieser wollte den Mitteltrackt nämlich ürsprünglich nicht originalgetreu rekonstruieren, sondern durch einen Glaskubus ersetzen.
In diesem Fall haben die Denkmalschützer glücklicher Weise noch rechtzeitig reagiert, obwohl es seinerzeit von ihnen erst hieß, das Gebäude sei nicht schützenswert. Aber das Teil gehörte ja auch nicht der Stadt...

Orakel
January 12th, 2011, 01:33 PM
Es gibt beim Denkmalschutz ja häufig die Grundsatz-Debatte, ob es bei der Denkmal-Würdigkeit ausschließlich auf die Original-Bausubstanz ankommt, oder ob auch der Entwurf unabhängig von der Originalität von Bedeutung ist.
Wäre nur der Entwurf von Bedeutung, wären Gebäude beliebig reproduzierbar, so zu Recht die Befürchtung vieler Denkmalschützer. Dann könnte man viele Baudenkmäler mit der Begründung abreißen, dass man sie ohnehin jederzeit wieder aufbauen kann. Eine gruselige Vorstellung.

Dennoch wird diese einseitige Sichtweise der Sache nicht gerecht. Von Entgleisungen wie dem Braunschweiger Vorhänge-Schloss mal abgesehen: Was ist mit originalgetreuen stilvollen Rekonstruktionen wie z.B. dem Knochenhauer-Amtshaus? Darf man das jederzeit wieder abreißen, weil es nicht mehr das Original ist? Zählt der reine Entwurf und die Bemühungen der Bürger, ein solches Gebäude wieder entstehen zu lassen gar nicht?

Was ist mit teilweise erhaltenen Altbauten, wie dem in der Osterstraße? Sind die seltenen Bemühungen der Nachkriegszeit, Altbauten zu erhalten, indem man sie durch Neubau ergänzt, ohne jede Bedeutung? Ist so etwas kein Zeitzeugnis? Werden nur die Architekten der Nachkriegszeit durch den Denkmalschutz geehrt, die rücksichtslos die Reste des alten Hannover weggeräumt haben?

Das wirft kein schönes Licht auf die Baukultur in unserer Stadt.

Leine1977
January 12th, 2011, 01:49 PM
Dazu möchte ich anmerken, dass das ehem. Bahngebäude in der Lavesstraße, das jetzt zum Hotel umgebaut wurde, auch erst unter Denkmalschutz gestellt wurde, als der Investor den Wunsch hegte, das Gebäude teilweise abzureißen.

Sorry, Orakel, aber ich hatte mal eine Führung mit einem Denkmalschützer vor ca. 10 Jahren gemacht und da stand das Gebäude auch schon unter Denkmalschutz.

Das weiß ich deshalb noch genau, weil er es damals in höchsten Tönen als "bedeutend" gepriesen hatte, also war es vermutlich seit Anbeginn unter Schutz.

Gut so, nicht?:)

Orakel
January 12th, 2011, 06:27 PM
Sorry, Orakel, aber ich hatte mal eine Führung mit einem Denkmalschützer vor ca. 10 Jahren gemacht und da stand das Gebäude auch schon unter Denkmalschutz. Das weiß ich deshalb noch genau, weil er es damals in höchsten Tönen als "bedeutend" gepriesen hatte, also war es vermutlich seit Anbeginn unter Schutz. Gut so, nicht?:)

Hm, seltsame Sache. In der HAZ war nämlich mal ein großer Artikel über das Gebäude incl. Visualisierung mit gläsernem Mittelteil. Damals stand in dem Bericht, dieser Teilabriss wäre möglich, weil das Gebäude nicht unter Denkmalschutz stehe. Habe den Artikel noch gut vor Augen, weil ich damals total geschockt war.
Ich meine mich auch an einen weiteren Artikel ebenfalls in der HAZ erinnern zu können - ca. 1 Jahr später. In diesem stand, das Gebäude wäre jetzt in die Denkmalliste aufgenommen und der Glasmittelbau wäre nun vom Tisch.

Wäre ja mal interessant von den Denkmalschützern die Hintergründe zu erfahren. War das eine Fehlinformation des Denkmalschützers bei deiner Führung damals, oder hat die HAZ seinerzeit Mist geschrieben? Ich könnte mir vorstellen, dass sich der ein oder andere in diesem Forum sogar noch an den von mir beschriebenen ersten Artikel von damals erinnern kann.
Aber so oder so: natürlich ist es gut, dass das Gebäude jetzt (?) unter Schutz steht.

telemaxx
January 14th, 2011, 06:20 PM
Heute war ein Artikel in der NP über einen neuen Bauabschnitt auf dem Hanomag-Gelände.
Demzufolge wird dort ab Anfang März eine Gründer- und Kreativwerkstatt errichtet.

sesta
January 16th, 2011, 10:14 PM
Baustelle Siloah Klinikum:

http://img688.imageshack.us/img688/3316/siloah001.jpg

http://img135.imageshack.us/img135/6843/siloah003.jpg

http://img267.imageshack.us/img267/378/siloah002.jpg

devilsadvocate
January 16th, 2011, 11:17 PM
Wird der hässliche Klotz eigentlich abgereissen? Ja, oder?

CrayZD
January 17th, 2011, 11:19 AM
Gute Frage. Ich musste anhand der Bilder erstmal mit großem Erschrecken feststellen, dass der Anblick von der Ihme bzw. der Siloah-Baustelle noch zehnmal scheußlicher ist als von der Straße.

Wenn ich damals die Berichterstattung richtig verfolgt habe, dann wurde die Klinikgesellschaft vom alten Eigentümer (GBH) mehr oder weniger zu einem Kauf des Gebäudes genötigt, obwohl sie ursprünglich nur einen winzigen Teil des Grundstücks haben wollte (vermutlich für Klinikzufahrt o.ä.). Gebaut worden ist das Ding vermutlich mal als Schwesternwohnheim, nach Bauart und Standort zu urteilen. Weiß jemand ob es diesen Zweck heute noch erfüllt?

Die Klinikgesellschaft hat m.W. nach dem Kauf mit dem Gedanken gespielt, dort die zentrale Verwaltung einzurichten. Das spräche für eine bauliche Aufwertung. Auch ein Abriss ist denkbar, vermutlich bleibt aber erstmal alles beim Alten.

matheking
January 17th, 2011, 01:38 PM
Ich meine auch, dass das Haus in der Berichterstattung immer Schwesternwohnheim genannt wurde und stehen bleibt.
Zur Kreuzung hin wurde die Fassade ja mal gestrichen, das sieht ganz angenehm aus.

Wishman
January 17th, 2011, 05:25 PM
Soweit mir bekannt ist, wird dieser Klotz stehen bleiben, da in den letzten Jahren dort im Innenbereich umfangreiche Renovierungsmaßnahmen stattfanden. In erster Linie wohl Malerarbeiten. Wo erforderlich, auch kleinere Putz- und Fliesenarbeiten.

telemaxx
January 17th, 2011, 11:18 PM
Der 2. BA der Fassadensanierung des Gebäudes Georgstraße 22 soll im Sommer beginnen.

Quelle (http://www.roemeth.de/aktuelles.html)

devilsadvocate
January 18th, 2011, 12:45 AM
Ein tolles Projekt:

HAZ:
Bau der Uni-Chemiker erstrahlt nach Sanierung in neuem Glanz
18,7 Millionen Euro hat die Sanierung in den historischen Bauten der Chemiker der Leibniz-Universität in der Nordstadt Hannovers gekostet. „Das ist eine Qualität, die sich sehen lassen kann“, sagte Uni-Präsident Prof. Erich Barke beim Empfang am Montag.

http://www.haz.de/var/storage/images/haz/hannover/aus-der-stadt/uebersicht/bau-der-uni-chemiker-erstrahlt-nach-sanierung-in-neuem-glanz/11017176-1-ger-DE/Bau-der-Uni-Chemiker-erstrahlt-nach-Sanierung-in-neuem-Glanz_ArtikelQuer.jpg

SternHAJ
January 18th, 2011, 09:55 AM
Da sollte mal jemand hier aus dem Forum ne Fotoserie drin machen - das scheint mehr als toll zu sein.

Bob!
January 20th, 2011, 04:08 PM
http://www.abload.de/img/listerlebensartlpve.jpg
Quelle: Stadt-Anzeiger Ost, 20.01.11

Januar 2011:
http://www.lister-lebensart.de/images/phocagallery/impressionen/jan11/thumbs/phoca_thumb_l_podbi-37-9.jpg
Mehr Impressionen (www.lister-lebensart.de) (http://www.lister-lebensart.de/component/phocagallery/category/3-impressionen)

CarinaK
January 21st, 2011, 10:11 PM
Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen meiner Masterarbeit im Studienfach Geschichte an der Leibniz Universität Hannover untersuche ich den Imagewandel und das Geschichtsbewusstsein der Stadt Hannover seit dem Zweiten Weltkrieg.

Hierzu führe ich zwei separate Befragungen durch. Die eine Umfrage richtet sich an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hannover und die andere Umfrage an sämtliche Personen, die nicht in Hannover wohnen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an der Umfrage teilnehmen würden. Der Zeitaufwand beträgt maximal 15 Minuten und die Erhebung wird anonym durchgeführt. Unten finden Sie den für Sie entsprechenden Link.

Vorab herzlichen Dank für die Unterstützung!

Mit vielen Grüßen,
Carina Konowalow

Nicht-Hannoveraner/innen: http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=NJHJGZCSDSRH

Bürger/innen Hannovers: http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=AKTPQJNFJPEC

Orito41
January 23rd, 2011, 04:54 PM
Hier mal ein kleines Update zum Neubau in der Küchengartenstraße/Ecke Davenstedter:

http://i54.tinypic.com/25hnz42.jpg

matheking
January 23rd, 2011, 07:54 PM
Der Altbau gegenüber wurde mittlerweile abgerissen. Habe leider keine Handykamera mehr, um die jetzt entstandene Lücke mal anzuprangern. Echt hässlich!

telemaxx
January 23rd, 2011, 08:57 PM
Altbau? Welcher?

devilsadvocate
January 23rd, 2011, 10:20 PM
Streetview Link vom Altbau?

matheking
January 24th, 2011, 11:18 AM
Von vorne leider nicht zu sehen:
Es handelt sich um das Haus gegenüber dem mit Efeu bewachsenen.
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=sqv497ht8hr6&lvl=19.30277503608539&dir=359.23711527949155&sty=b
Den Fall habe ich hier auch schon mal angepranger.

http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=51873993&postcount=113 und die folgenden Posts

telemaxx
January 24th, 2011, 01:00 PM
Hier mal ein kleines Update zum Neubau in der Küchengartenstraße/Ecke Davenstedter:

http://i54.tinypic.com/25hnz42.jpg

Ein begrüßenswertes Projekt, wie ich finde.

Das Schließen von Baulücken schafft ein einheitlicheres und nicht so zerklüftetes Stadtbild.

lifestyle032
January 27th, 2011, 12:06 AM
Laut HAZ.de hat das neue Parkhaus für Fahrräder am Raschplatz nun die Pforten geöffnet. (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Neue-Station-in-Hannover-bietet-426-Fahrrad-Stellplaetze)

Des Weiteren war Baubeginn für den zukünftigen Technologie-Campus (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Nord/Baubeginn-fuer-kuenftigen-Technologie-Campus) in Marienwerder.
Es handelt sich dabei wohl um dieses Gebiet:

http://img166.imageshack.us/img166/197/marienwerderpr0.jpg

Und ich hatte schon befürchtet, das Projekt würde auf der ersten Seite unangetastet versauern...

matheking
January 27th, 2011, 10:29 AM
Das eigentliche Baugebiet ist aber um einiges kleiner, als von Dir markiert. Es umfasst eher den Bereich zwischen Garbsener Landstr./Auf der Horst und Varta. Der Rest weiter im Süden ist LSG und bleibt unangetastet.

Ein weiteres Projekt in der Gegend (sehr schön von der B6 aus zusehen!):
Cafe&Bar Celona bauen eine sog. Finca. Dazu wird der Hof an der Kreuzung B6/Garbsener Landstraße umgebaut und erweitert.
Ich frage mich ja immer, wie man auf die Idee kommen kann, an solchen Hauptverkehrsstraßen Gastronomie neu aufzubauen. Das scheint aber Methode zu haben: In Berenbostel gegenüber von Möbel Hesse gibt es ja das Café de Sol und die Bavaria Alm. Beide mit Außenterassen, die wunderschön auf Parkplätze schauen lassen und den Lärm der Bundesstraße ungefiltert genießbar machen.
Da erwarte ich von der zuerst angesprochenen Finca mehr. Wenn die mit den Neubauten eine Abschirmung zur B6 hinbekommen, könnte der Blick auf die Leine die dort im Bogen langfließt ziemlich einmalig in Hannover sein!

Lefthandy
January 27th, 2011, 12:16 PM
Es hat bei diesen Franchise-Gastro-Hütten aber anscheinend Methode, sich radikal ungemütlich, aber dafür gut sichtbar und per Indivdualverkehr optimal erreichbar, zu platzieren. Ich wette, die würden sich gar nicht abschirmen lassen wollen.

Ich frag mich auch jedes mal wenn ich eins von den Dingern sehe, wie man da ernsthaft hingehen (-fahren, -parken) kann. Das Ikea-Konzept auf Gastronomie angewendet. Während es beim Einkaufen noch Sinn macht, Faktoren wie Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten und ein garantiert überraschungsfrei durchnormiertes Angebot und Rahmenprogramm stärker zu gewichten, erscheint mir das beim Einen-netten-Abend-haben-wollen eher abwegig.

lifestyle032
January 27th, 2011, 01:12 PM
Das eigentliche Baugebiet ist aber um einiges kleiner, als von Dir markiert. Es umfasst eher den Bereich zwischen Garbsener Landstr./Auf der Horst und Varta. Der Rest weiter im Süden ist LSG und bleibt unangetastet.
Ich habe einfach die Grafik von der ersten Seite des Strangs hier nochmal eingefügt. Sie stammt dementsprechend nicht von mir.
Danke dennoch für die Aufklärung des genauen Baugebiets. ;)

Orakel
January 29th, 2011, 04:55 PM
Ein buntes Stück Expo verschwindet
Seit der Expo ist die hohe Halle 10 mit ihrer bonbonfarbenen Hülle so etwas wie das Erkennungszeichen des Messegeländes, zumindest vom Süden aus gesehen. Jetzt sind die letzten Tage der fünfgeschossigen Halle gekommen: Seit Donnerstag knabbert ein Bagger regelrecht die Blechfassade weg.
Die bonbonfarbenen Halle 10 wird abgerissen.

Wie mit einer riesigen Zange greift sich das Gerät Stück für Stück aus der rosa Hülle und reißt es heraus.

Bis zum Mai soll von der Halle nichts mehr zu sehen sein, berichtet der Sprecher der Messe AG, Hartwig von Saß. Dort will man die Halle schon seit Jahren loswerden. „Sie kostet Jahr für Jahr eine sechsstellige Summe Unterhalt, ist in den oberen Etagen teilweise baufällig und entspricht dort auch nicht mehr den feuerpolizeilichen Vorschriften“, berichtete von Saß. In den vergangenen Jahren ist sie auch wegen ihrer geringen Grundfläche und den vielen Etagen nicht mehr genutzt worden.

Zuletzt war die Halle bei großen Messen als Eingangsbereich genutzt worden. Dafür musste die Messe jeweils eine Sondergenehmigung für die Nutzung des Baus aus dem Jahr 1958 beantragen.

Zur Expo war die Halle von der niederländischen Malerin Lily van der Stokker wie ein riesiger rosafarbener Bonbon gestaltet worden – mit einer Reihe gelber Kringel. Sie war eines der letzten erhaltenen Objekte des Expo-Kunstprojektes „In Between“. Bemalt wurden 10.000 Quadratmeter Fassade und 2000 Quadratmeter Dach.

Nach dem Abriss beginnen die Bauarbeiten für einen neuen „Eingangsbereich Süd“.

l Sichern Sie sich ein Stück Kunstgeschichte: Ein kleines Stück des bunten Kultbaus können Sie sich als bleibende Erinnerung sichern – mit einem besonderen Kunstwerk. 200 je 400 Quadratzentimeter große Stücke hat die Messe AG aus der kunstvollen Außenhaut heraussägen und vom renommierten Fotografen Manfred Zimmermann zu schmucken Assemblagen im DIN-A3-Format verarbeiten lassen. Erhältlich ist das Kunstwerk zum Preis von 39 Euro in der HAZ-Geschäftsstelle, Lange Laube 10. Der Erlös kommt der HAZ-Weihnachtshilfe zugute.

Bob!
January 30th, 2011, 10:29 PM
^ Für Nachrichten, die das Messe- und EXPO-Gelände betreffen, gibt es einen eigenen Thread (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?p=71500483#post71500483) ;)

Laut eines Berichts der HAZ hat der hannoversche Basketballverein UBC Tigers Aurelis, dem Eigentümer des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs, Pläne für die Nutzung eines Teils der Immobilie als neue Heimspielstätte vorgelegt. "Die Frage der Finanzierung sei noch nicht geklärt."

HAZ, 31.01.11: UBC Tigers wollen Güterbahnhof nutzen (http://www.abload.de/img/hgbffo1j.jpg)

Egal, wie er am Ende genutzt wird - wichtig finde ich, dass der industrielle Charme im Inneren so weit wie möglich erhalten bleibt. Bei einer (ergänzenden) Nutzung durch Geschäfte könnte ich mir das gut vorstellen.

lifestyle032
January 30th, 2011, 10:43 PM
Empfinde ich als sehr interessante Möglichkeit.. da könnte echt Leben in die Bude kommen :cheers:

Bob!
January 31st, 2011, 05:07 PM
Wilhelmstraße 3/5 - meravis

http://www.abload.de/img/img_8029_shiftn-13daq.jpg

http://www.abload.de/img/img_8033_shiftn-1xdeu.jpg

Ein Kran ist aufgebaut.


Stichweh Leinepark

http://www.abload.de/img/img_8038_shiftn-1zfu7.jpg


SinnLeffers / Primark

http://www.abload.de/img/img_8040_shiftn-1gg5p.jpg

Der Umbau hat begonnen.

http://www.abload.de/img/img_8041_shiftn-1nen4.jpg

devilsadvocate
January 31st, 2011, 05:29 PM
Mehr als "Würfel" kriegen die Bauherren und Architekten heutzutage nicht mehr gebacken, oder?

gruenebahn
February 1st, 2011, 02:40 PM
?? Gibt es bei den heutigen Architekten CAD Zeichenbausätz Kästen für die Häuser? Also Würfel verschiedenster Formen die man einfach aufeinanderstapelt? Also Bauklötzer für die (sorry) dipl. Ing Fachidis? Scheinbar muss es so sein, denn alles schaut gleich aus! Armselig!

Leine1977
February 1st, 2011, 06:43 PM
^^ deswegen reichen m.E. Bau-Ings völlig aus - die können das alles mitplanen und gleichzeitig noch besser rechnen. Der Architekt guckt ja eh nicht auf die umliegende Bebauung etc.

Bei diesem Projekt muss ich aber ehrlich sagen, dass es die Wohnsituation in Hannover bereichert, da es schon hochwertig ist. Um den Vorgängerbau ist es eh nicht schade und in dieser Lage stört dieser Bau doch überhaupt nicht. Von daher bin ich da ganz entspannt.

Queron
February 2nd, 2011, 10:20 AM
Na ja, in den Jahrzehnten davor gab es ja auch nur Würfel (mit gleichmäßig angeordneten Fenstern und Balkonen), halt eben nur mit Schrägdächern oben drauf.
Ich jedenfalls finde das Gebäude sehr interessant, hat so ein bisschen was konstruktivistisches/futuristisches (also aus künstlerischer Sicht gesehen). Man könnte natürlich auch weiterhin den "altmodischen" Kram bauen, der eh schon fast überall steht, damit sich ja keiner aufregt...

CrayZD
February 2nd, 2011, 11:25 AM
Da heute keiner mehr Ornamentik an die Fassaden bauen will (ist schließlich auch eine Kostenfrage), versucht man halt andere Maßnahmen, um eine Fassade spannend zu gestalten. Versetzte Fenster finde ich da eigentlich ganz OK. Wer genug Geld halt, kann auch durch Natursteinfassaden viel erreichen.

Und mit Schrägdächern ist es halt so eine Sache. Schick sehen sie aus, aber kaum jemand möchte mehr in einem Dachgeschoss wohnen. Da bietet das Gebäude in der Wilhelmstraße wenigstens einen guten Kompromiss mit dem Staffelgeschoss - dadurch sieht es nicht ganz so 'Schuhkartonförmig' aus. Ich hoffe allerdings, dass sich irgendwann Schrägdächer mit flachen Neigungen allein aus ökonomischen Überlegungen wieder durchsetzen: für den Mehrpreis bieten sie außer der Optik auch deutlich bessere Haltbarkeit, Wetterbeständigkeit und Isoliereigenschaften als die 08/15-Billigflachdächer.

gstolze
February 2nd, 2011, 03:38 PM
Grundsätzlich halte ich nicht viel von der allgemeinen Architektenschelte, nur weil einem persönlich das Design nicht passt.

Ich mag gern moderne Architektur, auch Würfel, aber genauso gerne habe ich historische Architektur. Es kommt immer auf die Lage und den Kontext in der Umgebung an. In Innenstädten sehe ich Blockrandbebauung mit Schrägdach schon als die angebrachteste Form an, wobei man mit dem Schrägdach ja auch schummeln kann. In Berlin habe ich viele Neubauten gesehen, die zur Straße hin ein angedeutetes Dach haben, welches dann aber nach hinten gerade weitergeht und es somit kaum Flächenverluste gibt.

youngwoerth
February 2nd, 2011, 10:28 PM
Man könnte natürlich auch weiterhin den "altmodischen" Kram bauen, der eh schon fast überall steht

Genau. Unsere deutschen Städte wurden ja im Zweiten Weltkrieg glücklicherweise nicht zerstört.

youngwoerth
February 2nd, 2011, 10:38 PM
Da heute keiner mehr Ornamentik an die Fassaden bauen will (ist schließlich auch eine Kostenfrage), versucht man halt andere Maßnahmen, um eine Fassade spannend zu gestalten. Versetzte Fenster finde ich da eigentlich ganz OK. Wer genug Geld halt, kann auch durch Natursteinfassaden viel erreichen.

Das Geldargument wurde schon oft widerlegt. Die globalisierte, regionalfremde Modernistenarchitektur ist hauptsächlich ideologisch bedingt und nicht etwa finanziell. Trifft Modernismus auf renditeorientierten Investor, dann spielen die Finanzen natürlich eine übergeordnete Rolle, was meist zu besonders einfältigen Ergebnissen führt, der allseits bekannten Investorenarchitektur. Aber ein überzeugter Modernist mit Geld ist durchaus in der Lage, einen Form Follows Function Kubus zu errichten, der deutlich teurer kommt als die Rekonstruktion (bzw. Neuschöpfung) einer Ornamentfassade mit geziegeltem Satteldach.

homann5
February 3rd, 2011, 09:52 AM
Man darf einen anderen Aspekt dabei nicht außer acht lassen: den Mieter/Käufer. Letztendlich wird ja auch nur das gebaut, was hinterher vermietet oder verkauft werden kann. Und da die Würfel-Architektur immer mehr zunimmt, scheint eine gewisse Nachfrage ja zu existieren.

CrayZD
February 3rd, 2011, 10:05 AM
Form Follows Function

... ist übrigens der wohl am häufigsten missverstandene Leitsatz der Architektur bzw. des Designs allgemein. Der Kontext seiner sonstigen Abhandlungen lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass Urheber Louis Sullivan diesen Satz kompromisslos interpretierte. Soll heißen: Bankgebäude, Rathäuser, Bahnhöfe... diese Bauten haben u.a. eine Repräsentationsfunktion, und um diese zu erfüllen, wird selbstverständlich Zierrat und aufwändige Fassadengestaltung benötigt.

Erst verkopfte Modernisten haben diesen Satz in 'quadratisch, praktisch, gut' umgedeutet.

Drelena
February 3rd, 2011, 10:17 AM
Form follows emotion.

matheking
February 3rd, 2011, 10:50 AM
Die ganze Diskussion sollte doch besser im Stadtgespräch stattfinden.
Wobei, eigentlich könnte man auch einfach ein paar Statements per copy & paste einfügen. Die Argumente wiederholen sich eh alle drei Wochen. Auf einen gemeinsamen Nenner wird man hier nicht mehr kommen. Muss ja auch nicht!

youngwoerth
February 3rd, 2011, 12:23 PM
Diskussionsbeitrag siehe Stadtgespräch.

telemaxx
February 3rd, 2011, 05:54 PM
1) bg 68/1, Linden Küchengartenstraße

http://www.mitteninlinden.de/assets/images/bg68-1.jpg

Link (http://www.mitteninlinden.de/html/projekt_bg_68_1.html)

2) Pelikanviertel, List

http://www.gundlach-bau.de/img/art_img/830_9.jpg
(Vorentwurf)

Link (http://www.gundlach-bau.de/web/wohnungen/pelikanviertel.html)

3) Gretchenstraße 4, List

http://www.gundlach-bau.de/img/art_img/1409_1.jpg

Link (http://www.gundlach-bau.de/web/gretchenstrasse.html)

4) Wohnen am Postkamp, Klagesmarkt, Mitte

http://www.gundlach-bau.de/img/art_img/1410_1.jpg

Link (http://www.gundlach-bau.de/web/postkamp.html)

5) Warstraße, Nordstadt

http://www.gundlach-bau.de/img/art_img/1236_4.jpg

Link (http://www.gundlach-bau.de/web/warstrasse.html)

6) Sutelstraße, Bothfeld

http://www.gerlach-wohnungsbau.de/typo3temp/pics/128d9bb727.jpg

Link (http://www.gerlach-wohnungsbau.de/)

devilsadvocate
February 3rd, 2011, 05:59 PM
Das letzte gefällt mir wegen der Fassade sehr gut, der Rest ist eben nicht gut und nicht schlecht.

telemaxx
February 3rd, 2011, 06:02 PM
Und meine Bewertung ;)
1) Interessantes Projekt auf kleinem Raum. Gestaltungsmängel an der Fassade. Note 2-

2) Größtes(?) Wohnungsprojekt in Hannover. Verwendung einer Klinkerfassade geplant. Prinzipiell begrüßenswert, endgültige Gestaltung bleibt abzuwarten.

3) Passt sich von der Form gut an die Umgebung an, aber relativ eintönige Fassade (schlicht weiß verputzt, sieht schnell schäbig aus). Note 3

4) Umnutzung eines alten Gebäudes im Innenhof zu Lofts, Rest noch unklar (Gestaltung). Wirkt recht ansprechend durch große Sprossenfenster, aber auch nur verputzt?! Note 3

5) Fail, langweilig. Note 5

6) Ansprechendes Erscheinungsbild, dunkler Klinker. Note 2+

youngwoerth
February 3rd, 2011, 06:08 PM
Lediglich der letzte Entwurf hat einen minimalen Ansatz von "hannoverschem Charakter", was vor allem auf die Materialwahl zurückzuführen ist. Der Rest entstammt direkt dem "Handbuch für austauschbare Investorenarchitektur". Besonders den Trend, Fenster beliebig und assymetrisch auf der Fassade anzuordnen, halte ich dank der deutschlandweit exzessiven Ausschlachtung für leicht armselig. Und dann noch die immergleichen Modernistenfarben Alpinaweiß oder Signalrot, unkreativer gehts nimmer.

Leine1977
February 3rd, 2011, 06:27 PM
^^ Die Häuser sind doch i.O. Ich find Nr. 2 am besten - wird super in die List passen.
_______________

Sanierung Fachwerkhaus

Dann dürfte Euch ja auch das hier erfreuen. Endlich mal was Neues vom Fachwerkhaus in der Calenberger Neustadt:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Nord/Der-Wert-des-Fachwerkhauses-soll-durch-Wintergarten-gesteigert-werden

Ich glaub es haben in der city-nahen neustadt ja eh nur drei Fachwerkhäuser überlebt.

telemaxx
February 3rd, 2011, 07:15 PM
Sehr lobenswertes Engagement des Herrn Han Slawik!

matheking
February 3rd, 2011, 07:42 PM
Beim erstgenannten Projekt in der Küchengartenstraße geht es ja auch schon der Vollendung entgegen. Da ich mittlerweile wieder im Besitz eines Kamerahandys bin, werde ich bald mal einige Bilder machen.
Sehr interessant finde ich den Umbau am Postkamp. Mein erster Gedanke war: Wo denn dort. Schließlich wurden die letzten Baulücken durch die Gewerkschaft und ein Hotel vor ~10 Jahren geschlossen. Was ich der Homepage von gundlach entnehmen kann, klingt aber sehr positiv!

Lefthandy
February 4th, 2011, 09:43 AM
Die von telemaxx geposteten Wohnprojekte sind in der Fülle jawohl die beste NAchhricht, die hier seit langem eintrudelte. Die Gebäude an sich werden selbstverständlich keine Touristenatraktionen, aber es werden sämtlichst Garagenhöfe, Baulücken oder freie Grundstücke bebaut. Verdichtung, wie ich sie im Flaute-Hannover nicht für möglich gehalten hätte!

Zum Postkamp: Neue Blockrandbebauung entsteht rückwärtig an der Nordfelder Reihe. Auf dem Lageplan der Projektskizze ist schon ein weiterer Nachbarbau vermerkt, der die noch wesentlich größere Baulücke dort schließen würde. Wer weiß, vielleicht nicht bloß reine Spekulation?
http://www.gundlach-bau.de/img/art_img/1410_2.jpg

Zur Warstraße: Das müsste das Grundstück der heutigen Mini-Tankstelle samt Garagenhof sein. Beim abgleich mit bing/maps stellte ich fest, dass wohl ein benachbarter Altbau mit weichen soll:
http://i55.tinypic.com/vffokn.png

In diesem Fall ein verschmerzbarer Verlust.

Sutelstraße, Pelikanviertel und das Mini-Haus in Linden-Mitte waren ja schon bekannt.

Die weitere Baulückenschließung in der Gretchenstraße ist auch super!

CrayZD
February 4th, 2011, 10:11 AM
Zum Postkamp: Neue Blockrandbebauung entsteht rückwärtig an der Nordfelder Reihe. Auf dem Lageplan der Projektskizze ist schon ein weiterer Nachbarbau vermerkt, der die noch wesentlich größere Baulücke dort schließen würde. Wer weiß, vielleicht nicht bloß reine Spekulation?

Schön wär's. Dieser durch schäbige Nackriegsarchitektur geprägte Nordwestteil der City kann jede Aufwertung vertragen. Eigentlich eine traumhafte Lage - zentral und doch ruhig - die förmlich nach modernem Wohnraum schreit.

Von daher hoffe ich auch auf eine Realisierung der City2020-Pläne für den Klagesmarkt. Und mittelfristig träume ich nach wie vor von einem Abriss des Postgiroamtes und Ersatz durch Mischnutzung in Blockrandbebauung (Büros und Läden zur Celler Straße und zum Bahndamm, Wohnen an Brüderstraße, Goseriede und in Hofhäusern).

Zur Warstraße: Das müsste das Grundstück der heutigen Mini-Tankstelle samt Garagenhof sein. Beim abgleich mit bing/maps stellte ich fest, dass wohl ein benachbarter Altbau mit weichen soll:

In diesem Fall ein verschmerzbarer Verlust.

Sag das nicht. Einige Nordstädter betrauern tatsächlich den 'Verlust urbaner Identität' durch den Abriss der Tankstelle. :hammer:

Ich kann den Charme alter Stadt-Tankstellen durchaus nachvollziehen. Aber letztendlich ist doch jeder Lückenschluss zu begrüßen. Schade nur, dass es inmitten 'vernünftiger' Dachformen wieder ein Flachbau wird.

Lefthandy
February 4th, 2011, 10:14 AM
Sag das nicht. Einige Nordstädter betrauern tatsächlich den 'Verlust urbaner Identität' durch den Abriss der Tankstelle. :hammer:


Wahnsinn. Da macht man sich Gedanken über den Altbau und dem Wutbürger gehts um die Tankstelle. Da komm ich wirklich nicht mehr mit...


Gerade noch gesehen: In der Nordstadt soll sogar eine Tiefgarage entstehen!

Orakel
February 4th, 2011, 12:55 PM
Kurze Frage, geht es um die Tankstelle im Edward Hopper Design?

Lefthandy
February 4th, 2011, 01:14 PM
Die Tankstelle um die es geht sieht man auf dem von mir geposteten Bild von bing/maps, direkt unter den Lettern "Grundstück des Projekts".

Die ist meines Erachtens reinste Trivialarchitektur und nicht unbedingt sonderlich alt. Eine denkmalgeschützte Tankstelle gibt es in Badenstedt, das ist ganz weit weg und mit dieser hier nicht zu vergleichen.

Bob!
February 4th, 2011, 03:34 PM
http://www.abload.de/img/hanomagwr6p.jpg
Quelle: HAZ, 04.02.11

telemaxx
February 4th, 2011, 07:18 PM
^Schönes Projekt. Hoffentlich werden nicht allzu viele Zwischendecken eingezogen!

Musterfassade Gutenberghof:

http://img707.imageshack.us/img707/449/dsc00173aj.jpg (http://img707.imageshack.us/i/dsc00173aj.jpg/)

telemaxx
February 5th, 2011, 08:33 PM
Sozusagen als Ergänzung zu meiner obigen Liste:

Link (http://www.agsta.com/HanomagLofts.pdf)

Schnitzelesser
February 5th, 2011, 10:11 PM
Auf Seite 3 der Broschüre sieht man links über der Villa die Bezeichnung "Schmuckplatz". Wo kommt das denn her? Ich kenne nur den "Lindener Schmuckplatz" Ecke Ahlemer Str. und Köthnerholzweg und "Am Schmuckplatz" in Vinnhorst.

matheking
February 7th, 2011, 10:35 AM
Telekom scheint den Planern auch nicht elegant genug zu klingen -> Telecom

homann5
February 9th, 2011, 02:36 PM
Unterhaltsames aus der Rubrik Denkmalschutz:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/Denkmalschutz-bringt-Baufirma-in-Not

Bob!
February 9th, 2011, 06:32 PM
Wo wir gerade in der Ecke sind: Freitag eröffnet "Rossmann im Kronprinzen" in der ehemaligen Gaststätte aus dem 17. Jahrhundert und dem wiederaufgebauten Tanzsaal. Werde versuchen, in den nächsten Tagen Photos zu machen.

Zudem ist im ehemaligen Karstadt-Haus ein Holzzaun um den bisher ungenutzten Teil an der Großen Packhofstraße und Osterstraße gezogen worden. Zuvor sind die neuen Schaufensterscheiben eingesetzt worden. Anders als ich erwartet hatte stehen die oberen Geschosse immer noch ein Stück über.
Steht der Mieter schon fest?

telemaxx
February 9th, 2011, 06:55 PM
Ja, der Mieter steht schon fest!

War das sowas wie ein H&M-Konkurrent, aber nur für Frauen??

Edit: Artikel wiedergefunden. Link (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/TK-Maxx-eroeffnet-Filiale-im-Karstadt-Haus-in-Hannover)

Gina Tricot im EG (Eröffnung 4. März), Edeka und dm im UG.

telemaxx
February 9th, 2011, 07:05 PM
Überhaupt nimmt die "Vielfalt" zu.

Größte Sensation ist (in Branchenkreisen) wohl immer noch die Eröffnung einer Desigual-Filiale im Herbst in Hannover. Link (http://www.fabeau.de/news/hannover-bekommt-einen-desigual-store/)
Die gibt es bisher nämlich nur in Berlin (in D).

Dann ist da ja auch noch Primark (wohl auch sehr beliebt) mit seinem relativ großen Laden, der "demnächst" öffnen soll. (Bisher auch nur in Bremen, Frankfurt und Gelsenkirchen)

devilsadvocate
February 9th, 2011, 07:37 PM
Kommt nicht mal bald dieser beliebte Pizza Laden, wo man sich alles selbst aussuche kann und die Pizza vor Deinen Augeng efertigt wird? Wie heißt der denn?

homann5
February 9th, 2011, 07:44 PM
Vapiano?

matheking
February 9th, 2011, 07:59 PM
Kommt nicht mal bald dieser beliebte Pizza Laden, wo man sich alles selbst aussuche kann und die Pizza vor Deinen Augeng efertigt wird? Wie heißt der denn?

Was issen da besonders dran? Pizza nach Wunsch ist doch nen Standardprodukt. Und Schaukochen ist jetzt auch nicht so außergewöhnlich. Das gibts bei jedem zweiten Pizzabringdienst (spontan fallen mir z.B. Pizzeria Lazio in Badenstedt und Pizzagarten in Limmer ein). In der Innenstadt gibt es das bspw. auch in der Markthalle.

Schnitzelesser
February 9th, 2011, 08:29 PM
Der Name und die Preise sind das Besondere. :D

lifestyle032
February 9th, 2011, 09:18 PM
Wenn ich mich recht erinnere, eröffnen die ihren Laden am Thielenplatz unter'm Hotel, oder?

matheking
February 10th, 2011, 09:33 AM
Wenn ich mich recht erinnere, eröffnen die ihren Laden am Thielenplatz unter'm Hotel, oder?

Apropos, da fällt mir ein, dass ich letztens einen Blick in die Lavesstraße geworfen haben. Der Fußweg führt dort ja fast überall unter Arkaden lang. Wenn nun die des Hotels geschlossen werden, ist das ja schon ein ziemlicher Stilbruch. Mit welchem Argument will man die übrigen Eigentümer jetzt noch davon abhalten ihre Verkaufsflächen auf die gleiche Art zu erweitern?
Die Lavesstraße ist jetzt schon so schmal, wird der Fußweg jetzt noch in den Straßenbereich verlegt, dann wars das endgültig mit den Plänen einer NF-Bahn durch die Lavesstraße!

Leine1977
February 10th, 2011, 10:28 AM
Apropos, da fällt mir ein, dass ich letztens einen Blick in die Lavesstraße geworfen haben. Der Fußweg führt dort ja fast überall unter Arkaden lang. Wenn nun die des Hotels geschlossen werden, ist das ja schon ein ziemlicher Stilbruch. Mit welchem Argument will man die übrigen Eigentümer jetzt noch davon abhalten ihre Verkaufsflächen auf die gleiche Art zu erweitern?
Die Lavesstraße ist jetzt schon so schmal, wird der Fußweg jetzt noch in den Straßenbereich verlegt, dann wars das endgültig mit den Plänen einer NF-Bahn durch die Lavesstraße!

Wenn der Umbau fertig ist, dann werden die Parkplätze m.E. rückgebaut, damit Platz ist. Das Hotel saniert auf eigene Kosten auch den ganzen öffentlichen Bereich vor dem Hotel.

Und: Der Franchise-Nehmer hatte seinen Vapiano für das Hotel wieder zurüchgezogen. Die Lage ist nichtrepräsentativ genug.

CrayZD
February 10th, 2011, 12:05 PM
Apropos, da fällt mir ein, dass ich letztens einen Blick in die Lavesstraße geworfen haben. Der Fußweg führt dort ja fast überall unter Arkaden lang. Wenn nun die des Hotels geschlossen werden, ist das ja schon ein ziemlicher Stilbruch.

In meinen Augen nicht. Einen durchgehenden Arkadengang (bzw. korrekterweise Kolonnadengang) gibt es nämlich nur im hinteren Teil der Lavesstraße, nach der Einmündung Alexanderstraße. Das Eckhaus vor besagter Einmündung (u.a. mit 'Dets Laufshop') ist ebenfalls bis zur Straße geschlossen, was bisher irrsinnigerweise dazu führte, dass die Kolonnaden des Hotels im Nichts bzw. in der Sackgasse enden. Das wurde hier aber auch schonmal besprochen.

Nun gäbe es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Nr.1 - Arbeitstitel 'feuchter Traum von Rudolf Hillebrecht'

Den verwerflichen historistischen Altbauschund an der Ecke einreißen (Achtung Ironie...) und durch ein Gebäude im passenden Nachkriegsstil mit Kolonnaden ersetzen.

Oder Nr.2 -Arbeitstitel 'behutsame Stadtraumanpassung'

Die Parkplätze vorm Hotel entfernen, die Kolonnaden zubauen und den unschönen 'Fußweg-Schlenker' in diesem Bereich der Straße begradigen. Die Kolonnaden im hinteren Teil der Straße bleiben davon (zunächst?) unberührt.

Ich für meinen Teil bin froh, dass Nr.2 gewählt wurde. ;)

Und: Der Franchise-Nehmer hatte seinen Vapiano für das Hotel wieder zurüchgezogen. Die Lage ist nichtrepräsentativ genug.

Aber in München in den Busbahnhof gehen. :hammer:
Vapiano ist für mich sowieso viel Hype um nichts (genau wie Starbucks). Neulich war dazu in der HAZ auch eine nett-gehässige 'Lüttje Lage' zu lesen.

matheking
February 10th, 2011, 03:01 PM
In meinen Augen nicht. Einen durchgehenden Arkadengang (bzw. korrekterweise Kolonnadengang) gibt es nämlich nur im hinteren Teil der Lavesstraße, nach der Einmündung Alexanderstraße. Das Eckhaus vor besagter Einmündung (u.a. mit 'Dets Laufshop') ist ebenfalls bis zur Straße geschlossen, was bisher irrsinnigerweise dazu führte, dass die Kolonnaden des Hotels im Nichts bzw. in der Sackgasse enden. Das wurde hier aber auch schonmal besprochen.

Nun gäbe es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Nr.1 - Arbeitstitel 'feuchter Traum von Rudolf Hillebrecht'

Den verwerflichen historistischen Altbauschund an der Ecke einreißen (Achtung Ironie...) und durch ein Gebäude im passenden Nachkriegsstil mit Kolonnaden ersetzen.

Oder Nr.2 -Arbeitstitel 'behutsame Stadtraumanpassung'

Die Parkplätze vorm Hotel entfernen, die Kolonnaden zubauen und den unschönen 'Fußweg-Schlenker' in diesem Bereich der Straße begradigen. Die Kolonnaden im hinteren Teil der Straße bleiben davon (zunächst?) unberührt.

Ich für meinen Teil bin froh, dass Nr.2 gewählt wurde. ;)



...

Da fiel mein Blick vom Schiffgraben aus nicht weit genug ;)

Es wäre aber auch nicht so ungewöhnlich, wenn in einem Altbau nachträglich die Schaufensterfront zurückgezogen werden würde, um Platz für einen Arkadengang zu schaffen (Bsp. Schwarzer Bär: Fielmann im Gebäude Minister-Stüve-Str. Ecke Blumenauer Str.).

Bob!
February 11th, 2011, 09:10 PM
Wo wir gerade in der Ecke sind: Freitag eröffnet "Rossmann im Kronprinzen" in der ehemaligen Gaststätte aus dem 17. Jahrhundert und dem wiederaufgebauten Tanzsaal. Werde versuchen, in den nächsten Tagen Photos zu machen.

Hier ein Photo von der Eröffnung:
http://www.abload.de/img/img_8045_shiftn-1a70e.jpg

Ich frage mich, warum der Fachwerkbau noch nicht verputzt wurde (siehe Rendering (http://www.abload.de/img/zumkronprinzensyv9.jpg)). Das bleibt doch wohl nicht so!? :hm:
Ansonsten ist meines Erachtens aber gute Arbeit geleistet worden. Das rekonstruierte Klinkerportal macht sich sehr gut. Im Inneren sind auch noch ein paar alte Holzbalken unverkleidet geblieben.

devilsadvocate
February 12th, 2011, 12:58 PM
Na also, es geht doch auch mal "hübsch" als ein Supermarkt Neubau und ich bin mir sicher, dass eine derartige ARchitektur auch nicht großartig teurer ist, als der herkömmliche Mist.

(Kurze Zwischenfrage: Ist das nur bei mir so, dass das Forum auf spanisch ist?)

centrohaj
February 12th, 2011, 01:34 PM
Hallo,
Ich bin neulich am "Bettenhaus" in der Schillerstraße vorbei gekommen. Dort stehen Bauzäune. Weiß jemand was da passiert ?

Bob!
February 12th, 2011, 09:04 PM
Wie einer Drucksache aus dem e-government zu entnehmen ist, wurde ein weiterer Mieter für die U-Boot-Halle gefunden. Nach Zweirad Stadler plant RS-Möbel eine Filiale auf dem ehemaligen Hanomag-Gelände. Es wäre die erste Niederlassung des im Süden Deutschlands unter dem Namen Möbelum bekannten Herstellers von Massivholzmöbeln in Hannover.

Mit der DIBAG wurden im städtebaulichen Vertrag vom 11.03.2009/17.06.2009 (siehe Drs. 636/2009) verpflichtende Regelungen zur Sanierung und Nutzung der ehemaligen U-Boot-Halle auf dem Grundstück Göttinger Str. 33 getroffen. Die dort vereinbarte Nutzung „Errichtung eines Zentrums von mobilitätsorientierten Dienstleistungen mit Verkauf, Serviceleistungen und Wartung von Kraftfahrzeugen und Zweirädern“ hat die DIBAG für einen Teilbereich durch Abschluss eines Mietvertrages mit der Fa. Stadler umsetzen können.

Für die Restflächen konnte die DIBAG zu der vereinbarten Nutzung trotz intensiver Bemühungen keine Interessenten nachweisen. Allerdings hat die DIBAG mit der Fa. RS-Möbel Handelsgesellschaft mbH für die nördlich an die Mietfläche der Fa. Stadler angrenzende Teilfläche (s. Anlage 2) Einigung über eine Nutzung als Fachmarkt für natürliche Möbel aus Massivholz erzielt. Mit der Ausbauplanung hat die Fa. RS-Möbel das Architekturbüro BOLLES + WILSON aus Münster beauftragt.
Quelle: e-government Hannover | Drucksache Nr. 0280/2011 (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&Frame=NotesView&Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/7283A1E9C29A9CFFC12578340013BAAF?OpenDocument&AutoFramed)

http://www.abload.de/img/rsmbel75r7vd.jpg
Quelle: e-government Hannover | Drucksache Nr. 0280/2011 | Anlage 2 (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/D7BB7234D2F667B0C125782C002D22AD/$FILE/0280-2011_Anlage2.PDF)

Orakel
February 13th, 2011, 11:25 AM
Hallo,
Ich bin neulich am "Bettenhaus" in der Schillerstraße vorbei gekommen. Dort stehen Bauzäune. Weiß jemand was da passiert ?

Gute Frage, habe ich auch schon gesehen. Die scheinen das Innere ja ganz ordentlich zu entrümpeln. Es war ja mal geplant, das Gebäude abzureißen.
War das hier die letzten Tage mal Thema? Hatte die Tage leider keine Zeit großartig mitzulesen.

Bob!
February 14th, 2011, 03:47 PM
Baufortschritt am Leine-Center:

http://www.abload.de/img/14022011033_shiftn17xa.jpg

Plan des erweiterten Centers:

http://www.abload.de/img/leinecenterh719.jpg
Quelle: www.ECE.com (http://www.ece.com/shared/media/downloads/7213_de.pdf)

Zur Erinnerung: Die Bauarbeiten sollen im Oktober abgeschlossen sein.

Schnitzelesser
February 14th, 2011, 07:27 PM
Interessant. Davon hatte ich noch gar nichts gehört und vor Ort auch gar nichts mitbekommen.

Edit: Bzw. jetzt nach Ansicht des Prospekts fällt mir auf, dass ich davon doch schon etwas gehört hatte.