View Full Version : Ist Deutschland ein demographisches Notstandsgebiet Europas?


Tyron
September 1st, 2008, 12:57 PM
Besonders der Osten Deutschlands, aber auch Teile des Ruhrgebiets sind nach Ansicht des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung demografische Notstandsgebiete innerhalb Europas.
Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervor, die Ostdeutschland bei der Bevölkerungsentwicklung europaweit den letzten Platz zuweist.
Nirgendwo sonst sind so viele junge Frauen abgewandert, was die geringe Geburtenrate weiter drückt und die Überalterung beschleunigt, so die Studie. Die Hauptstadt Berlin weist demnach mit durchschnittlich nur 1,18 Kindern pro Frau die niedrigste Geburtenrate im ganzen Land auf.

Deutschland droht Ablösung als einwohnerstärkstes Land Europas

Deutschland wird der Untersuchung zufolge wegen der niedrigen Kinderzahl in den nächsten Jahrzehnten mehr Einwohner verlieren als jedes andere Land der EU. Besonders krass wird der Abwärtstrend in Sachsen-Anhalt sowie im Ruhrgebiet und im Saarland ausfallen. Hingegen haben Island, Irland und Zypern eine junge Bevölkerungsstruktur und wachsen stark. Hohe Kinderzahlen weisen auch Frankreich, Norwegen, Irland und Großbritannien auf. Frankreich, das im Jahr 2000 noch 23 Millionen Einwohner weniger hatte als Deutschland, dürfte die Bundesrepublik bis 2050 als einwohnerstärkstes Land Europas ablösen.

http://www.welt.de/multimedia/archive/00647/Gesamtbewertung_DW__647175g.jpg

Ich war in letzter Zeit oft beruflich im Ausland und ganz besonders im aufstrebenden China unterwegs und bin jedes Mal regelrecht schockiert, wenn ich solche düsteren Szenarien über mein eigenes Land lesen muss. Werden ganze Landstriche Deutschlands aufgrund der demografischen Entwicklung bald verweist oder völlig ausgestorben sein? Welche Auswirkungen hat das auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes? Werden demographische Probleme von der Politik unterschätzt? Welche Lösungen könnten aus der Krise führen? Ich bin auf eure Meinungen zu dieser recht dramatischen Entwicklung gespannt!

BRANDNAME
September 1st, 2008, 07:10 PM
1. ich bin ich der meinung das diese Meldungen das Deutschland ausstirbt langsam nerven. Sicherlich sind sie richtig, aber jetzt auf einmal daher zu kommen und so zu tun, als käme das alles unerwartet und plötzlich, ist quatsch.

Ziemlich das gleiche mit den Renten. "Wir haben nicht gewusst das die Renten mal nicht mehr ausreichen werden"...ect.

2. Ja Deutschland wird immer weniger Einwohner haben, manche würde sagen dann holen wir uns eben Einwanderer, aber ich finde das ist der falsche Weg.

3. Bei der Volkszählung 2011 (sofern man einer Statistik trauen will, die man nicht selbst gefälscht hat) wird Deutschland schon unter 80 Mio. Einwohnern liegen.

4. Meiner Meinung nach hat es 2 Gründe das die Deutschen immer weniger Kinder kriegen:

a. Kein Deutscher will seinen Lebensstandard wegen eines Kindes aufgeben.
b. die Abgaben sind zu hoch, man kann sich Kinder nicht mehr leisten, ohne das a. eintrifft.

Die Erhöhung des Kindergeldes, bzw. Elterngeld sind meiner Meinung nach richtig. Wobei das Elterngeld im Regelfall 67 % des vorherigen Lohnes entspricht.

Wenn also jemand mehr verdient hat, bekommt er auch mehr, wenn er weniger verdient hat, bekommt man auch weniger. Müsste das nicht genau umgekehrt sein?

:bash:

Fazit: Deutschland schlecht zu reden bringt keinem was.
Handeln muss die Politik schnell. Vertrauen habe ich wie viele Deutsche Mitbürger keins...Traurige Wahrheit, ist aber so...

Pølser Hawkins III
September 1st, 2008, 07:42 PM
Wenn die Wurftransferleistungen noch weiter erhöht werden, dann ist äußerst fraglich, ob der aus diesen Gründen entstehende Nachwuchs mal unsere Renten wird bezahlen können oder ob dann nicht noch mehr für "soziale Gerechtigkeit" zu zahlen sein wird.

Vorteil: In etwa 20 Jahren wird man einen gebrauchten 3er BMW gut loskriegen.

erbse
September 1st, 2008, 08:05 PM
Kostenlose Kitaplätze wären u.a. ein Schlüssel zum Erfolg.

Und ein generell kinderfreundlicheres Klima - betriebseigene Kitas, wenige/keine Benachteiligung von Müttern + Vätern im Berufsleben, Überarbeitung des Bildungssystems, bessere Vergütung von Erzieher/innen, bessere Tarife und Bonussysteme für Familien (bei der Bahn, Kultur, usw.), bevorzugte Aufnahme von jungen + gebildeten Immigrantenfamilien, Förderung von Bau bzw. Sanierung innerstädtischer Immobilien und - nicht zu vergessen: Ausbau des Wirtschaftswunders 2.0!


(Kampfi: Jetzt bitte nicht wieder mit einem "Kinder stinken und machen eh nur Dreck" um die Ecke kommen, langsam können wir uns auch mal differenzierter mit der Materie auseinandersetzen. Oder so.)

[Meine Kinder stinken jedenfalls nicht (mehr).]

no1gizmo
September 1st, 2008, 11:31 PM
Viele Menschen zu haben ist NICHT höchste Priorität.

Auch wenn die skandinavischen Länder gut Zulauf haben (warum wohl), absolut gesehen sind sie immer noch bevölkerungsarm, mit einem dennoch überaus hohem Wohlstand!

Indien und China haben hingegen, nur als Beispiel, viele Menschen und trotzdem insgesamt keinen hohen Lebensstandard im Durchschnitt.

C-Beam
September 2nd, 2008, 03:34 AM
Die hohe Steuern/Abgabenbelastung von Singles und die langen Ausbildungszeiten sind auch ein Problem. Menschen mit Sinn für Verantwortung (d.h. also solche, die zuerst wirtschaftliche Sicherheit und Unabhängigkeit anstreben, bevor sie sich für Ehe und Kinder entscheiden) werden dadurch extrem behindert. Der Staat macht es diesen Menschen sehr schwierig sich ein "sicheres Nest" zu bauen, das Ziel wird dementsprechend zu spät erreicht, d.h. oft erst mit Mitte oder Ende 30, dann bleibt meist nur noch Zeit für ein Kind oder aber eben gar keins mehr. Hierdurch findet auch eine negative Selektion statt, denn der beschriebene Typ Mensch wird gemeinhin auch als Mittelklasse oder Bürgertum bezeichnet, eine Schicht, welche es eigentlich zu stärken und nicht etwa auszurotten gilt. Belohnt wird hingegen die Vermehrung von verantwortungslosen Menschen, d.h. also solchen, welche sich bei der Finanzierung ihres Nachwuchses auf Sozialtransfers stützen.

Energy2003
September 2nd, 2008, 11:26 AM
^^ wieder mal eine schlaue Aussage mehr auf dem Konto von C-Beam

Tyron
September 2nd, 2008, 03:27 PM
1
Fazit: Deutschland schlecht zu reden bringt keinem was.
Handeln muss die Politik schnell. Vertrauen habe ich wie viele Deutsche Mitbürger keins...Traurige Wahrheit, ist aber so...

Es geht hier weniger darum Deutschland schlecht zu machen, sondern viel mehr den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und zu handeln, anstatt selbstverliebt alles beim alten zu belassen und davon zu träumen dass alles so schön bleibt wie es einmal war. Fakt ist, dass das Land schrumpft. Die Mittelschicht, auf deren Beinen dieses Land groß geworden ist, wird immer kleiner. Die Zahl der Armen und Reichen steigt. Immer mehr junge Menschen zieht es ins Ausland. Gebildeter! Nachwuchs wird zunehmend knapp. Die Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften und muss sich diesbezüglich im Ausland umsehen, während Konkurrenten wie China die Auswahl aus einem schier unermesslichen Pool an Arbeitskräften zur Verfügung haben. Wir werden von Politikern "regiert", denen niemand mehr vertraut und die jede Verbindung zur Realität verloren zu haben scheinen. Ich bin eigentlich Optimist aber beim Anblick mancher Entwicklungen in diesem Land, wird mir übel.

flash110
September 6th, 2008, 11:01 PM
Ich glaube die Gesellschaft sollte mehr den je die mehrkinder Familien honorieren, nicht nur zwei Kinder sondern ab das zweite Kind sollte der Staat ein Plus für jedes Kind zusätlich zahlen und andere Privilegen gewähren. Überdies sollte endlich die Einwandererfeindlichkeit in Deutschland aufhören, im Gegenteil, Staat und Gesselschaft sollten allse mögliche versuchen um die Einwanderer, egal welche Bildungsniveau oder Herkunft zu integrieren damit sie und ihre Kinder die deutsche Sprache lernen eine geeignete Bildung bekommen und sich endlich Deutsche fühlen.
Ich kann mir schwer vorstellen Frankreich bevölkerungsstärker als Deutschland, möglich vielleicht aber bis 2050 ist noch eine lange Zeit

MPOWER
September 7th, 2008, 01:11 PM
Ich glaube die Gesellschaft sollte mehr den je die mehrkinder Familien honorieren, nicht nur zwei Kinder sondern ab das zweite Kind sollte der Staat ein Plus für jedes Kind zusätlich zahlen und andere Privilegen gewähren. Überdies sollte endlich die Einwandererfeindlichkeit in Deutschland aufhören, im Gegenteil, Staat und Gesselschaft sollten allse mögliche versuchen um die Einwanderer, egal welche Bildungsniveau oder Herkunft zu integrieren damit sie und ihre Kinder die deutsche Sprache lernen eine geeignete Bildung bekommen und sich endlich Deutsche fühlen.
Ich kann mir schwer vorstellen Frankreich bevölkerungsstärker als Deutschland, möglich vielleicht aber bis 2050 ist noch eine lange Zeit

Tja du solltest Politiker für die Grünen werden, dieses Multikulti funktioniert einfach nicht. Siehe die diversen Statistiken welche belegen, dass Ausländer schlechter gebildet, unangepasst, nicht integrationswillig (die 3. Generation!!!!) sind und zudem noch in den Kriminalitätsberichten immer einen Spitzenplatz belegen. Einwanderung streng kontrollieren, Personen die nicht ausreichend Deutsch können und sich zu fein für Sprachkurse sind raus, es ist mir egal ob mich hier einige für einen Rechten halten mögen, solche Ausländer braucht mein geliebtes Land nicht. Einwanderungssystem von Kanada übernehmen, nur gut gebildete Ausländer reinlassen, danach sofort Integrationskurse anbieten, aber diese sollten nicht von H4-Empfängern durchgeführt werden. Wenn sie sich jedoch nicht intergrieren wollen, abschieben, falls nötig mit ordnungstechnischen Mitteln. Auch Ausländer aus Nachkriegsgenerationen abschieben, falls sie sich nicht integrieren/gewaltätig(3 Punkte Plan? Falls einer dreimal straffällig wird abschieben?) werden solange sie die Deutsche Staatsbürgerschaft nicht angenommen haben, sprich Deutsches Recht konsequent anwenden. Wir brauchen keine weiteren Sozialschmarotzer ohne Leistungswille, sondern wir brauchen gut gebildete integrationswillige Einwanderer, welche hier auch gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.


Aber hier geht es ja um die demographichen Verhältnisse in Deutschland.

Dazu ...

möchte ich nur sagen, das die Politik in dieser Beziehung völlig versagt hat. Das Problem ist seit über 25 Jahren bekannt, keinen hat es gestört bis die Situation jetzt brenzlig wird. Das größte Problem vor Wirtschaftspolitik ist einfach, wie kann es die Politik ermöglichen den jungen Paaren die Möglichkeit zu geben ihre Kinder ohne finanzielle Einschränkungen aufzuziehen? Ich komme aus einer wohlhabenden Familie, bei uns war es kein Problem, meine Mutter konnte für 12 Jahre aus dem Beruf aussteigen ohne das die finanziell irgendwelche Probleme ergeben hätten, wir mussten uns nicht einschränken oder auf irgendetwas verzichten. Aber in anderen Familien ist das wiederrum nicht möglich und deswegen muss der Staat hier verstärkt unterstützend eingreifen, denn den Markt ist zu kurzfristig orientiert um dieses Problem zu beheben bzw. ihm entgegenzuwirken. Deutschland braucht nicht nur eine Bildungs-/Wirtschafts- sondern auch eine Familien/Kinderoffensive. Unsere Geburtenrate muss wieder über 2.1, mit allen Mitteln, das wir auch in Zukunft mit Frankreich oder GB auf Augenhöhe begegnen können und, dass ist wohl der wichtigste Punkt, das wir unseren Wohlstand nicht zulasten der Rentner aufgeben müssen, da durch die finanzielle Belastung der Rentenkassen die Lohnnebenkosten in Zukunft extrem ansteigen werden und dadurch unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit darunter leidet.

Energy2003
September 7th, 2008, 01:18 PM
^^ wunderschön gesagt; mir kullert fast eine Träne meine Wange hinunter


wobei es auch noch ne kleine Ergänzung gibt, du hast es eh schon angesprochen.

keine Ahnung wie lange Mutterschaftsurlaub gibt 1-2 Jahre ?!

und von da weg ist die Kindererziehung (wenn nicht unglaublich reiche Familie wie in deinem Fall) einfach nur noch schwierig bzw. nervig bis die endlich mal richtig Erwachsen sind

Kindergarten ohne elterliche Aufsicht
Volksschule ebenso
Hauptschule ebenso .. und dann kommt langsam (und immer früher) Drogen, Alkohol, Gewalt, ... und der Umgang miteinander wir auch in jedem Jahrzehnt schlimmer
wieso - überlasse ich eurer Fantasie
und am Schluss hat man Kinder wie man sie eigentlich gar nicht haben wollte und auch nicht wirklich brauchen kann


ich weiß, das Problem ist nahezu unlösbar - organisatorisch wie auch finanziell.


ich fodere daher mehr Zusammenhalt innerhalb der Familie und mehr Verständnis für Eltern auch nach dem eigentlichen Mutterschaftsurlaub

no1gizmo
September 7th, 2008, 03:19 PM
@MPower!!!! gut gesagt! Ich stimme zu 100% zu.

BRANDNAME
September 7th, 2008, 04:20 PM
:applause:

flash110
September 7th, 2008, 07:11 PM
Tja du solltest Politiker für die Grünen werden, dieses Multikulti funktioniert einfach nicht. Siehe die diversen Statistiken welche belegen, dass Ausländer schlechter gebildet, unangepasst, nicht integrationswillig (die 3. Generation!!!!) sind und zudem noch in den Kriminalitätsberichten immer einen Spitzenplatz belegen. Einwanderung streng kontrollieren

Ich habe mich eben gegen Multikulti und für Integration ausgesprochen, wenn es so viel Probleme mit den Ausländer gibt ist es gerade weil wir mehr Anstrengungen dafür machen müssen, übrigens ist die Einwanderung schon sehr streng kontrolliert sogar für gut ausgebildete Ausländer die in Deutschland eine Arbeit suchen.


Deutschland braucht nicht nur eine Bildungs-/Wirtschafts- sondern auch eine Familien/Kinderoffensive. Unsere Geburtenrate muss wieder über 2.1, mit allen Mitteln, das wir auch in Zukunft mit Frankreich oder GB auf Augenhöhe begegnen können und, dass ist wohl der wichtigste Punkt, das wir unseren Wohlstand nicht zulasten der Rentner aufgeben müssen, da durch die finanzielle Belastung der Rentenkassen die Lohnnebenkosten in Zukunft extrem ansteigen werden und dadurch unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit darunter leidet.

Ganz genau!

MPOWER
September 7th, 2008, 08:15 PM
flash110, mich hat nur ein Satz irritiert.

Staat und Gesselschaft sollten allse mögliche versuchen um die Einwanderer, egal welche Bildungsniveau oder Herkunft zu integrieren damit sie und ihre Kinder die deutsche Sprache lernen eine geeignete Bildung bekommen und sich endlich Deutsche fühlen.

Nichts dagegen aber, die Erfahrung zeigt einfach das dies nicht so einfach möglich ist und auch wenn es dem entsprechende Projekte gibt, werden diese von den Gruppen, für welche sie konzipiert wurden, nicht oder nur spärlich genutzt.


Das mit der Einwanderung ist immer so Thema für sich. Einwanderung funktioniert nur über Angebot und Nachfrage (siehe kanadisches System), Asyl würde ich nur in Einzelfällen gewähren, da eine politische Flucht meist nur vorgeschoben wird um privatwirtschaftliche Interessen zu verfolgen.

rusgeren
February 1st, 2009, 11:11 PM
Du kannst einen Einwanderer nicht dazu bringen sich deutsch zu fühlen. Wenn man kein Deutscher ist dann kann man es auch mit der Zeit nicht werden. Aber du kannst sie integrieren und sie dazu bringen Deutschland zu respektieren.

DimaF
February 1st, 2009, 11:22 PM
Kann jemand mir helfen wie geit das Laden von Eigene Datei eines Bildes in den Forum?:ohno:

erbse
February 1st, 2009, 11:22 PM
Ganz recht, darum geht es bei Integration. Eine vollständige Assimilation aller Ausländer fordert eigentlich auch niemand, außer vielleicht jene aus völlig irrationalen Politlagern.

Es fällt aber durchaus auf, dass es keine konstante Integrationsbereitschaft gibt. Sie differiert zwischen den einzelnen Herkunftsländern, teils sehr heftig.

Fühlst du dich denn integriert, hier angekommen? Oldenburg ist doch gar nicht so übel, oder? :)

erbse
February 1st, 2009, 11:26 PM
^ Wie geht was?

What do you mean?

Ji-Ja-Jot
February 1st, 2009, 11:34 PM
Schuld an der demographischen Entwicklung ist die scheinheilige Emanzipation. Karriere vor Kind gilt halt auch bei vielen Frauen. Kinder und Mutterschutz sind Karrierekiller. Erst wenn die Emanzipation wirklich abgeschlossen ist und Kinder nicht den Karrieretot für berufstätige Frauen mit Perspektive bedeutet, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. In meinem Job zB haben wir eine hohe Frauenquote (70%) und wer hier ein Kind bekommt, hat große Probleme in der schnelllebigen Branche den Anschluss zu finden und beruflich steigen dann diejenigen Frauen auf, die grad "Anwesend" sind, anwesend waren, anwesend sein werden, während die Mutter "Abwesend" ist. In viel zu wenig fällen geht der Mann in den Mutterschutz (was ja auch gehen würde - nach der Stillzeit, versteht sich -Mutterschutz ist ja bis 3 Jahre nach der Geburt möglich. Stillzeit dauert ca.6 Monate, Elterngeld gibt es aber noch 6 Monate weiter.), selbst dann nicht, wenn es für Beruflich kein Problem wäre, weil er aufgrund diverser Gegebenheiten sich keine Sorgen machen müsste, überflügelt zu werden. Mann tut halt Mann sein tun. Frau tut putzen tun. Tun Sie sich melden tun - Beim Bund. "Hou Hou Hou Hou" (Zitat von Tim Taylor)

erbse
February 1st, 2009, 11:36 PM
Nicht zwingend. Meine Familie wurde vor einiger Zeit durch 2 Zöglinge verstärkt, trotzdem macht meine Frau seitdem Karriere. Es ist u.a. eine Frage des Willens, auch wenn einem hierzulande zuweilen einige Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Das hat sich aber zum Glück gebessert.

Wichtig wäre vorallem, dass man in der BRD endlich eine kostenlose, flächendeckende Kitaplatzversorgung zur Verfügung stellt. Die teuren & spärlich gesäten Kitaplätze (vorallem im Westen) sind ein oftmals angeführter Hauptgrund für die Kinderlosigkeit während der Erklimmung der Karriereleiter. Kostenlose Kitaplätze würden auch einen nicht zu unterschätzenden Impuls aussenden.
Man sehe sich Frankreich an, auch wenn man dort noch darüber hinausgearbeitet hat.

no1gizmo
February 2nd, 2009, 12:46 AM
Schuld an der demographischen Entwicklung ist die scheinheilige Emanzipation. Karriere vor Kind gilt halt auch bei vielen Frauen. Kinder und Mutterschutz sind Karrierekiller. Erst wenn die Emanzipation wirklich abgeschlossen ist und Kinder nicht den Karrieretot für berufstätige Frauen mit Perspektive bedeutet, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. In meinem Job zB haben wir eine hohe Frauenquote (70%) und wer hier ein Kind bekommt, hat große Probleme in der schnelllebigen Branche den Anschluss zu finden und beruflich steigen dann diejenigen Frauen auf, die grad "Anwesend" sind, anwesend waren, anwesend sein werden, während die Mutter "Abwesend" ist. In viel zu wenig fällen geht der Mann in den Mutterschutz (was ja auch gehen würde - nach der Stillzeit, versteht sich -Mutterschutz ist ja bis 3 Jahre nach der Geburt möglich. Stillzeit dauert ca.6 Monate, Elterngeld gibt es aber noch 6 Monate weiter.), selbst dann nicht, wenn es für Beruflich kein Problem wäre, weil er aufgrund diverser Gegebenheiten sich keine Sorgen machen müsste, überflügelt zu werden. Mann tut halt Mann sein tun. Frau tut putzen tun. Tun Sie sich melden tun - Beim Bund. "Hou Hou Hou Hou" (Zitat von Tim Taylor)

Du meinst wohl Elternzeit.

Mutterschutz bezieht sich auf die Mutterschutzfrist nach dem MuSchG. Die Frist gehjt 6 Wochen vor und 8 oder (bei Mehrlingsgeburt) 12 Wochen nach der (voraussichtlichen) Entbindung. In dieser Zeit hat die Mutter ggf. Anspruch auf Mutterschaftsgeld (vergleichbar mit Krankengeld) und die Frau darf nicht arbeiten, zum Schutze ihrer Leibesfrucht (so Gesetzeswortlaut).

Also, nicht durcheinander werfen das Ganze..

Ji-Ja-Jot
February 2nd, 2009, 08:33 AM
Sorry, mein Fehler. Aber ich glaube trotzdem, dass einigermaßen verständlich ist, was ich sagen wollte.

@erbese
Glückwunsch. Sowohl was die Zöglinge angeht, als auch die Karriere :)

Skyline_FFM
February 3rd, 2009, 12:12 PM
Ja, und was agt uns das? Bei der demographischen Entwicklung Frankreichs darf man nicht vergessen, dass bis 2050 wahrscheinlich Arabisch die Amts- und Verkehrssprache ist. Da können sie dann ja ganz stolz sein, dass sie uns an Einwohnern überholt haben, aber selber die Minderheit in ihrem Land bilden... Super! :ohno:

Skyline_FFM
February 3rd, 2009, 12:13 PM
Nicht zwingend. Meine Familie wurde vor einiger Zeit durch 2 Zöglinge verstärkt, trotzdem macht meine Frau seitdem Karriere. Es ist u.a. eine Frage des Willens, auch wenn einem hierzulande zuweilen einige Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Das hat sich aber zum Glück gebessert.

Wichtig wäre vorallem, dass man in der BRD endlich eine kostenlose, flächendeckende Kitaplatzversorgung zur Verfügung stellt. Die teuren & spärlich gesäten Kitaplätze (vorallem im Westen) sind ein oftmals angeführter Hauptgrund für die Kinderlosigkeit während der Erklimmung der Karriereleiter. Kostenlose Kitaplätze würden auch einen nicht zu unterschätzenden Impuls aussenden.
Man sehe sich Frankreich an, auch wenn man dort noch darüber hinausgearbeitet hat.

Meine Schwester hat das Arbeiten auch nicht lange aufgeben müssen. Es ist eine Frage der Organisation...!

no1gizmo
February 3rd, 2009, 01:20 PM
Ja, und was agt uns das? Bei der demographischen Entwicklung Frankreichs darf man nicht vergessen, dass bis 2050 wahrscheinlich Arabisch die Amts- und Verkehrssprache ist. Da können sie dann ja ganz stolz sein, dass sie uns an Einwohnern überholt haben, aber selber die Minderheit in ihrem Land bilden... Super! :ohno:

Genau das frage ich mich auch immer.

Bääää, Frankreich und England gehen unter, das sind die neuen NaheOst-Afrika-Staaten, nichts weiter.

Auch wir haben genug Kinder aus dem nahen Osten hier. Türken-Kinder Co. haben wir genug, nur Deutsche reproduzieren sich nicht. DAS sollte angekurbelt werden, nicht die Zuwanderung.

Man sollte mal ein Blick z.B. nach Japan werfen. Die haben auch ein demografisches Problem, aber lösen es nicht mit massenhafter Verfremdung.

Mercedes S600
February 3rd, 2009, 02:35 PM
Man sollte mal ein Blick z.B. nach Japan werfen. Die haben auch ein demografisches Problem, aber lösen es nicht mit massenhafter Verfremdung.

Japan ist ja auch weder Einwanderungsland (USA, Kanada) noch Gastarbeiterland (Deutschland). Dort ist nunmal nicht jeder gefragt. Auch nicht mit Diplom und/oder 10(?) Jahre Berufserfahrung. Bin allerdings froh, dass dieses Land weitestgehend homogen bleibt. "Multi-Kulti" wäre Japans "Tod" (im übertragenden Sinne).

no1gizmo
February 3rd, 2009, 02:54 PM
Richtig und Falsch.

Deutschland war ein Gastarbeiterland! Und Japan ist auch eines. Die Müllabfuhr wird meistens von Brasilianern erledigt, im Werk japanischer Maschinenbaufirmen stehen meistens Chinesen, Koreaner....

(und 10 Jahre Berufserfahrung und/oder Uni-Diplom/Master um auch nur ein Arbeitsvisum zu berkommen, sind korrekt)

Mercedes S600
February 3rd, 2009, 03:10 PM
Eine Frage.

Gab es eine Zeit, da Ausländer nach Japan gelockt wurden (so wie hier)? Oder sind die Chinesen etc Wirtschaftsflüchtlinge, die mehr oder weniger selbstständig nach Japan ausgewandert sind, um dort zu arbeiten?

Skyline_FFM
February 3rd, 2009, 03:22 PM
Eine Frage.

Gab es eine Zeit, da Ausländer nach Japan gelockt wurden (so wie hier)? Oder sind die Chinesen etc Wirtschaftsflüchtlinge, die mehr oder weniger selbstständig nach Japan ausgewandert sind, um dort zu arbeiten?

Die Japaner haben Ausländer in Malaysia, China, etc. angeworben. Die Brasilianer sind mehrheitlich Brasilianer mit japanischen Wurzeln, die aufgrund der schlechten Bildungs- und Ausbildungsssituation sowie der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen in Japan studiert haben und dort geblieben sind. Viele Brasilianer verrichten (hier ist es ja nicht anders) die "Schmutzarbeiten" und Hiwi-Tätigkeiten, obwohl sie ein Diplom haben. Dennoch ist ihre situation und soziale Sicherheit in Japan weitaus attraktiver!

C-Beam
February 4th, 2009, 03:22 AM
Die teuren & spärlich gesäten Kitaplätze (vorallem im Westen) sind ein oftmals angeführter Hauptgrund für die Kinderlosigkeit während der Erklimmung der Karriereleiter.

90% der berufstätigen Frauen erklimmen keine "Karriereleiter" sondern fristen ihr Dasein als Verkäuferin, Friseuse, Krankenschwester, Sekretärin, etc... Für die meisten Männer gilt übrigens das Gleiche, Karriere macht nur eine ganz kleine Minderheit.

In Osteuropa findet man die höchsten Frauenerwerbsquoten kombiniert mit traditionell guter Ganztagsbetreuung für Kinder. Die Geburtenzahl ist dort jedoch meistens katasptrophal. Gleiches Phänomen ist auch innerhalb Deutschlands beim Vergleich West/Ost sichtbar. Im Westen werden bei schlechterer Betreuung und niedrigerer Frauenerwerbquote mehr Kinder geboren.

Die höchste Geburtenzahl Europas findet sich in Irland. Es gibt in Irland keinerlei staatliche Ganztagsbetreung für Kinder, das müssen die Eltern komplett alles privat zahlen. Die Frauenerwerbsquote ist gleichzeitig eine der niedrigsten in der EU.

Ob die Menschen Kinder kriegen hat meiner Ansicht nach damit zu tun, ob sie den notwendigen finanziellen und zeitlichen Spielraum haben, sich um eine Familie zu kümmern, und ob sie die Zukunft positiv sehen. In Deutschland sieht das bei allen 3 Kriterien sehr schlecht aus. Ein Alleinverdiener kann heutzutage in Deutschland häufig keine normal-große Familie mehr (Frau und 2-3 Kinder) unterhalten, die Frau muss deshalb häufig ebenfalls außerhalb des Haushaltes arbeiten gehen. Kombiniert mit den im Vergleich zu Frankreich und Skandinavien längeren Arbeitszeiten und der höheren Stress- und Arbeitsbelastung in den häufig personell unterbesetzten deutschen Unternehmen, fehlt dann als Resultat die Zeit und Kraft sich um Kinder vernünftig zu kümmern und Familie wirklich leben zu können. Und drittens ist die Sicht auf die Zukunft in Deutschland exzeptionell schlecht. Die Deutschen sind in ihrer Grundstimmung depressiv und leiden an mangelndem Selbstbewusstsein. Nicht vorteilhaft für die Geburtenrate. Die Einführung von Kitas wird überhauptnichts daran ändern, da weiterhin Zeit und Geld und Optimismus fehlt, sich um eine größere Familie zu kümmern. Abends nach der Arbeit die Kinder von der Kita abzuholen und dann gleich wieder ins Bett zu stecken, ist, abgesehen von einigen karrieregeilen Individuen, für die meisten Frauen kein "Familienleben", da bin ich mir ziemlich sicher.


http://www.focus.de/schule/dossiers/unicef-kinderbetreuung-in-deutschland-nur-mittelmass_aid_355233.html

"Im internationalen Vergleich liegen bei der Kinderbetreuung vor allem die skandinavischen Länder sowie Frankreich vorne. In den OECD-Ländern (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) werden laut Studie heute über 80 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen täglich viele Stunden außerhalb der Familie betreut. Schlusslichter im internationalen Ranking sind Irland, Kanada und Australien."


http://www.irland-information.de/2009/01/geburtenrate-irland/

"Mit mehr als zwei Kindern pro Frau weißt Irland die höchste Geburtenrate in der EU auf"


http://www.kfunigraz.ac.at/~gomilsch/publi/gender2/werw1.html

"Unter den 30-45jährigen Frauen sind in Osteuropa mit Abstand am meisten - 80 bis 90% - erwerbstätig....In ...Irland sind deutlich niedrigere Anteile von Frauen (50-60%) erwerbstätig. "

Skyline_FFM
February 4th, 2009, 12:02 PM
Sehr interessante Artikel!

corvus_edin
February 4th, 2009, 02:21 PM
Bedeutet also im Umkehrschluss: je schlechter die Gleichstellung, desto höher die Geburtenrate - aha!

erbse
February 4th, 2009, 02:26 PM
90% der berufstätigen Frauen erklimmen keine "Karriereleiter" sondern fristen ihr Dasein als Verkäuferin, Friseuse, Krankenschwester, Sekretärin, etc... Für die meisten Männer gilt übrigens das Gleiche, Karriere macht nur eine ganz kleine Minderheit.
Ich hätte statt Karriereleiter auch "Berufstätigkeit" schreiben können, das passt jedoch nicht in die Satzkonstruktion und klingt nicht so dramatisch. You get ze point.

In der Tat, interessante Artikel!

C-Beam
February 4th, 2009, 09:13 PM
Bedeutet also im Umkehrschluss: je schlechter die Gleichstellung, desto höher die Geburtenrate - aha!

Der Zwang als Frau trotz Haushalt mit Kindern auch noch malochen gehen zu müssen hat nichts mit Gleichstellung zu tun. Das ist eine Pervertierung des Gleichstellungsbegriff - ungefähr so wie der Gleichheitsbegriff im Sozialismus, der letztlich nur ein Euphemismus für "Armut für alle" war. Ja, wenn niemand sich mehr um die eigenen Kinder kümmern kann, weil alle arbeiten müssen, dann sind Mann und Frau gleich - gleich arm dran.

Eine wirkliche Gleichstellung besteht hingegen darin, dass mindesten ein Elternteil die Zeit hat sich um die Kinder intensiver zu kümmern und dass diese Rolle zwischen Mann und Frau ohne größere Probleme gewechselt werden kann. Der Staat muss daran arbeiten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so sind, dass ein Elternteil genügend verdienen kann, um dem anderen Elternteil mindestens eine halbtägliche Beschäftigung mit den Kindern zu ermöglichen und dass der Arbeitsmarkt so flexibel ist, dass ein Abwechseln in dieser Rolle, welches mit einem Aus- und Wiedereinstieg im Beruf verbunden wäre, ohne existentielle Bedrohung möglich ist. Dies ist jedoch schwierig in einem Land, in dem die Gehälter niedrig und die Arbeitslosigkeit immer noch relativ hoch ist. HIER muss der Staat ansetzen. Nicht bei unsinniger Ganztagsbetreuung, welche nur ein oberflächliches Pflaster zur Überdeckung fundamentaler Probleme ist.

corvus_edin
February 5th, 2009, 12:42 AM
Danke für die aufschlussreiche und recht intensive Lehrstunde - ich sollte es in Erwägung ziehen, künftig einen "ironie-smiley" hinter manchen Beitrag von mir zu setzen.

btw: ich kann mich dem Tenor deines letzten Beitrags nicht ganz entziehen - ganz unironisch gemeint.

Skyline_FFM
February 5th, 2009, 12:59 PM
Der Zwang als Frau trotz Haushalt mit Kindern auch noch malochen gehen zu müssen hat nichts mit Gleichstellung zu tun. Das ist eine Pervertierung des Gleichstellungsbegriff - ungefähr so wie der Gleichheitsbegriff im Sozialismus, der letztlich nur ein Euphemismus für "Armut für alle" war. Ja, wenn niemand sich mehr um die eigenen Kinder kümmern kann, weil alle arbeiten müssen, dann sind Mann und Frau gleich - gleich arm dran.

Eine wirkliche Gleichstellung besteht hingegen darin, dass mindesten ein Elternteil die Zeit hat sich um die Kinder intensiver zu kümmern und dass diese Rolle zwischen Mann und Frau ohne größere Probleme gewechselt werden kann. Der Staat muss daran arbeiten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so sind, dass ein Elternteil genügend verdienen kann, um dem anderen Elternteil mindestens eine halbtägliche Beschäftigung mit den Kindern zu ermöglichen und dass der Arbeitsmarkt so flexibel ist, dass ein Abwechseln in dieser Rolle, welches mit einem Aus- und Wiedereinstieg im Beruf verbunden wäre, ohne existentielle Bedrohung möglich ist. Dies ist jedoch schwierig in einem Land, in dem die Gehälter niedrig und die Arbeitslosigkeit immer noch relativ hoch ist. HIER muss der Staat ansetzen. Nicht bei unsinniger Ganztagsbetreuung, welche nur ein oberflächliches Pflaster zur Überdeckung fundamentaler Probleme ist.

Da hast du nicht ganz Unrecht. Gleichstellung der Frau darf auch nicht gleichbedeutend sein damit, dass Kinder vernachlässigt werden, die Frauen überfordert werden und letzten Endes das Leid bei den Kindern bleibt. Das Resultat sieht man ja auf den Schulen: Lernschwäche, Aggression, Respektlosigkeit, Hyperaktivität und Häufung von ADS. Das ist eigentlich traurig.
Natürlich soll und darf die Frau arbeiten. Aber dann halbtags bzw. stundenweise, während die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind. Sollte die Frau allerdings Karriere gemacht haben und genug verdienen, bin ich dafür, dass auch der Mann sich mal mit einer stundenweisen oder Halbtagsstelle begnügen müsste. Nur so herum ist es in der Gesellschaft eben nicht anerkannt. Eine Frau, die nachher wieder voll einsteigen will, hat es leichter, als ein Mann. Diese werden doch oft nicht mehr ernst genommen und für einen Lappen oder Ökosschlappen gehalten, wenn sie statt ihrer Frau zuhause geblieben sind... :ohno:

martin_m
February 12th, 2009, 02:18 AM
Sehr interessantes Thema. Ob die Menschen Kinder bekommen oder nicht kann nicht nur an der finanziellen Sicherheit (usw) liegen. Ich lebe seit 4 Jahren in Suedamerika und die finanzielle Situation hier ist in den meisten Familien weitaus angespannter. Bildung und medizinische Versorgung kosten sehr viel(!) Geld und trotzdem bekommen die Menschen Kinder und es liegt nicht nur an der Absicherung der Zukunft (durch Kinder) wie es in vielen Entwicklungslaendern der Fall ist. Generell ist die Einstellung zu Kindern, trotz (oder gerade wegen) aller Probleme viel positiver und die Familie hat einen viel hoeheren Stellenwert als in Deutschland. Ich denke das Geld, Berufsleben und das starke Beduerfniss der Selbstverwirklichung den Blick vom Wesentlichen, also dem Nachwuchs, doch sehr stark ablenken.

Noch eine andere Anmerkung zu der Immigration: Momentan beantragen wir gerade ein Visum fuer meine suedamerik. Frau zur Familienzusammenfuehrung in Deutschland. Uns werden soviele Huerden aufgebaut man glaubt es kaum und es ist nicht abwegig das ihr das Visum verwehrt wird weil es uns angeblich zumutbar ist unsere Ehe in Suedamerika weiterzufuehren. Ich bin Informatiker mit Hochschulabschluss und werde angeblich in Deutschland gebraucht. Also, wenn wir die eigenen jungen, Fachkraefte drausen lassen werden wir die Probleme auf jeden Fall loesen!

Skyline_FFM
February 12th, 2009, 04:29 PM
Sehr interessantes Thema. Ob die Menschen Kinder bekommen oder nicht kann nicht nur an der finanziellen Sicherheit (usw) liegen. Ich lebe seit 4 Jahren in Suedamerika und die finanzielle Situation hier ist in den meisten Familien weitaus angespannter. Bildung und medizinische Versorgung kosten sehr viel(!) Geld und trotzdem bekommen die Menschen Kinder und es liegt nicht nur an der Absicherung der Zukunft (durch Kinder) wie es in vielen Entwicklungslaendern der Fall ist. Generell ist die Einstellung zu Kindern, trotz (oder gerade wegen) aller Probleme viel positiver und die Familie hat einen viel hoeheren Stellenwert als in Deutschland. Ich denke das Geld, Berufsleben und das starke Beduerfniss der Selbstverwirklichung den Blick vom Wesentlichen, also dem Nachwuchs, doch sehr stark ablenken.

Noch eine andere Anmerkung zu der Immigration: Momentan beantragen wir gerade ein Visum fuer meine suedamerik. Frau zur Familienzusammenfuehrung in Deutschland. Uns werden soviele Huerden aufgebaut man glaubt es kaum und es ist nicht abwegig das ihr das Visum verwehrt wird weil es uns angeblich zumutbar ist unsere Ehe in Suedamerika weiterzufuehren. Ich bin Informatiker mit Hochschulabschluss und werde angeblich in Deutschland gebraucht. Also, wenn wir die eigenen jungen, Fachkraefte drausen lassen werden wir die Probleme auf jeden Fall loesen!

Mein Vater ist im Auswärtigen Amt und solange du Deutscher Staatsbürger bist, MÜSSEN sie deiner Frau ein Visum geben, ob sie es wollen oder nicht. Es kann höchstens sein, dass sie noch vorher eine konsularische Hochzeit verlangen. Aber das ist vertretbar. Es kann dir als deutschem Staatsbürger eben kein Fortleben in Südamerika zugemutet werden - das versößt gegen das Härtefall-Gesetz! Es sei denn, du hast doppelte Staatsbürgerschaft und in einem südamerik. Land Militärdienst geleistet. Bei Chile und Venezuela liegt der Fall komplizierter. Aber auch hier: Sie MÜSSEN!!!

martin_m
February 13th, 2009, 01:03 AM
und solange du Deutscher Staatsbürger bist, MÜSSEN sie deiner Frau ein Visum geben

Ich bin der selben Meinung wie Du, d.h. so muesste es sein, leider ist das neue Aufenthaltsgesetz hier nicht sehr eindeutig, hier mal ein Auszug aus den Umsetzungsrichtlinien

Ausnahmefall tritt ein...

[...]bei Doppelstaatlern und[...] bei Deutschen, die geraume Zeit im Herkunftsland des Ehegatten gelebt und gearbeitet haben und die Sprache dieses Staates sprechen.


http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/binationale_ZuwGE_050307.pdf

Jetzt ist die Frage wann sowas angewandt wird und was "geraumer Zeitraum" bedeutet.

Je mehr man sich mit dem neuen Aufenthaltsgesetz beschaeftigt um so mehr Zweifel und Ungereimtheiten tuen sich auf ist aber vielleicht etwas Offtopic.
Generell halte ich Sprachnachweise usw. fuer eine gute Idee, sollen sie ja die Integration foerdern, die Umsetzung ist leider teilweise grauenvoll und diskriminierend.

http://www.jurblog.de/2008/10/19/herr-schmidt-gehoert-nicht-mehr-nach-deutschland/

Skyline_FFM
February 13th, 2009, 11:28 AM
Ich habe meinen Vater gefragt. Es stimmt tatsächlich. Und es gibt nun einmal Länder, die sich in Sachen "Visumserschleichung durch Heirat" besonders hervor getan haben. Dazu gehören die Länder in Lateinamerika, Afrika und SO-Asien. Allerdings verstehe ich dann nicht, dass Ali immernoch seine Cousine Mevlüde aus der Türkei holen und heiraten darf. Wieso habt ihr denn nicht erst in Deutscshland geheiratet? Dann sieht das ganze nämlich anders aus. Es geht nämlich in erster Linie darum, sich keine Sozialleistungsempfänger mehr herein zu holen. Was im Grunde ja auch noch okay ist, wenn man bedenkt, dass 50% der Transferleistungen an Nicht-Deutsche gehen... Dennoch sollten sie auf dem Boden bleiben und sich die Hintergründe genauer ansehen. Denn wenn eine Frau ihren Afrikaner nach einer Woche heiratet, dann bekäme er von mir auch kein Visum!
Aber ich weiß ja nicht, wie lange ihr sschon verheiratet seid und in welchem Land ihr seid - daran hängen nämlich auch eure Chancen: In Argentinien, Uruguay und Chile sind sie am höchsten, in den anderen Ländern gibt es wie gesagt sehr viel Visa-Erschleichungen, von daher wird es schwer...

Ji-Ja-Jot
February 13th, 2009, 01:31 PM
Eine Frau, die nachher wieder voll einsteigen will, hat es leichter, als ein Mann. Diese werden doch oft nicht mehr ernst genommen und für einen Lappen oder Ökosschlappen gehalten, wenn sie statt ihrer Frau zuhause geblieben sind... :ohno:

Bei uns ist ein Mann in "Mutterschutz" gegangen. Ich glaube aber nicht, dass ihn irgendein Typ hier für ne Ökoschlampe hält. Auf jeden Fall kann er wieder voll einsteigen.
Ich denke das ist auch Berufsabhängig. Dort, wo der Lernschwache Vokuhila (manchmal mit Ohrring) als Leiharbeier den Schraubenschlüssel schwingt oder den Gabelstabler fährt, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ein Mann für seine moderne Einstellung belächelt werden würde.

no1gizmo
February 15th, 2009, 12:47 AM
Nochmal für alle: Ein Mann kann nicht in Mutterschutz gehen! Was gemeint ist, ist Elternzeit.

George W. Bush
February 17th, 2009, 12:00 AM
Noch eine andere Anmerkung zu der Immigration: Momentan beantragen wir gerade ein Visum fuer meine suedamerik. Frau zur Familienzusammenfuehrung in Deutschland. Uns werden soviele Huerden aufgebaut man glaubt es kaum und es ist nicht abwegig das ihr das Visum verwehrt wird weil es uns angeblich zumutbar ist unsere Ehe in Suedamerika weiterzufuehren. Ich bin Informatiker mit Hochschulabschluss und werde angeblich in Deutschland gebraucht. Also, wenn wir die eigenen jungen, Fachkraefte drausen lassen werden wir die Probleme auf jeden Fall loesen!Ich würde jetzt aus dem Stand glatt behaupten, daß deine Frau in jedem Fall Anrecht auf eine (befristete) Aufenthaltserlaubnis hat. Der Staat kann dir als deutschen Staatsbürger weder vorschreiben, wo du zu wohnen hast (denn es gilt Freizügigkeit innerhalb Deutschlands) noch ein Zusammenleben mit deiner Frau untersagen (denn die Ehe steht von Verfassungs wegen unter besonderem Schutz). Ausnahme ist, wenn deine Frau erheblich vorbestraft ist. Die Ausländerbehörde kann sich jedoch bei der Vergabe einer Niederlassungserlaubnis (entspricht der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis nach dem vor einigen Jahren abgelösten Ausländergesetz) querstellen. Diese wird glaube ich nur unter der Bedingung vergeben, daß die Ehepartner über ein ausreichendes eigenes Einkommen verfügen um den Ehehaushalt zu finanzieren. Zusätzlich kann die Ausländerbehörde den ausländischen Partner noch dazu verdonnern, diese netten Sprach- und Integrationskurse zu absolvieren. Aber selbst wenn man kein Anrecht auf die Niederlassungserlaubnis hat, so muß die Ausländerbehörde die befristete Aufenthaltserlaubnis nach Ablauf jeweils wieder verlängern. Schlimmstenfalls blühen einem also regelmäßige Besuche bei der Behörde zwecks Fristverlängerung (die Fristen werden glaube ich nach Ermessen vergeben, das können mehrere Jahre oder sogar nur Monate sein), das Recht zum Aufenthalt (solange die Ehe besteht und nicht als Scheinehe gewertet wird, d.h. die Ehepartner auch wirklich zusammenleben) dürfte deiner Frau aber sicher sein.

Skyline_FFM
February 17th, 2009, 12:03 AM
^

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Einige Passagen im Ausländer- und Aufenthaltsrecht sind nämlich ganz klammheimlich geändert worden. Aus gutem Grunde wie ich erstmal sagen würde. Denn wenn eine Frau ihren fünften Afrikaner nach 3 Wochen heiratet, dann besteht da eben Handlungsbedarf...

George W. Bush
February 17th, 2009, 12:09 AM
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Scheinehen bilden natürlich keine Grundlage für ein Aufenthaltsrecht, das ist schon klar. Das war aber auch schon im alten Ausländergesetz so. Aber darum geht es ja wohl im Fall des Kollegen nicht.

Skyline_FFM
February 17th, 2009, 02:29 AM
^
Scheinehen bilden natürlich keine Grundlage für ein Aufenthaltsrecht, das ist schon klar. Das war aber auch schon im alten Ausländergesetz so. Aber darum geht es ja wohl im Fall des Kollegen nicht.

Aber er hatte doppelte Staatsbürgerschaft und steht im betreffenden Land in Lohn und Arbeit und lebt da wohl schon länger. Und wer nicht unbedingt zurück MUSS, bekommt auch kein Visum!

C-Beam
March 9th, 2009, 09:04 PM
Harharhar:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E4FC259D9EA8E4B0BB9FDD3AA9ECA2058~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Geburteneinbruch im zweiten Monat in Folge

09. März 2009 Nach einem leichten Anstieg 2007 deutet sich für das vergangene Jahr wieder ein Rückgang der Neugeborenenzahl an. Im November 2008 wurden im zweiten Monat in Folge deutlich weniger Babys geboren als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie aus den vorläufigen Monatsergebnissen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Um diesen Einbruch für das Gesamtjahr 2008 auszugleichen, müsste die Dezember-Geburtenzahl um mehr als 20 Prozent ansteigen.

Im November 2008 wurden laut Bundesamt 49.137 Kinder in Deutschland geboren. Das waren 11,7 Prozent oder rund 6.500 weniger als im November 2007. Im Oktober 2008 waren 56.871 Babys zur Welt gekommen und damit 11,9 Prozent oder fast 8.000 weniger als im Oktober 2007 (64.572)....

...Eine vorläufige Gesamtzahl für das Jahr 2008 erwartet das Statistische Bundesamt nach eigenen Angaben frühestens Anfang April, die endgültige Gesamtzahl Anfang Juli. Im Jahr 2007 waren nach endgültigen Zahlen 684.862 Kinder in Deutschland lebend geboren worden, was einem Anstieg von 1,8 Prozent gegenüber 2006 entspricht.

Familienministerin Ursula von der Leyen hatte im Februar in ihrem „Familien Report 2009“ auf einen Anstieg der Geburtenzahlen verwiesen und diesen auch ihrer Familienpolitik zugeschrieben, unter anderem dem 2007 eingeführten Elterngeld. Die CDU-Politikerin hatte sich dabei aber nur auf die bis dahin verfügbaren Zahlen für die Monate Januar bis September 2008 gestützt. Zu den neuesten Zahlen erklärte Ministeriumssprecher Jens Flosdorf am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP, sein Haus kommentiere keine vorläufigen Monatsstatistiken. Man warte ab, wie die Jahreszahlen ausfielen....

no1gizmo
March 10th, 2009, 11:10 AM
Steuern senken (damit ganz nebenbei die Wirtschaft ankurbeln), weniger Geld (vor allem ins Ausland) verschenken, mit dem gesparten Geld die Binnennachfrage stärken.

Dann klappts auch wieder mit den Babies.

Deutsche Kinder sieht man hier echt wenig. Familien mit Herkunft aus dem nahen Osten haben dafür gleich 3 oder 4.
Da fehlt mir irgendwie die Ausgeglichenheit...

Skyline_FFM
March 10th, 2009, 01:13 PM
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Ich hoffe, der Rückgang war vor allem in unteren Schichten und bei Minderjährigen zu verzeichnen...

Chrissib
March 11th, 2009, 01:25 AM
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Ich hoffe, der Rückgang war vor allem in unteren Schichten und bei Minderjährigen zu verzeichnen...

Hm, ist schwierig zu beurteilen. Die niedrigen Geburtenraten sind hauptsächlich in Städten anzutreffen. Kaum eine Stadt über 500.000 Einwohnern (Außer Dresden und Frankfurt) erreicht eine Geburtenrate von über 1,3 Kindern je Frau. Einerseits gibt es in den Städten die vielen Angehörigen der unteren Schichten, die reicheren leben meistens in den Vororten, wo die Geburtenrat höher ist. Ich hab dazu mal eine Karte zu den Geburtenraten in den Kreisen 2007 erstellt und sie in Wikipedia hochgeladen:

http://img23.imageshack.us/img23/9886/fertilittdeutschland200.png

Trotz hohen Anteils der unteren Schicht in Berlin ist die Geburtenrate dort doch relativ niedrig.

Chrissib
March 11th, 2009, 01:33 AM
Bedeutet also im Umkehrschluss: je schlechter die Gleichstellung, desto höher die Geburtenrate - aha!

Wie sieht eigentlich die Gleichstellung der Geschlechter in Israel aus? Israel hat die höchste Geburtenrate der Industriestaaten mit 2,8. Moslems bekommen im Schnitt 3,9 Kinder und Juden 2,7, die hohe Geburtenrate Israels liegtr also nicht (mehr) an der hohen Geburtenrate der Moslems, wie diese Grafik beweist:

http://img23.imageshack.us/img23/7855/fertisrael.png

Skyline_FFM
March 11th, 2009, 12:40 PM
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Israel hat einen extremen Unterschied zwischen orthodoxen Juden, die im Schnitt bei fast 4 Kindern/Frau liegen und den modernen Juden, die es nur auf die zum Erhalt notwendigen 2,2% schaffen. Leider führt die hohe Geburtenrate der Orthodoxen zu einer Antiquierung (sozial gesehen) ganzer Landstriche und Stadtteile.

derUlukai
March 12th, 2009, 09:52 PM
ich hätt jetzt eher die vermutung aufgestellt, dass die hohe geburtenrate aus der ständigen bedrohungslage resultiert... man ist sicherlich willig mehr nachkommen als hierzulande in die welt zu setzen, wenn man unsicher ist wieviele letztendlich den richtigen bus erwischen und überhaupt erwachsen werden.. :bash:

Skyline_FFM
March 12th, 2009, 11:58 PM
Fertility patterns in Israel revolve around three major ethno-religious groups. The Jewish nonreligious group . . . has a total fertility rate of about 2.1 children per woman. The Jewish ultra-Orthodox population had a total fertility rate of between 6 and 7 children per woman...

10-12 Bälger sind bei Orthodoxen keine Seltenheit...

Oy vey.... :ohno:

martin_m
March 14th, 2009, 01:27 AM
Aber er hatte doppelte Staatsbürgerschaft und steht im betreffenden Land in Lohn und Arbeit und lebt da wohl schon länger. Und wer nicht unbedingt zurück MUSS, bekommt auch kein Visum!

Ich habe keine doppelte Staatsbuergerschaft. Das ich im Ausland in Lohn und Arbeit stehe ist richtig. Sowas ist heutzutage doch fast normal das man einige Zeit im Ausland lebt und arbeitet.

Wer hat das Recht hier zusagen das ich nicht zurueck muss? :ohno:
Wie wird sowas definiert und wer bestimmt das? Eine Sachbearbeiterin die sich an ein Gesetz haelt was schlecht umgesetzt ist und viel zuviel Spielraum laesst?

Es ist auf jeden Fall empehlenswert sich bei solchen Auslandsaufenthalten nur in Menschen aus der EU, Japan, USA, Australieren oder Korea zu verlieben, oder in "hochqualifizierte".

Fakt ist das dass neue Aufenthaltsgesetz in einigen Teilen gegen das GG verstoesst...die Idee grundsaetzlich ist ja nicht verkehrt..die Umsetzung allerdings nicht durchdacht und ich koennte eben ein Kollateralschaden sein, sowas gibts halt immer mal...

Skyline_FFM
March 14th, 2009, 09:02 AM
^

Der Unterschied ist der: Ein Expat, der sich in eine Frau verliebt, kann sie mitbringen. Wer aber mit dem Gedanken, auszuwandern ins Ausland geht, dort heiratet und dann wieder zurück will, hat es schwer. In dem Falle ist es ratsam, allein zurück zu kommen, hier alle sklar machen (Job, Wohnsitz) und dann die Frau nachkommen zu lassen. Der Visumsantrag dauert je nach Land auch maximal 8-12 Wochen. Und solange du hier Arbeit und Wohnsitz hast, kann auch niemand den Nachzug deiner Frau verwehren. Ihr solltet dennoch zur Sicherheit eine konsularische Hochzeit machen, sprich alle eure Papiere umschreiben und die Heirat vom Konsulat anerkennen lassen.
Notfalls Beschwerde beim AA in Berlin. Bringt nicht immer was, aber manchmal eben schon. Und es ist leider tatsächlich so, dass Konsulatsangehörige einigen Spielraum haben. Sie sind aber den städtischen bzw. Ausländerbehörden der Kreise untergeordnet. Bist du also hieer und deine Stadtverwaltung gibt ihr okay (was die bei Arbeit und Wohnsitz IMMER machen) MUSS das Konsulat ihr eine Einreise- und Aufenthaltserlaubnis geben. Nur bekommt sie keine Niederlassungerlaubnis (d.h. wenn ihr euch trennt, muss sie zurück im Falle der Kinderlosigkeit).

martin_m
March 14th, 2009, 02:25 PM
In dem Falle ist es ratsam, allein zurück zu kommen, hier alle sklar machen (Job, Wohnsitz) und dann die Frau nachkommen zu lassen.

Meine Frau lasse ich nicht alleine. 3 Monate Antragszeit sind kalkulierbar, eine Jobsuche allerdings nicht. Hier wird ganz klar gegen das Grundgesetz verstossen. Das die Ehe unter einen besonderen Schutz steht wurde schon gesagt und darf daher nicht getrennt werden. Klar koennte man argumentieren "dann bleib doch dort" - aber es geht ja darum das einem Deutschen Staatsbuerger verwehrt werden kann seine Ehe in seinem Heimatland zu leben. Wie schon gesagt, Sachbearbeiter duerfen nicht in solchen Faellen ueber die Zukunft von Menschen (und schon gar nicht Deutschen) entscheiden und sich anmassen beurteilen zu koennen wo man leben kann. Hier muss das Gesetz eindeutig sein.

Das ganze wird noch verstaerkt wenn man sich ueberlegt das EU Auslaender (durch die EU Freizuegigkeit) sowie Japaner, Amis, Australier etc. teilweise mehr Rechte als Deutsche Staatsbuerger in dieser Angelegenheit haben.

Das ganze is Schwierig zu diskutieren...aber schon verrueckt...

Skyline_FFM
March 16th, 2009, 09:27 AM
Ja, ich finde es in deinem Fall auch sehr fragwürdig, was die Angestellten sich da erlauben. Notfalls wende dich an die Behörden deiner Heimatstadt, bzw. der Stadt, in der du zuletzt wohnhaft gemeldet warst. Für den Fall eines Versuchs der Auswanderung kann/sollte man sich als Zweitwohnsitz immer bei Verwandten melden. Dann erspart man sich solche Komplikationen. Man ist dann ja faktische gesehen immer noch wohnhaft in der BRD. Braucht deine Frau ein Einreisevisum? Generell darf sie doch eh für 3 Monate hierhin und dann i.d.R. nochmal 3 Monate verlängern. In der Zwischenzeit machst du alles klar und sie fliegt dann eben für 4 Wochen in die Heimat und kommt dann mit Visum zurück!

C-Beam
April 7th, 2009, 02:13 PM
LOL :lol: Ist zwar schlecht für Deutschland, aber der Ideologin von der Leyen gönne ich das Scheitern.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/weniger-geburten-mehr-sterbefaelle;2230001

Weniger Geburten, mehr Sterbefälle

Trotz des Elterngeldes ist die Zahl der Geburten in Deutschland im vergangenen Jahr wieder gesunken. Die Zahl der Sterbefälle stieg dagegen laut Statistischem Bundesamt an, ebenso die Zahl der Eheschließungen.

HB BERLIN. 2008 seien 675 000 Kinder zur Welt gekommen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Dies waren 8000 und damit 1,1 Prozent weniger als im Jahr davor. Vor allem im letzten Quartal lag die Geburtenrate deutlich unterhalb des Vorjahres. Von Januar bis September war die Geburtenzahl noch um 3400 auf 517 549 gestiegen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hatte aufgrund der Auswertung der ersten drei Quartale daher im Februar von einem anhaltend positiven Trend bei der Geburtenrate gesprochen und diesen insbesondere das Elterngeld zurückgeführt. Das Statistische Bundesamt hatte ursprünglich gar 680 000 bis 690 000 Geburten für das Gesamtjahr prognostiziert.

Angesichts der aktuellen Zahlen mahnte von der Leyen nun eine entschlossene Umsetzung von Erleichterungen für junge Familien an. „Hier müssen wir einfach noch besser werden“, sagte sie. „Den ungewöhnlichen Einbruch der Geburtenzahlen im letzten Quartal 2008 hat niemand vorausgesehen“, sagte sie nun. „Der Anstieg 2007 bis September 2008 und der anschließende Rückgang zeigen, was der Mut zu Kindern für ein zartes Pflänzchen ist.“ Junge Familien bräuchten gezielte Hilfen wie das Elterngeld, verständnisvolle Arbeitgeber und eine gute Kinderbetreuung. „Erst alles zusammen macht Mut“, sagte die Ministerin.

Entscheidend seien die Jahre bis 2013. Mit dem beschlossenen Kinderförderungsgesetz gibt es von 2013 an einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Das Betreuungsangebot muss deshalb auf 750 000 Plätze verdreifacht werden. Bildungsforscher hatten sich bereits im Februar zurückhaltend gezeigt und betont, Familienpolitik wirke sich nur langfristig aus.

Von der Leyen forderte die Arbeitgeber auf, gerade in Krisenzeiten ihre Fachkräfte nicht in andere Länder ziehen zu lassen, wo die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf schon Alltag sei.

Wie die Statistiker mitteilten starben überdies im vergangenen Jahr in Deutschland 844 000 Menschen, 20 000 oder 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit starben 168 000 Menschen mehr als geboren wurden.

Einen Anstieg verzeichneten die Statistiker bei der Zahl der Eheschließungen: 375 000 Paare gingen 2008 in Deutschland den Bund fürs Leben ein. Dies waren 7000 (1,8 Prozent) mehr als 2007.

C-Beam
April 7th, 2009, 02:52 PM
„Den ungewöhnlichen Einbruch der Geburtenzahlen im letzten Quartal 2008 hat niemand vorausgesehen“, sagte sie nun.

Ursula, schon mal drüber nachgedacht, dass es vielleicht doch auch einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Unsicherheit und der Geburtenrate gibt? Manche konservative(?) Menschen machen halt ihre Lebensplanung nicht von staatlichen Transfers sondern vom persönlichen Arbeitseinkommen abhängig, und wenn dies gefährdet ist oder in seiner Höhe nicht einen bestimmten Mindestlebensstandard garantiert (der übrigens für einige oberhalb der Sozialhilfe liegt - sowas nannte man früher "Mittelschicht" oder "Bürgertum"), dann wird halt auf Kinder verzichtet.


Junge Familien bräuchten gezielte Hilfen wie das Elterngeld

Ursula, alles Geld, das Du verteilst, musst Du vorher jemandem wegnehmen! Als Single zahlt man bereits über 50% seines Einkommens an Steuern und Abgaben (MwSt mit eingerechnet). Singles sind aber auch potentielle Eltern! Vielleicht sogar die potentiell verantwortlicheren Eltern mit den potentiell besseren Kindern, weil sie eben nicht mal eben so völlig unbedacht Kinder zeugen und nachher nach dem Staat rufen.


Entscheidend seien die Jahre bis 2013. Mit dem beschlossenen Kinderförderungsgesetz gibt es von 2013 an einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Das Betreuungsangebot muss deshalb auf 750 000 Plätze verdreifacht werden.

OK, akzeptiert, es sind aktuell noch nicht genug Betreuungsplätze vorhanden, aber sie werden doch jetzt seit Jahren ständig ausgeweitet, um 2013 die Vollversorgung zu erreichen - Müssten wir also nicht bereits jetzt ungefähr im gleichen Maße wie die Betreuungsplätze ausgeweitet werden auch eine Erhöhung der Geburten sehen? Wieso tritt das nicht ein? Und wieso ist in Ostdeutschland bei höherer Betreuungsdichte eine niedrigere Geburtenrate vorhanden? Stimmt die Theorie "Betreuung = Geburten" überhaupt? Ist es wirklich der allgemein akzeptierte Traum der bürgerlichen Mitte die eigenen Kinder schnellstmöglich in staatliche Obhut abzuschieben, um weiter ganztags Arbeiten gehen zu "dürfen"? Stimmt Deine Vorstellung von der Power Point präsentierenden Karrierefrau überhaupt? Was macht die durchschnittliche Frau in ihrem Beruf? Welche realen "Karriereaussichten" hat sie selbst bei durchgehender Berufstätigkeit? Oder gehen die meisten nicht doch etwa nur deshalb arbeiten, weil sie Geld verdienen MÜSSEN und das ohne jegliche Karrie- oder Selbstverwirklichungsaussichten?


Einen Anstieg verzeichneten die Statistiker bei der Zahl der Eheschließungen: 375 000 Paare gingen 2008 in Deutschland den Bund fürs Leben ein. Dies waren 7000 (1,8 Prozent) mehr als 2007.

Die Ehe ist für viele nichts anderes als ein legales Steuerfluchtmodell, sie zeigt keinen Kinderwunsch an.

Max BGF
April 18th, 2009, 09:21 AM
Sehr guter Beitrag.
Ursula hat allerdings keine Zeit ihn zu kapieren, befindet sie sich doch gerade voll auf ihrem Trip.

Skyline_FFM
April 28th, 2009, 08:58 PM
Nach dem Video würde ich eher Frankreich und GB als demographische Notstandsgebiete bezeichnen:
__RiunKMGfE
http://www.youtube.com/watch?v=__RiunKMGfE

Max BGF
June 1st, 2009, 10:45 AM
Da es nicht nur um Quantität, sondern mehr noch um Qualität geht:

EId8cCr2wV8

http://www.youtube.com/watch?v=EId8cCr2wV8

Skyline_FFM
June 2nd, 2009, 02:43 PM
Ja super, das Gör plant also die Zukunft in der Horizontalen,... :ohno:

George W. Bush
June 2nd, 2009, 03:21 PM
Aus welchem statistischen Klo haben diese Trottel denn solche Mondzahlen gefischt?
Dreiviertel aller Türken in Berlin ohne Schulabschluß? 2004 waren es von den Schulabgängern knapp über 20%, auch schon viel zu viel (bei den Deutschen lag die Zahl bei knapp unter 10%). Woher der plötzliche Anstieg?

Max BGF
June 2nd, 2009, 05:20 PM
Immerhin Statistik vom DIW und auch daß dermaßen migrationskritische Zahlen in einem öffentlich-rechtlichen Sender gebracht werden, spricht eher für den Wahrheitsgehalt.
Außerdem dürften Statistiken zum Schulabschluß welche der einfacheren Art ohne größeren Definitionsspielraum sein: Abschluß hat mensch oder hat mensch nicht.

George W. Bush
June 2nd, 2009, 07:51 PM
Die Zahlen die ich habe stammen vom Berliner Senat für Integration und Migration. Wenn die nicht wissen was Sache ist, wer denn dann? Und du wirst ja wohl zugeben müssen, daß durchschnittlich 75% Schulabbrecher bei türkischen Schülern eine extrem unplausible Zahl ist. Welches Bundesland würde so etwas über Jahre oder vielleicht gar Jahrzehnte sehenden Auges tolerieren?? Das brächte nicht einmal Berlin fertig.

Max BGF
June 2nd, 2009, 08:27 PM
Angesichts dessen, daß Schulpflicht besteht, wären auch schon 25% extrem hoch.
75% hören sich natürich aus diesem Grunde völlig unplausibel an. Ich kann mir aber schon vorstellen, daß sich in dem Bereich innerhalb vier, fünf Jahren nochmals eine deutliche Verschiebung ergab, schließlich geht es da um wellenartige modische Jugendkultur. Was momentan Kultur oder erstrebenswert ist, deutet das Video an - sofern es halbwegs repräsentativ für die betrachtete Gruppe ist.

Apropos Tolerieren: Da gibt´s viel teurere Dinge, die toleriert werden. Zum Beispiel, daß Gastarbeiter strukturell/langfristig zu einem höheren Teil arbeitslos sind :lol:

Persönlich finde ich es gar nicht so schlimm, wenn türkische Jugendliche keinen Schulabschluß machen. Lernen ist halt nicht jedermanns Sache. Man sollte Kinder nicht allzusehr entgegen ihrem Naturell verbiegen wollen.

George W. Bush
June 2nd, 2009, 09:23 PM
Ehrlich gesagt ist diese "Reportage" unter aller Kanone. RBB ist eh ein von piefigen Fernsehbeamten geführter Schnarchnasensender.

kato2k8
June 10th, 2009, 02:33 PM
Angesichts dessen, daß Schulpflicht besteht
... die punktgenau mit 18 endet, wie uns damals unsere Mathematiklehrerin bald jede Woche vorgehalten hat ("also wenn ihr nicht wollt, ihr seid 18, ihr könnt euch jederzeit abmelden").

In Baden-Württemberg liegt die Quote der Ausländer, die ohne Abschluß von der Schule gehen, je nach Jahr seit Jahrzehnten stabil zwischen 11 und 12%, unter den Deutschen zwischen 3,5 und 3,8%. Das schließt diejenigen ein, die den Hauptschulabschluß nicht schaffen.
Bei den Abgängen von Realschule und Gymnasium ("richtigen" Abbrechern) liegt die Quote unter Ausländern statistisch ziemlich stabil etwa 50-60% über der der Deutschen - bei den Hauptschülern, die ohne Abschluß nach ihren 5 Jahren Mindestzeit abgehen, hingegen stabil bei 250-280%.

Um mal Zahlen zu haben. Quelle: LEU Stuttgart.

Max BGF
July 19th, 2009, 04:17 PM
Cobk9FL9r3k

C-Beam
July 23rd, 2009, 12:19 PM
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/immer-weniger-wollen-in-deutschland-wohnen;2436038

Immer weniger wollen in Deutschland wohnen

Deutschland wird offenbar für immer mehr Menschen als Wohnort unattraktiv. Zwar wanderten im Jahr 2008 etwa 682 000 Menschen nach Deutschland ein, gleichzeitig zogen aber 738 000 weg, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

HB WIESBADEN. Der Rückgang bei der Zuwanderung scheint zwar vorerst gestoppt zu sein, aber die Zahl der Auswanderer steigt. Vor allem bei den Deutschen hält der Trend an, dem Heimatland den Rücken zu kehren.

Im Vergleich zu 2007, als 681 000 Menschen nach Deutschland zogen, blieb die Zahl der Zuwanderer konstant, nachdem die Zuwanderung von 2001 bis 2006 kontinuierlich zurückgegangen war, wie die Statistiker mitteilten. Dabei kamen im vergangenen Jahr aber vor allem mehr Deutsche zurück in die Heimat: Ihre Zahl stieg im Vergleich zu 2007 um 2 000 auf rund 108 000, darin sind auch 4 000 Spätaussiedler enthalten. Die Zahl der ausländischen Zuwanderer blieb mit 574 000 nahezu konstant (2007: 575 000).

Gleichzeitig zogen mit 738 000 rund 100 000 Menschen mehr aus Deutschland weg als ein Jahr zuvor. Die Zahl der deutschen Auswanderer stieg von 161 000 im Jahr 2007 auf 175 000, die der ausländischen von 476 000 auf 563 000....

erbse
July 23rd, 2009, 01:20 PM
Das Fernweh ist dem Volksdeutschen angeboren. Sind nicht umsonst Reiseweltmeister.

Das hat weniger mit irgendwelchen Schlechtigkeiten in der Heimat zu tun, der Deutsche möchte einfach gern Neues sehen, ausprobieren, erleben. Und kehrt dann gestärkt und erfahren zurück.

Gibt ja inzwischen auch schon Rückkehrer-Shows.

Max BGF
July 23rd, 2009, 02:36 PM
Trotzdem ist verstetigt fast Faktor 2 bei deutschen Auswanderern gegenüber Rückkehrern ein Alarmzeichen.

Gibt es die Wanderungsbilanz auch getrennt nach Ost und West? Dürfte im Osten noch deutlich übler aussehen.

George W. Bush
July 23rd, 2009, 04:53 PM
Ich benutze nicht gerne das ansonsten so inflationär verwendete Wort "Katastrophe", aber ein negativer Zuwanderungssaldo in Zeiten einer rapide alternden Gesellschaft ist wirklich das Letzte was wir gebrauchen können.

CrayZD
July 23rd, 2009, 05:12 PM
Ohne pauschalisieren zu wollen... aber ein positiver Wanderungssaldo, der de facto eine Zunahme von Transferleistungsempfängern statt von Arbeitskräften und Rentenbeitragszahlern bedeutet (wie gefühlt in den letzten Jahren), bringt uns auch nicht weiter.

Dummerweise wird die jetztige Zunahme von Wegzügen aber wohl kaum auf diese Klientel zurückzuführen sein.

George W. Bush
July 23rd, 2009, 05:20 PM
Du sagtest es bereits, "gefühlt".

Wenn ich mich recht erinnere (mag mich aber täuschen), bräuchten wir demnächst ein Zuwanderungssaldo von ca. 200.000 jährlich um die durch die Alterung der Gesellschaft künftig ausgelösten Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt und starke Zunahme von Ruheständlern einigermaßen schmerzfrei zu bewältigen. Ein negativer Wanderungssaldo in unserer Situation geht schon mal gar nicht.

Der Rest ist intelligente Einwanderungspolitik.

CrayZD
July 23rd, 2009, 05:31 PM
Insofern sind ja auch hübsche Rentenversprechen der Regierung grob fahrlässig bis illegitim. Jeder Mittdreißiger, der heute von einer gesetzlichen Rente über Grundsicherungsniveau ausgeht, hat m.E. den letzten Schuss nicht mehr gehört. Und jeder Politiker, der ihm etwas anderes vorgaukelt, ist ein populistischer Blender.

George W. Bush
July 23rd, 2009, 05:35 PM
Du sagst es.
Drei Nullrunden bei der Rente in diesem Jahrzehnt, dazu 2 Fastnullrunden (0,5% und 0,6%) und das Aussetzen der Rentenformel 2008 und 2009 wider aller Vernunft um überhaupt noch einmal in den Genuß einer nennenswerten Erhöhung zu kommen, das alles spricht schon eine sehr deutliche Sprache.

Max BGF
July 23rd, 2009, 06:50 PM
Wenn ich mich recht erinnere (mag mich aber täuschen), bräuchten wir demnächst ein Zuwanderungssaldo von ca. 200.000 jährlich um die durch die Alterung der Gesellschaft künftig ausgelösten Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt und starke Zunahme von Ruheständlern einigermaßen schmerzfrei zu bewältigen.

Der Rest ist intelligente Einwanderungspolitik.Aber ob diese Politik wirklich intelligent oder nachhaltig ist, darf stark bezweifelt werden. Verantwortliche Politik sollte sich keinesfalls darauf verlassen oder gar darauf bauen. Die Zuwanderer sind größtenteils Wirtschaftsmigranten und somit schon per Definition als auch erwiesenermaßen Menschen, die in erster Linie des Geldes wegen in ein anderes Land aufgebrochen sind, weil es ihnen zu einer bestimmten Zeit mehr Verdienstchancen bot. Es ist weder spezielle Liebe zum Land noch ein Gefühl wie Heimat. Daß die Loyalität mit den Herkunftsländern oft noch überwiegt zeigt sich in verschiedensten Situationen. Selbst akerdemische Lehrersöhne wie Tekken z.B. interessiert deutsche Geschichte wenig und zieht es nach teurer deutscher Ausbildung in das Land der Vorfahren.

Sobald die Chancen hier sinken, was gerade durch den Alterungstrend anzunehmen ist, werden zumindest die leistungsfähigeren unter den Zuwanderern die ersten sein, die entweder zurück oder in ein anderes noch florierendes Land gehen, weil sie hier am wenigsten hält und sie schon mal bewiesen haben, daß sie mobil sind. Daß selbst hier viel stärker verwurzelte Urdeutsche ihre Heimat verlassen wie den Zahlen zu entnehmen ist, zeigt doch gerade, wie optimistisch bis illusorisch die Annahme ist, die Wirtschaftszuwanderer blieben für alle Zeiten hier, weil sie nicht sehnlicher wünschen als deutsche Senioren durch die Gegend zu schieben.

Es ist eher noch schlimmer. Diejenigen Zuwanderer werden bleiben, für die Deutschland nach wie vor das ideale Land ist. Und das ist es eben für viele Leistungsempfänger und auch Kriminellen durch seine relative Reformunfähigkeit sowie teils laschen Gesetze.


Drei Nullrunden bei der Rente in diesem Jahrzehnt, dazu 2 Fastnullrunden (0,5% und 0,6%) und das Aussetzen der Rentenformel 2008 und 2009 wider aller Vernunft um überhaupt noch einmal in den Genuß einer nennenswerten Erhöhung zu kommen, das alles spricht schon eine sehr deutliche Sprache.Dazu kommt, daß schon jetzt der Rentenzuschuß mit rund 80 Mrd € !!! der größte Einzelposten im Bundeshaushalt ist. Jährlich werden also 80 Mrd aus Steuermitteln entnommen, um die Renten bezahlen zu können, obwohl in unserem Hochlohnland zuletzt eine Rekordbeschäftigung - auch dank Rekordexportüberschuß - herrschte.

George W. Bush
July 23rd, 2009, 07:17 PM
Aber ob diese Politik wirklich intelligent oder nachhaltig ist, darf stark bezweifelt werden. Verantwortliche Politik sollte sich keinesfalls darauf verlassen oder gar darauf bauen. Die Zuwanderer sind größtenteils Wirtschaftsmigranten und somit schon per Definition als auch erwiesenermaßen Menschen, die in erster Linie des Geldes wegen in ein anderes Land aufgebrochen sind, weil es ihnen zu einer bestimmten Zeit mehr Verdienstchancen bot. Es ist weder spezielle Liebe zum Land noch ein Gefühl wie Heimat. Daß die Loyalität mit den Herkunftsländern oft noch überwiegt zeigt sich in verschiedensten Situationen. Selbst akerdemische Lehrersöhne wie Tekken z.B. interessiert deutsche Geschichte wenig und zieht es nach teurer deutscher Ausbildung in das Land der Vorfahren.Gut, du siehst das von der romantischen Seite (Aspekt Heimat und dergleichen), das sei dir unbenommen. Ich sehe das dagegen rein pragmatisch. Wir brauchen Arbeitskräfte um den Ruhestand der Baby-Boomer-Generation finanziell zu sichern, diese nehmen jedoch in der Menge ab. Also muß man sich diese aus dem Ausland hereinholen (gibt es eine dritte Möglichkeit die mir gerade nicht einfällt? :)). Den Erkenntnisstand, daß wir bei der Einwanderung nicht völlig wahllos sein können, hat glaube ich jeder erreicht. Das heißt aber nicht, daß wir nicht Kompromisse machen müssen. Wir können nicht verlangen, daß Einwanderer die wir hereinlassen ihre Identität wie ein Mantel ablegen und eine andere, nämlich eine "deutsche" annehmen. Das ist schlichtweg unmöglich, so ticken Menschen nicht. Assimilation ist immer ein Prozeß, der sich über zwei Generationen hinzieht.

Schau dir die Einwandererländer aus dem angelsächsischen Raum an. Haben Kanadier und Australier, von den US-Amerikanern ganz zu schweigen, etwa keine Heimatbindung? Die meisten sind oder stammen von Einwanderen ab, welche dem kanadischen, australischen oder US-Dollar hinterherschielten -- wohl nicht nur, aber auch, und ganz sicher zu einem nicht unwesentlichen Teil.

Schon allein die Entscheidung auszuwandern zeugt von einem gewissen Mut und Energie. Wer einen solchen Schritt macht, der möchte auch, daß sich der damit verbundene Aufwand und der Verzicht auf sovieles was man hinter sich läßt lohnt. Das sind also nicht die unmotiviertesten Leute. Auswandern ist kein Spaß.

Max BGF
July 23rd, 2009, 08:11 PM
Heimat mag als Wort romantische Anmutung haben, nichtsdestotrotz verwende ich sie hier als empirisches und rationales Argument. Wenn man Heimat als einen von mehreren wesentlichen Faktoren der Niederlassungswahl betrachtet, was m.E. nicht konstruiert ist.

Ich fordere übrigens keineswegs Assimilation. Am liebsten ist mir der Gastarbeiter in seiner ursprünglichen Absicht. Er kann auch gerne des Deutschen unmächtig sein. Sollte es ihm hier gefallen, er Freunde finden und bleiben wollen, deutsch sprechen, auch okay. Dann hat erfolgreiche Integration nämlich längst stattgefunden, weil sie sich durch offenen Charakter und/oder persönlichen Wunsch einfach so ergab. Ganz ohne typisch deutsche obrigkeitsstaatliche Programme. Ohne Enttäuschungen, Vorwürfe, Geldverschwendung und Zwangsassimilation.

Kanada, USA und Australien sind kaum vergleichbar, da klassische Einwanderungsländer.

Schon allein die Entscheidung auszuwandern zeugt von einem gewissen Mut und Energie. Wer einen solchen Schritt macht, der möchte auch, daß sich der damit verbundene Aufwand und der Verzicht auf sovieles was man hinter sich läßt lohnt. Das sind also nicht die unmotiviertesten Leute. Auswandern ist kein Spaß.Grundsätzlich ja. Unromantischer Fakt ist aber, daß die Migranten im Durchschnitt! heute in fast allen relevanten Statistiken signifikant negativ auffallen. Mit anderen Worten: Diese Energie und Motivation muß irgendwo verloren gegangen sein, zahlt sich für das Gastgeberland nicht (mehr) aus. Eher das Gegenteil.

Gilt selbstverständlich nur für den Durchschnitt. Natürlich gibt es etliche Herkunftsländer, auf die das nicht zutrifft. Nur leider stellen diese i.d.R. nicht die großen Zuwandererkontingente.

Skyline_FFM
July 24th, 2009, 11:33 AM
Du sagtest es bereits, "gefühlt".

Wenn ich mich recht erinnere (mag mich aber täuschen), bräuchten wir demnächst ein Zuwanderungssaldo von ca. 200.000 jährlich um die durch die Alterung der Gesellschaft künftig ausgelösten Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt und starke Zunahme von Ruheständlern einigermaßen schmerzfrei zu bewältigen. Ein negativer Wanderungssaldo in unserer Situation geht schon mal gar nicht.

Der Rest ist intelligente Einwanderungspolitik.

Die wir bisher nicht haben! Einwanderung MUSS nach Qualifikation und Bedarf erfolgen. Was nützt es uns denn, wenn von einem gebrauchten 200.000 Saldo - mal provokativ gesagt - 170.000 Analphabeten, Schulabbrecher, Rückständige, Terroristen, Zwangsverheiratete und andere nicht benötigte Zuwanderer sind. Dann haben wir uns mehr geschadet als geholfen! Denn die anderen 30.000 können dann nicht einmal mehr für die 170.000 anderen aufkommen. Wobei wir mal wieder ein fettes Minus verbuchen.
Integrations- und bildungsresistente Einwanderer liegen extrem überdurchschnittlich oft dem Staat auf der Tasche und trüben außerdem noch Kriminalstatistiken ein.
Einfach nur irgendwelche Zahlen helfen da nicht weiter. Wir brauchen QUALITÄT nicht QUANTITÄT.

Max BGF
July 24th, 2009, 12:00 PM
Wir brauchen QUALITÄT nicht QUANTITÄT.:applause:

Mit dem Begriff "intelligente Einwanderungspolitik" haben die Politiker aber eine schöne Floskel das Volk im Glauben zu beruhigen, sie täten schon was. In 20-30 Jahren ist sie dann vielleicht wirklich intelligent, durch die bis dahin weitere 20-30 Jahre unintelligente Einwanderungspolitik ist es dann aber auch zu spät.

Außerdem kann Politiker jeder Coleur behaupten, er habe schon anno 19xx eine intelligente Einwanderungspolitik gefordert. Diese Forderung ist ja so schön generisch wie abstrakt.

Wie heißt es so schön: Es gibt nichts Gutes außer man tut es.

CrayZD
July 24th, 2009, 12:30 PM
Das Problem ist, dass sich eine intelligente Einwanderungspolitik leider zu fast 100% mit dem moralisch-humanitären Gutmenschentum beisst, das in den 80ern und 90ern beim Thema Einwanderung an den Tag gelegt wurde. Das hat man zwar jetzt eingedämmt (bzw. es hat sich teilweise auch von selbst erledigt). Aber zu einer vernünftigen Einwanderungspolitik hat man noch nicht zurückgefunden.

Die Kinder und Enkel der Gastarbeitergeneration sind größtenteils vorbildlich integriert. Ob das mit den Nachkommen der (Wirtschafts-)Flüchtlinge genauso schnell geht, wage ich zu bezweifeln.

Skyline_FFM
July 24th, 2009, 01:21 PM
Das Problem ist, dass sich eine intelligente Einwanderungspolitik leider zu fast 100% mit dem moralisch-humanitären Gutmenschentum beisst, das in den 80ern und 90ern beim Thema Einwanderung an den Tag gelegt wurde. Das hat man zwar jetzt eingedämmt (bzw. es hat sich teilweise auch von selbst erledigt). Aber zu einer vernünftigen Einwanderungspolitik hat man noch nicht zurückgefunden.

Die Kinder und Enkel der Gastarbeitergeneration sind größtenteils vorbildlich integriert. Ob das mit den Nachkommen der (Wirtschafts-)Flüchtlinge genauso schnell geht, wage ich zu bezweifeln.

Necla Kelek hat eigentlich eher eine DESintegration festgestellt. Türkische Jugendliche neigen mehr zu Gewalt, Fanatismus, Schulabbrechertum und Nicht-Integration als die Generation ihrer Eltern! Bei Libanesen und Albanern schaut es da wohl nicht besser aus.
Sieht man aber die Italiener, Spanier und auch Asiatenoder Lateinamerikaner, so finde ich sie sehr gut integriert.
Pausschal würde ich auch die Nachkommen der Asylanten nicht als fehlintegriert o.ä. abstempeln. Denn es gibt sehr viele Afrikaner (z.B.), die sich auch sehr gut eingefügt haben - wenn nicht gar die meisten von ihnen!

CrayZD
July 24th, 2009, 01:46 PM
Türkische Jugendliche neigen mehr zu Gewalt, Fanatismus, Schulabbrechertum und Nicht-Integration als die Generation ihrer Eltern!

Wie deutsche Jugendliche auch. :lol:

Im Ernst: natürlich mag auch das ein Teil des Problems sein. Pauschalisieren kann man auch das nicht - ich kenne genug junge Türken jenseits von Aggro Berlin und bescheuerter Pseudo-Gangsta-Coolness. Wenn man aber in Kriminalitäts- und Hartz-IV-Statistiken den Migrationshintergrund über die bloße Nationalität hinaus beleuchtet, trifft man nicht selten auf Flüchtlingsvergangenheit. 'Türken' entpuppen sich da überproportional oft als Kurden, 'Jugoslawen' bzw. 'Serben' als Kosovo-Albaner.

Ich könnte mir das auch so erklären, dass Angehörige ethnischer Minderheiten sich schon in ihrer Heimat eher abgeschottet haben und daher zwangsläufig auch in Zuwanderungsländern weniger Integrationswillen zeigen.

Aber das wird langsam OT. ;)

George W. Bush
July 24th, 2009, 01:50 PM
Einfach nur irgendwelche Zahlen helfen da nicht weiter. Wir brauchen QUALITÄT nicht QUANTITÄT.Nein. Wir brauchen Qualität UND Quantität. Die kommenden Löcher am Arbeitsmarkt werden mangels Nachwuchs groß sein und müssen gestopft werden. Außer du verzichtest auf eine halbwegs dezente Altersrente. Ich würde es jedenfalls nur äußerst ungerne.

Max BGF
July 24th, 2009, 02:24 PM
Erst mal haben wir noch ein paar Millionen Arbeitslose. Desweiteren sollen etliche nicht beschäftigt und schon aus der Statistik herausgefallen sein. Dann geht viel Arbeit in die Exportüberschüsse, die müssen auch nicht auf Dauer derart ausgeprägt sein. Ferner bestehen trotz aller "Programme" noch immer erhebliche Ineffizienzen, insbes. durch Bürokratie. Die Rente mit 69 und schnelleres Abitur/Studium kann auch einiges bringen. Dazu kommen weitere Produktivitätsfortschritte und Automatisierung. Wenn sich die Gesellschaft noch in Richtung Öko und Werte statt Konsum wandeln würde, nähme auch der Druck ab, überall und immer wettbewerbsfähig sein zu müssen, weil wir dann nicht mehr soviel einnehmen müssen um bspw. die Importe zu bezahlen.

Was wir seit Jahren tatsächlich haben, ist ein Fachkräftemangel und damit sind wir doch wieder beim Thema QUALITÄT.

Skyline_FFM
July 24th, 2009, 02:24 PM
Nein. Wir brauchen Qualität UND Quantität. Die kommenden Löcher am Arbeitsmarkt werden mangels Nachwuchs groß sein und müssen gestopft werden. Außer du verzichtest auf eine halbwegs dezente Altersrente. Ich würde es jedenfalls nur äußerst ungerne.

Also auf die staatliche Rente vertraue ich eh nicht, da habe ich mich doppelt und dreifach anderweitig abgesichert! :lol:
Aber sicher brauchen wir auch die Mengen - die aber bitte mit der dementsprechenden Qualität! Welche Lücken stopft man mit Analphabeten und Leuten die sich nicht integrieren können, somit auch auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. Ich sage ja nicht, dass sie alle Ingenieure sein müssen. Es wäre dennoch von Vorteil, wenn z.B. Pflegepersonal, das bereits ausgebildet ist, eben vorgezogen wird.
Erfahrung und Bildung vor Masse, ganz einfach! Und diese Heulerei von wegen Brain Drain aus der 3. Welt ist mir unverständlich. Wenn man den Menschen vor Ort das Leben schöner gestalten würde, hätten sie auch keinen Grund, nach Europa oder in die USA auszuwandern.

Aber um nochmal auf Notstandsgebiet Europas zurück zu kommen: Das findet sich eindeutig in Osteuropa! Dort hat man nämlich den größten Rückgang!

Skyline_FFM
July 24th, 2009, 02:26 PM
Erst mal haben wir noch ein paar Millionen Arbeitslose. Desweiteren sollen etliche nicht beschäftigt und schon aus der Statistik herausgefallen sein. Dann geht viel Arbeit in die Exportüberschüsse, die müssen auch nicht auf Dauer derart ausgeprägt sein. Ferner bestehen trotz aller "Programme" noch immer erhebliche Ineffizienzen, insbes. durch Bürokratie. Die Rente mit 69 und schnelleres Abitur/Studium kann auch einiges bringen.

Was wir seit Jahren tatsächlich haben, ist ein Fachkräftemangel und damit sind wir doch wieder beim Thema QUALITÄT.

Ich denke auch, dass man erstmal einheimisches Potenzial fördern muss. Wieso sollen denn die Arbeistlosen hier im Hartz-IV-Sumpf versauern und gleichzeitig holt man sich Fachkräfte aus dem Ausland.

George W. Bush
July 24th, 2009, 02:45 PM
Erst mal haben wir noch ein paar Millionen Arbeitslose. Desweiteren sollen etliche nicht beschäftigt und schon aus der Statistik herausgefallen sein. Dann geht viel Arbeit in die Exportüberschüsse, die müssen auch nicht auf Dauer derart ausgeprägt sein. Ferner bestehen trotz aller "Programme" noch immer erhebliche Ineffizienzen, insbes. durch Bürokratie. Die Rente mit 69 und schnelleres Abitur/Studium kann auch einiges bringen. Dazu kommen weitere Produktivitätsfortschritte und Automatisierung. Wenn sich die Gesellschaft noch in Richtung Öko und Werte statt Konsum wandeln würde, nähme auch der Druck ab, überall und immer wettbewerbsfähig sein zu müssen, weil wir dann nicht mehr soviel einnehmen müssen um bspw. die Importe zu bezahlen.

Was wir seit Jahren tatsächlich haben, ist ein Fachkräftemangel und damit sind wir doch wieder beim Thema QUALITÄT.Natürlich wird sich die Beschäftigtenquote (prozentualer Anteil der Beschäftigten an der erwerbsfähigen Bevölkerung) im Zuge des demographischen Wandels verbessern. Man soll aber bitte nicht glauben, daß wir jede arbeitslose Floristin o.ä. per Magie in eine hochqualifizierte Fachkraft umwandeln können. Das Arbeitsmarksegment der höher Qualifizierten MUSS durch Zuwanderer bedient werden. Die Leute fehlen uns zum Teil heute schon und es ist überhaupt nicht zu erkennen, daß wir diese sich immer weiter aufreißenden Lücken selber werden schließen können. Bei den niedriger Qualifizierten können wir in der Tat aus einer gewissen heimischen Reserve schöpfen.

George W. Bush
July 24th, 2009, 02:56 PM
Aber um nochmal auf Notstandsgebiet Europas zurück zu kommen: Das findet sich eindeutig in Osteuropa! Dort hat man nämlich den größten Rückgang!Ja. Osteuropa hat in der Hinsicht keine sonderlich rosige Zukunft. Hinzu kommt, daß viele Gutausgebildete von dort in wohlhabendere Länder auswandern.
Im Grunde ist es dasselbe Bild wie in den neuen Bundesländern. Dieser Teil Deutschlands stirbt (bis auf regionale Ausnahmen) Stück für Stück aus, gleichzeitig suchen (und finden) viele eine gut bezahlte Stelle in den alten Bundesländern oder den Nachbarstaaten.

Skyline_FFM
July 24th, 2009, 03:27 PM
Natürlich wird sich die Beschäftigtenquote (prozentualer Anteil der Beschäftigten an der erwerbsfähigen Bevölkerung) im Zuge des demographischen Wandels verbessern. Man soll aber bitte nicht glauben, daß wir jede arbeitslose Floristin o.ä. per Magie in eine hochqualifizierte Fachkraft umwandeln können. Das Arbeitsmarksegment der höher Qualifizierten MUSS durch Zuwanderer bedient werden. Die Leute fehlen uns zum Teil heute schon und es ist überhaupt nicht zu erkennen, daß wir diese sich immer weiter aufreißenden Lücken selber werden schließen können. Bei den niedriger Qualifizierten können wir in der Tat aus einer gewissen heimischen Reserve schöpfen.

Mein Reden! Also doch Einwanderer mit hoher Bildung rein, den Rest durch Bildungsmaßnahmen ins Arbeitsleben integrieren. Aber dazu scheinen unsere überteuerten ARGEn nicht in der Lage (obwohl ich irgendwo auch gelesen habe, dass die maßlos überfordert sein sollen - aus Arbeitskräftemangel! :lol: Das ist doch wohl Hohn! :lol:

C-Beam
July 25th, 2009, 05:10 AM
Nächste Woche kriegen wir endlich mal belastbare Statistiken zur Geburtenrate:

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pk/2009/Kinderlosigkeit/Kinderlosigkeit__einladung,templateId=renderPrint.psml
Mikrozensus 2008 - Neue Daten zur Kinderlosigkeit in Deutschland
Einladung zur PRESSEKONFERENZ

am 29. Juli 2009
im Haus der Bundespressekonferenz, Tagungszentrum Raum III + IV
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Beginn: 11:00 Uhr

Mitwirkende:

* Roderich Egeler,
Präsident des Statistischen Bundesamtes
* Dr. Klaus-Jürgen Duschek,
Referatsleiter in der Gruppe "Mikrozensus, Arbeitskräftestichprobe, Haushalte und Familie"
* Bettina Sommer,
Referatsleiterin in der Gruppe "Bevölkerungsentwicklung, Migration, Gebietsgliederung, Rechtspflege"


Das niedrige Geburtenniveau in Deutschland und das Thema Kinderlosigkeit sind in den letzten Jahren häufig diskutiert worden. Das Statistische Bundesamt kann nun mit neuen Daten aufwarten. Im Mikrozensus – der größten Haushaltsstichprobe in Europa – wurden im Jahr 2008 erstmals Frauen im Alter von 15 bis 75 Jahren befragt, ob sie Kinder geboren haben und wenn ja wie viele. Dadurch können das Phänomen der Kinderlosigkeit aber auch die Frage, wie viele Kinder eine Mutter zur Welt bringt, erstmals auf breiter empirischer Grundlage untersucht werden. Ausgehend von einer kurzen Darstellung des Geburtenniveaus in Deutschland wird sich das Statistische Bundesamt auf der Pressekonferenz folgenden Fragen widmen:

– Welche Faktoren beeinflussen Geburtenniveau und –entwicklung? Dabei werden die zwei maßgeblichen Einflussgrößen (Anzahl der Kinder je Mutter und Kinderlosigkeit) für verschiedene Frauenjahrgänge untersucht.
– Gibt es beim Ausmaß der Kinderlosigkeit regionale Unterschiede? Sind in Deutschland geborene Frauen anders von Kinderlosigkeit betroffen als die Zugewanderten? Wie stark unterscheidet sich die Kinderlosigkeit nach dem Bildungsstand, was ist mit den häufig diskutierten Akademikerinnen? Welche Rolle spielt die Form des Zusammenlebens?

CrayZD
July 25th, 2009, 02:37 PM
Bei den niedriger Qualifizierten können wir in der Tat aus einer gewissen heimischen Reserve schöpfen.

Das könnte sich leider im Ernstfall als fataler Trugschluss erweisen. Ein Extrembeispiel sind sicher die kläglich gescheiterten Versuche der jüngeren Vergangenheit, heimische Arbeitslose als Ersatz für osteuropäische Erntehelfer einzusetzen.

Arbeit mit geringer Anforderung an die Qualifikation... die ist eben oft auch stupide, eintönig, körperlich belastend. Angesichts solcher Alternativen wird für viele gering Qualifizierte das soziale Netz auch gerne mal zur vielzitierten sozialen Hängematte.

Max BGF
July 25th, 2009, 02:55 PM
Könnte dazu viel sagen. Warte aber die Statisticken ab.

erbse
July 25th, 2009, 03:25 PM
Welche Statistiken? Gibt es Statistiken die besagen, wie hoch der proz. Anteil derer ist, die das soz. Netz als Hängematte benutzen?

erbse
July 25th, 2009, 03:25 PM
-doppeltes Flottchen-

Arkhángel
July 25th, 2009, 04:44 PM
Meine Vermieterin meint, ich solle Kinder zeugen

- und zwar schnell, bevor es zu spät wird. :dunno:





.

Max BGF
July 25th, 2009, 05:35 PM
Wie alt und hübsch ist sie?

@erbse, Statistiken zu #96, Du Schelm.

erbse
July 25th, 2009, 05:54 PM
Verstehe ich nicht, Senior Schelm.


Arki: Du solltest dem Wunsch deiner Vermieterin Folge leisten. Oder du nimmst mir einen meiner Zöglinge ab, nerven gerade so.

George W. Bush
July 25th, 2009, 06:55 PM
Das könnte sich leider im Ernstfall als fataler Trugschluss erweisen. Ein Extrembeispiel sind sicher die kläglich gescheiterten Versuche der jüngeren Vergangenheit, heimische Arbeitslose als Ersatz für osteuropäische Erntehelfer einzusetzen.

Arbeit mit geringer Anforderung an die Qualifikation... die ist eben oft auch stupide, eintönig, körperlich belastend. Angesichts solcher Alternativen wird für viele gering Qualifizierte das soziale Netz auch gerne mal zur vielzitierten sozialen Hängematte.Angesichts der in den nächsten Jahrzehnten bevorstehenden Finanzierungsengpässe des deutschen Staates ist es sehr wahrscheinlich, daß Hartz-IV nicht das letzte Wort gewesen sein wird. Ich prophezeie schon einmal, daß sich in Zukunft viele Sozialalimentierte voller Nostalgie an die gute alte Zeit (= heute) erinnern werden.

Skyline_FFM
July 27th, 2009, 08:07 AM
Wie alt und hübsch ist sie?

http://img401.imageshack.us/img401/4203/altemuslimaschlampert1q.jpg

C-Beam
July 29th, 2009, 12:17 PM
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/07/PD09__283__122,templateId=renderPrint.psml

Pressemitteilung Nr.283 vom 29.07.2009

Kinderlosigkeit nimmt zu

WIESBADEN – In Deutschland bleiben immer mehr Frauen ohne Kinder. 2008 hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 21% der 40- bis 44-jährigen Frauen keine Kinder zur Welt gebracht. Dagegen waren unter den zehn Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1954 bis 1958) 16% und unter den zwanzig Jahre älteren (Jahrgänge 1944 bis 1948) nur 12% kinderlos. Von den Frauen zwischen 35 und 39 Jahren hatten 2008 26% noch keine Kinder, allerdings wird sich in dieser Altersgruppe der Anteil der kinderlosen Frauen noch vermindern.

Diese und weitere zentrale Ergebnisse des Mikrozensus 2008zur Kinderlosigkeit und zu Geburten in Deutschland hat Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes, heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

Im Osten Deutschlands gibt es deutlich weniger kinderlose Frauen als im Westen. Während von den 40- bis 75-jährigen Frauen in den alten Ländern 16% keine Kinder haben, sind es in den neuen nur 8%. Auch bei den jüngeren Frauen bestehen deutliche Unterschiede. Von den 35- bis 39-Jährigen(Jahrgänge 1969 bis 1973) in den alten Ländern haben bisher 28% keine Kinder, in den neuen Ländern sind lediglich 16% kinderlos.

Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus Zusammenhänge zwischen Bildungsstand und Kinderlosigkeit. Für Westdeutschland gilt: je höher der Bildungsstand, desto häufiger ist eine Frau kinderlos. Betrachtet man Frauen ab 40 Jahre, die ihre Familienplanung größtenteils abgeschlossen haben, hatten 26% der Frauen mit hoher Bildung keine Kinder. Dieser Anteil ist deutlich höher als bei den Frauen mit mittlerer Bildung (16%) und mehr als doppelt so hoch wie bei den Frauen mit niedriger Bildung (11%). Für Ostdeutschland trifft dieser Zusammenhang dagegen nicht zu.

Vor allem Akademikerinnen aus dem Westen Deutschlands sind überdurchschnittlich häufig kinderlos. 2008 hatten 28% der westdeutschen Akademikerinnen im Alter von 40 bis 75 Jahren keine Kinder. Bei den ostdeutschen Frauen mit akademischem Grad betrug dieser Anteil lediglich 11%. Akademikerinnen aus dem Westen Deutschlands waren damit nicht nur häufiger kinderlos als im Osten, sie hatten auch deutlich häufiger keine Kinder als der Durchschnitt aller Frauen zwischen 40 und 75 Jahren. Zu den Akademikerinnen zählen Frauen mit Abschluss einer Hochschule, einer Fachhochschule und einer Verwaltungsfachhochschule sowie Frauen mit Promotion.

Die im Ausland geborenen und nach Deutschland zugewanderten Frauen sind seltener kinderlos als die hier geborenen Frauen. So haben von den 35- bis 44-jährigen Zuwanderinnen (Jahrgänge 1964 bis 1973) 13% keine Kinder, bei den in Deutschland geborenen Frauen sind es 25%. Unter den 25- bis 34-Jährigen haben 39% der Frauen mit Migrationserfahrung bisher noch keine Kinder, bei den Frauen ohne Migrationserfahrung sind es mit 61% erheblich mehr. Bei diesen jüngeren Frauen wird der Anteil der Kinderlosen noch sinken.

Diese und weitere Angaben zur Kinderlosigkeit und zu Geburten konnten erstmals aus dem Mikrozensus gewonnen werden. Grundlage dafür war, dass im Jahr 2008 zum ersten Mal alle Frauen zwischen 15 und 75 Jahren gefragt wurden, ob sie Kinder geboren haben und wenn ja, wie viele. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa.

Deadeye Reloaded
July 29th, 2009, 12:29 PM
^^Hmmm, also wenn ich mir die Option auf eigene Kinder für die Zukunft offen lassen möchte, müsste ich mit einer Akademikerin aus dem Osten oder mit einer Frau mit "niedriger Bildung" aus dem Westen eine Partnerschaft ("Ehe") eingehen.
Schwere Entscheidung, mit einer Akademikerin kann man sich bestimmt toll unterhalten, eine Frau mit "niedriger Bildung" hat dagegen auch ihre gaaanz speziellen Vorteile... :naughty:

C-Beam
July 29th, 2009, 12:55 PM
Worauf ich jetzt eher gespannt bin, ist, welche Maßnahmen unsere Politiker aufgrund dieser erstmals gesicherten Daten einleiten werden.

C-Beam
July 29th, 2009, 01:01 PM
^^Hmmm, also wenn ich mir die Option auf eigene Kinder für die Zukunft offen lassen möchte, müsste ich mit einer Akademikerin aus dem Osten oder mit einer Frau mit "niedriger Bildung" aus dem Westen eine Partnerschaft ("Ehe") eingehen.

Vorsicht. Im Artikel ist ausschließlich von "Kinderlosigkeit" die Rede. Kinderlosigkeit ist bei ostdeutschen Frauen im generellen und Akademikern im speziellen geringer, das ist aber keine Aussage über die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau - diese ist vermutlich im Westen höher. Eine ostdeutsche Akademikerin kommt also nur in Frage, wenn man mit hoher Sicherheit genau 1 Kind will.

Skyline_FFM
July 29th, 2009, 06:35 PM
Na, wenigstens sind die Migrantinnen noch fruchtbar. Zwar wird dadurch besonders in den Ballungsräumen Westdeutschlands der Islam die größte Religionsgruppe und die Mehrheit der Bevölkerung wird Migrationshintergrund haben, aber das ist ja nicht so tragisch.
Tragisch ist eher, dass auch die älter werden, ihre Fruchtbarkeitsraten ebenfalls bereits sinken und somit Deutschlands Bevölkerung immer weiter schrumpft.
Übrigens werden auch die Schweden, Belgier und Holländer bis 2043 in ihrer Heimat die Minderheit sein, Franzosen viel eher und in einigen Gebieten sind sie es schon heute. Passend zur Klimaerwärmung wird Europa eben exotischer.... :D :lol:

Bauer-Ewald
July 29th, 2009, 06:52 PM
-- Gelöscht / Deleted --

erbse
July 29th, 2009, 07:54 PM
^ Solche Beiträge müssen nun nicht unbedingt sein, Kent.

Bauer-Ewald
July 29th, 2009, 08:05 PM
Ja, okay, Tschuldigung, wirkt im Nachhinein zu krass, war nicht so gemeint! Sorry!

Ich hab ja selbst auch noch keine Kinder und sollte deswegen sowieso hier nicht groß rumreden! :yes:

C-Beam
August 4th, 2009, 08:08 AM
Geburtenraten im Vergleich
Die Deutschen bekommen die wenigsten Babys

03. August 2009 Die Deutschen haben im vergangenen Jahr die wenigsten Kinder in der Europäischen Union bekommen. Während in den anderen 26 Mitgliedstaaten die Zahl der Geburten stieg, ist sie in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das teilte das Statistikamt Eurostat am Montag in Brüssel mit.

Auf 1000 Einwohner seien 8,2 Neugeborene gekommen. Das war noch einmal weniger als 2007, als die Geburtenziffer mit 8,3 schon klar unter dem europäischen Durchschnitt lag. Insgesamt wurden in Deutschland 2008 675 000 Kinder geboren. Im Durchschnitt stieg die Geburtenziffer in der EU zuletzt von 10,6 auf 10,9. Insgesamt kamen in der EU 5,4 Millionen Babys zur Welt.

Die neuen Zahlen sind ein Rückschlag für Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Diese hatte ihre Familienpolitik im Februar als Erfolg gefeiert, nachdem eine erste vorläufige Statistik des Statistischen Bundesamtes einen Geburtenanstieg für das Jahr 2008 ergeben hatte. Später hatte aber schon das Bundesamt die Zahl nach unten revidiert.

Von der Leyen hatte durchgesetzt, dass Eltern von Anfang 2007 an, bis zu 14 Monate lang ein Elterngeld von bis 1800 Euro im Monat bekommen können, wenn beide Eltern mindestens zwei Monate beim Kind bleiben. Arbeitslose und Hausfrauen erhalten seither ein Mindestelterngeld von 300 Euro. Die große Koalition wollte damit Familien motivieren, mehr Kindern zu bekommen, und so die seit langem niedrige Geburtenziffer anheben.

Die Zahlen von Eurostat bestätigen nach Ansicht von Fachleuten, dass für die Höhe der Geburtenziffer andere Faktoren als die finanziellen Folgen entscheidend sind. So spielt der kulturelle und religiöse Kontext offenbar ebenso eine entscheidende Rolle wie die generelle wirtschaftliche Lage. So werden in Europa in dem stark katholisch geprägten – und bis zum Ausbruch der Finanzkrise wirtschaftlich prosperierenden – Irland die meisten Kinder geboren. Im vergangenen Jahr lag die Geburtenziffer hier bei 16,9 (Vorjahr 16,2). In Frankreich wird die hohe Geburtenziffer (13) mit guten Betreuungsangeboten begründet, aber auch damit, dass die Zuwanderer viele Kinder bekommen.

Nach Einschätzung der Kommission stößt die traditionelle Familienpolitik zusehends an ihre Grenzen, da immer mehr Menschen – unabhängig von den finanziellen Folgen – schlicht gar keine Kinder mehr wollten. Das hätten Studien in Deutschland, aber auch in den Niederlanden ergeben. Dort sei allerdings die Geburtenziffer mit zuletzt 11,2 verglichen mit Deutschland noch relativ hoch, weil unter anderem Teilzeitarbeitsverhältnisse weiter verbreitet seien. Auch in traditionell familienreichen Ländern wie Spanien oder Italien sei die Zahl der Geburten mit dem wachsenden Wohlstand und sich dadurch ändernden Prioritäten zuletzt gesunken.

http://www.faz.net/m/%7B625521DB-B47D-43EB-B329-78671415DE12%7DPicture.jpg

Ji-Ja-Jot
August 4th, 2009, 08:52 AM
http://i119.photobucket.com/albums/o122/realJot/sky/facefinal.jpg

Wir brauchen floglich mehr Arbeitslosogkeit und mehr Sozialgebärmaschinen um das defizit auszugleichen. Oder wir verteilen Orden an Mütter, wie es der Adolf tat..
Okay im ernst. Ein Kind groszuziehen ist ein Fulltimejob, der in Deutschland aber keine Annerkennung und keinen "Lobbyismus" wiederfährt, man gilt eher noch als Asozial, wenn man zwei oder drei Kinder hat. Die andere überlegung ist -> Kind bekommen - die Party/Freiheit ist vorbei. Wegen letzterem will ich kein Kind haben ;) Kinder haben also ein schlechtes Image.
Wo kann man die Schuld suchen? Klar. Bei denen, die für deutschlands niedergang und alle probleme, die wir heute haben, verantwortlich sind, nämlich die 68er.
Was kann uns retten?
-Nur ein Imagewandel von Kindern.
Wer kann diesen Imagewandel vollführen
-Eigentlich nur die Werber.
Tun sie aber nicht, denn Kinder haben bei den dauerpaaady+ Karierre Werben das mieseste Image. Weil die Werbung als eine der ganz wenigen Branchen ist, in der Frauen sich in leitende Positionen Arbeiten können und nicht hochschlafen müssen und mehr sind und gelten, als die kaffekochende sekräterin. Kinder kann man sich da auf dem weg nach oben, der keine unterbrechungen duldet, erst leisten, wenn man oben angekommen ist. Und so ist die Werbewelt eine kinderlose Welt mit 65% Frauenanteil wo nur die Creative-Drectors ernsthaft über das Kinder bekommen nachdenken.
Und wer ist schuld am Aufstieg der Werbebranche? Klar-auch die 68er!
Fazit
Deutschland ist verloren, weil es die 68er gab.

C-Beam
August 4th, 2009, 09:20 AM
man gilt eher noch als Asozial, wenn man zwei oder drei Kinder hat.

Das hört sich eher nach 80er an. Aber selbst damals galt man nur mit 3+ Kindern als asozial. Zwei Kinder waren eigentlich schon immer gesellschaftlich akzeptiert und wurden und werden weiterhin als das Ideal einer Mittelklassefamilie angesehen. Kinderlosigkeit hingegen gilt als Makel.


Die andere überlegung ist -> Kind bekommen - die Party/Freiheit ist vorbei.

Das mag für manche Singles/Kinderlosen so sein, aber insgesamt wird mir dieses Zerrbild etwas zu sehr in den Medien ausgebreitet. Ich glaube nicht, dass die meisten Singles/Kinderlosen den ganzen Tag Party machen. Viele haben hingegen wenig Freizeit und arbeiten sehr viel. Auch die Vorstellung vom Single/Kinderlosen, der dreimal im Jahr superteuren Urlaub macht, ist meiner Ansicht nach nicht zutreffend, im Gegenteil, häufig arbeiten Singles/Kinderlose freiwillig genau zu den Zeiten, an denen ihre Kollegen mit Kindern Urlaub nehmen wollen (Sommer, Weihnachten, Ostern, etc...).


Kinder haben also ein schlechtes Image.

Kann ich nicht nachvollziehen. Kommt mir sehr altbacken vor. In meiner Peer Group sind Kinder eher angesehen.


Was kann uns retten?

Meiner Ansicht nach:

- Sicherheit, Stabilität
- Weniger Stress, mehr freie Zeit
- Sicherheit, Stabilität
- Optimismus in Bezug auf die Zukunft
- Sicherheit, Stabilität

kato2k8
August 4th, 2009, 10:35 AM
Geradezu lächerlich ist im ja, daß das Familienministerium der Meinung ist, daß Eurostat falsche Zahlen nimmt, und Deutschland doch die 8,3 aufrecht erhält.

Wie man der Tabelle oben entnehmen kann, ist das immer noch mit Abstand das niedrigste Ergebnis in der kompletten EU.

Das hört sich eher nach 80er an. Aber selbst damals galt man nur mit 3+ Kindern als asozial.
Kommt doch sehr drauf an wo. Zumindest im Süden waren 3 Kinder in den 80ern in der Mittelklasse durchaus die Norm, und man wurde - als Frau - komisch angeschaut, wenn man mit 25 noch nicht mindestens das erste, möglichst das zweite hatte (und alles ab 30 galt als Risikospätgeburt, statt 35 heute). Letzteres ist was was sich doch deutlich geändert hat.

Für meine Rente so ca. um 2046 kann ich nur hoffen, daß es in den geburtenstarken Jahrgängen, die jetzt um die 20-30 sind, massenweise Frauen gibt, die sich in Torschlußpanik in den nächsten 5-10 Jahren noch entscheiden Kinder zu kriegen.

George W. Bush
August 6th, 2009, 10:39 AM
Für meine Rente so ca. um 2046 kann ich nur hoffen, daß es in den geburtenstarken Jahrgängen, die jetzt um die 20-30 sind, massenweise Frauen gibt, die sich in Torschlußpanik in den nächsten 5-10 Jahren noch entscheiden Kinder zu kriegen.Schwer zu glauben. Deutschland ist durch seine zum Teil paranoide Züge tragende Negativität ein zwar nicht gelähmtes, aber geschwächtes Land. Viele Leute verzehren hier zuviel Lebensenergie am Sinnieren über Probleme die möglicherweise eintreten könnten, glauben, daß die Zukunft nichts Positives zu bieten hat und daß wir schon froh sein können wenn wir es überhaupt schaffen den erreichten Stand zu halten. Wer hat in einer solchen angstgesteuerten, von Präventivverhalten dominierten Atmosphäre schon Lust Kinder in die Welt zu setzen?

Geborgenheit
August 6th, 2009, 10:46 AM
http://i26.tinypic.com/25qexoo.jpg
http://i30.tinypic.com/157c5dv.jpg
-168 000 Deutschen in einem Jahr. Krass.

Embrace57
August 6th, 2009, 11:06 AM
Deutschland - Still the biggest country by far in Europa excluding Russia.
Deutsch - The biggest language by far in Europa excluding russian.
RESPEKT! :angel1:

Karasek
August 6th, 2009, 12:00 PM
Meiner Ansicht nach:

- Sicherheit, Stabilität
- Weniger Stress, mehr freie Zeit
- Sicherheit, Stabilität
- Optimismus in Bezug auf die Zukunft
- Sicherheit, Stabilität


Ja, das ist sicher der Lösungsweg. Aber leider ist der überhaupt nicht kompatibel mit der derzeitigen Politik und Ideologie, also Flexibilisierung, Lohnzurückhaltung, Eigenvorsorge usw.. Die Lösung? Man muß die Menschen ändern, so wie das früher zwischen '33 und '89 auch schon versucht wurde.

kato2k8
August 6th, 2009, 03:17 PM
-168 000 Deutschen in einem Jahr. Krass.
... weil wir fast null Einwanderung haben.

Skyline_FFM
August 6th, 2009, 06:51 PM
Heute im Radio haben sie gesagt, Deutschland sei mit Abstand das Land mit der niedrigsten Fertilität in Europa. In anderen Ländern Europas habe die Fertilität wieder zugenommen, außer in Deutschland! Hier bliebe sie konstant extrem niedrig...

Skyline_FFM
August 6th, 2009, 06:53 PM
Fertilitätsraten in Deutschland nach Landkreisen:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/5/5f/Fertilit%C3%A4t_Deutschland_2007.png :ohno:

Skyline_FFM
August 6th, 2009, 06:55 PM
Weltweit:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/bc/Fertilit%C3%A4tsrate_2009.png

friedemann
August 6th, 2009, 09:36 PM
03. August 2009 Die Deutschen haben im vergangenen Jahr die wenigsten Kinder in der Europäischen Union bekommen. Während in den anderen 26 Mitgliedstaaten die Zahl der Geburten stieg, ist sie in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das teilte das Statistikamt Eurostat am Montag in Brüssel mit.
Wenn es heißt, die Deutschen hätten am wenigsten Kinder bekommen, muss man daraus nicht schließen, dass die Geburtenrate ebenfalls die niedrigste ist. Klar, Osteuropäer bekommen evtl. mehr Kinder pro 1000 Einwohner. Das liegt aber auch daran, dass dort die Lebenserwartung niedriger ist.

Arkhángel
August 7th, 2009, 02:35 PM
Kinder statt Rinder
- Wahnsinn!





Bin ich schon Parnassen (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=926452)-reif?

George W. Bush
August 7th, 2009, 03:29 PM
Mußt du als Argentinier (?) gerade sagen.

C-Beam
August 21st, 2009, 04:28 PM
http://media.economist.com/images/20090822/CEU070.gif

^^Manche verblendeten Zeitgenossen meinen ja, dass man die Singles in Deutschland noch stärker besteuern muss, um durch Transferzahlungen an "Bestandseltern" letztere zu noch einem zusätzlichem Kind animieren zu können und somit die Geburtenrate zu erhöhen.

Ich halte diese Position für falsch. Sie geht implizit davon aus, dass die Neigung zum Kinderkriegen bei Singles geringer und bei Eltern höher ist. Das ist Schwachsinn. Alle Singles sind ihrerseits potentielle Eltern. Je mehr ich diese potentiellen Eltern besteuere und somit daran hindere ein Wohlstandsniveau zu erreichen, ab dem diese Singles ihren eigenen Zustand als "finanzell gesichert" empfinden und somit bereit wären das "Abenteuer Familie" zu wagen, desto mehr werden diese potentiellen Eltern verunsichert und nehmen Abstand von Plänen einer Familiengründung. Man erzeugt und zementiert also durch übermäßige Besteuerung erst die Kinderlosigkeit bei Singles und transferiert Mittel an Paare, die bereits Kinder haben und deren Fortpflanzungswunsch also bereits zu einem gutem Teil erfüllt und somit eher gedämpft ist. Insgesamt glaube ich deshalb nicht, dass die bei den Singles durch Besteuerung erzeugte Kinderlosigkeit durch Transfers and die "Bestandseltern" überkompensiert wird. Es ist noch nicht einmal ein Nullsummenspiel, sondern mit Sicherheit eine Rechnung die insgesamt zu einem negativen Ergebnis für die Gesamtgeburtenrate führt, davon bin ich fest überzeugt.

Skyline_FFM
August 21st, 2009, 04:41 PM
^

Hört sich zumindest plausibel und logisch an! :okay:

Max BGF
August 21st, 2009, 04:48 PM
^^ Ganz meine Meinung. Am perversesten ist die steuerliche Förderung der Ehe, auch wenn diese kinderlos ist. Dies geht auf die früher größtenteils zutreffende Annahme zurück, die Ehe münde automatisch in einer familie. Guten Morgen!, die Zeiten haben sich grundlegend geändert. Eine längere Zeit kinderlos bleibende Ehe ist das Gegenteil von Familie, häufig wird ein Ehepartner mit Kinderwunsch durch sie sogar gerade davon abgehalten, Kinder zu bekommen.

Wäre schön, wenn die Union hier mal endlich ihre überkommene gesellschaftliche Vorstellung über den Haufen würfe und sich der Realität zuwendet.

CrayZD
August 27th, 2009, 01:59 PM
Bei zwei in etwa gleich verdienenden Partnern (was ja heute praktisch schon der Regelfall ist) gibt es m.E. keine nennenswerte steuerliche Förderung der kinderlosen Ehe.

Nichtsdestotrotz ist die deutsche Steuerpolitik Blödsinn und verschlimmert das Problem eher noch. Auch ist es m.E. eher zweifelhaft, auf finanzielle Anreize zur Familiengründung zu setzen. Wer weiß, vielleicht steckt hinter der achso familienfreundlichen Steuerpolitik auch einfach nur ökonomisches Denken: kinderlose Singles sind eine wachsende Bevölkerungsgruppe, also mache ich sie zu meiner Haupt-Einnahmequelle.

George W. Bush
August 27th, 2009, 06:01 PM
Bei zwei in etwa gleich verdienenden Partnern (was ja heute praktisch schon der Regelfall ist) gibt es m.E. keine nennenswerte steuerliche Förderung der kinderlosen Ehe.Der Splitting-Steuertarif für zusammenveranlagte Ehegatten ist schon deutlich günstiger als der Steuertarif für Alleinstehende. Welcher Ehegatte wieviel verdient ist allerdings in der Tat völlig gleich, da bei (der üblichen) Zusammenveranlagung nur die Summe der Ehegatteneinkommen besteuert wird (daß Alleinverdienerehen steuerlich begünstigt werden ist eine der vielen Uraltlegenden aus der Mottenkiste -- nur hinsichtlich der gesetzlichen KV gibt es eine Privilegierung über die Familienversicherung).

LAZO
August 27th, 2009, 06:29 PM
Mich würd interessieren wie hoch die Geburtenrate bei den "Deutsch-Türken" ist...Da gibt es aber bestimmt keine Studie für..

Skyline_FFM
August 27th, 2009, 06:38 PM
^

Die ist nicht mehr so hoch wie einst! Zumindest wohl nicht bei allen 2 Kinder mehr... Die sind von der Unfruchtbarkeit der Europäerinnen angesteckt worden... :lol:

Skyline_FFM
August 27th, 2009, 06:51 PM
Ich hoffe, das ist dir Statistik genug:
http://img148.imageshack.us/img148/7821/migrantinnen1.jpg
http://img137.imageshack.us/img137/1753/migrantinnen2.jpg
http://img196.imageshack.us/img196/7315/migrantinnen3.jpg :cheers:

LAZO
August 27th, 2009, 10:22 PM
Ich hoffe, das ist dir Statistik genug:



Ist es, Danke dir. :) Das habe ich mir auch schon so gedacht. Kann ich nur aus meinem Umfeld bestätigen, Verheiratete Paare meiner Familie (zw. 22-35 j.) haben bisher nicht mehr wie 2 Kinder gezeugt.

Anders bei der Generation vor mir, da waren es immer mind. 4 Kinder in jeder Familie.

Scheisse, wird wohl dann doch nix mit der Türkisierung Deutschlands. :ohno: :D

Max BGF
August 28th, 2009, 09:45 AM
Ist doch schon türkisiert.

Leider ist die Politik wieder mal zu einfältig und tabuisiert, sonst ließe sich das Thema Demographie recht gut lösen.

Skyline_FFM
August 28th, 2009, 01:28 PM
Ist es, Danke dir. :) Das habe ich mir auch schon so gedacht. Kann ich nur aus meinem Umfeld bestätigen, Verheiratete Paare meiner Familie (zw. 22-35 j.) haben bisher nicht mehr wie 2 Kinder gezeugt.

Anders bei der Generation vor mir, da waren es immer mind. 4 Kinder in jeder Familie.

Scheisse, wird wohl dann doch nix mit der Türkisierung Deutschlands. :ohno: :D

Wenn ich mir aber die Fertilität der Asiatinnen und Afrikanerinnen ansehe, die auch in höherem Alter noch gebären, ist bald das Thema nicht Türkisierung, sondern Afrikanasiatisierung... :lol:

C-Beam
August 29th, 2009, 12:03 PM
Sag ich doch schon seit langem. In Frankfurt sieht man recht deutlich wohin der Trend geht, Türken und Restdeutsche werden von Asiaten verdrängt.

Here in Frankfurt you can usually see a decade ahead of time which future awaits the whole of Germany. And in Frankfurt the growth in East Asians seems much more dynamic than the one of the Muslim community which looks stagnant by comparison. Furthermore, the East Asians seem to be significantly more successful economically and education-wise despite being much more recent arrivers. This will IMO soon shake the widely held belief within the Muslim community that their comparatively bad economic status is the result of discrimination by the native population - an implicit belief which has been the source of much tensions. Instead they will be forced to critically question the role of their religion in these areas, a religion which currently discourages a secular education since science and enlightenment is seen as antagonistic to the teachings of the prophet. That questioning in turn will IMO transform German Islam and significantly reduce tensions between Muslims and non-Muslims within Germany in the next decade.

Skyline_FFM
August 29th, 2009, 09:47 PM
Originally Posted by C-Beam View Post
Here in Frankfurt you can usually see a decade ahead of time which future awaits the whole of Germany. And in Frankfurt the growth in East Asians seems much more dynamic than the one of the Muslim community which looks stagnant by comparison. Furthermore, the East Asians seem to be significantly more successful economically and education-wise despite being much more recent arrivers. This will IMO soon shake the widely held belief within the Muslim community that their comparatively bad economic status is the result of discrimination by the native population - an implicit belief which has been the source of much tensions. Instead they will be forced to critically question the role of their religion in these areas, a religion which currently discourages a secular education since science and enlightenment is seen as antagonistic to the teachings of the prophet. That questioning in turn will IMO transform German Islam and significantly reduce tensions between Muslims and non-Muslims within Germany in the next decade.

Das kann ich nur zu 100% bestätigen! Bravo, sehr guter Post! :applause:

George W. Bush
August 30th, 2009, 01:27 PM
Stellt sich nur die Frage, ob die Betreffenden wirklich derart tiefgläubige Muslime sind, als daß die Religion einer besseren "Integration" im Wege stehen würde. Die meisten jüngeren Türkischstämmigen (und Araber) die mir hier so begegnet sind scheinen eher Konsum und Weiber als ein gottgefälliges Leben im Sinne zu haben.

Skyline_FFM
August 31st, 2009, 07:55 AM
Stellt sich nur die Frage, ob die Betreffenden wirklich derart tiefgläubige Muslime sind, als daß die Religion einer besseren "Integration" im Wege stehen würde. Die meisten jüngeren Türkischstämmigen (und Araber) die mir hier so begegnet sind scheinen eher Konsum und Weiber als ein gottgefälliges Leben im Sinne zu haben.

Ja, so sind sie. Aber brauchst dir nur mal die verschiedenen Studien angucken zum Thema. Dann weißt du, dass GERADE die JUGENDLICHEN nämlich zum Faschistoiden neigen. Auch wenn sie selber unter der Scharia wohl schon keine Hände und Füße mehr hätten, bei ihren Klauereien, Glücksspiel, Saufen,.... so sehen nur 29% die deutsche Verfassung als für sie gültig und etwas über die Hälfte sieht sich als Muslim für etwas "Besseres" und würde auch für den Islam töten. Ebenso viele halten es für notwendig, den Ilsam hier zu verbreiten. Vielleicht mal weniger energie in diesen ganzen Müll stecken und sich fortbilden. Dann galubt man automatisch nicht mehr an das, was einem alte Schriften so vormachen - oder man lernt zumindest, es besser zu verstehen - ohne die Meinung Anderer, die solche Schriften missbrauchen. Zudem erhöht man die Chancen auf einen Job...

Max BGF
August 31st, 2009, 09:04 AM
Das Religiöse ist tatsächlich für Viele nur Mittel zum Zweck, verfassungsmäßig geschütztes Vehikel für Nationalismus und Verbreitung der eigenen Kultur. Umgekehrt sind Verteidiger des Abendlands keineswegs immer streng gläubige Christen.

Skyline_FFM
August 31st, 2009, 09:49 AM
Das Religiöse ist tatsächlich für Viele nur Mittel zum Zweck, verfassungsmäßig geschütztes Vehikel für Nationalismus und Verbreitung der eigenen Kultur. Umgekehrt sind Verteidiger des Abendlands keineswegs immer streng gläubige Christen.

Da ist was dran. Ich verstehe nur eines nicht. Wieso flieht man vor Elend und Bürgerkrieg, Diktatur und sonstigen Ungerechtigkeiten nach Europa - und dann versucht man denselben Sch**ß hier den Menschen aufzuzwängen.
Wenn ich jetzt als Deutscher nach z.B. Kanada ginge, täte ich es, weil mir dort die Mentalität besser gefällt oder es sonst für mich vorteilhaft ist. Wenn ich jetzt will, dass dort alles so ist, wie in D'land, kann ich auch gleich hier bleiben! :ohno::ohno::ohno:

Max BGF
August 31st, 2009, 12:39 PM
Siehst Du wie die REPs.

Skyline_FFM
August 31st, 2009, 08:06 PM
Siehst Du wie die REPs.

:lol: SO genau habe ich mich mit den REPs ja nicht auseinander gesezt. SInd das nicht auch so Holocaustleugner?

Max BGF
August 31st, 2009, 08:12 PM
;) So genau habe auch ich mich mit den REPs nicht auseinander gesetzt. Wenn, dann Inoffizielle :D. Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, zumindest was den REP-Mainstream angeht.

Skyline_FFM
August 31st, 2009, 08:14 PM
Uns fehlt eben eine freundliche Geert Wilders Partei in Deutschland. :D

Max BGF
August 31st, 2009, 08:16 PM
Denke mal in die Richtung geht´s, ebenso ohne mich Geert Wilders Partei intensiver beschäftigt zu haben.

Skyline_FFM
August 31st, 2009, 08:57 PM
Denke mal in die Richtung geht´s, ebenso ohne mich Geert Wilders Partei intensiver beschäftigt zu haben.

Mit der habe ich mich schon genauer beschäftigt. Hätte sofort meine Stimme! :banana:

friedemann
August 31st, 2009, 09:03 PM
Hm...Ostasiaten sind mir lieber als Muslime, weil tendenziell toleranter, weniger krampfhaft religiös und gebildeter.