View Full Version : HANNOVER - Stadtgespräch


Pages : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 [15] 16

CrayZD
July 14th, 2011, 11:51 AM
Dann war der Stromverteiler für den Bahnstrom wohl einer der ersten, der wieder lief.

Denn hier war es noch zappenduster, aber die Bahnen fuhren wieder.

Üstra oder DB? Letzte hat soweit ich weiß deutschlandweit ein fast komplett autarkes Energienetz mit eigenen Übergabestationen zum Verbundnetz. Verständlich, da es auch um ganz andere Spannungen geht. Betrifft natürlich nur den Fahrstrom und nicht z.B. die Beleuchtung der Bahnhöfe, die wohl gestern auch ein Problem war.

Die Logik der Wiederaufschaltung hat sich mir auch nicht so ganz erschlossen. Der Südosten war nach max. 10 Minuten wieder da, während andere Stadtteile über eine Stunde keinen Strom hatten. Warum das Stöckener Kraftwerk nicht aushelfen konnte, ist mir auch nicht so ganz klar. Ein großes Problem war wohl auch, dass Linden gerade sein 'Upgrade' bekommt und deswegen nicht am Netz ist.

Generell hat sich die Notwendigkeit eines Stromnetzausbaus wohl selten so gut erschlossen wie gestern. Wie kann es sein, dass eine 500.000-Einwohner-Stadt durch den Ausfall einer einzigen Schaltstation lahmgelegt werden kann?

Mit Atomkraftwerken hat das Ganze jedenfalls nix zu tun. Ich find's ziemlich putzig, wie die Atomjünger allerorten jetzt aufschreien.

Lefthandy
July 14th, 2011, 01:51 PM
?? Was nützt mir das Kraftwerk nebenan in einem Netzwerk? Oder habe ich die Ironie mssverstanden?

Ironie habe ich nur im Satz mit dem Atommeiler angewendet.
Ich habe keinen Ahnung vom Stromnetz, habe bei meinen seit gestern einsetzenden Gedanken darüber aber auch eine "Netzwerktheorie" gefasst, nach der wenn zu wenig strom da ist, das gesamte Netzgebiet dunkel ist. Dagegen spräche aber, dass innerhalb des dunklen Gesamtbereichs verschiedene Teilgebiete abgestuft wieder Strom bekamen. Nun gut, dass kann mit den Gegenmaßnahmen der Stadtwerke zusammenhängen, die einen Teil vom Netz nahmen, damit der verfügbare Strom für das übrig gebliebene Netz wieder reicht. MAn lernt nie aus.

So, jetzt habe ich meine technische ahnungslosigkeit offenbart. Hatte das in meinem vorangegangenen Post aber nicht umsonst als Frage formuliert.

Orbiter
July 19th, 2011, 10:24 AM
WGH investiert Millionen in Hannover

Herrenhausens neue Mitte bekommt Kontur: Die Wohnungs-Genossenschaft Herrenhausen (WGH) investiert mehr als zehn Millionen Euro auf den Grundstücken rückwärtig des städtischen Bunkers am Herrenhäuser Markt.

...mehr auf haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Nord/WGH-investiert-Millionen-in-Hannover)

devilsadvocate
July 19th, 2011, 11:49 AM
"Moderne Architektur" mit weißem Putz, der nach 5 Jahren ekelhaft grau angelaufen aussieht... Warum werden immer wieder die selben Fehler gemacht und nicht z.B. Klinkerfassaden vorgeschrieben?

Lefthandy
July 19th, 2011, 12:51 PM
^^ Klinker wäre schon toll, aber so sieht es auch ziemlich gut aus. Das selbe Architekturbüro hat ja auch schon die Wohnanlage im gleichen Stil an der Alten Herrenhäuser Straße sowie den Anbau am genannten "städtischen" Bunker (klingt so als wäre der noch zu was nütze oder gar in Betrieb) gebaut. Die sind jeweils schon ein paar Jahre alt und strahlen noch hübsch weiß. Bin also frohen Mutes. Wenn da tatsächlich nichts mehr aus kostengründen wegrationalisiiert wird, wird das sehr schön.

Wie es auf dem Bild aussieht, erstreckt sich die Anlage auch unverändert in die Tiefe. Womöglich gibt es gar eine Fassade und Zugänge zur Münterstraße hin. Bis jetzt ist nämlich bis auf die bescheidene Ladenfront zum Herrenhäuser Markt hin alles in krudester eingeschössiger Hinterhofoptik.

Hier das Bild:
http://www.haz.de/var/storage/images/haz/hannover/aus-den-stadtteilen/nord/wgh-investiert-millionen-in-hannover/14194172-1-ger-DE/WGH-investiert-Millionen-in-Hannover_ArtikelQuerKlein.jpg
Quelle: haz.de

Und hier der gruselige Ist-Zustand, wie er sich im Schatten des Bunkers ausbreitet:
http://i56.tinypic.com/1z68tic.jpg

Die im Bild zu sehende Stadtbahnhaltestelle bekommt zur Zeit übrigens gerade einen Hochbahnsteig. Nachdem man seit ca. einem Jahr Leitungen verlegt und immerzu die provisorischen Gleise neu verschwenkt hat, beginnt man nun gerade damit einen Mittelhochbahnsteig zu errichten.

Ein echter Hotspot der Stadtentwicklung dort. Der Herrenhäuser Markt wurde ja jüngst in 2 Bauabschnitten komplett neu gestaltet, im bild noch im Bau begriffen ist der erst ein paar JAhre alte Büro- und Geschäftsanbau am Bunker, der gestalterisch dem nun geplanten Block entspricht. Herrenhausen wird noch der Stadtteil der "weißen Moderne".

devilsadvocate
July 19th, 2011, 01:15 PM
Werden die ganzen Flachbauten auf dem Bild abgereissen?

Orbiter
July 19th, 2011, 01:32 PM
Naja, das Grundstück wird vielleicht so um 4000 qm haben, wenn da ein Supermarkt mit 1600 qm im Erdgeschoss entstehen soll, plus Anlieferzone usw. dann brauchen die schon einen großen Teil der Fläche. Dazu kommt die Frage nach dem Parken für Anwohner des Neubaus, Kunden und dort Arbeitende. Es wird also, selbst bei einer Tiefgarage, der gesamte Bereich neu besetzt. Also kommt vermutlich alles alte, bis auf dem Bunker im Süden, weg.

Bob!
July 19th, 2011, 01:47 PM
Ein paar Grafiken zu dem Projekt (Stand: Mitte 2010):

Lageplan (http://www.abload.de/img/herrenhusermarkt3udx8.jpg)

Blick vom Markt (http://www.abload.de/img/herrenhusermarkt1rf09.jpg)

Blick Innenhof (http://www.abload.de/img/herrenhusermarkt2jdxk.jpg)

Hier (http://www.abload.de/img/wgh-investiert-millionvh0w.jpg) gibt's die frische Visualisierung aus der HAZ noch einmal in hoher Auflösung.

Lefthandy
July 19th, 2011, 01:50 PM
^^ Wow, das wird ja echt super.

devilsadvocate
July 19th, 2011, 02:04 PM
Architektonisch gehts meiner Meinung wieder Richtung 50 Jahre, mit den großen Fenstern und Umrandungen der Fenster...
Auf jeden Fall besser als der Ist-zustand :)

Nachtrag:
Ok, nach Durchsicht der Fotos muss ich auch zugeben: Schon eine Bereicherung :-)

telemaxx
July 19th, 2011, 02:07 PM
Warum ist das im Stadtgespräch-Thread? ;)

Aber: Tolles Projekt!

CrayZD
July 19th, 2011, 02:44 PM
Die 'Schönheit' der Architektur hin oder her: vor allem ist's endlich ein Weg zurück zu urbanem Städtebau, mit Gewerbe im EG und Wohnen in den Etagen darüber. Schön wär's, wenn nach und nach jede dieser widerwärtigen eingeschossigen Nachkriegs-Ladenzeilen solchen Objekten weichen würde.

devilsadvocate
July 19th, 2011, 03:09 PM
Am Steintor sollte man am Besten gleich damit anfangen und diese Baracken endlich abreißen... In kaum einer anderen Stadt würde sich sowas in dieser Lage halten... Aber Hannover scheint da anders zu sein...

gruenebahn
July 21st, 2011, 07:03 PM
Mal ehrlich schöner als die "Baracken" am Steintor sind diese Neubauten auf den Bildern auch nicht. In 50 Jahren schaut solch ein Schuhkartonbaukasten ebenso aus wie die am Steintor, trostlos. Ich kann gerne mal Bilder zeigen wie genau diese "Baracken" aussahen nach Eröffnung, auch luftig frei und frisch. Habe eine Bilderbände diesbezüglich. ;o)

Naja, wohl besser als der Istzustand allemal.

Wishman
August 4th, 2011, 08:56 AM
Was sagen die 'Fachleute' des Hannover-Threads dazu:

HAZ ist zweitbeste Regionalzeitung Deutschlands


01.08.2011 22:26 Uhr


Die Hannoversche Allgemeine Zeitung ist unter 65 untersuchten Regionalzeitungen in Deutschland die zweitbeste. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Expertenbefragung der Universität Hamburg.

Hannover. An der groß angelegten Studie „Qualitäts-Ranking deutscher Zeitungen“ unter Leitung des Medienforschers Christian M. Wellbrock nahmen 56 Medienexperten teil, darunter Juroren von Medienpreisen, Wissenschaftler, leitende Redakteure und Leiter von Journalistenschulen. Sie bewerteten die journalistische Qualität von regionalen und überregionalen Zeitungen sowie von Internet-Nachrichtenportalen auf einer Skala von 1 (geringe journalistische Qualität) bis 10 (höchstmögliche journalistische Qualität).

Ergebnis: Die HAZ kommt bei den Regionalzeitungen auf einen Wert von 7,79 – darüber liegt nur noch der Berliner „Tagesspiegel“ (8,00). Auf den Plätzen drei und vier folgen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (7,67) und die „Augsburger Allgemeine“ (7,56). Auf Platz sieben: die „Leipziger Volkszeitung“ (7,39), auf Platz 12: die „Kieler Nachrichten“ (7,08). Bewertet wurden Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Verständlichkeit, Vielfalt, Vollständigkeit und Unparteilichkeit. Der Durchschnitt beträgt 6,56. Schlecht schneiden die Boulevardblätter ab, darunter „Bild“ (4,29), Kölner „Express“ (4,67), „Hamburger Morgenpost“ und die Berliner „B.Z.“ (beide 5,00).

Analysen dieser Art haben in der US-Medienforschung eine große Tradition. In Deutschland dagegen handelt es sich laut Wellbrock um den „ersten Versuch eines flächendeckenden Qualitätsvergleichs von Zeitungen“. Publikumsbefragungen seien dagegen „wenig sinnvoll“, meint Wellbrock, weil „Qualität an objektive Kriterien gebunden“ sei, die „nicht mit den Konsumenteninteressen übereinstimmen müssen“. Fachleute sähen die Dinge objektiver, dabei sei kein großer Unterschied zwischen den Ansprüchen von Wissenschaftlern und Journalisten zu erkennen gewesen.

Bei den überregionalen Titeln landete „Die Zeit“ (8,38) knapp vor der „Süddeutschen“ (8,35) und der „Frankfurter Allgemeinen“ (8,26). Bei den Online-Nachrichtenportalen erreichte „Spiegel Online“ Platz 1 (8,45), gefolgt von „tagesschau.de“ (8,37) und „welt.de“ (8,25). Die Studie wurde im Fachmagazin „MedienWirtschaft“ veröffentlicht. In die Wertung gingen neben den Regionalzeitungen 26 Newsportale und 13 überregionale Zeitungen ein.

Die Wertungen in der Übersicht:

Der Tagesspiegel: 8,00
Hannoversche Allgemeine Zeitung: 7,79
Neue Osnabrücker Zeitung: 7,67
Augsburger Allgemeine Zeitung: 7,56
Stuttgarter Zeitung: 7,53
Trierischer Volksfreund: 7,46
Leipziger Volkszeitung: 7,39
Berliner Zeitung: 7,26
Stuttgarter Nachrichten: 7,18
Der Freitag: 7,18
Sächsische Zeitung: 7,10
Kieler Nachrichten: 7,08

Journalistische Qualität in Noten von 10 (höchstmöglich) bis 1 (gering); Quelle: Studie der Universität Hamburg.


Quelle: HAZ vom 1.8.11; diverse andere Quellen sind auch beim Googeln zu finden

Da wir unsere Tageszeitung oftmals als Quelle nutzen, sicher keone ganz unwichtige Meldung.

homann5
August 4th, 2011, 10:19 AM
Ich hätte die HAZ da maximal mit fünf oder weniger Punkten bewertet. Die journalistische Qualität gerade bei regionalen Themen ist oftmals doch unter aller S.., in vielen Fällen sind die FAZ oder SZ bei Hannover-Themen besser und vor allem auch schneller.

CrayZD
August 4th, 2011, 10:29 AM
Tja, wieder mal ein Beweis dafür, dass das hannoversche Understatement bis zur Selbstgeißelung geht. ;)

Vieles, was wir der HAZ ankreiden, ist Jammern auf hohem Niveau. Und sicher kommen bei umfangreichen Artikeln über Hannover 'von außerhalb' (also von den bundesweiten Printmedien) Aspekte zum Tragen, die die HAZ vielleicht nicht beleuchtet. Aber wenn es um 'Schnelligkeit' geht, steht hier wie dort eigentlich derselbe vorgekaute Mist der dpa. Und in Sachen regionale Detailtiefe kann sich die HAZ schon sehen lassen. Wenn ich mir anschaue wieviele andere Lokalblätter da zum besseren Anzeigen-Schundblatt à la 'heute Skatabend im Altenheim' verkommen...

Das ist ohnehin ein Aspekt, der auch im HAZ-Forum aufgeworfen wird: hier wird die Printausgabe bewertet, nicht das Online-Angebot. Bei letzterem kommen fünf Punkte oder weniger schon eher hin. Madsack sollte das Medium endlich ernst nehmen und keine Praktikanten in die Online-Redaktion setzen.

Sanshiro
August 4th, 2011, 01:03 PM
Seit wann ist "Der Freitag" eine regionale Tageszeitung?
Wieder mal eine hervorragende HAZ-Recherche.

Und natürlich wird das Onlineportal nur mit Praktikanten betrieben, anders könnte man sich das auch gar nicht leisten.
Wenn man sich ansieht wie Stumpf dpa-Meldungen in allen Onlineportalen übernommen wird, dann dämmert es einem, dass es einfach zu viele davon gibt.
Es lohnt sich einzig und allein Nachrichten für die Region Hannover professioneller Aufzuziehen, aber wer kauft dann noch die Zeitung?

erbse
August 6th, 2011, 12:12 PM
Na Jungs, wollt ihr nicht mal eure Stadt ein wenig verteidigen? :smug:

Provinz ist eben doch nur Provinz (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=1428754)

Fh4n
August 6th, 2011, 12:31 PM
Weiter im Takt: Einkaufsstraßen-Ranking:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/einkaufsstrassen-ranking-das-sind-deutschlands-beliebteste-shopping-meilen-1713626.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wirtschaft&utm_content=snippet-aufmacher

Achja, Hannover ist nicht dabei...in den Top25.

homann5
August 6th, 2011, 02:25 PM
Na Jungs, wollt ihr nicht mal eure Stadt ein wenig verteidigen? :smug:
Warum? Jemand aus Buxtehude wird eh Hamburg als Nabel der Welt betrachten. Auf so jemanden einzugehen, wäre reine Zeitverschwendung.

Weiter im Takt: Einkaufsstraßen-Ranking:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/einkaufsstrassen-ranking-das-sind-deutschlands-beliebteste-shopping-meilen-1713626.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wirtschaft&utm_content=snippet-aufmacher

Achja, Hannover ist nicht dabei...in den Top25.
Vielleicht hat man Hannover nicht untersucht, sonst ist man ja immer unter den ersten fünf oder so.

devilsadvocate
August 6th, 2011, 05:10 PM
Is klar, HH mit zwei Straßen, Hannover gar nicht im Ranking... In H haben sie wohl am Sonntag um 4 Uhr morgens gezählt...
Wo kommt der Stern her?

Deswegen nervt mich diese HH Großmannssucht. Was sein wollen, was nicht ist, aber schön Statistiken fälschen, dass es überregional so aussieht als sei HH ganz hip...

CrayZD
August 7th, 2011, 09:01 AM
Na Jungs, wollt ihr nicht mal eure Stadt ein wenig verteidigen? :smug:

Provinz ist eben doch nur Provinz (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=1428754)

Ach iwo. Klischeepflege ist wichtig. Nicht dass Hannover noch zum In-Spot verkommt und soviele Pseudos anzieht wie Berlin, Hamburg & Co... ;)

Wobei: der Stadt, in der das erste vegetarische Restaurant Deutschlands eröffnete, vorzuwerfen dass die fleischlose Küche dort aus fettigem Kartoffelgratin bestehen würde, ist schon... sagen wir mal: gewagt. Das legt schon mittelgroße Scheuklappen beim Besuch nahe.


Zu der Passantenzählung: Hannover ist schon berücksichtigt worden. In der Originalmeldung (http://www.joneslanglasalle.de/Germany/DE-DE/Pages/NewsItem.aspx?ItemID=22611) wird z.B. durchaus erwähnt, dass Hannover eine von nur vier deutschen Städten mit drei oder mehr Toplagen > 5.000 Passanten ist (neben München, Berlin, Düsseldorf). Klar, dass der Stern das nicht erwähnt. ;)

Wie die Bahnhofstraße aber angeblich von ehemals mehr als 15.000 auf jetzt unter 7.000 Passanten gefallen sein soll, ist mir auch schleierhaft. Zumal sich das in keinster Weise in den Umsatzzahlen widerspiegelt. Hat man sich da bei Platzregen hingestellt? Auch die Georgstraße hatte in früheren Zählung mal über 10.000, wodurch wir zeitweise zwei Lagen in den Top Ten hatten.

Ich hoffe mal, dass potentielle Mieter eher auf 'harte Fakten' schauen als auf eine anhand von zwei Terminen durchgeführte Passantenzählung.

telemaxx
August 7th, 2011, 06:32 PM
Nach deren Logik müsste Hannover ja dann wenigstens am Ende des Artikels als "der" Absteiger erwähnt werden.

telemaxx
August 17th, 2011, 08:38 PM
Interessant: Gewinne bei Hannovers Parkhäusern brechen ein (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Gewinne-bei-Hannovers-Parkhaeusern-brechen-ein)

Schuld ist vor allem das Parkhaus der EAG, das nicht nur günstiger sondern auch schöner und komfortabler ist.

Anstatt alte Parkhäuser abzureißen (schade), sieht ein sogenannter "Verkehrsentwicklungsplan" den Verzicht der Parkplätze Köbelinger Markt (begrüßenswert), Marstall (begrüßenswert) und Klagesmarkt (begrüßenswert) vor.
H2020+ kann kommen ;)

CrayZD
August 18th, 2011, 11:42 AM
Ich dachte, der Plan am Köbelinger Markt ist wegen der 'schönen alten Bäume' schon wieder gekippt? Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich die Wohnbebauung nach neuesten Plänen nur auf das Ordnungsamtsgelände beschränken soll.

Dann hätte ich allerdings einen Alternativvorschlag: Gastronomie in die Erdgeschosse der Wohnhäuser, und am Köbelinger Makt dann Platz für wunderschöne Außenterrassen.

Bei den restlichen Parkflächen gibt es m.E. keinen Anlass zur Diskussion. Offener, innerstädtischer Parkraum ist überflüssig wie ein Kropf.

Parkhausabriss wäre aber m.E. nicht nur 'schade'. In den Einzugsgebieten KSS und Oper gibt es definitiv je eines zuviel.

Im Bereich KSS entsteht dabei ein Zwiespalt: geht man nach Autofahrerfreundlichkeit, müsste man das Parkhaus Rosenquartier gleich wieder abreißen. Geht es nach architektonischer Qualität, wäre die Mehlstraße fällig. Dafür spricht auch, dass man mit weiteren Abrissen provisorischer Barracken (Asia-Markt, und ein uraltes Hinterhaus der Volksbank) hier ein richtig großes Entwicklungsgebiet für Büro- und evtl. sogar Wohnbebauung in den oberen Etagen zusammenbekommt. Als teilweisen Ausgleich könnte man z.B. eine zweistöckige Tiefgarage drunterbauen. Das könnte die ganze, heute eher 'hinterhöfige' Straße aufwerten und vielleicht auch endlich mal C&A zu einer Fassadensanierung bewegen.

An der Oper wäre es mir relativ egal, ob es Osterstraße, Röselerstraße oder Windmühlenstraße erwischt. Alle gleich hässlich, und bis auf Windmühlenstraße in Ecken mit ordentlichem Entwicklungspotential.

telemaxx
August 18th, 2011, 12:11 PM
Ich dachte, der Plan am Köbelinger Markt ist wegen der 'schönen alten Bäume' schon wieder gekippt? Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich die Wohnbebauung nach neuesten Plänen nur auf das Ordnungsamtsgelände beschränken soll.

Dann hätte ich allerdings einen Alternativvorschlag: Gastronomie in die Erdgeschosse der Wohnhäuser, und am Köbelinger Makt dann Platz für wunderschöne Außenterrassen.

Beim Köbelinger Markt ist der Verzicht auf Parkplätze nicht mit Bebauung gleichzusetzen.
Die Planer (Trojan und Partner), die in diesem Vertiefungsraum den 1. Platz gewonnen haben, haben eine Bebauung des Parkplatzes gar nicht vorgesehen. Es handelt sich insofern nicht um "neueste Pläne".
http://www.hannover.de/han2020/data/grafik/galerie2020_/1_-Presi-Koebelinger-Markt.jpg
Bildquelle: hannover.de

Parkhausabriss wäre aber m.E. nicht nur 'schade'. In den Einzugsgebieten KSS und Oper gibt es definitiv je eines zuviel.

Völlig richtig.
Ich finde es schade, dass der Abriss von Parkhäusern nicht geplant ist. Genau aus den Gründen, die du geschildert hast.

CrayZD
August 18th, 2011, 01:11 PM
Die Planer (Trojan und Partner), die in diesem Vertiefungsraum den 1. Platz gewonnen haben, haben eine Bebauung des Parkplatzes gar nicht vorgesehen. Es handelt sich insofern nicht um "neueste Pläne".

Oh. Falsch in Erinnerung gehabt. Ich wusste nur, dass der Parkplatz mit zum Vertiefungsraum gehört und dass der Erhalt der Bäume nicht ursprünglich gefordert wurde.

Beim Köbelinger Markt ist der Verzicht auf Parkplätze nicht mit Bebauung gleichzusetzen.

Ist denn von den Planern und/oder der Stadt eine Alternativnutzung angedacht?

Völlig richtig.
Ich finde es schade, dass der Abriss von Parkhäusern nicht geplant ist. Genau aus den Gründen, die du geschildert hast.

Wieder ein Missverständnis ausgeräumt. ;)

Geht denn der von Dir angesprochene 'Verkehrsentwicklungsplan' überhaupt über die in City2020+ behandelten Vertiefungsräume hinaus? Bis jetzt sind mir daraus nur Details bekannt, die City2020+ direkt betreffen (Wegfall offener Parkflächen, Rückbau Cityring, Rückbau Klagesmarktkreisel).

Sonst würde ich sagen: was nicht ist, kann ja noch werden. Die von mir angesprochenen, mit Parkraum überversorgten Bereiche sind ja bis jetzt nicht explizit Teil von City2020+.

telemaxx
August 18th, 2011, 01:14 PM
Den Verkehrsentwicklungsplan kenne ich auch nur aus der HAZ. ;)

Und da eigentlich auch nur im Zusammenhang mit Hannover City 2020+.

Edit: Doch falsch. Dieser Plan heißt auch Masterplan Mobilität 2025 (http://www.hannover.de/data/meldungen/meld_lhh/2010/12_2010/masterplan.html). Darunter hab ich den auch schon mal gelesen oder zumindest überflogen.
Beschlossen wurde der am 27.01.2011.

weidetor
August 18th, 2011, 02:48 PM
sieht dieser plan nur "entschleunigung" und weiteren anti-auto quatsch vor oder werden auch weitere parkhäuser gebaut?

telemaxx
August 18th, 2011, 02:54 PM
Was sollen wir mit noch mehr Parkhäusern, wenn die jetzigen schon nicht annähernd ausgelastet sind?

Bei Neubauten bin ich für Tiefgaragen, aber mehr Parkhäuser braucht Hannover nun wirklich nicht.

CrayZD
August 18th, 2011, 04:00 PM
WOW! Ich habe mich nur mal flüchtig eingelesen, aber: der ist erstaunlich differenziert und realitätsnah. Von daher bringt es m.E. auch wenig, wenn die ADAC-Fraktion mal wieder mit Sprüchen wie 'Gängelei', 'Entschleunigung', 'Anti-Auto-Quatsch' in Stellung geht und kompletten Blödsinn wie mehr Parkhäuser fordert - es sei denn, es geht um Anwohnerparkraum in Vierteln wie List und Südstadt. Dort sollte er dann aber stadtbildverträglich, d.h. in erster Linie unterirdisch geschaffen werden.

Vielmehr sollte man sich als Bürger konstruktiv beteiligen und auf Missstände hinweisen, z.B. wenn an einzelnen Stellen etwa eine üstra-Vorrangschaltung für Probleme sorgt. Irgendwann geben dann vielleicht auch die Grünen ihre Blockadehaltung auf.

Gleich zu schreien, wenn etwa der Rückbau überbreiter Stadtautobahnen ansteht, ist eine typische Reflexhaltung und bringt uns nicht weiter. Die ewigen Skeptiker haben uns auch schon einen Zusammenbruch des Stadtverkehrs prophezeit, als die Aegi-Hochstraße abgerissen wurde.

Auch heiße, weil kostenintensive Eisen werden dort angepackt. Natürlich nur durch die Blume. Aber wenn ich von baulichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Verkehrsknotenpunkten (Ricklinger Kreisel, Klappenburg) oder zur besseren städtebaulichen Integration des Südschnellwegs im Bereich Döhren rede... dann meine ich doch letztendlich Tunnelbauwerke. Leider werden solche wünschenswerten Maßnahmen auf absehbare Zeit an den klammen Stadtfinanzen scheitern.

Zum Punkt Parkhäuser hält sich der Plan leider in der Tat bedeckt. Er geht bei unseren Abrisskandidaten Mehlstraße, Osterstraße und Windmühlenstraße sogar vom Ziel einer 'Auslastungsverbesserung' durch den Wegfall naher offener Parkflächen aus.

In punkto Nahverkehr finde ich einiges sehr, sehr interessant. ;) Da werde ich doch gleich mal wieder in den D-Linien-Thread wechseln...

telemaxx
August 18th, 2011, 04:25 PM
Auch heiße, weil kostenintensive Eisen werden dort angepackt. Natürlich nur durch die Blume. Aber wenn ich von baulichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Verkehrsknotenpunkten (Ricklinger Kreisel, Klappenburg) oder zur besseren städtebaulichen Integration des Südschnellwegs im Bereich Döhren rede... dann meine ich doch letztendlich Tunnelbauwerke. Leider werden solche wünschenswerten Maßnahmen auf absehbare Zeit an den klammen Stadtfinanzen scheitern.

Die Schnellwege sind aber Bundesstraßen. Müsste daher eine Untertunnelung nicht der Bund zahlen?
Das ist ein interessanter Punkt, den man mal näher betrachten müsste.

CrayZD
August 18th, 2011, 04:58 PM
Gibt es da nicht so eine abweichende Regelung, dass Großstädte für die Bundesstraßen in ihrem Stadtgebiet die Baulast tragen? Zumindest meine ich mal gelesen zu haben, dass die Baulast z.B. für den Messeschnellweg bei der Stadt liegt. Für den Südschnellweg wird dann wohl ähnliches gelten.

Ist vielleicht sogar besser so, wer weiß welche Priorität solche Trassen sonst bekommen würden. Man würde ja auch sämtliche Entscheidungsgewalt für den Aus- oder Umbau an den Bund (bzw. das Land als ausführende Instanz) abtreten. So kann man noch selber planen und ggf. Zuschüsse beantragen. Wohl ein Hauptgrund, warum der Messeschnellweg nicht durchgängig BAB ist (denn die wäre immer in der Baulast des Bundes).

telemaxx
August 18th, 2011, 05:53 PM
Hab das gegooglet und kann das bestätigen.

Prinzipiell gut, dass darüber nachgedacht wird diese Straßen besser zu integrieren. Angesichts der Haushaltslage aber auch fast schon utopisch.
Man muss wahrscheinlich warten bis die Südschnellwegbrücke über die Hildesheimer so marode ist, dass eine Sanierung nicht lohnt.

telemaxx
August 18th, 2011, 07:10 PM
EUUUROPAPOKAAAAAAL!:banana:

Los geht's (leider nicht ins Stadion ;))!

matheking
August 18th, 2011, 07:15 PM
Gibt es da nicht so eine abweichende Regelung, dass Großstädte für die Bundesstraßen in ihrem Stadtgebiet die Baulast tragen? Zumindest meine ich mal gelesen zu haben, dass die Baulast z.B. für den Messeschnellweg bei der Stadt liegt. Für den Südschnellweg wird dann wohl ähnliches gelten.

Ist vielleicht sogar besser so, wer weiß welche Priorität solche Trassen sonst bekommen würden. Man würde ja auch sämtliche Entscheidungsgewalt für den Aus- oder Umbau an den Bund (bzw. das Land als ausführende Instanz) abtreten. So kann man noch selber planen und ggf. Zuschüsse beantragen. Wohl ein Hauptgrund, warum der Messeschnellweg nicht durchgängig BAB ist (denn die wäre immer in der Baulast des Bundes).

Ich dachte deshalb wäre eine Abfahrt vom Westschnellweg/B6 zur Badenstedter Straße nicht zustande gekommen. Wegen der nicht überregionalen Bedeutung der Verbindung.

devilsadvocate
August 19th, 2011, 10:44 AM
Aber das ZDF sollte man dafür eigenltich verklagen:

Was wird mal wieder von der Stadt gezeigt? Die Hochhäuser des Ihmezentrums und dann irgndwas gefaselt von wegen "Farbe in die Stadt" oder sowas...

Das kanns doch echt nicht sein...

telemaxx
August 19th, 2011, 10:45 AM
Fand ich nicht so schlimm.

96 selbst war die beste Werbung! :)

CrayZD
August 19th, 2011, 11:18 AM
Das mit dem Sprayer vorm Ihmezentrum ist aus dem Europapokal-Eigenwerbungs-Video von 96. Insofern kein Vorwurf ans ZDF. Und wie schon gesagt: Fans und Mannschaft waren Werbung genug. :)

Ätzender fand ich da schon eher wieder diesen latenten Unterton in allen Medien, dass europäisches Flair ja jetzt mal etwas ganz besonderes ist für das so langweilige Hannover. Die Reporterfrage an Piotr Trochowski, ob er 'das Stadion denn heute wiedererkannt' habe (nach dem Motto: hier ist ja sonst Totentanz), fand ich schon unter aller Sau. Die Krone hatte aber mal wieder Spiegel Online in seiner Vorberichterstattung auf, die sich mal wieder nicht einen dusseligen Kommentars entblöden konnten, in Hannover sei es 'ja sonst eher still' und bis gestern hätte man hier 'donnerstags höchstens ins Kino gehen' können.

Was soll's: EUUUROPAPOKAAAAAAL! :banana:

Jetzt nochmal 90 Minuten annähernd dasselbe, und ich kann nächsten Donnerstag eine schöne (dann sicher regenfreie) andalusische Nacht feiern. :D

Lefthandy
August 19th, 2011, 12:10 PM
^^ Sowas ist echt schon verblüffend. In einer absolut vergleichbaren Stadt wie Bremen würde das nie jemand sagen. Wobei Hannover trotz schlechterer sportlicher Bilanz in den letzten Jahren größeren zuschauerzuspruch als Werder hat. Von der AWD-Arena als Stimmungsloch zu sprechen ist daher völlig imaginär. Auch in fußballerisch etablierten aber viel provinzielleren Orten wie Kaiserslautern habe ich nie vernommen, dass jetzt mal das große Flair in die Kleinstadt einzug halten würde.

Im übrigen hat man mit Sevilla einiges gemeinsam: Aus Imagegründen wurde dort 1992 auch mal eine Expo veranstaltet.

Für spanische Teams muss auch verblüffend sein, dass sie zu irgendeinem Europapokalneuling nach Deutschland reisen, der bislang völlig unauffällig im Mittelfeld und Abstiegskampf dümpelte, bei dem sie aber ein Stadion und ein Publikum vorfinden, wie sie es in ihrer höher bewerteten Liga nur von Bonzenclubs kennen. Das soll nichtmal ein besonderes Lob für Hannover sein, das ist ein allgemeines Bundesligaphänomen (mit ganz wenigen Ausnahmen).

CrayZD
August 19th, 2011, 12:50 PM
Der Name Hannover generiert eben gewisse Reflexe. Jeder aus der vermeintlich so kreativen, über das Mittelmaß erhabenen Medienkaste (selbst wenn er vom Grevenbroicher Tageblatt ist) fühlt sich da gleich berufen, einen Kommentar abzugeben. Und durch diese Klischeepflege werden auch die meisten Normalbürger angesteckt. Einfach mal drauf achten, wie oft bei Hotelportalen unter negativen Bewertungen hiesiger Hotels druntersteht: 'naja, ist halt Hannover'. Das liest man in keiner anderen deutschen Stadt.

Ich meine jedoch zu beobachten, dass sich immer weniger Hannoveraner von diesem Negativimage ihrer Heimat anstecken lassen (wozu 96 gerade in jüngerer Vergangenheit ein gehöriges Stück beiträgt). Und das ist durchaus positiv zu werten, denn es wird sich irgendwann auch in der Außenwirkung bemerkbar machen.

Ja, bei der Expo 92 hatte Sevilla sogar mit exakt den gleichen Problemen zu kämpfen wie später Hannover: mangelndes Besucherinteresse, Finanzprobleme, schleppende Nachnutzung. Letzteres sogar, obwohl das Gelände dort wesentlich zentraler gelegen ist als bei uns. Deswegen hat sich Hannover ja auch explizit vorgenommen, die Fehler Sevillas nicht zu wiederholen - leider mit bekanntermaßen dürftigem Erfolg.

Bzgl. Umfeld und Infrastruktur macht der Bundesliga wirklich keiner was vor. Das bezieht sich nichtmal nur auf die Bausubstanz der Stadien, sondern auf das gesamte Drumherum mitsamt vereinsinternen Strukturen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich bei einem Abebben des europaweiten Fußball-Hypes (der zwangsläufig irgendwann kommen wird, sowas läuft ja immer zyklisch) die Bundesliga zur stärksten Liga Europas mausert. Denn deutsche Clubs haben nicht nur die solideste Finanzsituation, sondern auch die treuesten Fans und sind weniger kommerzialisiert als ihre europäischen Pendants (wie Du schon sagst, mit wenigen Ausnahmen).

Bei der Reiseplanung merke ich allgemein, wie man als Deutscher in bezug auf städtische Infrastruktur verwöhnt ist. Nicht nur dass in Sevilla das Stadion das letzte Mal zur WM 82 modernisiert wurde und auf der Gästetribüne weder Essensstände noch feste Toiletten bietet... nein, auch der Nahverkehr dieser 700.000-Einwohner-Stadt (größer als Frankfurt!) besteht aus einer Metro-Linie - Expo sei Dank, einer kurzen Tramlinie und ansonsten gaaanz vielen Bussen. Fahrpläne im Internet zeigen südeuropa-typisch nur Abfahrtzeiten an den Endstationen, ansonsten heißt es 'nach Verkehrslage'. ;)

Señor Templar
August 23rd, 2011, 04:10 PM
interessanter Artikel aus dem Barmagazine Mixology... erscheint mir zutreffend und ausgewogen!

http://mixology.eu/bars_und_menschen/stadtgeschichten/verdammte-axt-eine-bartour-durch-hanover/

matheking
August 23rd, 2011, 08:22 PM
Auf jeden Fall wohlwollend formuliert. Da nimmt man auch Kritik an.

roughboy
August 24th, 2011, 10:35 PM
http://www.gundlach-bau.de/web/warstrasse.html

Prof. Günter Pfeifer bezeichnet in einem seiner Bücher Wohnungsbaugesellschaften, Bauträger und die Immobilienwirtschaft als verschworene Ignoranten.
Ich möchte hier ein Projekt vorstellen, das diese Einschätzung verständlich macht. Mit dem Projekt "Mitten im Leben" bringt Gundlach die Tristesse der Vorstadtsiedlungen in die Innenstadt.Grundrisse, Außenraumqualität und Architektur sind miserabel.Diese Projekt ist für den Wohnungsbau und die Stadtentwicklung kein zukunftsweisender Beitrag, sondern eine ideenlose Standardlösung.
:bash:

telemaxx
August 24th, 2011, 10:51 PM
Dito.

Das ist eine Architektur, die in der (Kern-)Stadt keine Zukunft haben sollte.

gruenebahn
August 24th, 2011, 10:56 PM
Wobei ich froh bin, dass es Wohnugsgenossenschaften gibt! Wo wären wir Mieter wenn es nur Privatvermietung gäbe. Nein danke, DAS wäre ein absolutes nogo für mich eine Privatvermietete Wohung, gut das es sie gibt! Aber was den neumodischen Baustyle angeht gebe ich euch recht.

Lefthandy
August 25th, 2011, 12:01 AM
Ich weiß nicht was an dem Projekt so schlecht sein soll, mir gefällt es ganz gut. Es hat sogar eine Tiefgarage. Reihenhäuser sind versteckt im Hinterhof, statt sie wie beim Gilde-Caree den Stadtraum erobern zu lassen. Was an den Grundrissen so fatal sein soll erschließt sich mir auch nicht. Optik ist halt so ne gefällige Wischiwaschi-Moderne wie bei 90% aller Neubauten, gerade im Wohnungsbereich. Damit habe ich gelernt, mich abzufinden. Dieses hier ist beileibe kein herausragend schlechtes Beispiel.

Vorher standen da eine mickrige Tankstelle, ein Garagenhof und verschachtelte Baracken. Jetzt erzähl mir noch einer, dass es wahre Urbanität und vor allem Stadtteilidentität verheißen hätte, das stehen zu lassen.

telemaxx
August 25th, 2011, 07:49 AM
Auf der Seite des Fachschaftsrates Architektur ist unser Forum verlinkt (http://archifachschaft.wordpress.com/2010/03/16/skyscrapercity-forum-uber-hannovers-bautatigkeiten/).

Dazu steht dort folgender Satz, damit die jungen angehenden Architekten nicht von der vorgegebenen Meinungslinie abkommen: :D

Die Meinungen und Inhalte des Forums entsprechen nicht der der archifachschaft und sollten generell kritisch bewertet werden.

Die unterstellen erstens, dass wir hier alle einer Meinung wären und zweitens, dass wir alle generell etwas gegen Architekten hätten.
Z.T. lässt sich das schon erkennen bei manchen, aber ich behaupte, dass die meisten hier differenziert und von Projekt zu Projekt urteilen.

Dass manche Projekte einfach großer architektonischer Mist sind, und wir das auch sagen, müssen die Architekten halt vertragen.

matheking
August 25th, 2011, 10:19 AM
Auch wenn ich der viel gescholtenen Gentrifizierung auch durchaus kritisch gegenüber stehe, kann ich die Kritik an dem Projekt nur bedingt mittragen.
Das Konzept mit Wohungen in einem höheren Gebäude zur Straße hin und kleinen Reihenhäusern im Hinterhof finde ich nämlich durchaus attraktiv. Allerdings werden die "familiengerechten Grundrisse" wohl dem Klientel entsprechend nur für die Standard 2-Besserverdiener-Ende-30-mit-höchstens-2-Kindern die sich das leisten können ausgelegt sein.
Die Fassadengestaltung habe ich mir nicht angeschaut, aber da ist die Warstraße mit den nur begrenzt attraktiven 50er-Häusern auf der anderen Straßenseite recht unempfindlich.
@Lefthandy:
Das GildeCaree sollte eigentlich auch abgeschlossener sein. Zur Blumenauer Straße und zum Küchengarten hin sind ja auch größere Gebäuderiegel entstanden. Ähnlich, nur im kleineren Standard sollte es auch zur Stephanusstraße hin aussehen. Im Angebot waren auch 3-Geschosser mit Laden im Erdgeschoß. Leider haben die aber keine Käufer gefunden, so dass die Reihenhausriegel sich jetzt nach dorthin fortsetzten und diese sehr unbefriedigende Situation mit der geöffneten Front schaffen. Als letzte Seite des Dreiecks bleibt die Gartenallee. Diese ist nur im nicht betroffenden Bereich zwischen Stephanusstraße und Küchengarten attraktiv, hat aber auch dort schon auf der südlichen Seite eine unregelmäßige Flucht. Diese trifft auch auf den Bereich gegenüber vom Gildecaree zu.

Squig
August 25th, 2011, 11:47 AM
Ich interpretiere den von dir zitierten Satz anders und finde ihn OK. Wo hast du das mit 'einer Meinung' her ('Meinungen' (!))? Und generell sollte man alles kritisch betrachten. Das hat doch mit Anfeindungen nichts zu tun.

telemaxx
August 25th, 2011, 01:11 PM
Vielleicht hab ich den falsch verstanden, aber ich finde die Formulierung schon komisch.
Entsprechen dann alle hier vertretenen Meinungen nicht denen der Fachschaft?

Orakel
August 25th, 2011, 01:30 PM
Ich interpretiere den von dir zitierten Satz anders und finde ihn OK.

Genau. Wenn den Verantwortlichen dieses Forum generell egal wäre, hätten sie es nicht verlinkt.
Und natürlich sollten hier alle Themen generell kritisch bewertet werden. So ist das in einer Demokratie.

Andererseits zeugt der Satz "Die Meinungen und Inhalte des Forums entsprechen nicht der der Archifachschaft und sollten generell kritisch bewertet werden" bei Lichte betrachtet natürlich auch von einer gehörigen Portion Verunsicherung bei den Verantwortlichen des Fachschaftsrates Architektur in Bezug auf deren eigene architektonische Urteilsfähigkeit. In längst vergangenen Zeiten hätten Architekten in diesem Forum niemals mitgelesen. Warum auch, sie waren von dem was sie taten überzeugt. (Das soll jetzt natürlich kein Statement für historische Architektur sein.) Oder hat schon mal jemand von einem Arzt gehört, der sich Ratschläge bei einem Laien holt?
Aber anders als die Medizin ist Architektur eine Form der Kunst. Und was Kunst ist, war noch nie so umstritten wie heute. Nur anders als z.B. die Malerei, die in Museen zu bewundern ist, in die man nicht gehen muss wenn man nicht will, ist die Architektur eine Kunst im öffentlichen Straßenraum. Und das macht sie zum Streitpunkt des normalen Bürgers, der die zunehmende Abstraktheit der Architektur nicht mehr nachvollziehen kann, und sich eher klassische Harmonie wünscht, mit der erlebbare/heile/funktionierende Stadträume in der Regel einher gehen. Anders formuliert: die Architekten wollen Picasso, der normale Bürger eher Monet.

Klar wird hier auch Mist geschrieben, aber es gäbe die Verlinkung nicht, wenn hier nicht auch der ein oder andere gute Rat zu holen wäre. D.H. einige hier vertretene Meinungen finden sehr wohl das Ohr der Fachschaft.

jp80
August 25th, 2011, 03:05 PM
Die Formulierung lehnt sich doch an den Standard an, der grundsätzlich verwendet wird, um sich - vor allem aus Gründen der Rechtssicherheit - vom Inhalt der verlinkten Seiten zu distanzieren und kenntlich zu machen, dass man für den dort veröffentlichten Inhalt nicht selbst verantwortlich ist.

Das Argument Rechtssicherheit mag hier auf den ersten Blick etwas übertrieben wirken, könnte aber dennoch der Hauptgrund für die Aussage sein. (Sicher: Die eine oder andere inhaltliche Kontroverse spielt wahrscheinlich auch eine Rolle...) Die Tatsache, dass "unser" Laien-Forum überhaupt verlinkt wird, ist eigentlich eine große Ehre! Und ich schließe mich meinen Vorrednern an, wenn ich darauf hinweise, dass es selbstverständlich sein sollte, sich mit fremden Meinungen immer kritisch auseinanderzusetzen - so gesehen gibt es an dem Hinweis rein gar nichts auszusetzen. Allenfalls ist er inhaltlich überflüssig...

telemaxx
August 25th, 2011, 05:25 PM
So, ich wurde jetzt ordentlich missverstanden glaube ich.

1. Natürlich sollte man alles kritisch hinterfragen, was man liest, vor allem im Internet.

2. Ich finde es auch gut, dass unser Forum wahrgenommen, verlinkt und besprochen wird.
Etwas derartiges gibt es zu Hannover kein zweites Mal, der Informationsgehalt hier ist großartig, die Diskussionen oft sehr aufschlussreich, die Aktualität super.
Wir sind sozusagen Baudokumentation, kritische Öffentlichkeit, Diskussionsforum, Visionäre und Realisten.

3. Ich habe den Satz der Fachschaft gelesen und fand den überflüssig und inhaltlich falsch. Inhaltlich falsch, weil man normalerweise schreibt: "...entspricht nicht unbedingt der Meinung unserer Redaktion..." oder "...muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen..."
Die Kombination hat mich dazu veranlasst, den ersten Kommentar zu schreiben. Es wirkte halt so, als ob die sich nicht mit unseren Meinungen indentifizieren können und wollen.

Zusammenfassend finde ich, dass das hier ein ausgewogenes Forum ist.
So, und jetzt möchte ich nicht mehr in die unkritische, intolerante Ecke gestellt werden. ;)=(Der letzte Satz ist nicht so krass gemeint, wie er gelesen klingt, sondern mit leicht ironischem Unterton zu verstehen)

Orakel
August 26th, 2011, 08:18 AM
Wir sind sozusagen Baudokumentation, kritische Öffentlichkeit, Diskussionsforum, Visionäre und Realisten.

Und Träumer...ha ha ha

Ich habe den Satz der Fachschaft gelesen und fand den überflüssig und inhaltlich falsch. Inhaltlich falsch, weil man normalerweise schreibt: "...entspricht nicht unbedingt der Meinung unserer Redaktion..." oder "...muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen..."

Kann ich gut verstehen

So, und jetzt möchte ich nicht mehr in die unkritische, intolerante Ecke gestellt werden. ;)=(Der letzte Satz ist nicht so krass gemeint, wie er gelesen klingt, sondern mit leicht ironischem Unterton zu verstehen)

Hatte auch niemand im Sinn

StoneRose
September 3rd, 2011, 04:37 AM
Gibt's eigentlich irgendwo Statisken zu Unfällen mit Straßenbahnen.

Ist ja eigentlich wöchentlich wenn nicht öfter, dass hier Fussgänger von Straßenbahnen angefahren werden.

Ist das in anderen Staädten auch so??

Kasimir
September 6th, 2011, 09:58 PM
Nabend,

ich habe gerade den folgenden Artikel gelesen:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Sogar-die-Kavaliershaeuser-oeffnen-beim-Tag-des-offenen-Denkmals

Leider bin ich an dem Tag schon beschäftigt, aber falls sich einer von euch diese Gelegenheit nicht entgehen lässt, würde ich mich total über Fotos aus dem Inneren des Wasserturms freuen. Wollte da schon immer mal gerne rein.

web30167
September 20th, 2011, 10:07 PM
Leider bin ich an dem Tag schon beschäftigt, aber falls sich einer von euch diese Gelegenheit nicht entgehen lässt, würde ich mich total über Fotos aus dem Inneren des Wasserturms freuen. Wollte da schon immer mal gerne rein.

gucks du hier (http://www.haz.de/Hannover/Fotostrecken-Hannover/Tag-des-offenen-Denkmals-in-Hannover).

web30167
September 20th, 2011, 10:13 PM
Apropos Fotos: Fotoausstellung (http://www.hannover.de/hist_museum/aktuell/Eroeffnung_Stadtbilder.html) im Historischen Museum zeigt „Stadtbilder“ von Hannover zwischen 1900 und 1939. Siehe auch HAZ vom 20.09.2011 (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Fotoausstellung-zeigt-Stadtbilder-von-Hannover-zwischen-1900-und-1939).

- EDIT -
Habe die Ausstellung heute besucht. Museums-FREItag. ;) Viel Bekanntes von Hauschild & Co. dabei, aber auch ein paar Überraschungen. Tolle Luftbilder, historische Postkarten/Straßenansichten, einige Filme und ein paar Exponate. Klasse gelungen: das 360° Panorama vom Lindener Berg. Laßt euch das nicht entgehen!

CrayZD
September 26th, 2011, 02:15 PM
Das liest sich doch nett:

Positive Prognosen im Immobilienmarktbericht Hannover (http://www.immobilien-zeitung.de/1000005460/positive-prognosen-im-immobilienmarktbericht-hannover)

Die überschwänglichen Kommentare kommen zwar größtenteils aus den hannoverschen Dependancen der großen Makler - es dürfte also ein bisschen Lokalpatriotismus mitschwingen - aber alles in allem doch erfreulich. Vor allem das hier:

"Damit koppelt sich die Entwicklung in der niedersächsischen Landeshauptstadt erfreulich von anderen B-Standorten ab, die bislang von der positiven wirtschaftlichen Stimmung weniger profitieren konnten", urteilt Christian Palis, Engel & Völkers Commercial Hannover.

Und wer sich unter uns Lokalpatrioten schon wieder am 'B-Standort' stört: Als A-Standorte gelten im Maklersprech i.d.R. die 'Big Seven' unter den deutschen Städten, also Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Und mit denen kann Hannover in Sachen Immobilienmarkt eben (noch?) nicht mithalten.

Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung nicht schon wieder vom abflauenden Wirtschaftswachstum kaputtgemacht wird, bevor sie zu den Investoren durchdringt und endlich zu positiven Nachrichten für die wichtigsten städtebaulichen Problemzonen führt (z.B. ZOB, Pferdeturm).

R_o_b_e_r_t
September 26th, 2011, 03:43 PM
Na das liest sich doch gut. Bleibt zu hoffen das die Hannoveranner Ihre Stadt auch zu schätzen wissen. Von vielen hört man leider immer noch negatives. Ich selbst wohne jetzt seid 10 Jahren in dieser schönen Stadt und bin einfach begeistert... :banana:

telemaxx
September 26th, 2011, 05:37 PM
Hier (http://www.unternehmerbuero-hannover.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dokumente/Immobilienmarktbericht_2011.pdf)!

devilsadvocate
September 27th, 2011, 12:40 AM
Gibts denn im Bericht irgendwelche neuen Ankündigungen zu größeren Projekten?

AlfredJKwak
September 27th, 2011, 01:07 AM
Als Sanierungsbeginn für die Sparkasse am Raschplatz steht dort 2012. Hoffentlich stimmts und es betrifft auch eine Aussensanierung.

Seit wann wurde die Konzernzentrale der TUI von WealthCap übernommen?

Quelle PDF von oben +:
http://www.wealthcap.com/de/presse/pressetexte_html/110621_D33.html

Liest sich aber ganz gut. Hoffentlich sehen das auch andere Firmen so.

"„Unser neues Beteiligungsangebot verbindet die exzellenten Chancen am etablierten Wirtschaftsstandort Hamburg mit der Dynamik und den positiven Zukunftsaussichten des Regionalzentrums Hannover“,

"„Hannover ist ein Standort mit Potenzial und war in der Vergangenheit ein Musterbeispiel der Stabilität. Die beiden Standorte Hamburg und Hannover ergänzen sich optimal“"

telemaxx
September 27th, 2011, 08:02 PM
Gibts denn im Bericht irgendwelche neuen Ankündigungen zu größeren Projekten?

Nein, uns entgeht nichts! ;)

CrayZD
October 4th, 2011, 05:46 PM
Naja:

Hannover macht Marke (http://www.hannover.de/hannover-macht-marke/data/meldungen/111004_hmm.html)

Das neue Logo typisch bieder (ich bin mal gespannt, wann hier mal einer im positiven Sinne ausbricht). Leider scheidet für das Kunstkonstrukut 'Dachmarke Stadt/Region' ein klassisches Wappen aus. Wäre ansonsten mittlerweile mein Favorit.

Das übrige Corporate Design (Farbgebung, Schriftbild...) ist zwar für sich genommen sehr gut. Aber mir ist das zuviel Anbiederei bei Hamburg. Wer sich dort mal die Website oder einige Werbeplakate anschaut, weiß was ich meine.

Ob es wohl auch bald eine neu gestaltete Website gibt? Wäre zu hoffen!

Leine1977
October 4th, 2011, 05:50 PM
Naja:

Hannover macht Marke (http://www.hannover.de/hannover-macht-marke/data/meldungen/111004_hmm.html)

Das neue Logo typisch bieder (ich bin mal gespannt, wann hier mal einer im positiven Sinne ausbricht). Leider scheidet für das Kunstkonstrukut 'Dachmarke Stadt/Region' ein klassisches Wappen aus. Wäre ansonsten mittlerweile mein Favorit.

Das übrige Corporate Design (Farbgebung, Schriftbild...) ist zwar für sich genommen sehr gut. Aber mir ist das zuviel Anbiederei bei Hamburg. Wer sich dort mal die Website oder einige Werbeplakate anschaut, weiß was ich meine.

Ob es wohl auch bald eine neu gestaltete Website gibt? Wäre zu hoffen!

Hat bestimmt Millionen gekostet...

Warum hätte man zumindest nicht rot-weiß gewählt - das sind doch die Farben der Stadt (und Region). Das blau passt gar nicht.

Wenigstens hat man auf einen billigen Marketingspruch verzichtet.

CrayZD
October 4th, 2011, 05:56 PM
Die 'Kennfarbe blau' für die Region geistert ja schon länger durch das Marketingkonzept (auch im Internetauftritt oder z.B. im Regionslogo zu sehen). Weiß nicht, auf wessen Mist das ursprünglich mal gewachsen ist.

Und die Farbenlehre 'rot + blau ergibt dunkles blau' (Schnittmenge im Logo und in den Textboxen) steht hoffentlich nicht sinnbildlich für die politischen Machtverhältnisse zwischen Stadt und Region...

telemaxx
October 5th, 2011, 12:49 AM
Ob es wohl auch bald eine neu gestaltete Website gibt? Wäre zu hoffen!

Ja, steht in dem Artikel, den du verlinkt hast. ;)

Ich habe vor längerer Zeit (auf hannover.de?) einen Artikel darüber gelesen.
Für die Umgestaltung wurde extra ein neuer Mitarbeiter bzw. Chef eingestellt.

web30167
October 5th, 2011, 06:27 PM
Das neue Logo typisch bieder (ich bin mal gespannt, wann hier mal einer im positiven Sinne ausbricht).

Das ist kein Logo. Das ist DADA (http://de.wikipedia.org/wiki/Dadaismus#Der_Hannover-DADA)! - passt jedoch hervorragend zum diagnostizierten "inhaltlich flachen Profil". :D

Ob es wohl auch bald eine neu gestaltete Website gibt? Wäre zu hoffen!

Ich befürchte, es wird kopflos (http://www.designtagebuch.de/start-der-serie-stadtportale-die-schoenste-stadt-deutschlands/) weitergehen. :wallbash:

Bob!
October 9th, 2011, 10:04 PM
Na, wer erkennt, wo das ist? ;)

http://www.abload.de/img/adya1pcmi.jpg
Quelle (http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=398849)

http://www.abload.de/img/adya21co7.jpg
Quelle (http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=398849)

http://www.abload.de/img/adya3zdxp.jpg
Quelle (http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=398849)

http://www.adya-classic.de/

Der TV-Spot (http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=398849) scheint schon länger zu laufen, hab ihn aber heute zum ersten Mal gesehen.

Orbiter
October 10th, 2011, 12:04 PM
Irgendwie habe ich heute Morgen aus dem Augenwinkel eine NP Schlagzeile gesehen, von wegen Platznot in der Innenstadt und Parkhäuser müssten abgerissen werden. Weiß da jemand genaueres zu, oder war ich nur noch im Halbschlaf?

Leine1977
October 10th, 2011, 12:46 PM
Irgendwie habe ich heute Morgen aus dem Augenwinkel eine NP Schlagzeile gesehen, von wegen Platznot in der Innenstadt und Parkhäuser müssten abgerissen werden. Weiß da jemand genaueres zu, oder war ich nur noch im Halbschlaf?

Es war lediglich eine Gedankenspielerei, die in die richtige Richtung geht - aber nichts konkretes.

Leider war die Überschrift irreführend, da nur das Parkhaus Mehlstr. in Betracht kommen würde, was aber schwarze Zahlen schreibt. Die anderen sollen aber unberührt bleiben, da entweder unter Denkmalschutz oder in Privatbesitz.

CrayZD
October 10th, 2011, 01:02 PM
Es war lediglich eine Gedankenspielerei, die in die richtige Richtung geht - aber nichts konkretes.

Ja, leider. Das Parkhaus Mehlstraße mag zwar noch Gewinn abwerfen, aber das massive Überangebot an dieser Stelle - mit EAG, Rosenquartier und Kaufhof in unmittelbarer Nähe - ist offensichtlich. Und da liegt es nunmal nahe, das älteste Parkhaus in diesem Einzugsbereich einzureißen. Das dürfte auch gleich die lausige Auslastung des ebenfalls von Union Boden betriebenen Parkhauses Rosenquartier verbessern, kann also nur in deren Interesse sein.

Für die Parkhäuser Schmiedestraße (Denkmalschutz) und Röselerstraße (privat) wurden Denkverbote erteilt. Letzteres kann ich mal gar nicht nachvollziehen, denn bei einem entsprechenden Angebot eines Investors wären die Eigentümer/Pächter mit Sicherheit gesprächsbereit. Betreiber Contipark rotzt an diesem Standort Angebote wie 5€/Tag raus... scheint also auch nicht so dolle zu laufen. Größte Einnahmequelle sind vermutlich die 'Schönen Aussichten' auf dem Dach, genau wie in der Mehlstraße der 'Roof Garden'.

Unverständlicherweise völlig unerwähnt blieben Windmühlenstraße, Osterstraße und Hauptbahnhof - wobei ich bei letzterem einsehe, dass sich Büroraum an den Gleisen wohl schlecht vermarkten ließe. Aber die anderen beiden stünden für mich ganz vorne auf der Abrissliste.

Grundsätzlich finde ich es aber schön, dass die Debatte angestoßen wird. Hoffentlich nimmt die sich neu anbahnende Finanzkrise der Immobilienwirtschaft nicht so schnell den Wind aus den Segeln, dass das Thema wieder einmal verpufft.

lifestyle032
October 10th, 2011, 03:48 PM
Aha, jetzt herrscht also Platznot, doch vor wenigen Monaten wollte keiner in den möglichen Kröpcke-Turm ziehen! :nuts:

weidetor
October 12th, 2011, 04:24 PM
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Der-Cityring-soll-schmaler-werden


Knappes Geld dafür ausgeben nur um die Verkehrssituation zu verschlechtern...Wahnsinn.

telemaxx
October 12th, 2011, 06:00 PM
^Viele vergessen immer, dass das die Voraussetzung für Hannover City 2020+ ist.

Die Leistungsfähigkeit soll nicht sinken, da die entscheidenden Knotenpunkte gut ausgebaut werden/bleiben.

CrayZD
October 12th, 2011, 07:11 PM
Eben. Und wie ich im HAZ-Forum schon schrieb: im Idealfall kommt das Geld durch den Grundstücksverkauf wieder rein.

Ich hoffe nur, dass man mit Bedacht vorgeht und nicht einfach mal eben Millionen verbrät, ohne konkret einen Investor für die Flächen an der Hand zu haben. Denn Brachland an der Leine sähe vermutlich schlimmer aus als der Status Quo.

Gibt es im Rahmen von City2020+ denn jetzt eigentlich ein Gestaltungskonzept für den Friedrichswall? Im Artikel klingt das ja so, als würde diesbezüglich noch ziemliche Ratlosigkeit herrschen. In meinen Augen wäre hier eine Aufwertung unheimlich wichtig, vor allem der Bereich um den Trammplatz ist, gelinde gesagt, suboptimal.

weidetor
October 12th, 2011, 08:45 PM
Eben. Und wie ich im HAZ-Forum schon schrieb: im Idealfall kommt das Geld durch den Grundstücksverkauf wieder rein.

Ich hoffe nur, dass man mit Bedacht vorgeht und nicht einfach mal eben Millionen verbrät, ohne konkret einen Investor für die Flächen an der Hand zu haben. Denn Brachland an der Leine sähe vermutlich schlimmer aus als der Status Quo.

Gibt es im Rahmen von City2020+ denn jetzt eigentlich ein Gestaltungskonzept für den Friedrichswall? Im Artikel klingt das ja so, als würde diesbezüglich noch ziemliche Ratlosigkeit herrschen. In meinen Augen wäre hier eine Aufwertung unheimlich wichtig, vor allem der Bereich um den Trammplatz ist, gelinde gesagt, suboptimal.
wenn das neu gewonnen land benutzt wird ist es ja gut. klingt aber bislang so, als ob da keine pläne vorlägen.

telemaxx
October 12th, 2011, 09:41 PM
^Ja, weil die HAZ mal wieder ziemlich schlecht informiert ist.

Für den Bereich Leibnizufer/Friederikenplatz gibt es ja schon konkrete Pläne, nur die architektonische Ausgestaltung ist noch nicht geklärt.

Ein Gutachten hatte ergeben, dass die schmalere Variante den Verkehrsfluss nicht in Gefahr bringt.

Soweit richtig, aber wieso wird die HAZ nicht konkret? Sie bezieht sich nämlich auf das Gutachten des hannoverschen Ingenieurbüros SHP vom Juni 2009, das aufwendige Simulationen für die Bereiche Königsworther Platz, Brühlstraße, Leibnizufer, Friederikenplatz, Friedrichswall und Aegidientorplatz erstellt und im Sprengel Museum präsentiert hatte.
Es ist nicht so, dass die HAZ das nicht mitbekommen (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Diskussion-um-Cityring) hätte, sie scheint es aber aus ihrem Bewusstsein verdrängt zu haben.

Der Knaller ist aber der nächste Satz:
Wie die frei werdenden Flächen später genutzt werden, blieb gestern unklar.

Achso. Da hat der HAZ doch gestern bis Redaktionsschluss niemand etwas von Hannover City 2020+ erzählt. Ärgerlich.

Wenn in der Redaktion keiner Ahnung von Stadtplanung hat, dann soll doch bitte Conrad von Meding alle Artikel zu solchen Themen schreiben. Der beweist darin meistens einen gewissen Überblick. Stattdessen durften zwei andere Redakteure an den Riesenartikel ran. Sowas regt mich auf! Und sowas führt dann zu noch absurderen Diskussionen im HAZ-Forum. Nur weil die HAZ nicht recherchieren kann.

Es geht nämlich auch gar nicht um den ganzen Cityring! Das hat die HAZ sich nur irgendwann aus lauter Populismus so überlegt, vielleicht um die Auflage zu steigern, wer weiß. Es geht nur um den vom Ingenieurbüro untersuchten Bereich von KöWo Platz bis Aegi. Und die Untersuchung hat ergeben, dass in dem Bereich überall eine Fahrspur eingespart werden kann. Nur im Bereich Brühlstraße und Königsworther Platz ist das aus Kapazitätsgründen nicht möglich.

Aber da die HAZ das alles nicht erwähnt hat, können die Betonköpfe im HAZ-Forum ihren Spinnereien freien Lauf lassen.

telemaxx
October 12th, 2011, 10:01 PM
Ich lese gerade die Kommentare zu dem HAZ-Artikel und muss gleich kotzen.

Die Gegner des Rückbaus beziehen sich auch noch auf den Artikel, nach dem es ja gar kein Konzept für irgendwas gibt.

Außerdem sollte man das Geld in Bildung investieren.
Lesen die überhaupt mal Zeitung? Oder rennen die mit Scheuklappen durch die Gegend. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit Abitur gemacht und kenne in Hannover fast keine Schule, die nicht komplett umgebaut, abgerissen und neugebaut oder wenigsten saniert wird. :ohno:

homann5
October 12th, 2011, 11:18 PM
Das tolle an den Berechnungen zur Leistungsfähigkeit des Cityrings ist ja, dass es auch einige gibt, die das genaue Gegenteil behaupten. Und genau das wirkt auch wesentlich plausibler. Denn immerhin hat man es bis heute nicht geschafft, trotz hoher Ausgaben für die Optimierung der Ampelschaltungen - insbesondere im Bereich Königsworther Platz und Schiffgraben - den Verkehrsfluss wesentlich zu verbessern. Eher im Gegenteil, gerade am Königsworther Platz hat man durch den Rückbau der Rechtsabbiegerspur für eine deutlich schlechtere Abwicklung gesorgt. Da muss schon ein Wunder geschehen, dass bei zukünftig vermutlich noch zunehmendem Verkehr in der Innenstadt bei geringerer Kapazität (Rückbau Cityring) die aktuelle Situation verbessert oder zumindest nicht verschlechtert wird.

Was die Pläne des Verkaufs von freiwerdenden Flächen angeht: Abolustes Luftschloss! Man hat ja schon heute Probleme damit, 1a- oder 1b-Flächen wie den ZOB, den Hermsplatz oder Flächen in der Altstadt sinnvoll an Investoren zu vermarkten. Warum soll das denn in absehbarer Zeit anders werden?

telemaxx
October 13th, 2011, 07:47 AM
insbesondere im Bereich Königsworther Platz und Schiffgraben

Das sind nun gerade zwei Bereiche, in denen kein Rückbau erfolgen soll.

telemaxx
October 13th, 2011, 12:56 PM
@homann:
Die relevanten Bereiche (Leibnizufer und Friedrichswall) sind m.E. und laut Gutachten zu reduzieren ohne einen Leistungsverlust hinnehmen zu müssen.

Das entscheidende bei einer Straße sind die Kreuzungen und Ampeln. Kompaktere Knotenpunkte (da sehe ich vor allem am Friederikenplatz Potential) ermöglichen auch eine effektivere Ampelschaltung, da die Leerlaufzeiten, in denen alle rot haben verringert werden (wie CrayZD auch schon im HAZ-Forum schrieb).
Ob eine grüne Welle oder ähnliches auf dem Leibnizufer schon probiert wurde, weiß ich nicht.
Ich vertraue da auf das Ingenieurbüro, das m.E. vernünftige Arbeit geleistet hat.
Zumal es am Leibnizufer nur die Knotenpunkte Goethestraße und Friederikenplatz gibt.
Beim Friedrichswall beschränkt sich das auf den Doppelknoten Friederikenplatz und Karmarschstraße und den Knotenpunkt Osterstraße.
Das müsste zu händeln sein.

Und wie immer sei noch auf den Abriss der Hochstraße am Aegi verwiesen, wo viele den Untergang des Abendlandes herbeigeschrien haben.

homann5
October 13th, 2011, 01:27 PM
Die weiträumige Kreuzung Leibnizufer/Friedrichswall hat einen großen Vorteil: Der (stehende) Verkehr wird gut verteilt. Baut man hier massiv zurück, werden die Rückstaus in Richtung Norden deutlich länger werden. Das Problem an dieser Ecke ist nämlich nicht die schelchte Ampelschaltung, sondern das aus allen Richtungen nahezu identische Verkehrsaufkommen. Daran scheitert eigentlich jede Schaltung, weshalb diese Kreuzung regelrecht für den Bau eines Kreisels prädestiniert ist.

Den Bereich Friedrichswall/Osterstraße stufe ich gar nicht mal als kritisch ein, da gibt es meist nur Rückstaus von Osten nach Süden (Friedrichswall -> Osterstraße) oder in Nord-Süd-Richtung (Osterstaße - Willy-Brandt-Allee). Wirklich schlimm ist es nach wie vor am Aegi. Je nach Tageszeit steht man auf der Hildesheimer wirklich lange an, aber auch von Norden Richtung Hildesheimer sind die Schlangen oftmals lang. Dass der Abriss der Hochstraße hier nicht zu Kollaps geführt hat, liegt an den Ausweichrouten die mittlerweile genutzt werden. Die waren für diesen Verkehr aber nicht gedacht, dementsprechend groß ist nach wie vor die "Freude" der Anlieger.

Es wurde auch schon oft genug geschrieben, nicht nur hier im Forum sondern auch von zahlreichen Experten in der HAZ und anderen Publikationen: Das Konzept Cityring muss als ganzes betrachtet und verändert werden. Wenn man schon einen Umgehungsring baut, dann muss dieser möglichst überall die gleichen Kapazitäten aufweisen und vor allem der Verkehr darauf bevorzugt werden. Genau das wird aber an zahlreichen Stellen (mutwillig) zerstört, siehe Brühlstraße/Goethestraße, Königsworther Platz oder Berliner Allee/Schiffgraben.

Verkehre können nicht punktuell beeinflusst werden, man braucht immer ein Gesamtkonzept. Für den Cityring würde dies bedeuten, dass man den Verkehr da rausholen und sinnvoller leiten muss. Dazu wären aber gravierende Änderungen und Investitionen nötig wie zum Beispiel ein zweiter Ring und das Fertigstellen des Schnellwegnetzes.

Leine1977
October 13th, 2011, 01:45 PM
Wir haben doch einen eigenen City2020-Thread... und sogar einen eigenen City-Ring-Rückbau-Thread ;)

http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=708308&page=25

http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=896844&page=4

CrayZD
October 13th, 2011, 02:10 PM
Na gut... dann also hier weiter (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?p=84669422#post84669422).

Waxo Khana
October 20th, 2011, 09:19 AM
Südlich von Hamburg ist halt nur Pampa :)

Deutschlands größte Flughäfen (http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/info-grafiken/ig-flughaefen.html)

http://img41.imageshack.us/img41/690/hannoverq.jpg
Quelle: WIWO

Leine1977
October 20th, 2011, 09:56 AM
Südlich von Hamburg ist halt nur Pampa :)


Nördlich auch.

Bob!
October 20th, 2011, 10:03 AM
Dortmund :lol:

weidetor
October 20th, 2011, 10:46 AM
so klein is HAJ doch nun auch nicht....übrigens ein recht guter Flughafen wie ich finde, geringe Wartezeiten, nicht allzulange Wege, ordentliche Verbindungen.

telemaxx
October 20th, 2011, 12:15 PM
Ist das Absicht, dass Hannover da nicht bei ist?

Dortmund hat knapp 2 Millionen Passagiere...:lol:

Edit: Oh, Leipzig auch nur 2,3...

CrayZD
October 20th, 2011, 12:26 PM
Da weiß man echt schon wieder nicht, ob man lachen oder weinen soll. Leipzig/Halle ist immerhin Deutschlands zweitgrößter Frachtflughafen, das erklärt noch annährend warum er trotz bescheidener Fluggastzahlen mit auf der Karte ist. Aber Dortmund?!?

Naja, als Hannoveraner ist man solche 'objektiven' Statistiken ja leider gewohnt.

Ich erklär's mir so: bei einer realitätsnahen Auflistung der 10 größten Flughäfen (incl. Hannover als Neunter) wäre herausgekommen, dass Hannover die deutschlandweit wirtschaftsfreundlichsten Nachtflugbestimmungen hat. Das passt einigen Sponsoren der 'unabhängigen' Handelsblatt-Gruppe vermutlich nicht in den Kram, könnte es doch angesichts der momentanen Diskussion ein Standortfaktor contra Metropole sein. Dortmund ist da mit seinem pünktlichen Feierabend unkritisch. ;)

Dann hätte man aber genauso gut Bremen, Nürnberg oder Dresden nehmen können... allesamt mit ähnlich strengen Nachtflugregeln und noch deutlich größer als Dortmund. Ergo: schlechter Scherz.

so klein is HAJ doch nun auch nicht....übrigens ein recht guter Flughafen wie ich finde, geringe Wartezeiten, nicht allzulange Wege, ordentliche Verbindungen.

Sehe ich genauso. Würde nur nicht als Drehkreuz taugen, wegen fehlendem Transitbereich und sehr gate-nahen Sicherheitsschleusen. Aber die Funktion sehe ich hier auch nichtmal mittelfristig, zu Frankfurt und München dürfte sich da höchstens noch Berlin gesellen.

Und der lausige S-Bahn-Takt nervt mich (immerhin gibt's jetzt eine). Vor allem ist es schizophren, dass bei zur Ferienzeit fast durchgehender Nachtaktivität an den Flugsteigen die S-Bahn um Mitternacht Feierabend macht.

Orakel
October 20th, 2011, 01:21 PM
Ist das jetzt ein Scherz? Hat nicht sogar Nürnberg mehr Passagiere als Leipzig oder Dortmund?
Wie kann man sich über so einen Blödsinn aufregen? Das ist keine seriöse Informationsquelle. :lol:

CrayZD
October 20th, 2011, 01:37 PM
^^ Dortmund wird nach deutschem Luftfahrtrecht als Regionalflughafen geführt, lediglich der Flughafenverband ADV klassifiziert ihn wegen der Billigfliegernutzung als internationalen Flughafen. Ebenso wie Hahn und Weeze, die ihrerseits nochmal deutlich größer sind als Dortmund.

Ich denke, das sagt alles.

Zu Leipzig schrieb ich ja oben schon: dank DHL sehr stark in Luftfracht. Je nach Kriterium kann man ihn also durchaus schon zu den Top 10 zählen.

Orakel
October 20th, 2011, 04:22 PM
Zu Leipzig schrieb ich ja oben schon: dank DHL sehr stark in Luftfracht. Je nach Kriterium kann man ihn also durchaus schon zu den Top 10 zählen.

Sieht jedenfalls immer geil aus, wenn die Flugzeuge quer über die Autobahn hinweg rollen.

CrayZD
October 26th, 2011, 05:07 PM
Und ich habe mich schon im Vorbeigehen gewundert, was das soll... :(

BILD: Unser Bahnhof bröckelt (http://www.bild.de/regional/hannover/hannover/unser-bahnhof-broeckelt-20645860.bild.html)

matheking
October 26th, 2011, 05:20 PM
Ich dachte, dass die da die Weihnachtsbeleuchtung aufhängen...

Squig
October 31st, 2011, 10:39 PM
http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Der-Hauptbahnhof-wird-zum-Werbetraeger

(Werbung am gerüst des HBFs)

Na Super!

CrayZD
November 25th, 2011, 03:28 PM
Das mittlerweile überregional bekannte Indie-Festival BootBooHook zieht um:

http://www.bootboohook.com/index.php?id=318

Meine Gedanken dazu:

Ob das wohl so gut geht? Gerade die urbane Umgebung machte eigentlich einen Teil des Flairs aus... auch wenn das naturgemäß mit einigen Schwierigkeiten verbunden war (siehe unten). Jetzt ist's mehr oder weniger ein x-beliebiges Open-Air-Festival in der Pampa.
Daher möchte ich auch diesen Satz von der Homepage arg bezweifeln: 'Wir werden unsere Open-Air-Bühne länger als nur bis 23 Uhr bespielen können, denn die nächsten Anwohner wohnen weit weg'. Spießer gibt es überall... nach den Open-Air-Konzerten auf dem EXPO-Parkplatz haben z.B. einige gegen die 'unerträgliche Lärmbelästigung' Rechtsmittel eingelegt. Und die kamen nicht etwa vom Kronsberg oder aus unserer allseits beliebten Anti-Amazon-Siedlung, sondern aus Hemmingen (vermutlich am offenen Fenster mit der Ohrmuschel am Wind gehangen)!
Geht die FAUST langsam den Bach runter? Nach 'Linden Love' innerhalb weniger Tage schon die zweite Veranstaltung, die dort abgesagt wird bzw. wegzieht. Nicht dass dort bald wieder das böse I-Wort fällt.

h-gambler
November 25th, 2011, 05:26 PM
Das kann man der Faust aber nun nicht anlasten. Das eine Partyreihe nach so vielen Jahren aufhört ist doch nicht ungewöhnlich. Da wird sicherlich jemand anderes den Platz einnehmen. Wobei ich nicht sagen kann, ob Linden Love noch so gut besucht war. Ich kenne nur die Anfangsjahre.
Das Festival war halt zu erfolgreich. Sicherlich wird BootBooHook am Kronsberg einen anderen Charme haben. Nur das Festival zu verlegen wird sicherlich nicht reichen. Man darf gespannt sein. Ich vermute mal, dass es in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.

web30167
November 26th, 2011, 12:02 AM
Das mittlerweile überregional bekannte Indie-Festival BootBooHook zieht um ...

"Das neue Gelände bietet nun endlich allen Gästen die Möglichkeit, zu campen, und ist dabei immer noch mit dem öffentlichen Nahverkehr komfortabel erreichbar."

Seh ich anders:


Stadtbahn-Linie 6 bis Messe/Ost (Endstation). (Fahrtdauer >20 Minuten).

weiter mit dem Bus 340 oder 341 bis zur Chicago Lane. (Der Bus verkehrt nicht am Sonntag).

oder weiter zu Fuß: Links dem Fußweg, parallel der Bahnlinie, folgen. Dann links in den „Boulevard de Montreal“ gehen. Am Ende der Straße rechts in die „Chicago Lane“ biegen. (ca. 15 Gehminuten - mit Gepäck natürlich etwas länger).


und Parken soll man dann wohl bei IKEA?

EDIT: So sieht das neue BBH aus (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Hannover-So-sieht-das-neue-BootBooHook-aus)

Clevere Idee vom Veranstalter: Wegen fehlender Infrastruktur ist die Nahversorgung für Besucher stark eingeschränkt. Die lizensierten Gastronomen werden also voll auf ihre Kosten kommen. :D

Queron
November 26th, 2011, 01:46 AM
Gibt doch genug Parkmöglichkeiten auf dem Gelände.

Schnitzelesser
November 27th, 2011, 05:06 PM
Wer je auf einem Festival mit Campen usw. war, sieht das vermutlich anders. Das Gelände ist perfekt.

Sanshiro
November 27th, 2011, 07:57 PM
Ich seh schon die Beschwerden der Laatzener kommen.

matheking
November 27th, 2011, 09:26 PM
Wer je auf einem Festival mit Campen usw. war, sieht das vermutlich anders. Das Gelände ist perfekt.

sehe ich auch so. ein besseres gelände wird man in hannover so schnell nicht finden.
was das campen angeht: wenn ich die grafik richtig interpretiere, wird auf den ehemaligen pavillionflächen gecampt. ich glaube die sind ziemlich kiesig. also dicke isomatten und harte heringe mitbringen ;)

Sanshiro
November 27th, 2011, 09:43 PM
Hab mich eh schon gefragt, warum da niemand ein Festival veranstaltet.
Bin aber echt gespannt, wie sich das auf das Publikum und die Atmosphäre auswirken wird. Beim BBH in Linden wars halt immer wieder toll das Gelände zu verlassen und dann z.B. auf der Limmerstr. was zu essen.

CrayZD
November 28th, 2011, 09:08 AM
IKEA hat doch an Wochenenden bis 22 Uhr auf. Solange kann man dann immerhin Hot Dogs und Köttbullar essen. :lol:

Wer je auf einem Festival mit Campen usw. war, sieht das vermutlich anders. Das Gelände ist perfekt.

Wie gesagt, dass das Gelände für die Standard-Festivalgemeinde objektiv gesehen Vorteile hat, steht außer Frage. Aber die alte Location mitten in der Stadt hatte eben etwas besonderes im Vergleich zu anderen Festivals, das ist jetzt nicht mehr gegeben.

realstranger
November 28th, 2011, 10:13 AM
Hauptsache das Fährmannsfest bleibt wo es ist :)

Squig
November 28th, 2011, 01:33 PM
Ich denke auch, dass letztendlich das Fährmannsfest davon profitieren wird. Das BBH muss halt gucken, dass es überregional noch mehr Leute anhockt. Ich denke, sie hatten seinerzeit immer einen Linden-Bonus, der jetzt natürlich wegfällt. Das Line Up ist aber schon gut soweit, und nahverkehrstechnisch ists in dieser Größenordnung dann eigentlich auch gut bedient. Fahrt mal mit den Öffis zum Hurricane oder Open Flair.

lifestyle032
November 28th, 2011, 02:57 PM
Da wir hier im Forum ja auch schon einmal über den Wahnsinn der Wärmedämmung diskutiert haben, wollte ich euch nicht vorenthalten, dass heute um 22:00 Uhr ein Beitrag zu diesem Thema im NDR Fernsehen gesendet wird.
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1064044.html

Ich kann es leider nicht sehen, aber der Beitrag dürfte interessant sein und denjenigen Nahrung bieten, die eh schon immer an der Notwendigkeit der zusätzlichen Wärmeddämmung gezweifelt haben.

Für mich immer besonders ärgerlich daran: schöne Backsteinfassaden bzw. ganze Ensembles verschwinden mal gerade eben hinter verschieden angestrichenem Putz :ohno:

telemaxx
November 29th, 2011, 08:32 PM
Die 45 Min. Dokumentation "Wahnsinn Wärmedämmung" kann man nun in der NDR-Mediathek (http://www.ndr.de/flash/mediathek/index.html) gucken.

Es gibt also noch weitere Gründe gegen nachträglich aufgebrachte Wärmedämmverbundsysteme - abgesehen von ästhetischen Gründen.
U.a. ist die Fassadendämmung ansich längst nicht so effektiv wie versprochen und macht häufig nur 10-15% der Einsparung aus. Effektiver wären z.B. Fenster, Heizung, Dach oder Kellerdecke zu sanieren oder zu erneuern.

telemaxx
November 29th, 2011, 08:44 PM
In der letzten Woche habe ich sowohl in der FAS ("Architekten: Auf die Barrikaden!") als auch in der Zeit ("Schluss mit klotzig!") (http://www.zeit.de/2011/48/Hamburgs-Haesslichkeit) architekturkritische Artikel gelesen. Bemängelt wurde die monotone, einfallslose und abweisende neuere Architektur. Beispiel war beide Male Hamburg.

matheking
November 29th, 2011, 09:01 PM
In der letzten Woche habe ich sowohl in der FAS ("Architekten: Auf die Barrikaden!") als auch in der Zeit ("Schluss mit klotzig!") (http://www.zeit.de/2011/48/Hamburgs-Haesslichkeit) architekturkritische Artikel gelesen. Bemängelt wurde die monotone, einfallslose und abweisende neuere Architektur. Beispiel war beide Male Hamburg.

Der Zeitartikel ist ausreichend wütend geschrieben.
Das hier war noch mal ein netter Seitenhieb des Verfassers: "Und doch mag ich so recht noch nicht daran glauben, dass Hamburg hoffnungslos verloren ist, architektonisch zerrüttet wie Köln oder Stuttgart oder Hannover."

telemaxx
November 29th, 2011, 09:12 PM
Ist Hannover architektonisch zerrüttet? Was ist architektonisch zerrüttet? Sind wir jetzt dem Untergang geweiht? (Es lebe Hamburg :master:)

Ich glaube, der Verfasser kennt nur das Steintor. ;)

Lefthandy
November 29th, 2011, 11:17 PM
Auf Köln mag zerüttet zutreffen. Hamburg ist was das angeht Hannover sehr ähnlich, dort ist das Investitionsvolumen bloß seit jeher höher. Zu Stuttgart können all diese Städte allerdings neidisch aufblicken, wenn's ums Stadtbild geht. Weiß nicht was Stuttgart in diesem Vergleich zu suchen hat. Der Statgrundriss mag dort zerüttet sein, wegen der Berge zwischen den Stadtteilen. Da hätte der Autor eher Frankfurt/Rhein-Main nehmen sollen, im Schatten der Hochhäuser ist es da auch lange drunter und drüber gegangen. Wobei man sagen muss, dass die im Vergleich zu unserem B-Standort dort exorbitant hohe Bautätigkeit in eine sehr gute Richtung weist. Was man von Hamburg, wie der Autor ja bemängelt, nur bedingt sagen kann.

gstolze
November 30th, 2011, 08:55 AM
Ist Hannover architektonisch zerrüttet? Was ist architektonisch zerrüttet? Sind wir jetzt dem Untergang geweiht? (Es lebe Hamburg :master:)

Ich glaube, der Verfasser kennt nur das Steintor. ;)

..naja, vergiss nicht den Köbelinger Markt, den Friedrichswall die Schmiedestraße und die Hamburger Allee/Hochstraße/ZOB.

An diesen Punkten gibt es bei der architektonischen und städtebaulichen Ordnung einen enorem Reparaturbedarf.

gruenebahn
November 30th, 2011, 03:45 PM
Das Problem ist doch tatsächlich so. Da vieles auf den ersten Eindruck münzt!
Das habe ich selbst bei Bekannten erleben können die zum ersten mal in Hannover waren. Man steigt am Bahnhof aus und egal wo man hingeht, man sieht hinten Betonwüste mit Schrottplatz Busbahnhof, vorne Kaufhausklotzwahn. KSS Straße reinblickend auch nichts interessantes. Schon steigt der Erste Eindruck hoch. Zitat: "Naja, gibt sicher schönere Städte. Aber man kann sicher gut einkaufen!"

Zu fuß Richtung Altstadt, Maschsee etc. und aufeinmal krempelt sich das Bild um...
Das was Hannover für ankommende im Zentrum zeigt ist echt zum heulen!

AAaber... das betrifft nunmal viele deutsche Städte ebenso!

Aber bezüglich zum Artikel, das Kirchen hinter Bürotürmen verschwinden. Da brauchen wir uns in H keine Sorgen zu machen. Denn hier baut man ja keine Hochhäuser! Man kappt sogar nachträglich welche.... *lach

Knochenhauer
November 30th, 2011, 08:40 PM
Das Problem ist doch tatsächlich so. Da vieles auf den ersten Eindruck münzt!
Das habe ich selbst bei Bekannten erleben können die zum ersten mal in Hannover waren. Man steigt am Bahnhof aus und egal wo man hingeht, man sieht hinten Betonwüste mit Schrottplatz Busbahnhof, vorne Kaufhausklotzwahn. KSS Straße reinblickend auch nichts interessantes. Schon steigt der Erste Eindruck hoch. Zitat: "Naja, gibt sicher schönere Städte. Aber man kann sicher gut einkaufen!"

Zu fuß Richtung Altstadt, Maschsee etc. und aufeinmal krempelt sich das Bild um...
Das was Hannover für ankommende im Zentrum zeigt ist echt zum heulen!

AAaber... das betrifft nunmal viele deutsche Städte ebenso!

Aber bezüglich zum Artikel, das Kirchen hinter Bürotürmen verschwinden. Da brauchen wir uns in H keine Sorgen zu machen. Denn hier baut man ja keine Hochhäuser! Man kappt sogar nachträglich welche.... *lach

Volle Zustimmung. Ich habe einige Bekannte, die einerseits von Hannover schwärmen, wenn Sie die Innenstadtbereiche verlassen und auf den Maschsee, die List/Oststadt, Herrenhäuser Gärten/Nordstadt usw. treffen. Andererseits habe ich noch niemanden gesprochen, der Hannovers Innenstadtbereich auch nur ansatzweise attraktiv gefunden hat. Klar, es wurde vieles im Krieg zerstört, aber Schuld an der Misere ist sicherlich auch zu großen Teilen die Nachkriegs-Abrisswut (bis dato!!!) und die darauffolgende "zerrüttete" Stadtplanung (z. B. die Bereiche um die Mehlstraße oder Heiligerstraße/Limburgstraße/Kleine Packhofstraße, Osterstraße). Dazu kommt das überbordene Vollklotzen (bis dato!!!) mit extrem schlichten, teilweise auch einfach hässlichen Bauten, die sowohl nach außen (Fassade) als auch innen (z. B. Treppenhaus) irgendwie eine gewisse Langweiligkeit und Krankenhausatmosphäre ausstrahlen.

Das ist zwar nur das persönliche Empfinden vieler Besucher und von mir, aber die Häufigkeit dieser Eindrücke sollte einem zu denken geben.

Ich übe hier zwar eine generelle Kritik an der Stadtplanung der letzten Jahrzehnte, das soll aber nicht heißen, dass es nicht auch aus meiner Sicht gute Maßnahmen (U-Bahn-Bau) oder ansprechende Architektur (insbesondere der 40er/50er Jahre) gegeben hat. Bin auch kein genereller Feind moderner Architektur, aber die Qualität und der Standort müssen stimmen und daran hapert es in Hannovers Innenstadt leider zu oft!!!

gruenebahn
November 30th, 2011, 09:13 PM
Kleiner Nachschlag zum Beitrag:

>>Aber bezüglich zum Artikel, das Kirchen hinter Bürotürmen verschwinden. Da brauchen wir uns in H keine Sorgen zu machen. Denn hier baut man ja keine Hochhäuser! Man kappt sogar nachträglich welche.... *lach
...oder baut sie nicht mal mehr richtig auf die Kirchen! Ich selbst kenne keine andere Stadt in D. in der so viele Kirchtürme ohne Spitze sind wie Hannover. Es lebe das Dauerprovisorium scheint mir hier zu herrschen. Ach was solls, das passt schon merkt eh keiner.

Selbst am Rathaus hat man nach dem Krieg das Dach nicht richtig aufgebaut, hauptsache fertig scheint die Devise. Wer von der Maschparkseite mal schaut wird es bemerken. Rechts fehlt auf dem Giebel ein kleines Türmchen welches links vorhanden ist, und die Abschlussspitze des Mittelbaues rechts ist auch nur provisorisch ausgeführt. (Viel kleiner als das Gegenstück auf der anderen Seite) (es fehlt wohl kaum ein Meterchen, war wohl nicht zu bezahlen..). Über der Uhr sieht man vom Maschpark einen simplen dreieckigen Abschluss nach oben. (was so garnicht zur Architektur passt...). Alle anderen Seiten haben aber über diesen Bereich anders ausgeführte Spitzen. War das so schwer es so hinzubekommen?!?
Ich könnte in der ganzen Stadt solche Beispiele nennen, die ich aus anderen Städten so nicht kenne. Die Universität wäre noch ein Beispiel!

devilsadvocate
November 30th, 2011, 09:35 PM
Das finde ich auch immer weider grauenhaft, dass Kirchen weiter so verschandelt bleiben.

Da kommt dann vielleicht das Argument, dass man den Krieg nicht "wegwischen" sollte, aber wenn man sich die deutschen Städte mal anguckt, dürfte dies in 1000 Jahren nicht gehen, auch wenn die Kirchen wieder vernünftig aussehen.

gstolze
December 1st, 2011, 09:44 AM
Ich finde, dass Hannover den schönsten Bahnhofsvorplatz hat. Auch mit den Bauten auf der linken Seite Richtung Kröpcke bin ich durchaus zufrieden. Aber der Kaufhof und alle weiteren auf der Seite folgenden Bauten sind Müll. Am Kröpcke und in der westlichen Georgstr. finde ich Magis, Gisy, und Wempe durchaus attratktiv, sowie auf der anderen Seite die beiden Bauten, die die große Packhofstr. flankieren, und das Drachentöterhaus. Mit der südlichen Georgstr. kann ich im Großen und Ganzen leben. Rund um die Oper ist es auch schön. Auch mit den Bauten in der großen Packhofstr. und natürlich mit dem schönen neuen Kröpckecenter.

FAZIT: Nicht alles in der City ist schlecht. Ein Paar Fassadenmaßnahmen und ein Paar Neubauten, insbesondere in der Bahnhofstr. und im Bereich Osterstr., Schmiedestr., Heiligerstr. reichen schon, um die Situation erheblich zu verbessern.

Leider setzt Hannover 2020 da nicht richtig an. Ich hätte mir z.B. zusätzlich ein städtebauliches Reparaturkonzept für die ganze City gewünscht:

- Dachaufbauprogramm zur Harmonisierung des städtebaulichen Eindrucks und zur Schaffung von Raum, evtl. für Wohnzwecke

-Fassadenumbauförderungsprogramm

-neues Parkkonzept: Abriss der Parkhäuser und stattdesssen Bau von 2 oder 3 Tiefgaragen sowie attraktive Blockrandbebauung für Misch- und Wohnnutzung in den dadurch entstandenen Baulücken

-punktuelle Rekos im Altstadtbereich, um die Altstadt als solches erkennbar zu machen

Schlimm finde ich momentan, wie verdreckt die Stadt oft aussieht. Und dass man so ein Schmutzempfindliches Pflaster verbaut hilft da nicht. Auch die Müllentsorgung mit zu kleinen und unansehnlichen Mülltonnen ist schlecht.

CrayZD
December 5th, 2011, 02:00 PM
Aber bezüglich zum Artikel, das Kirchen hinter Bürotürmen verschwinden. Da brauchen wir uns in H keine Sorgen zu machen. Denn hier baut man ja keine Hochhäuser! Man kappt sogar nachträglich welche.... *lach

...was ich durchaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe. Sicher würde uns neben der Nord/LB mal eine weitere moderne Landmarke gut zu Gesicht stehen. Andererseits finde ich es nach wie vor bemerkenswert, dass - von schwer vergleichbaren Strukturen wie Fernsehtürmen oder Industrieschornsteinen mal abgesehen - Rathaus und Marktkirche nach wie vor die höchsten Gebäude der Stadt darstellen. Irgendwie finde ich es auch gut, wenn das so bleibt.

...oder baut sie nicht mal mehr richtig auf die Kirchen! Ich selbst kenne keine andere Stadt in D. in der so viele Kirchtürme ohne Spitze sind wie Hannover. Es lebe das Dauerprovisorium scheint mir hier zu herrschen. Ach was solls, das passt schon merkt eh keiner.

Naja, Gott... wenn's hier die historischen Vorbilder schon so gemacht haben, warum dann nicht auch die Wiederaufbauer nach dem Krieg? ;)

Im Ernst, ich versuche manchmal immer noch, mir die Marktkirche mit 'richtigem' Turm vorzustellen. Angefangen damit, dass sie dann knapp 150m hoch wäre, bis zu ihrer dann in meinen Augen deutlich besseren Optik. Aber so ist sie nunmal auch einzigartig. In Hannover beruhen die Alleinstellungsmerkmale eben nicht auf Superlativen, sondern auf Feinheiten oder sogar liebenswerten Unzulänglichkeiten.

Ich finde, dass Hannover den schönsten Bahnhofsvorplatz hat.
Ich auch. Nicht nur (weitgehend, mit Ausnahmen) durch seine Architektur, sondern vor allem durch seine Verkehrsberuhigung. Witzigerweise hat gerade Hannover, dem man ja oft vorwirft, zu 'verkehrsfreundlich' gebaut zu sein, hier Vorbildfunktion. Denn wie die Einbindung in ein System von unwirtlichen, funktionellen Verkehrsachsen die positive Wirkung eines eigentlich imposanten, schönen oder zumindest vorzeigbaren Gebäudes zerstören kann, sieht man oft genug in Deutschland: Hamburg, Bremen, Frankfurt, Leipzig, Nürnberg...

Auch den anderen Punkten Deines Postings kann ich voll und ganz zustimmen. Generell würde ich aber schon sagen, dass Hannovers City in Sachen Stadtbild in einem Atemzug mit Stuttgart, Köln und Frankfurt (wenn man bei letzterem von den Hochhäusern mal absieht) genannt werden muss. Von einzelnen vorbildlichen Rekonstruktionen bzw. erhaltenen Bauten sowie sehenswerten modernen Gebäuden mal abgesehen, ergibt sich in allen Fällen ein ziemlich schmuckloses, unspektakuläres Stadtbild. Hier sehe ich Hamburg sogar noch etwas im Vorteil, denn gerade bei großen Kaufhausbauten besteht ein besonders eklatanter Unterschied zwischen den gruseligen Betonkuben der Neuzeit und den imposanten Vorkriegsbauten. Und von letzteren hat Hamburg einige.

Schlimm finde ich momentan, wie verdreckt die Stadt oft aussieht. Und dass man so ein Schmutzempfindliches Pflaster verbaut hilft da nicht. Auch die Müllentsorgung mit zu kleinen und unansehnlichen Mülltonnen ist schlecht.

Nicht zu vergessen die unsägliche Sackabfuhr der Wertstoffe in den Stadtteilen, aber das ist ein anderes Thema. Das Dreckproblem fällt mir auch immer wieder unangenehm auf. Anscheinend gibt es hier aber ein europaweites Nord-Süd-Gefälle. Hamburg und Bremen finde ich jedenfalls ähnlich schlimm (wobei sich Hamburg in den letzten Jahren echt gemacht hat, das war vor der Jahrtausendwende das Negativbeispiel schlechthin). Und als ich vor einem Monat einen Abstecher nach Kopenhagen gemacht habe ;), hat mich der Verschmutzungsgrad dort auch erschrocken. Südlich des 'Weißwurstäquators' gibt es wiederum kaum solche Probleme. Auch die Mittelmeeranrainer sind bei weitem nicht so vermüllt, wie es immer dargestellt wird.

So, nun aber der Grund warum ich den Thread eigentlich hervorhole:

Die Görgens-Gruppe (Olymp & Hades, Kult, Planet) zieht sich offenbar massiv aus Hannover zurück. Das jetzt belegte Gebäude in der Bahnhofstraße wird zum Jahresende komplett geräumt, lediglich der Planet-Store eröffnet an der Schiller-/Ecke Andreaestraße neu (im Ex-Broadway). Dass die Geschäfte sooo schlecht laufen, kann ich mir kaum vorstellen, zumal die Kette bundesweit auf Expansionskurs ist. War der Vermieter nur zu unverschämt, oder bahnt sich da das nächste Umbauprojekt an?

Generell fällt bei genauem Hinsehen auf, wie merkwürdig der Einzelhandelsmix in der eigentlich stark frequentierten Bahnhofstraße ist. Allein drei Handy-/Telefonläden, Apotheken (immerhin nur noch eine), eine LTUR-Last-Minute-Butze, im 1.OG Goldankauf und Änderungsschneiderei... wirkt ein bisschen wie die 1a-Lage in Iserlohn o.ä., nicht wie die einer Halbmillionenstadt mit Ruf als gutem Shopping-Standort. Da ist der Mix unten ja teilweise noch besser! Angesichts der wie gesagt starken Passantenfrequenz kann ich es mir nur mit der billigen Nachkriegsarchitektur und damit wenig zukunftssicheren Räumlichkeiten erklären.

EDIT: in Erweiterung meiner obigen Spekulation (Umbau?) fange ich mal richtig an zu spinnen: nach kurzem Blick auf Google Maps würde sich der Standort perfekt für einen dritten Arm der Kröpcke-Passage anbieten. :D

gstolze
December 5th, 2011, 07:25 PM
EDIT: in Erweiterung meiner obigen Spekulation (Umbau?) fange ich mal richtig an zu spinnen: nach kurzem Blick auf Google Maps würde sich der Standort perfekt für einen dritten Arm der Kröpcke-Passage anbieten. :D

Also das mit der Passage fänd ich sehr geil.

Wo hast Du das mit der Görgens-Gruppe gehört?

Knochenhauer
December 5th, 2011, 08:58 PM
Die Görgens-Gruppe (Olymp & Hades, Kult, Planet) zieht sich offenbar massiv aus Hannover zurück. Das jetzt belegte Gebäude in der Bahnhofstraße wird zum Jahresende komplett geräumt, lediglich der Planet-Store eröffnet an der Schiller-/Ecke Andreaestraße neu (im Ex-Broadway). Dass die Geschäfte sooo schlecht laufen, kann ich mir kaum vorstellen, zumal die Kette bundesweit auf Expansionskurs ist. War der Vermieter nur zu unverschämt, oder bahnt sich da das nächste Umbauprojekt an?

:D

Weiß jemand etwas über den Bau, in dem sich Olymp & Hades derzeit befindet? Ist das ein Gebäude aus den 50er Jahren? Könnte aber auch 30er sein. Weiß jemand genaueres darüber?

Bob!
December 5th, 2011, 09:38 PM
Wo hast Du das mit der Görgens-Gruppe gehört?

Bei Planet hängt im Schaufenster ein Hinweis, dass sie demnächst in die Schillerstraße umziehen, und von Olymp & Hades hab' ich auch Plakate gesehen, die verkündeten, dass die Filiale zum 31.12. schließt.

Olymps riesige Wendeltreppe würde Apple bestimmt gefallen ... Bin gespannt, was mit der Immobilie passiert.

Queron
December 6th, 2011, 02:12 AM
Die Görgens-Gruppe (Olymp & Hades, Kult, Planet) zieht sich offenbar massiv aus Hannover zurück. Das jetzt belegte Gebäude in der Bahnhofstraße wird zum Jahresende komplett geräumt, lediglich der Planet-Store eröffnet an der Schiller-/Ecke Andreaestraße neu (im Ex-Broadway).
Na, das ist aber kein guter Standort-Wechsel. Der Broadway-Laden ist doch regelrecht winzig im Gegensatz zur jetzigen Planet-Location.

Leine1977
December 6th, 2011, 11:46 AM
-neues Parkkonzept: Abriss der Parkhäuser und stattdesssen Bau von 2 oder 3 Tiefgaragen sowie attraktive Blockrandbebauung für Misch- und Wohnnutzung in den dadurch entstandenen Baulücken

-punktuelle Rekos im Altstadtbereich, um die Altstadt als solches erkennbar zu machen



Genau diese beiden Punkte finde ich auch wichtig. Allerdings vergibt man hier ständig Chancen. Wenn ich jetzt sehe, was für ein Müll neben dem historischen Museum gebaut werden soll... :ohno:

Ansonsten kann man im Groben zufrieden sein, wenn ich mir alle anderen Großstädte (im Westen) anschaue - Ausnahme vielleicht München. Ich war wieder in Frankfurt und da ist gar kein Stadtplanungskozept vorhanden. Aber: die Altstadt wird wieder aufgebaut - und lockt schon jetzt unzählige Touristen an.

Lefthandy
December 6th, 2011, 01:53 PM
^^ Als ehemaliger Frankfurter verfolge ich die Entwicklung dort schon länger weiter. Im DAF wird der Frankfurt-Thread unglaublich akribisch von enthusiastischen Usern betrieben, die enorme Bautätigkeit wird minutiös festgehalten und dokumentiert.

Mein Eindruck von Frankfurt war auch sehr bescheiden, in der Nachkriegszeit wurde dort viel rumgemurkst (nicht wie hier mit immerhin preisgekröntem Masterplan), später hat sich die Geschäftigkeit der Metropole in der Stadtplanung niedergeschlagen: Bürgersteige sind dort durchschnittlich viel schmaler, es gibt auf der einen Seite die Hochhäuser, auf der anderen aber unglaublich lieblos verkommene Ecken. Im Gegensatz dazu erschien Hannover wie eine betulich dekorierte Bundesgartenschau.
Aber wenn man all die Projekte die dort zeitgleich laufen mitverfolgt, kann man gerade als Hannoveraner schon neidisch werden. Stadtbildreperatur rast dort mit solchem Tempo voran: Allenorts werden nach und nach Gewerbegebiete, Brach- oder Gleisflächen zu urbanen Stadtteilen. Baulücken werden gefüllt, Häuser aufgestockt, Brutalismusbunker abgerissen und Altstadt rekonstruiert. Nebenbei entstehen sogar noch laufend neue Wolkenkratzer, auf die es mir gar nicht ankäme. Die Architektur ist natürlich nicht großartig anders, als wie wenn hier mal was gebaut wird. Aber was dort abgeht ist echt spannend und angesichts des Bedarfs auch eine Wonne.

telemaxx
December 6th, 2011, 06:47 PM
Heute waren in der HAZ zwei Artikel zur Situation der Häfen in Hannover (hier (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hafen-ist-wichtiger-Wirtschaftsfaktor-fuer-Hannover) und hier (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Nord/Politik-will-Wald-fuer-Hafen-abholzen)).

Es gibt Überlegungen den Nordhafen auf der anderen Kanalseite zu erweitern. Außerdem ist ein neuer Hafen in der Nähe von Wunstorf (Region Hannover) im Gespräch, der den Vorteil der Trimodalität (Straße, Schiene, Wasser) hätte.

telemaxx
December 6th, 2011, 08:58 PM
Olymps riesige Wendeltreppe würde Apple bestimmt gefallen ... Bin gespannt, was mit der Immobilie passiert.

Gesagt, getan ;)
Spekulationen nun auch von "offizieller" Seite: Zieht Apple in die Bahnhofstraße? (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Zieht-Apple-in-die-Bahnhofstrasse)

devilsadvocate
December 6th, 2011, 09:49 PM
Apple wär ein toller Magnet und würde alles drum herum weiter aufwerten!

CrayZD
December 7th, 2011, 09:00 AM
^^ Aber ist die Verkaufsfläche von Olymp & Hades wirklich nur 1000m²? Dann müsste die Weitläufigkeit aber schon enorm über die Netto-Verkaufsfläche hinwegtäuschen. Ich habe den Laden irgendwie gleich als 'zu groß' verbucht. Immerhin ist er vierstöckig, wenn auch nicht jede Etage ein Vollgeschoss ist. Deswegen auch meine Idee mit der Erweiterung der Passage, zumal dann eine effektivere Platzausnutzung möglich wäre.

Aber es stimmt schon: Die Wendeltreppe wäre irgendwie ganz Apple-Style. Am besten die Flanken noch weiß antünchen, dann passt es perfekt. Und der Bahnhofstraße könnte wohl wirklich kaum etwas besseres passieren.

Leine1977
December 7th, 2011, 10:54 AM
Aber wenn man all die Projekte die dort zeitgleich laufen mitverfolgt, kann man gerade als Hannoveraner schon neidisch werden. Stadtbildreperatur rast dort mit solchem Tempo voran: Allenorts werden nach und nach Gewerbegebiete, Brach- oder Gleisflächen zu urbanen Stadtteilen. Baulücken werden gefüllt, Häuser aufgestockt, Brutalismusbunker abgerissen und Altstadt rekonstruiert. Nebenbei entstehen sogar noch laufend neue Wolkenkratzer, auf die es mir gar nicht ankäme. Die Architektur ist natürlich nicht großartig anders, als wie wenn hier mal was gebaut wird. Aber was dort abgeht ist echt spannend und angesichts des Bedarfs auch eine Wonne.

Das stimmt natürlich - die Bautätigkeit ist dort extrem hoch. Insbesondere das Altstadtprojekt verfolge ich auch mit Interesse. Aber auch der neue Opernturm ist sehr ansprechend.

Es gibt abert auch viel Investoren-Müll. Und gleich hinterm Römer finde ich es schon etwas erschreckend, dass dort billige Zeilenbauweise beginnt. Der Dom wurde zugebaut und insgesamt wirkt es, als ob die Strtaßen um die Häuser gebaut worden sind.

Da ich Gotik mag, muss Frankfurt aber einmal sehr schön gewesen sein.

Squig
December 7th, 2011, 11:28 AM
Zum Thema Häfen schrieb Dirk Hillbrecht, Ratsherr der Piratenpartei, auf der öffentlichen Mailingliste selbiger:

Hi,

das Thema war gestern in der Betriebsausschusssitzung Städtische Häfen
zur Sprache gekommen. Die Darstellung in der HAZ (Conrad von Meding war
selbst in der Sitzung anwesend) gibt nicht meinen Eindruck der
Diskussion wieder: Die Idee der Expansion des Hafengebietes nördlich des
Kanals in Höhe des Nordhafens kam aus einer der Parteifraktionen (CDU?
FDP?) Die Verwaltung reagierte klar negativ, Mönninghoff sagte
sinngemäß: "Viel Spaß bei der öffentlichen Diskussion, wenn Sie den
Mecklenheider Forst abholzen wollen."

Die Verwaltung favorisiert klar die Idee, ein neues Hafengebiet im
Südosten von Wunstorf aufzubauen: Dort treffen Mittellandkanal,
Eisenbahn und die A2 aufeinander, sodass alle wichtigen Verkehrsträger
verfügbar sind. Spannend ist dabei in der Tat, dass dieses Gebiet nicht
auf hannoverschem Stadtgebiet liegt, sondern im Umland.

Insgesamt war die Idee "Mecklenheider Forst abholzen" in der Diskussion
nur eine Randnotiz. Und die Überschrift dieses Postings ist streng
genommen auch falsch: Die "Stadt Hannover" will nämlich genau das
*nicht*. Zur Sprache gebracht wurde diese Idee durch die politischen
Parteien.

Ciao, Dirk

Hört sich alles also halb so wild an.

CrayZD
December 7th, 2011, 11:57 AM
Das stimmt natürlich - die Bautätigkeit ist dort extrem hoch. Insbesondere das Altstadtprojekt verfolge ich auch mit Interesse. Aber auch der neue Opernturm ist sehr ansprechend.

Es gibt abert auch viel Investoren-Müll. Und gleich hinterm Römer finde ich es schon etwas erschreckend, dass dort billige Zeilenbauweise beginnt. Der Dom wurde zugebaut und insgesamt wirkt es, als ob die Strtaßen um die Häuser gebaut worden sind.

Ist doch letztendlich dasselbe wie in Hannover, nur eben mit höherem Volumen. Auch Hannover würde m.E. - allen Entgleisungen wie Rosenquartier oder Raschplatz zum Trotz - sehr viel besser aussehen, wenn die Nachkriegs-08/15-Bauten in großem Still durch moderne 08/15-Bauten ersetzt würden. Plus ein paar Rekonstruktionen an prominenter Stelle. Aber dass diese Baumaßnahmen in Städten wie Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf zahlreicher sind als hier, ist leider Fakt. Diese Städte, architektonisch ähnlich gebeutelt wie Hannover, spielen nunmal wirtschaftlich in einer anderen Liga. In der Kölner Innenstadt wiederum finde ich's in punkto Bautätigkeit seltsam ruhig, ähnlich wie in Hannover. Dafür hat sich dort in den letzten Jahren außerhalb der City einiges getan.

Lefthandy
December 7th, 2011, 01:32 PM
Das stimmt. Unsere Epoche hat sich bei aller Kritik zumindest teilweise wieder auf alte städtebauliche Tugenden besonnen. Mitten in der Stadt suburbane Lebenswelten zu schaffen, etwa durch Reihenhäuschen oder freistehende Verwaltungsbauten (50er), oder eben durch Wohnsilo-Brutalismusarchitektur (bis in die 70er), verfolgt heute keiner mehr (wenige ausnahmen: Gilde-Carre, was aber immerhin auch urbane Verdichtung war). Die Umsetzung mag mal besser, mal schlechter sein und meinetwegen immer ein paar Standardmängel aufweisen (eintönige Investorenarchitektur, fehlende Kleinteiligkeit, keine Dächer,...), aber rein städtebauclich geht es insgesamt doch schon in die richtige Richtung. FFM hatte da großen Bedarf, aber das Tempo, in dem es da voran geht ist auch atemberaubend. In Hannover tropft es im Gegensatz dazu nur hier und da.

Leine1977
December 7th, 2011, 01:40 PM
Auch Hannover würde m.E. - allen Entgleisungen wie Rosenquartier oder Raschplatz zum Trotz - sehr viel besser aussehen, wenn die Nachkriegs-08/15-Bauten in großem Still durch moderne 08/15-Bauten ersetzt würden.

Das würd ich nicht unbedingt sagen. Hannovers Plus ist, dass die Stadt zügig in den End40ern/50ern aufgebaut wurde. Erst später wurde es m.E. hässlich.

Wenn ich das Kreuzkirchenviertel sehe, finde ich dass wirklich gelungen. Fast wirkt es sogar so, als wäre es wirklich alt.

Ansonsten ist in FFM nunmal das Geld da. Kein Vergleich mit Niedersachsen.

lifestyle032
December 7th, 2011, 02:09 PM
Sorry, wenn mein Posting jetzt keinen Bezug zu euren Beiträgen hat...

Aus dem Thread "Mosaik Eilenriede":
Nebenan geht die muntere Wohnraumgewinnung im Zooviertel weiter:

HAZ: Bunker im Zooviertel wird gesprengt (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Ost/Bunker-im-Zooviertel-wird-gesprengt)
Dies erinnerte mich daran, dass sich in der List ja auch noch ein alter Bunker befindet, ebenfalls hässlich wie die Nacht. Soll der evtl. auch abgerissen werden um einer Neubebauung Platz zu machen? Immerhin befindet sich in direkter Nachbarschaft auch der Neubau der VHV.
(es handelt sich um das Grundstück Am Listholze, Ecke Pastor-Jaeckel-Weg)

CrayZD
December 7th, 2011, 05:24 PM
Wenn ich das Kreuzkirchenviertel sehe, finde ich dass wirklich gelungen. Fast wirkt es sogar so, als wäre es wirklich alt.

Das Kreuzkirchenviertel ist wirklich traumhaft. Eine Oase mitten in der City... überhaupt sieht man in dieser Ecke höchstens auf den zweiten Blick, was alt und was 'neu' (also nach 1945) ist.

So etwas, oder auch Conti, Nord/LB oder das Gisy-Haus, sind sicher Vorzeigebauten der Nachkriegsjahrzehnte. Trotzdem würde ich die Zeit nicht zu sehr glorifizeren - denn Nachkriegszeit, das sind nunmal auch so belanglose Scheußlichkeiten wie sie um den Kröpcke herum stehen (Rathenaustraße, vordere Karmarschstraße, Teile von Großer Packhofstraße und Bahnhofstraße...). Oder 90% der Bauten am Steintor. Auch die Grupenstraße finde ich persönlich unterirdisch, auch wenn ich weiß dass das einige anders sehen.

Es muss nicht immer gleich Abriss sein, manchmal reicht schon eine gut gemachte Fassadensanierung oder ein tiefgreifender Umbau. Horstmann & Sander finde ich z.B. sehr gelungen. Aber solche Minimalsanierungen wie jetzt die Häuser neben Wormland kotzen mich schlichtweg an.

Apropos Minimalsanierung: auch beim Umbau der Ernst-August-Markthalle zum Bekleidungshaus hätte man sich ruhig mal der teilweise recht angeschmuddelten Fassadenplatten annehmen können. Statt dessen wird das Gebäude noch mit einem gestalterischen Supergau garniert: während die Esprit-Leuchtreklame unten auf einem Stahlgestell in fassaden-angepasster Farbe (d.h. ungefähr beige) sitzt, strahlt einem vom oberen Reklameträger unlackiertes verzinktes Stahlrohr entgegen. Ganz groß. :ohno:

Lefthandy
December 7th, 2011, 05:43 PM
Das Kreuzkirchenviertel mag toll zum wohnen sein, aber diese Oasenlage sehe ich eher kritisch. Es kapselt eben einen Teil der Altstadt ab, und hat dort dann Gärten zum Rosenzüchten. Solche dürften sich mitten in der Innenstadt höchstens im Hinterhof verstecken.

Man hat sich damals innerhalb seines 50erJahre-Kanons an Altstadt orientiert. Deshalb ist es noch besser als wenn damals einfach so Reihenhäuser in die Stadt gepflanzt wurden (zB Constructa-Block in der Südstadt). Insgesamt bleibt das Kreuzkirchenviertel für mich aber unbefriedigend. Die nüchterne Formensprache und auch die Einförmigkeit wären hinnehmbar, wenn alles wie die äußere Umrandung in Blockrandbebauung ausgeführt worden wäre. Rund um die Kreuzkirche, im inneren sozusagen, hat man aber diese absolut nicht urbane offene Zeilenbauweise. In Anbetracht größerer Bausünden ringsherum, die Urbanität oder - geschweige denn - Altstadtfeeling sowieso nicht aufkommen lassen, mag das Kreuzkirchenviertel eher positv hervorstechen. Aber traumhaft finde ich es bei weitem nicht.

Bob!
December 7th, 2011, 06:17 PM
Aber ist die Verkaufsfläche von Olymp & Hades wirklich nur 1000m²? Dann müsste die Weitläufigkeit aber schon enorm über die Netto-Verkaufsfläche hinwegtäuschen. Ich habe den Laden irgendwie gleich als 'zu groß' verbucht. Immerhin ist er vierstöckig, wenn auch nicht jede Etage ein Vollgeschoss ist.

Hier (http://www.kgi-online.de/projektentwicklung.html) wird als Objektgröße 4.650 m² - könnte also stimmen, dass das Erdgeschoss "zwischen 800 und 1000 Quadratmetern" groß ist.

lifestyle032
December 9th, 2011, 02:29 PM
Weihnachtsbeleuchtung der City im nächsten Jahr (http://www.hannover.de/data/meldungen/2011/2011_12/111209_cgh_weihnachtsbeleuchtung.html)

Squig
December 9th, 2011, 02:56 PM
Ich hoffe, dass das nicht zu kitschig ausfällt, ich finde die jetzige Schlichtheit der Festbeleuchtung super.

Laut HAZ ist die HBX pleite (wegen den Schulden zum Umbau des Gebäudes und Verlusten bei Maschsee- und Schützenfest, an sich soll sie aber ganz gut laufen), und es gibt Überlegungen, Seelze aufzulösen (Letter käme dann zu Hannover).

Ich fände weitere Eingemeindungen eigentlich gut. Hannover hätte viel davon, Garbsen, Langenhagen (Flughafen) und Laatzen (Messe) einzugemeinden.

Und der Rossmann in der Kurzen Kamp Straße (Bothfeld) hat dicht gemacht, weil er der Firma zu klein war. Für die anderen Einzelhändler da sicher keine gute Entwicklung. An sich hätte Rossmann in der Ecke zwar weiterhin gerne eine Filiale, diese müsste aber min. doppelt so groß sein.

Bob!
December 9th, 2011, 03:10 PM
Och nö. Die senkrechten "Lichtstangen" in der Georg- und die "Lichtteppiche" in der Bahnhofstraße haben mir auch immer sehr gefallen. Diese kitschigen Sternschnuppen sind einfach zu viel des Guten und die Beleuchtung an den Bäumen sieht aus, als wäre sie falsch herum angebracht worden.

CrayZD
December 9th, 2011, 03:25 PM
Ich hoffe, dass das nicht zu kitschig ausfällt, ich finde die jetzige Schlichtheit der Festbeleuchtung super.

Ich find's gut: kreativ, mal was neues, aber durch Beschränkung auf wiederkehrende Motive auch nicht zu überladen. Ich hoffe, auch das Tragwerk für die Leuchten wird überholt, damit es bei Tageslicht nicht mehr so grottenhässlich aussieht. Hauptsache nicht mit Kunsttanne verziert (würg!).

Das Hinterhertrauern nach den Lichtstangen ist für mich schon wieder typich hannöversche Liebe zum Understatement. ;) Derart schlichte Weihnachtsbeleuchtung habe ich sonst noch in keiner Stadt gesehen.

Laut HAZ ist die HBX pleite (wegen den Schulden zum Umbau des Gebäudes und Verlusten bei Maschsee- und Schützenfest, an sich soll sie aber ganz gut laufen),

Schade, ich hoffe sie schaffen die Wende. War von den beiden lokalen Kleinbrauereien eigentlich die sympathischere: besseres Bier und nicht so ein ätzender, aufdringlicher Krawallparty-Fokus.

und es gibt Überlegungen, Seelze aufzulösen (Letter käme dann zu Hannover).

Seelze ist auch irgendwie so ein Hilfskonstrukt. Ich glaube, die Aufteilungsvorschläge bilden (die Kernstadt mal ausgenommen) auch schon größtenteils das Zugehörigkeitsgefühl in den Dörfern ab. 'In die Stadt' (d.h. nach Seelze-Kernstadt) fahren dort wohl die wenigsten für ihre Besorgungen.

Ich fände weitere Eingemeindungen eigentlich gut. Hannover hätte viel davon, Garbsen, Langenhagen (Flughafen) und Laatzen (Messe) einzugemeinden.

Die Messe gehört aber zu Hannover, lediglich ein bisschen Randinfrastruktur (Logistik, Hotels) liegt auf Laatzener Stadtgebiet.

Ansonsten bin ich bei Laatzen und Langenhagen Deiner Meinung. Garbsen ist aber irgendwie ein zu großer Brocken. Würde man sich nur die urbanen Stadtteile Havelse, Berenbostel, Garbsen-Mitte und Alt-Garbsen (zwangsläufig inkl. Auf der Horst) einverleiben, wohin dann mit den Dörfern? Neustadt und die Wedemark sind heute schon ziemlich ausufernde Gebilde.

Lefthandy
December 9th, 2011, 03:42 PM
und es gibt Überlegungen, Seelze aufzulösen (Letter käme dann zu Hannover). Ich fände weitere Eingemeindungen eigentlich gut.

Wer überlegt denn sowas? Und wo?
Fände weitere Eingemeindungen auch super, aber bis auf in ostedeutschen Städten, wo gewisse Größenkategorien trotz Bevölkerungsschwund durch Eingemeindungen entfernter Dörfer gehalten werden sollen, ist die Zeit der Eingemeindungen ja irgendwie vorbei.

Wir haben ja jetzt das Konstrukt Region und da haben bestimmt wieder alle Angst, dass Hannover zu einflussreich wird, wenn auch nur ein paar Quadratkilometer dazu kämen.

Deshalb bin ich ja so interessiert daran, wer über eine Eingemeindung Letters nachdenkt.

Orbiter
December 9th, 2011, 03:54 PM
Schade, ich hoffe sie schaffen die Wende. War von den beiden lokalen Kleinbrauereien eigentlich die sympathischere: besseres Bier und nicht so ein ätzender, aufdringlicher Krawallparty-Fokus.


Es gibt ja noch eine Kleinbrauerei in Hannover: Döbbecke (http://www.doebbecke.de/)

außerdem gibt es noch das BUMbier (http://www.bumbier.de) in Linden, das wird allerdings in Stadthagen gebraut.

Was deine Sympatie für das HBX Bier angeht, schmeckt dir das wirklich? Du wärst der erste, von dem ich etwas Positives über dieses Bier höre...

realstranger
December 9th, 2011, 04:25 PM
Finde das HBX-Gebräu auch nicht schlecht, wobei ich das Hannöversch grundsätzlich leckerer finde. Die Atmosphäre im HBX ist aber definitiv mal chilliger :)

Squig
December 9th, 2011, 05:09 PM
Das Schwarzbier von HBX ist super. Und Döbbecke wird bei HBX gebraut, nix andere Brauerei.

Was Pils angeht finde ich Herri besser als die anderen, bei Weizen auch.

Eingemeindungsgeschichte: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Seelze/Seelze-aufloesen-und-verteilen

CrayZD
December 10th, 2011, 09:16 AM
Finde das HBX-Gebräu auch nicht schlecht, wobei ich das Hannöversch grundsätzlich leckerer finde. Die Atmosphäre im HBX ist aber definitiv mal chilliger :)

Uuah, damit kannst Du mich jagen. Schmeckt im Abgang fies nach Gülle, wohl passend zu dem etwas bäuerlichen Publikum das da oft abhängt.

Ist aber bekanntlich alles Geschmackssache. ;)

BUM oder auch Lister Pils sind mir auch geläufig, die habe ich aber außen vor gelassen weil sie erstens nicht in Hannover brauen, und zweitens kein 'Brauhaus' im Sinne von Gastronomie betreiben.

Ansonsten ist Herri auch mein Favorit, allerdings nur beim Pils und nicht bei Weizen. Da gibt es deutlich bessere.

realstranger
December 10th, 2011, 10:19 PM
Jo, nix geht übers gute Herri :)
Das Lister Pils ist auch ganz lecker, habe ich neulich mal im Falkners verzehrt.
Gibts hier jemanden der freiwillig Gilde kippt? :D

Sanshiro
December 10th, 2011, 11:47 PM
Jo, nix geht übers gute Herri :)
Das Lister Pils ist auch ganz lecker, habe ich neulich mal im Falkners verzehrt.
Gibts hier jemanden der freiwillig Gilde kippt? :D

Klar, das normale Pils ist ungenießbar. Für ein Ratskeller lasse ich aber gerne das Herri stehen.

realstranger
December 11th, 2011, 02:37 PM
Das Pils habe ich noch nie getrunken, kriege vom Ratskeller schon pickel auf der Zunge :D

Squig
December 12th, 2011, 09:45 AM
Gilde ist auch nicht mein Ding (wenn auch wesentlich besser als Beck's oder Hasseröder oder die Westdeutschen Pilse, also das Ratskeller). Lindener ist meiner Meinung nach auch ok.

Lefthandy
December 13th, 2011, 04:49 PM
Und nun zu etwas völlig anderem...

Matheking hatte vor Jahren mal eine verbesserte Führung des Durchgangsverkehrs am Weidendamm angeregt, auf einer neu zu errichtenden Straße am Haupgüterbahnhof entlang (klick (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=38119516&postcount=3544)).

Jetzt habe ich zuletzt beim Auflösen alter Projektakten ein altes Exemplar einer "Nordstadt Sanierungszeitung" vom 22. März 2001 gefunden. Darin wurden bereits ganz ähnliche Gedankenspiele angeregt, passiert ist in mittlerweile 10 Jahren bekanntlich nichts. Hier die hübsche Skizze von damals:

http://i39.tinypic.com/21344rb.jpg

Sowas könnte der Nordstadt wirklich einen richtigen Schub geben. Warum passiert nichts dergleichen?

Sanshiro
December 13th, 2011, 10:32 PM
Der Zustand am Weidendamm ist wirklich katastrophal, ähnelt der Situation am Südbahnhof.

Squig
December 14th, 2011, 01:04 AM
Die SZ bascht uns mal wieder: http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-wulff-und-der-kredit-hannover-bande-1.1234107

gruenebahn
December 14th, 2011, 02:17 AM
Für mich klingt das eher nach Neid (warum nicht wir), dass aufeinmal alles hier so oft im Mittelpunkt steht.
Aber enges Kapitälchen habe ich mal überhört. Denn eng ist Hannover sicher nicht. ;o)

CrayZD
December 14th, 2011, 09:57 AM
Ich glaube, so versucht man in München zu kompensieren, dass man es durch die Entwicklung nach der Wende selbst wieder von der 'heimlichen Hauptstadt' zur beschaulichen Provinzstadt gebracht hat.

Da hält man sich dann halt an albernen Schwanzvergleichen zur Einwohnerzahl fest: '500.000-Seelen-Kapitälchen'. :lol:

weidetor
December 14th, 2011, 10:11 AM
wie man mir flüsterte gibt es bestrebungen den bemeroder rathausplatz sanieren. der hat es auch wirklich nötig...angeblich streitet man sich gerade über die zu verwendenden steine. denke mal es darf wieder nix kosten.

CrayZD
December 14th, 2011, 10:24 AM
Der Bemeroder Rathausplatz hat es vor allem nötig, dass man die umgebende Bebauung komplett abreißt und neu erstellt. Klassischer 60er/70er-Vorort-Einkaufszeilen-Grusel. :ohno:

weidetor
December 14th, 2011, 01:01 PM
Der Bemeroder Rathausplatz hat es vor allem nötig, dass man die umgebende Bebauung komplett abreißt und neu erstellt. Klassischer 60er/70er-Vorort-Einkaufszeilen-Grusel. :ohno:

gebe ich dir recht. auch die wohnhäuser in der direkten nachbarschaft sind furchtbar.

Lefthandy
December 14th, 2011, 04:17 PM
^^ Ich war da noch nie, habs mir aber gerade bei bing mal angeguckt. Das ist ja ein richtiges Kleinod suburbaner Stadtplanung der 70er. Umfasst fast genau einen Straßenblock, rundherum ist eh offene Bauweise - ich wäre für denkmalschutzgetreue Sanierung. Ansonsten wurde sowas meist im viel größeren Maßstab hochgezogen und wäre daher viel schwerer zu erhalten (oder nur unter unverhältnismäßig großen Opfern).

matheking
December 19th, 2011, 08:25 PM
Gerade auf 3Sat. Musikkabarett mit Bodo Wartke aktuell über "moderne, quadratische Architektur".

devilsadvocate
December 31st, 2011, 01:02 PM
Ein ganz schönes Artikel, vor allem mal nicht Hannover-Bashing, im Gegenteil (siehe auch unten, Hannover A-Z)

http://www.welt.de/debatte/article13791077/Wulff-tappte-als-Letzter-in-Hannovers-Suempfe.html

gruenebahn
December 31st, 2011, 04:07 PM
V wie Verkehr:
Wenn es irgendwo auf dieser Welt ein mehr oder weniger perfektes öffentliches Verkehrssystem gibt, dann in Hannover. Spätestens seit dem Abschluss des Stadtbahnbaus und der S-Bahn-Linien ist die Stadt nicht nur für den Fernverkehr die am besten erschlossene der Republik. Auch der Nahverkehr lässt keine Wünsche offen. Üble Pannen wie in Berlin? Schwarze Löcher wie in Hamburg? Fehlanzeige.

Ist der D-Tunnel jetzt schon fertig? ;-)

CrayZD
January 2nd, 2012, 11:13 AM
Und in den Kommentaren tummelt sich wieder einmal mehr Provinzialität, Mittelmaß und deutsches Spießbürgertum, als Hannover in einem Jahrhundert hervorbringen könnte. Herrlich! ;)

Ich warte immer noch auf den großen Moment der Erkenntnis, in dem 99,5% aller Hannover-Lästerer das Lachen im Hals steckenbleibt... weil sie erkennen, dass Sie ungeachtet des Wohnortes ihr eigenes Wesen durch den Kakao ziehen.

Das ist ja eh meine Theorie, warum Hannover-Bashing so gut funktioniert: es ist Deutschen-Bashing ohne den harten Weg der Selbsterkenntnis (zumindest für 81,5 Millionen Bürger).

Squig
January 2nd, 2012, 11:35 PM
Mit der SZ in forderster Front, und der Zeit überraschender Weise beim Verteidigen Hannovers.

telemaxx
January 3rd, 2012, 12:59 AM
(Neues?) aus München:

*Artikel aus irgendeinem zwanghaft auf cool gemachtem Magazin der SZ* (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/535462/1/1#texttitel)

Man erfährt doch einiges. Die wissen mehr als ich. ;) Z.B. hab ich noch nie jemanden sagen hören (außer zum Spaß): "nach ... hin"

Diese Studentenmagazine sind überwiegend langweilig. Ich bekomme regelmäßig das der Zeit (als Student mit Abo). Mittlerweile hat ja fast jede größere Zeitung eins. Die Verlage haben wohl letztenendes bemerkt, dass Studenten irgendwann später mal regelmäßig Geld verdienen.

Bob!
January 3rd, 2012, 01:18 AM
Vor knapp zwei Stunden war man dabei, den LED(?)-Bildschirm am Hauptbahnhof abzubauen:

http://www.abload.de/img/02012012316y3kxa.jpg

h-gambler
January 3rd, 2012, 04:42 PM
(Neues?) aus München:

*Artikel aus irgendeinem zwanghaft auf cool gemachtem Magazin der SZ* (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/535462/1/1#texttitel)

Man erfährt doch einiges. Die wissen mehr als ich. ;) Z.B. hab ich noch nie jemanden sagen hören (außer zum Spaß): "nach ... hin"

Diese Studentenmagazine sind überwiegend langweilig. Ich bekomme regelmäßig das der Zeit (als Student mit Abo). Mittlerweile hat ja fast jede größere Zeitung eins. Die Verlage haben wohl letztenendes bemerkt, dass Studenten irgendwann später mal regelmäßig Geld verdienen.

"jetzt" war kein Studentenmagazin, sondern Ende der 90er/ Anfang der 00er eine Beilage der SZ für junge Leute. Das war unglaublich beliebt, zusammen mit der Internetseite. War halt noch die Zeit vor studiVZ und Facebook. Als die SZ die Beilage einstellen wollte, gab es Proteste bis hin zur Demonstration in München. Der Stern hat darauf hin die Redaktion übernommen und den Nachfolger "Neon" rausgebracht. Bei der SZ ist dann die Internetseite übrig geblieben. (So ich höre jetzt lieber auf, sonst müsste ich mir noch eingestehen, wie alt ich geworden bin :cheers::cheers::cheers::cheers:)

CrayZD
January 12th, 2012, 09:22 AM
Ich stelle es mal hier rein, weil man es m.E. noch nicht ein 'Projekt' nennen kann:

Parkplatz an der Adolfstrasse soll Bauland werden (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/West/Parkplatz-an-der-Adolfstrasse-soll-Bauland-werden)

Na, endlich steht die Idee mal im Raum. Das Areal ist wirklich ein Filetstück! Allerdings sollte man für die umliegenden Behörden und Ministerien dringend neue Parkmöglichkeiten schaffen, dann könnten in der gesamten Calenberger Neustadt viele Hinterhof- und Brachlandparkplätze wegfallen (u.a. auch der kleinere Parkplatz an der Ecke Adolfstraße/Gustav-Bratke-Allee oder der Parkplatz der BBS).

Die eigentlich naheliegendste Lösung, die auch eine Landtags-TG weitgehend überflüssig machen würde, wird leider durch den A-Tunnel verhindert: eine große Tiefgarage unter dem Waterlooplatz, einzurichten im Rahmen der ohnehin geplanten Umgestaltung desselben (City 2020).

weidetor
January 12th, 2012, 12:47 PM
wäre wirklich ne tolle lage.
heute gehört, dass am flughafen evtl noch ein weiteres parkaus gebaut werden soll.

telemaxx
January 15th, 2012, 11:02 PM
Antrag der Fraktion DIE HANNOVERANER:
Aktuelle Stunde in der Ratsversammlung 26.01.2012 "Reizthemen Cityring, Podbi und mehr: Was tut Hannover eigentlich für die Autofahrer?"

In der Tat, was für eine Frechheit, dass den Radfahrern auf der Podbi ein wenig mehr Gleichberechtigung verschafft werden soll.

Das Thema Cityring hatten wir ja schon...

weidetor
January 19th, 2012, 02:58 PM
Diverses aus der Haz der vergangenen Tage:

Das Sprengel Museum erhält 70 Parkplätze am Maschseeufer....Dort soll dann auch Streckenweise Tempo 30 gelten.

SPD und Grüne erteilen Tiefgaragen für die Südstadt eine Absage, obwohl genau sowas doch sinnvoll wäre.

Amazon am Expo Gelände hat Grünes Licht erhalten. Dort soll auch der Messeschnellweg umgebaut werden.

und noch ein paar zufällige Beobachtungen:
Am Steuerndieb das Gasthaus ist eingezäunt und wird wohl renoviert.
An der Bemeroder Strasse Nähe Seelhorster Garten wird nun auch bald eines der letzten Grundstücke an der Strasse bebaut.
Ärtzeversorgung baut in der Süstadt noch ein weiteres Wohnhaus in der Adelheidstrasse.

Lefthandy
January 19th, 2012, 03:19 PM
Amazon am Expo Gelände hat Grünes Licht erhalten. Dort soll auch der Messeschnellweg umgebaut werden.


Sieh an. Darüber ist es ja in letzter Zeit ziemlich still geworden und nun auch noch der unvermittelte Vollzug. Mich freuts. Auf den Schnellwegumbau bin ich ja gespannt. Im Gegensatz zur Südstad-Tiefgaragentheamtik habe ich dazu auf haz.de nichts gefunden.

Zu letzterem siehe hier (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/Politiker-gegen-Tiefgarage-in-der-Suedstadt). Sieht mir allerdings auch nach einem politischem Manöver der antragstellenden CDU aus, um im ideologischen Grabenkampf Profil auszubilden. SPD und Grüne geben dazu auch in gewohnt zuverlässiger Manier Gelegenheit.

Squig
January 19th, 2012, 03:55 PM
Berichtenswert ist doch auch diese Villa in Waldhausen, die so umgestaltet werden soll (durch Neubau oder Anbau) dass da Eiegtnumswohnungen reinkommen. Die Nachbarn sind stark für den Erhalt, während der neue Besitzer einen Abriß und Neubau bevorzugt (wenig überraschend...)

telemaxx
January 19th, 2012, 04:31 PM
Wann hört das abreißen von Vorkriegsgebäuden, in diesem Fall kann man das fast eine Villa nennen, auf?

devilsadvocate
January 19th, 2012, 06:52 PM
Welche Villa in Waldhausen? Die am Döhrener Turm? Das ist kein Vorkriegsgebäude.

Squig
January 19th, 2012, 07:47 PM
Da war ein HAZ Artikel online drüber heute, zwischen Hildesheimer und Maschsee, am Döhrener Turm. Laut HAZ vor dem Krieg erbaut.

Lefthandy
January 19th, 2012, 09:13 PM
Meiner bescheidenen Meinung nach bestechen die Bürger Waldhausens mal wieder mit sorgsam kultivierter und gehegter Wutbürgerparanoia. Das betreffende Objekt ist ein versteckt um die Ecke gelegenes Haus, das schlichter und kleiner ist als die stadttteilprägenden Gründerzeitvillen. Ich tippe auf unsere goldenen 30er Jahre als Entstehungszeitraum. Die Lage aus der Vogelperspektive:

http://i42.tinypic.com/2wcmmab.jpg

Man kann für den Erhalt das Flairs des Stadtteils eintreten oder schlicht jede Entwicklung desselben verhindern. Für diese Parzelle besteht definitiv Verbesserungsmöglichkeit und mit der Bestandsarchitektur kann unser zeitgenössisches Repertoire durchaus mithalten.

Das alles galt mMn bereits genauso für das verworfene Bürogebäude an der Hildesheimer Straße. Zur lauten Hildesheimer Straße hätte der hübsche Straßenzug einen irgendwie logischen Abschluss erhalten können, stattdessen steht auch dort weiterhin ein unterdimensioniertes, völlig profanes Häuschen, das aufgrund der Lage auch nur unsachgemäß gewerblich genutzt werden kann, an dem aber angeblich die Herzen aller hängen.

Protest formiert sich hier meist nur in sublimierter, verschobener und dann überzogener Form. Als Farce. Wo man ihn bräuchte, gibts ihn in der Regel nicht. In diesem Falle wurde ja nichtmal ein Entwurf o.ä. abgewartet.

weidetor
January 20th, 2012, 09:37 AM
Direkt neben dieser besagten Villa wird/wurde ja ein Mehrfamilienhaus neu erbaut, sah sogar sehr schick aus.

Squig
January 20th, 2012, 11:18 AM
Ich kenne mich da unten nicht aus, aber ein Neubau auf dem Platz sollte überhaupt kein problem sein für den Rest des Flairs des Viertels, wenn er denn nicht total vermurkst wird.

Knochenhauer
January 20th, 2012, 08:58 PM
Ich kenne mich da unten nicht aus, aber ein Neubau auf dem Platz sollte überhaupt kein problem sein für den Rest des Flairs des Viertels, wenn er denn nicht total vermurkst wird.

Sollte der Neubau so aussehen wie derjenige, welcher gerade fertiggestellt worden ist (nördlich der sich links im Bild befindlichen Neubauten), dann plädiere ich unbedingt für den Erhalt des jetzigen Hauses.

Ich finde allerdings auch, dass Häuser aus den 30er-Jahren ein vergleichsweise schönes Beispiel für sachliches Bauen darstellen. Daher per se erhaltenswert. Man sieht das auch gut an den Siedlungen oder Siedlungshäusern aus den 30ern. Beispielhaft seien das so genannte Rheinische Viertel in der Südstadt oder die entsprechenden Siedlungen in Kirchrode, Groß-Buchholz und Bothfeld genannt.

telemaxx
February 12th, 2012, 05:56 PM
Ich habe das Konzept von Louafi für das Operndreieck wiederausgegraben. Folgende Bauabschnitte wurden bisher umgesetzt:

Änderung der Verkehrsführung mit Schließen der Windmühlenstraße und Öffnen der Straße An der Börse
Umgestaltung Rathenauplatz
Umgestaltung der Grünflächen neben und hinter der Oper

http://www.abload.de/img/operndreieckegfly.jpg
Quelle (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0792-2009?OpenDocument)

Aus dem damaligen Konzept fehlen noch:

Umgestaltung der Ständehausstraße im Bereich Café Kröpcke
Erneuerung der Flächen um das (neue) Kröpcke-Center


Der letzte Punkt wird in diesem und dem folgenden Jahr umgesetzt. Die Umgestaltung der Ständehausstraße im Operndreieck lässt noch auf sich warten, wird aber auch in naher Zukunft umgebaut werden.
Abhängig von Entscheidungen zu den anstehenden Sanierungsmaßnahmen an der Tiefgaragendecke unter der Ständehausstraße und dem Kröpcke-Café wird auch dieser Bereich zu gegebener Zeit entsprechend weiterverfolgt, ist aber nicht Gegenstand der hier vorgestellten Planung (Anm. von telemaxx: Erneuerung Verkehrsflächen Kröpcke-Center).Quelle (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/2469-2010?OpenDocument)

Wie aus dem Masterplan Mobilität 2025 (http://www.hannover.de/data/download/lhh/wirtschaft/mobilitaet/broschuere_masterplan.pdf) (Kapitel Handlungsschwerpunkte, Verkehrskonzept Innenstadt, Seite 68) hervorgeht, ist für die Ständehausstraße in diesem Bereich ein "deregulierter Abschnitt" vorgehesen wie er auch in der Kurve am Platz der Weltausstellung umgesetzt wurde. Das ist in meinen Augen eine sehr sinnvolle Idee, da somit die Trennwirkung der Straße gemildert wird und die Wirkung des Operndreiecks besser zur Geltung kommt.

Viel wichtiger ist m.E. allerdings noch ein Umbau des Café Kröpcke, der hier irgendwo im Forum schon öfter thematisiert wurde. Da ein Komplettabriss im Moment wohl illusorisch ist, habe ich folgende Idee. Die Tonne zur Georgstraße (inklusive dieser merkwürdigen Wölbung nach oben), die den Durchgang und den Juwelier beinhaltet, wird abgerissen (siehe Bild). Dabei würde nur relativ wenig Verkaufsfläche verloren gehen, die Kosten wären auch gering.
Die Vorteile wären, dass endlich eine gute Blickbeziehung zwischen Kröpcke und der Oper besteht, dass dem Café etwas von seiner ausufernden Gestaltung genommen würde und dass die Möglichkeit besteht, den gewonnen Platz auch als "Opernplatz" zu erkennen.

http://www.abload.de/img/operndreieck-stndehauzufvw.jpg

Man könnte sogar anstelle der Tonne noch ein Beet anlegen wie es auf der anderen Seite am Rathenauplatz mit den variierenden Hecken geschehen ist.

weidetor
February 12th, 2012, 06:56 PM
Der Opernplatz ist ja ganz schön geworden, leider hängen da aber viele Assis rum die einige Stellen schon extrem verunreinigt haben....

CrayZD
February 13th, 2012, 09:44 AM
Viel wichtiger ist m.E. allerdings noch ein Umbau des Café Kröpcke, der hier irgendwo im Forum schon öfter thematisiert wurde. Da ein Komplettabriss im Moment wohl illusorisch ist, habe ich folgende Idee. Die Tonne zur Georgstraße (inklusive dieser merkwürdigen Wölbung nach oben), die den Durchgang und den Juwelier beinhaltet, wird abgerissen (siehe Bild). Dabei würde nur relativ wenig Verkaufsfläche verloren gehen, die Kosten wären auch gering.
Die Vorteile wären, dass endlich eine gute Blickbeziehung zwischen Kröpcke und der Oper besteht, dass dem Café etwas von seiner ausufernden Gestaltung genommen würde und dass die Möglichkeit besteht, den gewonnen Platz auch als "Opernplatz" zu erkennen.

Suboptimal wäre das leider nach wie vor, da die Fläche vermutlich immer noch nicht richtig als Teil des Operndreieicks erlebbar wäre. Dazu drückt sich das verbleibende Gebäude zu nah an die Bauten der Rathenaustraße heran. Ideal wäre es, diese enge Hinterhofgasse wieder aufzubechen und die historische Situation mit einem mittigen Café-Pavillon wieder herzustellen. Aber wie Du schon schreibst, ist das leider illusorisch.

Ein Gewinn wäre Dein Vorschlag daher auf jeden Fall. Vor allem könnten die beiden Terrassen des Mövenpick so deutlich sichtbar miteinander verbunden werden, und auf der Terrasse zum Opernplatz käme man sich nicht mehr so von Bebauung umzingelt vor.

Stichnoth wird es wohl verschmerzen können, eine ihrer gefühlt fünf Filialen um den Kröpcke herum wieder zu verlieren. Als erster Schritt könnte eine Maßnahme dienen, die m.E. sogar mal als konkreter Vorschlag in Planungsunterlagen auftauchte: das Tonnengewölbe über dem Durchgang abzureißen und so den vorderen Gebäudearm (mit Stichnoth) vom Rest des Gebäudes 'abzuspalten'. Auch das würde schon für etwas mehr Licht und Luft sorgen. Wenn dann die Mietverträge auslaufen, könnte es diesem Gebäudeteil dann komplett an den Kragen gehen.

Aber eine Aufpflasterung à la PdW halte ich in der Kurve für schlichtweg genial. Dann wäre endlich die gefühlte Barriere zum Opernplatz verschwunden. Dann noch (z.B. von Mövenpick bewirtschaftete) Außengastronomie auf dem Platz, und er würde endlich sein Mauerblümchendasein verlieren.

gstolze
February 13th, 2012, 12:55 PM
Meiner Meinung nach müsste man da noch radikaler drangehen. Ich hätte nichts dagegen, wenn die Opernumfahrung gesperrt würde und der Verkehr von der Rathenaustr. nur noch in die Luisenstr. und in die Tiefgarage gelenkt würde. Dann könnte endlich der gesamte Platzraum besser in das städtische Leben integriert werden und diese abgrundtief hässliche Situation die sich momentan an der Ständehausstr. neben dem Enercity-Bau ergibt, beseitigt werden. Dieser wirre Schilderwald mit den Abgrenzungsbarken und der Fahrradspur ist schlimm.

web30167
February 13th, 2012, 09:43 PM
Mächtig viel Holz: Kettensägenmassaker am Klagesmarkt

Bleibt da überhaupt noch etwas stehen?

***
Pressemeldung 13.02.2012 20:00

Bäume am Klagesmarkt/Goseriede/Celler Straße müssen gefällt werden

Der Bereich Klagesmarkt wird im Rahmen des Programms Hannover City 2020+ umgebaut. Am Klagesmarkt, in der Goseriede und der Celler Straße werden unter anderem die Straßenführung und die angrenzenden Grünflächen umgestaltet. Dafür müssen 42 Bäume gefällt werden.

Bei den Bäumen handelt es sich um Linden, Eichen, Ahorn, Platanen, Pappeln, Ulmen, Robinien, Eschen und Hainbuchen. Die Bäume sind auf Fledermausbesatz untersucht worden. Die Arbeitsgemeinschaft Biotop- und Artenschutz (Abia) hat im Rahmen der Untersuchungen keine Anzeichen für Fledermäuse gefunden. Die Fällarbeiten beginnen am Mittwoch, 15. Februar.

Der Umbau des Klagesmarkts wird gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.

EDIT:
Mission accomplished! Im alten Straßenverlauf (Kreiselrondell, Mittel-/Seitenstreifen Otto-Brenner-Str./Celler Str./Goseriede) sowie östlich entlang der alten Friedhofsmauer sind nun alle Bäume gerodet. Lediglich zwei "Todgeweihte" durften stehen bleiben. Siehe auch HAZ vom 15.02.2012 (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Aerger-um-Faellungen-am-Klagesmarkt)

telemaxx
February 19th, 2012, 12:57 PM
Ein paar Artikel zum Dämmwahnsinn:

Zieht euch warm an (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/waermedaemmung-zieht-euch-warm-an-13902.html)

Es geht auch ohne Dämmzwang (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/sanierung-von-altbauten-es-geht-auch-ohne-daemmzwang-11596658.html)

„Nun werden Städte verschandelt“ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/planen/daemmwahn-nun-werden-staedte-verschandelt-11229455.html)

Quelle: alle FAZ

Besonders der erste ist zu empfehlen.

telemaxx
February 19th, 2012, 01:13 PM
Auch sehr interessant:

Die Burka fürs Haus (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/waermedaemmung-die-burka-fuers-haus-11071251.html)

Quelle: ebenfalls FAZ

telemaxx
February 29th, 2012, 07:51 PM
Positive Nachricht:

Die Villa Stephanus in Linden-Mitte wurde laut heutiger HAZ unter Denkmalschutz gestellt. Damit haben die Spekulationen um einen Abriss keine Grundlage mehr.

CrayZD
March 1st, 2012, 10:24 AM
Gottseidank! :banana:

Denkmalschutz sorgt ja auch für eine gewisse Selektion unter den Interessenten. Vielleicht findet sich ja ein Investor, der dem Gebäude sogar sein 'richtiges' Dach wiedergibt. *träum*

blumenkasten
March 1st, 2012, 11:26 AM
Gottseidank! :banana:

Denkmalschutz sorgt ja auch für eine gewisse Selektion unter den Interessenten. Vielleicht findet sich ja ein Investor, der dem Gebäude sogar sein 'richtiges' Dach wiedergibt. *träum*

Wie sah denn das richtige Dach aus? Meines Wissens nach wurde das Gebäude im Krieg nicht beschädigt und trägt seit seinem Bau ein flaches Pyramiddach, welches nur schwer von der Strasse zu sehen ist.

Lefthandy
March 1st, 2012, 11:42 AM
^^ Die Familie Stephanus scheint mehrere Villen im Stadtteil besessen/erbaut zu haben, die jetzt um den Begriff 'Villa Stephanus' konkurrieren. Bei Wikipedia findet man unter Villa Stephanus die kleine Villa mit Pyramidendach am Lindener Markt. Aber auch das ehemalige Polizeirevier in der Gartenallee soll mal der Familie Stephanus gehört haben (Quelle (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Die-Grosse-Angst-vor-den-Investoren)). Hier wäre eine Dachrekonstruktion natürlich mehr als überfällig. Tatsächlich droht aber mal wieder eher der Abriss.

CrayZD
March 1st, 2012, 11:47 AM
Da war mal wieder jemand schneller. ;) Genau das wollte ich auch gerade schreiben.

Ob der Name Villa Stephanus auch für die Polizeiwache historisch verbrieft ist oder die HAZ dort etwas durcheinandergebracht hat, weiß ich allerdings nicht. In jedem Fall ist die Villa Stephanus in der Davenstedter Straße m.W. schon etwas länger unter Denkmalschutz.

Irgendwo habe ich auch mal ein Foto des Gebäudes in der Gartenallee im Vorkriegszustand gesehen. Hat da zufällig noch jemand einen Link?

blumenkasten
March 1st, 2012, 12:12 PM
^^ Die Familie Stephanus scheint mehrere Villen im Stadtteil besessen/erbaut zu haben, die jetzt um den Begriff 'Villa Stephanus' konkurrieren. Bei Wikipedia findet man unter Villa Stephanus die kleine Villa mit Pyramidendach am Lindener Markt. Aber auch das ehemalige Polizeirevier in der Gartenallee soll mal der Familie Stephanus gehört haben (Quelle (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Die-Grosse-Angst-vor-den-Investoren)). Hier wäre eine Dachrekonstruktion natürlich mehr als überfällig. Tatsächlich droht aber mal wieder eher der Abriss.

^^aber um diese Villa am Lindner Markt geht es hier doch (Thema Denkmalschutz) - oder ist das ehemalige 9. Revier gemeint? Der Ex Polizeibau hat in der Tat eine Sanierung incl. Reko des Daches verdient.

Bob!
March 1st, 2012, 12:21 PM
Irgendwo habe ich auch mal ein Foto des Gebäudes in der Gartenallee im Vorkriegszustand gesehen. Hat da zufällig noch jemand einen Link?

Villa Stephanus, Gartenallee 14
http://www.abload.de/img/902000049zkkeb.jpg
Quelle: lebensraum-linden.de (http://www.lebensraum-linden.de/inhalt/locals_details.php?id=902000049&site=info) | Nachlass Werner Krämer

CrayZD
March 1st, 2012, 12:24 PM
^^aber um diese Villa am Lindner Markt geht es hier doch (Thema Denkmalschutz) - oder ist das ehemalige 9. Revier gemeint? Der Ex Polizeibau hat in der Tat eine Sanierung incl. Reko des Daches verdient.

Wie ich oben schon schrieb, dürfte die wie fast das gesamte Ensemble am Lindener Markt schon seit geraumer Zeit unter Denkmalschutz stehen. Die Pressemeldung wird sich also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das Gebäude in der Gartenallee beziehen.

@Bob: Aua! ;) Was für eine Pracht... schon die Hälfte davon als Dachrekonstruktion wäre eine positive Überraschung.

blumenkasten
March 1st, 2012, 01:01 PM
Wie ich oben schon schrieb, dürfte die wie fast das gesamte Ensemble am Lindener Markt schon seit geraumer Zeit unter Denkmalschutz stehen. Die Pressemeldung wird sich also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das Gebäude in der Gartenallee beziehen.


^^ da der Artikel hier nicht verlinkt war, habe ich eben in die HAZ von gestern geschaut: "Das Land hat die ehemalige Polizeiinspektion West in Linden Mitte unter Denkmalschutz gestellt." Damit ist klar welches Gebäude gemeint ist.
Ich wusste nicht, dass es mehrere Villen Stephanus in Hannover gibt.

Lefthandy
March 1st, 2012, 01:41 PM
Na dann her mit dem Dach!

Oder wurde sie etwa so wie sie ist, als Nachkriegsmonument, unter Denkmalschutz gestellt?

telemaxx
March 1st, 2012, 03:45 PM
Und bitte die Giebel und Türme rekonstruieren! :)

Im Moment sieht das Gebäude wie gekappt aus.

Vergleichsbild:
http://www.neuepresse.de/var/storage/images/np/hannover/uebersicht/die-grosse-angst-vor-den-investoren/18707716-1-ger-DE/Die-Grosse-Angst-vor-den-Investoren_ArtikelQuer.jpg
Quelle: haz.de

telemaxx
March 1st, 2012, 06:53 PM
WTF?

Haz.de kostet jetzt auch was?

Leine1977
March 1st, 2012, 07:58 PM
WTF?

Haz.de kostet jetzt auch was?

Anscheinend sind jetzt einige Artikel kostenpflichtig. Setzt sich ja immer mehr durch. Haste kein Abo? Dann kannst du alles umsonst lesen. ich brauch jedenfalls morgens immer Papier in der Hand.

Queron
March 1st, 2012, 08:07 PM
Einige? Fast alle!

telemaxx
March 1st, 2012, 10:24 PM
Doch, meine Eltern haben ein Abo, vielleicht kann man sich da häufiger anmelden. Meine Eltern nutzen das eh nicht, glaub ich.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Einerseits stellt die HAZ viele richtige Print-Artikel ins Netz, andererseits halte ich das nicht für die Zukunft. Siehe auch die ACTA-Proteste.

CrayZD
March 2nd, 2012, 09:35 AM
Nicht die Zukunft? Aus meiner Sicht ist das das einzige, was langfristig Sinn macht. Schwarmintelligenz und Bloggerszene hin oder her... gute, seriöse und fundierte Informationen liefern heute und auch in mittelferner Zukunft vor allem professionelle Journalisten. Und die verdienen Geld. Punkt.

Das Medium ist dabei letztendlich so egal wie nur was. Egal ob Netz, Papier oder TV... das Geld holt man sich entweder direkt von den Informationskonsumenten, oder von Werbepartnern (in der Print-Praxis meist von beiden). Und in letzterem Fall muss man als kritischer Bürger immer die Frage nach der Unabhängigkeit stellen.

Einige der heutigen Digital Natives müssen m.E. ganz schnell lernen, ihre internetbezogene Umsonstmentalität zu überdenken. Auch für Social Networks würde ich bezahlen, wenn ich dafür die Gewissheit hätte, dass meine Daten nicht verschachert werden. Letztendlich ist es die Gier der Menschen, die unsere Privatsphäre kaputtmacht. Egal ob es Unternehmen oder Behörden sind, denen wir unsere intimsten Informationen anvertrauen.

ACTA gäbe es auch nicht ohne zunehmende Tendenzen zur unfairen bzw. illegalen Internetnutzung. Proteste dagegen mögen kurzfristig erfolgreich sein, aber letztendlich sitzen die Contentproduzenten am längeren Hebel. Wenn sich etwas wirtschaftlich nicht mehr lohnt, mache ich es einfach nicht. Fertig, aus. Mittelfristig besteht dann für den Sparfuchs die Information aus Billig-Boulevard-Infos à la Web.de und die Unterhaltung aus DSDS-Mist.

So, das war's erstmal mit OT zu diesem Thema. ;) Nur noch kurz zur HAZ: positiv finde ich das Preismodell für das 'nur-online-Abo'. Sollte sich mittelfristig jeder Print-Artikel auch im (kostenpflichtigen) Web-Angebot finden, dann gäbe es nicht nur endlich eine zeitgemäße Präsentation des Inhalts ('ePaper' ist schließlich auch nicht das wahre)... die Preispolitik würde auch endlich der Tatsache Rechnung tragen, dass diverse Kostenfaktoren (Papier, Druck, Verteilung) bei der Onlinenutzung entfallen.

telemaxx
March 2nd, 2012, 11:08 AM
Ich verlange ja auch nicht, dass es umsonst ist. Es geht vielmehr darum, dass man im Internet Dinge teilen kann, was durch solche Bezahlmodelle verhindert wird. Man darf ja zum Beispiel auch eine DVD an Freunde verleihen. Oder Ihnen die HAZ zum lesen geben. Im Internet wird das auf diese Weise unmögliche gemacht. Das betrifft auch dieses Forum hier, indem hier keine Artikel mehr geteilt werden können, die alle lesen können.

Edit: Man kann die Artikel der HAZ allerdings lesen, wenn man den Titel googlet und über Google auf die HAZ-Seite geht. Wie beim Hamburger Abendblatt auch.

Queron
March 3rd, 2012, 01:34 PM
Ich habe letzte Nacht geträumt, dass Galeria Kaufhof einen Teil der Fassade (zum EAP hin) abgerissen hat, um da endlich eine attraktivere Fassade anzubringen (so in der Art des Kröpcke-Centers). Schade, dass es nur ein Traum war :ohno:

Squig
March 15th, 2012, 04:16 AM
Video zum Kreativ- und Webstandort Hannover von der Cebit: http://webciety.c.nmdn.net/playlist/list.php#entryId=0_sqe1gwsk

Queron
March 15th, 2012, 05:08 AM
Video zum Kreativ- und Webstandort Hannover von der Cebit: http://www.bigsoccer.com/forum/showthread.php?p=25334220#post25334220
Hää... wo? Sieht eher aus wie ein englischsprachiger Diskussionsthread über Atheismus :|

Squig
March 15th, 2012, 11:00 AM
Falscher Link, sorry. Ich repariere es.

Orbiter
March 30th, 2012, 05:32 PM
Schon ein paar Tage her, aber trotzdem wichtig:

Wasserkunst droht der Untergang
Ein Technik-Denkmal in Gefahr - die Wasserkunst, das historische Pumpwerk der Herrenhäuser Gärten ist teilweise verrottet. Die Stadt möchte die Wasserkunst retten, das dürfte aber Millionen kosten.

... mehr auf neuepresse.de (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Hannover-Wasserkunst-droht-der-Untergang)

.

web30167
March 30th, 2012, 09:16 PM
^^ Ein Jammer. Aber so geht's nun schon seit Jahren.

Sehenswert auch die zur EXPO 2000 renovierte Schleuse am Ernst-August-Kanal (http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst-August-Kanal).

web30167
April 20th, 2012, 11:10 AM
Sicherheitsrisiko Wärmedämmung (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Garbsen/Nachrichten/Hausfassade-geht-in-Flammen-auf)

siehe auch:

* Spiegel Online vom 28.11.11 (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,800017,00.html)
* ARD WwW vom 4.12.11 (http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,w0b1lrzknsfqw117~cm.asp)

devilsadvocate
May 1st, 2012, 12:02 PM
Ich hatte neulich mal einen treffenden Artikel über Marketing gelesen, dass Hannover überhaupt keine Webcams selbst bereit stellt und alle, die sich finden lassen, entweder schlechte Qualität haben oder aber hässliche Bilder einstellen.

Für mich ein absolutes Unding, warum die Stadt nicht mal ein paar Tausend Euro locker macht und Sachen wie den Zoo, die Gärten, Kuppelsaal usw. ins Netz und auf die Homepage und Facebook usw. stellt?!

Da wird ein totaler Trend verschlafen.

web30167
May 1st, 2012, 01:34 PM
^^ Dafür haben wir jetzt ein schickes neues Logo (http://www.hannover.de/hannover-macht-marke/index.html). :D

devilsadvocate
May 1st, 2012, 02:10 PM
Ich verstehe echt nicht, warum dafür so viel Geld verbrannt worden ist und warum nicht einfach ein studentischer Wettbewerb ins Leben gerufen ist, was sicherlich auch gute Resultate hervorgebracht hätte. Unfassbar schlecht unsere städtische Politik.
Und für die wichtigen Sachen haben sie wieder kein Geld!

web30167
May 1st, 2012, 05:42 PM
^^ Gegenüber dem Cottbusser Versuch (http://www.fontblog.de/das-neue-logo-fuer-cottbus-ist-da) kann man's zumindest einfacher lesen. :D

weidetor
May 1st, 2012, 06:46 PM
anstatt geld für ein neues logo rauszuwerfen sollte man mal einen aktionsplan zur wiederherstellung der strassen ins leben rufen.....die sind ja in einem katastrophalen zustand

Queron
May 1st, 2012, 08:05 PM
Mich erschreckt immer wieder die geringe Wertschätzung von Design. Vor allem der Vorschlag, dass man das neue Logo mit Hilfe eines Design-Wettbewerbs hätte finden sollen, finde ich aus folgenden Gründen ziemlich bescheiden:

1. Es stecken hunderte oder gar tausende Leute Stunden oder Tage Arbeit in das Logo.
2. Nur einer davon bekommt ein läppisches Preisgeld dafür, alle anderen haben sich die Mühe umsonst gemacht.
3. Das Corporate Design zum Logo muss eh von einer professionellen Agentur erstellt werden, das sind ohnehin der Großteil der Kosten (oder glaubt jemand wirklich, dass allein das Logo 230.000 Euro gekostet hat?).
4. Die Agentur könnte Probleme damit bekommen, zum Logo ein geeignetes Corporate Design zu entwickeln - es ist besser, wenn man beides paralell entwickelt und aufeinander abstimmt.

anstatt geld für ein neues logo rauszuwerfen sollte man mal einen aktionsplan zur wiederherstellung der strassen ins leben rufen.....die sind ja in einem katastrophalen zustand
Achso, für 230.000 Euro hätte man also alle Straßen sanieren können (ist ja auch immer so holprig auf Hannovers Straßen, eigentlich kann man nur noch mit nem Geländewagen durch die Stadt fahren). Mit einem frischen Design und dadurch besserem Marketing mehr Leute und damit auch mehr Geld nach Hannover zu bringen, ist ja nicht so wichtig. Scheiß auf solche Investitionen, das alte, piefige Design (ähm... wie sah das noch mal aus?) muss reichen.

web30167
May 2nd, 2012, 12:11 AM
Schon in Ordnung. Auf Plakaten und Broschüren sticht das neue Logo (http://www.designtagebuch.de/hannover-vereint-stadt-und-region-unter-dachmarke/) natürlich hervor. Was den Rest betrifft, können wir ziemlich sicher sein, dass in einigen Jahren eh wieder ein neues Logo kommt.

telemaxx
May 3rd, 2012, 09:58 PM
Das ist befremdlich. Der Radweg endet im Nichts. Dann doch besser von vornherein auf der Straße, oder?

http://www.hannover-entdecken.de/content/view/20336/144/

devilsadvocate
May 4th, 2012, 06:16 PM
1. Es stecken hunderte oder gar tausende Leute Stunden oder Tage Arbeit in das Logo.


Und das gerade das kann ich mir mit dem besten Willen nicht vorstellen, wenn man das Resultat sieht.
Auch wäre sowas nicht notwendig. Ideen gibt es überall, da braucht es nicht Unsummen an Geld für ein Logo, was nicht sonderlich neu ist und in 10 Jahren wieder als veraltet abgeschafft wird.

Queron
May 4th, 2012, 06:51 PM
Die Aussage war auch nicht auf die Leute bezogen, die das jetzige Logo erstellt haben, sondern auf deinen Vorschlag mit dem "studentischen Wettbewerb".

telemaxx
May 4th, 2012, 07:14 PM
Ich finde es wichtig, dass Fachleute sich um ein so wichtiges Feld wie Image- und Standortförderung bearbeiten. Es geht ja um viel mehr als nur das Logo.

CrayZD
May 9th, 2012, 10:47 AM
Zoo Hannover: Schimpansen-Ausbruch laut Tierschutzorganisation auch aufgrund von Haltungsmängeln (http://www.live-pr.com/zoo-hannover-schimpansen-ausbruch-auch-r1049491547.htm)

Zudem sieht die Organisation in dem viel zu kleinen Innengehege einen erheblichen Mangel und Ursache dafür, dass Toto seinen notwendigen Fluchtraum selbstständig vergrößern musste. Nach Recherche der Tierschützer ist die Innenanlage nur 85 Quadratmeter groß. Der internationale Standard fordert aber mittlerweile mehr als das Vierfache. EndZOO-International fordert jetzt ein Auslaufen der Menschenaffenhaltung im Zoo Hannover.

Dass viele Tierschutzorganisationen mit Zoos auf Kriegsfuß stehen, ist ja bekannt. Von daher finde ich auch die Forderung reichlich plump. Gorillas sind auch Menschenaffen, und denen geht's in ihrem Außengehege prächtig.

Für mich wäre das vielmehr ein Anstoß, auch die unsäglichen, veralteten Urwaldhäuser auf die Agenda für ein neues Großprojekt zu setzen. Sie sind zusammen mit ein paar 'Hinterhof-Anlagen' der Sambesi-Landschaft (Pferdeantilopen etc.) der letzte Schandfleck des Zoos. Aber laut unserem neuen Zooleiter von Jagaus Gnaden ist die Zeit der Neubauprojekte ja vorbei, also müssen wir und die Affen mit diesem Umstand wohl länger leben.

Queron
May 9th, 2012, 03:05 PM
Ich glaube alle Zoobesucher sind sich darüber einig, dass in den von dir angesprochenen Bereichen was getan werden müsste (vor allem das "Außengehege" der Orang-Utans ist ja ziemlich mickrig). Am besten wäre es, das Tropenhaus an anderer Stelle neu zu errichten, um mehr Platz für das Urwaldhaus (und die Außengehege) zu schaffen. Das müssten jetzt auch keine aufwändig gestalteten Themenwelten werden, man kann sich vom Stil her ja einfach an den Gorillaberg orientieren.

CrayZD
May 9th, 2012, 03:33 PM
Oder beides durch ein einziges großes Gebäude ersetzen. Muss ja nicht gleich die Dimensionen von Gondwanaland in Leipzig annehmen, dazu dürfte der Bauplatz auch nicht reichen.

An einen Megakracher à la Sambesi oder Yukon Bay hatte ich auch nicht gedacht. Eher sowas wie eben der Gorillaberg oder die Australien-Landschaft. Wegen der notwendigen Gebäude dürfte es aber wohl trotzdem deutlich teurer werden als diese Beispiele. :(

Oder man greift doch gleich tief in die Schatulle... praktischerweise liegt der alte Pinguin- und Robbenbereich gleich um die Ecke. Statt dort eine Show-Arena zu errichten, wie es mal grob geplant war, könnte man diese Fläche für ein Affen- und Urwald-Areal mitnutzen. Der Gorillaberg dazwischen wird dann einfach geschickt mit in die Außengehege integriert.

Queron
May 9th, 2012, 03:38 PM
Das wäre auch eine Idee, im Grunde genommen ist da noch genug Platz für da (es müssten nur ein paar Bäume weichen).

Orito41
May 13th, 2012, 10:03 AM
Ja, so einige Ecken im Zoo brauchen noch etwas "Zuwendung"

gstolze
May 13th, 2012, 12:21 PM
Leider hat Herr Jagau, als er den Zoodirektor Machens abgesägt hat, gesagt, dass die Zeit der Großprojekte vorbei ist. Egal wo mna guckt, Zoo, D-Linie, die Region arbeitet hier nicht wirklich kompetent. Wenn man den Zoo jetzt stillstehen lässt und nur noch kleinere Flickschustereien vornimmt, ist es mit den steigenden Besucherzahlen bald wieder vorbei.

Mit der vorhandenen Substanz von Urwaldhaus und Tropenhaus kann man meiner Meinung nach nichts mehr anfangen. Es gibt im Zoo aber so viel Flächenpotential. Die schon angesprochene, alte Anlage für Robben, Seehunde und Pinguine, Urwald-und Tropenhaus, sowie eine Verlegung des Eingangsbereiches nach weiter vorn würden zusammengenommen eine große Fläche bieten für ein neues Tropenhaus bzw. eine Art tropischen Canyon mit Innen- und Außenanlagen. Der Gorillaberg kann ja so erhalten und in ein neues Konzept integriert werden, wobei ich den sog. Evolutionspfad nicht beibehalten würde.

Queron
May 13th, 2012, 02:43 PM
Im Bereich der alten Robben-/Pinguin-Anlage soll die neue Show-Arena hin (da zentraler und mehr Platz). Aber ich glaube, der Bau hat sich aufgrund der Probleme mit der neuen Pinguinanlage verschoben (die Pinguine mussten in dieserr Zeit ja wieder in ihrer alten Anlage untergebracht werden).

Schade, dass Herr Machens nicht mehr da ist, der würde jetzt sicherlich den Neubau des Urwaldhauses vorantreiben. Ich hoffe mal, dass sich die neue Zooführung auch dafür einsetzt.
Am besten wäre es natürlich, man baut ein neues Urwaldhaus an anderer Stelle auf, weil es sonst lange Einschränkungen für die Tiere dort geben würde. Das Problem sind nur die Gorillas, die brauchen ja trotzfem noch ein Innengehege (den Gorillaberg zu verlegen wäre dann doch zu viel des Guten *lol*). Vielleicht wäre es sinnvoller, das Tropenhaus an anderer Stelle neuzubauen (vielleicht so in der Art des damaligen Regenwaldhauses im Berggarten), und an dessen Stelle den Neubau des Urwaldhauses zu errichten. Die Außengehe der Schimpansen und Orang-Utans kann man dann ja anschließend an der Stelle des bisherigen Urwaldhauses bauen.
Den Evolutionspfad kann man ruhig beibehalten (an einer Stelle wäre nur ein Durchbruch zur neuen Show-Arena als Abkürzung sinnvoll).

weidetor
May 25th, 2012, 10:34 AM
An der Walderseestr sollen 6 neue Zebrastreifen den bösen Autofahrer bremsen...

Sanshiro
May 27th, 2012, 11:07 PM
6 Zebrastreifen sind schon krass, wobei da einige wirklich wie die Bekloppten durchrasen.

CrayZD
May 29th, 2012, 09:22 AM
Erwähnen sollte man vielleicht auch noch, dass hier nicht die Stadtverwaltung wahllos irgendeine neue 'Autofahrerschikane' beschließt... vielmehr ist die Maßnahme eine Reaktion auf jahrelange wütende Anwohnerproteste. Zum Teil kann ich die verstehen, denn wie gesagt wird da gerast was das Zeug hält. Ich finde es dort, im Gegensatz zur überfüllten und unübersichtlichen Podbi, auch sehr angenehm zu fahren... habe die Straße aber noch nie mit einer Rennstrecke verwechselt.

telemaxx
June 6th, 2012, 12:52 AM
Heute musste ich mal wieder einem Kommentator im HAZ-Forum widersprechen.

Weil meist verkehrswidrig fahrende Radler an Unfällen
beteiligt waren

Das können Sie sicher nicht mit Zahlen belegen. Die meisten Unfälle verursachen Autofahrer, die zu faul sind beim Ausfahren aus dem Kreisel oder beim Abbiegen den Schulterblick zu machen. Oder weil viele Autofahrer viel zu schnell fahren. Auch ich habe keine Zahlen parat, aber das macht ja nix, denn der Kreisel wird ja jetzt umgebaut :P

wird jetzt der Klagesmarkkreisel umgebaut und zudem ein Radfahrer-Rennstrecken-Boulevard angelegt, der auf einem Fußgangerplatz endet ohne Hinweise darauf, wie die Radler weiter in die Goethe- oder Kurt-Schumacher-Straße bzw. zum Kröpke kommen.

Geradeaus auf die Goseriede, dann schräg rechts Richtung Steintor.

Statt einem fliessendem Auto-Kreisverkehr kommt es dann durch Ampeln zu "stop and go" mit Umweltverschmutzung.

Das eine Problem haben Sie schon richtig erkannt. Autos verschmutzen die Umwelt. Ich fahre auch gelegentlich mit dem Auto und will auch keinem vorwerfen, Autofahrer zu sein, da es nunmal Umstände (schlechte ÖPNV-Anbindung, Vertreter o.ä.) gibt, die das Autofahren erfordern. Dass Autos durch häufiges Halten und Anfahren mehr Abgase produzieren mag stimmen. Aber auch beim Kreisel fahren die Autos nicht ohne Halt durch. Man muss meistens einmal warten beim Einfahren, eventuell sogar noch beim Ausfahren aus dem Kreisel, wenn ein Radfahrer kommt. Daher überwiegt bei diesem Umbau eindeutig die Aufwertung des Umfelds mit neuem Stadtplatz und bessere Verkehrsführung für Radfahrer gegenüber dem Verlust des Kreisels.

Und das ganze kostet 6 Mio EURO. Wer bringt dieses Geld auf?

Das Projekt wird gefördert vom Bund und von der Europäischen Union. Den Rest (keine Ahnung, wie viel) zahlt die Stadt Hannover.

Zum einen die Autofahrer durch PKW-Steuer (Radfahrer zahlen keine Steuern!),
dann die Gewerbesteuer zahlenden Geschäftsleute, obschon sie durch wegfallende Parkplätze weniger Einnahmen haben, und Hannovers Hauseigentümer, die jetzt höhere Grundsteuer bezahlen müssen.

Zum einen finde ich es witzig, dass es für Sie die Kategorien "Autofahrer" und "Radfahrer" gibt. Sie können sich anscheinend gar nicht vorstellen, dass ein Autofahrer auch Rad fährt. Oder umgekehrt. Das zeugt m.E. doch von sehr beschränktem Denken.
Und zum anderen: Haben Sie sich mal überlegt, warum Autofahrer Steuern bezahlen? Das Vorhalten, Bauen und Instandsetzen der Straßeninfrastruktur (z.B. Autobahnen), die Beeinträchtigung der Umwelt durch Schadstoffausstoße, die Unfall- und Schadenskosten, das alles kostet Unsummen an Geld, die m.W. nicht durch die KfZ-Steuer gedeckt sind.
Achja, wie viele Parkplätze fallen denn weg? Ich glaube, die Geschäftsleute in der Innenstadt können sich nicht beklagen, Hannover als Einzelhandelsstandort ist attraktiver als je zuvor. Parkplätze gibt es in Massen in den umliegenden Parkhäusern.

Diese 6 Mio EURO wären besser für den Stadtbahn-D-Tunnelbau aufgewendet worden.

Ich gebe Ihnen Recht, auch ich halte neben der Ertüchtigung der Radinfrastruktur auch den Ausbau des ÖPNV für dringend geboten. Das kann nur mit dem D-Tunnel vernünftig funktionieren. ÖPNV muss schnell, zuverlässig und komfortabel sein. Und nicht im Verkehrschaos am Steintor oder an der Ernst-August-Galerie stecken bleiben. Des Weiteren können die Straßen dann aufgewertet werden, z.B. durch breitere Radwege, mehr Bäume und eventuell einer verkehrsberuhigten Zone am Ernst-August-Platz.

Aber hierzu arbeitet die Stadt lieber ein neues teuresGutachten für den Cityverkehr aus. Das Ergebnis wird die Be-/Verhinderung des individuellen Auto-
verkehrs sein. Dazu gehört dann auch der Abriss der Raschplatz-Hochstraße sowie der Rückbau des Cityrings. So wird Steuergeld verschwendet.

Das Ergebnis wird sein, dass ALLE Verkehrsteilnehmer Verbesserungen erwarten werden dürfen. Die Region wird sich das Gutachten schon zurechtmauscheln.

Fukushima hat leider die grüne (Radfahrer-) Partei zu gross werden lassen.

Auch wenn ich Themen wie den Atomausstieg, Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch wichtig und richtig finde, sind die Grünen in Hannover auf kommunaler Ebene meistens ein Ärgernis. Insbesondere in der Frage der D-Linie.

CrayZD
June 6th, 2012, 12:03 PM
Ich kann diese verkehrspolitischen Hasstiraden nicht mehr hören. Böse Radfahrer, böse Autofahrer, böse Üstra... es ist zum Kotzen. Auf deutschen Straßen geht es mittlerweile schlimmer zu als auf dem Balkan, jeder gegen jeden.

Und als vernünftig-pragmatisch denkender und argumentierender Mensch bekommt man die volle Breitseite aus allen Richtungen. Erkennt man die Existenzberechtigung von Autos an, darf man sich anschließend seitenlange Abhandlungen von Schorse Weil und Konsorten zu Gemüte führen. Andererseits habe ich im HAZ-Forum zu einem Artikel nur mal den Satz fallen lassen, dass es uns zur Lösung von Verkehrsproblemen gelingen muss, mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad oder in die Stadtbahn zu bewegen. Die direkte Antwort war ein erbostes 'WARUM?!?', gefolgt von einem wahren Shitstorm aus der ADAC-Fraktion.

Ich hoffe wirklich, dass solche dogmatisch-verbohrten Idioten Mitglieder einer aussterbenden Generation sind. Den jüngeren sagt man ja eine deutlich pragmatische Haltung zur Verkehrsmittelnutzung nach.

Zum Thema Klagesmarktkreisel muss ich übrigens auch den hannoverschen Piraten widersprechen, obwohl ich ansonsten viel von ihnen halte (nicht zuletzt wegen ihrer Meinung zum D-Tunnel). Von der städtebaulichen Aufwertung mal gar nicht zu reden: dass der Klagesmarktkreisel 'funktioniert', wird durch die Unfallstatistik eindrucksvoll widerlegt. Und das obwohl die Verkehrsführung mehrmals geändert wurde, so dass sie zum Schluss eigentlich jedes Kind hätte verstehen müssen.

telemaxx
June 6th, 2012, 12:08 PM
Das ist auch meine Hoffnung. Ich zähle mich auch zur jungen Generation und habe dieselbe Einstellung. Sowohl Georg Weil alias BNeumann als auch z.B. "unternehmensberater" aus dem HAZ-Forum scheinen ihre besten Jahre schon hinter sich zu haben. Ich hoffe, diese extremen Einstellungen sterben im wahrsten Sinne des Wortes aus.

ManiacEmd
June 6th, 2012, 12:39 PM
Ich kann diese verkehrspolitischen Hasstiraden nicht mehr hören. Böse Radfahrer, böse Autofahrer, böse Üstra... es ist zum Kotzen. Auf deutschen Straßen geht es mittlerweile schlimmer zu als auf dem Balkan, jeder gegen jeden.

Aber Crazy, das ist doch nicht nur in der Verkehrspolitik so. Differenzierte ausgewogene Auseinandersetzungen, in denen die Sichtweise aller Beteiligten angemessen gewürdigt werden, werden doch allgemein immer seltener. Mit Deinen (manchmal nicht ganz unberechtigten) Schimpftiraden gegen Verwaltung und Politik und somit gegen die Naben des Systems, die all jene Egoismen zu einer gesellschaftlichen akzeptierten Gemeinposition zusammentragen müssen, trägst auch Du dazu bei. Dass Du was auf dem Kasten hast, ist unzweifelhaft und Dir wohl bekannt. Aber auch Du neigst gelegentlich dazu, Deine Sichtweise in Situationen wo es in der Gesamtschau mehr als schwarz und weiß gibt, als einzig denkbare darzustellen. Vielleicht deswegen.

dass der Klagesmarktkreisel 'funktioniert', wird durch die Unfallstatistik eindrucksvoll widerlegt. Und das obwohl die Verkehrsführung mehrmals geändert wurde, so dass sie zum Schluss eigentlich jedes Kind hätte verstehen müssen.

Zu diesem Schluss sollte jeder kommen, der den Kreisel - egal in welcher Rolle - genutzt hat. Sowohl als Autofahrer, als auch als Radfahrer habe ich jedes Mal Schweißausbrüche, wenn ich da durch muss. Wer das anders sieht, muss entweder Nerven aus Stahl respektive ein gehöriges Maß Ignoranz gegenüber den Ängsten schwächerer Verkehrsteilnehmer haben. Es wurde dringend Zeit, dass dort etwas geändert wird. Und das sage ich sowohl als Auto- wie auch als Radfahrer.

Gruß, M.

CrayZD
June 6th, 2012, 01:14 PM
Aber Crazy, das ist doch nicht nur in der Verkehrspolitik so. Differenzierte ausgewogene Auseinandersetzungen, in denen die Sichtweise aller Beteiligten angemessen gewürdigt werden, werden doch allgemein immer seltener. Mit Deinen (manchmal nicht ganz unberechtigten) Schimpftiraden gegen Verwaltung und Politik und somit gegen die Naben des Systems, die all jene Egoismen zu einer gesellschaftlichen akzeptierten Gemeinposition zusammentragen müssen, trägst auch Du dazu bei. Dass Du was auf dem Kasten hast, ist unzweifelhaft und Dir wohl bekannt. Aber auch Du neigst gelegentlich dazu, Deine Sichtweise in Situationen wo es in der Gesamtschau mehr als schwarz und weiß gibt, als einzig denkbare darzustellen. Vielleicht deswegen.


Dass ich zum Polemisieren neige, erkenne ich als Schwäche durchaus an. ;) Gerade Politiker bewundere ich aber andererseits auch, weil sie aus Sicht der Bevölkerung eigentlich nur alles falsch machen können und sich trotzdem der Herausforderung stellen. Vor allem in der Lokalpolitik, die nichtmal eine einträgliche Geldquelle darstellt.

Letztendlich ist Kritik an Politikern ja auch immer versteckte Gesellschaftskritik. Ohne die vielen Ich-AGs mit teilweise extremen Positionen wäre der eine oder andere (aus meiner Sicht) faule Kompromiss überhaupt nicht nötig. Ich bin mir dessen durchaus bewusst, im Gegensatz zu vielen Schreibern z.B. im HAZ-Forum, die Politiker und Verwaltungsangestellte offenbar als den unproduktiven, schmarotzenden Abschaum der Gesellschaft ansehen.

Zu diesem Schluss sollte jeder kommen, der den Kreisel - egal in welcher Rolle - genutzt hat. Sowohl als Autofahrer, als auch als Radfahrer habe ich jedes Mal Schweißausbrüche, wenn ich da durch muss. Wer das anders sieht, muss entweder Nerven aus Stahl respektive ein gehöriges Maß Ignoranz gegenüber den Ängsten schwächerer Verkehrsteilnehmer haben. Es wurde dringend Zeit, dass dort etwas geändert wird. Und das sage ich sowohl als Auto- wie auch als Radfahrer.

Für Radfahrer ist es da streckenweise lebensgefährlich. Aber auch als Autofahrer habe ich dort schon das eine oder andere mal nur durch schnelle Reaktion verhindern können, dass die Unfallstatistik nicht noch weiter ansteigt.

Was meinte ein Bekannter mal, der in der Nähe wohnt: wenn er arbeitslos wird, kauft er regelmäßig alte Autos auf, fährt damit zwei Stunden durch den Kreisel und streicht die Versicherungssumme ein. ;)

weidetor
June 6th, 2012, 01:17 PM
ich halte es für ideologischen Schwachsinn zu glauben, dass das Auto in Zukunft weniger Bedeutung hat als das Fahrrad. Die Gesellschaft altert und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass die breite Gesellschaft sich zurückentwickelt und ihre Wasserkisten in Zukunft mit dem Rad nach Hause bringt.
Eine wirtschaftlich schwache Stadt wie Hannover hat nunmal ganz andere Prioritäten als bestehende Infrastruktur mit viel Geld zu verschlechern.

CrayZD
June 6th, 2012, 01:38 PM
ich halte es für ideologischen Schwachsinn zu glauben, dass das Auto in Zukunft weniger Bedeutung hat als das Fahrrad.

Da gehe ich mit Dir vollkommen konform. Ich wäre allerdings froh wenn das Auto in Zukunft nicht mehr eine derart übergeordnete Rolle im Stadtverkehr spielt wie heute. Denn das tut es nach wie vor selbst in Hannover, wo ja immer über die 'autofeindliche Politik' gejammert wird. Statt breite Straßen und bessere Ampelschaltungen zu fordern, könnte sich schon jeder selbst mal hinterfragen ob man denn unbedingt von der List in die Innenstadt mit dem Auto fahren muss.

Die Gesellschaft altert und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass die breite Gesellschaft sich zurückentwickelt und ihre Wasserkisten in Zukunft mit dem Rad nach Hause bringt.

Was die 'alternde Gesellschaft' im Auto für ein Problem darstellt, erleben wir regelmäßig anhand bizarrer Unfälle. Und überhaupt: für meinen Geschmack denkst Du schon wieder viel zu sehr mit Scheuklappen. Was ist das eigentliche Ziel? Doch nicht, zum Getränkemarkt zu fahren und mit Kisten wieder zurückzufahren. Das Ziel ist, Getränke in der Wohnung zu haben. Gerade wenn wir von der alternden Gesellschaft reden, sollte man vielleicht erwähnen dass auch irgendjemand die Kisten aus dem Auto ins Haus wuchten muss.

In den 60ern hat sich Deine Frage kaum jemand gestellt, weil es in jedem Stadtteil einen Getränkehändler mit Lieferservice gab. Von daher empfinde ich den heutigen Zustand gar nicht als so tolle 'Weiterentwicklung'. Nicht wenige Experten gehen davon aus, dass Internetbestellung und Lieferung auch im Lebensmittelbereich wieder eine bedeutende Rolle spielen werden. Deine Argumentation, mit der z.B. im HAZ-Forum gerne auch mal die Öffis schlecht gemacht werden ('und wie soll ich meinen Großeinkauf / meinen Plasmafernseher in der Bahn transportieren?') erinnert mich irgendwie an den Büroangestellten, der statt einer Schreibmaschine einen PC mit Laserdrucker hingestellt bekommt und mault: 'so ein Mistding, nicht mal Durchschläge kann ich damit schreiben!' ;)

Eine wirtschaftlich schwache Stadt wie Hannover hat nunmal ganz andere Prioritäten als bestehende Infrastruktur mit viel Geld zu verschlechern.

Und das wiederum - entschuldige bitte - ist für mich ein ganz plumpes Argument aus der konservativen Mottenkiste. Warum schöneres Stadtbild, wir brauchen schlaglochfreie Straßen. Warum Theater und Kunst, wir brauchen sanierte Schulen. Warum ein WM-taugliches Stadion, wir brauchen ordentliche Sportplätze in der Bezirksliga. Folgt man solchen Argumenten, hat man am Ende ein Hannover, das jegliches Klischee erfüllt.

telemaxx
June 18th, 2012, 10:47 PM
Im Projektliste-Thread nach Möglichkeit nicht posten, damit der als Liste erhalten bleibt und nicht in mehreren Seiten untergeht. Danke :)

Das meiste sieht ja ziemlich scheiße aus. Passt also nach Hannover.

Das sehe ich absolut anders. Und Hannover bashen muss doch nicht wirklich jedes Mal sein, oder?

Zur Diskussion: Ich muss gstolze zustimmen und kann diese pauschale Verurteilung sämtlicher Bauprojekte in Hannover und von Hannover auch überhaupt nicht nachvollziehen. Ich finde sogar, dass die meisten Projekte eine enorme Bereicherung für Hannover sind.

CrayZD
June 19th, 2012, 10:18 AM
Vor allem so pauschal gleich mal gegen ganz Hannover und gegen sämtliche moderne Architektur auszuholen. Kleingeist olé. Leider ist das eine mehrheitsfähige Meinung. Differenzierte Auseinandersetzung - nicht nur mit Architektur, sondern beinahe mit jeglichem Thema - ist in der heutigen Gesellschaft eben out.

Sicher ist Hannover nicht München oder Nürnberg, und es müssen vor allem in der City noch viele Bausünden verschwinden bevor man von einem rundum schönen Stadtbild sprechen kann. Aber Rundumschläge gegen moderne Architektur finde ich langsam langweilig. Zumal witzigerweise die meisten, die solche 'Kästen' wie am Zoo oder im Pelikanviertel verurteilen, in einem 08/15-Reihenhaus am Stadtrand wohnen und ums Verrecken nicht in die hübschen alten Gründerzeitler ziehen würden, die sie am liebsten überall in der Stadt sehen möchten.

telemaxx
June 19th, 2012, 09:38 PM
OB Weil lehnt flächendeckende Tempo-30-Zonen in Hannover ab

Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil hat einem generellen Tempo 30 in Städten eine Absage erteilt. "Hannover hat bereits zahlreiche Tempo-30-Zonen. Eine pauschale Ausweitung von Tempo 30 insbesondere auch auf Hauptverkehrsstraßen ist nicht der richtige Weg. Das macht den Verkehr nicht unbedingt sicherer, sondern erschwert vielmehr den Verkehrsfluss", erklärt Weil angesichts der aktuellen Debatte über ein allgemeines Tempolimit von 30 Stundenkilometern in Städten.

Der Oberbürgermeister verweist darauf, dass es in Hannover mittlerweile rund 190 Tempo-30-Zonen in unterschiedlicher Länge gebe. Sie liegen insbesondere in Wohngebieten. Ziel der hannoverschen Verkehrsplanung sei ein leistungsfähiges Straßennetz, das den Bedürfnissen aller VerkehrsteilnehmerInnen gerecht werde, sowohl FußgängerInnen, dem Radverkehr, dem öffentlichen Personennahverkehr als auch dem Wirtschaftsverkehr und dem Individualverkehr mit Kraftfahrzeugen.

Tempo-30-Zonen dienen in Hannover vorrangig dem Schutz der Wohnbevölkerung, dem Fußgänger- und Radverkehr und kommen überall dort in Betracht, wo der Durchgangsverkehr von geringer Bedeutung ist. In Gewerbe- und Industriegebieten kommen Tempo-30-Zonen nicht Betracht.

Anfang des Jahres sind von der rot-grünen Ratsmehrheit zusätzliche Tempo-30-Zonen vor Schulen beschlossen worden. Darüber hinaus wird derzeit von der Verwaltung ein Konzept zur Ausweitung von Tempo 30 in der Innenstadt erarbeitet.

"Eine komplette Tempo-30-Innenstadt, die auch die Hauptverkehrsstraßen mit einschließt, wird es nicht geben. Das ergibt verkehrsplanerisch keinen Sinn. Es kommt auf die richtige Mischung an", betont Oberbürgermeister Weil. Hannover sei mit seiner Verkehrspolitik bislang gut gefahren. Dies habe eine kürzlich veröffentliche Umfrage der Region Hannover belegt, die der Landes-hauptstadt einen guten Mix der Verkehrsträger bescheinigt hatte. Mit 28 Prozent ist der Autofahreranteil in Hannover geringer als in vielen anderen Großstädten.
Der Radverkehr, der mittelfristig auf 25 Prozent wachsen soll, liegt der Studie zufolge bereits bei 19 Prozent, ebenso stark wie der öffentliche Personennahverkehr. Weil: "Dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Quelle: www.presse-hannover.de

CrayZD
June 20th, 2012, 01:00 PM
Der Grünen-Vorstoß mit Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsstraßen ist natürlich Blödsinn. Vor allem auch der Antritt, in diesem Zuge Ampeln abzubauen. Ich stelle mir gerade die Vahrenwalder oder Hildesheimer mit Rechts-vor-links-Vorfahrt vor. :hammer:

Andererseits: in Frankfurt ist neuerdings das möglich, was hier in der angeblich 'autofeindlichsten Stadt Deutschlands' (laut ihrer Einwohner) ja wieder verworfen wurde: nächtliches Tempolimit von 30 km/h auf Hauptverkehrsachsen, des Lärmschutzes wegen.

Überhaupt der Lärm: wer das Argument der geringeren Emissionen einfach mit dem Zweiter-Gang-Argument abbügelt (im D-Tunnel-Thread zwischenzeitlich geschehen), der macht es sich zu einfach, weil er nur von Luftschadstoffen ausgeht. Die werden ohnehin bei modernen Motoren immer weniger, das Problem der Zukunft ist der Lärm. Und selbst wenn ich im zweiten Gang durch die Wohnstraßen bügle, betragen vor allem die Rollgeräusche doch nur ein Bruchteil dessen, was bei Tempo 50 anfällt. Der Effekt ist deutlich spürbar.

Der Rest ist Rechnerei: ein Großteil der Wohngebiete ist schon heute Tempo-30-Zone. Es sollen noch mehr werden - zu Recht. Da muss man sich doch auch mal ganz einfach fragen, ob es nicht irgendwann günstiger wird, von einem generellen Tempolimit von 30 ausgehend nur noch an Hauptstraßen Schilder aufzustellen, die das Tempolimit abmildern (wie ja heute schon an Teilen der Vahrenwalder auf 70)... statt an jeder Einfahrt ins Wohngebiet das beliebte große 30-Zonen-Schild aufzustellen, das man eh nach der nächsten Kreuzung wieder vergessen hat. Außerdem sind so fallbezogen sinnvolle Sonderregelungen möglich wie etwa eine 'Tempo-30-Vorfahrtstraße' oder eine Kreuzungsampel. In Tempo-30-Zonen geht das bekanntlich nicht.

Außerdem darf man eins nicht vergessen: für drei Viertel der Autofahrer gelten alle Tempolimits 'plus 20'. Nicht wenige Verkehrspolitiker argumentieren daher hinter vorgehaltener Hand genau in dieser Weise: 'Tempo 30 ausschildern, damit wenigstens 50 gefahren wird'. Alternativ müsste man die Strafen verschärfen, etwa: Punkt in Flensburg schon ab 10km/h zuviel.

Kurzum: als langjähriger Gegner solcher 'Gängelungsmaßnahmen' (auch Tempolimit auf Autobahnen war mir ein Graus, heute bin ich glühender Befürworter) kann ich dem rot-grünen Vorschlag in der Bundespolitik durchaus einiges abgewinnen. Aber bitte nicht schon wieder ein grüner Alleingang mit rotem Segen in Hannover. Es sieht ja auch so aus, als würde die SPD mittlerweile in der Verkehrspolitik wieder etwas mehr Durchsetzungskraft zeigen.

telemaxx
July 1st, 2012, 04:40 PM
In der Villa Seligmann:
http://img443.imageshack.us/img443/5929/villaseligmann002.jpg

http://img201.imageshack.us/img201/7873/villaseligmann004.jpg

http://img694.imageshack.us/img694/8524/villaseligmann005.jpg

http://img443.imageshack.us/img443/9963/villaseligmann008.jpg

http://desmond.imageshack.us/Himg189/scaled.php?server=189&filename=villaseligmann001.jpg&res=landing