View Full Version : Hannover - Städterankings
Orbiter May 30th, 2008, 05:37 PM Wie steht Hannover im Verhältnis zu andern Städten da?
Immer wieder werden Rankings veröffentlicht in denen Städte mit einander verglichen werden. Als deutsche Großstadt und Landeshauptstadt von Niedersachsen taucht auch Hannover in diesen Ranglisten auf.
Wichtig für eine Bewertung dieser Ranglisten ist, unter welchen Umständen die jeweilige Liste entstanden ist, welche Aspekte verglichen werden, ebenso welche Städte in den Vergleich einbezogen wurden. Nicht zuletzt gilt es zu hinterfragen, welcher Auftraggeber hinter dem Ranking steckt, und damit welche Interessen werden verfolgt werden.
Ich habe erst überlegt für Rankings den Off-topic Thread zu nutzen, aber für eine bessere Übersichtlichkeit und um in Zukunft eventuelle Tendenzen und Entwicklungen ablesen zu können, sollten Rankings in diesem eigenständigen Thread gesammelt (und bewertet) werden.
Orbiter May 30th, 2008, 05:38 PM Zukunftsstädte - Wachstumsaussichten deutscher Städte
Von? HWWI und Berenberg Bank
Aktualität? Mai 2008
Was? Zukunftsaussichten der 30 größten deutschen Städte
Wie? Ranking nach drei Indexwerten: Trendindex, Standortindex und Demographieindex
Rang | Stadt | Platzierung Trendindex | Platzierung Standortindex | Platzierung Demographieindex | Wert Gesamtranking
1 Frankfurt am Main 17 1 2 0,77
2 München 7 2 3 0,71
3 Stuttgart 6 3 11 0,59
4 Wiesbaden 11 7 1 0,57
5 Dresden 1 26 16 0,50
6 Karlsruhe 9 9 10 0,36
7 Köln 18 8 4 0,31
7 Hamburg 3 16 8 0,31
9 Bonn 10 6 18 0,29
10 Dortmund 4 19 6 0,28
11 Düsseldorf 19 5 17 0,27
12 Augsburg 9 21 5 0,22
13 Mannheim 12 13 14 0,18
14 Aachen 16 4 28 0,09
15 Hannover 14 20 16 0,06
16 Bremen 13 25 13 0,02
17 Nürnberg 15 24 12 0,01
18 Mönchengladbach 25 17 7 -0,13
19 Essen 22 14 20 -0,17
20 Braunschweig 23 22 9 -0,19
21 Münster 2 23 29 -0,24
21 Duisburg 21 12 25 -0,24
23 Bielefeld 20 28 19 -0,31
24 Berlin 26 10 25 -0,33
25 Leipzig 5 30 21 -0,37
26 Krefeld 24 11 27 -0,41
27 Bochum 29 18 23 -0,58
28 Gelsenkirchen 27 27 22 -0,62
29 Wuppertal 30 16 26 -0,74
30 Chemnitz 28 29 30 -1,20
Quelle(n):
http://www.hwwi.de/fileadmin/hwwi/Mediencenter/Pressemitteilungen/2008_Pressemitteilungen/2008-05-30_PI_Staedte.pdf
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,556403,00.html
devilsadvocate May 30th, 2008, 11:44 PM Also nichts gegen all diese Statistiken, aber ich glaube nicht, dass Aachen, Wiesbaden oder andere im RAnking höhrere postierte Städte ähnliche zukunftsprognosen haben wie Hannover.
Ich bin aber auch der Meinung, dass Statistiken nie einen Beweiswert haben.
Die sind ähnlich wie die Vorhersagen des Wetters oder der so hochgelobten und scheinbar unangreifbaren Klimamodelle für die nächsten 100 Jahre...
Statistiken kann man so und so sehen und es kommt immer darauf an welche Gewichtung man vornimmt, welche Kriterien überhaupt reinkommen usw.
Finde sowas mal ganz unterhaltsam, aber dem Beweise zugänglich sind sie nicht.
gstolze May 31st, 2008, 08:05 AM Das sehe ich ganz ähnlich. Diese ganzen Rankings sind doch irgendwie sehr subjektiv. Manchmal hat man den Eindruck, das Ergebnis oder zumindest ein Trend wird schon vorher vorgegeben. Nicht umsont heißt es ja: "Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast".
ac303id June 19th, 2008, 03:50 PM gelesen auf HAZ:
http://img504.imageshack.us/img504/4752/einwohnerrckganggu1.jpg
lifestyle032 June 26th, 2008, 12:47 PM HAZ.de
Umfrage: Unternehmer küren Hannover zur zweitbeliebtesten Stadt
Hannover ist nach einer Umfrage bei Unternehmern die zweitbeliebteste Stadt nach München. Bei der Studie der Wirtschaftsprüfungs- Gesellschaft Ernst & Young landeten Düsseldorf, Nürnberg und Bonn hinter der niedersächsischen Landeshauptstadt auf den Folgeplätzen.
Im April und Mai 2008 waren in den 20 größten deutschen Städten jeweils 100 Unternehmer nach 29 Standorteigenschaften befragt worden. Bewertet wurden etwa Kosten für Betriebe, Gehaltsniveau, Lebenshaltungskosten, Qualität der Arbeitnehmer, Verkehrsanbindung, Stadtverwaltung, Image und Lebensqualität.
Die Studie findet ihr auf dieser Homepage (habe es selber noch nicht im Detail angeschaut):
http://www.staedtebarometer.de/homepage
Leine1977 June 26th, 2008, 01:23 PM Die Ergebnisse liegen ziemlich dicht beieinander. Wenn man sich so rumklickt, fällt einem eins besonders auf: Bei "Image und Attraktivität" liegt Hannover ganz hinten. Aber dieser Punkt ist bekannt und wird sich m.M. nie ändern - dafür hat sich dieses Image zu sehr gefestigt.
Die ganzen Statistiken halte ich für nutzlos. Morgen kommt wieder eine, wo Hannover letzter ist. Beim Bevölkerungsrückgang (s. oben) hat sich der Kreis Wunstorf schon beschwert, weil sie ebenfalls eine Studie zu diesem Thema erstellt hat lassen: es kam genau das Gegenteil raus.
devilsadvocate July 16th, 2008, 11:43 PM 5 Gründe für Hannover
http://www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,566238,00.html
Squig July 17th, 2008, 04:55 AM Schwacher Artikel IMO. Der Spiegel stellt Hannover ganz schön schwach dar, ich wäre bei solchen Informationen sicher nicht zu einem Umzug aus Nürnberg oder Leibzig, geschweige denn Köln, Hamburg oder Berlin, zu bewegen. Gerade im Vergleich zu dem Artikel über den HDI Umzug aus der HAZ letzten Samstag.
Squig July 17th, 2008, 04:57 AM Edit
dakir2004 July 17th, 2008, 07:55 AM @ Squig
Leipzig bitte in Zukunft so schreiben :okay:
gstolze July 17th, 2008, 05:00 PM Ich weiss auch nicht warum, aber in den Medien hat sich seit Jahrzehnten eine regelrechte Anti-Hannover-Bewegung durchgesetzt. Dabei hat die Stadt so viel zu bieten und man hat hier eine tolle Lebensqualität.
Leine1977 July 17th, 2008, 05:07 PM Ach, das find ich nicht so schlimm. Lieber untertreiben als übertreiben.
Klischees müssen halt bedient werden: der Hesse ist doof, Ossis mag keiner, in Köln sind alle schwul, ... und Hannover ist langweilig und grau.:).
Der Song von Barbara Schöneberger gegen Hannover tut da noch sein übriges (und die moderiert hier eine NDR-Sendung, wie geht das!)
Dass der Spiegel so ein Blödsinn schreibt find ich aber schade, schließlich ist er doch in Hannover geboren worden. So geht man nicht mit seinem Elternhaus um!
Golden Age July 17th, 2008, 06:26 PM Ich weiss auch nicht warum, aber in den Medien hat sich seit Jahrzehnten eine regelrechte Anti-Hannover-Bewegung durchgesetzt. Dabei hat die Stadt so viel zu bieten und man hat hier eine tolle Lebensqualität.
In den Medien wird gerne in Superlativen geschrieben. Wenn man derzeit den Spiegel oder die Zeit liest (beide in HH) könnte man denken mit der Elbphilharmonie und der Hafencity entsteht das achte Weltwunder. In Berlin berichten die Medien als ob sich die gesamte Weltgeschichte derzeit dort abspielt (wenn zum xten mal die banale Fanmeile hochgejubelt wird).
Dass beispielsweise in Frankfurt/M. eine der interessantesten Uni-Campuse Europas (für €1 Mrd) entsteht oder in Stuttgart ein neues Porsche Museum eröffnet, wird nur am Rande registriert. Als Faustregel gilt: Je grösser die Stadt umso grösser die Lobby bei den Medien, somit kann man der Berichterstattung eine gewisse Objektivität besonders beim Image einer Stadt nur sehr bedingt trauen. Viel geeigneter sind da eher externe Quellen wie "The Economist", "Monocle - Herald Tribune" oder "Mercer Consulting", die schon seit Jahren ihre Städte-Rankings optimieren und möglichst objektiven Kriterien unterziehen.
devilsadvocate July 18th, 2008, 09:25 AM Finde ich auch absolut unmöglich, wie sich SChöneberger anmaßt über die Stadt so etwas zu singen und dann auch noch wer in Hannover zu ihr zum Konzert geht?
Ich meine da werden die Menschen die hier leben beleidigt und zahlen noch dafür?
Ich würde diese Frau nicht mehr in die Stadt lassen und erst recht nicht mehr über sie berichten.
nitri July 18th, 2008, 11:42 AM Kenn ich nicht das Lied.
Ist aber auch fast niemand egaler, als Frau Schöneberger.
Leine1977 July 18th, 2008, 12:30 PM Der Text ist folgender:
Bin ich zu hässlich für München,
zu dumm für Berlin,
zu trendy für Bautzen,
zu prollig für Wien,
zu pleite für Hamburg,
zu reich für Schwerin?
Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich zu durchschnittlich bin.
Ich glaub ich zieh nach Hannover, denn da gehör’ ich hin.
nitri July 18th, 2008, 12:38 PM Zu durchschnittlich für Hannover, würde ich sagen.
Orbiter July 18th, 2008, 01:39 PM ich finde, das wird hier überbewertet. Es geht hier ja nicht explizit gegen Hannover, statt dessen wird in einem Rutsch über mehrere Städte hinweg gegangen.
Viel enttäuschender finde ich solche Aussagen: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=185448&postcount=13
und das von Leuten die nicht einmal in Hannover waren.
Aber wenns um Image von Hannover geht, vielleicht hat ja mal jemand Lust sich über Guerilla-Marketing Strategien Gedanken zu machen.
Leine1977 July 18th, 2008, 02:19 PM ^^ Jo, da musste mein Zwillings-Avatar "schorse" doch gleich mal im DAF reagieren. (Dachte erst schon, dass wär ein Braunschweiger)
nitri July 23rd, 2008, 03:40 PM gesehen auf NeuePresse.de:
Hannover Top in der Integration
Kriminologe Christian Pfeiffer hat eine Studie zur Jugendgewalt durchgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass Migranten-Kinder in Hannover am besten integriert werden, am schlechtesten schnitt im Städtevergleich München ab. Pfeiffer führt das vor allem auf die Schullaufbahn-Empfehlungen zurück. In Hannover seien diese nicht bindend, in München schon. Darum besuchten dort deutlich mehr Migranten die Hauptschule, in Hannover würden sie am Gymnasium integriert.
HANNOVER. Bei einer Studie zur Jugendgewalt in vier deutschen Städten hat München am schlechtesten und Hannover am besten abgeschnitten. Nach Angaben des Kriminologen Christian Pfeifer wurden in München, Stuttgart, Schwäbisch Gmünd und Hannover in den Jahren 1998, 2000 und 2006 jeweils 2000 Neuntklässler befragt. Dabei habe die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen in Hannover um ein Viertel, in München aber kaum abgenommen, sagte Pfeifer am Dienstag in Hannover.
Bei dem Städtevergleich lag München nach Angaben des Experten 1998 noch auf dem ersten Platz, fiel aber 2006 mit 18 Prozent gewaltbereiten Jugendlichen auf den letzten Platz zurück. In der bayerischen Landeshauptstadt sei die Täterrate bei den deutschen Jugendlichen leicht rückläufig, dies gelte aber nicht für die jungen Migranten. „Bei jungen Türken ist die Mehrfachtäterquote in München sogar von sechs auf zwölf Prozent gestiegen“, sagte Pfeifer. Auch die Zahl der Gewaltopfer unter den Neuntklässlern habe sich in München von 18,5 auf 19 Prozent erhöht.
Der Studie zufolge ging die Gewaltbereitschaft der befragten Schüler im gleichen Zeitraum in Hannover von 20 auf 15 Prozent zurück, in Stuttgart sank sie von 21 auf 17 Prozent und in Schwäbisch Gmünd sogar von 25 auf 16 Prozent. Bei den Mehrfachtätern habe der Rückgang in Hannover sogar ein Drittel betragen, sagte der Wissenschaftler.
Die „insgesamt sehr positive Entwicklung in Hannover“ führte Pfeifer vor allem auf die bessere schulische Integration von Kindern mit Migrationshintergrund zurück. Der Anteil türkischer Jugendlicher, die Gymnasium besuchten, habe in Hannover seit 1998 zugenommen und in München abgenommen, sagte Pfeifer. 2006 hätten in Hannover 32 Prozent des neunten Schülerjahrgangs die Hauptschule besucht und in München 61 Prozent.
Die schulische Integration der Migranten werde in Hannover dadurch erleichtert, dass die zweifelhaften Schullaufbahnempfehlungen, anders als im München, nicht bindend seien, ergänzte Pfeiffer. Zudem habe sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein starkes bürgerschaftliches Engagement für die Integration von Kindern aus sozialen Randgruppen entwickelt. So würden allein 1200 Migrantenkinder mit schulischen Problemen von ehrenamtlichen Mentoren betreut.
In Hannover ist Pfeiffer zufolge dank mehr Kontrollen seit 1998 auch die Quote der Schulschwänzer von 18 auf zehn Prozent zurückgegangen. Rückläufig sei hier auch der Konsum von Haschisch und harten Drogen. Eine negative Entwicklung gibt es in Hannover allerdings beim exzessiven Konsum von Alkohol.
[...]
Squig July 23rd, 2008, 04:58 PM Tut mir leid, Pfeiffer kann ich nicht ernst nehmen. Der hetzt doch sogar in so einer Studie (allerdings erst nach dem (...)) wieder gegen Computerspieler...
nitri July 24th, 2008, 12:25 AM die Studie wird bereits kritisiert
http://www.haz.de/newsroom/regional/art185,644273
devilsadvocate July 31st, 2008, 04:13 PM Mal wieder ein totaler Aufreger.
Es ist unglaublich, wie Hannover schlecht in den Medien dargestellt wird.
Was fällt hier auf:
http://www.focus.de/immobilien/kaufen/einkaufsmeilen-koelner-schildergasse-lockt-die-massen_aid_321529.html#box_comment
Platz Stadt Straße Passanten pro Stunde
1 Köln Schildergasse 12 585
2 München Kaufingerstraße 12 580
3 Frankfurt Zeil 11 420
4 Münster Ludgeristraße 10 820
5 Hamburg Mönckebergstraße 10 620
6 Nürnberg Karolinenstraße 10 530
7 Stuttgart Königstraße 10 125
8 Leipzig Petersstraße 9360
9 Dortmund Westenhellweg 8920
10 Wiesbaden Kirchgasse 8550
Hannover wurde mit seinen 15.500 Besuchern in der Bahnhofsstraße mal glatt "übersehen"...
http://www.gewerbeimmobilien24.de/gi24-news/nachrichten/deutschland-passantenfrequenz-hannover-und-stuttgart-klare-gewinner-leipzig-in-den-top10/
Der Focus ist echt fürs :toilet:
Luoen July 31st, 2008, 04:31 PM Wie schlecht ist diese Liste denn? Es muss doch jedem klar sein, dass Hannover da irgendwo auftauchen muss, man hört doch immer wieder wie es mit Bahnhofs- und Georgsstraße bergauf geht (Mieten, Passanten). Bevor so etwas veröffentlicht wird, muss man doch auf Vollständigkeit prüfen. Sehr seltsam dieser Focus
devilsadvocate July 31st, 2008, 04:46 PM Und das ist das, was mich tierisch ärgert.
Wenn Hannover unter den Top3 gestanden hätte, oder auch die Liste angeführt hätte, wäre der schelchte ruf vielleicht einw enig besser geworden...
Aber so denken sich die Leute "In Hannover ist wohl nichts los"
Zum Ko... diese Einseitigkeit!
Das ist genau das, was den Ruf noch weiter schädigt!
devilsadvocate August 1st, 2008, 04:53 PM Hier bitte für Hannover voten!!!
http://www.welt.de/wirtschaft/article2084064/Duesseldorf_schlaegt_Muenchen_bei_Lebensqualitaet.html#vote_2085519
lifestyle032 August 2nd, 2008, 01:24 PM In der heutigen Ausgabe der HAZ wird auch an der Richtigkeit der Frequenzzählung von Kemper's gezweifelt. Man ist erstaunt über "kuriose Ergebnisse"..
Leine1977 August 2nd, 2008, 02:09 PM Laut NP heute ist Hannover wieder Top. Die Studie wird Montag vorgestellt, ich denke dann berichtet auch die HAZ.
Ich find diese ganzen Rankings allerdings albern!
devilsadvocate August 2nd, 2008, 02:12 PM Finde ich auch ziemlich bekloppt diese ganze Rankings. Je nachdem wer für eine Studie zahlt, so kommt auch unterschiedlich das Ergebnis raus.
Also Thread löschen?
Leine1977 August 2nd, 2008, 02:20 PM Zumindest ich wäre dafür. Man kann es ja ins offtopic stellen.
Aber wenn einer dagegen ist, können wir es lassen.
gstolze August 2nd, 2008, 08:56 PM Ich würde erstmal den unangebrachten Beitrag von "Wolfgang Clement" löschen und besagte Person sperren. Dieses ist ein seriöses Forum und solche Entgleisungen sollten nicht gedultet werden. Dann finde ich, dass der Thread erstmal geschlossen wird.
nitri August 21st, 2008, 12:31 AM gesehen auf Hannover.de:
Zukunftsorientierte Hannover
Solide und zukunftsorientiert - so präsentiert sich Hannover in einer Studie des Frankfurter Zukunftsinstitutes. Hannover zählt zu den 13 Top-Standorten in Deutschland, die das Institut für seine Untersuchung "Deutschland 2020" untersucht hat.
Das Urteil der Autoren bescheinigt Hannover Zukunftsfähigkeit. Die Region Hannover besitzt großes Zukunfts-Potenzial: Das kreative Unternehmertum auf Nischen-Märkten, die exzellenten Bildungs- und Forschungs-Cluster sowie der Anschluss an entscheidende Trends und Megatrends wie Neo-Ökologie, Silberne Revolution und Female Shift machen die Region zu einer Zukunfts-Region mit hoher Lebensqualität.
Einige Beispiele:
* Wichtig für die Zukunftsregion Hannover ist der Anschluss an relevante Trends und Megatrends – den hier auch einige findige Unternehmer nicht verpasst haben. Wie eine aktuelle Studie der Handwerkskammer Hannover für die Metropolregion Hannover zeigt, sind das vor allem Mittelständler wie hochspezialisierte Handwerksbetriebe. Sie stehen für Wirtschaftskraft und kreatives Innovationspotenzial: Fast ein Drittel (30 %) der Unternehmen der Metropolregion Hannover sind Handwerksunternehmen. Viele von ihnen arbeiten eng mit Hochschulen zusammen, womit in den letzten drei Jahren mehr als die Hälfte (55 %) der Handwerksbetriebe an Produkt, Prozess- oder Dienstleistungs-Innovationen beteiligt war.
* Work-Life-Balance durch Gartenarbeit: Auch die Möglichkeiten für eine optimale Work-Life-Balance sind entscheidend für die Lebensqualität einer Region. Immer wichtiger für den Ausgleich zum Arbeitalltag wird dabei die Verbundenheit mit der Natur: Mit etwa 20.000 Kleingärten ist die Landeshauptstadt Niedersachsens auch als „Stadt der Gärten“ bekannt und gehört zur Spitze in Deutschland was den Natur-Trend angeht. Fast fünf Prozent der Fläche des Stadtgebiets Hannover (etwa 1.000 Hektar) sind Kleingarten-Fläche. Mit der "Gartenregion 2009" hat die Region Hannover ein Projekt auf den Weg gebracht, das im Bereich Umwelt richtungsweisend ist.
* Kein Gebärstreik bei den Akademikerinnen in der Region Hannover: Der Kinderwunsch ist da – auch bei den Akademikerinnen, von denen er oftmals erst mit Mitte bis Ende 30 verwirklicht wird. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Region Hannover Lebensqualität längst als wichtigen Standortfaktor erkannt hat und in Zukunft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Standard definiert. Meilensteine sind hier das Regionale Bündnis für Familie und beispielsweise der Kongress Womenpower. Der Fachkongress findet seit 2004 jährlich im Rahmen der HANNOVER MESSE statt. Es handelt sich um eine eintägige Konferenz mit Vorträgen und Workshops zu Themen rund um den aktuellen Diskurs über qualifizierte Frauen als Top-Arbeitskraftressource für die Wirtschaft sowie Vereinbarkeit von Karriere und Familie für Frauen und Männer.
* Von den insgesamt acht kürzlich von der Bundesregierung für ihre Familienfreundlichkeit ausgezeichneten Hochschulen ist eine aus Hannover: die Medizinische Hochschule Hannover. In der MHH wurde zudem ein wegweisendes Projekt verwirklicht: Um die Work-Life-Balance ihrer Forscher und Forscherinnen zu verbessern, wurde eine Kindertagesstätte eingerichtet, was im Bereich der medizinischen Forschung deutschlandweit einmalig ist.
* Female Shift als Wachstumsmotor: Die Wirtschaftskraft einer Region wird in Zukunft immer stärker von dem Anteil der erwerbstätigen Frauen abhängen. In der Region Hannover ist das neue Verständnis der Geschlechterrollen bereits angekommen: Hannover (Region) mit 46,2 % schneidet überdurchschnittlich ab und liegt über dem Bundesdurchschnitt von 45,4 % – und vor Hamburg (45,6 %) und Frankfurt am Main (44,6 %). Im ersten Elterngeld-Jahr entschieden sich zudem eine Menge Neue Männer fürs Vaterglück: elf Prozent Väter in Elternzeit in der Region Hannover.
Insgesamt 18 Indikatoren haben die Autoren Matthias Horx, Eike Wenzel und Oliver Dziemba zur Bewertung herangezogen, um schließlich 13 deutsche Top-Standorte zu identifizieren. Dazu gehören München, Berlin, Hamburg, Rhein-Main, Karlsruhe, Rhein-Neckar, Freiburg, aber auch Düsseldorf, Hannover, Oberschwaben, Dresden, Oberpfalz und Nürnberg. Am Schluss wird in der Studie bewusst auf finale Rankings verzichtet.
Harte und weiche Faktoren entscheiden über die Zukunftsfähigkeit eines Standortes.
Ein Fazit des Institutes: Zukunfts-Regionen begreifen Wandel und Veränderungen als natürlichen Evolutionsprozess. Insbesondere die Lebensqualität wird als Standortfaktor immer bedeutsamer. Zukunfts-Regionen sind authentisch statt typisch. Typisches hat die Touristen des 20. Jahrhunderts angesprochen. In der Zukunft gehe es darum, den eigenen Standort als vielstimmiges Ensemble aus Tradition und Modernität darzustellen. Zukunfts-Regionen haben nicht nur einen Identitätskern, sondern mehrere Epizentren. Viele der vom Zukunftsinstitut ausgewählten Top-Standorte faszinieren die Menschen gerade weil sie dezentrale Netze zwischen einzelnen Hotspots knüpfen. Der alte Stadt-Land-Gegensatz wurde bei vielen Top-Standorten zugunsten eines neuen, intelligenten Multiperspektivismus aufgehoben.
Stimmen zu der Studie:
Georg Martensen, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, unterstreicht die Bedeutung des hohen Anteils berufstätiger Frauen. Das werde in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Vor allem vor dem Hintergrund des Wettbewerbes um qualifizierte Nachwuchskräfte und sinkender Bevölkerungszahlen sieht Martensen die Ergebnisse der Studie als hilfreich.
Hannoverimpuls-Geschäftsführer Andreas Heyer bescheinigt der Studie einen interessanten Ansatz. Infrastruktur und Rahmenbedingungen seien immer bedeutender bei Unternehmensansiedlungen.
Freude bei Hans-Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG). Er hat dabei auch die "High Potentials" im Blick, junge gut ausgebildete Menschen. Entscheidend auch die Familienfreundlichkeit und das viele Grün. „Breit aufgestellt“ müsse man sein, um als Standort wahr genommen zu werden.
Mehr Information zu Einzelthemen der Studie:
http://hannover.de/data/meldungen/2008/2008-08/zukunftstudie.html
matheking August 21st, 2008, 09:25 AM gesehen auf Hannover.de:
Zukunftsorientierte Hannover
Work-Life-Balance durch Gartenarbeit: Auch die Möglichkeiten für eine optimale Work-Life-Balance sind entscheidend für die Lebensqualität einer Region. Immer wichtiger für den Ausgleich zum Arbeitalltag wird dabei die Verbundenheit mit der Natur: Mit etwa 20.000 Kleingärten ist die Landeshauptstadt Niedersachsens auch als „Stadt der Gärten“ bekannt und gehört zur Spitze in Deutschland was den Natur-Trend angeht. Fast fünf Prozent der Fläche des Stadtgebiets Hannover (etwa 1.000 Hektar) sind Kleingarten-Fläche. Mit der "Gartenregion 2009" hat die Region Hannover ein Projekt auf den Weg gebracht, das im Bereich Umwelt richtungsweisend ist.
So, endlich wurde mal eine Lanze für uns Kleingärtner gebrochen! Hier im Forum wurde ja schon öfters mal über die Bebauung von Kleingartenflächen gesprochen.
Orbiter February 17th, 2009, 05:11 PM Um hier mal wieder etwas zu schreiben ;)
Hannover hat den zweithöchsten Ernährungs-IQ unter Deutschlands Städten:
http://www.ernaehrungs-iq.de/ergebnisse/
aha.
burndown1977 February 19th, 2009, 01:36 PM .... und trotzdem gibt es hier noch verdammt viele dicke kinder :)
Orbiter April 29th, 2009, 10:35 PM Mal wieder eine Studie zur Lebensqualität:
http://www.handelsblatt.com/journal/nachrichten/in-welcher-metropole-es-sich-am-besten-lebt;2256414
Hannover taucht gar nicht erst auf, dafür Städte wie Leipzig, Nürnberg oder Frankfurt. Seltsam.
CrayZD April 29th, 2009, 11:21 PM Unternehmensberatungen scheinen merkwürdige Vorstellungen deutscher 'Metropolen' zu haben: wie auch in einer Studie der britischen Kollegen von ECA (siehe Link zum Handelsblatt-Blog-Eintrag unter dem von Dir verlinkten Artikel) wird Köln zugunsten von Düsseldorf gedisst, Stuttgart taucht ebenfalls überhaupt nicht auf, wohl aber Nürnberg, Leipzig und Bonn (!!! - in dem ECA-Ranking).
Ich denke, da muss sich Hannover nicht schämen. Größtenteils erfolgen solche Rankings ja eh auf der Basis völlig willkürlich zusammengesuchter Faktoren, siehe das unsägliche Bellevue-Ranking.
Trotzdem mal erfrischend, ein Ranking zu sehen, in dem nicht München zur deutschen Nummer eins gekürt wird.
lifestyle032 April 29th, 2009, 11:42 PM Hannover taucht gar nicht erst auf, dafür Städte wie Leipzig, Nürnberg oder Frankfurt. Seltsam.
Und das bei einem so großen Grünflächenanteil... :ohno:
Eine weitere Studie gibt es übrigens hier (http://www.deloitte.com/dtt/cda/doc/content/Hotelstudie%20komplett_safe.pdf) (im Speziellen ab Seite 33) einzusehen.
Wurde auch in der hiesigen Presse drüber berichtet.
13,7% mehr Besucher im vergangenen Jahr.. Repekt!
CrayZD August 19th, 2009, 10:16 PM Hat mal wieder jemand Lust auf ein (in diesem Falle besonders albernes) Städteranking?
Men's Health: Die männerfreundlichsten Städte Deutschlands (http://www.menshealth.de/life/lifestyle/muenchen-ist-die-maennerfreundlichste-stadt.132452.htm)
Vor Berlin, aber hinter Braunschweig... :hammer:
Lefthandy August 19th, 2009, 10:46 PM ^^ Boah!
Den erhoben Männerfreundlichkeitsfaktoren nach bin ich wohl eher eine Frau. Oder zumindest Zwitter. Sollte ich wohl mal genauer hingucken!
Frauenfreundlichkeit würde dann wohl nach folgenden Kriterien erhoben:
- (High-End) Shoppingangebot für Klamotten & Kosmetik
- Anzahl ansässiger reicher Männer
- Anzahl ansässiger prominenter Männer
- Gehwegpflaster für High-Heels geeignet?
- Wie stadtnah kann man sein Reitpferd in einer Koppel unterbringen
- gibt es gute Tierärzte für Mini-Chihuahuas
- Wie präsent sind die Farben rosa, pink und lila im Stadtbild
- Wird man blöd angeguckt, wenn man im Reataurant nur ein Glas Wasser trinkt / kann man in Retaurants komfortabel und ungestört kotzen?
Es leben die Stereotype, ohne sie wäre ich völlig orientierungslos!
CrayZD October 10th, 2009, 03:52 PM Neues zum Thema Sinn und Unsinn (wie immer eher letzteres) von Städterankings:
Hier (http://www.wiwo.de/politik/deutschland/staedteranking.html) der neueste Städtetest des Institutes der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Wirtschaftswoche. Hannover ist von Platz 15 im Vorjahr auf 25 abgestürzt und damit Letzter unter den vier getesteten niedersächsischen Großstädten.
Eine Erklärung dafür gibt's hier:
http://img261.imageshack.us/img261/6030/55069061.png
Quelle: NP-Printausgabe von heute
Zwar wird das mit Sicherheit nicht der einzige Grund sein, und außerdem finde ich es merkwürdig, wie man in einem Vergleich unter 50 Städten auf Platz 79 landen kann... aber m.E. macht es schon gut anschaulich, wie eine einzelne irreführende Statistik im Rahmen von Metastudien, Wirtschaftsanalysen etc. zu weiteren irreführenden Statistiken führt.
Manchmal glaube ich, dass Zahlenhörigkeit und Ranking-Wahn der Untergang von Wirtschaft und Gesellschaft sein könnten, obwohl sie ja ursprünglich mal dazu dienen sollten, ebendiese besser und effektiver zu machen. Heute führen Statistiken jedoch zu einer rein mathematisch-abstrakten Sicht auf komplexe Sachverhalte, in völliger Unkenntnis und Ignoranz der realen Gegebenheiten. Dazu muss ich mir nur mal die Ergüsse unseres Controllings anschauen, wieviel sie mit der Realität zu tun haben und was unser Vorstand daraus für Schlüsse zieht.
realstranger October 10th, 2009, 05:25 PM Platz 79 bezieht sich auf die Kiminalstatistik. Da werden wohl 80 Städte im Vergleich gewesen sein. Da Hannover nach FFM die meisten Straftaten pro 1000 Einwohner hat, wäre Platz 79 korrekt.
Squig October 11th, 2009, 02:35 PM Siehe auch Frontbumpersticker (http://frontbumpersticker.blogspot.com/2009/10/durchschnitt-dank-statistik-murk)
devilsadvocate February 15th, 2010, 11:22 PM Mal ganz interessant, wie ich finde. Die Bilder zeigen die Städte bis zur Grenze einer zusammenhängenden Bebauung.
Aus 40km Höhe:
http://img638.imageshack.us/img638/7502/83327495.jpg
Aus 180km Höhe:
http://img192.imageshack.us/img192/5200/hannover2355489.jpg
Orbiter February 18th, 2010, 12:24 PM Hannover unter den Top 10 bei Städtereisen
Ein Kurztrip nach Hannover kommt an: 2009 wurden 45 Prozent mehr Erlebnispakete für ein Wochenende verkauft als 2008.
...mehr auf neuepresse.de (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Hannover-unter-den-Top-10-bei-Staedtereisen)
matheking May 11th, 2010, 07:30 PM Und wo bleibt Hannover?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694277,00.html
Wishman May 11th, 2010, 08:04 PM Leute, laßt Euch nicht von diesen schwachsinnigen Städterankings verrückt machen. Die sagen soviel aus, wie ein Wünschelrutengänger über eine Wasserader, nämlich nichts. Statistiken kann sich jeder zurecht biegen, wie er sie braucht. Wenn wir uns unsere Stadt auf Dauer schlecht reden lassen, glauben wir es irgendwann selbst. Wir müssen uns nur einmal die unterschiedlichen Kriterien ansehen, dann merkt man, warum die Platzverteilungen so weit auseinander differieren.
Warum München immer auf Platz 1 landet, ist mir persönlich ein Rätsel. Diese Stadt hat genau soviel schöne und hässliche Ecken, wie jede andere deutsche Großstadt auch. Wenn man die Preise für Lebensunterhalt und Wohnungsmieten als entscheidende Parameter in die Waageschale wirft, wird Hannover um Längen besser abschneiden, als die m. E. künstlich hochgestylte Bayernmetropole.
matheking May 11th, 2010, 08:06 PM Über Sinn und Unsinn von Rankings haben wir uns auch schon ausdauernd ausgelassen. Was mich ärgert, ist dass Hannover da gar nicht drinne steht.
Wishman May 11th, 2010, 08:11 PM Die entscheidende Frage wäre: Hat ein Städteranking wirtschaftliche Vor- oder Nachteile? Ansonsten würde ich dem, ob Hannover dort auftaucht oder nicht, wenig Bedeutung beimessen. Städterankings sind austauschbar, wie ein Paar getragene Socken, und erheischen m. M. n. auch die gleiche Bedeutung.
CrayZD May 11th, 2010, 10:37 PM Dass man in unsinnigen Rankings einen Mittelfeldplatz belegt, ist man ja gewohnt. Dreister als bei Spiegel/DIW geht's aber nimmer. 'Die vierzehn größten Städte Deutschlands', soso. Mit Hannover fehlt ja nur die elftgrößte, dafür ist mit Duisburg Platz 15 vertreten.
Die Aussagekraft dieses tollen Rankings ist aber in der Tat mal wieder nah am Nullpunkt. Natürlich wachsen Dresden und Leipzig, nachdem sie sich angesichts des katastrophalen Wanderungssaldos in den Nachwendejahren quasi ihr komplettes Umland einverleibt haben. Auf dem Niveau vor der Wende ist man jedoch trotz Eingemeindungen noch lange nicht, im Gegensatz zu beinahe allen westdeutschen Städten (Ausnahme Ruhrpott).
AlfredJKwak May 11th, 2010, 11:06 PM Ein Leser schrieb dazu:
"Hannover wird, aus Gründen der Vergleichbarkeit, oft aus solchen Statistiken herausgelassen, da es sich nicht um eine kreisfreie Stadt handelt, sondern zusammen mit dem Umland um einen Kommunalverband. Oder so ähnlich."
Obs stimmt? ich weiss es nicht.
CrayZD May 11th, 2010, 11:14 PM Soweit ich weiß, gibt es so gut wie alle Statistiken des LSKN sowohl für die Gesamtregion als auch separat für die Landeshauptstadt. Was also wegen einer rechtlichen Feinheit daran nicht vergleichbar sein soll, ist mir schleierhaft.
Im übrigen ist Hannover sehr wohl weiterhin kreisfreie Stadt. Die Region ist bekanntermaßen kein Kreis, sondern ein 'Kommunalverband besonderer Art'. Siehe auch Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Region_Hannover#Geschichte).
devilsadvocate May 13th, 2010, 01:57 PM DAs meinte ich übrigens mit dieser ständigen "HH ist ja so toll" Mentalität auch gerade unter Hannoveranern...
Ich persönlich finde es völlig unmöglich, sowas auf SEite 1 einer hannoverschen Zeitung abzudrucken, gerade noch mit diesen Worten...
Zumal die Hotelkauslastung wohl immer noch durch das Angebot und die Nachfrage bestimmt wird und wenn es in einer Stadt mehr Hotels gibt und damit die Auslastung schlechter, so heißt es nicht, dass dort weniger Touristen sind...
Aber das alles ist ja nichts gegenüber den neuen Großplakaten, wo für das Richtfest der Elbphilamonie geworben wird, am Kröpcke...
Sowas sollte man gleich verbieten unter lokalpatriotischen Gesichtspunkten...
Und wenn dann auch noch Lotto King Karl in Hannover auftritt und sein "Hamburg meine Perle" singt und jeder begeistert mitgröhlt, dann kann man da nur :ohno:
http://img404.imageshack.us/img404/1645/0051647287.jpg
JValjean May 26th, 2010, 12:01 PM Natürlich wachsen Dresden und Leipzig, nachdem sie sich angesichts des katastrophalen Wanderungssaldos in den Nachwendejahren quasi ihr komplettes Umland einverleibt haben. Auf dem Niveau vor der Wende ist man jedoch trotz Eingemeindungen noch lange nicht, im Gegensatz zu beinahe allen westdeutschen Städten (Ausnahme Ruhrpott).
Ich erlaube mir hier einzuhacken:
Dresden hatte zum 21.12.2009 516.000 Einwohner.
Ende 1988 waren es 518.000 und Ende 1989 501.000. Die Stadt is also alles andere als weit von den Einwohnerzahlen von vor der Wende entfernt. (Quelle: wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Dresden))
Beide Städte haben Ende der Neunziger grosszügig eingemeindet. Das Wachstum der vergangenen Dekade vollzog sich allerdings ohne weitere Gebietsvergrösserungen.
Dresden:
Seit 1999 steigt die Bevölkerung wieder durch deutliche Wanderungsüberschüsse und Reurbanisierung an. Neben München und Bonn gehört die Bevölkerung Dresdens mit etwa 0,68 Prozent jährlicher Zunahme zu den am schnellsten wachsenden in Deutschland....(Quelle: wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Dresden))
Die Einwohnerzahl Leipzigs stieg im Zeitraum 2000 bis 2009 von 493.000 auf 519.000 Einwohner, ohne Eingemeindungen.
1988: 545.000 & 1989: 530.000
(Quelle. wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Leipzig))
CrayZD May 26th, 2010, 12:41 PM Bei Dresden gebe ich Dir Recht. Leipzig hat, wie Du anschaulich darlegst, im Vergleich zu 1988 immer noch 26.000 Einwohner weniger auf nahezu doppelter Fläche. Das ist durchaus meine Definition von 'weit entfernt'.
Beide Städte haben Ende der Neunziger grosszügig eingemeindet. Das Wachstum der vergangenen Dekade vollzog sich allerdings ohne weitere Gebietsvergrösserungen.
Aber auf dem besagten, deutlich vergrößerten Gebiet!
Berücksichtigt man, dass die Reurbanisierung erst in den letzten 3-4 Jahren eingesetzt hat und es bis dahin üblich war, dass das Umland einer Großstadt deutlich schneller wächst als die Stadt selbst, dann dürften Leipzig und Dresden am Anfang des Jahrzehnts durch die exzessiven Eingemeidungen einiges von diesem 'Speckgürtelwachstum' in aufstrebenden Wohngebieten mitgenommen haben.
Ich bestreite ja auch gar nicht, dass diese beiden Städte wieder auf natürlichem Wege wachsen. Aber ich halte es sehr wohl für falsch, sie anhand kaum vergleichbarer Zahlen zu Boomtowns zu stilisieren.
Dase May 26th, 2010, 01:19 PM ^ Ich mische mich mal fix ein: das Wachstum der Nuller Jahre findet sowohl in Dresden als auch Leipzig fast ausschliesslich in den Kernstädten statt. Genau diese Entwicklung ist es auch, die dann als Anhaltspunkt für das "Boomen" verwendet wird. Schliesslich ist man als Folge der Wende trotz Eingemeindungen bis Anfang des Jahrtausends geschrumpft und keine einzige Studie hat eine solche Entwicklung vorhergesehen.
Sowohl Dresden (Radebeul, Heidenau) als auch Leipzig (Markkleeberg, mit Abstrichen Schkeuditz) haben ferner Kleinstädte im 20.000 Einwohnerbereich direkt an der Stadtgrenze, die nicht eingemeindet wurden, man kann also keinesfalls von einer Einverleibung des gesamten Umlandes sprechen.
Was Eingemeindungen allgemein betrifft: wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Der hannover'sche Einwohnersprung von 505.106 am 31. Dezember 1973 auf 562.951 am 31. Dezember des darauf folgenden Jahres dürfte kaum organischen Ursprungs sein ;)
Leine1977 May 26th, 2010, 02:09 PM Der hannover'sche Einwohnersprung von 505.106 am 31. Dezember 1973 auf 562.951 am 31. Dezember des darauf folgenden Jahres dürfte kaum organischen Ursprungs sein ;)
Die Zahl kann ich nicht recht glauben...
Letztlich: Wen interessiert eigentlich dieses dämliche Einwohner-Thema? Alle Großstädte wachsen - einige mehr andere weniger. Na und? Ist doch schön, dass unsere Partnerstadt Leipzig so schnell wächst - schließlich kann sie vielleicht ihren Vorkriegszustand einholen von über 700.000 Einwohner!:)
CrayZD May 26th, 2010, 02:40 PM Unterschätze die Größe Misburgs nicht. Kirchrode - Bemerode ist auch nicht ohne, auch wenn es damals den Kronsberg noch nicht gab. ;) Das dürfte schon hingekommen sein. Das historische Maximum liegt glaube ich irgendwo bei 580.000 (nach dem Krieg, zuwanderungsbedingt).
Nachtrag: 31. Dezember 1962 - 574.754
Wie gesagt, ich habe weder behauptet, dass Hannover nie Eingemeindungen vorgenommen hat, noch habe ich bestritten, dass Dresden und Leipzig wieder auf natürlichem Weg Einwohner hinzugewinnen. Ist ja auch gut so, wenigstens zwei Großstädte in den neuen Ländern (+ x, ich meine z.B. Jena und Potsdam wachsen auch wieder nennenswert), die sich wieder gesund entwickeln.
Überhaupt hat den Trend zur Reurbanisierung vor fünf Jahren noch niemand vorausgesehen. Hannover sollte jetzt auch an der Halbmillionenmarke kratzen, stattdessen hat man nach kurzem Zwischentief Anfang des Jahrtausends die 520.000 wieder durchbrochen. Als Stadtmensch kann ich nicht behaupten, dass mir der Trend nicht gefällt. Der Gedanke, irgendwann mit der Familie aufs Dorf zu ziehen, war mir ohnehin immer suspekt. ;)
Augenscheinlich mag es so aussehen, dass Einwohnerzahlen ein bloßer Schw...vergleich sind. Ganz so unwichtig ist die Zahlenspielerei dann aber doch nicht, denn oft ist die Einwohnerzahl ein maßgeblicher Schlüssel, wenn es um Landes- und Bundesmittel geht. Von daher: mal schauen, was der Zensus im nächsten Jahr bringt. Auf jeden Fall Verluste! Eigentlich sollten die ja deutschlandweit etwa gleich ausfallen, aber wer weiß?
JValjean May 26th, 2010, 02:42 PM Letztlich: Wen interessiert eigentlich dieses dämliche Einwohner-Thema? Alle Großstädte wachsen - einige mehr andere weniger. Na und?
Nun speziell im Falle Leipzigs ist es nun mal ein Unterschied, ob die Stadt, wie bis vor kurzem noch so geschehen, in überregionalen Medien mit dem Etikett „shrinking city“ versehen wird oder ob berichtet wird, dass seit nun mehr einer Dekade ein Bevölkerungswachstum im Kernbereich zu verzeichnen ist und dies vollkommen entgegen anderslautender Prognosen!
Zudem wachsen keineswegs alle deutschen Großstädte und insofern nehme ich erfreut zur Kenntnis, dass es zumindest immerhin vereinzelt Wachstumspole in den östlichen Bundesländern gibt.
CrayZD May 26th, 2010, 02:57 PM Zudem wachsen keineswegs alle deutschen Großstädte und insofern nehme ich erfreut zur Kenntnis, dass es zumindest immerhin vereinzelt Wachstumspole in den östlichen Bundesländern gibt.
Soweit ich weiß, schrumpft unter den Städten 500.000 + x nur der Ruhrpott weiter. Erst kürzlich war zu lesen, dass sich das in der Tat auch wachsende Düsseldorf an den Ruhrmetropolen vorbei auf Platz 2 der größten Städte in NRW geschoben hat.
Bei der Gruppe der 'kleinen Großstädte' (100.000-400.000) gibt es in der Tat Licht und Schatten deutschlandweit verteilt.
Wie gesagt, niemand hier gönnt den neuen Bundesländern einen wirtschaftlichen Niedergang. Schade nur, dass das neue Wachstum so ungleichmäßig verteilt ist: während Sachsen und der Speckgürtel Berlins regelrecht florieren, blutet der Nordosten weiter aus und wird wohl noch auf Jahrzehnte förderbedürftig sein. Aber von der Illusion der absoluten Gleichheit muss man sich eh verabschieden. Im Westen gibt es schließlich auch ein Nord-Süd-Gefälle, aus dem sich nur Hamburg einigermaßen befreien kann.
homann5 July 7th, 2010, 03:09 PM Durch den Artikel auf spiegel.de (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,705182,00.html) bin ich auf eine aktuelle Untersuchung zur Preisentwicklung im Einzelhandel von Jones Lang LaSalle gestoßen.
Anschauen kann man sich den Bericht entweder hier (http://www.joneslanglasalle.de/Germany/DE-DE/Pages/ResearchDetails.aspx?TopicName=&ItemID=3745&ResearchTitle=Retail%20Ticker%20Deutschland%201.%20Hj.%202010) oder direkt hier (http://dl.dropbox.com/u/4360406/RTDeutschland_H1-2010_DV_DE.PDF) runterladen.
CrayZD July 8th, 2010, 09:27 AM Anschauen kann man sich den Bericht entweder hier (http://www.joneslanglasalle.de/Germany/DE-DE/Pages/ResearchDetails.aspx?TopicName=&ItemID=3745&ResearchTitle=Retail%20Ticker%20Deutschland%201.%20Hj.%202010) oder direkt hier (http://dl.dropbox.com/u/4360406/RTDeutschland_H1-2010_DV_DE.PDF) runterladen.
Na, endlich mal fundierte Zahlen. Diese bloße Passantenzählung, die jedes Jahr mit großem Tamtam angekündigt wird, ist nämlich in meinen Augen der Witz schlechthin.
Da stellt man sich an einem einzigen Tag um die Mittagszeit in die Fußgängerzone und zählt Passanten. Wetter? Konkurrierende regionale Veranstaltungen? Scheißegal. Daraus wird dann eine Statistik, die dem Einzelhandel nach der Vorstellung der Verfasser ernsthaft als Entscheidungsgrundlage dienen soll.
Mal ganz davon ab, dass die Passantenfrequenz ohne weitere Differenzierung ohnehin eine Zahl ohne Wert ist. Ist ja schön, dass durch die Bahnhofstraße x.000 Fußgänger pro Stunde laufen. Wer aus der Stadtbahn vom Kröpcke zum Hauptbahnhof hetzt, um seinen ICE zu kriegen, wird aber sicher wenig empfänglich für einen spontanen Einkaufsbummel sein.
Dass in Nürnberg die Mieten so im Keller sind, wundert mich ein bisschen. Die haben doch gleich gute oder teilweise sogar bessere Kennzahlen als Hannover.
gstolze July 8th, 2010, 09:26 PM Dass in Nürnberg die Mieten so im Keller sind, wundert mich ein bisschen. Die haben doch gleich gute oder teilweise sogar bessere Kennzahlen als Hannover.
Die Region Nürnberg hat doch viele der alteingesessenen Industrieunternehmen verloren und gilt als strukturschwache Region Bayerns.
Den Rest gab es wohl durch die Schließung von QUELLE.
devilsadvocate October 12th, 2010, 07:13 PM Kann man mit leben :-)
http://www.focus.de/immobilien/kaufen/staedte-ranking-wo-lebt-es-sich-am-besten_aid_399530.html
devilsadvocate October 12th, 2010, 07:14 PM ----
CrayZD October 27th, 2010, 12:28 PM Neues von der Front der Zahlenliebhaber. ;)
Hamburg und Hannover auf Erfolgskurs (http://www.ndr.de/stadtranking101.html)
Dass bei einer NDR-Meldung erstmal Hamburg beweihräuchert wird, ist ja klar. ;) Aber auch aus unserer Sicht ganz passabel.
Hier (http://www.hwwi.org/HWWI_Berenberg-Staed.6380.0.html) gibt es Details der Studie als PDF zum Herunterladen. Mal wieder mit großen Merkwürdigkeiten: bei den Reisezeiten zu europäischen Ballungsräumen abgeschlagen auf Platz 31? Hinter Bremen? Hinter Karlsruhe?
Verdacht: der 'Regionalflughafen' Hannover (von dem man einen Großteil der europäischen Metropolen spielend erreicht) wurde schlichtweg ignoriert, statt dessen im Norden zu den Flugzeiten ab Hamburg die Kfz-Fahrzeiten dorthin addiert. Da sieht dann logischerweise auch Bremen besser aus.
Auch wenn's hier für Hannover insgesamt vergleichsweise gut ausgeht: traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
gruenebahn October 27th, 2010, 12:41 PM Ich befürchte das stimmt im Durchschnitt tatsächlich. Denn unser untergenutze Dorfflughafen mit Dualautorennbahn, 3 Terminalturnhallen und S-Leerbahnanschluss bietet extrem wenige Verbindungen in eben diese Agglomerationszentren. Ja Hauptstädte sind alle eingebunden, aber da es hier um 41 Zentren!!! geht handelt es sich um mehr Städte und da muss man als Hannoveraner leider...
Hannover > Frankfurt/Hamburg/Amsterdam > ZIEL.
CrayZD October 27th, 2010, 12:53 PM Sorry, aber mit Verlaub: das ist doch Bullshit.
Dass der Flughafen nicht gerade an seiner Kapazitätsgrenze ist, steht außer Frage. Aber ich wage zu behaupten, dass es zu 30 dieser 41 Städte Direktverbindungen gibt.
Selbst wenn ich als Bedingung ein Minimum von fünf Verbindungen pro Tag annehme, so dass ich wirklich nur noch auf London, Paris, Rom & Co. komme, müssten bessere Werte dabei rauskommen. Deshalb der Verdacht, dass man es sich einfach gemacht hat und nur Flughäfen > 10 Mio PAX einbezogen hat (Berlin zusammengerechnet). Dann würde es ungefähr passen.
gruenebahn October 27th, 2010, 12:56 PM Meinst du wirklich, dass die sich einen solchen Ausreißer leisten könnten? Weil das wäre nun wirklich nicht schlau recherchiert.
Edit: Eben nochmal den Flugplan durchgesehen. Ich scheine richtig zu liegen. Direkt außerhalb der Trourismusziele ist wirklich nicht viel zu erreichen. Fast ganz Skandinavien besteht z.B. nur aus Umsteigeverbindungen etc. daher scheint das durchaus zu stimmen.
homann5 October 27th, 2010, 01:32 PM Die Studie ist wie viele andere einfach total lächerlich. Um sie ernstzunehmen müssten die Kriterien offengelegt werden, zum Beispiel welche europäischen Ziele angeflogen werden sollen.
Wenn ich mir den Flugplan mal anschaue, sind da einige wichtige Ziele außerhalb der Touristen-Hochburgen bei:
Amsterdam
Barcelona
Birmingham
Bratislava
Brüssel
Budapest
Göteborg
Innsbruck
Istanbul
Kopenhagen
Ljubljana
London
Mailand
Manchester
Minsk
Moskau
Paris
Prag
Riga
Rom
Southampton
Warschau
Wien
Zagreb
Zürich
Leider werden ja auch die tatsächlichen Bedürfnisse nicht berücksichtigt. Niemand wird eine Verbindung einrichten, wenn keiner fliegen will.
CrayZD October 27th, 2010, 02:31 PM Wobei ich doch auch erstmal mit Erschrecken feststellen musste, wie sehr die Liste der Direktflugziele im Vergleich zu glorreichen HLX-Zeiten gerupft wurde (TUIfly ist ja praktisch nur noch ein Ferienflieger). Dabei war die Auslastung dieser Flüge nicht schlecht, der Bedarf ist also grundsätzlich da.
Squig October 27th, 2010, 05:14 PM Wobei ich doch auch erstmal mit Erschrecken feststellen musste, wie sehr die Liste der Direktflugziele im Vergleich zu glorreichen HLX-Zeiten gerupft wurde (TUIfly ist ja praktisch nur noch ein Ferienflieger). Dabei war die Auslastung dieser Flüge nicht schlecht, der Bedarf ist also grundsätzlich da.
Kann ich so nur unterschreiben.
gstolze October 27th, 2010, 08:48 PM Soviel mehr war das eigentlich gar nicht. Einiges hat AB übernommen, manches fehlt wirklich, aber ich denke dass Germanwings sich noch mausern wird.
homann5 October 27th, 2010, 09:00 PM Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass Hannover künstlich klein gehalten wird. Fraport hat sicherlich kein Interesse daran, Kunden von der Mutter Frankfurt an die Tochter Hannover abzugeben. Mittelfristig sollen wir ja "nur" ein Drehkreuz für den innereuropäischen Verkehr und Luftfracht werden. Wenn der Flughafen allein der Stadt oder dem Land gehören würde, gäbe es sicherlich den ein oder anderen planmäßigen Interkontinental-Flug.
gstolze October 27th, 2010, 09:12 PM Ich habe neulich mal ein Interview in einem Wirtschaftsmagazin gelesen, wo ein Wirtschaftsmensch (kein Hannoveraner) sagte, dass er sich wundert, dass Hannover keine Nonstop-Verbindung in die USA hat. Er sagte, mit den vielen Großunternehmen in und um die Stadt usw. hat Hannover ein höheres Potential an Geschäftsflugreisenden als Berlin. Aber der Kuchen wurde halt schon aufgeteilt.
telemaxx October 27th, 2010, 09:26 PM Würd ich so nicht sagen.
Wenn es das entsprechende Angebot gibt, wird es bestimmt auch genutzt werden. Ist ja praktischer ohne Umsteigen zu fliegen.
Nur, wenn das stimmt, was homann schreibt, dann sieht das natürlich weniger gut aus.
gstolze October 27th, 2010, 09:39 PM Lufthansa, AIr Berlin und Co. konzentrieren sich halt lieber auf Ihre Haupthubs in FRA und MUC, bzw. die Nebenhubs DUS und TXL.
homann5 October 27th, 2010, 09:41 PM Das ist zumindest die Politik von Fraport. Es verwundert mich immer wieder, dass die trotz des kleinsten Anteils am Flughafen, die Richtung vorgeben können
DiggerD21 October 28th, 2010, 03:19 AM Ein paar Daten, die erklären können, warum Hamburg in der Erreichbarkeit besser abschneidet als Hannover:
gesamt Flugbewegungen Hamburg 2009: 157.481
gesamt Flugbewegungen Hannover 2009: 77.737
Flugziele Hamburg: "Der Internationale Flughafen von Hamburg wird von etwa 60 verschiedenen Fluggesellschaften aus etwa 125 direkten Zielen angeflogen." Darunter sind auch ein paar Interkontinentalverbindungen: New York (täglich), Dubai, Teheran (2x wöchentlich, gilt das schon als Interkontinantalflug?), im Sommer auch Toronto.
Flugziele Hannover: "rund 100 Flugziele in Deutschland, Europa, Nord- und Westafrika und Zentralasien"
Alles bequem nachzulesen bei Wikipedia.
Bei der Erreichbarkeit (gemessen in Durchschnittliche Reisezeit zu 41
europäischen Agglomerationszentren im kombinierten Pkw-/ Luftverkehr in Minuten,) erreichen Hamburg, Bremen und Hannover in dieser Studie folgende Werte:
Hamburg: 207,3 (Rang 9)
Bremen: 224,5 (Rang 19)
Hannover: 231,3 (Rang 21)
Dass Bremen vor Hannover liegt, verwundert mich schon, da der Bahnverkehr in Hannover im Vergleich zu Bremen doch wesentlich bedeutender im Vergleich zu Bremen und dank der Schnellfahrstrecken auch besser angebunden ist. Ich kann es mir nur dadurch erklären, dass Bahnreisezeiten gar nicht berücksichtigt wurden (siehe Messkriterium oben).
Lefthandy October 28th, 2010, 09:11 AM ^^ "Kombinerter PKW-Luftverkehr" klingt auch, als wäre die Bahn nicht berücksichtigt. Insofern profitiert Bremen von der schnelleren Autoverbindung nach Hamburg. Städte wie Uelzen, Lüneburg oder Schwerin würden in dieser Statistik vor Hannover landen, weil sie alle näher am Hamburger Flughafen liegen als Hannover. Soviel zur Aussagekraft.
CrayZD October 28th, 2010, 09:32 AM @Digger: richtig, darum geht es doch. Niemand hier bestreitet, dass Hamburg in Sachen Passagiere, Flugbewegungen, Direktziele etc. vorne liegt.
Es geht um die merkwürdigen Daten dieser Studie, vor allem um das Abschneiden Hannovers im Vergleich zu Bremen. Dass da Zugfahrzeiten nicht berücksichtigt werden, liegt wie Du schon sagst nahe... bei der Kriterienangabe 'kombinierter Pkw/Luftverkehr'.
Allerdings sind mir bei genauerem Hinsehen nochmal die geringen Minutenabweichungen aufgefallen (knapp sieben zwischen Bremen und Hannover) - und die Tatsache, dass auch München vergleichsweise schlecht abschneidet (z.B. trotz deutlich mehr Flugverkehr hinter Hamburg). Das legt die Vermutung nahe, dass man hier mal tatsächlich objektiv war und die Reisezeiten ab Stadtzentrum angenommen hat. Da dürfte dann Bremen mit seinem Flughafen im Stadtgebiet leicht im Vorteil liegen. Auf der anderen Seite müsste es ein gutes Dutzend Ziele geben, die von Hannover, nicht aber von Bremen aus angeflogen werden... aber da wäre es wie gesagt hilfreich, die 41 untersuchten Ziele zu kennen.
Naja... dafür dürfte es bei der innerdeutschen Erreichbarkeit per Pkw und allen voran per Zug kaum eine Stadt geben, die Hannover etwas vormacht. Außer vielleicht noch Frankfurt.
Maturion October 28th, 2010, 10:00 PM Die Region Nürnberg hat doch viele der alteingesessenen Industrieunternehmen verloren und gilt als strukturschwache Region Bayerns.
Bitte? Region Nürnberg soll strukturschwach sein? Nürnberg ist vielleicht wirtschaftlich nicht so stark wie München, aber definitiv nicht strukturschwach. Nürnberg alleine hat ein BIP von 22 Mrd €, hinzu kommen noch Fürth, Erlangen und die kleineren Vorstädte.
Orbiter November 12th, 2010, 04:35 PM Auf Spiegel Online gibt es einen Beitrag zum Wert von Städteränkings im Allgemeinen. Der Artikel ist angesichts unserer Diskussionen hier interessant, aber auch weil Hannover spezifisch erwähnt wird:
[...] In Hannover liegt die Produktivität pro Kopf dagegen rund 18 Prozent höher als man es für die Größe der Stadt annehmen würde. [...]
Hier der Link: Forscher halten Städterankings für untauglich (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,728664,00.html)
homann5 November 12th, 2010, 05:22 PM Schöner Artikel, danke für den Link! Interessant wäre noch, wie ein solches Ranking für Deutschland aussehen würde.
Orbiter November 24th, 2010, 08:08 PM Kann man mit leben :-)
http://www.focus.de/immobilien/kaufen/staedte-ranking-wo-lebt-es-sich-am-besten_aid_399530.html
Offenbar arbeitet jemand daran Hannover rigoros abzuwerten. Seit Tagen ist die Bewertung unterdurchschnittlich, mehrfach sogar bei durchgängig sechs. Statt 2,87 wie vor drei Wochen haben wir jetzt einen Schnitt von 2,93.
CrayZD November 25th, 2010, 09:35 AM Die üblichen Spinner eben. Ich gehe davon aus, dass der Anteil 'echter' Einwohner an den Teilnehmern in der jeweiligen Stadt bei unter 50% liegt. Deshalb nehme ich offene Umfragen im Web grundsätzlich nicht ernst.
matheking November 26th, 2010, 02:42 PM Wohnstudie zeigt: In Hannover wohnt man gut und günstig
In welcher Stadt fühlen sich die Mieter am wohlsten? Eine aktuelle Studie zeigt: In Hannover wohnt man gut und günstig.
Hannover. Wo gibt es genügend Wohnraum für alle? Und wie hoch sind die gefühlten Kosten, die mit der Wohnung oder dem Haus verbunden sind? Antworten dazu liefert eine aktuelle Umfrage von ImmobilienScout24 unter 2.008 Mietern. Leipzig schneidet bei der Umfrage in allen Aspekten gut ab, aber auch Hannover.
56 Prozent der Leipziger sind sehr zufrieden mit der Wohnqualität in ihrer Stadt, damit liegt die Stadt im Osten vor Dresden, Köln und Hannover. In Stuttgart sagt dagegen nur jeder dritte Mieter, dass er in der Stadt wohnen bleiben möchte. Dafür würden 16 Prozent der Stuttgarter den Satz unterschreiben „Der Wohnort ist nicht meine erste Wahl“.
Auch in Bezug auf die Wohnkosten liegt Leipzig im Vergleich zu den anderen deutschen Städten weit vorn. 65 Prozent der Leipziger halten ihre Wohnkosten für angemessen. Auch die Berliner, Dresdner und Hannoveraner schätzen ihre Wohnkosten in der Mehrheit als „günstig“ oder „angemessen“ ein.
Wenig überraschend: In München empfindet fast jeder dritte Befragte seine Miete als „sehr hoch“, nur 22 Prozent findet die Ausgaben „angemessen“.
Während das Wohnungsangebot in Leipzig, Berlin und Hannover sehr gut ist, muss man als Münchner, Hamburger oder Stuttgarter nehmen, was man bekommt.
Fast 40 Prozent der Leipziger Mieter stimmen der Aussage zu „Es gibt genügend Wohnraum für alle“. Dagegen kann den Satz gerade einmal 1 Prozent der Münchner unterschreiben. Auch in Stuttgart und Hamburg sieht es düster aus, was das Wohnungsangebot betrifft (3 bzw. 4 Prozent Zustimmung).
Für die aktuelle Studie befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von ImmobilienScout24 2.008 Mieter, davon über 1.000 in den größten 10 Städten. Die Befragung wurde im Oktober 2010 durchgeführt und ist repräsentativ hinsichtlich Alter und Geschlecht der Umfrageteilnehmer.
Quelle: Neuepresse.de
devilsadvocate December 4th, 2010, 01:45 PM Also in Sachen Schönheit wird HH aber nicht weiter vorankommen...
Was für eine grauenvolle"moderne" Architektur...
Und das soll also die neue Kulisse für alle Gäste werden, die mit dem Schiff an(weiter)reisen...
Glückwunsch ;)
http://www.abload.de/img/sdc11289xgk6.jpg
matheking December 4th, 2010, 02:50 PM Als Solitär wären einige der Bauten bestimmt ansehnlich. In der Konstellation wirken sie jedoch wahllos hingewürfelt. Das empfinde auch ich als Freund modernen Bauens als hässlich!
Waxo Khana August 29th, 2011, 10:39 AM Der alljährliche
Die gefährlichsten Großstädte Deutschlands
Delikte pro 100.000 Einwohner aufgerundet auf volle hunderter in tsd. wer es genauer haben möchte kann sich ja die Focus kaufen.
1 Frankfurt am Main 16.0 tsd je hundert tsd Einwohner
2 Hannover 14.7
3 Berlin 13.8
4 Düsseldorf 13.8
5 Köln 13.7
6 Bremen 13.5
7 Bremerhaven 13.4
8 Saarbrücken 13
9 Hamburg 12.7
10 Lübeck 12.7
erwähnenswert
19 Leipzig 11.7
33 Duisburg 10.3
37 Stuttgart 10.0
41 Essen 9.5
48 Dresden 9.2
60 Nürnberg 8.5
68 München 7.7
Quelle: Focus
CrayZD August 29th, 2011, 11:05 AM Aussagekraft wie immer dürftig. Das ist umso bemerkenswerter, weil die Kriminalitätsstatistik in fast jeder Lebensqualitäts-Studie als Metakriterium verwurstet wird.
Die ersten beiden Plätze sind, wie oft besprochen, schonmal Humbug:
Frankfurt: Delikte am Flughafen (vor allem Zollvergehen etc.) zählen mit.
Hannover: sehr häufige Kartenkontrollen in der Stadtbahn + konsequente Anzeige gegen Wiederholungstäter. Folge: gigantisch viele 'Betrugsdelikte' (zu denen zählt die sog. Beförderungserschleichung). Es gibt allerdings auch einen positiven Nebeneffekt: die Aufklärungsquote in Hannover ist traumhaft hoch, dank 100% bei diesen schweren Kriminalfällen. ;)
Naja, Statistiken eben.
Corvetten-Ralf August 29th, 2011, 11:14 AM Seht es doch mal positiv: Das Vorurteil, in Hannover sei nichts los, ist mal endlich widerlegt worden! ;)
Squig August 29th, 2011, 11:45 AM Seht es doch mal positiv: Das Vorurteil, in Hannover sei nichts los, ist mal endlich widerlegt worden! ;)
Seit wann ist Schwarzfahren aufregend? Oder redest du über 96?
CrayZD August 29th, 2011, 02:18 PM Seht es doch mal positiv: Das Vorurteil, in Hannover sei nichts los, ist mal endlich widerlegt worden! ;)
Dann wären laut dieser Statistik ja Düsseldorf, Bremen, Bremerhaven und Saarbrücken aufregender als Hamburg. Gewagt! ;)
youngwoerth August 30th, 2011, 10:00 AM Hannover: sehr häufige Kartenkontrollen in der Stadtbahn + konsequente Anzeige gegen Wiederholungstäter.
Gibt es dafür Belege, dass es in H häufigere Kartenkontrollen gibt als in den anderen genannten Städten? Ich bin in Hamburg öfter kontrolliert worden als in Hannover. Dass H nicht zu den friedlichsten Städten Deutschlands gehört, halte ich für gar nicht so abwegig. In Dresden hatte ich persönlich ein deutlich höheres Sicherheitsempfinden.
cardiac86 August 30th, 2011, 10:44 AM Am Rande: Bei Frankfurt ist's nicht nur der Flughafen, sondern auch durch die Finanzinstitute kommt eine hübsche Summe zusammen (jeder Kreditkartenbetrug z.B. wird in Frankfurt registriert, weil die deutschen Töchter hier sitzen). Die Frankfurter Rundschau hat ausgerechnet, dass ohne Flughafen und Banken Frankfurt im unteren Mittelfeld liegen würde.
telemaxx August 30th, 2011, 11:30 AM @youngwoerth: Die anschließende Anzeige wegen Betrugs ist das entscheidende, nicht die Kontrolle.
homann5 August 30th, 2011, 05:04 PM @youngwoerth: Die anschließende Anzeige wegen Betrugs ist das entscheidende, nicht die Kontrolle.
Das ist korrekt. Und in Hannover werden überduchschnittlich viele "Schwarzfahrer" angezeigt.
youngwoerth August 31st, 2011, 10:56 AM Und in Hannover werden überduchschnittlich viele "Schwarzfahrer" angezeigt.
Und dafür gibt es Belege? Und das reicht auch aus, um die Statistik deutlich zu verfälschen? Hat es denn einen besonderen Grund, warum in Hannover so schnell angezeigt wird? Klingt ja nun nicht so richtig nett.
CrayZD August 31st, 2011, 11:30 AM Und dafür gibt es Belege? Und das reicht auch aus, um die Statistik deutlich zu verfälschen?
Belege dürften schwer werden, da die Statistik, so wie sie 'Normalsterblichen' zur Verfügung steht, eine detaillierte Differenzierung nur nach Delikt oder Ort zulässt, nicht nach beidem gleichzeitig.
Wenn aber der hannoversche Polizeipräsident, der vermutlich detailliertere Zahlen zur Verfügung hat, öffentlich verkündet dass Hannover einen Mittelfeldplatz innehätte, wenn man die Beförderungserschleichung bundesweit aus der Statistik streichen würde, dann glaube ich nicht dass er vor der Presse bewusst Falschaussagen tätigt.
Hat es denn einen besonderen Grund, warum in Hannover so schnell angezeigt wird? Klingt ja nun nicht so richtig nett.
Ähm... Abschreckung? 'So schnell' heißt ja nicht, dass der Zeitkarteninhaber, der seine Karte zuhause vergessen hat, gleich angezeigt wird. Oder die Mutter, die für sich und ihr Kind versehentlich die falsche Tarifzone gewählt hat. Gegen notorische Überzeugungstäter ist 'Nettigkeit' aber m.E. nicht im geringsten angebracht. Auch wenn Staatsanwaltschaft und Gerichte hier über die Anzeigenflut nicht gerade glücklich sind.
matheking August 31st, 2011, 07:38 PM Und dafür gibt es Belege? Und das reicht auch aus, um die Statistik deutlich zu verfälschen? Hat es denn einen besonderen Grund, warum in Hannover so schnell angezeigt wird? Klingt ja nun nicht so richtig nett.
Meines Wissens gibt aber die Üstra selber Statistiken zum Schwarzfahrerverhalten raus. Da kann man dann die Anzeigen wegen Beförderungserschleichung ersehen und aus der polizeilichen Betrugsstatistik rausrechnen. Voila
nitri September 20th, 2011, 12:51 PM Hannover ist Deutschlands lauteste Großstadt (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-ist-Deutschlands-lauteste-Grossstadt)
gruenebahn September 20th, 2011, 01:42 PM Wo stehen denn die Messpunkte? Eilenriede, Leinemasch? Oder auf der Vahrenwalder, Berliner Allee?
Irgendwie muss ich sagen das andere Größstädte gefühlt viel lauter sind als Hannover. Das einzige was ich nachts extrem störend empfinde und geändert werden sollte sind die dauernden Güterdonnerzüge auf der Güterbahn um den Maschsee und am Bahnhof Linden. Den Krach hört man bis nach Wettbergen wenn der Wind richtig steht. In Oberricklingen hört man sogar noch ein extremes Grollen und kann Bemsvorgänge hören. Aber da wäre die Bahn am Zuge endlich mal modernere Fahrzeuge auch im Güterverkehr anzuschaffen.
CrayZD September 20th, 2011, 02:15 PM Das mit der Güterbahn kann ich bestätigen. Katastrophe!
Ansonsten absoluter Blödsinn. 55 dB(A) ist Zimmerlautstärke, d.h. etwa ein normales Gespräch. Wenn das unter freiem Himmel schon unter Lärmbelastung fällt, dann Prost Mahlzeit. Wahrscheinlich hatte man wie bei fast jeder Statistik das erwünschte Ergebnis im Kopf und hat danach den Grenzwert angesetzt. Vermutlich ist die gesamte Eilenriede durch Singvögel hoch lärmbelastet.
Andererseits wäre das aber auch mal wieder eine prima Steilvorlage für den Kampf gegen die nervtötenden Südstädter und Herrenhäuser Spaßbremsen. Wieviel Sinn macht es, Partylärm rigoros auf die gesetzlichen Grenzwerte runterzuregeln, wenn diese ohnehin schon in 70% des Stadtgebietes allein durch den Verkehr übertroffen werden?
Genauso ein Riesenblödsinn ist das hier: Glücksatlas (http://www.gluecksatlas.de/cms/index.html)
Zwar ein ganz ordentliches Ergebnis... das aber garantiert noch besser ausfallen würde, wenn zur 'Region Niedersachsen/Hannover' nicht der strukturschwache Harz, die Südheide und das Wendland zählen würden.
gruenebahn September 20th, 2011, 02:19 PM Eventuell einfach mal einen Blick hier drauf werfen (24Hr Schnitt), also das kann schon stimmen:
http://img33.imageshack.us/img33/8164/bahnlrm.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/33/bahnlrm.jpg/)
Uploaded with ImageShack.us (http://imageshack.us)
Während hier auf der H. Seite durchweg nur Karten mit Stadtbahn zu sehen sind und die ECHTE Bahn komplett ausgelagert wird. Ich kann aber bestätigen, das Problem was ich nur sehe ist die Echte Bahn:
http://www.hannover.de/de/umwelt_bauen/umwelt/lulaestr/laerm1/wasmacht/laermkart/index.html
CrayZD September 20th, 2011, 02:48 PM Meine Fresse, ist das übel! :uh:
Da werden meine schlimmsten Befürchtungen ja übertroffen... zumal das ja Durchschnittswerte sind und Bahnlärm im Gegensatz zu Straßenlärm eher punktuell auftritt. Ich weiß nicht wie klein jeweils der Bewertungszeitraum ist (15, 30, 60 Minuten?). Aber de facto zeigt diese Karte ja, dass auf den Güterstrecken Tag und Nacht quasi Dauerverkehr herrscht.
Wäre mal interessant, die obige Lärmstatistik im Zusammenhang mit dem Güterverkehrsaufkommen auf der Schiene in der jeweiligen Stadt zu setzen. In der angeblich leisesten Großstadt Münster zeigt der EBA-Lärmatlas übrigens 'keine Daten' - erklärt die Statistik. ;)
Dumm nur, dass daraus die falschen Schlüsse gezogen werden. Irgendein Journalist hat sich schon entblödet, die Werte Münsters damit zu erklären dass es ja 'bekannt für seine hohe Fahrraddichte' sei. Die exorbitante Größe des Stadtgebietes mit vielen Brachflächen spielt natürlich keine Rolle...
Und so werden auch die Grünen anhand dieser Statistik wieder vorpreschen, eine Reduzierung des Kfz-Verkehrs und, besonders zynisch, 'mehr Güter auf die Schiene' fordern... am besten wie bisher auf rollendem Material aus der Kaiserzeit. Apropos: irgendwo habe ich eben bei der Suche nach Daten gelesen, dass das EBA einen Handlungsbedarf ab einem Durchschnitt von 60 dB(A) sieht... in der Nacht! Da entpuppt sich das Geschrei der Südstädter beim Maschseefest doch als Gipfel der Lächerlichkeit (Nachtgrenzwert 40 dB).
gruenebahn September 20th, 2011, 02:55 PM Meine Fresse, ist das übel! :uh:
Da werden meine schlimmsten Befürchtungen ja übertroffen... zumal das ja Durchschnittswerte sind und Bahnlärm im Gegensatz zu Straßenlärm eher punktuell auftritt. Ich weiß nicht wie klein jeweils der Bewertungszeitraum ist (15, 30, 60 Minuten?). Aber de facto zeigt diese Karte ja, dass auf den Güterstrecken Tag und Nacht quasi Dauerverkehr herrscht.
.....
Das war nun nur der Südliche auschnitt. Anderten, Kleefeld schaut ebenso aus. Ansich wäre es für die Wohngebiete besser wenn nachts die Güterzüge durch den HBF donnern würden. So Ironisch das klingt.
Sicher herrscht dort an der Güterumgehung Dauerverkehr. Sonntag auf Montag gehts los. Meine Bekannte wohnt am Haselbusch in Oberricklingen. Ab 1Uhr heißt es dauergerolle und gepreife, bei ungünstigen Wind sollte man das Fenster besser zulassen!!! Ich war echt ertstaunt wie laut das zu hören ist. Schonmal nachts am Nähe Maschseebad gewesen? Ich sitze dort gerne einmal am See und schaute rüber zum Rathhaus. Ruhe ist dort aber kaum, da fliegen einen regelmäßig die Ohren weg bei dem alten Wagenmaterial. Während die SBahnen "daheinschweben" wie auf einem Luftkissen.
CrayZD September 20th, 2011, 03:19 PM Das Maschsee-Phänomen kenne ich (bei ungünstigem Wind sogar nicht nur am Strandbad, sondern an weiten Teilen des Ostufers bis hin zum Pier 51), ebenso wie die Situation in Ricklingen. Dort liegt man übrigens laut Lärmkarte über den erwähnten 60dB Dauerbelastung, weshalb dort ja vermutlich jetzt auch die Brücke angegangen wird. Das eigentliche Problem ist aber wie gesagt das rollende Material. Eine S-Bahn ist kaum lauter als die üstra.
Ansonsten muss man gefühlte und errechnete Belastung (da stellt sich ja niemand hin und misst Tag und Nacht) auch unterscheiden. Laut EBA-Lärmkarte ist z.B. die Abelmannstraße in Döhren nachts mit durchschnittlich über 50dB(A) belastet - deutlich überm Grenzwert. De facto hört man dort aber nur Autos und, vor allem im vorderen Teil, die Stadtbahn.
gruenebahn September 21st, 2011, 12:06 AM Ich habe eben nochmal in Wiki "geblättert":
Die Güterumgehungsbahn gehört zu den wichtigsten zweigleisigen Bahnstrecken in Deutschland. Durch die Überlagerung von Seehafen-Hinterland-Verkehren der Nord-Süd-Richtung mit den Verkehren der West-Ost-Richtung rollen die Züge bis auf eine relative Ruhe am Montagmorgen praktisch durchgehend. Dadurch, dass parallele Strecken rückgebaut wurden oder nicht elektrifiziert sind (wie die Bahnstrecke Löhne–Elze), ist eine so starke Konzentration eingetreten, dass minimale Störungen bereits zu Staus führen. Bei Lokführern heißt sie deshalb auch „Güterschleichweg“.
Man sieht die Strecke ist total überlastet, hier besteht Handlungsbedarf. Außerdem sollte man fragen, muss tatsächlich alles durch Hannover durchfahren? Zumal hier extrem viele Wohngebiete sind. Auch das mit Montag Morgens "ruhe" habe ich wohl recht gut bemerkt. Von Oberricklingen aus, also weit weg von der Bahnstrecke. Die Staus sind wirklich echt dramatisch, täglich kann man Bahnen beobachten die auf den Brücken zur Leinemasch quietschend zum stehen kommen und auf Signalfreigabe warten. In der Stammestraße hört man die Loks sehr gut beim wiederanfahren, "Wiiiiiiiiiiiiii" Das ganze ist wie ein Nadelöhr. Warum wird hier nichts getan von Bahnseite??? Und was ist mit Hannovers Politikern? Wäre mal interessant zu wissen. Das kuriose daran ist ja, dass wenn die Güterzüge über HBF Fahren würden scheinbar weniger Wohngebiete direkt beschallt würden.
telemaxx September 21st, 2011, 12:27 AM ^Ich meine, das geht, wenn überhaupt, nur nachts.
Und das wird meines Wissens z.T. auch schon so gemacht, in welchem Ausmaß kann ich aber nicht sagen.
ChairborneGeneral September 21st, 2011, 01:10 AM Man sieht die Strecke ist total überlastet, hier besteht Handlungsbedarf.
Zumindest planerisch tut sich hier auch was.
Letztes Jahr wurden die Bahnprojekte des Bundesverkehrswegesplans
neu bewertet (von Intraplan). Fast alle Bahnprojekte wurden deutlich
runtergestuft, mit einer Ausnahme, der Ausbaustrecke Löhne-Hameln-Elze-Hildesheim-Braunschweig
(Umfahrung des Großknotens Hannover). Die wurde sogar hochgestuft.
Also zumindest die Experten von Intraplan halten sie für vordringlich. Ob die
Strecke dann auch wirklich irgendwann ausgebaut wird, ist natürlich wieder eine
andere (politische) Frage.
Leider musste gleichzeitig die Ausbau/Neubautrecke Minden-Haste-Seelze dran glauben.
CrayZD September 21st, 2011, 08:57 AM ^^ Dazu muss das Thema Schienenlärm und überlastete Güterstrecken allerdings erstmal in die öffentliche Wahrnehmung rücken. Und das weiß bisher jede große Partei zu verhindern. Entweder, weil man damit ein ganz großes Kostenfass für den Noch-Staatsbetrieb Bahn aufmacht, oder weil es nicht in die eigenen grünen Ökophantasien à la 'alles auf die Schiene' passt.
Solange das nicht geschieht, wird die Bahn wohl trotz anderslautender Gutachten einen Teufel tun und hier investieren. Und so lange wird der Güterverkehr auch weiter in Waggons unterwegs sein, bei denen man nach Abkratzen der zehnten Lackschicht garantiert noch irgendwo ein Hakenkreuz findet - und das auf völlig überlasteten Gleisen aus derselben Zeit. Anders als mit Stuttgart 21 & Co. kann man sich mit Güterverkehr eben kaum profilieren.
R_o_b_e_r_t September 21st, 2011, 09:07 AM Solange das nicht geschieht, wird die Bahn wohl trotz anderslautender Gutachten einen Teufel tun und hier investieren. Und so lange wird der Güterverkehr auch weiter in Waggons unterwegs sein, bei denen man nach Abkratzen der zehnten Lackschicht garantiert noch irgendwo ein Hakenkreuz findet - und das auf völlig überlasteten Gleisen aus derselben Zeit.
Na so ganz stimmt das aber auch nicht mehr. Ich wohne auch in der Nähe vom S-Bahnhof Linden/Fischerhof, also ca. 400 m davon weg. Ich ich bekomme von dem Lärm von dort so gut wie nix mit. Aber mal davon abgesehen setzt die Bahn mittlerweile auch Waggons ein die fast so leise sind wie S-Bahn. Wie groß dessen Anteil allerdings ist, kann ich nicht beurteilen da ich von dem ganzen Lärm nichts bekomme. Es fallt nur immmer wieder mal auf wenn man dort oben auf´n Bahnsteig steht.
CrayZD September 23rd, 2011, 10:59 AM Auf den ersten Blick schon wieder eine für Hannover unrühmliche Statistik.
Hannover hat höchstes Armutsrisiko (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-hat-hoechstes-Armutsrisiko)
Bei genauem Hinsehen werden jedoch einige methodische Schwächen deutlich. Dass die Beteiligten selber nicht so genau wissen, wovon sie eigentlich reden, zeigt der Kommentar von Andreas Möser im Artikel, dass die Lebenshaltungskosten in den jeweiligen Städten nicht berücksichtigt werden. Denn genau das passiert hier letztendlich doch, zumindest theoretisch.
Drauf gekommen bin ich dadurch, dass in der originalen Pressemeldung des LSKN von einem 'erneuten' Spitzenplatz Hannovers beim Armutsrisiko die Rede war. Ich hatte immer Platz zwei hinter Leipzig in Erinnerung. Stimmte auch, anno 2008... nur einer ganz anderen Statistik.
Auf dieser (http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/A1armutsgefaehrdungsquoten.html) hochinformativen Seite werden die Unterschiede deutlich (Armutsgefährdung in Großstädten, ganz unten auf der Seite): es gibt im wesentlichen eine Wertung nach Bundesmedian (Armutsgrenze 60% des bundesweiten Durchschnittseinkommens) und eine nach regionalem Median. Die nach Landesmedian ist weitgehend vernachlässigbar.
Nach Bundesmedian (http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/Tabellen/tabelleA151_armut_stadt_bund.html) hat sich Hannover seit 2008 von Platz 2 auf Platz 4 verbessert. Immer noch wenig rühmlich, aber immerhin geht es in die richtige Richtung. Nach regionalem Median (http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/Tabellen/tabelleA153_armut_stadt_region.html) hält Hannover tatsächlich seit 2005 den traurigen Spitzenplatz, das bedeutet dass die Einkommen hier besonders ungleich verteilt sind (aber nicht automatisch in Summe niedriger als in anderen Städten). Könnte damit zu tun haben, dass Hannover Deutschlands Single-Hauptstadt ist. Und damit, dass Hannover bei seiner kompakten Größe und dem relativ großen Speckgürtel gefühlt überdurchschnittlich stark von dem Phänomen betroffen ist, dass die bürgerliche Mittelschicht ins Umland abwandert.
Auf den ersten Blick erscheint die Betrachtung nach regionalem Median sinnvoll. Schließlich sind mit den Durchschnittseinkommen im süddeutschen Raum oder in Hamburg auch die Lebenshaltungskosten entsprechend hoch. Die statistische Schwäche dieser Betrachtung wird deutlich, wenn man sich die nächstplatzierten Städte anschaut (im Artikel teilweise erwähnt): Stuttgart, Düsseldorf, München. Das Spitzentrio im 'positiven' Sinn bilden Duisburg, Berlin und Leipzig. Letzteres wohlgemerkt nach Bundesmedian die mit Abstand ärmste Stadt Deutschlands.
Hier wird eine gefühlte Schwäche des Regionalmedians anschaulich statistisch unterfüttert: nimmt man eine gleichbleibende Zahl von Geringverdienern und Hartz-IV-Empfängern an, dann führt eine Zunahme hochqualifizierter, gutbezahlter Jobs zu einer massiven Steigerung des Armutsrisikos. Denn das Durchschnittseinkommen und damit der regionale Armutsschwellwert steigt dadurch. Umgekehrt kommt eine Hartz-IV-Hochburg u.U. richtig gut weg, weil Transferempfänger den Schnitt so weit nach unten drücken, dass Geringverdiener nicht mehr unter den Armutsschwellwert fallen. Also eigentlich schon wieder eine Statistik für den Abfall.
weyoun. September 23rd, 2011, 05:09 PM Hier noch mal was zum Schwachsinn der Lärm Statistik:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,787329,00.html
CrayZD October 18th, 2011, 02:50 PM Schön wieder eine nicht gerade rühmliche Statistik für Hannover:
Abfall-Ranking (http://www.menshealth.de/life/lifestyle/dresdner-haben-die-leersten-muelltonnen.201592.htm)
Eine Ursache dürfte das grottenschlechte, einer Großstadt(-region) unwürdige Sackabfuhrsystem sein. Soviel zum Thema 'das hilft Müll vermeiden'. Die Zahlen für niedersächsische Städte sind in etwa deckungsgleich mit denen hier (http://www.lskn.niedersachsen.de/download/61527)... kein Wunder, es werden ja auch die statistischen Landesämter als Quelle angegeben. Da wird meine These untermauert: Restmüll stark überschnittlich, DSD unterdurchschnittlich. Bevor man hier mangels Wertstofftonne den Verpackungsmüll zwei Wochen in der Wohnung behält, lässt man es lieber gleich bleiben mit der Mülltrennung.
Ansonsten zeigen die Zahlen des LSKN, dass Hannover und Osnabrück zwar über dem Landesdurchschnitt, aber noch bei weitem nicht an der Spitze liegen. Niedersachsen scheinen, salopp gesagt, ganz schöne Dreckschweine zu sein.
Dass die Hannover-Zahlen für die Gesamtregion gelten, würde ich nicht per se als Grund für Abweichungen sehen. Die Gesamtstatistik des LSKN zeigt ja, dass es sowohl in städtischen als auch in ländlichen Regionen Licht und Schatten gibt. Wobei mich differenzierte Zahlen natürlich schon interessieren würden.
Lefthandy October 18th, 2011, 03:36 PM ^^ Das Ranking in der Men's Health (!) macht ja gar keine erläuternden Angaben.
Geht es jetzt tatsächlich nur um Restmüll, während Wertstoff und Papier nicht als Müll gelten? Was ist mit der Biotonne?
Das in vielen Stadtteilen der gelbe Sack nur alle 14 Tage abgeholt wird ist zwar grundsätzlich zu bewältigen aber für wahr lästig. Zudem eine stete Quelle von Irrtümern. Man sieht immer, wo gerade wer aus einem wöchentlich bedienten Stadtteil eingezogen ist: die gelben Säcke zeigen es an. Ich muss gelbe Säcke im Keller zwischen lagern, was beim blauen Sack vor die Tür stellen jedesmal bedeutet, die Tour in den Keller zu verlängern (gelben Sack ins zwischenlager bringen oder abholen). Wenn man dann mal einen Abholtag nicht da ist oder es verpennt, sammeln sich bis zu vier gelbe Säcke im Haushalt.
Da ist es nur logisch, das sowas bei der allgemeinen Qual, das Leben auf die Reihe zu kriegen, schnell mal unter den Tisch fällt.
CrayZD October 18th, 2011, 04:18 PM Wie gesagt, Hannover ist so ziemlich die einzige Stadt dieser Größenordnung in Deutschland, in der der DSD-Müll überhaupt noch in Säcken abgefahren wird. Die meisten anderen Entsorger haben die Hauseigentümer schon längst zu gelben Tonnen zwangsverpflichtet. Ist auch immer sehr stadtbildverschönernd, diese Berge an potenziellem Krähenfutter in den Straßen zu sehen. Ich für meinen Teil bin froh, in einer Wohnanlage mit Containern für alles (Rest, DSD, Papier + Biotonne) zu wohnen.
Aber unsere lieben Umlandfreunde wollen sich ja eisern den Sack sogar für Restmüll erhalten.
Zu den Zahlen: ich könnte mir auch vorstellen, dass nicht alle Statistischen Landesämter das einheitlich erfassen. Ich habe ja auch nur durch Zahlenvergleich herausgefunden, dass es zumindest in Niedersachsen um alles zusammen geht (sogar incl. Sperrmüll!). Da sind Inkonsistenzen eigentlich vorprogrammiert, je nachdem was in anderen Bundesländern und Städten an Abfuhr privatisiert ist etc.
Was mir z.B. an den LSKN-Zahlen aufgefallen ist, ist der Posten 'hausmüllähnliche Gewerbeabfälle'. Ich könnte mir vorstellen, dass es hier um den Müll von Restaurants, Bäckereien etc. geht, der vom kommunalen Entsorger mit abgeholt wird. Um den aber überhaupt auszuweisen, muss ja auch irgendwie zwischen solchem Müll und normalem Hausmüll differenziert werden - und das geht hier nur bei 'Extratouren'. Demnach ist in Hannover dieser Posten zwar vorhanden, aber relativ klein. In vielen anderen Städten und Kreisen ist er gar nicht ausgewiesen. In Emden hingegen, das beim Hausmüll niedersachsenweit zu den 'Musterknaben' gehört, ist dieser Posten auf einmal exorbitant hoch. Die Erklärung ist simpel: Emden hat mengenabhängige Abfallgebühren, da hat jeder Müllwagen eine Waage und jede Mülltonne einen Chip. Das heißt, dort kann tonnengenau zwischen Haus- und Gewerbemüll unterschieden werden. Schon sinkt die Hausmüllmenge in der Statistik.
gruenebahn October 18th, 2011, 04:26 PM Da wo es keine gelben Tonnen gibt, landet der "gelbe Müll" zu 70% im Restmüll. Das erklärt doch alles. Ich mache bei diesen Sackmüllsammeln incl. Dreck auf der Straßelanderei auch nicht mit. Daher... ab in den R-Müll.
Squig October 18th, 2011, 09:50 PM Dank effizienteren Mülltrennungs- und Vernichtungsmaschinen sowie Unwissen, was tatsächlich wohin soll (Verschmutzte Joghurtbecher oder CDs zB haben nichts im gelben Sack verloren was aber kaum einer weiß), sorgen eh dafür, dass Mülltrennung total überbewertet ist, ähnlich wie Wasser sparen in Deutschland. Aber nunja.
AlfredJKwak October 19th, 2011, 12:00 AM Dank effizienteren Mülltrennungs- und Vernichtungsmaschinen sowie Unwissen, was tatsächlich wohin soll (Verschmutzte Joghurtbecher oder CDs zB haben nichts im gelben Sack verloren was aber kaum einer weiß), sorgen eh dafür, dass Mülltrennung total überbewertet ist, ähnlich wie Wasser sparen in Deutschland. Aber nunja.
Weshalb keine Joghurtbecher? Weil sie verschmutzt sind? Reinige ich sie, verbrauche ich unnötig Wasser. Joghurtbecher gehören sehr wohl in die gelbe Tonne.
CrayZD October 19th, 2011, 09:19 AM ^^ Richtig. Im Gegenteil ist es ein umweltfeindlicher (da Wasserverschwendung fördernder) Mythos, dass Joghurtbecher und andere Lebensmittelverpackungen ausgespült werden müssen. 'Restentleert' heißt hier das Stichwort, d.h. es sollte nicht noch der halbe, vergammelte Joghurt drin sein. Bei normalen Essgewohnheiten reicht es aber vollkommen, den Joghurtbecher nach Entnahme des Inhalts einfach in den gelben Sack zu werfen. Die noch vorhandenen Lebensmittelspuren werden durch die ohnehin vorhandenen Reinigungsanlagen in den Wertstoffzentren viel effektiver und ökologischer entfernt.
Dass Reste von Milchprodukten anfangen zu stinken, wenn sie zwei Wochen in einem offenen gelben Sack in der Wohnung vor sich hingammeln, steht auf einem anderen Blatt. Womit wir wieder beim Thema unsägliche Sackabfuhr wären.
Das Problem mit den CDs löst eine andere Errungenschaft, die von aha neuerdings als 'O-Tonne' vermarktet wird und die ich stark befürworte (auch mittelfristig als Zwangsmaßnahme!). Sie ist aber weißgott nicht hier erfunden worden, unter dem Namen 'Gelbe Tonne Plus' o.ä. machen andere Großstädte sowas schon lange. Das Rezept: der Verbraucher schmeißt einfach alles rein, was irgendwie recyclingfähig aussieht - incl. Elektrokleingeräte wie Handys und Toaster, die heute viel zu oft im Restmüll landen. Beim Entsorger wird dann vorsortiert, der Verpackungsmüll an die DSD GmbH abgeführt und der Rest anderweitig recycelt.
Einziges Problem hierbei ist witzigerweise die DSD GmbH selbst, die den kommunalen Entsorgern zutiefst misstraut, sie könnten ihr gewinnbringendes Recyclingmaterial vorenthalten. Die DSD bzw. ihre Subunternehmer sind nämlich gar nicht traurig um CDs etc., die im Gelben Sack landen. Die gehen mit der Sammlung in ihr Eigentum über und können gewinnbringend verwertet werden - die Masse macht's. Merke: das System DSD hat mit Ökologie schon längst nichts mehr zu tun, sondern ist eine riesige Gewinnmaschinerie, die sich mit den kommunalen Entsorgern einen erbitterten Kampf um die Rosinen im Kuchen liefert. Daher gehört dieses System auch schleunigst abgeschafft. Die Hersteller sollten statt der DSD-Beiträge eine Art Verpackungs-/Ökologiesteuer an den Staat abführen, und kommunale Entsorger können mit Recyclingbetrieben die Verträge frei aushandeln. Das heutige System ist leider etwas, das die Bundesregierung viel zu oft vollbringt: geplant als freie, privatwirtschaftliche Alternative zum Staatsapparat, wird statt dessen ein weiterer gewinnhungriger Monopolist geschaffen. Ganz groß!
gruenebahn October 19th, 2011, 03:09 PM Wer schmeißt CDs in den gelben Sack? Das sind dann wohl eher gebrannte Computerdatenträger. Weiß nun nicht ob ich die so in den Sack stecken würde. Schreddern, Restmüll so mache ich das. Immerhin sind da ja Daten drauf.. daher.
Das mit dem Gestank ist genau das warum ich bei der Säckelei nicht mitmache. Ich sehe nicht ein Wasser zu nutzen um Müll zu spülen mit dem dann andere Gewinn machen. Dann werden auchnoch die Tüten zerfleddert und müllen die Straße zu. Daher ohne Feste Tonne - ich nix Gelb sammeln.
Was Musik angeht da hab ich eh kein CD Problem. *lach Ich höre wieder die gute alte Schallplatte dank des loudness wars der bei CDs grasiert. Schaut eh schöner aus, die Musik war einfach besser, man kommt billig an Massen von Platten und es klingt auchnoch netter.
Lefthandy October 19th, 2011, 03:52 PM Ich höre wieder die gute alte Schallplatte dank des loudness wars der bei CDs grasiert. Schaut eh schöner aus, die Musik war einfach besser, man kommt billig an Massen von Platten und es klingt auchnoch netter.
Trust the Wax! Bin da völlig bei dir. Allerdings hab ich zuletzt trotzdem haufenweise CDs in den gelben Sack entsorgt. In meiner Teenie-Zeit bestand reger Austausch dank der ersten erschwinglichen CD-Brenner. Mehrere Kartons voll damit mussten jetzt mal im Keller platz machen, verkaufen kann mans ja nicht. Was den gelben Sack angeht war ich da falsch bzw. gar nicht informiert.
CrayZD November 17th, 2011, 11:16 AM ADAC Test 2011: Parkhäuser in deutschen Großstädten (http://www.adac.de/infotestrat/tests/strassen/parkhaustest-2011/default.aspx?ComponentId=99072&SourcePageId=6729)
Da dürfte Hannover wohl sowas wie der inoffizielle Testsieger geworden sein: dreimal gut, keinmal mangelhaft, dazu die mit Abstand günstigsten Tarife. Soviel zum Thema, Hannover sei 'nicht autofahrerfreundlich'.
Allerdings muss man auch zugeben, dass für Hannover eine sehr schmeichelhafte Auswahl getroffen wurde. Die EAG-Parkdecks sind ein Traum, mit besseren Öffnungszeiten wäre hier der bundesweite Spitzenplatz drin gewesen. Hätte man statt EAG und Kaufland z.B. das Rosenquartier und die Operntiefgarage ins Programm genommen, sähe das Ergebnis vermutlich ganz anders aus.
Die im Bundesvergleich extrem niedrigen Preise zeigen aber auch mal wieder: hier gibt es einfach zuviel Parkraum. Ein Punkt, an dem gerne nachgebessert werden darf.
CrayZD December 8th, 2011, 09:15 AM Mal ein Nachtrag von gestern:
HAZ: Hannover soll Unesco Musikstadt werden (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-soll-Unesco-Musikstadt-werden)
Hintergrund ist wohl, dass die Hamburger Sparkasse (!) vor geraumer Zeit eine Studie bzgl. Arbeitsplatzanteil der Musikbranche in deutschen Großstädten angestrengt hat. And the winner is: Hannover.
Wenn man sich den Urheber der Studie anschaut, wird schnell klar dass man sich offenkundig ein anderes Ergebnis erhofft hatte. Von daher war es ja nur eine Frage der Zeit, bis in der Hauptstadt der Arroganz der Geifer tropft: :D
Hamburger Abendblatt: Musikstadt Hannover?! (http://www.abendblatt.de/kultur-live/article2119623/Kraeftemessen-im-Norden-Musikstadt-Hannover.html)
Gerade das Abendblatt übt sich regelmäßig in besonders armseliger Befriedigung der selbstherrlichen Hamburger Volksseele. Da könnten sich selbst einige WuBa-User hier noch eine Scheibe abschneiden. ;) So war dort kürzlich ein langer Schmäh-Artikel zu lesen, der alle Rankings der Lüge bezichtigt, aus denen Hannover als grünste Großstadt hervorgeht... weil selbstredend Hamburg die grünste Stadt im Norden, wenn nicht gar in Deutschland oder Europa sei.
Queron December 8th, 2011, 10:20 AM Das Symbolfoto passt auch zum Artikel: es zeigt den arrogantesten Musiker Deutschlands ;)
Bestimmt hat der Delay den Artikel höchstpersölich in Auftrag gegeben, schließlich hasst er Hannover :D
Leine1977 February 2nd, 2012, 05:18 PM Äh, wie kann das sein, dass unsere Ratspolitiker dauernd Ökokrams verordnen und wir dann doch die übelsten Verschwender sind? Haben uns andere Städte angezapft?
Zu den größten Stromverschwendern Deutschlands gehört Niedersachsen mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Stromverbrauch von 2037 kWh. Die Landeshauptstadt Hannover liegt mit 2093 kWh sogar noch über diesem Wert. Auch die zweitverschwenderischste Stadt Deutschlands liegt in Niedersachsen: Es ist Oldenburg mit stolzen 2266 kWh.
http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/pro-kopf-verbrauch-hier-leben-deutschlands-groesste-stromverschwender/6140764.html
telemaxx February 2nd, 2012, 06:08 PM Die Politik kann die Art der Stromerzeugung beeinflussen, den Strom verbrauchen immer noch die Menschen selber. Das ist ja das Problem!
gruenebahn February 3rd, 2012, 02:40 AM Na dann am besten noch eher die Fassadenbeleuchtung abschalten, oder gleich alles komplett duster lassen. Bürgersteige nachts hoch, gut is. Die Üstra Bahnen fahren nachts in der Woche ärmlicherweise ja auch nicht. Also das kanns nicht sein. Oder doch? Man bleibt halt zuhause... und verbraucht dann Strom. ;o)
Aber da es ja die Menschen selbst sind müssen die Hannoveraner ja doof oder unfähig sein Strom zu sparen oder wie sehe ich das? *lach Vermutlich schreit dann bald wieder irgendein Politiker nach Verordnungen. Im Endeffekt sollte es denen Piepegal sein wie viel ein Bürger verbraucht. Denn das ist alleine seine Sache. Wenn er viel zahlen will, Bitte....
CrayZD February 6th, 2012, 04:42 PM ^^
Zur Untersuchungsmethode: Das Strom- und Produktvergleichsportal www.preisvergleich.de hat rund 120.000 stichprobenartig ausgewählte Strom-Vertragsabschlüsse für den Zeitraum 2009 bis 2011 ausgewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Haushaltsgrößen, welche das Statistische Bundesamt oder die Statistischen Landesämter ausweisen, wurde aufgrund der Vertrags-Angaben der Pro-Kopf-Stromverbrauch pro Stadt ermittelt.
Darf ich mal lachen? Da wird also eine bundesweit beachtete Studie erstellt, indem die Betreiber einer Vergleichsseite die Vertragsdaten ihrer selbst vermittelten Abschlüsse heranziehen und dies mit Durchschnittsdaten der statistischen Landesämter in Relation setzen? Hochseriös, hochrepräsentativ. ;)
Um hier an vernünftige Daten zu kommen, müsste man alle Grundversorger ins Boot holen. Jeglicher Strom, egal ob bei Yello oder sonstwo eingekauft, wird schließlich beim lokalen Versorger durchgeschleust und abgerechnet.
CrayZD March 16th, 2012, 01:38 PM Wie sehr gewisse Studien mit Vorsicht zu genießen sind, wissen wir ja - im positiven wie im negativen. Aber wenn sie so dermaßen den gängigen Klischees widersprechen, sollten sie doch eine Erwähnung wert sein. ;)
comdirect Städtereport Deutschland: München ist der Magnet für Trendsetter (http://www.comdirect.de/cms/ueberuns/de/presse/cori1088_0761.html)
München ist die bundesweite Hochburg für Trendsetter. 50,7 Prozent der Einwohner lassen sich Trend-Geoclustern zuordnen, die den besonders kultur- und freizeitorientierten, sozial und beruflich aufstrebenden oder aufgeschlossenen Bevölkerungsanteil erfassen. Das ist eines der Ergebnisse des neuen „Städtereport Deutschland“, herausgegeben von der comdirect bank.
Neben der bayerischen Landeshauptstadt weisen auch Hannover (33,5 Prozent), Düsseldorf (32,8 Prozent), Mainz (32,3 Prozent) und Freiburg (30,9 Prozent) einen besonders hohen Anteil Trendsetter aus. Die Metropolen Hamburg (30,1 Prozent), Frankfurt (30,0 Prozent) und Köln (28,0 Prozent) zählen auf den Plätzen sieben bis neun ebenfalls zu den Top 10, hinter Karlsruhe und Aachen (je 30,5 Prozent) und noch vor Münster (27,1 Prozent). Berlin liegt mit 26,3 Prozent auf Rang zwölf. Der Mittelwert der 50 größten Städte beträgt 15,6 Prozent.
Warum die Wahrnehmung insbesondere in bezug auf Berlin eine andere ist, erscheint logisch: 26,3 Prozent von 3,5 Millionen sind eben doch noch geringfügig mehr als 33,5 Prozent von 520.000. ;)
Wishman September 11th, 2012, 04:16 PM Da soll nochmal einer sagen, Hannover sei eine graue Stadt. Von 13 Großstädten in Deutschland sind die Hannoveraner am 4t-glücklichsten, noch vor München.
300 repräsentative Bürger seien zu dieser Befragung ausgewählt worden. Das große Geheimnis bleibt, wie man diese Bürger auswählt, und wer nach welchen Kriterien festlegt, welcher Bürger repräsentativ ist?!
Quelle: http://lifestyle.t-online.de/gluecksatlas-wo-die-gluecklichsten-deutschen-leben/id_59447920/index
Glücks-Atlas der Städte 2012
11.09.2012, 15:19 Uhr
In 13 deutschen Großstädten wurden 300 repräsentativ ausgewählte Bürger nach der Zufriedenheit mit ihrer Stadt befragt. In die Bewertung flossen Faktoren wie kulturelles Angebot, Verkehrsinfrastruktur, Naherholungsmöglichkeiten oder die Attraktivität der Stadt als Wirtschaftsstandort mit ein. Die Zufriedenheitsskala umfasst 0 bis 100 Punkte:
1. Hamburg: 84,4
2. Düsseldorf: 81,0
3. Dresden: 80,3
4. Hannover: 79,6
5. München: 79,4
6. Leipzig: 79,0
7. Frankfurt am Main: 77,5
8. Bremen: 76,3
9. Stuttgart: 74,3
10. Bonn: 73,6
11. Berlin: 73,3
12: Köln: 72,8
13. Essen 68,5
CrayZD September 13th, 2012, 12:01 AM Köln so mies? Wo ist denn der rheinische Frohsinn geblieben? :uh:
Odoaker September 13th, 2012, 12:06 AM Der wurde wohl verschleiert...
Orbiter November 8th, 2012, 02:21 AM http://pressemitteilungen.files.wordpress.com/2012/10/einzelhandel-d.gif
Quelle: http://pressemitteilungen.wordpress.com/2012/10/08/comfort-studie-city-einzugsgebiete-2012-19-millionenstadte-in-deutschland/
AlfredJKwak November 8th, 2012, 10:05 PM Braunschweig hat ein erstaunlich großes EZG. Aber wo ist Brenen?
(der buchstabe rechts neben den N geht nicht...)
Fh4n November 8th, 2012, 10:59 PM Ich halte ja nicht viel von Statistiken. Aber kann mir jemand erklären wie der Große Unterschied von der Angabe (1,8Mio hier) und bei Wikipedia knapp 1,1Mio zustande kommt?
Queron November 9th, 2012, 04:00 AM Du verwechselst bestimmt was.
realstranger November 9th, 2012, 09:25 AM Einen großen Teil des Braunschweiger EZG dürfte WOB beisteuern. Dann alles zwischen Peine <-> Helmstedt und Gifhorn <-> Harz. Da geht schon was.
Bei Bremen hängt es davon was man mit Bremerhaven macht. Geht man davon aus, dass BHV zum Bremer EZG gehört, dann müsste Bremen in der Liste auftauchen. Das EZG würde dann auch Rotenburg und Bremervörde umfassen. Ggf. sogar Gebiete nördlich davon. Fast alles westlich der Weser kann man jedoch Oldenburg zurechnen.
Geht man aber davon aus, dass BHV sein eigenes EZG hat und somit nicht zu Bremen gehört, wird es eng. Bremervörde und alles rundherum würde dann eher zu BHV gerechnet werden und für Bremen bleibt nur Rotenburg und der Süden (bis Nienburg). Dann wird es in der Tat die 800.000 vollzukriegen um in die Liste zu kommen...
Orbiter November 9th, 2012, 09:29 AM Die stehen doch auf der Liste auf Platz 16. Oder worum gehts hier?
realstranger November 9th, 2012, 10:07 AM LOL. Ja, du hast recht. Habe ich (ebenso wie AlfredJKwak) wohl irgendwie übersehen oO
Squig November 9th, 2012, 11:38 AM Unseres ist Region + HI, HM, CE und so? Ich meine selbst aus Ostwestfalen kommen ja Menschen zum Einkaufen nach H...
Kaufmann November 20th, 2012, 01:35 PM http://pressemitteilungen.files.wordpress.com/2012/10/einzelhandel-d.gif
Quelle: http://pressemitteilungen.wordpress.com/2012/10/08/comfort-studie-city-einzugsgebiete-2012-19-millionenstadte-in-deutschland/
Düsseldorf hat auch ein viel zu großes EZG, max. Rheinland wobei viel an Köln verloren geht. Im Ruhrgebiet max.bis Essen. Der komplette Rest orientiert sich eher an Dortmund, genauso das Sauerland und teile des Münsterlandes. Für die Statistik würde ich Do und Dus tauschen. Wo ist die Statistik her? :D
Dirk_Hartwig November 20th, 2012, 05:50 PM Die Größen der Kreise stimmten nicht so ganz, wenn man vom Einzugsgebiet ausgeht. Ich habe Berlin als Maßstab genommen.
http://imageshack.us/a/img844/2606/einzelhandeldmod.gif
Fh4n November 20th, 2012, 07:41 PM Analog dazu die durch ihre vorallem geographische Lage (meiner Meinung nach) wichtigsten Städte:
http://s7.directupload.net/images/121120/42flbe8i.jpg
devilsadvocate November 20th, 2012, 07:43 PM Leipzig wichtiger als Dresden?
AlfredJKwak November 20th, 2012, 08:14 PM Leipzig wichtiger als Dresden?
Leipzig ist mittlerweile ein Top-Logistikstandort in Ostdeutschland. Ich weiss nicht was Dresden in wirtschaflicher Sicht bedeutender auszeichnen könnte.
Kaufmann November 20th, 2012, 10:25 PM Leipzig ist mittlerweile ein Top-Logistikstandort in Ostdeutschland. Ich weiss nicht was Dresden in wirtschaflicher Sicht bedeutender auszeichnen könnte.
Es sind ja nicht nur wirtschaftliche Indikatoren. Gerade die weichen Faktoren bestimmen zum großen Teil das EZG. Wobei ich bei Dresden auch eher den Mikrochip Standort gegenüber den Logistikstandort Leipzig vorziehen würde.
telemaxx November 21st, 2012, 08:40 PM Naja, ich würde auch tendenziell eher Leipzig sagen. Unter anderem auch wegen Flughafen und Bahnhof.
Wishman April 18th, 2013, 06:53 PM Es gibt mal wieder ein neues Städteranking, ganz aktuell von 2013. Dieses Mal vom HWWI. Hannover belegt von den 30 größten deutschen Städten den 14. Platz.
http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Partnerpublikationen/Berenberg/2013-04-18_Gesamtranking.pdf
matheking April 18th, 2013, 07:31 PM Laut der Studie ist Hannover die Stadt mit dem zweitgrößten Bevölkerungswachstum Deutschlands!
Wishman April 18th, 2013, 09:51 PM Das liest man immer häufiger in Statistiken, daß Hannover ein günstiges Bevölkerungswachstum bevorsteht bzw. bereits im Gange ist. Bleibt abzuwarten, ob es sich nur um eine Umverteilung aus der Region in die LHH handelt oder tatsächlich auch ein bedeutender Zuzug von außerhalb zu verzeichnen sein wird.
Und, wie in den vorigen Post schon angedeutet, finde ich es erstaunlich, daß Leipzig und Dresden in einigen Rankings hervorragend abschneiden.
CrayZD April 19th, 2013, 10:06 AM Es gibt mal wieder ein neues Städteranking, ganz aktuell von 2013. Dieses Mal vom HWWI. Hannover belegt von den 30 größten deutschen Städten den 14. Platz.
Wieder einmal der geradezu klischeehafte Durchschnitt. ;) Damit wäre ich grundsätzlich zufrieden, das Abrutschen um vier Plätze gegenüber 2010 gibt mir jedoch zu denken. Genau wie Hamburg... damit ist dann keine norddeutsche Stadt mehr in den Top 10. :ohno:
Überraschungen aus meiner Sicht:
Essen als Boomtown des Ruhrgebiets, während Dortmund sich ganz hinten wiederfindet (hinter Duisburg!!!). Ich dachte immer, wenn es im Pott überhaupt eine Stadt mit Zukunft gibt, dann ist es Dortmund.
Münster, stets im Einklang mit Bonn als aufstrebende Uni-Metropole mit einer glorreichen Zukunft gepriesen, schneidet unter ferner liefen ab.
Keine Riesenüberraschungen, aber immerhin: Köln hätte ich mindestens 5 Plätze schlechter, Hamburg mindestens 5 Plätze besser verortet.
Auch so eine Miniüberraschung: Bielefeld ist zwar sicher kein Bringer, lag für mich in Sachen Zukunftstauglichkeit aber immer so bei BS und HB, also im unteren Mittelfeld... und nicht in den Flop 5!
Und, wie in den vorigen Post schon angedeutet, finde ich es erstaunlich, daß Leipzig und Dresden in einigen Rankings hervorragend abschneiden.
An sich sind das für mich keine Überraschungen. Zumal bei solchen Untersuchungen ja immer nur anhand der Entwicklung der letzten 10 Jahre hochgerechnet wird. Und da haben beide Städte nach zunächst tiefem Absturz einen wahren Boom hinter sich. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es sich um die einzigen 'echten' Großstädte der fünf neuen Bundesländer handelt (als solche betrachte ich abweichend von der statistischen Definition alle Städte um ca. 500.000 Einwohner und aufwärts). Da verläuft die Entwicklung dann naturgemäß etwas dynamischer.
Und zu Dresden vs. Leipzig: momentan entwickelt sich Leipzig tatsächlich noch etwas steiler. Die günstigere Zukunftsprognose Dresdens in fast allen Studien dürfte an zwei Faktoren liegen: zum einen der Arbeitsmarkt. Leipzig wächst vor allem durch Niedriglohnbereiche (Logistik), während Dresden mehr in der Hochtechnologie zuhause ist. Und zum anderen die Bevölkerungsstruktur. Leipzig gehört soweit ich weiß zu den 'ältesten' Großstädten Deutschlands und gewinnt fast nur durch Zuzug aus dem Umland, während Dresden sogar auf natürlichem Wege wächst.
telemaxx April 19th, 2013, 12:53 PM Und beide Städte (Leipzig und Dresden) haben Hannover bei der Einwohnerzahl überholt, sodass Hannover nun auf Platz 13 in Deutschland liegt.
CrayZD April 19th, 2013, 01:36 PM Beide waren aber auch zu DDR-Zeiten schon größer als Hannover. Und das auf altem, kleineren Stadtgebiet. Es handelt sich also demographisch wie wirtschaftlich wie gesagt 'nur' um eine Rückkehr zu alter Größe nach bösem Absturz in den 90ern.
gstolze April 19th, 2013, 04:53 PM Nein es handelt sich um eine großzügige Eingemeindung von Umlandgemeinden vor einigen Jahren. Sonst wären beide Städte schon unterhalb der 500.000 angekommen.
erbse April 19th, 2013, 04:57 PM Leipzig und Dresden sind aber zudem auch seit einigen Jahren im Wachstum begriffen.
Demographisch ist Dresden die gesündeste/zukunftsträchtigste Großstadt Deutschlands, mit den meisten Neugeborenen und Kindern pro Frau.
CrayZD April 29th, 2013, 02:58 PM Ein Wunder, dass das hier noch nicht Einzug erhalten hat: mal ein Ranking, dass gar nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Unterfütterung erhebt, sondern sich rein ums Image schert:
Vor gut einer Woche las ich im Fahrgastfernsehen: Hamburg ist die beliebteste Stadt Deutschlands. In einer Umfrage des Meinungsportals YouGov wurde eine repräsentative Gruppe von 1.000 Teilnehmern gefragt, in welcher Stadt sie am liebsten wohnen möchten. Zur Wahl standen alle Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Hamburg landete vor München und Berlin, Hannover nur auf Platz 12 von 14.
So weit, so klischeehaft. Ich habe es dann aber tatsächlich geschafft, in der WAZ einen Artikel mit mehr Hintergrundinformationen (http://www.derwesten.de/staedte/essen/essen-und-dortmund-in-umfrage-unbeliebteste-wohnorte-in-nrw-id7857691.html) zu finden.
In der angehängten Grafik sind mehrere Dinge interessant:
Zwischen Platz 6 und 14 liegen gerade mal zwei Prozentpunkte. Auf die Größe der Stichprobe bezogen, entscheiden also 20 Stimmen zwischen dem sechsten und dem letzten Platz.
Da fehlt doch was? Richtig: 28% möchten in keiner der genannten Städte leben.
Viel interessanter ist: es gibt auch eine Antipathiewertung. Fragestellung hier: in welcher Stadt möchten Sie auf keinen Fall leben? Und die Ergebnisse hier sind mal interessant.
Hannover bekommt interessanterweise auch in diesem Ranking kaum Stimmen. Gehässig ausgelegt, könnte man sagen: Hannover gehört zu den Städten, über die die wenigsten Deutschen eine Meinung haben. Nur in bezug auf Bremen und Nürnberg sind die Bundesbürger noch indifferenter, in letzterem Fall immerhin mit leichtem positiven Übergewicht.
Zieht man aus beiden Wertungen einen Saldo, bekommt man folgende, interessante Hitliste:
1. Hamburg +14%
2. München +5%
3. Köln +3%
4. Dresden +1%
5. Nürnberg +1%
6. Stuttgart 0%
7. Hannover 0%
8. Düsseldorf -1%
9. Bremen -1%
10. Berlin -5%
11. Dortmund -5%
12. Leipzig -8%
13. Essen -8%
14. Frankfurt -9%
matheking April 29th, 2013, 07:41 PM He! Rechnen ist hier schon rein aus namensrechtlichen Gründen meine Aufgabe.
Oberlehrer May 12th, 2013, 05:26 PM http://www.welt.de/img/deutschland/origs116100400/6889724341-w900-h600/DWO-sicherStaedte.jpg
http://www.welt.de (http://www.welt.de/politik/deutschland/article116100401/Frankfurt-Main-deutsche-Hauptstadt-des-Verbrechens.html)
Straftaten pro 100.000 Einwohner
Erfreulich, dass Hannover in der Statstik der "Kriminellsten Städte" in den letzten Jahre die oberen Plätze verlässt.
telemaxx May 12th, 2013, 06:39 PM Weniger Schwarzfahrer angezeigt?! :P
Oberlehrer May 12th, 2013, 06:49 PM Weniger Schwarzfahrer angezeigt?! :P
"Hatten die Kontrolleure 2007 knapp 90.000 Fahrgäste ohne gültiges Ticket aufgeschrieben, waren es im vergangenen Jahr noch 55.220."
http://www.haz.de/var/storage/images/load-error002/30689781-1-ger-DE/load-error002.jpg
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Immer-weniger-Schwarzfahrer-in-Hannover
CrayZD May 13th, 2013, 11:39 AM Der Zusammenhang ist offensichtlich: bei weniger Schwarzfahrern insgesamt wird es automatisch auch weniger Wiederholungstäter und damit weniger Strafanzeigen durch die üstra geben. Die Kehrseite der Medaille: die Polizei muss sich nun wieder mit einer sinkenden Aufklärungsquote anfreunden. ;)
Der NDR trötet trotzdem schon den ganzen Vormittag in seinen Nachrichten unreflektiert heraus, dass Hannover 'die unsicherste Stadt im Norden' ist.
Das hier macht allerdings wirklich Angst:
HAZ: 24 Prozent mehr Wohnungseinbrüche in Niedersachsen (http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/24-Prozent-mehr-Wohnungseinbrueche-in-Niedersachsen)
matheking May 13th, 2013, 11:52 AM ^^
Hat mich heute morgen auf N-Joy auch schon geärgert: "Hannover ist die gefährlichste Stadt im Norden!"
telemaxx May 13th, 2013, 02:06 PM Wenn ich eins im Ausland nicht vermisse, sind es die meisten deutschen Radiosender (und Fernsehsender) ;)
matheking May 13th, 2013, 06:53 PM Habe N-Joy eine Mail geschrieben. Am späten Mittag wurde dann auch die hannöversche Polizei mit den beannten Tatsachen zitiert.
matheking May 13th, 2013, 07:26 PM Auch der Stern berichtet. Das Photo ist aber schon einige Jahrzehnte alt :lol:
http://www.stern.de/panorama/kriminalitaetsstatistik-deutschlands-gefaehrlichste-staedte-2010155-a40d342a7761ad49.html
Wishman May 14th, 2013, 09:12 AM Uiuiui, München in einem Ranking mal auf dem letzten Platz?! Hoffentlich verkraftet man das in Bayern. - Vielleicht gelingt es denen jedoch, ihre Straftaten besser zu vertuschen, und es sind garnicht so viel weniger als hier im Norden...wenn man so hört, was bei der CSU so alles ans Licht der Öffentlichkeit gerät?! :ohno:
telemaxx May 14th, 2013, 09:55 AM Die Straftaten gehen ohne allerlei Gewichtung in die Statistik ein, oder? Also ein Schwarzfahrer geht genauso ein wie ein Mord?
Wishman May 14th, 2013, 10:55 AM Hier einmal, was in Wiki über Straftaten steht und eine Aufstellung, was nach deutscher Rechtssprechnung als Straftat definiert ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Straftat
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Tatbest%C3%A4nde_des_deutschen_Strafgesetzbuches
CrayZD May 16th, 2013, 03:03 PM Auch der Stern berichtet. Das Photo ist aber schon einige Jahrzehnte alt :lol:
http://www.stern.de/panorama/kriminalitaetsstatistik-deutschlands-gefaehrlichste-staedte-2010155-a40d342a7761ad49.html
Boah... wie lange ist das denn her, dass da ein Deichmann drin war? ;)
Ich bleibe aber dabei: so mit Leuchtreklamenbehang sah das Europahaus besser aus als heute.
Der Stern ist ohnehin wieder geil: von allen Städten außer Hamburg hat man möglichst hässliche Fotos ausgewählt. Und wie Hannover bei einer Zunahme von Straftaten hinter Berlin zurückfallen konnte, obwohl in Berlin angeblich weniger Straftaten als im Vorjahr verzeichnet wurden, weiß wohl auch nur der Stern.
matheking May 16th, 2013, 06:48 PM Am deichmann habe ich es auch erkannt. Mir war der gar nicht mehr bewußt. Das mit den Jahrzehnten war also durchaus gemeint!
telemaxx May 16th, 2013, 07:14 PM Wie alt ist das Foto denn nun etwa? Auf der Georgstraße hängen Fahnen verschiedener Länder, vielleicht hilft das jemandem?
matheking May 16th, 2013, 10:19 PM Da wo jetzt Jack der Schlächter drin ist, war damals das Pigalle drin. Vielleicht hilft das zur zeitlichen Einordnung.
Ich weiß zwar noch von ´nem Stripschuppen aus den 90ern, der hieß aber, glaube ich, anders.
jp80 May 16th, 2013, 11:11 PM Wie alt ist das Foto denn nun etwa? Auf der Georgstraße hängen Fahnen verschiedener Länder, vielleicht hilft das jemandem?
Länderflaggen und eine Fußgängerzone, die so geleckt aussieht, dass man sich fast drin spiegeln kann? Da bleibt eigentlich nur ein zeitlicher Rahmen von fünf vor 13 Jahren.... (Komisch, was damals in Sachen Sauerkeit so alles möglich war, im "Alltag" aber offensichtlich nicht.)
AlfredJKwak May 16th, 2013, 11:22 PM Hannover hat die fünfthöchste AUfklärungsquote bei Verbrechen (und Vergehen).
http://www.bild.de/politik/inland/kriminalstatistik/wo-verbrecher-leichtes-spiel-haben-30426086.bild.html
CrayZD May 17th, 2013, 10:43 AM ^^ Wie ich oben schon schrieb, hängen die Ursachen aber eng zusammen mit dem sechsten Platz bei der Verbrechenshäufigkeit. Da eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Schwarzfahrens... naja, sagen wir mal, extrem selten ist, beträgt die Aufklärungsquote bei diesem Delikt 100%. Das treibt natürlich den Schnitt nach oben, gerade angesichts der Vielzahl der Fälle. Das ist alles nicht unbekannt... nur für die Madsack-Journalisten und die lokale BILD ist es jedes Jahr wieder eine Riesenüberraschung.
Da wo jetzt Jack der Schlächter drin ist, war damals das Pigalle drin. Vielleicht hilft das zur zeitlichen Einordnung.
Ich weiß zwar noch von ´nem Stripschuppen aus den 90ern, der hieß aber, glaube ich, anders.
Ein House-/Electro-Club war in den 90ern auch mal drin. Konvex hieß der, meine ich.
matheking May 17th, 2013, 12:06 PM ..
Ein House-/Electro-Club war in den 90ern auch mal drin. Konvex hieß der, meine ich.
Jupp, weiß ich auch noch. Der hat sich aber nicht so lange gehalten. D.h. aber, dass das Bild spätestens aus den mittleren 90er Jahren stammt.
TheDemon May 19th, 2013, 10:05 AM Keine Tabelle, aber Engel und Völker hat sein Frequenzzählung 2013 veröffentlicht: HIER (http://www.engelvoelkers.com/com/images-luxury-real-estate/pressemitteilungen/de/20130513-PM-PFZ.pdf)
Details zu Hannover gibt es auf Seite 12.
Gruß
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