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Old June 29th, 2009, 06:22 PM   #21
rübenzahn
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Originally Posted by ndugu View Post
Vielleicht ist es eine Kostenfrage?
meistens wahrscheinlich schon. gerade bei diesem grossprojekt vewundert mich trotzdem, wieso ein potenter investor und va. die politik nicht höhere architektonische ansprüche hegen. dieses dach könnte man getrost weglassen, die kosten würden sogar sinken. internationale wettbewerbe gibt es doch auch in frankreich, auch gute architektur gibt es in frankreich, sie müsste nur konsequent eingefordert werden. ich hoffe stark, dass man auf das h&dm projekt zurück kommt.
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Old June 29th, 2009, 08:17 PM   #22
Basel_CH
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Originally Posted by rübenzahn View Post
ich hoffe stark, dass man auf das h&dm projekt zurück kommt.
Wie sieht denn das Herzog/de Meuron Projekt aus?
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Old June 30th, 2009, 12:09 AM   #23
rübenzahn
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Wie sieht denn das Herzog/de Meuron Projekt aus?
hier gibt es infos

übrigens, das ding kann sogar leuchten


neues power rangers HQ?
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Old June 30th, 2009, 09:53 AM   #24
sämelihülz
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Erdbasis für den Bevorstehenden WeltAngriff der Ausserirdischen des Planeten Zorg?
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LMAA

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Old June 30th, 2009, 08:53 PM   #25
kriminalTANGO
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Sieht wirklich so aus…

Das « Le Lys »-Quartier ist dasjenige, durch das die Tramlinie 3 geführt werden soll, sehe ich das richtig?
__________________
tango, tangis, tangere, tetigi, tactum
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Old August 26th, 2009, 05:09 PM   #26
Don Calo
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Das « Le Lys »-Quartier ist dasjenige, durch das die Tramlinie 3 geführt werden soll, sehe ich das richtig?
da hast du glaube ich recht, dort soll in Zukunft die Tramlinie 3 durchführen.
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Old August 26th, 2009, 05:10 PM   #27
Don Calo
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St. Louis geht juristisch gegen Einkaufszentrum vor


Jean Ueberschlag | Foto: Mahro

SAINT-LOUIS. In ihrem Kampf gegen das geplante Megaeinkaufszentrum beim Bahnhof Saint-Louis hat die Stadt jetzt Widerspruch beim Straßburger Verwaltungsgericht eingelegt. Das auf rund 90 000 Quadratmetern geplante Zentrum würde alle bisher gekannten Dimensionen sprengen. Während der Präsident des französischen Gemeindeverbunds "Communauté de Communes des Trois Frontières" (ComCom) Roland Igersheim das Projekt vorantreibt, lehnt der Saint-Louiser Bürgermeister Jean Ueberschlag es mit gleicher Entschiedenheit ab. Allerdings wurden Ueberschlag und seine Mitstreiter als Mitbesitzer des in Frage stehenden so genannten "Technoport"-Areals überstimmt.

Ueberschlags Drohung, alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen, ist er jedoch entschlossen, durchzusetzen. War der erste Versuch Igersheims, im Beisein von Departementspräsident Charles Buttner einen Vorvertrag mit dem französischen Investor Unibail zu unterzeichnen, im Juni noch wegen massiver Proteste unter anderem seitens aufgebrachter Saint-Louiser Einzelhändler nicht zustande gekommen, so wurde die Unterzeichnung jetzt offenbar in aller Stille nachgeholt, wie die Zeitung "L’Alsace" meldet. Der Widerspruch der Stadt Saint-Louis stellt indes das gesamte bisherige Verfahren in Frage. Ueberschlag möchte den Technoport-Beschluss annullieren und schon die gesamte Ausschreibung wiederholen lassen. "Im Falle, dass das Verwaltungsgericht unseren Widerspruch ablehnt, gehen wir in Rekurs", fügt der streitbare Maire gleich an, wohl wissend, dass er auf diese Weise die gesamte Entwicklung vermutlich auf Jahre hinaus verzögern kann.

Gegen das Einkaufszentrum, das sich auch etwa gegen das demnächst mit rund 35 000 Quadratmeter Einkaufsfläche antretende Basler "Stücki"-Zentrum noch riesig ausnimmt, hatte sich auch über die Grenzen hinaus bereits Unmut geregt. Den will der streitbare Maire, der derzeit auch Präsident des trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) ist, allerdings nicht gelten lassen. Er weist stattdessen darauf hin, dass er, wenn überhaupt, dann auch eine Abstimmung über die Projekte in Deutschland und der Schweiz vermisse: "Wenn man diese Dinge grenzüberschreitend diskutieren möchte, muss man über alle sprechen, nicht nur über die französischen."

Quelle: Badische Zeitung 21.08.09
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Old January 2nd, 2010, 05:59 PM   #28
Don Calo
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Streit ums Shopping

Ganz in Luft auflösen will er sich zwar noch nicht, der hier und da für die trinationale Region befürchtete Shoppingcenter-Overkill. Bei den Dimensionen rudern die Befürworter aber inzwischen dies- wie jenseits der Grenzen zurück. Mehr als für alle anderen gilt das für das in Saint-Louis geplante Megaeinkaufszentrum. Neue Analysen der Situation vor allem hinsichtlich der Konkurrenz in der Schweiz und in Deutschland stellt der französische Investor Unibail-Rodamco derzeit an. Bleibt er weiter im Boot, dann voraussichtlich mit deutlich reduzierter Verkaufsfläche.

"Die ökonomische Situation ist heute eine andere als zu Zeiten der ersten Projektierung im Jahr 2006", verteidigt Roland Igersheim die notwendig gewordene neue Kalkulation. Der Präsident des südelsässischen Gemeindeverbunds Communauté de communes des trois frontières (ComCom) ist nach wie vor der Hauptbefürworter des Projekts auf dem zwischen der Bahnlinie Basel-Mulhouse und dem Flughafen gelegenen Areal des sogenannten "Technoport". Eben erst hat er seine Position noch in der benachbarten ComCom Porte du Sundgau vertreten und Gegner beruhigt, noch sei alles offen. In Igersheim grenznaher eigener Communauté ist die Stimmung indes noch auf seiner Seite. Im Juni hatten sich hier 25 von 41 Delegierten - bei vier Enthaltungen - für das Unibail-Projekt ausgesprochen, das mit einer vorgeschlagenen Verkaufsfläche von 90 000 Quadratmetern dreimal so groß werden sollte, wie alles bisher im Dreiland Bestehende oder noch Geplante.

Das 32 000 Verkaufsquadratmeter große Kleinhüninger "Stücki" war zu Zeiten der ersten Projektierung in Frankreich allerdings noch nicht eröffnet. Das Erlenmatt-Einkaufszentrum beim Basler Badischen Bahnhof mit 27 000 Quadratmetern, dessen Baubeginn aktuell für die zweite Jahreshälfte 2010 vorgesehen ist, stand noch ebenso in den Sternen wie das Thema "Rhein-Arcaden" in Weil, die einst ebenso groß werden sollten, derzeit aber unter dem Arbeitstitel "Hangkante" schon um ein knappes Drittel reduziert sind. Hier wie dort verliefen die Diskussionen äußerst kontrovers. Igersheims größter Gegner in Sachen Shoppingcenter ist nach wie vor der Bürgermeister von Saint-Louis und aktuelle Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel.

Der Saint-Louiser Einzelhandel, vor den sich Jean Ueberschlag stellt, hatte im Sommer in einem symbolischen Leichenzug durch die Innenstadt sich selbst zu Grabe getragen. Als nächsten Coup brachten die Stadtoberen das Projekt vors Verwaltungsgericht. Hier ist es nun beinahe nebensächlich, wie das Verfahren ausgeht, lassen sich doch die weiteren Schritte auf diese Weise möglicherweise um Jahre hinauszögern. Also gilt es einzulenken bei dem Projekt, das zunächst mit einem Modell des britischen Hightech-Architekten Richard Rogers, einer Investition von rund 350 Millionen Euro und – hier setzte Roland Igersheims Argumentation vor allem an – in Aussicht gestellten rund 2000 neuen Arbeitsplätzen von sich reden gemacht hatte. Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz jenseits der Grenzen gelte es aber auch dem vorhersehbaren weiteren Kaufkraftabfluss entgegenzuwirken, so Igersheim.

Vor einem Verkehrskollaps durch in einer Studie geschätzte 1500 Fahrzeuge pro Stunde hatten dagegen die Gegner gewarnt ebenso wie vor einer endgültig ausblutenden Innenstadt. Als ausgestreckte Hand könnte sich Igersheim für die Händler vor Ort jetzt aber beispielsweise vertraglich zugesicherte geringere Mieten im neuen Center vorstellen. Nicht zuletzt durch das im selben Areal vorgesehene Marken-Outlet renommierter Modehäuser könnten ohnehin alle nur an zusätzlicher Laufkundschaft gewinnen, ist er überzeugt. Ob es dazu jetzt allerdings kommt, ist ausgesprochen offen, war doch zuletzt seitens der Gegener von maximal noch verhandelbaren 20 000 Quadratmetern die Rede. Unibail-Rodamco hat sich in Saint-Louis vertragliche Exklusivrechte bis zum Jahresende 2010 gesichert. Dass die Gruppe, die heute europaweit rund 100 Center in zwölf Ländern betreibt ganz zurücktreten könnte, glaubt Igersheim nicht, dass die Dimensionen überdacht werden hingegen schon: "Es wird wahrscheinlich ein neues Projekt geben."

Quelle: Badische Zeitung 2.01.10
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Old January 2nd, 2010, 06:26 PM   #29
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Also gilt es einzulenken bei dem Projekt, das zunächst mit einem Modell des britischen Hightech-Architekten Richard Rogers, einer Investition von rund 350 Millionen Euro und – hier setzte Roland Igersheims Argumentation vor allem an – in Aussicht gestellten rund 2000 neuen Arbeitsplätzen von sich reden gemacht hatte.

Quelle: Badische Zeitung 2.01.10
Also ich mag ja eigentlich solche Shopping-Center Projekte, auch deshalb weil sie den Konsum anregen und Basel und deren Umgebung ein wenig grossstadtmässig machen, aber das Argument mit den Arbeitsstellen kann ich nicht unkommentiert lassen.
Wird doch bei jedem dieser Shopping-Riesen in den Vordergrund gelegt, aber der Maire von St. Louis hat nicht ganz unrecht, wenn gesagt wird, dass der Einzelhandel unter so einem Molloch leiden würde.
Meiner Meinung nach enstehen nicht 2000 neue Arbeitsplätze, sondern die werden vermutlich zu 80 - 90 % einfach umgelagert vom Einzelhandel in den Nachbargemeinden in so ein Enkaufszentrum. Vielleicht werden eine Handvoll neue Arbeitsplätze entstehen und das Projekt hilft mit den Bauinvestitionen den Baufirmen kurzfristig einen stattlichen Betrag, dafür geht auf die Dauer die Individualität kleinerer Läden verloren, die sich ein Bleib in sonem Shopping-Palast einfach nicht leisten können.
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Old August 18th, 2010, 05:13 PM   #30
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Center ja, Mega nein

Das Einkaufszentrum am Euro-Airport wird vermutlich deutlich kleiner als bisher geplant.


Das Megaeinkaufscenter hinter dem Bahnhof bedeute das Ende der belebten Innenstadt von Saint-Louis, sagen die Center-Gegner. Was denn hier belebt sei, fragen Befürworter. Foto: Annette Mahro

SAINT-LOUIS. Die Diskussionen um das am Euro-Airport geplante Megaeinkaufszentrum gehen in die nächste Runde. Bis spätestens zum Jahresende muss der Investor Unibail ein endgültiges Konzept vorlegen. Im Unterschied zu den ursprünglich angedachten 90 000 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfte die neue Konzeption jetzt deutlich kleiner ausfallen. Der unversöhnliche Streit zwischen Gegnern und Befürwortern schwelt unterdessen weiter.
"Im Augenblick wissen wir noch gar nichts", sagt Roland Igersheim, der das neue Konzept erst im Herbst erwartet. Die Planungsphase sei noch nicht abgeschlossen. Der Präsident des Gemeindeverbunds "Communauté de communes des trois frontières" (ComCom) ist quasi der oberste Befürworter des Einkaufszentrums. Igersheim, gleichzeitig Bürgermeister von Hésingue, weiß aber auch einen Großteil der in der ComCom vertretenen Gemeinderäte hinter sich. Schließlich hatten bei zwölf Gegenstimmen und vier Enthaltungen vor gut einem Jahr noch 25 von 41 Räten für das Center gestimmt. Auch in der Bevölkerung gibt es viele Stimmen dafür.

Besonders junge Leute bemängeln, dass Saint-Louis wenig zu bieten habe. Das Megacenter, das auch einen großen Outletbereich und Freizeitmöglichkeiten umfassen soll, sehen sie als Lichtblick. Die Bedenken der Gegner, dass ein solches Center das Ende der belebten Innenstadt bedeutete, wischen sie vom Tisch. Was denn hier bitte belebt sei, hier sei doch der Hund begraben. Naturgemäß sehen das die betroffenen Einzelhändler selbst anders. Deren lokaler Vereinigung, den "Vitrines de Saint-Louis", hat sich gerade eine weitere hinzugesellt, das "Kollektiv zur Sicherung des wohnortnahen Einzelhandels und der Lebensqualität".

Präsident der beiden Vereinigungen ist Fabrice Renner, Inhaber des Weinhandels "Le monde du vin". Er steht zwar im Kontakt mit Unibail und hat im September den nächsten Gesprächstermin. Aber er ist sich auch bewusst, dass er als gleichberechtigter Gesprächspartner nicht in Frage kommt: "Wir spielen in einer anderen Liga." Dennoch hört Renner nicht auf, Unibail vorzurechnen, dass die erwarteten Kundenströme nie erreicht werden können. 60 Prozent französische Kunden sind bisher einkalkuliert und unverzichtbare 40 Prozent aus der Schweiz. Und Deutsche kommen gar nicht? Vielleicht als Bonus, analysiert Renner, das sei aber vernachlässigbar. Nicht umsonst habe man ja auch auf die Attraktivität des Outletcenters gesetzt, das ursprünglich auf einem Sechstel der Fläche vorgesehen war.

Wer sparen will, geht nach Deutschland

"Der erste Beweggrund ist da ganz klar der Preis", so der Präsident der Saint-Louiser Händlervereinigung, "und da geht die Bewegung von Frankreich nach Deutschland und nicht umgekehrt." Auch bei den Schweizern ist er skeptisch. Das Angebot sei dort groß genug und wer sparen wolle gehe wiederum nach Deutschland, zumal da auch die Mehrwertsteuer ab dem ersten Euro zurückerstattet wird, in Frankreich aber erst ab einem Warenwert von 175 Euro. Renner wird die Investorengruppe auch darauf hinweisen, dass "das Basler Stücki ja offensichtlich auch nicht so gut läuft." Sollten sich die Unibail-Vertreter aber weiterhin nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen, sieht Renner rabenschwarz für das innerstädtische Gewerbe und einen Verkehrskollaps obendrein. Da werde ja nicht nur eine Ladenmeile geplant, sondern eine ganze Stadt in der Stadt, mit Restaurants, Kinos und vielem mehr.

Während die Befürworterriege von rund 2000 neuen Arbeitsplätzen spricht, hat sich der Saint-Louiser Bürgermeister und aktuelle Präsident des trinationalen Eurodistricts von Anfang an auf die Seite seiner Innenstadthändler geschlagen. Mit allen Mitteln hatte er gegen das Center agiert und unter anderem die bisher erst unterzeichnete Absichtserklärung gerichtlich prüfen lassen, während der Händlerverband mit einem symbolischen Leichenzug das innerstädtische Leben zu Grabe getragen, mit Plakatierungen und Diskussionsveranstaltungen bis in den Sundgau hinein auf die Bedrohung aufmerksam gemacht hatte. Auch wenn Jean Ueberschlag dem Center alles andere als Positiv gegenüber steht: Über 20 000 Quadratmeter ließe er vielleicht noch mit sich reden. "Das wäre aber das absolute Maximum", so der Maire auf BZ-Anfrage.

François Kueny ist bei der ComCom Ansprechpartner für das Projekt. Auch er ist überzeugt, dass es nicht mehr zu dem ursprünglichen 90 000 Quadratmeter-Center kommen wird, weist aber darauf hin, dass im Elsässischen Roppenheim im nächsten Herbst das lange diskutierte Factory-Outlet-Center eröffnet wird – allerdings mit nur gut 27 000 Quadratmetern – und bereits das nächste in Sainte-Croix-en-Pleine bei Colmar von sich reden macht. "Wenn es dahin kommt, kommt es jedenfalls nicht zu uns", sagt Kueny. ComCom-Chef Roland Igersheim sieht das ähnlich und hofft darauf, dass sich bald etwas bewegt. Wurde bisher doch noch nicht einmal über den Preis für das Land gesprochen, das bebaut würde. "Ich hoffe, dass Unibail mir im Herbst einen guten Vorschlag macht", sagt Igersheim.

Quelle: Badische Zeitung
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Old August 18th, 2010, 06:50 PM   #31
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Mhm, einerseits bin ich persönlich für eher ein grösseres EInkaufscenter, weil ein kleineres vermutlich die Massen nicht anziehen wird und es ja in St. Louis schon den Geant gibt, anderseits bin ich seit ein paar Monaten praktisch jede Woche in St. Louis unterwegs und muss sagen, dass es wirklich noch ein nettes überschaubares Zentrumleben gibt mit ein paar Läden, welches durch so ein grosses Einkaufscenter sicher an Bedeutung und Aktivität leiden würde, daher kann ich die Aengste der St. Louis Einwohner ein bischen verstehen. Obwohl mir dieser Maire viel zuviel skeptisch verbietet und vielleicht die Entwicklung von St. Louis in einigermassen gebahnten Zügen halten will, dafür die Entwicklung der gesamten Region bremst, sei es jetzt um diese Geschichte, das Airporthotel oder den Flughafen-Bahnanschluss.

Last edited by Basel_CH; August 18th, 2010 at 06:55 PM.
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Old May 18th, 2011, 03:29 PM   #32
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Rückschlag für Einkaufszentrum

Straßburger Gericht stellt beim Projekt am Euro-Airport Verfahrensfehler fest / Abgespecktes Factory Outlet Center denkbar.


Nach bisherigen Entwürfen setzt sich das Factory Outlet Center in Sainte-Croix-en-Pleine aus vielen kleinen Häuschen zusammen. Foto: Grafik: Privat

ST. LOUIS. Das geplante Megaeinkaufszentrum am Euro-Airport verzeichnet einen Rückschlag. Das Verwaltungsgericht Straßburg hat der Klage der Kritiker aus St. Louis in erster Instanz wegen Verfahrensmängeln stattgegeben. Nicht die "Communauté de Communes des Trois Frontières" (ComCom) hätte die Verhandlungen führen und mit dem Investor Unibail einen Vorvertrag schließen dürfen. Das wäre Sache des "Syndicat mixte du Technoport" gewesen, in dem die ComCom, die Stadt St. Louis und das Departement du Haut-Rhin zu je ein Drittel vertreten sind.

Roland Igersheim, ComCom-Präsident und erster Verfechter des Projekts, will sich jetzt zunächst juristisch beraten lassen, bevor er weitere Schritte unternimmt. "Es war ja nicht das Projekt selbst, das in Frage gestellt wurde, sondern nur die Form, wie wir es auf den Weg gebracht haben", so Igersheim.

Redimensioniert werden sollte das zunächst mit einer Verkaufsfläche von maximal 90 000 Quadratmetern veranschlagte Zentrum nach den vorangegangenen teils massiven Protesten ohnehin. Um die Wogen auch bei den Saint-Louiser Geschäftsleuten zu glätten, die ein Ausbluten der Innerstadt befürchtet hatten und hierin massiv von Bürgermeister Jean Ueberschlag unterstützt worden waren, hatte man geplant, dass Unibail im April/Mai neue Pläne vorlegen zu lassen. "Das hätte in den nächsten Tagen passieren sollen", sagt Igersheim, werde mit der neuen Situation aber vorerst natürlich hinfällig. Gesehen hat er die vermutlich mit weniger Volumen auskommende neue Version indes selbst bisher nicht.

Auch ob nach all den vorangegangenen Schwierigkeiten der Investor überhaupt noch weiter mitziehen wolle, stehe ja in den Sternen. Denkbar wäre also auch ein völliger Neuanfang. Auch Verhandlungen mit dem Betreiber des derzeit in Sainte-Croix-en-Plaine bei Colmar geplanten "Factory Outlet Centers" (FOC), in dem 126 Boutiquen Markenware ganzjährig zu Sonderpreisen anbieten sollen, könnte sich Igersheim grundsätzlich vorstellen. Von Gerüchten, wonach der dortige Investor "Marques Avenue" bereits damit gedroht hat, sich gegebenenfalls auch in der Nähe des Euro-Airports umzusehen, weiß der ComCom-Präsident indes nichts. Mit Gegnern hat nämlich auch der Colmarer zu kämpfen und muss zudem erst noch eine Änderung des geltenden Bebauungsplans durchsetzen.

"Marques Avenue"-Chef Alain Salzmann lässt auf Anfrage über sein Büro mitteilen, man sei sehr optimistisch in Bezug auf das Projekt in Sainte-Croix-en-Pleine und wisse die Mehrheit der betroffenen Bevölkerung hinter sich. Die Zufahrt direkt über die A 35 sei ebenso optimal wie die zur Verfügung stehende zwölf Hektar umfassende Fläche, das grenznahe Einzugsgebiet mit 3,2 Millionen Einwohnern und die zusätzlichen Touristenströme. Das Projekt schlussendlich umzusetzen, könne zwar, wie bei der Mehrzahl der von "Marques Avenue" betriebenen Outlet Center durchaus noch etwas dauern. "Es gibt aber deshalb keinen Grund für uns, nach anderen Flächen Ausschau zu halten", so Salzmann.

Ein zweites Center in so unmittelbarer Nähe dürfte der Betreiber, der frankreichweit derzeit sieben FOCs unterhält, dagegen kaum ins Auge fassen. Sollten die für Sainte-Croix-en-Pleine zuständigen Kommunalpolitiker, die Ende letzten Jahres nach Informationen der Tageszeitung L'Alsace noch mit 48 gegen 35 Stimmen gegen eine Änderung des Bebauungsplans gestimmt hatten, ihre Meinung jedoch nicht ändern, stünden die Chancen nahe Basel möglicherweise doch besser. Zwar würde sich das geplante "Village de Marques" mit vielen kleinen Häuschen weit ausdehnen, die veranschlagte Verkaufsfläche betrüge nach aktuellen Vorgaben allerdings nur 12 000 Quadratmeter und damit ein knappes Siebtel der ersten Unibail-Entwürfe. Auch der diesmal verantwortliche Architekt und "Marques-Avenue"-Mitbegründer Jean-Michel Wilmotte könnte in Saint-Louis auf offenere Arme hoffen. War er es doch, der das neue Zentrum der Stadt geplant und großenteils auch bereits umgesetzt hat.

Quelle: www.badische-zeitung.de
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An diesem Ort muss dicht bebaut werden, ich hoffe wirklich nicht, dass ein Factory-Outlet mit vielen kleinen Häuschen dort hin kommt, was jedoch eher unwahrscheinlich ist. Dieser Areal ist doch perfekt für einen Mix aus Shopping (muss ja nicht so riesig sein, Wohnen, Büros und Gewerbeflächen. Ein Teil der Fläche könnte zudem für die Messe reserviert werden wenn in Zukunft nochmals expandiert werden müsste. Wenn in Zukunft das Tram bis nach St. Louis fährt wäre dieses Areal zudem gut mit dem ÖV erreichbar.

Last edited by Don Calo; October 19th, 2011 at 12:18 PM.
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Old October 19th, 2011, 12:19 PM   #33
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Neue Dimensionen im Blick

Bürgermeister von St. Louis forciert Stadtentwicklung / Verknüpfung von A 98 und A 35 gestrichen.

ST. LOUIS. Zwei Wochen amtiert Jean-Marie Zoellé in St. Louis nun als Bürgermeister. Seine Schlüsselprojekte aber hat der 67-Jährige schon vor Augen. Grundsätzlich gehe es darum, Politik für die Bürger zu machen, betont er im Gespräch. Erste zentrale Vorhaben seien dabei zwei neue Stadtteile, die Quartiere Eco südlich des Verwaltungszentrums und Les Lys zwischen Euro-Airport und Bahnhof. Handlungsbedarf sieht Zoellé aber auch in der grenzüberschreitenden Kooperation im Eurodistrict – nicht zuletzt in den Kreis Lörrach.

"Wir gehören nicht zu Mulhouse", betont Jean-Marie Zoellé. Politisch und verwaltungstechnisch spürt seine 20 0 00-Ein- wohnerstadt zwar immer häufiger den Atem des südelsässischen Zentrums; andererseits definiert sich St. Louis weiter als Teil der Agglomeration Basel. Denn: "Hier hängt alles mit allem zusammen", weiß der Bürgermeister. Entsprechend wichtig sei der trinationale Eurodistrict Basel (TEB) – auch wenn sich der etwas zäh gestalte. Nicht zuletzt auf die deutsche Seite seien die Kontakte nach nach wie vor zu fragil. "Das sollten wir auf andere Dimensionen bringen", appelliert Zoellé denn auch, mehr fassbare Projekte anzupacken. Wobei keineswegs jedes Vorhaben über den TEB laufen müsse. Im Gegenteil. Vieles lasse sich reibungsfreier auf kommunalen Ebenen realisieren.

Eine Idee des Bürgermeisters ist dabei ein intensiverer Austausch zwischen Schulen. Denn die Sprachbarriere mache Begegnungen über den Rhein schwieriger, erfährt Zoellé, der als Elsässer zwar beide Sprachen spricht, damit aber längst zu einer Minderheit im Elsass gehört. Andererseits scheitern solche Vorhaben derzeit zu oft an versicherungstechnischen Aspekten. Genau da aber könnte auch der TEB aktiv werden, regt Zoellé an – wobei das Gremium in punkto Zweisprachigkeit auch selbst mit gutem Beispiel vorangehen könnte und ein Drittel oder ein Viertel seiner Tagesordnung von vorneherein in Französisch erörtern könnte.

Große Vorhaben, die er in St. Louis nun als erstes anpacken beziehungsweise fortsetzten will, sind die Quartiere Eco südlich des Rathauses und Les Lys, die auch die Einwohnerzahl um bis zu zehn Prozent auf 22 000 steigern sollen. Les Lys, zwischen Flughafen und Bahnhof gelegen, soll dabei ein verkehrstechnisch ideal angeschlossenes Wohn- und Business-Viertel werden, das auch internationale Firmen der Pharma- und Life-Sciences-Industrie anlockt. Zudem sollte dieses neue Viertel samt dem Flughafen nach Zoellés Vorstellungen auch gleich mit der Tram 3 erschlossen werden. Diese wird von 2013 an von Basel-Burgfelden bis an den Bahnhof St. Louis gebaut; die Linie von da zum EAP zu verlängern, wäre aber viel billiger als dessen Bahnanschluss.

Diesem Flughafen-Bahnhof steht Jean-Marie Zoellé dagegen skeptisch gegenüber – ohne "fundamental dagegen zu sein", wie er betont. Indes fürchtet er zum einen Bedeutungsverlust des zuletzt aufwändig sanierten Bahnhofs im Zentrum. Zudem könne es nicht sein, dass das Gros der noch offen Kosten des 200-Millionen-Euro-Projektes an Frankreich hängen bleibe, vielmehr müsse die Schweiz -wie immer bei der Infrastruktur des EAP – 50 Prozent der offenen Kosten von rund 150 Millionen Euro übernehmen.

Ein weiteres Reizthema haben St. Louis und Nachbargemeinden wie Village-Neuf dagegen inzwischen zu den Akten gelegt: die Bretelle de Märkt, eine Autobahnspange, die die A 98 bei Weil-Märkt mit der französischen A 35 in St. Louis verbinden sollte, dort aber nie beliebt war und inzwischen auch mit dem erweiterten Naturschutzgebiet Petit Camarque kollidiert. Jahrelange war die Trasse freigehalten und in Raumordnungsplänen blockiert worden. Nun aber haben sie die französischen Gemeinden aus dem Schéma de Cohérence Territoriale (Scot) gestrichen. Ein Beschluss, der demnächst auf der staatlichen Ebene nachvollzogen werde, kündigt Zoellé an. Wenn überhaupt noch eine weitere Verknüpfung der deutschen mit der französischen Autobahn geplant werde, dann bei Kembs.

Quelle: www.badische-zeitung.de
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Old October 19th, 2011, 01:24 PM   #34
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Un palais des fêtes pour la ville de Saint-Louis

Pour sa nouvelle salle des fêtes, la Ville de Saint-Louis a retenu le projet de l’architecte parisienne Manuelle Gautrand qui a déjà signé, en 2000, le théâtre de La Coupole à Saint-Louis. Ce nouvel équipement à vocation culturelle, sportive et associative comprendra une salle des fêtes de 1 540 m², d’une capacité de 700 places assises, dotée d’un office de réchauffage pour 700 repas. Son hall multifonctionnel de 2 715 m² permettra d’accueillir les activités de sport scolaire et d’organiser des événements culturels, salons, spectacles… En configuration concert, sa capacité sera de 1 400 places assises ou 4 000 personnes debout. En configuration sport, des gradins temporaires pour 1 000 spectateurs assis entoureront un terrain de 44m x 26m. Avec des locaux de stockage de 1 210 m² et une conception bâtiment basse consommation, le projet se chiffre à plus de 10 millions d’euros HT.





Quellen: www.lepays.fr www.saint-louis.fr
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Old October 19th, 2011, 07:04 PM   #35
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Wird auch Zeit, dass St. Louis eine anständige Halle bekommt. Halte mich seit 1.5 Jahren "ab und zu" wieder in St. Louis auf (Freundin halt ) und hab bei einigen Veranstaltungen ein angemessene Infrastruktur in dieser Angelegenheit bisher vermisst.
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Old October 19th, 2011, 10:07 PM   #36
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Anbei auch noch ein Interview des neuen Maire aus der Baz vom letzten Freitag:

Quote:
«Basel sollte dynamischer auftreten»
Von Peter Schenk

Saint- Louis. Ende September ist Jean-Marie Zoellé, der bisherige stellvertretende Maire von Saint- Louis, mit klarer Mehrheit vom Stadtparlament zum Nachfolger von Maire Jean Ueberschlag gewählt worden. Dieser hatte sich nach einer Amtszeit von 22 Jahren vorzeitig von seinem Amt zurückgezogen und Zoellé als Nachfolger empfohlen.

BaZ: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl, Monsieur le Maire.

Jean-Marie Zoellé: vielen Dank.

Wie fühlen Sie sich als Maire? Hat sich etwas geändert?

Nach der Wahl steht man auf einmal im Mittelpunkt, wird beglückwünscht, erhält SMS und Karten – jeder hat einem etwas zu sagen. Früher stand ich etwas mehr im Schatten. Jetzt sagen die Leute zu mir Monsieur le Maire und nicht mehr Monsieur Zoellé, und die Medien kommen; das war früher nicht so oft der Fall. Dabei ist das Ganze für mich natürlich nicht vollkommen neu: Ich war immerhin 22 Jahre Stellvertreter des Maire.

Mit 20 500 Einwohnern ist Saint- Louiseine kleine Stadt im Vergleich zu Basel. Ausserdem sind rund 50 Prozent der Beschäftigten Grenzgänger. Wie empfinden Sie die Beziehung zum grossen Nachbarn?

Im Rahmen der grenzübergreifenden Kooperation und auch durch die Gründung des Eurodistricts haben wir uns besser kennengelernt. Ich kenne viele Basler und Baselbieter Politiker persönlich, und wir schätzen uns. Das ermöglicht beiden Seiten, ein klareres und besseres Bild vom jeweils anderen zu haben. Was den gegenseitigen Kontakt zwischen Politikern und Verantwortlichen betrifft, klappt das jetzt gut. Je besser man sich kennt, desto besser kann man sich auch austauschen – zudem gibt es regelmässig angesetzte Treffen.

Fühlen Sie sich respektiert von Basel?

Wir brauchen einander gegenseitig, und uns zieht Basel an und nicht Mulhouse. Unser grosser Lebensraum ist die Region Basel. Ich erwarte allerdings von Basel, dass es dynamischer und energischer auftritt. Der Motor für die Entwicklung des trinationalen Raums muss Basel sein, wir können diese Rolle nicht spielen.

Und Sie finden, Basel übernimmt diese Aufgabe derzeit ungenügend?

Ja. Es gibt viele Pläne und Überlegungen, zum Beispiel in der Raumplanung, aber sobald es konkret wird, passiert nichts mehr.

Wie läuft es mit der geplanten Verlängerung des 3er-Trams über Burgfelden zum Bahnhof von Saint- Louis?

Derzeit werden die Projektstudien erstellt. Bei der Erstellung des Finanzierungsplans, die derzeit ansteht, erwarten wir, dass Basel engagierter und mit mehr Nachdruck auftritt. Das hat einfach mehr Gewicht, als wenn ich nur als Maire von Saint- Louisetwas sage.

Anfang Jahr hatte Paris seine finanzielle Beteiligung am Tramprojekt zugesagt, diese aber an einen Baubeginn vor Ende 2013 gekoppelt. Ist das weiterhin realistisch?

Ja. Wenn alles gut läuft, könnte die Tramverlängerung 2015 fertig sein.

Was halten Sie von der Idee einiger Schweizer Firmen, die Grenzgänger in Euro zu bezahlen?

Über die Problematik der Euro-Löhne für Grenzgänger haben wir im Districtsrat, dem Parlament des Eurodistricts, auf meine Initiative schon vor etlichen Monaten diskutiert. Ich finde, es sollten nicht zwei oder drei Standards eingeführt werden. Was machen wir, wenn der Wechselkurs sich wieder in die andere Richtung entwickelt? Und überhaupt: In einem Unternehmen darf doch die Belegschaft nicht nur der Faktor sein, mit dem man auf nötige Anpassungen reagiert; ganz unabhängig von der Wechselkursproblematik. Man kann doch nicht von einem auf den anderen Tag sagen: Ihr arbeitet mehr, seid aber weniger bezahlt. Das ist nicht normal. Es braucht klare Spielregeln, die nicht von einem Tag auf den anderen verändert werden, sonst sind wir bald im Neoliberalismus angekommen – mit allen Konsequenzen, die das nach sich zieht.

Schwierigkeiten gibt es ja auch auf dem EuroAirport. Im Schweizer Sektor ist ungeklärt, ob die dortigen Firmen weiter das Schweizer Arbeitsrecht anwenden dürfen. Gibt es bald eine Lösung?

Es muss bald eine geben, aber zuständig sind nicht wir, sondern die Pariser Ministerien. Für die französischen Grenzregionen, und nicht nur hier, müssten spezifische Regelungen gefunden werden, die beiden jeweilig betroffenen Partnern nützen.

Sind Sie eher pessimistisch oder optimistisch?

Mein Optimismus hält sich in Grenzen: Ich finde, diese ganze Geschichte dauert jetzt schon zu lange...

Wie beurteilen Sie die grenzübergreifende Kooperation?

Wir müssten jetzt konkrete Projekte entwerfen und diese gemeinsam umsetzen. Möglich ist das in der Umweltpolitik, bei der Biodiversität, in der Raumplanung, im Tourismus; bei allem, das das Image des gemeinsamen Raumes stärkt. Es gibt viele Ideen, aber es geht nicht recht vorwärts. Wir sollten auch gemeinsam nach aussen auftreten. In Genf funktioniert das viel besser. Manchmal frage ich mich, ob es daran liegt, weil dort Französisch die einzige Sprache ist und es keine Verständigungsschwierigkeiten gibt.

Was sind die nächsten grossen Projekte für Saint- Louis?

Wir bauen einen Palais des Fêtes, eine neue Fest-, Konzert-, Sport- und Veranstaltungshalle, in der auch die Buchmesse stattfinden wird. Auch erstellen wir ein Zentrum für seltene Berufe, wo sich die Berufsleute niederlassen und ihr Metier ausüben können. Ausserdem planen wir südlich der Mairie, den Bahngeleisen Richtung Basel entlang, eine neue grosse Überbauung mit einem Öko-Quartier.

Ihr Vorgänger Jean Ueberschlag hat sich mit Nachdruck gegen ein Hotelprojekt auf dem Flughafen gewehrt, das auf dem Gelände der Stadt Saint- Louisentstehen soll. Haben Sie eine andere Position?

Nein. Zwischen dem Flughafen und dem Bahnhof von Saint- Louisist ein grosses Entwicklungsgebiet geplant – auch mit Hotel. Wir brauchen Zeit dafür. Ein Hotel direkt auf dem Flughafen scheint mir nicht sinnvoll. Auch gegen das Projekt eines riesigen Einkaufszentrums beim EuroAirport werden wir uns weiter wehren.

Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger?

Wir haben nicht die gleiche Persönlichkeit und treten anders auf. Ich habe schon vorher als Stellvertreter den Kontakt mit allen Abteilungen der Verwaltung gepflegt. Ich will der Maire sein, mit dem jeder reden kann. Die Leute müssen wissen, dass man ihnen zuhört und dass sie informiert werden. Nicht nur die grossen Projekte, auch der Alltag ist sehr wichtig für mich.

Jean Ueberschlag war auch Député in der Pariser Nationalversammlung. Streben Sie das auch an?

Nein. Dabei ist es auch ein grosses Problem, dass der bisherige Wahlkreis aufgelöst wurde und der neue jetzt bis Altkirch reicht.

Die nächsten Kommunalwahlen sind voraussichtlich im März 2014. Werden Sie sich dann als Maire wieder zur Wahl stellen oder hören Sie nach zweieinhalb Jahren auf?

Ich mache weiter und werde eine neue Equipe zusammenstellen. In zweieinhalb Jahren ist es nicht möglich, die grossen Projekte, die wir in der Pipeline haben, zu beenden.
22 Jahre Stellvertreter

Jean-Marie Zoellé (66) ist ausgebildeter Buchhalter und hat die ersten zehn Jahre seines Berufslebens in Saint- Louisin der Verwaltung der Firma Sappel gearbeitet, die Messgeräte für Flüssigkeiten herstellt. Danach trat er in die Familienbetriebe ein, zwei Bekleidungsgeschäfte für Herren und Damen, die seit 1900 bestehen und sich im Zentrum der Stadt befinden, und arbeitete mit seinem Bruder und Vater zusammen. Zoellé hat seine gesamte Kindheit und Jugend in Saint- Louisverbracht. 1989 holte ihn der Gaullist Jean Ueberschlag auf seine Wahlliste; nach dem Wahlsieg amtierte er 22 Jahre als stellvertretender Maire. Zoellé gehört keiner Partei an, bezeichnet sich aber als der politischen Mitte nahestehend (centre droit) – seine Partei sei Saint-Louisund dasPays de Saint-Louis, der französische Teil der Trinationalen Agglomeration Basel.ps
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Old December 22nd, 2011, 04:17 PM   #37
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Gute NAchrichten zum öffentlichen Verkehr in St. Louis aus der BaZ von heute:

Quote:
Bus soll auch sonntags nach Saint-Louis fahren

Die Linie 604 verkehrt seit 25 Jahren zwischen der Schifflände und dem nahen Elsass
Von Peter Schenk
Basel/Saint-Louis. Vor Kurzem feierte
die elsässische Buslinie 604, die von
Saint-Louis Neuweg bis an die Schifflände
und zurück fährt, ihr 25-Jahre-
Jubiläum. Heute benutzen 765 000
Fahrgäste die Linie; das sind fast doppelt
so viele wie 1995 mit rund 390 000.
Seit 2009 verkehren die grenzüberschreitenden
Busse im 15-Minuten-Takt
zwischen 5.30 Uhr und 20.30 Uhr.
Wermutstropfen: Wer von Basel aus
mit dem ÖV einen Sonntagsausflug in
das beliebte Naturschutzgebiet Petite
Camargue Alsacienne machen will,
wartet umsonst auf den Bus. Dieser verkehrt
am Sonntag nicht. Auch abendliche
Ausflüge nach Saint-Louis oder Basel
enden mit einem kleinen Fussmarsch
zwischen der Innenstadt von Saint-
Louis und dem Grenzübergang Lysbüchel,
wo das 11er-Tram endet.
Verbesserungen sind in Sicht
Voraussichtlich Ende 2012 oder Anfang
2013 soll das anders werden. Laut
Hubert Vaxelaire, beim südelsässischen
Zweckverband Communauté de Communes
des Trois Frontières (Comcom)
für den öffentlichen Verkehr zuständig,
könnten die Busse dann unter der Woche
bis Mitternacht und am Wochenende
bis 1 Uhr morgens verkehren. Am
Sonntag wäre zwischen 8 Uhr und
20 Uhr eine stündliche Buslinie denkbar.
Die Änderungen müssen allerdings
noch mit den Basler Verkehrsbetrieben
(BVB) und dem Kanton Basel-Stadt diskutiert
werden.
Die Buslinie 604 war 1986, also vor
25 Jahren, von der Stadt Saint-Louis
eingerichtet worden. Seit 1994 ist der
heutige Zweckverband Comcom für das
Busnetz Distribus zuständig. Knapp die
Hälfte der Fahrgäste des gesamten Netzes
wird auf der Linie 604 befördert.
Die Billette für den grenzübergreifenden
Bus können beim Chauffeur gekauft
werden. Dieser akzeptiert auch
Schweizer Franken, allerdings nur in
kleinen Banknoten. Das Retourgeld gibt
es in Euro. «Früher haben die Chauffeure
auch Schweizer Münz akzeptiert,
aber das war auf die Dauer mit den verschiedenen
Kassen nicht mehr zu leisten,
zumal beim Umtauschen Kosten
anfallen», sagt Hubert Vaxelaire.
Da der praktizierte Wechselkurs
nicht der günstigste ist, ist es am besten,
mit Euro-Münz in den Elsässer Bus zu
steigen. Bisher kostet eine einfache
Fahrt 1.10 Euro, ab 1. März werden es
1.30 Euro. Ab dann wird neu auch ein
Retour-Billett für 2.20 Euro angeboten.
Weitere Veränderungen stehen an:
So wird ab Anfang 2012 für den Bus zwischen
Bahnhof Saint-Louis und EuroAirport
morgens und abends der Takt
auf eine Viertelstunde verdichtet. Noch
mit den Baselbieter und Basler Partnern
diskutiert werden muss, ob die Buslinie
606, die derzeit von Bartenheim über
Hésingue und Hégenheim zur Schifflände
fährt, zukünftig in Allschwil an das
6er-Tram angebunden wird und zudem
die Gewerbezone Bachgraben bedient.
Tram-Finanzierung noch unklar
Ab 2017 könnte das 3er-Tram über
Burgfelden zum Bahnhof von Saint-
Louis fahren – zwischen 1900 und 1957
verkehrte schon einmal ein Tram zwischen
Basel und Saint-Louis; der Betrieb
war vor 54 Jahren eingestellt worden.
2012/2013 sollen die Vorstudien zur
3er-Tramverlängerung laufen, 2014 bis
2016 könnte gebaut werden.
Erst aber muss die Finanzierung geklärt
werden. Anfang Jahr werden dazu
Verhandlungen mit den Elsässer Gebietskörperschaften
Region Elsass und
Departement Haut-Rhin laufen. Daran
teilnehmen sollen neben dem Präsidenten
der Comcom, Roland Igersheim,
auch Jean-Marie Zoellé, Maire von
Saint-Louis, und der Basler Bau- und
Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels.
«Es geht darum zu zeigen, dass wir uns
einig sind», kommentiert Vaxelaire. Die
EU unterstützt die Vorstudien mit
982 000 Euro. www.distribus.com
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Old February 20th, 2012, 04:24 PM   #38
Don Calo
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Die alte Danzas-Fabrik wird durch Künstler wiederbelebt

Aus einer alten Danzas-Industriebrache entsteht das Kulturzentrum «Cité des métiers d’art et rares». Das Gebäude wird aufwändig restauriert, doch der grosse Ansturm bleibt aus: Es gibt erst drei Bewerber. von Annette Mahro


«Die Idee dahinter war, das industrielle Erbe unserer Stadt nicht verloren gehen zu lassen und gleichzeitig handwerkliches Können zu erhalten», erklärt Jean-Marie Zoellé, Maire von Saint-Louis. Eine seit Jahren verlassene Industriebrache an bester innerstädtischer Lage lässt die Stadt deshalb jetzt zur neuen «Cité des métiers d’art et rares» umbauen, zu einem Zentrum für Kunsthandwerker und Vertreter seltener Berufe. Das Projekt passt sich ein in das der Kultur verpflichtete Innenstadtkonzept, das, wo immer möglich, auch historische Bausubstanz erhalten will.

Ausbau im Danzas-Gebäude

Ein erster Schritt in dieser Richtung war das 2004 eröffnete Fernet-Branca Museum für zeitgenössische Kunst in der zuvor aufgegebenen Magenbitter-Destillerie. 2007 folgte das Literatur-Café, das in einem aufwändig renovierten Fachwerkbau seine Bleibe fand, dem einst als Hotel genutzten Maison David. Bis Ende des Jahres soll jetzt das neue Kunsthandwerkszentrum in die schon 1990 verlassenen Hallen eines 1806 in Saint-Louis gegründeten Zolldienstleisters einziehen.

1815 war der junge Marie Mathias Nicolas Louis Danzas in das Unternehmen eingetreten. Die später weltweit agierende Spedition seines Namens war geboren. Dass das schliesslich in Basel ansässige und 1999 von der deutschen Post übernommene Unternehmen in Saint-Louis seine Wurzeln hatte, wissen die Wenigsten. Umso wichtiger war es den politisch Verantwortlichen, eine Erinnerung zu behalten.

Industrie-Ruine

Mehr als die Aussenmauern des doppelstöckigen Ziegelbaus stehen jedoch derzeit nicht mehr. Innen klafft ein riesiges Loch. Noch scheint es schwer vorstellbar, dass die budgetierten 2,1 Millionen Euro vor Steuern ausreichen, um aus der abgestützten Ruine auf einer Grundfläche von 1500 Quadratmetern etwas Neues entstehen zu lassen. 16 zwischen 20 und 70 Quadratmetern grosse Werkstätten sind insgesamt geplant. Deren Infrastruktur soll sich an den Bedürfnissen ihrer Nutzer orientieren, etwa was Belüftung und Ventilation betrifft.

Zudem hat der Architekt, der Colmarer Alain Friedrich, die Decken speziell für grosse Lasten ausgelegt, sodass sie auch schweres Gerät oder entsprechende Werkstücke tragen können. Allen Mietern gemeinsam stehen im Erdgeschoss ein Ausstellungsraum zu Verfügung; Vitrinen, um ihre Werke zu präsentieren, aber auch ein begrünter Aussenbereich mit Sitzstufen, der ausdrücklich als Begegnungsort mit der Bevölkerung angelegt ist.

Idee von Ueberschlag und Vonville

Was mit dem vor Jahren von der Stadt gekauften Bau passieren sollte, war lange nicht klar. Die Idee für die Cité wird dem letztes Jahr altershalber zurückgetretenen früheren Maire Jean Ueberschlag zugeschrieben, aber auch dem einstigen Kulturbeauftragten der Stadt und heutigen Direktor des Fernet-Branca Museums, Guschti Vonville, dem schon in den späten 1990er-Jahren Ateliers und eine künstlerische Nutzung vorschwebten.

Man setzte sich in jedem Fall dafür ein, dass die Hallen, aller Baufälligkeit zum Trotz, nicht abgebrochen werden sollten. «Diese Ziegel sind schliesslich ein Sediment der Saint-Louiser Geschichte», sagt der Architekt. Nun beteiligt sich die Région Alsace mit 690000 Euro, das Département du Haut-Rhin mit 300000 und der europäische Regionalentwicklungsfonds FEDER mit 400000 Euro.

Den Mietern sollen nur die Kosten für den laufenden Unterhalt berechnet werden. Noch stehen die Interessenten nicht Schlange. Sicher für den Einzug vorgemerkt sind dem Vernehmen nach erst drei Kunsthandwerker: eine Keramikerin, ein Instrumenten- und ein Pfeifenbauer.

Wären denn auch Bewerbungen von jenseits der Grenzen denkbar? Man würde sie sogar begrüssen, sagt Jean-Marie Zoellé: «Die Cité ist ja ausdrücklich auf Austausch ausgelegt. Wenn der auch über die Grenzen geht: umso besser.»


Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
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Old March 17th, 2012, 09:59 AM   #39
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Bilder von einem Beitrag aus dem Mulhouse-Forum zu Projekten in St. Louis, sogar ein kleiner Turm, Hochhaus soll es geben.

http://www.skyscrapercity.com/showpo...5&postcount=41

http://www.lemoniteur.fr/133-amenage...63087#16963089










Last edited by Basel_CH; March 17th, 2012 at 10:17 AM.
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Old March 17th, 2012, 03:26 PM   #40
curious.sle
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Coole Sache und der Baubeginn soll auch schon bald sein?

Wie hoch wird den das "Turmgebäude" ? Ich denke so 50 Meter, oder?

Hab grad mal Google Maps angekuckt und mal nachgesehen wie man denn zu dem Theater/Kino la Coupole kommt... so auf die schnelle nichts gefunden. aber es währe echt recht nahe am angedachten Trasse der Linie 11 die wohl nie kommt. Währe sicher noch interessant ab und Zu mal ins Zentrum von St. Louis zu gehen respektive für die Frequentierung aus Basel sicherlich sehr nützlich so ein Tram. So könnte man auch mal französische filme ansehen gehen so wie in Weil/Lörrach deutsche (as ich ab und zu mache)...

Jedenfalls schönes Projekt
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