View Full Version : Hannover | "Hannover City 2020" - Gesamtkonzept
devilsadvocate September 14th, 2008, 12:40 AM http://img225.imageshack.us/img225/3891/projekthannovercity2020zu2.jpg
„Hannover City 2020“: Dialog startet im Sprengel Museum
„Hannover City 2020“ - die Stadt lädt ein zum öffentlichen Dialog über die Zukunft der hannoverschen City. Am 24. September im Sprengel Museum geht es los.
Das Projekt „Hannover City 2020“ soll den durch EXPO und Neubau der Ernst-August-Galerie eingeleiteten Entwicklungsimpuls in der hannoverschen City verstetigen. Deshalb plant die Stadt zu diesem Thema im Jahr 2010 einen internationalen Planungswettbewerb. Die Ergebnisse sollen ab 2011 schrittweise bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden.
Stadtbaurat Uwe Bodemann: „Wir wollen das Projekt mit einem fachübergreifenden Dialog über die künftige Entwicklung der Innenstadt beginnen. Dieser Dialog soll unterschiedliche Blickwinkel auf die City einschließen – zum Beispiel die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft.“
Den Auftakt zum City-Dialog bilden vier große öffentliche Veranstaltungen im Herbst 2008. Am 24. September im Sprengel Museum Hannover geht es los mit der Auseinandersetzung über grundsätzliche Fragestellungen zur allgemeinen Entwicklung von Innenstädten und zur speziellen Situation Hannovers:
* Was prägt Hannovers City?
* Was macht Identität von Stadt heute eigentlich aus und welche Bedeutung hat sie für den jeweiligen Standort?
* Welche Akteure wirken mit welcher Anspruchslage in der City?
* An welchen Orten lässt sich wieder das Wohnen ermöglichen?
* Welche Erfahrungen machen andere Städte?
„Unser grundlegendes Ziel bei ’Hannover City 2020’ ist es, durch spezielle Methoden und Beteiligungsverfahren mit unterschiedlichsten Akteuren die zukünftige Innenstadt-Entwicklung gemeinsam zu gestalten: Das heißt vor allem, synergetische Effekte von privaten und öffentlichen Planungen und Investitionen zu erreichen“, erklärt der Stadtbaurat.
Hinter dem Projekt stehen ein hoher baukultureller, städtebaulicher Anspruch und der Wunsch, die Bewohnerschaft für die Stadtstruktur und die Weiterentwicklung ihrer Innenstadt zu sensibilisieren.
Im Jahr 2009 wird der Dialog mit Veranstaltungen und Symposien zur Innenstadt fortgesetzt. Dabei sind die Akteure und die Potenziale vor Ort zentrale Themen.
Drei bekannte Persönlichkeiten der hannoverschen Stadtgesellschaft unterstützen diesen Prozess und wirken für die Stadt als kritische Begleiter und Moderatoren der Planung:
* der ehemalige Stadtsuperintendent Hans Werner Dannowski,
* Kultusminister und Landtagspräsident a.D. Prof. Rolf Wernstedt sowie
* der ehemaliger städtische Chefplaner der Expo 2000, Jürgen Eppinger.
Um zu qualitätvollen städtebaulichen Lösungen zu kommen, wird parallel ein Konzept zur künftigen Entwicklung der Innenstadt entwickelt. Erarbeitet wird es von der Berliner Planungsgemeinschaft Machleidt + Partner/Michael Braum + Partner in Kooperation mit der Bauverwaltung. Es werden dabei sowohl die historische Entwicklung der City, vorhandene Konzepte sowie die Ergebnisse des Stadtdialogs in das Planwerk aufgenommen.
Im Jahr 2010 sollen mit örtlichen, nationalen und internationalen Planungsbüros konkurrierende städtebauliche Entwürfe an ausgewählten Interventionsorten entstehen, die dann von einer internationalen Jury beurteilt werden. Die Ergebnisse sowie die strategischen Zielvorgaben aus dem Leitplan werden Bestandteil eines Programms zur baulich-räumlichen Weiterentwicklung der City von Hannover.
„Hannover City 2020“ knüpft an die jüngsten Entwicklungen und die Erneuerungsprozesse der Innenstadt an. Mit frischen Ideen soll die City gemäß ihrer Bedeutung für die Stadt, für die Region Hannover und als Sitz der Landesregierung zukunftsweisend entwickelt werden.
Da ist der NDR-Parkplatz am Maschsee, der in der Animation bereits bebaut ist – Diskussionen darum flammten in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf. Das Ordnungsamt Leinstraße ist in der Darstellung bereits abgerissen und durch Neubauten entlang der Straße Köbelinger Markt ersetzt. Am einstigen Standort des Friederikenschlösschens ist die dreidimensionale Kubatur eines Neubaus eingezeichnet, wo lange über die Ansiedlung der Staatskanzlei oder eines Hotels nachgedacht wurde. Auch der große Üstra-Betriebshof Glocksee ist in der Karte neu bebaut: „Dort, am Zusammenfluss von Leine und Ihme, wäre ein hervorragender Ort für Wohnungen“, sagt Stadtbaurätin Uta Boockhoff-Gries.
Der Stadt geht es beim Projekt „PlanWerk“ nicht um konkrete Planungen, die aktuell umgesetzt werden sollen, sondern um ein Zusammenfassen all der Ideen und Konzepte, die in den vergangenen zehn Jahren die stadtplanerische Debatte bestimmt haben. Auf der Brachfläche hinterm Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt etwa sind schon Neubauten eingezeichnet, obwohl die Fläche noch gar nicht aktiv in der Vermarktung ist. Hinterm Hauptbahnhof, am Busbahnhof und rund um den Pavillon am Raschplatz werden die Planungen hingegen immer konkreter, auch das erhoffte Luxushotel am Hohen Ufer ist zu erkennen – obwohl sich die Investorenideen dafür zunächst zerschlagen haben. In der Ansicht der Gesamtstadt fallen zusätzlich zwei weitere prominente Flächen auf: Das Schloss Herrenhausen ist eingezeichnet (in der klassizistischen Laves-Version), und zwischen MHH und Eilenriede ist eine große Fläche für Neubebauung eingezeichnet – denkbar etwa für weitere Forschungsansiedlungen, sagt Boockhoff-Gries.
Folgende Projekte sind hierbei zu beachten:
-Bebauung "Köblinger Markt"
-Bebauung "Am Marstall"
-Bebauung "NDR-Parkplatz"
-Erweiterung Sprengel-Museum
-Bebauung Areal Hauptgüterbahnhof
-Neubebauung ZOB
-Bebauung Hohes Ufer
-Bebauung am Standort des ehemaligen Frederickenschlösschens
-Bebauung HCC-Parkplatz
-Bebauung Bruchmeisterallee
-Bebauung ehm. Üstra-Betriebshof
(...)
BITTE ERGÄNZEN!!!
lifestyle032 September 14th, 2008, 12:48 AM Da rollt ja anscheinend eine Projektwelle auf uns zu...
Werde mir wohl die Termine der Öffentlichen Diskussion des 2020-Projektes nicht entgehen lassen! ;)
Auf geht's! :D
http://i35.tinypic.com/myr7.jpg
Lefthandy September 14th, 2008, 09:19 PM Habe mal die Abbildung vergrößert und jene Projekte grün markiert, die hier im Forum noch nicht oder kaum beschrieben sind. Rot sind jene Stellen der Stadt markiert, an denen Projekte immer noch wünschenswert wären.
Die Qualität des Bildes ist nicht so toll, aber fürs erste sollte es gehen.
http://i35.tinypic.com/au7ame.jpg
Vorweg: Wenn das alles noch binnen der nächsten 10 Jahren ins Rollen kommt
bin ich wirklich sehr, sehr glücklich!
grün:
1. Der alte Bunker an der Haltenhoffstraße wird saniert und zu Eigentumswohnungen + Bürokomplex umgebaut. Das ganze nennt sich "Medienbunker". Ich bin zuletzt dran vorbeigekommen und habe schon eine Infotafel an der Außenwand gesehen - wird echt spektakulär - leider habe ich kein Fotohandy!
2. + 3. + 4. Das Brachland in der Nordstadt auf dem Areal, das früher glaube ich mal zum Güterbahnhof gehörte, soll endlich bebaut werden. Außerdem werden drumherum Baulücken geschlossen (2. + 4.). Herrlich!
5. Das bislang eher provisorisch bebaute, dreieckige Grundstück zwischen Philipsborn- und Vahrenwalder Straße soll eine massive Blockbebauung erhalten. Genauso herrlich!
6. Auf dem Grundstück gegenüber vom Hauptzollamt am Fuße der Hamburger Allee, wo jetzt noch der Fixpunkt steht, soll wohl ein richtig großer und verhältnismäßig hoher Bürokomplex entstehen. Absolut fett!
7. Eher nebensächlich aber sehr sinnvoll: Baulückenschließung an der Sodenstraße
8. Ähnlich wie 7.: An dieser Stelle in der Großen Pfahlstraße stört im Moment noch ein eingeschossiger und gekachelter (!) Behelfsbau das schöne Stadtbild der Osstadt.
9. Die Uni hat am Schneiderbeg offenbar noch ne Menge mehr vor, als das Nanotechnologie-Institut, das zur Zeit gebaut wird. Wirklich sehr schön, weil da siehts im Moment echt kahl aus. 2 große Baukörper scheinen auch direkt zur Straße hin orientiert zu sein.
10. Nördlich des Welfenschlosses scheint die Uni auch einzelne Projekte anstoßen zu wollen. Auch sehr schön, vor allem wenn es einen vernünftigen Abschluss zur Straße Im Moore geben sollte (Baulückenschließung!).
11. In dem relativ verkommenen Block zwischen Arndstr./Celler Str./Klagesmarkt und Herschelstraße scheint auch was passieren zu sollen! Da gäbs zwar noch mehr Bedarf, aber immerhin scheint die Nordfelder Reihe beiderseits neu bebaut zu werden.
12. Die eingeschössigen Bauten vorm Cinemaxx Nikolaistr. sollen durch einen massiven Block ersetzt werden 1A+++.
13. Auch etwas, was ich mir schon ewig wünsche: Die Baulücke an der Einmündung der Stiftstraße zum Kreisel am Klagesmarkt soll geschlossen werden!
14. Das Steintor: Die hier gelb markierte Variante fände ich besser als die bloße Bebauung des bisher freien Platzes: Die 2 Geschossigen Bauten werden beiderseits der Gorgstraße endlich ersetzt, dazu ein markantes hohes Gebäude an der Ecke Kurt-Schumacher-Str. / Goseriede. Hoffentlich kommts so, wie hier eingezeichnet!
15. Interessantes Detail am Köbelinger Markt: Das unter Denkmalschutz vermutete Sparkassen-Immobilien-Center scheint hier mit weggeplant worden zu sein. Ein Hoffnungsschimmer?
16. Der reinste Wahnsinn! Der ganze Stadtbahnbetriebshof Glocksee kommt weg, zugunsten einer recht dichten, städtischen Wohnbebauung. Galore! Ebenso soll wohl das pottenhäßliche Stadtwerkegebäude gegenüber ersetzt werden. Nur zu!
17. Weiter gehts in der Calenberger-Neustadt: Das Areal an der Leine beherbergt zur Zeit noch irgendeinen gewerblichen Betrieb. Sehr lobenswert hier Wohnungen zu planen. Die quer zur Straße stehenden Gebäude auf der Abbildung gefallen mir allerdings weniger.
18. Super: Die Limmer Straße schließt zum Küchengarten hin sehr trist ab. Da kann's eine Neubebauung gut gebrauchen.
19. Entlang der Ihme, vom schwarzen Bären bis zur Legionsbrücke, scheint ne Menge passieren zu sollen. Evtl. Erweiterungen der Hautklinik Linden oder Neuansiedlungen anderer medizinischer Institutionen. Wer weiß?
20. Irgendein großer Neubau an der Benno-Ohnesorg-Brücke. Da ist im Moment noch überwiegend Parkplatz, daher sehr wünschenswert.
21. Noch ein Neubau an der G. Bratke Str. Gehört evtl. zu den angrenzenden Ministerien.
22. Endlich eine Bebauung der Freifläche Adolfstr./Ecke Mittelstr. Auch ein langehgter Wunsch von mir!
23. In diesem ebenfalls recht vergessenen Winkel der Stadt scheint auch ne Menge passieren zu sollen. Einzelne Sachen davon sind hier glaube ich schon erwähnt worden. Überaus wünschenswert wären hier mal Wohnungen. Dieser Stadtteil ist wie ausgestorben!
24. Bebauung des NDR-Parkplatzes. Sehr wünschenswert und Topwohnlage. Zum Maschsee hin bräuchte es auf ganzer Linie einen würdigeren Abschluss der Südstadt. Die ebenfalls eingezeichnete Erweiterung des Sprengelmuseums ist da auch sehr willkommen.
Dann noch die wenigen von mir vermissten Projekte:
1. Das hässliche, braune Hauptzollamt sollte ersetzt werden.
2. Der Kröpke-Center ähnliche Waschbetonbolide der Postbank stört auc ziemlich.
3. Der Marstall soll zwar ein Kopfgebäude zur Leine hin erhalten, der Rest des Platzes bleibt aber hoffentlich kein Parkplatz!
4. Wird wohl jeden hier ärgern: WO IST DIE FLUSSWASSERKUNST?
5. Das Maritimhotel ist nichtmal dunkelrot markiert. D.h. nichtmal eine Sanierung in Aussicht?
telemaxx September 14th, 2008, 09:55 PM @Lefthandy: Tolle Liste!!!
devilsadvocate September 14th, 2008, 10:38 PM @lefthandy: WAHNSINN! Danke für die Karte!
Mitte der Woche gehe ich mal zum Bauamt und fotographiere die KArte, falls die dort ausgestellt ist, damit wir sie etwas größer haben.
Bei diesen ganzen Projekten, wie zb.
"6. Auf dem Grundstück gegenüber vom Hauptzollamt am Fuße der Hamburger Allee, wo jetzt noch der Fixpunkt steht, soll wohl ein richtig großer und verhältnismäßig hoher Bürokomplex entstehen. Absolut fett!"
Gibt es da schon Investoren oder konkrete Pläne? Scheinbar ja schon, oder sind das nur die Wunschvorstellugnen der Stadt?
Lefthandy September 14th, 2008, 11:26 PM Meine einzige Informationsquelle ist nur diese Abbildung, die du hier gepostet hast!
Ich weiß über all die Projekte nichts, außer dass sie darauf zu sehen sind. Deshalb habe ich das auch nicht in den Thread Projektliste geschrieben.
Ich finde es bereits aufsehenerregend genug, dass die (unbekannten) Urheber dieser Abbildung an diesen ganzen Stellen im Stadtbild auch handlungsbedarf sehen.
Nur über den Medienbunker weiß ich mehr, weil ich wie gesagt dran vorbeigekommen bin und bereits eine Infotafel am Gebäude angebracht ist.
Glaube wohl das meiste ist Zukunftsmusik und soll bloß Denkanstöße geben und Potentiale aufzeigen.
Leine1977 September 17th, 2008, 06:45 PM Die Initiative finde ich richtungsweisend, allerdings darf man keinen Hehl daraus machen, dass die Stadt pleite ist. Ich glaube, vieles wird zunächst Wunschdenken sein.
Medienbunker: das Info-Schild hatte ich auch mal gesehen. Beim googlen ist mir dann aufgefallen, dass dieses tolle Projekt schon sehr lange exisitiert. Offensichtlich scheint es da Probleme zu geben.
Viele Projekte sind eigentlich rein privatwirtschaftliche. Der Raschplatz wird wahrscheinlich mit wenig ästethischen - eher kostenorientierten Hochhäusern zugepflastert werden. Auch andere Baulücken werden irgendwie aufgefüllt.
Hannover bräuchte aber auch einmal eine ordentliche Stadtentwicklung: Leitbauten wie z.B. eine Flusswasserkunst, stadtbauliche Erneuerungen durch Wegfall des City-Rings (komplette Untertunnelung) und mehr ästetische Bauten.
Na ja, ich bin da immer kritisch. Hoffentlich kriege ich ne Wortmeldung...
matheking September 23rd, 2008, 10:40 AM Unser aller OB's Podcast zu Hannover 2020
http://www.hannover.de/podcast/archiv/080919_podcast_ob_weil.html
devilsadvocate September 23rd, 2008, 04:55 PM Verschoben von matheking:
Projekt 2020: Herbe Kritik an Hannovers City-Konzept
Ob sich Stadtpolitik und -verwaltung das so vorgestellt haben? Am Mittwoch startet das erste öffentliche Diskussionsforum zu Hannovers Stadtentwicklung, das Großprojekt City 2020.
Dabei sollen drei Prominente der Stadtgesellschaft als „Moderatoren“ die oft gegensätzlichen Interessenlagen der Innenstadt im Sinne aller Bewohner zusammenführen: der ehemalige Stadtsuperintendent Hans Werner Dannowski, der einstige Expo-Sonderplaner Jürgen Eppinger und der frühere Landtagspräsident Prof. Rolf Wernstedt. Doch statt sich vornehm zurückzuhalten, starten die drei Herren einen schonungslosen Generalangriff auf Hannovers jüngste Entwicklung.
Innenstadtplätze wie der Marstall oder die Fläche an der Marktkirche seien „Unorte“, meint das Terzett. Sie prangern die „Festivalisierung“ der City an, die mit ständig wechselnden „Events“ Schwerpunkte vermissen lasse. Die Innenstadt sei „in großen Teilen sehr einseitig auf Einkaufsfunktionen ausgerichtet“, schreiben sie in einem gestern vorgelegten Grundsatzpapier und betonen: Wenn künftig endlich wieder mehr Wohnraum in der City geschaffen werde, dürfe nicht nur an Besserverdiener gedacht werden, sondern müssten auch Familien und Ältere berücksichtigt werden.
Ein Jahr lang haben sich die drei Moderatoren auf ihre Aufgabe vorbereitet, haben etliche Stadtspaziergänge absolviert, Gespräche geführt und zuletzt neun interne Anhörungen mit Spezialthemen wie Handel, Verkehr oder Innenstadtkultur veranstaltet. Alle drei sind inzwischen Ruheständler mit langer beruflicher und privater Bindung an die Innenstadt. Ihre neue Rolle macht ihnen sichtbar Spaß. „In meinem Berufsleben hatte ich nie Zeit, mich so intensiv mit einem Thema zu befassen“, sagt etwa Wernstedt.
Im Rathaus stößt die unerwartet deutliche Einmischung nicht nur auf Freude. „Die drei sollten eigentlich eine moderierende Funktion einnehmen und nicht eigene Vorstöße machen“, kritisiert ein einflussreicher Ratspolitiker. Auch in der Stadtverwaltung sind die Herren teilweise gefürchtet – insbesondere Eppinger, der selbst 35 Jahre, auch in Führungsposition, bei der Stadt gearbeitet hat.
„Der lässt sich nichts vormachen und will aktiv Einfluss nehmen“, heißt es im Baudezernat. Die drei Moderatoren aber nehmen mögliche Kritik gelassen. „Wir begreifen uns als Citoyen, nicht als Bourgeois“, sagt Dannowski schmunzelnd. Will heißen: Die Einmischung geht munter weiter, weil es um das Gemeinwohl geht.
von Conrad von Meding
Quelle: HAZ.de
Leine1977 September 24th, 2008, 10:24 PM Ich hatte es leider auch nicht mehr rechtzeitig geschafft, so dass auch oben verweilen musste. Leider konnte ich auch keine Wortmeldung geben. Bis zum Ende bin ich trotzdem geblieben.
Zu meinen Eindrücken:
Anfangs war ich sehr begeistert. Viele interessante Punkte wie Wohnbebauung, kleinere Parzellierung, Identität wurden ja angesprochen.
Insgesamt war es sehr akademisch, eher für Architekturkenner zugeschnitten, was ich für den Normalo Schade fande. Es wurde insbesondere doch Rudolf Hillebrecht gelobt. Überhaupt das Stadtbaukonzept von Hannover.
In seltsamer Weise wurde von fast allen Akteueren das sog. 19. Jahrhundert oft angesprochen und verteufelt. Was ausserdem immer dieses Rumreiten auf dieses Jahrhundert. Und leider hat man die Zeit davor nicht angesprochen, die ebenfalls zur Identität beitragen könnte.
Was mir insbesondere zur Identität gefehlt hat. Warum hat man nicht die zahlreichen Abrisse erwähnt?
Nun, insgesamt war mein Eindruck, der Stadtbau der 50er wird wohl letztlich weiterverfolgt werden. Das Verständnis von Stadtraum wurde in dieser Zeit als vorbildlich beschrieben. Vergessen hatten allerdings hier einige, dass es auch in dieser Zeit viele Fehlplanungen gab.
Schmerzlich fand ich aber die Botschaft, dass es in Hannover keine Rekonstruktionen oder alte Stadtstrukturen mehr geben wird. Einen Hinweis auf so markante und wichtige Punkte wie die Flusswasserkunst und die Leineinsel hatte ich mir erhofft.
Aber immerhin wurde angesprochen, wieder den Waterloo-Platz original herzustellen. Alle Achtung!
Fazit: Hillebrecht comes back!
devilsadvocate September 24th, 2008, 10:28 PM WElche Botschaft, dass es keine Rekonstruktion mehr geben wird? Wie kam den der Kommentar zustande?
Und wie sah den früher der WAterlooplatz aus?
VenEm September 24th, 2008, 10:44 PM Hillebrecht comes back würde doch bedeuten, dass die einseitige Vorrangstellung für den Autoverkehr, wie ihn Hillebrecht so vehement durchsetzte, nicht rückgängig gemacht, gar ausgebaut werden würde. Hoffentlich nicht. Oder meinst du damit eher die geförderte Architektur, also das alte NordLB-Gebäude? Ich verbinde mit Hillebrecht immer nur den Abriss alter Gebäude und die komplette Neustrukturierung der Stadt zur Förderung des Autos, was zeichnete seine Zeit als Stadtbaurat denn noch aus?
Orbiter September 25th, 2008, 02:09 AM Ich muss hier den Eindrücken von Leine ein wenig widersprechen.
Der Ablauf war folgender: am Anfang gab es vier kurze Referate als Einführung, so hat OB Weil hannovers aktuelle Situation umrissen, ein Historiker hat die Entstehung der Stadtplanung Hannovers seit dem zweiten Weltkrieg eingeordnet, es gab einen allgemeinen Exkurs zum Thema Identität und ihrem Verständnis und zuletzt eine knappe Analyse von Prof. Braum, wie und wo man in Zukunft handeln kann.
Danach folgte eine Podiumsdiskussion, bei der versucht wurde, die Inhalte der Referate und mögliche Perspektiven für die Innenstadt mit einander zu verknüpfen. An Ende wurde diese Diskussion zu einer offenen Fragerunde mit Wortmeldungen aus dem Publikum erweitert.
Konkrete Aussagen zu einzelnen Projekten waren an diesem Abend aber (noch) nicht das Thema.
Ich hatte es leider auch nicht mehr rechtzeitig geschafft, so dass auch oben verweilen musste. Leider konnte ich auch keine Wortmeldung geben. Bis zum Ende bin ich trotzdem geblieben.
Zu meinen Eindrücken:
Anfangs war ich sehr begeistert. Viele interessante Punkte wie Wohnbebauung, kleinere Parzellierung, Identität wurden ja angesprochen.
Insgesamt war es sehr akademisch, eher für Architekturkenner zugeschnitten, was ich für den Normalo Schade fande. Es wurde insbesondere doch Rudolf Hillebrecht gelobt. Überhaupt das Stadtbaukonzept von Hannover.
Es stimmt, daß Hillebrecht ein wichtiges Thema war und auch nicht besonders kritisiert wurde. Grade das Referat des Historikers hat aber versucht, den Kontext der stadtplanerischen Entwicklung deutlich zu machen, also warum Hillebrecht so gehandelt hat, wie wir es heute kennen. Dazu gehören Leitbilder, Zeitgeist und Erfahrungen, die damals westentlich waren und mit userem Erfahrungshorizont nicht vergleichbar sind. Es wurde sehr deutlich darauf eingegangen, wie die Planer jener Zeit den Bombenterror und die Feuerstürme mit tausenden Toten in den dichten Innenstadten erlebt haben und wie sich unter anderem daraus, übrigens schon unter Hillebrechts Vorgänger Karl Elkart, die Ideen der aufgelockerten Stadt entwickelt haben. Nicht nur wegen Verkehrskonzepten, sondern auch um die Zahl möglicher Opfer zukünftig niedriger zu halten.
Trotzdem wurde auch gelobt, daß wir dank des Hillbrechtschen Verkehrskonzepts heute keinen massiven Autoverkehr quer durch die Innenstadt verkraften müssen.
Das hervorheben dieser Leistungen hat aber nichts mit den Entscheidungen Hillebrechts zu tun, bestimmte Gebäude in Hannover abzureißen, deren Fehlen heute als Verlust wahr genommen wird.
In seltsamer Weise wurde von fast allen Akteueren das sog. 19. Jahrhundert oft angesprochen und verteufelt. Was ausserdem immer dieses Rumreiten auf dieses Jahrhundert. Und leider hat man die Zeit davor nicht angesprochen, die ebenfalls zur Identität beitragen könnte.
Wieso wurde das 19. Jahrhundert verteufelt? Im Gegenteil, es wurde davon gesprochen, daß sich Mensch überall in Deutschland immer wieder gern auf das 19. Jhd. beziehen. Das dort also etwas richtig gewesen sein muß, daß heute vermisst wird. Man muss sich allerdings darüber bewußt sein, daß die Menschen das meinen was sie heute noch sehen vom 19. Jhd., also zB. die kleinteilige Parzellierung, die reich verzierten Fassaden und die hohen Wohnräume. Nicht aber die Lebensumstände, die damals vorgeherrscht haben.
Es wurde also festgestellt, daß das 19. Jahrhundert in seinen Bauten Strukturen erzeugt hat, die von heutigen Menschen als Qualitäten wahr genommen werden und das man (als Planer) überlegen muß, wie es gelingen kann diese Qualitäten in aktuelle Planungsprozesse einzubringen.
Über weiter zurück liegende Jahrhunderte wurde heute weder eine Aussage noch eine Wertung getroffen.
Was mir insbesondere zur Identität gefehlt hat. Warum hat man nicht die zahlreichen Abrisse erwähnt?
Die Zerstörung von Gebäuden und der damit empfundene Verlust wurde als ein wichtiger Aspekt für die Identitätswahrnehmung heraus gestellt.
Nun, insgesamt war mein Eindruck, der Stadtbau der 50er wird wohl letztlich weiterverfolgt werden. Das Verständnis von Stadtraum wurde in dieser Zeit als vorbildlich beschrieben. Vergessen hatten allerdings hier einige, dass es auch in dieser Zeit viele Fehlplanungen gab.
Das scheint mir ein Missverständniss zu sein. Was gesagt wurde war, daß es im Städtebau der 50er Jahre die Konzeption gab, einzelne Orte im Stadtgefüge stärker zu akzentuieren, zB. über die Höhe der Bebauung. Prof. Braum hat das im Zusammenhang mit dem Steintor erwähnt, wo ihm die vor kurzem vorgestellt Lösung zu zurückhaltend ist.
Schmerzlich fand ich aber die Botschaft, dass es in Hannover keine Rekonstruktionen oder alte Stadtstrukturen mehr geben wird. Einen Hinweis auf so markante und wichtige Punkte wie die Flusswasserkunst und die Leineinsel hatte ich mir erhofft.
Aber immerhin wurde angesprochen, wieder den Waterloo-Platz original herzustellen. Alle Achtung!
Hier interpretierst du zu viel. Wir befinden uns am Anfang einer langen Debatte, da ist noch nichts fest gelegt (siehe Frankfurt). Und die Überlegungen zum Waterloo-Platz zeigen ja, daß doch über alte Strukturen nachgedacht wird.
Fazit: Hillebrecht comes back!
Davon kann keine Rede sein. Vielmehr wurde zum Ausdruck gebracht, dass man sich heute, im Gegensatzt zu Hillebrecht mit seiner Verkehrsgerechten Stadt um eine bewohnergerechte Stadt bemühen muß.
Dazu gehört auch ein eventueller Rückbau von Verkehrräumen, dazu gehört einen Synthese der Stadtbaustrukturen der Vergangenheit. Es geht nicht darum das hillebrechtsche System wieder aus zu radieren, sondern es als gebaute Basis zu nutzen und mit anderne Systemen und aktuellen Leitbildern zu verknüpfen. Dafür müssen die Qualitäten dieser einzelnen Teile herausgefiltert und in Zusammenhang gebracht werden.
Ein gewisses Fazit zu diesem Abend war die Feststellung, daß für die Innenstadt eine Entwicklung gewünscht wird, die die Tendenz zu einem nahezu rein kommerziell genutzten Ort wieder umkehrt, aus einem Einkaufsort einen Lebensort macht. Vorallem Wohnen in der Innenstadt wird ein wichtiges Thema für die weitere Diskussion sein.
Leine, es tut mir leid das ich deiner Zusammenfassung hier so vehement widerspreche. Ich habe ein wenig den Eindruck, du bist recht enttäuscht von dieser Veranstaltung, vorallem da wie von dir geschrieben, Leineinsel und Wasserkunst kein Thema waren.
Allerdings waren einzelne Projekt insgesamt nicht Thema dieses Abends, weder über aktuelle noch über zukünftige Projekte wurde diskutiert. Auf diese Ebene kommt die Diskussion vermutlich erst in den späten Veranstaltungen dieser Reihe. Ich finde aber trotzdem, daß man bei diesen Veranstaltungen eine ganze Menge mitnehmen kann und hoffe, daß du auch beim nächsten mal wieder versuchst dabei zu sein.
lifestyle032 September 25th, 2008, 02:55 AM Ich war, wie bereits im anderen Thread angekündigt, auch dort. Bisher habe ich mich jedoch mit einer Wertung des Abends zurückgehalten, da ich das Gehörte erst einmal gründlich auf mich wirken lassen will. Diesbezüglich erscheint mir der Zwist zwischen Leine und Orbiter als durchaus resultierend... "Im Eifer des Gefächts" lässt sich so manche These formulieren, die nach einigen Gedanken vlt. doch nicht so zentral und richtig war.
Vielleicht werde ich morgen noch einmal etwas schreiben, jedoch möchte ich hier schon einmal die Wortgewandheit des Vortragenden Werner Durth lobend erwähnen. Beeindruckend, mit welchem Wortschatz sich dieser Mann an diesem abend durch die gesamte Veranstaltung hangelte.
Und noch ein Aspekt: es wurde versprochen, eine Internetpräsenz für das Projekt 2020 zu erstellen (momentan im Aufbau).
Ich hoffe inständig, dass es dort auch ein Forum geben wird, welches auch die handelnden Personen lebhaft mit Wortbeiträgen füllen.. :cheers:
Leine1977 September 25th, 2008, 08:07 AM Ja, Du hast recht lifestyle, vielleicht hätte man es etwas auf sich wirken lassen. Und auch Du mein lieber Orbiter hast recht, vielleicht habe ich den Kontext nicht immer verstanden.
Im Grunde kann man schon zufrieden sein. Das Argument mit der kleineren Parzellierung finde ich, ist die schönste Erkenntnis, die Hannover dringend braucht (ich denke da an Kaufhof etc.).
Vielleicht habe ich das mit dem 19. Jh. missverstanden. Vielleicht war ich aber enttäuscht; denn ich habe es so verstanden - korrigiert mich bitte - dass man die Nachkriegsstadt weiterentwickelt, ohne auf die Stadtbaugeschichte zuvor zu blicken (mit Ausnahme der Laves-Achsen). So gesehen habe ich gedacht, dass z.B. meine Leineinsel-Skizze nicht erwünscht ist. Dabei hatten mich die Beteiligten zum Mitwirken ermuntert.
Wie gesagt, absolut positiv und wirklich überrascht war ich, dass der ursprüngliche Waterloo-Platz angesprochen worden ist.
@Orbiter: Danke noch einmal für deinen Bericht. Ich wollte bestimmt nicht alles so negativ sehen.:) Es sind ja doch sehr positive Entwicklungen zu erkennen (Straßenrückbau). Ich weiß ja auch, dass es Schwachsinn wäre, jetzt alles alt wieder aufzubauen. Ich hätte mir lediglich etwas mehr Kritik gewünscht. Es war mir alles so positiv.
Natürlich sehe ich jetzt auch nur die Bauprojekte. Die Wortmeldungen, dass auch Kinder zu berücksichtigen sind, Straßenfeste etc. finde ich auch sehr wichtig.
Schön fand ich übrigens, dass in einer Wortmeldung das EAG kritisiert worden ist. Leider ist nicht darauf eingegangen worden.
So, bin gespannt auf Eure Eindrücke :-)
Lefthandy September 25th, 2008, 09:30 AM Ja,
Wie gesagt, absolut positiv und wirklich überrascht war ich, dass der ursprüngliche Waterloo-Platz angesprochen worden ist.
Im jetzigen Zustand ist der Waterlooplatz ja auch ein "Unort", um die von den miesepetrigen Moderatoren eingeführte Rethorik zu verwenden. Einfaches Brachland mit noch nichtmal intakter Grasnarbe. Einzig die Siegessäule erinnert daran, dass es mal ein Platz gewesen ist. Das hier was passiert ist auch wirklich ersehnenswert. Hätte ich auf der Karte auch rot markieren müssen.
Bin übrigens nicht da gewesen, kann also zu euren Eindrücken keine Stellung beziehen.
Leine1977 September 25th, 2008, 09:47 AM Was ich nicht weiß, ist, ob der Waterloo-Platz früher einen Steinboden hatte. Viel ändern würde sich ja nicht, der Unterschied zu heute ist ja sonst nur, dass die ovale Form damals zerstört worden ist.
Man müsste also nur die Straße neu versetzen und vielleicht etwas grün spendieren. Aber das würde ich schon echt toll finden!:banana:
matheking September 25th, 2008, 11:13 AM Da Orbiter den Abend so ausführlich beschrieben hat, habe ich wenig zu ergänzen. Ich muss Leine zustimmen, dass die Vorträge sehr akademisch waren. Persönlich beeindruckt war ich von dem Vortrag von Herrn Durth(?) über die Vorgeschichte der Hillebrechtschen Stadtplanung. Wenn man sich vorstellt, dass grade mal 65 Jahre seit diesem Inferno durch das unsere Großelterngeneration musste vergangen sind...
Mehrmals wurde an diesem Abend angesprochen, dass die städtebaulichen Aufgaben der Gegenwart im Vergleich zu den 50er Jahren klein sind. Meiner Meinung nach ist das nicht immer ein Vorteil. Neu anzufangen eröffnet doch sehr viel mehr Möglichkeiten, insofern verstehe ich den Wunsch von Herrn Braum der sich in der Stadtplanung mehr Radikalität wünscht. Von unserem OB kam die Replik, dass er dem zustimmt, die Stadtkasse aber leer ist. Deshalb müssen alle Wünsche seitens der Stadt so an kommerzielle Belange angepasst sein müssen, dass private Investoren dieses dann verwirklichen.
Und so fürchte ich, dass wir mit grossen Städtebaulichen Veränderungen nicht zu rechnen brauchen.
An diesem Abend ging es ja aber auch nicht um konkrete Projekte, sondern erst einmal um den Rahmen. Deshalb ja auch die Herleitung warum Hannover so geworden ist wie es ist und darüber was die Identität einer Stadt ausmacht.
Leine1977 September 25th, 2008, 11:39 AM Hey mathe,
da muss ich Dir auch zustimmen. Ich glaube auch nicht, dass sooo viel passieren wird. Wegen der Finanzen halt.
Vielleicht kann ich auch kurz meine Kritik etwas präzisieren: ich fand es etwas unglücklich den doch bemerkenswerten Wiederaufbau als einzige Möglichkeit rechtzufertigen. Ein Vergleich mit anderen Großstädten hätte hier Aufklärung gegeben.
Es gibt viele Beispiele, dass man auch einen anderen Weg hätte gehen können und zwar sowohl in einen noch radikaleren Umbau (Frankfurt, Kassel?) als auch den traditionellen Weg (Nürnberg, Münster, München,). Die Städte waren ebenso zerstört. - Trotzdem gab es auch für mich wieder neue Erkenntnisse in dem doch sehr interessanten Vortrag.
Für den Nicht-Architekten und Neu-Hannoveranern hätte man m.M. das Vokabular etwas vereinfachen müssen. Zu einem Modell von Elkart einfach zu sagen "das kennen sie ja sicher alle" fand ich ein bisschen frech...
Zur Identität hätte ich gerne gehört: Was waren denn die Identifikationsmekmale der hannoverschen Innenstadt vor und nach dem Krieg.
Dennoch finde ich die ganze Aktion sehr gut.
Orbiter September 25th, 2008, 11:42 AM J Ich hätte mir lediglich etwas mehr Kritik gewünscht. Es war mir alles so positiv.
...
Schön fand ich übrigens, dass in einer Wortmeldung das EAG kritisiert worden ist. Leider ist nicht darauf eingegangen worden.
Ja, das ist richtig. Obwohl grade OB Weil am Anfang der Veranstaltung Kritik durchaus begrüßt hat (man sei dann kein "Nestbeschmutzer"), ist sehr wenig Kritik geübt worden. Die Wortmeldung zum EAG fand ich auch gut, aber wie schon gesagt war die Auseinandersetzung mit einzelnen Objekten nicht Thema des Abends. Eigentlich Schade.
Die lokale Presse wird sicherlich über gestern Abend Bericht erstatten. Vielleicht wäre es ein guter Weg, hierauf mit Leserbriefen zu reagieren und so Kritiken und Anmerkungen in die Öffentlichkeit zu tragen, da sie sonst evtl. in diesem Prozess ein wenig verloren gehen.
devilsadvocate September 25th, 2008, 07:41 PM Gibt es denn Bilder vom alten Waterlooplatz?
Das Probem ist meiner Meionung nur, dass es drumherum keine Bebauung gibt, außer der großen Straßen und dem Schützenplatz.
Das ist kein Ort, an dem man "mal so vorbeikommt". Entweder geht man gezioelt zum Platz, weil dort etwa Veranstaltungen sind, oder aber man findet den Platz nicht, was ziemlich schade ist.
Vielleicht bräuchte man hier eine dichtere Bebauung ringsherum?
Wie war er denn ursprünglich gestaltet?
http://img145.imageshack.us/img145/9859/15460531fc8.jpg
matheking September 25th, 2008, 07:59 PM Ich glaube nicht, dass dort früher mal eine geschlossene Bebauung existierte. Es gab die ursprünglichen Pläne zur Gaustadt die am Waterloo Prunkbauten vorsahen. Die Pläne sahen ausserdem noch große Exerzierplätze vor. Grundsätzlich war also von der ovalen Form des Platzes und dem Bezug auf die Siegessäule und den Landtag nichts interessantes am Waterloo.
Ich finde den Platz wie er jetzt ist eigentlich ganz gut. Es ist zwar einer der sogenannten "Unplätze", aber mehr braucht da am Stadtrand auch nicht zu sein. Die offenen 50er Jahre Bauten in Kombination mit der gewunden Lavesallee finde ich irgendwie immer noch zukunftsweisend!
Die Bäume vor dem Landtag dürfen aber gerne gefällt werden um die Sicht auf das Schloss freizugeben.
lifestyle032 September 25th, 2008, 11:13 PM Eine Sache hat mich nach dem gestrigen Abend doch mehr beschäftigt als ich vermutete.
Und zwar geht es um das Stichwort "Identifikation". Ein schwieriges Thema in unserer Stadt.
Die Referentin hat dies in eine sehr akademische Hülle verpackt, wie einige hier schon berichteten. Am späten Abend bei dem Thema nicht abgehängt zu werden war schon recht schwierig. Erinnern kann ich mich jedoch an die Aussage, dass diese Identifikation im architektonischen Bereich viel einfacher vonstatten geht, wenn man wunderschöne Fassaden des 19. jahrhunderts in der Stadt habe etc.
Hier wurde von den Diskussionspartnern allerdings entgegengebracht, dass man sich als Hannoveraner ja mit der jetzigen Situation auseinandersetzen müsse; und diese bringt nun eben 60er Jahre Architektur in unserer Innenstadt hervor. Neue Projekte müssen vor allem mit diesem architektonischen Stil der existierenden Bauten verbunden werden. Zudem dürfe man die Gebäude aus dieser zeit auch nicht grundsätzlich zum Teufel jagen.. etc. pp.
Was nun mein Problem ist: Wie will man eine Identifikation aus dem jetzigen Fundus an Architektur schaffen, wenn man sich nicht auf die hannoversche Archtekturschule und ihre wunderbaren Backsteinbauten (Altstadt) besinnt? Wie kann man sich als Hannoveraner mit der Allerweltsarchitektur einer Ernst-August-Galerie identifizieren? Auch supermodernen Glasbauten sind hierfür nicht geeignet, da man sie überall auf der Welt entdecken kann.
Ein Wiederaufbau der Flusswassserkunst würde in meinen Augen auch den Wunsch nach Identifikation vorantreiben. Dies wäre auch ein Beitrag zur touristischen Weiterentwicklung der Innenstadt, die von Oberbürgermeister Weil explizit angesprchen wurde. Der Stil der Hannoverschen Architekturschule ist einzigartig und auch Touristen könnten sich sicherlich damit identifizieren und in ihren Erinnerungen positiv abspeichern. Nach dem Motto: "Schau her, so bauten die Norddeutschen / Hannoveraner und tun es auch immer noch! Wunderbar!"
Ich denke, dass eine neumoderne "Mallarchitektur" nicht gegen ein altes Backsteingebäude à la Altem Rathaus anstinken kann.
Als Beispiel für eine regelrechte Verschandelung eines Platzes ist mir beim Emmichplatz aufgefallen. Klar, Des sogenannte "Neue Haus" was dort einmal stand, ist im Krieg zerstört worden (gehe ich jetzt einmal von aus). Doch der Bau der heutzutage dort steht, lässt jeglichen Charme vermissen. Mit diesem Gebäude kann ich micht nicht identifizieren:
http://i37.tinypic.com/2ewi5uc.jpg
Ich hoffe ihr könnt mit meinen Ausführungen übereinstimmen ;D
Wie denkt ihr über das Thema Identitätsfindung in Hannover?
Lefthandy September 25th, 2008, 11:19 PM Ich glaube nicht, dass dort früher mal eine geschlossene Bebauung existierte. Es gab die ursprünglichen Pläne zur Gaustadt die am Waterloo Prunkbauten vorsahen. Die Pläne sahen ausserdem noch große Exerzierplätze vor. Grundsätzlich war also von der ovalen Form des Platzes und dem Bezug auf die Siegessäule und den Landtag nichts interessantes am Waterloo.
Ich finde den Platz wie er jetzt ist eigentlich ganz gut. Es ist zwar einer der sogenannten "Unplätze", aber mehr braucht da am Stadtrand auch nicht zu sein. Die offenen 50er Jahre Bauten in Kombination mit der gewunden Lavesallee finde ich irgendwie immer noch zukunftsweisend!
Die Bäume vor dem Landtag dürfen aber gerne gefällt werden um die Sicht auf das Schloss freizugeben.
So wie der Platz jetzt ist, wäre es besser wenn auf ihm noch weitere offene 50er Jahre Bauten stehen würden. Es ist einfach nur verschenkter Raum. Von Stadtrand würde ich auch nicht sprechen wollen, Linden wurde vor einiger Zeit ja doch noch nach Hannover eingemeindet. :lol:
matheking September 26th, 2008, 02:09 PM Von Stadtrand würde ich auch nicht sprechen wollen, Linden wurde vor einiger Zeit ja doch noch nach Hannover eingemeindet. :lol:
Eine Tatsache mit der ich mich nur schwer abfinden kann! ;)
Orbiter September 26th, 2008, 02:48 PM http://img508.imageshack.us/img508/9229/27090801ig9.jpg
Orbiter September 26th, 2008, 03:05 PM http://img508.imageshack.us/img508/1444/27090802pj3.jpg
Orbiter September 26th, 2008, 03:10 PM Wer Anregungen geben will:
Das Projektbüro City 2020 ist unter der eMail
city.2020@hannover-stadt.de
zu erreichen oder per Post unter:
Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, 30159 Hannover
Leine1977 September 28th, 2008, 05:18 PM Als Beispiel für eine regelrechte Verschandelung eines Platzes ist mir beim Emmichplatz aufgefallen. Klar, Des sogenannte "Neue Haus" was dort einmal stand, ist im Krieg zerstört worden (gehe ich jetzt einmal von aus). Doch der Bau der heutzutage dort steht, lässt jeglichen Charme vermissen. Mit diesem Gebäude kann ich micht nicht identifizieren:
http://i37.tinypic.com/2ewi5uc.jpg
Ich hoffe ihr könnt mit meinen Ausführungen übereinstimmen ;D
Wie denkt ihr über das Thema Identitätsfindung in Hannover?
Ich sags nur ungerne, aber dieses Gebäude hat den Krieg unbeschadet überstanden. In den 70er Jahren wurde es abgerissen zugunsten des Betonklotzes. Es war glaub ich übrigens ein Tanzcafe.
Und ja, ich stimme Dir voll und ganz zu. Wobei ich auch neue Architektur - im hannoverschen Stil - akzeptieren kann. Aber bitte keine wahnwitzigen, großflächigen und monotone Bauten mehr!
Leine1977 September 28th, 2008, 05:23 PM Zum Waterloo-Platz:
Es ist die Form gewesen, die in den Nachkriegsjahren zerstört worden ist. Dies wäre so, wenn man die Georgsstraße kurvenreich gestalten würde. Ich glaube schon, dass eine ovale Form interessanter wirken könnte.
http://img81.imageshack.us/img81/627/unbenannt4cb4.jpg (http://imageshack.us)
Lefthandy September 29th, 2008, 01:19 PM Ich sags nur ungerne, aber dieses Gebäude hat den Krieg unbeschadet überstanden. In den 70er Jahren wurde es abgerissen zugunsten des Betonklotzes. Es war glaub ich übrigens ein Tanzcafe.
Das ist doch einfach NICHT zu ertragen!!!
Das ist doch nicht mehr im geringsten mit Verhinderung von neuen Feursbrünsten nach Bombenangriffen zu begründen. Dieses Gebäude stand komplett frei! Da hat sowas von offensichtlich ein blinder Hass gegen die bürgerliche Epoche der Kaiserzeit regiert (nachvollziehbar) und der wurde dann ausgelebt indem man die Bauten dieser Epoche massenhaft zerstört hat (nicht zu entschuldigen). Selbst Bertolt Brecht meinte mal, nachdem er in der DDR eine Gründerzeitvilla zugeteilt bekommen hat, dass die bürgerliche Epoche schon scheiße war, man sie aber durchlebt haben sollte, um im Anschluss all die schönen Gebäude zu haben.
Nach dieser enormen Nachkriegszerstörung in Hannover heute noch so ekelhaft prinzipiell gegen Rekonstruktionen zu sein ist einfach nur hassenswert.
lifestyle032 September 29th, 2008, 01:44 PM Das ist doch einfach NICHT zu ertragen!!!
Das ist doch nicht mehr im geringsten mit Verhinderung von neuen Feursbrünsten nach Bombenangriffen zu begründen. Dieses Gebäude stand komplett frei!
Ja, das Schicksal dieses Hauses ist wirklich sehr schade. Unbeschadet war das Haus allerdings auch nicht. Der Abriss war damals wohl nachvollziehbar. Aus unserer relativ unbefangenen Rückschau heutzutage ist es allerdings eher ein tragischer Verlust eines wunderbaren Baus, welches man auch als Tor zur Eilenriede bezeichnen kann.
Für Interessierte gibt es hier (http://www.hannover-oststadt.de/news/journal/dezember.html) die Geschichte des Gebäudes nachzulesen :ohno:
Leine1977 September 29th, 2008, 02:05 PM Ja, das Schicksal dieses Hauses ist wirklich sehr schade. Unbeschadet war das Haus allerdings auch nicht. Der Abriss war damals wohl nachvollziehbar. Aus unserer relativ unbefangenen Rückschau heutzutage ist es allerdings eher ein tragischer Verlust eines wunderbaren Baus, welches man auch als Tor zur Eilenriede bezeichnen kann.
Für Interessierte gibt es hier (http://www.hannover-oststadt.de/news/journal/dezember.html) die Geschichte des Gebäudes nachzulesen :ohno:
Hm, das hab ich schon mal anders gelesen.
Wo ich da das Kriegerdenkmal sehe (hierzu wollte ich mal einen wikipedia-Eintrag schreiben): hier gibt es auch unterschiedliche Stories, warum dieses Denkmal heute nicht mehr steht.
Ich würde dieses auf dem Aegi hinsetzen. Schließlich ist da Hannovera - unsere Stadtgötting drauf!
Leine1977 October 2nd, 2008, 11:34 AM Also ich habe es jetzt einfach mal getan und den obenstehenden Link benutzt.
Ich hatte ja eine Ideenskizze zur Renaturierung der Alten Leineinsel erstellt. Von Ratsherrn Dette (Grüne) und dem Stadtplanungsamt wurde ich dabei ermuntert, dieses in das Projekt City 2020 einzubringen. Dieses habe ich somit getan. Wer es nochmal sehen will:
http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=682472
Gleichzeitig weiß ich natürlich - so mein Eindruck - dass dieses Unterfangen natürlich nicht beliebt sein wird bei unseren vermeintlichen Experten. Aus der Auftaktveranstaltung war herauszuhören, dass man lieber Hillebrechts Nachkriegsstadt weiterentwickeln möchte.
Nun habe ich explizit noch einmal dazu geschrieben, dass diese Skizze nicht als bloße Rekonstruktion zu verstehen ist - es geht vielmehr um die Aufwertung des Hohen Ufers (unser Gründungsort !!!), die Problematik des City-Rings an dieser Stelle und die fehlende Anbindung der Calenberger Neustadt. Zudem steht der Duve-Brunnen m.M. an der falschen Stelle.
Gleichwohl habe ich vermerkt, dass aus Identitätsgesichtspunkten vereinzelte Rekonstruktionen sinnvoll für Hannovers Innenstadt wären. Hier könnte ich bzw. wir zu einem späteren Zeitpunkt noch inmal für die Flusswasserkunst werben.
Nun hoffe ich, dass das "Projektbüro" keine Farce ist und Bürgermeinungen gleich in die Ablage "P" kommen. Ich fand es schon etwas seltsam, dass die "Experten" bei der Auftaktveranstaltung alle die gleiche Meinung hatten, wie sich die Innenstadt entwickeln soll. Gab es hier schon Vorgespräche?
devilsadvocate October 7th, 2008, 12:59 AM Hannover City 2020: Lokalsender "h1" sendet Aufzeichnung der Dialogrunde
„Hannover City 2020“ - die Stadt lädt mit öffentlichen Diskussionsveranstaltungen zum Dialog über die Zukunft der hannoverschen Innenstadt ein. Wer den Auftakt am 24. September im Sprengel Museum verpasst hat, kann sich im lokalen TV-Sender „h1“ nachträglich informieren: „h1“ hat die Veranstaltung aufgezeichnet und wird eine auf zwei Stunden gekürzte Fassung am 7. Oktober ab 19 Uhr im hannoverschen Kabelnetz auf Sonderkanal 11 ausstrahlen.
Das Projekt „Hannover City 2020“ soll den durch EXPO und Neubau der Ernst-August-Galerie eingeleiteten Entwicklungsimpuls in der hannoverschen City verstetigen. Deshalb plant die Stadt zu diesem Thema im Jahr 2010 einen internationalen Planungswettbewerb. Die Ergebnisse sollen ab 2011 schrittweise bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden.
Im Jahr 2009 wird der Dialog mit Veranstaltungen und Symposien zur Innenstadt fortgesetzt. Dabei sind die Akteure und die Potenziale vor Ort zentrale Themen.
Die nächsten öffentlichen Veranstaltungen zu „Hannover City 2020“ finden am 28. Oktober, 12. November und 10. Dezember statt.
Ideen? Anregungen? Kritik? Wer sich an dem Diskurs außerhalb der offiziellen Veranstaltungen beteiligen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse „City.2020@Hannover-Stadt.de“ direkt zu Wort melden.
SternHAJ October 16th, 2008, 09:28 PM Ideen? Anregungen? Kritik? Wer sich an dem Diskurs außerhalb der offiziellen Veranstaltungen beteiligen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse „City.2020@Hannover-Stadt.de“ direkt zu Wort melden.
Heute habe ich beim Projektbüro City2020 mal einige Ideen abgegeben. Bin mal gespannt ... :)
Leine1977 October 17th, 2008, 08:02 AM Heute habe ich beim Projektbüro City2020 mal einige Ideen abgegeben. Bin mal gespannt ... :)
Und welche hast Du da? Sag mal Bescheid, ob die irgendeine Rückmeldung bekommst. :)
Ich hätte gerne eine Bestätigung bekommen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass alles gesteuert wird, so wie es die Verwaltung gerne haben möchte.
lifestyle032 October 17th, 2008, 11:06 AM Weiß jemand von euch, ob die angekündigte Internetpräsenz schon online ist?
Leine1977 October 17th, 2008, 01:50 PM Ein schönes Interview mit dem Architekten Mäckler über Stadtbau und Identität. Ist zwar größtenteils über Frankfurt, aber ohne weiteres auch auf Hannover übertragbar.
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E622D204B12334A52A15C37C24D7D1234~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Schön find ich seine Aussage:
Wir müssen wieder lernen, mit unserer Architektur das Alte fortzuschreiben, ohne rückwärtszugucken. Unsere Handschrift muss einfach zu dem Alten passen.
sowie:
Die Gebäude aus dem neunzehnten Jahrhundert sind Juwelen, die reißt man nicht ab.
:applause:
Orbiter October 17th, 2008, 02:25 PM Mir gefällt auch dieser Abschnitt. Entspricht ja dem, was ich an anderer Stelle schon geschrieben habe.
Hochhäuser müssen so hoch sein, dass sie die funktionalen und ästhetischen Anforderungen, die an diesem Bautypus gestellt sind, erfüllen. Hochhäuser sind komplexe, hochkomplizierte Gebilde, die auf Fehler höchst sensibel reagieren. Elegant können sie nur dann werden, wenn man ihnen die Höhe lässt. Es interessiert den Bürger nicht, ob ein Hochhaus 150 oder 250 Meter hoch ist. Wichtig für den Passanten und den städtischen Raum ist, dass die Erdgeschosse durch Läden belebt sind und sich nicht wie die Bürohäuser an der Mainzer Landstraße zum Beispiel hinter Spiegelglasfassaden verstecken. Denn damit stirbt der Stadtraum einfach ab. In der Innenstadt sollte das Erdgeschoss in seiner Nutzung der Allgemeinheit und damit dem städtischen Leben vorbehalten sein. Dies sollte in unseren Bebauungsplänen festgeschrieben sein. In bestimmten Bereichen sollte man darüber hinaus auch die Mietpreise einfrieren, damit nicht nur finanzkräftige Mieter die Flächen im Erdgeschoss belegen. Wenn wir ein Kaffeehaus oder einen Gemüseladen in der Innenstadt haben wollen, dann müssen sie dem Einzelhandel auch preiswert angeboten werden.
Leine1977 October 17th, 2008, 03:01 PM ^^ Warum hat man diesen Mann nicht für das Projekt City 2020 eingeladen? Scheint doch genau der richtige zu sein.
telemaxx October 17th, 2008, 07:25 PM Weil das die Stadt plant, und der Mann wahrscheinlicht nicht die gleichen Interessen wie die Stadt vertritt, ähnlich wie in Frankfurt.^^
SternHAJ October 17th, 2008, 09:37 PM Und welche hast Du da? Sag mal Bescheid, ob die irgendeine Rückmeldung bekommst. :)
Ich hätte gerne eine Bestätigung bekommen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass alles gesteuert wird, so wie es die Verwaltung gerne haben möchte.
Ich werde berichten! Mein Vorschlag war konstruktiv, mal sehen ob es da eine Reaktion gibt.
Leine1977 October 17th, 2008, 09:58 PM Ich werde berichten! Mein Vorschlag war konstruktiv, mal sehen ob es da eine Reaktion gibt.
Da bin ich echt gespannt. Wobei ich jetzt nicht verstehe, was "konstruktiv" bedeutet.
Hm, nach der Veranstaltung zufolge ist das Bauamt ja nur für eine bestimmte Sorte von Vorschlägen offen - so mein Eindruck. Dennoch bin ich optimistisch, dass sich was am Leibnizufer tun wird - dass haben mir jedenfalls alle versichert.
Lefthandy October 17th, 2008, 10:05 PM Wow, dieser Christoph Mäckler ist ja wirklich voll auf meiner Linie. Hätte nicht gedacht dass es Leute gibt, die im Feld des Städtebaus tatsächlich mitspielen und dennoch solche Meinungen vertreten. Und es gibt ein Institut für Stadtbaukunst! Schade dass es bloß virtuell als Portal zu bestehen scheint (www.stadtbaukunst.org), da hätte ich gern mal Praktikum gemacht! :okay:
Leine1977 October 28th, 2008, 10:21 AM Leute, ich kappier es nicht. Nach wie vor läßt sich keine Internetseite finden. Für seine eigenen Vorschläge erhält man keine Bestätigung, dass sie angekommen sind (kann man doch ne Mail schreiben).
Die Themen sind "knallhart" vorgegeben. Alle ach so tollen Experten sind sich schon im Vorfeld einig, was getan werden muss. Und wen interessiert eigentlich der ECE-Sprecher bei der jetzigen Veranstaltung?
Wie soll da denn ein Dialog überhaupt aufkommen?:ohno:
Für den angeblichen Architektenwettbewerb ahnt mir böses. Und die Ergebnisse werden durch diese vier Termine auch noch legitimiert.
Wenn das so weitergeht schreibe ich an die beiden Ratsvorsitzenden. Die haben mir das völlig anders verkauft.
---
gesehen auf hannover.de:
„Hannover City 2020“ geht in die zweite Runde
In der Forenreihe „Hannover City 2020“ findet am Dienstag (28. Oktober) um 19 Uhr die zweite von vier Veranstaltungen statt. Unter dem Motto „Die Themen“ skizzieren im Auditorium des Sprengel Museums Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant des Bonner Kunstmuseums, Prof. Dr. Ilse Helbrecht, Konrektorin der Universität Bremen, Burkhard Hoffmann von der ECE-Gruppe sowie Bernd Meyer, Direktor des Verbands der Wohnungswirtschaft in Niedersachsen und Bremen, Aspekte einer modernen Stadt. Anschließend diskutieren der ehemalige Stadtsuperintendent Hans Werner Dannowski, Landtagspräsident und Kultusminister a. D. Prof. Rolf Wernstedt und der ehemalige städtische EXPO-Chefplaner Jürgen Eppinger mit den ReferentInnen über diese Ansätze. Auch das Publikum erhält am Ende wieder die Möglichkeit, den RednerInnen Fragen zu stellen.
Bereits die erste Veranstaltung der Reihe „Hannover City 2020“ im September stieß auf ein großes Interesse. Die öffentliche Auseinandersetzung über die Zukunft der hannoverschen Innenstadt wird an zwei weiteren Terminen in diesem Jahr fortgesetzt. Am 12. November geht es um den „Blick von außen“, am 12. Dezember lautet das Motto „Baukultur vor Ort: Nachkriegsmoderne weiterdenken“. Nach diesem Auftakt wird im Jahr 2009 ein Planungswettbewerb vorbereitet, der 2010 starten soll. Die Ergebnisse dieses Prozesses sollen dann ab 2011 schrittweise bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden.
"Aspekte einer modernen Stadt." - Oh mein Gott, was bedeutet das bloß? Zu oft wurde das Wort "modern" schon mißbraucht.
devilsadvocate October 29th, 2008, 12:10 AM WAr jemand heute bei der Veranstaltung?
Hier noch einmal ein größeres Bild!
Die Firma Virtual Pix ist mit der Auserbaietung beauftragt worde und versucht demnnöchst auch die wasserkunst miteinzuarbeiten :)
http://www.hannover.de/han2020/data/grafik/Plan.jpg
Hier sieht man ganz schön, dass der WArmbüchenkamp schon planfertig eingezeichnet wurde.
Was mir aber auch auffällt, ist dass der steintor auf dieser Skizze eine komplett andere Bebauung hat?!
Und warum hat das Expo CAfe so eine komische Farbe?
Orbiter October 29th, 2008, 12:21 AM Leute, ich kappier es nicht. Nach wie vor läßt sich keine Internetseite finden.
http://www.hannovercity-2020.de
Lefthandy October 29th, 2008, 12:58 AM http://www.hannover.de/han2020/data/grafik/Plan.jpg
Meine vorläufige Interpretaion der KArte:
beige = jüngst fertiggestellt (zB. Expo Café, Kaufland und Umgebung, das Alex auf dem Klagesmarkt,...)
lila = bereits fertiggestellte Sanierungsprojekte (zB. Ernst August Carré)
dunkelrot = künftige Sanierungsobjekte (zB. Hauptgüterbahnhof, Rosenquartier,...
gelb & orange = geplante / künftige Neubauten (zB. EAG, Medizinzentrum und vieles mehr) [hierbei ist absolut unklar welches von beiden die bereits konkreteren Fälle sein sollen)
Man weiß nicht auf welchem Stand die Karte ist. Möglicherweise wurde sie so vor Jahren angefertigt. Das würde das Durcheinander erklären.
Oder aber bis auf uns nimmt diese Karte niemand so richtig genau, sie soll halt bloß bisherige Entwicklungen und bestehende Möglichkeiten auf ein Papier bringen und hübsch aussehen. Sie ist womöglich mit den fortgeschrittenen Planungen mancher Projekte nie abgestimmt worden (siehe Steintor).
Wobei mir die auf der Karte gezeigte Steintorbebauung viel besser gefällt als der bislang bekannte Vorschlag. Andernorts, zB beim Köbelinger MArkt, zeigt die Karte aber eine grausige Variante (sieht überhaupt nicht nach kleiner Parzellierung aus!).
lifestyle032 October 29th, 2008, 01:17 AM So meine lieben Freunde!
Ein kleiner Bericht der zweiten Veranstaltung, welche rückblickend vile interessanter war als ich vorher gedacht hatte:
1) Vortrag von Burkhard Hoffmann (ECE Development GmbH Co KG)
Dieser Vortrag bestand darin, die Innenstadtentwicklung aus Sichtpunkten der Ökonomie darzustellen. Für mich der schwächste Beitrag. Herr Hoffmann war stets bemüht, eine neutrale Sichtweise abzuliefern und nicht das Konzept von innerstädtischen Shoppingmalls zu verteidigen. Wie auch in der später stattfindenden Diskussionsrunde deutlich wurde, empfindet er es als wichtig, dass sich in der hannoverschen Innenstadt ein Gegenpol zur EAG bildet. Zudem stellte er eine Art Standortanalyse vor, die heutzutage und auch in der Zukunft Anwendung findet/finden soll. Diese schließt sowohl demographische als auch verkehrstechnische und viele weitere Punkte mit ein, auf die aber im Einzelnen auch nicht näher eingegangen wurde.
Alles in allem ein Vortrag, der für den weiteren Abend eher lästig erschien, da die Diskutierenden in eine Art "ECE-Bashing" verfielen, was der Diskussion natürlich nicht zuträglich war. Hierüber äußerte auch eine Zuhörerin ihren Unmut (ich konnte es auch nicht mehr hören...) :)
Zudem lag der Schwerpunkt eher weniger in ökonomischen Aspekten. Diese ist in Hannover ja eh relativ stark ausgeprägt und zeigt sich nun eher als Blockade für die Belebung der Stadt.
Beschlossen wurde der Vortrag mit einer alten Ansicht eines (Markt-)Platzes und dem Titel "Leben findet Innen stad(t)t". Sehr richtig.
2) Vortrag von Prof. Dr. Ilse Helbrecht (Konrektorin der Universität Bremen)
Ein wirklich sehr interessanter Beitrag. Der Schwerpunkt betraf dabei die Frage, wieso es so wichtig ist, die Innenstadt wieder mit Leben zu füllen. Frau Helbrecht erklärte erst einmal, warum die Innenstädte (zentrale Plätze) heute im Vergleich zu früheren Epochen deutlich unbelebter sind. Ein Aspekt war dabei die fehlende Mobilität zu früheren Zeiten. Des weiteren spielte natürlich der Handel eine zentrale Rolle. Hauptursachen dafür, dass sich Menschen kaum noch im öffentlichen Raum aufhalten sind: Einkaufen in Läden/Kaufhäusern/Malls, Mobilität (man muss kaum noch zu Fuß gehen) und die gestiegene Aufenthaltsqualität der eigenen Wohnung.
Ein zentraler Grundstein für die Wiederbelebung der Innenstadt ist der Mensch selbst, so die Meinung von Frau Helbrecht. Vor allem die klugen Köpfe des Landes müssten nach Hannover gelockt werden. Dies würde einige Prozesse in Gang bringen.
Auch die Frage nach der Aufenthaltsqualität auf Plätzen wurde gestellt. Was macht diese attraktiv, um sich gerne auzuhalten?
Des weiteren sprach sie folgenden interessanten Punkt an: Ist es vlt. das Absurde, aus heutiger Sicht anders wirkende, was in der Zukunft aktuell werden könnte? Sollte man vlt. auf gerade diejenigen Leute eingehen, die sich von der Masse abheben? Hierzu machte auch Herr Berg (zu ihm später) einen guten Beitrag: heutzutage ist das Flanieren durch die Innenstädte eben nicht interessant, weil man nur Gleichgesinnte trifft, sondern weil es eine heterogene Gesellschaft ist, aus der man für sich persönlich auch weiterbringende Ansichte etc. ziehen kann.
Nun aber nochmal zu Frau Helbrecht. Ein, wie ich finde, guter Abschnitt ihrerseits war auch die Feststellung, dass sich Menschen auf öffentlichen Plätzen hauptsächlich zum Betrachten von anderen Menschen aufhalten. Ob man sich dann, z.B. bei einem Fest noch eine Bratwurst holen könne, wäre eher sekundär (es wurde im Laufe des Abends auch wieder die Festivalisierung kritisiert).
Ein zentraler und relativ abschließender Punkt ihres Beitrages beschäftigte sich mit Architektur. Sie meinte, die Innenstadt sei wie eine Art Theater, und die Häuserfassaden würden das Bühnenbild liefern. Hiermit wandte sie sich auch direkt an Uwe Bodemann, mit der Bitte um ansprechende Architektur (und auch um eine Befragung der einwohner Hannovers, was sie in die Innenstadt zieht).
3) Vortrag von Bernd Meyer (Verbandsdirektor vdw in Niedersachsen und Bremen e.V.)
Hier kam ich am Anfang erst gar nicht mit, so schnell ist er durch die Folien gehetzt (ich dachte, er wolle nur einen fünfminütigen Vortrag halten). Später wurde es besser und an vielen Stellen auch humoristisch. Inhaltlich aber auch sehr interessant - vor allem, da es um das Thema des innerstädtischen Wohnens ging.
Erst einmal stellte er Bevölkerungsteile heraus, die Interesse an innerstädtischem Wohnen haben könnten. Auch Familien nannte er; dazu brachte er aber auch das Argument, dass hier besondere Bedingungen für die Freizeitgestaltung geschaffen werden müssten.
Ein aus seiner Sicht großer Fehler, der in damaliger Zeit gemacht wurde, war die Bildung von vielen Stadtteilen, die das wuselige Leben aus der Innenstadt gesogen haben. Dies ließe sich nun schwer reparieren, dennoch gäbe es genügend Menschen die dem Trend des innerstädtischen Wohnens folgen würden.
Anschließend brachte er mehrere Beispiele aus Deutschland, und auch aus Hannover (allerdings nur positive ;)), wie das Wohnen in der Innenstadt bereits anspruchsvoll umgesetzt wurde. Einen Hinweis gab er hierzu noch: es wird in Zukunft immer Interessenskonflikte geben, da Wohn- und Gewerbenutzung bei der Immobilienknappheit in Konkurrenz stehen. Meistens würde der Wohnungsbau hierbei den Kürzeren ziehen.. es wird also ein schwerer Weg für Hannover, für den man viel Ausdauer und Durchsetzungsvermögen benötigt! Vor allem, da es keine jungfreuliche innerstädtischen Flächen mehr gebe, und man aus den gegebenen Bedingungen das Beste machen müsse!
4) Vortrag von Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant Kunstmuseum Bonn)
Dieser Beitrag beschäfigte sich vor allem mit der Kunst und Kultur in Hannover. Herr Berg war sieben Jahre lang in Hannover tätig, und stellte erstmal heraus, dass es der Hannoveraner sehr gut verstehe, aufzuzählen, was die Stadt alles nicht bieten würde (mit einem Augenzwinkern). Hannover wäre eine Stadt, die erst bei näherer Betrachtung all ihre Vorzüge zeigen würde. Er hat oft die Beschreibung der Horizontalität benutzt (z.B. was die Skyline angeht). Hier möchte ich nicht näher drauf eingehen, das hättet ihr euch live ansehen müssen :happy:
Die Struktur für einen hervorragenden Kunst- und Kulturstandort seine bereits gegeben (er plädierte trotzdem für den Sprengel-Anbau :applause:), man müsse dieses Thema sehr stark in das City 2020 Projekt mit einbeziehen. Im Besonderen müsse man darauf achten, seine eigenen Stärken mehr zur Geltung zu bringen, und diese bundesweit stärker zu vertreten (ansatzweise sprach er auch die vielen Grünflächen an).
Also, soweit mein Gedächtnisprotokoll. Ich hoffe, ihr könnt euch eine Vorstellung von dem gestrigen Abend machen und diese ggf. mit den Artiekln der lokalen Presse ergänzen. bei Rückfragen stehe ich natürlich zur Verfügung.
Puh :cheers:
lifestyle032 October 29th, 2008, 01:25 AM http://www.hannovercity-2020.de
Schön und gut, nur fehlt ein Diskussionsforum! Will man etwa die Einwohner Hannovers nicht zu Wort kommen lassen? In einem Forum könnte so manche Idee kundgetan und diskutiert werden...
devilsadvocate October 29th, 2008, 01:27 AM Na, erst einmal herzlichen Dank für das ausführliche Resumé!
Gab es denn iregndwelche Inforamtionen zu konkreten Plänen oder bauvorhaben? Wohl nicht, weil Du sie uns wohl auch nicht vorenthalten würdest, oder? ;)
Zum Forum: Ich habe auf der Homepage von 2020 leider auch vergeblich gesucht und keine Möglichkeit gefunden sich da einzubringen! Hätte gerne usnere SEite zb. in einem "Gästebuch" publik gemacht,.
lifestyle032 October 29th, 2008, 01:29 AM Na, erst einmal herzlichen Dank für das ausführliche Resumé!
Gab es denn iregndwelche Inforamtionen zu konkreten Plänen oder bauvorhaben? Wohl nicht, weil Du sie uns wohl auch nicht vorenthalten würdest, oder? ;)
Da hast du recht. Dies hat Uwe Bodemann auch gleich am Anfang nochmal betont: keine konkreten Pläne in dieser (und ich denke auch in den kommenden beiden) Veranstaltung(en).
Leine1977 October 29th, 2008, 08:58 AM Danke für den Bericht lifestyle!
Verstehe ich es so, dass die städtebaulichen (architektonischen) Ideen in den Veranstaltungen eher sekundär sind? Wenigstens die Aussage von Fr. Helbrecht:
Ein zentraler und relativ abschließender Punkt ihres Beitrages beschäftigte sich mit Architektur. Sie meinte, die Innenstadt sei wie eine Art Theater, und die Häuserfassaden würden das Bühnenbild liefern. Hiermit wandte sie sich auch direkt an Uwe Bodemann, mit der Bitte um ansprechende Architektur (und auch um eine Befragung der einwohner Hannovers, was sie in die Innenstadt zieht
finde ich sehr gut getroffen. Da muss Hannover m.M. im Vergleich zu anderen Großstädten wirklich ´ne Schippe drauflegen.
Gab es noch interessante Wortmeldungen aus dem Publikum?
P.S.: Mit google ist die Internetseite nicht zu finden. Zudem hat sie noch viele Fehler. Im Umkehrschluss: Stellen wir hier das einzige öffentliche Forum dar?
Fh4n October 29th, 2008, 10:15 AM Mir ist das (gelbe) Hochhaus an der Ecke Arndtstraße - Hamburger Allee aufgefallen. Schräg gegenüber des Hauptgüterbahnhofs. Hat davon jemand schon was gehört/gesehen?
Lefthandy October 29th, 2008, 11:56 AM Mir ist das (gelbe) Hochhaus an der Ecke Arndtstraße - Hamburger Allee aufgefallen. Schräg gegenüber des Hauptgüterbahnhofs. Hat davon jemand schon was gehört/gesehen?
Nein, obwohl wir alle daruf brennen. Wie gesagt, die Karte nimmt vermutlich wenig Bezug auf die Realität, um einfach mal alle möglichen Betägigungsfelder künftiger Stadtentwicklung exemplarisch aufzuzeigen. Sie beinhaltet also wahrscheinlich viel Utopie! Man sollte wegen ihr nicht allzu viele falsche Erwartungen hegen.
lifestyle032 October 29th, 2008, 02:17 PM @Lefthandy: Aber gerade an dieser Stelle könnte ich mir gut vorstellen, dass etwas unternommen wird.
@Leine: Ja, zumindest in den vier Auftaktveranstaltungen. Es geht eher um Leitbilder und um grobe Interessensbekundungen von Personen, die für ihre Tätigkeit nun das Beste für die Innenstadt herausholen wollen. Mal sehen was in 2 Wochen der Blick von außen bringt.
Wortmeldungen u.a. zu folgenden Themen:
Wie stark muss sich de Kirche beteiligen, öffentlichen Raum für die Menschen wieder offener zu gestalten? (Frage durch die Pastorin der Marktkirche)
Wie die drei Herren Dannowski, Eppinger und Wernstedt die bisher getätigten Investitionen in öffentliche Plätze wahrgenommen haben (Anm.: hierfür wurde extra eine Initiative gebildet, die bereits einiges an Geld in die Hand nehmen durfte; profitiert haben aber wohl eher Stadtteilplätze, die natürlich nicht links liegen gelassen werden dürfen)
Anmerkung einer Architektin, dass es nun eine große Gelegenheit sei, alle Bevölkerungsschichten mit in die Planungen einzubeziehen (besonders in Hinblick auf das Schaffen von Wohnraum)
Anmerkung, man solle sich ersteinmal Gedanken machen, wohin die Reise der Platzbelebung (im speziellen des Steintorplatzes) gehen soll, bevor man sich gestalterische Gedanken mache (wohl ein Teilnehmer des Projektes der Steintorplatzbebauung, der sich beklagte, es wäre schwierig gewesen eine Gestaltung vorzunehmen, da das eigentliche Ziel nicht klar definiert war)
Anmerkung zu einem Braunschweiger Erfolgsmodell, wessen Beantwortung (in Bezug auf Hannover) Bodemann dann aber nicht zuließ ;)
Leine1977 October 29th, 2008, 03:10 PM Anmerkung zu einem Braunschweiger Erfolgsmodell, wessen Beantwortung (in Bezug auf Hannover) Bodemann dann aber nicht zuließ ;)
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^^ Hä, was meinst Du damit? Etwa die Quadriga? - Das hätte auch ich sagen können. Mich wurmt es, dass die Ost-Peiner irgendwie alles besser machen.
lifestyle032 October 29th, 2008, 03:24 PM präzise: Ich glaube der Zuschauer meinte den Bohlweg, wo wohl die Schlossarkaden in der Nähe sind. Diese Straße soll wohl nun "Lust auf Stadt" machen - und das wo hier früher Frittenbuden etc. standen...
Leine1977 October 30th, 2008, 12:00 PM Neue Presse
Die NP schreibt u.a. dass es Kritik gab, der Dialog sei nur mit vielen Experten zusammengesetzt. Normale Bürger wären allerdings kaum mit einbezogen. Zudem seien die Vorträge mit sehr vielen Fachwörten besetzt und sehr wissenschaftlich.
Anm.: hab ich ja auch schon festgestellt. Richtige Kritik!
Hannoversche Allgemeine
direkt übernommen von haz.de
Zukunftsdialog City 2020: „City darf kein Shopping-Center werden“
Wem gehört die Innenstadt? Im Zukunftsdialog City 2020 haben Experten kontrovers diskutiert. Innenstädte müssten viel mehr "Orte zum Wohlfühlen vor und nach dem Einkauf" sein sagten einige Experten.
Vielleicht sollte man einmal mit diesem etwas anderen Blick durch Hannovers Innenstadt gehen. Auf der Suche nach Dingen, die Spaß machen abseits vom Kaufen; nach Orten, an denen man sich gerne aufhält, ohne irgendwo etwas bezahlen und ein Riesenrad besteigen zu müssen; man könnte testen, welchen Menschen die City Angebote macht, wie vielfältig sie sind und was fehlt, um das Stadtzentrum zu einem lebendigen Platz zu machen. Ilse Helbrecht, Konrektorin der Universität Bremen, empfahl den Verantwortlichen der Stadt diesen besonderen Blick, und einen Tipp hatte sie auch: „Die Innenstadt darf kein Shopping-Center werden.“
Für diesen Satz klatschten zahlreiche der 700 Zuhörer Beifall, die zum zweiten Teil der Debattenrunde „Hannover City 2020“ ins erneut überfüllte Auditorium des Sprengel Museums gekommen waren. Helbrechts Rat war wohl nur bedingt konsumkritisch gemeint, eher warnte die Humangeographin davor, aus der City eine uniforme und verwechselbare Innenstadt zu machen, wie es Dutzende in Deutschland gibt. Eine Stadt, sagte Helbrecht, brauche kreative Menschen, Individualisten, Hochqualifizierte – und die gewinne man nicht mit Konformität.
Allerdings: Hannovers Innenstadt ist ja längst ein Shopping-Center, sie heißt nur nicht so. Sind verschiedene Sortimente unter einem Dach, ist es ein Kaufhaus. Gehen Kunden an der frischen Luft von einem Geschäft ins nächste, handelt es sich um Einzelhandel. Dabei setzt sich, wie in anderen Großstädten, immer mehr Einförmigkeit durch. Die gleichen Ketten, dieselben Labels, der gleiche Kaffee. Noch mehr vom Gewohnten bietet die Ernst-August-Galerie, sie ist ein Beitrag zur Gleichheit. Inhabern kleinerer Läden treibt der Wettbewerb um knappe Flächen Mieten oft in unbezahlbare Höhen. ECE-Entwickler Burkhard Hoffmann bedauerte diese Entwicklung. Ginge es nach dem Hamburger Manager, liegt die Zukunft der City dennoch in einer „radikalen Besucher- und Serviceorientierung zu jeder Tages- und Nachtzeit“. Regionale Händler dürften ob solcher 24-Stunden-Szenarien schon nach Luft schnappen.
Dabei liegen Humangeographin Helbrecht und Centermanager Hoffmann so weit nicht auseinander. Beide wollen abwechslungsreiche Innenstädte, mit Kultur, Platz auch zum Wohnen, Raum zum Erholen. „Orte zum Wohlfühlen vor und nach dem Einkauf“, sagt Hoffmann. Während es Ilse Helbrecht allerdings um die Attraktion der Stadt für alle Menschen ging, hat Hoffmann zum Ziel, Shoppen durch ein paar belebende Elemente netter zu machen. Darum kümmern müssen sich dann andere, die Stadt zum Beispiel.
Mit ein wenig Abstand sieht inzwischen Stephan Berg auf Hannover. Lange Jahre war er hier Leiter des Kunstvereins, nun ist er Intendant im Bonner Kunstmuseum. „Die Zukunft der Stadt liegt in der Kultur“, sagte Berg, Mut zum „ausgeprägten Eigensinn“ empfiehlt er den Hannoveranern, das Herausstellen eigener Stärken statt bescheidenes Wegducken. Eine oft gehörte These, applaudiert wird Berg lieber für seine Forderung, „Schluss zu machen mit der Festivalisierung der Innenstadt“, bei der ein gleichförmiges Fest das andere jage. Er regte einen Kulturentwicklungsplan 2020 an, der die Stadtentwicklung begleiten solle.
Unbeantwortet blieb die Frage, über wen die Runde im Sprengel Museum diskutiert hat. Über Bürger, denen es recht egal sein dürfte, ob es ein Fest so ähnlich woanders gibt? Über potenzielle Zuzügler, denen Hannover etwas bieten muss, das über den Ruf der Stadt hinauswächst? Oder über Touristen, die auch schick einkaufen wollen? Gemeint waren wohl alle ein bisschen. Bernd Meyer, Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft, erinnerte an ganz gewöhnliche Dinge – dass die Menschen in der Innenstadt auch wohnen möchten: „Es gibt eine neue Lust auf Stadt.“ Er appellierte an die Politik, bei Nutzungskonflikten pro Wohnungsbau zu entscheiden, auch wenn es etwas koste.
Fazit also: Alle wollen das Besondere, aber die Innenstadt wird immer einförmiger. Woran liegt es? Helbrecht sagte: „An der Ökonomie, ganz einfach.“ Um den Konflikt der „Festivalisierung“ geht es ganz konkret bei der Altstadt-Anliegerversammlung am heutigen Donnerstag ab 17 Uhr im Historischen Museum. City-Manager Achim Balkhoff erklärt das neue Altstadtkonzept und diskutiert es mit Anwohnern.
von Gunnar Menkens
Leine1977 November 10th, 2008, 02:49 PM Ich möchte daran erinnern, dass wohl am Mittwoch der dritte Termin stattfindet. Mich würde persönlich der Stadtbaurat aus Leipzig interessieren - eine Stadt (unsere Partnerstadt), die aus ihrem Altbaubestand glaub ich ganz gut Kapital schlagen kann.
Ich denke, ich gehe mal hin.
(Scheinbar bleiben wir hier das einzige öffentliche Diskussionsforum - etwas enttäuschend finde ich das schon...)
lifestyle032 November 10th, 2008, 04:09 PM Das ist gut, Leine.
Mich würde der Termin zwar auch brennend interessieren, doch ich kann dieses mal leider nicht hingehen.
Zum Forum: Da hast du vollkommen Recht. Ich glaube, die Beteiligten des Projektes unterschätzen die Kreativität der Masse. (Kann natürlich auch sein, dass sie sie vorsätzlich nicht mit einbeziehen wollen :|)
SternHAJ November 10th, 2008, 06:56 PM Ich glaube, die Beteiligten des Projektes unterschätzen die Kreativität der Masse. (Kann natürlich auch sein, dass sie sie vorsätzlich nicht mit einbeziehen wollen :|)
Meine Meinung ist, dass eine Beteiligung von außen nicht vorgesehen ist. Ich habe Mitte Oktober einige Vorschläge eingebracht, es gab noch nicht einmel eine "Danke für Ihre Anregungen"-Antwort bzw. -Mail. Dafür sollte die Zeit eigentlich reichen, wenn Interesse an Beteiligung besteht.
Leine1977 November 10th, 2008, 10:11 PM Meine Meinung ist, dass eine Beteiligung von außen nicht vorgesehen ist. Ich habe Mitte Oktober einige Vorschläge eingebracht, es gab noch nicht einmel eine "Danke für Ihre Anregungen"-Antwort bzw. -Mail. Dafür sollte die Zeit eigentlich reichen, wenn Interesse an Beteiligung besteht.
Ja, das war auch mein Eindruck. Eine Rückantwort per e-mail hätte ich schön gefunden. So habe ich den Eindruck, dass dort gleich auf "löschen" gedrückt wird.
Leine1977 November 11th, 2008, 02:48 PM Jetzt hab ich mal selbst recherchiert. Der Leipziger Stadtbaurat von Nedden scheint Hannoveraner zu sein und war bereits in Bochum Stadtbaurat. Dort hat er - NRW-üblich - viel abreißen lassen. In Leipzig soll das wohl aber nicht mehr der Fall sein, da (auch er) den Altbaubestand für wertvoll erachtet (stand so in einem Artikel). Bezüglich Leipzig sagte er:
"Das sind Qualitäten, die man erhalten muss", sagt er. "Es gibt eigentlich nur noch eine Stadt, an die mich das erinnert, und das ist Wien." Zumindest deutet er an, dass es eine kleine Verschiebung in der Stadtumbaupolitik geben könnte: Ihm ist nicht nur der Erhalt der City wichtig. "Die Bürger brauchen Orte, mit denen sie sich identifizieren können", sagt zur Nedden. "Und zur Identifikation gehört nicht nur die City, sondern gehören auch die Stadtteilzentren."
Hm, vielleicht kann unserer Verwaltung auch mal ins Gewissen reden, dass Abrisse von den "ach so schrecklichen 19. Jh. Bauten" keine Lösung sind.
Und: Glücklicherweise sind keine Stadtbauräte aus Kassel, Stuttgart oder NRW eingeladen.:)
Leine1977 November 13th, 2008, 01:08 AM So, ich war heute einmal pünktlich dabei. Das Thema war ja der Blick von außen - mit dabei waren 4 Stadtbauräte:
Franz Eberhard aus Zürich,
Prof. Dr. Elisabeth Merk aus München,
Martin zur Nedden aus Leipzig und
Prof. Jörn Walter aus Hamburg.
Insgesamt seine interessante Vorstellung, in der die Bauräte jeweils auf ihre Situation eigegangen sind. Alle Vortragenden haben zudem sehr gut und unterhaltsam vorgetragen.
Im Ergebnis, denke ich, gab es allerdings kaum Mehrwert für Hannovers Belange. München, Leipzig und Zürich haben gänzlich andere Strukturen und Probleme. Bei Hamburg hörte ich noch die meisten Gemeinsamkeiten heraus.
Aber nun der Reihe nach:
1. Leipzig (Martin zur Nedden):
Leipzig hat eine hochverdichtete Innenstadt und war vor dem Krieg die viertgrößte Stadt im Reich. Seit dem 3. Reich litt die Stadt unter extremen Bevölkerungsrückgang. Die Situation läuft nun aber jüngst wieder in die andere Richtung (wird bald Hannover überholen). Herr zur Nedden betonte, dass es wichtig sei, den historischen Grundriss zu beachten. So werden die Lücken nach alten Grundrissen wieder bebaut. Leipzig war übrigens nur zu 25% zerstört, viel ist aber in der DDR kaputt gegangen. Er stellte dann einige Projekte vor (City-Tunnel, Höfe am Brühl, Universität). Kultur und Universität, die in der City direkt baut, haben große Bedeutung in Leipzig. Insgesamt hat Leipzig Probleme mit dem Erhalt der Bausubstanz und zu wenig Einzelhandelsfläche in der City (in Hannover genau umgekehrt). Dennoch legt man wert, nicht zu große Flächen zu überbauen, sondern viele Passagen zu integrieren.
Insgesamt doch andere Probleme, als in Hannover (wir haben eigentlich zuviel Handelsfläche). Insgesamt sehr moderne Ansätze, Rekos lehnt Herr zur Nedden auch ab (was in Leipzig allerdings auch nicht nötig ist). Wie bei uns, soll der Verkehr weiter aus der Innenstadt rausghealten werden. Leider viel wenig zu den intakten Gründerzeitvierteln, die m.M. Leipzig´s größtes Pfund sind.
2. München (Elisabeth Merk):
Ein sehr interessanter Vortrag, auch wenn München ganz andere Probleme hat. München war ähnlich zerstört wie Hannover, allerdings wurde hier nach altem Grundriss aufgebaut. Die Altstadt ist heute denkmalgeschützt, obwohl sie kaum alt ist. Eine Skizze aus den 60/70ern sorgte für Raunen, wo ein modernistischer Entwurf für den Marienplatz zu sehen war (Betonbunker) - wurde aber nicht realisiert. Ansonsten fehlt Wohnraum in München ohne Ende. Man würde gerne hoch bauen, aber die Münchener sperren sich da etwas. Am Bahnhof wird bald gebaut - ansonsten sind nur noch Kasernengelände verfügbar. In der Altstadt werden z.T. nicht zugängliche Flächen durchbrochen und wieder erlebbar gemacht.
Was ich hier für Hannover mitgenommen habe, ist, dass man Parkhäuser auch umfunktionieren sollte und die Innenstadt klein parzelliert läßt.Ansonsten beindruckend, was München aus seinem Wiederaufbau gemacht hat.
3. Hamburg (Jörn Walter):
Der vielleicht unterhltsamste Vortrag. Beifall gab es für das Eingeständnis, dass sich die moderne Stadtplanung auch so manches Mal geirrt habe. Zudem plädierte er dafür, nicht jedes 60er Jahrehaus, wenn es eh ein Schandfleck ist, zu sanieren oder gar unter Denkmalschutz zu stellen. Die HafenCity war auch ein Thema, denn sie vergrößert mal eben die Innenstadt um 30%. Später erfuhren wir von ähnlichen Problemen wie in Hannover: Kaufhaussterben; reine Shopping-Centerstraßen, die verkommen; weniger heimischer Einzelhandel. Interessant war auch, dass Hamburg schon vor dem Krieg seine Altstadt platt gemacht hat (vom Gängeviertel gibts ja nur noch eine Straße). Bei der HafenCity blieb er vorsichtig, indem er sagte, dass es die Nachkriegsarchitekten bislang nicht geschafft haben, urbane Viertel zu kreieren (in der Presse wurde ein Erfolg der HafenCity ja schon mit Skepsis gesehen). Herr Walter fiel auf, dass Hannover vieles zu überdimensioniert hat (Straßen und Kaufhäuser).
Vergleichbare Probleme, wenn es um Kaufhausprobleme geht (Karstadt, Kaufhof, Verelendung Mönckebergstraße). Die Hafencity kann man eigentlich nicht auf Hannover übertragen. Auch hier ist Bestandssicherung der Nachkriegsbauten ein Thema.
4. Zürich (Franz Eberhard)
Auch ein sehr unterhaltsamer Vortrag - und nicht auf hochdeutsch:lol:. Zürich ist auch eine sehr dichte Stadt und möchte - wie München - gerne auch in die Höhe gehen. Einige Projekte stellte er vor, bei denen auch immer Wohnen mit berücksichtigt wird (eines sah allerdings wie DDR-Plattenbau). Mir fiel bei einer Topologie-Karte auf, dass Zürich auch unten einen See hat, daneben einen Fluss und darüber die Innenstadt. Nun ja, ansonsten ging er auch oft auf die Planungsprozesse ein und stöhnte, dass es in der Schweiz schwieriger sein, Projekte voranzutreiben.
Irgendwie habe ich hier nichts brauchbares für Hannover gefunden. Zürich ist unzerstört und reich, man kann sich da einige skurile Neubauten leisten. Die Projekte, die er zeigte, sahen nicht gerade erste Sahne aus.
Anschließend gab es eine Diskussionsrunde, wo die Stadtbauräte noch einmal ordentlich redeten. Unsere drei Diskutanten hatten sich offenbar nicht vorbereitet - ich hab die Fragen jedenfalls kaum verstanden. Eigentlich hätte Herr Bodemann gereicht, der macht das ganz gut.
Am Ende war eine wichtige Erkenntnis bei Herrn Bodemann angelangt. Kann man solche Flächen kränkelnder Kaufhausflächen (ich denke da an Kaufhof Marktkirche) nicht in Wohnfläche umwandeln?
lifestyle032 November 13th, 2008, 01:32 AM Kultur und Universität, die in der City direkt baut, haben große Bedeutung in Leipzig.
Na toll, und Hannover macht hier genau das Gegenteil. Großer Profiteur wird Garbsen sein.
Wieso hat man sich nicht dazu entschieden, die Maschinenbauinstitute auf dem Gelände des Hauptgüterbahnhofs anzusiedeln (stand wohl mal im Raum)? Der Standort wäre meines Erachtens sehr passend gewesen.
Aber nein, der Zug ist jetzt sprichwörtlich abgefahren.. :rant:
Was ich hier für Hannover mitgenommen habe, ist, dass man Parkhäuser auch umfunktionieren sollte und die Innenstadt klein parzelliert läßt.
Meinst du Parkhäuser oder Kaufhäuser?
Herr Walter fiel auf, dass Hannover vieles zu überdimensioniert hat (Straßen und Kaufhäuser).
Da hat er Recht. Und an beidem sollte man dringend arbeiten :)
Am Ende war eine wichtige Erkenntnis bei Herrn Bodemann angelangt. Kann man solche Flächen kränkelnder Kaufhausflächen (ich denke da an Kaufhof Marktkirche) nicht in Wohnfläche umwandeln?
Das wäre optimal :okay:
Ansonsten - vielen Dank für den Bericht! Konnte ja nun leider nicht erscheinen. Aber wenn ich mir deine Zusammenfassung durchlese, bekomme ich den Eindruck, als wäre es doch nicht all zu tragisch gewesen. Wahrscheinlich gab es in Wirklichkeit nur einen kleinen Zeitraum, wo Hannover kritisch von den Referenten betrachtet wurde; im Vordergrund stand wohl eher, wie es andere Städte gemacht haben...
Leine1977 November 13th, 2008, 01:39 AM Ja, zu Hannover hat man sich kaum geäußert, was ich auch anders verstanden habe. Schade eigentlich.
Zur Uni: ja, das ist dumm für Hannover. Breslau wurde auch positiv erwähnt. Dort ist die uni in der Mitte und die Stadt voller Leben.
Zu Deiner Frage: In München Parkhäuser, ansonsten fragte Herr Bodemann, ob man Parkhäuser und Kaufhäuser umwandeln könne (in Wohnraum).
Ich sag da nur:
http://img444.imageshack.us/img444/2919/bild23aj7.jpg (http://imageshack.us)
lifestyle032 November 13th, 2008, 01:44 AM Was für ein Klotz :puke:
burndown1977 November 13th, 2008, 08:52 AM die münchener stadtbaurätin hat eine enorme summe für den sozialen wohnungsbau genannt: 610 mio euro !! da ist die rangfolge der finanzstärke der städte wohl geklärt. was man mit dem geld in hannover alles machen könnte!!
herr walter hat die wirtschaftskraft und das erscheinungsbild von hamburg ganz schön unter den scheffel gestellt. der soll mal nicht so tun: kohle haben die genug!! ist schließlich eine der reichsten städte des kontinents - da kommt auch zürich nicht mit!
das meiste, was herr zur nedden gezeigt hat, war mir zwar schon bekannt, aber für diese aufbauleistung kann man leipzig nur großen respekt zollen!! in leipzig bekommt man es hin, ansprechende und hochwertige stadträume, einzelhandelsflächen, kaufhäuser, tiefgaragen, grünflächen, sanierungen etc. zu schaffen, obwohl die wirtschaftskraft der stadt immer noch nicht so dolle ist.
deutschland braucht einen stadtumbau WEST !!
was mir auf den keks gegangen ist, ist die heulerei zu den kaufhäusern!!! wenn man überall solche potthässlichen bunker hinstellt, darf man sich doch nicht wundern, wenn dort nicht eingekauft wird. besonders karstadt in der mönckebergstr. ist so dermaßen verbaut und unübersichtlich!! DA GEHT MAN EINFACH NICHT GERNE EINKAUFEN!! das sollten die verantwortlichen bereits wissen, dass das immer wichtigere shopingerlebnis in ihren immobilien nicht positiv wahrgenommen wird!! eine ausnahme bildet wieder leipzig: SUPER kaufhäuser, leider ist die kaufkraft in leipzig (noch) nicht so hoch, dass die dinger gut gelaufen. solche gebäude in hannover und hamburg - probleme gäbe es dann nicht!!
Leine1977 November 13th, 2008, 10:27 AM herr walter hat die wirtschaftskraft und das erscheinungsbild von hamburg ganz schön unter den scheffel gestellt. der soll mal nicht so tun: kohle haben die genug!!
Ja, da musste ich auch schmunzeln. Wenn man bedenkt wie die mittlerweile 300 Mio. € (!) teure Elbphilharmonie bezuschusst wird - unsere Stadt jedoch keinen einzigen Penny in das Schloß Herrenhausen stecken will, heißt das schon was.
in leipzig bekommt man es hin, ansprechende und hochwertige stadträume, einzelhandelsflächen, kaufhäuser, tiefgaragen, grünflächen, sanierungen etc. zu schaffen, obwohl die wirtschaftskraft der stadt immer noch nicht so dolle ist.
Wir werden uns noch wundern, wenn Leipzig uns bald in allen Belangen überflügeln wird. Schön fand ich auch, dass dort nicht auf Malls gesetzt wird. Letztlich kann man fast zynisch behaupten, dass 40 Jahre DDR den Stadtbau nicht schlechter hat aussehen lassen als Wirtschaftswunder und Marktwirtschaft. In anderen Foren gerät man regelrecht ins schwärmen, wenn man die Sanierungsergebnisse in Leipzig sieht. Einfach Wahnsinn. Leider ist Herr zur Nedden drauf kaum eingegangen - gut, ging ja auch nur um die City.
Nicht erwähnt wurde, dass Leipzig ein Parkhausverbot in der Innenstadt hat (nur Tiefgaragen). Und nicht verstanden habe ich, dass Herr Bodemann Parkhäuser kritisiert hat (was ich begrüße) - gleichzeitig werden aber an mehreren Stellen der City welche gebaut (RQ).
devilsadvocate November 13th, 2008, 11:03 AM Also dass uns Leipzig überholt, halte ich für völlig unrealisisitsch, aber nagut...
Weder im wirtschaftlichen Sinne, noch in der Bevölkerung...
Da wird im Mom vioel Geld vom staat reingepumpt, aber ob es die Bevölerung drt hält und sich die Wirtschaft erholt, das dürfte wohl in den stenen stehen... Hannover hat mit seiner optimalen LAge im Verkehr den ebsten Standort erwischt, der Logistik Standort Nr. 1 zu werden, auch wenn dies noch ein wenig dauern sollte. Am Ende zählt aber die Erriechbarkeit und Effiktivität, und da stehen wir sehr gut da als Kontenpunkt der wichtigsten Straßen und SChienen der Republik.
Hamburg sollte man lieber nicht so viel Philamonie bauen, sondern eher eine 10m hohe Wand aus Beton bis zum Jahre 2200 ;)
Von daher bin ich auf diese Stadt nicht neidisch...
Dass Hannovers Kaufhäuser zu überdemensioniert sind fasse ich als beleidigung auf. Was will man damit sagen? Dass Hannover zu klein wäre für die ganzen Kaufhäuser? Also, dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.
Leine1977 November 13th, 2008, 11:14 AM Dass Hannovers Kaufhäuser zu überdemensioniert sind fasse ich als beleidigung auf. Was will man damit sagen? Dass Hannover zu klein wäre für die ganzen Kaufhäuser? Also, dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.
Da muss ich Dir widersprechen. Ich fand es gut, dass sich wenigstens der Hamburger Stadtbaurat zu Hannover geäußert hat. Die Veranstaltung ist ja auch dazu da, Mißstände zu beseitigen und ist beileibe keine Werbeveranstaltung für Hannover.
Dass unsere Straßen und Kaufhäuser im Städtevergleich viel zu groß und klotzig sind, ist eine Tatsache, die wir hier selbst andauernd kritisieren. Schau Dir mal auf Google-Earth die City von oben an:
http://img444.imageshack.us/img444/2919/bild23aj7.jpg (http://imageshack.us)
Ich hätte mir im Gegenteil eine noch kritischere Auseinandersezung mit Hannover gewünscht.
devilsadvocate November 13th, 2008, 11:27 AM Also ob einzelne Gebäude in der Altstadt zu groß sind oder insgesamt die Einzelnhandelsfläche zu groß sind denke ich zwei versfheidene PAar sChuhe.
Wir haben in Hnnover das Glück und auch die Möglichkeit eine große Shopping Zone eingerichtet zu haben mit Deutschlands best frequentiertesten straßen.
Ich bin auch für eine kleinparzellige Bebauung an der Marktkirche, das heißt aber nicht, dass ich zb. die EAG zu überdemensioniert für hannover finde, ganz im Gegenteil.
Wenns die Nachfrage nicht geben würde, würde hier auch niemand was bauen...
Luoen November 13th, 2008, 11:38 AM Das denke ich auch, der Einzelhandel korrigiert sich ja auf lange Sicht selbst. Wenn ich am Samstag durch die Stadt gehe, kommt es mir nicht so vor als wäre alles überdimensioniert.
Ich denke ein großes Kaufhaus wird dennoch aufgeben müssen, dann hätte man die Chance eines der Grundstücke neu zu strukturieren.
Ehrlich gesagt finde ich es wichtiger, dass unsere Stadt von der Straße aus schön ist und nicht bei Google Earth (aber da sorgt Google ja auch demnächst für Abhilfe)
Leine1977 November 13th, 2008, 11:47 AM Ich glaube nicht, dass sich der Einzelhandel selbst korrigieren kann. Er fordert ja weiterhin noch größere Parzellen und moniert Kleinparzellierung. Zudem - und das wurde gestern auch kritisiert - läßt er keine Wohnbebauung zu.
Natürlich hat Hannover eine sehr dichte Shopping-City. Für den Handel ist das auch positiv und m.M. nicht mehr korrigierbar.
Dennoch - man sieht es an diesem Kaufhof - ist es verschenkte Fläche, die abends totlangweilig ist. Was man aus diesem Areal alles machen könnte... Und in den gestrigen Vorträgen gab es einige Beispiele: Leipzig und München lassen solche Megabauten gar nicht zu, weil sie schädlich sind. Lieber kleine Gassen, Passagen mit Geschäften und Wohnbebauung. Die Stadt wird so erlebbarer.
Ach so: google-earth ist natürlich kein Maßstab. Aber wenn man Hannover mit den ganzen anderen deutschen Großstädten vergleicht, kann man sehr schnell erkennen, dass der Hamburger Stadtbaurat Recht hat.
Luoen November 13th, 2008, 12:06 PM Dass der Einzelhandel sich selbst korrigiert, war auf den Einzelhandelsfläche insgesamt bezogen, nicht auf die Bauformen, die er wählt. Sorry, das hatte ich falsch verstanden.
Ich denke in Zukunft wird es keine solche Kaufhausriesen mehr geben, die ECE hat ja ein anderes (im Moment) erfolgreicheres Konzept. Leider gebe ich Dir Recht, der Raum lebt nur zu Öffnungszeiten. Da hat die EAG z.B. sogar den Vorteil, dass es keine toten öffentlichen Räume erzeugt.
Vielleicht bekommt die Stadt, deren Geldmangel man im Vergleich zu manchen anderen nie vergessen sollte, ja an der Marktkirche in den nächsten Jahren die Chance etwas zu entwickeln. Dort wäre genau der richtige Ort für innerstädtisches Wohnen, finde ich.
burndown1977 November 13th, 2008, 04:43 PM wenn man sich das luftbild vom kaufhof anschaut, liegen die schwächen des gebäudes auf der hand: nur im bereich der beiden haupt- und der beiden nebeneingänge herrscht betriebsamkeit - ansonsten sind die riesen-strassenfronten tot und ziehen ihr umfeld mit in den abgrund. kaufhäuser setzen doch auch verstärkt auf externe händler unter dem eigenen dach (z.b. weltbild bei karstadt). wenn man denen ein stück schaufensterfront mit einagangsbereich im EG gibt und gleichzeitig einen eingang im gebäude, dann wird der laden auch wieder laufen. in hannover sind die kaufhäuser in einem ziemlich abgewrackten zustand !!! da darf man sich nicht beschweren, wenn das geschäft mies läuft !! das kotzt mich ziemlich an, dass die unternehmen ständig rumheulen, aber nicht ordentlich in die gebäude investieren - dazu gehört auch eine attraktive fassade.
meinetwegen kann leipzig gerne hannover wirtschaftlich überholen: die stadt ist toll! unglaublich, was für eine urbanität diese stadt besitzt!
Martinsson November 13th, 2008, 10:39 PM meinetwegen kann leipzig gerne hannover wirtschaftlich überholen: die stadt ist toll! unglaublich, was für eine urbanität diese stadt besitzt!
Stimmt! Und wenn man dort in der Querhalle des Hauptbahnhofs steht, bekommt man ein Gefühl dafür, wie die Menschen im Kaiserreich gedacht und ihre Ideen auch realisiert haben. Man hatte offenbar Großes vor! Nur leider ging der Schuss quasi nach hinten los. Der Rest ist dann europäische Geschichte...
matheking November 14th, 2008, 10:16 AM Hier der Bericht aus der HAZ:
City 2020: „Wir stehen in der Pflicht, Bedeutendes zu tun“
Lässt sich Urbanität planen? In Hannovers ambitionierten Zukunftsdialog City 2020 haben Experten aus Leipzig und Hamburg, München und Zürich versucht, den gut 650 Besuchern Antworten zu geben.
Der Blick richtet sich nach Leipzig. In Hannovers Partnerstadt wird gerade ein neues Einkaufszentrum geplant. Es hat etwa die Dimension der hannoverschen Ernst-August-Galerie (gut 30.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, gut 200 Millionen Euro Investition), es liegt nahe am Hauptbahnhof der Messestadt, und es stammt vom Investor mfi, dem größten Konkurrenten des Handelsriesen ECE, der in Hannover gebaut hat.
Doch der Name „Höfe am Brühl“ lässt schon ahnen: Das Konzept ist ein anderes. Während bei Hannovers Galerie ein monolithischer Block von 30 000 Quadratmetern Grundfläche ein ganzes Areal dominiert, passen die Leipziger ihr neues Einkaufszentrum auf zwei Parzellen in den historischen Grundriss der Stadt ein. Im Inneren gibt es begrünte Höfe.
Das Einkaufszentrum hat nicht die üblichen zwei, sondern acht Zugänge zur Stadt, um einen regen Austausch zu ermöglichen. Jedes Geschäft im Erdgeschoss muss Türen zur City haben, damit angrenzende Straßen nicht verwaisen. Und in der vierten, obersten Etage gibt es Wohnungen mit Dachterrassen. In Hannover hingegen finden sich oben 1200 Parkplätze. Das Leipziger Einkaufszentrum ist – stadtplanerisch betrachtet – gewissermaßen das genaue Gegenteil von dem in Hannover.
Handel, Kultur, eine Kita, Wohnen, und das alles in einem Einkaufszentrum: „Es war nicht einfach, bei dem Investor die Bereitschaft dazu zu wecken“, sagt Martin zur Nedden. „Aber bei uns ist das Planungsrecht so ausgestaltet, da gab es kaum eine Alternative für ihn.“ Der gebürtige Hannoveraner zur Nedden ist seit einem Jahr Stadtbaurat von Leipzig, und er erinnert sich genau, was an dem Tag passierte, als die Bilder von den oberen Wohngeschossen der „Höfe am Brühl“ in der Zeitung waren: „Es gab Anrufe von Bürgern, wann sie einziehen können.“ Nachfrage nach modernen Stadtwohnungen gibt es eben auch in Leipzig. Weil die Rendite bei Wohnungen aber nicht so hoch ist wie bei Büros, muss man die Investoren meist zum Wohnungsbau zwingen.
Mit solchen Problem kämpft nicht nur Leipzig. Das wurde beim mittlerweile dritten Forum des hannoverschen Zukunftsdialogs City 2020 deutlich, bei dem erneut die 400 Plätze im Auditorium des Sprengel Museums nicht reichten. Etwa 250 Besucher verfolgten daher die Fachvorträge vom Foyer aus über eine Leinwand, drei Stunden lang. „Der Blick von außen“ war der Abend diesmal überschrieben. Außer dem Leipziger Stadtbaurat waren seine Münchener Kollegin Prof. Elisabeth Merk, der Züricher Städtebaudirektor Franz Eberhard und der Hamburger Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter gekommen, um in Hannover über ihre Erfahrungen und Probleme zu berichten.
Alle diese Städten experimentieren: mit Masterplänen und Stadtmodellen, mit Bürgerbeteiligungen und Expertenforen. Stets scheint es drei Kernfragen zu geben. Wie reagiert man darauf, dass der Handel mit der Krise von Kaufhäusern und inhabergeführten Geschäften zum Funktionsverlust der Städte beiträgt? Wie geht man mit den Bausünden der vergangenen Jahrzehnte um, die die Struktur der Städte teils zerstört und Gebäude hinterlassen haben, die schon nach wenigen Jahrzehnten dysfunktional sind? Und: Wie stärkt man das Wohnen in der Stadt?
Alle vier Beispielstädte haben mehr oder minder starre, meist von den Parlamenten beschlossene Quoten von 20 bis 30 Prozent der Baufläche, die in innerstädtischen Neubauprojekten für Wohnungen eingeplant sein müssen. Gäbe es so etwas auch in Hannover, würden bald vielleicht oben im neuen Kröpcke-Center, im Neubau auf dem Heutelbeck-Grundstück oder in anderen Innenstadtlagen Menschen wohnen – und die City beleben, auch wenn die Geschäfte gerade mal geschlossen sind.
Ob diese „Prozentarithmetik“ funktioniere, wollte Hannovers Baudezernent Uwe Bodemann von den Gastreferenten wissen. „Winkt man sich da nicht von Dachgeschoss zu Dachgeschoss zu?“, fragte er, und: „Wollen Menschen nicht eher in Quartierszusammenhängen leben?“ Hintergrund ist, dass Hannover derzeit über Wohninseln nachdenkt, komplette neue City-Wohnquartiere etwa auf dem Köbelinger Markt.
Eindeutige Antworten erhielt der Baudezernent nicht. „Dachwohnen, wie es in Südeuropa gang und gäbe ist, hat eine andere Qualität als das familiengerechtere Quartierswohnen“, sagte etwa Hamburgs Bauchef Prof. Walter, der aber einräumt, dass das Ziel, Investoren zur Berücksichtigung von Wohnetagen zu zwingen, auch in Hamburg nur „in 20 bis 30 Prozent der Fälle funktioniert hat“. Zürich dagegen scheint stärker durchzugreifen. Nur durch Wohnen in der Stadt entstehe Urbanität, sagte Baudirektor Eberhard. Später wurde etwa Breslau angeführt, wo die Uni mitten in der Stadt liegt, die dadurch „belebt ist bis Mitternacht“. In Hannover dagegen wandern immer mehr Hochschulinstitute in Randgebiete ab: nach Garbsen, Marienwerder oder aufs Expo-Gelände.
Einfache Lösungen, das wurde am Ende klar, hat noch keiner gefunden. Immerhin gab es manch charmantes Lob, etwa aus Zürich für Hannovers neuen Opernplatz („weitläufige Großzügigkeit, das möchten wir auch gerne haben“) oder aus Hamburg für Hannovers Rathaus oder das Nord/LB-Gebäude. Vor allem aber gab es den eindringlichen Appell, trotz aller Rücksicht auf das Bestehende auch Neues bei der Stadtgestaltung zu wagen.
„Wir stehen in der Pflicht, Bedeutendes zu tun“, sagte Hamburgs Oberbaudirektor Prof. Walter unter Applaus der Besucher. Dem gewachsenen Stadtbild mit Bedacht Prägendes hinzuzufügen, wie etwa in der Hafencity die neue Elbphilharmonie, das stehe „nicht in Konkurrenz zum Bestand, es kann ihn ergänzen“, sagte Walter und erinnerte: „Viele Generationen haben das über Jahrhunderte gemacht.“
Die Foren des Zukunftsdialogs Hannover City 2020 gehen am Mittwoch, 10. Dezember, 19 Uhr, im Sprengel Museum unter dem Titel „Nachkriegsmoderne weiterdenken“ zu Ende. Erstmals wird der Abend als Podiumsdiskussion gestaltet, Mitveranstalter ist die Bundesstiftung Baukultur. Der Eintritt ist wie immer frei.
von Conrad von Meding
Leine1977 November 14th, 2008, 12:52 PM Ergänzend dazu vielleicht das Beispiel aus der HAZ: Vergleich EAG mit Höfe am Brühl.
http://img366.imageshack.us/img366/6018/imgrc3.jpg (http://imageshack.us)
Andererseits: Soo, der Hammer ist die Architektur der Höfe in Leipzig auch wieder nicht. Sehe jedenfalls Ähnlichkeiten zum EAG. Im DAF sind viele Leipziger auch enttäuscht über die Mono-Architektur. Na ja, die Stadt hat ja genug Architektur aus dem 19. Jahrhundert. Das entschädigt.
http://img247.imageshack.us/img247/2228/hofeambruhlentwurfe4tz8.jpg
Bild: http://www.Leipzig-DasDorf.de
Website von Grüntuch & Ernst
http://img206.imageshack.us/img206/6246/71516899hl1.jpg (http://imageshack.us)
http://img239.imageshack.us/img239/1140/90688734dj6.jpg (http://imageshack.us)
http://img239.imageshack.us/img239/676/27001756xs9.jpg (http://imageshack.us)
Ich glaube der Leipziger Stadtbaurat muss etwas übertrieben haben: Für solch komische Bretterbuden soll es Nachfrage geben?
matheking November 14th, 2008, 03:42 PM http://img239.imageshack.us/img239/676/27001756xs9.jpg (http://imageshack.us)
Ich glaube der Leipziger Stadtbaurat muss etwas übertrieben haben: Für solch komische Bretterbuden soll es Nachfrage geben?
In Leipzig scheint es überproportional viele Pärchen zu geben!:kiss:
erbse November 14th, 2008, 07:23 PM Muss an den hübschen Sächsinnen liegen ;)
Die Höfe am Brühl gefallen mir auch nicht sonderlich. Da gab es einige sehr viel bessere Entwürfe im Wettbewerb, bei Gelegenheit such ich die mal raus.
Da find ich die Hannoveraner Lösung zumindest äußerlich ansprechender.
gstolze November 14th, 2008, 07:43 PM Stimmt! Und wenn man dort in der Querhalle des Hauptbahnhofs steht, bekommt man ein Gefühl dafür, wie die Menschen im Kaiserreich gedacht und ihre Ideen auch realisiert haben. Man hatte offenbar Großes vor! Nur leider ging der Schuss quasi nach hinten los. Der Rest ist dann europäische Geschichte...
Ob Leipzig Hannover bald überholen wird bezweifle ich. Es sieht gesamtwirtschaftlich trotz aller Erfolge immer noch nicht so toll aus.
Einwohnermäßig kann Leipzig auch nur mithalten, da vor ein paar Jahren mehrere Umlandgemeinden eingemeindet wurden, um nicht unter die 500.000 zu sacken. Leipzig hat etwa 510.000 Einwohner bei 297 km², Hannover hat 515.000 Einwohner bei 204 km².
devilsadvocate November 14th, 2008, 08:10 PM Ich denke, dass man die Größe einer stadt nur dann vergelcierh kann, wenn man vom Mittelpunkt eine bestimmte Kilometerzahl weggeht und dann einen Kreis zieht.
Deswegen sagt die Einwohnerdichte auch mehr aus, als die GEsamtbevölkerungszahl einer Stadt.
München: 4234 Einwohner / km2
Berlin: 3838
Frankfurt: 2654
Hannover: 2538
Köln: 2457
Hamburg: 2348
Leipzig: 1721
Leine1977 December 11th, 2008, 08:58 AM Hat jemand die Veranstaltung besucht? Würde mich freuen, wenn jemand berichten könnte. Ist immer schön, wenn wir hier Erfahrungsberichte von uns haben; denn ansonsten hat man ja nur die HAZ als einzige Quelle (ich glaube der Sender h1 zeigt das auch über Internet).
Leine1977 December 12th, 2008, 09:50 AM Hm, so hab ich mich dann wieder über die Zeitungen informiert. Neue Erkenntnisse ergaben sich aber nicht:
viele Bauten der 50er und 60er haben eine besondere Qualität (meinen wir ja auch).
gerade Fachleute geraten bei den schlichten Bauten Hannovers ins Schwärmen; der Bürger jedoch nicht ganz. Zudem sucht er vergeblich Identität. Die Vorzüge müssten weiter herausgestellt werden.
Hannover hat zu weitläufige Stadträume (verdichten!).
dem City-Ring (und das begrüße ich sehr :)) wird es wohl irgndwie an den Kragen gehen. Stadtbaurat Bodemann wurde zitiert, dass eine 6-spurige Straße nicht mehr nötig sei.
In der NP plädierte Bauhistoriker Auffarth für die Bebauung des FWK-Standortes bei gleichzeitigem Erhalt des Plenarsaals. Von der alten Flusswasserkunst war - aber das war abzusehen - natürlich nicht die Rede.
Mein Fazit: Sehr löblich, dass die Veranstaltungen jedes Mal voll besucht waren. Es zeigt gewisses Interesse. Dass in der NP aber gleichzeitig die Bürgerbeteiligung hochgelobt wird, finde ich etwas übertrieben. Die Ergebnisse der vier Veranstaltungen standen ja schon vorher fest und waren im Internet nachzulesen.
Ich kann für meinen Teil sprechen, dass Vorschläge/Ideen der Bürger wohl kaum gewürdigt worden sind. Ich hätte wenigestens eine Antwort auf meinen Vorschlag erwartet. Ansonsten hätte man sich die Internetadresse auch sparen können.
VenEm January 2nd, 2009, 01:07 PM Aus der Welt (http://www.welt.de/welt_print/article2959362/Ikone-der-Nachkriegsmoderne.html)
von heute über die letzte Hannover 2020 Veranstaltung:
Ikone der Nachkriegsmoderne
Von Dankwart Guratzsch 2. Januar 2009, 01:52 Uhr
Das architektonische Erbe Hannovers ist in Gefahr - das behauptete nun jedenfalls eine Tagung
Wie schön, wie faszinierend, wie zukunftsfähig ist Hannover? Darüber scheinen die Meinungen auch in der Leinestadt selbst weit auseinander zu gehen. Als jetzt der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Prof. Michael Braum, vor voll besetztem Saal im Sprengelmuseum ein in der Hauptstadt Niedersachsens geflügeltes Wort zu zitierten wagte: "Hannover ist die schönste Stadt der Welt", antwortete ihm das Publikum mit dankbar-amüsiertem Beifall.
Dann freilich überwogen eher die ernsten Töne. Denn Hannovers Bauelite, im Publikum vertreten durch starke Bataillone der Technischen Universität, sieht das architektonische Erbe dieser Pionierstadt der Nachkriegsmoderne in Gefahr. Gerade wird in Hannover heftig über einen drohenden Umbau des Plenarsaals von Dieter Oesterlen (1911-1994) gestritten, der als Haupt der "Braunschweiger Schule" über Jahrzehnte die Auffassungen von einem der Moderne verpflichteten Wiederaufbau deutscher Städte geprägt hatte. Der Umbau des Leineschlosses zum Sitz des Niedersächsischen Landtags gehört zu seinen maßstabsetzenden Werken.
Noch weit einflussreicher hat sich der Heros des Nachkriegsstädtebaus Rudolf Hillebrecht erwiesen, ein Mann aus den Wiederaufbaustäben des Chefarchitekten Hitlers, Albert Speer, dem Hannover die bis heute in Planerkreisen hoch angesehene weiträumige Ausgestaltung des gänzlich neu angelegten Straßennetzes verdankt. Das "Wunder von Hannover", wie es lange in internationalen Planerkreisen gepriesen wurde, resultierte aus der Kühnheit, ein fast laborhaft reines Modell der autogerechten Stadt zu entwickeln - eine Vorgabe, die bald europaweit Nachahmung fand. Wenn Hillebrecht dabei in der "Zerstörung die Chance für einen Beginn zu Neuem" sah, war es ehrlich und keineswegs zynisch gemeint. Erst das Bombardement hatte die Möglichkeit eröffnet, Visionen zu realisieren, wie sie schon in den Zwanzigerjahren der große Vordenker eines neuen Städtebaus Le Corbusier zu Papier gebracht hatte und wie sie gegen Ende des Krieges in das epochemachende Werk von Johannes Göderitz "Die aufgelockerte und gegliederte Stadt" eingegangen waren.
Doch mit den Zeiten wandelten sich auch die Auffassungen. Wie Oesterlens architektonische Hinterlassenschaften steht heute auch Hillebrechts Wunder auf dem Prüfstand eines an neuen Prioritäten und Zielsetzungen ausgerichteten Städtebaus. Unversehens rückt damit die Stadt Hannover als eine Ikone der Nachkriegsmoderne neben die unzähligen Rekonstruktionsprojekte historischer Stadtbilder, die plötzlich die Öffentlichkeit in Deutschland mehr als das Neubaugeschehen beschäftigen.
Deshalb das Interesse der Stiftung Baukultur, die hier einen exemplarischen Fall für Dutzende anderer Städte in Deutschland sieht. Die Stiftung und das hannoversche Baudezernat als Veranstalter hatten die Losung ausgegeben: "Nachkriegsmoderne weiterdenken" - und schienen sich selbst nicht bewusst gemacht zu haben, dass dies ein Widerspruch in sich ist. Denn mit diesem Weiterdenken verlässt man unweigerlich den Zeithorizont, der die Besonderheit dieses Neuanfangs, ja seine Bedeutung erst recht eigentlich ausmacht. Manches, was da vor dem architektonisch gebildeten Hannoverpublikum vorgetragen wurde, streifte ungewollt den Bereich der Parodie. Die Debattenredner ließen kaum ein gutes Haar an den gleichzeitig von ihnen mit soviel Herzblut verteidigten Schöpfungen der Pioniere - und übertrafen sich gegenseitig im Eifer, diese durch Modifizierung abzuwandeln.
Da war Christian Fahrenholtz (86), der selbst noch unter Werner Hebebrand (1899-1966) an Hamburg-Neu Altona mitgebaut hatte und nun eingestand: "Es war eine Illusion. Der Grünzug trennt, statt zu verbinden." Da war der hannoversche Architekt Sid Auffahrt, der die "leeren Flächen" in der Innenstadt, die Funktionstrennung von Wohnen und Arbeiten und die Gestaltlosigkeit öffentlicher Plätze wie des Steintorplatzes beklagte. Da war der Direktor der Kestnergesellschaft Veit Görner, der städtebauliche "Katastrophen" und "schlechte Architektur" ausmachte und Beifall für sein Bonmot erntete, das neue ECE-Center sei nichts als ein "steingewordner Otto-Versand-Katalog".
Bei soviel grundsätzlichen Mängeln - was macht da heute noch die Faszination jener Nachkriegsmoderne aus? In Hannover drängte sich der Eindruck auf: nur allein der Umstand, dass sie mit jeder Vergangenheit gebrochen und den Architekten und Planern fast unbegrenzte Freiheiten erstritten hat.
Doch wer mehr Wohnen in die City bringen (Auffahrt), die Stadt als Heimat entwickeln, "nicht auf die Maschine, die Technik, das Auto, sondern auf den Menschen setzen" will (Giseke), der restauriert und konstruiert eben nicht Bilder der Nachkriegsmoderne, sondern des späten 20., ja des frühen 21. Jahrhunderts.
Gar nicht so falsch lag da der Berliner Kunstwissenschaftler Adrian von Buttlar, als er die zwischen Nostalgie und Fundamentalkritik hin und her gerissene Versammlung von "Vatermörderaffekten" geschüttelt sah. Nur, eine Lösung außer einem wirklichkeitsblinden "Zurück" konnte auch er nicht präsentieren. Denn so heftig ihm die Jünger im Saal auch applaudierten, als er am Beispiel des zugigen, menschenleeren Fritz-Reuter-Platzes in Berlin dozierte: "Man muss ja nicht auf jedem Platz sitzen und Pizza essen", flüchtete sich sein Publikum in befreiendes Lachen, als habe der Mentor einer verantwortungsvollen Denkmalpflege mit einer kabarettistischen Einlage aufgewartet. Wenn aber schon das Fachpublikum so reagiert - wie wird man erwarten können, dass sich die Stadtbürger von heute um der Rettung eines "utopischen Konzeptes der Gesellschaft" (v. Buttlar) willen Lebensformen der Nachkriegszeit vorschreiben lassen?
Bei aller Anstrengung scheint sich gerade das nicht rekonstruieren oder auch nur festhalten zu lassen, was einmal trotzige Überlebensphilosophie der "ersten Stunde" war. In Berlin hat man das schon vor 20 Jahren begriffen, als man dem Scharounschen Urstromtal endgültig den Rücken zukehrte. Dabei ist es gerade Rudolf Hillebrecht gewesen, der seiner Stadt Hannover "für künftige Generationen einen weiten Spielraum noch ungeahnter und unbekannter Gestaltungsmöglichkeiten" zu eröffnen meinte. Moderne in diesem Sinne weiterdenken heißt, sich nicht an dem festhalten, was sich nicht bewährt hat, selbst wenn die Fragmente des Gestern damit ausgelöscht werden.
Martinsson January 2nd, 2009, 02:06 PM Aus der Welt (http://www.welt.de/welt_print/article2959362/Ikone-der-Nachkriegsmoderne.html)
von heute über die letzte Hannover 2020 Veranstaltung:
Ein schöner Beitrag des Herrn Guratzsch, der u.a. aufzeigt, dass Hillebrecht auch nur ein "Gefangener seiner Zeit" gewesen ist. Heute, über 60 Jahre nach Kriegsende, wissen wir, dass einstmals als revolutionär begriffene Vorstellungen der Nachkriegszeit sehr von den Erfahrungen der politischen Umbrüche in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt waren.
Jeder Versuch aber, Städtebau und Architektur mit einem politischen Überbau zu begründen (zu rechtfertigen) und damit in eine bestimmte Richtung zu weisen, ist zum Scheitern verurteilt.
Lefthandy January 2nd, 2009, 05:51 PM Jeder Versuch aber, Städtebau und Architektur mit einem politischen Überbau zu begründen (zu rechtfertigen) und damit in eine bestimmte Richtung zu weisen, ist zum Scheitern verurteilt.
Ich mag das auch nicht. Ewig dieses politisieren und ideologisieren, dabei geht es nur um das reine Äußere der Stadt. Es gibt Straßen und Plätze auf denen ich mich gerne aufhalte und/oder die ich schön finde, und es gibt Straßen/Plätze die in mir Unbehagen oder Beklommenheit auslösen. Dann kann man sich anschauen, woran das im einzelnen liegen mag. Eigentlich ein recht schöngeistiges und unbeschwertes Unterfangen.
Aber ewig muss man sich dabei anhören dass man entweder rückwärtsgewandter Reaktionär oder prinzipienreitender Technokrat sei. Im Zweifelsfall ist das Eintreten für allzu hergebrachte städtebauliche Prinzipien pauschal Stammtischniveau. Visionen hat halt nicht jeder.
In den letzten Monaten habe ich mich hier im Forum manches Mal gewundert, wie viel an sowas dranhängen kann. Vor allem wenn man sich mal außerhalb des Hannover-Threads umschaut oder gar beteiligt. Dagegen ist es hier bei uns echt kuschelig!:hug:
devilsadvocate January 2nd, 2009, 09:33 PM Hoffe, dass das hier reinpasst aber für 2020 ist das wohl auch vorgesehen?!
Also ich war heute mal wieder beim steintoirplatz und ich muss sagen, dass es mich heute echt erschrocken hat, weiviel Mist da rumsteht und ich mir mehr denn je eine Beauung endlich herbeisehne!
Da steht ja kein einziger Altbau mehr rum, sondern nur lauter Nachrkiegsarchitektur und dann auch noch höhenmäßig zerklüftet...
Grauenvoll und ich möchte hoffen, dass das alles so schnell wie möglich und unbürokratisch beseitigt wird.
Der neue Invesor lässt ja hoffen, dass auch die bestehenden Flachbauten endlich abgerissen werden. Es wäre echt ein Segen und würde sehr viel zur Stadtreparatur beitragen.
Und bei diesen Gebäuden sagt mir bitte noch einer, dass die Nachkriegsbauten eine Existenzberecxhtigung hätten und wir diesen irgendwann hinterhertrauern würden...
http://img357.imageshack.us/img357/764/68476036or1.jpg
Lefthandy January 2nd, 2009, 10:34 PM http://i44.tinypic.com/5aj71s.jpg
Dieses eine Gebäude an der Ecke zur Langen Laube finde ich gar nicht schlecht. Es versprüht etwas Neuanfangsverve, ähnlich wie das ansonsten ebenfalls eher unspektakuläre Europa-Haus am Kröpke.
http://farm1.static.flickr.com/31/262341154_16e2b8fa9c.jpg?v=0
Bei der, zwischen dem sog. "neuem Steintor" und dem Anzeigerhochhaus eingezwängten Sparkasse, muss ich allerdings mal einer ansonsten oft von devil angewandten Argumentation folgen: Das Gebäude ist zu klein! Hier könnte - finde ich - eher mal neu gebaut werden.
Ansonsten steht am Steintor wirklich nur Mist rum, der besser heute als morgen niedergemäht werden sollte.
devilsadvocate January 2nd, 2009, 11:09 PM Zum Artikel aus der "Welt":
"Als jetzt der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Prof. Michael Braum, vor voll besetztem Saal im Sprengelmuseum ein in der Hauptstadt Niedersachsens geflügeltes Wort zu zitierten wagte: "Hannover ist die schönste Stadt der Welt", antwortete ihm das Publikum mit dankbar-amüsiertem Beifall."
Was soll denn bitte schön schon wieder dieser SEitenhieb? Den hätte man sich auch sparen können. Diese Art von Journalismus trägt dazu bei den falschen Gesamteindruck Hannovers noch weiter zu bestärken und das ist echt schade und wirkt auch fatal im Bereich Tourismus!
Was wir bräuchten wäre entweder eine überregionale Tageszeitung oder einen richtigen Fernsehsender, der Qualität bietet und nicht nur ramsch wie z.B. RTL.
Über diesen Sender würde ees dann auch gelingen den Gesamteindruck der Stadt zu verbessern.
Man sieht es ja in Hamburg: Hier sendet die ARD meist regionale Bilder aus der Stadt, und es seien es Wetteraufnahmen, weil sie eben dort ihren Sitz haben und nun mal das einfachste ist Bilder von dort zu nehmen.
Der Zuschauer denkt sich: "Mensch, die senden ständig Bilder aus Hamburg, also muss die Stadt ja eine riesen Bedeutung haben gegenüber allen anderen Städten, mal davon abgesehen, dass lokale fernsehsender und Tageszeitungen viel besser regionale Them,en bundesweit vermarkten könnten, als eben nur die Tageszeitungen, die über die Region meist nur vereinzelt hinauskommen und kein bundeweites Interesse erzeugen...
Auch diese ganzen Klatsch und TRatsch Blätter wie "Bild der Frau, Frau im Bild, Frau in Frau, Bild in Frau usw" kommen aus Hamburg und erzeugen das Bewusstsein "Mensch, da ist ständig was los" obwohl sie nur stäändig über regionale Sachen berichten und bei Interviews natürlich im stadtgebiet bleiben. Das ärgert mich jeden Tag, dass lokale Themen für die stadtwerbung so schamlos von überregionalen Zeitungen ausgenutzt werden.
Wie die Süddeutsche z.B. über das Oktoberfest schreibt, was meiner Meinnung nach völlig uninteressant ist und eine einzige Saufvertanstaltung darstellt, die ich nicht mal im Anhang einer Zeitung erwähnen würde.
Im Studium hatte man uns emmpfohlen die Süddeutsche oder die FAZ zu lesen... Habe es aus lokal-patriotischen Gründen abgelehnt! :)
Aber daran mangelt es einfach. Hier müsste man nachbessern, um weiter am Image zu arbeiten!
Nachtrag: es fängt ja auch schon im eigenen regionalen Kreis an zu hapern. Da wird in der Üstra die Messe IAA für Nutzfahrzeuge als "Brummi-Messe" betitelt. Taole Verniedlichung und erweckt den Eindruck, naja Frankfurt hat die IAA mit all den Sportwagen und Hannover kriegt eben die süßen Brummis... Herr-Gott: Das ist die international bedeutendste LKW-Ausstellung, wohin entgegen in Frankfurt zwar mehr Besucher kommen, da es für Otto-Normal-Verbraucher interessanter ist nen Porsche zu sehenm, als nen LKW, aber mit den wahrlich größeren Messen in Paris, Las Vegas usw. nicht mithalten kann. Aber DAS wird ja nicht erwähnt... Hannover hat eben seine "Brummi-Messe", die auch mal ab und zu stattfindet... DARAN scheitert es ja schon im eigenen Lager Hannover vernünftig darzustellen...
So, genug aufgeregt, ich habe fertig!
gstolze January 2nd, 2009, 11:15 PM Ich hoffe ja auch, dass am Steintor ein Investor auftritt und die Gegend im großen Stil neu entwickelt, nicht nur auf den derzeit leeren Flächen. Die Flachbauten gehören beseitigt. Ich habe ja schon mal irgendwo geäußert, dass es mir am liebsten wäre, wenn auch einige der höheren Bauten an der Nordmannpasage abgerissen würden, um hier die alte Nordmannstraße als Achse auf das Anzeiger-Hochhaus wiederherzustellen.
Übrigens: Ich glaube, dass der Bau der Sparkasse neben dem Anzeigerhochhaus unter Denkmalschutz steht.
gstolze January 2nd, 2009, 11:24 PM @devil:
Ich stimme Dir zu. Leider hat Hannover viel zu wenig Medienpräsenz. Ich finde es echt eine Sauerei, dass Niedersachsen die meisten Gebühren für den NDR aufbringt, und was hat Hannover davon? Wahrlich nicht viel. Kaum was wird hier produziert. Jedenfalls nichts, dass Hannover mal ins rechte Licht rückt. Selbst die Tatort-Episoden finden fast ausnahmlos in der Provinz statt. ALs eine Seifenoper produziert werden sollte, entschied man sich für Lüneburg, und warum? Weil es näher an Hamburg liegt. Das einzig positive ist, dass der NDR sein Rundfunkorchester in Hannover beheimatet hat. Doch ist es irgendwo bekannt, dass Hannover eine der wenigen Städte ist, welche über zwei große Orchester verfügt? Natürlich nicht.
jp80 January 3rd, 2009, 12:23 AM @devil
klar, am Steintorplatz bzw. seiner Bebauung besteht schon eine gewisser Sanierungsbedarf. Und das der Flachbaukomplex entlang der Nordmannpassage nun wirklich keinen besonderen städtebaulichen Wert besitzt ist einleuchtend. Da wird sich sicher über kurz oder lange was tun. (Hatten wir nicht kürzlich schonmal im Zusammenhang mit dem Bau des D-Tunnels darüber gesprochen, daß der Komplexx evtl. für die Baumaßnahmen weichen müßte???) Gleiches gilt natürlich für die anderen beiden Flachbauten entlang der Goethestraße.
Wenn ich mir dann allerdings ansehe, was bei Dir im Bild so alles mit XXX versehen ist.... Ich meine, das kann doch nicht die Lösung sein, das gesamte Areal einfach abzureißen. (Gut, das wird sowieso nicht passieren!) In vielen Fällen wirds ein frischer Anstrich bzw. eine aufwendigere Fassadensanierung sicherlich auch tun.
@Lefthandy
ja, das Europahaus am Kröpcke mag ich eigentlich auch ganz gerne, obwohl es ja im Grunde relativ unspektakulär ist. Wie ich gerade vor ein paar Tagen durch meine neue Kollektion der "Hannoverschen Filmschätze" erfahren habe, war das ja der allererste Neubau in der Innenstadt nach dem Krieg (abgesehen vom Kröpcke-Café) und wurde bereits 1949 fertiggestellt. Die Filmaufnahmen sind schon beeindruckend, wenn man sieht, wie sich das strahlend weiße Haus aus der Trümmerlandschft erhebt.
@ gstolze
Ist es nicht mittlerweile so, daß von den zwei Folgen des "Niedersachsen-Tatorts" die pro Jahr produziert werden, eine in Hannover spielt? Kann aber auch sein, daß es nur jede vierte (also alle zwei Jahre eine) ist. Bislang ist es den Machern allerdings nur mäßig gelungen, Hannover dabei ins rechte Licht zu rücken. Aber was erwartet man auch von einer Krimireihe: Da werden ja oft ganz bewußt düstere Drehorte ausgewählt.
Das einzig positive ist, dass der NDR sein Rundfunkorchester in Hannover beheimatet hat.
Das ist so nicht ganz richtig. Der NDR unterhält zwei große Orchester. Und zwar das NDR-Sinfonieorchester in Hamburg sowie die NDR-Radiophilharmonie in Hannover. Leider ist - wie ich finde - die Radiophilharmonie (die qualitativ wirklich recht gut ist) im kulturellen Bewußtsein der Stadt nicht so stark verankert, wie sie es eigentlich sein sollte. Und das liegt schlicht daran, daß der Große Sendesaal im Funkhaus am Maschsee einfach viel zu klein ist und man daher als Nichtabonnent für die meisten Konzerte kaum Karten bekommt. Womit wir beim Projekt Konzertsaal wären.... (Ich denke ein Komplettumbau des Kuppelsaals wäre da die beste Lösung)
telemaxx January 3rd, 2009, 12:53 AM Hannover hat nun mal mit dem Kuppelsaal einen der größten Konzertsäle Deutschlands.
Leider soll die Arkustik miserabel sein.
Letztens wurde ja angedacht den Kuppelsaal im Zuge des Einbaus einer Orgel umzubauen bzw in die Kuppel zu vergrößern (HAZ).
Dabei könnte man meines Erachtens auch den Stuck und die Ornamente der Kuppel rekonstruieren, um so einen einmaligen Konzertsaal zu schaffen, der problemlos mit der neuen Philharmonie in Hamburg konkurrieren könnte.
Welche Maßnahmen getroffen werden müssten, um die Arkustik zu verbessern, weiß ich leider nicht, da ich mich damit nicht auskenne.
Die Nordmannstraße wiederherzustellen fände ich auch sehr interessant.
Allerdings müssten dabei Abrisse in großem Stil erfolgen.
Aber die Maßnahme würde das Areal auf jeden Fall aufwerten und den Raum definieren.
Lefthandy January 3rd, 2009, 01:43 AM Übrigens: Ich glaube, dass der Bau der Sparkasse neben dem Anzeigerhochhaus unter Denkmalschutz steht.
Das wundert mich nicht!
Ich gehe schon immer davon aus, dass Gebäude die mich stören unter Denkmalschutz stehen. Wobei gegen das Gebäude an und für sich nichts einzuwenden ist, es fehlt halt bloß min. eine Etage. Allein schon wegen des Anzeiger-hochhauses, das ja schon zum Zeitpunkt des Baus der Sparkasse als Bezugspunkt da war. Meiner Ansicht nach daher eine von vornherein mangelhafte Ausführung.
gstolze January 3rd, 2009, 01:50 AM [QUOTE=jp80;30178852
@ gstolze
Ist es nicht mittlerweile so, daß von den zwei Folgen des "Niedersachsen-Tatorts" die pro Jahr produziert werden, eine in Hannover spielt? Kann aber auch sein, daß es nur jede vierte (also alle zwei Jahre eine) ist. Bislang ist es den Machern allerdings nur mäßig gelungen, Hannover dabei ins rechte Licht zu rücken. Aber was erwartet man auch von einer Krimireihe: Da werden ja oft ganz bewußt düstere Drehorte ausgewählt.
Das ist so nicht ganz richtig. Der NDR unterhält zwei große Orchester. Und zwar das NDR-Sinfonieorchester in Hamburg sowie die NDR-Radiophilharmonie in Hannover. Leider ist - wie ich finde - die Radiophilharmonie (die qualitativ wirklich recht gut ist) im kulturellen Bewußtsein der Stadt nicht so stark verankert, wie sie es eigentlich sein sollte. Und das liegt schlicht daran, daß der Große Sendesaal im Funkhaus am Maschsee einfach viel zu klein ist und man daher als Nichtabonnent für die meisten Konzerte kaum Karten bekommt. Womit wir beim Projekt Konzertsaal wären.... (Ich denke ein Komplettumbau des Kuppelsaals wäre da die beste Lösung)[/QUOTE]
Danke für die Klarstellung. Die Radiophilharmonie sollte wirklich mehr Anerkennung finden. Es ist schon komisch, viele Städte haben in den letzten Jahren Konzertsäle gebaut. Und Hannover als Stadt mit 2 großen Orchestern hat keinen geeigneten Saal. Das Opernhaus ist ja für das Staatsorchester für Konzerte auch nicht gerade gut geeignet.
Ich bin gegen den Umbau des Kuppelsaals, da ich von der Doppelfunktion beim Congress Centrum nicht überzeugt bin. Ein Neubau einer Philharmonie in der Innenstadt würde der Stadt so viel mehr bringen. Dabei muss es na nicht so spektakulär und teuer werden wir in Hamburg.
Der scheidende Dirigent der NDR Radiophilhrmonie hat in einem Interview mal gesagt, dass das sein größter Traum wäre.
gstolze January 3rd, 2009, 01:52 AM @jp80: Danke für die Klarstellung.
Die Radiophilharmonie sollte wirklich mehr Anerkennung finden. Es ist schon komisch, viele Städte haben in den letzten Jahren Konzertsäle gebaut. Und Hannover als Stadt mit 2 großen Orchestern hat keinen geeigneten Saal. Das Opernhaus ist ja für das Staatsorchester für Konzerte auch nicht gerade gut geeignet.
Ich bin gegen den Umbau des Kuppelsaals, da ich von der Doppelfunktion beim Congress Centrum nicht überzeugt bin. Ein Neubau einer Philharmonie in der Innenstadt würde der Stadt so viel mehr bringen. Dabei muss es na nicht so spektakulär und teuer werden wir in Hamburg.
Der scheidende Dirigent der NDR Radiophilhrmonie hat in einem Interview mal gesagt, dass das sein größter Traum wäre.
gstolze January 3rd, 2009, 01:53 AM Das wundert mich nicht!
Ich gehe schon immer davon aus, dass Gebäude die mich stören unter Denkmalschutz stehen. Wobei gegen das Gebäude an und für sich nichts einzuwenden ist, es fehlt halt bloß min. eine Etage. Allein schon wegen des Anzeiger-hochhauses, das ja schon zum Zeitpunkt des Baus der Sparkasse als Bezugspunkt da war. Meiner Ansicht nach daher eine von vornherein mangelhafte Ausführung.
Ein normales Steildach würde es auch tun.
jp80 January 3rd, 2009, 11:05 AM @jp80: Danke für die Klarstellung.
Die Radiophilharmonie sollte wirklich mehr Anerkennung finden. Es ist schon komisch, viele Städte haben in den letzten Jahren Konzertsäle gebaut. Und Hannover als Stadt mit 2 großen Orchestern hat keinen geeigneten Saal. Das Opernhaus ist ja für das Staatsorchester für Konzerte auch nicht gerade gut geeignet.
Ich bin gegen den Umbau des Kuppelsaals, da ich von der Doppelfunktion beim Congress Centrum nicht überzeugt bin. Ein Neubau einer Philharmonie in der Innenstadt würde der Stadt so viel mehr bringen. Dabei muss es na nicht so spektakulär und teuer werden wir in Hamburg.
Der scheidende Dirigent der NDR Radiophilhrmonie hat in einem Interview mal gesagt, dass das sein größter Traum wäre.
Natürlich hat die Idee des Baus einer Philharmonie einen gewissen Reiz. Wenn man sich allerdings ansieht, wie sich Hamburg mit seiner Elbphilharmonie im Augenblick finanziell verhebt (und der angepeilte Eröffnungstermin mußte inzwischen auch schon mindestens um ein Jahr nach hinten verschoben werden), wird sich wohl niemand finden, der sich in Hannover auf so ein Unterfangen einläßt. Schon zu Baubeginn der Elbphilharmonie waren die Kosten exorbitant. Jetzt sind sie nocheinmal um 100 Mio. € auf rund 340€ gestiegen, auf denen die Stadt wohl weitgehend sitzen bleiben wird. Gut, jetzt ist die Situation im Hamburger Hafen natürlich eine besondere. Andererseits sollte eine Philharmonie selbstverständlich ein gewisses Prestigeobjekt sein. Für Hannover wohl unbezahlbar.
Aber wir haben ja den Kuppelsaal, der zwar für seine problematische Akustik bekannt ist, aber an sich ein toller Saal ist. Natürlich ist seine doppelte Nutzungsfunktion nicht optimal, aber auch hier könnte man durch einen entsprechenden Umbau die Situation für alle Parteien sicher verbessern. Aber es sollte natürlich schon ein bißchen mehr sein als nur ein paar Schönheitsreparaturen. Das 50er/60er-Jahre Interieur ist nun wirklich auch schon in die Jahre gekommen (vor allem durch Abnutzungserscheinungen). Außerdem könnte ich mir vorstellen, daß es Teil des Akustik-Problems ist. Eine Teil-Entkernung des Saals wäre nach meiner Meinung die beste Lösung. Aber das treibt natürlich die Kosten eines Umbaus wieder in die Höhe...
Leine1977 January 3rd, 2009, 03:49 PM Zum Weltartikel: also ich find den Artikel ganz gut, die Welt ist doch eine große Tageszeitung - warum also mehr Medienpräsenz? Im übrigen kann man froh über die Welt sein, die in Sachen "Architektur" sehr behutsam schreibt und z.B. Rekonstruktionen kaum angreift.
Zum Steintor: Auch ich muss die Abrisswünsche etwas relativieren. Wenn man genau hinschaut, verbergen sich hinter einigen Fassaden Vorkriegsbauten, die jedoch im Laufe der Zeit verkleidet und nicht gepflegt worden sind. Hier könnte man noch was draus machen.
http://img237.imageshack.us/img237/5374/68476036or1ii9.jpg (http://imageshack.us)
Daneben gibt es jedoch schon viel schlechte Bausubstanz - z.T. habe ich den Endruck, dass es türkische Bauweise ist.
Der Platz an sich ist eigentlich gar nicht so schlecht gestaltet, warum er so vielen ein Dorn im Auge ist, weiß ich nicht - die Randbebauung ist halt nicht schön. Noch wichtiger erachte ich die Neugestaltung der Situation am Nikolaifriedhof nebenan. Diesen gilt es in seine ursprüngliche Größe zurückzuversetzen durch Rückbau der Straßen.
SternHAJ January 3rd, 2009, 05:49 PM Und bei diesen Gebäuden sagt mir bitte noch einer, dass die Nachkriegsbauten eine Existenzberecxhtigung hätten und wir diesen irgendwann hinterhertrauern würden...
Hättest Du jetzt "dass diese Nachkriegsbauten" geschrieben, hätte ich Dir zu einem großen Teil zugestimmt. :)
devilsadvocate January 4th, 2009, 02:58 PM @Lein: Warum hast Du den obersten Flachdachbau als Gründerzeitler versehen?
Das ist doch Nachkriegsarchitektur...
Lefthandy January 4th, 2009, 11:31 PM Ich hatte auch schon den Verdacht, dass es sich um die Reste eines abgebrannten Altbaus handeln könnte, dessen erhaltene Grundmauern als Nachkriegsbaracke hergerichtet wurden. Es gibt noch ein paar alte Dekorelemente an den Fenstern, die nach Gründerzeit ausschauen. Evtl. hat jemand ein Bild vom Vorkriegszustand parat, an dem man meinen Verdacht prüfen könnte?
Leine1977 January 5th, 2009, 10:27 AM @devil: es muss sich m.M. um einen Vorkriegsbau handeln. Dafür spricht eigentlich schon der Grundriss, der sich am Straßenlauf orientiert. Die Baracken nach dem Krieg wurden eigentlich doch eher sehr einfach errichtet.
Sowieso ist der Sockel nach meinem Geschmack von gewisser Qualität, so dass man dieses Gebäude doch problemlos aufstocken könnte. Ich könnte mir einen strahlend weißen Putz vorstellen, dazu Erker und wenig Verzierungen. Das wäre ein Blickfang!
Leine1977 January 5th, 2009, 11:34 AM Noch wichtiger erachte ich die Neugestaltung der Situation am Nikolaifriedhof nebenan. Diesen gilt es in seine ursprüngliche Größe zurückzuversetzen durch Rückbau der Straßen.
Weiß jemand wie der 1. Preis aus dem städtebaulichen Ideenwettbewerb Klagesmarkt/Nikolaifriedhof aussah? Das würde mich brennend interessieren, da dieser Entwurf die vollständige Wiederherstellung des Friedhofs vorsah. Das wäre natürlich richtig "geil" - interessant bleibt dann die Verkehrslösung. Sie müßte dann ja eigentlich wie vor dem Krieg sein.
In einem Protokoll des Beziksrates Mitte gibt es in paar Hinweise von Herrn Zunft (Stadtplanungsamt):
(...) 1994 habe es einen Ideenwettbewerb zum Klagesmarkt gegeben. Aus diesem Wettbewerb sei unter anderem ein Stück der Rekonstruktion des alten Nikolaifriedhofes und der Rückbau des Kreisels hervorgegangen. Das Ergebnis sei überarbeitet worden und dann für den nördlichen Teil des Klagesmarktes auch vor der EXPO umgesetzt worden. Die Umgestaltung der südlichen Fläche mit dem Rückbau des Kreisels in eine signalgesteuerte T-Kreuzung fehle aber noch. Diese Umgestaltung koste ca. 3 Millionen Euro und sei immer wieder für den städtischen Haushalt angedacht gewesen. Jedoch seien bisher andere Projekte vorrangig gewesen.
Aus stadtplanerischer Sicht sei der Platz in Ordnung. Nicht so ansprechend sei die Architektur. Das Pflaster sei verkehrssicher und es bestehe kein Handlungsbedarf zur Erneuerung. Eine erhöhte Bespielung des Platzes sei aus Sicht der Verwaltung aber wünschenswert. Sollte der Steintorplatz mittelfristig bebaut werden, könnte der Klagesmarkt als Veranstaltungsfläche mehr in den Fokus gelangen.(...)
P.S.: Im übrigen ist es engagierten Bürgern zu verdanken, dass noch Reste der Nikolaikirche (eines der ältesten Bauwerke) erhalten sind. Hillebrecht wollte eigentlich alles abreißen lassen. Die Kirche hatte nur wenige Bombemtreffer. - Und das alles für eine kurzweilige Verkehrslösung.
devilsadvocate January 5th, 2009, 02:09 PM Moment mal, also wenn die Kirche nur wenige Bombentreffer hatte, warum sieht sie heute so aus, als ob sie das Hauptziel Hannovers gewesen wäre?
Sag jetzt nicht, dass die Hälfte der Kirche abgerissen wurde...
Hat jemand alte Fotos von der Kirche?
lifestyle032 January 5th, 2009, 02:28 PM http://www.anthes.org/hannover/vergleich/zentrum/steintor/index.htm
http://www.bildindex.de/bilder/MI05548a01b.jpg
Wir sollten hier aber auch nicht all zu sehr vom Thema abdriften.. ;)
Leine1977 January 5th, 2009, 03:31 PM http://www.anthes.org/hannover/vergleich/zentrum/steintor/index.htm
http://www.bildindex.de/bilder/MI05548a01b.jpg
Wir sollten hier aber auch nicht all zu sehr vom Thema abdriften.. ;)
Das sollte auch nicht meine Hauptmessage sein. Ich wollte es nur positiv anmerken, dass einige Bürgerproteste auch genutzt hatten. Und ja, das komplette Kirchenschiff hat Hillebrecht abreißen lassen. Die Straße verläuft quasi darüber. So wie sie heute aussieht, war es nicht den Bomben geschuldet, sondern der Abrissbirne.
Mir geht es jetzt aber um die teilweise Wiederherstellung des Friedhofs insgesamt. Das könnte dieses Areal enorm aufwerten. Ich sehe den Nikolaifriedhof in seinen alten Ausmaßen vergleichbar wie das Operndreieck. Dort wurde die Windmühlenstraße ja auch wieder dicht gemacht.
Leine1977 January 7th, 2009, 09:03 AM Mit Fotoshop habe ich mal die Kreuzung entfernt und die Promenade nach Süden hin verlängert. ich würd den geplanten Umbau begrüßen, es kommt ja doch etwas mehr Grün zurück.
Vorher:
http://img518.imageshack.us/img518/8060/bild4uu1.jpg (http://imageshack.us)
Nachher:
http://img518.imageshack.us/img518/139/bild498li7.jpg (http://imageshack.us)
Am Fuße des Klagesmarktes könnte ich mir gegenüber des DGB-Hauses noch ein Gebäude als Abschluss vorstellen. Ansonsten sollte der Klagesmarkt eher frei bleiben.
Skyline_FFM January 7th, 2009, 11:16 AM Ist zwar schön, aber ich dachte, Hannover ginge endlich auch mal ein wenig in die Höhe. :(
Lefthandy January 7th, 2009, 11:40 AM Mal wieder eine sehr schöne Grafik von Leine!
Ich hab mal eingezeichnet, wo dann noch gebaut werden müsste:
http://i42.tinypic.com/2vklvlz.jpg
Ist zwar schön, aber ich dachte, Hannover ginge endlich auch mal ein wenig in die Höhe. :(
Das lohnt sich hier bei uns nicht! Wir haben, wie du siehst, noch viel Platz uns flächenmäßig auszubreiten.
Obwohl wir uns ja gerade einen schönen Standort erschlossen haben:
http://i42.tinypic.com/im2e6b.jpg
:)
Leine1977 January 7th, 2009, 11:48 AM Zum besagten Hochhausbau: Das überlasse ich gerne ganz allein Frankfurt am Main. Ich hab mich gefreut; denn gestern stand doch in der HAZ, dass Hochhausbau sich in Hannover nicht rentiert. Anstelle der alten AOK wollte die Stadt ein Hochhaus haben, der Investor lehnt dies ab - wegen Rentabilität. Juhu!
@lefthandy: Den Parkplatz würde ich nur ganz vorne an der Otto-Brenner Straße bebauen. Der Platz sollte erhalten bleiben, da der Steintor bald bebaut wird. Am wichtigsten wäre dann noch die Post. Von oben erkannt man ihre ganze Häßlichkeit.
Im übrigen habe ich zwei Fahrspuren weggenommen.
Skyline_FFM January 7th, 2009, 11:52 AM Mal wieder eine sehr schöne Grafik von Leine!
Ich hab mal eingezeichnet, wo dann noch gebaut werden müsste:
http://i42.tinypic.com/2vklvlz.jpg
Das lohnt sich hier bei uns nicht! Wir haben, wie du siehst, noch viel Platz uns flächenmäßig auszubreiten.
Obwohl wir uns ja gerade einen schönen Standort erschlossen haben:
http://i42.tinypic.com/im2e6b.jpg
:)
Stimmt, muss ja nicht immer in die Höhe gehen. Außerdem hat Hannover ja bei weitem nicht die Grundstücks- und Flächenpreise wie Frankfurt. Deswegen wäre jedes Hochhaus wohl eher ein Prestigeprojekt. Aber ich glaube, dass das eine oder andere HH in auch noch in Hannover gebaut werden wird.
Lefthandy January 7th, 2009, 12:08 PM Ich bin eigentlich auch überhaupt nicht scharf auf Hochhäuser. So ein paar kleine, wie die Sparkasse am Hauptbahnhof oder das Conti-Gebäude, sind schon ganz nett. Aber bei den vielen Baulücken und der verschwindend geringen urbanen Dichte, sollte man den städtischen Raum wirklich erstmal wieder mit 5-geschössigen Bauten versuchen voll zu kriegen. Jedes Hochhaus würde da den Fortbestand von 2 Baulücken verantworten.
devilsadvocate January 7th, 2009, 12:11 PM Zum besagten Hochhausbau: Das überlasse ich gerne ganz allein Frankfurt am Main. Ich hab mich gefreut; denn gestern stand doch in der HAZ, dass Hochhausbau sich in Hannover nicht rentiert. Anstelle der alten AOK wollte die Stadt ein Hochhaus haben, der Investor lehnt dies ab - wegen Rentabilität. Juhu!
Das finde ich dann doch eher schade, weil sich gerade ein Hochaus an dieser stelle ganz gut eingefügt hätte und neben dem City-Tower ganz gut zur Geltung hätte kommen können...
Aber vermutlich ist das noch zu weit von der City entfernt. Hochhäuser können wir wenn wohl eher dort erwarten, da hier keine Bauplätze mehr frei sind.
Zwar haben wir flächenmäßig noch Platz, aber auch Frankfurt hat keine großen Platzprobleme und dort wird trotzdem in dioe Höhe gebaut...
Schade, dass der Verishcerungssektor nicht auch lieber solche Prestigegebäude baut, sondern immer nur die Banken :-S
Ein Hochhaus könnte ich mir zumidnest noch in der Ecke des Raschplatzes vorstellen. Deloitte wollte ja bauen und vielleicht kommt ja auch der VHS Neubau. Dann vielleicht noch etwas häöheres auf dem Busbahnhof und das würde schon ganz gut aussehen.
Leine1977 January 7th, 2009, 12:35 PM Ok, am Raschplatzkönnte ein Hochhaus gut passen. Der Opernturm in Frankfurt, den man im Forum dort schon bewundern kann, finde ich wirklich schön. So einen könnte ich mir in Hannover auch vorstellen.
http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=29853972&postcount=549
Aber am Klagesamarkt würde ein Hochhaus die Sonne verdecken. Der Park wäre dann vollends im Schatten.
http://img518.imageshack.us/img518/139/bild498li7.jpg (http://imageshack.us)
Wenn, dann dürfte eine höhere Bebauung gegenüber am Bahndamm erlaubt sein. Ich wäre da für ein Bau wie das "Flat-Iron" in New York (ich liebe es). Es könnte die Otto-Brenner-Straße in zwei Teile trennen. So eine Bauform könnte übrigens am ganzen City-Ring als "Trenner" von Fahrspuren eingesetzt werden.
http://www.sweetblaze.com/newyork2003/files/flatiron-building.jpg
devilsadvocate January 7th, 2009, 12:47 PM http://www.sweetblaze.com/newyork2003/files/flatiron-building.jpg
Hochhaus und dann auch noch im "alten Baustil"....
Das widerpricht ja völlig der Flachdach-Zweckbauten-Gesetze, die in den letzten Jahren herrschten.:ohno:
Ich glaube das könnte man der Stadt schenken und sie würden es ablehnen...
lifestyle032 January 7th, 2009, 01:28 PM Ein wunderschönes Gebäude!
Einerseits erhaben, aber dennoch grazil!
:okay:
Lefthandy January 7th, 2009, 01:44 PM Ist obendrein ein mustergültiges Lehrstück des Historismus:
Moderne Bauform (Hochhaus / Stahlskelettbauweise) historisierend verkleidet (steinerne Fassade mit hergebrachtem Dekor und Gliederung wie bei einer Säule: Basis-Schaft-Kapitell).
Wenn es in Hannover gebaut worden wäre, hätte Hillebrecht es abgerissen.
Leine1977 January 7th, 2009, 02:37 PM So ungefähr, wie lefthandyes schon vorgeschlagen hatte, könnte ich mir den Bedarf vorstellen. Der Parkplatz sollte als Tiefgarage unter die Erde verlegt werden. Ein kleinen Pavillion am Park, eine neue Post und oben ein dreieckiges Gebäude wie das Flat-Iron. Das wäre ein Panorama, wenn man die Otto-Brenner Straße entlang fährt, durch den Park und dann ein imposantes hohes Gebäude wie das Flat Iron zum Vorschein kommt...
http://img132.imageshack.us/img132/2036/bild498li7sq5.jpg (http://imageshack.us)
telemaxx January 7th, 2009, 04:37 PM Die Idee von Leine gefällt mir sehr gut.
Vor allem die Fahrspruren vom Steintor mit dem riesigem Mittelstreifen sind völlig überdimensioniert und müssten auf jeden Fall mit dem Kreisel zurückgebaut werden.
jp80 January 7th, 2009, 05:45 PM Der breite Mittelstreifen entlang der Goseriede kommt daher, daß dort ursprünglich die Gleise der Straßenbahn Richtung Nordstadt lagen. Nach Fertigstellung des C-Nord-Tunnels wurde die Strecke noch ein paar Jahre von der damaligen Linie 16 bis zur Klagesmarktschleife genutzt. Anfang 1997 wurde sie dann jedoch aufgegeben. Ursprünglich war noch angedacht gewesen, die Schleife am Klagesmarkt durch eine Kehranlage auf eben jenem Mittelstreifen zu ersetzen um bei (den häufigen) Betriebsstörungen zwischen Steintor und Aegi flexibel reagieren zu können. Dieser Plan ist aber nie umgesetzt worden und die Gleise wurden ja auch schon vor einigen Jahren entfernt.
Ich vermute mal, daß bei einer Umgestaltung in diesem Bereich, die stadtauswärts führenden Fahrspuren - wie von Lefthandy vorgeschlagen - in Richtung des bisherigen Mittelstreifens verschoben werden würden.
Lefthandy January 7th, 2009, 07:55 PM Ich vermute mal, daß bei einer Umgestaltung in diesem Bereich, die stadtauswärts führenden Fahrspuren - wie von Lefthandy vorgeschlagen - in Richtung des bisherigen Mittelstreifens verschoben werden würden.
Die Verkehrsplanungvisionen stammen von Leine, nicht von mir. :)
Leine1977 January 8th, 2009, 09:51 AM Ich vermute mal, daß bei einer Umgestaltung in diesem Bereich, die stadtauswärts führenden Fahrspuren - wie von Lefthandy vorgeschlagen - in Richtung des bisherigen Mittelstreifens verschoben werden würden.
Das hoffe ich mal. Jedoch habe ich die Befürchtung, dass nur und nur der Kreisel rückgebaut wird. Wesentlich schlimmer finde ich den Grünstreifen an der Otto-Brenner-Straße (im Nikolaifriedhof. Er raubt dem Park zuviel Fläche.
Den Brunnen am nördlichen Klagesmarkt würde ich übrigens in die Mitte des Klagesmarktes versetzen, wenn die Autos unter der Erde sind. Brunnen beleben ja Plätze doch ganz gut.
Lefthandy January 8th, 2009, 01:39 PM Den Brunnen am nördlichen Klagesmarkt würde ich übrigens in die Mitte des Klagesmarktes versetzen, wenn die Autos unter der Erde sind. Brunnen beleben ja Plätze doch ganz gut.
Ja, an die Stelle des Alex-Klotzes. Den Brunnen in der ursprünglichen Flusswasserkunst-Form wieder herrichten. Den Platz mit buntem, ornamentalen Pflaster versehen, ein paar Bäume drummherum... Hach ja!
Dazu dann ein Kopfbau zur Otto-Brenner-Straße, wie groß auch immer, der schirmt auch vom Verkehrslärm ab. Dazu sollten dann alle Flachdachwohnhäuser am Klagesmarkt mit Giebeldächern versehen werden, in denen attraktive Wohnungen mit Dachterasse und so entstehen. Innerstädtisches Wohnen soll doch gefördert werden. Anstelle des Alex-Klotzes sollte es Fördermittel für den Umbau der geschlossenen Erdgeschosse entlang des Klagesmarktes geben, damit dort Gastronomie entstehen kann. Wenn dann teilweise Abriss und Neubau günstiger sein sollte, wäre das kein großer Verlust. Ein Altbau mit Kneipe im Erdgeschoss steht übrigens noch an der südlichen Häuserfront des Klagesmarkts. Er wurde zwecks Homogenität nachträglich mit Flachdach versehen.
Eure Verkehrsplanungsvisionen sind übrigens echt gut. Hinsichtlich der Straßenführung habe ich mir noch nie sonderlich Gedanken gemacht.
Schnitzelesser January 8th, 2009, 06:00 PM Existiert nicht ein Bunker unter dem Klagesmarkt, der erst entfernt werden müsste, um dort eine Tiefgarage verwirklichen zu können? Was das alles kosten würde...
Leine1977 January 8th, 2009, 06:31 PM Existiert nicht ein Bunker unter dem Klagesmarkt, der erst entfernt werden müsste, um dort eine Tiefgarage verwirklichen zu können? Was das alles kosten würde...
Selbst wenn, es würde auch ohne Bunker nicht realisiert werden. Ich beschrieb lediglich ein Wunschszenario. Für eine Tiefgarage ist ja noch nicht einmal Geld am Marstall, wo sich die Politiker ja eigentlich schon einig über dieses Vorhaben waren.
devilsadvocate January 9th, 2009, 01:46 PM Hier noch mal eine kleine Gegenüberstellung, über die sich die stadt kurz- (Flusswasserkunst), sowie auch langfristig (Markthalle und Friederikenschlösschen).
Mal eine Frage: Warum haben sie den ganzen Wald vor dem LAndtag eigenltich abgeholzt? Was ist da damals nur passiert?:ohno:
http://img114.imageshack.us/img114/4509/65904219oc1.jpg
Luoen January 9th, 2009, 02:00 PM Bei diesem Vergleich sieht man mal wieder eindrucksvoll, was für eine Wirkung die Flusswasserkunst haben wird! Jetzt ist der Eingang der Karmarschstraße irgendwie leer und lieblos. Die Markthalle war einfach ein unvergleichliches Gebäude in Hannover, der jetzige Bau ist dagegen ein schlechter Witz.
Die Villa Willmer war auch ein beeindruckendes Beispiel hannoverscher Architektur, nur leider ganz wo anders an der Hildesheimer Straße. Das markierte Gebäude unten rechts ist das Friederikenschlößchen, das ja dem Neubau der Staatskanzlei weichen musste. Der ist allerdings sehr schön gelungen ;-).
Leine1977 January 9th, 2009, 02:38 PM Es gab mal ein Bild bei bildindex.de kurz nach dem Krieg. Demnach war da nur eine Brache. Rundherum hat doch alles gebrannt. Schätze, das hält kein Baum aus.
Bei der Markthalle und bei dem Bahnhofsdach bin ich mir manchmal nicht sicher, ob hier Hannover vorschnell alles abgeräumt hat. In anderen Städten waren die Bahnhofsüberdachungen ebenfalls getroffen und konnten dennoch gerettet werden. Leider wollten die damaligen Stadtplaner die Markthalle komplett beseitigen - hier konnte der gemeine Bürger wenigstens noch einen Notbau raushandeln. Sonst hätten wir heute gar keine mehr.
Schnitzelesser January 9th, 2009, 02:55 PM Nun ja. Ein Teil des Waldes musste ja aufgrundd des LT-Neubaus weichen. Außerdem soll das Grundstück ja obendrein lediglich verwildert gewesen sein, nachdem die Oper dort abgerissen worden war.
Squig January 9th, 2009, 03:32 PM Finde das fehlende Dach beim Bahnhof nicht so schlimm... man hat einiges draus gemacht, diese Riesenglasdächer wie in FFM oder Ams finde ich ehrlich gesagt eher schmuddelig und bedrückend... klar sind die aktuellen Betonbächer nicht die Entsprechung meines Idealbildes von Architektur, aber sonst ist da schon alles gelungen (die Abgänge zu der 0 Ebene, ...)
Und es ist ein Unterschied, ob etwas getroffen wurde oder total zerstört, und Hannover ist halt nicht FFM... Dass wir viele dieser Entscheidungen heute nicht mehr nachvollziehen können, sollten wir letzendlich akzeptieren... Man sollte halt nicht hinnehmen, dass solche Entscheidungen (Wärmedämmung an Altbauten zB) heute noch getroffen werden und ev. ein paar Schlüßelentscheidungen von damals rückgängig machen durch gezielte Rekos.
Um die Markthalle ist es zB schade. Wenn die und die FWK wieder aufgebaut würde, wären wir wieder wer ;-)
Leine1977 January 22nd, 2009, 02:35 PM Wie es wohl weitergeht...
Zwischenstand von Hannover City 2020
ROT-GRÜN will Anhörung zum Zwischenstand von „Hannover City 2020“
Dette: „Nach dem Abschluss der öffentlichen Foren ist es an der Zeit für ein erstes Fazit der Startphase des Dialogs zur Innenstadtentwicklung!“
„Mit dem Abschluss der Forenreihe mit vier Diskussionsveranstaltungen im Sprengelmuseum vom Herbst 2008, die alle ein sehr großes Interesse in der hannoverschen Stadtöffentlichkeit und sogar ein bundesweites Echo gefunden haben, ist ein erfolgreicher Auftakt des Dialogs über die zukünftige Entwicklung der Innenstadt Hannovers gemacht worden“, betont Michael Dette, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und baupolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion. „Nun wollen wir mit einer Anhörung den drei Mentoren des Projektes „Hannover City 2020“ Rolf Wernstedt, Hans Werner Dannowski und Jürgen Eppinger die Gelegenheit geben, aus ihrer Sicht ein erstes Fazit der Startphase des Projektes zu ziehen“, erklärt Dette. „Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie wichtige Themen der Innenstadt, wie z.B. die Akzeptanz von sozialen Randgruppen, für die ein internationaler Planungswettbewerb sicherlich ein untaugliches Medium zur Problemlösung ist, in anderer Form bearbeitet werden können.“
Dette: „Wir wollen aber auch nicht versäumen, den drei Mentoren und der Stadtverwaltung für ihr großes Engagement zu danken, das diesen gelungenen Auftakt des Projektes „Hannover City 2020“ trotz geringer Mittel überhaupt erst möglich machte.“
Hintergrund:
Gestern (Mittwoch) wurde im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss der Antrag von Rot-Grün auf Durchführung einer öffentlichen Anhörung zum Zwischenstand von „Hannover City 2020“ beschlossen. Wegen der zentralen Bedeutung dieses inzwischen auch bundesweit beachteten Dialogs zur Innenstadtentwicklung sollen alle Mitglieder des Rates zu der Anhörung eingeladen werden.
Dirk_Hartwig February 8th, 2009, 01:29 PM Selbst wenn, es würde auch ohne Bunker nicht realisiert werden. Ich beschrieb lediglich ein Wunschszenario. Für eine Tiefgarage ist ja noch nicht einmal Geld am Marstall, wo sich die Politiker ja eigentlich schon einig über dieses Vorhaben waren.
Das hoffe ich mal. Jedoch habe ich die Befürchtung, dass nur und nur der Kreisel rückgebaut wird. Wesentlich schlimmer finde ich den Grünstreifen an der Otto-Brenner-Straße (im Nikolaifriedhof. Er raubt dem Park zuviel Fläche.
Den Brunnen am nördlichen Klagesmarkt würde ich übrigens in die Mitte des Klagesmarktes versetzen, wenn die Autos unter der Erde sind. Brunnen beleben ja Plätze doch ganz gut.
Der Bunker dort wurde einige Zeit mal von Künstlergruppen benutzt, bis Anfang der 70er, afaik. Der Platz liesse sich also gut und schnell nutzen. Eine Anbindung an das ÖPNV-Netz halte ich allerdings für unerlässlich.
Dirk
Skyline_FFM February 10th, 2009, 01:42 PM Für mich ist Hannover aber auch irgendwie immer sowas wie die große Schwester von Bieledorf. Denn sie haben viel gemeinsam: Ein reges kulturelles Leben für ihre Größe, dafür auch sehr viel Armut, sie sind hässlich, strukturschwach und die Einwohner sind etwas grob...
Leine1977 February 10th, 2009, 02:29 PM Für mich ist Hannover aber auch irgendwie immer sowas wie die große Schwester von Bieledorf. Denn sie haben viel gemeinsam: Ein reges kulturelles Leben für ihre Größe, dafür auch sehr viel Armut, sie sind hässlich, strukturschwach und die Einwohner sind etwas grob...
na ja, arm ja, aber gegenüber FFM und anderen Großstädten sind wir ja doch eher bezaubernd schön. Die Einwohner sind eigentlich eher zurückhaltend. Aber grob?
Skyline_FFM February 10th, 2009, 02:59 PM na ja, arm ja, aber gegenüber FFM und anderen Großstädten sind wir ja doch eher bezaubernd schön. Die Einwohner sind eigentlich eher zurückhaltend. Aber grob?
Doch doch. Ich war auf dem Hannoveraner Weihnachtsmarkt. Also was da rumläuft geht gar nicht, die drängeln einen aus der Parklücke (nicht nur einmal) auf dem Weihnachtsmarkt rempeln die mit vollem Körpereinsatz und entschuldigen können sie sich auch nicht, wenn sie einem eigentlich fast absichtlich die Tür ins Gesicht schlagen... Urbanität ist in H nicht vorhanden. Und bezaubernd schön gegenüber Frankfurt liegt im Auge des Betrachters! Das ist sehr subjektiv. Wenn ich das Sch***kaff Bieledorf vom Bergrücken aus betrachte, ist es gegenüber FFM auch schön. Gehe ich aber durch die marode Innenstadt, verkehrt sich das ganze sehr schnell!
Zurückhaltend sind die Leute in Hamburg. Und das auf sehr angenehme Weise!
lifestyle032 February 10th, 2009, 03:25 PM Was hat diese Diskussion bitte mit Hannover City 2020 zu tun?!?
Und an deiner Stelle würde ich auch nicht unbedingt von einem Tag auf dem überfüllten Weihnachtsmarkt auf die ganze Stadt schließen... :hammer:
Und was Hannover z.B. auch ausmacht: die Eilenriede, die Herrenhäuser Gärten, den Maschsee etc. wirst du an jenem Tag vermutlich nicht besucht haben.
VenEm February 10th, 2009, 03:26 PM Doch doch. Ich war auf dem Hannoveraner Weihnachtsmarkt. Also was da rumläuft geht gar nicht, die drängeln einen aus der Parklücke (nicht nur einmal) auf dem Weihnachtsmarkt rempeln die mit vollem Körpereinsatz und entschuldigen können sie sich auch nicht, wenn sie einem eigentlich fast absichtlich die Tür ins Gesicht schlagen... Urbanität ist in H nicht vorhanden. Und bezaubernd schön gegenüber Frankfurt liegt im Auge des Betrachters! Das ist sehr subjektiv. Wenn ich das Sch***kaff Bieledorf vom Bergrücken aus betrachte, ist es gegenüber FFM auch schön. Gehe ich aber durch die marode Innenstadt, verkehrt sich das ganze sehr schnell!
Zurückhaltend sind die Leute in Hamburg. Und das auf sehr angenehme Weise!
Bitte weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen, außer einem Troll, der herumzupöbeln gedenkt. Einfach ignorieren und nicht mit ebenso abstrusen Hannover-Frankfurt-New York-Vergleichen und Verallgemeinerungen beantworten.
Skyline_FFM February 10th, 2009, 04:04 PM Was hat diese Diskussion bitte mit Hannover City 2020 zu tun?!?
Und an deiner Stelle würde ich auch nicht unbedingt von einem Tag auf dem überfüllten Weihnachtsmarkt auf die ganze Stadt schließen... :hammer:
Und was Hannover z.B. auch ausmacht: die Eilenriede, die Herrenhäuser Gärten, den Maschsee etc. wirst du an jenem Tag vermutlich nicht besucht haben.
Die Herrenhäuser Gärten sind superschön. Da war ich letzten Sommer. Auch am Maschsee, der auch sehr schön ist. Ich habe damit doch jetzt nicht dagen wollen, dass Hannover ein gesamter Sch**+haufen ist auch, wenn das dieser Neuling, der da so keine Ahnung hat und mich nicht kennt, was Anderes behauptet...
VenEm February 10th, 2009, 04:15 PM Die Herrenhäuser Gärten sind superschön. Da war ich letzten Sommer. Auch am Maschsee, der auch sehr schön ist. Ich habe damit doch jetzt nicht dagen wollen, dass Hannover ein gesamter Sch**+haufen ist auch, wenn das dieser Neuling, der da so keine Ahnung hat und mich nicht kennt, was Anderes behauptet...
1605 Beiträge dieser Qualität verbessern deine Position sicherlich nicht. Ich kenne dich nicht, aber du erfüllst alle Kriterien eines Trolls - denn was genau hat dein Beitrag mit dem Thema "Hannover City 2020" zu tun? Was hat die gefühlte Grobheit der Hannoveraner mit einer Veranstaltung zur hannöverschen Stadtentwicklung zu tun? Vielleicht wolltest du nicht behaupten, dass Hannover ein einziger Sch**+haufen ist, das ist mir völlig wurscht, aber weder du noch ich tragen hier etwas zu dem eigentlichen Thema bei. Mir sind diese idiotischen Beiträge leid, die vollkommen unproduktiv ein eigentlich sehr schönes, sehr informatives Forum mit Müll zukleistern.
Skyline_FFM February 10th, 2009, 06:37 PM 1605 Beiträge dieser Qualität verbessern deine Position sicherlich nicht. Ich kenne dich nicht, aber du erfüllst alle Kriterien eines Trolls - denn was genau hat dein Beitrag mit dem Thema "Hannover City 2020" zu tun? Was hat die gefühlte Grobheit der Hannoveraner mit einer Veranstaltung zur hannöverschen Stadtentwicklung zu tun? Vielleicht wolltest du nicht behaupten, dass Hannover ein einziger Sch**+haufen ist, das ist mir völlig wurscht, aber weder du noch ich tragen hier etwas zu dem eigentlichen Thema bei. Mir sind diese idiotischen Beiträge leid, die vollkommen unproduktiv ein eigentlich sehr schönes, sehr informatives Forum mit Müll zukleistern.
Bevor du jemanden, der seit knapp 4 Jahren an diesem Forum teilnimmt und mit Sicherheit mehr Bilder, Infos und Links beigetragen hat als du, international Freunde hat und auch sonst nirgends als Troll bezeichnet wird und wurde als solchen bezeichnest, solltest du erst selber was Konstruktives beitragen. Und wieso hast du ein Problem damit, dass eben Bieledorf und Hannover meiner Meinung nach ähnlich sind? Und das bezieht sich hier eigentlich eher auf die Bausubstanz - und das ist halt so, ob es dir passt oder nicht. Und das ist auch kein Trollen, sondern eine Feststellung. Und jetzt nimm deine Förmchen und geh im Sandkasten im Schlamm spielen!
Lefthandy February 10th, 2009, 06:43 PM So einen Käse besser über PN.
Squig February 10th, 2009, 07:25 PM VenEm, was hast du eigentlich für ein dünnes Fell?
Imagemäßig spielt Hannover in einer Liga mit Kassel und Bielefeld. Ich stimme dem zwar zu, dass das zu unrecht geschieht, aber deshalb so eine Diskussion zu beginnen ist totaler Unsinn.
Skyline FFM, hast du mal die List, die Südstadt oder Linden besucht, bist da in eine Wohnung gegangen und gefragt, was die Mieter so bezahlen? Da liegt nämlich die wahre Stärke Hannovers. Und ehrlich gesagt, ich finde Nachtleben zu vernünftigen Preisen in Gebäuden, die eigentlich für was anderes gedacht waren, interressanter als die Wahl zwischen Überteurten Stylerclubs in irgendwelchen Hochhäusern, aber das ist ja gottseidank Geschmackssache.
Als ich mit internationalen Studenten aus Amsterdam in Hannover war, haben die meisten gemeint, dass sich Hannover viel großstädtischer anfühlen würde. Und irgendwo haben sie Recht.
Erbse, könntest du die letzten Posts bei Gelegenheit mal von unwesentlichem Bereinigen und dann in einen Thread 'Hannover - Image' verschieben? Da könnte man so etwas wunderbar diskutieren.
Dankö.
Skyline_FFM February 10th, 2009, 07:32 PM VenEm, was hast du eigentlich für ein dünnes Fell?
Imagemäßig spielt Hannover in einer Liga mit Kassel und Bielefeld. Ich stimme dem zwar zu, dass das zu unrecht geschieht, aber deshalb so eine Diskussion zu beginnen ist totaler Unsinn.
Skyline FFM, hast du mal die List, die Südstadt oder Linden besucht, bist da in eine Wohnung gegangen und gefragt, was die Mieter so bezahlen? Da liegt nämlich die wahre Stärke Hannovers. Und ehrlich gesagt, ich finde Nachtleben zu vernünftigen Preisen in Gebäuden, die eigentlich für was anderes gedacht waren, interressanter als die Wahl zwischen Überteurten Stylerclubs in irgendwelchen Hochhäusern, aber das ist ja gottseidank Geschmackssache.
Als ich mit internationalen Studenten aus Amsterdam in Hannover war, haben die meisten gemeint, dass sich Hannover viel großstädtischer anfühlen würde. Und irgendwo haben sie Recht.
Erbse, könntest du die letzten Posts bei Gelegenheit mal von unwesentlichem Bereinigen und dann in einen Thread 'Hannover - Image' verschieben? Da könnte man so etwas wunderbar diskutieren.
Dankö.
Da hast du natürlich recht, wenn du die Mieten ansprichst. Und auch da sind sich Bieledorf und Hannover ähnlich: Niedrige Mieten machen beide zu familienfreundlichen weil erschwinglichen Städten. Und ich meinte das ja auch gar nicht bösartig! Echt doof...
Orbiter February 10th, 2009, 07:36 PM Bevor du jemanden, der seit knapp 4 Jahren an diesem Forum teilnimmt und mit Sicherheit mehr Bilder, Infos und Links beigetragen hat als du, international Freunde hat und auch sonst nirgends als Troll bezeichnet wird und wurde als solchen bezeichnest, solltest du erst selber was Konstruktives beitragen. Und wieso hast du ein Problem damit, dass eben Bieledorf und Hannover meiner Meinung nach ähnlich sind? Und das bezieht sich hier eigentlich eher auf die Bausubstanz - und das ist halt so, ob es dir passt oder nicht. Und das ist auch kein Trollen, sondern eine Feststellung. Und jetzt nimm deine Förmchen und geh im Sandkasten im Schlamm spielen!
Es spricht nicht für dich, wenn du auf der einen Seite darauf wert legst, seit vier Jahren eine aktive und konstruktive Rolle in diesem Forum zu spielen, du auf der anderen Seite aber keinerlei Rücksicht auf die Diskussionskultur nimmst. Dabei ist dein erster Beitrag im Bereich "Hannover" folgender:
Für mich ist Hannover aber auch irgendwie immer sowas wie die große Schwester von Bieledorf. Denn sie haben viel gemeinsam: Ein reges kulturelles Leben für ihre Größe, dafür auch sehr viel Armut, sie sind hässlich, strukturschwach und die Einwohner sind etwas grob...
Nicht nur das der Beitrag im falschen Thread eingestellt wurde und trotz seiner Formulierung keine Antwort auf einen vorhergehenden Beitrag darstellt, er zeichnet darüber hinaus auch ein sehr undifferenziertes Bild, pauschalisiert und beleidigt die überwiegende Zahl der Nutzer dieses Bereichs. Nicht zuletzt ist wohl nicht "Bieledorf", sondern Bielefeld gemeint, google maps liefert jedenfalls kein Ergebnis für "Bieledorf".
Ich möchte dir damit nicht dein Recht auf eine Meinung absprechen, sondern daruf hin weisen, daß die Art und Weise wie du mit deinem Beitrag hier hinein geplatzt bist die meisten Leute zu der Überzeugen führen mußte, es handele sich hierbei um einen Trollbeitrag. Und da du dich auf deine Erfahrung berufst, hättest du es besser wissen und besser machen können.
Inhaltlich ist dein Beitrag sicherlich diskussionswürdig, erstrecht, wenn du, wie oben geschehen, anfängst ihn zu konkretisieren. Eine Aussage wie Und jetzt nimm deine Förmchen und geh im Sandkasten im Schlamm spielen! ist dagegen vollkommen unangebracht. Sie ist beleidigend, herabwürdigend und verletzend und gehört hier nicht her. Dafür ist eine Entschuldigung notwendig und die Besinnung darauf, wie man als Mensch mit einander umgehen möchte, wenn eine Diskussion zu einem konstruktiven Prozess werden soll. Manchmal hilft es, eine Runde um den Häuserblock zu laufen, anstatt sofort eine von Wut geprägte Antwort zu verfassen.
Um zum Thema dieses Threads zurück zu kommen, hier geht es um das Projekt HannoverCity 2020, einem Planungs- und Konzeptionsprozess, der für die Innenstadt von Hannover eine Perspektive entwickeln möchte und dabei wert auf einen Beteiligung der interessierten Bevölkerung legt. Du kannst dich an dieser Stelle gerne zu diesem Prozess äußern, Vergleich und Bewertungen des aktuellen Stadtbilds von Hannover und seiner Bevölkerung sind besser im Stadtgespräche Thread aufgehoben.
Skyline_FFM February 10th, 2009, 07:42 PM Eine kleine Korrektur: Meine ersten Beiträge zum Thema befinden sich auf Seite 6! Und hier in Bielefeld sagt fast JEDER Bieledorf. Besuch es mal, und du weißt warum!
Das mit den Förmchen war nicht okay, ebenso bezeichnet man aber Leute, die man nicht kennt - gerade wenn man neu ist und nicht weiß, um wen es sich handelt - eben nicht als Troll. So, damit ist da jetzt ein Schlussstrich drunter gezogen...
Squig February 10th, 2009, 07:49 PM Ich hoffe mal, dass Erbse das bei Gelegenheit in Ordnung bringt...
Um zum Thema dieses Threads zurück zu kommen, hier geht es um das Projekt HannoverCity 2020, einem Planungs- und Konzeptionsprozess, der für die Innenstadt von Hannover eine Perspektive entwickeln möchte und dabei wert auf einen Beteiligung der interessierten Bevölkerung legt. Du kannst dich an dieser Stelle gerne zu diesem Prozess äußern, Vergleich und Bewertungen des aktuellen Stadtbilds von Hannover und seiner Bevölkerung sind besser im Stadtgespräche Thread aufgehoben.
Ich finde nicht, dass das unter Stadtgespräch passt. Da Stadtgespräch immer noch unsere Art Off-topic ist, gibt es da jede Menge Diskussionsstränge, eine Diskussion über das Image Hannovers ginge da unter, und jeder, der hier reinkäme, hätte nicht das Gefühl, dass solche Kommentare, die imo sehr diskussionswürdig sind, ins Stadtgespräch gehörten.
@Skyline_FFM: Es geht mir nicht nur um Mieten an sich, sondern auch um die Häuser, in denen man dann wohnt, das sind nicht irgendwelche Mietskasernen. Und die Stadtteile zeichnen sich halt durch sehr viel grün aus, nicht vergleichbar zu dem Bisschen Park am Main in FFM.
Leine1977 February 12th, 2009, 09:54 PM Fazit: Keiner mag uns! :cry:
Das wissen wir ja bereits.
lifestyle032 March 23rd, 2009, 07:40 PM Man höre und staune, eine weitere Diskussionsrunde der City 2020 Reihe steht an.
Am 27.04.2009 soll über das Thema "Die Lebendige Stadt" gesprochen werden.
devilsadvocate March 23rd, 2009, 09:28 PM Tja liebe Leute, dann könenn wir ja dort mal wieder ein wenig Werbung machen... :)
Orbiter March 23rd, 2009, 09:49 PM Wo ist den der Termin bekannt gegeben worden?
lifestyle032 March 23rd, 2009, 10:04 PM Auf einem Plakat im Baudezernat :)
Flyer gibt es aber noch keine...
Leine1977 March 24th, 2009, 09:45 AM Ja, von einer Fortsetzung wurde ja gesprochen. Dumm nur, dass man von den Bürgervorschlägen nichts mehr hört. Das vergräzt mich etwas. Für mich die logische Konsequenz, dass wir jetzt den Verein haben.
Lebendige Stadt - was soll das heißen? Hoffentlich nicht noch mehr Festivals in der City. Bislang scheint ja nur die Bebauung des Köbelinger Marktes der einzige Umsetzungserfolg des Projekts zu werden.
lifestyle032 March 25th, 2009, 09:32 PM So, liebe Leute. Die Hannover City 2020 wurden nun umfassend aktualisiert.
Es stehen jetzt alle Termine 2009 fest, darunter die öffentlichen Diskussionsforen
Innenstadtforum 1 „Die lebendige Stadt“ am 27.April 2009
Innenstadtforum 2 „Die schöne Stadt“ am 22. Juni 2009
Innenstadtforum 3 „Die offene Stadt“ am 09. September 2009
Desweiteren wird wohl aktuell ein Internetforum vorbereitet, an dem sich die Bürger beteiligen sollen. Man scheint dazuzulernen ^^ :)
http://www.hannover.de/han2020/dialog/index.html
telemaxx April 27th, 2009, 10:52 PM War heute jemand bei der Diskussion?
Es wurde ein Forum auf Hannover.de eingerichtet, aber soweit ich weiß, kann man da noch keine Beiträge verfassen.
Leine1977 April 28th, 2009, 12:08 PM ^^ Würd mich auch mal interessieren.
Ein Forum kann ich nicht entdecken. Glauben tu ich auch nicht dran. Wie gesagt ist es auch in anderen Städten ein beliebtes Mittel, solche Foren zu installieren um den ahnungslosen Bürger zu suggerieren, ihr könnt auch was entscheiden.
lifestyle032 April 28th, 2009, 12:53 PM Das Forum gibt es; nur bin ich mir noch nicht im Klaren, wie effizient es wird. Kann man auch selber Themen erstellen, oder werden sie gleich gelöscht? Bisher sind nur Themen angelegt, die sich mit der gestrigen Veranstaltung befassen sollen...
Zur Veranstaltung von gestern. Das Prozedere war diesmal anders. Es gab eigentlich nur einen richtigen Vortrag, nachdem einer der 3 Mentoren, Hans Werner Dannowski, die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt hatte. Anschließend wurden Anmerkungen aus dem Auditorium aufgenommen - viel ausführlicher als bislang. Um 21 Uhr bin ich gegangen; die Diskussion hat sich aber schätzungsweise noch etwas hingezogen (@Lefthandy: wie lange?).
Die Präsentation der bisherigen Erkenntnisse erfolgte in eine ca. 15-minütigen Vortrag. Aspekte waren z.B.:
angrenzende Stadtteile sind durch den Cityring von der Innenstadt abgetrennt; dem ist man sich bewusst
manch ein Platz wird nicht gebührend bespielt bzw. genutzt (z.B. Trammplatz)
Einfall in die Innenstadt von Nordwesten ist tot (Hauptgüterbahnhof - Herschelstraße)
etc. pp.
Der Vortrag, gehalten von Juliane Schonauer, war recht umfassend. Präsentiert wurden Ideen, basierend auf der aktuellen Innenstadtsituation. Es ist schwer diesen Vortrag zusammenzufassen, da wirklich sehr viele Einzelaspekte aufgegriffe wurden - beispielsweise die Wohndichte in verschiedenen Lagen (z.B. Marstall, Warbüchenviertel), oder auch 1a, 1b, 1c Einkaufslagen und so weiter und so fort.
In der anschließenden Diskussion wurde auf die angesprochenen Aspekte eingegangen, z.B. Leben in der Stadt, öffentlicher Stadtraum.
Einige Anmerkungen aus dem Publikum:
Leben in der Stadt zu teuer/zu laut..
manch einer mag den Trubel, ein anderer möchte lieber Ruhe haben (obwohl dies in der Innenstadt auch gut möglich ist)
Dachlandschaft ein Graus
Koexistenz Marstall-Bebauung - Steintorviertel ?
Wiederherstellung der Lavesachsen
Es waren zu viele und gute Wortbeiträge um sie alle aufzuzählen...
Eine Anmerkung zum D-Tunnel gab es auch: hier müsse möglichst bald eine Entscheidung getroffen werden, da auch von dem Tunnelbau die Aufwertung der K-S-Straße, des Steintors und der Göthestraße abhängt.
So viel für den Moment.
Leine1977 April 28th, 2009, 01:56 PM Danke für den Bericht!:)
Scheint ja, dass mein Vorschlag mit der Leineinsel indirekt unter dem Punkt City-Ring subsummiert worden ist. Und auch der Punkt "Dachlandschaft" ist m.M. sehr wichtig - hier siehts echt übel aus in Hannover.
devilsadvocate April 28th, 2009, 04:33 PM Und ich hoffe, dass noch alle unsere Flyer in der Hand hatten ;)
Nein im eRnst, gab es denn überhaupt ein Kommentar zu unserer Flyer-Aktion? Vermutlich nicht oder?
Leine1977 April 28th, 2009, 04:45 PM Warst du denn nicht mehr im Saal, devil?
Wie verlief denn die Aktion? Hat man Euch die Flyer ins Gesicht gehauen? Revolution der Architekten?
devilsadvocate April 28th, 2009, 05:15 PM Naja, also das Verteilen hat gut geklappt. Ich würde meinen, dass ca. 70 % der Leute sich den Flyer ohne Kommentar nahmen, 25% unser Projekt toll fanden und 5% Ablehnung kam.
Im Großen und Ganzen sehr gut gelaufen.
Es gibt jetzt übrogens auch ein Forum unter
http://city2020.hannover-stadt.de/index.php
Habe gleich mal einen Beitrag für die Wasserkunst geschrieben. Mal gucken, ob er freigeschaltet wird.
Liebe Bürgerinnen und Bürger Hannovers,
ich möchte Sie auf unser Projekt des Weideraufbaus der Flusswasserkunst Hannover am Leineschloss aufmerksam machen, sofern dies nicht bereits durch die Presse geschehen ist.
Wir sind ein Verein namens "Hannoversche Stadtbaukultur e.V.", der sich um das städtebauliche Erscheinungsbild Hannovers gegenüber Touristen und gegenüber den Bewohnern zu kümmern versucht.
Unser größtes Projekt ist der Wiederaufbau der Flusswasserkunst (www.flusswasserkunst.de).
Hannover braucht den Wiederaufbau, weil:
1) Dieser geschichtsträchtige Ort, an der mittelalterlichen Wasserversorgungsstelle der Stadt, war bis zum Abriss im Jahre 1963 seiner Bedeutung würdig. Heute ist es ein verlassener Ort, der mit baulichen elementen der 70er Jahre verschandelt ist, umringt von großspurigen Fahrbahnen.
2)Die Wasserkusnt muss als eine von Hannovers Wahrzeichen wiederauferstehen und das Stadtbild wieder prägen. Das "Tor zur Altstadt" wäre wieder hergestellt.
3) Auch heute ist es wieder wichtiger denn je die Wasserkraft als moderne Stromversorgung zu nutzen. Im Inneren des Gebäudes soll ein umweltfreundliches zukunftsweisendes Wasserkraftwerk bei der Stromproduktion für Hannover behilflich sein und Interessierten einen Einblick in die moderne und saubere Energieerzeugung bescheren.
Dieser Ort könnte die Verschmelzung der Moderne mit der damaligen Pracht darstellen und mitunter eine zukunftsweisende Richtung hin zur sauberen Energieerzeugung aufzeigen.
Der Ort käme wieder Bedeutung zu und die "neue" Flusswasserkunst wäre eine Begegnungsstätte und Anziehungspunkt für Touristen und Bürger, die sich entweder von der Schönheit des Gebäudes, auch in Verbindung mit dem Leineschloss bezaubern lassen möchten, oder aber einen Blick in die Zukunft der Energieerzeugung werfen möchten.
Weil wir Hannover lieben, möchten wir zur Verschönerung und zukünftigen Entwicklung der Stadt mit aller Kraft beitragen. Der Verein finanziert sich derweil ausschließlich durch Spenden.
Erleben können Sie uns mit einem Holzmodell der Flusswasserkunst am autofreien Sonntag am 17. Mai am Platz der Göttinger Sieben.
Helfen Sie mit unter www.flusswasserkunst.de
Lefthandy April 28th, 2009, 05:31 PM Nein uns oder die Flyer hat überhaupt niemand erwähnt. Dabei hat ein sympathischer älterer Herr von Freunde Hannovers e.V. sehr oft und sehr lang das Wort ergriffen. Es ging ja aber auch ums Thema "die lebendige Stadt", also um die Belebung der City als Wohn-, Kultur- und Shoppingstandort, wobei letzteres, so die einhellige Meinung, bereits vorzüglich funktioniere.
Beim nächsten forum aber lautet das Thema "Die schöne Stadt"!!! Da wird es also ums Stadtbild gehen, genau unser Thema. Ein Vertreter von uns sollte sich da mal zu Wort melden und unser Thema einbringen. Mal sehen, was dann so kommt.
Allgemein war ich überrascht, dass alle Beteiligten an der Veranstaltung vollkommen annehmbare Standpunkte vertreten haben. Ich hatte erwartet mich mehr aufregen zu müssen, aber im Grunde war alles vorgetragene vollkommen okay und auch untereinander waren sich alle einig.
Nur aus dem Publikum kamen einzelne ermüdende Einwände, wie zB. eine ältere Dame, selbst gerade Oma geworden, die nicht einsehen wollte, dass die City als Wohnstandort auf ein spezielleres Klientel zugeschnitten bleiben sollte, was sie so verstand, als wolle man Kinder aus der Innensatadt endgültig vertreiben. Dass es Leute mit unterschiedlichen Präferenzen bei der Wahl des Wohnortes gibt, sickerte ohnehin nicht bei allen durch. Immer wieder kam der Einwand in der City sei es zum Wohnen zu laut, am Sonntag dann aber wiederum zu tot u.s.w. Und so ging viel Zeit dabei drauf, zu erklären, dass die Zeit des Wohnungsmangels vorbei ist, und wer das kompromisslos urbane Leben in der Innenstadt nicht möchte, könne ja jeder Zeit auf die vorzüglichen Angebote in den Stadtteilen zurückgreifen.
Oder ein Vertreter der Einzelhandelsgemeinschaft City o.ä., der vortrug, doch bitte um Himmels Willen sämtliche Parkhäuser im Süden der Innenstadt zu erhalten. Auch wenn diese schlecht ausgelastet seien, aber wenn es sie nicht gäbe, würde der Einzelhandel dort noch mehr geschwächt, bla, bla, bla. Also quasi ein generelles Plädoyer für Parkäuser.
Im Laufe der Diskussion wurden nämlich wiederholt schlecht ausgelastete Parkhäuser als mögliche neue Wohnstandorte ausgelobt. Des weiteren wurden die schlecht ausgelasteten oberen Etagen von Geschäftshäusern zum Ziel von Wohnungsunerbringungsplänen. Allgemein wurde das Paradigma ausgegeben, mögliche Wohnungsstandorte zukünftig auch in einzelnen Parzellen der Innenstadt zu prüfen, je nach Besonnung etc. Nicht nur wie bisher bei größeren Blöcken wie zB dem Köbelinger Markt, von dem sich im übrigen eine Aufwertung seines gesamten näheren Umfeldes als Wohnstandort erhofft wird! Herr Bodemann betonte nochmal, dass der Investor beim Hotel am hohen Ufer vor habe, dort auch hochwertigen Wohnraum anzubieten. Dies könne dann sowas wie ein Modellprojekt sein.
Es wurden auch die toten Straßen der Innenstadt angesprochen, in denen vornehmlich Gebäuderückseiten, Anfahrtszonen und sowas zu finden sind. Genau diese Straßen gelte es durch permanentes Wohnen zu beleben. Rund um den Köbelinger Markt gibt es ja ein Paar davon.
Grundsätzlich zeigte sich Frau Schonauer überrascht, dass in Hannovers City bereits sehr viel gewohnt werde. Was aber meiner Meinung eher daran liegt, dass Bereiche, die man ohne Cityring eher zum jeweilig angrenzenden Stadtteil dazuzählen müsste, und wo sie früher auch mal dazugehörten, heute zur City gehören (Warmbüchenviertel, Bereich um Klagesmarkt, Königstraße, etc.). Richtig ist aber, dass es heute allesamt eher vereinzelte Wohninseln sind, die obendrein zu viel Kleinstwohnungen anbieten, so dass sie insgesamt sehr instabil sind. Diese gelte es durch verbindende Wohnnutzungen zu verknüpfen. Viel Potential wurde dabei im Bereich um die Lange Laube gesehen. Ein Herr aus dem Publikum schlug dabei vor, auch türkische Investoren für die weitere Erschließung als Wohnstandort zu gewinnen, weil er aus der Multi-Kulti-Prägung des Bereichs Kapital schlagen wollte. Ein so City naher Kultureller Schmelztegel sei einmalig unter Deutschlands Großsstädten.
Zu dem Thema kam Herr Bodemann nochmal auf die D-Linie zu sprechen, weil er den desaströsen Zustand der Goethestraße eben in der unsicheren Planungslage begründet sieht. Er hielt sich allerdings vollkommen bedeckt, ob er Tunnel oder oberirdische Varinate bevorzugt, das würden halt Experten prüfen. Aber er betonte die Dringlichkeit des Unterfangens. Ihm als Hannoveraner blute das Herz, beim Anblick der Situation in der Goethestraße. Bezüglich der Multi-Kulti-Boulevard-Pläne des Herrn aus dem Publikum meinte Bodemann, dass man mit solchen Aufwertungsaktionen meist gerade das ansässige Milieu vertreibe.
Alles in allem eine fröhliche Runde ohne allzu viel Kontroverse. Das wird beim Thema "Die schöne Stadt" sicher anders werden... :horse:
Ach ja, @Lifestyle:
Nachdem du gegangen bist, wurde nur noch etwa 20 Minuten lang weiter diskutiert.
@devil:
Einen Herrn im Publikum gab es, der den ganzen Abend über unseren Flyer in der Hand hielt.
Leine1977 April 28th, 2009, 05:39 PM Danke für den ausführlichen Bericht lefthandy!
Das mit den Parkhäusern hört sich ja nicht so doll an. Ich frage mich, warum denn überhaupt noch soviele gebaut werden.
Und türkische Investoren will ich hier nicht sehen. Die können nämlich nicht bauen - am Steintor gibt es schon ein paar billige türkische Butzen.
Lefthandy April 28th, 2009, 09:15 PM Das mit den Parkhäusern hört sich ja nicht so doll an. Ich frage mich, warum denn überhaupt noch soviele gebaut werden.
Das sind die altbekannten Probleme: Im Norden ballt sich zunehmend das Shoping-Geschehen, der Süden darbt dagegen etwas. Letzter Dolchstoß war die EAG. Deshalb werden im norden weiter Parkhäuser gebaut, im süden aber keine aufgegeben (:nuts:).
Leine1977 June 15th, 2009, 10:10 AM gesehen auf ihmebote.de
Ausstellung in der Bauverwaltung: Hannover City 2020 – Keine Zukunft ohne Vergangenheit
Hannover im Wandel der Zeit: Unter dem Titel “Keine Zukunft ohne Vergangenheit” werden vom 16. bis 29. Juni in der Bauverwaltung rund ein Dutzend Stadtgrundrisse ausgestellt, die die Entwicklungsgeschichte der heutigen Landeshauptstadt aufzeigt - als Bürgerstadt, als fürstliche Residenzstadt, als klassizistische Lavesstadt, die Entwicklung von der Industriestadt bis hin zu der wiederaufgebauten Stadt und die Stadt der Großprojekte.
Die Exponate geben Auskunft über historische Bezüge, Gebäude und räumliche Strukturen, die wesentlich die Identität der Stadt Hannover prägen und somit zur Unverwechselbarkeit beitragen.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Analyse im Vorfeld des nächsten öffentlichen Innenstadtforums in der Reihe Hannover City 2020, das am 22. Juni im Sprengel Museum Hannover (19 Uhr) stattfindet und den Titel “Die schöne Stadt” trägt. Um Chancen und Potenziale aufzudecken, die Nachkriegesmoderne weiterzuentwickeln, hat die Arbeitsgemeinschaft Machleidt + Partner/ Michael Braum und Partner die historischen Schichten der Stadtentwicklung Hannovers untersucht und aufgezeichnet, wie sich der Stadtgrundriss im Laufe der Jahrhunderte in zeitlichen Epochen verändert hat.
Die Ausstellung ist vom 16. bis 29. Juni 2009 werktags von 8 bis 18 Uhr im ersten Obergeschoss der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, zu sehen. Der Eintritt ist frei.
^^ klingt äußerst interessant. Werd ich mir mal antun.
Leine1977 June 15th, 2009, 11:38 AM Hab gerade im City2020 ein paar Beiträge losgelassen. Ist ja nicht gerade gut besucht. Im Wasserkunst-Forum dagegen wurde am meisten diskutiert. Musste da devil auch mal zur Seite stehen. Generell würde ich da aber nicht mehr weiter diskutieren, es erweitert nur die Plattform von Gegnern (im übrigen eindeutig Architekten, so hochgestochen dort die immergleichen Antworten sind).
Leine1977 June 22nd, 2009, 08:18 AM Die heutige Diskussion bei City 2020 scheint wirklich spannend zu werden! Mein Gott, man beschäftigt sich ja zum Teil mit Forderungen/Wünschen meinerseits: Straßenrückbau am Leibnizufer, Berücksichtigung von Laves-Achsen,... ein Traum.
Interessant: Man will einen Neubau neben die ehemalige Kreissparkasse setzen. Gerüchte soll es hier geben, dass die Stadtsparkasse aus ihrem braunen Tower vom Raschplatz weg will?!
http://img19.imageshack.us/img19/5889/img3xgn.jpg (http://img19.imageshack.us/i/img3xgn.jpg/)
http://img19.imageshack.us/img19/6991/img44b.jpg (http://img19.imageshack.us/i/img44b.jpg/)
Skyline_FFM June 22nd, 2009, 09:03 AM Gibt es eigentlich auch Pläne für mehr Parkplätze oder Parkhäuser? Ich finde es in Hannover immer sehr schwierig zu parken, wenn große Veranstaltungen sind. Und ich bin ja kein P+R-Freund, weil ich ungern den ÖPNV benutze. Da hat man immer so engen Kontakt zu Menschen, die einem nicht so sympathisch sind. Bisher war es eigentlich immer Glückssache, wenn ich relativ Zentrumsnah parken konnte, in der Nähe des Rathauses.
web30167 June 22nd, 2009, 09:51 AM Die heutige Diskussion bei City 2020 scheint wirklich spannend zu werden! Mein Gott, man beschäftigt sich ja zum Teil mit Forderungen/Wünschen meinerseits: Straßenrückbau am Leibnizufer, Berücksichtigung von Laves-Achsen,... ein Traum.
Pressemeldung vom 21.06.2009 (http://www.presse-hannover.de/pressemeldungen/090621han2020.html)
CrayZD June 22nd, 2009, 10:00 AM @Skyline: Ironie? Ansonsten... das Leben ist kein Wunschkonzert. ;)
Ich muss die komischen Menschen in der Bahn schließlich täglich ertragen...
Fakt ist, dass das Parkplatzangebot in der City für den 'Normalbedarf' mehr als ausreichend ist. Nichtmal zu verkaufsoffenen Sonntagen wird es eng, höchstens hier und da mal im Weihnachtsgeschäft.
Für die (wenigen) Abendveranstaltungen direkt in der Innenstadt bestand früher mal das Problem, dass viele Parkhäuser ihre Öffnungszeiten den Geschäften angepasst haben. Das hat sich aber schon weitgehend gebessert. Größter Stressfaktor sind nach wie vor Großveranstaltungen im Stadion (bzw. Sporthalle, Parkbühne etc.) bei gleichzeitiger Belegung des Schützenplatzes. Das gibt immer ein hübsches Verkehrschaos.
Zurück zum Thema:
Am besten finde ich den Artikel über den Cityring. Endlich bestätigt mal ein Gutachten meinen subjektiven Eindruck. Allerdings weiß ich nicht, ob die Vorrangschaltung für die Bahn an der Kreuzung Goethestraße berücksichtigt wurde. Denn in einem früheren Artikel zum Thema 'suboptimale Ampelschaltungen in Hannover' war mal zu lesen, dass durch die vielen ÖPNV-freundlichen Schaltungen ein gehöriges Optimierungspotential einfach flöten geht. Vorrang für die üstra ist in Hannover allerdings eine heilige Kuh, die niemals geschlachtet wird.
Andererseits: schön, wenn die Bahn einem Cityring-Rückbau an dieser Stelle im Wege stünde... noch ein Argument pro D-Tunnel. :D
Die Reduzierung von Verkehrsflächen in der Innenstadt muss ein Hauptziel bei der Verbesserung des Stadtbildes sein. Straßen wie Berlin und Häuser wie Bielefeld (überspitzt gesagt), das passt eben nicht zusammen.
Ich wusste übrigens bisher gar nicht, dass die breiten Mittelstreifen auf dem Cityring für Hochstraßen-Pfeiler freigehalten wurden. Gruselige Vorstellung!
Auf der anderen Seite sehe ich es extrem skeptisch, die Leine von beiden Seiten zuzubauen. Zumal es hier sicher nicht um historische Baustile gehen würde. Und der Uferbereich hat so wie er ist etwas sehr schönes. Ich war jetzt ein paar mal in der Leine-Suite und würde da sicher nicht hingehen, wenn ich statt auf das grüne Ufer in Büro- oder Küchenfenster gucken würde.
matheking June 22nd, 2009, 10:35 AM Auf der anderen Seite sehe ich es extrem skeptisch, die Leine von beiden Seiten zuzubauen. Zumal es hier sicher nicht um historische Baustile gehen würde. Und der Uferbereich hat so wie er ist etwas sehr schönes. Ich war jetzt ein paar mal in der Leine-Suite und würde da sicher nicht hingehen, wenn ich statt auf das grüne Ufer in Büro- oder Küchenfenster gucken würde.
Ich bin auch ein Mensch der das offene, grüne und leicht geschwungene von Leibnizufer und Lavesallee sehr mag. Von daher kann ich mich mit einem Zubauen des selbigen nur schhwer anfreunden. Sinnvoll wäre es in meinen Augen aber tatsächlich in den Bereichen in denen Fussgänger von einem Stadtteil in den anderen wechseln wollen. In dem Artikel wird ja auch angedacht, an der Goethestraße ein Gebäude zu plazieren, dem kann ich durchaus was abgewinnen.
Was eine Bebauung des Leineufers angeht, so bin ich eher für einesich komplette Bebauung der Altstadtseite. Wenn man das hohe Ufer durch asymmetrische Häuserzeilen ersetzt die in Richtung Altstadt Läden, Wohnungseingänge und ähnliches auf der derzeitigen Höhe besitzen und in Richtung Leine zwei Stockwerke tiefer Läden und Cafes die sich zu einer schmalen Promenade/Steg öffnen. Das wäre dann Gastronomie so ähnlich wie sie jetzt von dem Aulich betrieben wird. In Höhe vom Marstall und vielleicht auch dem Beginenturm könnte man große Treppenanlagen haben die Raum zum Sitzten bieten und die Uferpromenade an die Altstadt anbieten.
Leine1977 June 22nd, 2009, 11:00 AM Ich bin auch ein Mensch der das offene, grüne und leicht geschwungene von Leibnizufer und Lavesallee sehr mag.
Oh, ein Hillebrecht-Fan!
In der neuen Presse ist zur Bebauung eine Skizze. Demnach soll nur an der Goethestraße sowie gegenüber des Leineschlosses (etwas nach oben noch) ein Bau hin, damit die Leine-Partie eingefasst wird. Das Ufer bleibt definitiv dazwischen frei!
In Anbetracht der Architektur ist das auch gut so. Dennoch wäre das Optimum die Wiederherstellung der alten Leineinsel - also dichte Bebauung mit kleinen niedlichen Häusern. Und auch einer geschwungenen Laves-Allee - welche den Waterlooplatz ja bewußt zerstört - kann ich nichts abgwinnen. Die Säule steht einfach nur noch trostlos herum.:ohno:
CrayZD June 22nd, 2009, 11:12 AM @matheking: auch eine sehr schöne Idee. Allerdings gäbe es da wohl einige, die lautstarken Protest einlegen würden. Z.B. sämtliche Hauseigentümer und Gastronomiebetreiber, die momentan auf der Altstadtseite vom direkten Leineblick profitieren. Incl. des zukünftigen Hotel-Investors (es sei denn, der Hotelneubau wird in diesem Zusammenhang in seinen Dimensionen angepasst).
An der erwähnten Ecke fände ich einen Neubau übrigens noch OK. Eine durchgehende Bebauung auf Cityring-Seite fände ich katastrophal. Man stelle sich den verbauten Blick aufs Leineschloss vor. Und das Leibniz-Zitat am Historischen Museum leuchtet dann statt auf den Cityring in irgendwelche Schlafzimmer.
@Leine: einen Punkt in der NP-Skizze hast Du vergessen: die angeregte Bebauung 'des Standortes der ehemaligen Flusswasserkunst'. Das klang gar nicht gut. Das einzige was m.E. am Standort der FWK gebaut werden sollte ist die FWK selbst.
Und zum Waterloo: eben! Auch wenn er in Lage und Formgebung heute sicher nicht das Optimum darstellt... ein Dasein als bessere Verkehrsinsel, wie in der Skizze vorgeschlagen, wäre ja wohl noch unwürdiger!
Äußerst problematisch finde ich übrigens in der HAZ die Äußerung von Bodemann zum Raschplatz. Das klingt ja schon arg nach Resignation. Warum zum Geier sollte ein Abriss des Pavillons nicht durchsetzbar sein? Wegen des Mezzo und ein paar Kultureinrichtungen? Für die wird man ja wohl Ausweichquartiere schaffen können.
matheking June 22nd, 2009, 11:16 AM Oh, ein Hillebrecht-Fan!
In der neuen Presse ist zur Bebauung eine Skizze. Demnach soll nur an der Goethestraße sowie gegenüber des Leineschlosses (etwas nach oben noch) ein Bau hin, damit die Leine-Partie eingefasst wird. Das Ufer bleibt definitiv dazwischen frei!
Das klingt doch gut, aber warum soll dann die Zahl der Fahrstreifen reduziert werden? Einfach nur so? Wenn man nichts mit dem gewonnenem Raum anfangen will ist das doch Blödsinn Straßen teuer zurückzubauen!
In Anbetracht der Architektur ist das auch gut so. Dennoch wäre das Optimum die Wiederherstellung der alten Leineinsel - also dichte Bebauung mit kleinen niedlichen Häusern. Und auch einer geschwungenen Laves-Allee - welche den Waterlooplatz ja bewußt zerstört - kann ich nichts abgwinnen. Die Säule steht einfach nur noch trostlos herum.:ohno:
Ausser der Waterloosäule steht da doch auch fast nichts mehr der Vorkriegsbebauung. Das ist also auch nicht mehr der "alte" Waterlooplatz, der im Übrigen auch nur ein vorstädtischer Exerzierplatz war. Warum sollte dann die Straßenführung so tun als ob es noch eine nenneswerte Randbebauung gäbe?
Ich finde die Lavesallee auch schlichtweg eleganter als die alte, mit Verlaub, angestaubte und provinzielle, Straßenführung.
CrayZD June 22nd, 2009, 11:28 AM Das klingt doch gut, aber warum soll dann die Zahl der Fahrstreifen reduziert werden? Einfach nur so? Wenn man nichts mit dem gewonnenem Raum anfangen will ist das doch Blödsinn Straßen teuer zurückzubauen!
Die Gebäude sollen laut Skizze gegenüber der Üstra und des Marstalls sowie ungefähr auf dem heutigen Parkplatz Altstadt (wie Leine schon schrieb, schräg gegenüber vom Schloss) entstehen. Zudem wurde eine weitere Fußgängerbrücke über die Leine, in Verlängerung der Pferdestraße, angeregt. Gegenüber des Schlosses und des Hotelneubaus entstünden zwischen den Gebäuden dann großzügige Parkflächen. Bei entsprechender architektonischer Qualität könnte das in der Tat ganz nett aussehen.
P.S.: während die HAZ ja noch ein ganz nettes Großfoto ausgewählt hat, das Plus- und Minuspunkte des Cityrings gleichermaßen aufzeigt, entschied sich die NP für den puren Grusel: Friederikenplatz, aus Richtung Wangenheimpalais aufgenommen. Da wird einem die Notwendigkeit des Rückbaus schlagartig klar!
matheking June 22nd, 2009, 11:33 AM Diese "großzügigen" Parkanlagen entstehen doch aber nur, wenn man den Verkehr in Richtung Königsworther Platz auf die andere Seite verlagert. Da grenzt dann aber schon an einen kompletten Neubau der Straße Leibnizufer mit den entsprechenden Kosten. Eine Umsetzung erscheint mir daher als unwahrscheinlich.
Würde das in der Tat so umgesetzt, kann ich mit dem Ergebnis allerdings auch gut leben!
CrayZD June 22nd, 2009, 11:39 AM Diese "großzügigen" Parkanlagen entstehen doch aber nur, wenn man den Verkehr in Richtung Königsworther Platz auf die andere Seite verlagert. Da grenzt dann aber schon an einen kompletten Neubau der Straße Leibnizufer mit den entsprechenden Kosten. Eine Umsetzung erscheint mir daher als unwahrscheinlich.
Würde das in der Tat so umgesetzt, kann ich mit dem Ergebnis allerdings auch gut leben!
Richtig. Die Trassierung Richtung Süden würde weitgehend so bleiben wie sie ist. Lediglich die linke Spur würde dann wohl einem schmalen Grünstreifen weichen, und der heutige Mittelstreifen wäre dann die Fahrspur Richtung Norden. Billig wäre das nicht...
Wieviel von City2020 in Zeiten knapper Kassen wirklich umgesetzt wird, ist ja ohnehin die große Frage. Zunächst wird man sich wohl auf Projekte beschränken, die möglichst ohne großes Zutun der Stadt laufen können (Marstall, Klagesmarkt...).
P.S.: in punkto Kosten käme eine 1:1-Umsetzung der Skizze übrigens noch dicker: für den dort skizzierten Straßenverlauf der Lavesalle müsste der Nodzugang der Station Waterloo komplett abgerissen und neugebaut werden. Von daher nicht gerade realistisch, auch wenn man den baulichen Zustand des Stationszugangs sicher optimieren könnte - zum Beispiel endlich die sinnfreien Rampenbauwerke abreißen und durch Treppen ersetzen. Da mittlerweile Aufzüge direkt von den Gleisen an die Oberfläche führen, haben die Rampen nur noch als Zubringer für die Fußgängertunnel eine Daseinsberechtigung. Und eine zurückgebaute und ampeltechnisch optimierte Lavesallee kann man ja wohl auch als Rollstuhl- oder Radfahrer ebenerdig queren - was zudem deutlich angenehmer sein dürfte als über die Pflasterbuckelpiste auf den Rampen.
telemaxx June 22nd, 2009, 02:13 PM Mit der Möglichkeit der Reduzierung der Fahrspuren auf dem Cityring am Leibnizufer und Friedrichswall ist ja ziemlich schnell das eingetreten, was ich am Raschplatz gefordert habe.
Komischerweise ist dieser kein Interventionsort.
Grundsätzlich begrüße ich diesen Ansatz und die Planung, die in der NP-Skizze dargestellt ist.
Die Busspur vom Aegi zum Waterlooplatz halte ich auch für überflüssig.
Wieviel Platz dadurch vergeudet wird.
Vorm Rathaus könnte man das Profil der Straße durch Reduzierung auf 2 Fahrspuren pro Richtung und Wegfall der Busspur halbieren und damit das neue Rathaus oberirdisch sehr gut an die City anbinden.
Die Anbindung würde dann noch durch die Umgestaltung und Bebauung des Köbelinger Markts verbessert.
AlfredJKwak June 22nd, 2009, 03:16 PM Mit der Möglichkeit der Reduzierung der Fahrspuren auf dem Cityring am Leibnizufer und Friedrichswall ist ja ziemlich schnell das eingetreten, was ich am Raschplatz gefordert habe.
Komischerweise ist dieser kein Interventionsort.
Warts ab. Stellt man dort erst einmal einen positiven Erfolg fest, rückt der Raschplatzbereich ganz schnell in den Vordergrund.
Leider bin ich heute Abend verhindert, sonst wäre ich gern einmal ins Sprengel Museum vorbei gekommen...
Schnitzelesser June 22nd, 2009, 04:26 PM Kann jem. die NP-Skizze bitte online stellen?
tetaro June 22nd, 2009, 07:15 PM Die Präsentation der bisherigen Erkenntnisse erfolgte in eine ca. 15-minütigen Vortrag. Aspekte waren z.B.:
angrenzende Stadtteile sind durch den Cityring von der Innenstadt abgetrennt; dem ist man sich bewusst
manch ein Platz wird nicht gebührend bespielt bzw. genutzt (z.B. Trammplatz)
Einfall in die Innenstadt von Nordwesten ist tot (Hauptgüterbahnhof - Herschelstraße)
etc. pp.
Da fehlt ja auch die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr (abgesehen von dem "Alle-20-Minuten-Bus" am Rathaus und ähnlicher Behelfe). In Hannover geht der Stadtbahnverkehr sternförmig, die Hauptstraßen laufen um die City ringförmig. An letzteren hat man den öffentlichen Nahverkehr irgendwie "vergessen" oder nur ziemlich schmal abgedeckt. Gerade beim Rathaus habe ich das nie so richtig verstanden, allein weil in der Gegend hunderte von Leuten arbeiten.
matheking June 22nd, 2009, 07:21 PM Da fehlt ja auch die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr (abgesehen von dem "Alle-20-Minuten-Bus" am Rathaus und ähnlicher Behelfe). In Hannover geht der Stadtbahnverkehr sternförmig, die Hauptstraßen laufen um die City ringförmig. An letzteren hat man den öffentlichen Nahverkehr irgendwie "vergessen" oder nur ziemlich schmal abgedeckt. Gerade beim Rathaus habe ich das nie so richtig verstanden, allein weil in der Gegend hunderte von Leuten arbeiten.
Also die hunderten von Leuten die Du meinst arbeiten ja wohl eher im Bereich Aegi und haben da einen guten Anschluss an die Stadtbahnen. Die Arbeitnehmer aus dem Gebiet Köbelinger Markt sind mit der Markthalle versorgt und die aus der Waterloostraße mit der gleichnamigen Haltestelle. Eine Unterversorgung mit ÖPNV kann ich da also nicht erkennen. Das es vom Rathaus vielleicht 600 Meter entlang der Nord/LB zum Aegi sind halte ich für ausreichend nah.
tetaro June 22nd, 2009, 07:22 PM Die Busspur vom Aegi zum Waterlooplatz halte ich auch für überflüssig.
Wieviel Platz dadurch vergeudet wird.
Die Trasse ist nicht überdimensioniert, sondern der öffentliche Nahverkehr ist hier gnadenlos unterdimensioniert. Wenn man am Goetheplatz oder Königsworther Platz vorbeifährt und fast in Rufweite vom Rathaus ist, ist es doch eigentlich unversständlich, dass man noch durch die halbe Stadt kurven muss und dann noch 10 Minuten Fußweg hat, um dahin zu kommen. Aus meiner Sicht fehlt eindeutig eine gut ausgebaute Verbindung vom Königsworther Platz zum Aegi über das Rathaus. Das würde diese wichtige Achse mit seinen zentralen Punkten wesentlich beleben.
tetaro June 22nd, 2009, 07:28 PM Also die hunderten von Leuten die Du meinst arbeiten ja wohl eher im Bereich Aegi und haben da einen guten Anschluss an die Stadtbahnen. Die Arbeitnehmer aus dem Gebiet Köbelinger Markt sind mit der Markthalle versorgt und die aus der Waterloostraße mit der gleichnamigen Haltestelle. Eine Unterversorgung mit ÖPNV kann ich da also nicht erkennen. Das es vom Rathaus vielleicht 600 Meter entlang der Nord/LB zum Aegi sind halte ich für ausreichend nah.
600 Meter inkl. endloser Treppen am Aegi bedeuten durchschnittlich ca. 15 Minuten Fußweg jeden Tag 2 mal, also 30 Minuten- ohne Fahrzeit! In dieser Zeit sind viele Leute aus den angrenzenden Stadtteilen mit dem PKW viel bequemer vor Ort. Die Akeptanzgrenze für den Weg zu einer U-Bahn-Station liegt m.E. irgendwo bei maximal 5 Minuten. Markthalle ist besser, aber der Weg in die Richtung ist Mist, über den Friedrichswall oder durch die p*ssigen Unterführungen. Daneben ist die ganze Gegend eher unangenehm zu begehen, weil sie vor allem im Winter sehr zugig ist.
Und wenn du das Rathaus und die umliegenden Bürogebäude nimmst, hast du wirklich einen ganzen Haufen Leute, die da täglich pendeln.
Für Touristen ist die Situation auch unangenehm.
matheking June 22nd, 2009, 07:34 PM Die Trasse ist nicht überdimensioniert, sondern der öffentliche Nahverkehr ist hier gnadenlos unterdimensioniert. Wenn man am Goetheplatz oder Königsworther Platz vorbeifährt und fast in Rufweite vom Rathaus ist, ist es doch eigentlich unversständlich, dass man noch durch die halbe Stadt kurven muss und dann noch 10 Minuten Fußweg hat, um dahin zu kommen. Aus meiner Sicht fehlt eindeutig eine gut ausgebaute Verbindung vom Königsworther Platz zum Aegi über das Rathaus. Das würde diese wichtige Achse mit seinen zentralen Punkten wesentlich beleben.
Auch hier muss ich widersprechen. So groß ist der Wunsch einer direkten Verbindung Königsworther Platz <=> Rathaus nicht. Der Grund weshalb man als Autofahrer das Gefühl hat diese Strecke wäre wichtig ist doch nur die Verkehrsführung. Brühlstraße und Leibnizufer sind doch eigentlich Umleitungen um die Innenstadt und werden deswegen so gut genutzt. Nicht wegen der eigentlichen Verbindung.
Im Übrigen sind es mit der 4/5 vom Königsworther auch nur 3 Haltestellen bis zum Aegi.
Das es Lücken in den Direktverbindungen des ÖPNV gibt ist doch nicht verwunderlich. Entweder müssen die Fahrgastzahlen um 300% steigen um alle möglichen Querverbindungen zu ermöglichen, oder solche Busse könnten nur alle halbe Stunde verkehren um gut ausgelastet zu sein. Und das wären sie dann wahrscheinlich auch nicht weil keiner so lange warten will und stattdessen den "Umweg" über den Kröpcke nimmt.
Versteh mich nicht falsch. Auch hätte als ÖPNV-Nutzer gerne mehr direkte Verbindungen. Realistisch sind die aber nicht, so gäbe es sie.
matheking June 22nd, 2009, 07:35 PM 600 Meter inkl. endloser Treppen am Aegi bedeuten durchschnittlich ca. 15 Minuten Fußweg jeden Tag 2 mal, also 30 Minuten- ohne Fahrzeit! In dieser Zeit sind viele Leute aus den angrenzenden Stadtteilen mit dem PKW viel bequemer vor Ort. Die Akeptanzgrenze für den Weg zu einer U-Bahn-Station liegt m.E. irgendwo bei maximal 5 Minuten. Markthalle ist besser, aber der Weg in die Richtung ist Mist, über den Friedrichswall oder durch die p*ssigen Unterführungen. Daneben ist die ganze Gegend eher unangenehm zu begehen, weil sie vor allem im Winter sehr zugig ist.
Und wenn du das Rathaus und die umliegenden Bürogebäude nimmst, hast du wirklich einen ganzen Haufen Leute, die da täglich pendeln.
Für Touristen ist die Situation auch unangenehm.
Perfekt ist eben nichts. Eine U-Bahnstation unter jedem größeren Bürogebäude resp. Rathaus wird es nicht geben. Und 15 Minuten Wegstrecken vom Rathaus bis zum Gleis sind doch Rollator-Tempo oder?
tetaro June 22nd, 2009, 07:38 PM Auch hier muss ich widersprechen. So groß ist der Wunsch einer direkten Verbindung Königsworther Platz <=> Rathaus nicht. Der Grund weshalb man als Autofahrer das Gefühl hat diese Strecke wäre wichtig ist doch nur die Verkehrsführung. Brühlstraße und Leibnizufer sind doch eigentlich Umleitungen um die Innenstadt und werden deswegen so gut genutzt. Nicht wegen der eigentlichen Verbindung.
Ich denke trotzdem, dass das Rathaus einen besseren Anschluss braucht, allein als repräsentativer Mittelpunkt Hannovers. Es braucht eine U-Bahn-Station oder einen gut versorgten Zubringer.
Speziell aus Richtung Westen (Linden-Nord o.ä.), wo man mit dem PKW über das Leibnizufer gut hinkommt, ist die ÖPNV-verbindung mehr als grauenhaft, da praktisch nicht vorhanden.
gstolze June 22nd, 2009, 07:41 PM Perfekt ist eben nichts. Eine U-Bahnstation unter jedem größeren Bürogebäude resp. Rathaus wird es nicht geben. Und 15 Minuten Wegstrecken vom Rathaus bis zum Gleis sind doch Rollator-Tempo oder?
LOL....ich denke auch, dass man von der Rathaustür bis zur U-Bahn am Aegi nicht mehr als 7 Minuten braucht.
Außerdem: geht mal mittags in die Markthalle, da sieht man die halbe Stadtverwaltung. Warum ist es mittags kein Problem aber morgens und abends ist es zu weit bis zur U-Bahn Markthalle?
matheking June 22nd, 2009, 07:47 PM ...
Speziell aus Richtung Westen (Linden-Nord o.ä.), wo man mit dem PKW über das Leibnizufer gut hinkommt, ist die ÖPNV-verbindung mehr als grauenhaft, da praktisch nicht vorhanden.
Auch wenn wir jetzt schon ziemlich weit abgekommen sind vom eigentlichen Thema dieses Threads auch da noch ein Kommentar meinerseits als Bewohner des schönen Linden-Nords.
Der 120er ist sicherlich tagsüber mit seinem 20 Minuten Takt eher suboptimal, zu den Zeiten des Berufsverkehrs verkehrt er allerdings in einem deutlich dichteren Takt (ohne die genaue Taktzeit zu wissen). Er verbindet doch Linde-Nord über die Haltestellen Kötnerholzweg und Küchengarten direkt mit dem Rathaus. Besser geht es doch für Dich als Rathausmitarbeiter gar nicht!
CrayZD June 22nd, 2009, 08:26 PM Kann jem. die NP-Skizze bitte online stellen?
Ich hoffe, der ganze Artikel tut's auch: ;)
http://img20.imageshack.us/img20/3623/imgqrg.jpg
devilsadvocate June 22nd, 2009, 09:08 PM Also unsere Wasserkunst ist ja schon mal drin verzeichnet, wunderbar :-)
Mich würde ja mal interessieren, was dem stadtbaurat an Neubauten in diesem Bereich, gerade auch im Bereich derAltstadt so vorschweben... Glas und Stahl schätze ich... Das wäre grauenvoll und würde die Altstadt auf Dauer verloren machen...
Ich wäre dafür, wenn man einfach den Stadtraum Münzstraße, Leibnizufer, KArmarschstraße und SChiedestraße nimmt und in diesem BNereich nur Rekonstruktionen zulässt oder aber Neubauten, die in alter Bauweise errichtet werden. Es wäre ein begrenzter Bereich, der durch die vielelen geplanten Neubauten sehr gut hergerichtet werden könnte, wenn mand arauf achtet. Zunöchst einmal bleibt ja abzuwarten, wie das Hotel aussehen wird... weiß jemand, wann da Beubeginn ist oder wann die Entwürfe feststehen?
CrayZD June 22nd, 2009, 09:17 PM Vorsicht, devil: es wird bei der FWK im Text daneben nur von einem möglichen Standort für die Bebauung gesprochen... in welcher Form auch immer. Ich höre die Architektenzunft schon wieder - analog zur Herrenhausen-Debatte - nach einer 'Neuinterpretation' der historischen Bebauung schreien. :ohno:
Ich finde auch, dass es am Leibnizufer durch die breiten Grüngürtel noch den geringsten Handlungsbedarf gibt. Den Friederikenplatz mitsamt der Anbindung der Karmarschstraße fand ich allerdings schon immer gruselig. Das Foto macht es einem nur nochmal so richtig bewusst.
Also, am Friedrichswall incl. Friederikenplatz darf man gerne mit der 'Stadtraumoptimierung' anfangen. Aber bitte ohne Neubebauung. Vermutlich wird es aber, wie ich zuvor schon sagte, andersherum laufen: zuerst das Futter für die Investoren in Form von Bauplätzen an Leineufer, Marstall und Klagesmarkt... und dann sieht man mal weiter. :(
realstranger June 22nd, 2009, 09:23 PM P.S.: während die HAZ ja noch ein ganz nettes Großfoto ausgewählt hat, das Plus- und Minuspunkte des Cityrings gleichermaßen aufzeigt, entschied sich die NP für den puren Grusel: Friederikenplatz, aus Richtung Wangenheimpalais aufgenommen. Da wird einem die Notwendigkeit des Rückbaus schlagartig klar!
Dabei zeigt das Foto noch nichtmal den Friderikenplatz, sondern "nur" die Kreuzung davor :D
Ich habe übrigens gestern versucht den Friederikenplatz zu überqueren. Da die Unterführung durch die Fête de la Musique abgesperrt war (da drin tummelte ein Haufen Red-Bull Jünger, während die Bässe die Statik der Unterführung auf die Probe gestellt haben :D) bin ich ca. 5 Minuten lang von Insel zu Insel gelatscht. Das ganze war noch viel schlimmer, weil ich mal dringend die Befreiungshalle im Waterloo-Biergarten aufsuchen musste :D
Einen Rückbau würde ich auf jeden Fall begrüßen! Der aktuelle Zustand ist aus der Sicht eines Fußgängers/Radfahrers nur als beängstigend zu bezeichnen.
matheking June 22nd, 2009, 09:24 PM @devil Ich weiß ja nicht welche Abschnitte der genannten Straßen Du meinst, aber im Großen und Ganzen sind die so unhistorisch, dass Rekonstruktionen meiner Meinung dort nur stören würden. Am Leibnizufer stehen nur Solitäre und die sind bis auf das Umweltministerium Nachkriegsbauten. Ebenso aus der Zeit nach dem Krieg stammt die Bebauung der Karmarschstraße nördlich der Marktstraße und die finde ich ausgesprochen gut! Überdies sehe ich dort, ebenso wie in der Schmiedestraße, keinen Raum für Neubauten.
Letztgenannte ist ja leider so verkorkst, dass da alles nicht mehr viel bringt. Sinnvoll wäre da meines Erachtens nach eher ein Umbau des Straßenraums mit einer Verkleinerung der Straße um diese attraktiver zu machen.
Münzstraße=Steintor? Da eine Rekonstruktion kann ich mir bei aller Liebe nicht vorstellen. Hochwertig und nicht gerade aus Stahl und Glas gerne, aber historisierend??
CrayZD June 22nd, 2009, 09:27 PM Dabei zeigt das Foto noch nichtmal den Friderikenplatz, sondern "nur" die Kreuzung davor :D
Im Vordergrund ja, aber man kann bis zum Friederikenplatz gucken. ;)
Wie ich in meinem letzten Posting schon schrieb: das ganze Areal ist eine einzige Verkehrswüste und gehört schleunigst auf ein Normalmaß zurückgeführt.
[Edit] @matheking: wie wär's denn damit...
Neubau an der Goethestraße und auf dem Marstall: modern
Neubau auf dem Altstadtparkplatz (wenn überhaupt): historisierend
Das wäre dann der jeweiligen Umgebung angepasst. In diesem Bereich des Leineufers gibt es mit Leineschloss, Archiv und Umweltministerium (was war das eigentlich früher?) schon so etwas wie eine Traditionsinsel. Da würde sich der Blick auf etwas historisierendes (statt auf die unscheinbaren Bauten mit dem Griechen und Italiener im EG) schon lohnen. Weiter vorne dürfte es gerne etwas modernes sein.
matheking June 22nd, 2009, 09:39 PM Da kann ich mit leben solange das historisierende nicht übertrieben wird. So etwas wie der Heutelbeckneubau (auch wenn das gar nicht zu dem Standort passt) finde ich in Maßen okay.
Schnitzelesser June 22nd, 2009, 10:38 PM Ich hoffe, der ganze Artikel tut's auch: ;)
Hervorragend! Vielen Dank!
Man sieht auf der Skizze ja leider auch, dass quasi die Flohmarktfläche nördlich der Schloßstr. bebaut werden würde.
matheking June 22nd, 2009, 10:44 PM Die Bebauung des Parkplatzes und damit der Flohmarktfläche halte ich für verschmerzbar. Da gibt es in der unmittelbaren Umgebung genug Ausweichflächen in Richtung Marstall.
Leine1977 June 23rd, 2009, 08:33 AM Für alle die gestern nicht dabei waren, kann ich kurz meine Eindrücke schildern. Insgesamt waren es sehr interessante Vorträge - viel Neues über den Zeitungsartikel hinaus gab es allerdings auch nicht.
Als Fazit kann man von der Veranstaltung ziehen: die T-Kreuzung am Klagesmarkt kommt sicher und das Maritim-Hotel ist eine Bausünde.
Aber der Reihe nach.
Zunächst trug einer der Mentoren vor, warum er Hannover als schön empfindet - und warum vielleicht auch wiederum nicht. Ein etwas poetischer, philiosophischer Vortrag.
Vielleicht vorneweg: die Moderatorin, die wohl auch in anderen Städten Veranstaltungen moderiert, war wirklich super. Sehr souverän.
Dann kamen die wesentlichen Vorträge: Es wurden die Interventionspunkte entlang des City-Rings aufgezeigt. Schwerpunktmäßig dabei die Bereiche
a. City-Nordstadt: Klagesmarkt / Nikolai-Fiedhof
b. City-Südstadt: Trammplatz, Friedrichswall
c. Altstadt-C. Neustadt: Leibnizufer
besprochen. Zunächst wurde - allerdings im Schnelldurchgang - die Historie des Stadtbaus in Hannover erläutert.
Am Klagesmarkt gibt es mehrere Varianten, die u.a. auch eine Teil-Bebauung vorsehen. Aus dem Publikum gab es hierzu aber auch Einwände - insbesondere wenn auch der Steintorplatz bebauut werden soll. Dies schloß anschließend auch ein Teilnehmer aus, der dafür sehr viel Beifall bekam (von welcher Lobby-Faktion weiß ich nicht). Alle waren sich wohl einig, dass der Kreisel weg muss und der Nikolai-Firedhof vergrößert werden kann.
Es war wohl ein Versprecher, denn die eine Vortragende sagte, dann könne man die Nikolai-Kirche wiederaufbauen...:)
Dann gings dem City-Ring an den Kragen. Ich war persönlich begeistert von den Visualisierungen, wieviel man doch an Fläche einsparen kann, ohne dass der Verkehr zusammenbricht.
Es redete dann noch eine, die sich mit der Landschaftsplanung der 50-Jahre beschäftigt. Sie gab auch einige interessante Visualisierungen vor, was man alles mit der gewonnenen Freifläche am Leibnizufer machen kann - u.a. ein Fluten der Fläche mit Wasser. Die Bilder waren aber für mich als Laien sehr abstrakt und wenig verständlich.
Der Bauplatz der Wasserkunst soll freigehalten werden - "für was auch immer" - war die sehr diplomatische Formulierung. Fand ich auch gut so, denn alte Bauten, gar Rekonstruktionen, sind in diesem Forum doch lieber nicht anzusprechen. Es waren sehr viele Lobbys da: Parteien (die Grünen saßen geschlossen hinter mir), Planer (saßen vor mir), Umweltverbände, Architekten.
Absoluter Beifall gab es dann für die Feststellung, dass das Maritim-Hotel abgerissen werden sollte und das es ein Schandfleck sei. Herr Bodemann dürfte sich dies vermerkt haben.
Ich selbst hätte gerne noch etwas zum Waterlooplatz gefragt; denn er war auf allen Zeichnungen in seiner ursprünglichen Form gezeichnet.
Ansonsten hab ich den Eindruck gewonnen, dass die kleinen Sachen wohl kommen werden (T-Kreuzung, Brücke am Beginenturm), sich der Rest jedoch bei der Finanzlage kaum realisieren lassen dürfte. Leider sind auch die Straßen in einem Top-Zustand - warum also umbauen? Zuguterletzt wurde noch einmal betont, dass Grünfläche und Bebauungsfläche sich nicht gegeneinander auspielen mögen.
tetaro June 23rd, 2009, 10:58 AM Auch wenn wir jetzt schon ziemlich weit abgekommen sind vom eigentlichen Thema dieses Threads auch da noch ein Kommentar meinerseits als Bewohner des schönen Linden-Nords.
Der 120er ist sicherlich tagsüber mit seinem 20 Minuten Takt eher suboptimal, zu den Zeiten des Berufsverkehrs verkehrt er allerdings in einem deutlich dichteren Takt (ohne die genaue Taktzeit zu wissen). Er verbindet doch Linde-Nord über die Haltestellen Kötnerholzweg und Küchengarten direkt mit dem Rathaus. Besser geht es doch für Dich als Rathausmitarbeiter gar nicht!
Das ist leider falsch, die zusätzlichen Takte enden am Schwarzen Bären. Im Übrigen ging es hier nicht um die Bequemlichkeit irgendwelcher Rathausmitarbeiter, von mir aus können die auch mit dem PKW fahren, der Ausgangspunkt waren die toten Plätze in Hannover, von denen der Trammplatz einer ist. Wenn man berücksichtigt, dass das Ganze an Hannovers wohl wichtigstes Naherholungsgebiet grenzt (Maschsee Nordufer), bleibe ich eindeutig bei meiner Ansicht, dass diese ganze Ecke von zentraler Bedeutung miserabel vom ÖPNV erschlossen ist. Aber man kennt das ja in Hannover, dass die schönsten Ecken fleißig versteckt werden, damit ja kein Außenstehender sie findet.
tetaro June 23rd, 2009, 11:04 AM Die Bebauung des Parkplatzes und damit der Flohmarktfläche halte ich für verschmerzbar. Da gibt es in der unmittelbaren Umgebung genug Ausweichflächen in Richtung Marstall.
Und schon wieder wird eine der hannoverschen Strukturen (Flohmarkt am Leineufer), die funktioniert, Aktzeptanz hat und sich historisch etabliert hat, platt gemacht. Ich gehe mit dem Kommentar im Zeitungsartikel konform, indem ich eine mangelnde historische Bewahrung befürchte und skeptisch bezüglich der Nutzung neuer Freiflächen bin, da es bisher in Hannover nur selten gelungen ist, Freiflächen mit leben zu füllen.
Im Übrigen fürchte ich mich vor einer Neubebauung, wenn ich z.B. an das Gilde Carre und andere neue Blockbebauungen denke. Ein neues Kronsbergviertel an der Altstadt braucht wohl keiner.
homann5 June 23rd, 2009, 11:13 AM Wenn man berücksichtigt, dass das Ganze an Hannovers wohl wichtigstes Naherholungsgebiet grenzt (Maschsee Nordufer), bleibe ich eindeutig bei meiner Ansicht, dass diese ganze Ecke von zentraler Bedeutung miserabel vom ÖPNV erschlossen ist.
So schlecht ist die Anbindung gar nicht, die Linien 100 und 200 fahren in einem rechten dichten Takt. Sicherlich wäre es verbessrungsfähig, aber da gibt es noch weitaus wichtigere Projekte. Der VCD hat in seinem Lügenblatt zum Thema D-Tunnel übrigens eine durchaus interessante Variante zum Anschluss des Bereichs Rathaus/Maschsee/Stadion an das Schienennetz gemacht.
Leine1977 June 23rd, 2009, 03:22 PM Im Übrigen fürchte ich mich vor einer Neubebauung, wenn ich z.B. an das Gilde Carre und andere neue Blockbebauungen denke. Ein neues Kronsbergviertel an der Altstadt braucht wohl keiner.
Davor fürchte ich mich auch. Ich glaube aber auch nicht, dass sie kommt. Da gäbe es viel Gegenwind... und keinen Investor.
CrayZD June 23rd, 2009, 03:41 PM 23.06.2009 13:56 Uhr
City 2020
Kritik an Plänen zur Platzbebauung
Gegenwind für die Stadtspitze: Beim Zukunftsdialog "Hannover City 2020" gab es kaum Zustimmung für die Vorschläge, Klagesmarkt, Leineufer und die Maschpark-Fläche östlich vom Rathaus zur Bebauung freizugeben.
Im voll besetzten Atrium des Sprengel Museums äußerten hingegen zahlreiche Bürger den Wunsch, Freiflächen als "Besonderheit der hannoverschen Nachkriegsmoderne" zu erhalten. Gegenwind gab es auch für die aktuell diskutierten Pläne, den Steintorplatz zu bebauen.
Der Zukunftsdialog City 2020 soll im Spätherbst in einen Planerwettbewerb münden, der Klarheit über die Nutzung von Flächen im Innenstadtbereich liefert. Über konkrete Bebauungen entscheidet später der Rat.
[Conrad von Meding]
Quelle: haz.de
Welcher Geisteskranke hat das denn bitte gestern vorgeschlagen?!? :ohno:
@Leine: Dein Wort in den Ohren der Stadtverwaltung... vor allem nach solchen Schlagzeilen.
telemaxx June 23rd, 2009, 03:47 PM DAS wurde in Expertengesprächen von den verschiedenen Planungsbüros in Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung im Vorhinein erarbeitet und dann in dem Forum der Öffentlichkeit präsentiert.
Squig June 23rd, 2009, 03:52 PM Leineufer fände ich oke, Klagesmarkt bei gleichzeitiger Bebauung des Steintors wäre imo zu viel, Maschpark ist der größte Unsinn überhaupt.
CrayZD June 23rd, 2009, 03:54 PM Wird schon seinen Grund haben, dass das bisher nicht seinen Platz in den großen Pressemeldungen gefunden hat...
Schon die Bauverwaltung auf der anderen Seite ist für mich ein Fremdkörper. Da braucht es kein Pendant im Osten, das Blickbeziehungen zum Rathaus und womöglich noch zum Landesmuseum zerstört. Selbst die Nord/LB gibt sich durch die Integration der alten Siemens-Verwaltung auf dieser Seite betont klassisch... und da will man also einen modernen Schuhkarton zwischenklotzen?
Bei allen anderen strittigen Flächen (Steintor, Klagesmarkt, Marstall, Leineufer) gibt es ja durchaus Pro- und Contra-Argumente. Aber hier kann es doch im Sinne der Stadtgestaltung keine zwei Meinungen geben!
Nach einem Totalabriss des Maritim-Hotels stünde m.E. genug Bauland am Friedrichswall zur Verfügung. ;)
[Edith] obwohl... halt mal. Wenn es um eine Reko des alten Seitenflügels geht, bin ich natürlich dabei. :D
Leine1977 June 23rd, 2009, 04:26 PM ^^ Bei der Steintorplatz-Bebauung geriet Herr Bodemann auch ganz schön ins Schwitzen. Für meine Begriffe agierte er da sogar etwas patzig. Da muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Ein Teilnehmer hatte es auch treffend formuliert: Es gibt soviele Flächen in Hannover, die absolut unter alle Kanone brach liegen (Bahn-Depot, Parkplatz in der C. Neustadt, etc.). Es hat schon ein Geschmäckle, dass sich die Herren aus der Verwaltung gerade die Sahne-Stücke rauspicken und bebauen wollen. Profit-Gedanke?
@Rathaus: nun es gab ja dort einen Vorgängerbau am Maschpark. Jedoch in schönem alten Stil wie das Rathaus. Ich bin da auch nicht für einen Neubau; denn wie der aussehen wird, wissen wir ja alle bestens mit Blick auf die EAG...
gstolze June 23rd, 2009, 04:28 PM Ich sehe das ganz anders. Wenn auf der Grünfäche neben zwischen Rathaus und Nord-LB ein Baublock entstünde (natürlich in Sandsteinbauweise), würde das dem Friedrichswall und dem Trammplatz eine gute räumliche Definition geben, den Trammplatz beleben und das Rathaus besser an die Stadt anbinden. Es geht ja nur um die Fläche im nördlichen Abschnittt, nur auf der Breite des Trammplatzes und nicht bis runter zum Landesmuseum. Wenn dann auch noch zwischen der Sparkasse und der Nord-LB ein Bau hinkommt,wie es überlegt wird, hätten wir endlich wieder etwas Kleinteiligkeit und auch mal ein paar Visierbrüche, die in der Stadtplanung der Vergangenheit (Renaissance) durchaus üblich war.
Lefthandy June 23rd, 2009, 04:33 PM [Edith] obwohl... halt mal. Wenn es um eine Reko des alten Seitenflügels geht, bin ich natürlich dabei. :D
Genau! Ich finde eine neuerliche Bebauung des Grundstücks auch sehr erstrebenswert. Da eine Reko des alten Rathausflügels mehr als unwahrscheinlich ist gerne auch was modernes, dann aber auf keinen Fall als Rathausanbau. Vielleicht kreisrund mit Fassade zu allen Seiten, also auch zum Park. Wahrscheinlich käme aber ein jeder mit "Sicht aufs Rathaus" an. Nebenbei auch etwas, was den Trammplatz beleben könnte. Zumindest würde es ihn standesgemäß rahmen.
Edit: Zustimmung an gstolze!!
gstolze June 23rd, 2009, 04:43 PM Vielleicht könnte man am Trammplatz ja einen Block bauen, der ein neues Maritim-Hotel auf der einen Seite und Wohnungen auf der anderen Seite beinhaltet. Dazu Gastronomie und Geschäfte im Erdgeschoss. Wäre doch ne tolle Sache.
Leine1977 June 23rd, 2009, 04:43 PM Ich sehe das ganz anders. Wenn auf der Grünfäche neben zwischen Rathaus und Nord-LB ein Baublock entstünde (natürlich in Sandsteinbauweise), würde das dem Friedrichswall und dem Trammplatz eine gute räumliche Definition geben, den Trammplatz beleben und das Rathaus besser an die Stadt anbinden.
Das siehst Du nicht anders, sondern genauso. Wenn es aber ein 08/15 Glaskasten wird, dann sehe ich es wieder anders.
Leine1977 June 23rd, 2009, 04:45 PM Vielleicht könnte man am Trammplatz ja einen Block bauen, der ein neues Maritim-Hotel auf der einen Seite und Wohnungen auf der anderen Seite beinhaltet. Dazu Gastronomie und Geschäfte im Erdgeschoss. Wäre doch ne tolle Sache.
Der Herr von den Freunden Hannovers (oder wie hieß nochmal der Verein?) hatte es gut beschrieben: Maritim abreißen, Durchbruch in der Mitte, damit man auf das Rathaus zugehen kann und rechts und links prachtvolle Bauten errichten. Das fand ich auch ganz gut.
CrayZD June 23rd, 2009, 04:46 PM Egal, ob baulich mit dem Rathaus verbunden wie der Vorgänger oder nicht - ein Neubau kann dort m.E. dem Rathaus nur schaden. @gstolze: die Fassade der EAG ist auch aus Sandstein!
Eine Reko würde jedoch nicht zum Rathaus in Konkurrenz treten, sondern dessen Architektur sinnvoll fortsetzen... wie z.B. hier (http://www.postkarten-archiv.de/hannover.maschpark.rathaus/detail/detail_107.html) oder hier (http://www.postkarten-archiv.de/hannover.maschpark.rathaus/detail/detail_002.html) schön zu sehen ist. Deswegen wäre das auch das einzige, was aus meiner Sicht für eine Bebauung des Areals in Frage kommt.
Da das aber, wie Lefthandy schon sagte, vor allem in Hannover extrem unrealistisch ist: von mir ein klares nein zur Bebauung!
Leine1977 June 23rd, 2009, 04:54 PM Oha! Die Kritik auf den HAZ-Seiten ist ja verherrend. Anscheinend hängen sehr viele an ihren Straßen. Zudem trauen viele dem Forum 2020 nicht. Ähnliches hatte ich ja auch gemutmaßt (eine neue Form der Legitimation von Projekten).
Hier muss die Stadtverwaltung aufpassen, dass sie nicht alle Karten verspielt!!!
CrayZD June 23rd, 2009, 05:06 PM Allerdings würde ich auf die HAZ-Kommentare nicht soviel geben. Die sind erschreckenderweise immer erstaunlich kleinbürgerlich (z.B. darf die Stadt selbst ohnehin nichts bauen oder auch nur in Auftrag geben... das kostet ja alles Steuergelder). Ich für meinen Teil hoffe jedenfalls inständig, dass Leserbriefe und Online-Kommentare nicht repräsentativ für die hannoversche Bevölkerung sind.
Ansonsten ist sich eben jeder selbst der Nächste. Wenn man mal die Leserbriefe in der NP zur neuerlich aufgekommenen Radwege-Diskussion durchliest und das als Mehrheitsmeinung annimmt, dann müsste die Georgstraße schon längst eine riesige Radfahrer'autobahn' mit schmalen Fußwegen an den Seiten sein.
Aber eine Tendenz zur Skepsis bis Ablehnung zum Thema Neubebauung von Freiflächen ist durchaus schon zu erkennen. Da ist die Stadt ja auch leider mit dem Holzhammer vorgegangen. Vielleicht hätte man es erstmal mit wenigen offensichtlichen Brachflächen (z.B. Marstall) probieren sollen.
telemaxx June 23rd, 2009, 05:10 PM Der alte Anbau des Rathauses ist größer gewesen als ich gedacht hätte.
Ich finde das Rathaus so freistehend sehr schön und bin mir unsicher, ob ein Neubau da nicht stört.
Leine1977 June 23rd, 2009, 05:20 PM Aber eine Tendenz zur Skepsis bis Ablehnung zum Thema Neubebauung von Freiflächen ist durchaus schon zu erkennen. Da ist die Stadt ja auch leider mit dem Holzhammer vorgegangen. Vielleicht hätte man es erstmal mit wenigen offensichtlichen Brachflächen (z.B. Marstall) probieren sollen.
Ich glaube auch, dass das ein entscheidender Fehler war. Eine Stadt mit so vielen Schrebergärten - da muss man vorsichtig sein.
tetaro June 23rd, 2009, 05:39 PM Das Rathaus kann man nicht durch weitere Gebäude und herumwerkeln am Maschpark anbinden, dieser ist schön, so wie er ist. Das Problem ist die Barriere durch das Maritim und den Friedrichswall. Sollte man das Hotel tatsächlich abreißen, könnte man sich fragen, ob man den Friedrichswall nicht irgrendwie aus dem Weg bekommt, z.B. durch einen Tunel, so dass man eine Achse von der Innenstadt bekommt. Ich finde, dass die Insellage des Rathauses dieses unnötig von der Stadt abtrennt.
tetaro June 23rd, 2009, 05:41 PM Vielleicht könnte man am Trammplatz ja einen Block bauen, der ein neues Maritim-Hotel auf der einen Seite und Wohnungen auf der anderen Seite beinhaltet. Dazu Gastronomie und Geschäfte im Erdgeschoss. Wäre doch ne tolle Sache.
Den Vorplatz des Rathauses könnte man viel besser nutzen als jetzt. Dass es geht, wenn man will, hat ja die Gastronomie an der Rückseite gezeigt, die ja anscheinend auch gut angenommen wird.
gstolze June 23rd, 2009, 05:56 PM Egal, ob baulich mit dem Rathaus verbunden wie der Vorgänger oder nicht - ein Neubau kann dort m.E. dem Rathaus nur schaden. @gstolze: die Fassade der EAG ist auch aus Sandstein!
Der Teil der EAG ist ja auch der noch am besten gelungene. Ich war kürzlich in Leipzig und da hat man wunderbare Neubauten aus Sandstein errichtet, die sich sehr gut an die historische Bausubstanz anpüassen.
Warum kann ein Neubau dem Rathaus schaden? Die Grünfläche ist doch tot und kaum genutzt. Außerdem würden durch eine angemessene Bebauung endlich diese riesigen Unräume beseitigt, auf denen sich kein Mensch wohlfühlt. Lieben wir nicht alle die Städte in der Toskana, in denen es eben kaum so ausufernde Sichtbeziehungen gibt wie wir sie es jetzt am Aegi/Friedrichswall/Trammplatz/Friedrikenplatz/Waterloo/Leibnizufer-Unraum haben. Stadt dessen findet man dort ein Wechselspiel von schmalen und breiten Straßen, kleinen und großen Plätzen, und Visierbrüchen die eine Stadt erst interessant machen. Ein Platz gehört für mich baulich definiert, sonst ist es kein Platz und kann auch nie zu einem lebendigen Ort werden.
Leine1977 June 23rd, 2009, 06:02 PM Ich war kürzlich in Leipzig und da hat man wunderbare Neubauten aus Sandstein errichtet, die sich sehr gut an die historische Bausubstanz anpüassen.
Nur mal nebenbei, gstolze: Ist Leipzig eigentlich wirklich das Non-Plus-ultra? Ich war noch nie da, aber in anderen Foren gibt es da schon überschwengliche Züge. (ist ja auch kaum zerstört gewesen).
gstolze June 23rd, 2009, 06:17 PM Nur mal nebenbei, gstolze: Ist Leipzig eigentlich wirklich das Non-Plus-ultra? Ich war noch nie da, aber in anderen Foren gibt es da schon überschwengliche Züge. (ist ja auch kaum zerstört gewesen).
Ich war sehr positiv überrascht. Es gibt zwar noch Stellen in City-Randlagen wo Maßnahmen notwendig sind, aber im Herz ist es toll. Die Stadt hat wirklich Flair. Tolle historishe Gebäude, aber auch sehr gelungene Neubauten. Die Stadt ist auch sehr lebendig und mit viel jungen Leuten bevölkert, da die Uni Leipzig Ihre Institute über die ganze Innenstadt verteilt hat. Der große Platz am Rand der Innenstadt mit der Oper und dem Gewandhaus ist Geschmacksache, aber auch das gehört zu Leipzig.
Die Stadt hat ihre kulturellen Attraktionen auch sehr schön hergerichtet und für Touristen erlebbar gemacht. Die beiden historischen Kirchen sind auch innen historisch und nicht wie bei uns, wo es außen Gotik oder Barock ist und innen 50er Jahre (Kreuzkirche, Neustädter Kirche, Clemeskirche). Im Alten Rathaus ist ein Museum und nicht wie bei uns ein schlecht gehendes Shopping Center.
Man kann gute stadtplanerische Ansätze erkennen, die ja schon seit Jahren Parkhäuser untersagen, die Neubauten an der historischen Gebäudekante vorschreiben und bei Neubauten muss auch ein Wohnanteil dabei sein. Herr Lehmann-Grube, unser ehemaliger Oberstadtdirektor, der ja von Herbert Schmalstieg aus Hannover weggeekelt wurde hat sich nach der Wende in Leipzig als OB total gut entfaltet und eine gute Basis für eine zukunstorientierte Entwicklung geschaffen.
Ein weiterer Punkt: die Stadt ist pikobello sauber. Wenn ich da durch Hannover gehe und üpberall am Bahnhof, Kröpcke usw. die ganzen Zettel und Müll rumfliegen sehe, oder die ganzen Kaugummis, geht mir die Hutschnur hoch. Das gibt es in Leipzig kaum. Auch keine fliegenden Händler mit ihrem Schrott.
Von den Stadtteilen außerhalb der City-Ringes kann ich nichts sagen, da war ich nicht.
CrayZD June 23rd, 2009, 06:20 PM Warum kann ein Neubau dem Rathaus schaden?
Architektonisch gesehen. Was Du in Leipzig meinst und sich dort (und in manchen anderen Städten) der bestehenden Architektur in den entsprechenden Straßenzügen anpasst, würde hier schon wieder als historisierend verteufelt. In Hannover wäre das Maximum so etwas wie das neue Heutelbeckhaus: für die City sicher ein Gewinn, aber auf den Trammplatz gehört sowas nicht.
Die Aufenthaltsqualität des Trammplatzes ist m.E. dank Cityring eh in absehbarer Zeit nicht zu retten, auch wenn letzterer in diesem Bereich verschmälert werden sollte. Mit Deinem Toskana-Argument vergleichst Du Äpfel mit Birnen, denn der Trammplatz war nie Teil einer verdichteten Altstadt. Und ich fühle mich am - im Vergleich z.B. zum Leibnizufer ohnehin nicht mit sonderlich viel Grün gesegneten - Friedrichswall wenigstens ein Stückchen wohler, wenn der Park bis zur Straße geht.
Ich fühle hier so ein bisschen den Geist von Hillebrecht wieder aufleben. Nur mit entgegengesetzten fachlichen Vorzeichen. Offensichtlich glaubt man neuerdings, wenn man auf einen Schlag ganz viel Beton anrührt und alle Freiflächen Hannovers zubaut, wird die City über Nacht schön. So funktioniert das nicht!
gstolze June 23rd, 2009, 06:36 PM Architektonisch gesehen. Was Du in Leipzig meinst und sich dort (und in manchen anderen Städten) der bestehenden Architektur in den entsprechenden Straßenzügen anpasst, würde hier schon wieder als historisierend verteufelt. In Hannover wäre das Maximum so etwas wie das neue Heutelbeckhaus: für die City sicher ein Gewinn, aber auf den Trammplatz gehört sowas nicht.
Für mich wäre ein Bau wie das neue nHeutelbeckhaus am Trammplatz sehr wohl ein Gewinn, aber nur, wenn man ein schräges Dach bauen würde.
gstolze June 23rd, 2009, 06:39 PM Mit Deinem Toskana-Argument vergleichst Du Äpfel mit Birnen, denn der Trammplatz war nie Teil einer verdichteten Altstadt.
Aber dort wurden die Erfahrungen aus 1500 Jahren BAugeschihcte verwendet. Diese bewährten Grundsätze kann man auch auf größere Städte und in die Neuzeit übertragen.
Schau Dir mal das Stadtmodell von vor dem Krieg an. Direkt am Rathaus stand ein Nebengebäude und das Areal, welches heute zum Aegi führt war sehr dicht bebaut.
gstolze June 23rd, 2009, 06:43 PM Architektonisch gesehen.
Es geht aber nicht nur um eine architektonische Sichtweise, sondern auch um eine städtebauliche. Diese wurde nach dem Krieg von den Planern kaum berücksicht mit dem Ergebnis, was wir ja heute alle kennen: Eine in weiten Bereichen seelenlose Altstadt mit zu großen Freiflächen und zu niedrigen Gebäuden, welche sich nicht in die historisch gewachsene Struktur einordnen und eben keine Aufenthaltsqualität bieten.
Lefthandy June 23rd, 2009, 08:32 PM Von den Stadtteilen soll Leipzig ja auch nochmal eine Menge Gründerzeit zu bieten haben. Wobei Hannover da ja mithalten kann, was bloß selbst in Hannover kaum jemand zu wissen scheint.
Die Innenstadt hat Leipzig Hannover aber wirklich voraus. Leipzig war vor dem Krieg ja fast doppelt so groß wie Hannover, das sieht man den Dimensionen in der City auch an. Zudem durfte sich dort ja auch kein Hillebrecht austoben, obwohl direkt Hammer und Sichel unterstellt gewesen.
Ich war übrigens noch nie dort, aber man kann das alles schon sehr gut über maps.live.de bzw bing.com/maps erkennen.
Leine1977 June 23rd, 2009, 09:00 PM Ich war sehr positiv überrascht. Es gibt zwar noch Stellen in City-Randlagen wo Maßnahmen notwendig sind, aber im Herz ist es toll. Die Stadt hat wirklich Flair. Tolle historishe Gebäude, aber auch sehr gelungene Neubauten. Die Stadt ist auch sehr lebendig und mit viel jungen Leuten bevölkert, da die Uni Leipzig Ihre Institute über die ganze Innenstadt verteilt hat. ...
Danke für Deinen Bericht. Ja, die Ossi-Städte sind uns voraus: Dresden, Leipzig, Potsdam - die betreiben dort einen sehr schönen Stadtbau. Werde ich mir auch noch einmal live anschauen. Gut, Leipzig hat tatsächlich das Plus, dass aus einer 700.000 Einwohner-Stadt fast nichts zerstört worden ist. Zudem haben die Bauten eine hohe Qualität, da es ja auch mit die reichste Stadt war.
Das mit der Sauberkeit nervt mich auch. By-the-Way: der neue Opernplatz ist schon jetzt eine Müllhalde.
matheking June 23rd, 2009, 09:17 PM Schön sind aber auch die riesigen Plattenbausiedlungen in den Randbereichen der Stadt. Dagegen sind unsere Vorstadtghettos Vahrenheide, Mühlenberg, Laatzen und wie sie heißen mögen Waisenkinder gegen. Ich bin da, allerdings vor vielen Jahren mal durchgefahren und das nahm kein Ende. Ich glaube kaum, dass da jetzt Gründerzeitler stehen!
Leine1977 June 23rd, 2009, 09:28 PM @mathe: bist Du Dir da sicher? Ich dachte Leipzig hat gar keine Platten. Wer vor dem Krieg über 700.000 Einwohner hatte, hatte auch Häuser für die - Vorkriegshäuser!
Schnitzelesser June 23rd, 2009, 09:40 PM Vielleicht sollte man erstmal das hertieartige Kestnermuseum wegreißen. Dann kann man den Cityring einstampfen und dann den gewonnenen Tammplatz rechts und links durch ansprechende Gebäude einfassen. Vielleicht ist dann noch Platz am schmaleren Friedrichswall, um die Nordseite des Trammplatzes auch noch mit Gebäuden einzufassen, sodass es einen richtigen Platz ergibt und eine Trennung vom Friedrichswall.
matheking June 23rd, 2009, 09:40 PM @LeineJa, aber frag mich nicht wo. Es ist allerdings auch schon 15 Jahre her. Ich habs eben bei Google Earth gesucht und habe es nicht gefunden, vielleicht war es Grünau. So groß wie in meiner Erinnerung kann es also nicht gewesen sein.
matheking June 23rd, 2009, 09:42 PM Vielleicht sollte man erstmal das hertieartige Kestnermuseum wegreißen. Dann kann man den Cityring einstampfen und dann den gewonnenen Tammplatz rechts und links durch ansprechende Gebäude einfassen. Vielleicht ist dann noch Platz am schmaleren Friedrichswall, um die Nordseite des Trammplatzes auch noch mit Gebäuden einzufassen, sodass es einen richtigen Platz ergibt und eine Trennung vom Friedrichswall.
Ich finde das Rathaus kann ruhig ein Solitär bleiben. Erstmal eingefasst von anderen Gebäuden wird ihm viel seiner imposanten Wirkung genommen!
Leine1977 June 23rd, 2009, 10:02 PM Vielleicht sollte man erstmal das hertieartige Kestnermuseum wegreißen.
Du wolltest wohl sagen "die häßliche Fassade wegreißen", dahinter verbirgt sich doch noch der prunkvolle historische Bau.
gstolze June 23rd, 2009, 10:16 PM Ich finde das Kestnermuseum eigentlich ganz okay. Ein schönes Konzept. Die große Halle im Innenraum ist echt sehenswert. Ich mag auch das Kupferdach mit den kleinen Glaskuppeln, die man allerdings nur von weitem sieht.
Schnitzelesser June 23rd, 2009, 10:27 PM Das Postkartenmotiv ist doch eh die Rückseite es Rathauses, also kann man vorne auch einen Platz schaffen. Man schaue nur nach Bremen, München oder Frankfurt (bekannt von Fußballempfängen :) ). Dagegen wirkt das Rathaus am Trammplatz irgendwie verloren.
realstranger June 23rd, 2009, 10:37 PM Wo wir gerade am Rathaus sind:
Was ist das eigentlich für ein Gebäude neben dem Kestner Museum?
http://img268.imageshack.us/img268/4254/rathaus.th.jpg (http://img268.imageshack.us/i/rathaus.jpg/)
Leine1977 June 23rd, 2009, 10:51 PM ^^ Das Stadtplanungsamt persönlich.
Schnitzelesser June 23rd, 2009, 10:51 PM Das sollte auch ein Verwaltungsbau sein.
devilsadvocate June 23rd, 2009, 10:56 PM Hat hiuert jemand Aufnahmen vom eingepackten gEbäude des KEstnermuseum?
Zu diesem "entwurf" fällt mir nichts mehr ein...
Sie ist so etwas wie das Mahnmal der Nachkriegszeit: „Seht, solche Wunden kann der einseitige Glaube an die Beschleunigung reißen“, scheint die fast 760 Jahre alte Nikolaikapelle in der Goseriede zu sagen. Nach dem Krieg hat man das älteste Bauwerk der Innenstadt einfach diagonal durchgesägt, um Platz zu schaffen für den Straßenraum zwischen Steintor und Klagesmarkt. Der barbarische Akt folgte der gleichen Logik, mit der auch die Celler Straße quer durch den benachbarten Denkmalsfriedhof gelegt wurde. Die Stadt will sich dieser Geschichte jetzt stellen. „Die Nikolaikapelle wird wieder aufgebaut“, hieß es plakativ beim Zukunftsdialog Hannover City 2020 am Montagabend vor fast 500 Interessierten im Sprengel Museum. Wie genau das geschehen soll, wird sich im internationalen Planerwettbewerb klären, der im nächsten Jahr Lösungen für die Problemzonen Hannovers entwickeln soll.
Speziell für die Kapelle gibt es allerdings bereits einen Entwurf, den das hannoversche Büro Jabusch + Schneider vor zwölf Jahren in einem Wettbewerbsbeitrag zur Umgestaltung des Klagesmarkts erarbeitet hat. Seine Qualität liegt darin, dass er die mutwillige Zerstörung der Kapelle nicht verschweigt, sondern der Ruine eine neue, gläserne Hülle gibt, unter deren Kuppel das Mauerwerk bewahrt wird und die zugleich eine Nutzung des einstigen Sakralraums etwa als innerstädtischen Tagungsort ermöglicht.
Der hervorgehobene Teil ist ja noch mein Lieblingszitat... Welche Qualität denn? Der Entwurf eines 3-Jährigen?
Natürlich auch keine Rekonstruktion, warum auch, sondern lieber eine "schöne" Glas- und Stahlkonstruktion drumherum, dass man sich auch als Architekt bloß noch verwirklichen kann. Mit den ganzen Kriegsdenkmälern reicht es langsam mal.
Sämtliche deutshce Städte sind einzige Kriegsdenkmäler. Die Wunden wird man in 100 Jahren ncoh shen können. Wenn es nach mir ginge, würde auch bald die Aegidienkirche wieder rekonstruiert.
Ich hoffe, dass dieser Glas- und Stahl-Blödsinn bald mal aufhört und endlich wieder einst prachtvolle Gebäude nicht isoliert werden, sondern behutsam zu altem Glanz verholfen werden!
http://www.haz.de/var/storage/images/sn/nachrichten/hannover/uebersicht/kritik-an-plaenen-zur-platzbebauung/2258045-3-ger-DE/Kritik-an-Plaenen-zur-Platzbebauung_ArtikelQuerKlein.jpg
Leine1977 June 23rd, 2009, 11:09 PM Na gut. Ich leg sie noch mal auf den Tisch, die alten Ansichten:
http://img44.imageshack.us/img44/4599/mi11305a03b.jpg (http://img44.imageshack.us/i/mi11305a03b.jpg/)
http://img44.imageshack.us/img44/4899/mi05563d14b.jpg (http://img44.imageshack.us/i/mi05563d14b.jpg/)
http://img44.imageshack.us/img44/490/mi11305c06b.jpg (http://img44.imageshack.us/i/mi11305c06b.jpg/)
Leine1977 June 23rd, 2009, 11:19 PM Und weil es so schön ist, zwei weitere Ansichten von Räumen, die diskutiert worden sind:
Standort Maritim Hotel:
http://img44.imageshack.us/img44/2103/mi11304b04b.jpg (http://img44.imageshack.us/i/mi11304b04b.jpg/)
Ein Teil der Bebauung hat man nach dem Krieg - natürlich - abgerissen.
Standort Nikolai-Kirche:
http://img44.imageshack.us/img44/585/mi05547g07b.jpg (http://img44.imageshack.us/i/mi05547g07b.jpg/)
Das sie heute noch halbwegs steht hat man wohl einem engagierten Bürger zu verdanken. Hillebrecht wollte sie ganz weghauen. Sie ist die älteste Kirche Hannovers.
devilsadvocate June 23rd, 2009, 11:20 PM Oh Gott, also vom alten Kesnterbau ist wohl nichts mehr übrig oder?
Oder steht etwa der Protikus noch auf den Säulen? Wnn ja, werde ich mir gleich morgen noch einen Bagger besoren und das Gebäude befreien. Und wenn ich schon dabei bin, fahre ich auch gleich rüber zur VHS und befreie die stadtmauer samt Turm!
Leine1977 June 23rd, 2009, 11:23 PM Es ist ja zerstört worden. Aber die Ruine hat man integriert, wenn du dich da mal an den Borgentrickturm erinnerst. Man sollte reingehen und es sich selbst anschauen.
devilsadvocate June 23rd, 2009, 11:32 PM Mein Gott, baut es doch einfach wieder auf...
Wäre das denn so schlimm und teuer? Da wird so viel Geld in andere blödsinnige SAchen gesteckt, aber dort, wo ews sinnvoll wäre, da fehlt es dann
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