View Full Version : Hannover | Altstadt/Alte Leineinsel (Zukunftsprojekt)


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devilsadvocate
March 20th, 2010, 05:06 PM
Diesen Bereich haben wir nicht geplant, mit Ausnahme natürlich der Wasserkunst :-)

blackwhitecastle
March 20th, 2010, 05:40 PM
Interessanter Entwurf. Etwas ähnliches hatte auch ein Team zum Wettbewerb eingereicht. Leider sofort ausgeschieden.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Variation so unendlich teuer gewesen sein soll, dass sie von vornherein aussortiert wurde...:hm:

gstolze
March 20th, 2010, 06:19 PM
Deswegen vermute ich andere Gründe für die Ablehnung einer bebauten Leineinsel...Es scheint, als dass man diesem Gedanke von vornherein gar keine Chance eingeräumt hat.

devilsadvocate
March 20th, 2010, 06:28 PM
Ein Ablehnungsgrund war übrigens von einem der Preisrichter auch der "Verkehrslärm", der eine Wohnbebauung deswegen nicht verträglich mache.

Meiner Meinung nach totaler Quatsch, da die Leute auch an der Hildesheimer Straße, Vahtrenwalder Straße, Podi und sonst wo recht gut leben und diese DIREKT an der Straße wohnen und nicht noch von einem Flussarm und einem Grünstreifen getrennt.
Man könnte dann ebenso die Toiletten und Badezimmer jeweils zur Straße ausirchten.
Man will es einfach nicht, aus welchen grotesken Gründen auch immer...

blackwhitecastle
March 20th, 2010, 08:25 PM
Vielleicht wollte man auch nicht, dass sich das Zentrum der Altstadt Richtung Landtag verschiebt... - Ich sage nur Stichwort: Bannmeile, die es ja hier in Hannover immernoch gibt.

Lautstärke durch angrenzenden Verkehr halte ich auch für lächerlich! _ Zumal dort Gastronomie herrlich anzusiedeln gewesen wäre, also nicht nur Wohnungen.

Andere Städte würden sich um ein derartiges Schmuckstück wie die Leineinsel reißen, aber Hannover...

Schnitzelesser
March 20th, 2010, 10:28 PM
Wenn das richtig sehe, wäre es ja auch nur eine Halbinsel. Von daher wäre das eigentlich ganz schön, falls es im toten Flussarm nicht stinkt.

gstolze
March 20th, 2010, 11:17 PM
Man könnte ja durchaus eine kleine unterirdische Wasserröhre zum abgeschnittenen Flussarm leiten.

blackwhitecastle
March 21st, 2010, 01:56 PM
Denke auch, dass das kein Problem sein sollte!

... dann müsste man auch endlich wieder ein bisschen mehr Wasser durch die Leine leiten. Ich frage mich sowieso schon immer, warum der Spiegel der Leine im Bereich der Altstadt künstlich so niedrig gehalten wird.

Leine1977
March 21st, 2010, 06:03 PM
^^ Toller Entwurf!!!:cheers:

Es sind mit Sicherheit ideologische Gründe, die zur Ablehnung führten. Wir haben leider nicht die Apparate wie in Potsdam oder Dresden, die die Chance nutzen und Kapital aus dem Stadtaufbau schlagen.

Ich plädiere nach wie vor für eine Stufenlösung! Das ist billiger und man kann doch die Bebauung erst einmal weglassen.

Der Verkehrslärm wäre doch sogar optimal. Die Ratsmehrheit will doch sowieso keine pikfeinen Millionärswohnungen - von daher wäre das doch bezahlbarer Wohnraum für alle Einkommensschichten. Zudem ist das Leibnizufer nur zu Spitzenzeiten ausgelastet.

CrayZD
March 22nd, 2010, 01:43 PM
Eben. Der problematische Bereich des Cityrings beginnt erst weiter westlich, auf der Brühlstraße zum Königsworther Platz hin. M.E. ist eine Fahrspurreduzierung am Leineufer problemlos möglich.

devilsadvocate
March 22nd, 2010, 01:50 PM
Ich würde hier Studentenheime errichten! Die würden das Viertel richtig beleben, auch nach 20 Uhr! :-)

Squig
March 22nd, 2010, 05:03 PM
Ich würde hier Studentenheime errichten! Die würden das Viertel richtig beleben, auch nach 20 Uhr! :-)

In einer Stadt wo Wohnungen so günstig sind wie in Hannover wäre so etwas für die Lage zu teuer befürchte ich. Außerdem schließen sich Studentenwohnheime und ansprechende Architektur in Deutschland doch so gut wie aus (in Amsterdam gibts da ein paar ganz hübsche)

devilsadvocate
March 22nd, 2010, 06:14 PM
ja ich weiß, aber ich finde es eben schade, dass in Hannover immer alles ausgelagert werden muss.
Man hätte die Studentenheime in Herrenhausen in die Innenstadt legen können, umso die Altstadt zu beleben. Stundeten trinken nunmal gerne und würden dies auch in der Altstadt tun, wäre sie etwas dichter dran.

Squig
March 22nd, 2010, 06:34 PM
ja ich weiß, aber ich finde es eben schade, dass in Hannover immer alles ausgelagert werden muss.
Man hätte die Studentenheime in Herrenhausen in die Innenstadt legen können, umso die Altstadt zu beleben. Stundeten trinken nunmal gerne und würden dies auch in der Altstadt tun, wäre sie etwas dichter dran.

Das stimmt allerdigs. Dann kommen aber Familien und ältere Leute und beschweren sich dass studenten laut sind und dreck machen usw... klischees halt

Hannover hat übrigens das jüngste Durchschnittsalter aller 500 000+ Städte in Deutschland.

gstolze
March 22nd, 2010, 09:02 PM
Das geht ja sogar noch weiter. Es werden nicht nur Studentenwohnheime weit außerhalb der Innenstadt gebaut, es werden ja auch immer mehr Unieinrichtungen nach Garbsen verlagert...:ohno::ohno::ohno:Sowas sollte viel eher in die City. Das Umweltministerium könnte z.B. in ein Unigebäude umfunktioiniert werden, dann wäre das ganze Viertel wesentlich belebter.
Leipzig macht es mal wieder vor. Man baut die neue Uni dort in direkter Innenstadtlage.

Squig
March 22nd, 2010, 10:02 PM
Das stimmt allerdings, die Uni nach Garbsen auszulagern ist totaler Blödsinn.

devilsadvocate
March 25th, 2010, 01:32 PM
Morgen mal die HAZ angucken :-)

Bob!
March 26th, 2010, 11:37 PM
http://www.abload.de/img/imgo9j1.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=imgo9j1.jpg)
(Quelle: HAZ, 26.03.10)

Mein Lob und meine Hochachtung für euer vorbildliches Engagement! :applause:

devilsadvocate
April 12th, 2010, 07:11 PM
@Leine: Ich habe gesehen, dass du dieses Foto mal reinsgestellt hast.

http://img231.imageshack.us/img231/6700/bild2bs5.jpg

Gibt es vll iregndwo einen Link zur kmpletten Diplomarbeit?

Wishman
April 13th, 2010, 09:59 PM
Hi,

das Projekt 'Leineinsel' neu erstehen zu lassen, hört sich zwar sehr schön an, doch die leeren Stadtkassen sprechen eine andere Sprache, und ob sich für so ein Vorhaben ein Investor finden läßt, wage ich zu bezweifeln.

Vielleicht läßt sich ein kleineres, doch sicher ebenfalls recht schönes Vorhaben, realisieren: Wie wäre es mit einem Ausbau der Leine bis zum Zusammenfluß mit der Ihme, daß die beiden Passagier-Rundfahrtschiffe 'Leineschloß' und 'Wappen von Hannover' bis vor den Landtag fahren könnten? Vor der ehemaligen Wasserkunst ist genug Platz zum Wenden. Es wäre lediglich sicherzustellen, daß immer genügend Tiefgang herscht, und zu untersuchen, ob die Brücken ausreichend Höhe aufweisen.

Hannover liegt nun mal nicht an Elbe oder Weser, doch mit einem Anleger für die genannten Schiffe, erreichbar über eine schöne Freitreppe, einer kleinen Terrasse mit Cafe und Eissalon, so ließe sich ein wenig maritimes Flair bis an den Innenstadtrand zaubern. Sicher eine Maßnahme, die obendrein vielleicht noch finanzierbar wäre.

Was haltet ihr davon?

matheking
April 13th, 2010, 10:51 PM
An eine Flusschiffahrt auf dem Teil der Leine habe ich auch schon gedacht. Mit den von Dir genannten großen Schiffen wird das aber sicherlich nicht möglich sein. Wie viel Tiefgang bzw. Höhe Schiffe in anderen Städten haben, weiß ich aber nicht. So viel sehen kann man an der Strecke leider auch nicht und solange die Ernst-August-Schleuse mit Kanal nur Deko ist, kann man auch nicht in die nördliche Leineaue weiter fahren.
Ergo Landtag-Ihme-Schneller Graben oder Landtag-Wasserkunst (die "echte" ;) )

Wishman
April 14th, 2010, 12:08 AM
Hi, Matheking,

danke für Dein 'Willkommen' im Ihme-Zentrum-Thread.

Nun, ganz ohne bauliche Eingriffe wird sich auch dieser ca. 2 km lange Teilbereich der Leine nicht schiffbar machen lassen und einige Flußkurven sind bedenklich eng, doch die beiden Fahrgastschiffe sind relativ klein. Letztes Jahr habe ich eine 4-stündige Fahrt mit der 'Wappen von Hannover' unternommen, vom Anleger Lennertbrücke bis Garbsen. Ich war erstaunt, wieviel Wasser Hannover zu bieten hat, eben nur nicht durch oder nahe der City, sodaß sich eine innerstädtische Uferpromenade, wie z. B. die Schlachte in Bremen, nur in kleinem Maßstab verwirklichen ließe. Trotzdem kann ich mich für eine derartige Maßnahme so begeistern.

Bei nächster Gelegenheit werde ich mich einmal nach den technischen Daten der Schiffe erkundigen. (Tiefgang, Länge, Breite etc.)

matheking
April 14th, 2010, 10:12 AM
Hannover hat mehr Uferfront als Hamburg habe ich mal gehört!

Squig
April 14th, 2010, 11:27 AM
Hannover hat mehr Uferfront als Hamburg habe ich mal gehört!

Halte ich für ein Gerücht ehrlich gesagt.

matheking
April 14th, 2010, 11:35 AM
Halte ich für ein Gerücht ehrlich gesagt.

Stammt aber meines Erinnerung nach aus "kompetentem" Mund. Stand das in der Haz? Eine Äußerung eines unserer Stadtoberen? Ich weiß es nicht mehr.
Edit: Ich habe eine Broschüer der Stadt gefunden:
https://www.hannover.de/data/download/umwelt_bauen/s/stadtamwasser.pdf
Ein Suazug daraus:
Warum liegt von Hannovers Stadtplätzen
– das Maschsee-Nordufer mal nicht mitgezählt
– eigentlich keiner wirklich am Wasser?
Warum herrscht das munterste Stadtleben
so oft an Uferbereichen weit außerhalb
der Stadt(teil)zentren? Warum gibt es an 120
Kilometern Leine- und Kanalufer außerhalb
der Altstadt nicht mal ein halbes Dutzend Restaurants
und Cafés?

erbse
April 14th, 2010, 11:41 AM
Ist auch schwer glaubhaft, nachdem Hamburg die Stadt in Europa mit den meisten Brücken und meisten Kanalkilometern etc. ist - dann noch Alster, Elbe, Hafen, ...

homann5
April 14th, 2010, 11:45 AM
Der Eindruck kann manchmal täuschen. Duisburg hat zum Beispiel trotz gigantischer Hafenanlagen nur 40 km Uferlinie, Köln hingegen 68 km.

CrayZD
April 14th, 2010, 12:18 PM
Vermutlich Definitionssache. Eine Kaimauer ist in dieser Zählung wahrscheinlich keine 'Uferlinie', sonst wären ja alle Hafenstädte uneinholbar vorne.

homann5
April 14th, 2010, 12:58 PM
Per Definition ist auch eine Kaimauer Teil der Uferlänge.
Die Grenze zwischen dem Bett eines Gewässers und den Ufergrundstücken (Uferlinie) wird durch die Linie des Mittelwasserstands bestimmt.
http://dejure.org/gesetze/WasserG/7.html

Für Hannover spricht, dass die Leine und Ihme im Stadtgebiet nun nicht unbedingt schnurgerade verlaufen, wie es zu Beispiel die Elbe in Hamburg tut.

Leine1977
April 14th, 2010, 01:05 PM
Hannover hat definitiv mehr Uferfläche (nicht Wasserfläche) als Hamburg, aber das halte eher für unwichtig. Wichtig ist, was man daraus macht und wie man es nutzt und da liegen bei uns noch einige Schätze vergraben.

Wenn man sich die Finanzlage anschaut wohl auch zukünftig. Realistisch halte ich zunächst nur eines:


Wiederherstellung der Schloßbrücke am Beginenturm


Dieser Punkt ist ja mittlerweile Konsens. Vielleicht gibts bei Obi ja nen Schnapper. Wird bestimmt ein Billig-Ding werden.

Die Leineinsel sollte stufenweise und langfristig umgesetzt werden. Muss ja nicht alles 2012 fertig sein.

Ein Schiffsverkehr wie die Wappen von Hannover halte ich für noch teurer, weil Wasserwege sehr bürokratisch sind. Da muss bestimmt sehr teuer gebuddelt werden.

@devil: Das war ein Prospekt der Ausstellung damals. Keine Ahnung, wo die Diplomarbeiten sind. Viele Vorschläge davon sahen allerdings gewaltige Baukörper vor - viel zu überdimensioniert für diesen empfindlichen Stadtraum.

Waxo Khana
April 14th, 2010, 03:26 PM
Der Hamburger Hafen besitzt eine Uferlänge von etwa 235 Kilometer. (http://www.goruma.de/Staedte/H/Hamburg/der_hamburger_hafen.html)

Hierbei sind Alster, bille, kollau, Tarpenbek und die ganzen Seen und nicht zum Hafengebiet gehörenden Abschnitte der Elbe noch nichtmal hinzu gezählt.

Wishman
April 14th, 2010, 09:20 PM
Ich denke, daß derartige Vergleiche keinen Sinn machen. Wichtig ist, das man aus den Gegebenheiten, die unsere Stadt bietet, die bestmögliche Variante herausbildet. Und da gibt es noch einigen Handlungsbedarf.

devilsadvocate
June 5th, 2010, 07:05 PM
Ein Keimchen Hoffnung:

Kommt die Leine-Insel doch noch?
Im Städtebauwettbewerb City 2020 kürt die Jury ein hannoversches Architekturbüro zum ersten Preisträger und lässt die Möglichkeit einer Leine-Insel in der Innenstadt ausdrücklich offen. Außerdem geplant: Ein neuer Stadtplatz gegenüber vom Anzeiger-Hochhaus.

Neue Persepektive: Beim Blick aus der Calenberger Neustadt Richtung Altstadt und Marktkirche (rechts das Schloss) würde im Gewinnerentwurf von KSW ein Neubau (links) die Verbindung der Stadtteile stärken. Der Duvebrunnen ist hier leicht nach Norden versetzt.

http://www.haz.de/var/storage/images/sn/nachrichten/hannover/uebersicht/kommt-die-leine-insel-doch-noch/6777689-4-ger-DE/Kommt-die-Leine-Insel-doch-noch_ArtikelQuerKlein.jpg

Eine breite, aber ganz flache Brücke schwebt am Beginenturm über der Leine, zurückhaltend sind einzelne Neubauten am Ufer geplant, aber auch großzügige Freiräume und ein zusätzlicher Uferweg direkt am Wasser: Mit seinem Entwurf „Auf alten Wegen zu neuen Ufern“ hat das hannoversche Planerbüro Kellner Schleich Wunderling (KSW) den Hauptpreis im bundesweit beachteten Stadterneuerungswettbewerb Hannover City 2020 gewonnen. Mit „einem Augenzwinkern“, wie Stadtbaurat Uwe Bodemann Sonnabendmittag bei der Präsentation der Pläne sagte, habe die Jury den Entwurf des Berliner Büros Sinai auf den zweiten Platz gesetzt – der Entwurf sieht eine Art Leineinsel am Friederikenplatz/Leibnizufer vor. Die Jury hatte im ersten Durchgang alle echten Inselentwürfe, die sich am historischen Vorbild orientierten, ausgemustert und damit teilweise heftige öffentliche Reaktionen ausgelöst. Der Sinai-Entwurf spielt intellektuell mit dem Insel-Gedanken, schlägt einen Wasserbogen auf hohem Niveau am Hauptstaatsarchiv vorbei und lässt das Nass erst auf Höhe des Duve-Brunnens mit einem Wasserfall ins alte Flussbett zurückfallen. Die öffentliche Debatte habe die Jury nicht unbeeindruckt gelassen, sagte Bodemann. Man wolle sich die Ideen des Sinai-Entwurfs offenhalten.

Auch bei den drei weiteren Stadträumen hat die Jury Erstplatzierte gekürt. Am Klagesmarkt setzte sich das Team Astoc (Köln) mit seinem Entwurf für zwei Baublöcke mit einem Hochhaus als Pendant zum DGB-Gebäude durch. Juryvorsitzende Undine Giseke lobte insbesondere die Platzfolgen, die zur Christuskirche hin entstehen könnten. Als Ersatz für den Wegfall des östlichen Klagesmarkts, der bisher oft als Veranstaltungsort genutzt wurde, entstünde bei Umsetzung der Ideen an der St. Nikolaikapelle ein Steinplatz, weil die Goseriede und der Kreisel völlig umgebaut werden sollen.

Am Marstall gewann Maxwan architects aus Rotterdam mit dem Entwurf für zwei Kopfbauten an beiden Platz-Enden und einem dazwischenliegenden Freiraum den ersten Preis. Im Bereich Köbelinger Markt/Lessingplatz/Trammplatz gelang Trojan+Trojan (Darmstadt) das Schaffen einer modernen Wohninsel am überzeugendsten.

Alle Entwürfe sind Grundsatzideen für die Planungen der nächsten Jahre. Finanziert werden soll die Umsetzung durch Verkauf von Grundstücken an Investoren. Stadtbaurat Bodemann stellt die Pläne Montagabend, 19 Uhr, im Sprengel Museum öffentlich vor. Am Mittwoch, 14 Uhr, eröffnet er eine Ausstellung mit allen 15 Beiträgen der zweiten Wettbewerbsphase in der Bauverwaltung am Trammplatz.

Die HAZ bringt in der Montagausgabe eine Sonderseite mit Detailinformationen zu den Entwürfen.
[Conrad von Meding]

lifestyle032
June 5th, 2010, 11:35 PM
Die HAZ bringt in der Montagausgabe eine Sonderseite mit Detailinformationen zu den Entwürfen.
Die kauf' ich mir! ;) (und niemand wird mich daran hindern! :guns1:)

Besonders gespannt bin ich auf die Idee der Anordnung am Köbelinger Markt!
In meiner persönlichen Prioritätenliste steht das Leibnizufer zwar auf Platz 1, jedoch sind hiervon ja bereits Bilder bekannt...

gstolze
June 6th, 2010, 08:58 AM
Ich bin mal gespannt, inwiefern es in der zweiten Phase bei den Entwürfen jetzt noch Änderungen gegenüber Phase 1 gegeben hat.

Leine1977
June 6th, 2010, 10:38 AM
Es wird m.M. bei Entwürfen bleiben. Alle geplanten Projekte in der City sind doch gescheitert. Nirgends geht es voran. Wenn eines der bestenb Grundstücke (Schule am Hohen Ufer) nicht bebaut werden kann - warum sollte einer sonst wo noch bauen? Der Markt ist doch tot in Hannover.

^^Die Skizze oben läßt ja nicht gutes erahnen. Kleinteilige Bebauung ist wohl out, oder? Schade.:ohno:

gstolze
June 6th, 2010, 01:17 PM
Ich dachte eigentlich, dass die ausgewählten Büros aus Phase 1 ihre Entwürfe weiterentwickeln mussten. Sonst hätte man ja den Wettbewerb gleich beenden können....

Schnitzelesser
June 6th, 2010, 01:33 PM
Das finde ich auch komisch. In Phase 1 wurden alle Leineinseln eliminiert und in Phase 2 baut dann auf Wunsch der Jury ein Büro eine "Leineinsel" in den Entwurf ein? Das öffnet doch Klagen der gestrichenen Büros Tür und Tor.

lifestyle032
June 21st, 2010, 02:47 PM
Verzögerungen bei Millionenprojekt am Hohen Ufer
Erst sollte es ein Luxushotel am Hohen Ufer in Hannover werden, dann wollte der Osnabrücker Projektentwickler Hochtief doch lieber möglichst viele Wohnungen bauen, jetzt hat das Unternehmen zum Monatsbeginn überraschend den Projektleiter ausgetauscht.

weiter auf HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Verzoegerungen-bei-Millionenprojekt-am-Hohen-Ufer)


Dort geht es einfach nicht so richtig voran. Bei diesem Filetstück von Grundstück umso erstaunlicher. :ohno:
Vielleicht sollte man sich nach einem anderen Projektentwickler umsehen, wenn HochTief sich nicht durchringen kann, eine für diesen Standort akzeptable Nutzung samt passender Architektur zu präsentieren...

devilsadvocate
August 1st, 2010, 09:39 PM
Diese Mauern schreien doch nach einem Wiederaufbau der Leineinsel und der Häuser...

Wie traurig das doch ist... So geht Hannover mit seiner Kultur und Geschichte um... Grauenvoller Anblick...

http://img44.imageshack.us/img44/9136/0151343309.jpg

http://img833.imageshack.us/img833/3886/0161347946.jpg

h-gambler
January 20th, 2011, 10:03 PM
Volkshochschule zieht in die Altstadt!
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Volkshochschule-Hannover-zieht-ans-Hohe-Ufer

CrayZD
January 20th, 2011, 11:45 PM
Was für ein Dreck! :ohno:

9 Millionen klingt nach alles anderem als einem großen Wurf. Für die Fassade ist da vermutlich ein bisschen Putz drin, bzw. für die Betonteile ein bisschen Farbe.

Dabei könnte man den Flügel zum Ufer (und mit etwas Phantasie auch den zur Burgstraße) durchaus vernünftig herrichten, wenn man Geld in die Hand nimmt. Vielleicht sieht's dann sogar besser aus als ein Neubau, immerhin haben die Gebäude ein 'richtiges' Dach. Wie man allerdings aus dem brutalistischen Seitenflügel irgendwas zaubern will, das sich in die Altstadt einfügt, ist mir schleierhaft.

Immer dran denken, das Gebäude gilt als praktisch abbruchreif. Da werden von den neun Millionen wohl achteinhalb allein für die technische Sanierung draufgehen.

Edith: andererseits... habe ich gerade ergoogelt, dass das Investitionsvolumen für die Kernsanierung des Nordsternhauses in der KSS 7 Millionen betrug. Und da hat man ja auch keinen Stein bzw. keine Betonplatte auf der anderen gelassen.

Orakel
January 21st, 2011, 08:25 AM
Warum interessiert sich eigentlich nicht die Hypo für das Areal?
Ist doch eine repräsentative Lage für eine Bank.
Dann bräuchte man den Altbau in der Osterstraße nicht abreißen. Die Volkshochschule könnte in das Gebäude in der Röselerstraße ziehen.

Leine1977
January 24th, 2011, 01:44 PM
^^

Nochmal zur VHS: die Idee hat tatsächlich Charme, dass die VHS in die Altstadt zieht.

Rein städtebaulich ist es leider eine Katastrophe. Die 2020+ Visualisierungen sind also alle für die Tonne. Jetzt wird ein 70er Jahre Betonbunker mit Dämmplatten verschlimmbessert. Sowas steht ja noch nicht mal am Stadtrand.

Die Ratspolitiker haben für mich keinerlei Gefühl, wie man eine Stadt aufwerten könnte. Wenn ich sehe, dass Bremen http://www.schlachte.de/ alles getan hat, um an der Weser eine tolle Atmosphäre zu errichten, dann kann ich hier nur den Kopf schütteln...:ohno:

Orakel
January 24th, 2011, 02:51 PM
In der HAZ stand, das Gebäude würde eine komplett neue Fassade bekommen

Lefthandy
January 24th, 2011, 03:38 PM
^^ Hinter der angekündigten neuen Fassade könnte sich aber in der Tat die Anbringung von Wärmedämmplatten verbergen.

Orakel
January 24th, 2011, 07:44 PM
Hinter der angekündigten neuen Fassade könnte sich aber in der Tat die Anbringung von Wärmedämmplatten verbergen.

Gut möglich, leider. Es ist ja wohl kaum zu erwarten, dass die Stadt hier größere Kreativität an den Tag legen wird. Das Nordsternhaus besitzt jetzt ja immerhin eine gewisse optische Qualität. Sowas ist wohl nicht zu erwarten.
Was ich aber begrüße, ist die beibehaltung der Kleinteiligkeit. Nicht schon wieder ein neues Großgrundstück...

Bob!
February 15th, 2011, 10:07 PM
ZWEIFEL AN KOSTENKALKULATION
CDU stoppt Umzugspläne für Volkshochschule

Der Plan der Stadt, die Volkshochschule (VHS) in das Gebäude der ehemaligen Schule am Hohen Ufer zu verlegen, hat einen Dämpfer bekommen. Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Mitte stoppte am Montagabend den Fortgang des Verfahrens, weil sie die Kostenkalkulation der Verwaltung anzweifelt.

Der CDU-Bezirksratsherr Hermann Hahn sagte am Montagabend: „Der Sanierungsaufwand für die ehemalige Schule, aber auch die Vergleichsdaten scheinen außerordentlich hoch zu sein.“ Neun Millionen Euro hat die Stadt veranschlagt, um das Schulgebäude fit für die VHS zu machen. Damit, so argumentiert die Verwaltung, seien die Kosten um drei Millionen Euro geringer als ein Neubau auf dem Raschplatz, wie ihn der Rat ursprünglich beschlossen hatte. Ganze elf Millionen Euro würde eine Sanierung des alten Standorts der VHS am Theodor-Lessing-Platz kosten. „Wenn man bedenkt, dass das neue Regionshaus nur rund sechs Millionen Euro gekostet hat, kommt man schon ins Grübeln“, sagte Hahn. Deshalb verlangt die CDU jetzt, dass die Stadt ihre Berechnungen offenlegt.

Die Liberalen im Bezirksrat scheinen sich von einem Neubau für die VHS noch nicht verabschieden zu wollen. So kritisierte FDP-Vertreterin Desiree McCourt, dass die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr am Raschplatz wesentlich günstiger sei. „Außerdem würde der Raschplatz eine Aufwertung erfahren, wenn die VHS dorthin zöge“, meinte sie. In einem neuen VHS-Gebäude könne auch die Kita, die derzeit noch im Pavillon residiert, untergebracht werden, und so hätte man ein „Gesamtkonzept“ für den Raschplatz. Auf Ratsebene hatten die Grünen bisher ähnlich argumentiert, sie hofften, dass sich mit dem Umzug der VHS zum Raschplatz ein neuer Kultur- und Bildungsstandort auf dem Areal „hinterm Bahnhof“ etabliert. Inzwischen aber haben die Grünen ihre Meinung geändert und können sich für den VHS-Standort am Hohen Ufer erwärmen.

Die Stadtverwaltung verteidigt ihren Vorschlag. „Der Umzug ist wirtschaftlicher als ein Neubau, und er lässt sich auch schneller umsetzen“, sagte Frank Heidenbluth vom städtischen Gebäudemanagement in der Sitzung. Außerdem seien die nächsten Stadtbahnstationen nicht weit entfernt, etwa die Haltestelle Clevertor. Im Übrigen gebe es sowohl Interessenten für die Bebauung der Pausenhofflächen an der Schule am Hohen Ufer, als auch für das Grundstück der alten VHS.

Auch VHS-Leiter Michael Guttmann begrüßt den Umzug. Zwar räumt er ein, dass die Verkehrsanbindung am Raschplatz besser wäre, im Vergleich zum derzeitigen Hauptsitz der Einrichtung sei das neue Gebäude der ehemaligen Schule aber wesentlich attraktiver. „Seit vier Jahren ist unser Haus am Theodor-Lessing-Platz nun eingerüstet, weil Fassadenteile herunterzufallen drohen, aber auch innen sind die Räume renovierungsbedürftig“, sagte Guttmann in der Sitzung. Deshalb sei man von der Lösung am Hohen Ufer überzeugt.

[Andreas Schinkel]

Quelle: HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/CDU-stoppt-Umzugsplaene-fuer-Volkshochschule)


http://www.abload.de/img/vhstqha.jpg
Quelle: Drucksache Nr. 0242/2011 (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&Frame=NotesView&Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/E08F4008CD7F6CDBC12578310013C1F5?OpenDocument&AutoFramed) | Anlage 1 (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/06F603DF43658614C125782900399B8D/$FILE/0242-2011_Anlage1.pdf)

Lefthandy
February 16th, 2011, 11:11 AM
Der Umzug der VHS in das bestehende Schulgebäude ist schon die äußerste Notlösung, aber selbst die wird torpediert. (Die erste Notlösung war kein Hotel, sonder nur Wohnen)

Die neuen Neubaupläne sind sehr bescheiden, passen damit toll nach Hannover. Den Gruselschulhof kann man freilich nur verbessern. Aber die Torpedos sitzen doch eh wieder schon startbereit in allen Rohren. Diese Bebauung wird auch noch zermahlen. Ich gehe jede Wette ein, dass wir zumindest bald vom ersten Versuch in diese Richtung lesen werden.

erbse
February 22nd, 2011, 11:25 AM
Also ich kann auf (voraussichtlich) klotzige Flachdach-Annexbauten an dem Altbau auch ganz gut verzichten.
Dann lieber eine Freifläche! Die kann ja auch ansprechend gestaltet werden.

matheking
February 22nd, 2011, 12:08 PM
Welch Ehr!
Erbse beehrt unser Forum auf seinem postholidäischen Rundgang durchs DWF. So viel (im positiven Sinn) hat sich leider nicht getan.

Squig
February 23rd, 2011, 03:06 PM
Also ich kann auf (voraussichtlich) klotzige Flachdach-Annexbauten an dem Altbau auch ganz gut verzichten.
Dann lieber eine Freifläche! Die kann ja auch ansprechend gestaltet werden.

Da wir aber leider in Hannover wohnen, wird diese höchstens ein Parkplatz... auch wenn billigbebauung auch nicht sein muss. Insgesamt eine eher gruselige Ecke, trotz Stadtmauerresten. Um die Ecke, zwischen historischem Museum und Leine ists bei Sonnenuntergang gleich viel schöner.