View Full Version : Zürich : Bahnhofstrasse | News, Projekte & Diskussionen


Lake
October 22nd, 2007, 04:02 PM
Mal wieder ein neuer Thread in der Hoffnung wieder ein bisschen mehr Leben in dieses Unterforum zu bringen ;-)

http://farm1.static.flickr.com/141/321653091_2da56717da_o.jpg

defi
October 23rd, 2007, 05:04 PM
was gibts eigentlich für neuigkeiten bzgl. weihnachtsbeleuchtung?

U3065
October 23rd, 2007, 05:09 PM
Ich hoffe sie bleibt, ist schliesslich ein wichtiges Teilprojekt zur Umsetzung des Grossprojektes Plan Lumiere...

Lake
October 23rd, 2007, 05:16 PM
Aktueller Stand ist, dass man die neue nun doch durch etwas konventionelleres ersetzen will. Dahinter steckt wohl das Geld, denn scheinbar waren die Einnahmen seit der neuen Beleuchtung tatsächlich tiefer...

Wie die neue aussieht weiss man noch nicht - sie kommt auch erst in 1-2 Jahren. Mindestens diesen Advent gibts noch die modernen Röhren.

Was mit der "alten neuen" Weihnachtsbeleuchtung passieren soll, ist auch noch nicht klar. Ich hoffe und vermute mal, dass die ausserhalb der Adventszeit hängen soll...Würde ja auch gut passen.

Schade, dass hier wiedermal das Geld über die Kunst siegt!

Mir gefiel die neue ausserordentlich.

http://cityblog-zuerich.kaywa.ch/files/images/2006/8/mob1052_1155244422.jpg

http://www.ims-ag.ch/typo3temp/pics/87baa28164.jpg

http://farm1.static.flickr.com/138/339614048_fe0854a4d9_m.jpg

Seit letztem Jahr ersetzt eine ungewöhnliche Weihnachtsbeleuchtung in der Zürcher Bahnhofstraße die traditionelle Lichtdekoration und sorgt seither für kontroversen Gesprächsstoff über die kompromisslose Neuerung und den Bruch mit bewährten Motiven der Weihnachtszeit.

Mitten im Straßenraum der Bahnhofstraße schwebt ein aus 275 Stäben bestehendes gerades Lichtband, das einem vertikalen Vorhang gleicht und den See mit dem 1,1 Kilometer entfernten Bahnhof verbindet. In den Fenstern der anliegenden Häuser spiegeln sich animierte Bildmotive, die sich im Verlauf der Adventszeit zunehmend beschleunigen und zu Silvester ihren Abschluss finden. Im Abstand von 4 m aufgehängt, verbreiten die Lichtstäbe ein kühles, glanzloses Licht, das an Neonröhren erinnert, wenn sie nicht mit Mustern bespielt werden würden. Jeder der 7 m hohen Leuchtobjekte besteht daher zu 70 Prozent aus Glasfasern, zu 30 Prozent aus Epoxidharz und beinhaltet 32 weiße Lichtpunkte aus je 28 LED. Das gesamte Lichtband besteht aus 8.800 Lichtpunkten, die wie die Pixel am Computerbildschirm einzeln ansteuerbar sind. Zudem grenzt sich die Weihnachtsbeleuchtung durch eine besonders weiße Lichtfarbe von der umgebenden gelblichen Beleuchtung ab.

Ein animierter Weihnachtskalender aus modernster Lichttechnologie

„The world´s largest timepiece“ nennen die beiden Architekten des Zürcher Büros Gramazio & Kohler die Installation, die sich dem Thema der Gestaltung des Lichts in der Zeit widmet. Es handelt sich um eine Art animierten Adventskalender meint Fabio Gramazio, der mit seiner Wettbewerbsidee vor zwei Jahren die Auftraggeber: Vereinigung Zürcher Bahnhofsstraße überzeugte. Der Entwurf erfüllte sämtliche gestellten Ansprüche der Ladenbesitzer: Er erinnert an die alte Weihnachtsbeleuchtung, nutzt neue – langlebige Leuchtmittel und ist individuell programmierbar.

Der Stadtrhythmus beeinflusst die Bilder

Durch den Blickwinkel des Passanten, der die Straße entlang geht, kann das weitläufige Lichtband wie ein Bildträger bespielt werden, da der Fußgänger immer ungefähr 100 Stäbe gleichzeitig sieht. So scheinen die animierten Bildmotive einmal Schnee herabrieseln oder Luftblasen im Wasser aufsteigen zu lassen. Mittels Sensoren werden die Passantenströme in der Bahnhofstraße gemessen und an einen zentralen Computer weitergegeben, der mit einer speziell entwickelten Software kontinuierlich neue Lichtsequenzen generiert. So verändert sich die Lichtstimmung der Weihnachtsbeleuchtung mit dem Näherrücken der Festtage. Zum Adventszeitbeginn herrscht sanftes, ruhiges Licht vor, das sich schließlich bis zu Silvester in ein Lichterfunken sprühendes Feuerwerk wandelt.

„Die Lichtinstallation ist schon ziemlich cool, hat aber nichts mit Weihnachten zu tun.“ ist die Meinung vieler Zürcher, die bereits im letzten Jahr die Installation bewundern konnten. Wer also eine von herkömmlichen Bildern befreite Weihnachtsbeleuchtung der anderen Art erleben möchte wird in Zürich in jedem Fall etwas ganz Neues erleben.

neuntakter
November 2nd, 2007, 10:36 AM
Ich hoffe sogar, dass die neue Beleuchtung das ganze Jaher durch hängen und leuchten bleibt. Mir gefällt sie nämlich auch. Ich finde aber schade, dass ein kaltes, und nicht ein warmes Licht verwendet wurde. Die Idee ist eigentlich super. Vor allem letztes Jahr, als schon von Anfang an mehr Action in den Röhren war, haben sie eine originelle Atmosphäre ausgestrahlt.

Ich finde es aber auch ganz gut, wenn dafür in der Weihnachtszeit etwas festlicheres aufgehängt wird, mit einem warmen, flauschigen Licht. Da wurde die Sehnsucht nach Geborgenheit bei den Kunden etwas gar unterschätzt.

Darum: An Weihnachten konservativ-festlich und den Rest des Jahres die poppigen Lichtröhren. Das wäre eine echte Attraktion für Zürich!

Lake
November 2nd, 2007, 11:13 AM
Darum: An Weihnachten konservativ-festlich und den Rest des Jahres die poppigen Lichtröhren. Das wäre eine echte Attraktion für Zürich!Sehe ich auch so.

Fand sie aber auch für Weihnachten tauglich. Aber die meisten Menschen möchten ihre Konsumgier halt mit ein bisschen Weihnachtsromantik überdecken ;)

railcity
November 3rd, 2007, 10:59 AM
Aktueller Stand ist, dass man die neue nun doch durch etwas konventionelleres ersetzen will. Dahinter steckt wohl das Geld, denn scheinbar waren die Einnahmen seit der neuen Beleuchtung tatsächlich tiefer...

Schade, dass hier wiedermal das Geld über die Kunst siegt!


Eine etwas paradoxe Aussage. Schliesslich war es ja das "Geld" (die Geschäfte an der Bahnhofstrasse), die durch ihren mutigen Entscheid und Investitionen diese "Kunst" erst ermöglicht hatten. Ohne diese "Geldsäcke" hättest Du gar nie erfahren, dass es so etwas geben könnte und dass Du es schön finden könntest.

Geld und Kunst ist überhaupt kein Gegensatz - im Gegenteil. Künstler wollen auch Geld verdienen, soviel wie möglich. Kunst ist ein Business, ein knallharter Wettbewerb, und sucht nach Aufmerksamkeit. Sonst würden die Künstler solche Installationen ja nicht an die Bahnhofstrasse verkaufen, sondern in ihrer Freizeit gratis irgendwo im GZ Schwamendingen installieren.

Wenn die Geschäfte an der Bahnhofstrasse wegen der Beleuchtung weniger gut laufen, ist das ein Ausdruck davon, dass die Beleuchtung der Mehrheit der Menschen nicht gefällt. Ich gehöre nicht zu dieser Mehrheit, aber ich respektiere deren Meinung. Wir Modernitäts-Freaks haben kein Recht unsere Ideen als Ego-Trip durchzustieren. Wir müssen versuchen, die Ideen gut zu verkaufen. Aber wenn dies nicht gelingt, dann haben sie auch keine Existenzberechtigung. Meistens ist es auch so, dass es mehrere Impulse braucht, bis etwas akzeptiert ist. Das ist ganz normal. Ohne Akzeptanz in der Bevölkerung hat es keinen Sinn, etwas im öffentlichen Raum zu bauen oder zu belassen - weil nur durch die Akzeptanz der Bevölkerung wird die Architektur belebt und macht sie erst Sinn.

Es ist natürlich einfach, über die geldgierigen Geschäftemacher zu lästern, aber wenn Du Monat für Monat die Mietrechnung für die teuersten paar Quadratmeter Schweiz begleichen müsstest, dann würdest Du Dir vielleicht auch mehr Sorgen darüber machen, dass die Leute nicht wegbleiben.

Lake
November 6th, 2007, 09:24 AM
Du hast mich glaube ich ein bisschen falsch verstanden.

Ich meinte, dass es schade ist, dass die Vereinigung Bahnhofstrasse nicht diese "Mindereinnahmen" (die so gross nicht sein werden) als Investition in die neue Beleuchtung sieht und nicht an dieser festhält. Ich fand sie als Weihnachtsbeleuchtung super. Etwas besonderes.

Aber wenn diese nun das Jahr durch zum Einsatz kommt ist das auch gut. Ist ja schliesslich ihr Geld. (Und ich lache mich immer wieder kaputt wenn ich in einem Leserbrief die "Ich als Steuerzahler" und "was der Stadtrat da wieder gemacht hat" - Argumente sehe :lol:)



Es ist natürlich einfach, über die geldgierigen Geschäftemacher zu lästern, aber wenn Du Monat für Monat die Mietrechnung für die teuersten paar Quadratmeter Schweiz begleichen müsstest, dann würdest Du Dir vielleicht auch mehr Sorgen darüber machen, dass die Leute nicht wegbleiben.
Ach komm jetzt....Du übertreibst da masslos.

Die armen Gucci, Louis Vitton, Mont Blanc und wie sie alle heissen - Flagshipstores werden das schon überleben...

Lake
November 14th, 2007, 07:44 PM
Wer das Kleingeld hat...;)



Zürcher Bahnhofstrasse ist ein teures Pflaster

Die Zürcher Bahnhofstrasse gehört zu den weltweit teuersten Einkaufsstrassen, wie ein Vergleich von Mietkosten für Ladenlokale in 44 Ländern zeigt. Schweizweit ist die Zürcher Einkaufsmeile das teuerste Pflaster.

http://farm1.static.flickr.com/114/275435761_11301c50c2_o.jpg



Auf einer Rangliste der 231 bei den grossen Marken weltweit gefragtesten Einkaufsstrassen liegt die Bahnhofstrasse von Zürich an 15. Stelle. Die Genfer Rue du Rhône landete auf dem 64. Platz, die Freiestrasse in Basel auf dem 76. und die Marktgasse/Spitalgasse in der Berner Altstadt auf dem 84. Rang.

Verglichen wurden jeweils die Mietpreise für 100 Quadratmeter Ladenfläche, wie die auf Laden- und Geschäftslokale spezialisierte Immobilienfirma SPG Intercity am Mittwoch mitteilte.

Die teuerste Einkaufsstrasse weltweit ist laut der Erhebung die 5th Avenue in New York. Auf deren teuerstem Abschnitt kostet ein 100 Quadratmeter grosses Ladenlokal monatlich 165 000 Franken. Auf den nächsten Rängen liegen die Causeway Bay (Hongkong), die Madison Avenue in New York und die Champs Elysées in Paris.

An der Zürcher Bahnhofstrasse sind 100 Quadratmeter Ladenfläche für 54 000 Franken zu haben, an der Rue du Rhône in Genf für 29 000, an der Freiestrasse in Basel für 23 000 und an der Marktgasse und Spitalgasse in Bern für 20 800 Franken.

railcity
November 15th, 2007, 07:51 AM
Ich meinte, dass es schade ist, dass die Vereinigung Bahnhofstrasse nicht diese "Mindereinnahmen" (die so gross nicht sein werden) als Investition in die neue Beleuchtung sieht und nicht an dieser festhält. Ich fand sie als Weihnachtsbeleuchtung super. Etwas besonderes.


Eine Investition ist per Definition etwas, was sich irgendwann in Franken und Rappen auszahlen muss. Ansonsten muss man es als Beitrag an die Gemeinnützigkeit bezeichnen. Aber selbst diese Begründung fällt in diesem Fall ins Wasser, wenn es den meisten Leuten nicht gefällt.


Ach komm jetzt....Du übertreibst da masslos.

Die armen Gucci, Louis Vitton, Mont Blanc und wie sie alle heissen - Flagshipstores werden das schon überleben...

Die Firmen schon, aber die Filialleiter nicht. Zudem gibt es glücklicherweise auch noch ein paar lokale Geschäfte.

Lake
November 15th, 2007, 08:42 AM
Eine Investition ist per Definition etwas, was sich irgendwann in Franken und Rappen auszahlen muss. Ansonsten muss man es als Beitrag an die Gemeinnützigkeit bezeichnen. Aber selbst diese Begründung fällt in diesem Fall ins Wasser, wenn es den meisten Leuten nicht gefällt.Du weisst aber schon, dass die so ersehnte Weihnachtsbeleuchtung in den ersten Jahren als sie aufgehängt wurde genau dieselben Reaktionen hervorbrachte? Ich nehme mal an, dass dazumals die Geschäfte in den ersten Jahren auch Umsatzeinbussen hatten - dafür lief es nachher umso besser.

Inwiefern sich diese Investition auszahlen würde kann man sowieso NIEMALS genau messen.


Die Firmen schon, aber die Filialleiter nicht. Zudem gibt es glücklicherweise auch noch ein paar lokale Geschäfte. Und diese gehen wegen geringen Mindereinnahmen wegen der Weihnachtsbeleuchtung gleich konkurs...Klar :)

railcity
November 15th, 2007, 02:11 PM
Du weisst aber schon, dass die so ersehnte Weihnachtsbeleuchtung in den ersten Jahren als sie aufgehängt wurde genau dieselben Reaktionen hervorbrachte? Ich nehme mal an, dass dazumals die Geschäfte in den ersten Jahren auch Umsatzeinbussen hatten - dafür lief es nachher umso besser.

Die Mehrheit war dagegen? Gibt es dazu Quellen?

Inwiefern sich diese Investition auszahlen würde kann man sowieso NIEMALS genau messen.

Klar. Aber es gibt Indikatoren und Erfahrungswerte. Die Geschäftsinhaber werden das selbst am besten beurteilen können.


Und diese gehen wegen geringen Mindereinnahmen wegen der Weihnachtsbeleuchtung gleich konkurs...Klar :)

Vielleicht geht einer von ihnen Konkurs, ja, wenn es ihm sonst schon schlecht geht. Mindereinnahmen sind immer schlecht. Es hat Auswirkungen auf den Gewinn, die Löhne der Angestellten, die Investitionen, die Attraktivität der Location etc. etc. Ein Spital kann doch auch nicht nach der Devise agieren "solange der Patient nicht stirbt, ist alles okay". Das Ziel sollte doch sein, dass es dem Patienten möglichst gut geht.

Lake
November 15th, 2007, 02:48 PM
Die Mehrheit war dagegen? Gibt es dazu Quellen?Ob die Mehrheit dagegen war, weiss ich nicht. Gab es denn bei der neuen Beleuchtung eine representative Umfrage? Soviel mir ist nicht....

In den Artikeln zur neuen Beleuchtung wurde diese Ablehnung jedoch mehrfach erwähnt (ich bin noch zu jung dafür um das mitbekommen zu haben ;))

Klar. Aber es gibt Indikatoren und Erfahrungswerte. Die Geschäftsinhaber werden das selbst am besten beurteilen können.Nun die Weihnachtsbeleuchtung beeinflusst wohl nicht nur das eigentliche Weihnachtsgeschäft - inwiefern man den Einfluss wirklich beurteilen kann, weiss ich nicht - schlussendlich weisst du auch nicht ob generell die Kauflust zurückgegangen ist. Zum Beispiel gibt es eine aktuelle Studie zum Weihnachtsshopping die festhält, dass immer mehr Leute ihren Weihnachtseinkauf online erledigen.

Vielleicht geht einer von ihnen Konkurs, ja, wenn es ihm sonst schon schlecht geht. Mindereinnahmen sind immer schlecht. Es hat Auswirkungen auf den Gewinn, die Löhne der Angestellten, die Investitionen, die Attraktivität der Location etc. etc. Ein Spital kann doch auch nicht nach der Devise agieren "solange der Patient nicht stirbt, ist alles okay". Das Ziel sollte doch sein, dass es dem Patienten möglichst gut geht.
Deine Pseudo-BWL Exkurse gefallen mir :lol:
Das was du sagst stimmt natürlich, trotzdem ist es dann wohl eher ein generelles Problem als das einer Weihnachtsbeleuchtung wenn der Laden nicht gut läuft.

Nun wie gesagt, wenn die Beleuchtung nun dafür sonst benutzt wird und es eine festlichere zur Weihnachtszeit gibt, solls mir recht sein. Ich finde es aber trotzdem schade, dass der Verein Bahnhofstrasse keinen Durchhaltewillen gezeigt hat. Darf ich doch, oder? :crazy:

U3065
November 21st, 2007, 04:25 PM
Wieder mal frisch von der (News)quelle..

Stadt Zürich: ewz schaltet Weihnachtsbeleuchtung ein Dieses Jahr noch mit umstrittener Leuchtband an Bahnhofstrasse

Zürich (sda) In Zürich wird es weihnachtlich: Am Donnerstag um
16 Uhr schalten die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) die Weihnachtsbeleuchtungen an. Über der Bahnhofstrasse werden dieses Jahr noch einmal die umstrittenen Leuchtstäbe für Stimmung sorgen.

Die geschmückten Christbäume, Strassen- und Fassadenlichter werden bis zum 2. Januar 2008 täglich von 6.30 bis 8 Uhr sowie von
16 bis 24 Uhr leuchten, wie die ewz am Mittwoch mitteilten. Von Heiligabend bis Neujahr sind die Lichter bis 1 Uhr und am Silvester bis 3 Uhr des folgenden Tages eingeschaltet.

Die Zürcher Bahnhofstrasse wird auch in diesem Jahr wieder von den 275 umstrittenen Leuchtstäben erhellt. Vor allem wegen ihres kühlen Designs stiessen die Röhren bei vielen Betrachtern auf heftige Kritik. Im November 2005 hatten sie nach 34 Jahren den aus 20 000 Lämpchen bestehenden "Sternenhimmel" abgelöst.

Neue Lösung vielleicht schon 2008

Wegen des grossen Widerstands hatte die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse im August eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, ein Konzept für eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu erarbeiten. "Wir hoffen, dass die Arbeitsgruppe Mitte 2008 etwas vorlegt", sagte Markus Hünig, Präsident der Vereinigung, auf Anfrage der SDA.

Die Gruppe sei an der Arbeit. "Bestenfalls haben wir schon im Advent 2008 eine neue Lösung", sagte Hünig. Man wolle eben mehr als nur einen neuen Vorschlag. Abschliessend entscheiden wird dann die Generalversammlung. Rund 2,5 Millionen Franken wurden zugesagt von jenen Unternehmen, die sich für eine neue Beleuchtung einsetzen.

(sda - sd eh/rdz021/in/4/zh eng ecps div/071121 1608)

Lake
January 5th, 2008, 04:53 PM
Teures Pflaster an der Bahnhofstrasse
Höchste Mieten im deutschsprachigen Raum, beste Umsätze weltweit

Dass Zürich eine tolle Stadt mit hoher Lebensqualität ist, predigt Stadtpräsident Elmar Ledergerber bei jeder Gelegenheit. Aus dem jüngsten Bericht der Location Services AG geht nun hervor, dass die Stadt Zürich auch die höchsten Mieten für Verkaufsläden im deutschsprachigen Raum hat und sogar die höchsten Umsätze pro Quadratmeter weltweit. Konkret sorgt vor allem die Bahnhofstrasse für diese Resultate. Auf der Höhe des Paradeplatzes kostet im Erdgeschoss ein Quadratmeter Verkaufsfläche bis zu 7500 Franken pro Jahr – ein neuer Rekordwert.

Damit liegt die Bahnhofstrasse nicht nur deutlich vor der Freien Strasse in Basel und vor der Markt- und der Spitalgasse in Bern, wo die Quadratmeterpreise je knapp 6000 Franken betragen, sondern auch vor München, Frankfurt, Köln, Berlin, Düsseldorf, Wien und Hamburg. An der Münchner Kaufingerstrasse kostet ein Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss bis zu 5000 Franken pro Jahr. An den wichtigsten Einkaufsstrassen der anderen grossen Städte im deutschsprachigen Raum sind jeweils um die 4000 Franken zu bezahlen – etwa gleich viel wie am Rennweg in Zürich. Zum Vergleich: Im Raum Bellevue/Schifflände liegen die vergleichbaren Spitzenmieten bei bis zu 3000 Franken.


Für die Geschäfte in Zürich lohnt es sich gemäss dem Bericht aber, die hohen Quadratmeterpreise zu bezahlen. Denn auch die Umsätze pro Quadratmeter erreichen höchstes Niveau und bewegen sich auf der Höhe von New York und Hongkong. London und Paris liegen hinter Zürich zurück. Dabei profitiert Zürich von einem Einzugsgebiet mit rund 3 Millionen Menschen, der weltweit höchsten Kaufkraft, dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen und eben von dem von Ledergerber gern besungenen höchsten Lebensstandard. Genaue Zahlen zu den Umsätzen liegen zwar nicht vor, doch der Herrenausstatter Ermenegildo Zegna, der auf der ganzen Welt 550 Geschäfte betreibt, soll am Paradeplatz in Zürich das beste Ergebnis erzielen. Und Globus soll mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 20 000 Franken pro Quadratmeter weltweit eines der profitabelsten Warenhäuser sein.

Umsatzzahlen liegen auch von den Shoppingcentern in der Region Zürich vor: Dort führt das Shop-Ville-Railcity die Rangliste mit knapp 23 000 Franken Umsatz pro Quadratmeter und Jahr an. Es folgen Airside Flughafen mit 17 750 Franken, Neumarkt Altstetten mit 14 500 Franken, Glattzentrum mit 14 420 Franken, Migros City Shopping mit 10 500 Franken, Zentrum Regensdorf mit 9930 Franken, Letzipark mit 9320 Franken, Brunaupark mit 6000 Franken und Shoppi-Tivoli mit 5200 Franken. Zum im letzten Jahr eröffneten Sihlcity gibt es noch keine Zahlen
:applause:

eeee.
November 4th, 2008, 12:13 AM
Weihnachtsbeleuchtung: Zurück zum Baldachin

Die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse hat entschieden. Im November 2009 soll erneut ein Baldachin die Zürcher City in weihnachtliches Licht tauchen.

An Weihnachten 2008 wird die Bahnhofstrasse noch von den Röhren des «Worlds Largest Timepiece» erleuchtet. Doch schon im kommenden Jahr soll die Zürcher City unter dem Lichtermeer «Lucy» erstrahlen. Die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse hat anlässlich ihrer heutigen Generalversammlung das Projekt vom Planungsteam Ch. Keller Design, Daniele Marques, Adrian Schiess und Artemide S.p.A. zum Siegerprojekt erkoren und es zur Weiterbearbeitung empfohlen (mehr dazu in der Infobox).

Baldachin mit Wolkenlichtern

Damit erhält die Zürcher Bahnhofstrasse nach vielseitigem Protest aus der Bevölkerung gegen die aktuelle Weihnachtsbeleuchtung wieder einen Baldachin aus Lichterketten – allerdings einen mit neuerer Technologie. «Die Lämpchen lassen sich steuern, sodass eine sanfte Bewegung, eine Art vorbeiziehende Wolke, einsetzt», erklärt der Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrass, Dr. Markus Hünig, auf Anfrage. «Die jetzige Beleuchtung hat eine aktive, fast nervöse Stimmung verbreitet. Mit der neuen wollten wir aber nicht einfach nur Lampen aufhängen, sondern auch eine Bewegung einbringen.»

Ab November 2009 neue Beleuchtung

Ziel sei es, im November 2009 die neue Beleuchtung aufzuhängen. «Da gibt es aber noch einige Hürden zu nehmen», sagt Hünig, «so braucht es noch ein klares Finanzierungskonzept und das wird voraussichtlich erst im März 2009 abgeschlossen sein. Dann können die Mitglieder der Vereinigung erneut über die Vorlage abstimmen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)



Die Bahnhofstrasse erhält durch eine dichte Hängung von Lichtketten wieder einen weihnächtlichen Lichterhimmel. Die Autoren orientieren sich an der alten Weihnachtsbeleuchtung. Sie übertragen sie jedoch in die heutige Technologie. Anstelle von Glühbirnen leuchten ca. 150'000 LED's. Diese können einzeln angesteuert werden. Geplant ist, feine Bewegungen ins Lichtermeer zu bringen, sachte sich bewegende Lichtwolken zu bilden oder einen sanften Lichterregen. Die LED's leuchten warmweiss über die Bahnhofstrasse.

Das Projekt Lucy besticht durch seine Poesie und den gekonnten Umgang von bekannter und beliebter Atmosphäre mit neuester Technologie, wobei Letztere ganz klar im Dienste der Ersteren steht. Es wird eine intensive weihnächtliche Stimmung erzeugt, ohne dem Kitsch zu verfallen.

Artikel:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Weihnachtsbeleuchtung-Zurueck-zum-Baldachin/story/14631731


Kommentar eeee.: Pfui. Pro Röhrenbeleuchtung ganzjährig. Wie wenn es diese Weihnachtsspinner interessiert, unter welchem Licht sie ihren Konsumwahn befriedigen.

Riedberg
February 26th, 2009, 06:37 PM
Was passiert eigentlich mit dem Geschäft beim Manor, wo früher Benetton drin war? Ich habe mal gehört, dass dort ein Apple Store eröffnet werden soll, aber wieso brauchen die so lange bei den Umbauarbeiten?

suburbansky
March 9th, 2009, 02:49 PM
Was passiert eigentlich mit dem Geschäft beim Manor, wo früher Benetton drin war? Ich habe mal gehört, dass dort ein Apple Store eröffnet werden soll, aber wieso brauchen die so lange bei den Umbauarbeiten?

Ohne es mit Sicherheit zu wissen: Hätte da nicht die nächste Deutschschweizer Fnac-Filiale rein sollen? Falls ja, dann müssen sich die Eigentümer einen neuen Mieter suchen - Fnac hat die Expansion in die Deutschschweiz vor etwa drei Wochen offiziell abgeblasen und mottet die schöne erste Filiale in Basel nach weniger als einem Jahr wieder ein. :ohno:

Lake
March 9th, 2009, 03:24 PM
Dort wird der Apple Store hinkommen. Wieso die so lange haben weiss ich jedoch auch nicht ;)

suburbansky
March 9th, 2009, 03:29 PM
Dort wird der Apple Store hinkommen. Wieso die so lange haben weiss ich jedoch auch nicht ;)

Finanzkrise?

Aber hatte nicht Fnac bereits ein Lokal an der Bahnhofstrasse angepeilt?

raggaman
March 9th, 2009, 03:30 PM
Ohne es mit Sicherheit zu wissen: Hätte da nicht die nächste Deutschschweizer Fnac-Filiale rein sollen? Falls ja, dann müssen sich die Eigentümer einen neuen Mieter suchen - Fnac hat die Expansion in die Deutschschweiz vor etwa drei Wochen offiziell abgeblasen und mottet die schöne erste Filiale in Basel nach weniger als einem Jahr wieder ein. :ohno:

Nein, dort kommt definitiv ein Applestore rein. Fnac hat in Zürich über längere Zeit eine geeignete Lokalität gesucht, aber an zentraler Lage nichts genug Grosses gefunden. Der Benetton-Laden wäre viel zu klein für Fnac...

Lake
March 9th, 2009, 04:00 PM
Finanzkrise?
Unsinn ;)

Apple wollte eigentlich ursprünglich den ersten Apple Store auf Europäischem Festland in Zürich eröffnen nur dauerte es sehr lange, bis man eine Liegenschaft finden konnte.
Es gibt mittlerweile ja schon einen Apple Store im Glattzentrum. (Sowie einen Apple Reseller am Bahnhofplatz 1)

raggaman
November 18th, 2010, 01:22 AM
Neue Weihnachtsbeleuchtung Bahnhofstrasse / 17.11.2010

http://i100.photobucket.com/albums/m6/raggaman/17112010.jpg

http://i100.photobucket.com/albums/m6/raggaman/17112010011.jpg

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http://i100.photobucket.com/albums/m6/raggaman/17112010005.jpg

Sieht gut aus! :cheers1:

Lake
November 18th, 2010, 08:31 AM
*gähn*
jetzt motzen die Bünzli halt über etwas anderes als die Weihnachtsbeleuchtung

steve5
November 18th, 2010, 08:38 AM
Sieht wie erwartet langweilig aus wie die vorletzte. Warum sind die Strassenlampen nicht ausgeschaltet? War das erst ein Test?

And1
November 18th, 2010, 11:11 AM
Mann ist das wieder langweilig und steril. Typisch Zürich. :ohno:

lil_chief
November 18th, 2010, 11:26 AM
Bei Weihnachten geht es um Wärme, Familie, Tradition und alte Geschichten.
Was moderne (und zugegeben) schöne Röhren damit zu tun hatten, weiss ich nicht.

Diese neue Beleuchtung jedoch bringt wieder eine maximale weihnachtliche Atmosphäre und das ist gut so!


LG

steve5
November 18th, 2010, 11:42 AM
Aber Wärme hat auch eine Farbe, und zwar Gelb oder Rot, die neue Beleuchtung scheint wie die Röhren weiss, also kalt zu sein.

raggaman
November 18th, 2010, 11:43 AM
Sieht wie erwartet langweilig aus wie die vorletzte. Warum sind die Strassenlampen nicht ausgeschaltet? War das erst ein Test?

Das war erst ein Test, offiziell wird die neue Weihnachtsbeleuchtung am 25. November um 18 Uhr eingeschaltet.

Die Qualität der Bilder ist nicht sehr gut; ich hatte leider nur das Natel dabei. Die Lämpchen haben verschiedene Farben, was man auf den Fotos nur sehr schwach erkennen kann.
Wenn man die Beleuchtung live sieht, dann siehts um einiges besser aus als auf den Fotos, aber die Fotos geben schon mal einen ersten Eindruck, wies dann ab dem 25. November aussehen wird.

Mir gefällt die Beleuchtung sehr gut, denn das Ziel einer Weihnachtsbeleuchtung ist doch in erster Linie feierliche Stimmung zu verbreiten und nicht dass sie grosse künstlerische Ansprüche erfüllt. Und dies gelingt mit der neuen, klassischen Beleuchtung bestens!

Charles_Manson
November 18th, 2010, 01:02 PM
Sieht wie erwartet langweilig aus wie die vorletzte.

Was wäre deiner tollen Meinung nach eine nicht langweilige Weihnachtsbeleuchtung? Die absolut fehlplatzierten Röhren von letztem Jahr?? Diese scheint mir wenigstens wieder etwach Weihnachtsstimmung zu erzeugen.. die andere kann man bei der Streetparade aufhängen.

steve5
November 18th, 2010, 01:08 PM
Was wäre deiner tollen Meinung nach eine nicht langweilige Weihnachtsbeleuchtung? Die absolut fehlplatzierten Röhren von letztem Jahr?? Diese scheint mir wenigstens wieder etwach Weihnachtsstimmung zu erzeugen.. die andere kann man bei der Streetparade aufhängen.

Die Röhren haben meiner Meinung nach auch nicht wahnsinnig viel Weihnachtsstimmung erzeugt, aber sie waren erstens was neues und spezielles dass sich von all den durchschnittlichen Weihnachtsbeleuchtungen unterscheidet, und zweitens waren sie ein guter Kontrast zu den klassischen Girlanden an vielen Hausfassaden. An der alten Weihnachtsbeleuchtung hatte mich gestört, dass sie mit vielen Fassadenbeleuchtungen identisch war.

Charles_Manson
November 18th, 2010, 01:53 PM
Die Röhren haben meiner Meinung nach auch nicht wahnsinnig viel Weihnachtsstimmung erzeugt, aber sie waren erstens was neues und spezielles dass sich von all den durchschnittlichen Weihnachtsbeleuchtungen unterscheidet, und zweitens waren sie ein guter Kontrast zu den klassischen Girlanden an vielen Hausfassaden. An der alten Weihnachtsbeleuchtung hatte mich gestört, dass sie mit vielen Fassadenbeleuchtungen identisch war.

Jedem das seine ^^ Ich finde die neue Edel und Weihnachtlich... zur Bahnhofstrasse passend.

steve5
November 18th, 2010, 01:58 PM
Ich muss mir die neue zuerst noch anschauen. Schlechter als die Röhren wird sie kaum sein, aber dafür sicher nicht so speziell und einzigartig.

Charles_Manson
November 18th, 2010, 02:23 PM
Ich muss mir die neue zuerst noch anschauen. Schlechter als die Röhren wird sie kaum sein, aber dafür sicher nicht so speziell und einzigartig.

Warum hängt man diese Röhren nicht einfach über die Hardbrücke? Das würde speziell aussehen!!

earthJoker
November 18th, 2010, 03:21 PM
Ich dachte eher an unter die Brücke, da hat das Fussvolk was davon. Man könnte sie aber auch um das Seebecken aufstellen, könnte gut kommen mit der Spiegelung.

Bauchef
November 19th, 2010, 11:12 AM
Die neue Weihnachtsbeleuchtung ist schlicht furchtbar. Also furchtbar langweilig. Die alte mit den funkelnden Röhren hatte was ausserordentlich und untypisch zürcherisch Metropoles. Die da könnte auch in Fehraltorf oder Zwillikon hängen.

Absoluter Schwachpunkt für unsere Hauptstadt.

primus20
November 19th, 2010, 06:38 PM
habe keine ahnung wo ich das reinposten soll, aber das müsst ihre einfach mal anschauen!

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Stadtvisionen-Hochhaeuser-im-Seebecken/story/21808024

sehr spannend

neuntakter
November 19th, 2010, 06:47 PM
Ich finde es ganz in Ordnung, dass es in der Weihnachtszeit eine "festliche" Beleutung hat über der Bahnhofstrasse.
Aber ich traure doch etwas der Röhrenbeleuchtung nach! Die beste Lösung wäre für mich die Röhren das Jahr durch in Betrieb zu haben in der Bahnhofstrasse. In der Weihnachtszeit wird aber die festliche, neue aufgehängt. Zahlen sollen das die Läden oder die Hauseigentümer an der Bahnhofstrasse. Wenn ja wohl irgendwo Stütz vorhanden sind, dann ja sicher dort. Und wenn die nicht zahlen wollen, soll doch die Stadt zahlen. Das wäre für mich dann eine echte Attraktion und etwas Spezielles, um für die Bahnhofstrasse und die ganze Stadt zu werben. Eine so reiche Stadt, wie Zürich sollte sich das gut leisten können! Meine Meinung (auch als Steuerzahler in dieser Stadt).
Montage und Demontage geht ja dann jeweils in Einem.

Bauchef
November 20th, 2010, 12:35 AM
@ neuntakter: Perfekte Idee! Das Kunstwerk das Jahr über und an Weihnachten von mir aus dieses Geblinke da. Ich würde das mal den zuständigen Typen vom Hochbaudepartement und der City-Vereinigung weiterleiten. Ein schöner Kompromiss, womit wohl alle leben könnten - als einmaliges touristisches Highlight weltweit perfekt vermarktbar.

steve5
November 20th, 2010, 01:16 AM
Nein wenn sie das ganze Jahr hängen würde dann wäre sie im Weg wenn man die Häuser fotografieren will.

raggaman
November 20th, 2010, 02:42 PM
Die Röhren das ganze Jahr durch an der Bahnhofstrasse in Betrieb zu haben ist eine sehr gute Idee.

Eine Alternative wäre, die Röhren an der zukünftigen Europaallee aufzuhängen. Dies würde die Europaallee als weitere Einkaufsstrasse Zürichs bekannt machen und der neue Stadtteil hätte sein Wahrzeichen!

Bauchef
November 20th, 2010, 03:21 PM
Die Röhren das ganze Jahr durch an der Bahnhofstrasse in Betrieb zu haben ist eine sehr gute Idee.

Eine Alternative wäre, die Röhren an der zukünftigen Europaallee aufzuhängen. Dies würde die Europaallee als weitere Einkaufsstrasse Zürichs bekannt machen und der neue Stadtteil hätte sein Wahrzeichen!

Ebenfalls eine schöne Idee! Die Röhren nun einzeln zu verschachern (oder vielleicht sogar zu verschrotten) wäre ein Verbrechen! Was macht eigentlich unsere Stapin den ganzen Tag, ausser in ihrem frisch renovierten Büro zu hocken? Nicht das ich hier irgendwas unterstellen möchte - aber bei Ledergerber wäre schon die halbe Stadtverwaltung auf Standortsuche!

Ich würde es wahnsinnig begrüssen, wenn endlich jemand die Initiative ergreifen würde und hier vielleicht alle Verantwortlichen an einem runden Tisch eine einvernehmliche Lösung zusammenbringen würden. Sollte das mit Mehrkosten verbunden sein: Ich würde spenden!

Bauchef
November 20th, 2010, 03:23 PM
PS.: Ein Detail noch: Würden die Röhren tatsächlich verschrottet, blühte uns wohl wieder eines dieser mühsamen Schnitzelbank-Sujets unserer Basler «Freunde». Und wenn wir auf was verzichten können, dann wohl auf das.

http://www.skyscrapercity.com/images/smilies/nuts2.gif

steve5
November 20th, 2010, 04:01 PM
Eine Alternative wäre, die Röhren an der zukünftigen Europaallee aufzuhängen. Dies würde die Europaallee als weitere Einkaufsstrasse Zürichs bekannt machen und der neue Stadtteil hätte sein Wahrzeichen!

Hey super Idee! Das ist es! :okay:

Die Europaalle wird ja auch eine Einkaufsstrasse und braucht dann auch mal eine Weihnachtsbeleuchtung wenn der Stadtteil fertig ist. Dort hat sicher niemand was gegen die Röhren einzuwenden.

neuntakter
November 20th, 2010, 06:13 PM
Es sieht so aus, wie wenn wir langsam die perfekte Lösung gefunden haben.
Das mit der Europaallee hat jedoch noch einen Haken: Es geht noch eine Weile, bis es wirklich eine vollständige Europaallee gibt. Bis dahin kann sie ruhig an der Bahnhofstrasse hängen, anstatt irgendwo in einem Bunker vor sich hin zu altern.
Bauchef, deine Bemerkung mit unserer aktuellen Stadtpräsidentin und der Vergleich mit König Elmar hat was. Wobei, er sitzt jetzt ja auch an einem guten Posten, wo er in diese Richtung steuern könnte.
Der Trick wird sein, die alte Bahnhofsbeleuchtung als Provisorium zu verkaufen, dann haben wir die Garantie, dass sie die nächsten 100 Jahre in der Bahnhofstrasse hängt. ;)

Bauchef
November 20th, 2010, 07:03 PM
@ neuntakter: Ha ha, genau!

primus20
November 23rd, 2010, 10:48 PM
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Stadtvisionen-Wie-aus-dem-HB-ein-Tor-zur-Welt-werden-sollte/story/13387714

steve5
July 27th, 2011, 11:44 AM
Tiefbauamt Stadt Zürich, 27.07.2011:

Praxisversuch mit neuen Gestaltungselementen in der Bahnhofstrasse

Baumschutzsystem, Strassenleuchten und Entwässerungsrinnen werden mehrere Jahre getestet

In der Bahnhofstrasse werden voraussichtlich im Jahr 2014 die Tramgleise erneuert und die Haltestellen behindertengerecht ausgebaut. Gleichzeitig soll die Bahnhofstrasse durch den Einsatz neuer und einheitlicher Gestaltungselemente ein Erscheinungsbild erhalten, wie es einem Strassenraum von internationaler Ausstrahlung zukommt. Die neuen Gestaltungselemente werden ab 2. August einem Praxistest unterzogen.

Die Arbeiten an den Tramhaltestellen haben Anpassungen im Trottoirbereich zur Folge. Im Sinne der Koordination von Bauarbeiten verbindet das Tiefbauamt der Stadt Zürich diese baulichen Massnahmen mit dem Einsatz neuer, einheitlicher Gestaltungselemente. Dabei handelt es sich um Baumschutzsysteme, Strassenleuchten und Entwässerungsrinnen für das Abwasser.

Die Ansprüche an solche Elemente sind hinsichtlich Belastbarkeit, Nachhaltigkeit und an der Bahnhofstrasse natürlich bezüglich Ästhetik besonders hoch. Die Baumschutzsysteme müssen beispielsweise einem Druck von zehn Tonnen standhalten, damit das Wurzelwerk nicht verletzt wird und sich der Baum optimal entwickeln kann. Ebenso müssen sie rutschfest und trotz ihrer durchbrochenen Struktur gut sichtbar sein. Bei den neuen Strassenleuchten werden verschiedene Leuchtmittel getestet um die energiesparendste Variante zu evaluieren. Die Entwässerungsrinnen wiederum müssen der täglichen Verschmutzung und Reinigung standhalten und wie die Baumscheiben behindertengerecht gestaltet sein.

Wo werden die neuen Elemente getestet?

Ab Dienstag, 2. August, werden die neuen Gestaltungselemente an der Bahnhofstrasse 33–39, verbaut und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Sie werden bis zur Erneuerung der Tramgleise und dem behindertengerechten Ausbau der Haltestellen an der Bahnhofstrasse dort verbleiben. Die Eigentümer, Anwohnerinnen und Gewerbetreibenden wurden im Vorfeld über diese Versuche informiert. Eine Planauflage gemäss § 16 des Strassengesetzes hat stattgefunden und die einzige eingegangene Einsprache wurde mittlerweile zurückgezogen.

Mitteilung (http://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/departement/medien/medienmitteilungen/2011/juli/110727a.html)

arnetien
August 4th, 2011, 09:51 PM
meine grössten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten! war heute an der Bahnhofstrasse die Baustelle des Praxisversuchs anschauen. Ausser neuen Leuchten und komisch wirkenden Baumscheiben, wirds wohl wieder NUR Teer geben an der Bahnhofstrasse! Einmal mehr, wie kann es sein dass es die Stadtregierung nicht fertig bringt wenigstens an der (4 Teuersten Strasse der Welt) Natursteinplatten zu verlegen wie in jedem Kaff auf dieser Welt?!
Normen hin oder her! auch K...ack ich auf die Begründung der Stadt, es ist billiger, leiser und besser für Rollstühle, wenigstens an der Bahnhofstrasse kann man eine Ausnahme machen?!
Was kann man tun dagegen? Unterschriften sammeln? im ernst.. unglaublich sowas.

steve5
August 4th, 2011, 10:59 PM
Dann erhält die Bahnhofstrasse nicht wie in der Medienmitteilung angegeben "ein Erscheinungsbild, wie es einem Strassenraum von internationaler Ausstrahlung zukommt"?

Wird es wenigstens besser als bisher?

raggaman
August 4th, 2011, 11:56 PM
Es gab ja mal diese Marmorplatten an der unteren Bahnhofstrasse. Diese Platten sahen zwar nicht schlecht aus, sie waren jedoch extrem rutschig und zudem überhaupt nicht Witterungsbeständig, sodass sie innert Kürze alle zerbrochen waren... Wahrscheinlich haben die zuständigen Stellen daraus ihre Lehren gezogen und lassen sich auf keine neuen Experimente mit Steinplatten mehr ein...
Tja, was soll's. Wichtiger als den Bodenbelag finde ich die Lampen, Bänke und Baumscheiben. Denn damit liesse sich wirklich Identität stiften und man könnte eine einzigartige Einkaufsmeile erschaffen!

earthJoker
August 5th, 2011, 07:51 AM
Glaube nicht, dass das Marmor war. Und wenn doch, dann begreife ich auch, wieso die nicht gehalten haben. Ich denke da sollte man schon Granit oder einen anderen robusten Stein nehmen.

cityfox
August 5th, 2011, 10:23 AM
enttäuschend aber nicht wirklich verwunderlich. das einheitliche strassenbild zürichs muss unbedingt erhalten bleiben, ein schöner stein würde doch das ganze teer konzept über den haufen werfen.:lol:

arnetien
August 5th, 2011, 06:51 PM
ja das kannst laut sagen, habs mir gestern nicht nehmen lassen und ein ausführliches email dem Tiefbauamt geschickt... ;) mal sehn was als Antwort kommt.
gebe Earth Joker recht, zudem in allen anderen Städten auf dieser Welt (wo es auch schneit und diese platten witterungsbeständig sein müssen) funktionierts auch, siehe Deutschland, ZB Berlin wo sich grosse Mühe gibt mit Granitplatten etc.
dieses Argument lasse ich nicht gelten, dass nur Teer geignet ist!
anyway, fingers crossed, vielleicht gibts ja doch noch was Schönes...

trauch
August 5th, 2011, 07:13 PM
ja das kannst laut sagen, habs mir gestern nicht nehmen lassen und ein ausführliches email dem Tiefbauamt geschickt... ;) mal sehn was als Antwort kommt.
gebe Earth Joker recht, zudem in allen anderen Städten auf dieser Welt (wo es auch schneit und diese platten witterungsbeständig sein müssen) funktionierts auch, siehe Deutschland, ZB Berlin wo sich grosse Mühe gibt mit Granitplatten etc.
dieses Argument lasse ich nicht gelten, dass nur Teer geignet ist!
anyway, fingers crossed, vielleicht gibts ja doch noch was Schönes...

Das mit den Steinplatten in Deutschland hat folgende Gründe: Nach dem Krieg gabs nicht genügend Teer, weshalb man für die Bürgersteige (was für ein geiles Wort!) und später die Fussgängerzonen Steinplatten nahm. Im Osten war dies bis 1990 so, die DDR hatte einfach nicht genügend Teer, dafür verdammt viele Platten(bauten) ;-)

sft
December 4th, 2011, 11:44 AM
Ein interessanter Artikel aus der NZZ am Sonntag vom 4. Dezember 2011:

Die Zürcher Bahnhofstrasse ist eine der teuersten, aber auch lukrativsten Einkaufsstrassen der Welt. Für einen Laden an guter Lage zahlen internationale Marken Spitzenmieten und Ablösesummen. Immobilienmakler greifen zu dubiosen Tricks. Das Nachsehen haben die lokalen Geschäfte. Von Michael Furger

Es könnte richtig gemütlich werden im Büro von Milan Prenosil. Schokoladenduft liegt in der Luft; er füllt den ganzen Raum vom Parkett bis zur Stuckdecke. Milan Prenosil ist Verwaltungsratspräsident der Confiserie Sprüngli. Auf seinem Sitzungstisch steht eine fussballgrosse Schokoladen-Skulptur mit lila Zuckerguss und verströmt ihr Aroma. Fast kommt weihnachtliches Ambiente auf. Doch der Hausherr ist nicht in Wohlfühlstimmung.

Prenosil will Klartext reden über das, was vor seinem Büro an der Zürcher Bahnhofstrasse passiert. Er diagnostiziert eine «Unruhe im Paradies». Für die Unruhe sorgen ausländische Ladenketten, die an die Bahnhofstrasse drängen. Die Nachfrage nach Ladenflächen steigt seit Jahren, die Mietpreise schiessen in die Höhe. Eine Verdopplung hier, eine Verdreifachung dort; einem Pelzgeschäft wurde vor drei Jahren die Miete gar vervierfacht: von 150 000 auf 585 000 Franken für 70 Quadratmeter pro Jahr - ein Quadratmeterpreis von über 8300 Franken.

Mit Preisen wie diesen können Zürcher Fachgeschäfte nicht mehr mithalten. Allein in den letzten drei Jahren mussten über ein Dutzend Läden Konkurrenten Platz machen, die horrende Preise zahlen konnten. An einzelnen exklusive Lagen liegen die Mieten im fünfstelligen Bereich. Für die neue Boutique der Luxusuhren-Marke Patek Philippe zahlt das Uhrengeschäft Beyer eine Miete in der Grössenordnung von 10 000 bis 12 000 Franken pro Quadratmeter. 80 Bewerber stritten sich um den Standort - und trieben den Preis in die Höhe.

«In solchen Fällen regiert nur noch das Geld», sagt Sprüngli-Chef Prenosil. Neuzuzüger zahlen nicht nur hohe Mieten, sondern erkaufen sich den Einzug oft mit «Schlüsselgeld», eine Abfindung dafür, dass ein Mieter den Laden sofort freigibt. Die Summen steigen gerüchteweise auf 3 bis 4 Millionen Franken. Bestätigen wollen die Firmen solche Beträge nicht - ausser sie steigen nicht darauf ein. Nespresso erklärte 2009 öffentlich, man habe ein angebotenes Lokal an der Bahnhofstrasse abgelehnt, weil eine Ablösesumme von über 10 Millionen Franken gefordert worden sei. Offenbar war jemand anders bereit zu zahlen. Die Ladenfläche ist vermietet. «Das ist verwerflich», empört sich Milan Prenosil in seinem Schokoladen-Büro. Preise wie diese hätten keinen realen Gegenwert. «Es geht nur noch um Gier, die Moral bleibt auf der Strecke.»

Fast nur noch Filialen

Prenosils Confiserie verkörpert das traditionelle Gewerbe an der Bahnhofstrasse wie kein anderes Geschäft. Sprüngli war schon am Paradeplatz, als der Ort noch anders hiess und die Bahnhofstrasse ein Wassergraben war. Das Haus gehört der Firma. Müsste sie es mieten, wäre der Betrieb schon lange weg. «Eine Confiserie mit Café am Paradeplatz? Bei diesen Mieten? Vergessen Sie's», sagt Prenosil. Als lokaler Betrieb könne man an der Bahnhofstrasse nur überleben, wenn einem das Haus gehöre oder man wirklich faire Vermieter habe.

Eine Studie der Stadt Zürich bestätigte vor vier Jahren: 80 Prozent der Läden an der Bahnhofstrasse sind Filialen, zum Teil von nationalen, aber grösstenteils von internationalen Ketten; die billigen im unteren Teil beim Bahnhof, die teuren im oberen Teil um den Paradeplatz. Keine andere Zürcher Strasse ist derart arm an Einzelfirmen. 24 gab es zum Zeitpunkt der Erhebung 2007. Mittlerweile dürfte sich diese Zahl halbiert haben.

Eine der wenigen, die geblieben sind, ist die Papeterie Landolt-Arbenz. Geschäftsführer Andreas Zimmerli-Landolt erhält etwa alle drei Monate eine Anfrage eines Unternehmens, das gerne seinen Laden übernehmen würde. Die Bewerber versuchen es mit allen Mitteln. Ein Interessent bot an, auch die Geschäftsauflösung der Papeterie samt Abfindung an die entlassenen Mitarbeiter zu finanzieren. «Man reagiert jeweils nicht mehr allzu höflich», sagt Zimmerli-Landolt.

Die ausländischen Bewerber beauftragen für die Standortsuche oft lokale Makleragenturen. Geht es um die Bahnhofstrasse, führen die meisten Spuren zu Marc-Christian Riebe und seiner Locationgroup. Riebe, 38 Jahre alt, operiert von einem Altbau-Geschäftshaus in Sichtnähe zur Bahnhofstrasse aus. 26 Leute arbeiten für ihn. Er selbst logiert im obersten Stock. Mit ein paar Schritten ist er auf der eigenen Dachterrasse, wo ihm sein Wirkungsfeld zu Füssen liegt. «Da vorne, das Bally-Hochhaus, links der Globus», sagt Riebe und weist mit seiner Hand über die Zürcher City, als wäre sie ein Monopoly-Spiel im Massstab 1:1.

Vor sechs Jahren hat er sich als Standortberater selbständig gemacht. Seither hat er nach eigenen Angaben allein an der Bahnhofstrasse 15 Mieterwechsel herbeigeführt, 11 weitere an Seitenstrassen. Für die französische Luxusmarke Hermès etwa hat er ein grösseres Lokal am Paradeplatz besorgt. Das Zürcher Silber-Fachgeschäft Meister Silber war dort mehr als 70 Jahre lang eingemietet. Nach zwei Jahren Verhandlung gab es auf. Es konnte mit den Mieten, die Hermès zu zahlen bereit war, nicht mehr mithalten.

Riebe ärgert die Zürcher Gewerbler jedes Jahr, wenn er die neusten Spitzenmieten an der Bahnhofstrasse publiziert. Im Moment liegt die Marke bei gegen 12 000 Franken pro Quadratmeter. Die Zürcher Einkaufsstrasse ist nach Riebes Rechnung die weltweit drittteuerste Einkaufsmeile nach der New Yorker Fifth Avenue und der Causeway Bay in Hongkong. Andere Studien sehen sie ein paar Plätze weiter hinten mit Durchschnittspreisen von rund 8000 Franken. Der Zürcher Hauseigentümerverband spricht von 7000 bis 7500 Franken. Bei Riebe zählt nur der Superlativ. Die Bahnhofstrasse ist für ihn eine stetig steigende Aktie. «Wir haben jeden Tag mit nationalen und internationalen Unternehmen zu tun, die an der Bahnhofstrasse ein Geschäft eröffnen wollen. Wir könnten die Strasse heute dreimal vermieten.»

Mit dem Jaguar zum Shopping

Wenn Philippe Olivier Burger so etwas hört, bekommt er schlechte Laune. Die Preise würden auf diese Weise künstlich hochgetrieben, um die Wechsel zu beschleunigen. Burger ist Geschäftsführer und Eigentümer des Modehauses PKZ. Er ist in drei Lokalen an der Bahnhofstrasse eingemietet und zahlt nirgends mehr als 2000 Franken pro Quadratmeter, wobei für grosse Flächen die Quadratmeterpreise immer tiefer sind. Burgers Erfahrungen mit Maklern sind nicht ungetrübt. Jüngst staunte er nicht schlecht, als einer seiner Läden auf der Website eines Beraters zur Vermietung ausgeschrieben war. Burger hatte für das Lokal einen Mietvertrag für 15 Jahre. Der Berater suchte auf diese Weise Interessenten, die bereit waren, Burger zu einem höheren Preis abzulösen.

Der Druck auf die 1,4 Kilometer kurze Bahnhofstrasse ist gross, denn Luxusmarken wie Hermès sehen in Zürich keine Alternative. Je nach Lage gehen an der Bahnhofstrasse täglich bis zu 100 000 Personen an einem Geschäft vorbei. «Wir gehen nur an die besten Standorte», sagt Alfred Schumacher, Generaldirektor von Hermès Schweiz. Und diese Standorte befinden sich für Boutiquen wie Hermès auf dem mittleren Abschnitt der Strasse. «Wenn dort nichts erhältlich ist, kommen wir nicht.» Viele Mieter an der Bahnhofstrasse vermuten, dass internationale Luxusmarken bei solchen Mieten und Ablösesummen keinen Gewinn mehr erzielen und die Kosten unter Marketingmassnahme verbuchen. «Der Umsatz direkt im Laden ist zweitrangig geworden, sagt auch Martina Kühne, Trendforscherin am Gottlieb-Duttweiler-Institut. Das Geschäft dient vor allem als Schaufenster.» Schumacher widerspricht: «Wir sind nur an teuren Standorten. Jede Filiale muss rentieren. Jene in Zürich tut es.»

Ein Blick auf die Kundschaft zeigt, wieso. Die Zürcher erreichen die weltweit höchste Kaufkraft. Und die Stadt zieht solvente Einkaufstouristen an. Das spüren einerseits die Warenhäuser; der Globus an der Bahnhofstrasse erzielt pro Quadratmeter einen Jahresumsatz von 24 000 Franken und zählt damit weltweit zu den einträglichsten Warenhäusern. Und das spüren ganz besonders die Luxusgeschäfte. Ihre Kundschaft stammt zu 50 Prozent oder mehr aus dem Ausland.

In den arabischen Ländern und in Russland wirbt Zürich Tourismus mit der Bahnhofstrasse als Einkaufsparadies für kaufkräftige Kunden. Luxushotels wie das Fünfsternehaus Eden au Lac am Utoquai stellen den Gästen Shopping-Assistenten zur Verfügung, fahren sie mit einem Jaguar an die Bahnhofstrasse und holen sie wieder, wenn sie ihre Einkaufstaschen nicht mehr tragen können. Regelmässig holt der Jaguar nur die Taschen - die Gäste setzen die Einkaufstour fort. Luxusgeschäfte andererseits pflegen ausländische Kunden mit einem Rundum-Service. Uhrengeschäfte an der Bahnhofstrasse vermitteln auf Wunsch Ärzte oder besorgen Karten für Kulturanlässe.

Wer sich als Schweizer Geschäft an der Bahnhofstrasse halten kann, profitiert davon, dass die internationalen Läden zusätzliche internationale Kunden anziehen. Aber zu weit darf es dann offenbar auch nicht gehen. Franz Türler war 21 Jahre lang Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse und führt ein Uhrengeschäft am Paradeplatz. Die neuen Geschäfte zeigten, wie attraktiv die Zürcher Bahnhofstrasse sei, findet er. «Aber ohne Lokalpatina wird die Strasse monoton.»

Gegen internationale Konzerne haben lokale Läden keine Chance

Kommende Woche eröffnet an der mittleren Bahnhofstrasse die Luxusuhren-Marke Piaget ihre europaweit grösste Boutique. Die Marke gehört zum Luxuskonzern Richemont. Im Ladenlokal war bisher das Blumengeschäft Krämer eingemietet, der älteste Blumenhändler der Stadt. Als Kaiser Wilhelm von Preussen 1912 im «Baur au Lac» abstieg, lieferte Krämer die Tischdekoration. Doch gegen den Luxuskonzern Richemont hatte Geschichte keine Chance. Die Blumen mussten in eine Seitengasse ausweichen.

Wenn es um attraktive Standorte geht, werden Verhandlungen zu Auktionen, in denen sich auch grosse Konzerne gegenüberstehen können. Damit der Computerriese Apple an der Bahnhofstrasse seinen Shop eröffnen konnte, musste er den bisherigen Mieter Benetton aus dem Feld schlagen. Benetton war bereit, der Vermieterin Swiss Life 30 Prozent mehr Miete zu bezahlen. Offenbar war das zu wenig. Apple erhielt den Zuschlag. Benetton sprach von einem «Skandal». Gerüchteweise soll Apple ein Schlüsselgeld von 10 Millionen Franken bezahlt haben. Benetton blieb an der Bahnhofstrasse und übernahm die Fläche des Modegeschäfts Mode Madame, das in eine Nebenstrasse umzog.

Auch Mövenpick hatte letztes Jahr das Nachsehen. Der Mietpreis für die Filiale am Paradeplatz stieg von 400 000 auf 800 000 Franken pro Jahr. Mövenpick konnte sich das nicht leisten. Die britische Modemarke Hacketts schon.
Zwei Läden machte die Vermieterin Swiss Life an der unteren Bahnhofstrasse frei. Das Schuhgeschäft Pasito ging Anfang Jahr, nachdem sich die Miete fast verdreifacht hatte. Das Café Balthazar daneben wurde mit einem Schlüsselgeld aus dem Mietvertrag herausgekauft. Doch ganz so einfach scheint die Weitervermietung nicht. Die Flächen stehen bis heute leer. Genauso wie der Laden des Modegeschäfts Fein-Kaller. (fur.)

steve5
December 4th, 2011, 12:28 PM
Es gibt schon einen Thread über die Bahnhofstrasse, bitte zuerst über Suchfunktion schauen bevor man einen neuen Thread startet: http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=538153

Man müsste eine zweite längere und zentrale Strasse zur Einkaufsstrasse umbauen um das Problem zu entschärfen.

sft
December 4th, 2011, 01:00 PM
Hm ja, hab ich jetzt nicht gesehen... Kannst du den Thread verschieben? Ich habs irgendwie nicht geschafft.

steve5
December 4th, 2011, 01:24 PM
Hm ja, hab ich jetzt nicht gesehen... Kannst du den Thread verschieben? Ich habs irgendwie nicht geschafft.

Das können nur die Moderatoren machen.

earthJoker
December 4th, 2011, 02:29 PM
Teilweise ist die Tendenz sicher schade, sie kann aber auch zu Chance für die Nebenstrassen werden.

sft
December 4th, 2011, 04:50 PM
Es hatte auch noch eine interessante Grafik dabei, welche die Pendlerströme aufzeigt:

http://i1192.photobucket.com/albums/aa322/sehrbar/DAD5BFE5-FDD6-4E4C-B7EA-AE224394B532.png

steve5
December 4th, 2011, 05:40 PM
Nach einer genauen Analyse der Situation stelle ich fest, dass für eine Erweiterung der Haupteinkaufsmeile die Sihlstrasse (Abschnitt Bahnhofstrasse - Nüschelerstrasse) am besten geeignet ist. Es wären nur an der Strasse bauliche Massnahmen notwendig (Einrichtung einer Fussgängerzone), Gewerbeflächen sind bereits durchgängig vorhanden. Mit der Füsslistrasse existiert bereits eine zweite Verbindung zur neuen Fussgängerzone. Auf der Karte mit den Passantenströmen ist das von mir vorgeschlagene Gebiet bereits im blauen bis orangen Bereich.

Auch das Fraumünsterquartier eignet sich für eine Erweiterung, dort müsste man ebenfalls eine Fussgängerzone einrichten, Gewerbeflächen wären bis auf wenige Ausnahmen (Stadthaus, Post und Nationalbank) vorhanden. Die Realisierung von Gewerbeflächen in den drei betroffenen Gebäuden wäre wahrscheinlich ohne grossen baulichen Aufwand möglich, würde aber sicher auf Widerstand stossen bei den Eigentümern.

cityfox
January 27th, 2012, 11:14 AM
Das Face-Lifting der Bahnhofstrasse beginnt

Das Erscheinungsbild der Einkaufsmeile wird vereinheitlicht. Die Planauflage für die Sanierungsarbeiten startet am Freitag. Ab März 2013 wird in vier Etappen gebaut.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Das-FaceLifting-der-Bahnhofstrasse-beginnt/story/12906367

arnetien
January 27th, 2012, 10:03 PM
Das Face-Lifting der Bahnhofstrasse beginnt



http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Das-FaceLifting-der-Bahnhofstrasse-beginnt/story/12906367

und schonwieder Teer statt Natur oder Kunsteinplatten.. einfach nur hässlich und unverständlich... aber angeblich mögen dasss die Schweizer... Trist und Billig... finde es schade dass nicht wenigstens an der Bahnhofstrasse eine Ausnahme gmacht wird und auf Teer verzichtet wird :ohno:

cityfox
February 2nd, 2012, 03:22 PM
entschieden ist ja noch nichts aber ich denke nicht das überhaupt jemals etwas anderes als teer zur debatte stand.
mir gefällt die getestete baumscheibe überhaupt nicht und ich hoffe auch das man etwas schönere, natürlichere baumscheiben verwendet und die bäume nicht in ketten legt.

arnetien
February 2nd, 2012, 11:10 PM
entschieden ist ja noch nichts aber ich denke nicht das überhaupt jemals etwas anderes als teer zur debatte stand.
mir gefällt die getestete baumscheibe überhaupt nicht und ich hoffe auch das man etwas schönere, natürlichere baumscheiben verwendet und die bäume nicht in ketten legt.

genau, habe gerade ein email an das Tiefbauamt geschickt.. mal gespannt was zurück kommt...

Don Calo
February 3rd, 2012, 05:31 PM
und schonwieder Teer statt Natur oder Kunsteinplatten.. einfach nur hässlich und unverständlich... aber angeblich mögen dasss die Schweizer... Trist und Billig... finde es schade dass nicht wenigstens an der Bahnhofstrasse eine Ausnahme gmacht wird und auf Teer verzichtet wird

Da haben wir in Basel genau das gleiche Problem, ich verstehe es auch nicht warum alles mit Teer zugepflastert wird, ich denke die Kosten sind hier das Problem, aber ab und zu sollte doch eine Ausnahme gemacht werden vor allem bei der Bahnhofsstrasse! Hier zwei Beispiele aus Basel: Voltaplatz (http://maps.google.de/maps?q=Voltaplatz,+Basel,+Schweiz&hl=de&ll=47.570538,7.573147&spn=0.001286,0.001635&sll=47.558454,7.607979&sspn=0.005145,0.006539&oq=Volta&hnear=Voltaplatz,+Sankt+Johann,+4056+Basel,+Basel-Stadt,+Schweiz&t=h&z=20) wurde mit Teer zugepflastert und sogar vor dem Café (http://maps.google.de/maps?q=Elisabethenkirche,+Elisabethenstrasse,+Basel,+Schweiz&hl=de&ll=47.549752,7.59026&spn=0.001287,0.001635&sll=47.570538,7.573147&sspn=0.001286,0.001635&oq=Eli,+Basel,+Schweiz&hq=Elisabethenkirche,&hnear=Elisabethenstrasse,+Basel,+Schweiz&t=h&z=20) an der Elisabethenstrasse haben sie keine Ausnahme gemacht, obwohl die Stadt das Gebäude für 1 Mio CHF renoviert hat.

sft
April 4th, 2012, 04:57 PM
Millionen für die Bahnhofstrasse
Der Zürcher Stadtrat hat für die Sanierung und Neugestaltung der Einkaufsmeilen Ausgaben in der Höhe von gut 31 Millionen Franken bewilligt. Damit kostet ein Meter über 25'000 Franken.
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Millionen-fuer-die-Bahnhofstrasse/story/22055520

arnetien
April 5th, 2012, 04:33 PM
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Millionen-fuer-die-Bahnhofstrasse/story/22055520

ich hoffe das der gemeinderat dies ablehnt, die Gleise und die Haltestellen können von mir aus erneuert werden, aber entschuldigung, fr. 30'000 für eine einzige Baumscheibe mit Baubschutz? ? ? irgendwie läuft hier was grob falsch, würde noch nichts sagen wenns wenigstens schön aussehen würde, aber ist ja nur schwarz eingefärbtes Metall und das allerschlimmste kommt noch: Teer auf der gesamten Fläche der Bahnhofstrasse! für dieses Geld könnte man schöne Steinplatten verlegen! wirklich unglaublich :ohno:
finde die Baumscheiben am Anfang der Banhhofstrasse beim HB sehr passend mit Steinen verziert und auch der Bahnhofstrasse würdig, aber Teer und metall bei einer Fussgängermeile?! es handelt sich hier ja nicht um eine Autobahn!

Lake
April 5th, 2012, 04:52 PM
Es gibt eben auch andere Ansprüche an diesen Baumschutz als das optische. Zum Beispiel die Möglichkeit diese mit Kehrmaschinen zu reinigen anstatt von Hand. Diese Zeitersparnis auf ein paar Jahre hochgerechnet kann ein höherer Kaufpreis schnell mal rentieren.

Ich finde 30'000 pro Baum auch einen ziemlich stolzen Betrag, aber es wäre mir etwas zu populistisch mich darüber zu äussern ohne die genauen Evaluationskriterien und Vorteile zu kennen. Und um das alles zu wissen müsste man wohl beim TBA arbeiten ;)

Wegen der Steinplatten gebe ich dir völlig recht, aber stell dir mal vor wie die SVP und andere Bünzlis da auf die Barrikaden gehen würden. "Zu teuer" "link Geldverschwendung" usw. :)

arnetien
April 5th, 2012, 05:09 PM
Es gibt eben auch andere Ansprüche an diesen Baumschutz als das optische. Zum Beispiel die Möglichkeit diese mit Kehrmaschinen zu reinigen anstatt von Hand. Diese Zeitersparnis auf ein paar Jahre hochgerechnet kann ein höherer Kaufpreis schnell mal rentieren.

Ich finde 30'000 pro Baum auch einen ziemlich stolzen Betrag, aber es wäre mir etwas zu populistisch mich darüber zu äussern ohne die genauen Evaluationskriterien und Vorteile zu kennen. Und um das alles zu wissen müsste man wohl beim TBA arbeiten ;)

Wegen der Steinplatten gebe ich dir völlig recht, aber stell dir mal vor wie die SVP und andere Bünzlis da auf die Barrikaden gehen würden. "Zu teuer" "link Geldverschwendung" usw. :)

da hast wohl recht

sft
May 16th, 2012, 08:16 AM
Aus dem heutigen Tages-Anzeiger: Neue Verkehrsführung Sihlstrasse / Uraniastrasse und autofreie Zonen geplant

An der Bahnhofsstrasse lockt ein neuer Platz

Das Stadtzürcher Tiefbauamt plant eine Erweiterung der Fussgängerzone in der City. Dafür soll die Sihlstrasse autofrei werden und die Uraniastrasse Gegenverkehr erhalten.

Von Jürg Rohrer

Zürich – Die Innenstadt scheint gebaut, jeder Quadratmeter ist genutzt. Doch es gibt immer noch Möglichkeiten für Freiräume, sogar an der Bahnhofstrasse. Die verblüffendste heisst «neue Verkehrsorganisation Uraniastrasse». Sie schafft – falls sie realisiert wird – zwei neue, kleine Plätze: der eine direkt an der Bahnhofstrasse/Anfang Rennweg, der andere an der Kreuzung Sihlstrasse/ St.-Anna-Gasse, wo sich die Restaurants Hiltl und Glockenhof befinden. Der Platz für diese Plätze entsteht, indem die Sihlstrasse zwischen St.-Anna-Gasse und Bahnhofstrasse vom Durchgangsverkehr befreit und zur Fahrverbotszone erklärt wird. Anlieferung, Hotelvorfahrt und Taxifahrten bleiben gewährt. Als Ersatz für die Sperrung wird die Uraniastrasse für den Gegenverkehr geöffnet.

Der Richtplan will es so
Heute fliesst der Verkehr getrennt, Uraniastrasse und Sihlstrasse sind doppelspurige Einbahnstrassen. Vom Bahnhofquai Richtung Sihlporte/Talstrasse/ Bürkliplatz gehts über die Uraniastrasse; vom Gebiet Stauffacher/Sihlporte Richtung Limmat über die Sihlstrasse und kurz über die Bahnhofstrasse – dort, wo der Rennweg beginnt und die Taxis stehen. Das Plätzchen heisst provisorisch Trülleplatz, weil vis-à-vis das Haus zur Trülle steht. Es könnte auch Herkulesplatz heissen, weil die Brunnenfigur dort den griechischen Helden darstellt. Aus diesem Plätzchen einen Platz zu machen ist ein Projekt, das seit langem im regionalen und kommunalen Richtplan aufgeführt ist und im Verkehrskonzept Innenstadt des Stadtrates steht.

Dass es funktionieren kann, haben die Fachleute des Tiefbauamtes mit Verkehrsfluss-Simulationen errechnet. Die Uraniastrasse in Richtung Sihlporte hat weiterhin zwei Spuren, in Richtung Limmat aber eine neue Spur. Indem die Fahrspuren und die Trottoirs etwas schmaler werden, kann die Strasse auch dreispurig funktionieren, es hat auf den Fussgängerübergängen sogar Platz für Schutzinseln. Einzig der Zebrastreifen an der Bahnhofstrasse zwischen Manor und Big kann aus Platzgründen keine

Insel haben. Neu erhält die Uraniastrasse auch eine Velospur in Richtung Sihlporte; in der Gegenrichtung führt die Veloverbindung über die Sihlstrasse. Die Einfahrt ins Parkhaus Jelmoli erfolgt über Sihlporte/Nüschelerstrasse.

In der Spitzenstunde am Abend fahren heute rund 1300 Autos über die Uraniastrasse. Mit Gegenverkehr werden es 850 bis 900 mehr sein. Das ist «verkehrlich machbar», schreibt das Tiefbauamt, es braucht allerdings eine weiträumige Anpassung der Lichtsignalanlagen und damit verbunden eine Verschiebung der Stauräume. Auch ist vorgesehen, an der Kreuzung Brandschenke-/Stockerstrasse das Geradeausfahren für den Privatverkehr zu beenden, damit die Busse der Linie 66 weniger lang im Stau stehen. Erhofft wird, dass die Gesamtmenge des Verkehrs im Gebiet Uraniastrasse abnehmen wird, da 15 Prozent reiner Durchgangsverkehr sind, die eigentlich die Umfahrungsrouten benützen sollten.

Seit fünf Jahren ist das Tiefbauamt am Planen, bald wird es ernst: Mitte Jahr beginnt das Mitwirkungsverfahren mit der Planauflage der neu organisierten Uraniastrasse. Die öffentliche Auflage der Neugestaltung der Fussgängerzone erfolgt später. Noch hat das Projekt keine Bewilligung des Kantons. Diese ist nötig, weil die Uraniastrasse eine Staatsstrasse ist. Doch hat die Volkswirtschaftsdirektion die Neuorganisation der Uraniastrasse ins Agglomerationsprogramm aufgenommen, über das Bundesgelder erhältlich sind. Die Uraniastrasse hat für die Stadt Priorität A, was Realisierung zwischen 2015 und 2018 bedeutet. Die Kosten betragen rund 6 Millionen Franken für die Uraniastrasse und nochmals ähnlich viel für die Aufwertungsmassnahmen rundum.

Gestern Dienstag hat das Tiefbauamt den Zwischenstand des Projektes erstmals der City-Vereinigung vorgestellt, dem Dachverband der Geschäfte in der Innenstadt; rund 40 Mitglieder waren anwesend. Eine frühere Umfrage hat ergeben, dass sich die Gewerbetreibenden an der Sihlstrasse, insbesondere das Gastgewerbe und der Detailhandel, positiv zum Projekt äussern: jene von der Uraniastrasse und der Bahnhofstrasse «eher zurückhaltend». Befürchtet werden erschwerte Anlieferung, Lärm und Staub während der Bauzeit und Stau vor dem Parkhaus Jelmoli. Frühstens 2016 könnten die Bauarbeiten beginnen.

sft
May 18th, 2012, 05:13 PM
Aus dem heutigen Tagesanzeiger:

Spurabbau in der City: Referendum «so gut wie sicher»

SVP und FDP bekämpfen die geplante Erweiterung der Fussgängerzone in der City. Fraglich ist, ob der Kanton das Projekt bewilligt.

Von Stefan Häne

Zürich – Die Sihlstrasse soll autofrei werden, die Uraniastrasse Gegenverkehr erhalten (TA vom Mittwoch): Gegen diesen Plan des Tiefbauamts von Stadträtin Ruth Genner (Grüne) regt sich bei den Bürgerlichen Widerstand. «So, wie das Projekt geplant ist, sind wir dagegen», sagt SVP-Fraktionschef Mauro Tuena. Wann das Parlament über das Projekt befinden muss, lässt sich noch nicht sagen. Möglicherweise wird die SVP das Referendum ergreifen, wie Tuena ankündigt. FDP-Fraktionschef Roger Tognella hält ein Referendum gar «für so gut wie sicher». «Einmal mehr will Frau Genner eine Hauptschlagader des Verkehrs einengen», ärgert er sich.

Die Fachleute des städtischen Tiefbauamts taxieren das Projekt als «verkehrlich machbar». In der Spitzenstunde am Abend fahren heute rund 1300 Autos über die Uraniastrasse. Mit Gegenverkehr werden es 850 bis 900 mehr sein. Mitte Jahr beginnt mit der Planauflage der neu organisierten Strasse das Mitwirkungsverfahren – nach fünf Jahren Planung.

Ein wichtiger Entscheid steht allerdings noch aus: die Zustimmung des Kantons. Fraglich ist, ob die Fachleute in der federführenden Volkswirtschaftsdirektion von Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) zur selben Einschätzung gelangen wie das städtische Tiefbauamt. «Wir haben das Projekt noch nicht zur Prüfung erhalten», sagt Stockers Sprecher Erich Wenzinger. Aus diesem Grund sei eine Beurteilung noch nicht möglich. In einem ersten Schritt muss die Stadt beim Kanton eine sogenannte «Begehrensäusserung auf Fachebene» einreichen. Dann nimmt das kantonale Amt für Verkehr das Projekt unter die Lupe.

Zwar hat die Volkswirtschaftsdirektion die Neuorganisation der Uraniastrasse ins Agglomerationsprogramm aufgenommen, über das Bundesgelder erhältlich sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Regierungsrat das Projekt automatisch bewilligt und sich der Bund daran finanziell beteiligt, wie Wenzinger klarstellt.

Belastete Vorgeschichte
Die Bewilligung durch die Regierung ist umso mehr in der Schwebe, weil das Projekt eine belastete Vorgeschichte hat. Im letzten Herbst sagte Ruth Genner in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger», Ernst Stocker verschliesse sich einem einseitigen Spurabbau in der Uraniastrasse nicht. Über diese Aussage zeigte sich Stocker verärgert. In seiner Replik bedauerte er, dass Genner «unvollständige» und «teilweise verzerrte» Informationen aus dem «vertraulichen Gespräch» öffentlich gemacht habe. Und betonte, es gebe noch erhebliche Differenzen. Aus dem Blickwinkel des Kantons habe die funktionierende Infrastruktur in der Stadt Zürich Vorrang.

P.S.: Post 12'000 in der Zürich-Sektion!

And1
May 18th, 2012, 06:37 PM
P.S.: Post 12'000 in der Zürich-Sektion!

dazu ein guter krokus song :cheers:

jxBWL4eCTvg

sft
June 29th, 2012, 11:03 PM
Wurde hier noch nicht gepostet: Abercrombie & Fitch kommt anscheinend laut Tagi in nächster Zeit an die Bahnhofsstrasse. Verschwinden wird die Buchhandlung Barth (wird ersetzt durch Kosmetikgeschäft L'Occitane) und das Sanitärgeschäft Hausmann (wird wahrscheinlich durch eine weitere Kleiderkette ersetzt).

http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/abercrombie-fitch-kommt-nach-zuerich-id1944464.html

tobias1981
June 30th, 2012, 09:31 AM
A&F, auch ein gutes Beispiel dafür, dass man(n) mit Sex alles (0815 Mode) verkaufen kann.

Vielleicht sollte sich der nächste Hochhausbauherr in Zürich mal was überlegen. Ich schlage vor, auf den Visualisierungen die Fassade schonmal mit einem übergrossem Unterwäschewerbeplakat zu versehen. :)

steve5
June 30th, 2012, 12:17 PM
A&F, auch ein gutes Beispiel dafür, dass man(n) mit Sex alles (0815 Mode) verkaufen kann.

Ob das 0815 ist interessiert mich nicht, es ist gute Qualität.

cityfox
June 30th, 2012, 02:38 PM
ist das nicht der bieber laden? das brauchen wir natürlich unbedingt an der bahnhofstrasse!:lol: