View Full Version : Hannover | Altstadt/Alte Leineinsel (Zukunftsprojekt)


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Leine1977
August 9th, 2008, 12:58 PM
In diesem Thread kann über die Entwicklung im Altstadtbereich von Hannover diskutiert werden. Dazu gehören:


Die alte Leineinsel / Umgestaltung des City-Rings im Rahmen der Initiative "Hannover 2020"
Umgestaltung des Köbelinger Marktes
Bebauung der Freiflächen in der Altstadt
Entwicklungen am Marstall, Calenberger Neustadt etc.


http://img156.imageshack.us/img156/7931/intro2vg4.jpg

Im Rahmen der Initiative "Hannover 2020" wird dieses Areal im Fokus stehen. Ab Herbst gibt es dazu auch öffentliche Foren, wo sich Bürger beteiligen können. Für potentielle Bereiche wird es Architektenwettbewerbe geben.

Leine1977
August 9th, 2008, 12:59 PM
Während im City-Bereich, am Steintor und am Raschplatz Hannover mit moderner Architektur der Weg für eine zukunftsorientierte Stadt bereitet wird, bietet sich im Herzen unserer Stadt – am Hohen Ufer –die einmalige Gelegenheit Hannovers schöne Altstadt weiterzuentwickeln.

Im Bereich des Hohen Ufers, wo Hannover gegründet worden ist, ist eine Traditionsinsel übrig geblieben. Hier existieren heute allerdings allerdings städtebauliche Probleme. Hannover hat hier die Chance, ein einmaliges Altstadtensemble zu schaffen, welches die Attraktivität deutlich erhöhen würde.

Mit dem Wiederaufbau wurde leider durch die Anlage des City-Rings die landschaftlich einmalige alte Leineinsel zerstört. Dabei ist nicht nur der Mühlenarm zugeschüttet worden. Vielmehr stellt der City-Ring eine Barriere zwischen der Altstadt und dem zweitältesten Stadtteil, der Calenberger Neustadt, dar.

Hannover 1907 mit der alten Leineinsel

http://img396.imageshack.us/img396/4935/unbenannt4ie4.jpg

Diesen Landschaftraum könnte man wiedergewinnen und Hannover hätte die Chance, einen einzigartigen Stadtraum zurückzugewinnen. Hierzu sind mehrere Ideen denkbar, die heute jedoch die Verkehrssituation berücksichtigen müssen. Untertunnelungen oder eine Verlegung des City-Rings wären denkbar.

Auch war die alte Leineinsel einst dicht bebaut, so dass ein Zugang zur Leine unmöglich war. Durch Verzicht von Bebauung oder Promenaden könnte man dies heute verhindern.

Eine erste Idee könnte u.a. die folgende sein:

Leibnizufer Heute

http://img522.imageshack.us/img522/6435/leine569mdy1.jpg

Leibnizufer 2020?

http://img212.imageshack.us/img212/2317/leinesert5ly0.jpg

Neue alte Leineinsel

http://img138.imageshack.us/img138/5429/bild3qm9.jpg

Die Leineinsel würde die bereits erkannten Probleme beseitigen: die Abkoppelung der Calenberger Neustadt mit der Altstadt. Wie früher könnte man wieder von der Calenberger Straße in die Altstadt schlendern. Auf der Insel könnten Cafe´s und Gastronomie entstehen oder Festivals stattfinden.

Die Bebauung könnte sich an die historische Architektur anlehnen, damit das Altstadtensemble nicht zerstört wird. Denkbar wäre historische Townhouses (wie in Danzig), aber möglicherweise auch moderne. Eine Rekonstruktion würde die Identität erhöhen. Die Flusswasserkunst am Leineschloss könnte hierzu eine schöne Torwirkung erzielen.

Möglich sind auch andere Lösungen: keine Bebauung, dichtere Bebauung, Umleitung des Verkehrs über den Goetheplatz, …

Auch andere Städte haben vergleichbare Projekte angeschoben:

http://img111.imageshack.us/img111/9653/xxun5.jpg

Leine1977
August 9th, 2008, 01:00 PM
http://img522.imageshack.us/img522/5827/mi05539e10bfm2.jpg

http://img513.imageshack.us/img513/1716/mi05566b12bzl3.jpg

http://img161.imageshack.us/img161/4889/mi11305c13bcl2.jpg

http://img513.imageshack.us/img513/9727/mi05566b09bse8.jpg

http://img513.imageshack.us/img513/8941/wh057268iv9.jpg

http://img513.imageshack.us/img513/3479/wt010169kk6.jpg

http://img513.imageshack.us/img513/9812/wt008321wf4.jpg

Leine1977
August 9th, 2008, 01:00 PM
Auch die Universität Hannover beschäftigt sich mit diesem historischen Stadtraum :

http://www.iek.uni-hannover.de/466.html

http://img242.imageshack.us/img242/9237/983b526862np9.jpg

Leine1977
August 9th, 2008, 01:01 PM
Projektbeschreibung/ Zielvorstellungen der Stadt

Die Stadt sucht einen Investor, der das Grundstück am Hohen Ufer erwirbt, um es der besonderen Lage angemessen hochwertig zu bebauen und einer adäquaten Nutzung zuzuführen. Als Nutzung erwünscht sind ein Hotel, (wenn es ein in der Stadt bisher nicht vorhandenes Angebot darstellt, d.h. 5- oder mindestens 4-Sterne-Superior-Bereich), Wohnungen und auch Büros sowie auch gemischte Nutzungen. Das Hohe Ufer ist auch als Dienstleistungsstandort für Praxen o.ä. geeignet. Auf jeden Fall soll das Erdgeschoss sowohl zur Leine als auch zum Ballhof hin für eine publikumsintensive Nutzung geöffnet werden. Allen Nutzungen sollte gemeinsam sein, dass sie durch ein neuartiges Angebot, die besondere Anziehungskraft für weiteres Publikum oder die besondere Publikumsintensität zur Belebung der Altstadt beitragen. Andererseits haben sie die vorhandenen Nutzungen zu respektieren und müssen sich sinnvoll ergänzend einfügen.

http://img354.imageshack.us/img354/3694/hohesuferrz9ky8.jpg

Leine1977
August 9th, 2008, 01:02 PM
Johannes-Göderitz-Preis 2007 - Altstadt Hannover = Johannes-Göderitz-Award 2007 - Old Town Hannover

Gegenstand des Wettbewerbs ist das Hannoveraner Altstadtquartier Köbelinger Markt, das durch neue Nutzungsmischung und urbanen Wohnformen in seiner Attraktivität gesteigert werden soll. Das in den Wettbewerbsentwürfen aufgezeigte städtebauliche Repertoire zielt auf die Vervollständigung der Innenstadtstruktur und umfasst Lückenschließungen, Ergänzungen des Bestandes, die Neuinterpretation ehemaliger Blockstrukturen bzw. deren Transformation in verdichtete Baufelder mit einer spannungsvollen Abfolge verschiedener öffentlicher bis privater Freiräume, Höfe und Plätze. Dadurch entsteht ein verkehrsberuhigtes Quartier mit einem vielfältigen Angebot an zeitgemäßen Wohnformen in bis zu fünfgeschosshohen verdichteten Bebauungen, ergänzt durch Läden und Gastronomie in den Erdgeschosszonen.

Leine1977
August 9th, 2008, 01:04 PM
Antrag Nr. 15-0996/2006: Tiefgarage Marstall

Antrag
Es wird empfohlen zu beschließen:
Um den Marstall attraktiver zu gestalten und von Fahrzeugen zu befreien, wird dort eine Tiefgarage errichtet.

Begründung
Während die Verwaltung in der Vergangenheit noch ausgeführt hatte, dass dies wegen der nahen Leine leider nicht möglich wäre, hat sie diese Aussage im Rahmen des geplanten Neubaus am Marstall nicht mehr aufrecht erhalten. Ein begrünter Platz würde die City weiter aufwerten.

Am 19.03. abgelehnt.

---

Änderungsantrag der Grünen
Anlagen zur DS 1961/2007
Haushaltssatzung 2008

5. Marstall
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, unter der Fipos. 6100.000
Stadtplanung, 655000 den Marstall in den Wettbewerb Internationale Bauausstellung 2011 aufzunehmen.

Begründung:
Eine Anhörung im Stadtbezirksrat Mitte hat ergeben, dass der Marstall das Potenzial für eine vielfältige Nutzung bietet. Eine Einbeziehung in den Wettbewerb Internationale Bauausstellung 2011 gibt die Möglichkeit, auch für dieses Areal neue Pläne und Nutzungskonzeptionen im Kontext der zukünftigen
Stadtentwicklung zu erstellen.

-Advocate-
August 9th, 2008, 02:52 PM
Ein solcher massiver Umbau und Errichtung der Insel wird wenn überhaupt sehr lange geplant und noch länger gebaut.Sieht aber viel interssanter aus.Mal schauen was davon umgesetzt wird.:)

gstolze
August 9th, 2008, 03:47 PM
Also ich wäre für eine Rekonstruktion der Leineinsel, die sich weitgehend an den alten Strukturen mit engen Straßen und der Bebauung bis an das Wasser hin orientiert. Auch die Bauten zwischen Klostergang und Leine sollten wieder errichtet werden. Es sollten überwiegend historische Gebäude rekonstruiert werden und nur da, wo es vor dem Krieg keine schönen Bauten gab, sollten Häuser entstehen, die sich bei Materialien und Dimensionen an den historischen Vorgaben orientieren. Eine Promenade direkt auf der Insel wäre her meiner Ansicht nach fehl am Platz. Ich finde, das Zusammenspiel mit enger Bebauung, den Brücken und den damit verbunden Durchblicken über Leine und Leinearm (es hieß ja nicht umsonst "Klein_Venedig") macht gerade den städtebaulichen Reiz aus. Weiter hinten, also vor dem historischen Museum befand sich ja ohnehin wieder eine Promenade. Auch vor dem historischen Museum sollten zumindest teilweise die historischen Gebäude vorgebaut werden, insbesondere im Bereich des Beginenturms. Die Straße ist dort für Altstadverhältnisee viel zu breit.

Squig
August 10th, 2008, 03:53 AM
In dem Zusammenhang wäre auch ein Verweis auf Javaeiland in Amsterdam interressant, Werde das bei Gelegenheit mal nachliefern (also bald).

Leine1977
August 10th, 2008, 03:48 PM
Ist das die übliche holländische moderne Townhouse-Variante (siehe Abbild auf dem uni-Flyer oben)? Da wäre ich mir nicht sicher, ob die zum Altstadtbild passt. Mit Hannovers Altstadt hat diese Bauweise eigentlich wenig zu tun.

An anderer Stelle in Hannover kann ich mir dagegen diese Variante recht gut vorstellen (z.B. Mittellandkanal).

Sowieso habe ich immer das Gefühl, dass sich alle deutschen Architekten zuviel von der holländischen Architektur abschauen. - Aber vielleicht sind das ja auch schöne alte Häuser.

Idealerweise könnte ich mir im Altstadtbereich Fachwerk vorstellen. Oder Rote Backsteinhäuser in historischen Formen. In jedem Fall müssen diese Bauwerke aber ein rotes Ziegeldach haben!

Leine1977
August 10th, 2008, 04:11 PM
@devil: Ich hab dein Foto aus dem Modell des Rathauses hier noch einmal platziert. Es zeigt ja sehr schön das Ensemble der Flusswasserkunst und der Leinepartie am Hohen Ufer.

Die dichte Bebauung ist ja schon sehr gemütlich. Wenn gleich das Stadtplanungsamt klar gemacht hat, dass es keine Bebauung am Wasser mehr geben wird. Das Antwortschreiben kann ich ja mal einstellen.

http://img516.imageshack.us/img516/2120/190620081442zn4je5.jpg

Leine1977
August 10th, 2008, 04:18 PM
Ein schöner Artikel aus der Welt vor kurzem. In Frankfurt hat man schon erkannt, dass allein die moderne Architektur kaum mehr Identität schafft. Frankfurt war früher eine große Fachwerkstadt.

http://img166.imageshack.us/img166/3083/ffmmn4.jpg

Der historische Stadtkern von Frankfurt am Main wurde 1944 nahezu komplett zerstört. Jetzt soll ein Teil der Altstadt wiederhergestellt werden - mit sieben historischen Häusern.

Der Schriftsteller Martin Mosebach ist 1951 in Frankfurt am Main geboren. Die Handlung seines letzten Romans "Der Mond und das Mädchen" hat er in seine Geburtsstadt verlegt. Seine Figuren ringen in einer modernen Metropole um ihre Identität - und finden sie nicht. Frankfurt, schreibt Mosebach, leide an einem "vollständigen Verlust von Hall und Timbre". In einem Interview sagte er: "Ich will nur feststellen, dass diese Stadt gesichtsloser ist als viele andere. Umso wichtiger wäre es, historische architektonische Haltepunkte wiederherzustellen."

Mosebach gehört zu denen, die es vehement begrüßen, dass Frankfurt einen Teil seiner Altstadt rekonstruieren wird. Warum, das erklärt er am Areal zwischen Römer - einem kopfsteingepflasterten Platz mit wiedererbautem Rathaus, Haus Römer mit Kaisersaal und nachgebauter Fachwerkfassadenzeile - und Dom, der Keimzelle Frankfurts. "Die Altstadt war ein Meer aus schmalen, hoch gebauten, eng aneinandergepressten Häusern mit spitzen Giebeln, aus dem der Dom riesenhaft herausragte", erklärt er. "Das zweite bedeutende Gebäudeensemble ist der Römer. Diese beiden architektonisch wichtigen Orte müssen zur Geltung gebracht, müssen eingerahmt werden. Dazu war das Häusergewimmel bestens geeignet."

So sehen das auch weit mehr als die Hälfte der Frankfurter Bürger. Die Pläne, zumindest sieben Altstadthäuser wieder in den historischen Maßen und Konturen aufzubauen, stoßen auf überwältigende Zustimmung. Ein Altstadtrausch ist ausgebrochen, vereint die Generationen und gesellschaftlichen Schichten. Von der Oberbürgermeisterin über den Flughafenchef, der Bankerin bis zur Gymnasiastin - alle freuen sich auf das Ende der "gefühlten Heimatlosigkeit". Diese sieben Häuser waren einst markante Bauten im engen mittelalterlichen Kataster. Im Neubau soll ihre das Altstadtbild prägende Silhouette nun wieder klar erkennbar sein. Auch wenn eine moderne Architektursprache dominiert, müssen die Häuser, so verlangt es der Rahmenplan, "typische Merkmale der früheren Bebauung aufgreifen". Das bedeutet: Fassaden in Putz, Schiefer, Stein oder Holz, die Farbgestaltung wie im Mittelalter, außerdem steil geneigte Dächer in Naturschiefer, "stehende Fensterformate", keine Balkone zur Straßenseite und eine Fassadendekoration, die "Geschichte erzählt".

Der Verein der Altstadtfreunde kommuniziert mit dem Magistrat in dem deutschlandweit bisher einzigartigen Rekonstruktionsprojekt, dessen Kosten doppelt so hoch sein werden wie für Neubauten. Die Mehrkosten will die Stadt tragen.

Umgesetzt wird die Planung dann von einer Gesellschaft - so bestimmt es der Rahmenplan. "Erbpachtnehmer", also Bauwillige, sind vertraglich an die städtebaulichen Auflagen gebunden.

Die neuen, an alten Vorbildern orientierten Häuser werden überwiegend Wohnhäuser sein, zu diesem Zweck werden 12 000 Quadratmeter Wohnraum erschlossen. Das Modellvorhaben eines generationenübergreifenden Wohnens soll verwirklicht werden. Auch einige Büroetagen wird es geben, Praxen im ersten Obergeschoss, Läden, Gastronomie, Ateliers und Galerien im Erdgeschoss. Insgesamt rechnet die Stadt mit 106 Millionen Euro Kosten für den Abbruch vorhandener Gebäude, Auf- und Umbauarbeiten und Mehraufwand.

Steuerzahlern wird deshalb nicht mulmig - zumal feststeht, dass ein über drei Jahrzehnte lang optisches Ärgernis geopfert wird: das "völlig überproportionierte" - so Mosebach - sogenannte Technische Rathaus, eine Betonorgie der 70er-Jahre auf Stelzen, "das den Dom seiner Wirkung beraubt".

Die Sehnsucht nach dem neu gebauten Alten ist in Frankfurt so alt wie der Verlust der Altbausubstanz. 1949 schlenderte der Feuilletonist Richard Kirn durch das Stadtzentrum und notierte: "Steine, Getrümmer, Scherben und Schutt. Wir sehen davon wenig. Wir sehen immer noch die alten Häuser. Sie sind keine Phantome für uns, für uns sind die Trümmer Phantome, Schimären, ein Alpdruck."

Schon damals herrschte die Stimmung vor, alles Zerstörte in herkömmlichen Maßen und Stilen wiederaufzubauen. Zumal nach den Bombardements der Alliierten unter den Trümmerhalden noch unversehrte steinerne Erdgeschosse komplett erhalten waren, Fassaden und einzelne ganze Häuser der Feuersbrunst widerstanden hatten. "Hier hatte jedes Haus einen Namen", schrieb Richard Kirn melancholisch. Einige dieser Namen werden nun wieder vergeben.

Denn Frankfurt, seinerzeit bemüht, Hauptstadt der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland zu werden, wollte sich als moderne Stadt profilieren. Sie wurde zur "amerikanischsten" Stadt Europas, zu "Mainhattan" und "Chicago am Main". Die Hochhäuser aus Glas, Chrom und kaltem Stahl, die Europas kompakteste und höchste Skyline bilden, die nach dem Krieg durch den Altstadtkörper gewuchteten Straßenschneisen und die "Zeil", umsatzstärkste deutsche Fußgängerzone, konnten die Mitte nicht ersetzen. In Frankfurt fehlt das Gefühl, dass historische Gebäudeensemble verleihen. Nun soll es entstehen. An den Altstadtstraßen Hinter dem Lämmchen und Markt werden die Häuser Klein Nürnberg, Goldenes Lämmchen, Alter Esslinger, Junger Esslinger, Rotes Haus, Goldene Waage und Haus Rebstock gebaut. Die rekonstruierten Häuser werden Anmutungen von Gotik, Renaissance und Barock repräsentieren. Unklar ist noch, ob das Haus Rebstock tatsächlich gebaut werden kann, weil die Einfahrt zu einer stark frequentierten Tiefgarage verlegt werden müsste. Zu 85 Prozent soll die Gestaltung der Häuser ganz dem Vorkriegszustand angeglichen werden. Maßvoll neu sind Sockel- und Dachzonen, wie sie heutigen Wohnbedürfnissen entsprechen.

Lässt die Quellenlage keine seriöse Rekonstruktion zu, ist das Zitat erwünscht, der Neubau in den alten Proportionen, die Wahrung des Parzellenzuschnitts. Die Architekten Jo. Franzke, Stefan Forster, Michael Landes und Karl Dudler haben einen Stadtraum der Erinnerung entworfen, ein Innenstadtquartier, das sie anhand alter Pläne und historischer Fotos entwickelten. Es soll keine Ansammlung von Knusperhäuschen werden, sondern eine Annäherung an die Geschichte. Vielleicht wird es die neue Mitte.

Leine1977
August 10th, 2008, 04:34 PM
Hier sind beispielsweise einige Häusertypen, die man oft auf alten Hannover-Fotos antrifft (Nolte-Haus, Leibniz-Haus, etc.)

http://img166.imageshack.us/img166/5264/mi05583g13boc1.jpg

http://img516.imageshack.us/img516/977/mi05582g01bty6.jpg


Diese charakterisieren Hannover auch sehr gut:

http://img166.imageshack.us/img166/5492/mi04742g01brb8.jpg

http://img166.imageshack.us/img166/8083/mi05572g12bph1.jpg

Leine1977
August 10th, 2008, 04:35 PM
Leinepartie:

http://img166.imageshack.us/img166/4559/mi05585c02bgy2.jpg

http://img516.imageshack.us/img516/7174/mi05585c04bji6.jpg

http://img516.imageshack.us/img516/8251/mi05585c06boq0.jpg

lifestyle032
August 10th, 2008, 04:53 PM
Diese charakterisieren Hannover auch sehr gut:

http://img166.imageshack.us/img166/5492/mi04742g01brb8.jpg

Das ist einfach nur wunderschön!
Diese Giebelform liebe ich auch ganz besonders am Alten Rathaus. Vor allem, weil die verwendeten materialien eine gr0ßartige Wärme ausstraheln und nicht so kühl wirken wie der ganze neuartige Quatsch.
Wenn es nach mir ginge könnte so etwas reihenweise wieder aufgebaut werden,..

erbse
August 10th, 2008, 05:36 PM
Erstmal: Tolle Beiträge bisher! Für mich der beste Hannover-Strang bislang, vorallem dank Leine. Weiter so!


Bezüglich "Altstadt-Neubauten": Ihr solltet euch unbedingt diesen Thread (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=395882) im Euroscrapers mal anschauen.
Ist ein interessantes Beispiel, wie historisierende Neubauten heute aussehen können. Wenn es dort auch noch viel Verbesserungspotenzial gibt (abwechslungsreichere Fassaden, Dachformen, markante Gebäude, unterschiedliche Traufhöhen, Straßenmobiliar, mehr Grün) - es geht schon in die richtige Richtung, denke ich. Und die überwältigende Nachfrage nach Wohnraum in diesem Neubaugebiet (nahe Malmö, Schweden) dürfte diese Bauweise mehr als rechtfertigen.

Jakriborg (Schweden):
http://farm3.static.flickr.com/2004/1507897922_96f8860664.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/dahlstroms/1507897922/)

http://farm3.static.flickr.com/2011/1507909512_46ff8ab53b.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/dahlstroms/1507909512/)

http://i35.tinypic.com/2s7jhuw.jpg
Quelle (http://flickr.com/photos/lintil/2527691856/)

http://farm1.static.flickr.com/89/245569307_4ded58a613.jpg?v=0
http://flickr.com/photos/grahamix/245569307/

http://farm4.static.flickr.com/3083/2731879295_822612c919.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/bjoreman/2731879295/)

http://farm3.static.flickr.com/2092/2126810795_c543a55b79.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/helenaziegenfeldt/2126810795/)

Hab jetzt nur ein paar kleine Bilder geposted, unter den Quellen findet ihr die größeren Auflösungen.

Was meint ihr dazu? Warum gibt es derartiges in Deutschland (noch) nicht (in dem Umfang)? Liegt es an den Modernisten und der Politmafia, die durch Vorschriften & Gängeleien derartiges verhindern - oder wollen die Deutschen sowas einfach nicht?


Weiter im Programm: Auch Poundbury (http://en.wikipedia.org/wiki/Poundbury) in England ist mal einen Blick wert. Wie Jakriborg ist auch diese "alte" Neubau-Stadt am regionalen Baustil orientiert und generiert eine (wohl unerwartet) hohe Nachfrage.

Poundbury - eine Modellstadt, die von Prinz Charles persönlich initiiert wurde (ein großer Verfechter traditioneller Architektur):
http://farm1.static.flickr.com/166/375840311_9c8ac4b4d1.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/marilynjane/375840311/)

http://farm1.static.flickr.com/75/173513861_053dec0d0c.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/nedtrifle/173513861/)

http://poundbury.suzieworld.co.uk/images/dscf0073.jpg
Quelle (http://poundbury.suzieworld.co.uk/)

http://poundbury.suzieworld.co.uk/images/dscf0065.jpg
Quelle (http://poundbury.suzieworld.co.uk/)

http://farm2.static.flickr.com/1122/1259218839_273f73c849.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/7240095@N02/1259218839/)

http://farm1.static.flickr.com/150/375836674_2d1f2131fe.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/marilynjane/375836674/in/set-72157594460592441/)

http://farm3.static.flickr.com/2341/2500090480_20e1352bb3.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/timbrighton/2500090480/)

http://farm1.static.flickr.com/62/173513863_5cb5d98aaf.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/nedtrifle/173513863/)

http://farm1.static.flickr.com/182/375836669_daba35e83c.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/marilynjane/375836669/)

http://farm3.static.flickr.com/2272/2500110772_451b63be31.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/timbrighton/2500110772/)

http://farm3.static.flickr.com/2098/2499918508_e52bdf3fd0.jpg?v=0
Quelle (http://flickr.com/photos/timbrighton/2499918508/)

http://i37.tinypic.com/25tw83p.jpg
Quelle (http://flickr.com/photos/91772025@N00/1424921314/)


Das Beispiel in Amsterdam (Java-Eiland) sagt mir übrigens nicht so zu. War gerade dort - großteils modernistischer Schnickschnack ohne Bezug zur großen Bauhistorie der Stadt.

Brandevoort (http://nl.wikipedia.org/wiki/Brandevoort), eine Siedlung nahe Eindhoven, ist in dem Zusammenhang ein interessanteres Modell. Hier hat man sich stark an den typischen schmalen Giebelhäusern des 17. Jahrhunderts in Holland orientiert, ohne dabei zu kitschig zu werden. Gefällt.

http://farm2.static.flickr.com/1315/568143756_19afab1941.jpg
Quelle (http://flickr.com/photos/ushandbal/568143756/sizes/m/)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/67/Brandevoort_-_De_Veste.jpg/800px-Brandevoort_-_De_Veste.jpg
Quelle (http://nl.wikipedia.org/wiki/Afbeelding:Brandevoort_-_De_Veste.jpg)


Der Erfolg gibt diesen Projekten einfach recht. Sie mögen (noch) nicht perfekt sein - aber ich habe das Gefühl, dass wir uns in Europa allmählich aber sicher architektonisch dahin bewegen, wo es für unsere Städte am besten ist: Zu einem klassisch-modernen Baustil, der die alten Stadtstrukturen nicht beleidigt, sondern komplettiert und diese sinnvoll (heißt: ästhetisch) weiterentwickelt. So soll es doch sein, nicht?

_______________

Ich weiß, dieser Beitrag hat nicht viel mit Hannover zu tun. Es ging mir darum zu zeigen, welche Vorbilder bei deren Altstadtentwicklung greifen können und wie es aussieht, wenn man regionaltypisch im klassischen Stil neu baut - und eben nicht rekonstruiert, wie z.B. in Dresden am Neumarkt.

Vielleicht eine Option für Hannover?

PS: Ich möchte darum bitten, meinen Beitrag nicht wieder mit Missachtung zu strafen. Passiert hier leider desöfteren, bei euch eifrigen Hannoveranern ;)

gstolze
August 10th, 2008, 05:46 PM
Ich bin grundsätzlich schon ein Fan auch von moderner Architektur - aber da wo sie hinpasst. In der Altstadt muss aber historisches wiederaufgebaut werden. Eine andere "zeitgenössiche" Lösung wäre wieder nur eine weitere Enttäuschung, die nicht zur Steigerung von Identität, Image und Attraktivität der Stadt beitragen würden. Es gibt genug andere Bereiche, wo man sich mit der Moderne austoben kann.

gstolze
August 10th, 2008, 05:48 PM
@ Erbsenzähler: danke für die Infos. Nette Beispiele für Entwicklungen, aber die würden meiner Meinung nach eher für Vororte, Randbereiche oder kleine Städte passen.

lifestyle032
August 10th, 2008, 05:50 PM
Erbse, du kommst hier net rein! :grouphug:

haha, kleiner Spaß am Rande ;)

Ich finde die Architektur der von dir genannten Städte durchaus ansprechend. Nur kann ich mir kaum vorstellen, dass solche Häuser in das (wie weit auch immer gefasste) Zentrum von deutschen Großstädten passen würden. Die Altstadt bildet ja zumeist auch das Zentrum.
Oder habe ich dich da missverstanden und du wolltest darauf gar nicht hinaus?
Ansonsten hätte ich nichts gegen solche Architektur - in 30.000 Einwohner Orten :) In Städten wie Hannover ist m.E. aber eine andere Altstadtoptik gefragt: Haus an Haus, 4-5 Stockwerke hoch.

erbse
August 10th, 2008, 06:03 PM
Unglaublich, ich habe direkte Antworten erhalten :crazy:

Ich habe diese 3 Modellstädte ausgepackt, um zu zeigen was möglich ist, wenn man sich einfach nur an klassischer regionaler Architektur orientiert. Es ging dabei nicht um Bebauungsdichte, Gebäudehöhen oder spezielle architektonische Details.
Dass englische Townhouses nicht in die Hannoveraner Altstadt passen, ist mir schon bewusst ;)

Was ich sagen will: Nein, diese Beispiele wollte ich nicht auf Hannover projezieren, sondern jene nur als Aufhänger für das Thema "Neues Bauen in Altstadtmanier" heranziehen.

Für die niedersächsische Hauptstadt wären dann eher große Giebelhäuser, dichtgedrängte Fachwerkbauten und der Gründerzeit nachempfundene, repräsentative Neubauten programmatisch festzulegen.
Denn es wird nicht immer (ja vllt. sogar in den wenigsten Fällen) überhaupt möglich sein, die alten Bürgerhäuser glaubhaft zu rekonstruieren. Dann würde eben solch ein eher freier, an den alten Vorbildern orientierter Neubaustil greifen.

Oder wären euch moderne Füllbauten zwischen diversen Rekonstruktionen lieber? ;)

Leine1977
August 10th, 2008, 07:28 PM
Danke für die tollen Beispiele Erbse!:)

Also von der Geschosshöhe passen die genau richtig in die Altstadt - erst recht auf eine mögliche Leineinsel! Denn:


die Häuser in der Altstadt haben kaum mehr als 3 Geschosse
der Beginenturm darf m.M. in der Höhe auf keinen Fall übertroffen werden
5 geschossige Bauten wirken auf diesem engen Raum zu verdichtend (kleinparzellierung)
die Altstadt soll ja gerade klein und lauschig wirken


5 geschossige Bauten sind auf dem Köbelinger Markt zugelassen (ebenfalls Altstadtgebiet). Da kann ich mir das vorstellen. Der Architekturstil sollte natürlich, wie gstolze schon sagte, hannoversch sein.

P.S.: Ja, ich bin da mit Prinz Charles auf einer Wellenlänge. Das er den klassisch ländlich britischen Architekturstil fordert und fördert finde ich vorbildlich.

Leine1977
August 10th, 2008, 07:47 PM
Erstmal: Tolle Beiträge bisher! Für mich der beste Hannover-Strang bislang, vorallem dank Leine. Weiter so!


Der Dank gebürt allen hier im Forum, insbesondere Devil! Ich finde wir sind eine tolle Forumsgemeinde. Und: Ich finde wirklich alle Stränge wahnsinnig interessant (unsere Stadt ist ja aber auch interessant).

devilsadvocate
August 10th, 2008, 09:01 PM
@erbse: Sieht ja ganz hübsch aus, aber für ein Altstadt Flair fehlt mir da der Stuck an den Wänden!
Verzierungen, Statuen... sowas ist einfach nur klasse!
Man muss sich auch einmal ganz bewusst die alten Gebäude anschauen, und sei es die in einem nmormalen Wohngebeit. Was man an den Wänden alles so entdecken kann...

Squig
August 10th, 2008, 09:08 PM
Ich meinte sehr wohl die Bauten auf dem Plakat zum Entwurf. Obwohl sie statt der Hannoverschen Bauweise die niederländische aufweisen, zeigen sie doch, ähnlich wie die Beispiele von Erbse, wie sich alte Elemente in neuer Architektur wiederfinden kann. Deswegen steht es für mich als Beispiel dafür, altes mi neuem zu Verbinden. Ähnlich siehts doch auch in Frankfurt aus, wo auch keine alten Gebäude eins zu eins wieder aufgebaut werden...

Leine1977
August 10th, 2008, 09:44 PM
Soweit ich weiß, wird zumindest die Goldene Waage in FFM im Original wiederaufgebaut. Hier existieren genaue Pläne. Genauso das Haus Rebstock und noch ein paar andere. Deswegen unterscheidet sich ja der Wiederaufbau zu dem vom Dresdner Neumarkt. - Man muss aber auch sagen, dass FFM eine sehr reiche Stadt ist, die sich das leisten kann.

Dennoch hast Du recht, Squig, wäre es schon wünschenswert, wenn alte Elemente berücksichtigt werden. Im Original kann man da ja nichts aufbauen, weil es keine Pläne gibt.

Leine1977
August 11th, 2008, 07:33 PM
Wie oben schon berichtet, ist laut den Grünen wohl für die IBA (intern. Bauausstellung?) 2011 ein Architekturwettbewerb zum Marstall geplant.

Wie man auf diesem Kriegsfoto sehr schön sehen kann, war der ja früher anscheindend komplett zugebaut.

http://img382.imageshack.us/img382/7494/mi11304b12bcv8.jpg
bildindex.de

Leine1977
August 31st, 2008, 02:21 PM
Nach der bisherigen Diskussion um die "Skulpturenmeile" habe ich ein bisschen die Sorge, dass die bald unter Denkmalschutz gestellt wird, was ich unserer Stadt zutraue. Die Bedeutung dieser Straßenkunst wird m.M. etwas zu hoch gehängt.

Die Pläne zum Grundstück am Hohen Ufer müssten doch bald offengelegt werden. Hoffentlich etwas Würdiges für diesen historischen Ort!

Leine1977
September 17th, 2008, 03:35 PM
In diesem Interview wenigstens die Bestätigung, dass am Köbelinger Markt eine Wohnbebauung hinkommt. Endlich mal kein Shopping-Center und keine Büroklotz!

http://img523.imageshack.us/my.php?image=img2th5.jpg

devilsadvocate
September 17th, 2008, 03:56 PM
Welches Interview denn?

Leine1977
September 17th, 2008, 07:35 PM
Sorry, ich hatte irgendwelche Probleme beim Laden. Hier das Gespräch:

http://img178.imageshack.us/img178/91/img2jy4.jpg (http://imageshack.us)

Leine1977
September 30th, 2008, 09:02 PM
Schön, dass Hannover bald das Ordnungsamt abreißen wird. Vielleicht wird es ja so heimelig wie auf den alten Bildern (wenn man mal absieht, dass der Komfort natürlich nicht so rosig war):

Das ist die Köbelinger Straße (heute der Parkplatz)

http://img398.imageshack.us/img398/2672/mi05582f08bky6.jpg (http://imageshack.us)

http://img398.imageshack.us/img398/1328/mi05582e14bqu9.jpg (http://imageshack.us)

http://img144.imageshack.us/img144/6660/mi04742f07bno6.jpg (http://imageshack.us)

http://img523.imageshack.us/img523/4406/mi05582f03bhw1.jpg (http://imageshack.us)

http://img186.imageshack.us/img186/5751/mi05582e11beq0.jpg (http://imageshack.us)

http://img144.imageshack.us/img144/905/mi11306g07buv7.jpg (http://imageshack.us)

Leine1977
October 3rd, 2008, 01:27 PM
So, zum Feiertag wollte ich noch einmal ein paar Bilder von der alten Leineinsel einstellen (aus bildindex.de), die den Gang vom Beginenturm in Richtung Calenberger Neustadt zeigen - entlang der Inselstraße, die es heute nicht mehr gibt.

Man befindet sich hier:

http://img141.imageshack.us/img141/8629/inselstrae2vz3.jpg (http://imageshack.us)

Los gehts:

http://img403.imageshack.us/img403/5083/mi05581e05bxy7.jpg (http://imageshack.us)

http://img68.imageshack.us/img68/6199/mi05581e06bzw4.jpg (http://imageshack.us)

http://img68.imageshack.us/img68/5403/mi05581e08bpl9.jpg (http://imageshack.us)

http://img403.imageshack.us/img403/9788/mi05581e09bpu4.jpg (http://imageshack.us)

noch einmal die Inselspitze:

http://img141.imageshack.us/img141/32/mi05581e11bap2.jpg (http://imageshack.us)

http://img141.imageshack.us/img141/9733/mi05581e14bvn5.jpg (http://imageshack.us)

Klein-Venedig:

http://img141.imageshack.us/img141/5291/mi05582a03bsk6.jpg (http://imageshack.us)

Na ja, wie auf der Veranstaltung richtig erwähnt, wollte auch der Stadtbaurat Elkart die Insel plattmachen. Auch ohne Krieg hätten wir dieses Idyll leider verloren.

devilsadvocate
October 3rd, 2008, 01:30 PM
:cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry:

Leine1977
October 3rd, 2008, 01:33 PM
Nicht weinen, devil. Ich hab doch schon meine Ideenskizze eingereicht. Eigentlich würde Hannovers Innenstadt mit diesem Projekt enorm an Schönheit zugewinnen. Ich würde jeden Tag dort meinen Kaffee trinken wollen.

Herr Krische von der Neuen Presse war auch begeistert. Leider kann sich die Stadtverwaltung dazu nicht durchringen.

devilsadvocate
October 3rd, 2008, 01:39 PM
Als ersten Hoffnungspunkt sehe ich ja die Bebauung des Hohen Ufers... An dessen Architektur lässt sich ja dann schon erahnen, in welche Richtung es geht (Neu oder eher Rekonstruktion)

Leine1977
October 3rd, 2008, 01:43 PM
Nach den bisherigen Planungen war es ja immer modernistischer Glaskasten. Ich hoffe aber, dass sich kein Hotel findet und das man die angedachte Wohnbebauung bevorzugt - mit Geschäften und Gastronomie.

Historische Bauweisen werden von der Stadtverwaltung ja leider abgelehnt. Es muss hier aber was passendes hin. Direkt daneben ist unser ältestes Fachwerkhaus (Burgstr. 12). Das darf nicht verschandelt werden!

devilsadvocate
October 3rd, 2008, 01:52 PM
Historische Bauweisen werden offiziell von der Bauveraltung abgelehnt?
Also wenn dort jemand ein 5 STerne Hotel in ganz traditioneller Beuaweise errichten wollen würde ginge das schon mal nicht?

Ich hoffe übrigens eher auf ein 5 Sterne Hotel, da Hannover ein paar mehr gut vertragen könnte..

Leine1977
October 3rd, 2008, 02:01 PM
Wer soll da denn übernachten? Außerdem finde ich, dass die Altstadt mehr zu einem schnuckeligen Viertel ausgebaut werden soll.

Also ich hoffe da auf Herrn Bodemann. Er hat die Fassade am Kröpcke-Center gelobt und das EAG indirekt kritisiert. Ich glaube, er hat da auch mehr Geschmack als seine Vorgängerin.

Leine1977
October 3rd, 2008, 02:01 PM
---

lifestyle032
October 20th, 2008, 08:01 PM
Also, ich war heute in der Ausstellung "Leineinsel - Innerstädtisches Wohnen am Wasser" im Foyer der Bauverwaltung. Und ich war sofort überrascht, wie viele verschiedene Arbeiten dort zu betrachten waren - 21 an der Zahl :okay:
http://i36.tinypic.com/dwza5v.jpg

http://i34.tinypic.com/23ljfjd.jpg

Auf der Rückseite der langen Wand waren auch noch Arbeiten zu finden.
Ich kann es nur empfehlen, in den nächsten zwei Tagen nochmal zu versuchen dort vorbeizuschauen.

P.S.: Nachdem ich ca. 15 Minuten dort war, kam auch Leine vorbei.. dann konnten wir die Skizzen und Modelle zusammen anschauen :)

devilsadvocate
October 20th, 2008, 08:31 PM
Und ich war sofort überrascht, wie viele verschiedene Arbeiten dort zu betrachten waren - 21 an der Zahl :okay:


Und wo sind dann die 21 Fotos? :rant:

;)

Was war denn genau zu sehen? War die Leineinsel denn wieder historisch mit Wasser umflossen? Wie konkret sind die Projekte?

Orbiter
October 20th, 2008, 08:50 PM
Konkret sind die Pläne gar nicht. Es handelt sich zum Teil um Diplomarbeiten, also Abschlussarbeiten und zum größeren Teil um Studienarbeiten (von denen Studenten im Hauptstudium verschiedene absolvieren müssen, bevor sie ihr Diplom machen können).

Wie weit die Leineinsel wieder hergestellt wird, war den Studenten überlassen und es sind ganz unterschiedliche Lösungen entstanden, mal mit mehreren Inseln, mal mit Inseln die größer sind als die ursprüngliche Variante und auch welche ohne Inseln. Wichtig war vorallem der Umgang mit der Wassersituation und dem Schwerpunkt Wohnen.

Ich muss daher auch sagen, daß mir die Einbeziehung der beiden Uferseiten ein wenig zu kurz gekommen ist, ebenso die Wegeführungen als Verbindung zwischen Altsatdt und Neustadt. Trotzdem sind die Arbeiten zum Teil sehr unterschiedlich ausgefallen.

Positiv ist sicher, daß mit der Ausstellung in der Bauverwaltung das Thema deutlicher ins Bewußtsein der Planungsverantwortlichen für Hannover gerät. Realistisch gesehen bleibt das selbe Problem wie immer: kein Geld.

lifestyle032
October 20th, 2008, 09:01 PM
Also, wie du auf dem zweiten Bild sehen kannst, mussten hauptsächlich Gesamt- und Schnittansichten sowie Modelle kreiert werden. Es gibt auch, meine ich, auf der ersten Seite dieses Strangs einen Link zu dem Aushang des Instituts, wo die Anforderungsliste zu sehen ist.
Dieses musste jeder Student vorbereiten, und so sind alle Vorschläge prinzipiell gleich aufgebaut (teilweise auch mit Ansichten der möglichen Bebauung).
Hier einmal eine Großansicht eines (willkürlich ausgewählten) Plakates:
http://i33.tinypic.com/2ue0eqf.jpg

Zu sehen gab es viele verschiedene Varianten. Von klainparzelliger Townhaus-Bebauung bis zu Vorschlägen, die zwei große Bauten, welche sich über die Insel erstrecken, vorsehen. Auch Freizeitangebote wurden teilweise mit eingegliedert. Wichtig war bei dem Projekt wohl auch die Eingliederung der C. Neustadt.. da gab es schon sehr gute Lösungsansätze (meistens die, die einen Tunnel vorsehen ;)). Weiterer Schwerpunkt: Rückbau des Leibnizufers. Hier waren die Varianten allerdings nicht so vielfältig - irgendwie auch logisch. Am häufigsten habe ich die Version der schmalen, aber nicht untertunnelten Straße gesehen...

Leine1977
October 20th, 2008, 09:39 PM
Positiv ist sicher, daß mit der Ausstellung in der Bauverwaltung das Thema deutlicher ins Bewußtsein der Planungsverantwortlichen für Hannover gerät.

Das finde ich auch. Seit Jahren hab ich das Ding im Kopf. Schon damals Leserbriefe an die HAZ geschickt. Lustigerweise, nachdem ich nun eine Amateur-Skizze hingeschickt hatte, beschäftigt sich die uni parallel mit dem Thema. Find ich super und hätte ich mir nie träumen lassen. Das ließe sich doch was raus machen.:okay:

Was ich nicht gedacht hätte: Tatsächlich haben fast alle die alte Insel-Form gewählt (wenn auch einige sehr schmal und eckig). Allein das ist doch toll.

Bei der Bebauung - das müsste Orbiter mir mal erklären - verstehe ich nicht, warum dort hyper moderne Container-Häuser gebaut werden sollten. Ein Entwurf sah sogar aus wie aus den 60ern. Und nicht ein Haus hatte ein vernünftiges Dach. Das fand ich schade.:ohno:

Dennoch sind dort interessante Inselformen entstanden, die Klein-Venedig erkennen lassen.

Jetzt frag ich mich, warum das Thema nicht in den Medien war. In jeder anderen Stadt wäre das doch der Hammer. Wenigstens hab ich als einfacher Bürger schon Reaktion gezeigt.

Leine1977
October 20th, 2008, 09:41 PM
http://i34.tinypic.com/23ljfjd.jpg


Übrigens fand ich diese Inselform (Mitte) am besten. Sie ist beinahe die Originalform. Allerdings hat der Student eine "schreckliche" Bebauung gewählt, die alles andere als kleinteilig ist.

Lefthandy
October 21st, 2008, 09:25 AM
Das sind halt unsere Architekturstudenten. Alle völlig davon beseelt, künftig im Konzert der Stararchitekten mitzuspielen und daher total im Bann des Modernismus. Unter den Architekturstudenten ist man wahrscheinlich noch eher diskreditiert, wenn man konventionell oder traditionell bauen will, als unter den ausgewachsenen Architekten.

burndown1977
October 21st, 2008, 09:51 AM
Das sind halt unsere Architekturstudenten. Alle völlig davon beseelt, künftig im Konzert der Stararchitekten mitzuspielen und daher total im Bann des Modernismus. Unter den Architekturstudenten ist man wahrscheinlich noch eher diskreditiert, wenn man konventionell oder traditionell bauen will, als unter den ausgewachsenen Architekten.

ich würde es viel schlichter beschreiben: die architekturstudenten sind (noch) nicht in der lage komplexere gebäude zu entwerfen. allein einen rechteckigen kasten zu planen braucht schon etwas können - ganz zu schweigen von geschwungenen fassaden etc.

ich finde die gezeigten projektentwürfe unangemessen! wenn man die kosten dieses projektes mit dem nutzen von ein paar wohnhäusern gegenüberstellt, ist das projekt nicht machbar (überlegt mal, was allein die veränderte verkehrsführung für kosten nach sich ziehen würde!). es lohnt sich nur, wenn der stadt damit ein stück verlorenes stadtbild zurückgegeben würde, wie es in der traditionsinsel altstadt ja bereits gemacht wurde. unter den 16.000 im krieg zerstörten fachwerkbauten wird es doch mehr als nur 32 geben, die es wert sind, wiederaufgebaut zu werden. ich bin strikt dagegen, dieses areal mit modernen bauten vollzustellen - dann schon lieber die grünfläche!

Leine1977
October 21st, 2008, 10:34 AM
Zu den Kosten: Hatte ich ja auch angeregt, Anstatt jetzt eine halbherzige Lösung für das Leibnizufer zu suchen, würde ich einen Stufenplan erstellen, der den ganz großen Wurf bringt:


Untertunnelung des Leibnizufers (hierfür müsste es Fördergelder geben)
Wiederherstellung des Mühlenarmes und damit der Inselform
Zuletzt eine Bebauung (vorzugsweise klassisch bzw. alt)


Im Gesamtbild würde sich das doch lohnen für Hannover.

burndown1977
October 21st, 2008, 10:37 AM
@leine: auf jeden fall!! ... aber kaum durchsetzbar :cry: vielleicht entsteht ja ein sinneswandel, wenn die FWK wieder steht :lol: ich glaube fest daran!

gstolze
October 21st, 2008, 08:08 PM
Ich habe mir die Ausstellung heute morgen angeschaut. Ich war entsetzt! Schon die Vorgabe: Wiedererrichtung der Leineinsel und "ZEITGENÖSSICHES WOHNEN". Sowas kann man irgendwo am Mittellandkanal oder an der LEine in Döhren machen. In der Keimzelle Hannovers, die die beiden altens Stadteile wieder verbinden soll darf doch nicht schon wieder mit Modernismus dauerhaft eine Besinnung auf die Stadtgeschichte und somit identitätsstiftende Entwicklungen verhindert werden. Damit würde die Stadt keinen Schritt weiterkommen (Sprichwort Image, touristisches Potential etc).
Es würde keine richtige Belebung der Insel erfolgen, da hier nur wenig Leute wohnen würden aber keine Besucher angezogen würden.

Meiner Meinung nach muss die Leineinsel in der alten Form wiederentstehen. Die Bebauung sollte mindestens zu 70% aus Rekonstruktionen bestehen und der Rest in moderner, aber an die historischen Vorbilder angepasster Bauweise. Auch die Bebauung der beiden gegenüber liegenden Ufer sollte im gleichen Rahmen erfolgen. Damit hätten wir unser "Klein-Venedig" zurück, welches das Viertel zu einer richtig neuen Touristenattraktion machen könnte.

Das Argument aus der Stadtverwaltung, dass dann das Ufer nicht begehbar ist, kann ich nicht nachvollziehen. Gerade dieser Wechsel zwischen Enge und Weite, Durchgängen oder Umwegen durch kleine, umliegende Gassen macht doch den Reiz der Altstadt aus. Die Durchblicke über die Brücken wären sehr Reizvoll, was man ja an den alten Fotos sehen kann.

Wenn man das dann mit dem Wiederaufbau der FWK verbindet und später noch die Markthalle und das Friederiekenschlösschen dazu kämen.....ein Traum...oder eine Vision?

devilsadvocate
October 21st, 2008, 09:46 PM
Ich glaube schon, dass wir früher oder später unser "altes" Hannover wieder zurückbekommen.
Ich bin ziemlich zuversitlich, dass die FWK iregnbdwann wieder dort steht und auch die AMrkthalle wird in die Jahre kommen und die Frag laut, was dort in Zukunft hingebaut werden soll. Der Standort direkt an der Altstadt spricht natürlich dann sehr für eine Rekonstruktion! So teuer dürfte das ja auch nciht werden, da sie hauptsähclih aus Glas und Stahl bestand, und kein massiver Bau war.

Hätte noch einmal eine Frage zur Lerineinsel: Die Insel hatte man nur wegen des City-Rings eingeebnet oder gab es noch andere Gründe?
Hierzu müsste aber wirklich erst einmal viel Geld in die Hand genommen werden, aber ich glaube schon, dass die stadt dort langfristig Inerttesse hat, da es wirklich eine super Bereichung wäre!
Volle Zustimmung zu Gstolze!

Leine1977
October 21st, 2008, 10:36 PM
Also die Entwürfe hab ich so verstanden, dass dort eher experementiert worden ist - völlig losgelöst von Hannover. Ich fand es schon schön, dass einige den Originalgrundriss der Insel aufgegriffen haben. Andere Inseln waren natürlich eher schlicht (eckiger Graben?).

Bei der Bebauung muss ich Dir Recht geben. Monotone Kastenformen. Dabei sehen wir in der Realität - am Seelhorster Garten und Lister Blick - dass es auch ansprechende moderne Stadthäuser geben kann (mit Dach!).

Um eine erfolgreiche Insel zu haben muss aber definitv eine Rekonstruktion her. Sonst geht da tatsächlich kein Besucher vorbei.

Leine1977
October 22nd, 2008, 09:03 AM
Hätte noch einmal eine Frage zur Lerineinsel: Die Insel hatte man nur wegen des City-Rings eingeebnet oder gab es noch andere Gründe?


Im Grunde ja. Die Idee gab es aber wohl auch schon unter Elkart. Die Häuser waren zu einem Großteil im Krieg zerstört worden. Und Hillebrecht schwebte vor, dass der (heilige) Autofahrer an der Leine entlang fährt und die mittelalterliche Stadt bewundern kann.

Die nicht völlig zerstörten Gebäude auf der Indel, insbesondere die Brückmühle, hätte man eigentlich erhalten können, wenn man den Grünstreifen am City-Ring nicht zu groß gewählt hätte. Hier plante Hillebrecht allerdings Platz für Hochstraßen mit ein. So wurde denn alles übrige abgerissen.

gstolze
October 22nd, 2008, 08:01 PM
AUch dort wo jetzt der Parkplatz ist, standen nach dem Krieg noch Gebäude, die nur leicht beschädigt waren. Aber es musste ja eine breite Straßenschneise her :puke:

lifestyle032
October 22nd, 2008, 08:21 PM
AUch dort wo jetzt der Parkplatz ist, standen nach dem Krieg noch Gebäude, die nur leicht beschädigt waren. Aber es musste ja eine breite Straßenschneise her...

... um im Vorbeifahren auf die dann kaum noch vorhandene Altstadt blicken zu können :nuts:

burndown1977
October 25th, 2008, 11:56 AM
also nicht-hannoveraner könnten bei der durchsicht dieses threads glatt zur ansicht gelangen, dass hannover über eine bedeutende altstadt verfügt. es war einmal! hier einige meiner impressionen zum städtebaulichen umgang mit der keimzelle hannovers. ... und: die bilder sind kein fake, ich wiederhole KEIN fake !!

:eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2: :eek2:

der plenarsaalanbau des landtages am leineschloss. die aussergewöhnliche begrünung lockt jeden tourist zum verweilen ein, so dass in der regel der platz überaus belebt ist:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1146.jpg

hier stand vor dem krieg ein altes palais. die nachnutzung mit einem ministerium erscheint da doch um einiges sinnvoller, da es dringend benötigte arbeitsplätze in der verwaltung schafft:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1148.jpg

liebevoll wurden renaissance-fassadenreste des hauses der väter gerettet und bringen heute unterwäsche erst richtig zu geltung:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1154.jpg

der wohnkomfort wurde nach dem krieg deutlich gesteigert. geschickt wird mit der strassenbeleuchtung an die historische vergangenheit dieses standortes angeknüpft:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1164.jpg

auch an die jugend wurde gedacht. eine schule, die sich harmonisch in die umgebung einfügt. dieser bau sollte ursprünglich einem luxushotel weichen - zum glück haben sich die pläne zerschlagen:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1184.jpg

spannungsreiche abwechslung bietet die bebauung in der burgstrasse. so zeigt sich die fassade der schule in unmittelbarer nähe zum ältetsten fachwerkhaus hannovers:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1167.jpg

unser ältestes fachwerkhaus. ein meisterwek hannöverscher restaurierungskunst. die blümchen-motive der fassade vermitteln vorzüglich zur heutigen nutzung - die zentrale anlaufstelle für frauen:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1165.jpg

leider befindet es sich (noch) nicht in dem zustand wie das folgende fachwerkgebäude. in hannover werden weder mühe noch kosten gescheut, den bauten ein ansprechend verwitterten touch zu geben, um die mittelalterliche illusion zu perfektionieren:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1216.jpg

urdeutsche gemütlichkeit bietet diese bierstube:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1178.jpg

ein mustergültiges beispiel eines wohn- und geschäftshauses:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0882.jpg

die galeria kaufhof an der marktkirche lädt zu einem shopping-bummel am rande der altstadt ein. die zurückversetzte fassade nimmt gekonnt die kleinteilige bebauung der altstadt wieder auf:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0883.jpg

hannover verfügt auch in der altstadt über eine hervorragende parkhaus-dichte, wie hier am köbelinger markt. wahrlich wunderschöne aussichten:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0896.jpg

die finanzielle versorgung der altstadt-bevölkerung wird in dieser sparkasse sichergestellt:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0889.jpg

für das leibliche wohl wird in der markthalle gesorgt. ein anblick, bei dem einem das wasser im munde zerläuft:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0888.jpg

wer sich über die geschichte hannovers informieren möchte, ist in diesem burgähnlichen gebäude gut aufgehoben. das historische museum:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1162.jpg

sollte man von einem abenteuerlichen altstadtspaziergang sehr ermüdet sein, ist dieser imposante bau die rechte bleibe für die nacht:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0911.jpg

wie sie sehen ist in der hannoverschen altstadt die befriedigung sämtlicher grundbedürfnisse des menschen sichergestellt. sollte ihnen der sinn nach etwas mehr körperliche nähe stehen, befindet sich direkt am marstall der rotlichtbezirk hannovers. auch hierfür ist gesorgt!!

die altstadt hannovers - wahrlich ein meisterwerk deutscher wiederaufbaukunst!! die stadt kann sich glücklich schätzen, dass federführend beteiligte planer ihr können bereits während des nationalsozialismus unter beweis stellen konnten. rudolf hillebrecht und albert speer: garanten des deutschen wiederaufbaus!!

:puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke::puke:

Leine1977
October 25th, 2008, 12:37 PM
Danke für die schonungslose Zusammenstellung der Mißstände in unserer Stadt, burndown!

Fachwerkhaus: Dieses eine vergammelte ist das in der C. Neustadt, oder? Ich frag mich, warum dies nicht saniert wird. Scheint ja schon seit Jahren ein Mißstand zu sein.

Haus der Väter: Ah, es gibt noch Überreste! Sollte ich im Lotto gewinnen, steht die Rekonstruktion dieses Hauses bei mir ganz oben auf der Liste.

Platz am Plenarsaal: Wenn die FWK mal kommen wird, ließe sich wirklich aus dem Platz machen. Wenn der Köbelinger Markt bebaut wird, dürfte da auch mehr Leben hinkommen.

Zur 50 Jahre Altstadt: Sieht zwar nicht sehr qualitätsvoll aus, dennoch bin ich froh, dass hier keine Zeilenbebauung gewählt worden ist. Die Häuser haben alle ein vernünftiges Dach und die gleiche Traufhöhe. Es hätte schlimmer sein können.

Schule: Hoffentlich kommt da was Schönes hin...

devilsadvocate
October 25th, 2008, 12:37 PM
Also nun mal langsam. Es ist ja nicht so, dass sich an diesen stellen ncihts tut:

Wird nächstes Jahr abgerissen:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1184.jpg

Dieser Kaufhof hält sich auch nicht mehr lange:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0883.jpg

FAssade wird in den kommenden Jahren auf jeden FAll saniert, da ich im Übrigen auch die MAsse des Gebäudes schon toll finde:
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0911.jpg

Das Ding ist gleich nach der FLusswasserkunst dran! Versprochen!
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_0888.jpg

Vermutlich wird der Plenarsaal ja auch abgerissen und neugebaut.
http://i357.photobucket.com/albums/oo17/burndown1977/IMG_1146.jpg


DAs Gute ist doch, dass Altbauten schon seit über 100 Jahren bestehen, aber die Bauten aus den 70ern schon jetzt den Geist aufgeben und dann den Raum weider für eine Neubebauung schaffen. Ich bin ziemlich zuversictlich,d ass die gröbsten Bausünden an Hässlichkeit in spätestens 20 Jahren verschweunden sein werden, weil entweder die Fassade saniert wird und damit auch umgestaltet, oder aber das Haus aus Kostengründen abgerissen wird, weil sich der energetische Umbau nicht lohnen würde (So geschehen bei der AOK am PFerdeturm, der LVA in LAatzen, bei Heutelbeck, bei Görtz, jetzt am KC, der VHS Bau (Neubau ist ja schon beshlossen,d er Verkauf dürfte wohl auchs tattfinden, da ich nicht weiß, woher die stadt das Geld für die Saneriung nehmen möchte)

Leine1977
October 25th, 2008, 12:45 PM
^^ der Plenarsaal steht unter Denkmalschutz und wird uns bis zur Apokalypse erhalten bleiben. Leider...

devilsadvocate
October 25th, 2008, 12:49 PM
Also bei der SChule denke ich schon, dass da etwas architektonisch anspruchsvolles herauskommen wird, auch wenn die GEfahr besteht, dass dort ein meoderner Glasbaui enteteht als "künstlerischer Kontrast", oder wie man es auch immer rechtfertigen könnte.

Der Plenarsaal mag ja unter Denkmalschutz stehen, dennoch gab es ja vor einiger Zeit ine Skizze in der Haz oder NP, in der die verschiedenen Pläne aufgezeigt wurden. Eine denkbare Möglichkeit, und nicht die unwahrscheinlichste, war ja der Abriss und Neubau des Plenarsaal...
Korrigiert mich bitte, wenn ich dies falsch in Erinnerung haben sollte.

Leine1977
October 25th, 2008, 01:03 PM
Wer die Ausstellung jetzt nicht sehen konnte, für den habe ich mal den ausgelegten Flyer eingescannt. Dort sind alle Entwürfe der Studenten noch einmal zusammengefasst.

http://img231.imageshack.us/img231/6700/bild2bs5.jpg (http://imageshack.us)

http://img231.imageshack.us/img231/9383/bild1dd6.jpg (http://imageshack.us)

@devil: nee, der Abriss der Plenarsaals stand nie zur Debatte.

burndown1977
October 25th, 2008, 01:10 PM
^^ der Plenarsaal steht unter Denkmalschutz und wird uns bis zur Apokalypse erhalten bleiben. Leider...

Beim Kaufhof und bei der Schule werden - so wie ich unser Bauamt kenne - ganz häßliche Lösungen kommen.

apropos denkmalschutz: das hat die verantwortlichen planer doch noch nie interessiert, was mit denkmälern in hannover passiert (stichwort FWK). andererseits wird der denkmalschutz dazu benutzt, um denkmäler zu ruinieren. ja leine, das abgewrackte fachwerkhaus steht in der calenberger neustadt. ein architekt wollte es restaurieren und nur kleine veränderungen vornehmen - das hat der denkmalschutz verboten (ja verboten). mit der konsequenz, dass der bau bald in sich zusammenfällt. :ohno: ich habe den eindruck, dass beamte im geiste hillebrechts mit überzogenen forderungen des denkmalschutzes dafür sorgen, dass in ein paar jahrzehnten gar keine fachwerkgebäude mehr in hannover stehen.

außerdem: wenn ich richtig informiert bin, steht die egon-eiermann-fassade des kaufhofes auch unter denkmalschutz - wird wohl nix mit abriss :cry:

wohlweislich wurde die markthalle auch unter denkmalschutz gestellt, um den jämmerlichen anblick zu konservieren!
an dieser stelle: brutalstmöglicher protest :soapbox:

mir fehlen häufig die worte, wie mit der keimzelle hannovers umgegangen wird :wallbash:

wann beginnt denn eigentlich mal ein großangelegtes aufbau- und sanierungsprogramm in der altstadt ?? es kann doch nicht sein, dass sich da (bis auf ein paar strassen) seit jahrzehnten nichts bewegt :rant: andere städte schaffen es doch auch, ihre altstädte auf vordermann zu bringen. warum klappt dies in hannover nicht?

Leine1977
October 25th, 2008, 01:15 PM
Das ist nunmal das Problem, dass der Denkmalschutz mit Architekten übersäht ist. Manchmal hat man den Eindruck, dass die gerade ihre eigenen Dinger aus den 70ern schützen wollen.

Bei der FWK muss man leider sagen, dass es in den 60ern noch keinen Denkmalschutz gab. Im Vergleich zu anderen Städten trotzdem ein Verbrechen.

Das mit dem Fachwerkhaus ist wirklich ein Skandal!

erbse
October 25th, 2008, 01:25 PM
Auwei. Bitte keine Unwahrheiten verbreiten hier.

Der Denkmalschutz wurde bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert eingeführt.
Dem vorangegangen sind bereits diverse Denkmalschutzmaßnahmen, welche einige der einmaligen deutschen Altstädte so gut wie möglich konservieren sollten. Schon Großmeister Schinkel hat Denkmallisten geführt und sich für den Schutz von Denkmälern eingesetzt.

telemaxx
October 25th, 2008, 02:45 PM
burndowns Bilderserie sollte man mal an den OB und den Baudezernenten mit der Frage nach einem "Altstadtplan" schicken.^^

Manchmal weiß man wirklich nicht, ob die solche Zustände ignorieren oder sogar gutheißen.

Bei vielen von burndown gezeigten Gebäuden im Altstadtkontext kann man klar das Motto: "Funktionalität vor Ästhetik" erkennen.

Ein historisches Museum in der Altstadt klingt super.
Aber die Umsetzung mit so einem Klotz passt nicht in die Altstadt.
Da haben sich die Planer keine tiefergehenden Gedanken gemacht.

Das ist nur eines von vielen Beispielen.

Lefthandy
October 25th, 2008, 06:11 PM
Das historische Museum ist ja noch das schönste Gebäude von burndowns Liste. Die ganzen anderen Sachen sind noch viel schlimmer. So genau hatte ich mir das Elend vor Ort noch gar nicht vor Augen geführt. Man könnte die Liste ja auch noch weiterführen. Es gibt zB. gar keine Bilder vom MArstall oder des Brauhaus Ernst-August.

Was für eine Chance darin bestehen würde diese ganzen Schandflecke in den nächsten Jahren zu ersetzen! Ganz zu schweigen von der Riesenchance, sie durch REKONSTRUKTIONEN zerstörter Fachwerkhäuser zu ersetzen.

Leine1977
October 25th, 2008, 08:32 PM
Der Denkmalschutz wurde bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert eingeführt.


... aber nicht gesetzlich verankert.

devilsadvocate
October 25th, 2008, 11:44 PM
Ach Leute, ich glaube unser Forum würde nicht existeiren, wenn es keine Schandflecke ind er Stadt gäbe, oder glaubt ihr in Rom würde solch ein Forum entstehen können? ;)
Klar bin ich auch für eine Beseitigung, aber ich bin froh, dass ich den WAndel der Stadt live miterleben kann. Und es ist jedes Mal eine freude, wenn eine weitere Untat verschwindet.
Wir haben auf jeden Fall noch viel vor, sodass uns erst einmal nicht langweilig werden wird! :)

matheking
October 27th, 2008, 10:57 AM
Das historische Museum finde ich jetzt auch nicht so schlimm. Und alles ist in der Altsatdt ja auch nicht kleinteilig: Landtag, Rathaus, Marktkirche.

Leine1977
October 27th, 2008, 11:54 AM
Und alles ist in der Altsatdt ja auch nicht kleinteilig: Landtag, Rathaus, Marktkirche.

Sakralbauten und königl. Residenzgebäude sind in allen Altstädten größer als die umliegenden Bauten. Die Kirche stellt oft auch einen Bezugs- bzw. Mittelpunkt dar. Das Alte Rathaus dagegen würde ich schon unter kleinteilig zählen (das neue Rathaus dagegen steht schon nicht mehr in der Altstadt).

Im Vergleich mit vielen Bürobauten, Ihme-Zentrum, Shopping-Center der Neuzeit kann aber selbst die Maktkirche und das Leineschloß als fast schon "kleinteilig" gezählt werden.

matheking
October 27th, 2008, 11:59 AM
Ich wollte damit ja auch nur sagen, dass man aus dem Wunsch nach kleinteiliger Bebauung auch kein Dogma zu machen braucht. Wäre das historische Museum 50 Jahre älter hätte doch auch keiner über die Dimensionen geschimpft. Beispiel: Umweltministerium auf der anderen Seite.

Leine1977
October 27th, 2008, 12:19 PM
Nee, muss ja auch kein Dogma für alles sein. Das historische Museum finde ich übrigens auch gelungen (bis auf das fehlende Dach). Das Kreuzkirchenviertel ist auch nach dem Krieg und orientiert sich auch wunderbar an kleinteiliger Bebauung.

Wenn man nunmal Hannover aus der Luft betrachtet hat diese Stadt leider viele Innenstadtflächen mit Großhallen zugepflastert. Das freut zwar den Einzelhandel - belebt jedoch die Stadt nicht richtig und ein gewisses Flair kann sich nicht entwickeln. Darum würde ich es schon begrüßen, wenn wieder verstäkt kleinteilig gebaut werden würde. Nehmen wir uns doch die Kramer- und Burgstraße zum Vorbild!:)

matheking
October 27th, 2008, 12:28 PM
Dann sind wir uns ja einig. Und danach auf ein Bierchen ins wunderschöne Gebäude des Brauhaus! :cheers1:

Leine1977
October 27th, 2008, 12:35 PM
:cheers: Prost!

Leine1977
October 27th, 2008, 05:44 PM
Das ist doch mal was interessantes::)

Grüne für ausgewogenes Altstadtkonzept

Grüne im Bezirksrat Mitte wünschen sich offenen Dialog zur Altstadt Eick und Haude: “Altstadt als attraktiven Veranstaltungs- und Wohnort weiter entwickeln.”

“Die Altstadt ist nicht nur ein attraktives Pflaster für Veranstaltungen und Events, sondern zugleich ein angenehmer Wohnort für viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner. Die teilweise unterschiedlichen Ansprüche an diesen Stadtteil gilt es zusammen zu bringen - und dafür benötigen wir einen offenen Dialog”, sagten Sonja Eick, grüne Bezirksbürgermeisterin in Hannover-Mitte, und Jan Haude, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bezirksrat Mitte, zur Bürgerversammlung in der Altstadt. Diese findet am Donnerstag, den 30. Oktober 2008, um 17:00 Uhr im Historischen Museum statt.

Haude: “Wir wollen eine attraktive Altstadt, die mit qualitativ hochwertigen Veranstaltungen Menschen in diesen historischen Stadtteil Hannovers zieht. Aber wir wollen zugleich die Altstadt als Lebens- und Wohnort mit hoher Aufenthaltsqualität stärken. Der Zuzug von vielen Familien zeigt, dass es hierfür einen hohen Bedarf gibt.”

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über die starke Lärmbelastung durch Veranstaltungen im Innenstadtbereich. Beklagt wird hierbei häufig eine zu große Dichte von lärmintensiven Veranstaltungen in der Altstadt und Überschreitungen der
Lautstärkegrenzwerte. Die grüne Bezirksbürgermeisterin ist von den Bürgerinnen und Bürgern in der Altstadt auf den beschriebenen “Missstand” hin angesprochen und um Hilfe gebeten worden.

Hintergrund:
Die Grünen hatten in der Bezirksratssitzung im September gemeinsam mit der SPD die Bürgerversammlung in der Altstadt beantragt. Am 30.10.2008 wird Achim Balkhoff, Geschäftsführer der Hannover-City GmbH, sein aktuelles “Altstadt-Konzept” als Grundlage für die anschließende Diskussion
vorstellen.

Leine1977
December 9th, 2008, 08:49 AM
In der heutigen HAZ wurde endlich einmal Hannovers größtes städtebauliche Potential angesprochen: die Leine im historischen Stadtkern. Zugleich zeigt sich doch hier das gesamte Versagen der Nachkriegsstadtplanung. Hat sie es bis heute doch nicht geschafft, den Fluss sichtbar zu machen, obwohl sie es durch Massenabrisse und Zuschüttungdes mühlenarms vergeblich versucht hatte. Neustart für die alte Leineinsel?

http://img224.imageshack.us/img224/4810/imgjv1.jpg (http://imageshack.us)

http://img228.imageshack.us/img228/5108/img2nk6.jpg (http://imageshack.us)

Leine1977
December 9th, 2008, 08:52 AM
^^ Hm, auf dem Bild der Leineinsel schien die Spitze noch unbebaut. Eigentlich stand dort auch ein kleines Haus.

Der Professor lehnt übrigens eine Rekonstruktion ab. Herr von Meding liefert aber glücklicherweise gleich den Hinweis hinzu, da er ja Architekt sei. Sollte irgendwann die alte Leineinsel vielleicht mal kommen, wird glaub ich kein Gebäude historisch sein - eher total klotzig wie in der Hafencity: das neue Mekka für Architekten.

devilsadvocate
December 9th, 2008, 10:29 AM
Aber eine tolle sAche, dass wir weiter erwähnt werden und so im Gesrpärch bleiben :-)
Die Leineinsel wäre schon ein absoluter TRaum... Irgendwann wird das wieder, aber wohl leider nicht in all zu naher Zukunft... :-S

Orbiter
December 9th, 2008, 03:34 PM
Fotos vom Leineufer:

http://img126.imageshack.us/img126/604/hu12lr4.th.jpg (http://img126.imageshack.us/my.php?image=hu12lr4.jpg)http://img386.imageshack.us/img386/4180/hu01zi4.th.jpg (http://img386.imageshack.us/my.php?image=hu01zi4.jpg)http://img381.imageshack.us/img381/2548/hu02jc0.th.jpg (http://img381.imageshack.us/my.php?image=hu02jc0.jpg)http://img370.imageshack.us/img370/1057/hu03cp5.th.jpg (http://img370.imageshack.us/my.php?image=hu03cp5.jpg)http://img503.imageshack.us/img503/6016/hu04em7.th.jpg (http://img503.imageshack.us/my.php?image=hu04em7.jpg)http://img257.imageshack.us/img257/8053/hu05lf5.th.jpg (http://img257.imageshack.us/my.php?image=hu05lf5.jpg)
http://img151.imageshack.us/img151/8029/hu06km9.th.jpg (http://img151.imageshack.us/my.php?image=hu06km9.jpg)http://img244.imageshack.us/img244/25/hu07bs3.th.jpg (http://img244.imageshack.us/my.php?image=hu07bs3.jpg)http://img381.imageshack.us/img381/1486/hu11nn9.th.jpg (http://img381.imageshack.us/my.php?image=hu11nn9.jpg)http://img386.imageshack.us/img386/9341/hu10pg6.th.jpg (http://img386.imageshack.us/my.php?image=hu10pg6.jpg)http://img126.imageshack.us/img126/3014/hu09rp1.th.jpg (http://img126.imageshack.us/my.php?image=hu09rp1.jpg)http://img126.imageshack.us/img126/1263/hu08se3.th.jpg (http://img126.imageshack.us/my.php?image=hu08se3.jpg)

Leine1977
December 9th, 2008, 04:05 PM
^^ Hast Du die gemacht Orbiter?

So schlimm finde ich übrigens den Wildwuchs gar nicht. Sieht etwas lauschiger aus und lenkt vom City-Ring ab. Viel schlimmer ist übrigens der City-Ring, da sollte unbedingt etwas passieren (Tunnel, Umleitung, ...). Allein dann gewinnt die ganze Ecke schon enorm dazu.

Und bei der Neubebauung des Hohen Ufers muss man unbedingt Gastronomie mit ins Boot holen. In Bremen klappt das ja auch hervorragend an der Weser.

Welch ein Potential!

lifestyle032
December 9th, 2008, 05:18 PM
In der Tat!
Mensch, dort ließe sich so viel machen, meine Güte. Bei all den Diskussionen die man über Gastronomie etc. an diesem Standort führen kann, bliebe allerdings noch das Leibnizufer als Wehrmutstropfen. Einen Kaffee an der Leine trinken oder ein Eis essen, schön und gut; wenn auf der gegenüberliegenden Uferseite jedoch 4 Fahrstreifen verlaufen, wird das Erlebnis doch deutlich getrübt. Zu vergleichen ist dieser Zustand mit dem in Saarbrücken, wo auf der gegenüberliegenden Seite zur Innenstadt die Stadtautobahn A 620 verläuft. Hier wird das Problem aber angegangen, auch wenn es noch Jahre zur Realisierung brauchen wird.

Das Thema muss hier viel deutlicher in der Öffentlichkeit diskutiert werden. So positiv ein Cityring nach dem Krieg auch gesehn wurde, so muss man diese jetzt weiterdenken, und eine Lösung für das Leibnizufer finden - um einmal die Brücke zur nächsten 2020 Veranstaltung zu schlagen.

jp80
December 9th, 2008, 07:21 PM
Also mit dem City-Ring im Bereich Leibnizufer habe ich überhaupt kein Problem. Ich finde auch nicht, daß der einer (dringend notwendigen) Aufwertung des Leine-Ufers im Weg steht. Da ist doch noch ein ganzes Stückchen Abstand zwischen Fluß und Straße. Wenn man den Bereich schön ansprechend gestaltet, sehe ich da überhaupt kein Problem. Und das bißchen Hintergrundrauschen ist doch wirklich nicht so schlimm.

Die Idee einer Untertunnelung in dem Bereich wird außerdem auch langfristig niemand bezahlen können. (Außerdem wird rot-grün schon aus ideologischen Gründen keine (vermutlich) dreistellige Millionensumme in ein Straßenbauprojekt stecken, daß nicht einmal die Verkehrssituation in irgendeiner Weise verbessern würde. Ich glaube, da wären an anderer Stelle für weniger Geld größere Effekte zu erzielen.

Leine1977
December 10th, 2008, 01:12 PM
Also mit dem City-Ring im Bereich Leibnizufer habe ich überhaupt kein Problem. Ich finde auch nicht, daß der einer (dringend notwendigen) Aufwertung des Leine-Ufers im Weg steht. Da ist doch noch ein ganzes Stückchen Abstand zwischen Fluß und Straße. Wenn man den Bereich schön ansprechend gestaltet, sehe ich da überhaupt kein Problem. Und das bißchen Hintergrundrauschen ist doch wirklich nicht so schlimm.

Die Stadtverwaltung hat nun jedoch endlich den größten Fehler des City-Rings erkannt: er trennt die Altstadt von der Neustadt. Man ist als Fußgänger einfach gehemmt die Straßenseite zu wechseln bzw. überhaupt entlang der Straße zu gehen, da sie Bundesstraßencharakter hat. Ich persönlich empfinde es ebenso.

Ich denke schon, dass hier was getan wird. Es gibt ja schon eine kleine Gruppe im Bauamt, die sich nur damit beschäftigt.

Nun gibt es eigentlich nur drei Lösungen:


Untertunnelung/Umleitung
Bebauung entlang des City-Rings zur Verdichtung
Rückbau der Straße


Für die Untertunnelung gibt es Fördergelder (wie beim U-Bahnbau; siehe Saarbrücken). Eine Bebauung wird es nicht geben, dass lehnt die Stadtplanung kategorisch ab. Ein Rückbau wäre m.M. schon mal ein erster kostengünstiger Schritt.

Leine1977
December 10th, 2008, 07:07 PM
Eine Renaturierung der alten Leineinsel mit gleichzeitiger dichter Bebauung fände ich gar nicht so abwegig. Die Befürchtung der Stadtplaner ist es jedoch, die Leine würde wieder versteckt werden. In anderen Städten gibt es jedoch tolle Beispiele, dass der Fluss - auch wenn er sehr klein ist - wieder die Hauptattraktion ist.

In Stade z.B. finde ich den alten Hansehafen total faszinierend. Erst recht wenn man weiß, dass dieses Areal in den 70ern zugunsten eines Parkplatzes zugeschüttet werden sollte.

http://img205.imageshack.us/img205/2272/800pxstadehafenlm9.jpg

Quelle: wikipedia

Bamberg - erinnert mich an die Spitze der alten Leineinsel.

http://img89.imageshack.us/img89/4919/450pxaltesrathausbamberzx6.jpg

Quelle: wikipedia

Straßburg - der Ill ist ja auch kein großer Fluss. So ähnlich hätte wohl auch Klein-Venedig ausgesehen.

http://img205.imageshack.us/img205/1451/800pxstrasbourgpontscourm3.jpg

Quelle: wikipedia

http://img242.imageshack.us/img242/3010/800pxspiegelung1pq8.jpg

Quelle: wikipedia

Jetzt ließen sich in Hannover Fachwerkhäuser wohl nicht mehr durchsetzen. Aber eine behutsame moderne Bebauung könnte es möglicherweise auch schaffen, ein schönes Areal zu schaffen.

Leine1977
December 30th, 2008, 10:42 AM
Langsam könnten mal die Pläne für eine Neubebauung der abzureißenden Schule veröffentlicht werden. Mir schwant da allerdings Böses. In einem weiter oben veröffentlichten Konzept sollte ja ursprünglich ein gigantischer Glaskasten in die Altstadt versetzt werden.

Und in dieser Diplomarbeit eines Studenten unterstreicht meine Vorahnung. Nach seinen Vorstellungen soll quasi die Expo-Architektur an den historischen Gründungsort verlegt werden. Das kann man gerne woanders machen, aber doch nicht in der Altstadt!:ohno:

https://www.fh-osnabrueck.de/fh/fileadmin/users/29/upload/PDF/Studium/LF/F/Marktplatz/Studienergebnisse/Diplomarbeiten/05_Luesse/DeutscheVers.pdf

devilsadvocate
December 30th, 2008, 12:36 PM
leider kann ich das pdf nicht öffnen...

telemaxx
December 30th, 2008, 01:47 PM
Ich auch nicht.

miau
December 30th, 2008, 02:17 PM
ich kann es öffnen :dunno:

Leine1977
December 30th, 2008, 02:30 PM
... ist https. Liegt vielleicht an den Browsereinstellungen.

Hier ein Beispielbild:

http://img389.imageshack.us/img389/9703/unbenanntbw0.png (http://imageshack.us)

devilsadvocate
December 30th, 2008, 03:28 PM
Also wenn schon fensterlose Fassaden, dann bitte auch gleich Plattenbauweise und Sichtbeton!:nuts:

Passt überhaupt nicht in die Altstadt. Mein Gott, fehlt es denn jedem Arcitekten mal an ein Gespür, welche elemente in eine ALTstadt passen? Dass dies nicht hauptsähchlich Glas und Stahl sein kann?
Ich kann es wie immer nicht verstehen...

telemaxx
December 30th, 2008, 08:05 PM
Naja, ich glaube nicht, dass das die endgültige Fassadengestaltung sein soll.

gstolze
December 30th, 2008, 08:51 PM
Ganz neutral betrachtet finde ich das Projekt eigentlich interessant und durchaus gelungen, allerdings sollte sowas nicht in einer Altstadt entstehen, sondern in einem Projekt außerhalb der Altstadt, wo sich moderne Architektur besser integriert.

In der Altstadt sollte es meiner Meiniung nach eher ein Schwerpunkt auf Rekonstruktionen gelegt werden und dazu dann angepasste, moderne Gebäude, die sich in Material und Maßstab an den historischen Vorgaben orientieren.

SternHAJ
December 30th, 2008, 09:36 PM
Ich bitte zu bedenken, dass es sich hier um eine Diplomarbeit handelt - also um ein fiktives Thema. Also bitte die Kirche im Dorf lassen!
(Ich teile allerdings die Meinung, dass das so NICHT in einem historischen Stadtkern Realitität werden sollte!)

lifestyle032
December 30th, 2008, 09:49 PM
Richtig SternHAJ.
Das dort abgebildete Konzept von großen Freitreppen und den "Schaufenstern" finde ich sehr merkwürdig. Klar, auf den Treppen könnte man sich gut hinhocken (allerdings nicht auf ein Käffchen), doch mag ich den Ausstellungscharakter der Fenster net. Es wirkt irgendwie abschottend.

lifestyle032
February 22nd, 2009, 02:07 PM
Hat jemand mitbekommen, was nun bei der Ausschreibung des Schulgrundstücks am Hohen Ufer herausgekommen ist???
Laut diesem Zeitplan (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/0D1F5A0538E4F670C12573E7003074E7/$FILE/0391-2008_Anlage1.pdf) sollte es schließlich schon eine endgültige Entscheidung Anfang Dezember 2008 gegeben haben ^^

sunshinefresh76
February 22nd, 2009, 07:14 PM
Hat jemand mitbekommen, was nun bei der Ausschreibung des Schulgrundstücks am Hohen Ufer herausgekommen ist???
Laut diesem Zeitplan (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/0D1F5A0538E4F670C12573E7003074E7/$FILE/0391-2008_Anlage1.pdf) sollte es schließlich schon eine endgültige Entscheidung Anfang Dezember 2008 gegeben haben ^^

Hier gibt es ein Ergebnis und auch wohl einen neuen Sieger im Wettbewerb, wohl wieder eine Hotelneubau... Wenn ich den Zeitungsartikel noch wieder finde werden ich Ihnen hier mal beibringen...

Señor Templar
February 22nd, 2009, 07:23 PM
in der HAZ Beilage Bauen und Wohnen war am WE ein Bericht über die (Neu)Entdeckung des sogenannten Townhouse (schmal,aber hoch,individuelle Fassaden...oft mit Läden oder Büros im EG) inklusive Fotos von einem sehr gelungenen Townhousekomplex in Berlin Mitte. Bisher ist diese urbane Wohnform eher in Holland oder GB berbreitet als hier,aber darf sich gerne ändern...
Ich find, daß Townhouser sehr gut in die Altstadt (hohes Ufer) und besonders gut zum Köblinger Markt passen!

lifestyle032
February 22nd, 2009, 07:50 PM
Wenn ich den Zeitungsartikel noch wieder finde werden ich Ihnen hier mal beibringen...

Das wäre nett :)

sunshinefresh76
February 22nd, 2009, 07:57 PM
http://hosting03.imagecross.com/image-hosting-11/649522-02-09-scan_p01_1.jpg

lifestyle032
February 22nd, 2009, 08:16 PM
Herzlichen Dank!

An welchem Tag ist der Artikel denn veröffentlicht worden?

devilsadvocate
February 22nd, 2009, 11:50 PM
Ich will nichtz hoffen, dass eine moderne Glasfassade bei rum kommt, dann krieg ich echt das würgen...
Dann kann man die Altstadt gleich komplett abreißen.
Und warum nur 4 Sterne +? KAnn man die 56 nicht auch noch erreichen? Ein zweiotes Hotel in dem Bereich wäre nicht schlecht...

Hier noch Impressionen vom alten Hannover..:cry::cry::cry::cry:

http://img15.imageshack.us/img15/8396/scan00020008437.jpg

http://img14.imageshack.us/img14/959/scan00040013965.jpg

sunshinefresh76
February 23rd, 2009, 10:13 PM
Herzlichen Dank!

An welchem Tag ist der Artikel denn veröffentlicht worden?

Letzte Woche Mittwoch...

Leine1977
March 1st, 2009, 08:39 PM
@sunshine: Danke, auf diese Meldung warte ich bereits seit Monaten.

:ohno:

Leider wird damit klar, was uns in der Altstadt blühen wird. Ein überdimensionierter Kasten. In der Werbebroschüre wird stehen: genießen sie das Flair der Altstadt... ohne dabei zu wissen, dass das eigene Hotel dieses Flair zerstören wird.

Ich hätte mir ein kleines schnuckeliges Wohnviertel gewünscht. Meinetwegen auch Townhouses. Aber warum jetzt so einen Klotz, wo jeder weiß, dass sich Hotels in Hannover überhaupt nicht lohnen (CEBIT)?

devilsadvocate
March 1st, 2009, 10:31 PM
Ich denke schon, dass sich Hotels im oberen Segment (4 Sterne plus und 5 Sterne) noch lohnen, da es hiervon noch nicht all zu viele gibt.

Leine1977
March 2nd, 2009, 10:53 AM
Die Altstadt ist der einzig schöne Fleck in der City. Was muss denn jetzt für ein Aufwand für ein Hotel erreicht werden: Tiefgarage, Zugangswege etc.

Hoffentlich ringen sich die Architekten hier zu einer historisierenden Fassade durch. Hier ist kein Platz für spektakuläre oder triste Solitärbauten. Architekten sollten endlich einmal die Geschichte des Ortes, ja den Stadtraum an sich, berücksichtigen!

jp80
March 2nd, 2009, 09:22 PM
Dieser Hotelboom in Hannover ist mir auch absolut unverständlich. Wir haben schon seit der EXPO ein absolutes Überangebot an Zimmern. Außerhalb der Messewochen (die auch nicht mehr das große Geld bringen wie noch vor einigen Jahren) klagen die Hoteliers ständig über die geringe Auslastung, die auch wirklich deutlich unter dem Bundesschnitt liegt. Und dennoch werden ständig neue Hotels aus dem Boden gestampft. Mal sehen, wie viele davon demnächst wieder Pleite gehen...

Leine1977
March 9th, 2009, 11:39 AM
HAZ-Artikel vom Samstag: Woll´n ma hoffen, dass es schön wird und nicht postmoderner Einheitsbrei.

http://img48.imageshack.us/img48/6175/img2i.jpg (http://img48.imageshack.us/my.php?image=img2i.jpg)

erbse
March 9th, 2009, 12:29 PM
Was hast du denn gegen postmoderne Bauten (http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne_Architektur#Herausragende_Architekten_und_Geb.C3.A4ude)? :?

Das ist noch so ziemlich das beste, was die Architektur seit dem Ende des Krieges hervorgebracht hat.

Leine1977
March 9th, 2009, 01:52 PM
^

Pardon, da hab ich mich verzettelt in der Schnelle. Ich meine, hoffentlich wird es kein modernistischer Klotz, wie wir sie schon in Hannover kennen (ECE und so.):master:

lifestyle032
March 9th, 2009, 03:54 PM
Ja, hoffen wir's.
Aber um eine zur Altstadt passende Architektur garantieren zu können, werde ich mal Herrn Bodemann befragen, ob ich der Entscheidungskommission als Juror beiwohnen darf :naughty:
Nein, Spass beiseite. Man kann hier nur dazu aufrufen, dass sich das eine oder andere Architekturbüro der besonderen Lage bewusst ist. Zumindest von ortsansässigen Architekten darf man das ja erwarten.
Es würde mich aber abgesehen davon auch interessieren, ob bei der Ausschreibung irgendwelche groben Vorgaben gemacht werden. Hoffentlich wird in einem solchen Fall nicht auf eine Symbiose von Alt (Bestand) und Neu abgezielt.

erbse
March 9th, 2009, 04:08 PM
Was wäre an einer Symbiose denn verkehrt?

Gegen eine architektonische Symbiose von Leineschloss und Landtagsneubau z.B. hätte ich rein gar nichts einzuwenden. Ebenso zwischen anderen Altbauten & Neubauten in der Umgebung.

lifestyle032
March 9th, 2009, 04:32 PM
Du kannst dich glaube ich nicht in unser Wunschdenken hineinversetzen.
Hannover hat ja eh schon einen sehr sehr geringen Anteil an historischer Bausubstanz in der Innenstadt (zum Glück nach dem Krieg zusammengetragen). Deswegen wäre es meiner Meinung eine Art Verschwendung, würde das Grundstück am Hohen Ufer nun für einen modernen Glasbau freigegeben werden.
"Symbiose" war wohl der falsche Ausdruck, denn da müsste man ja davon ausgehen, dass ein moderner Glaskasten mit dem Umfeld harmoniere. Man wird es letztendlich wahrscheinlich nicht verhindern können, doch wären es wirklich "Perlen vor die Säue".
Es gibt meiner Meinung nach viele Ecken in Hannover, wo sich die Architekten meiner Meinung nach austoben dürfen (Raschplatz).
Doch kann ich mir in der unmittelbaren Nähe zum Altstadtensemble auch gut eine hochwertige, meinetwegen "rückwärtsgewandte" Architektur vorstellen. Es muss ja nicht gleich eine Fachwerkarchitektur sein :nuts:

Außerdem sollte man bedenken, wie das gesamte Umfeld einmal ausgestaltet sein könnte. Wie würde sich die eine oder andere Architektur einfügen, wenn irgendwann der gesamte Bereich des Leineufers aufgewertet werden sollte? Hier ist langfristiges Denken, aber auch gleichermaßen die Einbindung in das Areal rund um den Ballhofplatz gefordert!

edit:
Solch eine Architektur (http://img520.imageshack.us/img520/7566/bild090800mu9.jpg) könnte z.B. ganz toll wirken. Richtig vorstellen kann ich sie mir in der Ecke allerdings noch nicht. (Danke für das Bild @ erbse, der es wiederum aus dem DAF von "maegis" hat. Siehe Westend-Ottensen-Thread in der Hamburger Sektion).

Leine1977
March 9th, 2009, 05:45 PM
Was wäre an einer Symbiose denn verkehrt?

Gegen eine architektonische Symbiose von Leineschloss und Landtagsneubau z.B. hätte ich rein gar nichts einzuwenden. Ebenso zwischen anderen Altbauten & Neubauten in der Umgebung.

Das ist halt genau der Fehler, der immer gemacht wird. Eine Symbiose sieht manchmal ganz gut aus (z.B. Nord/LB - Neues Rathaus). Manchmal aber auch nicht.

Neben kleinteiligen Fachwerkhäusern passt ein riesen Glaskasten einfach nicht. Das wäre so, als wenn man mitten in Rothenburg o. d. T. einen Megaklotz reinhaut. Die mittelalterliche Stadt wäre zerstört.

erbse
March 9th, 2009, 06:44 PM
Wie bitte was? Müssen wir uns jetzt noch über die Bedeutung des Terms "Symbiose" verständigen? :?

Für meine Begriffe ist das eine harmonische, für beide Seiten vorteilhafte Verbindung.
Wie kommst du da auf fette Glasklötze und dergleichen? Sowas meine ich doch gar nicht.

Ich rede von gut gemachter, ansehnlicher Neubau-Architektur. Z.B. sowas (http://img507.imageshack.us/img507/9095/07052008001xa5.jpg) als zeitgenössische, aber eben stilvolle und eingepasste Ergänzung eines Gründerzeitviertels.
Das müsste man dann eben auf die Altstadt ummünzen. Es kann und wird nicht überall Rekonstruktionen geben, schon gar nicht in Hannover. Das sollte jedem klar sein.
Also sind qualitativ hochwertige Neubauten gefragt, die sich dem Altstadtensemble angemessen fügen.

Ein Weg könnten Neubauten in einer zeitgenössisch interpretierten Form der Hannoverschen Schule sein. Ein anderer kleinteilige, postmoderne Bauten wie z.B. in der Saalgasse von Frankfurt (http://www.flickr.com/photos/hanneorla/287673114/). Oder aber etwas feines nach Art der Berliner Townhouses am Friedrichswerder (http://www.flickr.com/photos/alexkorting/3058751552/) (ein gelungener Bau (http://img357.imageshack.us/img357/7830/img7129mm9.jpg) - "Oxford-Residenz", als Bsp.)

Was haltet ihr von diesen Konzepten? Passt das in die Hannoveraner Altstadt bzw. wie müsste man das für Hannover anpassen?

telemaxx
March 9th, 2009, 06:55 PM
Ganz ehrlich, die Architektur der Saalgasse finde ich schrecklich!

Die Townhouses aus Berlin sind architektonisch ansehnlich, aber passen m.E. nicht in die hannoversche Innenstadt.

Aus welcher Stadt stammt das erste Beispiel?

erbse
March 9th, 2009, 07:06 PM
Auch aus Berlin, das ist das Gesundheitszentrum Bergmannstraße (http://www.gesundheitszentrum-bergmannstrasse.de/) in Prenzlauer Berg.


Also ich finde die Bauten in der Frankfurter Saalgasse (noch ein Beispielfoto (http://www.flickr.com/photos/ray_berlin/2875280202/)) gar nicht so verkehrt. Immerhin halten sie sich an die in einer Altstadt gebotene Kleinteiligkeit und Diversität der Fassaden. Natürlich sind sie kein Ersatz für die im 2. Weltkrieg zerstörten Scharnhäuser (http://de.wikipedia.org/wiki/Scharnhäuser_(Frankfurt)) dort.
Aber man muss auch berücksichtigen, dass diese postmodernen Neubauparzellen schon in den 80ern gebaut wurden. Wenn man sieht, was anderswo zu dieser Zeit (bzw. gleich um die Ecke (http://images.google.de/images?hl=de&q=Technisches+Rathaus+Frankfurt&btnG=Bilder-Suche&gbv=2)) gebaut wurde, muss man schon sehr froh über diese kleinteiligen, farbenfrohen Häuser sein. Meinst du nicht?

lifestyle032
March 9th, 2009, 07:07 PM
Wie bitte was? Müssen wir uns jetzt noch über die Bedeutung des Terms "Symbiose" verständigen? :?

Für meine Begriffe ist das eine harmonische, für beide Seiten vorteilhafte Verbindung.
Wie kommst du da auf fette Glasklötze und dergleichen? Sowas meine ich doch gar nicht.
Ich wusste, du würdest mich drauf festnageln.
Es ist halt so, dass man hier in Hannover nicht gerade mit moderner aber gleichzeitig hochwertiger Architektur überhäuft wird. Die Angst ist halt da, dass man sich im Endeffekt für irgendeinen Glaskörper entscheidet..

Ich rede von gut gemachter, ansehnlicher Neubau-Architektur. Z.B. sowas (http://img507.imageshack.us/img507/9095/07052008001xa5.jpg) als zeitgenössische, aber eben stilvolle und eingepasste Ergänzung eines Gründerzeitviertels.
Das müsste man dann eben auf die Altstadt ummünzen. Es kann und wird nicht überall Rekonstruktionen geben, schon gar nicht in Hannover. Das sollte jedem klar sein.
Also sind qualitativ hochwertige Neubauten gefragt, die sich dem Altstadtensemble angemessen fügen.
Ich habe nicht erwähnt, unbedingt eine Reko an der Stelle sehen zu wollen.
Man bringt Hannover ja allgemein nicht gerade mit einer ansehnlichen Innenstadt in Verbindung. Deswegen wäre es mir ein großer Wunsch, eine anspruchsvolle Architektur am Hohen Ufer realisiert zu sehen. Dies entspricht ja auch deiner letzten Aussage in diesem Abschnitt.

Ein Weg könnten Neubauten in einer zeitgenössisch interpretierten Form der Hannoverschen Schule sein. Ein anderer kleinteilige, postmoderne Bauten wie z.B. in der Saalgasse von Frankfurt (http://www.flickr.com/photos/hanneorla/287673114/). Oder aber etwas feines nach Art der Berliner Townhouses am Friedrichswerder (http://www.flickr.com/photos/alexkorting/3058751552/) (ein gelungener Bau (http://img357.imageshack.us/img357/7830/img7129mm9.jpg) - "Oxford-Residenz", als Bsp.)

Was haltet ihr von diesen Konzepten? Passt das in die Hannoveraner Altstadt bzw. wie müsste man das für Hannover anpassen?
Diese Konzepte muss ich erstmal auf mich wirken lassen... Die Townhoses sehen nicht schlecht aus, sind aber sicherlich nicht für die Hotelnutzung geeignet (ein Hotel, viele verschiedene Fassaden.. das wird der Investor bestimmt nicht wollen :ohno:)
Die Idee mit der Hannoverschen Schule finde ich toll. Nur braucht es auch immer Architekten, die solche Vorschläge überhaupt einbringen. Desweiteren habe ich auch nicht ganz den Glauben daran, dass der Baudezernent so einen Vorschlag unterstützen würde :dunno:

Lefthandy
March 9th, 2009, 07:10 PM
Das Konzept des Townhouses ist grundsätzlich großartig. Aber in unserem Falle hat man sich ja bereits dafür entschieden, ein einziges Hotel zu errichten.

Die Postmoderne Architektur der Frankfurter Saalgasse finde ich ziemlich kitschig. Die Berliner Townhouses sind für innerstädtische Neubauten aber wirklich Weltklasse.

Für die Hannoversche Altstadt wäre es natürlich angebracht, die Townhouses architektonisch an kleinere, verschrobene bzw. verwinkelte Häuschen (überwiegend mit Giebeldach) anzulehnen. Ein Traum! Käme übrigens für die Bebauung des Köbelinger Markts in Frage, oder steht da das Konzept schon? Zwei kleine Altbauten sind dort ja auch noch übrig (zwischen Markthalle und Verwaltungsbau), an die könnte sehr schön angeknüpft werden.

erbse
March 9th, 2009, 07:14 PM
Diese Konzepte muss ich erstmal auf mich wirken lassen... Die Townhoses sehen nicht schlecht aus, sind aber sicherlich nicht für die Hotelnutzung geeignet (ein Hotel, viele verschiedene Fassaden.. das wird der Investor bestimmt nicht wollen :ohno:)
Hm, ich glaube wir reden ein wenig aneinander vorbei ;)
Die Vorschläge waren nicht als Ersatz für das Hotel gedacht, sondern als Anregung für die Bebauung von Altstädtlücken. Man müsste es eben Hannoversch anpassen - vllt. rot gedeckte Steildächer bzw. Giebeldächer, ein paar Gauben, mehr Holz & Backstein etc.

Und als Ersatz für das Hotel - etwas nach Art der angesprochenen Oxford-Residenz (http://img357.imageshack.us/img357/7830/img7129mm9.jpg). Eine solche Fassade lässt sich bei Bedarf ja noch etwas strecken, ein Hotel benötigt ja doch etwas Platz.

Aber das wäre doch ein würdiger Gegenentwurf, nicht? :)

telemaxx
March 9th, 2009, 07:32 PM
Ja, die Oxford-Residenz gefällt mir auch ganz gut.

Aber den Gebäuden aus der Saalgasse kann ich weiterhin nichts abgewinnen.
Es mag besser aussehen als so einige Brutalismus- bzw 70er-Jahre-Bauten, aber das ist für mich kein Argument, sie dann schön zu finden ;).

In Bremen haben sie im Schnoor-Viertel auch einige dieser Häusertypen gebaut.

jp80
March 9th, 2009, 09:02 PM
Die von erbse gebrachten Beispiele gefallen mir ausnahmslos recht gut. Und die Häuser aus der Frankfurter Saalgasse finde ich richtig klasse!!! Sowas könnte ich mir an bestimmten Stellen in der hannoverschen Altstadt sehr gut vorstellen. (Vielleicht nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe alter Fachwerkhäuser.)

gstolze
March 9th, 2009, 10:41 PM
Ich finde die Vorschläge von Erbse auch echt interessant und sehr gut geeignet für die Hannoversche Altstadt/Köbelinger Markt/Leineinsel. Die Townhäuser, die Oxford Residence und das Gesundheitszentrum find eích genial. Nur die Saalgasse in Frankfurt mag ich nicht besonders. Ich war schon mehrfach selbst dort und es gefiel mir nicht für die Altstadt. Soweit ich weiss, sind die Häuser auch in Frankfurt nicht mehr sehr beliebt.

Leine1977
March 10th, 2009, 12:35 PM
Grundsätzlich sind erbses Beispiele/Vorschläge immer gut (jedenfalls meine Meinung).:)

Das Townhouse-Konzept wurde von den Verantwortlichen bei City2020 ausdrücklich abgelehnt und soll in Hannover nicht verfolgt werden, was ich auch für dumm halte. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass in der Altstadt nur kleinteilige Bebauung mit kleinen Gassen, Cafe´s und Geschäften Sinn machen. Ob postmodern, historisch oder modern ist da eine andere Frage, aber voluminöse Bauten möchte ich dort eigentlich nicht sehen.

Übrigens wollte Hillebrecht selbst eine mittelalterliche Stadtansicht für den Autofahrer auf dem Leibnizring. Da stimme ich mit ihm überein.

burndown1977
March 10th, 2009, 02:46 PM
Übrigens wollte Hillebrecht selbst eine mittelalterliche Stadtansicht für den Autofahrer auf dem Leibnizring. Da stimme ich mit ihm überein.

.... mittelalterliche stadtansicht ???? da steht doch nur der beginen-turm rum - weit und breit nichts anderes am leibnizufer zu sehen. wahrscheinlich wollte hillebrecht da eine ordensburg für seine junge anhängerschaft hinsetzen....

.... ich finde, dass sich auch ein moderner, großer bau zur leine gut machen würde. auf den anderen seiten sollte die bebauung kleinteiliger gegliedert werden - da stimme ich leine zu ..... mal schauen, ob das mit der rendite zusammenpasst. vielleicht kommt zur burgstaße auch ein parkhaus hin - von denen hat hannover genauso wie von hotels eh zu wenig.

Lefthandy
March 10th, 2009, 03:27 PM
Das Townhouse-Konzept wurde von den Verantwortlichen bei City2020 ausdrücklich abgelehnt und soll in Hannover nicht verfolgt werden

Warum das denn nun wieder????
Werde einer aus diesen Leuten schlau. Was spricht denn dagegen? Weiß noch wer, unter welchem Vorwand das so ausdrücklich abgelehnt wurde?

Leine1977
March 10th, 2009, 03:41 PM
Generell fände ich einen Hotelbau nicht so gut. Ähnlich wie in Bremen an der Weser hätte ich mir Wohnhäuser in schönem Stil mit Gastronomie unten zur Leine gewünscht. Das hätte die Leine-Partie belebt.

Interessant wird der Einbezug des ältesten Fachwerkhauses Hannover, welches neben der Schule steht. ich stimme brundown zu, dass man zum Ballhof kleinere Häuser bauen sollte. Parkraum sollte in der Tiefe geschaffen werden.

zu den Townhouses: ich schließe dies aus den Bemerkungen der Moderatoren. Die hatten die Townhäuser in Berlin & Co. als langweilig und nicht Hannover-kompatibel abgestempelt.

gstolze
March 10th, 2009, 08:18 PM
zu den Townhouses: ich schließe dies aus den Bemerkungen der Moderatoren. Die hatten die Townhäuser in Berlin & Co. als langweilig und nicht Hannover-kompatibel abgestempelt.

Ich könnte kotzen. Was ist denn da langweilig und nicht kompatibel? Das ist ein neues bzw. wieder entdecktes, zukunftsweisendes Konzept, gerade, wenn man die Innenstadt beleben möchte. Was ist bloß mit der Stadtplanung in Hannover los? (Ausnahme: Herr Bodemann, von dem ich sehr viel halte. Aber kann er sich langfristig gegen die alten, betonköpfigen, hillebrecht-hörigen, pseudointellektuellen Seilschaften im Stadtplanungsamt behaupten?)

Leine1977
March 13th, 2009, 03:51 PM
Das mit dem Hotel finde ich merkwürdig. Es stand in der Zeitung, dass Hannover die schlechteste Bettenauslastung in Deutschland hat. Wie soll sich das lohnen? Betriebswirtschaftlich höchst fragwürdig.

Wie in Bremen an der Weser würde ich schöne Häuser ans Ufer setzen. Herr Bodemann kennt doch Bremen ganz gut.

Leine1977
March 14th, 2009, 05:52 PM
Sommergastronomie am Hohen Ufer kommt
Nach zwei vergeblichen Anläufen in den vergangenen beiden Jahren ist es endlich so weit: Gastronom Rainer Aulich bietet in diesem Sommer eine Freiluftgastronomie auf der unteren Promenade des Hohen Ufers an.

http://img19.imageshack.us/img19/6163/sommergastronomieamhohe.jpg (http://img19.imageshack.us/my.php?image=sommergastronomieamhohe.jpg)

Die Gastronomie am Hohen Ufer als Entwurfsskizze – der Ponton fehlt dieses Jahr noch.

Schon in der nächsten Woche sollen die vorbereitenden Arbeiten beginnen – und wenn das Wetter mitspielt, will Aulich seine „Leine-Suite“ zu Ostern eröffnen. Er sei sich jetzt mit der Stadt über die strittigen Punkte bei Gestaltung und Konzept einig geworden, sagt der Gastronom. Auch die Verwaltung begrüßt die Entwicklung: „Wir freuen uns, dass nun etwas Neues aufgezogen wird, um die Promenade zu beleben“, sagt Michael Flohr, Chef für den Bereich Marktwesen.

Aulich verzichtet nun auf das von der Stadt nicht erwünschte Strandkonzept und gestaltet die Gastronomie stattdessen im Stil eines Schiffsdecks mit Holzbohlen auf dem Boden. Die zunächst geplanten Strandkörbe ersetzt er durch Deckstühle, 150 Plätze wird es insgesamt geben. Sand sei nur noch in einem kleinen Sandkasten für Kinder vorgesehen, sagt Aulich, der bei der Gestaltung mit Gartenbaufirmen zusammenarbeitet. Ein zentraler Versorgungscontainer für den Verkauf von Getränken und kleinen mediterranen Speisen wird ebenso auf der unteren Uferpromenade installiert wie Toilettenanlagen. Geöffnet ist täglich ab 11 Uhr, abends sollen Fackeln für eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgen. In der Nacht passt nach Betriebsschluss ein Wachdienst auf die Anlage auf.

„Wir wollten unser Konzept jetzt unbedingt realisieren und sind Kompromisse eingegangen“, sagt Aulich. Nachdem die Stadt zudem das absolute Werbeverbot gelockert und dezente Firmenhinweise der Sponsoren gestattet habe, sei auch die Finanzierung möglich geworden. „Es muss endlich Leben in diesen Teil der Altstadt kommen“, meint Aulich. Einen „Ballermann“ werde es am Hohen Ufer aber keinesfalls geben. Die neue Gastronomie solle vielmehr zu einem ruhigen Weinabend und Gesprächen einladen. An den Wochenenden kann sich Aulich auch ein Programm mit Kleinkunst und Musik vorstellen.

Sein Vertrag fürs Hohe Ufer gilt für dieses Jahr. „Wenn alles gut läuft, würden wir gern auch in den kommenden Jahren eine Gastronomie dort anbieten“, sagt Aulich. Dann könnte es auch einen Ponton auf dem Wasser geben, der ebenfalls bewirtet wird. Frühestens im nächsten Jahr werde er auch wieder über den geplanten Biergarten am Leineufer entlang der Culemannstraße nachdenken, sagt er. „Das stelle ich zugunsten des Hohen Ufers zurück.“ Für das Gelände hat der Gastronom einen Vertrag mit der Stadt bis zum Jahr 2013.

Leine1977
March 14th, 2009, 05:53 PM
^^ Irgendwas könnte man da mit der FWk doch anstellen (FWK-Cocktail oder so...)

Orbiter
March 18th, 2009, 06:02 PM
Stadt lässt Leinemauer bröckeln
Mehrere Steinquader sind herausgebrochen, Fugen freigewaschen, Hohlräume sichtbar hinterspült - aber die Stadtverwaltung sieht an der historischen Mauer der Innenstadtleine zwischen Landtag und Beginenturm „akut keinen Sanierungsbedarf“.

...weiter bei Haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Stadt-laesst-Leinemauer-broeckeln)

cliesenberg
March 22nd, 2009, 10:10 PM
Studentische Ideen

Die Leineinsel war bis zum 2. Weltkrieg ein dichtbesiedelter Landstreifen zwischen der Calenberger Neustadt und der Altstadt. Sie diente als Verbindungsglied der Stadtteile.
Als der Cityring von Stadtbaurat Hillebrecht in den 50 er Jahren geplant wurde, musste die Insel weichen. Heute trennt die beiden Stadtteile eine 100 m breite Straße.
Diese Trennung soll mit einer neuen Insel geschlossen werden und somit wieder zu einer Verbindung von Calenberger Neustadt und Altstadt führen.
Gerade für Familien stellt der Standort eine attraktive Lage in Mitten der verdichteten Innenstadt dar. Grünbereiche im Norden - Herrenhäuser Gärten - und Süden – Maschsee - bieten Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten. Außerdem ist durch die zentrale Lage eine gute Infrastruktur in der Nähe vorhanden.

Konzept der Insel

Der bestehende Cityring wird als Tunnel ausgebildet, um nicht nur eine räumliche Trennung von Verkehr und Gebäuden zu schaffen, sondern auch um der „neuen Insel“ eine gewisse Ruhe zu verl eihen.
Die Insel ist rautenförmig und rückt am südlichen Ende vom Leineschloss und am nördlichen Ende von der höheren 50 er Jahre Bebauung ab. Dadurch wird der Blick auf das Leineschloss und auf den Grünstreifen, der den Flohmarkt beherbergen soll nicht verstellt.

Die Gebäudeformen der Insel ergeben sich aus Blickbezügen, die eine Verzahnung von Calenberger Neustadt und Altstadt schaffen sollen. Die historischen Verbindungen zwischen Leineschloss/ Holzmarkt und Umweltministerium und zwischen historischen Museum und neuem Flohmarktgelände werden wieder aufgenommen.
Zu den direkten Überquerungen gibt es noch Blickbeziehungen, die sich vom historischen Museum und vom Leineschloss zum neuen „Vorplatz“ der Calenberger Neustadt aufspannen.

Plätze die sich auf der Insel befinden, werden von den Bewohnern, sowie von Fußgängern, die die Insel überqueren, bespielt. Der sich im Norden befindliche ‚grüne’ Platz senkt sich vom Gelände zum Wasser hin ab und bietet ruhige Rückzugsmöglichkeiten.
In der Mitte der Insel ist der „öffentliche“ Platz auf dem der Duvebrunnen einen neuen Standort findet. An ihm sind Cafés und Läden angeordnet.
Der dritte Platz auf der Insel befindet sich im südlichen Teil und wird nur von den Bewohnern des Geschosswohnens genutzt. Er hebt sich vom Niveau von der Straße ab.

Nutzung der Gebäude

Die Hauptnutzung der Insel ist das Wohnen. Lediglich an der Spitze im Norden befindet sich ein Kopfbau, der als Erweiterung des historischen Museums genutzt werden soll. Rund um den Quatiersplatz in der Mitte der Insel, sind im Erdgeschoss gewerbliche Nutzungen vorgesehen.

http://lh6.ggpht.com/_ooPlvw_xOEI/ScaLE810GOI/AAAAAAAAABU/Lawf1JSrBRk/s640/lageplan.jpg

http://lh5.ggpht.com/_ooPlvw_xOEI/ScaLFThF-EI/AAAAAAAAABc/LbduTtKJnbY/s912/lp.jpg

http://lh4.ggpht.com/_ooPlvw_xOEI/ScaLFzSeU1I/AAAAAAAAABk/qGnorJMaklA/s640/p01.jpg

Leine1977
March 23rd, 2009, 01:23 AM
@cliesenberg: Hallo erst einmal.:) Gehe ich recht der Annahme, dass du einen der Entwürfe, die mal im Planungsamt ausgestellt waren, entwickelt hast? Die weiteren haben wir einige Seiten zuvor dargestellt.

Ich bin ein großer Fan der Leineinsel. Meiner Meinung kann Hannover hier einiges an Stadtverschönerung leisten. Die Wiederherstellung der Inselform mit Tunnellösung fasziniert mich schon seit Jahren. Von daher war ich überrascht, dass sich damit auch andere beschäftigen.

An dem Entwurf finde ich super, dass die Inselform "fast" originalgetreu hergestellt worden ist. Auch eine Volluntertunnelung finde ich strebenswert.

Von übrigens allen Entwürfen - und das ist meine einzige Kritik - bin ich allerdings derart enttäuscht, dass ich aus geschichtlichen Gründen an dieser Stelle moderne Blockformen mit Flachdach nicht für passend halte. Es fehlt irgendwie ein regionaler Architekturbezug an dieser ältesten Stelle Hannovers. Hier sollten mal Architekten ihre Schuhkarton-Entwürfe von der Stange fallen lassen und vielleicht historisierende Architektursprache zulassen.

Lefthandy
March 23rd, 2009, 03:00 PM
Finde Insel und Tunnellösung auch traumhaft.

Von dem Gebäude auf der Abbildung bin ich aber gar nicht überzeugt. Es sieht aus wie ein gläserner Setzkasten.

Wir haben hier ja mal über das Townhouse-Konzept diskutiert. Also sollte die Leineinsel jemals wiederkommen, müsste sie doch in jedem Falle überwiegend mit kleiner Parzellierung und Townhouses bebaut werden!

Die Townhouses könnten dann auch allesamt modern gestaltet werden.

Die Idee mit dem Kopfbau als Museumserweiterung finde ich ganz gut.
Der Rest der Insel sollte dann quasi eine Altstadterweiterung sein: Townhouses, teilweise mit kleinen Läden und Kneipen im EG. In der Mitte um einen Platz mit Brunnen gruppiert.

Geometrisch angeordnete Gebäuderiegel würden diese Chance vertun.

Señor Templar
March 23rd, 2009, 04:51 PM
Finde Insel und Tunnellösung auch traumhaft.

Wir haben hier ja mal über das Townhouse-Konzept diskutiert. Also sollte die Leineinsel jemals wiederkommen, müsste sie doch in jedem Falle überwiegend mit kleiner Parzellierung und Townhouses bebaut werden!

Die Townhouses könnten dann auch allesamt modern gestaltet werden.

Die Idee mit dem Kopfbau als Museumserweiterung finde ich ganz gut.
Der Rest der Insel sollte dann quasi eine Altstadterweiterung sein: Townhouses, teilweise mit kleinen Läden und Kneipen im EG. In der Mitte um einen Platz mit Brunnen gruppiert.

Geometrisch angeordnete Gebäuderiegel würden diese Chance vertun.

die Townhoselösung finde ich auch mit abstand am besten. Wurde das Konzept "Townhouse" eigentlich schon mal in Betracht gezogen von Stadtplanern/Architekten...? aber auch am hohen ufer wo jetzt ein weiteres Hotel kommt wären Zownhouses prima (sowie Marstall oder Köblingermarkt).

Lefthandy
March 23rd, 2009, 04:56 PM
^^

Nein, ganz im Gegenteil sogar: Auf den City2020 Veranstaltungen wurde das Townhouse-Konzept von den dozierenden Stadtplanern/Architekten pauschal als für Hannover unpassend abgetan. Weshalb auch immer...:dunno:

Leine1977
March 23rd, 2009, 06:25 PM
Ja, man sollte gleich ein paar Kaufhäuser durch Town-Houses ersetzen. Ich wäre auch dafür. Die Häuser sollten aber ein rotes Satteldach haben - kein Flachdach. Vielleicht auch mit Backstein?

Den Namen "Town-Houses" finde ich übrigens mehr als bescheuert.

erbse
March 23rd, 2009, 06:31 PM
^ Na, warum sagst du dann nicht "Stadthäuser"? ;) Das macht dann auch gleich jedem verständlich, worum es geht - Häuser in der Stadt.

Ist denke ich ein in Deutschland allegemein zukunftsfähiges Konzept, da es einfach die früheren Strukturen & Nutzungskonzepte unserer Altstädte wieder aufnimmt. Und so muss es sein!
Hunderte Investoren-Kaufhausklötze aneinander gereiht machen aus einer Stadt keine lebendige.
Schon gar nicht aus Hannover.

gstolze
March 23rd, 2009, 07:40 PM
Ich finde "Stadthäuser" für die Leineinsel auch ganz gut, aber meiner Meinung nach sollte hier ein ähnliches Konzept aufgenommen werden, wie bei der Frankfurter Altstadt. Ein paar Gebäude historisch wiederaufgebaut, der Rest modern aber in deutlichem Bezug auf die Vergangenheit und Regionalität.
Das Modell sollte auch über die Leineinsel herüber zu den angrenzenden Ufern rüberfließen, damit wir wieder ein "Klein-Venedig" erhalten.

gstolze
April 4th, 2009, 02:38 PM
Falls die Leineinsel je wieder entstehen sollte, wo würdet Ihr die Nanas plazieren?

Wie wäre es denn mit einem großen Wasserbecken am hinteren Teil des Raschplatzes, in dessen Mitte die 3 Nanas jeweils auf einer eigenen kleinen Insel stehen würden?

lifestyle032
April 4th, 2009, 03:09 PM
Vom Leineufer entfernt, wären die Nanas nicht mehr Teil der Skulpturenmeile.
Schwer zu sagen, wo ich sie platzieren würde.
Die Idee mit dem Wasserbecken erinnert mich jedenfalls stark an die Situation am Centre Pompidou in Paris. Dort sind die Kunstwerke von die Niki de Saint-Phalle in eine Brunnen integriert.
Der Raschplatz ist meiner meinung nach nicht so gut geeignet. Immerhin wären sie dort nur für Passanten interessant. Und die jetzt noch schmuddelige Ecke müsste sich erst mal nach dem Umbau im Ansehen verbessern.
Nein, momentan würde ich schon eher den Georgs- oder Opernplatz vorschlagen, wenn man mal nur Plätze in Betracht zieht.

Leine1977
April 4th, 2009, 04:34 PM
Die Nanas müssen dort bleiben, weil es sonst keinen Rückhalt gäbe. Find ich zwar auch nicht passend, jedoch muss man sie irgendwie dort integrieren. Ich hatte sie ja in meinem Vorschlag schon einmal dort belassen.

Erst einmal sollte die Leineinsel berhaupt kommen. Dies gelinge jedoch nur mit privaten Investoren (Hannover ist ja pleite). Die zweite Hürde ist die Bebauung: die Stadtplanung will ja überall modern bauen. Leider!

http://img11.imageshack.us/img11/6809/unbenanntnbw.jpg (http://img11.imageshack.us/my.php?image=unbenanntnbw.jpg)

^^ Nanas sind hier nicht verrückt worden.

gstolze
April 5th, 2009, 04:25 PM
Für die Leineinsel würde ich schon eher ein kompakte Bauweise in Blockrandbebauung bevorzugen, welche sich, wenn kein Wiederaufbau machbar ist, bei Gebäudedimension, Material und Formensprache wenigstens an die historische Situation anlehnt. Es sollte auf alle Fälle das "Klein-Venedig" wieder erlebbar germacht werden.

Für die Nanas wäre dann an dieser Stelle kein Platz mehr. Am Raschplatz könnte man sie schon richtig in Wert setzten und in das Gesamtkonzept einplanen. Das würde viel mehr Leute an den Raschplatz locken. Wenn dann noch der Pavilion neu entwickelt wird, und damit auch der Übergang dorthin, könnte daraus schon was attraktives werden.

Orbiter
April 22nd, 2009, 01:07 PM
http://img21.imageshack.us/img21/1246/210409haz.jpg

Señor Templar
May 20th, 2009, 12:53 PM
in der Haz steht heute ein Artikel, in dem von einer Studie zum Verkehr am Leibnizufer berichtet wird. Im Grunde genommen nichts neues: Grüne/FDP sind für einen Rückbau der 6-spurigen Straße, während die CDU Verkehrsprobleme befürchtet.
Zum Hotelbau am neuen Ufer erfährt der geneigte Leser, dass die Stadt noch vor der Sommerpause ein Ergebnis des Architektenwettbewerbs erwarte sowie den Grundstückskaufvertrag des Geländes.

AlfredJKwak
May 20th, 2009, 01:54 PM
Falls die Leineinsel je wieder entstehen sollte, wo würdet Ihr die Nanas plazieren?

Wie wäre es denn mit einem großen Wasserbecken am hinteren Teil des Raschplatzes, in dessen Mitte die 3 Nanas jeweils auf einer eigenen kleinen Insel stehen würden?

Ich fände es toll, wenn man am Raschplatz einen Brunnen oder Ähnliches schaffen würde, auf dem neue Nanas in kleinerem Format stehen. Man sollte (neue) Nanas auch, ähnlich wie in Hamburg die Wasserträger, an mehreren Stellen in der Innenstadt hinsetzen. Fraglich sind hier etwaige Copyright-Rechte von Nikki.

devilsadvocate
May 20th, 2009, 09:18 PM
Einene Brunnen oder etwas nmit Wasser würde dem Raschplatz sicherlich gut stehen.
Aber ich denke, dass er auch so schon ein Schmuckstück werden wird.

0511_hannover
May 24th, 2009, 06:47 PM
Hallo liebe Gemeinde... Ich verfolge dieses Forum nun schon seit einiger Zeit... Ich war heute mal mit meiner Freundin in der neuen Leine-Suite... Uns ist aufgefallen das der Bereich rumherum noch eine Aufwertung erfahren sollte... Schaut man sich nur mal die Böschung an, das ist ja teilweise die reinste Müllhalde... Auch sollte vielleicht man die Mauer ordentlich gesäubert/saniert werden....

realstranger
May 24th, 2009, 07:08 PM
War gestern ebenfalls da und fands super. Müll habe ich spontan nicht gesehen, allerdings war es auch ca. 12:00 Uhr.
Nachmittags stand ich allerdings wieder vor einer fast unlösbaren Aufgabe:
Hatte Besuch von außerhalb, bin mit denen über die Lister Meile gebummelt und wollte dann in die City. Gibt es irgendeinen weg, vom Weißekreuzplatz zum HBF, der nicht mit besoffenen Punks und Obdachlosen gepflastert ist? Solange der Raschplatz nicht fertig ist wohl nicht...

matheking
June 23rd, 2009, 12:02 AM
Was eine Bebauung des Leineufers angeht, so bin ich eher für einesich komplette Bebauung der Altstadtseite. Wenn man das hohe Ufer durch asymmetrische Häuserzeilen ersetzt die in Richtung Altstadt Läden, Wohnungseingänge und ähnliches auf der derzeitigen Höhe besitzen und in Richtung Leine zwei Stockwerke tiefer Läden und Cafes die sich zu einer schmalen Promenade/Steg öffnen. Das wäre dann Gastronomie so ähnlich wie sie jetzt von dem Aulich betrieben wird. In Höhe vom Marstall und vielleicht auch dem Beginenturm könnte man große Treppenanlagen haben die Raum zum Sitzten bieten und die Uferpromenade an die Altstadt anbieten.
Um die Diskussion vom Hannover2020 Thread mal hier fortzusetzen zitiere ich mich hier mal selber. Leider bin ich kein Künstler, um meine Vorstellungen in bebildert präzisieren zu können. Aber schaut Euch doch mal das BIld auf dem folgenden Link an. So eine Atmosphäre könnte ich mir auch an der Leine gut vorstellen. Die Rückseite der Gebäude wäre dann, wie oben beschrieben, nur zweistöckig. In den oberen Stockwerken könnten also attraktive Appartments mit Blick auf die Leine entstehen.
http://www.flickr.com/photos/toniphotos/2791833818/

SternHAJ
June 24th, 2009, 10:35 PM
Nachmittags stand ich allerdings wieder vor einer fast unlösbaren Aufgabe: Hatte Besuch von außerhalb, bin mit denen über die Lister Meile gebummelt und wollte dann in die City. Gibt es irgendeinen weg, vom Weißekreuzplatz zum HBF, der nicht mit besoffenen Punks und Obdachlosen gepflastert ist? Solange der Raschplatz nicht fertig ist wohl nicht...

Mein Tipp: Durch die Gretchenstraße zur Bödeckerstraße, dann über Emmichplatz, Königstraße und Theaterstraße in die City.

realstranger
June 24th, 2009, 10:50 PM
Hmpf. Ja, könnte man machen. Ist allerdings schon ein ordentlicher Umweg :D
Hatte halt nciht drüber nachgedacht, und wir waren schon fast am Bredero...
Najo, wenn der Raschplatz fertig ist, bessert sich die Situation ja hoffentlich :)

lifestyle032
June 24th, 2009, 11:26 PM
Mein Tipp: Durch die Gretchenstraße zur Bödeckerstraße, dann über Emmichplatz, Königstraße und Theaterstraße in die City.

Seid ihr mit dieser Diskussion nicht wieder im falschen Thread? Das wird König Erbse aber nicht freuen .-)

:laugh:

Leine1977
June 24th, 2009, 11:34 PM
Wo wir gerade hier sind: Was neues vom Hotelneubau am Hohen Ufer? Oh Mann, hoffentlich was Feines und kein Bunker...

tetaro
June 25th, 2009, 11:04 AM
War gestern ebenfalls da und fands super. Müll habe ich spontan nicht gesehen, allerdings war es auch ca. 12:00 Uhr.
Nachmittags stand ich allerdings wieder vor einer fast unlösbaren Aufgabe:
Hatte Besuch von außerhalb, bin mit denen über die Lister Meile gebummelt und wollte dann in die City. Gibt es irgendeinen weg, vom Weißekreuzplatz zum HBF, der nicht mit besoffenen Punks und Obdachlosen gepflastert ist? Solange der Raschplatz nicht fertig ist wohl nicht...

Und schon wieder sind wir in der Qualitätsdebatte hannoverscher Plätze :drunk:

Leine1977
June 30th, 2009, 02:37 PM
Wettbewerbsergebnisse

Laut heutiger NP verschiebt die Stadt die Veröffentlichung auf Ende September. Die Jury ist mit den Plänen unzufrieden und es werden kleine Nachbesserungen gefordert. Details wie die Anordnung des Hotels oder das Verhältnis des Gebäudes zur übrigen Bebauung wurden nicht beachtet.

Ich möchte alle schon einmal vorwarnen: Ich werde mich mit heftiger Kritik nicht zurückhalten können. Wenn ich obiges schon lese, weiß ich schon was kommt. Sorry, aber ich finde den Bauplatz so extrem wichtig.

Leine1977
June 30th, 2009, 03:57 PM
Als Benchmark kann nach wie vor der (zum Glück) gescheiterte Entwurf aus 2004 dienen:

http://www.terra-transform.de/terra-transform/service/handouthann.pdf

lifestyle032
June 30th, 2009, 04:47 PM
Bloß nicht! :gaah:
Immerhin habe ich bei folgendem Auszug die Hoffnung, dass das Gebäude in die Umgebung eingegliedert werden soll.. hoffentlich nicht nur größentechnisch, sondern auch fassadentechnisch (derart, dass ein schöner alter Stil zitiert wird).

oder das Verhältnis des Gebäudes zur übrigen Bebauung wurden nicht beachtet.

telemaxx
June 30th, 2009, 04:52 PM
Als Benchmark kann nach wie vor der (zum Glück) gescheiterte Entwurf aus 2004 dienen:

http://www.terra-transform.de/terra-transform/service/handouthann.pdf

Die Entwürfe, die zu sehen sind, waren aber nur Vorentwürfe.
Ein Architektenwettbewerb sollte erst noch folgen (das entnehme ich den angehängten Zeitungsartikeln).
Aber die Vorentwürfe hätten die Richtung da schon vorgegeben...

erbse
June 30th, 2009, 10:33 PM
Wie sah denn der historische Vorgängerbau aus? Gibt es da Ansichten / Fotos?
Oder war die Stelle unbebaut?

blackwhitecastle
July 5th, 2009, 11:34 PM
Mir persönlich wäre wichtig, dass es dort neben eine historisch anmutenden Fassade auch eine Art Vorplatz geben wird, an dem man sich im Altstadtambiente auf einen Kaffee oder ein Bier treffen kann. Ein öffentlicher Platz mit Gastronomieangebot.

Stellt Euch vor, direkt hinter Euch die Altstadt, vor Euch der fantastische Blick auf die Leineinsel mit der Calenberger Silhouette.

Dieser Platz hätte dann auch bis in die späten Abendstunden Sonne. Von derartigen Plätzen gibt es in Hannover im Zentrum nicht viele, spontan fällt mir nur der Bahnhofsvorplatz und der Ballhof ein.

Hätte man mitein wenig Weitsicht vielleicht auch auf dem Rathenauplatz hinbekommen können. - Dort ist auch länger Sonne...

lifestyle032
September 1st, 2009, 12:09 PM
So, diesen Monat müsste eigentlich die finale Entscheidung in Sachen Architektur des neuen Hotels/etc. fallen... bin wirklich gespannt :nuts:

telemaxx
September 1st, 2009, 02:45 PM
Da bin ich ja echt mal auf die Entwürfe gespannt.
Die ersten müssen ja echt unter aller Kanone gewesen sein, wenn sie nicht mal der Stadt gefallen haben; und die ist bekanntlich ja sehr genügsam ;) (siehe EAG, Roesenquartier, ...)

@lifestyle: Aus welcher Quelle hast du diese Zeitangabe?

lifestyle032
September 1st, 2009, 03:01 PM
http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=39024048&postcount=157

;)

Leine1977
September 7th, 2009, 08:16 PM
:ohno:

Büro 1 "Eike Becker"

Mist, hab jetzt den zweiten Platz entdeckt. Zwar kein Bild, aber die Entwürfe des Büros lassen erahnen, was da in Hannovers Altstadt gebaut werden soll: Modernistischer Einheitsbrei = Glaskästen! Hab jedenfalls nichts gelungenes auf deren HP gesehen, was in eine Altstadt passen könnte...

http://www.eikebeckerarchitekten.com/de/start.html?news/news.php

So bitte nicht!

Leine1977
September 7th, 2009, 08:36 PM
:yes:

Büro 2 "Schulze & Partner"

Ah, hier gibts dann doch mal ein Bild. Leider keine Preisangabe. Aber so wäre ich mit halbwegs einverstanden. Scheint Naturstein zu sein. Persönlich favorisiere ich ja keinen zweiten Mega-Block, sondern kleine Häuser, was bei einem Hotel aber leider nicht geht.

http://www.schulze-architektur.com/index.php?id=374

http://img42.imageshack.us/img42/336/wettb0901.jpg (http://img42.imageshack.us/i/wettb0901.jpg/)

http://img214.imageshack.us/img214/8642/wettb0907.jpg (http://img214.imageshack.us/i/wettb0907.jpg/)

Blättert mal auf der Seite. Die haben ´ne Menge Bilder.

Martinsson
September 7th, 2009, 08:37 PM
Mist, hab jetzt den zweiten Platz entdeckt. Zwar kein Bild, aber die Entwürfe des Büros lassen erahnen, was da in Hannovers Altstadt gebaut werden soll: Modernistischer Einheitsbrei = Glaskästen! Hab jedenfalls nichts gelungenes auf deren HP gesehen, was in eine Altstadt passen könnte...


Das darf doch echt nicht wahr sein, dass den heutigen "Baumeister" nur noch Stahl-Glas-Konstruktionen, ggf. variierend mit ein bisschen Holzzutaten einfällt!

Ich war am Wochenende in Köln und habe das "Weltstadthaus" von Peeek & Cloppenburg (die Düsseldorfer) in Augenschein genommen: von außen ja nicht schlecht, wenn man es von einer bestimmten Seite betrachtet, wenn es von innen beleuchtet ist, wenn es drumherum dunkel ist, wenn...

Sowas ist letztlich eine gesichtslose Architektur, die auf gewisse Showeffekte abzielt, die (im Großen) auch eine schöne "Transparenz" bietet, die jedoch den menschlichen Maßstab außer acht lässt, und die nicht wirklich "schön" ist! Wichtig ist doch auch der Wohlfühlfaktor, eine Gebäude muss - wie man so schön neudeutsch sagt - nachhaltig sein, also Menschen müssen sich auch noch in späteren Jahren (Jahrzehnten) damit identifizieren können. ich glaube, die Mode von Stahl-/Glas-Architektur wird sich späterhin als Irrtum erweisen.

Der Trend muss wieder hin gehen zu Steinbauten, daher bin ich auch überzeugt, dass das neue Kröpcke-Center in seinem überarbeiteten Entwurf durchaus die Chance auf eine "nachhaltige" Qualität hat. Das vielzitierte Gebäude des Hotels Concord in Berlin passt sich schließlich auch recht gut in die Umgebung ein.

Es darf aber am hohen Ufer (diesem "geschichtsträchtigen" Ort) keine Architektur geben, die solchen Ansprüchen nicht genügt. Man möge doch bitteschön auf die Reste der historischen Bebauung Rücksicht nehmen. Dies ist kein Platz für architektonische Experimente. Dafür gibt es andere Orte.

Leine1977
September 7th, 2009, 08:43 PM
Also mehr kann ich nicht finden. Es ist sehr schwierig danach zu suchen.

:speech:

Wenn hier irgendeiner aus der Stadtverwaltung mitleist. Wenn Herr Bodemann vielleicht hier mal reinschauen sollte: Bitte wählt einen würdigen Entwurf für unsere Altstadt aus. Baut Glaskästen am Raschplatz oder sonstwo, aber nicht in unserer Altstadt. Bitte! Der Bürger dankts.

gstolze
September 7th, 2009, 09:19 PM
Den Entwurf von Schulze und Partner finde ich an sich genommen nicht schlecht. Allerdings würde ich mir für die Altstadt eben ein stärkeres Zurückbesinnen auf die Kleinteiligkeit und Formensprache der Altsadt wünschen und keine Anboederung an das Historische Museum, welches die Altsadt brutal entstellt. Z.B. könnte man kein Flachdach bauen, sondern viele kleine Giebel auf den Bau setzten und die glatte Fassade vertikal Gliedern. Oder man gliedert die Fassade in verschiedene Bereiche unterschiedlicher Materialien und Formensprache. Unter Umständen könnte mann dann sogar die Reko des ursprünglichen Hauses der Väter (nicht die Version aus der Langen Laube) dazwischen Einfügen.

Leine1977
September 7th, 2009, 09:46 PM
Z.B. könnte man kein Flachdach bauen, sondern viele kleine Giebel auf den Bau setzten und die glatte Fassade vertikal Gliedern. Oder man gliedert die Fassade in verschiedene Bereiche unterschiedlicher Materialien und Formensprache.

Das hätte ich auch gut gefunden. Aber wenn man einen Wettbewerb ohne Vorgaben aufstellt, kommt sowas leider nicht raus. Für die kleine Leine sieht dass dann fatal aus: große Blöcke versperren die Altstadt! Es kann ja auch mal was künstlerisches sein, so nach a lá Hundertwasser. Aber darauf kommt ja hier keiner...

So ähnlich wie an der Schlachte in Bremen - das wär etwas passendes für das Leineufer (vielleicht proportional zur Leine etwas kleiner). Das müßte doch auch Herrn Bodemann noch bekannt sein.

Oder so etwas hannover-typisches. Müßte doch eigentlich recht billig herzustellen sein:

http://img166.imageshack.us/img166/5264/mi05583g13boc1.jpg

SternHAJ
September 7th, 2009, 10:23 PM
Wie kommt ihr auf die Idee, den Entwurf von Schulze und Partner für "nicht schlecht" zu halten????? Das ist eine Kopie der EAG, weiter nichts. Das reicht doch einmal. Oder????

telemaxx
September 8th, 2009, 01:24 AM
Ich muss sagen, der Entwurf gefällt mir ganz gut!
Mit der EAG ist er m.E. nicht vergleichbar, er weist schon eine wesentlich abwechslungsreichere Fassadengliederung auf.
Wobei die Ansicht von der Ballhofseite auch schon wieder ein Klasse schlechter ist als die Leine-Seite.

Lefthandy
September 8th, 2009, 01:34 AM
Büro 2 "Schulze & Partner"

http://www.schulze-architektur.com/index.php?id=374

http://img42.imageshack.us/img42/336/wettb0901.jpg (http://img42.imageshack.us/i/wettb0901.jpg/)

http://img214.imageshack.us/img214/8642/wettb0907.jpg (http://img214.imageshack.us/i/wettb0907.jpg/)


Finde das auch gar nicht so verkehrt. Scheinbar soll es einen -1 Durchgang ans Leineufer geben. Das fände ich sehr cool.

Ansonsten haben selbstverständlich diejenigen Recht, die meinen: Wer nicht immer das Maximum fordert, muss sich mit einem Minimum zufrieden geben.

Bei einem Hotelneubau, der ja nun mal fest steht, habe ich aber echt etwas schlimmeres erwartet. Der Schulze & Partner Entwurf wäre da ein einiger Maßen versöhnlicher Kompromiss.

erbse
September 8th, 2009, 09:50 AM
Herrje :ohno:


Also wenn ihr eure Ansprüche schon derart weit heruntergeschraubt habt, ist es wirklich schlimm um Hannover bestellt.. WACHT AUF! Das ist ein grottiger Entwurf! Keine Kleinteiligkeit, null Maßstäblichkeit, banalste Fassadengliederung, Riesenfenster, Flachdach, 08/15 der schlimmsten Sorte! MITTEN IN DER ALTSTADT, MITTEN AN DER LEINE!


Ich wüsste wirklich nicht, wie man da einen noch übleren Entwurf hätte abliefern können.
Bis auf die Sandsteinfassade gibt es daran NICHTS positives!


Wofür habt ihr euren Stadtbild-Verein gegründet, wenn nicht dafür, um solche Unfälle zu verhindern? :dunno:

Squig
September 8th, 2009, 10:30 AM
Ich wüsste wirklich nicht, wie man da einen noch übleren Entwurf hätte abliefern können.
Bis auf die Sandsteinfassade gibt es daran NICHTS positives!

Guck dir mal das Rosenquartier an, oder den Bunker am Raschplatz... Ich bin froh, wenn sowas nicht kommt.

Leine1977
September 8th, 2009, 10:55 AM
Erst mal ganz ruhig bleiben. Es ist gar nichts entschieden. Wer sagt denn, dass der Entwurf überhaupt noch im Rennen ist? Warum sollte man ihn veröffentlichen, wenn der Wettbewerb noch läuft? Schulze+Partner können ja schon ausgeschieden sein.

Man muss es auch im Vergleich sehen. Die bisherigen Entwürfe sahen um länger schlechter aus (aus 2004?). Nur Glas - nichts anderes.

Natürlich ist der Entwurf für die Altstadt daneben. Er wäre gut für ein hochwertigen Bürokomplex einer Versicherung an der Karl-Wiechert-Allee. Das Büro Schulze+Partner kann aber auch nichts anderes als Bürokolosse. Von daher keine Überraschung.

Dass sich kein Architekt mit einer europäischen Kleinstadt, ihrer Kubatur, ihrem Umfeld und ihrem Ensemble kreativ auseinandersetzt - allein das sagt mir, dass das Studium eines Architekten überflüssig ist. Ein Bauingenieur kann so etwas auch planen.

P.S.: Hinzu müssen wir noch berücksichtigen, dass zwischen Rendering und Wirklichkeit bisweilen große Lücken klaffen...

Leine1977
September 9th, 2009, 11:12 AM
http://img42.imageshack.us/img42/336/wettb0901.jpg[/IMG] (http://img42.imageshack.us/i/wettb0901.jpg/)


Nach gestriger Vorort-Begutachtung halte ich das Rendering übrigens für eine Täuschung. Tatsächlich ist die Gebäudekante fast doppelt so lang wie das linke Nachbargebäude. Kann man nicht dazwischen noch eine kleine Gasse einbauen? Das sieht ja sonst aus wie eine neue Berliner Mauer!

erbse: Kann man im Thread-Name eigentlich "(Zukunftsprojekt)" entfernen? Hier geht es ja auch um konkrete Projekte.

weyoun.
September 9th, 2009, 12:10 PM
die leine scheint mir auf dem bild doch etwas mächtiger als sie ist...

Lefthandy
September 9th, 2009, 01:58 PM
^^ Ja stimmt. Die haben wohl schonmal vorsorglich die wahgen Pläne umgesetzt, den Wasserpegel der Leine anzuheben. Sieht aber wirklich toll aus auf dem Bild. Sollte man als Werbung für diesen Vorschlag verwenden.

Wie die Leine dort momentan langkriecht ist wirklich unschön.

Ja ja, die unendliche Geschichte der Renderings...:dunno:

SternHAJ
September 9th, 2009, 04:58 PM
Was hier hin muss ist etwas, was sich in die Umgebung EINPASST! Ein historisisierender Stil wäre hier angemessen.

gstolze
September 9th, 2009, 07:43 PM
Meiner Meinung nach sollte der Bau nicht historisierend sein, sondern ein zeitgenössiches Gebäude, welches sich in Material, Formensprache, Gliederung und Dachaufbau an die altstädtische Bauweise anpasst. Ich mag grundsätzlich keine neuen, pseudo-historisierenden Bauten. Entweder Rekos oder vernünftige, an den Standort angepasste Neubauten.

Übrigens war hier vor dem Krieg auch keine kleinteilige Bebauung aus Einzelhäusern, sondern es waren die Anlagen des Marstalls samt Nebengebäuden.

SternHAJ
September 9th, 2009, 10:17 PM
Dein "sondern ein zeitgenössiches Gebäude, welches sich in Material, Formensprache, Gliederung und Dachaufbau an die altstädtische Bauweise anpasst. " ist auch voll akzeptabel.

Bloß kein Einheitsarchitekturbrei!!

CrayZD
September 10th, 2009, 10:21 AM
Also, ich finde die Leineseite auch gar nicht so schlecht. Die Integration der Leinepromenade ist auch mal eine zu begrüßende Idee. Die Ballhofseite schlägt so gesehen die Brücke zwischen der historischen Ballhof-Bebauung und der (auf dieser Seite) grottigen Parkhausarchitektur des Historischen Museums. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sie sich mehr am Ballhof orientiert und weniger am Museum.

Generell (ich denke mal, das ist hier auch mit Einheitsarchitektur gemeint) würde ich mehr Fassadendetails begrüßen. Und warum zum Geier immer Flachdach? :ohno:

Leine1977
September 10th, 2009, 11:13 AM
Die Marstall-Gebäude waren m.E. allesamt och weiter oben oder? Wenn man diese nicht rekonstruiert, so wäre ich dennoch für kleinere Parzellen. Denn auch die Marstall-Gebäude waren längst nicht so groß.

Es kann auch gerne zeitgenössisch sein - aber klassisch mit behutsamer und rücksichtsvoller Architektur. Einen Dresdner Neumarkt brauchen wir ja nicht unbedingt.

Leine1977
October 14th, 2009, 03:23 PM
:?

Irgendwie kein gutes Zeichen, dass das Ergebnis des Wettbewerbs am Hohen Ufer einfach nicht zu Pötte kommt. Was da wohl auf Hannover zukommen wird...

lifestyle032
October 14th, 2009, 04:27 PM
Oder doch ein gutes Zeichen, da die Jury evtl. pingelig vorgeht?

Wie auch immer.. ich kann das Ergebnis auch nimmer abwarten...

telemaxx
October 19th, 2009, 04:15 PM
Die Tagung der Jury zum Hotelneubau am Hohen Ufer am 1. Oktober ist angeblich nur aus organisatorischen Gründen gescheitert, so die Info von einem Redakteur der HAZ.

Schon ein wenig mysteriös das ganze ^^

Leine1977
October 19th, 2009, 04:30 PM
^^ In Wahrheit ist passierte folgendes:

Die Planer haben endlich einmal den Stadtraum miteinbezogen und eine ansprechende hochwertige Architektur hervor gezaubert. Schöne Fassaden, etwas Ornamentik, kleine Giebelchen - alles in allem sollte es sich in eine Altstadt einfügen.

Dann kamen die hiesigen Stadtplaner daher und waren entsetzt: Nein, Hannover habe schon immer modernistisch, langweilig, trist, mit Flachdach und ohne Niveau geplant. Das müsse fortgeführt werden. Nachsitzen, aufarbeiten, umsetzen!!!

:lol: ...obwohl eigentlich eher :ohno:

lifestyle032
October 20th, 2009, 11:30 AM
Die Tagung der Jury zum Hotelneubau am Hohen Ufer am 1. Oktober ist angeblich nur aus organisatorischen Gründen gescheitert, so die Info von einem Redakteur der HAZ.
Hat jener Redakteur denn auch Informationen zu einem neuen, endgültigen Termin der Ergebnispräsentation? :)

telemaxx
October 20th, 2009, 04:48 PM
Unser Stadtbaurat ist im Moment wohl im Urlaub, ich hab aber keine Ahnung wie lange noch, danach soll die Jury tagen.

Bob!
October 24th, 2009, 01:18 PM
http://www.abload.de/img/beginenturmmd3a.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=beginenturmmd3a.jpg)
(HAZ, 24.10.09)

Wollen wir hoffen, dass es nicht an der Finanzierung scheitert.

devilsadvocate
October 24th, 2009, 03:52 PM
Endlich mal ein tolles Projekt! Wo andere Städte schon sehr auf Geschichte aus sind und dies auch vermarkten, steckt Hannover echt noch in den Kinderschuhen (siehe auch die eingemauerte Stadtmauer...)...
Ein guter SChritt in die richtige Richtung und gott sei Dank haben sie die scheußliche Brücke von selbstverliebten Architekten weggelassen, ohne Rücksicht auf dieses einzigartige Denkmal!

lifestyle032
November 21st, 2009, 09:16 PM
Rund um's Hohe Ufer ist es mir in letzter Zeit deutlich zu leise geworden.
Was ist nun mit dem Architektenwettbewerb? :dunno:
So langsam müsste mal ein Gewinner gekürt werden! :|

Leine1977
November 22nd, 2009, 04:34 PM
Ja ist traurig. Ich befürchte Schlimmes. Die hillebrecht´schen Jungs von der Bauverwaltung haben bestimmt moniert, dass die Entwürfe nicht langweilig genug aussehen - man kennt ja deren Haltung und die typischen städtebaulichen Fehler, die dort gerne gemacht werden...

Hier übrigens noch ein Büro, bei dem man jedoch einen Login benötigt.

http://buscharchitekten.eu/busch.htm

tetaro
November 23rd, 2009, 06:02 PM
Meiner Meinung nach sollte der Bau nicht historisierend sein, sondern ein zeitgenössiches Gebäude, welches sich in Material, Formensprache, Gliederung und Dachaufbau an die altstädtische Bauweise anpasst.

Leider wird ja als "zeitgenössisch" immer nur der Pseudobauhaus-Klötzchenstil akzeptiert, der vor allem billig ist. Im Übrigen finde ich es keineswegs historisierend, wenn man sich mal wieder zu Ornamenten am Bau hinreißen ließe, etwas, was man erstmalig in der Menschheitsgeschichte im industriellen Zeitalter abgeschafft hat.

Leine1977
November 24th, 2009, 11:05 AM
Die Tagung der Jury zum Hotelneubau am Hohen Ufer am 1. Oktober ist angeblich nur aus organisatorischen Gründen gescheitert, so die Info von einem Redakteur der HAZ.

Schon ein wenig mysteriös das ganze ^^

Ich tippe mal auf folgendes Szenario: Investor ist abgesprungen!

Hanno01
November 24th, 2009, 01:39 PM
Ich denke auch dass der Investor abgehauen ist.

Gab es überhaupt schon einen Betreiber für das Hotel?
Der Hotelstandort Hannover läuft ja ohnehin recht bescheiden.

Die rückläufigen Messebesucher werden ihr übriges beitragen, und als überregionales Touristenziel taugt Hannover dank Hillebrecht und co nun auch nicht mehr wirklich... :ohno:

Interessant ist nur, dass Herr Bodemann die Enticklung des Hohen Ufers ja praktisch als Kerngebiet der Stadtentwicklung Hannover 2020 noch letzten Monat bei seinem Vortrag verkauft hat.

Ich glaube der gute Mann wird sich noch wundern wie wenig er in Hannover wird positiv verändern können.
Konkrete Projekte sind aus dem Prozess 2020 jedenfalls noch nicht erwachsen, und ich würde darauf wetten, dass da auch nicht mehr viel kommt.

Anscheinend schafft Hannover es nicht ausreichend Investoren in die Innenstadt zu bekommen...

Das abscheuliche Maritim Hotel vis a vis vom Rathaus ist doch das beste Beispiel. Würde der Bunker in Düsseldorf oder Frankfurt in bester Citylage so stehen bleiben???

devilsadvocate
November 24th, 2009, 02:32 PM
Also Düsseldorf und Frankfurt sind ja nun nicht gerade Beispiele einer schönen Stadt (wenn es das in Deutschland überhaupt gibt, zumindest wenn man sich das Gesamtbild anschaut, im Gegensatz zu Rom, PAris usw., also alle nicht zerstörten Städte...). Auch dort gibt es hässliche Bauten und Hannover würde ich nicht als verunstalteter als diese beiden Städte nennen.

Hinsichtlich des Hotelmarktes steht Hannover aber gut da und es ist auch noch ausreichend Potential vorhanden, da laut einer Umfrage bei großen Messen ca. 80% im Umland übernachten. Deswegen dürfte der Hotelneubau in der Ciuty noch längst nicht gestoppt sein.

Das Maritim ist nun mal ein privater Betreiber und wird hoffentlich auch bald nmalk eine Sanierung vornehmen.
Keine Frage ist das Ding zur Zeit hässlich, aber je mehr Zeit vergeht, desto höher werden die Ansprüche an Sanierungen und ich bin auch der MNeinung, dass so langsam auch wieder die Ästhetik eine wichtigere Rolle spielt, sodass die Sanierung, die auf jeden Fall kommen wird, vll doch recht hübsch ausfallen dürfte.
Besser auf jeden Fall, als hätte man das Ding bereits vor 10 Jahren saniert, in Waschbeton-Optik...

Hinsichtlich der Investoren ist Hannover aber auch nicht unbedingt schlecht aufgestellt.
ZOB, Steintor, Kröpcke Center, vll auch Schmorl und Sparkasse...
Da ist einiges in Bewegungm, was aber leider Zeit braucht, auch wegen des Baurechts.

Leine1977
November 24th, 2009, 02:46 PM
Gab es überhaupt schon einen Betreiber für das Hotel?

Hochtief war jedenfalls der Projektentwickler. Vom Betreiber weiß ich auch noch nichts...

Ich glaube der gute Mann wird sich noch wundern wie wenig er in Hannover wird positiv verändern können.
Konkrete Projekte sind aus dem Prozess 2020 jedenfalls noch nicht erwachsen, und ich würde darauf wetten, dass da auch nicht mehr viel kommt.

Na ja, in 3-5 Jahren wird der Otto-Brenner-Kreisel mal rückgebaut... das wär doch schon was!:lol:

telemaxx
November 24th, 2009, 08:36 PM
Ich halte Hochtief allerdings nicht für so einen dubiosen Investor...bisher ;)
Oder tritt Hochtief gar nicht als Investor auf?!

Ein Betreiber für das Hotel war damals schon angekündigt, nur noch nicht konkret genannt.
Es hieß eine "Hotelkette aus Norddeutschland" oder so ähnlich.

Da die Architekten schon einen Großteil der Arbeit geleistet haben müssten, müssten die dafür ja auch entlohnt werden, sprich der Architektenwettbewerb muss so oder so zu Ende geführt werden?!

Squig
November 24th, 2009, 11:51 PM
Wie kommst du darauf, dass Architektenbüros für die Teilnahme an Wettbewerben Geld sehen?
Im Prinzip ist das nur eine bessere Bewerbung.

telemaxx
November 24th, 2009, 11:54 PM
Ich kenn das so, dass beim Architektenwettbewerb Geldpreise ausgelobt und auch vergeben werden ;)

Squig
November 25th, 2009, 12:16 AM
Ich kenn das so, dass beim Architektenwettbewerb Geldpreise ausgelobt und auch vergeben werden ;)

Hmmm ok kann sein. Kommt wohl auch auf den Auftrag an.

CrayZD
December 28th, 2009, 06:50 PM
Puh... das dauert wohl noch ne Weile. :(

Statt Hotel nur Wohnungsbau am Hohen Ufer?
VON MICHAEL KRISCHE

HANNOVER. Es ist ein Filetstück in Traumlage. Aber irgendwie hat die Stadt mit der Vermarktung des ehemaligen Schulgrundstücks am Hohen Ufer kein Glück. Nach NP-Informationen stehen die Pläne für den Bau eines Luxushotels erneut auf der Kippe. „Zurzeit wird vom Investor als Alternative geprüft, ob auch ein reiner Wohnkomplex mit Geschäften an dieser Stelle in Frage kommt“ heißt es. Den Zuschlag für den Grundstückskauf hatte im März die Firma Hochtief Construction (Osnabrück) erhalten. Ein Architektenwettbewerb hatte im Juni kein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. Auch ein zweiter Termin nach Überarbeitung von vier als gleichwertig eingestuften Entwürfen im Herbst platzte. In Kontakt mit den Architekten wird zurzeit erneut nach besseren Lösungen gesucht. Durch die Verzögerung ist der von Hochtief ausgesuchte Hotelbetreiber offenbar ungeduldig geworden. Er habe Zweifel an einer Eröffnung wenigstens zur CeBIT 2011. Deshalb die Überlegungen für eine reine Wohnbebauung. In der Ausschreibung war eine Wohnnutzung ausdrücklich mit genannt worden. Von Hochtief war gestern keine Stellungnahme zu bekommen – Weihnachtsurlaub. Das Projekt droht damit vollends zur unendlichen Geschichte zu werden. Die erste Ausschreibung war bereits 2004 gelaufen. 2007 wurde der erste Investor ausgebootet.

28.12.2009 / NP Seite 18 Ressort: LOKA

erbse
December 28th, 2009, 07:32 PM
Aber das ist die Chance auf eine vernünftige, kleinteilige und altstadtgerechte Lösung! Im Gegensatz zum Hotelklotz!


Definitiv ein Grund zur Freude, nicht zur Räson! :)

Leine1977
December 28th, 2009, 07:43 PM
^^ Oh man, das ist ja eine Katastrophe! Nichts gelingt hier in dieser Stadt. Wenn sich ein Hotel nicht rechnet, dann wird die gesamte Architektur darunter leiden - da weniger Profit.

Die Krux ist, dass nur mit Hotel die Altstadt eine Renaissance erleben wird. Es hätte vielleicht völlig neue Möglichkeiten eröffnet wie weitere Stadtverschönerungen, Kaufkraft, neue Kundenströme. ... wobei ich natürlich erbses Vorschlag der Kleinparzellierung begrüße.

Ich denke, es bleibt bei der Ruine.

telemaxx
December 28th, 2009, 08:13 PM
Bei den Verzögerungen war mir klar, dass da irgendwas schief gelaufen ist.
Prinzipiell hätte ich gegen Wohnungen in der Innenstadt bzw. Altstadt nichts, aber ich denke, wie Leine auch, dass ein Hotel (in Kombination mit Wohnnutzung) den größeren Belebungsfaktor für das Viertel hätte.

Und zur Architektur: Man kann an so eine sensible Stelle nicht einfach einen Klotz hinsetzen. Direkt neben dem ältesten erhaltenem Gebäude Hannovers, gegenüber vom Ballhof und direkt an der Leine...

gstolze
December 28th, 2009, 09:44 PM
Die bisherigen Erfahrungen mit Neubauprojekten lassen mich schaudern. Ich hoffe, das unter Bodemann nicht wieder die gleichen Fehler gemacht werden, wie unter Bockhoff-Gries. Wenn die noch im Amt wäre. hätten wir wahrscheinlich einen dritten Aufguss des Parkhauses Schmiedestr. Ich finde es schlimm, dass man sich in unserem Bauamt bisher so vehement gegen alles wehrt, was nach Rekonstruktion oder Neoklassik aussieht.

homann5
December 28th, 2009, 09:53 PM
Ich finde, daß kleinteilige Wohnbebauung dort nichts verloren hat. Es mag zwar einen gewissen Charme haben, dort so etwas zu bauen, allerdings können sich solche Gebäude nicht ins Umfeld integrieren. Optimal wäre natürlich ein Hotel, wobei in Punkto Belebung massenkompatibler Handel aber noch besser wäre. Vorausgesetzt natürlich, daß ein hochwertiges Gebäude errichtet wird.

devilsadvocate
December 29th, 2009, 12:04 AM
Zur Belebung wäre eine Großraumdisko in altem "Baustil" perfekt :-)
Würde hübsch aussehen und die Altstadt weiter beleben.

Leine1977
December 29th, 2009, 11:05 AM
Die bisherigen Erfahrungen mit Neubauprojekten lassen mich schaudern. Ich hoffe, das unter Bodemann nicht wieder die gleichen Fehler gemacht werden, wie unter Bockhoff-Gries.

Hat die eigentlich die architektonische Katastrophe beim Schauspiehaus zu verantworten? Oder war das unter dem nicht weniger glücklichen Adrian.

Ich kann es da einfach nicht fassen wie man als Stadtplaner auf so eine Idee kommt, ein so häßlichen Klotz als Leitbau (!) in die kleine Prinzenstraße zu setzen. Die hannoverschen Stadtplaner sind fachlich irgendwie alle nicht so dabei. Ich befürchte Schlimmes und Häßliches am historischen Leineufer!

gstolze
December 29th, 2009, 11:59 AM
Das Schauspielhaus liegt noch in der Zeit von Adrian. Damals sind auch viele Bürger und selbst Architekten gegen den Plan Sturm gelaufen, einerseits, wegen der Zerstörung der Cumberland'schen Galerie, andererseits, weil es der denkbar ungünstigste Platz für ein Theater war. Es hat auch einen Investor gegeben, der dort ein Hotel und eine Ladenpassage zur Theaterstr. bauen wollte. Aber der wurde sofort von der Stadt verprellt.

telemaxx
December 29th, 2009, 12:43 PM
Welche Standorte standen denn noch zur Auswahl, abgesehen von der Prinzenstraße?
Ich finde es ganz schön dämlich, dass die den Standort mit Biegen und Brechen durchgesetzt haben.
Zulasten eines besseren Standortes, zulasten der alten Cumberland'schen Galerie, zulasten des Schauspielhaus-Gebäudes selber, das sich in anderer Umgebung (freistehend) vielleicht hätte viel besser "entfalten" können.

Leine1977
December 29th, 2009, 12:51 PM
@telemaxx: na, da schauste einfach mal in den Raschplatz-Thread rein. So wie ich das richtig in dem Buch gelesen habe, war das seit Kriegsende eine Never-ending-Story. Hillebrecht wollte immer den Raschplatz damit beglücken (dort wo jetzt wohl der Treppenaufgang steht). Das wäre auch eine Top-Lage gewesen. Ist irgendwie gescheitert...

Der Drops ist da aber gelutscht. Wichtig ist jetzt das Leineufer. Wenn das Projekt hier nicht klappt, dann kann man sich - so meine Meinung - große Teile von City2020 sparen. Die ganze Gegend um die Leine hätte man mal aus dem Dornrößchenschlaf wecken können.

Und wer weiß: Durch den Hotelneubau wäre vielleicht auch mal das Maritim am Rathaus in Zugzwang gekommen.

telemaxx
December 29th, 2009, 01:03 PM
In einer Hannover-Broschüre gefunden:

"1992 konnte endlich auch das neue Schauspielhaus eingeweiht werden, nachdem sein Bau aus Geldmangel über 25 Jahre immer wieder verschoben worden war. Da sich auf dem ursprünglich vorgesehenen Grundstück inzwischen der „Pavillon“ eingenistet hatte, der bundesweit zum Vorbild für selbstverwaltete Kulturzentren wurde, steht das Schauspielhaus nun mitten in der Stadt in einer Baulücke, von der aus es mit dem Künstlerhaus Verbindung aufnehmen konnte. Der Theaterhof, den beide Häuser gemeinsam nutzen, wurde zum neuen Innenstadt-Treffpunkt und erhielt mit der „Cumberlandschen
Galerie“ sogar eine eigene Bühne in einem alten Treppenhaus."

@Leine: Die Seiten zum Schauspielhaus kann ich leider nicht lesen, werden nicht angezeigt.

CrayZD
December 29th, 2009, 01:26 PM
Das Schauspielhaus liegt noch in der Zeit von Adrian. Damals sind auch viele Bürger und selbst Architekten gegen den Plan Sturm gelaufen, einerseits, wegen der Zerstörung der Cumberland'schen Galerie, andererseits, weil es der denkbar ungünstigste Platz für ein Theater war. Es hat auch einen Investor gegeben, der dort ein Hotel und eine Ladenpassage zur Theaterstr. bauen wollte. Aber der wurde sofort von der Stadt verprellt.

Bei aller berechtigten Hillebrecht-Kritik wird Hanns Adrian ohnehin viel zuwenig 'gewürdigt'. Als Leiter des Bereichs 'Sonderplanung' war er schon in der Hillebrecht-Ära maßgeblich für die gravierende Stadtraumverunstaltung durch Betonmonstrositäten, z.B. Ihmezentrum, Passerelle / Raschplatz, KC, Roderbruch incl. MHH mitverantwortlich. Deren Fertigstellung erlebte er z.T. dann schon als Stadtbaurat.

Hillebrecht war mit seinem Abbruchwahn und seinen autogerechten, 'weiträumigen' Stadtvisionen vielleicht der Wegbereiter für das vernarbte Stadtbild. 'Perfektioniert' hat es jedoch Adrian, vor allem dank wüster, menschenfeindlicher Architektur. Wobei man nicht vergessen darf, dass er vermutlich nur ein radikaler Vertreter des vorherrschenden Zeitgeistes war. Solche Betonwüsten gibt es schließlich nicht nur hier.

gstolze
December 29th, 2009, 02:25 PM
Komisch nur, dass Hillebrecht und Adrian ihre Projekte gegen jede Kritik durchsetzten konnten.

Heutzutage muss Bodemann sich wie auf Glatteis bewegen, damit er nicht die ewig gestrigen Seilschaften aus der Abriss- und Brutalismuszeit verärgert und womöglich noch seinen Hut nehmen muss, da er nicht dem Modernismus- und Funktionalismuswahn verfallen ist.

SternHAJ
December 29th, 2009, 06:12 PM
Heutzutage muss Bodemann sich wie auf Glatteis bewegen, damit er nicht die ewig gestrigen Seilschaften aus der Abriss- und Brutalismuszeit verärgert und womöglich noch seinen Hut nehmen muss, da er nicht dem Modernismus- und Funktionalismuswahn verfallen ist.

Manchmal glaube ich, ihr leidet hier unter Verfolgungswahn.

gstolze
December 29th, 2009, 07:47 PM
@SternHAJ: Harte Worte.

Aber die bisherigen Erfahrungen sprechen für sich.

Außerdem habe ich mal ein 4-wöchiges Praktikum im Stadtplanungsamt gemacht, und dabei deutlich mitbekommen, welcher Wind dort weht.

Leine1977
January 3rd, 2010, 05:53 PM
@gstolze: Was ich besonders schlimm finde, dass die Jungs vom Stadtplanungsamt kein Gefühl von einem guten Stadtraum haben. Ich war kürzlich in Bremen und erstaunt wieviel sich dort getan hat. Selbst bei der Pflasterwahl hat man ein gutes Händchen gehabt. Alte Bauwerke werden dort auch wieder flott gemacht.

Bei uns dagegen will das Stadtplanungsamt am liebsten eine reine Bauklotzstadt a `la EAG zementieren. Traurig!

gstolze
January 3rd, 2010, 07:26 PM
Das hast Du Recht, in Bremen hat sich viel Positives getan. Ich hoffe aber, dass Bodemann hier bei uns wirklich nachhaltig was verbessern kann.

Gestern in der Stadt habe ich mal wieder so eine Fehlplanung erlebt: Während man auf den Schnee- und Eisflächen relativ gut gehen konnte, hat man auf dem neuen Pflaster in der Karmraschstr., vor dem Heutelbeck-Neubau, Mühe gehabt, nicht auszurutschen. Wie kann man ein solch rutschiges Pflaster, flächig verlegt, auswählen? :ohno::ohno::ohno:

Hoffentlich wird sich die geistige Haltung in unserer lokalen Planung/Politik etwas ändern, wenn es zu einer Entwicklung der Altstadt kommt....

homann5
January 3rd, 2010, 09:25 PM
Gestern in der Stadt habe ich mal wieder so eine Fehlplanung erlebt: Während man auf den Schnee- und Eisflächen relativ gut gehen konnte, hat man auf dem neuen Pflaster in der Karmraschstr., vor dem Heutelbeck-Neubau, Mühe gehabt, nicht auszurutschen. Wie kann man ein solch rutschiges Pflaster, flächig verlegt, auswählen? :ohno::ohno::ohno:
Das Problem ist nicht das Pflaster, sondern die Einstellung zum Räumen der Fußwege, bzw. der Fußgängerzone. Ich habe mich gestern an der Ecke Kleine Packhofstraße/Georgstraße lang gemacht, weil die Stadt ja der Meinung ist, man müsse nur als Privatperson räumen. Würde einfach jeder seinen Teil räumen, gäbe es gar keine Probleme.

Um aber langsam die Kurve zum eigentlichen Thema zu kriegen: das Pflaster vor "Heutelbeck" finde ich für sich alleine betrachtet weder optisch noch in Punkto Qualität schlecht. Nur wird es absolut nicht passen, wenn man vor einen hellen Klotz (KC) auch noch helle Steine legt. Hier hätte man auf Kontraste setzen müssen, vielleicht analog zur Passerelle. Was die Altstadt angeht ist die Frage ja auch, welchen Teil die dortigen Hauseigentümer beitragen wollen. Schließlich müssten diese sich ja finanziell an einer neuen Pflasterung beteiligen.

Leine1977
January 4th, 2010, 10:57 AM
Das hast Du Recht, in Bremen hat sich viel Positives getan. Ich hoffe aber, dass Bodemann hier bei uns wirklich nachhaltig was verbessern kann.


Wobei mir gerade einfällt, dass Bodemann ja in Bremen tätig war - von daher halte ich auch große Stücke von ihm. Geschmack und ein gutes Auge für Stadträume scheint er m.M. jedenfalls zu haben. Hoffentlich kann er auch mal seine lahmen Angestellten in seiner Behörde davon begeistern....

Leine1977
January 6th, 2010, 07:06 PM
Wer ist eigentlich für diese Internetseite verantwortlich. In Teilen ist es ja auch meine Meinung.

http://vorwaertsnachweit.blogspot.com/

(Bericht über "Hotelneubau am Hohen Ufer")

matheking
January 6th, 2010, 08:02 PM
Wer ist eigentlich für diese Internetseite verantwortlich. In Teilen ist es ja auch meine Meinung.

http://vorwaertsnachweit.blogspot.com/

(Bericht über "Hotelneubau am Hohen Ufer")

Frag mal telemaxx...

telemaxx
January 6th, 2010, 08:59 PM
Ja, ist mein Blog.
Mal sehen, wie der sich so entwickelt...;)

Leine1977
January 7th, 2010, 10:26 AM
Ja, ist mein Blog.
Mal sehen, wie der sich so entwickelt...;)

Gute Arbeit!:okay:

Bob!
January 8th, 2010, 11:36 PM
http://www.abload.de/img/hohesufermdng.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=hohesufermdng.jpg)
(HAZ, 09.01.10)

Da würden mich die eingereichten Entwürfe bei dem Architektenwettbewerb aber echt mal interessieren...

homann5
January 9th, 2010, 03:31 PM
Für eine Belebung der Altstadt dürfte eine reine Wohnbebauung nicht taugen. Geschäfte und Gastro wären da viel besser für geeignet, wobei man dann schon einen "Magneten" bräuchte, um Kunden anzulocken.

Mir ist immer noch schleierhaft, wie man einen "grünen" Wirtschaftsdezernenten einsetzen könnte. Da könnte man glatt Gregor Gysi zum Verteidigungsminister machen.

Lefthandy
January 9th, 2010, 04:27 PM
Eine reine Wohnbebauung könnte ja vielleicht auch eine Eckkneipe zum Ballhof, sowie etwas ähnliches zur Leine hin beherbergen. Im Erdgeschoss will doch eh keiner wohnen.

Ich fand den einzigen Entwurf, der hier zu uns durchgedrungen ist, eigentlich gar nicht sooo schlecht. Zugegeben etwas einfallslos, aber solange er so wie auf den Renderings realisiert worden wäre, allemal besser als nichts. Bevor jetzt wieder jahrelang tote Hose ist, hätte ich damit Leben können. Außerdem hätte es dann auch das Hotel gegeben.

Hannover kommt echt immer nicht ausm Arsch.

matheking
January 9th, 2010, 04:38 PM
...
Mir ist immer noch schleierhaft, wie man einen "grünen" Wirtschaftsdezernenten einsetzen könnte. Da könnte man glatt Gregor Gysi zum Verteidigungsminister machen.
In vielen Bereichen von Umwelt- und Wirtschaftsressort beisst es sich bestimmt, wenn die beiden Ämter in Personalunion geführt werden. Ich erinnere mich aber auch daran, dass anlässlich der ersten hundert Tage von Mönninghoff im Amt als Wirtschaftsdezernent in der HAZ ein Artikel erschienen ist. Er hat wohl tatsächlich in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit gleich viele Betriebe in der Stadt besucht um deren Sorgen und Nöte zu erfahren. Das hat mich schon beeindruckt. Sonst habe ich ja eher das Gefühl, dass viele Politiker außerhalb des Wahlkampfes in ihren Elfenbeintürmen sitzen bleiben (Wahrscheinlich tue ich da gerade sehr vielen Unrecht. Is´halt nur ein Gefühl).
Die Logistikansiedlungen am Flughafen widersprechen ja auch grünen Grundsätzen.

homann5
January 9th, 2010, 04:53 PM
Die ganzen Ansiedlungen am Flughafen gehen aber nicht auf das Konto der Stadt Hannover, sondern gebühren eigentlich Langenhagen. Das Gelände auf dem der Flughafen steht sowie alles drumherum gehört zu Langenhagen, nur "postleitzahlentechnisch" gehört der Flughafen zu Hannover.

Ich habe noch keinen hauptberuflichen Politiker kennengelernt, der nicht in seinem Turm hockt, und das sind schon einige aus allen politischen Ebenen. Natürlich zeigt sich ein frisch gewählter "Volksvertreter" gerne vor Ort, die Presse liebt sowas ja. Schaut man sich aber, wie vielen Betrieben am Ende tatsächlich geholfen wurde, dürfte die Zahl doch sehr gering ausfallen. Das Problem ist, daß der Mann/die Frau an der Spitze einer Behörde keine Kompetenz im entsprechenden Themenbereich haben, bzw. nachweisen muss. Würde man das ändern, hätte man schon eine Menge geschafft.

Zurück zum eigentlichen Thema, an diesem Punkt der Altstadt würde ein Laden wie Saturn wahre Wunder bewirken, egal was man von "Geiz ist geil" hält. Parkmöglichkeiten gibt es durch das Parkhaus Schmiedestraße genügend und allein durch die Anzahl der laufenden Kundschaft aus Richtung Innenstadt und Markthalle wäre es für die gesamte Altstadt und die südliche Fußgängerzone ein enormer Gewinn. Zumal Saturn ja nun nicht unbedingt die hässlichsten Gebäude "bewohnt", also durchaus auf ein hochwertiges Äußeres achtet.

gstolze
January 9th, 2010, 05:12 PM
Ich fänd es schön, wenn dort die Fassade des ursprünglichen Hauses der Väter (nicht die vereinfachte Version von der Langen Laube) in einen Neubau integriert werden würde.

Die Belebung der Altstadt stellt ein Problem dar, solange

1. zu wenig historische Gebäude zu sehen sind

2. zu wenig historische Gebäude erlebbar/zu betreten sind (z.B. als Museum)

3. Straßen und Plätze nicht in altstadtgerechte, räumliche Dimensionen zurückgebaut werden

4. keine "Ankerattraktion", die die Massen anzieht, existiert

5. die Barriere des Leibnizufers nicht überwunden wird

6. die Anbindung ins Zentrum durch eine attraktivere Schmiedestr. und
Grupenstr. nicht verbessert wird.

Einen Saturn oder Mediamarkt Anzieher für Laufkundschaft könnte ich mir das Leineufer nicht vorstellen. Eher schon die Ecke Ostertraße/Schmiedestr. Dieser ganze Block, nicht nur der Kaufhofbereich ist potthässlich und gehört abgerissen und qualitätsvoll neu bebaut. Gegenüber sollte dann das Parkhaus abgerissen werden. Dort sollte der historische Block mit dem Leibnizhaus (inkl. Innenausstattung als Museum) rekonstruiert werden. Die Fassade vom Holzmark kann man ja sicher leicht dort abnehmen. Dort könnte dann eine andere Fassade entstehen.

devilsadvocate
January 9th, 2010, 06:49 PM
DAs Problem ist einfach, dass GHannover einfach so gut wie keine Altstadt mehr richtig hat.
Um wirklich diesen Eindruck zu vermitteln, müsste man in diesem Bereich rigeros alle Nachkrigsbauten abreißen und neubauen im alten Stil.
Ich meine, es ist ja nicht einmal Geld für vernünftige Altstadtlampen dar... Wie soll hier also richtiges Altstadt-Flair aufkommen?
Traurig!

Orito41
January 10th, 2010, 12:47 PM
Eine reine Wohnbebauung könnte ja vielleicht auch eine Eckkneipe zum Ballhof, sowie etwas ähnliches zur Leine hin beherbergen. Im Erdgeschoss will doch eh keiner wohnen.

...

Hannover kommt echt immer nicht ausm Arsch.

In der NP stand es etwas anders:

http://i46.tinypic.com/33ndlhi.jpg

Demnach soll also auch Gastronomie dorthin und nicht nur Wohnungen.

Leine1977
January 10th, 2010, 01:14 PM
Kann man die Entwürfe nicht endlich mal öffentlich machen?

Langsam ist dieses City2020-Gelabere nur Verarschung. Warum werden hannoversche Bürger nicht mal in diesem so wichtigen Stadtraum einbezogen. Investoren und Stadtplaner kochen da ihr eigenes Süppchen...

:ohno:

gstolze
January 10th, 2010, 01:19 PM
Das hast Du Recht, Leine77. In einem so sensiblen Bereich sollte so transparent wie möglich vorgegangen werden.

Seit wann entscheidet eigentlich Hochtief über Nutzung und Architektur. Ich dachte, da war vom B-Plan ein Hotel vorgesehen und es sollte ein Wettbewerb abgehalten werden, über dessen Ergebnis dann eine Jury entscheidet.....

telemaxx
January 10th, 2010, 02:04 PM
Aber offensichtlich kann man den Investor nicht zwingen den Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs zu bauen.

Leine1977
January 11th, 2010, 10:36 AM
Ich fänd es schön, wenn dort die Fassade des ursprünglichen Hauses der Väter (nicht die vereinfachte Version von der Langen Laube) in einen Neubau integriert werden würde.


Dass hatte ich auch schon mal überlegt. Schließlich hatte das Haus ja mehrere Standorte - von daher kann man es wieder ortsfremd aufbauen.

Allerdings sind die Reste des Hauses ja in der Leinstraße verbaut worden. Mir würde es schon gefallen, wenn man wie in Bremen an der Weser schöne Giebelhüser errichten würde, wo man unten im Restaurant sitzen kann und oben gewohnt wird. Selbstverständlich aus massiven Stein und mit rotem Ziegeldach.

lifestyle032
January 11th, 2010, 01:08 PM
Selbstverständlich aus massiven Stein und mit rotem Ziegeldach.

...à la "Dat Gröne Hus" in der Sextrostraße oder den Häusern am Hanns-Lilje-Platz. Ja, das würde mir auch sehr gefallen.

:)

Leine1977
March 6th, 2010, 10:45 AM
:banana:

Sollte tatsächlich die alte Leineinsel wiederentstehen?

http://img40.imageshack.us/img40/6800/18214178.png (http://img40.imageshack.us/i/18214178.png/)

Leine1977
March 6th, 2010, 10:48 AM
^^ Wobei ich glaube, dass alle historisierenden Entwürfe von vornherein aussortiert werden - ... bei unseren Betonköpfen in der Bauverwaltung. Andererseits bin ich - wenn ich den Entwurf links unten sehe - mittlerweile gegen einen Tunnelbau, da die Rampen störend wirken und der Verkehr, wie Bodemann es einmal richtig sagte, Teil des Stadtlebens ist.

Hoffentlich wird es mal Kleinparzellierung und schöne Bebauung geben (keine Klötze). Letztlich bleibt aber die Frage: Wer bezahlt das?

blackwhitecastle
March 6th, 2010, 11:08 AM
Interessant finde ich die Idee mit der Gastronomie auf einer Leineinsel, denn damit könnten die Kosten für die Stadt gemindert, andererseits eine weitere Verschönerung des gastonomischen Altstadtangebots - eine Art Zentrum - erreicht werden.

Dafür bräuchte man allerdings einen Baustil, der nach Hannover passt: man könnte auf den traditionellen honnoverschen Baustil mit Klinkerziegeln zurück greifen (siehe altes Rathaus oder Lübecker Innenstadt)!!!

Ausserdem würde man einer elitären Ghettobildung entgegen wirken, also sehr gut betuchten Leuten, die sich Wohnquartiere hier leisten könnten...

Wichtig finde ich aber, dass hier nach Jahrzehnten des Stillstandes endlich mal was passiert in Hannover!

devilsadvocate
March 6th, 2010, 01:26 PM
Oh Gott, wäre das schön, wenn man die alte Leineinsel wieder erschaffen würde...
Es wäre eine Rückkehr zur guten alten architektonisch schönen Zeit... :-)
Dann noch die Wasserkunst und eine weitere kleine Rekonstruktion und schon siehts wieder richtig gut aus!

telemaxx
March 6th, 2010, 02:44 PM
Ich halte aber wenig von den Entwürfen, die die Grünfläche am Leibnizufer erhalten wollen.
Bauliche Akzentuierungen müssen da m.E. gesetzt werden.

Interessant finde ich auch die Idee, die historische Form des Waterlooplatzes wiederherzustellen und die Platzinnenfläche zu bebauen.

gstolze
March 6th, 2010, 04:39 PM
Es sind einige sehr schöne Aspekte zu sehen. Ich kann es kaum abwarten, die Ausstellung anzuschauen. Aber ich denke wir müssen uns damit abfinden, dass es wohl keine oder kaum Rekos geben wird. Wenn man sich aber auf einen angemessenen, kleinteiligen Maßstab sowie auf ortsübliche Materialien besinnen würde, wäre schon viel gewonnen, denn es geht ja auch um die Räumlichkeit und die Verbindung der Innenstadt mit den Stadtteilen. Mir gefällt in dem einen Entwurf der Solitärbau am Friedrikenplatz mit der aufgeweiteten Leine Wäre doch ideal als Landtag). Dieses müsste man doch auch mit dem Bau der Leineinsel kombinieren können. Ich könnte mir hier durchaus einen Tunnel zwischen Aegi und Brühlstraße vorstellen, so dass man die City mit dem Rathaus, Maschpark und Maschsee besser verknüpfen kann. Da könnten tolle Wohnquartiere im Süden der City entstehen. Der Durchgangsverkehr wäre raus, aber der lokale Verkehr wäre ja immer noch oben möglich. Wenn dann wenigstens einige bedeutende Bauwerke rekonstruiert werden würden (Markthalle, Flusswasserkunst, Palais Leinstraße, Hahnsche Buchhaltung, Marktplatz), wäre das natürlich super. Den Waterlooplatz würde ich nicht direkt in der historischen Form wiederherstellen. Hier würde ich in der Mitte eine Achse vom Schloss zur Säule bauen, die sich an der Poppelsdorfer Allee in Bonn orientiert. Ein Rasenteppich in der Mitte, eingefasst von einer Doppelreihe von Bäumen auf beiden Seiten. Dahinter dann die Fahrbahnen als Einbahnstraßen. An den Seiten wäre dann noch genug Platz für einige Neubauten.

AlfredJKwak
March 7th, 2010, 12:43 AM
Hier nochmal einige Bilder u.A. in Farbe.

http://haz.de/var/storage/images/haz/mediathek/fotostrecken/zukunftsvision-erste-ideen-fuer-entwicklung-von-hannover/ufermitbauwerkencity2020me2/5568504-1-ger-DE/ufermitbauwerkencity2020me_imagelarge.jpg

http://haz.de/var/storage/images/haz/mediathek/fotostrecken/zukunftsvision-erste-ideen-fuer-entwicklung-von-hannover/hauptbildu/5568432-1-ger-DE/hauptbildU_imagelarge.jpg

http://haz.de/var/storage/images/haz/mediathek/fotostrecken/zukunftsvision-erste-ideen-fuer-entwicklung-von-hannover/diebebauteinselcity2020me.4/5568452-1-ger-DE/diebebauteinselcity2020me.4_imagelarge.jpg

http://haz.de/var/storage/images/haz/mediathek/fotostrecken/zukunftsvision-erste-ideen-fuer-entwicklung-von-hannover/vielgruenamfluss-k/5568457-1-ger-DE/vielgruenamfluss-K_imagelarge.jpg

http://haz.de/var/storage/images/haz/mediathek/fotostrecken/zukunftsvision-erste-ideen-fuer-entwicklung-von-hannover/vielsteinamflusscity2020me/5568462-1-ger-DE/vielsteinamflusscity2020me_imagelarge.jpg

devilsadvocate
March 20th, 2010, 02:28 PM
Der Entwurf des Vereins "Hannoversche Stadtbaukultur e.V." für Leineufer & Leineinsel

Die gelbe Linie markiert das Leibnizufer mit ca. 3-4 Fahrspuren.
Die grünen Flächen sind für Bebauung vorgesehen.

http://img717.imageshack.us/img717/9943/scannen00024237381.jpg

http://img339.imageshack.us/img339/1214/scannen00044246717.jpg

http://img339.imageshack.us/img339/2074/scannen00034242371.jpg


Vorteile:

1) Keine Tunnel nötig
2) Leineinsel entsteht wieder in den Grundzügen
3) Historische, und unter Denkmalschutz stehende Ufermauer bleibt erhalten (wobei mir sowieso rätselhaft ist,wie der Denkmalschutz bei den jetzigen Entwürfen beachtet wurde, da sie meist bis zum Wasser abgetragen wurde)
4) Die Stadt erhält ca. 50 Neubauparzellen in bester Lage zum Verkauf und erhält zusätzliche Einnahmen, die sie sonst bei einer Parkgestaltung nicht hätte.
5) Durch die Bebauung wird die hannoversche Altstadt mit der Calenberger Neustadt verbunden

6) Der Wohnungsbau trägt dazu bei, dass auch dieser Teil der City auch nach 20 Uhr belebt werden würde.

gstolze
March 20th, 2010, 05:18 PM
Interessanter Entwurf. Etwas ähnliches hatte auch ein Team zum Wettbewerb eingereicht. Leider sofort ausgeschieden.

Was hättet Ihr den n für den südlichen Teil des Areals geplant?