View Full Version : Wirtschaftsregion Basel
hausmeister July 9th, 2008, 11:45 AM Die Idee ist, in diesem Thread über Unternehmen und Wirtschaftstruktur in zu diskutieren oder Neuigkeiten zu den hier ansässigen Unternehmen zu posten.
Hier ein kleiner Überblick zur Wirtschaftsregion Basel und zu den hier führenden Branchen (Quelle: Wirtschaftsförderung beider Basel)
Pharma und Biotech
Basel gehört zu den erfolgreichsten Wirtschaftsregionen der Welt. Zwei der fünf grössten Pharmafirmen der Welt – Novartis und Roche –sind in Basel entstanden und haben hier ihren Sitz. Der Life-Sciences-Cluster in Basel umfasst neben Grosskonzernen auch zahlreiche KMU und eine rasch steigende Zahl erfolgreicher Start-ups und Spin-offs wie beispielsweise die Firma Actelion, die zu den am schnellsten wachsenden biopharmazeutischen Firmen der Welt gehört.
Chemie und Nanotech, Medtech, Engineering
Auch die Chemiebranche und die Nanotechnik sind in der Region Basel stark vertreten mit Konzernen wie Syngenta, Lonza, Ciba SC, Clariant und Huntsman. An der Schnittstelle der Life Sciences und der Materialwissenschaften gewinnt die Medizinaltechnik zunehmend an Bedeutung, wo mit Straumann und Synthes bereits zwei global führende Firmen in der Region Basel zuhause sind. Zu den traditionellen Stärken gehören zudem die Mikrotechnik, der Maschinen- und der Anlagenbau mit Firmen wie Endress+Hauser, die von Basel aus mit Erfolg den Weltmarkt bearbeiten.
Logistik und Handel
Die erstklassige Lage und die Verkehrsinfrastruktur machen Basel zum Logistikzentrum der Schweiz. Der Basler Flughafen ist auf Luftfracht ausgerichtet, schwere Güter gelangen per Schiff auf dem Rhein von der Nordsee bis nach Basel, ins Herz von Kontinentaleuropa. In Strassen- und Schienenverkehr kreuzen sich europäische Gütertransportachsen in Basel. Die ausgezeichnete Lage machen sich Logistikkonzerne wie Panalpina zunutze, die von Basel aus global operieren. Traditionell sind auch Handelsfirmen in der Region Basel stark vertreten.
Kunst, Design und Architektur
Kunst, Design und Architektur spielen in Basel eine wichtige Rolle und sind eng mit der Wirtschaft verbunden. Die Messe BaselWorld, die alljährlich im Frühjahr stattfindet, macht Basel zum weltweit bedeutendsten Handelsplatz für Uhren und Schmuck. Die Art Basel im Juni hat sich in bald 40 Jahren als weltweit führende Messe für zeitgenössische Kunst etabliert. Basler Architekten, allen voran Herzog & de Meuron, feiern mit ihren Bauten international Erfolg.
Finanzdienstleistungen und IT
Zum erstklassigen Wirtschaftsstandort gehört der starke Finanzplatz Basel, wo unter anderem UBS als grösster Vermögensverwalter der Welt und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ihren Hauptsitz haben. Neben Finanzdienstleistern inklusive Versicherungen, Privatbanken und Risikokapitalgesellschaften bieten auch führende IT-Unternehmen ihre Dienstleistungen an. Im Informatikumfeld entstanden in den letzten Jahren zudem eine Reihe von innovativen Start-ups wie Genedata, eine der weltweit führenden Firmen in der Bioinformatik.
hausmeister July 9th, 2008, 11:48 AM Firmen in der Region Basel
Eine Auswahl der bedeutendsten Unternehmen, innovativer Firmen und aufstrebender Start-Ups in den verschiedenen Sektoren:
Pharma und Biotech
• Actelion
• Arpida
• Auris Medical
• Bachem
• Basilea
• Bayer Consumer Care
• Bühlmann Laboratories
• Carbogen AMCIS
• Ci mex
• CIS Pharma
• DeViris Pharma
• Dybly
• Evolva
• Genedata
• I notech
• Legacy Pharmaceuticals
• Lonza
• Mepha
• MondoBIOTECH
• Nitec Pharma
• Novartis
• Pentapharm
• Polyphor
• RCC Ltd.
• Roche
• Santhera
• Speedel
• Swiss Pharma Contract
• Synosia
• Weleda
° Abbott
° Averi on
° Divi’s Laboratories
° GenzymePharmaceuticals
° Newron
° Qui nti l es
° Shogoo Pharmaceuticals
° SkyePharma
° Solvay Pharma
° Sucampo
° Teva Pharma
° Vifor
Chemie und Nanotech
• Bachem
• Ciba SC
• Clariant
• Concentris
• Lonza
• Nanosurf
• Rohner Chem
• Rolic
• Solvias
° Huntsman Advanced Materials
° SI Group
Agro und Food
• Coop
• DSM Nutritional Products
• Jungbunzlauer
• Ricola
• Syngenta
Medtech
• Anklin
• Camlog
• Medartis
• Sotax
• Straumann
• Thommen Medical
° Cochlear
° ResMed
° Synthes
Handel, Logistik,
Verkehr
• Birs Terminal
• Carl Spaeter
• Davidoff
• Dufry
• EuroAirport
• Fiege
• Gondrand
• Haecky Gruppe
• Intercontainer
• Leimgruber
• Manor
• Messe Schweiz
• Panalpina
• SBB Cargo
• Schweiz. Rheinhafen
• Swiss
• Swissterminal
• Ultra Brag
° Agility
° DHL Schweiz / Danzas
° EasyJet
° IKEA
° Jet Aviation
° MSC Mediterranean Shipping Agency
° Planzer
° Rhenus
Mikrotechnik, Maschinen-
und Anlagenbau
• Bron Elektronik
• Buss
• Chemgineering
• Chemspeed
• Christ
• Endress + Hauser
• Habasit
• Häussler
• Hatebur
• Jaquet
• JRG Gunzenhauser
• Keramik Laufen
• Multi-Contact
• Renata
• Revue Thommen
• Ronda
• Skan
° Glatt
° Mark Andy
Finanzen
• Adamant
• Aravis
• Baloise
• Bank Sarasin
• Baumann & Cie
• BiomedInvest
• BIZ
• ITAG
• La Roche & Co Banquiers
• LPX
• Novartis Venture Fund
• UBS (Doppelsitz mit Zürich)
IT
• Berit
• Cadwork
• Day
• Digital World Services
• Genedata
• geoTask
• geoNova
• SDC (Secure Digital Container)
• Ramco Systems
Kunst, Mode, Design,
Architektur und Bau
• Art Basel
• Art Basel Miami Beach
• BaselWorld
• Bauengineering
• Burckhardt + Partner
• Favre-Leuba
• Fondation Beyeler
• Gruner Gruppe
• Herzog & de Meuron
• Oris
• Rapp Gruppe
• Regent
• Tally Weijl
• Triplan
• Vitra
° Fossil
• Hauptsitz in der Region Basel ° Substanzielle Aktivitäten in der Region Basel
sämelihülz July 9th, 2008, 12:36 PM Mein Vater ist bei Inotech im Verwaltungsrat.
Er sagt es sei ein täglicher Krieg ums überleben, aber wenn die Firma (und auch viele andere solche kleine Firmen), mal über dem Berg seien, haben sie enorm viel Potenziall.
Die Inotech stellt ein Medikament her, oder besser gesagt ist daran ein Medikament zu entwickeln, für Patienten, bei denen während dem Wachstum die Knochen nicht mit dem Körper mitwachsen. Meist sterben die dann, im jungen Alter.
Weltweit gibt es nur einige hundert bekannte Fälle, da die Behandlung aber dauerhaft ist und sehr teuer ist, lohn es sich anscheinend trotzdem...
noch etwas zu Syngenta, im Argobusiness ist Syngenta zurzeit die n°1 in der Welt.
MPOWER July 9th, 2008, 12:57 PM Gute Selbstdarstellung, leider fehlt mir hier irgendwo noch ein kritischer Aspekt, wenn es nach dem Autor sämelihülz gehen würde, müssten alle Konzerne in Basel ihr HQ haben.
sämelihülz July 9th, 2008, 01:25 PM Gute Selbstdarstellung, leider fehlt mir hier irgendwo noch ein kritischer Aspekt, wenn es nach dem Autor sämelihülz gehen würde, müssten alle Konzerne in Basel ihr HQ haben.
ich versteh nicht genau was du damit sagen willst ?!
Ich hab die Liste ja nicht selber geschrieben. Und warum müssten laut mir alle Firmen ihren HQ in Basel haben???? :dunno:
MPOWER July 9th, 2008, 01:27 PM Ich weis, trotzdem ist es immer das gleiche. Die Vorteile werden breit ausgetreten und die Nachteile eines Standortes werden unter den Teppich gekehrt. Das finde ich einfach irgendwie immer etwas heuchlerisch. Es gibt eben keinen Standort an dem alles passt, mehr wollte ich nicht sagen.
PS: Hab bei meinen ersten Post oben die Quelle überlesen. :D
sämelihülz July 9th, 2008, 01:53 PM Ich weis, trotzdem ist es immer das gleiche. Die Vorteile werden breit ausgetreten und die Nachteile eines Standortes werden unter den Teppich gekehrt. Das finde ich einfach irgendwie immer etwas heuchlerisch. Es gibt eben keinen Standort an dem alles passt, mehr wollte ich nicht sagen.
PS: Hab bei meinen ersten Post oben die Quelle überlesen. :D
aus welcher Stadt in Deutschland kommst du denn?
Natürlich bringt es nichts nur die Vorteile eines Standortes aufzulisten, aber der Standort Basel ist nunmal in Sachen Biochemie/Nanotech/Healthcare einer der Bedeutesten Standorte der Welt.
Ausserdem ist Optimismus auch nicht schlecht.
Hier aber trotzdem einige Nachteile unserer Region (die werden halt in den anderen threads diskutiert und nicht hier):
-kein Banhn Anschluss zum EAP
-zu wenig Platz für die Stadt ( eingeklemmt zwischen der Kantonsgrenze und den Grenzen zu Frankreich und Deutschland)
-zu geringer Zuwachs in der Bewölkerung
-hohe Arbeitslosenquote (um die 3,5 %, ja das ist bei uns schon viel :))
-der Staat steckt zu wenig Geld in Basel rein, mehr nach Zürich und in die Berge, obwohl es grossen bedarf hätte
-mangelhaftes S-Bahn Netz (der Staat sollte z.B hier investieren)
...
rübenzahn July 9th, 2008, 03:47 PM im bereich life science hat basel wirklich sowas wie eine kritische grösse erreicht um ein attaraktives umfeld für diese firmen zu bieten. von den ganz grossen standorten bleibt man trotzdem weit entfernt, daher gilt für basel als erstes alles zu tun um die eigene wirtschaft überhaupt hier zu behalten. wenn ich an die ausbaupläne von roche und novartis denke scheint dies vorerst geglückt. wenn man gerade dabei ist kann man nun versuchen auf seinen stärken aufzubauen, die voraussetzungen sind ja nicht schlecht, daher alles auf eine karte setzen :). ansonsten ist basel einfach zu klein und zu unbedeutend um auf der weltkarte gesehen zu werden... und in der schweiz hat basel gegenüber zürich mit seinen grossen hochschulen und dem flughafen gewichtige nachteile, auch wenn zürich auch nur ein städtchen ist.
Don Calo July 9th, 2008, 05:06 PM Wie die baz bereits vergangenen Freitag angekündigt hat, fällt der Spezialchemiekonzern Clariant aus dem Schweizer Börsenindex SMI. Stattdessen wird der ebenfalls im Kanton Basel-Landschaft ansässige Pharmakonzern Actelion in den zwanzig Titel zählenden Index der Schwergewichte aufgenommen. Die Indizes werden per 22. September angepasst, teilt die Schweizer Börse SWX gestern mit. sda
Quelle: BAZ vom 9.7.08
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Hier haben wir mal eine gute und eine schlechte Nachricht! Actelion geht es hervorragend und hat in den letzten Jahren hunderte von neuen Arbeitsplätzen geschaffen, zur Zeit werden jeden Monat 20 neue Leute eingestellt! Erst etwas über 10 Jahre alt und schon in den SMI aufgenommen, ich denke dies ist eine beachtliche Leistung!
Gestern kam übrigens im 10vor10 ein interessanter Beitrag über Actelion!
Ganz im Gegensatz zu Clariant sowie auch Ciba welche schon seit Jahren nur Probleme haben und eine unbefriedigende Performance aufweisen. Diese kämpfen schon seit Jahren mit den steigenden Rohstoffpreisen und einer ungenügenden Marge! Besserung ist zudem nicht in Sicht, die Probleme werden sich mit der abkühlenden Wirtschaft noch verschärfen!
hausmeister July 9th, 2008, 06:04 PM Gute Selbstdarstellung, leider fehlt mir hier irgendwo noch ein kritischer Aspekt, wenn es nach dem Autor sämelihülz gehen würde, müssten alle Konzerne in Basel ihr HQ haben.
der text stammt von der wirtschaftsförderung beider basel und hebt daher (logischerweise) die positive seite hervor.
natürlich gibt es auch kritische aspekte:
so kann der schwerpunkt life-sciences mit über 14% anteil am bip als klumpenrisiko angesehen werden. zudem ist das pro kopf volkseinkommen dank der umschichtung von der chemischen industrie zur lehre und forschung in den letzten jahren enorm gestiegen und befindet sich in der schweiz mit abstand an der spitze, doch ginge in derselben zeitspanne insgesamt arbeitsplätze verloren.
der finanzplatz basel hat vor allem durch die fusion zwischen den grossbanken sbv (basel) und sbg (zürich) zur ubs enorm an bedeutung verloren. zwar befindet sich der hauptsitz der ubs noch immer in basel (doppelsitz mit zürich), doch wurde der grösste teil der stellen nach zürich verlagert.
ähnliches passierte mit der crossair (hauptsitz und heimflughafen war basel), welche nach dem grounding der swissair zur swiss wurde. obwohl die swiss ihren hauptsitz in basel hat, befinden sich nur ein kleiner teil der arbeitsplätze hier. lediglich die flugzeigwartung ist hier gut vertreten. viel schmerzlicher war allerdings, dass nach der umwandlung von der crossair ab basel viele destinationen gestrichen wurden, welche allerdings mittlerweile grösstenteils von billigairlines angeboten werden.
letztlich tut sich basel ausserhalb des life-sciences bereiches schwer, neue unternehmen nach basel zu locken. zu nah sind das wirtschaftszentrum zürich und die steueroase zug. mit dem sogenannten steuerpaket wird nun die unternehmenssteuer gesenkt, so dass die maximale gewinnsteuer mit 22% nunr noch knapp über derjenigen von zürich liegen wird, weiterhin aber weit weg von zug.
Letztlich darf man nicht vergessen, dass sich basel noch immer in einer unbruchphase weg von der industrie befindet, welche die stadt enorm geprägt und gezeichnet hat. somit hat man noch einiges vor sich, gleichzeitig aber auch unausgeschöpfte möglichkeiten.
ein interessanter und ehre nüchterner überblick über die hiesige wirtschaft gibt dieser bericht (http://www.statistik-bs.ch/publikationen/wirtschaftsbericht/Wirtschaftsbericht_BS_BL_07.pdf)
hausmeister July 9th, 2008, 06:35 PM -hohe Arbeitslosenquote (um die 3,5 %, ja das ist bei uns schon viel :))
2,9% um genau zu sein (schweiz 2,3%). ohne personenfreizügigkeit wäre diese sogar langsam zu tief, ein trockener arbeitsmarkt ist je nach konjuktur nicht sehr förderlich (was natürlich nicht heissen soll, dass arbeitslosigkeit erstrebenswert sei)
eine vergleichsweise eher hohe quote hat genf mit 5,5%.
rübenzahn July 9th, 2008, 06:48 PM letztlich tut sich basel ausserhalb des life-sciences bereiches schwer, neue unternehmen nach basel zu locken.
eine branche als zugpferd reicht aus, langfristig können viele andere branchen davon profitieren. ich denke, auch wenn damit ein risiko verbunden ist, so sollte als top standort in einer branche längerfristig mehr möglich sein als mit einem breiten aber durchschnittlichen angebot.
hausmeister July 9th, 2008, 07:14 PM eine branche als zugpferd reicht aus, langfristig können viele andere branchen davon profitieren. ich denke, auch wenn damit ein risiko verbunden ist, so sollte als top standort in einer branche längerfristig mehr möglich sein als mit einem breiten aber durchschnittlichen angebot.
für eine stadt in der grösse von basel, absolut. das quantitative wachstum ist in basel sowieso nur beschränkt möglich, daher ist es sinvoll auf qualitatives wachstum zu setzen, klumpenrisiko hin oder her.
rübenzahn July 11th, 2008, 01:18 AM ein glück dass speedel gerade noch von novartis übernommen wurde, da nun ja das know-how in der region bleibt? nach novartis und baz zumindest schon. doch die akquisation von speedel durch eine auswärtige big-pharma-firma hätte vielleicht zu einem neuen wichtigen standbein dieser in der region geführt. neue forschungsstandorte werden doch meistens durch solche übernahmen eingeleitet. es gibt dutzende beispiele im bereich pharma/chemie wo übernahmen nicht zu einem wegzug geführt haben (genentech, serono, hexal, etc.), auch in der region basel. umgekehrt sind mir kaum beispiele bekannt und die region basel ist ja kein schlechter standort. mit speedel hätte durchaus ein weiterer player in die region kommen können, von alleine kommen sie kaum.
hausmeister July 15th, 2008, 09:53 AM positive nachrichten aus dem bereich biotech:
- actelion konnte mit dem pharmariesen glaxo smith kline eine exklusive kooperation vereinbart. das mittel gegen schlafstörungen almorexant soll gemeinsam entwickelt und kommerzialisiert werden. bei einer erfolgrecihen kooperation können zahlungen von bis zu 3,3 mia. franken an actelion gezahlt werden. unabhängig davon werden alle folgenden gewinne gleichmässig aufgeteilt.
- die roche tochter genentech konnte den gewinn im zweiten quartal um 4,7% steigern und liegt somit knapp über den erwartungen.
weniger positive nachrichten aus der finanzbranche (damit auch die kritischen aspekte nicht zu kurz kommen...) :
- der reingewinn der bank coop liegt im ersten halbjahr 9,5% unter der vorjahresperiode. dies sei jedoch angesichts des schwierigen marktumfeldes zu erwarten gewesen.
rübenzahn July 16th, 2008, 09:03 PM Eine Milliarde Franken für Life Sciences
An einer gemeinsamen Sitzung haben die Regierungen beider Basel eine Strategie zur Stärkung der Life Sciences verabschiedet.
Ziel ist es, die Region Basel zu einem der drei führenden Life-Sciences-Standorte weltweit zu machen. Angestrebt wird auch der Ausbau der Naturwissenschaften an Volks- und Mittelschulen. Weiter gestärkt werden sollen die Life Sciences aber auch den Fachhochschulen und an der Universität. Dabei sei die enge Kooperation von Universität und Industrie wichtig, so der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Ein Inkubator soll hier Firmengründungen erleichtern. (baselarea (www.baselarea.ch))
um dieses mutige ziel auch zu erreichen muss man die kräfte bündeln. wichtig ist für basel renomierte grundlagenforschung als magnet für gute forscher und für den wissenschaftlichen austausch mit der industrie. auch sollte die rolle basels in der ausbildung gestärkt werden, wichtige schritte wurden getan, man bedenke dass bald drei hochschulen am platz biologen ausbilden. die universität basel mit dem biozentrum, die FHNW für life sciences und das ETH departement für biosysteme, welches den biotech lehrgang übernehmen soll. mit dem ETH departement kommt moderne, zukunftsträchtige forschung nach basel, dem biozentrum wären die mittel zu knapp um da im alleingang noch ganz vorne dabei zu sein. die staatliche forschung wird auch die dynamik bei den firmengründungen erhöhen, was ich deshalb so wichtig finde, da grosse firmen über geschäftsbeziehungen in die region gelockt werden können. ausserdem sind die zeiten vorbei in denen ein weltkonzern aus einer apotheke entstehen kann :)
suburbansky July 16th, 2008, 10:47 PM eine branche als zugpferd reicht aus, langfristig können viele andere branchen davon profitieren. ich denke, auch wenn damit ein risiko verbunden ist, so sollte als top standort in einer branche längerfristig mehr möglich sein als mit einem breiten aber durchschnittlichen angebot.
Ja, ich denke auch, dass Basel mit dem Life-Science-Bereich bestens bedient ist. Und mal ehrlich, welche Stadtregion - mal abgesehen von den wenigen ganz grossen - hat denn mehr als eine Paradebranche? Macht auch nicht allzu viel Sinn, sich gross zu verzetteln, Klumpenrisiko hin oder her.
Und bitte, eines möchte ich hier drinnen, zumindest von den Baslern, nicht mehr hören: Basel ist kein Kaff, keine Kleinstadt, nichts dergleichen. Die Agglo Basel hat rund 750'000 Einwohner und wäre in jedem Land Europas in den Top Ten der grössten Städte drin. Und andere Städte dieser Grösse haben wirtschaftlich teilweise weit weniger Kraft.
Wäre Basel in den USA, würde die "Metropolitan Area" wohl sogar etwa so definiert wie die Regio TriRhena, hätte also rund 2,5 Millionen Einwohner. Nur dass das mal gesagt ist.
musician July 16th, 2008, 11:32 PM Und bitte, eines möchte ich hier drinnen, zumindest von den Baslern, nicht mehr hören: Basel ist kein Kaff, keine Kleinstadt, nichts dergleichen. Die Agglo Basel hat rund 750'000 Einwohner und wäre in jedem Land Europas in den Top Ten der grössten Städte drin. Und andere Städte dieser Grösse haben wirtschaftlich teilweise weit weniger Kraft.
Ist zwar Off-Topic, doch möchte ich trotzdem was dazu anmerken (ohne dir im Grundsatz widersprechen zu wollen): 750000 mag am ehesten wirtschaftlich zutreffen. Doch dass sich Basel (noch) nicht danach anfühlt, hat für mich sehr viel mit Identifikation zu tun. Viele dieser von dir dazugezählten Einwohner fühlen sich nicht der Stadt zugehörig, da spürt man halt die politischen Grenzen und die unterschiedliche Geschichte der einzelnen Teilbereiche. Wenn man nur schon in Basel-West 5 Minuten über die Grenze ins Elsass fährt, wähnt man sich in einer völlig anderen Welt, und die Leute dort identifizieren sich so gut wie gar nicht mit Basel. Geh mal auf die Internetseite von Hunigue oder St.Louis... du musst lange suchen, bis der Name Basel überhaupt nur auftaucht. Mit Deutschland ist es nicht viel anders.... man könnte das Ganze als eine Zweckgemeinschaft betrachten aber nicht als eine, zusammengehörende Stadt.
Das ist halt die Crux, siehe z.B. die S-Bahn... eine "wirkliche" 3/4-Millionen-Stadt (mit den entsprechenden finanziellen Mitteln) hätte das Herzstück schon längst gebaut....
rübenzahn July 16th, 2008, 11:57 PM Ist zwar Off-Topic, doch möchte ich trotzdem was dazu anmerken (ohne dir im Grundsatz widersprechen zu wollen): 750000 mag am ehesten wirtschaftlich zutreffen. Doch dass sich Basel (noch) nicht danach anfühlt, hat für mich sehr viel mit Identifikation zu tun. Viele dieser von dir dazugezählten Einwohner fühlen sich nicht der Stadt zugehörig, da spürt man halt die politischen Grenzen und die unterschiedliche Geschichte der einzelnen Teilbereiche. Wenn man nur schon in Basel-West 5 Minuten über die Grenze ins Elsass fährt, wähnt man sich in einer völlig anderen Welt, und die Leute dort identifizieren sich so gut wie gar nicht mit Basel. Geh mal auf die Internetseite von Hunigue oder St.Louis... du musst lange suchen, bis der Name Basel überhaupt nur auftaucht. Mit Deutschland ist es nicht viel anders.... man könnte das Ganze als eine Zweckgemeinschaft betrachten aber nicht als eine, zusammengehörende Stadt.
genau, basel erscheint im alltag kleiner als es wirtschaftlich ist, denn es ist halt wirklich nunmal so dass man aufs umliegende ausland hauptsächlich auf dem arbeitmarkt zentrumsfunktion ausübt. dies führt dazu dass basel nicht den charakter einer metropole besitzt. ich denke zum beispiel daran, dass die st.galler und luzerner zeitung die grösseren auflagen haben als die baz oder die innenstadt berns etwa gleich viele einkaufsmöglichkeiten und die uni fribourg praktisch gleich viele studenten wie basel hat. dazu kommt noch die räumliche enge der stadt, was beim oberflächlichen betrachter dann schnell das bild einer kleinstadt hinterlässt. wenn man die situation aber ein wenig subtiler betrachtet kann man zu einem anderen schluss kommen, ich denke zB an die urbane architektur und die doch sehr städtische basler gesellschaft.
U3065 July 17th, 2008, 09:23 AM [QUOTE=hausmeister;22397274]Firmen in der Region Basel
Eine Auswahl der bedeutendsten Unternehmen, innovativer Firmen und aufstrebender Start-Ups in den verschiedenen Sektoren:
Ergänzungen:
Architektur: Diener & Diener
Chemie: Schweizerhal
http://www.schweizerhall.com/html/
hausmeister July 17th, 2008, 10:57 AM Ja, ich denke auch, dass Basel mit dem Life-Science-Bereich bestens bedient ist. Und mal ehrlich, welche Stadtregion - mal abgesehen von den wenigen ganz grossen - hat denn mehr als eine Paradebranche? Macht auch nicht allzu viel Sinn, sich gross zu verzetteln, Klumpenrisiko hin oder her.
das klumpenrisiko ist eine tatsache. aber das ist warscheinlich eher ein luxusproblem. life science ist beinahe konjukturabhängig und gehört zu den wertschöpfungsintensivsten branchen überhaupt. basel wäre dumm, nicht darauf zu setzen. ebenfalls dumm wäre, die doch knappen recourcen (platz, hochqualifizierte arbeitskräfte, mittel der wirtschaftsförderung) zu verschwenden um andere branchen im gleichen ausmass zu forcieren. wobei man natürlich aufpassen sollte, dass andere wichtige branchen nicht zu fest benachteiligt werden.
und übrigens: im innenausbau für flugzeuge ist basel auch top. immerhin...
suburbansky July 17th, 2008, 11:33 AM ich denke zum beispiel daran, dass die st.galler und luzerner zeitung die grösseren auflagen haben als die baz
Das liegt zwar auch an den Grenzen, aber nicht nur. Das St. Galler Tagblatt und die Neue Luzerner Zeitung sind in ihrer Region inzwischen konkurrenzlos, während in der Region Basel halt nach wie vor ein Konkurrenzkampf zwischen baz und der Basellandschaftlichen (die auch in der Stadt gelesen wird und einen mächtigen Verlag im Rücken hat) herrscht. Ausserdem werden zumindest bei der Luzerner Zeitung sämtliche Regionalausgaben (also Neue Zuger Zeitung, Neue Urner Zeitung, Neue Obwaldner Zeitung, Neue Nidwaldner Zeitung) zur Auflage hinzugerechnet, was natürlich zu einer gewissen Verfälschung führt. Die baz ist halt eher eine städtische Zeitung, während die BLZ oder die Neue LZ in der Zentralschweiz eher typische Landzeitungen sind.
oder die innenstadt berns etwa gleich viele einkaufsmöglichkeiten
Hat sie das? Da hab ich so gewisse Zweifel - Berns Innenstadt beschränkt sich wie in kaum einer anderen Stadt auf zwei Gassen.
Ich gehe natürlich mit euch einig, dass Basel durch die politische Fragmentierung ein gewisses Problem hat. Ich gehe ebenfalls mit euch einig, dass die Franzosen sich pointiert abzugrenzen versuchen - obwohl St-Louis im Resten Frankreichs vor allem als Vorort von Basel bekannt ist. Allerdings kommen vom Baselbiet, vom Fricktal, und auch aus Südbaden viele Leute nicht nur zum arbeiten, sondern auch für die Freizeit nach Basel - diejenigen, die immer sagen, BS und BL gehören nicht zusammen, sind schon heute Exoten. Der Annäherungsprozess schreitet fort, und das ist gut.
Kleinstädtisch wirkt Basel aber auch heute nicht. Da hab ich schon deutlich grössere Städte erlebt, die um ein Vielfaches provinzieller wirken, z.B. Manchester (Agglo mit 2,5 Mio. Einwohnern).
Küsel July 17th, 2008, 12:45 PM Ich weiss auch nicht woher es kommt, dass viele (sogar die Basler) ihre Stadt als "Kaff" bezeichnen - bei den Bernern kann ich das noch halbwegs nachvollziehen, nachdem da Kultur und Subkultur beschnitten - beinahe ein Polizeistaat eingerichtet wurde und die meisten Leute direkt oder indirekt von den Bundesverwaltungen leben (nichts gegen Bern, ist immer noch eine wundervolle Stadt!). Aber Basel war schon im Mittelalter mit über 10'000 Einwohnern und eine der ältesten Universitäten, Leuten wie Ignatius von Rotterdam und Paracelsus ein Europaweit wichtiges Zentrum und lange grösste Stadt der Schweiz (mit Genf). Heute zählt die Agglomeration fast 800'000 Leute und als Metropolitanraum über eine Million. Internationale Messen, ein reiches Kulturleben, eine der höchsten Museumsdichten und wichtiger Ausbildungs- und Industriestandort machen auch heute die Region zu einer Mitteleuropäschen Kernzone.
Also auch ich als Zürcher muss sagen: Schluss mit dem Undersatement!! Und hört endlich auf mit dieser langweiligen Städterivalität. In Zürich ist das schon seit Jahrzehnten kein Thema mehr, aber wegen dem völlig unbegreiflichen Minderwertigkeitskomplex geht das den Rheinkniern einfach nicht in den Kopf!
Be proud to be a Basler! Da gibts nämlich mehr als Fussball, Wasserverschmutzung und Muba!!! :lol:
rübenzahn July 17th, 2008, 01:19 PM Hat sie das? Da hab ich so gewisse Zweifel - Berns Innenstadt beschränkt sich wie in kaum einer anderen Stadt auf zwei Gassen.
ich habe vor einiger zeit mal einen vergleich gesehen an m2 verkaufsfläche in der innenstadt, da hatte basel zwar schon mehr, doch der vorsprung ist bescheiden. nach grösse der agglo und wirtschaftskraft dürfte man eigentlich getrost mit einem faktor 2 rechnen.
Kleinstädtisch wirkt Basel aber auch heute nicht. Da hab ich schon deutlich grössere Städte erlebt, die um ein Vielfaches provinzieller wirken, z.B. Manchester (Agglo mit 2,5 Mio. Einwohnern).
provinziell finde ich basel auch nicht, dafür gibt es zu viele gute arbeitsplätze, eine internationale bevölkerung, viel kunst, architektur und kapital sowie wirtschaftliches potential, wie es für eine stadt dieser grösse aussergewöhnlich ist. als grenzstadt tickt basel trotzdem etwas anders, aber dies gehört zum charakter dieser stadt.
Don Calo July 17th, 2008, 02:17 PM Kleinstädtisch finde ich Basel nun auch wirklich nicht, da haben viele Basler einfach ein Problem und sehen nicht über die eigene Kantons- bzw. Landesgrenze hinweg! Klar hat die Stadt Basel im internationalen vergleich nicht gerade viele Einwohner. Jedoch hat der trinationale Eurodistrict Basel, laut Homepage knapp 830'000 Einwohner, für diejenigen die es interessiert hier die Quelle: www.eurodistrictbasel.eu/dn_perimeter-mitglieder/
Zudem wird oft vergessen, dass der Kanton Basel-Stadt der am dichtesten besiedelte Kanton der Schweiz ist! Basel-Stadt hat 5071 Einw./km2! (Einwohner Basel-Stadt Stand 07: 187651, Fläche 37km2) Das erreichen sonst nur Millionenstädte! Zum vergleich hat die Stadt Zürich mit 373646 Einwohnern (Stand vom 31.12.07) und einer Fläche von 91.88km2 4067 Einw./km2!
Basel-Stadt erbringt Zentrumsleistungen für eine sehr grosse Agglomeration, ich verstehe es daher nicht, wenn immer Argumentiert wird, dies und das ist zu gross für unsere kleine Stadt! Aber leider ist diese Einstellung in den Köpfen vieler Menschen sehr schwer zu ändern!
suburbansky July 17th, 2008, 02:39 PM Also auch ich als Zürcher muss sagen: Schluss mit dem Undersatement!! Und hört endlich auf mit dieser langweiligen Städterivalität. In Zürich ist das schon seit Jahrzehnten kein Thema mehr, aber wegen dem völlig unbegreiflichen Minderwertigkeitskomplex geht das den Rheinkniern einfach nicht in den Kopf! Be proud to be a Basler! Da gibts nämlich mehr als Fussball, Wasserverschmutzung und Muba!!! :lol:
Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du das mal in aller Deutlichkeit sagst. :master: Ich weiss auch nicht, warum so viele Basler noch immer glauben, sie lebten in irgendeinem Dörfchen. :ohno:
urbanbasel July 17th, 2008, 06:28 PM In der Schweiz leben wir doch alle irgendwie in Dörfern, so bitter es auch ist!!!Wenn man von einem einem Kurztripp aus Paris oder London zurück kommt, merkt man schnell dass wir keine richtige Grossstadt in der Schweiz haben.
Das Tempo in den richtigen Millionen Metropolen ist einfach um einiges schneller als in unseren `Grossstädten`...
Während wir immer auf die mühsamen Trams warten müssen, rasen andere mit ihren U-Bahnen durch die City. Um nur ein Bsp zu nennen.
Ob zürich oder Genf, basel oder bern, den Puls einer wahren Grossstadt ist in der Schweiz leider nicht zu spüren.
Die CH Städte bauen zu wenig grossstädtisch. Ist mal ein Projekt grösser als es der durchschnitts schweizer gewohnt ist, wird es an der Urne Bach ab geschickt...Und das zürich in der Schweiz von vielen als Grossstadt betrachtet wird, sagt ja einiges über unser denken aus.
Aber ich gratuliere allen in Basel oder sonst wo in der Schweiz lebenden, die sich als richtige Grossstadt Bewohner fühlen...:)
rübenzahn July 17th, 2008, 07:33 PM In der Schweiz leben wir doch alle irgendwie in Dörfern, so bitter es auch ist!!!Wenn man von einem einem Kurztripp aus Paris oder London zurück kommt, merkt man schnell dass wir keine richtige Grossstadt in der Schweiz haben.
Das Tempo in den richtigen Millionen Metropolen ist einfach um einiges schneller als in unseren `Grossstädten`...
Während wir immer auf die mühsamen Trams warten müssen, rasen andere mit ihren U-Bahnen durch die City. Um nur ein Bsp zu nennen.
Ob zürich oder Genf, basel oder bern, den Puls einer wahren Grossstadt ist in der Schweiz leider nicht zu spüren.
Die CH Städte bauen zu wenig grossstädtisch. Ist mal ein Projekt grösser als es der durchschnitts schweizer gewohnt ist, wird es an der Urne Bach ab geschickt...Und das zürich in der Schweiz von vielen als Grossstadt betrachtet wird, sagt ja einiges über unser denken aus.
Aber ich gratuliere allen in Basel oder sonst wo in der Schweiz lebenden, die sich als richtige Grossstadt Bewohner fühlen...:)
gebe dir volkommen recht, ich kenne das gefühl. grösse ist eben relativ, eine stadt wird dann klein wenn man eine grössere erfährt. ich empfinde basel als kleine stadt, bzw. städtchen ;). aber ich denke mal hier geht es darum dass basel von den schweizern intuitiv als kleiner empfunden wird als es faktisch ist und dem kann ich meiner erachtens ebenfalls zustimmen.
hausmeister July 17th, 2008, 07:49 PM Wenn man von einem einem Kurztripp aus Paris oder London zurück kommt, merkt man schnell dass wir keine richtige Grossstadt in der Schweiz haben.
...und das ist auch gut so. denn wenn man diese städte mal ausserhalb eines kurztripps erlebt, wird man ziemlich rasch ziemlich vieles zu verfluchen beginnen. nein, eine wirkliche grossstadt gibt es hier tatsächlich nicht, dafür jede menge lebensqualität.
Lake July 18th, 2008, 08:10 PM Zudem wird oft vergessen, dass der Kanton Basel-Stadt der am dichtesten besiedelte Kanton der Schweiz ist! Basel-Stadt hat 5071 Einw./km2! (Einwohner Basel-Stadt Stand 07: 187651, Fläche 37km2) Das erreichen sonst nur Millionenstädte! Zum vergleich hat die Stadt Zürich mit 373646 Einwohnern (Stand vom 31.12.07) und einer Fläche von 91.88km2 4067 Einw./km2!Solche Zahlenspielerein sind aber auch "seich". Glaube das bist du dir auch bewusst ;)
Basel_CH July 18th, 2008, 09:10 PM Wenn man von einem einem Kurztripp aus Paris oder London zurück kommt, merkt man schnell dass wir keine richtige Grossstadt in der Schweiz haben.
Ist mir extrem aufgefallen, als ich letztes Jahr aus New York / Manhattan zurückgekehrt bin, in Kloten gelandet und gedacht ich sei irgendwo in der Provinz, danach in Basel am Barfi kehren müssen um die Mittagszeit und gemeint, die Stadt hält gerade Dauer-Siesta-Zeit. Ok, Manhattan ist vielleicht ein krasses Beispiel mit dem 24h-Gewusel dort, aber trotzdem, mit ner richtigen Metropole könnens in Europa eh nur wenige Städte (sag mal London, Paris, Moskau, Istanbul, Madrid und vlt. noch Berlin) aufnehmen, geschweige eine in der Schweiz.
Küsel July 18th, 2008, 09:36 PM Ihr könnt doch nicht ernsthaft Basel oder Zürich mit London, Paris oder NYC vergleichen! Das sind erstens Alphastädte und wirtschaftlich kanns da nur noch Tokyo mit denen aufnehmen und zweitens herrschen dort vollkommen andere Umstände vor, schon mal angefangen im historischen Kontext und bei den Auflagen im Städtebau.
Aber dieses "wir haben ja nicht mal eine Grossstadt"-Gehabe geht mir seit 30 Jahren auf den Keks. Was meint ihr eigentlich, was eine Metropole ausmacht? Nur die Dichte und Höhe der Bebauung oder obs ne Metro gibt oder nicht?! Lebt mal in einer Megacity (NICHT im Zentrum im Übrigen, sondern in einem normalen Viertel) und erzählt dann mal, wie viel urbaner dort der Lebensstil ist wie bei uns. Grösse und Dichte ist echt nicht alles, was Urbanität ausmacht. Hautpsache man lebt "Im Grünen" und beschaulich kleinstädtischen Schweizerland und merkt nicht mal, dass es nur wenige Länder auf der Welt gibt, wo das Städtische so konzentriert (Zeitdistanzen!) und grossflächig auftritt wie in den "Swiss Midlands".
urbanbasel July 18th, 2008, 11:26 PM Ihr könnt doch nicht ernsthaft Basel oder Zürich mit London, Paris oder NYC vergleichen! Das sind erstens Alphastädte und wirtschaftlich kanns da nur noch Tokyo mit denen aufnehmen und zweitens herrschen dort vollkommen andere Umstände vor, schon mal angefangen im historischen Kontext und bei den Auflagen im Städtebau.
Aber dieses "wir haben ja nicht mal eine Grossstadt"-Gehabe geht mir seit 30 Jahren auf den Keks. Was meint ihr eigentlich, was eine Metropole ausmacht? Nur die Dichte und Höhe der Bebauung oder obs ne Metro gibt oder nicht?! Lebt mal in einer Megacity (NICHT im Zentrum im Übrigen, sondern in einem normalen Viertel) und erzählt dann mal, wie viel urbaner dort der Lebensstil ist wie bei uns. Grösse und Dichte ist echt nicht alles, was Urbanität ausmacht. Hautpsache man lebt "Im Grünen" und beschaulich kleinstädtischen Schweizerland und merkt nicht mal, dass es nur wenige Länder auf der Welt gibt, wo das Städtische so konzentriert (Zeitdistanzen!) und grossflächig auftritt wie in den "Swiss Midlands".
Es geht nicht nur um London, Paris oder NYC! Es ist einfach eine Tatsache dass wir in der Schweiz im Vergleich zu Europäischen Grossstädten in Provinz Städten leben. Geschweige denn im Vergleich zu Asien oder Amerika...:)
Frag mal ein Tourist in Zürich oder Genf wie er die Schweiz denn so findet. Er wird Dir antworten: `Es ist so wunderschön ruhig und beschaulich hier in der Schweiz und es hat keinen Verkehr...etc`.
Ich möchte unsere CH Grossstädte gar nicht negativ werten, denn Sie haben eben auch enorme Vorteile! Siehe Kriminalität, Verkehr, gute Erreichbarkeit, Lebensqualität usw.
rübenzahn July 18th, 2008, 11:32 PM Solche Zahlenspielerein sind aber auch "seich". Glaube das bist du dir auch bewusst ;)
wenn man nur die stadt basel nimmt sind es sogar rund 7300 einwohner pro km2, das ist sicher ein spitzenwert im europäischen vergleich. das gundeli hat eine dichte von 14'850 E/km2, st.johann 18'000, clara 15'800, iselin 16'000, gotthelf 14'000. das matthäusquartier hat sogar eine dichte von 26'000 einwohner pro km2, entspricht etwa der dichte von manhattan. diese quartiere haben zusammen schon 80'000 einwohner (auf 5.24 km2) und allesammt die höhere dichte als das dichteste zürcher quartier. basel ist auf jeden fall sehr dicht bebaut, dies wiederspiegelt sich dann auch in der städtischen bevölkerungsstruktur.
Basel_CH July 18th, 2008, 11:51 PM Wurde nicht Zürich (neben Brüssel) zu einem der langweiligsten Städe in Europa gekürt?? Hoher Lebensstandard in ZH hin oder her:lol:
http://www.lidovky.cz/europaische-stadte-im-vergleich-dac-/ln_noviny.asp?c=A080414_000084_ln_noviny_sko&klic=224922&mes=080414_0
Lake July 19th, 2008, 02:05 AM Wurde nicht Zürich (neben Brüssel) zu einem der langweiligsten Städe in Europa gekürt?? Hoher Lebensstandard in ZH hin oder her:lol:
http://www.lidovky.cz/europaische-stadte-im-vergleich-dac-/ln_noviny.asp?c=A080414_000084_ln_noviny_sko&klic=224922&mes=080414_0
Da wären wieder bei den von Küsel erwähnten Komplexen :ohno:
Basel_CH July 19th, 2008, 10:05 AM Lol, nimms doch nicht so persönlich und bezieh nicht alles auf ZH, für den Namen Zürich hätte wahrscheinlich genauso gut Genf oder BAsel stehen können, da für das Voting wahrscheinlich nur eine STadt herhalten musste und die Limmat-Stadt einen bekannteren Namen als Basel hat, wurde sie halt auserkoren. Es war auch nicht gedacht, Zürich schlecht zu machen und BAsel gut darzustellen sondern aufzuzeigen, was ausländische Touristen von Schweizer Städten halten im Vergleich zu anderen Europäischen Metropolen. Nen Komplex hast in diesem Falle eindeutig du.
Ausserdem kann man diese Umfrage auch nicht allzu ernst nehmen, man kennt ja nicht einmal genau die Kriterien, weshalb jetzt ein Touristenzentrum/Stadt langweilig sein soll oder nicht, Nachtleben, sonstige Vergnügungsmöglichkeiten? oder weiss nicht was.
Lake July 19th, 2008, 01:14 PM :lol:
neuntakter July 19th, 2008, 07:20 PM Wurde nicht Zürich (neben Brüssel) zu einem der langweiligsten Städe in Europa gekürt?? Hoher Lebensstandard in ZH hin oder her:lol:
http://www.lidovky.cz/europaische-stadte-im-vergleich-dac-/ln_noviny.asp?c=A080414_000084_ln_noviny_sko&klic=224922&mes=080414_0
Dieser Bericht ist ja nur so gespickt von Vorurteilen, ist oberflächlich und so was von 08/15-Touristenmeinungen geprägt.
Wenn ich in einer "fremden" Stadt bin, dann möchte ich eben auch die Sachen sehen, die nicht auf den ersten Seiten eines Reiseführers stehen oder in jedem Hollywood-Film gezeigt werden. Spannend ist für mich eben Nischen und unbekannte Orte zu finden und auch Aussenquartiere zu besuchen. Den Eiffelturm, die Towerbridge usw. haben wir ja schon tausend Mal gesehen auf Bildern und im Fernseher. Trotzdem gehe ich dann jewels noch kurz bei diesen Landmarks vorbei, um sie abzuhaken. Ich bin aber jeweils eher entäuscht, wie aufgeregt.
Und auch ich als Zürcher finde übrigens Zürich oberflächlich betrachtet nicht sehr spannend. Wenn du aber Zürich lebst, dann... pfiiuuu! ;)
sämelihülz July 20th, 2008, 03:23 PM was für eine interessante Debatte ich hier auch verpasst habe... ;)
Ich möchte mal eine klare Frage an alle stellen:
Was mögt ihr lieber? Eine kleinere und beschaulischere Stadt wie Zürich oder Basel, oder lieber eine grosse Metropole wie London oder NY?
Ich glaube wir Schweizer schauen wegen unseren kleinen Städten immer mit grosser Bewunderung nach Amerika, Japan, auf zu diesen grossen Städten, doch ich glaube nicht viele von uns würden es dort wirklich toll finden.
Die Lebensqualität in der Schweiz ist so hoch, sie würde sich nur verschlechtern wenn die Städte doppelt so gross wären.
Lieber unsere Stadt so behalten wie sie ist (also in dieser Grösse), aber trotzdem versuchen sie urbaner zu gestalten damit man die Lebensqualität behalten oder gar anheben kann!
hausmeister July 20th, 2008, 05:50 PM Lieber unsere Stadt so behalten wie sie ist (also in dieser Grösse), aber trotzdem versuchen sie urbaner zu gestalten damit man die Lebensqualität behalten oder gar anheben kann!
würd ich so unterschreiben.
Don Calo July 20th, 2008, 06:58 PM Solche Zahlenspielerein sind aber auch "seich". Glaube das bist du dir auch bewusst
Mit dem kleinen Zahlenspiel wollte ich zeigen, dass unserer "Grossstädte" sehr dicht besiedelt sind. Was für mich eine wichtige Voraussetzung für Urbanität darstellt, und da können unsere "Grossstädte mit vielen Metropolen mithalten! Klar ist dabei auch, dass man z.B. Basel oder auch Zürich sicherlich nicht mit grossen Metropolen wie New York oder Paris vergleichen kann, dann wiederum leben wir in kleinen Provinzstädtchen, aber eben die meisten Menschen in diesen Metropolen leben wie Küsel gesagt hat nicht im Zentrum sondern in irgendeinem Quartier oder Vorort und dort sieht es wieder ganz anders aus! Unsere "Grosstädte finde ich sehr Urban, im Verhältnis zur grössse! Und die Aussage von sämelihülz kann ich auch so unterschreiben.
Don Calo July 20th, 2008, 07:06 PM Am Samstag war noch ein interessanter Artikel über Doetsch Grether in der BAZ, ist mal eine Firma aus Basel welche nicht so bekannt ist:
Doetsch Grether setzt neue Akzente
DER BASLER KONSUMGÜTER-PRODUZENT UND -HÄNDLER KONZENTRIERT SICH AUF DIE EIGENEN MARKEN
Die Kosmetiklinie Fenjal und Grethers Pastillen spielen künftig eine noch wichtigere Rolle, vielleicht sogar auf neuen Märkten wie China und Brasilien.
Felix Erbacher
Das ist nicht so selbstverständlich für ein Familienunternehmen und ganz und gar nicht typisch für sie: Verwaltungsratspräsidentin Esther Grether (68) gibt bislang unveröffentlichte Details über ihre Firma bekannt – und das geduldig und charmant. Sie steht Doetsch Grether nun schon seit 33 Jahren vor. Aus dem operativen Geschäft hat sie sich zurückgezogen. An ihre Tochter Susanne (38), die aktiv an der Marke Fenjal mitarbeitet, gibt sie immer mehr Verwaltungsrats-Funktionen ab. «Bis meine Tochter mich endgültig ablöst, ist das ein fliessender Prozess», sagt sie. Einen Zeitpunkt will sie nicht nennen. Das operative Geschäft leitet Peter Degen (52). Und der hat einiges vor. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat haben ein halbes Jahr um die Neupositionierung des Unternehmens gerungen. Der Verwaltungsrat wollte mehr Bisheriges behalten, die Geschäftsleitung noch stärker fokussieren. Mit dem Resultat scheinen jetzt alle glücklich zu sein. Die Firma wird um die Logistik abgespeckt. Einige Artikel, zum Beispiel das Insektenschutzmittel Biokill, sind aus dem Sortiment geflogen. Künftig nimmt Doetsch Grether das Konsumentengeschäft auch ausserhalb der Schweiz in die eigene Hand. Mit dem Kauf der Hair-Styling-Marke Gard und den Marken Fenjal und Mum bringe Doetsch Grether genügend Gewicht auf die Waage, um im extrem kompetitiven deutschen Markt erfolgreich zu sein und auch in weiteren EU-Märkten auf eigenen Füssen zu stehen, meint Degen.
Expansion in Muttenz. Andererseits investiert Doetsch Grether «einige Millionen» in die Modernisierung und Expansion der Produktion flüssiger und halbfertiger Erzeugnisse in Muttenz. Das Unternehmen stellt rund 80 Prozent seiner Produkte selbst her und erhält gleichzeitig immer mehr Lohnaufträge ausländischer Firmen. Der bedeutendste Kunde ist Beiersdorf, deren Sortiment Doetsch Grether über sechs Jahrzehnte lang, seit 1977 mit einem Joint Venture, in der Schweiz ab Münchenstein vermarktete. Esther Grether verkaufte die 50-Prozent-Beteiligung erst im November vergangenen Jahres an den Tchibo-Konzern, der seinerseits vor fünf Jahren die Mehrheit von Beiersdorf erworben hatte.
Von entscheidender Bedeutung aber ist die Festigung der Parademarken Fenjal, Mum (Deodorants), Gard und Grethers Pastillen. «Diese Kernmarken müssen wir mit innovativen Produkten und in hoher Frequenz füttern», meint Degen. Er nennt die neueste Errungenschaft: eine Lotion aus Wasserorchideen-Extrakt. Die Sicherstellung dieses aus Indien stammenden Rohstoffes aus nachhaltiger Produktion war gar nicht so einfach, fällt doch die Wasserorchidee seit April unter das Artenschutzabkommen.
Früher spielten die eigenen Marken die zweite Geige. Von grossen Konzernen wie Beiersdorf (Nivea), Johnson & Johnson (ob), oder Hakle (Kleenex) übernahm Doetsch Grether die Vermarktung in der Schweiz – und verdiente dabei gutes Geld. Ein Konzern nach dem anderen kümmerte sich dann aber selbst um den helvetischen Verkauf. «Das war für uns eine schwierige Zeit», sagt Esther Grether. Der Mohr hatte seine Pflicht getan, er konnte gehen. Dem Unternehmen blieb gar nichts anderes übrig, als eigene Marken zu entwickeln und Labels zuzukaufen – wie vor drei Jahren das Deodorant Mum (in Lizenz von Procter & Gamble) und vor einem Monat Gard. Weitere Zukäufe in den Bereichen Körperpflege und Gesundheit sind geplant.
Geheime Rezepte. Eine besondere Liebe verbindet Esther Grether zu den Pastillen. Sie werden heute noch nach alter Tradition in einem offenen Kessel und nach geheimem Rezept zusammengerührt. Sie reifen anschliessend während zwei Monaten auf Gestellen aus Birkenholz. Jährlich verlassen mehrere Millionen der traditionellen Blechschächtelchen Muttenz. Dieses Produkt hat immer noch den Touch eines Gesundheitsprodukts. Degen will die Lutschpastillen in neuen Märkten künftig mehr als Genussmittel oder sogar als «Luxury-Food» profilieren.
Eng verbunden mit der Förderung der Marken ist die Erschliessung von Wachstumsmärkten in Fernost (China) und Lateinamerika, wo Degen selbst als Manager für Roche viel Erfahrung sammelte.
Die Neuausrichtung des Unternehmens ist auch mit einer neuen Organisation verbunden, von den strengen Linien hin zu den Prozessen. Die Verwirklichung des neuen Geschäftsmodelles erfordert viel Energie, Zeit und Kapital. Dessen ist sich Peter Degen bewusst und deshalb kann er den Umbau nicht wie ein Grosskonzern in einem Zuge durchboxen, sondern eben wie ein KMU Schritt für Schritt. «Wir verzeichnen bislang in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr erfreuliche Umsatzzunahmen bei allen Kernmarken. Das erleichtert uns natürlich die strategische Neuausrichtung», sagt er.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/doetschgretherag.jpg
Steinentorstrasse. Firmensitz der Doetsch Grether AG. Foto Roland Schmid
109 Jahre alt
Retter im Krieg. Doetsch Grether wird 1899 als Apotheke an der Spitalgasse in Basel gegründet. Im Verlauf der Jahre entwickelt sie sich zur Grosshandelsfirma und zur Herstellerin hauptsächlich von Kosmetikprodukten. Während des Zweiten Weltkrieges unterhält die Familie Grether enge Beziehungen zur deutschen Familie Clausen, in deren Besitz sich Beiersdorf befand. Um den Besitz vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Partei zu schützen, übernimmt Hans Grether zusammen mit einem Engländer die Aktien. Nach dem Krieg gibt er sie dem Besitzer zurück. Daraus entwickelt sich die enge Zusammenarbeit mit dem Nivea-Hersteller. Nach dem Tod von Hans Grether übernimmt seine Gattin Esther Grether die Geschäftsleitung der Firma. F.E.
80 Prozent fürs Ausland
Produktion in Muttenz. Die Doetsch Grether AG produziert und vertreibt nationale und internationale Marken aus den Bereichen Konsumgüter (z. B. Fenjal), rezeptpflichtige und freiverkäufliche Medikamente (OTC, z. B. NeoAngin) und Medizinprodukte
(z. B. Testpack Plus, ein Streptokokken-Test). Die wichtigste Eigenmarke heisst Fenjal, unter der seit 40 Jahren die verschiedensten Körperpflegemittel verkauft werden. Die eigenen Marken, dazu gehören auch Gard und Grethers Pastillen sowie die langfristige Produktlizenz für Mum, spülen 75 Prozent des Umsatzes in die Kasse. Auf eigene und fremde Arzneien entfallen 20 Prozent und auf die Lohnfertigung 5 Prozent des Verkaufs. Rund 80 Prozent des Sortiments wird in Muttenz in flüssiger oder halbfertiger Form hergestellt. Die Produktion umfasst rund 5000 Tonnen Masse und 35 Millionen konfektionierte Einheiten pro Jahr. Das Dienstleistungsangebot umfasst die Produktentwicklung von Kosmetika und die Qualitätssicherung für Dritte. Rund ein Fünftel der Produkte wird in der Schweiz abgesetzt. Europa nimmt 60 Prozent und der Mittlere Osten 20 Prozent des Sortiments ab. F.E. > www.doetsch-grether.ch
Quelle: BAZ vom 19.07.08
Lake July 20th, 2008, 09:37 PM Mit dem kleinen Zahlenspiel wollte ich zeigen, dass unserer "Grossstädte" sehr dicht besiedelt sind. Was für mich eine wichtige Voraussetzung für Urbanität darstellt, und da können unsere "Grossstädte mit vielen Metropolen mithalten! Klar ist dabei auch, dass man z.B. Basel oder auch Zürich sicherlich nicht mit grossen Metropolen wie New York oder Paris vergleichen kann, dann wiederum leben wir in kleinen Provinzstädtchen, aber eben die meisten Menschen in diesen Metropolen leben wie Küsel gesagt hat nicht im Zentrum sondern in irgendeinem Quartier oder Vorort und dort sieht es wieder ganz anders aus! Unsere "Grosstädte finde ich sehr Urban, im Verhältnis zur grössse! Und die Aussage von sämelihülz kann ich auch so unterschreiben.
Ein Problem der Schweizer Grossstädte ist doch auch, dass die Zentren selber relativ klein sind, das Umland dafür relativ gross und so die grösse (resp. "kleine") des Zentrums nicht wirklich repräsentativ ist. Als Beispiel Zürich mit knapp 400'000 Einwohnern innerhalb der offizielen Stadtgrenzen jedoch ca. 800'000 - 1'000'000 "Tagesbevölkerung".
Das ist wohl ein Grund warum die Schweizer Grossstädte in Sachen Architektur ("Optik") nicht so Grossstädtisch wirken (mal abgesehen von der städtebaulichen Geschichte und der langsam Veränderung hin zur grossstädtischeren Architektur). Aber genau diese Punkte sind wohl mit ein Grund für die hohe Lebensqualität
Basel_CH July 20th, 2008, 10:21 PM Na ja, in anderen Ländern werden wohl viele der Agglomerationsgebiete einfach eingemeindet, so dass die Stadt einfach von den Einwohner grösser erscheint, als sie faktisch eigentlich wäre. Was dort so einfach vor sich zu gehen scheint, ist bei uns weniger möglich (in Basel praktisch gar nicht möglich, bis auf Riehen und Bettingen) und ist mit einigen Abstimmungen und Hürden verbunden.
_____________________________________________________________________________________
http://www.mercenary.dk/downloads/audio/full/Mercenary_11_Dreams.mp3
sämelihülz July 20th, 2008, 11:22 PM Na ja, in anderen Ländern werden wohl viele der Agglomerationsgebiete einfach eingemeindet, so dass die Stadt einfach von den Einwohner grösser erscheint, als sie faktisch eigentlich wäre. Was dort so einfach vor sich zu gehen scheint, ist bei uns weniger möglich (in Basel praktisch gar nicht möglich, bis auf Riehen und Bettingen) und ist mit einigen Abstimmungen und Hürden verbunden.
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http://www.mercenary.dk/downloads/audio/full/Mercenary_11_Dreams.mp3
kann ich auch nur unterstreichen!
Lake hat mal in irgendeinem Post gesagt das Freiburg im Breisgau mit seinen 200'000 Einwohner ja viel grösser sei als Basel. Nur danach ist Schluss, es gibt praktisch keine Agglo, und alle grösseren Gemeinden gehören schon zur Stadt. Du bist im nu auf dem Land und dann kommt einfach nix mehr.
In der Schweiz ist das bei den grösseren Städten wie Bern, Basel aber auch Zürich anders. Die Offizielle Bewölkerungszahl ist erschreckend Tief (Basel 175'000, Bern 135'000), doch in meinen Augen hört die Stadt nicht da auf wo die Grenze liegt, sondern der ganze Ballungsraum gehört auch zur Stadt, auch wenn eben Offiziell die Stadt nur so wenig Einwohner hat.
Darum finde ich es auch Ärgerlich wenn man sagt: ja Basel hat ja nicht mal 200'000 Einwohner (meistens in den Ausländischen Pressediensten), es ist eine kleine Stadt die sehr beschaulich und gemütlich ist.
Jeder der in Basel wohnt, weiss das dem nicht ganz so ist!!!
Energy2003 July 21st, 2008, 12:15 AM subjektiv magst du recht haben, aber Fakten sind Fakten
so nebenbei: sooo spannend ist zB die Gegend rund um Bern auch nicht
war vor kurzem dort und auch in Liestal. ganz so "mega-agglo" fühlt es sich in Liestal zumindest nicht an.
aber da müßte man sich bei den Leuten bedanken die die Kantone gemacht haben ;) weil wieso Basel + 1 kleine Stadt + 1x Dorf ein eigener Kanton sind -> keine Ahnung
aber die Diskussion an sich ist ja schon offtopic
hausmeister July 21st, 2008, 10:22 AM diese fakten entsprechen trotzdem nicht der realität. schau mal basel auf google earth an. wenn du die grenzen ausgeblendet hast, wirst du nicht nachvollziehen können, wo die stadt aufhört (das gilt auch für zürich):
der erste agglomerationsgürtel ist mit der stadt verschmolzen. basel-stadt und allein die direkt daran grenzenden gemeinden (inkl. d und f) haben bereits über 400'000 einwohner. natürlich haben diese gemeinden jeweils einen eigenen kern, jedoch gilt das bei grösseren städten ja auch für die quartiere, also "unstädtisch" ist das deshalb noch lange nicht.
der zweite agglomerationsgürtel (u.a. pratteln, arlesheim, oberwil, haltingen, village-neuf) hat nochmals 100'000 einwohner. die grenzen sind teilweise gar nicht (zb. oberwil) oder nur schwer (zb. pratteln) erkennbar.
ein erkennbaren siedlungstrenngürtel gibt es eigentlich erst zwischen dem zweiten und dritten agglomerationsgürtel (zb. pratteln-augst oder oberwil-biel benken). aber selbst dort sind gemeinden noch zusammengewachsen (dornach-aesch, oberwil-therwil) und somit indirekt mit der stadt verbunden.
die gesamtsituation kann man im neuen richtplan bl (http://www.baselland.ch/fileadmin/baselland/files/docs/polit-rechte/vernehml/vern2005/richtplan/richtplan-gesamtkarte.pdf) recht gut erkennen.
lange rede kurzer, subjektiver sinn: wenn ich von basel nach ettingen fahre, dann habe ich erst nach therwil das gefühl, am stadtrand zu sein.
U3065 July 21st, 2008, 11:17 AM was für eine interessante Debatte ich hier auch verpasst habe... ;)
Ich möchte mal eine klare Frage an alle stellen:
Was mögt ihr lieber? Eine kleinere und beschaulischere Stadt wie Zürich oder Basel, oder lieber eine grosse Metropole wie London oder NY?
Ich glaube wir Schweizer schauen wegen unseren kleinen Städten immer mit grosser Bewunderung nach Amerika, Japan, auf zu diesen grossen Städten, doch ich glaube nicht viele von uns würden es dort wirklich toll finden.
Die Lebensqualität in der Schweiz ist so hoch, sie würde sich nur verschlechtern wenn die Städte doppelt so gross wären.
Lieber unsere Stadt so behalten wie sie ist (also in dieser Grösse), aber trotzdem versuchen sie urbaner zu gestalten damit man die Lebensqualität behalten oder gar anheben kann!
Da gebe ich dir vollkommen Recht, wenn die Schweizer Städte ebenfalls so gross wären, wie London, Paris oder New York, gäbe es auch wohl oder übel Banlieus. Armenviertel und momentan haben wir solche Umstände zum guten Glück nicht. Seht euch doch mal die Städte mit der höchsten Lebensqualität an. Sowohl Zürich, als auch Genf, Wien, Vancouver, München etc. haben solche Vororte nicht - dies generiert mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit, weniger Schmutz, mehr Investitionen, bessere Infrastruktur und und und. Beispiel New York: Klar ist Manattan und Brooklyn toll, aber geht mal in die Bronx oder teilweise auch nach Staten Island, das zieht natürlich die Lebensuqualität wieder nach unten. Wenn man hingegen nur die Borough Manhattan ansieht, würde New York viel weiter oben im Ranking rangieren... Ich bin ebenfalls stolz, dass man in Schweizer Städten in jedem Stadtteil sicher ist und keine Angst haben muss.
Nichts desto trotz fände ich es jedoch gut, wenn die Schweizer Städte wachsen, jedoch gesund wachsen. Um solche langweilige Banlieus zu verhindert müssen dort, wo neue Wohnquartiere enstehen, auch kulturelle Angebote geschaffen werden, es braucht einen klugen Mix zwischen Geschäftshäusern und Wohnhäusern mit Shops etc. Nur so kann Langeweile und andere Misstände verhindert werden. In Neu Oerlikon hat man die lange Zeit ein wenig vernachlässigt, aber man probiert dies nun nach und nach zu korrigieren. Auch im Glattpark in Opfikon muss dass passieren...
Und ganz ganz wichtig, die Gebäude sollten sich von einander ein wenig unterscheiden. Stellt euch mal vor in einem Quartier zu wohnen, wo praktisch jedes Gebäude gleich aussieht, jede Wohnung gleich, überall nur Cubusse mit Ecken und Kanten, Würfel etc. Das wäre doch todlangweilig. Habe das schon mal angesprochen, aber von den Schweizer Architekten fordere ich ganz klar viel mehr Kreativität. Beispiel: Glattpark, klar ist das interessant, mitansehen zu dürfen, wie ein derart grosses Quartier neu entsteht, aber rein architektonisch gesehen sind die meisten Gebäude einfach bloss mittelmässig. In 30 Jahren wird sich keiner gross mehr an diese Gebäude erinnern, sie fallen einfach nicht auf und unterscheiden sich auch nicht gross von einander. Positives Beispiel: Hingegen Wohnsiedlungen a la Puls5 oder die auf dem Müller Martini Areal, aber auch auf dem Steinfels Areal - das ist urbane Architektur. Jemand der durch Zürich fährt und welcher zuvor noch nie da war, dem fallen solche markanten Geäude auf, aber so langweilige 0815-Blöcke a la Glattpark (mit Ausnahme Lightcube), hey sorry, die gibts in jeder Stadt - überall!!!
hausmeister July 21st, 2008, 10:33 PM novartis hat im april angekündigt alcon für 39 miliarden franken von nestle zu übernehmen. nun kündigt auch roche eine übernahme an, welche zugleich die grösste übernahme in der schweizer unternehmensgeschichte sein wird: für 43 miliarden franken sollen die ausstehenden aktien seiner biotechnologietochter genentech übernommen werden.
ich bin gespannt, ob diese beiden riesendeals für die region basel positive auswirkungen haben werden (arbeitsplätze, steuern).
sämelihülz July 22nd, 2008, 12:03 AM Die Fusion von Ciba Geigy und Sandoz war damals 1996 die grösste Firmenfusion der Welt!!!!
Die Übernahme von Genentech durch Roche dürfte auch in die grösseren Übernahmen der Welt eingehen.
U3065 July 22nd, 2008, 08:13 AM Die Fusion von Ciba Geigy und Sandoz war damals 1996 die grösste Firmenfusion der Welt!!!!
Die Übernahme von Genentech durch Roche dürfte auch in die grösseren Übernahmen der Welt eingehen.
Ca. die grössten 30 ja....
rübenzahn July 24th, 2008, 12:29 PM Basel. sda. Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta setzt seinen Wachtumskurs fort. Syngenta steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 7,295 Mrd. Dollar. Der Reingewinn kletterte um einen Viertel auf 1,519 Mrd. Dollar.
.... 28% find ich ganz ok ;)
hausmeister July 24th, 2008, 02:51 PM das geht noch besser:
Basel. sda/baz[...]Den Reingewinn hat Lonza im ersten Halbjahr um 82,9 Prozent auf 267 Mio. Fr. gesteigert. Zu verdanken ist dies einem Sondergewinn. Dieser geht aus dem Verkauf der italienischen Kunststoffherstellerin Polynt hervor.
auch ohne sondergewinn steht lonza ganz gut da. auch der betriebsgewinn nahm um immerhin 15,2% zu.
der personalbestand wurde zudem erhöht und anscheinend platzt lonza am hauptsitz aus allen nähten. gemäss ceo habe man bereits einige ideen für das zukünftige räumliche wachstum in basel. man habe rund um das hochhaus noch landreserven.
achja, das obligatorische kritische element:
Basel. sda/baz. Die erfolgsverwöhnte Basler Kantonalbank (BKB) hat im ersten Halbjahr 2008 deutlich weniger verdient: Im Konzern BKB, der das Stammhaus und die Bank Coop umfasst, brach der Gewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 28 Prozent auf 122,7 Mio. Fr. ein.
Mehr als die Hälfte des Rückgangs des Konzerngewinns sei auf die tiefere Börsenbewertung der Nationale Suisse zurückzuführen, teilte die BKB mit.
rübenzahn July 24th, 2008, 03:49 PM lonza fährt mit der biotech strategie ganz gut, im gegensatz zu den schwächelnden chemikonzernen ciba und clariant. bei einem grossen konzern wie syngenta überrascht mich ein umsatzsprung von 28% (20% bei konst. wechselkurs). ist aber auf die momentane lebensmittelknappheit zurückzuführen. ich hoffe aus städtebaulicher sicht natürlich auch auf neubauten der firmen, vorallem syngenta könnte doch etwas neues wagen.
Don Calo July 24th, 2008, 04:01 PM Weitere Allianzen bereits im Visier
LONZA SIEHT SICH BIS 2013 AUF KURS
Stefan Borgas verfolgt als Chef des Life-Sciences-Konzerns Lonza eine ehrgeizige Wachstumsstrategie.
valentin handschin
Gut gelaunt präsentierte Lonza-Chef Stefan Borgas gestern die Ergebnisse, die der Life-Science-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielen konnte: Lonza konnte den Umsatz im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Franken steigern, den Betriebsgewinn (Ebit) um 15,2 Prozent auf 235 Millionen Franken. Und der Reingewinn steigerte sich – durch den Verkauf der letzten Anteile an der ehemaligen Polymertochter Polynt – um rund 83 Prozent auf 267 Millionen Franken.
kooperationen. Damit ist die ehrgeizige Wachstumsstrategie von Borgas weiter auf Kurs: Lonza soll den Betriebsgewinn bis 2013 jedes Jahr um 15 bis 20 Prozent steigern. 2008 wird sich das Wachstum allerdings eher am unteren Ende dieser Bandbreite bewegen. Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass gleich drei Kunden grosse Produktionsaufträge ins nächste Jahr verschoben haben.
Dafür rechnet sich Stefan Borgas längerfristig neue Wachstumschancen durch umfassende Kooperationen mit Pharmakonzernen aus. Der kürzlich abgeschlossene Vertrag mit Novartis könnte Lonza bis in fünf Jahren einen dreistelligen Millionenbeitrag einbringen. Er hofft, in diesem Jahr noch mindestens einen weiteren solchen Kooperations-Deal unter Dach und Fach bringen zu können. «Ich denke, dass wir langfristig 50 Prozent unserer Kapazitäten in solche Allianzen einbringen können», ergänzt der Lonza-Chef im Gespräch mit der baz.
Gleichzeitig soll das Unternehmen auch durch Zukäufe verstärkt werden. «Ich denke an Akquisitionen im Bioscience-Bereich, um in diesem Geschäft die notwendige kritische Masse schneller zu erreichen. Und auch im Life-Science-Ingredienz-Bereich könnten Zukäufe erfolgen, um damit zusätzliche Produkte zu erwerben», sagt er.
Etwas überrascht hat, wie gut Lonza die gestiegenen Rohstoffpreise auf ihre Kunden überwälzen konnte. «Wir konzentrieren uns stark auf Nischenmärkte, in denen eine grosse Nachfrage nach unseren Produkten besteht. Entsprechend gross ist unsere Preismacht», erklärt Borgas dazu.
Lonza übertraf mit den Halbjahreszahlen insgesamt zwar die Erwartungen der Bankanalysten. Die Aktie gab gestern aber trotzdem um 4,5 Prozent auf 145 Franken nach. Grund dafür waren Gewinnmitnahmen durch Investoren.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/HeadquarterLonza240708.jpg
Platznot bei Lonza. Firmenchef Stefan Borgas denkt über einen Ausbau des Hauptsitzes in Basel nach. Foto Elena Monti
«Man könnte ein Konferenzzentrum errichten»
DER HAUPTSITZ VON LONZA PLATZT AUS ALLEN NÄHTEN – KONZERNCHEF STEFAN BORGAS HEGT ERSTE AUSBAUPLÄNE
Stefan Borgas, Chef des Life-Science-Unternehmens Lonza, versichert zwar, dass das Unternehmen am Hauptsitz noch genügend Platz für alle Mitarbeiter habe. Doch Borgas hat bereits erste Ausbaupläne diskutiert.
interview: valentin handschin
baz: Herr Borgas, das Lonza-Hochhaus in Basel platzt aus allen Nähten. Erste Einzelbüros mussten bereits in Zweier-büros umgestaltet werden, damit weiterhin alle Mitarbeiter einen Arbeitsplatz haben. Wie viele Angestellte wollen Sie noch in das Haus stopfen?
STEFAN BORGAS: Stopfen werden wir ganz sicher nicht. Es gibt momentan noch genügend Platz. Hinzu kommt, dass wir im Vergleich zu anderen Lonza-Standorten hier in Basel immer noch komfortabel sitzen.
Also können Sie sich immer noch an Ihrem Einzelbüro erfreuen?
Ja, meinen Arbeitstisch muss ich noch nicht teilen (schmunzelt). Aber der grosse Konferenztisch, der sich ebenfalls in meinem Büro befindet, wird für Teamsitzungen genutzt, wenn ich nicht da bin. Wir haben aber bereits einige Ideen für das zukünftige räumliche Wachstum von Lonza – auch mit anderen Partnern.
Was heisst das?
Auf dem Gelände unmittelbar rund um das Lonza-Hochhaus gibt es ja noch Landreserven. Man könnte dort beispielsweise ein kleines Konferenzzentrum mit Besprechungszimmern errichten, was zusätzlichen Raum bieten würde.
Gibt es dazu bereits konkrete Pläne?
Nein.
Aktuell arbeiten 275 der insgesamt 8106 Mitarbeiter von Lonza in Basel. Wie viele werden es Ende dieses Jahres sein?
Zum Vergleich: Ende 2007 waren es noch 257 Personen. Wir werden sicher weitere Stellen schaffen. Das Personalwachstum wird hier aber geringer ausfallen als bei den Produktionsstandorten, wo die meisten neuen Jobs entstehen. Insgesamt werden wir 2008 über 500 neue Jobs schaffen.
Sie geniessen bei der Belegschaft ein grosses Vertrauen. Viele Mitarbeiter fragen sich aber, wie lange Sie Lonza noch erhalten bleiben – Sie werden zum Beispiel immer wieder als Nachfolger von Daniel Vasella als Novartis-Konzernchef gehandelt.
Solange das Unternehmen mich noch will, bleibe ich gerne. Diese Gerüchte ehren mich zwar, aber das sind pure Erfindungen.
Quelle: BAZ vom 24.07.08
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Ein neues Konferenzzentrum ist ja ganz schön, doch mir wäre lieber wenn dort ein weiteres Hochhaus hinkommen würde! Die Tennisplätze können von mir aus lieber heute als morgen verschwinden und somit wäre auch platz für ein weiteres Hochhaus vorhanden! Die Lage ist sicherlich top!
hausmeister July 25th, 2008, 10:01 AM Basel. sda. Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta setzt seinen Wachtumskurs fort. Syngenta steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 7,295 Mrd. Dollar. Der Reingewinn kletterte um einen Viertel auf 1,519 Mrd. Dollar.
.... 28% find ich ganz ok ;)
das starke wachstum wird sich nun wohl doch auch auf die räumlichkeiten in basel auswirken. so ist jedenfalls die aussage von syngenta-chef mike mack in der heutigen baz zu deuten:
"wir werden bis zum jahresende auch in basel wachsen" und "noch haben wir zwar genügend platz. aber wir werden wohl in den nächsten monaten darüber informieren, wie wir ab 2009 unseren standort in basel modernisieren wollen"
derzeit sind in basel 1140 mitarbeiter beschäftigt (weltweit ca 21'000).
man darf also gespannt sein.
Don Calo July 30th, 2008, 08:26 PM Hier noch ein interessanter Artikel über ein Architekturbüro aus Basel welches nicht so bekannt ist:
BASEL. PETER STEINMANN UND HERBERT SCHMID BAUEN BAHNHÖFE UND ENTWERFEN MÖBEL
Ein rostroter Bahnhof in Visp und eine leuchtend grüne Haltestelle beim Dreispitz. Die Basler Architekten Steinmann und Schmid setzen Akzente. Aktuell belegen sie im Team mit zwei anderen Planungsbüros den zweiten Rang beim Wettbewerb für das Bruderholzspital.
Der lichtgrüne Kubus im Eingangsbereich des Architekturbüros Steinmann & Schmid an der Rebgasse 21a ist nicht zu übersehen. Er markiert das Zentrum des ansonsten schlicht gehaltenen Architekturbüros. Dort, beim grünen Kubus mit Bar, trifft man sich, entwickelt Ideen, tauscht sich aus.
«Farben sind das halbe Leben», sagt Peter Steinmann (47) und verweist auf zwei Projektfotos an der Wand: Eines zeigt die in Gelbgrün gehaltene neue S-Bahn-Haltestelle Dreispitz, das andere den kürzlich eröffneten und komplett neu gestalteten Bahnhof Visp im Wallis, wo sich in der anthrazitfarbenen Glasfassade des Bahnhofsgebäudes die umliegende Bergwelt spiegelt. «Wir benutzen Farben, um etwas zu markieren, um einen Akzent zu setzen», erklärt Herbert Schmid (48). Bei der im Bahneinschnitt gelegenen Haltestelle Dreispitz etwa werden die Passagiere durch die hellen, gelbgrünen Treppenaufgänge ans Tageslicht geführt. Zudem ergibt sich durch die markante Farbgebung ein Wiedererkennungseffekt: Wer die Station zweimal gesehen hat, vergisst sie so leicht nicht wieder.
knotenpunkt. Auch in Visp spielt die Farbgestaltung eine zentrale Rolle: Die Bahnhofsunterführung und Teile des neuen Busbahnhofs sind ganz in Rostrot gehalten. Dies verleiht dem ehemals unscheinbaren Regionalbahnhof, der mit der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels auf einen Schlag zum Verkehrsknotenpunkt geworden ist, ein unverkennbares Gesicht. Und dies ist der verkehrstechnisch neuen Bedeutung des 7000-Seelen-Städtchens Visp durchaus angemessen: Heute verkehren hier stündlich Züge nach Bern, Lausanne, Mailand und Brig – die Reisezeit in die Nordwestschweiz und nach Italien hat sich mit dem Basistunnel drastisch verkürzt. So dauert die Zugfahrt von Basel nach Visp heute noch zwei statt der früheren dreieinhalb Stunden.
Diese Strecke kennen Steinmann und Schmid aus dem Effeff. Seit sie 1999 mit ihrem zehnköpfigen Architekturbüro den nationalen Studienauftrag zur Neugestaltung des Bahnhofs Visp gewonnen haben, sind sie unzählige Male ins Wallis gefahren. Und dies wird noch einige Zeit so bleiben: In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Visp planen und bauen sie an zwei grossen Wohn- und Bürokomplexen: «Visp wird sich stark beleben», so Schmid, selber ursprünglich Walliser.
Spital. Doch die beiden Architekten sind nicht nur in Bahnhofsnähe anzutreffen. Mit Wohn- und Büroüberbauungen sowie Quartierplanungen sind sie auch in der Region Basel präsent. So bauten sie etwa die Raiffeisen-Geschäftsstellen in Basel, Gelterkinden und Riehen und sind die «Hausarchitekten» der Art Basel. Aktuell holten sie im Team mit Rapp Arcoplan und Blaserarchitekten den 2. Rang beim Wettbewerb für den Neubau des Bruderholzspitals. Das Projekt, das nun mit drei weiteren in eine Überarbeitungsrunde geht, zeichnet sich durch einen zeichenhaften Baukörper aus, der das Bettenhaus aufnimmt.
Peter Steinmann und Herbert Schmid reizt der Spagat zwischen Gross und Klein. So planen sie einerseits für Grossprojekte, engagieren sich andererseits auch bei der Innenraumgestaltung von Kleinprojekten, wie etwa dem Wein-Kompetenzzentrum für Hischier Weine in Brig. «Uns interessiert eine Architektur, bei welcher der Mensch im Zentrum steht», so die beiden Architekten, die vor 17 Jahren gemeinsam in Basel ihr Büro gegründet und sich früher auch mit Möbeldesign hervorgetan haben. Der schlichte «Steinmann-Stuhl» etwa, dessen Beine in klaren Linien von der Vorderkante des Stuhls wegführen, zeugt davon.
Eine Architektur für den Menschen: Damit meinen die beiden auch, dass sie bei der Gestaltung von Stadtteilen oder Wohnüberbauungen jeweils stark auf die Bedürfnisse der Anwohner und Passanten eingehen. «Die Lebendigkeit eines Stadtteils steht und fällt mit der Nutzung, die sich im Erdgeschoss der Häuser befindet», erklärt Steinmann. So entwickle sich etwa ein Strassenzug ganz anders, je nachdem, ob sich darin ebenerdig Wohnungen, Büros, Cafés oder Läden befänden. Solche Fragen stünden bei städtebaulichen Projekten stets im Vordergrund und machten die Projektierung spannend – sei es in Visp oder Basel.
www.steinmann-schmid.ch
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/SteinmannSchmid300708.jpg
Team. Herbert Schmid (48) und Peter Steinmann (47) auf der Dachterrasse ihres Architekturbüros an der Rebgasse. Foto Elena Monti
Katharina Truninger
Quelle: BAZ vom 30.07.08
U3065 August 5th, 2008, 11:50 AM Studie: Roche löst Pfizer 2014 als Pharma-Branchenprimus ab
London (sda/reuters) Der Basler Roche-Konzern löst den US-Pharmariesen Pfizer
2014 an der Spitze der Arzneimittelbranche ab. Grund sind massive Patentausfälle bei Pfizer, wie eine Studie zeigt.
Das New Yorker Unternehmen wird sich dann mit dem sechsten Platz der Weltrangliste zufrieden geben müssen, wie die Branchenexperten von EvaluatePharma erwarten. Die Experten nutzten für ihre Vorhersagen die Prognosen von Analysten.
Die vorhergesagten Veränderungen in der Pharma-Weltrangliste spiegeln die Folgen zahlreicher Patentabläufe und des Wettbewerbs mit Generika-Anbietern wider, die der Branche in den kommenden fünf Jahren ins Haus stehen.
Patentabläufe als bekanntes Geschäftsrisiko wären nicht so verheerend, würde der Nachschub an neuen Medikamenten bei den Konzernen stimmen. Aber genau daran hapert es zur Zeit bei vielen Unternehmen.
Biotech-Geschäft hilft Roche
Dass es Roche in diesem Umfeld an die Spitze schaffen wird, liegt gemäss den EvaluatePharma-Experten an der Stärke des Unternehmens im wachsenden Geschäft mit Biotech-Medikamenten. Zudem gebe es in den kommenden Jahren kaum Patentrisiken.
Bei Pfizer dagegen verlieren in den kommenden Jahren mehrere lukrative Medikamente ihren Patentschutz. Neben dem Blutfettsenker Lipitor - mit einem Jahresumsatz von rund 13 Mrd. Dollar das weltweit umsatzstärkste Medikament - sind dies das Blutdruck-Mittel Norvasc, die Potenzpille Viagra und das Augenmittel Xalatan.
Insgesamt stehen Pfizer bis 2014 Umsatzausfälle von 16,7 Mrd. Dollar ins Haus, wie es in der Studie heisst.
Führend bei Krebsmedikamenten
Anders die Situation bei Roche: Die Basler sind bereits weltweit führend im Markt für biotechnologische Krebsmedikamente und dürften diese Position mit der angekündigten vollständigen Übernahme der US-Biotechfirma Genentech noch weiter ausbauen.
Roche will die noch nicht in ihrem Besitz befindlichen rund 44 Prozent an Genentech für 43,7 Mrd. Dollar kaufen. Aber selbst ohne diese Übernahme dürften die Basler gemäss der Studie in den kommenden Jahren alle anderen Wettbewerber überflügeln.
Novartis auf dem fünften Rang
Hinter Branchenführer Roche werden im Jahr 2014 gemäss den Prognosen von EvaluatePharma die nächsten drei Plätze ebenfalls von europäischen Konzernen belegt.
Sanofi-Aventis aus Frankreich kommt demnach auf Platz zwei, GlaxoSmithKline aus Grossbritannien wird Nummer drei und Novartis bringt es auf den vierten Platz.
Erst danach taucht mit Johnson & Johnson der erste US-Konzern in der Rangliste auf. Der deutsche Bayer-Konzern rückt neu in die Top Ten vor.
(SDA/ATS - ir/bsd173/ECO/4/080805 1146)
Basel_CH August 5th, 2008, 02:14 PM Also was bis 2014 in der Pharma-Branche so passiert zu prognostizieren halte ich persönlich für sehr gewagt. Von dem her halte ich die Aussage für schwachsinnig, klar muss ein Unternehmen voraus planen, aber zu sagen wie es in dieser Branche in ein paar Jahren aussieht ist doch sehr heikel.
Bspw. muss nur ein oder zwei Roche-Produkte wegen unerwartenden Nebenwirkungen vom Markt genommen werden und eine à la USA Grossklage anlaufen und dann ist der Ruf von Roche schon grossteils zunichte.
Oder Pfizer und einer ihrer Hauptkontrahenten müssten fusionieren und dann wär Roche nicht mehr die Nr. 1.
Der Pharma-Markt bewegt sich sehr schnell und steht unter Druck. Die Entwicklung von Wirkstoffen und Präparaten wird immer komplexer und die Anforderungen der Behörden steigen an, gleichzeitig wollen die Leute billigere Medikamenten und klagen über die hohen Preise. Damit steigt auch das Risiko, dass eine Firma recht schnell in Bedrängnis kommen könnte, sei das nun Roche, Pfizer, Novartis oder sonst ein Grossunternehmen.
Daher für mich eine STudie von vielen...
rübenzahn August 5th, 2008, 05:09 PM Also was bis 2014 in der Pharma-Branche so passiert zu prognostizieren halte ich persönlich für sehr gewagt. Von dem her halte ich die Aussage für schwachsinnig, klar muss ein Unternehmen voraus planen, aber zu sagen wie es in dieser Branche in ein paar Jahren aussieht ist doch sehr heikel.
Solche Prognosen sind schon Heikel, denn es kann immer zu Überaschungen kommen bezgl. der Zulassung von Medikamenten. Exakte Aussagen sind sicher nicht möglich, man kann aber durchaus die Pipline der Firmen und die Patentabläufe vergleichen und da siehts tendenziell eher düster aus für Pfizer und gut für Roche. Novartis kann seinen Marktanteil in etwa halten. Viele Wirkstoffe versucht man auch für weitere Therapieformen oder sogar Krankheiten zuzulassen, dies macht es nicht einfach das Potential abzuschätzen. Avestin könnte, so glaube ich gehört zu haben, noch für Überaschungen sorgen. Auffallend ist auch dass die top ten der Pharmabranche an Markanteil verlieren wird, was auf Generikahersteller zurückzuführen ist. Auch werden Inovationen vermehrt von kleinen Biotech-Unternehmen getragen. Eigentlich sollten die Biotech-Firmen aber dort entstehen wo heute schon geforscht wird.
---------------------Listenrang----Marktanteil
(in Prozent)----------2014--2007--2014--2007
Roche-------------------1----5----6,0----5,2
Sanofi-Aventis-----------2----3----5,9----6,6
GlaxoSmithKline----------3----2----5,3----7,0
Novartis-----------------4----4----5,2----5,8
Johnson & Johnson-------5----7----4,0----4,6
Pfizer--------------------6----1----3,6----7,2
Merck & Co--------------7----8----3,3----4,4
Abbott Laboratories------8----12---3,0----2,7
Bayer-------------------9----11----2,9----2,7
AstraZeneca------------10----6----2,9----4,8
Don Calo August 7th, 2008, 11:28 AM Das Schweizer Immobilien-Magazin, Immobilien Business Ausgabe August 08 widmet einen teil ihrer Ausgabe der Region Basel, so wird nicht nur über viele interessanten Neubauprojekte geschrieben, sondern es hat auch einen kritischen Artikel über die hohen Steuern. Zudem hat es ein Interview mit dem ägyptischen Unternehmer Samih Sawiris. Hier die Beschreibung aus dem Internet:
Ausgabe 8, 2008: Ist er der gute Mensch von Andermatt, der eine Milliarde Franken investiert und diese Urner Bergregion in eine rosige Zukunft führt, oder der Verführer, der sich Andermatt kaufte und ein grosses Geschäft wittert? IMMOBILIEN Business hat dem ägyptischen Unternehmer Samih Sawiris auf den Zahn gefühlt. Ein Exklusiv-Interview über Preise, Projekte, Perspektiven. – Am Rheinknie recken sich mehr und mehr Baukräne gen Himmel. Deutet man die Zeichen richtig, so heisst das: Basel baut und boomt – vom St. Jakob über Erlenmatt und Kleinhüningen bis Pratteln. Die August-Ausgabe legt den Fokus auf die BaselArea. Im Schwerpunkt: Grossprojekte, Messezukunft, Wirtschaftswachstum, ein Investor mit Hang zu Rubens und ein Fussballer, der zur Legende wurde. –
Ist denn alles Grün, was glänzt, fragte IMMOBILIEN Business und nahm Golfplätze in der Schweiz unter die Lupe. Die Anzahl der Anlagen nimmt zu, doch bringen sie auch Rendite? – Vermehrt treten Investoren aus dem arabischen Raum auf und spielen eine gewichtige Rolle auf den Immobilienmärkten. Doch das ist nicht ohne, denn die islamische Weltordnung, sprich Sharia, muss mit dem Geschäften in Einklang stehen.
Er ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, Bildhauer, Designer, Architekt, Hochschullehrer: Max Bill. Dokumentarfilmer Erich Schmid drehte einen Film über den Schweizer Visionär (Weltpremiere am Filmfestival Locarno). IMMOBILIEN Business besuchte Bills Atelier und Wohnhaus in Zumikon.
www.immobilienbusiness.ch
U3065 August 7th, 2008, 02:25 PM 2000er Eintrag im Basel Forum! :banana:
Küsel August 7th, 2008, 02:34 PM Schon? Zeit zum :dance:
hausmeister August 7th, 2008, 03:10 PM ...und dieser muss natürlich aus zürich kommen... ;)
zum tagesgeschäft:
Basler Tourismus weiterhin auf Erfolgskurs
Die soeben ermittelten Julizahlen bestätigen einmal mehr den erfreulichen Aufwärtstrend des Basler Tourismus. Die insgesamt 84 435 Übernachtungen – das höchste je in einem Juli ausgewiesene Resultat – belegen, dass sich Basel weiterhin erfolgreich im Wettbewerb behauptet und der Freizeittourismus immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Das höchste je in einem Juli ausgewiesene Resultat
Das Ergebnis des Vorjahres wurde im Berichtsmonat mit insgesamt 84 435 Übernachtungen um 9 128 Übernachtungen oder 12,1 % übertroffen. Das kräftige Wachstum ist sowohl Gästen aus dem Inland wie dem Ausland zuzuschreiben: Beim Binnentourismus wurde eine Zunahme um 3 489 oder 18,8 % auf 22 004 Logiernächte registriert. Die ausländische Nachfrage stieg um 5 639 oder 9,9 % auf 62 431 Logiernächte. Erfahrungsgemäss werden im geschäfts- und messelosen Juli Jahrestiefwerte regist-riert. Die diesjährigen Werte zeugen aber klar von einer Zunahme des Freizeittourismus. Das reiche Kulturangebot – v.a. das Basel Tattoo – haben Basel im Juli sehr gute Übernachtungszahlen gebracht.
Hohe Zuwachsraten dank eines reichen Kulturangebot
Eine Analyse der Herkunftsstruktur zeigt die höchste Zunahme bei den Gästen aus Deutschland. Deutschland ist nach wie vor das wichtigste Herkunftsland für den Basler Tourismus. Die Deutschen brachten es im Juli 2008 auf 15 938 Übernachtungen, das sind 1 546 oder 10,7 % mehr als 2007. Dank des Basel Tattoos entfielen sehr hohe Zuwachsraten auf Grossbritannien (+958 Logiernächte; +13,0 %), die Republik Korea (+723; +122,8 %), die USA (+552; +8,6 %), Russland (+493; +158,0 %), Mittelamerika/Karibik (+404; +104,7 %), die Republik Südafrika (+285; +105,6 %) und Norwegen (+251; +109,6 %). Auffallend ist auch die Zunahme der Gäste aus den Niederlanden. Nach den wun-derschönen Bildern des Oranje-Samstags erstaunt es nicht, dass die Holländer Freude an Basel fan-den und uns viele Logiernächte bescherten: Genau waren es 3 665, 17,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Wert ist der höchste seit langem und liegt um 82,2 % über dem Julimittel der letzen 25 Jahre.
Positive Bilanz seit Jahresbeginn
Die Basler Hotelbetriebe registrieren seit Jahresbeginn insgesamt 583 473 Logiernächte, was einer Zunahme um 47 125 oder 8,8 % gleichkommt. Stark zugenommen hat in erster Linie die von den In-landgästen generierte Logiernächtezahl. Die 170 190 Übernachtungen bedeuten 28 099 Logiernächte oder 19,8 % mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Auch die ausländischen Gäste bilan-zierten positiv. Ihre Zunahme um 19 026 Logiernächte oder 4,8 % fiel aber vergleichsweise gering aus.
quelle: Basel-Stadt | Statistik (http://statistik-bs.ch/themen/10/MM_TourStat_0807)
sämelihülz August 7th, 2008, 03:15 PM 2000er Eintrag im Basel Forum! :banana:
gar nicht bemerkt :(
grundsätzlich bin ich mit der Entwiclung vom Basler Forum sehr zufrieden: Gesprächsstoff gibt es laufend neuen, Hochhausprojekte haben wir verhältnismässig sehr viele, und auch die Zahl der Aktiven User hat sich laufend vergrössert.
Aber wo ist Rafael? Seit Monaten nicht mehr gesichtet :dunno:
Basel_CH August 7th, 2008, 03:20 PM Jo finde ich auch, insbesondere hats ne überkritische Grösse an Personen, die aktiv am Diskussionsleben hier mitmachen und der Diskussionsstil ist auch ganz passabel, wenns nicht gerade um ein Thema zwischen Basel und Zürich handelt:)
rübenzahn August 7th, 2008, 03:42 PM Aber wo ist Rafael? Seit Monaten nicht mehr gesichtet :dunno:
das bin doch ich, habe mir nur ein pseudonym zugelegt...:|
hausmeister August 7th, 2008, 04:07 PM das bin doch ich, habe mir nur ein pseudonym zugelegt...:|
wusst ichs doch... :cool:
sämelihülz August 7th, 2008, 08:47 PM sag das doch :rant:
kann ich ja nicht erraten!
Wieso denn diesen Namenswechsel? Gabs Probleme mit gewissen Leuten?
rübenzahn August 7th, 2008, 09:04 PM Wieso denn diesen Namenswechsel? Gabs Probleme mit gewissen Leuten?
fand den alten namen langweilig und ich habe zu beginn nicht gedacht dass ich so viele messages schreiben werde. aber wir driften hier ein wenig vom thema ab...
sämelihülz August 7th, 2008, 09:42 PM fand den alten namen langweilig und ich habe zu beginn nicht gedacht dass ich so viele messages schreiben werde. aber wir driften hier ein wenig vom thema ab...
alles klar!
@ Don Calo: wo kann man dieses Magazin kaufen? am Kiosk? ist vermutlich schandhaft teuer so um die 10 Stutz!
liest jemand regelmässig Hochparterre? Gab es da nicht in letzter Zeit auch Artikel über Basel und seine Projekte?
hausmeister August 8th, 2008, 12:02 AM liest jemand regelmässig Hochparterre? Gab es da nicht in letzter Zeit auch Artikel über Basel und seine Projekte?
heute ist die augustausgabe erschienen mit dem novartis campus als titelgeschichte. habs allerdings noch nicht gelesen.
rübenzahn August 8th, 2008, 12:44 AM heute ist die augustausgabe erschienen mit dem novartis campus als titelgeschichte. habs allerdings noch nicht gelesen.
http://www.hochparterre.ch/uploads/pics/hp8.jpg
ach cool! hofentlich erfährt man da etwas neues, die beiträge im immobilien business waren ja eher entäuschend.
sämelihülz August 8th, 2008, 01:00 AM @ rafael (srry Rübenzahn) : liest du Hochparterre des öfters? ist der Rest auch wenn mal grad nicht Basel drin ist lesenswert?
überlege mir es zu Abonnieren
Don Calo August 8th, 2008, 01:01 AM @ Don Calo: wo kann man dieses Magazin kaufen? am Kiosk? ist vermutlich schandhaft teuer so um die 10 Stutz!
ja genau in einem grösseren Kiosk, weiss allerdings nicht wie teuer es ist, habe es selber nicht gekauft.
ach cool! hofentlich erfährt man da etwas neues, die beiträge im immobilien business waren ja eher entäuschend.
muss ich dir recht geben, die Beiträge im Immobilien Business waren eher enttäuschend zumal auch einige Angaben falsch waren. Ich hoffe auch, dass im Hochparterre mal etwas neues zum Campus zu erfahren ist, was ich jedoch eher bezweifle.
rübenzahn August 8th, 2008, 01:12 AM @ rafael (srry Rübenzahn) : liest du Hochparterre des öfters? ist der Rest auch wenn mal grad nicht Basel drin ist lesenswert?
rübenzahn! wenn ich bitten darf ;)
nein eigentlich nicht, ich lese eigentlich keine designzeitschriften aber schaue mir die bildchen ganz gerne an. zum lesen finde ich naturwissenschaften/technik und weltpolitik spannender, die harten fakten eben ;).
ich hoffe es ist etwas neues über die hochhausplanung zu erfahren, vielleicht hat hochparterre bei den architekten nachgefragt (nouvel, piano), ist ja eine renomierte zeitschrift.
hausmeister August 8th, 2008, 10:20 AM im zweimal jährlich erscheinenden newsletter der wirtschaftsförderung bs/bl findet man die wichtigsten infos aus dem vergangenen halbjahr zu den basler unternehmen. in der aktuellen ausgabe ist zudem der logistikstandort das schwerpunktthema.
für rübenzahn hats auch einige harte fakten drin;)
BaselAreaNews – Juli 2008 (http://www.baselarea.ch/uploads/media/BaselAreaNews_deutsch_02.pdf)
hausmeister August 9th, 2008, 01:50 PM Solides Ergebnis: Straumann übertrifft Erwartungen
Straumann hat am Donnerstag mit einem soliden Halbjahresausweis die Markterwartungen übertroffen. Zugleich hat die Herstellerin von Dentalimplanten ihre weitgehende Unabhängigkeit von den konjunkturellen Bedingungen bewiesen und so kursierende Befürchtungen über eine Wachstumsabschwächung zerstreut.
Im ersten Halbjahr 2008 hat Straumann den Umsatz um 17,4% in CHF resp. 21,9% in Lokalwährungen (LW) auf 412,8 Mio CHF gesteigert. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kletterte um 11,1% auf 119,8 Mio CHF und der Reingewinn um 5,9% auf 100,5 Mio CHF.
(quelle: cash.ch)
positiv auch die entwicklung der stellen in basel: in diesem jahr sind bereits 50 stellen geschaffen worden und 20 weitere sollen bis ende jahr hinzukommen. platz habe man am hauptsitz allerdings noch genügend.
sämelihülz August 9th, 2008, 02:00 PM Interessant finde ich in dieser Newsletter von BaselareaNews dass immer wie mehr Unternehmen aus der Pharma Branche nach Basel umziehen weil hier so viele Faktoren beinahe Perfekt sind. Gut ausgebildetet Arbeitskräfte, sehr gute Infrastruktur, viele andere Unternehmen mit denen man sich austauschen kann, usw.
Ich denke in den nächten 5 bis 10 Jahren wird der Standort Basel immer wie wichtiger und wird vermehrt die Sogkraft ausüben.
Man muss einfach aufpassen dass man diese Position nicht wieder verliert, sonst ginge es Basel irgendwann nicht mehr so doll wie jetzt, aber es sieht eher gut aus zurzeit.
hausmeister August 20th, 2008, 10:36 AM weniger positives verkünden die schlagzeilen zu ciba und bank sarasin:
Ciba verliert über eine halbe Milliarde Franken (http://bazonline.ch/basel/Ciba-verliert-ueber-eine-halbe-Milliarde-Franken/story/22819133)
Sarasin-Gewinn bricht um einen Viertel ein (http://bazonline.ch/basel/SarasinGewinn-bricht-um-einen-Viertel-ein/story/15026118)
wobei eigentlich nur ersteres resultat als wirklich negativ anzusehen ist. bei ciba läuft was schief in der chefetage, vielleicht sollte man den stellenaubbau besser mal auf diesen bereich konzentrieren...
hausmeister September 5th, 2008, 10:53 AM do händeren:
Basel ist die Nummer 13 Europas
Zürich ist die attraktivste Wirtschaftsregion Europas. Basel immer die Nummer 13, noch vor Barcelona, Madrid oder Rom. Zürich schlägt Basel nicht zuletzt wegen niedrigeren Steuern.
„Der 13. Rang von 192 untersuchten Regionen ist für Basel hervorragend“, sagt Professor Urs Müller, der Verantwortliche der Konjunkturforschungsstelle BAK Basel Economics, welche den sogenannten „Attractiveness Index“ zusammengestellt hat.
Die BAK-Forscher haben bei ihrer Untersuchung als die Indikatoren Besteuerung, Erreichbarkeit, gesetzliche Regulierungen und Innovationsfähigkeit untersucht. Seinen absoluten Spitzenplatz unter den Wirtschaftsregionen Europas verdankt Zürich denn auch vorallem den attraktiven Steuern. Als Grund für die schlechtere Platzierung Basels nennt Professor Müller „ganz klar die vergleichsweise hohe Steuerbelastung in Basel“.
(bazonline.ch)
Energy2003 September 5th, 2008, 11:36 AM Seinen absoluten Spitzenplatz unter den Wirtschaftsregionen Europas verdankt Zürich denn auch vorallem den attraktiven Steuern
zum Glück praktizieren das nicht alle Länder bzw. Städte .... sonst gute Nacht !
NRG ist gegen Steuerdumping !
(meine Wenigkeit erkennt natürlich an, das Zürich noch genug andere Qualis hat)
btw: meine Heimatregion komm natürlich gleich nach wien an Platz 2 :)
hausmeister September 5th, 2008, 11:47 AM niemand behauptet, zürich hätte keine anderen qualitäten. bei den messbaren grössen ist jedoch die steuerbelastung ausschalggebend für die bessere platzierung. warscheinlich steht zürich auch bezüglich erreichbarkeit etwas besser als basel eingestuft, ansonsten sind die unterschiede gering.
von steuerdumping kann aber in zürich nicht die rede sein, genausowenig ist basel international gesehen eine steuerhölle.
hausmeister September 6th, 2008, 11:42 AM die derzeit viel diskutierte lebensqualität, resp. standortqualität sagt ja hauptsächlich etwas über den ist-zustand aus. wenig beachtet wird dabei der faktor der nachhaltigkeit.
gemäss definition bezeichnet nachhaltige entwicklung eine entwicklung, die den bedürfnissen der jetzigen generation entspricht, ohne die möglichkeiten künftiger generationen zu gefährden, ihre eigenen bedürfnisse zu befriedigen. dabei spielen drei langfristige anliegen eine rolle:
- ökonomische nachhaltigkeit
- ökologische nachhhaltigkeit
- soziale nachhaltigkeit
in den jahren 2003-2005 unternahmen verschiedene bundesämter und kantone den versuch, aufgrund von 30 nachhaltigkeitsindikatoren eine quer- und zeitvergleich der nachhaltigen entwicklung vorzunehmen.
quervergleich der kantone über alle nachhaltigkeitsdimensionen (2005):
http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00552/00553/index.html?lang=de&image=NHzLpZag7t,lnJ6IzdeIp96km56VlWtxnp1OqdayXbGH7Iuqz56gm6OOwQ--
quervergleich der kantone über die einzelnen nachhaltigkeitsdimensionen (2005):
http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00552/00553/index.html?lang=de&image=NHzLpZag7t,lnJ6IzdeIp96km56VlWdtmJtOqdayXbGH7Iuqz56gm6OOwQ--
es gibt sie also doch, die positive statistik mit basel an der spitze (wobei auch bei dieser erhebung stadt und land undifferenziert verglichen werden)
wer sich für die details interessiert hier klicken (http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00268/00552/index.html?lang=de)
Basel_CH September 6th, 2008, 04:00 PM Ich glaub Zürich hat in der neusten Studie auch nur zuoberst abgeschnitten, wegen den tiefen STeuern, ansonsten wären wohl Kopenhagen oder London vorne gelegen.
In der Tagesschau vor zwei drei Tagen kam dazu in einem kurzen Bericht noch die Meinung, das es wirklich darauf ankommt, wie man die einzelnen Einflüsse wertet und da hat ein Wissenschaflter/Kenner gemeint, es gibt wichtigere Parameter als die STeuern.
Wie das halt meistens so ist, gerade bei Statistiken, es kommt immer auf die Betrachtungsweise an, und jede Statistik kann man auslegen und sich zurechtbiegen, wie man will.
rübenzahn September 6th, 2008, 04:13 PM Ich glaub Zürich hat in der neusten Studie auch nur zuoberst abgeschnitten, wegen den tiefen STeuern, ansonsten wären wohl Kopenhagen oder London vorne gelegen.
In der Tagesschau vor zwei drei Tagen kam dazu in einem kurzen Bericht noch die Meinung, das es wirklich darauf ankommt, wie man die einzelnen Einflüsse wertet und da hat ein Wissenschaflter/Kenner gemeint, es gibt wichtigere Parameter als die STeuern.
Wie das halt meistens so ist, gerade bei Statistiken, es kommt immer auf die Betrachtungsweise an, und jede Statistik kann man auslegen und sich zurechtbiegen, wie man will.
naja, mit den hochschulen und dem flughafen hat zürich auch neben den steuern ein top angebot und ist mit bestimmtheit der attraktivste wirtschaftsstandort der schweiz und ich denke nicht das kopenhagen oder london relativ zur grösse mehr bieten. aber in dieser studie wurden die steuern schon sehr stark gewichtet, da sie halt auf regionen ausgelegt ist und weniger auf städte, denk ich mal. unter den schweizer regionen liegt basel ja auf dem zweitletzten platz, nur das tessin schneidet schlechter ab.
Basel_CH September 6th, 2008, 05:10 PM Sonderbar finde ich auch das Bern/Mittelland so gut abschneidet, gerade die Berner haben doch auch eher hohe Steuern, wenn ich mich nicht täusche?
rübenzahn September 6th, 2008, 05:23 PM das verwundert mich auch. viel schneller beim flughafen in zürich ist man auch nicht und hat zudem keinen eigenen. auch da pro kopf BIP und BIP wachstum sind kleiner und die patente pro kopf wohl auch. das sind so die mir bekannten faktoren. kann mirs nur über die steuern erklären, vielleicht noch die demographie. die schweiz hat wohl auch durch die verfügbarkeit von arbeitskräften gepunktet, als attraktives land zum arbeiten zusammen mit der personenfreizügigkeit. aber du hast schon recht je nach dem wie man die einzelenen faktoren gewichtet siehts wieder anders aus, jetzt ist halt einmal zürich vorne, das nächste mal wieder london etc. ein top platz für zh war aber schon abzusehen. ausserdem ist es schon einmalig dass eine kleine stadt wie zürich eine der besten hochschulen hat plus einen interkontinentalflughafen. das manko von zürich, und gleichzeitig pluspunkt von basel ist, dass es in zürich kaum forschende grosskozerne gibt, da ist man stark vom finanzplatz abhängig.
hausmeister September 6th, 2008, 06:01 PM die stadt bern hat in etwa dieselbe steuerbelastung wie basel (und auch genf). bei der ehebung besteht die region basel nur aus bs und bl und da auch bl nicht eine steueroase ist (vorallem für unternehmen), fällt die statistik entsprechend aus.
in anderen erhebungen ist bak von agglomerationen ausgegangen und da schneidet basel im schweizerischen vergleich wesentlich besser ab.
trotzdem, auch wenn basel im internationalen wettbewerb gut dasteht, befinden sich die direkten konkurrenten vorallem in der schweiz. also nur positiv ist dieser 13. rang tatsächlich nicht.
apropos steuern: auch die unternehmenssteuern werden im zuge des steuerpakets gesenkt. der maximale gewinnsteuersatz wird von 24.5% auf 22% gesenkt, was nur noch knapp über dem satz von zürich ist. man wird, was steuern anbelangt, etwas boden gut machen.
Reinach September 7th, 2008, 07:08 AM Habe mich auch dazu überwunden die beiden Berichte zu lesen (Basel und Baselland). Mir ist dabei aufgefallen, dass im Bericht von Baselland erwähnt wurde, dass einmal versucht wurde aus dem Halbkanton ein Vollkanton zu machen. Da ich nicht gewusst habe, dass so etwas möglich ist habe ich mich nie damit befasst. Ich denke jedoch, dass es für beide Kantone interessant sein könnte sich als Vollkanton zu etablieren. Besonders könnte man das politische Gewicht mit je einem zusätzlichen Ständerrat erhöhen. Die bestehende oder zukünftige Zusammenarbeit der Kantone sollte dadurch ja nicht behindert werden. Wie seht ihr das?
Basel_CH September 7th, 2008, 09:24 AM @Reinach:
Aha, ein neues Mitglied? Willkommen on Board!:)
Gerade wegen Fusionen wegen BS und BL und Reinach. Gibts da nicht auch die Idee mit der Birsstadt und der Fusion der Birstalgemeinden Birsfelden, Münchenstein, Arlesheim, Reinach, Aesch und Pfeffingen?
Damit würde im Baselbiet eine Stadt mit etwa 60`000 bis 70`000 Einwohner enstehen (notabene etwa in der Grösse der STadt St. GAllen) und könnte in der Region neben der Stadt Basel ein schönes Gegengewicht darstellen. Ich glaub auch, dass Baselland eine starke grössere Gemeinde/Stadt braucht, bei den bisherigen Strukturen besitzt keine der Gemeinden eine kritische Grösse um wirklich ins Gewicht zu fallen.
sämelihülz September 7th, 2008, 09:31 AM @Reinach:
Aha, ein neues Mitglied? Willkommen on Board!:)
Gerade wegen Fusionen wegen BS und BL und Reinach. Gibts da nicht auch die Idee mit der Birsstadt und der Fusion der Birstalgemeinden Birsfelden, Münchenstein, Arlesheim, Reinach, Aesch und Pfeffingen?
Damit würde im Baselbiet eine Stadt mit etwa 60`000 bis 70`000 Einwohner enstehen (notabene etwa in der Grösse der STadt St. GAllen) und könnte in der Region neben der Stadt Basel ein schönes Gegengewicht darstellen. Ich glaub auch, dass Baselland eine starke grössere Gemeinde/Stadt braucht, bei den bisherigen Strukturen besitzt keine der Gemeinden eine kritische Grösse um wirklich ins Gewicht zu fallen.
Ich habe mir letzte Woche bei Hochparterre diese Spezialausgabe bestellt, hatte aber noch keine Zeit sie durchzulesen.
Der Bericht ist ungefähr 30 Seiten lang, mit vielen Karten und Plänen. Wenn ich fertig bin dann werd ich euch darüber berichten ;)
Ich bin eingentlich auch für eine Fusion von BL und BS. Es macht die Dinge einfacher, und ich denke man wird es nicht mal gross merken (ausser die Funktionäre).
Noch zum Artikel über BL in der Weltwoche, der war viel positiver geschrieben als der über BS, es wurde gelobt das BL sich gegen BS gesträubt hat, und sich richtig eigenständig gemacht hat.
Was jedoch nicht erwähnt wird, ist das BL ohne BS nicht überleben könnte, weil dort die meisten Arbeitsplätze sind.
Reinach September 7th, 2008, 11:53 AM Absolut, eine grössere Stadt in Baselland könnte sich für alle Seiten positiv auswirken. Trotzdem bezweifle ich, dass der politische Wille für eine solche Umsetzung vorhanden ist. Leider denken die meisten Leute gross, handeln jedoch klein.
Was die erwähnten Artikel der Weltwoche betrifft so finde ich das beide Kantone nicht wirklich gut davon kommen. Das ganze scheint mir jedoch nicht sehr gut recherchiert und im Fall von Basel auch sehr beleidigend geschrieben. Erinnert mich an einen Artikel des Facts vor etwa 5 Jahren. Damals wurde Basel als Kuhdorf bezeichnet und in einer sehr arroganten Art und Weise fertig gemacht.
Basel_CH September 7th, 2008, 01:06 PM Selbst im Baselbiet ansässig und bejahe auch eine Fusion der beiden Halbkantone. Ein geschlossenes Basel könnte agiler innerhalb und präsenter ausserhalb der Kantonsgrenze auftreten als das derzeit der Fall ist.
Und zur Birstal-Town: Ich denke auch, dass es praktisch nicht möglich ist, all die Gemeinden zum fusionieren zu bewegen. Zu unterschiedliche Ausrichtungen (Arlesheim als steuertiefste Gemeinde im BL wird sich dieses Privileg sicher nicht nehme lassen), auch die Frage wer federführend und Zentrum sein wird in dieser Stadt ist schwierig, Fragen über Fragen...
Zumindest gibts glaub schon irgendwelche Workshops und Podium-Diskussionen in diesen Gemeinden zum Thema, wie und was sie harmonisieren können, das ist schon mal ein guter Anfang.
suburbansky September 7th, 2008, 01:11 PM Das Birsstadt-Heft habe ich seit dieser Woche auch... :)
Ich glaube, eine Fusion der Gemeinden ist dabei (noch) nicht das primäre Ziel, sondern mehr die Schaffung von Synergien, aufeinander abgestimmte Planung, gemeinsames Marketing - so etwa, wie das im Glatttal seit einiger Zeit erfolgreich praktiziert wird, siehe hier (http://www.glow.ch/de/).
Lake September 7th, 2008, 11:59 PM das manko von zürich, und gleichzeitig pluspunkt von basel ist, dass es in zürich kaum forschende grosskozerne gibt, da ist man stark vom finanzplatz abhängig.
Was sind denn z.B. Google und IBM?
hausmeister September 8th, 2008, 09:48 AM Was sind denn z.B. Google und IBM?
junger mann, diese worte stammen nicht von mir.
trotzdem ist rübenzahns (!) aussage richtig. im vergleich zu basel gibt es in zürich wenig forschende grosskonzerne.
es geht aber nicht darum, besser als zürich zu sein, sondern darum, dass basel stärken hat, auf denen es bauen sollte. zürichs stärke ist der finanzplatz, basels stärke der forschungsstandort. um sich im internationalen standortwettbewerb behaupten zu können ist es mitunter wichtig, dass man sich national nicht gegenseitig das leben allzuschwer macht. mittlerweile scheint man dies auch gemerkt zu haben und so werden institute und sogar ganze departemente der ethz nach basel verlegt, um den standort weiter zu stärken. das ist gut so, denn seien wir ehrlich, zürich hätte nicht genügend kapazitäten, um in sämtlichen wirtschaftsbereichen führend zu sein.
Lake September 8th, 2008, 11:22 AM Komisch...habe doch den Zitat-Knopf gedrückt.
Natürlich ist das stärkste in Zürich der Finanzplatz - aber bei weitem nicht das einzige...Die Investitionen in Forschung werden immer grösser. Zuletzt hat IBM ein grosses Projekt angekündigt.
Ich glaub Zürich hat in der neusten Studie auch nur zuoberst abgeschnitten, wegen den tiefen STeuern, ansonsten wären wohl Kopenhagen oder London vorne gelegen.
In der Tagesschau vor zwei drei Tagen kam dazu in einem kurzen Bericht noch die Meinung, das es wirklich darauf ankommt, wie man die einzelnen Einflüsse wertet und da hat ein Wissenschaflter/Kenner gemeint, es gibt wichtigere Parameter als die STeuern.
Wie das halt meistens so ist, gerade bei Statistiken, es kommt immer auf die Betrachtungsweise an, und jede Statistik kann man auslegen und sich zurechtbiegen, wie man will.
Tief(st)e Steuern sind nie der ausschlaggebende Punkt bei einem Standortentscheid.b
hausmeister September 8th, 2008, 11:56 AM Natürlich ist das stärkste in Zürich der Finanzplatz - aber bei weitem nicht das einzige...Die Investitionen in Forschung werden immer grösser. Zuletzt hat IBM ein grosses Projekt angekündigt.
meine güte lake. lies mein post noch einmal durch. ich habe dein zürich in keinster weise klein geredet. es ging doch nur um das verhältnis zu basel bezüglich forschungsbetreibender grosskonzerne. ibm forscht in rüschlikon derzeit mit 300 leuten. das ist pipifax, auch wenn das forschungszentrum an sich bemerkenswert ist.
es ist doch wirklich nichts schlechtes, wenn die wirtschaftszentren jeweils verschiedene stärken haben. es macht keinen sinn, sich im immer härter werdenden internationalen wettbewerb gegenseitig das leben schwer zu machen. man hat eigentlich schon genug mit landlastiger politik und rosinenpickenden steueroasen zu kämpfen.
suburbansky September 8th, 2008, 12:29 PM Ich habe letztens mal einen (Stadt-)Zürcher getroffen, der seit Kurzem bei einer Basler Pharmafirma arbeitet, und der meinte, im Bereich Forschung biete Zürich kaum Möglichkeiten, weshalb er und auch viele Studienkollegen nach dem Uni-Abschluss nach Basel gekommen seien.
Basel_CH September 8th, 2008, 06:48 PM Tief(st)e Steuern sind nie der ausschlaggebende Punkt bei einem Standortentscheid.b
Also für Firmen die mit ein paar wenigen (vielleicht hunderten) Mitarbeitern hier ihren Europa-Hauptsitz aufschlagen und mächtig Kohle machen, spielts wahrscheinlich schon eine grosse Rolle wenn sie in die Steueroase Schweiz kommen und bescheidenes Geld entrichten müssen, oder ob sie sich sonstwo in der Nachbarschaft einnisten.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/die-it-branche-zieht-es-in-die-schweiz;1414873
Frag dich auch mal, weshalb Obwalden seit der Steuerreduktion für Firmen einen solchen Ansturm an Unternehmen im Kanton erfährt.
sämelihülz September 8th, 2008, 07:40 PM Dafür gehen alle Basler nach Zürich in den Ausgang.
"Zürich, Ausgangs Hauptstadt Schweiz" uhuuuuu
müssen einen Gegenpol errichten sonst gehen uns die Partygänger und den Bars und Clubs das Geld aus ;)
suburbansky September 8th, 2008, 08:13 PM Dafür gehen alle Basler nach Zürich in den Ausgang.
"Zürich, Ausgangs Hauptstadt Schweiz" uhuuuuu
müssen einen Gegenpol errichten sonst gehen uns die Partygänger und den Bars und Clubs das Geld aus ;)
Hmm, naja, also Basel ist ja an den Wochenenden auch nicht allzu ausgestorben, dünkt mich... Ich finde es eher schade, dass es die hiesigen Konzertveranstalter nicht schaffen, mehr Bands nach Basel zu holen (bzw. dass sies offenbar gar nicht erst versuchen, siehe Kaserne under new Management). Das wäre wohl nicht so ein Problem, die Acts die ich meine treten auch in Fribourg oder in Geislingen an der Steige auf - hat mit der Grösse der Stadt also kaum etwas zu tun...
hausmeister September 8th, 2008, 08:33 PM Also für Firmen die mit ein paar wenigen (vielleicht hunderten) Mitarbeitern hier ihren Europa-Hauptsitz aufschlagen und mächtig Kohle machen, spielts wahrscheinlich schon eine grosse Rolle wenn sie in die Steueroase Schweiz kommen und bescheidenes Geld entrichten müssen, oder ob sie sich sonstwo in der Nachbarschaft einnisten.
das hängt ein bisschen von der branche und von der grösse der niederlassung ab.
arbeitskräfte müssen an diesen orten entweder verfügbar sein oder gewillt sein, an diesen orten zu arbeiten. manager und hochqualifizierte lassen sich sehr ungern in der pampa nieder (und damit meine ich nicht wollerau). bei einzelnen branchen wählen die unternehmen zudem vorzugsweise standorte wo sich bereits unternehmen aus derselben branche befinden. aber auch die erreichbarkeit ist ein wichtiges kriterium, gerade für niederlassungen internationaler unternehmen. und nicht zuletzt hat auch die gesetzgebung einen einfluss (arbeitgeberfreundlich, forschungsfreundlich etc.)
dass steuern nie ausschlaggebend sind ist aber übertrieben. gerade in zug haben sich doch etliche holdings aus rein steuerlichen gründen angesiedelt.
Basel_CH September 8th, 2008, 08:39 PM Dafür gehen alle Basler nach Zürich in den Ausgang.
"Zürich, Ausgangs Hauptstadt Schweiz" uhuuuuu
müssen einen Gegenpol errichten sonst gehen uns die Partygänger und den Bars und Clubs das Geld aus ;)
Zürich geht mir als "Ausgangsstadt" so ziemlich am Arsch vorbei. Ich war letztes Jahr einmal in Zirü unterwegs an nem Konzert, aber eben höchst selten, weil das was ich musikalisch reinzieh mehrheitlich in Basel (Pratteln) mal von Ausnahmen abgesehen zu hören und sehen bekomme.:banana::cheers:
hausmeister September 9th, 2008, 02:14 PM Basler Tourismus weiterhin in Bestform
Bereits in den vergangenen Monaten hat der boomende Tourismus in Basel für hohe Zuwachsraten gesorgt. Auch im August ging es weiter aufwärts. Mit 89 617 Übernachtungen wurde das Ergebnis des Vorjahres um 13,8 % übertroffen. Dieser Wert liegt 38,2 % über dem Augustmittel der letzten 10 Jahre, was von einer weiteren Verbesserung des konjunkturellen Umfelds zeugt.
http://www.statistik-bs.ch/themen/10/MM_TourStat_0808/MM_TourStat_0803/image1
http://www.statistik-bs.ch/themen/10/MM_TourStat_0808/copy_of_bsseite.2008-02-21.5161277594/image1
(quelle: statistisches amt basel-stadt)
Energy2003 September 9th, 2008, 02:45 PM ihr wohnt in einer so grossen Stadt und fahrt 80-90 km zum weggehen ?
sowas bin ich sonst nur von Deutschland gewohnt
Basel_CH September 9th, 2008, 08:34 PM ihr wohnt in einer so grossen Stadt und fahrt 80-90 km zum weggehen ?
sowas bin ich sonst nur von Deutschland gewohnt
Eben nicht, wüsste mir nicht was mir im Ausgang in Zürich spezielles ansehen sollte (ok bin auch ein alter Sack:lol:), bleib lieber in der beschaulichen Heimat, da gefällts mir wesentlich besser.:)
Reinach September 10th, 2008, 07:58 PM Auch wenn es nicht ganz zu obigem Thema passt möche ich kurz eure Meinung dazu hören.
Im Forum wurde schon oft über Clariant und Ciba gesprochen welche seit Jahren keine Gewinne respektive keinen Cash Flow ausweisen. Leider geht es beiden Unternehmen nicht gut und auch die Zukunft sieht nicht sehr rosig aus. Es wurde jedoch noch nie über ein anderes Unternehmen gesprochen welches mir Sorgen macht. Die Basler Zeitung! Ich habe langsam das Gefühl, dass das Unternehmen zu einer Tochter des Tagesanzeigers wird (ohne dabei die Problematik Basel / Zuerich aufkommen zu lassen). Meines Erachtens wäre es schade wenn die BAZ nach Zürich gehen würde. Dies ist durch den neuen Internetbereich zum Teil schon gesehen. Das meiste wird in Zürich geschrieben und in Basel besteht nur noch ein Regionaler Teil. Ich frage mich wie lange es geht bis alles nach Zürich geht.
Die Basler Zeitung ist für mich auch eines jener Unternehmen welches durch einige wenige Personen schlecht geführt wird. Leider sind diese oft zu lange am Ruder und am Schluss wird einfach verkauft. Begründung: Der Verkauf ist für alle die beste Lösung. Leider stimmt das oft auch, jedoch nur weil vorher zu lange geschlafen wurde. Persönlich fände ich es sehr schade das letzte Printmedium zu verlieren und frage mich ob Basel wirklich zu klein ist um eine eigene Zeitung zu haben.
Basel_CH September 10th, 2008, 08:08 PM Ich weiss nicht ob durch die Zusammenarbeit einiger Printmedien (Baz, Tagi, BZ übrigens auch) ein Kauf der Baz von den Zürchern geplant ist.
Ich glaub, diese Häuser überlegen sich einfach, wie sie Synergien nützen können, wie auch bei diesem News-Blättchen. Ob jemand in Basel dann aber seine Mehrheitsanteile nach Zürich verpfenden möchte, weiss ich nicht, oder glaubs zumindest nicht, welcher richtiger Basler würde das schon tun...?
Und im Notfall haben wir ja noch die Basellandschaftlichen Zeitung, wobei die ja glaub den Ruebliländern gehört:ohno:
Don Calo September 15th, 2008, 10:28 AM Ciba: BASF-Kauf ist Chance trotz Stellenabbau
Von Olivia Kühni.
Der Kauf der Ciba durch BASF wird Schweizer Stellen kosten. Trotzdem sei das Geschäft eine Chance, sagt Ciba-Sprecher Marmet.
Chance für Mitarbeiter: Ciba-Sprecher Dominik Marbet zur Übernahme durch die BASF.
Über Ciba
Ciba ist im März 1997 im Zuge der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz zur Novartis als Spin-off ausgegliedert und an die Börse gebracht worden. Das Unternehmen beschäftigt 13'000 Mitarbeiter.
Cibas Umsatz betrug 2007 6,5 Milliarden Franken (4 Milliarden Euro).
Für das erste Semester 2008 hatte Ciba einen Konzernverlust 569 Millionen Franken bekannt gegeben (Vorjahresperiode 103 Millionen Franken Gewinn). Die genannten Gründe für die schlechten Zahlen: Gestiegene Rohstoffkosten und Energiepreise, sowie der schwache Dollar, der die Schweizer Exporte verteuere.
Verwaltungsratspräsident ist Armin Meyer, Geschäftsführer Brendan Cummins.
Über BASF:
Der grösste Chemiekonzern der Welt beschäftigt 95'000 Mitarbeiter. Firmensitz ist das deutsche Ludwigshafen.
BASF setzte 2007 58 Milliarden Euro (92 Milliarden Franken) und erzielte einen Nettogewinn von 4,065 Milliarden Euro (6 Milliarden Franken).
Geschäftsführer («Vorstandsvorsitzender») ist Jürgen Lamprecht, Verwaltungsratspräsident («Aufsichtsratvorsitzender») ist Jürgen Strube.
BASF kauft Ciba für 6,1 Milliarden Franken, das sind 50 Franken in bar je Ciba-Aktie. Das ist ein Aufschlag von 32 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Samstag. Der Ciba-Verwaltungsrat steht hinter der Offerte und empfiehlt den Aktionären, das Angebot anzunehmen.
Die geplante Übernahme wird auch mit einem weiteren Stellenabbau verbunden sein. Zum Ausmass könnten vorerst keine Angaben gemacht werden, sagte Ciba-Sprecher Dominik Marbet am Montag. Der im August 2006 mit der so genannten operativen Agenda angekündigte Abbau von 2500 Stellen bis Ende 2009 gehe unabhängig von der Übernahme weiter. Wie viele zusätzliche Stellen verloren gehen, sei noch völlig offen, sagte Marbet, bestätigte aber: «Ohne Abbau geht es garantiert nicht.» Der Sprecher verwies aber auch auf die Zusicherungen von BASF bezüglich des Standorts Basel.
Meyer: BASF kennt Ciba
Angesichts der zunehmend schwierigen Bedingungen der Branche sei die Übernahme für Ciba eine ansprechende Lösung zu einem fairen Preis, sagte Ciba-Verwaltungsratspräsident Armin Meyer heute in einer Mitteilung. «BASF ist seit Jahren ein Kunde und Lieferant von Ciba», so Meyer. «BASF kennt unsere Mitarbeiter und unser Geschäft.»
Die Übernahme durch BASF schaffe für Ciba eine langfristige Perspektive für profitables Wachstum, sowohl in Basel, als auch für Niederlassungen in der ganzen Welt.
Übertrag im ersten Quartal 2009
Die Transaktion soll im ersten Quartal 2009 unter Dach und Fach sein, wie es weiter hiess. Die Angebotsfrist beginne voraussichtlich am 1. Oktober. BASF und Ciba unterzeichneten gestern einen Transaktionsvertrag, der die Bedingungen des Übernahmeangebots festlegt und Zusicherungen für den Standort Schweiz erhält.
Ciba will eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, an der die Aktionäre über die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung sowie die Eintragung im Aktienregister entscheiden. BASF macht die Übernahme davon abhängig, mindestens zwei Drittel der Ciba-Aktien angedient zu erhalten.
Seit Monaten Spekulationen
Die Ciba-Aktie verhält sich seit Monaten turbulent und hat kontinuierlich an Wert verloren. Am Markt kursierten Spekulationen über mögliche Käufer. Zuletzt war der Name Clariant im Gespräch: Als Clariant-Konzernchef Jan Secher letzte Woche überraschend seinen Hut nahm, wurde als Grund genannt, Clariant bastle an einer Fusion mit Ciba.
Gleichzeitig wurden schon damals Gerüchte laut, dass es auch bei Ciba bald zu einem Wechsel im Management kommen werde. Vor allem die Position des Verwaltungsrats-Präsidenten Armin Meyer wurde besonders oft genannt - und in diesem Zusammenhang war auch Jan Secher als möglicher Nachfolger genannt worden. «Solche Gerüchte tauchen immer wieder auf», sagte ein Ciba-Sprecher damals.
Rücktritt Meyers gefordert
Schon mehrere Monate halten auch schon die Rücktrittsforderungen an Verwaltungsratspräsident Meyer an. Ciba-Aktionär Adriano Agosti, der gut 1 Prozent der Anteile hält, nennt seit längerem Namen, die Meyer ersetzen könnten - unter anderem Christoph Blocher, der allerdings umgehend dementieren liess. Auch Ciba-Angestellte in Deutschland hatten schon in einem offenen Brief Meyers Abgang gefordert.
Quelle: bazonline 15.9.08
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Keine guten news für Basel, dies hat man jedoch kommen sehen, hoffen wir nur, dass dies nicht allzu viele jobs kosten wird.
hausmeister September 15th, 2008, 01:53 PM Keine guten news für Basel, dies hat man jedoch kommen sehen, hoffen wir nur, dass die nicht allzu viele jobs kosten wird.
da geht definitiv ein grosses stück basler industriegeschichte zu ende... sogesehen wirklich keine guten neuigkeiten.
für den standort basel muss dieser verkauf aber nicht zwingend negativ sein. basel hat den vorteil ein sher guter forschungsstandort zu sein und basf wird wohl kaum darauf verzichten wollen. gemäss dem vorstandsvorsitzenden der basf will man in basel einen unternehmensbereich ansiedeln, welcher selber etwa die grösse der ciba in basel besitzt. hoffen wirs zumindest...
rübenzahn September 15th, 2008, 04:05 PM da geht definitiv ein grosses stück basler industriegeschichte zu ende... sogesehen wirklich keine guten neuigkeiten.
für den standort basel muss dieser verkauf aber nicht zwingend negativ sein. basel hat den vorteil ein sher guter forschungsstandort zu sein und basf wird wohl kaum darauf verzichten wollen. gemäss dem vorstandsvorsitzenden der basf will man in basel einen unternehmensbereich ansiedeln, welcher selber etwa die grösse der ciba in basel besitzt. hoffen wirs zumindest...
für den standort basel heisst dies spezialisierung auf einen teilbereich, viele mitarbeiter müssen wohl umziehen. wahrscheinlich baut man auf einer bestehenden stärke von CIBA in basel auf. ich hoffen sehr es kommt eine zukunftträchtige sparte nach basel und nicht irgend eine gurke. BASF inverstiert zB stark in die wachstumscluster pflanzenbiotech, nanotech und erneuerbare energien.
sämelihülz September 15th, 2008, 08:02 PM Ich hoffe auch dass nicht allzuviele Stellen wegfallan. Wie gesagt es werden vermutlich neue Sektoren hier angesiedelt. Hoffentlich werden die Synergien optimal genutzt damit Basel schlussendlich nicht allzu vie verliert.
Aber schade ist es trotzdem. Eines unserer ältesten Unternehmen wird verkauft.
Don Calo September 16th, 2008, 12:50 PM da geht definitiv ein grosses stück basler industriegeschichte zu ende... sogesehen wirklich keine guten neuigkeiten.
für den standort basel muss dieser verkauf aber nicht zwingend negativ sein. basel hat den vorteil ein sher guter forschungsstandort zu sein und basf wird wohl kaum darauf verzichten wollen. gemäss dem vorstandsvorsitzenden der basf will man in basel einen unternehmensbereich ansiedeln, welcher selber etwa die grösse der ciba in basel besitzt. hoffen wirs zumindest...
Tatsache ist zwar, dass es Ciba ja erst seit 1997 gibt! Klar ist jedoch, dass die heutige Pharma Industrie aus der Chemischen entstanden ist und es von daher schon schade ist, ich glaube jedoch auch, dasss dies als Chance wahrgenommen werden muss. Zumindest sind die Absichtserklärungen von BASF vielversprechend auch wenn zu beginn sicherlich viele Stellen gestrichen werden.
Don Calo September 16th, 2008, 12:53 PM Hier mal wieder gute Nachrichten vom Wirtschaftsstandort Basel:
Gewinn bei Nationale Suisse legt im Halbjahr um die Hälfte zu
(sda) Die Versicherungsgruppe Nationale Suisse hat im ersten Halbjahr den Marktturbulenzen getrotzt. Der Gewinn stieg um 50 Prozent auf 67,0 Mio. Franken. Das betriebliche Gesamtergebnis stieg von 55,4 Mio. Fr. auf 83,6 Mio. Franken.
Das Nichtlebengeschäft leistete einen Ergebnisbeitrag von 61,4 (Vorjahreszeitraum: 32,5) Mio. Franken; das Ergebnis im Lebengeschäft ging von 17,1 Mio. Fr. auf 10,7 Mio. Fr. zurück, wie der Versicherer am Dienstag mitteilte. Das Verhältnis von Schadenaufwand und Kosten zu den Prämieneinnahmen (Combined Ratio) verbesserte sich um 4,4 Prozentpunkte auf 97,8 Prozent.
Das Halbjahres-Ergebnis eröffne der Nationale «erfreuliche Perspektiven für ein gutes Jahresergebnis 2008», schreibt der Versicherer zum Ausblick. Angesichts des schwierigen Marktumfelds stehe der Gruppe jedoch «ein herausforderndes zweites Semester bevor».
Quelle: NZZ Online 16.09.08
hausmeister September 18th, 2008, 11:41 AM Zumindest sind die Absichtserklärungen von BASF vielversprechend auch wenn zu beginn sicherlich viele Stellen gestrichen werden.
die chance besteht durchaus, dass mittlefristig sogar stellen geschaffen werden.
huntsman beispielsweise übernahm vor ca 5 jahren den ciba-spinoff vantico, später cibas textilgeschäft und beschäftigt in basel mittlerweile fast ähnlich viele leute wie die ciba, sowohl in f&e als auch in der produktion. selbst als huntsman vor 2 jahren weltweit 600 stellen abbaute, wurden in basel gleichzeitig 50 geschaffen.
dsm verlegte nach ihrer übernahme des vitamingeschäfts von roche den weltweiten hauptsitz von nutritional products in die region und schuf über 300 stellen.
es muss also was für den standort sprechen...
hausmeister September 18th, 2008, 11:50 AM Zürich und Basel zusammen vermarkten?
Der Wirtschaftsraum Zürich will eine Topadresse bleiben. Dafür braucht er neue Partner. Basel ist ein Kandidat - und interessiert an einer Zusammenarbeit. Aber nicht als Anhängsel Zürichs.
Zürich. - Basel und Zürich, das ist wie Katze und Hund: Was im Fussball nach wie vor seine Gültigkeit hat, trifft auf die Wirtschaft allerdings nicht zu. Zürich als Hochburg der Banken und Basel als Hort der chemisch-pharmazeutischen Industrie bildeten zusammen eine «ideale Konstellation», erklärte Bruno Sauter, Chef des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit, gestern am Rande einer Pressekonferenz zur Standortpolitik des Kantons Zürich. Spannen die beiden Städte vermehrt zusammen, gewinnt laut Sauter der Grossraum Zürich/Basel an Attraktivität - ein Muss im internationalen Standortwettbewerb, der laut Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP) zunehmend härter wird: «Die Konkurrenz sitzt uns im Nacken.» Es gelte daher, die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit mit den Nachbarn zu intensivieren. Sauter konkretisierte diese Ausführungen mit der - auch von Fuhrer mitgetragenen - Idee, Basel für ein Engagement im Wirtschaftsraum Zürich (Greater Zurich Area, GZA) zu gewinnen. Vertreten sind dort nebst Zürich die Kantone Aargau, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz und Solothurn. Die Zürcher Regierung ist in dieser Frage offenbar gespalten: Im Mai hatte Regierungspräsident Markus Notter (SP) diesem Vorschlag eine Absage erteilt.
Zusammen gegen die «Alpen-Opec»
In Basel hingegen herrscht Einigkeit. «Im Ausland nimmt man Basel und Zürich oft als einen Wirtschaftsraum wahr», sagt der Basler Standortförderer Hans-Peter Wessels (SP), der am Sonntag in den Basler Regierungsrat gewählt worden ist. Eine vertiefte Zusammenarbeit sei deshalb prüfenswert. Christophe Haller, Fraktionspräsident der FDP Basel-Stadt, ortet in einer Liaison die Chance, ein Gegengewicht zu den Bergkantonen - der «Alpen-Opec» - aufzubauen. Der Abfluss von Bundesgeldern in die alpinen Regionen sei beträchtlich; gestärkt werden müssten aber die urbanen Zentren, wo ein Steuerfranken am meisten Wertschöpfung erziele.
Einen Anschluss an die GZA können sich die Basler gleichwohl nicht vorstellen. «Wir wollen nicht als Teil des Grossraums Zürich wahrgenommen werden», sagt Wessels. Die Basler Regierung plädiert deshalb für eine intensivierte Standortförderung auf Bundesebene. Entscheidend sei, gesamtschweizerisch einen starken Auftritt im Ausland zu haben.
(tagesanzeiger 17.9.2008)
eine win-win situation: zürich darf sich pharmametropole nennen und basel darf sich zürich nennen... ;)
rübenzahn September 18th, 2008, 04:29 PM Zürich und Basel zusammen vermarkten?
Der Wirtschaftsraum Zürich will eine Topadresse bleiben. Dafür braucht er neue Partner. Basel ist ein Kandidat - und interessiert an einer Zusammenarbeit. Aber nicht als Anhängsel Zürichs.
Zürich. - Basel und Zürich, das ist wie Katze und Hund: Was im Fussball nach wie vor seine Gültigkeit hat, trifft auf die Wirtschaft allerdings nicht zu. Zürich als Hochburg der Banken und Basel als Hort der chemisch-pharmazeutischen Industrie bildeten zusammen eine «ideale Konstellation», erklärte Bruno Sauter, Chef des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit, gestern am Rande einer Pressekonferenz zur Standortpolitik des Kantons Zürich. Spannen die beiden Städte vermehrt zusammen, gewinnt laut Sauter der Grossraum Zürich/Basel an Attraktivität - ein Muss im internationalen Standortwettbewerb, der laut Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP) zunehmend härter wird: «Die Konkurrenz sitzt uns im Nacken.» Es gelte daher, die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit mit den Nachbarn zu intensivieren. Sauter konkretisierte diese Ausführungen mit der - auch von Fuhrer mitgetragenen - Idee, Basel für ein Engagement im Wirtschaftsraum Zürich (Greater Zurich Area, GZA) zu gewinnen. Vertreten sind dort nebst Zürich die Kantone Aargau, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz und Solothurn. Die Zürcher Regierung ist in dieser Frage offenbar gespalten: Im Mai hatte Regierungspräsident Markus Notter (SP) diesem Vorschlag eine Absage erteilt.
Zusammen gegen die «Alpen-Opec»
In Basel hingegen herrscht Einigkeit. «Im Ausland nimmt man Basel und Zürich oft als einen Wirtschaftsraum wahr», sagt der Basler Standortförderer Hans-Peter Wessels (SP), der am Sonntag in den Basler Regierungsrat gewählt worden ist. Eine vertiefte Zusammenarbeit sei deshalb prüfenswert. Christophe Haller, Fraktionspräsident der FDP Basel-Stadt, ortet in einer Liaison die Chance, ein Gegengewicht zu den Bergkantonen - der «Alpen-Opec» - aufzubauen. Der Abfluss von Bundesgeldern in die alpinen Regionen sei beträchtlich; gestärkt werden müssten aber die urbanen Zentren, wo ein Steuerfranken am meisten Wertschöpfung erziele.
Einen Anschluss an die GZA können sich die Basler gleichwohl nicht vorstellen. «Wir wollen nicht als Teil des Grossraums Zürich wahrgenommen werden», sagt Wessels. Die Basler Regierung plädiert deshalb für eine intensivierte Standortförderung auf Bundesebene. Entscheidend sei, gesamtschweizerisch einen starken Auftritt im Ausland zu haben.
(tagesanzeiger 17.9.2008)
eine win-win situation: zürich darf sich pharmametropole nennen und basel darf sich zürich nennen... ;)
Eine Zusammenarbeit der Schweizer Grosstädte wäre wirklich wünschenswert auf nationaler sowie internationaler Ebene. Dazu müsste natürlich ein neues Label her. Auch die Kompetenzen sollten zur Stärkung der Cluster in der Schweiz sinnvoll verteilt werden. Die Schweiz hat 3 starke Metropolen mit unterschiedlicher Ausrichtung. Auf diesem Selbstverständnis sollte man gemeinsam Aufbauen, anstatt sich gegenseitig zu behindern.
rübenzahn September 18th, 2008, 05:22 PM Ein guter Artikel zu Zürcher Selbstverständnis... So wird das natürlich nichts. (bazonline)
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Basel – kein Vorort von Zürich
Die Zürcher Regierung versucht, Basel-Stadt für die "Greater Zurich Area" zu gewinnen. Die CVP Basel-Stadt lehnt klar alles ab, womit Basel zum Vorort von Zürich werden soll.
Die Zusammenarbeit zwischen den grossen Städten in der Schweiz ist sinnvoll und notwendig. Dies bezieht sich etwa auf besondere Fragen der Agglomerationen wie Sozialhilfe oder Verkehr. Gleichermassen haben die grossen Städte ähnliche Anliegen in der Eidgenössischen Politik (Landwirtschaftspolitik, welche Milliarden verschlingt, Energiepolitik mit überhöhten Forderungen der Bergkantone bei der Wasserkraft, oder bei einer eigenen Vertretung im Ständerat). Diese Zusammenarbeit ist unabdingbar.
Gleichzeitig versucht Zürich mit allen Mitteln, zum nationalen Zentrum der Schweiz zu werden und die übrigen Gebiete zur Provinz zu stempeln. Die nationale Verkehrspolitik wird zunehmend auf das Zentrum Zürich ausgerichtet, Basel in zahlreichen Punkten vernachlässigt. Nicht vergessen ist, dass bei der Errichtung des ETH- Life Sciences-Instituts Kanton und Stadt Zürich alles unternommen haben, um dessen Einrichtung in Basel zu verhindern. Nur mit einem schlechten Kompromiss und teilweiser Stationierung in Zürich konnte diese Forschungs- und Ausbildungsstätte am logischen Standort Basel gesichert werden. Weitere Beispiele aus den Bereichen Verkehr, Bildung oder Wirtschaftsförderung lassen sich anführen. Zürich betreibt eine klare Politik, wonach dieses zum Zentrum, die Umgebung zur Provinz werden soll.
Der Vorstoss der Zürcher Regierung bezüglich Greater Zurich Area erweckt Vorbehalte. Die CVP Basel-Stadt unterstützt eine Zusammenarbeit im Interesse beider Seiten. -Sie lehnt klar alles ab, was nur dem grossen Nachbarn nützt, uns jedoch ins zweite Glied versetzt.
hausmeister September 18th, 2008, 05:27 PM Eine Zusammenarbeit der Schweizer Grosstädte wäre wirklich wünschenswert auf nationaler sowie internationaler Ebene. Dazu müsste natürlich ein neues Label her. Auch die Kompetenzen sollten zur Stärkung der Cluster in der Schweiz sinnvoll verteilt werden. Die Schweiz hat 3 starke Metropolen mit unterschiedlicher Ausrichtung. Auf diesem Selbstverständnis sollte man gemeinsam Aufbauen, anstatt sich gegenseitig zu behindern.
richtig: zusammenarbeit, stärkung der cluster, sich nicht gegenseitig behindern.
wenn man aber bedenkt, dass sich stadt und kanton zürich anscheinend mit händen und füssen gegen die verlegung des eth-departements systembiologie nach basel gewehrt hatte, dann bezweifle ich, dass es zürich um "stärkung der cluster" und "sich nicht gegenseitig behindern" geht.
und wenn frau fuhrer davon spricht (vgl. baz von gestern), dass man mit der finanzbranche tatsächlich ein klumpenrisiko habe und daher nun verstärkt auf weniger konjukturabhängige branchen wie pharma und biotechnologie setzen möchte, dann bezweifle ich erst recht dass, es zürich um "stärkung der cluster" und "sich nicht gegenseitig behindern" geht.
es geht mir nicht um die wohlbekannte zürich-basel-diskussion sondern darum, dass zürich noch kaum je einer anderen stadt etwas "geschenkt" hat und ich deshalb ernsthat daran zweifle, ob gza das richtige für basel ist.
eine zusammenarbeit wie du sie beschreibst, wäre hingegen absolut sinnvoll.
rübenzahn September 18th, 2008, 06:28 PM ja, teilen war noch nie die stärke von zürich. basel müsste als nr1 life science cluster verkauft werden und nicht nur die statistik aufwerten für ansiedlungen in zürich. der cluster der pharmaindustrie in basel ist einmalig, diesen nicht stützen zu wollen ist kantönligeist in perfektion und hat mit logik wenig zu tun. aber zürich weiss genau was man an der forschung hat, denn sie sichert zürich eine blühende zukunft und man kann bei der heutigen verteilung der gelder nur verlieren, also versucht man es mit dem politischen brecheisen, von kooperatioswille keine spur und das hochgesteckte zürcher selbstverständis wird sich wohl kaum über nacht ändern. heuchlerisch ist sodann die feststellung die zürich-basel aversion komme nur von seite basel. das ganze findet einfach auf einer anderen ebene statt. die ETH ist mit zürich verfilzt, laut eth wurde zürich dank ihr von der provinz- zur weltstadt, dem wohlergehen von zürich fühlt man sich verpflichtet. zürich sieht sich in der gza als forschungsstandort und basel als den "traditionellen" Standort der pharmaindustrie, ein sicheres argument der gza nicht beizutreten.
subtile September 19th, 2008, 09:23 AM jaja erst den kredit an die messe verweigern und dann plötzlich wieder zusammenarbeiten wollen :ohno:
sämelihülz September 20th, 2008, 12:09 AM eine win-win situation: zürich darf sich pharmametropole nennen und basel darf sich zürich nennen... ;)
ganz geile Aktion der Zürcher. So wie man sie halt kennt!!! :lol:
bald wollen sie womöglich noch einen gemeinsamen Fussballclub haben, um unserer Gigionen abzusahnen, aber der Club soll dann immer noch FCZ oder GC heissen.
Don Calo October 16th, 2008, 03:04 PM Von Andrea Müller.
Die Region Basel verfügt über viel Substanz und wäre für eine Krise gewappnet. Der Basler Wirtschaftsminister Ralph Lewin appelliert an die Bevölkerung, sich nicht eine "eigene kleine Krise zu basteln", sondern optimistisch zu sein.
Interview Regierungsrat Lewin
Im Bereich der Finanzmärkte habe die Basler Regierung keine Rolle zu spielen, sagte der Regierungsrat Ralph Lewin, Vorsteher des Wirtschafts- und Sozialdepartement in einem ausführlichen Videointerview mit baz.online. Dazu fehlen dem Kanton schlicht auch die Mittel.
Für eine mögliche Krise vorbereitet
Der Kanton sei vorbereitet, auf eine mögliche Krise zu reagieren und und insbesondere mögliche Auswirkungen auf die Bevölkerung abzufedern. Lewin nennt die Instrumente Arbeitslosenversicherung, Krisenfonds und Sozialhilfe.
Bevölkerung zuversichtlich
Der Basler Wirtschaftsminister ist sehr zuversichtlich, dass die Region Basel "mit einem blauen Auge" davon kommen werde. "Die Wirtschaft der Region verfügt über sehr viel Substanz."
Bisher erlebt Regierungsrat Lewin die Basler Bevölkerung als sehr zuversichtlich. Wenn die Stimmung aber kippe und die Menschen beschliessen, weniger Geld auszugeben, könne es zu einer Verschlechterung der Situation kommen.
Rezession möglich
Eine mögliche Rezession in der Schweiz würde auch auf die Region Basel durchschlagen. Es müsste zum Beispiel damit gerechnet werden, dass mehr Leute auch in der Region Basel arbeitslos würden. Das könnte gemäss Lewin insbesondere Jugenliche treffen. Aber gerade in diesem Bereich sei Basel dank den grossen Anstrengunge der letzten unter anderem mit der Schaffung von vielen neuen Lehrstellen gut aufgestellt.
Lewins Appell
Aber eben: Regierungsrat Lewin ist überzeugt, dass es keinen Anlass zum Pessimismus gibt. Er appelliert im baz.online-Interview an die Leute in der Region, "sich nicht eine eigenen Kleine Krise zu basteln", sondern optimistisch in die Zukunft zu schauen. "Uns wird die Arbeit nicht ausgehen."
Quelle: bazonline 16.10.08
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Was denkt ihr wird Basel von den Bankenkrise weitgehend verschont bleiben oder wird Basel sogar davon profitieren können? Weniger Steuerausfälle etc.?
Don Calo November 17th, 2008, 04:03 PM Von Rahel Koerfgen, Stefan Schuppli.
Am Donnerstag findet das vierte Metrobasel-Forum im Kongresszentrum statt. Thema ist auch die Beziehung zu Zürich und Genf. Metrobasel-Direktor Christoph Koellreuter (64) ist der Auffassung, dass diese beiden Stadtregionen offener sind als Basel.
Christoph Koellreuter, Direktor Metrobasel.
BaZ: Metrobasel ist ein schwer fassbarer Verein. Was bezweckt er überhaupt?
Christoph Koellreuter: Wir wollen sensibilisieren. Die Öffentlichkeit soll sich über die Bedürfnisse der Region im Klaren sein, damit aus dieser noch etwas verschlafenen eine dynamische Metropolitanregion entsteht. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen zugunsten des unternehmerischen Spielraums verbessert, mindestens aber gehalten werden. Basel ist mit 36'000 Arbeitskräften der grösste Life-Sciences-Standort Europas. Aber die Amerikaner und Chinesen schlafen nicht! Wir müssen uns deshalb dafür einsetzen, dass die Bedingungen namentlich für die Pharmaindustrie gut bleiben. Die Forschungsfreundlichkeit ist dabei sehr wichtig.
Die Region ist stark fragmentiert, es sind drei Länder, und auf Schweizer Seite sind fünf Kantone involviert. Der Schweizer Teil hat bezüglich Wachstum die Nase vorn. Wie lässt sich das erklären?
Die Life-Sciences-Erfolgsgeschichte findet fast ausschliesslich auf der Schweizer Seite statt. Auf der deutschen und französischen Seite sind in den letzten Jahren in der Pharmaindustrie je zehn Prozent der Arbeitsplätze verloren gegangen.
Warum?
Sie sind durch strenge Regulierungen, die in ihren Hauptstädten festgelegt werden, in ihrer Handlungsfreiheit sehr eingeschränkt. Die Schweiz ist liberaler: Hier sind zum Beispiel die Arbeitsgesetze viel firmenfreundlicher, weshalb sich Unternehmen lieber in Basel als in Saint-Louis niederlassen. Zudem hat Basel ein Budget, das 40- bis 50-mal grösser ist als jenes der Stadt Lörrach. Das sind Welten.
Behindern Frankreich und Deutschland also die wirtschaftliche Entwicklung der Region?
Ja, das kann man so sagen. Nehmen wir den öffentlichen Verkehr: Wir haben ja nicht einmal einen grenzüberschreitenden Tarifverbund. Wir müssen aber alles unternehmen, um zu mehr grenzüberschreitenden Angeboten zu gelangen, um diesbezüglich gegenüber Zürich nicht weiter abzufallen.
Wo setzt Metrobasel denn konkret an?
In Gesprächen mit den Handelskammern und Regierungen hat sich herausgestellt, dass das grösste Defizit beim fundierten Lobbying in Bundesbern liegt. Wenn aber dort irgendetwas schief läuft, etwa auf Gesetzesebene, dann kann das für die Region weitreichende Konsequenzen haben. Deshalb bemühen wir uns besonders um dieses Lobbying. Und wir versuchen, Genf und Zürich aufzuzeigen, dass sie ähnliche Interessen haben wie wir – bei der Gesetzgebung, bei der Forschung, Bildung und den Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur.
Metrobasel hat 2006 die sogenannte «Vision 2020» für Basel formuliert: Unter anderem soll die Region offener werden, die Lebensqualität soll gesteigert werden, und sie soll führend sein im Life-Sciences-Bereich. Wie sieht es jetzt, zwei Jahre später, aus?
Die Life-Sciences-Erfolgsgeschichte geht weiter. Vor drei Jahren waren wir noch der drittgrösste Life-Sciences-Standort in Europa hinter Paris und Mailand, heute sind wir an der Spitze. Dieser Bereich sorgt für eine hohe Arbeitsplatzsicherheit, was wiederum die Lebensqualität erhöht.
Und bezüglich Offenheit? Was kann Basel von Zürich und Genf lernen?
Wir haben eine unterentwickelte Kreativszene; Zürich ist hier deutlich besser positioniert. Und dann ist da die Zürcher Regio-S-Bahn, die in der Lage ist, hocheffizient viele Menschen von einem Ort an den nächsten zu bringen. Von Genf können wir lernen, wie die Integration internationaler Talente, Organisationen und Unternehmen erfolgreich vonstatten geht. Die Stadt ist hier offener als Basel: Der englischsprachigen internationalen Community ist es zwar wohl hier, aber sie ist relativ schlecht integriert. Dies hat vielleicht etwas mit dem lokalen Brauchtum zu tun, das sich Externen gegenüber weniger offen präsentiert als anderswo.
Und wo liegt der Vorteil von Basel den anderen beiden Regionen gegenüber?
Abgesehen von der Attraktivität der Life-Sciences- Branche ist es der Transportbereich. Basel verfügt innerhalb der Schweiz über die beste europäische Bahnerreichbarkeit. Da die Luftfahrt immer teurer wird, müssen Genf und Zürich ein grosses Interesse daran haben, sich stärker an den Bahnknotenpunkt Basel anzubinden. Der Wisenbergtunnel ist deshalb nicht nur für uns von Vorteil, sondern auch für Zürich, das Mittelland und das Bassin Lémanique. Wir brauchen viel mehr Kapazität für den Güterverkehr, sei dies in Europa oder innerhalb der Schweiz.
Hat Metrobasel da schon gehandelt?
Wir haben uns mit den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und der Handelskammer beider Basel und mit einem Forschungsunternehmen zusammengetan. Wir versuchen nun gewisse Stossrichtungen betreffend Eisenbahnkapazitäten zu formulieren. Auch soll der Eidgenossenschaft klar werden, dass der Ausbau der Schieneninfrastruktur im Interesse der ganzen Schweiz ist.
Inwiefern wirkt sich eigentlich Ihrer Ansicht nach die Finanzkrise auf die Region aus?
Wir sind gut aufgestellt und müssen uns weniger Sorgen machen als etwa der Finanzplatz Zürich. Der Gesundheitssektor und damit auch die Pharmaindustrie ist krisenresistenter, und Gesundheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Gerade die Basler Pharmaindustrie, welche auf topinnovative Medikamente setzt, hat weniger zu befürchten.
Plattform Metrobasel
Das Projekt Metrobasel besteht mittlerweile seit rund drei Jahren, Initiant ist der ehemalige BAK-Direktor Christoph Koellreuter. Am 7. April 2008 wurde der entsprechende Verein als Plattform für alle Engagierten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus dem Raum Basel gegründet. Metrobasel sieht sich als Plattform und Stimme der Region und unterstützt Bemühungen bezüglich der Erhaltung und des Ausbaus der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Basels. Träger des Vereins sind der Kanton Basel-Stadt, Novartis sowie rund 75 weitere Partner aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jeweils im November erscheint der Metrobasel-Report in der BaZ. Er zeigt die wichtigsten Informationen und Erkenntnisse zu allen Projekten auf.
Am Metrobasel-Forum wiederum, welches am Donnerstag, 20. November, von 9.30 bis 12.30 Uhr im Kongresszentrum stattfindet, werden brennende Themen rund um die Region Basel diskutiert. Dieses Jahr treten unter anderem der Basler Regierungspräsident Guy Morin, Wirtschaftsminister Ralph Lewin und der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber auf.
Quelle: bazonline 17.11.08
rübenzahn November 17th, 2008, 06:49 PM Ich finde das Interview nicht besonders gut. Erstens vergleicht er hier wohl das Budget einer Deutschen Gemeinde mit dem eines Schweizer Kantons.
Zweitens, ein grosser Nachteil Basels im Vergleich zum Raum Zürich und Genf ist die unterentwickelte akademische Forschung. Die akademische Forschung hat heute die Rolle eines Wirtschaftmotors, viele Firmen werden heute aus der Grundlagenforschung gegründet. Dies ist auch ein Grund dafür, dass in Basel zu wenig innovative Firmen entstehen. Eine dynamischesn Firmenumfeld wird auch von Novartis und Roche gefordert. Das Problem ist bekannt wird aber im Interview nicht erwähnt. Man bedenke auch dass Firmen wie Microsoft, IBM, Google und sogar Roche heute kaum in Zürich forschen würden ohne die Akademien. Roche und Microsoft als Beispiele haben ein ETH-Spinoff übernommen. Da besteht für mich der grösste Handlungsbedarf für die Zukunft von Basel.
Ich glaube aber dass man diesbezüglich auf dem richtigen Weg ist. Die Universität Basel zeigt sich sehr dynamisch, die ETH hat in Basel Fuss gefasst. Die Hochschulen haben heute eine stark regionale Bedeutung da der Wettbewerb vermehrt zwischen den Metropolen stattfindet. Mit der Definition Basels als Metropolitanraum mit globaler Leistungsfähigkeit müsste der Bund eigentlich auch dafür sorgen, dass Basel die Standortgunst halten/erweitern kann. Dazu ist für Basel die Forschung wichtig. Die Umsetzung könnte schwiereger werden. Eine Lösung wäre wenn man von der Gleichbehandlung aller Universitäten loskommen würde oder dann weitere Antennen aus dem ETH-Bereich in Basel einrichtet, passend zu den bestehenden Stärken.
Zur Kreativszene gilt zu sagen, dass hier der ganze Medienbereich mitgezählt wird und Basel ist nunmal keine Medienstadt. Die Statistik ist deshalb vielleicht trügerisch was den Charackter einer Stadt betrifft. Ich finde zum Beispiel den Ausgang in Basel ziemlich kreativ und abwechslungsreich im Vergleich zu anderen Städten. Es ist mir fraglich ob zB Beni Turnheer die gewünschte urbane Kreativität verkörpert ;).
Küsel November 19th, 2008, 04:10 PM Ist schon traurig, die Kleinkarriertheit und lokalpatriotistische Art, wie wir Schweizer denken :ohno:
Aber auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, die Nordschweiz (inkl. Bern als Verwaltungszentrum) ist EINE Metropolregion, das wäre in Deutschland so wie in Frankreich, den USA, Brasilien, Australien, China oder Japan schon lange der Fall und man hätte das akzeptiert. Zürich-Basel-Bern (mit Anhang St.Gallen, Konstanz und Luzern) ist und bleibt eine Wirtschaftsregion wie Rhein-Main, Rhein-Ruhr oder das Sachsendreieck (da liegen zwischen den Städten zum Teil noch einiges "ländlichere" Gegenden als hier). Zum Glück wird aber das BfS dies auch planerisch endlich in zwei Jahren bewerkstelligen, den vertrottelten und bünzligen Quartierdenkern zum Trotz ;)
:cheers: Das musste mal gesagt werden!
rübenzahn November 19th, 2008, 05:04 PM das sehe ich anders. das raumkonzept definiert endlich einmal in welchen städten sich die internationalen funktionen konzentrieren, bzw. welche städte für die wettbewerbsfähigkeit der schweiz eine zentrale rolle spielen. auf diesen tag warten die städte genf, zürich, basel schon lange, dass ihnen ein sonderstatus eingeräumt wird. was soll daran falsch sein? sollen die gelder weiterhin im giesskannenprinzip verteilt werden? endlich gibt es einmal ein vernünftiges konzept für die verteilung der gelder innerhalb der schweiz zur erhaltung der wettbewerbsfähigkeit und das ist der alleinige zweck der übung. ein metropolitanraum zürich-basel-bern mit st.gallen, luzern und konstanz würde nur den status quo zementieren. das wäre bünzlig.
rübenzahn November 21st, 2008, 04:37 PM Von «Metrobasel» zu «Metrosuisse»
Grosse Zentren sollen zusammenrücken
ai. Basel, 20. November
Dem grossstädtischen Raum mehr Nachachtung verschaffen, das ist das Bestreben des vom Ökonomen Christoph Koellreuter geleiteten und von Behörden und Unternehmen getragenen Think-Tanks Metrobasel. Und weil dieses Ziel im Verbund mit Dritten einfacher zu erreichen ist als im Alleingang, sollen die Metropolitan-Regionen Basel, Zürich und Genf enger kooperieren. So lautet das zentrale Postulat des neuen (nunmehr vierten) Metrobasel-Reports, der an einer trinationalen und multikantonalen Tagung im Kongresszentrum vorgestellt worden ist.
Gemeinsames Lobbying der Zugpferde
Ein Zusammenspannen ist umso wichtiger, als die drei Regionen, die einen überdurchschnittlichen Anteil zum Wohlstand des Landes beitragen, sich vor allem in schweren Zeiten wie den jetzigen bewähren müssen. Eine Kooperation (und ein gemeinsames Lobbying in Bern) drängt sich aber auch auf, weil sich die Schweiz im internationalen Standortwettbewerb zu behaupten hat und dies nur tun kann, wenn die urbanen Zentren ihre Kräfte in einer «Metrosuisse» bündeln. Wichtigste Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es aus Sicht von Metrobasel, die Trümpfe der hiesigen Industrie weiter zu stärken. Im Vordergrund stehen dabei die Pharmabranche und die Finanzdienstleistungen, ungeachtet der Tatsache, dass die Wachstumschancen Letzterer einen Dämpfer erfahren haben.
Für ein forschungsfreundliches Klima
Verglichen mit den europäischen Metropolitan-Regionen steht «Metrosuisse» noch gut da. Bei einer Gegenüberstellung mit den USA und Asien verliert die Schweiz jedoch ihre vorteilhafte Position – dies vor allem im Bereich der Regulierungen, einem im internationalen Standortwettbewerb immer wichtiger werdenden Faktor. Bei der Banken-Regulierung vermag sich der hiesige Finanzplatz zwar noch knapp vor Singapur und Grossbritannien zu behaupten. Für den Pharmabereich konstatiert der Report jedoch, dass Singapur und die USA «forschungsfreundlicher» sind als die Schweiz. – Nach dem Wunsch von Metrobasel sollte die Rheinstadt zusammen mit Zürich und Genf sicherstellen, dass die Rahmenbedingungen für die Schlüsselbranchen international konkurrenzfähig bleiben.
21. November 2008, Neue Zürcher Zeitung
sämelihülz December 7th, 2008, 07:09 PM 2007 hat die Wertschöpfung der Region den stärksten Zuwachs seit 30 Jahren erlebt. Dieses Jahr wächst sie weiter, und auch 2009 soll die Wirtschaft der Nordwestschweiz leicht im Plus abschliessen.
Die Regio Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz feiert ein Jubiläum. Zum 30. Mal sind Struktur und Konjunktur der hiesigen Wirtschaft analysiert worden. Gestern rapportierte Autor Rainer Füeg wie immer vor Repräsentanten von Politik und vorab KMU-Wirtschaft im Mittenza in Muttenz.
Noch vor Jahresfrist berichtete Füeg von einem «sensationellen» Jahrgang. Die Wertschöpfung weitete sich um acht Prozent aus und nahm damit «chinesische Verhältnisse» an. Noch nie wurde ein solcher Wert erreicht. Bei Export, Beschäftigung, Börse, in allen Branchen, beim Konsum und vielem mehr stimmte einfach alles.
Nur «blaues Auge».
In diesem Jahr sieht die Welt etwas anders aus. Die Wertschöpfung in der Nordwestschweiz steigt nur noch um zwei Prozent. Die Finanzkrise hat ein nie erahntes Ausmass angenommen und zieht längst die Realwirtschaft in Mitleidenschaft. Davon ist auch die Region betroffen.
Und nächstes Jahr wird noch schwieriger. Aber stimmen Füegs Prognosen, dann kommen wir mit einem «blauen Auge» davon. Er rechnet für 2009 mit einem Plus von einem Prozent, allenfalls mit einer Stagnation. Nach einem leichten Rückgang in der ersten Jahreshälfte solls dann wieder aufwärtsgehen, vorausgesetzt, dass grosse Schocks ausbleiben.
Struktur.
Insgesamt arbeiten die Schweizer Unternehmen unter ganz anderen Voraussetzungen als die von der Rezession getroffene amerikanische Konkurrenz. In der Schweiz kennen wir keine Hypothekenkrise, die Konsumenten sind nur wenig verschuldet und eine Kreditkartenkrise steht uns nicht ins Haus. Diese Faktoren stabilisieren die Schweizer Wirtschaft.
Füeg erwähnt auch die günstigen hiesigen Strukturen. Mit den Life Sciences, dem Staat und den reglementierten Bereichen (etwa Kaminfeger, Abgaskontrollen oder Steuer- und Buchprüfung) sei ein Drittel der Wertschöpfung wenig krisenanfällig. Und der Finanzsektor sei eigentlich nur durch die zwei Grossbanken richtig getroffen, auch wenn die übrigen regionalen Banken geringere Erträge im Wertschriftengeschäft hinnehmen müssten. Der Ökonom erwartet ausserdem, dass der Konsum aufgrund der immer noch herrschenden Vollbeschäftigung und Lohnerhöhungen im nächsten Jahr stabil bleiben und den Wirtschaftsgang stützen wird.
Kein Abgrund.
Füeg hat aber Angst, dass die Krise herbeigeredet wird. Sie stecke bereits in den Köpfen. Aber selbst wenn die Wirtschaft um ein halbes Prozent schrumpfen würde, läge die Wertschöpfung immer noch auf sehr hohem Niveau. Er räumt aber ein, dass der regionale Export leiden werde, weil sich die wichtigsten Absatzmärkte in der Rezession befänden.
Füeg wäre kein Ökonom, wenn er nicht auch Krisenszenarien zeichnen würde. Wenn China genug von den US-Staatsanleihen hätte, wäre das ein Gau für die Weltwirtschaft. Das hält er aber nicht für realistisch, weil die Asiaten damit den Wert ihrer riesigen Dollarpositionen gefährden würden. Seine Prognosen würden auch dann nicht mehr zutreffen, wenn der Euro deutlich unter die Marke von 1.50 Franken fiele oder der Konsum in Europa einbreche – und letztlich unsere Exporte massiv beschnitten würden.
Fest aber steht, dass das Beschäftigungswachstum zum Erliegen kommt und bei einigen Unternehmen einem Personalabbau weichen wird. Aber auch hier hat Füeg eine aufbauende Antwort parat: «Das lindert den Druck auf den Arbeitsmarkt und wird die Zuwanderung aus der EU bremsen.»
hausmeister December 8th, 2008, 06:56 PM der neue newsletter (http://www.baselarea.ch/fileadmin/user_upload/Newsletter/2_08_Finanzplatz.pdf) der wirtschaftsförderung beider basel ist erschienen. schwerpunktthema ist der (etwas unterschätzte) finanzplatz basel. natürlich sind die berichte auch ein bisschen als werbung gedacht. es lohnt sich aber auf jeden fall einen blick darauf zu werfen.
hausmeister January 15th, 2009, 04:40 PM Mehr als eine Million Übernachtungen trotz Finanzkrise und Konjunkturabschwächung
Aufgrund der guten Anbindung an internationale Tourismusströme sowie der vermehrten und innovativen Marketinganstrengungen gelang es Basel 2008 erneut, mit einem überdurchschnittlichen Wachstum von 6,9 % seine bedeutende Position im schweizerischen und internationalen Wettbewerb zu festigen. Erstmals seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen der Tourismuszahlen vor rund 75 Jahren wurde die Marke von einer Million Übernachtungen überschritten. Aktuelle Zahlen belegen, dass sich Basel – wenn auch nicht mehr mit so guten Wachstumsraten wie in den ersten drei Quartalen 2008 – weiterhin erfolgreich als Tourismusdestination positionieren konnte. Hierbei gewinnt der Freizeittourismus immer mehr an Bedeutung.
http://www.statistik-bs.ch/themen/10/MM_TourStat_0812/MM_TourStat_0803/image1
Ganzer Artikel mit weiteren Grafiken (http://www.statistik-bs.ch/themen/10/MM_TourStat_0812)
sämelihülz January 15th, 2009, 06:07 PM naja ein riesen Wunder ist es ja auch nicht gerade. Mit der EM darf man das sogar erwarten!
Die EM hat knapp 100'000 Logiernächte beschert. Man muss aber bermerken dass viele Leute auch ins Elsass oder im Kreis Lörrach übernachtet haben, weil dort die Preise viel günstiger sind.
nächstet Jahr wird es wohl einen Einbruch geben, auch nicht gerade verwunderlich!
hausmeister January 16th, 2009, 11:32 AM naja ein riesen Wunder ist es ja auch nicht gerade. Mit der EM darf man das sogar erwarten!
Die EM hat knapp 100'000 Logiernächte beschert.
quatsch, die logiernächte haben im juni gegenüber dem vorjahr lediglich um knapp 4'000 zugenommen (dies entspricht aber auch in etwa den zunahmen in anderen monaten). die em hatte indsofern einen einfluss, dass die logiernächte von leuten aus holland nach der em überdurchschnittlich zunahmen.
sämelihülz January 17th, 2009, 05:06 PM ^^
Ja du hast natürlich Recht. Weiss auch nicht wieso ich auf diese Zahlen gekommen bin.
Ernüchternd ist auch die Bilanz des 9. Stadions, das war ja ein riesenflop. Aber wieso pflanzt man das Ding ins Liestaler Niemansland, und nicht irgendwo in eine grosse Schweizer Stadt, wo keine EM Spiele stattfanden, z.B Luzern...
Basel_CH January 17th, 2009, 05:44 PM ^^
Ernüchternd ist auch die Bilanz des 9. Stadions, das war ja ein riesenflop. Aber wieso pflanzt man das Ding ins Liestaler Niemansland, und nicht irgendwo in eine grosse Schweizer Stadt, wo keine EM Spiele stattfanden, z.B Luzern...
Und vor allem dass die Organisatoren, welche für die Idee und Umsetzung des 9. STadions verantwortlich waren zur Rechenschaft gezogen und ein Teil der Kosten auf die abgewältzt werden. Kann ja nicht sein, dass der Steuerzahler für so eine desaströse Felhplanung nun über 4 Mio. berappen muss.
War nicht einer von der Gebäudeschutzversicherung für die Idee und Umsetzung verantwortlich?
hausmeister January 17th, 2009, 05:44 PM Ernüchternd ist auch die Bilanz des 9. Stadions, das war ja ein riesenflop. Aber wieso pflanzt man das Ding ins Liestaler Niemansland, und nicht irgendwo in eine grosse Schweizer Stadt, wo keine EM Spiele stattfanden, z.B Luzern...
da habe ich mich ehrlich gesagt selbst in zeiten der allgemeinen euphorie gefragt wie das funktionieren soll... trotzdem, dass es ein derartiges desater werden würde hätte ich nicht gedacht. hing sicher auch mit dem wetter und der glanzleistung der schweizer zusammen...
Don Calo February 19th, 2009, 01:19 AM Baslerstab · Mittwoch, 18. Februrar 2009
Von Mischa Hauswirth und Claude Bühler
Herr Kessler, Sie sagten: wenn Basel so gut sein will wie Zürich, muss es auch
so professionell sein.
Zürich ist neben Genf und Bern ein Vergleichsort und uns in einigen Bereichen
voraus * mit der hohen Dynamik, Mobilität, beim Flughafen. Basel muss die
eigenen Stärken wie Life Sciences, Kultur oder die Tradition der Humanisten
stadt mindestens so gut bewirtschaften * politisch, strategisch und im Stand
ortmarketing.
Zürich macht das besser?
Nicht alles.Aber wer die Städte via Bahnhof oder Flughafen besucht, muss
gestehen: Basel hat noch Auf holpotential. Wie wird der Gast empfangen und ins Zentrum geleitet, welcher Geist wird inszeniert?
Welcher?
Zürich pflegt sich und sein Selbstbewusstsein sehr. Das kann als übertrieben
kritisiert werden, gefällt aber den Besuchern. Basel pflegt vornehme Zurück
haltung. Das ist sympathisch, hat aber Nachteile: Gäste, Investoren und Neu
zuzügererleben nicht direkt und sofort, wie attraktiv Basel ist. Es sollte seine
Stärken nicht v e r s t e c k e n , sondern zeigen: seine Geschichte, die geni
alen Köpfe, die starke Wirtschaft, seine grossartigen Kulturinstitutionen.
Siesagten,dieVerwaltungsarbeit müsse die Investoren überzeugen.
Die Verwaltung zeigt der Bevölkerung, was sie leistet. Das ist richtig, aber die
Frage, ob wir attraktiv sind, müssen auch die auswärtigen Kunden beantworten: Leute, von denen wir wollen, dass sie nach Basel ziehen, hier investieren. Für die Entwicklung ist die Aussenwahrnehmung ein wichtiger Massstab. Firmen wählen Basel als Standort, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Mitarbeiter sich hier wohl fühlen.
Und das komplizierte Bau bewilligungsverfahren?
Die Regierung will generell, dass Bewilligungen nicht komplizierter erhält
lich sind als in Bern oder Zürich. Derzeit wird das ganze Bewilligungswesen
vereinfacht und kundenfreundlich ausgestaltet. Zudem führen wir in der
Fachstelle Stadtwohnen ein FeedbackSystem ein: Kritiken und Vorschläge
von Investoren und allen Interessierten sollen direkt aufgenommen, geprüft
und Verbesserungen rasch eingeleitet werden. Die gut angelaufenen Investoren Gespräche werden ergänzt durch eine fortlaufende Kontaktpflege.
Das ist ein riesiger Kulturwechsel für die Verwaltung.
Alle Departemente über prüfen ihre L e i s t u n g e n fortlaufend, externe Fachleute attestieren ihnen eine hohe Professionalität. Laut der neuen Verfassung steuert der Gesamtregierungsrat die langfristige Planung* bekannt ist die «Vision 2020» * und leitet daraus die lang und mittelfristigen strategischen Ziele und Massnahmen ab. Die Verwaltung ist dafür in der Verwaltungsreform RV09 neu und auch gut aufgestellt worden.
Und wenn diese Ziele weitere Steuersenkungen sind?
Darüber entscheidet die Politik. Jede Stadt muss fortlaufend in die Infrastruktur investieren und aufgrund der Wohn und Betriebsdichte relativ hohe Grundleistungenerbringen* die Frage ist, für wie viele Bewohner und Steuerzahler. Optimal ist, wenn die Bevölkerung zunimmt und weitere Firmen zu uns ziehen. Dann lässt sich über die Frage nach mehr Investitionen in Bildung oder Steuersenkungen gelassen diskutieren. Dafür braucht es mehr Wohnraum. In unserer Bevölkerungsstruktur haben wir vergleichsweise zu wenig junge Familien und Gut verdienende. Mit der aktuellen Steuersenkung sind wir in den meisten Kategorien aber bereits im Gleich stand mit dem Umland. Die Regierung hat definiert, dass Basel bezüglich Leistung und Steuern konkurrenzfähig sein muss.
Die Verwaltung ist zu gross?
Sie ist wegen den Zentrumsleistungen und dem Grundangebot wie in allen
Städten gross. Im Städte Vergleich sind wir im Schwankungsbereich von
fünf bis zehn Prozent Unterschied.
Warum sollte Basel mehr Bewohner anziehen?
Weil das für Basel und die Region besser ist. Oder will man im Kern des Dreilands ein museales Städtchen, sympathisch für Sommer ausflügler, oder eben eine innovative Stadt, die sich vorne positioniert in Wirtschaft, Bildung, Wohnqualität und Kultur? Die «Vision 2020» der Regierung will das zweite. Das muss getragen werden von der Politik und der Bevölkerung.
Haben Sie weitere Gründe für eine dichtere Stadt?
Derzeit werden alle Naherholungsräume wie das Elsass, das Badische, das
Baselbiet und Mittelland zersiedelt. Der Städter fährt immer weiter, um unverbaute Grünräume zu erreichen. Das ist unökonomisch und unökologisch.
Wir brauchen das Gegenteil: qualitativ hochwertig gestaltete Wohnstädte und
grosse unverbaute Grünräume dazwischen. Ein gutes Beispiel für eine städtische Aufwertung ist die Claramatte. Die Parkplätze sind unter dem Boden. Ein Investor baute 60 Lofts. Vor der Haustüre der in den Lofts wohnenden Familien hat es einen gepflegten Park. Damit haben wir verhindert, dass diese Familien ein Häuschen in der Agglomeration bauen, täglich lange Distanzen zum Arbeitsort oder zum Einkauf fahren und dass ihr Steuergeld von uns abwandert.
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Herr Kessler analysiert die Situation sehr gut, Basel hat leider in den letzten zehn bis 20 Jahren vieles verschlafen! In den 60er und 70er Jahren war die Region Basel die am schnellsten wachsende Region der Schweiz, dies hat sich leider geändert! Zur Zeit sehe ich die Entwicklung jedoch recht positiv! Die Verwaltungreform sehe ich als grossen Gewinn für Basel. Zudem sind einige Projekte in der Umsetzung welche für Basel sehr wichtig sind. Wie z.B. Stücki, Erlenmatt, Volta Areal, Novartis Campus, rund um den Bahnhof hat sich auch einiges getan. Kessler ist meiner Meinung der richtige Mann für diesen Job.
sämelihülz February 19th, 2009, 03:30 PM Fnac macht nach nur einem Jahr wieder zu.
Schade eigentlich. Die Aktion vor der Erröfnung fand ich recht gelungen, aber die Konkurrenz war einfach zu Hoch. Ich persönlich war einmal kurz drin, und bin dann gleich wieder geflüchtet, die Preise waren einfach zu hoch.
Don Calo February 19th, 2009, 06:28 PM Finde ich auch schade! Fnac war zwar nicht ganz billig doch hat er mir noch ganz gut gefallen. Vor allem die CD Abteilung war eine bereicherung für Basel, vor allem da im Roxy die Auswahl immer kleiner wird! Das Problem war meiner Meinung dass es von allem ein bisschen hatte, jedoch nirgends eine grosse Auswahl! Trotzdem erstaunlich dass man so viel Geld hier investiert hat und schon nach einem Jahr aufgibt! Da hätte ich etwas mehr durchhaltevermögen von den Franzosen erwartet!
hausmeister March 12th, 2009, 09:39 AM die grösste akquisition der schweiz wird konkret!
Roche übernimmt die Firma Genentech
Der Roche-Konzern und die amerikanische Gentechnik-Pharmafirma Genentech haben sich auf eine Übernahme geeinigt – für 95 Dollar pro Aktie.
Das Tauziehen zwischen dem Basler Pharmariesen Roche und seiner US-Biotechnologietochter Genentech um den Preis für die Übernahme der ausstehenden Aktien ist beendet. Die beiden Firmen erzielten eine einvernehmliche Lösung zu einem Preis von 95 Dollar je Aktie, wie Roche heute mitteilte.
Die Basler, die bereits 55,8 Prozent an Genentech halten, sind damit bereit, für die ausstehenden Aktien insgesamt 46,8 Milliarden Dollar zu zahlen. Das ist der höchste Übernahmepreis in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte.
Am vergangenen Freitag hatte Roche den Preis auf 93 Dollar je Aktie erhöht. Nach einem weiteren Aufschlag auf 95 Dollar lenkte nun auch der unabhängige Genentech-Verwaltungsratsausschuss ein und empfiehlt den Aktionären, das Roche-Angebot anzunehmen.
Don Calo March 23rd, 2009, 11:08 AM Für die Sanierung der Pensionskasse des Kantons Basel-Stadt werden in der Staatsrechnung 2008 Rückstellungen von über 600 Millionen Fr. vorgenommen. Dennoch schliesst der Stadtkanton das vergangene Jahr mit schwarzen Zahlen ab.
Die am Donnerstag den Medien präsentierte Basler Staatsrechnung 2008 fällt allerdings nicht so gut aus wie budgetiert: Der Saldo der Laufenden Rechnung beträgt statt wie geplant 207,4 Millionen Fr. nur 29,9 Millionen Franken. Beim Finanzierungssaldo wird die Budgetvorgabe mit 50,7 Millionen Fr. um 134,1 Millionen Fr. verfehlt.
PK-Deckungsgrad noch 85 Prozent
Grund für die Verschlechterung ist die Börsenbaisse, die bei der staatlichen Pensionskasse tiefe Spuren hinterlassen hat. So schrumpfte der Deckungsgrad auf rund 85 Prozent. Die Deckungslücke wird per Ende 2008 auf gegen 1,3 Mrd. Fr. geschätzt.
Weil jedoch im Stadtkanton von Gesetzes wegen der Deckungsgrad mindestens 95 Prozent betragen muss, sind Sanierungsmassnahmen laut der Regierung zwingend. Deshalb werden in der Staatsrechnung 2008 für künftige Pensionskassen-Sanierungsbeiträge des Kantons als Arbeitgeber 636,8 Millionen Fr. zurückgestellt.
Dass die Staatsrechnung dennoch positiv ausfällt, ist den Steuereinnahmen zu verdanken, die dank der guten Wirtschaftslage im Jahr 2007 deutlich höher ausfielen als erwartet. Mit 2,64 Mrd. Fr. lag der Steuerertrag letztes Jahr um 275 Millionen Fr. über Budget und um 181 Millionen Fr. über dem Wert des Vorjahres. Der gesamte Ertrag belief sich 2008 auf 4,75 Mrd. Franken.
Die von 210 auf 233 Millionen Fr. gestiegenen Nettoinvestitionen konnte der Kanton erneut aus eigenen Mitteln finanzieren. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 122 Prozent.
Der Finanzierungssaldo von 50,7 Millionen Fr. wird zum Abbau der Nettoschulden eingesetzt, die dadurch auf 2,75 Mrd. Fr. sinken. Die Nettoschuldenquote verringert sich so gegenüber dem Vorjahr von 5,5 auf 5 Promille.
Für das laufende Jahr geht das Budget des Stadtkantons in der Laufenden Rechnung von einem Einnahmenüberschuss von 134 Millionen Fr. aus. Ab 2010 rechnet die Regierung wegen der Rezession dagegen mit roten Zahlen, weil stagnierenden oder gar sinkenden Steuereinnahmen steigende Sozialkosten gegenüberstehen.
Quelle: bazonline: 19.03.09
Don Calo March 26th, 2009, 02:38 PM Grösste Übernahme der Schweizer Wirtschaftsgeschichte
Der Basler Pharmakonzern Roche hat das Übernahmeangebot für das amerikanische Biotechnologieunternehmen Genentech erfolgreich abgeschlossen. Damit ist Roche mit der grössten Übernahme der Schweizer Wirtschaftsgeschichte endgültig am Ziel.
(sda) Die vollständige Übernahme ihrer Tochter Genentech lässt sich Roche rund 46,8 Mrd. Dollar kosten. Roche wurden bis zum Ablauf der Angebotsfrist 395,7 Millionen Genentech-Aktien angedient, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Anteil von 84,7% der ausstehenden Aktien.
Zusammen mit den 55,7% der Aktien, die Roche bereits besass, halten die Basler nun 93,2% der Genentech-Aktien. Zusätzlich sei Roche die Übergabe weiterer 3% der ausstehenden Genentech-Aktien innerhalb der nächsten drei Geschäftstage garantiert worden.
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Fusion schnell durchziehen
Aktionäre, die ihre Aktien angedient hätten, würden sofort 95 Dollar pro Titel erhalten, heisst es in der Mitteilung weiter.
Roche werde «so bald wie möglich» eine vereinfachte Fusion («Short-Form Merger») veranlassen, womit Genentech vollständig zur Roche-Gruppe gehören wird. Nach dem formellen Zusammenschluss ist geplant, den Handel mit Genentech-Aktien an der New Yorker Börse einzustellen.
Seit letztem Sommer versuchte Roche, die kalifornische Genentech mit Sitz bei San Francisco komplett zu übernehmen - zunächst aber ohne Erfolg. Erst nachdem die Offerte Anfang März auf 93 Dollar je Aktie angehoben wurde, brach das Eis.
Zähes Ringen
Die Genentech-Führung, die sich bis anhin gegen die Übernahme gesträubt hatte, setzte sich mit Roche an einen Tisch. Bei den Verhandlungen holten die Amerikaner noch mehr heraus: Die Offerte wurde auf 95 Dollar in bar je Genentech-Aktie aufgestockt.
Roche hatte 1990 eine Mehrheit an Genentech erworben. Seitdem wuchs das Unternehmen rasant und entwickelte erfolgreiche Medikamente, etwa das Krebsmittel Avastin. Vor der Lancierung des Übernahmeangebots hielt Roche rund 56% an Genentech.
Quelle: www.nzz.ch
suburbansky March 26th, 2009, 03:33 PM Und als Gegenstück zur grössten Übernahme eine kleine, aber sehr traurige Anekdote: Roxy Records am Rümelinsplatz hat letze Woche Konkurs angemeldet, heute ist dies im Handelsamtsblatt publiziert (https://www.shab.ch/shabforms/COMMON/application/applicationGrid.jsp?template=1&view=2&page=/COMMON/search/searchresultDetail.jsp). Sehr schade, was aus dem einstmals besten Indie-Musikladen der Schweiz geworden ist. :ohno: Und schrecklich, dass es in der Basler Innenstadt nun kein vernünftiges CD-Geschäft mehr gibt.
Don Calo March 27th, 2009, 01:20 PM Und als Gegenstück zur grössten Übernahme eine kleine, aber sehr traurige Anekdote: Roxy Records am Rümelinsplatz hat letze Woche Konkurs angemeldet, heute ist dies im Handelsamtsblatt publiziert (https://www.shab.ch/shabforms/COMMON/application/applicationGrid.jsp?template=1&view=2&page=/COMMON/search/searchresultDetail.jsp). Sehr schade, was aus dem einstmals besten Indie-Musikladen der Schweiz geworden ist. :ohno: Und schrecklich, dass es in der Basler Innenstadt nun kein vernünftiges CD-Geschäft mehr gibt.
Ja das ist wirklich schade, doch ich muss selber zugeben ich war auch schon lagen nicht mehr im Roxy, heute ist es viel einfach alles über das Internet zu bestellen, cede.ch zum cd's nach Hause zu bestellen und i tunes zum auf den ipod zu laden, und zudem noch günstiger. Das ist der Fortschritt.
U3065 April 2nd, 2009, 04:39 PM USAMMENFASSUNG / Gemeindespital von Riehen BS wird geschlossen / Über 200 Mitarbeitende verlieren ihren Job
Riehen BS (sda) Die Bevölkerung von Riehen muss künftig ohne eigenes Krankenhaus auskommen. Der Gemeinderat hat beschlossen, das insgesamt 78 Betten zählende Gemeindespital zu schliessen. Über 200 Mitarbeitende verlieren dadurch ihre Stelle.
Seinen Schliessungsentscheid gab der Gemeinderat der rund 21 000 Einwohner zählenden Kommune am Donnerstag vor den Medien in corpore bekannt. Das Spital, dass im vergangenen Jahr bei 1488 Eintritten 23 646 Pflegetage verzeichnete und die Gemeindekasse mit 8,6 Mio. Fr. belastete, soll seinen Betrieb per Ende 2009 einstellen.
Der Gemeinderat werde seine Verantwortung für das Spitalpersonal wahrnehmen, versicherte Michael Martig, der in der Exekutive von Riehen für das Gesundheitswesen zuständig ist. So soll ein Sozialplan ausgearbeitet werden.
Vorgesehen ist zudem die Unterstützung der Betroffenen bei der Suche nach einem neuen Job. Im Gemeindespital teilen sich 205 Personen 155 Vollzeitstellen.
Ambulantes Gesumdheitszentrum
Als Ersatz für das Gemeindespital will die Gemeinde für ihre Bevölkerung ein ambulantes Gesundheitszentrum aufbauen. In dieses sollen nach Möglichkeit auch Teile des schon vom Gemeindespital im 24-Stunden-Betrieb geführten Ambulatoriums integriert werden. Über Details konnte Martig jedoch noch keine Angaben machen.
Die Schliessung des Spitals beschloss der Gemeinderat am vergangenen Dienstag.
Am 31. März lief die Frist zur Verlängerung des Baurechtsvertrags mit dem Diakonissenhaus als Eigentümerin des Spitalareals aus. Das Spitalgebäude fällt nun dem Diakonissenhaus zu.
Mit dem Entscheid ist eine vom Gemeindeparlament im Oktober 2008 gutgeheissene Chancenstrategie gescheitert. Diese sah Investitionen von 11,5 Mio. Fr. für die Renovation des Kleinspitals sowie dessen rechtliche Verselbständigung vor.
Keinen Partner gefunden
Bedingung war, dass ein Partner für einen wirtschaftlichen Betrieb gefunden würde. Dies sei jedoch nicht gelungen, sagte Martig. Eine "spannende Partnerschaft" sei letztes Jahr kurz vor dem Durchbruch gescheitert.
Nicht verhandelt wurde laut Martig mit privaten kommerziellen Spitalbetreibern.
Solche hätten die vom Diakonissenhaus gewünschte Grundversorgung der Bevölkerung von Riehen nicht gewährleistet.
Der Gemeinderat stufte die Überlebenschancen des Spitals laut Martig als gering ein. Mit dem schweizweit für 2012 angestrebten Spitalfinanzierungsmodell hätten die Patientenzahlen um etwa die Hälfte gesteigert werden müssen. Dies erachtete der Gemeinderat angesichts der Überkapazitäten bei den Spitalbetten im Raum Basel als unrealistisch.
Auch seien weitere Prämiensteigerungen bei den Krankenkassen in Sicht. Diese liessen den Verbleib des Riehener Spitals mit seinen 48 Akutbetten auf der Spitalliste ungewiss erscheinen.
Keinen Druck auf Riehen habe indes der Kanton Basel-Stadt ausgeübt, sagte Martig. Nach Ansicht des Kantons habe es das Gemeindespital zwar nicht gebraucht, er habe es Riehen aber freigestellt, dieses zu betreiben.
(SDA/ATS - ts my/rdn009/POL/3/090402 1637)
suburbansky April 2nd, 2009, 05:23 PM Gemeindespital von Riehen BS wird geschlossen / Über 200 Mitarbeitende verlieren ihren Job
Für die Betroffenen ist das sicher ein schwerer Schlag, zumal es momentan sicher viel schwieriger als auch schon ist, einen neuen Job zu suchen. Aber mal ehrlich: Ich habe mich schon immer gefragt, weshalb Riehen ein eigenes Spital braucht - es ist ja nicht so, dass in der Region Basel ein Mangel daran herrscht, im Gegenteil: Zwei Riesenkaliber (Uni-Spital und Bruderholz) und etliche weitere Kliniken (privat wie staatlich) sollten eigentlich reichen. Oder sind wir Basler kränker als andere Schweizer? Naja, die Krankenkassenprämien lassen dies vermuten...
Don Calo April 2nd, 2009, 06:18 PM ^^ ein eigenes Spital für Riehen ist wirklich nicht nötig andere Gemeinden die ähnlich gross sind wie Riehen besitzen auch kein eigenes Spital wie z.B. Allschwil oder Reinach.
Don Calo April 2nd, 2009, 06:28 PM Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Kanton Basel-Stadt im Februar trotz Wirtschaftskrise nur leicht an und die Arbeitslosenquote stagniert seit zwei Monaten bei 3,5 %. Ein leichtes Wachstum zeigt sich bei der Beschäftigung in der Nordwestschweiz.
Seit August 2008 immer mehr Arbeitslose
Zu Beginn des vergangenen Jahres sank die Zahl der Arbeitslosen von 3 074 im Januar auf 2 759 im April 2008 und die Arbeitslosenquote fiel von 3,1 % auf 2,8 %. Als Folge der Wirtschaftskrise steigt die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen seit August des vergangenen Jahres im Stadtkanton wieder an.
Im Februar 2009 waren 3 415 Personen bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Basel-Stadt als arbeitslos gemeldet. Dies sind 359 Personen mehr als im Vorjahresmonat und 13 mehr als im Januar 2009. Während die Zahl der arbeitslosen Schweizerinnen im Berichtsmonat leicht gesunken ist, sind insbesondere die ausländischen Männer verstärkt von der Arbeitslosigkeit betroffen – im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich deren Arbeitslosigkeit um 24,8 % erhöht. Ebenfalls stark betroffen von der erhöhten Arbeitslosigkeit sind Personen unter 25 Jahren.
Im Vergleich zum Januar 2009 hat sich sowohl die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen als auch die Gesamtzahl der Arbeitslosen nur leicht erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich seit Januar 2009 um 52 und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 91 Personen reduziert. Die Arbeitslosenquote beträgt nun seit zwei Monaten konstante 3,5 % und auch saisonbereinigt verbleibt die Quote seit Dezember 2008 bei 3,3 % leicht tiefer.
Arbeitslosenquote im kantonalen Vergleich
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/ArbeitsmarktBSFeb09.png
Arbeitslosigkeit steigt regional unterschiedlich
Die Arbeitslosenquote in Basel-Stadt ist trotz der Wirtschaftskrise in den vergangenen zwei Monaten konstant geblieben. Die Schweiz sowie die betrachteten Kantone Zürich, Genf und Basel-Landschaft verzeichnen weiterhin steigende Arbeitslosenquoten. Im Kanton Zürich beträgt die Arbeitslosenquote im Februar 2009 bereits 3,2 %, was den höchsten Wert seit Januar 2007 darstellt. Insgesamt hat sich die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich innert Jahresfrist um 0,6 Prozentpunkte erhöht. Zum Vergleich: Die Arbeitslosenquote in Basel-Stadt erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozentpunkte. Im Vergleich zur Schweiz – mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 % – liegt die Arbeitslosenquote in Basel-Stadt weiterhin etwas höher, jedoch beträgt die Differenz geringe 0,1 Prozentpunkte. Diese geringe Differenz wurde letztmals im Februar 2000 erreicht.
Auch der Kanton Basel-Landschaft weist eine weiterhin steigende Arbeitslosenquote auf, jedoch auf relativ tiefem Niveau. Im Februar 2009 betrug die Arbeitslosenquote 2,9 %. Ein Wert in dieser Höhe wurde zuletzt im April 2006 beobachtet.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/Arbeitslosenquote.png
Branchenstruktur in Basel-Stadt
Dieses moderate Verhalten der Arbeitslosenquote trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann zu einem gewissen Teil mit der Branchenstruktur im Stadtkanton erklärt werden. In der Banken- und Versicherungsbranche sind im Jahr 2005 rund 7 % aller Personen beschäftigt. Am meisten Beschäftigte arbeiten jedoch in den relativ konjunkturresistenten Branchen des Gesundheits- und Sozialwesens (13,7 %) und der chemischen Industrie (10,9 %). Insbesondere das Gesundheits- und Sozialwesen zeichnete sich in den letzten sieben Jahren durch eine sehr geringe Arbeitslosenquote aus. Auf sehr tiefem Niveau liegt diese im Kanton Basel-Stadt auch für Beschäftigte im Kredit- und Versicherungsgewerbe, jedoch ist ein leichter Anstieg seit Mitte 2008 abzulesen.
Am höchsten ist die Arbeitslosenquote mit 11,4 % im Gastgewerbe und mit 10,4 % im Baugewerbe, wobei beide Branchen starken saisonalen Schwankungen ausgesetzt sind. Die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe hat sich seit Dezember 2008 etwas erholt. Im Handel-, Reparatur- und Autogewerbe ist ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit seit Jahresfrist abzulesen.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/ArbeitslosenquotenachBranche0209.png
Schwaches Beschäftigungswachstum
Die viermal jährlich durchgeführte Beschäftigungsstatistik des Bundes (BESTA) zeigt für die Nordwestschweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg der Beschäftigten um 1,9 % auf 554 700. Den stärksten Anstieg verzeichnen die im Dienstleistungssektor angestellten Frauen, jedoch zu Lasten der Frauen im 2. Sektor. Insgesamt fällt das Wachstum wiederum geringer aus als im Vorquartal. Das stärkste Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde im 1. Quartal 2008 mit 3,5 % erreicht. Seit diesem Spitzenwert verringert sich das Beschäftigungswachstum in der Grossregion mit den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt kontinuierlich.
Trotz dieser Wachstumsschwäche verzeichnet die Nordwestschweiz im 4. Quartal 2008 im Vergleich mit der Schweiz gegenwärtig ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum. Insbesondere die Entwicklung im Dienstleistungssektor tragen zu einem ständigen Wachstum der Beschäftigung in der Nordwestschweiz bei.
Für das 2. Quartal 2009 beträgt die Netto-Arbeitsmarktprognose in der Nordwestschweiz +12 %, und somit erwarten gemäss dem Manpower Arbeitsmarktbarometer mehr Unternehmen eine Zunahme der Beschäftigungszahl als eine Abnahme (www.manpower.ch).
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/BeschftigungErwerbsttigeundGrenzgng.png
Quelle: www.statistik-bs.ch
Basel_CH April 2nd, 2009, 07:44 PM ^^ ein eigenes Spital für Riehen ist wirklich nicht nötig andere Gemeinden die ähnlich gross sind wie Riehen besitzen auch kein eigenes Spital wie z.B. Allschwil oder Reinach.
Da geb ich dir Recht, und ein Regionalspital in sonem Zipfel der Schweiz seh ich da leider auch nicht, Schade trotzdem für Riehen.
Hab das vorher gar nicht gewusst, dass Riehen ein eigenes Spital gehabt hat.
hausmeister April 9th, 2009, 10:03 AM BILANZ-Top 100: Novartis 22 Milliarden mehr Wert
Der Sieger des BILANZ-Rating "Die 100 besten Unternehmen der Schweiz" für das Jahr 2008 heisst Novartis.
Der Basler Pharmakonzern hat seinen Aktionären 22 Milliarden Franken zusätzlichen Firmenwert beschert. Auf Platz zwei liegt Roche, mit einem Wertzuwachs von knapp 12 Milliarden, dritter ist Nestlé mit einem Plus von 6 Milliarden.
Die grössten Wertvernichter 2008 waren die Grossbanken. UBS verzeichnete ein Minus von über 27 Milliarden Franken, Credit Suisse vernichtete 10 Milliarden, und bei ABB verloren die Eigentümer knapp 10 Milliarden. OLZ & Partners hat für BILANZ mit wissenschaftlichen Methoden die Wertschöpfung der Top 100 Unternehmen ermittelt. Untersucht wurden alle Firmen, die dem Börsenindex SPI angehören und mindestens 100 Millionen Franken Marktkapitalisierung aufweisen.
(bilanz.ch)
Mal abgesehen von der UBS, welche ja zumindest auf dem Papier zur Hälfte baslerisch ist, sieht es mit der hiesigen Wirtschaft momentan nicht allzu schlecht aus. Unter den (nur) 60 Unternehmen mit einer positiven Wertschöpfung befinden sich 16 Unternehmen aus Basel (4 davon in den Top10)
Don Calo April 9th, 2009, 11:53 AM ^^^^ ja das ist nicht schlecht, Novartis an 1. Stelle und Roche an 2. Stelle. Die hiesige Wirtschaft ist für die schweizer Wirtschaft von grossem Wert und meiner Meinung nach etwas unterschätzt.
hausmeister April 9th, 2009, 04:26 PM Eindrucksvoll ist vorallem Basels Stellung im Aussenhandel:
Die Exporte aus Basel-Stadt machten im Jahr 2007 rund 24% der gesamten Exporte der Schweiz aus. Dies ist natürlich der hauptsächlich der Pharmabranche zuzuschreiben. 61% der nationalen Exporte der pharmazeutischen und chemischen-Industrie stammen aus Basel-Stadt. Gesamtschweizerisch haben die Produkte dieser Branche einen Anteil von 35% am Exportvolumen.
Dies zeigt einerseits die Stellung Basels im Aussenhandel, aber auch die Wichtigkeit der pharmazeutischen und chemischen-Industrie.
(Quellen: "Switzerland in Figures" von der UBS und "Aussenhandel Schweiz – Fakten und Trends" von der CS)
sämelihülz April 9th, 2009, 09:25 PM Würde mich noch interessieren wieviel % BS und BL zusammen ausmachen? Hast du da auch Zahlen Hausmeister?
hausmeister April 9th, 2009, 10:33 PM Das kann ich Dir sagen:
Mit einem Exportvolumen von CHF 6.5 Mia. liegt BL ziemlich genau im Mittelfeld (sowohl als absolute Zahl als auch pro Kopf). Als Vergleich: das Volumen von ZH (das zweithöchste) liegt bei 15.7 Mia, BS (das höchste) bei 44.7 Mia).
Das Exportvolumen von BS und BL macht zusammen aber nur unwesentlich mehr aus, dh etwas mehr als 27%
sämelihülz April 20th, 2009, 01:12 AM Das kann ich Dir sagen:
Mit einem Exportvolumen von CHF 6.5 Mia. liegt BL ziemlich genau im Mittelfeld (sowohl als absolute Zahl als auch pro Kopf). Als Vergleich: das Volumen von ZH (das zweithöchste) liegt bei 15.7 Mia, BS (das höchste) bei 44.7 Mia).
Das Exportvolumen von BS und BL macht zusammen aber nur unwesentlich mehr aus, dh etwas mehr als 27%
Spricht aber für den Standort Basel, wenn man bedenkt das ZH fast 4 mal mehr Einwohner hat als BL/BS zusammen! ;)
Wird wohl fürs Jahr 2009 noch schlechter aussehen für ZH...
hausmeister April 20th, 2009, 11:15 AM Spricht aber für den Standort Basel, wenn man bedenkt das ZH fast 4 mal mehr Einwohner hat als BL/BS zusammen! ;)
Wird wohl fürs Jahr 2009 noch schlechter aussehen für ZH...
naja, man darf nicht vergessen, dass zh's wirtschaft vorallem aus dienstleistern besteht, welche keine güter exportieren. ein solcher vergleich sagt also nicht viel über die wirtschaftsleistung als ganzes aus (dazu müsste man eher zb die kantonalen volkseinkommen vergleichen).
zh wird wohl auf grund der wirtschaftsstruktur tatsächlich etwas mehr unter der krise leiden als bs/bl. aber lassen wir mal den kantönligeist weg, schliesslich soll das land funktionieren und da ist es wichtig, dass jede region seine stärken ausspielen kann und man sich nicht gegenseitig schwächt.
hausmeister May 5th, 2009, 04:50 PM Ein bisschen Statistik zwischendurch:
Gemäss der neuen Liste von Forbes (http://www.forbes.com/lists/2009/18/global-09_The-Global-2000_Rank_print.html) gehören folgende Unternehmen mit Hauptsitz in BS/BL zu den 2000 grössten börsenkotierten Unternehmen der Welt (Geschäftsjahr 2008, Bemessen nach Umsatz, Gewinn, Bilanzsumme und Börsenwert):
(Rang)
58 Roche
61 Novartis
393 UBS (Doppelsitz mit ZH)
411 Syngenta
647 Bâloise
1407 BKB
1432 Lonza
1505 Actelion
1749 Ciba (mittlerweile BASF)
Das bedeutet 0.45% oder jedes 222. der 2000 grössten Unternehmen sind/ist in der Region angesiedelt. Fast noch beeindruckender sind diese Zahlen auf die ganze Schweiz bezogen: Unter den 2000 Unternehmen befinden sich 45 Schweizer Unternehmen, das entspricht 2.25% (jedes 44. Unternehmen). Diesbezüglich liegt die Schweiz weltweit an 11. Stelle.
suburbansky May 6th, 2009, 01:52 PM 1407 BKB
??
hausmeister May 6th, 2009, 02:19 PM ^^ Basler Kantonalbank
Oder bist Du erstaunt, weil sie auf der Liste ist?
suburbansky May 6th, 2009, 02:42 PM ^^ Basler Kantonalbank
Oder bist Du erstaunt, weil sie auf der Liste ist?
Ich dachte, dass es sich kaum um die Basler Kantonalbank handeln kann, es ergo irgendein Unternehmen sein muss, das ich nicht kenne. Aber wenn das so ist: erstaunt, ja.
Don Calo May 15th, 2009, 01:34 PM Roche investiert 30 Millionen Euro
GRENZACH-WYHLEN. Die Roche stärkt ihren Standort Grenzach Wyhlen. Gestern gab Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG, ein Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro bekannt. Das Geld wird im Grenzacher Werk in drei Bauabschnitten in Büro-neubauten und Umbauten sowie die Verbesserung der Energieversorgung gesteckt. Landrat Walter Schneider und Bürgermeister Jörg Lutz zeigten sich über die Roche-Investitionen erfreut, zumal viele Firmen aus der Regio als Auftragnehmer davon profitieren werden.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Metro%20Basel/Roche_Neubau_Grenzach.jpg
Blick ins Grenzacher Roche-Areal. Die alten Sheddach-Hallen (im Vordergrund) werden abgerissen, hier sollen ein neues Bürogebäude und das Energiehaus errichtet werden. Insgesamt wird das Unternehmen 30 Millionen Euro investieren. | Foto: Harald Wickert
Die Bauvorhaben wurden am Dienstag bei einer Medienkonferenz vorgestellt. Von einer eigentlich konservativen, an den wirklichen Bedürfnissen orientierten Investitionsplanung, die aber von Wachstum ausgeht – das gilt auch beim Personal –, sprach Hagen Pfundner. Die Roche wolle der wirtschaftlichen Misere antizyklisch entgegentreten. Diagnostic und Pharmazeutika sind die beiden wichtigen Standbeine der Roche in Deutschland, wo das Unternehmen an vier Standorten rund 13 000 Mitarbeiter hat – Tendenz eher steigend. Die Verkäufe 2008 lagen bei fast 4,3 Milliarden Euro, wobei fast die Hälfte ins Ausland ging. Es gelte somit mit Blick auf die allgemein bemerkbaren Exporteinbrüche die Binnennachfrage zu stärken, merkte Pfund vorausschauend an. Im Roche-Verbund ist Deutschland nach den USA der zweitgrößte Standort.
Die Roche Pharma AG mit ihrem Sitz in Grenzach-Wyhlen konnte, wie Pfundner betonte, in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum mit einem Umsatz von 1,276 Milliarden Euro im Jahr 2008 vorweisen. Sie ist damit die Nummer 3 im deutschen Pharmamarkt. Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage, so Pfundner, beweise Roche nicht nur in der Entwicklung neuer Medikamente und Therapieeinsätze – er erwähnte ausdrücklich die Onkologie – Nachhaltigkeit, sondern auch in der Standortpolitik. Eine solche Entscheidung für einen Standortausbau, zudem sich auch die Roche-Konzerspitze in Basel bekennt, stelle auch immer eine Anerkennung der Leistungen der Mitarbeiter dar. Derzeit sind es in Grenzach-Wyhlen knapp 1200, darunter 56 Auszubildende.
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Nachdem Roche am Standort in den letzten fünf Jahren rund 25 Millionen Euro in Sachanlagen invertiert hat– die 11,5 Millionen Euro für die Hirschacker-Sanierung sind da nicht drin –, will man nun nochmals 30 Millionen Euro in die Hand nehmen. In Grenzach-Wyhlen hat Roche unter anderem das Marketing und den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten und die Koordinierung der klinischen Forschung in Deutschland konzentriert. Bis 2011 wird ein neues, vom Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein konzipiertes dreistöckiges Bürogebäude mit 180 Arbeitsplätzen und daneben ein zweistöckiges Energiegebäude mit Poststelle gebaut. Um die Vorhaben verwirklichen zu können, müssen die alten Sheddach-Hallen abgerissen werden. Außerdem wird die Energieverteilung neu geregelt. Entstehen werden zudem große Grünflächen und Vorratsflächen für mögliche weitere Neubauten.
Landrat Walter Schneider freute sich, dass Roche im Dreiländer-Eck investiert und sich für den Aufbau entschieden habe, ein echtes Bekenntnis zur Regio. Wichtig war ihm, die enge Partnerschaft von Kreis, Kommunalpolitik und Wirtschaft hervorzuheben. Stark sei man im Kreis auch in der Ausbildung qualifizierter Arbeitnehmer.
Für Bürgermeister Jörg Lutz ist die Entscheidung ein "positives Leuchtfeuer" in der Wirtschaftskrise. Stolz sei die Gemeinde auf Roche, die seit 1887 in Grenzach ist. Erfreut merkte Lutz an, dass die Investition über Aufträge vielen Firmen im Ort, aber auch in der Region zugute komme.
Quelle: Badische Zeitung
sämelihülz May 15th, 2009, 05:13 PM Wenn ich das richtig verstanden habe ist Grenzach der hauptsitz von Roche Deutschland?
urbanbasel May 20th, 2009, 10:46 AM Novartis' neuster Coup: Milliarden-Deal in Österreich
Sandoz, die Tochtergesellschaft des Basler Pharmakonzerns, übernimmt das Generika-Geschäft der österreichischen EBEWE Pharma.
Der Hauptsitz von EBEWE Pharma in Unterach am Attersee.
Der Hauptsitz von EBEWE Pharma in Unterach am Attersee.
Der Preis beläuft sich auf 925 Millionen Euro (rund 1,4 Milliarden Franken) in bar, wie Novartis am Mittwoch mitteilte. Sandoz erhalte damit die Möglichkeit, eine starke globale Plattform für zukünftiges Wachstum zu schaffen und gleichzeitig den Zugang zu zahlreichen generischen Krebsmedikamenten für Patienten, wie Novartis am Mittwoch mitteilte.
Der separate Ebewe-Geschäftsbereich injizierbarer neurologischer Produkte ist von der Transaktion ausgeschlossen. Die Übernahme des führenden Onkologie-Portfolios folge der Strategie und versetze Novartis in die Lage, Krebspatienten auf der ganzen Welt durch einen leichteren Zugang zur Behandlung besser zu versorgen, wird Novartis-Präsident Daniel Vasella zitiert.
Die österreichische Ebewe Pharma erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz von 188 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 53 Millionen Euro.
Aktien eröffnen leicht im Plus
Die Milliarden-Übernahme bewegt die Anleger kaum. Die Novartis-Aktien eröffneten den Handel am Mittwoch nur um 0,5 Prozent höher auf 44.52 Franken.
Um 9.15 Uhr lagen die Novartis-Papiere noch um 0,2 Prozent im Plus bei 44.40 Franken. Die Aktien folgten damit dem Gesamtmakrt (SMI), der ebenfalls um 0,2 Prozent zulegte. (cpm/sda)
Bazonline
Don Calo May 22nd, 2009, 03:44 PM Vor nicht allzu langer Zeit wurde dieses neue Bürogebäude für Roche in Granzch-Wyhlen, Deutschland von Nissen und Wentzlaff Architekten in Basel erstellt. Ist ein gelungenes Gebäude und wurde folgerichtig auch ausgezeichnet.
Roche Pharma Marketing Grenzach-Wyhlen
Wettbewerb 2005 | Fertigstellung 2007
Planungsfläche HNF 3.200 m2
Best architects Award in Gold 2009
BDA-Auszeichnung guter Bauten 2009
Der Neubau fügt sich in die Arealstruktur ein und bildet gemeinsam mit dem bestehenden Verwaltungsbau von Roland Rohn ein ausgewogenes Ensemble. Er nimmt dabei die vorhandenen Fluchten auf, stellt das bestehende, repräsentative Treppenhaus frei und stärkt die Elemente der grosszügigen Parkanlage. Die Fassade mit Ihren weissen Rahmen nimmt die Feingliedrigkeit der Rohn-Baus auf, zeichnet jedoch in der Wiederholung ein eigenes Bild aus Leichtigkeit und Transparenz. Zwei Verbindungsgänge verknüpfen erdgeschossig im Süden und Norden Alt und Neu.
Sie bilden gemeinsam mit dem Mittelflur des Bestandes und der zentralen Erschliessungs- und Atriumzone des Neubaus einen Ringschluss an dem wichtige, zentrale Funktionen platziert sind. Über das zentrale Atrium mit geschossweise eingehängten Konferenzboxen und Pausendecks werden alle vier Ebenen miteinander verbunden. Transparenz und Offenheit der Hülle werden somit im Inneren fortgesetzt und schaffen gemeinsam mit dem Open Space Konzept der Bürowelt ein kommunikatives und flexibles Arbeitsumfeld.
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Quelle: www.nwarch.ch
Don Calo May 29th, 2009, 12:35 PM Der Kanton Jura kehrt der Wirtschaftsförderung Westschweiz (DEWS) den Rücken. Er spannt stattdessen mit der Wirtschaftsförderung beider Basel «BaselArea» zusammen. Die Kooperation beschränkt sich vorerst auf die Standortpromotion im Ausland.
Die den Medien am Freitag in Laufen BL vorgestellte Zusammenarbeit startet am 1. Januar 2009 und ist auf vorerst vier Jahre befristet. Die DEWS, bei der er seit 2005 nebst den Kantonen Wallis, Waadt und Neuenburg ist, verlässt der Jura per Ende Jahr.
Die DEWS habe für ihn nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, begründet der Kanton Jura in einer Mitteilung seinen Austritt. Bei «BaselArea» will der Jura dereinst Vollmitglied werden. Die Kooperation mit der Wirtschaftsförderung beider Basel lässt sich der jüngste Kanton 250'000 Franken kosten.
Die Zusammenarbeit von «BaselArea» und des Kantons Jura betrifft vorerst nur die Standortpromotion für ausländische Firmen. Der Jura, der sich bereits in diversen Gebieten an die Region Basel angenähert hat, tritt bei der Akquisition im Ausland künftig unter der Dachmarke «BaselArea» auf.
Bearbeitung der Märkte gemeinsam
Die Bearbeitung der Märkte teilen sich die beiden Partner auf. Der Jura, dessen Wirtschaftsförderung in Delsberg organisatorisch und operativ bleibt, ist für Frankreich, die Benelux-Staaten und Russland zuständig, während sich die vorab auf Life Science-Firmen ausgerichtete «BaselArea» auf Deutschland, USA und Kanada konzentriert.
Der Jura wollte sich bereits früher an die Wirtschaftsförderung beider Basel anschliessen, was aber Vorbehalte aus dem Baselbiet zunächst verhinderten. Die Kooperation mit «BaselArea» wurde nun aber von den Regierungen aller drei Kantone abgesegnet.
Quelle: bazonline 29.05.09
Don Calo June 6th, 2009, 09:39 PM Der deutsche Chemiekonzern BASF wird ab dem 1. Juli einen globalen Unternehmensbereich am bisherigen Ciba-Stammsitz in Basel ansiedeln.
Nebst der BASF-Sparte Paper Chemicals werden auch die zu Paper Chemicals gehörigen Geschäftseinheiten Coatings & Starch Europe und Wet End Chemicals in Basel ansässig. Dasselbe gelten soll für die Europa-Einheiten für Plastic Aditives und die weltweit zuständigen Einheiten für Technologiemanagement und zur Restrukturierung des Pigmentgeschäfts.
Am bisherigen Hauptsitz der vom deutschen Konzern übernommenen Ciba in Basel richte BASF zudem auch ein neues Business Center Switzerland ein, hiess es weiter. Es soll als Service-Plattform unter anderem für den Vertrieb sowie Finanz- und Personalangelegenheiten in der Schweiz fungieren.
BASF-Forschungszentrum in Basel
In Basel werde zudem ein Forschungszentrum mit den Schwerpunkten Kunststoffe, Beschichtungen und Papier seinen Sitz haben. Weiter wolle BASF wie geplant die Ciba Holding AG und die BASF Specialty Chemicals Holding GmbH in Basel verschmelzen. Die Standortentscheidung belege die starke Stellung, die der bisherige Ciba-Stammsitz auch innerhalb der BASF-Gruppe einnehmen werde, heisst es in der Mitteilung.
Die Übernahme von Ciba durch BASF war Mitte April dieses Jahres vollzogen worden. Detaillierte Integrationspläne inklusive der damit verbundenen Restrukturierungsmassnahmen will BASF im nächsten Monat veröffentlichen.
Quelle: bazonline 06.06.09
hausmeister June 7th, 2009, 04:13 PM ^^ Das sind in meinen Augen äusserst positive Neuigkeiten. Zwar ist die Sparte Paper Chemicals sicher nicht das Beste was Basel bekommen konnte, dies war aber schon seit längerem absehbar. Allerdings erstaunen mich die vielen anderen Funktionen welche nach Basel kommen. Da scheint man den Sitz Basel tatsächlich sehr hoch zu gewichten. Vorallem der Aufbau eines Forschungszentrums (Stellen für Hochqualifizierte) sowie das Business Center (Stellen in Bereichen IT, Recht etc) sind positive Zugeständnisse. Anscheinend prüft man auch die Verlegung des Schweizersitzes von Wädenswil nach Basel.
urbanbasel July 2nd, 2009, 06:12 PM http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Allreal-schnappt-sich-White-Plaza/story/12235330
urbanbasel July 6th, 2009, 06:41 PM http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/BASF-streicht-3700-Jobs--530-in-der-Schweiz/story/25947157
Don Calo August 3rd, 2009, 01:05 PM Actelion: Das Biotechunternehmen Actelion hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr zwar deutlich gesteigert. Unternehmenschef Jean-Paul Clozel gibt sich damit aber nicht zufrieden. "Wir wollen zur Genentech von Europa werden", sagt er in einem Interview mit dem "Sonntag". Für viele Unternehmen sei ein Wachstum von 5% ein realistisches Ziel. Damit gebe sich Actelion jedoch nicht zufrieden, sagt Clozel weiter. "Unser Ziel ist es, in grossen Schritten zu wachsen." Aus dem heutigen Unternehmen mit 2'200 Mitarbeitern soll laut Clozel ein Biotechriese mit über 10'000 Mitarbeitern werden. (Sonntag, S. 26; siehe sep. Meldung)
Quelle: www.cash.ch
Don Calo August 17th, 2009, 11:00 AM Die Kantone Zug und Zürich sind laut einer neuen Studie noch immer die attraktivsten Wirtschaftsregionen der Schweiz – gefolgt von einem Kanton, der sich kontunierlich nach vorne arbeitet.
Auf Platz drei hat Basel-Stadt den Kanton Nidwalden abgelöst, wie der am Montag veröffentlichte Standortqualitätsindikator (SQI) der Credit Suisse (CS) zeigt. Die Credit Suisse berechnet seit 2004 aus den wichtigsten messbaren Erfolgsfaktoren den sogenannten SQI. Zu diesen Faktoren gehören die Steuerbelastung natürlicher und juristischer Personen, der allgemeine Ausbildungsstand der Bevölkerung, die Verfügbarkeit von Hochqualifizierten und die verkehrstechnische Erreichbarkeit.
Der Indikator, der auf der Basis von Daten der rund 2800 Schweizer Gemeinden berechnet wird, soll laut den Ökonomen der CS ein objektives Mass für die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes liefern. Zudem soll er Aufschluss über das langfristige volkswirtschaftliche Potenzial der Schweizer Kantone und Regionen geben.
Zug noch immer an der Spitze
Die höchste Bewertung im laufenden Jahr erhielt – wie schon im Vorjahr – der Kanton Zug, vor Zürich auf Platz zwei. Den ersten Rang verdanke Zug nicht nur dem günstigen Steuerniveau, heisst es in der Mitteilung der Bank. Der Kanton schneide auch beim allgemeinen Bildungsniveau und bei der Verfügbarkeit von Hochqualifizierten leicht besser ab als Zürich.
Die grösste Schweizer Stadt belegt dafür bei der Erreichbarkeit den ersten Rang. Mit ihren zentralen Lagen und vielen Hochqualifizierten positionieren sich auch die Stadtkantone Genf und Basel-Stadt deutlich über dem Schweizer Durchschnitt.
Markante Fortschritte bei Basel-Stadt
Den markantesten Aufstieg verzeichnete der Kanton Basel-Stadt, der seit 2004 vom 7. auf den dritten Rang vorgestossen ist. Basel konnte laut der CS vor allem den Rückstand bei der Steuerbelastung reduzieren und profitiert von Verbesserungen der verkehrstechnischen Erreichbarkeit.
Weitere Aufsteiger sind die Kantone Obwalden, Schaffhausen, Graubünden und Solothurn. Dagegen haben die zahlreichen Steuersenkungen dazu geführt, dass sich der Vorsprung der Tiefsteuerkantone Nidwalden und Schwyz mittlerweile verringert hat.
Quelle: bazonline 17.08.09
Credit Suisse: Standortqualität (https://marketdataresearch.credit-suisse.com/cs/mdr/p/d/qrr/oneCMScontent/doc/pdf/090817_regionen_sqi_de.pdf)
Basel_CH August 17th, 2009, 08:08 PM ^^
Wir in Basel wissen das doch schon lange.:)
Don Calo August 27th, 2009, 09:13 AM Eine weitere Senkung der Steuern für Unternehmen in Basel-Stadt scheint beschlossene Sache. Die Frage ist nur: Wie, wann und in welchem Umfang sie gesenkt werden.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Wirtschaft_old.jpg
Basler Wirtschaft hofft auf eine Steuerentlastung: Möglich sind die Milderung der Doppelbesteuerung sowie die Anrechnung der Gewinn- an die Kapitalsteuer. Bild: Keystone
Mit dem Steuerpaket, das per 1. Januar 2008 in Kraft trat, setzte die Regierung ein erstes Zeichen: Einerseits wurde die maximale Gewinnsteuer für Unternehmen um rund zehn Prozent reduziert, anderseits sollte die wirtschaftliche Doppelbelastung gemildert werden. Doch im Dezember 2007 machte der Grosse Rat der Exekutive sowie der vorberatenden Wirtschafts- und Abgabekommission (WAK) einen Strich durch die Rechnung und strich die Milderung der Doppelbelastung. Zudem gab das Basler Stimmvolk der Unternehmenssteuerreform II – entgegen dem Schweizer Trend – im Februar 2008 eine recht deutliche Abfuhr.
Seither jedoch liessen Regierungsmitglieder und insbesondere der neue Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin (SP) bei mancher Gelegenheit durchblicken, dass sie eine baldige Milderung der Doppelbelastung für angezeigt hielten. Nun nimmt die Regierung einen Vorstoss von Andreas Burckhardt (LDP) und einen diesbezüglichen «Meinungswechsel» im Parlament zum Anlass, einen neuen Versuch zu wagen.
Kommission berät
Dabei wäre auch ohne Zutun der Regierung eine Steuersenkung für Unternehmen beschlossene Sache gewesen: Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rats wird am Donnerstag, wenn sie im Rahmen einer Teilrevision des Steuergesetzes auch über die Unternehmenssteuerreform II berät, wohl für weitere Steuerentlastungen von juristischen Personen plädieren. Dies ergibt sich aus den – neuen – Mehrheitsverhältnissen: Sechs Mitglieder der elfköpfigen WAK haben beispielsweise Burckhardts Motion unterzeichnet. Neben Burckhardt selbst sind dies Christophe Haller (FDP), Dieter Werthemann (GLP), Christoph Wydler (EVP), Oskar Herzig (SVP) und Lukas Engelberger (CVP).
Die WAK könnte den Ratschlag zur Teilrevision des Steuergesetzes in eigener Kompetenz abändern und dem Parlament noch vor der Regierung Steuersenkungen für Unternehmen unterbreiten. Möglich sind laut Bundesvorgabe die Milderung der Doppelbesteuerung sowie die Anrechnung der Gewinn- an die Kapitalsteuer, wie sie nun im Baselbiet zur Abstimmung steht. Letztere wird es allerdings sehr schwer haben, da die Steuerausfälle mehrere Dutzend Millionen Franken betragen würden; die Milderung der Doppelbesteuerung dagegen würde mit jährlich rund drei Millionen Franken zu Buche schlagen.
Opposition gegen Reduktion des Gewinnsteuersatzes
WAK-Präsident Lukas Engelberger betont gegenüber der BaZ, dass die Kommission nicht mit der Detailberatung begonnen habe. Er verhehlt jedoch nicht, dass die Dividendenbesteuerung «ein Thema ist, das auf der Hand liegt». Nähme man sie in den erwähnten Ratschlag auf, wäre dies der schnellste Weg zur Umsetzung. «Man könnte jedoch auch überlegen, ob es nicht weitere Möglichkeiten zur Entlastung von Unternehmen gebe, zum Beispiel durch eine weitere Reduktion des Gewinnsteuersatzes», sagt Engelberger.
Dagegen regt sich Opposition: WAK-Mitglied Beat Jans (SP) ist zwar nicht grundsätzlich gegen Steuersenkungen für Unternehmen, er findet jedoch den Zeitpunkt falsch: «Eine Steuersatzreduktion wäre schlecht: Wir würden ein neues Paket schnüren, noch bevor die Auswirkungen des alten absehbar sind.» Auch einer Milderung der Doppelbesteuerung steht Jans skeptisch gegenüber: «Es ist eine ganz kleine Klientel, die davon profitieren kann.»
Don Calo August 27th, 2009, 09:15 AM ^^ das Foto ist ca. 10 Jahre alt, aber hier sehen die abgerissenen Papageienhäuser noch recht gut aus.
hausmeister August 27th, 2009, 05:20 PM ^^ das Foto ist ca. 10 Jahre alt, aber hier sehen die abgerissenen Papageienhäuser noch recht gut aus.
mindestens 12 Jahre, da ist noch das Sandoz Logo am Hochhaus in der Mitte zu sehen.
Die grünen Häuser an der Hünigerstrasse stehen noch und hätten einen frischen Anstrich und vorallem neue Sonnenstroren dringendst nötig...
Don Calo August 28th, 2009, 10:19 AM ^^ das Sandoz Logo habe ich gar nicht gesehen... dieses Foto wurde irgendwo tief aus dem Archiv hervorgeholt...
Don Calo October 30th, 2009, 06:45 PM Dreimal produktiver als Gesamtwirtschaft
Die Pharmaindustrie erweist sich in der Rezession als eine Stütze der schweizerischen Wirtschaft. Als einzige wichtige exportorientierte Branche weist sie auch in der aktuellen Krise ein Wachstum auf. Zudem ist sie gemäss einer neuen Studie dreimal produktiver als die Gesamtwirtschaft.
(sda) Die Pharmaindustrie konnte ihre Produktivität pro Arbeitsstunde zwischen 1995 und 2008 von 106 auf 215 Fr. erhöhen. Dagegen stieg die Produktivität der Gesamtwirtschaft nur von 53 auf 67 Franken. Die Stundenproduktivität der Versicherungen betrug im vergangenen Jahr 158 Franken, jene der Banken 155 Franken. Das geht aus einer vom Branchenverband Interpharma vorgestellten Studie hervor.
Mehr Arbeitsplätze
Anders als in andern Branchen war die Produktivitätssteigerung in Pharma nicht mit einem Stellenabbau verbunden. Im Gegenteil stieg gemäss der von Polynomics zusammen mit BAK Basel erstellten Studie in der Pharmaindustrie die Zahl der Beschäftigten zwischen 1995 und 2008 von 22'700 auf 35'400. Im vergangenen Jahr gab es landesweit insgesamt etwa 120'000 Arbeitsplätze in der Pharmaindustrie.
Die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweizer Wirtschaft hat in den letzten Jahren stetig zugenommen: Die nominale Wertschöpfung der Branche stieg zwischen 1995 und 2008 von 4,2 auf 13,4 Milliarden Franken. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft wuchs von 1,2 auf 2,7 Prozent. Die Zahlen sind gar doppelt so hoch, wenn der ganze Einfluss der Branche auf die Volkswirtschaft berücksichtigt wird.
Bei den Pharmaexporten wurde im gleichen Zeitraum eine Zunahme von 12,4 auf 55,3 Milliarden Franken registriert. Damit entfielen im vergangene Jahr 26,8 Prozent der Schweizer Ausfuhren auf Pharmaprodukte. 1995 waren es dagegen noch 13,5 Prozent gewesen.
Innovation als Schlüsselfaktor
Die Studie rechnet für die krisenresistente Pharmaindustrie bei einem rückläufigen Bruttoinlandprodukt auch für das laufende Jahr mit einem Wertschöpfungswachstum. Das wird vermutlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen.
Die überdurchschnittlich hohe Produktivität der Pharmaindustrie steht in direktem Zusammenhang mit deren Exporttätigkeit, hiess es an der Medienkonferenz: Weil sie internationaler Konkurrenz ausgesetzt sind, ist Innovation einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg der Pharmakonzerne.
Novartis und Roche gehören denn auch zu den weltweit zwölf Firmen mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Laut Interpharma-Geschäftsführer Thomas Cueni muss die von ihm vertretene Branche ihre Produktivität auch in Zukunft weiter steigern.
Mit der am Freitag präsentierten Studie wollte Interpharma die Bedeutung von Pharma für die Schweizer Volkswirtschaft aufzeigen. Es handelte sich um die zweite Aktualisierung einer 2005 zum ersten Mal vorgestellten Studie. Begründet wird diese Untersuchung damit, dass die Pharmaindustrie als wichtigste Exportbranche beim Bund in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht separat, sondern mit der Chemie zusammen erscheint.
Quelle: nzz online 30.10.09
Don Calo November 4th, 2009, 01:04 AM Das belegt jetzt eine Studie der Universiät St. Gallen. Die Bedeutung werde aber zuwenig wahrgenommen. Die Handelskammer beider Basel und weitere Partner planen daher ein Massnahmenkonzept.
Der Grossraum Basel sei «der bedeutendste Logistik-Hotspot der Eidgenossenschaft», heisst es in der Erhebung des Lehrstuhls für Logistikmanagement der Uni St. Gallen. Die Studie wurde im Auftrag der Handelskammer beider Basel und weiterer Partner erstellt, wie Handelskammerdirektor Andreas Burckhardt am Dienstag vor den Medien sagte.
Die Studie untermauert die Spitzenstellung der Region Basel mit Zahlen. So werden rund 40 Prozent der Importe wie auch der Exporte der Schweiz über die Region abgewickelt. Rund 23 Millionen Tonnen Güter strömen in dem Gebiet über die Grenze: Was einst «Tor der Schweiz» war, ist in der Studie nun der «Gateway für die Schweiz».
Rund 3 Milliarden Franken erreicht zudem im Trinationalen Eurodistrict Basel aus Schweizer, deutschen und französischen Gebieten die Wertschöpfung der Branche. 22'000 Personen arbeiten in der Logistik, davon 16'300 im Schweizer Teil. In der Gesamtschweiz sind es 170'000 Beschäftigte, die Wertschöpfung beträgt 35 Mrd. Franken.
Multimodaler Verkehrsknoten
In Basel ist die Wertschöpfung pro Person aber am höchsten und das Wachstum stärker als etwa in Zürich, der andern bedeutenden Logistikregion der Schweiz, wie der St. Galler Logistik-Professor Wolfgang Stölzle darlegte. Im Grossraum Basel bildet zudem die Schweizer Speditionsbranche rund die Hälfte ihrer Lehrlinge aus.
Wesentlich begründet ist die Spitzenposition in der Verknüpfung von Bahn, Strasse sowie Schiff- und Luftfahrt in Dreiländereck. Laut der Studie wird aber ihre Bedeutung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft «nicht voll erkannt». Die Handelskammer will daher nun das Entwicklungskonzept «Logistikcluster Region Basel» erarbeiten, das Bekanntheit und Entwicklung fördern soll.
Quelle: bazonline: 3.11.09
Don Calo November 17th, 2009, 07:49 PM Juristische Personen sollen in Basel in den Genuss weiterer Steuersenkungen kommen. Die Regierung will den maximalen Gewinnsteuersatz in vier Schritten von 22 auf 20 Prozent senken. Das hat Steuerausfälle von 48 Millionen Franken zur Folge.
Die Regierung hat die Vorlage zu der bereits Mitte September angekündigten Steuersenkung am Dienstag in die Vernehmlassung geschickt. Mit der Massnahme soll die Attraktivität Basels als Standort für Unternehmen weiter gestärkt werden. Der maximale Gewinnsteuersatz war bereits 2008 und 2009 von 24,5 auf 22 Prozent gesenkt worden. In der Steuerperiode 2011 soll er um weitere 0,5 Prozentpunkte reduziert werden.
Falls es die wirtschaftliche Lage und die Schuldenbremse zulassen, sollen darauf drei weitere gleich grosse Senkungsrunden folgen. Pro halben Prozentpunkt Steuersatzredutkion resultieren für die Staatskasse Steuermindereinahmen von 12 Millionen Franken, wie es im Communiqué heisst.
Quelle: bazonline 17.11.09
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Mir wäre es zwar lieber dass die Steuern für die natürlichen Personen gesenkt werden, welche doch am oberen Limit sind, vor allem für die DINKS (double income no kids)!
hausmeister November 26th, 2009, 11:59 AM 40'000 Jobs in der Region Basel bis in elf Jahren
Laut einer Studie werden die Schlüsselbranchen in der Region Basel bis 2020 rund 40'000 zusätzliche Jobs schaffen.
Die vom Marktforschungsinstitut Prognos erstellte Studie zeigt auf, dass die Region Basel für das kommende Jahrzent wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Sie verfügt über elf Schlüsselbranchen: Pharma, Agrartechnologie, Spezialitätenchemie, Medizinaltechnik, Investitionsgüterindustrie, Banken, Versicherungen, Logistik, Messewesen, Tourismus sowie Kreativwirtschaft (Kultur, Architektur etc.). Wichtigste Wachstumstreiber dürften die zu den Life Sciences zählenden Branchen sein, etwa der Pharmasektor.
Laut Kai Gramke von der Prognos plant die Mehrheit der Schlüsselbranchen, in der Region Basel neue Jobs zu schaffen. Aufgrund der Aussagen der Unternehmen rechnet das Institut bis 2020 mit rund 40'000 zusätzlichen Stellen.
(BaselArea, 20.11.2009)
Don Calo December 9th, 2009, 01:20 PM Basler Tourismus verzeichnet trotz kriselnder Weltwirtschaft einen historischen Rekord
Der November brachte für den Tourismus in Basel ein hervorragendes Ergebnis. Mit 100 918 Übernachtungen wurde das höchste je in einem Monat ausgewiesene Resultat erzielt. Verglichen mit dem Vorjahr kommt dies einer Zunahme um 15 339 oder 17,9 % gleich. Der erhebliche Frequenzanstieg dürfte neben dem seit Monaten anhaltenden positiven Trend auch auf die internationale Messe für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum „Igeho“ zurückzuführen sein, die mit 837 Ausstellern aus 19 Ländern rund 78 000 Fachbesucher angezogen hat.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/LogTourismusNov.png
Das festgestellte Logiernächteplus von 15 339 Logiernächten oder 17,9 % ist sowohl Gästen aus dem Inland wie dem Ausland zuzuschreiben. Beim Binnentourismus wurde eine Zunahme um 6 170 oder 19,6 % auf 37 601 Logiernächte registriert. Die ausländische Nachfrage übertraf mit 63 317 Logiernächten den Vorjahresstand um 9 169 oder 16,9 %.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/LogTourismusjan-nov.png
Damit wächst der Basler Tourismus entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend: Die Zahl der Übernach-tungen ist seit Jahresbeginn um 20 279 oder 2,2 % auf 958 313 gestiegen. Der Anstieg bei den Inlandgästen fiel mit 15 808 oder 5,7 % stärker aus als bei den Auslandgästen mit 4 471 oder 0,7 %.
Quelle: www.statistik-bs.ch
Don Calo January 14th, 2010, 06:02 PM Die positive Nachfrageentwicklung im Basler Tourismus erreichte 2009 trotz ungünstiger Konjunkturlage eine neue Bestmarke. Mit 1 030 342 Übernachtungen wurde das beste Resultat seit der Einführung der Tourismusstatistik vor 75 Jahren erzielt. Der Spitzenwert des Vorjahres wurde um 2,1 % übertroffen. Das bislang beste erzielte Ergebnis belegt vor allem, dass der Freizeittourismus, auch dank vielfältigem kulturellem Angebot und besserer Vermarktung Basels, immer mehr an Bedeutung gewinnt.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/BaselTourismus2009.png
Monat für Monat bis zum historischen Höchststand
Die Entwicklung der Übernachtungszahlen im Jahr 2009 zeigte sich stark durch konjunkturelle Impulse beeinflusst. So schrumpften im Sog der verschlechterten Weltwirtschaft die Übernachtungszahlen bereits in den ersten zwei Monaten des Jahres. Für die Monate Januar und Februar wurden minus 12,0 % und minus 10,9 % registriert. Somit wurden nach langer Zeit zum ersten Mal wieder Rückgänge beobachtet. Der heftige Einbruch war insbesondere durch den rückläufigen Business-Tourismus bedingt, der für den stark geschäftsorientierten Basler Tourismus bis anhin als Wachstumstreiber galt.
Dank der internationalen Uhren- und Schmuckmesse BASELWORLD, die 2009 nicht wie vor Jahresfrist im April sondern einen Monat früher stattfand, wurde im März eine Zunahme der Logiernächte um 17,8 % festgestellt. Das gute März-Ergebnis reichte trotzdem nicht ganz aus, um für das gesamte erste Quartal einen Zuwachs auszuweisen. Die Zahl der Übernachtungen im ersten Quartal lag 0,6 % unter dem Vorjahreswert.
Besonders ausgeprägt war dann wie aufgrund des Messekalenders erwartet der Rückgang um 20,5 % im April. Kaum günstiger entwickelte sich auch die Nachfrage im Mai (-6,7 %). Unterdessen befand sich die Weltwirtschaft in der schwersten Rezession der Nachkriegszeit. Zwar verdüsterte sich das Marktumfeld in Basel erst mehrere Monate später als in Zürich oder Genf, nicht zuletzt dank des krisenresistenten Pharma-Sektors. Der Wirtschaftskrise entziehen konnte sich aber auch der baselstädtische Tourismus nicht.
Eine leichte Erholung konnte dank der internationalen Messe Art 40 Basel im Juni (+3,3 %) verzeichnet werden. In den Folgemonaten Juli bis September erfuhr der Tourismus in Basel einen deutlichen Schub und begab sich auf einen steilen Wachstumspfad. Im Gegensatz zur gesamtschweizerischen Entwicklung wurden wieder Rekorde aufgestellt. Dies weist deutlich darauf hin, dass der Freizeit- und Kulturtourismus in dem eigentlich von Geschäft und Messe geprägten Basler Tourismus eine grössere Bedeutung erlangt hat. Zum einen ist dies sowohl auf das innovative Marketing, Basel vermehrt national und international als Kulturstadt zu positionieren, als auch auf das vielfältige kulturelle Angebot zurückzuführen. Vor allem die Van-Gogh-Ausstellung im Kunstmuseum mit ihrem Riesenerfolg (552 000 Besucher), aber auch die Giacometti-Ausstellung in der Fondation Beyeler sowie die Veranstaltung Basel Tattoo (mit über 7 500 Übernachtungen allein von Mitwirkenden) machten Basel einmal mehr zur Drehscheibe der Kunst- und Kulturfreunde aus aller Welt.
Vom hervorragenden Sommer-Ergebnis konnte aber noch nicht auf eine nachhaltige Verbesserung des gesamten Marktumfeldes geschlossen werden. Erst nach drei Quartalen wurde für den kumulierten Bestand ein Zuwachs ausgewiesen. Auch wenn dieser mit 0,6 % gering ausfiel, ist er angesichts der angeschlagen Weltwirtschaft doch hoch zu bewerten. Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Vorjahr als absolutes Rekordjahr in die Geschichte des Basler Tourismus einging.
Die letzten drei Monate des Jahres, vor allem der November (+17,9 %) mit der internationalen Messe für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum „Igeho“ sowie Davidoff Swiss Indoors und AVO-SESSION, aber auch der Dezember (+1,6 %) mit dem Weihnachtsmarkt verhalfen zum besten Logiernächteergebnis aller Zeiten. Insgesamt wurden 2009 in den Basler Hotelbetrieben 1 030 342 Logiernächte registriert, was einer Zunahme von 21 429 Übernachtungen oder 2,1 % entspricht.
Das Ergebnis für 2009 überrascht insofern, weil im Jahr 2008 zum ersten Mal in der 75-jährigen Geschichte der Basler Tourismusstatistik die Marke von einer Million Übernachtungen überschritten wurde. Zudem sorgte im Sommer 2008 vor allem die EURO 08 für eine erhöhte Attraktivität der Region.
Nach Herkunftsstruktur betrachtet, zeigte sich vor allem die Binnennachfrage mit einem Wachstum von 15 147 Logiernächten oder 5,1 % sehr dynamisch, was einmal mehr die Beliebtheit Basels in der Schweiz unterstreicht. Auch die ausländischen Gäste sorgten für eine positive Bilanz. Ihre Zunahme um 6 282 oder 0,9 % auf 716 309 Logiernächte fiel aber vergleichsweise gering aus; obwohl noch nie so viele Logiernächte von ausländischen Gästen verzeichnet wurden.
Deutliche Zunahme der Tourismusintensität
Stellt man die registrierten Übernachtungen in Relation zur Einwohnerzahl, so erhält man mit der Übernachtungsintensität (Gästeübernachtungen je 1000 Einwohner) einen wichtiger Indikator für die quantitative Bedeutung des Tourismus für die Bevölkerung als Beschäftigungsfaktor und Einkommensquelle. Im Jahr 2000 wurden in Basel-Stadt rund 3 500 Übernachtungen je 1000 Einwohner gezählt. Dieser Wert stieg seitdem um weitere 1 900 Übernachtungen je 1000 Einwohner. Im Jahr 2009 wurden somit rund 5 400 Übernachtungen pro 1000 Einwohner registriert.
Quelle und mehr infos: www.statistik-bs.ch/themen/10/MM_TourismusStatistik_2009
Don Calo January 26th, 2010, 02:17 PM Vasella konzentriert sich auf das Amt des Vewaltungsratspräsidenten
Mit Daniel Vasella tritt einer der erfolgreichsten Manager der jüngeren Schweizer Wirtschaftsgeschichte ins zweite Glied. Der gebürtige Bündner wird erst 57-jährig und leitet die Geschicke des Pharmakonzerns Novartis seit der Gründung vor 14 Jahren. Popularität blieb dem Superverdiener in der Heimat aber versagt.
(ddp) «Das Problem sind nicht diejenigen, die zuviel verdienen, sondern jene, die wenig verdienen», sagte Vasella 2005 auf dem Höhepunkt der Abzocker-Kontroverse der «Weltwoche». Der bestbezahlte Manager Europas war einer der ersten Schweizer Top-Manager, der seine vor allem aus Aktien und Optionen bestehende Entschädigung offenlegte und sich auch der Kontroverse stellte. Ein schlechtes Gewissen habe er nicht, sagte Vasella und verwies neben den Leistungen für die Firma auch auf sein gemeinnütziges Engagement in Afrika und Sri Lanka. In der Abzocker-Debatte machte er viel Doppelbödigkeit und Pseudomoral aus.
Der 1953 geborene Vasella wuchs in Freiburg auf und arbeitete nach dem Medizinstudium zunächst als Oberarzt am Berner Universitätsspital, bevor er 1988 in die Dienste der Sandoz trat. Der mit einer Nichte des damaligen Sandoz-Chefs Marc Moret verheiratete Vasella arbeitete während vier Jahren in den USA, unter anderem als Marketingchef. Danach folgte eine steile Karriere am Basler Hauptsitz bis zum Chef der Pharma-Division. Am 7. März 1996 kam der ganz grosse Schritt: Bei der Bekanntgabe der Fusion von Ciba und Sandoz wurde Vasella im Alter von knapp 43 Jahren zum Konzernchef und Delegierten des Verwaltungsrats des Chemie- und Pharmagiganten ernannt.
Erfolgreiche Grossfusion
In der Schweiz gab die damals weltweit grösste Firmenfusion aber vor allem wegen des Abbaus von 10'000 Stellen zu reden. Der Abbau fiel dann geringer aus und ging ohne die befürchteten sozialen Spannungen über die Bühne. Novartis reihte unter Vasellas Führung Rekordgewinn an Rekordgewinn und wird in Betriebswirtschaftslehrbüchern als eine der wenigen erfolgreichen Grossfusionen beschrieben.
Nicht gelungen ist Vasella der Angriff auf den Lokalrivalen Roche, wo sich die Familienaktionäre trotz einer Novartis-Beteiligung von einem Drittel bisher erfolgreich gegen eine Machtübernahme wehrten. Roche-Chef Franz Humer stahl Vasella auch insofern die Show, als der Österreicher schon vor zwei Jahren auf das Doppelmandat von CEO und VR-Präsident verzichtet hat. Die 50-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Augenheilkundekonzerns Alcon im letzten Amtsjahr als CEO rundet aber Vasellas Palmares beim Umbau des Konzerns ab.
Als «Super-Dan» gefeiert
In den USA, wurde Vasella als «Super-Dan» gefeiert. Die «Financial Times» wählte den Novartis-Chef zum besten Manager Europas. Im eigenen Land blieben Vasella die gleiche Anerkennung oder gar Popularität bislang versagt. Das änderte auch nicht, als sich der Topmanager einen Bart wachsen oder sich in Vollmontur auf einem schweren Motorrad ablichten liess. Mehr Aufsehen erregte der Umzug der fünfköpfigen Vasella-Familie von Basel ins steuergünstige Risch am Zugersee. Solidarität und Mitgefühl schlugen Vasella aber entgegen, als letztes Jahr bekannt wurde, dass militante Tierschützer das Familiengrab in Chur geschändet und einen Brandanschlag auf sein Jagdhaus in Österreich verübt hatten.
Als smart und sanft, aber auch farblos und salbungsvoll werden die öffentlichen Auftritte des Wirtschaftsführers beschrieben. In privater Umgebung kann Vasella aber auch mal laut werden, wie er in einem Interview des Basler «Onlinereports.ch» verriet. Und in jungen Jahren übte er sich sogar als Revoluzzer, im Vorstand der marxistisch-leninistischen Schülerorganisation «Cercle Grachus». «Wir kämpften für freie Meinungsäusserung, gegen das Pflicht-Gebet und dafür, das Porträt Lenins anstelle des Kreuzes im Klassenzimmer aufhängen zu dürfen», sagte Vasella.
Quelle: nzz online 26.01.10
Don Calo February 4th, 2010, 11:27 AM Medikamente gegen Krebs und das Grippemittel Tamiflu haben beim Pharmakonzern Roche 2009 die Kasse gefüllt. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 49,1 Milliarden Franken zu. Der Gewinn ging aber zurück. Für die Zukunft strotzt CEO Severin Schwan vor Zuversicht.
Roche-CEO Severin Schwan strotzt vor Zuversicht.
2009 sei ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen, Roche habe sämtliche Ziele erreicht oder übertroffen, sagte Schwan nach seinem ersten vollen Jahr als operativer Chef des Basler Konzerns am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz.
Ohne den fast 53 Milliarden Franken teuren Genentech-Deal hätte der 43-jährige Österreicher beim Konzerngewinn ein Plus um 9 Prozent auf 9,8 Milliarden Franken vermelden können. Der Betriebsgewinn stieg um Sonderpositionen bereinigt um 8 Prozent auf 15 Milliarden Franken an. In Lokalwährungen betrug die Zunahme 14 Prozent.
Den Umsatz konnte Roche mit weltweit 80'000 Mitarbeitenden unbeeinflusst von Finanz- und Wirtschaftskrise um 8 Prozent steigern. In Lokalwährungen wurde ein Plus von 10 Prozent verbucht. Beide Divisionen wuchsen doppelt so schnell wie der Weltmarkt. Die kleinere Diagnostika-Division konnte in Lokalwährungen um 9 Prozent auf 10 Milliarden Franken zulegen.
Umsatzexplosion bei Tamiflu
Im Pharmageschäft stiegen die Verkäufe um 11 Prozent auf 39 Mrd. Franken, obwohl im vierten Quartal gezielt die Lager abgebaut wurden. Beim Grippemittel-Tamiflu explodierte der Umsatz dank der Schweinegrippe-Pandemie um 435 Prozent auf 3,2 Mrd. Franken. Für 2010 sind für Tamiflu noch 1,2 Mrd. Franken budgetiert.
Schwan schätzte das Erfolgspotenzial von Tamiflu gegenüber Grippeimpstoffen als nachhaltiger ein. So wirke das Roche- Grippemittel im Gegensatz zu Vakzinen bei verschiedenen Viren, sagte er am Rande der Medienkonferenz. Zudem sei Tamiflu sieben Jahre lang haltbar. Dank dieser Lagerfähigkeit hätten auch keine Regierungen ihre Bestellungen storniert.
Onkologie im Zentrum
Weit wichtiger als Tamiflu ist für Roche indes die Onkologie, auf die bei einem Wachstum von 8 Prozent mittlerweile 53 Umsatzprozente entfallen. Von den zehn Roche-«Blockbustern» mit Milliardenumsätzen gehören fünf zu den Krebsmedikamenten. Von diesen bringen es drei auf Verkäufe von über 5 Milliarden Franken.
Als strategisch wichtigstes Ereignis wertet Schwan die vollständige Übernahme der US-Biotech-Tochter Genentech. Die Integration sei per Ende Jahr in Rekordzeit ohne den Verlust wichtiger Genentech-Leuten abgeschlossen worden. Der 2009 mit Restrukturierungskosten von 2,4 Milliarden Franken verbundene Deal trage vom ersten Tag an zum Gewinn bei.
Für das laufende Jahr rechnet Roche aus der Transaktion mit Synergien von 800 Millionen Franken, die ab 2011 auf 1 Milliarde Franken ansteigen sollen. Die durch die Akquisition entstandende Netto-Verschuldung von 24 Milliarden Franken soll bis 2015 abgebaut sein.
Für die Zukunft ist Roche-CEO Schwan sehr optimistisch. Ein Grund dafür ist die im Branchenvergleich starke Pipeline des Konzerns mit zehn völlig neuen pharmazeutischen Wirkstoffen und 30 zusätzlichen Indikationen für bereits zugelassene Medikamente.
Pharma vor Revolution
Schwan sieht die Pharmaindustrie vor einer eigentlichen Revolution. Erst jetzt beginne man dank Fortschritten in der Molekularbiologie Krankheitsmechanismen zu erkennen und könne gezielt gegen diese angehen. Der CEO rechnet für die Zukunft mit einer «unheimlichen Nachfrage nach innovativen neuen Medikamenten».
Für 2010 geht Roche von einem einstelligen Umsatzwachstum aus. Den Aktionären, die von der 23. Dividendenerhöhung in Folge profitieren können, wird erneut ein zweistelliger Kerngewinn je Titel in Aussicht gestellt. 2009 stieg dieser Wert von 11.04 auf 12.19 Franken.
Roche Tocher wächst
Die japanische Roche-Tochter Chugai Pharmaceutical hat im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 428,9 Milliarden Yen (rund 5 Milliarden Franken) erzielt. Im Vorjahr lagen die Verkäufe noch bei 326,9 Milliarden Yen.
Ohne das Grippemittel Tamiflu wäre die Roche-Tochter aber weit weniger stark gewachsen. Der Umsätze hätte dann nur 342,9 Milliarden Yen betragen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Roche hält 59,9 Prozent an Chugai.
Operativ wird ein Gewinn von 86,6 Milliarden Yen ausgewiesen - ein Plus von über 60 Prozent. Der Reingewinn erhöhte sich um 44,2 Prozent auf 56,6 Milliarden Yen. Chugai schüttet für das Gesamtjahr 2009 eine Dividende von 40 Yen pro Anteil aus.
Quelle: bazonline 03.02.10
Don Calo February 8th, 2010, 03:03 PM Medienunternehmen von privaten Investoren übernommen
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/BaslerZeitungMedien_Druckerei.jpg
Basler Zeitung Medien
Der Medienkonzern Basler Zeitung Medien wird an den Tessiner Financier Tito Tettamanti und den Basler Medienanwalt Martin Wagner verkauft. Das Flaggschiff, die «Basler Zeitung», soll eine eigenständige und unabhängige Basler Tageszeitung bleiben.
Isabelle Imhof
Das Medienunternehmen Basler Zeitung Medien (BZM) wird an private Investoren verkauft. Der Tessiner Financier Tito Tettamanti beteiligt sich zu 75 Prozent, der Basler Medienanwalt Martin Wagner zu 25 Prozent, wie der Konzern am Montagmorgen mitteilte. Der Kaufpreis wird nicht kommuniziert.
Die bisherige Mehrheitsaktionärin, die Familie Hagemann, zieht sich fast komplett aus dem Unternehmen zurück, einzig Matthias Hagemann bleibt noch Verwaltungsratsmitglied. Die Familie habe «alles daran gesetzt, das Unternehmen an einen Käufer zu veräussern, der gewillt und in der Lage ist, der Region Basel mit der ‹Basler Zeitung› eine starke Tageszeitung zu erhalten», teilt Hagemann mit. Es habe Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland gegeben.
Zeichen gegen die Medienkonzentration
Wichtig war der Familie Hagemann offenbar, dass das Flaggschiff der Gruppe, die «Basler Zeitung», als eigenständige, unabhängige Zeitung weiterbesteht. Sie hatte knapp zwei Drittel der Aktien gehalten. Nachdem auch die Minderheitsaktionärin, die PubliGroupe, ihre Anteile verkaufen wollte, entschied die Familie im Herbst 2009, einen Käufer zu suchen. Unter den Interessenten sollen die Zürcher Tamedia und die NZZ gewesen sein.
Tito Tettamanti wird vermutlich als Financier im Hintergrund bleiben, so hat er es jedenfalls in der Vergangenheit gehalten. Der Medienanwalt Martin Wagner wird künftig als Verleger fungieren. Man wolle «erneut ein Zeichen gegen die Medienkonzentration» in der Schweiz setzen, schreibt er.
Erst im Januar hatte Wagner seine Beteiligung am Lokalradio «Basilisk» an Matthias Hagemann verkauft. Der Rechtsanwalt wolle sich dem Aufbau der neuen Schweizer Filmproduktionsfirma Constantin Film widmen, hiess es damals zur Begründung. Martin Wagner ist auch Verwaltungsratspräsident der «Weltwoche» sowie Mitglied des Verwaltungsrates von Axel Springer Schweiz. Diese geht aus der Jean Frey AG hervor, die Tettamanti 2002 dem Ringier-Verlagshaus vor der Nase vergeschnappt und später weiter verkauft hat. Der Anwalt Martin Wagner war damals bereits an der Seite Tettamantis in Erscheinung getreten.
Verwaltungsrat verkleinert
Der neue Verwaltungsrat der Basler Mediengruppe wird verkleinert. Martin Wagner übernimmt als Miteigentümer das Präsidium von Matthias Hagemann, der als einziges bisheriges VR-Mitglied weiterhin im Gremium bleibt. Alle anderen Mitglieder des Verwaltungsrates, darunter die zweite Vertreterin der Hagemann-Familie, Ruth Ludwig, sowie der CEO Beat Meyer, treten zurück. Neu nehmen der Unternehmer Bernhard Burgener, Chef der Constantin Medien, und der Basler Notar Pascal Berger Einsitz.
Der bisherige CEO, Beat Meyer, werde das Unternehmen verlassen, teilt die BZM mit. Über den Zeitpunkt ist nichts bekannt. Neu werde der CFO Jürgen Henscheidt das Unternehmen leiten. Roland Steffen werde Chief Operating Officer (COO). Beide seien schon lange mit der Firma verbunden. Chefredaktor der «Basler Zeitung» bleibt Matthias Geering.
Die Basler Zeitung Medien sind in vierzehn eigenständige Firmen unterteilt. Neben der «BaZ» sind dies der «Baslerstab» sowie sechs Lokalzeitungen. Ferner betreiben die BZM eine Druckerei, Fach- und audiovisuelle Medien und das grafische Unternehmen Birkhäuser GBC. Im Geschäftsjahr 2008/09 erwirtschaftete die Gruppe mit 1200 Mitarbeitern einen Umsatz von 263 Millionen Franken.
Quelle: nzz online 08.02.10
Don Calo March 1st, 2010, 08:15 PM Der Firmenname Ciba verschwindet aus der Schweizer Spezialitätenchemie: BASF fusioniert die Basler Ciba AG mit dem bisherigen Schweizer BASF-Ableger in Wädenswil ZH - unter dessen Namen BASF Schweiz AG tritt die neue Firma künftig auf.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Metro%20Basel/BASFSCHWEIZ.jpg
Aus der Ciba wird die BASF Schweiz AG: Verschwindet nun die Fassaden-Beschriftung im Klybeck?
Bild: Margrit Müller
Der deutsche Chemiekonzern BASF macht damit einen weiteren Schritt bei der Integration der 2009 übernommenen Ciba: Die Ciba AG in Basel mit den Basler Standorten des früheren Ciba-Konzerns wurde am Montag mit der bisherigen BASF Schweiz AG in Wädenswil zu einem neuen Unternehmen zusammengeschlossen, wie BASF mitteilte.
Die neue BASF Schweiz AG habe ihren Sitz in Basel und vertrete die BASF-Gruppe in der Schweiz. An der Spitze steht Andreas Dür, bereits bisher Geschäftsführer von Ciba und Leiter des Business Center Switzerland von BASF. Wädenswil wird laut der Mitteilung als Betriebsstätte weitergeführt.
Die neue BASF Schweiz AG zählt rund 1400 Mitarbeitende, davon die meisten in Basel und knapp 50 in Wädenswil. Insgesamt beschäftigt BASF in der Schweiz rund 3000 Personen an zehn Standorten. Bei Ex- Ciba-Werken ausserhalb Basels wie Monthey VS, Schweizerhalle BL oder Kaisten AG ist laut Auskunft eines BASF-Sprechers der Name Ciba schon früher weggefallen.
bazonline 01.03.10
sämelihülz March 1st, 2010, 08:38 PM ein stück basler geschichte ist somit endgültig abgeschlossen....
schade, aber so läuft der Hase nunmal
suburbansky March 9th, 2010, 11:59 AM Wohnungsmarkt auf Bewährungsprobe
Die vielen Wohnungssuchenden sorgen dafür, dass der Markt für Wohnimmobilien relativ stabil bleibt. Doch es gibt einen Verlierer auf dem Immobilienmarkt.
Die Folgen der Rezession treffen den Büroflächenmarkt stärker, wie eine neue Studie der Credit Suisse aufzeigt. Bei den Büroflächen herrsche klar ein Überangebot, was niedrigere Mieten mit sich bringe, so die am Dienstag vorgestellte Einschätzung der Credit Suisse-Ökonomen. Die schwachen Umsätze im Detailhandel und das Verschwinden traditioneller Klein-Geschäfte würden dem Markt noch stärker zusetzen.
Das Ladensterben treffe nicht nur wie bisher kleine Lebensmittelhändler und andere Geschäfte, sondern weite sich angesichts eines immer härter geführten Wettbewerbs auf die ganze Branche aus. Am besten nachgefragt seien Verkaufsflächen, die über 1000 Quadratmeter gross oder verkehrsgünstig gelegen sind.
Noch immer wird viel gebaut
Dem nachfrageverwöhnten Wohnungsmarkt stehe aber trotz insgesamt stabiler Aussichten eine Bewährungsprobe bevor: Diese kommen laut Credit Suisse (CS) in Form höherer Arbeitslosigkeit, stagnierender Löhne und einer nachlassenden Zuwanderung daher. Die Tiefstzinse- Phase dürfte sich zudem langsam dem Ende zuneigen, schätzen die Experten.
Am stärksten dürften die Einfamilienhäuser und Neubaumieten unter Druck geraten, zumal immer noch viel gebaut werde. Der Anteil der Einfamilienhäuser an den Leerständen habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, während die Preise nun fallen: Für die CS- Ökonomen ist ein Grund dafür, dass Wohnen im eigenen Häuschen für viele zu teuer ist und langsam aus der Mode kommt. (sam/sda)
Quelle: BaZ Online (http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Wohnungsmarkt-auf-Bewaehrungsprobe/story/29669322), 09.03.09
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Aus Basler Sicht sind aber vor allem die Grafiken dazu interessant - insbesondere, dass das Unterbaselbiet die teureren Büroflächen als das Zürcher Glatttal haben soll, überrascht mich.
http://files.newsnetz.ch/bildlegende/27705/353066_pic_640x400.jpg
http://files.newsnetz.ch/bildlegende/27705/353063_pic_640x400.jpg
http://files.newsnetz.ch/bildlegende/27705/353062_pic_640x400.jpg
http://files.newsnetz.ch/bildlegende/27705/353064_pic_640x400.jpg
kriminalTANGO March 11th, 2010, 05:06 PM Wichtig war der Familie Hagemann offenbar, dass das Flaggschiff der Gruppe, die «Basler Zeitung», als eigenständige, unabhängige Zeitung weiterbesteht. Sie hatte knapp zwei Drittel der Aktien gehalten. Nachdem auch die Minderheitsaktionärin, die PubliGroupe, ihre Anteile verkaufen wollte, entschied die Familie im Herbst 2009, einen Käufer zu suchen. Unter den Interessenten sollen die Zürcher Tamedia und die NZZ gewesen sein.
Schade, hat nicht Tamedia die BaZ übernommen. Alle anderen Newsnetz-Zeitungen (TA, BZ, Der Bund, Thurgauer Zeitung) gehören mittlerweile ja auch zu Tamedia. Ich denke, es wäre nicht schlecht, wenn die BaZ das "Niveau" des TAs anstreben würde (und nicht dasjenige eines Boulevardblattes – OK, ist übertrieben).
Aus der Ciba wird die BASF Schweiz AG: Verschwindet nun die Fassaden-Beschriftung im Klybeck?
Und der Name der Tramhaltestelle? Ich höre schon die Ansage: "Bee aa ess eff…" :lol: Wobei, Bankverein müsste ja dann auch schon längst "UBS" heissen… :nuts:
Am stärksten dürften die Einfamilienhäuser und Neubaumieten unter Druck geraten, zumal immer noch viel gebaut werde. Der Anteil der Einfamilienhäuser an den Leerständen habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, während die Preise nun fallen: Für die CS- Ökonomen ist ein Grund dafür, dass Wohnen im eigenen Häuschen für viele zu teuer ist und langsam aus der Mode kommt.
Gut so. :cheers:
Basel_CH March 11th, 2010, 07:45 PM Schade, hat nicht Tamedia die BaZ übernommen. Alle anderen Newsnetz-Zeitungen (TA, BZ, Der Bund, Thurgauer Zeitung) gehören mittlerweile ja auch zu Tamedia. Ich denke, es wäre nicht schlecht, wenn die BaZ das "Niveau" des TAs anstreben würde (und nicht dasjenige eines Boulevardblattes – OK, ist übertrieben).
Tamedia ist Zürich, und prinzipiell was aus Zürich kommt ist für Basel schlecht.
suburbansky March 12th, 2010, 11:10 AM Schade, hat nicht Tamedia die BaZ übernommen. Alle anderen Newsnetz-Zeitungen (TA, BZ, Der Bund, Thurgauer Zeitung) gehören mittlerweile ja auch zu Tamedia. Ich denke, es wäre nicht schlecht, wenn die BaZ das "Niveau" des TAs anstreben würde (und nicht dasjenige eines Boulevardblattes – OK, ist übertrieben).
Tamedia ist Zürich, und prinzipiell was aus Zürich kommt ist für Basel schlecht.
Ich kann beiden Aussagen nicht zustimmen. Eine Tamedia-Übernahme wäre die Katastrophe gewesen - in Basel wäre dann nur ein winziger Rumpf für die Lokalberichterstattung übriggeblieben. Zum Glück ist das (im Moment) kein Thema mehr.
kriminalTANGO March 12th, 2010, 06:58 PM ^^ Meinst du, du würdest deinen Job verlieren? ;)
Kann man denn das bei den anderen Nicht-Zürcherischen Zeitungen (BZ, Bund, TZ) feststellen?
Aber am Schlimmsten wäre wohl Ringier gewesen. :ohno:
suburbansky March 13th, 2010, 02:07 PM ^^ Meinst du, du würdest deinen Job verlieren? ;)
Kann man denn das bei den anderen Nicht-Zürcherischen Zeitungen (BZ, Bund, TZ) feststellen?
Aber am Schlimmsten wäre wohl Ringier gewesen. :ohno:
Ja, das kann man sehr wohl feststellen: Der Bund ist ja jetzt ein reines Kopfblatt des Tagi (identischer, in Zürich produzierter 1. Teil) - da sind massiv Stellen abgebaut worden. Wäre die BaZ hinzu gekommen, hätte auch Sie denselben, in Zürich produzierten 1. Teil übergestülpt bekommen.
Hätte die NZZ übernommen, wäre wohl dasselbe passiert - es hätte einen gemeinsamen Teil 1 von BaZ, St. Galler Tagblatt und Neue Luzerner Zeitung gegeben.
Aus dieser Sicht wäre Ringier wohl sogar am wenigsten schlimm gewesen - allerdings interessieren die sich nun ja nicht so wahnsinnig für Tageszeitungsgeschäft.
Anyway, es wäre so oder so ein Verlust gewesen - die zweitgrösste Wirtschaftsregion der Schweiz braucht doch eine komplett eigene Tageszeitung. Die Pläne von Tagi und NZZ sprechen Bände über die selbstgefällige Rolle Zürichs.
rübenzahn March 13th, 2010, 08:07 PM in der NZZ lese ich ab und zu gute Artikel über Basel, ebenso in der WOZ schon gesehen. meistens kommt basel aber schlecht weg, fängt an mit dem ignorieren der pharmaindustrie (allgemein ein zürcher trend). ich glaube die basler leserschaft würde es kaum goutieren, wenn der ganze schweiz-teil etc. mit zürich-bezug wäre :nuts: .... deshalb kein ökonomisches vorhaben
kriminalTANGO March 13th, 2010, 11:23 PM Ja, das kann man sehr wohl feststellen: Der Bund ist ja jetzt ein reines Kopfblatt des Tagi (identischer, in Zürich produzierter 1. Teil) - da sind massiv Stellen abgebaut worden. Wäre die BaZ hinzu gekommen, hätte auch Sie denselben, in Zürich produzierten 1. Teil übergestülpt bekommen.
Hätte die NZZ übernommen, wäre wohl dasselbe passiert - es hätte einen gemeinsamen Teil 1 von BaZ, St. Galler Tagblatt und Neue Luzerner Zeitung gegeben.
Aus dieser Sicht wäre Ringier wohl sogar am wenigsten schlimm gewesen - allerdings interessieren die sich nun ja nicht so wahnsinnig für Tageszeitungsgeschäft.
Anyway, es wäre so oder so ein Verlust gewesen - die zweitgrösste Wirtschaftsregion der Schweiz braucht doch eine komplett eigene Tageszeitung. Die Pläne von Tagi und NZZ sprechen Bände über die selbstgefällige Rolle Zürichs.
OK, aus dieser Sicht kann ich es natürlich nachvollziehen. Die Basler Zeitung Medien sollte doch auch damit anfangen, andere, grössere Nicht-Baslerische Zeitungen zu übernehmen! :hahano:
Naja, aber wenigstens steht im 1. Teil des TAs mehr als im 1. Teil der BaZ (generell ist der TA viel dicker als die BaZ). ;) Auch von der Qualität her, da muss ich sagen, finde ich den TA wie auch die NZZ usw. besser.
kriminalTANGO March 30th, 2010, 12:49 AM Ich denke, das passt am ehesten hier hinein.
Schaut euch mal das an: http://www.telebasel.tv/archiv.php?show=12515
Mein Kommentar: Da ist einfach Kopfschütteln angesagt. :ohno: Zu Herrn Christian Mieschs Ansicht äussere ich mich mal lieber nicht. Bei den anderen ist einfach nur eine gegenseitige Schuldzuweisung. Ein Hahnenkampf eben. Um sich über den Weg einigen zu können, wie man gemeinsame Entscheide fällen und die Anliegen in Bern einbringen könnte, bräuchte es schon einen Dachverband. So kann das nicht weitergehen. :bash:
rübenzahn March 30th, 2010, 02:06 AM ^^ das Baselbiet ist natürlich autark, ist ein aufregender Anziehungspunkt für junge Leute und lockt seit Jahrhunderten Geleehrte aus ganz Europa in die Region, die dann dank dem Baselbiet hier Forschung betreiben, den geachteten Baselbieter Humanismus pflegen und Baselbieter Kunst sammeln :nuts:. ich bin nicht in der stadt aufgewachsen, ich könnte ein stolzer Baselbieter sein, bin ich zum glück aber nicht...
ndugu March 30th, 2010, 08:55 AM Schaut euch mal das an: http://www.telebasel.tv/archiv.php?show=12515
Der Film wurde übrigens noch vor dem Wisenberg Debakel gedreht.
Das Problem, weshalb die Region Basel nicht stärker prosperiert liegt meiner Einschätzung nach stärker in Liestal als in Bern. Ich hoffe, dass sich dies mit (dem überfälligen) Generationenwechsel in der baselbieter Politik etwas verbessert. Was für furchtbare Kleingeister, diese Miesch, Gysin &Co :ohno:
Don Calo June 11th, 2010, 12:19 AM Rheinfelden. Wirtschaft beleuchtet Fricktaler Entwicklung
Franziska Laur
Das Fricktal hat einen grossen Wachstumsschub hinter und vor sich. Es boomt von allen Regionen der Nordwestschweiz am stärksten und weist immer noch ein grosses Potenzial an Bauflächen auf.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Aerial%20view/kaiseraugst_Roche.jpg
Roche Gelände in Kaiseraugst
Wer zum ersten Mal ins Fricktal fährt, ist meist überrascht über die lieblichen Täler, die sanften Hügelketten und die Weite der Rheinebene. Und informiert er sich weiter, so staunt er, dass das Wohnen im Fricktal im Vergleich mit den beiden Basel günstig ist. Immer mehr Menschen entscheiden sich denn auch dafür, in die gut aufgestellte Region zu ziehen. Nicht zuletzt, weil neben der Landschaftsidylle eine optimale Erreichbarkeit lockt. Wer beispielsweise in Rheinfelden wohnt und nach Basel will, kann im Viertelstundentakt den Zug benützen. Und das Fricktal wurde auch als idealer Wirtschaftsraum zwischen Zürich und Basel entdeckt. Die engen Beziehungen zu Deutschland und damit zur EU und die hohe Lebensqualität erwiesen sich in den vergangenen Jahren als gewichtige Standortvorteile. Weltweit tätige Konzerne wie DSM, Novartis oder Syngenta kurbeln die Wirtschaft an. So strömten am Donnerstagabend Hunderte Vertreter aus Politik und Wirtschaft an einen Gipfel nach Rheinfelden, an dem auch Christoph Koellreuter, Geschäftsführer von Metrobasel, und Urs Hofmann, Wirtschaftsdirektor des Kantons Aargau, referierten. Koellreuter betonte, dass das Fricktal im schweizerischen Teil der Metropolitanregion Basel derjenige Wohnstandort mit dem höchsten Wachstum sei. Und das Fricktal dürfte von der Zuwanderung am meisten profitieren. Nicht zuletzt, weil hier noch vergleichsweise viele grosse Bauflächen zur Verfügung stehen und die Preise sich in einem moderaten Rahmen halten.
Eine Milliarde. Insgesamt leben rund 72 750 Menschen im Fricktal. Die bevölkerungsreichste Gemeinde ist Rheinfelden mit rund 11 350 Einwohnern. Das Städtchen war am Wirtschaftsgipfel Gastgeber, und Gemeindeammann Franco Mazzi blickte kurz in die Vergangenheit wie in die Zukunft. Seit der Verabschiedung des Zonenplans im Jahr 2004 wurden rund eine Milliarde Franken in 27 Grossprojekte investiert. Als Jahrhundertprojekt gilt der Neubau des Wasserkraftwerks. Wie Mazzi sagte, gibt es in Rheinfelden rund 6000 Arbeitsplätze. Grösster Arbeitgeber mit 700 Stellen ist Feldschlösschen. Die verschiedenen Gesundheitsanbieter stellen rund 1500 Arbeitsplätze. Allerdings erlebte Mazzi kürzlich eine kleine Enttäuschung, da die Investoren, die bei der neuen Autobahnbrücke ein gigantisches Erlebniscenter bauen wollten, von Aarau zurückgepfiffen wurden. Dieses Center allein hätte nochmals 500 Arbeitsplätze generiert. Doch es haben sich bereits andere Türen geöffnet.
businescenter. In Rheinfelden gibt es bedeutende Areale an bester Lage, deren Überbauung bevorsteht. So werden mit dem geplanten Businesscenter im Weiherfeld Ost weitere 800 Arbeitsplätze geschaffen, und auf dem ehemaligen Cardinal-Areal an bester Lage am Rhein ist eine Überbauung mit einer Bausumme von rund 300 bis 450 Millionen Franken geplant. Auch das obere Fricktal hat Potenzial. Im Sisslerfeld liegt die grösste zusammenhängende Industriefläche des Kantons Aarau. Und in Kaiseraugst wurde mit dem Römerpark ein Gelände geschaffen, wo Wohnen und Arbeiten sowie Naturerlebnisse im Park eng beisammenliegen. Allein Roche und Solvias AG stellen Hunderte Arbeitsplätze. Diese Entwicklung im Fricktal scheint ein erfolgversprechendes Zukunftsprojekt zu sein: Durch das Leben und Arbeiten in ländlicher Umgebung entfallen lange Anfahrtswege und es steigt die
Lebensqualität.
Quelle: BAZ 5.6.10
Don Calo July 8th, 2010, 02:01 PM Die positive Nachfrageentwicklung im Basler Tourismus erreichte im ersten Halbjahr 2010 eine neue Bestmarke. Das höchste je in einem ersten Halbjahr ausgewiesene Resultat dürfte neben der konjunkturellen Erholung auch im reichen Kulturangebot und dem dichtgedrängten Messe- und Kongresskalender begründet sein.
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Bereits in den vergangenen Monaten hat der Tourismus in Basel für hohe Zuwachsraten sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen gesorgt. Auch im Juni erfreute sich die Destination Basel einer grossen Nachfrage. Die Art 41 Basel – der alljährliche Treffpunkt der internationalen Kunstwelt mit diesmal mehr als 62 500 Kunstinteressierten aus aller Welt – trug wesentlich dazu bei. Daraus resultierte ein kräftiges Wachstum, welches ausschliesslich den Gästen aus dem Ausland zu verdanken ist. Ihre Nachfrage übertraf mit 80 011 Logiernächten den Vorjahresstand um 8 154 oder 11,3 % und glich somit den Buchungsrückgang der Inlandgäste um 2 682 Logiernächte oder 11,0 % aus. Insgesamt wurde im Juni eine Zunahme um 5 472 oder 5,7 % auf 101 637 Übernachtungen registriert.
Abgesehen von wenigen, kaum ins Gewicht fallenden Ausnahmen haben alle ausländischen Märkte positiv bilanziert. Der höchste Logiernächtezuwachs wurde bei den Gästen aus den USA registriert. Auf ihr Konto gingen 14 792 Übernachtungen, 2 249 oder 17,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Deutlich mehr Gäste als vor Jahresfrist kamen auch aus Frankreich (+502 Logiernächte; +9,4 %) und Grossbritannien (+480; +6,1 %).
Die Gästezimmer waren im Juni durchschnittlich zu 70,6 % ausgelastet, 3,2 % mehr als im Juni 2009, obwohl die Zahl der angebotenen Zimmer seither um 3,9 % zugenommen hat. Während der Art 41 Basel wurden Auslastungen bis zu 97 % erreicht. Die mittlere Aufenthaltsdauer der Gäste nahm von 2,00 Tagen im Vorjahr auf nun 2,10 Tage zu. Am längsten im gleichen Hotel blieben von den wichtigen Märkten die Gäste aus den Golf-Staaten (4,36) und Indien (3,64). Die kürzeste Verweildauer wiesen die Gäste aus Deutschland und Luxemburg mit jeweils 1,73 Tagen auf.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Statistics/EntwicklungLogiernchte1Halbjahr10.png
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 zeugt das Ergebnis der vergangenen sechs Monate mit einer Zunahme um 46 349 oder 9,7 % auf insgesamt 522 628 Übernachtungen von einem weiteren Aufwärtstrend. Zu diesem Resultat trugen sowohl die inländischen (+12 083 Logiernächte; +8,9 %) als auch die ausländischen Gäste (+34 226; +10,1 %) bei.
Die erfreulichen Zahlen beeindrucken auch im Mehrjahresvergleich: Die diesjährige Übernachtungszahl der ersten sechs Monate liegt um ein Viertel über dem entsprechenden Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Diese positive Entwicklung ist neben dem Anstieg der inländischen Besucherzahlen auch auf die starke Zunahme wichtiger ausländischer Märkte zurückzuführen. Unter den Nationen mit hohem Besucheraufkommen stark angezogen hat die Nachfrage aus den USA (+10 086 Logiernächte; +21,9 %), gefolgt von Deutschland (+3 065; +3,4 %) und Italien (+2 660; +11,2 %). Deutlich mehr Gäste als vor Jahresfrist kamen auch aus Portugal (+1 927; +124,2 %), Spanien (+1 495; +13,2 %), den Niederlanden (+1 099; +8,2 %), Österreich (+1 087; +16,6 %) sowie aus Belgien (+1 055; +13,4 %).
Von den Nationen mit einem vergleichsweise kleinen Gästeaufkommen wurde die höchste Wachstumsrate bei den Gästen aus der Volksrepublik China (+1 052 Übernachtungen; +30,3 %) beobachtet. Es sieht so aus, als könnte hier ein wichtiger Zukunftsmarkt für den Basler Tourismus heranwachsen.
Die Entwicklung der touristischen Nachfrage verlief in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres dynamischer als gesamtschweizerisch. Dennoch werden die Aussichten für das zweite Halbjahr sehr vorsichtig beurteilt. Die Belastungsfaktoren als Folge der kräftigen Abwertung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken – die einen Besuch in Basel massiv verteuern – könnten einen moderaten Rückgang der Touristen aus dem Euro-Raum bewirken. Andererseits dürfte der Freizeit*tourismus, der dank vielfältigem kulturellem Angebot und besserer Vermarktung Basels vermehrt als Wachstumstreiber gilt, zur Fortsetzung des positiven Trends beitragen, auch wenn für den Sommer 2010 kein Event in der Grössenordnung einer Van Gogh-Ausstellung ansteht.
Quelle: www.statistik-bs.ch/wirtschaft/tourismus
hausmeister July 15th, 2010, 11:43 AM Eine Interessante Aufstellung von Moneyhouse zu den Wohnorten von top Managern. Basel hält sich da ganz gut. Vorallem sind die Steuern in dieser Klasse absolut wettbewerbsfähig (von den Discountdörfer mal abgesehen..)
Anzahl top Manager (börsenkotierter Firmen) / Steuersatz Bruttoeinkommen / Immobilienpreise 4,5 Wohnung, 120m2:
1. Zürich 145 / 23% / 1'200'000 Franken
2. Genf 123 / 26% / 1'450'000 Franken
3. Basel 67 / 23% / 1'150'000 Franken
4. Wollerau 41 / 17% / 1'600'000 Franken
5. Freienbach 29 / 18% / 1'300'000 Franken
Don Calo July 15th, 2010, 03:27 PM ^^ stimmt und mit der letzten Steuersenkung wurden vor allem die unteren Einkommen entlastete, die mittleren Einkommen wurden leider praktisch nicht entlastet, hier wäre eine Entlastung auch angebracht um steuerlich mit anderen Kantonen insbesondere Baselland und Zürich mithalten zu können.
Don Calo September 14th, 2010, 02:24 PM Die Basler Regierung fordert grössere Kontingente für Führungskräfte und Spezialisten aus Drittstaaten. In der Schweiz und Europa herrsche Mangel.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Novartis%20Campus/Novartis-Campus_baz140910.jpg
Engpass: Mit dem Novartis Campus wird der Life-Science-Standort Basel ausgebaut. Dazu werden auch ausländische Fachkräfte benötigt.
Bild: Joël Gernet
Die Kantonsexekutive verlangte beim Bundesamt für Migration zudem eine Lösung für Studien- und Schüleraustauschprogramme sowie Praktika zur Fort- und Weiterbildung mit Drittstaatenangehörigen, teilte die Regierung am Dienstag zu ihrer Vernehmlassung zur Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit mit.
Mangel an Führungs- und Fachkräften herrsche insbesondere in den Branchen Life Science, Logistik und Dienstleistungen, welche im Kanton wichtig seien, hält die Regierung fest. Der Bund solle überdies die Kontingente der Kantone nach Wirtschafts-Kriterien besser verteilen. Heute seien diese in beiden Basel regelmässig nach drei bis vier Monaten ausgeschöpft, was Gesuche für Bundesreserven erfordere; das verunsichere Unternehmen.
Quelle: bazonline 14.09.10
Don Calo September 14th, 2010, 02:38 PM DSM Die Firma DSM Nutritional Products setzt auf den Standort Fricktal. Für 20 Millionen Franken entstehen in Kaiseraugst bis Ende 2011 ein Personalrestaurant und Bürogebäude.
«Dieser Neubau ist für uns unglaublich wichtig. Er ist ein Zeichen, dass wir uns in Kaiseraugst und im Fricktal wohl fühlen und dass wir das Unternehmen auch in Zukunft von hier aus steuern wollen», erklärte Geert Mooren von der Geschäftsleitung der DSM am Montagnachmittag bei der Grundsteinlegung in Kaiseraugst.
Quelle: www.nfz.ch
Basel_CH September 14th, 2010, 06:47 PM «Dieser Neubau ist für uns unglaublich wichtig. Er ist ein Zeichen, dass wir uns in Kaiseraugst und im Fricktal wohl fühlen und dass wir das Unternehmen auch in Zukunft von hier aus steuern wollen»,
Quelle: www.nfz.ch
Dem kann man wohl beipflichten!:)
Don Calo September 20th, 2010, 12:17 PM Die Wirtschaftsdelegation des Regierungsrats und die Präsidenten der Basler Wirtschaftsverbände unterzeichnen eine gemeinsame Absichtserklärung zur Stärkung des Wirtschaftstandorts Basel
Der Kanton Basel-Stadt ist bereits heute ein attraktiver Wirtschaftstandort. Die Wirtschaftsdelegation des Regierungsrats und die Präsidenten der Basler Wirtschaftsverbände wollen diese Standortqualität erhalten und weiter stärken. Zu diesem Zweck haben sie heute eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben, welche zum Ziel hat, den Kanton Basel-Stadt in den kommenden Jahren bei den Unternehmenssteuern ins schweizerische Mittelfeld zu führen.
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, vertreten durch seine Wirtschaftsdelegation, und die Präsidenten der Basler Wirtschaftsverbände haben sich auf eine gemeinsame Steuerstrategie geeinigt. Beide Seiten sind sich einig darin, dass es heute primär einen Handlungsbedarf gibt für weitere Steuersenkungen bei den juristischen Personen. Bei den natürlichen Personen sind hingegen derzeit keine Massnahmen vordringlich.
Ziel der Steuerstrategie für Basel-Stadt
Basel soll bei der steuerlichen Belastung von Unternehmen im Laufe der nächsten 5-7 Jahre von den hinteren Rängen Anschluss ans Mittelfeld finden, idealerweise in den Median aller Kantone.
Angesichts der speziellen Situation bei den Steuern der juristischen Personen im Kanton Basel-Stadt (interkantonal vergleichsweise hohe Steuerbelastung, hoher Anteil der Steuern der juristischen Personen am gesamten Steueraufkommen, ungleichmässige Verteilung der Steuerlasten unter den Unternehmen) stellt dabei eine Senkung des maximalen Gewinnsteuersatzes die wirksamste und nachhaltigste Massnahme zur Erhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kantons und seiner Attraktivität als Unternehmensstandort dar. Deshalb verfolgen beide Seiten die Absicht, den maximalen Gewinnsteuersatz in mehreren Schritten von derzeit 22% auf 18% zu senken. Seit dem Jahr 2008 entspricht dies einer steuerlichen Entlastung der Unternehmen um geschätzte 165 Millionen Franken oder 26.5% (von einem Maximalsatz von 24.5% auf 18%). Bei einem Negativwachstum des BIP Schweiz in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen oder wenn die Schuldenquote einen angemessenen Abstand zur Maximalgrenze unterschreitet, werden die Senkungsschritte ausgesetzt.
Unter der Voraussetzung, dass diese Steuersenkungsschritte im dafür vorgesehenen Zeitraum effektiv umgesetzt werden, verzichten die Wirtschaftsverbände darauf, Forderungen bezüglich anderer steuerlicher Massnahmen bei juristischen oder natürlichen Personen zu stellen bzw. aktiv zu unterstützen.
Die Wirtschaftsdelegation des Regierungsrates und die Präsidenten der Basler Wirtschaftsverbände werden die Gültigkeit dieser Strategie einer jährlichen gemeinsamen Beurteilung unterziehen.
Quelle: www.bs.ch
Don Calo January 14th, 2011, 03:09 PM Rhenus investiert zweistelligen Millionenbetrag in Weil am Rhein.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Metro%20Basel/RhenusLogistikzentrumWeilamRhein.jpg
Auf 41000 Quadratmetern entsteht das neue Logistikzentrum der Rhenus-Gruppe in Weil. Foto: Privat
WEIL AM RHEIN (BZ). In unmittelbarer Nachbarschaft zum Containerterminal, auf der ehemaligen Lippsgrube baut die Rhenus-Gruppe auf einer Grundstückfläche von 41 000 Quadratmetern ein neues Logistikzentrum. Rhenus investiert in den südbadischen Standort einen zweistelligen Millionenbetrag.
Der Neubau mit Zolllagerstatus wird 21 000 Quadratmeter Lagerfläche sowie 1100 Quadratmeter Büro- und Sozialräume umfassen. Gebaut wird nach dem Standard der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Entsprechend wird das neue Logistikzentrum mit dem "Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" zertifiziert.
Erschlossen über 31 Tore, werden im modernen, nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit errichteten und mit den neuesten Sicherheitsstandards ausgestatteten Logistikzentrum über 35 000 Europalettenstellplätze zur Verfügung stehen. 12 000 davon sind für temperarturgeführte Lagerhaltung reserviert. Für Co-Packing-Aktivitäten, wie Preisauszeichnung, Multipackerstellung und den Displaybau sind insgesamt 6000 Quadratmeter vorgesehen.
Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/weil-am-rhein/logistikzentrum-mit-guetesiegel)
curious.sle January 14th, 2011, 10:02 PM Rhenus investiert zweistelligen Millionenbetrag in Weil am Rhein.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Metro%20Basel/RhenusLogistikzentrumWeilamRhein.jpg
Auf 41000 Quadratmetern entsteht das neue Logistikzentrum der Rhenus-Gruppe in Weil. Foto: Privat
WEIL AM RHEIN (BZ). In unmittelbarer Nachbarschaft zum Containerterminal, auf der ehemaligen Lippsgrube baut die Rhenus-Gruppe auf einer Grundstückfläche von 41 000 Quadratmetern ein neues Logistikzentrum. Rhenus investiert in den südbadischen Standort einen zweistelligen Millionenbetrag.
Der Neubau mit Zolllagerstatus wird 21 000 Quadratmeter Lagerfläche sowie 1100 Quadratmeter Büro- und Sozialräume umfassen. Gebaut wird nach dem Standard der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Entsprechend wird das neue Logistikzentrum mit dem "Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" zertifiziert.
Erschlossen über 31 Tore, werden im modernen, nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit errichteten und mit den neuesten Sicherheitsstandards ausgestatteten Logistikzentrum über 35 000 Europalettenstellplätze zur Verfügung stehen. 12 000 davon sind für temperarturgeführte Lagerhaltung reserviert. Für Co-Packing-Aktivitäten, wie Preisauszeichnung, Multipackerstellung und den Displaybau sind insgesamt 6000 Quadratmeter vorgesehen.
Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/weil-am-rhein/logistikzentrum-mit-guetesiegel)
Geht noch weiter:
"
Abgerundet wird die Lagereinrichtung mit 18 000 Fachbodenplätzen für Kleinteile. "Mit der Investition wird unsere Präsenz im Dreiländereck Deutschland, Schweiz, Frankreich gestärkt. Unsere Kunden schätzen die Kombination aus regionaler Kompetenz und einem europaweit engmaschigen Logistiknetzwerk mit interkontinentaler Anbindung", sagt Mike Siegwardt, verantwortlicher Regionalleiter der Rhenus-Gruppe.
Die Fertigstellung ist für Mitte 2011 geplant. Die Erdarbeiten zur Errichtung des Logistikzentrums haben bereits am 22. November 2010 begonnen. Um die Standsicherheit der Gebäude auf der in den 40er und 50er Jahren aufgeschütteten, ehemaligen Lipps- Grube zu gewährleisten und um kontaminiertes Erdreich zu entsorgen, werden rund 34 000 Kubikmeter Erde bewegt und beprobt. 17 000 Kubikmeter Erde müssen voraussichtlich auf Deponien entsorgt werden.
"
Wo ist das genau? Hat wer nen google maps link dazu?
struband January 17th, 2011, 07:54 PM Geht noch weiter:
Wo ist das genau? Hat wer nen google maps link dazu?
Etwa hier : http://maps.google.ch/maps?f=d&source=s_d&saddr=&daddr=47.530938,7.680794&hl=de&geocode=&mra=mift&mrsp=1&sz=18&sll=47.530781,7.680881&sspn=0.004082,0.011689&ie=UTF8&t=h&z=18
sämelihülz January 18th, 2011, 04:39 PM interessanter "Artikel", natürlich sehr sehr objektiv geschrieben
gibt Auskunft was in den Wichtigsten Basler Branchen grad so abgeht, und wagt auch ein Paar Blicke in die Zukunft:
http://www.baselarea.ch/fileadmin/user_upload/Newsletter/01-10%20Newsletter%20D.pdf
subtile January 18th, 2011, 06:26 PM Laut dem Oppenheim Interview arbeitet sein Büro an einem Projekt "Bricks" in Allschwil. Weiss jemand, was damit gemeint ist? Bricks heisst ja soviel wie Ziegelsteine, etwa in der Ziegelei?
vilgrain January 20th, 2011, 02:44 PM Teurer Franken hält Touristen nicht fern
Basel-Stadt hat 2010 einen neuen Übernachtungs-Rekord verzeichnet: Insgesamt 1,07 Millionen Übernachtungen bedeuten ein Plus von 4,0 Prozent und das beste Ergebnis seit Beginn der Statistik.
http://bazonline.ch/basel/stadt/Teurer-Franken-haelt-Touristen-nicht-fern/story/15624630
Don Calo February 10th, 2011, 08:19 PM Das neue Bürogebäude soll am 20. Mai eingeweiht werden.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/RocheNeubau.jpg
Wirkt von außen noch ganz unscheinbar: das eingerüstete Bürohaus Foto: Ralf H. Dorweiler
GRENZACH-WYHLEN. Einen Bilanzgewinn von 8,9 Milliarden Franken konnte der Roche-Konzern gestern verkünden. Ohne eine Zahl zu nennen, sagte Pressesprecher Hans-Ulrich Jelitto, dass auch der deutsche Ableger, die Roche Pharma mit Sitz in Grenzach ihren Teil zu diesem Gewinn beigetragen habe. Damit weiter gut gearbeitet werden kann, hat Roche Ende 2009 mit dem Bau von zwei neuen Gebäuden begonnen. Gestern feierte man das Richtfest.
"Mit Gunst und Verlaub, vollbracht ist das Werk der schaffenden Hände, behaglich und wärmend die schützenden Wände", begann Rolf Glanzmann von der Schweizer Glanzmann AG seinen Richtspruch für den Gebäudekomplex 10 und 16. In das neue Bürogebäude (16) sollen noch im Mai bis zu 160 Mitarbeiter einziehen, die sich aktuell teilweise noch im "Exil" befinden, wie Roche-Pharma-Chef Hagen Pfundner es nannte. Dort werden die Abteilungen Personal, Finanzen und das Kundencenter sowie das Trainingscenter unterkommen. Direkt neben dem Bau, der momentan noch eingerüstet ist, haben die ersten Mitarbeiter der neuen Energiezentrale (Haus 10) ihre Arbeit schon begonnen. Poststelle, Gärtnerei und Lager ziehen dort ein. Die Roche-Post hat täglich schon zwischen 1000 und 3000 Briefe zu bearbeiten. Alle anderen Gebäude werden von der Energiezentrale aus mit Energie, Wärme und FCKW-freier Kälte versorgt. Beide Bauten stammen aus der Feder der Architekten Christ und Gantenbein.
"Es hat sich für uns bezahlt gemacht, dass wir über 80 Prozent der Bausumme von insgesamt 30 Millionen Euro an Handwerksbetriebe aus der Region vergeben haben", sagte Hagen Pfundner in seiner Ansprache. Man habe einen sehr ehrgeizigen Zeitplan, am 20. Mai soll bereits die Einweihung des Bürogebäudes gefeiert werden. Nun sei erst einmal ein Rohbau entstanden, der besonders die Handwerker sehr gefordert habe. Auch Rolf Glanzmann von der Glanzmann AG aus der Schweiz betonte, dass der Entwurf keinerlei Fehler in der Ausführung toleriert habe. Dass auch kaum welche entstanden seien, sei außergewöhnlich. Generell sei es ein außergewöhnlicher Auftrag gewesen, der Anforderungen an die Baumeister stelle, die es sonst in dieser Form heutzutage kaum mehr gebe.
Bürgermeister Jörg Lutz freute sich natürlich auch über die Investitionen der Roche Pharma AG. "Roche legt den Vorwärtsgang in Grenzach ein", sagte Lutz in seiner Rede. Dies gebe der Gemeinde Hoffnung für die Zukunft. "Wo abgerissen wird, sieht es anders aus, da wird der Rückwärtsgang eingelegt."
Hagen Pfundner bekräftigte nach Lutz’ Rede, dass die Gebäude tatsächlich ein Signal für die Zukunft seien und dafür, dass Roche Pharma auch in Zukunft mit dem Standort Grenzach-Wyhlen verbunden bleibe.
Während die Handwerker sich nach dem Richtspruch zum Schmaus trafen und die Roche-Mitarbeiter sich wieder auf ihre Arbeitsplätze verteilten, erklärte Roche-Projektleiter Thomas Preuß, dass das Ensemble ein "kostengetriebenes Designobjekt" sei. Soll heißen: Höchstmögliches Design sollte für niedrigstmögliche Investitionen entstehen. So besteht die Fassade, so auch Hagen Pfundner, zwar aus "schnödem Beton", doch eben "in seiner höchsten Vollendung der Verarbeitung. Es sieht eher wie Marmor oder Travertin aus."
Ein ganz typisches Richtfest war die Veranstaltung übrigens nicht.Wegen der Kälte waren die Rednerpulte innen und nicht auf dem Dach aufgebaut. Dort stand aber ein traditioneller Richtbaum.
Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/roche-richtfest-ist-auch-ein-signal)
Don Calo February 28th, 2011, 12:51 PM Die Institute zeichnen sich durch eine überdurchschnittlich hohe Produktivität aus
FELIX ERBACHER
Der Bankenplatz Basel hat sich in den vergangenen zehn Jahren besser geschlagen als die Banken in der übrigen Schweiz. Seit fünf Jahren steigt die Zahl der Arbeitsplätze.
Über die Banken wissen wir ein gutes Stück mehr, seit die Universität Basel im Auftrag der Basler Bankenvereinigung die «Bankenstudie 2010» erarbeitet hat. Zwar liegt der Bankenplatz grössenmässig hinter Zürich, Genf und dem Tessin zurück, aber qualitativ macht er eine exzellente Figur: Seit fünf Jahren entwickelt sich der Basler Sektor dynamischer als der gesamtschweizerische. Nachdem zuvor vor allem die beiden Grossbanken UBS und CSG Personal abgebaut oder nach Zürich verschoben hatten, nahm die Beschäftigung der 33 der Basler Bankenvereinigung angehörenden Banken – insgesamt sind in der Region 40 Institute aktiv – von 2005 bis 2008 um neun Prozent auf 6600 Vollarbeitsplätze zu. Gemäss Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz erhöht sich zwischen 2005 und 2009 der Stellenbestand aller Banken und eigenständigen Vermögensverwalter um 6,9 Prozent auf 7100 Vollarbeitsplätze. In der Nordwestschweiz stieg die Gesamtbeschäftigung in dieser Periode weniger stark um 6,1 Prozent auf 278 000.
PRODUKTIVE BANKER. Professor Rolf Weder – er hat die Bankenstudie geleitet – errechnet, dass der hiesige Bankangestellte im Mittel 1,5-mal so viel Wertschöpfung (528 000 Franken) erarbeitet wie der «durchschnittliche» Schweizer Bankmitarbeiter (341 000 Franken). Vor allem wusste der Basler Banker seine Leistung seit 2001 um 55,8 Prozent, der Schweizer Banker aber «nur» um 19,1 Prozent zu steigern. Die Wertschöpfung der hiesigen Banken beträgt rund 3,9 Milliarden Franken. Gemäss der Studie ist die Wertschöpfung der Basler Banken seit 2000 ebenso deutlich schneller gewachsen wie die der übrigen regionalen Wirtschaft. Zwischen 2001 und 2008 verbesserte sie sich nämlich um gut 55 Prozent. Der Durchschnittswert der Regio-Wirtschaft und der Chemie/Pharma liegt bei je 31 Prozent. Weder ortet die ausgezeichnete Performance der hiesigen Geldhäuser in der gegenüber den Plätzen Tessin, Genf und Zürich tieferen Versorgungsdichte durch Bankstellen. Wahrscheinlich ist auch, dass diese hohe Arbeitsproduktivität durch ausserhalb der Region erbrachte Zentrumsleistungen (UBS und CS) zustande kommt. Auch dürfte die Geschäftsstruktur mit der gewichtigen Vermögensverwaltung zur Produktivität beisteuern. Die Bankangestellten der Region dürfen durchaus stolz auf ihr Wirken sein. Sie verhelfen dem Staat zu einem ordentlichen Steuerbatzen. Im Schnitt der Jahre 2001 bis 2008 liefern sie via Unternehmenssteuern ihrer Arbeitgeber rund 19 700 Franken ab. Der Durchschnitt der regionalen Wirtschaft ist fast fünfmal kleiner. Dass in den vergangenen zehn Jahren zehn neue Banken am Rheinknie ihre Zelte aufgeschlagen haben, weist auf die Attraktivität des Wirtschaftssektors hin. Viele kleinere und mittelgrosse in- und ausländische Banken spezialisieren sich auf die Vermögensverwaltung. Die gut 201 Milliarden Franken verwalteten Vermögen übersteigen das gesamte Kreditvolumen um das 3,6-Fache. Zur Bedeutung von Basel als Bankenplatz trägt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bei. Auch die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) und der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) haben ihren Hauptsitz in Basel. Letztlich wertet auch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Basel mit dem Schwerpunkt «Monetäre Makroökonomie, Finanzmärkte und Banking» in Lehre und Forschung das Image Basels als Finanzplatz auf.
KRISE GUT ÜBERWUNDEN. Der Bankenplatz Basel hat die jüngste Finanzkrise gespürt, sie aber letztlich gut überstanden. Seine Wertschöpfung (was an die Anspruchsgruppen wie Angestellte, Staat oder Kapitalgeber jährlich verteilt wird) schrumpfte in den ersten neun Monaten 2010 nochmals leicht um ein Prozent und der Personalbestand um 1,6 Prozent. Die Gründe liegen gemäss Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz in tieferen Gesamterträgen der Grossbanken und vorübergehenden Kostensteigerungen bei regional ausgerichteten Instituten (insbesondere der Wechsel auf neue Informatikplattformen). Die Erholung nach der Finanzkrise dürfte aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Prognosen in diesem Jahr anhalten. Damit könnte das operative Geschäft in diesem Jahr wie schon 2010 den Vorjahreswert übertreen.
Quelle: BAZ 26.2.2011
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Trotzdem ist nicht darüber hinwegzusehen, dass Basel einmal der zweitwichtigste Finanzplatz der Schweiz war und nun auf den vierten Platz abgerutscht ist. Nicht unbegründet befinden sich in Basel die BIZ, oder die Bankievereinigung. Dies hat sicherlich auch damit zu tun, dass nach dem Zusammenschluss von SBG und Schweizerischer Bankverein leider viele Stellen nach Zürich verschoben wurden und somit faktisch Basel keinen Hauptsitz mehr einer grossen schweizer Bank ist. Trotzem könnt man doch versuchen Hedgefonds oder andere Bankinstitutionen nach Basel zu holen um das Klumpenrisiko Pharma zu verringern, hier besteht meiner Meinung noch viel Potential. Zudem profitieren die Banken schneller von einer wirtschaftlichen Erholung als z.B. die Pharma.
Giovanni Schòvais April 15th, 2011, 09:19 AM Ein weiterer Meilenstein der Holzbaukunst in Rheinfelden!
:okay:
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Grosse Aufgaben bedingen grosse Bauten, wie den Saldome 2, den grössten Kuppelbau Europas. Die Schweiz dürstet nach mehr Salz. Es soll unter der neuen Wölbung gelagert werden.
http://www.architektur-technik.ch/Web/internetaxt.nsf/0/ED02471EF23CFE00C12578700040D035/Bild1_m/0.84?OpenElement&FieldElemFormat=jpg
Der nächste Winter kommt bestimmt – trotz der Klimaerwärmung. Und die Strassen sollen dann pünktlich und gründlich von Schnee und Eis geräumt werden. Mit dem Saldome 2 werden die Schweizer Rheinsalinen ihre Lager für Auftausalz nochmals kräftig ausbauen, in der Hoffnung für alle Streu-Eventualitäten gewappnet zu sien. Die neue Kuppel wird eine Lagerkapazität von deutlich über 100000 Tonnen Auftausalz aufweisen. Mit der Website www.saldome.ch werden die Rheinsalinen laufend über den Baufortschritt berichten.
http://www.saldome.ch/wp-content/uploads/2011/03/saldome_plan-280x210.png
Zum Vergleich: Der im August 2005 in Betrieb genommene erste Kuppelbau hat ein Fassungsvermögen von rund 80000 Tonnen. Die Grundfläche des Saldome 2 ist mit voraussichtlich 11300 Quadratmetern beinahe doppelt so gross, wie jene der bestehenden Salzhalle (6900 Quadratmeter). Die Spannweite des neuen Kuppelbaus beträgt 120 Meter (93 Meter) und dessen Höhe 32,5 Meter (31 Meter). Das tiefer liegende Terrain lässt aber die beiden eleganten und imposanten Kuppeln gleich hoch erscheinen. Der Baubeginn für den Saldome 2 ist für Mai vorgesehen.
www.architektur-technik.ch
www.saldome.ch
rübenzahn April 17th, 2011, 06:47 PM http://img198.imageshack.us/img198/5585/grafikmaerz.png
Ein Zahlenspiel zum Tourismus in Basel zwingt sich geradezu auf bei dieser Grafik. Innerhalb von 10 jahren haben sich die Übernachtungen in etwa verdoppelt, extrapoliert man ins Jahr 2050 unter der Annahme einer stetigen Entwicklung kommt man auf 1.8 mio übernachtungen im März 2050. Nimmt man den Monat März als Mittel über das ganze Jahr so ergeben sich 21 mio Übernachtungen im Jahr 2050. Im Jahr 2100 wären es sodann 676 mio Übernachtungen, das heisst etwa 10% der heutigen Weltbevölkerung würde jährlich in Basel nächtigen. Noch Fragen? ;)
Don Calo June 17th, 2011, 04:19 PM Die Infrastruktur ist mit allerlei Spezialitäten ausgestattet /Auch die Arbeitnehmerseite wäre bei Ansiedlungsfragen gerne miteinbezogen.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Industry%20and%20Economy/BASFArealGrenzachBZ_110611-1.gif
GRENZACH-WYHLEN. Für die Firma BASF ist die Strategie zur künftigen Nutzung des Werkareals klar: Sie selbst wird einzelne Produktionsbereiche sowie Lager am Standort Grenzach vollständig schließen und zurückbauen – voraussichtlich im Januar 2012 wird die Abrissbirne zum Einsatz kommen. Die frei werdenden Flächen sollen Firmen möglichst aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie deren Zulieferer und Kunden angeboten werden.. "Wir sprechen vorrangig Interessenten an, die von einer gemeinschaftlichen Energieversorgung und Abwasserbehandlung oder das durch Straße, Schiene und Schiff gut erschlossene Areal profitieren", meint Geschäftsführer Bernd Brian, wobei er ergänzte, dass die optimale Verkehrsanbindung die Umgehungsstraße einschließt.
Gerade für chemische Prozesse hält das Werk eine ganze Reihe von Infrastruktur vor, neben ausreichend Dampf und Strom insbesondere auch ein Netz für Kühl-, Prozess- und Trinkwasser (auch vollentsalztes Wasser) sowie Druck- und Steuerluft. Wichtig sei auch, dass Werkschutz und -feuerwehr sowie ein medizinischer Dienst vorhanden sei und: dass der Standort abgeschlossen ist. Aus diesem Grund wird bei der BASF der vor Wochen im Gemeinderat angedachten Ansiedlung von Unternehmen mit Publikumsverkehr eine klare Absage erteilt, weil ansonsten jeder Besucher zuerst einen entsprechenden Ausweis erhalten müsste.
Gemeinde will Alternativen prüfen
Doch das gilt freilich nur, wenn die derzeitige Nutzung als Industrieareal auch so beibehalten wird. Die Überlegungen bei der Gemeinde gehen aber dahin, Alternativen ins Auge zu fassen (wir berichteten). Bürgermeister Jörg Lutz denkt dabei zwar weniger an ein Wohngebiet, aber die Option für die Ausweisung eines normalen Gewerbebetriebes sollte zumindest geprüft werden, findet er. Vor allem dann, sollten bei der vorgesehenen Ansiedlung der Zimmermann-Gruppe wesentliche Fragen offen blieben.
Als unrealistisch schätzt Lutz den Kauf des Areals durch die Gemeinde ein, sollte BASF diese Absicht über hegen: Selbst die Hälfte des Areals (die Hälfte will BASF ja ohnehin weiter selbst bewirtschaften) ist mit 20 Hektar noch gewaltig. Selbst bei einem vergleichsweise gering angesetzten Preis von 20 Euro je Quadratmeter käme ein Betrag von 4 Millionen zusammen. "Die Kommunalaufsicht wäre sicher nicht begeistert, wenn wir dafür einen Kredit aufnehmen wollten", ist der Bürgermeister überzeugt. Was dazu kommt: Die Frage der Altlasten auf dem Areal, die sich nicht nur auf die Kessler-Grube beschränkt, die im nordwestlichen Teil des Geländes liegt.
Ein Wörtchen mitreden bei der Ansiedlung neuer Unternehmen würde auch gerne die Arbeitnehmervertreter, die bedauern, dass sie sämtliche Informationen, etwa zu den Plänen der Firma Zimmermann aus Gütersloh, die ja bereits vor Wochen Kontakt mit dem Regierungspräsidium aufgenommen hatte, nur aus der Presse erfahren hat. "Für eine abschließende Beurteilung reicht dies nicht aus", meint Wilfried Penshorn, Bezirksleiter der IG BCE.
Michael Schreier (Vorsitzender der Vertrauensleute) bedauert, dass es von Seiten der Geschäftsleitung keinerlei Informationen gibt, "wir wissen nur, dass es ein Entsorger ist". Dabei ist er überzeugt: "Wenn das passt, dann kann das eine gute Sache sein, allerdings nicht um jeden Preis".
Betriebsrat sieht Sozialpartnerschaft gefragt
Auch der Betriebsratsvorsitzende Heiko Wodarkiewicz würde es begrüßen, mehr zu erfahren – so könnte möglicherweise auch den von einem Arbeitsplatzverlust betroffenen Kollegen Auskunft gegeben werden, ob möglicherweise auch bei einem Entsorger Leute mit chemischem Hintergrund benötigt werden. "Auch beim Thema Ansiedlung wäre die Sozialpartnerschaft wichtig", meint Wodarkiewicz.
Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/das-basf-areal-ist-vor-allem-fuer-das-chemieumfeld-interessant)
hausmeister July 8th, 2011, 11:32 AM Newsletter von BaselArea (http://www.baselarea.ch/fileadmin/user_upload/Newsletter/01_11_medtech_d.pdf) (pdf) mit Schwerpunkt Medizinaltechnick
trauch August 15th, 2011, 10:32 AM War schon jemand an dieser Ausstellung?
Basel 360°:
http://www.basel360.org/index.php?/aktuell/
curious.sle August 21st, 2011, 06:56 PM War schon jemand an dieser Ausstellung?
Basel 360°:
http://www.basel360.org/index.php?/aktuell/
Ja, heute... ziemlich gute Ausstellung plus es soll eine permanente Ausstellung folgen und die Webseite wird mal einiges mehr bieten (lecker)
Hier ein paar Bilder... https://plus.google.com/103420055040872413401/posts/E42V2C98tXN
Turm zu Basel September 13th, 2011, 06:04 PM Der Kanton Basel-Stadt rechnet auch für das neue Jahr mit einem satten Überschuss. Die schwierige wirtschaftliche Situation wirft jedoch erste Schatten auf das Budget.
Trotz ausbleibendem Nationalbank-Gewinn und anderen belastenden Faktoren rechnet Basel-Stadt auch fürs kommende Jahr mit schwarzen Zahlen: Das am Dienstag präsentierte Budget 2012 sieht bei einem Aufwand von 3,59 Milliarden Franken einen Überschuss von 71,6 Millionen Franken vor.
Der Voranschlag des Stadtkantons prognostiziert in der Laufenden Rechnung den achten positiven Abschluss in Folge. Das Budget ist laut Finanzdirektorin Eva Herzog insofern mit einem gewissen Risiko behaftet, als es trotz konjunktureller Unsicherheiten entsprechend den Sommerprognosen von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent und in der Folge von steigenden Steuererträgen ausgeht.
Wenn der Grosse Rat im Dezember das Budget behandelt, seien die Prognosen vielleicht schon deutlich schlechter, räumte Herzog ein. Man habe jedoch bei der Budgetierung keine eigenen Prognosen machen und eine Rezession vorweg nehmen wollen. Besser als budgetiert werde dafür die Rechnung für das laufende Jahr ausfallen, sagte Herzog. Die Steuereinnahmen seien höher als erwartet, und der Finanzierungssaldo werde positiv statt negativ sein.
Für das kommende Jahr sieht das Budget einen Steuerertrag von insgesamt 2,53 Milliarden Franken vor. Das sind 108 Millionen Franken oder 4,5 Prozent mehr als im Budget 2011, aber 5,7 Prozent weniger als in der Rechnung 2010. Bei den natürlichen Personen sollen die Steuereinnahmen weiter steigen. Dagegen dürften bei den juristischen Personen die sich verschlechternde Wirtschaftslage und eine Steuersenkung zu tieferen Einnahmen führen.
Von der Nationalbank fehlen 42 Millionen
Zwei Entwicklungen auf Bundesebene belasten die Basler Staatskasse nächstes Jahr voraussichtlich mit über 60 Millionen Franken. Einerseits muss der Stadtkanton 19,6 Millionen Franken mehr in den Ressourcenausgleich einzahlen. Anderseits fällt die Gewinnausschüttung der Nationalbank weg, die letztmals für Basel- Stadt 41,2 Millionen Franken betragen hatte.
Auch die neue Spitalfinanzierung, die auf Anfang 2012 in Kraft tritt, wirkt sich negativ aus: Sie verschlechtert das Budget um 41,8 Millionen Franken. Eine wichtig Kennzahl für Entwicklung der steuerbaren Ausgaben ist für die Regierung der Ordentliche Nettoaufwand. Er wird für 2012 auf 2,45 Milliarden Franken veranschlagt. Das Wachstum von 0,7 Prozent ist für Herzog «moderat».
187 neue Stellen
Bei den Vollzeitstellen ist ein Zuwachs um 187 auf insgesamt 7732 vorgesehen. Am meisten neue Jobs werden im Erziehungsdepartement geschaffen. Nicht mehr im Stellenplafond enthalten sind nahezu 5000 Stellen der verselbständigten Spitäler. Nach Angaben Herzogs sind in den ausgelagerten Betrieben des Kantons mittlerweile mehr Leute tätig als im «Stammhaus».
Die Investitionen will der Kanton Basel-Stadt auch 2012 auf hohem Niveau halten. Zahlen wird er sie allerdings nicht mehr vollständig aus der Staatskasse können: Bei Nettoinvestitionen von 229 Millionen Franken wird ein negativer Finanzierungssaldo von 81,6 Millionen Franken erwartet. Der Selbstfinanzierungsgrad, der in der Rechnung 2010 noch 329,1 Prozent betragen hatte, schrumpft auf 71,7 Prozent.
Für die nähere Zukunft wird mit einem starken Anstieg der Nettoinvestitionen gerechnet. Bis 2015 sollen sie auf über 500 Millionen Franken steigen. Investiert wird namentlich in Schulen, Gebäude für die Life Sciences der Universität und in den öffentlichen Verkehr.
Auch unter Annahme weiter steigender Steuereinnahmen erwartet Finanzdirektorin Herzog für 2014 rote Zahlen. Die Nettoschulden sollen gemäss dem Finanzplan 2012-2015 um fast eine Milliarde auf 2,8 Milliarden Franken ansteigen. Die für die Schuldenbremse massgebliche Nettoschuldenquote von 6,5 Promille würde jedoch damit noch lange nicht erreicht.
Quelle: http://bazonline.ch/basel/stadt/Der-achte-berschuss-in-Serie/story/31823081
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Gute Neuigkeiten und btw: schönes Bild
Don Calo October 11th, 2011, 04:24 PM Der Aargau will künftig verstärkt mit dem Verein Basel Area zusammenarbeiten. Im Fricktal zeigt man sich erfreut über diese Nauausrichtung des kantonalen Standormarketings. von Marc Fischer
Der Regierungsrat beantragt beim Grossen Rat einen Rahmenkredit in der Höhe von 2,4 Millionen Franken für die Jahre 2012 bis 2015 zur Neuausrichtung des aargauischen Standortmarketings. Einer der Schwerpunkte des neuen Konzepts ist dabei eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Verein BaselArea .
Gerry Thönen, Geschäftsführer des Planungsverbands Fricktal Regio, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme sehr erfreut über den regierungsrätlichen Antrag. Er selber pflege schon seit längerem gute persönliche Kontakte zu BaselArea .
Der Verein Basel Area vermarktet weltweit die Wirtschaftsregion Basel und berät Unternehmen, welche sich in der Region Basel ansiedeln möchten, und hat eigene Repräsentanten in Frankreich, China, Japan und Indien. Bis anhin, führte Gerry Thönen aus, war der Nutzen für Ansiedlungen für das Fricktal nur gering, weil das Fricktal nur zum Handkuss kam, wenn sich in den beiden Trägerkantonen Basel-Stadt und Baselland und dem Kanton Jura, der Kooperationspartner ist, keine Standorte finden liessen.
Life Sciences verbinden
Da das Fricktal aber im Bereich der Life Sciences eng mit der Region Basel verbunden ist, wünschte sich der Planungsverband Fricktal Regio schon länger eine offizielle Zusammenarbeit mit dem Verein BaselArea . Der Regierungsrat und die beigezogenen externen Experten sind nun ebenfalls zum Schluss gekommen, dass die klare industrielle Ausrichtung des Vereins BaselArea gut zur bestehenden Wirtschaftsstruktur des Fricktals passt. Zudem würden auch die mit der Hightech-Initiative anvisierten Branchen optimal abgedeckt, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung.
Thomas Buchmann, Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau, bestätigt diese Vorteile und meint vorausschauend: «Die Zusammenarbeit drängt sich unter den gegebenen Umständen für die Zukunft fast auf.»
Gemeinsame Vermarktung
Buchmann erläuterte weiter, dass die Gespräche mit BaselArea schon seit Längerem im Gange sind. Der Umfang der Zusammenarbeit sei mittlerweile abgesteckt und bewege sich in einem ähnlichen Rahmen wie die Zusammenarbeit zwischen Basel- Area und dem Kanton Jura. «Basel-Area wird bei einer Annahme des Antrags durch den Grossen Rat das Fricktal in seine gesamten Aktivitäten einbeziehen», so Buchmann. «Es wird eine gemeinsame Vermarktung geben.»
Vom Erstkontakt bis zur konkreten Ansiedlung sei alles möglich, Aagau Services würde jeweils bei konkreten Fragen vor Ort beigezogen. Zudem dürften auch die bestehenden guten Beziehungen von Fricktal Regio zu BaselArea das Ihre zu einer positiven Entwicklung der Zusammenarbeit beitragen.
Rund 150000 Franken pro Jahr
Für die umfassende Zusammenarbeit müsste der Kanton Aargau rund 150000 Franken jährlich an den Verein BaselArea überweisen, zu Beginn kämen noch Zusatzkosten für Drucksachen dazu. Für Buchmann wäre das gut investiertes Geld. «Die Logik der Zusammenarbeit liegt eigentlich auf der Hand.»
Dennoch schliesst er nicht aus, dass es zu politischem Widerstand kommen könnte. «Dann sind die Fricktaler Grossräte gefordert und müssen sich für den regierungsrätlichen Antrag starkmachen», betont Gerry Thönen. Die Debatte findet noch in diesem Jahr statt.
Quelle: www.aargauerzeitung.ch (http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/fricktal/das-fricktal-koennte-von-den-welweiten-kontakten-von-baselarea-profitieren-113987365)
Don Calo October 27th, 2011, 02:46 PM Kein Unternehmen investiert mehr in Forschung und Entwicklung als Roche. Der Basler Pharmakonzern belegt auf einer Rangliste des Strategieberaters Booz&Company zum zweiten Mal in Folge weltweit den Spitzenplatz.
Roche hat im vergangenen Jahr 9,6 Mrd. Dollar für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgegeben. Das sind gemäss Berechnungen von Booz&Companzy vom Montag nochmals 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die 1000 untersuchten Unternehmen haben ihre Ausgaben insgesamt um neun Prozent auf 550 Mrd. Dollar gesteigert. Mehr als drei Viertel dieser Ausgaben entfallen auf die Branchen Computer/Elektronik, Gesundheit/Pharma und Automobil.
Auf der Liste befinden sich insgesamt 27 Schweizer Unternehmen; darunter auch Novartis (Platz 3) und Nestlé (Platz 90).
Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch (http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/baselland/basel-stadt/roche-gibt-weltweit-am-meisten-fuer-forschung-und-entwicklung-aus-114885966)
Don Calo October 27th, 2011, 02:49 PM Der Strukturwandel der Chemieindustrie trifft die ganze Region Basel – zeigt am deutschen Hochrhein aber eine besondere Note.
Die traditionelle Chemieindustrie der Region Basel steht seit Jahren unter Druck. Großkonzerne wie Clariant haben ihre Produktion in der Region inzwischen weitgehend eingestellt; andere wie Ciba sind verschwunden, wurden übernommen und einzelne Käufer haben das Bemühen, Standorte global wettbewerbsfähig zu machen, bereits wieder aufgeben. Sie verlagern die Geschäfte – wie der Huntsman-Konzern, der seine Textilchemie nach Asien verschiebt und in Basel rund 600 Arbeitsplätze streicht. Ähnlich verfährt die BASF mit dem 2009 übernommenen Ciba-Standort Grenzach, der in den nächsten Jahren auf ein Fünftel der früheren Größe schrumpft und große Teile seiner klassischen Produktion wie die Papierchemie verliert.
Beide Entwicklungen sind typisch für die Region – obwohl sie südlich und nördlich des Rheins und unter unterschiedlich staatlichen Rahmenbedingungen stattfinden. Aber sie spiegeln den Strukturwandel der Chemie, die Abkehr von technisch einfachen Grund- und Masseprodukten, deren Abnehmer heute zum Großteil in den Schwellländern sitzen. In der Schweiz ist dieser Strukturwandel seit zwei Jahrzehnten in Gang, die Fokussierung auf Life Sciences dessen Ausdruck und die Novartis-Gründung 1996 das bislang nachhaltigste Zeichen.
Die klassische Chemie hat denn auch in Basel in den vergangenen Jahren Arbeitsplätze abgebaut, das wurde aber bislang kompensiert durch die Entwicklung der Pharmaindustrie. Auf der deutschen Seite aber wurde die Entwicklung so gar nicht erst mitvollzogen. Das zeigt nicht zuletzt das Beispiel Novartis: Mit der Konzentration auf die Life Sciences hat der Konzern ein Stück weit das Interesse an den Standorten auf der deutschen Hochrheinseite verloren. Am früheren deutschen Ciba-Geigy Hauptsitz Wehr etwa gibt’s heute noch ein kleines Pharmawerk von Novartis. Stattdessen orientieren sich die Pharmakonzerne gerade was die Forschung und Entwicklung angeht in Deutschland eher auf die große Zentern wie Nürnberg, München oder Frankfurt.
Standorte zu lange nur verlängerte Arme der Konzerne
Das wiederum macht zwei spezielle Probleme der Chemiestandorte am deutschen Hochrhein sichtbar. Viele waren lange nicht mehr als ein verlängerter Arm der Schweizer Konzerne in Deutschland und der EU. Diese Funktion hat mit den globalen Verschiebungen aber an Bedeutung verloren. Es ist den Standorten jedoch nicht gelungen, Alternativen zu entwickeln. Das wiederum verweist auf ein zweites Dilemma: Auf der südbadischen Seite gibt es südlich von Freiburg weder ein stimulierendes Forschungsumfeld, noch einen aktiven Chemie-Mittelstand-
Was also tun? Für Konzerne ist die Antwort einfach. Sie verlagern: "Wir haben die richtigen Produkte, aber produzieren sie am falschen Standort", hat der Muttenzer Clariant-Manager Renaud Spitz das schon im Vorjahr genannt. Droht der Chemieregion also mittelfristig ein Schicksal wie dem Kohlerevier an Rhein und Ruhr? Die Industrie Gewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) und die Hans Böckler Stiftung jedenfalls listeten schon 2008 in einer Studie auf Basis von Expertengesprächen "Risiken" auf, die im schlimmsten Fall zu diesem "Verlust der industriellen Basis" führen könnten. Das Szenario wiederum erhält in der Bestandsaufnahme durch eine Reihe von "Schwächen" zusätzliche Brisanz: von nationalen Egoismen und dem Mangel einer "fundierten regionalen Standortpolitik" über eine "ineffiziente Zusammenarbeit" zwischen der Wissenschaft und Forschung und den Unternehmen bis zu Defiziten der materiellen und sozialen Infrastruktur, mangelnder Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Beispiel.
Andererseits ortete die Studie auch damals "Stärken" und "Chancen". Das beginnt mit der nach wie vor hohen Dichte an Chemie- und Pharmaunternehmen in der Region, setzt sich fort in dem hohen Qualifikationsniveau der Beschäftigten und endet in der Trinationalität; die allerdings gelte es endlich auch wirtschaftlich zu nutzen und nicht nur als "politische Alibi-Veranstaltung" zu zelebrieren. Darüber hinaus gelte, es bestehende oder neue Industrieparks – wie den im BASF-Areal in Grenzach geplanten – besser zu nutzen als Nährboden für neue Unternehmen und schließlich sollte eine "echte Biotechnologieszene" gefördert werden.
"Viele Firmen haben verpasst zu investieren"
Solche Überlegungen greift auch eine neue Studie der Geschäftsführerin der Wirtschaftsregion Südwest (WSW) Anja Obermann auf. An den Standorten hierzulande würden nach wie vor zu viele Produkte mit vergleichsweise niedriger Wertschöpfung hergestellt, analysiert sie dort. "Viele Firmen haben es verpasst zu investieren", stellt die WSW-Geschäftsführerin weiter fest. Das wiederum korrespondiere damit, dass vor Ort häufig keine oder nur geringe Entscheidungsbefugnisse angesiedelt seien, befindet sie weiter. Indes gibt es aus ihrer Sicht auch Vorbilder dafür, wie der Strukturwandel erfolgreich bewältigt werden kann. Das zeige zum Beispiel der Evonik-Konzern in seinem Rheinfelder Werk, und auch die BASF ist dabei das ehemalige Ciba-Reich "zukunftsgerichtet aufzustellen", wie der Sprecher der Schweizer Tochter Franz Kuntz sagt. In Basel unterhält BASF inzwischen einen der größten Forschungsstandorte und das Werk Kaisten wird ausgebaut, wurde dieser Tage bekannt. Das sind allemal Indizien, dass die Chemie selbst noch an eine Zukunft des Chemiestandortes Hochrhein glaubt – indes müsste dieser Zukunftsglaube auch noch das südbadische Ufer erreichen.
Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/kreis-loerrach/hochrhein-die-chemieindustrie-ringt-um-anschluss)
Don Calo November 21st, 2011, 07:34 PM Die Handelskammer beider Basel und die Regierungen Basel-Stadt und Basel-Landschaft lancieren ein partnerschaftliches Projekt zur Entstehung eines „Schweizer Innovationsparks Region Nordwestschweiz“. Damit reagieren die beiden Kantone und die Wirtschaft auf die Absichten des Bundes, den Aufbau eines nationalen Innovationsparks zu unterstützen.
Der Bundesrat initiiert anlässlich der kürzlich verabschiedeten Vorlage zur Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung von Forschung und Innovation (FIFG) den Aufbau eines nationalen Innovationsparks für gemeinsame Forschungs- und Innovationstätigkeiten von Schweizer und internationalen Unternehmen sowie Hochschulen. Diese Plattform soll einige wenige, miteinander stark vernetzte Standorte umfassen, welche unter einer noch zu bestimmenden, national breit abgestützten Gesamtträgerschaft zusammengefasst und mit einem einheitlichen Label international vermarktet werden. Bereits wurden in den Kantonen Zürich (Dübendorf), Bern (Biel) und Wallis (Raron/Turtmann) Initiativen für einen regionalen Innovationspark ergriffen und konkrete Machbarkeitsstudien erarbeitet.
Konzept Schweizer Innovationspark Nordwestschweiz
Als dynamischer Wirtschaftsstandort mit den Life Sciences als Leitbranche Nr. 1 darf Basel den Zug nicht verpassen und muss sich verstärkt beim Bund einbringen. Die Handelskammer beider Basel und die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft lancieren deshalb zusammen das partnerschaftliche Projekt „Schweizer Innovationspark Region Nordwestschweiz“ mit dem Ziel, bis Ende 2012 ein realisierbares Konzept zu präsentieren. Dazu sollen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Rahmen von vier Teilprojekten Inhalte zur thematischen Positionierung, zu Ziel und Zweck des Innovationsparks, zur Standortevaluation sowie zu Varianten für Finanzierung, Betriebsstruktur, etc. erarbeitet werden. Im 2013 sollen die zuständigen Gremien der Region die Arbeiten beurteilen und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Organisation Projektträger
Der Bund fordert, dass sich die einzelnen Standorte aus den Kantonen, Regionen und der Privatwirtschaft (Public Private Partnership) in einer gemeinsamen Trägerschaft organisieren und sich mit der übergeordneten nationalen Trägerschaft vernetzen. Mit der heutigen Vereinsgründung mit dem Namen „Schweizer Innovationspark Region Nordwestschweiz“ wollen die Handelskammer und die beiden Kantone dieser Forderung Rechnung tragen. Die Handelskammer wird für den Verein die Geschäftsstelle übernehmen. Als Präsident konnte der ehemalige Baselbieter Ständerat Prof. René Rhinow gewonnen werden.
Quelle: www.bs.ch (http://www.bs.ch/mm/showmm.htm?url=2011-11-18-wsd-001.htm)
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Ein Innovationspark in der Nordwestschweiz wäre sehr wünschenswert, dieser könnte dazu Beitragen die Region international besser zu vermarkten und wichtige Arbeitsplätze generieren. Zudem würde so endlich wieder mehr Bundesgelder in die Region fliessen. Dieses Projekt könnte zudem in Salina Raurica entstehen, somit würde diese Entwicklungsgebiet wichtige Impulse erhalten.
4057 November 21st, 2011, 11:22 PM ^^
Finde ich auch. Ich würde sogar sagen, dass es zwingend ist, einen solchen Standort zu ergattern. Eine so starke Wirtschaftsregion mit einer Leitbranche, die von Forschung lebt, muss berücksichtigt werden. Alles andere wäre unverständlich. Ich hoffe, der Verein weiss zu überzeugen und die in Bern sehen das ein.
Don Calo November 25th, 2011, 05:07 PM Rund 100 Roche-Mitarbeiter in Basel können heute einen neuen Arbeitsplatz beziehen. Der Pharmakonzern hat im sogenannten Bau 97 ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet.
http://i181.photobucket.com/albums/x251/face_photo_2007/Roche%20Tower/RocheBau97baz251111.jpg
Markiert die erste Etappe der Sanierung der Roche-Gebäude in Basel: Eine Visualisierung des neuen Bau 97. (Bild: Roche)
Roche (ROG137.82.30%) hat heute am Konzernsitz in Basel ein neues Forschungs- und Entwicklunggebäude eröffnet. Den von den Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfenen Neubau mit 100 Arbeitsplätzen lässt sich der Pharmakonzern rund 250 Millionen Franken kosten.
Vor Gästen aus Politik und Wirtschaft wertete Roche-Konzernchef Severin Schwan den Neubau als positives Signal für die Region. Es zeige, dass der Konzern weiter auf den Standort Basel setze und dort rege investiere. Für den Neubau musste sich Basel konzernintern gegen andere Standorte von Roche behaupten. Insgesamt beschäftigt Roche in Basel rund 9000 seiner weltweit 80'000 Angestellten.
Unter einem Dach vereint
In dem 2008 in Angriff genommenen Neubau arbeiten künftig 100 hochqualifizierte Spezialisten unter einem Dach, die bisher in verschiedenen Gebäuden tätig waren. Sie erforschen und entwickeln Methoden, mit deren Hilfe neue Wirkstoffe zu Tabletten, Kapseln und Injektionslösungen verarbeitet werden können. Zudem werden im «Bau 97» Prüfmuster für weltweite klinische Studien hergestellt.
Nach Aussagen von Geschäftsführer Schwan muss die Darreichungsform von Medikamenten oft ebenso innovativ sein wie der Wirkstoff selbst. Als Beispiel nannte er das neue Krebsmittel Zelboraf. Marktreif wurde dieses nur dank einem innovativen Formulierungsverfahren, durch das der Wirkstoff in eine lösliche, stabile Form gebracht und somit im Körper des Patienten erst verfügbar gemacht werden könnte.
«Architektonisch spannend»
Statt als Glasbau haben Herzog & de Meuron den «Bau 97» als kompakten Baukörper mit horizontalen Fensterbändern und weissen Brüstungen konzipiert. Sie knüpfen damit an Otto Salvisberg an, der wesentlich die Architektur des Roche-Areals in der Bauhaus-Tradition prägte.
Gefallen fand der Neubau nicht nur bei den Roche-Verantwortlichen, sondern auch beim Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels, der das Bauwerk als «architektonisch spannend» lobte. Mit dem «Bau 97» sei es gelungen, das Roche-Areal optimal ins angrenzende Wohnquartier zu integrieren.
Nächster Meilenstein
Der Neubau ist entlang der Wettsteinstrasse 20 Meter, im Innern des Quartiers dagegen 40 Meter hoch. Der «Bau 97» ist die erste Etappe der Erneuerung der Roche-Gebäude entlang der Wettsteinallee.
Als nächster Meilenstein bei der baulichen Weiterentwicklung des Konzernsitzes steht für Roche die Eröffnung des 175 Meter hohen Büroturms in der Agenda, die für 2015 terminiert ist. Entworfen wurde das 550-Millionen-Projekt ebenfalls von Herzog & de Meuron. Im Neubau will Roche die Arbeitsplätze von rund 2000 Mitarbeitenden zusammenfassen, die derzeit noch über ganz Basel verteilt sind.
Quelle: www.bazonline.ch (http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Roche-weiht-in-Basel-250MillionenBau-ein/story/22866710)
Don Calo December 15th, 2011, 07:11 PM Die SRG gibt den Standort von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) auf dem Basler Bruderholz auf. Für die gemeinsame Kulturredaktion von Radio und Fernsehen sucht SRF ein geeignetes Gebäude im Basler Stadtzentrum. Die rund 250 Mitarbeitenden sollen bis spätestens 2014 an den neuen Standort umziehen.
Der Verwaltungsrat der SRG SSR (VR) hat heute beschlossen, dass SRF seine konvergente Kulturabteilung an einem neuen Standort in Basel vereint. Dort werden die Redaktionen von DRS 2, die Kulturredaktionen von DRS 1, SF und die «Swiss Satellilte Radio» (Radio Swiss Classic, Radio Swiss Jazz, Radio Swiss Pop) künftig gemeinsam Angebote für Radio, Fernsehen und das Internet entwickeln. Bisher arbeiteten die von Nathalie Wappler geleiteten Redaktionen räumlich getrennt auf dem Basler Bruderholz, im Zürcher Radiostudio Brunnenhof in Zürich und im Fernsehstudio Zürich Leutschenbach. Zusammen mit den Redaktionen der Kulturabteilung wird auch die Regionalredaktion für Baselland und Baselstadt umziehen. Mehr als die Hälfte der 250 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet schon heute in Basel. Ein Teil der Hörspielproduktion und die Fernsehstudioproduktion bleiben in Zürich, weil in Basel kein HD-Studio gebaut wird, und man sich dort auf Postproduktionsmöglichkeiten beschränkt.
Vom Bruderholz ins Basler Stadtzentrum
Das 1940 erbaute Gebäude im Bruderholz-Quartier in Basel müsste in den kommenden Jahren teuer saniert werden. Die Räume eignen sich auch nicht für multimedial ausgerichtete Redaktionen. Mit dem Umzug in die Stadt spätestens 2014 will der VR am Studiostandort Basel zeitgemässe Rahmenbedingungen und neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Zurzeit werden verschiedene mögliche Standorte im Basler Stadtzentrum geprüft – noch offen ist die künftige Nutzung des Standorts Bruderholz. Die SRG führt darüber Gespräche mit der Radio- und Fernsehgenossenschaft Basel (RFB), der Eigentümerin des Grundstücks auf dem Bruderholz.
Quelle: www.srgssr.ch (http://www.srgssr.ch/nc/de/medien/archiv/single/date/2011/neuer-standort-fuer-die-kulturabteilung-von-schweizer-radio-und-fernsehen-in-basel/)
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Im Zentrum von Basel für 250 Mitarbeit eine Liegenschaft zu finden ist nicht ganz einfach, ich würde es begrüssen wenn das neue Studio auf das Dreispitz Areal zügelt, aber das ist halt nicht Zentrum. Trotzdem ist das wieder einmal gute news, nachdem die SRG in Basel laufend abgebaut hat.
hausmeister December 15th, 2011, 11:28 PM Trotzdem ist das wieder einmal gute news, nachdem die SRG in Basel laufend abgebaut hat.
naja, die redaktion für wissenschaft wird nun anscheinend doch verlegt. aber immerhin bleibt der standort mit sogar etwas kultur zusätzlich.
dreispitz würde eigentlich gut passen.
allerdings wird es in den nächsten jahren alternativen geben, zb:
- anfos haus (wird derzeit saniert)
- ubs konferenzzentrum (soll ja verkauft werden)
- grosspeterhochhaus
Don Calo February 14th, 2012, 12:43 PM Legislaturplanung 2012 - 2015 des Kantons Basel-Landschaft
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat heute seine Legislaturplanung 2012 - 2015 präsentiert. Sie besteht aus dem langfristigen Grundsatzpapier 2012 - 2022 und dem mittelfristigen Regierungsprogramm 2012 - 2015. In beiden Publikationen legt der Regierungsrat sein Augenmerk auf die Wirtschaftspolitik. Er zeigt eine konkrete Zukunftsperspektive auf: Einen starken und innovativen Wirtschafts- und Bildungsraum.
Vier Stossrichtungen werden in der aktuellen Legislatur und darüber hinaus im regierungsrätlichen Fokus stehen. Sie sind aus dem Regierungsprogramm und dem Grundsatzpapier herausgegriffen und benannt als "Wirtschaftspolitische Perspektiven für Baselland".
1. Erhöhung des Steuerertrags der juristischen Personen
Die Steuersätze des Kantons Basel-Landschaft im Bereich der Unternehmensbesteuerung sind im nationalen Vergleich attraktiv. Trotzdem befindet sich das Baselbiet bei den Steuererträgen von juristischen Personen in den hinteren Rängen. Der Regierungsrat will deshalb den Steuerertrag der juristischen Personen bis 2022 von rund 10 Prozent auf 15 bis 20 Prozent des Gesamtsteuerertrags steigern. Dabei geht es nicht darum, Unternehmenssteuern zu erhöhen, sondern das Steuersubstrat zu vergrössern.
2. Schaffung von strategischen Entwicklungsgebieten
Die möglichen Entwicklungsgebiete sollen raumplanerisch gesichert und planerisch entwickelt werden. Es sollen Vorleistungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen getätigt werden (Infrastruktur, verkehrstechnische Erschliessung, Umweltverträglichkeit, Steuern, etc.). Vor allem sollen diese Gebiete aber aktiv vermarktet werden (Gebietsmarketing). Der Regierungsrat wird für Investitionen zur strategiekonformen Arealentwicklung die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.
Der Kanton will in diesem Bereich die Initiative übernehmen und Fragen und Aufgaben rund um die Erschliessung der Areale im Voraus an die Hand nehmen und regeln. Parallel dazu sollen klare Vorstellungen hinsichtlich der gewünschten Investitionen entwickelt werden. Diese Erschliessungs- und Entwicklungsplanung will der Kanton in intensiver Zusammenarbeit mit den jeweils betroffenen Gemeinden anpacken. Dem frühzeitigen und vollständigen Einbezug der Gemeinden und weiterer Partner wie zum Beispiel Wirtschaftsorganisationen misst der Regierungsrat entscheidende Bedeutung zu.
3. Schaffung eines Kompetenzzentrums für Wirtschaftsentwicklung und Standortmarketing
Der Regierungsrat schafft ein direktionsübergreifendes Kompetenzzentrum für Wirtschaftsentwicklung und Standortmarketing, das über die nötigen Kompetenzen verfügt. Das Kompetenzzentrum wird mit Unterstützung von Linienorganisationen vier Aufgaben haben: 1. Eine konsequente Wirtschaftsentwicklung und ein aktives Standortmarketing, 2. Eine umsichtige Bestandespflege, 3. Die Entwicklung und die Umsetzung einer Immobilienstrategie, 4. Die Formulierung und die Umsetzung einer Innovationspolitik.
4. Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes
Für alle Partner - Mitträger, Wirtschaft und Hochschulen selber - von Bedeutung ist das klare Bekenntnis des Regierungsrats, weiterhin als verlässlicher Mitträger von Universität und Fachhochschule Verantwortung für die Zukunftssicherung dieser Innovationszentren zu übernehmen. Besonders im Interesse unserer KMU-Wirtschaft ist die Förderung und Stärkung der höheren Berufsbildung. Dieses Standbein unseres Bildungssystems ist ein wirksames Instrument zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Mit dem Aufbau eines Kompetenzzentrums für Forschung, Innovation und Hochschulen will der Kanton sein Engagement und seine Verantwortung in den Bereichen Förderung, Koordinierung, Begleitung und Mitgestaltung von Innovations- und Forschungsprojekten verstärken.
Der Regierungsrat ist im Begriff, im Rahmen seiner wirtschaftspolitischen Perspektiven eine Projektorganisation mit internen und externen Fachleuten ins Leben rufen. Diese wird das Konzept und den Fahrplan der Umsetzung erarbeiten. Erste Schwerpunkte sind bereits aufgegleist, weitere werden innerhalb der aktuellen Legislatur und darüber hinaus umgesetzt.
Die wirtschaftspolitischen Perspektiven sind von langfristigem Charakter. Der Kanton muss zunächst seinen finanziellen Handlungsspielraum zurückgewinnen. Doch die Regierung will jetzt die ersten Schritte einleiten, um bereit zu sein, wenn neue Investitionen möglich werden.
Die Perspektiven und das Grundsatzpapier 2012 - 2022 werden im Regierungsprogramm 2012 - 2015 konkretisiert und in den vier Jahresplanungen der Legislatur schrittweise umgesetzt. Über den Stand der Umsetzungsarbeiten legt der Regierungsrat im jährlich erscheinenden Jahresbericht Rechenschaft ab. Auf diese Weise werden ein wirkungsvolles Controlling sowie die Information gegenüber dem Landrat und der Öffentlichkeit sichergestellt.
Quelle: www.baselland.ch (http://www.baselland.ch/Newsdetail-Home.309165+M5dda6325574.0.html)
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Da gibt es einige gute Ansätze, im allgmeinen sollte die Region Basel noch einiges mehr in die Wirtschaftförderung investieren, vor allem die Ansiedlung von neuen Unternehmen sollte dabei hohe Priorität haben und eine diversifizierung der Wirtschaft sollte forciert werden. Die Region Basel ist noch zu stark von Pharma/Chemie abhängig, wir haben gesehen was passiert wenn eine Branche stark leidet, wie aktuell die Finanzbranche. Hier besteht meiner Ansicht viel Potential und nachholbedarf. Zudem weckt es Hoffnungen, dass nun mit der Planung der Entwicklungsgebiete wie Salina Raurica vorwärts gemacht wird.
trauch February 14th, 2012, 01:24 PM ^^
Absolut richtig, aber eben viel zu spät. Wichtig ist auch, dass die Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt und den angrenzenden Kantonen SO und AG sowie Deutschland und Frankreich geschieht. Ich hoffe, dass diesmal der Kanton BL nicht wieder seine engstirnige "wir können das selber"-Politik macht, sondern die Standortförderung in einem etwas grösseren Kontext sieht. Die Nachbarn sind nicht Gegner, sie sind Helfer! H-R. Gysin ist hoffentlich endgültig auch aus den Gedanken weg...
Don Calo February 20th, 2012, 04:07 PM BZ-INTERVIEW: Clariant-Chef Hariolf Kottmann zum Konzernumbau, der Nutzung alter Areale in der Region und einer Unternehmensgeschichte.
Der Spezialchemiekonzern Clariant (Info) rappelt sich auf. Zehn Jahren hat der Konzern aus Baselland meist negative Schlagzeilen geschrieben, musste Personal abbauen und Werke schließen. Auch in der Region Basel wurde radikal zurückgefahren, wurde die traditionelle Textil- und Papierchemie in Muttenz ebenso geschlossen wie das Werk in Hüningen. Nun zeigt der Umbau erste positive Effekte: 2011 wuchs der Umsatz um vier Prozent auf 7,4 Milliarden Franken, der Nettogewinn stieg gar um mehr als 30 Prozent auf 251 Millionen Franken.
BZ: Herr Kottmann, Clariant zahlt erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende. Ist die Rosskur, die Sie nach Ihrem Antritt 2008 angesetzt haben, überstanden?
Kottmann: Die Restrukturierung mit Werkschließungen und Entlassungen ist überstanden. Aber jetzt stehen wir vor neuen Herausforderungen, denn jetzt wollen wir die Firma, die auf niedrigerer Kostenbasis operiert, auf profitables Wachstum umstellen.
BZ: Die zugekaufte Süd-Chemie hat den Großteil des Wachstums 2011 beigesteuert. Erfinden Sie den Konzern neu?
Kottmann: Soweit würde ich noch nicht gehen. Da können wir in drei, vier Jahren darüber reden. Clariant hat auch ohne Süd-Chemie Wachstum gehabt. Aber natürlich, wir haben Süd-Chemie gekauft, weil sie zukunftsgerichtete neue Projekte hat. Das lässt sich von vielen der reifen Clariant-Geschäfte wie Papier- und Textilchemie oder Reinigungsmittel leider nicht behaupten.
BZ: Diese Übernahme hat Clariant erneut 1,8 Milliarden Franken Schulden in die Bücher gebracht. Ist das Projekt auf Kurs?
Kottmann: Die Schulden sind kein Problem. Die Bilanzkennzahlen sind im Vergleich normal. Unser Schuldenprofil ist bis 2018 sogar ein ausgesprochen Sympathisches. Das macht mir keinerlei Sorgen.
BZ: Die Konzerngeschichte zeigt aber, dass Clariant mit Übernahmen und Zusammenschlüssen nicht die besten Erfahrungen gemacht hat. Die Integration des von Hoechst übernommenen Spezialitätenchemiegeschäft verlief sehr harzig. Machen Sie das mit Süd-Chemie besser?
Kottmann: Da gehe ich jede Wette ein. Aus der Distanz sieht man, dass es damals so gut wie keine Integration gab, sondern einfach zwei parallele Machtzentren: Basel und Frankfurt. Wir haben dagegen einen klaren Plan: Die Süd-Chemie wird mit zwei Geschäftsbereichen in Clariant integriert und alle Service- und Headquarterfunktionen werden eingebunden in unser Netzwerk. So haben wir am Ende unser Geschäftsvolumen um 20 Prozent vergrößert, aber bestreiten das mit dem gleichen Fixkostenblock in der Verwaltung und der Administration.
BZ: Wie viele Stellen werden entfallen?
Kottmann: Wir reden bislang nicht über konkrete Zahlen. Es gibt da auch keine Zielgröße. Wir wissen aus der Wirtschaftlichkeitsrechnung aber, dass wir im Jahr Synergien in der Größenordnung von 75 bis 95 Millionen Euro brauchen. Das werden wir Ende 2013 erreichen.
BZ: Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf das Hauptquartier von Clariant in Pratteln und in Muttenz?
Kottmann: So gut wie keine. Das Corporate Center in Pratteln wird um eine Handvoll Mitarbeiter der Süd-Chemie erweitert.
BZ: Wie viele Menschen beschäftigt Clariant noch in der Region Basel?
Kottmann: Wir haben etwa 4,5 Prozent unseres Personals in der Schweiz, das ergibt bei mehr als 22 000 Mitarbeitenden um die 1000 in Muttenz und Pratteln. Davon entfallen 130 bis 140 auf das Headquarter in Pratteln. Dazu kommen die Geschäftsleitungen von sieben unserer elf Geschäftseinheiten in Muttenz und die verbliebene Produktion für Additive.
BZ: Ist die Papier- und Textilproduktion in Muttenz inzwischen geschlossen?
Kottmann: Ja. Aber wir müssen die Anlagen noch chemiefrei machen, und wie diese Gelände anderweitig genutzt werden können, ist auch noch offen.
BZ: . . . aber sie werden in den Infrapark Baselland integriert?
Kottmann: Ja. Wir wollen die moderne Infrastruktur dort anbieten und haben erste Erfolge: Bayer und Linde investieren in ihre Standorte im Infrapark Baselland und wir sind mit weiteren Interessenten in aussichtsreichen Gesprächen.
BZ: Clariant hat nun noch eine weitere Brache, das Areal in Hüningen. Was passiert da? Es wird spekuliert, Novartis sei interessiert. Gibt’s konkrete Anfragen?
Kottmann: Zunächst machen wir das, was das Gesetz vorschreibt: Wir machen das Gelände chemierein. Was Novartis betrifft, gab es noch kein Gespräch in der Sache, nicht mal eine Kontaktanfrage. Wenn Novartis tatsächlich Interesse hat, werden sich die Verantwortlichen aber sicher melden. Klar ist, dass wir das Gelände verkaufen werden. Clariant braucht den Standort künftig nicht mehr.
BZ: Clariant unterhält weltweit zwölf Forschungs- und Entwicklungszentren. Warum ist keines davon in der Region Basel?
Kottmann: Das ist historisch bedingt. Als die kleine Clariant 1997 die viel größere Spezialchemie der Hoechst AG gekauft hat, saßen die großen Forschungsgruppen an deren Standorten in Frankfurt, Gendorf, Knapsack. Im Großraum Basel gab es nur kleine Forschungsaktivitäten, diese wurden später in das Anwendungstechnische Center oder Tech-Center in Reinach integriert. Ich bin aber seit längerem überzeugt, dass man in der Forschung und Entwicklung Mitarbeiter zusammenführen muss. Innovation entsteht nicht zuletzt durch Kommunikation. Wenn Forscher und Entwickler auf der einen und die Produktionspraktiker auf der anderen Seite nicht zusammenkommen, entwickeln sich bestimmte Themen nicht weiter. Deshalb haben wir vor zwei Jahren beschlossen, Reinach zu schließen. Alles, was mit Farbstoffen zu tun hat, wurde in Frankfurt gebündelt.
BZ: Clariant definiert sich als Schweizer Unternehmen mit Standort Baselland. Wäre es da nicht ein Signal, an dem Standort eine solche Herzkammer eines innovativen Unternehmens anzusiedeln?
Kottmann: Ich halte das nicht für notwendig. Clariant sitzt in Muttenz, ist an der Schweizer Börse in Zürich notiert und daran wollen wir nicht rütteln. Aber wir müssen hier nicht noch zwingend produzieren und forschen, um als Schweizer Unternehmen zu gelten. Gleichwohl beginnt nun auch eine Kooperation mit der Uni Basel, um hier am Standort in dem Bereich Flagge zu zeigen. Im Übrigen hätte ich kein Problem gehabt, das neue Forschungszentrum, das wir für 100 Millionen Euro in Frankfurt bauen, nach Basel zu stellen. Aber ich kann nicht 600 hochqualifizierte Mitarbeiter von Frankfurt nach Basel umziehen lassen.
BZ: Clariant wächst vor allen in Schwellenländern. Insofern ist davon auszugehen, dass sich Gewichte weiter verschieben. Was bedeutet das für eine Chemieregion wie Basel und den Hochrhein?
Kottmann: Europaweit ist die Verlagerung bestehender Kapazitäten eigentlich kein Thema mehr. Damit sind wir nur hier im Großraum Basel konfrontiert, weil das in der Region den letzten 15 Jahren versäumt wurde. Kein Unternehmen, außer Huntsman, die übrigens auch in Basel produzieren, stellt heute noch Textilchemie in Europa oder Nordamerika her, und was sonst in Asien oder Südamerika entsteht sind zusätzliche Kapazitäten.
BZ: Unlängst ist im Campus Verlag eine Geschichte der Clariant erschienen. Das ist ungewöhnlich für ein so junges Unternehmen. Was sind die Motive dafür?
Kottmann: Das Interesse war und ist, diese 15 Jahre zu dokumentieren. Es gibt Firmen, die erleben in 100 Jahren nicht so viel wie Clariant in 15 Jahren. Es gibt so viele Gerüchte inner- wie außerhalb der Clariant, und alle Zeitzeugen leben noch. Uns ging’s um eine unabhängige, neutrale Darstellung der Geschichte. Daher haben wir Anna Bálint beauftragt, zu recherchieren und alles, was ihre Gesprächspartner freigegeben haben, zu verwenden.
BZ: Das Buch beleuchtet auch Seiten, die für das Unternehmen nicht nur positiv sind. Haben Sie kein Problem mit dem Hickhack, das mitunter aufblitzt?
Kottmann: Nein. Das ist das Leben und das Spannende ist auch wie Sandoz und die Hoechst AG zusammenkommen. Gerade die Sandoz und ihr damaliger Chef Marc Moret haben mit der Aufspaltung des Konzerns für die Chemiebranche eine industriepolitisch nicht zu überschätzende Bedeutung. Im Grunde sind nicht nur Clariant, sondern auch Novartis und Syngenta Kinder dieses mutigen Geistes. Die Clariant war der Anfang dieses Prozesses, ein visionärer Schritt. Da kann nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, insofern muss die Geschichte Hickhack einfangen. Das finde ich normal. Mir war nur wichtig, dass die Darstellung fair bleibt und niemand bewusst beschädigt.
ZUR PERSON: HARIOLF KOTTMANN
wurde 1955 im schwäbischen Göppingen geboren. 1984 schloss er sein Studium mit einem Doktortitel in organischer Chemie an der Uni Stuttgart ab und wechselte 1985 zur ehemaligen Hoechst AG in Frankfurt; 1996 wurde er dort stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Chemikalien und wechselte 1998 wechselte als Mitglied des Executive Committee zur damaligen Hoechst-Tochter Celanese nach New Jersey (USA). Im April 2001 wurde er in den Vorstand der SGL Carbon berufen und kam von da im Herbst 2008 als Chief Executive Officer zu Clariant.
LESETIPP
Clariant: Die Geschichte eines Konzerns
Clariant ist ein junges Unternehmen; aber es hat nicht nur weit zurückliegende Wurzeln, sondern symbolisiert den Aufbruch in eine neue Ära, den Abschied von den einst breit aufgestellten Chemieverbünden – ein Transformationsprozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist. Anna Bálint erzählt ihm am Beispiel des Baselbieters Konzerns und anhand vieler Gespräche mit Beteiligten. Das ergibt nicht nur spannende und erstaunlich transparente Einblicke in das Innenleben eines Großkonzerns; vielmehr verdichtet es sich zu einem Stück Wirtschafts- und auch Regionalgeschichte, das gerade im Großraum Basel viele hautnah miterlebt haben dürften. – Anna Bálint. Clariant, Clareant. Die Anfänge eines Spezialitätenchemiekonzerns. Campus, 306 Seiten, 24,99 Euro.
Quelle: www.badische-zeitung.de (http://www.badische-zeitung.de/baselland/wir-haben-einen-klaren-plan)
Don Calo February 24th, 2012, 06:37 PM Wie wichtig ist die Pharma-Industrie für die Schweiz? Wie gross sind die Umsätze der Schwergewichte Roche und Novartis? Die Schweizer Pharma-Branche in Zahlen.
Beschäftigte
35'000 Beschäftigte arbeiten bei einem Pharma-Unternehmen in der Schweiz.
80 Prozent mehr arbeiten in der Pharma-Industrie als 1990.
120'000 Beschäftigte hängen in der Schweiz direkt oder indirekt von der Pharma-Industrie ab.
120'000 Beschäftigte hat Novartis weltweit.
80'000 Beschäftigte hat Roche weltweit.
Produktivität
377'000 CHF beträgt die Arbeitsplatzproduktivität pro Erwerbstätigem der Pharma-Industrie in der Schweiz.
111'000 CHF beträgt die Arbeitsplatzproduktivität pro Erwerbstätigem der Gesamtwirtschaft in der Schweiz.
215 CHF beträgt die Stundenproduktivität pro geleistete Arbeitsstunde in der Pharma-Industrie.
67 CHF beträgt die Stundenproduktivität pro geleistete Arbeitsstunde in der Gesamtwirtschaft.
Umsatz
55 Mrd. CHF beträgt der weltweite Umsatz von Novartis. Davon bleiben 8,7 Mrd. Gewinn.
43 Mrd. CHF beträgt der weltweite Umsatz von Roche. Davon bleiben 9,5 Mrd. Gewinn.
21 Prozent ihres Umsatzes geben Schweizer Pharmafirmen Novartis, Roche, Merck Serono, Actelion, Bayer Healthcare Pharmaceuticals, Vifor Pharma und Cilag für Forschung und Entwicklung aus.
Medikamente
1300 Mio. US-Dollar kostet die Entwicklung eines neuen Medikaments.
140 Mio. US-Dollar kostete die Entwicklung eines neuen Medikaments vor 30 Jahren.
10'000 Substanzen werden in den Labors untersucht, bis eines als Medikament in den Handel kommt.
8618 Arznei-Mittel sind in der Schweiz zugelassen (davon 701 Tierarznei-Mittel).
706'104 Tiere werden pro Jahr in der Schweiz für Medikamenten-Tests eingesetzt.
Quellen: Interpharma, Roche, Novartis
Quelle Internet: ECO (http://www.sendungen.sf.tv/eco/Nachrichten/Archiv/2011/10/18/Wirtschaft-in-Zahlen/Pharma-Branche)
hausmeister February 27th, 2012, 09:56 AM ^^ Ein paar interessante Zahlen.
Noch ein paar weitere Facts:
- Ein drittel aller Exporte der Schweiz gehen auf das Konto der Pharmaindustrie (Quelle: Eidg. Zollverwaltung)
- Der Saldo der Handelsbilanz im Kanton Basel-Stadt liegt bei CHF 37.9 Mia, der gesamtschweitzerische Überschuss bei rund CHF 20 Mia (Quelle: UBS Research 2010, Eidg. Zollverwaltung)
- Die Novartis kauft in der Schweiz pro Jahr Waren und Dienstleistungen von CHF 2.2 Mia ein und liefert CHF 432 Mio an Ertragssteuern ab (Quelle: Novartis). Roche dürfte ähnliche Zahlen aufweisen.
- Nebst Nestle gehören auch Novartis und Roche zum "Dow Jones Global Titans 50". Der Index umfasst die 50 grössten Börsenkotierten Unternehmen der Welt (Auswahl nach Kapitalisierung, Umsatz und Gewinn). Demnach ist Novartis das 18. grösste Unternehmen weltweit, Roche das 28. (Quelle: Dowjones, Stand Juli 2011)
Erstaunlich was die Provinz so leisten kann....;)
herzog March 1st, 2012, 04:57 PM Zwar nur Vize-Meister in dieser Kategorie, aber gaaaaanz marginal...:cheers:
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-wettbewerbfaehigsten-Kantone-der-Schweiz/story/10638466
Basel_CH March 1st, 2012, 06:05 PM Zwar nur Vize-Meister in dieser Kategorie, aber gaaaaanz marginal...:cheers:
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-wettbewerbfaehigsten-Kantone-der-Schweiz/story/10638466
Die Studie wurde ja auch von der UBS durchgeführt und daher ist klar, dass Zirüch vor Basel abschneiden muss. Leider ist der ehemalige Bankverein auch nicht mehr dass, was er einmal war und ist von einem grosskotzigen, zwinglianischen Virus befallen.
hausmeister March 1st, 2012, 06:11 PM ^^ Städte schneiden in dieser Studie zwangsläufig besser ab, was natürlich ein Vorteil für den Stadtkanton Basel ist. Allerdings: Mit Baselland zusammengerechnet wäre man noch immer top und Genf als beinahe Stadtkanton schneidet wesentlich schlechter ab. Also schlecht kanns um BS (und BL) demnach nicht stehen.
Trotzdem, Studien und Ranglisten sind ja immer so eine Sache... aber nehmen wir diesen Spitzenrang wohlwollend zur Kenntnis:)
http://www.ubs.com/content/news/de/2012/03/01/2012_03_01a/_jcr_content/par/textimage_0/image.1641995753.jpeg
trauch March 1st, 2012, 11:04 PM ^^
Nicht vergessen: Es handelt sich um ein Kantonsrating, nicht um ein Stadt- oder Wirtschaftsraumrating.
Ich gehe mal davon aus, dass ansonsten der Abstand zwischen Zürich/Basel/Genf zu Bern/Zug/Luzern sehr viel grösser sein wird.
Friedmund-Saphorin March 2nd, 2012, 12:11 AM Versteh ich nicht ganz. Würde man bei Zürich, Bern und Luzern die ländlichen Gebiete herausdividieren, so müsste Zürich doch noch weiter davonziehen, Luzern würde vielleicht BL und AG überholen, und Bern würde näher zu Genf aufschliessen.
trauch March 2nd, 2012, 09:18 AM Versteh ich nicht ganz. Würde man bei Zürich, Bern und Luzern die ländlichen Gebiete herausdividieren, so müsste Zürich doch noch weiter davonziehen, Luzern würde vielleicht BL und AG überholen, und Bern würde näher zu Genf aufschliessen.
ZH würde bei Nichtbeachtung der ländlichen Gebiete zulegen, BS würde bei Berücksichtigung der umgrenzenden Gemeinden zulegen. Genf würde mit Einbezug der umliegenden französischen Gemeinden zulegen.
Luzern hat in städtischem Gebiet fast keine Wirtschaftskraft, jedoch mit den umliegenden Gemeinden schon, nicht aber mit dem ländlichen Umland.
Bern ist ein Sonderfall, die Stadt selber ist wirtschaftlich Mittelmass, wegen des grossen ländlichen Umfangs jedoch eher zu schlecht bewertet, wobei viel Wirtschaftskraft in grossen Gemeinden des Kantonsgebietes besteht.
Fazit: Es geht nicht um die Wirtschaftskraft von Städten oder Metropolitanräumen, die ist mit diesen Zahlen nicht vergleichbar. Es geht nur um einen Vergleich der Kantone zur Evaluierung der Finanz- und Wirtschaftspolitik. Und da steht die Nordwestschweiz mit AG, BL und vor allem BS tatsächlich sehr gut da. Und das ganz ohne die deutschen (weniger die französischen) Anrainergemeinden. [Zumindest bei BL wundert mich das eher...]
hausmeister March 2nd, 2012, 09:20 AM Versteh ich nicht ganz. Würde man bei Zürich, Bern und Luzern die ländlichen Gebiete herausdividieren, so müsste Zürich doch noch weiter davonziehen, Luzern würde vielleicht BL und AG überholen, und Bern würde näher zu Genf aufschliessen.
Ja. Aber warscheinlich nicht so stark, denn - wie man an BL aber auch AG sehen kann - reicht eine gewisse Nähe zu einer grösseren Stadt. Einige Kriterien haben nur indirekt mit der Stadt zu tun. So ist Bsp der Finanzspielraum bei eher städtischn Kantonen kleiner, da diese tendenziell hohe Sozial- und Infrastrukturkosten haben. Hingegen ist die Dynamik grösser, weil Zentren generell einen besseren Branchenmix haben.
Die Rangliste ist eigentlich eher interessant um zu zeigen, welches Kriterium sich je nach Struktur des Kantons wie auswirkt. Ansonsten vergleicht man hier Äpfel mit Birnen.
trauch March 9th, 2012, 04:33 PM Acht von zehn Pendlern kommen im Auto nach Basel
Bei einer Verkehrsuntersuchung sind an einem Stichtag 151'000 Personen registriert worden, die aus dem umliegenden Ausland nach Basel gekommen sind – die überwiegende Mehrheit im Auto.
Der Trinationale Eurodistrict Basel (TEB) hat bei einer Verkehrsuntersuchung an einem Stichtag 151'000 Menschen registriert, die von Deutschland oder Frankreich in die Schweiz gekommen sind – 82 Prozent davon im Auto und 13 Prozent per ÖV.
Die TEB-Erhebung hat die täglichen Pendlerbewegungen erstmals zahlenmässig dokumentiert. 68 Prozent der Wege im TEB-Perimeter verlaufen von Deutschland in die Schweiz. Von Frankreich in die Schweiz sind es 26 Prozent und zwischen Frankreich und Deutschland 6 Prozent, wie der TEB am Freitag mitteilte.
Autofahrer meist alleine im Wagen
Von den 82 Prozent im Auto Mobilen fahren die meisten alleine: in 72 Prozent der Autos sass nur eine Person. Die Erhebung hat indes Unschärfen, weil sie beim ÖV keine Fernzüge und auch nicht jeden kleinen Grenzübergang für Velos und Fussgänger erfasste – die Anteile von ÖV und Langsamverkehr könnten also leicht höher sein.
Haupt-Reisezweck ist der Arbeitsweg, mit 47 Prozent der Nennungen bei den Autos und 55 Prozent im ÖV. 80 Prozent der Autofahrenden haben übrigens am Zielort einen privaten Parkplatz zur Verfügung. Zweitwichtigster Reisezweck sind Einkäufe mit insgesamt 16,7 Prozent.
Handlungsbedarf bei Park & Ride für Autos und Velos
Wichtigstes Ziel ist die Stadt Basel, allerdings mit Unterschieden je nach Verkehrsmittel: Automobilisten wollen zu 34 Prozent nach Basel, ÖV-Benutzende zu 44 Prozent, Fussgänger und Velofahrende zu 40 Prozent. 16 Prozent der Grenzübertritte sind hingegen Transitwege zu einem Ziel im eigenen Land - etwa Grenzach- Weil (D).
Ergänzend zur Stichtages-Erhebung an den Grenzübergängen hat der TEB 2750 Personen in Frankreich und Deutschland telefonisch zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Als Verkehrsmittel der Wahl wurde das Auto im Elsass mit 65 Prozent und in Südbaden mit 58 Prozent genannt. In Deutschland ist zudem das Velo beliebter.
Weiter wurden am Stichtag die Park- und Abstellplätze bei ÖV- Linien untersucht. Entlang der Schienen stellte der TEB fest, dass Parkplätze für Autos knapp sind, aber auch die Velo-Abstellanlagen sehr hoch ausgelastet sind. Der TEB bilanziert so «Handlungsbedarf» - Erkenntnisse aus den Daten sollen im Herbst vorgestellt werden.
Quelle: http://bazonline.ch/basel/stadt/Acht-von-zehn-Pendlern-kommen-im-Auto-nach-Basel/story/15240468
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Ein erschreckend hoher Prozentsatz! Wird Zeit, dass an der S-Bahn in Frankreich genügend Park&Ride-Raum zur Verfügung steht und die Anbindung Deutschlands an den Bahnhof SBB verbessert wird (Herzstück!). Mit der Zollfreistrasse Weil-Lörrach wird auf jeden Fall der Anachronismus beseitigt, dass innert 5 Minuten zwei mal die Grenze überschritten werden muss.
Friedmund-Saphorin March 10th, 2012, 03:26 PM Kleine Nebenbemerkung zum letzten Punkt: Hätte man diese Strasse eigentlich auch gebaut, wenn man gewusst hätte, dass Schengen kommt?
curious.sle March 10th, 2012, 04:42 PM Kleine Nebenbemerkung zum letzten Punkt: Hätte man diese Strasse eigentlich auch gebaut, wenn man gewusst hätte, dass Schengen kommt?
Die Planung ist so ca 125 (wer mag mich korrigieren ??) Jahre alt. Klar der konkrete plan für den Bau ist viel jüngeren Datums. Aber Schengen betrifft nur die Personenkontrollen, nicht aber die Zollgrenze d.H. wenn jemand einen PC mitnimmt muss er eigentlich einen Ausfuhrschein machen und 2 Minuten später das Teil wieder einführen. Zoll != Personenkontrolle.
Friedmund-Saphorin March 10th, 2012, 06:32 PM Aber würde denn das rein zolltechnische Problem aus heutiger Sicht den Bau der Strasse wirklich rechtfertigen? (Wie machen's denn die Leute aus Grenzach, die müssen bei Reisen von/nach dem "Mutterland" ja auch über Schweizer Gebiet fahren?)
Ich frage mich nämlich, ob der Hauptnutzen des Strassenstücks am Schlipf nicht vielmehr in der Entlastung der vom Durchgangsverkehr betroffenen Quartiere in Riehen und Lörrach besteht.
curious.sle March 11th, 2012, 10:37 PM Aber würde denn das rein zolltechnische Problem aus heutiger Sicht den Bau der Strasse wirklich rechtfertigen? (Wie machen's denn die Leute aus Grenzach, die müssen bei Reisen von/nach dem "Mutterland" ja auch über Schweizer Gebiet fahren?)
Ich frage mich nämlich, ob der Hauptnutzen des Strassenstücks am Schlipf nicht vielmehr in der Entlastung der vom Durchgangsverkehr betroffenen Quartiere in Riehen und Lörrach besteht.
Hm, das is eine rein deutsche Sache. der hauptnutzen ist der, dass die leute nicht mehr über den Hügel via Tüllingen fahren. Das ist ein kleines dorf in dem man nicht mal mehr über die Strasse kommt ohne Gefahr.
Ein anderer aspekt ist wohl der, dass es eine verängerung einer Bundesstrasse ist die vom Fernverkehr landesintern genutzt wird und eine Zufahrt zu dem deutschen Rheinhafen bietet. (müsste nochmals zeit investieren um das rauszusuchen sorry).
Die Schweiz hat da nichts zu melden, wurde versucht aber hat nichts gebracht. Ich empfehle eine Suche bei der Basler Zeitung.
Friedmund-Saphorin March 12th, 2012, 01:12 AM Danke für die Info - hab nicht gewusst, dass die Leute über Tüllingen ausweichen. (Dachte - vielleicht naiverweise -, dank Schengen könnten 90% des Verkehrs problemlos zweimal die Grenze passieren.)
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