View Full Version : Dresden - Moderne Architektur (Fotos, Diskussionen & Updates)
dakir2004 March 27th, 2008, 02:47 PM Hey Leute, hier möchte ich euch nach und nach moderne Bauten und Architektur der sächsischen Landeshauptstadt seit 1990 vorstellen. Ich versuche über die Objekte soviel wie möglich heraus zufinden und euch die Daten und Fakten, und natürlich viel Bildmaterial zu präsentieren. Ich würde mich freuen, wenn es User gibt die Interesse haben und mit mir darüber Quatschen ob der Bau gelungen ist, am richtigen Standort steht und so weiter.
Wie schon in meinen anderen Thread: „Das historische Dresden – The Historical Dresden“ möchte ich das wieder nach und nach machen, und nicht alles durcheinander. Sprich, ich stell euch ein modernes Bauwerk vor und dann nach einer weile der Diskussion das nächste.
Natürlich wird ich euch auch über das Informieren, was gerade in Dresden so passiert und geplant ist. Also ich leg dann mal los.
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Hey Users, I'd like to show you some modern architecture and projects of the Saxon capital in this thread.
I try to find out as much as possible about the objects and highlight them with some impressions.
Would be great if there are some interested people around, who like to contribute as well.
As in my other Thread „Das historische Dresden – The Historical Dresden“ I'd like to do this again piece by piece, not everything in a mess. So I'll introduce just one modern building in a post and we can discuss it then.
I'll also inform you about new constructions, anyway. If anybody wants to contribute, feel free to do so.
Cordial thanks for the attention :)
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Anmerkung von Moderator Erbse: Habe den ursprünglichen Beitrag wieder hergestellt und grammatisch ein wenig berichtigt. Hier darf nun wieder fleißig diskutiert werden! Oder so.
dakir2004 March 27th, 2008, 02:50 PM Lage: Dresden - Altstadt
Baujahr: 2001
Architekt: Wandel, Lorch und Hirsch aus Saarbrücken
Kosten: 12 Millionen Euro
Verschiedene Außenansichten der neuen Synagoge Dresden
Different outside views of the new synagogue Dresden
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7c/Synagoge_Dresden_Luftbild.jpg/800px-Synagoge_Dresden_Luftbild.jpg (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Synagoge_Dresden_Luftbild.jpg)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4b/Dresden_synagoge_02.jpg/800px-Dresden_synagoge_02.jpg (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Dresden_synagoge_02.jpg)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f7/Dresden_synagoge_03.jpg/800px-Dresden_synagoge_03.jpg (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Dresden_synagoge_03.jpg)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8d/Synagoge_%28Dresden%29_Stra%C3%9Fenfront.JPG/800px-Synagoge_%28Dresden%29_Stra%C3%9Fenfront.JPG (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8d/Synagoge_%28Dresden%29_Stra%C3%9Fenfront.JPG)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b7/Dresden_synagoge_05.jpg/800px-Dresden_synagoge_05.jpg (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/Dresden_synagoge_05.jpg)
dakir2004 March 27th, 2008, 02:57 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 27th, 2008, 03:06 PM Hier stand mal was!
AnonymvsBeaver March 27th, 2008, 06:14 PM Hej! Die neue Synagogue gefaellt mir sehr gut; Sie ist sehr modern, aber voll mit Symbolismus, auch. Dakir, hast du Bilder von das Infrastruktur in Dresden?
P.S. Enschuldingung fuer das schlecht Deutsch ;) Es ist schneller wann ich ohne Woerterbuch schreiben...
dakir2004 March 27th, 2008, 07:17 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 11:13 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 11:17 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 11:23 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 11:27 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 11:55 AM Hier stand mal was!
AnonymvsBeaver March 28th, 2008, 05:01 PM Infrastruktur...in welcher Hinsicht?
Infrastruktur als Autobahnen, die U-bahn, das Bahnhof, usw. :) Das neue Bahnhof in Dresden war von Normal Foster modernisiert, wenn ich richtig errienere :)
fettekatz March 28th, 2008, 05:09 PM nett, aber irgendwie schaffen es die Deutschen nicht, schönen Sichtbeton zu machen :dunno:
dakir2004 March 28th, 2008, 05:11 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 05:15 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 09:31 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 09:38 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 09:44 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 28th, 2008, 09:51 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 03:46 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 03:49 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 07:48 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 07:58 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 10:18 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 10:21 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 10:25 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 10:29 PM Hier stand mal was!
AnonymvsBeaver March 29th, 2008, 10:30 PM Da hast du recht, der Dresdner Hauptbahnhof ist von Sir Norman Foster geplant worden. Aber ist ja außer dem Teflon Dach nix großartig neues. Ist halt modernisiert wurden. Aber schön ist er bis jetzt, ist ja noch nicht ganz fertig.
Was sagst du eigentlich zum Kristallpalast? Gefällt dir diese Bauweise?
Möchtest du da links haben, wo du dir die Infrastruktur anschauen kannst, oder willst du paar Bilder (obwohl das ja dann nicht zum Thema dieses Thread passt)?
There you are right, the Dresden central station has been planned by sir Norman Foster. However, nothing is except the Teflon roof splendidly the new. Is just were modernised. But till present nicely he is, is not quite ready yet.
What do you say, actually, to the crystal palace? Do you like this construction method?
Would like you to have on the left where you can look the infrastructure, or if you want pair of pictures (although this does not fit then on the subject this Thread)?
I like the cristal palacea lot. It's a very interesting style, and I think several years ahead of its time. I think exposed concrete looks very good, if they can manage to keep it clean. I like the congress center even better, though. It fits the surrounding space really well. If you have some pictures to post that will be great :) Or if you think infrastructure doesn't fit the topic, a link will also be fine :)
dakir2004 March 29th, 2008, 10:34 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 29th, 2008, 10:40 PM Hier stand mal was!
MPOWER March 30th, 2008, 12:27 AM Dresden macht sich richtig gut. Ich kenne mich zwar in Sachen morderner Architektur nicht so aus, finde die Schule, die du hier gezeigt hast, und das Kongresszentrum ehm, ja wie soll ich sagen, geil! :D
Allgemein gibt es in Deutschland zu wenig davon, hier fehlt einfach der Mut etwas gewagtes zu bauen. In Dresden gab es mit Sicherheit auch Wiederstände, wie in jeder Stadt, trotzdem wurden dort einige schöne Bauten verwirklicht!
dakir2004 March 30th, 2008, 11:09 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 10:31 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 10:37 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 10:44 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 10:52 AM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 10:57 AM Hier stand mal was!
MPOWER March 31st, 2008, 03:37 PM Also beim St. Benno-Gymnasium gab und gibt es nach wie vor Wiederstände. Ich kenn sehr viele, die dieses Gebäude nicht akzeptieren können, da es wirklich (tut mir ja jetzt Leid für die Architekten) Scheiße aussieht. Es ist halt sehr mutig, aber auch sowas muss es in Dresden geben.
Wenn du meine Schule ansiehst, weist du was ihr fürn Glück habt, das ihr gleich einen richtigen Neubau bekommen habt. Wir wurden in eine ehemalige Förderschule ausgelagert als Abschlussklasse (hatten Glück das neuer Putz drüber kam), aber das Hauptgebäude sieht wirklich nach ner Platte aus. :lol:
Sei froh das bei euch wenigstens was neu gebaut wurde, Bayern is zwar vom BIP pro Kopf höher aber von der Ausstattung erkennt mans net.
dakir2004 March 31st, 2008, 04:02 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 08:28 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 08:41 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 08:50 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 08:53 PM Hier stand mal was!
dakir2004 March 31st, 2008, 09:17 PM Hier stand mal was!
goschio April 1st, 2008, 01:27 AM Aluminiumwaben? :puke:
Sieht nach 70er Jahre Fussgaengerzonenarchitektur aus. Sowas hat Dresden wirklich nicht noetig. Sehr schade.
Die grosse runde Glassecke gefaellt mir aber. Koennte das Ganze noch etwas retten.
dakir2004 April 1st, 2008, 11:22 AM Hier stand mal was!
erbse April 1st, 2008, 01:45 PM Abseits vom Neumarkt entwickelt Dresden sich beständig zurück denn fort.
Hier wird mit achso weltläufiger 'moderner' Architektur ein Provinzialismus an den Tag gelegt, dass sich einem die Nackenhaare aufrichten. Da hält man doch tatsächlich so Ungetüme wie Wilsdruffer Kubus und die Neubauten am Altmarkt für das Maß der Dinge, um sich der Weltelite des Städtebaus gegenüber profilieren zu können. Sowas hat gerade Dresden, das (ausschließlich) für seine barocken Meisterwerke berühmt ist, sicher nicht nötig.
Etwas mehr Besinnung zur eigenen Identität täte Dresden gut und würde wesentlich vorteilhafter für die Stadt sein, als krampfhaft mit der Moderne auftrumpfen zu wollen.
Hier und da finden sich ja interessante Bauten. Der UfA-Kristallpalast ist durchaus sehenswert (wenn auch vom Betonwulst etwas verunstaltet), auch mit dem Neubau des Landtages kann ich mich anfreunden (trotz seiner unangebrachten Lage hinter der Semperoper). Auch die Glasmanufaktur von VW verdient positive Erwähnung. Leider sind das wenige Ausnahmen, die vorallem in letzter Zeit von fürchterlichen Abschreibungsbauten und kurzsichtigen Schluderplanungen überschattet werden. Ich hoffe, dass da endlich eine Kehrtwende eingeleitet wird, sobald endlich dieser widerliche Baubürgermeister Feßenmayr und sein Stadtverunstaltungskomplott gestürzt sind.
Wen wirst du denn zum OB wählen, dakir? So wie ich das sehe, kann man ja nahezu die ganze Bandbreite der Dresdner Politik in der Pfeife rauchen. Dass selbst CDU und FDP absolut schädlich für (die Architektur) eine(r) Stadt sein können, sieht man ja an der aktuellen Baupolitik.
dakir2004 April 1st, 2008, 01:59 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 1st, 2008, 02:03 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 1st, 2008, 02:16 PM Hier stand mal was!
erbse April 1st, 2008, 02:30 PM Der einzige Reiz, den die Prager Straße bei mir hervorruft, ist Brechreiz.
dakir2004 April 1st, 2008, 02:37 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 1st, 2008, 08:28 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 1st, 2008, 08:36 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 1st, 2008, 08:50 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 1st, 2008, 08:58 PM Hier stand mal was!
MPOWER April 1st, 2008, 10:19 PM Ich kann mir nicht helfen, aber die sogennanten Kronen, die man auf die Hochhäuser drauf setzt sehen nur billig und ranzig aus, so auch bei dem WTCD. Sonst kann ich mich bis jetz auf den letzten Seiten mit jedem Projekt anfreunden.
dakir2004 April 2nd, 2008, 10:28 AM Hier stand mal was!
dakir2004 April 2nd, 2008, 02:12 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 2nd, 2008, 02:14 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 2nd, 2008, 02:21 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 2nd, 2008, 02:36 PM Hier stand mal was!
AnonymvsBeaver April 2nd, 2008, 02:46 PM @ Svet01
Möchtest du in Zukunft öfters solche Infrastruktur - Pläne wie beim Airport Dresden, oder was stellst dir da so vor?
Would you want in future on occasion such infrastructure - plans like with the airport Dresden, or what fancies there thus?
Hej Dakir2004, schoenen Bilder. Das Flughafen is sehr schoen - ich mag die Kombinazion zwischen die grosse neue Gebaeude und die kleinerer alte Gebaeude (mit die Zigeln (the bricks?). Danke fuer die Infrastruktur pics. Sie waeren interessant :)
dakir2004 April 2nd, 2008, 06:26 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 2nd, 2008, 06:34 PM Hier stand mal was!
MPOWER April 2nd, 2008, 07:53 PM Bin zu wenig aktiv das ich zu jedem Bild gleich was posten kann. :)
Die gläsernde Fabrik sieht wirklich gut aus, vorallem die Transparenz, wie dadurch der Raum förmlich von Licht durchflutet wird.
dakir2004 April 2nd, 2008, 08:33 PM Hier stand mal was!
fettekatz April 3rd, 2008, 12:07 PM wird in der Manufaktur auch irgendwas hergestellt ode rsind das alles Schauräume?
dakir2004 April 3rd, 2008, 12:22 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 3rd, 2008, 08:32 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 3rd, 2008, 08:35 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 3rd, 2008, 08:37 PM Hier stand mal was!
fettekatz April 3rd, 2008, 08:42 PM schöne Bilder
du solltest wirklich einen Thread im internationalen Photoforum öffnen, wenn du so viel Material zusammen gesammelt hast
dakir2004 April 3rd, 2008, 08:56 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 3rd, 2008, 09:02 PM Hier stand mal was!
erbse April 3rd, 2008, 09:12 PM ^ Blödsinn. Du hast so viel Material samt Informationen zusammengesammelt und letztere zudem noch jeweils in Englisch geposted. Wofür der Aufwand, wenn du das nicht international präsentierst? In das deutsche Forum verirren sich kaum Ausländer, in den internat. Fotoforen sind oft gleich mehrere hundert Leute online.
Bitte nicht so provinzlerisch agieren. Ein Wessi würde wohl sagen: Think big! ;)
dakir2004 April 3rd, 2008, 09:18 PM Hier stand mal was!
erbse April 3rd, 2008, 09:24 PM Theoretisch geht das. Ist in meinen Augen aber nicht so vorteilhaft. In den Threads wurde ja überwiegend deutsch geschrieben, das kommt in der internationalen Abteilung nicht sonderlich gut.
Aber da du ja alles bereit hast, ist es nicht viel Aufwand - einfach die Bilder samt englischem Text aus deinen Beiträgen kopieren (per Klick auf den Edit-Knopf unten rechts) und ab damit in den neuen Thread.
Ich kann übrigens nur Themen innerhalb des "Urban in German" verschieben, also nicht zu den internat. Foren.
dakir2004 April 3rd, 2008, 09:31 PM Hier stand mal was!
fettekatz April 3rd, 2008, 09:41 PM Hab ich das richtig verstanden, dass beim Bau der Freiberger Arena das Geld für die Farbe ausgegangen ist? :lol:
erbse April 3rd, 2008, 09:47 PM Erst wenn du ein paar Zeilen in meinem kleinen Dresden-Schaukasten (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=512942) hinterlassen hast ;)
Freut mich aber, dass du deine Bemühungen hier ausdehnst.
Jemand wie du hat dem Sachsendreieck bislang gefehlt!
dakir2004 April 3rd, 2008, 09:48 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 3rd, 2008, 10:38 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 4th, 2008, 04:21 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 4th, 2008, 04:24 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 4th, 2008, 04:26 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 4th, 2008, 04:32 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 4th, 2008, 05:10 PM Hier stand mal was!
fettekatz April 4th, 2008, 10:32 PM sieht recht gut aus... besser als manche andere Uni-Gebäude, die ich so kenne :lol:
ich mag vor allem diesen Innenhof bei der Informatik..
dakir2004 April 6th, 2008, 08:42 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 6th, 2008, 08:45 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 6th, 2008, 08:48 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 6th, 2008, 09:04 PM Hier stand mal was!
fettekatz April 6th, 2008, 11:09 PM von Innen dieht die Gallerie ok aus, aber nichts besonderes im Vergleich zu anderen Einkaufszentren. Die Idee mit dem Innenhof ist interessant... sind das Wohnhäuser rundherum? Ich glaube, ich würde mich tierisch ärgern wenn jemand meinen Hof zubaut :lol:
dakir2004 April 7th, 2008, 08:37 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 7th, 2008, 09:05 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 19th, 2008, 09:54 AM Hier stand mal was!
dakir2004 April 19th, 2008, 10:01 AM Hier stand mal was!
dakir2004 April 24th, 2008, 11:26 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 24th, 2008, 11:35 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 29th, 2008, 11:09 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 29th, 2008, 11:11 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 29th, 2008, 11:15 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 29th, 2008, 11:25 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 30th, 2008, 12:30 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 30th, 2008, 12:34 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 30th, 2008, 12:45 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 30th, 2008, 01:34 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 30th, 2008, 01:40 PM Hier stand mal was!
dakir2004 April 30th, 2008, 01:45 PM Hier stand mal was!
dakir2004 May 2nd, 2008, 09:51 PM Hier stand mal was!
seth-underneath May 2nd, 2008, 10:08 PM Some nice buildings there! Think it's good how Dresden combines some great baroque architecture with such modern accents. But I prefer the ongoing reconstructions at the Newmarkt, that's an awesome development. Wish I had something like that over here...
Wasn't there a stalinist highrise planned after WW2? Do you have pics of that boy?
Artec May 3rd, 2008, 12:28 AM Klasse Thread!! Wobei ich schmerzlich deine englischen Übersetzungen vermisse...die waren fast noch besser als die Bilder...:D
dakir2004 May 3rd, 2008, 11:02 AM Hier stand mal was!
erbse May 3rd, 2008, 12:26 PM Was verstehst du daran nicht? Er will damit sagen, dass er die Entwicklung des Neumarktes großartig findet und gegenüber den modernen Neubauten bevorzugt.
Dem kann man sich wohl unumwunden anschließen...
Und jetzt erzähl bitte nicht wieder, Dresden soll kein Museum werden :|
Dafür müsste man schon mehr als die halbe Stadt planieren. Gesetzt dem Fall, man will ein Barockmuseum und kein Plattenmuseum.
dakir2004 May 3rd, 2008, 12:58 PM Hier stand mal was!
erbse May 3rd, 2008, 01:11 PM Du Erbse, awesome bedeutet für mich aber Schrecklich bzw. würde ich es so übersetzen.
Junge, wer war dein Englischlehrer? :ohno: (awesome = großartig (http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=-1&cmpType=relaxed§Hdr=on&spellToler=on&search=awesome&relink=off))
Altstadt kann von mir aus komplett historisch aufgebaut werden, am besten vom Hauptbahnhof bis zur Carolabrücke und vom Straßburger Platz bis Friedrichstadt. Nur das ist kein Wunschkonzert der Volksmusik und das wird nie jemand realisieren können. Hab doch kein Problem, wenn man in der Altstadt komplett alle Platten planiert, eher das Gegenteil wäre der Fall. Nur außerhalb der Altstadt sollen sich die doch Architekten bissl austoben dürfen, oder?
Das sind ja ganz neue Töne von dir. Hörte sich letztens noch ganz anders an.
Sagt ja auch keiner, dass sowas mal eben von heut auf morgen passiert - und sicher auch nicht in der Geschwindigkeit, mit der die Bebauung des Neumarktes erfolgte. Es sollte aber langfristig so angestrebt werden (eigentlich auch in allen anderen deutschen Altstädten), dass zumindest mit klassichen Bauformen gearbeitet wird - Ziegeldächer, Sprossenfenster aus Holz, Gauben, Kuppeln, Erker, Ornamente, Fassadenfugen und -kanten, Sandstein- oder Putzfassaden, Innenhöfe, wenige Glas-/Stahlfassaden, angepasste Traufhöhen, passendes Straßenmöbiliar und hochwertige Ladeneinbauten. Und wenn diese Entwicklung 100 Jahre in Anspruch nimmt - das ist es wert.
Dresden hat noch immer die Chance, zu Größen wie Prag und Florenz aufzuschließen. Ja, das mein ich ernst.
Und ich denke nicht, dass sich die Architekten überall abseits der Altstadt nach Belieben austoben sollten. Weder in der Neustadt, noch in Blasewitz, Loschwitz, Striesen, Plagwitz, Pieschen, in Lockwitz, der Albertstadt oder am Weißen Hirsch. Da setzt leider teilweise schon so eine Versaubeutelung intakter Quartiere ein - besonders in Blasewitz/Loschwitz.
Da gehören einfach keine Flachdachschuhschachteln zwischen die ganzen geilen Prachtvillen. Punkt.
Sehr schlimm find ich auch das Militärhistorische Museum, das gerade von diesem aufgeblasenen Saftsack Libeskind verpfuscht wird. Pseudointellektueller Sauschweinekram, pfui.
dakir2004 May 3rd, 2008, 01:27 PM Hier stand mal was!
dakir2004 May 3rd, 2008, 01:36 PM Hier stand mal was!
erbse May 3rd, 2008, 03:17 PM Das britische awesome ist veraltet und wird in der Bedeutung so nicht mehr gebraucht, außerdem scheint mir dieser seth ein Ami zu sein. Kein Grund hier gleich so am Rad zu drehen, Kollege.
Guck dir mal den Zusammenhang der vorangegangenen Aussage an - er findet den Neumarkt toll, warum sollte er dann von einer "schrecklichen Entwicklung" sprechen?
Okay, Plagwitz war vielleicht in der Aufreihung nicht ganz so angemessen, ich wollte nur so sagen: Egal wo, moderne Architektur hat sich unterzuordnen, sofern es historischen Bestand gibt (und den gibt es auch in Plagwitz) - statt sich aufdringlich in den Vordergrund zu drängen.
Hab mir gedacht, dass dir das Museum gefällt. Aber im Ernst: Wozu soll das gut sein? In diesem penetranten Glaskeil lässt sich keine Nutzbarkeit erkennen, er dient lediglich als Mittel zur Provokation. Dresden wurde schon genug gepeinigt, da muss man nicht auch noch schöne Bestandsbauten vergewaltigen.
Wenn es ein reiner Neubau mit so einem Element wäre, hätte ich damit absolut kein Problem.
dakir2004 May 3rd, 2008, 03:27 PM Hier stand mal was!
dakir2004 May 3rd, 2008, 03:54 PM Hier stand mal was!
dakir2004 May 3rd, 2008, 03:58 PM Hier stand mal was!
dakir2004 May 3rd, 2008, 04:02 PM Hier stand mal was!
fettekatz May 6th, 2008, 12:42 PM ich finds gar nicht so schlecht... ist doch besser als nur alte fassaden zu kopieren :dunno:
goschio May 6th, 2008, 12:52 PM Prager Spitzte gefaellt mir gut! :okay:
Wirkt sehr edel. Das Kugelhaus sieht aber irgendwie billig aus.
dakir2004 May 6th, 2008, 01:41 PM Hier stand mal was!
fettekatz May 6th, 2008, 02:01 PM @ fettekatz
Na Hallo, sind wir von den Toden auferstanden? Hab ja schon lange nix mehr gelesen von dir :ohno:! Stell dir das Mildred-Scheel Haus in der Altstadt vor *Hilfe*! Na ja, Johannstadt ist eh für'n Arsch, da passt das schon ganz gut dorthin.
tot? nöh... ich war die letzte woche auf einer Konferenz und konnte nur im Hotel ins internet...
zum Thema: ich finde reine Altstadtgebiete langweilig... vor allem, wenn sie rekonstruiert sind. Ich mag die kontraste zwischen alten und neuen Gebäuden, das mcht eine Stadtlandschaft interessanter....
dakir2004 May 6th, 2008, 02:08 PM Hier stand mal was!
youngwoerth July 28th, 2008, 09:20 PM Ich mag die kontraste zwischen alten und neuen Gebäuden, das mcht eine Stadtlandschaft interessanter....
Dann müsste Dir Dresden ja prächtig gefallen - die ganze Stadt ist schließlich ein einziger Kontrast.
@dakir: Ist in Anbetracht der wenigen Kommentare ja schon fast pervers, was Du Dir hier für eine Arbeit machst. Ich habe mir gerade Deine diversen Stränge angeschaut - gefällt mir! Sehr informativ, aber leider nur sehr wenige Kommentatoren in diesem Forum. Da Du immer mal wieder erwähnst, Dresden dürfe nicht zum Museum werden: Diese typische Modernistenphrase hat mit der Realität eher wenig zu tun. Die paar Rekos am Neumarkt sind von einer endlosen Wüste banaler Schlafsilos umgeben - das eigentliche Geschäftszentrum ist beinahe zu hundert Prozent sozialistisch-modernistisch geprägt, und die kläglichen Reste eines deutschlandweit führenden Gründerzeitniveaus muss man auf der Altstädter Seite mit der Lupe suchen. Zudem hat auch der Neumarkt nicht viel mit einem Museum zu tun. Für mich ist dieser wiedergewonnene Platz einer der wenigen identitätsstiftenden Bereiche in Dresdens Altstadtkern - ein Ort nicht nur für Betrachtende (->Museum), sondern für Lebende. Bürger, Geschäftsinhaber, Mieter, Käufer, Veranstalter, Demonstranten, Touristen, uvm.
dakir2004 July 30th, 2008, 02:52 PM Hier stand mal was!
youngwoerth July 30th, 2008, 05:11 PM da diese alten Gründerzeitviertel für mich eigentlich der Inbegriff für eine Großstadt sind.
Und wenn man daran denkt, dass die heute erhaltenen Gründerzeitviertel damals die eher bescheideneren Arbeiterviertel waren, vermag man sich wieder mal kaum vorzustellen, was das für eine Stadt gewesen ist. Der Gründerzeitgürtel zwischen Bahnhof und Wilsdruffer, die weitläufige Pirnaische Vorstadt / Johannstadt, die Monumentalvillen an der Bürgerwiese - die exklusive Südvorstadt,... Erhalten sind heute die ehemaligen Einfachviertel um die großen Industriebereiche im Westen: Löbau, Friedrichstadt, Pieschen, Neustadt. Aber selbst Die befinden sich meist noch auf einem höheren Niveau als weite Bereiche Leipzigs, Münchens, und wie sie alle heißen. Die Gründerzeit in Dresden war fast immer einen Tick detaillierter, formschöner, exklusiver als das deutsche Mittel. Und Würfelhausviertel wie Striesen sucht man in Rest-Deutschland sowieso vergeblich. Leid tut es mir vor allem um den zentrumsnahen altstädtischen Gründerzeitgürtel - und hier in erster Linie den Bereich zwischen Sachsenplatz und Pirnaischem Platz inklusive meinem Lieblingsobjekt Kaiserpalast. Eine solche Urbanität findet man im heutigen Dresden leider nicht mehr - in abgeschwächter Form vielleicht noch in der Ecke Bautzner / Rothenburger. Die Rothenburger ist heute eine meiner Lieblingsstraßen in Dresden.
Natürlich kann man im Architekturstil Kulkas bauen - dort, wo es den Bestand aufwertet, und nicht kontrastiert. Dem Straßburger Platz konnte kaum etwas Besseres passieren als die VW-Manufaktur. Die Ibis-Hotels müssten dringend ein anderes Fassadenmaterial erhalten - entweder Glas oder Sandstein. Der Riegel gegenüber wurde ja leider in seiner Wahnsinnsform zementiert. Wiener Platz gefällt mir sehr gut - das Kugelhaus hätte man so genial machen können, und hat die tolle Idee vor allem durch die unsinnigen Aufbauten und das beinahe vollständige Versteckspiel der Kugel zum Mittelmaß degradiert. Prager Spitze ist perfekt an dieser Stelle, auch das Intercity-Hotel gefällt mir dank der Materialwahl. In diesem Stil Glas/Sandstein müsste man die gesamte Prager Straße entwickeln. Beton, Mosaikkacheln und (bald wieder) Waben verderben leider den mittleren und demnächst auch nördlichen Abschnitt. Was mit der Sandsteinseite so gut begann, wird nun durch sozialistische Waben verdorben - mit Ensemblewirkung hat das wenig zu tun. So werden wir die kühlen Kontraste in der Prager behalten, und jeder abseits der Kulkas wird von einem warmen Wohlgefühl ereilt, sobald er die Seestraße erreicht. Dort hat die DDR und Nachwendearchitektur das Prinzip eines harmonischen, urbanen und regionalbezogenen Städtebau verstanden.
erbse July 30th, 2008, 07:48 PM Eine solche Urbanität findet man im heutigen Dresden leider nicht mehr - in abgeschwächter Form vielleicht noch in der Ecke Bautzner / Rothenburger.
Die Ecke Hüblerstraße/Naumannstraße nahe des Blauen Wunders käme mir noch in den Sinn. Toller, urbaner Stadtraum.
Kann dir übrigens nur beipflichten. Das Niveau der gründerzeitlichen Architektur in Dresden war schlicht überwältigend.
Leider sind die Bildquellen da vergleichsweise dünn bzw. nicht leicht auffindbar. Der Bildindex gibt da mMn nicht allzu viel her.
Sind dir Seiten bekannt, auf der sich Ansichten der Gründerzeitviertel auf der Altstädter Seite finden?
Danke im Voraus ;)
youngwoerth July 31st, 2008, 10:43 AM Ja, das kleine Gründerzeitzentrum von Blasewitz ist noch ganz nett (und der Körnerplatz in Loschwitz gegenüber).
Online gibt es leider wenig über Dresdens einstige Gründerpracht - ich kann Dir aber zwei Bücher empfehlen, wenn Du diese Beiden hast, kann Dir kein Leipziger mehr was vormachen. ;)
1. http://www.amazon.de/Das-Stadtbild-Dresden-Volker-Helas/dp/3874905802/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1217493141&sr=8-1
(In diesem genialen Buch wird ausführlich beschrieben, wie sehr die Gründerzeit in Dresden vom Standard in anderen deutschen Städten (Leipzig, München usw.) abwich. Auch viele tolle Fotos aus DDR und Nachwendezeit.
2. http://www.amazon.de/Architektur-Dresden-1800-Volker-Helas/dp/3364002614/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1217493693&sr=8-5
(ein Standardwerk - hier findest Du so ziemlich jeden damaligen Gründerzeitbau und jede Villa mit Beschreibung und Foto)
Letzteres ist bei Amazon momentan leider nur als Taschenbuch von '87 erhältich - ich weiß nicht, inwiefern sich das von der gebundenen Ausgabe unterscheidet.
dakir2004 July 31st, 2008, 02:51 PM Hier stand mal was!
dakir2004 July 31st, 2008, 03:03 PM Hier stand mal was!
youngwoerth July 31st, 2008, 07:01 PM Danke Dir Dakir (DDD) - ein wundervolles Wohnviertel! Ich habe ein Jahr lang in der Augsburger Straße gewohnt, bei Deinen Bildern bekomme ich glatt Heimweh. Aber ich bin ja zum Glück nicht ins Ruhrgebiet gezogen, sondern ins mich täglich tröstende Freiburg. :)
Die Johannstadt wird uns erhalten bleiben. Leider, leider (!!!) hat man die Vielstöcker an der Elbe saniert - das wären für mich nach dem Hotel am Terrassenufer (was ist eigentlich damit los, sollte doch 2008 abgerissen werden, weil endlich die Verträge auslaufen?!) die Hauptkanditaten zur Stadtheilung. Und dann anküpfen an die kläglich erhaltenen Reste - sprich Ecke Böhnischplatz: Zumindest in dessen Umfeld müssten die Wahnsinnsplatten weg. Das Hochhaus am Pirnaischen Platz hätte in jedem Fall rückgebaut werden müssen, genau wie meine persönlichen Hässlichkeitsfavoriten (übrigens in den 90ern fürchterlich saniert) Vielstöcker Grunaer Straße. Da die andere Straßenseite mehr als erträglich ist, wäre hier mit wenig Aufwand eine hundertprozentige Verbesserung zu realisieren. Und so ist das an vielen Ecken in Dresden. Oft würden ein zwei Abrisse genügen und plötzlich hätte man ein wundervoll harmonisches Stadtgefüge. Die DDR hat ja ihre Riesenplatten mitten in die Villenviertel gesetzt - fährt man die Budapester entlang, ahnt kein Auswärtiger, dass er eigentlich gerade eines der schönsten Villenviertel Dresdens durchquert! Aber die Dresdner Autofahrer-CDU/FDP ist unfähig, Potentiale zu erkennen und zu fördern. Stattdessen wird der neueste Hilferuf in Löbtau nach einem begrünten Fußgängerboulevard inmitten einer der brachlastigsten Barackengebiete Dresdens als "schwachsinnig" abgetan. Nun, ich könnte noch viel erzählen, aber es hilft eh nix...
Grüße aus dem gemütlich-mediterranen Südwesten.
dakir2004 August 2nd, 2008, 07:15 AM Guten Morgen,...eigentlich müsste so ein Gespräch ab ins "Dresden Aktuell" :)
Tja youngwoerth, dass Johannstadt leider so bleiben wird, dass ist wie du sagtest leider eine Tatsache. Man hätte aber so schön ansetzen können, wenn ich mir den Prachtbau der Sparkasse am Güntzplatz anschaue oder das kleine Gründerzeitviertel an der Pfotenhauerstraße / Käthe-Kollwitz Ufer, wäre es eigentlich sehr leicht gewesen Investoren für diese Spitzengegend zu finden. Aber wieder eine Chance vertan, ist ja üblich für Dresden.
Und diese häßlichen Platten an der Grunaer Straße / Pirnaischer Platz (das Gebiet meinte ich mit ehemaligen Robotron - Gelände) hätte ich auch komplett abgerissen und irgendwas innerstädtisches dort geplant, eventuell wieder sowas in der Art was gerade am Neumarkt entsteht. Wäre auch so schön gewesen, wenn Dresden ein etwas engeres Stadtzentrum bekommen würde. Mich kotzt das immer so dermaßen an, dass wir nach wie vor so große häßliche Kriegslücken haben. Übrigens wird ja dieser häßliche Block direkt am Pirnaischen Platz sehr aufwendig mit vielen Millionen Euronen saniert, was für mich totaler Schwachsinn ist. Abreißen müsste man das.
Jaja Striesen ist schon Spitze, aber für viele Dresdner schon gar nicht mehr bezahlbar, leider. Es ist zwar nicht so teuer, dass man jetzt Angst haben muss, aber im Vergleich zu anderen Stadtteilen ist der Unterschied schon enorm. Schön ist auch an dieser Gegend, dass es soweit Plattenfrei ist. Ich arbeite ja in Striesen, in der Nähe vom Pentagon und mir gefällt dieses Villenviertel extrem...will da auch hin :goodbye:
Juhu Leine, na auch mal wieder da :wave:! Wenn du wüsstest wie schön mein Zschachwitz ist, du würdest Morgen in Dresden sein, und youngwoerth hat recht, dadurch das Dresden im letzten Jahrhundert viel Eingemeindet hat, sind bis auf Prohlis und Gorbitz fast alle alten Dorfkerne erhalten geblieben. Andere Städte sind halt vom Kern nach außen gewachsen und Dresden hat halt viel eingegliedert. Und als Geschenk mal da eine Kirche und dort ein Rathaus gebaut.
Bilder von meinem Heimatstadtteil
http://farm2.static.flickr.com/1294/1095486065_acab106ef9.jpg?v=0
http://farm1.static.flickr.com/49/194935903_6126917e99.jpg?v=0
http://farm4.static.flickr.com/3226/2506134087_4c8c084866.jpg?v=0
dakir2004 August 2nd, 2008, 07:28 AM Bilder von Johannstadt
Güntzplatz (Sparkasse)
http://farm3.static.flickr.com/2279/1996726204_b75cd5b11a.jpg?v=0
Güntzplatz (Gericht)
http://farm3.static.flickr.com/2131/1995977473_f75e6f1bd6.jpg?v=0
Dakir@DD February 13th, 2010, 04:11 PM Man...wie habe ich den hier gewütet :ohno:! Alles erdenkliche gelöscht.
Du erbse, kann man das nicht irgendwie wieder zurück holen? Wenn ich irgendwann mal wieder viel viel Zeit habe, kann ich ja auch hier neue Bilder reinstellen. Aber durch 2 andere Threads, komm ich ja nicht mal mehr zu meinen Stadtteilen :cry:
Aber hier passiert definitiv noch mal was...
d.henney February 15th, 2010, 12:03 AM Dresden hat einige moderne Architektur, die mir gefällt. Nur steht sie meist an solch dummen Stellen, wo eigentlich die bis zur Bombennacht gewachsenen, herrlich historischen Bauten standen und nicht wieder aufgebaut werden können. Bestes Beispiel ja diie Prager Straße. Der UFA-Palast zB gefällt mir recht gut und er ist Nachts wie ein Bergkristall. Aber das, was da wirklich rekonstruktiiv hingehört, wird dadurch lange geblockt. Schade. Aber das weiß ja eh fast jeder hier.
youngwoerth February 15th, 2010, 06:12 PM UFA-PalastDer nahe Ferdiandplatz war einer der goldigsten Historismusplätze Dresdens mit höchst italienischem Flair.
MeyerB February 15th, 2010, 06:36 PM Das war er ohne Zweifel..
http://i883.photobucket.com/albums/ac36/Meyerbeer2010/APH/100_1088.jpg
youngwoerth February 15th, 2010, 06:39 PM Genial - Du hast ja zu jedem Aspekt das passende Bild?!
MeyerB February 15th, 2010, 06:45 PM Ich wünschte, es wäre so - leider ist der Markt ziemlich abgegrast - obige Karte ist mittlerweile schwer zu finden - die üblichen Verdächtigen gibt es zu Hauf - sobald man Ansichten von weniger bekannten Straßen und Plätzen sucht, wird es schwierig.
Dakir@DD February 15th, 2010, 07:35 PM Boar, so was geiles habe ich vom Ferdinandplatz noch nie gesehen. Man kommt jedesmal wieder ins Schwärmen, wenn man alte Bilder von der Dresdner Innenstadt sieht...einfach nur furchtbar, wenn man den heutigen Zustand sieht.
Max_DD February 15th, 2010, 08:00 PM ...
Ich wünschte mir, ich hätte so viel auf dem Konto wie der Herr Gates oder andere, die nicht wissen was man damit alles machen kann.
Und würde die halbe Stadt umbauen. In der einen Hand die schönen Postkarten in der anderen "Das alte Dresden" und im Gepäck die Luftaufnahmen von Herrn Hahn....
So bleibt nur die Hoffnung, dass wir etwas beeinflussen können und endlich ein Umdenken in der Verwaltung vonstatten geht....
Und diejenigen die die Mittel haben endlich den Sinn für wirklich zeitlos Schönes entwickeln.
..träumen darf ja erlaubt sein..
youngwoerth February 15th, 2010, 08:06 PM Und würde die halbe Stadt umbauen.Da hättest Du aber die Rechnung nicht mit der Stadt gemacht. ;) Daß in Dresden selbst Geld nur bedingt weiterhilft, zeigen Kollhoff-Sachsenbau, Pühringer & Co. Was bringt einem Dresden-Liebhaber Geld, wenn er es nicht investieren darf?
Dakir@DD February 15th, 2010, 09:04 PM Da muss ich leider zustimmen...wir haben schon so schöne Pläne verspielt, dass man sich echt nur noch an den Kopf greifen kann.
Ich will den Sachsenbau Masterplan für den Kulturpalast haben...sofort!
Dakir@DD February 8th, 2011, 11:40 PM Ein Lesesaal wie eine Kirche
In der Serie „Das moderne Dresden“ stellen Architekten moderne Bauwerke vor. Mit Stadtplanern und Bürgern führen sie im Verein „Zeitgenossen“ einen kulturvollen Dialog über Qualität und Potenzial moderner Baukultur. Heute: Architektin Canan Rohde-Can stellt die Bibliothek der Hochschule für Technik und Wirtschaft vor.
Die Bibliothek der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden ist ein moderner Bau, der Funktionalität und Formvollendung ideal verbindet. Zunächst einmal ist die Bibliothek städtebaulich eine passgenaue Antwort auf den Standort. Das Gebäude wurde 2006 in dem locker bebauten Nachkriegsquartier fertiggestellt. Zudem bildet es mit dem angrenzenden Seminargebäude und dem Laborgebäude einen Komplex, in dessen Mitte eine Piazza, ein kleiner Platz, entstanden ist. Dieser Platz und die Eingangsstufen zur Bibliothek laden bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Dazu gehört auch der begrünte Lesegarten, der von der Bibliothek und dem Seminargebäude eingefasst wird.
Von allen Seiten kann man einen Blick in das Gebäude werfen. Es ist im Erdgeschoss durch große Glasflächen sehr transparent gestaltet. Die geschlossenen Flächen der Fassade bestehen aus sandgestrahltem und gesäuertem Beton, der dadurch eine lebendigere Textur erhalten hat. In den oberen drei Etagen ist die Fassade dann von raumhohen Fenstern durchbrochen, die von allen Seiten Licht ins Haus fluten lassen. Zudem deutet diese äußere Gestaltung bereits den Nutzen des Gebäudes an: Die Fenster sollen an in Regalen stehende Bücher erinnern. Sie sind von Etage zu Etage versetzt – so wie dann im Inneren die Regale auch real angeordnet sind. Diese Fenster sind eine Besonderheit des Hauses, da sie teilweise aus portugiesischem Marmor bestehen. Dabei sind transluzente, beige-geäderte Marmorscheiben in das Glas eingefasst. Diese lassen nur einen Teil des Lichts durch. Dadurch wird zum einen ein warmer Lichteffekt geschaffen, zum anderen hat das vor allem thermische Vorteile. Dieser Marmor und die tief im Gemäuer liegenden Fenster verhindern, dass sich die Räume durch die direkten Sonnenstrahlen zu sehr aufheizen. Damit können die Studenten hier auch im Sommer bei Höchsttemperaturen konzentriert arbeiten. Überhaupt ist das Gebäude thermisch sehr innovativ konzipiert. So gibt es in der Gebäudemitte ein Atrium, einen nach oben offenen Innenhof. Damit dringt zum einen viel Licht an die Arbeitsplätze, die sich im Gebäudeinneren befinden. Zum anderen ist dieser Innenhof Teil des Klimakonzepts des Gebäudes.
Im Sommer werden nachts die Fenster automatisch geöffnet. Es entsteht eine Sogwirkung zwischen der warmen Luft im Atrium und der kalten Luft außerhalb, sodass die Räume über Nacht natürlich gekühlt werden. Bis auf die Computer- und Magazinräume verfügt das gesamte Gebäude über keine Klimaanlagen. Das merkt man der Luft auch an.
Insgesamt schafft das Haus eine sehr gute Wohlfühl- und Lernatmosphäre. Dazu tragen die vielen natürlichen Materialien bei. So wurde sehr viel Holz verwendet: für die Fensterrahmen, für die Regale, für die Tische und auch für die Geländer im Treppenhaus. Ein Raum, in dem dies besonders gut zur Geltung kommt, ist der Lesesaal, der sich über zwei Etagen erstreckt. Durch seine Höhe erinnert er beinahe an eine Kirche.
Im gesamten Gebäude wurde jedoch auf unnötige Details verzichtet. Die klaren Linien und Strukturen lenken somit nicht ab. Im Jahr 2007 hat das Gebäude, das rund acht Millionen Euro gekostet hat, beim Architekturpreis Sachsen eine Anerkennung erhalten. Zu Recht, denn dieses Gebäude erfüllt vollkommen die Anforderungen: Es ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation, an dem man sich noch dazu wohlfühlen kann. Und es besticht durch sein innovatives und ökologisches Klimakonzept.
Bauherr der öffentlich zugänglichen Bibliothek ist das Sächsische Immobilien- und Baumanagement. Dieses hatte im Jahr 2002 einen Wettbewerb für den Bau der Bibliothek ausgeschrieben. Als Sieger ging der Entwurf der ReimarHerbst. Architekten aus Berlin hervor, die ihn in dieser Verbindung aus Funktionalität und Formvollendung umgesetzt haben.
Notiert von Juliane Richter
Sächsische Zeitung vom 05. Februar 2011
Bilder
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Die Autorin
Canan Rhode-Can wurde 1965 in Istanbul geboren. Sie kam 1979 nach Düsseldorf, machte dort ihr Abitur und begann 1985 ihr Architekturstudium in Aachen, das sie 1993
abschloss. Danach arbeitete sie in diversen Architekturbüros in Dresden und Düsseldorf. Seit 1996 lebt Canan Rhode-Can in Dresden. 1998 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Eckart Rohde das Architekturbüro Rohdecan Architekten. Sie haben zum Beispiel den Altarraum der Kirche Maria Himmelfahrt in Striesen neu gestaltet.
Sächsische Zeitung vom 05. Februar 2011
Dakir@DD February 22nd, 2011, 02:43 PM Zwischen altem Charme und Moderne
In der Serie „Das moderne Dresden“ stellen Architekten moderne Bauwerke vor. Mit Stadtplanern und Bürgern haben sie den Verein „Zeitgenossen“ gegründet. Die Mitglieder wollen einen Dialog über moderne Baukultur führen. HEUTE: Architekt Stephan Hänel stellt das „Programmkino Ost“ auf der Schandauer Straße 73 in Striesen vor.
Das Programmkino Ost vereint im Gebäude an der Schandauer Straße eine lange Kinogeschichte mit einer modernen Architektur. Bereits seit 1926 gab es im ehemaligen „Volkshaus Ost“ Kinovorführungen zu sehen. Allerdings reichte der „Saal eins“ für die über die Jahrzehnte gewachsene Nachfrage nicht mehr aus.
Nachdem die Architekten vom Dresdner Büro „Code Unique“ bereits Ende der 90er-Jahre den Saal und die sanitären Anlagen modernisiert hatten, folgte von Februar 2008 bis April 2009 der Erweiterungsbau des Kinos – für rund 2,5Millionen Euro. Dieser ergänzt die bis dahin vorhandene Gebäudestruktur als moderne Plastik und führt beide zu einer Einheit zusammen. Von außen offenbart der links liegende Teil des Erweiterungsbaus durch seine Glasfassade tiefe Einblicke ins Innere. Er ist zudem etwas vorgesetzt und verdeutlicht damit, dass hier der Eingang und dahinter der Kartenverkauf angeordnet sind.
Der etwas zurückgesetzte, rechte Gebäudeteil, in dem die Kinosäle untergebracht sind, ist mit gelochtem Wellblech in einem rötlichen Ton verkleidet. Dadurch wirkt die Fassade trotz der Geschlossenheit leicht. Während der aufgebrachte Schriftzug „Programmkino Ost“ im Tageslicht bewusst zurückhaltend erscheint, entwickelt er bei Dunkelheit hinterleuchtet nahezu ein Eigenleben.
Herbe Materialien verwendet
Der Erweiterungsbau hat zudem den Vorteil, dass er das Kino für die Öffentlichkeit einfacher zugänglich macht. Während sich der Eingang früher im hinteren Bereich befand, öffnet sich das Kino nun nach vorn. Geht der Besucher dann nach innen, eröffnet sich durch die Architektur sofort ein Blick durch das Foyer bis in den Garten. Auch hier tauchen wieder warme Rottöne, in Kombination mit Braun, auf und bilden einen angenehmen Kontrast zu kühl wirkenden Elementen wie der Treppe, die zu den anderen Sälen im Keller und im ersten Obergeschoss führt. Hier dominieren einfache, naturbelassene Materialien, wie Beton für die Treppenstufen oder Stahl für die Geländer. Das mag mitunter etwas herb erscheinen. Die Kombination mit helleren, glatten Flächen und indirektem Licht sorgt jedoch für eine passende Verbindung.
Die Treppe ist zudem ein besonderes architektonisches Element, das wie eine Skulptur in den Neubau ragt. Sie scheint an dessen Seite zu schweben. Grund dafür ist das an der Decke verankerte Treppenpodest. Von dort oben haben die Besucher durch die Glasfassade zudem einen wunderbaren Blick auf die Schandauer Straße.
Diese Kombinationsfreudigkeit verschiedener Elemente setzt sich in besonderer Form im alten Kinosaal, dem „Saal eins“, fort. Weil der Raum einst als Tanzsaal genutzt wurde, besteht der Boden noch immer aus einem leicht knarrenden Parkett. An der Decke sind Stuckverzierungen aus der Entstehungszeit des alten Gebäudeteils, Ende des 19. Jahrhunderts, sichtbar. In der Mitte schwebt jedoch als neues Element eine große, weiße Holzplatte, welche die Lüftungsanlage verdeckt. Die 204 Kinositze sind ebenso wie der Vorhang in kräftigen Rottönen gehalten – allerdings in drei verschiedenen, deren Verteilung zufällig erfolgt ist. So gesellt sich zur beinahe festlichen Stimmung des Saals ein entspanntes Ambiente. Insgesamt haben es die Architekten geschafft, mit dem Einsatz von Farben und Licht eine besondere Kinoatmosphäre zu schaffen. Während in den fünf Sälen vor allem mit indirektem Licht gearbeitet wurde, sind im Foyer oder auch in den sanitären Anlagen gezielte Lichtspots gesetzt.
In den Toilettenräumen gibt es zudem die Besonderheit zu sehen, dass das alte Mauerwerk offenliegt und mit modernem Stahl kombiniert ist. Insgesamt schafft das Gebäude ohne Probleme den Spagat zwischen historischer Vergangenheit und der Moderne. Als Erinnerung an die Dresdner Kinogeschichte wurden die vier neu entstandenen Kinosäle, die weitere 324 Plätze bieten, nach nicht mehr vorhandenen Kinos benannt. Sie heißen Capitol, Gloria, Scala und Olympia. Auch durch dieses Detail hebt sich das Programmkino Ost von anderen Kinos ab, deren Säle meist nummeriert sind.
Notiert von: Juliane Richter
Sächsische Zeitung vom 17. Februar 2011
Bilder
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Der Architekt
Stephan Hänel wurde 1959 in Kleinmachnow bei Berlin geboren. Von 1984 bis 1989 studierte er Architektur in Dresden. Bereits 1990 machte er sich selbstständig. Seit 2005 führt er gemeinsam mit Alf Furkert das Büro „Hänel Furkert Architekten“. Zu seinen bisherigen Projekten zählt der Neubau der Evangelischen Jugendbildungsstätte auf dem Weißen Hirsch.
Sächsische Zeitung vom 17. Februar 2011
Dakir@DD March 13th, 2011, 04:51 PM Holz vor der Hütte
In der Serie der Sächsischen Zeitung „Das moderne Dresden“ stellen Architekten moderne Bauwerke vor. Mit Stadtplanern und Bürgern haben diese gemeinsam den Verein „Zeitgenossen“ gegründet, der einen kulturvollen Dialog über Qualität und Potenzial moderner Baukultur führen will. HEUTE: Architektin Anke Brandt über ein besonderes Wohnhaus in Leubnitz-Neuostra.
Das Wohnhaus am Klosterteichplatz 1 in Leubnitz-Neuostra ist stark von seiner Lage geprägt. Im historischen Ortskern gelegen, blickt man vom Haus direkt auf die Leubnitzer Kirche, die um 1430 im romanischen Stil gebaut wurde. Typisch für die Umgebung sind freistehende ein- und zweigeschossige Häuser, von denen viele zudem unter Denkmalschutz stehen.
An die beauftragten Architekten Rietmann.Breuninger wurde deshalb vor dem Bau im Jahr 2006 die Aufgabe gestellt, dass sich das Haus gut in die historische Bebauung einpassen müsse. Zudem sollte es trotz der Lage an einer viel befahrenen Straße einen ruhigen Rückzugsraum bieten. Aus diesen Anforderungen erklärt sich auch die Architektur des Hauses. So passt es sich mit seiner Eingeschossigkeit und dem Satteldach der Maßstäblichkeit des Ortes an.
Genügend Raum für die fünfköpfige Familie, die es bewohnt, ist dennoch vorhanden. Während von der Straßenseite beim kurzzeitigen Betrachten nur das Obergeschoss auffällt, wird erst beim Gang auf die Rückseite der gesamte Baukörper sichtbar. Denn das Untergeschoss wurde in den natürlich vorhandenen Hang gebaut. Nur einige schmale Fenster lassen hier von der Straßenseite Licht einfallen. Auch das Obergeschoss wirkt von der Frontseite verschlossen, da hier lediglich die Eingangstür und zwei Fenster die fast 20 Meter lange Fassade durchbrechen. Diese Fassade, eine Hülle, die Außenwände und Dach umschließt, stellt eine Besonderheit des Hauses dar. Der Bauherr hatte sich ein einfaches, klares Gebäude gewünscht.
Fokus auf dem Baustoff Holz
Dementsprechend wurden wenige und natürliche Materialien verwendet. Das bedeutet, dass in diesem Fall der Fokus auf dem Baustoff Holz lag. Während das Untergeschoss massiv gemauert ist, sitzt darüber eine fein profilierte Hülle aus Lärchenholz. Die Holzlatten sind in einer senkrechten Lamellenstruktur angeordnet. Eine Besonderheit ist, dass auch das Dach diese Gestaltung aufweist. Auf den üblichen Dachüberstand wurde verzichtet. Zudem sind die Regenrinnen und Fallrohre nicht sichtbar – das Wasser wird unter der Lärchenholzhülle abgeleitet. Insgesamt strahlt das Gebäude durch diese Art der Gestaltung eine große Ruhe aus. Wer jedoch denkt, dass das Haus aufgrund der recht geschlossenen Front dunkel ist, irrt.
Beim Eintritt in das Innere eröffnet sich ein lichtdurchfluteter Raum. Das Licht dringt vor allem von der Rückseite ein. Denn zum Garten hin ist das Haus großflächig verglast. Auffällig ist, dass das Material Holz auch im Inneren dominiert. Die Wände und die sichtbare Dachunterseite sind von innen mit Holz verkleidet. Eine Zwischendecke gibt es nicht. Daraus ergibt sich zum Beispiel, dass das Gäste-WC in einem frei im Raum stehenden Würfel untergebracht ist.
Zwischen Küchen-, Ess- und Wohnzimmerbereich gibt es zudem keine trennenden Wände. Eine Gliederung erfolgt durch die Möbel, die ebenfalls von den Architekten entworfen wurden. Dass der Boden aus schnörkellosem Estrich besteht, passt in das Gesamtkonzept des Hauses.
Durch die Offenheit des Innenraums wirkt der gesamte Wohnbereich sehr großzügig. Dieser Eindruck wird noch verstärkt, wenn man vom Essbereich durch eine dreiflügelige Glastür auf einen Steg tritt. Hier ist das Untergeschoss nicht ganz einen Meter breiter als das Obergeschoss. Der dadurch gewonnene Vorsprung zieht sich über die gesamte Hauslänge und bietet einen angenehmen Blick in den Garten.
Auch das Untergeschoss ist heller, als es von außen scheint. Hier leben die drei Kinder, befindet sich ein Arbeitszimmer und ein weiteres Bad. Alle Zimmer verfügen über einen eigenen Zugang zum Garten.
Im Innern des Hauses wird deutlich, dass die Architekten die gestellten Aufgaben gemeistert haben. Das Haus ist zur Straßenseite so abgegrenzt, dass die Bewohner vor Lärm und neugierigen Blicken geschützt sind. Dennoch wirkt das Haus innen hell und freundlich. Zudem ergeben sich durch die gezielten Fensteröffnungen auf der Frontseite wunderbare Blicke auf die gegenüberliegende Kirche.
Notiert von Juliane Richter
Sächsische Zeitung vom 10. März 2011
Bilder
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Die Autorin
Anke Brandt wurde 1967 in Zwickau geboren. Ihr Architekturstudium absolvierte sie von 1988 bis 1995 an der Universität Stuttgart. Seit 1996 lebt sie in Dresden. 2002 gründete sie mit ihrer Kollegin das Büro brandt* schmidt freie Architekten. Derzeit betreut
sie die energetische Fassadensanierung der Gartenbauschule Pillnitz.
Sächsische Zeitung vom 10. März 2011
Dakir@DD March 13th, 2011, 04:57 PM :puke:...eine allgemeine Begeisterung kann ich hier im Forum leider nicht feststellen. Ja, ich finde dieses Gebäude und alle anderen vorgestellten Gebäude dieser Reihe (außer dem Giraffenhaus) grausam und häßlich. Sie passen sich in keinsterweise der Umgebung an und sind Blickzerstörer.
youngwoerth March 16th, 2011, 04:24 PM Fokus auf dem Baustoff Holz
Architektur als Abstraktum - eines der größten Mankos modernistischen Denkens. Ort, Identität und Geschichte spielen keine Rolle (nicht mal eine Nebenrolle!), obwohl in kriegszerstörten Städten gerade das Basis allen Denkens sein sollte.
Zudem ergeben sich durch die gezielten Fensteröffnungen auf der Frontseite wunderbare Blicke auf die gegenüberliegende Kirche.
Und dieses ständige Schmarotzertum scheint auch niemandem peinlich zu sein.
Dakir@DD March 25th, 2011, 10:45 PM Rote Kiste zwischen Bäumen
In der Serie „Das moderne Dresden“ stellen Architekten moderne Bauwerke vor. Gemeinsam mit Stadtplanern und Bürgern haben sie den Verein „Zeitgenossen“ gegründet. Die Mitglieder wollen einen kulturvollen Dialog über Qualität und Potenzial moderner Baukultur führen. HEUTE: Der Architekt Benjamin Grill über die Kindertagesstätte „An der Dresdner Heide“ in der Radeberger Straße 92 in der Neustadt.
Auf den ersten Blick sieht die Kindertagesstätte „An der Dresdner Heide“ wie ein rot-weiß gestalteter Funktionsbau am Waldrand aus. Zu den hohen, umstehenden Nadelbäumen bietet das schachtelförmige, leuchtende Gebäude einen starken Kontrast. Auf den zweiten Blick offenbart der Entwurf der „DD 1 Architekten“ trotz der strengen Grundform einige raffinierte Details. Ein Element, das vor allem für die Bewohner der gegenüberliegenden Häuserzeile von Bedeutung ist, ist die begrünte Fläche des Flachdachs.
Die täglichen Gäste der Kindertagesstätte nehmen beim Eintreten vor allem ein Aufbrechen der kompakten Gebäudeform wahr – einerseits im Eingangsbereich und andererseits durch eine großzügige Treppe an der rechten Gebäudeseite. Die Treppe ist jedoch nicht nur ein auflockerndes Gestaltungselement, sondern eine Fluchttreppe und vor allem der kürzeste Weg der Kindergartenkinder aus dem Obergeschoss ins Freie.
Lichtdurchflutete Räume
Unter dieser Treppe bringt ein überdimensionales Bullaugenfenster Licht in den Flur des Erdgeschosses, in dem die Krippenkinder untergebracht sind. Die Aufenthalts- und Schlafräume liegen allesamt auf der hinteren Gebäudeseite und sind besonders lichtdurchflutet. Denn zum Garten hin ist die komplette Fassade des zweistöckigen Gebäudes durchgängig verglast. Die Krippenkinder können dadurch auch direkt aus ihren Zimmern in den großzügig angelegten Garten gehen. Dieser hat mit dem Neubau aus dem Jahr 2009 deutlich an Größe gewonnen, da er im Vergleich zum Vorgängerbau aus den 1980er-Jahren nun sehr dicht an der Radeberger Straße steht.
Das ist jedoch keine Beeinträchtigung für den Kindergartenbetrieb, weil sich nach vorn vor allem Nebenräume, Büroräume und das Treppenhaus befinden. Darauf folgt der durchgängig von links nach rechts führende, großzügig gestaltete Flur. Hier sind auf beiden Etagen die Garderoben untergebracht. Diese sind in der Wand versenkt, damit die unzähligen Kinderjacken und Rucksäcke nicht in den Gang ragen. Dasselbe Prinzip wurde im Erdgeschoss für Wickeltische verwendet, die ebenfalls in die Wände eingelassen sind.
Als besonderes Merkmal fällt im Flurbereich zudem auf, dass die Architekten die Deckenhöhen als Gestaltungselement genutzt haben. So sitzt die Decke auf dem Flurabschnitt, der zu den Gruppenräumen führt, einen halben Meter tiefer. Diese Gestaltung trägt insbesondere zu einer gut erkennbaren Gliederung der Bereiche bei. Auf eine farbige Gestaltung wurde hingegen weitestgehend verzichtet. Die Fußböden sind in hellem Holz gehalten, Decken und Wände sind weiß. Damit wurde einer farblichen Überfrachtung entgangen – bunt und lebendig wirken die Räume allein durch die verstreute Kinderkleidung und ihre Spielsachen.
Durchgängige Glasfront
Auffällig an der Kita ist auch, dass sich die sanitären Anlagen in der Mitte des Gebäudes befinden, der Zugang dabei jedoch ausschließlich über die Gruppenräume möglich ist. Dadurch müssen die Kinder nicht immer erst über die Flure, sodass die Architektur an dieser Stelle auch zu einer Beruhigung beiträgt. Besonders gelungen ist der Mehrzweckraum im Obergeschoss des 1,8 Millionen Euro teuren Gebäudes. Durch die vollverglaste Seitenwand haben die Kinder beim Musizieren und Turnen einen einzigartigen Blick in die Bäume – so, als würden sie mitten in den alten Kiefern sitzen. Damit dieser Effekt entstehen kann, ist die Glasfront durchgängig. Es gibt keine Einlassungen für Fenster. Stattdessen befindet sich ein geschlossenes Fensterelement zum Lüften in der Wand neben der Glasfront. Die Kindertagesstätte „An der Dresdner Heide“ verbindet somit die notwendige Funktionalität mit einer klaren und schönen Architektur. Auf Unnötiges wurde so gut wie möglich verzichtet, da das Haus durch seine kleinen Bewohner wirkt. In Zukunft soll das Gebäude als Prototyp für weitere Kindertagesstätten in Dresden dienen.
Notiert von: Juliane Richter
Sächsische Zeitung vom 25. März 2011
Bilder
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Der Autor
Benjamin Grill wurde 1968 in München geboren. Von 1991 bis 1996 hat er Architektur an der Fachhochschule Erfurt und in London studiert. 1997 kam er nach Dresden und gründete hier ein Jahr später mit einem Kollegen das Büro G.N.b.h. Architekten. Er hat unter anderem das Kino in der Fabrik und das ehemalige Offizierskasino auf der Festung Königstein saniert.
Sächsische Zeitung vom 25. März 2011
d.henney March 26th, 2011, 11:59 AM Boah, sowas kann man doch nicht in Dresden bauen … All das, was heute als so modern gilt wie diese Kasten hier auf dieser Seite wirken in 10 Jahren so wie die damals so modernen DDR-Kästen.
youngwoerth March 26th, 2011, 03:25 PM http://www.sz-online.de/bilder/2011_03/gr_2721783_1.jpg
Juhuuu! Alpinaweiß - Signalrot! Mal was Anderes! Und so dresdentypisch.
Dakir@DD May 11th, 2011, 09:21 PM Zwei optische Täuschungen
In der Serie „Das moderne Dresden“ stellen Architekten moderne Bauwerke vor. Gemeinsam mit Stadtplanern und Bürgern haben sie den Verein „Zeitgenossen“ gegründet. Die Mitglieder wollen einen Dialog über die Qualität moderner Baukultur führen. HEUTE: Im letzten Teil der Serie bespricht Architekt Jens Heinrich Zander die Internatsgebäude des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik in der Mendelssohnallee.
Das Sächsische Landesgymnasium für Musik „Carl Maria von Weber“ ist eine traditionsreiche Einrichtung mit einem geschichtsträchtigen Unterrichtsgebäude. In der Mendelssohnallee 34 sticht die Villa Rothermund dem Besucher sofort ins Auge. Beim Gang in den dahinter liegenden weitläufigen Park überrascht jedoch der Anblick der beiden Internatsgebäude, die 2008 am Rand des Grundstücks gebaut wurden. Die Häuser spiegeln den künstlerischen Charakter des Gymnasiums wider. Sie haben die Form zweier grauer Würfel. Dennoch gelingt die Einordnung der Bebauung in die denkmalgeschützte Parkanlage erstaunlich gut.
Die Architekten haben das Haus nicht nur als eine Übereinanderstapelung von Geschossen betrachtet, sondern vielmehr eine Skulptur geschaffen. Diese Skulptur täuscht ein zweigeschossiges Gebäude vor, obwohl die Würfel eigentlich vier Etagen umfassen. Hervorgerufen wird dieser Effekt dadurch, dass die Fenster unten rechts und oben links zu großen Rechteckflächen gebündelt sind, die jeweils zwei Etagen zusammenfassen. Diese Fensterbereiche sind zudem dunkelgrau abgesetzt.
Die Gestaltung trägt also dazu bei, dass die Würfel in dem Park optisch kleiner wirken, als sie sind. Ihre räumliche Wahrnehmung wird dadurch verstärkt, dass einige Seiten in einem dunkleren Grauton gehalten sind. Insgesamt bieten die beiden Würfel auf 880 Quadratmetern Platz für 50 Internatsschüler. Dabei verfügt jede Etage, ausgenommen das Erdgeschoss, über eine identische Struktur. Im Eingangsbereich des Hauses finden sich die Funktionsräume, wie zum Beispiel ein Aufenthaltsraum mit Computern, eine Mitarbeiterküche oder ein Trockenraum mit Waschmaschine.
Eine verschachtelte Treppe, die sich zum Dach hin optisch verjüngt, führt in die oberen Etagen. Hinter einer Glasfront erschließt sich jeweils der Aufenthaltsbereich der Etage, auf der immer acht Gymnasiasten in Zweierzimmern wohnen. Gut gelöst ist, dass durch diese Glasfront zusätzliches Licht in den innenliegenden Aufenthaltsbereich dringt. Die Schlafräume sind durch die großen Fensterpartien hingegen lichtdurchflutet. Helle Holztische und -betten sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.
Insgesamt fällt auf, dass für die Gestaltung des Gebäudes sehr einfache und puristische Materialien verwendet wurden. Das Treppenhaus besteht aus Betonteilen, der Boden in den Aufenthaltsräumen aus Linoleum. Der nüchterne Eindruck, der dadurch entsteht, erweist sich als sehr angenehm. Denn im Kontrast zu den einfachen Materialien und den fast kahlen Flächen steht der Einfluss der Hausbewohner. Poster zieren die Wände im Flur, bunt sind Bettwäsche, Nippes und Erinnerungsfotos. Wäre das Haus an sich innen aufwendiger gestaltet, hätte das leicht zu einer Überfrachtung führen können.
Durch die räumliche Aufteilung – die vier Zimmer, die auf jeder Etage vom Gemeinschaftsbereich abgehen – wirkt das Gebäude auch fast wie eine WG. Die Jugendlichen können gemeinsam Zeit verbringen, haben aber auch die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Alles in allem sind die Internatsgebäude ein gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Architektur gut gestaltet, sensibel eingeordnet und praktisch genutzt werden kann.
Notiert von: Juliane Richter
Sächsische Zeitung vom 06. Mai 2011
Bilder
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Die Villa in der Mendelssohnallee 34 ist das markante Hauptgebäude des Landesgymnasiums für Musik. Dahinter stehen jetzt die beiden modernen Würfelhäuser des Internats.
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Die Internatsgebäude des Landesgymnasiums für Musik an der Mendelssohnallee sind moderne Würfelhäuser in Grau mit großen Fenstern. Im Innern bestimmen helle Wände, helle Holzmöbel und kräftig rote Sofas das Bild. Fotos: Steffen Füssel
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