View Full Version : HANNOVER - Stadtgespräch
Pages :
1
2
[ 3]
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
telemaxx September 29th, 2008, 06:21 PM Was mir gerade aufgefallen ist:
Ein "Merkmal" für Hannover sind die Expo-Leuchten.
Bekannt geworden vor allem durch die großen Fußgängerbrücken über den Messeschnellweg während der Expo wurden die Leuchtstelen in der Zeit nach der Expo auch in der Innenstadt etabliert (Niki-de-Saint-Phalle-Promenade in der Bahnhofsstraße 2004, Platz der Weltausstellung mit Stelenraster 2008).
Und wenn ich das richtig auf der Animation für den Raschplatz erkenne, sollen im Zuge des Umbaus neben der Osho-Diskothek weitere Expo-Leuchtstelen errichtet werden.
http://img115.imageshack.us/img115/4232/raschplatz2cy5.jpg
Diese Leuchtstelen ziehen sich dann wie ein "Roter Faden" entlang der Lavesachse durch Hannovers Innenstadt.
devilsadvocate September 30th, 2008, 02:53 PM Bezüglich der Abrisse:
Warmbüchenkamp: Finde ich jetzt nicht so spektulär, dass es um Teufel komm raus erhalten werden sollte, bis auf das Eingangsportal und der Figuren, die aber gerettet und wieder aufgebaut werden.
http://img254.imageshack.us/img254/362/34735513iz9.jpg
Bei der EAG:
Ok, hier muss ich zustimmen: Der eine alte Bau wäre schon erhaltenswert gewesen. Sah schon sehr schön aus (drittes bild)... dAs ist wahrlich sehr schade!
http://forum.bauforum24.biz/forum/uploads/post-144-1145356730_thumb.jpg
http://forum.bauforum24.biz/forum/uploads/post-144-1147107435_thumb.jpg
http://forum.bauforum24.biz/forum/uploads/post-144-1147107476_thumb.jpg
matheking September 30th, 2008, 03:27 PM Nur mal so allgemein: Ich finde es super, dass hier etwas Kontroverse reinkommt!
Leine1977 September 30th, 2008, 04:08 PM ^^ Ach Du Schei**, diese Abrissgebäude waren mir gar nicht mehr so bewußt. So was hat man wieder gemacht? Und jetzt haben wir eine Parkhausfassade!:ohno::ohno::ohno:
Ich hab langsam das Gefühl dass durch das Projekt City 2020 sich auch nichts mehr ändern wird. Altes wird weiterhin konsequent abgelehnt. Das EAG wird als Meilenstein von der Verwaltung gefeiert. Wenn das so weitergeht möchte ich hier 2020 auch nicht mehr leben.
Aus dem Antwortschreiben zur Flusswasserkunst des Stadtplanungsamtes konnten wir es ja rauslesen: am liebsten ALLES aus dem 19. Jahrhundert in Hannover auslöschen!
lifestyle032 September 30th, 2008, 05:11 PM am liebsten ALLES aus dem 19. Jahrhundert in Hannover auslöschen!
... und gleichzeitig eine breit angelegte Diskussion über Identifikation anzetteln!
Das habe ich gerne! :ohno:
erbse September 30th, 2008, 06:43 PM Tut mir leid, dass ich es einfach aussprechen muss: Hannover wird mit beinahe jedem Neubau gesichtsloser. Nichts als nichtssagende Kisten. Es ist leider sehr wenig, was mich an Projekten in der Stadt begeistern könnte.
Meine einzige Hoffnung für Hannover ruht nun auf den Rekonstruktionsvorhaben sowie dem Kröpcke-Umbau.
Ansonsten sehe ich zwar Potential für eine ökonomische Potenzsteigerung, jedoch nicht für ästhetischen Städtebau.
devilsadvocate September 30th, 2008, 06:51 PM Sorry, aber dem kann ich überhaupt nicht zustimen.
Gerade der neue Raschpaltz wird der Stadt zu neuem Gesicht verhelfen mit 3-4 Großprojekten.
Der Kröpcke wird aufwendig saniert, die Herrenhäuser Gärten werden komplettiert und die restlichen Kriegslücken werden bebaut.
Der steintorplatz wird ein weiteres dazu tun.
Es braucht zwar alles seine zeit, aber von einer weiteren Gesichtslogikeit zu sprechen vermag ich nicht...
In welcher Stadt werden denn schon noch "Gesichter" gebaut? Ich wüsste jetzt keine...
erbse September 30th, 2008, 07:03 PM Dresden, Berlin, Leipzig, Potsdam, eigentlich fast alle ex-ostdeutschen Städte.
Ich habe ja lediglich meine Meinung kundgetan. Die Herrenhäuser Gärten sind kein Neubauprojekt im eigentlichen Sinne und den Kröpcke habe ich genannt. Den Raschplatz kann man ja wohl nicht als Identitätsgewinn bezeichnen, wenn auch sich die Situation natürlich bessern wird.
Und die "Bebauung von Kriegslücken" fällt bekanntermaßen zumeist eher bescheiden aus. Kisten, Kisten, Kisten. Ich sage ja nicht, dies verhielte sich beim Gros der Städte anders. Das ist ja das traurige.
Aber gerade eine Stadt wie Hannover müsste eigentlich gar nicht mal so viel dafür tun, um wieder zu einem ästhetischen Stadtbild zu gelangen. Oft genügen dafür einige Schlüsselbauten an prominenten Stellen. Die Flusswasserkunst wäre da zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung. Ansonsten sollte man sich in der Innenstadt für angepassten (nicht gleichzusetzen mit 'biederen') Neubau entscheiden.
Es gibt noch viel zu tun! Packen wir's an, Genossen ;)
Leine1977 September 30th, 2008, 07:40 PM In gewisser Weise hast recht, erbse. Gerade im Vergleich zu den ostdeutschen Städten. Wobei Leipzig im Verhältnis recht wenig zerstört worden ist - Hannovers Innenstadt komplett.
Warum man allerdings dann noch die unversehrte Flusswasserkunst zerstört hat, verstehe ich bis heute nicht. Genauso wie Villa Willmer, Friederikenschlösschen, Haseburg, Leineinsel, Waterlooplatz, Clevertor, Palais Simon,...
Im Vergleich mit den westdeutschen Großstädten kann sich Hannover allerdings doch noch sehen lassen. Es ist besser als sein Ruf.
lifestyle032 September 30th, 2008, 07:53 PM [..,] Palais Simon,....
Auch wenn wir Devil dann wieder trösten müssen - hast du ein Bild parat?
Wo war der Standort?
Leine1977 September 30th, 2008, 08:07 PM Hm, hatte ich glaub ich mal. Es müsste auf dem heutigen City-Ring gestanden haben. Dort gab es einige entlang der Leine intakte Gebäude (z.B. die Brückmühle, die auch abgerissen worden ist). Man hätte einige retten können, aber Hillebrecht bestand - so habe ich es mal gelesen - auf den großen Grünstreifen in der Mitte, um eventuell später Platz für weitere Hochstraßen zu haben.
Knochenhauer October 2nd, 2008, 07:46 PM Es ist sehr bezeichnend, dass in Hannover von den wenigen Gebäude, die in der Innenstadt den Krieg sowie die Abrisswut danach überstanden hatten, wieder ein paar abgerissen wurden. Auch wenn sie in ihrem Aussehen gegenüber dem Vorkriegszustand stark reduziert waren, spiegelten Sie doch ein Stück Stadtgeschichte wieder. Ich kenne alte Fotos vom Haus im Warmbüchenkamp mit einer tollen Dachlanschaft und vielen verzierenden Fassadenelementen. Einfach abrissunwürdig. Des Weiteren erkennt man auf Luftaufnahmen, die u. a. das Witwenhaus zeigen, dass dieses Gebäude einstmals einen wunderschönen, geschwungenen Giebel besaß. Die Steinquader aufgefrischt, die rote Farbe durch hellere Farbtöne ersetzt und die Dachlandchaft wiederhergestellt, wie gut hätte man dieses Gebäude in die EAG integrieren und für Gastronomie oder kleine Geschäfte nutzbar machen können. Die Fassade drum herum hätte natürlich nicht diese Parkhausoptik haben dürfen. Aber nun ist es weg und die Chance auf immer und ewig vertan.
Aber bald gibt es, wenn es so weiter geht, sowieso keine alten Gebäude mehr in der Innenstadt von Hannover und dann brauchen wir uns auch nicht mehr über Abrisse ärgern :lol:.
Wenn ich mal wieder mehr Zeit habe, werde ich die Luftaufnahme mal suchen und hier präsentieren.
lifestyle032 October 2nd, 2008, 08:11 PM Ich glaube, man sollte zu diesem Thema mal einen Termin mit Baudezernent Uwe Bodemann machen. Ich schätze ihn so ein, dass er sich durchaus mal Zeit dafür nehmen würde :)
devilsadvocate October 3rd, 2008, 12:28 PM :cheers:
http://img504.imageshack.us/img504/6779/73546054to5.jpg
Was haltet ihr noch davon?
Hier wird ein neues SChloss in Diez/ Rheinland Pflaz gebaut! Endlich mal weider ein Bauherr, der etwas von Architektur versteht! Sollte sChule machen!
http://www.faz.net/m/%7B0ED8099D-6475-499A-BEF0-02E9366DD5E8%7DPicture.jpg
Orbiter October 3rd, 2008, 12:48 PM Das ist ein Irrtum. Der Bauherr versteht nichts von Architektur. Schau dir allein das Dach an. Alles Kulisse. Was wird das? Ein Romantikhotel?
Leine1977 October 3rd, 2008, 12:58 PM Die Fassade sieht ganz schön aus. Das Dach ist in der Tat etwas aus den Fugen geraten. Soll das ein Mansarddach sein?
lifestyle032 October 3rd, 2008, 01:08 PM Das Dach sieht in der Tat etwas merkwürdig aus - als würde es überstehen. Die Fassade ansich gefällt mir allerdings...
Orbiter October 3rd, 2008, 01:24 PM Da steckt ein Flachdach hinter, zudem noch mit einer überhöhten Attika um die vermutlich dahinter liegenden technischen Installationen zu verstecken.
matheking October 3rd, 2008, 04:01 PM Das ist wie mit den heutigen Kreuzfahrtschiffen. Um noch den letzten Quadratmeter Nutzfläche herauszukitzeln wird nicht mehr auf Proportionen geachtet. Das Haus hat ganz einfach eine Etage zuviel. Sonst würde das Dach nicht erst im vierten, sondern wie optisch auch angedeutet im dritten Stock beginnen und dann würde es passen.
gstolze October 3rd, 2008, 04:14 PM Ich wünsche mir wirklich historische Wiederaufbauten in der Altstadt, aber solche pseudohistorischen Gebäude mag ich gar nicht. Man kann da auch mit moderner Architektur, die sich in Materialien und Maßstab an den historischen Vorbildern orientiert, mehr herausholen. Das hier gezeigte wirkt nur kitschig.
devilsadvocate October 3rd, 2008, 04:21 PM Also das Dach sieht echt scheußlich aus und gar nicht nach alter Villa...
Im Grunde sehen wir am Beispiel Heutelbeck Neubau und auch Kröpcke CEnter, dass neu gebaut werden kann mit "alter" Fassade, also der stärkeren Konturierung des Gebäudes...
WArum lieben wir denn die Altbauten so? Weil sie von außen her nicht eine langweilige einheitliche Fläche beiten, sondern verschnörkelt sind und auch beim zweioten Hinsehen noch interessant wirken und man an ihnen immer wieder etwas Neues entdeckt.
gstolze October 3rd, 2008, 04:29 PM Beim Heutelbeck-Gebäude wird aber nicht eine historische Fassade errichtet. Es werden lediglich Traditionen zitiert und in die moderne Architektur aufgenommen. Das Gebäude finde ich echt cool. Aber diese kitschigen Entwürfe, die nichts mit der Vergangenheit zu tun haben, sind nicht mein Ding.
Meine Meinung: Rekos in der Altstadt rund um Leine, Schloss und Marktplatz, hochwertige, moderne Architektur, die sich an die gewachsenen Strukturen anpasst und bewährte Traditionen übernimmt, im Rest der City.
Leine1977 October 3rd, 2008, 04:41 PM ... bzw. reicht es oft schon aus, wenn die beständigen Prinzipien in der europäischen Architektur (vernünftiges Dach, Proportionen, Fenster,...) eingehalten werden.
Was ich nicht mehr sehen möchte, sind Experimente mit Beton wie in den 70ern oder z.T. in anderen Städten errichtete Baukörper gänzlich ohne fenster.
Martinsson October 3rd, 2008, 05:32 PM http://www.faz.net/m/%7B0ED8099D-6475-499A-BEF0-02E9366DD5E8%7DPicture.jpg[/QUOTE]
Wer weiß, wenn das Schule macht, kommt vielleicht eines Tages ein Investor, und baut das im WK II zerstörte Schloss im von-Alten-Park wieder auf. Den möchte ich sehen, der das dann als kitschige Rekonstruktion verteufelt ;-)
Leine1977 October 3rd, 2008, 05:45 PM Wer weiß, wenn das Schule macht, kommt vielleicht eines Tages ein Investor, und baut das im WK II zerstörte Schloss im von-Alten-Park wieder auf. Den möchte ich sehen, der das dann als kitschige Rekonstruktion verteufelt ;-)
Gegen eine schöne Rekonstruktion habe ich nichts einzuwenden.:lol:
Wie gstolze bin ich auch der Meinung, dass man das Gebiet um den Beginenturm mit alter Architektur/Rekos befüttern sollte.
Aber ich finde gleichermaßen viele 50er Jahre Ensemble in unserer Stadt schön: das Kreuzkirchenviertel, die Karmarschstraße, Magis, Teile des Regierungsviertels, IG Linde.
Und die geplanten Fassaden am Kröpcke (ohne Turm) sowie Heutelbeck sind auch nach meinem Geschmack.
Ich könnte mir auch ein paar frohe Gebäude a`la Hundertwasser oder Gaudi gut vorstellen.
Aber bitte keinen Brutalismus, Parkhausarchitektur, Glas- und Betonkisten mehr.
Lefthandy October 3rd, 2008, 05:46 PM Wer weiß, wenn das Schule macht, kommt vielleicht eines Tages ein Investor, und baut das im WK II zerstörte Schloss im von-Alten-Park wieder auf. Den möchte ich sehen, der das dann als kitschige Rekonstruktion verteufelt ;-)
Wie gesagt, ich finde es einen bedeutenden Unterschied ob man historische Bauten rekonstruiert, oder wieder anfängt Neubauten historisch zu verkleiden. Rekonstruktionen verteufelt hier so schnell sicher niemand.
Lefthandy October 3rd, 2008, 05:46 PM da war Leine wohl schneller...
Leine1977 October 3rd, 2008, 05:52 PM Welches Schloß war den das eigentlich, Martinsson?
lifestyle032 October 3rd, 2008, 06:20 PM edit
devilsadvocate October 3rd, 2008, 06:25 PM :cry::cry::cry:
Also zum Thema EAG: So schlecht siehts ja nun auch nciht aus, wenn Sonne drauf fällt:
http://img254.imageshack.us/img254/1833/004vj5.jpg
Beim Aegi haben wir z.B. Neubauten, die sich wunderbar in die alte ARchitektur einfügen...
http://img511.imageshack.us/img511/6905/009gg2.jpg
Martinsson October 3rd, 2008, 06:49 PM Welches Schloß war den das eigentlich, Martinsson?
Ich bin ja bei Euch! Etwas Kleinparzelliertes in der Altstadt, vielleicht mit einer Belebung des Marktplatzes um die Marktkirche, sowie ästhetisch ansprechende Neubauten auch größeren Formats, wo moderne Bürogebäude hingehören, z.B. im Geschäftsviertel am Äegi. Da bin ich total im selben Boot.
Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass die VGH irgendwann einmal auch ihr "altes" Haus am Schiffgraben hin in Richtung Blockrandbebauung umformt.
Was den von-Alten-Park und das Schloss darin betrifft: ich weiß nicht viel darüber. Es gibt alte Aufnahmen davon, ich weiß aber nicht mehr, wo ich die mal gesehen habe...
Es war kein großes Schloss, aber ein repräsentativer Sitz des Grafen von Platen, der sich ein angemessenes Domizil im 17. Jh. hat bauen lassen. Die Anlage war wohl seinerzeit größer und bedeutender als Herrenhausen...
matheking October 3rd, 2008, 06:55 PM Welches Schloß war den das eigentlich, Martinsson?
Auf folgenden Links zwei Bilders des Altenschen Schlosses, leider kopiergeschützt.
Rückansicht
http://www.postkarten-archiv.de/linden.von.alten.garten/detail/detail_05.html
Vorderansicht
http://www.postkarten-archiv.de/linden.von.alten.garten/detail/detail_22.html
Standort des Schlosses:
http://img78.imageshack.us/img78/4439/vonaltengartenli5.jpg (http://img78.imageshack.us/my.php?image=vonaltengartenli5.jpg)
matheking October 3rd, 2008, 06:58 PM Es war kein großes Schloss, aber ein repräsentativer Sitz des Grafen von Platen, der sich ein angemessenes Domizil im 17. Jh. hat bauen lassen. Die Anlage war wohl seinerzeit größer und bedeutender als Herrenhausen...
Das nicht unbedingt, aber ursprünglich auch als Barockgarten gebaut und vor dem großen Garten in Herrenhausen fertiggestellt.
Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Von-Alten-Garten,
http://www.linden-entdecken.de/impressionen/vonaltengarten.htm
telemaxx October 3rd, 2008, 09:38 PM Ich wünsche mir wirklich historische Wiederaufbauten in der Altstadt, aber solche pseudohistorischen Gebäude mag ich gar nicht.
Da kann ich dir nur zustimmen.
Außerdem brauchen wir sowas in Hannover nicht (Solitärbauten), sondern es müssten eher kleinere Gebäude rekonstruiert werden, um wieder einheitliche ansehnliche Straßenzüge zu erhalten.
gstolze October 3rd, 2008, 09:52 PM Außerdem brauchen wir sowas in Hannover nicht (Solitärbauten), sondern es müssten eher kleinere Gebäude rekonstruiert werden, um wieder einheitliche ansehnliche Straßenzüge zu erhalten.
Das sehe ich genauso! Ein harmonischer räumlicher Eindruck fehlt leider oft. Insbesondere dort, wo man nach dem Krieg Luft und Platz schaffen wollte.
Schnitzelesser October 4th, 2008, 01:59 AM ich möchte mal eben das hier in den raum werfen:
http://www.lehrte.abacup.de/images/stories/rathaus_.jpg
das ist das alte rathaus von lehrte/region hannover. es wurde 1975 abgerissen, um dort einen flachen neubau der volksbank mit großem parkplatz im hinteren bereich zu ermöglichen. es wurde also auch im umland gefrevelt. :(
burndown1977 October 4th, 2008, 11:37 AM sicherlich sind nachkriegs-bausünden in hannover sehr verbreitet, doch muss ich an dieser stelle auch mal auf gelungene nachkriegsbauten hinweisen. für mich ist der nord/lb-altbau von hanns dustmann aus dem jahr 1957 so ein fall. er gibt dem gerogsplatz nicht nur eine klare begrenzung, sondern zeigt sich auch im schick der 50er-jahre! missen möchte ich auch nicht den vgh-unternehmenssitz am schiffgraben in seiner jetzigen form. meiner ansicht nach fügt sich der bau mit seinen proportionen gut in die umgebung ein. die architektur lebt ja auch von der vielfalt - und dazu gehören auch bauten der 50er, 60er und 70er-jahre. bewahrt werden sollten gelungene bauten dieser zeit wie nord/lb und vgh, ohne dass an ihren fassaden modern rumexperimentiert wird. ein frevel ist sicherlich, dass für den vgh-bau altbauten geopfert wurden!! aber wenn er schon einmal steht, sollte er als zeuge dieser zeit auch erhalten bleiben :-)
Martinsson October 4th, 2008, 12:57 PM sicherlich sind nachkriegs-bausünden in hannover sehr verbreitet, doch muss ich an dieser stelle auch mal auf gelungene nachkriegsbauten hinweisen. für mich ist der nord/lb-altbau von hanns dustmann aus dem jahr 1957 so ein fall. er gibt dem gerogsplatz nicht nur eine klare begrenzung, sondern zeigt sich auch im schick der 50er-jahre! missen möchte ich auch nicht den vgh-unternehmenssitz am schiffgraben in seiner jetzigen form. meiner ansicht nach fügt sich der bau mit seinen proportionen gut in die umgebung ein. die architektur lebt ja auch von der vielfalt - und dazu gehören auch bauten der 50er, 60er und 70er-jahre. bewahrt werden sollten gelungene bauten dieser zeit wie nord/lb und vgh, ohne dass an ihren fassaden modern rumexperimentiert wird. ein frevel ist sicherlich, dass für den vgh-bau altbauten geopfert wurden!! aber wenn er schon einmal steht, sollte er als zeuge dieser zeit auch erhalten bleiben :-)
Grundsätzlich stimme ich dir zu. Nur habe ich mal vor ein paar Jahren im alten Gebäude der NORD/LB (schöner, erhaltenswerter Bau!) gearbeitet und dabei aus meinem Bürofenster auf die VGH-Zentrale und die Umgebung geguckt. Dabei ist mir der Unterschied zwischen der 70er-Jahre Architektur und dem teilweise noch erhaltenen Bestand von gründerzeitlichen Wohnhäusern in der Arnswaldtstraße direkt daneben doch ziemlich krass aufgefallen. Vielleicht könnte ich mich mit dem VGH-Bau anfreunden, wenn er nicht so zentral in der dichten innerstädtischen Bebauung stünde ;-)
Natürlich lebt Architektur auch von der Vielfalt. Und es gibt sicher noch krassere Unterschiede auch in H. als das oben beschriebene Beispiel. Generell bin ich aber der Auffassung, dass Vielfalt auch innerhalb baupolitischer Leitlinien möglich ist. Eine allgemeine Traufhöhenbegrenzung gehört sicher auch dazu. Das ist ja auch beim vorgelegten neuen Entwurf für das Kröpcke-Center eingehalten.
burndown1977 October 4th, 2008, 02:26 PM das was mir am vgh-bau gefällt ist, dass er trotz seines volumens das umfeld nicht erdrückt, sondern vor allem an der arnswaldstr. gestaffelt zurücktritt. eigentlich können sich die dortigen grüderzeitbauten (auch aufgrund ihrer größe) ganz gut behaupten. stimmt schon, dass eine allgemeine traufhöhenbegrenzung wichtig ist, aber bei solitärbauten kann es optisch sehr interessant wirken, wenn diese mal davon abweichen. wahrscheinlich mag ich deshalb dieses gebäude. beim kröpcke-center bin ich hin- und hergerissen, ob ich den aktuellen entwurf gut finden soll. die aufgenommene, allgemeine traufhöhe der georgstrasse ist sicherlich anzustreben. andererseits war die symbiose der einzelnen baukörper zu einer vielfältigen Gebäudestruktur das einzige, was mir am kröpcke-center gefiel. leider völlig unangemessen für diese exponierte stelle der stadt!!
wenn es bezüglich baupolitischer leitlinien einen problembau in hannover gibt, dann muss sicherlich das maritim-hotel am friedrichswall an vorderster stelle genannt werden. wundert mich, dass dieser brutale klotz kaum erwähnung hier findet. aus meiner sicht, gehört dieser bereich zu den drängendsten sanierungsfällen hannovers. leider finde hierzu kaum ideen bzw. vorschläge, wie man diesen bereich um- bzw. neu bebauen könnte :-( hat einer vielleicht ein paar gedanken dazu ?
SternHAJ October 4th, 2008, 03:56 PM Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass die VGH irgendwann einmal auch ihr "altes" Haus am Schiffgraben hin in Richtung Blockrandbebauung umformt.
Soweit ich aus gut unterrichteter Quelle weiß, sollen im VGH-Altbau in der nächsten Zeit nur die Fenster erneuert werden. Ein grundsätzlicher Umbau ist nicht in Sicht.
Die VGH-Neubauten sollen übrigens im nächsten Jahr Mitte Juni bezogen werden.
Lefthandy October 4th, 2008, 08:54 PM wenn es bezüglich baupolitischer leitlinien einen problembau in hannover gibt, dann muss sicherlich das maritim-hotel am friedrichswall an vorderster stelle genannt werden. wundert mich, dass dieser brutale klotz kaum erwähnung hier findet.
Das stimmt ja nun nicht, darüber wurde hier schon viel geschrieben. Jemand hat hier sogar schonmal die Geschäftsführung angeschrieben, ob man nicht mal wenigstens sanieren wolle. Die Antwort war natürlich hinhaltend, aber immerhin scheint man sich des Problems bewusst und redet sich das Gebäude nicht schön.
Da braucht man sich also wenig Hoffnungen zu machen, dementsprechend machen auch Spekulationen kaum Spaß.
Aber es stimmt auf jeden Fall, dass das Maritim-Hotel ein Schandfleck der City auf Augenhöhe mit dem Kröpke-Center ist. Es wäre enorm wichtig wenn sich an diesem Gebäude etwas ändern würde. Am besten wäre im jeden Falle Abriss.
Der VGH-Altbau ist mir an dieser Stelle auch gar nicht recht. Allgemein sind diese 70er Waschbeton-Bürobauten grenzwertig, dafür ist das VGH-Gebäude noch ganz O.K. Es sollte allerdings eher an einer Ausfallstraße am Stadtrand stehen, anstatt mitten in der City. Gelungener finde ich diesbezüglich übrigens die alte AOK-Zentrale an der Pferdeturmkreuzung, deren Abriss allerdings geplant sein soll. Das finde ich direkt schade. Wenngleich die neue Zentrale in der Hans-Böckler-Alle auch sehr gelungen ist.
Ach ja, schlimm und in diesem Style ist natürlich noch der Postbank-Bolide an der Goseriede. Der kommt nach dem Maritim-Hotel gleich auf Platz 2 meiner Abriss-Wunschliste!
Zu den Rekonstruktionsträumen des Altenschen Schlosses:
Sicher wäre es besser über die City zerstreut mehrere kleinere Rekonstruktionen zu haben, aber das würde meine Freude darüber nicht schmälern, wenn jemand daher käme um dieses Schloss wiederaufzubauen! Von dem wusste ich bislang gar nix.
Würde den Park und die Gegend enorm aufwerten und wäre sicher eine Sehenswürdigkeit mehr in Hannover.
jp80 October 4th, 2008, 11:18 PM @Burndown1977
Gute Beiträge! Kann Dir eigentlich nur zustimmen. Es gibt wirklich tolle Nachkriegsarchitektur in Hannover und die alte Nord-LB steht bei mir auch ganz oben auf der Liste. Das Sparkassen-Gebäude am Aegi gefällt mir übrigens auch sehr gut.
Überhaupt haben wir ja am Aegi ein ziemlich bunt zusammengewürfeltes Ensemble, das aber in meinen Augen erstaunlich gut harmoniert. Es geht also...
lifestyle032 October 4th, 2008, 11:54 PM Ich hatte damals auch eine Mail an das Maritim geschrieben, allerdings keine Antwort bekommen (im Gegensatz zu Devil). Ein solches Gebäude an so exponierter Stelle ist wirklich nicht mehr feierlich. Aber darüber wurde hier ja eigentlich schon genug diskutiert - natürlich mit einhelliger Meinung.
Meines Erachtens haben Besucher des Rathausturms einen schöneren Ausblick verdient... :ohno:
burndown1977 October 5th, 2008, 10:49 AM DA BIN ICH JA ERFREUT, dass ich nicht der einzige war, der sich schon schriftlich bei maritim über ihr gebäude beschwert hat :-) ich habe direkt die geschätsführung angeschrieben, aber von der pressesprecherin des unternehmens einen schockierenden brief zurückbekommen. sie hat allen ernstes das gebäude für denkmalschutzwürdig gehalten - als ein "hannoversches beispiel brutalistischer architektur". danach bin ich in eine vierwöchige depressionsstarre verfallen. so konnte ich den angebotenen drink an der hotelbar auch nicht wahrnehmen (außerdem hilft ein drink mit sicherheit nicht weiter, um das gebäude schön zu finden!). unangebracht fand ich auch ihren kommentar, dass das hotel bei gehobenen kreisen äusserst beliebt ist. mag sein, dass die inneneinrichtung annehmlich ist - von aussen bleibt es aber ein schandfleck!
wenn ich mal bissel geld erübrigen kann, werde ich die werbefläche vor dem hotel anmieten und meinen protest etwas deutlicher kund tun.
P.S.: wenn es ein denkmalschutzwürdiges gebäude des brutalismus in hannover gibt, dann ist es das parkhaus in der osterstraße (das mit dem gilde-bowlingcenter). anmerken muss ich jedoch, dass es an einer völlig unpassenden stelle errichtet wurde!
burndown1977 October 5th, 2008, 12:13 PM http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/PalaisvonAlten.jpg
habe hier mal eine alte photographie vom schloß von alten in hannover-linden hinzugefügt
sorry martinsson, aber du bist leider einem investorenfreundlichen plan aufgesessen, welcher mit dem ursprünglichen erscheinungsbild wenig zu tun hat. das alte schloß war nicht sehr groß, so dass die nutzbare geschossfläche eher unattraktiv für investoren erscheint.
das gebäude wurde um 1700 erbaut. es ist zweigeschossig mit massivem erd- und fachwerkobergeschoss (trat farbig als steinbau in erscheinung) sowie mit abschließenden mansardendach errichtet worden. erwähnenswert ist die doppelläufige freitreppe mit geschnitzten ballustraden des mittelbaus. im II. weltkrieg ist es bis auf das massive erdgeschoss niedergebrannt. die reste wurden nach dem krieg abgetragen.
ein jammer, dass der wesentliche teil im von-Alten-Garten nicht mehr existiert!
Orbiter October 5th, 2008, 12:18 PM wenn ich mal bissel geld erübrigen kann, werde ich die werbefläche vor dem hotel anmieten und meinen protest etwas deutlicher kund tun.
Eine Interessante Idee. Viellicht sollte man mal sammeln, wie man mit den Mitteln des Guerilla-Marketing (also auch mit kleinem Budget) mehr Aufmerksamkeit auf diese Dinge lenken kann. Wäre sicher auch für die Wasserkunst gut.
devilsadvocate October 5th, 2008, 12:53 PM Für die Wasserkunst wäre das wirklich mal eine interessante Idee... Mal schauen, was sowas kostet. Würde ja reichen, wenn amn einen Monat buchen würde... Das allein würde schon viel Presserummel erzeugen, sodass der Effekt einer Verbreitung dieser Idee sich dann schon einstellen würde...
Zum Maritim: Also von der massigen Bauweise des Maritim finde ich es auch schön... Das hat sowas wie in Moskau, diese riesigen Bunker...
Bis auf die fassade, die sicherlich eine optische Aufwertung vertragen könnte, möchte ich dieses massive Bauwerk aber nicht missen... Abgerissen werden sollte es nicht.
Leine1977 October 5th, 2008, 02:31 PM Für die Wasserkunst wäre das wirklich mal eine interessante Idee... Mal schauen, was sowas kostet. Würde ja reichen, wenn amn einen Monat buchen würde... Das allein würde schon viel Presserummel erzeugen, sodass der Effekt einer Verbreitung dieser Idee sich dann schon einstellen würde...
Zum Maritim: Also von der massigen Bauweise des Maritim finde ich es auch schön... Das hat sowas wie in Moskau, diese riesigen Bunker...
Bis auf die fassade, die sicherlich eine optische Aufwertung vertragen könnte, möchte ich dieses massive Bauwerk aber nicht missen... Abgerissen werden sollte es nicht.
Danke für das Schlossfoto. War mir noch gar nicht bekannt.
Zum Maritim: Der Denkmalschutz wäre eine günstige Alternative für die Hotelkette. Man könnte alles so lassen wie es ist.
Es würde auch einfach realisiert werden, denn wir wissen ja bereits was alles schon so unter Denkmalschutz steht. Als Brutalismus-Vertreter kommt m.M. eigentlich nur das Ihme-Zentrum in Frage.
Man sollte beim Maritim das Architektenbüro engagieren, die das KC gerade planen.
burndown1977 October 5th, 2008, 04:07 PM umso drängender ist der maritim-umbau, bevor wirklich noch jemand auf die idee kommt, den bau unter denkmalschutz zu stellen! ..... ob hensel und kleihues da noch etwas machen können ? :ohno:
Leine1977 October 5th, 2008, 04:15 PM Aber bei der Veranstaltung City2020 wurde das Maritim doch als Schandfleck erwähnt, oder irre ich mich da?
burndown1977 October 5th, 2008, 04:22 PM war leider nicht da
Leine1977 October 5th, 2008, 04:27 PM Man sollte eine schwarze Liste erstellen von Bausünden, die unbedingt behoben werden sollten. Das maritim-Hotel, die beiden Kaufhöfe und so manches am Steintor sehe ich da ganz oben.
burndown1977 October 5th, 2008, 04:38 PM Man sollte eine schwarze Liste erstellen von Bausünden, die unbedingt behoben werden sollten. Das maritim-Hotel, die beiden Kaufhöfe und so manches am Steintor sehe ich da ganz oben.
gute idee ! ... die frage ist nur, ob man die liste öffentlich machen kann, da sich dann viele hannoverkritiker wieder bestätigt fühlen. andererseits sollte man die augen vor den drängendsten, städtebaulichen problemen nicht verschließen.
C&A gehört für mich ganz oben auf die liste ... so eine halbe sanierung geht ja wohl gar nicht! :bash:
devilsadvocate October 5th, 2008, 05:43 PM Ich habe gerade heute gelesen, dass sich der Kaufhof Anregungen für sein "neues" Haus wünscht. Die Zettel lägen an der Kasse! Ich finde jeder von uns sollte sich so einen nehmen und dafür plädieren, dass endlich diese hässliche fAssade neu gestaltet wird. SChließlich ist es die FAssade zum Bahnhofsplatz! Die sollte schon etwas mehr hermachen!
WErde morgen mal hingehen und so ein ZEttel ausfüllen! :-)
Lefthandy October 5th, 2008, 10:53 PM Tolle Sache!
Wenn ich mich recht entsinne, ist der Kaufhof am HBF doch noch ein Altbau, der nur end-verschandelt wurde. Wenn dem tatsächlich so wäre (bitte bestätige mir das hier nochmal einer!) wäre es ja theoretisch ein leichtes, die Gründerzeitfassade wiederherzustellen.
Relativ unspektakulär triste Nachkriegsansicht (es waren mal 2 Gebäude):
http://www.bildindex.de/bilder/MI05540b04b.jpg
Evtl. wurden sie direkt nach dem Krieg zweckmäßig saniert und sahen ursprünglich pompöser aus.
Zur Schillerstraße hin stehen im EG ja auch noch mehrere imposante mannshohe Figuren. Wenn ich den Umgang der Stadt mit historischem Baubestand richtig verstanden habe, gehörten die zum ursprünglichen Gründerzeitgebäude dazu. Daran ließe sich also anknüpfen.
Am verkaufsoffenen Sonntag können wir dann ja alle zusammen unsere Zettel ausfüllen!
Lefthandy October 5th, 2008, 11:29 PM noch mehr Bilder:
dieses Eckhaus war mal das Palast-Hotel:
http://www.bildindex.de/bilder/MI05573b05b.jpg
Fassadendetails:
http://www.bildindex.de/bilder/MI05573b06b.jpg
http://www.bildindex.de/bilder/MI05573b08b.jpg
Die Figuren!!!:
http://www.bildindex.de/bilder/MI05573b10b.jpg
und der Beweis für ihren Verbleib:
http://www.bildindex.de/bilder/MI05573b13b.jpg
das andere Eckhaus neben dem Palasthotel sheint nicht so schön gewesen zu sein. wer weiß wie es vor dem Krieg aussah?
http://www.bildindex.de/bilder/MI05573b02b.jpg
erstmal genug Bilder...
devilsadvocate October 6th, 2008, 12:11 AM ICh meine aber, dass dieses Haus abgerissen wurde.. Habe auch zu meinem Entsetzen mal ein Foto mit nem Abrissbagger gesehen... Also befindet sich wohl leider keine FAssade mehr unter dem Klotz :ohno:
"VOR dem ABBRUCH"
Leine1977 October 6th, 2008, 09:34 AM ^^ Ja, das Thema hatten wir ja mal vor längerer Zeit diskutiert. Unsere Recherchen haben ergeben, dass es komplett abgerissn worden ist. Auf der Seite bildindex.de gibt es übrigens Fotos, wo man ein Riesenbauloch sieht.
Eine Schande!:ohno:
Ich werd mir dann auch mal einen Zettel holen. Mein Wunsch: ein Judendstilkaufhof!
Lefthandy October 6th, 2008, 09:41 AM Ist mir beim Sichten der weiteren Bilder dann auch klar geworden. Dass sie noch darunter liegt hätte ich eh nicht erwartet. Bloß wenn es noch die Grundmauern eines alten Gebäudes gewesen wären, wäre sicher der ideologische Widerstand geringer gewesen, auch wieder die alte Fassade dranzumachen.
Mein Vorschlag sollte daher lauten: Rekonstruktion der Fassade des ehemaligen Palasthotels; am übrigen Baukörper eine moderne, senkrecht gegliederte Steinfassade im entsprechendem Material. Würde auch perfekt zum neuen Kröpke-Center passen UND zur EAG. Wenn meine farbigen Erinnerungen an die Figuren aus dem Attica-Geschoss stimmen, sind die nämlich auch aus gelblichen Sandstein oder ähnlichem. Das Palast-Hotel würde also farblich wie stilistisch super an diese Stellen passen!
(An diesem Beispiel ist übrigens auch sehr schön abzulesen, wie Hannovers Innenstadt allmählich zum Einkaufszentrum umfunktioniert wurde. Ähnlich wie heute bei der EAG.)
Leine1977 October 6th, 2008, 09:55 AM Gute Idee, lefthandy!
Übrigens, dass mit den Attika-Figuren (wußte gar nicht, dass sie so heißen) finde ich richtig schlimm. So schöne große Skulpturen versauern regelrecht in einer dunklen Ecke des 70er Jahrebaus.:ohno:
matheking October 6th, 2008, 10:04 AM Gute Idee, lefthandy!
Übrigens, dass mit den Attika-Figuren (wußte gar nicht, dass sie so heißen) finde ich richtig schlimm. So schöne große Skulpturen versauern regelrecht in einer dunklen Ecke des 70er Jahrebaus.:ohno:
Schon erstaunlich, dass sie überhaupt aufgehoben wurden!
burndown1977 October 6th, 2008, 10:08 AM wenn ich mich recht entsinne, wurde die kaufhof-fassade zur expo ausgebessert und "saniert". da die wirtschaftliche situation von kaufhof zur zeit auch nicht so rosig ist, bezweifele ich, dass dort ein großer wurf gelingt, zumal die aktuelle fassade baulich vollkommen okay ist. LEIDER!
wichtiger finde ich, dass sich beim kaufhof an der marktkirche etwas ändert. die egon-eiermann-fassade gehört echt eingemottet!!!
... dass die fassade des palasthotels wiederaufgebaut werden könnte, kann ich mir nicht vorstellen, da die durch die fenster begrenzte raumhöhe viel zu niedrig für gewerbe- bzw. kaufhausbauten ist.:ohno:
matheking October 6th, 2008, 10:12 AM ... dass die fassade des palasthotels wiederaufgebaut werden könnte, kann ich mir nicht vorstellen, da die durch die fenster begrenzte raumhöhe viel zu niedrig für gewerbe- bzw. kaufhausbauten ist.:ohno:
Es ist aber auch nicht so, dass die Fenster irgendeinen Nutzen hätten. Bei welchem Kaufhaus kann man schon beim Einkaufen aus dem Fenster schauen? Das ist m.E. gar nicht gewünscht, da es nur vom Konsumieren ablenkt. Deshalb finde ich es auch so schade, dass die alten Fassaden in der Kurt-Schumacher-Straße der EAG zum Opfer gefallen sind. Bei Kaufhäusern die Fassade zu erhalten scheint mir noch am einfachsten.
Lefthandy October 6th, 2008, 10:19 AM Ich halte es auch für sehr unwahrscheinlich, dass Kaufhof etwas rekonstruieren wird. Wenn aber schon so ein Instrument angewendet wird, um den Bürgerwillen festzustellen, sollte man den auch nicht zurückhalten. Wenn man seine Wünsche schon an die ernüchternde Realität anpasst, fühlen sich die Schandluder treibenden Kaufhausbauer nur bestätigt. :colgate:
burndown1977 October 6th, 2008, 10:33 AM der trend geht zum glück wieder da hin, dass auch bei kaufhausbauten mehr tageslicht für die verkaufsräume genutzt wird. der neubau von peek&cloppenburg in köln ist ein schönes beispiel dafür. ... aber auch der umbau des KC zeichnet sich dadurch aus.
Leine1977 October 6th, 2008, 10:48 AM Es muss ja keine Reko sein. Eine Fassade wie beim KC sollte doch im Bereich des möglichen sein.
Ich finde allerdings auch, dass der Kaufhof an der Marktkirche Vorrang haben sollte. Die Metro will mögl. Kaufhhof abstoßen. Ich hoffe inständig, dass dieses Riesenteil in Wohnraum umgewandelt wird - es würde auch die Marktkirche und den Platz beleben.
Es bleibt zu hoffen, dass der konzerneigene Media-Markt die Finger von dem Grundstück lässt. Die schielen ja schon danach.
Edit: wo wir schon mal da sind: Bitte Sinn&Leffers gleich mitabreißen!!!
Squig October 6th, 2008, 11:32 AM Och, das Gebäude ist doch viel zu groß für Mediamarkt. Selbst wenn die da einziehen würden, könnte man noch Wohnraum schaffen.
burndown1977 October 6th, 2008, 11:37 AM ...dafür müsste das gebäude aber abgerissen werden, da sich so kaum wohnraum realisieren lässt. schade, dass einem passanten nicht mal ein fassadenteil auf den kopf fällt, dann wäre der bau ganz schnell weg :bash: .... oder dauerhaft eingerüstet wie der vhs-bau am friedrichswall :ohno:
devilsadvocate October 6th, 2008, 12:41 PM DAs gute wird aber sein, dass die Bauten aus den 70ern so langsam saniert werden müssten und dies teurer wäre als ein Neubau. So jetzt auch geschehen mit der LVQ in LAatzen, die vermutlioch am Ende abgerissen wird, da eine Sanierung teurer wäre, als der jetzt bald zu erreichtende Neubau.
Von daher stehen die Chancen nicht schelcht, dass da was Neues hinkommt.
Hängt das aber nicht iergndwie von irgendwelchen Fusionen ab von KArstadt und KAufhof oder sind die schon zusammen?
Weiß jemand eigenltich etwas darüber, ob sich die stadt schon zum Busbahnhof geäußert hat? Soltle doch bis Ende sEptember passieren?
Hätte da noch eine Überlegung:
Was Hannover braucht wäre eine überregionale tAgeszeitung oder einen Fernsehsender oder zumindest eine Bierwerbung mit einem prächtigen Bauwerk (wier bei dresden).
Ich meine die Süddetuische ist überregional bekannt und wird gelsen,. DEnnoch hauen sie da regionale sAchen rein, die den Eindruck erwecken, dass das Thema so wichtig ist, dass es deutschlandweite Beachtung findet. Man denke z.B. an das bekloppte Oktoberfest (totaler Müll und völlig überdemenisoerit aufgebauscht diese Truinkveranstelung), oder an "Studien" die bezeugen, dass in München die tolslten MEnschen leben. DAs setzt sich natürlich in den Köpfen fest, da sie sich denken "Mensch, eine so überregionale Tageszeitung... Das muss dann schon stimmen, wenn die SZ das so schreibt"...
Mal davon abgesehen, dass die stadtr in der Zeitung nur in den hächsten Tönen gelobt wird. Das verschafft bundesweites Image. In Hannover kriegen wir es ja noch nicht mal hin, dass sich die regionalen Zeitungen positiv zur stadt äußern. Vermutlich liegt es daran, dass wir soweiso so pessimistisch eingestellt sind und alles schelcht machen...
Oder auch ein Fernsehsender. RTL bringt z.B. immer bei ihren Nachrichten das Bild vom Köklner Dom in den Hintergrund, oder auch umwirbt die Bürger mit ihrem Unterschichts-TV und projeziert in die Köpfe dieser (größten) Schicht, dass in Köln die witzigsten und lustigsten Menschen leben würden...
Meinetwegen auch eine Bierwerbung wie mit der SEmperoper in Dreseden. SChön mit Musik untemalt, sodass sich das Bild von Hannover ändern würde.
Das wären mal sinnvolle Maßnahmen!
burndown1977 October 6th, 2008, 01:25 PM naja, das image von hannover ist deutschlandweit ja nicht so, dass man solche vorhaben tätigen könnte, ohne dass sich die halbe republik wieder darüber lustig machen würde! dies ist vielleicht eine nummer zu groß.
Leine1977 October 6th, 2008, 01:30 PM Ja, dass jetzt einige 70er Kolosse fallen finde ich sehr gut.
Also, überregionale Medien, Soaps etc. Sowas haben wir doch gar nicht nötig. Eigentlich finde ich es sehr schön, dass Hannover eine unterschätzte Stadt ist.
Vielmehr sollte Hannover seine Geschichte - insbesondere die Monarchie herausstellen. Von Bekannten (auswärts) weiß ich, dass sie bei einer Stadtführung total überrascht waren. Personalunion, England etc.
Und - das kann ich nicht oft genug betonen - von unseren Fachwerküberresten in der Altstadt waren in der Gruppe wohl alle von den Socken. Das hatte wohl keiner erwartet.
matheking October 6th, 2008, 01:32 PM Da hat des Teufels Vertreter recht. Auswege aus dieser Krise sehe ich aber auch nicht. Mir fällt es immer beim Fussball auf, das Premiere und DSF aus München kommen. Wenn die überlegen, was sie mal für eine Sendung bringen können, fällt denen als erstes ein:"Mensch, FC Bayern TV, das wär doch was!" (Die Sendung gibt es wirklich auf DSF!). Hamburg als Boomstadt wird doch auch nur so wahrgenommen, weil der Stern und der Spiegel das immer schreiben.
devilsadvocate October 6th, 2008, 01:39 PM Was heißt denn eine Nummer zu groß?
IOrgendwann muss damit angefangen werden. Und wenn die Leute erst mal drüber lächeln... In ein paar Jahren werden sie es nicht mehr!
Was soll mans tattdessen tun? Was dreseden kann, kann Hannovcer schon lange. Spätetens wenn das HErrenhäuser sChloss fertig ist und der Garten weider komplett ist... WArum dann keine Bierwebrung mit einem Hannover Bier? Würde super apssen.
Dieser Artikel sagt ja nun auch schon einiges:
Ich glaube nur, dass kein Mensch wusste, wo die Videos gedreht worden sind...
"Rapper Kool Savas dreht in Herrenhausen
Ex-Spice-Girl Mel C und Kool Savas, einer der besten Rapper Deutschlands, haben nicht viel gemeinsam. Nur wenn es um die Wahl des Drehortes für ihre Musikvideos geht, scheinen sie sich einig zu sein: Hannover.
Doch während die Engländerin die eher triste Kulisse der Raschplatzhochstraße wählte, wurde die neue Single von Kool Savas (Bild) prunkvoll in den Herrenhäuser Gärten inszeniert. „Ich wollte eigentlich was im Stil von ,Highlander' machen, am besten in Schottland“, sagt Kool Savas (33), der mit bürgerlichem Namen Savas Yurderi heißt.
Der hannoversche Regisseur Kai Ole Peterson (32) brachte ihn aber auf die Idee, die Single „Krone“ entsprechend majestätisch zu bebildern – Savas ist schließlich als „King of Rap“ bekannt. Also wozu in die Ferne schweifen, wenn die Herrenhäuser Gärten so nah liegen? Wo sonst Feuerwerk, Kleinkunst und klassische Klänge dominieren, kamen am Dienstag die derben Texte des Rappers aus den Lautsprechern. Beim Dreh steht Savas im schwarzen Anzug vor dem goldenen Tor zur Galerie und rappt mit dem Playback, während die Kamera um ihn herum fährt.
Die Models Luisa Kusche (20) und Laura Saffioti (21) aus Hannover tragen aufwendige Kleider im Barockstil, weiße Perücken, und sie sind weiß geschminkt. Die beiden sollen Geister darstellen, die Savas die Krone entreißen wollen – was ihnen natürlich nicht gelingt.
„Mit dem Video will ich zeigen, dass ich über den Dingen stehe“, sagt Savas. Heute wird noch ein zweites Video im Peppermint Pavillon gedreht. Es sind die letzten Musikvideos des Labels Optik Records, das sich nach Savas' Tour im Januar auflöst. Die Videos sind sozusagen der krönende Abschluss.
Dem türkischstämmigen Rapper hat es in Herrenhausen sehr gut gefallen. „So ein Schloss zu haben, fände ich nicht schlecht“, sagt er mit Blick auf die Galerie. „Nur die Heizkosten wären mir wohl zu hoch.“"
burndown1977 October 6th, 2008, 01:40 PM bitte nicht noch mehr ernst-august !!! ernst-august-galerie, ernst-august-carree, ernst-august-markthalle, ernst-august-platz, ernst-august-denkmal .. es reicht! so etwas können die gerne auf der marienburg thematisieren! mir wird immer übel, wenn ich mit so einem sissi-kram übergegossen werde ... das ist hannover nicht für mich. finde es auch scheisse, dass hannover ständig mit einem pinkelnden prügelprinzen in verbindung gebracht wird!
Leine1977 October 6th, 2008, 01:53 PM bitte nicht noch mehr ernst-august !!! ernst-august-galerie, ernst-august-carree, ernst-august-markthalle, ernst-august-platz, ernst-august-denkmal .. es reicht! so etwas können die gerne auf der marienburg thematisieren! mir wird immer übel, wenn ich mit so einem sissi-kram übergegossen werde ... das ist hannover nicht für mich. finde es auch scheisse, dass hannover ständig mit einem pinkelnden prügelprinzen in verbindung gebracht wird!
Monarchie ist ja nicht gleich Ernst-August. Georg III. und V., unsere Kurfürsten, ... Da ist noch jede Menge.
Mein Gott, wir waren eines der größten Königreiche in Deutschland (Bätsch ihr Braunschweiger!). Das muss man herausstellen. Wenn ich sehe wie München nur so protzt mit ihren Herrschern - dabei hat der König von Bayern von dem beschlagnahmten Geld der Welfen alles finanziert. Das gehört uns!
matheking October 6th, 2008, 01:54 PM Wenn ich sehe wie München nur so protzt mit ihren Herrschern - dabei hat der König von München von dem beschlagnahmten Geld der Welfen alles finanziert. Das gehört uns!
Abbauen und auf das Expogelände als Ausflugspark stellen.
burndown1977 October 6th, 2008, 01:59 PM Abbauen und auf das Expogelände als Ausflugspark stellen.
neuschwanstein in hannover ??? okay, dann brauchen wir uns um die messe auch keinen kopf mehr machen - die asiaten werden gerne in scharen kommen :banana:
matheking October 6th, 2008, 02:08 PM neuschwanstein in hannover ??? okay, dann brauchen wir uns um die messe auch keinen kopf mehr machen - die asiaten werden gerne in scharen kommen :banana:
Ganz im ernst. Hannover hat doch ein Problem, wenn man immer nur nacheifern will, statt selbstbewußt seine Stärken zu verteidigen. Die Marienburg wird immer als das Neuschwanstein des Nordens beworben. Nun frage mal 'nen Asiaten, ob der in seinen zwei Tagen Deutschland lieber das Original, oder die Kopie anschauen will! Wenn man sich in allen Bereichen (Gebäude, Sport, Kultur etc.) immer nur mit der jeweiligen Nr.1 vergleicht, kann man nur verlieren. Das Hannover in der Breite viel zu bieten hat, wird da gerne übersehen. Insofern ist auch die von der Marketinggesellschaft geplante Fokussierung der Werbung sicherlich kritisch zu sehen!
Squig October 6th, 2008, 02:11 PM neuschwanstein in hannover ??? okay, dann brauchen wir uns um die messe auch keinen kopf mehr machen - die asiaten werden gerne in scharen kommen :banana:
Yes!
Im Ernst, ich glaube, das sähe alles ganz anders aus, wenn Stern und Spiegel in Hannover geblieben wären. Naja, ein Rückumzug ist auf der anderen Seite sehr unwahrscheinlich.
burndown1977 October 6th, 2008, 02:12 PM @matheking: ich gebe dir zweifelsohne recht! aber welche stärken hat hannover denn, die so dominant sind, dass man sie herausstellen könnte ? das ist ja ein grund, weshalb der große garten stetig und ständig für werbezwecke herhalten muss, weil weitere außergewöhnliche dinge fehlen.
Squig October 6th, 2008, 02:17 PM @ Burndown: Hier dürfen wir das ev besprechen. das Bild auf Wikipedia ist imo nicht bezeichnend für Java Eiland, sorry, eher sowas hier:
http://www.amsterdamimage.com/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=1375&g2_serialNumber=2
Kleine Townhouses, schmal, hoch, mit Haken oben drann für Umzüge. Gibts in D kaum, in Amsterdam wurde im Prinzip schon immer so gebaut (und an ner Gracht, das ist dann natürlich ein nich größerer Bonus)
€:Ok, die haben jetzt keine Haken. Gibts aber auch.
burndown1977 October 6th, 2008, 02:19 PM schönes bild :) da muss ich dir jetzt uneingeschränkt zustimmen - der regionale bezug wurde sehr gut einbezogen. was wäre für hannover typisch, amsterdam hat es da ja leichter !?
P.S. die brücke ist vielleicht too much - geht irgendwie garnicht.
devilsadvocate October 6th, 2008, 02:21 PM Also so kann man das ja nun auch nicht sehen...
WElche anderen städte haben denn so dominante SAchen, die man herausstellen müsste?
So richtige Knaller hat doch keine stadt...
Hannover hat einen wunderschönen Zoo (bester Zoo Deutschlands schon dreimal hintereinander), die Gärten antürlich und hier kann man wunderbar Kongresse abhzalten.
Die Stadt ist die zentralste in DEutschland! das würde sich meiner Meonung nach wudnerbar anbieten, auch damit zu werben!
Lefthandy October 6th, 2008, 02:22 PM Hannover braucht sich meiner Meinung nach nicht in Konkurrenz zu Städten wie Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt oder München begeben. Das sind die 5 wirklichen deutschen Großstädte / Metropolen. Das wäre vergebliche Mühe und könnte lächerlich und unbeholfen wirken.
Hannover sollte sich als lebenswerte und sehenswerte Provinzmetropole behaupten und präsentieren. Auch da ist noch viel Raum nach oben. Konkurrenz sind da eher Städte wie Bremen, Stuttgart, Nürnberg, Leipzig, Düsseldorf und so weiter. Dresden hat einen kulturell bedingten Sonderstatus, die ganzen Ruhrpottstädte unserer Kragenweite hat Hannover hingegen bereits hinter sich gelassen (Essen, Duisburg, Dortmund,...). Der Ruhrpott hat ein verlässlich schlechtes Image, da ist selbst das von Hannover besser.
Gerade für solch ein angestrebtes Image wäre es wichtig regionale Baustile zu pflegen und Sehenswürdigkeiten zu rekonstruieren (FWK).
devilsadvocate October 6th, 2008, 02:26 PM Also ich glaube schon, dass die Messlatte weit oben angesetzt werden sollte und auch Städte wie Hamburg, Köln und erst recht Frankfurt (bis auf Hochhäuser nicht gerade attraktiv) ins Blickfeld geraten müssen.
Städte wie Bremen, Nürnberg oder auch Leipzig dürften ebreits hinter uns liegen, was auch die Lebensqualität angeht.
Düsseldorf und Stuttgart ist schon auf Augenhöhe und könnte man noch mit ringen.
Aber Ziel muss es sein nach oben zu wollen und die LEistungen nicht an eher zweitklaissigen Städten auszurichten, sondern den Kopf nach oben zu halten!
lifestyle032 October 6th, 2008, 02:26 PM neuschwanstein in hannover ??? okay, dann brauchen wir uns um die messe auch keinen kopf mehr machen - die asiaten werden gerne in scharen kommen
So, nachdem ich ein halbe Stunde gebraucht habe, um alle neuen beiträge zu lesen, jetzt auch eine kleine Anmerkung meinerseits.
Letztens stand in der HAZ, dass ein großer Chinesischer Fernsehsender eine Serie über Hannover drehen würde, mit Studenten als Protagonisten.
Wenn sich diese richtig anstellen, und Hannovermit all seinen Seiten zeigen, dann dürften die Messebesucher aus Fernost bald nicht mehr die einzigen sein, die unsere Stadt bereisen :)
Leine1977 October 6th, 2008, 02:30 PM ^^ Lass mich raten wo die drehen: im Bavarium!:lol:
Nee, im Ernst. Hannover sollte Gar nichts machen. Ich find die Werbekampagnen alle lächerlich und kleingeistig.
In den USA habe ich in einem Deutschland-Reiseführer geschaut. Da stand zu Niedersachsen: Hier gibts nicht viel zu sehen. Zu Hannover: Nach einem Artikel des Nachrichtenmagazins Spiegel soll Hannover die langweiligste Stadt Deutschlands sein.
Im ernst, wer fährt denn da noch hin?
P.S.: Über Braunschweig stand zum Glück das Gleiche drin.
burndown1977 October 6th, 2008, 02:30 PM das ruhrgebiet hat erfolgreich industriekultur ...
halber spass beiseite: stärken sollte man meiner ansicht nach nur dann raustellen, wenn sie wirklich aussergewöhnlich sind. alles andere würde unbeholfen wirken! hannover hat solche nicht und braucht sie auch nicht.
was den meisten auswärtigen besuchern auffällt ist, dass hannover eine unglaublich grüne stadt ist. vielleicht sollte man hier ansetzen ? es muss aber noch mehr getan werden. schade, dass so eine begrünungskultur wie zur gründerzeit nicht mehr vorherrscht (wenn man sich z.b. alte bilder vom opernplatz etc. anschaut)
düsseldorf und stuttgart sind wirtschaftlich wesentlich stärker ... leipzig ist toll, was auch mal anerkennend geäussert werden muss!
lifestyle032 October 6th, 2008, 02:36 PM @Leine: Na, da hat sich eine Reiseführerredaktion aber mal schlau gemacht! Prima! :moods:
@Burndown: Da stimme ich dir zu. Der Aspekt der "Grünsten Stadt Deutschlands" wird viel zu wenig herausgestellt und beworben.
devilsadvocate October 6th, 2008, 02:37 PM "Nach einem Artikel des Nachrichtenmagazins Spiegel"
War doch klar oder? Wenn Hamburg bald absäuft und der Spiegel nach Hannover zurück möchte, hoffe ich, dass die Stadttore geschlossen bleiben!
Das ist das Problemn, wenn man keine überregionalen Zeitungen besitzt! Da können alle anderen schreiben was sie wollen, ohne dass eine zweite Meinung eingeholt wird!
burndown1977 October 6th, 2008, 02:44 PM nun ja, hamburg hat es ja auch nicht leicht: die springer-presse verdrückt sich momentan nach berlin und die übrigen lassen oft kein gutes haar an der hafencity ....
Squig October 6th, 2008, 02:46 PM @ Java Eiland: Ja, die Brücke ist übertrieben. Aber du weißt, was ich meine.
Naja, ich bin ja kein Architekt. Ich habe keine konkreten Vorschläge, wie man die Hannoversche Schule ins 21. Jahrhundert führen könnte. dafür werde ich ja auch nicht bezahlt.
Aber man kann sich ja mal angucken, was diese Schule ausmacht:
- Roter Klinker. Wird viel zu wenig verwendet heutzutage imo in Hannover.
- Größere Gebäude, die aber Uniform mit dem rest der Bebauung sind betreffs Höhe. (kann man auch mal ansetzen).
- Nicht zu viele, aber ein paat bewußte Zitate anderer Architekturstile.
Bin wie gesagt kein Experte, aber da könnte man doch ansetzen. Und gerade mit Licht kann man aus solchen Gebäuden noch ordentlich was herausholen, siehe zB Anzeigerhochhaus oder das Gebäude gegenüber (wo das Phoenix drin ist).
Lefthandy October 6th, 2008, 02:52 PM Frankfurt ist auch voll häßlich, gehört aber definitiv zu den A-Standorten in Deutschland, Europa und der Welt. Das bisschen Römer was FFM zu bieten hat, wird daher auch ganz anders wahrgenommen als unser durchaus vergleichbares Altstadtensemble.In der Hinsicht, so meinte ich, sollte Hannover keine Anstrengung vergeuden, in Konkurrenz zu Frankfurt zu treten.
Hannover sollte da eben auf eine andere Qualität setzen. Durch die Messe, die Tradition als Versicherungsstandort und die zentrale Lage samt Verkehrsanbindung ist Hannover wirtschaftlich ganz gut aufgestellt und gehört zur spitze der B-Standorte in Deutschland. Darin liegt allerdings auch Hannovers Ruf als Beamtenstadt begründet. Mit unseren 500.000 Einwohnern auf weiter Flur (Umland besteht bis auf das mittelprächtige Braunschweig nur aus Provinz), sollte man nicht so naiv sein und auf die wenigen A-Standorte schielen.
Hannover sollte darauf setzen eine nette, ansehnliche und (zwangsläufig) recht beschauliche Stadt zu sein, die viele Annhemlichkeiten einer richtigen Großstadt bietet und dabei viele derer Nachteile nicht aufweist. Irgendein historisches Zitat wurde hier irgendwo schonmal angeführt, das belegt, dass diese Qualität auch das alte Hannover ausgezeichnet hatte.
Leine1977 October 6th, 2008, 02:56 PM Das bisschen Römer was FFM zu bieten hat, wird daher auch ganz anders wahrgenommen als unser durchaus vergleichbares Altstadtensemble.
Mit unseren 500.000 Einwohnern auf weiter Flur (Umland besteht bis auf das mittelprächtige Braunschweig nur aus Provinz), sollte man nicht so naiv sein und auf die wenigen A-Standorte schielen.
Wundert mich auch immer. Dazu ist der Römer noch nicht mal mehr ein Original. Aber wart mal ab, wenn die Fachwerkhäuser rekonstruiert werden...
Provinz? Laatzen, Garbsen sind megagroße Sozialgetthos mit mehr als 100.000 Einwohnern
burndown1977 October 6th, 2008, 03:00 PM jetzt müsst ihr aber auch ehrlich sein: die skyline von FFM ist toll und viele schöne gebäude hat frankfurt auch, zudem macht der main mehr her als die leine. AUSSERDEM: die bauen das alte palais von thurn und taxis (frankfurthochvier) wieder auf - LOB!
Leine1977 October 6th, 2008, 03:11 PM jetzt müsst ihr aber auch ehrlich sein: die skyline von FFM ist toll und viele schöne gebäude hat frankfurt auch, zudem macht der main mehr her als die leine. AUSSERDEM: die bauen das alte palais von thurn und taxis (frankfurthochvier) wieder auf - LOB!
Ich bin ehrlich und muss sagen, dass ich diese Skyline nicht so sehr mag. Ich bin da lieber mit München einer Meinung: Hochhausverbot in der Innenstadt - die Skyline gehört Sakralbauten!
Lefthandy October 6th, 2008, 03:16 PM Garbsen, Laatzen und auch Langenhagen gehören quasi zu Hannover dazu und sind eindeutig augeprägte Vororte. Ob da nun die verwaltungstechnische Gemeindegrenze dazwischen ist oder nicht. Außerdem haben diese Städte jeweils 50.000 - 60.000 Einwohner. Drumherum kommen die üblichen paar Kleinstädte, das wars dann aber auch. Ich meine nur dass es keine Synergieeffekte gibt, wie zwischen Frankfurt und Wiesbaden, Offenbach, Mainz, Rüsselsheim, Hanau etc. Ganz zu schweigen von den Städten in NRW! Selbst Berlin, das das gar nicht nötig hat, hat Potsdam, immerhin eine Landeshauptstadt.
Ich finde es aber auch durchaus positiv dass es in Hannover eine eindeutige Zentrum - Peripherie Beziehung gibt. Sowas macht Stadt im ursprünglichen Sinne ja aus. Im Rhein-Main-Gebiet ist es dagegen total schrecklich: Nirgendwo fängt Stadt richtig an und nirgendwo hört sie richtig auf. Anders stelle ich mir das im Ruhrgebiet auch nicht vor (war ich noch nie). Darauf sollte Hannover eben auch setzen: auf ein konsistentes Stadtbild, Naherholung und ländliche Idylle direkt vor der den Stadtgrenzen. Halt eine gesunde, wohlproportionierte Stadt, nichts was sich Krebsgeschwürartig unkontrolliert ausgebreitet hätte. Berlin, München und Hamburg können damit allerdings auch punkten, das sind ebenfalls sehr solitäre Städte mit Provinz drumherum.
lifestyle032 October 6th, 2008, 03:38 PM Es muss ja keine Reko sein. Eine Fassade wie beim KC sollte doch im Bereich des möglichen sein.
Ich finde allerdings auch, dass der Kaufhof an der Marktkirche Vorrang haben sollte. Die Metro will mögl. Kaufhhof abstoßen. Ich hoffe inständig, dass dieses Riesenteil in Wohnraum umgewandelt wird - es würde auch die Marktkirche und den Platz beleben.
Es bleibt zu hoffen, dass der konzerneigene Media-Markt die Finger von dem Grundstück lässt. Die schielen ja schon danach.
Edit: wo wir schon mal da sind: Bitte Sinn&Leffers gleich mitabreißen!!!
Ich dachte immer das Media Markt an dem Sinn & Leffers Verkaufsraum Interesse gahabt hat!!? Habe ich das jetzt falsch in Erinnerung?
Orbiter October 6th, 2008, 03:39 PM Tja, während wir uns in Hannover um 5-geschosser streiten, legt man in Dubai schon wieder nach: Statt 160 Etagen jetzt 200...
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,582324,00.html
Leine1977 October 6th, 2008, 04:25 PM Tja, während wir uns in Hannover um 5-geschosser streiten, legt man in Dubai schon wieder nach: Statt 160 Etagen jetzt 200...
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,582324,00.html
... was du noch dazu erwähnen müsstest: Dubai realisiert das auch alles.
In Frankfurt, London und New York werden ja viele Projekte abgeblasen, weil kein Geld.
derberg October 6th, 2008, 05:52 PM habe mal gelesen, hannover sei die fünftgrößte metropolregion deutschlands, was immer das heißen mag.
ich finde nicht, dass sich hannover mit hamburg, münchen, köln oder berlin messen sollte. diese städte leben teilweise von ihrer größe und haben allein deswegen einen sonderstatus. hannover muss sich im konzert der 500 000 einwohner städte messen. das image von hannover ist zwar nicht das beste, aber immerhin hat die stadt ein image, bzw. wird wahrgenommen, ganz im gegensatz zu essen.
was mich stört ist, dass es jetzt einen tatort aus hannover gibt, die sendungen aber so gut wie nie in hannover spielen. das wäre doch mal eine gelegenheit die vorzüge der stadt einer breiten masse zu zeigen. mord in den herrenhäuser gärten, ermittlungen in der list usw.
die einzige folge, die ich gesehen habe und in hannover spielt, wurde im ihmezentrum gedreht. die anderen folgen handelten von hexenverbrennungen in der provinz.
SternHAJ October 6th, 2008, 06:18 PM Die beste Werbung für Hannover ist immer noch Mundpropaganda. Ich hatte es schon öfter, dass ein Besuch mit Vorurteilen gekommen ist und mit guten Urteilen wieder gegangen ist.
burndown1977 October 6th, 2008, 07:22 PM Naja, ich bin ja kein Architekt. Ich habe keine konkreten Vorschläge, wie man die Hannoversche Schule ins 21. Jahrhundert führen könnte. dafür werde ich ja auch nicht bezahlt.
Aber man kann sich ja mal angucken, was diese Schule ausmacht:
- Roter Klinker. Wird viel zu wenig verwendet heutzutage imo in Hannover.
- Größere Gebäude, die aber Uniform mit dem rest der Bebauung sind betreffs Höhe. (kann man auch mal ansetzen).
- Nicht zu viele, aber ein paat bewußte Zitate anderer Architekturstile.
Bin wie gesagt kein Experte, aber da könnte man doch ansetzen. Und gerade mit Licht kann man aus solchen Gebäuden noch ordentlich was herausholen, siehe zB Anzeigerhochhaus oder das Gebäude gegenüber (wo das Phoenix drin ist).
wäre mal ganz schön, wenn diesbezüglich ein architektenwettbewerb ausgeschrieben würde. vielleicht einfach mal seitens der stadt eine fläche bereitstellen, auf der architekten zu diesem thema experimentieren dürfen.
matheking October 6th, 2008, 09:03 PM So, ich hab jetzt die perfekte Stadt zum Nacheifern (was den Ruf angeht):
Zürich!
Ungefähr gleich groß, großer Finanzstandort, gute Ausstattung mit Kultureinrichtungen (Schauspiel), von Grün durchzogen, einen großen See ;) etc.
Nur die Millionärsdichte ist in Hannover wohl nicht so groß wie an der Goldküste. Andererseits gab es mal eine Statistik, dass Hannover die deutschlandweit höchste Dichte an Luxuskarossen hat. Da kommen wir also auch noch hin!
Der Gedanke gefällt mir!
erbse October 6th, 2008, 10:03 PM Nunja. Zürich gilt aber auch als ziemlich langweilig (und ist es auch). Dachte eigentlich, dass ihr diese Attitüde endlich abstreifen wollt ;)
Hannover muss eine eigene Identität schaffen, und nicht irgendwelchen andern Städten hinterherrennen!
Lefthandy October 6th, 2008, 10:47 PM Zürich ist für mich ganz was anderes. Die Bonzenstadt schlechthin, idyllisch gelegen wie nur was und - da die Schweiz eher selten Kriege vom Zaun bricht - von Bombenkriegen verschont geblieben. Zürich hat auch nur 380.000 Einwohner. Viel unvergleichbarer mit Hannover wird Zürich aber dadurch, dass es von allen Seiten mit Lob nur so überschüttet wird. Stadt mit der höchsten Lebensqualität hier, mehr Millionäre als Arbeitslose da... Eine wirklich ganz andere Liga als Hannover. Deutsche Städte die mit Zürich vergleichbar sind wären höchstens Wiesbaden, Bonn oder Baden Baden (wenns nicht so klein wär).
Squig October 7th, 2008, 12:54 PM Die beste Werbung für Hannover ist immer noch Mundpropaganda. Ich hatte es schon öfter, dass ein Besuch mit Vorurteilen gekommen ist und mit guten Urteilen wieder gegangen ist.
Geht mir auch so (unterstütze das aber auch aktiv :-) )
Orbiter October 7th, 2008, 04:25 PM Architektur aus Hannover:
http://img526.imageshack.us/img526/1696/archhann01av9.jpg
ac303id October 8th, 2008, 12:08 PM ich weiß nicht ob es doch in den projecten besser wäre, aber so groß ist es dann auch wieder nicht.
:applause::applause::applause::applause::applause:
auf so etwas haben wir doch gewartet... damit wird der bereich verdammt aufgewertet. auch deswegen, weil mögliche interessenten sich hannover anschauen dürfen ;) wer weiß welches geld dann bald hier in der stadt bleibt..
die aussicht sollte auf alle fälle ziemlich sensationell sein.
*träum*
http://img509.imageshack.us/img509/4345/skyflatmv0.jpg
quelle: haz
Leine1977 October 8th, 2008, 12:21 PM ^^ na ja, das Bredero müsste fassadentechnisch zunächst mal enorm aufgewertet werden (runter mit dem Waschbeton). Auf dem Dach würde ich dann noch eine Kuppel bauen - ein Blickfang.
Momentan sehen die Wohnungen dort oben aus wie billigste Sozialwohnungen.
ac303id October 8th, 2008, 12:26 PM kann sein... warst du denn schon mal in den wohnungen? es könnte ja sein, dass die komplett modernisiert sind. und es wirkt ja nur von außen so abschreckend. die bewohner sehen ihr haus ja meistens nur von innen und können den ausblick genießen.
*ich würde tauschen*
auf alle fälle, da stimme ich dir zu, muss dieser häßliche waschbeton verschwinden.
devilsadvocate October 8th, 2008, 12:39 PM Also ich glaube nicht, dass e sich beim Bredero um Waschbeton handelt, sondern um ein anderes Material. Sieht zwar auch nciht so hübsch aus, aber mit leben könnte ich... Auf jeden Fall siehts besser aus als Waschbeton (viele kleine aufgeklebte steine nebeneinander)
Leine1977 October 8th, 2008, 01:40 PM Also ich glaube nicht, dass e sich beim Bredero um Waschbeton handelt, sondern um ein anderes Material. Sieht zwar auch nciht so hübsch aus, aber mit leben könnte ich... Auf jeden Fall siehts besser aus als Waschbeton (viele kleine aufgeklebte steine nebeneinander)
Mensch, devil. Das Bredero ist zusammen mit dem Kröpcke-Center und Ihme-Zentrum hochgezogen worden. Im Brutalismus-Stil und alle drei mit Waschbeton. Die halbe List sollte ja mit vielen Brederos zugepflastert werden.
Jetzt sagt mir nicht, dass ihr das Bredero für schön haltet.
Luoen October 8th, 2008, 02:32 PM Schön finde ich es nicht, aber spätestens seid ich es in SimCity4 entdeckt habe, finde ich es akzeptabel. Für mich auf jeden Fall das Beste Stück Brutalismus in Hannover. Sollten die Pläne für die hohen Bauten in der Gegend verwirklicht werden, könnte dort wirkliches Großstadtfeeling enstehen.
Orbiter October 8th, 2008, 02:38 PM Vom Luxusliner zum Wrack
Dieter Oesterlens IBM-Haus in Hannover gefährdet
Dass das leerstehende IBM-Haus in Hannover vor sich hin rottet, ist gleich doppelt
traurig: Der Bau gehört nicht nur zum Werk des wichtigsten Nachkriegsarchitekten
der Stadt, sondern markiert gleichzeitig einen baukulturellen Höhepunkt aus der
Boomzeit des IT-Riesen IBM, der einst in ganz Deutschland anspruchsvolle Büroarchitektur
schuf.
Weiter...http://admin.nextroom.at/data/media/med_binary/original/1215777404.pdf
Lefthandy October 8th, 2008, 02:56 PM Interessanter Artikel zum IBM-Haus. Da kann man mal sehen, wie gewisse Zirkel auch Waschbeton erhaltenswert finden.
Wie gesagt, ich finde es nicht grundsätzlich abwegig auch solchen Brutalismus-Geschöpfen etwas abzugewinnen. Das IBM-Haus ist bloß meiner Meinung nach ein Musterbeispiel dafür, in welche Umgebung solche Bauten nicht reinpassen. Betreffender Weise ist in dem Artikel von Umgebung, Stadtbild, Urbanität etc. nicht ein Mal die Rede. Auch die Abbildungen sparen sämtliche Nachbargebäude aus. Echt clever.
Das AOK-Gebäude an der Pferdeturmkreuzung, DAS fände ich erhaltenswert. Aber das wird abgerissen. Das grotesk schlimme Postbankgebäude an der Goseriede wird dann wohl auch bald als herausragende Perle Hannoverscher Nachkriegsarchitektur unter Denkmalschutz gestellt, so das nicht schon längst geschehen ist. :weird:
Leine1977 October 8th, 2008, 03:22 PM ^^ Das AOK-Gebäude erhaltenswert?:nono: Wie kommst Du denn da drauf. Das ist doch ein Betonkoloss hoch 10 und passt architektonisch null zu Hannover. Zudem eine reine Energieschleuder. Ich bin froh, dass man diese Bausünden wegreißt. Das neue AOK-Gebäude ist voll verklinkert und fügt sich gut in das TH-Gelände ein.
Die Post, dieses Oesterlen-Gebäude, Bredero, Kröpcke-Center, VGH, Maritim, ... architektonische Glanzpunkte waren das doch alle nicht. Solche Gebäude stehen zu hauf in ganz Deutschland rum.
Ohne, dass ich Oesterlen zu nahe treten will, aber auch der Plenarsaal am Leineschloß gehört nicht gerade zu den schönsten.
devilsadvocate October 8th, 2008, 03:23 PM Zitat: "Und bitte dabei nicht einfach den unliebsam gewordenen Waschbeton – wie heute
oftmals üblich – einfach verputzen und überstreichen!"
Also das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wie manche den waschbeton als erhaltneswert empfinden, selbst nicht mal in den Randgebieten der stadt.
Ich hoffe darauf,d ass der gnze Komplexy abgerissen wird. Ich finde wirklich nichts, was in den 70ern gebaut wurde irgendwie erhaltenswert, zumidnest nicht vond er Optik. Von der Größe her schon (Maritim - Stadthotel)
Lefthandy October 8th, 2008, 03:28 PM Das AOK-Gebäude steht aber wenigstens in einer Gegend, wo auch sonst nur solitäre Bürobauten stehen. Klar ist sie aus grauem Beton, aber sie macht finde ich noch einen ganz eleganten und hochwertigen Eindruck. Den Energiepass des Gebäudes habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen. Die neue AOK-Zentrale ist aber definitiv besser. Bloß: Wenn ich mir Gebäude in Hannover aussuchen dürfte, die durch andere ersetzt werden sollten, wäre die alte AOK-Zentrale nicht darunter gewesen.
devilsadvocate October 8th, 2008, 04:35 PM Dort soll aber auf jeden FAll ein Neubau entstehen. Bin mal gespannt, was das für ein Entwurf gibt.
Vielleicht findt sich dann in zuge dessen auch ein Investor, der das Grundstück gegenüber ebaut, dass meiner Meinung nach absout zu unrecht brach liegt. Ist doch eine perfekte Verkehrsverbindung!
Lefthandy October 8th, 2008, 07:35 PM Das Grundstück gegenüber sollte in der Tat mal bebaut werden. Was stand da eigentlich früher mal?
Aus der Gegend ist auch mein neuer, nun endlich Hannover-repräsentierender Avatar: Die Solvay-Zentrale. Einer meiner Lieblingsbauten in Hannover.
matheking October 8th, 2008, 07:45 PM Mensch, devil. Das Bredero ist zusammen mit dem Kröpcke-Center und Ihme-Zentrum hochgezogen worden. Im Brutalismus-Stil und alle drei mit Waschbeton.
Kleine Anmerkung: das Ihmezentrum ist ein Plattenbau mit glatten Betonoberflächen, lediglich der Turm der Stadtwerke ist waschbetonähnlich. Wenn man näher herantritt, sieht man aber dass auch der nicht wirklich aus Waschbeton ist.
Generell finde ich, dass auch Gebäude aus den späten 60ern und den 70ern ihre Daseinsberechtigung haben. Manchmal finde ich sogar, dass die im Brutalismus gebauten (Bredero, Maritim, etc.) ihre Reize haben. Schade nur, wenn diese wie das Maritim an so ungünstiger Stelle in der Nachbarschaft von Rathaus, Laveshaus und Wangenheim Palais liegen. Ansonsten erinnert mich das Maritim aus irgendwelchen Gründen immer an alte James Bond Filme und das finde ich gut!
Sind die Bürobauten wie das von der AOK und der abgerissene Wabenbau auf dem Lister Blick auch im Brutalismus gebaut?
Leider sind die ja nicht mehr zeitgemäß was Energieeffizienz und Arbeitsatmosphäre angeht, den sonst finde ich die besser als viele Blockrandbebauungsneubauten (was für ein Wort!).
burndown1977 October 8th, 2008, 07:54 PM waschbeton ist nicht gleich beton !! da gibt es schon einen unterschied! "Waschbeton ist ein Beton, bei dem die Gesteinskörnung durch eine spezielle Oberflächenbehandlung freigelegt wird", wie u.a. wikipedia so schön beschreibt.
ich hätte da gerne eine wohnung, werde sie mir aber wohl nicht leisten können. muss ein richtig geiler blick auf die stadt sein!!! außerdem finde ich das gebäude gar nicht so schlecht. ganz im gegenteil: eigentlich ist es eher ein schöner bau dieser zeit. schlechte beispiele aus jenen tagen gibt es in hannover ja zu genüge zu besichtigen.
Lefthandy October 8th, 2008, 07:59 PM Alles was als Aussenhülle schalungsrauhen Beton oder eben Waschbeton hat ist schonmal mindestens Brutalismus beeinflusst. Brutalismus hieß so weil man sich eine brutale Ehrlichkeit in Material und Funktion auf die Fahne schrieb. Deshalb sieht man zB in der Uni-Mensa am Schneiderberg die ganzen Lüftungsschächte so frei durchs sämtliche Räume schlängeln. Oder, da die meisten Bauten am einfachsten mit (vorgefertigen) Betonteilen zu errichten waren, erachtete man es als verlogen sie von aussen mit etwas anderem zu verkleiden. Irgendwann zog man diese Maxime dann so strikt durch, dass wohl mehr oder weniger bewusst auf bauliche Umgebung, Traditionen o.ä. geschissen wurde. Dann erhielt das ganze den überaus passenden Namen Brutalismus.
Dieses Wabengebäude am Lister Blick fand ich auch recht interessant. Es war bloß so unauffällig flach, weit ab von der Straße. Allein durch diese zurückgezogene unauffällige Art passt es eigentlich nicht zum Gestus des Brutalismus. Ein Gebäude ist ein Gebäude also muss man es auch sehen können. So oder so ähnlich hätte sich dort eine brutalistische Betonburg hingefläzt.
burndown1977 October 8th, 2008, 08:00 PM Das Grundstück gegenüber sollte in der Tat mal bebaut werden. Was stand da eigentlich früher mal?
richtung stadthalle wiesen und auf der anderen seite kleingärten und fabrikanlagen
jaja der brutalismus: neunmalkluges architektenpack, welches seine vorstellungen der gesellschaft aufzwingen wollte. die herren haben jedoch nicht bedacht, dass eine stadt kein sozialkritisches manifest ist, sondern ganz andere funktionen zu erfüllen hat, als darzustellen, dass die welt brutal ist ... hätten weniger marx lesen und kiffen sollen! :bash: :nuts: :crazy2:
devilsadvocate October 8th, 2008, 08:03 PM Naja, dann wird es Zeit, dass da was ordebntliches hinkommt. Einene Entwurf (siehe KArte) gibt es ja schon... Vll wird das ja was...
matheking October 8th, 2008, 08:05 PM richtung stadthalle wiesen und auf der anderen seite kleingärten und fabrikanlagen
ich kann mich nur noch an ein Autohaus und die jetzt eine Ecke weitergezogene Tankstelle erinnern!
burndown1977 October 8th, 2008, 08:13 PM ich kann mich nur noch an ein Autohaus und die jetzt eine Ecke weitergezogene Tankstelle erinnern!
es ging doch um die fläche, wo (noch) der aok-bau steht und die gegenüberliegende freifläche ??
matheking October 8th, 2008, 08:27 PM es ging doch um die fläche, wo (noch) der aok-bau steht und die gegenüberliegende freifläche ??
Genau! Bevor die Pferdetumrkreuzung untertunnelt wurde, war doch direkt am Messeschnellweg ein VW-Händler und an der Kreuzung zur Clausewitzstraße war früher die Aral-Tankstelle (Warum die auf Stadtkosten umziehen mußte ist mir immer noch ein Rätsel. Genauso wie die Tatsache, dass Opel Günther jetzt die Fortführung der Büroneubauten verhindert.).
burndown1977 October 8th, 2008, 08:32 PM Genau! Bevor die Pferdetumrkreuzung untertunnelt wurde, war doch direkt am Messeschnellweg ein VW-Händler und an der Kreuzung zur Clausewitzstraße war früher die Aral-Tankstelle (Warum die auf Stadtkosten umziehen mußte ist mir immer noch ein Rätsel. Genauso wie die Tatsache, dass Opel Günther jetzt die Fortführung der Büroneubauten verhindert.).
ach so: ich dachte, dass die dortige situation vor dem krieg gemeint war!
das mit opel günther ärgert mich auch - so ist die fläche für die nächsten 30 jahre erst einmal besetzt :ohno:
devilsadvocate October 8th, 2008, 10:01 PM Ich glaube einfach, dass sich die Leute in der Stadtspitze nicht wirklich mit der stadt auseinandersetzen.
Wir bräuchten Entscheidungsträger, die diese Stadt lieben und kennen, das bedeutet, dass sie genau darauf achten, wo was hinkommt und nicht blind bauen lassen. Die Menschen machen zwar alle ihren Job, aber was fehlt, ist die Liebe zur Stadt, die dann den Unterschied ausmacht, ob und wie was genehmigt wird.
Das fängt mit der Ästhethik von Lampen an und hört bei solchen Bebauungsachsen auf, wo Opel jetzt leider den weiteren Bau verhindert. Ich denke, dass Opel auch auf der anderen SEite gebaut hätte... Jemand wie wir hätte glaube ich dieses Problem erkannt und hätte Opel dort nciht bauen lassen!
Wie wärs, wenn wir eine Bürgerpartei eröffnen und uns selbst in den stadtrat wählen lassen ;)
Lefthandy October 8th, 2008, 10:10 PM Ein Autohändler ist immerhin besser als Brachland. Daher hatte ich mich seiner Zeit auch über den Bau von Opel Günther gefreut. Flächen für Büroneubauten gibt es ja genug in Hannover, zB die beiden angesprochenen an der Pferdeturmkreuzung oder der Busbahnhof oder das beim Hauptzollamt. Aber sicher wärs noch schöner wenn ein viertes Backstein-Bürogebäude die Hans-Böckler-Alle zieren würde. An der Hans-Böckler-Allee scheint es da wohl sowas wie eine Bauvorschrift für roten Backstein zu geben. Eine auffällige Häufung. Sieht der Entwurf für das Brachgrundstück an der Pferdeturmkruzung ja auch vor.
matheking October 8th, 2008, 10:15 PM An der Hans-Böckler-Allee scheint es da wohl sowas wie eine Bauvorschrift für roten Backstein zu geben. Eine auffällige Häufung. Sieht der Entwurf für das Brachgrundstück an der Pferdeturmkruzung ja auch vor.
Die sind alle von den gleichen Architekten!
Lefthandy October 8th, 2008, 10:23 PM Die sind alle von den gleichen Architekten!
Müssen sympathische Typen sein! :cheers1:
Die Hans-Böckler-Allee finde ich echt dufte. Wenn die Baulücken noch im gleichen Stil geschlossen werden ist es die nahezu perfekte Ausfallstraße!
Leine1977 October 9th, 2008, 09:47 AM jaja der brutalismus: neunmalkluges architektenpack, welches seine vorstellungen der gesellschaft aufzwingen wollte. die herren haben jedoch nicht bedacht, dass eine stadt kein sozialkritisches manifest ist, sondern ganz andere funktionen zu erfüllen hat, als darzustellen, dass die welt brutal ist ... hätten weniger marx lesen und kiffen sollen! :bash: :nuts: :crazy2:
:applause:
Das Schlimme war, dass schon beim Bau des Kröpcke-Center und anderen Brutalismus-Bauten, solche in der Kritik standen. So wurde der Flächenabriss in der List auch gestoppt, weil man dann doch gemerkt hat, dass die Menschen lieber in den 5-stöckigen Gründerzeitbauten wohnen wollten.
(So steht es in der Chronik von Hannover)
Das Bredero ist übrigens glaub ich gar nicht sooo teuer. Neulich stand dazu ein Artikel in der HAZ. Der Blick ist toll, jedoch ist es sehr laut und sehr stinkig; denn die Abgase ziehen am Gebäude direkt nach oben.
Leine1977 October 9th, 2008, 11:01 AM :applause:
Das Schlimme war, dass schon beim Bau des Kröpcke-Center und anderen Brutalismus-Bauten, solche in der Kritik standen. So wurde der Flächenabriss in der List auch gestoppt, weil man dann doch gemerkt hat, dass die Menschen lieber in den 5-stöckigen Gründerzeitbauten wohnen wollten.
(So steht es in der Chronik von Hannover)
Jetzt muss ich mich mal selbst zitieren. DIE ZEIT archiviert ja alle früheren Ausgaben. Aus dem Jahre 1978 gibt es einen schönen Artikel zum "neuen" Kröpcke-Center. In diesem Artikel wurde schon damals das Gebäude kritisiert.
Von wegen Zeitgeist und so...
http://www.zeit.de/1978/02/Herz-aus-Beton
telemaxx October 10th, 2008, 03:47 PM So hallo alle zusammen!
Nach einer Woche in Wien melde ich mich auch mal wieder.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel man verpasst, wenn man mal 5 oder 6 Tage nicht mitliest.^^
Ich war zwar schon öfters in Wien, aber der immense Altbaubestand in Wien ist immer wieder atemberaubend.
Hauptgrund dafür ist die geringe Zerstörung Wiens während des 2. WK (20% - Hannover im Gegensatz dazu 80%?!)
Während einer Stadtführung wurden auch die Gründe dafür angerissen.
Wien hatte das "Glück" von den Amerikanern bombardiert zu werden.
Diese verwendeten bei den Luftangriffen im Gegensatz zu den Briten, die vor allem die nördliche Hälfte Deutschlands angriffen, keine Phosphor- und Brandbomben.
Die großen Flächenbrände bleiben also aus.
Insgesamt wurde Wien auch viel weniger bombardiert als z.B. Hannover.
Das mag daran liegen, dass in Wien keine wichtige Industrie angesiedelt war.
Aber auch die große Entfernung Wiens von den amerikanischen Stützpunkten ist ein Grund dafür.
Hannover hingegen wurde bevorzugt angegriffen aufgrund der kriegswichtigen Industrie (die ironischerweise allerdings bis 1944 weitestgehendst unbeschädigt blieb) und der kurzen Entfernung zu Großbritannien.
Ein anderer Grund für den großen Altbaubestand in Wien ist auch die genaue Dokumentation der Bestände vor dem Krieg, d.h. die Gebäude konnten auch sehr viel einfacher wiederaufgebaut werden.
Außerdem gab es in Wien keine "2. Zerstörung" wie in Hannover.
Leine1977 October 10th, 2008, 03:53 PM Willkommen zurück und danke für deine Ausführungen.
ich war vor Jahren mal in Wien und hab die Stadt damals nicht so schön gefunden. Vielleicht hat sich auch viel geändert. In jedem Fall ist Hannover in einer Sache aber besser: die Menschen sind freundlicher!
devilsadvocate October 10th, 2008, 05:04 PM Wien oder nicht Wien... das ist hier nicht die Frage!
LAsst uns zusehen, dass wir in Hannover malweider ein wenig "Altbau-Feeling" reinbekommen... Es gibt wirklich nur sehr wenige Neubauten, die es mit der damkligenSChönheit aufnehmen können, wo ich wieder bei einer Frage war... Wie konnten die Leute aufhören so zu bauen? Ws ist damals passiert? Wurden alle entführt und Expermiente durchgeführt?:ohno:
Leine1977 October 10th, 2008, 06:06 PM als Laie würd ich sagen, dass liegt z.T. an Gropius mit seinem Bauhaus.
Im Moma N.Y. gab es jetzt eine Sonderausstellung für moderne Architektur, die ich mir angeschaut habe. Sehr interessant. Da wurden viele Konzepte aus den 70ern vorgestellt, die z.T. nicht realisiert worden sind. Einige sahen so aus wie das Ihme-Zentrum hoch 10. Das Bauhaus wurde dabei häufig erwähnt. ausgestellt wurde auch ein Haus aus den 40ern im schlichten-Stil. Das sollte damals die Zukunft sein. War damals wohl revolutionär. Heute wirkt es billig.
Übrigens: viele dieser echt krassen Modelle stammen von deutschen Architekten. Sehr merkwürdig.
Martinsson October 10th, 2008, 06:49 PM Das Bauhaus als eine Kunstschule insbesondere für Malerei, Architektur und Design war wohl eine Reaktion auf die Erfahrung des WK I. Man wollte alles abwerfen, was in der Rückschau auf die Kaiserzeit als imperialer Pomp mit entsprechender Erhöhung allen Deutschtums und somit Ausdruck vorgeblicher kultureller Überlegenheit angesehen wurde.
Folglich "warf" man auch die Verzierungen von den Häusern ab. Reduktion auf die Funktion, also auf das Wesentliche. Dieser Schwenk wurde dann nach den Erahrungen von Weltwirtschaftskrise, Nationalsozialismus und der Katastrophe des WK II noch mal verstärkt. Die Ideen des Bauhauses wurden dann noch radikaler umgesetzt und gipfelten in den "Werken" des Brutalismus in den 70ern, die wir heute wieder so abscheulich finden (zu recht!).
Architekten gehörten immer zur intellektuellen Avantgarde. Ich denke, dies ist der Grund für die ästhetischen Ausprägungen der Baukunst in der jeweiligen Zeit, soweit sich das Bauen nicht auf Herrschaftsbauwerke beschränkt.
jp80 October 10th, 2008, 08:08 PM Ja natürlich, das geht alles auf das sogenannte Bauhaus zurück. Hier mal der wikipedia-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus
War in gewisser Weise eine Revolution was ästhetisches Empfinden angeht. (Martinsson hat die wesentlichen Gründe schon sehr gut zusammengefaßt.) Und diese Abkehr von Altbewährtem ist ja nicht nur auf die Architektur beschränkt gewesen, sondern läßt sich im Grunde in fast allen Bereichen der Kunst - also auch in der Malerei oder in der Musik - wiederfinden.
In dem Zusammenhang ist mir ein Zitat in Erinnerung, (ich weiß leider nicht aus dem Stehgreif von wem es stammt):
"Vollkommene Form ist die, der man nichts mehr wegnehmen kann" (gemeint sind natürlich vereinfacht ausgedrückt jegliche Formen von Verzierung)
@devilsadvocate:
daß Du am liebsten das Hannover des 19.Jh. komplett wiederherstellen würdest, habe ich ja inzwischen mitbekommen. Ich versuche das zu respektieren auch wenn ich da ja anderer Auffassung bin. Du sprichst in Deinem Beitrag von Schönheit, aber wie Du weißt, liegt die Schönheit immer im Auge des Betrachters. Für mich hat ein Großteil der Nachkriegsarchitektur genauso ihren Reiz wie es die tollen Gebäude aus den früheren Jahrhunderten haben. (Ich liebe die Häuser an der Bödeckerstraße!!!) Man darf allerdings nicht den Fehler machen, und Gebäude unterschiedlicher Epochen gegeneinander aufwiegen. Das sind vollkommen unterschiedliche Stile, die alle für sich ihre Existenzberchtigung haben. Ich vergleiche ja auch kein Landschaftsgemälde aus dem 17. Jh. mit einer abstrakten Zeichnung aus dem 20. Jh. Da gibt es einfach nichts zu vergleichen! Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.
Wer weiß, vielleicht gibt es ja in ein paar Jahrzehnten wieder einen Trend hin zu mehr Verzierungen. Die Vergangenheit zeigt ja auch, daß alles irgendwann wieder aufgegriffen wird. Aber bitte nicht immer diese undifferenzierte Schlechtmacherei von allem was schlichte Formen hat. Das kann auch sehr schön sein!
Leine1977 October 10th, 2008, 08:39 PM ^^ aber jp, unser devil ist doch weitaus vielschichtiger und sehr modern. Der will nicht nur das 19. Jh. wiederhaben, sondern auch hohe skyscraper - je höher desto besser. An diesem Punkt bin ich nämlich anderer Meinung.
Außerdem hat er ja gar nicht vom 19. Jh. gesprochen. Ich finde es sowieso immer sehr seltsam, dass Architekten immer nur auf das 19. Jh. gucken. Dabei gab es doch auch 18./17./...
Eigentlich waren wir alle hier im Forum einig, dass alle Epochen respektiert (bis auf Brutalismus) und gefördert werden sollten. Wiederum einige - und dazu gehöre ich - wünschten sich einige "Baukunstwerke" zurück. Zudem auch etwas ästhetische moderne Architektur... und nicht so billig wie beim EAG. Für sowas sind Architekten überflüssig - kann doch jeder Bauzeichner alleine.
telemaxx October 10th, 2008, 08:48 PM Und diese Abkehr von Altbewährtem ist ja nicht nur auf die Architektur beschränkt gewesen, sondern läßt sich im Grunde in fast allen Bereichen der Kunst - also auch in der Malerei oder in der Musik - wiederfinden.
In der Musik des 20. Jahrhunderts gibt es auch eine Stilrichtung die "Minimal Music" heißt.
Hier wird, wie der Name schon erahnen lässt, mit ganz einfachen Mitteln Musik gemacht (nur ein Instrument, wenig verschiedene Töne, ...).
Das steht meines Erachtens auch symptomatisch für die Architektur, wo aus schon genannten Gründen nach dem 1. WK ein Umdenken stattfand.
Die Abkehr von Prachtbauten ist also nicht auf die Zerstörungen im 2. WK zurückzuführen.
Man hat einfach nur die Chance nach dem Krieg für einen Neuanfang genutzt, in dem die bereits begonnene Entwicklung der Vereinfachung fortgeführt wurde.
burndown1977 October 11th, 2008, 09:10 AM Ich glaube einfach, dass sich die Leute in der Stadtspitze nicht wirklich mit der stadt auseinandersetzen.
Wir bräuchten Entscheidungsträger, die diese Stadt lieben und kennen, das bedeutet, dass sie genau darauf achten, wo was hinkommt und nicht blind bauen lassen. Die Menschen machen zwar alle ihren Job, aber was fehlt, ist die Liebe zur Stadt, die dann den Unterschied ausmacht, ob und wie was genehmigt wird.
Das fängt mit der Ästhethik von Lampen an und hört bei solchen Bebauungsachsen auf, wo Opel jetzt leider den weiteren Bau verhindert.
bezüglich der strassenbeleuchtung können wir uns in hannover doch nicht beschweren: einheitlich, hochwertig und ästhetisch reizvoll! okay, berlin hat stellenweise richtig tolle beleuchtung zu bieten, aber größtenteils kann man das auch knicken - von hamburg mal ganz zu schweigen! insgesamt wirkt der straßenraum in hannover sehr aufgeräumt - im gegensatz zu braunschweig, da kriegt man echt einen vogel :ohno:
zum bauhaus: müsst mal nach dessau fahren. das bauhaus ist echt top. leider haben nachfolgende architektenscharen das konzept nicht richtig verstanden bzw. auf den minimalismus reduziert. für mich sind die vertreter unglaublich innovativ gewesen. wenn man sich die gebäude anschaut, erkennt man auch die liebe zum detail, besonders in der inneneinrichtung. es wurde auch viel mit farbe und formen gearbeitet - nur nicht so pompös wie zu kaiserszeiten. man verteufelt die bauhaus-richtung oft zu unrecht. mies van der rohe zählt für mich zu den besten architekten der nachkriegszeit, weil er den bauhaus-stil lobenswert weiterentwickelt hat - seine bauten sind zu recht ikonen jener zeit :)
Lefthandy October 11th, 2008, 01:58 PM Die Bauhaus-Leute haben schon tolle Sachen gemacht. Das verhängnisvolle war, was aus ihrem Erbe von nachfolgenden Generationen gemacht wurde. Dadurch dass Einfachheit und Reduktion der Form (Form follows Function - auch eine Bauhaus-Losung, genau wie Weniger ist Mehr) sich prima missbrauchen ließen für flüchtig hingekritzelte, schnell aufgezogene Zweckbauten. Da nach dem 2. Weltkrieg schnell viel gebaut werden musste, war die Berufung aufs Bauhaus dann quasi der Freifahrtsschein maßlos billig und einfallslos zu bauen. Da kann das ursprüngliche Bauhaus aber nix für! Moderne Bauten von 1900 bis zum 2. Weltkrieg hatten immer eine heute noch beeindruckende Aura und waren überhaupt nicht so monoton trist wie die nach dem 2. Weltkrieg aufgezogenen Straßenzüge, die heute unsere Meinung vom modernen Bauen prägen.
Der Brutalismus mag sich auch aufs Bauhaus berufen haben, was da gemacht wurde (schwere, massive Baukörper mit vielen dunklen Winkeln und so) war aber größtenteils überhaupt nicht mehr im Sinne der klassischen Moderne die vom Bauhaus geprägt wurde!
burndown1977 October 13th, 2008, 12:02 PM danke lefthandy :) deine anmerkungen treffen den punkt :banana:
Lefthandy October 13th, 2008, 12:18 PM Vielen Dank für die Blumen! :tyty:
burndown1977 October 13th, 2008, 12:28 PM für qualitativ hochwertige äusserungen gibt es die gratis .... davon unterscheiden sich die hannover-threads von den übrigen - was ich auch mal anmerken muss!!
devilsadvocate October 13th, 2008, 11:42 PM Here we go... Wie ich es gehofft hatte, im Hinblick auf den D-Tunnel :)
Ich glaube, dass wenn auch das Rosenquartier ferrtig ist keine Bahn mehr richtig durchkommt, ohne dass es zu langen Staus auf den straßen kommt.
Experten fürchten permanenten Stau vor neuem ECE
Mit Blick auf die Eröffnung der Ernst-August-Galerie am Hauptbahnhof in Hannover an diesem Mittwoch hat sich eine Debatte um die Zukunft der Kurt-Schumacher-Straße und der näheren Umgebung des neuen Einkaufszentrums entwickelt.
Kritiker befürchten chaotische Verkehrsverhältnisse in diesem Teil der Innenstadt, sollte sich die Stadt nicht angemessen auf die mehr als 30 000 Besucher einstellen, die täglich erwartet werden. „Wenn diese Zahlen zutreffen, werden Autos dort bald nicht mehr durchkommen“, sagt der baupolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Michael Dette. „Dann wird es Zeit, sich über eine Fußgängerzone in der Kurt-Schumacher-Straße Gedanken zu machen.“ SPD-Kollege Thomas Herrmann nennt diese Idee „eine von mehreren Optionen“. Spätestens mit der Fertigstellung des dem ECE gegenüberliegenden Rosenquartiers werde es „Nachsteuerungsbedarf“ geben.
Bei der Üstra sieht man die Entwicklungen nahe dem Hauptbahnhof „mit Sorge“, wie Sprecher Udo Iwannek sagt. Schon bisher sei die Stelle ein Nadelöhr für die Linien 10 und 17. Der erwartete Besucherstrom werde die Lage zusätzlich verschärfen, und zwar an einer Stelle, die im Moment „ohnehin schon sehr eng ist“. Die Polizei will die Auswirkungen der ECE-Eröffnung zunächst abwarten, weist aber darauf hin, dass der Bereich zwischen Lister Meile und Herschelstraße ohnehin ein „Knackpunkt“ sei. Hier rechnet man demnächst verstärkt mit zähflüssigem Verkehr, geht aber zurzeit nicht von totalem Chaos aus.
Sorgen bereiten zum einen die zunehmenden Fußgängerströme, die sich über die Kurt-Schumacher-Straße zum ECE wälzen, zum anderen die Menge der Autos, die die 1200 Fahrzeuge fassende Parkgarage an der Herschelstraße ansteuern werden. Die Stadt hat sich auf die veränderten Verhältnisse einstweilen nur durch Veränderungen an den Ampelschaltungen eingestellt. Ansonsten wolle man „die Tage neugierig abwarten“, heißt es. Diese Einstellung aber könnte zu leichtfertig sein, meinen Insider. „Wenn man da weiter nichts macht, gibt das ein Chaos“, sagt einer der Verkehrsexperten. Einem Gutachten zufolge sollen täglich 18.000 Menschen die Fußgängerampel vom Ernst-August-Platz aus überqueren, 8000 die vor Saturn und 15.000 die an der Herschelstraße.
Unterdessen rechnet die Polizei für den Eröffnungstag der Ernst-August-Galerie mit 80.000 bis 100.000 Besuchern. Sie rät dringend davon ab, mit dem Auto in die City zu fahren. Um die Situation zu entschärfen, wird die Lister Meile von der Rundestraße bis zum Ernst-August-Platz gesperrt und die Buslinie 121 umgeleitet. Ausnahmsweise eröffnet das Center am Mittwoch schon um 8 Uhr, an normalen Tagen läuft der Verkauf in den meisten Geschäften von 10 bis 21 Uhr. Dem Vernehmen nach hat sich ECE zur Eröffnung einige Attraktionen ausgedacht. So soll die berühmte Traber-Familie über dem Ernst-August-Platz Hochseilakrobatik zeigen.
telemaxx October 14th, 2008, 01:11 AM Eine Fußgängerzone in der Kurt-Schumacher-Straße zwischen Ernst-August-Platz und Herschelstraße ist, wenn die prognostitzierten Passantenzahlen denn wirklich stimmen, m.E. sinnvoll.
Zu klären ist dann die Frage inwiefern man noch Durchgangsverkehr vom Raschplatz aus über EAP und Schillerstraße über Andreaestraße zur Kurt-Schumacher-Straße zulässt. (Was m.E. nicht sinnvoll wäre)
Dann bliebe als Alternative (wenn man diesen Durchgangsverkehr beibehalten will) nur keine Fußgängerzone in der Kurt-Schumacher-Straße einzurichten.
Wenn man verstehen will, was ich geschrieben habe, braucht man einen Stadtplan oder sehr gutes Vorstellungsvermögen.^^
telemaxx October 14th, 2008, 01:27 AM Rot: Straße
Grün: Fußgängerzone
Die Erschließung der Parkhäuser und die Hotelvorfahrt (Rosenquartier) muss bedacht werden.
http://img116.imageshack.us/img116/6664/verkehrbfdj8.jpg http://img116.imageshack.us/img116/verkehrbfdj8.jpg/1/w1280.png
Bleiben noch folgende Fragen offen:
Sollte die rot markierte Straße zwischen den schwarzen Doppelstrichen geöffnet bleiben?
Was passiert mit den Buslinien, die durch den grün markierten Bereich der Kurt-Schumacher-Straße fahren müssen?
Ist es überhaupt sinnvoll eine Fußgängerzone dort einzurichten?
burndown1977 October 14th, 2008, 09:28 AM hatte immer schon mal vor, meine nummer 1 der hässlichsten neubauten hannovers abzulichten. hier ist sie :ohno: der bau steht in der herrenstrasse - was hat sich der architekt dabei bloß gedacht :doh:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0697.jpg
was habe ich mich gefreut, als der folgende bau (celler str. ecke kohlrauschstr.) eingerüstet wurde. nach der sanierung sieht er so aus:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0677.jpg
lieber hausbesitzer: geht es eigentlich noch !!!!! ahhhhhhhhhhhhh!! :ohno: wo ist der dachstuhl?? zum kotzen!!
da ist wohl eine zwangsenteignung fällig!!!
matheking October 14th, 2008, 09:42 AM Bezüglich einer Fussgängerzone sollte man die Entwicklung m.M. nach erst mal abwarten. Generelle stehe ich dem aber positiv gegenüber. Wie telemax schon ausgeführt hat, müsste man dann den Tunnel der Lister Meile schliessen, sonst würde sich ja der ganze Verkehr der jetzt über die Kurt-Schumacher-Straße fließt durch die Schillerstraße quetschen. Das wäre Blödsinn, denn da wälzen sich die Fussgängermassen notgedrungen auf ihrem Weg zu EAG auch entlang. @telemax : So schwer war das jetzt auch nicht zu verstehen :) Wenn dann sollte man natürlich auch den Teil der Schillerstraße zwischen EAP und großer Packhofstraße schliessen. Dann wäre der EAP gleichzeitig auf der Seite auch autofrei. Die Zufahrt zu den (optisch sehr ungünstig gelegenen und in den ursprünglichen Plänen zum Umbau des EAP auch nicht enthaltenen) Parkplätzen und Taxiständen könnte dann nur noch über den Tunnel von Raschplatz aus erfolgen, ebenso die Zufahrt zum Central Hotel.
Wegen der Busse mache ich mir keine Sorgen. Die müssten dann wie jetzt auch schon am EAP langsam durch die Zone fahren. Ebenso übrigens die Bahnen, den D-Tunnel gibts schliesslich noch nicht!
Das wäre dann sowas wie die Limmerstraße reloaded ;)
matheking October 14th, 2008, 09:45 AM was habe ich mich gefreut, als der folgende bau (celler str. ecke kohlrauschstr.) eingerüstet wurde. nach der sanierung sieht er so aus:
lieber hausbesitzer: geht es eigentlich noch !!!!! ahhhhhhhhhhhhh!! :ohno: wo ist der dachstuhl?? zum kotzen!!
da ist wohl eine zwangsenteignung fällig!!!
Schön hässlich! Der Raum liesse sich doch auch wirtschaftlich nutzen. Bei uns in Linden baut grade jemand ein Einfamilienhaus auf ein ehedem zweistöckiges Gebäude. Hmm, das klingt jetzt wohl auch nach einer hässlichen Kombination, ist es aber nicht. Ich werde bei Gelegenheit mal ein Bild hier einstellen.
ac303id October 14th, 2008, 10:00 AM das mit der möglichen fußgängerzone dürfte interessant werden.
da ebenfalls die läden mit waren etc beliefert werden müssen. die parkhäuser von kaufhof und demnächst dem rosenquatier dort liegen. und eine einbahnstrassenregelung halte ich aus jetziger sicht zu kurzfristig halten.
es dürfte interessant werden.
CHAOS wird nicht befürchtet... zzz. das ich nicht lache . ich war gestern in der city und da war schon land unter. gerade in der mehlstr/ kreuzung KSS. da möchte ich gerne bei der eröffnung der eag mäuschen spielen. das wird sehr interessant. alleine deswegen dürften viele auf die "restliche" city ausweichen. auch mittelfristig.
ebenso wird sehr interessant sein, wie die besucherströme (mit auto) gelenkt werden, da das parkhaus ja in der hinteren herschelstrasse liegt. also schlauer über den ring / celler strasse zu erreichen ist.
aber wer weiß das schon wenn alle lesen:"ernst august galerie...direkt gegenüber am bahnhof" da würde ich auch direkt dort hin fahren.
immer schön durch dir kurt-schumacher-strasse..
:bash::bash::bash::bash::bash::bash::bash:
naja uns soll es recht sein.
p.s. erste panische üstra mitarbeiter sollen bereits damit begonenn haben mit schaufel und spaten eine rampe am goethe platz zu graben :nuts:
matheking October 14th, 2008, 10:08 AM Mal wieder zurück zu einem vor wenigen Wochen hier besprochenem Thema. Es ging um das Vergleichen mit anderen Städten und ich hatte Zürich vorgeschlagen. Nun habe ich mich mal im Forum der Zürcher umgeschaut und habe dort http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=570802 etwas zu einem Hochhausneubau gelesen. Da müsste Devil doch das Herz bluten, wenn man hört, dass da noch mehrere von dem Kaliber geplant sind! Ich oute mich hier übrigens gerne als Anhänger der Raschplatz/ZOB-Hochhausphantasien!
burndown1977 October 14th, 2008, 10:13 AM hmmm, eigentlich sollten wir uns aktiv daran beteiligen, dass es zum verkehrsinfarkt kommt :naughty: dann würde wahrscheinlich eher der u-bahn bau vorangetrieben! 50 leute, die eine stunde zwischen saturn und EAG verkehren, verträgt der bereich nicht. es würde sich dann so ein stau bilden, dass selbst am steintor die hölle los sein dürfte. :banana: ziviler ungehorsam :banana: :banana: :rock:
Leine1977 October 14th, 2008, 10:14 AM Ich oute mich hier übrigens gerne als Anhänger der Raschplatz/ZOB-Hochhausphantasien!
...das heißt, Du gehst auf die dunkle Seite?:)
burndown1977 October 14th, 2008, 10:18 AM Ich oute mich hier übrigens gerne als Anhänger der Raschplatz/ZOB-Hochhausphantasien!
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0670.jpg
:cheer: :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: ja geil :banana: :banana: :banana:
Leine1977 October 14th, 2008, 10:32 AM ^^ Wenn das die Sklyline von Hannover sein soll, dann Gute Nacht.:ohno:
D-Linie: Ich bin jetzt auch für die D-Linie. Meine Hoffnung: beim Tunnelbau stürzt leider das EAG in sich zusammen.:lol:
ac303id October 14th, 2008, 10:38 AM quelle haz.de
http://img119.imageshack.us/img119/6694/terassennr9.jpg
http://img160.imageshack.us/img160/5442/terrassen2pw0.jpg
devilsadvocate October 14th, 2008, 11:14 AM http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0670.jpg
:cheer: :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: ja geil :banana: :banana: :banana:
Was für ein tolles Foto! Richtig mysteriös... Eine tolle Aufnahme! Ab in den Bilder Thread damit!
Für die Zangsenteignung des Gebäudes mit dem fehlnden Dachstuhl bin ich auch, gottes willen, sieht das schlimm aus.
Ich glaube auch,d ass der Verkehr dort zum ERliegen kommt! Naja, ich helfe gerne mit beim Graben :-)
Leine1977 October 14th, 2008, 11:29 AM @devil: warum wohnst Du eigentlich nicht im Ihme-Zentrum, wenn Du dieses Bild so magst?
:poke: Komm auf die gute Seite - sei mit mir gegen trostlose Hochhäuser! :angel1:
Gemeinsam ziehen wir in den Kampf gegen diese unbehaglichen Kolosse, die uns Licht rauben mit ihren belanglosen Fassaden. Wir wollen doch nicht so aussehen wie mittlerweile jede beliebige 08/15 Stadt auf der Welt. :horse:
lifestyle032 October 14th, 2008, 11:43 AM Ein kleines aber feines Hochhauspotential könnte auch die Kreuzung Vahrenwalder Straße/Hamburger Allee bieten. Getan werden muss hier eh was! Wie ein Gast der Auftaktveranstaltung Hannover 2020 feststellte, ist es nicht so dolle, am Ende der langen V. Straße auf den Fixpunkt zu treffen. Könnte hier nicht ein 7 - 8-stöckiges Gebäude entsthehen?
devilsadvocate October 14th, 2008, 01:00 PM Also wie bereits erwähnt ich ich das Bredero Hochhaus echt nicht so schlimm und wenn die Gegend drumherum augfgwertet ist, dann siehts doch ganz gut aus! Ich würde gegen einen Abriss auch protestieren, wenn dort nicht ein Haus mit vergleichbarer Höhe hinkäme.
telemaxx October 14th, 2008, 01:01 PM Das Sparkassen-Gebäude gefällt mir gar nicht so schlecht.
Und wenn man das Bredero-Hochhaus mal sanieren würde, könnte man da auch was ordentliches draus machen.
Ein drittes Hochhaus in dem Areal würde meines Erachtens das Gebiet abrunden (~100m).
Mehr will ich gar nicht. :)
Meiner Meinung nach braucht es nicht überall Hochhäuser in Hannover.
Aber wo wie wir da schonmal zwei haben...
In Frankfurt finde ich es ein bisschen komisch wie die ihre Hochhäuser anordnen.
Es gibt welche am Messegelände, dann an dieser einen Straße entlang und so weiter. Ziemlich weitläufig verteilt.
telemaxx October 14th, 2008, 01:07 PM Den Verkehrskollaps sehe ich mit freudiger Erwartung kommen.^^
Ich schaus mir an. :)
Orbiter October 14th, 2008, 01:11 PM So, ich schließ mich auch den Hochhausbefürwortern an. Grade der Raschplatz und die zuvor genannte Kreuzung Vahrenwalder Straße/Hamburger Allee sind dafür gut geeignete Orte. Aber dann auch ein paar ordentliche Türme deutlich jenseits der 100 Meter. Solche Hochhäuser können durchaus zu Identitätsbildung beitragen, wenn auch auf eine andere Art als die verzierten Fassaden die hier oft gewünscht werden.
Ein gutes Beispiel dafür ist London. Das hierzulande als "Gurke" bekannte Hochaus von Norman Foster hat der Stadt einen neuen Schub gegeben. Dabei ist grade London eine Stadt, in der Altbausubstanz und Neubauten verschiedenster Epochen nebeneinander existieren und einen spannenden Stadtraum bilden.
http://img504.imageshack.us/img504/4348/gurkedc1.th.jpg (http://img504.imageshack.us/my.php?image=gurkedc1.jpg)http://img504.imageshack.us/images/thpix.gif (http://g.imageshack.us/thpix.php)
Ein weiteres Beispiel ist Basel, eine Stadt die natürlich weit weniger unter Kriegsschäden zu leiden hatte als Hannover. Hier ist es der Messeturm, der einen neuen Spannungspunkt setzt und somit zu einem weit sichtbaren Zeichen geworden ist.
Hochhäuser müssen ja keine abgeschlossenen Fremdkörper in der Stadt sein, sonder können in das Gefüge als halböffentlicher Raum integriert werden. In Hongkong, wohl eine der Städte mit den meisten Hochhäusern weltweit, sind viele der Türme multifuktional und somit für die Öffentlichkeit zugänglich bzw. in das Stadtleben eingebunden.
Übrigens muß ich doch noch auf New York zu sprechen kommen. Eins meiner Lieblingsgebäude ist das Rockefeller Center. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein einzelnes Gebäude, sondern um ein ganzes Ensemble, mit einem besonderen Hochpunkt und einer platzbildenden Umbauung. Ein starkes Stück Urbanität. Nun will ich Hannover nicht mit NYC vergleichen (auch wenn ein bestimmter Ex-Kanzler da anderer Meinung ist), aber ich meine, der Raschplatz hätte als abwechslungsreich genutzer Platz mit einer hohen (auch in zweiter Reihe liegenden) Bebauung das Potential einen großstädtischen Charakter zu bekommen.
Stellt euch vor, kurz vor Weihnachten, auf dem neuen Raschplatz ist eine Eisfläche aufgebaut, ein einzelner großer Tannenbaum steht festlich beleuchtet in Richtung List und die umliegenden Gastbetriebe haben kleine Glühweinstände aufgestellt. In Richtung ZOB funkeln die neuen Türme in der Dunkelheit und man hat fast das Gefühl in New York zu sein als es plötzlich zu schneien anfängt. Hurra, Weihnachtsfeeling perfekt. Gut, der Schnee kommt aus der Schneekanone oben auf dem Dach vom Cinemaxx, aber das weiß ja kaum jemand... :lol::nuts:
Lefthandy October 14th, 2008, 01:15 PM Das Bredero Hochhaus wäre zu retten, indem die verschachtelten Anbauten am Sockel wegkämen und es dadurch eine klarere Hochhaushilouette erhalten würde. Ebenfalls weg müssten der Parkhaus-Anbau bzw. das flachere Nebengebäude entlang der Hamburger Allee. Der Eingangsbereich müsste noch neu und großzügiger gestaltet werden. Dann noch eine Fassadensanierung so dass es hinterher einen Stich heller aussehen würde. Wenn das alles passieren würde, könnte ich mich mit dem Bredero nach anfreunden!
Leine1977 October 14th, 2008, 02:56 PM Dabei ist grade London eine Stadt, in der Altbausubstanz und Neubauten verschiedenster Epochen nebeneinander existieren und einen spannenden Stadtraum bilden.
Genau das ist das Problem in Hannover. Die Gurke würde hier ziemlich scheußlich aussehen, weil das Umfeld nicht stimmt. Bestes Beispiel ist der Gehry-Tower am Steintor (das ist nicht mal Meinung, sondern hab ich schon von vielen gehört).
Bin ich wohl der einzige, der lieber eine Skyline a´la München vorzieht. Grumpf, grummel,...:rant:
burndown1977 October 14th, 2008, 05:33 PM Also wie bereits erwähnt ich ich das Bredero Hochhaus echt nicht so schlimm und wenn die Gegend drumherum augfgwertet ist, dann siehts doch ganz gut aus! Ich würde gegen einen Abriss auch protestieren, wenn dort nicht ein Haus mit vergleichbarer Höhe hinkäme.
finde ich auch! das ensemble hat doch etwas monumentales und charakteristisches - es gibt auf jeden fall schlimmere ecken in hannover!! ich mag das bredero ... und zwar inklusive nebenbauten. warum? weiß ich auch nicht so recht ?? ach: im vergleich zum londoner dildo ist das bredero cool !!
@leine1977: münchen hat in den letzten jahren etliche hochhäuser zugelassen. nach bürgerprosten gilt jetzt aber eine maximale bebauungshöhe von 100 metern, was aber ebenfalls noch silhouette-bestimmend sein kann.
burndown1977 October 15th, 2008, 04:38 PM wo wir grade am steintor sind. weiss jemand, was da los ist ?
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0831.jpg
breitet sich von dort ein schwarzes loch aus oder was hat dies zu bedeuten?
@leine: zugegeben bin ich ein kleiner masochist .. hätte da noch weitere architekturzombies, die dringend abgerissen werden müssten :badnews:
Leine1977 October 15th, 2008, 04:46 PM ^^
Hinten links (ich glaub das gelbe) wird gerade aufgestockt. Schön wirds glaub ich nicht.
Eine Parallelstraße links stehen dagegen einige richtige Schmuckstücke, die kaum bekannt sind. Wenn man die übrigen in diesem Viertel auf Vordermann bringt, könnte diese Ecke wirklich zum Schmuckstück werden. Leider verhindert dies wohl der schmuddelige "Erotik"-Mist.
burndown1977 October 15th, 2008, 04:53 PM und warum ist ein teil der strasse gesperrt? was verläuft den darunter, dass einstürzen könnte?
matheking October 15th, 2008, 07:53 PM und warum ist ein teil der strasse gesperrt? was verläuft den darunter, dass einstürzen könnte?
Die alten Toilettenanlagen, oder? Auf dem Bild ist das leider nicht ersichtlich, aber direkt daneben sind die abgedeckten Zugänge zu einer ehemaligen Toilettenanlage.
matheking October 15th, 2008, 08:39 PM Ich habe gestern in einer Beilage der HAZ ein Inserat für Häuser von der Stange gesehen.
Das Interessante daran ist, das die im Stil von 1900 gebaut werden.
Sicherlich eine sehr rückwärtsgewandte Bauweise, aber sie zeugt doch von
dem Bedürfnis der Menschen nach der "guten alten Zeit"!
Quelle: http://www.der-spieker-fachwerkhaus.de/
http://img530.imageshack.us/img530/3277/fachwerkhaeuser1eau1.jpg (http://img530.imageshack.us/my.php?image=fachwerkhaeuser1eau1.jpg)
und
Quelle: http://www.haghof-isernhagen.de/
http://img161.imageshack.us/img161/1931/mfh410yt1.jpg (http://img161.imageshack.us/my.php?image=mfh410yt1.jpg)
erbse October 15th, 2008, 08:50 PM ^ Besser als der übliche Spießereigenheim-Einheitsbrei mit Billig-Walmdach und Baumarkt-Klinkerfassade aber allemal!
Gefällt mir sogar ausgesprochen gut, dieser Neohistorismus (so nenne ich das jetzt mal) im Hausbau. Die dargestellten Exemplare machen auch einen sehr hochwertigen und handwerklich wie ästhetisch durchdachten Eindruck. Da waren keine Baumarkt-Tölpel am Werk, da hat sich wirklich jemand Gedanken gemacht!
Die Bauten sind kein Disney-Kitsch und kommen der Ästhetik der Gründerzeit schon recht nahe. Bitte mehr davon!
(Anm.: Wollte demnächst auch einen allgemeinen Thread zu klassischen Neubauten und der deutschen Rekonstruktionsbewegung eröffnen bzw. den bestehenden Thread im Architektur-Forum (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=634670) umfassend erweitern.
Ihr dürft euch gern beteiligen ;))
SternHAJ October 15th, 2008, 09:34 PM Mit diesen nachgemachten Häuschen kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Das ist vollkommen unoriginell für mich. Es kann doch nicht das Ziel guter Architektur sein, einfach einen alten Bauplan auf den Kopierer zu legen?? Wenn man das immer so gemacht hätte, dann wären wir jetzt noch in den Neandertaler-Höhlen :)
jp80 October 15th, 2008, 10:26 PM Mit diesen nachgemachten Häuschen kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Das ist vollkommen unoriginell für mich. Es kann doch nicht das Ziel guter Architektur sein, einfach einen alten Bauplan auf den Kopierer zu legen?? Wenn man das immer so gemacht hätte, dann wären wir jetzt noch in den Neandertaler-Höhlen :)
Das kann ich eigentlich nur unterschreiben. Solchen auf alt gemachten Häusern kann ich nur sehr wenig abgewinnen. Insbesondere wenn man so deutlich wie hier sieht, daß sie nicht "echt" sind.
devilsadvocate October 15th, 2008, 10:36 PM Naja, warten wir 100 Jahre, dann sind auch diese wieder alt :)
Die SAche ist ja die, dass sich die Menschen in solchen "Altbauten" wohler fühlen, als in "abgespaceten" Neubauten.
ES gibt ja meist nur dioe Möglichkeit entweder Reko, schlicht und hässlich oder total futuristisch und dann auch ziemlich teuer!
Dann würde ich eine Reko auch bevorzugen.
erbse October 15th, 2008, 10:50 PM ^ Nunja, es gibt schon noch einen Mittelweg zwischen Tradition und Futurismus.
Nur leider beherrschen sehr wenige die Kunst, diesen entsprechend umzusetzen. Und so sieht man entsprechend die immer gleichen, banalen Einfamilien- und Reihenhaussiedlungen.
Das ist aber kein deutsches Problem, das ist fast überall so - sehr extrem ist es in den US-Suburbs oder in Teilen Spaniens und Osteuropas, wo ganze Einheitssiedlungen in einem Wink hochgezogen werden. Jedes Haus das selbe, und das über eine gewaltige Fläche. Grausam.
Ich finde, diese historisierenden Eigenheime sind ein achtbares Zeichen gegen solche völlig gesichtlosen Vorstadtsiedlungen.
Und wenn die kontemporäre Architektur in diesem Bereich eben nichts anständiges hervorzubringen vermag, sehnen sich die Leute nach diesen Zeiten, in denen man noch etwas von ästhetischem Bauen verstand. Wer kann ihnen das verübeln?
Es ist ja nicht so, als wenn diverse Baustile nicht nebeneinander existieren könnten. Leute, die heute moderne Eigenheime bauen wollen, sollen das eben tun - und jene, die in einem klassischen/traditionellen Haus wohnen wollen, sollen dann eben etwas entsprechendes bauen. Deswegen wird unsere Gesellschaft ja nicht gleich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt.
Es ist doch bezeichnend (und eigentlich besorgniserregend), wenn solche Nachbauten für viele Menschen die einzige Alternative darstellen - und die Moderne im Gegenzug nichts ästhetisch ansprechendes bietet.
Leine1977 October 16th, 2008, 08:08 AM Das kann ich eigentlich nur unterschreiben. Solchen auf alt gemachten Häusern kann ich nur sehr wenig abgewinnen. Insbesondere wenn man so deutlich wie hier sieht, daß sie nicht "echt" sind.
Dieser Backsteinbau ist im hannoverschen Stil und sehr gut gelungen. Da sie die heimische Bauweise unterstützt, kann ich sowas nur begrüßen. Wir wollten doch eigentlich alle etwas mehr hannoversche Architektur, oder nicht? Persönlich möchte ich später ebenfalls etwas Nachgemachtes haben - in guter Qualität.
Wenn ich heute sehe, wie einige Eigenheime im Stadtgebiet aussehen, ist es nur logisch, dass man die alten Baupläne wieder rausholt!
Viel interessanter: eine Woche zuvor wurde berichtet, dass irgendwo im Landkreis ein ganzes Bauland keine Abnehmer gefunden hat. Man hat dann festgesetzt, dass nur Fachwerkhäuser im niedersächsichen Stil gebaut werden dürfen. Die sehen toll aus und gehen weg wie warme Semmeln. Geil oder?
lifestyle032 October 16th, 2008, 12:44 PM Hallo Leute!
Was haltet ihr von folgender Idee: Da die Hannover-City GmbH ja vor ein paar Monaten die Innenstadtquartiere ins Leben gerufen hat, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, die fünf Quartiere auch für Besucher von Außerhalb kenntlich zu machen. Man könnte z.B. einen Innenstadtplan (siehe Seite 4 dieser pdf: http://www.okhannover.de/City-Shopping/City-Shopping.pdf) am Ernst-August-Platz montieren und von dort aus die Wege zu den Quartieren weisen. Besonders in Hinblick auf die neu eröffnete EAG wäre diese eine stärkere Profilierung der (südlichen) Innenstadt. Zudem finde ich die Symbole ganz nett gestaltet.. würde die City vlt. etwas auflockern :)
Habe den Vorschlag auch schon der Hannover-City GmbH unterbreitet, aber noch keine Rückmeldung erhalten.
telemaxx October 16th, 2008, 07:02 PM Ja, die Idee halte ich auch für sinnvoll.
Ich glaube selbst viele Hannoveraner wissen nicht, dass es diese Quartiere gibt bzw. wo sich diese befinden.
--> Vom obersten Parkgeschoss der EAG hat man einen sehr interessanten Blick über Hannover!! <--
Leine1977 October 16th, 2008, 08:04 PM ^^ ja, finde ich ganz gut deinen Vorschlag.
Ein paar interessante Anfragen/Anträge vom Bezirksrat Mitte vom 6.10.:
Beleuchtung auf dem Nikolaifriedhof
Antrag
Es wird empfohlen zu beschließen:
Auf dem Nikolaifriedhof werden Lichtquellen zur Verbesserung der Beleuchtung installiert.
Begründung
Auf dem Nikolaifriedhof gibt es keine Laternen oder andersgeartete Beleuchtungsquellen. Während der Anhörung im Bezirksrat am 08.09.2008 wurde auch geäußert, dass die Querung des Friedhofs bei Dunkelheit bei vielen Bürgern ein ungutes Gefühl hervorruft. Das Aufstellen von Leuchten würde hier Abhilfe schaffen.
----------------------
Fachwerkhaus Mittelstraße 10
Es ist fast schon eine unendliche Geschichte. Das Fachwerkhaus in der Mittelstraße 10 befindet sich seit langem in einem desolaten Zustand. Wiederholt wurde von der Verwaltung der Beginn der Sanierungsmaßnahmen als „in kürze“ beschrieben. Seit 2002 ist praktisch nichts passiert.
Deshalb fragen wir die Verwaltung:
1.) Wie ist der Sachstand bezüglich des denkmalgeschützten Hauses?
2.) Was gedenkt die Verwaltung zu unternehmen, um eins der ältesten Häuser in der Calenberger Neustadt zu erhalten?
3.) Warum hat die Verwaltung in den vergangenen Jahren noch nichts unternommen?
SternHAJ October 16th, 2008, 09:19 PM Es ist doch bezeichnend (und eigentlich besorgniserregend), wenn solche Nachbauten für viele Menschen die einzige Alternative darstellen - und die Moderne im Gegenzug nichts ästhetisch ansprechendes bietet.
Das ist ein sehr wahres Wort und das wirklich Traurige daran.
SternHAJ October 16th, 2008, 09:24 PM Dieser Backsteinbau ist im hannoverschen Stil und sehr gut gelungen. Da sie die heimische Bauweise unterstützt, kann ich sowas nur begrüßen. Wir wollten doch eigentlich alle etwas mehr hannoversche Architektur, oder nicht?
Was ist daran hannoverscher Stil? Außer "Backstein" sehe ich kaum Gemeinsamkeiten.
Aber zum Glück ist Geschmack verschieden - sonst würde ja auch alles gleich aussehen! Die Mischung machts.
Leine1977 October 17th, 2008, 11:45 AM Was ist daran hannoverscher Stil? Außer "Backstein" sehe ich kaum Gemeinsamkeiten.
Ja, jetzt hab ich einen Fehler gemacht. Sorry HAJ, hätte mir das Bild genauer anschauen müssen. :bow:
Von derselben Firma gibt es aber ein neu-gotisches Eigenheim im hannoverschen Stil. Dieses sieht auch tatsächlich genauso aus, wie viele Originale, die im Stadtgebiet noch heute rumstehen (z.B. Wülfel).
Das Haus auf dem gezeigten Bild ist natürlich nicht typisch hannöversch.
SternHAJ October 17th, 2008, 09:32 PM Von derselben Firma gibt es aber ein neu-gotisches Eigenheim im hannoverschen Stil. Dieses sieht auch tatsächlich genauso aus, wie viele Originale, die im Stadtgebiet noch heute rumstehen (z.B. Wülfel).
Wo kann man das sehen? Das klingt interessant und ansehenswert!!!
(Was nicht heißt, dass ich die jetzt zu Hunderten sehen will! *lach*)
Señor Templar October 18th, 2008, 11:52 AM heute stand ne interessante notiz in der haz:
und zwar eröffnen zwei gastronomen in der südstadt ein lokal(cafe/bar) mit dem namen höger 1910 (in anlehnung an fritz höger,architekt des anzeigers z.B.)...
das ganze ist eine art homage an den architekten und im art déco stil gehalten!klingt sehr vielversprechend...vielleicht genau die richtige umgebung für uns,um über architektur zu philosophieren;) und mal was anderes als starbucks (sucks!) und andere franchise geschichten a la ECE.
devilsadvocate October 18th, 2008, 02:22 PM Klingt auf jeden Fall interessant mit der Bar!
Im ECE haben sie ja auch zwei retro Bars aufgemacht! Richtig klasse, wie ich finde.
Ich habe übrigens ein altes Stück Hannover wiedergefunden...
Es handelt sich um ein abgesperrtes Straßen Stück (die Verlängerung der Friedenaustraße). Total verlassen, aber es stehen noch zwei oder ein paar mehr alte Straßenlaternen da rum...
Wie ein Wink aus der Vergangenheit... War ein ulkiges Gefühl, das "alte Hannover" unverändert wiedergefunden zuhaben...
Wohnt da jemand zufällig in der Nähe?
Sonst kann ich erst in zwei Wochen ein vernünftiges Bild erstellen...
http://img119.imageshack.us/img119/8459/17182092ij3.jpg
matheking October 20th, 2008, 10:20 AM Schön hässlich! Der Raum liesse sich doch auch wirtschaftlich nutzen. Bei uns in Linden baut grade jemand ein Einfamilienhaus auf ein ehedem zweistöckiges Gebäude. Hmm, das klingt jetzt wohl auch nach einer hässlichen Kombination, ist es aber nicht. Ich werde bei Gelegenheit mal ein Bild hier einstellen.
Die werden von ihrem Haus direkt auf die Leine schauen.
Blick von der Stärkestraße
http://img395.imageshack.us/img395/2277/dsc00008ml7.jpg (http://img395.imageshack.us/my.php?image=dsc00008ml7.jpg)
Wie man sehen kann, wurden der alte Dachstuhl und circa ein halber Meter Fassade weggenommen und die Höhe der angrenzenden Bebauung in der Stärkestraße angepaßt. Ich bin mal gespannt wie die Fassade des "Neubaus" gestaltet werden wird.
http://img395.imageshack.us/img395/7235/dsc00007so9.jpg (http://img395.imageshack.us/my.php?image=dsc00007so9.jpg)
matheking October 20th, 2008, 10:27 AM Jeder von Euch kennt und bewundert sicher den Bau auf der Ecke Prinzenstraße, Sophienstraße und Schiffgraben. So etwas wie die Vorfahrt wird heute nicht mehr annäherend erreicht!
http://img72.imageshack.us/img72/89/dsc00006ha5.jpg (http://img72.imageshack.us/my.php?image=dsc00006ha5.jpg)
Text des angebrachten Schildes:
Sophienstrasse 7
Dieses Haus wurde 1862-1864 von Otto Goetze für den Grafen Grote erbaut. Ein Beispiel für die Wiederbelebung der Gotik durch die Hannöversche Architektenschule
Wenn das nicht alles sagt!
devilsadvocate October 20th, 2008, 11:40 AM Was soll man so zu solchen Bauten sagen: WUNDERSCHÖN!
Schade, dass sowas nicht mal mehr annähernd nicht mehr wieder kommt...
Leine1977 October 20th, 2008, 11:50 AM Muss ich auch sagen. Da stehen schon tolle Dinger rum. Den Schiffgraben sollte man etwas rückbauen (eine Fahrspur vielleicht weniger). Dann würde dieses Viertel vielleicht etwas mehr ins Bewußtsein kommen.
Zu der Aufstockung in Linden: Na, die Traufhöhe wird ja somit wenigstens geheilt. Somit wirds bestimmt gut aussehen. Könnte mir hier auch Verputz vorstellen, denn sonst sieht es komisch aus mit zwei verschiedenen Klinkern.
Leine1977 October 20th, 2008, 01:30 PM Ein vorzüglicher Artikel über die Stadtbaugeschichte Hannovers. Er war zwischenzeitlich mal aus dem Internet entfernt worden:
www.igt-arch.uni-hannover.de/denk-mal/Mitarb/Hillebrecht2.pdf
matheking October 20th, 2008, 02:27 PM Das traurige an den hässlichen Neubauten auf dem Deisterhof und dem 70-Jahre Bau der von burndown reingestellt wurde ist ja auch, dass rings herum schöne und sogar frischgestrichene Altbauten stehen. Im Bild vorne das alten Lindener Rathaus dem leider die Türmchen und der Zierrat im Erdgeschoss geklaut wurde.
http://img395.imageshack.us/img395/1954/dsc00039kh1.jpg (http://img395.imageshack.us/my.php?image=dsc00039kh1.jpg)
matheking October 20th, 2008, 02:30 PM und noch ein Beispiel für das Haus auf Haus-Prinzip: Gesehen an der Ecke Minister-Stüve-Straße und Jacobsstraße in Linden-Mitte:
http://img183.imageshack.us/img183/5097/dsc00040hf5.jpg (http://img183.imageshack.us/my.php?image=dsc00040hf5.jpg)
http://img183.imageshack.us/img183/5676/dsc00041zw7.jpg (http://img183.imageshack.us/my.php?image=dsc00041zw7.jpg)
Für mich eine der schrägsten Altbauten wenn mans erstmal bemerkt hat! Da hat wohl schon vor hundert Jahren jemand Wert auf nostalgische Bauernhäuser gelegt.
burndown1977 October 21st, 2008, 09:10 AM dieses gebäude in der otto-brenner-str. wird demnächst unter denkmalschutz gestellt:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0829.jpg
:colgate: hehe, kleiner scherz am rande :colgate: jetzt aber spaß beiseite: es ist eine neue taktik der bundesagentur für arbeit, nachdem ihre serviceagenturen von hilfesuchenden überrannt wurden und die mitarbeiter arbeiten mussten :banned:. neuerdings werden die service-center in so häßlichen gebäuden untergebracht, dass entweder a) sich die leute sich nicht mehr trauen reinzugehen oder b) sich die leute gleich die kugel geben :guns1: ... womit das problem längerfristig gelöst wäre!
die leute vorm eingang sind echt hart im nehmen!! RESPEKT !! vielleicht sind sie abgehärtet, da sie hier wohnen:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0784.jpg
oder hier:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0761.jpg
oder vielleicht sogar dort:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0671.jpg
habe mich leider nicht getraut zu fragen, da ich angst hatte, dass mich das gebäude auffrisst. es bieb mir nur noch davonrennen übrig :runaway:
jp80 October 21st, 2008, 10:06 AM Muss ich auch sagen. Da stehen schon tolle Dinger rum. Den Schiffgraben sollte man etwas rückbauen (eine Fahrspur vielleicht weniger). Dann würde dieses Viertel vielleicht etwas mehr ins Bewußtsein kommen.
.
Da hätte es ja erst kürzlich theoretisch die Gelegenheit zu gegeben: In besagtem Abschnitt "Am Schiffgraben" hat es ja über etliche Jahre eine nicht mehr genutzte Busspur (Extra Linksabbieger in Richtung Lavesstraße) gegeben. Die hat man nun vor kurzem im Zusammenhang mit Asphaltierungsarbeiten entfernt - und die übrigen Fahrspuren einfach etwas verbreitert .....
jp80 October 21st, 2008, 10:14 AM dieses gebäude in der otto-brenner-str. wird demnächst unter denkmalschutz gestellt:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0829.jpg
:
Also gut, das Gebäude ist nun wirklich alles andere als ein Schmuckstück. Allerdings zeigt das Bild in meinen Augen auch ganz gut, was ein bißchen frische Farbe ausmachen kann (die Malerarbeiten sind ja offensichtlich noch nicht einmal ganz abgeschlossen). Über die Farbauswahl ließe sich sicher wieder trefflich streiten, aber so frisch gestrichen habe ich nicht das Bedürfnis, sofort davonzulaufen....
matheking October 21st, 2008, 10:14 AM dieses gebäude in der otto-brenner-str. wird demnächst unter denkmalschutz gestellt:
...
:colgate: hehe, kleiner scherz am rande :colgate: jetzt aber spaß beiseite: es ist eine neue taktik der bundesagentur für arbeit, nachdem ihre serviceagenturen von hilfesuchenden überrannt wurden und die mitarbeiter arbeiten mussten :banned:. neuerdings werden die service-center in so häßlichen gebäuden untergebracht, dass entweder a) sich die leute sich nicht mehr trauen reinzugehen oder b) sich die leute gleich die kugel geben :guns1: ... womit das problem längerfristig gelöst wäre!
die leute vorm eingang sind echt hart im nehmen!! RESPEKT !! vielleicht sind sie abgehärtet, da sie hier wohnen:
...
oder hier:
...
oder vielleicht sogar dort:
...
habe mich leider nicht getraut zu fragen, da ich angst hatte, dass mich das gebäude auffrisst. es bieb mir nur noch davonrennen übrig :runaway:
Ich stelle grade schockiert fest, dass ich ohne Nachdenken wußte wo diese Schönheiten stehen.:puke:
Wie war das noch bei Hannover2020? Auch Gebäude vermitteln der Bevölkerung einen Teil ihrer Identität. Als Spätgeborener (wie bestimmt 80% der Hannoveraner) der die Vorkriegsbebauung nicht mehr erlebt hat, bin ich also durch solche Bauten geprägt??? :cry:
Da hilft wirklich nur noch weglaufen :runaway: , aber wohin?
devilsadvocate October 21st, 2008, 12:59 PM Prostituierte sollen neue Jobs finden
Die Stadt Hannover will "ausstiegswillige Prostituierte" umschulen. Für Sprach- und Computerkurse sowie Praktika will die Stadt fast eine halbe Million Euro springen lassen.
Anfang 2009 will die Stadtverwaltung ein Programm zur Umschulung „ausstiegswilliger Prostituierten“ starten. Der Sozialausschuss hatte das im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen. Gestern wurde ein erstes Konzept auf den Tisch gelegt.
Rund 2200 Prostituierte gibt es laut Verwaltung in der Stadt. Die Beratungsstelle Phoenix geht davon aus, dass etwa 70 Interesse an einem Ausstieg haben, für 20 von ihnen soll es in dem Projekt Platz geben. Volkshochschule und Beratungsstelle Phoenix sollen das zweijährige Angebot durchführen. Dafür sind Kosten von 482.931 Euro veranschlagt, 170.000 Euro davon will die Stadt tragen. Der Rest soll unter anderem mit Landesmitteln finanziert werden.
„Die Frauen benötigen für den Ausstieg eine intensive Vorbereitung“, betont die Verwaltung. Jede Frau müsse intensiv betreut werden. Für die Erstberatung sind deshalb allein fünf Monate vorgesehen. Dann sollen sieben Monate Basisqualifizierung folgen - wenn nötig, mit Deutschkursen, EDV-Schulungen und Praktika. Die letzten zwölf Monate des Kurses können eine Umschulung, ein Existenzgründerseminar oder die Möglichkeit sein, einen Schulabschluss nachzuholen.
Arbeitsmarktchancen gebe es laut Konzept unter anderem im kaufmännischen, im Marketing- oder Pflegebereich. „Man kann davon ausgehen, dass Arbeitsplätze für die Teilnehmer vorhanden sind“ lautet die abschließende Bewertung des Sozialdezernats.
Scheinbar hat die Stadt doch mehr geld, als wir dachten...
Tut mir leid, aber das ist ein Projekt, was ich sofort streichen würde oder zumidnest nicht mit Mitzteln in dieser Höhe unterstützen würde.
Das sind alles so SAchen, die die Stadt nicht nach Vorne bringen, sondern vielleicht punktuell bei 20 Leuten die Chancen sich zu bilden verbessern... Aber mit 500.000 €? :bash::bash::bash:
20 Leute potentiell helfen können, und dafür eine halbe Million ausgeben!
Stoppt doch endlich wer diesen Wahnsinn!
:bleep::gaah:
ac303id October 21st, 2008, 01:18 PM quelle: haz
irgendwer hat zuwenig zu tun in dieser stadt...nun brauchen wir für alles gremien... wer darf bei solchen projekten dann eigentlich die entscheidungen treffen?
http://img293.imageshack.us/img293/8282/vision1dr1.jpg
http://img248.imageshack.us/img248/8186/vision2lq8.jpg
http://img248.imageshack.us/img248/9619/vision3dc4.jpg
Leine1977 October 21st, 2008, 01:26 PM Das finde ich auch. Diese Kunstsachen interessiert nur eine kleine Gruppe und erzeugt tatsächlich kaum Aufmerksamkeit. Wer kennt außerhalb der Stadtgrenze schon diese Kunstsachen?
Das Thema wird viel zu hoch gehangen.:ohno:
devilsadvocate October 21st, 2008, 02:06 PM Hannover will als Finanzplatz zur ersten Riege Deutschlands aufsteigen
Hannover will künftig als Finanzplatz mit Städten wie Frankfurt am Main und München gleichziehen. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgt jedenfalls der neue Verein Hannover Center of Finance (HCF), den Direktoren von fünf Instituten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz-Uni gegründet haben.
Der Verein, dem auch Vertreter der Finanzwirtschaft angehören will den Angaben zufolge die Finanzmarktforschung in Hannover unter den Top 5 in Deutschland etablieren.
Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP), der die Schirmherrschaft übernommen hat, würdigte die gemeinsame Initiative von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Verein werde ein wichtiger Katalysator für den Finanzplatz Hannover sein, sagte er.
Geplant ist der Aufbau eines regionalen Wissenspools durch Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. Mit Stipendien, Praktika oder projektbezogenen Kooperationen soll die Attraktivität eines finanzwirtschaftlich orientierten Studiums oder einer Promotion erhöht werden.
Außerdem will der Verein mehr Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen. „Gerade die jüngsten Ereignisse auf den Finanzmärkten zeigen, wie wichtig Wissen und Weiterbildung in diesem Bereich sind“, sagte der geschäftsführende Direktor des Hannover Center of Finance, Daniel Rösch.
Neben den Instituten Banken und Finanzierung, Finanzmarkttheorie, Geld- und Internationale Finanzwirtschaft, Statistik sowie Wirtschaftsinformatik gehören Vertreter von NORD/LB, Commerzbank AG, Deloitte & Touche GmbH, Deutsche Bank AG, Eurogroup Consulting AG und MLP AG dem Verein an.
Endlich mal Ziele, die es auch in sich haben (auch wenn dies sicherlich nicht nächstes Jahr vollzeogen werden wird) und nicht immer nur die typische hannoversche Zurückhaltung a là "Ja nicht auffallen".
Ein toller Vorstoß!
erbse October 21st, 2008, 05:00 PM ^ Diese Strategie unterstütze ich unumwunden. Vorallem die Hannoveraner Börse müsste in diesem Zusammenhang kräftig vorangebracht werden, eine stärkere Kooperation mit jener in Hamburg wäre sicher sinnvoll. Mit Frankfurt wird man aber nicht gleichziehen können - auch in mehreren Dekaden nicht. Aber das sollte auch nicht die Zielstellung sein.
Hannover muss vorallem zusehen, Schlüsselbranchen anzusiedeln und zu etablieren.
Eine klare Ost-Orientierung wäre von Vorteil - man sollte nicht mit Frankfurt konkurrieren, sondern dessen Lücken füllen. Osteuropäische/Russische, Arabische und Asiatische Banken wie auch Großbetriebe - bergen unheimlich viel Potenzial.
Leine1977 October 21st, 2008, 05:13 PM Mit der normalen Aktienbörse ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Hannover geht da andere Wege: die hiesige Börse hat sich vor einiger Zeit die Warenterminbörse an Land gezogen (genannt "Schweinebörse"). Ein nagelneues Konzept versucht nun den Markt für Kreditrisiken hier zu etablieren, genannt RMX. Hier wird der Handel für Kreditrisiken betrieben.
Ist jetzt zum Start natürlich aufgrund der Finanzkrise etwas schierig, wird langfristig aber bestimmt ein Erfolgsmodell werden.
telemaxx October 21st, 2008, 05:16 PM Ich glaube burndown will uns hier irgendwie foltern oder so.^^
telemaxx October 21st, 2008, 05:29 PM Hannover muss vorallem zusehen, Schlüsselbranchen anzusiedeln und zu etablieren.
Eine klare Ost-Orientierung wäre von Vorteil - man sollte nicht mit Frankfurt konkurrieren, sondern dessen Lücken füllen. Osteuropäische/Russische, Arabische und Asiatische Banken wie auch Großbetriebe - bergen unheimlich viel Potenzial.
Hannover sollte dem Beispiel seines Flughafens folgen.
Dieser ist ja mittlerweile der zweitgrößte in Deutschland für Verbindungen nach Osteuropa.
Ich halte das wirklich auch für eine sehr gute Idee.
Man müsste als Stadt nur mal auf sich aufmerksam machen.
Platz haben wir für ihre Gebäude noch in der Stadt und ansonsten sind ja die positiven Rahmenbedingungen auch hier gegeben.
Das wäre echt eine tolle Sache, wenn in Hannover ein Finanzplatz für besagte Unternehmen entstehen würde.
devilsadvocate October 21st, 2008, 05:41 PM OSteuropa ist sicherlich eine sehr interessante SAche und wird auch immer stärker ins Geschäft kommen.
Absolut zu begrüßen. Frankfurt hat nunmal seine Großbanken...
Aber alle anderen standorte ließen sich sicher einholen auf kurz oder lang.
lifestyle032 October 21st, 2008, 05:44 PM Ich glaube burndown will uns hier irgendwie foltern oder so.^^
Denke ich auch so langsam.
Auch wenn der Offtopic-Bereich es zulässt, aber so einen Kram will ich hier nicht sehen - da weine ich lieber der gründerzeitlichen Fassadenarchitektur nach :eek:
matheking October 21st, 2008, 05:51 PM :carrot::banana::cheers::cucumber:
Upps, die sollten jetzt nicht gepostet werden. Meine Tochter findet die bloß so witzig, dass ich die immer anklicke und auf preview gehe. das war jetzt wohl die falsche Taste!
telemaxx October 21st, 2008, 06:27 PM Aber meinetwegen soll burndown das ruhig weitermachen.
Vielleicht schaut auch ma einer von der Stadt rein und erkennt die Missstände.
burndown1977 October 22nd, 2008, 06:11 PM na klar mache ich das weiter !!! dieser bau ist auch ganz hübsch (extra für die etwas empfindlicheren unter euch bei gutem wetter aufgenommen) - zum thema leine-insel: man hat schon einmal modern in der altstadt gebaut:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0882.jpg
jetzt aber mal ernsthaft: 1.) die bauten sind so dominant, dass sie zwangsläufig ihr umfeld beherrschen 2.) solche problemfälle müssen dringend saniert und umgebaut werden (gibt echt tolle beispiele - z.B. ehemaliges nordstern-gebäude in der kurt-schumacher) 3.) ich mag auch gerne gründerzeitbauten - wobei diese aber häufig von benachbarten nachkriegsbauten vergewaltigt werden:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0613.jpg
und dann das noch akzeptable linke nachbarhaus pink streichen !! HALLO, geht es eigentlich noch ?? ist das ein puff oder was ??
ich sehe besonders in hannover vielfach dringenden handlungsbedarf. den eigentümern muss mal bewusst gemacht werden, dass solche optische beleidigungen auch eine art von körperverletzung sind. jahrzehntelang sacken sie die rendite ein und verschandeln mit ihren objekten das stadtbild von hannover. special thanx an die MARITIM-führung:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0913.jpg
schon mal davon gehört, dass eigentum verpflichtet ?! wahrscheinlich sitzen da in der chefetage eh nur solche bwl-wichser, die sich für gar nichts anderes als ihren profit interessieren! :bleep: :rant: :rant: :rant: :rant: :rant: :rant: :rant: :rant: :rant:
SternHAJ October 22nd, 2008, 06:49 PM 2.) solche problemfälle müssen dringend saniert und umgebaut werden (gibt echt tolle beispiele - z.B. ehemaliges nordstern-gebäude in der kurt-schumacher)
Da hast du Recht - das ist für mich ein Musterbeispiel für eine gelungene Sanierung mit "Reinigungscharakter". Das ist vorbildlich gelungen, ein ganz großes Lob für Arhitekten und Bauherrn.
Hat jemand "vorher / nachher"-Fotos?
devilsadvocate October 22nd, 2008, 09:49 PM Habe noch zwei sehr schöne GEbäude entdeckt!
Das uitnenr echts ist ein Wohnhaus, das andere gehört zur Region Hannover.
LEider alles Standorte, die total versteckt sind.
http://img91.imageshack.us/img91/2179/95519641oe7.jpg
telemaxx October 22nd, 2008, 10:48 PM Aber hier kann man auch die verhackstückte Bebauung des Wiederaufbaus erkennen.
Ich denke vorm Krieg war hier alles schön dicht und einheitlich bebaut.
erbse October 22nd, 2008, 11:11 PM Es wäre ja gar keine 'einheitliche' Bebauung vonnöten - aber deutlich mehr Kleinteiligkeit wäre schon ein Muss.
Leider haben da fast alle zerstörten Großstädte die selben Fehler gemacht. Oft wäre schon die Beibehaltung der historischen Straßengrundrisse und ähnlicher Gebäudemaße die halbe Miete gewesen.
Heute hilft wohl nur noch eins: Gnadenloser Rückbau und Annäherung an den Vorkriegszustand, zumindest in den Altstädten!
burndown1977 October 23rd, 2008, 08:27 AM @devil: da hast du ja zwei schätzchen ausgegraben :lol:
das untere ist das haus gröne in der sextrostrasse:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0716.jpg
der dreigeschossige bau wurde 1899 von dem architekten karl börgemann errichtet und gehört zu den eindrucksvollsten und herausragendsten beispielen der hannoverschen schule im übergang zum jugendstil. das in gotischen formen erbaute haus beeindruckt vor allem durch den einsatz unterschiedlich glasierter ziegeln und kacheln. simon gröne - ein hoher angestellter der ehemaligen ziegelei röhrs - hat es in auftrag gegeben. im niederdeutschen / althannöverschen hat sich in anspielung auf den bauherrn und dem grünen erscheinungsbild der ziegel die bezeichnung "dat gröne hus" eingebürgert. wahrlich ein toller bau! im krieg ist leider die inneneinrichtung verbrannt. zum glück wurde die fassade aber wiederhergestellt. :okay:
das obere ist der altbau des regionshauses ... irgendwo habe ich da auch noch ein foto .. mal schauen
Leine1977 October 23rd, 2008, 08:40 AM der dreigeschossige bau wurde 1899 von dem architekten karl börgemann errichtet und gehört zu den eindrucksvollsten und herausragendsten beispielen der hannoverschen schule im übergang zum jugendstil.
Oh nein, der Erbauer der Tränenburg/Villa Willmer. Das weckt ja wieder Erinnerungen an die schreckliche Abrisswut von Baukunstwerken...:ohno:
Ein tolles Haus, kenne ich auch. Insbesondere die glasierten Steine mag ich.
burndown1977 October 23rd, 2008, 08:51 AM @lifestyle: sorry, wenn ich dich quäle, aber das leben ist kein ponyhof :horse: vor den hannoverschen problemfällen kann man die augen nicht verschließen. schaue mir auch lieber gründerzeitbauten an. hier ist einer meiner lieblingsbauten von hannover - die (ehemalige) villa ebeling in der hindenburg-str. / zooviertel:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0627.jpg
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0628.jpg
das gebäude besticht vor allem durch seine reliefartige ornamentik. es wurde im jahr 1903 von ferdinand eichwege für georg ebeling (generaldirektor eines kalikonzerns) erbaut. das gesamtbild erscheint neoromanisch und beinhaltet figürlichen schmuck mit nordischen und jugendstil-motiven. die blockhafte grundform wird durch eckturm, vorbauten und loggien aufgelöst. auffällig ist zudem die rauhe wersteinfassade, die eindrucksvoll durch glatt behauene stein-umrahmungen gegliedert wird.
ich hoffe, dass diese bilder etwas versöhnlicher sind :lol:
Leine1977 October 23rd, 2008, 09:38 AM Ich finds gut, wenn man auch die schlechten schmuddeligen Ecken betrachtet. Eine "perfekte" Stadt wäre ja auch wiederum langweilig; denn dann kann man sich ja keine Gedanken mehr machen, was man besser machen könnte...
Also, burndown, zeig´uns Deine schmutzigen Bilder!
lifestyle032 October 23rd, 2008, 11:03 AM das untere ist das haus gröne in der sextrostrasse:
Bild
GEIL! 10/10
Genau so würde ich mir eine Bebauung der Leineinsel wünschen :bow:
Leine1977 October 23rd, 2008, 06:30 PM Hab mal ein Blick in die Zeitung von Ost-Peine reingeworfen. Dort sollte heute die Quadriga aufgestellt werden (klappte dann aber wohl doch nicht).
Diese Überschrift hatte mir kurz einen Schrecken eingejagt:
http://img125.imageshack.us/img125/4442/bild2ir2.jpg (http://imageshack.us)
Zurück zur Quadriga mit ihrer Landesgöttin Brunonia (die größte Quadriga Europas). So ein Mist, diese Bauern im Osten erhalten ein Stück Identität wieder - was ich eigentlich immer gut finde. Jetzt werden die bald wahrscheinlich noch aufmüpfiger werden.
Ich würde zu gern in Hannover sowas auch wieder sehen - unsere eigene Landesgöttin Hannovera!
http://img134.imageshack.us/img134/3731/hannovera2nl2.jpg (http://imageshack.us)
Mein Gott, die arme Frau, auf dem Schrottplatz hatte man sie nach dem Krieg vergammeln lassen. So geht man doch nicht mit ihr um!
http://img134.imageshack.us/img134/4677/mi05568b11bdl0.jpg (http://imageshack.us)
Also ich bin ja ein totaler Fan des Krieger-Denkmals. Ich würds, wenn ich Geld hätte, sofort aufbauen lassen, auch wenn wahrscheinlich die ganze linke Szene rebellieren würde.
http://img123.imageshack.us/img123/710/mi05568b09baq2.jpg (http://imageshack.us)
Oben steht ja die "triumphierende Germania" - die könnte man ja auch weglassen. Einfach unsere Hannovera auf eine Säule stellen auf dem Aegi setzen.
telemaxx October 23rd, 2008, 07:10 PM Stand dieses Denkmal auf dem Aegi?
Oder woanders?
Ich fände es auch toll, wenn im Zusammenhang mit der Rekonstruktion der Kuppel des Landesmuseums (*träum*) das Denkmal davor rekonstruiert würde.
Hat jemand ein Bild davon?
lifestyle032 October 23rd, 2008, 08:03 PM Ich fände es auch toll, wenn im Zusammenhang mit der Rekonstruktion der Kuppel des Landesmuseums (*träum*) das Denkmal davor rekonstruiert würde.
Hat jemand ein Bild davon?
Volle Zustimmung für den Gedanken, die Kuppel auf dem Landesmuseum zu rekonstruieren. Allein der Glaube an eine Umsetzung fehlt mir.
Rudolf-von-Bennigsen-Denkmal:
http://www.postkarten-archiv.de/media/images/Rudolf_v_Bennigsen_Denkmal_-_16_01_1909.jpg
Quelle: postkarten-archiv.de
devilsadvocate October 23rd, 2008, 08:20 PM Mein Gott, was waren das alles für schöne DEnkmäler..
Sind die im Krieg zerstört worden?
telemaxx October 23rd, 2008, 08:22 PM Im Krieg wurde von den Denkmälern alles, was aus Metall war, eingeschmolzen.
Der Rest wurde entweder im Krieg zerstört oder danach abgerissen.
Leine1977 October 23rd, 2008, 09:15 PM Stand dieses Denkmal auf dem Aegi?
Oder woanders?
Nee, irgendwo in der List an der Eilenriede. Darüber gibt es interessante Geschichten. Offiziell sei das Denkmal eingeschmolzen worden. Tatsächlich wurde es nur abmontiert, zur Einschmelzung kam es nicht. Nach dem Krieg hätte es die Stadt für Lau von einem Schrotthändler erwerben können - man schlug allerdings aus und so vergammelte es.
Auf dem Aegi stehen doch die völlig vergammelten Kunstbäume. Also ich würde da die Hannovera hinsetzen. Da sie "trauernd" ist, kann sie meinetwegen ja auch an die Kriegszerstörung erinnern.
In jedem Fall sieht sie doch toll aus!
devilsadvocate October 23rd, 2008, 09:48 PM Wenn ich Öl Scheich wäre, würde ich den ganzen Tag Bilder aus dem alten Hannover raussuchen und alles das weideraufbauen, was heute nicht mehr da ist!
Ich glube, da hätte ich mein ganzes Leben zu tun ;)
Ist eine sehr interessante Vorstellung und mich würde echt die Reaktion der stadt interessieren, wenn sich wirklich jemand dazu bereit erklren würde das alte Hannover in all seinr Pracht wiederaufzubauen (auch wenn dies Milliarden kosten würde) :)
U.A. Kröpcke Cafe, Abriss der EAG und Weideraufbau der Recihspost, Kröpcke Achse, Leine Insel, Markthalle usw....
Ich glaube die Zustimmung und der Schadenseratz zum Abriss der EAG würde schon eine Milliarde kosten ;)
Wäre aber eine witzige Geschichte, wenn man das Geld hätte und im nächsten Jahr die Abrissbagger bereit stünden :lol:
lifestyle032 October 23rd, 2008, 09:59 PM So schlimm finde ich das Design der EAG eigentlich gar nicht mehr :runaway:
Lefthandy October 23rd, 2008, 10:50 PM So schlimm finde ich das Design der EAG eigentlich gar nicht mehr
Hört, hört. Meinte ich ja schon immer.
Den Träumereien, als Multimilliardär den Wideraufbau des verlorenen Stadtbildes voranzutreieben, gebe ich mich auch hin und wieder hin. Man könnte dabei ganz behutsam vorgehen. Da wo besonders hässliche Häuser stehen, einfach dem jetzigen Besitzer zum guten Preis abkaufen und ehemaliges Haus wieder aufbauen. Das ehemalige Gebäude wird schon besser aussehen! Wenn das ehemalige Gebüde allzu unansehnlich war, bzw. das Grundstück bei all der Umstrukturierung früher gar nich bebaut war, kann man ein besonders schönes HAus von woanders dahin bauen. So würde ein interessanter Flickenteppich aus alten und neuen Gebäuden entstehen. Absolut niemand könnte dagegen intervenieren, da alles privat finanziert ist! Wär das toll :banana:
Leine1977 October 24th, 2008, 09:32 AM So schlimm finde ich das Design der EAG eigentlich gar nicht mehr :runaway:
:fiddle:
...wohl vom Konsumangebot benebelt worden, oder?
---
Für die Reichspost könnten aber auch andere Lösungen gefunden werden. Sie würde sich wunderbar am Waterlooplatz machen (vielleicht mal die Bezirksregierung abreißen oder das Finanzamt-Mitte?).
Vielleicht will ja bald auch die Postbank am Nikolaifriedhof mal ihr Gebäude erneuern.
lifestyle032 October 24th, 2008, 11:31 AM :fiddle:
...wohl vom Konsumangebot benebelt worden, oder?
Der Violinist sieht nicht so aus, als würde er gerade "Freude schöner Götterfunken (Beethoven's Neunte) fiedeln ^^
Naja, wahrscheinlich habe ich mich einfach mit dem Bau abgefunden. Ein Wiederaufbau der Reichspost wird auf lange Zeit an dieser Stelle nicht mehr möglich sein.
burndown1977 October 24th, 2008, 12:51 PM ich finde das postbank-gebäude eigentlich ganz okay. das hauptproblem des gebäudes ist, dass das erdgeschoss und die eingangsbereiche richtig beschissen gebaut wurden (ein häufiges problem von bauten dieser epoche). wenn man hierfür neue lösungen findet, evtl. ein parkhaus baut, die grünanlagen verbessert (waschbetonblumenkübel müssen weg !!!) und dann das kunstwerk vor dem haupteingang versetzt und richtig in szene bringt, dann könnte daraus ziemlich schnell ein schmuckstück werden. so sieht der bau im fußwegbereich wie ein richtiges drecksloch aus !!
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0696.jpg
die türme gefallen mir!!
die alte reichspost wird wohl nie wieder auferstehen, da sie 1.) schlicht kunstgeschichtlich nicht bedeutend genug ist, 2.) das grundstück bereits neu bebaut wurde (eine rekonstruktion an falscher stelle - wie das leibniz-haus - wird man heute kaum noch durchkriegen und 3.) das gebäude den falschen namen hat ... wer möchte schon eine reichspost wiederauferstehen lassen, da wird man ja sofort in die rechte ecke geschoben!
Leine1977 October 24th, 2008, 01:36 PM ... wer möchte schon eine reichspost wiederauferstehen lassen, da wird man ja sofort in die rechte ecke geschoben!
Kannst auch kaiserl. Hauptpost sagen.;)
Also, die Waschbeton Fassade geht gar nicht. Zudem hat das Gebäude das Problem, dass sich drum herum kein Leben entwickeln kann (abgesehen vom Straßenstrich:lol:). Es könnte doch so wie das Kröpcke-Center umgestaltet werden. Unten müssten kleine Läden rein.
Die ganze Ecke um den Nikolai-Firedhof könnte man m.M. enorm aufwerten. Eigentlich sollte doch endlich der Kreisel rückgebaut werden (=mehr Grünfläche).
devilsadvocate October 24th, 2008, 05:34 PM Also das Postbank GEbäude finde ich jetzt nicht so schlimm, bis auf die Tatsache, dass das Umfeld wirklich schrecklich aussieht. ok, und antürlich der Waschbeton...
Unser ich glaube, dass das Wort "Reichspost" sicherlich nicht taugt in die rechte Ecke geschoben zu werden. Als Jurist beruft man sich auch des öfteren mal auf Entscheidungen des Reichsgerichtes, was auch für keinerlei Aufregung sorgt.
Ich denke aber, dass wir vll in 40.50 Jahren mal wieder einen Vorstoß wagen könnten, den ruf nach der alten Reichspost wieder laut werden zu lassen.
Wir werden dann dort unser 50. Forumstreffen (in Absprache mit unseren Pflegediensten) feiern mit Plakaten, die den Wiederaufbau fordern ;)
Bis dahin dürfte das mit mit der Reichspost vorerst leider erledigt sein.
Orbiter October 24th, 2008, 07:16 PM Ich finde, dieses Gebäude ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Nachkriegsbebauung. Mir gefällts jedenfalls.
http://img72.imageshack.us/img72/2258/best0001mm9.jpg
telemaxx October 24th, 2008, 07:27 PM Ja, das gefällt mir auch gut.
Das ist die ehemalige Preussag-Zentrale?!
Hier kann man auch wieder erkennen, wie es in den 70ern geschafft wurde große Unternehmen an den Stadtrand zu holen.
Preussag (bzw. heute TUI) sitzt jetzt an der Karl-Wiechert-Allee...
Genauso wie das Conti-Hochhaus mir auch gut gefällt (als ein anderes Beispiel für gelungene Nachkriegsarchitektur).
matheking October 24th, 2008, 08:30 PM Ja, das gefällt mir auch gut.
Das ist die ehemalige Preussag-Zentrale?!
Hier kann man auch wieder erkennen, wie es in den 70ern geschafft wurde große Unternehmen an den Stadtrand zu holen.
Preussag (bzw. heute TUI) sitzt jetzt an der Karl-Wiechert-Allee...
Genauso wie das Conti-Hochhaus mir auch gut gefällt (als ein anderes Beispiel für gelungene Nachkriegsarchitektur).
Nee, das ist irgendeine Ministerium (Kultus???) am Leibnizufer.
devilsadvocate October 24th, 2008, 08:33 PM Es soltle aber mal geputzt werden, dann würde ich es vor dem abriss verschonen...
burndown1977 October 24th, 2008, 08:34 PM Die ganze Ecke um den Nikolai-Firedhof könnte man m.M. enorm aufwerten. Eigentlich sollte doch endlich der Kreisel rückgebaut werden (=mehr Grünfläche).
bitte nicht noch einen kreisel rückbauen !! das einzig sinnvolle und ästhetisch annehmbare des wiederaufbaus waren die kreisel. sowohl am friederikenplatz und am aegi machten die etwas her, bevor da so mega-kreuzungen installiert wurden. stellt euch mal eine kreuzung anstelle des klagesmarkt-kreisels vor - GRAUSAM !! die gestaltung des kreisels könnte aber besser sein, da gebe ich leine recht!
burndown1977 October 24th, 2008, 08:35 PM Nee, das ist irgendeine Ministerium (Kultus???) am Leibnizufer.
nee, das war ursprünglich die preussag-zentrale bevor es zum ministerium wurde - toller bau :nocrook:
gstolze October 24th, 2008, 08:43 PM bitte nicht noch einen kreisel rückbauen !! das einzig sinnvolle und ästhetisch annehmbare des wiederaufbaus waren die kreisel. sowohl am friederikenplatz und am aegi machten die etwas her, bevor da so mega-kreuzungen installiert wurden. stellt euch mal eine kreuzung anstelle des klagesmarkt-kreisels vor - GRAUSAM !! die gestaltung des kreisels könnte aber besser sein, da gebe ich leine recht!
Der Rückbau des Kreisels war von der Stadt schon vor der Expo geplant. Hat dann aber aus Geldmangel nicht mehr geklappt. Wir irgendwann mit Sicherheit geschehen. Fänd ich an dieser Stelle gar nicht schlecht, da hier der Straßenraum überdimensioniert ist und die Ecke einen Entwicklungsschub braucht. Hier würde es keine Megakreuzung entstehen, sondern eine ganz normal dimensionierte Kreuzung.
telemaxx October 24th, 2008, 08:47 PM Zur Expo war noch extrem viel geplant.
U.a. sollte schon vor Ausstellungsbeginn der komplette Bereich hinter dem Bahnhof umgebaut worden sein (inklusive einer Neubebauung des Weiße-Kreuz-Platzes).
Aber da die Planungen relativ kurzfristig waren, konnte vieles nicht mehr realisiert werden.
matheking October 24th, 2008, 09:04 PM Bzgl. der Preussag habe ich dann wohl nicht genug Ahnung von der Historie. Aber jetzt ist da schon ein Ministerium drin, oder?
Über den Kreisel am Klagesmarkt haben wir schon mal diskutiert. Als ich das erste Mal von der geplanten Umwandlung gehört habe, war ich auch strikt dagegen. Ich finde Kreisel sehr ästhetisch, insbesondere wenn mit etwas landschaftsgärtnerischem Anspruch gestaltet. Überall in der Republik kommt es zu einer Renaissance der Kreisel, nur in Hannover sollen die letzten ihrer Art zurückgebaut werden. Mittlerweile sehe ich aber auch, dass Kreisel und Celler-Straße den Nikolaifriedhof erquetschen und mit einem Rückbau das etwas gemindert werden kann. Vielleicht würde der Grünzug dann noch mehr zur Geltung kommen und nicht nur von Pennern und Junkies genutzt werden. An solchen innenstädtischen Grünanlagen haben wir sonst nichts.
Lefthandy October 24th, 2008, 09:30 PM ^^ Das war ursprünglich die Preussag-Zentrale. Eben bis Preussag an den Stadtrand gezogen ist und seine eindrucksvolle Zentrale dem Land Niedersachsen zur Nachnutzung überlassen hat. Dieses Gebäude wird auch im architekturhistorischen Kontext gerne mal erwähnt.
Abreissen würde ich es nie und nimmer! Hat man sich einmal mit der Tatsache abgefunden, dass am Leibnizufer und der LAvesallee offene Bürobauten stehen (ist jetzt ja auch schwerlich wieder rückgängig zu machen), erkennt man an vielen von diesen Bauten auch etwas schönes oder zumindest besonderes. Rennoviert sollte es aber in der Tat mal werden.
Mein Avastar zeigt indes auch ein hübsches Exemplar dieser Epoche.
derberg October 24th, 2008, 11:37 PM wenn man auf die ehemalige preussag zentrale blickt, dann ist da links ein gebäude, was richtig gut aussieht, wurde vor nicht als zu langer zeit weiß gestrichen, hat so nen großes herausragendes fenster. das ist echt mal eine richtig gut gelungene nachkriegsarchitektur und eines meiner favoriten
|
|