View Full Version : Hannover | Neubebauung Steintorplatz | In Planung
devilsadvocate April 10th, 2009, 11:08 AM Landeshauptstadt Hannover
Beschlussdrucksache
In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
In den Verwaltungsausschuss
An den Stadtbezirksrat Mitte (zur Kenntnis)
Nr.
0783/2009
Anzahl der Anlagen
3
Zu TOP
Bebauungsplan Nr. 1723 - Steintor;
Aufstellungsbeschluss
Antrag,
die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 1723 zu beschließen.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Genderaspekte werden bei der Planung im größtmöglichen Umfang berücksichtigt werden.
Kostentabelle
Es entstehen Kosten für die Landeshauptstadt Hannover durch die Veränderung des öffentlichen Raumes und durch eine entsprechende Anpassung der Verkehrsführung. Sofern städtische Grundstücke, auf denen mit diesem Bebauungsplanverfahren Baurechte geschaffen werden, verkauft werden können, ist mit entsprechenden Einnahmen zu rechnen.
Begründung des Antrages
Im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs 'Lange Laube' im Jahr 2008 wurden auch Vorschläge zur Bebauung des Steintorplatzes an der Schnittstelle zwischen City und ehemaliger westlicher Vorstadt eingebracht. Der Bebauungsvorschlag des Büros Jabusch und Schneider (1. Platz) bietet die Chance für eine Stadtreparatur an bedeutender Stelle durch Neuinterpretation des historischen Stadtgrundrisses.
Städtebauliches Konzept
Die neu geplante Bebauung der Fläche des heutigen Steintorplatzes besteht aus zwei Baukörpern, die in jeweils unterschiedlicher Weise auf die Standortbedingungen reagieren. Der südliche Block entsteht auf dreieckiger Grundfläche und akzentuiert die Achsbeziehungen an der Georgstraße und der Goethestrasse. Das Gebäude bildet mit seiner der Georgstraße zugewandten Seite die hier notwendige Raumkante der Achse.
Der nördliche Block erhält seine Form aus den Bedingungen und der städtebaulichen Geometrie des Ortes, dem Anspruch wichtige Blickbeziehungen und Fußgängerverbindungen zur Langen Laube und zur Goseriede städtebaulich umzusetzen und dabei die seit den 50er Jahren entstandene städtebauliche Struktur weiterzubauen.
Neben der notwendigen Raumkantendefinition zur Georgstraße und der Verengung des Stadtraums im Übergang zur Langen Laube entsteht in der Verlängerung der Steintorstraße ein Straßenraum zwischen Nordmannblock und Neubau, der eine Blickachse zum Turm der Marktkirche bereits im Übergang zur Goseriede freihält.
Das Steintor erhält die an dieser Stelle bis zum Wiederaufbau vorhandene Verengung der Laveschen Achse zurück. Die vorgeschlagene Bebauung wird mit ca. 22 m für die Blockrandbebauung an die Höhe der umgebenen Gebäude angeglichen und damit deutlich niedriger angelegt als der nach wie vor dominante Turm des Anzeiger Hochhauses.
Nutzung
Als Nutzungen sind Mischungen aus Gastronomie, Einzelhandel, Büroflächen und ggf. Wohnen denkbar. Die Sockelgeschosse sind für den Einzelhandel, auch in kleinteiligem Maßstab, vorgesehen, um die Belebung der öffentlichen Räume an dieser Stelle weiter zu fördern.
Ausgeschlossen werden sollen Spielhallen. Durch geeignete Festsetzungen im Bebauungsplan soll sichergestellt werden, dass eine Ausweitung des Rotlichtviertels an dieser Stelle nicht stattfinden kann.
Durch die vorhandene Stadtbahnanlage und die im Rohbau fertiggestellte D-Linie in den Minusebenen erhöhen sich die Investitionskosten bei der Gebäudegründung.
Der neue Steintor-Platz an der Georgstraße
Aus der Anordnung der Baukörper entsteht ein neuer öffentlicher Stadtplatz als Eingang in die Innenstadt. Der Platz ist Teil einer Raumfolge die, vom Opernhaus ausgehend, bis zum Steintor ein System von Achsen, Grünbeziehungen und Platzräumen vorsieht. Hier treffen und verdichten sich die Wege und Achsen aus der Nordstadt, vom Klagesmarkt und der Goseriede mit den Laves´schen Hauptachsen.
Der Platz lebt von seinen Rändern und den dort vorgefundenen Nutzungen. Er eignet sich für alle öffentlichen Nutzungen vom Markt bis Event. Durch seine Dimensionierung entsteht die für ein Funktionieren eines öffentlichen Platzes notwendige urbane Dichte.
Für die Umsetzung der städtebaulichen Ziele ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Hierbei muss über entsprechende Festsetzungen sichergestellt werden, dass eine Ausweitung des Rotlichtviertels an dieser Stelle nicht stattfinden kann.
http://img13.imageshack.us/img13/8079/18541908.jpg
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Amarok April 15th, 2009, 01:51 PM Mein Urteil: nicht schön! Keine Sichtbeziehung zum Anzeiger-Hochhaus, Beibehaltung der zweigeschossigen Bebauung mit Nordmann-Passage, einfach nur uninspiriert hingebaut.
Beste Grüße von
http://www.pielawa.de/bilder/jenssign.gif
Lefthandy April 15th, 2009, 02:06 PM ^^ Halt wie so oft: irgendwelche Flickschusterei für die schnelle Mark.
Der Steintorplatz ist eigentlich auch gar nicht so verkehrt. Man müsste eher die Randbebauung schöner machen (Lücken füllen), dann käme er auch wieder besser zur Geltung.
So wäre es zwar auch eine Verbessrung, die wesentlichen Probleme blieben aber mal wieder unberührt und über die ungenutzten Potentiale darf man wieder mal nicht nachdenken.
Man stelle sich vor, einer der beiden Kästen wird demnächst als Grund aufgeführt, den D-Tunnel jetzt leider nicht mehr bauen zu können.
jp80 April 15th, 2009, 03:56 PM Ich weiß nicht. Irgendwie kann es doch nicht die Lösung sein, einen städtebaulich vielleicht nicht 100%ig gelungenen Stadtplatz einfach zuzubauen! Das passiert doch gerade schon am Kröpcke. Gegen ein paar anprechende neue Gebäude in dem Bereich hätte ich sicher nichts, aber was soll das denn hier werden? Der Steintorplatz als reine Straßenkreuzung? Find ich nicht gut!
Leine1977 April 15th, 2009, 04:21 PM Ich weiß nicht. Irgendwie kann es doch nicht die Lösung sein, einen städtebaulich vielleicht nicht 100%ig gelungenen Stadtplatz einfach zuzubauen! Das passiert doch gerade schon am Kröpcke. Gegen ein paar anprechende neue Gebäude in dem Bereich hätte ich sicher nichts, aber was soll das denn hier werden? Der Steintorplatz als reine Straßenkreuzung? Find ich nicht gut!
Ganz Deiner Meinung, jp.:) Ich versteh das auch nicht. Man sollte sich doch erst einmal der herunter gekommenen Randbebauung widmen. Z.T. sieht das gruselig aus. Und dann der Platz selbst: im Kontrast zu anderen Plätzen ist die Pflasterung gut, an sich finde ich den Halbmond recht gut gelungen - warum muss der und nur der jetzt verbaut werden?
P.S.: Ich hoffe die planen den Gänsebrunnen wenigstens mit ein. Ein hochwertiger Brunnen, wie ich finde!!!
Schnitzelesser April 15th, 2009, 04:51 PM Wieso soll das westliche neue Dreiecksgebäude auf einer Seite als hässlicher Zweigeschosser errichtet werden? Das ist doch gerade das, was niemand haben möchte.
CrayZD April 15th, 2009, 04:51 PM Könnte man die Halbmondform durch die Randbebauung aufnehmen (etwa wie beim Karlsplatz in München), wäre der Platz in der Tat so perfekt. Aber so wie's jetzt ist, wirkt es einfach zu weitläufig. Das müsste gemäß des Namens und der Lage ein Platz mit 'Torwirkung' zur Georgstraße sein. Keine Frage: durch die jetzt geplante Bebauung entfaltet er die auch nicht.
Für eine optimale Lösung unter Beibehaltung des Platzes müsste man:
Den McD-Block nicht nur abreißen, sondern das Grundstück und dessen Bebauung völlig neu formieren und die Fassaden Richtung Steintorplatz vorziehen.
Selbstverständlich den Spielhallenbau auf der gegenüberliegenden Seite ersetzen.
Die gesamte Gebäudefront des Blockes rechts daneben (zwischen Reitwall- und Scholvinstraße) zum Steintorplatz hin einreißen - was um die Bausubstanz nicht schade wäre - und der Straßenführung an dieser Stelle anpassen.
Diese drei Maßnahmen dann noch baulich aufeinander abstimmen, und man hätte das perfekte Einfallstor in die Stadt.
Da aber vermutlich jeder Stadtplaner weiß, dass so ein Vorhaben in Hannover utopisch ist, entscheidet man sich eben für das vermeintlich kleinste Übel.
Dabei ist die Grundidee, den Steintorplatz von der Straße wegzuziehen, gar nicht mal so schlecht. Was da entsteht, ist jedoch in meinen Augen kein Platz - sondern einfach nur ein langgezogenes, etwas verbreitertes Stück Fußgängerzone mit einer gewaltigen U-Bahn-Rampenanlage in der Mitte.
P.S. @Schnitzelesser: stimmt - erinnert mich an diverse hässliche Lücken in der City-Bausubstanz (Andreaestraße, Osterstraße...). Aber für einen geschlossenen Dreiecksbau ist dort vermutlich zuwenig Platz. :ohno:
Leine1977 April 15th, 2009, 06:19 PM Was da entsteht, ist jedoch in meinen Augen kein Platz - sondern einfach nur ein langgezogenes, etwas verbreitertes Stück Fußgängerzone mit einer gewaltigen U-Bahn-Rampenanlage in der Mitte.
Ein Platz ist ja auch gar nicht gewollt, schließlich - so erklärte man uns doch bei City2020 - sollen Laves´Achsen wiederhergestellt werden. Im Prinzip finde ich dies ja auch richtig (Laves ist nunmal unser erfolgreichster Stadtplaner gewesen). Künftig heißt es wohl wieder nur noch "Steintor".
gstolze April 15th, 2009, 08:51 PM Ich finde, man sollte hier eine größere Vision haben und nicht nur 2 Bauten auf den Freiplatz knallen. Ich habe grundsätzlich kein Problem, dass der unschöne Platz verschwindet, aber es sollte ein Gesamtquartiersprojekt werden. Zumindest der Flachblock mit McDoof usw. sollte mit einbezogen werden, eventuell auch noch Teile des höheren Blocks an der Nordmannpassage. Dann könnte man die alte Nordmannstraße wiederherstellen mit der Sichtachse zum Anzeigerhochhaus. Eventuell könnte man an der Spitze Richtung Goseriede eine kleinen Platz belassen, ähnliches wäre auch Richtung Georgstraße möglich. Das gäbe Urbanität, Harmonie und dennoch würden die alten Achsen wiederhergestellt werden. In anderen Städte klappt es doch auch, dass großräumige Projekte verwriklicht werden.
devilsadvocate April 16th, 2009, 10:05 AM Also für die Sichtbeziehung in Richtung Anzeiger-Hochhaus wäre ich auch zu haben, aber da müssten schon die jeweiligen Eigentümer und die stadt mitspielen.
Zumindest aber gehört wohl der Flachdach-Bau einem einzigen Investor.
youngwoerth April 16th, 2009, 11:50 PM Das ist ja genial! Steintor war für mich immer der hässlichste Platz Hannovers - schön, dass er bald nicht mehr existiert.
devilsadvocate April 17th, 2009, 09:29 AM Finde ich ebenfalls zu überproportiniert das Ganze.
Ein Platz lebt nun mal von der RAndbebauung, die dort so gut wie gar nicht existiert. Da fände ich eine Bebauung schon viel besser, wenn aber die Laves-Sichtachsen Richtung Herrenhausen gewahrt bleiben und vielleicht auch die Nordmannpassage wiederhergestellt werden könnte.
Aber hauptsache hochewrtige Architektur und Abkehr von diesen ganzen 70-er Jahre schmucklos Zweckbauten...
Element7 April 17th, 2009, 11:24 AM Mal schauen, ob die Pläne tatsächlich so umgesetzt werden. Da fließt noch viel Wasser die Leine runter.
Amarok May 8th, 2009, 09:49 AM So stand es gestern in der Neuen Presse:
http://www.pielawa.de/bilder/forum/diverses/090507-np-steintor.jpg
Es scheint also ernst zu werden, was? Zumindest haben die neuen Entwürfe eine Sichtachse zum Anzeiger-Hochhaus.
Aber ich habe gestern Stadtbaurat Bodemann einen Brief geschrieben, in dem ich um Weitsicht gebeten habe wegen der Abhängigkeit zu den vielleicht noch zu tätigenden Tiefbauten der D-Station. Er soll sich für den D-Tunnel stark machen und das Projekt nicht durch voreilig auf den Platz gewürfelte Häuser gefährden oder gar zunichte machen. Mal sehen, was er dazu sagt.
Beste Grüße von
http://www.pielawa.de/bilder/jenssign.gif
matheking May 9th, 2009, 06:37 PM Ich erinnere da gerne an einen alten Post von mir, der allerdings den D-Tunnel voraussetzt. Bei meinem Entwurf bleibt der eigentliche Platz erhalten und bekommt durch neue Bebauung Struktur!
Ich habe mir noch mal Gedanken zum Steintor gemacht. Die Tatsache, dass dieser zur Zeit recht unwirtlich ist entgeht mir ja schließlich auch nicht. Nichtsdestotrotz möchte ich, dass an dieser Stelle ein Platz bleibt. Meine Planung geht optimistischer Weise davon aus, dass die D-Linie gebaut wird und die Gleise in der Münzstraße damit frei werden. Verlegt man die Straße auf diese Fläche wird ungefähr der Bereich der zur Zeit von der Straße in Fahrtrichtung Goseriede belegt wird frei. Hier könnten schlanke, moderne Glasbauten entstehen. Vielleicht ähnlich wie das Torhaus am Aegi. Führt man die Bebauung beiderseits der Georgsstraße näher zusammen, könnte damit ein schöner dreieckiger Platz entstehen! Da ich ein Freund von Sichtachsen und Symmetrien bin habe ich diese gleich eingezeichnet. Durch die Bepflanzung mit Bäumen könnte aus der Goethestraße eine schicke Allee werden, die ihrem Namen zumindest in Zügen gerecht wird.
http://img512.imageshack.us/img512/7020/steintorlz4.jpg (http://img512.imageshack.us/my.php?image=steintorlz4.jpg)
Dirk_Hartwig June 16th, 2009, 02:10 PM Habe durch Zufall dies hier gefunden:
Broschüre eines Architektursymposiums (http://www.personal-style.de/baukultur-niedersachsen/images/pdf/Symposium_Baukultur_2008.pdf?ff59ab0f4b4ec16bff304f95c3f22b76=e0f865149387d926111f4660bcaf580a)
devilsadvocate June 16th, 2009, 08:17 PM Grauenvolle Bauten, die dort vorgestellt werden...
Hoffe die späteren Entwürfe werden besser!
AlfredJKwak June 16th, 2009, 08:35 PM Die Entwürfe der beiden Gebäude am Steintor wirken auf mich sauber, hell, von Licht durchflutet und ansprechend modern. Sie haben damit Eigenschaften, die kaum ein Gebäude am Steintor bietet, denn ich verbinde mit dem Steintor plump gesagt nur nur Gewalt, Puff, Dreck und Döner. Ich halte einen solchen Entwurf für genau das richtige Zeichen am Steintor. Ausgehend davon könnten sich weitere Investoren ansiedeln, die ähnlich bauen. Der Steintor im Stile eines kleinen Bruders vom AEGI ist zwar ein Gedanke, mit dem man sich erstmal anfreunden muss, aber eigentlich genau das Richtige für diesen Bereich. Die lange Laube als grüne Straße passt sich somit auch wunderbar an den Steintor an.
gstolze June 16th, 2009, 09:31 PM Habe durch Zufall dies hier gefunden:
Broschüre eines Architektursymposiums (http://www.personal-style.de/baukultur-niedersachsen/images/pdf/Symposium_Baukultur_2008.pdf?ff59ab0f4b4ec16bff304f95c3f22b76=e0f865149387d926111f4660bcaf580a)
Interessantes Dokument. Am besten gefiel mir der Beitrag über Leipzig, wo in den 90er Jahren entschieden wurden, die historsichen Raumkanten in der gesamten City wiederherzustellen. Was für ein Traum. Ein ähnliches Konzept würde ich mir für Hannover wünschen.
Lefthandy June 16th, 2009, 09:38 PM In der ehemaligen DDR haben sie es leichter die Nachkriegsplanungen zu revidieren, weil die ja eh von der bösen und überwundenen DDR vorgenommen wurde.
Hier in H sieht das anders aus. Generationen sähen sich um ihr Recht und ihr Erbe gebracht, wenn einfach so wiederhergestellt werden würde. In Leipzig erscheint es als West-Integration, in Hannover würde man es als bedenkliches Zeichen der Ablehnung bundesdeutscher Werte wahrnehmen.
matheking June 16th, 2009, 09:53 PM Grauenvolle Bauten, die dort vorgestellt werden...
Hoffe die späteren Entwürfe werden besser!
Dem kann ich nur zustimmen. Mal davon abgesehen, dass ich generell gegen eine Zubauung des Steintors bin, werten diese beiden Bauten den Platz auch nicht auf. Wenn ich dann noch sowas lese: Das alternierende
Aufweiten und sich Verjüngen des Bürgersteigs im Verlauf der Langen Laube
wird durch Verschwenken des nördlichen Baukörpers auf dem Steintorplatz
aufgenommen bekomme ich es mit der Angst zu tun!
tetaro June 17th, 2009, 01:50 PM Irgendwie besteht in Hannover ein Unvermögen, schöne Plätze zu erstellen. Das jetzige Steintor ist einfach zu leer und zu tot, keine Frage. Und zuviel Verkehr, der den Platz nach Norden verödet. Aber warum zubauen? Was würde dagegen sprechen, den Platzcharakter zu erhalten und auszubauen durch Grünanlagen, Sitzgelegenheiten und mehr Straßencafés?
Genau so der Aegi mit dem Torhaus. Der freie Raum war den Planern anscheind zu viel. Die Lösung? Statt den Raum lebendig zu füllen, erstellt man eine Barriere, die den Blick nach Süden verstellt.
homann5 June 17th, 2009, 01:55 PM Es war ursprünglich ja gar kein Platz wie heute. Daß es dort relativ "tot" ist, liegt meiner Meinung nach am Umfeld und der dementsprechenden Klientel. Meiner meinung nach kommt man nicht daran vorbei, die beiden Blöcke nördlich und südlich des Platz abzureissen, um eine ansprechende Umgestaltung vornehmen zu können. Aber braucht man in der Innenstadt noch einen Platz mit Cafés und Co.?
tetaro June 17th, 2009, 01:58 PM Es war ursprünglich ja gar kein Platz wie heute. Daß es dort relativ "tot" ist, liegt meiner Meinung nach am Umfeld und der dementsprechenden Klientel. Meiner meinung nach kommt man nicht daran vorbei, die beiden Blöcke nördlich und südlich des Platz abzureissen, um eine ansprechende Umgestaltung vornehmen zu können. Aber braucht man in der Innenstadt noch einen Platz mit Cafés und Co.?
Wieso noch einen? Wo gibt's denn so etwas (außer in der Altstadt und in den umliegenden Stadtteilen)? Die ganze Georgstraße ist doch ein Schlauch ohne Platzcharakter. Alle anderen platzähnlichen Orte sind in meinen Augen verdreckt oder von Beton und Verkehr eingekreist.
Wer das haben will, was sich in anderen Städten Innenstadt nennt, muss in Hannover auf die Lister Meile gehen.
tetaro June 17th, 2009, 02:05 PM Dem kann ich nur zustimmen. Mal davon abgesehen, dass ich generell gegen eine Zubauung des Steintors bin, werten diese beiden Bauten den Platz auch nicht auf. Wenn ich dann noch sowas lese: Das alternierende
Aufweiten und sich Verjüngen des Bürgersteigs im Verlauf der Langen Laube
wird durch Verschwenken des nördlichen Baukörpers auf dem Steintorplatz
aufgenommen bekomme ich es mit der Angst zu tun!
Also, ich halte es nicht für besonders gelungen, den Schlauchcharakter der Georgstr. einfach bis zum Steintor auszuweiten, so wie ich das verstanden habe. Gerade werden Gebäude zurückgebaut, die einen in der City erschlagen, (Kröpcke Center) und nun kommt schon wieder was. Der "Platz" Steintor ist nicht das Problem, das Problem ist, dass er aussieht wie ein Parkplatz.
Lefthandy June 17th, 2009, 02:37 PM AGerade werden Gebäude zurückgebaut, die einen in der City erschlagen, (Kröpcke Center)
"zurückgebaut" ist gut. Das wird doch wesentlich größer als vorher.
Was ich nebenbei nicht schlimm finde. In Hannovers Innenstadt wurde vielerorts übertrieben viel Raum und Platz geschaffen. Die Tendenz zu wieder mehr urbaner Dicht ist deshalb grundsätzlich willkommen.
Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die derzeitigen Projekte eher Flickschusterei betreiben. Den Steintorplatz müsste man nur anständig umranden (die Eingeschosser weg!) und die Bahn in den D-Tunnel bringen, dann könnte es ein schicker Platz werden.
Leine1977 June 17th, 2009, 02:40 PM Gerade werden Gebäude zurückgebaut, die einen in der City erschlagen, (Kröpcke Center)
Das KC wird nicht zurückgebaut, sondern ausgebaut.
Am Steintor krankt es m.M. an der häßlichen Randbebauung und der Klientel. Man sollte vielleicht zunächst die provisorischen Hütten abreißen, die ringsherum stehen. Neubauten werden es nämlich auch nicht alleine richten können...
realstranger June 17th, 2009, 06:52 PM Plätze in Hannover sind in der Tat ein spezielles Thema. Wo Platz dransteht, findet sich meistens nur eine große Straßenkrezung:
Aegi, Vahrenwalder Platz, Königsworther Platz, Goetheplatz (gut, da ist es keine Kreuzung sondern ein Kreisel), Friederikenplatz, Platz der Kaufleute (eigentlich nur ein Stück Straße zwischen 2 Kreuzungen), usw...
Das Steintor ist einer der wenigen Plätze, die wirklich Platzeigenschaften haben. Allerdings ist es durch den Verkehr und die gesamte Bebauung rundherum derart ungemütlich, dass er nicht zum Verweilen einlädt.
Neue Randbebauung, weniger Verkehr (Bahn unter die Erde :)) und Grünzeugs würden hier m. E. viel ausrichten!
matheking June 17th, 2009, 07:21 PM Also, ich halte es nicht für besonders gelungen, den Schlauchcharakter der Georgstr. einfach bis zum Steintor auszuweiten, so wie ich das verstanden habe. Gerade werden Gebäude zurückgebaut, die einen in der City erschlagen, (Kröpcke Center) und nun kommt schon wieder was. Der "Platz" Steintor ist nicht das Problem, das Problem ist, dass er aussieht wie ein Parkplatz.
Da verstehts Du mich falsch. Ich bin ein entschiedener Verteidiger des Steintorplatzes!
Siehe auch meine früheren Posts in denen ich auch Vorschläge gezeichnet habe wie es besser werden kann!
homann5 June 17th, 2009, 07:29 PM Wieso noch einen? Wo gibt's denn so etwas (außer in der Altstadt und in den umliegenden Stadtteilen)? Die ganze Georgstraße ist doch ein Schlauch ohne Platzcharakter. Alle anderen platzähnlichen Orte sind in meinen Augen verdreckt oder von Beton und Verkehr eingekreist.
Wer das haben will, was sich in anderen Städten Innenstadt nennt, muss in Hannover auf die Lister Meile gehen.
Plätze in Hannover sind in der Tat ein spezielles Thema. Wo Platz dransteht, findet sich meistens nur eine große Straßenkrezung:
Aegi, Vahrenwalder Platz, Königsworther Platz, Goetheplatz (gut, da ist es keine Kreuzung sondern ein Kreisel), Friederikenplatz, Platz der Kaufleute (eigentlich nur ein Stück Straße zwischen 2 Kreuzungen), usw...
Das Steintor ist einer der wenigen Plätze, die wirklich Platzeigenschaften haben. Allerdings ist es durch den Verkehr und die gesamte Bebauung rundherum derart ungemütlich, dass er nicht zum Verweilen einlädt.
Neue Randbebauung, weniger Verkehr (Bahn unter die Erde :)) und Grünzeugs würden hier m. E. viel ausrichten!
Wenn es (halbwegs) schön gestaltete Plätze mit viel Leben geht, gibt es doch eine ganze Menge. In der Innenstadt wären da zum Beispiel
Ernst-August-Platz
Kröpcke (ohne Baustelle)
Platz der Weltausstellung
Georgsplatz
Lister Meile/Körtingstraße
Weißekreuzplatz
Wenn es weiter ausserhalb sein darf, dann gibt es auch einiges an Auswahl,
Pariser Platz
Badenstedter Markt
Fiederlerplatz
Natürlich könnte man auch am Steintor mit attraktiver Bebauung inklusive Café/Gastronomie, schönem Pflaster und Brunnen einen wunderbaren Platz schaffen. Aber worauf ich ja schon mit meinem Posting weiter oben hinaus wollte, es gibt ja jetzt schon ein Überangebot an Gastronomie in der Innenstadt, mehr Cafés bedeutet ja nicht zwangsläufig auch mehr Kundschaft. Am Ende stehen dann wieder Läden frei, was die Attraktivität letztendlich wieder senkt.
Ein Paradebeispiel (meiner Meinung nach) für einen wirklich gut gestalteten Platz mit attraktiver Bebauung ist die Ecke Mönckebergstraße/Spitalerstraße/Barkhof in Hamburg.
weyoun. June 18th, 2009, 10:45 AM Hallo allezusammen!
Ich lese hier schon seit geraumer zeit mit und nachdem das hier mit dem Anmelden auch endlich geklappt hat, gebe ich mal meinen Senf zu dem dem Thema dazu.
Ich denke, dass es nicht schlecht wäre, wenn man nur den südlichen Teil des Steintors bebaut. Dann könnte man den Platz im Norden so umgestalten, dass er zum verweilen einläd. Das hätte den Vorteil, das man quasi den nicht so ansehnlichen teil des Steintors etwas verdeckt und den blick auf das Anzeigerhochhaus und Conrad frei hällt. Der Platz wär dann auch nicht mehr so weitläufig und ungemütlich. Ein helles, offenes Gebäude mit viel Glas, wie dei Nord LB würde da meiner Meinung nach ganz gut hinpassen. Gut Mc Donnals und Co. sollte natürlich auch ersetzt werden...
Wie wäre es eigentlich mit einem seperaten Vorstellungs-Threat, wo sich neulinge kurz vorstellen können?
Leine1977 June 18th, 2009, 10:59 AM Erst einmal Hallo!
Ein helles, offenes Gebäude mit viel Glas, wie dei Nord LB würde da meiner Meinung nach ganz gut hinpassen. Gut Mc Donnals und Co. sollte natürlich auch ersetzt werden...
Äh, du meinst eins aus Glas, damit man weiterhin den häßlichen Teil sehen kann?:lol: - das Nord/LB Gebäude ist ja schön (obwohl es bessere Entwürfe damals gab), aber von diesen langweiligen Glaskästen möchte ich in Hannover eigentlich langsam Abstand nehmen. Wir sind doch nicht in Stuttgart.:)
Wie wäre es eigentlich mit einem seperaten Vorstellungs-Threat, wo sich neulinge kurz vorstellen können?
Kannst Du gerne machen. Ich bezweifle aber, dass sich hier die meisten ihre Identität preisgeben bzw. dass dieses einen Dritten interessiert. Wer interesse hat, kann sein Profil doch dementsprechend einrichten und für andere lesbar machen. Oder hast Du etwas Interessantes zu berichten?
weyoun. June 18th, 2009, 11:20 AM so wirklch interessantes hab ich wohl nicht zu berichten, ich kenne das nur so aus anderen foren. ich hatte jetzt auch nicht vor meine lebensgeschichte mit bilder und anschrift zu posten:)
hast du zufällig einen link oder bilder zu den alternatieven Nord LB entwürfen? Ich finde das die Norl LB so mit das Schönste Gebäude in Hannover ist.
Leine1977 June 18th, 2009, 12:20 PM Ich habe nur einen Bildband von der Nord/LB, da sind ungefähr 15 - 20Wettbewerbsentwürfe drin - zum Teil schöne Entwürfe. Kann ich so leider nicht reinstellen.
Die Nord/LB ist ein interessantes Gebäude, sie wirkt jedoch m.M. deswegen schön, weil die schöne Umgebung (Neues Rathaus) ihr zu dieser Wirkung verhilft. Ansonsten ist er aber auch ein typischer Glaskasten von der Stange. In Stuttgart und Magdeburg stehen von denselben Architekten ähnliche Dinger rum. Baukunst ist es m.M. jedoch nicht, wenn ich mal das Künstlerhaus und andere architektonische Schätze Hannovers dagegenstelle...
Na ja, aber es geht hier ja ums Steintor. Ich bin mir hier einfach unschlüssig, ob gebautwerden soll oder nicht. Man sollte sich einfach erst einmal der Randbebauung annehmen.
matheking June 18th, 2009, 12:26 PM Na ja, aber es geht hier ja ums Steintor. Ich bin mir hier einfach unschlüssig, ob gebautwerden soll oder nicht. Man sollte sich einfach erst einmal der Randbebauung annehmen.
Meine ich auch. Dann hat der Platz mehr Charakter und kommt erst richtig zur Geltung. Derzeit ist er ja noch sehr ausgefranst und bekommt durch die Flachbauten auch keine Kontur.
CrayZD June 18th, 2009, 12:28 PM Na ja, aber es geht hier ja ums Steintor. Ich bin mir hier einfach unschlüssig, ob gebautwerden soll oder nicht. Man sollte sich einfach erst einmal der Randbebauung annehmen.
... und der Münzstraße, die ja maßgeblich für die unattraktive Randlage des Steintorplatzes verantwortlich ist.
Hier mal wieder erstes Stichwort: D-Tunnel!
Ansonsten bin ich mir bzgl. der Bebauung auch unschlüssig. Beides hat Vor- und Nachteile... die Beibehaltung der Freifläche genauso wie eine dichte Bebauung.
tetaro June 18th, 2009, 01:08 PM Wenn es (halbwegs) schön gestaltete Plätze mit viel Leben geht, gibt es doch eine ganze Menge. In der Innenstadt wären da zum Beispiel
Ernst-August-Platz
Kröpcke (ohne Baustelle)
Platz der Weltausstellung
Georgsplatz
Lister Meile/Körtingstraße
Weißekreuzplatz
Also ich weiß nicht. Nirgendwo dort bekomme ich Gemütlichkeitsanfälle. Entweder zu weitläufig, zu betoniert, zu schmutzig oder zu viel Verkehr. Und - vielleicht entscheidend: Oft zu viel hässliche Klotzbauten drumherum. Und dadurch, dass ständig umgebaut wird, ist die Bepflanzung ja meistens auch im Minimalzustand, also wenig große Bäume etc.
So kleine verschnörkelte Ecken wie z.B. in Hildesheim fehlen mir in Hannover größtenteils, abgesehen von der kleinen Altstadt. Das Problem ist nun mal, dass echte organische Strukturen Zeit zum Wachsen brauchen, und in Hannover wird mir einfach zu viel aus dem Boden gestampft.
CrayZD June 18th, 2009, 01:19 PM Also, zumindest auf den Ernst-August-Platz trifft keines Deiner Argumente zu. Auf Georgs- und Weißekreuzplatz auch nur eingeschränkt.
Eine 'kleine, verschnörkelte Ecke' ist der EAP in der Tat nicht. ;) Sowas wirst Du aber auch z.B. in Hamburg selten finden. Mit der Größe der Stadt werden nunmal auch Freiflächen weitläufiger, den historischen Altstadtkern vielleicht mal ausgenommen.
Mal ganz abgesehen davon, dass Hildesheim - abgesehen vom rekonstruierten Marktplatz und ein paar einzelnen Vorzeige-Gebäuden - bausubstanziell ebenso arg zu wünschen übrig lässt wie Hannover.
tetaro June 18th, 2009, 01:23 PM Also, zumindest auf den Ernst-August-Platz trifft keines Deiner Argumente zu. Auf Georgs- und Weißekreuzplatz auch nur eingeschränkt.
Eine 'kleine, verschnörkelte Ecke' ist der EAP in der Tat nicht. ;)
Der Bahnhofsplatz ist zwar - gerade noch - eine azeptable Lösung, aber umgeben von Zufahrtsverkehr, Taxis, Straßenbahn, Bus, Reisenden und dem üblichen herumhetzenden oder herumlungernden sonstigen Bahnofsklientel. Also würde ich das nicht als optimal sehen. Im übrigen stört mich - wie gesagt - auch hier, dass es - wenn ich mich recht erinnere - keine dolle Bepflanzung gibt.
blackwhitecastle July 25th, 2009, 07:36 PM ... im Kern würde ich zu netten Plätzen in Hannover schon sagen, dass es einige davon gibt, aber in der Regel laden sie nicht zum Verweilen ein. Mal ehrlich: wo findet man Plätze mit netten Cafés, die auch nachmittags in der Sonne liegen???
Außer dem Bahnhofsplatz fällt mir in der City nix ein! Eine schöne Alternative wäre der Rathenauplatz gewesen, aber dagegen hatten sicher die Wirte der Georgstrasse was...
Bleibt zu hoffen, dass die Georgsstrasse ein würdiges Ende am Steintorplatz findet (also die Behelfsbauten verschwinden) und dieser Platz nicht unter zwei nicht benötigten Geschäftsbauten verschwindet!!!
jp80 July 26th, 2009, 10:51 AM Mal ehrlich: wo findet man Plätze mit netten Cafés, die auch nachmittags in der Sonne liegen???
Naja, das Mövenpick am Kröpcke hat bislang ordentlich Nachmittagssonne! Noch! Denn das wird sich ja durch den Umbau des KC demnächst ändern. Zumindest im Frühjahr und Herbst wird der Kröpcke dann (anders als im Moment) ganztägig im Schatten liegen. Aber das Thema hatten wir in einem anderen Thread vor geraumer Zeit zur genüge diskutiert.
Leine1977 July 26th, 2009, 02:27 PM Am Expo-Cafe wird aber weiterhin die Sonne draufknallen. Letztlich wird die Altstadt denk ich noch vom Hotelneubau profitieren, so dass die bislang schönen Plätze noch besser ausgelastet sein werden.
devilsadvocate September 8th, 2009, 01:53 PM Hoffentlich kommt am Ende was Vernünftiges bei raus...
http://img522.imageshack.us/img522/2508/snc00140.jpg
CrayZD September 8th, 2009, 02:36 PM Da es hier bisher noch nicht gepostet wurde:
Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung für den "McDonald's-Block" schwindet erst einmal wieder. Seit einigen Wochen entsteht in den alten Spinnrad-Räumen (und damit in pikanter Lage direkt neben Mäcces) eine weitere Subway-Filiale. :ohno:
Bob! September 9th, 2009, 09:50 PM Diese Renderings waren mir noch garnicht bekannt:
Bebauung Steintorplatz - Georgstraße in Richtung Lange Laube (http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016139_bild1_gross.jpg?1252521211)
Blick nach Westen (http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016139_bild2_gross.jpg?1252521211)
Bebauung Steintorplatz und Münzstraße vor dem Anzeiger-Hochhaus (http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016139_bild3_gross.jpg?1252521211)
Bebauung Steintorplatz über einer möglichen Verlängerung der U-Bahn Linie (http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016139_bild4_gross.jpg?1252521211)
Alternative:
http://www.abload.de/img/steintorplatz596v.png (http://www.abload.de/image.php?img=steintorplatz596v.png)
Meiner Meinung nach viel besser, als den Platz zuzubauen.
gstolze September 10th, 2009, 12:13 AM Bei den Renderings wir mir speiübel; schlechte Architektur und ein endgültiges Verbauen der Blickachse zum Anzeigerhochhaus. Das bestätigt mir Mal wieder den Eindruck, dass es Architekten heute meist nur um Ihr eigenes Werk gehen und sie kaum an städtebauliche Aspekte denken oder Rücksicht auf die Umgebung nehmen.
Lefthandy September 10th, 2009, 01:35 AM Diese Renderings bescheiben wirklich den Supergau.
Da kann man sich wirklich fragen, was Architekten heute noch beigebracht kriegen, außer einer leicht entrückten, avantgardistischen Selbstwahrnehmung und -darstelllung.
Ist ja erstmal alles egal, hauptsache man kladdelt irgendwie wie sowas Abgefahrenes hin, das den eigenen Ruf als freigeistigen Querdenker bestärkt.
lifestyle032 September 10th, 2009, 01:47 AM Mir sind die Bildchen schon bekannt, und ich denke nicht, dass diese irgendeinen Wettbewerb gewonnen haben.
Also, meines Erachtens besteht kein Grund zur Unruhe :tongue2:
Leine1977 September 10th, 2009, 10:04 AM Mir waren die schon bekannt. Ich dachte immer, dass diese aber nicht gewonnen hätten. Beim letzten Bild sehe ich jedoch, dass es genau die Ausmaße des Sieger-Entwurfs sind.
Es ist wirklich billige und schlechte Kaufhausarchitektur. :ohno: Die Sichtachse wird auch nicht aufgegriffen. Um die wiederherzustellen muss man alles umliegende platt machen.
CrayZD September 10th, 2009, 10:35 AM Unklar. In der NP war auch mal ein Entwurf zu sehen, auf dem die Gasse zwischen nördlichem Neubau und zweigeschossigem Gebäudebestand aufgeweitet war... zugunsten einer Blickachse zum Anzeiger-Hochhaus. Ob es sich dabei um einen überarbeiteten Entwurf handelte, ist mir jedoch unbekannt.
Was ansonsten häufig in der HAZ/NP zu sehen war, zeigte auch eine ganz andere Kubatur des südlichen Baus. Demnach sollte der der Bestandsbebauung zugewandte Teil des Gebäudes nur zweigeschossig sein.
Generell glaube (und hoffe!) ich, dass dort das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
Leine1977 September 10th, 2009, 11:07 AM Fest steht glaub ich nur, dass Jabusch+Schneider gewonnen haben. Von denen gab es mal eine super-Flächengrundriss, der die Sichtachse zum Anzeiger berücksichtigt hatte. Aber irgendwie wurde ja alles wieder verändert. Man weiß überhaupt nicht mehr, was jetzt gilt.
Wie wir unsere Stadtbauverwaltung ja bereits kennen, wählen die bestimmt die schlechteste Variante a lá Boockhoff-Gries aus: modern, häßlich, kühl und ohne Bezug zum Stadtraum.
Leine1977 September 10th, 2009, 05:51 PM Ok, ich hab mir die Wettbewerbsseite jetzt noch einmal angeschaut (@Bob: vielleicht bitte nächstes Mal die Quelle angeben). Also unter der Prämisse, dass Jabusch+Schneider den Zuschlag erhalten haben, werden die obigen Skizzen nicht realisiert. Die sind von den "netzwerkarchitekten, Darmstadt" und stehen als 2. Preis da. Bei J+S gibt es keine Bilder.
Leute, lasst uns beten und hoffen, dass da noch was besseres kommt. Selbst ich kann Euch da in 2 Minuten etwas schöneres hinkrakeln als die Klötze da oben!:naughty:
Lefthandy September 10th, 2009, 06:33 PM Dass dieser Supergau den 2. Platz erhalten hat ist ja schon bestürzend genug.
Meine Erwartungen sind wiedermal sehr niedrig.
Guckt euch derweil mal diesen Vorschlag an:
http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016145_bild2_gross.jpg
Quelle: www.competitionline.de
Wird auf dieser Website unter "Ankauf Städtebaulicher Ideenteil Steintor" geführt. Hat wohl keine Platzierung beim Wettbewerb erlangt bzw. nicht daran teilgenommen. ODER BEDEUTET DAS ETWA 1.PLATZ??? Aber dann hätte man davon wohl schonmal irgendwo irgendwas gelesen. Urheber sind die ASP Architekten aus Hannover.
Auf der Seite steht übrigens nur, dass Jabusch+Schneider den ersten Platz für die Realisierung des Umbaus der Langen Laube erzielt haben. Der erste Platz für die Steintorbebauung wird da nicht verraten.
Leine1977 September 10th, 2009, 06:53 PM ^^ äh, ich dachte, dass wär der 1. Platz von J+S? Ich bin aber auch verwirrt durch die unterschiedlichen Aussagen aus NP und HAZ auf der ersten Threadseite. Da blickt ja keiner mehr durch.
Diesen Entwurf finde ich in der Tat vorbildlich. Es entsteht sogar ein eigener kleiner Platz (mit dem Brunnen), die Sichtachse bleibt gewahrt. Aber er bezieht auch den McDoof-Block mit ein. Und hier ist ein Umbau ja nicht realistisch.
Edit: ach ne, jetzt sehe ich am vorderen Block, dass der ja nicht alleine mehr dasteht. Ich versteh es gar nicht mehr...
CrayZD September 10th, 2009, 07:12 PM Der ist ja 'von oben' nahezu perfekt! Vermutlich dürfte er aber keinen Preis bekommen haben, weil die mittelfristige Umsetzung nicht in den Händen der Stadt liegt. Durch die gravierende Umstrukturierung bestehender Grundstücke müsste da erst einiges angekauft werden. Ob da wohl alle mitziehen würden?
Oder aber es sollte die wertvolle, typisch zurückhaltende Nachkriegsbebauung (McD-Block, Goethestraße) nicht geopfert werden. :D
Schnitzelesser September 10th, 2009, 07:25 PM Man sollte auf jeden Fall dieses überdimensionierte Rampenbauwerk zur -1-Ebene zurückbauen. Das braucht kein Mensch.
devilsadvocate September 10th, 2009, 08:39 PM Mich würde es nicht wudnern, wenn der Mc-Doof Block nicht schon längst unter Denkmalschutz als Kriegsmahnmal gestellt wurde...
Würde mich wirklich kein bisschen wundern!
SternHAJ September 10th, 2009, 10:22 PM Leute, lasst uns beten und hoffen, dass da noch was besseres kommt. Selbst ich kann Euch da in 2 Minuten etwas schöneres hinkrakeln als die Klötze da oben!:naughty:
OK Leine - dann kannst Du uns ja morgen Deinen ausgearbeiteten Entwurf hier vorstellen. Das sind ja mehr als 2 Minuten Zeit :)
Leine1977 September 11th, 2009, 09:55 AM OK Leine - dann kannst Du uns ja morgen Deinen ausgearbeiteten Entwurf hier vorstellen. Das sind ja mehr als 2 Minuten Zeit :)
Wo Du mich gerade noch mal darauf ansprichst: eigentlich bräuchte ich nur das Vorkriegsfoto vom alten Stichweh-Gebäude mit Blick auf den Anzeiger einzustellen. Das wäre mein (utopisches) Optimum! Hochgeladen in 20 sek.:)
Lefthandy September 11th, 2009, 12:11 PM Hier übrigens noch zwei Renderings, wie unser Lieblingsvorschlag der ASP-Architekten ausgesehen hätte.
http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016145_bild4_gross.jpg?1252660031
http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016145_bild3_gross.jpg?1252660031
Sehr monotoner Standard-Krams, der wie die EAG aussieht, aber wenn die Baukörper so vorbildlich arrangiert sind, wäre mir das auch egal gewesen.
(Quelle: www.competitionline.de)
Leine1977 September 11th, 2009, 12:47 PM ^^ Ehrlich gesagt wäre ich damit zufrieden. Klassische Sandsteinfassade - nichts Spektakuläres/Aufdringliches. Und eine schöne Sichtachse zum Anzeiger. Das müßte doch jedem Stadtplaner gefallen!
Orbiter September 11th, 2009, 01:06 PM Sehr monotoner Standard-Krams, der wie die EAG aussieht, aber wenn die Baukörper so vorbildlich arrangiert sind, wäre mir das auch egal gewesen.
(Quelle: www.competitionline.de)
Wobei das ein städtbaulicher Entwurf war. Die Gebäude zeigen also Baumassen. Keine Entwürfe für die Gebäude an sich.
matheking October 24th, 2009, 09:41 PM Dass dieser Supergau den 2. Platz erhalten hat ist ja schon bestürzend genug.
Meine Erwartungen sind wiedermal sehr niedrig.
Guckt euch derweil mal diesen Vorschlag an:
http://www.competitionline.de/upload/preis/40161xx/4016145_bild2_gross.jpg
Quelle: www.competitionline.de
Wird auf dieser Website unter "Ankauf Städtebaulicher Ideenteil Steintor" geführt. Hat wohl keine Platzierung beim Wettbewerb erlangt bzw. nicht daran teilgenommen. ODER BEDEUTET DAS ETWA 1.PLATZ??? Aber dann hätte man davon wohl schonmal irgendwo irgendwas gelesen. Urheber sind die ASP Architekten aus Hannover.
Auf der Seite steht übrigens nur, dass Jabusch+Schneider den ersten Platz für die Realisierung des Umbaus der Langen Laube erzielt haben. Der erste Platz für die Steintorbebauung wird da nicht verraten.
Als erstes ist mir aufgefallen, dass das südliche Gebäude die Blickachse Georgstraße <-> Goethestraße komplett zerstört. Bei einer zu erhoffenden Aufwertung der Goethestraße (Allee...) nach dem Bau der D-Linie wäre das kontraproduktiv.
Dann fiel mir auf, dass die Planer Arkaden eingeplant haben! Auch wenn ich die Argumente der KC-Investoren die Arkaden wegen der Penner zu schließen für vorgeschoben halte, so wären Arkaden aus den gleichen Gründen am Steintor doch gewagt. Aber ich finds gut!
devilsadvocate October 24th, 2009, 10:13 PM Hat jemand eine Ahnung, wann es da mal so ungefähr losgehen könnte?
Die Voraussetzungen im Baurecht müsste die stadtr doch shconh geschaffen haben , oder?
Und von dem Investor, der endlich diese Nachkriegsbaracken abreißen wollte, hört man auch nicht mehr so viel?
Kann ich abergar nichtnachvollziehen... Bei so einer Top-Lage einfach mal mehere tausend m2 durch die ungenutzte Geschosshöhe verschwenden... naja..
Dirk_Hartwig October 27th, 2009, 02:34 AM Vier Geschosse halte ich dort für angemessen/angepasst. Beim oben zu sehenden Entwurf kamen mir einige Fragen bezüglich der Station. Deswegen mal diese kleine Bastelei:
http://img39.imageshack.us/img39/7717/steintorobenunten.jpg
Ich hoffe nämlich, dass man an den Betriebstunnel D-C unter dem südlichen Gebäude gedacht hat. Ich könnte mir an der nordwestlichen Ecke durchaus eine zurückgesetzte Fensterfront im Erdgeschoss im Winkel der Goethestrasse vorstellen. So nimmt man die Last von der darunterliegenden Strecke und kann eine Sichtbeziehung zur Goethestrasse wenigstens teilweise belassen.
joerg677 October 28th, 2009, 12:15 AM Irgendwie sieht jetzt ALLES aus wie die EAG oder die hintere Fassade des Berliner Stadtschlosses... Längliche Fenster mit Arkaden.. Okay, gibt furchtbareres, aber UM HIMMELS WILLEN?!!! Wo sind denn unsere Baumeister hin?? Das zeichnet ein 15jähriger.. Das hat mit Kreativität und im BESONDEREN ArchtekturKUNST nix zu tun.
lifestyle032 October 28th, 2009, 12:41 AM Über welchen Entwurf sprichst du? :tongue2:
Jener auf dieser Seite wird nicht verwirklicht ;)
Dirk_Hartwig October 28th, 2009, 01:18 AM Gut, dann habe ich nicht richtig gelesen. Frage mich nur, warum man diesen Entwurf dann überhaupt diskutiert?
Lefthandy October 28th, 2009, 01:30 AM ^^ Ich habe den mal in den Wettbewerbslisten gefunden und fand ihn so schön, dass ich ihn euch mal zeigen wollte.
Das ist über einen Monate her, matheking hat ihn aber per Zitat wieder nach vorne geholt.
Welcher Entwurf gewonnen hat weiß man nicht so genau, aber auf jeden Fall einer mit viel weniger ambitioniertem Konzept. Wo also einfach nur der Platz bebaut wird und die Randbebauung unberührt bleibt.
Die Kombination von Skizze und Lageplan des Tunnel ist aber trotzdem sehr aufschlussreich. Jetzt weiß man, warum am Steintor dieser flache Nachkriegsbaracken-Block stehen geblieben ist: weil es direkt überm D-Tunnel liegt. Die unsichere Planungslage blockiert dort die Entwicklung.
Mir fällt das jedenfalls erst jetzt auf. Ich gebe zu, dass man da auch vorher drauf kommen hätte können, aber erwähnt wurde das hier noch nie.
Schnitzelesser October 28th, 2009, 01:54 AM Anhand der Straßenbahnführung sieht man auch, was da historisch alles nicht bebaut war. ;)
Dirk_Hartwig October 28th, 2009, 03:31 AM Für die Aufstockung des Blocks westlich der Nordmannpassage müsste man ihn also neu errichten oder die folgenden Etagen mit tief gegründeten Pfeilern stützen?
Zur persönlichen Erbauung hatte ich mir gestern das Video (http://www.duesseldorf.de/wehrhahnlinie/download/video_30jahre.wmv) über die Bautätigkeiten des U-Bahn-Netzes in Düsseldorf angeschaut. Rückblickend muss ich jetzt sagen, dass die sich am Steintor darstellenden Schwierigkeiten kalter Kaffee sind.
Ich kenne mich nicht aus, vermute aber mal, dass der bergmännisch betriebene Tunnelbau in der -3-Ebene (-15m bis -20m ?) keine Gefahr für den Block bedeuten würde, oder?
matheking October 28th, 2009, 10:57 AM Anhand der Straßenbahnführung sieht man auch, was da historisch alles nicht bebaut war. ;)
Hat denn jemand einen Vorkriegsstadtplan vom Bereich Steintor den er hier einstellen kann. Nur so zum Vergleich. Ich kann mir z.B. vorstellen, dass die Münzstraße früher weiter vorne stand.
centrohaj October 28th, 2009, 12:10 PM ^^
http://www.landkartenarchiv.de/cgi-bin/landkartenarchiv/shellstadtkarten.pl?nr=shellstadtkarte12_30er&gr=3&nord=1.583333&ost=1.394737
matheking October 28th, 2009, 12:19 PM Danke!
Und Glückwunsch zum ersten Post!
Dirk_Hartwig October 28th, 2009, 01:12 PM http://www.landkreis-verden-navigator.de/
Nicht von der URL beirren lassen bitte. Navigiert über Niedersachsen, deckt aber ein rechteckiges Feld ab. D.h., daß Teile von NRW und Meckpomm auch noch dabei sind, sowie Teile von Nordhessen. Das Material (ÜKN 5000, ÜKN 1000, ÜKN 500, TK 100, DTK 50, DTK 25, DSK 10, AK 5 und AK 2,5) ist als LGN-Bestand, Preußische Luftaufnahme, Luftbild und Hybrid-Ansicht verfügbar.
Amarok October 28th, 2009, 02:01 PM Danke Dirk für diese Bastelei. Die Tunnellage hast Du ja perfekt hingekriegt.
In meiner Antwort von Stadtbaurat Bodemann (der ja eigentlich D-Tunnel-Befürworter sein soll) auf meinem Brief zum Thema Steintorbebauung sagte er, dass er sich der Problematik bewusst sei und bei einer vorgezogenen Bebauung auf dem Platz darauf achten würde, dass keine Fundamente die Tunnellage behindern, sondern eher brückenartige Konstruktionen ein Unterdurchbauen noch ermöglichen würden.
Sein Wort in Gottes Gehörgang.
Nichtsdestrotrotz halte ich nach wie vor eine Platzbebauung für den südlichen Teil für Blödsinn. Nördlich und in der neuen Randbebauung kann man ja eine Art Nordmannstraße mit Sichtachse zum Anzeiger neu aufbauen, aber es stimmt: eine Sichtachse zur Goethestraße verstellen ist nicht gut.
Und wo soll da nur ein neuer Hochbahnsteig hin, den der VCD so gerne hätte - als Riegel zwischen Lange Laube und Georgstraße?...
Beste Grüße von
http://www.pielawa.de/bilder/jenssign.gif
devilsadvocate October 28th, 2009, 03:51 PM Aber wann da jetzt was losgehen soll, weiß niemand, oder?
Dirk_Hartwig October 29th, 2009, 03:07 AM Danke Dirk für diese Bastelei. Die Tunnellage hast Du ja perfekt hingekriegt.
Das macht meine Ausbildung :).
Apropos: Es weiss von euch nicht zufällig jemand von einer freien Stelle für einen Mediengestalter/Layouter/Grafiker?
Und wo soll da nur ein neuer Hochbahnsteig hin, den der VCD so gerne hätte - als Riegel zwischen Lange Laube und Georgstraße?...
Die auf dem modernen Plan eingezeichneten Verkehrsinseln in der Münzstraße nördlich und südlich der Langen Laube könnten für Hochbahnsteige passen. Südlich ist die Mittelachse ca. 75m lang, nördlich knapp 70m. Beide Bahnsteige wären an einem Ende gekrümmt, die Fahrbahnen in diesem Bereich pro Richtung auf eine reduziert. Die Zahlen sind natürlich auf Grund der ungenauen Daten sehr grob, möglicherweise falsch.
telemaxx October 29th, 2009, 08:26 PM Man bräuchte aber auch noch mehr Platz als 75 Meter oder?
Mit Rampen wird so ein Bauwerk schon knapp 100 Meter lang.
Lefthandy October 30th, 2009, 12:43 AM Kann man denn überhaupt einen gekrümmten Bahnsteig bauen?
Ich meine das Bauen ist natürlich nicht das Problem, eher das Benutzen. Da entstehen dann doch Spaltmaße zwischen Bahn und Bahnsteig. Gibt es überhaupt irgendwo in H einen gekrümmten Bahnsteig??? Jawohl höchstens mit kaum merklichen Radien.
Schnitzelesser October 30th, 2009, 12:49 AM Hauptbahnhof, Bemerode/Mitte fallen mir spontan ein.
Lefthandy October 30th, 2009, 12:55 AM Bemerode kenne ich nicht, aber der Hauptbahnhof ist sowas, worauf ich hinaus wollte: eben eine kaum merkliche Krümmung, die sich über den gesamten Bahnsteig verteilt.
Das ist doch was anderes, als wenn an einem Ende des Bahnsteigs auf einmal in eine Kurve eingebogen werden müsste.
Schnitzelesser October 30th, 2009, 01:03 AM Definitiv, aber mit einer derartigen Kurve hätte ich jetzt uch niht gerechnet.
Dirk_Hartwig October 30th, 2009, 03:15 AM Ein aktueller gedruckter Plan 1:1000 von der Ecke wäre jetzt hifreich...
Amarok October 30th, 2009, 11:45 AM Ein aktueller gedruckter Plan 1:1000 von der Ecke wäre jetzt hifreich...
Nicht ganz so aktuell (Stadtkarte Hannover 2000, CD-ROM), aber dafür 1:1000 (auf A4 in 1:2000) gibt es hier:
http://www.pielawa.de/download/steintor-1000.pdf
Beste Grüße von
http://www.pielawa.de/bilder/jenssign.gif
CrayZD October 30th, 2009, 11:58 AM ^^ Never, ever passt da ein 75m-Hochbahnsteig plus Rampen hin, ohne sich direkt in die Sicht- und Laufachse Georgstraße - Lange Laube zu schieben! Ein städtebaulicher Supergau, den Herr Bodemann hoffentlich zu verhindern weiß!
Wie die schöne Skizze von Dirk Hartwig zeigt, wären Aufzüge von einem oberirdischen D-Mittelbahnsteig direkt zu den C-Bahnsteigen auch nur dann möglich, wenn man ersteren direkt in die Lavesachse pflanzt.
Neue Aufzüge Straßenebene <--> C <--> D (tief) wären dagegen problemlos möglich. Bei etwas veränderten Grundrissen der Bebauung sogar gebäudeintegriert! Ich weiß auch beim besten Willen nicht, warum man das damals nicht gleich so geplant hat. Die heutige Situation mit den Nischen-Aufzügen und dem überdimensionalen Rampenbauwerk ist eine mittelschwere Katastrophe!
devilsadvocate October 30th, 2009, 12:07 PM Also jhe länger die Diskussion hier andauert, je mehr ARgumente gegen die oberirdische Varainte kommen, desto sicherer bin ich mir,d ass der Tunnel kommt, oder eben gar nichts.
Alles andere wäre einfach eine städtebauliche KAtrastrophe und eine Verschlimmerung der gesamten Situation.
Mald avon abgesehen, dass es zu diesem Projekt soweiso keine Bundesförderung geben wird, da Herr Bodemann ja schon sagte, dass seine Bedingung ist, dass die Stadtbahn auch auf der Straße fahren kann...
Wishman May 11th, 2010, 12:25 AM Meine Idee für den Steintorplatz wäre, ihn in seiner jetzigen Form zu erhalten. Man muß nicht jeden Freiraum einer Stadt zubauen, denn gerade diese großzügigen Freiflächen sind ein Attribut großstädtischen Lebens, der auch in verschiedenster Form genutzt wird: Marktschreier, Beachvolleyball etc, etc. Allerdings könnte ich mir eine Erneuerung des Belages und Führung der Radwege vorstellen.
Als Neubebauung würde nach meiner Meinung nur der Bestand geändert, und zwar müßten die beiden Flachbauten höhenmäßig an die übrige Bebauung angepaßt werden.
Als Schmankerl könnte ich mir eine Überbauung in Form eines leicht gebogenen, U-förmigen Tores vorstellen, das den Fußgängerbereich und die Steintorstr. überspannt. Obendrin ein Restaurant oder Cafe, das eine wunderbare Aussicht in die Georgstr., Lange Laube, Goethestr. und Richtung Anzeiger-Hochhaus gestattet. Dann hätte man ein 'greifbares' Steintor im Sinne des Wortes.
Diese häßliche Rampe zur U-Bahn ersetzt man durch eine Treppenanlage und Fahrstühle, optisch etwa so ausgeführt, wie die NSPP.
U. U. würde in der jetzigen Haltestelle auf der Kurt-Schumacher-Str. auch Platz für ein Hochbahnsteig sein, denn beim Neubau der jetzigen Flachbebauung wäre es möglich, ein Stück zurück zu springen und die Strassenführung dem Platzbedarf eines Hochbahnsteiges anzupassen. Ich denke, wenn jemand von der Linie 10 oder 17 in die unterirdische U-Bahnstation umsteigen muß, läuft er halt ein paar Schritte, wie er es jetzt auch tun muß. Wie sich das mit der Linie D entwickelt, kann man zur Zeit noch nicht abschätzen, sollte jedoch bei der Gesamtgestaltung des Steintorplatzes mit berücksichtigt werden.
matheking May 11th, 2010, 11:45 AM Ähnliches hatte ich vor längerer Zeit auch schon mal vorgeschlagen. Ich finde es auch falsch, den Steintorplatz einfach zu bebauen. Als Abgrenzung zum Verkehr in der Münzstraße würde ich auf der jetzigen Fahrspur in Richtung Klagesmarkt eine Häuserzeile bauen. Wenn der D-Tunnel da ist, werden ja die Schienen nicht mehr benötigt. Der Raumbedarf in der Münzstraße ist also kleiner ;)
devilsadvocate May 11th, 2010, 01:05 PM DAs Problem am Steintor ist nur, und das ist der Grund warum ich für eine Bebauung bin, dass die Umgebung Richtung Clevertor so unglaublich hässlich ist, und auch die Bebauung in der Langen Laube, dass Neubauten da optisch echt viel retten könnten.
Und zwei Hochhäuser dort würde dem Ganzen schon ganz gut stehen...
Hauptsache nur keine 5 stöckigen Würfel...
matheking May 11th, 2010, 01:29 PM Ähnliches hatte ich vor längerer Zeit auch schon mal vorgeschlagen. Ich finde es auch falsch, den Steintorplatz einfach zu bebauen. Als Abgrenzung zum Verkehr in der Münzstraße würde ich auf der jetzigen Fahrspur in Richtung Klagesmarkt eine Häuserzeile bauen. Wenn der D-Tunnel da ist, werden ja die Schienen nicht mehr benötigt. Der Raumbedarf in der Münzstraße ist also kleiner ;)
DAs Problem am Steintor ist nur, und das ist der Grund warum ich für eine Bebauung bin, dass die Umgebung Richtung Clevertor so unglaublich hässlich ist, und auch die Bebauung in der Langen Laube, dass Neubauten da optisch echt viel retten könnten.
Und zwei Hochhäuser dort würde dem Ganzen schon ganz gut stehen...
Hauptsache nur keine 5 stöckigen Würfel...
Die würde bei meinem Modell ja verdeckt!
Bei ausreichender Renditechance, wird ja vielleicht auch irgendwann der Komplex zu Nordmannpassage (Mäckes und Co.) neu gebaut. Der Steintorplatz wäre dann schon von zwei Seiten von attraktiven Neubauten eingerahmt. Die Häuser an der Goethestraße die derzeit Dönerbuden, Sexkinos etc. beherbegen haben durchaus architektonisches Potential und müssten nur mal aufgehübscht werden!
Squig May 11th, 2010, 05:23 PM Find Bebauung auch doof. Da kann man wunderbar Flunkyball drauf spielen (stört ja keinen, da da niemand wohnt).
centrohaj May 13th, 2010, 01:03 AM @ Squig :
Ich weiß zwar nicht was Flunkyball ist, aber es gibt es schon so einige die da Wohnen und die durchaus der Lärm vom Platz stört.
Squig May 13th, 2010, 01:09 AM @ Squig :
Ich weiß zwar nicht was Flunkyball ist, aber es gibt es schon so einige die da Wohnen und die durchaus der Lärm vom Platz stört.
Am Platz Richtung Kröpcke? Da sind doch nur Büros und das Pufffirtel (sowie McD auf der anderen Seite). Also wenn dann in der Langen Laube (obwohl es zumindest am Anfang da auch eher nach Büros aussieht) und halt Richtung Georgstraße (siehe Frontbumpersticker). Bei dem Lärm, den der Kiez da macht, wird eine halbe Stunde mehr Lautstärke vom Haupteingang zur U-Bahn wohl kaum ins Gewicht fallen.
Flunkyball. http://www.ehow.com/how_2302161_play-flunky-ball-.html
Frontbumpersticker July 29th, 2010, 12:09 AM Mal was anderes:
Hat irgendwer schon mal von dem "Steintor-Komplex" gehört, der laut der letzten City 2020-Publikation in den 70ern geplant war? Der war mir bis diesen Monat unbekannt.
http://3.bp.blogspot.com/_W4fTa9sSgVQ/TEsbNBiJZ3I/AAAAAAAACv0/0Bynft1WK9A/s1600/Steintor-Komplex.jpg
MartinT July 29th, 2010, 12:23 AM Mal was anderes:
Hat irgendwer schon mal von dem "Steintor-Komplex" gehört, der laut der letzten City 2020-Publikation in den 70ern geplant war? Der war mir bis diesen Monat unbekannt.
Ja, darüber wurde an einer anderen Stelle kürzlich hier im Forum gesprochen. Sollte ein zweites Ihmezentrum werden...:nuts::nuts::nuts:
Bob! July 29th, 2010, 12:34 AM Das Monstrum ist mir bisher nur im Buch Planen und Bauen der 50er Jahre in Hannover (http://books.google.de/books?id=75kOJTaiWTkC&printsec=frontcover&dq=planen+und+bauen+der+50er+jahre+in+hannover&hl=de&ei=pqFQTIK6NqSWsQaPs-D3Bg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false) auf dieser Grafik (http://www.abload.de/img/planenundbauenderfnfzioo43.jpg) begegnet.
Könntest du die "andere Stelle hier im Forum" genauer benennen oder verlinken, Martin? ;)
Lefthandy July 29th, 2010, 01:16 AM Wäre im Grunde auch nicht schlimmer, als das was da jetzt steht. Das Anzeiger Hochhaus wäre wohl integriert worden (Siehe Aussparung auf der Karte und Abbildung im genannten Buch).
Jedenfalls hätte man eher den Steintorkomplex bauen sollen als das Ihme-Zentrum. In unsere Nachkriegs-Aufbruch-in-die-Moderne-City hätte sowas besser gepasst als nach Linden.
CrayZD July 29th, 2010, 11:33 AM Also, im 70er-Jahre-Brutalismus-Stil stelle ich mir das gruselig vor. Andererseits: den 'Aegidientor-Komplex' haben wir ja heute im Prinzip - an leicht veränderter Stelle und in moderner Bauart. Und der sieht durchaus ansprechend aus.
Dass die Bebauung am Steintor größtenteils gruselig ist und zu 90% architektonische Dispositionsmasse darstellt, steht außer Frage. An exponierter Stelle, etwa am jetztigen McDonald's-Block oder an der Ecke zur Langen Laube, könnte ich mir da auch sehr gut schlanke, schicke 15+-Geschösser im modernen Design vorstellen. Aber erstens wird für so etwas der Bedarf nicht da sein, und zweitens genehmigt die Stadt in der City ja sowieso keine Hochhäuser mehr.
Am obigen Entwurf finde ich allerdings krass, dass man einerseits schon wieder großflächig die wenigen qualitätsvollen Bestandsbauten roden (Goseriedebad) oder in den neuen Brutalismusbunker hineinquetschen wollte (Anzeiger-Hochhaus)... andererseits aber die Barracken auf der anderen Straßenseite gänzlich unangetastet lassen wollte. Gruselplanung!
gstolze July 29th, 2010, 02:20 PM Es gibt ein Buch mit dem Titel "Ungebautes Hannover". Dort sieht man etliche Projekte, auch die 70er Jahre Planungen für Steintor etc. Man kann froh sein, dass es nicht gebaut wurde. Die Bauten am Steintor sollten ähnlich massig werden, wie die am Raschplatz (wovon ja nur das Bredero-Hochhaus verwirklicht wurde). Das Anzeiger-Hochhaus würde da wirken wie ein eingeklemmter Zwerg.
Schnitzelesser July 29th, 2010, 02:23 PM Also so wie das Theater am Aegi jetzt.
MartinT July 29th, 2010, 07:00 PM Es gibt ein Buch mit dem Titel "Ungebautes Hannover".
Hast Du dieses Buch etwa? ;)
Lefthandy July 29th, 2010, 07:26 PM Hab's gefunden: AG Stadtleben e. V. Hannover (Hrsg): Ungebautes Hannover. Hannover 1991, ISBN 3-9802847-0-0
AG. STADTLEBEN E.V., HANNOVER (HRSG.). Ungebautes Hannover
Hannover, AG. Stadtleben e.V., 1991. Städtebauliche Projekte, Ideen und Utopien. Idee, Konzeption, Erarbeitung und Umsetzung Arbeitsgemeinschaft Stadtleben. Recherche und Texte Heidi Ehlers und Axel Hausknecht mit Beiträgen von Olaf Mussmann, Wolfgang Niess, Alfons Schmidt, Ulrich Schröder, Reinhard Wolf - mit einem Vorwort von Walter Hiller, zahlreichen Fotos, Abbildungen und einer Faltkarte am Ende des Bandes - Okt., 198 S., 4to. - Sehr gut erhalten. Softcover, no dustjacket. Gewicht/weight: 1050gr.
gefunden bei: HESPERUS BUCHHANDLUNG & VERSANDANTIQUARIAT + Buchgrafik (ansässig hier in unserer Landeshauptstadt)
gstolze July 30th, 2010, 02:41 PM Hast Du dieses Buch etwa? ;)
Ja, das steht bei mir schon lange im Regal......da sind einige interessante Sachen drin.
matheking August 10th, 2010, 12:09 PM Aus der Haz
Einzelhändler setzen große Hoffnungen in die Lange Laube
Von der Computermeile zur Prachtstraße: Anlieger und Einzelhändler setzen große Hoffnungen in die umgebaute Lange Laube. Nach den letzten Bauarbeiten soll die Meile eröffnet werden.
Monika Sobottka ist ehrlich zu sich und mit der Straße. Die Lange Laube, sagt sie, war schon immer eine Durchgangsstrecke. Eine Straße, auf der man nur haltmacht, wenn man dort auch ein Ziel hat. Die Kunden der Kosmetikerin beispielsweise. Manche von ihnen kommen seit 1961 zu Monika Sobottka. Die Geschäftsfrau arbeitete zunächst in einem Kosmetikinstitut in der Langen Laube als Angestellte, Jahre später übernahm sie dann das Studio, und mittlerweile zählt die Inhaberin von „Kosmetik & Mode Lange Laube 21“ zu den Anliegern, die mit am längsten in der Straße ansässig sind.
Wenn Monika Sobottka vom Standort ihres Unternehmens erzählt, könnte man meinen, sie blättere in einem Buch, und natürlich gibt es darin bisweilen auch weniger schöne Kapitel. Den U-Bahn-Bau in den achtziger Jahren beispielsweise, als die Geschäftsleute monatelang auf eine tiefe und vor allem breite Kluft vor ihren Läden blickten und der Publikumsverkehr irgendwann einfach ausblieb. „Das war Gift für die Händler“, sagt Sobottka. Lediglich der Inhaber der ehemaligen Tankstelle habe damals eine Entschädigung für die Zeit der Bauarbeiten erhalten, die anderen, unter ihnen auch Monika Sobottka, mussten so über die Runden kommen. Auch heute, sagt die Unternehmerin, müsse man erst mal abwarten, wie sich die Straße entwickele. „Aber schöner“, sagt sie, „ist die Lange Laube mit dem Umbau schon geworden.“
Mit dem neuen, breiteren Gehweg und der verengten Fahrradstraße soll die Lange Laube nun wieder den historischen Alleecharakter erhalten und schließlich wieder zum Flanieren einladen. Bunt ist die Verlängerung der Georgstraße bereits. Geschäftsleute aus zahlreichen Nationen haben sich hier niedergelassen und somit auch das Bild der Straße geprägt. Die meisten Anlieger pflegen keine engen Kontakte untereinander, aber man kennt sich eben doch. Da gibt es etwa ein China-Restaurant und Döner-Imbisse, die vor allem mittags ihre Kunden in den umliegenden Büros finden, einen baltischen und einen türkischen Supermarkt, Übersetzungsbüros, Versicherungsunternehmen, internationale Supermärkte und Friseurgeschäfte.
Und da ist Floristin Carola Czemprik, die in den vergangenen Wochen beobachten konnte, wie die Kunden der HUK Coburg wegen der falsch geparkten Autos die Toreinfahrt nicht mehr so gut gefunden haben wie sonst, und die sich eher Büsche als Bäume auf den Gehwegen gewünscht hätte. Der türkischstämmige Sefa Torun ist stolz darauf, einen der ersten Computerläden Hannovers zu betreiben. Neben der inzwischen filialstarken Kette Vobis zählte sein Geschäft zu den ersten von zahlreichen Elektronikhändlern, die an der Verlängerung der Georgstraße eröffneten und die Lange Laube zu Beginn der neunziger Jahre zur Computermeile, oder, wie manche sagten, zum „Silicon Valley“ von Hannover werden ließen. Viele von ihnen sind gekommen und wieder gegangen. Sefa Torun hingegen behauptet sich seit 36 Jahren am Standort. Die Lage ist für ihn ideal, weil die Lange Laube zwar direkt in der Innenstadt liegt, die Mieten jedoch deutlich günstiger sind. Wie viele setzt er Hoffnungen in den Umbau, möchte aber keine Prognose wagen. Er weiß, dass die Computergeschäfte vielen seiner Nachbarn ein Dorn im Auge sind, sie wünschen sich eine ordentliche Branchenmischung, mehr Vielfalt in Einzelhandel, mehr Laufkundschaft und Gastronomie.
Tim Petersen hingegen macht selbst frischen Wind: Er ist einer der Neuen in der Straße, und er bezeichnet sich selbst als Fan. Erst vor wenigen Wochen ist er mit der hannoverschen Filiale des Berliner Unternehmens „Holzconnection“, das Möbel nach Maß anbietet, von der Lister Meile in die Lange Laube gezogen. Er hätte auch in die Osterstraße ziehen können, aber er hat sich bewusst für diesen neuen Standort entschieden. „Weil es hier so schön offen ist, und weil aus der Straße mal etwas richtig Schönes werden kann“, sagt der Einzelhandelskaufmann. Die Entscheidung hat sich für ihn bereits bewährt. Normalerweise herrsche nach dem Umzug eines Geschäftes erst einmal zwei Wochen Flaute, doch seit der Eröffnung Ende Juli hat Petersen nach eigenen Worten sogar noch mehr zu tun als sonst. „Seit zwei Wochen strömen die Kunden nur so in den Laden“, sagt er. Petersen zählt zu den großen Anhängern des Umbaus. „Wenn hier noch mehr passiert, kann die Straße einmal so schön werden wie in Berlin-Charlottenburg“, sagt er.
Auch Katarzyna Maciejewska freut sich, dass die Pläne, die sie lange nur auf den öffentlich ausgelegten Plänen in der Bauverwaltung gesehen hat, nun endlich in die Tat umgesetzt worden sind. Im April hat die 22-jährige Friseurin und Make-up-Artistin einen Salon eröffnet, es ist ihr erstes eigenes Unternehmen, und die Lange Laube erschien ihr dafür vielversprechend: „Ich hoffe, dass die Straße eine echte Flaniermeile wird mit viel Gastronomie und Platz zum Schlendern.“
Garbhagwabt Singh Sandhawalia vom indischen Restaurant „Shalimar“ zählt zu den „Alteingesessenen“, und auch er hat schon einmal einen Anfang gemacht. Pünktlich zur Eröffnung der Langen Laube am Freitag ist auch sein Restaurant frisch renoviert, und in diesem Sommer hat er auf den neuerdings viel breiteren Gehsteig bereits mehr Tische und Stühle geräumt als bisher. Am Freitag bei der Eröffnungsfeier will er die Kunden zum halben Preis verköstigen und Probierhäppchen anbieten. „Und dann schauen wir mal, was kommt“, sagt er.
[Dany Schrader]
devilsadvocate August 10th, 2010, 02:34 PM Gestern war ein historisches Bild der Langen Laube in der Neuen Presse ....
:cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry::cry:
ac303id August 10th, 2010, 02:46 PM @devil: so langsam ist aber auch gut devil.......
ich finde historisch sollten wir uns auf die altstadt konzentrieren.
ein bißchen moderne tut hannover auch sehr gut. gerade im medieneck.
nur es sollte anspruchsvolle architektur sein. nicht diese glatte geklotze , welches man z.zt. leider überall neu entdecken kann.
matheking August 10th, 2010, 02:51 PM ...
ich finde historisch sollten wir uns auf die altstadt konzentrieren.
Du meinst sicherlich im Innenstadtbereich. Schließlich haben die innenstadtnahen Stadtteile wie Linden, Oststadt etc. durchaus sehenswerte alte Architektur zu bieten!
ein bißchen moderne tut hannover auch sehr gut. gerade im medieneck.
...
Finde ich auch. Das alte Hannover, so schön es gewesen sein mag, gibt es nicht mehr. Nur sollten die jetzt entstehenden Gebäude, wie du schon schreibst, hochwertig und zeitlos sein und nicht nur dem Zeitgeist geschuldet.
CrayZD August 10th, 2010, 03:04 PM Ich denke mal, das war auch in bezug auf die Forderung nach Rekonstruktionen gemeint. Dass bestehende historische Architektur heute unabhängig von ihrem Standort zu schützen ist, sollte sich von selbst verstehen.
In der Langen Laube ist mir übrigens extrem negativ aufgefallen, dass man nicht - wie eigentlich bei Straßen- und Platzverschönerungen in Hannover üblich - die Straßenbeleuchtung ausgetauscht hat. Da stehen noch dieselben 70er-Jahre-Schrammeldinger. Ich hoffe, diese Art des Sparwahns wird jetzt nicht zum Brauch. Am Kröpcke fände ich das fatal!
matheking August 10th, 2010, 03:22 PM ...
In der Langen Laube ist mir übrigens extrem negativ aufgefallen, dass man nicht - wie eigentlich bei Straßen- und Platzverschönerungen in Hannover üblich - die Straßenbeleuchtung ausgetauscht hat. Da stehen noch dieselben 70er-Jahre-Schrammeldinger. Ich hoffe, diese Art des Sparwahns wird jetzt nicht zum Brauch. Am Kröpcke fände ich das fatal!
Wie? Was? Ich habe doch in der Langen Laube schon vor vielen Monaten die Gehtsteiglampen gesehen. Das war doch der auf alt getrimmte Stil der auch in der Georgstraße steht!
Oder gibt es noch weitere Straßenlampen?
CrayZD August 10th, 2010, 03:35 PM Es gibt, wie z.B. in der Karmarschstraße auch, sowohl Gehsteig- als auch Straßenlaternen. Schon die Gehsteigleuchten finde ich nicht den Bringer. 'Auf alt getrimmt' ist da relativ: grün statt grau, und ein etwas hübscherer Mast... ansonsten die hässliche 70er-Variante. Ich dachte, dort und langfristig auch in der Georgstraße wäre das modernere Modell der Fußwegleuchten vorgesehen.
Und die Straßenlaternen sind definitiv Marke 'Auslaufmodell'. :ohno:
Hier (http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20100810html/Page/0810_HAZ_HP_15.jpg) ganz gut zu sehen.
matheking August 10th, 2010, 03:45 PM DAS sind die hannoverschen Klassiker! ;)
CrayZD August 10th, 2010, 03:49 PM Geschmäcker sind verschieden. ;) Aber man sollte sich doch bitte bei Neu- und Umbaumaßnahmen auf einen Stil einigen, wie auch immer der dann aussieht. Diese chaotische, zusammengewürfelte Stadtmöblierung (an jeder Ecke anderes Pflaster, andere Leuchten, andere Bänke usw.) ist ein großes Manko Hannovers und wird auch immer wieder sowohl von Besuchern als auch von Einheimischen angesprochen.
gstolze August 10th, 2010, 04:35 PM Geschmäcker sind verschieden. ;) Aber man sollte sich doch bitte bei Neu- und Umbaumaßnahmen auf einen Stil einigen, wie auch immer der dann aussieht. Diese chaotische, zusammengewürfelte Stadtmöblierung (an jeder Ecke anderes Pflaster, andere Leuchten, andere Bänke usw.) ist ein großes Manko Hannovers und wird auch immer wieder sowohl von Besuchern als auch von Einheimischen angesprochen.
Da stimme ich Dir zu. Man folgt immer den vermeintlich neuesten modernistischen Trands um ein paar Jahre später alles wieder aufzureißen. Man hätte mal ein ganzheitliches, zeitloses Konzept machen können, was dann auch immer weiterverfolgt wird. Damit erreicht man eine gewisse Harmonie. Hier aber sind wir ja die Brüche gewohnt, sowohl was Pflasterung, Stadtmöblierung, Architektur uns Städtebau betrifft. :ohno::ohno::ohno:
Schnitzelesser August 11th, 2010, 01:03 AM Warum sollte es den überall gleich aussehen? Die Forschung macht ja auch Fortschritte. Leider wird sie nicht immer gehört wie z.B. die Pflasterung der Raschplatztreppen zeigt. Das Problem war vor der Pflasterung der zweiten Treppe bekannt. Was macht man? Denselben Mumpitz noch einmal.
gstolze August 11th, 2010, 09:48 PM Warum sollte es den überall gleich aussehen? Die Forschung macht ja auch Fortschritte. Leider wird sie nicht immer gehört wie z.B. die Pflasterung der Raschplatztreppen zeigt. Das Problem war vor der Pflasterung der zweiten Treppe bekannt. Was macht man? Denselben Mumpitz noch einmal.
Forschung und Stadtmöblierung kannst Du ja nun wirklich nicht vergleichen. In anderen Städten klappt es wunderbar. Mann kann ja für verschiedene Bereiche durchaus unterschiedliche Konzepte entwickeln, z.B. ein kleinteilig gegliedertes Pflaster in der Altstadt, etwas grober gegliedert in den übrigen Fußgängerzonen, aufwendiger und repräsentativer rund um die Oper/südl. Georgstr., und einfacher an den Durchfahrtsstraßen etc. Selbst innerhalb der einzelnen Zonen wären Abweichungen denkbar, wenn aber das harmonische Grundprinzip gleich bleibt. Große Brüche sollte es meiner Ansicht nach nur bei Plätzen mit Insellage wie dem Raschplatz geben.
matheking August 11th, 2010, 11:28 PM Da jede Straße aber nur alle 30 Jahre einmal grundlegend erneuert wird, bedeutet eine solche räumliche Konstanz auch eine zeitliche, denn Veränderungen können nur sehr behutsam vorgenommen werden. Die Konsequenz wäre, dass bei einer Neugestaltung wie jetzt in der Langen Laube Konzepte aus den 70/80er Jahren nur dezent abgewandelt werden. Beispielsweise statt der derzeit modischen glatten Pflasterung eine mit braunen Waschbetonplatten.
Einen so zeitlosen Stil zu finden, dass der auch Jahrzehnte später noch gefällt wird schwer werden!
Meine Ausführungen sollen nicht bedeuten, dass ich gegen eine durchgängige Designidee bin. Ich wollte lediglich die damit verbundenen Konsequenzen darlegen.
CrayZD August 12th, 2010, 05:38 PM Man bräuchte einfach für ein thematisch zusammengehörendes Gebiet einen Masterplan, der dann innerhalb von 5 bis maximal 10 Jahren umgesetzt wird. Hat man das einmal gemacht, ist ja auch die natürliche 'Abnutzung' und designbedingte Alterung des Stadtmobiliars überall gleich, das vereinfacht zukünftige Maßnahmen. In anderen Städten ist sowas durchaus üblich. In Hannover jedoch ist dafür wohl das Geld nicht da, statt dessen führt man solche Verschönerungsmaßnahmen meist nur dort durch, wo 'sowieso etwas gemacht' werden muss.
Schnitzelesser August 13th, 2010, 02:48 AM Wo ist es denn anders? Ehe irgendetwas verschönert wird, was funktioniert, sollte man vielleicht erstmal Schlaglöcher ausbessern oder Kopfsteinpflaster aus Wohnstraßen verbannen. :mad2: Die ganzen Baustellen (Lange Laube 1 Jahr?) will ja auch keiner. Schon gar nicht "überall und gleichzeitig".
gstolze August 13th, 2010, 07:57 PM Wenn man durch die Bremer Innenstadt geht, gibt es viel mehr Harmonie bei der Pflasterung und Stadtmöblierung. Auch wenn nicht alles zu einer Zeit gemacht wurde, hat man dennoch krasse Stilbrüche vermieden. Da hat man viel mit Kopfsteinplaster gearbeitet. Auch wenn teilweise andere Muster o.ä.verwendet wurden wirkt es alles viel einladender, zeitloser und harmonischer. Bei uns wirkt alles irgendwie immer nur angestückelt, und dann oft auch noch dreckig und schlecht gepflegt.
matheking November 18th, 2010, 11:17 AM Von Haz.de
Autofahrer missachten Regeln der Fahrradstraße
Gefahr in der Langen Laube: Auf der Fahrradstraße kommt es zu schwierigen Situationen. Immer wieder missachten Autofahrer Regeln - sie parken auf der Radstrecke und wollen sich den Fahrradfahrern partout nicht unterordnen.
Das neue Verkehrskonzept der Langen Laube steht in der Kritik: Radfahrer beklagen Gefahren auf der Fahrradstraße. Seit der Umwidmung sind Autofahrer in der Langen Laube nur mit Zusatzschild geduldet und müssen sich Radfahrern unterordnen. Leider werde diese Regel von Autofahrern häufig missachtet. Auf den Radstrecken parkende Wagen behinderten zudem die Sicht, was besonders das Passieren der Einmündungen zu einem Risiko werden lasse.
Gestern morgen um kurz nach 9 Uhr war es auf der Fahrradstraße zu einem Unfall gekommen, weil ein Lastwagen, der von der Escherstraße auf die Lange Laube eingebogen war, zwei Radfahrern die Vorfahrt genommen hatte. Als die beiden aus entgegenkommenden Richtungen nahenden Radfahrer dem Lkw ausweichen wollten, stießen sie zusammen. Ein 31-jähriger Mann und eine 28-jährige Frau zogen sich dabei nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen zu und wurden am Unfallort von Rettungssanitätern behandelt. Der Lastwagenfahrer, der den Radfahrern eigentlich hätte Vorfahrt gewähren müssen, ergriff die Flucht. Nach Angaben eines Polizeisprechers konnte er bis gestern Abend nicht gefasst werden.
Markus Glombik, der die Strecke täglich auf dem Weg zur Arbeit befährt, hat ähnliche Situationen am südöstlichen Ende der Langen Laube schon häufig beobachtet. „Ich sehe immer wieder, wie Lastwagen und andere Fahrzeuge von der Münzstraße in die Lange Laube einbiegen“, sagte er. Tatsächlich ist Autofahrern die Zufahrt an dieser Einmündung verboten. Auch der Lkw-Fahrer, der gestern den Unfall verursacht haben soll, war offenbar in der falschen Richtung unterwegs: Die Einmündung Lange Laube/Otto-Brenner-Straße ist für Autofahrer gesperrt. „Als Radfahrer hat man häufig den Eindruck, die anderen Verkehrsteilnehmer wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen“, sagt Glombik. Autofahrer dagegen bemängeln, dass Schilder in der Straße schlecht zu erkennen sind. Ein Poller am nordwestlichen Ende der Langen Laube war in den vergangenen Wochen bereits häufig umgefahren und daher ebenfalls bisweilen nur schlecht sichtbar.
Auch andere Radfahrer kritisieren die aktuelle Situation. „Ich fühle mich auf der Langen Laube nicht sehr wohl“, sagt etwa Andrea Krause-Grund, die auf der Strecke unterwegs ist. „Es kann hier ständig zu Kollisionen kommen.“ Antje Kehl, die in einem Kosmetikstudio an der Langen Laube arbeitet, berichtet, dass es auf der Fahrradstraße fast täglich zu Zusammenstößen kommt. „Wir hören im Geschäft immer die wütenden Schreie der Radfahrer“, sagt sie.
„Das Prinzip der Fahrradstraße haben noch nicht alle Autofahrer verstanden, Radfahrer dagegen fühlen sich bevorzugt, dadurch kommt es zu Konflikten“, sagt Christine Rettig vom ADAC. Polizei und ADAC Hannover mahnen alle Verkehrsteilnehmer daher dringend zur gegenseitigen Rücksichtnahme. In Fahrradstraßen ist die maximale Geschwindigkeit auf 25 bis 30 Stundenkilometer begrenzt.
Die Polizei hat nach eigenen Angaben keine Zunahme von Unfällen seit der Eröffnung der Fahrradstraße im August registriert. Nach Angaben eines Sprechers habe es seitdem zehn Unfälle gegeben, bei einem sei ein Radfahrer beteiligt gewesen. Nach Polizeiangaben sei dieses Aufkommen normal. Auch Stadtsprecher Dennis Dix erklärte gestern, dass die Erfahrungen in der Langen Laube bisher eher positiv seien. Die Verkehrslage in der Langen Laube stehe stets unter Beobachtung. Besonders nach dem gestrigen Fahrradzusammenstoß werde das zuständige Bauamt in Zusammenarbeit mit der Polizei die Verkehrslage jedoch genau prüfen.
Dany Schrader/Jan Sedelies
CrayZD November 24th, 2010, 10:55 AM Unverhofft kommt oft. Wo vor ein paar Tagen am Steintor noch munter Burger verkauft wurden, grüßt jetzt massenweise Bauschutt in Containern.
Meine Vermutung: der Laden kriegt ein McCafé. Das deutet allerdings nicht darauf hin, dass der schrammelige zweigeschossige Block bald weichen könnte, wie es ja hier schonmal in den Raum geworfen wurde (Stichwort: Aufkauf von Flächen durch einen Investor). Ohne langfristige Mietperspektiven wird McD bzw. Ehmann wohl nicht so einen Totalumbau wagen.
matheking November 24th, 2010, 03:43 PM Richtig vermutet.
Queron December 30th, 2010, 03:13 PM Na, ob das so eine gute Idee war, da ein McCafé reinzuhauen - zumindest gibt es jetzt im Erdgeschoss nur noch etwa 10 Sitzplätze (vorher bestimmt so um die 30). Und als ich mir neulich einen Cheesebürger und nen Kakao holen wollte, musste ich an zwei Kassen bezahlen (vor allem hat das mit dem Kakao echt lange gedauert und hat sogar mehr gekostet bei unveränderter Größe). Ich gehe dann in Zukunft lieber in die Filiale am Kröpcke.
Zum eigentlichen Thema: ich weiß gerade nicht mehr, ob das vielleicht schon jemand geschrieben hat, aber wenn da auf dem Steintorplatz die zwei neuen Gebäude hinkommen, dann wäre es doch eine Überlegung wert, das McDonalds und die anderen Geschäfte in diese Gebäude zu verlagern und diesen zweigeschossigen Block endlich abzureißen und dort ein neues Gebäude hinzubauen.
lifestyle032 December 30th, 2010, 08:27 PM Es gibt nicht viele, die sich ein solches Szenario nicht wünschen würden. ;)
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