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#141 | ||||||||
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Ich weiss nicht wie das bei Dir ist, aber bei gewissen Leuten ist es zur Gewohnheit geworden, jedes Mal wenn eine Abstimmung nicht nach ihrem Gusto gelaufen ist, die Andersstimmenden als „schlecht informiert“, „voll von Vorurteilen“ oder „wenig gebildet“ zu bezeichnen. Und man sollte sie darüber „aufklären“ wie sie „richtig“ zu denken und zu entscheiden haben. Das ist schlichtweg arrogant, hochnäsig und kindisch. Punkt. Ich meine, stell Dir mal vor, jemand würde so über Dich reden. Würdest Du das nicht als extrem populistisch empfinden? Das Bauchgefühl ist im übrigen nichts schlechtes. Im Gegenteil. Das Bauchgefühl beinhaltet das langfristige Wissen und die persönlichen Erfahrungen im Laufe eines Lebens. Das Bauchgefühl sagt Dir aufgrund der Lebenserfahrung wie gewisse Informationen zu werten sind. Vielleicht hat Dich in der Vergangenheit mal jemand übers Ohr gehauen oder Du hast eine Chance verpasst. Im Bewusstsein hast Du dies schon lange verdrängt und die Speicherkapazität des Kurzzeitgedächtnisses ist eh‘ zu begrenzt, um sich mit solchen Dingen aus der Vergangenheit zu beschäftigen. Das Bauchgefühl hilft Dir aber (wenn Du darauf hörst), beim nächsten Mal besser zu reagieren. Oder es hilft Dir beispielsweise auch die Informationen der nonverbalen Kommunikation (die oftmals aussagekräftiger sind als die der verbalen) in Deine Entscheidungen miteinzubeziehen. Quote:
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Aber bei den „Ja-Stimmern“ ist es dann schlechte Bildung? Und nicht eine andere Ansicht oder Interpretation? Von der „Nein“-Seite wurde die Sache immer so dargestellt, als würde Religionsfreiheit absolut gelten und man dürfe im Namen der Religionsfreiheit alles machen - auch Minarette bauen. Das sei ein absolutes Menschenrecht. Das stimmt einfach nicht. Das ist eine Falschinformation. Da könnte man auch sagen: Gut möglich, dass ohne diese und ähnliche Falschinformationen, die von der Nein-Seite verbreitet wurden, noch mehr Leute „Ja“ abgestimmt hätten. Politiker tun oft so, als hätten sie die Wahrheit gepachtet. Dabei ist jeder Mensch begrenzt. Auch ihr Tag hat nur 24 Stunden. Und in diesen 24 Stunden machen Politiker, vor allem Berufspolitiker, viele entscheidende Erfahrungen NICHT, die eben ein Lehrer, ein Manager oder ein Bauarbeiter macht. Politiker, vor allem Berufspolitiker, leben in einem Elfenbeinturm und sind zudem für ihre persönliche Karriere extrem von ihrer Partei abhängig. Parteidoktrin und Partei-Ideologie hat daher Vorrang vor dem eigenen gesunden Menschenverstand. Das haben wir ja in der Geschichte schon genügend schmerzlich beobachtet und auch heute gilt dies in gewisser Form. Politiker sind auch viel mehr empfänglich für Lobbying und Bestechung. „Otto Normalverbraucher“, der keiner Partei angehört, ist in den politischen Entscheidungen viel unabhängiger und steht erst noch mit beiden Beinen im Leben und hat mehr Ahnung davon, was wirklich in der Gesellschaft und in der Wirtschaft abgeht – aus eigener Erfahrung und nicht aus dem Parteiprogramm. Und es ist nicht nur die Parteizugehörigkeit, die brainwashend wirkt. Es gilt allgemein das Gesetz, dass man je mehr man weiss, eigentlich immer weniger weiss. Bzw. je mehr man sich spezialisiert, desto weniger sieht man den Wald noch vor lauter Bäumen. Gerade auch bei den Uni-Studenten ist es ganz extrem. Je nachdem was für ein Fach jemand studiert, wird ein Student nachher auf diese oder auf die andere Weise denken. Studiert jemand Germanistik, dann denkt er nach Schema A. Studiert jemand Ökonomie, dann nach Schema B. Man ist sehr stark gebrainwasht, ist sich dessen aber nicht bewusst. Gerade Studenten haben in der Regel am meisten Mühe SICH SELBST und die eigenen Denkstrukturen kritisch zu hinterfragen, obwohl dies eigentlich für einen richtigen Studenten das oberste Gebot sein müsste. Quote:
Wir reden hier ja auch immer vom Mittelland als eine Art langgezogene Stadt entlang der Hauptverkehrsachsen, was ja durchaus eine zutreffende Analyse ist. Das, was hier als „Stadt“ bezeichnet wird (die Zentren der Metropolitanräume), müsste man de facto eher „Kernstadt“ nennen. 95% der Schweizer halten sich regelmässig in den Kernstädten auf. Sei es zum Arbeiten, Einkaufen, Studieren, Kultur, Party etc. Die Menschen auf dem „Land“ konsumieren dieselben Medien und sind ebenso reisefreudige Schweizer, die gerne im Ausland Ferien machen. Und von wegen Ausländeranteil. Es ist schlicht kreuzfalsch, wenn von der „Nein“-Seite suggeriert wird, die Leute „auf dem Land“ hätten noch nie einen Ausländer bzw. einen Moslem selbst zu Gesicht bekommen und würden damit nicht konfrontiert. In praktisch allen Schweizer Gemeinden gibt es Moslems. Und auch auf „dem Land“ gibt es vielerorts hohe Ausländeranteile. In Deutschland gilt beispielsweise Köln als eine typische Gross-Stadt, ein Schmelztigel, mit einem hohen Ausländeranteil. Wir haben in der Schweiz aber übers ganze Land hinweg im DURCHSCHNITT einen deutlich höheren Ausländeranteil als Köln!! Dörfer auf dem Land mit einem Ausländeranteil von 10% oder 15% sind eher die Regel, als die Ausnahme. In einer Agglo-Gemeinde können es gut und gerne auch mal 25% oder gar 30% sein. Warum haben aber nun die Kernstädte in dieser Abstimmung so anders gestimmt, als der Rest der Schweiz? Die Schlussfolgerung wurde schnell gezogen: die Leute in der Stadt kennen die Moslems besser und haben deshalb „weniger Angst“ vor ihnen? Aber ist das wirklich so? Bedeutet ein quantitativ etwas höherer Anteil Moslems automatisch, dass man sie besser kennt? Ich lebe ja selbst ebenfalls in der Kernstadt und erlebe das ganz anders. Ich lebe in einem religiös extrem durchmischten Quartier. In meinem Haus beispielsweise sind die Moslems in der Mehrzahl. Aber kennt man sich wirklich besser gegenseitig? Ich persönlich habe zu zwei, drei muslimischen Nachbarn eine etwas engere Beziehung. Aber das ist eher die Ausnahme. Ansonsten leben die Leute und die Religionen im Quartier komplett aneinander vorbei. Wohlgemerkt: ich liebe das eigentlich. Ich liebe das städtische Leben. Die Idee, dass jeder sein eigenes Leben lebt. Aber Integration findet so nicht unbedingt statt. In der Kernstadt leben überdurchschnittlich viele Singles. Gründen diese Singles dann irgendwann eine Familie, ziehen sie in die Agglo oder „aufs Land“, weil man dort zum gleichen Preis eine grössere Wohnung bekommt. Und DAS ist der eigentliche Unterschied zwischen „Stadt“ und „Land“ heute! Es ist schon lange nicht mehr so, dass man einfach dort lebt, wo man aufgewachsen ist, weil man nichts anderes kennt. Der Wohnort wird bewusst gewählt, und zwar aufgrund der eigenen Lebenssituation. So kommt es, dass Leute mit einer ähnlichen Lebenssituation an ähnlichen Orten wohnen. Bspw. Singles in der Stadt, Familien eher auf dem Land. Gleichzeitig stimmen natürlich Menschen mit einer ähnlichen Lebenssituation oft auch ähnlich ab. Die ehemaligen Singles, die eine Familie gegründet und aufs Land gezogen sind, sind dabei nicht dümmer geworden. Aber sie haben andere Prioritäten. Sie haben Kinder. Das ändert vieles in der politischen Einstellung, vor allem wenn die Kinder in die Schule kommen und dort ihre Erfahrungen machen. Ich erlebe das ständig in meinem Kollegenkreis. Zudem sind in der Regel auf dem Land die Nachbarn wichtiger. In der Stadt werden sie meist ignoriert. Wenn ich auf dem Land bin, dann sind die Leute offener als in der Stadt. Ich werde auf der Strasse die ganze Zeit von wildfremden Menschen freundlich und offenherzig gegrüsst. Man setzt sich auf dem Land mit den Nachbarn bewusster auseinander, und damit auch mit den ausländischen Nachbarn. Die ausländischen Nachbarn und deren Integration sind dort den Leuten nicht egal, wie es in der Stadt der Fall ist. Das bedeutet dann auch, dass man bspw. Einbürgerung ernst nimmt und die Leute nicht einfach durchwinkt, auch wenn darüber in der Stadt die Nase gerümpft wird. Es ist doch bezeichnend, dass, wie in dem Bericht gezeigt, praktisch DAS GANZE DORF für einen Moslem unterschrieben hat, damit er seine Aufenthaltsbewilligung verlängert bekommt. Gleichzeitig hat eine klare Mehrheit für die Minarett-Initiative gestimmt. Man stelle sich das einmal in der Stadt vor: ein ganzes Quartier sammelt Unterschriften für einen ausländischen Mitbürger.Kaum vorstellbar! Aber gleichzeitig stimmt man gegen die Minarett-Initiative. Was ist „besser“? Die theoretisch-ideologische Unterstützung oder die praktisch-konkrete? Also, zusammengefasst, Gründe, warum die Kernstädte so anders abgestimmt hat, als der Rest des Landes: - Es zieht bestimmte Leute mit einem bestimmten Lifestyle/Lebenssituation in die Kernstädte und diese haben im Durchschnitt eine andere politische Einstellung - Überdurchschnittlich viele Singles und die kümmern sich (noch) nicht so um die ganz praktische Zukunft des Landes wie das Familien tun, haben dafür vielleicht mehr theoretische Ideen - Generell wird von den Städtern weniger in das Zuhause investiert und die Verwurzelung ist kleiner, man ist schnell mal wieder weg - Im Stadtbild fällt ein Minarett, wenn es nicht sehr hoch wird, weniger auf - in einer Kleinstadt oder in einem Dorf (Wangen, Wil etc.) kann es die ganze Ortschaft dominieren - Bewusstere Auseinandersetzung mit den Nachbarn auf dem Land/ in der Kleinstadt, mit positivem und negativem Feedback, kein Laissez-faire wie in der Stadt Quote:
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Natürlich wird auch die Unwissenheit und fehlende Lebenserfahrung der Schüler von linken Gymnasiallehrern schamlos ausgenützt indem Stimmung gegen die SVP gemacht wird. Es wird zwar einiges an Wissen vermittelt, aber immer nur die halbe Wahrheit erzählt, so dass die SVP schlecht gemacht wird. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Meine Schulaufsätze im Gymnasium waren extrem links und extrem dumm. Quote:
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Handknattleiksfélag Kópavogs Last edited by railcity; December 16th, 2009 at 10:44 AM. |
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#142 | |
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Bauwerke werden von Menschen gebaut und der Zweck ist ein integraler Teil des Bauwerkes, wobei sich der Zweck und die Bedeutung über die Zeit hinweg jeweils ändert. Das kann man nicht einfach ignorieren. Würdest Du im Namen der Bau- und Architekturfreiheit wirklich alle Symbolik zulassen? Und seit wann gibt es diese Freiheit, dass jeder das bauen kann, was er will? Im urbanen Umfeld hat es diese Freiheit in der ganzen Zivilisationsgeschichte noch nie gegeben. Nur im Wilden Westen oder sonstwo in einsamen Gegenden, wenn die nächste Menschenseele mindestens 10 Kilometer entfernt wohnt. Wir haben baurechtliche Vorschriften und zudem den Grundsatz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in der Verfassung (und in der EMRK!). Zu übertriebenem Pessimismus bezüglich Bauwerke gibt es keinen Grund, zumindest was die demokratischen Entscheidungsprozesse anbetrifft. Gleichzeitig mit dem Minarett-Verbot wurde die Anti-Skyscraper-Initiative mit grossem Mehr verworfen und auch sonst wird auf demokratischem Wege den meisten Grossprojekten zugestimmt. Die Gefahr für diese Projekte sind in erster Linie Einsprachen von Interessen- und Lobbygruppen, und nicht die demokratischen Entscheide.
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#144 | ||
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Wer käme denn heute überhaupt auf die Idee, einfach so aus Spass einen Minarett-Turm zu bauen? Damals in Winterthur eine Art Minarett bei einem Profanbau wie dem Türkischen Bad zu bauen, war ja eigentlich ein ziemlicher Faux-pas. Eine Art Disneyland-Idee. Das war nur möglich, weil damals praktisch keine Moslems in der Schweiz lebten. Heute könnte man das nicht mehr machen. Quote:
Und die Einsprachemöglichkeiten haben nun mal eine viel grössere Auswirkung auf unzählige Projekte. Die Diskussion über Einschränkung der Architekturfreiheit durch Minarett-Verbot ist nun wirklich spitzfindig und enorm gesucht, ohne wirklich praktische Relevanz. In den letzten hundert Jahren ist in der Schweiz auf jeden Fall kaum jemand auf die Idee gekommen eine Art Minarett nicht im Zusammenhang mit einer Moschee zu bauen. Und selbst wenn in Zukunft das jemand machen möchte, hätte er je nach Zweck des Baus gar nicht so schlechte Chancen. Ein Minarett ist ein muslimisches Symbol und gehört zu einer Moschee. Wenn jetzt jemand einfach einen Turm bauen möchte, der ein bisschen wie ein Minarett aussieht, aber klar ersichtlich einen andere Funktion hat, als eine religiöse, könnte er das wohl tun. Ausser der Turm sieht einem Minarett zu ähnlich und könnte daher von Muslimen als Beleidigung ihrer Religion aufgefasst werden, wenn er beispielsweise ein profanes Einkaufszentrum ziert. Dann würde er wiederum gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit verstossen. Neugebaute überdimensionale Kirchtürme, Kruzifixe, Hammer&Sichel, Davidstern, Kommunistenstern, Hakenkreuze, Teufelssymbole, Parteilogos etc. Solche politischen und religiösen Symbole im öffentlichen Raum sollten sich auf die Grösse einer normalen Beschriftung wie beispielsweise eines Metzgereiladens beschränken, wenn überhaupt.
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#145 |
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railcity.....
Gerade letzte Woche war in den Medien ein Fall einer verweigerten Eingemeindung in Hüttikon der das ziemlich Gegenteil deiner These aufzeigt. Argumentieren mit Einzelfällen ist ziemlicher Quatsch. Auf beide Seiten. Zu den 3 neu geplanten Minaretten nur soviel: Zuvor wurde über Jahre kein einziges geplant. Die Argumentation die du vorbringst hört sich nach SVP-ähnlicher Statistik interpretation an (demzufolge wären 2025 auch über 50% der Einwohner in der Schweiz Muslime und der Rest bereits seit 50 Jahren Deutsche) Okay, dass die Deutsche Migration in die Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Schweiz vor Probleme stellt ist ein Fakt. Die heissen z.B. Blocher und Schlüer
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#146 | ||
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Hier hast du ein altes Disneyland, ich finde es sehr schade das heute nicht mehr so gebaut wird: http://de.wikipedia.org/wiki/Moschee_Schwetzingen Warum sollten Moslems etwas dagegen haben, wenn Nichtmuslime Minarette zum Spass zu bauen? Wie hier: http://www.facebook.com/group.php?v=...21545581&so=45 Quote:
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