View Full Version : Hannoversche Stadtbaukultur e.V. - Allgemeines & Meldungen
erbse February 6th, 2009, 08:52 PM Ahoi! :)
Dieser Thread dient der allgemeinen Diskussion, der Veröffentlichung von themenbezogenen Nachrichten, Geschehnissen & Neuigkeiten des Vereines Hannoversche Stadtbaukultur e.V..
Mit Nachdruck möchte ich darauf verweisen, dass in diesem Thema bitte keine internen Vereinsangelegenheiten besprochen werden!
Dafür kann das Privatnachrichten-System genutzt werden, bzw. der Schriftverkehr per E-Mail oder Vereinsforum. Danke.
Die Idee zur Gründung dieser Organisation entstand hier im Forum, mittlerweile ist der Verein schon sehr aktiv & macht medial zunehmend auf sich aufmerksam. Sein Leitgedanke ist die Verbesserung des Stadtbildes von Hannover, vorwiegend im Sinne regional orientierter Architektur, Rekonstruktion von Schlüsselbauten & ästhetischer Gebäudesanierung.
Näheres zum Verein gibt es natürlich auch auf der offiziellen Internetseite (http://www.onvion.de/stbk/).
Das erste große Projekt des Vereins ist die Rekonstruktion der historischen Flusswasserkunst (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=644501), die im Beräumungswahn der Nachkriegszeit in nahezu unversehrtem Zustand abgerissen wurde.
Hier findet ihr die offizielle Homepage zum Projekt. (http://www.flusswasserkunst.de/)
Ich wünsche dem Verein das allerbeste zum Erreichen seiner Ziele & dass ihr dem Vorhaben, ein schöneres Hannover zu schaffen, ein gutes Stück näher kommt! Macht weiter so! :)
Leine1977 February 7th, 2009, 10:22 AM http://img23.imageshack.us/img23/2222/bild1su5.jpg (http://imageshack.us)
Ergänzend sei hier erwähnt, dass sich der Verein keinesfalls - sei es aus nostalgischen oder rückwärtsgewandten Gründen - für die Wiederherstellung eines Vorkriegs-Hannovers einsetzt. Insbesondere die frühe Nachkriegsmoderne, die in der City prägend ist, gilt es in den kommenden Jahren zu bewahren und pflegen.
Im Groben können die Ziele daher wie folgt umschrieben werden:
Die Rekonstruktion der Flusswasserkunst als bedeutendes Bauwerk in der Stadtgeschichte wird angestrebt.
Regionaltypische Architektur (z.B. die der "Hannoversche Schule") ist zu erhalten.
Hannovers bedeutende Nachkriegsmoderne ist zu erhalten und aufzuwerten.
Stadträume sind (auch unter bauhistorischen Gesichtspunkten) bei Planungen zu beachten und aufzuwerten. Die prägenden Grundgedanken von Laves sind idealerweise zu berücksichtigen.
Hannover verträgt ein Nebeneinander von punktuellen Rekonstruktionen (z.B. im Altstadtbereich) sowie moderner Architektur (z.B. am Raschplatz)
Ambitionierte Stadtbaukonzepte wie die "autogerechte Stadt", die "aufgelockerte und gegliederte Stadt" sollen nicht weiter verfolgt werden. Ebenso ist das Abbrechen von Bauwerken aus früheren Epochen, wenn möglich, zu stoppen.
Mehr dazu aber auf der Vereinshomepage.
Leine1977 February 7th, 2009, 05:34 PM Ich habe einmal eine Stellungnahme verfasst, die wir (als Verein) an die NP senden könnten. Den Text habe ich im Mitgliederbereich des Vereins im Thread "Allgemeines zur Vereinsarbeit" abgelegt.
Vielleicht schaut ihr mal rüber. Ich halte es auch für wichtig, dies zu kommentieren. Ich bin persönlich ziemlich enttäuscht, dass ein Mentor von City2020 Bürgervorschläge pauschal - ohne Diskussion - ablehnt. Zudem scheint Herr Wernstedt die Geschichte Hannovers gar nicht zu kennen. Und ich dachte es sei Sinn, dass auch mal Bürger sich beteiligen können?
telemaxx February 7th, 2009, 05:58 PM Ja, dass finde ich von einem der Moderatoren von der Veranstaltung City2020 auch sehr sehr merkwürdig.
Statt Bürgerbeteiligung legen sie zu Beginn der Veranstaltung ihre eigenen Ideen vor ohne gefragt zu werden und wenn sich dann Bürger beteiligen wollen, wird das so abgetan, als ob man keine Ahnung hätte und nicht den Blick fürs Ganze hätte...
Vielleicht sollte man diese Kritik etwas ausführlicher auch an Herrn Bodemann schicken oder unseren OB.
Leine1977 February 7th, 2009, 06:34 PM An die Zeitung reicht glaube ich. Den OB würde ich erst einmal nicht damit "belasten". Dem Stadtbaurat ist es glaub ich ganz recht. Ich glaube nicht, dass er für die Wasserkunst ist.
Mein Eindruck ist auch, dass bei City2020 die Bürger die bereits vorher bekannten Pläne abnicken sollen. Aber wehe, ein Bürger macht sich mal eigene Gedanken zur Stadtplanung seiner Heimatstadt...
erbse March 6th, 2009, 04:23 PM Wie wird der Verein eigentlich inzwischen angenommen? Habt ihr bereits Neumitglieder außerhalb des Forums gewinnen können? :) Wie viele sind es insgesamt?
Und betreibt ihr auch schon Werbung, z.B. per Flugblatt, Postwurfsendung, Anzeigen etc.?
lifestyle032 March 6th, 2009, 05:13 PM Ich würde dir gerne Bericht erstatten, aber ich weiß nicht genau, was jetzt schon in "der Öffentlichkeit" kundgetan werden darf (ich will jetzt nichts falsches sagen).
In nächster zeit wird allerdings wieder etwas passieren :)
(Am besten wäre es, du wirst selber Mitglied. Dann kannst du dich auch im internen Vereinsforum anmelden ;))
erbse March 9th, 2009, 06:56 PM Ich denke def. über eine Mitgliedschaft nach :) Aber erst einmal werde ich dem Stadtbild Deutschland e.V. (http://www.stadtbild-deutschland.de/) beitreten, der in eine ähnliche Richtung geht wie ihr, aber eben bundesländerübergreifend agiert.
Vielleicht solltet ihr dort mal vorbeischauen. Ich könnte mir sehr gut eine Zusammenarbeit zwischen Stadtbild D und Hannoversche Stadtbaukultur e.V. vorstellen. Zunächst einmal könntet ihr ja aufeinander per Homepage-Link hinweisen & dem Stadtbildverein einen Artikel über Hannover stellen (z.B. zur Flusswasserkunst oder Schloss Herrenhausen). Da könnte durchaus eine fruchtbare Kooperation draus erwachsen.
Was haltet ihr davon? :)
lifestyle032 March 9th, 2009, 07:49 PM Gar nicht so schlecht, die Idee!
Es würde sicherlich helfen, unsere Vorhaben bundesweit bekannt(er) zu machen. Was Rekonstruktionsvorhaben wie FWK etc. angeht, ist Hannover sicherlich total unbekannt ("Was will man dort rekonstruieren?").
Außerdem wäre ein kurzer Text zu unserem Verein und der FWK ja bereits vorhanden.
Mir ist übrigens, obwohl ich in dem aph-Forum nicht angemeldet bin, sofort aufgefallen, dass es etwas mit dem Stadtbild Deutschland Verein zu tun haben muss. :)
erbse April 8th, 2009, 09:04 AM ^ Weitere Meinungen? :)
Noch ein Denkanstoß: Da ja momentan im Stadtgespräch (http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?p=34838016) der Schrei nach einer Art "Masterplan" zur besseren Vermarktung von Hannover immer lauter wird - wäre das nicht auch etwas, was euer Stadtbild-Verein sich auf die Fahnen schreiben könnte?
Ich meine, dass die Sehenswürdigkeiten (die Hannover zweifelsfrei hat!) städtebaulich und konzeptionell besser miteinander verbunden werden, kann doch nur in eurem Sinne sein. Gerade das ist ja auch eine Frage des Stadtbildes.
(Wäre schön, wenn ihr euch dazu mal äußern könntet.)
lifestyle032 April 8th, 2009, 10:55 AM Hatte ich ehrlich gesagt auch schon dran gedacht, jedoch nur kurz.
Denn es gäbe hierfür sicherlich (gut) bezahlte Posten in der Stadtverwaltung. Eine Task-Force, wenn man so will.
Natürlich könnte man bei einem Vereinstreffen auch mal über derlei Dinge nachdenken, jedoch ist das primäre Ziel unseres Vereins momentan noch der Wiederaufbau der Flusswasserkunst. In dem Flyer wird der touristische Aspekt der FWk (zwischen den Zeilen) ja auch erwähnt.
Des Weiteren sind uns ja bereits einige Ideen eingefallen. Würde man die sammeln und zur Stadtverwaltung/zum Bürgermeister schicken, bekäme man sicherlich ein müdes Lächeln als Antwort, mit Verweis auf die finanzielle Lage der Stadt...
gstolze April 8th, 2009, 05:03 PM Es sollte schon eine langfristige Vision, die in einen Masterplan übergeht, entwickelt werden. Aus diesem Plan können dann schrittweise Einzelne Projekte in Angriff werden. Der Wiederaufbau der FWK wäre sozusagen Nummer Eins. Dieses würde jedoch nicht eine Beteiligung an Diskussionen über andere Projekte ausschließen.
Wr müssen die Bürger und Promis irgendwie von ihrer eigenen Stadt begeistern, so dass viel mehr Bürgersinn und somit Einfluss auf die Politik entsteht. Jetzt hat man immer den Eindruck, die Leute im Rathaus und Stadtplanungsamt wirken wie eine eigene Kaste und lassen keine andere Meinung zu. Insbesondere Rot-Grün ist immer nur einen seinen idelogisch-dogmatischen Lieblingsprojekten interessiert.
CrayZD April 9th, 2009, 01:13 PM Wichtig wäre es auf jeden Fall, über Bebauungspläne und Vorgaben auch private Investoren in die Pflicht zu nehmen, wie das in anderen Städten längst passiert.
Ein Beispiel: wenn ich mir die Umbaumaßnahmen von Kaufhausklötzen wie C&A und Kaufhof ansehe, blutet mir das Herz. Innen wird der Kosumentenschar neuestes Design geboten. Aber nach außen präsentiert man sich weiter in grauem Beton bzw. im unansehnlichen Design der 70er und 80er. Gerade vom jüngsten Kaufhof-Umbau im letzten Jahr habe ich mir mehr erhofft, zumal die Fassade ja sogar teilweise eingerüstet war (wozu eigentlich?).
Aber von unserer Stadtverwaltung und von hiesigen Architekten werden nichtssagende Zweckbauten ja sogar noch bejubelt (siehe EAG). Offensichtlich herrscht dort immer noch die Meinung vor, repräsentative Architektur passe nicht zu Hannover. Also übt man sich lieber darin, das Erscheinungsbild der City zu zementieren, anstatt zu seienr Verbesserung beizutragen.
Das Stichwort 'eigene Kaste' sehe ich übrigens genauso - und es nervt ungemein! Nichts ist für einen stadtplanerisch interessierten Bürger ein größerer Schlag ins Gesicht, als wenn Forderungen z.B. nach einem FWK-Wiederaufbau als Laiengewäsch und Sorgen des Pöbels abgetan werden. Schließlich verstehe man als blöder Bürger einfach nur nicht die überragende Bedeutung unserer wunderbaren gesichtlosen Nachkriegsbauten.
Architektur ist für mich eine gewisse Form der Gebrauchskunst und sollte daher der Mehrheit gefallen - und nicht ein paar verblendeten Ideologen, die sich selbst zu Koryphäen auf diesem Gebiet erklärt haben.
Ich will eigentlich nicht politisch werden... aber was die Prinzipien der Stadtplanung angeht, scheint gerade das sozialdemokratisch geprägte Hannover in den 60ern und 70ern stehengeblieben zu sein. Damals meinte man auch, menschliches Verhalten komplett ignorieren zu können und das blöde Fußvolk quasi in seine Reißbrett-Hirngespinste hineinpressen zu können (siehe Passerelle, Ihme-Zentrum, Cityring).
Leine1977 April 9th, 2009, 01:48 PM ^^ Absolute Zustimmung CrayZD!:) Den Mißgriff mit dem EAG sehen nach meiner Einschätzung fast alle Hannoveraner. Bei City2020 gab es dafür ja auch großen Applaus, dass das Ding häßlich und fehlgeplant war.
Politisch ist es schwer zu sagen, da Hannover seit Kriegsende nie mehr konservativ regiert worden ist. In anderen Städten, wo die CDU regiert, fällt die Stadtplanung jedoch häufig auch nicht besser aus. Es gibt da glaub ich keinen Zusammenhang. Eher hatte Hannover das Pech in der Auswahl seiner Stadtbauräte würde ich sagen.
gstolze April 9th, 2009, 02:06 PM ^^ Absolute Zustimmung CrayZD!:) Den Mißgriff mit dem EAG sehen nach meiner Einschätzung fast alle Hannoveraner. Bei City2020 gab es dafür ja auch großen Applaus, dass das Ding häßlich und fehlgeplant war.
Politisch ist es schwer zu sagen, da Hannover seit Kriegsende nie mehr konservativ regiert worden ist. In anderen Städten, wo die CDU regiert, fällt die Stadtplanung jedoch häufig auch nicht besser aus. Es gibt da glaub ich keinen Zusammenhang. Eher hatte Hannover das Pech in der Auswahl seiner Stadtbauräte würde ich sagen.
Politisch wage ich es mal zu behaupten, dass Städte, in denen mal die CDU an der Macht war, dem Gedanke von Wiederaufbauten historischer Gebäude zugänglicher sind. In Hannover wurde nach dem Krieg ja keine sozialdemokratische Politik mehr gemacht, sondern schon linksaußen, fast sozialistisch. Welche Stadt hätte seine Schokoladenseite (Maschsee) mit Schulen bebaut? Vielleicht lag es auch an Hillebrecht, der damit versucht hat, seine braun angehauchte Vergangheit zu kompensieren.
Bei der Auswahl an Stadtbauräten stimme ich Leine77 zu, mit Ausnahme von Herrn Bodemann. Ich glaube, der hat es wirklich drauf, aber er muss sich auch den hannoverschen Seilschaften beugen und kann nur kleine Schritte machen. Ich habe auch das Gefühl, dass OB Weil nicht ganz so verbohrt und dogmatisch ist wie Schmalstieg.
Lefthandy April 9th, 2009, 02:32 PM Welche Stadt hätte seine Schokoladenseite (Maschsee) mit Schulen bebaut? Vielleicht lag es auch an Hillebrecht, der damit versucht hat, seine braun angehauchte Vergangheit zu kompensieren.
"Das ist doch toll so grün und so. Bloß nicht irgendwelche Wohnhäuser ans Maschseeufer!" - Diese Meinung vertreten heute noch städtebaulich interessierte Bürger.
Allgemein sollte man die architektonischen Dogmen der Nachkriegszeit nicht als Gradmesser für politisch linke Orientierung nehmen. Die Bundesrepublik und auch Hannover wurden nach dem Krieg nicht gerade mehrheitlich von ehemaligen Widerstandskämpfern regiert (bestes Beispiel Hillebrecht).
Vielmehr schmückte sich in den 50er und 60er Jahren gerade die herrschende, nach heutigen Maßstäben stockkonservative Herrenriege mit der Nachkriegsmoderne. Nicht zuletzt entsprangen Hillebrechts große Pläne ja eher einem übertriebenen Geltungsdrang als einer irgendwie linken Überzeugung, der das Stadtbild einfach nur egal gewesen wäre.
Auch die überaus nicht linken Nazis hatten ja ähnliche Umbaupläne für die deutschen Städte parat. Da hat Hillebrecht ja auch seinen Ursprung.
Die höhere Neigung der Süddeutschen, alte Stadtstrukturen und Altbauten zu bewahren, muss mit stärker ausgeprägtem Lokalpatriotismus (so etwas wie Heimatverbundeheit) und eigenständigerer Tradition (vor allem Bayern) zu tun haben. Das korelliert zwar häufig aber nicht ursächlich mit konservativer Gesinnung. Hannover war ja schon preußisch bevor es das Deutsche Reich gab.
erbse April 15th, 2009, 05:52 PM Könnten sich die Schirmherren des Vereins Hannoversche Stadtbaukultur (devilsadvocate, Orbiter, Leine & Co.) bitte mal zu diesem Vorschlag (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=33355976&postcount=9) äußern?
Da bieten sich Kooperations-Potenziale, die definitiv genutzt werden müssen! :)
devilsadvocate April 15th, 2009, 11:10 PM Habe Herrn Rothhaar angeschrieben und warte nun auf eine Antwort! :)
Orbiter April 17th, 2009, 11:08 AM Ich stell das mal hier rein, weil es auch zu Hannover gehört, eine Initative ist die eine Tradition retten möchte, was möglichst viele Leute mitbekommen sollten und weil es eine gute Gelegenheit wäre Flyer zu verteilen.
Einladung an alle Hannoveraner
Liebe Mitbürger, wir möchten Euch herzlich einladen zu unserem Gilde-Solidaritätsfest am 18.04.09 von 11 bis 17 Uhr am Steintor.
Es gibt nicht nur Live-Bands, Essen, Trinken und Kinderaktionen, sondern auch eine Brauertaufe und um 14 Uhr eine politische Runde. Und auch die Parteien unterstützen uns mit Info-Ständen und freuen sich auf Euch.
Also seid mit dabei und bringt reichlich Gilde-Freunde mit.
http://www.gildekiste.de/2009/04/einladung-an-alle-hannoveraner/
homann5 April 17th, 2009, 11:20 AM Und auch die Parteien unterstützen uns mit Info-Ständen und freuen sich auf Euch.
Die Parteien, die dem Verkauf der städtischen Gilde-Anteile zugestimmt und damit das Desaster eingeleitet haben?
erbse April 17th, 2009, 11:37 AM Seht ihr womöglich Kooperationsmöglichkeiten mit einer solchen Baufirma für Hannovers Zentrum?
Der Spieker (http://www.der-spieker.de/)
http://img98.imageshack.us/img98/92/fachwerkhaeuserd3.jpg
Quelle: www.der-spieker.de
Zum Angebot stehen zwar eher Typen-Landhäuser, aber vielleicht könnte man über eine Art typisierten Fachwerkbau/Altstadtbau reden, mit dem dann (in jeweils angepasster und veränderter Form) Baulücken u.Ä. in der Hannoveraner Innenstadt gefüllt werden. Quasi dort als Ersatz für Rekonstruktionen, die ja nicht überall möglich sind. Sie könnten dann mischgenutzt werden, z.B. im Erdgeschoss Läden oder Restaurants und oben Wohnungen. So würde endlich wieder mehr (Wohn)Leben in die City einkehren.
Ich denke, das wäre eine Möglichkeit, der Hannoveraner Innenstadt wieder ein regionaltypisches, interessantes Gesicht zu geben! Und es wäre nachhaltiger & umsatzfördernder als jeder moderne Neubau, da verwette ich meine neue Sofagarnitur drauf.
Habe Herrn Rothhaar angeschrieben und warte nun auf eine Antwort! :)
Sehr gut! Wie gesagt, da besteht viel Potential für eine Zusammenarbeit mit dem Stadtbild Deutschland e.V.
Kam schon eine Antwort rein?
lifestyle032 April 17th, 2009, 11:57 AM Seht ihr womöglich Kooperationsmöglichkeiten mit einer solchen Baufirma für Hannovers Zentrum?
Der Spieker (http://www.der-spieker.de/)
-->> http://i39.tinypic.com/2igf8kz.jpg
:)
Sie haben den Flyer finanziell mit unterstützt und, wenn ich mich recht erinnere, wollen sie jedem ihrer aktuellen Baukataloge einen Flyer beilegen ;)
erbse April 17th, 2009, 12:04 PM Oh, das war mir ganz entgangen. Das ist natürlich wunderbar :)
Aber was ich meinte, ist: Vielleicht könnte die Firma ja Gebäude für die Hannoveraner Innenstadt entwerfen. Quasi eine modulare Bauform, die für jeweilige Baulücken und als Ersatz für abgerissene/ab zu reißende Nachkriegsbauten eingepasst werden kann.
Kann mir vorstellen, dass da ein paar richtig geniale Neubauten entstehen würden :yes:
ac303id April 17th, 2009, 12:15 PM gerade für die historische / altstadt wäre das doch eine überlegung.
leider müssen solche aufträge ja öffentlich ausgeschrieben werden.
lifestyle032 April 17th, 2009, 12:19 PM Fände ich auch nicht schlecht.
Ein Modul könnte beispielsweise auch ein (ehamals regionaltypischer) Giebel im Stile des Alten Rathauses (http://www.flickr.com/photos/dschwabe/2942826071/) etc sein.
Wie weit würdest du die Grenzen der Innenstadt bei diesem Gedanken denn ziehen? Wirklich nur die Kerninnenstadt oder auch diverse Stadtteile wie List, Linden, usw.?
In der Kerninnenstadt würden Investoren wohl kaum auf solche Architektur zurückgreifen :cry:
Edit: außer vlt. in der Altstadt, das stimmt. Da fallen mit auch spontan 1, 2 Häuser ein, die ersetzt werden könnten. Hier handelt es sich bei den Besitzern aber sicherlich auch nicht um Investoren...
devilsadvocate May 29th, 2009, 05:42 PM Am 03.06 wird etwas über unseren Verein in der HAZ stehen, betreffend der Wasserkunst, dem Landtag und der alten Leineinsel! :)
erbse February 1st, 2010, 12:07 PM Hallo Jungs :)
Was macht der Verein derzeit? Wie geht es mit der Flusswasserkunst voran? Welche Pressemitteilungen habt ihr zuletzt rausgegeben?
Wär klasse, wenn ihr da mal den aktuellen Stand abbildet :)
devilsadvocate February 1st, 2010, 06:46 PM Ich werde den nächsten Newsletter hier hereinstellen.
Bis Ende Feb. ist dieser sehr wahrscheinlich fertig.
devilsadvocate March 20th, 2010, 01:28 PM Der Entwurf des Vereins "Hannoversche Stadtbaukultur e.V." für Leineufer & Leineinsel
Die gelbe Linie markiert das Leibnizufer mit ca. 3-4 Fahrspuren.
Die grünen Flächen sind für Bebauung vorgesehen.
http://img717.imageshack.us/img717/9943/scannen00024237381.jpg
http://img339.imageshack.us/img339/1214/scannen00044246717.jpg
http://img339.imageshack.us/img339/2074/scannen00034242371.jpg
Vorteile:
1) Keine Tunnel nötig
2) Leineinsel entsteht wieder in den Grundzügen
3) Historische, und unter Denkmalschutz stehende Ufermauer bleibt erhalten (wobei mir sowieso rätselhaft ist,wie der Denkmalschutz bei den jetzigen Entwürfen beachtet wurde, da sie meist bis zum Wasser abgetragen wurde)
4) Die Stadt erhält ca. 50 Neubauparzellen in bester Lage zum Verkauf und erhält zusätzliche Einnahmen, die sie sonst bei einer Parkgestaltung nicht hätte.
5) Durch die Bebauung wird die hannoversche Altstadt mit der Calenberger Neustadt verbunden
6) Der Wohnungsbau trägt dazu bei, dass auch dieser Teil der City auch nach 20 Uhr belebt werden würde.
Schnitzelesser March 20th, 2010, 10:31 PM Wären das 3-4 Spuren je Fahrtrichtung?
devilsadvocate March 21st, 2010, 12:50 PM Im Moment wären dies nur 3 Fahrspuren, die <aber beliebig erweiterbar wären auch auf 4.
Je breiter die Straße, desto weniger Bebauungsfläche. Wäre aber auch bei 4 Fahrspuren kein Problem.
erbse March 21st, 2010, 01:13 PM Toller Plan! Habt ihr einen Architekten/Städteplaner im Team?
Ach ja:
Ich werde den nächsten Newsletter hier hereinstellen.
Bis Ende Feb. ist dieser sehr wahrscheinlich fertig.
?
Orbiter January 9th, 2011, 01:22 PM Wird sich der Verein zum geplanten Abriss in der Osterstraße positionieren (in welche Richtung auch immer)?
jp80 January 9th, 2011, 05:22 PM Irgendeine Art der öffentlichen Stellungnahme halte ich (auch als Außenstehender) für unbedingt angebracht! Ich habe ja schon immer gesagt: Solange in Hannover nach wie vor qualitative (Alt-) Bauten abgerissen werden, braucht sich wirklich niemand um den Wiederaufbau irgendwecher historischen Gebäude Gedanken zu machen. Was sollen wir mit einer rekonstruierten Flußwasserkunst (was ich ja inzwischen durchaus befürworte), wenn anderswo die wenige noch erhaltene originale Bausubstanz mutwillig zerstört wird?
Ich schäme mich für die Verantwortlichen in Hannover, die auch noch im 21. Jahrhundert en masse solche gravierenden Fehlentscheidungen treffen bzw. zulassen!
Knochenhauer January 9th, 2011, 07:21 PM Wird sich der Verein zum geplanten Abriss in der Osterstraße positionieren (in welche Richtung auch immer)?
Das wäre bestimmt ein gutes Thema für die Hannoversche Stadtbaukultur. Vielleicht sollte ich auch mal dem Verein beitreten, denn nur wer sich engagiert, kann ja auch etwas bewegen. :)
Leine1977 January 9th, 2011, 07:38 PM wäre auch dafür, dass wir da was schreiben.
:bash:
CrayZD March 25th, 2011, 11:38 AM Feine Sache! :applause:
Alte Markthalle in Hannover existiert jetzt als 3-D-Film (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Alte-Markthalle-in-Hannover-existiert-jetzt-als-3-D-Film)
Nur weiter so, irgendwann knickt vielleicht auch der übelste hannoversche Modernisten-Hardliner ein. Für das nächste Ausbildungsprojekt sollte man VirtualPix vielleicht die Villa Willmer vorschlagen. :)
devilsadvocate March 25th, 2011, 01:04 PM Es sind bereits weitere Projekte im Gespräch. Aber es wird nichts verraten :-)
matheking March 25th, 2011, 01:18 PM Schöner Film. Was mich jedoch wundert, ist dass die Abmessungen und der Standort der rekonstruierten Markthalle nicht stimmig scheinen. Ich hatte nämlich erwartet, dass die Karmarschstraße enger würde und die Sparkasse fallen müßte.
Ansonsten habe ich mich bestätigt gefühlt. Eine Rekonstruktion wirkt genauso falsch, als auch richtig, wie der 50er Jahre Bau. Beide bilden mit Teilen ihrer Umgebung eine Symbiose und mit anderen einen deutlichen Kontrast.
Es ist halt auch in der Umgebung nicht mehr 1930.
CrayZD March 25th, 2011, 01:44 PM Beide bilden mit Teilen ihrer Umgebung eine Symbiose und mit anderen einen deutlichen Kontrast.
Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Symbiose bei einer Reko mit der traumhaften gegenüberliegenden Straßenseite gebildet werden würde, und nicht mit dem in Gänze abrisswürdigen Architektur-Abfall links, rechts und hinter der Markthalle.
matheking March 25th, 2011, 02:43 PM Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Symbiose bei einer Reko mit der traumhaften gegenüberliegenden Straßenseite gebildet werden würde, und nicht mit dem in Gänze abrisswürdigen Architektur-Abfall links, rechts und hinter der Markthalle.
Wortwörtlich eine Frage des Standpunktes. Wie auch im Film zu sehen, blickt man aus der nordöstlichen Karmarschstraße, also einem 50er Ensemble, direkt auf die Markthalle. Auch das Deciushaus würde ich, trotz der erfolgten Modernisierung, als durchaus repräsentativ für diese Zeit sehen.
Auch das Ministerium am Platz der Göttinger Sieben, ist zwar durch Bäume etwas verdeckt, aber kein Müll.
Wie schon gesagt, treffen in dieser Ecke Epochen aufeinander. Welche daher bevorzugt werden sollte, finde ich nicht eindeutig.
Pro Rekonstruktion: Das wäre ein echtes Prchtstück. Ein Hingucker!
Pro Bestand: es wäre billiger, verfälscht Geschichte nicht, ist offen und weiträumig gestaltet.
erbse March 25th, 2011, 03:18 PM Pro Bestand: (...) verfälscht Geschichte nicht
Nochmal: Rekonstruktionen sind keine Geschichtsverfälschung, sondern eine völlig natürliche und seit Menschengedenken existierende Bauform.
Oder würdest du den Campanile in Venedig als "Geschichtsverfälschung" bezeichnen?
Nur weil etwas verloren geht, muss man nicht unter Schmerzen für immer darauf verzichten. Warum auch?
Schöne Architektur hat immer eine Daseinsberechtigung.
CrayZD March 25th, 2011, 03:36 PM @matheking: über die Bebauung in Richtung Kröpcke habe ich auch kein negatives Wort verloren. Die Ostseite dort ist größtenteils stimming, lediglich im Westen würde ich einiges verändern wollen. Dann aber natürlich auch nicht in Form einer Rekonstruktion.
Ganz anders südlich der Kreuzung Schmiede-/Marktstraße: für die Sparkasse und das Ordnungsamt kann ich auch bei wohlwollender Betrachtung kein anderes Wort als 'Abfall' finden. Für das Ministerium ist das sicher ein wenig zu hart, aber wie mit vielen Nachkriegsbauten ist es eine Krux: den vorderen Bau zum PdG7 finde ich recht gelungen, vor allem auch durch die aufgeständerte Bauweise und die Einblicke in den Innenhof. Allerdings ist das Gebäude viel zu niedrig, um ein vernünftiges Einfallstor in die City zu bieten. Zusammen mit der fehlenden FWK ergibt sich so eine hässliche Aussackung des ohnehin schon riesigen und unförmigen Friederikenplatzes, und die City fängt gefühlt erst hinter der Leinstraße an. Der rückwärtige Teil des Ministeriums hingegen ist dann wieder purer wertloser Zweckbau-Bullshit. Erschwerend kommt für beide Teile noch hinzu, dass es sich um Fortsätze des hübschen und auch an diesem Ort stimmigen Wangenheimpalais handelt. Von daher kann ich den Bau in seiner Gesamtheit doch nur ablehnen.
Und wie Du aus meinen obigen Ausführungen schon erkennen dürftest: 'offen und weiträumig' ist im unmittelbaren Innenstadtkern für mich alles andere als ein Pro-Argument!
Für diejenigen, die Rekos für Verleugnung der Geschichte halten, habe ich ja bereits an anderer Stelle Kompromisse angeboten. Ich könnte mir wie gesagt sehr gut einen kompletten Neubau der Markthalle in moderner Form mit leicht historisierenden Zügen vorstellen. Etwa mit Glasbogendach und ausgeklügeltem Verdunklungskonzept, in Anlehnung an die historische Dachform. Und mit vier Pylonen an den Ecken, die die Idee der historischen Türmchen aufnehmen.
Dieser Bau würde sich entweder nach historischem Vorbild auch über das Grundstück der Sparkasse erstrecken, oder dort würde eine kleine parkähnlich angelegte Fläche entstehen, die zusammen mit dem Baumbestand am Köbelinger Markt eine 'grüne Brücke' in das zukünftig geplante Wohngebiet bildet.
So oder so muss man erkennen, dass die Nachkriegszeit zwar einige qualitätsvolle Bauten hervorgebracht hat, aber auch von gravierenden städtebaulichen Fehlern durchzogen war. Wann immer möglich, sollte man diese Fehler korrigieren, ob nun mit historischer oder mit anspruchsvoller moderner Architektur. Das hat nun wahrlich nichts mit Verleugnung der Geschichte zu tun, oder geht es hier um Mahnmale? Der Charme einer Rekonstruktion läge an dieser Stelle nur darin, dass man ein stimmiges Gesamtbild auf beiden Seiten der Straße schaffen würde.
'Billiger' ist es übrigens auch, in Wellblechhütten zu hausen. Von daher lösen sich in meinen Augen Deine Pro-Argumente in Wohlgefallen auf. Wie gesagt bin ich oft genug für moderne und auch für klassische Nachkriegsarchitektur zu begeistern. Aber wie man in der heutigen Form des Platzes der Göttinger Sieben und seiner näheren Umgebung incl. Markthalle etwas anderes als einen fürchterlichen Schandfleck sehen kann, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Dort hätte man mit gleich zwei repräsentativen Großrekonstruktionen die einmalige Gelegenheit der massiven Aufwertung.
telemaxx March 25th, 2011, 04:33 PM Dieser Bau würde sich entweder nach historischem Vorbild auch über das Grundstück der Sparkasse erstrecken
Meines Wissens ist das Grundstück des Sparkassenbaus NICHT Teil der alten Markthalle gewesen!
Die alte Markthalle war in etwa gleich lang, aber breiter als die heutige.
matheking March 25th, 2011, 09:21 PM @matheking: über die Bebauung in Richtung Kröpcke habe ich auch kein negatives Wort verloren. ...
habe ich auch nicht unterstellen wollen. Ich wollte eher den Fokus von den zurecht von Dir gescholtenen Gebäuden "auf der Rückseite" der Markthalle zu anderen Bereichen der Umgebung lenken.
Und wie Du aus meinen obigen Ausführungen schon erkennen dürftest: 'offen und weiträumig' ist im unmittelbaren Innenstadtkern für mich alles andere als ein Pro-Argument!
Das bezieht sich auf das Gebäude! Im Inneren wirkt es luftig und zur Karmarschstraße öffnet die Fensterfläche es optisch.
...Wann immer möglich, sollte man diese Fehler korrigieren, ob nun mit historischer oder mit anspruchsvoller moderner Architektur. Das hat nun wahrlich nichts mit Verleugnung der Geschichte zu tun, oder geht es hier um Mahnmale? Der Charme einer Rekonstruktion läge an dieser Stelle nur darin, dass man ein stimmiges Gesamtbild auf beiden Seiten der Straße schaffen würde.
Der Fehler war vielleicht der Krieg. Diesen können wir leider nicht korrigieren. Beispiele wie Venedig, wo der Campanile nach seinem Einsturz wieder aufgebaut wurde, sind in meinen Augen nicht das selbe, wie der Fall der Markthalle. Der Landtag oder noch mehr das Opernhaus wurden recht zeitnah nach der Zerstörung wieder aufgebaut. Dagegen ist die Markthalle jetzt schon länger nicht mehr da, als sie je dort gestanden hat! Im Gegensatz zur Wasserkunst, ist das Grundstück auch nicht leer geblieben, so dass man es als Wunde in der Stadt wahrnehmen würde, sondern wurde durch einen, meines Wissens sogar denkmalgeschützten, Neubau bebaut.
Wenn man all dies ignoriert, ist das in meinen Augen schon Geschichtsverfälschung! Auch das kann man legitimieren, so einfach machen sollte man sich das aber meiner Meinung nach nicht.
Das heißt nicht, das ich der jetzigen Markthalle eine Bestandsgarantie für die nächsten hundert Jahre geben möchte, so toll finde ich die jetzt auch nicht. Ein anspruchsvolleres Gebäude, gerne auch höher als jetzt und mit detailreicherer Fassade fände ich gut.
'Billiger' ist es übrigens auch, in Wellblechhütten zu hausen. Von daher lösen sich in meinen Augen Deine Pro-Argumente in Wohlgefallen auf. ...
Wenns der Maschmeyer zahlt, von mir aus. Aber irgenwie würden die Kosten doch an der Allgemeinheit hängen bleiben und das lehne ich ab.
Das Argument zählt in meinen Augen nämlich doch. Wenn dort schon etwas ist, was sowohl seinen Zweck erfüllt, als auch mit seiner näheren Umgebung harmoniert (siehe Sichtrichtung weiter oben), dann ist eine Rekonstruktion dort ein Luxus.
AlfredJKwak March 26th, 2011, 12:17 AM Ich denke, dass wenn man überhaupt irgendwleche Maßnahmen in historischem Kontext an der Markthalle in Erwägung zieht, dann nur insoweit, als dass man der bestehenden Halle in ihren aktuellen Proportionen eine historische Hülle gibt. Das ist ja nirgendwo leichter, als bei einer Halle. Vielleicht liessen sich ja auch moderne mit alten Elementen verbinden (womit Kosten gespart wären). Diese Lösung würde vermutlich auch keine vorrübergehende Schließung der Markthalle bedeuten.
CrayZD March 26th, 2011, 01:47 PM Der Fehler war vielleicht der Krieg. Diesen können wir leider nicht korrigieren.
In meinen Augen ist der Fehler im mangelhaften Wiederaufbau zu suchen. Städte wie Nürnberg oder Freiburg sind ebenfalls stark zerstört worden und haben einen konservativen Wiederaufbauansatz verfolgt. Damit meine ich nicht nur die Architektur, sondern auch die städtebaulichen Konzepte. Hannover hat sich für einen damals modernen Ansatz entschieden und hat dabei neben einigen guten Aspekten (Cityring, Entfernung von Verkehrsachsen aus dem unmittelbaren Stadtkern, U-Bahn-Bau) auch nicht selten gehörig ins Klo gegriffen. Das sind in meinen Augen schon Fehler, die man korrigieren kann. Andere Städte tun genau das ja auch! Und eine Wiederherstellung urbaner Stadtstrukturen statt den heute vorherrschenden, zerklüfteten und konturlosen Gebäudehaufen ist ja strenggenommen auch eine Rekonstruktion von Vergangenem. Warum soll man dies nicht auch im Einzelfall auf die Architektur eines Gebäudes anwenden können?
Wenns der Maschmeyer zahlt, von mir aus. Aber irgenwie würden die Kosten doch an der Allgemeinheit hängen bleiben und das lehne ich ab.
Wenn es sich um ein im weitesten Sinne privat genutzes Gebäude wie die Markthalle geht, kann ich Deine Kritik verstehen. Grundsätzlich erachte ich ein ansprechendes Stadtbild aber als Teil der Lebensqualität, wofür ich genauso zu zahlen bereit bin wie für Kultur- und Sporteinrichtungen etc.
devilsadvocate March 26th, 2011, 03:29 PM Liebe Vereinsmitglieder, liebe Interessierte Hannoveraner,
unsere nächste Mitgliederversammlung findet statt am
Sonntag, den 17. April 2011 um 15.00 Uhr im Restaurant „Le Arcate“, Kramerstr. 4 in Hannover.
Hier wird es unter anderem über die weitere Vorgehensweise für das Brückenhäuschen gehen.
devilsadvocate April 10th, 2011, 08:17 PM Ist mir nur so aufgefallen, dass sich die "Architektur unserer Zeit" überall widerfinden lässt...
Auch hinsichtlich der Halbwertszeiten...
http://img691.imageshack.us/img691/407/unledtq.png
CrayZD April 11th, 2011, 10:44 AM An diesen Beispielen sieht man aber auch deutlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist und welche besondere Bedeutung der Architektur zukommt (und von den meisten heutigen Architekten nicht wahrgenommen wird).
Kaum jemand möchte sich heute mehr rustikale Landhausmöbel ins Zimmer stellen. Bis auf einige Liebhaber würde kaum jemand das Auto-Design der 30er dem heutigen vorziehen. Befragt man die Menschen bzgl. historischer vs. moderner Architektur, sieht die Tendenz jedoch eindeutig anders aus.
Meine (Teil-)Erklärung dafür ist, dass Gebäude anders als andere Gebrauchsgegenstände nicht so 'austauschbar' sind. Während sich Trends zur Sachlichkeit, Verspieltheit etc. in der Innenarchitektur alle paar Jahre abwechseln, muss der Architekt eine Form schaffen, die über diesen Trends steht und heute als genauso schön empfunden wird wie in 30 Jahren... und scheitert leider meistens daran. Auf diese Weise entsteht m.E. zum großen Teil der Wahrnehmungskonsens 'früher war alles besser'.
devilsadvocate April 11th, 2011, 02:04 PM Kaum jemand möchte sich heute mehr rustikale Landhausmöbel ins Zimmer stellen.
Ich schon :-)
erbse March 6th, 2013, 08:18 AM Was macht denn der Verein so? Gibt es Neues zur Flusswasserkunst? :)
Lange nichts mehr gehört.
erbse March 6th, 2013, 08:20 AM Diese Schönheit sollte unbedingt wieder am Leineufer zu bestaunen sein, findet ihr nicht?
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0f/Flusswasserkunst_Hannover_historisch_Postkarte_Leine_1900.jpg/1024px-Flusswasserkunst_Hannover_historisch_Postkarte_Leine_1900.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flusswasserkunst_Hannover_historisch_Postkarte_Leine_1900.jpg
Wie ist der politische Stand derzeit? Ich hoffe, die Chancen wurden noch nicht verbaut! :okay:
erbse March 6th, 2013, 08:23 AM Wenn ich auf der Vereinswebseite unter "Aktuelles" so nachschaue, schwant mir Übles... :(
http://www.onvion.de/stbk/
Aktuelles
Versammlung
Am Sonntag den 11. April 2010 findet um 15 Uhr im Gartensaal des Neuen Rathauses die nächste Versammlung des Vereins statt. Gäste sind herzlich eingeladen vorbei zu schauen und sich an den Diskussionen zu beteiligen.
JonasC0409 March 6th, 2013, 09:36 AM Diese Schönheit sollte unbedingt wieder am Leineufer zu bestaunen sein, findet ihr nicht?
Auf jeden Fall!
devilsadvocate March 6th, 2013, 03:23 PM Das ist noch die alte Homepage.
die neue ist unter: www.hannoversche-stadtbaukultur.de zu erreichen.
erbse March 6th, 2013, 03:37 PM Dann solltet ihr die alte Webseite rausnehmen / offline schalten.
Aber danke für den Hinweis. ;)
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