U3065
February 27th, 2009, 09:02 AM
Bau der Genfer Eisenbahnverbindung CEVA
Der Bau der neuen Eisenbahnverbindung zwischen dem Genfer Hauptbahnhof und dem französischen Annemasse (CEVA) wird teurer als geplant. Noch vor dem eigentlichen Baubeginn beantragt die Genfer Regierung einen Zusatzkredit von über 100 Millionen Franken.
Später würden dann noch weitere 100 Millionen Franken dazu kommen, erklärte der Genfer Baudirektor Mark Muller am Mittwoch vor den Medien. Die voraussichtlichen Gesamtkosten dürften damit auf insgesamt 1,2 Milliarden Franken steigen.
Mit dem zusätzlichen Geld wolle man vor allem die Sicherheit des Bauwerks erhöhen und die Erschütterungen der Anrainer-Liegenschaften während des Betriebs mindern, sagte Muller. Einen Teil der Mehrkosten, begründete er mit Projektanpassungen, die die Bauherrin auf Wunsch der Gemeinden und des Bundesamts für Verkehr (BAV) vornehme.
600 Millionen vom Bund
Die Eidgenossenschaft hat für das Projekt 600 Millionen Franken zugesichert.
Bislang ging der Kanton Genf, der mit der CEVA die Grundlage für eine Genfer S- Bahn schaffen will, von eigenen Kosten in der Höhe von 400 Millionen aus.
Dieser bereits beschlossene Kredit soll nun in einem ersten Schritt um knapp
107 Millionen aufgestockt werden. Dazu wird sich in den nächsten Monaten noch das Kantonsparlament äussern müssen. Die bereits heute absehbaren weiteren 100 Millionen Franken sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werden.
Blockierter Baubeginn
Die Genfer Regierung will mit den Bauarbeiten unbedingt noch vor Ende Jahr beginnen, wie Muller weiter erklärte. Dazu werde man den Rechtsweg beschreiten.
Zurzeit ist der Bau wegen diverser Rekurse von Anwohnern blockiert.
Sie verlangen wegen der erwarteten Bau- und Betriebsimmissionen eine andere Linienführung. Das Bundesverwaltungsgericht hatte letzten Januar entschieden, den rund 60 Rekursen die aufschiebende Wirkung nicht abzusprechen. Die Genfer Regierung und die SBB haben nun den Entscheid beim Bundesgericht angefochten.
Die CEVA führt vom Hauptbahnhof Cornavin quer durch die Stadt zum Innenstadtbahnhof Eaux-Vives. Dort endet zurzeit eine verlotterte Bahnlinie aus dem französischen Annemasse. Der Neubau dieses Abschnitts, der teilweise von Frankreich bezahlt wird, gehört ebenfalls zum Projekt CEVA.
(SDA/ATS - mf zt tg/bsd098/POL/4/090225 1721)
Der Bau der neuen Eisenbahnverbindung zwischen dem Genfer Hauptbahnhof und dem französischen Annemasse (CEVA) wird teurer als geplant. Noch vor dem eigentlichen Baubeginn beantragt die Genfer Regierung einen Zusatzkredit von über 100 Millionen Franken.
Später würden dann noch weitere 100 Millionen Franken dazu kommen, erklärte der Genfer Baudirektor Mark Muller am Mittwoch vor den Medien. Die voraussichtlichen Gesamtkosten dürften damit auf insgesamt 1,2 Milliarden Franken steigen.
Mit dem zusätzlichen Geld wolle man vor allem die Sicherheit des Bauwerks erhöhen und die Erschütterungen der Anrainer-Liegenschaften während des Betriebs mindern, sagte Muller. Einen Teil der Mehrkosten, begründete er mit Projektanpassungen, die die Bauherrin auf Wunsch der Gemeinden und des Bundesamts für Verkehr (BAV) vornehme.
600 Millionen vom Bund
Die Eidgenossenschaft hat für das Projekt 600 Millionen Franken zugesichert.
Bislang ging der Kanton Genf, der mit der CEVA die Grundlage für eine Genfer S- Bahn schaffen will, von eigenen Kosten in der Höhe von 400 Millionen aus.
Dieser bereits beschlossene Kredit soll nun in einem ersten Schritt um knapp
107 Millionen aufgestockt werden. Dazu wird sich in den nächsten Monaten noch das Kantonsparlament äussern müssen. Die bereits heute absehbaren weiteren 100 Millionen Franken sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werden.
Blockierter Baubeginn
Die Genfer Regierung will mit den Bauarbeiten unbedingt noch vor Ende Jahr beginnen, wie Muller weiter erklärte. Dazu werde man den Rechtsweg beschreiten.
Zurzeit ist der Bau wegen diverser Rekurse von Anwohnern blockiert.
Sie verlangen wegen der erwarteten Bau- und Betriebsimmissionen eine andere Linienführung. Das Bundesverwaltungsgericht hatte letzten Januar entschieden, den rund 60 Rekursen die aufschiebende Wirkung nicht abzusprechen. Die Genfer Regierung und die SBB haben nun den Entscheid beim Bundesgericht angefochten.
Die CEVA führt vom Hauptbahnhof Cornavin quer durch die Stadt zum Innenstadtbahnhof Eaux-Vives. Dort endet zurzeit eine verlotterte Bahnlinie aus dem französischen Annemasse. Der Neubau dieses Abschnitts, der teilweise von Frankreich bezahlt wird, gehört ebenfalls zum Projekt CEVA.
(SDA/ATS - mf zt tg/bsd098/POL/4/090225 1721)