View Full Version : HANNOVER - Stadtgespräch
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lifestyle032 April 2nd, 2008, 01:23 AM Aus gegebenem Anlass eröffne ich mal dieses neue Thema, in dem angeregt über Neuigkeiten aus Hannover diskutiert werden kann die nicht unbedingt mit neuen Projekten zu tun haben (jedoch Stadtentwicklung). Im Hannover Bilder Thread ist ja z.B. die Diskussion um Vorkriegsbauten und ihre Zerstörung während und nach dem Krieg ausgebrochen.. so etwas in der Art könnte jademnächst hier diskutiert werden!
Und ich fange auch gleich mal an; gesehen auf HAZ.de:
http://www.haz.de/storage/pic/artikel/zentral/haz/2008/2008-02/2008-0207/162821_1_080201-kult01-hochhaus.jpg
"Die Stadt in purer Schönheit
Ein neuer Film zeigt das alte Hannover. Am Freitag feiert er im Kommunalen Kino im Künsterhaus Premiere. Dieser Film versammelt allen Liebreiz, den die Stadt zu bieten hatte. Das Schloss ist da zu sehen, ein harmonischer Bau, vor dem die Menschen durch den Großen Garten flanieren,...
... dann die Gassen der Altstadt, ein so schiefes wie charmantes Fachwerk-Viertel, das Café Kröpcke natürlich, der vitale Mittelpunkt Hannovers, schließlich die Eilenriede, das noch recht junge Neue Rathaus und das stolze Reichspostamt. All die verblichene Pracht des alten Hannovers: Dieser Film zeigt sie.
[...]
Der Film „Hannover 1930“ feiert Freitagabend um 18 Uhr im Kino im Künstlerhaus Premiere. Als Vorfilm wird das Fragment „Der Kriminalfall in Hannover 1924“ gezeigt. Es sind allerdings nur noch wenige Karten an der Abendkasse erhältlich. Eine weitere Vorführung ist für den 6. Juni geplant. Außerdem ist die DVD „Hannover 1930“ ab sofort für 19 Euro im hannoverschen Buchhandel erhältlich."
Schade, dass anscheinend nur 2 Aufführungen geplant sind. Denn mit morgen ist es mir eigentlich zu knapp..
Anm. der Moderation: Gute Idee mit dem Thread. Im Folgenden verlege ich kurzerhand die Beiträge bezüglich der Historie aus dem Hannoveraner Bilderstrang hier her. Denke, das geht soweit klar ;)
lifestyle032, aus "Hannover Bilder" stammend:
Wusstet ihr eigentlich dass das Niedersächsische Landesmuseum einst eine schöne Kuppel besaß, die man durch ein weniger schönes Spitzdach erstzt hat??
Hier ein paar Bilder:
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/neuesrathaus/landesmuseum/landesmuseum_1914.jpg
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/neuesrathaus/landesmuseum/landesmuseum_vor1940.jpg
gefunden auf: http://www.anthes.org/hannover/vergleich/neuesrathaus/landesmuseum/index.htm
Ich plädiere für eine Rekonstruktion der Kuppel :speech:
devilsadvocate April 2nd, 2008, 08:00 PM ICH AUCH :nocrook:
Wie konnten sie damals nur so ein Müll wieder aufbauen. Bestes Beispiel ist ja noch die Markthalle, die einst wudnerschön war!
gstolze April 2nd, 2008, 08:10 PM Ich stimme Euch zu. Habe es ja schon öfters verlauten lassen, dass meiner Meinung nach mher historische Bauten wiederaufgebaut werden sollten. MIndestens die Markthalle, die FAssaden am Amrktplatz, das königl. Palais gegenüber vom Leineschloss, die Flusswasserkunst und das Friederikenschlösschen. Natürlich auch die Kuppel des Landesmuseums. Dort war übrigens mal ein Planetarium drin.
Was ich überhaupt nicht verstehen kann, dass man solche Hässlichkeiten wie die Markthalle und das Parkhaus Schmiedestr. unter Denkmalschutz gestellt wurden.
devilsadvocate April 2nd, 2008, 08:18 PM "Weil es historische Gebäude sind, die das Nachkriegs-Hannover kennzeichnen."
Aber ehrlich gesagt, könnte ich darauf sehr gut verzichten.
lifestyle032 April 2nd, 2008, 09:04 PM Ich auch... die Gebäude mögen vielleicht an die Nachkriegszeit erinnern, aber eigentlich nur dadurch, dass man sich denkt: "Was wurden da bloß für Sünden begangen?!"
In Dresden z.B. ist die Altstadt und ihre restaurierten Gebäude der Publikumsmagnet schlechthin...
Ist dies auf dem Buchcover die alte Markthalle?
http://www.irbnet.de/daten/knv/Cover_Zoom/162/16290944Z.jpg
erbse April 2nd, 2008, 11:44 PM Nicht ganz, Kollege ;)
Das auf dem Buchcover ist das zu DDR-Zeiten abgerissene Schloss von Putbus (http://de.wikipedia.org/wiki/Putbus) auf Rügen.
Einst integraler Bestandteil des Ensembles der prächtigen klassizistischen "weißen Stadt", ist nur ein Häufchen Asche sowie die Orangerie und der Schlossgarten davon übrig geblieben. Es gibt aber inzwischen nicht wenige Leute, die sich aufgrund der kunsthistorischen Bedeutung (und sicher auch des bösen Tourismus wegen) für eine Rekonstruktion einsetzen. Ich kann mich wohl dazu zählen - habe mit jemandem vor einiger Zeit auch schon mit einem Wikipedia-Artikel zum Schloss selbst begonnen, finden aber leider momentan nicht genügend Zeit.
Wer Interesse hat :)
Zur Markthalle in Hannover - die sah mal so aus (von hannover-markthalle.de (http://www.hannover-markthalle.de):
http://www.hannover-markthalle.de/AltHalle1.jpg
http://www.hannover-markthalle.de/AltHalle2.jpg
Ein monumentaler Glasbau, der im Deutschen Reich seinesgleichen suchte.
Allzu viele Chancen für einen Wiederaufbau braucht man sich aber wohl (noch) nicht auszurechnen.
Wiki sagt dazu:
1892-1943: Alte Markthalle in der Karmarschstraße, entworfen vom Architekt und Stadtinspektor Paul Rowald nach dem Vorbild der Maschinenhalle auf der Pariser Weltausstellung, Eisenkonstruktion mit gemauerten Wänden und Ecktürmchen, größter Stahl - Glasbau des Kaiserreiches, im Sommer 1943 durch Fliegerbomben zerstört, 1955 Neubau nach den Plänen des Architekten Erwin Töllner auf den alten Kellerräumen.
Falls Interesse an weiteren Infos zu den zahlreichen untergegangenen Hannoveraner Bauten besteht:
Liste der verschwundenen Bauwerke des alten Hannover (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_verschwundenen_Bauwerke_des_alten_Hannover)
Kleiner Tipp: Für historische Fotos u.Ä. ist der Bildindex (http://www.bildindex.de) meist eine wahre Fundgrube. Einfach mal reinschauen ;)
Ach ja: Dann gibt's ja auch noch den schwergewichtigen SSC-Thread Germany at the end of the 19th century (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=196145)
Irgendwo war auch noch ein deutsches Pendant dazu zu finden, vielleicht mal die Gallerie absuchen.
Dort gibt es Aufnahmen zu allen möglichen deutschen Kriegsverlusten, u.A. auch aus der Welfenstadt. Vielleicht könnt ihr Hannoveraner da ja auch noch etwas Bildmaterial beisteuern ;)
Beispielfoto (koloriert):
http://memory.loc.gov/service/pnp/ppmsca/00400/00456v.jpg
Gott, das war ja fast schon ein APH-Beitrag...
lifestyle032 April 2nd, 2008, 11:54 PM Wow, danke für den Einsatz erbsenzaehler! Die Bilder hätte ich auch selber finden können, aber als ich auf der Seite war, bin ich aufgrund fehlender Übersicht schnell wieder weggesurft :nuts:
Die alte Markthalle war aber auch wirklich ein monumentaler Bau - da wird man wohl kaum mit einer Rekonstrktion rechnen können!
Werde mir mal die Liste der verschwundenen Bauwerek zu Gemüte führen, auch wenn ich weiß, dass ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommen werde :ohno:
greetz
telemaxx April 3rd, 2008, 12:04 AM Ja, ich wusste dass das Landesmuseum vor dem 2. WK eine Kuppel besaß!!! ;-)
Und ich bin auch für eine Rekonstruktion!!!
Ich stimme auch gstolze zu, dass man sowas wie die Wasserkunst wiederaufbauen sollte.
Bei der Rekonstruktion der alten Markthalle (die ich für wunderschön halte), müsste man allerdings beachten, dass diese viel breiter war als die jetzige.
Nach dem Krieg hat man die viel schmaler gebaut um mehr Platz für die Straße zu schaffen (gilt für die gesamte Karmarschstraße, die stark verbreitert wurde)!!!
Ich habe mich bzw. ich beschäftige mich auch sehr mit den Zerstörungen im 2. WK, also wie es vorher aussah und was sie nach dem Krieg daraus gemacht haben.
Viele Gebäude vielen auch dem Cityring zum Opfer, der quer durch die Ruinen oder noch einigermaßen erhaltenen Gebäude gebaut wurde.
Sehr schade finde ich z. B. auch, dass die Leineinsel nach dem Krieg einfach entfernt wurde, indem man den einen Leinearm zugeschüttet hat und die stehen gebliebenen Gebäude abgerissen hat (u. a. für den City-Ring).
Die Leineinsel wurde früher zu Recht als Klein-Venedig bezeichnet.
Dann gibt es noch die 2. Zerstörung Hannovers in den 70er-Jahren.
Über diese Maßnahmen ärgere ich mich am meisten, weil dort viele Gebäude, die den Krieg überstanden haben, 30 Jahre nach dem Krieg noch abgerissen wurden.
Bekannte Beispiele: Wasserkunst, Friederikenschlösschen, ....
Ein gutes weniger bekanntes Beispiel ist z. B. am Bahnhofsplatz, wo sich heute Kaufhof befindet.
Dort hatten 2 Gebäude den Krieg überstanden, die wurden dann aber etwa Anfang der 70er abgerissen zugunsten des total hässlichen, klobigen Kaufhofkomplexes. Die sollten sich was schämen, dass die dafür 2 historische Gebäude abgerissen haben!!!!
Aber da muss dann auch der Stadt den Vorwurf machen, dass sie sowas überhaupt zugelassen haben.
Und als ich dann vor Kurzem in der Zeitung lesen musste, dass auch noch die letzten historischen unter denkmalschutz stehenden Gebäude am Stichkanal Linden abgerissen werden sollen zugunsten einer Kanalverbreiterung, wär mir fast der Kragen geplatzt, weil ich sowas nicht verstehen kann.
fettekatz April 3rd, 2008, 01:03 PM Nicht ganz, Kollege ;)
Das auf dem Buchcover ist das zu DDR-Zeiten abgerissene Schloss von Putbus (http://de.wikipedia.org/wiki/Putbus) auf Rügen.
Einst integraler Bestandteil des Ensembles der prächtigen klassizistischen "weißen Stadt", ist nur ein Häufchen Asche sowie die Orangerie und der Schlossgarten davon übrig geblieben. Es gibt aber inzwischen nicht wenige Leute, die sich aufgrund der kunsthistorischen Bedeutung (und sicher auch des bösen Tourismus wegen) für eine Rekonstruktion einsetzen. Ich kann mich wohl dazu zählen - habe mit jemandem vor einiger Zeit auch schon mit einem Wikipedia-Artikel zum Schloss selbst begonnen, finden aber leider momentan nicht genügend Zeit.
Wer Interesse hat :)
ist zwar offtopic, aber das ist mir neu... Aber es wird wohl keine realistischen chancen zum Wiederaufbau geben, oder?
Ludis_Multi April 3rd, 2008, 01:20 PM Die alte Markthalle sieht dem hamburger Hauptbahnhof ja erschreckend ähnlich. :eek:
Wenn ich das noch recht in Erinnerung habe ist die Markthalle doch dieses vergammelte Stahl-Glas-nach-nichts-ausseh-Ding und das hässlichste Gebäude in direkter Nähe zur Marktkirche, oder?
Das Innenleben ist aber auf jeden fall sehr geil :D
devilsadvocate April 3rd, 2008, 07:39 PM @erbesenzähler: du hättest die Markthallen Bilder nciht reinstellen dürfen. Das macht mich jedes Mal total traurig...:pet:
Orbiter April 4th, 2008, 04:43 PM Sowohl zur Markthalle als auch zum Landesmuseum gab es schon Rekonstruktions- bzw. Umbaupläne.
Die Rekonstruktion der Markthalle wurde von einem privaten Investor vor einigen Jahren angekündigt, hat sich dann aber zerschlagen. Offenbar war das keine seriöse Sache.
Beim Landesmuseum war allerdings weniger die Kuppel ein Thema als vielmehr eine gläserne Überdachung des Innenhofs. Ist bisher an der Finanzierung gescheitert.
Mit der alten Leineinsel zwischen Altstadt und Calenberger Neustadt beschäftigen sich im Sommersemester 2008 Architekturstudenten der Uni Hannover. Da die alten Fundamente noch vorhanden sind (teilweise kann man am Leineufer noch alte Fensteröffnungen sehen), wird überlegt, wie die Leineinsel evtl. wieder belebt werden kann, allerdings durch moderne Bebauungsstrukturen. Themen sind dabei städtisches Wohnen, der Umgang mit dem Verkehr, wohnen am Wasser und die Verbindung der derzeit doch deutlich getrennten Stadtteile Altstadt und Calenberger Neustadt.
Die Stadt ist sehr an den Ergebnissen interessiert, heißt es.
devilsadvocate April 4th, 2008, 04:55 PM Hat hier jemand Fotos von der Leineinsel?
Was stand denn dort einmal?
telemaxx April 4th, 2008, 05:01 PM Zwischen den Leinearmen stand wie in der Altstadt und in der Calenberger Neustadt eine sehr dicht besiedelte Altstadt, bei der die Fachwerkhäuser bis direkt an die Leine gingen. (Deshalb ja auch Klein-Venedig!!!)
devilsadvocate April 4th, 2008, 05:03 PM Wo genau war denn die Leineinsel?
lifestyle032 April 4th, 2008, 05:22 PM Das wollte ich auch gerade fragen!
(Kann jemand einen Screenshot mit Google Earth machen oder es anderweitig zeigen?)
telemaxx April 4th, 2008, 05:25 PM Ich glaube ungefähr auf Höhe des heutigen historischen Museums zweigte der Leinearm ab.
Ich kann das grad schlecht beschreiben. ;-)
Ich glaube, im Rathaus bei dem Modell von 1939 kann man das sehr schön sehen...
lifestyle032 April 5th, 2008, 04:03 AM Hat von euch jemand den Film gesehen?
telemaxx April 5th, 2008, 02:24 PM Ne leider nicht.
nitri April 10th, 2008, 05:36 PM an dieser Stelle ein Hinweis (http://citymanager.de/city/?p=794) auf's Kulturlabor am 14. April im Pavillon. Eine Veranstaltung, die sich laut Titel mit "Kultur und Kontroversen zur Stadtentwicklung in Hannover" befassen will.
Klingt recht vielversprechend, aber lest selbst...
devilsadvocate April 12th, 2008, 01:06 PM Was haltet ihr eigenltich davon, diese Fläche am Maschsee trockenzulegen und zur Bebauung freizugeben? 1a Lage und es würde der Stadt sicherlich viel Geld geben!
http://img410.imageshack.us/img410/7017/49833207bu9.jpg
lifestyle032 April 12th, 2008, 01:32 PM Absolut nichts!!!
Im Sommer laufe ich da regelmäßig, und es ist einfach schön, ein Gebiet mit mehreren Seen (Teichen) und Grünflächen so nahe an der Stadt zu wissen!
Würde dort gebaut werden, hätten die dann neuen Anwohner zwar eine super Lage zum Maschsee, allerdings wäre im Stadtteil Ricklingen der Erholungsfaktor weitaus geringer. Hannover ist zudem die Stadt mit dem größten Grünflächenanteil (grünste Stadt Deutschlands), und es würde dem großen weiten Deutschland doch nur zu recht sein, wenn die "graue Maus" Hannover auch noch diesen, wie ich finde eindrucksvollen Titel verlieren würde :P
Es gibt zwar auch noch die Eilenriede und die Herrenhäuser Gärten, aber diese relativ große Grünfläche möchte ich in Hannover nicht missen!!! ^^
Edit: habe gerade gesehen dass du nicht die komplette Ricklinger Masch markiert hast.. ich bleibe trotzdem bei meinem Statement ;)
erbse April 12th, 2008, 01:32 PM ^ Dazu kann ich mich als Neubrandenburger jetzt nicht äußern ;)
Aber ich wollt noch etwas andres ansprechen: Hier im Forum wurde schon öfter mal der schmerzliche Verlust der Wasserkunst (bzw. Flusswasserkunst) an der Leine angesprochen.
Da es sich ganz offensichtlich um einen gründerzeitlichen Prunkbau handelt, scheinen mir die Chancen für einen baldigen Wiederaufbau eher gering. Dennoch: Hannover braucht so etwas wieder, denke ich.
Gibt es in der Stadt einen Verein für solche Anliegen (vllt. etwas wie die Altstadtfreunde Frankfurts (http://www.freunde-frankfurts.de/verein/altstadtfreunde.html))? Könnte man für eine Rekonstruktion mit genügend Bürgerengament rechnen? Wie steht die Politik zu solchen Anliegen? Welche Argumente sprächen dafür, welche dagegen?
Hier noch mal eine alte Ansicht der Hannoveraner Flußwasserkunst (von zeno.org (http://www.zeno.org/Ansichtskarten/M/Hannover,+Niedersachsen?hl=hannover)):
http://img256.imageshack.us/img256/1469/ak04690abx9.jpg
Abbildung in voller Auflösung (http://www.zeno.org/Ansichtskarten.images/I/AK04690a.jpg)
Warum sollte man ein solches Projekt nicht wagen? Ich denke, die Zeit kleinkarierten deutschen Provinzialismus sollte endlich ihr Ende finden.
Was wir brauchen sind Städte, an denen wir uns sowohl optisch als auch haptisch erfreuen können, die uns Lebensfreude statt Tristesse vermitteln.
Mit etwas Wille kann man alles erreichen :)
devilsadvocate April 13th, 2008, 12:38 AM Oh man, wie schön das Gebäude doch war...
Es ist immer wieder schmerzlich!!!
Mal gucken, ob das wieder ein thema werden kann. Vielleicht wenn das Projekt Herrenhausen weiter fortschreiotet, dass dann der Focus auf andere Projekte gerichtet wird!
Leine1977 April 13th, 2008, 03:03 PM Hallo,
jetzt mußte ich mich spontan anmelden. Seit dem ich vor Jahren ein Bild von der Flusswasserkunst gesehen habe, bin ich vom alten Hannover infiziert. Für mich ist/war es das schönste Gebäude, was jemals in Hannover rumstand. Toll, dass manch einer auch so denkt.
Eine Rekonstruktion ist leider unwahrscheinlich; denn das Gebäude ist nicht dem Krieg zum Opfer gefallen, sondern die Architektenschaft hat dieses Gebäude aus Hass abgerissen (Stadtbaurat Hillebrecht: "... gehasst haben wir das".). Zu dem sollte der Blick frei auf das Leineschloss sein. Später hat Hillebrecht den Abriss übrigens bedauert.
Ich plädiere auch für einen Wiederaufbau als Mahn-Denkmal für die zweite Zerstörung Hannovers.
Ich bin auch ganz neidisch auf Frankfurt & Co., wo sich nun Gruppen formieren, die sich für Rekonstruktionen stark machen. Finde ich toll. Wenn man sieht, das in Dresden eine einzige Rekonstruktion so einen gewaltigen Bauschub auslöst...
Genauso schlimm ist übrigens der Abriss zugunsten eines Parkplatzes (!) der Villa Willmer ("Tränenburg"). Allein die Inneneinrichtung wäre heute unbezahlbar. Fotos gibt es leider nur in Büchern.
Übrigens wollte ich noch Fotos und Karten zur alten Leineinsel reinstellen, hab aber die Funktion hierzu noch nicht gefunden. Hier kann Hannover noch was machen!
MPOWER April 13th, 2008, 03:56 PM Weis einer von euch inwieweit die Innenstadt von Hannover im 2.Weltkrieg zerstört wurde?
Leine1977 April 13th, 2008, 04:04 PM ... soweit ich weiß, ist dies Überschwemmungsgebiet. Die Gegend ist oft unter Wasser und mit Deichtoren gesichert.
Ich bin aber auch dagegen, weil die Grüngebiete Hannovers großes Plus sind. Zum Radfahren auch eine schöne Ecke (und das in einer Großstadt!).
***
Finde ich übrigens toll, dass Ihr euch auch alle für Stadtplanung interessiert. Dachte schon, ich wäre der einzige Freak.
erbse April 13th, 2008, 04:09 PM Übrigens wollte ich noch Fotos und Karten zur alten Leineinsel reinstellen, hab aber die Funktion hierzu noch nicht gefunden. Hier kann Hannover noch was machen!
Erstmal: Herzlich Willkommen im Forum! Toll, dass mein Beitrag dich zum Registrieren bewegt hat ;)
Die "Funktion" für das Einfügen von Fotos ist das gelbe Symbol mit dem Berg (Insert Image) im erweiterten Textfeld. Bevor du Bilder einfügen kannst, die sich auf deinem PC befinden, musst du sie aber zunächst hochladen. Dafür gibt es verschiedene Anbieter - z.b. ImageShack (http://www.imageshack.us), flickr (http://www.flickr.com), photobucket (http://www.photobucket.com) oder tinypic (http://www.tinypic.com).
Dort lädst du die Bilder entsprechend hoch, kopierst den Bildlink und fügst ihn hier zwischen den Codezeilen [ IMG ] [ /IMG ] (ohne Leerzeichen) ein. Tada, dein Bild ist da ;)
Eine Rekonstruktion ist leider unwahrscheinlich; denn das Gebäude ist nicht dem Krieg zum Opfer gefallen, sondern die Architektenschaft hat dieses Gebäude aus Hass abgerissen (Stadtbaurat Hillebrecht: "... gehasst haben wir das".). Zu dem sollte der Blick frei auf das Leineschloss sein. Später hat Hillebrecht den Abriss übrigens bedauert.
Vor so viel Dummheit kann man heute nur den Kopf schütteln. Es war eben eine Zeit, in der man tatsächlich glaubte, sich mit "moderner" Architektur profilieren zu können. Da man das überall in Deutschland glaubte, ging der Schuss mächtig nach hinten los und als Resultat dessen wird man allenorten von tristen Waschbetonkübeln erschlagen.
Ich plädiere auch für einen Wiederaufbau als Mahn-Denkmal für die zweite Zerstörung Hannovers.
Das wäre natürlich genial, es aus diesem Grund zu rekonstruieren. Ein Schlag mitten in die hässliche Fratze der Altmodernisten und Stadtverunstalter - ich wär begeistert :D Leider (noch) ziemlich unwahrscheinlich.
Ich bin auch ganz neidisch auf Frankfurt & Co., wo sich nun Gruppen formieren, die sich für Rekonstruktionen stark machen. Finde ich toll. Wenn man sieht, das in Dresden eine einzige Rekonstruktion so einen gewaltigen Bauschub auslöst....
Warum neidisch sein? Ergreift selbst die Initiative! Dieses Forum ist voll von architekturbegeisterten Hannoveranern, die ihre Stadt verbessern möchte. Wenn das keine anständige Basis für eine solche Organisation ist ;)
Leine1977 April 13th, 2008, 04:12 PM Zur Zerstörung: Soweit ich weiß nahezu komplett (> 90%). Wenn man sich das Modell im Rathaus anschaut, wird einem Angst und bange. Da ist fast nichts übrig geblieben. Das Markierer-Flugzeug der Briten hat leider zu präzise Arbeit geleistet.
Ich bin froh, dass man nach dem Krieg alle Fachwerkhäuser (30 blieben über) zusammengepackt hat und eine Altstadt daraus geformt hat. Wenigstens haben wir dann noch welche.
Die Flusswasserkunst, das Madsack-Gebäude, Neues Rathaus waren übrigens unversehrt geblieben.
Leine1977 April 13th, 2008, 04:28 PM Danke für den Tip Erbsenzaehler. Werde ich demnächst mal beherzigen.
Hab Deine Heimat im aphforum übrigens auch schon betrachtet. Muß auch bald mal wieder gen Osten.
Gruß aus Hannover
lifestyle032 April 13th, 2008, 05:06 PM Leine1977:
Herzlich willkommen im Forum!
Zu der Flusswasserkunst:
Ich findes es auch höchst bedauerlich dass diese Gebäude nach dem Weltkrieg abgerissen wurde, obwohl es gar keinen Schaden genommen hat!
Hatte gestern Abend schon den Entschluss gefasst unseren Baudezernenten Uwe Bodemann per eMail zu kontaktieren und ihn zu diesem Thema zum Nachdenken anzuregen :)
Aber im Netz habe ich bisher keine Adresse gefunden.. und anrufen muss ich nicht unbedingt...
devilsadvocate April 13th, 2008, 06:16 PM Landeshauptstadt Hannover
Baudezernat
Rudolf-Hillebrecht-Platz 1
30159 Hannover
Tel.: 0511 / 168 - 44527
Fax: 0511 / 168 - 43005
WErde dort morgen mal anrufen und nach einer mail adresse fragen.
Ich habe im Rahmen meines Referendaraits noch ein 3-monatiges PRaktikum bei einer Verwaltungsstelle zu machen. WErde da auch mal anfragen, ob dies auch dort ginge! Dann wäre ich an der Quelle und könnte uns dort vertreten :cheers:
Vielleicht könnte man bezüglich der Wasserkunst auch noch mal die VW-Stiftung, die auch das H-SChloss wiederaufbaut kontaktieren?
lifestyle032 April 13th, 2008, 06:33 PM Zum letzten Punkt: Ich glaube die hätten da nicht unbedingt Interesse dran.. das Schloss bildet ja immerhin Raum für Konferenzen und Tagungen etc.
Leine1977 April 13th, 2008, 07:20 PM Super! Ich hatte neulich auch schon an die HAZ geschrieben und für die Flusswasserkunst plädiert. Dort war vor kurzem versteckt zu lesen, dass sich die Stadt lt. Bodemann wieder eine Bebauung auf dem Gelände der ehemaligen Wasserkunst wünscht. Es ging allerdings nicht daraus hervor, ob die Flusswasserkunst oder das Gelände gegenüber, wo die in den 1990er Jahren ebenfalls abgebrochene Neue Wasserkunst (das war das hässliche weiße Kastengebäude) gemeint war.
Zur VW-Stiftung: Ich hoffe man diskutiert das Schloss nicht wieder tot. Finde ich toll, dass die das machen. Am Raschplatz gibt es doch genug Platz für moderne Architektur.
devilsadvocate April 13th, 2008, 07:22 PM @Leine: Hast Du den Artikel noch?
WEißt Du noch den genauen Wortlaut oder welche Ausgabe das war?
Wo ist denn genau das Gelände der ehemalugen Wasserkunst, welches bebaut werden könnte? Kann mich da an keine freie Fläche erinnern?
Leine1977 April 13th, 2008, 07:26 PM Der war glaub ich vom 2. April (Conrad von Meding ist der Journalist). Es ging dort um das Wasserrad, was ein Ingenieur an der Leine installieren wollte und die Stadt abgelehnt hatte. Am Ende wurde dann über das Gebiet der Flusswasserkunst gesprochen.
Komisch, obwohl ich einen Account für die e-Ausgabe habe, werden nur die Ausgaben bis zum 5. April angezeigt.
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Die Flusswasserkunst von Hubert Stier war ja genau auf dem Platz der Göttinger Sieben. Die andere Wasserkunst gegenüber, wenn man in Richtung Loretta´s Biergarten schlendert.
devilsadvocate April 13th, 2008, 07:37 PM Also auf "www-haz.de kann man auf "alle artikel anzeigen" gehen und man kriegt dort alle bis einschließlich 15.3. bin gerade auf der suche...
scheint aber nicht hier aufgelistet zun sein :-(
Leine1977 April 13th, 2008, 07:56 PM Genau, da habe ich ihn auch nicht mehr gefunden.
***
LEINEINSEL
Die alte Leineinsel hatte übrigens folgendes Aussehen (hoffentlich klappt das mit dem Bild). Man erkennt auch die Flusswasserkunst.
http://img396.imageshack.us/img396/4935/unbenannt4ie4.jpg
(aus dem Pharus-Plan "Hannover 1907")
Orientieren kann man sich am Leineschloss.
lifestyle032 April 13th, 2008, 08:17 PM Danke für das Bild!! Respekt! :cheers:
Ich wollte schon immer wissen wo sich die Leineinsel befand!
Schöne Karte :)
devilsadvocate April 13th, 2008, 08:21 PM habe mal bei google earth geschaut. warum zur hölle hat man die wasserkunst abgerissen? hätte wunderbar dort stehen bleiben können. dort ist ja jetzt nur das leinewehr und ne freifläche...
:bash::bash::bash::bash::bash::bash::bash:
Leine1977 April 14th, 2008, 10:21 PM Ein interessanter Link, wo man Kurzfilme frei runterladen kann. Hier ist u.a. der "Kriminalfall" von 1924, wo man den Massenmörder Fritz Haarmann verfilmt hat. Es sind wohl die ältesten bewegten Bilder aus dem alten Hannover, die erhalten geblieben sind.
http://www.hist.uni-hannover.de/~kultarch/h_film/filme/kriminalfall1924.htm
Im Hintergund ist immer die Altstadt zu sehen (z.T. auch die - damals heruntergekommene - Leineinsel).
Es gibt hier noch mehr Filme - leider allerdings nicht "Das Gesicht einer Stadt" von 1930, der ja neulich in der Zeitung stand.
lifestyle032 April 14th, 2008, 11:51 PM Es gibt hier noch mehr Filme - leider allerdings nicht "Das Gesicht einer Stadt" von 1930, der ja neulich in der Zeitung stand.
Der Film wurde letztens im Kinosaal des Künstlerhauses vorgeführt; eine Wiederholung steht für Juni auf dem Programm. Ansonsten gibt's den Film auch als Kauf-DVD. Habe ich heute auch bei Schmorl u. v. Seefeld gesichtet, aber 19€ für ca. 30 Minuten Film waren mir dann doch zu viel; auch wenn der Preis sicherlich durch eine geringe Auflage und seltenes Filmmaterial begründet sein mag :)
devilsadvocate April 15th, 2008, 11:12 AM Was haltet ihr davon?
Meine Meinung ist das totaler, entschuldigung, MÜLL!
Hier wird reiner Populismus betrieben. Mal kommt der angebliche Klimawandel von schwarzen Wolken, mal vom Ozean, mal von den Kühen...
Fakt ist, dass es den Klimawandel schon immer gab. Warum sonst hieß0 "Grönland einmal auch "Greenland"? Glaube auch nicht, dass es 100% feststeht, dass CO" "schuld" an wärmeren Tempreaturen ist, die ja schon dann angenommen werden, wenn es am Vorjahrestag 1 Grad kälter war und die Sonne nicht schien...
Ich weiß nur, dass Heizpilze nicht "die Welt retten".
"Politiker wollen Heizpilze verbieten
Die Gastronomen in Hannover müssen wohl demnächst ein weiteres Verbot hinnehmen. Die Gasstrahler sollen von öffentlichen Plätzen verschwinden – weil der CO2-Ausstoß zu hoch ist.
Draußen vor der Tür – und noch unterm Heizpilz: Axel Henning und Thorsten Kölln genießen ihren Kaffee auf der Lister Meile
Nachdem sie ihre rauchenden Gäste vor die Tür oder in einen separaten Raum setzen mussten, sollen jetzt auch die Heizpilze vor den Kneipen, Bars und Cafés verschwinden. Die Ratsfraktionen von SPD und Grünen haben sich darauf verständigt, dass die Wärmestrahler nicht mehr auf öffentlichen Flächen stehen dürfen.
Am Montag Abend galt als sicher, dass als erstes politisches Gremium der Bezirksrat Mitte eine entsprechende Änderung der Sondernutzungssatzung, die die private Nutzung öffentlicher Grundstücke regelt, beschließen würde – gegen die Stimmen von CDU und FDP. Eine Entscheidung fiel am Montag indes nicht, die CDU will das Thema vorher noch einmal in der Fraktion beraten. Nach dem Bezirksrat müssen noch diverse Ausschüssen und der Rat den Antrag absegnen.
„Der Kohlendioxid-Ausstoß der Geräte ist einfach zu hoch“, sagt Ratsherr Michael Dette von den Grünen. Ein gasbetriebener Heizpilz, so rechnet Dette vor, pumpt pro Stunde dreieinhalb Kilogramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft – so viel wie ein Mittelklassewagen auf einer Strecke von 25 Kilometern. Auf das Jahr gerechnet summiert sich der Ausstoß des klimaschädlichen Gases bei einem Heizstrahler auf zwei Tonnen. Um auf diese Bilanz zu kommen, müsste das Auto 12.000 Kilometer zurücklegen.
In Berlin sind die Strahler bereits verboten.
Beim Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) kommt der Beschluss erwartungsgemäß nicht gut an. „Ich bin schockiert“, sagt der hannoversche Dehoga-Chef Helmut Uhl. Durch das Rauchverbot seien die Gastwirte schon genug gebeutelt, da sei es unverständlich, wenn die Politiker jetzt noch einen draufsetzen, meint Uhl. Ähnlich reagiert Dirk Aigner von der City-Gemeinschaft. „Das ist kein wirtschaftsfreundlicher Beschluss“, sagt er.
Konkrete finanzielle Einbußen fürchtet Thomas Helmer, Inhaber einer Lehrter Event-Firma, die Heizpilze an öffentliche Veranstaltungen verleiht. „Ein Verbot ist Quatsch“, sagt Helmer. „Der Anteil der Propangasgeräte am gesamten Schadstoffausstoß ist minimal.“
Auch die Oppositionspolitiker im Bezirksrat Mitte lassen kein gutes Haar am Heizpilzverbot. „Das verzerrt den Wettbewerb“, sagt Wilfried Engelke von der FDP. Gastwirte, die ihre Außenterrasse auf privatem Boden betrieben, könnten Rauchern weiterhin einen beheizten Freiluftaufenthalt bieten. „Dadurch werden die Wirte mit Außenbewirtschaftung auf öffentlichen Flächen benachteiligt“, sagt der FDP-Ratsherr. Eine Einschränkung unternehmerischer Freiheit sei das Heizpilzverbot, meint CDU-Politiker Joachim Albrecht.
Selbst in den Reihen der Sozialdemokraten regt sich Unmut. „Ich habe Bauchschmerzen bei der Entscheidung“, sagt SPD-Mann Detlef Gerberding. Er hätte sich Möglichkeiten für Ausnahmeregelungen gewünscht, etwa für die Stände auf dem Weihnachtsmarkt. Die sind von dem Verbot allerdings gar nicht betroffen. Denn für die Marktbeschicker gilt die sogenannte Marktsatzung und nicht die Sondernutzungssatzung, in die das Heizpilzverbot einfließen soll.
Die rot-grüne Initiative zur Verringerung des CO2-Ausstoßes könnte jedoch unterlaufen werden. Denn der Begriff des „Heizpilzes“ bezieht sich nur auf laternenförmige Wärmestrahler mit einem runden Deckel auf dem Ofen. Im Handel gibt es jedoch auch gasbetriebene Heizöfen, die mit einem Pilz nicht mehr viel gemein haben – und viel billiger sind."
lifestyle032 April 15th, 2008, 11:42 PM Da gebe ich dir Recht!
Ich bin zwar Nichtraucher und infolgedessen nicht davon betroffen, aber jetzt ein Verbot der Heizpilze anzuzetteln halte ich für übertrieben.. nur gut dass es bald wärmer wird! ;)
Ich habe mal gelesen, dass in einer anderen Stadt (weiß nicht mehr welche) die Heizpilze aus ästhetischen Gründen entfernt werden mussten, da sie anscheinend das Innenstadtbild verschandelten.
Mag glauben wer will...
gstolze April 16th, 2008, 12:26 AM Ich find es auch lächerlich. Irgendwie passt es aber in die absolut dogmatische Verhaltensweise, die die seit der Nachkriegszeit in Hannover herrschende Ratsfraktion immer wieder an den Tag legt.
Da sollte in de Stadt lieber die grüne Welle eingeführt werden. Damit könnte viel mehr für die Umwelt getan werden. Aber man will ja aus ideologischen Gründen lieber den Individualverkehr behindern. In dem Fall spielen dann ökologische Bedenken komischerweise keine Rolle mehr. :puke:
Leine1977 April 16th, 2008, 08:14 PM Genau, da habe ich ihn auch nicht mehr gefunden.
***
LEINEINSEL
Die alte Leineinsel hatte übrigens folgendes Aussehen (hoffentlich klappt das mit dem Bild). Man erkennt auch die Flusswasserkunst.
http://img396.imageshack.us/img396/4935/unbenannt4ie4.jpg
(aus dem Pharus-Plan "Hannover 1907")
Orientieren kann man sich am Leineschloss.
devilsadvocate April 16th, 2008, 08:15 PM Was ist dsas für ein gEbäude am Goetheplatz? Steht das heute noch?
Leine1977 April 16th, 2008, 08:22 PM Oh, entschuldigt, ich wollte nochmal kurz an dem "lütten Bilden" testen, wie ich es größer bekomme. Habe es jetzt endlich raus. Leider hat sich wohl diese alte Info verdreifacht und wieder neiu eingestellt. Sorry für die Verwirrung!
@devilsladvocante: Das ist die Garnisonskirche. Nein, die steht leider auch nicht mehr. Auch diese hat den Krieg überstanden. Sie wurde aber abgerissen, weil man ein Schwesterheim für das Friederikenstrift bauen wollte.
Ist unter anderem später angeprangert worden, weil der Goetheplatz damit abgewertet wurde. Heute ist dies ja eine eher verkommene Ecke (sorry, wenn dort einer wohnt).
Leine1977 April 16th, 2008, 08:24 PM Kann ich die obigen Messages eigentlich löschen?
devilsadvocate April 16th, 2008, 08:25 PM Wäre ich Bill Gates, würde ich mir einen Vorkriegsplan von Hannover schnappen, die ehemaligen Grundstücke aufkaufen und die alten schönen Gebäude wieder aufbauen! (inkl. Markthalle, Wasskunst und Garnisonskirche!)
Wie konnte man sowas nur abreißen? Gottes Willen!!!
Leine1977 April 16th, 2008, 08:32 PM ... Oder russischer Neu-Milliardär. Dann würden wir jeden Tag in der HAZ gehuldigt werden...
Man muss auch bedenken, dass die alten Bauten den Immobilienmarkt enorm ankurbeln können. Ist jedenfalls beeindruckend, was die Frauenkirche in Dresden ausgelöst hat (trotzdem ist für mich Hannover das non-plus-ultra).
Zudem sehen dann auch die Neubauten viel besser aus.
Demnächst werde ich auch mal ein paar Fotos reinstellen - jetzt weiß ich ja wie das geht :-)
gstolze April 16th, 2008, 09:09 PM Es gibt zwei tolle Bücher, die sich mit dem Thema Wiederaufbau und dem Umgang mit erhaltener historischer Bausubstanz in den 50er und 60er Jahren.
Beide sind von dem kürzlich verstorbenen Architekten Friedrich Lindenau, der für einen behutsamen Wiederaufbau und die Erhaltung von mehr historischen Gebäuden und Stadtstrukturen eintrat.
1. Hannover - Wiederaufbau und Zerstörung
2. Hannover - Der höfische Bereich Herrenhausen
Wenn an die liest, bekommt man eine regelrechte Hasskappe auf die damaligen Politiker und Stadtbauräte. Meiner Meinung hat Rudolf Hillebercht mit seinem Dogma der autogerechten, modernen Stadt der keine gute
Stadtentwicklung betrieben. Viele historische Bauten wurden aus ideologischen Gründen sinnloserweise geopfert. Heute haben wir viel zuwenig historische Sehenswürdigkeiten und auch die Stadtstrukturen sind teilweise nicht harmonisch. (siehe Steintor, Köbelinger Markt, Aegi, Friedrichswall, Trammplatz, Friederikenplatz, Waterlooplatz, Leineufer).
Orbiter April 17th, 2008, 10:40 PM Quelle HAZ 17.04.2008
http://img440.imageshack.us/img440/2204/art1704082op7.jpg
lifestyle032 April 18th, 2008, 01:36 AM Also, ich weiß nicht was ich von dem Artikel bzw. der Rede halten soll...
Es ist ja in Ordnung den Wiederaufbau des Schlosses in Frage zu stellen; aber muss man gleich in Gedanken den holländischen Pavillon in die Herrenhäuser Gärten versetzen???
Und was sich dem Vortragenden unter etwas großem, "skylinefähigem" vorstellen mag, erschließt sich mir auch nicht!
:weird:
Trotzdem möchte ich meinen, dass das geplante Herrenhäuser Schloss eventuell nicht so eine bedeutsame touristische Anziehungskraft entwickeln könnte wie evtl geplant...
:wink2:
devilsadvocate April 18th, 2008, 10:09 AM Es dürfte ja wohl klar sein, dass das Herrenhäuser Schloss nicht so eine Magnetwirkung wie z.B. ein 800m Wolkenkratzer hätte.
Eine stadt muss sich entwickeln, und Hannover ist auf dem besten Wege hierhin!
Mal davon abgesehen, dass Hannover schon seit einiger Zeit keine "Transit-Stadt" mehr ist! Aus dem ganzen Bundesgebiet kommen die Leute z.B. um in den Zoo zu fahren, oder zu den Festspielen in die Gärten!
Wegen der Architekturfrage: Mal gucken, was dann am Ende beim Raschpaltz rauskommt, da hier ja auch eine architektonische Meisterleistung behauptet wurde.
nitri April 18th, 2008, 04:48 PM Noch mal eine generelle Frage: Ich bin ja nicht mal ein Jahr in der Stadt und mich würde interessieren, ob die momentane Entwicklung Hannovers ein Novum ist und in den Jahren zuvor eher Stagnation herrschte, oder ob das prinzipiell eher kontinuierlich läuft?
Orbiter April 18th, 2008, 05:13 PM Das Thema des Schlosswiederaufbaus, das Thema des Verlustes historischer Bausubstanz und auch das Thema von Attraktoren, Leuchtturmprojekten, seien sie nun skylineprägend oder nicht, alle diese Themen sind in Hannover sicherlich diskussionsfähig und mehr noch, eine Diskussion über diese Punkte und darüber hinaus ist notwendig. Allerdings sollte man schon überlegen, aus welcher Position heraus man argumentiert.
Wenn man die liest, bekommt man eine regelrechte Hasskappe auf die damaligen Politiker und Stadtbauräte. Meiner Meinung hat Rudolf Hillebercht mit seinem Dogma der autogerechten, modernen Stadt der keine gute
Stadtentwicklung betrieben. Viele historische Bauten wurden aus ideologischen Gründen sinnloserweise geopfert. Heute haben wir viel zuwenig historische Sehenswürdigkeiten und auch die Stadtstrukturen sind teilweise nicht harmonisch. (siehe Steintor, Köbelinger Markt, Aegi, Friedrichswall, Trammplatz, Friederikenplatz, Waterlooplatz, Leineufer).
Diese Aussage zum Beispiel, auch wenn ich sie verstehen kann, tut den Verantwortlichen der damaligen Zeit unrecht, denn wir können aus einer Perspektive des Rückblicks über etwas urteilen, das damals als neu und fortschrittlich galt, und was zudem unter anderen Vor- und Randbedingungen entstanden ist. Planer wie Hillebrecht sind aufgewachsen in einer Zeit, als Städte noch enge, verschmutze Orte waren, mit beissender Luft, unhygenisch und dunkel. Die dichte Bebauung zum Beispiel, die heute als Zeichen von Urbanität gerne vermisst wird, war zu der Zeit nicht grade ein Pluspunkt für Lebensqualität. Für die Stadtentwicklung galt es also nach neuen Wegen zu suchen, wie die Charta von Athen (http://de.wikipedia.org/wiki/Charta_von_Athen) zeigt. Unter diesem Eindruck, und unter der weiträumigen Kriegszerstörung mußte Hillebrecht Hannover wieder auf bauen. Lange Zeit galt Hannover als Vorbild und das Leitbild von Hillebrecht der autogerechten Stadt als Visionär. Das sich heute das Meinungsbild gedreht hat, vielfach der Verlust, der in dieser Zeit entstanden ist, beklagt wird, hat natürlich viel mit dem Wandel zu tun, den unsere Gesellschaft im Laufe der Zeit durchgemacht hat, vorallem unter dem Eindruck der Globalisierung wird die Wahrung und Stärkung der eigenen Identität immer wichtiger. Städte wie Hannover befinden sich heut nicht mehr nur im regionalen Wettbewerb oder in einem nationalen Wettbewerb, sondern müssen sich weltweit um Aufmerksamkeit bemühen, sei es wirtschaftlich oder sei es touristisch.
Weitestgehend unbewußt für den einzelnen bedeutet das, wenn wirtschaftliche und popkulturelle Aspekte zunehmend in einem globalen Handlungsraum verwischen, historische Verwurzelungen einen stärken Einfluss
auf die Identitätsbildung ausüben. Man darf aber nicht vergessen, das diese historische Bindung sehr selektiv wahrgenommen wird. Um so schmerzlicher wirkt es, wenn aus diesen als positiv empfundenen historischen Wurzeln Teile herausgeschnitten wurden.
Um das ganze zu relativieren: das ist weder als Wertung zu sehen, noch ist das der Wahrheit letzter Schluss. Es geht nur darum die Perspektive klar zu machen, aus der wir urteilen.
Was nun die Aussagen von Walter Prigge angeht, gibt es dort zwei wichtige Aspekte. Zum einem kritisiert er die Schlossrekonstruktion, die im übrigen nach den derzeit angedachten Plänen nur eine Kulissenarchitektur ist, zum anderen spricht er den Wunsch nach einer "Ikone" also einem Wahrzeichen an.
Wie mit dem Ort umzugehen ist, an dem einmal das Schloss gestanden hat, ist eine Diskussion, die schon seit jahrzehnten in Hannover geführt wird.
http://http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C45742951_L20.pdf (http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C45742951_L20.pdf)
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C43267365_L20.pdf
http://park.org/Germany/Hannover/Herrenhausen/Uebersicht_3.html
Es gibt dabei Leute, die für eine komplette Rekonstruktion sind, andere möchten nur die äußere Hülle zurück haben und eine dritte Gruppe, vornehmlich Architekten und Planer, empfehlen einen Neubau an dieser Stelle. Nicht zuletzt gibt es Menschen, die dort gar nichts (wiederauf-)gebaut sehen möchten.
Jeder vertritt seine Position und hat entsprechende Argumente. Dazu gehören, ohne sie jetzt zu ordnen, Aspekte wie die Vollständigkeit des historischen Ensembles, die Sichtachsen, der Wandel der Anlage im Laufe der Zeit, die Nutzungen von Garten und Gebäude, usw.
Was Prigge hier kritisiert, kann man verstehen, wenn man Vergleiche zieht, zB. mit Schloss Sanssouci in Potsdam. Das ist es nämlich, was den Verfechtern einer kompletten Rekonstruktion inklusive der Innenräume vor schwebt. Aber dafür hat das Schloss im Großen Garten weder die Bedeutung, noch die Größe. Und, so ein Nachbau, jahrzehnte nach der Zerstörung hat nichts orginales mehr. Es wäre ein Gebäude, errichtet um seiner selbst willen, ohne Authentizität, ohne zeitgemäße Nutzung, bespielt nur aus dem Zwang heraus es nutzen zu müssen.
Aber auch ein modernes Innenleben in historischer Hülle ist eine zweifelhafte Idee, eine architektonische Chimäre. Die äußere Gestalt und die innere Nutzung haben dann nichts mit einander zu tun, stören sich möglich auch noch. Das hier statt eines Qualitätsgewinns ein Qualitätsverlust entsteht ist für Prigge als Soziologe klar, wird doch durch ein Konferenzzentrum öffentlicher Raum zu zumindest halbprivatem, wenn nicht zeitweise sogar ganz privatem Raum. Warum sollte sich das jemand anschauen wollen?
Bleibt noch die moderne Architektur. Aber passt die an diesen Ort? Tatsächlich gibt es schon ein Stück moderne Architektur im aktuellen Gebäudebestand des Großen Gartens: der Foyer-Pavillion von Arne Jacobsen. Ein zurückhaltender Glasbau, der die historischen Gebäude mit moderner Architektursprache interpretiert. Aber Jacobsen hat auch einen Entwurf für das Schlossgrundstück gemacht und dabei einen ganz anderen Weg beschritten:
http://park.org/Germany/Hannover/Herrenhausen/images_low/BellaVista.gif
http://www.stoutbooks.com/stout/images/items/66543.jpg
Leider hab ich im Moment keine besseren Bilder gefunden, dafür aber noch eine weitere Beschreibung aus "Die Zeit" von 1965:
http://images.zeit.de/text/1965/01/Das-kalorienlialtige-Heiligtum-yon-Hannover
Man mag zu diesem Entwurf stehen, wie man will, aber wir nähren uns damit dem, was Prigge unter einer Ikone versteht. Damit ist kein 800m Wolkenkratzer gemeint und auch das Versetzen des holländischen Pavillions ist ein überzogenes Bild um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Es geht darum, das wenn Hannover auf der Suche nach einem neuem Wahrzeichen ist, die Rekonstrukton des Schlosses diese Sehnsucht nicht erfüllen kann. Es ist dann notwendig, etwas wesentlich zeichenhafteres zu entwickeln, das eine große Eigenständigkeit hat, eine starke zeitgemäße Architektur, und die wäre dann vermutlich schon ganz von selbst, allerdings nicht unbedingt über ihre Höhe, skylinefähig.
So, es gäbe noch viel mehr zu diesen Themen zu sagen, aber dazu später...
nitri April 18th, 2008, 06:03 PM Interessanter Beitrag. Danke dafür!
Leine1977 April 18th, 2008, 07:42 PM Zum Teil stimme ich mit Euch überein. Es war nicht alles schlecht am Aufbau. So wurden Hochhäuser im Stadtzentrum verboten, die Fachwerkfassaden erhalten. In dem Spiegel-Artikel "Das Wunder von Hannover" (1959) wird Hannover als "Superstadt" schlecht hin hochgelobt.
Es ist aber kein Freispruch. Was kaum ein Hannoveraner weiß: große Teile der Altbauten in Linden, Nordstadt und der List sollten durch "Hochhäuser im Grünen" ersetzt werden. Dieses Projekt wurde zum Glück nie realisiert. Zudem gab es etliche Architekten, die Hillebrecht bei seiner "Abrisswut" kritisiert haben (z.B. Villa Willmer).
Was mich an der heutigen Diskussion stört ist, dass man alte und neue Architektur doch parallel realisieren kann. Warum will die Architektenschaft nicht verstehen, dass viele Altbauten (von mir aus auch Fassaden) schön(er) sind? Warum müssen unbedingt Star-Architekten engagiert werden, die große Klötze als Wahrzeichen verkaufen? Warum muss Hannover den Millionen-Metropolen hinterherlaufen? Und was soll der Holland-Pavillion? Wer oder was ist ein Prigge?
Es geht doch vielmehr nicht die Träume der Architekten zu erfüllen, sondern der Stadt etwas identitätsstiftendes zu geben. Das kann ein Laves-Bau weit besser erfüllen. Wie man am Neumarkt in Dresden mit dem Entwurf des Gewandhauses feststellen kann, haben viele Architekten bis heute nicht gelernt, dass man auch den historischen Ort einbeziehen muss (der Entwurf neben der Frauenkirche wurde nach Protesten einkassiert).
Wenn ich einen Gehry-Tower bestaunen will, fährt kein Mensch nach Hannover; sondern nach Bilbao oder Düsseldorf - da steht er in 5 facher Ausfertigung. Ich glaube, Hannover tut sich kein Gefallen, unbedingt zwanghaft ein Wahrzeichen zu errichten. Das Schloss wird auch kein Magnet sein, aber die Fassade passt zum Garten und polarisiert nicht - sollte das nicht reichen?
Anbei habe ich noch ein anderes Bild von dem Entwurf von Jacobsen:
http://img187.imageshack.us/img187/7381/bild2zo5.jpg
Hierzu gab es u.a. Kritik, weil das Bauwerk nicht mit dem Garten vereinbar ist (irgendwas mit Flucht- und Höhenlinien).
P.S.: ich glaube übrigens, das Schloss kommt eh nicht. Die Architektenschaft hat ein organisiertes Sprachrohr und die Presse berichtet wöchentlich von irgendwelchen Podiumsdiskussionen des BDA und der Architektenkammern.
Armes Hannovera!
Leine1977 April 18th, 2008, 07:54 PM @Orbiter: ich glaube Du studierst/studiertest Architektur (wollte ich selbst auch mal)? Ihr solltet wissen: ich hab nichts gegen Star-Architekten und so, aber was ist so schlimm an Rekonstruktionen/Fassaden - ich versteh das nicht immer. Unsere ganze Altstadt ist Fassade, aber jeder liebt sie doch.
Ich verfolge interessiert die Never-ending Story um den Aufbau der Altstadt in Frankfurt a.M. - da haben sich die Bürger durchgesetzt (hoffe ich). Es ist aber eine sehr idiologische Diskussion. Da ist Hannover nicht alleine.
devilsadvocate April 18th, 2008, 08:05 PM @Leine: Warum glaubst Du, dass das SChloss nicht käme?
Das ist beschlossene Sache. 2012 steht es weider an seinem alten Platz udn macht die Herrenhäuser Gärten weider komplett!
Leine1977 April 18th, 2008, 08:12 PM Ist so ein Gefühl. In Frankfurt glaubt man auch die Fachwerkhäuser kommen und es gibt jetzt Verzögerungen, Kostensteigerungen,...
Ich glaube es steht auf wackeligen Beinen; denn: die SPD und Grüne tun sich mit dem Monarchie-Krams schon immer schwer. Und der BDA und die Architektenkammer machen ja schon ganz schön tam-tam. Wenn ein Architekten-Wettbewerb zugelassen wird, dann kommen so Entwürfe wie bei Jacobsen raus, dann gibt es Aufregung/Wirbel,... als Stiftung hätte ich schon längst gesagt: Dann eben nicht.
Ich hoffe es bleibt wie es ist bei den Laves-Entwürfen. Wir sind doch eine Residenzstadt!
devilsadvocate April 18th, 2008, 08:28 PM http://img361.imageshack.us/img361/1003/37368902nc6.jpg
devilsadvocate April 19th, 2008, 12:00 PM Sorry, der Artikel oben war von März 2007!! Also doch schon etwas älter...
Ich hätte da einen Vorschlag:
Wie wäre es, wenn wir alle zusammenlegen, und jeweils die Epaper der HAZ und der Neuen Presse abonnieren. Das kostet dann 30 Euro im Monat (für alle).
Wenn schon zwei weitere mitmachen, könnte jeder für nur10 Euro im Monat die NP und HAZ lesen und wir hätten eine wunderbare Quelle.
Benutzername und Kennwort werden vertraulich verteilt. Dauerauftrag müsste eingerichtet werden.
Das würde unsere Zusammenarbeit auf eine völlig neue Stufe stellen, aber vielleicht sind wir ja schon bereit dazu ;-)
Was haltet ihr davon?
nitri April 19th, 2008, 01:59 PM Um ehrlich zu sein - ich halte nicht allzu viel davon (auch wenn's ein ziemlich ausgefuchster Plan ist ;) ) Einerseits des Geldes wegen (auch wenn's "nur" 10 € wären) und zum Anderen und vor allen Dingen, weil dann ein Großteil des "Spaßes" am Auftreiben von Meldungen und Verkündungen wegfiele. Durch's kollektive "E-papern" - wären alle Teilnehmer auf dem selben Informationsstand und bräuchten das Forum eigentlich nicht mehr.
Für meinen Geschmack ginge dadurch einiges an Reiz verloren.
Was man auch bedenken sollte: nicht jeden Tag werden forumsrelevante Themen behandelt und die die doch relevant und von einiger städtebaulicher Bedeutung sind, finden sich zu 99% auch kostenlos im Internet - wenn man evtl. auch ein wenig danach suchen muss.
Aber wie gesagt: gerade das macht (zumindest für mich) das Forum interessant.
telemaxx April 19th, 2008, 03:32 PM Ja das geht mir auch so!
Außerdem habe ich z. B. auch ein HAZ-Abo und was nich im Internet steht bei haz.de, stellen ich oder andere dann ja auch irgendwie anders rein (als Foto oder so)!
Ich glaube nicht, dass uns wichtige Informationen entgehen!! :D
Leine1977 April 19th, 2008, 03:57 PM @devilsadvocante: trotzdem danke für den Artikel - den hatte ich glaub ich damals übersehen. Schön, dass noch alte Sachen von den Welfen vorhanden sind.
Ich hab übrigens auch einen e-Paper Zugang von der HAZ. Von der NP wohl keiner. Die les ich mir ab und zu im Supermarkt durch
Hier übrigens von heute in der Zeitung - bestätigt ja mein Gefühl. Obwohl, dass mit dem Dresdner Neumarkt sehe ich auch so. Sieht ein bisschen wie Disneyland aus.
http://img293.imageshack.us/img293/739/haznu5.jpg
nitri April 22nd, 2008, 01:45 AM Das City-Management scheint seine Sache ordentlich zu machen:
Die Quartalsbilanz der Geschäftsführung: Ausgaben in Höhe von 101.807 Euro stehen Einnahmen von 138.065 Euro gegenüber. 66 Prozent der Einnahmen in diesem Zeitraum kommen aus der Privatwirtschaft. Der Rest aus dem QIN-Wettbewerb des Landes und dem projektbezogenen Zuschuss der Stadt.
http://www.hannover-city.de/
nitri April 22nd, 2008, 02:58 AM Erinnerungen rund um den Bau des Ihme-Zentrums (geschichtsträchtige Fotos inklusive):
http://www.entdecker-tour.de/ihmezentrum-bohne.php
lifestyle032 April 26th, 2008, 02:00 AM gesehen auf haz.de:
http://www.haz.de/storage/pic/artikel/zentral/haz/archiv/2008/200804/20080420/226747_1_080417-hann01-dome.jpg
Keine runde Sache
VW wollte groß im Peppermint Dome einsteigen. Doch weil die Stadt das Werbeverbot nicht lockern konnte, hat das Maschseefest eine große Chance vertan.
Wenn etwas in den vergangenen Jahren das Maschseefest bereichert hat, dann war das der Peppermint Dome“, sagte Claus-Dieter Hübsch, der als Erfinder der sogenannten Systemgastronomie gilt und Begründer der Kneipenkette Pupasch ist. Hübsch hatte die Macher des Domes Anfang des Jahres für das innovativste gastronomische Konzept des vergangenen Jahres in Niedersachsen ausgezeichnet. Die Urkunde hängt im Empfangsraum der Agentur Peppermint Event auf dem Expo-Gelände – hinten, in den Büros, sitzen zwei enttäuschte Geschäftsführer und ein trauriger Mousse T. Ihren Dome wird es in diesem Jahr auf dem Maschseefest nicht geben. Die Kuppel, die schon als neues Wahrzeichen des Festes bezeichnet wurde und bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, bleibt eingepackt. Weil die Stadt Hannover es nicht geschafft hat, binnen eines Jahres das Werbeverbot zu lockern. Das Maschseefest hat Schlagseite erlitten.
Man muss ein Jahr zurückblicken, um die Vorgänge um den Dome zu verstehen. Der Veranstalter des Maschseefestes, der Hannover-Tourismus-Service (HTS), war mit neuem Konzept angetreten: Mehr Niveau und ein besseres Programm sollten ans Ufer, zudem wurden Attraktionen gesucht, die Publikum aus ganz Deutschland nach Hannover locken sollten. Der Dome war genau der Clou, den die Tourismusexperten gesucht hatten: Die Optik, die ausgezeichnete Küche und das vorzügliche Programm sorgten für ein neues Maschsee-Gefühl. „Alle anderen Betreiber am See haben von diesem Zuschauermagneten ebenfalls profitiert“, sagt Herrenhäuser-Chef Manfred Middendorff.
Dem Team des Peppermint Dome war klar, dass es im ersten Jahr draufzahlen wird. Und zwar nicht zu knapp. „Das war einkalkuliert“, sagt Mousse T. über den sechsstelligen Verlust. Zum einen wollte er Hannovers Bemühungen, bundesweit mehr Anerkennung zu bekommen, unterstützen. Zum anderen der Agentur Peppermint Event – bis dato nur Insidern ein Begriff – zu mehr Öffentlichkeit verhelfen.
So weit, so gut. „Von Anfang an war aber auch allen klar, dass wir im zweiten Jahr zumindest eine schwarze Null schreiben wollen und müssen“, sagt Roman Jordan, einer der beiden Peppermint-Event-Chefs. Die Stadt habe damals signalisiert, dass man das mit der Lockerung des Werbeverbots schon hinbekäme. Der Maschsee steht unter Denkmalschutz, und die Ordnung schreibt vor, dass dort Werbung verboten ist. Mit einer Ausnahme: Veranstalter von Sportevents, die durch die Werbung nur die Kosten einspielen, dürfen werben. „Das hatte uns Mut gemacht, dass wir auch eine Sondergenehmigung bekämen“, sagt HTS-Chef Peter Richter. So ist er auch an die Verhandlungen für dieses Jahr gegangen: Richter hatte bereits mit ersten Unternehmen über eine Ruderregatta auf dem See verhandelt und wollte einen internationalen Wettbewerb für Künstler ausschreiben. Das alles sei wie der Dome aber nur mit Sponsoren zu finanzieren – und damit bleiben auch diese Pläne erst einmal in der Schublade.
„Man muss auch betonen, dass wir lediglich eine dezente Werbung benötigt hätten“, sagt Volker Jordan, der zweite Peppermint-Geschäftsführer. Nachts sollte beispielsweise ein Logo auf den Dome gestrahlt werden. „Oder wir wollten bestimmte Bereiche im Dome als Lounges anbieten, die dann einen Firmennamen getragen hätten.“ Alles ganz dezent. „Es muss ja auch zum Stil des Domes passen“, sagt Mousse T., „auf dem Rest des Festes sehe ich mehr Werbung, als es bei uns je gegeben hätte.“ Und Peppermint hatte schon große Partner so gut wie im Boot: Red Bull hatte von sich aus angefragt, VW sogar eine Idee, die über das Fest hinaus ging. Drei Wochen nach dem Maschseefest beginnt die Internationale Autoausstellung. „Da hätte VW gerne den Dome gemietet“, sagt Mousse T. Die Kuppel wäre dann insgesamt sieben Wochen stehen geblieben. „Und in den drei Wochen zwischen Maschseefest und Autoausstellung hätten wir der Stadt den Dome kostenlos überlassen“, sagt er. Beispielsweise für Ausstellungen, für Comedy-Abende mit Desimo, für Diskussionen. „Auch ein kostenloses Mittagessen für Straßenkinder war angedacht“, sagt er. Auch daraus wird nichts: Den sieben Wochen hat die Stadt sofort einen Riegel vorgeschoben. Und bei der Werbung war es so, dass in den Gesprächen durchklang, dass die Verwaltung sie wohl unter der Hand zulassen und ein Auge zudrücken würde. „Aber ich kann doch nicht beispielsweise zu Mercedes gehen und sagen, ihr könnt vielleicht bei uns werben“, sagt Tolksdorf. Peppermint wollte eine schriftliche Genehmigung – dazu war die Stadt nicht bereit.
Peter Richter hat nun die Aufgabe, bis zur Festeröffnung am 30. Juli diese Lücke zu schließen. „Wir sind am Ball“, sagt er. Etwas mehr Kinderprogramm wird es geben. Die beliebte Rodelbahn des Snowdomes Bispingen soll nicht nur an einem, sondern an allen drei Wochenenden angeboten werden. „Es wird auch ohne den Peppermint Dome ein wunderbares Fest“, sagt Richter. Für die Hannoveraner sicherlich – aber außerhalb der Stadt wird die Seesause an Aufmerksamkeit verlieren. Alle wollen nun versuchen, dass der Dome im nächsten Jahr wiederkommt. „Die Stadt will das ja auch, es gibt da überhaupt keine Probleme“, sagen Richter und Mousse T. unisono – die Wege sind nur sehr zäh und langwierig. Alle Beteiligten hoffen, dass man bis zum Maschseefest 2009 das Werbeverbot gelockert hat. Dazu muss eine Ratsentscheidung her. Und wenn es nicht dazu kommt? „Den Peppermint Dome wird es weiterhin geben“, sagt Mousse T., „mit oder ohne Hannover.“
Von Jens Hauschke
___________________________________________
:wtf:
Das ist echt nicht zu fassen.. wie kann man es nur in einem Jahr nicht hinbekommen, Regelungen so zu lockern bzw. auszulegen, dass im/am Peppermint Dome eine dezente Werbung hätte installiert werden können?? Und da waren ja nun einige Interessenten vorhanden!! :bleep::bash:
Besonders nachts hätte der Dome wieder ein wunderschönes Bild abgegeben:
http://img169.imageshack.us/img169/854/9884377xb7.jpg
von Udo Afa @ *****************
ac303id April 26th, 2008, 10:00 AM Das ist echt mal wieder typisch für Hannover. Anstatt sich zu freuen, dass der Mousse T auch was für seine Stadt tut und sich gedanken macht diese über Hannover hinaus noch bekannter zu machen , wird soetwas wieder komplett verhindert.
Was wollen die Damen und Herren denn bitteschön.
Ganze Firmen werden damit beauftragt Konzepte für die Werbung für Hannover zu erstelllen - und soetwas stört nur.
MAn hätte doch für das Maschseefest mal eben nen Sondergenehmigung etstellen können mit Auflagen für die Werbung.
Ich verstehe ja, dass dort das Fest und der See im Vordergrund stehen, und dass wir keine Schlagenlinien und die ganzen Werbebanner laufen wollen, aber ganz ohne Sponsoren läuft halt nichts mehr. Jedenfalls nicht wenn man solche Eyecatcher platzieren und präsentieren möchte.
Naja, dann hoffen wir mal auf 2009.
Dirk@Hannover April 26th, 2008, 03:24 PM Weiß jemand was in der Hildesheimer Straße auf dem ehemaligen Gelände von Walmart entsteht?
ac303id April 26th, 2008, 04:31 PM Dort entsteht ein großes Edeka Center. In der Art wie es auch schon z.B. in Bothfeld steht.
ac303id April 27th, 2008, 11:23 AM Frage: Kennt einer von Euch das Hannoverforum.de lohnt es sich dort mal reinzugucken oder ist das nur so eine Art Pinnwand....
devilsadvocate April 27th, 2008, 11:30 AM Ein anderes Forum?
DIE FRAGE KANNST DU DIR SELBST BEANTWORTEN!!!! :bash:
;-)
(aber dort gibt es kein Thema, was sich mit Baustellen befasst. Könnten daja mal Werbung für uns schalten, da es scheinbar gut besucht ist.)
ac303id April 27th, 2008, 11:34 AM hehehe die dürfen doch auch ihren spaß haben... :banana2: ,
aber so etwas fundiertes wie hier, wird man wohl keine zweites mal finden..
:dance:
ac303id April 28th, 2008, 10:58 AM Gelesen auh Haz und NP:
Erste Kuppelauffahrt im neuen Bogenaufzug im Rathaus
Mit der ersten öffentlichen Kuppelauffahrt am Sonntag hat für den neuen Bogenaufzug im Rathaus in Hannover die Saison begonnen.
Mit dem nach Angaben der Stadt europaweit einzigartigen Aufzug gelangen die Besucher auf die prachtvolle Rathauskuppel.
Auf dem Weg nach oben werden die Gäste zunächst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad in die Höhe transportiert.
Der Aufzug mit seinem bogenförmigen Fahrverlauf wurde bereits 1913 errichtet. In den vergangenen Monaten ist ein modernerer
Fahrstuhl installiert worden. Auf Knopfdruck wird der Boden der Kabine durchsichtig. Die Fahrten sind bis November täglich möglich.
http://www.haz.de/storage/pic/artikel/zentral/haz/071224/233612_1_fahrstuhl.jpg
Neuer Bogenaufzug (Schrägaufzug) im Neuen Rathaus:
Ein Fenster im Dach der Kabine bietet dabei die Möglichkeit, den Fahrtverlauf zu verfolgen.
lifestyle032 April 28th, 2008, 01:41 PM Mit dem neuen Auzug werde ich dieses Jahr sicherlich auch mal fahren! Fand den alten auch nicht schlecht, aber da konnte man ja nur nach oben heraus gucken. Ist echt ne ganz nette Idee gewesen.. und einzigartig ist es glaube ich auch :)
Blick in den Schaucht aus dem alten Aufzug heraus:
http://img233.imageshack.us/img233/2484/schachtschrgaufzugtx4.jpg
nitri April 28th, 2008, 11:16 PM gesehen auf HAZ.de:
Neustart für Neptun
http://i27.tinypic.com/27xmou8.jpg
Zum Saisonstart in Herrenhausen war der Neptunbrunnen noch nicht ganz einsatzbereit. Nun ist die neue Attraktion im Orangenparterre startklar. Acht Putten und Delphine rund um den Meeresgott spucken in hohem Bogen ihre kleinen Fontänen.
Möglich gemacht hat das der Verein „Freunde der Herrenhäuser Gärten“: Die rührigen Förderer der Barockgärten haben rund 200.000 Euro für den Brunnen gespendet, weitere 120.000 Euro steuerte die Stadt bei.
Die Messingfiguren, die aus der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhundert stammen, sind jetzt wieder in voller Schönheit zu sehen. Früher standen sie auf der Grotte. Doch nach deren Restaurierung gab es für sie keinen Platz mehr, und sie verschwanden neun Jahre lang in einem Lagerraum. Ein ziemlich trostloses Dasein, das nun endlich ein Ende hat.
ac303id April 29th, 2008, 02:02 PM gelesen auf neuepresse.de
Im Restaurant, in der Kneipe oder im Fitnessstudio: Die Neue Presse informiert Sie ab sofort rund um die Uhr mit den
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ac303id April 29th, 2008, 06:12 PM Seit dem Wochenende hat auch der Sausalitos Skybeach wieder geöffnet.
In Sachen Dekoration haben sie sich noch mal etwas gesteigert.
Zum Essen soll es auch nun auch ein paar Kleinigkeiten geben.
http://lh6.ggpht.com/mknoellner/SBcwR0Hb7DI/AAAAAAAACrI/NH9xfP-ci0U/P1040247.JPG?imgmax=512
Wenn das Wetter wieder mehr mitspielt ist dort ein hervorragender Ort zum entspannen - und gleichzeit hat man
einen schönen Überblick über die Baustellen vom Rosenquatier und Teile der EAG.
http://lh6.ggpht.com/mknoellner/SBcwO0Hb6_I/AAAAAAAACqo/-_blypHrJu0/P1040242.JPG?imgmax=512
Leider wird aus finanziellen Gründen das Süßwasser - der zweite Skybeach - diese Jahr wohl nicht öffnen.
Also bleibet nur das Parkhaus in der Mehlstrasse.
:goodbye:
weitere Fotos von heute (Also schlechteres Wetter)
http://picasaweb.google.de/mknoellner/SausalitosSkyBeach2008
Leine1977 April 29th, 2008, 09:21 PM @ac303id: Danke für die schönen Bilder. Wenn die Klimakatastrophe losgeht soll Norddeutschland ja der Gewinner werden. Also schon mal Strände aufschütten.:lol:
Leine1977 May 8th, 2008, 09:04 AM Eine schöne Diskussionsgrundlage der HAZ. Bei der Hochbrücke am Raschplatz hat das wohl nicht funktioniert. Ein Glück haben wir so ein Beton-dingsbums nicht in meiner Südstadt.
http://img258.imageshack.us/img258/9344/bild4ky8.jpg
nitri May 8th, 2008, 12:20 PM gesehen auf Hannover-City.de:
Ab heute wird’s konkret. Die Planung für die „Fête de la Musique“ geht in die entscheidende Phase. Unsere zwei Projektleiter Iyabo Kaczmarek und Gunnar Meyer stellen das Ergebnis ihrer bisherigen Arbeit vor. A la Bonheur. Mehr als 100 Solisten und Formationen der verschiedensten Musikrichtungen haben sich bereit erklärt, am 21. Juni die Stadt in eine Bühne zu verwandeln. Ideelle und personelle Unterstützung wird es unter anderem von den Firmen und Organisationen Peppermint, Pavillon, Musikzentrum, Freundeskreis und Spandau Projekt geben.
nitri May 8th, 2008, 12:27 PM gesehen auf Hannover.de:
In der Christuskirche entsteht ein Paradiesgarten
http://i25.tinypic.com/qn3axw.jpg
Hannover - Der evangelisch-lutherische Sprengel Hannover wird die Christuskirche und den sie umgebenden Conrad-Wilhelm-Hase-Platz in der hannoverschen Nordstadt im Jahr 2009 in einen Paradiesgarten verwandeln. Zur Realisierung dieses temporären Kunstwerkes, das von Ostern (12. April) bis Erntedank (4. Oktober) 2009 einen besonderen Schwerpunkt des Gartenjahres der Region Hannover bildet, wurde ein Wettbewerb für Gartenarchitekten und Künstler ausgelobt, dessen Ergebnisse heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Einstimmig hat sich die Jury darauf verständigt, dem Entwurf des Büros Grünplan und des Ateliers Anne Nissen (beide Hannover) den ersten Preis zu verleihen; er ist mit 4.000,- Euro dotiert. Weiterhin wurden ein dritter Preis von 2.000,- Euro und zwei Anerkennungspreise von je 1.250,- Euro vergeben.
Halbtransparent umhüllte, bepflanzte und für Spiel und Begegnung offene Kokons (Paradieszellen) auf dem Conrad-Wilhelm-Hase-Platz lassen aufmerken. Schilderskulpturen weisen vielfältige (Lebens-)Wege. Durch einen akustisch und optisch einstimmenden Übergang betritt man den Innenraum, einen mit Palmen, Bananenstauden, Strelitzien und anderen Gewächsen exotisch bepflanzten Paradiesgarten. In seiner Mitte ein großer, zum Altar weit zu öffnender und mit langsam auf- und abgeblendeten Projektionen floral illuminierter Kokon. In seinem Innern der Baum des Lebens und die Quelle lebendigen Wassers: Raum der Stille, der Wandlung. Er lädt zu Einkehr, Besinnung, Meditation ein. Er ist aber auch ein besonderer Rahmen für Gottesdienste und vielfältige Veranstaltungen.
Vier außerhalb der Kokonhülle liegende Becken symbolisieren die vier aus dem Paradies heraus strömenden Flüsse. Sie sind mit Nebel gefüllt, auf deren Oberfläche Videosequenzen zu den Grundbedürfnissen der Menschheit erscheinen. Von Zeit zu Zeit „fließt“ der Nebel über den Rand und „befeuchtet“ das Land.
Landessuperintendentin Dr. Spieckermann: „Ich bin beeindruckt von diesem Entwurf. Er setzt die Sehnsucht nach Neuwerden, Wandlung, Ganzheit des Lebens künstlerisch und gartenarchitektonisch sehr überzeugend und organisch um, ohne die Brüche zu verschweigen. Er nimmt mit auf einen Weg, lädt ein zur eigenen Kreativität, zum Durchatmen, Verweilen, Meditieren und zum Gebet.“
Der Paradiesgarten ist der zentrale Beitrag des Sprengels Hannover zum Gartenjahr 2009. Die Kirche wird geöffnet sein und die Möglichkeit zu Information und Gespräch bieten. Es finden Gottesdienste und Amtshandlungen statt, musikalische und literarische, Theater- und Dialogveranstaltungen. Prof. Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat, ist sich sicher: „Das Projekt ‚Garten-Eden-Kirche’ – mitten im Herzen der Gartenregion - wird einer der Glanzpunkte des Aktionsjahrs 2009.“
nitri May 9th, 2008, 11:00 PM gesehen auf NeuePresse.de:
Abgefahren – Am Bahnhof lohnt es sich zu warten
http://i29.tinypic.com/2rh0du8.jpg
Von wegen langweilig – im Hauptbahnhof Hannover ist das Warten jetzt ein Erlebnis. Die Bahnsteige drei/vier, sieben/acht, neun/zehn und elf/zwölf sind jetzt begehbare Installationen. Innenarchitektur-Studenten haben die Objekte gestaltet, die vorerst vier Monate stehen bleiben sollen. Titel des Projekts: Die Kunst zu warten.
„Die Kunst zu Warten“ heißt das Projekt, zu dem das Bahnhofsmanagement Innenarchitektur-Studenten der Fachhochschule Hannover (FHH) aufgerufen hatte. 15 ungewöhnliche Ideen für Wartehäuschen kamen heraus, vier schafften es nun auf die Bahnsteige. Kosten der Aktion:20000 Euro, finanziert von Sponsoren.
Die Kunstwerke bleiben vorerst drei bis vier Monate – Verlängerung nicht ausgeschlossen. Vor allem die markante gelb-schwarze Installation „Wege“ von Jessica Backer hat das Zeug zur Dauerhaftigkeit. „Wir überlegen, ob wir das auch in anderen Bahnhöfen aufstellen“, sagte Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst.
lifestyle032 May 9th, 2008, 11:38 PM Nette Idee.. nur bin ich nicht all zu oft auf den Bahnsteigen im Hbf unterwegs.. Trotzdem, für Wartende sicher ne schöne Sache :)
Edit: War von euch schonmal jemand beim Drachenbootfestival und kann es empfehlen?
http://www.hannover.de/data/meldungen/2008/2008-05/drachenbootrennen2008.html
nitri May 9th, 2008, 11:41 PM Bisher nicht. Wüsste aber auch gern, ob sich's lohnt.
nitri May 10th, 2008, 01:07 AM Zum Thema. Gesehen auf HAZ.de:
Die Drachen fliegen wieder
http://i31.tinypic.com/riusf5.jpg
Ab Sonnabend hallen sie wieder über den Maschsee, die Taktschläge der Drachenboot-Trommler. Dann flanieren wieder höchst breitschultrige Kerle um das Nordufer des Maschsees, ihr Paddel oft lässig auf der Schulter ruhend, und stellen sich seelisch auf das nächste Rennen ein.
Und wenn es gut läuft, dann könnten auch wieder an die 45.000 Zuschauer an die Ufer des Sees strömen, um Zeuge der alljährlichen Pfingstregatta der Drachenbootpaddler zu werden. Bei Bier und Bratwurst sehen die dann zu, wie die Kombattanten auf dem See den Schweiß nur so rinnen lassen, um die 250, 500 oder 4000 Meter möglichst schnell hinter sich zu bringen.
Seit 1995 laden die Paddler des Hannoverschen Kanu Clubs (HKC) um Cheforganisator Frank Nomrowski zu den Wettfahrten – und stellen seither alljährlich neue Rekorde auf. In diesem Jahr haben sich 133 Teams für das Spektakel auf dem Maschsee angemeldet, rund 2800 Sportler sind dabei. „Rund 70 der Mannschaften kommen aus der Region Hannover“, schätzt Nomrowski – der Rest reist aus dem Bundesgebiet, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und Hongkong an.
Gestern machte sich die Mannschaft der Hannover All Sports schon einmal warm für die Wettkämpfe. Die Club-Vizeweltmeister sind so etwas wie die Galionsfigur des hannoverschen Drachenbootsports. In der Crew um Kapitän Kathrin Müller finden sich auch mehrere Mitglieder der deutschen Nationalteams.
Gefahren wird auf dem Maschsee von Sonnabend an. Um 8.30 Uhr fällt der erste Startschuss, bis 13 Uhr geht der erste Durchgang. Von 15 Uhr bis 18.30 Uhr finden weitere Vorläufe statt. Am Sonntag gelten die gleichen Startzeiten für die Rennen der vier Leistungsstufen, die jeweils in Damen-, Herren- und Mixedklassen unterteilt sind. Am Pfingstmontag fahren die Sportler zwischen 10 und 13 Uhr die Finals aus.
In Rekordjahren lockte die Pfingstregatta an den drei Tagen bis zu 115.000 Fans an den Maschsee. „Es hängt vieles vom Wetter ab“, sagt Nomrowski. Die Sportler bezogen derweil schon gestern ihre Zelte rund um den Maschsee. „Wir haben jede freie Fläche rund um den See belegt“, sagt Nomrowski. Dort wird es abends traditionell gemütlich unter den Sportlern – wenn die Trommelschläge des Tages verhallt sind.
gstolze May 11th, 2008, 06:25 PM Ich war 4 Wochen nicht im Land, daher komme ich erst jetzt nochmal auf den Umgang mit historischer Bausubstanz und dem Wiederaufbau zurück.
@Orbiter: Selbstverständlich verstehe ich Deine Argumentation. Die Charta von Athen war allerdings auch damals schon umstritten. Andere deutsche Städte, wie Bremen, München oder Münster sind in der Nachkriegszeit viel behutsamer umgegangen und haben bei Wiederaufbau mehr Identität im Stadtbild bewahrt.
In Hannover sind aber nicht alle historischen Bauwerke der autogerechten Stadt zum Opfer gefallen. Folgende Bauwerke hätten erhalten werden können, da sie der Verkehrsplanung nicht im Wege standen:
Ganisonskirche, Friederikenschlösschen, Flusswasserkunst, Tränenburg, Klickmühle.
Alle Proteste gegen den Abriss wurden nicht erhört. Hillebercht hat in einem Interview selbst mal zugegeben, dass ihm z.B. Bauwerke aus der Gründerzeit verhasst waren.
Mit der Planung einer andere Innenstadttangente hätte auch die Leineinsel erhalten werden können. So wäre es möglich gewesen, den Cityring nicht über den Friedrichswall und entlang der Leine verlaufen zu lassen, sondern von der Marienstraße einen Durchbruch zum Nordufer des Maschsees zu schaffen, und dann am Stadion entlang über die Ihme und entlang der Ihme Richtung Schlosswenderstr. eine Verbindung herzustellen.
Auch die Politik in Hannover hat Ihren Beitrag geleistet. In den 70er Jahre hat Ernst Albrecht vorgeschlagen, das Schloss Herrennhausen auf Kosten des Landes wiederaufzubauen. Das haben die Stadtpolitiker gekonnt zu verhindern gewusst.
Leine1977 May 13th, 2008, 09:18 AM @gstolze: genauso hätte ich es auch geschrieben...
Speziell zur Leineinsel: Der City-Ring am Leibnizufer beschäftigt mich schon seit langer Zeit. Der Grund: Ich verstehe nicht, dass man in jeder Stadt mit Fluss - z.B. in Bremen an der Weser - den Fluss genießen kann, die Gastronomie zahlreich vertreten ist und dort Leben ist. In Hannover: tote Hose (außer Flohmarkt) - gerade über Pfingsten bei herrlichem Wetter war dort kein Mensch.
Hier hat Hannover echt Potential! Jüngst wird ja oft bemängelt, dass der 6-spurige City-Ring die Altstadt von der Neustadt regelrecht abschneidet und das Leineufer unwirtlich macht. Zudem war die alte Leineinsel ein einzigartiger Landschaftsraum, der diesen Missstand beheben könnte – allerdings kann man auf den City-Ring nicht mehr verzichten.
Leibnizufer Heute
http://img522.imageshack.us/img522/6435/leine569mdy1.jpg
Nun habe ich schon vor einiger Zeit mal an einem Google Earth-Bild versucht und dort eine Möglichkeit kreiert. Hierbei würde ich die Leineinsel – nach Norden versetzt – wieder aufleben lassen. Die nordwärts führenden Fahrspuren würde ich untertunneln.
Mehrere Städte haben dieses Potential bereits erkannt: Düsseldorf hat bereits seine Rheinuferpromenade untertunnelt, Saarbrücken untertunnelt bald seine Stadtautobahn an der Saar und Leipzig stellt gerade seine alten Stadtkanäle wieder her.
Leibnizufer 2020?
http://img212.imageshack.us/img212/2317/leinesert5ly0.jpg
Für solche Untertunnelungen (ein Bruchteil der D-Linie) gäbe es zwar Fördermittel. Leider müsste aber das Ministerium über dem Staatsarchiv versetzt werden. Dafür hat natürlich keiner Geld. Trotzdem entstünde ein interessanter Stadtraum: der Duve-Brunnen wird wieder räumlich integriert. Man kann wieder von der Neustadt in die Altstadt schlendern und das Hohe Ufer wird endlich für Gastronomie und Festlichkeiten attraktiv (warum immer am Maschsee?). Die Nanas müsste man nicht versetzen. Über den Tunneleinfahrten könnte man zusätzlich schmucke Dachkonstruktionen setzen.
Zur Bebauung: die alte Leineinsel kann man natürlich nicht rekonstruieren; denn hier war früher das Armenhaus mit anspruchslosem Fachwerk. Wenn modern sollte es anspruchsvoll sein und den historischen Ort berücksichtigen. Ich würde zumindest eine Rekonstruktion zulassen. Und zwar am besten die Alte Kanzlei – ein regionaltypischer Backsteinbau, der nicht aufdringlich ist (1943 an der Aegidienkirche zerstört):
http://img378.imageshack.us/img378/6606/850353zx1.jpg
Oder das berühmte Haus der Väter (1943 in der Langen Laube zerstört). Der Ortswechsel ist dabei unproblematisch; denn das Haus der Väter stand noch viel früher an der Leinstraße – zu Versetzungen von Bauwerken kam immer mal wieder in Hannover.
http://img522.imageshack.us/img522/9518/718965gl7.jpg
Hier noch ein paar weitere Impressionen von der Leineinsel vor dem Krieg. Ergänzend zu gstolze möchte ich noch sagen, dass vor dem Leineschloss schöne Bauten standen, die - obwohl reparabel - Hillebrecht abreißen ließ. Begründung: der City-Ring sollte in der Mitte einen Grünstreifen haben.
http://img522.imageshack.us/img522/4816/leineinsel2sr2.jpg
http://img522.imageshack.us/img522/7016/wt010172km3.jpg
http://img522.imageshack.us/img522/5827/mi05539e10bfm2.jpg
Genau diesen Vorschlag habe ich bereits an ausgewählte Personen der Stadt geschickt. Auch wenn es nie umgesetzt wird: Vielleicht gerät es mal ins Bewusstsein. Orbiter schrieb ja schon, dass sich auch Architekturstudenten bald hiermit beschäftigen (hoffentlich aber nicht nach dem Architekten-Motto „Form follows function“).
devilsadvocate May 13th, 2008, 11:31 AM @Leine: Also danke erst für mal Deinen Post und vor allem für diese professionelle Visualisierung! Hat Dein Beruf etwas damit zu tun?
Diese Untertunnelung wäre sicherlich nicht schlecht und eine Bebauung könnte das Ufer auch gebrauchen.
DAs Problem Hannovers ist, dass wir die echt schönenn Gebäude nicht wie eine Schnur gezogen an der Uferpromenade haben (wie zb. HH, oder Dü). Wir haben hier leider auf Dezentralisierung gesetzt und deshalb stehen sie an der Podbi, Vahrenwalder Straße oder am PFerdeturm oder gänzlich iregndwo dezentral. Nichts desto trotz ist Potential da. Am Ufer das Maschsees ärgern mich zb. die ganzen hässlichen SChulbauten. Man sollte Invesoproten diese Gruindstücke zur Verfügung stellen, wenn sie einen ähnlichen Raum für die Schulen schaffen.
lifestyle032 May 13th, 2008, 02:19 PM Wow Leine, ich bin beeindruckt! Eine wunderbare Grafik hast du dort kreiert! Und auch ansonsten ein sehr interessanter Beitrag deinerseits :) *thumbs up*
Bei diesen Vorschlägen kommt man ins Träumen...
Haben sich denn schon Personen gemeldet denen du diesen Vorschlag unterbreitet hast?
Zur Untertunnelung der Saarautobahn in Saarbrücken eine interessante Seite des gesamten Projekts:
http://server1.moltomedia.de/stadtmitte-am-fluss.de/www/
Ich weiß ein wenig über dieses große Projekt, da meine Schwester in Saarbrücken wohnt...
Die Bürgermeisterin von Saarbrücken ist hier sehr engagiert und treibt die Umsetzung, soweit ich weiß, voran. Man muss natürlich sagen dass die Lärmbelästigung durch eine Autobahn mitten durch die Stadt noch bedeutend höher ist als hier bei uns am Leineufer. Zudem kommt es recht häufig zu Überschwemmungen der Autobahn, da diese direkt an der Saar entlang führt.
Insgesamt ist das Projekt natürlich toll, besonders für die direkte Innenstadt (und die entstehende Kneipenmeile ;))... doch es gibt auch einen Wehmutstropfen: dort, wo sich das eigentliche Erholungsgebiet von Saarbrücken befindet, der "Staden", wird die Autobahn nicht untertunnelt, da sich dieses Gebiet von der Stadt in südöstlicher Richtung entfernt. Also wird dort weiterhin der Autolärm vorherrschen :nuts:
Wünschenswert wäre so etwas für Hannover aber auch allemal :cheers:
Leine1977 May 13th, 2008, 03:23 PM Danke, dass es Euch gefällt. Beruflich habe ich gar nichts mit sowas zu tun - das ist eigentlich das Schlimme, dass ich mich mit sowas beschäftige. Ich hab einfach mit Photoshop rumgespielt, so ist die Dachkonstruktion z.B. vom Kölner Hbf "geklaut". Danke auch für deine interessanten Infos zum Saarbrücken-Projekt, @lifestyle032. Ich meine, auch Heidelberg diskutiert über eine Untertunnelung der Bundesstraße an ihrem Ufer.
Ich geb Euch Bescheid, falls ich eine Antwort bekomme. Das müßte aber noch dauern.
Orbiter May 13th, 2008, 04:42 PM @devilsadvocate
Wenn du von einer Uferpromenade wie in HH schreibst, fällt wie als erstes Bild die Binnenalster ein. Ist das gemeint?
Nebenbei fällt mir ein, es gab vor Jahren, noch vor der EXPO einmal den Plan, Maschsee und Kiesteiche zu einem großen Gewässer zusammen zu fassen. Stadn damals glaube ich in der NP über eine ganze Seite. Vielleicht findet da nochmal jmd. etwas raus.
@Leine1977
Zum Umgang Hannovers mit dem Leineufer muss ich dir recht geben. Und das betrifft nicht nur den Bereich zwischen Leineschloss und Arbeitsamt. Die Leine durchfließt Hannover meiner Meinung nach regelrecht versteckt. Ich bin vor einiger Zeit einmal die Uferbereiche von Leine und Ihme entlang gegangen, vom Faust bis zum Schwarzen Bären bzw. bis zum Leineschloss. Hier gibt es viele Stellen wo man sich wie "auf der Rückseite der Stadt" fühlt und wo sicherlich großes Potential für Verbesserungen der Situation vorhanden ist. Grade der Bereich zwischen Altstadt und Calenberger Neustadt wirkt, wenn kein Flomarkt statt findet, verloren. Hier gibt es sicherlich Beispiel aus anderen Städten in denen interessantere Lösungen gefunden wurden. Die Diskussion um den Hotelneubau, einen (provisorischen) Biergarten und das Interesse der Stadt an der Leineinsel zeigt aber, das man sich diesem Problem wohl zumindest bewußt ist.
Zu deinem Entwurf für die Leineinsel: ich hoffe ich darf den ein wenig kritisieren, ohne das du dich angegriffen fühlst oder beleidigt bist ;) . Auf jeden Fall finde ich es beeindruckend, wie du dich damit beschäftigt hast.
Wenn man überlegt die Leineinsel wieder aufzubauen, ist natürlich die Frage, was man damit erreichen will. Die Leineinsel war zuletzt ein dicht bebauter Bereich der Stadt, der ein Verbindung zwischen Calenberger Neustadt und Altstadt hergestellt hat, überwiegend fürs Wohnen genutzt, mit ein paar Geschäften und evtl. Handwerksbetrieben. Zudem sieht man heute die Wasserlage als Qualitätspotential. Das heißt, man wird bei einer neuen Leineinsel versuchen diese Eckpunkte herauszuarbeiten: Verbindung zwischen den Stadtteilen, dichtes innerstädtisches Wohnen, Wasserlage.
Die Form der Insel ist dabei nachrangig, Sie hat sich eh immer laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert, einzig die noch vorhandenen Fundamente könnten als Grund dienen historische Kanten wieder auf zu nehmen.
Aus dieser Sicht ist es also nicht notwendig Gebäude am Uferrand zu versetzen, die Form der Insel kann durchaus den heutigen Gegebenheiten der Uferbebauung angepasst werden. Viel sinnvoller ist es da, beide Fahrtrichtungen des Cityrings in einen Tunnel zu verlegen, damit verschwindet der Durchgangsverkehr komplett und die Lebensqualität, auch für die Nutzung der Leineinsel, steigt deutlich. Mehr noch, nicht nur das Altstadtufer kann aufgewertet werden sondern auch das anderseitige Flußufer kann genutzt werden.
Übrigens ist es eigentlich kein Problem die Nanas zu versetzen. Grade die sind nicht an den Ort gebunden, vorallem nicht an die aktuelle Position. Bevor das jetzt missverstanden wird, das ist keine Wertung gegenüber den Nanas, ich meine damit nur, das sie ortsunabhängig entstanden sind und nun dort aufgestellt wurden, weil man es für einen geeigneten Platz hielt. Sie verlieren, wenn man sie versetzt, nicht ihren Wert und ihre Identität. Bei Gebäuden (und Stadträumen) sieht das oftmals ganz anders aus.
Die Bebauung der Leineinsel in deinem Entwurf ist warscheinlich erstmal nur als Beispiel zu sehen, weil du dir vorstellen könntest, dass hier ausgewählte historische Gebäude aus anderen Teilen der Stadt sozusagen als Versatzstücke in einem Ensemble rekonstruiert werden. Änliches ist ja auch in der aktuellen Altstadt passiert. Allerdings zeigt deine Visualisierung eine recht geringe Bebauung der Insel, dazu noch um einen zentralen Platz gruppiert und damit recht introvertiert. Wichtig ist aber grade, dass eine neue Bebauung auf die Umgebung reagiert, eine Anbindung zwischen dem Bestand an beiden Ufern gelingt. Es wäre also gut, Wegeverbindungen zwischen den beiden Stadtteilen zu haben die über die Insel laufen und an die sich dann Platzsituationen angliedern können. Desweiteren zeigen die historischen Ansichten, die du mit angehängt hast, ja eine wirklich dichte Bebauung und genau das ist auch Ursache für ein ehr urbanes Bild, ein erleben der Situation als Stadt. Die Leineinsel bräuchte also ehr weniger Grünflächen, vorallem wenn sie nach außen gewand sind.
Es gibt ein ganz interessantes Beispiel wie mit zeitgenösischer Architektur und Wohnen am Wasser umgegangen werden kann aus Amsterdam, das auch, zumindest ungefähr, Maßstäblich an diesen Ort passen könnte:
http://www.formfreu.de/wp-content/uploads/2007/05/amsterdam02.jpg
mehr: http://www.formfreu.de/?p=551
Ansonsten zeigen ja auch die Fleete in Hamburg, wie eine Dichte Wasserrandbebauung wirken kann und dazu abwechslungsreiche Qualitäten bietet.
Es gibt was eine neue Leineinsel angeht, also eine ganze Menge von Aspekten, mit denen man sich außeinander setzten kann und muss. Das ganze ist ein recht komplexes Unternehmen, aber auf jeden Fall sehr spannend. Ich hoffe du verstehst meine Reaktion auf deinen Vorschlag deshalb auch nicht als Widerrede, sondern als Anregung zum Weiterdenken und Entwickeln deiner Ideen.
@gstolze
Ich wollte darauf aufmerksam machen, das wir heute die Geschenisse aus einer anderen Perspektive sehen können. Es gibt immer Ideen und Leitbilder, die umstritten sind. Natürlich ist es schade, das zb. die Garnisionskirche gesprengt wurde, obwohl das gar nicht notwendig war. Diese Dinge gehören aber zu unserer heutigen Stadtidentität. Wenn wir uns an bestimmten Folgen stören, bedeutet das aber nicht, dass es nicht einmal nachvollziehbar Gründe gab so zu handeln. Und wenn man dann solche "Wunden" verschließen möchte, sollte man sehr genau darüber nachdenken, auf welchen Argumenten erneutes Handeln gründet. Nur der lieb gewonnen (und oft genug historisch verklärten) Erinnerung wegen historische Gebäude zu rekonstruieren ist zu wenig.
Ändern an den Entscheidungen von Hillebrecht können wir heute nichts mehr und sie ungesehen machen ist sicherlich auch ein fragwürdiger Umgang mit der Geschichte dieser Stadt. Wir können allerdings heutige Entscheidungen kritisch begleiten und versuchen Stadtidentität und Lebenqualität nach heutigen Maßstäben und unseren Vorstellungen zu gestalten. Wenn dazu einzelne Rekonstruktionen gehören, wenn diese begründbar sind und von einer Mehrheit gewünscht werden, okay, aber Neues muß an historischen Orten möglich sein. Und nicht zuletzt wird das, was wir heute für richtig halten einer Überprüfung in 30, 40, 50 Jahren standhalten müssen... oder eben nicht.
Leine1977 May 13th, 2008, 05:31 PM @Orbiter: Deine Ideen finde ich wirklich interessant und durchaus nicht als Kritik.:) Und zum Teil sogar besser. Eine komplette Untertunnelung fände ich z.B. echt spitze, aber ich musste m.M. etwas realistisch bleiben - sprich die Geldsituation unserer armen Stadt berücksichtigen. Alles was ich will ist, dass sich hier mal was tut - deswegen wollte ich einfach mal Machbares zeigen. Und mit der alten Leineinsel hatte man da schon mal einen vorzeigbaren Landschaftsraum (ohne Bebauung - wie gesagt war ja hier ein erbärmlicher Zustand anzutreffen).
Auch bei der Bebauung bin ich eigentlich bei Dir. Die war mir eigentlich zweitrangig, sonst hätte ich auch den Parkplatz zugebaut. Einen Platz finde ich toll, denn zur Zeit steht der schöne Duve-Brunnen verloren zwischen den Fahrspuren. Der zugeschüttete Mühlenarm würde schon die Raumqualität merklich erhöhen - wie man in Leipzig wunderbar sehen kann, wo man die alten Kanäle wieder anlegt.
Die Nanas habe ich belassen, damit man sehen kann, dass man auch hier kein Geld ausgeben muss. Gegen ein Versetzen hätte ich nichts.
Bei der Architektur wäre es aber schon wichtig, dass man keine allzu großen Experimente wagt - wegen dem Beginenturm. Auch ich mag Modernes, aber an diesem historischen Ort sollte es schon schöne moderne Architektur sein. Z.B. die Häuser am Seelhorster Garten finde ich modern schick und passend. Die von der Hamburger Hafen-City passen hier nicht so hin - befürchte ich. Als einzige Kritik an Deinem Vorschlag hätte ich: bitte keine Flachdächer mehr.
... und eine einzige Rekonstruktion fände ich absolut schick. Die alte Kanzlei passt einfach zu Hannover und könnte ein toller Bezugspunkt zum Beginenturm darstellen. Neben Altem/Rekos sieht Modernes noch viel besser aus.
Aber wie Du schon richtig erwähnt hast Orbiter: es wäre eine wahnsinnig spannende Aufgabe, die hoch komplex ist.
Orbiter May 13th, 2008, 05:50 PM Kurze ergänzende Anmerkung: in Hamburg war nicht die HafenCity gemeint, die passt tatsächlich nicht für diesen Ort, sondern die alten Fleete.
Leine1977 May 13th, 2008, 07:00 PM @Orbiter: Mit der Hafen-City meinte ich auch nicht die alten Fleete.^^ Da habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Ich wollte nur erwähnen, dass die Hafen-City wohl zu groß für die "kleine" Leine wäre.
Die Fleete gefallen mir in der Tat auch ganz gut. Ich könnte mir einen interessanten Mix aus diesen Fleeten, der Alten Kanzlei, ein paar Backsteinbauten (modern oder historisch, aber in jedem Fall mit richtigem Dach) sehr schön vorstellen. Dazu nette Geschäfte, ein paar Cafes und Kneipen. Ich hatte auch an eine Treppe gedacht, die ins Wasser führt - einfach zum Hinsetzen.:cheers:
Was Du oben schon angemerkt hast, ist auch mir Pfingsten auf einer Radtour aufgefallen: an manchen Stellen merkt man gar nicht, dass Hannover überhaupt einen Fluss hat. Insbesondere auf Höhe der Goethestraße hat man gar keinen Zugang zum Fluss.
Die Goethestraße ist überhaupt sehr zu bemitleiden - obwohl hier Altbau-Substanz vorhanden ist (wartet man hier auf die D-Linie?).
Leine1977 May 13th, 2008, 07:21 PM den füge ich mal mit bei (hatte ich vergessen). Stört Euch bitte nicht an der Flusswasserkunst - bin halt ein Fan von der. Jetzt könnte ich eigentlich noch die Fleete von Orbiter einbauen...
http://img138.imageshack.us/img138/5429/bild3qm9.jpg
devilsadvocate May 13th, 2008, 07:50 PM http://schloemp.de/kaarchiv/bildseitig/bild4/bs01465.jpg
Wieviel würde es denn kosten, die Flusswasserkunst wieder original aufzubauen?
Bodemann hatte ja schon ausgedrückt, das Investoren für einen Überbau willkommen wären, es aber aufgrund der Statik teurer wäre als normal.
Wie wäre es, wenn wir dann ein Spendenkonto einrichten?Wir könnten zum Beispiel ein Konto eröffnen und auch die stadt bitten, diesen Fonds auf www.hannover.de zu veröffentlichen. Der Kontostand würde jeden Tag aktualsiert werden. Außerdem könnten wir Herrn Bodemann dazu befragen. Wie auch die NP und HAZ, die MEnschen auf dieses Projekt aufmerksam zu machen.
@Leine: Hast Du irgendeine Reaktion auf Deinen Vorschlag bekommen?
Man sollte diesen Hillebrecht persönlich für haftbar machen können. Der sollte dies persönlich iweder aufbauen! Echt nicht zu fassen, wie geblendet dieser Herr war und solch ein WAhrzeichen abriss! Jedes Mal wenn ich diesen Platz sehe, tut es richtig weh!
Sehr schönes Buch dazu:
HANNOVER WIEDERAUFBAU UND ZERSTÖRUNG
http://books.google.de/books?id=PPjB8Mr3kdwC&pg=PA191&dq=flu%C3%9Fwasserkunst&ei=KcopSM32HYquygS-qb3ADQ&sig=EamrUzV6I3fWPXuS4tQuC-_N4yU#PPP1,M1
Nachtrag: Habe jetzt die VW-Stiftung, sowie das Baudezernat auf den wideraufbau der Flußwasserkunst angesprochen. Bin mal auf Antworten gespannt...
Leine1977 May 13th, 2008, 09:50 PM Nee, eine Reaktion, wenn sie denn kommen sollte, das dauert noch - ich schätze mal zwei Wochen. In der Regel wird es an einen Bediensteten weitergereicht, der sich dann was Nettes ausdenken muss.
Zur Flusswasserkunst: eine Spitzen-Idee. Da ich u.a. Bodemann natürlich angeschrieben hatte, kann ich ihn allerdings nicht gleich nochmal "belästigen". Zudem lehnt die Stadt leider so was bestimmt ab (kostet ja). Ich glaube man könnte vielleicht auch potentielle Fürsprecher von dem alten Hannover anhauen, z.B. Herrn Beckmann (Haus & Grund, CDU). Das könnten wir mal ins Auge fassen.:)
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Zu Hillebrecht muss ich noch was sagen: In dem Buch, was Du angegeben hast von dem Architekten Lindau (den ich sehr schätze), wird in dem Kapitel zum Abriss der Flusswasserkunst das Zitat eines damaligen Leserbriefes der HAZ diesbezüglich angeführt: "Hass war schon zu allen Zeiten ein schlechter Ratgeber."
Ich muß fairerweise sagen, dass man selbst sich dieses geniale Zitat ebenfalls gegen sich gelten lassen und Hillebrecht nicht auch mit Hass entgegentreten sollte. Das hilft sogar, denn so regt man sich nicht mehr auf. (Ich hab mir übrigens das Buch nie gekauft, es ist einfach zu heftig - besonders das Kapitel über die Villa Willmer!:ohno:)
http://img135.imageshack.us/img135/7985/villawillmergd5.jpg
Villa Willmer (heute steht dort ein Parkplatz)
devilsadvocate May 13th, 2008, 09:58 PM Ich habe es auch nur schweren Herzens lesen können...:cry:
Ich wäre dafür, dass, wenn wir keine vernünftigen Antworten erhalten, wir versuchen bei der Sparkasse ein Spendenkonto zu eröffnen (kostenlos) und dieses dann mithilfe der NP und HAZ publik machen. Bin mir sicher, dass die gerne über dieses Thema berichten werden.
Squig May 13th, 2008, 11:55 PM Hi, ich schalte mich auch mal ein hier. Lese schon etwas länger mit, hatte aber bis heute noch keinen Grund zu posten (und keine Zeit, jaja), und vollspammen wollte ich diesen hort höchst informationellen Austausches ja auch nicht. (Kam das erste mal über die Bilder von Hannover von Lyk Madsen auf dieses Forum, danach hat eine Bekannte aus einem anderen Forum vor einem halben Jahr einen Link auf den Hannoverthread gelegt, seit dem bin ich süchtig ;-) ).
Kurz zu meiner Person, ich bin Student der Geschichte an der Universiteit van Amsterdam, komme aber gebürtig aus Hannover, das (auch städtebauliche) Schicksal meiner Heimat liegt mir also weiterhin am Herzen.
Auch ich bin für einen Neubau der Wasserkunst, und via Spenden kann man sicherlich einiges erreichen (siehe zB Frankfurt, oder auch die Dresdner Frauenkirche), aber solange bei der Politik der Wille fehlt, das umzusetzen, wirds nichts. Probieren geht über studieren, aber man bräuchte ja für die Wasserkunst auch wieder den alten Standort, und den müsste die Stadt ja hergeben, damit es etwas wird. Es besteht die Gefahr, dass das die Verantwortlichen aus raumplanerischen Gründen nicht zulassen.
Auf der anderen Siete, wie gesagt, probieren geht über studieren!
devilsadvocate May 14th, 2008, 05:58 PM Hallo, erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum! sChön, dass immer mehr hier mitmachen :-)
Also der alte Standort steht laut Baudezenrent Bodemann zur Bebauung wieder frei. Jedoch hatte dieser Investoren im Blick, aber nichtsdesto trotz, kann man die Stadt ja vielleicht umstimmen auf einen Wiederaufbau hinzuwirken, da sich sichrelich an dieser stelle unter den erschwerten Bedingungen so schnell kein Investor findet und die Wasserkunst ein neues Wahrzeichen Hannovers werden könnte.
Leine1977 May 14th, 2008, 07:18 PM Auch von mir ein herzliches Willkommen. Also mit Blick auf Dresden, Leipzig, demnächst Frankfurt, Hildesheim etc. glaube ich echt daran, dass gewisse Rekonstruktionen nicht nur Geld kosten, sondern auch etwas bewirken können. Kritisch finde ich, dass Hannover nicht so begeisterungsfähig ist und ich den Eindruck habe, der rot-grüne Rat hat andere Interessen.
Momentan hat man den Eindruck, obwohl die Stadt fast pleite ist (siehe HAZ letzte Woche), hat man genügend Geld für ambitionierte Klimaschutzziele (siehe HAZ heute).
Heute waren auch zwei schöne Leserbriefe in der Zeitung von Bürgern, die meinen, die Stadt müsste sich eigentlich am Kröpcke Bau beteiligen, weil es zu wichtig für das Stadtbild ist. Anscheindend ist das der Stadt nicht wichtig.
Zudem wurde von einigen vor kurzem ja das Friederickenschlösschen ins Gespräch gebracht. Die Stadt hat eine Rekonstruktion (wäre ja vor dem Waterloo-Biergarten auf der Wiese) kategorisch abgelehnt.:ohno: Obwohl nach einem Gutachten genau dieses Grundstück künftig wieder bebaut werden soll. Ich glaube, ohne Nutzungskonzept wie beim Schloß Herrenhausen lehnt die Stadt grundsätzlich alles ab.
Trotzdem könnten wir es bei der Flusswasserkunst mal wagen. Hier wird glaub ich eh nichts anderes gebaut, denn wer hat denn ein Interesse an so einem schwierigen Grundstück. Zudem stände es neben dem Leineschloss - es muss also schon sehr schön sein!
devilsadvocate May 14th, 2008, 07:25 PM Also ich habe zwar noch keine Rückmelduing (nach einem Tag) erhalten, aber das wird schon noch kommen.
Problematisch finde ich aber nur, dass wir nicht wissen, wie teuer eine Rekonstruktion, und sei es nur die Fassade, werden würde. Wir bräuchten schon eine bestimmbare Summe, um die Leute zu begeistern. WEnn wir dann noch zusätzlich vielleicht ein großes Plakat an die ehemalige Stelle aufhängen (dürfen) und auch die Website der Stadt uns unterstützt, die NP und HAZ berichten udn wir jeden Tag den aktualsiereten Kontostand auf hannover.de haben, dann könnte es echt gut was werden. Ich glaube die meisten Leute wissen nichts von der ehemaligen Flusswasserkunst. Ich habe ehrlichgesagt auch erst vor ein paar Monaten davon gehört. Ich glaube schon, dass wir hierfür vielleicht auch die großen Unternehmen begeistern könnten (TUI, Conti, AWD, Bahlsen, Nord/LB usw.). WEnn alle mithelfen, und wir ihnen ein goldenes Plättchen am Eingang versprechen, dann könnte es was werden! Ich glaibe aber auf jeden FAll am Projekt dran. Falls ich dann in ein paar Wochen keine postive Rückmeldung habe, werde ich mal einen persönlichen Termin im Bauamt wahrnehmen. Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust dazu mich zu begleiten. Wäre auf jeden FAll eindrucksvoller, wenn mehrere LEute hinter diesem Konzept stehen.
lifestyle032 May 14th, 2008, 07:56 PM Bürgerbegehren sind doch im Kommen, jedenfalls in anderen Städten.
Warum lässt man nicht einfach die Bürger darüber abstimmen? Mir scheint es, als wäre des Einwohners Stimme in Hannover nichts wert ^^
Wenn ich das schon lese: die Rekonstruktion des Friederikenschlösschens wird kategorisch abgelehnt... kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!
Stellt euch mal vor, eines Tages ständen am Friderikenplatz neben dem Leineschloß, dem niedersächsischen Hauptstaatsarchiv und der kleinen Kirche auch die Flusswasserkunst und das Friederikenschlösschen.. wie cool wäre das denn? :)
Leine1977 May 14th, 2008, 08:47 PM Während der Industrie-Messe wurde in der HAZ ja auch berichtet, dass sich ausländische Touristen ausschließlich für die alten Gebäude interessieren - insbesondere die (wenigen) Fachwerkhäuser waren ein Renner. Dabei brauchen die nicht zu wissen, dass unsere Altstadt z.T. nur Fassade ist.
Wenn Frankfurt sein Altstadt-Ensemble (ausgewählte Fachwerkhäuser) wieder aufbaut, dann wird diese Stadt davon mächtig profitieren. Wir dagegen sind Klimahauptstadt - wenn interessiert das?
@devilsadvocate: cool, an ein Plakat hatte ich auch schon mal gedacht - und an eine Internetseite. Aber zu beidem braucht man Zeit. Man müsste sicher sein, dass sehr viele das wollen. Leider haben wir auch nicht so ein Bürgertum wie in Hamburg.
Zumindest hoffe ich auf das Leibnizufer; denn hier müßte auch die Stadt Interesse haben.
Der Vollständigkeit halber:
http://img119.imageshack.us/img119/1961/frssv9.jpg
Friederickenschlösschen
gstolze May 14th, 2008, 09:14 PM Da kann die Stadt mal eben Millionen für den Klimaschutzausbau des Rathauses ausgeben (obwohl es doch erst zur Expo saniert wurde), aber für andere Projekte, die Image, Tourismus und Stadtqualität steigern würden, ist angeblich immer kein Geld da........aber Investoren, die Steuern in die Kassen bringen würden, kann man ja auch noch verschrecken.
Naja hier mein Wunschtraum: Stadt, Land, VW-Stiftung und andere bedeutende Unternehmen/Organisationen sowie Investoren sollten sich mal zusammensetzen und einen Masterplan erarbeiten:
-Wiederaufbau des Friederikenschlösschens samt modernem Anbau auf der Rückseite bzw. im Keller als neues Tagungszentrum der VW-Stiftung
-Wiederaufbau des Schlosses Herrenhausen im Originalzustand als Touristenattraktion
-Wiederaufbau des Flusswasserkunst als neues Casino, das endlich ein würdevolles Gebäude für ein Casino darstellen würde
-Wiederaufbau der Fasaden am Marktplatz
-Wiederaufbau des königlichen Palais gegenüber dem Leineschloss. Evtl kann das Bauwerk mit dem Leerstehenden Gebäude am Marktplatz (ehemal Außendtelle des Landesmuseums) verbunden werden und einem kulturellen Zweck zugeführt werden.
-Neubau eines Landtagsgebäudes an anderer Stelle. Schrittweiser Umbau des Leineschlosses (ähnlich wie beim Schloss in Dresden) wobei die bedeutendsten historischen Räume und die Schlosskirche wiederhergestellt würden. An anderer Stelle könnten Museen bzw. andere Einrichtungen einziehen.
-Wiederaufbau der historischen Markthalle, wobei der gesamte Bereich Köbelinger Markt/Lessingplatz/Ordnungsamt/rund um die Aegidienkirche/Volkshochschule und evtl. der Maritim-Bunker abgerissen bzw. neu überbaut werden sollte. Ein paar historische Gebäude kombiniert mit angemessener moderner Bebauung bei Schaffung eines idealen Raumgefüges -man könnte dort echt ein schickes Stadtquartier mit Nutzung aus Kultur, Wohnungen, Geschäften, Büros hinbekommen, was wirklich Leben und Flair hat.
-Bebauung des Grünbereiches neben dem Rathaus zwischen Trammplatz und Nord/LB, Umgestaltung des Friedrichswalls und des Trammplatzes.
-Wiederaufbau der Kuppel des Landesmuseums und Einrichtung eines Planetariums.
-Die Stadt sollte auch einen langfristigen Visionsplan erstellen, wo der Cityring neu verlegt wird. Die Idee mit dem Tunnel finde ich zwar interessant, lässt sich aber hier nicht so einfach integrieren wie die Rheinufertunnel in Düsseldorf oder Köln, da hier in Hannover die zuführende Trasse den Bereich vor dem Leinschloss nicht aufwerten würde. Eine Verwirklichung kann in Abschnitten erfolgen, je nach Finanzlage und Fördermitteln. Nur das Ziel sollte klar definiert sein>>Wiederaufbau der Leineinsel
-Bau der Stadtbahnlinie D, damit Steintor, Goetheplatz, Kurt-Schuhmacherstr, aufgewertet werden können.
Man kann ja mal träumen. Aber die Worte des neuen Stadtbaurates stimmen mich echt hoffnungsvoll.
telemaxx May 14th, 2008, 09:43 PM Ui sehr schöne Ideen.
Sowas ähnliches habe ich mir auch schon mal vorgestellt.
Auf der Internetseite anthes.org oder wie die heißt, gibt es Bilder von der Zerstörung des Marktplatzes und dem Zustand nach dem Krieg und da stehen z. B. noch 2 Gebäude schräg gegenüber vom alten Rathaus und da frage ich mich doch ob die die allen ernstes nach dem Krieg abgerissen haben?!?!?
Leine1977 May 14th, 2008, 10:23 PM @gstolze: Gekauft! Mit der Tunnellösung hast Du recht. Das ist echt schwierig eine vernünftige Lösung zu finden. Deswegen geht es auch nicht ohne schicke Überdachung. Eine Verlegung des City-Rings über z.B. die Goethestraße fände ich gut - aber eine Verlegung wäre wohl sehr unrealistisch.
@telemaxx: Meintest Du diese beiden hübschen Dinger?
http://img393.imageshack.us/img393/3143/wt015151cp1.jpg
Die sind durch Bomben zerstört worden. Bei dem Foto auf anthes.org handelt es sich um eine Aufnahme zwischen den Bombenangriffen, also vor dem letzten im Oktober 43, der quasi der Stadt den Rest gegeben hat. Das ist an anderer Stelle mal diskutiert worden (ich glaube im aphforum.de, wo ich allerdings nur Leser bin).
telemaxx May 15th, 2008, 12:55 AM Ja genau die beiden meine ich!
Es ist schon erschreckend zu sehen, was vor Oktober '43 noch alles stand.
Es ist echt zum Heulen, die Erfindung von Streubomben und Brandbomben ist das schlimmste was Hannover passieren konnte.
devilsadvocate May 15th, 2008, 11:55 AM @gstolze:
Also folgende Projekte sind meiner Meinung sehr realistisch:
1) D-Linie
2) Neubeuauung Köblinger Markt
3) Schloss Herrenhausen (zwar nur Fassade und vielleicht Prunksaal, aber immerhin)
4) Flusswasserkunst (hey, da sind wir dran, aber für ein Casino wohl zu klein)
5) Umgestaltung TRammplatz/Friedrichswall
All dies (bis auf 4)) sprach odemann ja schon während seriner ersten Tage an. Von daher ist davon auszugehen, dass hier auch was passiert. Um 4) kümmern wir uns jetzt :-)
Warum möchtet Du die Gründfläche zwischen Rathaus und Nord/LB bebauuen? Finde, dass das Rathaus schon von dieser Gründfläche "eingezäunt" bleiben sollte...
devilsadvocate May 15th, 2008, 12:55 PM Habe uns jetzt die Domain "www.flusswasserkunst.de" bestellt und kann die Homepage auch bearbeiten.
Wer ist hier besonders fit im Erstellen einer Homepage?
Wir können hier zunäöchst grundsätzliche Informationen draufstellen (Geschichtliches, Fotos, heutiger Standort, unser Wiederaufbau-Projekt mit Spendenkonto von der Stadt Hannover").
Wer traut sich das zu?
nitri May 15th, 2008, 01:06 PM Tolle Initiative! :applause:
Leider hab' ich vom Homepage-Erstellen überhaupt keine Ahnung...
Orbiter May 15th, 2008, 01:12 PM Aktion, Spendenkonten, Websites, ePaper... also bei den ganzen gemeinsamen Aktionen, vielleicht sollte da ein Verein gegründet werden. Soetwas wie "Verein für Stadtentwicklung und Baukultur in Hannover". Wäre vielleicht für die innere Organisation und die äußere Wirkung sinnvoll. Man könnte dan auch unterschiedliche Projekte unterstützen. Soweit ich weiß braucht man sieben Leute für die Gründung. Hm, vielleicht ist dieser Vorschlag aber auch übertrieben...
devilsadvocate May 15th, 2008, 01:17 PM Ich denke, es wäre besser, sich auf ein konkretes Projekt zu stürzen und diees wirklich voranzutreiben, als sich um viele verschiedene zu kümmern, die dann aber zu gar keinem Ergebnis kommen.
Die Spenden sollten ja nur diesem Projekt zu Gute kommen.
Mit der Markthalle haen wir wenig Chancen, da die jetzige unter Denkmalschutz steht. Ebenso bei den Altstadthäusern sehe ich nicht so viel Potential, da die Eiogentümer ihre bisherigen Häuser abreißen müssten.
Das einzige Projekt, welches noch vorstellbar wäre, wäre die Kuppel auf dem Museum.
Aber das herausragenste Projekt ist doch eben die Flusswasserkunst. WEnn wir das schaffen sollten, und sei es in 10 Jahren, wäre es ein enormer ERfolg!
devilsadvocate May 15th, 2008, 02:00 PM So, die Homepage ist in ihren Grundzügen erst einmal fertig (Kontakt, Geschichte, Galerie, Gästebuch, Umfrage usw.)! Die korrekte Adresse "www.flusswasserkunst.de" wird noch bei der Denic beantragt. Das ist erst einmal die Vorläufige. Für Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben :-)
http://flusswasserkunst.npage.de/
Demnächst müsste es auch direkt unter www.flusswasserkunst.de
gstolze May 15th, 2008, 08:33 PM Nicht schlecht, aber ich würde da vorsichtig sein. Ich glaube bei sowas, wo man auch für Spenden aufruft, muss man erstaml als gemeinnütziger Verein eingetragen werden und eine Spendeneintreibegenehmigung beantragen.
Auch sollte man bei den Bildern und dem Link zum Buch beachten, dass man keine Copyright-Verletzungen begeht. Das kann teuer werden.
devilsadvocate May 15th, 2008, 10:24 PM Copyright habe ich von den jeweiligen Besitzern schon eingefordert.
Der Spendenaufruf ist ja acuh noch nicht angelaufen, da wir noch kein Konto angegeben haben.
Hat jemand Beziehungen zu irgendwelchen APRteien? CDU, FDP, SPD, Grüne? Vielleicht möchte ja hier jemand unser Projekt unterstützen?
Leine1977 May 16th, 2008, 09:00 AM Das sieht ja echt toll aus!:banana: Ja, mit so Spendenaufrufen denk ich auch, dass man da was beachten muss. Verbindungen zu Parteien habe ich nicht. In der CDU gibt es manchmal Befürworter von Rekonstruktionen - die werden wiederum aber nicht von den Regierenden ernst genommen; denn Hannover wird ja noch in 100 Jahren Rot sein.
Leine1977 May 16th, 2008, 09:04 AM Noch eine Info zum Schloß Herrenhausen:
Oben hatte ich ja meine Sorge bekundet, dass das Schloss mal wieder zerredet wird. Diese Sorge hatte ich mal an unseren OB geschrieben. Hierzu hatte ich dann einen netten (2-seitigen!) Brief von der Stadträtin Drevermann bekommen. Darin heißt es, dass die Stadt mit einer Fassaden-Diskussion gerechnet hat, aber trotzdem zur Laves-Rekonstruktion steht. Puh...
ac303id May 16th, 2008, 05:02 PM @devilsadvocate:
das sieht ja mal richtig gut aus... dann wollen wir mal hoffen , dass die offiziellen sich des projektes auch annehmen und wir bald wieder ein schönes wahrzeichen mehr haben.
Leine1977 May 16th, 2008, 06:29 PM @devilsadvocate: Ist die Seite denn so aktiv (ich kenn mich da nicht so aus). Auch wenn man vielleicht noch keine Spenden eintreiben kann, hat man ja schon mit einer Seite Präsenz hergestellt. Da können wir ja auch einfach auf ein Vorhaben hinweisen. Das wäre schon mal ein Anfang.
devilsadvocate May 16th, 2008, 08:20 PM Also die Seite www.flusswasserkunst.de kann jeder einsehen.
Der Zähler sagt auch, dass sich mind. 50 unterschielidche personen bisher pro tag diese seite anschauten. was wir brauchen ist nun ein offzielles spendenkoto und eine zusage der stadt, dass sie das probieren wolle!
lifestyle032 May 17th, 2008, 02:50 AM Wow, cool devil.. hoffentlich entwickelt sich hier eine ernstzunehmende Bewegung :)
Noch eine Anmerkung am Rande: Es ist echt schade, was hier in Hannover nach dem 2. Weltkrieg an Wiederaufbaumaßnahmen versäumt wurde...
Ich war diese Woche in Nürnberg und habe auch eine Stadtführung genossen - die Stadt wurde im 2. Weltkrieg ebenfalls sehr massiv zerstört (90%), dennoch hat der Lokalpatriotismus der Nürnberger zu einem Wiederaufbau einiger (touristisch wertvollen) besonders in der Altstadt befindlichen Gebäude geführt. Auch die Dichte an sandsteinbedeckten Fassaden in der Innenstadt ist beachtlich! Das macht wirklich eine Menge her! Zudem gibt es dort ein Pendant zu einer etwaigen Leineinsel... und zwar eine kleine Insel in der Pegnitz. Zusätzlich sind große Teile der Stadtmauer erhalten geblieben, was auch immer einen besonderen Charme ausmacht :)
Dies soll keine Werbung darstellen, sondern eine alternative Form des Umgangs mit Kriegsverlusten erläutern!
Jaja - hätte es so einen Lokalpatriotismus mal in Hannover gegeben :gaah:
Ich werde es wohl nie begreifen :ohno:
Umso mehr lohnt es sich für die Flusswasserkunst zu kämpfen!!
gstolze May 17th, 2008, 03:06 PM @gstolze:
Warum möchtet Du die Gründfläche zwischen Rathaus und Nord/LB bebauuen? Finde, dass das Rathaus schon von dieser Gründfläche "eingezäunt" bleiben sollte...
@devilsadvocate: schon vor dem Krieg stand dort ja ein kleineres Bürogebäude.
Ich würde die Grünfläche bebauen, da meiner Meinung nach das Rathaus besser in das Stadgefüge eingegliedert werden würde. Dem Trammplatz und auch dem Friedrichswall würde so eine städtebauliche, räumliche Definition gegeben. Heute ist der gesamte Bereich zwischen Aegi, Friedrichswall, Trammplatz und Friederikenplatz ein einziger Unraum.
Ich würde ein Blockrandbebauung mit Wohnungen, Hotelnutzung, sowie Gastronomie mit Außenbewirtschaftung auf dem Trammplatz vorsehen. Das ganze muss natürlich in Zusammenhang mit einer Verringerung der Verkehrsflächen passieren.
Der Stadtbaurat hat ja auch schon vorgeschlagen dass der Friedrichswall total überdimensioniert sind und auch die Busspuren überflüssig sind. Echt klasse, dem kann ich nur zustimmen.
Vielleicht könnte man ja Maritim mit ins Boot ziehen und überzeugen, hier ein neues Hotel zu errichten. Dann könnte der alte, sanierungsbedürftige Betonbunker abgerissen werden. Wenn man dann sieht, dass die Volkshochschule und evtl. auch das Ordnungsamt abgerissen werden sollen, ergibt sich die Riesenchance, zwischen Rathaus und Markthalle ein ganz neues Stadtquartier mit vielen neuen Wohnungen etc. entwickeln.
lifestyle032 May 17th, 2008, 03:13 PM Zu überlegen wäre zudem, ob die Fassade des Kestner Museums so bleiben soll... meiner Meinung nach passt sie (die Fassade) nicht neben das Neue Rathaus!!
devilsadvocate May 17th, 2008, 05:54 PM Bin heute auch noch mal am Maritim entlanggegangen und von Nahmen sieht es ja noch schlimmer aus, als auf den Fotos.
Ich verstehe nicht, wie ein Hotel derartiges, an einem solch prestigereichen Standort, dulden kann, zumal das Hotel auch ziemliche Größen aus Poltik und Wirtschaft anzieht (was ich aber nicht ganz verstehen kann).
Wir sollten Sprühfarbe kaufen und das ganze Hotel anmalen mit "BITTE SANIEREN!!" :lol:
Naja, vielleicht wird das ja noch was. Aber ein kompletter Abriss wird es wohl auch nciht geben, dafür läuft das Hotel scheinbar zu gut.
Leine1977 May 18th, 2008, 05:20 PM @devilsadvocate: Wow, super Seite! Das wär fürs erste schon mal ein Zeichen. Wir könnten schrittweise sie ergänzen, bekanntermachen und so.:banana:
@lifestyle032: Da geb ich Dir recht, aber die traurige Geschichte mit der Fassade beim Kestner-Museum können wir ja bei wikipedia lesen: der schöne Altbau (z.T. kriegszerstört) wurde mit diesem Betonkubus umbaut und ist heute denkmalgeschützt. Früher sah das Gebäude echt schick aus (Foto finde ich nicht mehr).
Im Süden der Republik hat man einfach mehr übrig für Tradition. Ich war neulich in München und war echt beeindruckt, was die alles wieder aufgebaut haben (auch zu 90% zerstört). Kein Wunder, dass kaum ein Besucher unsere Stadt interessant findet (so lebenswert sie tatsächlich auch ist).
Maritim-Hotel: ich würde es U-förmig bauen, wie ein Schloss zum Rathaus offen. Und den Borgentrickturm samt Stadtmauer würde ich aus dem VHS-Gebäude herausnehmen, damit jeder den sehen kann.
Leine1977 May 18th, 2008, 05:36 PM Ah, jetzt habe ich sie wieder gefunden - die Bilder von der Verschandelung des Kestner-Museums:
http://www.aphforum.de/forum/viewtopic.php?t=1177&postdays=0&postorder=asc&start=48
In diesem Forum ist man übrigens auch schon auf die Internetseite zur Flusswasserkunst aufmerksam geworden!:) - wie schnell das geht, wahnsinn!
Habe mir deine Seite noch mal genauer angeschaut, devilsadvocate. Ist ja echt der Hammer, wie schnell Du so was hinbekommen hast. Ich bin echt begeistert. Man, wenn die Flusswasserkunst tatsächlich eines Tages kommen wird...
Leine1977 May 18th, 2008, 05:59 PM www.flusswasserkunst.de
:master::master::master::master::master::master::master::master:
devilsadvocate May 19th, 2008, 06:34 PM Leute, es ist eine Schande, was damals in Hannover passierte:
Das macht einen echt traurig und wütend zugleich! ich wünschte ich wäre Milliardär! Ich würde Hannover all diese Bauwerke originalgetreu wieder zurück schenken!
Garnisonskirche, abgerissen in den 60ern!
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/garnisonskirche/garnisonskirche_1895.jpg
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/garnisonskirche/garnisonskirche_1955.jpg
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/garnisonskirche/goetheplatz_1944.jpg
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/garnisonskirche/goetheplatz_2007.jpg
Jüdische Synagoge, abgerissen von den Nazis:
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/synagoge/synagoge_1890.jpg
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/synagoge/synagoge_1911.jpg
http://www.anthes.org/hannover/vergleich/calenberg/synagoge/synagoge_1895.jpg
http://www.cad.architektur.tu-darmstadt.de/synagogen/inter/Hannover/img026.jpg
http://www.cad.architektur.tu-darmstadt.de/synagogen/inter/Hannover/img025.jpg
devilsadvocate May 19th, 2008, 06:44 PM Aber es gibt auch Positives:
Aus der Bauwelt 07/2008
"Friederikenschlösschen
Eine neue Zeit ist angebrochen. Denn nun soll auch das 1966
abgerissene romantisch-klassizistische Palais des Generals
Carl-August von Alten, genannt Friederikenschlösschen, (ebenfalls
ein Laves-Bau) rekonstruiert werden. Der Hannoveraner
Haus- und Grundbesitzerverein hat dies auf seinem Neujahrsempfang
angeregt. Das Gebäude wurde 1837 vom König von
Hannover für seine Frau Friederike angekauft und war dann
Gästehaus des Hofes. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand der
Bau leer. Der Abriss wurde mit „Schwammbefall“ oder „Nagekäfer“
begründet. Der damalige Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht
nannte später als Gründe die Erweiterung des Friederikenplatzes
für den Verkehr, den Bau der U-Bahn Linie A, die Lagerung
von Baumaterialien für das Tiefbauamt und eine provisorische
Straße für Einsatzwagen. Aber eigentlich wollte man nur
Platz für eine neue Niedersächsische Staatskanzlei. Die Kanzlei
wurde dann aber nicht gebaut, da die finanzielle Lage des
Landes dies nicht mehr zuließ. Teile des Palais – von Gesimsstücken
bis Beschlägen – sollen eingelagert worden sein. Ende
der siebziger Jahre änderte sich der Geschmack, und Ernst Albrecht
wollte neben Herrenhausen auch dieses Palais für das
Land neu wieder aufbauen lassen. Sein Wunsch ging nicht in
Erfüllung, da sich die Stadt dagegen stellte. Bis heute ist das
Areal frei geblieben. Gleich nebenan gibt es zurzeit den Vorschlag,
den Leibniz-Tempel von Laves aus dem Georgengarten
zurück zum Waterlooplatz zu holen. So viel Rekonstruktionsdruck
gab es in Hannover noch nie."
Waxo Khana May 19th, 2008, 07:09 PM Im Büroflächenbestand hat Hannover mittlerweile sämtliche Deutsche
B-Standorte abgehängt.
http://img238.imageshack.us/img238/1112/hannovertn6.jpg
Quelle: http://www.ipd.com/Indices/tabid/1074/Default.aspx
devilsadvocate May 19th, 2008, 07:12 PM Wird langsam Zeit, dass Hannover zu einem A-Standrt wird!
Alles Andere würde diesem bedeutenden Standort überhaupt nicht gerecht werden.
Hannover kann man schließlich nicht mit Bremen oder Dortmund messen, sondern sollte dies mit Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München, Köln usw. tun.
Da haben wir auf jeden Potential!
Waxo Khana May 19th, 2008, 07:16 PM Nur zur Information, der kleinste A-Standort ist Stuttgart mit 8,08 Mio m² Bürofläche
devilsadvocate May 19th, 2008, 07:23 PM Naja, so ganz stimmt das nicht:
Düsseldorf z.B. hat 5,4 Mio., Stuttgart 6,8 Mio.
Quelle: http://www.hvbexpertise.de/de/uebersicht/pdf/extra/2003/bueromarkt-staedte.pdf
Also finde ich schon, dass Hannover mit 4,4 Millionen langsam aufschließen sollte!
Waxo Khana May 19th, 2008, 07:27 PM Da verlasse ich mich lieber auf Jones Lang LaSalle
http://img511.imageshack.us/img511/4465/39743554ap9.jpg
Büromarktüberblick 1.Quartal 2008
Als auf das Ding von HVB von 2003
devilsadvocate May 19th, 2008, 07:31 PM "Die umfassende BulwienGesa-Büromarktstudie für Stuttgart wurde von Aufsichtsrat Hartmut Bulwien
vorgestellt. Grundlage ist ein Büroflächenbestand von fast 18 Mio. qm. Die Leerstandsquote liegt mit
6,1% deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. "
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast...
Es hängt viel davon ab, wo man den Zirkel zieht!
A- oder B-, Hannover hat Potential
:cheers:
lifestyle032 May 19th, 2008, 07:32 PM "So viel Rekonstruktionsdruck gab es in Hannover noch nie."
Für mich das Zitat des Monats :okay:
Die jüdische Senagoge sah ja auch mal echt Klasse aus.. sch*** Abreißerei :puke:
telemaxx May 19th, 2008, 11:47 PM Ich habe mir heute mal im Rathaus das Modell von Hannover von 1945 angeguckt (also nach der Zerstörung Hannovers) und habe da gesehen, dass es nicht nur die bekannten Bauwerke sind (Flusswasserkunst, Friederikenschlösschen, ...), die nach dem Krieg noch abgerissen wurden.
Z. B. an der Stelle, wo sich heute das Karstadt Haupthaus befindet, stand früher mal ein schönes, ziemlich großes Gebäude (etwas kleiner als das heutige Karstadt), das den Krieg im Vergleich z. B. zum Leineschloss fast unbeschadet überstanden hat.
Leine1977 May 20th, 2008, 09:12 AM @devilsadvocate: Danke für die Bilder von der Garnisonskriche und Synagoge. Die kannte ich noch nicht. Man kann schön sehen, das der Gotheplatz jeglichen Glanz verloren hat.
Das mit dem Friederickenschlösschen hatte ich auch gelesen. Wie gesagt, das lehnt die Stadt ab.
@telemaxx: Da hast Du echt recht. Dazu gehören auch: Palais Simon, Clevertor, Bruckmühle, Gründerzeitvillen am Schiffgraben, Tanzlokal (heute Musikhochschule), Münze, altes Ratsgymnasium (heute ehem. NORD/LB-Zentrale)...
===
Dazu passt auch heutiger Artikel. Dank der breiten Straßen, die Hannover nun hat, haben wir einen traurigen Rekord - nein, wir sind nicht Klimahauptstadt:
http://img228.imageshack.us/img228/599/bild1mc8.jpg
nitri May 20th, 2008, 05:59 PM gesehen auf NeuePresse.de:
Schlechte Stimmung auf dem Bau
Gemischte Zukunfts-Aussichten: Die Bau-Industrie in Niedersachsen und Bremen blickt wenig zuversichtlich ins kommende Halbjahr. Rund 25 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einem schlechten Geschäft, das sind zehn Prozent mehr als bei der gleichen Befragung im vergangenen Frühjahr. Dennoch gaben ein Fünftel der 120 befragten Betriebe an, im kommenden Jahr neue Mitarbeiter einstellen zu wollen.
HANNOVER. Die Bauindustrie in Niedersachsen und Bremen blickt wenig zuversichtlich in die Zukunft. Wie der Bauindustrieverband am Dienstag in Hannover mitteilte, sind rund 25 Prozent der befragten Unternehmen bezüglich ihrer Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr pessimistisch gestimmt. Das seien zehn Prozent mehr als bei der Befragung im Frühjahr 2007.
Gleichzeitig ging die Zahl der Optimisten um sieben auf zwölf Prozent zurück. Die übrigen Firmen gehen von einer unveränderten Geschäftslage aus.
Im Gegensatz dazu stieg allerdings der Anteil der Unternehmen, die ihre aktuelle Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr als besser einschätzen, von zehn auf 20 Prozent. Weitere 40 Prozent beurteilten ihre Auftragslage als ausreichend.
Rund ein Fünftel der 120 befragten Baufirmen gab darüber hinaus an, im kommenden halben Jahr neue Mitarbeiter einstellen zu wollen. Dagegen wollen rund zehn Prozent Beschäftigte entlassen.
Als größte Probleme der Branche gaben die Unternehmen das niedrige Preisniveau sowie eine schlechte Zahlungsmoral der Auftraggeber und die sinkende Nachfrage an. Hinzu kämen Lohndumping und illegale Beschäftigung.
Für die aktuelle Umfrage wurden 120 der rund 5000 in Niedersachsen und Bremen ansässigen Baufirmen befragt. Dabei handelt nach Angaben des Bauindustrieverbands bei den befragten Unternehmen ausschließlich um größere Betriebe mit 20 und mehr Mitarbeitern.
nitri May 23rd, 2008, 01:33 AM gesehen auf HAZ.de:
Ein Superhirn mit Kontakt ins All
Den Gravitationswellen auf der Spur: In der Leibniz-Uni ist der größte und schnellste Spezialcomputer ans Netz gegangen.
Sie gelten als Schlüssel zu den Geheimnissen des Universums: Internationale Forschergruppen suchen intensiv nach Schwerkraftwellen im All – spüren sie diese tatsächlich auf, wird diese wissenschaftliche Sensation zuallererst in Hannover bestätigt werden können. Denn im Albert-Einstein-Institut (AEI) der Leibniz-Uni steht seit gestern ein Hochleistungscomputer, in dem sämtliche Messdaten von Forschern aus den USA, Großbritannien, Italien und Frankreich zusammenlaufen und mit den Ergebnissen der hannoverschen Wissenschaftler verglichen werden. „Atlas“ heißt das neue Superhirn – es ist der weltweit größte und schnellste Spezialcomputer für die Gravitationswellenforschung.
Das Institut in der Callinstraße, das die Leibniz-Uni und die Max-Planck-Gesellschaft betreiben, wurde von der internationalen Forschergemeinde als Standort für „Atlas“ ausgewählt. Das sei eine „besondere Auszeichnung“ für die Qualität der Arbeit der hannoverschen Kollegen, sagte Prof. Bruce Allen, einer der „Väter“ des Supercomputers. Allen hat am renommierten MIT in den USA studiert und bei dem weltbekannten Physiker Stephen Hawking promoviert; seit anderthalb Jahren leitet er das AEI zusammen mit Uni-Physiker Prof. Karsten Danzmann.
Danzmann und sein Team sind den Gravitationswellen seit 14 Jahren auf der Spur. Im internationalen Vergleich zählen die Hannoveraner zu den führenden Forschergruppen auf ihrem Gebiet. Sie haben hochempfindliche Laserdetektoren entwickelt, die auf winzigste Schwingungen reagieren und so die geheimnisvollen Wellen orten sollen. Die Messgeräte kommen in der Uni-Außenstelle in Ruthe im Spezialdetektor „Geo 600“ zum Einsatz – und sind Vorbild für die Kollegen in den USA. „Die Milchstraße in 50 000 Lichtjahren Entfernung haben wir längst im Blick“, sagt Institutsmitarbeiter Peter Aufmuth. Auch in andere Galaxien, die mit 30 Millionen Lichtjahren unvorstellbar weit entfernt sind, können die Forscher vom Boden aus vordringen.
Und sie wollen höher hinaus. Für 2018 planen die Weltraumbehörden NASA und ESA die internationale Satellitenmission „Lisa“. Ziel ist es, die Wellen nicht nur von der Erde aus, sondern auch direkt im All aufzuspüren. Die Uni-Forscher sind für das technische Innenleben der Satelliten verantwortlich, die in die unendlichen Weiten geschickt werden sollen. Eine Probemission ist für 2010 geplant.
Bis dahin wird Superrechner „Atlas“ schon eine immense Datenmenge verarbeitet haben. „Wir erhalten bereits jetzt täglich 50 bis 100 Gigabyte an Informationen“, sagt Aufmuth. Der Datenberg wird schnell wachsen: „Atlas“ durchforstet fortan alle Messergebnisse, die von den internationalen Observatorien übertragen werden, nach Anzeichen von Gravitationswellen. Über Rechenzentren im kalifornischen Pasadena, Bologna und Potsdam werden die Daten nach Hannover weitergeleitet.
Doch das ersehnte wissenschaftliche Ziel, die Wellen tatsächlich messen zu können, steht noch aus. Aufmuth ist zuversichtlich, dass es bis zum Erfolg nicht mehr allzu lange dauert: „In fünf Jahren müsste es so weit sein.“ Dann hätten die Forscher den Schlüssel zu den Rätseln des Alls in der Hand – in irdischen Ebenen wären sie aussichtsreiche Kandidaten für einen Nobelpreis.
Leine1977 May 23rd, 2008, 06:32 PM Also dieser Link muss irgendwie recht frisch sein - www.iek.uni-hannover.de/uploads/media/Studienarbeit_SS08_Leineinsel.pdf - denn seit einer Ewigkeit google ich immer wieder nach der alten Leineinsel. Ich muss aber auch deutlich machen, dass ich schon seit sehr langer Zeit über eine Neuauflage der Leineinsel Gedanken gemacht habe. Schon komisch der Zufall im selben Jahr, wo ich endlich mal was abgeschickt habe...
@Orbiter: Auf dem Flyer sind ja genau die Fleete, die Du hier schon gezeigt hast. Du nimmst doch daran teil, stimmt´s? Vielleicht baust Du zumindest die alte Kanzlei ein?:)
Auf der einen Seite bin ich froh, dass sich endlich auch mal die hiesige Architektur-Fakultät mit diesem missglücktem Stadtraum beschäftigt. Zudem lässt das Foto hoffen, dass hier keine wahnwitzigen total schrillen Kastenbauten entstehen (ich glaube Architekturstudenten werden zu sowas erzogen). - Andererseits hoffe ich wirklich, dass hier neben den Holland-Bauten auch was regionaltypisches entsteht, idealerweise auch etwas klassische Architektur. Man hätte zur Exkursion ja auch nach Venedig fahren können anstatt nach Holland.
http://img58.imageshack.us/img58/4454/bild1rs8.jpg
http://img354.imageshack.us/img354/6720/bild2aq2.jpg
Auf gehts Hannover!
devilsadvocate May 23rd, 2008, 06:39 PM Aber in weifern haben solche Diplomarbeiten für die Außenwelt Relevanz?
Wurden diese Aufgaben von der Stadt vorgehsclagen, da so etwas Ähnliches geplant ist, oder sind solche völlig losgelöst von der REaltität?
Leine1977 May 23rd, 2008, 06:51 PM Also wenn ich es auf der Seite der Fakultät richtig gelesen habe, dann hat sich der baupolitische Sprecher der GRÜNEN Michael Dette hierzu schonmal einladen lassen. Ich denke schon, dass die Stadt ein Auge darauf wirft. Zudem gab es völlig unabhängig davon, ja jetzt auch ein Bürgerschreiben (ich hab übrigens noch keine Antwort).
nitri May 23rd, 2008, 06:51 PM gesehen auf NeuePresse.de:
Region Hannover muss Investitionen verschieben
Die Region Hannover hat in diesem Jahr deutlich weniger Spielraum für Investitionen als vorgesehen. Statt der geplanten 30 Millionen dürfen zunächst nur 12 Millionen Euro aufgenommen werden. Das bedeute, dass 18 Millionen Euro für zwingend notwendige Investitionen fehlen, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Erst wenn es der Region gelingt, den Haushalt für 2009 strukturell auszugleichen, darf die Kreditaufnahme um acht Millionen erhöht werden.
Der strukturelle Ausgleich des Haushalts wird wohl erst Ende 2008 vollzogen. Welche Investitionen verschoben werden müssen, werde noch geprüft.
telemaxx May 23rd, 2008, 07:39 PM Auf den Ausgang der Diplomarbeit bin ich mal gespannt...
Da könnten interessante Lösungen präsentiert werden!
Leine1977 May 25th, 2008, 01:03 PM Also, in der Welt am Sonntag war heute ein passender Artikel zu sog. Townhouses. Als Beispiel wurden da auch die Fleete (wie oben) in Amsterdam aufgeführt. Die würden natürlich zu einer möglichen Leineinsel gut passen. Es gibt aber auch krasse Formen, wo Architekten z.B. komplett auf Fenster verzichten (?).
Die Idee schmaler Bürgerhäuser stammt wohl aus dem Mittelalter. Als Beispiel wurden auch alte "Townhouses" in Danzig gezeigt. Ich hab mal danach gegoogelt und muss sagen, Danzig muss echt der Hammer sein. Vor allem muss ich ein Kompliment an unsere polnischen Nachbarn machen. Danzig war komplett zerstört und die haben fast alles originalgetreu nachgebaut.
http://img374.imageshack.us/img374/8012/danzighaeuserfront42281tq3.jpg
http://img55.imageshack.us/img55/4747/danzigunddieblechtrommeaf3.jpg
http://img55.imageshack.us/img55/1446/imm015wm0.jpg
So ein Mix aus Alt-aussehend (wie in Danzig) und Neu (wie in Amsterdam) fände ich wirklich super am Hohen Ufer. Sozusagen "Old-looking meets Modern". Warum nicht?
Leine1977 May 25th, 2008, 01:26 PM Bis vor kurzem wußte ich das auch noch nicht. Den Nazis haben wir das zu verdanken, dass wir heute auf dem Ballhof zu Weihnachten unseren Glühwein schlürfen können. Aus hygenischen Gründen (und eigentlich aus politischen) hat man in den 30er Jahren flächenmäßige Abrisse getätigt. Und ich dachte immer, der Ballhof wäre aus dem Mittelalter...
vorher
http://img148.imageshack.us/img148/2199/ballhofvy3.jpg
nachher
http://img148.imageshack.us/img148/893/ballhof2gw1.jpg
Tja, und diese alte Postkarte vom Potthof (das muss an der Aegidienkirche gewesen sein, die Strasse gibts nicht mehr) finde ich einfach zu süß...
http://img301.imageshack.us/img301/6637/1167161qe6.jpg
gstolze May 25th, 2008, 05:32 PM Bis vor kurzem wußte ich das auch noch nicht. Den Nazis haben wir das zu verdanken, dass wir heute auf dem Ballhof zu Weihnachten unseren Glühwein schlürfen können. Aus hygenischen Gründen (und eigentlich aus politischen) hat man in den 30er Jahren flächenmäßige Abrisse getätigt. Und ich dachte immer, der Ballhof wäre aus dem Mittelalter...
Also ich denke nicht, dass wir es den Nazis zu verdanken haben. Es war einfach eine städtebauliche Sanierung, welche schon lange im Gang war und nun in die Zeit fiel, in der die Nazis an der Macht waren. >> kleiner Unterschied. Vorherige Teile der Saninerung der Altstadt waren der Bau der Karmarschstr., Limburgstr. und Ebhardstr., welche vorher nicht existiert hatten. Um mehr Licht und Luft zu schaffen und die Bausubstanz zu modernisieren, folgte der Ballhofplatz.
Der Ballhof war hinter den anderen Häusern versteckt. Er wurde im 17. Jh für die Kurfürsten als Sporthalle gebaut.
gstolze May 25th, 2008, 05:36 PM Wenn die Leineinsel wieder angelegt werden soll, plädiere ich für einen überwiegend historischen Wiederaufbau der Insel und der angrenzenden Uferbereiche. Lediglich Häuser, die auch schon vor dem Krieg nicht attraktiv waren, sollten mit etwas anderem ersetzt werden (aber an die Umgebung angepasst). Der Wiederaufbau sollte dort aber nicht halt machen. Es sollten weitere Bereiche zwischen Neustädter Markt bis rüber zur Schmiedestr. wiederaufgebaut werden, ähnlich wie Dresden große Teile seiner Altstadt rekonstruiert. Nur so kann die Stadt eine größere Rolle beim Tourismus spielen, welcher in Zukunft eine große wirtschaftliche Rolle spielen kann. Warum die Stadt heute kaum in diesen Wirtschaftszweig investiert, ist mir unverständlich.
gstolze May 25th, 2008, 05:38 PM Übrigens wollte ich schon lange mal sagen, dass ich es echt super finde, wie das Hannover-Forum sich in den letzten Monaten entwickelt hat. Insbesondere den Leuten, die viel Informationen und Bilder Posten. Echt klasse....DANKE!
nitri May 26th, 2008, 02:52 AM gesehen auf HAZ.de:
Die unterirdische Schmuddelecke
http://i31.tinypic.com/34dsht1.jpg
Aus der Passerelle am Raschplatz ist ein trauriger Ort geworden. Die ehemaligen Mieter blicken dennoch mit Wehmut zurück – mancher hofft sogar auf eine Rückkehr.
Im Tunnelgang am Raschplatz erinnern nur noch verblasste, schmuddelige Schriftzüge an die Ära von Gerhard Brunke. Hier hinten ist die Passerelle zum gespenstischen Unort mutiert. Die Läden sind ausgeräumt und finster, Scheiben gesplittert.
Auch tagsüber ist es düster und menschenleer, nur selten hallen noch eilige Schritte durch die Gänge. Der beißende Gestank von Urin und Taubenkot steigt in die Nase, Spinnweben und Staubfahnen hängen von der Decke, die Wände sind mit Graffiti beschmiert, von der Überwachungskamera ist nur noch die Verkleidung übrig geblieben.
Dabei könnte sie guten Dienst tun. Ein einsamer Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Protec hält die Stellung vor den öffentlichen Toiletten im Tunnel vor den Rolltreppen zum Omnibusbahnhof. „Hier kommt alles her. Volltrunkene und Junkies und all die“, sagt er. „Am Wochenende geht’s hier richtig rund. Ich muss ständig die Polizei rufen.“ Und selbst die fährt nur noch mit dem Auto durch den Tunnel.
Früher war alles anders. Wenn in Hannover Messe war, drängten die Menschen sich manchmal im Antiquariat Klabund. Es gab sogar Kunden, die mit Trägern und großen Taschen in die Raschplatz-Passerelle kamen, um das, was sie auf den Büchertischen und Regalen der kleinen Läden erstöberten, nach Hause zu transportieren. Die Büchersammlung der Händler Gerhard Brunke und seiner Frau Elke Krebschull umfasst zwar noch gut 30000 Werke, aber die Messebesucher bleiben weg – und viele andere auch. „Die finden uns erst gar nicht“, bedauert Brunke.
Gerhard Brunke und Elke Krebschull sind mit ihrem Antiquariat weggezogen aus der Passerelle. "Jetzt finden uns die Kunden gar nicht mehr", klagen sie.
Vor knapp eineinhalb Jahren mussten die alteingesessenen Buchhändler ihr Geschäft in dem Tunnelgang räumen. Wie allen Ladenbesitzern der Passerelle war ihnen von der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) zum 31. Dezember 2006 ersatzlos gekündigt worden. Das Antiquariat Klabund siedelte in eine Nebenstraße der Lister Meile um. Aus der Not heraus. Weil die Miete dort zumindest für das kleine Geschäft noch bezahlbar ist, in dem die Regale nun mit Werken aus fünf Jahrhunderten überquellen. Doch weil dort kaum einer an den Büchertischen langgeht und kauft, hat sich das Ehepaar auf den Handel im Internet spezialisiert. „Das Gespräch mit den Kunden fehlt mir“, sagt Brunke.
Doch auch die, die noch da sind, klagen über die Entwicklung an diesem Ende der Passerelle. Menschen wie Andreas Hüne, die ihre Büros am Ausgang des Verbindungsgangs am Lister Tor haben, sind entsetzt. „Das ganze Gebilde ist ein Schandfleck“, sagt der selbstständige Sozialpädagoge. „Mir ist es peinlich, wenn Klienten zu mir kommen und mitten in der Stadt durch den total verwahrlosten Gang laufen müssen.“ Er findet, die alten Geschäfte hätten so lange in der Passerelle belassen werden sollen, bis der Bereich tatsächlich umgebaut wird.
Doch das wollte die HRG nicht. Geschäftsführer Thomas Heinemann sagt, dass der marode Zustand der Läden und Leitungen zuletzt untragbar gewesen sei: „Das war ein Pulverfass.“ Ärger um die Unterführung gab es schon in der Vergangenheit genug. Nachdem ein Gehweg auch über den Raschplatz führte, verödeten die Verbindungsgänge zunehmend. Billig- und Trödelgeschäfte, fragwürdige Händler mit Armeebeständen zogen ein und wieder aus, und während die Promenade vom Kröpcke bis unter den Bahnhof aufwendig renoviert wurde, kümmerte sich niemand um die heruntergekommenen Ladenzeilen am Raschplatz.
Mehr zum Thema:
Hintergrund: Keine Läden für das letzte Passerellen-Stück
Traditionsgeschäfte wie Brunkes Antiquariat, die Comic-Handlung oder das Spielwarengeschäft trotzten Wasserschäden, Baulärm und Junkies. Selbst die BioLogisch-Geschäfte hielten durch. In den achtziger Jahren hatten Heike und Manfred Dust ihren ersten Naturkostladen in der boomenden Passerelle eröffnet. „Der war winzig, aber erfolgreich“, erinnert sich Heike Dust. Später gab es sogar fünf BioLogisch-Läden im Tunnel. „Wir waren dort wie ein kleines Universum.“ Seit dem Aus in der Passerelle betreibt die Familie einen Naturkost- und einen Kindertextilienladen am Lindener Marktplatz. Laufkundschaft, wie es sie am Bahnhof gab, bleibt aus.
Andere haben ganz aufgegeben wie Iris Grummt, Wirtin der ehemaligen Kneipe „Schluckspecht“ in der Passerelle, früherer Treffpunkt allerlei Urgewächse. „Ich habe ein Dreivierteljahr gesucht, aber keinen Laden in der Nähe gefunden“, sagt die 52-Jährige. Heute arbeitet sie im „Biermaxe“ an der Osterstraße, manchmal kommen Stammgäste aus früheren Zeiten vorbei, und man sitzt in wehmütiger Stimmung an der Theke. „Der Schluckspecht war unser Zuhause“, sagt Grummt. Auch beim Tanzklub Diablo-Latino ist die Salsa-Musik ausgegangen, Cash & Carry soll einen Internetversand betreiben. Der Gothic-Laden „Kicks“ sucht noch immer nach geeigneten Räumen, und was aus dem Italiener am Raschplatz geworden ist, weiß keiner so recht.
Mehrere Läden, die eher Massenware verkaufen, sind in die neue, moderne Niki-de-Saint-Phalle-Promenade gezogen. Der Schuhladen „Banu Banu“ etwa oder der Geschenkeladen Schmidt, der lediglich 50 Meter in Richtung Bahnhof gewandert ist, wo es von Schülern, Pendlern und Geschäften nur so wimmelt. „Ich bin sehr zufrieden. Es ist viel schöner und sauberer hier“, sagt Eigentümerin Thi Schmidt.
Ihre ehemaligen Ladennachbarn konnten sich entweder die Miete nicht leisten oder passten nicht ins Konzept der schönen neuen Ladenwelt.
Ingo Wende ist froh, dass er den alten Vermieter HRG los ist. Aber nach dem Auszug aus der Passerelle fehlt seinem Comicladen "die urbane Subkultur".
Viele stehen immer noch unter dem Eindruck von jahrelangen Streitigkeiten mit der HRG. Ingo Wende, der mit seinem umbenannten Geschäft „Comics am Steintor“ nach 25 Jahren vom Raschplatz in die Nordmannpassage gezogen ist, hat gerade wieder eine juristische Auseinandersetzung um eine Nebenkostenabrechnung über 6000 Euro hinter sich gebracht – diese hatte für ihn nicht nachvollziehbar Rasenpflege als auch Centermanagement beinhaltet. „Ich bin froh, einen anderen Vermieter zu haben.“ Ansonsten fehlen auch Wende die zahlreichen Pendler vom Bahnhof und die Stöberatmosphäre der Tunnelmeile. „Es läuft nicht besonders. Für einen Laden wie unseren fehlt die urbane Subkultur.“
Stille Bewunderung erhält das „Videoland“ von den Ehemaligen. Das Geschäft am Eingang zur Passerelle ist der letzte Mohikaner – und ficht seit Jahren mit dem Vermieter. Andere hatten bis zum Schluss gehofft, dass sie nach einer Renovierung wieder einziehen dürfen. „Wir handeln mit Kulturgut und wir waren immer gut frequentiert. Familienbetriebe wie unserer würden eine eintönige Ladenzeile schön beleben“, sagt Antiquar Brunke. „Auch wir haben Konzepte und können uns anpassen.“
Das sieht der Besitzer der Immobilie anders. Auf Drängen der Geschäftsleute der Lister Meile bleibt der Nordtunnel zwar geöffnet und wird renoviert. Aber Geschäfte soll es dort zunächst nicht geben – die Schaufenster werden stattdessen zugemauert. Sollte der Gang genug Kundenströme anziehen, wenn das geplante Justizzentrum im Bredero-Haus steht, werde man wieder über den Einzug von Geschäften nachdenken, heißt es. „Aber nur welche mit durablen Sortimentsartikeln für aktuelle Bedürfnisse“, formuliert HRG-Chef Heinemann. Also Massenware. Antike Bücher, Comics und Co. sind dann nicht mehr erwünscht.
ac303id May 26th, 2008, 12:12 PM gesehen auf HAZ.de
http://img145.imageshack.us/img145/8961/nichtsgehtamraschplatz2qg6.jpg
mit dem Entkernen läuft es ja zur zeit....
letzte Woche habe ich gut 15 Mitarbeiter dort gesehen.
Das ganze dauert nut etwas länger, da keine schweres Gerät zum Einsatz kommen kann.
Ja Ja Abreißen und Neubauen wäre vielleicht doch besser gewesen, wo jeze doch schon 30Mio€ investiert werden.
Dann hätte man gleich auch den ZOB verlegen und auf dem Gelände etwas passendes zum Raschplatz schaffen können,
so das auch auf dieser Seite vom HBF eine Einheit entstanden wäre....
Naja wir warten und beobachten weiter.
devilsadvocate May 26th, 2008, 12:17 PM Zum Raschplatz-Tunnelagang:
ICh fragee mich nur, wie das dort ganz ohen geschäfte aussehen soll?
LEdiglich eine Art Niki-Promande ohne Geschäfte? Naja, ich bin ja mal gespannt.
@Raschpaltz: Mitte Juni dann endlich die 'Hochbauarbeiten... Anfang 2009 der Platz selbst...
Naja, wenn das so weiter geht, ist das Kröpcke Center eher fertig als der Raschplatz!
Leine1977 May 26th, 2008, 04:02 PM Wenn die Leineinsel wieder angelegt werden soll, plädiere ich für einen überwiegend historischen Wiederaufbau der Insel und der angrenzenden Uferbereiche. Lediglich Häuser, die auch schon vor dem Krieg nicht attraktiv waren, sollten mit etwas anderem ersetzt werden (aber an die Umgebung angepasst). Der Wiederaufbau sollte dort aber nicht halt machen. Es sollten weitere Bereiche zwischen Neustädter Markt bis rüber zur Schmiedestr. wiederaufgebaut werden, ähnlich wie Dresden große Teile seiner Altstadt rekonstruiert. Nur so kann die Stadt eine größere Rolle beim Tourismus spielen, welcher in Zukunft eine große wirtschaftliche Rolle spielen kann. Warum die Stadt heute kaum in diesen Wirtschaftszweig investiert, ist mir unverständlich.
Mein Gott, das wäre echt ein Traum!
Ich würde sogar noch ergänzen, dass nicht nur der Tourismus angekurbelt wird, sondern die Stadt auch Hochqualifizierte und Akademiker anlocken würde - so wie es sich die Stadt eigentlich wünscht. Persönlich glaube ich nämlich, dass Dresden und Leipzig die kommenden Städte schlecht hin sein werden. Dort hat man dieses schon erkannt.
dakir2004 May 26th, 2008, 04:14 PM Ich würde es euch Hannoverander (wird das so geschrieben?) echt wünschen, wenn Ihr ein kleines Stück altes Hannover zurück bekommt.
Ich seh es selber täglich in Dresden am Neumarkt, wie schön doch alte Gebäude eigentlich sein können und wie viel Charme die Bürgerhäuser besitzen.
Also Däumchen drücken, dass es Investoren dafür gibt.
dakir2004 May 26th, 2008, 04:15 PM Persönlich glaube ich nämlich, dass Dresden und Leipzig die kommenden Städte schlecht hin sein werden. Dort hat man dieses schon erkannt.
Danke Leine :), sowas hört man gerne, aber auch Hannover hat eine gute Zukunft, was bei euch alles passiert und gebaut wird, Respekt!
gstolze May 26th, 2008, 07:18 PM Als Dresden is ein Selbstläufer. Die Barocke Pracht ist halt einmalig. Leipzig ist nicht schlecht, allerdings wird die Stadt von Politik und Medien total gepuscht. Hannover kommt bei Politik und Medien meist schlecht weg, das Image, das die Stadt in anderen Regionen hat, ist viel schlechter als es hier wirklich ist. Deshalb wird auch die Investorensuche nicht so leicht sein wie in Dresden. Dabei hat Hannover echt viel zu bieten und eine geile Lebensqualität. Aber man weiß ja, Gewinner kommen manchmal ganz langsam und unbeobachtet......und wenn man dann da ist, sind alle überrascht.
Leine1977 May 26th, 2008, 10:26 PM @gstolze: Da hast Du natürlich recht. Hannover wurde - und das ist nicht negativ - einfach immer nur als Provinzhauptstadt wahrgenommen (andererseits: welche Stadt saß schon auf Englands Thron!).
Ich find das auch gut. Man bleibt hier auf dem Boden. Eigentlich auch schön, dass man immer unterschätzt wird. Ich habe schon oft von Leuten gehört, die Hannover per se häßlich fanden, und als sie dann hier waren, war beinahe jeder positiv überrascht.
Natürlich kann Hannover niemals so ein Investoren-Wettrennen verursachen wie in Dresden. Aber mit kleinen Mitteln und Korrekturen könnte Hannover noch attraktiver für die Bürger werden. Und in der Innenstadt gibt es "Diamanten-Rohlinge" (ich sag mal Leineinsel), die nur noch geschliffen werden möchten.
Leine1977 May 26th, 2008, 10:42 PM Übrigens bin ich auch gespannt, ob es bald auch Planungen zum Köbelinger Markt gibt (der Studentenwettbewerb war ja schon).
Zwar ist hier eine moderne Bebauung angesagt und wenn ich die Entwurfsbeschreibungen richtig gelesen habe, gab es auch einige merkwürdige Ideen dazu. Andererseits finde ich die Idee super, den Platz freizugeben für eine kleinparzellige Bebauung. Wenn das Maritim noch abgerissen werden würde, könnte hier was tolles entstehen - mit kleinen Geschäften und Cafe´s...
Früher sah es an der Marktstraße ja auch ziemlich dicht aus:
http://img393.imageshack.us/img393/377/1166741oo8.jpg
Edit: In diesem Zuge hoffe ich auch, dass die Stadtmauer und der Borgentrick-Turm aus dem VHS-Gebäude herausgelöst werden.
dakir2004 May 27th, 2008, 12:16 AM Ich muss eure Euphorie über Dresden mal kurz bissl bremsen.
Na klar, es gibt den Neumarkt / Frauenkirche und demnächst auch die Neustädter Seite (Hauptstraße / Königstraße) und das war's dann schon mit dem historischen Neubeuten. Noch paar moderne Neubauten am Altmarkt / Postplatz / Prager Straße und Wiener Platz und das war es dann schon fast mit der moderne.
Und beim Wiener Platz musste Dresden praktisch gesehen um jeden Investor betteln, also so rosig ist es nicht. Aber das kommt noch, Dresden ist wie Hannover...ein Rohdiamant die nach und nach schöner werden und wo die Wirtschaft immer Stärker wird.
Aber die Bilder zu der Insel sind Spitze, also hoffentlich klappt das. Bin ja eh für jedes historische Projekt in Deutschland.
lifestyle032 May 27th, 2008, 12:49 AM Bin ja eh für jedes historische Projekt in Deutschland.
Kannst dich ja bei Zeiten hieran beteiligen ;)
http://flusswasserkunst.npage.de/
dakir2004 May 27th, 2008, 11:05 AM Ich hab schon sehr fleißig für die Frauenkirche gespendet und mir ständig die Limitierten Glashütter Uhren gekauft, wo man neben dem Spenden auch noch was für sich hatte :)
Versucht doch auch sowas? Ich weiß jetzt nicht, ob es in Hannover irgendwas gibt, was enorme Tradition hat. Bei uns sind es halt Glashütter Uhren und Porzellan aus Meißen. Dann macht eine Limitierte Auflage und verkauft die Teile und so kommt auch Geld in die Kassen.
Soll das nur bei dem einen Gebäude bleiben?
lifestyle032 May 27th, 2008, 11:53 AM Ach, es gibt so viele Gebäude für deren Rekonstruktion man sich einsetzen könnte! Nur irgendwo muss man ja anfangen, und selbst dieses eine Projekt wird schon schwierig genug und es wäre ein Riesenerfolg wenn die Reko der Flusswasserkunst überhaupt klappen würde :)
devilsadvocate May 27th, 2008, 12:15 PM Ich glaube,d ass die alten Hannover-Fotos auch deshalb ganz schöna ussehen, da es keine Autos zu sehen gibt, die den Straßenrand verschandeln...
Ist mir nur so gerade aufgefallen :-)
Sicherlich gäbe es hier viel wiederaufzubauen, aber Neubauten sind, wenn sie ins Bild passen, auch nicht schlecht. Zb. dieses eine Wohngebäude in der List (Bild ist auf den SEiten davor). Den Aegi finde ich auch so schön, ohne die alten Gebäude.
Ich glaube es kommt darauf an, dass der ganze 70er Jahre Schund abgerissen wird und hübsch ersetzt wird, egal ob auf alt oder neu getrimmt, hasuptsache was Anderes.
Squig May 27th, 2008, 01:38 PM Dem kann ich nur zustimmen. Sobald das Kröpcke Zenter erneuert ist und ev. der Kaufhof am Bahnhof mal anders gestaltet würde, wäre schon sehr viel gewonnen.
Zur Leineinsel. Ich finde nicht, dass eine Rekonstruktion die einzige wüpnschenswerte Lösung wäre. Ich wohne ja in Amsterdam, und Javaeiland (die Insel, wo diese moderne Architektur, die für die Leineinsel vorgschlagen wurde) hat schon seinen ganz eigenen Charme, der auch gut zu der zugegeben ja echt fänomenalen und verwöhnenden Amsterdammer Altstadt passt.
Leine1977 May 27th, 2008, 02:35 PM also eine Reko der Leineinsel ist gar nicht durchführbar. Es gibt kaum Aufzeichnungen, das Fachwerk war bauhistorisch anspruchslos und mit den modernen Beugesetzen kann man ein ehemaliges Elendsquartier nicht bauen. Eine historisch aussehende Architektur halte ich allerdings für gut. Eine rein moderne Leineinsel fände ich langweilig und wertet den Beginenturm ab.
@Squig: Ein Mix aus Alt und Neu finde ich nach wie vor praktikabel. Wie du es beschrieben hast, gibt es den in Amsterdam. Dann sehen nämlich sowohl Moderne als auch Alte Gebäude noch besser aus. Bestes Beispiel ist m.M. die Nord/LB, die neben dem Rathaus gut zur Geltung kommt und wiederum das Neue Rathaus, das neben der Nord/LB gleich doppelt so gut aussieht.
@devilsadvocate: auch die Stadtvillen der Seelhorster Gärten finde ich gelungene moderne Architektur (hatte ich glaub ich schon oben mal erwähnt).
Edit: Wichtiger als die Bebauung wäre allerdings überhaupt die Herstellung einer Inselform. Das allein wäre schon ein Erfolg - selbst wenn man nur Grünfläche draufsetzt.
gstolze May 27th, 2008, 07:00 PM Nicht alles auf der Leineinsel war ein Elendsquartier. Es gab dort neben wenig interessanten Gebäuden auch anspruchsvolle Bauten. Es gibt übrigens unzählige Fotographien über das alte Hannover. Die habe ich vor Jahren mal gesehen, als ich im Fotoarchiv der damaligen Landesmedienstelle ein Praktikum gemacht habe. Die Behörde selbst gibt es in dieser Form glaub ich nicht mehr. Wo das Archiv hingekommen ist, weiss ich leider auch nicht. Wenn auch nicht alles historisch weideraufgebaut werden kann, sollten die modernen Gebäude jedoch die Sprache der historischen Gebäude aufnehmen, so dass man ein harmonisches Stadtquartier hinbekommt. Ich vergleiche das immer ein wenig mit dem Schnoorviertel in Bremen, das heute DIE Attraktion in Bremen ist, obwohl es vor dem Krieg auch eher ein Armenviertel war. Dort hat man auch neue Gebäude geschickt in die alte BAusubstanz eingefügt und das einmalige Flair erhalten.
Leine1977 May 27th, 2008, 10:56 PM @gstolze: Wir sind da ja voll auf einer Wellenlänge. Genauso hätte ich es auch gerne. Ein verträumtes Fachwerkviertel, das wär schon was...
Mit den schönen Gebäuden auf der Leineinsel meinst Du wahrscheinlich, die in unmittelbarer Nähe zum Leineschloß: die Münze, die Bruckmühle und ein schönes großes Bürgerhaus. Der König wollte ja nicht auf den Plebs schauen :-)
Bestehende Viertel wie der Schnoor dürfen ja so bleiben. Bei Neuerrichtungen ist das schon schwieriger. Man schaue dabei auf die Diskussion um die Errichtung der Fachwerkaltstadt in Frankfurt. Allerdings hat sich herausgestellt, dass Argumente wie Brandschutz etc. locker eingehalten werden können (es geht also). Die Rekonstruktion der bedeutenden Fachwerkhäuser ist jedoch schon schierig; obwohl diese dort bestens dokumentiert sind.
Wichtig ist bei allen Bauten im Bereich der Altstadt: der Bezug zum historischen Ort muss gegeben sein. Architekten - selbst namhafte - vergessen dies manchmal.
erbse May 27th, 2008, 11:26 PM Na gerade die "nahmhaften", diese selbstgebackenen, von der Lobby gepushten "Stars"!
Aufgeblasene Schwafelschrullen, die von ihren kilometerhohen ideologischen Elfenbeintürmen wie die Rohrspatzen auf die "kitschigen Disneyhäuschen" (unter ausgewiesenen Experten als 'Rekonstruktionen' bekannt) schimpfen - und als Gegenentwurf adrette Flakbunker oder einladende Scherbenhaufen anbieten.
Nein danke, solche brauchen wir in unseren Innenstädten nicht. Können sich gern irgendwo auf der grünen Wiese austoben, wo sie den Mistkäfern und Milkakühen mit ihrem Dekonstruktivisten-Sperrmüll imponieren können.
Tut mir leid, das wollt ich an der Stelle einfach mal loswerden ;)
lifestyle032 May 27th, 2008, 11:39 PM "adrette Flakbunker" :hilarious
Der war gut.. trifft den Nagel aber leider auf den Kopf!
Leine1977 May 28th, 2008, 10:42 AM Also, wenn die Stadt wirklich die Parkfläche des Ehemaligen Polizeipräsidiums neben dem Neuen Rathaus bebauen möchte, dann muss das ja ein recht spezieller Bau sein. Denn sonst könnte das Neue Ratrhaus ja seine "Schloß-ähnliche" Würde verlieren. Oder?
http://img229.imageshack.us/img229/6425/neuesrathausluftbild193za6.jpg
(Ich hab nur das Bild von http://www.anthes.org/hannover/vergleich/neuesrathaus/ansichten/index.htm gefunden.)
lifestyle032 May 28th, 2008, 12:11 PM Ich frage mich echt ob das sein muss. Man kann evtl. darüber diskutieren, ob zuviel Grünfläche an manchen Stellen der Stadt nicht sogar schadet (Leineufer.. siehe Subforum "Termine & Veranstaltungen") aber an dieser Stelle das Rathaus einzuängen fände ich fatal. Zum anderen frage ich mich, ob sich Oberbürgermeister Weil den schönen Blick auf das Landesmuseum verbauen will!?! ;) Oder habe ich jetzt die falsche Fläche im Kopf?
Bin übrigens noch auf eine nicht so erfreuliche Meldung gestoßen:
http://www.reincarnation-parade.de/
Was meint ihr dazu?
Leine1977 May 28th, 2008, 01:09 PM @lifestyle032: Nee, die Fläche mit Blick auf das Landesmuseum ist nicht gemeint. Wenn Du genauer auf das Foto schaust erkennst Du einen schönen Anbau an der Ecke zum Friedrichswall. Dieses Gebäude ist im Krieg zerstört worden. Soweit ich weiß, war Hillebrecht damals gegen einen geplanten Neubau (was ich gut finde, denn sonst stände dort wahrscheinlich eine 50er Jahre Hütte).
http://img526.imageshack.us/img526/4057/neuesrathausluftbild193jd3.jpg
Die Reincarnation habe ich ehrlich gesagt noch nie gemocht. Sie passt auch irgendwie nicht zu Hannover. Es bringt der Stadt auch glaub ich keine Renome.
telemaxx May 28th, 2008, 04:32 PM Also wenn auf der Leineinsel sowas wie das Schnoor-Viertel errichtet werden würde, wäre das ein Traum.
Kleine, verwinkelte Gassen ist genau das, was den Reiz einer Altstadt ausmacht.
Ich finde es auch schade, dass viele Straßen in der Innenstadt (auch mal abgesehen vom City-Ring) einfach im Zuge des Wiederaufbaus verbreitert wurden. Einerseits ist dabei bestimmt noch historisceh Bausubstanz bei verloren gegangen, andererseits wirken solche breite Straßen immer sehr "unräumlich" (z. B. Karmarschstraße am Alten Rathaus, die Straße wurde nach dem Krieg bestimmt doppelt so breit gemacht wie sie ursprünglich war).
Squig May 29th, 2008, 02:06 AM Zur reincarnation: ich finde, Hannover ist musikalisch recht vielfältig. Obwohl ich persönlich weder mit der Musik noch der Subkultur etwas anfangen kann, gehört sie imo dennoch zu hannover (ich bin wiederum aber kein Anwohner und wäre somit auch nicht betroffen).
Aber zu sagen, dass Müll usw. entstehen könnte, finde ich unpassend. Ist doch beim Schützenmarsch jetzt auch nicht anders, mit der einzigen ausnahme, dass ältere (ich könnte auch sagen konservative) mit der Musik mehr anfangen können...
Señor Templar May 30th, 2008, 05:07 PM gelesen in der haz:
Hannover hängt alle ab
Stilexperten und Chefredakteure von Fachmagazinen sind sich einig: Nicht Hamburg, nicht Düsseldorf oder Berlin haben die besten Herrenausstatter des Landes, sondern Hannover hat sie. Herbert Möller (60) ist, wie berichtet, der Beste, und Michael Jondral (45) landet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Euro" auf Platz sechs. "Kleiner Laden voller Modetrüffel" heißt es in der Bewertung. Und die Zeitschrift schüttet das Lob über Hannover kübelweise aus. Das erste Geschäft der oft zur Modemetropole hochgepuschten Hauptstadt Berlin kommt erst auf Rang 19. Und darum schreibt die kluge Redaktion dieser wunderbaren Finanzzeitschrift einen Satz, den wir sofort in Stein meißeln werden: "Bis auf weiteres müssen sich stilbewusste Hauptstädter also wohl in den ICE setzten und nach Hannover fahren." Man kann dieses Ranking der Herrenausstatter nicht hoch genug schätzen. Immerhin saß in der Jury auch ein gewisser Ignatius Joseph (54), ein Hemddesigner aus Düsseldorf. Wie schwer muß es diesem Mann gefallen sein, ausgerechnet vor Hannover auf die Knie zu gehen.
hpw
ac303id June 2nd, 2008, 11:50 AM Im Hauptbahnhof tut sich was. Ich denke mal aufgrund des wachsenden Drucks
durch die EAG läuft zur Zeit eine neue Kapagne im HBF.
Wobei beide zur ECE gehören, aber das heißt ja nichts.
http://img522.imageshack.us/img522/5391/dsc01575cv8.jpg
http://img522.imageshack.us/img522/9943/dsc01574cq1.jpg
schönes Logo, ich hoffe, das dies nicht einmalig ist sondern sich ggf mal durchsetzt und in den Köpfen der Besucher und Gästen manifestiert.
http://img145.imageshack.us/img145/910/dsc01576ur8.jpg
P.S. eine Freundin von mir arbeitet im Stadtmarketing Braunschweig ( kann ich ja auch nicht s zu -aber egal ) Sie hat jedenfalls nur mit dem Kopf geschüttelt, da sie ein wenig Hintergrundwissen zum Marketing in Hannover hat.
Hier fehlt es anscheinend an klaren Strukturen und anständig verteilten Zuständigkeiten.
Somit müsen wir uns auch nicht wundern, wenn z.B. der Peppermint Dome dieses Jahr nicht auf dem Maschsee stehen darf.
Hannover hat ein riesen Potential nutzt es aber nicht.
Zum Beispiel war dieses Jahr wohl eine Tourismus Messe in Hamburg, auf der Hannover aber nicht vertreten war. Braunscheig wohlgemerkt schon. Und dies hat der Stadt einen ernormen Schub gegeben: Zahl der Übernachtungen und Besuchergruppen/Busse ist seit dem angestiegen. Hat Hannover an so etwas kein Interesse - wollen die das Geld von Touristen nicht.
Hallo AUFWACHEN. Wir sind auch wer. und sollten das auch so verkaufen. Kein Wunder wenn alle Hannover immer noch als eine verschlafene Stadt Mitten in Deutschland sehen.:ohno:
sorry war wohl mal nötig:bash:
Leine1977 June 2nd, 2008, 12:07 PM ja, an mehreren Stellen haben wir das ja auch schon moniert. Sowohl Maschsee, Leine etc., da wird zu wenig gemacht.
... eine willkommene Steilvorlage für unseren Erzrivalen aus Ost-Peine!
devilsadvocate June 2nd, 2008, 12:08 PM Was ich total daneben fand, dass diese sogannte "Studie" auch in der Üstra vermittelt wurde. Ich frage miche rnsthaft, was es bringt, wenn man negative Nachrichten den ÖLeuten vermittelt. Man sollte auf so etwas verzichten, um den Leuten mehr sElbstvertrauen zu der Stdt zu geben und nicht den Ruf noch bestärken!
Es gibt andere Studien, die Hannover ganz Vorne sehen, andere sehen sie ganz hinten. Das ist bei allen städten so und kommt imemr darauif an, welche Krterien man auswählt. Auf solche Negativ-Schlagzeiulen sollte die Stadt in Zukunftz besser verzichten!
Aber das wir den besten Herrenaussatatter haben? DAS wäre mal eine Meldung wert gewesen!
Die Stadt muss lernen sich besser zu verkaufen, eindeutig!
lifestyle032 June 2nd, 2008, 08:29 PM Ich werfe hier mal ein Bild rein, das zum nachdenken anregt :)
http://img210.imageshack.us/img210/3758/dsc00947ub9.jpg
devilsadvocate June 2nd, 2008, 09:34 PM Tja, da war doch mal was...
Zur Zeit fragt eine Mitarbeiterin der Stadt mal beim Bauamt nach, wegen eines Kontos. Es läuft so langsam an :-)
lifestyle032 June 2nd, 2008, 10:06 PM Du hast den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden ;)
Schön.. da bin ich jetzt aber mal gespannt was aus dem Konto wird!
Leine1977 June 2nd, 2008, 10:27 PM Oh ja, da bin auch gespannt. Bin heute an der Stelle vorbeigefahren - man merkt richtig, dass da was fehlt.
Passend dazu ein Artikel aus der Welt zum Thema: "Viele deutsche Städte sind potthässlich."
http://www.welt.de/kultur/article2051644/Viele_deutsche_Staedte_sind_potthaesslich.html
Von der Leineinsel habe ich leider noch nichts gehört.
nitri June 3rd, 2008, 11:55 PM Randnotiz, gesehen auf Hannover.de:
Gemeinsam stark für Hannover
Am 3. Juni haben in einer gemeinsamen Sitzung im Hannoverschen Rathaus die Gesellschafter von Hannover Marketing Gesellschaft (HMG) und Hannover Tourismus GmbH (HTG) die Verschmelzung der HTG auf die HMG beschlossen. Die Verschmelzung ist auch bereits notariell beurkundet. Sie tritt rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft.
Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung für die HMG, Klaus E. Goehrmann, und für die HTG Klaus-Michael Machens dankten Geschäftsführer Hans C. Nolte für die im Zuge der Zusammenführung geleistete Arbeit. 2007 haben die Gesellschaften mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
Mit einem einstimmigen Votum haben die Gesellschafter die Weichen für die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren gestellt. Hannovers Tourismus- und Marketingaktivitäten sollen weiter gestärkt werden.
nitri June 5th, 2008, 02:45 AM gesehen auf Ihmebote.de:
Rate der Baufertigstellungen zieht leicht an
Hannovers Förderinstrumente greifen
Der Einfamilienhausbau nimmt in Hannover leicht zu - aber schrumpft in der Region. Das geht aus den aktuellen Baufertigstellungszahlen der Landesstatistiker für 2007 hervor: Während die Stadt sowohl im Segment der Einfamilienhäuser als auch im Geschosswohnungsbau eine ansteigende Tendenz verzeichnet, ist das Umland nach Erkenntnissen des Niedersächsischen Landesamts für Statistik insgesamt von Rückgang betroffen.
Der Marktanteil der Landeshauptstadt konnte beim Einfamilienhausbau von 20 auf 33 Prozent gesteigert werden. Das geht auch auf die intensiven Bemühungen zurück, dieses Segment stärker zu fördern, um der Abwanderung von sozial und ökonomisch stabilen Haushalten entgegen zu wirken. Der Hannover-Kinder-Bauland-Bonus und die Einfamilienhaus-Programme von 2001 und 2007 tragen dazu bei, in einem insgesamt schrumpfenden Markt größere Anteile für Hannover zu realisieren.
Seit dem Jahr 2003 werden in Hannover mehr Einfamilienhäuser als Wohnungen im Geschosswohnungsbau fertig gestellt. Die Stadtplanung geht auf diese veränderte Nachfragesituation auch durch entsprechende Bebauungspläne ein.
Orbiter June 5th, 2008, 11:52 PM Hat jemand diesen Spiegel-Artikel gelesen?
Kampf um die Skyline (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,557176,00.html)
Was würdet ihr denn von neuen Hochhäusern in Hannover halten, und wo, wenn überhaupt, könntet ihr euch diesen Gebäudetypus in Hannover vorstellen?
Zum Thema: Diagramm Hannovers höchste Gebäude (http://skyscraperpage.com/diagrams/?searchID=37797334)
devilsadvocate June 5th, 2008, 11:55 PM Neue Hochhäuser würde ich grundsätzlich begrüßen! Mein TRaum wäre, wenn die Sparkasse am aegi ihr GEbäude abreißen lässt und einen richtigen Tower hinsetzt! Das sähe super aus!
Zur Flusswasserkunst: Die Stadt will sich wegen eines Kontos infrmieren, außerdem will sich der Vorstand von der Partei "Wir für Hannover" mit der SAche beschäftigen.
lifestyle032 June 6th, 2008, 12:05 AM :okay: Tolle Neuigkeiten devil!
nitri June 6th, 2008, 01:55 AM gesehen auf NeuePresse.de:
Neues ECE-Opfer: Schuhhaus Rentz schließt
http://i29.tinypic.com/ifbkeu.jpg
Vier Monate vor Eröffnung der ECE-Galerie am Hauptbahnhof schließt das nächste Geschäft in Hannovers City: Das Schuhhaus Rentz in der Heiligerstraße 3 macht spätestens am 28. Juni dicht. Chef Peter Rentz glaubt nicht, dass er im Konkurrenzkampf mit dem neuen Shopping-Center bestehen könnte.
Gestern hat in den früheren Räumen des Traditionsunternehmens Brinkmann (dort wurden noch 2002 Computer angeboten) der Räumungsverkauf begonnen. Der Lagerbestand umfasst mehr als 10000 Paar Schuhe bekannter Marken; die Preise sind zwischen 30 und 59 Prozent gesenkt.
„Wegen des ECE habe ich mich zur Geschäftsaufgabe entschlossen“, sagt Chef Peter Rentz. Sobald das gigantische Shoppingzentrum eröffne, würden die Kundenströme in der City anders fließen – eben am südlichen und damit dann abgehängten Teil der Innenstadt vorbei.
„Im ECE werden fünf Schuhhäuser vertreten sein“, berichtet Rentz, der die mögliche Konkurrenz schon vor ihrem Start im Blick hat. Unter anderem zieht Gabor mit einem Shop ein. „Bisher war das eine unserer Hauptmarken.“
Rentz hofft, alle Arbeitsplätze erhalten zu können – durch Verlagerungen in die beiden bleibenden Filialen. In Edemissen (Peine) hat das Schuhhaus seit fast 50 Jahren seinen Stammsitz, außerdem eine Filiale in Burgdorf.
Leine1977 June 6th, 2008, 09:02 AM Neue Hochhäuser würde ich grundsätzlich begrüßen! Mein TRaum wäre, wenn die Sparkasse am aegi ihr GEbäude abreißen lässt und einen richtigen Tower hinsetzt! Das sähe super aus!
Zur Flusswasserkunst: Die Stadt will sich wegen eines Kontos infrmieren, außerdem will sich der Vorstand von der Partei "Wir für Hannover" mit der SAche beschäftigen.
Super Neuigkeiten! Mein Gott, was man alles erreichen kann. Allein, dass es in das Bewußtsein der Bürger/Politiker kommt, ist schon eine super Sache. Danke Devil!
Leine1977 June 6th, 2008, 09:11 AM Hat jemand diesen Spiegel-Artikel gelesen?
Kampf um die Skyline (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,557176,00.html)
Was würdet ihr denn von neuen Hochhäusern in Hannover halten, und wo, wenn überhaupt, könntet ihr euch diesen Gebäudetypus in Hannover vorstellen?
Zum Thema: Diagramm Hannovers höchste Gebäude (http://skyscraperpage.com/diagrams/?searchID=37797334)
Ich hab den Artikel auch gelesen. Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. Sehr folgerichtig wird in dem Artikel weiter hinten geschrieben, dass in ein paar Jahren der Tower-Boom bereut werden wird. Europäische Städte glänzen dann durch Nachhaltigkeit und Tourismus.
Hochhäuser in Hannover fände ich im Innenstadtbereich nicht sehr ästhetisch. Die Marktkirche und das Neue Rathaus sollten lieber allein die Skyline bestimmen. Ich meine Frankfurt hat schon viele Hochhäuser - findet ihr die Stadt wirklich reizvoller?
... und wenn ihr mal die Kehrseite sehen wollt, dann schaut Euch mal die echt krassen Fotos von Erbse im Frankfurt-Forum an.
http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=505442&page=15
===
Zu Frankfurt: die Rekonstruktion der Altstadt wird dagegen ein voller Erfolg werden. Meinen Glückwunsch!
dakir2004 June 6th, 2008, 11:30 AM Hey Leine,
es gibt Städte, da passen einfach Wolkenkratzer richtig super, wie eben Frankfurt am Main und vielleicht auch mal Berlin und Hamburg! Aber in den etwas kleineren Städten dieser Welt, sollte man sich darauf besinnen, ein ordentliches Stadtbild zu bauen.
Ein enges Zentrum, vielleicht bis 8 Stockwerke hoch, aber nicht höher. Wir beide Leben in fast gleich großen Städten, und in Dresden würde eine Skyline genauso wenig passen wie zu Hannover. Ich spreche allerdings von den alten Zentren.
Wenn sich außerhalb etwas modernes ansiedelt, dann ist das okay.
Das Europa hier bissl pennt, kann vielleicht wirklich in 20 Jahren positiv sein, dann wenn jede Stadt in Asien gleich aussieht werden die Menschen schon merken, dass das "Alte Europa" doch weltweit am schönsten ist.
Also ich würde es nicht gut finden, wenn in Hannover Hochhäuser gebaut werden würden, dass würde wie gesagt für'n Arsch aussehen.
Leine1977 June 6th, 2008, 11:40 AM ... ja, zu FM passen die, weil es dort schon viele gibt - dann gibt es ein geschlossenes Bild. München ist aber noch größer als FM, sieht aber von der Skyline super aus: von allen Seiten kann man die Kirche sehen.
Es gibt bei uns aber glaub ich ebenso eine Satzung, die hohes Bauen in der Innenstadt verbietet. Schon beim NORD/LB-Bau musste der Turm gekürzt werden, weil das Rathaus nicht übertroffen werden darf. Außerhalb finde ich das legitim.
Und wenn Wolkenkratzer, dann bitte so :tiasd:
dakir2004 June 6th, 2008, 11:46 AM Ich bin ja eigentlich auch ein großer Fan von Wolkenkratzern und schönen Skylines, aber wir haben in Deutschland etwas, man nennt es Kirchen-Silhoutten die es so weltweit nirgends mehr gibt. Jede Skyline kann man aber tauschen, dass würde kein Mensch checken :ohno:! Und somit haben vorallem die asiatischen Städte für mich keine Seele, klingt bescheuert ich weiß, aber es ist doch so.
Aber jetzt ein Randviertel in Hannover oder Dresden, wo sagen wir mal 6 bis 10 Türme stehen mit maximal 120m, dass würde auch super aussehen, glaub ich jedenfalls :lol:
devilsadvocate June 6th, 2008, 12:08 PM Also weder Dresden noch Hannover brauch sich vor Hamburg oder Berlin zu verstecken.
Man sieht es doch in den USA, wo auch andere Städte als New York oder Chicago (auch wenn dieser Größen-Vergleich mit Hamburg und Berlin etwas fern der Realität ist) schöne Siluetten haben, wie Boston, Philadelphia, San Francisco...
Und bei den Bildern von eRbse sieht man ja nur graue Betonbauten. Ist ja nicht so, dass alle Wolkenkratzer so aussehen, nech ;-)
Z.B. Boston (590.000 Einwohner!):
Selbst schon hier kann meiner Meinung Frankfurt schon einpacken!
Ameriaknische städte sehen einfach ästhetischer aus. Keine Betonklötze, keine Plattenbauten, keine Navchkriegsbauten...
Herrlich! Aber wir holen ja langsam auf :-)
http://www.flyawaycafe.com/wp-content/uploads/2007/07/downtown-boston-skyline.jpg
Washington:
Leine1977 June 6th, 2008, 12:29 PM Solche Skylines wie Boston, Seattle, Vancouver sehen schon ganz nett aus - allerdings auch aufgrund ihrer Lage. Aber warum soll JEDE Stadt auf einmal in der Welt so aussehen? Warum gibt es dann keine Einzigartigkeit mehr? Städte wie Hannover - mehr noch Dresden - haben die Chance, einzigartig zu sein auf der Welt, wenn man die traditionelle europäische/regionaltypische Architektur in der Innenstadt herausstellt.
Zudem macht mich stutzig, dass bislang alle Hochhäuser in Hannover keine architektonischen Glanzpunkte sind.
Es wird auch in China irgendwann ein Umdenken geben. Wenn Foster, Speer, Gehry & Co. sich irgendwann ausgetobt haben, wird man irgendwann die traditionelle chinesische Architektur herbeisehnen und auch umsetzen.
dakir2004 June 6th, 2008, 12:32 PM Bei den Ami's sind aber Wolkenkratzer Geschichte...wo man bei uns 1900 noch Kirchen und Bürgerhäuser gebaut hat, wurde in amerikanischen Städten schon fleißig in die Höhe gebaut, dass darf man ja nicht vergessen. Dort sind diese Skylines nicht von heute auf Morgen entstanden, sondern über viele viele Jahrzehnte und deshalb sieht das in Amerika so gut aus. Alt und neu, verstehst?
Stell dir mal vor, neben dem Rathaus in Hannover werden 3 Wolkenkratzer à 160m gebaut, dass würde sicherlich nicht wirken, oder? Oder die Silhoutte von Dresden, wenn da 3 Wolkenkratzer neben der Frauenkirche stehen würden, dass säh genauso mistig aus.
Laut Forschung brauchen sich unsere beiden Städte eigentlich gar nicht mehr verstecken, es passiert bedeutend mehr als woanders in Deutschland, wenn man das mal pro Einwohner rechnet.
devilsadvocate June 6th, 2008, 12:36 PM @Leine: Also die Nord-LB würde ich aber schon als Glanzpunkt bezeichnen!
http://www.sn-online.de/storage/pic/artikel/zentral/haz/archiv/114292_1_071205-nied-nordlb.jpg
http://www.fotofestival-hannover.de/fileadmin/user_upload/NordLB/NordLB-03_klein.jpg
Leine1977 June 6th, 2008, 12:55 PM Die Nord/LB habe ich jetzt nicht so als typischen Tower aufgefasst. Sie ist generell gut gelungen - da geb ich Dir recht. Viel schönes Modernes gibt es sonst leider nicht. Ich dachte eher an: Bredero-Hochhaus, Stadtwerke-Tower, Allianz, Postbank, Ihme-Türme,...
Ich finds schön, man kann in die Staaten fahren, sich mal die Türme anschauen, nach Hause fliegen, in unserer Altstadt zwischen kleinen Fachwerkhäusern einen Kaffee trinken und denken "man gut, dass hier alles flach ist - gibt ein heimeliges Gefühl".
Hochhäuser bewirken nämlich in Frankfurt, Vancouver, Boston folgendes: zwischen 9 bis 5 ist dort Business-Leben. Davor und danach ist es ausgestorben - Nichts! Ich war ja vor Ort.
Ein interessantes Thema zum Diskutieren :)
devilsadvocate June 6th, 2008, 01:00 PM Naja, aber in Deutschland hat man ja genrell das Problem, dass wir hier keine stadt haben, die "niemals schläft". Dazu fehlen die Millionen von Touristen, die New York, PAris oder London 24 Stunden am Tag beleben und eben auch diese Regionen itneressant machen, da sich dann hier immer noch Leute aufhalten.
Frankfurt ist nicht größer als Dreseden oder Hannover, hat aber Hochhäuser, was bei jedem die falsche Assoziation hervorruft, je höher die Skyline, desto größer die Stadt...
Und dass dann tote Hose herrscht, dürfte klar sein.
dakir2004 June 6th, 2008, 01:06 PM Ihr 2 seid mir mal nicht Böse jetzt, aber dieses Gebäude sieht nicht toll aus :ohno:! In so guter Lage neben eurem Rathaus so ein Teil zu bauen, also da haben die Stadtplaner echt versagt.
Aber Leine ich geb dir recht, als ich aus Dubai wieder gekommen bin, war ich froh durch die Dresdner Neustadt zu laufen und im größten Gründerzeitviertel Deutschlands meinen Kaffee zu trinken. Moderne ist schon Geil, wenn es gut gebaut ist, aber ich hoffe auch, dass wenigstens in Deutschland die historischen Viertel und Altstädte nicht zu geflastert werden mit Wolkenkratzern. Das kann man außerhalb machen, dann hat halt jede Stadt seine "Internet City", "Media City" oder "Residenz Bay", hauptsache nicht in den alten Vierteln.
Stimmt das eigentlich, dass man in Frankfurt nur 15 Minuten brauch, und dann ist man schon wieder aus der Stadt raus? Aber find ich guddi, den es ist wirklich so...man denkt immer: Boar, dort stehen Wolkenkratzer, dass muss eine große City sein und dort tobt das Leben. Pusteblume, Dubai ist Nachts total langweilig und öde, da ist nix los.
Leine1977 June 6th, 2008, 01:13 PM @dakir: die Stadtplaner haben hier in Hannover an weitaus schlimmeren Dingen versagt. Du weißt zum Glück nicht was hier alles abgerissen worden ist, was das Ihme-Zentrum ist,... Die Nord/LB fügt sich aber - auch wenn ich Glasbauten nicht mag -gut in die Umgebung ein. Und vor der Nord/LB stand hier ganz üble Bauten rum. Es ist eine Verbesserung.
Vielleicht bin ich insgesamt auch zu "gemütlich". Ich mag alte Städte, lebe gerne im Altbau aus dem 19. Jahrhundert, finde Fachwerk gemütlich und begrüße jede Rekonstruktion. Ich bin etwas enttäuscht von modernen Bauten, weil sie nicht mehr so einladend sind. Viele haben kein Dach mehr, sollen nur noch Rendite bringen, bestehen fast nur aus Glas oder haben überhaupt keine Fenster mehr. - Es ist halt Geschmackssache.
dakir2004 June 6th, 2008, 01:27 PM Der Punkt geht an dich...da ich tatsächlich nicht weiß (woher auch) was dort früher mal stand, ich denk mir halt nur, dass euer Rathaus enorm Geil aussieht und man dort hätte sicherlich was richtig schönes bauen können, aber das ist meine Meinung. Bei mir Zuhause ist auch nicht alles schön, da haben auch viele Stadtplaner total gepennt und geträumt.
Aber für was gibt es Firmen, die darauf speziallisiert sind, Gebäude wieder abzureissen, nicht wahr :)!
Dann denken wir mal wieder gleich, ich bin lieber in alten Städten wie Prag, Görlitz oder Budapest unterwegs und erfreue mich an der Kunst der schönen alten Gebäude.
Erstens, weil ich in Dubai und teilweise in London Genickstarre erlitten habe und zweitens ist in Dubai alles neu, aber wirklich alles und das verliert dann tatsächlich an Reiz.
Außerdem ist das Flair in alten Städten viel schöner, man lebt da regelrecht mit der Stadt und streitet sich über jedes Neubauprojekt, siehe Dresden mit dem Gewandhaus.
Und trotzdem bin ich nach wie vor, auch wenn man das nicht so mitbekommt, ein großer Freund von hohen Gebäuden, aber es darf die historischen Altstädte nicht verschandeln, deswegen lieber etwas außerhalb.
devilsadvocate June 6th, 2008, 01:30 PM Also ich sag mal in Dubai ist das Problem, dass es ein isalmischer Staat ist und dort andere Gesetze (SCharia) gelten als hier. Wenn Europäer diese Stadt bevölkern wrüden, was glaubst Du, wieviele Discos dort schon aufgemacht hätten und die Stadt bevölkern würden.
Dort ist es sogar unter Strafe gestellt sich alkoholisiert im Stadtraum zu bewegen! Das fördert dann antürlich nicht gerade die Kneipenlandschaft, die das Nachtleben beflügeln könnten...
Das ist einer der Hauptgründe, die mich an Dubai stören...
ODer sehe ich das völlig falsch und Dubai ist liberaler als gedacht?
dakir2004 June 6th, 2008, 01:37 PM Dubai ist natürlich Islamisch, dass ist ja klar...aber durch die vielen Europäer und westlichen Nationen ist dort jetzt eigentlich schon sehr viel erlaubt. Dubai ist offener wie andere islamische Staaten. Nirgendwo sonst in den VAE dürfen Mädels mit Bikini am Strand laufen.
Ich war auch überrascht gewesen, dass ich dort britische Touristen gesehen habe, die durch Dubai in Mini gelaufen sind. Da gucken zwar alle, vorallem die Gastarbeiter aus Indien und Pakistan, aber verboten ist es nicht.
Es gibt Disco's in Dubai, und es gibt in einigen Hotels Bars, wo man Alkohol trinken darf, aber in Dubai wird es nie so sein wie in anderen westlichen Ländern.
Kann von Vorteil sein, wenn man sieht wie sich die Jugend in Europa die kannte gibt.
lifestyle032 June 6th, 2008, 01:58 PM Mit der Jugend gebe ich dir recht, allerdings führt das in diesem Kontext glaube ich zu weit.
Der Bauboom in Dubai begründet(e) sich meines Wissens in dem Wissen der Scheiche, dass die Erdölförderung die sie so reich gemacht hat irgendwann zum Erliegen kommt. Um anschließend nicht wieder aus den Köpfen der Leute zu verschwinden wird nun mit Hochdruck an der Touristikbranche gearbeitet. Und wenn man sich dieses Klientel ins Land holen will, muss man sicherlich auch ein wenig lockerer mit dem eigenen Gedankengut umgehen. Zwar kann es nicht sein, dass sich dort beispielsweise Europäer und Amerikaner überhaupt nicht an die Gepflogenheiten anpassen, aber dennoch wird sich auch die dortige Kultur ein wenig öffnen müssen... damit die Vorstandsvorsitzenden der westlichen Unternehmen abnds in Ruhe ihren Champagner schlürfen dürfen ;) Aber soweit ist es dort ja sicherlich schon..
Zu den hiesigen Städten kann ich noch sagen, dass man in 20, 30 Jahren froh sein wird nicht alle Innenstädte mit Hochhäusern vollgekleistert zu haben, da den Reiz europäischer Städte immer noch die einzigartigen alten Bauwerke ausmachen. Das sieht man ja auch an der Diskussion hier, welche schönen Bauten nicht alle rekonstruiert werden sollten.
Ne ne, alsst mal die Asiaten und Amis ihre Hochhäuser hochziehen.. in Hannover will ich sowas im Stadtzentrum nicht sehen. Das Gebäude der Nord/LB finde ich aber als Kontrast zum Neuen Rathaus gar nicht schlecht. Wichtiger für diese Stadtregion wäre meines Erachtens, dass die kuppel auf dem Niedersächsischen Landesmuseum rekonstruiert wird (siehe erste Seite dieses Threads).
BTW:
Ich überlege aber schon die ganze Zeit, wie man das Bredero-Hochhaus etwas verschönern kann, da ich es im Gegensatz zu Devil recht hässlich finde :P
Leine1977 June 6th, 2008, 02:10 PM BTW:
Ich überlege aber schon die ganze Zeit, wie man das Bredero-Hochhaus etwas verschönern kann, da ich es im Gegensatz zu Devil recht hässlich finde :P
... wenn man noch ein spitz zulaufendes Dach raufsetzen würde ähnlich wie beim Empire State Building und der Waschbeton durch Klinker oder Sandstein ersetzt werden würde, könnte man schon einiges erreichen, oder? Und auf die Spitze kommt dann eine riesengroße Hannover-Flagge!
lifestyle032 June 6th, 2008, 02:40 PM Hehe, das könnte man ja alles beim Ersetzen der alten, gesundheitsgefährdenden Klimaanlage gleich mitmachen.. hat da nicht auch ds Justizministerium dran Interesse?
:cheers:
devilsadvocate June 6th, 2008, 02:47 PM Aber wisst ihr was ich überhaupt nicht verstehe?
WArum baut keiner mehr heutzutage GEbäude, wie sie damals aussahen? Mit vielen Verzierungen an der WAnd, hohe Decken...
Es sieht einfach nur super aus...
Modern ist ja gut und schön, aber diese alten GEbäude, wie in der List und in der Südstadt und Nordstadt sind einfach nur toll zum Anschauen.
Sind es die Kosten? Gut, dann könnte man die Deckenhöhe ja weglassen, aber Verzierungen werden doch nciht all zu teuer sein, oder?
Leine1977 June 6th, 2008, 02:55 PM Frag ich mich auch manchmal. Es stand neulich in der HAZ, dass Gründerzeit-Wohnungen in Hannover mit die höchsten Mietpreise abwerfen.
Soweit ich weiß, werden in Düsseldorf glaub ich gerade neue Wohnungen im Gründerzeitstil gebaut. Dies ist aber wohl die Ausnahme.
Bei repräsentativen Bauten will sich meist auch der Architekt verewigen, also muss etwas krasses nie da Gewesenes konzipiert werden.
Und nach dem Krieg war Altbau zum Teil etwas aus der Mode. Andererseits haben auch nach dem Krieg viele in Hannover die Abrisswut alter Bauten auf die Straße getrieben.
In allem würde ich es so wie Du klasse finden, wenn man wieder so wie früher bauen würde - mit Dach und so. Der Markt würde das glaub ich mittlerweile auch hergeben.
nitri June 6th, 2008, 03:53 PM gesehen auf Ihmebote.de:
Feldtest für Fahrkartenautomaten beginnt
20 neue Geräte werden aufgestellt und getestet
Ab Montag, den 09.06.2008, stellt die üstra eine erste Serie von 20 neuen Fahrkartenautomaten auf. In einem so genannten Feldtest sollen die Geräte unter realen Bedingungen getestet und letzte Kinderkrankheiten erkannt und behoben werden. Dazu wurden gezielt 20 Stadtbahnhaltestellen ausgewählt, an denen die Fahrgäste voraussichtlich ab Mitte der kommenden Woche die
Möglichkeit haben, den neuen Fahrkartenautomaten zu nutzen.
Der im Dezember 2007 fertig gestellte Prototyp wurde in den letzten Monaten in umfangreichen Marktforschungen genutzt, um die Meinungen der Kunden abzufragen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind in die Entwicklung des neuen Automaten eingeflossen. Nach Abschluss der Feldtestphase beginnt ab Ende August die Serienproduktion der 340 Fahrkartenautomaten. Bis Sommer 2009 soll die netzweite Umrüstung der 190 Stadtbahnhaltestellen beendet sein. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt rund 9,6 Millionen Euro.
Der Automat wird nach europaweiter Ausschreibung von dem hannoverschen Hersteller Höft & Wessel AG produziert und installiert. Anders als bei tix und müx kommt dabei kein speziell für den hannoverschen Nahverkehr entwickeltes Automatenmodell zum Einsatz. Vielmehr hat sich die üstra für ein bereits in anderen Städten bewährtes System entschieden, das den Bedürfnissen der hannoverschen Fahrgäste optimal angepasst wird.
Der Fahrkartenautomat bietet jetzt das komplette Sortiment an GVH-Tickets zum sofortigen Fahrtantritt und GVH-Cards mit frei wählbarem Gültigkeitsbeginn an. Er akzeptiert alle Euro-Münzen ab 5 Cent aufwärts und alle Euro-Banknoten bis zum 50-Euro-Schein und verfügt über einen Münzspeicher für das Wechselgeld. Daneben kann auch bargeldlos bezahlt werden: Der Automat akzeptiert Geldkarten ebenso wie EC-Karten. Sogar Handy-Prepaid-Karten aller gängigen Netzanbieter gibt es an dem neuen Automaten zu kaufen.
An der Frontseite des im klassischen üstra-Look silbern und grün gestalteten Automaten sorgen ein Bedien-Panel mit Münzschlitz, ein großes Display mit Berührungsfunktion und eine Ausgabeklappe für eine einfache und logische Bedienung. Mit klaren Formen und Farben sowie einfachen Texten wird der Benutzer durch den Verkaufsvorgang geführt.
Neben Deutsch werden die Informationen wahlweise auch in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Türkisch gegeben. Besonderer Wert wurde auf die Barrierefreiheit des Automaten und seiner Bedienung gelegt.
Durch einen schmaleren Sockel können auch Rollstuhlfahrer nahe genug an das Bedienfeld heranreichen. Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit können die meistverkauften Fahrkartenarten in den vier Ecken des Displays anfordern und müssen so keine Texte lesen.
Eine Sprachausgabe führt sie durch den Vorgang – bislang eine Neuigkeit im deutschen Nahverkehr.
Der neue Automat ist gegen unbefugte Zugriffe gesichert. Das Display ist schlag- und kratzfest, das gesamte Gerät mit einer
Anti-Graffiti-Lackierung versehen. Der Automat erkennt Falschgeld und unterbindet Geldwäscheversuche. Ein bestmöglicher Aufbruchschutz schreckt Panzerknacker ab. Dadurch können die Fahrgäste sicherer als bisher sein, an der Haltestelle ein sauberes und funktionierendes Gerät vorzufinden.
Orbiter June 6th, 2008, 04:43 PM Das Problem ist, heute muss fast immer nur unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit gebaut werden. Da sind größere Raumhöhen natürlich im Nachteil, besonders beim Geschosswohnungsbau wenn es Höhenbegrenzungen des Baumvolumens gibt (eine Etage mehr vermieten können oder eben nicht...). "Verziehrungen" trifft das genauso, wobei Verziehrungen nicht ihrer selbst willen eingesetzt werden sollten, sondern weil sie Funktionen und Bezüge zum Gebäude, bzw. zum Nutzer haben.
Das Vancouver hier als Negativbeispiel angeführt wird überrascht mich doch sehr. Immerhin erreicht die Stadt immer wieder vorderste Plätze wenn es um die Lebensqualität geht. Auch meine persönlichen Erfahrungen in Vancouver sind da anders, in vielen Hochhäusern sind Malls oder Food-courts, selbst abends ist in der Stadt noch einiges los - bis der letzte Bus fährt. Dann wirds schnell leer, was aber am ÖPNV liegt.
Außerdem hat auch Vancouver eine Altstadt, wenn man so will, Gastown, und trotzdem passen Alt und Neu recht gut nebeneinander.
Ich halte nicht viel von dieser überkommenen Kirchturmgrenze, vorallem nicht in Städten, in denen die Stadtansicht kein Ensemble bildet. Das mag in Dresden der Fall sein, und ich in München, aber schon in Hamburg tut man sich schwer, in der Hafencity wird ständig versucht dieses Gebot aufzuweichen, und der letzt Bauabschnitt Richtung Autobahn soll wohl eh höher werden. In Hannover sehe ich das gar nicht. Ich kann verstehen, wenn man sich in der Altstadt und ums neue Rathaus herum zurück hält, anderenorts, zb. am ZOB/Raschplatz könnte hingegen durchaus ein Cluster entstehen, auch eim Steintor würde damit die Urbanität gestärkt. Wir sprechen dabei ja nicht von 500m Türmen. Schließlich, wer derzeit durch die Lange Laube läuft fühlt sich ja an einen Kleinstadtkulisse erinnert.
Wichtig ist allerdings, wie man mit der Typologie des Hochhauses umgeht. Abgekapselte, verschlossene Gebäude sind für eine Aufwertung von Lebensqualität und Urbanität wenig sinnvoll. Eine gemischte Nutzung (Wohnen/Arbeiten/"Third Place") ist also Voraussetzung. Was die optische Qualität angeht, nun, wie die bemängelten hannoverschen Bestandshochhäuser würden neue Türme wohl nicht aussehen, da sind aber auch etliche Jahrzehnte inzwischen verstrichen.
Übrigens, vom Prinzip ist das Hochhaus am Lister Tor gar nicht mal so schlecht. Oben städtisches Wohnen, darunter Arbeiten und im Sockel Freizeitangebote und Geschäfte. Das Aussehen stammt wie gesagt aus einer anderen Zeit.
telemaxx June 6th, 2008, 06:56 PM HAZ heute:
SPD rügt Regierung wegen Bredero-Gift
Der überraschende Fund weiterer krebserregender Fasern im Klimasystem des Bredero-Hochhauses am Raschplatz hat scharfe Kritik der SPD-Landtagsfraktion an der Landesregierung ausgelöst.
Nach Plänen des Justizministeriums soll in dem Siebziger-Jahre-Bau ein Gerichtszentrum eingerichtet werden, die Richter- und Personalräte sträuben sich dagegen. Es sei „höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen und das Bredero-Experiment zu beerdigen“, sagt der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Hans-Dieter Haase.
Die Landesregierung müsse sich „schwere Versäumnisse“ vorwerfen lassen, weil sie sich „ebenso frühzeitig wie einseitig“ auf den Standort am Raschplatz fixiert und nun keine Alternative habe.
Das Land hat mit dem Kölner Investor Rixxon einen Vorvertrag zur Übernahme von 18000 Quadratmetern Bürofläche in dem Haus geschlossen, um dort Verwaltungs-, Sozial-, Finanz-, Arbeits- und Landesarbeitsgericht unterzubringen. Jetzt sind, wie berichtet, bei einer neuerlichen Schadstoffuntersuchung Mineralfasern gefunden worden, die Krebs verursachen können.
Rixxon-Geschäftsführer Josef Metternich beteuerte gestern, er stehe zu seiner Zusage: „Wir werden das Gebäude schadstofffrei übergeben.“ Die Kosten zum Beheben des neuerlichen Giftfundes seien „Peanuts“ angesichts der Gesamtinvestitionssumme. „Ich kann nicht mehr hören, wie das Projekt schlechtgeredet wird“, sagte Metternich gestern, „die Beschäftigten werden froh sein, wenn sie in das moderne Gebäude umziehen können.“
Bei den Bewohnern der oberen Geschosse macht sich allerdings Angst breit. „Wenn durch die Bauarbeiten gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden, dann bin ich natürlich dagegen“, sagt Giorgio Kosmidis, der in der 18. Etage wohnt. Einen Einzug der Gerichte würde er allerdings befürworten, „weil es das Gebäude beleben würde“, sagt der 29-Jährige. Ebenso denkt ein 84-jähriger Wohnungsbesitzer, der seinen Namen nicht nennen möchte. Dass seine Wohnung von Gift betroffen ist, glaubt er indes nicht. „Meine Frau ist zwar hier gestorben, aber das Gift war bestimmt nicht die Ursache.“
Also ich glaube von den Gegnern dieses Projekts werden alle möglichen Gründe an den Haaren herbeigezogen, um es zu verhindern.
Dabei halte ich dieses Projekt für enorm wichtig, um die weitere positive Entwicklung in der Raschplatz-Umgebung zu gewährleisten.
Wie der Investor schon selbst sagt: Im Vergleich zur Gesamtinvestition ist der Austausch der Lüftungsanlage billig!!
telemaxx June 6th, 2008, 07:03 PM Zur Diskussion zum Bau von Hochhäusern in Hannover:
Bei mir ist es so, mich faszinieren einerseits alte historische Gebäude, einerseits in ihrer Pracht (um die Oper z. B.), andererseits auch moderne Gebäude (am Aegi).
Deshalb finde ich man sollte in Hannover zum einen Teile der Altstadt rekonstruieren, vor allem entlang der Leine (Leineinsel, Flusswasserkunst, vielleicht die Markthalle), aber auch z. B. in bestimmten Gebieten (ZOB) Hochhäuser erlauben bzw. bauen.
Diese Hochhäuser könnten dann etwa 100m hoch sein.
Das würde sich meiner Meinung nach gut in das Stadtbild einfügen.
Frankfurt ist auf den ersten Blick mit seiner Skyline schön anzusehen, aber ich glaube, dass es für eine Stadt nicht schön ist, so viele Hochhäuser zu haben (vor allem in einer kleineren Stadt wie Frankfurt).
Ein homogenes Stadtbild kann man so nicht erreichen...
Leine1977 June 6th, 2008, 07:39 PM Das Vancouver hier als Negativbeispiel angeführt wird überrascht mich doch sehr. Immerhin erreicht die Stadt immer wieder vorderste Plätze wenn es um die Lebensqualität geht.
Ich kenne Vancouver auch persönlich. Da möchte ich auch nicht falsch verstanden werden: es ist eine absolut geile und lebenswerte Stadt. Was Vancouver ausmacht ist in erster Linie die traumhafte Lage, der schöne Stanley-Park etc. Das Konzept einheitlicher Gardinen an den Towers finde ich besonders toll. Unter Hochhaus-Städten ist dies auch eine Perle. Aber schon in Seattle sieht man, wenn man sich der Skyline nähert, dass vieles heruntergekommen ist.
Mein Anliegen bezog sich nur darauf, dass es absolut kein Sinn macht diese Art von Städten nachzubauen. Den Kampf um die schönste Hochhausstadt kann Hannover nie gewinnen. Da wir eine europäische Stadt haben sollten wir diese weiter verschönern - nach europäischer Art. Und Hochhäuser können gerne ausserhalb des City-Rings - sprich am Lister Tor - gebaut werden.
Eine gemischte Nutzung (Wohnen/Arbeiten/"Third Place") ist also Voraussetzung. Was die optische Qualität angeht, nun, wie die bemängelten hannoverschen Bestandshochhäuser würden neue Türme wohl nicht aussehen, da sind aber auch etliche Jahrzehnte inzwischen verstrichen.
Hmm, dieses Konzept hatten wir doch schon mal in den 70ern. Ein zweites Ihme-Zentrum/Bredero wird es aber glaub ich nicht noch einmal geben.;) Die ganze List sollte ja mit Bredero-Häusern zugepflastert werden (Gott bewahre!)
Da Hannover kein Mega-Immobilienmarkt ist, wird die Architektur von solchen Hochhäusern aber leider auch in Zukunft nicht spektakluär sein.
Leine1977 June 6th, 2008, 07:57 PM Cool, wenn man "Flusswasserkunst" bei google eingibt, springt einem ja gleich die Seite ins Auge.
An dem Fussgängertunnel zum Waterlooplatz sollen ja noch ein paar Reste (Fratzen oder Verzierungen) der Flusswasserkunst hängen. Es ist also noch etwas übrig.
Ach ist die schön...
http://img206.imageshack.us/img206/1718/wasserkunst1910hh3.jpg
Señor Templar June 6th, 2008, 08:26 PM für wahr,das ist sie,die flußwasserkunst!
generell zu rekonstruktionen von alten gebäuden: für prominente gebäude wie das schloss, die wasserkunst oder das leibnizhaus eine gute sache, aber sonst hat die moderne architektur doch einiges zu bieten...wenn man mal nach berlin schaut, sieht man besonders in mitte, daß sich viele neubauten am alten orientieren, ohne dabei den zeitgeist zu verleugnen(z.B. gendarmenmarkt!). in hannover gibt es dafür nicht so viele beispiele, aber gelungen finde ich die erweiterung vom hotel kaiserhof am bahnhof.ein wirklich schöner,gelungener bau,der perfekt mit dem historischen harmoniert,ohne dabei "auf alt getrimmt" zu sein...
nitri June 7th, 2008, 02:26 AM gesehen auf HAZ.de:
Hannovers Leben in Zahlen
Arbeiten, Wohnen, Bildung und Gesundheit: Der jetzt vorgestellte „Sozialbericht 2008“ der Stadt Hannover, der alle fünf Jahre erstellt wird, analysiert die soziale in der Stadt.
Der Bericht enthält zum Teil überraschende Details. So haben inzwischen 39,6 Prozent (Stichtag 1. Januar 2007) aller Kinder und Jugendlichen der Stadt einen Migrationshintergrund. Der Anteil der über 60-Jährigen ausländischer Herkunft hat sich seit 1995 von 5,1 (6500 Personen) auf 11,1 Prozent (14 000) verdoppelt. „Diese Zahlen zeigen, dass Menschen mit Migrationshintergrund längst keine Randerscheinung mehr sind, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind“, sagte Sozialdezernent Thomas Walter. Aus diesem Grund müssten Aktivitäten zur Integration wie Sprachförderung, Elternbildung und die offene Seniorenarbeit ausgebaut werden.
Der 138 Seiten umfassende Sozialbericht analysiert neben der finanziellen Situation auch Themen wie Arbeiten, Wohnen, Gesundheit und Bildung. Weitere Fakten aus dem Bericht:
l Bevölkerung: Am 1. Januar 2007 hatten in Hannover 507 981 Bewohner ihren ersten Wohnsitz, weitere 15 147 waren mit Zweitwohnsitz angemeldet. 433 314 Menschen (85,3 Prozent) hatten eine deutsche, 74 667 (14,7) eine ausländische Staatsangehörigkeit. Unter der ausländischen Bevölkerung waren zudem 46 969 Menschen, die neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit hatten. Hieraus ergibt sich die Summe von 121 636 Hannoveranern mit Migrationshintergrund, das ist ein Anteil von 24 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Mit rund 305 000 Menschen (60 Prozent) stellt die mittlere Generation (18 bis 59 Jahre) die größte Bevölkerungsgruppe in Hannover, 126 120 Einwohner, ein Viertel aller Hannoveraner, war 60 Jahre und älter. Stadtteile mit dem höchsten Anteil an Senioren waren das Heideviertel, Kirchrode, Isernhagen-Süd, Burg und Waldhausen.
l Arbeitslosigkeit: Im Dezember 2007 waren 30 226 Bewohner arbeitslos gemeldet, das ist ein Anteil von 9,1 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren. Vahrenheide (17,6 Prozent), Linden-Süd (15,4), Mühlenberg (15,2), Mittelfeld (18,8) und Hainholz (14,2) sind die Stadtteile mit den meisten Arbeitslosen im Stadtgebiet.
l Überschuldete Haushalte: Statistiker gehen davon aus, dass bundesweit etwa sieben Prozent aller Haushalte überschuldet sind. Auf Hannover bezogen wären das rund 20 000 Haushalte mit 36 000 Personen. 2007 suchten 1800 Hannoveraner telefonisch Hilfe bei der kommunalen Schuldnerberatung. Weitere 700 wurden auch persönlich beraten. 54,6 Prozent der Ratsuchenden waren männlich, 75,4 Prozent hatten eine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Hälfte der Betroffenen war arbeitslos, 44,9 Prozent hatten ein monatliches Einkommen von unter 1000 Euro zur Verfügung.
l Wohnen: Anfang 2007 standen jedem Einwohner statistisch im Schnitt 41,9 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Den höchsten Wohnstandard gemessen an der Wohnfläche pro Person erreichten mit 50 Quadratmetern und mehr die Stadtteile Isernhagen-Süd, Zoo, Wülferode, Waldhausen und Kirchrode. Mit weniger als 36 Quadratmetern Wohnfläche mussten sich die Bewohner in Stöcken, Mittelfeld, Vahrenheide, Bemerode und Hainholz begnügen.
l Gesundheit: Bei der Schulanfängeruntersuchung (U 9) für das Schuljahr 2007/2008 waren insgesamt 9,6 Prozent aller untersuchten Kinder übergewichtig bis fettsüchtig, bei 19,8 Prozent wurde ein Sprachförderbedarf festgestellt. In Vahrenheide hatten sogar 61,1 Prozent aller Kinder Sprachdefizite, in Hainholz lag die Quote bei 42,2, in Mühlenberg noch bei 35,8 Prozent. Die Mehrheit der Kinder hatte eine nichtdeutsche Muttersprache.
l Bildung: Knapp ein Drittel aller Schulabgänger verließ im Schuljahr 2005/2006 die Schule mit der allgemeinen Hochschulreife, weitere 3,2 Prozent erlangten einen Fachhochschulabschluss. 39,9 Prozent erreichten einen Realschulabschluss, 15,5 Prozent einen Hauptschulabschluss. 8,8 Prozent verließen die Schule ohne einen Abschluss.
Der Sozialbericht 2008 steht unter der Adresse http://www.sozialbericht-hannover.de im Internet.
gstolze June 7th, 2008, 10:32 AM Zur Diskussion zum Bau von Hochhäusern in Hannover:
Bei mir ist es so, mich faszinieren einerseits alte historische Gebäude, einerseits in ihrer Pracht (um die Oper z. B.), andererseits auch moderne Gebäude (am Aegi).
Deshalb finde ich man sollte in Hannover zum einen Teile der Altstadt rekonstruieren, vor allem entlang der Leine (Leineinsel, Flusswasserkunst, vielleicht die Markthalle), aber auch z. B. in bestimmten Gebieten (ZOB) Hochhäuser erlauben bzw. bauen.
Diese Hochhäuser könnten dann etwa 100m hoch sein.
Das würde sich meiner Meinung nach gut in das Stadtbild einfügen.
Also da stimme ich Dir voll zu. Ich finde auch, dass entlang der Leine, und von dort ausgehend Richtung Marktplatz und Neustäder Markt ein Altstadquartier wieder aufgebaut werden sollte. Als Highlights die Flusswaserkunst, das Friederikenschlösschen, die Markthalle und das königliche Palais in der Leinstraße. An Stellen wo die Vorkriegsbauten einen Wiederaufbau nicht lohnen, kann ruhig was modernes entstehen, aber die Architektur muss sich an die Umgebung anpassen.
Moderne Architektur kann dann bei den anstehenden Neubauten der Kaufhäuser und am ZOB entstehen.
Leine1977 June 7th, 2008, 01:05 PM Da stimme ich Euch zu: An der Leine ein malerisches historisches Viertel mit Rekonstruktionen und so...
... und am Raschplatz eine Art Future-Town mit modernen Gebäuden, wo sich die Architekten mal ausleben können.
nitri June 11th, 2008, 02:30 PM gesehen auf Ihmebote.de:
GRÜNE regen Bewerbung der Stadt für den European Green Capital Award an
Dette: „Hannover kann Grüne Hauptstadt Europas werden!“
In einem Brief an Oberbürgermeister Stephan Weil hat die Grüne Ratsfraktion angeregt, dass sich auch die Landeshauptstadt Hannover an dem Wettbewerb um die Auszeichnung „European Green Capital” beteiligt. „Wir sind der Überzeugung, dass Hannover mit seinen vielfältigen Umweltschutzaktivitäten, zuletzt mit der Einführung der Umweltzone und der demnächst anstehenden Verabschiedung des kommunalen Klimaschutzaktionsprogramms, gute Chancen auf den Titel Grüne Hauptstadt Europas hat“, sagt Michael Dette, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion.
„Die Landeshauptstadt kann damit im europäischen Vergleich dokumentieren, dass sie der Verantwortung gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern gerecht wird, sich für den Umweltschutz zu engagieren und dadurch deren Lebensbedingungen zu verbessern “, so Dette.
Hintergrund:
Auch in diesem Jahr wird der European Green Capital Award ausgeschrieben. Auslober ist u. a. die Europäische Kommission, die Europäische Umweltagentur, der Internationale Rat für lokale Umweltinitiativen (ICLEI), der Europäische Verband für Verkehr und Umwelt (T&E), die Vereinigung der Hauptstädte der Europäischen Union (UCEU) und der Ausschuss der Regionen. Bewerben können sich alle europäischen Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern. Die eingegangenen Anträge werden anhand von zehn Umweltkriterien wie Klimaschutz, Verkehr, Luftqualität, Abfallbehandlung oder Wasserbewirtschaftung geprüft. Stichtag für die Antragseinreichung für 2010 und 2011 ist der 1. Oktober 2008.
Die Auszeichnung „European Green Capital” ist das Ergebnis einer Initiative umweltbewusster Städte. Das Konzept wurde ursprünglich auf einer Tagung entworfen, die am 15. Mai 2006 in der estnischen Hauptstadt Talinn auf Initiative ihres ehemaligen Bürgermeisters Jüri Ratas stattfand. Dort unterzeichneten 15 europäische Städte und der estnische Städteverband eine gemeinsame Absichtserklärung zur Schaffung dieser Auszeichnung. Sie wird zur Zeit von mehr als 40 Städten, darunter 21 EU-Hauptstädten, unterstützt.
lifestyle032 June 11th, 2008, 03:59 PM Das nenne ich mal einen guten Vorschlag!
Ich meine, auf eine Versuch sollte man es ankommen lassen, denn falsch machen kann man ja nichts :)
Und wenn Politiker hier mitlesen sollten: bitte die Stimme des Volkes erhören und teilnehmen! :cheers:
dakir2004 June 11th, 2008, 04:18 PM Hat den Hannover in der Hinsicht überhaupt Chancen? Also ist Hannover eine sehr grüne und saubere Stadt?
Muss sich ja auch lohnen die Arbeit...und weiß jemand, welche Städte sich da noch so dran beteiligen?
Squig June 11th, 2008, 04:31 PM Erm ja, ist sie:
- größter Stadtwald Europas (zB größer als der Central park)
- Im Südwesten im Prinzip nur Naherholung bis zur Stadtgrenze (ja ok, eine Schnellstraße und eine Eisenbahntrasse)
- Im Westen nochmal viel Grün mit den Herrenhäuser Gärten
- Lange Zeit als Fahrradfreundlichste Stadt über 500 000 in D ausgezeichnet (meine ich)
- Gutes Nahverkehrskonzept mit P&R und weitem Stadtbahnausbau
- Die erste richtige Umweltzone in Deutschland
- relativ viel Grün ( zum vergleich, Hannover hat mehr als anderthalbmal die Fläche von Amsterdam bei offiziell 2/3, wenn man illegale mitrechnet sicher weniger als der Hälfte der Einwohner Amsterdams.
- mittlerweile effiziente Müllverbrennungsanlage (Lahe läuft doch jetzt besser, oder?)
Könnte also klappen, wie gesagt, probieren kann mans auf jeden Fall mal.
telemaxx June 11th, 2008, 04:31 PM Grün ist Hannover auf jeden Fall.
Es gibt hauptsächlich drei große Grünzonen, die jeweils bis an die Innenstadt heranreichen.
Zum einen der größte Stadtwald Europas, die Eilenriede, die sich östlich der Innenstadt erstreckt.
Dann die Leineauen mit dem Maschsee im Süden von Hannover.
Zuletzt noch die Herrenhäuser Gärten, die im Nordwesten der Innenstadt anschließen.
Außerdem gibt es noch viele weitere Parks und Grünflächen (z. B. Hermann-Löns-Park, Stadtpark, Grünzone entlang des Mittellandkanals, ...)
lifestyle032 June 11th, 2008, 04:54 PM Vor etwas mehr als einem Jahr ist ein Ranking der grünsten Städte Deutschlands erschienen.. seitdem wird sich wohl auch nicht all zu viel verändert haben.
Bei Google Earth kann man auch gut die vielen Flächen erkennen :)
1. Platz: Hannover
.
.
.
http://www.menshealth.de/hannover-ist-die-gruenste-stadt-deutschlands.32984.htm
Leine1977 June 11th, 2008, 05:01 PM Finde ich zum einen eine gute Idee; denn wenigstens hier sind wir vorne dabei (im Gegensatz zu andere Rankings).
Andererseits hat man das Gefühl, dass Hannover still und heimlich als Öko-Stadt umfunktioniert werden soll. Ich hoffe, dass sich solche Investitionen auch mal lohnen und möglichen Rekonstruktionen^^ nicht im Wege stehen.
--
Hannover hat sich den Titel "Großstadt im Grünen" bereits in den 30er Jahren unter der Ägide von Bürgermeister Menge erworben. Dieses Tradition wurde in der Stadtplanung immer beibehalten.
Orbiter June 11th, 2008, 05:31 PM Gab es nicht auch mal vor einiger Zeit die Idee, Hannover könne sich um die IGA (Internationale Garten Ausstellung) bewerben? Entweder mit einer Industriebrach in Misburg oder mit dem Konzept "Grüne Orte in der Stadt"? Grade die zweite Idee würde doch gut zu Hannover passen, und zum European Green Capital Award, oder?
nitri June 12th, 2008, 12:38 PM gesehen auf Hannover.de:
Oberbürgermeister Weil: „Investoren setzen auf den Standort Hannover“
Oberbürgermeister Weil zum Thema Modernisierung der Innenstadt
„Die Investoren setzen auf den Standort Hannover, und die Stadt investiert seit Jahren gezielt in die Aufenthaltsqualität der City.“ Oberbürgermeister Stephan Weil stellt in seinem neuen Video-Podcast eine „bemerkenswerte Modernisierungswelle in der hannoverschen Innenstadt“ fest.
Link zum Podcast (http://hannover.de/podcast/archiv/110608_podcast_ob_weil.html)
Leine1977 June 12th, 2008, 01:48 PM Schön, dass es den Investoren in Hannover gefällt. Ich hoffe, es zieht nun auch ein paar städtebauliche Investitionen an, die nicht nur der Wirtschaft helfen, sondern auch die Innenstadt noch attraktiver machen.
Zur Einwohnerversammlung am 23. Juni: Nun hab ich einfach eine Frage an den Oberbürgermeister formuliert, ob man sich in Hannover nicht auch wie in Dresden, Leipzig, Frankfurt, ... Aufwertungen der Innenstadt sprich Rekonstruktionen oder Nutzung von Potentialen wie Aushebung des Leinearms vorstellen kann. Dies ist ja ebenfalls ein Wettbewerbsfaktor. Die Flusswasserkunst habe ich als Beispiel genannt.
Nun kann ich leider selbst daran teilnehmen, vermute aber eh dass sich die Regierenden dafür nicht begeistern können.
dakir2004 June 12th, 2008, 03:02 PM Aber es ist ein Anfang für Hannover, dass du dieses Thema überhaupt bei dieser Einwohnerversammlung ansprechen willst bzw. angesprochen hast :okay:
Das Problem was ich für Hannover aber sehe ist, dass bei eurer "Wasserkunst" sagen wir es mal so, nix bedeutendes stand. Bitte nicht falsch verstehen, aber wäre in Dresden nicht die Frauenkirche wiederaufgebaut wurden und in Frankfurt die Toplage zwischen "Römer" und Oper, dann würde da nichts passieren. Damit ich keine haue bekomme, die Wasserkunst sieht schon genial aus, aber lockt das Investoren, die die Wasserkunst für viele Millionen wieder aufbauen?
Wir (ich) Dresdner hatten nur Glück, dass aus wenigen Verrückten, die die Frauenkirche wieder aufbauen wollten, sehr sehr viele geworden sind. Sogar aus dem Ausland kamen Spenden, und das nicht zuknapp. Wenn Hannover auch dieses Potenzial hat, dann dürften die Chancen groß sein, aber ohne paar Begeisterte Anhänger wird nicht viel werden.
lifestyle032 June 12th, 2008, 03:21 PM Meines Erachtens handelte es sich um eine der Top-Lagen in Hannover!
Mit Dresden ist es nicht vergleichbar, aber in unmittelbarer Nähe befinden sich u.a. die Altstadt, das Leineschloss und das Neue Rathaus. Mit einem interessanten Nutzungsplan für das Innere der Flusswasserkunst wäre sicherlich einiges möglich!
Folglich: :bash: ........ ;)
Leine1977 June 12th, 2008, 03:22 PM Nun, da hast Du leider recht dakir. Die Frauenkirche hat da schon einen besonderen Status. Und was für eine Wirkung! Eine solche Begeisterung wird es in Hannover nicht geben. Auch Investoren nicht.
Andererseits hat die Flusswasserkunst für Hannoveraner insofern eine tiefe Bedeutung als dass sie wie kein anderes Bauwerk für den gnadenlosen und sinnlosen Abriss steht. Und schön findet sie bislang glaub ich jeder. Dumm ist nur, dass die Stadt selber den Abriss damals unterstützt hat.
Es könnte trotzdem eine günstige Lösung geben; und zwar, wenn ein Investor wie von der Stadt gewünscht hier baut und die Fassade durch Spenden finanziert wird. Eine Lösung wie beim Schlossneubau. Das kostet nur ein Bruchteil von der Frauenkirche, wo ja auch der Innenraum aufwendig rekonstruiert worden ist.
Letztlich steht aber nicht die Wasserkunst allein im Fokus. Ich sehe realistische Chancen bei einer Neugestaltung des Leineufers, die Hannovers Innenstadtprobleme lösen kann. Bei Herstellung einer Leineinsel werden auch Grundstücke frei, die teuer verscherbelt werden können.
Und: man muss die Ratsherren auch mal zeigen, was alles so möglich wäre!
dakir2004 June 12th, 2008, 03:27 PM Okay, also die Flußwasserkunst liegt in einer der Toplagen von Hannover, dass weiß ich jetzt :)
Steht den wenigstens in der nähe schon was historisches, wo man anschließen könnte? Sprich, damit die Wasserkunst nicht alleine da steht?
Ist halt echt nur die Frage, was würde der Spaß kosten und welcher Investor würde soviel Kohle locker machen. Und für was könnte man die gebrauchen - Hotel, Gaststätte oder Museum?
Man brauch aber definitiv im Stadtrat eine Lobby dafür, paar Verrückte die wirklich dahinter stehen und sich für dieses Prestigeobjekt einsetzen. Oder Bürger, die eventuell was zu melden haben oder Geld haben, solche brauch man, dann könnte es vielleicht mal was werden.
*Schnief*...Aua!
@ Leine
Aber sei mal ehrlich, möchtet Ihr was historisches haben, was von außen alt aussieht und von innen eher wie ein Einkaufstempel wirkt? Bei der Frauenkirche musste man einfach das innere Originalgetreu nachbilden, bei den Bürgerhäusern am Neumarkt ist man da auch schon lockerer, aber gerade so ein Objekt wie die Flusswasserkunst muss komplett Originalgetreu wieder aufgebaut werden, ansonsten bringt euch das doch nichts, oder?
Leine1977 June 12th, 2008, 03:42 PM also neben der Wasserkunst ist das Leineschloss und gegenüber das Wagenheim-Palais (im Krieg unversehrt). Viel wichtiger ist: die Wasserkunst hatte mit dem Wagenheim-Palais eine Art Torwirkung zur Altstadt. Im Hintergund ist die Marktkirche zu sehen.
Zur Innenausstattung: Hier handelt es sich leider nicht um ein Schloss, Kirche oder Bürgerhaus. Es war halt ein Wasserpumpwerk. Will man da die alten Pumpen wieder reinstellen? Soweit es die Fotos hergeben waren die Räume eher schlicht.
Beim Schlossneubau wird das ja auch praktiziert. Da kann ich die Kritik schon verstehen. Aber bei der Wasserkunst gelingt glaub ich ein Aufbau nur mit einer modernen Nutzung (es sei denn man macht ein Wassermuseum).:lol:
Mit seiner Ausstrahlung hätte es enorme Wirkung auf den Stadtraum, der zur Zeit von den völlig überdimensionierten Straßen dominiert wird.
dakir2004 June 12th, 2008, 03:47 PM Das ist doch immerhin schon mal eine Idee für die spätere Nutzung. Das Wassermuseum zu Hannover in der Flußwasserkunst :nuts:
Achso, na dann würde ich ein luxuriöses Stadthotel daraus machen, müsst Ihr mal bei Steigenberger, Hilton und Co. nachfragen, vielleicht haben die ja Interesse.
Leine1977 June 12th, 2008, 03:56 PM Für die hab ich noch ganz andere Vorschläge: das Maritim-Hotel gegenüber dem Rathaus - ein absoluter Schandfleck! Schlimmer als jeder Plattenbau in Dresden, echt. Und ich dachte Plattenbau gabs im Westen nicht.
Bei Euch finde ich toll, dass sich die Hotelinvestoren ja um die schönen Projekte regelrecht kloppen (das Stadt Rom finde ich echt toll). Ist doch auch von außen auf alt gemacht und innen neu.
dakir2004 June 12th, 2008, 04:04 PM Ähm Herz'l...das Hotel "Stadt Rom" gibt es noch gar nicht *Zwinka*! Darum kloppen sich, du hast es richtig be- und gemerkt erst 7 Investoren und jetzt 3. Die anderen 4 können das nicht mehr bezahlen.
Aber mit dem Steigenberger am Neumarkt und dem Hilton am Neumarkt sind schon 2 echt sehr komfortable Absteigen in Dresden entstanden.
Echt, im Westen gibt es Platten...gleich mal die Briten fragen, ob sie noch mal kurz rübergeflogen kommen :lol:! Aber wenn du möchtest, kann dir mal Bilder schicken von Plattenbau Vierteln in München, Westberlin und Co.! Aber die wirst du sicherlich kennen, oder?
Zum Thema, neues in alten Gebäuden kann ich dir noch gar keine Auskunft geben, was die 3 übrig gebliebenen Investoren mit der Innengestaltung vorhaben. Stell mal bitte ein Bild von dem Maritim Hotel Online, würde das gerne mal angucken wollen.
Ätsch...wir haben ein schönes Maritim Hotel :-)
lifestyle032 June 12th, 2008, 04:19 PM Bei der Nutzung hatte ich auch schon an ein Hotel mit innovativem Konzept gedacht; nur glaube ich, dass das Gebäude dafür einfach viel zu klein ist.
@Leine: Recht hast du! Mit diesem über-hässlichen Hotel muss was passieren!!!
@all:
Habe zwei sehr interessante alte Bilder vom Maschsee gefunden:
http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/30_ab_02/images_01/maschsee-265.jpg
Ist schon ziemlich krass, wie unbewachsen das Westufer und die gesamte Masch damals noch war!
Und hier das ehemalige Machsee-Nordufer(-gebäude):
http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/30/hannover_104.jpg
Leine1977 June 12th, 2008, 04:21 PM ich glaube man kann es hier im Hintergund erkennen. Verständlicherweise gibt es kaum Fotos davon (auf der Maritim-Homepage ist ein Innenzimmer abgebildet):
http://www.haz.de/storage/pic/artikel/zentral/haz/archiv/2008/01/2008-01-24/143596_1_hannover.jpg
Die Wasserkunst wäre ca. 100 m weiter links.
Übrigens: ich weiß, dass das Stadt Rom noch nicht gebaut worden ist. Die Skizzen und alten Bilder kenne ich aber.
dakir2004 June 12th, 2008, 04:22 PM Schick...jetzt noch paar Eisstände und Künstler hin, und das wäre definitiv eine neue Attraktion für Hannover. Also Potenzial hat das alles, hoffe für euch das Hannover Investoren für diese Projekte findet.
@ Leine
Danke für das Pic, wird sicherlich das Gebäude links hinter dem Rathaus sein, oder?
Lass dich nicht ärgern, ich weiß doch selber, dass du dich sehr gut mit Dresden auskennst. Hab ja selber die Bilder vom Hotel "Stadt Rom" reingestellt und wenn ich mich nicht irre, hast du da sogar ein Kommentar dargelassen.
telemaxx June 12th, 2008, 04:28 PM http://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Rathaus_%28Hannover%29
Da gibts ein Panoramabild von der Rathhauskuppel.
Da ist das Hotel ganz links und rechts zu sehen.
Leine1977 June 12th, 2008, 04:28 PM @dakir: das ist es. - Vermutlich habe ich zu Deinen Bildern vom Stadt Rom geschrieben: "Ich finds geil."
@lifestyle: Wahnsinn, bis auf die Bäume hat sich bis heute eigentlich nichts geändert! So liebe ich unsere "behäbig dahingluckernde Provinzhauptstadt" (Zitat aus dem SPIEGEL).
lifestyle032 June 12th, 2008, 04:30 PM Ich beteilige mich auch mit einem Bild aus dem privaten Fundus:
http://img389.imageshack.us/img389/2219/maritimfo2.jpg
:ohno:
dakir2004 June 12th, 2008, 04:33 PM Thanks für die Pic's...das sieht ja wirklich verdammt Scheiße aus, Sorry aber anders kann man das Hotel nicht beschreiben. Komisch, dass das den Maritim-Betreibern nicht peinlich ist.
@ Leine
Genau, so in der Art oder genau das...kein Plan :nuts:! Schon zu lange her.
So Jungs, ich wünsche euch viel Spaß beim Fussball gucken, Papi hat jetzt Feierabend. Ciao.
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