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#1 |
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Kansas of Elsass
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Offizieler Hafen- und Rhein Projektethread
Wie schon im Projektthread angekündigt, denke ich ist ein eigener Thread für die Hafen Areale und alle was mit dem Rhein zu tun hat, sinvoll, damit nicht 1000 Sachen im gleichen Thread diskutiert werden.
Die Bilder und Modelle sind von einer Studie, von Studierenden der UNI Stuttgart über die Entwicklung der Rheinhäfen. Es sind einige sehr interessante Projekte dabei. "Waterfront Basel" heisst das ganze: Karte von den Hafenareale (aus Swissmap ) ![]() Rheinhafen Kleinhüningen Heute: ![]() Anja Pobitschka & Vesna Spajic | Basel - Trinationale Region im Wandel Das vorgegebene Planungsgebiet nördlich des Stadtzentrums im Stadtteil von Kleinhüningen hat aufgrund seiner Lage und vorhandenen Identität das Potential zu einem neuen urbanen Bezugspunkt für die Stadt Basel und das Umland zu werden. Der Hafen ist ein Ort stetiger Transformation. Er ist fest verwurzelt in der Geschichte und Entwicklung der Stadt und stellt räumlich einen ausdruckstarken und bekannten Ankerpunkt dar. Er ist nicht nur ein Ort an dem drei Nationen aufeinander treffen, sondern auch die Schnittstelle zwischen urbaner und „ländlicher“ Siedlungsstruktur. Hier treffen stark verdichtete Blockstrukturen auf großfl ächige Gewerbeeinheiten im direkten Anschluss an dörfliche Teilgemeinden. Natur- und Landschaftsräume grenzen ebenfalls unmittelbar an. Als Infrastrukturknotenpunkt ist er optimal angebunden. Der Entwurf sieht eine Modellierung zur Insel vor, als erneute Transformation des Hafenareals wird ein neuer Ort geschaffen. Das Bild einer starken Veränderung zeigt sich: das Alte löst sich ab, macht sich frei, wird ergänzt – etwas Neues kann entstehen. Die Insel ist ein räumliches und inhaltlich freies Element, das eine Neuinterpretation der bisherigen Stadt zur trinationalen Stadt Basel ermöglicht. ![]() ![]() Das neue Image des Gebietes vereint Vergangenheit und Zukunft − ist sichtbares Zeichen, Symbol in der Stadt. Die bisher ungeordnete Siedlungsstruktur der Ränder beginnt sich „städtisch“ zu artikulieren. Kompakte neue Siedlungsstrukturen setzten bisher eindeutige Grenzen zwischen Siedlungsraum und Landschaftsraum. Basel erhält nun eine neue, ergänzende Mitte, welche eine gemeinsame Identität für die Stadt und ihr Umland schafft. Die Neucodierung des Hafenareals setzt ein deutliches Zeichen für die einsetzenden Entwicklungen. Um ein urbanes Stadtquartier zu erhalten, ist es nötig die strukturelle Einbindung auf allen Ebenen zu erreichen. Dafür sind folgende Eingriffe nötig : - Ausbildung einer starken Identität auf Insel - Ausbildung eindeutig wahrnehmbare Stadteingänge - Herstellen eines verbindenden Stadtraumes mit städtischer Dichte - Erhalt gebietsprägender Hafenatmosphäre - strukturelle Anbindung an bestehende Quartiere, auch über die Landesgrenzen hinweg - gleichgewichtige Verteilung der Funktionen Wohnen, Arbeiten und Freizeit - Schaffung von hochwertigem Wohnraum - auch als Anschlussfunktion an den Grenzen - Nutzungsüberlagerung, Nutzungsverdichtung entlang der Entwicklungsachsen - optimale Verbindung angrenzender Landschaftsräume über Grünkorridore - Ausbildung eines innerstädtischen Freiraumnetzes über Rad-/ Fusswege-Verbindungen - Einbindung des Rheins in den Stadtkörper als hochwertiger innerstädtischer Freiraum über neue Brückenschläge - Fortführung bestehende Rheinpromenade - weiterer Ausbau der Infrastruktur - Fortführung und Erweiterung des ÖPNV Konzeptplan – der Hafen als Schnittstelle zwischen kompaktem Stadtkörper und Umland. Ziel – gemeinsame Identität von Stadt und Umland: ![]() ![]() Die Umsetzung des Leitbildes soll in Phasen entstehen. Diese unterliegen einem übergeordneten Prinzip, das zunächst die Freiraumentwicklung als Vorleistung der Stadt sowie Umnutzung erhaltenswerter Gebäude durch Pioniere, bzw. Schrittmachernutzungen vorsieht. In der zweiten Stufe wird über den Ausbau der Infrastruktur die Grundlage für kommende Nutzungen geschaffen. Hochwertige öffentliche Nutzungen werden an die entstandenen Entwicklungsachsen angelagert und dienen als Impulsgeber für Investitionen von privater Seite. Auf der Insel sieht das Konzept neben verschiedenen kulturellen und touristischen Nutzungen ein bürgernahen trinationales Forum vor. Diesem liegt der Gedanke zugrunde die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz im Oberrheingebiet zu konzentrieren und den Austausch der verschiedensten Gremien untereinander zu stärken. Integriert ist ein Servicecenter das den Bürgern als Anlaufstelle für Ausbildungs- und Arbeitmarktfragen dient. Um eine gleichmäßige Nutzungsmischung zu erhalten sind ergänzend neue Wohnformen in Form eines hybriden Stadthauses vorgesehen. Angrenzend an den bestehenden Stadtteil Klybeck fi ndet die strukturelle Anbindung in Form von geöffneten Blockstrukturen statt. Die Blöcke haben analog der angrenzenden Quartiere halböffentliche begrünte Höfe. Großfl ächige Raumeinheiten sind jeweils in den Blöcken integriert um die Versorgungsfunktionen für das Quartier aufzunehmen. Über die Weiterführung bestehender Grünachsen zur Promenade wird eine Tiefenwirkung für das bisher vom Rhein abgegrenzte Quartier erreicht. Im Bereich des Innenhafens dominieren die Relikte der ehemaligen Hafennutzung, die in der Hauptsache für kulturelle Einrichtungen und zu Dienstleistungsbausteinen umgenutzt werden. Der neue Stadteingang sowie der Rückbau der bisherigen Hauptstrasse durch Kleinhüningen führen zu einer Aufwertung des bestehenden eher Blick nach Süden Richtung kleinteiligen Stadtteils. Blick nach Süden Richtung kleinteiligen Stadtteils. Basel im Vordergrund das Dreiländereck: ![]() Uferzonen des neuen Wohnquartiers: ![]() Uferpromenade mit Blick auf ungenutzte Speichergebäude: ![]() Flanieren am Rhein mit Blick auf das Inselbad und das neue Wohn- und Arbeitsquartier der Insel ![]() Heut Abend Kommt dann noch Post #2.
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LMAA ***1893***
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#2 |
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nette studie, erinnert mich ein wenig an die hafencity in hamburg. eine verwirklichung ist leider noch in weiter ferne....hier noch ein bildchen von HHF architects, am klybeckquai könnte im gegensatz zum hafen vielleicht schon bald neues entstehen
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#3 | |
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ausser Takt aber taktvoll
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).
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#4 |
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Kansas of Elsass
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Hab hier noch ein Dokument gefunden das noch ein bisschen ausführlicher über das Hochhaus am Klybeckquai 88 berichtet. Weiss allerdings immer noch nicht genau wann mit dem Bau begonnen wird, es steht aber etwas von 2010
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LMAA ***1893***
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#5 |
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#6 |
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Resurrected
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Gute Idee, wird auch gestickt
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#7 |
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Kansas of Elsass
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Hier kommt der Post #2. War etwas faul, darum hats sich hinausgezögert...
Jens Krämer | Vielfältige Gemeinschaft am Fluß – „Dreilandboot“ Die trinationale Agglomeration um Basel wächst ins Umland. Ein Bewusstsein als Gemeinschaft welche die Unterschiedlichkeit der Länder Schweiz, Frankreich und Deutschland faszinierend vereint ist nicht vorhanden. Der Entwurf beschreibt eine gemeinsame Entwicklungs Strategie über den Rhein. Ziel ist es, das Wachstum neu auszurichten und der trinationalen Agglomeration ein Gesicht zu geben. Mit der Vision Rheinachse wird der Fluss zum zentralen Bindeglied der Agglomeration. Am Fluss entstehen unterschiedliche urbane Quartiere, die ein Maximum an Nutzungen vereinen. Entwickelt wird die trinationale Rheinachse über strategisch platzierte Zentralitäten. Priorität hat dabei der Bereich um das Dreiländereck. Das neue Zentrum „Dreilandboot“, ein multifunktionales Konzentrat in Gestalt eines dreidimensionalen Platzes, wird zum Attraktor für die Einwohner der Agglomeration und für Touristen. Es vereint Shopping, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, und bildet einen Freiraumknoten. Das Dreilandboot vernetzt visuell die drei angrenzendend Länder und ihre Landschaftsräume. Durch die Lage auf dem Wasser entsteht ein Zentrum für alle. Im Umkreis entstehen vier ganz unterschiedliche, urbane Quartiere: Das Hafenquartier Kleinhüningen auf Schweizer Seite erfährt eine städtebauliche Reparatur, die Strukturen des Klybeckquartiers werden weitergebaut. Die bestehende Résidence Tivoli auf linksrheinischer, französischer Seite wird punktuell nachverdichtet. Der Charakter der lockeren Bebauung bleibt erhalten. Mit der Cité Douanière entsteht auf der davon südlich gelegenen Industriebrache ein neues, horizontal verdichtetes Quartier. Dieses Quartier realisiert das Wohnen auf dem eigenen Grundstück in einem urbanen Gefüge. Die Dichte der Quartiere, als ein Beitrag zu neuer Urbanität am Fluss, wird möglich durch ein umfangreiches Freiraumnetzwerk. ![]() ![]() Lageplan mit rechtsrheinisch „Dreilandboot“ und Erweiterung des Klybeckquartier und linksrheinisch der Cité Douanière. ![]() ![]()
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#8 |
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Kansas of Elsass
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Es ist halt schade das dies keine Projekte sind sondern nur Vorstellungen sind wie man den Hafen umgestalen Könnte.
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#9 |
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das erste projekt hat mir architektonisch besser gefallen, auch da es viele alte hafengebäude miteinbezieht und so den alten hafencharme aufrecht erhält. gut an beiden projekten finde ich dass die französische seite miteinbezogen wird, man sollte auf dem französischen gebiet unbedingt verdichten. es passt nicht zusammen wenn direkt an das novartis hochhauscluster vereinzelte einfamilienhäuser und industriebrachen grenzen. hoffentlich tut sich da bald etwas auf französischer seite.
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#10 |
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Kansas of Elsass
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Nicole Conrad | Basel - Leben am Insel-Park
Grundlegende Forderungen Die Stadt Basel fördert mit dem Projekt „Logis Bâle“ die Entstehung familienfreundlicher und qualitativ hochwertiger Wohnungen auf dem Gebiet des Kantons Basel-Stadt. Sie wirkt damit der Abwanderung der zahlungskräftigen Bürger ins Baseler Umland entgegen. In Kleinhüningen sollen in Verbindung mit einer Modernisierung der Hafenlogistik interessante Wohnstandorte am Wasser entstehen, unweit des neuen Life Science Parks mit hochwertigen Arbeitsplätzen. Kleinhüningen und Klybeck benötigen dringend eine Aufwertung des Wohnumfeldes und das Angebot großer, hochwertiger Wohnungen um eine bessere Durchmischung der Bewohnergruppen zu erreichen. Die durch die Industrie beinahe verlorengegangene Identität der Orte muss gestärkt werden. Der Hafen muss als wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Kanton erhalten werden und auch während der Umbauphase voll funktionsfähig bleiben. Die private und touristische Nutzung, sowie die besondere Atmosphäre im Hafengebiet ist unbedingt erhaltenswert. Entwurfskonzept Das Planungsgebiet ist in vier verschiedene Bereiche unterteilt. Zuerst entsteht im Süden ein Insel-Park, der Raum für Erholung, Sport und soziale Kontakte bietet. Dieser Park dient als Impulsgeber für die Aufwertung des Gebietes. Ihm folgen drei Quartiere, die sich in Struktur und Gestaltung voneinander unterscheiden. So bilden sich identifi zierbare Nachbarschaften aus, mit wahrnehmbaren „Grenzen“, die Zugehörigkeit und Gemeinschaft markieren. In jedem Quartier gibt es ein kleines „Zentrum“, mit höherer Dichte und Mischung und ruhigere Bereiche mit vorwiegend Wohnnutzung. Alle Wohnungen verfügen über privaten Freiraum und haben Blickkontakt zu Wasser und/oder Grünraum. Die Einrichtungen für den täglichen Bedarf und die öffentlichen Grünräume liegen in Wohnungsnähe und sind auf sicheren Wegen in wenigen Minuten zu erreichen. Die neuen Quartiere liegen direkt an Park und Wasser und sind weniger dicht bebaut als ihre Umgebung. Die Basler Altstadt und die großen Erholungsgebiete sind nah, Autobahn und Flughafen sind schnell zu erreichen. So bietet die „Waterfront Basel“ eine echte Alternative zum Wohnen in der ländlichen Umgebung Basels. ![]() ![]() ![]() Freiraumverbindungen Erschließungskonzept Nutzung und Bezüge Lageplan + Modelle visualisieren: Insel-Park als Impulsgeber zukünftiger Entwicklung – vom Hafenareal zu attraktiven Wohnquartieren am Rhein
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#11 | |
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Kansas of Elsass
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#12 |
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das erste gefällt mir um einiges besser. man sollte die bestehenden gebäude beim becken1 unbedingt in die entwicklung mit einbeziehen. das machen diese gebiete in anderen städte ja gerade so besonders. der untere teil (klybeckquai) sollte aber nicht einfach verbaut werden, da gäbe es so viele neue möglichkeiten welche das quartier einmalig machen könnte (zb ein kleiner yachthafen (statt bei der kaserne...), kanäle, park etc.).
gabs da nicht auch noch eine studie mit einem park am südlichen teil des klybeckquais? edit: 2 posts weiter oben... so schnell kanns gehen |
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#13 |
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Das wär doch was für die Insel im Rhein...
Nach Vorbild der Elbphilharmonie in Hamburg (Herzod & de Meuron)
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Last edited by hausmeister; March 20th, 2008 at 03:02 PM. |
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ein netter artikel zum basler hafen aus der tcs-zeitung (touring, 10/2007):
Basel, der einzige Schweizer Hafen mit Zugang zum Meer, befindet sich im Umbruch. Zwischen Roche und Novartis geniesst man den Anblick der Lastkähne. Man tanzt in einem alten Lastkahn und träumt vom Wohnen in einer Loft. Seit der Katastrophe von Schweizerhalle ist das rosa Wasser, das an jenem 1. November 1986 unter Basels Brücken durchfloss, längst wieder klar geworden. Und sogar noch sauberer als vorher. Seit einigen Jahren wird im Rhein wieder gebadet. Und wenn die kaum enden wollenden und mit Getreide oder Kohlenwasserstoffen beladenen Lastkähne langsam stromaufwärts pflügen, beginnt man von der hohen See zu träumen. Das glitzernde Wasser vor unseren Augen wirft nach der Durchfahrt der Kähne Wellen und fliesst in Richtung Niederlande. Fast vergisst man, dass Basel ein Hafen und der einzige Zugang der Schweiz zum Meer ist. Im Aufwind Jeden Tag werden Hunderte von Tonnen Waren vom Wasser auf die Schiene umgeladen, davon ein kleiner Teil per Lastwagen. Eine Nutzung, die sich so schnell nicht erschöpfen wird und sogar im Aufwind ist. Daneben legen auch immer mehr Kreuzfahrtschiffe in St. Johann an, und der Hafen ist im Wandel begriffen. Unter den Planern, Architekten, aber auch den Einwohnern ist neue Motivation zu spüren, die Ufergebiete, welche Mitte des letzten Jahrhunderts von der Chemieindustrie und dem Flusstransportwesen in Beschlag genommen wurden, wieder zurückzugewinnen. Wer schon durch die mittlwerweile in schicke Uferpromenaden umfunktionierten Docks der Häfen von Barcelona, Lissabon, London, Genua, Düsseldorf oder Hamburg flaniert ist, kann sich vorstellen, dass sich auch der Hafen von Basel zu einem neuen, attraktiven Quartier am Wasser entwickeln könnte – einem Quartier mit Kränen, Getreidesilos und Tänken als Kulisse für Siedlung, Kultur, Läden und Freizeit. Die Umgestaltung des Basler Hafens ist nicht bloss eine Utopie. Sie hat am linken Rheinufer mit der Grossbaustelle des Campus Novartis begonnen, wo der Pharmakonzern ein ultramodernes Zentrum für Forschung, Entwicklung und internationales Management einrichten will. Eine vollständige Neugestaltung der Uferzone wird folgen: Der Landeplatz von St. Johann, der vorwiegend zum Umladen von Lastkähnen dient, die Getreide und Futtermittel transportieren, wird 2009 verlegt. Zur Umgestaltung der ehemaligen Docks in eine schicke Promenade wurde ein Wettbewerb für Landschaftsarchitekten mit einem Budget über 20 Millionen lanciert. Was den Hafen von Kleinhüningen angeht, so ist die Verwandlung zwar noch nicht sichtbar, vollzieht sich aber bereits im Verborgenen. Laut Hans-Peter Hadorn, Direktor der Rheinschifffahrt, der die Hafen-Infrastrukturen verwaltet, eignet sich dieser Bereich nicht wie in Hamburg oder London als Wohngebiet, da er noch genutzt wird. Hingegen würde ein Uferzugang für die Bevölkerung und eine Öffnung der Dreiländereck-Halbinsel für Freizeit und Tourismus von ihm gerne gesehen. Sanfte Sanierung So gibt es keinen wirklichen Konflikt zwischen den Nutzern des Hafens und den Verfechtern einer besseren Lebensqualität. Diskret, aber entschlossen lassen sich die initiativen Visionäre im Hafen nieder. "Das Schiff", ein ehemaliger Lastkahn, der fest am Westquai liegt, gehört mit seinem Club und Restaurant zu den trendigsten Lokalen Basels. Daneben wurde ein ehemaliges Industriegebäude vom Fotografen Onorio Mansutti in ein hypermodernes Kulturzentrum umfunktioniert, das Brasilien gewidmet ist. Während am Hafenbecken 1 – dem grossen Becken – der Kulturunternehmer Anton Marty den leerstehenden Sitz der Schweizer Reederei Neptun in einen gemischten Ort für Arbeit und Freizeit verwandelt hat. Architekten, Freischaffende und Künstler mieten hier Büros und Ateliers, und eine Bar ist an jedem Vollmondabend geöffnet. Demnächst wird auf dem Quai ein kleines Restaurant mit Sicht auf die sich entwickelnden Flussaktivitäten eröffnet. Vom Dreiländereck bis zur Waterfront Basel Hier auf der Halbinsel zwischen Rhein und Hafenbecken 1 befindet sich auch das Dreiländereck, die Stelle, an welcher die drei Landesgrenzen sich treffen. Schon lange bietet das verglaste Restaurant eine unmittelbare Sicht auf den Fluss und im Norden auf das gegenüberliegende deutsche und französische Ufer. Und seit kurzem fährt jeden Sonntag eine Solarfähre zur eleganten Fussgänger- und Radbrücke, welche das deutsche Ufer von Weil am Rhein mit dem französischen Dorf Huningue verbindet. In fernerer Zukunft soll das Gelände den Namen Riverside Basel, Waterfront Basel oder New Port Basel bekommen. Architekturstudenten von Stuttgart, Münster und Basel haben mit Simulationsbildern und Modellen futuristische Projekte ausgearbeitet. Der Industriehafen wurde dabei in eine neue Siedlung mit Wohnungen und Büros mit Blick auf Fluss und Hafenbecken verwandelt. Geschaffen wurden Fussgänger- und Radbrücken sowie Flanierpromenaden entlang dem Rheinufer. Mit ihren Projekten mit den vielsagenden Namen haben die jungen Architekten für die durch Bahn und Lagerhallen vom Rheinufer abgeschnittenen Bewohner der Basler Nordquartiere einen neuen Anreiz geschaffen. Das weckt die Lust auf einem Spaziergang über die drei Grenzen etwas Seewind zu schnuppern. * Das Schiff – Hafen Basel, Westquaistrasse 19, 4057 Basel, Telefon/Fax 061 631 42 40, www.dasschiff.ch Terrasse auf dem Bernoulli-Silo bietet Panoramasicht auf die Grenzregion. Mittwoch von 10–12 Uhr und von 13.30–17 Uhr, Freitag, Samstag, Sonntag von 10–17 Uhr. Infos unter 061 639 34 52. Jeden Sonntag ab 12 Uhr Gratistransport mit der Solarfähre vom Dreiländereck zur Passerelle des trois frontières (www.cc-3frontieres.fr). Grosse Bedeutung Der in unserem Land etwas verkannte Flusstransport hat Zukunft und ist eine Form von ökologischem Transport für die Schweiz und Europa. Der in den Dreissigerjahren erbaute Hafen von Basel erlebte während des Zweiten Weltkrieges mit der Versorgung der Schweiz seine Blütezeit. Heute gelangen ein Drittel der Treibstoffe auf dem Rheinweg in die Schweiz, und über 10% des Aussenhandels werden im Hafen von Basel abgewickelt. Durchschnittlich erreichen und verlassen jährlich 7 Millionen Tonnen per Lastkahn den Hafen von Baselstadt und Baselland. Betrachtet man die 2006 in der Schweiz auf dem Flussweg angelieferten Waren (6,7 Millionen Tonnen) im Detail, dann findet man an erster Stelle Treibstoffe (2,8 Millionen Tonnen), danach folgen Metalle (769 000 Tonnen), Chemikalien (654 000 Tonnen) sowie Kies, Erde und Baumaterialien (439 000 Tonnen). Unterstützung durch den Bund Auf dem Flussweg gelangt auch die grösste Menge an Lebensmitteln (345 000 Tonnen) und landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Getreide, Soja, Mais sowie immer mehr biologische Nahrungsmittel (28 300 Tonnen) in die Schweiz: Güter, die aus Übersee in die Häfen von Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen verschifft werden, bevor sie auf dem Rheinweg in die Schweiz weiterbefördert werden. Ein grosser Vorteil des Flussweges ist die grosse Warenmenge, die dabei transportiert werden kann. So ist diese Transportart ökologischer, als man denkt. Die Stadt Basel fordert mit einem Postulat von Ständerätin Anita Fetz, dass der diskriminierte Flusstransport, der im Gegensatz zur Bahn keine Unterstützung durch den Bund geniesst, im Hinblick auf eine nachhaltige und ökologische Schweizer Transportpolitik berücksichtigt werden sollte. btw: weiss jemand, ob es die bar bar und das kino auf dem bernouilli-silo diesen sommer wieder gibt? |
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Im Rheinhafen wird es langsam eng
WACHSTUM, ZUZUG, BESCHRÄNKTE GELÄNDERESERVEN: LOGISTIKFIRMEN HABEN PLATZPROBLEME
Die im Kleinhüninger Rheinhafen domizilierte Rhenus Alpina wächst konstant – und muss mit ihren Containern auf hafennahe Areale ausweichen. Sie ist nicht die einzige Speditionsfirma mit Raumproblemen. Stefan SchuPpli Die stoische Ruhe, die Peter Widmer verbreitet, mag sein Naturell sein. Als Chef der Rhenus Alpina, der Schweizer Tochterfirma des deutschen Rethmann-Konzerns, hat er trotz gutem Geschäftsgang der Firma eine Sorge: Im Rheinhafen Kleinhüningen werden die Grenzen des Wachstums spürbar. Für die Firma, die in der Region 230 Mitarbeiter beschäftigt, ist der Rheinhafen aus historischen Gründen ein wichtiges Standbein. Sie ist dort überdies mit Abstand der grösste Hafenbetrieb. Die Rheinfrachten haben bei Rhenus im letzten Jahr zehn Prozent zugenommen. Und auch das laufende Jahr sieht vielversprechend aus. Immer wichtiger wird das Containergeschäft, aber hier musste sich Rhenus etwas einfallen lassen. Denn bereits wird der Raum knapp, um die Container stapeln zu können. Rhenus behilft sich, indem sie künftig Flächen in Hafennähe zumietet. «Wir werden dann die Container mit Anhängerzügen dorthin bringen», sagt Widmer. Verunsicherung. Roman Mayer, Geschäftsführer der Swissterminal (hervorgegangen aus der Conteba und anderen Firmen der Familie Mayer) bestätigt die beschränkten Expansionsmöglichkeiten im Kleinhüninger Rheinhafen. Der grösste Schweizer Containerspediteur hätte gern weiter ausgebaut. «Aber die Lage hier ist etwas unsicher, weil wir nicht wissen, was die Politik mit dem Hafenareal eigentlich vor hat.» Mayer spricht damit die Zeit nach 2029 an. Dann laufen die Baurechtsverträge im Rheinhafenareal aus. Es gibt tatsächlich kein lautes und kompromissloses Ja zum heutigen Standort des stadtnahen Hafens. Hans-Peter Hadorn, Direktor der Rheinhäfen Schweiz, spricht verschlüsselt von einer «aufwärtskompatiblen Entwicklung». Konkret heisst das: Im Hafenareal sollen künftig auch Firmen aus dem Dienstleistungssektor angesiedelt werden. Die Hafenanlagen hat auch die Fantasie von Architekten beflügelt, die das Gebiet am liebsten mit Lofts zubauen würden. Von einem Flanierboulevard war die Rede und von der Aufhebung des Verschiebebahnhofs zwischen Hafen und Dreirosenbrücke – ein Unsinn, weil ohne diesen der Hafen gar nicht funktionieren kann. Zur Diskussion steht zunächst das Areal zwischen Altrheinweg und Rhein, das sich die Hafenbahn (mit Rangiergeleisen), Migrol und Esso (Tankanlagen) sowie Novartis (Spezial-Verbrennungsofen) und andere Firmen teilen. Das ökonomische Problem dahinter: Hafenwirtschaft und Spedition haben eine tiefe Wertschöpfung pro Flächen- oder Raumeinheit. Entsprechend tief liegen im Hafengebiet die vom Staat verlangten Baurechtszinsen. Luxuswohnungen erreichen bessere Renditen. Umzug. In einer speziellen Lage sieht sich Ultra Brag, die wegen des Novartis Campus den Rheinhafen St. Johann im Grossbasel verlässt und nach Kleinhüningen ziehen muss. «Im Moment geht es noch, aber mit der Verlagerung wird es Engpässe geben», sagt Ultra-Brag-Finanzchef Werner Schniepper. Aus Platzmangel wird das neue Silo, das derzeit gebaut wird, mit 80 Meter sehr hoch. Ultra Brag, die zuerst auf das Areal des Novartisofens 200 Meter nördlich der Dreisrosenbrücke ziehen sollte, wird am Hafenbecken II auf ihrem bisherigen Gelände auskommen müssen. Dazu werden Garagen sowie Schuppen niedergerissen. Der Umzugstermin wird spätestens Ende 2009 sein. Rheinhafenverwalter Hadorn bestätigt die Platzknappheit, relativiert aber: «Es gibt Rationalisierungspotenzial. Neue Anlagen sind effizienter, die neuen Silos viel grösser.» Zudem existierten in der näheren Umgebung noch verschiedene Brachen oder schlecht genutzte Areale wie das beim Altrheinweg. Ein Teil des Umschlags könne auch nach Birsfelden oder in den Auhafen verlagert werden, wie etwa die dortigen Tanklager. In 20 Jahren, wenn die Baurechtsverträge auslaufen, könnten andere Perspektiven ins Auge gefasst werden, wie ein Standort in Weil oder Mülhausen, sagt Hadorn. Projekte seien aber keine spruchreif. Eine binationale Konstruktion werde aber sicher nicht mehr so einfach gehen wie beim Flughafen, der nach dem Zweiten Weltkrieg unbürokratisch aus dem Boden gestampft wurde. Tor zur Schweiz Wichtiger Weg. 15 Prozent der Importe kommen über die Rheinhäfen in die Schweiz. «Die acht Millionen Tonnen Güter jährlich bedeuten 400 000 Camions oder 8000 Ganzzüge», sagt Rhenus-Schweiz-Chef Peter Widmer. Schifftransporte seien überdies ökologisch und ökonomisch, hebt er hervor. ssch ![]() Gut genutzt. Areal des Kleinhüninger Rheinhafens. Bildmitte: Hafenbecken 1. Rechts das rotbraune «Bernoulli-Silo» (bleibt erhalten). Foto Erich Meyer Quelle: BAZ vom 19.6.08 -------------------------------------------------------------------------- Ich denke langfristig wird der Hafen von Basel wegziehen und sich etwas weiter nördlich ansiedeln. Ich mag zwar den Hafen doch wenn man sich seine Lage ansieht und die begrenzten Bauflächen von Basel im Auge hat, ist dies der Anzeige Ausweg wenn Basel auch in Zukunft noch wachsen will. Ich Träum schon heute von einer kleinen Hafencity wie in Hamburg!! |
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#18 | |
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Kansas of Elsass
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#19 | |
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#20 |
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Errachte ich als nicht sehr schlau. Erstens gibt es dort gar keine Hafenbecken! Diese neu zu bauen würde wohl etwas viel kosten. Ausserdem würde Basel wieder Steuerzahler verlieren. Ich denke mal dass Unternehmen mehr einspielen als Wohnungen.
Nicht dagegen hätte ich natürlich wenn Weil eingemeindet wird, bzw. das Land wechselt, was aber in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach zu machen ist. wobei die meisten Weiler ja gar nicht Deutsch sind
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