devilsadvocate
July 5th, 2009, 06:40 PM
Jetzt sag nicht, dass es da ähnliche Diskussionen gab,.,,
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View Full Version : HANNOVER - Stadtgespräch devilsadvocate July 5th, 2009, 06:40 PM Jetzt sag nicht, dass es da ähnliche Diskussionen gab,.,, blackwhitecastle July 5th, 2009, 10:42 PM Nee, is mir nicht bekannt. Rein vom Äußerlichen...! Squig July 9th, 2009, 12:02 AM Sport in Hannover: http://www.haz.de/Nachrichten/Sport/Uebersicht/Sport-satt-in-der-Sportstadt-Hannover CrayZD July 10th, 2009, 10:59 AM In bezug auf den Rathenauplatz (Operndreieck) hat man ja schnell reagiert: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Mehr-Kontrollen-am-Opernplatz Also doch ein Verbot. Hoffentlich schafft man diesmal wenigstens vernünftige Alternativen. Bei der Gelegenheit ist mir neulich wieder aufgefallen, dass ein großer Teil des Georgsplatzes praktisch tot ist (der Teil vor der LZB). Dort das ungleichmäßige Pflaster weg, und es gäbe eine Ausweichfläche in Sichtweite. Allerdings würden sich die Skater dort einmal wöchentlich mit der Bikerszene in die Quere kommen. blackwhitecastle July 10th, 2009, 06:47 PM Für die Skater tuts mir ja schon ein bisschen Leid, denn die sind eigentlich diejenigen, die mcih dort am wenigsten stören. Besoffene Gothics schon eher... Alles in allem ist das Verbot aber ok! - ... wenn denn der Alkoholkonsum eingedämmt wird! Was haben wir denn von einem schönen repräsentativen Platz, wenn da nur torkelnde und blökende Jugendliche rumhängen. Wäre sicher nicht das beste Aushängeschild...! ac303id July 13th, 2009, 03:02 PM für die skater tut es mir überhaupt nicht leid. durch deren hin- und herfahren ist es für andere kaum möglich den platz zu nutzen. plus die gefährdung für sich selbst und kleine kinder. aber am meisten stört mich dabei, dass durch die boards die neuen und alten steine etc in mitleidenschaft gezogen werden. das kann und darf nicht sein. ich habe überhaupt ncihts gegen das skaten und boarden, aber bitteschön nicht auf und an gerade reataurierten plätzen und gebäuden. soll die stadt sich doch mal gedanken machen, wo man citynah eine bahn aufbauen könnte. teuer ist das mit sicherheit auch nicht. ne einkaufsmöglichkeit nen paar toiletten daneben und alle sind glücklich. und mal ehrlich mit einem vernünftigem parcours und nen paar pipes wäre doch alle glücklicher. möglichkeiten gäbe es viele. frederikenplatz. waterloo. köblinger markt zur vhs hin, da wäre platz, eine zentrale lage, etc. ggf findet man ja auch ne lokalität, wo ne halle in der nähe ist, um auch im winter oder bei schlechtem wetter aktiv zu sein. der hauptgüterbahnhof wäre da noch eine idee. naja wir werden sehen. AlfredJKwak July 13th, 2009, 06:25 PM Fussball gespielt wird auf Fussballplätzen, Tennis gespielt wird auf Tennisplätzen und geskated wird gefälligst auch auf Skateboardplätzen/parks/dafür ausgewiesenen Flächen. Schnitzelesser July 13th, 2009, 09:18 PM Aber Fußball wird doch auf Garagenhöfen gespielt und Tennis gegen die Hauswand ... Squig July 13th, 2009, 10:42 PM Und Fahrrad/Inliner fährt man auch nicht nur auf Fahrradwegen/darauf aufgewiesenen Flächen... Die Vergleiche hinken. h-gambler July 14th, 2009, 11:10 AM Auf dem Klagesmarkt wäre doch genug Platz um was feines für die Skater aufzubauen. CrayZD July 14th, 2009, 11:19 AM War doch auch schonmal geplant. Weiß der Geier, was da wieder gegen spricht. Anwohnerproteste höchstwahrscheinlich. Wie gesagt: ich befürchte, dass die Stadtpolitik da noch ein ganzes Weilchen (was für ein Wortspiel) herumeiert und die Skater sich derweil eine neue Ecke suchen. Mal schauen wer sich dann belästigt fühlt. Wegen solcher und ähnlicher jahrelang andauernder Possen frage ich mich ernsthaft, wo ich bei der nächsten Kommunalwahl mein Kreuzchen setzen soll. Die regierende wir-debattieren-alles-tot-und-Hannover-bleibt-wie-es-ist-Fraktion geht mir jedenfalls mittlerweile genauso auf den Geist wie die wir-setzen-aufgeständerte-Häuser-auf-den-Marstall-Fraktion. blackwhitecastle July 14th, 2009, 04:22 PM War doch auch schonmal geplant. Weiß der Geier, was da wieder gegen spricht. Anwohnerproteste höchstwahrscheinlich. ... vermutlich mal wieder ein paar Autofahrer, dass da wichtige Parkplätze wegfallen könnten. In Hannover wird doch ständig um das "goldene Kalb" Auto getanzt!!! Wegen solcher und ähnlicher jahrelang andauernder Possen frage ich mich ernsthaft, wo ich bei der nächsten Kommunalwahl mein Kreuzchen setzen soll. Die regierende wir-debattieren-alles-tot-und-Hannover-bleibt-wie-es-ist-Fraktion geht mir jedenfalls mittlerweile genauso auf den Geist wie die wir-setzen-aufgeständerte-Häuser-auf-den-Marstall-Fraktion. ... jau, die schonmal auf Landesebene propagierte Politk aus einem Guss scheint es hier in Hannover offensichtlich nicht zu geben...:ohno: SternHAJ July 14th, 2009, 05:04 PM Zum Rathenauplatz: Ich habe mal versucht, eine der Ursachen für die Probleme darzustellen. Das findet ihr im Thread "Deutschland -> Architektur, Städtebau und Infrastruktur -> Architekturmuster" als dritten Beitrag auf Page 1 ac303id July 14th, 2009, 09:59 PM War doch auch schonmal geplant. Weiß der Geier, was da wieder gegen spricht. Anwohnerproteste höchstwahrscheinlich. Wie gesagt: ich befürchte, dass die Stadtpolitik da noch ein ganzes Weilchen (was für ein Wortspiel) herumeiert und die Skater sich derweil eine neue Ecke suchen. Mal schauen wer sich dann belästigt fühlt. so einfach ist das ja leider nicht. ich möchte nicht die eine oder andere partei in schutz nehmen, aber man muss auch mal an die anwohner dort denken, bzw an die skater, die wegen der "nachtruhe" ab 21:30 nicht mehr skaten dürfen bzw auch nicht in der mittagszeit oder am woende dort fahren dürfen. alles nicht so optimal. deswegen ja auch mein vorschlag eine halle mit einem platz zu verbinden. und nicht unbedingt wohnhäuser in direkter nachbarschaft. nur da sollte sich mal die intressengemeinden an einen tisch setzen. das ist schließlich nicht unsere aufgabe. :ohno: blackwhitecastle July 16th, 2009, 09:59 PM Ich war heute am Rathenauplatz. Sehr angenehme Atmosphäre... Keine laute Musik, keine Skater, keine Besoffenen, nur ein paar in schwarz gekleidete Personen, die auf dem Rasen gsessen haben. Da haben selbst die etwas älteren sich auf den Bänken nieder gelassen! BRAVO!!!:cheers1: h-gambler July 16th, 2009, 10:25 PM Ich war heute am Rathenauplatz. Sehr angenehme Atmosphäre... Keine laute Musik, keine Skater, keine Besoffenen, nur ein paar in schwarz gekleidete Personen, die auf dem Rasen gsessen haben. Da haben selbst die etwas älteren sich auf den Bänken nieder gelassen! BRAVO!!!:cheers1: Also ich war letzte Woche auch am Rathenauplatz. Da waren noch Skater und ältere Leute haben auf den Bänken gesessen. Sah eigentlich auch ganz friedlich aus. Bauer-Ewald July 17th, 2009, 03:38 PM Hannover 96 Fans nehmt an unserem gemeinsamen Tippspiel teil: http://www.kicktipp.de/dafdwf/ joerg677 July 18th, 2009, 12:51 PM Ach ich glaube auch unsere älteren Mitbürger sind toleranter als man so allgemein glauben mag.. Und die jüngeren sind auch zum Großteil freundlicher als man denken möge.. Daher: Solange sich niemand gestört fühlt und am Rathenauplatz eine nette Athmosphäre herrscht, ist es doch okay. Ansonsten finde ich die Idee mit dem Klagesmarkt eigentlich am Besten. Dieser Platz ist dermaßen TOT ! Ich hab dort früher gearbeitet, bevor man diesen Prachtboulevard - den keiner dort braucht - angelegt hat.. Da waren noch Parkplätze auf den alten Straßenbahnschienen. Ich finde eigentlich diese Ecke ist predestiniert für kostenlose Parkplätze für Innenstadtbesucher. Auf dem "Boulevard" läuft eh kaum jemand (da es da ja ausser dem Alex iwie nix gibt) und man könnte den vorderen Parkplatz zum Teil für Skater oder Outdooraktivitäten frei machen. Da wohnt doch auch keiner?! Soweit ich das sehe grenzt eine Versicherung und der DGB an diesen Platz?! Nicht das man mich falsch versteht, ich bin nicht für Parkplätze statt schöner Boulevards, aber irgendwie passt der da nicht hin, oder? CrayZD July 18th, 2009, 03:57 PM Täusch Dich nicht... neben der Versicherung besteht die Randbebauung des Platzes durchgehend aus Wohnungen! Und man muss wohl beim Aufbau von Skate-Anlagen sogar einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zu Wohnhäusern halten. Dann fiele mir in citynaher Lage nur noch der Hauptgüterbahnhof ein. Wenn man sich denn endlich mal darauf einigen würde, was mit diesem Areal passieren soll, wäre da sicherlich auch noch Platz für einen Skate-Park. Der 'Boulevard' am Klagesmarkt ist wirklich Unfug. Ich habe mich aber immer mit der Hoffnung begnügt, dass er irgendwann mal ein Teilstück einer großzügigen Fußgänger- und Radfahrerachse von der City in die Nordstadt sein wird. Wer weiß, vielleicht wird im Rahmen eines Kreisel- und Goserieden-Umbaus da sogar mal was draus. SternHAJ July 18th, 2009, 04:53 PM Ich war heute am Rathenauplatz. Sehr angenehme Atmosphäre... Keine laute Musik, keine Skater, keine Besoffenen, nur ein paar in schwarz gekleidete Personen, die auf dem Rasen gsessen haben. Ich habe mir mal ein paar "psychologische" Gedanken gemacht, warum es mit dem Rathenauplatz so viel Ärger gegeben hat. Es gibt das architekturpsychologische Muster der "funktionalen Nützlichkeit". Es erklärt ziemlich genau, was eine Ursache der Probleme ist. Hätte man dieses psychologische Muster beachtet, hätte man VOR der Neugestaltung des Platzes auf diese Probleme aufmerksam werden können. Die Gestaltung des Platzes hat das im Muster aufgeführte "Prinzip der Expressivität" nicht genügend beachtet. Der Platz transportiert für die Skater eine positive Emotion, er biedert sich geradezu an als "Skaterplatz" (breiter flacher Steinweg, die Mauern und das Mahnmal als Absprungrampen, die Bänke und das Mahnmal als Zuschauerplätze). Um dies zu verhindern, hätte er für Skater negative Emotionen transportieren müssen - das tut er nicht. Auch das aufgeführte "Prinzip des kulturellen Kontextes" wurde nicht beachtet: Ein Platz um ein Mahnmal für ermordete Juden sollte eben NICHT die Emotionen eines Bolzplatzes mit transportieren. Wahrscheinlich ist es gerade dieser Bruch mit dem kulturellen Kontext, der das Thema in der Öffentlichkeit gerade so hochkochen lässt. Hier kommt nun ein Ausschnitt aus dem Muster. (PS: im Thread "Deutschland -> Architektur, Städtebau und Infrastruktur -> Architekturmuster" habe ich mal versucht, zu Architekturmustern eine Diskussion anzufangen. Aber das Thema ist wohl zu anspruchsvoll.) ================================ Funktionale Nützlichkeit Kern des Problems Wie muss die Umgebung gestaltet sein, damit sie Anreize bietet zur Nutzung? Wie lassen sich die von uns geschaffenen Objekte und Umwelten so gestalten, dass sie uns auch "sagen", was wir mit ihnen anfangen können? Lösung des Problems Beim Wahrnehmen handelt es sich um einen aktiven Prozess der Erforschung der Umwelt. Wenn sich ein Mensch in der Umwelt bewegt, dann verändert sich das über die Netzhaut empfundene Reizmuster beständig. Wahrnehmung ist unmittelbar und direkt. Obwohl sich die Netzhautabbildung eines Gegenstandes bei einer Raumänderung beständig ändert, sind diese Änderungen nicht zufällig. Die Relationen zwischen den einzelnen Umweltelementen bleiben konstant.Unser visuelles System ist darauf abgestimmt, solche Invarianten zu erkennen. Die Wahrnehmung an sich ist ein aktiver sensorischer Suchprozess nach verhaltensrelevanten Informationen, welcher eben durch diese Umweltinformationen und -invarianzen geleitet wird. Das Augenmerk bei der für den Menschen optimalen Gestaltung der Umwelt muss sich demzufolge auf die Vermittlung dieser potenziellen Information für Wahrnehmung und Handeln richten. Die Anordnungen von Oberflächen legen fest, was mit ihnen gemacht werden kann oder was nicht (funktionale Nützlichkeit oder "Affordanz"). Die funktionale Nützlichkeit kann durch die Befolgung von fünf aufeinander aufbauenden Prinzipien unterstützt werden. Das Prinzip der optimalen funktionalen Nützlichkeit Ein Umweltbestandteil muss so gestaltet sein, dass er zur Verhaltensausstattung der Nutzer oder Nutzergruppen auch passend ist und sie optimal unterstützt. Ein Radweg z.B. sollte so beschaffen sein, dass ihn ein Radfahrer auch gut benutzen kann. Das Prinzip der Selbsterklärungsfähigkeit Es müssen für die Nutzergruppe wahrnehmbare Informationen bereitgestellt werden, welche selbsterklärend und intuitiv die funktionale Nützlichkeit des Umweltbestandteils erkennen lassen. Über die Gestaltung des Objekts werden die damit möglichen Handlungen angeboten. Ein Radweg z.B. sollte unmittelbar als ein Radweg erkennbar sein. Das Prinzip der Expressivität Unsere Umwelt muss so gestaltet sein, dass sie Emotionen bei der Interaktion mit dem Nutzer "transportiert" - positive Emotionen (um eine gewünschte Nutzung zu fördern) und negative Emotionen (um eine nicht gewünschte Nutzung zu verhindern). Ein Radweg z.B. sollte ein Gefühl der Sicherheit und des Wohlbefindens bei den Radfahrern hervorrufen - bei Autofahrern und Fußgängern sollte eher ein Gefühl der Deplatziertheit hervorgerufen werden. Das Prinzip der Verträglichkeit Ein funktional nützlich gestaltetes Objekt muss sozial- und umweltverträglich gestaltet sein und mit den Interessen anderer abgeglichen werden. Eine für den Autofahrer optimal gestaltete Straße verstößt gegen dieses Prinzip, wenn sie durch ein Wohngebiet oder ein Naturschutzgebiet führt. Das Prinzip des kulturellen Kontextes Ein Umweltbestandteil muss so gestaltet sein, dass er nicht im Widerspruch zu kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Gegebenheiten seiner Umgebung steht. Eine in einem Kontext passende Gestaltung kann in einem anderen Kontext ganz unangebracht sein (z.B. eine Bierhalle in einem Land, in dem Alkoholgenuss aus religiösen Gründen verboten ist). Bemerkungen / Literatur Die oben beschriebene Lösung ist zum großen Teil ein fast wörtliches Zitat aus dem sehr lesenswerten Buch von P.G. Richter (s.u.). Das Prinzip des kulturellen Kontextes fehlt bei P. G. Richter. Ich habe es ergänzt, weil es mir realitätsnah erscheint. Literatur: [R1] Richter, Peter G. (Hrsg.). 2008. Architekturpsychologie. Eine Einführung. Lengerich: Pabst ; S. 80 ff. CrayZD July 18th, 2009, 05:26 PM Hm... leichter gesagt als getan, zumal Skater auch keine Allerweltszielgruppe sind, die man automatisch in seinen Planungen berücksichtigt. Außerdem unterwirft man sich dadurch reichlich vielen gestalterischen Zwängen. Eine Möglichkeit zur Schaffung negativer Emotionen für Skater wäre z.B. gewesen, die Wege zumindest teilweise mit Kopfsteinpflaster zu decken. Wollte man auf solche Eventualitäten achten (gerade auch im kulturellen Kontext), müsste man ja z.B. auch definieren, dass moderne Sakralgebäude grundsätzlich streng geometrische, glatte Grundrisse aufweisen müssen (im Widerspruch zu den meisten historischen Kirchen). Denn nur so gewährleistet man, dass man nicht z.B. wie bei der Marktkirche relativ geschützte Ecken schafft, in denen besoffene Kneipengänger sich von ihrem Harndrang befreien. SternHAJ July 18th, 2009, 05:29 PM Das ist ein wirklich komplexes Thema und schwierig zu lösen. Meist sieht man es im Nachhinein und dann ist ja jeder schlauer. Aber Kopfsteinpflaster wäre eine mögliche Lösung gewesen. Bei den dunklen Ecken würde Helligkeit ein bißchen unterstützen - ganz ist das Schamgefühl ja noch nicht gewichen :) joerg677 July 18th, 2009, 06:11 PM Ich finde Kopfsteinpflaster schafft eine tolle Athmosphäre und wird leider heutzutage viel zu selten eingesetzt. Teurer als normale Steine kann das doch auch nicht sein... Leine1977 July 19th, 2009, 03:00 PM Ich finde Kopfsteinpflaster schafft eine tolle Athmosphäre und wird leider heutzutage viel zu selten eingesetzt. Teurer als normale Steine kann das doch auch nicht sein... ... das nicht, aber die Damen mit höheren Absätzen verlieren dann schnell die Lust beim Shoppen. Kopfsteinpflaster sind umsatzschädigend. gstolze July 20th, 2009, 04:05 PM Zur Rosenquartier: Ich habe am Wochenende mal das Angebot angenommen, dort kostenfrei zu parken. Mein lieber Scholli, der Architekt, der das Parkhaus geplant hat, hat von seinem Job ja GAR keine Ahnung. Die Einfahrt ist sowas von eng, dass man dort nur langkriechen kann in der Hoffnung, nirgendwo entlang zu schrammen. Auch die Rampen, die die verschiedenen Ebenen verbinden sind viel zu eng. Wenn man von einem Deck zum nächsten abbiegen will und es kommt einer von oben runter, ist nicht genug Platz für beide. Dafür würde ich im Leben keinen Cent Gebühr zahlen. DILETTANTISMUS PUR!:ohno::ohno::ohno::ohno::ohno: CrayZD July 20th, 2009, 04:20 PM Dabei durfte der Bauträger in der NP kürzlich noch die weitgehend stützenfreie Bauweise des Parkhauses loben. Ist ja an sich auch nicht verkehrt, wenn man mal nicht an jeder zweiten Parkbucht einen Pfeiler neben der Wagentür hat. Wenn es allerdings so erkauft wird, hat sich der Vorteil schon wieder erledigt. Damit reiht es sich dann wohl nahtlos in die Liste der bescheidenen Parkhäuser in der Umgebung ein. Mehlstraße finde ich genauso schlimm, wenn man nicht gerade einen Kleinwagen fährt. Mit meinem alten Auto habe ich mir an dieser fiesen Rampe mal die Frontlippe angeschrammt. :ohno: Btw: ist das EAG-Parkdeck eigentlich wirklich so komfortabel und geräumig, wie es von außen den Anschein hat? Da ich selten Parkhäuser nutze, hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, das zu testen. Lefthandy July 20th, 2009, 04:34 PM Btw: ist das EAG-Parkdeck eigentlich wirklich so komfortabel und geräumig, wie es von außen den Anschein hat? Da ich selten Parkhäuser nutze, hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, das zu testen. Ich habe da bei unserem allerersten Forumstreffen am Eröffnungstage der EAG drin geparkt. Habe jetzt nicht so die Erfahrungen mit anderen Parkhäusern, aber ich fand alles, wie du sagst, sehr schön geräumig und komfortabel. Als Park-In sehr zu empfehlen. In der Tiefgarage unterm Kaufhof war ich mal, die ist definitiv enger. devilsadvocate July 29th, 2009, 11:00 AM Auf Welt.de gesehenm was mich mal wieder tierisch ärgert: "Familie Tarnat hat es in Hannover, wo Präsident Kind den Traditionsverein 96 mit aller Macht in eine bundesweite anerkannte Marke verwandeln will, immerhin fünf Jahre lang ausgehalten." Ich meine, was soll denn solch ein Müll? Ungflaublich, wie Hannover bundesweit immer und immer wieder verunglimpft wird... SternHAJ July 29th, 2009, 05:29 PM Ich würde mir mal wünschen, dass die politisch Verantwortlichen in unserer Stadt irgendwie reagieren. Gegen ein Image mit Kampagnen angehen funktioniert nicht, da muss man mit Taten und/oder mit öffentlich wirksamen Unterstützern gegen angehen. Aber die Taten sind mau. Das Image "graue Maus" wird tatkräftig unterstützt durch langweilige Neubauten wie die EAG (wozu dann noch Architektenwettbewerbe?), durch grausige Bauten wie das Rosenquartierparkhaus (das wird offenbar wie unter Narkose hingenommen), durch Allerweltsbauten in tristem Mausgrau (Raschplatz/Spielbank). Dazu dann noch provinzielle, drittklassige Politiker, die keinen Mut haben (haben sie Angst davor, dass ein dritter Bauabschnitt für das Spengel-Museum ein positives Bild auf die Stadt wirft?). In anderen Städten gibt es den Mut, einen Aufbruch in die Zukunft zu wagen. Die Verantwortlichen in Hannover haben es sogar geschafft, aus der Expo nichts zu machen, kein Kapital daraus zu schlagen - zu soviel Unvermögen muss man schon besonders begabt sein! Diese Stadt mit ihren so vielen schönen Seiten hätte Politiker verdient, die eine Vision für die Stadt haben, ein Bild der Zukunft, die sich mit Begeisterung und Feuer für sie einsetzen. Stattdessen haben wir Verwalter, die vor sich hin dämmern, ohne Elan, ohne Ideen, ohne Mut, mit einem Horizont bis zur nächsten Straßenlaterne. gstolze July 30th, 2009, 12:38 AM Ich würde mir mal wünschen, dass die politisch Verantwortlichen in unserer Stadt irgendwie reagieren. Gegen ein Image mit Kampagnen angehen funktioniert nicht, da muss man mit Taten und/oder mit öffentlich wirksamen Unterstützern gegen angehen. Aber die Taten sind mau. Das Image "graue Maus" wird tatkräftig unterstützt durch langweilige Neubauten wie die EAG (wozu dann noch Architektenwettbewerbe?), durch grausige Bauten wie das Rosenquartierparkhaus (das wird offenbar wie unter Narkose hingenommen), durch Allerweltsbauten in tristem Mausgrau (Raschplatz/Spielbank). Dazu dann noch provinzielle, drittklassige Politiker, die keinen Mut haben (haben sie Angst davor, dass ein dritter Bauabschnitt für das Spengel-Museum ein positives Bild auf die Stadt wirft?). In anderen Städten gibt es den Mut, einen Aufbruch in die Zukunft zu wagen. Die Verantwortlichen in Hannover haben es sogar geschafft, aus der Expo nichts zu machen, kein Kapital daraus zu schlagen - zu soviel Unvermögen muss man schon besonders begabt sein! Diese Stadt mit ihren so vielen schönen Seiten hätte Politiker verdient, die eine Vision für die Stadt haben, ein Bild der Zukunft, die sich mit Begeisterung und Feuer für sie einsetzen. Stattdessen haben wir Verwalter, die vor sich hin dämmern, ohne Elan, ohne Ideen, ohne Mut, mit einem Horizont bis zur nächsten Straßenlaterne. :applause: Du sprichst mir aus der Seele. :applause: Squig July 30th, 2009, 12:03 PM Habt ihr das eigentlich mitgekriegt: http://frontbumpersticker.blogspot.com/2009/07/bitte-woanders-weiterlesen-xix.html ? Finde den TAZ Artikel aber nicht gut recherchiert. Das Maschseefest ist mehr als ein Massenbesäufniss (bzw das Oktoberfest München oder die Kieler Woche würde auch keiner so nennen). Hanno01 July 30th, 2009, 01:47 PM Ich kann den Ausführungen von SternHAJ nur zustimmen. In Hannover werden leider sämtliche Chancen und Potentiale erfolgreich NICHT genutzt. Man denke nur mal an den herrlichen holländischen Expopavillon der seit Jahren vor sich hinrottet: http://img162.imageshack.us/img162/3994/100142035.jpg © Copyright 2000 - 2009 , EXPOSEEUM e.V., EXPO-Plaza 11, 30 539 Hannover Ich warte nur noch auf die Nachricht des Abrisses dieses absoluten Highlights der Expo... Auf eine Architektur, wie sie einem der größten Wirtschaftstandorte Norddeutschlands und einer Landeshauptstadt würdig wären wartet man hier leider vergeblich. Andere Städte wie Düsseldorf (Kö-Bogen) machen es vor: http://img50.imageshack.us/img50/4723/kblibeskindhofgarten440.jpg Oder warum ist eine MyZeil (Frankfurt) in Hannover nicht möglich? Wo sind sie, die Bauten eines Libeskind oder einer Hadid (persönliche Geschmäcker seien dahingestellt...) die eine Stadt architektonisch aus der grauen Masse hervorheben und Besucher staunen lassen? Selbst Tante Frida aus Buxtehude wird sich vom Anblick unserer Ernst-August-Galerie kaum beeindrucken lassen. Man stelle sich nur mal vor statt der hannoverschen Parkhausarchitektur hätte man dort die alte Reichspost rekonstruiert und als Kontrast eine futuristische Stahl/Glas Konstruktion als Erweiterung hinten angebaut... Da freuen wir uns lieber über Müll. Und als nichts anderes lassen sich Spielbank, EAG oder Rosenquartier bezeichnen. Die einzig gelungen Bauten, der jüngeren Zeit sind die Front des Torhauses am Aegi und die neue Nord LB, diese entdeckte ich sogar in einem Buch über moderne Architektur. Bleibt zu hoffen das sich wenigstens am ZOB mal jemand zu etwas herausragendem Hinreissen lässt. Aber man darf getrost auf hannoversches Mittelmaß hoffen. Willkommen Langeweile! Leine1977 July 30th, 2009, 02:05 PM Man stelle sich nur mal vor statt der hannoverschen Parkhausarchitektur hätte man dort die alte Reichspost rekonstruiert und als Kontrast eine futuristische Stahl/Glas Konstruktion als Erweiterung hinten angebaut... Man kann auch über das Braunschweiger ECE-Schloß streiten wie man will. Fakt ist, dass es das ganze umliegende Areal regelrecht beflügelt. In Hannover will man lieber 08/15. Wobei ich den holländischen Pavillon nicht originell finde, aber das ist Geschmackssache. Ich stimme Euch aber zu, dass die Expo nicht richtig konzipiert worden ist. Der Abriss des Jemen-Pavillons finde ich geradezu exemplarisch. homann5 July 30th, 2009, 04:32 PM Ich stimme Euch aber zu, dass die Expo nicht richtig konzipiert worden ist. Der Abriss des Jemen-Pavillons finde ich geradezu exemplarisch. Ich denke, daß es weniger an der Konzeption als vielmehr an der gescheiterten Nachnutzung liegt. Und da muss man der Region ganz klar die Schuld geben. Würde man sich dort nicht so pingelig mit der teilweisen Nutzung als Einzelhandelsgebiet anstellen, würde dort deutlich mehr Leben herrschen, was sicherlich eine positive Wirkung hätte. Und auch die immer wieder verschobene Verlängerung der Linie 6 bis zu IKEA oder sogar bis Laatzen hat nicht unbedingt geholfen. Hätte man von Anfang an gesagt, daß x% der Fläche für Einzelhandel genutzt werden dürfen, der Rest für Büros, wäre es sicherlich besser verlaufen. SternHAJ July 30th, 2009, 06:32 PM Sehr enttäuscht bin ich auch von unserem neuen Stadtbaurat. Da kommt auch nicht viel von Inspiration. Bei all diesem MIst müsste er doch öffentlich aufschreien. gstolze July 30th, 2009, 06:42 PM Sehr enttäuscht bin ich auch von unserem neuen Stadtbaurat. Da kommt auch nicht viel von Inspiration. Bei all diesem MIst müsste er doch öffentlich aufschreien. Man muss ihm mehr Zeit lassen um seine Ideen langsam durchsickern zu lassen. Wenn er zu schnell zu "radikale" Äußerungen machen würde, käme er gegen den seit Jahrzehnten gewachsenen, hillebrecht-hörigen und auch von seinen Nachfolgern gehirngewaschenen Seilschaften im Stadtplangsamt gar nicht mehr an. CrayZD July 31st, 2009, 10:45 AM Das ist das Problem. Er alleine kann gegen seine vermutlich schon mit dem Sessel verwachsenen Kollegen wohl auch nichts ausrichten. Hannover würde mal ein Politikwechsel gut tun, denn damit wird i.d.R. auch das führende Beamtentum einmal kräftig durchgerüttelt. Das Problem ist, dass dank des von Schmalstieg geerbten SPD-Abos auf die Ratsmehrheit kein aufstrebender Oppositionspolitiker sich mehr auf die 'Mission Impossible' Lokalpolitik einlässt. Da geht es lieber gleich ins Leineschloss oder nach Berlin, und das Rathaus überlasst man Flachpfeifen wie Herrn Toepffer. Inhaltlich kann ich zwar mit den Forderungen der Opposition oft noch viel weniger anfangen. Aber wie gesagt geht es hauptsächlich darum, das 'Humaninventar mal wieder zu entstauben'. Zu dem TAZ-Artikel: auch wenn die Zurückhaltung der hiesigen Medien zum Thema City-GmbH sicher einen bitteren Beigeschmack hat (irgendwie auch verständlich, dass man seinem Ex-Mitarbeiter, der eh schon gegen Windmühlenflügel kämpft, nicht auch zusätzlich das Leben schwer machen will)... ansonsten das übliche abfällige Gewäsch aus den Pseudo-Metropolen. Ich weiß nicht, welcher gelangweilte Redakteur da mal wieder ran durfte: einerseits die Mega-Enthüllungsstory vorgaukeln, andererseits nicht mal den korrekten Firmennamen der HMTG richtig recherchieren. Sich über solch einen Müll aufzuregen, bringt leider nur Bluthochdruck. Das Problem der Expo war, wie gesagt, schon auch ein konzeptionelles. Die mangelnde Nachnutzung ist ja, genau wie damals die mangelnde Akzeptanz der Veranstaltung an sich, das Ergebnis typisch deutscher Reglementierungswut. Wenn ich da an diesen Unfug denke, dass man anfangs nur Autos mit mindestens drei Insassen auf die Parkplätze lassen wollte... :ohno: Wo sind sie, die Bauten eines Libeskind oder einer Hadid (persönliche Geschmäcker seien dahingestellt...) die eine Stadt architektonisch aus der grauen Masse hervorheben und Besucher staunen lassen? Du schreibst es ja bereits, dass hier auch der persönliche Geschmack eine Rolle spielt. Aber für ein paar positive Schlagzeilen in Architekturblättern möchte ich keinen phaeno-Klon in der Innenstadt stehen haben. Zaha Hadids Architektur sehe ich auf einem ästhetischen Level mit dem Rosenquartier-Parkhaus, quasi die Stein (bzw. Beton) gewordene 'graue Masse'. Dann lieber zwanzig EAGs. Berlin beispielweise kommt auch weitgehend ohne pseudoavantgardistischen Blödsinn mit einer erwarteten Halbwertzeit von 70er-Jahre-Brutalismusbauten aus. Dort wird fast ausschließlich auf klassische Elemente der Architektur zurückgegriffen, nur ist dort halt das Geld vorhanden für hochwertige Fassadenmaterialien, beeindruckende Gebäudeabmessungen etc. gstolze July 31st, 2009, 06:02 PM Berlin hatte das große Glück, dass der Leiter der Stadtplanung in den 90er Jahren bei der Neuentstehung des alten Zentrums rund um Friedrichstraße und Unter den Linden darauf Wert legte, dass alte Baufluchten, Raumgefüge und Maßstäbe, etc. eingehalten wurden. Dadurch entstand viel Harmonie und Urbanität. Von vielen Architekten wird er heute jedoch nieder gemacht mit Sätzen wie: "er wollte wohl das 19. Jahrhundert zurückbauen" etc. Ich finde seine Entscheidungen richtig und weitsichtig und wünsche mir, dass Hannover ähnliche Wege gehen würde. Avantgardistisches sollte eher die Ausnahme sein und nur dort, wo es auch hinpasst. Aber die dogmatische Architektenschaft sieht es ja mal wieder anders. SternHAJ July 31st, 2009, 09:13 PM Du schreibst es ja bereits, dass hier auch der persönliche Geschmack eine Rolle spielt. Aber für ein paar positive Schlagzeilen in Architekturblättern möchte ich keinen phaeno-Klon in der Innenstadt stehen haben. Zaha Hadids Architektur sehe ich auf einem ästhetischen Level mit dem Rosenquartier-Parkhaus, quasi die Stein (bzw. Beton) gewordene 'graue Masse'. Dann lieber zwanzig EAGs. Zustimmung! Bauten von Zaha Hadid sind für mich (und das ist einfach mein persönlicher Geschmack) Stein gewordene Alpträume. Die Frau kann vielleicht Skulpturen für eine Ausstellung machen - aber warum muss man die dann ins Gigantische vergrößert als Bauten in die Gegend stellen? Das ist reine Äußerlichkeit und das versagt einfach. An der Gestaltung eines benutzbaren Passivhauses z.B. würde sie wegen Talentlosigkeit scheitern. Dann lieber 30 EAGs! Leine1977 July 31st, 2009, 09:14 PM Hannover kann froh sein, dass wir einen solchen Stadtbaurat haben. Jetzt gilt es, den nicht zu vergraulen. Das kann hier leicht passieren bei den bunten Vögeln in der Politik. Bei der letzten 2020-Veranstaltung fand ich eigentlich alles ganz gut. Geht so in die richtige Richtung. SternHAJ July 31st, 2009, 09:19 PM Dann wird es Zeit dass er sich beweist! Nur Taten zählen. telemaxx August 3rd, 2009, 11:25 AM Wieso muss Hannover 96 das Image der Stadt bestätigen?!?!?! :nuts: Squig August 3rd, 2009, 11:38 AM Prinzip. Oder eine Verschwörung des Universums. lifestyle032 August 4th, 2009, 02:30 PM Eine Ferienliebe: Urlaub in Hannover Immer mehr Touristen verbringen ihren Urlaub in Hannover. Und manche kommen darüber richtig ins Schwärmen. Weiter auf HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Eine-Ferienliebe-Urlaub-in-Hannover) Der Artikel geht runter wie Öl! :cheers: andydie August 5th, 2009, 12:50 PM Eine Ferienliebe: Urlaub in Hannover Immer mehr Touristen verbringen ihren Urlaub in Hannover. Und manche kommen darüber richtig ins Schwärmen. Weiter auf HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Eine-Ferienliebe-Urlaub-in-Hannover) Der Artikel geht runter wie Öl! :cheers: stimmt toller artikel nur die kommentare sind mal wieder:nuts: Wieso wohnt mann dann in Hannover wenn man die Stadt angeblich nicht leiden kann? Schnitzelesser August 6th, 2009, 03:16 AM Neulich im Zug unterhielten sich zwei fortgeschrittene Studentinnen darüber, dass Hannover zwar eine tolle Zeit war, man aber danach lieber was anderes probieren wolle. Berlin, Köln, Hamburg wurden genannt. :no: Leine1977 August 6th, 2009, 08:37 AM Ein Beispiel für die Arroganz und ideologische Verblendung der hiesigen Politik. Die Straßenumbenennungen sollen sich ja laut letztem Artikel demnächst häufen, durch neue Ratsbeschlüsse. Dass dabei Handwerker und Kleinbetriebe geschädigt werden, stört den Regierenden nicht. Das Gutachten zweifle ich auch mal stark an. Wer bezahlt sowas? Hat das ein Parteifreund erstellt? Bei wikipedia findet man nichts schädliches über diesen Mann. Wenn das so weitergeht, dann wären bald Arthur Menge, Podbi, Moltkeplatz etc. dran. Demnächst vielleicht Karl-Marx-Platz?:lol: http://img269.imageshack.us/img269/245/imgde.jpg (http://img269.imageshack.us/i/imgde.jpg/) Squig August 6th, 2009, 10:19 AM Neulich im Zug unterhielten sich zwei fortgeschrittene Studentinnen darüber, dass Hannover zwar eine tolle Zeit war, man aber danach lieber was anderes probieren wolle. Berlin, Köln, Hamburg wurden genannt. :no: Das sind ja auch Städte, die ganz objektiv ne Liga über uns stehen. Ich mag Hannover lieber, gerade auch Preis/Leistungstechnisch, aber ich gestehe da jedem zu, das anders zu sehen. Solange sie nicht Nürnberg, Essen, bremen und FFM genannt haben ist das schon i.O. so. (Oder Heidelberg, Göttingen, Kiel und Bamberg). devilsadvocate August 6th, 2009, 11:55 AM Die werden noch SEhnsucht zurück bekommen!! :-) Da bin ich mir sicher. CrayZD August 6th, 2009, 12:12 PM Ich find's auch bekloppt, sich an dieser Liga messen zu wollen. Allein die Städte sind doppelt bis siebenmal so groß, und deren Einzugsbereich geht jeweils locker über die 5-Millionen-Marke. Da kann Hannover in vielen Dingen nicht mithalten und sollte es auch nicht wollen. Wie Squig schon meinte: Nürnberg, Bremen, Dresden & Co. sind eher unsere Hausnummern. Und da sehe ich Hannover gut aufgestellt. Eine Stadt dieser Größe hat eben andere Vorzüge. Göttingen, Heidelberg etc. könnte ich auch schon wieder verstehen, da diese Städte den Anspruch, 'was anderes' probieren zu wollen, schließlich erfüllen. Es muss ja nicht automatisch größer=besser heißen, da muss eben jeder für sich selbst den richtigen Weg finden. Blödsinnig ist nur sinnloses Gebashe. Wie etwa von zwei Mädels aus der Brandenburger Pampa (schon rein optisch fieseste Klischee-Ossis), die sich neulich in der Bahn darüber unterhalten haben wie scheiße Hannover sei. Berlin sei viel cooler, da gibt's schließlich an jeder Ecke nen Burger King. :nuts: lifestyle032 August 6th, 2009, 01:02 PM Berlin sei viel cooler, da gibt's schließlich an jeder Ecke nen Burger King. :nuts: Ist dem so? Verdammt, was mache ich noch hier? Ich muss sofort nach Berlin ziehen... :bow: :| Ich finde, die hannöversche Innenstadt ist auch reichlich gesegnet, was Essmöglichkeiten angeht.. fast schon zu reichlich! Naja, mehr möchte ich zu solchen Argumenten gar nicht sagen, und der ":nuts:"-Smiley trifft es ganz gut, CrayZD. gstolze August 6th, 2009, 08:20 PM Es geht mir auch total auf den Geist, dass die Leute, oftmals Auswärtige, beim Hannover-Bashing immer Städte einer anderen Liga als Vergleiche anführen. Bei anderen Städen wird das komischerweie nicht gemacht. Hannover ist keine Graue Maus. Basta! Ich finde Hannover ist eine tolle Stadt zum Leben und es wir hier viel Geboten, mehr als in so manch anderer Halbmillionenstadt. Auch wenn unsere Innenstadt nicht den Preis einer Schönheitskönigin verdient, hat sich doch schon viel zum Positiven geändert. Und es geht weiter. In denke, die Innnstadtentwicklung hat eine Dynamik, wovon andere Orte momentan nur träumen. blackwhitecastle August 6th, 2009, 08:56 PM Jau, das mit der Dynamik empfinde ich auch so: Bahnhof, Karstadt-Haupthaus, große Packofstrasse, Ernst-August-Carrée, Rathenauplatz, das ECE, die Nord LB und nun die Luisenstrasse... - Lasst alle ausserhalb von Hannover meckern was sie wollen!!! ICH LIEBE DIESE STADT!!!:bowtie: CrayZD August 6th, 2009, 09:55 PM Zumal man auch nicht vergessen darf, welche Konsequenzen das hätte, wenn statt der üblichen unqualifizierten Lästerei auf einmal die ganze Welt Hannover über den grünen Klee loben würde... wenn ich das jetzt mal so von München hierher übertrage: Mondpreise allerorten Auf dem Maschseefest muss man spätestens mittags seinen Tisch in Beschlag nehmen Zwischen Touristenfallen und Schicki-Läden muss man die wirklich guten Adressen mit der Lupe suchen Karten fürs Kleine Fest im Großen Garten gibt's nur noch, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt Gleiches gilt für den Einlass in den Steintor-Locations Aufs Schützenfest dürfen sich Familien angesichts der Übermacht halbkomatöser Bierjunkies aus der ganzen Welt gar nicht mehr trauen Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum verschlägt es einen entweder nach Vahrenheide oder nach Stöckendrebber Kurzum: nein danke. Dann lieber hin und wieder ein paar Verbalattacken abwehren. Lefthandy August 7th, 2009, 10:47 AM Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum verschlägt es einen entweder nach Vahrenheide oder nach Stöckendrebber Hi, hi. Stöckendrebber. Woher kennst du denn das Kaff? Etwa auch aus NRÜ? Nicht zu vergessen sind die Konsequenzen, die das für solch beschauliche Umlandgemeinden hätte: Seelenlose Neubaugebiete und flächige Gewerbeparks allerorts. Verbunden mit allerlei Umgehungsstraßen etc. Geld allein macht auch nicht glücklich. Leine1977 August 7th, 2009, 11:18 AM Karten fürs Kleine Fest im Großen Garten gibt's nur noch, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt In diesem Punkt haben wir München allerdings schon erreicht. Das Fest - das haben mir Dresdner bestätigt - ist schon eher elitär und abgehoben. Karten gabs über Beziehungen. Im übrigen sollten wird jetzt von hohen Ross wieder runtersteigen. Wir wissen, was wir an Hannover haben. Nichts desto trotz gibts hier noch viele Baustellen. In der Stadtplanung muss man aufpassen, dass einiges nicht nach hinten losgeht (Rosenquartier). Letztlich mag ich es, dass wir oft nur aus Klischeegründen schlecht zitiert werden. Hannover, die Unterschätzte! devilsadvocate August 7th, 2009, 01:00 PM Es wär doch auch totlangweilig, wenn wir nichts mehr an der Stadt auszusetzen hätten und keine Stadtenticklung mehr sehen würden. Von daher ist es schon immer sehr postiv, wenn sich dann was tut und so langsam auch alle Schandflecke der Innenstadt der Vergangenheit angehören. Ist ja in anderen Städten nicht anders, auch dort gibt es überall Schandflecke, mal mehr mal weniger. Deswegen können wir in Hannover schon froh sein, wenn sich doch schon einiges tut, gerade auch im Bereich Kröpcke. Und wenn dann auche rst einmal die Sparkasse und Schmorl abgerissen wird und durch etwas hoffetnlich hochwetiges ersetzt wird, ist dieser Bereich schon ne ordentliche Nummer. CrayZD August 7th, 2009, 02:41 PM In diesem Punkt haben wir München allerdings schon erreicht. Das Fest - das haben mir Dresdner bestätigt - ist schon eher elitär und abgehoben. Karten gabs über Beziehungen. Das kann ich so nicht bestätigen. Habe dieses Jahr ganz normal an der Verlosung teilgenommen und den Zuschlag bekommen. Dass da bei der Vergabe alles mit rechten Dingen zugeht, darauf vertraue ich jetzt einfach mal. Dass trotzdem viele Karten über Kontakte weiterwandern, ist klar: in einer Gruppe von vier potentiellen Teilnehmern ordert halt jeder vier Karten, um die Chancen zu steigern. Wenn man dann wider Erwarten doch zwei- oder gar dreimal den Zuschlag bekommt und nicht mehrmals hin will, dann sucht man sich eben Abnehmer für den Karten'überschuss'. Daran finde ich aber auch nichts verwerfliches. Und die Veranstaltung an sich finde ich alles andere als abgehoben und elitär. Ist natürlich etwas vollkommen anderes als Maschseefest etc., aber mit Massengeschiebe durch den Großen Garten wäre das halt nicht zu machen. Ich finde ja schon den Feuerwerkswettbewerb in dieser Hinsicht immer extrem anstrengend. Das einzige, was mittlerweile etwas sauer aufstößt, ist die aufdringliche Promotion mancher Künstler für ihre Programme in GOP, Aegi, Lindener Spezial Club oder wo auch immer. Im übrigen sollten wird jetzt von hohen Ross wieder runtersteigen. Wir wissen, was wir an Hannover haben. Nichts desto trotz gibts hier noch viele Baustellen. In der Stadtplanung muss man aufpassen, dass einiges nicht nach hinten losgeht (Rosenquartier). Dass jegliches Eigenlob nicht irgendwann in stoischer Selbstzufriedenheit ausarten darf, ist klar. Das Gefühl habe ich aber bei keinem der hier anwesenden, dafür eher bei unserer Stadtverwaltung. Da wird gerne mal jedes auf-der-Stelle-treten als Fortschritt schöngeredet. P.S.: Hi, hi. Stöckendrebber. Woher kennst du denn das Kaff? Etwa auch aus NRÜ? Nö, ich habe nur in NRÜ mal gearbeitet. Aber gottseidank in der Kernstadt. ;) Als mir mal nachts in einer U-Bahn-Station langweilig war, habe ich nur diese GVH-Karten studiert und Stöckendrebber als eines der entlegensten Nester der Region ausgemacht. :D devilsadvocate August 7th, 2009, 02:50 PM Nö, ich habe nur in NRÜ mal gearbeitet. Aber gottseidank in der Kernstadt. ;) Als mir mal nachts in einer U-Bahn-Station langweilig war, habe ich nur diese GVH-Karten studiert und Stöckendrebber als eines der entlegensten Nester der Region ausgemacht. :D Ich glauber ich habe das auch schon unzählige gemacht und dann beim waRten die REgionskarte mit Zugverbindungen usw. studiert und mir überlegt, wo noch Potential wäre ;) Möchte nicht wissen, wieviele andere Leute nächtlich das selbe machen ;) devilsadvocate August 7th, 2009, 09:28 PM Sehr interessanter Bericht: Dissonante Wahrnehmung Wie sehr die Meinungen über Hannover auseinandergehen zeigen zwei aktuelle Meinungen aus der großen, weiten Welt der Blogs (oder Internet-Blogs, wie die DPA sagen würde): Nachtwächter Blah Hannover ist hässlich Suchbegriff des Tages: »hannover ist hässlich« – stimmt, aber es gibt ein paar Städte, die noch viel hässlicher sind. Frankfurt zum Beispiel, oder auch Berlin. Aber Hannover bemüht sich, auch in Bezug auf die Hässlichkeit den Anschluss an die Spitze zu finden… Don Ralfos ignited Labyrinth Hannover ist die schönste Stadt in Deutschland Berlin ist zu unübersichtlich. Hamburg ist zu groß. München ist zu bayrisch und Stuttgart zu bieder. Frankfurt ist zu protzig mit seinen Geldtürmen und Köln zu katholisch. Ich bin überzeugt und bleibe dabei: Hannover ist die schönste Stadt in ganz Deutschland! Diese krassen Unterschiede fallen mir auf seit ich hier bin. Mir fällt auch keine andere Stadt ein über die die Meinungen so weit auseinandergehen. Dem entspricht eine Image-Studie die ich vor einiger Zeit im Internet gefunden habe: Hannover hat in der überregionalen Presse mit Vorurteilen zu kämpfen. Dem Negativ-Mythos einer hässlichen, langweiligen Provinzstadt steht aber auch das Bild einer grünen, wohnlichen Stadt und Region gegenüber. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Das Image von Hannover in der überregionalen Presse – eine Analyse der Berichterstattung von 2000 bis 2005“ (http://www.aserto.de/de/referenzen/fallbeispiele/fallbeispiel_hannover.html?node:attribute=spalte_download_1) des Analyse- und Beratungsinstituts aserto:. Die Medienforscher haben in einer Medienpositionsanalyse die etwa 100 wichtigsten Artikel über Hannover aus überregionalen Zeitungen und Zeitschriften analysiert, die in den letzten fünf Jahren das Medienimage geprägt haben. Dass Aserto selbst aus Hannover kommt will ich jetzt mal dahingestellt lassen, die werden schon halbwegs neutral sein. Die Frage bleibt aber - woher kommt diese dissonante Wahrnehmung? Squig August 7th, 2009, 11:35 PM Quelle/Link? joerg677 August 16th, 2009, 12:24 PM Also jetzt muss ich doch auchmal hier wieder meinen gewohnt subjektiven Senf zu dieser Diskussion beisteuern.. Also, meine Freundin kommt aus der Schweiz, hat diverse Kunden aus der Grenzregion Bayern, oft aus München.. Hat denen nun von Hannover erzählt und die Reaktionen waren durch die Bank weg nur positiv: "Oh! Hannover, das ist ja schön, die haben da den größten Stadtwald der Welt.." "Ja, das ist eine schöne Stadt und die sprechen da das beste Hochdeutsch.." "Da war ich vor 2 Jahren, ein ganz toller Zoo und ein See mitten in der Stadt.. Hannover ist sehr schön.. " usw.. nix negatives.. War schon ein bisschen überrascht.. :nuts: blackwhitecastle August 16th, 2009, 01:12 PM Also, meine Freundin kommt aus der Schweiz, hat diverse Kunden aus der Grenzregion Bayern, oft aus München.. Hat denen nun von Hannover erzählt und die Reaktionen waren durch die Bank weg nur positiv: Jo, waren die Leute erst einmal hier, dann berichten sie i.d.R. positiv, aber in der Öffentlichkeit gilt Hannover stets als graue Maus... youngwoerth August 16th, 2009, 02:07 PM Jo, waren die Leute erst einmal hier, dann berichten sie i.d.R. positiv Liegt wahrscheinlich daran, dass man meist mit geringen Erwartungen in diese Stadt kommt. Letztenendes sind diese geringen Erwartungen m.E. aber gerechtfertigt und in einem Klischee steckt oft auch ein Fünkchen Wahrheit. Maschsee, Zoo und List können leider nicht über das tiefgraue Zentrum und ebenso vorhandene weitläufige Stadtgebiete in trist-maroder Manier hinwegtäuschen. Aber gut und lobenswert, dass Hannover seit Jahren versucht, etwas daran zu ändern. devilsadvocate August 16th, 2009, 04:25 PM Ich wüsste aber nicht, in welcher Stadt es nur schillernde Ecken gibt. Gerade wenn man sich in Hannover den Bahnhofsbereich und dessen Bebauung anguckt muss mans chon glaube ich sagen, dass Hannover einen der schönsten Bahnhofsplätze besitzt, wenn nicht sogar den schönsten. Hinsichtlich der ARchitektur wird nunmehr ja auch gerade viel gemacht und wenn die steintorecke auch mal irgendwann aufgemöbelt wird, lässt sich kaum noch was Neghatives finden, zumindest nicht im Bereich der Innenstadt. Hier hat sich in diesem bereich, nunmehr auch nmit der Bebauung des ZOB, schon sehr sehr viel getan! CrayZD August 16th, 2009, 06:11 PM Maschsee, Zoo und List können leider nicht über das tiefgraue Zentrum und ebenso vorhandene weitläufige Stadtgebiete in trist-maroder Manier hinwegtäuschen. Stuttgart und Köln z.B. haben (bis auf wenige Ausnahmen, die es allerdings auch in Hannover gibt) ebenfalls ein tiefgraues Zentrum und weitläufige Stadtgebiete in 'trist-maroder Manier'. Letzteres trifft auf so ziemlich jede deutsche Stadt zu... wenn nicht, hieße das, dass sie sich seit dem zweiten Weltkrieg nicht weiterentwickelt hat. Auch nicht das Wahre... Du magst Hannover nicht. Das ist Dein gutes Recht. Aber es immer und immer wieder hier im Hannover-Forum kundzutun trägt nicht zu einer produktiven Diskussion bei, zumal es die einzigen Beiträge sind die Du hier verfasst. Gerade wenn man sich in Hannover den Bahnhofsbereich und dessen Bebauung anguckt muss mans chon glaube ich sagen, dass Hannover einen der schönsten Bahnhofsplätze besitzt, wenn nicht sogar den schönsten. Das stelle ich auch immer wieder fest, wenn ich mit der Bahn unterwegs bin. Gerade in Vorzeigemetropolen wie München geht es da oftmals gruselig zu. In einigen anderen Städten wie Leipzig mag die Architektur zwar vorzeigbar sein, aber breite Hauptverkehrsstraßen, Busbahnhöfe etc. vor dem Bahnhof zerstören jegliches urbane Feeling. Einen Bahnhofsvorplatz mit echter Verweilqualität wie in Hannover sucht deutschlandweit seinesgleichen. jp80 August 16th, 2009, 07:31 PM @ youngwoerth: Auch ich möchte Dir hier entschieden widersprechen! Graue Ecken gibt es in ausnahmslos jeder Großstadt. Sogar in München (z.B. Bahnhofsviertel)! Da nimmt Hannover keinerlei Sonderstellung ein. Ich würde sogar behaupten, daß die Stadt insgesamt relativ wenig Schmuddelecken aufzuweisen hat - im Gegenzug gibt's allerdings auch wenig architektonische Highlights und diese liegen dann häufig auch noch etwas versteckt. Auch ich kann eigentlich ausnahmslos von positiven Rückmeldungen berichten, wenn ich Freunden und Bekannten die Stadt gezeigt habe. Eine Austauschpartnerin und Freundin aus Texas, die zu einem regelrechten Deutschland-Fan mutiert ist, hat mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß sie sich in Hannover immer am wohlsten gefühlt hat. Naja, für die meisten hier wohl verständich, denn Hannover ist und bleibt einfach die sympatischste Großstadt in Deutschland.... Squig August 16th, 2009, 08:17 PM Ich bin regelmäßig mit Amsterdammer Austauschstudenten nach Hannover gefahren und es hat allen ausnahmslos sehr gut gefallen. In Deutschland kamen da bis jetzt sonst nur Hamburg, Bremen und München drann, von dem was ich gehört habe, Frankfurt zB kam ganz schlecht weg. Natürlich nicht repräsentativ, aber den schlechten Ruf und die komischen Kommentare anderer Deutscher konnte keiner, der mitgekommen ist, nachvollziehen. youngwoerth August 16th, 2009, 08:40 PM Stuttgart und Köln z.B. haben ebenfalls ein tiefgraues Zentrum und weitläufige Stadtgebiete in 'trist-maroder Manier'. Demenstprechend sind mir diese beiden Städte unsympathisch und sie haben auch keinen sonderlich guten Ruf. Letzteres trifft auf so ziemlich jede deutsche Stadt zu Auf beinahe jede Kriegszerstörte, um hier mal etwas zu differenzieren. Dennoch besitzen z.Bsp. Hamburg, Freiburg oder Nünberg eine Qualität im Zentrum, die ich in Hannover nicht finden kann. Dementsprechend besser auch deren Ruf. Aber es immer und immer wieder hier im Hannover-Forum kundzutun trägt nicht zu einer produktiven Diskussion bei Genau so wenig wie hier pausenlos kundzutun, wie gut Hannover doch deutschlandweit mithalten kann, wie hoch die Lebensqualität ist, wie unterschätzt und zu Unrecht schlecht gemacht das arme, liebenswerte Hannover eigentlich ist. Seitenlang solche Beiträge, das ist m.E. irrational. Und deshalb kann ich mich nicht zurückhalten, mal etwas zu relativieren und einen anderen Blickpunkt einzubringen. Die lokalpatriotischen Reaktionen zeigen mir, daß ich nicht ganz falsch liege. Der Bahnhofsvorplatz ist qualitätvoll gestaltet und hat Identität. Kein Vergleich zur anschließenden Bahnhofsstraße. Dort beginnt das große Grau (Fassaden, Bodenbeläge, Stadtraumgestaltung) und findet seinen Höhepunkt im Steintorplatz. Wie gesagt bin ich aber froh, daß Hannover etwas dagegen unternimmt (wie bspw. an der Oper, die neue Gestaltung ist sehr wertig). Aber auch dem Umbau des Kröpcke-Centers habe ich lange entgegengefiebert, das war für mich so ziemlich der abscheulichste Bau an einem zentralen Platz in einer deutschen Großstadt. Bezeichnend, daß er in Hannover zu finden war. Noch ein Wort zu den in Schutz genommenen Stadtvierteln: Solche zahlreichen und weitläufigen Gegenden mit teilweise wirklich dunkelgrauen (!) Häusern und ungepflegter Bausubstanz wie Hainholz, Kleefeld-Nord, Leinhausen, Vahrenwald/-heide, Stöcken & Co - findet man südlich des Mains nicht. Ich kenne so ziemlich jede deutsche Stadt über 50000 Einwohner und war schockiert, was die Niedersachsenmetropole auf Lager hat. Es stimmt nicht, daß ich Hannover nicht mag. Ich habe dort ein Jahr lang gelebt und die Stadt hat faszinierende Ecken (die ich bei Bedarf auch gerne aufzähle). Aber ich bevorzuge nunmal differenzierte Urteile und ebenso kann ich es nachvollziehen, daß Hannovers Ruf nicht der Beste ist. SternHAJ August 16th, 2009, 09:13 PM Hässliche Stadtviertel findet man in jeder größeren Stadt, auch in süddeutschen. Hannover zeigt seine schlechten Viertel da, wo man als auswärtiger Besucher zuerst hinkommt (Vahrenwalder Straße, Raschplatz, Kröpcke) - und so ein erster Eindruck macht es dann nicht leicht. Ich bin aber immer wieder überrascht, wie positiv Besuch dann auf die Stadt reagiert. Da gibt es ein großes Erstaunen über den Vergleich zwischen Vorurteil und dem was man sieht. Señor Templar August 16th, 2009, 09:16 PM ich finde, youngworth hat da nicht ganz unrecht.... es gibt ja auf jeden fall ecken, die ihresgleichen suchen,wie das schöne opernquartier (Georgstraße ist wirklich ein repräsentativer boulevard!), aber auf der anderen Seite wie Steintor oder sämtliche öden Zuliefererstraßen um SinnLefers herum, die man keinem anbieten kann. vorm Krieg übrigens eine wunderschöne Gegend! Wenn man sich an Hmaburg und München orientiert, muß man (leider) anerkennen, daß die Qualität innerhalb der Innenstädte höher sind,aucgh wenn unsere Entwicklung überwiegend positiv ist. Aber warum loben Leute Hannover und erklären das mit Eilenriede und Zoo?!? das hat doch wirklich nichts mit der Stadt zu tun!! da kann man gleich sagen, hannover ist so schön wegen des Steinhuder Meers... haben die Leute sich auch die Innenstadt angeguckt oder nur Elefanten gefüttert? Argumente wie Hannover hat einen urbanen Bahnhofsplatz oder eine schönes elegantes Viertel um die Oper fände ich wesentlich authentischer! youngwoerth August 16th, 2009, 09:19 PM Hässliche Stadtviertel findet man in jeder größeren Stadt, auch in süddeutschen. Ja und? Habe ich Gegenteiliges geschrieben? Vielleicht nochmal genauer nachlesen, ich habe mich eigentlich um konkrete und differenzierte Aussagen bemüht. SternHAJ August 16th, 2009, 09:22 PM Ja und? Habe ich Gegenteiliges geschrieben? Vielleicht nochmal genauer nachlesen, ich habe mich eigentlich um konkrete und differenzierte Aussagen bemüht. Mein Satz war eine Feststellung, weiter nichts. SternHAJ August 16th, 2009, 09:32 PM Argumente wie Hannover hat einen urbanen Bahnhofsplatz oder eine schönes elegantes Viertel um die Oper fände ich wesentlich authentischer! Sehr positive Reaktionen bekomme ich z.B. auf Linden-Nord, Linden-Mitte, Oststadt, List, Zooviertel, Waldheim/Waldhausen, Döhren, Georgstraße, Altstadt, Ernst-August-Platz. Und Eilenriede und Maschsee gehören dazu, sie sind ja ein Teil des Bildes der Stadt. Die Gegend um SinnLeffers zeige ich immer als abschreckendes Beispiel, wie man NICHT bauen sollte :) youngwoerth August 16th, 2009, 09:41 PM Kleefeld-Süd und Kirchrode nicht zu vergessen. Squig August 16th, 2009, 10:10 PM By the way: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Das-Maschseefest-bricht-alle-Rekorde Leine1977 August 17th, 2009, 09:20 AM Ich finds toll, dass Hannover nicht perfekt ist. Der Vorteil, dass wir häßlich, langweilig und spießig sind: Wir haben keine nervigen Touristen in der Innenstadt. Hätten wir eine perfekte Stadt, gäbe es dieses Forum nicht. @youngwoerth: du beschreibst es völlig richtig. Es gibt großartige Flecken, aber entlang der Straßenbahnlinien ist Tristesse. Dennoch kannst du nicht wissen: wir haben keinen ausgeprägten Stolz wie in anderen Städten. Von daher müssen wir uns manchmal loben. Ständig Prügel kriegen ist auch nicht schön. Squig August 17th, 2009, 10:03 AM @youngwoerth: du beschreibst es völlig richtig. Es gibt großartige Flecken, aber entlang der Straßenbahnlinien ist Tristesse. Dennoch kannst du nicht wissen: wir haben keinen ausgeprägten Stolz wie in anderen Städten. Von daher müssen wir uns manchmal loben. Ständig Prügel kriegen ist auch nicht schön. Sehe ich anders.Er ist nur anders ausgeprägt. Während Berliner und Hamburger (von Süddeutschland fang ich mal gar nicht erst an) ihre Stadt als die einzig wahre bezeichnen und im Prinzip alles andere niedermachen, sieht der Hannoveraner auch die Lage seiner Stadt als Vorteil, um mal den Rest Deutschlands kennenzulernen, und tut das auch gerne. Aber dennoch können Hannoveraner sehr lokalpatriotisch sein, auch wenn das bei weitem nicht alle durch die Bank weg sind. joerg677 August 17th, 2009, 10:36 AM Also was schon stimmt sind die furchtbaren ersten Eindrücke die man als Reisender bekommt von Hannover.. Als ich 1985 mit meinen Eltern nach Hannover gezogen worden bin, sind wir das erste mal über die Vahrenwalder Straße in die Stadt gefahren. Und ich hab damals zu meinen Eltern gesagt: "DAAAS ist Hannover??? Mein Gott ist das hässlich!!" Und das stimmt dort eben auch. Fährt man nach Berlin über die begrünte Stadtautobahn, die Siegessäule etc.. sieht das eben ganz anders aus. Ebenso in Hamburg über die beeindruckenden Elbbrücken, Frankfurt die Skyline.. da ist was dran. Zum Glück wird man dann auch eines besseren belehrt, wenn man in die schon beschriebenen Stadtteile kommt. devilsadvocate August 17th, 2009, 11:32 AM Also ich möchte mal meinen, dass mittlerweile auch die Innenstadt schon ein großer Pluspunkt ist, wenn dann auche rst mal der Kröpcke fertig ist, der rasvchplatz samt ZOB und auch am steintor was passiert. Da braucht man sich nicht zu verstecken! Señor Templar August 17th, 2009, 02:18 PM Also was schon stimmt sind die furchtbaren ersten Eindrücke die man als Reisender bekommt von Hannover.. Als ich 1985 mit meinen Eltern nach Hannover gezogen worden bin, sind wir das erste mal über die Vahrenwalder Straße in die Stadt gefahren. Und ich hab damals zu meinen Eltern gesagt: "DAAAS ist Hannover??? Mein Gott ist das hässlich!!" Und das stimmt dort eben auch. Fährt man nach Berlin über die begrünte Stadtautobahn, die Siegessäule etc.. sieht das eben ganz anders aus. Ebenso in Hamburg über die beeindruckenden Elbbrücken, Frankfurt die Skyline.. da ist was dran. Zum Glück wird man dann auch eines besseren belehrt, wenn man in die schon beschriebenen Stadtteile kommt. das ist nicht das Problem mE... natürlich ist die Vahrenwalderstraße unattraktiv bis hässlich, aber als Reisender kann man auch durch Hannover fahren,ohne größere Schandflecken zu Gesicht zu bekommen... Wer vom Pferdeturm kommt, kann z.b. übers Zooviertel und Königsstraße entlang der Oper, Aegi und Rathaus schließlich neben dem Maschsee durch die Stadt fahren, ohne sich dabei gruseln zu müssen. Und auch wer über die Hildesheimer kommt,sieht halbwegs nette Bebauungen... Nach dem was ich gehört habe, ist das KC der Hauptschuldige für das schlechte Image...aber das Problem beschäftigt uns ja nicht mehr all zu lange... devilsadvocate August 17th, 2009, 02:22 PM Natürlich ist das KC der Hauptschuldige! Wie definiert man denn meist die Schönheit der Städte? Man geht in das Zentrum, blickt sich um und zack ist der Eindruck der "gesamten" Stadt gewonnen. Wenn die Herrenhäuser Gärten direkt am Bahnhof lägen, hätten wir ein komplett anderes Image! Aber es wird ja dran gearbeitet und wenn man dann auch noch Trümpfe in der Hinterhand hat, die sich auch im hinterland befinden, auch umso besser für den "Aha-Effekt" :) jp80 August 17th, 2009, 05:06 PM Also was schon stimmt sind die furchtbaren ersten Eindrücke die man als Reisender bekommt von Hannover Also, das kann man ja nun auch nicht einfach so verallgemeinern. Ich meine, wer z.B. mit dem Zug ankommt, betritt die Stadt über einen der schönsten Bahnhofsplätze Deutschlands! Und auch die übrige Innenstadt hat sich ja in den letzten 10 Jahren schon ganz schön zurechtgemacht. Da ist der Effekt dann eher umgekehrt: "Wow, so schön ist es in Hannover? Hätte ich nicht gedacht...." Klar, als Autoreisender sieht das etwas anders aus und die Vahrenwalder Str. ist z.T. schon wirklich übel. Nicht unbedingt "schön" im klassischen Sinn, aber doch deutlich weniger dramatisch sieht es aus, wenn man über die Hildesheimer oder Marienstraße reinfährt. Und mal ganz ehrlich: Wesentlich anders sieht es in anderen Städten entlang von wichtigen Ausfallstraßen o.ä. auch nicht aus. (Der mittlere Ring in München ist auch alles andere als prickelnd...) Eine Stadt danach zu beurteilen finde ich absolut unangebracht. realstranger August 17th, 2009, 05:15 PM Als Bahnfahrer bekommt man allerdings auch den Bredero in seiner ganzen grauen Pracht präsentiert, noch bevor man den Bahnhofsplatz betreten darf... jp80 August 17th, 2009, 05:17 PM Na und? ac303id August 17th, 2009, 05:24 PM diese diskussion ist doch total überflüssig. ich kenne wenige städte - bis gar keine - bei denen mein einen aha effekt hat. zufahrtsstrassen sind nuneinmal nicht die top wohngegend. und durch die weltkriege ist nunenmal bei uns eine menge substanz zestört worden. wir sollten nach vorne blicken. ich mag hannover. und zwar so wie es ist. und so lange sich etwas tut und es schritt für schritt nach vorne geht sollten wir zufrieden sein. finanziell muss so eine entwicklung ja auch im trockenen sein. realstranger August 17th, 2009, 05:41 PM Na und? Naja, einen besonders positiven Eindruck hinterlässt das Teil nicht. Allerdings weniger schlimm als das KC ;) youngwoerth August 17th, 2009, 06:02 PM Und mal ganz ehrlich: Wesentlich anders sieht es in anderen Städten entlang von wichtigen Ausfallstraßen o.ä. auch nicht aus. Ich habe vor einiger Zeit mal den Autobahnzubringer und die gleichzeitig meistbefahrenen Bundesstraße Deutschlands (B31), die mitten durch Freiburg (220000 Einwohner) verläuft, auf ganzer Länge inklusive Umgebung abfotografiert. Zu sehen auf dieser und den folgenden Seiten: http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=87393#p87393 http://i692.photobucket.com/albums/vv287/Youngwoerth/PICT0038.jpg http://i692.photobucket.com/albums/vv287/Youngwoerth/PICT0049.jpg http://i692.photobucket.com/albums/vv287/Youngwoerth/PICT0059.jpg SternHAJ August 17th, 2009, 06:14 PM Natürlich ist das KC der Hauptschuldige! Wie definiert man denn meist die Schönheit der Städte? Man geht in das Zentrum, blickt sich um und zack ist der Eindruck der "gesamten" Stadt gewonnen. Wenn die Herrenhäuser Gärten direkt am Bahnhof lägen, hätten wir ein komplett anderes Image! Aber es wird ja dran gearbeitet und wenn man dann auch noch Trümpfe in der Hinterhand hat, die sich auch im hinterland befinden, auch umso besser für den "Aha-Effekt" :) Was fehlt in dieser Stadt, das ist eine konsequente Auflistung dieser den ersten Eindruck bestimmenden Scheusslichkeiten und ein öffentliches Diskutieren darüber. Eine Idee für die HAZ: eine Reihe "zu beseitigende Scheusslichkeiten" (Stoff für einige Ausgaben!). Als zweiter Schritt dann Strategien, wie man das angehen kann. Hier liegt meiner Ansicht nach eine der Hauptaufgaben unseres neuen Stadtbaurats. Ansätze sind ja zu sehen - ich hoffe, dass das keine Zufälligkeiten sind. Öffentlichkeitsarbeit kann man nur machen, indem man unaufgeregt die Schwachstellen findet und sie nach und nach beseitigt. Jede Image-Kampagne ist aufgesetzt und hat keinen Effekt. Da kommt dann nur ein (berechtigter) Spruch wie "Berlin hat keine Sprüche nötig". Genau das ist es: keine Sprüche sondern Taten, Schlechtes beseitigen, Gutes wie selbstverständlich zeigen (da ist auch jeder von uns gefordert, der Besuch hat). youngwoerth August 17th, 2009, 06:33 PM Ein sehr guter Beitrag, SternHAJ! So kommen wir weiter. Leine1977 August 18th, 2009, 08:06 AM @SternHAJ: Sehr gut! Finde ich auch. @youngwoerth: also, jetzt kann ich hier aber auch die Podbi bei Sonnenschein fotografieren und Du würdest denken, es wäre Leipzig.:) - es sind beides unzerstörte Straßenzüge, die uns jetzt nicht gerade weiterhelfen. youngwoerth August 18th, 2009, 10:02 AM Schau mal, auf welche Aussage sich meine Bilderantwort bezog, Leine. ;) Abgesehen von der Nichtzerstörung entdecke ich aber noch viel mehr Kleinigkeiten, die diese Ausfallstraße von den Großen in Hannover unterscheidet. Stichwort Liebe zum Detail, Begrünung, gepflegte Fassaden, sorgfältig gepflasterte Bürgersteige, Aufteilung der vier Fahrspuren in zwei einzelne Straßen, die von einem Fluß mit breiten Grünanlagen getrennt werden, im weiteren Verlauf die kilometerlange (und tlw. halboffene) Untertunnelung mit hochwertigen Materialien (roter Sandstein), ... Das wird vielleicht alles deutlicher, wenn Du Dir mal den ganzen verlinkten Strang anschaust, und nicht nur die drei Bildchen hier. Aber selbst wenn ein Vergleich hinkt - was ich verdeutlichen möchte, ist: Es geht, wenn man will. Leine1977 August 18th, 2009, 10:19 AM ^^ unbestritten gefällt mir die Straße sehr gut. Scheint alles intakt zu sein. Aber das gibt es in Hannover auch. Letztlich würde ich Hannovers Ausfallstraßen ehr mit Frankfurt, Bremen, Nürnberg vergleichen. Freiburg ist eher mit Lüneburg, Göttingen, Erfurt zu vergleichen. Von der Kaufkraft und wirtschaftlichen Unterschieden möcht ich gar nicht erst anfangen. Aber egal, wir sind ja alle der Meinung, dass man da was machen muss. youngwoerth August 18th, 2009, 10:37 AM Aber egal, wir sind ja alle der Meinung, dass man da was machen muss. Ganz genau. Und wenn dann das große Reinemachen beginnt, komme ich in den hohen Norden und schwinge höchstpersönlich den Schrubber! Hannover liegt mir sehr am Herzen und ich finde, diese Stadt hat viel mehr verdient, als was deren Verantwortliche in den letzten vier Jahrzehnten auf die Beine gestellt haben. Immerhin bemerke ich seit der Expo ein Umdenken - und das ist der erste Schritt zum Ziel. Aber Freiburg mit Lüneburg zu vergleichen, ist ja wohl fast so lächerlich wie Freiburg mit Hannover. :lol: joerg677 August 18th, 2009, 01:40 PM Schau mal, auf welche Aussage sich meine Bilderantwort bezog, Leine. ;) Abgesehen von der Nichtzerstörung entdecke ich aber noch viel mehr Kleinigkeiten, die diese Ausfallstraße von den Großen in Hannover unterscheidet. Stichwort Liebe zum Detail, Begrünung, gepflegte Fassaden, sorgfältig gepflasterte Bürgersteige, Aufteilung der vier Fahrspuren in zwei einzelne Straßen, die von einem Fluß mit breiten Grünanlagen getrennt werden, im weiteren Verlauf die kilometerlange (und tlw. halboffene) Untertunnelung mit hochwertigen Materialien (roter Sandstein), ... Das wird vielleicht alles deutlicher, wenn Du Dir mal den ganzen verlinkten Strang anschaust, und nicht nur die drei Bildchen hier. Aber selbst wenn ein Vergleich hinkt - was ich verdeutlichen möchte, ist: Es geht, wenn man will. Und das hast Du auch gut gemacht! Was mir in diesem thread hier nicht gefällt sind Sätze wie - das ist unangebracht - das hilft uns nicht weiter Hier soll bitte JEDER seine Meinung äussern und solche Sätze sind doch schon recht oberlehrerhaft. youngwoerth August 18th, 2009, 02:32 PM Cool! :okay: Leine1977 August 18th, 2009, 02:57 PM So jetzt ist aber auch gut, nech? Einmal im Quartal dürfen wir alle mal unsere Stadt loben, weil wir ansonsten immer vom Rest der Republik gehänselt werden. Aber jetzt weiter. Und nehmts youngwoerth nicht übel. Es kann manchmal sehr heiß in Freiburg werden.;) CrayZD August 18th, 2009, 03:28 PM @Leine: :lol: Es geht ja auch nicht darum, dass sich in diesem Thread gefälligst jeder in Selbstzufriedenheit zu sonnen hat und Kritik unerwünscht ist. Dass es in Hannover durchaus noch ordentlich Handlungsbedarf gibt, bestreitet glaube ich niemand hier. Was einen allerdings wirklich nicht weiterbringt, ist sinnloses Gebashe und Pauschalisierungen. Und wenn Verweise von Gästen auf die schönen Seiten von Hannover kommentiert werden mit: 'Naja, die Erwartungen an Hannover sind ja auch zu Recht niedrig', dann fällt das für mich in diese Kategorie. Gefährlich für die Weiterentwicklung unserer Stadt sind übrigens mitnichten diejenigen Lokalpatrioten, die betonen wie schön Hannover ist. Denn diese (mich eingeschlossen) haben fast immer auch gleichzeitig ein erhöhtes Interesse daran, dass sich an den Stellen mit Handlungsbedarf auch etwas tut (sofern sie nicht gerade in der Stadtverwaltung sitzen ;)). Sie bringen sich auch in Diskussionen wie diese ein und schüren das öffentliche Interesse an solchen Punkten. Gefährlich, und zwar wirklich gefährlich, ist m.E. eher eine Spezies, die in der Tat in Hannover gefühlt häufiger anzutreffen ist als in anderen Städten: zumeist in seiner E-Klasse sitzend, beschwert er sich bei Um- und Neubauprojekten wahlweise über die nervigen Umleitungen, den Verlust von Parkplätzen oder die zu erwartenden Kosten für den Steuerzahler. Ein schönes Stadtbild ist ihm genauso wumpe wie alles andere außerhalb seines lebenseigenen Mikrokosmos, und wenn er doch mal eins sehen will, fährt er eben nach Bad Pyrmont oder nimmt den nächsten Reisebus nach Rothenburg o.d.T. Sollte er sich in selten Fällen doch für das soziale Leben außerhalb seiner Familie interessieren, führt er gerne an wieviele Schulen für das Investitionsvolumen dieses oder jenes Großprojektes saniert werden könnten. In Sachen IT ist er oft firm genug, um die Onlineausgaben lokaler Tageszeitungen mit seinen Ergüssen zu überfluten. Wenn nicht, bedient er sich halt des guten alten Leserbriefes. Sein massives Auftreten gepaart mit seinem Mitteilungsdrang lässt Medien und Stadtpolitiker schnell glauben, er spiegele die hannoversche Volksseele wider. Erst heute habe ich diese Spezies wieder an der KC-Baustelle angetroffen. Mitte 50, gut gekleidet, schaut sich das muntere Treiben an und meckert dann kopfschüttelnd in Richtung seiner Frau: 'Und das schlagen die nachher alles auf die Preise'. :ohno: youngwoerth August 19th, 2009, 04:39 PM 'Naja, die Erwartungen an Hannover sind ja auch zu Recht niedrig' Ich habe geschrieben, daß die geringen Erwartungen meines Erachtens gerechtfertigt - sprich nachzuvollziehen - sind. Leine1977 August 19th, 2009, 09:21 PM :drunk: Dieter Hecking ist zurückgetreten. Ich könnte kotzen. Mußte ich hier mal erwähnen. CrayZD August 19th, 2009, 10:11 PM Diese Nachricht an sich ist für mich erstmal neutral zu sehen. Ob sie sich zu einer positiven entwickelt, wird sich zeigen wenn der Nachfolger gefunden ist. Kotzen könnte ich allerdings auch, wenn ich lese dass Namen wie Friedhelm Funkel im Gespräch sind. Element7 August 20th, 2009, 07:21 AM -- Gelöscht/Deleted -- realstranger August 20th, 2009, 11:06 AM -- Gelöscht/Deleted -- joerg677 August 20th, 2009, 11:53 AM -- Gelöscht/Deleted -- Squig August 20th, 2009, 12:32 PM -- Gelöscht/Deleted -- erbse August 20th, 2009, 03:38 PM Nur weil das hier Stadtgespräch heißt, bedeutet das nicht, dass jedweder Smalltalk, der irgendwie Hannover betrifft, gestattet wäre. Wenn ihr über euren 96-Trainer plaudern wollt, dann bitteschön hier: Doppelpass - Der Fußball-Talk (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=88688&page=137) Im Hannover-Stadtgespräch bitte nur Diskussionen zu Architektur, Städtebau, Zukunftsprojekten, Stadtbild betreffendes, Stadtpolitik oder Veranstaltungen zu verwandten Themenkomplexen! Danke, Eure Erbse blackwhitecastle August 21st, 2009, 08:24 AM Ein sehr schönes Beispiel dafür, wie ich finde, dass in Hannover jegliche städtische Entwicklung oder auch private Initiative zur Verschönerung des Stadtbildes zu einem Politikum wird und zwischen den Mühlsteinen des niemals enden wollenden Beamtenhungers nach Bürokratie zermahlen wird...:ohno: HAZ: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Gerangel-um-Geranien burndown1977 August 21st, 2009, 10:13 AM ^^ Engagement schön und gut, aber die Dinger sahen echt scheiße aus und waren stümperhaft angebracht. Wenn man die Straße verschöneren will (sie hat es wirklich nötig!), dann bitte hochwertig und professionell. Übrigens: anstatt 99-Cent-Geranien aufzuhängen bitte mal die Fassaden streichen! Das wäre sinnvoller!! joerg677 August 21st, 2009, 11:13 AM Was für eine Posse ! Wenn den Anwohnern und den Ladenbesitzern und den Kunden der Blumenschmuck gefällt, ist es doch gut so! Lichtraum !! Ich glaub ich spinne! Und dann wird geredet, dass die dann "professioneller" aufgehängt werden sollen. Was für ein Geschwafel! Wer will das dann bezahlen?? Dann passiert nämlich wieder gar nichts. So wird Eigeninitiative im Keim erstickt. Anstatt die Dinger einfach abzunehmen, hätten sich die Stadtwerke ja mal an einer anderen Anbringmöglichkeit beteiligen können. Das wär doch mal was für´s Image gewesen.. Am Geld kann´s ja bei den Stadtwerken nicht liegen.. Aber das ist mal wieder typisch. Eigentum verpflichtet! (Grundgesetz!) interessiert heute leider niemanden mehr. Hab noch so ein Beispiel: Hier in der Bödekerstraße standen anno dazumal wunderschöne Straßenlaternen, die sind ja leider seit Urzeiten verschwunden, dafür hat man Seile über die ganze Straßenbreite gespannt und an den Häuserfassaden befestigt bzw. extra Riesenständer aufgestellt und solche Ufo ähnlichen 60er Jahre Lampen in (mehr oder weniger) die Mitte gehängt. Passt zum Ambiente wie ein Dixi-Klo auf dem Petersplatz... :ohno: blackwhitecastle August 21st, 2009, 02:43 PM ^^ Engagement schön und gut, aber die Dinger sahen echt scheiße aus und waren stümperhaft angebracht. Wenn man die Straße verschöneren will (sie hat es wirklich nötig!), dann bitte hochwertig und professionell. Darum gin es mir überhaupt nicht, sondern darum, dass mal wieder irgendwelche Sesselpupser jegliche Eigeninitiative der Anlieger unterdrücken... - Das ist meiner Meinung nach ein Unding, und so kann ich jörg nur Zustimmen: "Eigentum verpflichtet" - nur in Hannover nicht, denn da wird das "Lichtraumprofil" gestört...!!! - SCHWACHSINN!!!:gunz: burndown1977 August 22nd, 2009, 11:49 AM ^^ finde auch, dass sich die Stadt mehr um die Attraktivität des Straßenraums kümmern sollte. Dass man dies den Anliegern nach ihrem Ermessen überlässt, ist hingegen nicht in Ordnung. Es ist ja leider auch so, dass solche Gewährungen schnell ausgenutzt werden. So bleibt es bald nicht nur bei Blumen, sondern es kommen Fahnen, Wimpel, Baumarktblumenkübel, Werbeutensilien etc. hinzu. Irgendwann ist der öffentliche Raum gänzlich vollgestellt. Besonders erfindungsreich sind hier türkische Gemischtwarenhändler. Handyladenbesitzer sehen ihre meterhohen, wehenden Fahnen wahrscheinlich auch als optische Bereicherung an! Es ist schwierig (auch rechtlich) eine Grenze zu ziehen, was noch akzeptabel ist. Man sollte die Verantwortung schon bei den zuständigen Behörden belassen und rigoros durchgreifen. Der öffentliche Raum ist kein Ort, um seine persönliche Individualität zur Schau zu tragen oder seinen Geschäftsinteressen nachzugehen. Die Stadt geht m.E. eh schon zu viele Kompromisse ein. Besonders schlimm finde ich die extrem ausufernden Werbeflächen und einengende Aussengastronomie. So ist teilweise kaum noch Platz da, dass der Bürgersteig seine Funktion erfüllen kann - finde es zum kotzen, dass man sich durch Tische und Bänke durchschlängeln muss, Fußgänger auf Fahrradwege oder Fahrradfahrer weit auf die Straße abgedrängt werden und sich oder den nachfolgenden Verkehr gefährden. Die Anlieger könnten deutlich mehr erreichen, wenn sie ihre Gebäude mal sanieren würden und ihren Läden ein ansprechendes Erscheinungsbild verpassen - DAS sind vorrangige Probleme in der Lavesstraße! Außerdem könnte man die Blumen auch an der eigenen Fassade anbringen!! Wie so oft fehlt in der hannoverschen Verwaltung ein übergreifendes Konzept. Sie könnte doch alles organisieren, einheitlich besorgen und bei gewünschtem Bedarf der Anlieger auch anbringen. Ein Mindestmaß an Gestaltungsniveau und Sicherheit wäre eher gegeben. P.S.: Bitte zwischen öffentlichem Raum und Privateigentum unterscheiden! übrigens: Die Straßenbeleuchtung Hannovers und insbesondere die gespannten Kugeln finde ich sehr ansprechend! Ist zwar alles eine reine Geschmackssache, aber es müssen ja nicht immer Gründerzeitleuchter als die einzig wahren Schönheitsideale propagiert werden. joerg677 August 22nd, 2009, 02:25 PM ^ Das kann nicht Dein Ernst sein?? Ich blicke direkt auf diese KUGELN! Die Teile sind vergammelt, siffig, hängen nicht mal alle in der Mitte sondern ohne jedes Konzept, hängen an furchtbar provisorischen aufgeribbelten Leinen völlig motivationslos in der Gegend rum. UND: In einem Gründerzeitstraßenzug sind mit Sicherheit alte Gründerzeit-Straßenlaternen passender. gstolze August 22nd, 2009, 05:27 PM Anderes Thema Was haltet ihr hiervon: Masterplan für den Bereich Köbelinger Markt Folgende Bauten müssten dafür abgerissen werden: das Ordnungsamt an der Leinstraße/Köbelinger Markt, das Hochbauamt und das Parkhaus in der Röselerstraße, die Volkshochschule, das Maritimhotel sowie die Sparkasse und die Markthalle. Unter dem Areal könnte eine Tiefgarage entstehen. Dann sollte die historische Markthalle in den alten Dimensionen wiederaufgebaut werden. Die Karmarschstraße kann dort durchaus verschmälert werden. Ebenfalls würde ich die Gründerzeitbauten an der Stelle der Sparkasse wieder aufbauen. In den übrigen Bereichen würde ich den alten Straßenverlauf der Altstadt beibehalten aber durchaus moderne (nicht modernistische) Bauten in klassischer Blockrandbauweise mit Naturstein- oder Ziegelfassaden errichten. Eventuell könnte auch das eine oder andere, architektonisch wertvolle, Gebäude in der Marktstraße, Köbelinger Straße oder Leinstraße rekonstruiert werden. Aus dem Theodor-Lessing-Platz könnte ein richtiger Quartiersplatz werden. Ggfs. muss auch der Kubus weichen und an anderer Stelle wieder entstehen. Idealerweise müsste auch die Bebauung um die Aegidienkirche aufgewertet und ergänzt werden. Mann könnte das Projekt dann zum Friedrichswall ausdehen, wo das von Campesche Palais wieder errichtet werden könnte. joerg677 August 22nd, 2009, 09:16 PM ^ Oh gstolze! Da bin ich doch gleich wieder ganz entspannt! Ganz toll!! Echt, würde ich so unterschreiben!! :okay: erbse August 22nd, 2009, 09:25 PM joerg677: Bitte unterlasse es doch, ständig die kompletten Beiträge direkt über dir zu zitieren. Das ist absolut unnötig. Die Nennung der Beitragsnummer (oben rechts jedes Beitrags), des Beitragsschreibers oder ein einfacher Pfeil nach oben genügen völlig. Das gilt auch für die anderen! Vielen Dank :) joerg677 August 22nd, 2009, 10:09 PM Was soll datt denn? Hat ja schon irgend einen Grund so eine Quote-Funktion.. erbse August 22nd, 2009, 10:23 PM Richtig. Sie bietet die Möglichkeit, kenntlich zu machen, dass man nur einzelne Passagen aus einem Text beantwortet. Oder aber einen weit vorangegangenen Beitrag (z.B. von der vorigen Seite) zu beantworten. Aber für einen Ein- oder Zweizeiler den kompletten Beitrag direkt vor dem eigenen Beitrag zu zitieren, ist unnötig. Und nur weil es die Funktion gibt, muss man diese nicht bei jeder Gelegenheit nutzen. Da stellt sich dem Betrachter nämlich die Frage: Was soll datt denn? ;) joerg677 August 23rd, 2009, 11:08 AM Ja, also das würd ich auch gern können, nur einen Einzeiler zitieren, aber ich bekomme das irgendwie nicht hin!?? :nuts: erbse August 23rd, 2009, 12:35 PM "Quote" klicken, und das rauslöschen, was man nicht zitieren will (für den absoluten Techniknepp: Mit der Maus Text markieren, dann Entfernen drücken ;)). Fertig. Oder aber einfach (wie im besagten Fall) auf das Zitat verzichten, man weiß ja worum es geht (speziell wenn man davor noch einmal den Namen nennt, in dem Fall also gstolze:..). CrayZD August 24th, 2009, 09:33 AM Huch... verirrt? Um die Sparkasse am Raschplatz geht's hier doch gar nicht! Und die neben der Markthalle ist selbst auf den fünften Blick nicht schön. Damit wieder zum Thema Masterplan Köbelinger Markt. Meine Meinung: genial! Schön wäre vor allem: bis auf das Hotel und das Parkhaus dürften sich alle Grundstücke im direkten oder indirekten (Sparkasse) städtischen Zugriff befinden. Privatwirtschaftliche Hemmnisse könnten also als Ausrede nicht herhalten, allenfalls die Kleinmütigkeit der Stadtpolitik. Selbst wenn man das Projekt erst einmal ohne die beiden Privateigner angehen würde - am Beispiel der EAG sieht man ja gut, dass man auch damit Druck auf die Privatwirtschaft erzeugen kann. Einem Parkhausbetreiber ist die Optik sicher egal, aber beim Maritim dürfte sich die Außenwirkung sicher mittelfristig auf die Übernachtungszahlen auswirken. Wichtig wäre in jedem Fall, dass man das Gebiet zwischen Karmarsch-, Lein- und Marktstraße als Ganzes entwickelt. Leine1977 August 24th, 2009, 09:46 AM Ich unterstütze auch diesen Plan. Das könnte Hannovers Altstadt nach vorne bringen. Moderne aber kleinparzellierte, harmonisch wirkende Bauten mit einheitlicher Traufhöhe, schönen Materialien, vielleicht auch mal ein rotes Ziegeldach,... das wär doch was schickes. Ich vermute aber, es werden modernistische Bauten auf dem Köbelinger Markt gesetzt, die mit einer Altstadt wenig zu tun haben werden. lifestyle032 August 24th, 2009, 12:42 PM gstolze Sehr guter Masterplan, imho. Eine ähnliche Diskussion wurde ja auch schon im City 2020 Subforum eingeläutet. Das "von Campesche Palais" sagte mir übrigens bisher nichts. Gibt es davon Bilder? Oder sieht es vom Stil her dem Laveshaus und dem Wangenheimpalais ähnlich? gstolze August 24th, 2009, 07:04 PM @lifestyle032 das kleine Von-Campesche Palais stand direkt neben dem Wangenheimpalais. AUf Post 513 im FWK-Thread kann man es auf dem Luftbild rechts vom Wangeheimpalais erkennen. Auf anderen Fotos aus Richtung Rathaus zur FWK ist es nur zu einem kleinen Teil zu sehen. Kein großer Bau, aber er würde die Lücke Richtung Laveshaus würdig füllen. Ein weiterer, sinnloser Abriss, als das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr gebaut wurde. Leine1977 August 25th, 2009, 12:00 PM Ich möchte noch einmal dieses Thema aufgreifen. Ich glaube gstolze hatte den ehem. Berliner Senatsbaudirektor schon einmal erwähnt. Ich finde so ein Konzept braucht Hannover auch: REGELN. Dann passiert auch nicht so ein Mist wie die EAG, das Parkhaus Rosenquartier und weitere Bausünden. Wenn ich den alten SPIEGEL-Artikel über ihn lese, dann muss man sagen, der Mann hat Recht! (auch wenn er vielleicht ähnlich arrogant war wie Hillebrecht). https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,408866,00.html Man kann es in Hannover auch gut beobachten. Immer wenn es einheitliche Traufhöhen gibt, traditionelle Materialien, sieht es auch bei Nachkriegsbauten schön aus. Den neuen Heutelbeckbau befürworten wir schließlich alle. Beim Hotelneubau am Hohen Ufer vermisse ich auch Regeln. Was da bloß hinkommen wird? CrayZD August 25th, 2009, 01:31 PM Wow... der Mann spricht mir aus der Seele. Am schönsten finde ich den Schlussdialog, auch wenn gerade der sicher auch viel von der Arroganz Stimmanns wiedergibt. Aber wo der Mann Recht hat, hat er Recht: SPIEGEL ONLINE: Moderne Architekten lehnen Nachbauten mehrheitlich ab, leben aber gerne in Gründerzeitbauten. Woher kommt dieser Widerspruch zwischen privatem Leben und öffentlichem Bauen? Stimmann: Vielleicht, weil in diesen Gebäuden mit ihren großen Räumen und hohen Decken noch die Idee von Geschichte und von Schönheit wohnt, die viele intuitiv spüren und die sich vor ihre Kopfgeburten schiebt. Es gibt eine Erotik der Schönheit, der auch der hartnäckigste Intellektuelle am Ende erliegt. Ansonsten gehe ich auch mit ihm konform, was seine Aussagen über die politische Bedeutung moderner Architektur in Deutschland betrifft. Egal in welchem Bereich der Gesellschaft... Rückgriff auf die Vergangenheit war gleichbedeutend mit dem 'hässlichen' Deutschland. Dabei wäre ein wirklicher Neuanfang in den Köpfen (der selten stattgefunden hat) eigentlich wichtiger gewesen als verkrampfte Symbolik. jp80 August 25th, 2009, 03:40 PM Tja, in Berlin hat man nach der Wiedervereinigung (fast) alles richtig gemacht. So wie ich das verstehe, wohl Herrn Stimmann sei dank. Wird höchste Zeit, daß auch bei uns mal die entsprechenden Personen auf diesen Zug aufspringen. joerg677 August 25th, 2009, 04:09 PM :banana::banana::banana::banana::banana: Jetzt gehts hier genau in meine Schiene... Wie er sich freut, der Jörg... Ich mag den Stimmann.. ohja.. tetaro August 26th, 2009, 05:26 PM Das Ablehnen von Nachbauten ist völliger Unfug. Man stelle sich vor, keiner würde heute Rockmusik schreiben, weil es das schon mal gegeben hat. Kein Wunder, dass es nur noch Barackenarchitektur gibt, wenn man jede ästhetische vorherige Bauweise verwirft. Señor Templar September 2nd, 2009, 01:36 PM HEUTE IN DER HAZ endlich findet man bei Reiseführern zwischen Hamburg, Hameln und Harz einen modernen, interessanten Reiseführer zu Hannover (MERIAN live). Im Vergleich zu anderen Reiseführern werden nicht nur Sehenswürdigkeiten trocken aufgezählt, sondern man erfährt einiges über das Stadtleben und alternative Sehenswürdigkeiten wie div. Industriemonumente (Ahrbergviertel). sehr erfreulich, und nach den ansteigenden Touristenzahlen war es auch langsam mal an der Zeit, dass es für H einen frischen Stadtführer gibt, der LUST auf unsere Stadt macht! Lefthandy September 2nd, 2009, 01:50 PM ^^ Cool! Den kauf ich mir auch als Nicht-Tourist! Leine1977 September 3rd, 2009, 11:50 AM ^^ Cool! Den kauf ich mir auch als Nicht-Tourist! Ich hab ihn mir gekauft, da ich mir einige Tipps noch erhoffe. Ich find den sehr gut. Wenn man den liest, bekommt man das Gefühl, Hannover ist eine ganz normale Stadt wie andere auch, wo es Reiseführer gibt. telemaxx September 3rd, 2009, 06:45 PM Messeschnellweg wird für drei Wochen gesperrt (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Messeschnellweg-wird-fuer-drei-Wochen-gesperrt) Ich dachte schon sie bauen die Brücke für die Stadtbahnstrecke nach Misburg um. Das wäre nämlich eigentlich Schwachsinn gewesen, weil die schon breit genug war. erbse September 3rd, 2009, 07:40 PM Wenn man den (Reiseführer) liest, bekommt man das Gefühl, Hannover ist eine ganz normale Stadt wie andere auch, wo es Reiseführer gibt. :? Ihr Hannoveraner habt wahrlich ein seltsames Verhältnis zu eurer Stadt. Woher kommt's? Selbst wir Neubrandenburger sind weitaus selbstbewusster, wenn es um die Heimat geht. Und damit meine ich kein braunes Gesocks (von dem es in meiner Ecke so gut wie keines gibt, NB ist ultra-links). devilsadvocate September 3rd, 2009, 09:48 PM Also ich lobe Hannover stets in höchsten Tönen und bin selbstbewusster Hannoveraner und würde auch in keiner anderen Stadt Deutschlands leben wollen! blumenkasten September 3rd, 2009, 11:25 PM :? Ihr Hannoveraner habt wahrlich ein seltsames Verhältnis zu eurer Stadt. Woher kommt's? Selbst wir Neubrandenburger sind weitaus selbstbewusster, wenn es um die Heimat geht. Und damit meine ich kein braunes Gesocks (von dem es in meiner Ecke so gut wie keines gibt, NB ist ultra-links). Also ich kann nicht erkennen, dass die Hannoveraner ein seltsames Verhältnis zu ihrer Stadt hätten. Die überwiegende Mehrheit lebt aus unterschiedlichen Gründen gerne in Hannover - ich kenne jedenfalls niemanden, der aufgrund von diffusen Image Wahrnehmungen, oder Städte Rankings in der "Bild" Zeitung ein Problem mit der Stadt hätte. Auch wenn man sich mit seiner Stadt mitunter kritisch auseinandersetzt zeigt das doch eher, dass einem seine Umgebung nicht egal ist, was ja auch die hier durchaus zahlreich vertretene Hannover Fraktion beweist. An Selbstbewusstsein mangelt es meiner Ansicht nach nicht - der typische Hannoveraner ist halt eher stur und macht sein Ding, denn er weis was er hat. :) gstolze September 4th, 2009, 07:04 AM Es hat sich ja auch wirklich vieles gebessert. Aber in vielen Köpfen steckt es leider immer noch drin, dieses Underdog-Gefühl. Viele Leute führen Besucher auch heute noch durch die Stadt mit Sätzen wie "..naja, dass Hanover nicht so toll ist, ist ja bekannt....blabla". Warum weiss ich nicht, denn die Stadt aht für seine Größe viel zu bieten. Dann kommen auch schnell die Vergleiche mit HH und B, welche völlig überflüssig sind. Vielleicht liegt es zum Teil daran, dass die überregionalen Medien so oft auf Hannover eindreschen oder es einfach links liegen lassen, jedoch fast nie in einem positiven Licht darstellen. Leine1977 September 4th, 2009, 08:51 AM Ich kenn das hier nur so und denke selber so. Betone aber immer wieder, dass ich das Understatement gut finde. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es überhaupt Reiseführer über Hannover gibt (insofern fand ich den HAZ-Artikel nicht sehr gut). Das Understatement wird ja oft auf den britischen Einfluss seit der Personalunion zuurückgeführt. Ich selbst denke, es liegt daran, dass Hannover noch nie eine Touristenstadt war. Nürnberg stand für das deutsche Mittelalter, Hamburg für die Weltstadt, Dresden für das Elbflorenz, Köln hat den Dom, Frankfurt die Gotik und den Apfelwein,... Hannover war erst im 17. Jh. Residenzstadt per Zufall geworden - davor war es im Schatten von Hildesheim. Ich glaub ein richtiges Stadtgefühl muss sich noch entwickeln - ich selbst würde es bei dem einfachen Spruch "Großstadt im Grünen" oder die "lebenswerte Stadt" belassen. CrayZD September 4th, 2009, 09:10 AM Unter denjenigen, die den Ruf Hannovers gerne niedrig halten wollen, sind neben Stadtbürgern allerdings auch eine ganze Menge - gehässig gesagt - Provinzniedersachsen. Ist vermutlich historisch gewachsen: ob Braunschweig oder Oldenburg, alle haben traditionsgemäß mit Hannover wenig am Hut, und selbst im Gebiet des ehemaligen Königreiches war die Hauptstadt aufgrund des autoritären Führungsstils ihrer Könige eher unbeliebt. In anderen Bundesländern habe ich eine solche Hauptstadtfeindlichkeit jedenfalls noch nicht erlebt... regionale Fehden wie Köln - Düsseldorf jetzt mal ausgenommen. Beispiel 1: vor ein paar Jahren auf einem Lehrgang in Frankfurt Dozent: Sie kommen aus Hannover? Ich: Genau Dozent (grinsend): Na, dann lernen Sie ja endlich mal eine Großstadt kennen Ich (trocken): Bis auf die Bankentürme habe ich hier noch nichts gesehen, das ich aus Hannover nicht kenne. Ach so, außer vielleicht die verbarrikadierten Bahnhofszugänge nach 20 Uhr. Dozent: Mich treffen Sie damit nicht. Ich komme aus Bad Fallingbostel Beispiel 2: vor zwei, drei Jahren auf dem Schützenfest Vor allem bei Dorfproleten scheint es in Mode zu sein, sich als weitgereist und metropolenerprobt darzustellen und damit die unbedarften Mädels zu beeindrucken. Als an einem Mittwoch (bzw. Donnerstag) um drei das Herri-Zelt geschlossen wurde, hörte ich einen Vertreter der o.g. Kategorie aus Barsinghausen (!) zu einer Gruppe potentieller weiblicher One-Night-Stands lallen: 'Sowas gibt es in keiner anderen Landeshauptstadt... Hannover ist echt sooo tot... Scheiß-Kaff'. Dem Mann ist zugute zu halten, dass er mit seiner Feststellung teilweise Recht hat. Dass ein Festzeltwirt entscheiden darf, aus betriebswirtschaftlichen Gründen sein Zelt in der Woche um drei Uhr zu schließen und nur am Wochenende bis sechs offenzuhalten, ist in der Tat ziemlich einmalig. Denn unter den zehn größten Volksfesten Deutschlands ist das hannoversche Schützenfest das einzige ohne Sperrstunde! Zum Vergleich: auf der Wies'n ist um 22:30 Ausschankschluss, um elf wird man aus dem Zelt geschmissen. Fazit: dass Hannover-Bashing nicht mehr in ist, spricht sich auf den Dörfern wohl immer etwas langsamer rum als anderswo. devilsadvocate September 4th, 2009, 09:23 AM Ich wäre ja für eine große Image-Offensive. Hannoversche Flaggen überall aufhängen (Z.B. am AEgi, wo jetzt nur diese komischen Dinger rumstehen. Da könnte man wunderbar ein schönes DEnkmal (Meinetwegen auch weider Reiter mit SChwert usw. und der hannoverschen Flagge) und die Tatsache, dass es hier eine königliche Residenzstadt gegeben hat in den Vordergrund stellen. Warum aber sollte man sich nicht mit Berlin oder Hamburg vergleichen dürfen? In punkto Lebensqualität dürften wir da nicht unebdeingt hinten anstehen. Nur weil HH z.B. sein ganzes Umland eingemeindet hat und meitnwegen ein par mehr soziale Brennpunkte hat als Hannover, na und? Es fehlt einfach mal an der nötigen Arroganz gegenüber anderen Städten. Ich fand es z.B. total erniedrigend, wie man Lotto King Karl auf dem Maschseefest hat auftreten lassen können und die Leute total aus dem Häuschen waren, als "Hamburg meine Perle" geespielt wurde... Ich dachte mir da nur so "Hallo? Wo sind wir hier?". Ich glaube, dass der "King" dies in Köln, München oder sonst wo nicht gemacht hätte... CrayZD September 4th, 2009, 09:37 AM Genauso beknackt finde ich es jedesmal, wenn die Massen auf entsprechenden Parties wie die Geisteskranken 'Viva Colonia' brülllen. Dieses Phänomen gibt es immerhin nicht nur in Hannover. 'Hamburg, meine Perle' finde ich zwar sehr melodisch, aber ansonsten ohnehin recht grenzwertig. Für die Fußballfan-Zielgruppe mag der Text perfekt sein, ansonsten zeugt das konsequente Beleidigen anderer Städte von der typischen Hamburger Arroganz. Immerhin kann man da froh sein, dass Hannover aus Fanfreundschaftsgründen nicht zu den geschmähten gehört. Lernen könnte man da allenfalls von Berlin. Dort zeigt man einerseits eine gesunde Arroganz gegenüber der Provinz, beweihräuchert sich aber auch nicht unreflektiert als schönste und tollste Stadt der Welt (wie es etwa in Hamburg und Köln üblich ist). Texte z.B. von Seeed/Peter Fox bringen diese Einstellung sehr gut rüber. VenEm September 4th, 2009, 11:18 AM Für diejenigen, die ein allgemeines Interesse an Architektur und Stadtplanung haben (also wahrscheinlich alle), eine möglicherweise interessante Ausstellung morgen Abend: Alle eingereichten Visionen werden am Sa. den 5.September 2009 ab 16.00 Uhr durch die "Medieninstallation 2109" öffentlich ausgestellt. Dein Beitrag wird zu einem Bestandteil des Gesamtkunstwerkes. Als Ort der Ausstellung dient die zu einem Kunst- und Präsentationsraum transformierte Tiefgarage des vdw am Leibnizufer 19 in 30169 Hannover. Ein Sounddesigner wird sich während der Veranstaltung auf die Suche nach den Citysounds der Zukunft begeben und mit seinen Sound- und Klangexperimenten für eine visionäre Geräuschkulisse und Atmospäre sorgen. Die transformierte Tiefgarage verwandelt sich in einen Ort des Austausches und des visionären Spektakels, zu dem Jeder herzlich eingeladen ist. Die architektonische Medieninstallation 2109 erzeugt Illusionen der eingereichten Visionen. Bei Betreten der Installation finden sich die Betrachter in einem geschlossenen Raum wieder, in dem die Visionen als 360° Projektionen zu betrachten sind. Die Installation dient einer hautnahen und möglichst realen Auseinandersetzung mit den eingereichten Visionen der Zukunft. http://www.urbanismfollowsvisions.com/ devilsadvocate September 4th, 2009, 12:37 PM -- Beitrag verschoben nach / Post moved to: Hymnen - (Inter)Nationale, Regionale, Besondere (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=951098) -- Schnitzelesser September 4th, 2009, 01:02 PM -- Beitrag verschoben nach / Post moved to: Hymnen - (Inter)Nationale, Regionale, Besondere (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=951098) -- CrayZD September 4th, 2009, 01:24 PM -- Beitrag verschoben nach / Post moved to: Hymnen - (Inter)Nationale, Regionale, Besondere (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=951098) -- youngwoerth September 4th, 2009, 02:56 PM -- Beitrag verschoben nach / Post moved to: Hymnen - (Inter)Nationale, Regionale, Besondere (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=951098) -- Leine1977 September 4th, 2009, 04:29 PM -- Beitrag verschoben nach / Post moved to: Hymnen - (Inter)Nationale, Regionale, Besondere (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=951098) -- Orbiter September 11th, 2009, 01:26 PM -- Orbiter September 11th, 2009, 01:26 PM Manchmal kommen interessante Ideen auch aus Hannover: Herr der Holzbeine (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,647615,00.html) jp80 September 12th, 2009, 10:19 AM Noch ein kleiner Nachtrag zur (mittlerweile umgezogenen) Hymnendiskussion: http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=951098 Stichwort: hannoverliebt CrayZD September 25th, 2009, 10:07 AM HEUTE IN DER HAZ endlich findet man bei Reiseführern zwischen Hamburg, Hameln und Harz einen modernen, interessanten Reiseführer zu Hannover (MERIAN live). Im Vergleich zu anderen Reiseführern werden nicht nur Sehenswürdigkeiten trocken aufgezählt, sondern man erfährt einiges über das Stadtleben und alternative Sehenswürdigkeiten wie div. Industriemonumente (Ahrbergviertel). sehr erfreulich, und nach den ansteigenden Touristenzahlen war es auch langsam mal an der Zeit, dass es für H einen frischen Stadtführer gibt, der LUST auf unsere Stadt macht! Den habe ich mir jetzt im Buchhandel auch mal angeschaut. Grundsätzlich sehr schick gemacht und informativ. Aber warum muss die Ausrichtung auf ein jüngeres Publikum immer automatisch mit flapsiger Schreibweise und mittelprächtiger Recherche einhergehen? Ich habe mir mal den Einleitungstext zu Gemüte geführt... da wurde z.B. erwähnt dass nach der Expo "viele schöne Projekte wie z.B. eine neue Stadtbahnlinie" angestoßen wurden... Erstes Augenbrauenhochziehen. Die Linie 6 (die bekanntermaßen vor der Expo gebaut wurde) steht also exemplarisch für die 'schönen Projekte' in Hannovers Stadtentwicklung? Sowas passiert doch heute beinahe überall und ist auch nicht direkt mit dem Attribut 'schön' zu assoziieren. "Du bist schon wieder viel zu kritisch", sage ich mir, um nur wenige Zeilen später auf einen richtig dicken Patzer zu stoßen... diesmal allerdings einen durchaus imageträchtigen. ;) Im Rahmen der Vorzüge Hannovers als Großstadt im Grünen wird natürlich auf die Eilenriede eingegangen, die mit ihren 650 ha doppelt so groß ist wie der Central Park in NY und "ein Drittel des Stadtgebietes bedeckt". Den Stadtplan vorm geistigen Auge, wandern meine Augenbrauen Richtung Haaransatz. Diese wahrhaft rekordverdächtige Aussage beruht aber beim genaueren Hinsehen offenbar auf einem simplen Rechenfehler. 650 ha sind eben nicht 65 km² und damit knapp ein Drittel des 204 km² umfassenden Stadtgebietes... sondern nur 6,5 km²... also gerade mal 3,2%. Umgekehrt könnte man das Hannover sogar zum Nachteil auslegen. Zusammen mit dem durchaus korrekten Größenvergleich mit dem Central Park hieße das nämlich, die gesamte Stadt Hannover wäre gerade sechsmal so groß wie Manhattans zentrale Grünfläche... eine Bestätigung für alle bösen Zungen, die Hannover als Kaff sehen. ;) Wie gesagt, bin ich auch froh dass über Hannover endlich mal wieder ein moderner Reiseführer erscheint. Aber muss so ein Unfug sein? Das legt so ein bisschen den Schluss nahe, dass man sich als Redakteur doch nicht allzu eingehend mit der Stadt beschäftigen wollte. joerg677 September 25th, 2009, 08:41 PM :lol: Ich glaube einfach, da hat sich jemand nur mit diesem ganzen Hektar/qkm Murks verrechnet.. Ich bin schonmal ausgeflippt bei dem Versuch acres in km/2 umzurechnen.. Der kann gut schreiben, aber nicht rechnen.. So gehts mir auch.. :) SternHAJ September 25th, 2009, 09:31 PM Das ist ein durchaus empfehlenswerter Reiseführer, der Lust auf die Stadt macht. Fehler kommen überall vor (ich gebe mal den Hinweis, dass z.B. fast jeder Artikel der HAZ über den öffentlichen Nahverkehr der Stadt von Fehlern wimmelt). Aber ich stelle bei dieser (in meinen Augen kleinlichen) Kritk mal wieder fest: offenbar ist es eine Eigenschaft hier, dass man an alles kaputtkritisieren muss, was positiv über die eigene Stadt erzählt wird. Und dieser Reiseführer ist überaus positiv. SternHAJ September 25th, 2009, 09:33 PM Aber muss so ein Unfug sein? Das legt so ein bisschen den Schluss nahe, dass man sich als Redakteur doch nicht allzu eingehend mit der Stadt beschäftigen wollte. Dieser Äußerung kann ich nun garnicht zustimmen. Was muss ein Redakteur denn schreiben, um Dich zufrieden zu stellen? lifestyle032 September 27th, 2009, 11:10 PM 1/3 der Warmen Brüder ist abmontiert... was sagt ihr dazu? http://farm4.static.flickr.com/3429/3955136793_9ffdcc380d.jpg Quelle (http://www.flickr.com/photos/linden-entdecken/3955136793/) Orito41 September 28th, 2009, 07:11 AM Der wird ersetzt durch einen dickeren, wie der auf deinem Bild linke Schlot. Es kommt eine zweite Gasturbine im leerstehenden Kesselhaus 1 hinzu, welche einen dickeren Schornstein benötigt. CrayZD September 28th, 2009, 10:08 AM @SternHAJ: zuallererst mal seinen gesunden Menschenverstand vor seine (offenbar bescheidenen) Rechenkünste stellen. Wenn man einen Reiseführer schreibt, hat man doch des öfteren mal einen Stadtplan auf dem Tisch liegen. Und da merkt man doch auf den ersten Blick, dass da etwas nicht stimmen kann. :hammer: Wenn's der einzige Fehler ist, kann ich damit leben. So kleinlich bin ich auch nicht. Ich habe ja auch erwähnt, dass ich dem ganzen grundsätzlich positiv gegenüberstehe. Wenn ich aber gleich im ersten Absatz eine merkwürdige Formulierung und im zweiten einen sachlichen Fehler finde und das mal auf das ganze Buch hochrechne... ;) Dass Tageszeitungsredakteure in schöner Regelmäßigkeit versagen, wenn es um Fachwissen geht, ist eine andere Geschichte. Und zwar nicht nur bei 'exotischen' Themen wie dem Nahverkehr. Auch wenn es um Finanzen, IT & Co. geht, finden sich in einer handelsüblichen Tageszeitung beinahe täglich Fehler... und das, obwohl jede Redaktion dafür Fachleute hat. Das zeigt mal wieder, dass die ressortübergreifende Kommunikation heutzutage auch nicht (mehr) funktioniert. Mich nervt es eben generell, dass in unserer heutigen Informationsgesellschaft der Grundsatz 'Quantität (und Schnelligkeit) vor Qualität' über allem steht. Zu den warmen Brüdern: Ich find's gut. So sieht's in Zukunft wenigstens symmetrisch aus. Beherbergt Block 2 eigentlich die Dampfturbine? Dann ist dort mit einer mittelfristigen Anpassung des Schlotes wohl leider nicht zu rechnen. Es sei denn, man baut eine formschöne Attrappe. ;) Generell muss man natürlich sagen, dass die alten, dünnen Schornsteine besser aussahen. Aber hier muss sich die Optik eben doch mal energetischen Gesichtspunkten unterordnen, was ich auch vollkommen legitim finde. devilsadvocate October 4th, 2009, 04:02 PM Hier übrigens mal ein gutes Beispiel "moderner" ARchitektur, die sich einfügt! (Döhren). So sollte das sein! http://img43.imageshack.us/img43/4971/snc001534804666.jpg joerg677 October 4th, 2009, 04:12 PM :applause: joerg677 October 4th, 2009, 04:46 PM Hallo zusammen, vor ein paar Tagen musste ich in die City und da bot sich ein Besuch im Parkhaus Rosenquartier an. Hier mein Bericht: :ohno: Optik draussen: Wurde schon vielfach besprochen, muss ich nix zu sagen, 0 von 10 Punkten. :ohno: Zunächst einmal fährt man hinein und steht gleich ein wenig hektisch auf der Bremse.. Eine scharfe Kurve, lauter Poller und ich denke "Was macht hier einer mit nem 7er BMW??" An den Kratzspuren an der Wand erkenne ich dann schnell "Nix macht er, er fährt einfach gegen die Wand.. " Wie kann man eine Einfahrt so eng bauen?? Heutzutage?? :bash: Nutzbahrkeit Einfahrt: 2 von 10 Punkten. :ohno: Während des Hochfahrens auf nur EINER Hoch- und Runtertrasse stelle ich fest, das das Gebäude von innen wirkt wie ein Provisorium.. So ein Parkhaus für eine Veranstaltung, welches anschließend wieder abgebaut wird. Wertigkeit: 3 von 10 Punkten. :ohno: Beim Herabgehen im Treppenhaus bin ich nicht überrascht, ich bin nahezu schockiert. Denn ich habe in meinem ganzen Leben noch niemals so MIESERABEL verlegte Fliesen gesehen. Als hätte ichs selbst gemacht, hab ich nämlich noch nie.. Das müsst ihr euch ansehen. Toiletten gesperrt wegen "Wasserrohrbruch". Wertigkeit Treppenhaus: 1 von 10 Punkten. :ohno: Jetzt kommts! Die Rücktour. Ich fahre nun also mit meinem Wägelchen die Rampe herunter, da kommt mir doch ein Mittelklassewagen die Rampe entgegen.. Und nun?? Ich nehme erstmal quietschend die von innen NICHT sichtbare Seitenbegrenzung mit dem Reifen mit, aber der andere Wagen hat trotz alledem keine Chance einzuschlagen um hochzufahren, während ich runter komme.. Er versucht zurückzusetzen, hinter ihm Stau. Ich komme nicht vorbei, da Fahrtwege so eng gebaut sind und an genau der Stelle mit Aschenbechern und Mülleimern vollgestellt.. Totales Chaos im Parkhaus, aber alle verständnisvoll jedem gegenüber, da keiner einen Fehler gemacht hat.. Fahrtwege innen: GEFÄHRLICH! 0 von 10 Punkten. :ohno: Ausfahrt! Der absolute Oberkracher.. Dachtest Du die Einfahrt wär haarig, die Ausfahrt ist eine Comedyshow.. Mein Auto ist so 4,90 Meter lang.. und kein Witz, ich musste aussteigen.. Andere vor mir haben einfach die Poller mitgenommen.. Gibt´s das??? :bash::nuts: Liebe Community, keine Ahnung ob ihr das Ding schonmal ausprobiert habt, ich übertreibe wirklich nicht und musste diese Erfahrung mit Euch teilen, ich hoffe es nervt euch nicht, aber wenn ich der Auftraggeber wär, ich würds abreißen, neubauen und dem Bauherren alles in Rechnung stellen. gstolze October 4th, 2009, 05:55 PM Ich stimme Dir voll zu, habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Du. Eine totale Fehlplanung. Der Architekt sollte hierfür Strafe zahlen müssen. SternHAJ October 4th, 2009, 06:56 PM Hier übrigens mal ein gutes Beispiel "moderner" ARchitektur, die sich einfügt! (Döhren). So sollte das sein![/IMG] Ein sehr gutes Beispiel!! Hier sieht man wieder, dass INTEGRATION eines der wichtigsten Kriterien für gute Architektur ist. joerg677 October 4th, 2009, 07:00 PM Ich stimme Dir voll zu, habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Du. Eine totale Fehlplanung. Der Architekt sollte hierfür Strafe zahlen müssen. :) Und hier sind wir uns wieder einig.. Das ist echt toll an diesem Forum :) devilsadvocate October 7th, 2009, 10:01 AM So stelle ich mir übrigens optimales Einfügen zwischen "alter" und moderner Architektur vor. Hat alles seine Berechtigung, wenn es wie hier, passt. http://farm3.static.flickr.com/2623/3984670867_f6d9426c72_b.jpg Leine1977 October 7th, 2009, 10:35 AM ^^ ich hoffe nicht, dass das New York ist. Einer Stadt, in der die Gesetze der Stadtplanung aufgehoben erscheinen. Ich war jedenfalls schockiert und enttäuscht von dem öffentlichen Raum dieser Metropole, die mehr Schein als Sein ist (wie vieles in US). P.S.: Den Wolkenkratzer hinten rechts mit spitzem Kupferdach - dem kann ich allerdings etwas abgewinnen. So sollte man das Bredero historisieren! Lieber ein Disneyland-Skyscraper als reale 70er-Betonmonster.:) devilsadvocate October 7th, 2009, 11:28 AM Also mir gefällt New York :-) Zumindest sind dort diese blödsinnigen Höhenbegrenzungen weitestgehend aufgehoben und Nachbarschutz i.S.v. Verschattungen auch nicht auf eine lächerliche Spitze getrieben worden... In New York käme doch kein einziges Bauprojekt mehr durch, wenn dort ein ganzes Bataillon von Kakaostubenbesitzern jedes Mal den Klageweg beschreiten könnten... Wer Sonne haben will, muss eben höher ziehen... Dafür sind die Mieten in den unteren Geschossen auch wieder erträglicher... Leine1977 October 7th, 2009, 11:37 AM Zumindest sind dort diese blödsinnigen Höhenbegrenzungen weitestgehend aufgehoben ... Deswegen sind wir ja auch zivilisierter als die wilden Angelsachsen. Es lebe da doch die kontinental-europäische Stadtansicht! ... na ja, ich weiß, dass hier im Forum fast alle lieber amerikanische Städte hätten. Euch werd´ ich noch bekehren!:horse: homann5 October 7th, 2009, 12:42 PM Also mir gefällt New York :-) Zumindest sind dort diese blödsinnigen Höhenbegrenzungen weitestgehend aufgehoben und Nachbarschutz i.S.v. Verschattungen auch nicht auf eine lächerliche Spitze getrieben worden... In New York käme doch kein einziges Bauprojekt mehr durch, wenn dort ein ganzes Bataillon von Kakaostubenbesitzern jedes Mal den Klageweg beschreiten könnten... Wer Sonne haben will, muss eben höher ziehen... Dafür sind die Mieten in den unteren Geschossen auch wieder erträglicher... Stimmt so nicht ganz. In New York kann man seiner Nachbarschaft, falls diese die erlaubten Höhenmeter nicht ausgenutzt hat, diese abkaufen. So geschehen zum Beispiel beim Trump-Tower. Wollen diese nicht verkaufen, hat man eben Pech gehabt. joerg677 October 7th, 2009, 01:23 PM Also ich finde, devil hat gar nicht so unrecht.. Die neue Architektur passt da gut hin, allerdings würde ich das neue Hochhaus auch nach oben hin verschmälern, dann passt es besser in die Gesamtansicht. Allerdings fällt auch auf diesem Bild bestechend auf, dass man sich anno dazumal einfach mehr Mühe mit Details gegeben hat. Die alten Hochhäuser sind einfach schöner.. Was mich an New York stört: Warum baut man das World Trade Center nicht wieder auf, sonder versucht so ein Absurdikum? Okay, die Art-Deco-Kratzer der 20er und 30er sind schöner als das WTC.. Aber es passte da schon hin. Achja: Und die Schatten.. Also wie schonmal gesagt, wäre das Bredero nicht, hätte man im Extrablatt und im Mezzo auch nachmittags Sonne... Verschattung ist schon ein Thema.. Und ne Dachterrasse im 70.Stock des Empire State Buildings kann sich nicht jeder leisten.. Im 10. des Bredero schon..:lol: joerg677 October 7th, 2009, 01:25 PM P.S.: Den Wolkenkratzer hinten rechts mit spitzem Kupferdach - dem kann ich allerdings etwas abgewinnen. So sollte man das Bredero historisieren! Lieber ein Disneyland-Skyscraper als reale 70er-Betonmonster.:) Also Leine.. Disney kopierte diese Gebäude und nicht andersherum.. Also ist das kein Disney-Wolkenkratzer.. :nuts: Bei allem anderen stimm ich Dir zu. ac303id October 7th, 2009, 01:37 PM ja ja.. hatte ich ja auch schon mal kurz geschildert, aber nicht so ausfühlich. kann dir also voll und ganz zustimmen, ;) allerdings, ich musste nicht aussteigen.... :rofl Lefthandy October 7th, 2009, 02:29 PM Ich finde Hochhäuser für Städte unserer Breiten rein optional und daher entbehrlich. Wichtig für Aufenthaltsqualität und Urbanität sind ganz andere Dinge. die meisten Hochhäuser sind auch meist so autistisch konzipiert, dass sie Urbanität und Raumgefühl eher abträglich sind. In den USA mag das nicht stören, weil dort bestehen Städte zu 99% aus Gewerbegebieten und Einfamilienhäusern. Urbanität, Raumgefühl oder Ensemblewirkungen, wie wir es verstehen, sind ziemlich eurozentristische Begrifflichkeiten. Mit unseren Maßstäben braucht man gar nicht nach Nordamerika, Fern-Ost oder Australien zu gehen. Wenn man danach ginge, wäre dort eh schon alles verloren. Umso schützenswerter sind unsere Altbaubestände hierzulande. Wenn die nicht wären, würde hier genauso losgeklotzt werden wie überall sonst auf dem Planeten. CrayZD October 7th, 2009, 02:53 PM Im übrigen wäre das, was die Amerikaner unter einem Stadtzentrum verstehen, genauso unwirtlich, wenn es mit europäischen Standard-5-bis-6-Geschössern bebaut wäre. Ansatzweise kann man das z.B. in Berlin bewundern. Tauentzienstraße, Ku'damm, Unter den Linden und Friedrichstraße kommen dem amerikanischen Verständnis von Urbanität sicher schon ein Stück nahe. Das hat alles auch seinen eigenen Charme, aber ich bin doch froh dass es nicht in allen deutschen Großstädten so aussieht (Stichwort Verweilqualität). Sogar das auch nicht gerade kleine Hamburg hat schon deutlich mehr vom traditionellen europäischen Stadtbild. Nichtsdestotrotz finde ich Hochhausarchitektur faszinierend. Überflüssig ist sie dagegen größtenteils sogar in den USA. Ein rationales Argument für die Ballung von Büroraum im Stadtzentrum gibt es auch dort nicht. Und die in Europa üblichen Bürostädte auf der grünen Wiese würden auch dort viele Verkehrsprobleme lösen. Vor allem die so hübschen Vorkriegsbauten in US-Städten wie New York und Chicago, die den amerikanischen Hang zum hohen Bauen ja eigentlich erst eingeläutet haben, sind eher Ausdruck des technisch und wirtschaftlich machbaren als städtebauliche Notwendigkeit. Im Prinzip auch nix anderes als heute in Frankfurt. Ein Stück Phallussymbol steckt in jedem Wolkenkratzer. Leine1977 October 7th, 2009, 03:00 PM Ironie der Geschichte ist, dass Rudolf Hillebrecht lange Zeit gegen Hochhäuser in der City war. In diesem Punkt mal positiv. gstolze October 7th, 2009, 07:26 PM Ich finde den australischen Weg ganz interessant. Es ist irgendwie ein Mix zwischen amerikanischen und europäischen Städten. Auf den ersten Blick: Hochhäuser in der Innenstadt und große Einfamilienhausgebiete drum herum. Wenn man dann aber genauer hinsieht, sind die Innenstädte dennoch wirklich urbane Zentren geblieben, denn neben der Funktion als Bürostandort ballen sich dort auch Kultur, Shopping, Freizeit und auch Wohnen. In Brisbane z.B. wurden imj unmittelbaren CBD etwa 25.000 Wohneinheiten errichtet. Auch haben die Städte auf ein gutes, öffentliches Nahverkehrssytem mit Bus und Bahn gesetzt. Leine1977 October 15th, 2009, 09:21 AM Das ambitionierte Umbenennen von Straßen geht munter weiter. Laut Stadtteilanzeiger wird die Marstallbrücke jetzt in Martin-Neuffer-Brücke (SPD)umbenannt. Klamm heimlich werden alte hannoversche Straßen ausgetauscht und mit SPD-Würdenträgern bezogen. Ich wette 100 Euro, dass als nächstes das Arthur-Menge-Ufer verschwinden wird. Die Politiker haben aber auch nichts besseres zu tun...:ohno: Lefthandy October 15th, 2009, 12:46 PM Der jüngst verstorbene Peter von Oertzen könnte meinetwegen gerne noch irgendwo verewigt werden. Ansonsten ist mir die Umbennenungswelle aber auch etwas rätselhaft. Was war denn jetzt gegen "Marstall" einzuwenden? Wenn das politisch vorbelastet wäre, müsste man den Platz doch gleich mit umbennen. Dirk_Hartwig October 16th, 2009, 02:12 AM Einiges erklärt sich wohl in diesem Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Neuffer_%28Verwaltungsjurist%29) in der Wikipedia: Initiator für Imagepflege der Stadt Hannover Initiator der Aufstellung der Nanas am Hohen Ufer Tätigkeit als NDR-Intendant Tätigkeit als (Ober-)Stadtdirektor Präsident des Städtetages Ob aber damit die Umbenennung einer Brücke oder eines anderes Ortes gerechtfertigt werden kann vermag ich nicht zu beurteilen. devilsadvocate October 19th, 2009, 11:29 AM Wollte nur kurz meinem Ärger Luft machen: Thema: Weltkulturerbe der Herrenhäuser Gärten: Wilfried Engelke, Fraktionsvorsitzender der Rats-FDP, hält die Diskussion schlicht für unnötig. „Was bringt uns so ein Titel denn? Vielleicht ein Stern mehr im Reiseführer, das ist alles.“ Wie kann man denn nur sowas äußern? Ich glaube, dass es für den Tourismus und allein schon für das Image dieser Stadt eine unglaubliche Bedeutung hätte sich mit solch einem Titel schmücken zu dürfen! Was sind denn das für Politiker im Rathaus? Unglaublich! CrayZD October 19th, 2009, 11:40 AM Auf kommunaler Ebene vertritt schwarz-gelb wirklich Ansichten von vorgestern. Das stößt mir auch oft genug sauer auf. So sehr ich unsere Kommunalpolitik manchmal für festgefahren halte und mir frischen Wind wünschen würde: eine Alternative gibt es m.E. nicht. Alles, was die urbane Lebensqualität steigern könnte, ist unnötig. Da schafft man lieber zu möglichst geringen Kosten teuer vermarktbaren Wohnraum, indem man auf den Marstall aufgeständerte Wohnhäuser setzt. :ohno: devilsadvocate October 19th, 2009, 11:42 AM Moment, hab ich da was verpasst? Liegen die Marstall-Planungen schon so konkret vor?= Und warum aufgeständert? Wir sind ja schließlich nicht in HH ;) gstolze October 19th, 2009, 01:18 PM Das Thema Weltkulturerbe hatte sich meines Sachstandes doch eh erledigt, da am Gesamtkomplex zu sehr nachträglich herumgepfuscht wurde (die Änderungen bei der Restaurierung der Gärten in den 30er Jahren, dazu Neubauten, Straßenverläufe, Stadtbahn etc.). CrayZD October 19th, 2009, 02:13 PM Angeblich sollen sich die Kriterien der Unesco eher in Richtung Bewahrung verschoben haben (siehe Dresden und Köln), als dass man durch zu enge Auswahlkriterien die Neuaufnahme verhindert. Ziel ist ja schließlich zu verhindern, dass man Kulturdenkmäler dem städtebaulichen Fortschritt opfert. Vor diesem Hintergrund soll sich angeblich eine Neubewertung der Chancen lohnen. Ob das wirklich so ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. @devil: keine Angst... über den Status eines irrwitzigen Vorschlags ist das soweit ich weiß noch nicht hinaus. :) Das war nur mal so ein Beispiel, wie die städtebaulichen Vorstellungen der CDU offenbar aussehen. Randbebauung an den beiden 'offenen Flanken' kann ich mir am Marstall durchaus vorstellen, aber bitte keine flächige Bebauung auf Stelzen, um die Parkplätze nicht zu gefährden! Leine1977 October 19th, 2009, 03:33 PM Die Initiatoren eines Weltkulturerbes betonten in der NP aber auch, dass man vor 2018 nicht damit anfangen bräuchte. Erst solle das Schloss überhaupt mal stehen. Von daher können wir in 8 Jahren nochmal drüber reden... erbse October 19th, 2009, 03:54 PM Die Herrenhäuser Gärten sind definitiv welterbetauglich. Europas größter Barockgarten darf gern damit gewürdigt werden. Allerdings solltet ihr euch davon nicht allzuviel erwarten. Es dürfte in seiner Wirkung wohl ähnlich verpuffen wie bei den Berliner Siedlungen der Frühmoderne. Die Gärten sind einfach zu weit außerhalb und Hannover hat sonst nichts welterbetaugliches zu bieten, realistisch betrachtet. Bewahren & pflegen wird man die Gärten eh, keine Frage. Insofern kann ich den werten FDP-Ratskollegen da schon verstehen, wenn er sagt, dass da außer einem Zusatzstern im Reiseführer nicht viel bei rausspringt. devilsadvocate October 19th, 2009, 04:08 PM Das Thema Weltkulturerbe hatte sich meines Sachstandes doch eh erledigt, da am Gesamtkomplex zu sehr nachträglich herumgepfuscht wurde (die Änderungen bei der Restaurierung der Gärten in den 30er Jahren, dazu Neubauten, Straßenverläufe, Stadtbahn etc.). Das ist so nicht richtig. Die Gärten wurden im Laufe der Jahre wieder originalgetreu wiederhergestellt. Was außerdem zählt ist das Gesamtensemble der drei Gärten (Berggarten, Großer Garten und Georgen/Welfengarten). @erbse: Also welche deutsche Stadt hat denn bitte schön mehrfache Stätten, die welterbe tauglich sein könnten? Mir fallen da ziemlich wenige bis gar keine ein. Und was hat denn die Randlage der Gärten mit dem Welterbetitel zu tun? Ich denke schon, dass dies noch mehr Touristen in die Gärten locken würde, vor allem auch aus dem Ausland, die dann auf den "Welterbe-Touren" dann auch in Hannover Station machen. Auch die bundesweite dass es "ausgerechnet Hannover" sein wird, die solch ein Titel bekommen, dürfte das Image doch deutlich verbessern nehme ich an. Leine1977 October 19th, 2009, 04:23 PM Die Gärten sind einfach zu weit außerhalb und Hannover hat sonst nichts welterbetaugliches zu bieten, realistisch betrachtet. Äh, die Pyramiden liegen doch auch außerhalb. Und Bremen hat auch nichts neben dem Rathaus zu bieten (Kairo eigentlich auch nicht). Fürs Image wär es ein Gewinn, auch wenn ich mir auch nichts direkt verspreche. Zumindest würde ein Titel folgendes garantieren: Keine Hochhäuser im Umkreis!:) CrayZD October 19th, 2009, 04:28 PM @erbse: Also welche deutsche Stadt hat denn bitte schön mehrfache Stätten, die welterbe tauglich sein könnten? Mir fallen da ziemlich wenige bis gar keine ein. Erbse hat indirekt schon einen Hinweis geliefert. ;) Berlin hat mehrere (Großsiedlungen der Moderne, Museumsinsel, Schlösser und Gärten). Und was hat denn die Randlage der Gärten mit dem Welterbetitel zu tun? Da sehe ich allerdings auch keinen Zusammenhang. Ich habe Erbse aber auch so verstanden, dass man sich wegen der 'Randlage' in bezug auf den zu erwartenden Touristenschub nicht allzu viel erhoffen sollte. Das sehe ich jedoch nicht so als Problem. Eher den üblichen Hannover-Effekt: wahrscheinlich dürfte auch eine Welterbestätte für die wenigsten ein touristisches Argument sein. Um einen Städtereisenden nach Hannover zu locken, ist eben traditionell mehr Überzeugungsarbeit nötig als in München, Berlin oder Dresden. Wer sich dann erstmal auf Hannover eingelassen hat, dürfte sich eh bewusst sein, dass ihm die touristischen Highlights nicht auf dem Präsentierteller serviert werden - und die 6 Stationen mit der Stadtbahn wohl auch noch in Kauf nehmen. devilsadvocate October 19th, 2009, 04:32 PM Aber worauf ich hinaus wollte, ist das der Ausspruch "ob nun Welterbe oder nicht, ist ja auch egal" völliger Humbug ist. Ich denke, dass man sich hier doch eing sein dürfte, oder? Ob eine gewisse Chance besteht ist dann eine weitere Frage, aber allein der Versuch dürfte schon zählen und die Chance muss genutzt werden. erbse October 19th, 2009, 04:36 PM Das ist so nicht richtig. Die Gärten wurden im Laufe der Jahre wieder originalgetreu wiederhergestellt. Was außerdem zählt ist das Gesamtensemble der drei Gärten (Berggarten, Großer Garten und Georgen/Welfengarten). @erbse: Also welche deutsche Stadt hat denn bitte schön mehrfache Stätten, die welterbe tauglich sein könnten? Mir fallen da ziemlich wenige bis gar keine ein. Und was hat denn die Randlage der Gärten mit dem Welterbetitel zu tun? Ich denke schon, dass dies noch mehr Touristen in die Gärten locken würde, vor allem auch aus dem Ausland, die dann auf den "Welterbe-Touren" dann auch in Hannover Station machen. Auch die bundesweite dass es "ausgerechnet Hannover" sein wird, die solch ein Titel bekommen, dürfte das Image doch deutlich verbessern nehme ich an. Deine Erwartungen erscheinen mir da recht blauäugig. Wie gesagt, ihr solltet euch davon nicht zuviel versprechen. Seit den Geschichten in Köln und Dresden hat die UNESCO besonders hierzulande viel an Akzeptanz eingebüßt, auch wenn mir das nicht passt. Es geht auch nicht darum, welche Stadt das denn zu bieten hätte (da gibt es einige, nicht umsonst haben wir die meisten Titelträger weltweit), sondern ab das denn überhaupt der Stadt Hannover in touristischer Hinsicht zuträglich sein kann. Was lockt denn Touristen nach Hannover? Bloß weil es dann einen Titel gäbe, ist das nicht gleichbedeutend mit einem sprunghaften Besucheranstieg. Möchte dem Titel seine positiven Impulse ja nicht absprechen, aber leider wird er zuletzt doch etwas inflationär verliehen. Er ist keine herausragende Schmuckfeder mehr, mit der sich nur die buntesten Pfauen schmücken könnten. Und Bremen hat auch nichts neben dem Rathaus zu bieten. Blasphemie! Ansonsten: Cray hat mich schon verstanden. Ein Garten ist kaum ein Exklusivgrund für eine Anreise. Da muss dem erwartungsfrohen Besucher schon mehr geboten werden. devilsadvocate October 19th, 2009, 04:38 PM Also ich bin mir sicher, dass Hannover ebensoviel zu bieten hat wie alle anderen deutschen Großstädte auch (vll mit Ausnahme Berlins). Deswegen ist es wichtig, dass der Ruf verbessert wird, um eben die Touristen nach Hannover zu locken und sie zu bekehren, weil der Ruf leider immer noch sehr schlecht ist. Leine1977 October 19th, 2009, 05:17 PM Was lockt denn Touristen nach Hannover? Bloß weil es dann einen Titel gäbe, ist das nicht gleichbedeutend mit einem sprunghaften Besucheranstieg. Alles richtig. Aber vielleicht lechzt man hier mal nach ein klein bisschen Anerkennung. Wir haben doch nichts (mehr)! Viel wichtiger wäre sowieso mein Vorschlag: 2014 muss die Queen hier her gelockt werden zum 300 jährigen Jubileum der britischen Personalunion. Das wäre mal Aufmerksamkeit! devilsadvocate October 19th, 2009, 05:18 PM Wenn sie bis dahin noch unter uns weilt... Aber das wäre schon was Tolles und ich bin mir sicher, dass dies auch machbar wäre! erbse October 19th, 2009, 05:41 PM Und gleichzeitig wär es auch weit wirksamer (wenn auch nicht nachhaltiger) als ein schnöder Welterbetitel. Squig October 19th, 2009, 05:58 PM Ich fände einen Welterbetitel nicht verkehrt, aber übermäßig viel Ressourcen sollten da nicht reingesteckt werden. gstolze October 19th, 2009, 06:56 PM Das ist so nicht richtig. Die Gärten wurden im Laufe der Jahre wieder originalgetreu wiederhergestellt. Was außerdem zählt ist das Gesamtensemble der drei Gärten (Berggarten, Großer Garten und Georgen/Welfengarten). Eben nicht wirklich. Zwar stimmt der komplette räumliche Ansatz, aber die 8 Sondergärten in den Hecken hat es vor 1934 nicht gegeben. Dort waren ursprünglich nur Boskettgärten. Ebenso wurde der Irrgaren auch nachträglich dort angelegt, wo es jetzt ist. Ein vorher mal vorhandener Irrgarten war an anderer Stelle. Dazu wurden dann noch die beiden Pavillions wo jetzt der Rest der Freitreppe steht und am Platz der Kurfürstin durch Neubauten ersetzt. Der Berggarten ist spätetens seit dem Regenwaldhaus total geändert. Die Herrenhäuser Allee wurde auf der Innenstadtseite um einiges gekürzt. gstolze October 19th, 2009, 06:59 PM Übrigens......Hat Hannover nicht schon ein Weltkulturerbe? Ich dachte die Leibniz-Schriften in der Landesbibliothek wären damit ausgezeichnet.... Außerdem finde ich nicht, dass die Gärten zu sehr eine Randlage aufweisen. Sie sind immerhin fußläufig von der Innenstadt zu erreichen...... Leine1977 October 19th, 2009, 07:24 PM Übrigens......Hat Hannover nicht schon ein Weltkulturerbe? Ich dachte die Leibniz-Schriften in der Landesbibliothek wären damit ausgezeichnet.... Außerdem finde ich nicht, dass die Gärten zu sehr eine Randlage aufweisen. Sie sind immerhin fußläufig von der Innenstadt zu erreichen...... Ich meine, das wäre eine andere Kategorie - Weltdokumentenerbe oder so heißt es. joerg677 October 20th, 2009, 11:29 AM Was hier gerade vergessen wird ist, dass der Welterbetitel ja auch mit Geld, Kohle, Bimbes, Asche in Verbindung steht. Und sowas wird ja nun für Restaurierungen immer dringend benötigt. Also ist der Titel - auch aus diesem Grund - absolut sinnvoll. Ausserdem stehen die Deutschen auf Titel.. War schon immer so.. :lol: Kasimir October 28th, 2009, 11:38 PM Das wäre doch mal was für das fast leerstehende Bredero Hochhaus ;). Bei den Videos handelt es sich um das ehemalige Vorstandshoch der Bayer AG in Leverkusen. Angeblich wurden dort nach der völligen Entkernung 5 Millionen LEDs verbaut. Mit 122 Metern Höhe soll es die weltweit größte Medienfassade sein. Die Videos sind wohl nur Testläufe, aber dafür muss ich sagen, dass es doch ziemlich Hammer ist. http://www.youtube.com/watch?v=hnPvfyLVnVM http://www.youtube.com/watch?v=2--HJ1VZjFY Und wo wir schonmal dabei sind. Das hier wäre doch ne nette Alternative mit Hilfe von Projektoren: http://videos.rofl.to/clip/hochleistungsbeamer matheking October 28th, 2009, 11:44 PM Krass! Bob! October 28th, 2009, 11:55 PM Wie geil ist das denn! :uh: Dann könnte das Seh-Fest ans Bredero verlegt werden - mit der Fassade als "Leinwand" ^^ Squig November 2nd, 2009, 10:45 PM Was haltet ihr denn so von der Aktion: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/400-geben-ihren-Fuehrerschein-ab Effektiv Auto fahren kann man ja immer noch, gibt nur ne Buße von 10€ wenn man erwischt wird ohne Führerschein, der nicht eingezogen wurde von der Polizei. matheking November 2nd, 2009, 10:49 PM Hab ich auch gerade gelesen. Wenn ich es nicht mehrmals die Woche wirklich bräuchte würde ich es auch machen. Das Angebot hätte es mal vor zwei Jahren geben sollen... Um mehr Leute an den Nahverkehr heranzuführen ist das eine gute Idee! lifestyle032 November 2nd, 2009, 10:53 PM "Mein Hannover" – unter diesem Titel ist vom 8. November bis zum 7. Februar 2010 eine Ausstellung in der kestnergesellschaft zu sehen, die einen einzigartigen Blick ins Familienalbum der Stadt eröffnet... (http://www.hannover.de/museen/data/meldungen/2009/2009_11/091108_mein_hannover.html) Interessant! Werde ich mir wohl mal anschauen :) Squig November 4th, 2009, 07:16 PM Laut DSO werden demnächst viele Stationen umbenannt. Was haltet ihr davon? http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,4516941 Dirk_Hartwig November 4th, 2009, 10:26 PM Hab ich schon kurz nach thread-Erstellung gelesen. Einige Haltestellen wurden doch schon Ende letzten Jahres umbenannt, dann war auf einmal Schluss, was mich stark gewundert hat. Aus "Küchengarten/Ihmezentrum" wurde "Am Küchengarten". Wenn die neuen Namen nachvollziehbar sind, ist doch eine Umgewöhnung nicht so schlimm. Hat ja auch keiner gemeckert, als aus "Raider" "Twix" wurde, oder? gstolze November 8th, 2009, 11:14 PM Ich habe heute was interessantes gesehen.: Rossmann unter dem HBF wird erheblich um neue Flächen in Richtung Raschplatz erweitert. Die Fläche ist schon offen, aber noch provisorisch vom Laden getrennt. Da kam mir der Gedanke: Wird der Laden etwa etwas nach hinten verschoben, um den Zugang zur D-Station möglich zu machen? Das wären doch gute Nachrichten... telemaxx November 9th, 2009, 12:22 AM Fänd ich merkwürdig, wenn jetzt schon weitere Vorleistungen getroffen werden, obwohl ja offiziell noch nichts beschlossen wurde. Vielleicht wollen sie an diesem lukrativen Standort einfach ihre Verkaufsfläche erweitern. ;) Amarok November 9th, 2009, 12:29 PM Erst erweitern, um dann geringfügig wieder etwas weiter hinten zusammengestaucht zu werden, wenn der schräge Zugang vorne zur D-Station Wirklichkeit werden sollte... Das wäre sehr vorausschauend und prima. Beste Grüße von http://www.pielawa.de/bilder/jenssign.gif StoneRose November 11th, 2009, 02:48 AM Um 19 Uhr treffen sich 96 Fans am Kröpcke. nitri November 11th, 2009, 02:51 AM es werden mehr sein. Leine1977 November 11th, 2009, 10:17 AM Ich kanns kaum fassen. Schlimm ist das. Wir Hannoveraner haben da einen ganz großen verloren. gstolze November 11th, 2009, 01:47 PM Ich bin noch nicht einmal richtig ein Fußballfan, aber das hat mich auch umgehauen, denn Robert Enke war so viel mehr als die Nr. 1 im Tor. Sein ganzes Engagement für soziale Angelegenheiten und Tierschutz. Auch ist er ein ganz normaler Mensch geblieben. Stets nett, offen und bescheiden. Ein großer Verlust für Hannover. Luoen November 11th, 2009, 08:10 PM Unfassbar, sprachlos, wie ein Alptraum, nur werden wir nicht aufwachen, sondern irgendwann weitermachen (müssen), wie immer. Ruhe in Frieden Robert Enke, trotz allem ein Held Hannovers devilsadvocate November 11th, 2009, 08:25 PM Ich bin der Meinung, dass man die Nr.1 als Trikot zunöchst nicht wieder vergeben sollte! Ein unglaublicher Verlust! Ein totaler Sympathieträger, der nunmehr dfort ist. Es ist schwer begreiflich, dass jemand als so junger Mensch im letzten Spiel noch im Tor stand, nach Huse zu seiner Familie kam und dann plötzlich nie wieder kommen wird, einfach so... Ich leide wirklich mit seiner Familie! andydie November 13th, 2009, 02:29 PM Hallo, habe gelesen das für Robert Enke ein Platz in Hannover umbenannt werden soll. Was haltet ihr davon? Kommt das nicht doch zu schnell und ist das überhaupt angemessen? Oder findet ihr die Idee gut und mann sollte sie schnellstmöglich umsetzen? Leine1977 November 13th, 2009, 02:34 PM Hallo, habe gelesen das für Robert Enke ein Platz in Hannover umbenannt werden soll. Was haltet ihr davon? Kommt das nicht doch zu schnell und ist das überhaupt angemessen? Oder findet ihr die Idee gut und mann sollte sie schnellstmöglich umsetzen? Ich finds viel zu früh und langsam sollte man mal medial etwas bremsen. Spannend finde ich, dass der Vorschlag völlig dem Ratsbeschluss entgegensteht, keine männlichen Namen mehr für Plätze und Straßen zu vergeben. Man sieht, dass man es nicht durchhalten kann! Lefthandy November 13th, 2009, 03:24 PM Wenn überhaupt sollte der Verein Hannover 96 irgendwas nach Robert Enke benennen, nicht die Stadt. Höchstens irgendwas am Stadion. Finde ich auch etwas übers Ziel hinaus geschossen. Die städtische Regelung nichts mehr nach Männern benennen zu wollen aber genauso. Die Idee, die Nummer 1 erstmal nicht wieder zu vergeben, finde ich da besser. Im übrigen ist doch genau diese Ikonisierung und der öffentliche Überschwang (positiv wie negativ) und der daraus resultierende Druck ein wesentlicher Bestandteil der Probleme, die Profifußballer in Depressionen treiben (Schließlich war Enke ja überaus beliebt). Ich wette nichts wäre Robert Enke unangenehmer gewesen, als wenn Schulen und Plätze nach ihm benannt worden wären. Die Trauerfeier soll ruhig dem Ausmaß der Anteilnahme entsprechend gestaltet werden (also riesig), aber Plätze nach ihm zu benennen oder ihm anderweitig Denkmäler zu errichten (habe schon den Vorschlag einer Statur irgendwo gelesen) hat nichts mit Trauer zu tun. Da sollten sich erstmal alle wieder beruhigen. Im übrigen möchte ich auch nochmal gesagt haben, dass mich Enkes Tod wirklich sehr getroffen hat. Obwohl ich eher ein distanzierter Beobachter der Bundesliga als ein Fan von Hannover 96 bin, fühle ich mich auf einmal sehr mit Robert Enke verbunden. Wie hier schonmal erwähnt komme ich ja auch aus Neustadt am Rübenberge und mein Schulbus ist früher sowohl durch Empede als auch durch Eilvese gefahren, und zwar genau über jenen Bahnübergang an dem es nun passiert ist. homann5 November 13th, 2009, 06:55 PM Man muss bei der ganzen Diskussion aber auch bedenken, in wie weit der Verein und die Stadt von ihm profitiert haben. Ich wüsste nicht, welche andere Person in den letzten drei, vier Jahren soviel Positives für beide gebracht haben. Und natürlich nicht zu vergessen, daß er aufgrund seines sozialen Engagements ein Vorbild für eigentlich jeden Bürger sein sollte. In Summe hat er es in meinen Augen viel eher verdient, als so mancher Politiker, nach dem Straßen oder Plätze benannt worden sind. CrayZD November 14th, 2009, 12:37 AM Die hier geäußerten Bedenken, dass solche Überlegungen zu früh sind, hat Stephan Weil heute ja auch in der Lokalpresse geäußert... dabei aber grundsätzlich Bereitschaft gezeigt. Wenn man nun aber doch schonmal 'spinnt', sollte eine Umbennung logischerweise mit Fußballbezug stattfinden. Und da kommt nunmal am ehesten etwas in Stadionnähe in Frage. Irgendein unscheinbarer Weg im Sportpark wäre mir aber etwas zu halbherzig. Favoriten in Fankreisen (und auch bei mir) sind der noch namenlose Stadionvorplatz oder die Stadionbrücke. Im ersten Fall könnte man das auch zur offiziellen Adresse von Stadion und Geschäftsstelle machen. 'Robert-Enke-Platz 1' als Anschrift hätte doch was. Aber wie gesagt: solange nicht nur bei den Angehörigen, sondern auch bei einem Großteil der Fans noch der Trauerschmerz überwiegt, sollte man über sowas nicht nachdenken. Gibt es nicht auch eine offizielle 'Sperrfrist' bei der Benennung von Straßen und Plätzen, was den Todestag des Namensträgers angeht? homann5 November 14th, 2009, 09:14 AM Ja, eine solche Frist gibt es. Eigentlich will man bei solchen Benennungen ein Jahr warten. Squig November 14th, 2009, 12:36 PM Ausnahmen sind allerdings ausdrücklich möglich. Der Stadionvorplatz (oder aber die Nordkurve) sind imo am besten für eine solche Benennung geeignet. tetaro November 16th, 2009, 04:27 PM Hallo, habe gelesen das für Robert Enke ein Platz in Hannover umbenannt werden soll. Was haltet ihr davon? Kommt das nicht doch zu schnell und ist das überhaupt angemessen? Oder findet ihr die Idee gut und mann sollte sie schnellstmöglich umsetzen? Nichts halte ich davon. Robert Enke mag ein großartiger Mensch gewesen sein, sein Tod tragisch und bedauernswert, aber ich würde dann doch Namen von Leuten bevorzugen, die in irgendeiner Weise führende Persönlichkeiten gewesen sind und ihr Leben in den Dienst der ganzen sozialen Gemeinschaft gestellt haben. Und bei allem Respekt - das gestehe ich den wenigsten Sportlern zu. Die Medienhysterie nimmt im Übrigen langsam bedenkliche und irrationale Ausmaße an. Personenkult und Deutschland - das ist so eine Sache. VenEm November 16th, 2009, 05:10 PM ^^ Nazianspielungen - das ist auch so eine Sache. CrayZD November 16th, 2009, 06:14 PM Vor allem: wer möchte sich denn bitte zur moralischen Instanz aufschwingen, zu beurteilen ob ein Mensch 'gut genug' für eine öffentliche Würdigung ist?!? Ernst August war mit Sicherheit niemand, der sein Leben 'in den Dienst der ganzen sozialen Gemeinschaft' gestellt hat. Oder Wilhelm Kröpcke? Was hat ein Cafébesitzer einem Sportler voraus? Ich finde die Diskussion genauso daneben wie die aktuell beabsichtigte Umbenennungswelle bei den Straßennamen. AlfredJKwak November 16th, 2009, 06:34 PM 40.000 Menschen und mehr können wohl nicht irren. Bisher wurde nur für Adenauer in höherem Ausmaß getrauert. Von daher kann ich einer Umbenennung eines Platzes nichts Falsches abgewinnen. tetaro November 16th, 2009, 07:00 PM 40.000 Menschen und mehr können wohl nicht irren. Bisher wurde nur für Adenauer in höherem Ausmaß getrauert. Von daher kann ich einer Umbenennung eines Platzes nichts Falsches abgewinnen. Nun gut...also...jemand hat sich umgebracht, der Depressionen hatte, was sicherlich traurig ist und im Umfeld des Sportes, wo man den Mann gut kannte, noch stärker wahrgenommen wurde. Zudem hat die Geschichte eine - vom Einzelfall Robert Enke weitgehend unabhängige - Diskussion über den Umgang mit Depressionen in der Gesellschaft ausgelöst - sicherlich positiv, aber kaum von R. Enke beabsichtigt. Was genau macht nun Robert Enke zu einem Menschen, der die besondere Vorbildfunktion besessen hat, die man von Namensgebern für öffentliche Plätze erwartet? Die Anzahl der Anhänger allein kann es nicht machen, sonst müssten wir auch "Michael Jackson" Plazas etc. haben. Es tut mir leid, aber ich betrachte, den Medienzirkus um Robert Enke als unangemessenes Spektakel, das sich irgendwie hochgepusht hat, weil die Leute Langeweile haben. tetaro November 16th, 2009, 07:03 PM Oder Wilhelm Kröpcke? Was hat ein Cafébesitzer einem Sportler voraus? Ich denke, die Benennung "Kröpcke" gründete einfach aus Gewohnheitsrecht, weil der Platz schon vorher inoffiziell so genannt wurde. Insofern prägend für die Stadt, wie auch irgendwie Ernst August (seinerzeit). Eine "Enke" Tradition kann ich aber nur schwer erkennen, trotz meines Mitgefühls für den Mann. matheking November 16th, 2009, 07:46 PM Die spontane Umbennenung eines Platzes fände ich auch nicht gut. Wie in Hannover üblich, sollte man ein Jahr warten bevor man das entscheidet. Generell ablehnen würde ich das aber auch nicht. Enke war ja nicht nur menschlich gesehen ein sehr guter Kerl, sondern auch sportlich außergewöhnlich. Das wir mit dem ehemaligen Kapitän von Benficia Lissabon und (einzigem) Nationalspieler einen Torwart bekommen haben der sich überdies noch in hohem Maße mit der Stadt und dem Verein identifizieren konnte ist schon bedeutsam. Von seiner tragischen Lebensgeschichte mit dem traurigen Ende mal abgesehen, finde ich schon, dass auch sportliche Gründe für eine Widmung sprechen (und sportliche Gründe sind wohl allgemein anerkannt!). matheking November 16th, 2009, 07:46 PM Im übrigen finde ich die jetzige Diskussion irgenwie pietätlos! Squig November 16th, 2009, 11:39 PM Ich stimme Matheking zu. Ich widerspreche hiermit allerdings auch tentaro entschieden. Falls seinerseits oder von irgendeiner anderen Seite Interresse an eine Diskussion bestehen, zögert nicht und schreibt mir eine PM, als 96 Fan, der sich etwas mit der Sache beschäftigt hat, das ganze aber schon aus geografischen Gründen mit etwas Abstand betrachtet, traue ich mir zu, überzeugend darlegen zu können, warum. Bis auf weiteres werde ich die Diskussion allerdings nicht in aller Öffentlichkeit (=in diesem Thread) austragen. Lefthandy November 17th, 2009, 10:44 AM 40.000 Menschen und mehr können wohl nicht irren. Ähm... dem möchte ich ein entschiedenes "Doch!" entgegensetzen. Wie auch immer, an der Diskussion will ich mich eigentlich nicht beteiligen. Irgendwie wird Robert Enke nach seinem Tod ziemlich instrumentalisiert für irgendwelche verborgenen Bedürfnisse. Das ist alles sowas von nicht in seinem Sinne, da möchte ich für wetten. Ich finde es etwas verlogen, wie er jetzt zum Helden stilisiert wird. Und die Forderung auch noch möglichst schnell, gerade wegen der momentanen Emotionalität des Volkes irgendwas nach ihm umzubenennen ist der Gipfel des Populismus. Das sagt alles mehr über das "Volk" bzw. die Gesellschaft als über Robert Enke aus, soviel ist wohl klar. Wenngleich ich überhaupt nicht dagegen bin, dass irgendwas am, im oder um das Stadion herum nach Robert Enke benannt wird. Im Grunde bin ich sogar dafür. Nur wie zur Zeit alles abläuft ist etwas befremdlich. tetaro November 17th, 2009, 11:11 AM Ich finde es etwas verlogen, wie er jetzt zum Helden stilisiert wird. Und die Forderung auch noch möglichst schnell, gerade wegen der momentanen Emotionalität des Volkes irgendwas nach ihm umzubenennen ist der Gipfel des Populismus. Das meine ich ja. Von mir aus kann man ihn ja als hannoverschen Sportler würdigen (obwohl es da bestimmt auch andere gibt), da kann ich als Nichtfußballfan wenig mitreden. Aber, dass er sich umgebracht hat, sollte man nicht damit vermischen. Damit wird man der Tragik des Ereignisses nicht gerecht. gstolze November 17th, 2009, 02:49 PM Die Umbenennung würde ja nicht geschehen, weil er sich umgebracht hat, sondern weil er für den Fußball in Hannover, aber eben auch außerhalb des Fußballs sehr viel getan hat. Er hat Hannover die Treue gehalten auch als Angebote anderer Vereine kamen, er war sehr sozial engagiert in verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen. Auch hat er stets ein offenes Ohr für Anliegen von Fans gehabt und sich viel Zeit, gerade auch für Kinder genommen. Man sollte jetzt etwas Zeit vergehen lassen und dann eine Entscheidung über einen geeigneten Ort für die Benennung treffen. Leine1977 November 17th, 2009, 03:46 PM Soll jetzt nicht blöd klingen, aber gemäß Beschluss der Regierungsmehrheit ist das Thema doch eh erledigt. Männernamen dürfen nicht mehr vergeben werden. Rot-Grün darf m.E. da keine Ausnahme mehr machen, ansonsten sollten die Ihren mehr als dämlichen Beschluss zurücknehmen! homann5 November 17th, 2009, 04:18 PM Damit sollte der Rat aber sehr vorsichtig sein. Ein pauschales Ablehnen von Männernamen für Umbenennungen dürfte gegen etliche Richtlinien und Vorschriften verstoßen, Diskriminierung lässt grüßen. matheking November 18th, 2009, 09:18 AM Generell "verboten" ist das Benennen nach Männern auch nicht. Lediglich extrem unewünscht. realstranger November 18th, 2009, 09:41 AM Warum? matheking November 18th, 2009, 09:53 AM Weil Männernamen bei Hannovers Straßen deutlich überrepräsentiert sind. devilsadvocate November 24th, 2009, 12:19 PM ICh habe heute in der HAZ oder NP gelesen, dass wegen eines Neubaus in der Bennostraße zwei 100 Jahre alte Häuser abgerissen wurden??? Weiß da jemand etwas genaues drüber? Da scheint wohl jetzt ein Altersheim zu sein. Leine1977 November 24th, 2009, 01:04 PM ICh habe heute in der HAZ oder NP gelesen, dass wegen eines Neubaus in der Bennostraße zwei 100 Jahre alte Häuser abgerissen wurden??? Weiß da jemand etwas genaues drüber? Da scheint wohl jetzt ein Altersheim zu sein. Ja, das hatten wir hier schon vor Monaten in irgendeinem Thread. Muss so 2002 gewesen sein. Damals gab es ziemlichen Auffuhr - typisch für Linden. Der Neubau ist an sich aber auch gutgelungen. Trotzdem ein Verlust - ohne Frage. Rundherum ist aber immer noch alles Altbau. Ein schönes Viertel, wenn es nicht Linden-Nord hieße.... devilsadvocate November 24th, 2009, 01:28 PM Hat jemand noch Bilder der Altbauten, auch auf die Gefahr hin in Tränen auszubrechen? Lefthandy November 24th, 2009, 03:49 PM Aus der Vogelperspektive betrachtet lässt sich an der Benno-Straße ein einziger jüngerer Neubau ausmachen und der sieht super aus. Wenn die Altbauten keine herausragenden Unikate waren, muss man also nicht allzuviele Tränen vergießen. Wenngleich ein idealer Umgang mit Altbausubstanz natürlich anders aussieht. devilsadvocate November 24th, 2009, 03:53 PM Und wieder ein mir persönlich bedeutender Rückschlag: Warum hatte man die damals nicht gleich sofort eingesetzt? Ich bin ja dafür, dass sämtliche neueren Bauten in der Altstadt abgerissen werden müssten, und historisierend wiederaufgebaut. Zumindest die Altstadt sollte mal erstrahlen und nicht von widerlichen 70er Jahre Bunkern zerstört werden. Und eine der Historie "angemessene" Stimmung, schaffen die jetzigen Leuchten garantiert nicht! Informationsdrucksache Beschluss Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover wird beauftragt, die vorhandene Beleuchtung im Bereich des Platzes Am Markte, dem Hans-Lilje-Platzes und der Köbelinger Straße gegen die sogenannten Altstadtleuchten auszutauschen. Dabei ist das Leuchtmittel nach neuestem Energiestandard auszuwählen. Entscheidung Dem Antrag wird nicht gefolgt. Aus Sicht der Verwaltung besteht keine Notwendigkeit zum augenblicklichen Zeitpunkt einen Austausch vorzunehmen. Auf den momentan vorhandenen Leuchten sind überdies die Strahler für die Anleuchtung der Marktkirche angebracht. Diese Strahler können aus technischen und statischen Gründen nicht auf den "Gasleuchten" (Altstadtleuchten) angebracht werden. In der Örtlichkeit vermittelt die eingesetzte Hellux-Leuchte für den gesamten Bereich "Am Markte", "Hanns-Lilje-Platz" und "Köbelinger Straße" innerhalb dieser Platzsituation ein harmonisches Raumgefühl und schafft so eine der Historie angemessene Stimmung und Atmosphäre. Ein Umbau von den vorhandenen Leuchten auf Altstadtleuchten würde mehr Lichtpunkte als bisher erfordern. Dies würde eine Anschaffung von sicherlich ca. 50 neuen Altstadtleuchten zzgl. Gussmasten mit einem außerplanmäßigen Kostenbedarf von ca. 175.000,00 € bedeuten. Im Übrigen werden selbstverständlich bereits in den bestehenden Leuchten energiesparende Leuchtmittel eingesetzt. Auch bei der Anstrahlung der Marktkirche wurde im Zuge der Erneuerung darauf geachtet, dem Energiespar- und Klimaschutzgedanken Rechnung zu tragen. So wurden in diesem Zusammenhang neun Strahler à 400 Watt durch moderne Lampen mit 250 Watt bei verbesserter Lichtleistung ersetzt. Damit konnte eine Energieeinsparung von 2.363 Kilowattstunden erzielt und der Ausstoß von Kohlendioxid verringert werden. CrayZD November 24th, 2009, 04:12 PM Aus der Vogelperspektive betrachtet lässt sich an der Benno-Straße ein einziger jüngerer Neubau ausmachen und der sieht super aus. Wenn die Altbauten keine herausragenden Unikate waren, muss man also nicht allzuviele Tränen vergießen. Wenngleich ein idealer Umgang mit Altbausubstanz natürlich anders aussieht. Wobei ich auch finde, dass man durchaus differenzieren sollte. Nicht jeder Altbau ist toll. Nicht jeder Neubau ist grottig. Jetzt mal ungeachtet des Erscheinungsbildes des Altbaus finde ich auch, dass sich der Neubau dort sehr gut in die Umgebung einfügt. Allein schon durch das Ziegeldach. :yes: Das mit den Altstadtleuchten ist leider typisch hannöversch. In anderen Städten sorgt oft gerade die Liebe zum Detail für das stimmige Gesamtbild, und hier werden solche Vorschläge unter fadenscheinigen Gründen abgebügelt. Bleibt zu hoffen, dass man sich im Rahmen von 'Hannover City 2050' o.ä. dann vielleicht auch mal um ein Gesamtkonzept für die Altstadt bemüht. Wobei das Thema eigentlich angesichts des Plenar'zweckbaus' am Landtag und des Hotels am Hohen Ufer eine höhere Priorität verdient hätte. Lefthandy November 24th, 2009, 05:18 PM http://www.hallolinden.de/benno/inhalt/bilder/B_3_5.jpg Quelle: hallolinden.de das rechte Haus ist eines der beiden, die abgerissen wurden. matheking November 24th, 2009, 08:18 PM Wegen dem Abriss der Bennostraßenhäuser war hier einiges im Aufruhr. In der Nacht bevor die Bagger anrollten wurden die Häuser besetzt. Allerdings nicht vom üblichen Hausbesetzterklientel, sondern von besonders gesetztestreuen Bürgern. Genauer gesagt Polizisten die mit Schlafsäcken bewaffnet eine Besetztung durch Abrissgegner verhindern wollten. Auch die eher konservativen Bürger waren strikt dagegen. Das ging auch in der stadtweite Presse rauf und runter. Die Bennostraße war bis dato auch so gut wie ausschließlich mit ALtbauten bestückt. Das Ergebnis finde ich auch in Ordnung, wobei man dazusagen muss, dass das Aufgreifen von Stilmitteln der gewachsenen Umgebung (geneigtes Dach, Ziegelzierrat, Erker) erst durch den Druck "von der Straße" gekommen ist. Meines Wissens war da ursprünglich ein Haus mit Flachdach geplant. Schade finde ich, dass gar nicht versucht wurde, aus den beiden Altbauten ein attraktives Altenheim zu machen. Mit ein bisschen Phantasie wäre das sicher möglich gewesen und teuerer als ein kompletter Neubau wird eine Grundsanierung der soliden Altbausubstanz auch nicht gewesen sein! Alles in allem aber im Vergleich zu den anderen Lindener Pflege- und Altenheimen (Ottenstraße, Pfarrlandstraße) aus den 70ern aber angenehm angepasst! devilsadvocate November 24th, 2009, 09:46 PM Und das linke Gebäude ist ein Neubau? Wenn ja, dann ist es wirklich hübsch geworden. matheking November 24th, 2009, 09:59 PM Hier noch mal ein Link zu einem damaligen Bericht: http://www.hallolinden.de/2003/html/bericht_56-03.html Auch der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Thematik. Beim Stift scheint der Denkmalschutzgedanke nur schwach ausgeprägt zu sein! http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/West/Studenten-koennten-ins-Altenheim-ziehen Im Bericht über Linden Sitzstreik vor der Kirche, 1700 Unterschriften gegen die „unbarmherzigen Schwestern“, sogar eine Hausbesetzung – seit den Antisanierungsprotesten in den späten 70ern hatte in Linden nichts mehr so für Aufruhr gesorgt wie der Abriss des Hauses Benno*straße 5, das einem Altenheim des Vinzentinerinnenordens weichen sollte. Quelle http://www.neuepresse.de/Hannover/So-lebt-Hannover/West/Linden-Nord/Bunte-Tuete-auf-der-Limmerstrasse matheking November 24th, 2009, 10:08 PM Weitere Infos zur Bennostraße: http://www.hallolinden.de/benno/inhalt/hintern.htm http://www.hallolinden.de/benno/inhalt/presse.htm und daraus insbesondere das Interview mit Auffahrt Sie haben sich die Gebäude angesehen, sind die Häuser marode? Mitnichten. Die Bausubstanz ist gut, da gibt es keinen Zweifel. Sicherlich müsste die Haustechnik saniert werden. Auch Balkone wären anzubringen, wenn man adäquate Wohnhäuser draus machen wollte. Könnte man Altenheime daraus machen? Ein Haus war ja bereits ein Altenheim, mit einem Aufzug. Es gäbe sicher Probleme mit dem Zusammenlegen der Häuser, weil die Geschosshöhen unterschiedlich sind. Aber mit Fantasie wäre es möglich, betreutes Wohnen mit Charme herzurichten. Die Eigentümerin beteuert, dass das nicht möglich ist. Die beauftragten Architekten sind nicbt dafür bekannt, Spezialisten in behutsamer Sanierung zu sein. Das entspricht vermutlich auch nicht der Investorenlogik. Unter Rationalitätsgesichtspunkten ist ein Neubau besser. Sie lehnen den Neubau aber dennoch ab? Ja. Die Häuser gehören zu einem Ensemble rund um die Bennokirche, alles zwischen 1902 und 1908 entstanden. Es gibt auch keine Kriegsschäden. Da sollte politisch dafür gesorgt werden, dass die Ziele der Sanierung nicht im Nachhinein verraten werden. Und zum Schluss noch einen Artikel zu der Zeit nach dem Abriss. http://www.agenda-zeitungsverlag.de/downloads/lindenspiegel200310.pdf |