View Full Version : Hannover | ZOB - Zukunft des Areals
devilsadvocate July 2nd, 2009, 09:06 PM Endlich bewegt sich auch hier etwas. Kann jemand einschätzen, wieviele Etagen bei einer Gesamtfläche von 30.000qm bei der Bodenfläche rauskommen könnten?
Investor will Büros am ZOB bauen
Hannover hat für ein bedeutendes Vorhaben der Innenstadt einen Investor gefunden. Der Essener Projektentwickler Kölbl Kruse will auf dem Grundstück des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) einen 30 000 Quadratmeter umfassenden Büro- und Geschäftsneubau erstellen.
http://www.haz.de/var/storage/images/media/images/importiert-aus-dc-haz/heute/zob.jpg/2467463-1-ger-DE/zob.jpg_ArtikelQuerKlein.jpg
Das Gelände des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB).
© Orlowski
Geschäftsführer Thomas Fink sagte am Donnerstag, das Unternehmen führe bereits Gespräche mit Mietern aus dem „Dienstleistungs- und Beratungssektor“. Der Schwerpunkt soll jedoch auf Bürofläche liegen. Die Essener wollen nun einen Architektenwettbewerb ausloben und etwa in einem Jahr den notwendigen Bauantrag stellen. Laufen die Vermarktungsgespräche erfolgreich, soll nach dem Willen des westdeutschen Investors Ende 2011 das Gebäude dort stehen, wo derzeit an einem heruntergekommenen Omnibusbahnhof Fahrgäste warten. Der neue ZOB wird näher an den Hauptbahnhof rücken.
Die Stadt hatte auf breiter Front nach Investoren gesucht, sich nun für Kölbl Kruse entschieden und dabei unter mehreren „qualitätsvollen Angeboten“ auswählen können, wie Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff (Grüne) am Donnerstag sagte. Mit der Bebauung des sogenannten Lister Dreiecks werde „ein wesentlicher weiterer Baustein zur Modernisierung und Attraktivitätssteigerung zwischen Bahnhof und Oststadt realisiert“. Allerdings ist das Projekt noch nicht so weit gediehen, dass die Stadt das Grundstück bereits an das Immobilienunternehmen verkauft hätte. Darüber muss letztlich die Ratsversammlung entscheiden. Die Essener Projektentwickler sind überwiegend in Nordrhein-Westfalen tätig, wo sie unter anderem im Duisburger Hafen die Europazentrale für Hitachi fertiggestellt haben. Derzeit revitalisiert Kölbl Kruse das traditionelle Glückauf-Haus im Essener Kulturviertel, in Dresden, beim bislang einzigen auswärtigen Projekt, vermarktete man ein Geschäftshaus.
[Gunnar Menkens]
gstolze July 2nd, 2009, 09:27 PM Endlich bewegt sich auch hier etwas. Kann jemand einschätzen, wieviele Etagen bei einer Gesamtfläche von 30.000qm bei der Bodenfläche rauskommen könnten?
Das Bredero-Hochhaus hat etwa 22.000 m² Nutzfläche. Könnten wir da bei 30.000 m² auf eine neues, die Stadtsilhouette prägendes Hochhaus am ZOB hoffen?
Was ich auf der Website der Firma gesehen habe, lässt hoffen, dass es etwas qualitativ hochwertiges wird.
joerg677 July 2nd, 2009, 09:28 PM Devil, wenn ich Dir das jetzt sage, kannst Du nicht schlafen.. Aber ich tu´s doch ;) :
Das Empire State Building steht auf 7240 qm... (Bauplatz).
Die Nutzfläche ist allerdings so 208.000 qm.. was für Dimensionen.. I AM IMPRESSED !
Damit wäre die Frage der Geschossanzahl wohl beantwortet.. Und das höchste Gebäude der Welt hat ab dem Jahr 2013:
HANNOVER !! :lol:
Wenn Du aber die Nutzfläche meinst... Naja.. dann vielleicht doch so 60 Meter ?!? 70 Meter?!
CrayZD July 2nd, 2009, 09:37 PM In einem alten Artikel stand mal 6.500m² als Flächenangabe für den ZOB. Lässt zunächst mal auf einen Standard-5- oder 6-Geschösser schließen, aber:
Ein Areal von dieser Größenordnung kann ja unmöglich flächig bebaut werden! Es sei denn, es ist weiterer großflächiger Einzelhandel à la Kaufland geplant (was ich nicht glaube). Und bei Blockrandbebauung sieht die Welt schon wieder anders aus. ;)
Die Frage wäre ja auch, ob Nutz- oder Bruttogeschossfläche gemeint ist.
Hauptsache keine langweiligen 10-Geschösser. 5 Geschosse umlaufend und einmal 20+, das würde mir schon gefallen.
homann5 July 2nd, 2009, 09:54 PM Das Bredero-Grundstück dürfte etwa 8.100 m² haben, die Bruttofläche beträgt 46.000 m², die Nettofläche 22.200 m². Das ZOB-Grundstück müsste etwa 6.300 m² haben, wenn die genannten 30.000 m² die Nettofläche sein sollen, würde ich eine Höhe von mehr als 120 m und gut 30 Stockwerke in den Ring werfen.
joerg677 July 2nd, 2009, 10:08 PM Bredero größer Empire State??? Grundfläche?? Weiss ja nich..
CrayZD July 2nd, 2009, 10:12 PM Das kommt schon hin. Schau Dir mal bei Google Maps an, was neben dem eigentlichen Hochhaus alles noch dazugehört.
Wobei mir 8100m² auch eher nach der Gesamtfläche des Dreiecks Friesenstraße / Lister Meile / Hamburger Allee klingen.
devilsadvocate July 2nd, 2009, 10:24 PM Uuiui, da habe ich ja eine Rechnerei angezettelt ;-)
Aber mehr als 6 Stpockwerke werden es ebstimmt, zumal wohl nicht die ganze Fläche berbaut werden wird. Vielleicht haben wir ja Glück und es wird der Telemoritz mit einbezogen.
homann5 July 2nd, 2009, 10:37 PM Das kommt schon hin. Schau Dir mal bei Google Maps an, was neben dem eigentlichen Hochhaus alles noch dazugehört.
Wobei mir 8100m² auch eher nach der Gesamtfläche des Dreiecks Friesenstraße / Lister Meile / Hamburger Allee klingen.
Das Empire State Building hat eine Grundfläche von 7.240 m².
Die 8.100 m² sind nur die Fläche des Bredero, der Block Friesenstraße/Lister Meile/ hamburger Allee hat gut 11.200 m².
Orbiter July 2nd, 2009, 10:50 PM Der Neubau der VGH hat 27.000 m² - es wird sich also in diesem Rahmen bewegen.
Lefthandy July 2nd, 2009, 10:56 PM Die Website von Köbl Kruse ist unglaublich cool aufgemacht: http://www.koelblkruse.de/live/index_ger.html
Bei den Projekten ist viel banale Stangenware dabei, einzelne Projekte sehen aber trotz Standardrepartoire ganz gelungen aus. Andere aber auch nicht.
Man kann die Bilder nicht posten, weil wieder mal alles über so flash Player animationen läuft. Meine alte Krücke von Rechner bedankt sich.
Ich bin jedenfalls überaus gespannt!
CrayZD July 3rd, 2009, 10:47 AM Die Seite ist echt genial. Schöne Spielerei. :)
Ich finde die Objekte größtenteils gut. Solider Durchschnitt bis Spitzenklasse. Leider sind in Essen auch zwei Dinger dabei, die ich am ZOB definitiv nicht sehen möchte.
In den Zeitungen neigt man offensichtlich zur Angabe der BGF. Vermutlich weil's nach mehr klingt? :dunno:
Die Zahl, die bei der VGH im Raum steht (27.000m²), ist jedenfalls brutto. Ebenso wie die offizielle Geschossflächenangabe des VHV-Neubaus (35.000m²). Vor allem letzteres ist nun schon ein ganz schöner Klopper auf einem deutlich größeren Gelände. Insofern bin ich mittelschwer verwirrt. Bei einer Nutzfläche von 30.000m² könnte man ja ziemlich sicher von einem Hochhaus ausgehen. Als BGF dürfte diese Zahl bei Blockrandbebauung so etwa 8-9 Geschosse ergeben. Das ist doch nichts halbes und nichts ganzes. :ohno:
weyoun. July 3rd, 2009, 11:33 AM Na, darauf hab ich schon lange gewartet. Der heutige ZOB geht ja gar nicht mehr! Wenn dort jetzt was vernünftiges hinkommt sieht es doch fast wie in einer Großstadt aus. Das Parkhaus am Hauptbahnhof müsste dann noch versteckt werden.
Aber das das Ende 2011 schon stehen soll, daran glaube ich in 1000 Jahren nicht.
@ devil: den Telemoritz mit einbeziehen in ein Hochhaus...
Gute idee, in betrachtet man dei Bauart des Nachbargebäudes könnte etwas fabelhaftes herauskommen wie dies:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/96/Genex.JPG/597px-Genex.JPG
kleiner witz:lol::hammer:
CrayZD July 3rd, 2009, 11:52 AM Hey, toller Vorschlag! :okay: :D
Im Ernst. Mir schwebt da eher etwas vor, das ich auch schon im Raschplatz-Thread mal geäußert habe: ein Hochhaus mit ziemlich exakt derselben Höhe wie die Telemoritz-Betriebsplattform, mit letzterer durch eine Glas-Gangway verbunden. So könnte man dem Turm endlich wieder Leben einhauchen, z.B. mit einem Café oder eine Aussichtsplattform. Die gesamte Infrastruktur (Aufzüge etc.) könnte sich ja dann im Nebengebäude befinden, der Turmschaft würde dann nur noch ein Nottreppenhaus beherbergen.
weyoun. July 3rd, 2009, 12:04 PM hmm, ansich ja eine nette idee, aber wie will man das ansehnlich umsetzen? das gebäude müsste schon sehr nah dran stehen und dann so eine brücke rüber (oh, ich sehe gerade Bredero und TeleMoritz sind bei google earth jetzt als 3d modell) könnte etwas stokelig aussehen...
lasse mich aber sehr gern vom gegenteil überzeugen, wäre ja auch ne attraktion in hannover!
AlfredJKwak July 3rd, 2009, 12:25 PM Na wenn der Bauantrag in etwa einem Jahr gestellt (Juli 2010) werden soll und das Gebäude spätestens 16 Monate später fertiggestellt sein muss (man bedenke auch den Abriss, der ganze Beton muss weg -> Dauer: ca. 1 Monat), dann kann ich mir nicht so recht ein Gebäude mit allzugroßer, prägnanter Dimension vorstellen. Ich hab aber leider keine Vergleiche. Wie seht ihr das?
CrayZD July 3rd, 2009, 02:10 PM Und schon gibt's Zoff. Auch wenn man die BILD (http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/aktuell/2009/07/03/busbanhof/investor-baut-hier-buero-zentrum.html)-'Zeitung' sicher nicht zu ernst nehmen sollte:
Gute Nachricht aus dem Rathaus: Investor da!
Schandfleck ZOB verschwindet
Von JULIA-M. MEISENBURG
Der Busbahnhof am Raschplatz, einer der schlimmsten Schandflecken Hannovers.
300 Busse fahren hier täglich an – und die Stadt empfängt ihre Gäste zwischen Urinlachen, Dreck und Taubenkot! Doch jetzt gibt es Hoffnung: Nach jahrelangem Stillstand hat die Verwaltung einen Investor für das vergammelte Gelände gefunden! Das Essener Unternehmen Kölbl Kruse setzte sich unter vier Bewerbern durch, will auf dem 6500 Quadratmeter großen „Lister Dreieck“ ein Büro- und Geschäftshaus (30000 qm) errichten!
Bis Juni 2010 will der Bau-Konzern (realisierte u.a. Projekte in Nordrhein-Westfalen) einen Architektenwettbewerb durchführen, den Bauantrag stellen. Der neue Komplex soll Ende 2011 stehen.
Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff (Grüne, 58): „Mit der Bebauung des ‚Lister Dreiecks‘ wird ein wesentlicher Baustein zur Modernisierung und Attraktivitätssteigerung zwischen Bahnhof und Oststadt realisiert.“
Aber was wird dann aus dem ZOB?
Fest steht: Der Omnibusbahnhof muss weichen. 2007 hatte der Rat beschlossen, dass Busse beim Verkauf des ‚Lister Dreiecks‘ auf das benachbarte Grundstück Ecke Lister Meile/Rundestraße ziehen sollen. Doch jetzt gibt es Streit um die Finanzierung des neuen Omnibusbahnhofes.
Detlef Gerberding, SPD-Chef im Bezirksrat Mitte: „Im Haushalt 2009 sind dafür 1,5 Millionen Euro reserviert, für 2010 sind weitere 2,5 Millionen Euro berücksichtigt. Die Stadt hat versprochen, den Bau, sobald ein Investor gefunden wurde, zu realisieren.“ Dagegen FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke (58): „Die Stadt ist finanziell am Ende, muss sparen. Jetzt ist Eigeninitiative gefragt. Den ZOB-Neubau sollen die Busunternehmer selbst bezahlen. Entweder kaufen sie das Grundstück, bauen auf eigene Faust. Oder die Stadt baut, nimmt kräftig Gebühren. Auch TUI, als Nutznießer des Areals, sollte sich an den Kosten beteiligen.“
Jürgen Beckmann (70), Sprecher der Bus-Unternehmer, sieht das nicht ein: „Der Neubau ist Sache der Stadt. Taxen müssen ja ihre Stellplätze auch nicht selber bezahlen...“
:ohno:
erbse July 3rd, 2009, 02:16 PM Warum schüttelst du da den Kopf? Das ist doch das einzig vernünftige in der Situation des Pleitegeiers Hannover, so traurig das klingen mag.
Ich halte es jedenfalls für keine gute Idee, dass die Stadt auf ihre Kosten alles auf ihre eh schon dünnen Schultern nimmt.
Da ist es nur richtig, eine Beteiligung von Nutznießern und Betreibern zu fordern.
weyoun. July 3rd, 2009, 02:32 PM äh, nimmte die nicht geld durch den verkauf des grundstücks ein?
CrayZD July 3rd, 2009, 02:37 PM Eben. Es geht ja lediglich um die Verwendung des (höchstwahrscheinlich nicht unerheblichen) Verkaufserlöses für das ZOB-Areal. Da kann man von der Stadt doch wohl durchaus die Einhaltung ihres Versprechens verlangen, einen adäquaten Ersatz bereitzustellen.
Im Rahmen einer (hoffentlichen) Qualitätssteigerung wären ja durchaus auch höhere Gebühren legitim. Nur, dass die Busunternehmen das jetzt alleine schultern sollen, wäre wohl einmalig in Deutschland.
Zunächst wurden die maroden Bussteigdächer ohne Vorwarnung eingerissen... die Bussteige der regionseigenen Üstra / RegioBus natürlich ausgenommen. Das Wehklagen der Unternehmer wurde mit der Aussicht auf Besserung bei einem ZOB-Verkauf besänftigt. Und jetzt will man den Verkaufserlös selbst einstreichen?
Es handelt sich zu einem großen Teil um lokale Wirtschaftsunternehmen (Beckmann, Mommeyer etc.). Mit denen geht man doch nicht so um. Mal abgesehen von den städtebaulichen Konsequenzen. Denn sollten sich die Unternehmer darauf einlassen, dürfte wohl nicht viel mehr als ein paar Wellblechdächer und ein Containerdorf dabei rauskommen.
homann5 July 4th, 2009, 12:37 PM Und da ist schon die erste, bittere Pille:
Fläche am Fernsehturm: Büroneubau statt Busbahnhof
Taubenkot, Müll und Provisorien prägen Hannovers Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB): Dort, wo täglich rund 300 Reise- und Linienbusse Gäste für den regionalen und internationalen Verkehr ein- und aussteigen lassen, zeigt Hannover sich von seiner wohl hässlichsten Seite.
ach Jahren zeichnet sich nun endlich eine Lösung ab: Für das dreieckige Gelände zwischen dem Kaufland-Komplex und der Raschplatz-Bebauung hat am Donnerstag ein Investor aus dem Ruhrgebiet einen Vorvertrag mit der Stadt unterzeichnet. Die sogenannte Anhandgabe sichert ihm für ein halbes Jahr exklusive Ansprüche auf das Grundstück, um mit potenziellen Mietern zu verhandeln und Planungen vorzubereiten.
Offenbar gibt es bereits drei Mieter – einen Großmieter und zwei mit etwas geringerem Flächenbedarf. Dem Vernehmen nach handelt es sich weder um die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft De-loitte noch um die Bahn-Verwaltung – beiden wurde zeitweilig ein Interesse an dem Grundstück nachgesagt. Auch das vom Land geplante Justizzentrum ist nicht im Gespräch. Das Essener Unternehmen Kölbl Kruse, das nun den Zuschlag für die Bebauung des Areals bekommen hat, will dort einen Neubau mit rund 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche errichten. Über die Höhe der Investition wurde am Freitag nichts bekannt, in der Branche wird mit rund 75 Millionen Euro gerechnet. Unklar ist, wer den Rückbau der gigantischen Tunnelsysteme im Untergrund vornimmt, die eine Bebauung des Grundstücks kompliziert machen. Wenn die Stadt den Rückbau auf den Käufer abwälzt, wird sie weniger für das Grundstück kassieren.
Um die Fragen der Statik kümmert sich das hannoversche Ingenieurbüro Eilers & Vogel, das bereits schwierige Projekte wie das Torhaus am Aegi erfolgreich berechnet hat. Gestalterisch solle ein „hochwertiger Bau“ entstehen, der die Anmutung vermittelt, dass nicht ein Investor für Firmen, sondern „Firmen für sich selbst“ bauen, sagte am Freitag Silvio Fleischer von der Firma Meteor. Er ist langjähriger Partner von Kölbl Klein und hatte das ZOB-Millionengeschäft im letzten Herbst eingefädelt. So solle etwa die Haustechnik nicht, wie sonst häufig üblich, als Gebäudeaufsatz das Dach verschandeln, sondern in die Untergeschosse verlagert werden. Details zur Gestaltung soll im nächsten Jahr ein Architektenwettbewerb bringen, den die Stadt bei derart prominent gelegenen Grundstücken regelmäßig fordert, um zu gestalterisch anspruchsvollen Lösungen zu kommen.
Das Unternehmen Kölbl Klein hat dem Vernehmen nach auch Interesse gezeigt, der Stadt einen größeren Grundstücksteil abzukaufen, der auch die lang gestreckte Fläche unter den grünen Tonnendächern parallel zur Straße Lister Meile beinhaltet hätte. Die Stadt soll daran aber wenig Interesse gezeigt haben, war aus den Verhandlungen zu hören: Um diesen Grundstücksstreifen der Bebauung zuzuschlagen, hätte der gerade erst geänderte Bebauungsplan erneut modifiziert werden müssen. Das soll im Bauamt auf wenig
Gegenliebe gestoßen sein, zudem wäre der Zeitplan der Essener dann wohl nicht einzuhalten gewesen. Der ist ambitioniert: Schon Ende 2011 soll der Neubau bezugsfertig sein.
ZOB wird verlegt: Der Busbahnhof soll einem Ratsbeschluss zufolge moderner, aber kleiner werden und näher an die Gleise des Hauptbahnhofs rücken. Rund vier Millionen Euro sind dafür kalkuliert. Gestern wurde im Rathaus bestätigt, dass 1,5 Millionen Euro dafür im aktuellen Haushalt bereitstehen und weitere 2,5 Millionen Euro eingeplant sind. „Es gibt einen politischen Beschluss, dass umgehend mit dem Bau begonnen werden soll“, sagte gestern Detlef Gerberding, SPD-Fraktionschef im Bezirksrat Mitte. Die Stadtspitze will aber offenbar warten, bis die Verträge zur Bebauung des alten ZOB-Geländes wirklich wasserdicht sind. „Wir werden sehen, dass wir alles aus einem Guss hinbekommen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil am Freitag diplomatisch. Auch beim niedersächsischen Gesamtverband Verkehrsbetriebe (GVN) hofft man, dass der „Schandfleck ZOB“ bald der Vergangenheit angehört. Busunternehmer Jürgen Beckmann war jüngst mit GVN-Hauptgeschäftsführer Bernward Franzky und einem IHK-Vertreter bei Baudezernent Uwe Bodemann. Beckmann, der sich seit Jahren für einen besseren ZOB engagiert, kann sich eine Refinanzierung des neuen Busbahnhofs über Gebühren vorstellen – obwohl er bemängelt, dass „für Taxen überall kostenlose Stellplätze“ installiert seien.
Quelle: haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Flaeche-am-Fernsehturm-Bueroneubau-statt-Busbahnhof)
Bei 30.000 m² brutto werden am Ende wohl 15.000 - 20.000 m² netto rauskommen, also deutlich weniger als beim Bredero. Und wenn das Investitionsvolumen wirklich bei geschätzten 75 Mio. € liegt, wird es wohl ein Fünf- oder Sechsgeschosser Marke "HBA" werden.
Leine1977 July 4th, 2009, 12:44 PM Bei 30.000 m² brutto werden am Ende wohl 15.000 - 20.000 m² netto rauskommen, also deutlich weniger als beim Bredero. Und wenn das Investitionsvolumen wirklich bei geschätzten 75 Mio. € liegt, wird es wohl ein Fünf- oder Sechsgeschosser Marke "HBA" werden.
... was ich wiederum völlig ok finde. Lieber schöne Fassade und 5 Geschosse, als hoch und doof. Hannover ist keine Hochhaus-Stadt.
gstolze July 4th, 2009, 12:47 PM Und da ist schon die erste, bittere Pille:
Quelle: haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Flaeche-am-Fernsehturm-Bueroneubau-statt-Busbahnhof)
Bei 30.000 m² brutto werden am Ende wohl 15.000 - 20.000 m² netto rauskommen, also deutlich weniger als beim Bredero. Und wenn das Investitionsvolumen wirklich bei geschätzten 75 Mio. € liegt, wird es wohl ein Fünf- oder Sechsgeschosser Marke "HBA" werden.
Mal sehen. Es wir ja nicht der gesamte Teil bebeut. Dem Artikel kann man entnehmen, dass der Bereich direkt an der verlängerten Lister Meile nicht verkauft wird. Es gibt wohl immer noch Pläne, bei einer Neu-Orientierung des Bereiches, die Straße aus dem Posttunnel kommend kerzengerade in Richtung Hamburger Allee weiterzuführen und nicht schräg und direkt auf die Lister Meile wie jetzt. Das ginge allerdings nur bei einer Aufgabe der Hochstraße.......
Ich denke es wird eine 5-geschossige Blockbebauung geben mit einem 10-Geschosser an einer Ecke oder so ähnlich. Toll finde ich, dass die Technik nicht aufs Dach soll. :banana:
CrayZD July 4th, 2009, 01:40 PM Gerade dieser Satz...
Gestalterisch solle ein „hochwertiger Bau“ entstehen, der die Anmutung vermittelt, dass nicht ein Investor für Firmen, sondern „Firmen für sich selbst“ bauen, sagte am Freitag Silvio Fleischer von der Firma Meteor.
...bringt mich wieder darauf, dass man für 75 Millionen nicht nur 'billig' in die Höhe bauen kann.
Mein Lieblingsbeispiel: der Post-Tower (http://de.wikipedia.org/wiki/Post_Tower) in Bonn, Deutschlands höchstes Bürogebäude außerhalb von Frankfurt, wurde in zweieinhalb Jahren für 78 Millionen hochgezogen. Der hat zwar eine 'langweilige' Stahl-/Glas-Fassade, macht aber in meinen Augen einen sehr ordentlichen Eindruck.
homann5 July 4th, 2009, 02:09 PM Den Post Tower finde ich sehr gelungen, würde auch Hannover gut stehen. Aber das Grundstück am ZOB reicht nicht ganz dafür aus, der Post Tower steht auf einem 50.000 m²-Grundstück und hat eine Grundfläche von 7.000 m². Die Bruttogeschossfläche liegt bei 107.000 m², netto sind es etwa 45.000 m².
Man sollte aber nicht Baukosten (78 Mio. € beim Post Tower) mit Investitionsvolumen verwechseln. Am Ende können für das Gebäude alleine vielleicht "nur" noch 40 - 50 Mio. € übrig sein. Der neue Bauwo-Kasten an der HBA hat auf einem 10.000 m²-Grundstück eine Nettofläche von rund 10.000 m² bei sechseinhalb Etagen. Das läßt für den ZOB zumindest auf einen Zehnstöcker hoffen.
CrayZD July 4th, 2009, 02:25 PM Ein Zehn- (oder auch schon Acht- oder Neun-)Geschösser auf einer Grundfläche von 5000-6000m² würde aber m.E. ziemlich unförmig aussehen. Da hätten wir ja die Butalismuszeiten wieder.
Die sechs Sparkassen-'Türme' (nur drei davon kann man ja wirklich so nennen) dürften eine Grundfläche von je unter 1000m² haben. Eine solche ungleichmäßige Verteilung würde ich eher befürworten: wie ich schon mal schrieb, z.B. ein fünfgeschossiger Sockelbau mit einem 15-20geschossigen schlanken Turm. So ähnlich wie das KC, nur natürlich kleiner und filigraner
Bei einer Höhe von über 20 Etagen dürfte es vermutlich auch wieder Ärger mit den Bredero-Bewohnern geben. Die fänden es wohl gar nicht lustig, wenn man ihnen den Blick auf die Stadt verbaut. Und eine Klage kann der Investor am wenigsten gebrauchen.
devilsadvocate July 4th, 2009, 03:09 PM Das Unternehmen Kölbl Klein hat dem Vernehmen nach auch Interesse gezeigt, der Stadt einen größeren Grundstücksteil abzukaufen, der auch die lang gestreckte Fläche unter den grünen Tonnendächern parallel zur Straße Lister Meile beinhaltet hätte.
Was denn für ein Grünstreifen? Sehe da nur einen, der sich aber auf der anderen Straßenseite richtung Raschplatz erstreckt? War der gemeint?
Hoffe aber zumindest auf einen 8-10 Geschosser, als kleinen Blickfang.
Bloß nicht wieder so ein langweiliges Kaufland Gebäude.
gstolze July 4th, 2009, 05:16 PM Was denn für ein Grünstreifen? Sehe da nur einen, der sich aber auf der anderen Straßenseite richtung Raschplatz erstreckt? War der gemeint?
Hoffe aber zumindest auf einen 8-10 Geschosser, als kleinen Blickfang.
Bloß nicht wieder so ein langweiliges Kaufland Gebäude.
Es ist kein Grünstreifen, sondern der Bereich, mit den alten, grünen Tonnengewölbe der Bushaltestellen entlang der Straße....
Stell Dir mal eine fiktive, gerade Linie vor, in direkter Fortführung des Posttunnels. Es wird glaub ich nur der Teil rechts dieser Linie verkauft und bebaut, da sich die Stadt die Option für eine Verlagerung (Begradigung) der Straße vorbehält.
Leine1977 July 4th, 2009, 05:23 PM Es ist kein Grünstreifen, sondern der Bereich, mit den alten, grünen Tonnengewölbe der Bushaltestellen entlang der Straße....
Stell Dir mal eine fiktive, gerade Linie vor, in direkter Fortführung des Posttunnels. Es wird glaub ich nur der Teil rechts dieser Linie verkauft und bebaut, da sich die Stadt die Option für eine Verlagerung (Begradigung) der Straße vorbehält.
Hab ich mir auch schon gedacht. Wäre eine bessere Straßenführung, wobei verkehrstechnisch eigentlich nicht (Doppelte Ampelschaltung nötig). Dachte eigentlich, dass gerade aber dieser Straßenteil hochwertiger, da ruhiger und sonniger, ist. Zur Berliner Allee - wer will da denn schon bauen?
Leine1977 July 4th, 2009, 05:27 PM Ich hoffe natürlich auf Sandstein. So wie beim Kröpcke-Center - das wäre eine tolle Fassade! Von mir aus dann auch 10 Stockwerke hoch.
Oder wie der Opernturm in Frankfurt. Ich verweise hier mal auf Bilder der Kollegen im FFM-Forum:
http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=38800678&postcount=670
http://img11.imageshack.us/img11/6082/366113095496301c7609b.jpg (http://img11.imageshack.us/i/366113095496301c7609b.jpg/)
Der Sieht doch Hammer-geil aus!!!
gstolze July 4th, 2009, 05:55 PM Der Opernturm sieht wirklich sehr geil aus. Ein 6-stöckiger Block mit einem 25-stöckigem Turm nach diesem Vorbild wäre doch optimal.
homann5 July 5th, 2009, 01:52 PM Ich finde, daß der Opernturm ein Paradebeispiel für das furchtbare Design der 70er/80er Jahre ist. Insbesondere den unteren und oberen Bereich des Turms finde ich furchtbar. Eher sollte man sich am Messeturm orientieren, der hat zumindest ein anständiges Dach.
jp80 July 5th, 2009, 02:04 PM Es ist kein Grünstreifen, sondern der Bereich, mit den alten, grünen Tonnengewölbe der Bushaltestellen entlang der Straße....
Stell Dir mal eine fiktive, gerade Linie vor, in direkter Fortführung des Posttunnels. Es wird glaub ich nur der Teil rechts dieser Linie verkauft und bebaut, da sich die Stadt die Option für eine Verlagerung (Begradigung) der Straße vorbehält.
Hab ich mir auch schon gedacht. Wäre eine bessere Straßenführung, wobei verkehrstechnisch eigentlich nicht (Doppelte Ampelschaltung nötig). Dachte eigentlich, dass gerade aber dieser Straßenteil hochwertiger, da ruhiger und sonniger, ist. Zur Berliner Allee - wer will da denn schon bauen?
Entschuldigt mal die blöde Frage, aber wie kann jemand auf die Idee kommen, die Straße an dieser Stelle begradigen zu wollen? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn! Würde bedeuten: "Aus einer Straßenkreuzung machen wir zwei! Dann fließt der Verkehr bestimmt besser. Und ohne Hochstraße ohnehin." :ohno:
Entschuldigung, aber so 'nen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört, liebe Stadtplaner!:bash:
Außerdem: Wir sind nicht in Amerika! Unsere Städte haben i.d.R. keinen schachbrettartigen Grundriß, und das ist auch gut so. Bitte nicht versuchen, einen künstlich herzustellen!
Leine1977 July 5th, 2009, 02:26 PM @jp: Genau das meinte ich doch auch. Verkehrstechnisch wäre es schwachsinnig. Allerdings ist die jetzige STraßenführung auch nicht gerade durchdacht. Diese geschwungenen Straßen... ich weiß nicht. Und: auch Laves hat gerade Achsen geplant. Die kommen nicht aus Amerika.
Ob es jetzt wirklich geplant ist, weiß ich nicht. Vielleicht weiß gstolze da mehr?:)
CrayZD July 5th, 2009, 02:59 PM Aber die Lister Meile verläuft doch auf ihrer gesamten Länge nicht geradlinig. Zunächst mal der Bogen am Weißekreuzplatz, gefolgt von einem scharfen Knick... im weiteren Verlauf knickt sie dann z.B. in Höhe der U-Bahn-Station leicht nach links ab, um das hinter der Wedekindstraße mit einem Rechtsknick wieder auszugleichen.
Allein um den ersten Teil zu begradigen, müsste man neben dem Bredero-Hochhaus auch die gesamte Bebauung westlich des Weißekreuzplatzes abreißen. Und da das alles andere als realistisch ist, was soll dann eine Begradigung hinterm Bahnhof bringen - abgesehen von Verkehrschaos auf dem Cityring?
Im Gegenteil, auch aus städtebaulicher Sicht wird die Situation sogar noch schlimmer. Streng genommen beginnt für mich die Lister Meile erst hinterm Weißekreuzplatz. Davor hat man als Ortsunkundiger teilweise Mühe, dem Straßenverlauf zu folgen... vor allem, wenn man auf dem Weißekreuzplatz steht. Wenn man die Straße aus dem Posttunnel nun direkt auf das Bredero-Hochhaus zulaufen lässt, schafft man einen zusätzlichen Bruch im Straßenverlauf - und verschlimmert die Situation noch unnötig!
Alles in allem also eine der größten Schnapsideen der Stadtverwaltung seit langem.
gstolze July 5th, 2009, 04:04 PM Den Abschnitt vom Brederohochhaus bis zum Posttunnel in Lister Meile umzubenenen halte ich sowieso für Idiotie. Ich weiss allerdings nicht mehr, wie der Abschnitt früher hieß. Nur mit der Lister Meile hat er absolut nichts zu tun.
Ich habe mal Pläne gesehen, in denen vorgesehen war die Hochstraße abzureißen und das Stück der Lister Meile zwischen Friesenstraße und Hamburger Allee für den Straßenverkehr zu sperren und den Bereich rund um Pavillion bis zum Weißekreuzplatz sowie den Raschplatz neu zu gestalten. Darüber hinaus sollte die Straße aus dem Posttunnel kommend gerade auf die Hamburger Allee geführt werden. Der Platz, welcher östlich der Straße entstanden wäre, wurde dem Bau am Raschplatz bei einer Neubebauung zugeordnet. Der ZOB wäre verlagert und auf dem Rest-ZOB dann ein Bürogebäude errichtet.
Ich weiß nicht, wie viel von dem Plan noch gültig ist, aber Teile des Konzepts wurden ja in der einen oder anderen Form verwirklicht.
Ich fand die Konzepte damals sehr schön, ein Schritt weg von der 70er Jahre-Planung, welche nur auf Funktionalität setzte, zurück zu ordentlichen, räumlichen Strukturen.
CrayZD July 6th, 2009, 08:28 AM Den Abschnitt vom Brederohochhaus bis zum Posttunnel in Lister Meile umzubenenen halte ich sowieso für Idiotie. Ich weiss allerdings nicht mehr, wie der Abschnitt früher hieß. Nur mit der Lister Meile hat er absolut nichts zu tun.
Soweit ich mich erinnern kann: Alte Celler Heerstraße.
Ich finde es auch ein Unding. Nur durch eine Umbenennung schafft man doch keine Verknüpfung mit der City. Bis zum Weißekreuzplatz ist die sogenannte Lister Meile für Fußgänger ein extrem unwirtlicher Raum. Da dürfte dem einen oder anderen Ortsunkundigen schon die Lust auf die echte Lister Meile vergehen.
Gegen die Umsetzung der obigen Pläne hätte ich auch nichts einzuwenden. Gerne auch bei einer Beibehaltung und Sanierung der Hochstraße. Denn dann könnte man auch den ebenerdigen Teil der Hamburger Allee in diesem Bereich sperren und hätte für Fußgänger eine richtig komfortable Situation.
Das einzige Problem bei einer Sperrung der Direktverbindung Weißekreuzplatz - Cityring wären die 'Ersatzrouten'. Die Anbindung an den Verkehr Richtung Westen auf dem Cityring ist noch nicht das große Problem: da fährt man einfach über die Friesenstraße am Bredero-Hochhaus vorbei. Aber die Anbindung an die Gegenrichtung müsste ja dann großräumig über Celler Straße oder Königstraße erfolgen. Ob das die Anwohner in den davon betroffenen Wohnstraßen (z.B. Hallerstraße, Bernstraße, Sedanstraße) so lustig finden würden?
Die Alternative wären umständliche und gefährliche Wendemanöver an den Ampelkreuzungen Rundestraße und Lister Meile.
joerg677 July 6th, 2009, 11:23 AM Im Grunde ist das schon korrekt, die Lister Meile beginnt "offiziell" VOR dem Hauptbahnhof mit der Passarelle !!
Allerdings: Ob mir das gefällt und ob da jemand nen Zusammenhang zur eigentlichen Meile sieht, sei mal dahingestellt..
gstolze July 6th, 2009, 02:51 PM Im Grunde ist das schon korrekt, die Lister Meile beginnt "offiziell" VOR dem Hauptbahnhof mit der Passarelle !!
Allerdings: Ob mir das gefällt und ob da jemand nen Zusammenhang zur eigentlichen Meile sieht, sei mal dahingestellt..
Da liegst du aber falsch. Offiziell beginnt die Lister Meile vor der EAG und zieht sich durch den Posttunnel zum Lister Tor bis zum ehemaligen Ausgangspunkt.
Schnitzelesser July 6th, 2009, 03:32 PM Wenn sie wirklich die Straße begradigen wollen, passt das ja wunderbar gar nicht zur frisch sanierten Raschplatzbebauung, vor der sich dann ein Dreiecksplatz mit Hinterhofcharakter auftut. Oder will man dort auch noch einen Riegel vorsetzen? Und solange die Straße nicht verschwenkt wurde, gibt es einen ebensolchen Unplatz vor dem Neubau.
Bob! July 11th, 2009, 09:59 PM Hallo. Lese jetzt schon seit einiger Zeit in den Threads mit und hab‘ mich nun auch dazu entschlossen, mich anzumelden.
Nochmal zu dem Vorschlag, den Telemoritz mit einzubeziehen…
In Lissabon sieht man zurzeit ein meiner Meinung nach gutes Beispiel, wie man einen Turm mit einem Gebäude verbinden kann.
Da wird der zur Expo 1998 erbaute Vaco-da-Gama-Turm , ein 145m hoher Aussichtsturm, in ein Hotel integriert. Zum Vergleich: Der Telmoritz ist 141m hoch.
http://www.abload.de/img/vascodagamatowert7s8.png (http://www.abload.de/image.php?img=vascodagamatowert7s8.png)
Knochenhauer July 12th, 2009, 02:44 PM Hallo. Lese jetzt schon seit einiger Zeit in den Threads mit und hab‘ mich nun auch dazu entschlossen, mich anzumelden.
Nochmal zu dem Vorschlag, den Telemoritz mit einzubeziehen…
In Lissabon sieht man zurzeit ein meiner Meinung nach gutes Beispiel, wie man einen Turm mit einem Gebäude verbinden kann.
Da wird der zur Expo 1998 erbaute Vaco-da-Gama-Turm , ein 145m hoher Aussichtsturm, in ein Hotel integriert. Zum Vergleich: Der Telmoritz ist 141m hoch.
Genialer Vorschlag. Das wäre meines Erachtens wirklich erstrebenswert. Dann würde der Telemoritz viel besser genutzt werden können und Hannover wäre um eine echte Attraktion reicher. Bin dafür! :-)
joerg677 July 12th, 2009, 04:06 PM Finds auch ganz cool .. Dann hätten wir echt eine Attraktion.. Das könnte sagoar weltweit Schlagzeilen machen..
Aber, ich wette, das wird niemals kommen. Über 100 Meter baut hier doch keiner..
Devil, sag was! :lol:
gstolze July 12th, 2009, 04:21 PM Ich könnte mit für den Telemoritz allerdings auch sowas vorstellen wie den British Telecom Tower in London und unabhängig daovn könnte trotzdem noch ein Hochhaus auf dem ZOB-Gelände entstehen.
ac303id July 12th, 2009, 06:27 PM so etwas finde ich eine super idee . ggf sollte man solche vorschläge auch mal an die käufer mailen. bzw die stadt hannover. dann könnte man denen das auch schmackhaft machen. auf diese weise würde diese ideen auch in die architektenvorschläge mit einfließen.
telemaxx July 24th, 2009, 02:01 PM Da liegst du aber falsch. Offiziell beginnt die Lister Meile vor der EAG und zieht sich durch den Posttunnel zum Lister Tor bis zum ehemaligen Ausgangspunkt.
Ich hab irgendwie gerade in Erinnerung, dass zwar vor der EAG ein Straßenschild mit Lister Meile steht, aber ich dachte da wäre ein Pfeil mit drauf.
Ich hab das dann immer so interpretiert, dass die erst hinterm Bahnhof offiziell beginnt.
Ist aber ja eigentlich auch unwichtig. ;)
EDIT:
Ok, auf dem Hannover-Stadtplan im Internet sieht es tatsächlich so aus, als ob die Lister Meile vor der EAG anfängt.
CrayZD July 24th, 2009, 02:33 PM Die Lister Meile an sich ist ja ohnehin eine 'Erfindung', die während des U-Bahn-Baus entstanden ist. Vorher war das, soweit ich weiß, eine Hauptverkehrsstraße mit zwei mehr oder weniger bekannten Namen:
Wo die Celler Straße heute endet bzw. als Wedekindstraße geradeaus weiterverläuft, knickte sie früher halblinks zum Lister Platz ab. Die Straße, die vom Bahnhof aus zu dieser Kreuzung führt, hieß m.E. auf voller Länge Alte Celler Heerstraße.
Als man nach dem U-Bahn-Bau hier eine Fußgängerzone einrichtete, hat man ihr auch gleich einen schicken neuen Namen verpasst. Die beiden bestehenden Straßen wurden dazu beschnitten: die Celler Straße auf den heute bekannten Verlauf, die Alte Celler Heerstraße auf das Stück zwischen Bahnhof/EAP und Cityring (oder Weißekreuzplatz, genau weiß ich das jetzt nicht).
Vermutlich ist man davon ausgegangen, dass eine lückenlose Anbindung der Meile an die City ja über Passerelle und Raschplatz gegeben sei. Dieses Konzept ist bekanntermaßen gefloppt, deswegen hat man sich irgendwann in den 90ern (wenn ich mich recht erinnere) zu der idiotischen Maßnahme hinreißen lassen, das letzte Stück Alte Celler Heerstraße auch noch in Lister Meile umzubenennen. Ein Straßenschild in der City, auf dem Lister Meile steht... das macht's natürlich! :ohno:
Jetzt nachdem (so gut wie) der komplette Abschnitt in der -1-Ebene aufgewertet wurde, sollte man vielleicht nochmal darüber nachdenken, ob das ursprüngliche Konzept nicht sinnvoller war.
P.S.: in Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Lister_Meile) habe ich gerade das hier gefunden:
Der neue Straßenname fand sich in einem Wettbewerb, den die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ unter ihren Lesern ausgeschrieben hatte.
Sieh an... so innovativ und demokratisch war man damals schon.
blackwhitecastle July 25th, 2009, 11:33 AM Vermutlich ist man davon ausgegangen, dass eine lückenlose Anbindung der Meile an die City ja über Passerelle und Raschplatz gegeben sei. Dieses Konzept ist bekanntermaßen gefloppt, deswegen hat man sich irgendwann in den 90ern (wenn ich mich recht erinnere) zu der idiotischen Maßnahme hinreißen lassen, das letzte Stück Alte Celler Heerstraße auch noch in Lister Meile umzubenennen. Ein Straßenschild in der City, auf dem Lister Meile steht... das macht's natürlich! :ohno:
Soweit ich mich erinnere, war der Pavillion auch ursprünglich ein Kaufhaus, das wegen der mangelnden Anbindung an die Stadt auch recht schnell nach Fertigstellung aufgegeben hat. Der Weg durch den damals noch schlecht ausgebauten Bahnhof mit dem anliegenden schmuddeligen Raschplatz war dann doch zu weit/unerwünscht.
Da man später dann nicht wusste, was mit dem Gebäude passieren sollte, hat man sich für die aktuelle (leicht alternative) Nutzung entschieden.
jp80 July 25th, 2009, 12:30 PM So ähnlich:
Der Pavillion wurde meines Wissens als provisorisches Ausweichquartier für "Kaufhof" errichtet, während am Ernst-August-Platz der eigentliche Neubau entstand. Eine langfirstige Nutzung durch das Kaufhaus war nie vorgesehen.
gstolze July 25th, 2009, 01:09 PM So ähnlich:
Der Pavillion wurde meines Wissens als provisorisches Ausweichquartier für "Kaufhof" errichtet, während am Ernst-August-Platz der eigentliche Neubau entstand. Eine langfirstige Nutzung durch das Kaufhaus war nie vorgesehen.
das hab ich auch so gehört....
blumenkasten July 25th, 2009, 03:59 PM So ähnlich:
Der Pavillion wurde meines Wissens als provisorisches Ausweichquartier für "Kaufhof" errichtet, während am Ernst-August-Platz der eigentliche Neubau entstand. Eine langfirstige Nutzung durch das Kaufhaus war nie vorgesehen.
Nach meiner Erinnerung war es das Kaufhaus DeFaKa, welches sich zuvor auf dem Gelände des heutigen Kaufhof an der Marktkirche befand. Bevor der Block für Horten (Vorgänger von Kaufhof) errichtet wurde, musste die vorhandene, barackenartige Bebauung abgerissen werden und DeFaKa zog für die Bauzeit in den heutigen Pavillon. Ob Horten und DeFaKa geschäftlich verbunden waren ist mir aber nicht bekannt... .
Der Abriss am Ernst-August-Platz fand erst ein paar Jahre später statt.
CrayZD July 25th, 2009, 05:00 PM Horten und Defaka waren m.E. quasi dasselbe. Es wurden wohl Kaufhäuser unter mehreren Namen betrieben (Horten, Merkur, Defaka). Ob das die Folge von Aufkäufen oder einfach eine Mehrmarkenstrategie war, weiß ich allerdings nicht.
In den 70ern ist man dann ein striktes Vereinheitlichungskonzept gefahren, ähnlich wie REWE vor ein paar Jahren.
blumenkasten July 25th, 2009, 05:29 PM wo wir schon bei längst verblichenen Kaufhäusern sind: als sich der Hertie Konzern (damals noch nicht mit Karstadt verbunden) Mitte der Siebziger mit zwei Häusern in Hannover niederließ musste er unter dem Namen Wertheim firmieren, da der Name Hertie zu Verwechselungen mit Horten hätte führen können. So habe ich es zumindest in Erinnerung - Quellen dafür habe ich aber auch nicht.
telemaxx August 18th, 2009, 05:51 PM Nochmal zur Investitionsumme von 80 Millionen Euro.
Das Bürogebäude "Five Boats", ebenfalls entwickelt von Kölbl Kruse, hat bei einer BGF von 23.500 m² 50 Millionen Euro Baukosten verursacht.
http://www.innenhafen-portal.de/standort/assets/images/db_images/db_30165.jpg
Da kann man ja doch noch auf ein einigermaßen großes und schönes Bürogebäude am ZOB hoffen.
Beim Durchgehen der Projekte von Kölbl Kruse auf deren Website ist mir kein Projekt negativ aufgefallen, einige haben mir ganz gut gefallen, insgesamt sind deren Projekte in meinen Augen gehobener Durchschnitt (bei der Gestaltung), die übrigens sehr häufig vom Architekturbüro Bahl übernommen wurde, was aber nicht zwangsläufig beim ZOB-Grundstück auch so sein muss, da dort ja ein Architektenwettbewerb (soll bis Juni 2010 beendet sein) durchgeführt werden soll.
Da hoffe ich natürlich, dass die Jury nicht wieder den langweiligsten Klotz auswählt.
telemaxx August 18th, 2009, 06:51 PM Der aktuelle Bebauungsplan zum ZOB, der in einem der Zeitungsartikel auf Seite 1 oder 2 angesprochen wurde:
http://img9.imageshack.us/img9/7893/zob.jpg (http://img9.imageshack.us/i/zob.jpg/)
Auf ein Gebäude höher als 10 Geschosse können wir nicht hoffen.
Die Oberkante (OK) des Gebäudes darf 95 Meter üNN liegen.
Zieht man also 55 Meter üNN für Hannover Höhenlage ab, bleiben 40 Meter Gebäudehöhe über.
Das bedeutet bei einer durchschnittlichen Geschosshöhe von 4 Metern etwa 9 oder 10 Geschosse.
Direkt zur Straße darf die Gebäudehöhe sogar nur 22 Meter betragen, was etwa 5 Geschossen entspricht.
Auf dem Bebauungsplan kann man auch gut die geplanten Ausmaße des Gebäudes erkennen.
Das Gebäude wird zur Lister Meile einen breiten Streifen des heutigen ZOB freilassen.
CrayZD August 18th, 2009, 07:17 PM Schade. Aber das war abzusehen. :(
Auf jeden Fall ist der Bebauungsplan sehr interessant. Dankeschön!
Daran sieht man doch aber auch, dass eine Begradigung der Straße entweder einen Abriss der Hochstraße oder einen Wegfall der Linksabbiegemöglichkeit bedeuten würde... vom städtebaulichen Sinn mal ganz zu schweigen, denn entgegen unserer ersten Annahmen würde die Straße nicht nur aufs Bredero-Hochhaus, sondern in der Tat schnurstracks auf die Rampe der Hochstraße zuführen. :ohno:
Andererseits gäbe es so genug Möglichkeiten, den Schandfleck Raschplatz 5 mit hoch wachsenden Bäumen zu verdecken. Für ein weiteres Gebäude ist allerdings kein Platz.
Was sind denn die kreisrunden 'MK's? Und warum erstreckt sich die Passerellenebene trotzdem noch unter der kompletten Straße? Da gibt es doch gar keinen Zugang mehr...
Schön auch, dass nach wie vor D-Linien-Vorplanungen mit eingezeichnet werden. :)
telemaxx August 18th, 2009, 07:45 PM Was sind denn die kreisrunden 'MK's? Und warum erstreckt sich die Passerellenebene trotzdem noch unter der kompletten Straße? Da gibt es doch gar keinen Zugang mehr...
Das mit der Passerelle versteh ich auch nicht ganz.
Da die eigentlich eh nicht mehr gebraucht wird, könnte man die doch auch überbauen.
MK bedeutet "Kerngebiet" und steht für die zulässigen Nutzungen des Baukörpers.
Es handelt sich dabei um Nutzungen aus den Bereichen Handel, Verwaltung und/oder Kultur soweit ich weiß.
homann5 August 18th, 2009, 07:59 PM Der Bebauungsplan kann jederzeit geändert werden, die aktuelle Version ist von 2003/04. Insofern gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß man dort doch ein vernünftiges Gebäude hinstellt.
telemaxx August 18th, 2009, 08:21 PM Zitat von Fläche am Fernsehturm: Büroneubau statt Busbahnhof von haz.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Flaeche-am-Fernsehturm-Bueroneubau-statt-Busbahnhof):
"Das Unternehmen Kölbl Klein hat dem Vernehmen nach auch Interesse gezeigt, der Stadt einen größeren Grundstücksteil abzukaufen, der auch die lang gestreckte Fläche unter den grünen Tonnendächern parallel zur Straße Lister Meile beinhaltet hätte. Die Stadt soll daran aber wenig Interesse gezeigt haben, war aus den Verhandlungen zu hören: Um diesen Grundstücksstreifen der Bebauung zuzuschlagen, hätte der gerade erst geänderte Bebauungsplan erneut modifiziert werden müssen. Das soll im Bauamt auf wenig
Gegenliebe gestoßen sein, zudem wäre der Zeitplan der Essener dann wohl nicht einzuhalten gewesen. Der ist ambitioniert: Schon Ende 2011 soll der Neubau bezugsfertig sein."
homann5 August 18th, 2009, 08:57 PM Der unwille des Bauamts bezog sich eher darauf, daß man dann auch Fuß-/Radwege und Fahrspuren hätte verlegen müssen, mit den dementsprechenden nötigen Änderungen an Bebauungsplänen. Und letztendlich entscheidet ja auch nicht das Bauamt, ob etwas geändert wird.
devilsadvocate September 8th, 2009, 01:54 PM Hoffentlich anspruchsvolle Architektur! Aber die Planungen sind ja zumindest schon recht weit!
http://img522.imageshack.us/img522/2508/snc00140.jpg
CrayZD December 28th, 2009, 06:44 PM Aus der NP vom Heiligabend:
Omnibusbahnhof: Weiter warten auf den Investor
HANNOVER. Reisende am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Raschplatz müssen sich weiter gedulden. Der Verkauf des Geländes verzögert sich. Die Stadt will irgendwann nebenan am Bahndamm einen neuen, viel kleineren ZOB bauen und dafür einen Betreiber suchen. Viel weiter sind die Überlegungen nicht gediehen. „Alles hängt vom Verkauf des Grundstücks ab“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Problem: Der Düsseldorfer Projektentwickler Kölbl Kruse hat das ZOB-Gelände an der Hand und im Juli angekündigt, auf dem „Lister Dreieck“ genannten Areal ein Büro- und Geschäftshaus mit 30 000 Quadratmetern Fläche zu errichten. Aber ein Kaufvertrag ist noch nicht unterzeichnet. Die Düsseldorfer rechnen angeblich noch. Und warten womöglich darauf, ob das Land sich im Rahmen einer EU-Ausschreibung für den Neubau eines Gerichtszentrums am Raschplatz mit einem Privatinvestor in öffentlich-privater Partnerschaft entscheidet. Nach dem Nein zum Einzug ins Bredero-Hochhaus ist eine Projektgruppe zurzeit dabei, die verschiedenen Alternativen auf Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. Dazu werden externe Berater eingeschaltet. „Bis Mai 2010 sollen die Ergebnisse vorliegen“, sagt Georg Weßling, Sprecher des Justizministeriums. Weiterer möglicher Standort für ein Gerichtszentrum ist der hinterm Amtsgericht geplante Augustenhof (NP berichtete). « mk»
24.12.2009 / NP Seite 18 Ressort: LOKA
An sich clever von Kölbl Kruse. Wenn man aber weiß, wie langsam die Mühlen des Landes mahlen, kann man sich denken wie lange dort noch die Stadtentwicklung behindert wird.
telemaxx December 28th, 2009, 08:16 PM Also im Frühjahr diesen Jahres, als Kölbl Kruse als Investor vorgestellt wurde, klang das noch so, als ob die "eigene" Mieter hätten mit denen sie am Verhandeln waren. Scheinbar ist daraus nichts geworden?! Sonst müsste man ja nicht auf das Justizministerium warten. Oder erhoffen die sich von denen mehr Geld?
devilsadvocate December 28th, 2009, 09:58 PM Also im Zweifel ist die Justiz der bessere und vor allem solventere und langfristigere Mieter ;)
homann5 December 28th, 2009, 10:18 PM Die Frage ist aber, ob mit einem "öffentlichen" Mieter Mieten zu erzielen sind, die eine hochwertige Bebauung zulassen.
gstolze December 28th, 2009, 10:26 PM Schade, dass alles so schleppend läuft. Das ist wohl der Preis dafür, dass die Stadt über Jahrzehnte den Großteil der Büroflächenentwicklung an den Stadtrand bzw. einige Ausfallstraßen gelenkt hat. Die Innenstadt wurde sträflich vernachlässigt.
CrayZD December 28th, 2009, 10:34 PM Naja, im Prinzip hat man sich ja nur am Bedarf orientiert. Dass Arbeitgeber nicht mehr nur die Anzahl der Parkplätze und die Nähe zur Autobahn in ihrer Standortwahl berücksichtigen, ist ja noch ein relativ junger Trend.
gstolze December 28th, 2009, 11:11 PM Der Bedarf wurde aber seit den 70er Jahren bewusst dorthin gelenkt, siehe Bundesversicherungsanstalt Laatzen, die Büros in Lahe oder an der KWA.
devilsadvocate December 28th, 2009, 11:49 PM Naja, wollen wir hoffen, dass es im Mai dann endlich weitergeht und die Investoren bauen!
telemaxx January 22nd, 2010, 05:57 PM Stephan Weil hat bei einer Online-Bürgersprechstunde am 21.01.2010 gesagt, dass die Stadt sich am ZOB auch "etwas Höheres" vorstellen kann, wenn der Investor das möchte.
Würde in dem Fall also der Bebauungsplan nochmal geändert?!
devilsadvocate January 22nd, 2010, 06:28 PM Bin ich mir ziemlich sicher, ja. Beim ZOB dürfte das auch niemanden stören, wenn ein paar mehr Etagen drauf kämen. Würde sich sicherlich auch ganz gut fürs Stadtbild machen.
Hat er sich denn dazu geäußert, ob und wann es endlich mal losgeht?
telemaxx January 22nd, 2010, 06:34 PM Sehr vage. "Im Laufe des Jahres" sollte es wohl Ergebnisse geben, nichts Konkretes also.
Orito41 January 23rd, 2010, 03:50 PM Heute in der NP:
http://i45.tinypic.com/34zy3ir.jpg
telemaxx January 23rd, 2010, 04:10 PM Mal wieder gute Neuigkeiten.
Richtig freuen tue ich mich aber erst, wenn der Kaufvertrag unterzeichnet ist. ;)
Und meinetwegen kann dort auch architektonisch etwas "gewagt" werden.
Ich habe ein bisschen die Nord/LB im Hinterkopf, zum einen von der Höhe her, zum anderen von der architektonischen Extravaganz des Gebäudes.
Sprich es sollte an solch einer prominenten Stelle ein einprägsames Gebäude entstehen.
Fh4n January 23rd, 2010, 04:36 PM Mal wieder gute Neuigkeiten.
Richtig freuen tue ich mich aber erst, wenn der Kaufvertrag unterzeichnet ist. ;)
Und meinetwegen kann dort auch architektonisch etwas "gewagt" werden.
Ich habe ein bisschen die Nord/LB im Hinterkopf, zum einen von der Höhe her, zum anderen von der architektonischen Extravaganzt des Gebäues.
Sprich es sollte an solch einer prominenten Stelle ein einprägsames Gebäude entstehen.
Ich stehe ganz hinter dir!
Inwiefern hat Stephan Weil als Bürgermeister Mitstimmungsrecht - da er sich laut telemaxx auch "etwas Höheres" vorstellen kann?
telemaxx January 23rd, 2010, 04:53 PM Ich stehe ganz hinter dir!
Inwiefern hat Stephan Weil als Bürgermeister Mitstimmungsrecht - da er sich laut telemaxx auch "etwas Höheres" vorstellen kann?
Also ich denke, dass kommt wirklich ganz auf den Investor an.
Es soll ja ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden, der in der Jury u.a. mit Mitgliedern der Stadtverwaltung (Bodemann, Bezirksrat?, Stadtplaner,...), Architekten und den führenden Personen von Kölbl Kruse (KK) besetzt sein wird.
Wenn KK hoch bauen will, wird das als Bedingung oder Option für den Wettbewerb festgesetzt, wenn die das nicht wollen, dann nicht.
devilsadvocate January 23rd, 2010, 06:01 PM Dann wollen wir mal hoffen, dass der letzte wirklich große Schandfleck in der Innenstadt bald verschwindet.
Wenns dann noch auf dem steintorplatz losgeht und hinter dem Bahnhof mit dem Augsutenhof und auch der Neubau der VHS, dann sind wir ein riesiges Stück weiter!
Leine1977 January 24th, 2010, 09:15 PM ...der letzte wirklich große Schandfleck in der Innenstadt ...
Wo lebst Du denn? Im Jahr 2050? - Also es gibt noch einige große Schandflecke.
Wichtig ist nur, dass hier sauber gearbeitet wird. Ich sag nur "Rendering" vs. Realität.
devilsadvocate January 25th, 2010, 03:30 PM Ich meinte ja auch den letzten GROSSEN Schandfleck der Innenstadt, also als letzte unbebaute hässliche Fläche.
Hoffe, wir kriegen im März dann wirklich etwas brauchbares präsentiert.
Wann wollte eigenltich das Land wegen des Gerichtszentrums entscheiden?
telemaxx March 20th, 2010, 03:46 PM Sowohl Kölbl Kruse als auch das Justizministerium wollten im März Ergebnisse vorlegen.
KK wegen Mietern in ihrem geplanten Neubau und das Justizministerium wegen eines Neubaus im Umfeld des vorhandenen Gerichts.
Ob wir da diesen Monat noch was hören?
Bob! March 21st, 2010, 11:58 PM Sowohl Kölbl Kruse als auch das Justizministerium wollten im März Ergebnisse vorlegen.
KK wegen Mietern in ihrem geplanten Neubau und das Justizministerium wegen eines Neubaus im Umfeld des vorhandenen Gerichts.
Ob wir da diesen Monat noch was hören?
Hast du hellseherische Fähigkeiten? ;)
http://www.abload.de/img/zob65yn.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=zob65yn.jpg)
(Quelle: HAZ, 22.03.10)
Gut, dass der ZOB verschwindet; gar nicht gut, dass Kölbl Kruse keine Mieter findet. :ohno: Ich ahne, worauf es hinauslaufen wird.
lifestyle032 March 22nd, 2010, 12:17 AM Das wird auch Zeit.
Der Busbahnhof ist für viele Besucher der Stadt der erste markante Punkt, den sie zu Gesicht bekommen. Und wir wissen ja alle - einen schlechten ersten Eindruck kann man schwer wieder ausbügeln :cripes:
CrayZD March 22nd, 2010, 02:40 PM Richtig. Und abgesehen vielleicht vom Ihmezentrum gibt es wenig Orte in Hannover, an denen man einen schlechteren ersten Eindruck von der Stadt gewinnen kann als am ZOB.
Wenn nächstes Jahr tatsächlich wie in dem Artikel angesprochen der überregionale Linienbusmarkt liberalisiert wird, dann wird es wohl auch noch ein paar Leute mehr geben, die Hannover auf diesem Wege erreichen. Von daher genau der richtige Zeitpunkt für den Neubau.
Leider ist aus dem Artikel m.E. auch die schlechte Nachricht herauszulesen, dass aus dem Engagement von Kölbl Kruse mangels Mietinteressenten wohl nichts wird. :(
devilsadvocate March 22nd, 2010, 02:48 PM Was heißt denn "den Schandfleck zu beseitigen"?
Heißt das, dass man einfach nur den Ort wechselt, oder dass wirklich die ganzen Tonnendächer und Zugänge verschwinden und das Gelände dann auch investorenfreundlich hergerichtet wird?
gstolze March 22nd, 2010, 10:09 PM Warum geht die Stadt mit ihren Plänen für die Verwaltung nicht einen Vertrag mit Kölbl Kruse ein, um endlich die Entwicklung des Areals in Gang zu bringen?
devilsadvocate March 22nd, 2010, 11:20 PM Es würde ja shcon ausreichen, wenn in dem Bau die ganzen Gerichtsbarkeiten reinziehen würden.
Was ist eigenltich mit dem Plan geworden? Da steht eine Konzentration doch auch noch aus, die massenweise Raum benötigt?!
Naja, mal gucken, ob der Investor nicht vll doch was zustande bringt... Die Frist läuft ja erst morgen ab.
Schnitzelesser March 23rd, 2010, 09:05 PM Was ist an diesem ZOB eigentlich schmuddeliger als an anderen ZOB? Man betrachte nur den gesamten Bahnhofsvorplatz/ZOB-Bereich in Hildesheim. :würg: Da stimmt gar nichts. Von der Randbebauung bis zur Verkehrsführung. Und das ist ein VORplatz.
devilsadvocate March 24th, 2010, 02:41 AM Heute HAZ:
Naja, sind also noch nicht aller Tage Abend!
Seitens der Stadt hätte ich auch einen Vertrag mit Külbl geschlossen, um auch den ZOB voranzubringen und diesen Teil aufzuwerrten.
Also mal wieder abwarten und Tee trinken...
Grüne sehen Bredero-Umzug skeptisch
Die Pläne der Stadt, Teile der Verwaltung im Bredero-Hochhaus zu bündeln und zugleich auf den Neubau eines sogenannten zweiten Rathauses auf dem Raschplatz zu verzichten, stoßen bei den Grünen auf Skepsis. „Die Richter haben sich gegen einen Umzug ins Bredero-Hochhaus gewehrt, aber für die kleinen Verwaltungsangestellten ist der Betonklotz offenbar gut genug.“
Das sagt der Fraktionsvorsitzende Lothar Schlieckau. In der Tat wollte das niedersächsische Justizministerium vor drei Jahren in dem Hochhaus ein Gerichtszentrum einrichten, scheiterte aber am Protest der Richter.
Die Grünen hegen vor allem kulturpolitische Bedenken an den Umzugsplänen der Stadt. „Wir wollten auf dem Raschplatz einen neuen Kultur- und Bildungsstandort etablieren, doch die Umzugspläne stehen dem entgegen“, sagt Schlieckau. Der Rat hatte mehrheitlich beschlossen, den Raschplatzpavillon teilweise zu sanieren und zugleich die Stadt aufgefordert, Pläne für einen Neubau gleich neben dem Pavillon vorzulegen. In diesen Neubau sollten die Volkshochschule (VHS), eine Kita und eine Bibliothek einziehen, aber auch Teile der Verwaltung untergebracht werden. Dem Vernehmen nach sollen VHS, Kita und Bibliothek nun in dem fünfstöckigen Anbau des Bredero-Hochhauses eine neue Bleibe finden. „Dann würden die Kinder zwischen einer Kneipe und einem Bordell residieren“, kritisiert Schlieckau. Er erwartet, dass die Stadt den Ratsbeschluss umsetzt und weiter an den Neubauplänen arbeitet.
Doch „eine endgültige Entscheidung steht noch aus“, hatte Oberbürgermeister Stephan Weil kürzlich mitgeteilt.
[Andreas Schinkel]
dirkh March 24th, 2010, 09:34 AM Ich siehe dieses Projekt im Moment noch von 2 Seiten. Einerseits wäre es ein großer Vortschrit wenn neben den Pavillon ein neues Hochhaus gebaut wird und dadurch die Gegend aufgewertet wird. Damit würde das Bredero Hochhaus nicht merh ganz alleine stehen und es würde zumindest eine kleine Skyline in Verbindung mit den Sparkassengebäude und den evtl. am ZOB entstehenden Hochhasu. Das würde den Besuchern die zurzeit am HBF aus den Zug steigen, den Eindruck erwecken das Hannover doch eine Landeshauptstadt ist.
Als Eckdaten für das 2. Rathaus könnte ich mir eine (mindestens) 3/4 Höhe des Bredero Baus vorstellen mit einer Glasfassade. Ähnlich des Skyper in FFM oder des Castor.
Aber Andererseits muss man das ganze auch aus Kostensicht betrachten. Nun weiss ich nicht was mehr Kosten verursacht. Die Miete im Bredero oder ein Neubau.
Mein persönlicher Wunsch...der Neubau. Sonst passiert hier nie was.
tetaro March 25th, 2010, 04:08 PM Man sollte lieber erstmal etwas fertig machen (Ihmezentreum, Kröpcke?), bevor man noch eine Großbaustelle eröffnet. Ich habe keine Lust, nur noch mit Gummistiefeln durch Hannover zu wandeln.
Orito41 March 25th, 2010, 07:05 PM ^^ :applause:
dirkh March 26th, 2010, 10:20 AM ...Na ja sollte man sich tatsächlich entscheiden am ZOB zu baunen und einen Investor gefunden haben oder die Stadt beschließt am Raschplatz ein 2. Rathaus zu bauen, sollten bis auf das Ihmezentrum alle beisherigen Großbaustellen abgeschlossen sein.
Um bevor jemand mit Gummistiefel aufgrund von zu vielen Baustellen durch Hannover laufen muss, muss schon einiges passieren.
Stillstand ist Rückgang. Hannover sollte froh sein das es überhaupt noch größere Projekte gibt. Investoren schauen sich lieber da um wo sie auf weniger Bürokatie und mehr gegenliebe Stoßen. Manche Projekte werden ja schon im Vorfeld zerredet.
homann5 March 26th, 2010, 03:53 PM Ich bin auch der Meinung, dass man erst die noch laufenden Projekte abschliessen sollte, bevor man sich auf das nächste Abenteuer einlässt. Denn wenn es ganz dumm kommt, stehen wir am Ende mit drei Ruinen da. Und Stillstand ist nicht zwingend ein Rückschritt oder schädlich, viel mehr ist es langsam mal an der Zeit, dass man mal wieder ein oder zwei Jahre lang die Innenstadt geniessen kann. Seit der Expo ist man doch nicht mehr zur Ruhe gekommen, erst die Arbeiten im Vorfeld der Expo, dann die zahlreichen Massnahmen vor der WM, die ja auch mehrere Jahre gedauert und für zahlreiche Einschnitte gesorgt haben, dann die EAG, jetzt das KC. Irgendwann möchte ich zwischen Altstadt und Raschplatz auch mal keine Baustelle haben, was bringt es denn, überall etwas Neues zu bauen, wenn man es aufgrund einer benachbarten Großbaustelle nicht "bewundern" kann?
Wenn die Stadt tatsächlich die Verwaltung ins Bredero verlegt, sehe ich für ein Hochaus auf dem ZOB schwarz. Ich glaube kaum, dass man einen so großen Mieter findet, wer viel Fläche braucht, geht eher in die HBA oder ähnliche Gebiete, dort sind die Mieten deutlich niedriger und die Infrastruktur ist auch nicht schlechter.
dirkh March 29th, 2010, 09:10 AM Wenn die Stadt tatsächlich die Verwaltung ins Bredero verlegt, sehe ich für ein Hochaus auf dem ZOB schwarz. Ich glaube kaum, dass man einen so großen Mieter findet, wer viel Fläche braucht, geht eher in die HBA oder ähnliche Gebiete, dort sind die Mieten deutlich niedriger und die Infrastruktur ist auch nicht schlechter.
Das laube ich nicht. Die Stadtverwltung wäre ja nicht in ein Hochhaus am ZOB geuogen sondern hätte neben dem Pavillon am Raschplatz selbst gebaut.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Projekte.
Aber den passenden Mieter für ein Hochhaus am ZOB zu finden scheint ja im Moment das Problem von Kölbl Kruse zu sein.
Und das die Stadtverwaltung in das Bredero Hochhaus zieht halte ich auch ehr für unwarscheinlich. Für die Richter war es ja auch ncith gut genug und die Angestellten der Satd werden wohl auch ncith ganz ohne wiederworte in das zwielichtige Hochhaus ziehen. Dort sollte man lieber sich auch mehrere kleinere Mieter konzentrieren.
devilsadvocate March 29th, 2010, 12:42 PM Was ist den mit dem Justizzentrum geworden?
Warum ziehen die nicht als Mieter in den ZOB-Neubau von Kruse?
telemaxx March 29th, 2010, 01:32 PM Heute war in der HAZ erneut ein Artikel zum Umzug ins Bredero-Hochhaus, in dem es aber so klang, als ob die nur in den Anbau des Bredero-Hochhauses ziehen würden, nicht ins Hochhaus selbst.
dirkh March 29th, 2010, 03:35 PM Was ist den mit dem Justizzentrum geworden?
Warum ziehen die nicht als Mieter in den ZOB-Neubau von Kruse?
Das wäre eine sinnvolle alternative. Wenn den Herren Richtern es so nah an den Schienen nicht zu laut ist :lol:
Damit hätte man wohl auch den besten Ankermieter den man nur haben kann.
na ja zumindest zuverlässigsten.
Hanno01 April 20th, 2010, 08:54 PM Hat jemand Informationen was denn nun mit der Bebauung des ZOB-Areals wird?
Stichtag für die Bauoption von Kölbl/ Kruse ist ja wohl ergebnislos verstrichen?
Dann bliebe doch zumindest noch der Plan der Stadt selbstständig einen neuen ZOB zu errichten?
Ich finde es wirklich ärgerlich das sich alle Baumaßnahmen in der City verzögern oder tot sind. Vom Medizinzentrum hört man auch seit Monaten nix mehr, und die Bebauung am Leineufer ist wohl auch gestorben?
Verfluchte Finanzkrise...
:ohno:
devilsadvocate April 20th, 2010, 11:02 PM Leineufer: Hier wurde der WEttberwerb hinsichtlich der Wohnbebauung gestartet, das läuft.
ZOB: Die Stadt will hier eigenltich schon neubauen, wann weiß ich aber auch nicht
Medizinzentrum: Es wird wohl eher ein "Gerichtszentrum", da die Gerichte dieses Gebäude als Neubau favorisieren. Das dürfte dann auch kommen!
HighTower33 June 12th, 2010, 02:19 PM Hoffe es geht hier mal weiter... Der ZOB ist ja mehr als schäbig und auch nicht die beste Werbung für Hannover...
Mein Vorschlag. Endlich den ZOB neubauen und das alte Gelände bis ein Investor gefunden ist erst mal als provisorisch als Parkplatzfläche herrichten....
Bob! August 4th, 2010, 02:07 PM Leider alles immer noch sehr unkonkret ...
http://www.abload.de/img/2010-08-04omip.jpg
Quelle: HAZ, 04.08.10
telemaxx August 4th, 2010, 03:23 PM Zum einen interessiert sich nach Informationen dieser Zeitung ein neuer Investor für die Bebauung des Geländes.
Solange da nichts konkret ist, mach ich mir da erstmal keine Hoffnung.
Andererseits wirkt sich die Entscheidung der Sparkasse am Raschplatz zu investieren wohl/hoffentlich positiv auf die Umgebung aus.
Dass der geplante neue ZOB zu klein ist für den Reise- und Fernbusverkehr kann ich mir auch vorstellen.
Aber ich möchte da auch nicht ein Gebäude stehen sehen, dessen Erdgeschoss nur aus einem Busbahnhof besteht.
gstolze August 4th, 2010, 08:36 PM Vielleicht kann man ja die Rundestraße etwas verschwenken, um so ein größeres Grundstück am Bahndamm für den ZOB zur Verfügung zu haben. Das alte ZOB-Gelände wäre dann immer noch groß genug für eine Hochhausbebauung.
Ansonsten gäbe es schon gute Lösungen für einen ZOB im Erdgeschoss eines Hochbaus. Das Gebäude müsste ja nicht rundum geöffnet sein, sondern nur an bestimmten Stellen. Gute Architekten kriegen sowas hin.
matheking August 4th, 2010, 08:44 PM Wie sieht das eigentlich unter den Bahngleisen nördlich der Lister Meile aus? Gibt es dort nur den Posttunnel (den echten!), oder ist das alles hohl? Sonst wäre das auch ein möglicher Standort für einen neuen ZOB!
Viva Hannova August 4th, 2010, 09:59 PM Ich finde es persönlich auch unnötig, dass ein ZOB mitten in der Stadt liegen muss. Wenn man mit einen Fernverkehrbus verreisen will, muss dieser oftmals lange Wege bis zum ZOB einer Stadt zurücklegen.
So sieht es leider auch in Hannover aus. Fährt ein Bus von der A2/A7 runter, muss er sich erstmaldurch ein großteil der innenstadt quetschen und zurück.
Besonders, da Hannover die Feinstaubbelastung in einhalten kann.
Daher würde ich die Busse auf eine Nachbarstadt verlegen. Sei es nun Langenhagen, Garbsen Lehrte oder sonst etwas in der Nähe.
Zusätzliche Anbindungen könnte man dann durch Direktanbingungen der RegioBusse regeln
matheking August 4th, 2010, 10:10 PM Hallo Viva,
ein Kommentar der zu denen in der Onlineausgabe der HAZ passen würde. Eben mit dem dort genannten Argument würde ich Dir auch antworten wollen:
Die Zentralität ist doch schon Bestandteil des Begriffes ZOB. Ebenso wie die per Bahn anreisenden Passagiere, müssen die Busfahrenden mit dem ÖPNV an- oder weiterreisen. Wäre der TOB (Tangentialer Omnibusbahnhof) in Gehrden, Pattensen oder Langenhagen, so müsste ein Großteil der Passagiere erst in die Innenstadt fahren, um dann dort in die Bahn nach Hause umzusteigen. Das würde in meinen Augen eine starke Verschlechterung der Attraktivität gegenüber dem Auto bedeuten.
Die einzige in meinen Augen akzeptabele Lage für einen ZOB ist daher meiner Meinung nach an einem zentralen ÖPNV-Knoten in Hannover. Welche gibt es da? Aegi, Hauptbahnhof und Kröpcke. Letzterer fällt ja wohl flach, da dort gerade das neue KC gebaut wird und an der Fläche am Aegi hat sich vor 10 Jahren die Nord/LB breit gemacht. Da bleibt nur der Bereich rund um den Raschplatz!
devilsadvocate August 4th, 2010, 10:39 PM Dann soll man den ZOB eben einfach auf -1 und die Ergeschossebene eines möglichen Neubaus auf dem ZOB packen. Fertig aus und der Investor hätte schon einmal sichere Grundeinnahmen.
telemaxx August 4th, 2010, 11:49 PM Die einzige in meinen Augen akzeptabele Lage für einen ZOB ist daher meiner Meinung nach an einem zentralen ÖPNV-Knoten in Hannover. Welche gibt es da? Aegi, Hauptbahnhof und Kröpcke. Letzterer fällt ja wohl flach, da dort gerade das neue KC gebaut wird und an der Fläche am Aegi hat sich vor 10 Jahren die Nord/LB breit gemacht. Da bleibt nur der Bereich rund um den Raschplatz!
Dem stimme ich zu und kann daher den - mit Verlaub- schwachsinnigen Vorschlag der CDU nicht verstehen, die den ZOB auf den Klagesmarktparkplatz verlegen wollen.
Da ist die Anbindung an den ÖPNV sehr viel schlechter. Außerdem haben sie sich damit eine Fläche ausgesucht, die gerade durch City 2020+ eine enorme Aufwertung erfahren soll (Klagesmarkt, Goseriede-Platz, Wohnbebauung usw).
Ergo: Widerspruch
Lefthandy August 5th, 2010, 12:56 AM ^^ Wollte die CDU nicht auch diese aufgeständerten Häuser am Marstall haben? Drunter könnte dann der ZOB! Soweit also kein Widerspruch. ;)
AlfredJKwak August 5th, 2010, 01:52 AM Mein Vorschlag: Rundestraße zur Lister Meile hin schließen und bis zum Kauflandgebäude verkürzen. Dort fahren doch eh nur Autos durch, die zu Kaufland oder kleineren Läden in der näheren Umgebung fahren. Diese können genauso gut den Weg über den Cityring wählen. Die frei geworden Fläche kann so für den neuen ZOB verwendet werden und ist somit nahezu genauso groß wie die Alte.
matheking August 10th, 2010, 12:11 PM Aus der Haz
Konzept für ZOB-Umbau muss überdacht werden
Als eine der hässlichsten Ecken in Hannovers Innenstadt gilt der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Raschplatz. Seit Jahren liegen Pläne für einen neuen, wesentlich kleineren Busbahnhof in der Schublade der Bauverwaltung. Doch es mehren sich Zweifel, ob dieses Konzept noch zeitgemäß ist.
Bernward Franzky, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), meint: „Hannover wird im künftigen Buslinienverkehr zum Drehkreuz für alle Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen.“ Deshalb sei es nicht sinnvoll, das derzeitige ZOB-Gelände auf einen kleinen Busterminal mit lediglich acht Parkbuchten am Rande der Rundestraße zu reduzieren. Er plädiert vielmehr dafür, den alten ZOB zu modernisieren und fit für den Ansturm der Fernbusse zu machen. Auch Vertreter der Grünen und der CDU im Rat der Stadt legen der Verwaltung nahe, ihre Neubaupläne für einen kleineren Busbahnhof noch einmal zu überdenken.
Anlass der Debatte ist eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes, die die Bundesregierung noch in diesem Jahr anstrebt. Künftig sollen der Wettbewerbsschutz für den Schienenverkehr gelockert und Busverbindungen zwischen den Städten in Deutschland ermöglicht werden.
„In Hannover brauchen wir einen großen Busbahnhof, um den steigenden Reiseverkehr zu bewältigen“, sagt der hannoversche Bundestagsabgeordnete und FDP-Verkehrsexperte Patrick Döring. Alle Betreiber von Busbahnhöfen in Deutschland machten sich derzeit Gedanken, wie man auf die Zunahme der Fernbusse reagieren müsse, da könne Hannover nicht einfach an Konzepten festhalten, die mehrere Jahre alt sind.
Auch das Verkehrsunternehmen RegioBus fordert einen größeren ZOB. „Das alte Gelände ist eigentlich gut geeignet, es müsste nur hergerichtet werden“, sagt der Leiter der Verkehrsplanung, Dirk Saniter. Kundenfreundlicher und vor allem sauberer müsste der alte ZOB werden. Insgesamt drei Linien, die die Umlandgemeinden mit Hannover verbinden, steuern den Endpunkt ZOB an. Nach den bisherigen Plänen der Stadt sollen die Regio-Busse nicht mehr im neuen Busterminal untergebracht werden, sondern an Stationen entlang der verlängerten Lister Meile halten. Für die Pausenzeiten der Fahrer will die Stadt Parkplätze entlang der Rundestraße einrichten. „Wenn es dann im neuen Busterminal zu voll sein sollte, werden die Reisebusse auf unsere Parkflächen ausweichen“, fürchtet Saniter.
Also alles zurück auf Los beim ZOB? In der Bauverwaltung zögert man noch. „Wir werden bei unseren Planungen eine Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes berücksichtigen“, sagt Baudezernent Uwe Bodemann. Nach Informationen dieser Zeitung wollte die Stadt bereits Ende kommenden Jahres einen neuen Reisebusbahnhof errichten – unabhängig davon, ob sich ein Investor für die Bebauung des alten ZOBs findet. Mit der Suchthilfeeinrichtung Step hatte man schon einen Betreiber für die Serviceeinrichtungen auf dem künftigen Busbahnhof an der Hand. Und sogar die für den Bau kalkulierten vier Millionen Euro waren nach Angaben der Kämmerei längst im Haushalt eingeplant. Doch stehen diese Pläne jetzt unter Vorbehalt.
[Andreas Schinkel]
HAZ-Lokalredakteur Conrad von Meding hat mit Christine Rettig vom ADAC über die Freigabe des Busfernlinienverkehrs und den ZOB am Raschplatz gesprochen.
Frau Rettig, ist die Freigabe des Busfernlinienverkehrs aus Sicht eines Autoklubs zu begrüßen?
Wir sind für Mobilität in möglichst vielen Formen. Die Bahn ist offenbar nicht in der Lage, die Nachfrage vor allem nach preiswerten Städteverbindungen zu befriedigen. Da ist es gut, wenn es ein Alternativangebot mit Bussen gibt.
Ist nicht zu befürchten, dass es enger wird für die Autos auf Hannovers Straßen, wenn bald nationaler Buslinienverkehr hinzukommt?
Hannover hat eigentlich ein gut ausgebautes Straßennetz. Der Busfernverkehr kann über die Schnellwege und den Cityring auf großen Straßen direkt zum ZOB rollen. Da haben es historische Stadtkerne mit verwinkelten Gassen deutlich schwerer. Wichtiger ist, dass die Sicherheitsbedingungen stimmen.
Inwiefern?
Wenn der Konkurrenzdruck zwischen Bahn und den privaten Busanbietern wächst, weil sie auf Fernlinien gegeneinander antreten, dann muss der Gesetzgeber darauf achten, dass nicht bei der Sicherheit gespart wird.
Die Stadt überdenkt jetzt ihr Umbaukonzept für den ZOB noch einmal ...
Das ist gut, wenn es dazu führt, dass nicht jetzt verkleinert wird und in fünf Jahren alles wieder größer gebaut werden muss. Andererseits ist der ZOB wirklich ein Schandfleck. Mit der Umgestaltung darf nicht mehr lange gewartet werden.
devilsadvocate August 10th, 2010, 02:41 PM Oh Gott, immer dieses hin und Her, ist das nervig...
Mein gott, warum gibt man den ZOB nicht weiterhin zur Bebauung frei, aber sichert sich das Erdgeschoss für den ZOB, fertig.
Immer dieses Rumpalaver, jahrelang und am Ende beruft sich einer auf die Kosten und dann gehts von vorn los... Gott oh Gott...
Damals wurde gebaut und gut war, und zwar nach einem Masterplan und nicht kleckerweise reingesch.....ssen.
matheking August 10th, 2010, 02:46 PM Du hast aber mal wieder einen guten Tag, was devil?
ac303id August 10th, 2010, 02:48 PM das sehe ich auch so... aber mal im ernst , den vorschlag finde ich ziemlich gut. einfach im eg ne höhe von 5 meter plus lichtfenster frei halten und dann da drüber schon bauen. das wäre doch mal was.
matheking August 10th, 2010, 02:52 PM Naja, dann muss man den ZOB auch gleich drunter bauen. Geplant werden muss dann eh schon alles, wegen der Säulenstandorte etc.
Ich habe die Frage schon einmal vergeblich gestellt: Was ist eigentlich unter den Gleisen zwischen dem geplanten ZOB-Standort und der EAG? Erde oder Hohlraum?
CrayZD August 10th, 2010, 03:12 PM Das dürfte wohl ein aufgeschütteter Bahndamm sein - und entsprechend schwer zu unterqueren.
Ich muss gestehen, dass ich von einer aufgeständerten Bauweise wenig halte. Erstens vergibt man dann die Chance, das Areal durch zusätzliche Ladenflächen etc. aufzuwerten. Es wird weiter als reine Verkehrsfläche wahrgenommen, wenn auch mit Büroraum drüber. Außerdem: eine rund um die Uhr öffentlich zugängliche Fläche unter einem Gebäude? Pennerglück par excellence, und wohl noch ungemütlicher als heute.
Wenn man die gesamte Fläche des Parkplatzes ausnutzt, müssten dort auch mehr als acht Bussteige hinpassen (etwa 10-12, mehr sind es effektiv am heutigen ZOB auch nicht).
matheking August 10th, 2010, 03:26 PM Hmm. Und unterirdisch? Schon jetzt ist doch der gesamte Bereich unter dem Casino, Baggi, Lister Meile und ZOB leer. Das müßte wahrscheinlich neu gebaut werden, aber man könnte eine Etage der mit Sicherheit entstehenden Parkgarage unter einem ZOB-Neubau als ZOB verwenden. Die Durchlüftung und Beleuchtung ist dann zwar etwas aufwendiger, aber möglich müsste das sein.
Lefthandy August 10th, 2010, 04:17 PM Selbst unter den bisher gültigen Voraussetzungen, also ohne ZOB im oder unterm Gebäude, hat sich doch schon kein Investor für's "Lister Dreieck" gefunden. Mit ZOB doch erst recht nicht.
Meine Prognose: Es kommt einfach ein neuer ZOB an alter Stelle. Gebaut wird dann maximal ein kleiner Pavillon mit ZOB-Terminal und/oder Kiosk.
Davor fährt dann noch die oberirdische 10 zum Endhaltepunkt Raschplatz die Lister Meile entlang und unser aller Traum ist perfekt.
CrayZD August 10th, 2010, 04:41 PM Hurra! :ohno:
Naja, das unterirdische Katakombenwerk, das sich da heute befindet und erst hergerichtet oder abgerissen werden muss, dürfte für einen Investor genauso schwer wiegen wie ein ZOB. Insofern könnte vielleicht sogar der umgekehrte Fall eintreten und das Grundstück attraktiver werden, wenn sich die Stadt um die Kosten einer soliden 'Basis' kümmert. Allerdings dürfte der Stadt dafür schlichtweg das Geld fehlen.
Über die Architektur lässt sich vortrefflich streiten, und Aussagen über den Erfolg des Konzepts sind nach noch nichtmal einem Jahr Nutzung wohl verfrüht... aber genau das hier diskutierte Konzept ist in München realisiert worden! Siehe Website (http://www.muenchen-zob.de/) und Wikipedia-Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Zentraler_Omnibusbahnhof_M%C3%BCnchen) zum neuen ZOB München.
Update: ääähm ja... über den 'Erfolg' kann man doch schon was sagen:
Zentraler Omnibusbahnhof: Wenig Bus - viel Bahnhof (http://www.abendzeitung.de/muenchen/192424)
Aus der Münchner Abendzeitung. Klingt nicht so dolle... vielleicht sollte man den zu erwartenden Hype rund um den Busfernverkehr doch mit Vorsicht genießen.
matheking August 10th, 2010, 08:47 PM ...
Naja, das unterirdische Katakombenwerk, das sich da heute befindet und erst hergerichtet oder abgerissen werden muss, dürfte für einen Investor genauso schwer wiegen wie ein ZOB. Insofern könnte vielleicht sogar der umgekehrte Fall eintreten und das Grundstück attraktiver werden, wenn sich die Stadt um die Kosten einer soliden 'Basis' kümmert. Allerdings dürfte der Stadt dafür schlichtweg das Geld fehlen.
...
Das sehe ich nicht als Problem. Bei jedem größeren Neubau wird doch der Boden einige Meter ausgehoben. Sollte es, wie von uns gewünscht, ein höheres Bauwerk werden, dann wird zwangsläufig ein tieferes Fundament benötigt. Dass bei der Gelegenheit noch ein paar Betonelemente entfernt werden, kann doch nicht so ins Gewicht fallen. Das muss ja keine Rücksicht auf irgendwas genommen werden.
Schnitzelesser August 11th, 2010, 12:57 AM Ich habe die Frage schon einmal vergeblich gestellt: Was ist eigentlich unter den Gleisen zwischen dem geplanten ZOB-Standort und der EAG? Erde oder Hohlraum?
Dort befinden sich die Rampen zum (echten) Posttunnel, der ja am Ende des bisherher neu geplanten ZOB-Geländes / bisherigen Parkplatzes befindet.
Ein Bürogebäude hätte ja sicher auch eine Tiefgarage und ggf. noch ein, zwei weitere Tiefgeschosse. Von daher muss das "Gewölbe" so oder so angefasst werden. Aber es ist ja auch nicht der ganze Platz mit einer -1 versehen. Das sind ja lediglich die Gänge mit den Bussteigrampen und vorne der Bereich mit Toilette und 80er-Jahre-Telefonbuch.
Wie dem auch sei: Keller- und TG-Geschosse würden ebenso erschwert werden wie ein EG fehlen würde durch einen ZOB unter dem Bürohaus. Der Bevölkerung mit unerwünschten Personen könnte auch durch eine Einzäunung vorgebeugt werden. Passagiere würden am Eingang abgefertigt werden, Busse würden durch eine Schranke ein- und ausfahren.
matheking August 11th, 2010, 11:10 AM Dort befinden sich die Rampen zum (echten) Posttunnel, der ja am Ende des bisherher neu geplanten ZOB-Geländes / bisherigen Parkplatzes befindet.
...
Die Rampen kenne ich. Sonst sind da keine Räumlichkeiten? Lagerräume etc?
Schade! Der Standort wäre meiner Meinung nach gut geeignet.
matheking August 11th, 2010, 11:17 AM Modernisierung des Busbahnhofs besser als Neubau
Der Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Raschplatz sei zu klein und der Stadt nicht angemessen, sagen Reisende und Busfahrer. Die Stadt will auf dem Parkplatz zwischen Gleisen und Rundestraße einen neuen bauen - dabei ist der alte ZOB ideal, nur muss er dringend erneuert werden.
Hannover empfängt den Bus aus Berlin mit leichtem Nieselregen. Die Reisenden steigen aus, ziehen die Köpfe ein, stehen unschlüssig auf dem zugigen Haltesteig. Hinter ihnen dröhnt der Autoverkehr auf der Berliner Allee, steif wanken sie zu den rostig-grünen Tonnendächern, die wenigstens ein bisschen Schutz vor Wind und Wetter bieten. „Ich kenne fast alle großen Omnibusbahnhöfe in Deutschland“, sagt Busfahrer Hans Zenke. „Aber dieser hier ist für eine Stadt wie Hannover nicht angemessen.“
„Nicht angemessen“, das ist noch eine der freundlichsten Formulierungen, die Busfahrer und Reisende für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Raschplatz übrig haben. Manche reden einfach vom „Dreckloch“ oder schlicht von einer „Katastrophe“. Allein die zentrale Lage gleich neben dem Bahnhof im Herzen der Stadt und die Größe des Areals, das den langen Reisebussen genügend Raum zum Rangieren bietet, gelten als Vorteile. „Eigentlich müsste der ZOB nur modernisiert und vor allem sauberer werden, dann geht das schon in Ordnung“, sagt Fahrer Hans-Wilhelm Stukenberg, der mit seinem Reisebus nach Bordeaux unterwegs ist. „Nicht zu vergessen eine Überdachung für die Reisenden“, sagt Fahrgast Andreas Schulz und zieht den Kopf ein. Der Regen perlt ihm auf die Nase.
Doch die Stadt will den Busbahnhof lieber heute als morgen verkaufen. Die Tonnendächer sollen abgerissen, das gesamte Gelände bebaut werden. Einen neuen Reisebusterminal will die Stadt dann auf dem Parkplatz zwischen Bahngleisen und Rundestraße errichten. Klein, aber fein soll dieser neue Busbahnhof werden, mit acht Parkbuchten für die Reisebusse, einem Kiosk, modernen Toiletten und einem Waschraum. Für die Dachkonstruktion, die den neuen Terminal elegant überspannen soll, will die Stadt sogar einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Doch all diese Überlegungen stehen jetzt wieder unter Vorbehalt. Denn noch in diesem Jahr wird die Bundesregierung das sogenannte Personenbeförderungsgesetz novellieren und damit den Startschuss für eine Ausweitung des Fernbuslinienverkehrs geben. Busunternehmer reiben sich schon jetzt die Hände und glauben, dass gerade Hannover eine zentrale Rolle im neuen Streckennetz zukommt, ähnlich wie im Schienenverkehr.
„Schon jetzt wird es auf dem großen ZOB manchmal eng“, sagt Peter Gurlitt. Der Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens RegioBus muss es wissen, denn seit vielen Jahren hat er den Busbahnhof genau im Blick. „Servicestelle“ steht auf dem kleinen weißen Container am Rande des ZOBs, wo Gurlitt und seine Mitarbeiter Fahrkarten für die Umlandbusse verkaufen. „Wenn hier acht Reisebusse vorfahren und noch weitere dazukommen, müssen wir uns arrangieren“, sagt Gurlitt und fährt sich über sein Stoppelhaar. Dann dürfen die Reisebusse auch kurzzeitig auf den Parkplätzen der Regiobusse halten. Man helfe sich eben unter Kollegen, aber ein kleinerer Busterminal? Da kann der muntere Rheinländer nur den Kopf schütteln. Die wahren Probleme, um die sich die Stadt kümmern sollte, die liegen „janz woanders“, sagt er und deutet nach draußen.
Ein beißender Uringeruch umweht die Wartenden auf dem Haltesteig für die Regiobusse. Die Bodenfliesen starren vor Schmutz, auf den wenigen Bänken unter den rostenden Dächern haben es sich ein paar Zecher gemütlich gemacht. „Hier ist immer was zu gucken“, sagt einer und hebt seine Bierflasche. Seine Kumpanen nicken beifällig.
„Abends sitzen hier oft 30 Trinker und feiern Gelage“, sagt Gurlitt. Aber das sei noch nicht einmal das Schlimmste. Kein Verständnis habe er, wenn Fahrgäste angepöbelt werden oder die Betrunkenen völlig enthemmt neben den Wartenden gegen die Vitrine mit den Fahrplänen urinierten. „Dann rufe ich die Polizei“, sagt er. Doch die könne meist nichts tun. „Wir versuchen, das Problem zusammen mit der Neukonzeption des ZOBs zu lösen“, sagt Ordnungsdezernent Marc Hansmann. Keinesfalls wolle man aber die Obdachlosen durch die Stadt jagen.
„Abstoßend, dieser ganze Busbahnhof ist abstoßend“, sagt Erika Almstadt und klemmt die Handtasche fester unter den Arm. Glücklicherweise müsse sie hier nur selten auf ihren Bus warten. Wie es in der öffentlichen Toilette aussieht, die ein paar Schritte weiter unter dem ZOB verborgen ist, möchte sie sich gar nicht ausmalen.
Wer die verdreckten Stufen hinuntersteigt, traut seinen Augen und seiner Nase nicht. Die lose Rede von den Eingeweiden der Stadt bekommt eine ganz neue, geradezu wörtliche Bedeutung. Der Boden des kleinen unterirdischen Platzes, der zu den Toiletten führt, ist übersät mit Taubendreck, der Uringeruch erdrückend, in einer dunklen Ecke liegt reglos ein Mann. Links öffnet sich ein weiterer Raum ins Nichts, der mit Gittern abgesperrt ist. „Die Baustelle gibt es schon seit Jahren. Hier tut sich nichts“, sagt Toilettenfrau Angela Brederecke. Mit verschränkten Armen steht sie vor ihrem gekachelten Reich, das durchaus sauber erscheint.
„Manchmal, wenn schlechtes Wetter ist, feiern die Obdachlosen und Junkies hier eine Party“, sagt Brederecke. Die meisten seien freundlich, nur selten müsse sie die Polizei rufen.
Die meisten Busfahrer meiden die Toilette unter dem ZOB, sie gehen lieber zum Bahnhof. „Da kann ich dann auch mal einen Kaffee holen“, sagt Regiobusfahrer Peter de Graaf. Denn ein Kiosk oder ein Getränkeautomat fehlen auf dem Omnibusbahnhof. „Hier muss viel mehr für den Service getan werden“, meint de Graaf.
Währenddessen warten die Reisenden aus Berlin unter den Tonnendächern auf ihre Weiterfahrt nach Düsseldorf. Abwechselnd schauen sie auf die Uhr und auf ihren weit entfernt stehenden Bus, um abschätzen zu können, wann Fahrer Zenke den Motor anwirft. „Es ist ein Unding, dass es für die Fahrgäste keine Lautsprecherdurchsagen gibt“, meint Zenke und steckt sich die letzte Zigarette vor der Abfahrt an. Auch im Falle von Verspätungen, die durchaus vorkommen im Busreiseverkehr, sei das ein Gebot der Fairness gegenüber den Fahrgästen – insbesondere an einem so ungastlichen Ort wie dem hannoverschen ZOB. „Man kann doch seine Leute nicht im Regen stehen lassen“, sagt Zenke und dreht den Zündschlüssel.
[Andreas Schinkel]
Freie Fahrt nur nach Berlin
Im geteilten Deutschland blieb unter diesen Bedingungen nur eine einzige Strecke für den Busverkehr übrig: die Verbindung Berlins mit anderen Städten der Bonner Republik. Und so ist es bis heute geblieben.
Mit der geplanten Änderung des Personenbeförderungsgesetzes reagiert die Bundesregierung auf eine EU-Verordnung aus dem vergangenen Jahr. Darin monierte Brüssel die Vergaberichtlinien für den Busverkehr in Deutschland. In der Tat ist das Gesetz ein Relikt aus der Nachkriegszeit und verschafft dem Schienenverkehr einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. In dem Gesetz heißt es, dass eine neue Buslinie nur genehmigt werden darf, wenn sie eine „wesentliche Verbesserung“ bereits vorhandener Verbindungen von Eisenbahn oder anderer Unternehmen darstellt.
Tatsächlich gibt es bisher nur Buslinien zwischen Berlin und anderen Städten, nicht aber beispielsweise zwischen Hannover und München. Busreisende dürfen etwa auf dem Weg von Stuttgart nach Berlin nicht beim Zwischenstopp in Hannover aussteigen und ihre Fahrt beenden. Die Busverbindungen mit ausländischen Städten sind von der Regelung ausgenommen.
Das soll sich mit der Novellierung des Gesetzes ändern. „Mit der Öffnung des Wettbewerbs wollen wir die Reise zwischen deutschen Städten auch jenen Menschen ermöglichen, denen eine Fahrt mit dem ICE zu teuer ist“, sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexperte Patrick Döring. CDU und FDP würden an einem Strang ziehen, sodass Döring davon ausgeht, dass die Gesetzesänderung noch in diesem Jahr beschlossen werden kann.
Schon Ende Juni hat das Bundesverwaltungsgericht in einem Urteil den Wettbewerbsschutz für die Bahn gelockert. Demnach kann es für die Genehmigung einer Buslinie ausreichend sein, wenn der Fahrpreis günstiger ist als das vergleichbare Angebot der Bahn. Das war bis dato umstritten. Die Bahn muss aber nach dem Urteil über geplante Konkurrenzverbindungen informiert werden und Gelegenheit erhalten, ihr eigenes Angebot nachzubessern. Mit 12 000 Bussen ist die Bahn derzeit Deutschlands größter Busbetreiber.
Die Busbahnhöfe anderer Städte
Wie sieht es in anderen großen Städten aus? HAZ-Lokalredakteur hat Conrad von Meding hat sich in Hamburg, Berlin und München umgehört.
Hamburg hat neu gebaut
Weithin sichtbar schwebt ein Glasdach wie ein Segel über dem Zentralen Omnibusbahnhof/Bus-Port Hamburg. 450 Fernbuslinien in 27 Länder machen dort wöchentlich halt, pro Jahr werden etwa 3,2 Millionen Fahrgäste abgefertigt. Für den prominenten Neubau nahe dem Hauptbahnhof wurde der alte ZOB aus den Jahren 1950/51 abgerissen. Jetzt residieren nicht nur 13 Reisebüros und ein Kiosk am Hamburger ZOB, der Kunde kann auch schon vor der Abfahrt im Internet nachsehen, an welchem der 14 Bussteige er einsteigen muss. Betreut wird der ZOB seit der Gründung in den fünfziger Jahren von der privaten Gesellschaft ZOB Hamburg GmbH.
Berlin diskutiert die Erweiterung
Obwohl der Berliner Busbahnhof am Funkturm 35 Abfertigungsplätze hat, diskutiert man in der Hauptstadt die Erweiterung. Kein Wunder: Um 34 Prozent ist der Busfernverkehr seit dem Jahr 2001 gewachsen. Aktuell zählt man pro Jahr 63 000 An- und Abfahrten mit 3,2 Millionen Fahrgästen. Mit dem 1966 erbauten und seither nur geringfügig modernisierten ZOB sind aber viele Berliner unzufrieden, obwohl die Anlage sehr gepflegt ist – von Verwahrlosung ist hier keine Spur. Ob Abriss und Neubau am Standort oder Erweiterung in einem anderen Stadtteil, das wird derzeit heiß diskutiert.
München ist ein Dienstleistungszentrum
Sieben Stockwerke hoch präsentiert sich der neue ZOB München. Sein Branchenmix orientiert sich an den Dienstleistungszonen von Flughäfen: Eine Einkaufspassage mit Handel und Gastronomie wird vom Reisezentrum flankiert, Büroetagen und Freizeitangebote ergänzen die Mischung – und natürlich werden auch noch Busse abgefertigt. Insgesamt 29 Terminals stehen dafür zur Verfügung. Der Vorteil: Wie in Leipzig oder Dresden liegt auch der Münchener ZOB mitten im Zentrum. Betreiber ist eine gewerbliche Tochter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Die Gewinne fließen humanitären Aufgaben zu.
med
Quelle: Haz.de
matheking August 11th, 2010, 11:29 PM ZOB in Hannover: Politiker drängen Stadt zum Handeln
Im Streit über die Zukunft des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB), eine der hässlichsten Ecken in Hannover, fordern Kommunalpolitiker die Stadt nun zum raschen Handeln auf. „Die Situation dort ist inzwischen unhaltbar geworden“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel.
Wie berichtet, kritisieren Busunternehmer nicht nur den baufälligen und schmutzigen Zustand des Areals. Das Verkehrsunternehmen Regiobus hatte auch moniert, dass seine wartenden Fahrgäste auf dem Bussteig immer häufiger von Betrunkenen belästigt werden.
„Man muss jetzt über einen Platzverweis für pöbelnde Trinker nachdenken“, sagt Fraktionschef Jens Seidel. Schließlich habe die Stadt andernorts genügend Hilfsangebote für Obdachlose und Drogensüchtige. „Erschreckt“ habe ihn die Haltung von Ordnungsdezernent Marc Hansmann (SPD), dass sich die Konflikte zwischen Fahrgästen und Trinkern durch eine Neukonzeption des ZOB schon irgendwie lösen würden.
Mit einem Platzverweis wollen die Grünen nicht drohen, sehen aber ebenfalls dringenden Handlungsbedarf. „Wenn Bürger belästigt werden, muss die Stadt eingreifen“, sagt Fraktionsvize Michael Dette. Die Sozial- und Ordnungsdezernenten sollten sich zusammensetzen und eine Lösung finden, die etwa darin bestehen könnte, Sozialarbeiter zum ZOB zu schicken. Die Linken warnen davor, die Trinkerszene einfach zu vertreiben. „Damit verlagert man nur das Problem“, sagt Fraktionschef Michael Höntsch.
Die SPD liegt ganz auf der Linie des Ordnungsdezernenten und hofft, dass sich die Missstände mit dem Bau eines neuen Busbahnhofs von selbst erledigen. „Wir brauchen auf dem ZOB schnell eine sichtbare Veränderung“, sagt Thomas Hermann, Fraktionsvize der SPD. Er schlägt vor, mit dem Bau des geplanten, kleineren Reisebusterminals an der Rundestraße rasch zu beginnen und das alte ZOB-Areal mit einem Bauzaun zu versperren. „Dann hören dort auch die Probleme auf“, sagt er.
Ähnlich argumentiert die FDP. „Ein moderner Busbahnhof wird für die Trinker zu ungemütlich“, sagt Fraktionschef Wilfried Engelke. Ein Schandfleck wie der ZOB ziehe eben auch eine entsprechende Klientel an, die sich diesen Ort zum Treffpunkt wählt.
Doch stehen die Pläne der Stadt für ein neues Terminal seit Kurzem unter Vorbehalt. Denn Hannover könnte zu einem Knotenpunkt im Fernbuslinienverkehr werden, meinen Busunternehmer und Politiker. Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes vor, das neben dem Schienenverkehr auch Busverbindungen zwischen deutschen Städten zulassen wird. Ob für Hannover dann noch ein Busterminal mit nur acht Parkbuchten ausreicht, mag man auch in der Bauverwaltung nicht mehr beschwören.
Die FDP schlägt einen Kompromiss vor: Der alte ZOB soll bebaut werden, so wie es die Stadt vorgesehen hatte, aber ein großer Busbahnhof könne dann auf dem ehemaligen Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt errichtet werden.
[Andreas Schinkel]
Quelle: Haz.de
CrayZD August 12th, 2010, 06:30 PM Ich bin mal gespannt, ob das Thema über den Status eines Sommerlochfüllers hinauskommt. ;)
Wie ich schonmal erwähnt habe, sehe den prognostizierten Fernbus-Hype mit großer Skepsis. Die Bahn hat trotz aller Widrigkeiten einfach auf den meisten Strecken einen deutlichen Komfort- und Zeitvorteil, so dass der Fernbusverkehr lediglich das Low-Cost-Segment abdecken wird - wie bei den auch heute schon erlaubten Strecken nach Berlin. Die Einnahmen sind also begrenzt, und eine Busflotte gehört nicht gerade zu den preiswertesten Anschaffungen im Wirtschaftsleben. Dass die Fernbus-Unternehmen wie Pilze aus dem Boden schießen werden, sehe ich also beim besten Willen nicht.
Die von reini im U-Bahn-Thread angesprochene 'große Lösung' in Hamburg entspricht haargenau dem, was hier geplant wird - nur eben tatsächlich etwas größer. 14 Bussteige statt 8, und ein größeres Betriebsgebäude. Darin befinden sich dann McDonald's (wäre hier wie eigentlich auch in Hamburg überflüssig) und diverse Reisebüros und Servicezentren der Busbetreiber. Platz für letztere wäre in der Tat auch hier sinnvoll, es soll jedoch nur ein kleines Kassenhäuschen entstehen. Allerdings wäre das auch gleich eine hervorragende Nutzung für das EG eines zukünftigen Bürogebäudes auf dem alten ZOB - wenn es denn irgendwann mal gebaut wird. Oder für ein modernes rückwärtiges Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs. *träum*
Ein nicht ganz unwichtiges Argument geht in der öffentlichkeitswirksamen Diskussion von Pseudoexperten aus Stadtverwaltung und Busgewerbe in der HAZ leider völlig unter: ein moderner ZOB sieht nicht nur architektonisch, sondern auch verkehrstechnisch völlig anders aus als unser ZOB!
An modernen Busterminals z.B. in Hamburg und München halten die Busse nebeneinander in einer Reihe. Entweder in Bustaschen, aus denen sie rückwärts wieder herausfahren, oder an durchfahrbaren Bussteigen. Eine chaotische Ansammlung von unterschiedlich langen Bussteigen, an denen die Busse nach eigenem Ermessen hintereinander halten - wie bei unserem ZOB üblich - ist vollkommen passé. Und für eine moderne Gestaltung ist die dreieckige Form des alten ZOB denkbar ungeeignet.
Mal ganz davon ab, dass ein ZOB an alter Stelle städtebaulich höchst suboptimal wäre. Die breite Fußgängerstraße vor dem Kaufland-Komplex schreit förmlich nach beidseitger Nutzung. Und die wäre nur durch Geschäfte im EG eines neuen Bürogebäudes gegeben.
Schnitzelesser August 13th, 2010, 02:53 AM Das geplante Bürogebäude sieht doch eigentlich nur zwei Riegel entlang der Straßen vor. Somit sollte doch genug Platz für einen ZOB dahinter (also zwischen Bürogebüde und Kaufland) übrig bleiben. Wo liegt da eigentlich das Problem?
Die Rampen kenne ich. Sonst sind da keine Räumlichkeiten? Lagerräume etc?
Schade! Der Standort wäre meiner Meinung nach gut geeignet.
Die Räumlichkeiten gibt es, allerdings hinter dem Posttunel, quasi in Richtung Celler Str. Dort ist u.a. das Lager für die Bordrestaurantbestückung und in zwei Ebenen zwei weitere Tunnel übereinander, in denen damals (bis Mite der 90er) die Post transportiert wurde und jetzt die Weihnachtsdeko gelagert wird.
Vahrenheidener August 18th, 2010, 01:30 AM Die Rampen kenne ich. Sonst sind da keine Räumlichkeiten? Lagerräume etc?
Schade! Der Standort wäre meiner Meinung nach gut geeignet.
Da sind auf zwei Etagen etliche Gänge und Räume.
Die untere Etage ist nach Aussage des Stattreisen-Führers komplett zugemauert und nicht mehr zugänglich.
In der oberen Etage sind in der Tat Lagerräume und auch die Weihnachtsdeko (schwer erkennbar):
http://img833.imageshack.us/img833/4528/posttunnel2.jpg (http://img833.imageshack.us/i/posttunnel2.jpg/)
Der hintere Rest des noch genutzten Bereiches sieht fast so schlimm aus wie der ZOB...
Man beachte auch den uralten DB-Fahrplan rechts an der Wand.
http://img37.imageshack.us/img37/5017/posttunnel1.jpg (http://img37.imageshack.us/i/posttunnel1.jpg/)
matheking August 18th, 2010, 10:01 AM Danke für die Info und die Bilder Vahrenheider!
Wie es aussieht scheinen das alles massive Betonwände zu sein. Ich hatte gehofft, dass dort Säulen stehen mit gemauerten, nicht tragenden Wänden. Die hätte man eventuell einreissen können, um dort Platz für den ZOB zu schaffen.
Schnitzelesser August 18th, 2010, 11:37 PM Diese Gänge befinden sich aber nicht unter den Gleisen im Bereich des geplanten ZOB sondern dahinter neben dem Gebäude am Ende des Parkplatzes.
Vahrenheidener August 21st, 2010, 01:21 AM Diese Gänge befinden sich aber nicht unter den Gleisen im Bereich des geplanten ZOB sondern dahinter neben dem Gebäude am Ende des Parkplatzes.
Das war schon unter den Gleisen, direkt unter dem HBF.
Darunter befindet sich noch eine zweite Ebene, die zugemauert ist.
Etwas weiter nördlich ist noch der alte Übergang vom ZOB zum Raschplatz bzw. Passerelle.
Dieser Bereich wurde ebenfalls irgend wann vor dem Expo-Umbau verschlossen.
War schon damals extrem ziemlich dreckig dort, sieht jetzt so aus (Fotos bei Flickr herausgesucht):
http://farm1.static.flickr.com/151/448637090_9f0888e726_z.jpg?zz=1/
http://farm1.static.flickr.com/253/448641885_122a8ff1ab_z.jpg?zz=1
Quelle
http://www.flickr.com/photos/7627932@N02/448642011/in/photostream/lightbox/#/photos/7627932@N02/448637090/in/photostream/lightbox/
Was mich interessieren würde, wo ist denn der neue ZOB geplant?
lifestyle032 August 21st, 2010, 12:00 PM Die ursprünglichen Planungen sahen vor, ihn an dieser Stelle zu platzieren:
http://83.246.67.2/map/cgi-bin/cityguide.pl?action=show&lang=de&size=8660&mapper=2&zoom=150&mapX=3550509&mapY=5805290
Durch die Kapazitätsdiskussion ist dies aber wieder fraglich, wie du wahrscheinlich mitbekommen haben dürftest! :)
devilsadvocate August 21st, 2010, 01:39 PM man könnte hier eine richtrige Underground-retro-Disco Location machen ;)
Irgendwie haben diese orte was... Schon allein dieses alte Telefonbuch aus den 70ern... Irgendwie doch schade, wenns dann später mal komplett weg ist...
Schnitzelesser August 22nd, 2010, 03:40 PM Das war schon unter den Gleisen, direkt unter dem HBF.
Ja, aber eben nicht unter den Gleisen neben dem geplanten ZOB sondern weiter westlich in einem Bereich, der neben den Gleisen mit einem Gebäude bebaut ist.
Am westlichen Ende des derzeitigen Parkplatzes (geplantes ZOB-Gelände) befindet sich erst die Zufahrt zum echten Posttunnel. Die beiden zweigeschossigen Postverteiltunnel, in dessen oberem Geschoss sich die Weihnachtsdeko befindet, ist noch einmal 25 Meter weiter westlich.
matheking August 23rd, 2010, 12:22 PM J...
Am westlichen Ende des derzeitigen Parkplatzes (geplantes ZOB-Gelände) befindet sich erst die Zufahrt zum echten Posttunnel. Die beiden zweigeschossigen Postverteiltunnel, in dessen oberem Geschoss sich die Weihnachtsdeko befindet, ist noch einmal 25 Meter weiter westlich.
Und dazwischen? Erde? Hohlraum?
Irgendwie mag ich die Hoffnung nicht aufgeben!
gstolze August 23rd, 2010, 07:53 PM Man könnte unter den Gleisen schon ein Servicecenter etc. für den ZOB einrichten. In Berlin sieht man das z.B. am Hackeschen Markt, dass sich unter den S-Bahn-Gleisen Geschäfte und Restaurants befinden.
Schnitzelesser August 23rd, 2010, 08:37 PM Die Geschäfte können dann maximal unter Gleis 14 liegen und wären nicht gerade tief, da ja unter Bahnsteig 13/14 sich in dem Bereich die Rampe in den Posttunnel befindet.
Es sieht etwa so aus:
http://s7.directupload.net/images/100823/c8esxqz9.jpg
CrayZD August 24th, 2010, 10:43 AM Die Posttunnelrampen sind m.E. eh obsolet. Ich halte es für gar nicht so unwahrscheinlich, dass sie bei einer umfassenden Modernisierung der Bahnsteige verschwinden würden.
Die Frage ist natürlich, ob die Rampenwände eine tragende Funktion haben, oder ob sie zugunsten von Geschäftsräumen eingerissen werden könnten.
Würde man den gesamten Bahndamm hinter der EAG schrittweise einreißen und neubauen, dann könnte man nicht nur den gesamten ZOB unter die Gleise verlegen, sondern auch gleich eine Umgehungsstraße für die Lister-Meilen-Unterführung mitbauen (von der Herschel- zur Rundestraße), um den Verkehr vor der EAG zu beruhigen.
@gstolze: die Berliner Ost-West-Hauptstrecke ('Stadtbahn') ist aber auch von vornherein auf dieser praktischen Gewölbekonstruktion errichtet worden. Fast im gesamten Stadtgebieten finden sich darunter Geschäfte und Gastronomie. Da hat mal jemand von Beginn an mitgedacht.
Schnitzelesser August 24th, 2010, 08:19 PM Die Posttunnelrampen werden derzeit genutzt, um mit den Elektrotransportern die Bordbistros zu bestücken. Die Waren kommen dabei aus dem eingezeichneten Lager.
CrayZD August 24th, 2010, 08:40 PM OK... dann braucht man sie aber zumindest nicht an Bahnsteig 13/14. Dort halten eher selten Züge mit Bordbistro. ;)
Vahrenheidener August 25th, 2010, 12:52 AM Allerdings sind die Rampen auch für alle Arten von Notfallfahrzeugen gedacht, wenn sie durchpassen...
6001 September 16th, 2010, 10:50 AM in der HAZ ist heute dieses zu lesen:
Stadt will kein neues Konzept zu Busbahnhof
Die CDU-Fraktion ist im Bauausschuss mit ihrer Forderung gescheitert, ein „zeitnah umsetzungsfähiges Konzept für die Umgestaltung des ZOB vorzulegen“. Zustimmung erhielt sie von FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke, der ebenfalls meinte, der derzeitige Zustand von Hannovers Busbahnhof sei eine „Verkaufsbremse“ für Investoren. Baudezernent Uwe Bodemann beschied den Politikern aber, dass man im nächsten Jahr mit dem Neubau des ZOB in der geplanten, kleineren Fassung starten wolle. Auch SPD und Grüne wollten dem CDU-Vorstoß nicht folgen. med
16.09.2010 / HAZ Seite 16 Ressort: HANN
quelle: http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20100916html/Page/0916_HAZ_HP_16.jpg
solange es aber diese netten, kleinen "initiativen" der dort abfahrenden busfirmen (namentlich die fa. beyer) gibt, ist die hoffnung rund um den ZOB noch nicht ganz gestorben:
http://img534.imageshack.us/img534/7996/zob20100817125555.jpg (http://img534.imageshack.us/my.php?image=zob20100817125555.jpg)
gesehen in der der infovitrine auf bussteig 3:
http://img405.imageshack.us/img405/276/zob20100817125514.jpg (http://img405.imageshack.us/my.php?image=zob20100817125514.jpg)
:)
Orbiter October 12th, 2010, 02:15 PM Reise-ZOB an der Rundestraße in Hannover nimmt Gestalt an
Die Stadt treibt ihre Planungen für einen Reisebusterminal entlang der Rundestraße zügig voran. Im Baudezernat macht man sich bereits Gedanken über Toiletten, Aufenthaltsräume, ein Betriebskonzept und die Gestaltung von Anzeigetafeln.
mehr auf haz.de... (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Reise-ZOB-an-der-Rundestrasse-in-Hannover-nimmt-Gestalt-an)
gstolze October 12th, 2010, 07:41 PM Gestern gab es auch einen Artikel in der NP, der von Teilung des ZOB gesprochen hat. Leider war es in der frei zugänglichen online-Ausgabe nicht zu finden.
devilsadvocate October 12th, 2010, 08:08 PM Ein Parkplatz... oh mein Gott... Dann doch bitte mit einem Wald begrünen.
Warum verschenkt man das Grundstück nicht einfach und lässt sich zumindest das Erdgeschoss reservieren für einen Busbahnhof?
Versteh ich nicht!
Schnitzelesser October 12th, 2010, 10:31 PM Warum verschenkt man nicht gleich das Rathaus und mietet es, um einem Privatmann zu Profit zu verhelfen?
devilsadvocate October 13th, 2010, 12:54 AM Aber ich bitte Dich: Was hat die Stadt denn von dem jetzigen ZOB? Nichts und es ist eine Schande für Hannover-. Mit einer großen Gewerbeansiedlung könnte man auch gleichzeitig mehr Gewerbesteuer einnehmen und die Attraktivität in höchstem Maße steigern.
Bob! December 31st, 2010, 12:33 AM http://www.abload.de/img/zobstart2011axek.jpg
Quelle: NP, 31.12.10
6001 January 12th, 2011, 09:35 AM die HAZ berichtet heute ausführlich über die planungen der verwaltung und die bedenken der politiker:
Am neuen ZOB wird es eng
Die Tage des alten Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) sind gezählt. Voraussichtlich Ende des Jahres wird einer der übelsten Schandflecken in Hannovers Innenstadt beseitigt, denn die Stadt beginnt mit dem Bau eines neuen Reisebusterminals zwischen Rundestraße und Bahngleisen. Auf dem alten ZOB an der Hamburger Allee sollen die verfallenen Tonnendächer abmontiert und die Regiobushaltestellen, seit Jahren ein Treffpunkt von Trinkern, in die Rundestraße verlegt werden. Nach Informationen dieser Zeitung will die Stadt auf dem ehemaligen ZOB zunächst einen gebührenpflichtigen Parkplatz betreiben. Auf lange Sicht hofft man, einen Investor für das Grundstück zu finden.
Am Montagabend wurden die Pläne für den rund vier Millionen Euro teuren Reisebusterminal dem Bezirksrat Mitte als erstem politischen Gremium vorgestellt. „Es wird verdammt eng“, kommentierte Stadtplanerin Gerlinde Hublitz den Entwurf, der elf Bussteige und eine rund 300 Quadratmeter große Wartehalle auf einem Gelände vorsieht, das wesentlich kleiner als der alte ZOB ist.
[...]
mehr + pläne + "luftbild" => http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20110112html/Page/0112_HAZ_HP_15.jpg
zur abrundung hier vier bilder des zob (= Busáras) in dublin.
auch dort müssen die busse zur abfahrt rückwärts ausparken ... wie man auch bei google-maps sehen kann => http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=dublin+bus&sll=52.376234,9.739832&sspn=0.009746,0.027874&ie=UTF8&hq=&hnear=Bus%C3%A1ras&ll=53.34975,-6.252033&spn=0.000596,0.001742&t=h&z=20&iwloc=A
http://img585.imageshack.us/img585/6967/zobdublin20090722112838.jpg (http://img585.imageshack.us/i/zobdublin20090722112838.jpg/)
http://img573.imageshack.us/img573/5378/zobdublin20090729082025.jpg (http://img573.imageshack.us/i/zobdublin20090729082025.jpg/)
http://img31.imageshack.us/img31/1006/zobdublin20090729082536.jpg (http://img31.imageshack.us/i/zobdublin20090729082536.jpg/)
http://img413.imageshack.us/img413/356/zobdublin20090722112928.jpg (http://img413.imageshack.us/i/zobdublin20090722112928.jpg/)
CrayZD January 12th, 2011, 12:26 PM Diese Parktaschen sind eigentlich Standard an modernen ZOBs. Einige wenige Betreiber mit großem Platzangebot haben die Haltebuchten zum Durchfahren konzipiert, aber bei den meisten müssen die Busfahrer rückwärts ausparken. Als größter Vorteil wird hierbei angesehen, dass die Fahrgäste jeden Bussteig vom Terminalgebäude aus ohne Überquerung von Straßen und Fahrwegen erreichen - wie auch beim obigen Beispiel Dublin. Leider trifft genau dies auf Hannover wegen der (platzbedingt) ungünstigen Position des Terminalgebäudes nicht zu.
Arge Zweifel habe ich allerdings bei den drei rückwärtigen Längsparkern. Die sind wahrscheinlich auch noch nachträglich dazugeschustert worden, denn ursprünglich war ja mal von acht Bussteigen die Rede. Wenn ich mir die beengten Platzverhältnisse dort sowie die Ausmaße moderner Reisebusse anschaue, dann müssen die aus den Parktaschen ausparkenden Busfahrer ordentlich rangieren, wenn die hinteren Plätze besetzt sind. Wenn das mal nicht bei unerfahrenem Personal den Zeitplan durcheinanderbringt bzw. für Blechschäden sorgt...
Bleibt zu hoffen, dass diese drei als 'Notbussteige' als letztes belegt werden. Sonst könnte sich das Problem der Überfüllung bald von selbst erledigen: statt Geld für diese Sardinenbüchse zu bezahlen, lesen die Kaffeefahrtbetreiber ihre Fahrgäste dann lieber irgendo vom Straßenrand auf.
Idealerweise betreibt man die Bussteige auslastungsabhängig. Nehmen wir mal an, der Bussteig direkt vorm Terminal hat die Nr. 1, die Taschen dann 2-8 und die rückwärtigen Bussteige 9-11. Dann läuft der Betrieb im Idealfall zur Schwachverkehrszeit mit maximal vier Bussen auf den Bussteigen 1 und 9-11 (wegen der besseren Erreichbarkeit), im Normalbetrieb auf 1-8 und nur bei Vollauslastung auf allen Bussteigen.
6001 January 12th, 2011, 12:43 PM Arge Zweifel habe ich allerdings bei den drei rückwärtigen Längsparkern.
Bleibt zu hoffen, dass diese drei als 'Notbussteige' als letztes belegt werden.
das sind keine nachträglich ergänzten 'Notbussteige' sondern die regulären haltestellen der RegioBus-linien (s. plan).
CrayZD January 12th, 2011, 12:51 PM Nee... ich meine nicht die an der Rundestraße (mit dem deutlichen H gekennzeichnet). Dass die zu RegioBus gehören, ist klar... wobei ich mich frage, wo die Busse dann wenden sollen.
Wenn man auf der Grafik im verlinkten HAZ-Artikel genau hinschaut, sieht man ausgehend von der 'Erschließungsstraße' des ZOBs hinten an den Gleisen (also unten auf der Grafik) drei Längsparker im Stil des heutigen ZOB. Nur wenn man die als Bussteige mitzählt (plus die eine Bucht vor der Wartehalle), kommt man beim Durchzählen auf elf.
6001 January 12th, 2011, 01:09 PM Nee... ich meine nicht die an der Rundestraße (mit dem deutlichen H gekennzeichnet). Dass die zu RegioBus gehören, ist klar... wobei ich mich frage, wo die Busse dann wenden sollen.
vielleicht per schleifenfahrt via HH-allee + rundestraße (beim ALDI entlang)?
Wenn man auf der Grafik im verlinkten HAZ-Artikel genau hinschaut, sieht man ausgehend von der 'Erschließungsstraße' des ZOBs hinten an den Gleisen (also unten auf der Grafik) drei Längsparker im Stil des heutigen ZOB. Nur wenn man die als Bussteige mitzählt (plus die eine Bucht vor der Wartehalle), kommt man beim Durchzählen auf elf.
ah, jetzt, ja:
na da muss man aber schon ganz genau hinsehen - danke für den hinweis!
da gebe ich dir in der tat recht:
wenn diese längsbuchten regulär genutzt werden macht man es den rückwärts ausparkenden bussen aus den taschen wirklich nicht gerade leicht ... oder es kommt zu wundevollen konfliktfällen, wenn gerade ein bus aus der tasche ausparkt und ein anderer zb. aus der mittleren längsbucht ...
na schaun 'mer mal :nuts:
CrayZD January 12th, 2011, 01:18 PM Damit es alle anderen nicht so schwer haben, habe ich die Grafik nochmal um die oben von mir exemplarisch vergebenen Bussteignummern ergänzt: ;)
http://img442.imageshack.us/img442/5610/zobt.jpg
vielleicht per schleifenfahrt via HH-allee + rundestraße (beim ALDI entlang)?
Dann werden aber vermutlich die Fahrgäste mit Ziel ZOB mit Unverständnis reagieren, wenn sie nicht vorher an der Stadtbus-Haltestelle rausgelassen werden. Immerhin kommen dann zwei große Kreuzungsampeln bis zur Endstation hinzu. Oder hat die geplante Verlängerung der Stadtbus-Haltestelle genau dieses Ziel?
Leine1977 January 12th, 2011, 02:59 PM ^^ wenigstens schließt die Wartehalle bündig an der Lister Meile ab. Hat hier etwa einer endlich mal nachgedacht?
Für mich ist nur wichtig: Hoffentlich wird die Wartehalle auch hochwertig gebaut und ist nicht nur ein Wellblechschuppe.
Lefthandy January 12th, 2011, 03:24 PM Es könnte ja schon eine absurde Situation draus werden:
Der Fernreisemarkt für Busse wird gerade liberalisiert, Hannover verbannt seinen ZOB von einem riesigen Areal auf ein viel kleineres direkt daneben, dort muss bei den Planungen um jeden Milimeter gefeilscht werden. Wenn der neue ZOB aus allen Nähten platzen sollte und direkt vor der Nase die alte Fläche als Parkplatz dahindämmert, wäre das schon irgendwie ein neuerlicher Schildbürgerstreich.
Natürlich ist die Chance auf einen Naubau auf dem alten ZOB schön, aber in Hannover wäre es auch alles andere als unabsehbar, wenn der provisorische Parkplatz zwanzig Jahre oder länger Bestand hätte. Und das wäre dann echt mal wieder die schlechstmöglichste Entwicklung.
CrayZD January 12th, 2011, 03:28 PM Wichtig für das Gesamt-Erscheinungsbild (aber wohl leider nicht so einfach wegen unterschiedlicher Zuständigkeiten) wäre auch, dass die Bahn den potthässlichen 'Wellblechpalast' auf ihrem Betriebgelände - samt nackter Betonmauer - mal etwas aufhübscht. Alternativ kann man natürlich auch einfach die Rückseite des ZOB mit Plakatwänden zupflastern, damit Busreisende das Elend nicht mit ansehen müssen.
gstolze January 12th, 2011, 05:05 PM Ich finde das Konzept unausgegoren. Wenn man vom Wartesaal in den Bus will, muss man die Fahrbahn überqueren....da gibt es sicher bessere Lösungen. Da sollte man eher den Busbahnhof am alten Standort umbauen und das andere Gelände für eine Hochhausbebauung vorsehen.
Queron January 13th, 2011, 01:19 AM Das mit der Überquerung der Fahrbahn habe ich auch zuerst gedacht. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann ist das ja nicht unbedingt ne Straße, wo die ganze Zeit Verkehr herrscht - da fährt vielleicht alle paar Minuten mal ein Bus raus (und auch nur von einer Seite). Und wenn man das so shared-space-mäßig gestaltet, wird das den wenigsten beim Überqueren wirklich auffallen (ich stelle mir das so wie am Ernst-August-Platz vor).
Den Platz des jetzigen Busbahnhofes möchte man sich natürlich für eine evtl. spätere Bebauung freihalten, drum packt man da erst einmal nen Parkplatz hin.
6001 January 13th, 2011, 10:30 AM in der heutigen HAZ kann man dieses dazu lesen:
Geteiltes Echo auf neuen ZOB
Die Pläne der Stadt Hannover für einen neuen Reisebusbahnhof zwischen Rundestraße und Bahngleisen sind von der Busbranche zwiespältig aufgenommen worden. Begrüßt wird zunächst, dass sich die Stadt endlich um das Areal „hinterm Bahnhof“ kümmert. Kritik gibt es aber an der Parksituation auf dem neuen Busbahnhof. „Die Reisebusse müssen rückwärts aus ihren Parkbuchten fahren, das könnte für die Fußgänger auf dem neuen ZOB-Gelände gefährlich werden“, sagt Bernward Franzky, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN). Man wolle die Stadt bitten, Einweiser zur Verfügung zu stellen, die den Fahrern beim Rangieren helfen. Auch Busunternehmer Jürgen Beckmann sieht Probleme beim Ausparken auf dem neuen ZOB. „Das Gelände ist zu klein. Fahren die Busse rückwärts aus den Buchten, kommen sie sich ins Gehege, insbesondere wenn die Zeit knapp ist“, sagt er. Der Unternehmer hält den neuen Busbahnhof insgesamt für „nicht leistungsfähig“ angesichts der möglichen Ausweitung des Busreiseverkehrs.
[...]
mehr => http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20110113html/Page/0113_HAZ_HP_16.jpg
CrayZD January 13th, 2011, 10:52 AM Über die Problematik mit den hinteren Busbuchten haben wir ja bereits geschrieben, aber grundsätzliche Kritik am Rückwärtsausparken ist doch Jammern auf hohem Niveau... und wird von Bodemann auch folgerichtig gekontert.
devilsadvocate January 13th, 2011, 08:32 PM Mir graut es nur vor dem Parkplatz... Oh Gott wird das hässlich...
Ich verstehe aber dennoch die ganze Aufregung nicht. Wenn man wirklich merken sollte, dass der neue Busbahnhiof zu klein ist, dann kann man sich doch immer noch auf der großen ZOB Fläche das Erdgeschoss teilweise reservieren und anbauen.
So what?
skole June 24th, 2011, 03:45 AM Zentraler Omnibus Bahnhof (ZOB)
Sachstand Planung und Vorschlag zum weiteren Vorgehen
Antrag,
1) dem Konzept der in Anlage 1 dargestellten Tiefbaumaßnahmen zum ZOB zuzustimmen,
2) dem in der nachfolgenden Begründung dargelegten Raumprogramm für die Hochbaumaßnahme zur Nebenanlage im Grundsatz zuzustimmen
(siehe Top 3 der Begründung),
3) zur Klärung der Hochbauaufgaben „Witterungsschutz“ und „Nebenanlage“ ein Wettbewerbsverfahren durchzuführen (6 geladene Büros und 6 durch Losverfahren ermittelte Büros),
4) den „Betrieb“ für den neuen ZOB öffentlich auszuschreiben.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Durch den Neubau des ZOB wird dieser Umsteigepunkt in seiner überregionalen Funktion langfristig gestärkt und gesichert. Insgesamt ist davon auszugehen, dass nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des ZOB keine Bevorzugung oder Benachteiligung bezüglich des Geschlechts oder des Alters der Nutzerinnen und Nutzer oder einzelner anderer Gruppen zu erwarten ist. Durch den Neubau entsprechender Infrastrukturen wird sich das Angebot für mobilitätseingeschränkte Personenkreise verbessern.
Kostentabelle
Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilfinanzhaushalt 66 - Investitionstätigkeit
Investitionsmaßnahme Produkt ÖPNV - ZOB Neubau
Einzahlungen
Auszahlungen
Zuwendungen für Investitionstätigkeit
0,00
Beiträge u.ä. Entgelte für Investitionstätigkeit
0,00
Veräußerung von Sachvermögen
0,00
Veräußerung von Finanzvermögensanlagen
0,00
Sonstige Investitionstätigkeit
0,00
Erwerb von Grundstücken und Gebäuden
0,00
Baumaßnahmen
85.000,00
Erwerb von bewegl. Sachvermögen
0,00
Erwerb von Finanzvermögensanlagen
0,00
Zuwendungen für Investitionstätigkeit
0,00
Sonstige Investitionstätigkeit
0,00
Saldo Investitionstätigkeit
-85.000,00
0,00
Teilergebnishaushalt 66
Angaben pro Jahr
Produkt
Ordentliche Erträge
Ordentliche Aufwendungen
Zuwendungen und allg. Umlagen
0,00
Sonstige Transfererträge
0,00
Öffentlichrechtl. Entgelte
0,00
Privatrechtl. Entgelte
0,00
Kostenerstattungen
0,00
Auflösung Sonderposten (anteilige Zuwendungen)
0,00
Sonstige ordentl. Erträge
0,00
Personalaufwendungen
0,00
Sach- und Dienstleistungen
0,00
Abschreibungen
0,00
Zinsen o.ä. (TH 99)
0,00
Transferaufwendungen
0,00
Sonstige ordentliche Aufwendungen
0,00
Saldo ordentliches Ergebnis
0,00
Außerordentliche Erträge
0,00
Außerordentliche Aufwendungen
0,00
Saldo außerordentliches Ergebnis
0,00
Finanzielle Auswirkungen:
Für das Projekt wurden in der Vergangenheit bereits verschiedene Haushaltsansätze gebildet, die aufgrund der Verzögerungen bei der Umsetzung jedoch noch nicht abgerufen werden konnten. Das Projekt wird als PSP Element i54701.001 im Investitionshaushalt geführt.
Für die bestehenden Haushaltsreste von 1,43 Mio. € aus 2010 wird die Fachverwaltung beantragen, diese für das Jahr 2011 zur Verfügung zu stellen (sog. Zweitveranschlagung). Zusammen mit dem Haushaltsansatz in 2010 von 500.000 €, der ebenfalls zu übertragen ist, stünden nach Bewilligung in 2011 somit insgesamt 1,93 Mio. € kassenmäßig zur Verfügung.
Für 2012 plant die Verwaltung einen Haushaltsansatz von 2 Mio. €. Damit stünden für das Gesamtprojekt insgesamt 3,93 Mio. € zur Verfügung. Dies entspricht der von der Verwaltung erarbeiteten ersten groben Kostenschätzung für die erforderlichen Tiefbauarbeiten, den Hochbau des Nebengebäudes nebst Witterungsschutz sowie den erforderlichen Baunebenkosten (Gutachten und Wettbewerb).
Die in der vorstehenden Kostentabelle genannten 85.000 € werden für die Durchführung und Betreuung des unter Punkt 4 dieser Begründung näher erläuterten Realisierungswettbewerbes veranschlagt (Hochbauplanung Nebengebäude und Überdachung der Bussteige).
Begründung der Anträge
1. Aktueller Planstand und Darstellung der Ergebnisse der
Bestandsaufnahme aus September 2010
Die Planungen für die verkehrstechnische Abwicklung der Verkehre auf dem neuen ZOB liegen im Grundsatz seit 2006 vor. Grundlage für diese Planung ist u. a. ein Gutachten des Büros SHP, das hierzu im Vorfeld verschiedene Erschließungsvarianten untersucht hat. Dieses Konzept hat - mit kleineren Änderungserfordernissen - auch weiterhin Bestand.
Wesentliche Grundlage dieses ZOB-Konzeptes ist die Trennung der ÖPNV-Verkehre und der Reisebus- und Gelegenheitsverkehre, die bisher alle auf dem bestehenden ZOB-Gelände abgewickelt werden (sog. Lister Dreieck).
Die ÖPNV-Verkehre, hier die Regiobuslinien 300,500 und 700 werden von der ZOB - Fläche in den öffentlichen Straßenraum der Rundestraße verlagert. Die heutige Einstiegshaltestelle für die Regiobuslinien 300,500 und 700 westlich der Lister Meile entfällt. Die neue Regiobuseinstiegshaltestelle (ggf. auch eine zweite Haltestelle) wird an der Rundestraße unmittelbar an der neuen ZOB-Fläche organisiert (siehe Anlage 1). Die sogenannten Überliegerbusse der RegioBus, also Busse deren Fahrer ihre Ruhezeiten überbrücken müssen, finden ihren neuen Standplatz im Seitenbereich der Rundestraße und zwar bis hin zur Einmündung Hamburger Allee (siehe Anlage 3). Diese Verlagerung der ÖPNV-Verkehre war bereits in 2006 mit den Beteiligten abgestimmt und ist über die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 1387, 1. Änderung verbindlich geregelt worden.
Die Haltestellen der üstra Linienbusse (Linie 121 und 134) in Fahrtrichtung zum Ernst-August-Platz bleiben unverändert bestehen. Die Haltestelle der Linie 121 in Richtung Lister Platz wird zukünftig auch als Ausstiegshaltestelle für die Regiobuslinien 300, 500 und 700 dienen (Endhaltestelle). Hierzu ist es erforderlich die Aufstellfläche an dieser Haltestelle zu verlängern, die erforderlichen Platzreserven hierfür sind vorhanden (siehe Anlage 1).
Die heutige Einstiegshaltestelle der Regiobuslinien 300,500 und 700 auf der Westseite der Lister Meile steht im neuen Konzept als Haltestelle für ggf. erforderliche "Schienenersatzverkehre" zur Verfügung.
Der Reisebus- und Gelegenheitsverkehr wird auf einem räumlich deutlich verkleinerten aber leistungsfähigeren neuen ZOB - Gelände südlich der Rundestraße abgewickelt. Das Konzept ist in der Anlage 1 dargestellt und lässt sich wie folgt beschreiben:
- Insgesamt werden 11 Bussteige angeboten (7 Busbuchten und
4 Bushalteplätze),
- es sind vier Kiss&Ride Stellplätze vorgesehen,
- der Zu- und Abgang auf die ZOB-Verkehrsfläche wird (voraussichtlich) über zwei Schrankenanlagen geregelt,
- an jeder Busbucht bzw. an jedem Bushalteplatz ist eine eigene Anzeigetafel vorzusehen,
- die Fläche selber soll im Bereich der Busbuchten mit einem großen (Glas-)Dach überspannt werden, das einerseits als Wetterschutz dient, aber auch als gestalterisches Element wirken soll,
- auf der Fläche ist zudem ein Nebengebäude zu errichten, in dem die erforderlichen Serviceleistungen des ZOB angeboten werden können und das als witterungsgeschützter Wartebereich dient.
Grundlage dieser Gesamtplanung waren u.a. auch die Ergebnisse einer Bestandsaufnahme der auf dem ZOB ankommenden und abfahrenden Verkehre aus dem Jahr 2003/2004. Angesichts des zwischenzeitlich vergangenen Zeitraumes hat die Verwaltung im September 2010 erneut eine Verkehrszählung auf dem ZOB durchführen lassen. Die Ergebnisse dieser Zählung sind im einzelnen den Anlagen 2 a, 2 b und 4 zu entnehmen. Die Anlagen verdeutlichen, wie viele Bussteige zu welcher Zeit im Erhebungszeitraum belegt waren.
Die wesentlichen Ergebnisse dieser Datenerhebung stellen sich wie folgt dar (gezählt wurde am Mittwoch, den 08.09.2010 sowie am Freitag, den 10.09.2010, jeweils von 5.00 Uhr bis 24.00 Uhr):
Reisebus- und Gelegenheitsverkehre:
• Das Gesamtaufkommen an Reisebus- und Gelegenheitsverkehren ist im Vergleich zu 2003/04 nahezu gleich geblieben
(Mittwoch: 37 Fernreisebusse und 27 Gelegenheitsverkehre /
Freitag: 51 Fernreisebusse und 38 Gelegenheitsverkehre),
• etwas mehr als die Hälfte der Busse verbringt weniger als 15 Minuten Standzeit auf dem ZOB (54%),
• rund 11% der Busse verbleiben zwischen 15 Minuten und 30 Minuten auf dem ZOB,
• aber: 26% der Busse stehen länger als 30 Minuten auf dem ZOB,
• die Spitzenstunden liegen am Freitag zwischen 07.15 und 08.15 Uhr sowie am Mittwoch zwischen 19.00 und 20.00 Uhr,
• die Anzahl der heute max. durch Reisebus- und Gelegenheitsverkehre in Anspruch genommenen Bussteige beträgt acht – und das ohne Regulierung der Standzeiten, (siehe Anlage 2 b), der neue ZOB hält für diese Art Verkehre zukünftig
11 Wartepositionen vor,
• diese Zahlen verdeutlichen, dass auf dem geplanten neuen ZOB - ohne Regulierung der Standzeiten - rund 25 % Kapazitätsreserven vorhanden sind,
• die Anlagen 2a und 2b veranschaulichen sehr deutlich, dass insgesamt noch umfangreiche Kapazitäten bei der Belegung der Standplätze vorhanden sind. So wurden die genannten 8 Standplätze insgesamt nur für einen Zeitraum von rund zehn Minuten belegt, davor und danach ergeben sich deutliche Freiräume. Werden also zusätzlich noch die Standzeiten auf dem neuen ZOB reguliert, ergeben sich weitere Kapazitätsreserven. Daher ist zu erwarten, dass rund 30% mehr Busverkehre als heute auf einem neuen ZOB in der dargestellten Form abgewickelt werden können.
Linienverkehr RegioBus (Linie 300, 500, 700):
• Das Gesamtaufkommen an Linienbusverkehr hat in der Spitzenstunde geringfügig zugenommen (morgens zwischen 8:30 Uhr und 9: 30 Uhr und am Nachmittag zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr),
• besonders die Nutzung des ZOB zum Abstellen der Busse während der Betriebspausen bzw. als Betriebsfahrt hat zugenommen,
• max. wurden bis zu 10 Regiobusse gleichzeitig auf dem ZOB gezählt,
• auffällig ist, dass an beiden Tagen mehrere Positionen mit Standzeiten von 30 und mehr Minuten belegt sind,
• Die Zahlen verdeutlichen, dass die bisherigen Planungen für die Verlagerung des ÖPNV in den Bereich der Rundestraße weiterhin Bestand haben können. Die vorgesehenen Überliegerpositionen (gemäß B-Plan Nr. 1387-1.Änderung) reichen aus, die getakteten Verkehre abzuwickeln.
Fazit: Die aktuellen Zahlen bestätigen die Planung aus 2006.
2. Auswirkungen der geplanten Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes
Aktuell in Frage gestellt wurden die oben dargestellten Planungen durch die Diskussion um die geplante Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Die geplante Novellierung des PBefG (hier § 13) sieht vor, den innerdeutschen Fernlinienbusverkehr zu liberalisieren. Damit würden innerdeutsche Fernbuslinien freigegeben. Nach geltendem Recht sind innerdeutsche Busfernverkehre ausschließlich von und nach Berlin zulässig.
Die Novellierung des PBefG ist Bestandteil der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und FDP im Bund. Da bis dato kein Referentenentwurf zur konkreten Ausgestaltung des Gesetzestextes vorliegt, sind derzeit keine seriösen Prognosen zu den voraussichtlichen Auswirkungen dieser Novellierung möglich. Auch auf Bundesebene gibt es hierzu keine Prognosen, wie ein Gespräch mit Herrn Ferlemann, dem parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, in dieser Angelegenheit im Herbst des Jahres ergab.
Die vorab dargestellten Reserven auf dem neuen ZOB-Gelände für weitere Busbewegungen in einem Umfang von mindestens einem Drittel werden aus Sicht der Verwaltung jedoch als ausreichend bewertet, um die zusätzlich zu erwartenden Fernbuslinienverkehre abwickeln zu können. Insoweit schlägt die Verwaltung vor, das bestehende Konzept für einen ZOB-Neubau südlich der Rundestraße nunmehr umzusetzen. Sofern diese Reserve durch eine gestiegene Nachfrage im innerdeutschen Busfernverkehr als Auswirkung eines novellierten PBefG aufgezehrt würde, ergäben sich weitere Kapazitäten durch eine Neuorganisation des Gelegenheitsbusverkehrs.
Die aktuelle Bestandsaufnahme hat gezeigt, dass die heutige Fläche des ZOB auf dem Lister Dreieck im wesentlichen durch die Regiobusse vereinnahmt wird. Städtebaulich ist diese Fläche jedoch zu bedeutend, als das sie auch zukünftig weiter als - nicht vollständig ausgelastete - ZOB-Fläche genutzt werden sollte. Stadtentwicklungspolitisches Ziel ist hier die Etablierung eines Bürostandortes mit einer mehrgeschossigen Bebauung, die sich in Bezug auf die Grundstücksausnutzung an den Nachbargrundstücken orientiert. Diesem städtebaulichen Konzept folgend, hat der Rat der Stadt Hannover auch den Bebauungsplan Nr. 1387 verabschiedet. Das Konzept hat aus Sicht der Verwaltung weiterhin Bestand.
Die geplante Abwicklung der ÖPNV-Verkehre im öffentlichen Straßenraum ist ebenfalls verträglich, insbesondere da die Einstiegspositionen für die Regiobuslinien zukünftig über die Rundestraße direkt an die Flächen des neuen ZOB angrenzen werden (siehe Anlage 1) und damit die gewünschte Verflechtung aller Verkehre gewährleistet bleibt. Lediglich die Wartepositionen der Regiobusse, die sogenannten Überliegerbusse, werden in den Straßenraum der Rundestraße verlagert. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Regiobusse hier ihre Endhaltestelle organisiert haben und die Fahrer deshalb auch dort ihre Ruhezeiten abwickeln müssen. Dies ist eine Funktion, die nicht zwingend auf einer ZOB-Fläche organisiert werden muss, wie auch Beispiele aus anderen Städten zeigen. Mit Blick auf die stadträumliche Qualität der Fläche des Lister Dreiecks kann diese Funktion dort nicht aufrecht erhalten werden.
3. Raumprogramm Nebengebäude des ZOB, Witterungsschutz Bussteige
Neben der „verkehrstechnischen“ Abwicklung der ZOB-Verkehre gilt es auch das Thema „Service“ neu zu organisieren. Das heute vorhandene Serviceangebot auf dem ZOB ist zu optimieren. Vorgesehen sind:
– witterungsunabhängige Wartezone,
– öffentliche Toilette (kostenpflichtig),
– digital gesteuerte Anzeige der abfahrenden Busse auf einer großen Anzeigetafel sowie ggf. an jedem Bussteig,
– Regulierung der Standzeiten der Busse,
– Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung,
– Ticketverkauf analog zum Bestand (Verkaufsstelle für die Unternehmen Eurolines, RegioBus und Pol-Bus) - mit der Möglichkeit der Erweiterung/Ergänzung
Das erforderliche Raumprogramm für ein Nebengebäude, in dem diese Serviceleistungen angeboten werden können, stellt sich aus Sicht der Verwaltung wie folgt dar:
Raumprogramm Nebengebäude (vgl. auch Antragspunkt 2 dieser Drucksache):
- Wartehalle als abgeschlossene „Hülle“ in der Servicebereiche für den Ticketverkauf „nach Bedarf“ angeboten/ergänzt werden können,
- Wartebereich mit Sitzgelegenheiten für mind. 30 Personen in der Wartehalle,
- Drei Ticket-Verkaufsräume für die vorhandenen Nutzer in erweiterbarer Modultechnik (Trockenbauweise) innerhalb der Halle(pro Modul ca. 15 qm). Falls durch die Novellierung des PBefG am Standort die Nachfrage nach weiteren Ticketverkaufsräumen steigt, könnten ergänzend gleiche Module eingebaut werden. Wenn nicht, bleibt die Fläche als Wartezone erhalten,
- Rahmenbedingungen für alle Module: beheizbar, verschließbar, Einzelanschlüsse für Nebenkosten vorsehen, Elt-, Wasser-, Telekomanschlüsse vorsehen),
- In gleicher Bauart ein Modul für den Betreiber des ZOB mit ca. 15 qm (Steuerung Anzeigetafel, Regelung Ausfahrt Busse, Ansprechpartner vor Ort etc.),
- Haustechnikraum ca. 10 qm,
- Toilettenanlage (Damen WC / Herren WC / behindertengerechtes WC) / hierbei ist zu prüfen, in wie weit die vorhandenen Flächen in der -1-Ebene angebunden werden können,
- Facilityraum ca. 12 qm (Putzgeräte, Materiallager, Sammelmüllbehälter etc.),
- Gegebenenfalls verschließbare Gepäckfächer mit Münzeinwurf,
- Standort für Getränkeautomat,
- Große Anzeigentafel.
Darüber hinaus ist es erforderlich, die neuen Bussteige mit einem Witterungsschutz durch ein die Bussteige überspannendes Dach zu versehen. Dieses Dach soll neben dem Witterungsschutz aber auch eine gestalterische Funktion übernehmen, die der städtebaulichen Bedeutung der Fläche insgesamt Rechnung tragen kann.
4. Wettbewerbsverfahren für das Nebengebäude und die Überdachung der Bussteige
Die Verwaltung schlägt vor, das dargestellte hochbauliche Raumprogramm für das Nebengebäude und die Überdachung der Bussteige über einen Realisierungswettbewerb erarbeiten zu lassen. Hierzu sollen insgesamt 12 Büros beauftragt werden, einen Entwurf einzureichen (sechs geladene Büros und sechs über Losverfahren ermittelte Büros).
Mit Blick auf die besonderen bautechnischen Anforderungen an die erforderliche Überdachung der Bussteige müssen die Architekturbüros mit einem Statiker zusammenarbeiten, der den Nachweis der Tragfähigkeit der Entwurfskonstruktion darlegt.
Dem Wettbewerb soll ein festgelegter Gesamtkostenrahmen zugrunde gelegt werden.
Das vorgeschlagene Verfahren wurde im Vorfeld mit der Architektenkammer abgestimmt.
Ziel ist es, das Wettbewerbsverfahren im Februar 2011 zu starten. Die Ergebnisse, einschließlich der konkreten Kostenschätzungen, werden den politischen Gremien zur Beschlussfassung in einer gesonderten Drucksache vorgelegt.
Nach Durchführung der öffentlichen Ausschreibung könnten die Hochbauarbeiten im Herbst 2011 beginnen. Die erforderlichen Tiefbauarbeiten könnten sich dann voraussichtlich ab Anfang 2012 anschließen.
5. Öffentliche Ausschreibung "Betrieb ZOB"
Die Ausführungen unter Punkt 1 haben gezeigt, dass die Organisation der Abläufe auf dem neuen ZOB einer Neuordnung bedürfen.
Der Betrieb des ZOB ist deshalb öffentlich auszuschreiben. Die Verwaltung erarbeitet hierzu ein entsprechendes Konzept als Grundlage für die Ausschreibung.
Neben dem Betrieb des ZOB soll dem zukünftigen Betreiber auch die Verantwortung für die Unterhaltung der ZOB-Verkehrsflächen, des Nebengebäudes und des Daches übertragen werden, so dass der Stadt Hannover zukünftig keine weiteren Kosten entstehen.
Für die Bereitstellung der Infrastruktureinrichtungen durch die Stadt Hannover soll zudem ein Mietzins erhoben werden.
Die Ergebnisse der öffentlichen Ausschreibung werden den politischen Gremien zu gegebener Zeit über eine gesonderte Drucksache vorgestellt.
61.11
/ 66
Hannover / 28.12.2010
Druckversion.pdf (97 KB) (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/CF4A5311B8384022C12577FB004F6562/$FILE/Druckversion.pdf)
2612-2010_Anlage1.pdf (1519 KB) (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/CF4A5311B8384022C12577FB004F6562/$FILE/2612-2010_Anlage1.pdf)
2612-2010_Anlage2a.pdf (17 KB) (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/CF4A5311B8384022C12577FB004F6562/$FILE/2612-2010_Anlage2a.pdf)
2612-2010_Anlage2b.pdf (21 KB) (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/CF4A5311B8384022C12577FB004F6562/$FILE/2612-2010_Anlage2b.pdf)
2612-2010_Anlage3.pdf (862 KB) (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/CF4A5311B8384022C12577FB004F6562/$FILE/2612-2010_Anlage3.pdf)
2612-2010_Anlage4.pdf (24 KB) (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/CF4A5311B8384022C12577FB004F6562/$FILE/2612-2010_Anlage4.pdf)
skole June 24th, 2011, 03:46 AM Nach Presseberichten haben Kaufleute aus der List den Vorschlag gemacht auf dem alten ZOB einen Wochenmarkt einzurichten.
Deshalb fragen wir die Verwaltung:
Hält es die Verwaltung für sinnvoll nach dem Umzug des ZOB und Abriss der alten ZOB-Gebäudeteile dort für gewisse Zeit einen Markt abhalten zu lassen?
Antwort der Verwaltung:
Die Landeshauptstadt Hannover betreibt derzeit 28 Wochenmärkte, 6 Bauernmärkte und zwei Sondernutzungsmärkte.
Angesichts der Vielzahl an Wochen- und Bauernmärkten in der Stadt Hannover ist ein Bedarf an dieser Stelle schwer einzuschätzen, zumal in nicht allzu weiter Entfernung bereits ein Wochenmarkt in der Lister Meile und an zwei Tagen ein Bauernmarkt auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden. Durch die Eröffnung eines weiteren Wochenmarktes in unmittelbarer Nähe zu den genannten Standorten könnten diese gut funktionierenden Märkte geschwächt werden.
Der Standort ist für dieses Vorhaben auch eher schwierig, da hier nicht mit der erforderlichen Laufkundschaft gerechnet werden kann.
Aus den genannten Gründen rät die Verwaltung davon ab, einen Wochenmarkt auf dem ZOB zu etablieren.
18.62.01
Hannover / 14.03.2011 00:00:00
devilsadvocate June 24th, 2011, 05:02 AM Wunderbar, weiter Brachfläche...
skole June 30th, 2011, 10:26 PM http://www.hannover.de/data/grafiken220/144697167.jpg
1. Preis, Werner Sobek Stuttgart GmbH Co. KG, (Architektur und Tragwerksplanung)
Markant und transparent sowie mit einem wellenförmigen Trägerrost, der die Überdachung in der Unteransicht optisch in Bewegung versetzt: so sieht der Entwurf aus, nach dem der Witterungsschutz und das Servicegebäude für den neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gebaut werden sollen.
Der Plan des Büros Werner Sobek Stuttgart GmbH & Co. KG (Architektur und Tragwerksplanung) hat die siebenköpfige Jury am meisten überzeugt und wurde deshalb einstimmig mit dem ersten Preis ausgezeichnet "Der Entwurf trägt der städtebaulichen Bedeutung dieser Fläche im Zentrum Hannovers in idealer Weise Rechnung", sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der heutigen Präsentation. "Er verleiht diesem Ort eine freundliche und sichere Atmosphäre. Die unterschiedlichen Profilhöhen der Tragkonstruktion bewirken ein lebendiges Bild, sind ein Alleinstellungsmerkmal und zeichnen einen hohen Wiedererkennungswert aus", so Bodemann.
Alle zwölf Entwürfe des abgeschlossenen Wettbewerbs sind bis zum 29. Juli in der Bauverwaltung ausgestellt. In den kommenden Wochen wird das Bewerbungsverfahren für den ZOB-Betrieb vorbereitet. Gleichzeitig beginnen die Ausführungsplanungen für die etwa ein Jahr dauernden Hoch- und Tiefbauarbeiten.
Baubeginn der Arbeiten, in deren Folge der ZOB von seinem bisherigen Standort an der Hamburger Allee wenige Meter nach Südwesten an den Bahnkörper umziehen wird, soll möglichst in der zweiten Jahreshälfte 2012 sein. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund vier Millionen Euro.
In ihrer Gesamtform orientiert sich die Überdachung des ersten Preisträgers an der Rechteckform des vorgegebenen ZOB-Grundstücks. Der Witterungsschutz wird über ein Trägerrost aus geschweißten Stahlhohlprofilen hergestellt, das auf schlanken Stützen ruht. Die Eindeckung erfolgt im Wechsel mit durchsichtigen, farbigen oder auch semitransparenten Glaselementen - aber auch der Einsatz von Photovoltaikelementen ist hierbei möglich.
Das Servicegebäude ist als gleichschenkliges, eingeschossiges Dreieck ausgebildet, das sich zu den Bussteigen hin orientiert und mit seiner roten Fassadenfarbe einen besonderen Akzent setzt. Dabei teilt ein Erschließungsgang die innen liegenden Funktionseinheiten des Servicegebäudes in zwei Bereiche, sodass dieses auch von der Lister Meile aus direkt zugänglich ist. "Hinsichtlich der Grundrissaufteilung des Servicegebäudes besteht jedoch noch Überarbeitungsbedarf", erläuterte der Stadtbaurat.
Mit dem zweiten Preis zeichnete die Jury die Arbeit des Büros Dietmar Feichtinger Architectes (Paris), mit den TragwerksplanerInnen des Büros Werkraum Wien Ingenieure ZT-GmbH, aus. Der dritte Preis wurde an das hannoversche Büro Storch Ehlers Partner in Arbeitsgesmeinschaft mit den Tragwerksplanern des Büros Wörzberger Ingenieure GmbH (Rösrath) vergeben. Alle drei Vergaben erfolgten einstimmig. Der erste Preis wurde mit 15.000 Euro honoriert, der zweite und dritte Preis mit 9.000 und 6.500 Euro.
Ziel des Wettbewerbs war es, für das rund 3.900 Quadratmeter große neue ZOB-Areal einen geeigneten Entwurf für die Gestaltung der Witterungsdächer an den Bussteigen und das Servicegebäude zu bekommen, der der städtebaulichen Bedeutung der Fläche entspricht. Das Gebäude soll unter anderem einen Warteraum mit Sitz- und Stehplätzen anbieten, Ticketschalter integrieren und alle notwendigen infrastrukturellen Erfordernisse erfüllen. "Überdachung und Gebäude sind nach dem siegreichen Konzept sehr gut geeignet, diesem zentralen Ort eine eigene Identität zu geben und ein prägnantes Zeichen zu setzen", betonte Bodemann.
Ausstellung in der Bauverwaltung
Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr
Ort: Bauverwaltung, 1. OG
Rudolf-Hillebrecht-Platz 1
http://www.hannover.de/data/meldungen/meld_lhh/2011/06_2011/zob.html
und
Modell für den neuen Busbahnhof von Hannover vorgestellt (http://www.haz.de/Hannover/Fotostrecken-Hannover/Modell-fuer-den-neuen-Busbahnhof-von-Hannover-vorgestellt/%28at%29/88/%28mode%29/full/%28offset%29/0) von HAZ
matheking June 30th, 2011, 10:44 PM ...
Modell für den neuen Busbahnhof von Hannover vorgestellt (http://www.haz.de/Hannover/Fotostrecken-Hannover/Modell-fuer-den-neuen-Busbahnhof-von-Hannover-vorgestellt/%28at%29/88/%28mode%29/full/%28offset%29/0) von HAZ
Die Bilder habe ich auch gesehen und war etwas enttäuscht. Weniger wegen der dargestellten Modelle, als deswegen, dass sie wohl immer den selben Entwurf darstellen. Langweilig.
Bob! June 30th, 2011, 11:08 PM Hier noch einmal die Visualisierung in groß:
http://www.abload.de/img/neuer-busbahnhof-in-hacjpi.jpg
© Büro Werner Sobek | Quelle: HAZ.de (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Neuer-Busbahnhof-in-Hannover-bekommt-glaesernes-Wellendach)
Gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut. Nur die (willkürlich verstreuten?) bunten Elemente überzeugen mich noch nicht ganz. Insgesamt erinnert das Design stark an die Innenhofüberdachung des HDI-Neubaus (http://sscheib.de/wp-content/uploads/page3-1001-full.jpg).
CrayZD July 1st, 2011, 09:45 AM Ich bin echt mal positiv überrascht. Einen so eleganten, qualitätsvollen Entwurf hätte ich bei den Budgetbeschränkungen gar nicht erwartet.
Das einzige, was es noch negativ rausreißen könnte, wäre das Funktionsgebäude. Das sieht man ja leider nur im Modell, nicht in der Visu. Wenn das Trinkhallen-Charme versprüht, ist die ganze Atmosphäre wieder dahin.
Und für die Trennung zum Bahnbetriebsgelände würde ich mir was überlegen. Eine graue Wand ist jetzt nicht so der Bringer. Mir schwebt entweder eine passende abwechslungsreiche Verkleidung vor (sowas wie die neue Siloah-Fassade z.B.), oder Auftragsgraffitti.
devilsadvocate July 1st, 2011, 03:19 PM Ich wette, dass die Wellenform noch wegen der Kosten wegrationalisiert wird.
Wer wettet mit? ;)
matheking July 1st, 2011, 08:41 PM Die Visualisierung sieht gut aus. Leider entspricht die Umgebung, wie Cray schon angedeutet hat, nicht der Realität. Der Bahndamm ist gefühlt höher und deutlich präsenter. Der muss daher tatsächlich noch besser berücksichtigt werden.
MartinT July 1st, 2011, 10:28 PM Ich frage mich, warum sich der Start der Bauarbeiten (ein weiteres mal in Hannover) derart verzögert: Im Artikel wird von einem Baubeginn Ende 2012 gesprochen (und tatsächlich wird's vermutlich erst Mitte 2013 los gehen). :ohno:
Das hätte es unter Hillebrecht nicht gegeben - der hätte das Ding innerhalb von vier Wochen aus dem Boden gestampft... :banana:
telemaxx July 1st, 2011, 10:53 PM Ich behaupte mal, dass das kein hannoverspezifisches Problem ist, sondern ein öffentliches.
Die Leistungsphasen 1-3 (Entwurf) sind jetzt vermutlich abgeschlossen, jetzt folgt die Genehmigungs- und Ausführungsplanung, danach folgt die Vergabe.
Öffentliche Auftraggeber müssen alles öffentlich ausschreiben, diverse Zeiträume und Fristen einhalten, das dauert dann seine Zeit.
Im besten Fall ist Baubeginn in (genau) einem Jahr.
Wishman July 6th, 2011, 12:12 AM Die Visualisierung sieht ja ganz annehmbar aus. Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe, ist, daß man in Hannover langsam verlernt, etwas großstädtisch zu denken: Da wird der ZOB um die Hälfte seiner Kapazität verkleinert, an die DB-Mauer geklatscht, obwohl absehbar ist, daß in naher Zukunft die Freigabe der Fernbussbeschränkungen zu erwarten ist. Es wäre doch viel besser, das vorhandene Areal mit einem modernen Equipment auszustatten und dem künftigem Verkehrsaufkommen ausreichende Kapazitäten bereit zu halten, das Ganze etwas großzügiger zu planen und mit einem leichten 'weltstädtischem Touch' zu versehen.
Wenn man unbedingt ein weiteres Bürogebäude hinterm Bahnhof benötigt, ließe sich das an die Bahnsteigmauer bauen.
Ich will ja nicht zu pessimistisch in die nähere Zukunft schauen, doch wenn schon Leute auf die Idee kommen, auf dem alten ZOB einen Wochenmarkt zu stellen, spricht auch nichts dagegen, ihn als Parkplatz zu nutzen, bis sich ein Investor findet, wenn dann einer noch Lust hat. Möchte fast wetten, daß es so kommt.
skole July 6th, 2011, 02:33 AM http://img801.imageshack.us/img801/9501/93572588.jpg
http://img197.imageshack.us/img197/7421/53614221.jpg
http://img202.imageshack.us/img202/8335/25417024.jpg
http://img833.imageshack.us/img833/8885/80147734.jpg
skole July 6th, 2011, 02:36 AM http://img220.imageshack.us/img220/1751/42pr.jpg
skole July 6th, 2011, 02:45 AM http://img31.imageshack.us/img31/2139/73917927.jpg
http://img19.imageshack.us/img19/3156/63pr.jpg
Orakel July 6th, 2011, 10:01 AM ^^ Die Entwürfe erinnern alle verteufelt an die Tankstelle Celler Straße. (Besonders Platz 3.) Was nicht von Nachteil sein muss.
Das Beste sind noch die bunten Elemente beim Siegerentwurf. Lockert die Sache etwas auf.
CrayZD July 6th, 2011, 10:31 AM Eben. Die Aral Celler Straße ist m.E. ein Beispiel hervorragender Tankstellenarchitektur. Wobei ich nicht soooviele Gemeinsamkeiten sehe; die ZOB-Entwürfe weisen doch deutlich mehr Transparenz auf.
Der zweite würde mir auch noch gefallen... wobei Platz 1 für mich definitiv der beste ist. Das 'Luftkissendach' von Platz 3 wäre angesichts des hannoverschen 'Talents' zur Instandhaltung öffentlicher Bauten eine Katastrophe.
Positiv beim zweiten Entwurf: es ist eine Begrünung des Grenzbereichs zum Bahndamm angedeutet. Das sollte in die Realisierung übernommen werden!
lifestyle032 July 6th, 2011, 11:34 AM Die Architekten des Siegerentwurfs bringen es einfach nicht über's Herz, uns das Funktionsgebäude in einer großen Visualisierung zu zeigen.
Naja, gut, es ist wohl wirklich dreieckig (und besitzt eine rote Fassade) - das kann man ausmachen.
Orakel July 6th, 2011, 01:01 PM Die Aral Celler Straße ist m.E. ein Beispiel hervorragender Tankstellenarchitektur
Absolut!!! Ansonsten klare Zustimmung zu deinen Argumenten.
Das mit der fehlenden Ansicht des Funktionsgebäudes ist natürlich ärgerlich. Hoffentlich wollen die da nicht irgendeinen Mist verbergen.
BRA. July 6th, 2011, 04:13 PM Absolut!!! Ansonsten klare Zustimmung zu deinen Argumenten.
Das mit der fehlenden Ansicht des Funktionsgebäudes ist natürlich ärgerlich. Hoffentlich wollen die da nicht irgendeinen Mist verbergen.
Die Tankstelle an der Celler Straße ist übrigens von den gleichen Architekten, die das Luftkissendach vorschlagen. Aber das spricht ja eher für sie und ihre eigene Handschrift.
Das Funktionsgebäude ist schlichtweg so klein, dass es da im üblichen Wettbewerbsmaßstab 1:200 praktisch nichts zu sehen gibt. Wer Sobek-Entwürfe kennt, weiß, dass die in Richtung Minimalismus gehen, also glatt und pur aber im Detail extrem edel gemacht sind. Insofern wird das mit Sicherheit keine peinliche Baracke, aber auch keine große Architektur, sondern eher was für Design-Fans. Einfach mal auf www.wernersobek.de nachgucken, dann weiß man, wohin die Reise geht und kann auch gleich sehen, dass Esslingen fast den gleichen ZOB bekommt. Okay, dort mit echter Welle im Dach, weil es dort auch echte Berge gibt...
skole July 6th, 2011, 05:21 PM Die Architekten des Siegerentwurfs bringen es einfach nicht über's Herz, uns das Funktionsgebäude in einer großen Visualisierung zu zeigen.
Naja, gut, es ist wohl wirklich dreieckig (und besitzt eine rote Fassade) - das kann man ausmachen.
Ich bin mir sicher, dass rot nur Symbolfarbe ist.
Orakel July 7th, 2011, 08:26 AM Die Tankstelle an der Celler Straße ist übrigens von den gleichen Architekten, die das Luftkissendach vorschlagen. Aber das spricht ja eher für sie und ihre eigene Handschrift. Einfach mal auf www.wernersobek.de nachgucken, dann weiß man, wohin die Reise geht...
Alles klar!
6001 August 4th, 2011, 10:36 AM wie mag sich die geplante freigabe von fernbuslininen auf die planungen des neuen ZOB in hannover in punkto "belegungsgrad" auswirken?
die HAZ berichtet heute umfangreich: "Busbranche lässt die Motoren an" =>
- http://epaper02.niedersachsen.com/epaper/img/20110804html/Page/0804_HAZ_HP_09.jpg
- http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/Fernbusse-fahren-bald-im-Linienverkehr
ein regelmäßiger blick mit dieser webcam => http://www.zander-info.de/rooms.html auf den alten ZOB zeigt sehr schön, dass dort meist reges treiben herrscht.
hier ein screenshot von heute früh gegen 09:00 uhr:
heute:
http://img684.imageshack.us/img684/2214/zob201108040850.jpg (http://img684.imageshack.us/i/zob201108040850.jpg/)
matheking August 4th, 2011, 10:38 AM Die meisten Busse sind wohl aber Regiobusse. Die sollen ja gar nicht so wirklich auf den neuen ZOB.
CrayZD August 4th, 2011, 11:01 AM Richtig. Zieht man das auf der Webcam sehr deutlich sichtbar von RegioBus in Beschlag genommene Areal vom alten ZOB ab, dann steht den Reisebussen heute sogar weniger Platz zur Verfügung als in Zukunft.
Und wenn die Region irgendwann mal aufwacht und die dusseligen 'RegioSprinter' in die City abschafft, die keinen Zeit- und nur einen marginalen Komfortvorteil bringen (einmal weniger umsteigen), dann hat sich das Problem eh von selbst erledigt. Dann kann man die für RegioBus geplanten Buchten an der Rundestraße noch dem ZOB zuschlagen.
Ob der Platz am neuen ZOB ausreicht, wird sich zeigen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass bei stark zunehmendem Fernbusverkehr auch der Ruf der Busunternehmer nach einem autobahnnäheren Haltepunkt laut wird, damit sich die Busse in der Rush Hour nicht durch den Stadtverkehr quälen müssen. Stöcken oder Lahe fallen mir da ein. Auf jeden Fall sollte es auch gut per ÖPNV erreichbar sein.
weidetor August 4th, 2011, 06:16 PM ich dachte diese verrotteten tonnendächer seien bereits entfernt....
gruenebahn August 4th, 2011, 11:40 PM Richtig. Zieht man das auf der Webcam sehr deutlich sichtbar von RegioBus in Beschlag genommene Areal vom alten ZOB ab, dann steht den Reisebussen heute sogar weniger Platz zur Verfügung als in Zukunft.
Und wenn die Region irgendwann mal aufwacht und die dusseligen 'RegioSprinter' in die City abschafft, die keinen Zeit- und nur einen marginalen Komfortvorteil bringen (einmal weniger umsteigen), dann hat sich das Problem eh von selbst erledigt......
Naja, ich fahre schon sehr gerne mal mit dem 500er von Wettbergen direkt zum Steintor oder zum Schwarzen Bären. Und zugegebenermaßen ist der Fahrkomfort im Regiobus leider tatsächlich etwas höher als in einer TW2000 Schienenfräse, leiser ist es noch dazu und bequemer auf den Sitzen incl. frischerer Luft! Obwohl es eigentlich anders rum sein sollte, aber das ist nunmal die Krux mit den ollen 2000er Donnerkisten mit dauer lüftungsgedröhne im Sommer. Sollte unbedingt ansporn für den 3000er sein auch das zu erreichen! :lol: Aber hier macht sich oft der nachteil von Bussen bemerkbar. Wartezeiten an Ampeln, volle Straßen etc. Ich bin immer noch der Meinung das es gut ist, dass die Regios auch in die Stadt reinfahren. Soll nun nicht heißen das ich Busfan bin. Ich fahre häufiger mit der Bahn, das sollte klar sein. Aber es sollte ansporn sein für die neue Generation Stadtbahn mehr Komfort zu bieten!
6001 August 5th, 2011, 09:05 AM Die meisten Busse sind wohl aber Regiobusse. Die sollen ja gar nicht so wirklich auf den neuen ZOB.
heute früh ist der anteil an reisebussen schon höher:
http://img718.imageshack.us/img718/2647/zob2011080504.jpg (http://img718.imageshack.us/i/zob2011080504.jpg/)
http://img146.imageshack.us/img146/4127/zob2011080505.jpg (http://img146.imageshack.us/i/zob2011080505.jpg/)
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