View Full Version : Neubau des Rechenzentrums der Zentralen Informatik-Dienststelle


De Snor
March 23rd, 2008, 09:39 PM
Am Steinengraben 51 soll ein Neubau für das Verwaltungs-Rechenzentrum und die Büros der Zentralen Informatik-Dienststelle (ZID) erstellt werden. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Kredit-Vorlage an den Grossen Rat überwiesen.

Am Steinengraben 51 soll ein Neubau für das Verwaltungs-Rechenzentrum und die Büros der Zentralen Informatik-Dienststelle (ZID) erstellt werden. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Kredit-Vorlage an den Grossen Rat überwiesen.

Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat für den Bau und die Betriebseinrichtung des Neubaus am Steinengraben 51 für die Zentrale Informatik-Dienststelle einen Kredit in der Höhe von 27,81 Millionen Franken.

Aufgrund des fortwährenden Wachstums der Informatik und deren Bedeutung drängte sich bereits seit längerer Zeit ein Neubau des Rechenzentrums sich auf. Einerseits ist das bestehende Rechenzentrum nicht erdbebensicher, andererseits weist die veraltete Infrastruktur des Gebäudes diverse anderweitige Sicherheitsmängel auf. Dank dem Standort Steinengraben konnte die langjährige Suche nach einem geeigneten Standort für die kantonale Informatik erfolgreich abgeschlossen werden. Im nun entstehenden Neubau sollen neben dem neuen Rechenzentrum auch die Büros für die Mitarbeitenden der ZID sowie die Schulungsräume untergebracht werden.

Mit dem Projekt ist ein in verschiedener Hinsicht zukunftsweisendes neues Gebäude geplant. Bei dem ökologisch vorbildlichen Bau wird konsequent auf die Nutzung erneuerbarer Energien und Nachhaltigkeit gesetzt. Die Fassade unterschreitet die Vorgaben des Minergie-Standards, der Kühlungsbedarf für das Rechenzentrum wird soweit wie möglich mit freier Kühlung über die Aussenluft gedeckt und mit der Abwärme kann nicht nur das neue Gebäude beheizt werden sondern sogar noch Wärme an das benachbarte Gymnasium Leonhard abgegeben werden.

Mit einer Genehmigung des Baukredits durch den Grossen Rat im Sommer 2008 könnte der Baubeginn sechs Monate später erfolgen. Nach einer Bauzeit von rund 18 Monaten wäre die Inbetriebsetzung des Bauwerks somit frühestens ab dem dritten Quartal 2010 möglich.

quelle (http://www.bs.ch/mm/2008-03-18-rrbs-002.htm)

Django
May 21st, 2008, 09:27 AM
Das derzeit bestehende Gebäude am Steinengraben 51 sollte ursprünglich umgebaut und für das Verwaltungs-Rechenzentrum verwendet werden. So war es zumindest vorgesehen. Nach(!) dem Kauf des Gebäudes aus den 30er Jahren wurde dann aber festgestellt, dass die Bausubstanz angeblich eher desolat und daher ein Neubau erfoderlich ist.... Da frage ich mich doch: Werden Gebäude, die der Kanton erwirbt, vorher nicht durch Sachverständige geprüft? Das gekaufte Gebäude, das nun wider Erwarten abgebrochen werden muss, war ja sicher auch nicht gratis....

Don Calo
February 12th, 2010, 11:29 AM
Das neue baselstädtische Informatikzentrum soll doch am Steinengraben gebaut werden. Am Donnerstag wurde das nachgebesserte Projekt vorgestellt. Es wird mit 27,3 Millionen Franken rund 1,1 Millionen teurer. Dazu kommen auswärts gelagerte Kopien.


Sofern der Grosse Rat zustimmt, soll das neue kantonale Informatikzentrum Anfang 2013 schrittweise bezogen werden. Es muss mehrere dezentrale Standorte inklusive Hauptsitz am Petersgraben ablösen, die als nicht sicher genug erkannt wurden - insbesondere für den Fall eines Erdbebens. Den Petersgraben-Bau bekommt die Uni.

Der ins Auge gefasste Standort unweit der Heuwaage sei mit elf Alternativen im Zentrum und an der Peripherie verglichen worden, sagte Finanzministerin Eva Herzog vor den Medien. Der Steinengraben weise das klar beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf.

Miet-Einnahmen

Auch seien Einnahmen durch eine Fremdnutzung neu geplant: Zwar wird die Computerraumfläche für den Kanton von 560 auf 300 m2 reduziert, der Rest aber als Reserve fertig eingerichtet; 118 m2 davon habe das Universitätsspital reserviert. Diese Mieteinnahmen sollen die Abschreibungen der Reserven-Mehrkosten von 450'000 Fr. finanzieren.

Alle Kritikpunkte des Expertenberichtes vom Mai 2009 sind laut Herzog aufgenommen worden. Unter anderem werde ein zusätzliche Brandvermeidungsanlage eingebaut. Allerdings wäre es zu teuer, die Server so zu schützen, dass sie bei Erdbeben keinen Erschütterungen ausgesetzt werden. Darum sei ein «Datenfernlager» vorgesehen.

Dieses muss ausserhalb des relativ Erdbeben-gefährdeten Gebietes der Region Basel sein, beispielsweise im Mittelland. Vor der Ausschreibung wurden die Kosten vor den Medien erst grob geschätzt auf 200 bis 400'000 Fr. im Jahr. Da das eigentlich heute schon nötig wäre, sollen diese Kosten über das normale Budget laufen.

Neuer ZID-Chef

Einzige Dépendance des ZID wird künftig gemäss Regierungsplänen der Standort an der Holbeinstrasse 72: Dort soll sicherheitshalber ein Zweit-Rechenzentrum eingerichtet werden.

Das neue IT-Zentrum hat eine lange Leidensgeschichte: Der Kanton hatte am Steinengraben 51 ein altes Hotel gekauft, ursprünglich um es umzubauen. Das erwies sich aber als unzweckmässig, weshalb ein Neubau geplant wurde. Dieses Projekt geriet jedoch als zu gross und unsicher unter Beschuss; die Regierung zog es 2009 zurück.

Herzog stellte ferner den neuen Leiter der kantonalen Zentralen Informatikdienste (ZID) vor: René Kilcher löst per Mai Markus Giavina ab, der vorzeitig in Pension geht. Der 49-jährige Wirtschaftsinformatiker Kilcher arbeitet heute schon in der IT- Fachstelle des Finanzdepartementes an strategischen Fragen.

IT-Strategie

Im Weiteren hat Herzog zur kantonalen IT-Strategie festgehalten, dass standardisierbare Informatikleistungen in der Regel eingekauft werden sollen. Eigenentwicklungen seien weiterhin vorgesehen für verwaltungsspezifisches wie e-Government. Für Synergien sei dabei ein gratis-Austausch mit anderen Gemeinwesen vorgesehen.

Alles auf Open Source-Betriebssysteme wie Linux umzustellen, gehe gemäss Studien nicht. Möglich wäre dies nur bei gut einem Viertel der Arbeitsplätze - mit marginalen Einsparungen. Basel-Stadt bleibt so zwar bei MS-Windows; eine konsequente Umstellung auf Open Source wird indes als Pilotversuch bei 100 Arbeitsplätzen durchgespielt.

Quelle: bazonline 11.02.10

kriminalTANGO
February 17th, 2010, 03:28 PM
Gut, dass das heruntergekommene ehemalige Hotel Steinengraben bald abgerissen wird. Komischerweise ist der Eintrag auf map.search.ch immer noch vorhanden: http://map.search.ch/basel/steinengraben-51