View Full Version : Auf dem Weg in die 3. Welt?
Skyline_FFM September 6th, 2008, 09:30 AM Mein Arbeitskollege hatte heute mal die Bild mitgebracht, weil sie einen großen Aufmacher hat, über den er, wie wir andern auch, uns sehr geärgert haben:
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Professor hält 132 Euro im Monat für genug Kein Alkohol und Tabak für Hartz-IV-Empfänger!
Bekommen die Empfänger von Hartz IV zu viel Geld vom Staat?
Nach einer Studie der Technischen Universität (TU) Chemnitz ist der Regelsatz von derzeit 351 Euro im Monat für Bedürftige deutlich zu hoch! Um den Bedarf zum Leben abzudecken, seien 132 Euro genug. Würden Alkohol und Tabak dazugerechnet, seien 278 Euro ausreichend.
Die Hartz-IV-Studie stammt von Professor Dr. Friedrich Thießen und Diplom-Kaufmann Christian Fischer. Sie hatten anhand der Daten von 2006 untersucht, ob die Leistungen erhöht werden müssten.
Ergebnis: „Für eine pauschale Erhöhung der Geldleistungen für alle Empfänger spricht derzeit nichts.“ Die Leistungen lägen „bereits über dem“, was zum Leben notwendig ist. „Dass man damit „zufrieden“ sein soll, ist nirgendwo festgelegt worden.“
Die Rechnung des Professors:
• Lebensmittel: 68 Euro im Monat sind für eine „ausreichende, gesunde, abwechselungsreiche Kost nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ausreichend“. Für Alkohol und Tabak soll es kein Geld geben und zum Trinken nur Leitungswasser. Bei Hartz IV gibt es nur für Lebensmittel 132 Euro im Monat. Die Studie: „Diese üppige Ausstattung des Regelsatzes mit Geld für Nahrungsmittel ist mit den Zielen der Sozialhilfe insoweit nicht erklärbar.“
• Bekleidung/Schuhe: Ausreichend seien 17 Euro im Monat, wenn nur beim Billiganbieter eingekauft würde. Bei Hartz IV werden heute aber tatsächlich 34 Euro gezahlt. Laut Studie ist das „deutlich mehr Geld“ als „mit den Zielen der Sozialhilfe vereinbar“. Nicht notwendig seien z. B. ein Regenschirm und ein Anzug.
• Möbel: Sozialhilfeempfänger sollten das „unglaubliche Überangebot an Gebrauchtmöbeln, die sogar in großer Menge kostenlos abgegeben werden“, nutzen. „Es widerspricht keinem einzigen Ziel der Sozialhilfe, wenn die eigene Wohnung mit Gebrauchtmöbeln ausgestattet ist.“
• Kommunikation, Unterhaltung: Notwendig sind nur ein Fernseher und eine Jahreskarte für die Stadtbibliothek. Auch mit einem „Minimum an Geld“ könne man ein „geselliges, gesellschaftsbezogenes Leben führen“. So gebe es in der Stadtbibliothek kostenfreien Zugang zu Büchern, Zeitungen und Internet.
Sozialverbände und Politiker haben die Studie scharf kritisiert. Ein Sprecher von Sozialminister Olaf Scholz (SPD): „Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind ganz und gar abwegig. Die bestehenden Regelsätze fußen auf seriösen, repräsentativen Berechnungen.“
Der nächste Schritt wäre, Streichung der Gelder für Unterkunft und Heizung, also Bretterbuden an den Stadträndern. Dann kann unsereins ganz wie in der 3. Welt (zu der wir dann ja selber zählten!!!) unsere Autos panzern lassen und uns in Gated Communities zurück ziehen, um nicht überfallen zu werden. Schöne Vorstellung! Hoffentlich ziehen dann ALLE Armen nach Berlin und rauben Regelmäßig unsere Steuerverschwender aus. Aber die sind ja auch ohne hohe Kriminalität stets mit teuren gepanzerten Wagen und von Steuern finanzierten Bodyguards bewacht. Ach so: Wieso muss ein Stadtpanungssenator von Berlin, ein kleines Licht also - und offenbar inkompetent dazu - einen Maybach fahren? Den setzt er wahrscheinlich auch noch irgendwie ab! :bash:
Kame September 6th, 2008, 01:13 PM Hervorragend! Ich habe mich auch schon immer daran gestört, dass Hartz-IV-Empfänger hier wie Menschen behandelt werden. Außerdem wird es mehr als offensichtlich, dass der Professor weiß, wovon er spricht, und selbst aus ärmlichsten Verhältnissen zu stammen scheint.
Energy2003 September 6th, 2008, 01:18 PM diese Diskussion wieviel man zum Essen braucht, hat es unlängst schon mal im TV gegeben. die sind auf unter 5€ pro Mahlzeit ... unter der Verwendung sehr minderwertiger Lebensmittel gekommen. Und die zubereiteten Speisen würden einem wohl nach 3-4 Tagen bereits auf den Sack gehen
aber da halb Deutschland bei LIDL und ALDI einkauft, kann man da sicher was mit einer direkten Abrechnung mit den Diskontern übers Sozialamt oder ein ähnliches System auf den Markt bringen
Rauchen und Alokohol sollte man nicht bezahlen bzw. überhaupt erwähnen, da das ja im Prinzip (zumindest für die unteren 10.000) Luxusartikel sind, da absolut unnötig
Mein Name ist Hase September 6th, 2008, 01:38 PM Außerdem wird es mehr als offensichtlich, dass der Professor weiß, wovon er spricht, und selbst aus ärmlichsten Verhältnissen zu stammen scheint.
Dieser Professor soll mal ruhig sein.
Wie kann jemand, der sein Leben lang damit verbrachte für die Schule zu pauken, während seine dümmeren Freunde sich Bierdosen auf der Stirn zerquetschten nur so etwas sagen? Während er daheim im Zimmer saß und sich über sinus und cosinus das Hirn zermaterte, hätte er gefälligst draussen sein sollen... schön im Park rumlungern, alte Leute beleidigen und sich nen scheiss ums Morgen kümmern. Wie kam er nur darauf fast jedes Wochenende, vor Klausuren sogar wirklich jedes Wochenende seinen Freunden abzusagen, die sich Absynth durch die Nase zogen, nur weil er "was zu tun" hatte. So ein Arsch.
Wie konnte er es nur wagen nach der Schule noch zu studieren und damit ein vielfaches seiner Lernleistung nochmal für mehrere Jahre zu erbringen und dafür in wer weiss wie ärmlichen Verhältnissen ohne Einkommen zu leben. Seine Freunde Chantall, Kevin und co dagegen hatten schon ihre richtig coolen Jobs als KFZ-Mechaniker und konnten ihre ausklingende Jugend schön damit verbringen sich aufs neu gekaufte Mofa zu schwingen oder gar mit dem eigenen Manta die Landstrasse runterzubrausen. Und dabei hatten sie ja noch 3/4 des Tages frei um ihr Geld auch schön auf den Kopf zu hauen.
Menschen die mit ehrlicher Arbeit und den Früchten ihres lebenslangen Eifers ihr Geld verdienen machen mich krank. :ohno:
Ich hoffe Chantall und Kevin, die heute 750€ verdienen bzw auf dem Arbeitsamt hocken können mal mit dem blöden Professor tauschen. Die haben es sich ja wohl verdient *Bierdose auf der Stirn zerquetsch*
goschio September 6th, 2008, 01:43 PM Sollte man das Thema nicht ins Berlin Forum verschieben?
kato2k8 September 6th, 2008, 05:10 PM die sind auf unter 5€ pro Mahlzeit ... unter der Verwendung sehr minderwertiger Lebensmittel gekommen.
Ich warte ja nur drauf, daß in der Diskussion mal irgendwann öffentlich erwähnt wird, daß die Bundeswehr den Wert der an Soldaten ausgegebenen Mahlzeiten mit ca. 3 € täglich ansetzt. :ohno:
Und natürlich vergessen wird, daß die Bundeswehr bei Grundwehrdienstleistenden bei "externer Versorgung" (Urlaub, Wochenende etc) das doppelte davon ansetzt, also ca 6 Euro pro Tag fürs Essen - d.h. mehr als bei Hartz IV aktuell. Als Minimum für geeignete Selbstversorgung. Trotz Inflation unverändert seit bald 20 Jahren in etwa der Höhe. :eat:
Energy2003 September 6th, 2008, 05:23 PM bezüglich des Bundesheeres wars bei uns ähnlich ... über viele Jahre hinweg.
vor einigen Jahren gab es dann ein Gerichtsurteil das für die Soldaten und Grundwehrsdiener eine Erhöhung vorsah.
wurde sogar Rückwirkend gemacht
Kame September 6th, 2008, 08:00 PM Dieser Professor soll mal ruhig sein.
Wie kann jemand, der sein Leben lang damit verbrachte für die Schule zu pauken, während seine dümmeren Freunde sich Bierdosen auf der Stirn zerquetschten nur so etwas sagen? Während er daheim im Zimmer saß und sich über sinus und cosinus das Hirn zermaterte, hätte er gefälligst draussen sein sollen... schön im Park rumlungern, alte Leute beleidigen und sich nen scheiss ums Morgen kümmern. Wie kam er nur darauf fast jedes Wochenende, vor Klausuren sogar wirklich jedes Wochenende seinen Freunden abzusagen, die sich Absynth durch die Nase zogen, nur weil er "was zu tun" hatte. So ein Arsch.
Wie konnte er es nur wagen nach der Schule noch zu studieren und damit ein vielfaches seiner Lernleistung nochmal für mehrere Jahre zu erbringen und dafür in wer weiss wie ärmlichen Verhältnissen ohne Einkommen zu leben. Seine Freunde Chantall, Kevin und co dagegen hatten schon ihre richtig coolen Jobs als KFZ-Mechaniker und konnten ihre ausklingende Jugend schön damit verbringen sich aufs neu gekaufte Mofa zu schwingen oder gar mit dem eigenen Manta die Landstrasse runterzubrausen. Und dabei hatten sie ja noch 3/4 des Tages frei um ihr Geld auch schön auf den Kopf zu hauen.
Menschen die mit ehrlicher Arbeit und den Früchten ihres lebenslangen Eifers ihr Geld verdienen machen mich krank. :ohno:
Ich hoffe Chantall und Kevin, die heute 750€ verdienen bzw auf dem Arbeitsamt hocken können mal mit dem blöden Professor tauschen. Die haben es sich ja wohl verdient *Bierdose auf der Stirn zerquetsch*
Stimmt so nicht. Eben weil der Professor seine ganze Jugend mit Lernen verbracht hat, hat er sich jetzt das Recht verdient, sich rückwirkend an den Armen dieses Landes zu rächen. Die 14% aller Kinder in Deutschland, die offiziell als arm gelten, müssen jetzt ausgehungert werden, bevor sie es wagen können, selbst Hartz-IV zu beantragen.
MPOWER September 7th, 2008, 02:29 PM Was jammern die H4ler die ganze Zeit mein Bruder :hug: muss mit 250 Euro im Monat auskommen. Studenten gehts mit Abstand noch schlechter. Ich frag mich nur wie er sich die ganzen Parties :drunk: leisten kann, wenn hier doch ein Sozialopfer mit 350 Euro :applause: im Monat nicht auskommt? :dunno:
sebastian c September 8th, 2008, 01:29 AM Vielleicht macht er dauernd Schulden oder so?
Studenten in Deutschland haben einen Anspruch darauf von ihren Eltern finanziell unterstützt, ja bei einem auswärtigen Studium quasi finanziell versorgt, komplettt unterhalten, zu werden.
Dafür setzt man rund 700€/Monat, also das doppelte von dem Betrag mit dem HartzIVler auskommen müssen, als fairen Betrag an. Für diejenigen, deren Eltern das nicht hinkriegen gibts ordentlich Bafög. (plus Kredite, Stipendien..)
Fairerweise muss man natürlich sagen, dass Arbeitslose weitere Leistungen wie Wohngeld kriegen dass man als Student nicht bekommt...aber die Aussage, dass Studenten im Vergleich zu Arbeitslosen total arm wären kann man ja nun mal gar nicht stehen lassen.
Außerdem sind sie in einer ganz anderen Situation als die meisten Langzeitarbeitslosen; haben idR noch keine Familie und vor allem die begründete Hoffnung in ein paar Jahren ordentlich Geld verdienen und sich so einen ganz anderen Lebensstandart leisten zu können. Da kann man dann viele Ausgaben (Möbel, Kleidung etc) gedanklich ein wenig in die Zukunft schieben.
Womit ich nicht sagen will, dass die jetzigen HartzIV Empfänger wirklich extrem arm sind...aber wie man in dieser Studie die ALG-Sätze herunter rechnet ist schon krass...wie soll man sich bitte von 68€/Monat ernähren können? Vielleicht, wenn man nur rohe Kartoffeln direkt vom Bauern frisst und Leitungswasser trinkt...aber sonst?
Naja...viel Spaß beim gesellschaftlich abwechslunsreichen Leben vor dem Fernseher oder auf der Parkbank vor der Stadtbücherei.(wie kommt man da eigentlich hin ohne Geld für den Bus?)
Skyline_FFM September 8th, 2008, 10:05 AM Das Thema war jetzt ja auch nicht, ob es da welche gibt, die berufsmäßig arbeitslose Arbeitslose sind. Sondern es geht mir vielmehr darum, ob es okay sein soll, dass jemand, der lange Zeit in diese Sozialkassen, die ja einen Überschuss erwirtschaften, einzahlt und dann mal selber darauf angewiesen ist, auch von heute auf morgen in so krasse nArmut abgesschoben werden soll.
Dass es natürlich auch Sozialbetrüger gibt, fast 60% der ALG-II-Bezieher Ausländer sind und viele einfach eine Null-Bock-Mentalität haben, ist ja hier nicht die Frage.
Ich beziehe mich auf Menschen, die es zurecht bekommen. Mit welchem Recht sagt man, ein Kranker oder jemand, der eben gefeuert wurde und aufgrund seines Alters nichts mehr bekommt, sollen dasselbe bekommen wie Ümit, der die Sonderschule geschwänzt hat und dessen 6 Brüder und 2 Schwestern auch dasselbe bekommen?
Wieso verallgemeinert man das eigentlich so? Nicht alle Hartz-IV-Kunden sind faul! Die Betriebe beschweren sich über Fachkräftemangel und wer bildet aus? Nur wenige!
Wie wäre es, wenn man mal das Potenzial ausschöpft und wenigstens die intelligenten ALG-II-Bezieher ausbildet... Hieß es bei der Einführung des HArtz-IV-Programmes nicht fordern und fördern (oder umgekehrt)? Eigentlich müsste dieses ganze Programm viel differenzierter sein! Wer z.B. 10 Jahre eingezahlt hat, bekommt sagen wir mal 500€, wer 5 Jahre eingezahlt hat oder krank ist, bekommt 350 und wer nie was getan hat, muss mit 200€ auskommen. Ich finde das System und die Diskussion ja nur ungerecht!
Am meisten kotzen mich dann Arbeitgeber an, die Jobs bewusst auf "Selbstbehaltbasis" schaffen, Staatlich subventioniert, anstatt Gehälter zu zahlen, von denen die Menschen leben können! Immerhin haben wir fast 8 Mio. Menschen mit Hartz-4-Bezug, heißt incl. "Aufstocker"...Traurig, dass man in einem Land, dass sich selbst gern als wohlhabend präsentiert, schon seine Jobs subventionieren muss! :ohno:
Mein Name ist Hase September 8th, 2008, 11:13 AM Dafür setzt man rund 700€/Monat, also das doppelte von dem Betrag mit dem HartzIVler auskommen müssen, als fairen Betrag an.
Fairerweise muss man natürlich sagen, dass Arbeitslose weitere Leistungen wie Wohngeld kriegen dass man als Student nicht bekommt...
Und damit wird es mindestens wieder eine Nullrechnung. :ohno:
Im Gegensatz zu dem staatlich garantierten Hartz IV sind Studenten also darauf angewiesen, dass ihr Verhältnis zu den Eltern gut genug ist und das Portemonnaie der Eltern überhaupt ja zu 700€ sagt. Nicht immer der Fall.
Die wahrheit sieht aber so aus, dass ausnahmslos jeder Arbeitslose 350€ + zwischen 300€ und 1000€ Wohngeld kostet... die ganzen anderen Rechnungen noch gar nicht mit eingeschlossen. Während es bei den Studenten eher die Ausnahme bildet, dass man wirklich das bekommt, was das jetzige Mindestmaß eines Hartzis ist. Spielt aber auch keine Rolle.
Nicht alle Hartz-IV-Kunden sind faul!
Sagt ja auch niemand. Jeden kann es treffen, dass er mal den einen oder anderen Monat arbeitslos ist... Krankheit, betriebsbedingte Kündigungen, Verlagerungen. Gibt tausende unverschuldete Gründe. Das ist aber nicht das Problem.
Das Problem sind die Leute, über die nunmal zurecht gemeckert wird. Die langzeitarbeitslosen Schakkeline und Kevin im Pott die damals keinen Bock auf Hauptschule hatten und denen man bei einem Bewerbungstest als McDoof-Arbeiter 5mal sagen muss, dass sie sich gefälligst die Hände zu waschen haben nachdem sie die toiletten sauber gemacht und sich nun wieder hinter den Tresen stellen. Oder Ahmet, der kaum 2 Worte deutsch beherrscht und auch keinerlei Anstalten macht es ordentlich zu lernen. Stattdessen lieber mit seinen Kollegen werktags bis halb 4 auf der Straße rumlungert. Oder alle Berliner.
Und wir sprechen hier nicht von Einzelfällen... Sozialbetrüger die sich massiv Leistungen erschwindeln sind halbwegs Einzelfälle... aber die wirklich dummen, nichtsnutzigen Menschen, denen man nichts mehr beibringen kann gehen in Deutschland in die Millionen.
Energy2003 September 8th, 2008, 11:40 AM Das Thema war jetzt ja auch nicht, ob es da welche gibt, die berufsmäßig arbeitslose Arbeitslose sind. Sondern es geht mir vielmehr darum, ob es okay sein soll, dass jemand, der lange Zeit in diese Sozialkassen, die ja einen Überschuss erwirtschaften, einzahlt und dann mal selber darauf angewiesen ist, auch von heute auf morgen in so krasse nArmut abgesschoben werden soll.
Dass es natürlich auch Sozialbetrüger gibt, fast 60% der ALG-II-Bezieher Ausländer sind und viele einfach eine Null-Bock-Mentalität haben, ist ja hier nicht die Frage.
doch eigentlich schon.
wer kann erwarten H4 Empfänger zu verdammen oder zu bemitleiden ?
solange ALLE im gleichen Topf sind ... unabhängig davon ob jemand nach (extrembeispiel) 30 Jahren in der Zeche arbeitslos geworden ist oder wie manch ein Abdul direkt nach der Schule einfach 1 Jahr kurz Beiträge gesammelt hat und danach einfach zum Spaß 5 Jahre arbeitslos ist, IST einfach ein Unterschied. und solange der Stadt denen auch noch zusätzlich die Wohnung bezahlt und die Möbel -> why would anyone change that ?
ausserdem ist für den ganzen Scheiss nicht "arbeiten wollen" die Grunddevise, sondern nur "schade ich darf kein Auto haben" sonst kriege ich nicht alle Sozialdienstleistungen des Staates
ich wäre dafür das das Arbeitslosengeld nicht gekürzt wird im klassischen Sinne, aber nach einer gewissen Zeit kontinuierlich weniger wird
Skyline_FFM September 8th, 2008, 12:21 PM Na eben. Man sollte es staffeln. Ältere und Kranke sollten eh in einem anderen Programm stecken. Schade, dass ein Topf ungerechterweise Faulpelzen und ehrlichen Menschen dienen muss,... :( Aber wenn die Politik es nicht ändert, dann ändert es niemand!
Energy2003 September 8th, 2008, 12:45 PM es sollte einen schlüssel geben: á la
arbeitsfähig
arbeitsalter
ausbildung
arbeitswille (einschätzung des sachbearbeiters!, aber lieber zu hart wie zu "weich")
dauer der bisherigen Arbeitslosigkeit
RElation des Alters zu den gemeldet Versicherungsjahren (um allfällige Tendenzen festzustellen)
......
so auf die Art ca.
Skyline_FFM September 8th, 2008, 01:13 PM es sollte einen schlüssel geben: á la
arbeitsfähig
arbeitsalter
ausbildung
arbeitswille (einschätzung des sachbearbeiters!, aber lieber zu hart wie zu "weich")
dauer der bisherigen Arbeitslosigkeit
RElation des Alters zu den gemeldet Versicherungsjahren (um allfällige Tendenzen festzustellen)
......
so auf die Art ca.
Genau sowas meinte ich. Ich finde es ungerecht, wie die unsere erbrachten Steuern einfach so verteilen. Nach dem Schema "hat nichts , kriegt was". Sondern "hat nichts, kann nicht, bekommt was", und: "hat nichts, will nicht und hat noch nie, bekommt genug, um sich zu ernähren und zu wohnen."
Schließlich habe ich auch keine Lust, mit nem gepanzerten Auto durch die Gegend fahren zu müssen...
Außerdem sollte es doch Möglichkeiten geben, Migranten in ihre Heimt zu vermitteln! Die machen immerhin 60% der Leistungsbezieher aus. Wenn man dann die Faulpelze und Schwarzarbeiter soweit bekäme, für die Stadt liegengeblieben Arbeiten zu erldigen, Urlaubsvertretung zu machen, könnte man so weiter 20% Schwarzarbeiter aus der Schwarzarbeit drängen und dann die Faulpelze davon überzeugen, dass man für 350€ auch bessere Jobs bekommen kann.
Dann bliebe auch wieder genug für die anderen und die "Aufstocker" wäre auch bezahlbar.
MPOWER September 8th, 2008, 01:39 PM Ich wäre dafür, H4ler irgendwo allgemeindienliche Maßnahmen durchführen zu lassen, dass sie einen geregelten Tagesablauf haben, dann wird sich recht schnell herausstellen wer wirklich arbeiten will. Bevor die H4ler mit ihren 350 Euro noch nebenbei schwarz arbeiten gehen, sollte man sie einspannen und sie für das Geld doch etwas produktives für die Gesellschaft anstellen lassen. Und wer nicht mitmacht, einfach die Leistungen kürzen. Ich habe so den Verdacht das die Kosten zu großen Teil refinanziert werden, wenn dies umgesetzt werden würden.
In Sachen der Auszahlung von H4 kann ich mich Energy2003 & Skyline_FFM nur anschliesen, ich denke genauso, wer lange eingezahlt hat sollte auch mehr rausbekommen, wer nichts oder nur sehr kurz eingezahlt hat, sollte auch bei weitem nicht den regulären Satz bekommen.
Skyline_FFM September 8th, 2008, 06:23 PM ^^ Eben. Es bleibt doch öffentliche Arbeit genug überall liegen. Und wenn sie nur 6 Stunden am Tag arbeiten, aber zu geregelten Zeiten, dann bleiben sie wenigstens "im Trott", fühlen sich nicht abgeschoben und tun überdies etwas für ihr Selbstbewusstsein. Wieviele ehrenamtliche Stellen sind nicht besetzt, obwohl z.B. eine Bezieherin von ALG II gut gern mal 3 bis 4 Stunden am Tag in städtischen Kitas und Krabbelgruppen assisitieren könnte! Hiwi-Arbeiten gibt es genug. Und was hätten wir saubere, gepflegte Städte, wenn man ALG-II-Empfänger "einspannen" würde.
Auch als "Aushilfsstreife" an Bahnhöfen z.B. kann ich mir das gut vorstellen. Als Kontrolleure in Bussen und Straßenbahnen,....
kato2k8 September 9th, 2008, 11:44 AM ... bitte welche Stadt macht das denn nicht? Also 1-Euro-Kräfte (bzw. 1,5-Euro-Kräfte, sinds ja mittlerweile) für Hilfsarbeiten der untersten Kategorie zwangsverpflichten. Es gibt mittlerweile in jeder mittelgroßen deutschen Stadt (zumindest im Südwesten) hunderte zwangsverpflichtete 1-Euro-Kräfte als Putzfrauen, Straßenkehrer, Blumenpflanzer oder Hilfspfleger.
Ist im Grunde genau so eine Ausbeute wie der Trick, Vollzeitstellen in ähnlichen, aber auch höherqualifizerten Bereichen auf vier 400-Euro-Jobs zu verteilen, um Steuern zu sparen (das wenden übrigens durchaus auch öffentliche Stellen gerne an). So schafft und erhält man sich künstlich Armut.
wer lange eingezahlt hat sollte auch mehr rausbekommen, wer nichts oder nur sehr kurz eingezahlt hat, sollte auch bei weitem nicht den regulären Satz bekommen.
... Wenn man in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hat, kriegt man schließlich erst mal eine gute Weile lang ALG I, nicht ALG II. Und das ist im Regelfall schon deutlich mehr, je nachdem "wie" man eben einbezahlt hat. Und wer länger einbezahlt hat, bekommt auch deutlich länger ALG I, das variiert nämlich zwischen 6 und 24 Monaten.
Skyline_FFM September 9th, 2008, 12:19 PM ... bitte welche Stadt macht das denn nicht? Also 1-Euro-Kräfte (bzw. 1,5-Euro-Kräfte, sinds ja mittlerweile) für Hilfsarbeiten der untersten Kategorie zwangsverpflichten. Es gibt mittlerweile in jeder mittelgroßen deutschen Stadt (zumindest im Südwesten) hunderte zwangsverpflichtete 1-Euro-Kräfte als Putzfrauen, Straßenkehrer, Blumenpflanzer oder Hilfspfleger.
Ist im Grunde genau so eine Ausbeute wie der Trick, Vollzeitstellen in ähnlichen, aber auch höherqualifizerten Bereichen auf vier 400-Euro-Jobs zu verteilen, um Steuern zu sparen (das wenden übrigens durchaus auch öffentliche Stellen gerne an). So schafft und erhält man sich künstlich Armut.
... Wenn man in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hat, kriegt man schließlich erst mal eine gute Weile lang ALG I, nicht ALG II. Und das ist im Regelfall schon deutlich mehr, je nachdem "wie" man eben einbezahlt hat. Und wer länger einbezahlt hat, bekommt auch deutlich länger ALG I, das variiert nämlich zwischen 6 und 24 Monaten.
Viele Städte beschäftigen keine 1-€-Jobber. Weil es in eineigen Gemeinden vom Stadtrat abgelehnt wurde. Zwar finde ich, die Städte sollten lieber Vollzeitstellen mit vollem Gehalt schaffen, aber wenn es eben um Hiwi- und stundenweise Arbeit geht, dann ist das doch ok.
Außerdem gibt es genügend Stellen auf Ehrenamt, die keiner macht. Da kann man doch wohl verlangen, dass der Eine oder Andere sich da mal dran macht. Immerhin bewirbt sich doch wohl kaum jemand 24h am Tag, 7 Tage die Woche???
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