View Full Version : München | Projekt "Rund um den Ostbahnhof" | In Bau


Energy2003
May 7th, 2009, 10:55 AM
Projektgebiet am Ostbahnhof


Im Bereich östlich des Ostbahnhofs zwischen Frieden-, Mühldorfer, Aschheimer, Anzinger und Rosenheimer Straße entstehen auf einer Fläche von rund 40 ha Größe neue Wohnungen und Raum für Arbeitsplätze und Grün.

Derzeit wird das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans durchgeführt. Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans wird demnächst eingeleitet.



http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/img/r_ost_umgriff.gif


Das Projektgebiet östlich des Ostbahnhofs zwischen Frieden-, Mühldorfer, Aschheimer, Anzinger und Rosenheimer Straße ist eine der letzten großen zusammenhängenden Flächen in Innenstadtnähe mit Bahnanbindung und sehr guter öffentlicher Verkehrserschließung. Durch die Aufgabe oder Verlagerung von Betrieben, die Aufgabe von Bahnnutzungen sowie durch Umstrukturierung und Verdichtung wurden hier neue Entwicklungen möglich.



Leitbild
Leitbild der Planung ist die Entwicklung eines attraktiven neuen Stadtquartiers mit eigenem prägnantem Charakter. Mit seiner besonderen Lage im Dreieck zwischen Innenstadt, Messestadt Riem und Flughafen und seiner hervorragende Erreichbarkeit vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat das Gebiet hierfür beste Voraussetzungen.
Das Projekt "Rund um den Ostbahnhof" ist ein Leitprojekt der Münchner Stadtentwicklungskonzeption PERSPEKTIVE MÜNCHEN.

Nutzungsmischung
Zielsetzung der Planung ist unter dem Motto "kompakt, urban, grün" eine innerstädtische, verdichtete Mischung von Dienstleistungen, modernem Gewerbe, Einzelhandel, Gastronomie- und Freizeitnutzungen und Wohnen. Der Vorteil der innenstadtnahen Lage soll verbunden werden mit neuen Qualitäten eines urbanen Stadtquartiers, das sich durch eine hohe Qualität öffentlicher Räume und Freiflächen und das enge räumliche Nebeneinander von Arbeiten, Wohnen und Freizeitangeboten auszeichnet.


Wohnen und Arbeiten
In Zukunft werden hier ca. 2.000 Einwohner leben, dabei werden rund 30 % der Wohnungen öffentlich gefördert. Es entstehen ca.10.000 Arbeitsplätze für innovative Wirtschaftszweige, Handwerk, Handel, Produktion und Dienstleistungen.


Grün
Mit einer zentralen Grünfläche, verbindenden Grünzügen zum Ostbahnhof und zum Piusplatz und nach Süden und Norden ausgreifenden "Kommunikationsbändern" wird ein ausreichendes und angemessenes Grün- und Freiflächenangebot geschaffen.


Verkehr
Um die durch die neuen Nutzungen zusätzlich generierten Verkehre stadtverträglich bewältigen zu können, wurde ein Verkehrskonzept entwickelt.


Verfahren
1999 beschloss der Stadtrat den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmen
für die Entwicklung von ROst. Darauf aufbauend wurde 2001 ein mehrstufiger, europaweiter Wettbewerb ausgelobt, um die Konzeption für einen Strukturplan zu erhalten.
Am 18. April 2007 hat der Stadtrat den Strukturplan beschlossen (Stadtratsbeschluss). Derzeit wird das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans durchgeführt.

http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/img/r_ost_perspektive.jpg
Projektgebiet von Norden (freut sich ZZII?)


Planung

Das Planungsgebiet "Rund um den Ostbahnhof" bietet durch seine zentrale Lage in der Stadt und die hervorragende Verkehrsanbindung (25 Min zum Flughafen, S-, U-Bahn, Mittlerer Ring) die idealen Voraussetzungen für die Entwicklung zu einem dichten urbanen Stadtquartier und einem hochwertigen Standort für Wohnen und Arbeiten.

Den Mittelpunkt des neuen Stadtquartiers bildet eine zentrale, ca. 1,3 ha große Grünfläche. Die Typologie und das Maß der Baublöcke ist aus den Gegebenheiten und Bindungen der vorhandenen Stadtstruktur abgeleitet. Blockstrukturen trennen klar öffentlichen und privaten Raum. Es entsteht ein städtebaulicher Rahmen, in dem sich die Architektur mit vielfältigen Lösungen entfalten kann.


http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/img/r_ost_planvariante_01.gif



Strukturplan 2007, Planvariante 1, Plan als PDF (http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/img/r_ost_planvariante_01.pdf)

Einige wenige notwendige Strassen erschließen das Gebiet von den Rändern aus. Die bisher hermetisch abgeschlossenen Firmengelände werden durchlässig.
Alle anderen öffentlichen Flächen bilden ausgehend vom neuen Park ein Netz aus befestigten und begrünten Freiräumen für eine von den Straßen unabhängige Fußgänger- und Fahrraderschließung. So werden diese Erschließungsfreiräume zu Kommunikationsräumen, die sich zum Ostbahnhof hin mit ihren Aktivitäten zu einem neuen urbanen Zentrum Münchens verdichten.
Ein Feld von 60 m - 80 m hohen Hochhäusern (im Plan in dunkleren Farben gekennzeichnet), die an der Friedenstraße positioniert sind jeweils die Enden der Kommunikationsbänder besetzen, prägen identitätsstiftend das Stadtbild des neuen Quartiers. Zum Gleisfeld und zum neuen Ostbahnhof nimmt die Höhe zu und verdeutlicht damit die Verdichtung am neuen Zugang zum Ostbahnhof. Das zentrale Hochhaus am Park fungiert als städtebauliches Zeichen, das von den umgebenden Stadtquartieren, auch über die Barriere des Gleisfeldes hinweg, sichtbar ist.



Zwei Planvarianten des Strukturkonzepts
Das weitere Planungsverfahren wird zunächst mit zwei Planvarianten weitergeführt, die es ermöglichen, auf Änderungen der Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren.

Bei der Planvariante 1 (siehe Abb. oben) liegt die zentrale Grünfläche in der Achse von Bordeaux- und Orleansplatz, reicht aber nicht bis zur Friedenstraße heran. Eine schmale Fußgängerzone verbindet den Park mit der Friedenstraße und dem Ostbahnhof. Die Haupterschließungsstraße führt zur Anzinger Straße.

Bei der Planvariante 2 ist der Park um ein Baufeld nach Südwesten verschoben. Er liegt damit günstiger zu den Wohnbauquartieren. Die Emissionsprobleme der angrenzenden Gewerbegebiete sind besser beherrschbar. Die Haupterschließung führt bei dieser Variante im südlichen Teil von der Rosenheimer zur Aschheimer Straße.


http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/img/r_ost_planvariante_02.gif


Strukturplan 2007, Planvariante 2, Plan als PDF (http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/img/r_ost_planvariante_02.pdf)

Eckdaten
40 ha Planungsgebiet
ca. 900 Wohnungen
ca. 10.000 neue Arbeitsplätze
Gewerbe, Büro, Kultureinrichtungen
ca. 4 ha Grünflächen
Verlängerung des südlichen Bahntunnels
Bau eines Gewerbehofes

Energy2003
May 7th, 2009, 11:04 AM
http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/wbw/img/1_preis_comp.jpg


1. Preis

03 München
Andreas Garkisch, Karin Schmid,
Michael Wimmer, München

Prof. Gerd Aufmkolk, Lanschaftsarchitekt
WGF, Nürnberg
Mitarbeit: Christina Hartenstein, Robert Parsdorfer, Franziska Spreen, Marc Hofmann, Arndt Jagenlauf



Beurteilung durch das Preisgericht

"Die Verfasser der Arbeit 1254 formulieren eine interessante und abwechslungsreiche Idee für die Entwicklung der öffentlichen Räume in einem transformierten Stadtteil am Ostbahnhof. Ein wohltuend dimensionierter neuer Park verknüpft im Zusammenhang mit mehreren angerartig gestalteten Räumen die Stadtteile Haidhausen und Berg am Laim. Insbesondere die von den Verfassern so bezeichneten "Kommunikationsbänder" ermöglichen vielen Adressen im Quartier einen Bezug zum Grün. Auch der Vorschlag für eine übergreifende Radwegverbindung im Verlauf der Friedensstraße wird als positiver Beitrag gesehen..

Für die Qualifizierung des Ostbahnhofs wird ein an der bestehenden Situation orientierter und praktikabler Vorschlag unterbreitet, indem im Osten auf einer angemessenen Platzfläche ein gut auffindbares Eingangsbauwerk platziert wird, das im Bereich des Orleansplatzes ein Pendant erhält. Auf diese Weise könnte die gewünschte Verbindung beider Seiten des Bahnhofs im öffentlichen Raum dokumentiert werden.



Die Platzierung der höheren Gebäudeteile im Kontext der Quartiere kann als Strukturidee verstanden werden und die Orientierung im Stadtteil unterstützen. Die darüber hinaus gewählten Hochhausstandorte am Ostbahnhof sowie am Leuchtenbergring können bei entsprechend maßvoller Höhe prinzipiell akzeptiert werden, weil sie übergreifende Adressen im Stadtraum markieren.

Funktionell bietet der Entwurf eine für die Entwicklung eines belebten Stadtteiles förderliche Mischung, bei der die einzelnen Nutzungsarten auf der Ebene der Quartiere und in klar ablesbaren Bauteilen angeboten werden.

Das Wohnen ist zum Park und zu den öffentlichen Grünräumen orientiert und erreicht einen vergleichsweise hohen Anteil, so dass ggf. mit einem zusätzlichen Bedarf für Schul- und Gemeinbedarfskapazitäten zu rechnen ist.
Die Kerngebiets- und Gewerbenutzungen finden sich in den gut erschlossenen Lagen; insgesamt bieten sich angemessene Entwicklungschancen für die besonders zu berücksichtigenden Grundstücksbereiche.
Der Bebauungs- und Nutzungsvorschlag für den Bereich an der Orleanstrasse scheint wegen der vorgesehenen Begrünung und der gewählten Bautypologie - einhüftige Gebäude mit Orientierung nach Westen zum Hof - für die Ansiedlung spezieller Wohnformen prinzipiell machbar. Das könnte für eine verlängerte Bothestraße gegebenenfalls nicht mehr zutreffen.


Der Entwurf zeigt , wie mit einem klaren städtebaulichen Konzept, das mit sehr selbstverständlichen Mitteln daher kommt, eine komplizierte und komplexe Entwicklungsaufgabe souverän gelöst werden kann."


Strukturplan:


http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/wbw/img/plaene_r_ost/1_preis.jpg


Nach den Angaben der Entwurfsverfasser gelten für die zu überplanenden Grundstücke folgende Kennzahlen:

ca. 570.000 m² Geschossfläche
ca. 1.500 - 2.000 Wohnungen
ca. 6.000 Arbeitsplätze
zentrale Grünfläche mit ca. 3 ha







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http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/wbw/img/2_preis_comp.jpg



2. Preis

SIAT Architektur und Technik
Dipl. Ing. Achim Hupfauf, München
Eckart Emmel, Lanschaftsarchitekt
in Büro EGL, Neustadt
Mitarbeit: Dipl. Ing. Dieter Heigl,
Dipl. Ing. Gabriele Meiniger



Beurteilung durch das Preisgericht

"Die Wettbewerbsarbeit entwickelt ein schrittweise realisierbares, robustes Strukturkonzept, das sich stark an den gesamtstädtischen und örtlichen Vorgaben orientiert und für die zentralen Fragestellungen schlüssige Lösungen anbietet.

Die Entwurfsidee wird mit den Einzelschritten stadträumliche Struktur (mit bestandsorientierter Ost-West Ausrichtung des Hauptgrünzuges und der Hauptsammelstraßen), Baufelder (differenziert in Dichte und Nutzung) Belegung der Baufelder (mit schematisierten Gebäude- und Grundstückstrukturen) und schrittweise Realisierung überzeugend dargestellt.

Die Detaildarstellungen zur Gebäudetextur, zu den Grünflächen und zu den gebäudenahen Verkehrsanlagen bleiben demgegenüber etwas exemplarisch, genügen aber zur Verdeutlichung der strukturellen Grundidee. Im Gebiet West sind die Aussagen lediglich additiv.(5 bis 8-geschossige Baublöcke mit Innenhöfen, 5-geschossiger Wohnblock an der Orleanstrasse)

Zentrales Strukturelement ist der zentrale, etwa 70m breite Hauptgrünzug, der von der Piuskirche zum Ostbahnhof auf fast 400m Länge kontinuierlich abfällt und über einen Boulevard mit Unterquerung der Friedenstraße in eine erheblich aufgeweitete breite Unterführung zur Anbindung an den Stadtteil Haidhausen übergeht. Die Überwindung der Höhenunterschiede wird durch eine sanfte Geländemodellierung erreicht, die in den Entwurf ein atmosphärisch interessantes Vertikalelement integriert, und im Bereich der westlichen Kopfbauten( Kino und 18-geschossiges Hochhaus) in der Form von Aufzügen, Treppen und Stegen.

Das Preisgericht vermisst allerdings eine detailliertere Auseinandersetzung mit den beiden Ebenen im Bereich des Boulevards.

Die Gebäudenutzungen sind wegen der konzeptionellen Flexibilität etwas unverbindlich dargestellt. Es wird jedoch der Nachweis erbracht, dass die in der Auslobung geforderten Nutzungen und Dichten im vorgeschlagenen Gesamtkonzept unterzubringen sind. Positiv beurteilt wird die ausgewogene und sensible Wahl der Gebäudehöhen östlich und westlich der Bahnstrecke.
Die Wohnblockstrukturen bleiben allerdings schematisch und die nachgewiesenen Dichten sind bei Einhaltung der erforderlichen Gebäudeabstände eventuell nicht erreichbar.
Bei einem Anteil von 2500 Wohneinheiten könnten sich auch Konsequenzen für die erforderlichen infrastrukturellen Einrichtungen (Schulen, Kitas) ergeben. Das Pfarrhaus der
Piuskirche wird ohne Not aufgegeben.

Das dreistufige Freiflächenkonzept besteht aus dem zentralen Hauptgrünzug (öffentlich), senkrecht dazu abzweigenden baufeldnahen, flexibel breiten Grünbändern (halböffentliche Pocketparks) und privaten Wohnhöfen.
Die Gestaltungsvorschläge sind wie die Nutzungen der Baufelder wiederum exemplarisch und fakultativ.

Das Preisgericht würdigt das Freiraumkonzept wegen seiner Differenzierung, seiner Dezentralität und seiner Flexibilität, befürchtet jedoch einen Sachzusammenhang zwischen der Finanzierbarkeit der Bahnunterführung und dem abgesenkten Grünzug.

Das Verkehrskonzept ist schlüssig, funktionsfähig und für den Rad- und Fußgängerverkehr erfreulich stark vernetzt.
Nicht möglich ist die Anbindung der Bothestraße an den Haidenauplatz.
Der Stellplatznachweis wird nicht zufriedenstellend erbracht."




Strukturplan:

http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/wbw/img/plaene_r_ost/2_preis.jpg






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http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/wbw/img/3_preis_comp.jpg




3. Preis


Peter und Irina Duck, Architekten Mag. Arch.,
München
Jürgen Huber, Doris Grabner,
Dipl. Ing. Landschaftsarchitekten, Freising
Mitarbeit: Dr. Christoph Hessel in gevas Ingenieurgesellschaft für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik mbH



Beurteilung durch das Preisgericht

"Die Grundidee, das Quartier durch zwei ganz unterschiedliche Freiräume: das Wiesental zwischen Piusplatz und dem neuen Bahnhof an der Friedenstraße und dem senkrecht dazu gelegten Aktivband zwischen Mühldorfstraße und Rosenheimer Straße zu gliedern, überzeugt. Der neue Stadtteil erhält dadurch klare und attraktive Quartiere unterschiedlicher Prägung.
Der neue Bahnhof, als Eingangsbauwerk über der großzügigen Rampe zur Unterführung, ist ein gut situiertes, weit sichtbares Ziel. Die gewählten unterschiedlichen Baustrukturen sind für die jeweilige Nutzung gut geeignet und ihre Differenzierung ermöglicht eine interessante architektonisch unterschiedliche Ausprägung der Orte.
Die Bezeichnung Gewerbegebiet für die Bürobauten an der Friedenstraße ist wohl ein Irrtum, hier soll es sich offensichtlich um Kerngebiete handeln.

Das Aktivband führt im Süden durch das allgemeine Wohngebiet und das vom Wohnen geprägte Mischgebiet, hier kann man sich gut für die Bewohner und Kinder geeignete Aktivitäten vorstellen. In der Fortsetzung sind dann Büro- und Gewerbebauten, der Gemeinbedarf und die Business-Appartements angelagert. Hier können die Aktivitäten dann lauter und sportlicher werden und sind für die Arbeitsplätze ein attraktives Angebot. Die öffentlich orientieren Nutzungen liegen an der Kreuzung des gründen Tals mit dem Aktivitätsband richtig. Die Qualität und Stimmung des Wiesentals und der anderen Freiflächen ist durch die Baumstellungen und unterschiedlichen Arten überzeugend dargestellt. Das Wiesental umfährt mit den Bäumen geschickt das Umspannwerk, und auch der Wohnungsbestand erhält dadurch eine neue Qualität.

Die Erschließungsstrassen sind geschickt in Parallelen zwischen Frieden- und Ampfingstraße gelegt, so dass das Tal vom Verkehr vollständig frei bleibt. Das Aktivband wird dreimal gekreuzt. Dies erscheint akzeptabel. Die Sticherschließung des neuen gewerblichen Standorts bei Rohde & Schwarz ist unzureichend.

Das angebotene Fuß- und Radwegenetz ist attraktiv. Besonders die an dem neuen Bahnhof angebotene grosszügige Rampe zu neuen, erweiterten Unterführung unter der Friedenstraße und der Bahn bietet eine gute Verknüpfung nach Haidhausen. Der Fuß- und Radweg westlich der Bahn auf der oberen Ebene ist nicht überzeugend. Die schwierigen Fußpunkte machen ihn ebenso wie die zweite Brücke über die Bahn wenig realistisch.

Die Qualität der Baustruktur für Gewerbe, Büro und Wohnung ist richtigerweise sehr unterschiedlich in Art und Maßstab. Die Höhen zwischen 5 und 10 Geschossen ergeben trotzdem eine zusammenhängende Gestaltung, die sich in den Bestand östlich der Bahn gut einfügt. Die offene Baustruktur für das Wohnen zwischen den Bäumen ist ein neues und schönes Angebot in diesem Stadtteil.
Das Tal bietet eine zusammenhängende große Grünfläche, die Wohngebäude im Mischgebiet eine grüne Umgebung, die Bürobauten haben große Innenhöfe. Die angebotene Dichte liegt deshalb erwartungsgemäß im unteren Bereich; die hohe Qualität rechtfertigt das.
Die angebotene Baustruktur im Westen der Bahn an der Orleansstraße ist modular aufgebaut mit 15-geschossigen Hochhäusern und entsprechend hoher Dichte. Damit wird eine nicht gewollte räumliche Barriere zwischen Haidhausen und dem neuen Gebiet im Osten geschaffen. Die Bebauung ist eine Bedrängung für den gründerzeitlichen Bestand. Auch am Haidenauplatz ist die angebotene Baustruktur zu dicht, es fehlen die geforderten Freiflächen und ökologischen Vernetzungszonen. Die Realisierungsschritte ergeben von Anfang an sinnvolle Abschnitte mit Grünflächen, Kern- und Wohngebieten, die mit dem neuen Bahnhof einen Zielpunkt haben.

So überzeugend die Gliederung und Struktur östlich der Bahn gelungen ist mit der sehr moderaten Dichte und Höhe (die sicherlich ohne Qualitätsverlust auch zu steigern wäre), so wenig angemessen ist die sehr komplexe Baustruktur an der Orleansstraße."



http://www.muenchen.de/cms/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/75_plan/04_stadtentwicklung/01_projekte/r_ost/wbw/img/plaene_r_ost/3_preis.jpg

!conic
June 2nd, 2009, 12:27 PM
An der Rosenheimer Strasse/Ecke Friedenstrasse (wo früher die Georg Elser Hallen standen) ist der "Fokus-Park" geplant: http://www.fokus-park.de/
http://img338.imageshack.us/img338/5601/7perspektive20focusdv0.jpg

http://i43.tinypic.com/14v5xex.jpg

http://i42.tinypic.com/11blv8o.jpg

http://i44.tinypic.com/sfxb4n.jpg
Quelle der Bilder: IVG Development GmbH, Zanderstraße 5-7, D-53177 Bonn http://www.fokus-park.de/home.html

"Fokus-Park"-Grundstück, 31.05.09
http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/6fc29daf.jpg

http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/2a599bae.jpg

!conic
July 20th, 2009, 07:52 PM
"Medienbrücke":
http://i34.tinypic.com/nnm87o.jpg

http://i37.tinypic.com/2zgrrj7.jpg
Quelle der Bilder: bwp Burggraf + Reiminger Beratende Ingenieure GmbH, Marcel-Breuer-Straße 22, D-80807 München, Link: http://www.buweipa.de/index.php?id=28&no_cache=1&tx_referenzen_pi1[projecte]=158 // Architekturbüro Prof. Otto Steidle und Partner Architekten BDA - Steidle Architekten GmbH, München

Baustelle am 19.07.09:
http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/b0001-13.jpg

Paix
July 22nd, 2009, 01:16 AM
Der geplante Fokus Park sowie die sich im Bau befindliche Medienbrücke machen Freude auf mehr. Daher kann man ja nur hoffen das sich schnell ein oder mehrere Mieter für den Fokus Park finden.

Naheliegen würde ein in München ansässiges Verlagshaus wie ich finde.

Munichpictures1970
July 22nd, 2009, 04:47 PM
Da bin ich auch schon gespannt. Es wird Zeit dass sich die Gegend mal verändert und vor allem, dass der Kunstpark endlich verschwindt. Der macht eh nur Probleme.

Energy2003
July 22nd, 2009, 08:16 PM
^^ auch Jüngere wollen Spaß haben ! ;)

!conic
August 10th, 2009, 10:42 AM
Auf der Website des Projekts "Medienbrücke" gibt es einen Film: http://www.medienbruecke.de/home.html

Und weitere Visualisierungen:
http://i27.tinypic.com/izx9ht.jpg

http://i26.tinypic.com/2uhmvwz.jpg
Quelle der Bilder: IVG Development GmbH, Zanderstraße 5-7, D-53177 Bonn, Link: http://www.medienbruecke.de/projekt.html

Paix
August 10th, 2009, 11:23 PM
Danke !conic

Die Medienbrücke ist ein inovatives und noch nicht dagewesenes Projekt in München. Daher wird das Objekt selbst in wirtschaftlich schweren Zeiten seine Mieter finden. Alleine weas die Architektur angeht will mir bisher keine Visualisierung richtig zusagen.

Paix
August 29th, 2009, 01:55 AM
Auf dem Baufeld des Fokus Park ist nur ein Autokran zusehen.

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/2627-1/DSC02857.JPG

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/2623-1/DSC02858.JPG

Bilder Paix

Paix
August 29th, 2009, 01:59 AM
Das Baufeld der Medienbrücke ist leider vom Auto aus sehr schwer einsehbar.

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/2631-1/DSC02856.JPG

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/2635-1/DSC02859.JPG

Bilder Paix

derzberb
August 31st, 2009, 12:16 AM
@ Paix, 29. August 01:55

"Auf dem Baufeld des Fokus Park ist nur ein Autokran zusehen."


Hurra! Ein Fortschritt. Das Glas ist halbvoll!

Kame
September 1st, 2009, 08:28 PM
Besonders bei dem Projekt "Medienbrücke" fühle ich mich an Bausünden vergangener Dekaden erinnert. Man stelle sich nur das erste Bild aus #8 in vielen Jahren vor, wenn das strahlende Weiß zu einem schmuddeligen Grau-Braun verkommen ist.

Auch die Architktur der umliegenden Bauten finde ich furchtbar hässlich und einfallslos, stehen diese Gebäude eigentlich schon oder sollen die als Teil des Projektes erst noch gebaut werden?

Und um nicht nur Negatives hier loszuwerden bleibt zu sagen, dass München trotzdem eine schöne Stadt ist - hoffen wir, dass sie es bleibt.

derzberb
September 19th, 2009, 12:23 PM
Die umliegenden Bauetn existieren schon lange. So gesehen ist die Medienbrücke von der Idee her ein intelligente Ergänzung.

friedemann
September 22nd, 2009, 12:23 PM
Sie ist zumindest mal ein Hingucker und nicht nur ein 08/15-Klotz.

!conic
December 21st, 2009, 11:48 AM
Update Medienbrücke, 20-12-09
http://i50.tinypic.com/e9ittc.jpg

http://i45.tinypic.com/nohdtc.jpg

http://i49.tinypic.com/28rjiqe.jpg

http://i50.tinypic.com/2ef0odi.jpgg

http://i48.tinypic.com/t7d8op.jpg

http://i47.tinypic.com/28s0tz.jpg

http://i50.tinypic.com/11b89qo.jpg

erbse
December 25th, 2009, 04:12 PM
Danke für die vielen frischen Updates iconic, super :applause: In München geht's ja rund!



Diese Medienbrücke scheint recht interessant. Kommt dort oben eine Redaktion rein, oder wer wird dort einziehen?

Ji-Ja-Jot
December 26th, 2009, 01:18 PM
medienbrücke gefällt mir.

Was passiert eiegntlich mit dem bescheuetem Kunstpark?

Energy2003
December 26th, 2009, 08:50 PM
^^ wird zugemacht und angeblich woanders aufgemacht. komplett andere Gegend, aber steht mehr oder weniger noch alles in den Sternen

Paix
January 4th, 2010, 09:19 AM
Danke fürs Update

Die Medienbrücke in der Bauphase macht schon was her :)

!conic
January 8th, 2010, 11:23 AM
medienbrücke gefällt mir.

Was passiert eiegntlich mit dem bescheuetem Kunstpark?

Über die Schließung der Areale von Kultfabrik/Optimalwerke gibt es keine eindeutigen Meldungen. Offiziell laufen die Mietverträge Ende 2010 aus. Die Nutzer haben aber bei den Eigentümern einen Antrag auf Verlängerung eingereicht, dem diese zugestimmt haben. Der zuständige Bezirksausschuss spricht sich aber gegen diese Verlängerung aus und möchte, dass man ab 2011 mit dem Abriss und der Neu-Entwicklung der Areale beginnt. Offenbar sind es aber ungeklärte Eigentumsfragen, die das Projekt insgesamt ins Stocken gebracht haben.

Quellen:

http://www.tz-online.de/aktuelles/mu...tz-577957.html
http://www.merkur-online.de/lokales/...of-582516.html

Paix
January 21st, 2010, 03:24 PM
Baubeginn für IVG-Projekt im Frühjahr

www.novum-muenchen.com

Im ersten Bauabschnitt mit dem Namen "Atelier" soll ein fünfgeschossiges Bürogebäude entstehen.Der Baubeginn für den 15-stöckigen zweiten Abschnitt "Novum" ist für den Herbst geplant. Die Realisierung des dritten Gebäudes "Opus" stehe "voraussichtlich in zwei bis drei Jahren" an, so Heppt.

https://www.thomas-daily.de/news/morningnews/id/05103611500792649

thomas-daily

Paix
March 9th, 2010, 07:03 PM
Medienbrücke Update 9 März 2010

Bei der Medienbrücke hat man schon mit der Fassade begonnen.

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/3321-1/Sky+B+M__rz+2010+_3_.JPG

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/3325-1/Sky+B+M__rz+2010+_4_.JPG

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/3329-1/Sky+B+M__rz+2010+_5_.JPG

Bilder von mir

il fenomeno
March 9th, 2010, 07:26 PM
da geht was in münchen. weiter so.

erbse
March 10th, 2010, 05:49 PM
Wirklich eine enorme Bautätigkeit, ist mir auch im Februar sehr aufgefallen, als ich dort war.


Die Güte der Medienbrücke steht und fällt nun mit der Fassade. Scheint ganz gut zu werden.
Wobei ich mir insgesamt aber gerade für die Münchner Innenstadt mehr historisierende Neubauten oder zumindest Modernes mit Charakter und weniger verwechselbare, banale Mischquartiere im internationalen Einheitsbreistil wie dieses wünschen würde. Die Medienbrücke bildet hier wie gesagt womöglich die Ausnahme.

derzberb
March 10th, 2010, 07:00 PM
Wobei ich mir insgesamt aber gerade für die Münchner Innenstadt mehr historisierende Neubauten (...) wünschen würde.

Historisierende Neubauten???

:puke:

Igitt!

erbse
March 10th, 2010, 07:04 PM
Bevor du hier anfängst zu speien - weißt du überhaupt, wovon ich rede?

derzberb
March 10th, 2010, 07:46 PM
Bevor du hier anfängst zu speien - weißt du überhaupt, wovon ich rede?

Ich bin mir nicht ganz sicher - aber ich befürchte schon das schlimmste. Ich denke, Du meinst eine Art von Neuschwansteinsichtbetonbarockaluminiumzirngiebelglasfassadenbeckengewölbesozialbüroraum ... ?

:tongue4:

derzberb
March 10th, 2010, 07:48 PM
Was kann es denn anderes sein, als Neubauten, die wie Altbauten aussehen sollen? Ich kann mir sonst nichts darunter vorstellen.

Aber ich lerne immer wieder gerne etwas Neues. Und deine Antwort läßt mich erahnen, daß Du wohlauch tatsächlich etwas anderes meinst.

Maturion
May 2nd, 2010, 04:05 PM
Man sollte aber bei der Medienbrücke immer an die Zeit in 20 Jahren denken. Wenn die Fassaden nicht mehr schön weiß, sondern schmuddelig grau geworden sind.

Paix
June 24th, 2010, 11:46 PM
Update 24 Juni

Bilder aus dem fahrenden Zug ;)

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/4785-1/B+Juni+2010+_1_.JPG

http://gallery.skyscraperpanel.de/d/4789-1/B+Juni+2010+_2_.JPG

Bilder von mir

Paix
July 27th, 2010, 08:52 PM
Blick von der Medienbrücke

Bild

http://www.tz-online.de/bilder/2010/07/27/856653/292786852-medienbruecke.9.jpg

Bis zu den Alpen reicht der Panoramablick von der „Medienbrücke München“ an der Rosenheimer Straße. Das Gebäude schwebt auf zwei Säulen, wie ein quer liegendes Hochhaus, in 45 Metern Höhe. Nach zwei Jahren Bauzeit steht der Rohbau, am Dienstag war Richtfest.

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/blick-medienbruecke-muenchen-856653.html

www.tz-online.de

!conic
August 25th, 2010, 11:26 AM
Update Medienbrücke 15.08.10
http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/53251a7f.jpg

http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/b0d45e70.jpg

http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/bf1aa81c.jpg

http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/5a5b6aed.jpg

http://i368.photobucket.com/albums/oo124/Yconic/152bda4c.jpg

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derzberb
August 25th, 2010, 04:03 PM
Ich bin von der Medienbrücke, so wie sie gworden ist, nicht gerade begeistert.

Allerdings ist dieses Konzept wegweisend in einer bommenden Stadt, in der Baugrung knapp wird. Erinnert an das 'Metastadt'konzept aus den 60ern.

Maturion
August 28th, 2010, 10:44 AM
Hoffentlich ist das nicht wegweisend und wir bekommen nicht mehr solche Dinger. Ich würde eher einige ganz normale Hochbauten begrüßen.

derzberb
August 28th, 2010, 04:24 PM
Es wäre zumindest mal etwas Neues, Originelles. Daraus könnte sich eine ganz neue Formensprache entwickeln, ein ganz neues Stadtbild. Ein kreative Art, mit Platzmangel unzugehen, die völlig neue Möglichkeiten hervorbringt. Gegen traditionelle Hochhäuser hab ich natürlich auch nichts. Aber diese islolierten Hochhausnadeln (und Nadelwälder) bringen ja auch nicht unbedingt immer etwas Lebendiges hervor. Bei diesen Brückenbauten könnte man öffentlich begehbare erhöhte Flächen schaffen mit interessanten Ausblicken, hängende Gärten, hängende Gartenlandschaften. der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Das kann ganz phantastisch werden.