View Full Version : german newspaper:persian disneyland planned by private investor


sarbaze tabarestan
April 21st, 2009, 11:31 PM
yesterday i was reading a newspaper which said a rich iranian wants to bvuild a persian disneyland based on the shahname and ancient persian figures!
he paid a famouse german comic drawer who is famouse worlwide and this comic freak drew a persian themepark!
they said they already find the place and the finance is also clear!they are just waiting for the ok of the government which is expected to be posetiv!

the newspaper said it will focus on preislamic sign cause young iranians today hate eevrything arabic:)

the rich investors name was davoud sarkosh or something!i am searching for the article....

Persiancat
April 21st, 2009, 11:41 PM
^^Is the Disneyland going to be built in Iran or Germany?

shugs
April 21st, 2009, 11:50 PM
if it is a project being built in Iran could it be the Persian Gulf Star Complex that is u/c in Shiraz?

Shapoor
April 21st, 2009, 11:55 PM
Sche jashang :D dastet dard nakone ST baray-e in khabar

sarbaze tabarestan
April 22nd, 2009, 12:06 AM
^^Is the Disneyland going to be built in Iran or Germany?
its in iran!

sarbaze tabarestan
April 22nd, 2009, 12:12 AM
if it is a project being built in Iran could it be the Persian Gulf Star Complex that is u/c in Shiraz?
i dont know!but what they described was fanatstic!they said they would have 4 elements in the park based on ancient persian teachings!they want to show kavehs fight against dohuk etc!they have 4 elements in the park!
in earth element there are vilages of persian hobbits!and this drawer was a freak!he said he never thought iranian regime allowing him do drew such unislamic stuff!he visited iran and said he was inspired by shahnameh!he drew amazing things!


i dont find this article on the net:bash:

sarbaze tabarestan
April 22nd, 2009, 12:25 AM
i found it
Das persische Abenteuer
Ausgerechnet im Iran plant ein 35-jähriger Comiczeichner aus Schwäbisch-Hall einen Themenpark der monströsen Art - mit Gartenzwergen, Schlangen und Drachen


Von Michael Zirnstein



Timo Würz hat Lust auf Krawall. "Appetite for destruction" steht auf dem T-Shirt, er ist rundum tätowiert, die Haare trägt er wie ein Model für Punk-Frisuren. Wenn er sein Werkzeug zückt, fliegen die Fetzen, reißt Papier, spritzt Tusche, "und wenn es sein muss, zünde ich etwas an", sagt er mit Cowboy-Blick. Nach Autogrammstunden auf Buch- oder Comic-Messen hinterlässt er ein Schlachtfeld, das den Plattenhüllen gleicht, die er für Heavy-Metal-Bands malt: Statt Streitäxten und Körperteilen liegen zersplitterte Pinsel und Bleistifte herum, rote Farbe kleckert wie Blut am Boden. Wer würde so einen anheuern, eine Vergnügungspark für Familien zu erschaffen? Der Iran!

Timo Würz ist der Rockstar der Comicszene. In seinen Bildern und Büchern lässt es der Autodidakt aus Schwäbisch-Hall krachen: Da gibt es Totenschädel, Engel, Zombies aus der Zukunft, Dämonen, zähnefletschende Bestien, Burgfräulein mit Pfeilen im nackten Körper, eine Nonne, die ihre Brustwarzen zwirbelt. Nicht auszudenken, was er mit dem Propheten Mohammed anstellen würde. Doch ausgerechnet ein iranischer Unternehmer hat Würz beauftragt, eine Art Disneyland für Teheran zu entwerfen - mit allerlei bizarren Ideen, von denen im Westen kaum einer glauben würde, dass sie dort geduldet würden.

Ein neuer Karikaturenkampf ist nicht zu befürchten. Der 35-Jährige kann sich benehmen und artig auf Kunden eingehen: Luxemburg hat seine Sportmännchen auf Briefmarken und Postautos gedruckt; seine Hüpfschnecke, ein Hopsball für Kinder, ist im Museum of Modern Art in San Francisco ausgestellt. Und sein "Günter", der "innere Schweinehund" einer Ratgeberreihe ("Günter lernt verkaufen"), soll es über Motivationsseminare in den USA als Plüschtier bis auf Barack Obamas Sofa geschafft haben. Seit Würz einmal in einer Weinstube für die kleine Tochter eines Themenparkentwicklers einen Elefanten zeichnete, gestaltet er auch Karussels und Co.: eine Science-Fiction-Bahn in Jakarta, Schauhäuser in Sankt-Petersburg, ein Geister-Hotel in Jakarta.

Zuletzt rief Olaf Mordelt, Themenpark-Titan der Firma Heimo aus dem schwäbischen Jagsthausen, bei Timo Würz an. Ein Großinvestor namens Davoud Sarkosh, mit dem er schon Projekte durchgezogen habe, wolle quasi einen riesigen Spielplatz für seine Tochter bauen - und für etwa 6000 Iraner täglich. Ob er, Würz, das in acht Wochen packe: Grundidee, Plan, Fahrgeschäfte, Häuser, Figuren? Würz sagte zu. Einmal durch eine eigene Phantasiewelt zu spazieren ist der Traum jedes Comic-Künstlers.

Ihm war bewusst, wie heikel die Aufgabe war: "Von nichts habe ich je so Widersprüchliches gehört wie von Iran." Eine Freundin, die in Teheran studiert hatte, erzählte, dass junge Frauen dort bauchfrei herumliefen. Eine ihm bekannte iranische Rockgruppe berichtete ihm: Die Band, mit der sie sich den Probenraum teilte, sei hingerichtet worden, nur weil sie lästerlichen Heavy Metal spielte. Würz warf erste Ideen wie eine Achterbahn in Form eines heiligen Schriftzeichens oder eine Shisha-Rutsche in den Papierkorb. Er musste mehr wissen über Land und Leute. Er las, was er fand: Dürfen Männer und Frauen dort öffentlich gemeinsam essen? Ja, dürfen sie, kein Zusatzproblem also bei den Restaurants im Park. Werden die Frauen beim Achterbahnfahren Schleier tragen? Ja, vielleicht wird man ihnen Gummibänder für besseren Halt austeilen müssen. Symbole der arabischen Erzfeinde werde er vermeiden, dagegen sei gerade die Jugend offen für alles aus dem Westen. "Aber natürlich wäre es albern, da Neuschwanstein in Pink hinzustellen."

Zur Inspiration fand er Bilder von imposanten Felsenstädten, Ornamente auf Kacheln, und er entdeckte die altpersische Lehre der vier Elemente: wie geschaffen für die Viertel seines "Four Elements Parks" (so, auf Englisch, wird es über dem Eingangsportal stehen). Im Luft-Areal ragt ein Freifall-Turm empor, getragen von Greifen, die er auf alten Gefäßen fand. Von oben aus blicken die Gäste auf die wie ein kunstvolles Mandala arrangierte Freizeitzone - bevor sie in die Tiefe sausen. Die Wasserwelt ist in die nahen Berge gehauen, hier gibt es paradiesische Gärten, ein Schiffswrack, Planscherei unter einer Walfontäne und ein achtstöckiges Hotel. Die Erd-Region ist eine Bergwerksstadt für Kinder, belebt von einem allwissenden Blattmenschen und "persischen Gartenzwergen", wie Würz sie nennt. Er skizziert blitzschnell einen: Löckchen hinten, Spitzbart vorne, oben ein schlumpfartiger Hut. Feuer steht für Gefahr und Abenteuer - hier siedelt er die spektakulären Fahrgeschäfte an.

Übers Internet fand Würz einen Teheraner Tätowierer, der zu jedem Element ein Logo in Farsi-Schrift entwarf. Als er ihn fragte, wie er ihn bezahlen könne, sagte der: "Paypal." Und Würz war erstaunt, wie leicht es ging, Geld in den Iran zu überweisen. Dann stieß er auf die "Shahname", das Buch der Könige. 50 000 Verse voll mit Sagen des antiken Persiens. "Blumig ohne Ende, da wird Liebe gemacht und rumgeprügelt", ganz nach seinem Geschmack - und dem der Iraner: "Sie sind sehr stolz drauf." Mit dem Rückgriff auf vorislamische Mythen ließe sich Streit mit den Fundamentalisten vermeiden.

Mythische Monster

Die "Shahname" mit ihren Helden und Monstern erwies sich als Schatzkiste für den Rummelplatzplaner. Da rast der Besucher im Schienenwagen durch eine Ruinenstadt auf eines der drei Mäuler des Drachen Azi Dahaka zu. Oder er wird mitsamt einem Haus vom Schwarzen Dämon emporgerissen und durchgeschüttelt. Eine Steilvorlage bietet Zhakak, ein Tyrannenkönig, dessen Bezwingung durch den Schmied Kaweh beim iranischen Neujahrsfest Nouruz gefeiert wird. Aus seinen Schulter wachsen Schlangen, die Menschenhirn fressen - im Park werden sie die Schienen eines "Half-Pipe-Surfriders" sein.

Wann Würz sich selbst damit in den Himmel schrauben kann, weiß er nicht. Der Kunde hat die Pläne begeistert gekauft, das Gelände ist gefunden, die Finanzierung sei sicher - nur lässt die iranische Regierung das Geld noch nicht außer Landes. Aber das werde klappen, "Iran hat eine junge Gesellschaft, die brauchen Angebote für ihre jungen Leute." Dass Würz womöglich dem Regime nützt, hat er abgewogen. "Ich habe dort nur supernette Leute kennengelernt. Und, so pathetisch es klingt, ich habe mich gefragt: Wie kann man diesem Volk dienen, mit Hingabe und Respekt." Und etwas Rock"n"Roll.

sarbaze tabarestan
April 22nd, 2009, 12:27 AM
http://www.timowuerz.com/img/bg_productiondesign.jpg

Persiancat
April 22nd, 2009, 03:37 AM
its in iran!

^^Awsome:cheers:

persian
July 8th, 2009, 03:35 PM
Great news. any updates?