View Full Version : Hannover | Raschplatz (Stadtraum) - Umbau / Sanierung | In Bau


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realstranger
June 29th, 2010, 08:54 AM
Das schaut echt schlimm aus. Und so wie es im Text klingt, dürfen wir uns wohl an den Zustand gewöhnen:
"Auch verschüttete Flüssigkeiten dringen in den Stein ein, könnten nur mit einer aufwendigen Chemiereinigung gesäubert werden."

Welcher Depp hat denn dieses Material ausgesucht? :bash:

gstolze
June 29th, 2010, 09:27 AM
War das nicht das Büro Koch/Panse die den Wettbewerb gewonnen haben oder täusche ich mich da?

homann5
June 29th, 2010, 09:28 AM
Ich vermute, dass es der gleiche Depp war, der auch die Schlittschuhbahn, äh Pflastersteine zwischen PdW und Kröpcke ausgesucht hat. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit eine Grundreinigung und einer anschließenden Versiegelung.

matheking
June 29th, 2010, 09:39 AM
Die Steine werden halt der Optik nach und nicht nach Nutzen ausgewählt. Schließlich will man ja den Wettbewerb gewinnen. Mit langweiligen Betonsteinen kommt man da nicht weit. Und würden nachher doch andere Steine verbaut, würden alle darauf schimpfen, dass die Realität nicht mit dem Rendering übereinstimmt.
Die Stadt müsste als Wettbewerbsvorgabe auch zur Qualität und Nutzbarkeit der Bodenbeläge Vorgaben machen!

homann5
June 29th, 2010, 09:44 AM
Wenn ich es im letzten Jahr richtig mitbekommen habe, werden die Bodenbeläge im öffentlichen Raum aber separat überprüft. Es gab da eine Anfrage der CDU-Fraktion (Bezirksrat Mitte ?), die von der Verwaltung so beantwortet wurde. Wenn das vorgeschlagene Material nichts taugt, muss etwas anderes verwendet werden. Dass diese Überprüfung aber ein Witz ist, sieht/merkt man ja an der von mir erwähnten Fläche zwischen PdW und Kröpcke.

jp80
June 29th, 2010, 09:51 AM
Ich würde dieses Problem jetzt aber nicht überbewerten wollen: Die Pflaster (auf der Erdgeschoß-Ebene) ist doch dasselbe, das überall in Stadt in den letzten zehn Jahren verlegt worden ist (EAP, Bahnhofstr., Schillerstraße, Luisenstraße, Karmarschstr./PdW,...). Die Erfahrung zeigt, daß die Steine halt in der Tat recht schnell verschmutzen (insbesondere in trocken-heißen Sommerperioden), aber auch, daß der gröbste Dreck vom nächsten kräftigen Regenguß wieder abgewaschen wird. Das dürfte am Raschplatz nicht anders sein. Problematisch könnten möglicherweise die Treppen sein, da das dortige Material ja leicht "porös" ist, und Flüssigkeiten in der Tat ins innere eindringen könnten - das gilt aber sicher nicht für das sonstige blitzblanke Pflaster (welches seine Rutschigkeit im übrigen recht schnell verliert....)

CrayZD
June 29th, 2010, 10:21 AM
Wenigstens hat sich die Blöd-Zeitung des Problems angenommen. Was man auch immer von diesem Blatt halten mag - für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit hat es einen unschätzbaren Wert.

Der aktuelle Zustand kann auch nicht im Sinne der Anlieger sein. MäcGeiz ist es vermutlich egal, aber Kinos, Baggi und vor allem RP5 wollen sich schließlich auch in gutem Licht präsentieren. Wenn sich schon die HRG nicht berufen fühlt, nachzubessern... vielleicht geht's ja mit Druck (und evtl. finanzieller Beteiligung) der Nachbarn.

Ähnliche Hoffnungen habe ich bei der Blöd-Berichterstattung gestern über den desolaten Zustand der Kröpcke-Uhr.

Mit der Instandhaltung und Reinigung ihres Eigentums hat es die HRG ja eh nicht so. Das merkt man z.B., wenn man sich den Zustand der Steinbrüstungen in der Niki-Promenade (Bahnhofstraße) anschaut. Auch ausgefallene Leuchten werden gerne mal erst nach Monaten ersetzt, und dann achtet man nichtmal auf die gleiche Lichtfarbe. Das sind so Details, die nerven.

telemaxx
June 29th, 2010, 06:48 PM
Das mit dem Belag am Raschplatz kann echt nicht sein!
Wurde das überhaupt schonmal gereinigt?
Und wenn das wirklich schonmal gereinigt wurde, dann frage ich mich, wieso man einen solch porösen Belag auswählt (v.a. bei den Treppen und den Brüstungssteinen), der die Flüssigkeiten bzw. Säuren aufsaugt und dauerhaft behält, sodass man überall hässliche Flecken sieht?!

Wenn da nichts weiter passiert hat die Stadt ein schönes Eigentor geschossen.

Ich hoffe auch, dass man den Belag vernünftig reinigen kann und danach imprägniert o.Ä.

gstolze
June 29th, 2010, 08:41 PM
Wenn da nichts weiter passiert hat die Stadt ein schönes Eigentor geschossen.


Genau wie mit den Straßenbelägen in der Bahnhofstr. am PDW o.ä. Auch hier hat man eine völlig falsche Auswahl getroffen. Irgendwie sieht man hier zu viele Fehlentscheidungen aus der Stadtplanung. Wie realitätsfern sind die zuständigen Leute eigentlich? Alles viel su schmutzempfindlich. Sieht schon nach kurzer Zeit total verunstaltet aus. Da ziehe ich mir das alte 70er Jahre Pflaster mit seinem Granitfarbton und den Gliederungen vor. Das sieht nach 25Jahren noch nicht so runtergekommen aus.

Bob!
June 29th, 2010, 08:52 PM
Schon verschmutzt
Alte Probleme am neuen Raschplatz

Reinfall am Raschplatz: Schon kurz nach ihrer Fertigstellung sind die beiden großen Treppen von hässlichen Flecken übersät.

Hannover. Das Material, Mendinger Basalt (eine Art Sandstein) ist nicht resistent gegen ätzende Verschmutzungen durch Urin, Erbrochenes und Alkohol – Spuren, die nächtliche Disko-Besucher hinterlassen. Die Treppe vor der Osho-Disko gehört wie der Gebäudekomplex der HRG. „Die Steine sind Vorgabe aus dem Architektenwettbewerb, es sind die gleichen wie an der Fassade des Hauses“, sagt HRG-Geschäftsführer Thomas Heinemann.

Auch die städtische Treppe an der Sparkasse ist so gepflastert. Hinreichend auf Schmutzfestigkeit und Eignung als Fußbodenbelag wurden die Platten offenbar vorher nicht untersucht. Stadtsprecherin Konstanze Kalmus wusste dazu auf Anfrage nichts zu sagen. Nun soll die HRG in Testreihen versuchen, die Beläge sauber zu bekommen und eventuell zu versiegeln. „Eine Lösung haben wir noch nicht“, räumte Heinemann ein. Das Betonwerksteinpflaster auf dem Platz gilt dagegen als unproblematisch. Es dunkele noch nach und habe sich auf dem Bahnhofsvorplatz bewährt. mk

Quelle: NeuePresse.de, 29.06.10 (http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Alte-Probleme-am-neuen-Raschplatz)

Man hätte nicht verraten sollen, dass die Gebäudefassade aus dem gleichen Material wie die Treppen ist - demnächst entleeren die Partygänger sich und ihre Getränke eben auch an die Wände. Spaß beiseite. Die ganze Geschichte ist doch einfach nur blamabel für die Planer. Die Hauptsache ist aber, dass dieser Fehler schnellstmöglich behoben wird. Durch Urin etc. gezeichnete Ecken gibt es um den Hauptbahnhof zu genüge, man schaue sich nur die Seiteneingänge an...

HighTower33
June 29th, 2010, 10:01 PM
Durch Urin etc. gezeichnete Ecken gibt es um den Hauptbahnhof zu genüge, man schaue sich nur die Seiteneingänge an...

Und der Hinterausgang ist auch nicht ohne... Ohne Wäscheklammern kann man da nicht mehr raus... :down:

jp80
June 29th, 2010, 10:53 PM
NP: Das Material, Mendinger Basalt (eine Art Sandstein).....

Da hat ja mal wieder jemand hervorragend recherchiert: Basalt ist ein vulkanisches Gestein und damit (stark vereinfacht ausgedrückt) das genaue Gegenteil von einem Sandstein....:ohno:

Schnitzelesser
June 29th, 2010, 11:16 PM
In Göttingen hat man vor einigen Jahren einen Bereich der Fußgängerzone mit div. Pflasterungen versehen, um nach einigen Monaten zu beurteilen, welches der beste Belag ist. Tja, hier in Hannover sitzen ganz offensichtlich wieder einmal fachinkompetente, überbezahlte Vollidioten am Ruder.

MartinT
June 29th, 2010, 11:20 PM
In Göttingen hat man vor einigen Jahren einen Bereich der Fußgängerzone mit div. Pflasterungen versehen, um nach einigen Monaten zu beurteilen, welches der beste Belag ist. Tja, hier in Hannover sitzen ganz offensichtlich wieder einmal fachinkompetente, überbezahlte Vollidioten am Ruder.

Diese Testpflasterflächen gab es in Hannover sehr wohl auch schon mal - z.B. vor dem Umbau der Station Kröpcke im Jahr 1999.

Schnitzelesser
June 29th, 2010, 11:24 PM
Hoffentlich zerfrisst der Urinstein das ganze Gebäude RP5, das an Hässlichkeit sowieso nicht zu überbieten ist. Ausnahmslos ein Absriss und eine völlige Neukonzeption könnte einen nichtnegativen Zustand herbeiführen.

MartinT
June 29th, 2010, 11:51 PM
Mein Konzept (sogar etwas ernst gemeint):

Mit Deckel verschließen (wie am Kröpcke) und den ZOB drauf.

Dann hätte man zum einen eine sinnvolle Nutzung dieser Fläche - und zum anderen das jahrelang gährende ZOB-Problem gelöst... :)

CrayZD
June 30th, 2010, 09:45 AM
Man hätte nicht verraten sollen, dass die Gebäudefassade aus dem gleichen Material wie die Treppen ist - demnächst entleeren die Partygänger sich und ihre Getränke eben auch an die Wände. Spaß beiseite. [...]

Das nicht. Aber als eine willkommene Einladung an Sprayer darf das wohl verstanden werden...

Immerhin geht aus dem NP-Artikel hervor, dass die HRG an einer Lösung arbeitet. Ich hoffe, sie findet eine zufriedenstellende. Wie jp80 schon schrieb, ist Basalt im Prinzip kalte Lava... da weiß man doch vorher, dass das Zeug saumäßig porös ist.

CrayZD
July 8th, 2010, 11:11 AM
Die Planungen der Stadtverwaltung, ihre Zelte am Raschplatz aufzuschlagen, scheinen konkret zu werden:

http://img708.imageshack.us/img708/4254/rathaus.jpg

Quelle: HAZ von heute

Allerdings verstehe ich nicht, warum man im Bredero nur den Anbau mieten will und nicht den Turm - und statt dessen weitere Gebäude (Telekom Rundestraße / Hamburger Allee) anmietet. Damit steht doch das ganze Projekt auf der Kippe, denn der Investor wird doch nicht mit der Grundsanierung anfangen, bevor er nicht einen Hauptmieter für den Turm hat.

Neben dem Köbelinger Markt ist natürlich auch das Gelände der Zulassungsstelle ein Filetstück. Aber bitte nicht für Wohnungen. Sonst sind wir gleich um ein paar potentielle Kläger gegen Schützenfest, Stadionkonzerte etc. reicher. :ohno:

homann5
July 8th, 2010, 11:20 AM
Wieso ist man denn mittlerweile wieder von einem Neubau abgerückt?

CrayZD
July 8th, 2010, 11:26 AM
Vermutlich Kostengründe. Die jetzt angedachte Lösung geisterte ja in mehreren Varianten schon seit Wochen durch die Presse.

Für einen Neubau in Eigenregie ist die Stadt schlicht und einfach zu klamm. Und von der Anmietung eines Bestandbaus erhofft man sich wahrscheinlich niedrigere Mieten als bei einem Neubau.

MartinT
July 8th, 2010, 08:36 PM
Welchen "Ratsbeschluss" (HAZ) gibt es denn bezüglich der Pläne für den Verbindungsgang?

AlfredJKwak
July 8th, 2010, 10:49 PM
Finde es wichtiger das Brederohaus anzumieten, zu renovieren und dabei vor allem die Aussenfassade hoffentlich nicht zu vergessen.

Neuer Raschplatz + neue Fassade an der Sparkasse + neuer ZOB + ZOB-Bebauung + Renovierung vom Brederohaus wäre doch genial für diese Ecke, zumal es dort vor 1 Jahr aussah wie Ostblock oder so.

homann5
July 9th, 2010, 09:41 AM
Ein paar mehr oder weniger Kleinigkeiten sind mir gestern am Raschplatz aufgefallen. Erstmal hätte man vielleicht in der 0-Ebene das Pflaster der -1-Ebene anpassen sollen. dann täte man vielleicht gut daran, den Platz auf allen Ebenen stark überwachen zu lassen oder sogar ein Alkoholverbot außerhalb der Gastronomie auszusprechen. Was dort an "Volk" rumlungert, ist nicht wirklich schön. Abschließend aber eine für mich positive Überraschung: Der Casino-Neubau wirkt zwischen Bahnhof und Rundestraße durch den kleinen Überhang sehr gelungen.

Jetzt nur noch das Cinemaxx-Gebäude optisch anpassen und die Hochstraße abreißen, dann stimmt auch die Gesamterscheinung.

HighTower33
July 9th, 2010, 01:43 PM
Jetzt nur noch das Cinemaxx-Gebäude optisch anpassen und die Hochstraße abreißen, dann stimmt auch die Gesamterscheinung.

Das Cinemaxx wird bestimmt in den nächsten 30 Jahren auch mal optisch saniert... :lol:

Was aber passiert denn mit dem Geländer vorm Cinemaxx und MisterQ? Wird dieses denn zumindestens noch dem auf der anderen Seite bzw. dem der Sparkasse angepasst oder werden wir diese weiße häßliche Front auch noch die nächsten 30 Tage ertragen müssen?

Schnitzelesser
July 9th, 2010, 05:23 PM
Also ob da nun dieser Hasendraht vorm Cinemaxx dem neuen ggü. angepasst wird oder nicht, macht den Kohl auch nicht mehr fett. Das einzige, was dieses Areal retten kann, wäre ein Rückbau des Raschplatzes auf Passerellenbreite, ein Abriss des Casino-Gebäudes und ein Neubau desselben, das außen an keiner Seite nach Rückseite aussieht. Das funktioniert mit Innenhof. Auf jeden Fall muss ausnahmslos auf allen Treppen das Material ausgetauscht werden.

sebid
July 10th, 2010, 08:10 AM
Richtig sinnvoll wäre es, diesen Weg am MisterQ vorbei breiter zu machen.
Das ist immer ne Qual da langzulaufen. Alles viel zu eng.

Aber da wird vermutlich auch nichts passieren, oder?

Dirk_Hartwig
July 16th, 2010, 01:25 PM
^^
Selbst mit Aussenbestuhlung kam man mit dem Rad bequem durch... Aber da jetzt auf der anderen Seite viel mehr Platz ist und man dort gleich an der Ampel rauskommt, wirds für die dort Sitzenden viel entspannter werden. :D

Icey
August 8th, 2010, 03:13 PM
Ein kleines Update:

http://icey.beat-injection.de/raschplatz/Foto0040.jpg

http://icey.beat-injection.de/raschplatz/Foto0041.jpg

http://icey.beat-injection.de/raschplatz/Foto0042.jpg

http://icey.beat-injection.de/raschplatz/Foto0043.jpg

http://icey.beat-injection.de/raschplatz/Foto0044.jpg

MfG

gstolze
August 8th, 2010, 05:16 PM
Schöne Pics, aber der Platz ist noch nicht mal fertig und schon haben die Graffiti-Arschlöcher wieder zugeschlagen.

Bei der Treppe vorm Bahnhof hätte ich mir gewünscht, dass diese mit der Sparkasse gebäudebündig gabaut und zusätzlich unterbaut worden wäre. So hätte man Schlupfwinkel für Penner vermieden und mehr Einzelhandelsfläche geschaffen. Die jetzt vorhandene riesige Fläche dahinter ist völlig unnütz.

telemaxx
August 8th, 2010, 05:34 PM
War da nicht das Problem, dass dieser Videoladen nicht weichen wollte?
Sonst hätte die Stadt das m.W. so umgebaut, wie du geschildert hast.

BillyTea
August 8th, 2010, 06:56 PM
Schön wäre es auch gewesen, die Streifen auf der Oberfläche des Platzes hätten sich - wie bei der U-Bahn-Station "Steintor" auch - am Verlauf des darunter liegenden Tunnels der Linie D orientiert... Hätte man ja als kleine Besonderheit machen können.

gstolze
August 9th, 2010, 07:45 AM
War da nicht das Problem, dass dieser Videoladen nicht weichen wollte?
Sonst hätte die Stadt das m.W. so umgebaut, wie du geschildert hast.

Den hätte man doch sicher nach vorn ziehen können.

telemaxx
August 9th, 2010, 04:15 PM
Den hätte man doch sicher nach vorn ziehen können.

Ja, wollte er aber nicht ;) Der hatte irgendwie generell was gegen den Umbau.

matheking
August 19th, 2010, 11:23 AM
Politiker verärgert über „Stinketunnel“ in Hannover
Verbindungstunnel vom Raschplatz zur Lister Meile: Bei einem Schlagabtausch im Bauausschuss des Rates wurde am Mittwoch entschieden, dass der „Stinketunnel“ von der zuständigen Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) in einen akzeptablen Zustand gebracht werden soll.

Die Zustände im Verbindungsgang vom Raschplatz zur Lister Meile haben am Mittwoch zu einem heftigen Schlagabtausch im Bauausschuss des Rates geführt – dabei waren sich eigentlich alle einig. Am Ende mündete die Aussprache in einen dringenden Appell an die zuständige Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), sie möge schnell dafür sorgen, dass der Tunnelgang in einen akzeptablen Zustand gebracht wird. Hell, sauber und sicher müsse er sein.

Sowohl SPD-Fraktionsvize Thomas Hermann als auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke erinnerten daran, dass die Ratspolitik 2006 „gegen den erklärten Willen der Stadtverwaltung, der damaligen Stadtbaurätin und der HRG“ durchgesetzt hatte, den wettergeschützten Fußweg zur Lister Meile offen zu lassen. Die Verwaltungsorgane wollten den Gang damals verschließen, alle Fußgänger sollten oberirdisch die Ampeln an der Berliner Allee kreuzen. „Die HRG muss sich jetzt den Vorwurf gefallen lassen, dass sie den Tunnel mutwillig hat vergammeln lassen“, sagte Engelke. Er wittert Absicht dahinter: In Kürze soll gezählt werden, ob der Tunnel noch genutzt wird. „Durch diesen Stinketunnel geht doch jetzt keiner mehr durch“, sagt Engelke.

Grünen-Fraktionsvize Michael Dette erneuerte seine Forderung, die Läden in dem Tunnelgang als preiswerte Geschäftsräume für Existenzgründer herzurichten, um Belebung und damit Sicherheitsgefühl zu schaffen. Stadtbaurat Uwe Bodemann deutete an, dass sich inzwischen die Position der Verwaltung geändert habe. Angesichts der Überlegungen, Verwaltungsteile zum Raschplatz und auch ins Bredero-Hochhaus umzusiedeln, sei man froh über den Tunnel. Der HRG hat er einen Brief geschrieben mit der Bitte, die Verwahrlosung zu beenden.
[Conrad von Meding]
Quelle: Haz.de

AlfredJKwak
August 19th, 2010, 05:52 PM
Im Tunnel hilft nur Belebung durch Gastronomie (es gab mal eine sehr gut besuchte Cocktailbar) etc.... sonst ist der in 2 Jahren wieder genauso zugepisst wie heute. Da dort aber inzwischen niemand mehr hinziehen will und für regelmäßige Reinigungen kein Geld vorhanden ist, bleibt nur eine Lösung: Dichtmachen!

matheking
August 19th, 2010, 06:11 PM
Das sehe ich nicht so. Wie in einem ähnlichen Artikel der von wenigen Tagen in der HAZ war, ist die HRG der Meinung, dass sich die Passage für Filialisten nicht lohnt, da die Passantenfrequenz<10.000 ist.
Man beachte: Für Filialisten! Kleine inhabergeführte Läden wie sie u.a. von Michael Dette (Grüne) gefordert werden, brauchen bei weitem nicht diese Frequenz. Z.B. weil sie ein Angebot haben, dass die Leute extra wegen der Läden kommen lässt. Auch früher schon war der Bereich nicht gerade ansprechend, trotzdem liefen dort Läden (Spieleladen, Biologisch mit diversen Filialen, BanuBanu etc.)
Der einzige Unterschied zu den Läden in der vorderen Passerelle ist, dass die HRG zur Lister Meile hin nicht die innenstadttypischen Mieten nehmen kann. Eine 1a-Lage ist das mit Sicherheit nicht. Warum es nun aber billiger sein soll, die Passage zu schließen, anstatt sie etwas herzurichten (der Rohbau steht ja schließlich) und dann Mieteinnahmen zu haben, erschließt sich mir nicht.
Überdies erfüllt der Tunnel ja eine Erschließungsfunktion die nicht zu verachten ist!

AlfredJKwak
August 19th, 2010, 06:26 PM
Man kann es ja auf "Abend- und Nachtgastronomie" einschränken, wie eben die von mir erwähnte Cocktailbar. Eben zu diesen Zeiten wird ja aussschließlich gepinkelt und dem würde dann eine hohe Frequenz an Besuchern entgegenstehen. Alles andere macht dort gar keinen Sinn, weil nachts weiterhin alles verlassen ist.

gstolze
August 19th, 2010, 06:52 PM
Wenn die Stadtverwaltung ins Bredero ziehen soll, könnte man da im Tunnel doch ein großes Bürgerbüro einrichten. Damit hätte man automatisch eine Menge Laufkundschaft am Tage. Wenn dazu dann noch Gastronomie am Abend käme wäre das nicht schlecht.

Schnitzelesser
August 19th, 2010, 07:06 PM
Man kann denn Tunnel auch herichten, Geschäftsräume vermieten und dann zwischen 20 und 8 Uhr, also außerhalb der Geschäftszeiten, sperren.

Squig
August 20th, 2010, 10:49 AM
Und ev ne vernünftige öffentliche Pissrinne hinstellen (siehe zB Christuskirche).

Amarok
August 21st, 2010, 09:56 PM
Als erste bauliche Maßnahme sollte man den Tunnel mal verbreitern und dafür eine Seite mit Läden opfern, vielleicht stadtauswärts die linke Seite, deren Läden waren ja immer sehr klein. Dann müssen die Ecken, hinter denen sich Wildpinkler gerne verstecken, zugemacht oder beseitigt werden. Der Rest ist alles bauliche Veränderung, aber ich denke, in der Breite gibt es dann auch erheblich mehr Sicherheitsgefühl als in dem engen Schlauch mit all den Nischen jetzt.

Beste Grüße von
http://www.pielawa.de/bilder/jenssign.gif

Dirk_Hartwig
August 22nd, 2010, 11:19 AM
Ich bin auch dafür die beiden Tunnel - vom ZOB und vom Bredero - wieder nutzbar zu machen. allein aufgrund der direkten, wettergeschützten Verbindung wegen. Natürlich seh ich ein, dass das ganze Unterfangen ohne soziale Kontrolle ein Groschengrab wird. Ich bin auch gegen Kameras allerorten, aber irgendwie kann man das bestimmt hinbekommen. Ist erst mal ein Ankernieter für den Bereich gefunden - zur Not ein kommunaler - werden auch andere nachziehen. Die Idee der Förderung für Existenzgründer finde ich sehr gut und machbar.

SternHAJ
August 28th, 2010, 09:26 PM
Auch nach der Umgestaltung habe ich meine Zweifel, dass der Raschplatz funktionieren wird. Folgende Argumente möchte ich anführen.

Argument 1
Der Platz ist für die dort anzutreffende Menschenzahl zu groß. Ein leerer Platz wirkt leblos und tot – er verlockt nicht dazu, sich aufzuhalten. Es gibt eine Regel des Architekten (und Architekturkritikers) Christopher Alexander [1]: „Schätz für öffentliche Plätze, Höfe, Fußgängerstraßen - für jeden Platz, wo Leute zusammenkommen - die Durchschnittszahl der Menschen (P), die sich zu jedem gegebenen Moment auf dem Platz aufhalten, und mach die Fläche des Platzes zwischen P x 15 qm und P x 30 qm groß.“ Zu den Hauptzeiten sehe ich schätzungsweise gleichzeitig 10 Personen auf dem Platz - er ist aber weit größer als 300 Quadratmeter.

Argument 2
Der Raschplatz ist unstrukturiert, er hat keine Form. Es gibt Ecken, Kanten, Vorsprünge, Unregelmäßigkeiten. Eine Struktur ist nicht zu erkennen. So etwas Formloses erweckt in mir den Wunsch, es schnell zu verlassen.

Argument 3
Die Farbgebung des Raschplatzes ist ein Gemisch aus verschiedenen Grautönen. Dunkelgrau, steingrau, mausgrau, hellgrau. Es gibt kaum einen lebendigen Farbton. Wenn man vor dem Mister Q auf dem Platz sitzt, sieht man um sich nur graue, unlebendige Fassaden. Mich friert es dabei.

Argument 4
Es gibt auf dem Raschplatz kein Zentrum, keinen Anziehungs- oder Orientierungspunkt. Es ist eine Durchgangszone und ich befürchte, das wird nicht besser, wenn die Läden bezogen sind. In einer Durchgangszone möchte ich mich nicht aufhalten.

Argument 5
Es gibt jetzt schon zwei Stellen, an denen man vor Lokalen auf dem Platz draußen sitzen kann. Fast niemand tut das. Das ist auch verständlich: die Grauheit (Argument 3), die Leblosigkeit (da kann auch ein bisschen Kübelpflanzengrün nichts auflockern). Es verlockt nicht, dort Platz zu nehmen.

Argument 6
Die beiden großen Treppen sind schön gedacht. Aber solche Showtreppen müssen ein „Gegenüber“ haben, damit man dort gern heruntergeht oder sich gern dort niederlässt. Bei beiden Treppen fehlt ein Gegenüber, man schaut auf einen leeren Platz und auf eine dunkelgraue Gegentreppe.

Argument 7
Der Platz versandet zur Nordseite in zwei Schmuddelecken. Wenn man einen neu gestalteten Platz an einer Hauptseite (nämlich da, wo die Leute entlang müssen) in einem verkommenen Zustand belässt, erhöht man nicht die Aufenthaltsqualität. Hier möchte ich gern einmal wissen, wer einen solchen unsinnigen Plan genehmigt hat. (Hier halte ich es für merkwürdig, dass sich die verantwortlichen Politiker auf einmal - siehe Beitrag oben - über den Stinketunnel verärgert zeigen.)

Diese Argumente lassen mich zu dem Schluss kommen, dass die Umgestaltung die Situation nicht entscheidend verbessert.

[1] C. Alexander: Eine Muster-Sprache. Städte - Gebäude - Konstruktion; S. 642 ff.

Bob!
August 28th, 2010, 09:46 PM
Recht hast du. Wie schön doch ein Brunnen in Verbindung mit ein paar richtigen Bäumen wäre.

homann5
August 28th, 2010, 11:09 PM
@ SternHAJ
Die ganzen Punkte die Du aufzählst, lassen sich in einem einzigen zusammenfassen:
Es gibt keinen Grund, sich zum Raschplatz zu bewegen oder sich dort aufzuhalten. Das wird sich sobald aber wohl leider auch nicht ändern.

SternHAJ
August 29th, 2010, 09:49 AM
@homann5:

Zustimmung!

Aber so einen Punkt möchte ich argumentativ hinterlegen. Sonst kommt immer die Frage "warum?". Und nur ein Austausch von Ansichten über den persönlichen Geschmack - das ist hier zwar verbreitet, aber langweilig.

telemaxx
August 29th, 2010, 12:47 PM
Es gibt schon einige Ziele am Raschplatz. Und ich habe bei gutem Wetter auch schon einige Leute auf den Treppen sitzen sehen.
Um abzuschätzen wieviele Leute sich da letztendlich aufhalten, sollte man abwarten bis auch die zweite Treppe und der Sparkassen-Teil fertig ist.

homann5
August 29th, 2010, 01:26 PM
Die beiden Kinos sind zwei Ziele, das aber auch nur zu wenigen, bestimmten Zeiten. Wäre da wirklich was los, gäbe es ja keine Probleme bei der Vermietung der Ladenflächen.

Die offizielle Eröffnung soll wohl um den 15. stattfinden.

gstolze
August 29th, 2010, 03:05 PM
Ich finde es gar nicht so schlecht, obwohl ich dieses ständige auf und ab in der Pflasterung komisch finde. Aber man kann sich jetzt noch kein Urteil erlauben. Erst wenn alle Ladenflächen vergeben sind, kann man sehen, wie belebt es mal sein wird. Es kommt auch auf die Tageszeit und den Wochentag drauf an. Letztendlich abhängig könnte der Erfolg auch vom Weiterbau in Richtung Lister Meile und der zukünftigen Aufwertung des ZOBs und der Flächen an der Hamburger Allee/Hermesplatz sein. Umso wichtiger wäre es, den Pavillion abzureißen und durch einen Neubau für Pavillion und VHS zu ersetzen. Auch von der D-Linie könnte der Platz profitieren.

CrayZD
August 29th, 2010, 03:21 PM
Bei gutem Wetter sind auch die Plätze vorm Mister Q regelmäßig voll. Gegenüber im Casino-UG eher weniger, was wohl am mangelnden Bekanntheitsgrad der dortigen Gastronomie liegt. Hat also nichts mit der 'grauen Atmosphäre' am Raschplatz zu tun. Im Gegenteil, ich habe schon zweimal Gespräche unter Passanten mitverfolgen können, die sich sehr wohlwollend äußerten. Dabei ist der Platz bekanntermaßen noch nichtmal fertig. Warum hier schon im Vorfeld versucht wird, jede positive Entwicklung gnadenlos herunterzureden, kapiere ich nicht. Aber diese nervtötende hannoversche Unart kenne ich als Kronsberg-Bewohner ja zu genüge.

Schnitzelesser
August 29th, 2010, 04:03 PM
Naja, im Prinzip ist es dort wie vorher. Nur grauer. Sicher lässt sich dort niemand aufgrund der tollen Optik und zugekotzten Treppen nieder.

SternHAJ
August 29th, 2010, 04:12 PM
Warum hier schon im Vorfeld versucht wird, jede positive Entwicklung gnadenlos herunterzureden, kapiere ich nicht. Aber diese nervtötende hannoversche Unart [..]

Ich lese und sehe hier Argumente, die sich auf die Sache (den Raschplatz) beziehen. Wird in der Sache geredet, so ist das weder "gnadenloses Herunterreden" noch eine "nervtötende Unart".

homann5
August 29th, 2010, 05:09 PM
Letztendlich abhängig könnte der Erfolg auch vom Weiterbau in Richtung Lister Meile und der zukünftigen Aufwertung des ZOBs und der Flächen an der Hamburger Allee/Hermesplatz sein. Umso wichtiger wäre es, den Pavillion abzureißen und durch einen Neubau für Pavillion und VHS zu ersetzen.
Sehe ich eigentlich anders. Abstrakt betrachtet ist die Innenstadt aus südlicher Richtung am EAP zu Ende, die Lister Meile in südlicher Richtung am Pavillon. Und dazwischen ist irgendwie Niemandsland. Wertet man das südliche Ende des Weißekreuzplatzes auf, ist das eher noch größere Konkurrenz für den Raschplatz als heute schon.

Auch von der D-Linie könnte der Platz profitieren.
Ja, aber nur bei der oberirdischen Variante durch mehr Laufkundschaft. Der Tunnel dürfte da kontraproduktiv sein. Denn wer dann durch den Tunnel bis zum Raschplatz fährt, tut das in der Regel aufgrund der Umsteigemöglichkeiten. Und die befinden sich nicht an der Oberfläche.

Bei gutem Wetter sind auch die Plätze vorm Mister Q regelmäßig voll. Gegenüber im Casino-UG eher weniger, was wohl am mangelnden Bekanntheitsgrad der dortigen Gastronomie liegt. Hat also nichts mit der 'grauen Atmosphäre' am Raschplatz zu tun. Im Gegenteil, ich habe schon zweimal Gespräche unter Passanten mitverfolgen können, die sich sehr wohlwollend äußerten. Dabei ist der Platz bekanntermaßen noch nichtmal fertig. Warum hier schon im Vorfeld versucht wird, jede positive Entwicklung gnadenlos herunterzureden, kapiere ich nicht. Aber diese nervtötende hannoversche Unart kenne ich als Kronsberg-Bewohner ja zu genüge.
Ich finde den Umbau recht gut, es wirkt alles modern und auch halbwegs schlüssig. Mal vom nördlichen Ende abgesehen. Aber es fehlt einfach ein "Magnet", der die Leute anzieht. Die Infrastruktur mit Parkhaus und Bahn ist doch da, es fehlen einfach zwei, drei richtig angesagte Läden dort. Momentan ist da absolut keine positive Entwicklung zu sehen, abgesehen von der baulichen Aufwertung.

Naja, im Prinzip ist es dort wie vorher. Nur grauer. Sicher lässt sich dort niemand aufgrund der tollen Optik und zugekotzten Treppen nieder.
So ist es!

telemaxx
August 29th, 2010, 06:17 PM
Ich lese und sehe hier Argumente, die sich auf die Sache (den Raschplatz) beziehen. Wird in der Sache geredet, so ist das weder "gnadenloses Herunterreden" noch eine "nervtötende Unart".

Naja, Argumente können auch so manipuliert sein, dass sie anderen als "gnadenloses Herunterreden" vorkommen.

Allgemein sehe ich die Entwicklung am Raschplatz positiv.


Naja, im Prinzip ist es dort wie vorher. Nur grauer. Sicher lässt sich dort niemand aufgrund der tollen Optik und zugekotzten Treppen nieder.

Sehe ich nicht so. Der Umbau ist schon eine deutliche Aufwertung. Mir gefällt der Platz jetzt gut, es wirkt alles modern und ansprechend.
Das Problem mit den Treppen haben die auch besser in den Griff bekommen. Jedenfalls wenn ich da war.

Jetzt zu SternHAJ Argumenten:
1: Wie ich schon schrieb, die Anzahl der Menschen auf dem Platz würde ich erst bewerten, wenn alles fertig ist und eine gewisse Gewöhnungsphase vorbei ist.

2: Die Formlosigkeit ist ein subjektiver Eindruck bzw das, was du daraus ableitest. Nämlich etwas negatives. Der Platz zwischen den Treppen finde ich gelungen, das was dahinter kommt, hängt davon ab, was mit dem Tunnel usw. passiert.

3: Farbgebung, ebenfalls ein subjektiver Eindruck. Mir gefallen die Hell-Dunkel-Kontraste bzw. die schlichte Farbgebung.

4: Aus persönlichen Eindrücken kann ich berichten, dass sich schon einige Leute dort aufhalten/sitzen.
Der Platz wurde tagsüber auch eher als Durchgangszone konzipiert, nachts als Verweilort. Mir kommt der Platz aber gar nicht als Durchgangszone vor, da er durch die Treppen gut konturiert ist.
Nichtsdestotrotz fehlt ein Magnet (tagsüber).

5: Wie CrayZD berichtet, sitzen dort schon häufiger Leute. Die Casino-Gastronomie ist in der Tat wenig besucht, aber das liegt, denke ich auch daran, dass diese noch kaum bekannt ist (Mundpropaganda).

6: Man kann auf den Treppen auch einfach sitzen und sich den Platz und die Leute angucken.
Aber ein Brunnen o.ä. wäre vielleicht schon gewesen.

7: Natürlich muss an der Nordseite noch was passieren!

CrayZD
August 29th, 2010, 06:25 PM
@homann5: mit Deinen letzten beiden Statements widersprichst Du Dir aber ein bisschen selbst. Erst schreibst Du, der Umbau sei gut, dann pflichtest Du Schnitzelesser bei, der meint, es sei 'alles dasselbe, nur grauer'.

Ich lese und sehe hier Argumente, die sich auf die Sache (den Raschplatz) beziehen. Wird in der Sache geredet, so ist das weder "gnadenloses Herunterreden" noch eine "nervtötende Unart".

Ich lese hier durchaus nachvollziehbare, aber subjektive Argumente (zu grau, zu unstrukturiert etc.), warum der eine oder andere den Umbau eher mehr oder eher weniger gelungen findet. Dagegen ist nichts einzuwenden, dazu ist ein Diskussionsforum ja da. Daraus jedoch, bevor der Umbau überhaupt abgeschlossen ist, ein grandioses Scheitern des Umbaukonzepts zu prophezeien, finde ich typisch für Hannover. Das geht in etwa in dieselbe Richtung wie die Stimmen, die eine Bauruine am Kröpcke prophezeien und sich darüber scheinbar auch noch freuen.

Stadträumliche Aufwertung besteht aus vielen Puzzlestücken, Architektur ist eins davon. Das hat man jetzt angepackt - ob das Resultat einem gefällt, bleibt jedem selbst überlassen. Dass man sich darauf jetzt nicht ausruhen darf, sondern z.B. die Verbindung des Raschplatzes zur Lister Meile stärken sollte oder nachts die erneute gnadenlose Vermüllung verhindern muss, steht außer Frage. Alles andere muss sich entwickeln. Was für ein 'Magnet' für tagsüber soll da bitte hin, ein Kaufhaus? Die VHS und ein Bürgeramt wären in der Ecke schon viel Wert, selbstverständlich mit einer Aufwertung der Verbindungstunnel. Nicht Resignation, sondern kontinuierliche Weiterentwicklung ist hier gefragt.

homann5
August 29th, 2010, 06:57 PM
@homann5: mit Deinen letzten beiden Statements widersprichst Du Dir aber ein bisschen selbst. Erst schreibst Du, der Umbau sei gut, dann pflichtest Du Schnitzelesser bei, der meint, es sei 'alles dasselbe, nur grauer'.
Menno, jetzt muss ich das auch noch genauer erklären! ;)

Im Vergleich zum alten Zustand ist der Umbau deutlich moderner, in meinen Augen ein Gewinn. Letztendlich hat sich am Konzept Raschplatz aber nichts geändert. Gastronomie gab es vorher auch schon, im Prinzip ein Ort für das Nachtleben. Und deshalb ist es in Summe das, was Schnitzel geschrieben hat: Das gleiche wie vorher, nur in einer anderen Farbe.

Ich lese hier durchaus nachvollziehbare, aber subjektive Argumente (zu grau, zu unstrukturiert etc.), warum der eine oder andere den Umbau eher mehr oder eher weniger gelungen findet. Dagegen ist nichts einzuwenden, dazu ist ein Diskussionsforum ja da. Daraus jedoch, bevor der Umbau überhaupt abgeschlossen ist, ein grandioses Scheitern des Umbaukonzepts zu prophezeien, finde ich typisch für Hannover. Das geht in etwa in dieselbe Richtung wie die Stimmen, die eine Bauruine am Kröpcke prophezeien und sich darüber scheinbar auch noch freuen.
Es ist schade, dass Leute nicht zwischen Pessimismus und Realismus/Erfahrungswerten unterschieden können. Ich würde die hannöversche Grundhaltung nicht als negativ, sondern als realistisch einschätzen. Die Erfahrung zeigt doch, dass bislang alle größeren (Bau-)Vorhaben nicht wirklich was gebracht haben:

-Ihmezentrum: ohne Worte
-Umbau Passerelle: anfangs guter Einzelhandelsmix, teilweise auch Geschäfte der leicht gehobenen Klasse; mittlerweile nähert man sich in puncto Handelsmix aber wieder der Passerelle an, etwas gutes geht raus, etwas schlechtes/billiges geht rein. Das ist aber ein generelles Problem in Hannover, siehe diesen grässlichen Taschenladen, der bei Erdmann und anderswo drin war. Die Mieten sind für "alternative" Angebote in der Innenstadt viel zu hoch, deshalb findet sich ja fast nur noch Filialisten
-EAP: für viel Geld umgebaut und aufgewertet, ist mittlerweile dank Verschmutzung und Fahrrädern/Taxen zum Verweilen nicht wirklich attraktiv
-Schillerstraße/Andreaestraße. ebenfalls für viel Geld umgestaltet, um den Platz zu beleben; ist nichts draus geworden

Die Liste kann man noch beliebig fortsetzen, zum Beispiel mit dem Expo-Gelände oder dem PdW.

Stadträumliche Aufwertung besteht aus vielen Puzzlestücken, Architektur ist eins davon. Das hat man jetzt angepackt - ob das Resultat einem gefällt, bleibt jedem selbst überlassen. Dass man sich darauf jetzt nicht ausruhen darf, sondern z.B. die Verbindung des Raschplatzes zur Lister Meile stärken sollte oder nachts die erneute gnadenlose Vermüllung verhindern muss, steht außer Frage. Alles andere muss sich entwickeln. Was für ein 'Magnet' für tagsüber soll da bitte hin, ein Kaufhaus? Die VHS und ein Bürgeramt wären in der Ecke schon viel Wert, selbstverständlich mit einer Aufwertung der Verbindungstunnel. Nicht Resignation, sondern kontinuierliche Weiterentwicklung ist hier gefragt.
Der Raschplatz auf -1 ist für mich kein Platz im eigentlichen Sinne, dafür ist er viel zu schmal. Er wirkt wie eine Schlucht, das hätte man architektonisch ändern können. Zum Beispiel durch eine andere Positionierung der Treppen oder einen Blickfänger in der Mitte des Platzes. Oder indem man einfach die -1-Ebene aufgibt und einen Deckel "draufpackt". Dann hätte man einen richtigen Platz gehabt.

CrayZD
August 29th, 2010, 07:26 PM
Im Vergleich zum alten Zustand ist der Umbau deutlich moderner, in meinen Augen ein Gewinn. Letztendlich hat sich am Konzept Raschplatz aber nichts geändert. Gastronomie gab es vorher auch schon, im Prinzip ein Ort für das Nachtleben. Und deshalb ist es in Summe das, was Schnitzel geschrieben hat: Das gleiche wie vorher, nur in einer anderen Farbe.

OK... kapiert. ;) Wie ich oben schon schrieb, ist es aber auch schwierig bis unmöglich, auf Teufel komm raus am Raschplatz etwas mit Tag-Anziehungskraft zu etablieren. Man macht ja auch umgekehrt aus der Großen Packhofstraße nicht mal eben so ein Partyviertel.

Mit der Spielbank hat man ja im Gegenteil weiter bewusst auf Nacht-Attraktivität gesetzt.

-Ihmezentrum: ohne Worte
Stimmt! Das ist aber auch wirklich ein hoffnungsloser Fall.

-Umbau Passerelle: anfangs guter Einzelhandelsmix, teilweise auch Geschäfte der leicht gehobenen Klasse; mittlerweile nähert man sich in puncto Handelsmix aber wieder der Passerelle an, etwas gutes geht raus, etwas schlechtes/billiges geht rein. Das ist aber ein generelles Problem in Hannover, siehe diesen grässlichen Taschenladen, der bei Erdmann und anderswo drin war. Die Mieten sind für "alternative" Angebote in der Innenstadt viel zu hoch, deshalb findet sich ja fast nur noch Filialisten
-EAP: für viel Geld umgebaut und aufgewertet, ist mittlerweile dank Verschmutzung und Fahrrädern/Taxen zum Verweilen nicht wirklich attraktiv

Dass die Attraktivität von umgebauten Straßen und Plätzen nach dem ersten Schub langsam wieder abnimmt, ist doch völlig normal. Sonst müsste man sie ja nie wieder umbauen. Auf dem EAP ist es im Sommer nach wie vor schwer, einen Platz auf den Außenterrassen zu finden. Und die Fluktuation in der Passerelle ist gefühlt deutlich geringer als in der frischgebauten EAG.

Die generellen Probleme im Einzelhandel, die Du ansprichst, kenne ich auch. Die sind aber weder durch Umbauten verschuldet (bzw. könnten sie durch solche verhindert werden), noch sind sie hannover-spezifisch.

Dass die Taxiflut und der Rad-Overkill zum immer größeren Problem werden, steht aber auch außer Frage. Das ist aber nichts, wo man nicht nachbessern könnte. Hier kommt auch wieder der Raschplatz bzw. die Bahnhofsrückseite ins Spiel.

-Schillerstraße/Andreaestraße. ebenfalls für viel Geld umgestaltet, um den Platz zu beleben; ist nichts draus geworden
OK. Das war wirklich eine Fehlplanung sondergleichen.

-Die Liste kann man noch beliebig fortsetzen, zum Beispiel mit dem Expo-Gelände oder dem PdW.

Was ist an dem denn jetzt so schlimm? Von diesem schwachsinnigen Klangkunstprojekt jetzt mal abgesehen. Die Pflasterung der Kurve ist ein voller Erfolg; alle Verkehrsteilnehmer begegnen sich dort mit Respekt, und die Karmarschstraße ist im weiteren Verlauf viel besser angebunden. Und dass man vom Boden aus das Expo-Logo nicht erkennen kann... geschenkt.

Das ist aber genau was ich meinte. Natürlich bezeichnen sich Pessimisten selbst als Realisten. ;) Aber negative Aspekte machen doch nicht gleich ein ganzes Projekt zum Reinfall.

Schnitzelesser
August 29th, 2010, 07:33 PM
Am PdW stört mich Folgendes: Fußgänger betrachten die Straßenüberquerung als Fußgängerzone und laufen verwirrten Autofahrern (Ist hier jetzt Fußgängerzone?) einfach vors Auto. Ein Schuss ins Knie ist dieses Pflasterungskonzept.

gstolze
August 29th, 2010, 07:38 PM
Da stimme ich Dir zu. Erst vor ein paar Tagen war ein auswärtiger Fahrer vor mir total verwirrt, weil ers nicht mehr wusste, wo er hinfahren sollte. Ähnliches kann man auch am EAP beobachten.

CrayZD
August 29th, 2010, 07:39 PM
Also, ich war bisher jedesmal von der Funktion dieser 'Pseudo-Fußgängerzone' begeistert. Egal ob ich dort als Fußgänger oder Autofahrer unterwegs war. Gleiches gilt am EAP oder neuerdings auch an der Kurve Schiller-/Andreaestraße (was im letzteren Fall natürlich trotzdem nicht mehr Menschen in diese tote Ecke bringt). Für mich hat das absoluten Modellcharakter für weitere Ecken in der Stadt.

Für den deutschen Vorzeigepedanten, für den alles seine Ordnung, Fußgänger ihren Fußweg und Autos ihre Straße haben müssen, ist das natürlich nix. Ist ja in Teutonenland auch unvorstellbar, mal aus Rücksicht vom Gas zu gehen, obwohl die StVO einem das Fahren mit 50 erlaubt. ;)

Schnitzelesser
August 29th, 2010, 07:52 PM
Aber auch an diesem Ort gilt die StVO: Die Straße ist eine Straße und die Fußgängerzone ist eine Fußgängerzone. Läuft mir dort also einer der lustigen Junggesellenabschiede vor die Kiste, bin ich nicht schuld.

CrayZD
August 29th, 2010, 07:58 PM
Wie gesagt, meine Erfahrung ist, dass das sehr gut funktioniert. Heizt ein Auto mit vollem Tempo auf die Kurve zu, bleibt eigentlich jeder stehen. Zögern wird jedoch sofort bestraft. ;)

Bis zum Stillstand musste ich dort aber noch nie runterbremsen.

homann5
August 29th, 2010, 08:13 PM
OK... kapiert. ;) Wie ich oben schon schrieb, ist es aber auch schwierig bis unmöglich, auf Teufel komm raus am Raschplatz etwas mit Tag-Anziehungskraft zu etablieren. Man macht ja auch umgekehrt aus der Großen Packhofstraße nicht mal eben so ein Partyviertel.

Mit der Spielbank hat man ja im Gegenteil weiter bewusst auf Nacht-Attraktivität gesetzt.
Wofür dann aber soviel Ladenfläche? Dann wäre der "Deckel drauf" vielleicht doch die bessere Lösung gewesen.

Dass die Attraktivität von umgebauten Straßen und Plätzen nach dem ersten Schub langsam wieder abnimmt, ist doch völlig normal. Sonst müsste man sie ja nie wieder umbauen. Auf dem EAP ist es im Sommer nach wie vor schwer, einen Platz auf den Außenterrassen zu finden. Und die Fluktuation in der Passerelle ist gefühlt deutlich geringer als in der frischgebauten EAG.
Böswillig könnte man aber auch sagen, dass die Passerelle im Ist-Zustand sich dem "War-Zustand" langsam aber sicher wieder annähert, zumindest was den Branchenmix angeht. Warum man hier ncht von Anfang an gegengesteuert hat, ist mir unbegreiflich. Dabei hätte die Politik ja sogar über die HRG direkt die Möglichkeit dazu. Aber hier zählt vermutlich auch nur Geld, Geld, Geld.

Die Gastronomie verschärft in meinen Augen das Problem aber sogar noch. Wenn es da im Sommer voll ist, ist zwischen EAG und dem Bahnhofseingang kaum noch ein Durchkommen. Ohne den dämlichen und überflüssigen Parkplatz und Taxenstand wäre es deutlich entspannter.

Die Fluktuation in der EAG haben viele vorhergesagt, das Konzept war und ist viel zu groß für Hannover. Was man aber natürlich bei der Stadt nicht hören wollte. Im Vergleich zur Passerelle liegen bezüglich aber Welten bei den Mieten: Wenn man die Mieten in der Passerelle mit 1a einstuft, dann sind die in der EAG bei 1aaa, ECE verlangt überall horrende Mieten.

Die generellen Probleme im Einzelhandel, die Du ansprichst, kenne ich auch. Die sind aber weder durch Umbauten verschuldet (bzw. könnten sie durch solche verhindert werden), noch sind sie hannover-spezifisch.
Hannover hatte mal einen sehr hohen Anteil an Inhaber-geführten Geschäften, der deutlich über dem Bundesschnitt lag. Heute sind wir höchstens noch Durchschnitt, wohl eher sogar darunter. Und das Problem ist in Hannover hausgemacht, die Politik und Verwaltung setzt mit ihren Entscheidungen doch voll auf Filialisten, die über den Preiskampf dann die ortsansässigen Händler kaputt machen. Siehe Schmorl oder zig andere Beispiele. Wer ohne Ende große Ladenlokale zulässt oder sogar explizit haben will, darf sich am Ende nicht wundern, wenn an jeder Ecke die hundertste Filiale von o2, Rossmann oder Media Doof entsteht. Man schaue sich mal die Städte an, gerne auch im benachbartem Ausland, die nur wenige Filialisten und trotzdem eine blühende Fußgängerzone haben: Alles relativ kleine Läden, die nur in den wenigsten Fällen zu irgendwelchen Ketten gehören.

Dass die Taxiflut und der Rad-Overkill zum immer größeren Problem werden, steht aber auch außer Frage. Das ist aber nichts, wo man nicht nachbessern könnte. Hier kommt auch wieder der Raschplatz bzw. die Bahnhofsrückseite ins Spiel.
Da hast Du Recht. An dieser Stelle muss man der Stadt völliges Versagen vorwerfen, welches wohl auch selbst in ferner Zukunft nicht rückgängig gemacht werden kann.

Was ist an dem denn jetzt so schlimm? Von diesem schwachsinnigen Klangkunstprojekt jetzt mal abgesehen. Die Pflasterung der Kurve ist ein voller Erfolg; alle Verkehrsteilnehmer begegnen sich dort mit Respekt, und die Karmarschstraße ist im weiteren Verlauf viel besser angebunden. Und dass man vom Boden aus das Expo-Logo nicht erkennen kann... geschenkt.
Optisch ist der PdW toll geworden. Hat aber irgendwie nicht die erhoffte Belebung der "Südkurve" zur Folge gehabt. Das eigentliche Problem westliche Osterstraße hat man nämlich komplett ignoriert. Die Quittung dafür bekommen wir gerade im nicht erfolgendem Umbau des Karstadt-Hauses.

Das ist aber genau was ich meinte. Natürlich bezeichnen sich Pessimisten selbst als Realisten. ;) Aber negative Aspekte machen doch nicht gleich ein ganzes Projekt zum Reinfall.
Wenn die Ziele des Projektes nicht erreicht werden, ist es ein Reinfall. Siehe Beispiel Schillerstraße/Andreastraße: Für viel Geld hat man den Platz umgestaltet, um den Platz attraktiver für Läden zu machen und die Ecke zu beleben. Neue Läden gibt es nicht, viel mehr Verkehr als vorher ist auch nicht vorhanden. Insofern ist das Projekt gescheitert, auch wenn es jetzt natürlich schöner als vorher aussieht.

CrayZD
August 29th, 2010, 09:46 PM
Das ist dann mal wieder der Punkt an dem ich merke, dass unsere Meinungen und Grundeinstellungen dermaßen konträr sind, dass eine weitere Diskussion ziemlich unsinnig wäre. ;)

Also lieber wieder zurück zum Thema Raschplatz.

homann5
August 29th, 2010, 10:22 PM
Das ist dann mal wieder der Punkt an dem ich merke, dass unsere Meinungen und Grundeinstellungen dermaßen konträr sind, dass eine weitere Diskussion ziemlich unsinnig wäre. ;)
In welchen Punkten denn genau?

Also lieber wieder zurück zum Thema Raschplatz.
Haben wir im Prinzip nie verlassen, wir haben halt nur die großen Zusammenhänge und Parallelen diskutiert. An und für sich kann das Thema ja auch beendet werden, außer den ein, zwei Geschäften unter der Sparkasse ist ja alles fertig und/oder wird wohl in den nächsten 30 Jahren auch nicht mehr angepackt. Der Hermes-Platz mitsamt Pavillon wird von vielen nicht zum Raschplatz, sondern eher zur Lister Meile gezählt, hätte aber wohl eher zusammen mit dem Bredero einen eigenen Thread verdient, wenn es da irgendwann mal losgehen sollte.

Vielleicht sollte man aber auch über einen Thread zur allgemeinen Entwicklung der Innenstadt nachdenken. Vieles wie zum Beispiel die Entwicklung des Einzelhandels in und an der Fußgängerzone entwickelt sich momentan konträr zum Stadtbild. Letzteres wird immer besser, ersteres steht still oder verschlechtert sich.

CrayZD
August 30th, 2010, 09:25 AM
In welchen Punkten denn genau?

Ich hätte an so ziemlich allen Punkten nochmal zur Diskussion angesetzt, werde da aber mittlerweile schnell müde. Das fühlt sich in etwa so an, wie wenn Du zum hundertsten Male mit einem VCD-Ideologen über den D-Tunnel diskutieren würdest oder ein e.on-Manager mit einem Greenpeace-Aktivisten über die KKW-Laufzeitverlängerung.

An und für sich kann das Thema ja auch beendet werden, außer den ein, zwei Geschäften unter der Sparkasse ist ja alles fertig und/oder wird wohl in den nächsten 30 Jahren auch nicht mehr angepackt. Der Hermes-Platz mitsamt Pavillon wird von vielen nicht zum Raschplatz, sondern eher zur Lister Meile gezählt, hätte aber wohl eher zusammen mit dem Bredero einen eigenen Thread verdient, wenn es da irgendwann mal losgehen sollte.

Sehe ich jetzt nicht so, deswegen wurde das Thema ja extra mal um den Begriff 'Stadtraum' erweitert. Sobald es konkrete Projekte gibt, würde sich natürlich ein eigener Thread lohnen. Solange kann man m.E. die zahlreichen offenen Punkte hier diskutieren. Das Stadtgespräch ist ohnehin schon reichlich voll.

Vieles wie zum Beispiel die Entwicklung des Einzelhandels in und an der Fußgängerzone entwickelt sich momentan konträr zum Stadtbild. Letzteres wird immer besser, ersteres steht still oder verschlechtert sich.

Das ist genau einer der besagten Punkte, bei denen für mich eine Diskussion schnell langweilig wird, wenn man aufgrund der persönlichen Vorprägung komplett aneinander vorbeiredet. Das fängt bei überzogenen Behauptungen an (ich habe in der neuen Passerelle bisher weder einen Headshop noch einen 1-€-Laden noch einen Billig-T-Shirt-Verkauf entdecken können, also finde ich es etwas kühn zu behaupten, die Qualität nähere sich dem Vor-Umbau-Zustand an) und hört damit auf, die Entwicklung der Stadtverwaltung vorzuwerfen. Dein Anspruch an die Möglichkeiten der Stadtpolitik ist scheinbar maßlos, so erklärt sich dann auch jeweils Dein Fazit. Bestes Beispiel Schmorl: laut Statistik hat die City in Hannover eine der niedrigsten Buchhandelsdichten in Deutschland. Beispielsweise gibt es nach wie vor keine Thalia-Filiale hier. Wie kann man sich dann erdreisten zu behaupten, die Stadt würde durch bewusste Förderung von Filialisten die inhabergeführten Geschäfte kaputtmachen? Dass haben die meisten der besagten Inhaber schon selbst getan. Siehe Schmorl. Siehe Otto Werner. Siehe Erdmann bzw. seine desinteressierten Nachkommen.

Auch hätte ich gerne konkrete Beispiele, in welchen Städten es Deiner Meinung nach besser läuft. Von der Größenordnung Hannovers brauchen wir da m.E. gar nicht zu reden. Handyläden und den besagten 'grässlichen Taschenladen' gibt es auch zuhauf auf der Frankfurter Zeil, die ungleich höhere Mieten abruft. Und wenn sich mal eine Nummer kleiner umsieht: Celle sah bei meinem letzten Besuch in punkto Einzelhandelsstruktur aus wie eine Freiluftversion der EAG.

Ich formuliere also mal Deine Ansprüche: die Stadt hat also dafür zu sorgen, dass der Einzelhandel in Hannover floriert und die Investoren gefälligst nicht den letzten Ramsch, sondern hochwertige Architektur bauen. Gleichzeitig hat sie genau diesen Investoren aber zu verbieten, sich auf zahlungskräfige Filialisten auszurichten. Ebenso sollen sie natürlich zu niedrigen Mieten gezwungen werden, damit Existenzgründer es leichter haben, eine vielfältige Einzelhandelskultur zu etablieren. Die Ansiedlung von Billigshops muss dabei aber selbstverständlich auch verhindert werden.

Wäre ich Investor, ich würde die Stadt bei solch einer Stadtpolitik weiträumig meiden.

Wo wir wieder beim Thema 'typischer Hannoveraner' sind. Nach meiner laienpsychologischen Erkenntnis gründet die hier so extrem verbreitete Lust an der Selbstgeißelung nicht auf Selbsthass, sondern auf gescheiterten Idealismus. Angetrieben von den ewigen Schmähungen von außerhalb, möchte der Hannoveraner in einer Stadt wohnen, die gleichzeitig Wirtschafts- und kreatives Zentrum ist, in der das Stadtbild toll und die Mieten niedrig sind, in der man jeden Abend feiern kann, aber trotzdem jeder seine Nachtruhe findet, in der man nie im Stau steht und immer einen Parkplatz findet und in der man mit der Bahn für 50 Cent in jeden Winkel der Stadt fahren kann.

Selbstverständlich ist Hannover aber die einzige Stadt in Deutschland, die diese Anforderungen nicht allesamt erfüllt. Und wer ist schuld? Genau, die dämlichen Lokalpolitiker. Deswegen wählt sie der typische Hannoveraner ja auch immer und immer wieder, sonst hätte er ja nichts mehr zu meckern.

Ich bin bei weitem nicht mit allem zufrieden, was hier läuft. Aber derart unreflektierte Meckerei hilft der Stadtentwicklung m.E. genauso wenig weiter wie die überzogene Selbstbeweihräucherung einiger Lokalpolitiker. Kein Wunder, dass da der Bürgerwille nicht mehr viel zählt... wenn der mehrheitlich so aussieht: 'Alles so lassen wie bisher. Ist zwar auch scheiße, aber es kann ja nur noch schlimmer werden.'

homann5
August 30th, 2010, 12:16 PM
Sehe ich jetzt nicht so, deswegen wurde das Thema ja extra mal um den Begriff 'Stadtraum' erweitert. Sobald es konkrete Projekte gibt, würde sich natürlich ein eigener Thread lohnen. Solange kann man m.E. die zahlreichen offenen Punkte hier diskutieren. Das Stadtgespräch ist ohnehin schon reichlich voll.
Der Thread-Titel ist leider nicht ganz passend. Der Raschplatz endet an der Südseite der Berliner Allee, alles andere würde ich (vermutlich auch einige andere) eher der Lister Meile, bzw. dem Weißekreuzplatz zuordnen. Das sind auch zwei komplett unterschiedliche Stadträume, wenn man sie denn so nennen will. Sie sollen unterschiedliche Aufgaben erfüllen und erfordern deshalb auch ganz unterschiedliche architektonische Lösungen. Aber das ist vermutlich Ansichtssache.

Das ist genau einer der besagten Punkte, bei denen für mich eine Diskussion schnell langweilig wird, wenn man aufgrund der persönlichen Vorprägung komplett aneinander vorbeiredet. Das fängt bei überzogenen Behauptungen an (ich habe in der neuen Passerelle bisher weder einen Headshop noch einen 1-€-Laden noch einen Billig-T-Shirt-Verkauf entdecken können, also finde ich es etwas kühn zu behaupten, die Qualität nähere sich dem Vor-Umbau-Zustand an) und hört damit auf, die Entwicklung der Stadtverwaltung vorzuwerfen.
Vergleiche doch mal die Läden in der Passerelle direkt nach dem Umbau mit dem heutigen Zustand. Ging ein hochwertige Laden raus, kam nichts gleichwertiges wieder rein. Besonders gut kann man das direkt am Kröpcke (Meffert raus, Billig-Bäcker rein) oder zwischen EAP und Raschplatz erkennen. Ich sage nicht, dass der Zustand vor dem Umbau schon wieder erreicht ist, aber wer da keine Abwärts-Entwicklung erkennt oder erkennen will, muss schon ein Romantiker sein.

Wem wenn der nicht der Verwaltung und Politik will man die Fehlentwicklungen der letzten Jahre denn sonst vorwerfen? Den makroökonomischen Rahmen hat doch die Stadt mit ihren zahlreichen Werkzeugen gestaltet, angefangen bei Bebauungsplänen bis hin zur gezielten Ansiedlung bestimmter Branchen. Dass solche Entscheidungen wie bei Erdmann nicht der Stadt angelastet werden können, ist klar. Aber die Ansiedlung von "Filialisten-Tempeln" wie der EAG oder mangelnde Richtlinien bei der Fassadengestaltung fallen ganz klar in die Zuständigkeit der gewählten Vertreter.

Dein Anspruch an die Möglichkeiten der Stadtpolitik ist scheinbar maßlos, so erklärt sich dann auch jeweils Dein Fazit. Bestes Beispiel Schmorl: laut Statistik hat die City in Hannover eine der niedrigsten Buchhandelsdichten in Deutschland. Beispielsweise gibt es nach wie vor keine Thalia-Filiale hier. Wie kann man sich dann erdreisten zu behaupten, die Stadt würde durch bewusste Förderung von Filialisten die inhabergeführten Geschäfte kaputtmachen? Dass haben die meisten der besagten Inhaber schon selbst getan. Siehe Schmorl. Siehe Otto Werner. Siehe Erdmann bzw. seine desinteressierten Nachkommen.
Traue keiner Statistik...
Leider werden in besagter Statistik einige Buchhandlungen unterschlage. Tatsächlich hat Hannover mit die höchste dichte an Buchhandlungen, alleine drei auf der Lister Meile, bis zur Schließung von Karstadt Heim & Technik alleine fünf in der Fußgängerzone. Lediglich die bekannten Ketten waren bis zur Übernahme von Schmorl nicht in der Stadt vertreten. Die führst da drei Beispiele für persönliches Versagen auf, bei denen politische Entscheidungen aber zumindest am Rande eine Rolle gespielt haben. So hat man bei Erdmann eine übermächtige Konkurrenz in der Filialisten (z. B. Pohland) gesehen, dass die Motivation der nachfolgenden Generation nun nicht wirklich groß ist, dürfte verständlich sein.

Aber mal ein ganz konkretes Beispiel: Die Politik hat über die HRG ganz direkten Einfluss auf Einzelhandelsflächen in bester Lage, nämlich die Passerelle. Hier könnte man also direkt über die Vergabe von Mietverträgen Einfluss auf den Branchenmix und die Qualität nehmen. Aber stattdessen sieht man nur das schnelle Geld, siehe McGeiz am Raschplatz.

Auch hätte ich gerne konkrete Beispiele, in welchen Städten es Deiner Meinung nach besser läuft. Von der Größenordnung Hannovers brauchen wir da m.E. gar nicht zu reden. Handyläden und den besagten 'grässlichen Taschenladen' gibt es auch zuhauf auf der Frankfurter Zeil, die ungleich höhere Mieten abruft. Und wenn sich mal eine Nummer kleiner umsieht: Celle sah bei meinem letzten Besuch in punkto Einzelhandelsstruktur aus wie eine Freiluftversion der EAG.
Nimm doch einfach Süddeutschland, da findest Du schon ganz andere Verhältnisse. Oder das von mir angesprochene angrenzende Ausland, gerne auch Grenzregionen/-städte wie Straßbourg oder Colmar. Da sieht man, dass es auch anders geht.

Ich formuliere also mal Deine Ansprüche: die Stadt hat also dafür zu sorgen, dass der Einzelhandel in Hannover floriert und die Investoren gefälligst nicht den letzten Ramsch, sondern hochwertige Architektur bauen. Gleichzeitig hat sie genau diesen Investoren aber zu verbieten, sich auf zahlungskräfige Filialisten auszurichten. Ebenso sollen sie natürlich zu niedrigen Mieten gezwungen werden, damit Existenzgründer es leichter haben, eine vielfältige Einzelhandelskultur zu etablieren. Die Ansiedlung von Billigshops muss dabei aber selbstverständlich auch verhindert werden.
Aber genau das will die Stadt doch. Dafür hat sie doch sämtliche Einzelhandelsplätze im Stadtgebiet in bestimmte Klassen einsortiert, die unterschiedlich geschützt oder ausgebaut werden sollen. Und wie sehen die Pläne aus? Möglichst kleine Filialen bekannter Ketten, damit örtliche Versorgungszentrum gestärkt werden. Frag mal die Händler am Fiedelerplatz oder in der Lister Meile, was die davon halten. Man kann es auch ganz einfach so formulieren: Die Wirtschaft nutzt den Spielraum, den die Politik einräumt, gerne bis zum Anschlag aus.

Wäre ich Investor, ich würde die Stadt bei solch einer Stadtpolitik weiträumig meiden.
Tun sie doch jetzt schon. Wo ist denn da der Unterschied? Oder hat man sich vor fünf, sechs, sieben Jahren um das KC und das Ihmezentrum geprügelt?

Wo wir wieder beim Thema 'typischer Hannoveraner' sind. Nach meiner laienpsychologischen Erkenntnis gründet die hier so extrem verbreitete Lust an der Selbstgeißelung nicht auf Selbsthass, sondern auf gescheiterten Idealismus. Angetrieben von den ewigen Schmähungen von außerhalb, möchte der Hannoveraner in einer Stadt wohnen, die gleichzeitig Wirtschafts- und kreatives Zentrum ist, in der das Stadtbild toll und die Mieten niedrig sind, in der man jeden Abend feiern kann, aber trotzdem jeder seine Nachtruhe findet, in der man nie im Stau steht und immer einen Parkplatz findet und in der man mit der Bahn für 50 Cent in jeden Winkel der Stadt fahren kann.
Du vermischt da Interessen von total unterschiedlichen Gruppen. Meinst Du, dass es in anderen Großstädten anders ist? Da gibt es genauso Fraktion A, die sich über Fraktion B beschwert. Ich vermute jetzt einfach mal, dass der typische Hannoveraner einfach einen dem Status der Stadt angemessen Standard haben will.

Selbstverständlich ist Hannover aber die einzige Stadt in Deutschland, die diese Anforderungen nicht allesamt erfüllt. Und wer ist schuld? Genau, die dämlichen Lokalpolitiker. Deswegen wählt sie der typische Hannoveraner ja auch immer und immer wieder, sonst hätte er ja nichts mehr zu meckern.
Tut mir leid, das ist totaler Schwachsinn!
Na, welches ist die stärkste Fraktion im Stadtrat? Oder in der Regionsversammlung? Genau, die der Nichtwähler. Das sind die Leute, die die Schnauze voll haben und die erkannt haben, dass man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Man ist umweltbewusst und möchte deshalb die Grünen unterstützen? Gibt es nur zusammen im Paket mit Gesamtschulen? Man legt Wert aus konservative Werte und Moralvorstellungen? Tut mir leid, dann "kauft" man auch gleich eine Takt-Ausdünnung bei der Stadtbahn mit. Du erkennst die Problematik?

Ich bin bei weitem nicht mit allem zufrieden, was hier läuft. Aber derart unreflektierte Meckerei hilft der Stadtentwicklung m.E. genauso wenig weiter wie die überzogene Selbstbeweihräucherung einiger Lokalpolitiker. Kein Wunder, dass da der Bürgerwille nicht mehr viel zählt... wenn der mehrheitlich so aussieht: 'Alles so lassen wie bisher. Ist zwar auch scheiße, aber es kann ja nur noch schlimmer werden.'
Das ist ein generelles Problem der Politik. Diejenigen, die wirklich Ahnung von der Materie haben, gehen freiwillig nie in die Politik. Warum auch, die Wirtschaft zahlt besser und ist bei weitem nicht so korrupt. Solange man es sich als Bürger aber einfach gefallen lässt, kann man an der Spitze so weitermachen wie bislang. Genau das kann man der Bevölkerung vorwerfen, das Wegsehen. Wie viele haben sich am Umbau des Raschplatz und den nicht eingehaltenen Versprechen gestört, wirklich jemanden protestieren habe ich nicht gesehen.

CrayZD
August 30th, 2010, 12:46 PM
Die letzten beiden Punkte lassen sich gut zusammenfassen: wir haben mittlerweile eine ausgeprägte Kultur des Meckerns, aber selbst Verantwortung übernehmen und sich aktiv einbringen möchte so gut wie niemand mehr. Es muss ja nicht zwingend in einer Partei sein, es können ja auch Bürgerinitiativen und Vereine sein. Mit einigen wenigen positiven Ausnahmen (siehe hier: Pro D-Tunnel, hannoversche Stadtbaukultur) gibt es die aber nur zur Wahrung spezifischer persönlicher Interessen: gegen Partylärm vor der Haustür, gegen eine neue Stadtbahntrasse vor der Haustür, gegen eine Umgehungsstraße vor der Haustür etc.

Hm... gerade das Beispiel Back-Factory zeigt doch eigentlich, wie wenig Einfluss die Stadt auf die Einzelhandelsentwicklung hat. Natürlich ist der Wechsel etablierter Bäcker gegen SB-Backbude formal gesehen eine Verschlechterung. Die wird aber interessanterweise perfekt angenommen, und zwar nicht nur von Unterschichten und Randgruppen. Da drin ist deutlich mehr los als seinerzeit bei Meffert. Banker usw. gehören zu den Kunden, obwohl es nach wie vor genug hochwertige Alternativen in der Nähe gäbe. Dank des deutschen Widerwillens, für Lebensmittel Geld auszugeben, ist der Marktanteil der SB-Bäcker bundesweit sprunghaft angestiegen. Und diesem Trend soll sich die Stadt bzw. die HRG nun entgegenstemmen? Ähnliches gilt für den Siegeszug der Modefilialisten oder das Sterben seriöser Elektromärkte. Dass Hannover lange Zeit von solchen Trends verschont blieb, liegt m.E. genau an der von Dir schon angesprochenen Tatsache, dass die Stadt früher für Investoren und große Modelabels als absolut uninteressant galt.

Wie sagt ein schönes Sprichwort? 'You can't stop the waves, but you can learn to surf'. Nichts anderes macht die Stadt. Ein wirklich zukunftsweisendes Konzept wäre allerdings, die Ansiedlung der Filialisten nicht zu verhindern, sondern die damit verbundenen zusätzlichen Einnahmen zu nutzen, um an weniger attraktiven Orten der Innenstadt per Mietzuschüssen etc. Existenzgründer im Special-Interest-Bereich anzusiedeln.

Dass Stadt und Region mit der HRG ein Steuerungsinstrument verschenken, damit gebe ich Dir allerdings recht. Siehe Unterführung Cityring am Raschplatz. Die HRG handelt wie ein x-beliebiger gewinnorientierter Investor, und genau das soll sie offenbar ja auch sein.

btw: Meffert ist übrigens auch nicht mehr der Inbegriff funktionierender regionaler Wirtschaft, sondern gehört genau wie 'Der Leinebäcker' zu Schäfers und damit zur Edeka-Gruppe. Insofern ist im Bäckereibereich im Hbf zum Jahresbeginn etwas schier unglaubliches passiert: Großfilialist raus, regionales Handwerk rein. Wobei Bosselmann auch nicht mehr so ganz den Anspruch an ein niedliches inhabergeführtes Unternehmen erfüllt. ;)

homann5
August 30th, 2010, 01:05 PM
Generell liegen wir mit unseren Ansichten gar nicht so weit auseinander, so fasse ich das zumindest auf.

Viele aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis engagieren sich in Politik oder sozialen Dingen und merken, dass man a) nicht die Zeit und b) nicht die Mittel hat, um Dinge wirklich positiv beeinflussen zu können. Was glaubt Du, wie zeitintensiv allein schon die Arbeit in einem Parteivorstand auf kommunaler Ebene ist? Wer berufstätig ist und Familie hat, findet kaum die Zeit dafür, außer man opfert Hobbys. Und wenn man von Anfang an weiß, dass man gegen Windmühlen kämpft, ist die Motivation mitzumachen halt sehr gering. Natürlich ist es leichter sich über etwas zu beschweren, statt etwas dagegen zu tun. Und wenn man dann doch aktiv werden will, wirft Dir die Politik einen Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine.

Dein Beispiel Back-Factory: Da hätte die Stadt problemlos was gegen tun können, einfach keinen Mietvertrag geben. Keine 15 Meter weiter gibt es schon einen Billig-Bäcker, braucht man wirklich zwei davon auf engstem Raum? Warum der Laden so voll ist und was man dagegen tun kann, sollten wir Erbse zuliebe hier lieber nicht hier diskutieren.

Der Vorschlag, einen Teil der Einnahmen zur Förderung von Existenzgründungen im Einzelhandel zu verwenden, finde ich ausgesprochen gut. Für sowas würde sich ja der Raschplatz nebst Tunnel zur Lister Meile perfekt eigenen. In dem Zuge könnte man am Hermesplatz oder im Bredero ja vielleicht das EGZ von Badenstedt ins Zentrum verlagern, eventuell ließe sich ja da auch was zusammen mit Hannover Impuls machen, günstige Büroflächen für Start-Ups wären da unten ja auch denkbar.

CrayZD
August 30th, 2010, 01:51 PM
Ja, mag sein dass wir in vielen Dingen gar nicht so weit auseinanderliegen. Nur bewerte ich wie gesagt die Arbeit der Stadtpolitik grundsätzlich positiver, da ich ihr generell weniger Möglichkeiten zuschreibe und ihr damit auch weniger ankreide.

Die oft monierte 'Erfolglosigkeit' mancher Umbaumaßnahmen, was den Passantenstrom angeht, ist auch wieder ein Problem der Hannoveraner an sich. Jede Veränderung benötigt hier deutlich mehr Zeit, um sich zu etablieren. Es gibt z.B. auch sehr viele Hannoveraner, die die Nordstadt nach wie vor für ein versifftes Viertel halten, in das man sich nach 20 Uhr besser nicht hintraut. Vor 20 Jahren war's schließlich auch so... die jüngere Entwicklung wird einfach mal ignoriert.

Apropos Passantenstrom: Ähnliche Interventionspunkte, in denen die Stadt bewusst die Ansiedlung alternativen Einzelhandels fördern könnte, wären die Schiller- und die Andreaestraße. Letztere vor allem auch baulich. Die 'Aufwertung' der Karstadt-Rückseite kann mal wohl getrost als gescheitert bezeichnen, also könnte man dort über zusätzliche Bebauung nachdenken. Das dürfte aber vermutlich Karstadt nicht passen, für die dann Schaufensterfläche verlorenginge. Aber selbst der alte Parkplatz war noch besser als die heutige Situation.

gstolze
August 30th, 2010, 06:21 PM
Nimm doch einfach Süddeutschland, da findest Du schon ganz andere Verhältnisse. Oder das von mir angesprochene angrenzende Ausland, gerne auch Grenzregionen/-städte wie Straßbourg oder Colmar. Da sieht man, dass es auch anders geht.


Hier nimmst Du aber Regionen, die eine wesentlich höhere Kaufkraft aufweisen als Hannover....

Der allgemeine Trend zu mehr Billiganbietern ist doch ein Spiegelbid unserer momentanen Gesellschaft. Immer billiger muss es sein....

Schnitzelesser
August 30th, 2010, 07:42 PM
Wenn man sich mal überlegt, dass die alte Passerelle nur knappe 25 Jahre existierte und sich davon zumindest die letzten von mir wahrgenommenen 15 Jahre als eine versiffte, junkiebesetzte Ramschladenansammlung darstellte, ist das Niveau der neuen Passerelle nach nunmehr 10 Jahren doch erstaunlich hoch und nicht im entferntesten auf dem Weg zurück in die Vesiffung.

matheking
August 30th, 2010, 08:15 PM
... In dem Zuge könnte man am Hermesplatz oder im Bredero ja vielleicht das EGZ von Badenstedt ins Zentrum verlagern, ...
Der Teil der Davenstedter Straße liegt noch voll in Linden-Mitte

SternHAJ
August 30th, 2010, 10:06 PM
Meine kritische Meinung zum neuen Raschplatz möchte ich ergänzen.

Ich halte die durchgeführten Arbeiten für eine Verbesserung. Aber diese Verbesserung geht meiner Meinung nach nicht weit genug, um aus einem toten Platz einen lebendigen Platz zu machen. Die Fehler der Anlage sind nicht angegangen worden.

MartinT
September 3rd, 2010, 09:37 PM
Unter dem Raschplatz gab's ja bis zum U-Bahnbau einen großen Bunker aus dem 2. Welktkrieg. Ich habe mal gehört, dass Fragmente davon auch heute noch existieren.

Wer weiß näheres dazu?

telemaxx
September 3rd, 2010, 09:48 PM
War da vor dem Krieg nicht alles bebaut?

Da gabs doch gar keinen Platz, wo der hätte stehen können?!

MartinT
September 3rd, 2010, 10:27 PM
War da vor dem Krieg nicht alles bebaut?

Da gabs doch gar keinen Platz, wo der hätte stehen können?!

Unterirdisch, natürlich. ;)

telemaxx
September 3rd, 2010, 10:37 PM
Ja, aber man hat doch damals große Bunker nur unter Plätzen gebaut oder?
(siehe Ernst-August-Platz, Klagesmarkt)

Bob!
September 3rd, 2010, 10:38 PM
Mir ist nur einer vor dem Hbf, unter dem EAP bekannt, welcher durch den U-Bahn-Bau zweigeteilt worden ist. Von einem Luftschutzbunker unter dem Raschplatz habe ich noch nie gehört.

Schnitzelesser
September 4th, 2010, 03:30 AM
Mir ist nur einer vor dem Hbf, unter dem EAP bekannt, welcher durch den U-Bahn-Bau zweigeteilt worden ist. Von einem Luftschutzbunker unter dem Raschplatz habe ich noch nie gehört.
Gibt es hierzu (oder auch zum Klagesmarkt) Lagepläne oder ist das alles streng geheim?

matheking
September 4th, 2010, 11:55 AM
In der HAZ gab es vor 2-3 Jahren mal einen Artikel über die Bunker, inkl. Fotos von dem unterm EAP. Die eine Seite ist wohl immer noch als Bunker nutzbar, die andere wird von der DB als Lager genutzt.
Wobei ich mit nicht vorstellen kann, dass die daran einen echten Bedarf haben.
Die Geschichte des Untergrunds in Hannover ist echt geheimnisvoll und spannend! Das riesige Tunnelnetz unterhalb des Hanomaggeländes, diverse Bunker und Tunnelfragmente, Gänge und Räume unter den Gleisen (auch mehrstöckig), mir unbekannte Räumlichkeiten unter dem ZOB etc. Gibt es da keinen der jemals ein Buch darüber geschrieben hat? Mich würde das sehr interessieren!

Leine1977
September 5th, 2010, 03:55 PM
Meine kritische Meinung zum neuen Raschplatz möchte ich ergänzen.

Ich halte die durchgeführten Arbeiten für eine Verbesserung. Aber diese Verbesserung geht meiner Meinung nach nicht weit genug, um aus einem toten Platz einen lebendigen Platz zu machen. Die Fehler der Anlage sind nicht angegangen worden.

100% Deiner Meinung! Wie kann das sein, SternHAJ?:)

SternHAJ
September 5th, 2010, 05:24 PM
Das kann ja immer mal passieren, wenn Meinungen und Argumente ausgetauscht werden :) (Und das darf es auch)

SternHAJ
September 15th, 2010, 09:56 PM
Noch eine Nachbemerkung.

An einem Freitagabend, voller Lichter - da macht der Raschplatz Spaß. Vielleicht (meine Einschätzung) weil man das grau nicht sieht. Weil es bunt ist. Und weil Menschen da sind, Partygänger.

Schnitzelesser
September 17th, 2010, 06:21 PM
Nachdem ich heute in der HAZ lesen durfte, dass der Raschplatz architekturbedingt künftig eins von Hannovers Schmuckstücken ist, und der OB den Platz morgen feierlich eröffnen wird, konnte ich es eben nicht glauben: Die Treppe ist schon freigegeben. Ohne zerschnittenem Roten Band ... Unglaublich! Erfreulich: Auch die Sparkasse ist mit ihrer Fassadensanierung bereits fertig und der Weg ist wieder freigegeben.

Fotos von heute:

http://s13.directupload.net/images/100917/w56i8qfq.jpg
http://s13.directupload.net/images/100917/ayi6mpxx.jpg
http://s13.directupload.net/images/100917/doe5msnu.jpg
http://s13.directupload.net/images/100917/aqls3fuq.jpg

lifestyle032
September 17th, 2010, 07:08 PM
Insgesamt macht der Platz einen ordentlichen Eindruck.
Einzig störend ist MäcGeiz mit den Rollis for dem Laden.. passt überhaupt nicht zum großen Ganzen :ohno:

matheking
September 18th, 2010, 09:27 AM
Noch etwas kalt. Da fehlt Leben und ein paar Blumenkübel. Wenn da richtig was an Außenbestuhlung steht, kanns gut werden.

jp80
September 18th, 2010, 09:36 AM
Aber keine größeren als 6er-Tische.........

ollihannover
September 18th, 2010, 10:51 AM
Bleibt etwa die hintere Betonbrüstung Richtung PaloPalo so? Oder wann wird da was gemacht?

Ich bin nachwievor enttäuscht darüber, wie man die Chance vertan hat die Stadt hier anständig aufzuwerten. Der Platz an sich ist ja ganz ok geworden, die Treppen finde ich gut und auch die Fahrstühle sind sinnvoll. Aber das Casino-Gebäude ist peinlich und die Architekten sollten sich was schämen. Wenn man sich besonders mal die Rückseite anschaut, schlimm :ohno:. Die Fassade ist grau (wie vorher auch??!!) und schmuddelig wenn es regnet. Außerdem sieht der Kasten (zumindest rückseitig) nach nichts aus. So ein Gebäude gehört nicht an einen Hauptbahnhof einer Landeshauptstadt. Na ja, aber da müssen wir wohl mit leben. Ach so. Das mit MäcGeiz geht natürlich auch überhaupt nicht. Hoffe die gehen bald pleite und da kommt wieder was ordentliches rein. Wobei ein Geschäft so oder so da verloren wirkt. Früher war das was anderes mit Werdin, Comicladen etc. Aber heute macht fast nur noch ein MacDonalds oder so Sinn. "Gastronomie" die auch abends den Platz belebt.
So, freue mich auf die nächste Baustelle am RP --> Sparkasse. ;-)

Schnitzelesser
September 18th, 2010, 05:22 PM
Ja, 2012 bis 2016 Dauerriesenbaustelle. Da hätten sie sich das schenken können, was sie bisher gemacht haben. Der Platz wird dann 4 weitere Jahre keinerlei Aufenthaltsqualität bieten. Sehr sinnig das Ganze.

telemaxx
September 19th, 2010, 12:30 PM
Kommen unten bei der Sparkasse gar keine neuen Geschäfte rein?

Da wurden überall so milchige Scheiben eingesetzt und Türen (außer dem Sparkasseneingang) gibt es auch nicht.
Das heißt, von der Seite wäre gar keine Belebung mehr zu erwarten?!

6001
September 19th, 2010, 12:53 PM
hier findet man ein interessantes, 10 minütiges video zu "40 jahre passerelle" => http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Video-40-Jahre-Passerelle-in-Hannover

homann5
September 19th, 2010, 03:58 PM
Mein Eindruck von heute Mittag: Gähnende Leere auf dem Platz; im Bahnhof war es voll, ab Weißekreuzplatz Richtung Lister Platz war es gerammelt voll (verkaufsoffener Sonntag), auf dem Raschplatz waren vielleicht zehn Leute. Wenn man sich die Cinemaxx- und Hochstraßenseite anschaut, könnte man kotzen, warum man das nicht gleich mitgemacht hat, weiß wohl nur die Politik.

matheking
September 19th, 2010, 08:21 PM
... warum man das nicht gleich mitgemacht hat, weiß wohl nur die Politik.

Das wird doch durch den Abriss der Hochstraße künftig alles schön grün. Eine reine Wellnessoase in der City!

P.S.
Seit wann darf eigentlich die Rundestraße in beide Richtungen befahren werden? Ich fand das heute ganz schön chaotisch. Früher lief das deutlich geordneter ab!

6001
September 20th, 2010, 08:14 AM
auf dem Raschplatz waren vielleicht zehn Leute.

von den 10 leuten sind nun 6 bekannt:
du, matheking und ich mit meiner familie (4P).
aber wer waren die restlichen vier?
:nuts:

... und wer hat diesen beschxxx bodenbelag ausgewählt?
der sieht ja jetzt schon schlimmer aus als der EAPL nach 10 jahren!

bilder von der ödnis folgen morgen ...

matheking
September 20th, 2010, 09:13 AM
von den 10 leuten sind nun 6 bekannt:
du, matheking und ich mit meiner familie (4P).
aber wer waren die restlichen vier?
:nuts:

...

:lol:

Welchen Stellenwert der Raschplatz in der Bevölkerung genießt, kann man auch schön in der Bildergalerie zum Haz-Artikel sehen. Bis auf ein paar geladene Gäste war keiner da.
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Neu-gestalteter-Raschplatz-in-Hannover-eroeffnet
Mir selber war von einer Eröffnungsfeierlichkeit aber auch nichts bekannt. Ein richtiges Programm wurde ja wohl auch nicht auf die Beine gestellt. Irgendwie schon armselig, wenn ein zentraler Platz der Stadt so aufwendig umgebaut wurde!

Lefthandy
September 20th, 2010, 12:22 PM
Tja, bis auf die beiden großen Treppen sind die Veränderungen allesamt rein kosmetisch. Und dabei auch noch teilweise von zweifelhaftem Wert. McGeiz an dieser Stelle ist ein absoluter Griff ins Klo. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Standort für den Laden gut ist. Das Shopping-Volk aus dem Bahnhof sowie die Menschen die dort alltägliche Besorgungen machen wollen (Lidl, Rossmann) sind glaube ich weitgehend davor gefeiht, sich auch noch heraus auf den zugigen RP zum McGeiz zu verirren. Als Einzelhandel steht der Laden da allein auf weiter Flur. Ich wette, von offizieller Seite wollte man auch unbedingt tagsüber geöffneten Einzelhandel haben, damit der Platz auch dann belebt ist und dann hat man verzweifelt McGeiz den Zuschlag gegeben.

Ein Getränkemarkt könnte dort dank liberalisierter Öffnungszeiten den großen Reibach machen :lol: In Berlin habe ich zuletzt viele kleine Getränkemärkte in EG-Ladengeschäften gesehen, die auf dem Bürgersteig auch gleich Stühle und Tische zum Sofortverzehr des Eingekauften bereit stellten. Na ja, dagegen würden wohl die ansässigen Nachtclubs sturm laufen.

Wishman
September 20th, 2010, 02:21 PM
Hi,

Mc Geiz hat inzwischen Insolvenz angemeldet, soll jedoch von einem östereichischen Investor übernommen worden sein, mit der Zusage, Filialen und Mitarbeiter zu übernehmen. Diese Zusagen kennt man ja.

Inwieweit sich dieser Laden am Raschplatz hält, hängt in erster Linie von der Akzeptanz der Kunden ab. Wird er wenig frequentiert, löst sich das Problem im Laufe der Zeit von selbst.

Die Stufen der großen Freitreppen finde ich auch total unakzeptabel. Man gewinnt den Eindruck, als hätte man die auf irgend einen Gebrauchtwarenmarkt als Schnäppchen aus einer Insolvenzmasse erstanden, passend gesägt und dann dort eingebaut.

Die Verschmutzung der Stufen basiert wohl auf der porösen Oberflächenstruktur, in der sich jedes Staubkörnchen festsetzen kann. Warum man dieses Material gewählt hat, bleibt fraglich. Allein die rutschhemmenden Eigenschaften können es nicht sein; das haben andere Materialien auch. Aus statischen Gründen kann ich es mir auch nicht vorstellen. Für eine erforderliche Lastverteilung gibt es genug Möglichkeiten.

Bleibt letzten Endes der Preis! Wenn dem so ist, haben unsere weitsichtigen Entscheidungsträger mal wieder nicht bedacht, daß die künftige Wartung oder der Austausch von Stufen weitaus kostenintensiver zu Buche schlägt, als gleich in der Bauphase eine nachhaltige Lösung zu realisieren.

Wishman
September 20th, 2010, 02:23 PM
Hier noch ein Hinweis zur Insolvenz von Mc Geiz:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/maecgeiz102.html

gruenebahn
September 21st, 2010, 02:25 AM
hier findet man ein interessantes, 10 minütiges video zu "40 jahre passerelle" => http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Video-40-Jahre-Passerelle-in-Hannover

Sie haben eines vergessen am Ende. Zu den 1000 Schritten würde auch der D-Tunnel gehören, erst DANN ist alles fertig. Und der wäre mit Förderung nichtmal teurer als die Renovierung der Passerelle. (Ich vermeide das Wort Nicki de was auch immerphalle tussen Promenade tunlichst, da ich diesen Namen ablehne. Hat er doch garnichts mit dem Sinn der Passerelle gemein)

Nicht zustimmen kann ich was die Einkaufsvielfalt angeht. Da fand ich die alte Passerelle besser. Auch glaube ich das in 20 jahren der Teil in der Bahnhofstraße genauso schäbig ausschaut wie die alte. Denn Waschbeton gegen Stahl austauschen ist ansich keine dramatische Änderung in meinen Augen, es bleibt eine karge kalte Architektur.

devilsadvocate
September 21st, 2010, 06:03 AM
Denn Waschbeton gegen Stahl austauschen ist ansich keine dramatische Änderung in meinen Augen, es bleibt eine karge kalte Architektur.

Das ist aber leider die heutige Zeit der Architektur ...

Lefthandy
September 21st, 2010, 08:53 AM
(Ich vermeide das Wort Nicki de was auch immerphalle tussen Promenade tunlichst, da ich diesen Namen ablehne. Hat er doch garnichts mit dem Sinn der Passerelle gemein)


Ich bin mir auch sicher, dass sie sich im Grabe umdrehen würde, wenn sie wüsste, für was ihr Name da herhalten muss: Graue Tristesse und Geodreieck-Ekstase. Das ist nicht gerade das, wofür ihr Werk so stand. Genauso gut könnte man das Bredero-Hochhaus in Hundertwasser-Haus umbenennen. Dann hätte Hannover auch eins!

CrayZD
September 21st, 2010, 10:27 AM
Ich gehe zwar mit der Architektur der neuen Passerelle nicht so hart ins Gericht, weil ich sie trotz aller Geradlinigkeit und 'Langeweile' sehr hochwertig finde. Aber die Namensfindung passt wirklich wie der sprichwörtliche Fisch zum Fahrrad. Da hat die Stadtverwaltung wirklich mal wieder gnadenlos ins Klo gegriffen.

Und solange es unten in der Bahnhofstraße bedeutend schöner aussieht als oben, sehe ich auch in den nächsten 30 Jahren null Handlungsbedarf. Die alte Passerelle war nach nicht einmal zehn Jahren unbeliebt - diesen Zeitraum hat die neue Version jetzt schon überwiegend erfolgreich hinter sich gebracht. Wenn Kaufhof, Schmorl, die Sparkasse, New Yorker usw. (bzw. die entsprechenden Hausbesitzer) endlich mal ihre Hausaufgaben gemacht haben, dann kann man auch vielleicht wieder über Verschönerungsmaßnahmen der Passerelle nachdenken. Die Bahnhofstraße sollte das Aushängeschild unserer Stadt sein, dabei gehört sie zu den architektonisch gruseligsten Straßenzügen der City.

homann5
September 23rd, 2010, 10:34 AM
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Unterführung Raschplatz zur Lister Meile (Brederow-Hochhaus)
Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am 20.09.2010
TOP 9.2.4.


In den vergangenen Monaten wurde wiederholt in der Presse auf den schmutzigen und geruchlich unappetitlichen Zustand dieser Unterführung berichtet.

Deshalb fragen wir die Verwaltung:
1.) Wie sehen die Planungen der Verwaltung für diesen Durchgang aus?

2.) Wie haben sich die Fußgängerströme zwischen Raschplatz (Bahnhof) und Lister Meile entwickelt?

3.) Warum hat die Verwaltung noch nichts gegen die Zustände in der Unterführung unternommen, obwohl ihr die Zustände schon seit langem bekannt sind?


Antwort der Verwaltung:
Vorbemerkung
Gemäß Dauernutzungsvertrag zwischen Stadt Hannover und Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) liegt die Zuständigkeit für die Unterhaltung - und damit Reinigung - der genannten Tunnelanlage bei der HRG und nicht bei der LHH.

Zu Frage 1
Nachdem der Raschplatzumbau nunmehr abgeschlossen ist, beabsichtigt die HRG die Wegeverbindung in der minus -1-Ebene – als reine Tunnelanlage – zu sanieren. Erörtert werden zur Zeit Möglichkeiten der baulichen Aufwertung, die neben der Erneuerung von Boden und Decken mit einer optimierten Beleuchtung auch den Bau von vandalismussicheren Seitenwänden umfassen.
Endgültige Entscheidungen bzw. bauliche Lösungen liegen noch nicht vor.

Zu Frage 2:
Die Bauarbeiten am Raschplatz sind gerade erst abgeschlossen. Aufgrund der erheblichen Einschränkungen der Erschließungswege von und zum Platz – die ja bereits mit Beginn der Baumaßnahmen am Gebäude der HRG in 2008 deutlich wurden – war beabsichtigt eine neue Zählung erst Anfang 2011 zu veranlassen.
Aus Sicht der Verwaltung ist eine Zählung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zweckmäßig. Der Platz und die neuen Wegeverbindungen müssen erst wieder in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger gelangen, bevor hier wirklich aussagekräftige Daten erhoben werden können.

Zu Frage 3:
Obgleich die Tunnelanlage gemäß Dauernutzungsvertrag bei der HRG liegt, gibt es zwischen HRG und Verwaltung diesbezüglich natürlich immer auch einen Gesprächsaustausch.
Laut Ratsbeschluss aus 2006 ist der Tunnel auch nach der Fertigstellung des Raschplatzumbaus als Zugang zur Stadtbahnhaltestelle „Hauptbahnhof“ zu erhalten.

Vor dem Umbau des Raschplatzes bestand für die vorhandenen Läden beiderseits des Tunnels ein sehr geringes Mietniveau, dies war u. a. dem sehr schlechten baulichen Zustand der seit den 70er Jahren nicht mehr sanierten Ladeneinheiten geschuldet, die u. a. auch nicht über direktes Tageslicht und eine direkte Belüftung verfügen. Die HRG hat immer wieder betont, dass eine zeitgemäße Sanierung der Ladeneinheiten nur dann wirtschaftlich rentierlich sein kann, wenn entsprechend hohe Mieten generiert werden können. Die Miethöhe ist hier – wie an jedem anderen Einzelhandelsstandort auch – wiederum abhängig von der Frequenz der Fußgängerbewegungen. Sind diese nicht entsprechend hoch, können die erforderlichen Mieten am Standort nicht erzielt werden. Bezogen auf den Tunnelstandort sind mit Blick auf die notwendigen Investitionen zur Sanierung der Ladeneinheiten, laut HRG, täglich mind. 10.000 Fußgängerbewegungen nötig.

Die letzte (von der LHH veranlasste) Fußgängerzählung aus September 2005 (donnerstags) hat für den Aufgang zur Lister Meile in den einzelhandelsrelevanten Zeiträumen von 6.00 bis 19.00 Uhr insgesamt rund 4000 Personen ergeben – in beide Richtungen. Eine Zählung der Üstra aus Oktober 2006 (donnerstags) spricht für den gleichen Zeitraum (6.00 bis 19.00 Uhr) von rund 5.500 Personen in beide Richtungen.
Diese Fußgängerfrequenzen reichen nicht aus, um die Läden im Tunnel wirtschaftlich sanieren zu können.

Mit Beginn der Baumaßnahmen am Raschplatz in 2008 konnten auch die letzten Ladeneinheiten im Tunnel nicht weiter vermietet werden. Zum Teil wurden die Flächen als Baubüros genutzt. Dennoch war die Fläche damit weitgehend der sozialen Kontrolle entzogen. Die HRG als Dauernutzungsberechtigte der Fläche hat den Tunnel auch während der Umbaumaßnahmen des Raschplatzes regelmäßig gereinigt. Leider war jedoch festzustellen, dass der Tunnel insb. in den späten Abendstunden sowie am Wochenende missbräuchlich genutzt wurde – was im Übrigen auch zu Zeiten bei noch vorhandenem Ladenbesatz bereits zu beobachten war.

Hier hat die HRG mit einem entsprechend häufigen Reinigungsturnus reagiert. Leider ist zu beklagen, dass sich bestimmte Verschmutzungen bei dieser problematischen Wegeverbindung trotz erhöhtem Reinigungsaufwand nicht 100%tig beseitigen lassen.
Quelle (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&Frame=NotesView&Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/AD318C4502F1EBA7C12577A6004B4710?OpenDocument&AutoFramed)

AlfredJKwak
September 23rd, 2010, 11:12 AM
Was kommt am Raschplatz eigentlich in diesen Laden, der sich fast unterhalb (eher daneben) der Baggi befindet? Dort war meines Wissens früher ein Restaurant bzw. eine Pizzeria. Zumindest wird, wie es aussieht, dort noch gearbeitet.

CrayZD
September 23rd, 2010, 11:22 AM
Das wird das neue Polizeirevier. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es darum während der Umbauarbeiten eine schöne Posse, als bereits eingebaute Glasscheiben nochmal entfernt und durch Sicherheitsglas ersetzt werden mussten.

Früher war dort der gastronomisch durchaus hochwertige und gut besuchte Italiener Piazza Navona. Insofern ein Verlust bzw. eine Verschlechterung des Angebots.

Was aus dem alten Polizeirevier wird, weiß ich nicht. Die HRG will ja offenbar den gesamten hinteren Bereich seinem Schicksal überlassen. Aus meiner Sicht sollte man dann aber, wenn statisch möglich, die gesamte Wegeführung verändern: ein mittiger breiter Gang (unter dem sich dann evtl. sogar wieder Läden lohnen) und eine späte Gabelung Richtung Bredero-Hochhaus und Pavillon. Dann hätte sich auch das Problem mit dem heruntergekommenen Tunnel von selbst erledigt. Die restlichen Räume schüttet man zu oder macht sie zu Lagerräumen.

Johannes Falkner
September 24th, 2010, 10:41 AM
Die LHH will eine Belebung des Raschplatzes, ist aber nicht bereit, etwas dafür tut!

Johannes Falkner
September 24th, 2010, 10:48 AM
Die Frage von telemaxx würde mich auch interessieren.
Weiß jemand, ob Geschäfte bei der Sparkasse geplant sind?

Johannes Falkner
September 24th, 2010, 10:51 AM
Ich gebe lefthandy Recht.

6001
September 24th, 2010, 01:49 PM
Mit Mäc Geiz hat die HRG wirklich bewiesen, wie exzellent sie das Vermietungsgeschäft versteht und zielsicher den falschen Laden (insolvent) mit dem falschen Warenangebot an den Platz geholt.

in der tat ist der kontrast zwischen ober- und unter-klasse ääääh -geschoss schon sehenswert:

http://img10.imageshack.us/img10/3906/raschplatz2010062213021.jpg (http://img10.imageshack.us/my.php?image=raschplatz2010062213021.jpg)


... und dem publikum, dass sich zw. lidl (= günstiger bierlieferant) und neuem aufzug* "aufhält" wird mäc geiz sicher auch gefallen:

http://img819.imageshack.us/img819/8889/raschplatz2010092013464.jpg (http://img819.imageshack.us/my.php?image=raschplatz2010092013464.jpg)

*)
es ist sicher nur eine frage der zeit, wann der neue aufzug zum mobil-klo verkommt :-(

Schnitzelesser
September 24th, 2010, 02:56 PM
Der jetzige Zustand ist jedenfalls nicht akzeptabel. Warum wird der gesamte Platz für viel Geld saniert, wenn dann eine Ecke weiter verkommt. Diese Schmuddelecke starhl auf den gesamten restlichen Platz aus.

Bis diese Woche wusste ich nicht einmal mehr, welcher Tunnel hier überhaupt gemeint ist, so versteckt liegt er in der Ecke. Zuletzt nutzte ich ihn vor wohl ca. 15 Jahren. M.E. strahlt der Tunnel nicht einmal annähernd auf den Platz ab. Die Leute, die ihn heute benutzen, könnten sich auch ohne Weiteres mit dem breiten Durchgang weiter südlich zufrieden geben. Tunnel zu und fertig.

Schnitzelesser
September 24th, 2010, 06:24 PM
Was ist da denn los?
http://www.bilder-space.de/show_img.php?img=b09c42-1285345468.jpg&size=thumb (http://www.bilder-space.de/bilder/b09c42-1285345468.jpg)

matheking
September 24th, 2010, 07:56 PM
Meinst Du den reflektierenden Boden, oder die unglaublichen vier Personen auf dem Bild?

telemaxx
September 24th, 2010, 08:13 PM
Oder die abgesperrte Treppe? ;)

Schnitzelesser
September 24th, 2010, 08:27 PM
Die Treppe ist nach nicht mal einer Woche wieder dicht, der Zaun oben schon mit Plakaten verziert und unten ein Fahrrad angeschlossen ...

matheking
September 24th, 2010, 09:39 PM
Seht Ihr, ich dachte, die hätten da zur Attraktivitätsteigerung Tore aufgestellt. Sozusagen ein innerstädtischer Bolzplatz!
Denkt man ein bisschen mehr darüber nach, hätte diese Idee sogar etwas für sich. Ein zentrales Sportareal auf dem sich die schaufreudigeren unter den Sportlern (Dribbelartisten, Bodybuilder etc.) präsentieren können ist auch ein Anziehungspunkt (Muscle Beach z.B.). Das passt doch auch
hervorragend zu den großen Freittreppen.
Zurück aus Miami zu tristen Gegenwart: Was ist eigentlich daran so schwer, die aus den Wänden herausragenden Kabel wenigsten hinter einer Abdeckung, in einer Kiste o.ä. verschwinden zu lassen. Wie sieht denn das aus?

Johannes Falkner
September 25th, 2010, 11:41 AM
...angeblich weil Imprägnierungsarbeiten dies erforderten.

Johannes Falkner
September 25th, 2010, 11:42 AM
...angeblich weil Imprägnierungsarbeiten dies erforderten

Johannes Falkner
September 25th, 2010, 11:54 AM
in der tat ist der kontrast zwischen ober- und unter-klasse ääääh -geschoss schon sehenswert:

http://img10.imageshack.us/img10/3906/raschplatz2010062213021.jpg (http://img10.imageshack.us/my.php?image=raschplatz2010062213021.jpg)


... und dem publikum, dass sich zw. lidl (= günstiger bierlieferant) und neuem aufzug* "aufhält" wird mäc geiz sicher auch gefallen:

http://img819.imageshack.us/img819/8889/raschplatz2010092013464.jpg (http://img819.imageshack.us/my.php?image=raschplatz2010092013464.jpg)

*)
es ist sicher nur eine frage der zeit, wann der neue aufzug zum mobil-klo verkommt :-(

...ist sehr wahrscheinlich

Johannes Falkner
September 25th, 2010, 11:56 AM
Zurück aus Miami zu tristen Gegenwart: Was ist eigentlich daran so schwer, die aus den Wänden herausragenden Kabel wenigsten hinter einer Abdeckung, in einer Kiste o.ä. verschwinden zu lassen. Wie sieht denn das aus?[/QUOTE]

...in der Tat? Was soll das?

Johannes Falkner
September 25th, 2010, 11:59 AM
Insgesamt macht der Platz einen ordentlichen Eindruck.
Einzig störend ist MäcGeiz mit den Rollis for dem Laden.. passt überhaupt nicht zum großen Ganzen :ohno:

...in der Tat!

Johannes Falkner
September 25th, 2010, 12:09 PM
Die Freitreppe sieht ja vom Raschplatz ganz schön aus (solange ihre poröse Oberfläche nicht vollgefleckt wird).

Aber wenn man aus der Passerelle zum Raschplatz läuft, läuft man buchstäblich gegen eine schwarze Wand!!!

Ideal als Pinkelwand, so schön dunkel, wie es da ist.

Da muss unbedingt etwas gemacht werden. Licht, Licht und nochmals Licht...

AlfredJKwak
September 25th, 2010, 12:29 PM
Bitte demnächst den EDIT-Button benutzen, wenn man seinen Beitrag durch neuen Inhalt ergänzen will und nicht 6 Beiträge in Folge schreiben. Danke :):nuts:

matheking
September 25th, 2010, 08:01 PM
Bitte demnächst den EDIT-Button benutzen, wenn man seinen Beitrag durch neuen Inhalt ergänzen will und nicht 6 Beiträge in Folge schreiben. Danke :):nuts:

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CrayZD
September 26th, 2010, 02:22 PM
Zurück aus Miami zu tristen Gegenwart: Was ist eigentlich daran so schwer, die aus den Wänden herausragenden Kabel wenigsten hinter einer Abdeckung, in einer Kiste o.ä. verschwinden zu lassen. Wie sieht denn das aus?

Überall wo jetzt Kabel raushängen, wird mit Sicherheit noch etwas passieren. Z.B. an der Freitreppe zur Baggi ein Polizei-Leuchtschild o.ä.

Das temporär abzudecken, finde ich jetzt nicht so wichtig.

...angeblich weil Imprägnierungsarbeiten dies erforderten.

Oh... das lässt hoffen, dass man einen Weg gefunden hat, die Treppenstufen unempfindicher gegen Getränke und Körperflüssigkeiten aller Art zu machen.

Diesen Bereich, den die HRG nicht vermietet hat, meine ich.
Warum sind dort keine Geschäfte?
Dies soll die Verwaltung sich mal von der HRG erklären lassen.
Wurden überhaupt Mieter gesucht? Wenn ja, wie und wann und wo?

Wenn ich mich richtig erinnere, hat sich diese schrammelige Videothek irgendwie ein 'Bleiberecht' erwirkt. Sonst wäre die Front dort mit Sicherheit vorgezogen worden. Bleibt zu hoffen, dass bald jeder seine Pornos im I-Net runterlädt und sich das Problem von selbst erledigt.

Und sollte irgenwann mal der D-Tunnel kommen (hoffentlich!), wird der Eingang von Rossmann zwangsläufig etwas nach hinten rutschen. Dann ist da auch etwas mehr Leben.

Aber wenn man aus der Passerelle zum Raschplatz läuft, läuft man buchstäblich gegen eine schwarze Wand!!!

Ideal als Pinkelwand, so schön dunkel, wie es da ist.

Da muss unbedingt etwas gemacht werden. Licht, Licht und nochmals Licht...

Ganz so dunkel wie auf den Bildern ist es dort zwar nicht in der Realität, aber es stimmt schon: die fehlenden Läden und die düstere Optik dort schaffen eine richtig deftige Barriere. Die ist dort aber unabhängig von der Optik eh schon gegeben, denn alles 'hinter der U-Bahn' ist für den Passanten erstmal uninteressant. Um den Raschplatz wirklich zu beleben, muss es mittels Gestaltung der Unterführung etc. gelingen, ihn als Bindeglied zur Lister Meile erlebbar zu machen.

Bis diese Woche wusste ich nicht einmal mehr, welcher Tunnel hier überhaupt gemeint ist, so versteckt liegt er in der Ecke. Zuletzt nutzte ich ihn vor wohl ca. 15 Jahren. M.E. strahlt der Tunnel nicht einmal annähernd auf den Platz ab. Die Leute, die ihn heute benutzen, könnten sich auch ohne Weiteres mit dem breiten Durchgang weiter südlich zufrieden geben. Tunnel zu und fertig.

Dann muss aber zumindest ein Querdurchbruch von der Treppe vor Bredero bis zum breiten Durchgang erfolgen. Baulich müsste das machbar sein. Will man allerdings von der Bredero-Treppe zur U-Bahn (und das dürfte der Regelfall sein), ist die Führung leicht umständlich. Deswegen schlug ich vor, den Weg völlig neu in der Mitte anzulegen. Ich denke mal, bis auf die Säulen ist da nichts tragend. Also dürfte das machbar sein.

Hauptsache, diese eklige Zugangskonstruktion vor dem Pavillon in typischem 70er-Volumen (die 'Schneckentreppe') verschwindet da bald mal. Damit sollte man nicht warten, bis vielleicht irgendwann einmal auf dem Gelände eine neue VHS gebaut wird. Ein Zugang wie vorm Bredero gegenüber wäre funktionaler und m.E. sogar einladender als dieses verschachtelte Riesenloch.

Schnitzelesser
September 26th, 2010, 03:42 PM
Hm? Letzteres finde ich gar nicht. Eine breite Treppe wirkt doch viel einladender als so ein schmales Loch.

Dirk_Hartwig
September 26th, 2010, 06:28 PM
Hauptsache, diese eklige Zugangskonstruktion vor dem Pavillon in typischem 70er-Volumen (die 'Schneckentreppe') verschwindet da bald mal.
Daran mag ich besonders, dass man auch mit dem Fahrrad oder Rollstuhl gut rauf und runter kommt. Diesen Aufgang in der Fläche zu verkleinern hieße irgendwas Zickzack-mäßiges zu errichten.

matheking
September 26th, 2010, 09:32 PM
Überall wo jetzt Kabel raushängen, wird mit Sicherheit noch etwas passieren. Z.B. an der Freitreppe zur Baggi ein Polizei-Leuchtschild o.ä.

Das temporär abzudecken, finde ich jetzt nicht so wichtig.


...

Schon klar. Trotzdem sieht es unfertig aus. Und so wie ich das Bautempo der HRG kenne, wird dieser temporäre Zustand noch eine Weile andauern.
Solche Provisorien anständig zu verkleiden ist meiner Meinung nach eine Frage der Einstellung. Ist mir das Aussehen meiner Immobilie wirklich wichtig? Halte ich etwas von Ästhetik?

matheking
September 26th, 2010, 09:49 PM
Daran mag ich besonders, dass man auch mit dem Fahrrad oder Rollstuhl gut rauf und runter kommt. Diesen Aufgang in der Fläche zu verkleinern hieße irgendwas Zickzack-mäßiges zu errichten.

Gerade an der Stelle finde ich solch ein Konstrukt geeignet. Deutlich besser jedenfalls als die Rampe am Steintor, die von mir aus lieber gestern als heute durch eine Fortführung der Fahrstühle auf den 0-Level ersetzt werden kann.
Zurück zum Hermes-Platz: Wie Schnitzelesser schon schrieb, ist doch eine weite sanfte Öffnung deutlich einladener als eine Treppe die ins Dunkle führt. Diese Öffnung zum Pavillin nimmt m.E. dem Raschplatz einiges vom Kellerfeeling. Der einzige Grund, warum die an der Lister Meile mehr angenommen wird, ist doch, dass sie besser in den Laufwegen liegt. Würde der Raschplatzumbau in Richtung Pavillion vollendet und wieder ein paar Läden dareingehen, wäre auch die Südseite der Lister Meile wieder interessanter.
Ob es nun diese skulpturale Spirale sein muss, ist sicherlich diskussionswürdig. Vielleicht tut es auch eine gestufte Treppe (jede Treppe ist gestuft, ich weiß ;) Ich meine eine mit Absätzen versehene). Die Breite und Höhe der Öffnung würde ich auf jeden Fall beibehalten!

matheking
November 14th, 2010, 09:09 PM
Mal wieder was neues aus der HAZ:
Neuer Ärger um Raschplatztunnel in Hannover
Neuer Ärger um Raschplatztunnel in Hannover: Den verwahrlosten Zustand des unterirdischen Verbindungsgangs zwischen Raschplatz und Weißekreuzplatz wollen SPD und Grüne im Rat nicht mehr länger hinnehmen.

Der Boden des Tunnels starrt vor Schmutz. Unzählige Kaugummireste überziehen die Fliesen wie einen Flickenteppich, aus vielen Ecken steigt beißender Uringeruch in die Nase, und die Rolltreppe am Eingang funktioniert schon lange nicht mehr: Den verwahrlosten Zustand des unterirdischen Verbindungsgangs zwischen Raschplatz und Weißekreuzplatz wollen SPD und Grüne im Rat nicht mehr länger hinnehmen.

„Uns wurde zugesagt, dass der Tunnel schnell hergerichtet wird“, sagt Thomas Hermann, baupolitischer Sprecher der SPD. Doch bisher ist nichts passiert, abgesehen von ein paar Leuchtstoffröhren, die an die Decke montiert wurden. Auch die Grünen sind sauer. „Es kann nicht sein, dass der Ratsbeschluss, den Fußweg zu erneuern, derart ignoriert wird“, ärgert sich Fraktionsvize Michael Dette. Er denkt nun darüber nach, zusammen mit der SPD einen sogenannten Weisungsbeschluss durchzusetzen, der sich direkt an Oberbürgermeister Stephan Weil richtet und ihn auffordert, noch einmal gezielt auf den Eigentümer, die Immobiliengesellschaft HRG, einzuwirken.

„Der Tunnel ist in einem unhaltbaren Zustand“, ärgert sich Klaus Eberitzsch, Sprecher der Bürgerinitiative Aktion Lister Meile. Dabei diene der Durchgang vielen Bummlern in der Innenstadt als schneller Verbindungsweg zwischen Raschplatz und Lister Meile, insbesondere bei schlechtem Wetter. „Den oberirdischen Weg über die Berliner Allee nehmen nur wenige, weil die Ampelphasen so lange dauern“, berichtet Eberitzsch.

Die HRG, an der unter anderem die Sparkasse und die Üstra beteiligt sind, bestreitet keineswegs, dass Handlungsbedarf besteht. „Wir möchten den Tunnel lieber heute als morgen ausbauen“, sagt Geschäftsführer Thomas Heinemann. Aber noch immer warte man auf ein Sicherheitsgutachten der Firma HHP aus Braunschweig, die prüft, ob der Durchgang auch als Fluchtweg taugt. Denn auf dem erst kürzlich neu gestalteten Raschplatz sollen künftig Großveranstaltungen stattfinden, und mit seinen 80 Metern Länge gilt der unterirdische Weg als Tunnel, für den besondere Sicherheitsanforderungen beachtet werden müssen. „Wir wollen hier eine baurechtlich saubere Lösung, auch angesichts der tragischen Massenpanik während der Love Parade in Duisburg“, sagt Heinemann. Allerdings räumt er ein, dass die Braunschweiger Firma mit ihrem Gutachten seit Wochen in Verzug ist.

Die Summe von knapp einer halben Million Euro für die Erneuerung des Tunnels hat die HRG bereits zurückgelegt. Die leeren Läden sollen entfernt, ein neuer Boden verlegt und der Durchgang mit weißen Wänden versehen werden. Auch die Fassade der alten Polizeiwache am Raschplatz bekommt eine helle Verkleidung, sobald die Polizisten ihr neues Revier unter der Freitreppe bezogen haben.
[Andreas Schinkel]

homann5
November 14th, 2010, 11:17 PM
So ein Käse!

Jetzt müssen als "Sicherheitsbestimmungen" als Begründung für die Verweigerung herhalten. Statt den großen Durchgang Richtung Pavillon als Fluchtweg zu nutzen muss es der schmale Tunnel Richtung Bredero sein?

Den Heinemann kann man einfach nicht mehr ernst nehmen.

devilsadvocate
November 15th, 2010, 01:14 AM
Massenpanik im Tunnel... ist klar... Ist ja auch so ein abgeschlossenes Gelände und der einzige Weg ist der Tunnel...

Man kanns auch echt übertreiben.

Lefthandy
November 15th, 2010, 08:12 AM
^^ Seine Aussage trifft auch nicht wirklich den Zahn der Zeit. Er hätte irgendwas mit Paketbomben und Luftfracht bringen müssen.

MartinT
November 15th, 2010, 02:52 PM
Warum macht man den Tunnel eigentlich nicht komplett dicht? Gibt es irgendwo Auflagen, die die Aufrechterhaltung dieses Weges vorsehen?

Schnitzelesser
November 15th, 2010, 08:58 PM
Der Weg wird doch quasi ausschließlich als Zugang von und zur U-Bahn genutzt und nicht von den Bummlern aus der Stadt, die gar nicht auf die Idee kommen, deswegen überhaupt nach unten zu gehen.

matheking
November 15th, 2010, 09:50 PM
Der Weg wird doch quasi ausschließlich als Zugang von und zur U-Bahn genutzt und nicht von den Bummlern aus der Stadt, die gar nicht auf die Idee kommen, deswegen überhaupt nach unten zu gehen.

Ich behaupte mal, dass ein Großteil der von dir angesprochenen Bummler den Weg durch die Passerelle nimmt und den trubeligen Bahnhof im EG meidet. Die kommen also am Raschplatz an und würden, so wie früher, auch den Tunnel nehmen!

matheking
November 15th, 2010, 09:51 PM
Stadt Hannover will Grundstück der Volkshochschule verkaufen
In die Debatte um die Zukunft der Volkshochschule Hannover kommt Bewegung: Nach Informationen der HAZ sind die Verhandlungen über einen Umzug der VHS in das Gebäude der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank (DZ-Bank) am Raschplatz „in einem finalen Stadium“.

Zudem will die Stadt das alte VHS-Haus am Theodor-Lessing-Platz vermarkten. „Wir würden das Grundstück verkaufen, wenn die VHS auszieht“, sagt Baudezernent Uwe Bodemann. Dem Vernehmen nach verhandelt die Stadt bereits mit einem Investor. Der sanierungsbedürftige Hauptsitz der VHS wird dann aller Voraussicht nach abgerissen, das gilt womöglich auch für die städtische Galerie Kubus gleich nebenan. Es könne sein, dass der Ausstellungsraum einer großzügigen Bebauung des VHS-Grundstücks mit Wohn- oder Bürohäusern weichen muss, heißt es.

In der Ratspolitik wird diese neue Entwicklung begrüßt. „Es ist gut, wenn endlich etwas passiert“, sagt SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. Schließlich gebe es seit Langem einen Ratsbeschluss, der die Stadt auffordert, für die VHS einen neuen Standort zu suchen und den alten Sitz zu vermarkten. „Die Lage des VHS-Grundstücks gleich gegenüber dem Neuen Rathaus gehört zu den attraktivsten in der City“, sagt Hermann. Dass der Kubus jetzt zur Verhandlungsmasse zählt, sieht er als nicht allzu problematisch an. „Auch im Rahmen der Pläne für das Stadtentwicklungsprogramms City 2020 wird ja über die Galerie nachgedacht“, sagt Hermann. Das ganze Areal vom Köbelinger Markt bis zur alten VHS sei jetzt gewissermaßen „zur Aufwertung freigegeben“. Auch sein Kollege von den Grünen, Michael Dette, begrüßt eine Veräußerung des VHS-Grundstücks, ebenso der FDP-Fraktionsvorsitzende Wilfried Engelke.

Damit scheinen die Pläne, das brüchige VHS-Gemäuer mit einem Millionenaufwand doch noch zu sanieren, endgültig vom Tisch zu sein. Noch immer ist das Gebäude eingerüstet, um zu verhindern, dass Fassadenteile auf den Gehweg fallen. Seit Jahren gibt es die Zusage aus dem Bundesumweltministerium, eine Sanierung zu unterstützen, doch bisher ist kein Geld geflossen. Einem Abriss des maroden Gemäuers stünde grundsätzlich nichts im Wege, da das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, wie die Stadt bestätigt. Lediglich Reste der historischen Stadtmauer, die in den Sechziger-Jahre-Bau integriert sind, müssten erhalten bleiben.

Zunächst aber werden Stadt und Investor abwarten, bis die Bildungseinrichtung ihren neuen Standort am Raschplatz bezogen hat. Noch sei nichts in trockenen Tüchern, heißt es offiziell vonseiten der Stadt, doch dem Vernehmen nach läuft alles auf den Standort DZ-Bank zu. Im Gespräch ist, dass beide Gebäudeteile der DZ-Bank von der VHS belegt werden, sowohl der unmittelbar an der Berliner Allee gelegene Bau, als auch das Hinterhaus. Die Arbeitnehmervertreter der Stadt haben gegen den Umzug keine Einwände. „Wir begrüßen den neuen Standort, wenn die Mitarbeiter dort vernünftig untergebracht werden“, sagt der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats Hans-Jürgen Jeroschewski.

Der Umzug der VHS ist Teil einer groß angelegten Konzentration von Behörden am Raschplatz. So soll etwa das Ordnungsamt Mitte künftig im sogenannten Lister Tor, einem Anbau des Bredero-Hochhauses, untergebracht werden.
[Andreas Schinkel]

Quelle: haz.de

devilsadvocate
November 15th, 2010, 10:15 PM
Na, das hört sich doch schon sehr gut an, aber welches ist denn die Galerie? 1,2 oder 3?

http://img210.imageshack.us/img210/8176/47089050.jpg

telemaxx
November 15th, 2010, 10:37 PM
1.

Schnitzelesser
November 15th, 2010, 10:49 PM
Ich behaupte mal, dass ein Großteil der von dir angesprochenen Bummler den Weg durch die Passerelle nimmt und den trubeligen Bahnhof im EG meidet. Die kommen also am Raschplatz an und würden, so wie früher, auch den Tunnel nehmen!

Und wegen dieser 5 Leute/h, die genauso den breiten Gang gehen könnten, und dies höchstwahrscheinlich entgegen deines Empfindens wohl auch tun, macht man jetzt so einen Aufriss?

telemaxx
November 15th, 2010, 11:15 PM
Die VHS-Fläche ist schon ein Sahnegrundstück.
Vorne das Rathaus, hinten die Aegidienkirche, mitten in der Stadt.

Da sollten auf jeden Fall auch Wohnungen rein, zumindest in den oberen Geschossen.

CrayZD
November 16th, 2010, 05:59 PM
Die VHS-Fläche ist schon ein Sahnegrundstück.
Vorne das Rathaus, hinten die Aegidienkirche, mitten in der Stadt.

Und an der Seite (immerhin die größte Fassadenfläche mit den vermutlich meisten Fenstern) der baufällige Bunker des Maritim. :ohno:

Wird Zeit, dass da endlich etwas passiert.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: der Umzug könnte durchaus Bewegung in die Sache bringen. angesichts der Lage würde dies aber eher für eine Umgestaltung der 'Schneckentreppe' vor dem Pavillon sprechen als für eine Aufwertung des o.g. Tunnels. Dieser Bereich ist in meinen Augen ebenfalls ein ziemlicher Unort.

gstolze
November 16th, 2010, 06:57 PM
Ich wäre immer noch dafür, die VHS, den Kubus und den Raschplatzpavillion in einem Neubau am Raschplatz unterzubringen ansatt 4 Mio € in die sinnlose Sanierung des Baufälligen Pavillions zu stecken.

Sogar die Grünen geben zu, dass man den Pavillion trotz der 4 Mio nicht optimal energetisch sanieren kann, aber da ist man eben trotzdem bereit das Geld füre einen schlechten Kompromisse zu verschleudern??? Was ist das wieder für eine Ideologie?

matheking
November 22nd, 2010, 07:27 PM
Ärger um Videothek am Raschplatz - Inhaber fühlt sich schikaniert
Der Inhaber der Videothek "Videoland", die sich als letzte Ecke noch nicht in den Hochglanz-Raschplatz in Hannover eingefügt hat, fühlt sich von Immobiliengesellschaft HRG schikaniert.

Es ist die letzte Ecke auf der Niki-Promenade, die noch nicht auf Hochglanz poliert wurde, die gewissermaßen den Schmuddel-Charme der alten Passarelle bewahrt. Unter dem Hinterausgang des Bahnhofs, dort, wo die schicke Promenade endet und die neuen Fliesen des umgestalteten Raschplatzes beginnen, duckt sich das Geschäft „Videoland“ in eine düstere Nische. Mehrere Spielautomaten blinken im Eingangsbereich, zwei große Bildschirme , die unter dem Werbebanner „Erotik 2010“ aufgehängt sind, zeigen unmissverständlich, dass es in dem Laden nicht nur um den Verleih von Arthouse-Filmen geht. Der Schriftzug „Besuchen sie unsere neuen Videokabinen“ flimmert über die Monitore. In der nächsten Bildeinstellung werben zwei barbusige Frauen für „moderne Touchscreens“ in den Kinozellen, die entfernt an Duschkabinen erinnern.

Inhaber Dieter Kiedrowski führt seinen Laden schon seit fast 30 Jahren. Zwar hat er nicht vor, den Standort aufzugeben, doch sein Vermieter, die Immobiliengesellschaft HRG, mache ihm das Leben von Jahr zu Jahr schwerer. „Die HRG will mich hier raus haben“, sagt er. Fünf Prozesse habe er schon führen müssen, um sich der „Schikanen“ zu erwehren – nicht immer hat er Recht bekommen. „Früher haben wir zwei Drittel unseres Umsatzes mit der Erotikabteilung verdient“, erzählt Kiedrowski.

Doch die HRG habe erst das Licht vor dem Seiteneingang zum Kabinentrakt ausgeschaltet und dann auch noch den Eingang vernagelt. Dringende Bauarbeiten seien der Grund gewesen, wurde dem „Videoland“-Inhaber gesagt, doch als die Grube längst zugeschaufelt war, blieb der Eingang zum Porno-Separee verrammelt. Kiedrowski zog vor Gericht und erstritt eine Mietminderung, der Seiteneingang aber blieb verschlossen. Seitdem ist das Geschäft mit den Schmuddelfilmchen eingebrochen. „Unsere Kunden müssen jetzt durch die gesamte normale Filmabteilung gehen, um zu den Videokabinen zu gelangen“, klagt Kiedrowski, und da machten eben viele vorher kehrt.

Ebenso schwer wie der vernagelte Seiteneingang wiegt für den Videothekenchef die kräftige Erhöhung der Nebenkosten. Von 2700 auf 8700 Euro hat die HRG die Rechnung hochgeschraubt. Allein 4000 Euro davon gehen an eine Reinigungsfirma, die vor den Geschäften auf der Niki-Promenade für Ordnung sorgt, auch einen Sicherheitsdienst und einen Hausmeister finanziert Kiedrowski mit. „Dabei gehöre ich gar nicht zur Promenade, meine Adresse lautet ja Raschplatz 2“, sagt er.

Zwei Mal habe ihm die HRG mit fristloser Kündigung gedroht, aus fadenscheinigen Motiven, wie er meint. Etwa, weil er seinen Laden verwahrlosen lasse, sein Foyer einer Spielhölle gleiche, die nicht zum Gesamtbild der Promenade passe. „Die sollten sich lieber um das Wasser kümmern, das bei mir durch die Deckenplatten dringt“, schimpft er.

Thomas Heinemann, Geschäftsführer der HRG, kann über die Anschuldigungen nur den Kopf schütteln. „Das weise ich alles pauschal zurück“, sagt er. Im Mietvertrag sei festgeschrieben, dass es zu Wasserschäden kommen kann, aber dafür zahle Kiedrowski auch weniger Miete. Die hohen Nebenkosten entsprächen dem auf der Promenade üblichen Niveau, sie wurden fällig, als der Videoland-Chef seinen alten, sehr günstigen Mietvertrag verlängerte. „Von den Kunden, die das Geschäft anzieht, will ich lieber nicht reden“, sagt Heinemann.

Noch bis 2018 läuft der Vertrag zwischen dem Filmverleiher und der HRG. Ob danach das letzte Stück Passarelle verschwindet, bleibt abzuwarten.
[Andreas Schinkel]
Quelle: Haz.de

CrayZD
November 22nd, 2010, 07:48 PM
Soviel zum Thema 'Centrum ekelt Mieter raus'. Scheinbar gehört das zum Handwerkszeug eines jeden Projektmanagers und Investors. Dass auch die städtisch-regionale HRG da kein Musterknabe ist, sickerte ja schon länger durch.

Wobei mir der Laden auch ein absoluter Dorn im Auge ist. Es mag zwar fies sein, einem Gewerbetreibenden sowas zu wünschen... aber ich hoffe, dank Internet ist schon deutlich vor 2018 Schluss mit Videoland. Dann noch lieber sowas wie MäcGeiz.

Orakel
November 23rd, 2010, 01:12 PM
Vor langer Zeit war der Laden mal ein echter Gewinn für die Stadt, in dem man ein reichhaltiges Angebot an alternativer Musik vorfand. Vergriffene CDs, seltenes Vinyl....
Heute findet man in der Passarelle trotz Auffrischung nur noch den typischen Einheitsbrei.

CrayZD
November 23rd, 2010, 02:23 PM
Naja, der 'Einheitsbrei' zahlt eben. Special Interest geht traditionell in die günstigen Lagen, und da kein Investor bereit ist, solche zu schaffen (siehe Diskussion um die Passerellenunterführung), heißt das automatisch: in die miesen Lagen.

Einerseits bedaure ich natürlich auch, dass die Passerelle (pardon: Niki-de-Saint-Phalle-Promenade) nun zur x-beliebigen Shopping- und Fressmeile verkommen ist. Andererseits bin ich aber auch froh, eine solche 'miese Lage' nicht mehr mitten in der City zu haben.

Und als Quelle für seltene Tonträger hatte ich irgendwie immer andere Adressen im Kopf als Videoland. Generell ist leider zu beobachten, dass z.B. Musik- und Comicläden, die früher die Billiglagen bevölkerten, immer mehr auf dem absteigenden Ast sind. Da findet der Raritätenaustausch wohl fast auch nur noch online statt. Klassische Mieter für solche Lagen sind heute Callshops, 1-Euro-Läden und Ramschverkäufer für Handyzubehör, und die sind alles andere als eine Bereicherung.

Gottseidank funktioniert der Mix auf der Lister Meile noch einigermaßen, obwohl hier die Filialisierung auch immer mehr fortschreitet. Ich hoffe, die Lage driftet nicht irgendwann in die eine (H&M etc.) oder andere Richtung ab (besagte Callshops). In der Limmerstraße beispielsweise ist es schon gefühlt zu spät.

matheking
November 23rd, 2010, 02:39 PM
... In der Limmerstraße beispielsweise ist es schon gefühlt zu spät.

Offtopic:
Der Grund hierfür ist mehrschichtig. Es gibt immer wieder interessante Läden die aufmachen (Chilihaus, Strandgut u.ä.).
Einen riesen Umsatz können diese special interest Läden aber auch nicht kreiren. Wenn man dann bedenkt, dass die Mieten an der Limmerstraße alles andere als niedrig sind, versteht man, dass sich solche charmanten Läden nicht lange halten können. Mittlerweile dient die Limmer wirklich nur noch dem Erfüllen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Drogerien + wenig Bekleidung und Accessoires). Alles weitere wird überwiegend in den großen Innenstadtläden gekauft. Das ist auf der Lister Meile aber auch nicht mehr wirklich anders. Der Rest der Läden wird mit Schund gefülllt. Dass diese, weitestgehend von Türken geführten, Läden überleben können, ist wohl bei manchen der selbstausbeuterischen Einstellung zum Berufsleben und bei anderen der Funktion der Geldwäsche geschuldet.

homann5
November 23rd, 2010, 05:31 PM
Zwischen der Limmerstraße und der Lister Meile liegen aber Welten. Mindestens. Sowas wie die Buchhandlungen oder zum Beispiel Strauß gibt es auf der Limmer nicht. Wirklich herausragend sind die Kneipen, der Rest geht zwischen den Gemüsekisten unter.

Damit sich am Raschplatz unter dem Cityring was entwickeln kann, müsste da deutlich mehr Verkehr sein. Ich glaube aber nicht, dass es da wirklich ausreichend Potential gibt.

gstolze
November 23rd, 2010, 06:11 PM
Damit sich am Raschplatz unter dem Cityring was entwickeln kann, müsste da deutlich mehr Verkehr sein. Ich glaube aber nicht, dass es da wirklich ausreichend Potential gibt.

Wenn man einen Anker wie Saturn oder Mediamarkt am Raschplatz hätte, würde es meiner Ansicht nach schon funktionieren. Damit wäre der Platz druchaus belebter al jetzt.

Orakel
November 23rd, 2010, 07:06 PM
Und als Quelle für seltene Tonträger hatte ich irgendwie immer andere Adressen im Kopf als Videoland. Generell ist leider zu beobachten, dass z.B. Musik- und Comicläden, die früher die Billiglagen bevölkerten, immer mehr auf dem absteigenden Ast sind. Da findet der Raritätenaustausch wohl fast auch nur noch online statt. Klassische Mieter für solche Lagen sind heute Callshops, 1-Euro-Läden und Ramschverkäufer für Handyzubehör, und die sind alles andere als eine Bereicherung...

Ich bin in jeder Beziehung absolut Deiner Meinung. Kann übrigens sein, dass Videoland früher wem anderes gehörte. Das Angebot war aber mal sehr viel besser, als z.B. bei 25Music. Und was Comicläden/Second Hand SF angeht, gab es mal einen Laden auf der Marienstraße unter den Arkarden am Aegi.
Da gab es Sofas zum hinflegeln, verstaubte Leitern an den hohen Regalen und der Besitzer hat einem beim Stöbern immer einen Kaffee angeboten. Kein Scherz...

Schnitzelesser
November 23rd, 2010, 07:25 PM
War der Videoland-CD-Shop nicht derjenige, der rechtsradikale Musik verkauft hat? Gute Musik hat man in dem Laden im McD-Gebäude in der Nordmannpassage bekommen.

homann5
November 23rd, 2010, 07:56 PM
Wenn man einen Anker wie Saturn oder Mediamarkt am Raschplatz hätte, würde es meiner Ansicht nach schon funktionieren. Damit wäre der Platz druchaus belebter al jetzt.
Ja, die Fehler sind alle im Vorfeld gemacht worden. Ein Expert hätte der Stadt aus zahlreichen Gründen gut getan, am Raschplatz wäre durch die deutlich bessere Anbindung als am EAP sicherlich auch genügend Kundschaft für einen zweiten Elektro-Markt.

Squig
November 23rd, 2010, 10:49 PM
Also statt der Spielbank meint ihr? Wo anders könnte der ja kaum hin (oder halt überall in der -1 Ebene, das ist imo aber Unsinn und widerspricht dem Konzept). Ist Hannover bei solchen Märkten nicht auch irgendwann mal gesättigt?

matheking
November 24th, 2010, 07:48 AM
Zwischen der Limmerstraße und der Lister Meile liegen aber Welten. Mindestens. Sowas wie die Buchhandlungen oder zum Beispiel Strauß gibt es auf der Limmer nicht. ...
...t.
Naja, mit den Buchhandlungen Atlantis und Arte P. gibt es schon zwei Vertreter dieser Art. Und auch auf dem höherwertigen Boutiquen-Level sind durchaus 3-4 Läden zu finden. Dass das Bild der Limmer von Gemüseläden etc. bestimmt wird, merkt man tatsächlich an deiner Nichtbemerken der hochwertigeren Läden.
Also statt der Spielbank meint ihr? Wo anders könnte der ja kaum hin (oder halt überall in der -1 Ebene, das ist imo aber Unsinn und widerspricht dem Konzept). Ist Hannover bei solchen Märkten nicht auch irgendwann mal gesättigt?

Wenn, dann wäre nur im Wertheimhaus Platz gewesen. Da ist ja nun aber schon seit mehr als 10 Jahren das Cinemaxx drin, weil sich Einzelhandel dort nie etablieren konnte.

matheking
November 24th, 2010, 07:57 AM
Es passt zwar räumlich nicht, dafür aber thematisch:
Künstler demonstrieren für den Erhalt der städtischen Galerie Kubus
50 Künstler haben am Dienstag gegen den Abriss der städtischen Galerie Kubus protestiert. Zugleich wird in Hannover eine Grundsatzdebatte über den Kulturstandort an der Leine angestoßen.
Hoch über die Köpfe der Demonstranten reckt er den Pappkarton. „Kubus forever“ ist darauf zu lesen. „Eigentlich wollten wir alle mit einem Karton über dem Kopf kommen, aber das fällt ja unter das Vermummungsverbot“, sagt Kunstprofessor Frank Popp augenzwinkernd und gesellt sich zu seinen Mitstreitern. Rund 50 Protestler versammelten sich gestern vor dem Neuen Rathaus, überwiegend Damen und Herren im gesetzten Alter, meist Künstler oder Kunstfreunde. Ein Zeichen wollten sie setzen gegen den Abriss der Städtischen Galerie Kubus gleich gegenüber. Viele trauen den Beteuerungen der Stadt nicht, dass „derzeit“ ein Abriss nicht zur Debatte stehe, es lediglich um die Vermarktung der Volkshochschule neben dem Kubus gehe. „Wehret den Anfängen“, sagt Popp und schwenkt seinen Pappkarton.

Die Zweifel können auch Kulturdezernentin Marlis Drevermann und die Ratspolitiker nicht zerstreuen, mit denen sich die Protestierenden anschließend in der Galerie treffen. Dabei macht die Kulturdezernentin schon in ihrer Begrüßungsrede klar, dass sie eigentlich aufseiten der Demonstranten steht. „Es ist gut, dass Sie sich als Künstler positionieren“, sagt Drevermann. Gebetsmühlenartig wiederholt sie, dass es keinen Ratsbeschluss zum Abriss gebe, überhaupt alles offen sei und lediglich Gespräche mit einem Investor geführt werden, der sich für eine Bebauung des VHS-Grundstücks interessiert.

Lothar Schlieckau, Fraktionschef der Grünen und Vorsitzender des Kulturausschusses, zitiert sogar ausgiebig den derzeitigen Ratsbeschluss, wonach die Stadt eine Vermarktung der VHS zu prüfen habe, die Bildungseinrichtung selbst in einen Neubau am Raschplatz ziehen soll. Dabei wird deutlich, wie veraltet dieser Beschluss inzwischen ist. Längst hat die Stadt ihre Neubaupläne aufgegeben, vor allem aus Kostengründen. Wie berichtet, deutet alles darauf hin, dass die VHS im Gebäude der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank am Andreas-Hermes-Platz untergebracht wird. Schlieckau trägt dem durchaus Rechnung, wenn er sagt, dass die Verwaltung mit einem neuen Vorschlag aufwarten könnte, aber dann hätten noch immer die Ratspolitiker das letzte Wort. „Es kann passieren, dass der Investor seine Baupläne auch auf das Kubus-Grundstück ausdehnen will, aber dann werden wir darüber reden“, sagt Schlieckau und erntet abweisendes Gemurmel. Ähnliche Reaktionen ruft die Rede von CDU-Kulturpolitiker Friedrich Busse hervor: „Die Stadtentwicklung steht an dieser Stelle im Vordergrund, die Galerie muss vielleicht an einen anderen Standort ausweichen, sollte aber erhalten bleiben.“ Ein Vertreter der FDP, die den Kubus für verzichtbar hält, ist erst gar nicht erschienen.

Die protestierenden Künstler hätten gern klare Zusagen, am besten hier und jetzt. „Der Rat sollte einfach den Beschluss fassen, dass die Galerie Kubus erhalten bleibt“, ruft einer von ihnen. Der Applaus ist ihm sicher. Für den Ratsherrn der Linken, Ludwig List, eine Steilvorlage: „Städtische Grundstücke sollten prinzipiell nicht an Private verkauft werden“, sagt er.

Dabei sind sich die Künstler untereinander keineswegs so einig, wie es die geschlossenen Sitzreihen vermuten lassen. „Mir ist vor allem das Kubus-Gebäude wichtig, aus ästhetischen Gründen“, sagt Kunstprofessor Rolf Geller. Ob da eine Galerie oder etwas anderes untergebracht ist, sei ihm ziemlich gleichgültig. Kollege Popp denkt genau andersherum: „Wenn die Galerie an einen anderen Ort käme, aber die Ausstellungsfläche vergrößert würde, wäre das in Ordnung.“ Seinen Pappkarton hat er inzwischen abgestellt.
[Andreas Schinkel]
Quelle: haz.de

CrayZD
November 24th, 2010, 10:32 AM
Erinnert mich verdammt an die Debatte um den Plenarsaal: einigen wenigen geht es um den 'qualitätsvollen' Bau, dem Rest jedoch um diffuse Ängste oder schlicht ums Prinzip.

Würde man das Pavillon-Gelände vernünftig bebauen, anstatt 6 Millionen für die Sanierung der Hälfte (!) des Gebäudes samt Teilrückbau (!) auszugeben - womit wir wieder beim Thema Raschplatz wären - dann hätte man mehr als genug Platz für eine architektonisch anspruchsvolle Kunstgalerie.

Der Theodor-Lessing-Platz ist in meinen Augen eine städtebauliche Vollkatastrophe. Neben der Betonlastigkeit der Freifläche an sich liegt das vor allem an der bestenfalls miserablen baulichen Einfassung: unscheinbarer Nachkriegsbürobau (Ordnungsamt), Brutalismusbunker (Hotel), Parkplatz, Spielplatz und eben ein zweigeschossiger Würfel mit angehängtem maroden Bürotrakt. Es gibt selbst in Hannover wenig Plätze, die derart zum Weitergehen einladen. Und das will was heißen. Mit einem Fortbestand des Kubus bringt man sich um die Möglichkeit, hier an wesentlicher Stelle nachzubessern.

Kleiner OT-Nachtrag:

Und was Comicläden/Second Hand SF angeht, gab es mal einen Laden auf der Marienstraße unter den Arkarden am Aegi. [...]

Meinst Du den Trivial Book Shop? Ja, der war wirklich eine Institution und genau das, was ich mir in solchen Lagen als Bereicherung vorstelle. Führt sein Geschäft heute m.W. als reiner Online-Handel... also das, was ich oben meinte.

Orakel
November 24th, 2010, 12:00 PM
Meinst Du den Trivial Book Shop? Ja, der war wirklich eine Institution und genau das, was ich mir in solchen Lagen als Bereicherung vorstelle. Führt sein Geschäft heute m.W. als reiner Online-Handel... also das, was ich oben meinte.

Jep, genau den. Und zwar bevor er erst auf die Südseite der Straße in kleinere Räumlichkeiten und später auf die Falkenstraße umgezogen ist.

@Schnitzelesser: Das der alte Videoland-CD-Shop rechtsradikale Musik verkauft hat, ist mir nicht bekannt. Früher gab es da seltenes Vinyl ohne Ende. Indie, Punk, Hardcore, Metal, Wave, alles. Das Angebot n der Nordmannpassage finde ich eher mäßig.

Zum Kubus fällt mir nichts ein. Scheußliche Kiste. Man kann nicht alles erhalten.

Lefthandy
November 24th, 2010, 12:27 PM
Das Angebot n der Nordmannpassage finde ich eher mäßig.


Früher war da Musicland drin. Der Laden war absolut gut. Aber irgendwann Anfang des Jahrtausends ist der raus und seitdem ist da Hot Shot. Die sind sehr rocklastig, wofür ich mich nicht so interessiere, aber auch die Anmutung des Ladens hat sich vom coolen Szenehotspot zur ramschigen Resterampe gewandelt.

Orakel
November 24th, 2010, 01:42 PM
Früher war da Musicland drin. Der Laden war absolut gut. Aber irgendwann Anfang des Jahrtausends ist der raus und seitdem ist da Hot Shot. Die sind sehr rocklastig, wofür ich mich nicht so interessiere, aber auch die Anmutung des Ladens hat sich vom coolen Szenehotspot zur ramschigen Resterampe gewandelt.

Ja, es gibt neben einigen aktuellen Neuveröffentlichungen hauptsächlich alte Kamellen, die schon z.Z. der Veröffentlichung lau waren.
Das schlimme ist, dass bei allen Medien für Augen und Ohren (Musik, Filme, Bücher) zunehmend das Einkaufserlebnis verloren geht.
Ich will eine CD im Laden entdecken, sie freudig nach hause tragen und das Booklet studieren - und nicht einfach nur bei Amazon bestellen. Deshalb ziehe ich auch nichts aus dem Netz. In 15 Jahren sind CDs Geschichte und Musik endgültig beliebige Austauschware.

Señor Templar
November 24th, 2010, 01:56 PM
Ich will eine CD im Laden entdecken, sie freudig nach hause tragen und das Booklet studieren - und nicht einfach nur bei Amazon bestellen. Deshalb ziehe ich auch nichts aus dem Netz. In 15 Jahren sind CDs Geschichte und Musik endgültig beliebige Austauschware.

löbliche Einstellung;)
aber für dieses Erlebnis gibt es ja in raschplatznähe Music 25.

matheking
November 24th, 2010, 02:46 PM
Wo ich wiederum Flitz Sport vermisse!

6001
November 24th, 2010, 02:48 PM
alles wird gut ...
... wenn man der GUT platzierten, aktuellen werbung der sparkasse hannover an ihrer firmenzentrale am raschplatz glauben schenken darf:

http://img517.imageshack.us/img517/5603/20101124142944.jpg (http://img517.imageshack.us/my.php?image=20101124142944.jpg)

;-)

Squig
November 24th, 2010, 05:01 PM
Und der CD wird doch kaum einer eine Träne hinterher weinen, solange es noch Schallplatten gibt (für die ist 25 Music imo sogar noch besser).

gstolze
November 24th, 2010, 06:59 PM
Also statt der Spielbank meint ihr? Wo anders könnte der ja kaum hin (oder halt überall in der -1 Ebene, das ist imo aber Unsinn und widerspricht dem Konzept). Ist Hannover bei solchen Märkten nicht auch irgendwann mal gesättigt?

Anstatt an den EAP zu ziehen, hätte Saturn eher an den Raschplatz ziehen sollen. Dort wäre er genauso ein Renner.

matheking
December 1st, 2010, 09:14 AM
Schmuddeltunnel am Raschplatz wird ab Dezember saniert
Die Hannover Region Grundstücksgesellschaft beugt sich dem Druck von Politik und Üstra: Noch im Dezember startet die Modernisierung des Fußgängertunnels zwischen Raschplatz und Lister Meile. Die einstigen Ladengeschäfte im Tunnel bleiben aus Kostengründen geschlossen.
Der öffentliche Druck aus der Politik und zusätzlich offenbar auch ein deutliches Wort der Üstra hinter verschlossenen Türen zeigen jetzt Wirkung: Die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) startet noch in diesem Monat die Modernisierung des heruntergekommenen Fußgängertunnels zwischen Raschplatz und Lister Meile. Das hat HRG-Prokurist Hagen Raddatz gestern in einem Gespräch mit Dirk Eberitzsch, dem Sprecher der Kaufleutegemeinschaft Aktion Lister Meile, zugesagt. Rund 500.000 Euro seien veranschlagt, um den schmuddeligen und nach Urin und Unrat riechenden Verbindungsgang hinterm Hauptbahnhof in einen passablen Zustand zu bringen.

Seit Jahren warten Tausende Pendler und Einkaufsbummler aus der Lister Meile darauf, dass der Tunnelgang modernisiert wird. Er ermöglicht den witterungs- und ampelfreien Zugang aus der Oststadt zum Hauptbahnhof und zur U-Bahn-Station, gilt der verantwortlichen HRG aber als hoffnungslos teurer Sanierungsfall – sie wollte ihn deshalb am liebsten ganz schließen. Vor drei Jahren hatte das Unternehmen aber auf politischen Druck hin bereits eine Modernisierung in Aussicht gestellt. Als der Schmuddeltunnel nun auch im Zuge der Raschplatzsanierung nicht aufgewertet wurde, schlugen die Kaufleute der Lister Meile Alarm. „Die Decke ist kaputt und der Boden verdreckt, die Wände sind verschmiert, und die Rolltreppe funktioniert auch nach einem halben Jahr noch nicht wieder“, brachte Eberitzsch gestern seine Kritik auf den Punkt: „Das ist ein Schandfleck.“

Der Hoffnung der Kaufleute, dass die einstigen Ladengeschäfte in dem Tunnel wiederhergerichtet werden könnten, erteilte Raddatz eine Absage: „Das Thema hat sich für uns erledigt.“ Das Bauwerk sei undicht, Wasser dringe sowohl von der darüberliegenden Straße als auch aus dem Erdreich ein, in den Räumen herrsche Schimmelgefahr. „Dort wieder Geschäfte vorzusehen, wäre im Moment unverantwortlich“, sagt Raddatz. Um Läden einzurichten, entstünden für die etwa 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche Kosten von mehreren Millionen Euro. „Das lässt sich nicht rentabel darstellen.“

Geplant ist jetzt, auf beiden Seiten Kalksandsteinmauern einzuziehen, die Decke und den Fußboden zu sanieren und auch die Beleuchtung zu erneuern. Dem Vernehmen nach hat insbesondere die Üstra – sie ist mit Sparkasse und Union Boden eine der drei HRG-Gesellschafter – massiven Druck auf die HRG ausüben müssen, damit die Tunnelsanierung endlich in Angriff genommen wird. Sie hat wegen der vielen Stadtbahnnutzer, die von der Oststadt Richtung Hauptbahnhof laufen, ein substanzielles Interesse an einem ordentlichen Tunnel. Nun soll es „noch dieses Jahr“ losgehen.

Ein Computerfilm zur Idee

Computertechnik macht es möglich: In einem gestern vorgestellten Film mit aufwendigen Digitalprojektionen lässt sich bewundern, wie der Fußgängertunnel zwischen Raschplatz und Lister Meile und das ihn umgebende Areal aussehen könnten, wenn die Platzsanierung in diesem Jahr schon bis zum Pavillon weitergetrieben worden wäre. Schicke Einkaufswelten statt heruntergekommener Tunnelwände sind zu sehen, auch die „Schnecke“, der Aufgang am Kulturzentrum Pavillon, ist in dem Kurzfilm bereits als modernisierter Stadtraum in der kühlen Architektursprache des 21. Jahrhunderts dargestellt.

Vier Teilnehmer eines Weiterbildungskurses der Firma Virtual-Pix, die sich zu „3-D-Visualisierern für Architektur- und Produktdesign“ haben ausbilden lassen, haben in ihrer Abschlussarbeit sechs Wochen den Tunnel und sein Umfeld gefilmt, digitalisiert und aus den Daten einen Film geformt. Sowohl bei Kaufleutevertreter Dirk Eberitzsch als auch bei HRG-Prokurist Hagen Raddatz stoßen die Pläne grundsätzlich auf Wohlwollen, auch wenn Raddatz betont, dass es nur „Illusionen“ seien, für deren Umsetzung es aktuell keine Chance gebe.

Man habe zeigen wollen, wie der „scheinbar vergessene Teil der Raschplatz-Sanierung“ durch Investitionen aufgewertet werden könne, sagte Karl Prange gestern bei der Präsentation. Gemeinsam mit Florian Piayda, Ibrahim Azab Elsayed Yahia und Sebastian Bettels hat er auch Tunnelnutzer interviewt, deren Meinung zu dem stinkenden Durchgang von „krass“ bis „peinlich“ reichen. Ob es jemals zur langfristigen Aufwertung des Tunnels kommen wird, ließ Raddatz gestern diplomatisch offen – das hänge auch von weiteren Plänen für das Areal am Pavillon ab, sagt er. Für die vier angehenden 3-D-Designer jedenfalls hat sich das Engagement bereits gelohnt: Sie haben von ihren Ausbildern eine glatte Eins für die sechswöchige Arbeit erhalten.
[Conrad von Meding]

Quelle: Haz.de

matheking
December 1st, 2010, 08:02 PM
Aus anderer Quelle der Vollständigkeit halber auch noch mal ein Bericht. Auf der Seite findet man auch einen Videolink.
Neue Ideen für alten Raschplatztunnel – mit Video
Eine neue Idee für den „Problemtunnel“: 3D-Visualisierer haben einen Vorschlag zur Neugestaltung des Raschplatztunnels in Hannover entworfen.

Es stinkt nach Urin, das Licht ist diffus, die Geschäfte stehen leer: Den schlechten Zustand des unterirdischen Verbindungsgangs zwischen Raschplatz und Weißekreuzplatz kritisieren vor allem die Lister-Meile-Kaufleute, weil er sie von der City und damit von potentiellen Kunden abschneide.

3D-Visualisierer für Architektur- und Produktdesign der Firma Virtual Pix aus Hannover haben jetzt einen fotorealistischen Animationsfilm erstellt mit Ideen für eine Gestaltung des Raschplatztunnels.

Ergebnis: der 80 Meter lange Tunnel nähert sich optisch der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade an – mit heller Stabbeleuchtung und Einzelhandel. Für die Erstellung des Films haben die vier Projektteilnehmer etwa sechs Wochen gebraucht. Auch Sicherheitsauflagen haben die Virtual Pix-Kursteilnehmer erfüllt. Ein Plan mit Zukunft?

Hagen Raddatz von der HRG-Geschäftsführung: „Der Film hat große Überzeugungskraft, doch technisch und optisch umzusetzen sind diese Ideen leider nicht.“ Grund: Wegen Schimmelbildung infolge hochdrückenden Grundwassers darf die HRG kein Gewerbe im Tunnel mehr ansiedeln. Es sei denn, die Grundstücksgesellschaft nimmt rund 4,5 Millionen Euro in die Hand, um den Tunnel so zu sanieren, dass kein Grundwasser mehr nachsickern kann.

Immerhin bekräftigte die HRG am Dienstag, dass sie Fußboden und Wände des Tunnels noch in diesem Jahr mit Kalksandstein sanieren wolle, damit der Gang wieder in einen passablen Zustand komme. „Auch der Frage nach einer öffentlichen Toilette wollen wir nachkommen, damit das Wildpinkeln endlich ein Ende hat“, so Raddatz. Gemeinsam mit der Stadt wolle man ferner die Umgestaltung des unteren Raschplatzes vorantreiben.
[Andreas Voigt]
Quelle: http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Neue-Ideen-fuer-alten-Raschplatztunnel-mit-Video

matheking
December 8th, 2010, 07:32 PM
CinemaxX am Raschplatz in Hannover feiert zehnjähriges Bestehen:
http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Spaetvorstellung/CinemaxX-am-Raschplatz-in-Hannover-feiert-zehnjaehriges-Bestehen

CrayZD
January 18th, 2011, 09:33 AM
^^ Und zur Feier des Tages wurde erstmal Heiko mit seiner Sneak vom Betriebsrat rausgemobbt. :ohno:

Weswegen ich den Thread eigentlich wieder hochhole: in der NP vom Samstag wird in einem Nebensatz (im Artikel zum Umbau der Sparkassen-Filiale in der Bahnhofstraße) ein vager Termin für den Umbau des Sparkassenhochhauses genannt: 'frühestens 2. Halbjahr 2011'.

MartinT
January 18th, 2011, 11:52 AM
^^ Und zur Feier des Tages wurde erstmal Heiko mit seiner Sneak vom Betriebsrat rausgemobbt. :ohno:

???

CrayZD
January 18th, 2011, 12:15 PM
???

HAZ von gestern:

Der letzte Vorhang fällt

Nicht immer gibt es im Kino ein glückliches Ende. Dieses Schicksal trifft nun auch die „Sneak Preview“, bei der seit vielen Jahren im Cinemaxx am Raschplatz einmal wöchentlich neue Produktionen als Überraschungsvorschau zu sehen sind. Am Dienstag nun wird der langjährige Programmmacher Heiko Engel zu seiner letzten „Sneak“ einladen. Dem Vernehmen nach sollen Unstimmigkeiten mit dem Betriebsrat Hintergrund für die Aufgabe sein. Engel, der hauptberuflich als Beamter tätig ist, hatte das Programm nebenberuflich auf 400-Euro-Basis organisiert und das längst zum Kult anvancierte Programm stets mit Extras wie alten Wochenschauen und Trailern versehen. „Es ist schade, dass diese Zeit nun zu Ende geht“, sagt er. Filmtheaterleiter Damian Sprysch, der zugleich ein Freund Engels ist, will sich nicht zu den Details äußern. „Zwischen der Geschäftsführung und Herrn Engel hat es kein böses Blut gegeben. Doch das, was der Betriebsrat für die weitere Zusammenarbeit in Aussicht gestellt hat, stimmt nicht mit den Vorstellungen von Heiko Engel überein“, sagt er nur. Engel hatte bereits Ende der neunziger Jahre im ehemaligen Ufa-Kino am Thielenplatz und später im Palast-Kino in der Bahnhofstraße Filmvorschauen organisiert. Seit 2002 war er für das Cinemaxx am Raschplatz tätig, wo er in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben mit dem Verkauf von ausgedienten Filmplakaten insgesamt 25?000 Euro für den Tierschutzverein Hannover einbrachte. Für die letzte „Sneak“ am Dienstag um 20 Uhr verspricht der 45- Jährige noch einmal einen Film „der A-Garde“. Dem Kino wird Engel jedoch auch weiterhin treu bleiben. Gemeinsam mit Sprysch wird der 45-Jährige künftig die neue Reihe „Filmcafé“ gestalten und moderieren, bei der jeweils am ersten Dienstag im Monat Programm für gehobenes und vielleicht auch älteres Kinopublikum gemacht wird – dann allerdings als Ehrenamtlicher.
17.01.2011 / HAZ Seite 14 Ressort: HANN

homann5
January 18th, 2011, 02:15 PM
Dem Betriebsrat passte es nicht, dass die Wochenarbeitszeit über dem gesetzlichen Limit lag. Heiko war das egal und hat den Betriebsrat wohl auch darum gebeten, nicht dagegen vorzugehen. Um mal die Hinergründe zu nennen...

matheking
January 18th, 2011, 02:45 PM
...

CrayZD
January 20th, 2011, 10:55 AM
Hmm... gut oder schlecht?!? Aus der heutigen NP:

Volkshochschule: Kein Umzug an den Raschplatz

HANNOVER. Die Verhandlungen über einen Umzug der Volkshochschule Hannover (VHS) in das Gebäude der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank (DZ-Bank) am Raschplatz sind offenbar gescheitert. Das erfuhr die NP gestern Abend aus vertraulicher Quelle.
Oberbürgermeister Stephan Weil wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern. Er kündigte aber für heute eine öffentliche Erklärung an. Angeblich, so Insider, wolle die DZ-Bank das Gebäude weiter selbst nutzen. Geplant war, dass die VHS in beide Gebäude zieht: in das an der Berliner Allee und in das Hinterhaus. Trotz des Scheiterns sei die Zukunft der VHS gesichert, heißt es. Die Stadt will das alte VHS-Haus am Theodor-Lessing-Platz vermarkten.

Chance: es entsteht doch ein Neubau für die VHS, idealerweise auf dem ursprünglich vorgesehenen Standort am Andreas-Hermes-Platz. Dann wird die Bausünde Pavillon wenigstens entwas entschärft, wenn sie schon unbedingt stehenbleiben muss.

Risiko (leider wahrscheinlicher): es passiert weiter jahrelang gar nichts, weder am Raschplatz noch am Friedrichswall.

VirtualPix
February 18th, 2011, 03:09 PM
Aus anderer Quelle der Vollständigkeit halber auch noch mal ein Bericht. Auf der Seite findet man auch einen Videolink.
Neue Ideen für alten Raschplatztunnel – mit Video
Eine neue Idee für den „Problemtunnel“: 3D-Visualisierer haben einen Vorschlag zur Neugestaltung des Raschplatztunnels in Hannover entworfen.
(...)
3D-Visualisierer für Architektur- und Produktdesign der Firma Virtual Pix aus Hannover haben jetzt einen fotorealistischen Animationsfilm erstellt mit Ideen für eine Gestaltung des Raschplatztunnels.
Quelle: http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Neue-Ideen-fuer-alten-Raschplatztunnel-mit-Video

Hier noch mal ein Link zum Video in angemessener Qualität (http://www.youtube.com/watch?v=g_6452qQ5No) bei YouTube. Infos zum Schulungsprojekt unter www.virtual-pix.de
(http://www.virtual-pix.de)

telemaxx
February 27th, 2011, 09:53 PM
Neue Chance fürs Bredero-Hochhaus in Hannover? (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Neue-Chance-fuers-Bredero-Hochhaus-in-Hannover)

devilsadvocate
February 27th, 2011, 10:23 PM
Die sollten mal lieber den ZOB bebauen anstatt diese Schrott-Immobilie zu sanieren...

matheking
February 28th, 2011, 10:01 AM
Die sollten mal lieber den ZOB bebauen anstatt diese Schrott-Immobilie zu sanieren...

Die dann zur Ruine wird?
Die öffentliche Hand wird immer nach einer günstigen Fläche suchen (und das ist auch gut so!). Dennoch kann dieser Impuls, vielleicht im Verbund mir der VHS am Andreas-Hermes-Platz, auch private Investoren ermutigen am ZOB neu zu bauen!

AlfredJKwak
March 1st, 2011, 12:19 AM
Ist der Tunnel eigentlich inzwischen fertig renoviert?

Bob!
March 1st, 2011, 06:20 AM
^ Nein, Samstag war der noch eine Baustelle.

matheking
May 22nd, 2011, 09:17 PM
Bauarbeiten im Raschplatztunnel in Hannover stocken
Kein Licht am Ende des Tunnels: Die Bauarbeiten im Raschplatz-Gang in Hannover stocken – weil Bodenplatten nicht mit der Illumination harmonieren. Die Immobiliengesellschaft HRG schätzt, dass der Tunnel erst in drei Wochen fertig renoviert sein wird.

Der Schmuddeltunnel unterm Raschplatz macht seinem Namen erneut alle Ehre. Seit Wochen stagnieren dort die Bauarbeiten, der Boden ist eine Kraterlandschaft aus Sand und Steinen, nachts schlagen Obdachlose in dem unbeobachteten Verbindungsgang ihr Lager auf und zechen gemeinsam. „Die Bauzäune werden dann einfach zur Seite gedrückt“, sagt Thomas Heinemann, Chef der Immobiliengesellschaft HRG. Erst in drei Wochen, so schätzt er, sei der unterirdische Gang endlich fertig renoviert. Eigentlich sollte der Tunnel zwischen U-Bahn-Station und Lister Meile längst eröffnet sein.

Der Grund für die lange Verzögerung ist ebenso kompliziert wie possenhaft. Eigentlich wollten die Beteiligten – Üstra und HRG – nur das Beste für den unterirdischen Weg, dieses letzte Stück Passarelle im hinteren Winkel des neu gestalteten Raschplatzes. Mit ausgeklügelten Lichtspielen wollte die Üstra ihre Fahrgäste im dem rund 80 Meter langen Gang erfreuen. Auf die Illumination sollten auch die neuen Bodenplatten mit ihrem schwarz-weißen Zebramuster abgestimmt werden. Kunstgang statt Schmuddeltunnel, so lautete die Devise. Doch als die HRG die Rechnung präsentiert bekam, gingen bei den Immobilienexperten die Lichter aus. „Der Unterhalt der Beleuchtungsanlage wäre nicht zu bezahlen gewesen“, sagt Heinemann. Das sahen auch die ambitionierten Beleuchter der Üstra ein und überdachten ihr Konzept.

Die Techniker erfanden neue, weniger kostspielige Lichteffekte, die aber nicht mehr mit den Zebrafliesen harmonierten. „Zum Glück hatten wir diese Bodenplatten noch nicht bestellt“, sagt der HRG-Chef. Jetzt musste ein neuer Belag her. Man einigte sich auf gesprenkelte Steinplatten, die sich farblich über den gesamten Verlauf des Tunnels verändern, vom Schwarzen ins Weiße übergehen. Doch da die gesprenkelten Platten andere Abmessungen haben als die Zebrafliesen, musste der Bedarf komplett neu berechnet werden.

Was so lange währt, muss einfach gut werden, denkt man. Tatsächlich erinnert das überarbeitete Beleuchtungskonzept an eine Mischung aus Kindergeburtstag und Physikunterricht. Jeder Fußgänger soll auf seinem Weg durch den Tunnel von einem jeweils andersfarbigen Licht begleitet werden, das von der Decke strahlt. Kreuzen sich die Wege, überschneiden sich auch die Lichtkegel und lassen – oh Wunder – eine neue Farbe entstehen.

Klaus Eberitzsch ist das Lachen längst vergangen. „Die Geschäftsleute sind doch angewiesen auf diesen Tunnel“, sagt der Sprecher der Kaufleute-Vereinigung „Aktion Lister Meile“ – und mahnt zur Eile. Denn der zweite unterirdische Zugang zur Lister Meile sei für viele Kunden keine Alternative. „Gerade bei schönem Wetter versammeln sich auf den Treppen zum Pavillon schon vormittags Trinkergruppen“, sagt Eberitzsch. Da möge keiner gern vorbeigehen.

Ob der Schmuddeltunnel nach der Renovierung sein schlechtes Image verliert, bleibt abzuwarten. Zwar werden die neuen Bodenfliesen durchaus „urinfest“ sein, wie es im Fachjargon heißt, aber zur Sicherheit wird neben dem Eingangsbereich zum U-Bahn-Schacht noch eine öffentliche Toilette gebaut.
[Andreas Schinkel]


Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Bauarbeiten-im-Raschplatztunnel-in-Hannover-stocken

Dem Kommentar aus dem HAZ-Forum kann ich wenig hinzufügen. Früher habe ich den Tunnel gerne verteidigt. Gänzlich ohne Läden finde ich den aber unheimlich.

Igor

22.05.2011
einfach nur zuschütten und keine doofen Lichtspiele!

Früher hatte das da unten noch Charme- mit Trödelhändlern und jede Menge kleiner Geschäfte.
Aber eigentlich ist die Verbindung doch überflüssig- es gibt doch schon die Verbindung Raschplatz-Lister Meile.
Da der alte Charme durch die andauernde Innenstadtsterilisation nie wieder erreicht wird,
bitte zuschütten.

AlfredJKwak
June 22nd, 2011, 06:55 PM
Das Cocino macht zum Ende des Monats wegen zu geringen Umsatzes zu. Das war mir irgendwie von Anfang an klar. Mal sehen was als Nächstes kommt. Ne kleine Disco würde eigentlich ganz gut passen, was anderes hat kaum Chancen an diesem Ort.

MartinT
June 22nd, 2011, 07:14 PM
Also, ich fände es ganz schön, wennse am Raschplatz so wie am Kröpcke einen Deckel drauf machen. Und darauf dann den ZOB installieren.

Osho / Baggi und Cinemaxx würden sich sicherlich mächtig freuen (ernst gemeint!).

Und die noch fertigzustellenden Aufzüge führen dann vom ZOB direkt durch zur Minus-2- und 3-Ebene. Zur direkten Anbindung der Stadtbahnstrecken A, B und D.

Alles schön geträumt - aber wetten, dass es so kommt? In vierzig Jahren? ;)


BTW: Warum ist die Variante Raschplatz mit Deckel eigentlich während der Umgestaltungsplanung vor zehn Jahren nicht diskutiert worden? Denn so abwägig wäre das doch gar nicht gewesen, oder?

Orakel
June 22nd, 2011, 09:15 PM
Also, ich fände es ganz schön, wennse am Raschplatz so wie am Kröpcke einen Deckel drauf machen. Und darauf dann den ZOB installieren.

Man, das ist eine brillante Idee. Da bin ich noch nie drauf gekommen. (Und unsere Stadtplaner bestimmt auch nicht.)

matheking
June 22nd, 2011, 09:20 PM
Also der Plan den Raschplatz auf die 0-Ebene zu verlegen ist nicht neu. Bookhoff-Grieß(?) wollte den vor einigen Jahren zuschütten.

MartinT
June 22nd, 2011, 09:46 PM
Also der Plan den Raschplatz auf die 0-Ebene zu verlegen ist nicht neu. Bookhoff-Grieß(?) wollte den vor einigen Jahren zuschütten.

Zuschütten - oder deckeln?

Gibt es dazu Skizzen?

matheking
June 23rd, 2011, 09:36 AM
Zuschütten - oder deckeln?

Gibt es dazu Skizzen?

Die Planungen waren auf die Oberfläche ausgerichtet (mit Bäumen und so). Einer der Kritikpunkte an der Planung war, dass die Passerelle dann "an einer Mauer" endet. Für mich klingt das wie zuschütten. Ehrlich gesagt wäre ein so großer überdachter öffentlicher Raum auch nicht sehr attraktiv.
Pläne habe ich noch nicht gefunden, aber ein Link von Hannover.de auf unser Forum auf dieser Seite http://www.hannover.de/hannover_baut/raschplatz/index.html

MartinT
June 23rd, 2011, 01:43 PM
Wie gesagt - in vierzig Jahren wird der Raschplatz kein Loch mehr sein.

Dass es leider noch so lange dauert, liegt daran, dass die Planer des ganz frischen, aktuellen Platzzustandes, erst unter der Erde sein müssen. Erst dann wird man sich trauen, den Raschplatz neu zu überdenken. So ist es doch immer... :(

gruenebahn
June 23rd, 2011, 02:45 PM
Man hätte das ganze modern mit einem Glasdach deckeln sollen und unten etwas weniger Stein, dafür mehr Grün, passagenartig anlegen sollen. Der Raschplatz könnte durchaus attraktiv sein. Man hätte dann wunderbar Passagen Cafes etc einrichten können. Aber ganz ehrlich so wie er nun ist wird er in ein Paar Jahren nicht anders aussehen als vorher.
Zuschütten halte ich für dämlich!

gstolze
June 23rd, 2011, 04:46 PM
Es gab damals Ideen, die jetzige Raschplatzebene als Parkdeck und Bahnhofszufahrt zu nutzen und oben den Platz als schmale Fußgängerzone Richtung Lister Meile zu führen. Das wurde aber verworfen, wohl aus Kostengründen und weil die Geschäfte da unten lange Verträge haben und zugänglich sein müssen. Da gab es im Bauamt eine Ausstellung zu. Ist bestimmt schon so 7-8 Jahre her.

gstolze
June 23rd, 2011, 04:48 PM
Man hätte das ganze modern mit einem Glasdach deckeln sollen und unten etwas weniger Stein, dafür mehr Grün, passagenartig anlegen sollen. Der Raschplatz könnte durchaus attraktiv sein. Man hätte dann wunderbar Passagen Cafes etc einrichten können. Aber ganz ehrlich so wie er nun ist wird er in ein Paar Jahren nicht anders aussehen als vorher.
Zuschütten halte ich für dämlich!

Dann hätte man aber mindestens einen großen Ankermieter haben müssen, der genug Publikum angezogen hätte. Anstelle des Kasinos hätte man Saturn überreden müssen, an den Raschplatz zu gehen. Dann wäre es dort immer voll.

Orito41
July 6th, 2011, 08:08 AM
:nuts:
Für den Raschplatz würde ich folgendes Gebäude empfehlen:

http://i53.tinypic.com/i50wsl.jpg

Habe ich am Wochenende in Dubai aufgenommen.

Jimmy Harper
July 6th, 2011, 01:21 PM
Das hast du mit einer Kamera aufgenommen?
Das Bild sieht so arisch-rein und perfekt aus, das MUSS ja fast aus dem Computer stammen.

Ich würde das Ding eher nach Ahlem setzen, der Stadtteil braucht noch ein Repräsentatives Gebäude.

P.S. Das wäre überhaupt DIE Idee. Mit der Vervielfachung der Wohnkapazität in Ahlem wäre die 10 ab sofort bereits ab Endpunkt überfüllt. Da MÜSSTE schon der D-Tunnel gebaut werden.

MartinT
July 6th, 2011, 10:16 PM
...Mit der Vervielfachung der Wohnkapazität in Ahlem wäre die 10 ab sofort bereits ab Endpunkt überfüllt. Da MÜSSTE schon der D-Tunnel gebaut werden.

Für den Turm bräuchte es eine eigene, senkrechte U-Bahn-Strecke. Mit Zwischenhalten nach 1/3-Höhe und 2/3-Höhe. :banana:

Orito41
July 7th, 2011, 07:01 AM
Das hast du mit einer Kamera aufgenommen?
Das Bild sieht so arisch-rein und perfekt aus, das MUSS ja fast aus dem Computer stammen.


Ist nicht aus dem Computer sondern echt. Aufgenommen mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. War nur leider etwas diesig an dem Tag. :)

Lefthandy
July 7th, 2011, 11:58 AM
Gerade dieses diesig verschwommene, zusammen mit den Lichtreflexen auf der Spiegelfassade, macht das Bild so surreal. Als wäre es ein sehr stark nachbearbeiteter Posterdruck.

Das untere Drittel siehr noch halbwegs realistisch aus, nach oben wirds immer unwirklicher.

Jedenfalls Gratulation zu diesem spektakulären Photo!

CrayZD
July 7th, 2011, 12:22 PM
Denke an die Luftschichten, in die das Ding vorstößt. Da muss das unwirklich erscheinen. ;)

So großspurig würde ich in Hannover nichtmal denken, aber in dreistellige Gefilde könnte man sich schon einmal vorwagen. Aber hier werden ja selbst 10- bis 15-Geschösser zusammengestrichen. :ohno:

Wishman
July 7th, 2011, 12:49 PM
Bin gestern mal am 'Schmuddeltunnel' vorbei gegangen. Die Wände und die Decke sind knallweis getünscht. Weis jemand, ob das so bleiben soll oder sind dort noch etwas unempfindlichere Wand- und Deckenverkleidungen geplant? Wenn das so bleibt, möchte ich nicht wissen, wie das 4 Wochen nach Freigabe des Tunnels aussieht.

Von Beleuchtungskonzept bisher keine Spur. Zwei parallel angebrachte Leuchtenreihen lassen eher auf ein pragmatisches als auf ein kreatives Design schließen.

Anderes Thema:

Ist schon durchgedrungen, ob die restlichen Brüstungsbereiche des Raschplatzes an den grauen Standard angepasst werden? Die Sparkasse hat ihren Beitrag dazu lange abgeschlossen, doch in der Fortsetzung fehlen noch einige Meter.

telemaxx
July 7th, 2011, 02:16 PM
Ich frage mich vor allem ob in die -1-Ebene der Sparkasse irgendwann mal was reinkommt, was den Platz belebt?!

Oder warten die damit die Generalsanierung der Türme ab?

Wishman
July 7th, 2011, 02:40 PM
Orito41 hat geschrieben:
Für den Raschplatz würde ich folgendes Gebäude empfehlen:

Wie wäre es, dieses niedliche 'Skyscraperchen' als Steintor-Bebauung vorzusehen? - Als Kontrast zum Anzeiger-Hochhaus.

Bob!
July 26th, 2011, 10:22 PM
http://www.abload.de/img/tunnelgqnx.jpg
Quelle: HAZ, 27.07.11

http://www.abload.de/img/raschplatztunnel-am-wo6pkx.jpg
Quelle: HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Raschplatztunnel-am-Wochenende-freigegeben)

Lefthandy
July 26th, 2011, 11:52 PM
:sad2:

Damit ist der Raschplatzumbau jetzt ja endgültig fertig. Ich gebe die Note 4- !

Queron
July 26th, 2011, 11:54 PM
Immernoch unheimlich...

CrayZD
July 27th, 2011, 09:45 AM
^^ 'Fertig' durchaus im doppelten Wortsinn.

Ist das übel... erinnert mich die internen Verbindungsgänge in der EAG, die der Kunde normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Und hier steht sowas den Bürgern offen... bäh.

Wie ich im HAZ-Forum schon vorgeschlagen habe: wenn man den Tunnel schon unbedingt haben will, wäre das doch ein prima Untergrund für Auftragsgraffitti.

devilsadvocate
July 27th, 2011, 11:28 AM
und nicht mal eine Kamera zur Überwachung... Ganz toll, wie der Tunnel demnächst wieder aussieht...

klauskleber007
July 27th, 2011, 01:25 PM
Angsträume gilt es eigentlich in öffentlichen Räumen zu vermeiden...dieser Tunnel eignet sich einzig noch zur Kulisse für Horrorfilme.
Allerdings nur noch 2 Wochen, dann wird er so unansehnlich sein wie eh und je...

Eine mir nicht nachvollziehbare Entscheidung diesen Tunnel zu erhalten. Andere Großstädte machen es ja vor und schließen diese Relikte verkehrbaulicher Hirngespinste der Nachkriegsjahrzehnte.

gruenebahn
July 27th, 2011, 01:50 PM
Schön weiße Wände, damit man den Dreck, Schmierereien und Siff auch richtig schön sieht. Ich stelle mir dazu nun noch etwas kloake auf den Boden vor, netter Klogeruch. Lecker! Wird nicht lange dauern denke ich... So dumm war das damals mit den Geschäften garnicht!

Wishman
July 27th, 2011, 08:14 PM
Auf dem Bild des Ganges ist jede dritte Leuchte ausgeschaltet. Mag das als Auswirkung eines Energiesparkonzeptes zu werten sein oder ist jede dritte Leuchte eine Blende und ohne Funktion?

Wir können dem Ganzen jedoch auch etwas Positives abgewinnen: Laßt uns doch ein Lotteriespiel im Hannover-Thread eröffnen. Jeder User kann eine Zahl nennen, wieviel der Leuchtkörper pro Woche zerstört werden und zahlt dazu einen kleinen Einsatz. Von der gesamten Einsatzsumme gehen 50% an den jeweiligen Gewinner und 50% an die HRG, um neue Lampenabdeckungen finanzieren zu können.

homann5
July 27th, 2011, 10:29 PM
Im echten Leben - also ohne politisches Geklüngel - würde so ein Planer fristlos entlassen werden. Wie man sowas an so einem Ort planen und umsetzen kann, ist vermutlich nicht erklärbar. Vor allem: Wo ist das Beleuchtungskonzept?

lifestyle032
July 28th, 2011, 12:22 AM
Auf dem Bild des Ganges ist jede dritte Leuchte ausgeschaltet.

Ups, beim ersten Hinsehen habe ich gar nicht erkannt, dass es sich um jede dritte Leuchte handelt. Dementsprechend war ich davon ausgegangen, dass bereits zur Eröffnung eine Vielzahl von Leuchten defekt ist :lol:

CrayZD
July 28th, 2011, 09:06 AM
Im echten Leben - also ohne politisches Geklüngel - würde so ein Planer fristlos entlassen werden. Wie man sowas an so einem Ort planen und umsetzen kann, ist vermutlich nicht erklärbar. Vor allem: Wo ist das Beleuchtungskonzept?

Es steht ja im Artikel, dass das noch kommt... ich bin gespannt.

Die HRG hat ja schon mehrfach zu Protokoll gegeben, dass sie diesen Tunnel nicht will. Nur auf politischen Druck wurde er saniert. Daher meine Vermutung: die HRG hat den Tunnel absichtlich so geplant, dass er von vornherein einen Un-Ort darstellt und möglichst schnell zum vermüllten Sicherheitsrisiko wird. Dann kann Sie in spätestens einem Jahr nachweisen, dass der Tunnel einfach nicht funktioniert, und ihn letztendlich doch noch zuschütten.

Schnitzelesser
July 28th, 2011, 01:29 PM
Was man da hätte sparen können: Sanierung, laufende Reinigungs- und Streicharbeiten, Rolltreppenbetrieb, -wartung, -reparatur, Strom ... Dabei ist der Tunnel nicht einmal barrierefrei.

CrayZD
July 28th, 2011, 02:34 PM
Dabei wäre es doch sooo einfach: mit einem Abriss des Pavillons, Sanierung der Schneckentreppe und Aufwertung des gesamten Abschnitts bis zum Weißekreuzplatz könnte man diesen Bereich zur zentralen Fußgängerachse Richtung Lister Meile machen. Und kein Hahn würde mehr nach diesem unsäglichen Tunnel krähen.

Wenn man den hässlichen und unwirtlichen Andreas-Hermes-Platz gleich mit wegreißt, könnte man sogar die komplette Verkehrsführung ändern: die 'Lister Meile' wäre dann Fußgängerzone (und hätte ihren Namen dort endlich verdient), der Verkehr in die Oststadt würde über eine verbreiterte und verlängerte Weißekreuzstraße an der DZ-Bank vorbei abgewickelt. Statt der heutigen 'Lister Meile' wäre dann der Straßenzug Fernroder Straße / Weißekreuzstraße die zentrale Kreuzung des Cityrings. OK, den Anwohnern der Weißekreuzstraße dürfte das vermutlich nicht so sehr gefallen, aber wie man so schön sagt: 'Schwund gibt's immer'. ;)

Auf diese Weise könnte sich sogar das Verkehrschaos bei einer oberirdischen 'Lösung' für die D-Linie in Grenzen halten (obwohl das ja eigentlich von niemandem hier gewollt ist ;)). Mit ihrer kurzsichtigen, politisch-dogmatisch motivierten Entscheidung zur Sanierung des Flachdachbunkers für satte 6 Millionen Euro hat sich die Stadt diese Möglichkeit leider auf absehbare Zeit verbaut.

homann5
July 28th, 2011, 11:12 PM
Es steht ja im Artikel, dass das noch kommt... ich bin gespannt.
Das galube ich erst, wenn das auch wirklich verbaut ist. Denn erzählen kann die HRG und insbesondere Herr Heinemann viel wenn der Tag lang ist. Wäre ja nicht das erste Mal, dass zwischen Erzählung der HRG und der Wirklichkeit Lichtjahre klaffen, siehe "Beleuchtungskonzept" Raschplatz.

Ich war heute Nachmittag seit langem mal wieder am Raschplatz unterwegs, da ist echt absolut tote Hose.

MartinT
July 31st, 2011, 12:12 AM
Ich war heute Nachmittag seit langem mal wieder am Raschplatz unterwegs, da ist echt absolut tote Hose.

Kann ich mich (leider) nur anschließen.

Der neue Tunnel hat übrigens den Charme eines Lieferantenzugangs. Insbesondere vom Raschplatzende (vom U-Bahn-Abgang) aus gesehen. Kann mir kaum vorstellen, dass ein Nichtortskundiger diesen Weg nutzen wird, um zur Lister Meile zu gelangen. :ohno:

Wishman
August 2nd, 2011, 04:37 PM
Hab' mir heute mal den Durchgang angesehen: Die Lampen funktionieren alle (noch); keine Attrappen, wie zuvor auf Grund der Fotos vermutet. Das einzig längerlebige scheint der Bodenbelag zu sein. Den Wänden gebe ich keine 4 Wochen, bis die ersten Graffities den Gang 'verschönern.

Ohje, was könnte man mit ein bischen guten Willen aus diesem Areal (inkl. Busbahnhof) machen?!

weidetor
August 2nd, 2011, 05:54 PM
jetzt ist ja auch das Prachtstück geschlossen....weiss jemand was da jetzt reinkommt?

matheking
August 2nd, 2011, 09:08 PM
jetzt ist ja auch das Prachtstück geschlossen....weiss jemand was da jetzt reinkommt?

Willkommen Weidetor!
Lt. HAZ weiß die Spielbank noch nicht was da rein soll.

weidetor
August 2nd, 2011, 09:11 PM
danke....ja, bin hier ganz neu. Gibt es eigentlich irgendwo Info darüber wann welche Strassen neu gemacht werden? einige wie zb die Brabeckstrasse oder die Ferdinard Walbrecht Strasse sind ja vor lauter Löchern und Flicken kaum noch befahrbar......

lifestyle032
August 2nd, 2011, 09:42 PM
Wo genau man einen Überblick über geplante Straßenreparaturen bekommt, weiß ich nicht, jedoch kenne ich eine Quelle, aus der man aktuelle Maßnahmen entnehmen kann:

http://www.presse-hannover.de/

-> Pressemeldungen ->> Verkehr

Squig
August 2nd, 2011, 10:45 PM
Willkommen Weidetor!
Lt. HAZ weiß die Spielbank noch nicht was da rein soll.

War halt ziemlich dumm das Gelbe Seiten da nicht wieder reinzulassen...

gstolze
August 3rd, 2011, 02:44 PM
Das ganze Projekt war fehlgeplant. Nur ein Umbau der Gebäude und Platzflächen hat nicht gereicht. Da hätte mein ganzheitlicher denken müssen. An den Raschplatz hätte ein Anker reingemusst, wie Saturn oder Mediamarkt, der die Leute von selbst anzieht. Außerdem hätte die Polizei nicht unter die Treppe gehen müssen. Da wäre Gastronnomie besser gewesen. Mit diesen beiden Dingen würde es da jetzt wesentlich lebendiger sein.

CrayZD
August 3rd, 2011, 02:53 PM
Außerdem hätte die Polizei nicht unter die Treppe gehen müssen. Da wäre Gastronnomie besser gewesen. Mit diesen beiden Dingen würde es da jetzt wesentlich lebendiger sein.

Word.

Der Wegzug zweier Gastro-Anker (Gelbe Seiten, Piazza Navona) war das schlimmste was dem Raschplatz passieren konnte. Auch bei geringfügig gestiegener städtebaulicher Attraktivität (die Betonung liegt hier aber wirklich auf 'geringfügig') ist es so letztendlich eine Negativentwicklung. Die Tages-Attraktivität zu steigern, ist gründlich misslungen, dafür hat man sogar noch die Abend-/Nacht-Attraktivität gesenkt, indem man zwei dem Breitenpublikum zugängliche Anziehungspunkte durch ein Angebot mit recht spezieller Zielgruppe (Spielbank) ersetzt hat.

homann5
August 3rd, 2011, 07:18 PM
Möglicherweise steht der nächste Knaller bevor: Die Sparkasse denkt angeblich darüber nach, den Umbau der Hauptstelle nun doch nicht in absehbarer Zeit in Angriff zu nehmen. Damit bliebe die Ostseite des Platzes auch weiterhin ein Schandfleck.

Amarok
August 3rd, 2011, 08:36 PM
Ein MäcGeiz am Raschplatz ist so ziemlich der größte Laden-GAU gewesen. Saturn wäre hier wirklich ein Knaller gewesen. Zu spät.

Schnitzelesser
August 3rd, 2011, 08:49 PM
Was ist denn an der Sparkasse ein Schandfleck? Die -1-Ebene ist doch ereits renoviert. Schandfleckiger als der "Neubau" ggü. kann es gar nicht sein.

Im Prinzip ist der Raschplatz jetzt sowas wie eine oberirdische D-Linie. Es wurde nichts verbessert.

CrayZD
August 4th, 2011, 09:14 AM
Ich habe gestern zum ersten Mal den 'neuen' Verbindungstunnel einem Praxistest unterzogen. Und ich muss sagen: ich bin positiv überrascht.

Bodenbelag und Beleuchtung (hell, aber nicht grell) sind durchaus vorzeigbar. Das einzige echte Manko sind die weiß getünchten Leichtbausteinwände. Das sieht irgendwie nach einem nicht für die Öffentlichkeit bestimmtem Provisorium aus, wie ja bereits mehrfach erwähnt wurde (Lieferanteneingang etc.).

Wenn man eh schon mit regelmäßigen Instandhaltungskosten rechnet, dann kann doch ein bisschen farbiger Putz - oder besser noch Auftragsgrafitti à la U-Station Lister Meile oder Friederikenplatztunnel - nicht das Wahnsinns-Kostenproblem sein. Die Deutsche Bahn z.B. lässt solche Tunnel im Umfeld von S-Bahn-Stationen oft in sattem Weinrot streichen (gesehen in Hamburg und München). Sieht meist richtig gut aus!

Was für mich das meiste Kopfschütteln ausgelöst hat: am Aegi (wo es wirklich etwas bringen würde) wird auf Fahrtreppen mit gläsernen Seitenläufen verzichtet - angeblich aus Angst vor Vandalismus. Am Abgang zu besagtem Tunnel (24h offen, nicht videoüberwacht, extrem vandalismus-anfällig) wird genau so eine Fahrtreppe installiert. Hass!

Lefthandy
August 11th, 2011, 01:41 PM
Bin heute auch erstmals durch den Verbindungstunnel gegangen und kann meinen Vorredner bestätigen. Gruselig wirkt es jedenfalls nicht, fest schon etwas steril. Der Bodenbelag ist ansprechend und so gar mit einer gestalterischen Idee (Übergang helles zu dunklem Pflaster in "abbröckelnder" Optik). In krassem Gegensatz dazu aber die lediglich weiß gestrichenen Wände, einzig mit profanen Metalltüren als ungewollte Highlights auf beiden Seiten. Die Beleuchtung ist vollständig aktiviert aber mehr als ausreichend und ganz angenehm. Bislang ist noch kein "Tag" oder Graffiti zu sehen, dafür aber schon zahlreiche Verschmutzungen, vor allem Flüssigkeiten (Coffee to go?) der an die Wände geschüttet wurde (anders kann ich mir das nicht erklären). Jedenfalls müsste man den Gang wohl jede Woche neu streichen um ihn in ansprechendem Zustand zu halten. Ein Restposten Verkleidungspaneele aus Raschplatz- oder Niki-Promenaden Beständen hätte doch noch aufzutreiben sein müssen.

Wishman
August 20th, 2011, 12:44 PM
Die Querelen um den Raschplatz sind noch nicht zu Ende, wie ein Artikel aus der HAZ zeigt: Es geht um öffentliche Toiletten und die Kosten für deren Betreibung. Ein Raum sei bereits vorhanden. Wenn ich das richtig interpretiere, liegt der auf der -1 Ebene wie der Gang.

Ob das sinnvoll ist, darüber kann man streiten. Besser wäre es m. E., die Toiletten oberirdisch zu installieren. Das ist optisch zwar die schlechtere Lösung, doch wenn die Sache nach unten verlegt wird, könnte das als Anreiz gesehen werden, auch die Treffpunkte dorthin zu verlegen. Man befindet sich im Trockenen und hat kürzere Wege, wenn es mal drückt. Wäre zumindest meine Befürchtung.

Den Streit um öffentliche WC's an sich finde ich absolut absurd. Die Notdurft ist eine menschliche Notwendigkeit. Verrichtet man sie 'wild', muß man mit Bußgeld rechnen, es ist nicht immer eine Kneipe oder Restaurant in der Nähe. Die nehmen i. d. R. Geld, haben vielleicht Ruhetag oder verweigern Nichtgästen den Zutritt zum WC.

Öffentliche WC's sind so rar, wie ein 6er im Lotto. Ich meine, aufgrund der Gebühren und Steuern, die wir alle zahlen, sollte es für die Stadt eigentlich zur Pflicht werden, sich um ausreichnend öffentliche, kostenlose Toiletten zu kümmern, die an relevanten Stellen errichtet werden sollten. So stark wird es das Stadtsäckel nicht belasten. Außerdem ist das Mäzeentum der Stadt gefordert.

Wie dringend solche Maßnahmen sind, kann sicher der beurteilen, der einmal eine 'ausweglose' Situation erlebt hat, und ich glaube, das trifft auf Jeden zu.

Passage zum Lister Tor

Streit um Toiletten im Tunnel am Raschplatz

Von Conrad von Meding |

20.08.2011 08:11 Uhr

Um den neuen Durchgang
 zwischen Raschplatz 
und Lister Tor sauber 
zu halten, will die 
Ratspolitik eine Toilette einrichten. Doch das ist nicht so einfach.

Der Tunnel zwischen dem modernisierten Raschplatz und dem Bredero-Hochhaus am Lister Tor ist komplett saniert worden.

Hannovers modernster Fußgängertunnel leuchtet in strahlendem Weiß. Der unterirdische Durchgang zwischen dem modernisierten Raschplatz und dem Bredero-Hochhaus am Lister Tor ist nach langem politischen Streit eine schicke Passage geworden. Damit sich die Befürchtungen des Tunneleigentümers, der Grundstücksgesellschaft HRG, nicht bewahrheiten und binnen kürzester Zeit die Wände wieder als Urinale missbraucht werden, soll es an der Raschplatzseite eine kostenlose Toilette geben. Den Raum hat die HRG bereits vorbereitet, die Anschlüsse für Wasser, Belüftung und Strom sind gelegt. Nur um die Einrichtung der Toilette und den Betrieb gibt es jetzt Ärger. „Es ist unsäglich“, sagt SPD-Ratsherr Thomas Hermann, „immer wenn es in dieser Stadt um das Gemeinwohl geht, sperrt sich irgendjemand.“ Er will, dass die kommunale Stadtentwässerung die Aufgabe übernimmt: „Es ist schließlich der Job des Unternehmens, sich um diese drängenden Bedürfnisse der Bürger zu kümmern.“

Mit den öffentlichen Toiletten ist es seit Jahren ein Problem in Hannover. Seit die Stadt die Betreuung der Toiletten an das Privatunternehmen Ströer vergeben hat, ist deren Zustand zwar deutlich besser, dafür kostet der Eintritt Geld. Geld, das viele Menschen nicht übrig haben. Das wiederum ist im Stadtbild sichtbar. Ob am Opernplatz, am Güterbahnhof oder eben am Raschplatz, überall gibt es die Dreckecken. „Wer den ganzen Tag am Raschplatz steht und Bier aus Dosen für 20 Cent trinkt, der gibt eben nicht einen Euro für die Entsorgung des Bieres aus“, sagt ein Geschäftsmann aus der Nachbarschaft nüchtern: „Die einzige Lösung sind kostenfreie Toiletten.“

Der kostenfreie Betrieb aber wiederum stellt die Politik vor Probleme. Das Privatunternehmen Ströer will sie nicht anbieten – es will Geld verdienen. SPD-Ratsherr Hermann macht daher die Rechnung mit der kommunalen Stadtentwässerung auf. „Die Stadtentwässerung kassiert das Geld der Gebührenzahler, also aller Hannoveraner. Dann soll sie auch zum Wohle aller Hannoveraner dafür sorgen, dass es in problematischen Bereichen Möglichkeiten gibt, sich zu erleichtern.“ Von der Stadtentwässerung gab es dazu am Freitag keine offizielle Stellungnahme. Man führe Gespräche, hieß es nur. Im Grundsatz müssten Sonderwünsche aber aus dem Gesamthaushalt der Stadt bezahlt werden, nicht aus den Einnahmen der Stadtentwässerung.

HRG-Geschäftsführer Thomas Heinemann will den Vorgang nicht kommentieren. Er bestätigte am Freitag nur, dass sein Unternehmen einen Raum am nördlichen U-Bahn-Aufgang für die geplante Toilette zur Verfügung stellt. Das Unternehmen HRG, eine Tochtergesellschaft von Sparkasse und Üstra, hatte ursprünglich den gesamten Tunnel schließen wollen, weil es eine neuerliche Verwahrlosung fürchtet. Nur auf massiven Druck der Ratsmehrheit und der Kaufleute aus der Lister Meile wurde der Tunnel saniert. „Jetzt ist es nur logisch, dass wir mit einer Toilette dafür sorgen, dass der Tunnel sauber bleibt“, sagt Politiker Hermann.



http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Streit-um-Toiletten-im-Tunnel-am-Raschplatz

telemaxx
October 5th, 2011, 07:19 PM
^ Ja, die Liste der Unternehmen, mit denen Investoren in der Vergangenheit als Mieter fürs Lister Dreieck angekommen sind, ist leider sehr lang: die Deutsche Bahn, die Deutsche Hypo, Deloitte, Telekommunikationsunternehmen, Automobilhersteller, Elektromärkte, ein Outlet-Kaufhaus, Systemgastronomiebetriebe ... auch Hotels und Wohnungen waren mal im Gespräch. Aber aus allem ist ja bekanntlich nichts geworden - weiß der Teufel warum. Bin gespannt, wann der nächste Investor das Grundstück in Angriff nimmt.

Mit der Entscheidung der Jury bin ich indes auch sehr glücklich. Die Rundung passt super an den Ort - dazu die durch die Lisenen gegliederte Natursteinfassade ... gefällt mir!

Deloitte und Deutsche Hypo bauen jetzt woanders neu, die fallen für längere Zeit raus.
Telekom ist neu auf dem Hanomag-Gelände.

Der Mix würde es m.E. machen: Büros (z.B. für die Bahn), in den oberen Geschossen Wohnungen. Einzelhandel ist in der Lage m.E. problematisch, da dort keine Laufkundschaft existiert.

Andererseits könnte eine Neubebauung zusammen mit dem neuen ZOB und einer Aufwertung des Tunnels die Verbindung zwischen Ernst-August-Platz und Lister Meile neu beleben.

Bob!
October 5th, 2011, 07:59 PM
Der Mix würde es m.E. machen: Büros (z.B. für die Bahn), in den oberen Geschossen Wohnungen. Einzelhandel ist in der Lage m.E. problematisch, da dort keine Laufkundschaft existiert.

Praktisch ein modernes Bredero-Hochhaus! ;)

Möglicherweise steht der nächste Knaller bevor: Die Sparkasse denkt angeblich darüber nach, den Umbau der Hauptstelle nun doch nicht in absehbarer Zeit in Angriff zu nehmen. Damit bliebe die Ostseite des Platzes auch weiterhin ein Schandfleck.

Hast du da noch irgendetwas Neues gehört?

Das Architekturbüro Schulze & Partner (welches auch schon diese Projektstudie (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Sparkasse-baut-Zentrale-in-Hannover-fuer-70-Millionen-um) angefertigt hatte) führt die Sanierung jetzt unter dem Menüreiter "aktuell" auf:

Sanierung der Hochhaustürme Sparkasse Hannover am Raschplatz
Bauherr: Sparkasse Hannover, Aegidientorplatz 1, 30159 Hannover
Beauftragte Leistung: alle Leistungsphasen (LPH 1 + 2 aktuell)
Baukosten: keine Angabe

http://schulze-architektur.de/uploads/pics/04mit_BildSK_01.jpg

Sanierung der Hochhaustürme Sparkasse Hannover am Raschplatz

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Die Sparkasse Hannover möchte ihr Verwaltungshochhaus am Raschplatz aus den 70er Jahren energetisch sanieren und die bestehenden, internen Bürostrukturen neu gestalten. Im Zuge dieser Neukonzeption soll auch die räumliche Zusammenführung, der heute an verschiedenen Standorten verteilten Funktionen und Abteilungen, am Raschplatz realisiert werden.

Auf rund 30.000 qm NGF wird das Gebäude später 800 Mitarbeitern Platz in neuen und zukunftsorientierten Arbeitswelten bieten. Neben den Büroflächen werden außerdem attraktive Konferenz- und Beratungsbereiche sowie ein neues Gastronomiekonzept mit hochwertigen Veranstaltungsflächen für bis zu 200 Personen beplant.

In Zusammenarbeit mit den öffentlichen Stellen werden zudem verschiedene Designvarianten der Fassade untersucht, die allesamt den energetischen - auch zukünftigen - Forderungen und dem Anspruch einer attraktiven Außenhautgestaltung gerecht werden.

Dem ganzheitlichen Sanierungsansatz folgend, sollen nicht nur die Gebäudehülle, sondern auch ein Großteil der haustechnischen Installationen und Anlagen erneuert werden. Dadurch kann nachhaltig der Energiebedarf des Gebäudes minimiert und der Qualität der neuen Flächen gesteigert werden.
Quelle: www.schulze-architektur.com

CrayZD
November 2nd, 2011, 11:04 AM
Noch ein deutliches Indiz contra Verschiebung/Absage:

NP Hannover-Teil von heute zum Thema Raschplatz (http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20111102html/Page/1102_NP_HP_13.jpg)

Der Umbau hat für Sparkassensprecher Stefan Becker eine positive Entwicklung gebracht: „Wir haben weniger Vandalismusschäden, das Umfeld hat sich beruhigt.“
2012 trägt die Sparkasse selbst noch zur Verschönerung bei: Das braune Haupthaus wird umgebaut – ein Millionenprojekt.

Ich kann diese Bad-News-Are-Good-News-Mentalität bei manchen hier einfach nicht verstehen. Ist mir schon damals beim Ihmezentrum aufgefallen, einige Hannoveraner verfolgen solche Entwicklungen geradezu mit diebischer Freude und dichten sogar mit unglaublichem Vergnügen aktiven Projekten die Insolvenz an (Kröpcke-Center).

Das neue Konzept fürs Ex-Cocino, das da in der Mache ist, klingt auch schon vielverprechend. Lokalpatriotismus und frisches Herri, was will man mehr? :D

homann5
November 2nd, 2011, 12:27 PM
CrayZD, man sollte solche Dinge immer kritisch betrachten und nicht immer alles galuben, was die Hofberichterstatter der NP und HAZ so schreiben. So gibt es bis heute zum Beispiel keine plausiblen Erklärungen dafür, warum es beim KC so lange Verzögerungen gegeben hat, gleiches gilt auch für den Umbau der ehemaligen EA-Markthalle am EAP. Zudem gibt es aus anderen Städten mehrere glaubwürdige Berichte darüber, dass Centrum bei dortigen Projekten arg mit den Finanzen zu kämpfen hatte, bzw. kurz vor der Insolvenz stand. Was blindes Vertrauen bringt, sieht man ja wunderbar am von Dir selbst genannten Beispiel Ihmezentrum.

Zum Thema Sparkassenumbau: Teile meiner Familie arbeiten bei der Sparkasse, unter anderem auch am Raschplatz. Bislang sind lediglich die Umbauten im Innerend es Gebäudes beschlossen, für die Umgestaltung der Fassade soll es noch immer keinen Beschluss geben. Und es muss ja auch einen Grund dafür geben, dass man nicht wie ursprünglich geplant bereits im vergangenen Monat mit den Arbeiten begonnen hat.

Und zum Raschplatz: Wieder einmal ein absolut unkritischer Bericht über den Umbau. Kein Wort davon, dass für eine der wichtigsten Flächen (Prachtstück) nach mehreren Monaten immer noch kein Mieter gefunden wurde. Gleiches gilt auch für den nördlichen Bereich der -1-Ebene. Von der Lichtinstalltion im Tunnel Richtung Lister Meile ist auch nichts mehr zu hören, dabei sollte die doch unmittelbar nach der Fertigstellung installiert werden.

CrayZD
November 2nd, 2011, 12:57 PM
^^ Hä? Über das fehlgeschlagene Gastrokonzept und die Mietersuche wird doch im Artikel berichtet. Genauso wie die HAZ damals auch über unbezahlte Rechnungen und unerklärliche Bauverzögerungen beim KC berichtet hat. Nur man bleibt eben bei den Fakten und überlässt die wilden Spekulationen dem Leser. Dass die meisten Projektentwickler immer haarscharf am Rande der Insolvenz operieren, ist ja ohnehin ein offenes Geheimnis in der Branche.

Kritisches Hinterfragen ist das eine. Das übliche Spielchen à la 'ich kenne da jemanden, der jemanden kennt, und der sagt...' das andere. Zumal ich den Wahrheitsgehalt von Flurfunk aus den Unternehmen selbst aus der Praxis kenne. Auch Du hast hier vor allem bei Nahverkehrsthemen schon des öfteren danebengelegen mit Mutmaßungen wie 'das geht nicht', 'das wird nicht genehmigt', 'das wird man nicht so machen wie nach außen kommuniziert, sondern soundso...' - und am Ende war's doch alles genauso wie es die 'Hofberichterstatter' geschrieben haben.

Ich glaube zwar nicht, dass man hier in einem Laienforum ähnlichen Schaden anrichten kann wie mit einem falschen Bericht in der HAZ/NP, aber weiß... vielleicht lässt sich der eine oder andere potentielle Mieter etc. doch von Forengeplänkel beeinflussen.

Lefthandy
November 2nd, 2011, 01:43 PM
Gute Nachricht: Ins Ex-Cocino soll ein Herrenhäuser Bierlokal mit Hannover-Motiven. Das könnte ein erster Schritt hin zu mehr 'Gesicht' in der Ecke sein.

Der Bericht ist ansonsten schon programmatisch auf Alles-Super gebürstet. Ausgeblendet wird zB McGeiz, von dem ich nicht weiß, wie es läuft. Zu überrennen scheinen ihn die Kundenströme jedenfalls nicht. Für Antlitzt und Branchenmix des Raschplatztes ist dieser Laden nach wie vor ein Pickel am Hintern.

Ausgeblendet werden auch die nach wie vor jungfräulichen, von Mieterhand unberührten Ladenflächen bei den U-Bahnaufgängen stadtauswärts. Der bescheidene und vielumkämpfte Ausbau des Fußgängertunnels zur Lister Meile scheint daran nichts geändert zu haben.

Die schlimmste Fehlplanung von allen ist ohnehin, die Polizei in das zentrale Sahne-Ladengeschäft zu lassen, an dem Ort, wo selbst auf dem desaströsen alten Raschplatz das italienische Restaurant gut lief. Die alte Polizei wird belebender und dekorativer Weise zugemauert. Ich weiß nicht, ob die Verbrechensbekämpfung durch eine 50 Meter in die Platzmitte gerückte Polizei so entscheidend besser funktioniert.

Eine Außensanierung der Sparkasse wäre natürlich wünschenswert. Schaut man sich vom Bahnsteig aus mal die oberen Etagen des Gebäudes an, wirkt die Fassade wirklich schon recht schmuddelig. Eine bloße Instandsetzung würde meinetwegen auch genügen, ich finde das braun nicht schlimm und die Gesamtkomposition nach wie vor gelungen. Weiß denn jemand davon, ob seitens der SPK noch Pläne bestehen, LAdenfläche an der neu gestalteten Platzfront unterzuvermieten?

homann5
November 2nd, 2011, 01:51 PM
Genauso wie die HAZ damals auch über unbezahlte Rechnungen und unerklärliche Bauverzögerungen beim KC berichtet hat. Nur man bleibt eben bei den Fakten und überlässt die wilden Spekulationen dem Leser.
Umso erstaunlicher, dass überregionale Tageszeitungen dann deutlich mehr Fakten liefern können als die HAZ, bzw. etwas tiefer graben und sich Artikel nicht diktieren lassen. Das Thema gab es hier aber schon mehrfach in Bezug auf zahlreiche Projekte.

Kritisches Hinterfragen ist das eine. Das übliche Spielchen à la 'ich kenne da jemanden, der jemanden kennt, und der sagt...' das andere. Zumal ich den Wahrheitsgehalt von Flurfunk aus den Unternehmen selbst aus der Praxis kenne.
Natürlich ist sowas wie "Hast Du eigentlich schon gehört..." nicht immer ernst zu nehmen. Dumm ist es nur, wenn sich der Flurfunk als wahr erweist. Und im Falle des Sparkassenumbaus hat sich dieser ja bestätigt, aus dem Start im Oktober ist nichts geworden.

Auch Du hast hier vor allem bei Nahverkehrsthemen schon des öfteren danebengelegen mit Mutmaßungen wie 'das geht nicht', 'das wird nicht genehmigt', 'das wird man nicht so machen wie nach außen kommuniziert, sondern soundso...' - und am Ende war's doch alles genauso wie es die 'Hofberichterstatter' geschrieben haben.

Beispiele bitte!

Ich glaube zwar nicht, dass man hier in einem Laienforum ähnlichen Schaden anrichten kann wie mit einem falschen Bericht in der HAZ/NP, aber weiß... vielleicht lässt sich der eine oder andere potentielle Mieter etc. doch von Forengeplänkel beeinflussen.
Komm mal bitte wieder zurück auf den Teppich! Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man über finanzielle Probleme eines Investors oder mögliche Planänderungen spekuliert/diskutiert oder ob man ein Unternehmen in aller Öffentlichkeit der Insolvenzverschleppung beschuldigt. Ein Forum wie dieses dient nun einmal der Diskussion und des Meinungsaustausches.

@Lefthandy:
Auch wenn CrayZD das wieder als Flurfunk abtut: Man hat schlicht und ergreifend keine Mieter gefunden.

CrayZD
November 2nd, 2011, 02:08 PM
Natürlich ist sowas wie "Hast Du eigentlich schon gehört..." nicht immer ernst zu nehmen. Dumm ist es nur, wenn sich der Flurfunk als wahr erweist. Und im Falle des Sparkassenumbaus hat sich dieser ja bestätigt, aus dem Start im Oktober ist nichts geworden.

Das ist eine ähnlich sinnige Argumentation wie in bezug auf die Verspätung beim KC zu sagen: 'Flurfunk hat sich bestätigt, Centrum ist insolvent'.

Fakt ist: der ursprüngliche Zeitplan wird nicht eingehalten. Da die Sparkasse aber von vornherein unverhohlen zugegeben hat, dass sie noch kein Konzept für die Fassadengestaltung hat, sondern bisher nur Ideen kreisen, erachte ich das als nicht dramatisch. Zwischen Zeitverzug, dem (bisher) nicht erfolgten Beschluss, etwas zu bauen, und dem Beschluss, etwas geplantes nicht zu bauen, besteht für mich immer noch ein himmelweiter Unterschied.

Beispiele bitte!

Müsste ich raussuchen. In dem Fall, den ich konkret in Erinnerung habe, ging es um den Bau von Hochbahnsteigen, sowohl was den Zeitplan / die Reihenfolge als auch die Bauausführung angeht. Bis auf den Küchengarten ist man auf die nächsten Jahre gesehen praktisch voll im NVP, Du hingegen hast hier vor einiger Zeit mal was von einer praktisch schon beschlussreifen, gravierend geänderten Planung geschrieben.

Auch wenn CrayZD das wieder als Flurfunk abtut:

Um mit Deinen Worten zu sprechen: komm mal bitte wieder zurück auf den Teppich! Kein Grund zur Stänkerei.

Die schlimmste Fehlplanung von allen ist ohnehin, die Polizei in das zentrale Sahne-Ladengeschäft zu lassen, an dem Ort, wo selbst auf dem desaströsen alten Raschplatz das italienische Restaurant gut lief.
Piazza Navona lief aber eher nicht wegen, sondern trotz der Lage. Da hätte man erstmal einen ähnlichen Magneten wieder hinbekommen müssen. Vielleicht hat man's ja auch versucht, und die Polizei war nur zweite Wahl.

Die Möglichkeit, z.B. Außengastronomie oder -Stände anzubieten, ist bei diesem Ladengeschäft jedenfalls durch die Freitreppe begrenzter denn je. Der Platz ist ja weitgehend schon durch Mister Q / die Sonderbar abgegrast, es bliebe also nur der unattraktive rückwärtige Teil. Ein richtiges Sahnestück würde die Fläche erst werden, wenn man endlich die Anbindung zur Lister Meile vernünftig gestaltet (Unterführung, Schneckentreppe, Bereich um den Pavillon). Aber da ist ja anscheinend auf absehbare Zeit nichts geplant. Vermutlich nutzt man nichtmal die Steilvorlage, wenn tatsächlich die Linie 10 am Raschplatz enden sollte. Dabei wäre die dadurch entstehende Passantenfrequenz, die man z.B. mit einem Direktzugang vom Bahnsteig in die -1-Ebene abfangen könnte, das einzig positive an dem Oberflächengewurschtel.

homann5
November 2nd, 2011, 04:08 PM
Fakt ist: der ursprüngliche Zeitplan wird nicht eingehalten. Da die Sparkasse aber von vornherein unverhohlen zugegeben hat, dass sie noch kein Konzept für die Fassadengestaltung hat, sondern bisher nur Ideen kreisen, erachte ich das als nicht dramatisch. Zwischen Zeitverzug, dem (bisher) nicht erfolgten Beschluss, etwas zu bauen, und dem Beschluss, etwas geplantes nicht zu bauen, besteht für mich immer noch ein himmelweiter Unterschied.
Geplant war (soweit laut HAZ beirchtet und "was man so hört"), dass im Oktober mit den vorbereitenden Arbeiten für die Umgestaltung der Fasade sowie den Arbeiten im Inneren begonnen wird. Im Außenbereich sollten diese Arbeiten unabhängig vom zu beschliessenden Design sein. Dass man im Gebäude noch nicht angefangen hat, soll an kurzfristigen Planänderungen liegen.

Müsste ich raussuchen. In dem Fall, den ich konkret in Erinnerung habe, ging es um den Bau von Hochbahnsteigen, sowohl was den Zeitplan / die Reihenfolge als auch die Bauausführung angeht. Bis auf den Küchengarten ist man auf die nächsten Jahre gesehen praktisch voll im NVP, Du hingegen hast hier vor einiger Zeit mal was von einer praktisch schon beschlussreifen, gravierend geänderten Planung geschrieben.

Ähm, da informiere Dich bitte richtig. Es ging unter anderem um die Diskussion innerhalb des Verkehrsausschusses, dass es Bedenken von Seiten einiger Bürger/Institutionen seitens des Zeitplans für Rethen gegeben hat. Dazu hieß es unter anderem, dass der Zeitplan nicht in Stein gemeißelt wäre und man diesen je nach Bedarf auch noch ändern könne. Wenn man mal einen kurzen Blick in den NVP wirft, wird klar, dass man bei zahlreichen Hochbahnsteigen alles andere als im Soll liegt:

Küchengarten hast Du selbst angesprochen
Schwarzer Bär; der wird aller Voraussicht nach nur durch ein Wunder in der ersten Hälfte 2012 fertig, sollte ursprünglich aber noch in diesem Jahr in Betrieb gehen
Universität, Schneiderberg und Parkhaus; da sind die Planungen wohl noch nicht ganz abgeschlossen, die Inbetriebnahme 2012 wird wohl zumindest am Parkhaus nichts
Laatzen; der wird eventuell von 2013 auf 2012 vorgezogen, so heißt es zumindest aus Reihen des Stadtrates
Das Projekt "Empelder Straße" mit den Bahnsteigen Safariweg und Hermann-Ehlers-Allee, vorgesehen für 2014/2015, ist vorerst gestrichen worden. Einerseits gibt es Probleme mit der Verkehrsführung im Bereich der Stadtgrenze, andererseits steht das für die neue P+R-Anlage benötigte Land anders als erwartet nicht zur Verfügung


Die Region betont selbst immer wieder, dass die im NVP genannten Projekte einschließlich der Jahreszahlen nur Vorschläge seien.

telemaxx
November 2nd, 2011, 05:46 PM
Im ersten HAZ-Artikel (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Sparkasse-baut-Zentrale-in-Hannover-fuer-70-Millionen-um) zum Sparkassen-Umbau war folgende Aussage zu lesen:

Frühestens im Frühjahr 2012 werde die Planung so weit sein, dass es einen Baustart geben könne, sagt Architekt Schulze.

@homann: Auf welchen HAZ-Artikel beziehst du dich?
Bzgl. des KC habe ich keinen einzigen Beleg gesehen, der die Gerüchte bestätigt hat.

homann5
November 2nd, 2011, 07:00 PM
@homann: Auf welchen HAZ-Artikel beziehst du dich?
Aus keinem HAZ-Bericht, sondern einer Mitteilung des Sparkasse, die einige Tage später als der erste Artikel veröffentlicht wurde. Darin hieß es, dass die vorbereitenden Arbeiten bereits im Oktober beginnen würden, ebenso erste Arbeiten im Gebäude selbst.

Johannes Falkner
November 6th, 2011, 10:48 AM
[QUOTE=Lefthandy;85296793]

"Ausgeblendet werden auch die nach wie vor jungfräulichen, von Mieterhand unberührten Ladenflächen bei den U-Bahnaufgängen stadtauswärts. Der bescheidene und vielumkämpfte Ausbau des Fußgängertunnels zur Lister Meile scheint daran nichts geändert zu haben."

Ja, warum eigentlich? Die Stadt sollte doch ein großes Interesse an der Vermietung haben.


"Die schlimmste Fehlplanung von allen ist ohnehin, die Polizei in das zentrale Sahne-Ladengeschäft zu lassen, an dem Ort, wo selbst auf dem desaströsen alten Raschplatz das italienische Restaurant gut lief. Die alte Polizei wird belebender und dekorativer Weise zugemauert. Ich weiß nicht, ob die Verbrechensbekämpfung durch eine 50 Meter in die Platzmitte gerückte Polizei so entscheidend besser funktioniert."

Sehe ich auch so!

Johannes Falkner
November 6th, 2011, 10:57 AM
Es steht ja im Artikel, dass das noch kommt... ich bin gespannt.

Die HRG hat ja schon mehrfach zu Protokoll gegeben, dass sie diesen Tunnel nicht will. Nur auf politischen Druck wurde er saniert. Daher meine Vermutung: die HRG hat den Tunnel absichtlich so geplant, dass er von vornherein einen Un-Ort darstellt und möglichst schnell zum vermüllten Sicherheitsrisiko wird. Dann kann Sie in spätestens einem Jahr nachweisen, dass der Tunnel einfach nicht funktioniert, und ihn letztendlich doch noch zuschütten.

...das könnte durchaus sein.

Johannes Falkner
November 6th, 2011, 11:03 AM
Die Möglichkeit, z.B. Außengastronomie oder -Stände anzubieten, ist bei diesem Ladengeschäft jedenfalls durch die Freitreppe begrenzter denn je. Der Platz ist ja weitgehend schon durch Mister Q / die Sonderbar abgegrast, es bliebe also nur der unattraktive rückwärtige Teil.

Das Problem ist nur, dass der Außengastronomie am Raschplatz unnötig Steine in den Weg gelegt werden. Die traurigen Pflanzentöpfe dort sind vom Bauamt vorgegeben. Die würden besser auf einen Friedhof passen, als neben ein Cafè.

CrayZD
November 6th, 2011, 12:54 PM
Wenn man mal einen kurzen Blick in den NVP wirft, wird klar, dass man bei zahlreichen Hochbahnsteigen alles andere als im Soll liegt:

[...]

Die Region betont selbst immer wieder, dass die im NVP genannten Projekte einschließlich der Jahreszahlen nur Vorschläge seien.

Ich sprach von 'gravierend'. Wenn man sinngemäß mal behauptet hat, dass angesichts von zu erwartenden Linden-ähnlichen Schwierigkeiten in Kirchrode (Großer Hillen) die C-Strecke keine Priorität mehr genießt und statt dessen vorrangig die B-Strecke barrierefrei gemacht werden soll, dann ist es m.E. müßig, anhand von halbjährigen Verspätungen die Richtigkeit seiner Aussagen zu dokumentieren. Für mich spricht der Bau- bzw. Planungsstand in Kleefeld und Herrenhausen eine eindeutige Sprache.

Aber egal, ist ja auch OT. Bezogen auf den Raschplatz und die Sparkassen-Fassade glaube und hoffe ich jedenfalls, dass Du Dich irrst. Wenn die alte Fassade bleibt, kannst Du Dich für Deinen Pessimismus immer noch feiern... ich würde es jedenfalls als verspielte Chance sehen, die Ecke architektonisch endlich mal richtig aufzuwerten. Dass die Gesamtsituation dort weiter, diplomatisch ausgedrückt, verbesserungswürdig ist, steht außer Frage. Das einzige wirklich neue Konzept, das dort gut läuft, ist die Sonderbar. Und so richtig neu ist die auch nicht, da man Mobiliar und Teile des Konzepts vom Coopers übernommen hat. Die Spielbank läuft so lala, MäcGeiz und die Polizei sind aus meiner Sicht Verlegenheitslösungen, und was sonst noch gut geht, hat nichts mit dem Raschplatzumbau zu tun, sondern war auch schon vorher erfolgreich (Baggi, Kino, Pizza Hut, Mister Q).

Johannes Falkner
November 6th, 2011, 07:02 PM
Weiß irgendjemand eigentlich, ob EU-Fördergelder in den Raschplatzumbau geflossen sind und wenn ja in welche Gewerke?

skole
February 23rd, 2012, 12:03 AM
2. Beschreibung des Vorhabens

Es ist geplant, die Fläche des Nord-West-Ausganges um die Spindel des Parkhauses und das neu erstellte Fahrradparkhaus zwischen Rundestraße und Lister Meile neu zu gestalten und die unterschiedlichen Nutzungen neu zu ordnen.
Die Zufahrt zum Parkhaus erfolgt weiterhin zweispurig von der Rundestraße und wird um ca. 15 m in Richtung Nord-West versetzt.
Die Ausfahrt aus dem Platzbereich wird, wie im derzeitigen Zustand über die Bushaltestelle an der Lister Meile erfolgen.
Insgesamt ist geplant den Platzbereich niveaugleich auszubauen und mit einer hellen Betonsteinplatte 20/20 in wassergestrahlter Oberfläche zu befestigen, unterteilt mit dunkleren Streifen ebenfalls mit Betonsteinplatten wassergestrahlt.
Die Kurzzeitparkplätze werden analog zum Vorplatz des Hauptbahnhofes mit Stahlnägeln gekennzeichnet.
Für die Taxenstände wurde entlang der Rundestraße auf der Nebenanlage ein Bereich vorgesehen, um ca. 9 Taxen abzustellen, gekennzeichnet ebenfalls mit Stahlnägeln.
Um die Platzfläche auch im Bereich der Platanen für alle auftretenden Wegebeziehungen zwischen Ausgang Hauptbahnhof und dem Gelände des geplanten Zentralen Omnibusbahnhofes bzw. des Gebäudes von Kaufland besser nutzbar gestalten zu können, ist geplant, die vordere Reihe der Platanen zu entfernen. Durch den sehr hohen Wurzelansatz der bestehenden Platanen ist eine Befestigung unter den Bäumen nicht möglich ohne die Bäume langfristig zu schädigen. Somit wurde eine Variante gewählt, die einen Teil der Platanen erhält und in die Platzgestaltung gestalterisch integriert und durch den Wegfall der vorderen Platanenreihe die Begehbarkeit gerade auch für mobilitätseingeschränkte Nutzer gewährleistet. Mit dieser Variante ist das Erscheinungsbild in Blickrichtung auf die Spindel des Parkhauses weitestgehend erhalten. Die vordere entfallene Baumreihe wird ersetzt durch Baumpflanzungen mit einem erheblich niedrigeren Wurzelansatz, geschützt und eingefasst mit begehbaren Baumscheiben. Die bestehende Baumreihe mit vier Platanen wird in einem Hochbeet eingefasst durch eine ansprechende Sichtbetonumrandung. Zusätzlich werden auf dieser Umrandung Sitzgelegenheiten vorgesehen.
Außerhalb der Lauf- und Fahrzonen werden wieder Fahrradbügel in gleicher Anzahl wie im Bestand installiert.

Die Beleuchtung wird im Rahmen des Ausbaues erneuert. Es ist geplant, im Bereich des Platzes die Leuchtenköpfe zu ersetzen bei Beibehaltung der Maststandorte und im Bereich der verlegte Parkhauszufahrt auch die Maststandorte der neuen Situation anzupassen.

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&Frame=NotesView&Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/8ED54C3ADE4B7C02C125799D0033EFD0?OpenDocument&AutoFramed

Antrag Nr. 15-0393/2012: Änderungsantrag zu Drucks. Nr. 0340/2012: Umbau des Nord-West-Ausganges Hauptbahnhof zwischen Rundestraße und Lister-Meile (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/SIMFrameset?OpenFrameSet&Frame=NotesView&Src=https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/0/D1DF0259850E1593C12579A50013BF9D?OpenDocument&AutoFramed)

CrayZD
March 22nd, 2012, 11:16 AM
Bisschen Geduld noch, dann geht's los. :)

Millionen fließen in neue Zentrale

HANNOVER. Unübersehbar, imposant, modern und klimafreundlich – so soll die neue Sparkassenzentrale sein. Auch der Vorstand wird zurück in den 70er-Jahre-Bau am Raschplatz ziehen. Ende November beginnen Umbau und Sanierung. Sie dauern etwa drei Jahre und kosten laut Sparkassenchef Walter Kleine 70 bis 90 Millionen Euro. Die 450 Mitarbeiter, die derzeit am Raschplatz untergebracht sind, werden ausquartiert. Wohin, ist noch ein Geheimnis. Den Komplex am Raschplatz mit 17 Stockwerken und rund 70 Metern Höhe hatte die Sparkasse Hannover 1977 bezogen. 2003, nach der Fusion mit der Kreissparkasse, entstand ein Konzept von zwei zentralen Standorten, das nach der Sanierung aufgegeben wird. Der Korpus des Baus am Raschplatz bleibt unverändert. Allein neue Fenster und die energetische Sanierung sollen jährlich bis zu 500?000 Euro sparen. Wahrscheinlich präsentiert sich das Hochhaus künftig im eleganten Silbergrau statt wie bisher im schmuddeligen Braun. Projektstudien des Architekturbüros Schulze & Partner zeigen eine verspiegelte Fassade. Der regionalen Wirtschaft soll der Umbau einen Auftragsschub bringen. So viel Aufträge wie möglich werden – das verspricht der Vorstand – an Unternehmen aus der Region gehen. Der Umzug garantiert außerdem Neuansiedlung oder Expansion für ein Unternehmen am Aegi. Denn den denkmalgeschützten 50er-Jahre-Bau dort wird die Sparkasse verkaufen oder vermieten. kig

Quelle: NP von heute

In der Printausgabe ist auch noch eine Grafik dazu. So wie ich das sehe, entspricht sie im wesentlichen den bekannten sp.a-Vorentwürfen mit Spiegelfassade, hellgrauem Stein und roten Einsprengseln (deckt sich ja auch mit dem Text). Ob das aber schon die endgültige Planung ist, wird nicht erwähnt.

telemaxx
March 22nd, 2012, 12:13 PM
Schön! :) Das gibt dem Raschplatz einen weiteren Schub - und führt dann hoffentlich dazu, dass auch mal etwas beim Bredero-Hochhaus und am Andreas-Hermes-Platz passiert.

AlfredJKwak
May 16th, 2012, 05:29 PM
Laut NP von heute beginnt der der Umbau im Herbst dieses Jahres und damit fast ein Jahr später als bisher angenommen. Immerhin ist weiterhin von rund 90 Millionen € die Rede.