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Old September 14th, 2008, 12:40 AM   #1
devilsadvocate
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Hannover | City 2020 (Gesamtkonzept)



„Hannover City 2020“: Dialog startet im Sprengel Museum

„Hannover City 2020“ - die Stadt lädt ein zum öffentlichen Dialog über die Zukunft der hannoverschen City. Am 24. September im Sprengel Museum geht es los.

Das Projekt „Hannover City 2020“ soll den durch EXPO und Neubau der Ernst-August-Galerie eingeleiteten Entwicklungsimpuls in der hannoverschen City verstetigen. Deshalb plant die Stadt zu diesem Thema im Jahr 2010 einen internationalen Planungswettbewerb. Die Ergebnisse sollen ab 2011 schrittweise bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden.

Stadtbaurat Uwe Bodemann: „Wir wollen das Projekt mit einem fachübergreifenden Dialog über die künftige Entwicklung der Innenstadt beginnen. Dieser Dialog soll unterschiedliche Blickwinkel auf die City einschließen – zum Beispiel die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft.“

Den Auftakt zum City-Dialog bilden vier große öffentliche Veranstaltungen im Herbst 2008. Am 24. September im Sprengel Museum Hannover geht es los mit der Auseinandersetzung über grundsätzliche Fragestellungen zur allgemeinen Entwicklung von Innenstädten und zur speziellen Situation Hannovers:

* Was prägt Hannovers City?
* Was macht Identität von Stadt heute eigentlich aus und welche Bedeutung hat sie für den jeweiligen Standort?
* Welche Akteure wirken mit welcher Anspruchslage in der City?
* An welchen Orten lässt sich wieder das Wohnen ermöglichen?
* Welche Erfahrungen machen andere Städte?

„Unser grundlegendes Ziel bei ’Hannover City 2020’ ist es, durch spezielle Methoden und Beteiligungsverfahren mit unterschiedlichsten Akteuren die zukünftige Innenstadt-Entwicklung gemeinsam zu gestalten: Das heißt vor allem, synergetische Effekte von privaten und öffentlichen Planungen und Investitionen zu erreichen“, erklärt der Stadtbaurat.

Hinter dem Projekt stehen ein hoher baukultureller, städtebaulicher Anspruch und der Wunsch, die Bewohnerschaft für die Stadtstruktur und die Weiterentwicklung ihrer Innenstadt zu sensibilisieren.

Im Jahr 2009 wird der Dialog mit Veranstaltungen und Symposien zur Innenstadt fortgesetzt. Dabei sind die Akteure und die Potenziale vor Ort zentrale Themen.

Drei bekannte Persönlichkeiten der hannoverschen Stadtgesellschaft unterstützen diesen Prozess und wirken für die Stadt als kritische Begleiter und Moderatoren der Planung:

* der ehemalige Stadtsuperintendent Hans Werner Dannowski,
* Kultusminister und Landtagspräsident a.D. Prof. Rolf Wernstedt sowie
* der ehemaliger städtische Chefplaner der Expo 2000, Jürgen Eppinger.

Um zu qualitätvollen städtebaulichen Lösungen zu kommen, wird parallel ein Konzept zur künftigen Entwicklung der Innenstadt entwickelt. Erarbeitet wird es von der Berliner Planungsgemeinschaft Machleidt + Partner/Michael Braum + Partner in Kooperation mit der Bauverwaltung. Es werden dabei sowohl die historische Entwicklung der City, vorhandene Konzepte sowie die Ergebnisse des Stadtdialogs in das Planwerk aufgenommen.

Im Jahr 2010 sollen mit örtlichen, nationalen und internationalen Planungsbüros konkurrierende städtebauliche Entwürfe an ausgewählten Interventionsorten entstehen, die dann von einer internationalen Jury beurteilt werden. Die Ergebnisse sowie die strategischen Zielvorgaben aus dem Leitplan werden Bestandteil eines Programms zur baulich-räumlichen Weiterentwicklung der City von Hannover.

„Hannover City 2020“ knüpft an die jüngsten Entwicklungen und die Erneuerungsprozesse der Innenstadt an. Mit frischen Ideen soll die City gemäß ihrer Bedeutung für die Stadt, für die Region Hannover und als Sitz der Landesregierung zukunftsweisend entwickelt werden.

Da ist der NDR-Parkplatz am Maschsee, der in der Animation bereits bebaut ist – Diskussionen darum flammten in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf. Das Ordnungsamt Leinstraße ist in der Darstellung bereits abgerissen und durch Neubauten entlang der Straße Köbelinger Markt ersetzt. Am einstigen Standort des Friederikenschlösschens ist die dreidimensionale Kubatur eines Neubaus eingezeichnet, wo lange über die Ansiedlung der Staatskanzlei oder eines Hotels nachgedacht wurde. Auch der große Üstra-Betriebshof Glocksee ist in der Karte neu bebaut: „Dort, am Zusammenfluss von Leine und Ihme, wäre ein hervorragender Ort für Wohnungen“, sagt Stadtbaurätin Uta Boockhoff-Gries.
Der Stadt geht es beim Projekt „PlanWerk“ nicht um konkrete Planungen, die aktuell umgesetzt werden sollen, sondern um ein Zusammenfassen all der Ideen und Konzepte, die in den vergangenen zehn Jahren die stadtplanerische Debatte bestimmt haben. Auf der Brachfläche hinterm Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt etwa sind schon Neubauten eingezeichnet, obwohl die Fläche noch gar nicht aktiv in der Vermarktung ist. Hinterm Hauptbahnhof, am Busbahnhof und rund um den Pavillon am Raschplatz werden die Planungen hingegen immer konkreter, auch das erhoffte Luxushotel am Hohen Ufer ist zu erkennen – obwohl sich die Investorenideen dafür zunächst zerschlagen haben. In der Ansicht der Gesamtstadt fallen zusätzlich zwei weitere prominente Flächen auf: Das Schloss Herrenhausen ist eingezeichnet (in der klassizistischen Laves-Version), und zwischen MHH und Eilenriede ist eine große Fläche für Neubebauung eingezeichnet – denkbar etwa für weitere Forschungsansiedlungen, sagt Boockhoff-Gries.



Folgende Projekte sind hierbei zu beachten:

-Bebauung "Köblinger Markt"
-Bebauung "Am Marstall"
-Bebauung "NDR-Parkplatz"
-Erweiterung Sprengel-Museum
-Bebauung Areal Hauptgüterbahnhof
-Neubebauung ZOB
-Bebauung Hohes Ufer
-Bebauung am Standort des ehemaligen Frederickenschlösschens
-Bebauung HCC-Parkplatz
-Bebauung Bruchmeisterallee
-Bebauung ehm. Üstra-Betriebshof
(...)

BITTE ERGÄNZEN!!!

Last edited by devilsadvocate; September 14th, 2008 at 11:42 AM.
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Old September 14th, 2008, 12:48 AM   #2
lifestyle032
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Da rollt ja anscheinend eine Projektwelle auf uns zu...
Werde mir wohl die Termine der Öffentlichen Diskussion des 2020-Projektes nicht entgehen lassen!
Auf geht's!

[IMG]http://i35.************/myr7.jpg[/IMG]

Last edited by lifestyle032; September 14th, 2008 at 01:31 AM.
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Old September 14th, 2008, 09:19 PM   #3
Lefthandy
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Habe mal die Abbildung vergrößert und jene Projekte grün markiert, die hier im Forum noch nicht oder kaum beschrieben sind. Rot sind jene Stellen der Stadt markiert, an denen Projekte immer noch wünschenswert wären.
Die Qualität des Bildes ist nicht so toll, aber fürs erste sollte es gehen.

[IMG]http://i35.************/au7ame.jpg[/IMG]

Vorweg: Wenn das alles noch binnen der nächsten 10 Jahren ins Rollen kommt
bin ich wirklich sehr, sehr glücklich!

grün:

1. Der alte Bunker an der Haltenhoffstraße wird saniert und zu Eigentumswohnungen + Bürokomplex umgebaut. Das ganze nennt sich "Medienbunker". Ich bin zuletzt dran vorbeigekommen und habe schon eine Infotafel an der Außenwand gesehen - wird echt spektakulär - leider habe ich kein Fotohandy!

2. + 3. + 4. Das Brachland in der Nordstadt auf dem Areal, das früher glaube ich mal zum Güterbahnhof gehörte, soll endlich bebaut werden. Außerdem werden drumherum Baulücken geschlossen (2. + 4.). Herrlich!

5. Das bislang eher provisorisch bebaute, dreieckige Grundstück zwischen Philipsborn- und Vahrenwalder Straße soll eine massive Blockbebauung erhalten. Genauso herrlich!

6. Auf dem Grundstück gegenüber vom Hauptzollamt am Fuße der Hamburger Allee, wo jetzt noch der Fixpunkt steht, soll wohl ein richtig großer und verhältnismäßig hoher Bürokomplex entstehen. Absolut fett!

7. Eher nebensächlich aber sehr sinnvoll: Baulückenschließung an der Sodenstraße

8. Ähnlich wie 7.: An dieser Stelle in der Großen Pfahlstraße stört im Moment noch ein eingeschossiger und gekachelter (!) Behelfsbau das schöne Stadtbild der Osstadt.

9. Die Uni hat am Schneiderbeg offenbar noch ne Menge mehr vor, als das Nanotechnologie-Institut, das zur Zeit gebaut wird. Wirklich sehr schön, weil da siehts im Moment echt kahl aus. 2 große Baukörper scheinen auch direkt zur Straße hin orientiert zu sein.

10. Nördlich des Welfenschlosses scheint die Uni auch einzelne Projekte anstoßen zu wollen. Auch sehr schön, vor allem wenn es einen vernünftigen Abschluss zur Straße Im Moore geben sollte (Baulückenschließung!).

11. In dem relativ verkommenen Block zwischen Arndstr./Celler Str./Klagesmarkt und Herschelstraße scheint auch was passieren zu sollen! Da gäbs zwar noch mehr Bedarf, aber immerhin scheint die Nordfelder Reihe beiderseits neu bebaut zu werden.

12. Die eingeschössigen Bauten vorm Cinemaxx Nikolaistr. sollen durch einen massiven Block ersetzt werden 1A+++.

13. Auch etwas, was ich mir schon ewig wünsche: Die Baulücke an der Einmündung der Stiftstraße zum Kreisel am Klagesmarkt soll geschlossen werden!

14. Das Steintor: Die hier gelb markierte Variante fände ich besser als die bloße Bebauung des bisher freien Platzes: Die 2 Geschossigen Bauten werden beiderseits der Gorgstraße endlich ersetzt, dazu ein markantes hohes Gebäude an der Ecke Kurt-Schumacher-Str. / Goseriede. Hoffentlich kommts so, wie hier eingezeichnet!

15. Interessantes Detail am Köbelinger Markt: Das unter Denkmalschutz vermutete Sparkassen-Immobilien-Center scheint hier mit weggeplant worden zu sein. Ein Hoffnungsschimmer?

16. Der reinste Wahnsinn! Der ganze Stadtbahnbetriebshof Glocksee kommt weg, zugunsten einer recht dichten, städtischen Wohnbebauung. Galore! Ebenso soll wohl das pottenhäßliche Stadtwerkegebäude gegenüber ersetzt werden. Nur zu!

17. Weiter gehts in der Calenberger-Neustadt: Das Areal an der Leine beherbergt zur Zeit noch irgendeinen gewerblichen Betrieb. Sehr lobenswert hier Wohnungen zu planen. Die quer zur Straße stehenden Gebäude auf der Abbildung gefallen mir allerdings weniger.

18. Super: Die Limmer Straße schließt zum Küchengarten hin sehr trist ab. Da kann's eine Neubebauung gut gebrauchen.

19. Entlang der Ihme, vom schwarzen Bären bis zur Legionsbrücke, scheint ne Menge passieren zu sollen. Evtl. Erweiterungen der Hautklinik Linden oder Neuansiedlungen anderer medizinischer Institutionen. Wer weiß?

20. Irgendein großer Neubau an der Benno-Ohnesorg-Brücke. Da ist im Moment noch überwiegend Parkplatz, daher sehr wünschenswert.

21. Noch ein Neubau an der G. Bratke Str. Gehört evtl. zu den angrenzenden Ministerien.

22. Endlich eine Bebauung der Freifläche Adolfstr./Ecke Mittelstr. Auch ein langehgter Wunsch von mir!

23. In diesem ebenfalls recht vergessenen Winkel der Stadt scheint auch ne Menge passieren zu sollen. Einzelne Sachen davon sind hier glaube ich schon erwähnt worden. Überaus wünschenswert wären hier mal Wohnungen. Dieser Stadtteil ist wie ausgestorben!

24. Bebauung des NDR-Parkplatzes. Sehr wünschenswert und Topwohnlage. Zum Maschsee hin bräuchte es auf ganzer Linie einen würdigeren Abschluss der Südstadt. Die ebenfalls eingezeichnete Erweiterung des Sprengelmuseums ist da auch sehr willkommen.


Dann noch die wenigen von mir vermissten Projekte:

1. Das hässliche, braune Hauptzollamt sollte ersetzt werden.

2. Der Kröpke-Center ähnliche Waschbetonbolide der Postbank stört auc ziemlich.

3. Der Marstall soll zwar ein Kopfgebäude zur Leine hin erhalten, der Rest des Platzes bleibt aber hoffentlich kein Parkplatz!

4. Wird wohl jeden hier ärgern: WO IST DIE FLUSSWASSERKUNST?

5. Das Maritimhotel ist nichtmal dunkelrot markiert. D.h. nichtmal eine Sanierung in Aussicht?
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Old September 14th, 2008, 09:55 PM   #4
telemaxx
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@Lefthandy: Tolle Liste!!!

Last edited by erbse; September 14th, 2008 at 11:14 PM.
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Old September 14th, 2008, 10:38 PM   #5
devilsadvocate
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@lefthandy: WAHNSINN! Danke für die Karte!
Mitte der Woche gehe ich mal zum Bauamt und fotographiere die KArte, falls die dort ausgestellt ist, damit wir sie etwas größer haben.
Bei diesen ganzen Projekten, wie zb.

"6. Auf dem Grundstück gegenüber vom Hauptzollamt am Fuße der Hamburger Allee, wo jetzt noch der Fixpunkt steht, soll wohl ein richtig großer und verhältnismäßig hoher Bürokomplex entstehen. Absolut fett!"

Gibt es da schon Investoren oder konkrete Pläne? Scheinbar ja schon, oder sind das nur die Wunschvorstellugnen der Stadt?

Last edited by devilsadvocate; September 14th, 2008 at 10:45 PM.
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Old September 14th, 2008, 11:26 PM   #6
Lefthandy
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Meine einzige Informationsquelle ist nur diese Abbildung, die du hier gepostet hast!
Ich weiß über all die Projekte nichts, außer dass sie darauf zu sehen sind. Deshalb habe ich das auch nicht in den Thread Projektliste geschrieben.
Ich finde es bereits aufsehenerregend genug, dass die (unbekannten) Urheber dieser Abbildung an diesen ganzen Stellen im Stadtbild auch handlungsbedarf sehen.

Nur über den Medienbunker weiß ich mehr, weil ich wie gesagt dran vorbeigekommen bin und bereits eine Infotafel am Gebäude angebracht ist.

Glaube wohl das meiste ist Zukunftsmusik und soll bloß Denkanstöße geben und Potentiale aufzeigen.
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Old September 23rd, 2008, 10:40 AM   #7
matheking
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Unser aller OB's Podcast zu Hannover 2020
http://www.hannover.de/podcast/archi...t_ob_weil.html
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Old September 23rd, 2008, 04:55 PM   #8
devilsadvocate
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Verschoben von matheking:

Projekt 2020: Herbe Kritik an Hannovers City-Konzept

Ob sich Stadtpolitik und -verwaltung das so vorgestellt haben? Am Mittwoch startet das erste öffentliche Diskussionsforum zu Hannovers Stadtentwicklung, das Großprojekt City 2020.

Dabei sollen drei Prominente der Stadtgesellschaft als „Moderatoren“ die oft gegensätzlichen Interessenlagen der Innenstadt im Sinne aller Bewohner zusammenführen: der ehemalige Stadtsuperintendent Hans Werner Dannowski, der einstige Expo-Sonderplaner Jürgen Eppinger und der frühere Landtagspräsident Prof. Rolf Wernstedt. Doch statt sich vornehm zurückzuhalten, starten die drei Herren einen schonungslosen Generalangriff auf Hannovers jüngste Entwicklung.

Innenstadtplätze wie der Marstall oder die Fläche an der Marktkirche seien „Unorte“, meint das Terzett. Sie prangern die „Festivalisierung“ der City an, die mit ständig wechselnden „Events“ Schwerpunkte vermissen lasse. Die Innenstadt sei „in großen Teilen sehr einseitig auf Einkaufsfunktionen ausgerichtet“, schreiben sie in einem gestern vorgelegten Grundsatzpapier und betonen: Wenn künftig endlich wieder mehr Wohnraum in der City geschaffen werde, dürfe nicht nur an Besserverdiener gedacht werden, sondern müssten auch Familien und Ältere berücksichtigt werden.

Ein Jahr lang haben sich die drei Moderatoren auf ihre Aufgabe vorbereitet, haben etliche Stadtspaziergänge absolviert, Gespräche geführt und zuletzt neun interne Anhörungen mit Spezialthemen wie Handel, Verkehr oder Innenstadtkultur veranstaltet. Alle drei sind inzwischen Ruheständler mit langer beruflicher und privater Bindung an die Innenstadt. Ihre neue Rolle macht ihnen sichtbar Spaß. „In meinem Berufsleben hatte ich nie Zeit, mich so intensiv mit einem Thema zu befassen“, sagt etwa Wernstedt.

Im Rathaus stößt die unerwartet deutliche Einmischung nicht nur auf Freude. „Die drei sollten eigentlich eine moderierende Funktion einnehmen und nicht eigene Vorstöße machen“, kritisiert ein einflussreicher Ratspolitiker. Auch in der Stadtverwaltung sind die Herren teilweise gefürchtet – insbesondere Eppinger, der selbst 35 Jahre, auch in Führungsposition, bei der Stadt gearbeitet hat.

„Der lässt sich nichts vormachen und will aktiv Einfluss nehmen“, heißt es im Baudezernat. Die drei Moderatoren aber nehmen mögliche Kritik gelassen. „Wir begreifen uns als Citoyen, nicht als Bourgeois“, sagt Dannowski schmunzelnd. Will heißen: Die Einmischung geht munter weiter, weil es um das Gemeinwohl geht.

von Conrad von Meding


Quelle: HAZ.de
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Old September 24th, 2008, 10:24 PM   #9
Leine1977
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1. Veranstaltung

Ich hatte es leider auch nicht mehr rechtzeitig geschafft, so dass auch oben verweilen musste. Leider konnte ich auch keine Wortmeldung geben. Bis zum Ende bin ich trotzdem geblieben.

Zu meinen Eindrücken:

Anfangs war ich sehr begeistert. Viele interessante Punkte wie Wohnbebauung, kleinere Parzellierung, Identität wurden ja angesprochen.

Insgesamt war es sehr akademisch, eher für Architekturkenner zugeschnitten, was ich für den Normalo Schade fande. Es wurde insbesondere doch Rudolf Hillebrecht gelobt. Überhaupt das Stadtbaukonzept von Hannover.

In seltsamer Weise wurde von fast allen Akteueren das sog. 19. Jahrhundert oft angesprochen und verteufelt. Was ausserdem immer dieses Rumreiten auf dieses Jahrhundert. Und leider hat man die Zeit davor nicht angesprochen, die ebenfalls zur Identität beitragen könnte.

Was mir insbesondere zur Identität gefehlt hat. Warum hat man nicht die zahlreichen Abrisse erwähnt?

Nun, insgesamt war mein Eindruck, der Stadtbau der 50er wird wohl letztlich weiterverfolgt werden. Das Verständnis von Stadtraum wurde in dieser Zeit als vorbildlich beschrieben. Vergessen hatten allerdings hier einige, dass es auch in dieser Zeit viele Fehlplanungen gab.

Schmerzlich fand ich aber die Botschaft, dass es in Hannover keine Rekonstruktionen oder alte Stadtstrukturen mehr geben wird. Einen Hinweis auf so markante und wichtige Punkte wie die Flusswasserkunst und die Leineinsel hatte ich mir erhofft.

Aber immerhin wurde angesprochen, wieder den Waterloo-Platz original herzustellen. Alle Achtung!

Fazit: Hillebrecht comes back!
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Old September 24th, 2008, 10:28 PM   #10
devilsadvocate
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WElche Botschaft, dass es keine Rekonstruktion mehr geben wird? Wie kam den der Kommentar zustande?

Und wie sah den früher der WAterlooplatz aus?
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Old September 25th, 2008, 02:09 AM   #11
Orbiter
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Ich muss hier den Eindrücken von Leine ein wenig widersprechen.

Der Ablauf war folgender: am Anfang gab es vier kurze Referate als Einführung, so hat OB Weil hannovers aktuelle Situation umrissen, ein Historiker hat die Entstehung der Stadtplanung Hannovers seit dem zweiten Weltkrieg eingeordnet, es gab einen allgemeinen Exkurs zum Thema Identität und ihrem Verständnis und zuletzt eine knappe Analyse von Prof. Braum, wie und wo man in Zukunft handeln kann.
Danach folgte eine Podiumsdiskussion, bei der versucht wurde, die Inhalte der Referate und mögliche Perspektiven für die Innenstadt mit einander zu verknüpfen. An Ende wurde diese Diskussion zu einer offenen Fragerunde mit Wortmeldungen aus dem Publikum erweitert.
Konkrete Aussagen zu einzelnen Projekten waren an diesem Abend aber (noch) nicht das Thema.

Quote:
Originally Posted by Leine1977 View Post
Ich hatte es leider auch nicht mehr rechtzeitig geschafft, so dass auch oben verweilen musste. Leider konnte ich auch keine Wortmeldung geben. Bis zum Ende bin ich trotzdem geblieben.

Zu meinen Eindrücken:

Anfangs war ich sehr begeistert. Viele interessante Punkte wie Wohnbebauung, kleinere Parzellierung, Identität wurden ja angesprochen.

Insgesamt war es sehr akademisch, eher für Architekturkenner zugeschnitten, was ich für den Normalo Schade fande. Es wurde insbesondere doch Rudolf Hillebrecht gelobt. Überhaupt das Stadtbaukonzept von Hannover.
Es stimmt, daß Hillebrecht ein wichtiges Thema war und auch nicht besonders kritisiert wurde. Grade das Referat des Historikers hat aber versucht, den Kontext der stadtplanerischen Entwicklung deutlich zu machen, also warum Hillebrecht so gehandelt hat, wie wir es heute kennen. Dazu gehören Leitbilder, Zeitgeist und Erfahrungen, die damals westentlich waren und mit userem Erfahrungshorizont nicht vergleichbar sind. Es wurde sehr deutlich darauf eingegangen, wie die Planer jener Zeit den Bombenterror und die Feuerstürme mit tausenden Toten in den dichten Innenstadten erlebt haben und wie sich unter anderem daraus, übrigens schon unter Hillebrechts Vorgänger Karl Elkart, die Ideen der aufgelockerten Stadt entwickelt haben. Nicht nur wegen Verkehrskonzepten, sondern auch um die Zahl möglicher Opfer zukünftig niedriger zu halten.
Trotzdem wurde auch gelobt, daß wir dank des Hillbrechtschen Verkehrskonzepts heute keinen massiven Autoverkehr quer durch die Innenstadt verkraften müssen.
Das hervorheben dieser Leistungen hat aber nichts mit den Entscheidungen Hillebrechts zu tun, bestimmte Gebäude in Hannover abzureißen, deren Fehlen heute als Verlust wahr genommen wird.

Quote:
In seltsamer Weise wurde von fast allen Akteueren das sog. 19. Jahrhundert oft angesprochen und verteufelt. Was ausserdem immer dieses Rumreiten auf dieses Jahrhundert. Und leider hat man die Zeit davor nicht angesprochen, die ebenfalls zur Identität beitragen könnte.
Wieso wurde das 19. Jahrhundert verteufelt? Im Gegenteil, es wurde davon gesprochen, daß sich Mensch überall in Deutschland immer wieder gern auf das 19. Jhd. beziehen. Das dort also etwas richtig gewesen sein muß, daß heute vermisst wird. Man muss sich allerdings darüber bewußt sein, daß die Menschen das meinen was sie heute noch sehen vom 19. Jhd., also zB. die kleinteilige Parzellierung, die reich verzierten Fassaden und die hohen Wohnräume. Nicht aber die Lebensumstände, die damals vorgeherrscht haben.
Es wurde also festgestellt, daß das 19. Jahrhundert in seinen Bauten Strukturen erzeugt hat, die von heutigen Menschen als Qualitäten wahr genommen werden und das man (als Planer) überlegen muß, wie es gelingen kann diese Qualitäten in aktuelle Planungsprozesse einzubringen.
Über weiter zurück liegende Jahrhunderte wurde heute weder eine Aussage noch eine Wertung getroffen.

Quote:
Was mir insbesondere zur Identität gefehlt hat. Warum hat man nicht die zahlreichen Abrisse erwähnt?
Die Zerstörung von Gebäuden und der damit empfundene Verlust wurde als ein wichtiger Aspekt für die Identitätswahrnehmung heraus gestellt.

Quote:
Nun, insgesamt war mein Eindruck, der Stadtbau der 50er wird wohl letztlich weiterverfolgt werden. Das Verständnis von Stadtraum wurde in dieser Zeit als vorbildlich beschrieben. Vergessen hatten allerdings hier einige, dass es auch in dieser Zeit viele Fehlplanungen gab.
Das scheint mir ein Missverständniss zu sein. Was gesagt wurde war, daß es im Städtebau der 50er Jahre die Konzeption gab, einzelne Orte im Stadtgefüge stärker zu akzentuieren, zB. über die Höhe der Bebauung. Prof. Braum hat das im Zusammenhang mit dem Steintor erwähnt, wo ihm die vor kurzem vorgestellt Lösung zu zurückhaltend ist.

Quote:
Schmerzlich fand ich aber die Botschaft, dass es in Hannover keine Rekonstruktionen oder alte Stadtstrukturen mehr geben wird. Einen Hinweis auf so markante und wichtige Punkte wie die Flusswasserkunst und die Leineinsel hatte ich mir erhofft.

Aber immerhin wurde angesprochen, wieder den Waterloo-Platz original herzustellen. Alle Achtung!
Hier interpretierst du zu viel. Wir befinden uns am Anfang einer langen Debatte, da ist noch nichts fest gelegt (siehe Frankfurt). Und die Überlegungen zum Waterloo-Platz zeigen ja, daß doch über alte Strukturen nachgedacht wird.

Quote:
Fazit: Hillebrecht comes back!
Davon kann keine Rede sein. Vielmehr wurde zum Ausdruck gebracht, dass man sich heute, im Gegensatzt zu Hillebrecht mit seiner Verkehrsgerechten Stadt um eine bewohnergerechte Stadt bemühen muß.
Dazu gehört auch ein eventueller Rückbau von Verkehrräumen, dazu gehört einen Synthese der Stadtbaustrukturen der Vergangenheit. Es geht nicht darum das hillebrechtsche System wieder aus zu radieren, sondern es als gebaute Basis zu nutzen und mit anderne Systemen und aktuellen Leitbildern zu verknüpfen. Dafür müssen die Qualitäten dieser einzelnen Teile herausgefiltert und in Zusammenhang gebracht werden.

Ein gewisses Fazit zu diesem Abend war die Feststellung, daß für die Innenstadt eine Entwicklung gewünscht wird, die die Tendenz zu einem nahezu rein kommerziell genutzten Ort wieder umkehrt, aus einem Einkaufsort einen Lebensort macht. Vorallem Wohnen in der Innenstadt wird ein wichtiges Thema für die weitere Diskussion sein.


Leine, es tut mir leid das ich deiner Zusammenfassung hier so vehement widerspreche. Ich habe ein wenig den Eindruck, du bist recht enttäuscht von dieser Veranstaltung, vorallem da wie von dir geschrieben, Leineinsel und Wasserkunst kein Thema waren.
Allerdings waren einzelne Projekt insgesamt nicht Thema dieses Abends, weder über aktuelle noch über zukünftige Projekte wurde diskutiert. Auf diese Ebene kommt die Diskussion vermutlich erst in den späten Veranstaltungen dieser Reihe. Ich finde aber trotzdem, daß man bei diesen Veranstaltungen eine ganze Menge mitnehmen kann und hoffe, daß du auch beim nächsten mal wieder versuchst dabei zu sein.
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Old September 25th, 2008, 02:55 AM   #12
lifestyle032
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Ich war, wie bereits im anderen Thread angekündigt, auch dort. Bisher habe ich mich jedoch mit einer Wertung des Abends zurückgehalten, da ich das Gehörte erst einmal gründlich auf mich wirken lassen will. Diesbezüglich erscheint mir der Zwist zwischen Leine und Orbiter als durchaus resultierend... "Im Eifer des Gefächts" lässt sich so manche These formulieren, die nach einigen Gedanken vlt. doch nicht so zentral und richtig war.

Vielleicht werde ich morgen noch einmal etwas schreiben, jedoch möchte ich hier schon einmal die Wortgewandheit des Vortragenden Werner Durth lobend erwähnen. Beeindruckend, mit welchem Wortschatz sich dieser Mann an diesem abend durch die gesamte Veranstaltung hangelte.

Und noch ein Aspekt: es wurde versprochen, eine Internetpräsenz für das Projekt 2020 zu erstellen (momentan im Aufbau).
Ich hoffe inständig, dass es dort auch ein Forum geben wird, welches auch die handelnden Personen lebhaft mit Wortbeiträgen füllen..
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Old September 24th, 2008, 10:44 PM   #13
VenEm
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Hillebrecht comes back würde doch bedeuten, dass die einseitige Vorrangstellung für den Autoverkehr, wie ihn Hillebrecht so vehement durchsetzte, nicht rückgängig gemacht, gar ausgebaut werden würde. Hoffentlich nicht. Oder meinst du damit eher die geförderte Architektur, also das alte NordLB-Gebäude? Ich verbinde mit Hillebrecht immer nur den Abriss alter Gebäude und die komplette Neustrukturierung der Stadt zur Förderung des Autos, was zeichnete seine Zeit als Stadtbaurat denn noch aus?
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Old November 13th, 2008, 08:52 AM   #14
burndown1977
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die münchener stadtbaurätin hat eine enorme summe für den sozialen wohnungsbau genannt: 610 mio euro !! da ist die rangfolge der finanzstärke der städte wohl geklärt. was man mit dem geld in hannover alles machen könnte!!

herr walter hat die wirtschaftskraft und das erscheinungsbild von hamburg ganz schön unter den scheffel gestellt. der soll mal nicht so tun: kohle haben die genug!! ist schließlich eine der reichsten städte des kontinents - da kommt auch zürich nicht mit!

das meiste, was herr zur nedden gezeigt hat, war mir zwar schon bekannt, aber für diese aufbauleistung kann man leipzig nur großen respekt zollen!! in leipzig bekommt man es hin, ansprechende und hochwertige stadträume, einzelhandelsflächen, kaufhäuser, tiefgaragen, grünflächen, sanierungen etc. zu schaffen, obwohl die wirtschaftskraft der stadt immer noch nicht so dolle ist.

deutschland braucht einen stadtumbau WEST !!

was mir auf den keks gegangen ist, ist die heulerei zu den kaufhäusern!!! wenn man überall solche potthässlichen bunker hinstellt, darf man sich doch nicht wundern, wenn dort nicht eingekauft wird. besonders karstadt in der mönckebergstr. ist so dermaßen verbaut und unübersichtlich!! DA GEHT MAN EINFACH NICHT GERNE EINKAUFEN!! das sollten die verantwortlichen bereits wissen, dass das immer wichtigere shopingerlebnis in ihren immobilien nicht positiv wahrgenommen wird!! eine ausnahme bildet wieder leipzig: SUPER kaufhäuser, leider ist die kaufkraft in leipzig (noch) nicht so hoch, dass die dinger gut gelaufen. solche gebäude in hannover und hamburg - probleme gäbe es dann nicht!!

Last edited by burndown1977; November 13th, 2008 at 09:01 AM.
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Old November 13th, 2008, 10:27 AM   #15
Leine1977
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Originally Posted by burndown1977 View Post
herr walter hat die wirtschaftskraft und das erscheinungsbild von hamburg ganz schön unter den scheffel gestellt. der soll mal nicht so tun: kohle haben die genug!!
Ja, da musste ich auch schmunzeln. Wenn man bedenkt wie die mittlerweile 300 Mio. € (!) teure Elbphilharmonie bezuschusst wird - unsere Stadt jedoch keinen einzigen Penny in das Schloß Herrenhausen stecken will, heißt das schon was.

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in leipzig bekommt man es hin, ansprechende und hochwertige stadträume, einzelhandelsflächen, kaufhäuser, tiefgaragen, grünflächen, sanierungen etc. zu schaffen, obwohl die wirtschaftskraft der stadt immer noch nicht so dolle ist.
Wir werden uns noch wundern, wenn Leipzig uns bald in allen Belangen überflügeln wird. Schön fand ich auch, dass dort nicht auf Malls gesetzt wird. Letztlich kann man fast zynisch behaupten, dass 40 Jahre DDR den Stadtbau nicht schlechter hat aussehen lassen als Wirtschaftswunder und Marktwirtschaft. In anderen Foren gerät man regelrecht ins schwärmen, wenn man die Sanierungsergebnisse in Leipzig sieht. Einfach Wahnsinn. Leider ist Herr zur Nedden drauf kaum eingegangen - gut, ging ja auch nur um die City.

Nicht erwähnt wurde, dass Leipzig ein Parkhausverbot in der Innenstadt hat (nur Tiefgaragen). Und nicht verstanden habe ich, dass Herr Bodemann Parkhäuser kritisiert hat (was ich begrüße) - gleichzeitig werden aber an mehreren Stellen der City welche gebaut (RQ).
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Old November 13th, 2008, 11:03 AM   #16
devilsadvocate
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Also dass uns Leipzig überholt, halte ich für völlig unrealisisitsch, aber nagut...
Weder im wirtschaftlichen Sinne, noch in der Bevölkerung...
Da wird im Mom vioel Geld vom staat reingepumpt, aber ob es die Bevölerung drt hält und sich die Wirtschaft erholt, das dürfte wohl in den stenen stehen... Hannover hat mit seiner optimalen LAge im Verkehr den ebsten Standort erwischt, der Logistik Standort Nr. 1 zu werden, auch wenn dies noch ein wenig dauern sollte. Am Ende zählt aber die Erriechbarkeit und Effiktivität, und da stehen wir sehr gut da als Kontenpunkt der wichtigsten Straßen und SChienen der Republik.

Hamburg sollte man lieber nicht so viel Philamonie bauen, sondern eher eine 10m hohe Wand aus Beton bis zum Jahre 2200
Von daher bin ich auf diese Stadt nicht neidisch...

Dass Hannovers Kaufhäuser zu überdemensioniert sind fasse ich als beleidigung auf. Was will man damit sagen? Dass Hannover zu klein wäre für die ganzen Kaufhäuser? Also, dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.
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Old November 13th, 2008, 11:14 AM   #17
Leine1977
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Originally Posted by devilsadvocate View Post
Dass Hannovers Kaufhäuser zu überdemensioniert sind fasse ich als beleidigung auf. Was will man damit sagen? Dass Hannover zu klein wäre für die ganzen Kaufhäuser? Also, dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.
Da muss ich Dir widersprechen. Ich fand es gut, dass sich wenigstens der Hamburger Stadtbaurat zu Hannover geäußert hat. Die Veranstaltung ist ja auch dazu da, Mißstände zu beseitigen und ist beileibe keine Werbeveranstaltung für Hannover.

Dass unsere Straßen und Kaufhäuser im Städtevergleich viel zu groß und klotzig sind, ist eine Tatsache, die wir hier selbst andauernd kritisieren. Schau Dir mal auf Google-Earth die City von oben an:



Ich hätte mir im Gegenteil eine noch kritischere Auseinandersezung mit Hannover gewünscht.
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Old November 13th, 2008, 11:27 AM   #18
devilsadvocate
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Also ob einzelne Gebäude in der Altstadt zu groß sind oder insgesamt die Einzelnhandelsfläche zu groß sind denke ich zwei versfheidene PAar sChuhe.
Wir haben in Hnnover das Glück und auch die Möglichkeit eine große Shopping Zone eingerichtet zu haben mit Deutschlands best frequentiertesten straßen.
Ich bin auch für eine kleinparzellige Bebauung an der Marktkirche, das heißt aber nicht, dass ich zb. die EAG zu überdemensioniert für hannover finde, ganz im Gegenteil.

Wenns die Nachfrage nicht geben würde, würde hier auch niemand was bauen...
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Old November 13th, 2008, 11:38 AM   #19
Luoen
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Das denke ich auch, der Einzelhandel korrigiert sich ja auf lange Sicht selbst. Wenn ich am Samstag durch die Stadt gehe, kommt es mir nicht so vor als wäre alles überdimensioniert.
Ich denke ein großes Kaufhaus wird dennoch aufgeben müssen, dann hätte man die Chance eines der Grundstücke neu zu strukturieren.

Ehrlich gesagt finde ich es wichtiger, dass unsere Stadt von der Straße aus schön ist und nicht bei Google Earth (aber da sorgt Google ja auch demnächst für Abhilfe)
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Old November 13th, 2008, 11:47 AM   #20
Leine1977
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Ich glaube nicht, dass sich der Einzelhandel selbst korrigieren kann. Er fordert ja weiterhin noch größere Parzellen und moniert Kleinparzellierung. Zudem - und das wurde gestern auch kritisiert - läßt er keine Wohnbebauung zu.

Natürlich hat Hannover eine sehr dichte Shopping-City. Für den Handel ist das auch positiv und m.M. nicht mehr korrigierbar.

Dennoch - man sieht es an diesem Kaufhof - ist es verschenkte Fläche, die abends totlangweilig ist. Was man aus diesem Areal alles machen könnte... Und in den gestrigen Vorträgen gab es einige Beispiele: Leipzig und München lassen solche Megabauten gar nicht zu, weil sie schädlich sind. Lieber kleine Gassen, Passagen mit Geschäften und Wohnbebauung. Die Stadt wird so erlebbarer.

Ach so: google-earth ist natürlich kein Maßstab. Aber wenn man Hannover mit den ganzen anderen deutschen Großstädten vergleicht, kann man sehr schnell erkennen, dass der Hamburger Stadtbaurat Recht hat.
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