View Full Version : Dresden | Hafencity
Dakir@DD September 14th, 2009, 12:13 PM Dresden plant eine Hafencity
Hamburg hat es mit seiner Hafencity vorgemacht. Jetzt verfolgen die Dresdner Stadtplaner eine ähnliche Idee – aber ein paar Nummern kleiner. „Das Gebiet zwischen Elbe und Leipziger Straße eignet sich hervorragend fürs Wohnen“, sagt Andreas Wurff, Chef des Stadtplanungsamts. Auf dem rund fünf Hektar großen Gebiet ließe sich das Leben am Wasser mit dem wohl schönsten Blick auf die Dresdner Stadtsilhouette vereinen. In den Erdgeschossen sollten Gaststätten und Läden einziehen.
Das Stadtplanungsamt hat bereits mehrere Architekten zur Ideenwerkstatt eingeladen. Dazu zählt auch das Dresdner Büro Zanderarchitekten. „Wir wollen die Atmosphäre eines Hafenareals schaffen“, erläutert Architekt Walter E. Miller den Entwurf seines Büros. Die Hafencity würde Platz für etwa tausend Menschen bieten. Nach ersten Schätzungen könnte sie zwischen 50 und 100 Millionen Euro kosten. Ein Großteil der Fläche gehört der Sächsische Binnenhäfen GmbH, die aber verkaufen will. Jetzt sucht die Stadt Investoren für das Projekt.
„Wir nehmen die Vorschläge mit zur diesjährigen Expo Real nach München. Das ist die wichtigste Messe für Gewerbeimmobilien in Europa“, sagt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Rund 180000 Euro lassen sich Stadt und Partner den Messeauftritt kosten.
Einer von ihnen ist die Lohnbach Investment Partners GmbH. Sie will das 112000 Quadratmeter große Areal rund um das Robotrongelände zur Lingner-Park-Stadt gestalten. Auch dazu haben fünf Planer bei einem Werkstattverfahren Entwürfe erarbeitet. „Wir können uns gut vorstellen, hier ein Technisches Rathaus für die Stadt zu schaffen. Planungen für das Atrium1 liegen vor“, sagt Klaus Schumacher, Mitglied der Lohnbach-Geschäftsleitung. Im letzten Jahr habe Lohnbach schon 12000 Quadratmeter Fläche an die Stadt vermietet und die Räumlichkeiten zuvor für einen Millionen-Aufwand saniert. „Wir suchen zur Expo Investoren, aber wir können uns auch vorstellen, dass wir den Umbau selbst übernehmen. Kapital ist nicht das Problem“, sagt er.
Dresden hat in der Vergangenheit schon mehrere große Verträge zur Expo Real auf den Weg gebracht, zum Beispiel zum Neumarkt und zum Bau der Centrum-Galerie. Da sich auf der Expo Investoren aus aller Welt treffen, ist es wichtig, Dresden weltweit bekannter zu machen. Die Stadt tritt unter dem Slogan „Hochtechnologie trifft Lebensfreude“ auf.
Sächsische Zeitung vom 14. September 2009
Dakir@DD September 14th, 2009, 12:17 PM Die ersten Bilder kann man sich bei http://www.zanderarchitekten.de/Wettbewerbe/hafen.htm anschauen!
Die Bilder aus der Sächsischen Zeitung
http://www.sz-online.de/bilder/2009_09/gr_2261087_1.jpg
http://www.sz-online.de/bilder/2009_09/gr_2261087_2.jpg
Futuristisch wirken die Wohnhäuser der Hafencity im Entwurf des Büros Zanderarchitekten. Es schlägt alte Hafenstrukturen und viel Grün vor. Die Stadt zeigt zur Expo Real in München ein Rahmenkonzept und sucht dafür Investoren. Fotos: Zanderarchitekten, Stadtplanung
DiggerD21 September 14th, 2009, 05:28 PM Naja, den Namen "Hafencity" sollten sie aber nicht weiter verwenden. Der ist ja schon belegt. Und für eine "City" ist das Projekt doch ein bisschen klein. Wie wärs mit Hafenquartier oder Perlenkette?
Besteht denn in Dresden überhaupt der Bedarf an weiterem Wohn- und Gewerberaum?
erbse September 14th, 2009, 05:47 PM Bevor man so etwas plant, sollte man erst einmal zusehen, dass noch mehr überflüssige Plattenbauten fallen und das eigentliche Zentrum weiter verdichtet wird. Hinter dem Altmarkt ist leider noch immer großflächige Wüste.
An sich gefällt mir die Vorstellung von einer "modernen" Dresdner Hafencity aber auch überhaupt nicht, schon gar nicht an der Stelle. Wir dürfen nicht vergessen, hier geht es um ein Stück Flussaue quer gegenüber dem barocken Elbufer. Das kann man der Stadt nach all den Querelen um Brücke, Gewandhaus und Co. wirklich nicht zumuten wollen.
Belotto33 September 15th, 2009, 11:50 AM Prinzipiell finde ich es nicht schlecht, das Elbufer dort zu bebauen, der Blick aufs Zentrum ist grandios und das Areal ist eigentlich weit genug vom barocken Zentrum entfernt, um "störend" zu wirken. Auch gegen moderne Architektur an dieser Stelle ist nichts einzuwenden.
Die Visualisierung des Büros Zanderarchitekten zeigt allerdings lediglich grobe Klötze in sattsam bekannten Grauschattierungen, in meinen Augen einfach grottenhäßlich.
Warum bei den heutigen Architekten die Worte "Dach", "Giebel" und "Fenster in herkömmlichen Dimensionen" Angstzustände und Verdrängungsmechanismen auslösen, ist mir immer wieder ein Rätsel.
Dakir@DD September 16th, 2009, 09:11 PM Ich sage mal so, wie es Belotto33 schon treffend formuliert hat, die Gegend ist absolut Richtig für so ein Projekt. Es stört in keiner Weise die Sichtachse zum Barocken Elbufer, nicht einmal zur "Neuen Terrasse" mit Kongresszentrum, Landtag und Erlweinspeicher.
Das man auf den Bildern nicht viel erkennt, dass ist wohl wahr. Man muss aber bedenken, dass es ja noch in der Planung ist. Die Expo wird es dann zeigen.
Lieber erbse, in der einen Hinsicht geb ich dir recht, es müssen Plattenbauten weg. Aber erst einmal muss ich doch neuen Lebensraum schaffen, um alten abreißen zu können. Oder wo sollen in der Zwischenzeit die Menschen unterkommen?
Das zweite, da geb ich dir überhaupt nicht recht. An der Marienbrücke Richtung Leipziger Straße zu, ist ein Gebiet was vor sich hin gammelt. Nämlich der alte Neustädter Hafen. Und dort, wo schon Hafenmauern und alte Industriehallen stehen, will man ein "modernes" Gebiet schaffen. Also eher ein Gewinn, wie ein Verlust.
Der Bedarf an schönen Lebensraum ist in Dresden immer vorhanden. Auch dadurch, dass Dresden nach wie vor wächst. Mit Quartier sei mir nicht Böse DiggerD21, kann ich nichts anfangen. Alles in Dresden heißt Quartier...ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Das es nicht so Rießig wie in Hamburg oder Duisburg wird, okay...aber es gibt noch genügend Fläche dort, um bei Erfolg das Gebiet zu vergrößern. Hafencity finde ich schön, man muss halt sehen wie sich das alles entwickelt.
Dakir@DD September 16th, 2009, 09:21 PM Hier paar Bilder, wie trostlos es zur Zeit im Neustädter Hafen aussieht.
http://farm4.static.flickr.com/3037/2490825998_b8d29782c0.jpg
http://www.flickr.com/photos/pebracon/2490825998/
http://farm4.static.flickr.com/3276/2490826006_54c5318957.jpg
http://www.flickr.com/photos/pebracon/2490826006/in/set-72157594246198869/
http://farm3.static.flickr.com/2118/2490826018_7acfb8b2da.jpg
http://www.flickr.com/photos/pebracon/2490826018/in/set-72157594246198869/
http://farm4.static.flickr.com/3400/3188412690_b03be70901.jpg
http://www.flickr.com/photos/9273798@N06/3188412690/
http://farm4.static.flickr.com/3021/2892502359_40962b1f53.jpg
http://www.flickr.com/photos/henteaser/2892502359/
Also ich denke, die Bilder belegen, dass ein Umbau dieses Gebietes mehr ein Gewinn für die Ecke und Dresden ist.
lingoworks September 19th, 2009, 12:58 PM Also mit der Trostlosigkeit ist das Ansichtssache. Die Bildchen zeigen natürlich nur die krassen Flecken. scheinbar bist du nie selbst dort gewesen dakir@dd.
nur fotos zu flickern ist billig.
Tatsächlich ist im dresdner hafengebiet weit mehr los als alle immer denken. eine vielzahl an künstlern, handwerkern und alternativen leuten leben und arbeiten derzeit auf dem gelände. Die fläche liegt schon seit jahren nicht mehr brach. zugegeben - unterhalb der marienbrücke sieht es grauenhaft aus und sollte auch "re-urbanisiert" werden. weiter hinten ist aber ne menge gemacht worden, wobei der flavor des alten hafengeländes erhalten blieb. ich fänd es schade, die gewachsenen (urbanen) strukturen wegzubaggern und keimfreie architektur hinzuknallen - dafür gibt es noch genug brachen im dresdner zentrum, die es bitter nötig hätten mit wohnraum bebaut zu werden.
Die massive deurbanisierung der innenstadt durch einkaufs-/gewerbe-flächen/disneyland kann ja so nicht weitergehen. Das leben muss zurück ins zentrum und nicht weiter an den rand der stadt ....
youngwoerth September 20th, 2009, 02:35 PM Volle Zustimmung, Lingoworks. Das Gebiet um den Neustädter Hafen ist ein atmosphärischer Ort mit lustigen Strandlokalen und urigem Dresdner Flair. Dies möchte man nun - wie üblich in dieser Region des übertriebenen Nachholbedarfs und blinden Fortschrittsglaubens - gegen standardisierte Westmoderne eintauschen. Identität gegen Konformität, am besten noch ein klotziges Einkaufscenter dazwischengeklemmt und ne Schnellstraßenbrücke Richtung Friedrichstadt, damit die weltstädtische Anbindung stimmt.
Dakir@DD September 21st, 2009, 02:46 AM Weißt du lieber lingoworks (oder doch der 2.te Nick vom youngwoerth), anstatt hier nur zu kritisieren und schlecht zu machen, wegen meiner Bildwahl, solltest du dir doch erstmal soviel Mühe machen, und Bilder von dir reinstellen, oder?
Kritisieren kann jeder, beteilige dich doch aktiv und zeig uns allen, dass der Müllplatz unter der Marienbrücke doch schön ist! Leg los, ich bin auf deine Bilder gespannt und eventuell, änder ich meine Meinung.
Den nach wie vor ist es ein trotsloser Müllplatz und die Planung eine Bereicherung. Und das dort Leben sein soll...welchen Leuten willst den das erzählen :lol:
youngwoerth September 21st, 2009, 10:37 AM (oder doch der 2.te Nick vom youngwoerth)
Solche Unterstellungen helfen ebensowenig weiter wie polemische Reduzierungen auf "Müllplatz".
Die Purobeach am Neustädter Hafen:
http://www.dresdenpension.com/dresdenblog/wp-content/uploads/2008/05/12-13052008-028.jpgwww.dresdenpension.com
http://www.dresdenpension.com/dresdenblog/wp-content/uploads/2008/05/12-13052008-036-ii.jpgwww.dresdenpension.com
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/Dresden_-_Puro_Beach,_Foto_Christoph_M%C3%BCnch.jpgWikimedia
Ji-Ja-Jot September 21st, 2009, 11:34 AM eine vielzahl an (...) alternativen leuten leben und arbeiten derzeit auf dem gelände.
Sowohl die "positiven" und "negativen" Fotobeispiele vermitteln beide ein ziehmliches verschimmeltes Flair. Klar, Alternative leben ja auch gerne im Dreck.
(Aber das Alternative auch arbeiten ist mir neu.)
Die entwürfe, die gezeigt werden, sehen noch nicht besonders Konkret aus. Und eines der wenigen Bilder auf der website lässt sogar vermuten, dass man ein gewisses Flair erhalten möchte. Hier würde ich noch nichts umbrüllen.
youngwoerth September 21st, 2009, 11:53 AM Wie wäre es mit einer behutsamen Sanierung, um die noch vorhandenen Reste des "verschimmelten Flairs" unter Beibehaltung der dresdeneigenen Hafenidentität in eine freundliche und vor allem regionaltypische Elbufersituation zu entwickeln? Es muß nicht immer alles so steril und unnahbar glänzen wie in Hamburgs Hafencity, der Herr aus dem schönen Buxtehude. ;)
Ji-Ja-Jot September 21st, 2009, 12:03 PM ebenso könnte man es zB machen, was für Dresden sicher gar nicht schlecht wäre, wenn in die Stadt investiert wird. Dafür muss es aber machen und sanierungsprojekte nicht kategorisch ausschliessen. Nicht jedes Städteprojekt ist automatisch ein kultureller angriff aus dem freien -äh- wilden Westen.
youngwoerth September 21st, 2009, 01:05 PM Nicht jedes Städteprojekt ist automatisch ein kultureller angriff aus dem freien -äh- wilden Westen.
Das natürlich nicht. Eher umgekehrt. Die Menschen vor Ort versuchen ja (z.T. verständlicherweise) seit zwei Jahrzehnten, die Fehler des Westens nachzuholen. Wo Viele in der betonierten BRD-Einöde inzwischen erkennen, daß wirtschaftlicher Fortschritt um jeden Preis manchmal auch einen gewaltigen Rückschritt bedeuten kann, da hinken die Mangelwirtschaftserprobten noch etwas hinterher.
Dakir@DD September 21st, 2009, 03:38 PM :applause: :applause: :applause:
Ganz toll, der Puro-Beach! Na deswegen müssen wir das dort natürlich so lassen. Wir haben ja kein Summer Beach in Johannstadt, den Elbsegler und in Pieschen gibt es sowas auch nicht. Stimmt natürlich.
Lasst das Plattenviertel stehen, auf der Wiese wächst ein Stiefmütterchen!
Und was soll man da behutsam sanieren...die Dreckecken eventuell einrahmen? Das Gebiet gehört der Abrissbirne. Schönes Leben direkt an der Elbe, in einer genialen Ecke von Dresden. Was will man mehr.
erbse September 21st, 2009, 03:46 PM Ich würde eine historisierende Hafenbebauung sehr begrüßen. Da könnte man mal richtig kreativ zu Werke gehen. Etwas im Stile Hundertwassers (natürlich maßvoll dimensioniert), viele Farbtupfer, etwas, das Lebensfreude ausstrahlt. Da steckt viel Potential in der Gegend. Wichtig vorallem eine Mischnutzung mit Wohnen, Arbeiten (aber eher seichteres), Geschäfte, Restaurants, vielleicht so ein schwimmendes Fluss-Strandbad wie auf der Spree...
Aber dass man daraus keinen sterilen Bürocontainerkomplex machen darf, da geh ich mit lingoworks und youngwoerth absolut konform. Dafür ist anderswo genügend Raum.
Dakir@DD September 21st, 2009, 04:00 PM Leute hallo...bitte richtig lesen!
„Das Gebiet zwischen Elbe und Leipziger Straße eignet sich hervorragend fürs Wohnen“, sagt Andreas Wurff, Chef des Stadtplanungsamts. Auf dem rund fünf Hektar großen Gebiet ließe sich das Leben am Wasser mit dem wohl schönsten Blick auf die Dresdner Stadtsilhouette vereinen. In den Erdgeschossen sollten Gaststätten und Läden einziehen.
Hab ich Büros überlesen...?
Aber die Idee mit dem "Fluss-Strandbad" finde ich gut, aber ist die Elbe dafür nicht noch zu dreckig?
erbse September 21st, 2009, 04:15 PM Erstmal hängt da doch alles noch in der Luft. Garantiert wird man auch Büroräume unterbringen wollen. In der Konzeptionsphase ist letztlich abseits der Rahmenbedingungen alles offen, mein Beitrag ist rein als Anregung zu verstehen.
Und bzgl. Fluss-Strandbad: Da wird nicht im, sondern auf dem Fluss gebadet ;)
Hier das genannte Beispiel aus Berlin ("Badeschiff" auf der Spree):
http://img101.imageshack.us/img101/8180/asctrikotbmberli135589b.jpg
Quelle: morgenpost.de (http://www.morgenpost.de/berlin/article738968/Berlin_aus_der_Luft.html)
Auch im Winter problemlos zu betreiben (inkl. Sauna):
http://img524.imageshack.us/img524/8971/badeschiff1dpa.jpg
Quelle: taz.de (http://www.taz.de/4/reise/europa/deutschland/artikelseite/1/die-hauptstadt-der-eigensinnigen/)
Mehr Bilder: Siehe hier (http://images.google.de/images?gbv=2&hl=de&safe=off&ei=Eom3SrTZH5eKngPQ5sTUDw&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=Badeschiff+Spree&spell=1)
Ist sehr angenehm dort und man muss sich keine Sorgen über dreckiges Flusswasser, Strömung oder entgegenkommende Boote etc. machen.
Und hat trotzdem die Stadt vor Augen. Sehr nett. Könnte ich mir auch gut in Verbindung mit der Dresdner Barocksilhouette vorstellen (natürlich mit gebührendem Respektabstand und vllt. eher in Ovalform).
Dakir@DD September 21st, 2009, 04:21 PM Das sieht doch mal Geil aus...müsste man ernsthaft an die Stadtverwaltung und an das Planungsbüro schicken!
Wurstmeister September 21st, 2009, 04:21 PM Aber die Idee mit dem "Fluss-Strandbad" finde ich gut, aber ist die Elbe dafür nicht noch zu dreckig?
Nein, die Wasserqualität ist in den letzten Jahren extrem gestiegen. Seit 2002 gibt es daher sogar den Elbebadetag mit allen möglichen Festen, um auf die badetaugliche Wasserqualität hinzuweisen. (Wird seit 2005 in ganz Europa unter dem Namen "Big Jump" für diverse andere Flüsse kopiert deren Ruf schlechter ist als die tatsächliche Wasserqualität).
Das größte Problem sind heutzutage die Strömungen und das Fahrwasser von großen Schiffen (zumindest in Hamburg). Aber mit einer Abgrenzung des Strandbades lässt sich das durchaus einfach realisieren.
Dakir@DD September 21st, 2009, 04:25 PM Ich glaub wegen Strömungen und das Fahrwasser von großen Schiffen brauch man sich da keine gedanken machen.
http://farm3.static.flickr.com/2118/2490826018_7acfb8b2da.jpg
Das es das Elbebaden und Fackelschwimmen gibt, dass weiß ich ja. Aber trotzdem, ich würde da noch nicht reingehen.
lingoworks September 21st, 2009, 09:34 PM Weißt du lieber lingoworks (oder doch der 2.te Nick vom youngwoerth), anstatt hier nur zu kritisieren und schlecht zu machen, wegen meiner Bildwahl, solltest du dir doch erstmal soviel Mühe machen, und Bilder von dir reinstellen, oder?
Kritisieren kann jeder, beteilige dich doch aktiv und zeig uns allen, dass der Müllplatz unter der Marienbrücke doch schön ist! Leg los, ich bin auf deine Bilder gespannt und eventuell, änder ich meine Meinung.
Den nach wie vor ist es ein trotsloser Müllplatz und die Planung eine Bereicherung. Und das dort Leben sein soll...welchen Leuten willst den das erzählen :lol:
Um den müllplatz unterhalb der marienbrücke gehts mir auch nicht. da geb ich dir ja recht, dass der neu gestaltet werden sollte. die bebauungspläne gehen aber bis zur gartensparte am puschkinplatz. und da. hab ich dann doch ein ureigenstes interesse dran, dass das bleibt. mein atelier steht auf dem gelände. so wie die einiger anderer künstler/innen. es gibt diverse werkstätten und betriebe auf dem areal. die dürften dann alle ihre kisten packen - zum wohle aller - und wohin denne? zum glück is ja noch nichts entschieden.
und warum. sollte man nicht auch mal ein gebiet erhalten bzw. "wieder aufmöbeln". ich find den flavor des hafens so wie er ist ganz gut. schau mal daki - die innenstadt wird totrestauriert. der ganze alte schissen wird erhalten oder wieder aufgebaut auf mugi-komm-raus. warum nicht das gleiche mit dem hafen machen. fänd ich besser.
ps daki: fotos kommen noch @@
Dakir@DD September 21st, 2009, 10:37 PM Dann freu ich mich auf deine Bilder...und andere Ansichten vom kleinen Neustädter Hafenviertel.
Wie gesagt, es gibt immer Menschen, die es persönlich betrifft und natürlich auch zurecht ankotzt, und es gibt Menschen die da nicht leben und die sich für solche Projekte begeistern können.
Gleiches Beispiel: Menschen die in Platten leben und gezwungen werden auszuziehen. Ist das gerecht? Aber der Großteil findet diese Bauart eben nicht schön und will sie weg haben.
Stimmt...die Pläne sind aber schon soweit, dass die Stadt Dresden die Hafencity bei der Immobilien-Expo präsentieren und vermarkten wird. Also sind die schon recht weit. Und Dresden stellt nur das aus, was auch wirklich Chancen hat.
Ji-Ja-Jot September 22nd, 2009, 09:50 AM Das natürlich nicht. Eher umgekehrt. Die Menschen vor Ort versuchen ja (z.T. verständlicherweise) seit zwei Jahrzehnten, die Fehler des Westens nachzuholen. Wo Viele in der betonierten BRD-Einöde inzwischen erkennen, daß wirtschaftlicher Fortschritt um jeden Preis manchmal auch einen gewaltigen Rückschritt bedeuten kann, da hinken die Mangelwirtschaftserprobten noch etwas hinterher.
Ein bischen albern liest sich das schon. Einöden -ob sie jetzt betoniert sind, oder aus anderen Material bestehen, welches zur verfügung steht, sind sicher kein Patent des Westens.
Dakir@DD September 22nd, 2009, 10:46 AM Falscher Thread für eure ideologische Debatte über Baustoffe...:ohno:
youngwoerth September 22nd, 2009, 12:45 PM Ich denke, allzu schwer kann's nicht sein, meine Analyse & Intention nachzuvollziehen, außer Du bist in Deinem Leben noch nicht aus dem süßen Buxtehude herausgekommen, Ji-Ja-Jot. Wer sich Ost und West ausführlich und ganzheitlich einverleibt hat, wird meine Worte mehr als nachfühlen können. Und daß sich meine Aussagen albern lesen, ist dann doch eine recht subjektive Einschätzung, die eher darauf abzielt, sich nicht weiter mit anderen Ansichten auseinandersetzen zu wollen / müssen. Ansonsten auch gerne zurück zur "Hafencity" (alleine dieses Wort ist schon so Altbacken Möchtegern Stylish, daß man zur Deutung des Projekts nicht mal mehr Visualisierungen bräuchte).
Ji-Ja-Jot September 22nd, 2009, 02:30 PM Was hat denn der Name damit zu tun?
Dakir@DD October 20th, 2009, 08:33 PM Hafencity stößt auf Hochwasserschutz als Hindernis
Das Projekt der Stadtplanung für eine Hafencity nahe dem Neustädter Hafen stößt auf ein schwerwiegendes Hindernis. Das Gebiet zwischen Elbe und Leipziger Straße von der Marienbrücke flussabwärts wird prinzipiell als Überschwemmungsgebiet angesehen.
Das teilte Sandra Kundel der SZ als Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung auf Anfrage mit. Von daher sei nicht zu erwarten, dass das Projekt ohne Weiteres befürwortet werden könne. Allerdings lägen derzeit keine Anträge vor, um eine konkrete Aussage dazu treffen zu können.
Das Planungsamt verfolgt seit einiger Zeit die Idee, auf dem fünf Hektar großen Gelände ein attraktives Wohngebiet mit Blick auf den Fluss errichten zu lassen. Vor einiger Zeit wurden dort alte Lagerhallen abgerissen, um Abflusshindernisse bei Hochwasser der Elbe zu beseitigen.
Sächsische Zeitung vom 17. Oktober 2009
Bild/Planung
http://www.sz-online.de/bilder/2009_10/gr_2290152_131141112.jpg
Futuristisch wirken die Wohnhäuser der Hafencity im Entwurf des Büros Zanderarchitekten. Es schlägt alte Hafenstrukturen und viel Grün vor. Visualisierung: Zanderarchitekten
Dakir@DD October 20th, 2009, 08:33 PM Man könnte jetzt sagen:"Das war's für die Dresdner Hafencity" aber so schnell geb ich die Hoffnung nicht auf!
Wieso, ganz einfach: Nach der Jahrtausendflut 2002 wurden sehr schnell viele Gebiete als Hochwasserschutz-Gebiete ausgeschrieben und Jahre danach sind trotzdem Häuser dort gebaut wurden. Abwarten!
Dakir@DD November 11th, 2009, 10:22 PM Ortsbeirat Neustadt begrüßt Plan für eine Hafencity
Das Planungsamt hält das Hochwasserproblem bei dem Projekt für lösbar.
Der Ortsbeirat Neustadt hat sich mit großer Einmütigkeit für den Masterplan Neustädter Hafen ausgesprochen, der unter dem Namen Hafencity bekannt geworden ist. Dabei geht es um hochwertige Wohnbebauung nahe der Elbe und einen Schwerpunkt für Gewerbe in der nördlichen Zone.
Matthias Flörke vom Planungsamt machte bei der Präsentation darauf aufmerksam, dass es sich um einen langfristigen Strategieplan handele, nicht um ein kurzfristiges Projekt. Die Umsetzung sei in Stufen geplant und könne sich bis etwa zum Jahr 2050 hinziehen.
Zu mehrfach geäußerten Bedenken, dass das bis zur Bahnstrecke reichende Gelände teilweise im Überschwemmungsbereich der Elbe liege, sagte Flörke, das sei lösbar. So könnten die Häuser mit Durchflutungskellern ausgestattet werden. Außerdem könne etwas weiter elbabwärts zusätzlicher Retentionsraum angeboten werden. Für die Leipziger Straße sei sogar ein teilweiser Schutz vor Überflutungen wie im Jahr 2002 durch niedrige Mauern im Gespräch.
Flörke betonte, dass die Uferzone in jedem Fall für die Öffentlichkeit freigehalten werden solle. Für die erste Phase nannte er die Anlage von Grünzügen als Rahmen der weiteren Bebauung. Für das Projekt soll der Bebauungsplan zum alten Keramik-Gelände aufgehoben werden. Es steht heute im Ortsbeirat Pieschen auf der Tagesordnung.
Sächsische Zeitung vom 10. November 2009
Dakir@DD November 17th, 2009, 10:53 PM Ortsbeiräte fast geschlossen für Hafencity-Plan
Grünzüge sollen das Gerüst für die Entwicklung der Flächen zwischen Hafen und Bahn darstellen.
Der Masterplan für die Leipziger Vorstadt mit dem Gelände des Neustädter Hafens, der unter dem Stichwort „Hafencity“ bekannt wurde, ist von beiden zuständigen Ortsbeiräten Neustadt und Pieschen begrüßt worden. Lediglich in dem Pieschener Gremium gab es eine Gegenstimme.
Es handelt sich um einen nur teilweise spezifizierten Strategieplan, der eine langfristige Entwicklung in Schritten vorgeben soll. Matthias Flörke vom Planungsamt wies bei den Präsentationen darauf hin, dass die wesentlichen Grundeigentümer im Vorfeld der Planung bereits eingebunden waren.
Das Plangebiet liegt zwischen Elbe und dem Bahngelände. Nahe dem Fluss bis zur Leipziger Straße ist ein hochwertiges Wohngebiet vorgesehen, eben die genannte Hafencity. Weitere Flächen sollen entlang von Grünzügen entwickelt werden nach dem Motto „Park schafft Stadt“. Im nördlichen Teil zur Bahn hin sind auf lange Sicht Gewerbeflächen geplant.
Als weitere feste Größen nannte Flörke eine so genannte Kulturspange. Sie solle in der Folge des Alten Schlachthofs mit gewerblichen Kultureinrichtungen entwickelt werden. Für den alten Leipziger Bahnhof ist die Einrichtung des Verkehrsmuseums geplant. Der Freistaat habe eine entsprechende Absichtserklärung abgegeben. Einzelhandel im großen Maßstab sei nicht vorgesehen, um keine Konkurrenz für das Pieschener Zentrum zu schaffen.
Der Planer sprach sich im übrigen für den Erhalt und eine Neunutzung der alten Lagerbauten am Hafen aus. Sie stünden nicht unter Denkmalschutz, könnten dem Wohngebiet aber maritimes Flair verschaffen, sagte er.
Sächsische Zeitung vom 14. November 2009
Dakir@DD November 17th, 2009, 10:56 PM :applause:...na vielleicht wird es ja doch etwas! Wenn ein Projekt schon in der Planung so groß beschrieben wird, dann wird es meistens auch was. Lassen wir uns überraschen.
d.henney November 23rd, 2009, 09:30 PM http://www.geo-reisecommunity.de/bild/regular/58709/Altstadt-von-Bergen.jpg
So ähnlich würde mir ein Hafen in Dresden weit besser gefallen als dieses moderne Gewürge da oben...
Dresdentypische Bürgerbebauung recht nah am Becken, genügent Stege, damit nicht nur drei Bote da rein passen, gute Verbindung zum Grün der Elbe im Canalettobereich (Fahrradweg zB), etc. Wäre sicher ein fantastisches Stadtteilzentrum, attraktiv vür Gewerbe, von mir aus auch künstlerisches. Wenn ich mich nicht irre, steht in der Gegennd auch ein restaurierungsbedürftiges Schlösslein rum. Das könnte im selben Zuge mit Auftrieb bekommen. Es ist soviel machbar, aber sicher nicht mit dieser uneinladenden, modernen Bebauung. Ichh glaube nicht, Bergen würde mit so einer Hafenbebauung so viel Touris wie jetzt anlocken.
Leider pumpt man ja massig Geld in alte DDR-Paläste und so... :)
youngwoerth November 24th, 2009, 11:35 AM Dresdentypische Bürgerbebauung
Endlich kapiert es mal jemand. Bei dem, was da wieder globalisierungsmäßig ("Hafencity") geplant ist, bin ich eindeutig für einen Erhalt des Neustädter Hafens in seinem aktuellen Bestand (Stichwort "behutsame Sanierung").
Dakir@DD December 10th, 2009, 10:53 AM @ lingoworks
Wo bleiben die versprochenen Bilder von dir?
ps daki: fotos kommen noch
Dakir@DD January 6th, 2010, 11:10 AM Einkaufszentrum am Alten Leipziger Bahnhof gescheitert
Globus möchte einen neuen SB-Markt einrichten. Das Planungsamt sieht darin einen Widerspruch zum Zentrenkonzept der Stadt.
Das Stadtplanungsamt will keinen Bau eines Einkaufszentrums auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs an der Eisenbahnstraße zulassen. Eine solche Einrichtung würde die Innenstadtentwicklung sowie die Ortsteilzentren von Pieschen und der Äußeren Neustadt gefährden, erklärte Amtsleiter Andreas Wurff auf Anfrage der SZ. Sie stünde im Widerspruch zum Zentrenkonzept der Landeshauptstadt.
In das später als Güterbahnhof genutzte Areal soll einmal das Verkehrsmuseum einziehen, das heute am Neumarkt untergebracht ist. Diese Perspektive nannte Matthias Flörke vom Planungsamt bei der Vorstellung des Masterplans Leipziger Vorstadt in den Ortsbeiräten Neustadt und Pieschen.
Allerdings waren zu der Zeit bereits Wünsche der Handelskette Globus bekannt, an dem alten Bahngelände ein Einkaufszentrum zu errichten. Das Unternehmen hatte auch schon den Bau eines SB-Einkaufsmarkts neben seinem Baumarkt in Rähnitz erwogen.
Globus bleibt allerdings bei seinem Konzept, den Markt am alten Bahnhof zu errichten. Der für die Standortplanung zuständige Thomas Sieber sagte der SZ: „Wir verfolgen das Ziel grundsätzlich weiter. Gespräche mit der Stadt sind dazu noch zu führen. Voraussichtlich in der kommenden Woche werden wir versuchen, einen Termin dafür zu bekommen.“
Amtsleiter Wurff weiß, dass auch potenzielle Investoren die günstige Lage schätzen. Er legt für das Gebiet aber besonderen Wert auf Beachtung der „kulturhistorisch bedeutenden Denkmalsubstanz“. Es solle eine Mischung von kulturellen, gewerblichen, dienstleistenden und untergeordneten Handelseinrichtungen sowie Wohnnutzungen geben. Letztere läuft unter dem Stichwort Hafencity. Der Masterplan werde derzeit für den Stadtrat vorbereitet. „Eine Änderung der Planungsziele ist nicht vorgesehen“, betonte Wurff.
Sächsische Zeitung vom 06. Januar 2010
Bild
http://www.sz-online.de/bilder/2010_01/gr_2353947_1.jpg
Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs wird neu beplant. Hinter dem ausrangierten Zug steht die frühere Güterabfertigungshalle. Foto: Katja Frohberg
Dakir@DD January 6th, 2010, 11:11 AM Letztere läuft unter dem Stichwort Hafencity. Der Masterplan werde derzeit für den Stadtrat vorbereitet.
Das bedeutet also, dass das Thema "Hafencity" definitiv noch am Leben ist :)
d.henney January 6th, 2010, 07:39 PM Was ist denn gleich noch ein SB-Markt? Find ich übrigens scheiße die Idee.
Herrgott, die ganzen alten Bahngebäude schreien doch nach Loftumbau mit grüner Aussenanlage. Irgendwo auch nen Kindergarten rein. Die fehlen doch anscheinend. ;)
Dakir@DD January 7th, 2010, 02:44 AM Was ist denn gleich noch ein SB-Markt? Find ich übrigens scheiße die Idee.
Ganz Einfach...ein SelbstBedienungs-Markt :lol:
Herrgott, die ganzen alten Bahngebäude schreien doch nach Loftumbau mit grüner Aussenanlage. Irgendwo auch nen Kindergarten rein. Die fehlen doch anscheinend
Eine schöne Vorstellung, nur wer bezahlt das?
youngwoerth January 7th, 2010, 11:30 AM Irgendwo auch nen Kindergarten rein. Die fehlen doch anscheinend. ;)Bei Euch doch nicht? Was sollen denn da wir im Westen sagen?
Dakir@DD January 7th, 2010, 07:29 PM Bei Euch doch nicht? Was sollen denn da wir im Westen sagen?
Natürlich fehlen uns Kindergärten, wer was anderes behauptet, der kennt sich nicht aus. Ich sehe es doch familiär...da besteht das Problem!
youngwoerth January 7th, 2010, 07:45 PM Ach Dakir, my Schätzlä, sicher kenne ich mich aus (solltest Du eigentlich langsam wissen ;) ). In Anbetracht der diesbezüglichen Problematik in Westdeutschland kann ich über Eure Lage aber nur lächeln.
Dakir@DD January 8th, 2010, 12:10 AM Ach Dakir, my Schätzlä
Das ich das noch erleben darf :)!
sicher kenne ich mich aus (solltest Du eigentlich langsam wissen
Weiß ich doch, dass du dich über Dresden besser auskennst wie viele Dresdner selbst!
In Anbetracht der diesbezüglichen Problematik in Westdeutschland kann ich über Eure Lage aber nur lächeln.
Aber auch in Dresden (Babyboom) ist ein Mangel an solchen Plätzen.
Egal jetzt, zurück zum Thema Hafencity :)
d.henney January 8th, 2010, 03:42 PM Bei Euch doch nicht? Was sollen denn da wir im Westen sagen?Dann zieht doch rüber. ;P
Mal ehrlich: Verloftung (gibts dieses Wort schon) passt doch. Passiert doch in Leipzig auch und da sehen viele alte Anlagen jetzt fantastisch aus!
youngwoerth January 8th, 2010, 06:37 PM Dann zieht doch rüber. ;)Hab keine Kinder und der Rest ist hier besser. :lol: Keine Angst, ich mag Dresden.
Dakir@DD January 8th, 2010, 08:58 PM Mal ehrlich: Verloftung (gibts dieses Wort schon) passt doch. Passiert doch in Leipzig auch und da sehen viele alte Anlagen jetzt fantastisch aus!
Keine Ahnung, ob es dieses Wort gibt :nuts:! Aber die Idee an sich ist super, in den alten Gebäuden und Hallen schöne Lofts reinbauen...wer sich's dann leisten kann!
d.henney January 12th, 2010, 02:35 AM Muss ja garnicht mal so teuer sein. In Leipzig gehts doch auch. Wenn es erstmal so ein Angebot gibt und die Nachfrage durch Plattenbauabriss etwas erhöht wird (Nachfrage nach sexy Wohnraum ist doch eh gefragt, die Neustadt platzt doch und die Leipziger ist ja nicht so weit weg), werden erstens zwei Schandflecken der Stadt auf einmal ausradiert und zweitens verschafft man sich eine bessere Verdichtung in der Breite (die ja Dresden nunmal locker hat) und nicht in der Höhe. Drittens gäbe es wohl noch mehr Passantenströme um den Neustädter Bahnhof, was der Geschäftigkeit dort und der nicht allzu fernen Inneren Neustadt nicht Schaden kann. Sehe da kaum Nachteile, ausser vlt für die Umzügler. Aber die sollen sich mal nicht so haben.
Dakir@DD January 12th, 2010, 10:41 AM Ich seh das ja genauso...das Gebiet ist eigentlich hervorragend für das Projekt.
Sehe da kaum Nachteile, ausser vlt für die Umzügler. Aber die sollen sich mal nicht so haben.
Dort wohnt doch, außer die paar Leute in den Gründerzeit-Häusern kein Schwein...eventuell die paar Künstler, und die können doch danach wieder zurück kommen.
Dakir@DD February 2nd, 2010, 11:38 AM Was wird aus Dresdens Hafen?
Bau-Bürgermeister Jörn Marx (CDU) will den Weg für das neue Vorzeige-Viertel freimachen
Liebe Stadträte im Rathaus, morgen ist im Bauausschuss ein wichtiger Tag! Denn da können Sie den Weg freimachen für DAS wahrscheinlich wichtigste Dresdner Zukunfts-Projekt: das neue Hafenviertel.
Endlich geht es los! Im Baudezernat ist die dafür notwendige Vorlage fertig geschrieben. Sie trägt den etwas umständlichen Namen „Masterplan Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen, Dresdens neue Adresse am Wasser“.
Baubürgermeister Jörn Marx (50, CDU) hat für das Areal eine Vision, einen Mix aus „Freizeit, nicht störendem Gewerbe und Wohnen“.
Wie BILD erfuhr, sucht der Hafen derweil schon unter Hochdruck Investoren für das rund 30 000 qm große Gelände zwischen Hafenbecken und Leipziger Straße. Detlef Bütow (62), Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe: „Wir verhandeln mit sechs ernsthaften Kaufinteressenten. Bis Mai fällt die Entscheidung.“
PS: Liebe Stadträte, machen Sie es nur nicht wie Ihre Leipziger Kollegen. Dort dümpelt das Projekt „Stadthafen“ im Zentrum am Elstermühlgraben seit der Planung 2004 vor sich hin. Der Grund: hohe Kosten, aber immer noch keine Investoren.
Bild vom 01. Februar 2010
Bilder
http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/fotos/aktuell/2010/02/02/hafencity/hafen-ufer-14816230-quer,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg
Dresdens neues Hafenviertel: Rund 30 000 qm soll das Gelände zwischen Hafenbecken und Leipziger Straße umfassen
http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/fotos/aktuell/2010/02/02/hafencity/hafen-skizze-14817306-quer,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg
Blick von oben auf die Hafencity: viel Platz für Wohnen, Büros und Freizeit
youngwoerth February 2nd, 2010, 03:58 PM Da:
http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/fotos/aktuell/2010/02/02/hafencity/hafen-ufer-14816230-quer,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg
kann ich blendend drauf verzichten.
Belotto33 February 2nd, 2010, 04:08 PM Also ich muss schon sagen, auch wenn dies nur Konzeptzeichnungen sind, da wird mir Angst und Bange um das Areal. Von "Freizeit- und Ferien-Feeling" ist da ja wohl nix zu spüren. Nur um die Aussicht auf die Elbe zu haben, möchte ich nicht in einem solchen Bunker wohnen...
Es ist leider immer wieder dasselbe...:ohno:
Dabei gibt´s doch auch positive Beispiele, Neubauten in Kühlungsbornhttp://img197.imageshack.us/img197/3976/kuehlungsborn0002.jpg (http://img197.imageshack.us/i/kuehlungsborn0002.jpg/)
oder Swinemünde (Swinoujscie)
http://img121.imageshack.us/img121/1428/swinemuendestrandpromen.jpg (http://img121.imageshack.us/i/swinemuendestrandpromen.jpg/)
Muss ja nicht gleich Bäderarchitektur sein...
Stefanius February 2nd, 2010, 05:10 PM Da:
http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/fotos/aktuell/2010/02/02/hafencity/hafen-ufer-14816230-quer,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg
kann ich blendend drauf verzichten.
bestimmt darf Florana alles bebauen:nuts:
youngwoerth February 2nd, 2010, 05:16 PM Muss ja nicht gleich Bäderarchitektur sein...
Wie wär's denn ganz einfach mit regionaltypischer Architektur? In meinen Augen naheliegend. Aber wenn man sich in einer anderen (globalisierten) Welt bewegt, fallen einem wahrscheinlich irgendwann nur noch Hamburger Hafencity Bunker ein (dort immerhin tlw. in Backstein gekleidet). Die Aura des Neustädter Hafens, die mich mit verbundenen Augen spüren lässt, in Dresden zu sein, scheint kaum jemanden zu interessieren (bzw. zu berühren). Ähnlich lief es ja am Waldschlösschen, wobei dort immerhin die Hälfte der Bürger ihren Mund aufgemacht hat. Vielleicht kommt ja noch was...
Dakir@DD February 2nd, 2010, 05:27 PM Jungs, ruhig Blut...das sind Bilder von der Bild Zeitung, mehr aber auch nicht. Wenn an diesen Bildern eventuell was wahres dran sein sollte, dann sind es die Grundrisse. Wie die Gebäude mal aussehen sollen, dass weiß sicherlich noch niemand. Ist doch alles erst in Planung. Um ehrlich zu sein, die Bilder gefallen nicht wirklich, aber wir werden sehen.
Aber ich als Freund dieses Projektes freue mich, dass es mal wieder ein Lebenszeichen gab :okay:
@ youngi
Du kannst das Areal am Waldschlösschen und Johannstadt nicht mit dem Neustädter Hafen vergleichen. Am Neustädter Hafen stehen bereits Gebäude und Industrieanlagen. Es soll halt zum Leben aufgewertet und die Industriebrachen abgerissen oder intigriert werden.
youngwoerth February 3rd, 2010, 12:38 PM Du kannst das Areal am Waldschlösschen und Johannstadt nicht mit dem Neustädter Hafen vergleichen.Natürlich nur bezüglich des Systems. Die städtebauliche Situation ist nicht zu vergleichen, aber das Prinzip: Die Identität Dresdens wird vergessen und verleugnet.
Dakir@DD February 3rd, 2010, 12:47 PM Ich sehe das so, am Waldschlösschen zerstört die Brücke die Landschaft (ich muss nicht erwähnen, dass dort schon seit 100 Jahren eine Brücke hin sollte)! Also nicht streiten, dass Thema ist durch.
Am Neustädter Hafen kann man nichts mehr versauen. Der Hafen war immer schon geprägt von Industrie (Dreck). Seit vielen Jahren passiert dort nichts mehr und alles verfällt. Bis auf die paar Künstler, die dort leben. Man kann das Gebiet damit aufwerten, weil die Infrastruktur nicht verändert wird, es werden nur paar Häuser dazu gebaut. Dort stand nie was historisches, also wieso nicht paar moderne Gebäude für etwas reichere? Und wenn man vom Königsufer ausschau hält, sieht man es ja nicht einmal. Der Altstadt-Blick wird dadurch nicht zerstört.
youngwoerth February 3rd, 2010, 08:28 PM Am Neustädter Hafen kann man nichts mehr versauen.Das sehe ich eben ganz anders. Ich mag den Neustädter Hafen mit seiner typisch dresdnerischen Aura. Nicht alles muß totsaniert werden. Es soll auch behutsam gehen.
Elbtaler February 4th, 2010, 08:18 AM Das sehe ich eben ganz anders. Ich mag den Neustädter Hafen mit seiner typisch dresdnerischen Aura. Nicht alles muß totsaniert werden. Es soll auch behutsam gehen.
Naja, typisch dresdnerisch...
Sagen wir mal so:
Es ist keine Ecke, wo man eine Ansichtskarte davon machen und "Dresden grüßt seine Gäste" drüberschreiben würde.
Es ist vielmehr ein Soziotop unter dem Motto: "Neustadt-Kultur meets Elberadweg" und wenn man den Dingen die nötige Freiheit ließe, statt es mit einem Großinvestoren-Generalplan zu überformen, entstünde auch auf natürliche Weise mit der Zeit ein lebenswerte, interessante Ecke.
Allerdings ist anzunehmen, daß sich der Großteil der Grundstücke bereits in den Händen von Leuten befindet, die daran kein Interesse haben, sondern den Kommerz-Schickimicki-Plan aus der Investoren-Retorte vorziehen.
youngwoerth February 4th, 2010, 12:49 PM Nicht "typisch dresdnerisch", sondern "typisch dresdnerische Aura". Wenn ich am Neustädter Hafen stehe, erkenne ich sofort, daß ich mich nicht in Stuttgart oder Hannover befinde. Das wird nach der erzwungenen Gleichschaltung nicht mehr der Fall sein.
Dresden90 February 4th, 2010, 02:35 PM JUHU!
Heute stand in der SZ, dass die Hafencity wohl gebaut werden könnte! : )
Aber den Artikell wird uns Dakir ja bestimmt noch posten!?! ; )
Also ich weis ja, dass hier viele im Forum dagegen sind, aber ich finde die HC ist eine prima Idee!
Das Gebiet ist einfach mal völlig ausgestorben. Da ist kein Leben drinn! Und wir reden ja hier nich von einem rießen Projekt wie in Hamburg!!! Aber ich fänd es einfach super, wenn das Gebiet neu belebt würde! Ich fand die Hafencity in Hamburg einfach nur GEIL! Ein unglaubliches Feeling und ich fand auch die Architektur (zum großen Teil) TOP!
In Dresden gibt es keinen Stadtteil, der richtig mit der Elbe verbunden ist. Also: ich meine damit, dass fast überall zw. Elbe und den Häusern eine sehr große Wiese ist, bzw. die Gebäude am Hang stehen! Aber wirklich vor die Tür gehen und "Tata" da ist die Elbe, gibt es, soweit ich weis, nicht (max. in kleinen Mengen!).
Zu den Künstlern die dort leben:
Wenn man jedesmal, wenn man etwas bauen will, versuchen würde es ALLEN recht zu machen, dann könnte man nie bauen! Schon garnicht in Dresden!!!
Es wird immer 2-3 Verlierer geben, aber das ist es wert!
Cooles Projekt!
: )
d.henney February 4th, 2010, 07:15 PM Bitte kein modernes Zeug. Die Konzeptbilder zeigen alle irgendwälche Kästen, wahrscheinlich mit viel Glas.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/18/44SFT_Landhaus_Uferbau.jpg
Sowas in etwa und lecker wäre es!
youngwoerth February 4th, 2010, 07:46 PM Es wird immer 2-3 Verlierer geben, aber das ist es wert!Der wahre Verlierer ist die Stadt Dresden. Und das ist es nicht wert.
Elbflorenz February 7th, 2010, 06:13 PM Eine Bebauung im Areal des Neustädter Hafen ist eine riesige Chance für die Stadt ihr Profil "vom Barock bis in die Moderne" zu untermauern!!
Hochwertige moderne Wohnlagen in unmittelbarer Nähe zum Zentrum zu schaffen, mit unmittelbarem Blick aufs Wasser, darum würde sich manch andere Landeshauptstadt in Deutschland reißen!!
Dakir@DD February 7th, 2010, 06:23 PM Der wahre Verlierer ist die Stadt Dresden. Und das ist es nicht wert.
Lieber youngi, ich weiß das wir in vielen Hinsichten die gleiche Meinung haben, siehe Neumarkt...siehe Neustädter Markt...siehe Florana Projekte...und so weiter, aber hier kann ich dich nicht verstehen?
Dresden braucht sein Barock, dass ist richtig. Und wenn ich Steinreich wäre, würde ich die ganze Altstadt und den Neustädter Markt wieder aufbauen lassen.
Aber am Neustädter Hafen, wo nie mehr stand als Industriebauten, kann man sich doch als Stadt auch weiterentwickeln, oder? Dort werden keine so modernen und hohen Gebäude wie in Duisburg oder Hamburg gebaut, sondern Wohnanlagen, Geschäfte, Museen und Parkanlagen. Was ist daran verkehrt? Das ganze Gebiet an der Leipziger Straße verrottet vor sich hin und das ist eine einmalige Chance, dass ganze Gebiet aufzuwerten.
Dakir@DD February 7th, 2010, 06:28 PM Hafencity an der Leipziger Straße kann gebaut werden
Das Gebiet des Neustädter Hafens könnte in ein paar Jahren eine der besten Adressen in Dresden werden. Die Mitglieder des Bauausschusses haben gestern einstimmig die Voraussetzungen dafür geschaffen und einen sogenannten Masterplan beschlossen. Er gilt für das Areal zu beiden Seiten der Leipziger Straße bis etwa Höhe Puschkinplatz. Mit ihm sollen die innenstadtnahen Flächen entwickelt werden.
Der Plan sieht neben Wohn- und Geschäfthäusern in der Hafencity auch Radwege, Parkanlagen und Kultureinrichtungen vor. Das Gebiet um den Alten Schlachthof könnte zu einer „Kulturspange“ werden. Der Alte Leipziger Bahnhof ist als Standort für das Verkehrsmuseum im Gespräch. Er könnte aber auch von innovativen Firmen genutzt werden. Auf Anregung der SPD beschlossen die Stadträte ökologisches Bauen und kleinteilige Nutzungen. Die Stadträte beschlossen zudem das Aufstellen eines Bebauungsplanes.
Sächsische Zeitung vom 04. Februar 2010
Bild
http://www.sz-online.de/bilder/2010_02/gr_2379567_2.jpg
So sieht der Entwurf des Büros Machleidt + Partner für die Gestaltung der Leipziger Vorstadt aus. Auf dieser Grundlage wurde ein Masterplan beschlossen. 1 Puschkinplatz, 2 Alter Schlachthof, 3 Neustädter Bahnhof, 4 Arzneimittelwerk Visualisierungen: Machleidt + Partner, Zanderarchitekten
Dakir@DD February 7th, 2010, 06:29 PM Ach genau, und was ich auch toll finde, ist das man die Bürger seit Anfang an darüber berichtet hat. Was ja leider selten ist in Dresden.
@ youngi
Gute Besserung!
youngwoerth February 7th, 2010, 08:54 PM Danke Dir, geht schon wieder!
Ich verstehe Deinen Ansatz, aber m.E. greift er nicht tief genug. Ich bin traurig um jedes Stück Dresden, das sich in einen Allerweltsort entwickelt. Lieber vermodert, aber eindeutig Dresden - als geleckt und eindeutig regionalfremder Egotrip. Wie gesagt, auf genau diese Art hat man unsere westdeutschen Städte austauschbar gemacht. Ich bin das leid...
Dakir@DD February 7th, 2010, 09:00 PM Natürlich kann ich dich verstehen, weil es so ja auch ist. Aber man hat doch in den Städten der alten Bundesländer häßliche Häuser auf historischen Boden gebaut. Ohne Verluste wurde gebaut und gebaut.
Natürlich hast du recht, dass moderne Architektur austauschbar ist. Aber es gibt auch moderne Architektur, wie der Hamburger Hafencity oder Berliner Potsdamer Platz. Es geht ja auch heutzutage. Und ich steh dem Projekt halt erst einmal offen gegenüber. Weil mir auch das moderne Gebiet hinterm Waldschlösschen-Brauhaus super gefällt.
youngwoerth February 7th, 2010, 09:49 PM Weil mir auch das moderne Gebiet hinterm Waldschlösschen-Brauhaus super gefällt.Das finde ich auch in Ordnung. Es zerstört zumindest die Aura der umgebenden Radeberger Vorstadt nicht. Wie übrigens viele Projekte außerhalb der Innenstadt - so greift man z.Bsp. bei Neubauten in Striesen fast immer das Würfelhauskonzept auf und meidet den Kontrast.
Dakir@DD February 7th, 2010, 09:53 PM Das finde ich auch in Ordnung. Es zerstört zumindest die Aura der umgebenden Radeberger Vorstadt nicht.
Siehst du, es gibt ja auch Projekte, die gefallen können :okay:
Wie übrigens viele Projekte außerhalb der Innenstadt - so greift man z.Bsp. bei Neubauten in Striesen fast immer das Würfelhauskonzept auf und meidet den Kontrast.
Das stimmt leider. Aber das ist nicht nur in Striesen so, sondern fast überall!
Dakir@DD April 15th, 2010, 09:26 AM Ich stelle mal ein paar Visualisierungen von http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/dresden_neustadthafen.html rein, damit das Thema nicht ganz in Vergessenheit gerät.
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_3d_1.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_3d_1.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_luftbild.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_luftbild.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_3d_2.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_3d_2.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_plan.jpg
http://minnemedia.com/dynamikhauptstadt/images/dd_neustaedter_hafen_plan.jpg
erbse April 15th, 2010, 10:08 AM Du heiliger Bimbam... Das ist ja noch grobschlächtiger, uninspirierter und klotziger als das Vorbild, die Hamburger HafenCity. :no:
Nein danke. Das Thema darf von mir aus gern in Vergessenheit geraten, vorallem bei den Investoren.
Dakir@DD April 15th, 2010, 10:42 AM Ehrlich gesagt erbse, kann ich dir da leider absolut nicht zustimmen. Mir gefällt das Projekt und das sind ja nur erste Planungen. In einem Gebiet, was komplett vergammelt und verrottet ist, ist das wirklich was geniales. Dort stand erstens nie etwas historisches, also darf man gerne modern bauen und zweitens, wertet das wirklich das ganze Gebiet "Leipziger Straße" auf.
Bevor wir uns alle hierzu eine Meinung bilden können, müssen wir wohl die genaueren Planungen abwarten.
Aber du sagtest etwas von Investoren, weisst du den schon in der Hinsicht was genaueres, wer dort bauen möchte?
d.henney April 18th, 2010, 04:55 PM Ich will einen historisierende Hafenfront sehen mit ebenso einer Promenade. Alles andere empfinde ich als Gift. Im "Hinterland" die schön alten Fabrikgebäude "verloften" oder so und wunderbarst wird diese Ecke aussehen! Das moderne Zeugs darf an die Brücke und in Katzensprungnähe zur Innenstadt einfach nicht realisiert werden.
Dakir@DD April 18th, 2010, 09:15 PM Ich will einen historisierende Hafenfront sehen mit ebenso einer Promenade.
Welche meinst du? Dresden ist keine typische Hafenstadt, wir haben hier eher kleine Becken, mehr aber auch nicht. Und eine historische Hafenfront hatte Dresden nie, dass was am Neustädter Hafenbecken steht, bleibt auch so. Und Industriebauten hast du eher wenig in der Gegend. Ist doch fast alles trostlos. Oder willst du in einer Holzbaracke Loft's reinbauen?
d.henney April 19th, 2010, 08:35 PM Egal wie klein, es ist ein Hafenbecken. Und was am Hafenbecken entstehen soll, soll bitte Historismus sein, der zu Drsden passt. DAS würde die "Flanierbarkeit" deutlich erhöhen, das Japanische Palais ist ja gleich nebenan. Vlt ein kleines Stadtteilzentrum da hin bauen, die Porzellansammlung und richtig attraktiv wärs! Auch für die, die ein Boot haben. ;D
Ich kann jetzt nicht genau sagen, welche Art von Gewerbebaracken da stehen, aber – siehe Leipzig – aus solchen alten Sachen kannste IMMER was geileres entwerfen als diese modernen Quaderdinger da oben in den Visus. Ich arbeite in eeiner Strasse, da ist eine Strassenseite so kastenmodern und die andere hat vereinzelte, frisch geputzte Kriegsüberbleibselfassaden (zugegeben zwischen 60er oder so Schnellschnellmüll). Rate mal, was da am besten aussieht. ;)
Dakir@DD April 19th, 2010, 10:17 PM Ich denke, dass du hier gewaltig übertreibst. Dort in der Gegend gibt es absolut nichts, was man historisch nachbauen sollte. Die Baracken die am Hafenbecken stehen, werde alle saniert und ins Viertel eingebracht.
Wenn man dort jetzt sinnlos historische, nie vorhandene Fassaden hinbaut, dann sage auch ich ganz klar DIESNEY dazu! Sorry, aber es muss auch Ecken geben, wo man mal modern bauen kann und darf. Und dort in der Leipziger Vorstadt stand nie etwas vernünftiges, außer Baracken.
ramonika July 1st, 2010, 10:11 AM Ich bin durch Zufall erst heute auf dieses Forum gestoßen im Netz.
Und ich habe mir gespannt alle Beiträge durchgelesen. Dazu möchte ich an erster Stelle erstmal sagen, ich komme aus Dresden, studiere Architektur, spezialisiert auf Stadtplanung und ich habe mich letzten Winter intensiv mit genau diesem Thema beschäftigt. Ich möchte hier nicht darstellen, ob es ein gutes Projekt oder nicht ist... Ob es passt, oder nicht... das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich möchte loswerden, dass Stadtplanung ein ganz eigenes Kapitel ist. Und die groben Klötze - wie sie hier teilweise bezeichnet werden - zu einem Stadtplanungskonzept als Platzhalter dazu gehören. Denn wir Stadtplaner sind nicht für die Fassadenarchitektur und Schönheitskubatur verantwortlich. Das macht die Ausführungsplanung. Bei o. g. Projekt geht es um Entwürfe und die Einbindung eines solchen Mischgebietes in das gesamte Stadtbild. Wie dann die Häuser genau aussehen, das entscheidet der Investor oder Eigentümer, der dann sein Haus oder Gebäude errichten lässt.
Den Masterplan haben übrigens nicht ZanderArchitekten erstellt, sondern die Berliner Machleidt & Partner
http://www.minnemedia.de/dynamikhauptstadt/exporeal_pressebilder.html
bevor ich noch eine andere Möglichkeit vorstelle - also ein Stimmungsbild vom Neustädter Hafen euch vorstelle - mach ich vorerst für heut Schluss hier... Bilder folgen bald. Vielleicht erhaltet ihr noch ein anderes Bild von den Plänen in Dresden am Neustädter Hafen.
Max_DD July 3rd, 2010, 03:08 PM @ramonika:
Genau das ist eben das Problem... Die Stadt gibt Baugebiete frei, und den Rest soll dann der "Investor" entscheiden.
Frei nach seinen Interessen und seinem finanziellem Spielraum.
Ohne Vorgaben für die Gestaltung geht so etwas aber nicht, oder jede Stadt sieht bald wie ein zusammengewürfelter Lego-Haufen aus.
Für jedes Baugebiet muss es Bebauungspläne geben, wie dies für jede EFH-Haus Siedlung Gang und Gäbe ist.
Nur wenn die Grundstücken der Stadt Millionen bringen, darf der "Investor" (der auch nur an seinen gefüllten Geldbeutel denkt) tun und lassen was er will.
So funktioniert das eben nicht, um eine harmonisches und auch zweckmäßiges Stadtbild zu erreichen.
Und das Vertrauen in "moderne" Architektur habe ich, und ich denke viele andere auch, schon längst verloren.
Weil es eben nicht um Schönheit, sondern nur um Zweckmäßigkeit und Rendite geht. Und eben das soll uns dann als die "Moderne" verkauft werden...
Danke...
freundliche Grüße
d.henney July 4th, 2010, 12:52 AM Meist sind die Dimensionen dieser Platzhalter trotzdem unerträglich für manche Gegenden. Bestes Beispiel momentan ist das geplante Hotel Postplatz. Das Ding sieht nicht anders aus als der Schürmannplatzhalter und da hat man damals schon gesehen, dass sowas garnicht passt, höchstens diesen "Bruch" bringt. Wozu bitte? Wozu also diese ungeheurlichen Platzhalter? Oben in den Visus sehen viele Bauten unglaublich mies aus und haben so garnichts mit STadtgefüge zu tun, sind einfach dahingeschnitzte Grundformen, die der Investor meist auch in die Richtung hin umsetzt oder entwerfen lässt, weil die Stadt vorher sagt "Jaja, macht mal so." Beim Hafen besteht die Gefahr. Die Ecke wird fürchterlich aussehen, wie eben schlechtes Hamburg oder Medienhafen Düsseldorf. Abends ist um diese Monströsen Bauten totste Hose, weil alle zu Hause sind in ihren Stadthäusern. Sowas muss da hin, wild durchbenutzt und am Hafen irgendwas, was zum einen zum verweilen einlädt und die Neustadt mit dem STadtteil die Elbe hinab verbindet. Solche Schlachtmauern und Glaskästen sind da Gift für! Mir egal, ob es dann wie Disneyland aussehen würde, aber historisierend würde viel besser passen, denn das ist nunmal die Seele von Dresdens Innenstadt. Das Disneylandargument versteh ich eh nicht. Warum darf man beim Bauen nicht auch auf alte Architekturstile zurückgreifen, die obendrein noch wunderbar in dieses Stadtbild passen?
Cowboy10 July 4th, 2010, 01:02 PM ...aber historisierend würde viel besser passen, denn das ist nunmal die Seele von Dresdens Innenstadt.
Das ist sicher kein Argument für eine historisierende Neubebauung, denn zur Seele von Dresdens Innenstadt gehört auch das hier (http://www.umziehen-wohnungsvermietung.de/images/Pirnaischer%20Platz.jpg), das hier (http://www.das-neue-dresden.de/images/2006/Prager-Strasse1980.jpg), das hier (http://www.sxenon.de/bilder_work_gross/kugel3.jpg) und das hier (http://www.tourdresden.de/wp-content/uploads/2008/06/ece06.jpg). What's your problem? Eine Umsetzung der Platzhalter würde das Dresdner Stadtbild doch auf wundervolle Weise ergänzen.
Neustaedter July 4th, 2010, 10:05 PM Die Dresdner Hafencity wird sicher viel schöner als die Hamburger Hafencity oder gar der DüsselDORFER Medienhafen werden.
Da bin ich mir ganz sicher, denn wir haben ja unsere Barockstadt (http://www.*****************/pc/pc/mypics/1070675/display/15586099) auch wieder aufgebaut.:banana:
http://i247.photobucket.com/albums/gg151/Reikianer/2010DD/2010DresdnerBarock/15586099.jpg
Foto: Reiner Büdenbender
erbse July 6th, 2010, 09:07 PM ^ :D
Ich bleib dabei. Lieber dort eine Brache als so ein unsägliches Kistenquartier.
Kisten hat Dresden genug, seine Aura wird durch die freien Flächen im Wechselspiel mit den historischen Bauten bestimmt. Am besten man lässt auch all die Plattenbauten in der Innenstadt noch ein Weilchen stehen, denn was nachfolgt, wird nicht besser.
Wir müssen wohl auf eine architektonisch reifere und vorallem ergiebigere Zeit warten. :|
Schade, dass die Postmoderne bereits vorüber ist. Auch wenn ich eine leichte Reaktivierung allerorten spüre, hoffentlich verstärkt sich dieser Trend. So wie man in den 90ern in der Neustadt baute, kann man in der HafenCity gern auch bauen.
d.henney July 8th, 2010, 11:11 PM Pah, diese Platten sind doch nicht die Seele Dresdens, sondern die der DDR und obendrein Schnellschussprojekte, damit all die jungen Arbeitsspunde auch von Mami und Papi zuhause billig ausziehen konnten. Genau diese, all diese Plattenbauten würde ich kompromisslos wegreissen lassen, noch in diesem Jahr. An deren Stelle im Tal Rekos oder Historisierendes (auch am Hafenbecken) und an den Hanglagen (auch überwiegend historisierende) Stadvillen für mehrere Familien und viel Grün drumrum. Fertig geile Stadt!
Aber lustige Perspektive da oben. *g
Dakir@DD October 26th, 2010, 10:44 AM Verein will Stimme bei Hafencity-Bau
Der Verein Freiraum Elbtal möchte stärker in die Planungen für eine Hafencity in Pieschen eingebunden werden. Die Stadt möchte das Gebiet zwischen Elbe und Bahngelände zu einem hochwertigen Wohngebiet entwickeln. Geplant ist zudem eine sogenannte Kulturspange. Für den alten Leipziger Bahnhof ist unter anderem die Einrichtung eines Verkehrsmuseums vorgesehen. Die Umsetzung ist in Stufen geplant und soll sich bis 2050 hinziehen.
Der Verein Freiraum Elbtal ist ein Zusammenschluss mehrerer Künstler und Handwerker, die sich am Pieschener Elbestück niedergelassen haben. Bei einer Informationsveranstaltung wollen sie nun über alternative Pläne zur Entwicklung des Geländes informieren. Beginn ist 18 Uhr in der Leipziger Straße 33.
Sächsische Zeitung vom 22. Oktober 2010
Dakir@DD October 26th, 2010, 10:56 AM Pieschener kämpfen gegen Hafencity
Künstler und Handwerker sprechen sich gegen Luxuswohnungen am Elbufer aus. Ihr Quartier soll erhalten werden.
Alternative Künstlersiedlung gegen Luxuswohnungen: Pieschener, die sich auf einem ehemaligen Industriegelände südlich der Leipziger Straße angesiedelt haben, wehren sich gegen den geplanten Bau eines modernen Wohn- und Kulturviertels, der Hafencity. „Wir haben die Befürchtung, dass wir wegsaniert werden“, sagt Paul Hackenberg, einer der Aktivisten.
Zurzeit wird die rund 12000 Quadratmeter große Fläche in der Nähe des Alexander-Puschkin-Platzes von 39 Siedlern genutzt. Sie haben 2004 begonnen, das unwegbare Gelände mit mehreren verfallenen Industriegebäuden Stück für Stück zu sanieren. Eine große Werkhalle wurde in den vergangenen Monaten zu einem Veranstaltungsraum umgebaut. In zuvor vermüllten Lagerhallen entstanden Fahrrad-, Holz- und Glasbläserwerkstätten. Unter den Aktivisten sind Künstler, Handwerker, Hartz-IV-Empfänger, Rentner und kleine Kinder. „Mittlerweile ist hier eine richtige Sozialstruktur gewachsen“, sagt Hackenberg, der seit einem Jahr in der kleinen Siedlung arbeitet.
Nach den Vorstellungen des 26-Jährigen sollen die Siedler von der Stadtverwaltung in die weiteren Planungen für eine moderne Hafencity eingebunden werden. Sie wollen langfristig eine alternative Künstler- oder Werkstatt-Siedlung einrichten.
Das würde den jetzigen Plänen der Stadt entgegenstehen. Das Hafencity-Konzept sieht bislang eine hochwertige Wohnbebauung nahe der Elbe vor. Zudem will das Stadtplanungsamt eine sogenannte Kulturspange errichten. Unter anderem ist für den alten Leipziger Bahnhof die Einrichtung des Verkehrsmuseums geplant. Einzelhandel im großen Stile sei nicht vorgesehen, um keine Konkurrenz für das Pieschener Zentrum zu schaffen, heißt es. Das Hafencity-Konzept hat bislang den Charakter eines Strategiepapiers. Die Umsetzung ist nach den Plänen der Stadt in Stufen geplant und kann sich bis 2050 hinziehen.
Die jetzigen Hafencity-Siedler sind sich dessen bewusst. „Wir wollen gehört werden, bevor der Entscheidungsprozess begonnen hat“, sagt Hackenberg. Deshalb wollen sie sich mit ihrem Verein „Freiraum Elbtal“ künftig stärker in der Öffentlichkeit zeigen, mit politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch kommen. „Viele wissen gar nicht, dass es hier so etwas gibt“, sagt Hackenberg.
Kurzfristig fordern die Siedler größere Planungssicherheit. Der derzeit gültige Pachtvertrag mit den Grundstückseigentümern ist jederzeit kündbar. Im Falle des Falles müssten sie das Gelände innerhalb von drei Monaten verlassen. Die Siedler würden aber gern noch mehr Gebäude auf dem Gelände sanieren. „Ohne Sicherheiten ist das jedoch schwierig“, sagt Hackenberg.
Sächsische Zeitung vom 23. Oktober 2010
Bilder
http://www.sz-online.de/bilder/2010_10/gr_2594408_2.jpg
So soll die Pieschener Hafencity nach einem Entwurf der DresdenBau und Projektierungsgesellschaft aussehen. Visualisierung: archlab
http://www.sz-online.de/bilder/2010_10/gr_2594408_989691924.jpg
Das Hafencity-Konzept sieht bislang eine hochwertige Wohnbebauung nahe der Elbe vor. Visualisierung: archlab
erbse October 26th, 2010, 01:23 PM Der Verein Freiraum Elbtal möchte stärker in die Planungen für eine Hafencity in Pieschen eingebunden werden.
Sowas gibt es in Dresden? Wo war denn der Verein, als auf dem Waldschlösschenareal Tatsachen der Verunstaltung dieses Freiraumes geschaffen wurden?
Dakir@DD October 26th, 2010, 01:30 PM @ erbse
Was hast du gegen das Waldschlösschenareal? Ich finde es gar nicht mal so schlecht.
Aber gute Frage die du da stellst...wo waren Sie?
d.henney October 27th, 2010, 07:29 PM Gott sieht die moderne Hafencity scheisse aus! Warum nicht so:
http://www.geo-reisecommunity.de/bild/gallery/298770/Die-Hafenpromenade-von-Honfleur-2.jpg
oder so:
http://www.scotland.de/wScot/Bilder_Landschaft/0_Argyll/Oban_Hafenpromenade.jpg
oder so:
http://img.******************/Bayern/Lindau-Bayer-Bodensee/Lindau-Blick-auf-die-Hafenpromenade-a19261536.jpg
oder weltkulturerbemässig
http://www.schloten.de/norwegen/bilder/Bergen3_02-08-13.jpg
Im letzteren gibts sogar auch einige Ateliers und voll ists dort auch immer. Die neu geplanten Plattenbauten in Dresden werden so ode sein wie Gorbitz. Kein Mensch will das an der Elbe sehen.
Dakir@DD October 27th, 2010, 07:51 PM Problem ist nur, dass dort nie so etwas stand. Wieso an Orten "Historisch" bauen, wenn dort außer Eisenbahn und Brachen nix weiteres war. Das ist dann für mich Disney. Dresden darf nicht den fehler machen, überall gleich auszusehen. In dieser Hinsicht sind für mich "moderne / postmoderne" Akzente wünschenswert.
d.henney October 27th, 2010, 11:14 PM Ich hab ja nichts gegen moderne. Aber diese fetten Riegel mit Flachdach könnens eigentlich nicht sein. Dresdens Zentrum ist numal historisch und so solls grösstenteils auch aussehen. Von Dresden erwartet man, Dresden zu sein und nicht Bochum. Ganz ehrlich, das neue Terassenufer ist doch auch kein Vergleich zu den Brühlschen, oder? Es muss ja nicht so protzig aussehen, wie es der Kurfürst damals angeordnet hat, aber grundlegende visuelle Eindruck muss doch gewahrt bleiben, der da nunmal historisierend lautet. Und da brechen diese Wohnriegel doch ungemein. Kleinteilige Hafenfront mit Promenade ans Hafenbecken un sauber wärs. "Modern" ist übrigens kein Häuserstil oder Fassadenstil! Es spricht nichts, absolut garnichts dagegen, irgendwo historisierende Gebäudeformen und -fassaden hinzubauen, auch wenn sie mit der Historie des unmittelbaren Standortes nichts zu tun haben.Kleinteilige anders designte Häuser hier und da zwischen den historisierenden würde die Gegend bunt genug machen. DAS würde Menschen anziehen, viel mehr als in diese Neoplattenbauten passen würden. Solche Häuser sind in zB Düsseldorf voll mit Leben (Altstadt zB, Kö), in einigen ollen Bürobratzen stehen dagegen ganze Etagen leer. Kann echt nicht sein, dass Ossies nur in Plattenbauriegel denken können …
Dakir@DD October 28th, 2010, 01:06 PM Ist Pieschen bzw. die Leipziger Vorstadt wirklich schon Zentrum? Ich sage nein, für mich ist das Dresdner Zentrum auf der anderen Elbseite.
Ich denke mir sowie so, dass dieses Projekt nie im Leben umgesetzt wird. Wir haben soviele Brachen und die Hafencity wäre zu weit entfernt vom Stadtkern.
d.henney October 31st, 2010, 01:17 PM Ich meine schon, dass zumindest das Hafenareal mindestens ans Zentrum schliesst. Die Marienbrücke klebt quasi dran und man hat Blick auf die Canalettosilouette. Ebenso ist wäre man zu Fuss schneller am Japanischen Palais als von der Carolabrücke aus. Der zweitgrösste Bahnhof ist auch in Hüpfweite. Hinzu käme die Frage: Warum sollte man zwischen innerer neustadt (Könisgstrasse) und Mickten ausgerechnet einen so riesen Bruch im Stadtbild bauen dürfen? Es wäre doch die selbe Wirkung wie die Plattenbauten in der Pirnaischen Vorstadt bzw Johannstadt an der Elbe entlang zwischen Canalettoufer und Blasewitz. Kann mir niemand erzählen, dass das toll ausschaut. Ich halte diesen Neo-DDR-Plattenbau-Stil, wie er da als Entwurf zu sehen ist, für total daneben.
Dakir@DD October 31st, 2010, 01:30 PM Es ist doch noch gar nichts bekannt, wie es einmal in der Hafencity aussehen soll. Das sind bis heute alles nur Visualisierungen und mehr nicht. Das ganze Projekt soll sich bis 2050 ausdehnen, also erstmal abwarten ob überhaupt etwas gebaut wird.
Desweiteren muss man das Stadtzentrum begrenzen. Die Dresdner City ist nun mal vom Strassi bis Bahnhof Mitte und vom Hauptbahnhof bis Augustusbrücke. Die Innere und Äußere Neustadt, Leipziger Vorstadt und Pieschen gehören für mich nicht dazu.
Auch, und das habe ich schon mal geschrieben, darf Dresden nicht zum Museum werden. Dort, wo einst schönes stand und uns durch den Krieg genommen wurde, sehr gern. Dort, wo aber nie etwas historisches stand, kann man gerne auch mal in der heutigen Zeit leben und bauen. Und in der Hafencity stand nie etwas, was unbedingt wieder historisch aufgebaut werden müsste. Auch wenn man andere Städte mit Ihren Häfen kopiert, fände ich das mehr als lächerlich. Wir sind schließlich nicht in Bremen oder sonst wo.
youngwoerth October 31st, 2010, 02:22 PM "Das ist dann für mich Disney. Dresden darf nicht den fehler machen, überall gleich auszusehen."
"kann man gerne auch mal in der heutigen Zeit leben und bauen."
"Auch wenn man andere Städte mit Ihren Häfen kopiert, fände ich das mehr als lächerlich. Wir sind schließlich nicht in Bremen" (dabei wird die Hafencity ja gerade eine regionalfremde und austauschbare Kopie - und zwar nicht nur vom Namen her)
"Auch, und das habe ich schon mal geschrieben (und ich hatte die Polemik damals auch ausführlich kommentiert und widerlegt), darf Dresden nicht zum Museum werden."
Man muss nicht auf dem Stand bleiben, auf dem man sich befindet - achte auf die Argumentationen anderer, überlege vor dem Schreiben (ich lese mir z.Bsp. meine Beiträge vor dem Absenden mehrfach durch und formuliere immer wieder um, bis ich es als wirklich adäquat erachte), nimm Dir auch mal was zu Herzen und blocke nicht immer gleich stur ab, ...
Niemand ist perfekt, aber man kann an sich arbeiten. Dann wird das was. :)
Dakir@DD January 7th, 2011, 12:26 AM Runder Tisch für die Hafencity
Für das Wohngebiet wird eine Hochwasserstudie angefertigt. Investoren wollen nach wie vor einen Supermarkt errichten.
Zur Vorbereitung der Planung des Wohn-, Gewerbe- und Kulturgebiets Hafencity hat die Stadtverwaltung einen Runden Tisch veranstaltet. Bei dem Treffen stellten die involvierten Investoren ihre Interessen dar. Dabei konnten sich die verschiedenen Parteien mit ihren jeweiligen Wünschen auch direkt kennenlernen, wie Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) mitteilte. Auch die Fraktionen des Stadtrats seien vertreten gewesen.
Das Projekt der Hafencity umfasst eine Fläche von rund 50 Hektar. Es erstreckt sich vom Neustädter Hafen bis zur Bahnlinie im Norden und der Erfurter Straße im Westen. In dem Areal am Hafen ist dabei ein hochwertiges Wohngebiet vorgesehen. Das sieht der Masterplan zur Entwicklung des Gebietes vor. Zur Vorbereitung von dessen Anlage wird bereits ein Hochwassergutachten erstellt, berichtete Marx.
An der Runde hätten Interessenten aus ganz Deutschland teilgenommen, sagte der Baubürgermeister. Darunter seien auch die heutigen Eigentümer der Fläche des früheren Keramikwerks Villeroy an der Leipziger Straße gewesen. Für das Gebiet hatte es bereits in den frühen 1990er-Jahren ein Entwicklungsvorhaben gegeben.
Ziel des Treffens sei unter anderem gewesen, Fördermöglichkeiten auszuloten sowie Forderungen des Denkmalschutzes und die Vorstellungen des Planungsamts darzulegen. Jetzt sei es das Anliegen der Stadt, die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen, sagte Marx. Sie sollen nun für die konkrete Planungsarbeit mit den Investoren gebündelt werden.
Bei der Runde wurde auch wieder der Wunsch nach großflächigem Einzelhandel geäußert. Einzelheiten dazu wollte Marx nicht nennen. Bisher hatte die Stadt solche Vorstellungen für das Areal zurückgewiesen.
Sächsische Zeitung vom 04. Januar 2011
d.henney January 8th, 2011, 01:47 PM http://www.christian-volz.de/images/zuerich/2007_0604zuerich0035_.JPG
So muss das mal aussehen! Von mir aus nicht ganz so dicht und hoch gebaut (die Bilder dienen ja nur als Orientierung, es ist klar, dass nichts kopiert werden soll, sondern Dresdner Charme mit eingearbeitet werden sollte). Wenn man die Visus nimmt und das Wort "Supermarkt" hört, kann das ganze Areal dort schnell so daher kommen:
http://static.akpool.de/images/cards/5/56577.jpg?1238429712
Kann mir keiner sagen, dass sowas angestrebt werden sollte.
Dresdner Vorstadt March 5th, 2011, 12:29 PM Genau so sollte es nicht aussehen. Das ist ja von vorgestern. Stahlbeton und Spiegelglas und mindestens 20 Stockwerke sind die antwort für die Hafencity. So wie in Hamburg
youngwoerth March 6th, 2011, 04:12 PM So wie in Hamburg
Genau! Dresden ist Hamburg ist Köln ist München ist Berlin ist Hannover.
Das ist ja von vorgestern.
Die Ewiggestrigen, ni woar?
Ist das Wort "Disneyland" schon in Planung? Es bleibt spannend...
erbse March 6th, 2011, 04:17 PM Ich glaube, Dresdner_Vorstadt will nur provozieren. Darauf lassen wir uns besser nicht ein.
Lasst ihn reden. Möge er selig werden in seiner Glasstahlbeton-(Alb)Traumwelt.
Dakir@DD March 7th, 2011, 08:11 PM Dann macht doch mal Vorschläge, wie es in eventuell 10 Jahren in der sogenannten "Hafencity" aussehen könnte?
Also Miniwolkenkratzer braucht man nun wirklich nicht an der Elbe, dass würde einfach nicht passen. Aber die Visualisierung / Studie für die Staatsoperette hat mich ehrlich gesagt umgehauen. Soetwas stell ich mir in der Hafencity vor.
disciple9 March 7th, 2011, 08:38 PM ^^ Ja, was ist eigentlich aus den Plänen für ein neues großes und repräsentatives Konzerthaus, z.B. direkt an der Elbe, geworden? Wird der Kulturpalast nun tatsächlich für 2 Jahre geschlossen und so saniert, dass die ursprüngliche Planungsgestaltung verloren geht?
Dakir@DD March 7th, 2011, 10:10 PM ^^ Ja, was ist eigentlich aus den Plänen für ein neues großes und repräsentatives Konzerthaus, z.B. direkt an der Elbe, geworden?
Hoffentlich kommt dieses häßliche Ding nicht an die Augustusbrücke, dann lieber das Narrenhäusl. Aber du hast recht, man hört so gut (Gott sei Dank) wie nichts mehr von diesem Projekt.
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