View Full Version : Berlin boomt wie es sich fuer eine Grossstadt gehoert


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Ludi
April 28th, 2007, 12:52 AM
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/archiv/28.04.2007/3230603.asp

Auf den Artikel beziehe ich mich bei meinem Post hier.
Ich wollt die Wirtschaft Berlins ansprechen. In dem Artikel wird davon erzaehlt das Berlin bereits 2009 zu den Wachstumsstaerksten Regionen Deutschlands gehoeren wird und wie die Ueberschrift sagt " bald sexy und reich"...
Wenn man andere Grossstaedte in der Welt anguckt haben eigentlich alle ein starkes Wachstum, das kommt schon allein von der Groesse her, Paris, London, Madrid, etc, alles Staedte die boomen, Berlin ist eigentlich gar nicht so verschieden zu diesen Staedten, Berlin wurde nur durch die Mauer zurueck geworfen und hatte in den letzten Jahren viele Veraenderungen und Nachbesserungen vollbringen muessen.
Z.B. wird der BBI gebaut, Berlin hat nun einen Zentralen Hauptbahnhof, die Ministerien kommen Jahr fuer Jahr mehr nach Berlin.
Und nun, naja, nun ist vielleicht wirklich die Wende geschaft.
Berlin hat vieles Reformiert, zusammen geworfen, den oeffentlichen Dienst in den letzten Jahren drastisch gekuerzt und die Kurve ging immer nach Unten, seit diesem Jahr gibt es wieder Wachstum, naechstes Jahr soll es schon wie in ganz Deutschland auch in Berlin mit der Wirtschaft voran gehen und 2009 soll Berlin schon einer der Spitzenreiter werden, wenn dann 2011 noch BBI kommt ist Berlin reif fuer ein neues WIrtschaftswunder in Berlin :nuts:

Was sagt ihr dazu?

DragonHRuffy
April 28th, 2007, 09:35 AM
Ist doch super ^^

Ich bin ja immer noch dafür, dass alle deutschen Unternehmen... Konzerne, ihren Hauptsitz aus München, Frankfurt, Düsseldorf, Bonn und so weiter in die Hauptstadt verlegen...

die Stadt hat den Vorteil, dass sie sich in alle Richtungen ausbreiten kann! In Dunkeldeutschland... rund um Berlin herum... gibt es eh nix... ^^

Tricky
April 28th, 2007, 01:24 PM
hahaha... ja, sehr gut.. traeumen kann man ja.

Meine Meinung: Ja, es geht aufwaerts mit Berlin - aber "Spitzenreiter"????... naja... dazu fehlen doch noch ein paar Googles und Microsofts etc (d.h. boomende Arbeitgeber)... und der soziale Mix stimmt in Berlin auch nicht (trotz vieler junger Menschen gibts sehr viele Alte, zu viele Arbeitslose & Sozialhilfe-Empfaenger und und und)... Groesse & Erfolg zeichnet sich darin aus, auch in einem wirtschaftlich schwierigem Umfeld zu bestehen und zu wachsen... Berlin ist meist die erste Stadt, die den Abschwung zu spueren bekommt, und die letzte, die am Aufschwung (meist in verminderter Form) teilnimmt. Das wird sich in den naechsten 2 Jahren nicht aendern... leider.

Und noch dazu kommt, dass wir mit der Bundesrepublik ein foerderales System haben, dass dazu gefuehrt hat, das der Rest der Republik Berlin 'hasst' und sich nicht mit der Stadt identifiziert, oder zumindest die Notwendigkeit erachtet, dass eine Hauptstadt auch als ein nationales Aushaengeschild zu verstehen ist. In anderen Laendern laeuft das alles etwas anders ab - soll heissen: London, Paris, und Madrid haben dieses "Problem" weniger (mit all seinen Vor-und Nachteilen).

mark1100
April 28th, 2007, 05:26 PM
Wenn in von Bitterfeld bis Zwickau 2012 vollbeschäftigung herrscht kann man in Berlin auch nichts ausschließen!

Ludi
April 28th, 2007, 06:12 PM
Naja, das 2009 berlin einer der SPitzenreiter sein wird ist eine Prognose vom IBB oder wie das Institut da heisst, und die lagen in den letzten Jahren immer richtig, meist wurden ihre Erwartungen sogar uebertroffen....
Was in der Vergangenheit passiert ist hat ja nichts mit jetzt und der ZUkunft zu tun. Dieses Jahr wird Berlin wohl um 2Prozent wachsen, so sehr wuchs Berlin seid 10 Jahren oder so nicht mehr.
Sicherlich, es gibt in Berlin kein Microsoft oder so, in Berlin wachsen gerade erst kleine Firmen heran. In Adlershof steigt die FIrmenzahl ununterbrochen und manchen von denen stellen jedes Jahr 100e neue Leute ein, einige von denen haben sicherlich das Potenzial in den naechsten Jahre zu recht grossen Firmen auf zu steigen.
ZUdem Boomt der Turismus weiter. AN allen Ecken werden Hotels neu gebaut.
Der BBI kommt nun auch und die Firmen sehen optimistischer in die Zukunft und sie trauen sich vielleicht mehr zu investieren, bzw auslaendische Firmen sehen das auch das der BBI kommt und investieren nun auch wieder mehr, wie z.b. das auf einmal angekuendigte Hochhausbaun am ALex...

pflo777
April 28th, 2007, 06:54 PM
Berlin bräuchte über über einen Zeitraum von 10-15 Jahren ein stabiles Wachstum von > 4% .

Wenn es das hätte, könnte es zu Städten wie Paris oder London aufschliessen.

Wenn man sich die Wachstumszahlen von Hamburg oder München ansieht, und mit den Wachstumszahlen von osteuropäischen Metropolen wie Warschau und Prag in Bezug setzt, MUSS das zu schaffen sein.

Dazu kommt, das Berlin von seiner Grösse problemlos 1 Million Menschen mehr, allein durch Nachverdichten und "auffüllen" von Baulücken unterbringen könnte.


Ich denke, sobald Berlin attraktive Jobs für junge Menschen anbieten kann, werden viel dorthin ziehen.
Bis auf den Makel, das man bisher schlecht was verdienen kann ist es nämlich eine Super Stadt...

DragonHRuffy
April 28th, 2007, 10:16 PM
Und nur mal so nebenbei... Berlin ist eine sehr offene und akzeptierende Stadt! Sie akzeptieren viele Minderheiten... mehr als in München oder sonst wo...

Viele Gruppen, die wirtschaftlich teilweise nicht unbedeutend sind... z.B. Homosexuelle, ziehen nach Berlin! Wowereit hat damit garnix zu tun,.... Berlin bietet Anonymität und hat einfach mehr Menschen, mehr Kultur und mehr zu bieten... das zieht diese Minderheiten an... und auch diese Menschen sind am Wirtschaftswachstum beteiligt ;)

Kampflamm
April 29th, 2007, 12:18 AM
Warmer Wirtschaftsboom?

pflo777
April 29th, 2007, 12:38 AM
und du bist dir sicher, das Berlin toleranter als münchen,immerhin heimat der Lederhosen ist?

http://www.gaymunich.de/galerie/events/20040919/167_6763.jpg

ich frag ja nur...

Unionstation13
April 29th, 2007, 03:35 AM
that is sexy. lol
any more of those pics?

DragonHRuffy
April 29th, 2007, 10:37 AM
Hey... Ihr schweift vom Thema ab!
Und die beiden da auf dem Bild sind naive Idioten, die sich ihre Probleme aus dem Alltagsleben weggesoffen haben!

Andi_777
April 29th, 2007, 11:54 AM
Hey hey - jetz mal einen Punkt: Lederhosen mit homosexuell in Verbindung zu bringen gefällt mir als Bayer net so! Dann könnt i ja meine nimmer anziehn! :-)

Zum Thema: Diesen Boom der uns gerade frisch ins Gesicht weht ist der schlichte, von uns Volkswirten so und so erwartete, stinknormale konjunkturelle 7-Jahre-Boom. Den gabs 1992 (noch stärker) und 2000 das letzte mal. Danach gings ganz simpel wieder in die nächste Rezession. Das ist Konjunktur. Die Zeitungen reden gern vom Neuen Wirtschaftswunder. Ich seh das nicht so recht. Es geht gut derzeit! Die Arbeitslosigkeit können wir wohl um eine ganze Mio drücken. Man darf natürlich dabei nicht vergessen: in drei Jahren ham wir uns diese Mio wieder auf den Bauch geschlagen und zusätzlich natürlich unseren strukturellen Arbeitslosenstock von derzeit um die 3 - 3,5 Mio nochmals - wie das in D seit Dekaden so läuft - kräftig aufgestockt. 2015 rum können wir im nächsten Boom dann unsere Arbeitslosigkeit wieder um eine Mio drücken (dann halt statt auf 3,5 auf 4,0 Mio).
So läufts.
Strukturell! tut sich in D praktisch nix.

pflo777
April 29th, 2007, 01:02 PM
strukturell hat sich doch einiges getan in D, oder?

1. D hatte über die letzen 10 jahre extrem moderate lohnzuwächse und ist in dieser hinsihct wieder wettbewerbsfähig.
2.Die Gewerkschaften haben extrem an macht verloren, und tun dies auch weiterhin.
3. Durch die EU erweiterung ist D in einer ganz anderen ausgangssituation wie 1992 oder 2000.
4. Der politik ist klar geworden, dass das gieskannenprinzip in kombination mit dem prinzip hoffung beim aufbau ost gescheitert ist.
Man besinnt sich auf die Cluster -Theorie und veruscht, gezielt kerne zu fördern----dies geht einher mit der bekenntniss zu "Leistungsträgern" : Man bekennt sich zu Elite-universitäten, Top-Standorten und zum Wachstum allgemein. Etwas, das in den 90er noch als "arrogant" oder so ähnlcih gesehen wurde.

Aber ich lass mich gerne aufklären falls es doch viel schlimmer ist, als ich denke, also nur zu andi777

erbse
April 29th, 2007, 04:11 PM
Darüber hinaus hat man meiner Meinung nach an der Spitze einiges vollbracht - Immerhin können wir stolzerfüllt berichten, dass wir unsere 1. Kanzlerin haben!! Wenn das mal keine Strukturverbesserung ist :)

pflo777
April 29th, 2007, 04:17 PM
Nur strukturpolitisch bewegt die grosse Koalition goar nix.....

DragonHRuffy
April 30th, 2007, 09:24 AM
Außerdem gab es 1992 noch kein Hartz IV... jetzt bemühen sich einige Gemüter vielleicht auch mal... etwas selbst in die Hand zu nehmen!

Immer diese Pessimisten... manchmal glaube ich, dass die daran schuld sind, dass es Deutschland so schlecht geht!! Optimismus hat auch nen psychischen Effekt und wenn dann so ein Bayer kommt und sagt, "Dass ist nur alle 7 Jahre einmal so!", könnt ich schon wieder kotzen...

Volksschädlinge!

Golden Age
April 30th, 2007, 05:40 PM
Und noch dazu kommt, dass wir mit der Bundesrepublik ein foerderales System haben, dass dazu gefuehrt hat, das der Rest der Republik Berlin 'hasst' und sich nicht mit der Stadt identifiziert, oder zumindest die Notwendigkeit erachtet, dass eine Hauptstadt auch als ein nationales Aushaengeschild zu verstehen ist.

Ich kann keinen Berlin-Hass hierzulande ausmachen, wohl eher eine gewisse Gleichgültigkeit, da jede Stadt so ein bisschen sein eigenes Süppchen kocht. Ein föderales System fördert nunmal einen viel stärkeren Wettbewerb zwischen den Städten und das kann Berlin nur zugute kommen, da es sich stets aufs Neue behaupten bzw. neu erfinden muss um mit München, Hamburg und Frankfurt mitzuhalten. Dies ist viel besser als wie in England/Frankreich, wo Städte wie Birmingham, Manchester oder Lyon veröden während London & Paris als Riesenstaubsauger fungieren.

Außerdem was fehlt Berlin denn deiner Ansicht noch alles um als nationales Aushängeschild zu gelten? Man braucht doch jetzt schon merh als eine Woche um alle Monumente, Museen, Prachtboulevards zu besichtigen..

erbse
April 30th, 2007, 08:37 PM
Klasse, dass es hier Leute gibt, die unserem Natonalstolz/Patriotismus zuträglich sind! ;)
Das habe ich vorallem und besonders bei der letztjährigen Fussi-WM feststellen können: Die Deutschen können auch gemeinsam! Es wird merkwürdigerweise hauptsächlich durch die Medien immer diese angeblich miesepetrige Grundeinstellung der Deutschen publiziert. Wenn man aber (gerade auch beim aktuell grandiosen April-Wetter) mal diese ewige Pessimismus-Brille ablegt, merkt man, wieviel Frohnatur in den Teutonen steckt.

Und dann kommen wieder so dahergelaufene Sonderlinge, die in Foren wie diesen beweisen müssen, was für ein erbärmliches Land das doch ist, in dem wir leben. In diesem Fall erklärt sich mir weder der Sinn und Zweck noch das Motiv für derartige Zeitverschwendung. Also: Lieber mal eine Runde um's Kiez mit Abstecher zum Döner an der Ecke laufen und so die negativen Energien loswerden.
Amen! :)

Ludi
May 1st, 2007, 12:58 AM
jo, in deutschland laeuft es verdammt gut, viele wissen gar nicht wie gut es uns eigentlich geht im vergleich zum rest der Welt, aber die Deutschen muessen immer rumnoelen, wenn wir eines tages keine Arbeitslosen mehr haben und alles perfekt ist, wuerde wahrscheinlich immer noch jeder irgendwie ueber irgendwas rum heulen.
Naja, wollen wir ja mal wieder zum Thema zurueck...
Grossstaedte wachsen an sich ja eigentlich immer, wenn man sich in der Welt umschaut gibt es kaum millionenstaedte mit mehr als 3 millionen Einwohner oder so wo die wirtschaft schlecht laeuft.. , Berlin war mal eine Stadte wo es schlecht lief, aber nun wurden die Wunden der trennung, der vielen Verluste durch die geschichte so gut wie geheilt und es kann bergauf gehen....

Golden Age
May 1st, 2007, 02:49 PM
Und dann kommen wieder so dahergelaufene Sonderlinge, die in Foren wie diesen beweisen müssen, was für ein erbärmliches Land das doch ist, in dem wir leben.

Ich finde es durchaus patriotisch auf strukturelle Misstände hierzulande hinzuweisen. Es geht doch darum sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen und sich für die Zeit NACH einer Konjunkturwelle vorzubereiten. Wie ich denke wird absolut ausreichend darüber berichtet, dass man Exportweltmeister, Reiseweltmeister und Weltmeister im Ausrichten von Fussball-Weltmeisterschaften ist. Das sind sehr positive Aspekte, aber wie heisst es so oft "man macht die grössten Fehler in Zeiten des Erfolgs"...

Die grosse Koalition lässt leider zu viele wichtige Reformen unangetastet.

1) Komplette Reform des Steuersystems d.h. Vereinfachung, Entbürokratisierung und Streichung von Ausnahmen. Dies wäre eine enorme Entlastung für den grössten Jobmotor schlechthin, den Mittelstand. Die Ideen von Friedrich Merz sollten hier maßgebend sein.

2) Wegfall von jeglichen ineffizienten Subventionen d.h. Kohle, Gieskannen-Solidaritätsausgleich Zahlungen, unweltfeindlichen Technologien. Viel wichtiger ist es wachsende Jobzentren wie Dresden, Potsdam oder Weimar gezielt zu unterstützen.

3) Erhöhte Unterstützung von Zukunftsindustrien bzw Forschung: Umwelttechnologie (alternative Energien), Pharma bzw. Gesundheitsindustrie, Chip-Hersteller (Silicon Saxony), moderner öffentlicher Verkehr

4) Arbeitsmarktreform/Bildungsreform: Die Bundesagentur für Arbeit ist viel zu langsam in seiner Arbeit. In Deutschland herrscht ein Mangel an Ingenieuren, Physikern, Maschinenbauern, Informatikern und trotzdem brechen noch viel zu viele Schüler ihre Lehren ab bzw. fallen durch bzw. studieren völlig falsche Studiengänge.

5) Föderalsimusreform II: Wo bleibt diese vielversprechende Entflechtung von den Finanzen auf Landes- und Bundesebene? Hier wird viel zu träge gearbeitet und hofft wahrscheinlich auf den baldigen Rücktritt Stoibers, der hier am meisten Ideen einbringen wollte.

6) Sicherung des Sozialstaats: Ohne Nachwuchs kann ein Sozialstaat nicht funktionieren. Frankreich und Schweden haben viel bessere Versorgungsmöglichkeiten in Form von Kitas etc und haben 30-40% höhere Geburtenraten. Wieso muss man hierzulande erst immer eine Grundsatzdebatte führen bevor etwas geschieht?

Andi_777
May 1st, 2007, 03:47 PM
Da muss ich natürlich jetzt nachsetzen.
Als Pessimisten oder Antipatrioten lass gerade ich mich immerhin ungern abstempeln. Allein das Zimmer in dem ich jetzt grade sitz würd schon ein ganz anderes Bild liefern.

Nur muss man einfach die Realität sehen, das Ganze umsehen. Es bringt doch wenig, jahrelang vor sich hin zu murren dass nichts vorwärts geht in unserm schönen Land und dann wenn die Konjunktur wieder anspringt, die Presse überschäumt vor Lob und den Menschen das Blaue vom Himmel verspricht sich in einen Hype zu versetzen und völlig in den Hinterkopf zu verdrängen, dass wir in zwei Jahren wieder vor dem nächsten Abschwung stehen.
In der Hochkonjunktur heißt es Handeln, damit wir vorbereitet sind auf die nächste Rezession. Strukturen lassen sich nur aufbrechen, wenn die Wirtschaft im Aufbruch ist und der Staat sein Korsett zumindest etwas lockern kann. Man darf nicht vergessen: selbst alte Keynesianer wie man sie auch in der Linken zu häufig antrifft müssten wissen, dass man im Boom spart. Wir müssen uns ja gar drüber freuen etwas weniger auf Pump zu leben als sonst - von Sparen keine Rede! Aber der Schuldenstand ist nicht Deutschlands Problem. Damit haben wir Brüder in der ganzen Welt.
Deutschlands Probleme sind weitaus ernster und wer sich in die Materie eindenkt (die Presse hilft dabei wenig), der sieht viel Schwarz. Wer sich aber eindenkt, der sieht auch viele Ansätze.
Der Politik sind diese Ansätze durchaus bekannt. Doch umgesetzt wird kaum etwas. Da muss man Lohnforderungen von +6,5% in der SZ lesen, Warnstreiks... die Strukturen verhärten sich Jahr um Jahr - ganz entgegen dem was wir nötig hätten um wieder Luft zu schnappen. Mit jeder erhöhten Lohnforderung über der Preissteigerung kappen wir uns einen riesen Ast an nachgefragter Arbeitskraft ab. Die Lohnlatte steigt und alle an denen sie vorbeizieht fallen in die dauerhafte Arbeitslosigkeit. Vor 15 Jahren noch sahen sich Niederlande größeren Arbeitsmarktproblemen gegenüber. Vor 15 Jahren schon erkannten sie dass man den Markt nicht zwingen kann. In den Niederlande herrscht relative Vollbeschäftigung. Trotzdem setzten die Gewerkschaften dort die letzten zwei Jahre Lohnerhöhungen aus - wissend, dass das der einzige Weg ist um Arbeit zu halten. In Deutschland will die Gewerkschaft sich aber doch lieber am Boom beteiligt wissen. Die Unternehmen machen doch satte Gewinne! Die Arbeitskräfte sollen auch profitieren! Es will nicht verstanden werden, dass Kapital nicht Deutsch ist. Es sucht sich weltweit die besten Bedingungen sich zu vermehren. Wir müssen uns anpassen uns ausrichten darauf attraktiv zu sein für Investitionen. Jetzt im Boom die Löhne um 4% anheben? Wer glaubt ernsthaft in zwei, drei Jahren wenn die Konjunktur wieder rückwärts fährt lassen die Gewerkschaften die Löhne wieder runterdrücken?!
Jede Arbeit hat einen Preis der sich auf dem Arbeitsmarkt bildet. Wird dieser als zu ungerecht empfunden, so ist es Sache des Staates mit Umverteilung etwas mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Das Schlimmste was man tun kann ist den Markt zwingen zu wollen. Er lässt sich nicht zwingen mehr für ein Gut Arbeit zu zahlen als es Nutzen verspricht. Ist es zu teuer, wird es nicht in Anspruch genommen. Unsere Arbeitslosigkeit ist FIX!!! Nie wieder wird es soviel Nachfrage nach Arbeit geben dass der Preis (Lohn) dafür soweit steigt um alle Arbeitskraft zu kaufen! Wir sind nicht alleine - die ganze Welt ist bereit zu arbeiten.


(Es gibt Vorschläge. Beispiel: die Lohnaufzwingung der Gewerkschaften zu beenden und den natürlichen Lohnbildungsprozess freien Lauf zu lassen. Jede Arbeitskraft hat seinen Preis und sei es nur 2 Euro in der Stunde. Aufgabe des Staates ist es jedem NACH DER LOHNBILDUNG das zu verschaffen was er für ein Leben benötigt. Durch Umverteilung. Jegliche Berechnung durch volkswirtschaftliche Forschungsinstitute verspricht viel geringer Ausgaben für den Staat wenn er auf geringe Löhne staatliche Aufschläge vergibt, statt dieser Arbeitskraft zu verbieten sich anzubieten und diese dafür mit Sozialgeld auszuzahlen. Wir könnten Produktivität und BIP in ungeheurem Ausmaß steigern und alle Kraft in Lohn und Brot versetzen.)

Ich möchte hier nicht als Schwarzseher abgestempelt werden oder als jemand der sich gern aufplustert und andern was unter die Nase reibt. Aber das is halt nun mal genau mein Beruf. Mit genau dieser Materie beschäftige ich mich, kenn ich mich nun mal aus. Aber wen's nicht interessiert der darfs gern überlesen.

erbse
May 1st, 2007, 07:23 PM
Gegen objektive, strukturierte Kritik am System habe ich rein gar nichts einzuwenden. Ich rate nur von zutiefst demotivierenden Aussagen á la "Deutschland stinkt nach Exkrementen" oder "Was soll ich denn noch in Deutschland?" ab. Nicht dass ich grundsätzlich was gegen diese Meinungen hätte, von mir aus sollen dementsprechend die Leute so denken.

Nur bringt uns sowas in einem Forum wie diesem kein Stück weiter - Zudem sticht so ein sinnentleerter Geistesausfluss 10mal mehr aus einem Thread als ein durchdachter Beitrag von solchen, die sich Gedanken machen. Also bitte unterlassen.

P.S.: Andi - Da du mich jetzt nunmehr so neugierig gemacht hast, was machst du denn beruflich? Wirtschaftsingenieur? (Falls ich was verpasst hab beim Überfliegen, bin ich dankbar für den Hinweis) ;)

Kampflamm
May 1st, 2007, 07:38 PM
Hat Andi etwa eine Reichskriegsflagge an der Wand?

erbse
May 1st, 2007, 07:40 PM
Selbige Frage stellte sich mir ebenfalls ^.^
Vielleicht mag er uns ja selbst mal aufklären.

Kampflamm
May 1st, 2007, 07:48 PM
Von den Holländern könnte man was lernen. Da kooperieren Gewerkschaften, Politik und Arbeitgeberverbände im Sozialwirtschaftlichen Rat. Hier in D'land geht's ja eigentlich immer nur drum, dass man den anderen austrickst und extra Kohle kriegt. Ob man diese Einstellung ändern kann ist aber mehr als fraglich.

Golden Age
May 2nd, 2007, 11:28 AM
Wirklich ärmlich das Niveau in diesem Forum. Wo sind denn Eure konstruktiven, sachlichen Vorschläge wie's im Land vorangehen soll? Lieber am Status Quo festhalten und hoffen, dass alles gut geht? In Zeiten der Globalisierung wäre so eine Strategie fatal. Bob Dylan hat mal gesungen: "You better learn how to swim or you'll sink like a stone cause the times they are a' changing"!!!!

DragonHRuffy
May 2nd, 2007, 03:15 PM
Wir können von jedem etwas lernen... es gibt immer Länder, die als Vorbild dienen... und immer Länder, die als schlechtes Beispiel dastehen... somit wissen wir, was wir nicht tun sollten und was ja! ^^

Andi_777
May 2nd, 2007, 03:43 PM
zwomal gepostet..

Andi_777
May 2nd, 2007, 03:44 PM
Eine Reichskriegsflagge hab ich nicht an der Wand - eine 1x2m EU Flagge rechts von mir und als ich des gestern geschrieben hab lag links von mir Sinns "Ist Deutschland noch zu retten" (gut geeignet für jedermann im übrigen! sehr empfehlenswert, auch wenn die ersten Stunden lesen einen ziemlich fertig machen können - ist aber auch gespickt von guten Ansätzen) im im Übrigen SchwarzRotGoldnem Einband und die WiWo. Bin Student (Volkswirtschaftslehre) und hab grad mein Praktikum beim Wirtschaftsministerium fertig. Und da gibts nunmal viel zu beklagen bzw. -> zu verbessern. Für den der am Drücker is: Arme hochkrempeln. Aber in der Politik sitzen halt doch nur Juristen.
In dem Forum bin ich aber schlicht als !Berlinpatriot! und werd mich deswegen jetz besser wirtschaftlichen Threads enthalten.

http://ww2.tvp.pl/images/2006/06/07/445144/img300.jpg

Das hätt ich übrigens auch noch an der Wand falls meine Freundin da nix dagegen hätt :-)

edit @ DragonHRuffy: Du kannst von mir aus glauben was du willst - dieser Boom bleibt deshalb trotzdem ein zyklisches Hoch. Kannst mich auch gerne weiter als "Volksschädling" bezeichnen, aber etwas über 3 Jahre sollte man halt schon hinausblicken. Tipp: kauf dir das Buch, das ich grad erwähnt hab, es gibt schonmal einen guten Einblick in unsere Lage. (Nein ich krieg nix für diese Promotion ;-) Und alles sollte man darin auch nicht ohne infragezustellen hinnehmen.)

Ludi
May 2nd, 2007, 07:47 PM
hier sollte es eigentlich speziell um Berlin gehen und net um deutschlandflaggen und nackte frauen :bash: ^^

http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/bild-umzug-hamburg/101300.asp

hier wieder was neues, die "Bild-Zeitung" will mit ihrem gesammten Verlag nach Berlin von Hamburg mit ca 700 Mitarbeitern ziehen.
Dadurch wird wieder bewiesen das Berlin sexy und anziehend ist :nuts:
Sry Hambursch, aber Berlin ist back :lol:

Ludi
May 5th, 2007, 12:26 AM
http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/05.05.2007/3244077.asp

40000 freie stellen in Berlin, es werden immer mehr qualifizierte Arbeitskraefte gesucht....
Da sieht man mal das die Bildung sehr wichtig ist...
Der Aufschwung geht weiter :)

Max BGF
May 5th, 2007, 11:49 AM
Wirklich ärmlich das Niveau in diesem Forum. Wo sind denn Eure konstruktiven, sachlichen Vorschläge wie's im Land vorangehen soll? Lieber am Status Quo festhalten und hoffen, dass alles gut geht? In Zeiten der Globalisierung wäre so eine Strategie fatal.Überflüssig!
Deutschland geht es immer gut, wenn und wo die Schwarzen regieren.
Nötige Reformen wurden immer von links bzw. deren Mobilisierung der Straße blockiert. Dafür hat das Pack die staatlichen Kosten sukzessive hochgetrieben.

Doch für nach Daseinsberechtigung lechzende Lehrer und Journalisten ist diese Wahrheit zu einfach, weshalb das Volk erst kompliziert verblödet werden muß.

Würden die sozialistischen Bundesländer endlich von ihrem egoistischen Geldnehmerroß herunterkommen und erfolgreiche Politik aus Bayern, BW oder Hessen kopieren, dann flössen Milch und Honig landauf landab. So wie Hamburg und Saarland den Hebel umgelegt haben. Wenn neben einer absoluten Unionsmehrheit die Liberalen auch noch 20% bekämen, wärs auch kein Schaden.

Welfe999
May 5th, 2007, 12:02 PM
Alles was Deutschland brauch ist ein neuer Krieg... den wir dann aber auch gewinnen sollten. Daher schlage ich Feinde vor wie Tadschikistan, Tuvalu, Jamaika, Frankreich oder den Sudan.

Hoddao
May 5th, 2007, 01:43 PM
Alles was Deutschland brauch ist ein neuer Krieg... den wir dann aber auch gewinnen sollten. Daher schlage ich Feinde vor wie Tadschikistan, Tuvalu, Jamaika, Frankreich oder den Sudan.

Ich bin überrascht, dass du Polen nicht genannt hast.

Tricky
May 5th, 2007, 03:54 PM
angeblich kann Berlin (mit etwas Glueck) bereits im naechsten Jahr (2008) statt wie bisher vorhergesehen ab 2009, ganz OHNE neue Schulden auskommen .... wohlgemerkt ohne NEUE schulden, soll heissen: keine zusaetzliche Neuverschuldung. Ab 2011 ist dann erstmalig an einen Schuldenabbau des EUR 61 Mrd umfassenden Schuldenberges zu denken. ... weiter so!! Wenn es so weiter geht, koennte Berlin ja vielleicht doch eines Tages schuldenfrei sein... LOL... vielleicht ab 2040???? ... und dann gaebe es genug Geld fuer senats-eigene Prestige-Projekte (z.B. Super-Airport fuer 100 Mio Passagiere, 400m Wolkenkratzer, etc. etc.) hehehe

Cheers.

Ludi
May 5th, 2007, 09:18 PM
Alles was Deutschland brauch ist ein neuer Krieg... den wir dann aber auch gewinnen sollten. Daher schlage ich Feinde vor wie Tadschikistan, Tuvalu, Jamaika, Frankreich oder den Sudan.


1.Es geht hier um Berlin
2. deine Wahnsinigen Forderungen kannst du bitte unterlassen
3. ein Krieg wuerden den Wohlstand in Deutschland und der EU wieder auf 0 herunter bringen und all das wieder zerstoeren was wir bis heute aufgebaut haben
4. du solltest dich mal mit Geschichte beschaeftigen, dann wuesstest du das Kriege ein Land im Endefekt so gut wie noch nie voran gebracht haben und das Kriege nur Zerstoerung und Mord und Todschlag bringen.
5. Wozu bitte Kriege, geniesst das leben und lebt im Frieden,"leben und leben lassen"...

mark1100
May 6th, 2007, 11:19 AM
http://i19.tinypic.com/4utli6f.jpg

Binnen weniger Monate wird die komplette Küste mit all Inclusive Burgen zugebaut!

ZZ-II
May 6th, 2007, 01:30 PM
hä?

Golden Age
May 6th, 2007, 03:53 PM
Überflüssig!Deutschland geht es immer gut, wenn und wo die Schwarzen regieren.

Überflüssig sind hier nur Diskussionen über Reichkriegsflaggen, Kriege und Claudia Schiffer Poster. Das meine ich mit ärmlichen Niveau.

Aber zurück zu deiner Anmerkung. Die CDU regierten Länder machen in der Tat vieles richtig. Besonders Entscheidungen in der Bildungs-, Sozial- und Wirtschaftspolitik zeugen von weitaus mehr Kompetenz und Erfolgen als die SPD Länder. Diesen Trend sieht man nicht nur in Bayern, BaWü und Hessen, sondern besonders in Sachsen und NRW.

In der Bundespolitik ist der Trend längst nicht so deutlich. Gerade Kohl hat mit seinem Gieskannen-Solidarpakt für den Osten, Milliarden, wenn nicht Billionen, in den Sand gesetzt. Es zeigt sich, dass es deutlich ertragreicher gewesen wäre Zentren wie Dresden, Berlin und Leipzig zu stärken als jedem kleinen Kaff in MäcPomm erstklassige Bahnhöfe, Kindergärten zu ermöglichen. Zudem ist der gegenwärtige Aufschwung durchaus auch ein Verdienst Schröders (der ansonsten ganz und gar nicht mein Fall war). Er setzte sich gegen die Widerstände der Gewerkschaften und der eigenen Partei (wie auch vielen Teilen der Öffentlichkeit) für die grösste Arbeitsmarktreform der letzten 20 Jahre durch. Die Reform zeigte keine Kurzzeiterfolge, aber war ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl, dass es so nicht weiter gehen konnte. Tortzdem ist der jetzige Aufschwung sicherlich viel eher ein Resultat der "schlankeren" deutschen Firmen und einer Fixierung auf Zukunfsmärkte (Stichwort Klimawandel) und Automatisierung (Maschinenbau). Merkel wird's egal sein, ihre Wiederwahl scheint bereits in Stein gemeisselt.

Kampflamm
May 6th, 2007, 03:58 PM
Merkel wird's egal sein, ihre Wiederwahl scheint bereits in Stein gemeisselt.

Na ja, eine Linkskoalition mit Beck, Roth und Lafontaine könnte leicht eine Mehrheit erhalten. Dann gehen hier endgültig die Lichter aus.

Welfe999
May 7th, 2007, 08:30 AM
1.Es geht hier um Berlin
2. deine Wahnsinigen Forderungen kannst du bitte unterlassen
3. ein Krieg wuerden den Wohlstand in Deutschland und der EU wieder auf 0 herunter bringen und all das wieder zerstoeren was wir bis heute aufgebaut haben
4. du solltest dich mal mit Geschichte beschaeftigen, dann wuesstest du das Kriege ein Land im Endefekt so gut wie noch nie voran gebracht haben und das Kriege nur Zerstoerung und Mord und Todschlag bringen.
5. Wozu bitte Kriege, geniesst das leben und lebt im Frieden,"leben und leben lassen"...

1. Die Rauchshauptstadt ist einfach nicht mehr das was sie mal war. Hätten wir den Krieg gewonnen, sehe das anders aus.
2. Krieg? Krieg!
3. WENN wir verlieren.... wenn.
4. Zerstörung, ja. Mord, ja. Todschlag, ja. Na und?
5. Du Hippie, wäääh.

P.S. Berlin sollten wir als Zeichen der Freundschaft Polen übergeben... wir holens uns später ja eh wieder zurück

DragonHRuffy
May 7th, 2007, 09:54 AM
Seid ihr bescheuert? Tragt euren Schnickschnack in einem anderen Forum aus...

hier gehts um Städte und Architektur... und das Thema ist nun mal Berlin und der zukünftige Wirtschaftsaufschwung und nicht "neuer Krieg"...

Wenn ihr sonst keine Beschäftigung findet, verschwindet aus dem Forum, sonst wird einfach dafür gesorgt, dass ihr verschwindet!

pflo777
May 7th, 2007, 10:38 AM
nein, dafür wird nicht gesorgt.....

Welfe kann nicht vernichtet werden....und er hat vollkommen recht.

Nur die Weltherrschaft kann Berlin den Glanz zurückgeben, den es seit jeher verdient hätte.


Na ja, eine Linkskoalition mit Beck, Roth und Lafontaine könnte leicht eine Mehrheit erhalten. Dann gehen hier endgültig die Lichter aus

Eine solche Koalition wäre verfassungswidrig--schliesslich ist eine Regierung verpflichtet zumindest den Anschein zu wahren im interesse des eigenen Landes bzw. der Bevölkerung zu handeln....

Andererseits, vielliecht befreien uns dann die amerikaner wieder mal von unserem selbst verschuldeten Schlamassel und installieren eine neue konservative regierung ...wer wäre als neuer Adenauer geeigent?

coolminx
May 7th, 2007, 12:30 PM
Berlin mausert sich schon munter, allerdings koennte eine koalition aus Beck, Roth und Lafontaine, im grunde nichts anderes als ein terroranschlag, derlei bremsen ;)

Andi_777
May 8th, 2007, 04:26 PM
Elendige Scherzkekse ;-)
Aber Becks Bauch könnt uns durchaus noch blühen...

Kampflamm
May 8th, 2007, 05:05 PM
Sollte Beck gewählt werden, muss die Bundeswehr eingreifen (hoffentlich mit Unterstützung des Bundespräsidenten).

Max BGF
May 8th, 2007, 11:10 PM
Hallo Träns :cheers:

George W. Bush
May 11th, 2007, 08:28 PM
Berlin bräuchte über über einen Zeitraum von 10-15 Jahren ein stabiles Wachstum von > 4% .

Wenn es das hätte, könnte es zu Städten wie Paris oder London aufschliessen.

Wenn man sich die Wachstumszahlen von Hamburg oder München ansieht, und mit den Wachstumszahlen von osteuropäischen Metropolen wie Warschau und Prag in Bezug setzt, MUSS das zu schaffen sein.Ich bezweifle daß Berlin so schnell in die Spitze aufschießen kann. Berlins Wirtschaftskraft pro Kopf ist sehr weit von den deutschen Spitzenreitern unter den großen Städten entfernt, meines Wissens nach ist diese mehr oder weniger nur halb so hoch wie die von Hamburg und München. Ähnliches gilt wenn man Paris oder London mit in den Vergleich hineinzieht.

Ehrlich gesagt bin ich persönlich auch nicht unbedingt scharf auf einen Berliner Boom. Die Mieten und Lebenshaltungskosten sind hier noch relativ günstig, anders als in München, Paris oder London. Und verdienen tut man hier auch jetzt nicht schlecht.

pflo777
May 11th, 2007, 08:42 PM
bei einem wirtschaftswachstum von 4% über 16 jahren würde sich die wirtschaftsleistung auch in etwa verdoppeln, wäre also an der spitze....

Und naja, in der regel steigt dann ja alles, also nciht nur mieten, sonder auch löhne...zumindest ist es das, was London oder Paris ausmacht....das man gut bis sehr gut verdient....

George W. Bush
May 13th, 2007, 07:07 PM
bei einem wirtschaftswachstum von 4% über 16 jahren würde sich die wirtschaftsleistung auch in etwa verdoppeln, wäre also an der spitze....4% dürften rein rechnerisch nicht ganz ausreichen ... zumal die anderen Städte kaum so freundlich sein werden jahrzehntelang auf heutigem Stand zu verharren damit Berlin sie irgendwann einmal einholt. Das müßte schon ein Boom von irischem Kaliber sein (vielleicht kein schlechter Vergleich wenn man bedenkt daß die Bevölkerungen Irlands und Berlins ungefähr gleich groß sind).

Und naja, in der regel steigt dann ja alles, also nciht nur mieten, sonder auch löhne...zumindest ist es das, was London oder Paris ausmacht....das man gut bis sehr gut verdient....Ja schon. Lebenshaltungskosten und Kaufkraft stehen natürlich in einem gewissen Zusammenhang. Aber erfahrungsgemäß ziehen die Miet- und Immobilienkosten in Boom-Regionen schneller an als Löhne und Gehälter. In München sind die Mieten gut und gern um die Hälfte höher als in Berlin, ganz bestimmt verdient man dort aber nicht 50% mehr als in Berlin (vielleicht 10-25% mehr). Dort muß man wohl oder übel einen größeren Anteil seines verfügbaren Einkommens für das Wohnen abzwacken als anderswo.

pflo777
May 13th, 2007, 07:40 PM
4% dürften rein rechnerisch nicht ganz ausreichen ... zumal die anderen Städte kaum so freundlich sein werden jahrzehntelang auf heutigem Stand zu verharren damit Berlin sie irgendwann einmal einholt. Das müßte schon ein Boom von irischem Kaliber sein (vielleicht kein schlechter Vergleich wenn man bedenkt daß die Bevölkerungen Irlands und Berlins ungefähr gleich groß sind).


Also, hab extra nochmal Excel( was für ein sch... Programm ) bemüht;

Du brauchst 17 jahre, damit sich die Wirtschaftsleistung bei 4% Wachstum verdoppelt.
Und ja, es ist richtig, das alle anderen nicht schlafen....nur, die schlafen jetzt und bis jetzt auch schon nciht, und berlin ist praktisch nicht gewachsen....

Also lieber konstant 4% als konstat 0% ...;)

Ich denke nur, das eine komplett andere denkweise, eine komplett andere politik in Berlin nötig wären, um ein wirtschaftswachstum von stabil 6 oder 7% zu ermöglichen. Dazu bräuchte man eine unglaublich agressive, zielgerichtete und unternehmerfreundliche Standortmarketing....eben so wie in Irland ;)
Ich fürchte, das bekommt Berlin nicht hin....auch wenn ichs ihm wünschen würde...

George W. Bush
May 13th, 2007, 08:11 PM
Also, hab extra nochmal Excel( was für ein sch... Programm ) bemüht;

Du brauchst 17 jahre, damit sich die Wirtschaftsleistung bei 4% Wachstum verdoppelt.
Und ja, es ist richtig, das alle anderen nicht schlafen....nur, die schlafen jetzt und bis jetzt auch schon nciht, und berlin ist praktisch nicht gewachsen....

Also lieber konstant 4% als konstat 0% ...;)

Ich denke nur, das eine komplett andere denkweise, eine komplett andere politik in Berlin nötig wären, um ein wirtschaftswachstum von stabil 6 oder 7% zu ermöglichen. Dazu bräuchte man eine unglaublich agressive, zielgerichtete und unternehmerfreundliche Standortmarketing....eben so wie in Irland ;)
Ich fürchte, das bekommt Berlin nicht hin....auch wenn ichs ihm wünschen würde...Gemeint war das Aufsteigen in die Spitzengruppe. Dazu werden selbst 4% mittelfristig nicht ausreichen, mal vorausgesetzt daß der Rest Deutschlands -- wie zur Zeit -- nur halb so schnell wächst. Und man muß wohl zugeben daß die Erwartung auf ein solches Wachstum im Hinblick auf das bisherige Geschehen in Berlin außerordentlich optimistisch ist (aber nichts gegen Optimismus :-)

George W. Bush
May 15th, 2007, 02:24 PM
Wie's der Zufall gerade wollte lief gestern im Fernsehen eine Sendung welche Berlin und Singapur einander gegenüberstellte.
Was mir am meisten ins Auge stach war der unbedingte Aufstiegs- und Leistungswille welcher fest in der Mentalität der Einwohner Singapurs verankert ist, und zwar nicht nur punktuell sondern in der breiten Bevölkerung. Dazu der allgemeine Konsens daß ein im besten Sinne des Wortes den Leistungswillen fördernder effektiver Staat mit einem hinreichenden (aber nicht überbordenden und narkotisierenden) Wohlfahrtsniveau den Rahmen dafür schafft. Im Grunde also nichts neues, das alte Lied vom "mehr fördern und fordern".
Wo's klappt, da klappt's halt. Vielleicht auch mal hier.

PS:
Singapur soll abgeblich seit Staatsgründung noch nie ein Haushaltsdefizit eingefahren haben. Für den Berliner Finanzsenat (und alle anderen Finanzressorts in Deutschland) sicherlich eine schockierende Nachricht. :laugh:

pflo777
May 15th, 2007, 03:09 PM
Sehr gutes Beispiel.

Dieser leistungswille ist es, der städte wie Singapur, Hong Kong ( generell die meisten asiatischen Grosstädte) grossgemacht hat, und jetzt auch in vielen osteuropäischen Städten zu spüren ist.
London gehört auch dazu.
In Berlin vermisse ich diesen Biß etwas. Diese auf teufel komm raus an die spitze wollen, das ist in der Stadt nicht da.
Man will zwar weltstadt sein, aber wie mans macht weis man nicht so ganz.

Im Prinzip kann und muss Berlin sich einfach in zukunft für nix zu schade sein und einfach jede Chance beim Schopf greiffen, dann wirds was. Ist ja bei ganz anderen Städten auch was geworden....

Andi_777
May 15th, 2007, 05:33 PM
Unter "jeder Chance" versteh ich zB. auch die LoveParade - aber Berlin kann auf diesen Besucherstrom ja anscheinend verzichten...

Ludi
May 15th, 2007, 07:44 PM
das mit der Loveparade ist echt eine Katastrophe in meinen Augen fuer Berlin und genauso mit dem live Earth Konzert das jetzt Hamburg bekommen hat, in dem Punkt hat der Senat wirklich vollkommend verkackt!
Berlin will und ist eigentlich Medienhauptstadt und das wurde in letzten Jahren auch immer wieder bestaetigt, aber man darf sich net zurueck legen und die ganzen grossen Partys sausen lassen die Berlin zu dem gemacht haben.
WIrklich eine Schande fuer den Wowi und den Senat.
Ich bin sonst immer ganz zufrieden mit Wowi und so gewesen, aber das ist wirklich ein Armutszeugnis fuer den Wowi und den Senat...

Und das mit dem Aufstiegswille, jo die Berliner koennen nur rumnoelen und das wird von vielen Politikern und Zeitungen, etc noch ver 10 facht durch Horrornachrichten und jedes gute Zeichen wird gleich wieder durch Horrorgeschichten futsch geredet...

Kampflamm
May 15th, 2007, 08:48 PM
Wowi sollte mal lieber Schulden abbauen anstatt irgendwelche Öko-Konzerte in die Stadt zu holen.

George W. Bush
May 15th, 2007, 09:39 PM
Berliner Landespolitik war schon immer von einem besonderen Kaliber.
Hätte Gregor Gysi damals nicht sein Amt als Wirtschaftssenator schon nach einem halben Jahr hingeschmissen wäre vielleicht alles ganz anders gekommen und Berlin heute ein Spiegelbild Singapurs.

Andi_777
May 16th, 2007, 12:40 PM
LOL - eher ein Spiegelbild Habanas.

Ludi
June 3rd, 2007, 09:27 PM
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nachrichten/konjunktur-wachstum/104778.asp

Wachstumsprognosen wurden wieder nach oben korrigiert :)

Berlin hat die Schrumpfzeit der letzten Jahre ueberwunden, jetzt gehts wieder bergauf :banana:

nyck2008
June 4th, 2007, 10:35 AM
Da kann ich nur zustimmen. Ich glaube, es gibt zur Zeit weltweit kaum eine Stadt, die so stark boomt wie Berlin. Hier kommen noch mehr Boom-Meldungen: "Immobilienmarkt boomt", "Leerstand auf dem Wohnungsmarkt wird in den kommenden fünf Jahren kleiner!" - die wirtschaftliche Dynamik schlägt einfach alles bislang dagewesene! Aber lest selbst: http://www.morgenpost.de/content/2007/06/04/berlin/903524.html
Wahnsinn!!! :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers:

HelloMoto163
June 4th, 2007, 12:24 PM
natürlich gibt es viele städte die deutlich mehr boomen als berlin. kann mir doch keiner erzählen das berlin die einzigste stadt auf der welt ist die derzeit boomt^^

Kampflamm
June 4th, 2007, 12:44 PM
es gibt zur Zeit weltweit kaum eine Stadt, die so stark boomt wie Berlin.

:lol:

http://www.stuckiniowa.com/img/uploads/roflcopter7.gif

Golden Age
June 4th, 2007, 12:48 PM
Ich glaube, es gibt zur Zeit weltweit kaum eine Stadt, die so stark boomt wie Berlin

Wieso denn immer gleich der weltweite Vergleich? Auf deutscher Ebene ist der Berliner Boom durchaus bemerkenswert, sogar aus europäischer Sicht. Wenn man allerdings die Entwicklung New Yorks oder Londons seit 2001 mitverfolgt, nicht zu vergessen die aus dem Boden gestampften Hochhaus-Parks in Dubai, Moskau und Shanghai, dann sind das schon andere Welten. Ein bisschen wie der Vergleich Champions League und UEFA Cup.

KoolKeatz
June 4th, 2007, 02:30 PM
Berlin will und ist eigentlich Medienhauptstadt und das wurde in letzten Jahren auch immer wieder bestaetigt, aber man darf sich net zurueck legen und die ganzen grossen Partys sausen lassen die Berlin zu dem gemacht haben.


Als Medienhauptstadt würde ich immer noch Hamburg bezeichnen. Selbst wenn Springer jetzt zu uns nach Berlin kommt. Die Hälfte aller Printmedien kommt aus Hamburg... Was das Fernsehen angeht erscheint mir Köln immer noch präsenter als Berlin.

George W. Bush
June 4th, 2007, 02:43 PM
ROFL-Copter :laugh:

goschio
June 4th, 2007, 04:12 PM
"Wir werden den Abstand zum Bundesdurchschnitt in diesem Jahr deutlich verringern", sagte Alfred Steinherr, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Tagesspiegel. Aufgrund neuester Berechnungen erwartet er für Berlin eine um knapp zwei Prozent höheres Wirtschaftsleistung als im vergangenen Jahr.

Was soll daran denn so toll sein?

Hamburg waechst mit knapp 4%.

Andi_777
June 4th, 2007, 04:20 PM
Jepp. Nicht die Aussagen verdrehen. Berlins Wirtschaft wächst - weil Deutschlands Wirtschaft wächst. Allerdings wächst Berlin deutlich langsamer.

Und ein "eventuell in Betracht gezogener" Turm, sieht schon im innerdeutschen Vergleich gegen die derzeit (und ständig) entstehenden Türme in Frankfurt schlecht aus.

Bei aller Liebe zu Berlin (und verliebt bin ich), übertreiben wir's doch nicht ständig.

nyck2008
June 4th, 2007, 04:35 PM
Berlin ist einfach nach wie vor DIE Mega-Boom-Wachstums Metropole! Da müssen sich die anderen europäischen Städte jetzt aber mal ganz warm anziehen! Wenn man die Zahlen und Statistiken der letzten Monate und Jahre nur mit der nötigen Phantasie interpretiert, kommt man aus der Euphorie ja gar nicht mehr heraus. Vorläufiger Höhepunkt der Boom-Meldungen ist sicherlich der OECD Regionen-Report 2007. http://www.oecd.org/dataoecd/53/42/38678873.pdf
In puncto wirschaftlicher Dynamik belegt die Sadt Berlin da sage und schreibe den allerletzten Platz! Noch hinter den ländlichen Regionen der Basilicata im tiefsten Süditalien! Das soll Berlin mal eine andere Stadt der Welt nachmachen. Und da das ja noch lange dauern kann, wird der unglaubliche Berlin-Boom der letzten Jahre bestimmt auch in Zukunft ungebremst weitergehen... :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers:

HelloMoto163
June 4th, 2007, 05:42 PM
was soll der spam? @ nyck2008 :sly:

trinkst du manchmal? :-P

http://img57.imageshack.us/img57/2264/lollercoasterig9.gif

KoolKeatz
June 4th, 2007, 07:22 PM
wow der lollercoaster ist cool

Kampflamm
June 4th, 2007, 07:25 PM
http://www.absolutedestiny.org/pics/albums/userpics/ljicons/lollerskates.gif

http://www.encyclopediadramatica.com/images/a/a1/Lmaonade.gif

Ludi
June 4th, 2007, 08:05 PM
Berlin ist einfach nach wie vor DIE Mega-Boom-Wachstums Metropole! Da müssen sich die anderen europäischen Städte jetzt aber mal ganz warm anziehen! Wenn man die Zahlen und Statistiken der letzten Monate und Jahre nur mit der nötigen Phantasie interpretiert, kommt man aus der Euphorie ja gar nicht mehr heraus. Vorläufiger Höhepunkt der Boom-Meldungen ist sicherlich der OECD Regionen-Report 2007. http://www.oecd.org/dataoecd/53/42/38678873.pdf
In puncto wirschaftlicher Dynamik belegt die Sadt Berlin da sage und schreibe den allerletzten Platz! Noch hinter den ländlichen Regionen der Basilicata im tiefsten Süditalien! Das soll Berlin mal eine andere Stadt der Welt nachmachen. Und da das ja noch lange dauern kann, wird der unglaubliche Berlin-Boom der letzten Jahre bestimmt auch in Zukunft ungebremst weitergehen... :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers:


aber wirklich mal, schreib deinen uninteressanten Kram plz wo anders hin, hier versucht man ernsthaft zu reden und hier ist net der Zoo oder das Theater wo man sich vor lachen hin schmeissen soll.
In Berlin geht es auf jeden Fall aufwaerts, aber natuerlich nicht mit DUbai oder so zu vergleichen!
Das hamburgmedienhauptstadt ist bezweifel ich sehr stark, als Medienhauptstadt ist Berlin gerade in den letzten Jahren bekannt geworden weil immer mehr nach Berlin ziehen, MTV, Universal, Springer, etc

nyck2008
June 4th, 2007, 09:03 PM
In Berlin geht es auf jeden Fall aufwaerts, aber natuerlich nicht mit DUbai oder so zu vergleichen!

Da hast Du recht, mit Dubai ist das nicht zu vergleichen.

Wirklich nichts gegen (die in diesem Forum so vielbeschworene) Euphorie. Doch das inzwischen seit über 15 Jahren täglich von den Medien herbeigeplapperte Märchen von der Boomtown Berlin muss einem doch irgendwann mal genug sein - und hat mich (bitte entschuldigt) zu einer gewissen Ironie veranlasst.
Nichts gegen die Region Berlin mit seiner unbestrittenen Einzigartigkeit, seinem unverwechselbaren Lebensgefühl und seinen großartigen Potenzialen. Die Vergleiche und Prognosen aber, die mit so wenig Realitätsbezug seit Jahren fast täglich zusammengedichtet und veröffentlicht werden, schaden der Region mehr als dass sie ihr helfen. Zur Zeit sind es die ausländischen Investoren, die scharenweise ihr Geld in Berlin lassen. Falls die in ein paar Jahren auch enttäuscht werden sollten (was ich nicht hoffe, wenigstens haben sie sehr niedrige Preise bezahlt), weiß ich nicht, welcher Investor sich in Berlin dann noch die Finger wird verbrennen wollen...

pflo777
June 4th, 2007, 10:00 PM
ich verstehe nicht, was daran so schwer zu begreifen ist!

Wenn eine Stadt wächst, wirtschaftlich, und/oder Bevölkerungsmässig, am besten stärker als alle anderen Städte die unmittelbar vergleichbar sind, boomt sie.

Wenn nicht, stagniert sie oder wächst eben langsam. Dies trifft im übrigen noch keine Aussage über die Qualität der Stadt an sich.

Eines meiner wichtigsten Kriterien für Boomtowns ist, das sie Leuten, die neu in die Stadt kommen, mit der Hoffnung in dieser Stadt etwas zu erreichen, Chancen bietet.
Das heist Jobs und (soziale) Aufstiegsschancen. Alles andere kommt dann meist automatisch.( Nigthlife, Restaurantszene, Kulturelles Angebot)

In dem Sinne, nein, ist Berlin definitiv keine Boomtown, so gerne ich es auch als solche sehen würde.
Evlt. könnte man im Bereich der Kunst/Musik-industrie Berlin als impulsgeber bezeichnen...

mark1100
June 4th, 2007, 10:09 PM
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a1/Coat_of_arms_of_East_Germany.svg/180px-Coat_of_arms_of_East_Germany.svg.png
Saxhsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wachsen etwa 4-5% dieses jahr und das mit schrumpfender bevölkerung!
wie kann man da in berlin mit konstanter bevölkerung und 2,1% wachstum von einem boom sprechen???

KoolKeatz
June 5th, 2007, 12:20 AM
@Kampflamm: So ein billiges Koplimente fischen...:ohno: aber der lollerskater hats mir angetan.
@Ludi: Medienhauptstadt = Hamburg (http://de.wikipedia.org/wiki/Medien_in_Hamburg)
@pflo: Was Kunst und Kultur angeht muss sich Berlin international nicht verstecken. Im Gegenteil. Musikalisch naja...
@mark1100: Stadtstaaten und Bundesländer zu vergleichen ist natürlich etwas verfälschend...

mark1100
June 5th, 2007, 12:54 PM
@mark1100: Stadtstaaten und Bundesländer zu vergleichen ist natürlich etwas verfälschend...


Wenn man bedenkt das laut den heute veröffentlichten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung von DeStatis die bevölkerung und diesen Ländern um 1% geschrumpft ist und sie in berlin um 0.3% gestiegen ist zeigt dies das ind diesen Ländern die Wirtschaft mehr als doppelt so schnell wächst als in Berlin!

Neighbours Sexy Son
June 5th, 2007, 12:56 PM
Ich lese hier ständig, dass Axel Springer nach Berlin umgezogen wäre...
Axel Springer war schon immer in Berlin! Springer betreibt "Redaktionen" in Hamburg, so wie in anderen Städten auch. Die Konzernzentrale war jedoch immer in Berlin!

Und da es hier Leute gibt, die meinen, Berlin wäre keine Medienstadt: In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. In Berlin sitzen die größten deutschen Verlagshäuser(Springer, Cornelsen). Berlin ist die Region mit den meisten Radiosendern Europas. In Berlin sitzen die meisten Fernsehsender Deutschlands (Sat1, N24, XXP, DeutscheWelle, MTV, VIVA, NICK, CNN-Deutschland, RBB, Comedy Central, BeateUhseTV; um nur einige zu nennen). In Berlin sitzen die erfolgreichsten Werbeagenturen Deutschlands(z.B. BreakEven). Und wir haben Universal Music, neben zahlreichen anderen Medienkonzernen.


Und zu guter Letzt: Berlin ist eine Boom-Town, unzwar auf dem Gebiet der Kreativbranche. Es kommen jedes Jahr Tausende nach Berlin um hier zu arbeiten und zu leben. Seit Jahren werden erfolgreich neue Mode-Labels geboren, die es binnen kürzester Zeit nach Paris und NewYork schaffen.
Klar ist das für den einen oder anderen langweilig, wenn Berlin nur auf einem kleinen Gebiet boomt. Aber irgendwo muss man ja anfangen und ein Boom hat die Eigenschaft sich rapide auszupreiten..^^

nyck2008
June 5th, 2007, 01:07 PM
...ein Boom hat die Eigenschaft sich rapide auszupreiten..^^
Das klingt vielversprechend - ich warte allerdings schon seit ziemlich genau 17 Jahren auf den sich rapide ausbreitenden Berlin-Boom. Ich kapier's ja auch nicht, aber trotz tatkräftiger Unterstützung praktisch aller Medien und Politiker scheint die Self-Fulfilling Prophecy beim Berlin-Boom bis jetzt nicht zu funktionieren...

George W. Bush
June 5th, 2007, 01:46 PM
Wenn man bedenkt das laut den heute veröffentlichten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung von DeStatis die bevölkerung und diesen Ländern um 1% geschrumpft ist und sie in berlin um 0.3% gestiegen ist zeigt dies das ind diesen Ländern die Wirtschaft mehr als doppelt so schnell wächst als in Berlin!Jein. Berlin, auch wenn nur Mittelmaß in Punto Wirtschaftskraft, ist den NBL in dieser Hinsicht noch deutlich voraus, d.h. Berlin wächst zwar um weniger Prozente aber auf einer höheren Basis. Solange die NBL nur gleich schnell wachsen wie die ABL schließt sich nicht nur nicht die Einkommensschere zwischen den Ländern sondern sie vergrößert sich sogar noch.

mark1100
June 5th, 2007, 02:14 PM
Jein. Berlin, auch wenn nur Mittelmaß in Punto Wirtschaftskraft, ist den NBL in dieser Hinsicht noch deutlich voraus, d.h. Berlin wächst zwar um weniger Prozente aber auf einer höheren Basis. Solange die NBL nur gleich schnell wachsen wie die ABL schließt sich nicht nur nicht die Einkommensschere zwischen den Ländern sondern sie vergrößert sich sogar noch.

Laut Statistischem Bundesamt lag das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen 2006 in Berlin bei €51.406 und in Sachsen-Anhalt bei €50.431

richtig Interessant wird es erst wenn man die Entwicklung der letzten 6 Jahre betrachtet!

Jahr | Berlin | Sachsen-Anhalt

2000 | 49 753 | 40 892
2001 | 50 079 | 42 331
2002 | 50 878 | 44 787
2003 | 51 078 | 45 846
2004 | 50 857 | 47 151
2005 | 51 090 | 48 804
2006 | 51 406 | 50 431


http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/ergebnisse.asp#einkommen_K

nyck2008
June 5th, 2007, 02:51 PM
Noch mehr Zahlen...

in Punto Wirtschaftskraft, ist den NBL in dieser Hinsicht noch deutlich voraus, d.h. Berlin wächst zwar um weniger Prozente aber auf einer höheren Basis.
Da hast du in der Tat Recht:

In absoluten Zahlen wurden 2006 folgende Bruttoinlandsprodukte erwirtschaftet in:

Berlin: 80.621 Milliarden Euro (das sind 23.715 Euro pro Einwohner)

zum Vergleich:

Brandenburg: 49.490 Milliarden Euro (19.386 Euro pro Einwohner)
Mecklenburg-Vorpommern: 32.509 Milliarden Euro (19.112 Euro pro Einwohner)
Sachsen: 88.713 Milliarden Euro (20.815 Euro pro Einwohner)
Sachsen-Anhalt: 50.138 Milliarden Euro (20.409 Euro pro Einwohner)
Thüringen: 45.994 Milliarden Euro (19.797 Euro pro Einwohner)

zum weiteren Vergleich die Stadtstaaten:

Hamburg: 86.153 Milliarden Euro (49.318 Euro pro Einwohner)
Bremen: 25.313 Milliarden Euro (38.107 Euro pro Einwohner)

Quelle mit weiteren interessanten Daten:
http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tab01.asp

So betrachtet braucht Berlin also weniger schnell zu wachsen als z.B. Mecklenburg-Vorpommern, um westdeutsches Niveau zu erreichen...wird es aber damit zur Boomtown?

George W. Bush
June 5th, 2007, 03:16 PM
Interessant. Berlin tritt seit über fünf Jahren praktisch auf der Stelle, in der Zwischenzeit haben die gar nicht einmal so langsam wachsenden NBL sichtbar aufgeholt. Der Unterschied ist inzwischen geringer als ich dachte. Freut mich für die NBL, aber Berlin braucht dringend einen Tritt in den Allerwertesten um aufzuwachen.

KoolKeatz
June 5th, 2007, 04:24 PM
Ich lese hier ständig, dass Axel Springer nach Berlin umgezogen wäre...
Axel Springer war schon immer in Berlin! Springer betreibt "Redaktionen" in Hamburg, so wie in anderen Städten auch. Die Konzernzentrale war jedoch immer in Berlin!
Die Konzernzentrale war anfangs in Hamburg ist jedoch schon in den 60ern nach Berlin gezogen. Bei dem diskutierten Springer-Umzug geht es um die Bild-Redaktion (bekanntlich die wichtigste Zeitung, die in Hamburg sitzt), der Umzug wurde allerdings gerade wieder verschoben.


Und da es hier Leute gibt, die meinen, Berlin wäre keine Medienstadt: In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. In Berlin sitzen die größten deutschen Verlagshäuser(Springer, Cornelsen). Berlin ist die Region mit den meisten Radiosendern Europas. In Berlin sitzen die meisten Fernsehsender Deutschlands (Sat1, N24, XXP, DeutscheWelle, MTV, VIVA, NICK, CNN-Deutschland, RBB, Comedy Central, BeateUhseTV; um nur einige zu nennen). In Berlin sitzen die erfolgreichsten Werbeagenturen Deutschlands(z.B. BreakEven). Und wir haben Universal Music, neben zahlreichen anderen Medienkonzernen.
Keiner hat behauptet das Berlin keine Medienstadt ist, nur halt nicht die Medienhauptstadt. Abgesehen von Sat 1 und MTV sind das natürlich alles kleine, eher unwichtigere Sender. Die Tageszeitungen Berlins (abgesehen von Welt und Tagespiegel, obwohl ich gerade nicht sicher bin ob die Weltredaktion nicht auch in Hamburg sitzt) sind überregional völlig unbedeutend. Die erfolgreichsten Werbeagenturen sitzen meines Wissens auch in Hamburg.

Ich würd mir ja auch wünschen wenn Berlin in all diesen Bereichen führend wäre, aber so ist es nunmal nicht und Realitätsverdrehung hilft uns da auch nicht weiter.

Kampflamm
June 5th, 2007, 04:27 PM
XXP, RBB, BeateUhse TV...das ist Qualitätsfernsehen.

mark1100
June 5th, 2007, 08:44 PM
Interessant. Berlin tritt seit über fünf Jahren praktisch auf der Stelle, in der Zwischenzeit haben die gar nicht einmal so langsam wachsenden NBL sichtbar aufgeholt. Der Unterschied ist inzwischen geringer als ich dachte. Freut mich für die NBL, aber Berlin braucht dringend einen Tritt in den Allerwertesten um aufzuwachen.

Seit 11 Jahren um genau zu sein! Das letzte nennenswerte Wachstum verzeichnete Berlin 1994!

1995 49.233 Sachsen Anhalt 1995: 33.858
1996 49.310
1997 49.703
1998 49.958
1999 50.216
2000 49.753
2001 50.079
2002 50.878
2003 51.078
2004 50.857
2005 51.090
2006 51.406 Sachsen Anhalt 2006: 50.431

George W. Bush
June 5th, 2007, 09:29 PM
Es wäre an der Zeit das Notopfer Berlin wiedereinzuführen.

Neighbours Sexy Son
June 5th, 2007, 11:44 PM
Optimismus tut immer gut...:banana:

Andi_777
June 6th, 2007, 01:23 PM
Die Betrachtung pro Erwerbstätigen lässt die Entwicklung der Arbeitslosenzahl aussen vor. Die Betrachtung pro Einwohner ist da aussagekräftiger.
Für die Zeitreihe: Einfacher und sogar am aussagekräftigsten für die wirtschaftliche Entwicklung generell ist schlicht das GesamtBIP, weil's auch noch Wanderungen beinhaltet.

mark1100
June 6th, 2007, 03:42 PM
Die Betrachtung pro Erwerbstätigen lässt die Entwicklung der Arbeitslosenzahl aussen vor. Die Betrachtung pro Einwohner ist da aussagekräftiger.
Für die Zeitreihe: Einfacher und sogar am aussagekräftigsten für die wirtschaftliche Entwicklung generell ist schlicht das GesamtBIP, weil's auch noch Wanderungen beinhaltet.

Das sieht aber genau so Dünn aus!

George W. Bush
June 6th, 2007, 04:05 PM
Die Unterschiede zwischen Berlin und den NBL hinsichtlich Wirtschaftskraft sind ja mittlerweile nun doch fast vernachlässigbar. Dennoch ist der Lohnkostenpegel eher auf ABL-Niveau. Das macht Berlin sicherlich nicht attraktiver für Investoren.

nyck2008
June 6th, 2007, 04:43 PM
Du hast recht, hier die Zahlen:
http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/tab10.asp

pflo777
June 6th, 2007, 05:20 PM
Berlin braucht ein, zwei richtige Zugmaschinen, dann würds aufwärts gehen.
Nur dummerweise haben sie eben keinen Containerhafen, der mal locker flockig 50000 neue Jobs in den nächsten 10 Jahren ausspuckt.

Irgendwelche Ideen für Jobmotoren? Man könnte die Elbe bis Berlin ausbaggern, damit die Schiffe ihre Container vorm Bundeskanzleramt entladen können.

Sonst irgendwelche Ideen?

Andi_777
June 6th, 2007, 05:52 PM
Gewerbesteuer auf 0 (gesetzlich nicht möglich).
Kapitalertragssteuern für Wohnsitzhabende auf 0 (siehe London, gesetzlich noch weniger möglich).

Andi_777
June 6th, 2007, 06:02 PM
Ach ja: zwei Legislaturperioden Intensivkur FDP.

pflo777
June 6th, 2007, 06:13 PM
von mir aus kann auch die SED ähm sorry, PDS an der Macht sein, aber nur wenn sämtliche Parteimitglieder 1 Jahr Intensivschulung in Stadtmarketing/VWL und BWL bei den kommunistischen Freunden aus Shanghai oder Beijing hatten. Damit die mal lernen was der Unterschied ist, zwischen Geld verdienen, Geld ausgeben und kein Geld haben.

Waxo Khana
June 6th, 2007, 06:20 PM
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.

:lol:

Berlin schafft das schon. Hoffentlich früher als später.

nyck2008
June 6th, 2007, 10:02 PM
Berlin braucht ein, zwei richtige Zugmaschinen, dann würds aufwärts gehen.
Nur dummerweise haben sie eben keinen Containerhafen, der mal locker flockig 50000 neue Jobs in den nächsten 10 Jahren ausspuckt.

Irgendwelche Ideen für Jobmotoren? Man könnte die Elbe bis Berlin ausbaggern, damit die Schiffe ihre Container vorm Bundeskanzleramt entladen können.

Sonst irgendwelche Ideen?

Das mit dem Containerhafenprojekt find ich eine witzige Idee!! :lol: Vielleicht kann man dafür auch noch irgendwelche Fördergelder lockermachen, evtl. eine EU-Finanzspritze für unterentwickelte Regionen! Erinnert ein bißchen an diese Staudamm-Projekte in Schwellenländern oder den Cargolifter in Brandenburg! Über das Tropical Islands in der Cargolifter-Halle gibt's übrigens einen aktuellen Zeitungsartikel: http://www.welt.de/berlin/article920638/Vorerst_keine_Foerderung_von_Tropical_Islands.html

Nein im Ernst, ich denke die Berliner Politiker, Medien und die Bürger müssen als allerstes sich selbst gegenüber erkennen und akzeptieren, was Berlin ist, also aufhören, sich selbst und damit auch andere zu belügen: Berlin ist eine faszinierende Spielwiese, Spielball der jüngsten Geschichte, wo das Leben wahnsinnig preiswert ist und Künstler aus aller Welt sich in Ruhe ausprobieren können. Wowereit formuliert das doch teilweise schon ganz gut. Dabei macht es aber keinen Sinn, sich mit Hamburg, London oder Dubai zu vergleichen. Diese von allen Seiten verbreitete Realitätsverdrehung, die in den letzten Wochen wegen nicht mehr ganz so geringer Wachstumszahlen erneut aufgeflammt ist, ist schlicht und ergreifend ein Skandal und grenzt an Volksverdummung! Die öffentliche Betrachtung Berlins muss realistischer und sachlicher werden.

Zur Erzeugung von nachhaltigem Wachstum wird man sich auf wenige von Aussen reingebrachte große Zugmaschinen aber nicht verlassen können. Auch die Möglichkeiten der Gestaltung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind für Berlin sehr begrenzt. Dennoch wird sich langfristig aus diesem ganzen Alternativ- und Freidenker-Wust, dem kreativen Chaos der kleinen Start-Up Unternehmen und selbst aus dem Dschungel der Schwarzarbeiter und Kriminellen Schritt für Schritt etwas Stabiles Eigenes entwickeln. Berlin wird sich entwickeln, aber halt Schritt für Schritt und zwar aus genau den Einzigartigkeiten heraus, die die Stadt von anderen unterscheidet...Geduld!

Ludi
June 6th, 2007, 11:30 PM
Das mit dem Containerhafenprojekt find ich eine witzige Idee!! :lol: Vielleicht kann man dafür auch noch irgendwelche Fördergelder lockermachen, evtl. eine EU-Finanzspritze für unterentwickelte Regionen! Erinnert ein bißchen an diese Staudamm-Projekte in Schwellenländern oder den Cargolifter in Brandenburg! Über das Tropical Islands in der Cargolifter-Halle gibt's übrigens einen aktuellen Zeitungsartikel: http://www.welt.de/berlin/article920638/Vorerst_keine_Foerderung_von_Tropical_Islands.html

Nein im Ernst, ich denke die Berliner Politiker, Medien und die Bürger müssen als allerstes sich selbst gegenüber erkennen und akzeptieren, was Berlin ist, also aufhören, sich selbst und damit auch andere zu belügen: Berlin ist eine faszinierende Spielwiese, Spielball der jüngsten Geschichte, wo das Leben wahnsinnig preiswert ist und Künstler aus aller Welt sich in Ruhe ausprobieren können. Wowereit formuliert das doch teilweise schon ganz gut. Dabei macht es aber keinen Sinn, sich mit Hamburg, London oder Dubai zu vergleichen. Diese von allen Seiten verbreitete Realitätsverdrehung, die in den letzten Wochen wegen nicht mehr ganz so geringer Wachstumszahlen erneut aufgeflammt ist, ist schlicht und ergreifend ein Skandal und grenzt an Volksverdummung! Die öffentliche Betrachtung Berlins muss realistischer und sachlicher werden.

Zur Erzeugung von nachhaltigem Wachstum wird man sich auf wenige von Aussen reingebrachte große Zugmaschinen aber nicht verlassen können. Auch die Möglichkeiten der Gestaltung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind für Berlin sehr begrenzt. Dennoch wird sich langfristig aus diesem ganzen Alternativ- und Freidenker-Wust, dem kreativen Chaos der kleinen Start-Up Unternehmen und selbst aus dem Dschungel der Schwarzarbeiter und Kriminellen Schritt für Schritt etwas Stabiles Eigenes entwickeln. Berlin wird sich entwickeln, aber halt Schritt für Schritt und zwar aus genau den Einzigartigkeiten heraus, die die Stadt von anderen unterscheidet...Geduld!


Naja, sicherlich ist die Wirtschaft Berlins nicht mit Hamburg oder bayern oder so zu vergleichen, jedoch hat Berlin grosses Potenzial und dieses Jahr stieg das Wachstum in Berlin so stark wie seit ewigkeiten nicht mehr und bei den Wachstumszahlen hat sich der Senat seit 5 Jahren nicht gross getauescht und die IHK sagt sogar noch groessere Wachstumszahlen voraus.
Ich gebe dir zudem nrecht, das Berlin in den letzten Jahren ziemlich schwach war, jedoch glaube ich, dass das eine Phase war, in der Berlin viele Veraenderungen hinter sich gebracht hat und viele wichtige Punkte auch erledigt, bzw in Lauf gebracht hat, wie z.b. der Bau des BBI, der neue Hauptbahnhof, etc
Berlin hat das Potenzial und fuer dieses Jahr und die naechsten Jahre stehen die Prognosen auf guten Zeichen, und die Wachstumsdaten von 2% Wachstums dieses Jahrs sind nunmal Fakt! und sowas gab es seit ewigkeiten nicht mehr!
Naja, also mal gucken was die Zukunft bringen, ein bisschen traeumen sollte man hier ja auch duerfen und so unrealistisch ist es nun auch wieder nicht wenn man sagt, das Berlin vielleicht seine Stagnationszeiten ueberstanden hat und nun ein "zeitalter" des Wachstums einbricht, was aber ja nicht heisst das in Berlin gleich gebaut wird wie in Dubai ^^

BZw, find ich es etwas uebertriebener Vergleich, Hamburg und Dubai und London, also London kann ja vielleicht noch so einiger massen mit Dubai mithalten, aber Hamburg, also bitte, wenn sie die leichten Traueme von berlin etwas korrigieren wollen, dann bleiben sie doch bitte bei Hamburg auch etwas am Boden :) ^^

nyck2008
June 6th, 2007, 11:48 PM
Na gut, lassen wir Hamburg aus dem Spiel!:)

KoolKeatz
June 7th, 2007, 12:11 AM
Ich glaub mit Dubai kann man eh nichts vergleichen. Aber Hamburg ist nunmal ,im Gegensatz zu Berlin, eine wirkliche Boomtown. Und wir Berliner sind halt neidisch...

Ludi
June 7th, 2007, 12:59 AM
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Berlin-Wirtschaft;art271,2316618

hier nen neuer artikel von heute, auch die Unternehmen die in Berlin sitzten sehen ihre Zukunft um einiges besser und glauben daran das berlin aufholt, aber schon klar, die haben alle keine Ahnung( "ironie") ^^

Und auf Hamburg bin ich sicherlich net neidisch, genauso wenig wie auf Muenchen, in Berlin ist die Lebensqualitaet meiner Meinung nach besser und Berlin ist wilder und so, ich fuehl mich hier wohler als in Hamburg oder Muenchen, aber das ist ja jedem selber ueberlassen :)

Kampflamm
June 7th, 2007, 01:03 AM
Wenn du es ganz wild willst, dann zieh am besten in den Gaza-Streifen.

KoolKeatz
June 7th, 2007, 02:55 AM
Als könnte der mit dem wilden Berlin mithalten! Berlin ist so wild, das glaubt man gar nicht... :lol:

Ludi
June 7th, 2007, 04:21 AM
Wenn du es ganz wild willst, dann zieh am besten in den Gaza-Streifen.

das wild war net auf mord und totschlag bezogen ^^

sondern eher auf Party, Kultur, Vielfaeltigkeit, Leute von ueberall aus aller Welt und von allen "Sorten", jeder Bezirk in Berlin hat ein eigenen Stil.
Prenzlauer Berg und Kreuzberg sind so die Berliner Kieze, Pankow ein Familien und
Rentner Bezirk, Wedding sowas wie ne "Tuerken-Town" , etc, naja, da steht Berlin auf jeden Fall ganz vorne in Deutschland und in Europa sicherlich unter den Top5 und in der Welt mindestens top10.

Wowereits Satz "Arm aber sexy" find ich wunderbar, bzw sagt der Satz viel ueber Berlin aus, Berlin hat vieles, nur nicht Geld und grosse Firmen ^^

KoolKeatz
June 7th, 2007, 09:34 AM
Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden. Wo genau ist "Berlin auf jeden Fall ganz vorne in Deutschland und in Europa sicherlich unter den Top5 und in der Welt mindestens top10"??
"Arm aber sexy" war übrigens die größte Selbstverarsche überhaupt aber von unserem Prosecco-Bürgermeister erwartet man ja auch nur, dass er ja jedes Promi-Event mitnimmt, anstatt sich um Politik zu kümmern...

Neighbours Sexy Son
June 7th, 2007, 10:34 PM
Ich dachte eigentlich, dass wir alle Architektur-Freunde wären. Und wie lautet das oberste Gebot? "Unter Freunden spricht man nicht über Politik"...:lol:

Meinetwegen, boomt Berlin halt nicht. Aber einigen wir uns darauf, dass sich Berlin im Aufschwung befindet.. Da dürfte wohl niemand Einwände haben, oder?

pflo777
June 7th, 2007, 10:39 PM
das isses ja...das hängt davon ab, wie du Aufschwung definierst. ;) womit wir wieder am Anfang wären...

Warum sorgt ihr nicht einfach dafür, das Berlin " im Bundesdurchschnitt + x% " wächst, dann wären ein für alle mal alle Zweifel erloschen....

Ludi
June 8th, 2007, 11:15 PM
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Berliner-Wirtschaft;art132,2317787

ein neuer artikel,
Berlin ist im ranking vom letzten war das glaub ich beim letzten mal, auf den 8 aufgestiegen und diese Statistiken macht nicht der Senat oder Wowi, also hat das schon was zu sagen ^^
Der Artikel bezieht sich vorallem auf die Wirtschaftsdynamik, Berlin ist da besonders atraktiv, da es in Berlin billige Arbeitskraefte gibt und die Mieten und Grundstueckspreise gegenueber andern Bundeslaendern sehr niedrig sind, zudem gibt es in Berlin gute Fachkraefte, mehrere Universitaeten, gute Infrastruktur und bald ja auch BBI...
naja, mal gucken was die Zukunft bringt.
Das Berlin in der Liste von Wirtschaftsdynamik gestiegen ist, zeigt fuer mich klar, das Berlin auf gutem Wege ist, bzw, das es bergauf geht. Berlin hat sich net vom letzten Platz auf Platz 15 verbessert, nein, sondern von 16 auf 8...

DragonHRuffy
June 9th, 2007, 10:43 AM
Wir bekommen zuhause immer ein Magazin "TV Hören und Sehen", normalerweise eine TV-Zeitschrift, aber auf den ersten zwanzig Seiten sind immer Artikel über alles mögliche wie Medizin, Ausland, Politik usw. abgedruckt, die sehr gut sind. In der AUsgabe zu nächster Woche ist ein Artikel über BERLIN drinnen... würde den gerne reinstellen... weiss aber nicht, ob das rein rechtlich so geht ^^ deswegen... weiss ich nicht ^^ hihih!


Auf jeden Fall sind ein paar Schlagwörter in dem Artikel:
"Paris und London sind gestern, Berlin ist heute!"
"125 Theater, 3 Opernhäuser und 170 Museen, mehr als New York!"
usw.

nyck2008
June 9th, 2007, 01:44 PM
Na also, dann wissen wir jetzt, wo die Top5/Top10-Platzierungen Berlins europa- bzw. weltweit herkommen ;)

Ich muss zugeben, ihr habt mich inzwischen vom Berlin-Boom überzeugt! Weiter so, Boomtown Berlin (Paris und London waren gestern, coooool)! :okay:

KoolKeatz
June 9th, 2007, 02:11 PM
Im Bereich Kultur ist Berlin absolute Weltklasse, unbestritten. Das ist ja nichts neues. Aber in so ziemlich allen anderen Bereichen ist Berlin leider weit hinten. Ausserdem wird schon lange diskutiert ob Berlin sich aufgrund der finanziellen Lage weiterhin 3 Opern leisten sollte. Ich geh zwar nie in die Oper, aber ich sag mal: Ja. ;)

Aber diese ständigen Vergleiche mit London und Paris bin ich echt leid...

mark1100
June 11th, 2007, 11:09 AM
http://www.oecd.org/dataoecd/53/42/38678873.pdf

Berlin ist in diesem OECD report zwar ganz vorne aber wenn man genau hinschaut dann führt es dort die Liste der am langsamsten wachsenden Regionen an.

nyck2008
June 11th, 2007, 12:45 PM
Du hast Recht, Berlin ist auf dem allerletzten Platz weltweit!

In jeder anderen Region würde diese Platzierung in einem so wichtigen Ranking einen Schock auslösen, der in allen Bereiche des öffentlichen Lebens wahrgenommen wird. Man würde umgehend alles daransetzen, aber auch ALLES, um diese Situation zu verändern.

Nicht so in Berlin. Hier wird die Realität inzwischen so perfekt verleugnet, dass weiterhin allen ernstes vom Riesenboom gesprochen wird. Auf den OECD Report wird einfach nicht reagiert. Phänomenal!

George W. Bush
June 11th, 2007, 04:54 PM
In Deutschland hat nicht eine einzige Region wenigstens den Stand halten können, nicht einmal BY oder BW. Wie fast ganz Mitteleuropa. Aber das entschuldigt auch nichts.

nyck2008
June 11th, 2007, 05:29 PM
Da hast Du sicher Recht, hier in Westeuropa befinden wir uns zur Zeit alle nicht gerade auf der boomenden Hälfte der Erde ;). Da ist Berlin keine Ausnahme. Trotzdem ist "absolutes Schlusslicht" natürlich irgendwie schon alarmierend in seiner Symbolwirkung. Hätte ja auch irgendeine ländliche strukturschwache Region in Ostpolen, oder kurz vor Sizilien sein können (da, wo es kaum Städte gibt, nur Landwirtschaft...). Wenigstens Mecklenburg-Vorpommern (die liegen, glaub ich auf dem vorletzten Platz). Aber nein, es ist nun mal Berlin, eine Region mit kaum ländlichen Gebieten, einer Top-Infrastruktur, die die Hauptstadt eines wichtigen Landes ist. Das muss man sich mal vorstellen...

Dennoch wirbt die Berliner IHK, die Wende sei geschafft (wir drücken die Daumen) und entschuldigt mit dem Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft: "Tatsächlich hat Berlin seit der Wiedervereinigung vor allem einen hohen Aderlass an Industriearbeitsplätzen zu verkraften. Seit 1994 ist deren Zahl um mehr als 40 000 auf weniger als 100 000 gesunken. Zahlreiche große und traditionelle Unternehmen von Samsung über JVC bis hin zum Baggerhersteller CNH haben ihre Berliner Fabriken geschlossen. Andererseits hat sich gerade in den von der OECD noch nicht untersuchten Jahren zwischen 2004 und 2007 in der Hauptstadt vieles zum Besseren hin gewandelt. Für den Hauptgeschäftsführer der Berliner Industrie- und Handelskammer, Jan Eder, beinhaltet der OECD-Bericht deshalb "keine Neuigkeiten". Eder sagte der Berliner Zeitung: "Zwar hat die Berliner Wirtschaft einen radikalen und schmerzhaften Strukturwandel hinter sich, inzwischen scheint aber der Wendepunkt erreicht. Erstmals seit Jahren konnte Berlin 2006 beim Wirtschaftswachstum im bundesweiten Vergleich die rote Laterne abgeben." Die Zeichen für dieses Jahr stünden ebenfalls gut, glaubt Eder. "Noch hat Berlin gegenüber den wirtschaftlich stärksten Bundesländern Nachholbedarf, aber die Differenz könnte sicher weiter verringern."

Quelle: http://www.b2bbb.de/b2bbb/wirtschaftsnews/schlusslicht_industrieregionen/

Berlin ist in jedem Fall schon heute ein volkswirtschaftliches Phänomen! Bin gespannt, wie's weitergeht.

Andi_777
June 11th, 2007, 05:59 PM
Zu diesem Wettbewerb-zwischen-den-Bundesländern-Thema gibt's einen sehr sehr ausführlichen (11 Seiten, 32 Diagramme) Artikel in der aktuellen Wirtschaftswoche. Da dürften so ziemlich alle Fragen geklärt werden.
Berlin-Fanatiker darf man dabei allerdings nicht sein; der Stadtstaat rangiert konsequent auf den(m) letzten Plätzen(Platz).
(Letzter Platz bei Produktivitätszuwachs, Kriminalität, Kaufkraft*, Arbeitsmarkt*, Ausbildungsstellenangebot*, Investitionsquote*, unter anderem; *=Differenzierung nach Stadtstaat oder Flächenstaat; eine Liste wird von Berlin und Hamburg angeführt: Entwicklung der Erwerbstätigenzahl in Prozent, zudem kommen mit +0,4% Einwohner nach Berlin. Platz 1 bis 4 im Gesamtranking: Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Bayern.)

George W. Bush
June 11th, 2007, 06:29 PM
Ich verstehe nicht wo in Berlin der Wurm steckt. Die Stadt hat eine Menge hochqualifizierte Leute zu bieten und es gibt eine Unzahl bedeutender Forschungseinrichtungen. HU, FU und TU sind riesige Apparate und zumindest die ersten beiden schneiden in Vergleichen nicht einmal schlecht ab (meine einstige Alma Mater TU ist auch nicht so übel :)). Daneben gibt es dutzende von "Blaue-Liste"-Einrichtungen, ich zähle gerade um die 10 Max-Planck-Institute (Potsdam mit eingerechnet), das ist wirklich mehr als respektabel. Dazu noch der Regierungsapparat des Bundes und all die damit verbundenen notwendigen Dienstleistungen. Hieraus sollte eigentlich etwas wirtschaftlich bedeutendes erwachsen können. Nicht daß es das nicht täte, nur war es, bis jetzt jedenfalls, kaum genug um die anhaltende Deindustrialisierung und sonstigen Abbau an anderen Stellen zu kompensieren.

nyck2008
June 11th, 2007, 09:41 PM
Zu diesem Wettbewerb-zwischen-den-Bundesländern-Thema gibt's einen sehr sehr ausführlichen (11 Seiten, 32 Diagramme) Artikel in der aktuellen Wirtschaftswoche.
...auf der Wirtschaftswoche-Website leider nicht mehr kostenlos verfügbar. Dafür habe ich auf der Website von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" einen ähnlichen Artikel gefunden. Diese INSM ist zwar nicht wirklich unabhängig (gehört glaub' ich zum christdemokratischen Lager), dennoch wieder mal ein paar neue Zahlen (beim sog. "Ist-Zustand" wird das Bundesland Berlin allerdings nur mit den Bundesländern Bremen und Hamburg verglichen, wegen der besonderen Struktur der Stadtstaaten):

"Berlin belegt mit 50,2 Punkten Platz 8 im fünften wissenschaftlichen Bundesländerranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Die Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitsproduktivität, Bruttoinlandsprodukt oder Investitionsquote. Neben dem Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2006 ausweist, gibt die Studie zusätzlich im Bestandsranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand. Hier landet Berlin mit 40,8 Punkten auf Platz 3 im Vergleich der Stadtstaaten, denn im Bestandsranking werden die drei Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg aufgrund der besonderen Struktur nicht mit den Flächenländern verglichen. Wo Berlin punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Dynamikranking
Stärken:
-Die Anzahl der Erwerbstätigen sind in Berlin prozentual am stärksten gestiegen. Mit 1,9 Prozent im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 0,6 Prozent zwischen 2004 und 2006 liegt Berlin auf Rang 1.
-Die Arbeitnehmerentgelte (=Löhne und Gehälter) je Arbeitsnehmer sind in Berlin von 2004 – 2006 am stärksten gesunken. Mit einem Minus von 1,1 Prozent (Schnitt +0,5 Prozent) liegt Berlin damit auf Platz 1.
-Platz 2 belegt Berlin bei der Entwicklung der Wissenschaftsausgaben: Diese wuchsen pro Kopf zwischen 2003 und 2005 um 5,4 Euro (Schnitt: 0,2 Euro).
Schwächen:
-Bei der Entwicklung der Arbeitsproduktivität bildet Berlin wieder das Schlusslicht: Sie stieg zwischen 2004 und 2006 um nur 0,2 Prozent, während sie im bundesweiten Durchschnitt um +3,0 Prozent zunahm. Platz 16.
-Das Ausbildungsplatzangebot nahm in Berlin zwischen 2004 und 2006 um -2,2 Prozent ab (Schnitt: -0,4 Prozent). Damit kommt Berlin nur auf Rang 15.
-Die Zunahme an ALG II Empfängern (je 100 Einwohner) ist in Berlin mit fast 3,0 Prozentpunkten doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Hier waren es von 2004 bis 2006 nur 1,6. Rang 15.

Bestandsranking
Stärken:
-Berlin hat unter den Stadtstaaten die niedrigsten Gewerbesteuerhebesätze. Mit 410 Prozent im Jahr 2005 belegen sie Rang 1. Der Durchschnitt (Stadtstaaten) betrug 439 Prozent.
-Am besten von allen Stadtstaaten ist in Berlin die Schüler-Lehrer-Relation: In der Hauptstadt kommen 13,8 Schüler auf einen Pädagogen (Stand: 2005). Im Schnitt sind es 15,6. Platz 1 für Berlin.
-Die Aufklärungsquote von Straftaten lag im Jahr 2006 bei 50,2 Prozent (Schnitt: 47,0 Prozent) und auch damit liegt Berlin an der Spitze der Stadtstaaten. Platz 1.
Schwächen:
-Platz 3 belegt Berlin bei der Arbeitslosenquote: Mit 17,5 Prozent war sie 2006 so hoch wie in keinem anderen Stadtstaat (Schnitt: 14,4 Prozent).
-Das Bruttoinlandsprodukt in Euro je Einwohner betrug 2006 in Berlin nur 23.715 Euro. Im Durchschnitt aller Stadtstaaten waren es 37.047 Euro. Damit belegt Berlin den 3. Rang.
-Ebenfalls nur auf Platz 3 kommt Berlin bei der Arbeitsproduktivität: Sie lag 2006 bei 51.406 Euro je Erwerbstätigen (Durchschnitt der drei Stadtstaaten 66.054 Euro)."

Ich finde, das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Platz 8 ist genau im Mittelfeld. Also doch Anlass zu Spekulationen, zumindest für die Zukunft? Problem ist natürlich, dass Berlin, genau wir die anderen Ostdeutschen Bundesländer, sehr viel schneller wachsen sollte, als die Westdeutschen Bundesländer, um langfristig echt attraktiv zu werden. Ist der Anfang gemacht? Die teilweise sehr strukturstarken Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW wurden in diesem Ranking immerhin abgehängt.

Quelle und weiteres: http://www.insm-tagebuch.de/?p=564
FT Deutschland mit Ranking-Tabelle: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Ranking%20Baden%20W%FCrttemberg%20Bundesland/210493.html

Max BGF
June 15th, 2007, 10:34 PM
Wenn du es ganz wild willst, dann zieh am besten in den Gaza-Streifen.Wußte Kampflamm mehr? :eek:

Nebenbei: Amüsante Berlin-Diskussion.
Die Aufgabe Berlins wäre es, Europasitze (mehr als nur Sony) nach Deutschland zu holen, und nicht mit Großsubventionen Deutschlandsitze aus anderen deutschen Städten abzuziehen.

Die anfängliche Berlin-Euphorie auf Unternehmensebene ist leider längst gewichen, was bleibt ist der Traum von der armen sexy Glamour-Hauptstadt.

GNU
June 16th, 2007, 05:55 PM
Nebenbei: Amüsante Berlin-Diskussion.
Die Aufgabe Berlins wäre es, Europasitze (mehr als nur Sony) nach Deutschland zu holen, und nicht mit Großsubventionen Deutschlandsitze aus anderen deutschen Städten abzuziehen.


Vielleicht sollten aber auch einfach unsere bayerischen "innovationsfreudigen" Mitbürger ein paar von den Firmen zurück geben die sie sich damals nach dem Krieg und während der Berlin Blockade unter den Nagel gerissen haben.
Stichworte: Allianz, Siemens...
Da besagte Firmen sich aber schlieslich aussuchen dürfen wo sie wirtschaften, hab ich nichts dagegen wenn der Rest der Republik ein bisschen Kohle für diejenigen abbrückt die die Hauptlast der deutschen Teilung zu tragen hatten.

Kampflamm
June 16th, 2007, 07:44 PM
Der Rest der Republik bezahlt seit Jahr und Tag für Berlin Kohle. Wer glaubst du hat Westberlin während der Teilung durchgefüttert? Und die Ossiliner hatten's auch besser als ihre Genossen im Rest des Arbeiter- und Bauernstaats.

Max BGF
June 16th, 2007, 08:14 PM
hab ich nichts dagegen wenn der Rest der Republik ein bisschen Kohle für diejenigen abbrückt die die Hauptlast der deutschen Teilung zu tragen hatten.Berlin ist als Nazi-Stadt Nr 1 noch relativ gut davongekommen. Hätten die Nazis ihre unmenschlichen Pläne verwirklicht, wäre von der "Welthauptstadt" Berlin aus die halbe Welt unterdrückt worden. Andere Städte hatten also ein deutlich schlechteres Risiko-Chancen-Verhältnis.

Ludi
June 16th, 2007, 08:34 PM
Berlin ist als Nazi-Stadt Nr 1 noch relativ gut davongekommen. Hätten die Nazis ihre unmenschlichen Pläne verwirklicht, wäre von der "Welthauptstadt" Berlin aus die halbe Welt unterdrückt worden. Andere Städte hatten also ein deutlich schlechteres Risiko-Chancen-Verhältnis.

:lol: :lol:

ROFL, wen interessiert denn das, was passieren haette koennen, das ist doch mal vollkommend laecherlich, es haette auch passieren koennen das blablabla, also bitte, wir leben immernoch in der Realitaet und da ist nunmal Fakt das die Wirtschaft Berlins sehr stark unter der mauer etc gelitten hat.
Viele betriebe sind weg gezogen da sie auf Grund der politischen Situation von Berlin aus nicht agieren konnten.
Daran ist ganz einfach mal die Politk der beiden Deutschlands schuld und nicht die Schuld von den Berlinern oder des Berlin Senats oder sonste was.
Sicherlich kann man jetzt nicht alle banken aus Frankfurt und alle grossen Deutschen Firmen nach Berlin holen, aber wenigstens Berlin unter die Arme greifen.
Deutschland sollte eine starke hauptstadt haben, Berlin ist nunmal Hauptstadt und Berlin sieht man zu erst wenn man auf Deutschland guckt und nicht hamburg oder Stuttgart oder so, da sollte man in Berlin schon eine gute hauptstadt haben, London und Paris oder Moskau, in vielen anderen Laendern wird sich viel besser um die hauptstadt gekuemmert, so ein Hauptstadt verhaeltniss gibt es in Deutschland nicht.
Naja, ich hoffe mal das dieser Entschuldungspakt zu stande kommt!
Denn Berlin musste nach dem Mauerfall Millionen in die wieder vereinigung der Stadt stecken, Muenchen hatte solch eine Geschichte nicht, daher koennen sie gar nicht wissen wie sehr das einer Stadt schaden kann, und Berlin hat die geschichte nunmal am meisten geschadet von allen Bundeslaendern und an der geschichte ist ganz Deutschland schuld und nicht nur Berlin.
Berlin hat erst vor 1 Jahr einen Hauptbahnhof bekommen, Berlin kriegt erst jetzt einen wirklichen Internationlen Flughafen, Berlin hat es jetzt geschaft die ganzen doppel verwaltungen ab zu bauen etc und die Stadt zu verbinden, das frisst alles Milliarden, da muss sich keiner Wundern wenn Berlin verschuldet ist.
Das waer jeder Stadt so passiert, wenn wir Muenchen jetzt einmauern sind da auch bald alle Firmen weg und die Stadt dann noch 2 Teilen wo und alles sich unabhaengig entwicklet und dann nach 30 Jahren nehmen wir die Mauer wieder weg, da wuerd von Muenchen net mehr viel uebrig bleiben, aber die Mauer is ja die Schuld vom Senat sicherlich und von den boesen Berlinern die nur das geld der anderen abziehen wollen.

Der text wirkt vielleicht etwas agressiv, aber ueberlegt doch mal bitte selbst...

Kampflamm
June 16th, 2007, 08:35 PM
Frankfurt sieht man meistens zu erst.

Ludi
June 16th, 2007, 08:41 PM
Frankfurt sieht man meistens zu erst.

sicherlich nicht, das war vielleicht vor ca 8 Jahren so, aber das hat sich in letzten Jahren gewechselt, Frankfurt steht auf jeden Fall auf Platz2 nach Berlin, aber Berlin ist in letzten Jahren mehr als Deutsche Hauptstadt rum gekommen und wenn du fragst wer Berlin kennt und wer Frankfrut in der Welt kennt, kennen die meisten Berlin, schon allein auf Grund von der geschichte....
ich wohne im mom in Argentinien und bin viel um die Welt gekommen, Berlin kennt jeder, wie gesagt, meist von der geschichte her, das der einzigste gute effekt den die geschichte hatte :lol:

Kampflamm
June 16th, 2007, 08:59 PM
Stalingrad kennt auch jeder. Was hat dies zu bedeuten?

GNU
June 16th, 2007, 09:05 PM
Stalingrad (heisst heute schlieslich nicht mehr so) ist nunmal nicht Hauptstadt.
Abgesehn davon sagt den meisten Leuten Moskau mehr.

Max BGF
June 16th, 2007, 09:43 PM
Und München sieht man am zweitmeisten zuerst.

Berlin kennt jeder, wie gesagt, meist von der geschichte her, das der einzigste gute effekt den die geschichte hatte :lol:Schön für die Geschichte.

Man stelle sich vor Siemens und Allianz hätte in Berlin dasselbe Schicksal ereilt wie die Landesbank oder Herlitz. Dort oben kann man einfach nicht mit Geld umgehen. Wahrscheinlich, weil man meist das Geld der anderen verausgaben durfte. Als repräsentative Hauptstadt von Nazi- und SED-Deutschland bzw. als Bollwerk des Westens konnte nicht genug Geld in die Stadt gepumpt werden.

London und Paris oder Moskau, in vielen anderen Laendern wird sich viel besser um die hauptstadt gekuemmertVielleicht ist es umgekehrt, nämlich daß London, Paris und Moskau florieren und den Rest des Landes unterstützen können. Anders Berlin: Heute noch bekommt Berlin etwa soviel aus dem Länderfinanzausgleich wie alle Neuen Länder zusammen.

An seiner Landesregierung, dem Landesbankskandal und Nichtzustandekommen der Länderfusion mit Brandenburg ist Berlin aber schon selber schuld?

GNU
June 16th, 2007, 09:49 PM
Vielleicht ist es umgekehrt, nämlich daß London, Paris und Moskau florieren und den Rest des Landes unterstützen können. Anders Berlin: Heute noch bekommt Berlin etwa soviel aus dem Länderfinanzausgleich wie alle Neuen Länder zusammen.


Willst du hier ernsthaft ausgerechnet London,Paris und Moskau mit Berlin vergleichen?
Wenn du wissen willst warum es Berlin so schlecht geht wäre ein Blick ins Geschichtsbuch angebracht.
Würde deine Theorie stimmen dass man "da oben" nicht mit Geld umgehen kann wäre Berlin kaum Nazi Stadt Nr.1 geworden um es vorsichtig auszudrücken.
Die Stadt gibt es ausserdem nicht erst seit gestern.

Max BGF
June 16th, 2007, 09:55 PM
Willst du hier ernsthaft ausgerechnet London,Paris und Moskau mit Berlin vergleichen?Das ist doch gerade das regelmäßig wiederkehrende Verlangen der Berlinfanatiker: Restdeutschland solle gefälligst seine glorreiche darniederliegende Hauptstadt zu einem Paris oder London aufbauen.

Ich würde diese Städte niemals vergleichen. Erstens bestehen schon mal deutliche Ew-Unterschiede, zweitens ist Deutschland extrem föderal angelegt, auch wenn das den Preussen nicht paßt, und drittens ist Berlin eine wirtschaftliche Lachplatte.

GNU
June 16th, 2007, 10:25 PM
Das ist doch gerade das regelmäßig wiederkehrende Verlangen der Berlinfanatiker: Restdeutschland solle gefälligst seine glorreiche darniederliegende Hauptstadt zu einem Paris oder London aufbauen.


Ohne den letzten Weltkrieg wäre Berlin heutzutage sicher auf Augenhöhe mit mit den beiden Städten.
Fakt ist aber eben auch das Paris und London die Haupstädte von zwei extrem zentralisierten Staaten sind.
Das ein Berlin mit seiner Geschichte in einer föderalen Bundesrepublik da nicht mithalten kann erklärt sich von selbst. Das erwartet auch niemand.

Neighbours Sexy Son
June 16th, 2007, 11:32 PM
Wenn man als halbwegs belesener Mensch diese Diskussion hier verfolgt, dann kann man echt nur lachen! :nuts:

Berlin und Nazi-Stadt Nr.1 ???
Nazistädte sind Nürnberg und München, aber nicht Berlin. Ein Blick ins Geschichtsbuch empfiehlt sich.


Ohne den Krieg wäre Berlin auf Augenhöhe mit London und Paris?
Berlin wäre weit mehr als das. Berlin war 1920 die größte Stadt der Welt! Und die Berliner Börse die wichtigste Europas. Hätte es diesen Nazi-Mist nicht gegeben, den uns die Bayern beschert haben, dann wäre Berlin heute Mittelpunkt der westlichen Welt.


Und übrigends: Wir Berliner wolln doch gar nüscht von euch feinen Förderalisten. Wenn es nach uns ginge, dann wären Berlin und Brandenburg ein eigenständes Land in Europa und ihr "netten" Restdeutschen könntet euch in Bonn amüsieren... In der Provinz scheint es euch ja zu gefallen.:bash:

derUlukai
June 16th, 2007, 11:49 PM
Deutschland sollte eine starke hauptstadt haben, Berlin ist nunmal Hauptstadt und Berlin sieht man zu erst wenn man auf Deutschland guckt und nicht hamburg oder Stuttgart oder so, da sollte man in Berlin schon eine gute hauptstadt haben, London und Paris oder Moskau, in vielen anderen Laendern wird sich viel besser um die hauptstadt gekuemmert, so ein Hauptstadt verhaeltniss gibt es in Deutschland nicht.


Berlin hat es jetzt geschaft die ganzen doppel verwaltungen ab zu bauen etc und die Stadt zu verbinden, das frisst alles Milliarden, da muss sich keiner Wundern wenn Berlin verschuldet ist.


fällt dir vielleicht auch nur IRGENDEIN grund ein, wieso "deutschland" unbedingt eine starke hauptstadt haben sollte? in bonn hats sich von ner kleinstadt aus doch auch ganz gut regiert..
und das berlin es "jetzt" geschafft hat, die ganzen doppelverwaltungen abzubauen (knapp 20jahre nach der wende..) spricht doch extrem für die misswirtschaft die da oben betrieben wird..

Neighbours Sexy Son
June 17th, 2007, 12:13 AM
das berlin es "jetzt" geschafft hat, die ganzen doppelverwaltungen abzubauen (knapp 20jahre nach der wende..) spricht doch extrem für die misswirtschaft die da oben betrieben wird..

Das war bereits 2001. Also waren es nur 10 Jahre. Und diese 10 Jahre hat es mit Recht gedauert. Denn wenn man das andere System nicht kennt, dann kann man es auch nicht einfach von morgen auf heute an das eigene System anpassen. Außerdem, wenn man die ganzen überflüssigen Beamten bereits 1994 in den Ruhestand geschickt hätte, wäre es viel teurer gekommen als es nun ist.

Kampflamm
June 17th, 2007, 12:57 AM
Wenn man als halbwegs belesener Mensch diese Diskussion hier verfolgt, dann kann man echt nur lachen! :nuts:

Berlin und Nazi-Stadt Nr.1 ???
Nazistädte sind Nürnberg und München, aber nicht Berlin. Ein Blick ins Geschichtsbuch empfiehlt sich.


Ohne den Krieg wäre Berlin auf Augenhöhe mit London und Paris?
Berlin wäre weit mehr als das. Berlin war 1920 die größte Stadt der Welt! Und die Berliner Börse die wichtigste Europas. Hätte es diesen Nazi-Mist nicht gegeben, den uns die Bayern beschert haben, dann wäre Berlin heute Mittelpunkt der westlichen Welt.


Und übrigends: Wir Berliner wolln doch gar nüscht von euch feinen Förderalisten. Wenn es nach uns ginge, dann wären Berlin und Brandenburg ein eigenständes Land in Europa und ihr "netten" Restdeutschen könntet euch in Bonn amüsieren... In der Provinz scheint es euch ja zu gefallen.:bash:

Find ich nicht in Ordnung, dass du die Berliner immer so verarschst. Die Menschen haben genug mitgemacht.

George W. Bush
June 17th, 2007, 11:15 AM
Außerdem, wenn man die ganzen überflüssigen Beamten bereits 1994 in den Ruhestand geschickt hätte, wäre es viel teurer gekommen als es nun ist.Wieso das? Es dürfte kaum etwas Idiotischeres in dieser Welt geben als überflüssige Beamte sinn- und zwecklos zu "beschäftigen". Dann besser schnellstmöglich in den Ruhestand versetzen, das spart schon einmal sofort mindestens 30% der Besoldung, spart Kosten für Bleistifte und Anspitzer und vermeidet daß teurer Büroraum zur Beamtendeponie degeneriert.
Und wenn so ein Beamter a.D. erst einmal anfängt sich in seiner teuer alimentierten Freizeit zu langweilen kommt er am Ende vielleicht noch auf die verwegene Idee sich woanders einen produktiven Job zu suchen und so nützlich zu werden.

Max BGF
June 17th, 2007, 12:09 PM
Wenn es nach uns ginge, dann wären Berlin und Brandenburg ein eigenständes Land in EuropaNach uns auch :lol:

Die feinen Förderalisten


Evtl. sollte man zuvor erst mal ein Bundesland in Deutschland werden. Vielleicht läßt sich daran noch was manipulieren (http://www.statistik-berlin.de/wahlen/vorwahlen/va-96/va96ana1.htm)

Die nächste Abstimmung ist 2010?

KoolKeatz
June 17th, 2007, 02:44 PM
Berlin war 1920 die größte Stadt der Welt!:

Das hör ich zum ersten Mal. Hast du dafür Beweise?


Und übrigends: Wir Berliner wolln doch gar nüscht von euch feinen Förderalisten. Wenn es nach uns ginge, dann wären Berlin und Brandenburg ein eigenständes Land in Europa und ihr "netten" Restdeutschen könntet euch in Bonn amüsieren... In der Provinz scheint es euch ja zu gefallen.:bash:

Ohne die netten Restdeutschen würde es hier heute nicht viel anders aussehen als 89.

il fenomeno
June 17th, 2007, 03:10 PM
dann wäre Berlin heute Mittelpunkt der westlichen Welt.

sind sie schwede, mein herr?

Andi_777
June 17th, 2007, 04:31 PM
Berlin und Nazi-Stadt Nr.1 ???
Nazistädte sind Nürnberg und München, aber nicht Berlin. Ein Blick ins Geschichtsbuch empfiehlt sich.

Ohne den Krieg wäre Berlin auf Augenhöhe mit London und Paris?
Berlin wäre weit mehr als das. Berlin war 1920 die größte Stadt der Welt! Und die Berliner Börse die wichtigste Europas. Hätte es diesen Nazi-Mist nicht gegeben, den uns die Bayern beschert haben, dann wäre Berlin heute Mittelpunkt der westlichen Welt.


Zum einen war Hitler Österreicher, was nicht unbedingt mit einem Bayer gleichzusetzen ist und zum andern war der Zuspruch zur NSDAP in Bayern eher geringer. Die CSU Vorgänger Zentrum und Bayerische Volkspartei waren auch damals schon (fast) nicht aus dem Parlament zu bringen.
Und bis auf das Haus der Kunst, und zwei Kunstakademien hat München ja wohl kaum etwas von den Nazis abbekommen - im Gegensatz zu Berlin.

KoolKeatz
June 17th, 2007, 05:09 PM
Ab 1932 war Hitler Deutscher. Als Östereicher hat er also nicht soviel verbrochen, wie mit deutschen Pass. Da wird man automatisch böser... ;)

Kampflamm
June 17th, 2007, 05:11 PM
Schade, dass man damals nicht schon Integrationskurse hatte.

Max BGF
June 17th, 2007, 06:34 PM
Schade, dass man damals nicht schon Integrationskurse hatte.:rofl:

Die Wirtsfamilie am Obersalzberg wäre wohl etwas überfordert gewesen, dem GröFaZ nebenher Werte wie Toleranz oder Gender Mainstreaming beizubringen.

Daß dies der Weltstadt Berlin ebensowenig gelungen ist, enttäuscht aber schon.

nyck2008
June 18th, 2007, 03:49 PM
[QUOTE=KoolKeatz;13775543]Originally Posted by Neighbours Sexy Son
Berlin war 1920 die größte Stadt der Welt! >>>Das hör ich zum ersten Mal. Hast du dafür Beweise? QUOTE]

Zu diesem Thema hat Wikipedia folgendes zu melden:
"...Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin (= Eingemeindung von umliegenden Vororte und Städte) verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer."

http://img267.imageshack.us/img267/7549/800pxeinwohnerentwickluup5.png

"Folgende Gemeinden über 10.000 Einwohner wurden 1920 mit Berlin zusammengeschlossen (in Klammern die Einwohnerzahl der Volkszählung vom 8. Oktober 1919): Charlottenburg (322.766), Neukölln (262.127), Berlin-Schöneberg (175.092), Berlin-Lichtenberg (144.643), Berlin-Wilmersdorf (139.406), Spandau (95.474), Berlin-Steglitz (83.366), Berlin-Pankow (57.923), Berlin-Lichterfelde (47.213), Berlin-Weißensee (45.037), Berlin-Friedenau (43.833), Berlin-Reinickendorf (41.263), Berlin-Tempelhof (34.363), Köpenick (32.583), Berlin-Treptow (30.701), Berlin-Oberschöneweide (25.612), Berlin-Friedrichsfelde (24.399), Berlin-Mariendorf (20.699), Berlin-Tegel (20.590), Zehlendorf (20.557), Berlin-Niederschönhausen (18.906), Friedrichshagen (14.844), Berlin-Britz (13.477), Adlershof (12.655), Berlin-Lankwitz (12.397), Berlin-Schmargendorf (11.583) und Berlin-Wittenau (10.190)."

Und:

"...811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden."

http://de.wikipedia.org/wiki/Bev%C3%B6lkerung_Berlins

Flächenmäßig ist Berlin glaub' ich immer noch eine der größten Städte der Welt. Dafür gibt es seit dieser Eingemeindung von 1920 um Berlin praktisch keinen "Ballungsraum", "Grossraum" oder wie auch immer man so ein Einzugsgebiet nennt.

George W. Bush
June 18th, 2007, 04:24 PM
Interessant. Knapper Vorsprung für Berlin. Die Volkszählung 1920 ergab für die (damalige) Präfektur Tokyo eine Bevölkerung von 3.699.428, 15 Jahre später waren es allerdings schon über 6,3 Mill. Nach dem Krieg war in beiden Städten wieder etwas mehr Platz.
Ohne die Kommunisten wäre Berlin heute sicherlich größer und bedeutender als Tokyo. :)

Waxo Khana
June 18th, 2007, 04:26 PM
Ich schätze wohl das war ein Missverständniss. Einige haben hier gedacht Größe nach Einwohnern und nicht nach Fläche.

London hatte 1910 schon 7.160.441 Einwohner
New York City 4.766.883 1910
Paris 4.500.000 1911


891,85 km² Berlin ist nur knapp grösser als Hamburg 755,16km² . Aus grösster Stadt nach Fläche wird heutzutage auch nichts mehr.

nyck2008
June 18th, 2007, 04:58 PM
.
Ohne die Kommunisten wäre Berlin heute sicherlich größer und bedeutender als Tokyo. :)
Yes, da bin ich ganz deiner Meinung. Die Kommunisten sind Schuld :mad2: Ohne die Kommunisten hätte Japan auch niemals solche Wachstumszahlen in den 70ern und 80ern hingelegt, weil Deutschland (und natürlich insbesondere die Weltwirtschaftsmetropole Berlin) einfach besser gewesen wäre :lol:

Ludi
June 18th, 2007, 06:07 PM
naja, ohne scheiss Hilter und wenn die mal net den ganzen Muell mit massenmord und kriegen gemacht haetten, waer Berlin heut sicherlich eine der 5 groessten und bedeutensten Staedte.
Daran sind Hitler und seine freunde Schuld die Berlin dank ihrem Groessenwahn in Schutt und Asche zerlegen lassen haben und Berlin locker mal 1,5 mio Einwohner weggebommt lassen haben und danach Berlin auch noch durch 2 geteilt wurde und eine Entwicklungssperre ueber Jahrzehnten auf gebrockt bekommen hat.
Naja, das is die traurige geschichte, also wenn ich ne Zeitmaschine haett, wuerd ich Hitler killen und den ganzen Muell verhindern der durch den Nationalsozialismus von damals folgte ^^

George W. Bush
June 18th, 2007, 06:36 PM
Sicher hat der Wiederaufbau nach dem Krieg viel Kraft gekostet. Langfristig war es aber der Sözialismüs bzw. der kolde Kriesch der Berlin hat zu dem werden lassen was es heute ist.
Tokyo wurde im Krieg ebenso ordentlich zerdeppert und hat dabei die Hälfte seiner Bevölkerung eingebüßt. Nur hat sich, im Unterschied zu Berlin, die Stadt in den Jahrzehnten danach ungestört entwickeln können.

Andi_777
June 18th, 2007, 07:28 PM
Größer als Tokio... naja.
Bin definitv froh darüber, nicht 35 Millionen Einwohner in Berlin zu haben (da wär der Rest von Deutschland leer).

George W. Bush
June 18th, 2007, 09:27 PM
Tokyos Größe hätte Berlin natürlich nicht wirklich auch nur annähernd erreicht, ganz gleich unter welchen Bedingungen. Es ist einfach nicht "deutscher Stil" solche extrem ausgedehnte und durchgehend urbanisierte Ballungsräume zu bilden, man mag's lieber kleinteilig und schön verteilt. In Westdeutschland blieben die Bevölkerungszahlen der wenigen Großstädte ja auch alle mehr oder weniger konstant.

Ludi
June 19th, 2007, 01:39 AM
Tokyos Größe hätte Berlin natürlich nicht wirklich auch nur annähernd erreicht, ganz gleich unter welchen Bedingungen. Es ist einfach nicht "deutscher Stil" solche extrem ausgedehnte und durchgehend urbanisierte Ballungsräume zu bilden, man mag's lieber kleinteilig und schön verteilt. In Westdeutschland blieben die Bevölkerungszahlen der wenigen Großstädte ja auch alle mehr oder weniger konstant.

naja, das kann man nicht voraussehen, wer weiss was aus berlin geworden waer, wenn wir in Deutschland auch alles so auf die Hauptstadt konzentriert haetten, waer Berlin vielleicht auch zu so na Megastadt geworden.
Der Sozialismus und vorallem die teilung der Stadt hat Berlin ueber jahrzehnte zurueck geworfen, der Krieg etc hat auch einen grossen teil dazu begtragen, durch den Krieg ist ja dann auch erst die Situation danach entstanden, naja, wir brauchen darueber ja nun nicht mehr reden, is ja nun vorbei und so...
Lieber wieder in die ZUkunft gucken.

Sachsenpark
June 19th, 2007, 02:57 AM
Berlin kann sich nur neulich als Hauptstadt Deutschlands behaupten, ganz anders als andere Hauptstädte Europas.

Hamburg,Frankfurt, Köln, Düsseldorf sind internationaler als Berlin, München ist sogar "deutscher"!..
Mein Eindruck von Berlin ist, dass es in der Tat um noch eine große Stadt Deutschlands geht aber die Hauptstadt der drittstärksten Wirtsschaftsmacht sollte mehr haben.


Berlin erinnert eher an die Geschichte des Landes, als an seine neue Position auf der Welt. Und das ist nicht unbedingt schlecht. Waschington als Hauptstadt Amerikas kann New York, Chicago oder Los Angeles natürlich nie das Wasser reichen, ist aber das Machtzentrum Amerikas. So seh ich auch Berlin; quasi als Hauptstadt.

Ludi
June 19th, 2007, 03:44 AM
Berlin kann sich nur neulich als Hauptstadt Deutschlands behaupten, ganz anders als andere Hauptstädte Europas.

Hamburg,Frankfurt, Köln, Düsseldorf sind internationaler als Berlin, München ist sogar "deutscher"!..
Mein Eindruck von Berlin ist, dass es in der Tat um noch eine große Stadt Deutschlands geht aber die Hauptstadt der drittstärksten Wirtsschaftsmacht sollte mehr haben.


Berlin erinnert eher an die Geschichte des Landes, als an seine neue Position auf der Welt. Und das ist nicht unbedingt schlecht. Waschington als Hauptstadt Amerikas kann New York, Chicago oder Los Angeles natürlich nie das Wasser reichen, ist aber das Machtzentrum Amerikas. So seh ich auch Berlin; quasi als Hauptstadt.

also das hamburg, frankfurt, Koeln und duesseldorf internationaler sind ist ja ein Witz.
berlin hat den groessten Auslaender Anteil in Prozentpunkten aller deutscher grosstaedte, Berlin kommen jedes Jahr mehr Touristen besuchen und Berlin ist nach London und Paris die meist besuchteste Stadt Europas, das sind alles Fakten.
In Berlin leben so viele verschieden Auslaender wie in keiner anderen Deutschen Stadt, auch durch Statistiken belegt, ich lebe selber in Berlin, schon allein 300,000 tuerken haben wir ca, dann noch die ganzen Vietnamesen, Russen, Polen, ach, man kriegt gar nicht alle aufgezaehlt, aber Berlin ist um einiges internationaler als andere Staedte.
Der Vergleich mit Washington ist vielleicht gar nicht mal soo schlecht, aber da gibts schon noch einige Unterschiede, Berlin ist die groesste Stadt Deutschlands mit klarem Vorsprung, Washinton is eher wie Bonn damals ^^

George W. Bush
June 19th, 2007, 10:17 AM
Washinton is eher wie Bonn damals ^^Washington ist eine Riesenstadt deren repräsentative Stadtviertel alles in den Schatten stellen was man in Berlin vorfindet. Bonn ist da um etliche Nummern kleiner und beschaulicher, nicht unsympathisch aber im Vergleich völlig unscheinbar.

nyck2008
June 19th, 2007, 10:35 AM
also das hamburg, frankfurt, Koeln und duesseldorf internationaler sind ist ja ein Witz.
berlin hat den groessten Auslaender Anteil in Prozentpunkten aller deutscher grosstaedte, Berlin kommen jedes Jahr mehr Touristen besuchen und Berlin ist nach London und Paris die meist besuchteste Stadt Europas, das sind alles Fakten.
In Berlin leben so viele verschieden Auslaender wie in keiner anderen Deutschen Stadt, auch durch Statistiken belegt, ich lebe selber in Berlin, schon allein 300,000 tuerken haben wir ca, dann noch die ganzen Vietnamesen, Russen, Polen, ach, man kriegt gar nicht alle aufgezaehlt, aber Berlin ist um einiges internationaler als andere Staedte.
Der Vergleich mit Washington ist vielleicht gar nicht mal soo schlecht, aber da gibts schon noch einige Unterschiede, Berlin ist die groesste Stadt Deutschlands mit klarem Vorsprung, Washinton is eher wie Bonn damals ^^

Über die "Verschiedenheit", also quasi die Qualität des Ausländeranteils lassen sich leider keine Daten finden, vielleicht weiss jemand was...Mag sein, dass Berlin hier die Nase vorn hat. Quantitativ gesehen leben in Berlin definitiv nicht mehr Ausländer als in anderen deutschen Städten.

Ausländeranteil deutscher Großstädte (2003):
Frankfurt am Main 25,9 %
München 22,9 %
Stuttgart 22,3 %
Köln 18,8 %
Nürnberg 18,0 %
Düsseldorf 17,0 %
Hamburg 15,1 %
Hannover 15,1 %
Bremen 13,3 %
Bonn 13,3 %
Berlin 13,1 %
Dortmund 12,9 %
Essen 9,7 %
Leipzig 6,6 %
Dresden 3,6 %

Quelle: Deutscher Städtetag (eigene Bevölkerungsstatistik der Städte) http://www1.karlsruhe.de/Stadtentwicklung/siska/kennziffern/grossstaedte_brd_02.htm

GNU
June 19th, 2007, 12:22 PM
Tokyos Größe hätte Berlin natürlich nicht wirklich auch nur annähernd erreicht,

Das hat aber auch damit zu tun dass es nunmal mehr Japaner als Deutsche gibt.
Dazu kommt auch, dass in Japan eben nicht so wahnsinnig viel Platz vorhanden ist.

GNU
June 19th, 2007, 12:24 PM
Berlin erinnert eher an die Geschichte des Landes, als an seine neue Position auf der Welt. Und das ist nicht unbedingt schlecht. Waschington als Hauptstadt Amerikas kann New York, Chicago oder Los Angeles natürlich nie das Wasser reichen, ist aber das Machtzentrum Amerikas. So seh ich auch Berlin; quasi als Hauptstadt.

Das seh ich auch so aber New York ist eben auch die grösste Stadt in den USA und Berlin die grösste in Deutschland.

DragonHRuffy
June 19th, 2007, 12:39 PM
Sagt mal... gibt nen Artikel in einer der abonierten Magazine, die wir bekommen... über BERLIN!

Sehr interessant und gut beschrieben...

darf man so was posten?

Kampflamm
June 19th, 2007, 12:40 PM
Das hat aber auch damit zu tun dass es nunmal mehr Japaner als Deutsche gibt.
Dazu kommt auch, dass in Japan eben nicht so wahnsinnig viel Platz vorhanden ist.

Es gibt auch viele Deutsche und besonders viel Platz haben wir wie die Japaner auch nicht wirklich. Trotzdem wäre man nicht auf 35 Mios gekommen. 10 vielleicht, viel mehr aber auch nicht.

Kampflamm
June 19th, 2007, 12:47 PM
Das seh ich auch so aber New York ist eben auch die grösste Stadt in den USA und Berlin die grösste in Deutschland.

Aber auch nur, weil Berlin 1920 alles eingemeindete was sich nicht wehren konnte.

nyck2008
June 19th, 2007, 01:31 PM
Aber auch nur, weil Berlin 1920 alles eingemeindete was sich nicht wehren konnte.

Genau richtig. Vergleicht man nämlich die "Urban Areas", also die tatsächlichen städtischen Ballungsräume (Metropolenregionen) mit ihren Einzugsgebieten, dann ist Berlin trotz all seiner eingemeindeten Gebiete nicht mehr die größte "Urban Area" in Deutschland.

Metropolenregionen werden im Idealfall nicht nur nach Dichtheit der Nutzung (und somit auch Einwohnerdichte), sondern auch nach funktionaler Abhängigkeit und Bezug zueinander berechnet. Dadurch entstehen je nach Grundlage unterschiedliche Rankings:
http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolregion

In diesem Ranking (weltweiter Vergleich) wird die Verdichtung meiner Ansicht nach wieder etwas zu stark bewertet (zumindest für die Betrachtung der deutschen Verhältnisse). Das Ruhrgebiet (inklusive Nördliches Ruhrgebiet) plus Köln/Bonn formen eine Metropolenregion, die auf Platz 17 gleich hinter Calcutta noch vor London und Paris gelistet wird. In diesem internationalen Ranking wäre Berlin dann auf Platz 71, noch vor Barcelona gelistet:
http://www.mongabay.com/cities_urban_01.htm

DragonHRuffy
June 19th, 2007, 01:34 PM
http://www.imageup.de/img235/01%20B.JP.55vf.jpg

DragonHRuffy
June 19th, 2007, 01:37 PM
http://www.imageup.de/img235/02%20B.JP.92hk.jpg

http://www.imageup.de/img235/03%20B.JP.26to.jpg

http://www.imageup.de/img235/04%20B.JP.48tw.jpg

nyck2008
June 19th, 2007, 01:55 PM
Tja, über einen Mangel an positiver (ja geradezu euphorischer) Presse konnte sich Berlin zum Glück noch nie beklagen...

Andi_777
June 19th, 2007, 02:04 PM
Schöner Artikel - wenn auch ziemlich übertrieben.
Aber reinstellen darfst den eigtl. nicht.

KoolKeatz
June 19th, 2007, 02:21 PM
Ich glaub solche Artikel liest Ludi den ganzen Tag. Da kann man ja nicht mehr auf dem Boden bleiben... :ohno:

GNU
June 19th, 2007, 02:34 PM
Es gibt auch viele Deutsche und besonders viel Platz haben wir wie die Japaner auch nicht wirklich. Trotzdem wäre man nicht auf 35 Mios gekommen. 10 vielleicht, viel mehr aber auch nicht.


Japan hat rund 127 millionen Einwohner. Wir haben rund 82 Millionen.
Das ist eine ganze Menge mehr.
Niemand weiss genau auf wieviel Einwohner Berlin da gekommen wäre.
Deshalb erübrigt sich eigentlich auch eine Diskussion darüber.
Fakt ist, es wären auf jeden Fall viel mehr als heute.

GNU
June 19th, 2007, 02:36 PM
Aber auch nur, weil Berlin 1920 alles eingemeindete was sich nicht wehren konnte.

Ich weiss nicht wie oft du in Berlin warst.
Aber Bezirke wie zb. Neukölln und Schöneberg sind nunmal heutzutage zurecht, und ganz logischerweise Teil Berlins.

George W. Bush
June 19th, 2007, 02:54 PM
Das Ruhrgebiet (inklusive Nördliches Ruhrgebiet) plus Köln/Bonn formen eine Metropolenregion, die auf Platz 17 gleich hinter Calcutta noch vor London und Paris gelistet wird.Köln-Ruhr ist aber ein sehr künstliches Konstrukt. Da kann man genauso gut Frankfurt-Mannheim zur Metroregion erklären. Ich hatte bei meinen Fahrten zwischen Dortmund und Düsseldorf noch nie das Gefühl mich durch eine auch nur halbwegs zusammenhängende Stadtlandschaft zu bewegen.

goschio
June 19th, 2007, 03:00 PM
naja, das kann man nicht voraussehen, wer weiss was aus berlin geworden waer, wenn wir in Deutschland auch alles so auf die Hauptstadt konzentriert haetten, waer Berlin vielleicht auch zu so na Megastadt geworden.


Gut, dass es nicht so gekommen ist.

Kampflamm
June 19th, 2007, 04:20 PM
Deshalb erübrigt sich eigentlich auch eine Diskussion darüber.
Fakt ist, es wären auf jeden Fall viel mehr als heute.

Fakt ist es sicherlich nicht. Die Westdeutschen Städte sind auch nicht deutlich größer geworden. Man kann halt eine Situation, wie man sie in Japan sieht, nicht 1 zu 1 auf Deutschland übertragen und dann irgendwelche Hochrechnungen aufstellen. Tokyo ist sehr stark gewachsen, bei anderen vergleichbaren europäischen Städten war dies nicht der Fall.

Kampflamm
June 19th, 2007, 04:23 PM
Ich glaub solche Artikel liest Ludi den ganzen Tag. Da kann man ja nicht mehr auf dem Boden bleiben... :ohno:

Schön sind immer wieder die Vergleiche wie zB "Berlin ist 9-mal größer als Paris". Da kann man auch sagen, dass Berlin 343 mal so groß ist wie die City of London, ist genauso aussagekräftig.

GNU
June 19th, 2007, 05:39 PM
Fakt ist es sicherlich nicht. Die Westdeutschen Städte sind auch nicht deutlich größer geworden. Man kann halt eine Situation, wie man sie in Japan sieht, nicht 1 zu 1 auf Deutschland übertragen und dann irgendwelche Hochrechnungen aufstellen. Tokyo ist sehr stark gewachsen, bei anderen vergleichbaren europäischen Städten war dies nicht der Fall.

Ich hatte auch nie behauptet dass Berlin so viel Einwohner wie Tokio haben würde eben weil (unter anderem) es mehr Japaner als Deutsche gibt.
Es steht jedoch ausser Frage dass Berlin heute viel mehr Einwohner hätte wenn es keinen 2.Weltkrieg gegeben hätte. Das ist ein Fakt meiner Meinung nach.
Wieviel Einwohner genau kann man eben nicht sagen.

nyck2008
June 19th, 2007, 06:07 PM
Um dieser "was wäre gewesen, wenn dieses und jenes nicht gewesen wären" etc.-Diskussion eine etwas positivere Wendung zu geben, möchte ich daran erinnern: Ohne seine besondere Geschichte mitsamt der Stellung während des kalten Krieges wäre Berlin sicherlich nicht zu der Stadt geworden, die uns alle so fasziniert. Dann wäre Berlin heute nicht so unglaublich preiswert, hätte vermutlich deutlich weniger unbebaute Grünflächen, weniger einzigartige Entfaltungsmöglichkeiten für Künstler, hätte nicht diese entspannte, verträumte Atmosphäre, hätte vermutlich eine Sperrstunde, hätte keinen Mauerpark, hätte nicht diese gerade auch für Besucher immer wieder erstaunlichen Gegensätze zwischen Ost und West (gerade in Architektur und Städtebau), ......(setzt ein, was ihr wollt)....und wäre nicht unendliche Projektionsfläche und Spielwiese für Großstadtträume aller Art. Es wäre eine "fertige Stadt", sicherlich wirtschaftlich erfolgreich wie alle anderen Großstädte. Aber es hätte nun einmal nicht diesen unfertigen, ja geradezu wilden Charme, den alle so mögen. Und das, was Berlin heute eben ist, ist doch viel einzigartiger als der normale wirtschaftliche Erfolg und das Wachstum der anderen Städte. Man muss Berlin einfach akzeptieren als das, was es ist, aber es nicht andauernd mit irgendwelchen unrealistischen Vergleichen überfrachten. ;)

Andi_777
June 19th, 2007, 06:45 PM
Mir wärs lieber ohne unbebaute Flächen und mit Altstadt.

KoolKeatz
June 19th, 2007, 06:53 PM
Um dieser "was wäre gewesen, wenn dieses und jenes nicht gewesen wären" etc.-Diskussion eine etwas positivere Wendung zu geben, möchte ich daran erinnern: Ohne seine besondere Geschichte mitsamt der Stellung während des kalten Krieges wäre Berlin sicherlich nicht zu der Stadt geworden, die uns alle so fasziniert. Dann wäre Berlin heute nicht so unglaublich preiswert, hätte vermutlich deutlich weniger unbebaute Grünflächen, weniger einzigartige Entfaltungsmöglichkeiten für Künstler, hätte nicht diese entspannte, verträumte Atmosphäre, hätte vermutlich eine Sperrstunde, hätte keinen Mauerpark, hätte nicht diese gerade auch für Besucher immer wieder erstaunlichen Gegensätze zwischen Ost und West (gerade in Architektur und Städtebau), ......(setzt ein, was ihr wollt)....und wäre nicht unendliche Projektionsfläche und Spielwiese für Großstadtträume aller Art. Es wäre eine "fertige Stadt", sicherlich wirtschaftlich erfolgreich wie alle anderen Großstädte. Aber es hätte nun einmal nicht diesen unfertigen, ja geradezu wilden Charme, den alle so mögen. Und das, was Berlin heute eben ist, ist doch viel einzigartiger als der normale wirtschaftliche Erfolg und das Wachstum der anderen Städte. Man muss Berlin einfach akzeptieren als das, was es ist, aber es nicht andauernd mit irgendwelchen unrealistischen Vergleichen überfrachten. ;)

Du sprichts mir aus der Seele. :)

MPOWER
June 19th, 2007, 07:16 PM
Ich weis nich aber das hier ist eine, hätte haben, können wenn, Diskussion. Die Geschichte hat einen Strich durch die Wirtschaftliche Expansion Berlins gemacht. Ohne eine starke Wirtschaft wächst eine Stadt nicht, deswegen sollten wir uns an heute orientieren und versuchen unsere Hauptstadt wieder aufzupeppeln.
Meiner Meinung nach wäre eine Sonderwirtschaftszone in und um Berlin das einzig finanzierbare, das müsste jedoch wohl auch zum Großteil der Bund bezahlen. Aber mit einer SWZ mit guten Konditionen wäre es möglich Berlin wieder Leben einzuhauchen (in Wirtschaftlicher Sicht). Wenn dies umgesetzt würde, müsste ein besonderes Augenmerk auf die Forschung in der Hauptstadt gelegt werden, Berlin gibt über 4% seines BIP für F&E aus, nur leider ist die Vernetzung zwischen der Forschung und der Industrie so gering ausgeprägt, das daraus keine wirklichen Patente entstehen. München gibt nicht viel mehr für FuE in Relation zum BIP aus, nur werden dort überdurchschnittlich viele Patente angemeldet, die Patente sind meistens die Fortführung der Forschung in der Wirtschaft, die dort dann angewendet werden.
Hab das jetz nich sonderlich durchgerechnet aber eine Art Sonderwirtschaftszone würde Berlin einen extremen Schub geben, da es die Potenziale ,die eindeutig vorhanden sind, potenziert werden würden. Die Status als Hauptstadt Deutschlands, Dientsleistungszentrum, Bahn- und durch den BBI auch noch ein Luftkreuz Deutschlands ...

Ludi
June 19th, 2007, 07:42 PM
Ich glaub solche Artikel liest Ludi den ganzen Tag. Da kann man ja nicht mehr auf dem Boden bleiben... :ohno:

Ich bin optimistisch und glaube an Berlin ,da ich weiss das Berlin viel Potenzial hat und ich hab nie behauptet das Berlin 9mal groesser al Paris oder sonste was ist, aber oft redet ihr hier einfach Berlin total schlecht was net so stimmt...

Waxo Khana
June 19th, 2007, 07:49 PM
Lass mich doch mal überlegen was würde passieren wenn Berlin zur Sonderwirtschaftszone wird in der Unternehmen z.B. weniger Steuern zahlen müssten als anderswo in Deutschland usw.

Jup, Berlin würde Deutschland Kanibalisieren und den Reichtum aller schmälern, da die Unternehmen nun in Berlin weniger Steuern zahlen als in z.B. Stuttgart.

:banana: Juhhu würden die Unternehmen sich da freuen.

Was fürn Blödsinn denken sich nun einige,
Berlin sollte anstatt die restliche Republik zu kanibalisieren lieber aus eigenen Kraft wachsen. Aber dafür bräuchte man ja Mut und Ideen. Drum saufen wir lieber einen :cheers: und holen uns aus dem Solidarpakt lieber noch ein paar Millionen. Wieviel müsste man eigentlich Siemens anbieten damit sie nach Berlin ziehen? Egal der BUND bezahlt es ja :banana:

Ludi
June 19th, 2007, 08:03 PM
Lass mich doch mal überlegen was würde passieren wenn Berlin zur Sonderwirtschaftszone wird in der Unternehmen z.B. weniger Steuern zahlen müssten als anderswo in Deutschland usw.

Jup, Berlin würde Deutschland Kanibalisieren und den Reichtum aller schmälern, da die Unternehmen nun in Berlin weniger Steuern zahlen als in z.B. Stuttgart.

:banana: Juhhu würden die Unternehmen sich da freuen.

Was fürn Blödsinn denken sich nun einige,
Berlin sollte anstatt die restliche Republik zu kanibalisieren lieber aus eigenen Kraft wachsen. Aber dafür bräuchte man ja Mut und Ideen. Drum saufen wir lieber einen :cheers: und holen uns aus dem Solidarpakt lieber noch ein paar Millionen. Wieviel müsste man eigentlich Siemens anbieten damit sie nach Berlin ziehen? Egal der BUND bezahlt es ja :banana:

ich halt e net Wirtschaftssonderzone auch fuer Scwachsinn, aber ich finde es durchaus gerecht, das der Bund Berlin helfen muss, da Berlin auf Grund er gesammtdeutschen Geschichte als Region am meisten gelitten hat und das ist nunmal fakt, Berlin wurde geteilt, Berlin hat seine grossen frueheren Firem verloren etc, aber logischer Weise sollte mans auch nicht uebertreiben, das Problem ist nur, das Berlin nichts wirklich aus eigener Kraft machen kann, nach dem Mauerfall musste so vieles getan werden um die Stadt wieder einiger Massen auf trab zu kriegen, da sind milliarden drauf gegangen die eigentlich der Bund haette zahlen muessen, denn es ist nicht die Schuld Berlins gewesen das es eine Mauer gab etc und der groesste Teil der Schulden die wir heut zu Tage in Berlin haben sind genau von der Zeit und aus dem Grund, jetzt kann man sagen ist Berlin wieder eine einiger massen vereinigte Stadt, aber jetzt hat Berlin die ganzen Schulden auf dem Buckel die noetig waren um das zu erreichen.
Ich waere fuer die Entschuldung des Landes Berlins, fuer ein gesetzt das eine Grenze setzt der Schuldenanzahl der Bundeslaender und wenn Berlin entschuldt wurde, kann man von mir aus fuer Berlin alle hilfen kuerzen die es sonst gab vom Bund, bisauf die kosten die durch den Regierungssitz entstehen sollten noch bezahlt werden.
WIe gesagt, Berlin entschulden und Berlin koennte wieder aus eigenen kraeften wachsen, aber das is zur Zeit in Berlin ungefaehr so, wie bei einer Pflanze die kein Wasser hat zum wachsen, in Berlin fehlt das Geld, da kann man so kreativ und mutig sein wie man will ohne die Mittel kann man da nichts machen und jetzt sagt mir nicht das die Berliner, Berlin und der Senat an den Schulden schuld ist, der groesste teil ist ganz einfach durch die Wiedervereinigung der Stadt entstanden, das ist belegt, das kann ich euch gerne genau schildern.
Naja, soviel dazu, ich hoffe das versteht wer und ich wuerde es auch mal ganz fair finden wenn wer diese Unschuld Berlins einssieht, fuer die mauer und die Kosten die entstanden sind koennen wir berliner und auch der Senat nichts.

Kampflamm
June 19th, 2007, 08:07 PM
Am meisten gelitten... :lol: West-Berlin wurde von Bonn unterstützt, während Ost-Berlin von der SED bevorzugt wurde (die anderen Städte in der DDR dürften so langsam vor sich hinrotten). Warum haben die Berliner eigentlich so einen "Opferkomplex"? Hat das was mit der Nähe zu Polen zu tun? Die meinen ja auch, dass nur sie und kein anderer jemals gelitten hat.

Wie ist das eigentlich mit Sachsen? Wie haben die es geschafft, einigermaßen auf die Beine zu kommen? Und warum schafft das Berlin nicht?

Waxo Khana
June 19th, 2007, 08:10 PM
Der Bund hilft Berlin ja auch schon ca 50% des Berliner Haushaltes kommt aus Bundesmitteln die andere Bundesländer und der Staat Berlin geben.

http://www.welt.de/berlin/article956114/Berlins_Fluch_der_Milliarden.html

Hier ein recht guter link zu einem Bericht heute in der Welt.

Ausschnitt aus dem Bericht.
Berlin könnte schon den laufenden Haushalt 2007 ohne Neuverschuldung abschließen.
Berlin hätte z.B. das Geld um die Staatsoper zu restaurieren möchte aber lieber das der Bund das bezahlt.

Ludi
June 19th, 2007, 08:24 PM
Schon klar meine herren,
Wir haetten mal durch gana Deutschland Mauern ziehen sollen ausser in der Regien Berlin-Brandenburg und dann nach 30 Jahren die Mauer wieder abreisen sollen, dann waer Berlin und Brandenburg auch super aufgebaut und der rest von Deutschland haette keine Firma mehr bei sich.
Aber ihr habt recht, Berlin hat seine grossen Betriebe nur dadurch verloren weil der Senat zu der Zeit so unfaehig war, Siemens, etc sind aus Berlin weg weil die MAuer keine schoene Farbe hatte oder so, sicherlich, und nach dem Mauerfall war Ost-Berlin total herunter gekommen, alle betriebe im Osten wurden aufgekauft und geschlossen und das bissel Kapital haben sich die Westdeutschen Betriebe gekrallt, das ist ja alles ganz natuerlich passiert und hat nichts mit der Geschichte und der Politischen Situation in Berlin zu tuen.
Die 80 milliarden Schulden die Berlin in den Jahren danach gemacht hat hat Berlin sicherlich alle in Partys fuer Wowi gesteckt wie hier immer alle sagen und Berlin gings ja gar nicht so Schlecht mit der Mauer, Berlin konnte dank der Mauer nur kein einheitliches Wirtschaftssystem aufbauen, keine Infrastrukturt aufbauen und der Standort Westberlin war extrem unatraktiv dank der tollen Mauer, wer will schon auf na Insel ne Fabrik bauen...
Und Ostberlin war im Vergleich zum rest der DDR vielleicht etwas reicher, aber nach dem Mauerfall ist davon null uebrig geblieben.
Mensch, das ist ja alles gar nicht so schlimm gewesen mit der geschichte und ich verstehe gar nicht wodurch Berlin so viele Schulden hat.
Aus Berlin sind doch nur alle Banke, Firmen ,etc weg gezogen, ach mein Gott, das ist doch nich Schlimm, nur 100.000 arbeitsplaetze weniger und weniger Steuereinnahmen dank der Mauer, naja, daran ist ja eh Berlin schuld, der Senat hat ja die Mauer gebaut und hat das alles geplant Berlin ueber jahrzente zurueck zu werfen und die grossen Deutschen Betriebe aus Berlin zu vertreiben, Berlin wollte halt sozial sein und seine grossen Firmen verschenken.
mensch bin ich froh das wir die ganze grossen Firmen los sind und jetzt durch die Stadtvereinigung seit 1990 milliarden an Schulden gemacht haben, die armen Bundeslaender wie bayern, etc haben ja wirklich meisterleistungen erbracht das die Firmen zu ihnen gekommen sind, ohne solche tollen Politiker wie Stoiber waer die Mauer sicherlich nicht gekommen.
Mensch haben wir in Berlin glueck das wir endlich alle Betriebe dank der Mauer los geworden sind, danke Deutschland und danke an die tolle politiklage der letzten Jahre die es moeglich gemacht haben Berlin zu dem zu machen was es heute ist.
Ihr habt schon recht, Siemens ist nach Bayern gegangen weil die Menschen und die politiker da soooo toll sind, die Mauer hat dabei gar keine Rolle gespielt.
(achtung Ironie)

Waxo Khana
June 19th, 2007, 08:34 PM
Ja, du kannst schon meckern darüber wie egoistisch wir sind, dieses hast du hier bewiesen!

Im Jahr 2006 hat Berlin 10,6 Milliarden € Einnahmen 7,5 Milliarden wurden Berlin geschenkt weil es durch die DDR und Mauer usw. weniger Einnahmen hatte.
1,8 Milliarden € hat Berlin dazu noch zusätzlich an Krediten aufgenommen.
Somit bestanden fast 10 Milliarden des Berliner Haushaltes aus Fremdmitteln.

Wir sind ja solche doofis das wir Berlin nicht helfen. Wir wollen mehr ! ihr seid soooo gemein, ich möchte noch sooviel meeeeehr Mama Ähem ne BUND.

Andi_777
June 20th, 2007, 10:04 AM
Berlin hat als Hauptstadt und mit dieser Infrastruktur weitaus bessere Voraussetzungen als beispielsweise Leipzig. Letzteres gilt aber mittlerweile als Muster und ist eine der attraktivsten Investitionsregionen Europas (nicht nur weil's im Ziel 2 Gebiet der EU liegt). Dort hat man's geschafft durch Entbürokratisierung und Verständnis für die Wirtschaft ein Klima zu schaffen, von der Berlin Welten entfernt ist.

Es geht nicht darum Berlin auf die gleiche wirtschaftliche Potenz wie München oder Hamburg zu pushen, sondern sich zumindest zu regenerieren. Das ist eindeutig politische Schwäche, da gibt's nichts wegzudiskutiern.

nyck2008
June 20th, 2007, 01:32 PM
Vielleicht sollte Deutschland einfach bewusst dazu stehen, dass man sich eine Stadt wie Berlin einfach "leistet". Schliesslich profitieren doch alle Deutschen von dem grossartigen kulturellen Angebot :fiddle: und vom hohen Spassfaktor dort...:cheers: und reisen als Berlinbesucher in einem unablässig wachsenden Strom in die Hauptstadt, um sich gelegentlich von ihrem hektischen, spießigen und verkrampften Alltag in Restdeutschland :nuts: zu entspannen :cheers: . Die USA leisten sich schließlich auch Las Vegas!
Und das Gefühl, (wenigstens in Form von eindrucksvollen Fassaden) eine sehr repräsentative Hauptstadt zu haben, bekommen die Deutschen gratis dazu :okay:

KoolKeatz
June 20th, 2007, 01:34 PM
Mein Gott Ludi, du tust ja so als wäre alle großen Firmen vor dem Krieg in Berlin gewesen. Dem ist aber nicht so. Berlin war auch vor dem Krieg nicht in dem Maße wirtschaftliches Zentrum, wie es bei London oder Paris der Fall war.
Und ich kann auch gut verstehen, dass andere Bundesländer angepisst sind, wenn Berlin mit dem Geld, dass die reichen Länder zahlen, diesen durch Subventionen die Unternehmen weglockt. Und zudem auch noch jede Luxusinvestition wie Hauptbahnhof oder Stadtschloß vom Bund spendiert bekommt. In Berlin hat sich eine Nehmerkultur entwickelt, die man fast mit Afrika vergleichen könnte. Man versucht gar nicht erst etwas aus eigener Kraft zu schaffen.

Würde dich bitten, das ganze mal etwas differenzierter zu betrachten und nicht immer nur dieses "Berlin ist toll, geil, die Nr. 1, beste Stadt der Welt wer was anderes sagt hat unrecht und Berlin ist das Opfer, hat schlimm gelitten deswegen muss man uns jetzt den Arsch voll mit Geld stopfen".

Pølser Hawkins III
June 20th, 2007, 01:44 PM
Die USA leisten sich schließlich auch Las Vegas!

Haha, der war gut. Las Vegas liegt dem US-Steuerzahler gewiss nicht auf der Tasche, sondern verdient massig eigenes Geld. Alleine der Casinoumsatz beträgt laut Wikipedia 4,5 Milliarden Dollar pro Jahr! Und die gewaltigen Investitionen erfolgen privat und werden nicht mit Geld des Steuerzahlers hinten reingeschoben.

Tricky
June 20th, 2007, 01:55 PM
... und jetzt sagt mir nicht das die Berliner, Berlin und der Senat an den Schulden schuld ist, der groesste teil ist ganz einfach durch die Wiedervereinigung der Stadt entstanden, das ist belegt, das kann ich euch gerne genau schildern.

@ Ludi.... naja, so ganz ist das nicht richtig. Ich stelle zwar auch mit Bedauern fest, dass die Republik extrem viele Berlin-Hasser hat, und das Berlin mehr Unterstuetzung verdient haette, aber man muss doch sagen, dass vor allem der CDU-Senat der Herren Diepgen & Landowsky (und all die anderen Eimer) extrem (!!!) schlecht gewirtschaftet haben!... das faengt beim Baufeld-Ost und dem BBI an (wo man sich trotzig fuer Schoenefeld entschied - obwohl Sperenberg bis dato Favorit war - nachdem die Brandenburger eine Laenderehe abgelehnt haben) und hoert bei den Machenschaften der Bankgesellschaft Berlin auf (wo Aber-Milliarden verspekuliert wurden).... man nehme dann noch die verfehlte Wohnungsbau-Politik hinzu (100.000 Wohnungen stehen leer!), die viel zu schnelle Angleichung der Ost-Gehaelter an die West-Gehaelter (Berlin uebernahm hier die Vorreiter-Rolle) und der fehlende Mut Buerokratie & historische Doppelstrukturen abzubauen. ... all das kostete zig-Millarden ueber die letzten 15 Jahre.... und so sitzt die Stadt auf diesem gigantischen Schuldenberg.

Sicherlich gibt es immer wieder Leute, die sagen, dass es gute Gruende gab die eine oder andere Entscheidung zu treffen, aber leider wurde halt nicht immer im wirtschaftlichen Sinne klug bzw. gluecklich gehandelt.

Versteh mich nicht falsch - insgesamt wuenschte ich mir auch mehr Verstaendnis & Unterstuetzung (finanziell und moralisch) vom Rest der Republik.... aber man muss auch sehen koennen, dass Berlin nicht ganz unschuldig fuer die Misere seit dem Mauerfall ist.
Was die Zeit davor angeht gebe ich Dir wieder Recht - durch den Krieg und die Mauerteilung hat Berlin mit am meisten gelitten..... das soll nicht heissen, dass andere nicht gelitten haben, aber der Krieg und die Teilung haben die Stadt nunmal in einen einzigartigen "Schwebe"-Zustand versetzt, in dem sich die Stadt ueber 40 Jahre lang nicht 'normal' entwickeln konnte. ... selbst Leipzig, Dresden und die anderen Ost-Staedte haetten das tun koennen (wenn sie bzw. das System das gewollt haetten)... Platz gab es ja zumindest.

Das einzige was Berlin am Leben hielt waren die Subventionen aus dem Westen (und ich glaube, dass fast alle Berliner liebend-gerne die Subventionen gegen eine Stadt ohne Mauern getauscht haetten!!). Und nebenbei: ganz uneigennuetzig waren die Subventionen auch fuer die damalige BRD nicht, denn es galt im Kalten Krieg auch als Prestige des Kapitalismus ueber den Kommunismus, die 'West-Insel' Berlin am Leben zu erhalten.... von daher koennte man auch argumentieren, dass es fuer eine ueber Jahrzehnte subventionierte Stadt nicht ohne weiteres einfach ist, so ploetzlich ohne Subventionen (die Berlin-Zulage wurde ratz-fatz gestrichen) eine doppelt so grosse Bevoelkerung bei Laune zu halten.

Anyway, wollte eigentlich keine politische Diskussion hier fuehren, aber alle hier sollten sich vor Augen fuehren, dass nicht alles nur Schwarz oder Weiss ist (auch wenn unser "Freund" George W die Welt des 21. Jahrhunderts immernoch so sieht) .... letztenendes hatte Berlin viel Pech (nach dem Krieg), aber gleichermassen auch viel Eigenverschulden an der jetzigen Misere (seit dem Mauerfall).... jetzt erst scheint es langsam zu lernen mit Geld verantwortungsvoller umzugehen.

Berlin wird also (aus meiner Sicht) langsam erwachsen!! :)

Waxo Khana
June 20th, 2007, 02:10 PM
In Berlin hat sich in letzter Zeit viel zum guten entwickelt, es wurden Ausgaben gekürzt, es wurden einige Projekte, wenn manche auch etwas halbherzig, angefasst um die wirtschaftliche Lage zu verbessern. (z.B. BBI)

Es wird sich verstärkt auf Tourismus konzentriert was ich für eine Hauptstadt mit dieser Geschichte mehr als vernünftig und auch unterstützungswürdig finde. Berlin könnte es in den nächsten jahren wirklich schaffen.

Ich finde das Geld das Berlin aus dem Solidarpakt bekommt gerechtfertigt. Berlin muss unterstützt werden.

KoolKeatz Post unterschreibe ich hier mal so wie er da steht!

Es heisst aus einigen Mündern andauernt nur will, will, will und wir werden ja garnicht unterstützt.

Ich kann verstehen das einige im Großenwahn 7,5 Milliarden als nix bezeichnen
Bremen hatte 2006 schliesslich nur Haushaltsausgaben von 3,8 Milliarden. (Bei 2,8 Milliarden Einnahmen)

Dann kann der Bund uns ja auch noch die Staatsoper bezahlen, heisst ja schlieslich Staatsoper nicht Berlinoper. :bash:

nyck2008
June 20th, 2007, 02:21 PM
Haha, der war gut. Las Vegas liegt dem US-Steuerzahler gewiss nicht auf der Tasche, sondern verdient massig eigenes Geld. Alleine der Casinoumsatz beträgt laut Wikipedia 4,5 Milliarden Dollar pro Jahr! Und die gewaltigen Investitionen erfolgen privat und werden nicht mit Geld des Steuerzahlers hinten reingeschoben.

Recht hast Du, das war auch eher ironisch gemeint! Gewisse Parallelen sind aber doch zu erkennen: Auch Las Vegas erwirtschaftet einen wichtigen Teil seines BIP/GDP mit Tourismus und hat ein recht dünn besiedeltes und strukturschwaches Umland :rofl:

DragonHRuffy
June 20th, 2007, 04:21 PM
Sagt mal.. wieso sind die Hauptsitze der großen deutschen Konzerne nicht alle in Berlin?

Hauptsitz = Hauptstadt

Das wäre doch cool... wie in Taiwan, Japan und all den anderen Ländern... dort ist es auch so!

Sind zwar nicht alle Konzerne in der Hauptstadt mit ihrem Hauptsitz... aber immer noch eine enorme Menge... in China, Frankreich und GB ist es auch so!

nyck2008
June 20th, 2007, 04:58 PM
Immerhin richten sich derzeit fast alle großen deutschen Unternehmen, soweit ich das mitbekommen habe, fette Repräsentanzen in Berlin ein. Dabei sucht man sich ausnahmslos Top-Adressen aus, wie Unter den Linden, auf dem Schlossplatz, auf dem Pariser Platz oder auf dem Potsdamer Platz (Bertelsmann, ThyssenKrupp, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Dresdner Bank, etc.). Dabei wird nicht gekleckert sondern geklotzt ;)

Andi_777
June 20th, 2007, 06:42 PM
Weil wir föderal sind, nicht zentralistisch.

Das hatten wir doch schon mal oder?
Wieso haben eigtl. nicht alle ihren Hauptwohnsitz ( = Hauptstadt) in Berlin?
;-)

Kampflamm
June 20th, 2007, 07:21 PM
Und das Gefühl, (wenigstens in Form von eindrucksvollen Fassaden) eine sehr repräsentative Hauptstadt zu haben

Was ist an Berlin repräsentativ? Die Stadt ist eine der häßlichsten Hauptstädte Europas.

Ludi
June 20th, 2007, 07:23 PM
Weil wir föderal sind, nicht zentralistisch.

Das hatten wir doch schon mal oder?
Wieso haben eigtl. nicht alle ihren Hauptwohnsitz ( = Hauptstadt) in Berlin?
;-)

genau, Berlin 82 mio Stadt und rest machen wir zu feldern, waeldern etc, das waer sicherlich einfacher zu steuern, So STadtstaaten sind doch eh alle mega reich, da koennte man ne Menge verwaltung, etc einsparen, da wuerde Deutschland glaub ich locker seine Schulden alle schnell weg haben und wir haetten in Deutschland dann mit Berlin mega metropole mit 82 mio menschen und den ganzen Firmensitzen, etc nen nices staedtchen :lol:

Naja, spass bei seite, darauf muessen wir noch warten bis ich in 3 Jahren Kanlzer werde :)

:lol:

Naja, jetzt wieder ernsthaft,Diepgen hat wirklich viel verkackt, sehr sehr viel, wenn man mal ueberlegt was der in der zeit des rot-roten Senats alles passiert ist, BBI endlich im Bau, neuen Hauptbahnhof, keine neuen Schulden bis spaetestens 2010, etc
Diepgen hat es in seinen Jahren nicht geschaft nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe zu kriegen, wenn wir damals nen vernuenftigen Buergermeister gehabt haetten, waer BBI vielleicht schon laensg tda und wir haetten schon nen hoehres Wachstum.
Naja, ich waer wie gesagt fuer eine einmalige Entschuldung Berlins, die paar Milliarden sind ja auch nichts grosses im Vergliech zu den Schulden des bunds, zudem laeuft ja in Deutschland gerade die WIrtschaft gut und es gibt nen dicken Haushaltsueberschuss.
Mit na Entschuldung wuerde es in Berlin auf schlag stark bergauf gehen.
Allein die 60 milliarden Schulden Berlins machen 2,5 milliarden Zinsen pro Jahr.
Ohne die Schulden haette Berlin also 2,5 milliarden mehr zum ausgeben, da Berlin naechstes Jahr bereits einen ausgeglichenen Haushalt haben wird wo dann ohne Schulden ein ueberschuss von 2,5 milliarden entstehen wuerde, das ist fuer eine Stadt extrem viel, mit nen paar million kann baut man ganze Strassen aus, naja, das waer wirklich der Hammer fuer Berlin wenn man das erreichen wuerde, dann wuerde Berlin von einen tagen auf den anderen in Geld schwimmen..., hoffe mal das der Bund und die anderen laender so nett sind, is ja nur einmal und danach muss man Berlin nich mehr helfen :)

Andi_777
June 20th, 2007, 07:28 PM
Dann ist Bremen nächster Bittsteller und danach drei weitere Länder - wer kanns dann scho verwehren - und in 5 Jahren steht Berlin wieder vorm Bund weil sich's gedacht hat "die helfen uns schon wieder aus der Grube, haben sie ja vor 5 Jahren auch".

Die Entscheidung gegen die Entschuldung war die einzig richtige.

Ludi
June 20th, 2007, 07:31 PM
Was ist an Berlin repräsentativ? Die Stadt ist eine der häßlichsten Hauptstädte Europas.

rofl, Berlin ist extrem geil, also bitte, du machst dich laecherlich, in wohne in Argentinien und kenne massig leuts die Europa reisen gemacht haben, viele meinten Berlin sei die beeindruckenste Stadt gewesen, weil sie so wild und anders ist, sicherlich hat ihnen Paris und London auch gefallen, aber Berlin haelt da locker mit was Tourismus angeht.
DIe Tourismus zahlen beweisen das ganze gegenteil von deiner laecherlichen Behauptung, die Turis kommen bestimmt alle nach berlin weil es gerade so haesslich ist.
Berlin hat nach Paris und London die meisten Touristen aller europaeischen Staedte und hat von den 3 topstaedten die hoechsten Wachstumzahlen zu verbuchen, da ist deine Behauptung einfach mal total unbergruendet.
naja, das liegt im Auge des betrachters, aber ich kenne eine Menge leuts von ausserhalb.
Kann ja sein das Berlin viele Schulden hat und wirtschatflich im mom net so gut da steht, aber sehr sehr viele finden Berlin eine Hammer Stadt und sind von Berlin beeidruckt, geh doch mal bitte durch Berlin und frag die Touristen, da wette ich, das mindestens 90% begeistert von Berlin ist, ich selber habe im SOrathotel am Spreebogen gearbeitet und weiss von was ich rede.
Naja, einfach eine laecherliche behauptung, wie gesagt, die millionen an Touristen und das was die Menschen von Berlin meinen beweisst das ganze gegenteil, Berlin ist vielleicht nicht eine aufgraeumte Stadt wo alles so perfekt ist wie z.b. Paris, aber gerade das macht Berlin zu na wilden und Interessanten Stadt was die Touristen wert schaetzen und mit haesslich hat das nichts zu tun.
Mal wieder so eine billige anti-berlin propaganda, naja, man sollte sie einfach erzaehlen lassen, jeder der nen bisschen Ahnung hat weiss das gegenteil und die Zahlen beweisen ja auch das vollkommende Gegenteil.

Kampflamm
June 20th, 2007, 08:00 PM
Ist ja gut, hast uns jetzt schon oft von deinen Erfahrungen in Argentinien erzählt. Berlin mag geil, extrem, anders etc. sein, aber als schön oder repräsentativ würde ich es auf keinen Fall bezeichnen. In diese Kategorien würde schon eher München passen.

MPOWER
June 20th, 2007, 08:11 PM
Oh ja Deutschland hat nen dicken Haushaltsüberschuss, geil wusste ich noch garnich.

Wir haben nur unsere "Neuverschuldung" gesenkt, letztes jahr warens so umdie 1.7% unseres BIPs das wir an Schulden aufgenommen haben. Dieses Jahr werden wohl nurnoch 0.X % aufgenommen. Ein Überschuss is noch nicht da, vorallem wenn man den Bund ansieht der noch massig rote Zahlen schreibt ...
Also bitte mal informieren ...

Hoddao
June 20th, 2007, 08:27 PM
Jetzt mal bitte die ganzen subjektiven Empfindungen und sonstige eigene Meinungen beiseite legen.

Berlin hat viel gelitten, viel verschwendet und oft falsch gewählt, Punkt.
Diepgen hatte, anders als du es oben schilderst, auch viel Positives gebracht. Z.B. die Baubranche, die ein wichtiger Indikator für die gesamte Wirtschaft ist, hat zu seiner Zeit geboomt wie lange nicht mehr.
Ich halte die Regierungen seit Diepgen für viel schlimmer. So viel wurde versäumt und so viele falsche Entscheidungen....
Allerdings wollte ich mich eh aus dieser Diskussion raushalten.

Andi_777
June 20th, 2007, 08:28 PM
(Ein Defizit von (den erlaubten) 3 % würde schon völlig in Ordnung gehen - dann würde die Schuldenquote grad so bei +/- 0 % stagniern (Schuldenquotenveränderung = Primärdefizit(in Raten, inkl. Seniorageeinnahmen) + Zinszahlungen - Schuldenquote*(BIP-Wachstum + Inflation)), Inflation und BIP-Wachstum machen 3 % wett. Trotzdem hast du recht: wir sollten die Schuldenquote natürlich senken.)

Sachsenpark
June 20th, 2007, 08:40 PM
Also als ich erwähnt hatte dass andere Städte wir Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf , München "internationaler" sind meinte ich:

- sie haben eine sehr starke, nach außen gerichetete Wirtschaft

- einen höheren Flugverkehr als Berlin (und bessere Flughäfen natürlich)


Ob 300.000 Türken Berlin wirklich eine Weltstadt machen..
das hab ich nicht mit "internationaler" gemeint..

George W. Bush
June 20th, 2007, 08:54 PM
Was ist an Berlin repräsentativ? Die Stadt ist eine der häßlichsten Hauptstädte Europas.Ach na ja, ich habe schon (wesentlich) häßlicheres als Berlin gesehen, unter den deutschen Städten ab 500.000 Ew. ist Berlin noch eine der optisch angenehmeren. Und womit will man Berlin in Europa vergleichen? Doch nicht mit Bern oder Kopenhagen oder Dublin usw. usf. Berlin kann man Madrid, Warschau, Athen oder Rom gegenüberstellen, die sind vergleichbar groß. Über Rom und Warschau kann ich persönlich nichts sagen, aber vor Madrid und Athen muß sich Berlin wirklich nicht verstecken. Und neben Paris und London verblaßt sowieso so gut wie jede Stadt in der Welt.

DiggerD21
June 21st, 2007, 12:49 AM
Ich kenne keinen, der Berlin ernsthaft als (architektonisch) schöne Stadt empfindet (zumindest im Vergleich zu den anderen großen deutschen Städten). Trotzdem mögen sie alle Berlin, wegen den Spannungen, dem Bohéme-Lifestyle und einem gewissen "Big City Feeling" (was man in Hamburg und München wohl nicht so verspürt).

Ich habe übrigens irgendwo mal aufgeschnappt, dass Hamburg selber schuldenfrei wäre, wenn es nicht als Geberland nen riesigen Scheck gen Osten schicken würde. (Die Stadt Hamburg hat nämlich wie Bremen und Berlin eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung, was sich auch in der Reduzierung der öffentlichen Einrichtungen - Schließung von Bücherhallen, Schwimmbädern etc. - ausdrückt).

Andi_777
June 21st, 2007, 02:00 AM
Berlin fehlt eine zusammenhängende Struktur - aber es gibt schöne einzelne Ecken.

Es wird besser, allmählich..

bohne81
June 21st, 2007, 09:33 AM
Doch nicht mit Bern oder Kopenhagen oder Dublin usw. usf. Berlin kann man Madrid, Warschau, Athen oder Rom gegenüberstellen, die sind vergleichbar groß.

Vergleichbar groß??? Die passen alle in Berlin rein. Zur Erinnerung: Berlin ist größer als NYC. Und das es trotzdem nur halb so viel Einwohner hat, ist der Grund, warum Berlin so lebenswert ist. Nicht erst seit sie zur zweitcoolsten Stadt der Welt gewählt wurde. (Nach LA)

George W. Bush
June 21st, 2007, 09:50 AM
Ich kenne keinen, der Berlin ernsthaft als (architektonisch) schöne Stadt empfindet (zumindest im Vergleich zu den anderen großen deutschen Städten). Trotzdem mögen sie alle Berlin, wegen den Spannungen, dem Bohéme-Lifestyle und einem gewissen "Big City Feeling" (was man in Hamburg und München wohl nicht so verspürt).Ich versuch's ein bißchen konkreter.

Ich verbringe meine Zeit halbe halbe in Berlin und Düsseldorf. Beim wirklich allerbesten Willen würde ich nie auf die Idee kommen zu behaupten daß D'dorf architektonisch auch nur entfernt an Berlin heranreicht. Die Altstadt ist nicht uninteressant, Oberkassel ansehnlich, die Kö wirkt altehrwürdiger als Tauentziehn, Kudamm oder Friedrichstraße, keine Frage, aber da läufst du eine halbe Stunde durch und dann ist die Geschichte vorbei. Drumherum sieht's zu 90% so stil- und gesichtslos wie in zig anderen westdeutschen Städten aus. Dito für Köln minus Kölner Dom. Ich fühl mich in Köln wohl, aber für's Auge ist die Stadt wahrlich nichts. Frankfurt, na ja. Nimm Frankfurt die paar Wolkenkratzer und es bleibt nicht mehr ganz so viel übrig was es wert wäre hervorgehoben zu werden. Hannover? Die größeren Städte im Mittelstreifen Deutschlands sind zum überwiegenden Teil keine Perlen, die steckt Berlin hinsichtlich Stadtbild zumeist mühelos in die Tasche. Besser wird's erst im hohen Norden und im Süden (so ab Mainz südwärts). Hamburg überragt alles turmhoch, hochkarätige Architektur (ob neu oder alt) und die einzige deutsche Stadt mit dem Gesicht einer Weltstadt. Bremen kenne ich nicht. München ist wirklich hübsch. Stuttgart ist sehr gepflegt.

Wer ernsthaft behauptet er könne in Berlin keine gute Architektur finden der ist entweder blind oder verbohrt oder er kennt Berlin nicht aus eigener Anschauung. Oder er hat einen Architekturgeschmack der meinem diametral entgegengesetzt ist, mag ja sein. Aber ich denke daß Steglitz, Mitte, Kreuzberg und Zehlendorf (unter anderen Stadtteilen) unzählige sehenswürdige Gebäude aufweisen (nicht nur vereinzelt sondern großflächig) um beliebigen Geschmäckern entgegenzukommen.

George W. Bush
June 21st, 2007, 09:51 AM
Vergleichbar groß??? Die passen alle in Berlin rein. Zur Erinnerung: Berlin ist größer als NYC. Und das es trotzdem nur halb so viel Einwohner hat, ist der Grund, warum Berlin so lebenswert ist. Nicht erst seit sie zur zweitcoolsten Stadt der Welt gewählt wurde. (Nach LA)Ob cool oder nicht ... Berlin und NYC sind zwei VOLLKOMMEN verschiedene paar Schuhe.

nyck2008
June 21st, 2007, 10:18 AM
Nach meinen Erfahrungen wird Berlin bei ausländischen Touristen mittlerweile so sehr geschätzt gerade WEIL es völlig anders ist als alle anderen großen Städte. Im Wettbewerb des europäischen Städtetourismus nimmt Berlin eine absolute Sonderrolle ein.

1) Preiswert Nirgendwo in einer Stadt sind derzeit die Preise für Unterkünfte, Restaurants, Nightlife, und Shopping derart niedrig wie in Berlin (Berlin-Besucher aus Grossbrittanien bleibt da am ersten Tag komplett die Spucke weg, dann finden Sie's nur noch irre, und sie kommen bestimmt zurück!).

2) Spuren der Geschichte Hinzu kommen die sichtbaren Spuren der jüngeren, zum Teil grausamen europäische Geschichte, die sich für viele Besucher auf sehr geheimnisvolle Art in der Diskonuität der Gebäuden wiederspiegelt z.B. die teilweise noch zu erkennenden Schäden des Krieges wie beim Tacheles, Reste von der Berlin Wall, Topographie des Terrors, Jüdisches Museum, Checkpoint Charlie, Holocaust Mahnmal, East Side Gallery, etc. Das gibt dem ganzen eine gewisse Dramatik (besonders Amerikaner fahren da völlig drauf ab).

3) Spannende Kulturszene Einer der wichtigsten Faktoren für den wachsenden Berlin-Tourismus ist die Berliner Sub-, Independent-, Alternativ-, etc. kultur. Diese Szene spiegelt sich in dem bunten Leben rund um den Hackeschen Markt wieder, in den diversen Kunstgallerien, aber auch den unkonventionellen Clubs und Cafe's, die in stillgelegte Industrie- und Stadtlandschaften eingebettet sind. Im Vergleich zu anderen Städten ist alles so schön unkommerziell - Materielles scheint keine Rolle zu spielen. Clubs wie das Berghain/Panoramabar in Friedrichshain oder das Cookies in Mitte genießen inzwischen Weltruf (z.B. Japaner und Italiener finden Berlin deswegen unglaublich toll).

Beriln is not merely beautiful. It is absolutely fascinating!

Das diese einzigartige und faszinierende Großstadtspielwiese nur durch unablässige Subventionen aus den anderen Städten Deutschlands am Leben erhalten werden kann, kriegen ausländische Berlin-Touristen natürlich nicht mit.

nyck2008
June 21st, 2007, 01:04 PM
Ach na ja, ich habe schon (wesentlich) häßlicheres als Berlin gesehen, unter den deutschen Städten ab 500.000 Ew. ist Berlin noch eine der optisch angenehmeren. Und womit will man Berlin in Europa vergleichen? Doch nicht mit Bern oder Kopenhagen oder Dublin usw. usf. Berlin kann man Madrid, Warschau, Athen oder Rom gegenüberstellen, die sind vergleichbar groß. Über Rom und Warschau kann ich persönlich nichts sagen, aber vor Madrid und Athen muß sich Berlin wirklich nicht verstecken. Und neben Paris und London verblaßt sowieso so gut wie jede Stadt in der Welt.

Also wenn es so etwas wie objektiv "schön" gibt, ist Rom glaub' ich schon recht schön ;)

@Kampflamm: Ich glaube, dass die meisten Deutschen die Berliner Bauten (Reichstag, Kanzleramt, Brandenburger Tor, etc.) schon als repräsentativ empfinden...wenn auch nicht im Sinne von "schön" aber alles hat halt einen hohen Symbolwert. Allerdings haben die Fassaden im Berliner Zentrum im Vergleich zu anderen Städten meiner Meinung nach etwas "Kulissenhaftes". Überall stehen zwar fette urbane Gebäude, aber es fehlt das grossstädtische Chaos und die Hektik. Auf diesen Fotos im niederländischen Forum kommt das ganz gut rüber:
http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=485728

C-Beam
June 21st, 2007, 01:12 PM
Das hat aber auch damit zu tun dass es nunmal mehr Japaner als Deutsche gibt.

Das Japanische Kaiserreich und Groß-Deutschland hatten damals ca gleich viele Einwohner. Die Japaner haben sich aber in Gegensatz zu den Deutschen nach dem Krieg noch massiv vermehrt.

C-Beam
June 21st, 2007, 01:16 PM
Berlin hat den groessten Auslaender Anteil in Prozentpunkten aller deutscher grosstaedte

Berlin hat für deutsche Verhältnisse einen sehr kleinen Ausländeranteil, da Ostberlin dank 40 Jahre DDR eher einer "national-befreiten" Zone gleicht.

George W. Bush
June 21st, 2007, 01:38 PM
Also wenn es so etwas wie objektiv "schön" gibt, ist Rom glaub' ich schon recht schön ;)Rom hat ja auch zwei Jahrtausende mehr Zeit als Berlin gehabt um was aus sich zu machen :)

Ich glaube, dass die meisten Deutschen die Berliner Bauten (Reichstag, Kanzleramt, Brandenburger Tor, etc.) schon als repräsentativ empfinden...wenn auch nicht im Sinne von "schön" aber alles hat halt einen hohen Symbolwert. Allerdings haben die Fassaden im Berliner Zentrum im Vergleich zu anderen Städten meiner Meinung nach etwas "Kulissenhaftes". Überall stehen zwar fette urbane Gebäude, aber es fehlt das grossstädtische Chaos und die Hektik. Auf diesen Fotos im niederländischen Forum kommt das ganz gut rüber:
http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=485728Wenn man mal ehrlich ist dann ist doch nicht eine einzige Stadt in Deutschland das was man "pulsierend" nennt. Alle deutschen Städte (die ich besucht habe) bieten ein gedämpftes und wenig dynamisches Straßenbild, da ist Berlin keine Ausnahme. Das Areal um den Potsdamer Platz und die Neubauten an der Friedrichstraße sind nichts Gewachsenes, deswegen der sterile Disneyland-Effekt. Andererseits ist diese Gegend für Berlin so atypisch wie nur irgendetwas.

Andi_777
June 21st, 2007, 01:45 PM
Wer's pulsierend mag kann ja mal in die Münchner Innenstadt. Oder in Düsseldorf durch die Gassen. Eng und belebt gibt's in D durchaus schon. Berlin hat halt viel Platz ;-)

Kampflamm
June 21st, 2007, 07:13 PM
Vergleichbar groß??? Die passen alle in Berlin rein. Zur Erinnerung: Berlin ist größer als NYC.

Und Montana ist größer als Deutschland. Denke mal, dass W die Einwohnerzahl meinte.

DiggerD21
June 21st, 2007, 08:04 PM
Wer ernsthaft behauptet er könne in Berlin keine gute Architektur finden der ist entweder blind oder verbohrt oder er kennt Berlin nicht aus eigener Anschauung.

Das Vorhandensein von guter Architektur allein macht noch keine Stadt schön. Erst durch die Masse derselben und deren Harmonie/ Wechselspiel untereinander - also der Einbettung der Architektur in ein Stadtplanerisches Gesamtbild - wirkt eine Stadt schön.

Bremen ist schon ganz nett anzuschauen. Nur leider ist ausgerechnet die Bebauung um den Bahnhofsvorplatz eine Tragödie (fast schon schlimmer als Berlin ;) ).

Knuddel Knutsch
June 21st, 2007, 09:18 PM
montana ist so ziemlich genauso gross wie `Dschland

il fenomeno
June 21st, 2007, 10:13 PM
zwischenfazit: der "berlin boomt wie es sich für eine großstadt gehört"-thread boomt wie es sich für einen thread über die "geilo"-großstadt nr1 gehört.

George W. Bush
June 21st, 2007, 10:26 PM
Das Vorhandensein von guter Architektur allein macht noch keine Stadt schön. Erst durch die Masse derselben und deren Harmonie/ Wechselspiel untereinander - also der Einbettung der Architektur in ein Stadtplanerisches Gesamtbild - wirkt eine Stadt schön.Nun, ich schrieb ja (zwei Sätze weiter) daß dies durchaus in einigen Bezirken der Fall ist. Eine Stadt der Größe Berlins die ein durchgängig gelungenes Stadtbild aufzuweisen hätte würde ich gerne einmal kennenlernen.
Berlin bildet keine geschlossene Einheit, eher ist es eine Ansammlung mittelgroßer Teilstädte mit sehr unterschiedlichem Charakter. Die Stadt ist von ihrem Erscheinungsbild her außerordentlich vielfältig. Um diese Vielfalt zu realisieren muß man sich allerdings von den Standard-Postkarten-Gegenden entfernen.

nyck2008
June 22nd, 2007, 12:27 AM
zwischenfazit: der "berlin boomt wie es sich für eine großstadt gehört"-thread boomt wie es sich für einen thread über die "geilo"-großstadt nr1 gehört.

Gute Bemerkung! Berlin ist einfach unglaublich over-rated. Inzwischen im In- und Ausland, aber das macht's nicht besser.

Kampflamm
June 22nd, 2007, 12:29 AM
Wo ist eigentlich ein Link zum Cool-City-Ranking?

nyck2008
June 22nd, 2007, 09:29 AM
@Kampflamm: kann nichts finden. Diese hier www.coolcities.com scheint ja was anderes zu sein, ist aber dennoch witzig (allerdings ist diese Definition von City Coolness für Berliner Verhältnisse reichlich uncool, oder ;)...Jobs! Office Workers! sowas spießiges!):
"What makes a city "cool?" Is it a leafy, green park and an inviting public square? Or is it a sidewalk bistro and an internet café? Maybe it's a jazz club or a coffee house that invites office workers to linger in your downtown well past 5:00 p.m. Maybe it's nothing more extravagant – or more important – than a quality neighborhood school, a job within walking distance and a safe path for getting to both. Whatever your vision of a cool city, we are working to make that vision a reality.
Building vibrant, energetic cities that attract jobs, people and opportunity to our state is a key component of Michigan Governor Jennifer M. Granholm's economic vision for Michigan. .......Cool Cities is about creating hot jobs in cool neighborhoods throughout Michigan. It's about attracting and encouraging people – especially young people – to live, work and shop in the cool cities we are working hard to create together. Cities and regions with large numbers of urban pioneers, or what author Dr. Richard Florida describes as the "Creative Class," are thriving. Build a cool city and they – young knowledge workers and other creative class members – will come."

Vielleicht kann bohne81 uns da weiterhelfen...bohne81, wo ist das Cool City Ranking?

Vergleichbar groß??? Die passen alle in Berlin rein. Zur Erinnerung: Berlin ist größer als NYC. Und das es trotzdem nur halb so viel Einwohner hat, ist der Grund, warum Berlin so lebenswert ist. Nicht erst seit sie zur zweitcoolsten Stadt der Welt gewählt wurde. (Nach LA)

Max BGF
June 24th, 2007, 12:04 PM
Um dieser "was wäre gewesen, wenn dieses und jenes nicht gewesen wären" etc.-Diskussion eine etwas positivere Wendung zu geben, möchte ich daran erinnern: Ohne seine besondere Geschichte mitsamt der Stellung während des kalten Krieges wäre Berlin sicherlich nicht zu der Stadt geworden, die uns alle so fasziniert. Dann wäre Berlin heute nicht so unglaublich preiswert, hätte vermutlich deutlich weniger unbebaute Grünflächen, weniger einzigartige Entfaltungsmöglichkeiten für Künstler, hätte nicht diese entspannte, verträumte Atmosphäre, hätte vermutlich eine Sperrstunde, hätte keinen Mauerpark, hätte nicht diese gerade auch für Besucher immer wieder erstaunlichen Gegensätze zwischen Ost und West (gerade in Architektur und Städtebau), ......(setzt ein, was ihr wollt)....und wäre nicht unendliche Projektionsfläche und Spielwiese für Großstadtträume aller Art. Es wäre eine "fertige Stadt", sicherlich wirtschaftlich erfolgreich wie alle anderen Großstädte. Aber es hätte nun einmal nicht diesen unfertigen, ja geradezu wilden Charme, den alle so mögen. Und das, was Berlin heute eben ist, ist doch viel einzigartiger als der normale wirtschaftliche Erfolg und das Wachstum der anderen Städte. Man muss Berlin einfach akzeptieren als das, was es ist, aber es nicht andauernd mit irgendwelchen unrealistischen Vergleichen überfrachten. ;):applause:

So sehe ich es auch. Dieser Wert ist nicht in Geldeinheiten zu messen.
Doch leider will Berlin alles und das geht nicht zusammen.

Max BGF
June 24th, 2007, 12:21 PM
Berlin sollte anstatt die restliche Republik zu kanibalisieren lieber aus eigenen Kraft wachsen. Aber dafür bräuchte man ja Mut und Ideen. Drum saufen wir lieber einen :cheers: und holen uns aus dem Solidarpakt lieber noch ein paar Millionen.Auch andere Städte haben Unternehmen verloren. Gegen die wirtschaftlichen und speziellen Berlin-Aufbauhilfen hatte jedoch grundsätzlich keiner was.

Berlin profitiert schon als Hauptstadt in vielfältiger Weise zusätzlich:
- Regierungs- und Verwaltungsbauten
- Ministerien
- Investitionen
- Arbeitskräfte
- speziell sichere hochbezahlte Stellen (Beamte)
- zugehörige Dienstleistungsunternehmen meist aus dem lokalen Umfeld
- Kongresse
- Botschaften
- Verbände
- Firmensitze und Hauptstadtniederlassungen
- Tourismus und politische Reisegruppen
- Medienpräsenz
- ...
Auch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird deutlich stärker vom Bund unterstützt als dies vergleichbare Stiftungen anderer Bundesländer werden, denen die - eigentlich ebenbürtige - Wahrung ihres Kulturbesitzes obliegt.

Angesichts dessen ist es unglaublich, daß die anderen neuen Bundesländer, die überhaupt keine eigenen Großunternehmen mehr haben - nicht mal Schering -, aus dem Länderfinanzausgleich zusammen nur soviel bekommen wie Berlin.

Wirklich ungerecht ist, daß andere Städte anteilig wesentlich mehr Bausubstanz im Krieg verloren haben, aber Berlin mit seinen immer noch recht vielen Vorzeigebauten und Identifikationsorten stark überproportional durch den Bund aufgebaut wurde und noch wird, s. Diskussion zum Stadtschloß.

Wo bleiben hier die Rufe der Berliner Opfertheoretiker und Gerechtigkeitsfanatiker?


Es ist einfach so, daß sich das Preussische Berlin während seiner Herrschaft über Deutschland um eben jenes Deutschland nicht so verdient gemacht hat, daß man nun landauf landab mit dem Herzen "seine" alte und neue Hauptstadt vor allen anderen glänzen sehen möchte. Und das ist in erster Linie Berlins/Preußens Schuld und nicht die irgendeines anderen. Im Geben soll man sich das Recht erwerben zu nehmen. Und es wird fortgesetzt: Das gegenwärtige Berliner Verhalten ist schon wieder genauso arrogant wie egoistisch ("arm aber sexy, bitte bezahlen"). Meiner Meinung nach muß dort endlich ein anderer Charakter einziehen, was wiederum viel mit Waxo Khanas Bemerkung zu tun hat. Leider kann Berlin durch die ganzen Umverteilungssysteme gut darauf verzichten.

Max BGF
June 24th, 2007, 12:30 PM
Die Geschichte hat einen Strich durch die Wirtschaftliche Expansion Berlins gemacht. Ohne eine starke Wirtschaft wächst eine Stadt nicht, deswegen sollten wir uns an heute orientieren und versuchen unsere Hauptstadt wieder aufzupeppeln.1. Die Geschichte, v.a. durch Kriege, führte schon immer zu Neuanfängen und Widrigkeiten. Die gesamte deutsche Wirtschaft lag nach den Weltkriegen erst einmal darnieder. Sicher waren Mauer und umgebende DDR für Berlin eine besondere Belastung, für die es allerdings auch eine besondere Hilfe gab.

Mit welcher Selbstverständlichkeit hier jedoch von manchen eine gesamtdeutsche Megaanstrengung für die Hauptstadt Berlin eingefordert wird, hat schon ahistorische Züge. Wahrscheinlich ging der Aufstieg Berlins im 18. & 19. Jhdt auch stark zu Lasten anderer unterdrückter deutscher Staaten und Städte. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Katschynski würde das mit einrechnen. Jedenfalls war Berlin geschichtlich betrachtet weit weniger deutsche Hauptstadt als es bspw. Paris , Rom oder London in ihren Ländern waren.

2. Eine wirtschaftlich florierende Hauptstadt: JA :okay:

3. Unsere Hauptstadt wieder aufpeppeln: NEIN, sie soll sich mit ihrer sagenumworbenen auch hier immer wieder erwähnten Genialität, Lage und Kreativ gefälligst selbst im Rahmen der wiedergewonnenen Freiheit und internationalen Aufmerksamkeit aufpeppeln. Schafft sie das nicht, hat sie es nicht verdient.


Berlin gibt über 4% seines BIP für F&E aus, nur leider ist die Vernetzung zwischen der Forschung und der Industrie so gering ausgeprägt, das daraus keine wirklichen Patente entstehen. München gibt nicht viel mehr für FuE in Relation zum BIP aus, nur werden dort überdurchschnittlich viele Patente angemeldet, die Patente sind meistens die Fortführung der Forschung in der Wirtschaft, die dort dann angewendet werden.Und wessen Schuld ist das?
Der in Berlin mehrheitlich gewählten politischen Richtung wäre es doch am liebsten es würde nur geisteswissenschaftlich Ursachen sozialer Ungleichheiten erforscht - etwas übertrieben ausgedrückt. Die sich wirtschaftlich amortisierende Forschung im Bereich Ingenieur-/Naturwissenschaften wurde von solchen Kreisen über Jahrzehnte arrogant belächelt und versucht, in die Ecke von Sekundärtugenden zu stellen.

Wenn in Berlin politische Fehler gemacht werden, sollten nicht andere Länder dafür bezahlen. Sonst werden die Prinzipien von Eigenverantwortung, Verursachung und Wettbewerb ad absurdum geführt.

erbse
June 24th, 2007, 12:51 PM
^ Für derartige Beiträge hat sich der fleißige Maxe einen :applause: verdient.

MPOWER
June 24th, 2007, 02:53 PM
Berlin bräuchte vielleicht auch einfach mal nen ordentlichen Risikokapitalfond, der "muss" nicht vom Bund kommen. Berlin hat soviel Stadt/Staatskapital in Form von Wohungen etc. diese zu 49,9% privatisieren und nach 10-15 Jahren je nachdem wies läuft, den Rest dann auch noch verkaufen. Berlin bildet viel Humankapital aus, versteht es aber nicht dies zu nutzen. Münchens, ich weis immer diese Bayern, Wirtschaft ist unter anderem so extrem stark positioniert, weil einfach genügend Risikokapital vorhanden ist. Neue HighTech-Unternehmen haben eben eine wesentlich höhere Produktivität als ein Handwerksbetrieb, und in diesen Unternehmen werden auch die meisten neuen Jobs geschaffen.
Berlin hat eigentlich extrem gute Vorraussetzungen sich wieder an den Olymp der Großstädte zu setzen, man muss die Potenziale nur richtig nutzen.
Berlin hat 3 Unis dazu kommen noch einige FHs (weis jetzt leider nicht genau wie viele), all dieses Humankapital fliest aber wieder ab weil es in Berlin nicht gefördert wird, sprich es gibt in diesem Bereich zu wenig Jobs in unserer Hauptstadt. Der Beschäftigungsaufbau in Berlin beruht zum Großteil nur wieder auf den anziehenden Bau ...
Um Berlin aus der wirtschaftlichen Krise zu befreien muss etwas getan werden.

Greetz MPOWER

George W. Bush
June 24th, 2007, 03:51 PM
Es ist einfach so, daß sich das Preussische Berlin während seiner Herrschaft über Deutschland um eben jenes Deutschland nicht so verdient gemacht hat, daß man nun landauf landab mit dem Herzen "seine" alte und neue Hauptstadt vor allen anderen glänzen sehen möchte. Und das ist in erster Linie Berlins/Preußens Schuld und nicht die irgendeines anderen. Im Geben soll man sich das Recht erwerben zu nehmen.Ach so? Ohne die Preußen gäbe es heute wahrscheinlich immer noch zwei Dutzend eigenständige deutsche Staaten. Die liberalen Wirtschaftsreformen der Preußen waren eine Vorbedingung für die rasche Industrialisierung Deutschlands. Hätte die deutsche Wissenschaft ohne die fortschrittliche Bildungs- und Hochschulpolitik der Preußen solche Höhen erreicht?

Max BGF
June 24th, 2007, 11:11 PM
Ach so? Ohne die Preußen gäbe es heute wahrscheinlich immer noch zwei Dutzend eigenständige deutsche Staaten.Klar, ohne die Preussen würde ich bestimmt jedes Mal von der Burg meines Landvogts heruntergaloppieren, wenn am Horizont ein Handelsgespann anwiehert, und durch die Rüstung "Zoll, acht Talente" einfordern.

Deutschland war schon lange bevor Preußen auf der Landkarte entstand ein Reich/Bund mehrerer Staaten. Stichwort: Deutscher Kaiser.

Die liberalen Wirtschaftsreformen der Preußen waren eine Vorbedingung für die rasche Industrialisierung Deutschlands.Es gab nicht nur die Freiherren v. Stein. Selbst im viel kleineren Württemberg gab es z.B. einen Friedrich List (http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_List).
Die von Preußen niedergeworfene Freiheitsbewegung samt Revolution von 1848 hatte ihren Kern in Baden und der Pfalz. Wesentliche Forderung war u.a. wirtschaftliche Liberalität. Preußen mochte sich solches allerdings nur für das Volk, nicht durch das Volk vorstellen und wollte es entsprechend auch den Anderen verbieten.

Überhaupt wäre es wieder einmal ahistorisch anzunehmen, Trends in anderen Ländern - hier im früh industrialisierte England - würden nicht ohnehin rasch in Mitteleuropa aufgenommen werden. Dafür sorgte schon der Wettbewerb der deutschen Fürsten.

Hätte die deutsche Wissenschaft ohne die fortschrittliche Bildungs- und Hochschulpolitik der Preußen solche Höhen erreicht?Ist hypothetisch. Daher: Höchstwahrscheinlich. Natürlich vermindert um den preußischen Anteil, der eher bevölkerungsproportional gewesen sein dürfte.


^ Für derartige Beiträge hat sich der fleißige Maxe einen :applause: verdient.Danke.
Wenn die Koryphäe einen Thread adelt, muß der Obmann zugunsten des Threads entscheiden. Das sind Gesetzmäßigkeiten, die keine handbreit Platz für willkürliches Gutdünken lassen.

nyck2008
June 25th, 2007, 09:17 AM
@Max BGF: Muss dir an dieser Stelle auch ein grosses Kompliment aussprechen! :applause:

Durch deine qualitativ hochwertigen Beiträge wird die Diskussion auf ein Niveau angehoben, das einfach Spass macht...

George W. Bush
June 25th, 2007, 03:01 PM
Klar, ohne die Preussen würde ich bestimmt jedes Mal von der Burg meines Landvogts heruntergaloppieren, wenn am Horizont ein Handelsgespann anwiehert, und durch die Rüstung "Zoll, acht Talente" einfordern.

Deutschland war schon lange bevor Preußen auf der Landkarte entstand ein Reich/Bund mehrerer Staaten. Stichwort: Deutscher Kaiser.Das Alte Reich existierte doch längst nicht mehr. Die ehemaligen Reichsstände wurden nach dessen Auflösung neu geordnet, daraus entstanden dann ca. zwei Dutzend souveräne deutsche Einzelstaaten. Der diese einbindende Deutsche Bund war nur ein loser Staatenbund, der damalige Bundestag eine äußerst schwache und zahnlose Institution.

Der erste Schritt zu einem einheitlichen deutschen Nationalstaat war die Gründung des Norddeutschen Bundes 1866. Die hier treibende Kraft waren die Preußen bzw. deren Sieg über die gegnerische deutsche Hegemonialmacht Österreich. Der (bevorstehende) Sieg der durch die Preußen gesteuerten deutschen Armeen über die Franzosen hat dann auch die restlichen süddeutschen Staaten außer Österreich dazu bewegt sich dem Norddeutschen Bund anzuschließen und einen einheitlichen kleindeutschen (da ohne Österreich) Nationalstaat zu gründen. Sicher waren die Preußen nicht die Auslöser der deutschen Nationalbewegung, deren Ursprung liegt u.a. in der Französischen Revolution und dem Napoleonischen Frankreich. Aber es waren die Preußen welche die praktischen Voraussetzungen (natürlich nicht ganz gewaltlos :)) zur Einigung geschaffen haben. Hätte es die Preußen nicht gegeben sähe die politische Landschaft in Mitteleuropa mit einiger Wahrscheinlichkeit etwas anders aus als heute. Vielleicht nicht ganz so zerstückelt wie damals, aber anders.

nyck2008
June 27th, 2007, 12:58 PM
...Zur Zeit sind es die ausländischen Investoren, die scharenweise ihr Geld in Berlin lassen. Falls die in ein paar Jahren auch enttäuscht werden sollten (was ich nicht hoffe, wenigstens haben sie sehr niedrige Preise bezahlt), weiß ich nicht, welcher Investor sich in Berlin dann noch die Finger wird verbrennen wollen...

Der Investitionsboom ausländischer Investoren am ostdeutschen Immobilienmarkt scheint seine erste Delle zu erhalten (Welt vom 26.06.07):

"Angelsächsische Private Equity Funds ziehen am deutschen Wohnungsmarkt die Notbremse. Nachdem der US-Investor Blackstone bereits 31.000 Wohnungen an die Immobilientochter des italienischen Mischkonzern Pirelli veräußert hat, will nun die Beteiligungsgesellschaft Cerberus ihre 22.000 Baubecon-Wohnungen abstoßen, darunter auch 5.900 Wohnungen in Berlin. Marktbeobachter sind nicht überrascht: „Viele Investoren haben sich verkalkuliert“, weiß Frank Kammerer von der Wiesbadener Berner Group, die Immobilienportfolios für Investoren analysiert. (...)
„Die meisten Bestände der Private Equity Funds liegen in Regionen, die mit unterdurchschnittlichen Wachstumsperspektiven und Bevölkerungsschwund zu kämpfen haben“, sagt Bernd Steisslinger, Geschäftsführer der Dekra Real Estate Expertise, die einige Portfolios nachträglich für die neuen Eigentümer geprüft hat. In Berlin sind 12,6 Prozent des Wohnungsbestands in Hand von Finanzinvestoren, in Dresden gar 16,6 Prozent. Im wirtschaftlich starken Baden-Württemberg hingegen nur 0,4 Prozent.
(...) Allein in Berlin stehen derzeit rund 100.000 Wohnungen leer. Das lässt weder Spielraum für Mieterhöhungen, noch für Wohnungsprivatisierungen."

Vollständiger Artikel in der Welt:
http://www.welt.de/finanzen/article976806/Finanzinvestoren_fluechten_vom_deutschen_Markt.html

Sind damit die ersten Anzeichen des Aufschwungs auf dem Berliner Immobilienmarkt schon wieder zu Ende? ;)

Tricky
June 27th, 2007, 04:05 PM
hmmmm, mag sein.... allerdings wechseln die Artikel in der Presse auch taeglich - heute Boom, morgen Bust, und uebermorgen wieder Boom... da weiss man gar nicht mehr wem man glauben soll. Mag sein dass einige Private Equity Firmen nun verkaufen, aber in der kurzen Zeit haben die sicherlich doch ein ganz gutes Geschaeft gemacht - und vielleicht "ziehen die jetzt die Notbremse" nur weil sie das Geld woanders auf der Welt noetiger brauchen und mehr Gewinn rausholen koennen.... das wuerden die auch machen, wenn se in Baden-Wuertemberg Wohnungen haetten.

Cheers.

Kampflamm
June 27th, 2007, 08:15 PM
Berlin boomt weiter so lange dieser Thread offen ist.

MPOWER
June 27th, 2007, 09:30 PM
Könnt ihr mir ma eventuell mehr über diese "Berlin Research University" sagen.
Hab da im Spiegel was drüber gelesen.

Andi_777
June 27th, 2007, 10:13 PM
Ohne jetzt was nachzulesen:
Ist eine Art Exzellenzinitiative (wie zB. in Bayern). Dabei kooperieren die drei Unis von Berlin, vor allem bei (-> Research) Forschung.

nyck2008
June 28th, 2007, 09:20 AM
Berlin boomt ja bekanntlich nicht nur im Kulturbereich, sondern auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung! ;)

Hier sind weitere Infos zum neuen Berliner Forschungsboom bzw. zum Thema Exzellenzinitiative:

http://de.wikipedia.org/wiki/Exzellenzinitiative

http://www.welt.de/berlin/article980641/Super-Institut_waere_ein_Experiment_mit_Strahlkraft.html+

http://www.bmbf.de/de/1321.php

nyck2008
June 28th, 2007, 10:05 AM
Das kommt ja wie gerufen! Im Tagesspiegel weiteres Futter für unseren Berlinbooooooooooom-Thread:

Tagesspiegel vom 28-06-07:

Der Ruck ist da - Ausgerechnet Berlin will eine Superuniversität gründen, bei der die Exzellenzbereiche der drei Hochschulen gebündelt werden und sich ganz nebenbei die Wissenschaftslandschaft grundlegend ändert. (...)

Stadt des Wissens, der Kultur, der Kreativen, das Schaufenster Deutschlands – Berlin fängt an, zu zeigen, dass es ein Kraftfeld für die Republik sein kann. Je überzeugender dies gelingt, umso einfacher wird es, zum Beispiel die Hauptstadtkultur im Bundesgesetz zu verankern. Und weil Berlin gespart hat in der Not, wird es beim Gefeilsche der Föderalismuskommission leichter sein, Hilfe der Bundesländer beim Schuldenabbau zu erlangen.

vollständiger Artikel imTagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite-Superuniversitaet-Zoellner-Berlins-Zukunft;art692,2329730

Knuddel Knutsch
June 28th, 2007, 07:18 PM
wie schauts denn mit den arbeitslosenzahlen in Berlin aus?

http://www.welt.de/wirtschaft/article983082/Die_Arbeitslosigkeit_faellt_wie_ein_Stein.html

Überall fallen sie ja, was tut sich denn in der tollsten Stadt der Welt ;) so?

Knuddel Knutsch
June 28th, 2007, 07:24 PM
ah, hab grad was gefunden dazu

Arbeitslosenzahl in Brandenburg sinkt unter 200 000 - Platzeck spricht von Zäsur - Linke fordert gleiche Löhne für Zeitarbeiter --Von Romy Richter--

http://www.ad-hoc-news.de/Marktberichte/de/12295539/(Zusammenfassung-Neu-Reaktionen)-Arbeitslosenzahl-in

gibts auch zahlen nur allein für blerin`?

KoolKeatz
June 28th, 2007, 07:31 PM
Überall fallen sie ja, was tut sich denn in der tollsten Stadt der Welt ;) so?

Die Arbeitlosenquote in New York ist im Mai wieder auf 8% angestiegen.

MPOWER
June 28th, 2007, 07:48 PM
In Berlin ist die Arbeitslosenquote um 0.3% gesunken auf 15.6%. Das ist die zweithöchste Arbeitslosenquote in Deutschland. Naja hauptsache is das sie nach unten geht ...

nyck2008
June 28th, 2007, 07:52 PM
Die Arbeitslosenquote in Berlin (der coolsten Stadt der Welt) ist im Juni 2007 auf 15,6% gefallen.

Aus der Märkischen Allgemeinen vom 28-06-07:

"Niedrigster Juni-Stand seit 1997 - Wieder weniger Arbeitslose in Berlin und Brandenburg: In Berlin waren im Juni 262.841 Menschen arbeitslos gemeldet, 5.770 weniger als noch im Mai. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 15,6 Prozent. Den größten Zuwachs gab es in den sonstigen Dienstleistungen einschließlich Zeitarbeit (+15.100), im Bereich Erziehung und Unterricht (+5.900), im Gastgewerbe (+3.000), bei Verkehr und Nachrichtenübermittlung (2.800) sowie in Handel / Instandhaltung und Reparatur (+2.700). Weniger Arbeitsplätze sind in den öffentlichenen Verwaltungen (-4.800) und im verarbeitenden Gewerbe (-1.500) zu verzeichnen."

:cheers:

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10963349/2242247/

MPOWER
June 28th, 2007, 07:58 PM
Die öfftentliche Verwaltung wird wohl gerade einer Radikalkur unterzogen, kein Wunder das die Arbeitslosenquote nur um 0.3% gesunken ist.

german_beowulf
June 28th, 2007, 08:42 PM
Die öfftentliche Verwaltung wird wohl gerade einer Radikalkur unterzogen, kein Wunder das die Arbeitslosenquote nur um 0.3% gesunken ist.

Das stimmt und man darf auch nicht vergessen, dass der Berliner an sich stinke faul ist. Die beiden Hauptgründe, warum Berlin trotz der hervorragenden konjunturellen Situation sich nur unwesentlich erholt.

Hamburg als direkter Vergleichskonkurrent verzeichnet etwa den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit März 1957. Da wird die Verwaltung zwar auch abgespeckt, aber Punkt 2 trifft hier nicht zu.

nyck2008
June 28th, 2007, 09:36 PM
Arbeiten ist ja auch nicht sexy ;)

Das überlässt man lieber den Hamburgern, Stuttgartern und Münchnern während sich Berlin im hochsubventionierten Kultur- Forschungs- und Party-Hauptstadt-Glamour sonnt!