U3065
June 24th, 2009, 01:48 PM
Bellinzona nimmt Bau von neuem Stadion in Angriff
Im Tessiner Hauptort Bellinzona soll ein neues Fussball-Stadion entstehen. In der so genannten Bellarena sollen dereinst 10'000 bis 12'000 Zuschauer die Heimspiele der AC Bellinzona (ACB) verfolgen können.
ACB-Präsident Gabriele Giulini träumt von einem Eröffnungsspiel gegen den Champions-League-Sieger FC Barcelona, wie er am Mittwoch in Bellinzona vor den Medien sagte. Er hofft, dass die Bellarena im Jahr 2012 bezugsbereit sein wird.
Das Stadion soll auf einem Gelände südlich der Via Tatti zu stehen kommen, wo auch ein neuer Autobahnzubringer geplant ist. Das Grundstück gehört dem Patriziat von Carasso.
Dessen Präsidium bemüht sich, der Vollversammlung des Patriziates soll schnell wie möglich den Antrag zu stellen, die Parzelle abzutreten.
Dies wurde in einer Absichtserklärung festgehalten, die am Mittwoch von Vertretern des Patriziates von Carasso, der Stadt Bellinzona, der ACB sowie der Firma HRS Real Estate unterzeichnet wurde.
Die HRS, deren Hauptsitz sich in Frauenfeld befindet, hat in der Schweiz bereits beim Bau der Stadien in Genf und Neuenburg Erfahrungen gesammelt; zudem ist sie in Thun, Biel und Aarau in die Projektierung von neuen Arenen eingebunden, wie ein Firmensprecher sagte.
Welche Pläne die HRS in Bellinzona hat, wollten die Firmenchefs am Mittwoch noch nicht bekannt geben. Fragen zu Kosten, Mantelnutzung und Finanzierung der Bellarena liessen sie unbeantwortet.
Stadtpräsident rechnet mit politischem Widerstand
Bellinzonas Stadtpräsident Brenno Martignoni wiederum sagte, dass das Stadion ein "kommerzielles Herz" haben werde. Durch die Bellarena würden in der Stadt hundert neue Arbeitsplätze entstehen.
Die Kosten für den geplanten Stadionkomplex seien weniger hoch als jene für die Kehrichtverbrennungsanlage im nahen Giubiasco, die im August ihren Betrieb aufnehmen wird. Deren Bau hat rund 250 Mio. Franken verschlungen und im Tessin jahrelang die Gemüter erhitzt.
Martignoni geht davon aus, dass es auch gegen die Bellarena politischen Widerstand geben wird: "Gegen alle grossen Projekte in Bellinzona wurde bisher das Referendum lanciert. Das wird diesmal wohl nicht anders sein."
In einem ersten Schritt will die Stadtregierung von Bellinzona nun einen Masterplan für die Gegend rund um die Via Tatti erstellen. Spätestens in einem Jahr soll die Bellarena dann dem Stadtparlament zur Absegnung vorgelegt werden.
(SDA/ATS - og rs/bsd110/DAC/4/090624 1329)
Im Tessiner Hauptort Bellinzona soll ein neues Fussball-Stadion entstehen. In der so genannten Bellarena sollen dereinst 10'000 bis 12'000 Zuschauer die Heimspiele der AC Bellinzona (ACB) verfolgen können.
ACB-Präsident Gabriele Giulini träumt von einem Eröffnungsspiel gegen den Champions-League-Sieger FC Barcelona, wie er am Mittwoch in Bellinzona vor den Medien sagte. Er hofft, dass die Bellarena im Jahr 2012 bezugsbereit sein wird.
Das Stadion soll auf einem Gelände südlich der Via Tatti zu stehen kommen, wo auch ein neuer Autobahnzubringer geplant ist. Das Grundstück gehört dem Patriziat von Carasso.
Dessen Präsidium bemüht sich, der Vollversammlung des Patriziates soll schnell wie möglich den Antrag zu stellen, die Parzelle abzutreten.
Dies wurde in einer Absichtserklärung festgehalten, die am Mittwoch von Vertretern des Patriziates von Carasso, der Stadt Bellinzona, der ACB sowie der Firma HRS Real Estate unterzeichnet wurde.
Die HRS, deren Hauptsitz sich in Frauenfeld befindet, hat in der Schweiz bereits beim Bau der Stadien in Genf und Neuenburg Erfahrungen gesammelt; zudem ist sie in Thun, Biel und Aarau in die Projektierung von neuen Arenen eingebunden, wie ein Firmensprecher sagte.
Welche Pläne die HRS in Bellinzona hat, wollten die Firmenchefs am Mittwoch noch nicht bekannt geben. Fragen zu Kosten, Mantelnutzung und Finanzierung der Bellarena liessen sie unbeantwortet.
Stadtpräsident rechnet mit politischem Widerstand
Bellinzonas Stadtpräsident Brenno Martignoni wiederum sagte, dass das Stadion ein "kommerzielles Herz" haben werde. Durch die Bellarena würden in der Stadt hundert neue Arbeitsplätze entstehen.
Die Kosten für den geplanten Stadionkomplex seien weniger hoch als jene für die Kehrichtverbrennungsanlage im nahen Giubiasco, die im August ihren Betrieb aufnehmen wird. Deren Bau hat rund 250 Mio. Franken verschlungen und im Tessin jahrelang die Gemüter erhitzt.
Martignoni geht davon aus, dass es auch gegen die Bellarena politischen Widerstand geben wird: "Gegen alle grossen Projekte in Bellinzona wurde bisher das Referendum lanciert. Das wird diesmal wohl nicht anders sein."
In einem ersten Schritt will die Stadtregierung von Bellinzona nun einen Masterplan für die Gegend rund um die Via Tatti erstellen. Spätestens in einem Jahr soll die Bellarena dann dem Stadtparlament zur Absegnung vorgelegt werden.
(SDA/ATS - og rs/bsd110/DAC/4/090624 1329)