View Full Version : Berlin | Museen, Galerien und andere Kultureinrichtungen - News & Updates
The Kent March 22nd, 2009, 01:11 AM Dieser Thread beschäftigt sich mit geplanten und gewünschten neuen Museen in Berlin. Hierbei werden auch andere Kultureinrichtungen (Theater, Kulturzentren, Galerien usw.) mit abgedeckt.
Denkmäler bzw. Projekte mit überwiegendem Denkmalcharakter bitte in diesem Thread besprechen: http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?p=29997868#post29997868
The Kent March 22nd, 2009, 01:12 AM Die Diskussion um ein "Museum des kalten Krieges" reißen nicht ab.
Berlin soll nach Medienberichten ein Museum des Kalten Kriegs bekommen. Die Erinnerungsstätte soll in unmittelbarer Nähe des Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße in Berlin Mitte entstehen, heißt es.
Nach Informationen der Bild-Zeitung hat sich ein irischer Unternehmer verpflichtet, in sein geplantes Bauprojekt auf der östlichen Seite der Friedrichstraße direkt am Checkpoint Charlie ein Museum des Kalten Kriegs einzurichten. Auf 3000 Quadratmetern sollen der Zeitung zufolge Exponate gezeigte werden, um die Epoche aus unterschiedlichsten Perspektiven darzustellen. Das Museum soll privat betrieben werden.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1058726/Bekommt_Berlin_bald_ein_Museum_des_Kalten_Kriegs.html
Für ein Museum des kalten Krieges hatten sich in der Vergangenheit schon ehemalige prominente Politiker wie Vaclav Havel und Hans- Dietrich Genscher eingesetzt.
http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2008/06/17/museum-kalter-krieg/genscher-und-havel-fordern-erinnerungsort.html
The Kent March 22nd, 2009, 01:14 AM Der Freundeskreis der modernen Opernmusik wünscht sich für Berlin eine neue Bühne am Humboldthafen (beim Hauptbahnhof).
Gemeinsam mit dem Architekturbüros Gewers Kühn und Kühn entwickelte die Zeitgenössische Oper Berlin 2001 ein Entwurf für ein Zentrum für Zeitgenössische Oper und Musik.
http://www.zeitgenoessische-oper.de/Zentrum/Ansicht_Zentrum.jpg
Bei der angespannten Finanzlage ist es aber fraglich, ob dem Wunsch, dieses Vereins zugestimmt wird.
http://www.zeitgenoessische-oper.de/Zentrum/Zentrum.htm
The Kent March 22nd, 2009, 01:17 AM Entlang der ehemaligen Berliner- Mauer möchte der Künstler Ben Wagin eine gelb-grüne "Mauer" aus Blumen ziehen.
Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls will der Aktionskünstler Ben Wagin im September 2009 Sonnenblumen entlang der Berliner Mauer erblühen lassen. Die Aktion solle ein Zeichen des Friedens aussenden, wie Wagin sagte. Jeder Interessierte könne eine Tüte mit Samen kaufen im kommenden Frühjahr und sie dort aussäen, wo die Mauer verlaufen sei.
Zum Gedenken an den Verlauf der Mauer markierte Wagin bereits am Dienstag einen Teil des ehemaligen Grenzstreifens mit einem roten Backstein als Farbblock. Damit stellte er zum 47. Jahrestag des Mauerbaus am morgigen Mittwoch das fehlende Stück Mauer zwischen dem von ihm initiierten „Parlament der Bäume“ und der benachbarten Bibliothek des Deutschen Bundestags im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus nach.
Das „Parlament der Bäume“ mit Mauerresten befindet sich am originalen Standort der Mauer mitten im Berliner Regierungsviertel. Wagin fordert, das 1990 von ihm geschaffene Areal unter Denkmalschutz zu stellen. Mit dem Berliner Senat und den Grünen hat er prominente Unterstützer für sein Anliegen. Eigentümer des Areals ist der Bund. Im „Parlament der Bäume“ befinden sich 30 Mauersegmente.
Der 77 -Jährige Wagin bezeichnet sich selbst als „Aktionskünstler, Baumpate, Umweltaktivist, Theaterregisseur, Lehrer, Gewissen, Mensch.“ „Er duzt jeden. Er ist grob und ungehobelt und feinsinnig und zärtlich“, schreibt Martin Klein auf Wagins Internetseite über den Künstler. „Er gewinnt seit vielen Jahren viele Leute mit einer einzigartigen Mischung aus Charme, Begeisterung, Können und nervender Penetranz zur Realisierung seiner Projekte.“
In verschiedenen Aktionen pflanzte Wagin bereits Tausende Sonnenblumen sowie Ginkobäume. Unter dem Namen „Sonnenboten“ realisierte er ein Projekt, in dem er die Blumen gemeinsam mit Schulen ,Gemeinden und Initiativen Sonnenblumen aussäte.
http://www.morgenpost.de/berlin/article832455/Sonnenblumen_sollen_entlang_der_Mauer_bluehen.html
The Kent March 22nd, 2009, 01:19 AM Diskussionen über die Mauergedenkstätte reißen nicht ab. Die Kosten für den Pavillion werden wohl höher als erwartet.
Gestiegene Preise für Baumaterial sowie höhere Sicherheitsanforderungen lassen die Kosten für den Mauer-Informationspavillon an der Bernauer Straße um rund 550.000 Euro in die Höhe schnellen. Das Land Berlin ist davon jedoch kaum betroffen: Der Großteil der Aufwendungen wird mit Bundes- und EU-Geldern beglichen.
Der Informationspavillon für die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße wird deutlich teurer als geplant. Nach einem Bericht von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher an den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses steigen die Kosten um 20 Prozent von 1,9 auf nun 2,45 Millionen Euro. Als Grund gibt Lüscher Preiserhöhungen für Stahl und höhere Sicherheitsanforderungen an.
Der Pavillon soll der zentrale Anlaufpunkt für die überarbeitete Mauergedenkstätte werden. Er entsteht zwischen Garten-, Berg- und Bernauer Straße und soll am Eingang als Wegweiser fungieren. Für die bestehende Erweiterung der heutigen Gedenkstätte stehen insgesamt 7,4 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sollten 1,9 Millionen Euro auf den Informationspavillon entfallen. Doch nun wird das Gebäude noch teurer.
Nach den Berechnungen vom 13. Februar ergibt sich nun einer Kostenerhöhung um 550.000 Euro. So schlägt die Erhöhung der Stahlpreise mit 65.000 Euro zu Buche. Auch die Fassade wird deutlich teurer als geplant. Zusätzlich braucht man nun 125.000 Euro. Wegen erhöhten Sicherheitsanforderungen bei den Glaskonstruktionen rechnet die Senatsstadtentwicklungsverwaltung nun mit Mehrkosten von 85.000 Euro.
Hinzu kommt, dass man nun auf Erdwärme setzt und dafür 45.000 zusätzlich benötigt. Auch die Dämmung des Pavillons, die geänderte Dachabdichtung und weiteren neuen Anforderungen verursachen um 100.000 Euro höheren Rechnungen als geplant. Zudem müssen die Baunebenkosten den neuen Planungen angepasst werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Berechnungen für den Pavillon nach oben korrigiert werden müssen. Anfangs hatten die Planer Kosten von 1,1 Millionen Euro erwartet. In einem ersten Bericht über höhere Kosten vom Oktober 2007 waren die Bauleistungen schon um 500.000 Euro gestiegen. Anschließend gab es Schwierigkeiten bei der Ausschreibung. Wegen des fehlenden Wettbewerbs drohten die Kosten um 660.000 Euro anzusteigen.
Für Berlin sind die nun entstehenden Mehrkosten nicht gravierend. Denn ein großer Teil der Rechnungen werden über den Fonds „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ mit Bundes- und EU-Geld beglichen. Aber auch das ist Steuergeld. Und die Senatsbaudirektorin wollte sich in ihrem Bericht nicht festlegen, dass der Pavillon noch teurer wird. „Angesichts des Realisierungsstandes können Kostenrisiken im weiteren Bauablauf nicht ausgeschlossen werden“, schrieb Lüscher. Fertig gestellt werden soll die Gedenkstätte zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November. sco
http://www.morgenpost.de/berlin/article1047603/Pavillon_der_Mauergedenkstaette_wird_deutlich_teurer.html
The Kent March 22nd, 2009, 01:22 AM Soll die Berliner Mauer wieder aufgebaut werden?
Hitzige Diskussionen werden über einen möglichen Wiederaufbau der Berliner Mauer geführt. Die Mauer ist in den Jahren nach der Wiedervereinigung immer mehr aus dem Stadtbild verschwunden. Nun möchte Politiker aus den unterschiedlichsten Parteien, dass dieser bedeutende Teil der Berliner Stadtgeschichte und Weltgeschichte, wieder stärker im Stadtbild in Erscheinung tritt.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1027477/Forderungen_nach_Mauer_Rekonstruktion_werden_laut.html
The Kent March 22nd, 2009, 01:33 AM Ein wichtiger Bestandteil der Museumslandschaft in Berlin sind die privaten Sammlungen. Neben der Flick-Sammlung, die vor ein paar Jahren Furore machte, und dem Kunstbunker von Christian Boros, ist sicherlich die Sammlung von Heiner Bastian, der sich von David Chipperfield am Kupfergraben ein Austellungshaus gestalten ließ, einer der bekanntesten. Aber auch andere bedeutende Sammlungen und Sammler sind in Berlin.
http://images.zeit.de/text/2008/15/Portraet-Boros
Wilhelm Schürmann möchte auch ein eigenes Museum in Berlin realisieren, und hat für sein Vorhaben sogar den Londoner Stararchitekten David Adjaye gewinnen können.
Obwohl der Standort für dieses Gebäude noch nicht feststeht, wird Adjaye mit seiner eigenwilligen Formensprache eine Bereicherung für das Architekturmuseum Berlin sein. Einen Vorgeschmack auf das Kommende gibt sein bekanntes Bauwerk in London:
http://www.abload.de/img/davidadjayejj68.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=davidadjayejj68.jpg)
http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2343669
http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2520839
The Kent March 22nd, 2009, 02:01 AM Im letzten Jahr hatte ja schon Heiner Bastian mit seinem Privatmuseum, dass von David Chipperfield gestaltet worden war, für Furore gesorgt. Das Chipperfieldgebäude hat sogar den Fritz Höger Preis 2008 gewonnen.
http://www.abload.de/img/am_kupfergraben_10_dcaeovj.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=am_kupfergraben_10_dcaeovj.jpg)
Quelle: http://*************************/berlin/jpgs/am_kupfergraben_10_dca150908_cioanamarinescu_1.jpg
Christian Boros "Kunst-Bunker" wurde von den Architekten Realarchitektur/Jens Casper geplant. Auf dem ehemaligen Bunker hat nun der Sammler Boros selbst sein Zuhause, während im Inneren die Ausstellungsfläche für seine Sammlung ist.
http://www.abload.de/img/boros20p1m.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=boros20p1m.jpg)
http://www.abload.de/img/boros-bunker_arbsox.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=boros-bunker_arbsox.jpg)
http://www.convertiblecity.de/projekte_projekt34_en.html#showcase02
miau March 22nd, 2009, 12:49 PM @Kent: sehr schöner thread
Das Gebäude von David Adjaye in London gefällt mir in seiner Formensprache sehr gut.
den Teil des ARtikels finde ich interessant
Sammler, kann man an seinem Beispiel sehen, sind immer auch Pragmatiker, selten sind sie Träumer im eigentlichen Sinn. Und jemand wie Wilhelm Schürmann hält diese Balance des Kindlichen und des Reflektierenden. Eigentlich wohnt er in Aachen, wo er Fotografie unterrichtet und sein Wohnhaus seit Jahren eine Art inoffizielles Museum ist. Jetzt hat er sich entschieden, nach Berlin zu ziehen, mit seiner Sammlung, er wird sich von dem weltweit gefragten Londoner Architekten David Adjaye ein Wohnhaus mit Raum für wechselnde Ausstellungen bauen lassen, »an einem prominenten Ort in Mitte«, wie er sagt. Wenn es fertig ist, soll es für das Publikum zugänglich sein.
Hinzufügung - Außerdem vorgesehen:
Libeskind soll sein Jüdisches Museum erweitern
Quelle: Morgenpost (http://www.morgenpost.de/kultur/article1001746/Libeskind_soll_sein_Juedisches_Museum_erweitern.html)
so sieht's im Moment aus:
http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00260/sei_Museum_BM_Berli_260359b.jpg
Quelle: morgenpost.de
erbse March 27th, 2009, 11:34 AM Toller Thread, Kent. Mir gefällt es insgesamt sehr gut, wie sorgsam & teils innovativ in Berlin mit der (Museums)Kultur umgegangen wird. Ich werde mir demnächst sicher mal das Neue Museum auf der Museumsinsel anschauen, auch wenn ich von den Bildern des eigentümlichen Sanierungsprojektes bisher wenig überzeugt bin. Mal schauen.
Interessant wird sicherlich auch die James-Simon-Galerie als Eingangsbau zur Museumsinsel.
Man sollte da aber noch einmal Hand anlegen und ein klassischeres Design wählen - ein abgestuftes Pyramidendach oder ein klassischer Attika-Aufsatz ähnlich dem des Pergamonmuseums (siehe Bild (http://www.berlin.de/orte/museum/pergamonmuseum/03_Pergamonmuseum_Eingang_420_307.jpg)) könnte wahre Wunder wirken.
Apropos - weiß jemand, wie es um die geplante Komplettsanierung v. Pergamonmuseum steht? Wann wird da begonnen und wie wird man vorgehen?
Baddiman Cao March 27th, 2009, 05:44 PM Wenn ich mich recht erinnere, wird damit erst 2013 begonnen, dafür dauerts aber nur läppische 15 Jahre. Hängt wohl aber damit zusammen, dass es während des laufenden Betriebs saniert wird.
vorletzer Absatz (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0227/museumsinselberlin/0016/index.html)
Bauer-Ewald June 29th, 2009, 12:54 PM Gute Nachrichten, die Kunsthalle am Humboldthafen und eine neue Landesbibliothek werden gebaut. Dafür wird aber auf einen Neubau des Charite Bettenhauses verzichtet. Im Artikel wird von einer Bausumme von 20 Millionen € für die Kunsthalle berichtet. Diese Summe erachte ich aber als zu niedrig.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Landesbibliothek-Tempelhof-Landshaushalt-Finanzsenator-Ulrich-Nussbaum;art124,2829392
Vielleicht hat dieser Entwurf ja wieder eine Chance:
http://www.detail360.de/Db/DbFiles/projekte/1480/foto1_profil
Bauer-Ewald June 29th, 2009, 12:55 PM -- Gelöscht/Deleted --
Bauer-Ewald August 28th, 2009, 11:55 AM Erster Schritt zum "Technoversum"
Freitag, 28. August 2009 04:00 - Von Markus Falkner
Das Deutsche Technikmuseum wächst. Im Frühjahr 2011 erweitert sich die Ausstellungsfläche um 1800 Quadratmeter. Mit 4,8 Millionen Euro werden bis dahin zwei historische Hallen an der Ladestraße des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs saniert. Baubeginn ist im kommenden Jahr.
Unter dem Titel "Mensch mobil - Innovationen für die Straße" will das Museum einen Blick in Vergangenheit und Zukunft der individuellen Mobilität werfen. Erstmals wird dann ein Teil der 150 Exemplare umfassenden Oldtimer-Sammlung aus den Depots an der Monumentenstraße in das normale Ausstellungsprogramm integriert.
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"Hier entsteht ein völlig neues Museumsquartier", sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz gestern bei der ersten Vorstellung des Projekts. Ein Satz, den Museumschef Böndel und Projektleiter Joseph Hoppe gern hören. Denn der Ausbau der Ladestraße soll nur ein erster Schritt zur endgültigen Fertigstellung des Museums sein. Mehr als 25 Jahre sind die Pläne alt, die dort, wo noch Unkraut zwischen den alten Backsteinschuppen wuchert, das eigentliche Hauptgebäude des Museums sehen. Das mehr als 25 000 Quadratmeter große Areal hat das Land Berlin bereits 2007 erworben und an das Museum übergeben. Bislang fehlt aber das Geld, um das geplante "Technoversum" als Museum der Zukunft zu errichten. 62 Millionen Euro wären dafür nach aktuellen Schätzungen nötig.
Eine Summe, die der Senat in dieser Legislaturperiode nicht für ein weiteres Museumsprojekt ausgeben wird, wie Schmitz betont.
Böndel bleibt trotzdem zuversichtlich, dass sein Museum bis zu seiner Pensionierung in zwölf Jahren vollendet sein wird. Schmitz verspricht immerhin, für die dritte Ausbaustufe des Museums zu kämpfen und gemeinsam mit Böndel & Co. die nötige Lobbyarbeit zu leisten. Gespräche mit Sponsoren laufen bereits seit Langem. Das Land müsse aber auch finanziell den Startschuss geben, so Böndel.
Inhaltlich ist das Museum längst gerüstet für die Erweiterung. Das Konzept für das "Technoversum" sieht sechs Themenforen zu Mobilität, Medien, Bauen und Architektur, Energie, Produktion und dem Verhältnis von Mensch und Technik vor. Als Museum der Zukunft soll es offen sein für aktuelle Innovationen. Historisches und Visionäres - so lautet auch das vorläufige bauliche Konzept. Die alten Lagerhallen sollen sich, soweit möglich, in den Neubau einfügen.
Vor der ganz großen Vision steht zunächst der vergleichsweise kleine Umbau. Die Depothallen 1 und 2 bekommen ein neues Dach mit den historischen Gauben. Fenster werden erneuert, Sanitär- und Heizungsanlagen eingebaut. Derzeit laufen Verhandlungen über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Das noch ruinöse Gebäude zwischen den Depots und dem Science Center Spektrum soll zudem bis 2011 zum neuen Eingangsbereich umgebaut werden.
Welche Potenziale das Gelände birgt, davon können sich die Berliner bereits am ersten Septemberwochenende überzeugen. Das Programm unter dem Titel "Schau mal: Die Ladestraße entdecken" beginnt bereits am Freitagabend, 4. September, um 21 Uhr. Als Open-Air-Aufführung zeigt das Museum in der Ladestraße bei freiem Eintritt den Stummfilmklassiker "Berlin. Die Sinfonie einer Großstadt", begleitet von einem Ensemble des Filmorchesters Babelsberg.
Der Sonnabend, 5. September, steht dann ganz im Zeichen eines anderen Films. Zur Weltpremiere des Projekts "24h Berlin - Ein Tag im Leben" sind Besucher schon von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr des Folgetages eingeladen.
Am Sonntag lädt dann das gesamte Museum bei freiem Eintritt zu einem Tag der offenen Tür mit zahlreichen Führungen über das Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs. Eine Pendellinie mit historischen Nahverkehrsfahrzeugen verbindet das Museumsgelände zudem mit den ebenfalls geöffneten Oldtimer-Depots in den Monumentenhallen.
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1158875/Erster_Schritt_zum_Technoversum.html
Bauer-Ewald September 7th, 2009, 10:21 PM Wowereit will Kunsthallenneubau
Berlin. Mit einem flammenden Plädoyer hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Montag für eine neue Kunsthalle in der Hauptstadt und den Neubau einer Zentralbibliothek auf dem früheren Flughafen Tempelhof geworben.
Für die Kunsthalle sei das Gelände am Humboldthafen nahe dem Hauptbahnhof am geeignetsten. Berlin habe eine reichhaltige Kunstszene, die ihresgleichen in der Welt suche und locke entsprechend viele Künstler an, „die aber in New York oder sonstwo ausstellen aber nicht in Berlin“, sagte der Regierungschef im Abgeordnetenhaus in der ersten Sitzung des Kulturausschusses nach der Sommerpause.
Es gehe um Künstler, die noch nicht das Renommee hätten, in der Neuen Nationalgalerie oder dem Hamburger Bahnhof auszustellen, „die noch an der Schwelle stehen und ein öffentliches Forum brauchen, das mehr Besucher anlockt als eine private Galerie es kann“.
Wowereit wies gleichzeitig Vorwürfe zurück, es gehe ihm dabei um persönliche „Prestigeprojekte“. Die Hauptstadt brauche dringend diese Kunsthalle, deren Kosten auf etwa 30 Millionen Euro geschätzt werden. Wowereit sprach in der ersten Ausschuss-Lesung des Kulturhaushalts 2010/2011.
Der Regierungschef fand für das Projekt bei den anderen Parteien teils Unterstützung, wobei manche den Standort in Frage stellen, aber auch offene Ablehnung wie bei der FDP. dpa
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1162771/Zentralbibliothek-auf-dem-alten-Flughafen-Tempelhof.html
Bauer-Ewald September 25th, 2009, 06:07 PM http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/dpa/2009/09/17/klaus-wowereit,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg
Klaus Wowereit
Die Umsetzung des Wunschprojekts von Klaus Wowereit (SPD) ist noch ungewiss.
Foto: dpa
Berlin (dpa/bb) - Das Wunschprojekt des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) - der Bau einer Kunsthalle für Gegenwartskunst in Berlin - steht noch in den Sternen. In den rot-roten Regierungsfraktionen regt sich angesichts der bevorstehenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2010/2011 erheblicher Widerstand dagegen. Wowereit, der seit 2006 auch das Kulturressort verantwortet, hatte den Neubau angeregt und im Doppelhaushalt insgesamt 600 000 Euro an Planungs- und Vorbereitungsmitteln beantragt. Der auf 30 Millionen Euro geschätzte Bau einer Kunsthalle soll nach den Plänen Wowereits erst nach 2012 realisiert werden.
http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/dpa/2009/09/17/rotroter-widerstand-gegen-wowereits-kunsthalle.html
Bauer-Ewald September 25th, 2009, 06:09 PM Wowereit hält an Kunsthalle fest
http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00065/tag7-5-5_65584i.jpg
Zum ersten Mal stellte sich der Regierungschef am Donnerstagabend im Hamburger Bahnhof einer öffentlichen Podiumsdiskussion über das umstrittene Projekt, das auch in der rot- roten Senatskoalition auf Widerstand stößt.
Auf die Haltung seines Koalitionspartners Linke angesprochen meinte Wowereit nur: „Das bleibt noch abzuwarten.“ Es sei sein Ehrgeiz gewesen, die Kunsthalle noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg zu bringen. „Das mag ja falsch gewesen sein, aber ich werde weiter dafür kämpfen.“
„Es gibt eine riesige Nachfrage von jungen Künstlern, in Berlin einen zentralen Raum für ihre Kunst zu finden“, begründete der Regierungschef und Kultursenator seinen Vorstoß für eine neue Kunsthalle. Es sei „eine Schande, dass sie eher in New York oder Paris ausstellen können, aber bei uns keinen angemessenen Platz finden“.
Außerdem sei eine neue Kunsthalle auch eine große Chance, in Berlin wieder einmal herausragende moderne Architektur an einem zentralen Ort zu präsentieren. „Es grenzt ja schon an Langeweile, was architektonisch zurzeit in Berlin passiert, da fehlt doch das Staunen“, meinte der Regierungschef.
An der Veranstaltung im Museum für Gegenwartskunst zu der Frage „Braucht Berlin eine Kunsthalle?“ nahmen namhafte Künstler wie Olafur Eliasson und Monica Bonvicini sowie der Kurator Klaus Biesenbach vom Museum of Modern Art (MoMA) in New York teil. Mehrere Teilnehmer befürworteten zwar grundsätzlich eine neue Kunsthalle in Berlin, doch gab es unterschiedliche Auffassungen über Inhalte und Standort.
Wowereit sagte, dass etwa 15 Standorte geprüft worden seien und der Humboldthafen wegen seiner zentralen Lage am besten geeignet erscheine. „Und man muss sich irgendwann einmal entscheiden.“ Andere Teilnehmer warben für den ehemaligen Blumengroßmarkt in Kreuzberg, der auch für einen Erweiterungsbau des benachbarten Jüdischen Museums vorgesehen ist. Wowereit warnte davor, mit einer erneuten Standortdiskussion das gesamte Projekt zu gefährden.
Auf der noch bis zum Sonntag dauernden Kunstmesse Art Forum unterzeichneten 130 Galeristen einen Aufruf zum Bau einer Kunsthalle in Berlin, wie ein Teilnehmer der Podiumsdiskussion mitteilte.
http://www.bz-berlin.de/kultur/kunst/wowereit-haelt-an-kunsthalle-fest-article593655.html
Bauer-Ewald March 15th, 2010, 03:15 PM http://www.tagesspiegel.de/storage/scl/hermes/kultur/kultur/327854_m1w590q80s1v15351.jpg
Fünf Monate lang war es ruhig um die Museumsinsel – eine halbe Million Besucher im Neuen Museum seit der Wiedereröffnung Mitte Oktober haben alle zuvor aufgeflammte Kritik besänftigt. Vor allem die Leistung, die der Londoner Architekt David Chipperfield vollbracht hat. Jede seiner Entscheidungen hat er begründet, und keine findet heute noch ernstzunehmende Gegner.
Doch nun geht es für Chipperfield in die nächste Runde. Die „Gesellschaft Historisches Berlin“, der unermüdlichste aller Kritiker am Tun des Architekten, hat dessen nächstes Projekt im Visier, das James-Simon-Galerie genannte Eingangsgebäude. In Kürze soll Baubeginn für das 73 Millionen Euro schwere Projekt sein. Im Herbst ist Grundsteinlegung.
Die „Gesellschaft“, eine veritable Bürgerinitiative, beklagt, dass aufgrund der Größe und Massigkeit der Galerie das dahinter liegende Neue Museum für den Passanten am Kupfergrabenufer vollständig verdeckt wird. Die Kritik ist insofern nicht ohne Ironie, weil es ausgerechnet diese Westfassade ist, die die schärfste Kritik des Vereins erhalten hat. Bei einer Gesamthöhe des Eingangsgebäudes von 19 Metern ist es tatsächlich unmöglich, die Fassade des Museums zu sehen.
Nur: Es hat diese Möglichkeit nur zeitweise gegeben. Vor dem Museum stand der 1832 errichtete Packhof von Schinkel, der 1938 abgerissen wurde. Das meistverwendete Foto vom Packhof und dahinter dem Neues Museum – auf der Website der „Gesellschaft“ zu sehen – ist ebenfalls aus optischen Gründen aus der Höhe eines zweiten Geschosses aufgenommen. Exakt dieselbe Stelle verwendet die Computeranimation von Chipperfield, zu sehen auf der Website der Staatlichen Museen (www.museumsinsel-berlin.de). Das Büro Chipperfield beharrt darauf, dass die Hauptansicht stets von Schlossbrücke und Lustgarten her bestand. Von dort aus gelangt man künftig auf die Freitreppe in die James-Simon-Galerie. „Die zum Lustgarten hin geöffnete und weithin sichtbare Freitreppe entspricht der Funktion des Hauses als Empfangsgebäude für den Museumskomplex und greift ebenfalls ein prägendes historisches Element auf“, bekräftigte Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sein Eintreten für die Chipperfield-Planung.
Viel Lärm also um nichts? Immerhin liegt der Entwurf Chipperfields seit 2007 vor. Jetzt ist die Feinplanung dran. So wurde der Abstand zwischen den Stützen der auf einem mehr als neun Meter hohen Mauersockel aufgesetzten Halle verringert, um die Maßverhältnisse der Feinbeton-Stützen denen der Kolonnaden Friedrich August Stülers anzupassen – ein Detail, das den am Neuen Museum so gelobten Umgang des Architekten mit der Historie verdeutlicht. Allerdings bedeckt die 104 Meter lange Halle den gesamten Uferbereich bis zum Pergamonmuseum und lässt, anders als der wesentlich kürzere Packhof, keine baumbestandene Sichtlücke.
Problematischer ist die Raumverteilung. Die Besucherströme müssen sich auf einem immer schmaler werden Gang entlangdrücken, um zur Kasse am Ende des Hauses zu gelangen. Das in der Mitte gelegene Café entspricht mit nur vier Metern Breite bei 45 Metern Länge nicht ganz den Notwendigkeiten, zumal für kaffeedurstige Gruppen. Lange Wege müssen die Kellner zurücklegen, zumal der Tresen am äußersten Ende liegt. Die Zahl von 88 Plätzen an straff gereihten Tischen scheint knapp bemessen. Mehr Platz ist nicht, ohne den offenen Wandelgang an der Wasserseite zu opfern. Der gehört zum Kern des Entwurfs – und verspricht ein geradezu athenisches Schlendern hoch über dem Wasser.
Anderes hat sich verbessert. Künftig wird es einen unmittelbaren Zugang ins benachbarte Pergamonmuseum geben, genau auf der Höhe von dessen Hauptausstellungsebene. Wer ins Neue Museum will, muss Treppen steigen oder aber das Eingangsgebäude (buchstäblich) links liegen. Von dort führt der Weg zum Westportal des Museums. Zudem führen die Kolonnaden zum Haupteingang auf der Innenseite der Museumsinsel, gerade so, wie Stüler das immer gewollt hatte.
Genau zehn Jahre lang ist die Museumsinsel jetzt Weltkulturerbe der Unesco. So sind denn auch alle Änderungen mit Icomos, der Fachkommission der Unesco, abgesprochen und von ihr gebilligt, und zwar bis auf den heutigen Tag, wie Alexander Schwarz, Projektleiter im Büro Chipperfield, versichert. Bereits Ende März vergangenen Jahres stellte das Landesdenkmalamt bündig fest: „Der Entwurf fügt sich durch seine Gestaltung, Größe und Höhenentwicklung als moderne, zeitgemäße Ergänzung, im Sinne des Weiterbauen im und am Denkmal bzw. im Welterbe, in das bestehende Ensemble ein.“ Kurz vor Baubeginn sucht der Geschichtsverein offenbar die letzte Chance für seine Kritik und fordert rundheraus, „auf die Errichtung eines zentralen Eingangsgebäudes zu verzichten“.
Bei prognostizierten vier Millionen Besuchern im Jahr auf der Museumsinsel ist das eine reichlich weltfremde Forderung. Den Zugang auch für Touristengruppen zu sichern, entspricht dem Bildungsauftrag der Museen, frei von Zugangsbeschränkungen zu sein. Vielleicht wird die Archäologische Promenade, die erst nach 2025 vier Häuser der Insel – außer der Alten Nationalgalerie – verbinden soll, noch Kopfzerbrechen verursachen. Die Promenade für diejenigen, die alle vier archäologischen Museen auf einmal bewältigen wollen, ist ein Lieblingsthema einiger Kritiker. Doch niemand wird die Promenade benutzen müssen, der es nicht will.
Mit dem Beweis, dass ein Haus wie das Neue Museum mit eigenem Eingang und Garderobe 100 000 Besucher pro Monat bewältigen kann, sollte diese Klage endgültig erledigt sein. Und ein Café hat das so wundervoll hergerichtete Haus übrigens auch, klein aber fein. Es ging nicht anders, um den historischen Saalrundgang nicht zu zerstören. Da ist man unter sich, um über Nofretete zu sinnieren.
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Museumsinsel;art772,3056937
youngwoerth March 18th, 2010, 12:50 PM Vor allem die Leistung, die der Londoner Architekt David Chipperfield vollbracht hat. Jede seiner Entscheidungen hat er begründet, und keine findet heute noch ernstzunehmende Gegner.
Das wage ich zu bezweifeln. Was für ein polemisches Gesülz. :ohno:
miau March 18th, 2010, 10:07 PM ^^ Den Artikel finde ich nun wirklich nicht polemisch - ist deine Bemerkung nicht bei Weitem polemischer? ;)
erbse March 18th, 2010, 10:31 PM Es ging um das Exzerpt, nicht den ganzen Artikel.
Und dem kann ich nur zustimmen. Absoluter Nonsens, so etwas zu behaupten.
Mich hat Chipperfield nicht überzeugt. Für 250 Millionen hätte man das Neue Museum 3 mal rekonstruieren können, wenn nicht noch öfter...
miau March 18th, 2010, 10:35 PM Tja, da kann man wohl nix machen. Wenn es Herrn Erbse und dem Jungen Werther nicht gefällt, muss man das Gebäude leider wieder abreißen. ;)
Ich kann die Kritik an Chipperfield nicht wirklich nachvollziehen. Für sich gesehen sind die Umbauten doch großartig. Liegt es nur daran, dass du dir eine Voll-Rekonstruktion erwünscht hast?
erbse March 18th, 2010, 10:43 PM Man kann doch so ein Gebäude, das in der heutigen Zeit entstanden ist, nicht völlig losgelöst von sämtlichen Umständen betrachten. In Anbetracht der finanziellen Aufwendungen und des hier Möglichen sowie der umgebenden Welterbe-Bauten wäre einfach mehr drin gewesen. Mit dem Innenleben kann ich gerade noch leben, aber diese Verhöhnung der historischen Fassade durch Chipperfield ist einfach nur erbärmlich.
Dase March 19th, 2010, 09:52 PM ^ Bitte nicht außer Acht lassen, dass ein Großteil der Aufwände für eine Museumsinnengestaltung heutzutage in die Präsentation, Sicherheitsvorkehrungen, Schaffung bestimmter klimatischer Bedingungen usw. gesteckt werden. Insofern hat die gesamtsummer der Aufwendungen m.E. nichts mit dem Äußeren zu tun.
erbse March 19th, 2010, 10:04 PM Na, was hat denn allein der Architektenwettbewerb gekostet, was ist an Budget nur für den Namen Chipperfield draufgegangen etc.? Das alles hätte man sich mit einer Rekonstruktion sparen können, statt hier das Rad neu erfinden zu wollen. Keine Frage, als öffentlicher Bau sind auch die Sicherheitsvorkehrungen usw. nicht geschenkt, aber das ist nicht alles.
youngwoerth March 19th, 2010, 10:11 PM Den Artikel finde ich nun wirklich nicht polemisch - ist deine Bemerkung nicht bei Weitem polemischer? ;)Ich empfehle ein konzentrationsförderndes Whiskas-Menü! Ich habe doch nun wirklich sehr deutlich gemacht, auf was sich meine Aussage konkret bezieht. Aber für das Miezelein erkläre ich das gerne noch einmal ausführlicher. Also: Der Tagesspiegel lässt verlauten, daß es heute keine ernstzunehmenden Kritiker der fragwürdigen "kritischen Rekonstruktion" Chipperfields mehr gäbe. Und genau diese Aussage ist in ihrer Polemik eigentlich kaum zu übertreffen.
Edith: Habe gerade gesehen, daß Erbse das schon richtiggestellt hatte. Naja, doppelt genäht...
miau March 19th, 2010, 11:52 PM ^^ Nein, ich habe sehr wohl verstanden worauf du dich beziehst. Ich finde den Artikel aber nicht polemisch, bestenfalls ist es eine Fehleinschätzung. Dass es noch immer Kritiker gibt, zeigt allein die etwas hysterische Reaktion ein paar Beiträge weiter oben. ;)
erbse March 19th, 2010, 11:57 PM Fehleinschätzung, Polemik... Das sind doch Spitzfindigkeiten. Tageszeitungen sollten solche Formulierungen besser ganz vermeiden. ;) Dem Neutralitätsanspruch werden die meisten Blätter leider nicht mehr gerecht. Nunja, zurück zu den Museen.
Gibt es eigentlich Neuigkeiten vom angedachten Museum des Kalten Krieges (http://www.morgenpost.de/berlin/article1058726/Bekommt_Berlin_bald_ein_Museum_des_Kalten_Kriegs.html) nahe Checkpoint Charlie?
Das wäre ja nun wirklich ein Pflichtprojekt für Berlin.
schum-ho April 24th, 2010, 11:42 AM Was haltet ihr denn von diesem Vorschlag?
KÜNSTLERVERBAND
Tacheles soll Kunsthalle werden
Mittwoch, 21. April 2010 16:40
Die drohende Zwangsversteigerung des Berliner Künstlerhauses in Mitte bietet auch eine Chance. Dieser Auffassung ist zumindest der Berufsverband Bildender Künstler. Er fordert, dass das Land Berlin das Tacheles erwirbt und auf dem Gelände eine Kunsthalle baut.
http://i42.tinypic.com/b7ncko.jpg
http://i41.tinypic.com/juwym0.jpg
Graffiti und Ruinencharme: Nach dem Mauerfall war das Ost-Berliner Kunsthaus Tacheles ein aufregender Ort der Off-Kultur und der Hausbesetzerszene. Heute gilt die Kaufhausruine an der Oranienburger Straße im Bezirk Mitte zwar nicht mehr als richtig cool, aber sie ist eine Attraktion für Touristen aus aller Welt.
Der Berufsverband Bildender Künstler hat an das Land Berlin appelliert, das Gelände des Kunsthauses Tacheles bei der drohenden Zwangsversteigerung zu erwerben.
Der aufwendig renovierte Altbau an der Oranienburger Straße müsse für Kunst und Kultur erhalten bleiben, sagte Verbandschef Herbert Mondry am Mittwoch.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1295631/Tacheles-soll-Kunsthalle-werden.html
Dachte dort sollte diese schicke Quartier gebaut werden? :?
Bob! May 13th, 2010, 12:09 PM Daniel Liebeskind stellt die Pläne für den 10 Millionen Euro teuren Umbau der Blumengroßmarkthalle aus den 60ern vor:
BauNetz-Artikel vom 11. Mai 2010 (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Plaene_fuer_Neubau_des_Juedischen_Museums_in_Berlin_1061789.html)
http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00646/vonstrasse_BM_Berli_646921b.jpg
Quelle: bbzl | morgenpost.de (http://www.morgenpost.de/berlin/article1306956/Das-Juedische-Museum-bekommt-einen-Neubau.html)
http://www.baunetz.de/img/29811229_5ae32d7431.jpeg
Quelle: BauNetz.de (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Plaene_fuer_Neubau_des_Juedischen_Museums_in_Berlin_1061789.html)
http://www.baunetz.de/img/29811237_9090aba389.jpeg
Quelle: BauNetz.de (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Plaene_fuer_Neubau_des_Juedischen_Museums_in_Berlin_1061789.html)
http://www.baunetz.de/img/29811259_79dad7f494.jpeg
Quelle: BauNetz.de (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Plaene_fuer_Neubau_des_Juedischen_Museums_in_Berlin_1061789.html)
http://www.baunetz.de/img/29811265_8887220d78.jpeg
Quelle: BauNetz.de (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Plaene_fuer_Neubau_des_Juedischen_Museums_in_Berlin_1061789.html)
Die Halle heute:
http://www.baunetz.de/img/29811281_d45c7c3957.jpeg
Quelle: Jens Ziehe | BauNetz.de (http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Plaene_fuer_Neubau_des_Juedischen_Museums_in_Berlin_1061789.html)
Bauer-Ewald May 13th, 2010, 04:13 PM http://www.tagesspiegel.de/propertyblob/contentbean:1837818/format14
Der "Butterfly" ist die letzte Arbeit des 1986 verstorbenen Bildhauers Henry Moore. Nachdem die Skulptur restauriert ist, steht sie wieder an ihrem angestammten Platz vor dem Berliner Haus der Kulturen der Welt.
Henry Moores berühmter „Schmetterling“ ist nach einer aufwendigen Restaurierung an seinen angestammten Platz in Berlin zurückgekehrt. An diesem Freitag soll die zehn Tonnen schwere Bronzeskulptur vor dem Haus der Kulturen der Welt feierlich wiedereingeweiht werden.
Die Plastik mit dem Originaltitel „Large Divided Oval: Butterfly“ ist die letzte öffentliche Arbeit des britischen Bildhauers vor seinem Tod 1986. Sie „schwebte“ seit einem Vierteljahrhundert über dem Spiegelteich vor dem Kulturhaus und wurde jetzt in einer Berliner Bildgießerei neu beschichtet und poliert. (sf/dpa)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/henry-moores-schmetterling-kehrt-zurueck/1837816.html
Bauer-Ewald September 2nd, 2010, 08:14 PM Sergej Tchoban hat seinen ersten Entwurf für die Galerie am Pfefferberg vorgestellt.
http://www.leute-am-teute.de/wp-content/uploads/2010/09/tschoban2.jpg
http://www.leute-am-teute.de/wp-content/uploads/2010/09/tschoban1.jpg
miau September 2nd, 2010, 09:35 PM cool :)
miau October 23rd, 2011, 09:23 PM Daniel Liebeskind stellt die Pläne für den 10 Millionen Euro teuren Umbau der Blumengroßmarkthalle aus den 60ern vor:
Hier noch eine andere Ansicht der umgebauten Halle.
http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/01018/mt_Juedisches_Muse_1018472b.jpg
http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/01018/mt_Juedisches_Muse_1018472b.jpg
miau October 23rd, 2011, 09:25 PM Der dazugehörige Artikel.
Sein Bau für das Jüdische Museum Berlin zieht jedes Jahr Hunderttausende an. Nun ergänzt der polnisch-amerikanische Stararchitekt Daniel Libeskind sein erstes Projekt mit einem neuen Gebäude.
In der Außenhülle der alten Blumengroßmarkthalle an der Lindenstraße in Berlin-Kreuzberg klafft ein gewaltiges, asymmetrisches Loch. Nur ein schräg verlaufender Stahlpfeiler an der Oberkante des Einschnitts zeigt, dass hier nicht ein Bauunternehmen schlampige Arbeit geleistet hat, sondern der schiefe Einschnitt gewollt ist. Von außen betrachtet bleibt dies der einzige bauliche Eingriff, den Star-Architekt Daniel Libeskind vornimmt, um eine schlichte Industriehalle aus den 60-er Jahren in eine moderne Bildungsstätte zu verwandeln.
Als das Jüdische Museum im September 2001 eröffnete, rechneten die Planer mit 300.000 Besuchern im Jahr. 750.000 Menschen sind es heute im Schnitt pro Jahr. Damit gehört das JMB zu den meistbesuchten Museen Berlins.
„Vor anderthalb Jahren haben wir uns dafür entschieden, das Jüdische Museum um eine Akademie zu erweitern“, so Börries von Notz, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin und Stellvertreter des Direktors. „Dass wir dazu Daniel Liebeskind gewinnen konnten, ist ein großes Glück.“ Nachdem die Wahl für den Erweiterungsbau auf die Blumenhalle vis-à-vis des Museum fiel und kurz darauf auch der Kaufvertrag mit dem Land Berlin perfekt war, konnte im Februar mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die rund elf Millionen Euro, die für den Bau notwendig sind, trägt zu 60 Prozent der Bund. „Die restlichen 40 Prozent haben Privatpersonen beigesteuert, allen voran Eric F. Ross. Nach dem US-Unternehmer soll die Akademie „Eric F. Ross Bau“ benannt werden. Ross, 1919 als Erich Rosenberg in Dortmund geboren, floh als 19-Jähriger kurz vor der Pogromnacht in die USA und gründete dort mehrere erfolgreiche Kunststofffirmen. Er starb im Herbst vergangenen Jahres in Zürich.
HOLZKUBEN ERINNERN AN ARCHE NOAH
Wie bei jedem Projekt verzögerten unerwartete Schwierigkeiten den Baufortschritt. So erwies sich beispielsweise der Betonboden als extrem bröckelig und musste komplett ausgetauscht werden. Statt wie geplant im Herbst dieses Jahres wird die Fertigstellung nun für den Sommer kommenden Jahres anvisiert.
In die Wunde, die Libeskind in die Außenhülle der Halle geschlagen hat, soll in wenigen Monaten ein halb in der Erde versunkener und in der Mitte gespaltener Kubus aus Holz gesetzt werden, der als Eingang, Sicherheitsschleuse, Museumsshop und Garderobe dienen wird. Im Inneren der Halle werden in zwei weiteren gegeneinander geneigten Kuben das Auditorium und die Bibliothek untergebracht. Sie sind ebenfalls mit Holz verkleidet. „Die Holzkuben sollen einerseits an Transportkisten, andererseits an die Arche Noah erinnern“, so Jochen Klein, Projektleiter von Daniel Libeskind. Entlang der Außenwände werden Büro- und Seminarräume entstehen. Beheizt werden sollen später nur die in die Halle gesetzten Neubauten. Die Halle verfügt immerhin über eine Nutzfläche von 6400 Quadratmetern, durch die Einbauten müssen nur rund 1000 Quadratmeter beheizt werden.
BLUMENGARTEN IN DER HALLE
Doch damit sich die vergleichsweise kleinen Holzwürfel in der riesigen Halle nicht verlieren, soll die rund 900 Quadratmeter große Freifläche um die Kuben herum genutzt werden. Bereits in einem frühen Planungsstadium hatte Libeskind vorgeschlagen, dort einen Garten anzulegen – unter anderem als Reminiszenz an die frühere Nutzung der Halle als Blumengroßmarkt. Libeskind hatte einen „Biblischen Garten“ mit den Pflanzen vorgeschlagen, die im Alten Testament erwähnt werden. Doch das erwies sich als schwer realisierbar: In der Halle kann die Temperatur in längeren Frostperioden unter Null Grad sinken, keine guten Bedingungen für Olivenbäume und Dattelpalmen.
In einem Wettbewerb 2010 wurden deshalb Ideen gesucht, einen „Indoor-Garten“ zu entwickeln, der den widrigen Klimabedingungen trotzt und einen Bezug zum jüdischen Leben in den vergangenen zwei Jahrtausenden hat. Die zündende Idee hatte schließlich das Atelier le Balto. Nach dem Entwurf des Landschaftsarchitektenbüros soll dort ein „Garten der Diaspora“ entstehen, der gleichzeitig als Lernort für die Besucher dienen soll. Auf vier scheinbar schwebenden Stahlplateaus soll Erde aufgebracht werden, die von den Seminarbesuchern mit Samen und Pflanzen aus den neuen Heimatländern von Juden in der Diaspora (griechisch, Verstreutheit) begrünt werden sollen. „Uns ist klar, dass mit der Eröffnung der Akademie noch kein grüner Garten präsentiert werden kann“, so Véronique Faucheur vom Atelier le Balto. „Wir werden den Entstehungsprozess daher drei Jahre lang begleiten“, versichert sie. Dieser Zeitraum werde ausreichen, um auf den Plateaus blühende Landschaften entstehen zu lassen. Für die Plateaugärten in der Halle werden übrigens noch Spender gesucht. „Derzeit reicht das Geld wohl nur für einen Garten“, so die Französin. Börries von Notz ist sicher, das das Geld zusammenkommen wird. „Erforderlich sind 300.000 Euro, das sollte zu schaffen sein.“
http://www.morgenpost.de/berlin/article1728873/Libeskind-baut-wieder-fuer-Juedisches-Museum.html
Honk April 1st, 2012, 10:15 AM Kann man diesen Thread umbenennen in "Berlin | Museen, Galerien und andere Kultureinrichtungen | News & Updates"?
Dann könnte man nämlich auch thematisch ähnliche Nachrichten zu bereits bestehenden Einrichtungen hier im Thread bündeln.
Honk April 1st, 2012, 10:16 AM Die Betreiber des Geländes wollen die New Yorker zu sich holen. Die Kuratoren haben sich dazu entschieden, die 30 Meter lange Freilufthalle doch auf dem Pfefferberg zu errichten. Doch die Zeit drängt: Am 24. Mai soll das Lab eröffnet werden.
Weiterlesen: Berliner Zeitung (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/forschungslabor-guggenheim-baut-auf-dem-pfefferberg,10809148,12076712.html)
Auf dieser Freifläche könnte das Guggenheim Lab entstehen.
http://www.berliner-zeitung.de/image/view/2012/2/27/12076430,9960267,highRes,maxh,480,maxw,480,17-28%252371-33234843.JPG.jpg
http://www.berliner-zeitung.de/image/view/2012/2/27/12076430,9960267,highRes,maxh,480,maxw,480,17-28%252371-33234843.JPG.jpg
Honk April 1st, 2012, 10:48 AM Wie man im Tagesspiegel lesen kann (http://www.tagesspiegel.de/kultur/chipperfield-saniert-neue-nationalgalerie/6454480.html), wird die Neue Nationalgalerie, der einzige Bau Mies van der Rohe's in Deutschland nach seiner Emigration, vom Büro des britischen Architekten David Chipperfield saniert. Es geht dabei um die Erneuerung sämtlicher tragender Elemente und Fassadenteile, sowie die Modernisierung der Haustechnik.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a8/Neue_Nationalgalerie_Berlin.jpg/800px-Neue_Nationalgalerie_Berlin.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a8/Neue_Nationalgalerie_Berlin.jpg/800px-Neue_Nationalgalerie_Berlin.jpg
Odoaker April 1st, 2012, 06:56 PM Steht das irgendwie in der Kanzlerakte, dass für saemtliche Bauvorhaben der Hauptstadt dieser Bitterfeld herangezogen werden muss?! Sowas vom zum Kotzen!
Honk April 28th, 2012, 09:44 AM Nach der teilweise recht hysterischen Diskussion um das 'Guggenheim-Lab' in den letzten Wochen, kommt nun auch mal die Kuratorin zu Wort.
http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120120428marie-9-jpg/6566814/2.JPG
http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120120428marie-9-jpg/6566814/2.JPG
Frau Nicanor, wie laufen die Vorbereitungen für das BMW Guggenheim Lab?
Die Bauarbeiten kommen voran. Die eigentliche Lab-Konstruktion wird wahrscheinlich Ende Mai aufgebaut. Und auch das Programm nimmt Gestalt an. Vier Lab-Kuratoren teilen die Themen unter sich auf. Jeder hat acht Tage mit Veranstaltungen zu füllen. Dazu sprechen wir derzeit mit vielen unterschiedlichen Gruppen, mit Universitäten und einzelnen Akteuren.
Welche Berliner Gruppen und Akteure werden sich am Lab-Programm beteiligen?
Es ist zu früh, um Namen zu nennen.
Aber ich kann versprechen, dass unterschiedlichste lokale Gruppen und Organisationen dabei sein werden, darunter auch aus der direkten Nachbarschaft hier im Prenzlauer Berg. Aber auch mit Gruppen und Akteuren aus Kreuzberg sind wir weiter in Kontakt und möchten sie unbedingt mit dabei haben.
Reden Sie auch mit den Lab-Gegnern?
Wir möchten mit jedem sprechen, auch mit Kritikern des Projekts. Und, ja, mit einigen von ihnen haben wir uns auch schon getroffen. Sie stellen uns viele Fragen, wir versuchen zu antworten. Das läuft gut. Einige allerdings wollen gar nicht mit uns reden. Das macht die Situation dann auch schwierig für uns.
Wollen Sie die Gegner auch ins Lab-Programm einbinden?
Ja, das versuchen wir. Wir wollen ja eine Diskussion. Und wir möchten, dass möglichst viele ihre Meinung einbringen können. In New York ist das gelungen. Dort gab es ebenfalls Proteste gegen Gentrifizierung. Eine Gruppe kam mit ihren Transparenten sogar ins Lab. Im weiteren Verlauf wurde der Sprecher der Gruppe dann unser größter Fan und beteiligte sich am Programm. Das Lab ist eine Plattform, die für jeden offen ist. Das wünschen wir uns auch für Berlin.
Die Polizei erklärt, sie werde sich am Schutz des Labs beteiligen. Schon jetzt steht regelmäßig ein Polizeitransporter vor dem Pfefferberg. Sie hatten erklärt, eine kulturelle Veranstaltung wie das Lab könne nicht unter Polizeischutz stattfinden. Deshalb wurde der Standort Kreuzberg wieder aufgegeben. Was ist jetzt anders?
Wenn jemand eine Präsentation im Lab macht, möchte ich nicht, dass die Besucher das Gefühl haben, sie sind von Polizei umringt. Wenn eine Baustelle oder ein Gebäude bewacht wird, ist das etwas anderes. Das machen die Behörden, egal, ob wir sie darum bitten oder nicht. Ich finde es schade und langsam ermüdend, dass so viel von diesen Dingen geredet wird. Das ist nicht im Sinne des Lab und gehört auch nicht zu meinem Job.
Dann lassen Sie uns über BMW reden.
Gerne, wenn es der Versachlichung der Debatte dient…
BMW steht im Fokus der Lab-Gegner. Sie finden, der Konzern sei wegen der umstrittenen Vergangenheit der Eigentümerfamilie Quandt der falsche Partner für das Lab. Was entgegnen Sie auf diese Kritik?
Dieses Thema wird in den Medien völlig überdreht. Nicht nur in den USA ist es absolut normal, einen Partner für Kulturprojekte zu haben. BMW sponsert auch andere Aktivitäten in Berlin, etwa die Berlinale. Warum steht ausgerechnet das Lab in der Kritik? Was ist der Grund dafür, dass ausgerechnet das Lab der Funke war, an dem sich die Diskussion um die Vergangenheit von BMW erneut entzündet hat? Für mich persönlich ist das wirklich schwer nachvollziehbar. Ich bin dankbar, dass mein Projekt finanziert ist.
Die Gentrifizierungsdebatte wurde etwas verspätet auf die Lab-Agenda gesetzt. Bringt es denn etwas, nur darüber zu reden?
Das ist so nicht richtig. Gentrifizierung war immer als Thema vorgesehen. Es ist ein wichtiges Thema, über das viel Verwirrung herrscht und zu dem es viel Diskussionsbedarf gibt. Wir sind aber nicht hier, um das Problem zu lösen. Guggenheim ist ein Museum, da geht es um Bildung und die Schaffung von Aufmerksamkeit. Neben Filmen und Workshops wird es auch Aktivitäten außerhalb des Labs geben, etwa zum Radverkehr, zum Anlegen von Dachgärten und der Wasserqualität der Spree.
Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?
In New York hatten wir 56 000 Besucher vor Ort und eine halbe Million, die die Veranstaltungen online verfolgten. Ich weiß nicht, wie viele Menschen in Berlin kommen werden. Der Standort hier unterscheidet sich sehr stark von dem in New York.
Wird es ein großes Eröffnungsevent mit Prominenten geben?
Nein, wir fangen einfach an. Es ist ja ein abstraktes, seltsames Projekt, wenn ein Museum plötzlich auf die Straße geht und über das Leben in der Stadt redet. Das ist schwierig zu erklären. Wenn Leute vorbeikommen und sehen, was hier vorgeht, wird es einfacher sein.
Wird im Lab ständig etwas los sein?
Es wird zwei bis drei Veranstaltungen am Tag geben - mit Menschen aus der Nachbarschaft genauso wie mit renommierten Experten. Und alles, was die Entwicklung einer modernen Stadt betrifft, soll zur Sprache kommen. Außerdem starten vom Lab aus auch Touren, die durch die Stadt führen.
Welche berühmten Leute werden im Lab auftreten?
(Lachen) Im Beratungsausschuss des Lab gibt es sehr interessante Leute wie Daniel Barenboim. Wie gesagt: Es wird eine Mischung geben zwischen hochrangigen Experten und lokalen Akteuren. Alle Lab-Veranstaltungen sind übrigens kostenlos. Ich freue mich sehr darauf.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de (http://www.tagesspiegel.de/berlin/guggenheim-das-lab-ist-fuer-jeden-offen/6566796.html)
Honk April 28th, 2012, 09:56 AM Mein bisheriger Eindruck hat sich mit diesem Artikel verstärkt. Ich persönlich finde, dass die Ablehnung des Guggenheim-Labs durch die 'Gentrifizierungsgegner' der eigentlichen Sache nicht dienlich ist, sondern gewaltig schadet. Das Guggenheim-Lab bietet eine Diskussionsplatform an, die allen Beteiligten eine Möglichkeit zur Artikulation ihrer Interessen genutzt werden kann. Die Gegner haben dagegen dieses Angebot ausgeschlagen und sich auch nicht von der Gewaltandrohnung so einiger Idioten aus ihrem Lager distanziert. Stattdessen bedient man sich primitivster Polemik und unkonstruktiver Fundamentalkritik um auf diese Weise die öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich finde es schade, dass dies in den letzten Wochen soviel Aufmerksamkeit bekommen hat und die Diskussion um die Sache an sich dabei untergegangen ist. BMW als Sponsor musste hier wohl stellvertretend für eine generell Kapitlismuskritik hinhalten.
Xorcist May 13th, 2012, 05:30 PM Bilder vom BMW-Guggenheim-Lab (12. und 13.05)...die ziehen das Ding recht zügig hoch. Nach der rel. peinlichen Demonstration einiger Guggenheim-Gegner (nebst Kundgebung vorm Pfefferberg) am 27.04. wird die Baustelle rund um die Uhr von Security bewacht...
http://s14.directupload.net/images/120513/erkfh8ak.jpg
http://s14.directupload.net/images/120513/qjryr35i.jpg
http://s14.directupload.net/images/120513/majyfzfq.jpg
Pics sind von mir.
Xorcist May 13th, 2012, 05:42 PM ehemalige Schankhalle Pfefferberg
...ist hier etwas untergegangen, aber die ehemalige Schankhalle auf dem Pfefferberg welche unter Denkmalschutz stand, wurde in den letzten Wochen abgerissen, offensichtlich wäre sie über kurz oder lang in sich zusammengefallen. Geplant ist hier nun ein Theater, der Aushub ist vollendet, ein Kran wurde aufgestellt, die letzten Stahlträger der alten Halle demontiert und eingelagert, ebenso wie einige Paletten mit Ziegelsteinen. Dennoch gab es wohl Zoff mit dem Denkmalamt, da besagtes, neu zu errichtendes Theater ein bischen mehr Platz benötigt...
http://www.prenzlberger-stimme.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/219.jpgBild von ODK Prenzlberger-Stimme (http://www.prenzlberger-stimme.de/?p=11808)
http://www.prenzlberger-stimme.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/6a.jpgBild von ODK Prenzlberger-Stimme (http://www.prenzlberger-stimme.de/?p=11808)
13.05.12:
http://s14.directupload.net/images/120513/2oggh8x4.jpg
Bild von mir
Bauer-Ewald July 26th, 2012, 09:40 PM Berliner Gemäldegalerie – Restauratoren warnen
Nach den Kunsthistorikern haben nun auch die Restauratoren vor einem Umzug der Berliner Gemäldegalerie auf die Museumsinsel gewarnt. Jeder Transport der wertvollen und hoch empfindlichen Kunstwerke berge ein erhebliches konservatorisches Risiko, erklärte die Verbandsspitze am Donnerstag in Berlin.
Der Umzug dürfe deshalb erst stattfinden, wenn der geplante Neubau auch wirklich stehe und nicht mehrere Umlagerungen nötig seien.
Nach den derzeitigen Plänen sollen die Alten Meister aus der Gemäldegalerie für ein neues Museum der Moderne vorübergehend in das – allerdings zu kleine – Bode-Museum ziehen. Erst wenn der dort geplante Erweiterungsbau käme, würden sie ihre endgültige Heimstatt finden.
Gegen die Rochade hatte auch der Verband Deutscher Kunsthistoriker protestiert. Einer Petition im Internet haben sich inzwischen mehr als 10 000 Menschen angeschlossen.
...
Kunst: Berliner Gemäldegalerie – Restauratoren warnen vor Umzug - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/kunst/kunst-berliner-gemaeldegalerie-restauratoren-warnen-vor-umzug_aid_784280.html
erbse October 2nd, 2012, 01:02 PM Gibt wieder Bewegung in der Berliner Museumslandschaft:
Museum für Moderne
Bund bewilligt Berlin ein Museum für moderne Kunst
Die 150 Werke des Ehepaares Pietzsch werden in der Gemäldegalerie ausgestellt. Dafür erhält die Galerie zehn Millionen Euro für einen Umbau.
Er müsse es ja gar nicht mehr erleben, dass sein Lebenswerk und das seiner Frau in einem Museum dauerhaft und für jedermann zugänglich Platz findet, hatte Heiner Pietzsch, in diesen Tagen 82 Jahre alt geworden, am Anfang des Jahres Morgenpost Online erzählt. Er sei da gar nicht so eitel, sagte er, aber eine dauerhafte Lösung für ihre Sammlung der Klassischen Moderne, die von Max Ernst über Salvador Dali bis René Magritte reicht, hätte er schon gern. Das Ehepaar Pietzsch hatte die Sammlung aus rund 150 Werken der Klassischen Moderne dem Land Berlin geschenkt unter der Bedingung, dass diese nicht im Depot verschwindet, sondern ausgestellt wird.
Zehn Millionen Euro extra
Diese Bedingung scheint nun erfüllt. Gestern beschloss der Haushaltsausschuss des Bundes bei den Beratungen über den Nachtraghaushalt, dass die Gemäldegalerie zehn Millionen Euro für den Umbau zusätzlich erhält. Geknüpft wird dieser Zuschuss daran, dass die Gemäldegalerie die Sammlung Pietzsch mit aufnimmt. 25 Millionen Euro handelte Kulturstaatsminister Bernd Neumann für seinen Etat aus, die unter dem wolkigen Titel "Denkmalschutz" ausgegeben werden. Beschlossen ist es noch nicht, das ist die Aufgabe des Parlaments am Donnerstag. Wobei der Ablauf recht kurios ist, war die Sitzung doch angesetzt, damit der Euro-Rettungsschirm ESM früher als geplant starten kann. Und so funktioniert parlamentarische Arbeit: Wenn man ohnehin dabei ist Millionen und Milliarden neu zu verteilen, kann man gleich seine Lieblingsprojekte auf die Tagesordnung bringen.
(...)
Verbindung mit Sanierung der Neuen Nationalgalerie
Ähnlichen Optimismus verbreitet auch Peter Raue: "In zwei bis drei Jahren könnte die zeitgenössische Kunst in der Gemäldegalerie ihren Platz finden". Derzeit sind dort andere Epochen zu bewundern, die europäische Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert hat dort ihren Platz. Die sollen, nach dem Masterplan der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in den (noch nicht vorhandenen) Erweiterungsbau des Bode-Museums künftig zu sehen sein.
Peter Raue verbindet den Umbau der Gemäldegalerie nun mit der Sanierung der Neuen Nationalgalerie. Anfang 2015 muss diese für drei Jahre schließen; umfangreiche Sanierungsmaßnahmen stehen an. "Es kann jetzt alles auch sehr schnell gehen", sagt Peter Raue, "dann finden die Werke aus der Neuen Nationalgalerie auch einen Platz in der Gemäldegalerie".
Ganzer Artikel: http://www.morgenpost.de/kultur/article106564360/Bund-bewilligt-Berlin-ein-Museum-fuer-moderne-Kunst.html
erbse October 2nd, 2012, 01:03 PM Auch:
Wettbewerb für Galeriebau am Bode-Museum
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz setzt sich für einen baldigen Architekturwettbewerb zum Galeriebau gegenüber dem Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel ein.
Dort soll die Sammlung Alter Meister einziehen, die bislang in der Gemäldegalerie am Kulturforum zu sehen ist. Dort wird den gerade veröffentlichten Plänen zufolge ein "Museum des 20. Jahrhunderts" entstehen - mit der Sammlung Pietzsch, einer der weltweit wichtigsten Privatsammlungen des Surrealismus.
http://www.art-magazin.de/newsticker/?news_id=6023
Bauer-Ewald May 9th, 2013, 06:15 PM Deutsch-Russisches Museum
Museum Karlshorst erfindet sich neu
http://www.rbb-online.de/etc/medialib/rbb/rbb/themen/aktuell/Russisch_Deutsches_Museum.file.512.288.jpg
Nach umfangreicher Neukonzipierung ist das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst am Mittwoch wiedereröffnet worden. Über ein Jahr lang wurde die Dauerausstellung "Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941 bis 1945" überarbeitet. An der Eröffnung nahm auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) teil.
"Es gibt kaum andere Orte, die so geeignet sind, den deutsch-sowjetischen Krieg zu dokumentieren", erklärte Neumann am Mittwoch. Es sei ein besonderer der neuen Dauerausstellung dass sie auch Opfergruppen des Vernichtungskrieges in Erinnerung rufe, die bis heute in der Öffentlichkeit weniger präsent seien.
So wird zum Beispiel das Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam thematisiert.
Historiker aus zwei Staaten arbeiten hier zusammen
Am 8. Mai wurde in dem Haus die bedingungslose Kapitualtion der deutschen Wehrmacht besiegelt. Von 1945 bis 1949 war das ehemalige Wehrmachts-Offizierskasino Sitz der Sowjetischen Militäradministration. 1967 eröffnete die Sowjetunion dort ein Kapitulationsmuseum, das bis 1994 bestand.
Ein Jahr später eröffnete es als Deutsch-Russisches Museum. Die Einrichtung wird nun von der Bundesrepublik und der Russischen Föderation gemeinsam getragen. Historiker aus beiden Ländern arbeiten hier zusammen.
Erinnerungen an die "Operation Barbarossa"
Das Museum erinnert an den Überfall auf die Sowjetunion 1941, die "Operation Barbarossa", und den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. "Wir sind ein Kriegsmuseum", sagt Jörg Morré, seit Januar 2009 Direktor des Hauses.
Zehn Stationen zeichnen in der Ausstellung die Geschichte der "Operation Barbarossa" und ihre Folgen nach. Früher standen hier Dokumente und Objekte in Vitrinen. Die nun überarbeitete Ausstellung sei moderner und besucherorientierter, sagte Morré zu Beginn der Umbauten.
Jacken von Gefangenen, Kinderschuhe aus dem KZ Majdanek, Briefe, eine Kalaschnikov - der Krieg ist im früheren Kapitulationsmuseum allgegenwärtig. Auch vor dem Museum bereits - dort steht über der Eingangshalle "Ruhm dem Großen Krieg" in kyrillischen Buchstaben. Im Garten können Besucher Panzer und Raketenwerfer begutachten.
Das Museum bietet aber nicht nur Ausstellungen, sondern auch Seminare, Podiumsdiskussionen und Projekte.
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/beitraege/Deutsch_Russisches_Museum_Berlin_Karlshorst_Kapitulation.html
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