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Old July 13th, 2009, 11:43 PM   #41
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Wüstenstrom bedroht deutsche Solardächer

Leider reißerische Überschrift. Der Text ist viel positiver.
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Old August 9th, 2009, 12:51 PM   #42
Max BGF
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Erster deutscher Offshore-Windpark
Baubeginn im September

Quote:
"Es nimmt alles viel Zeit in Anspruch, aber ich denke, dass wir unsere Ziele sauber erreichen", sagte Roß. Bard will bis zum Jahresende acht von insgesamt 80 Windräder der 5-Megawatt-Klasse rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum errichten.

"Auch wenn sich die Fertigstellung von "Bard Offshore 1" durch schlechtes Wetter bis ins Jahr 2011 verschiebt, wird Bard die ersten Anlagen des Folgeprojektes "Veja Mate" in 2011 errichten", sagte Roß.
Soweit so schön.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema im voll irren Politik Thread
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Old September 4th, 2009, 07:41 AM   #43
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Landwirt siegt vor Gericht - Eon zittert um Kraftwerksbau
Quote:
Eine Klage des Bauern aus Waltrop gegen den Bau des größten Monoblock-Steinkohlekraftwerks in Europa hatte vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) Erfolg. Das Gericht erklärte den Bebauungsplan der Stadt Datteln für unwirksam (Az.: 10 D 121/07.NE). Die Auswirkungen sind noch unklar.

Der 2007 begonnene Kraftwerksbau an der Grenze zu Waltrop ist in vollem Gange. Laut Eon steht bereits der gesamte Rohbau. Nach bisherigen Planungen sollte die Anlage 2011 mit einer Leistung von rund 1100 Megawatt ans Netz gehen.

Die OVG-Richter führten in der Urteilsbegründung eine Vielzahl von Verstößen der Stadt Datteln an: gegen Auflagen bei Klima-, Natur- und Lärmschutz und gegen Vorgaben im Landesentwicklungsplan bei der Standortwahl für solche Kraftwerke. Zugleich sei "im Falle eines nicht auszuschließenden Störfalls" der Schutz der Menschen in der Umgebung am Dortmund-Ems-Kanal nicht ausreichend beachtet worden
(...)
Ein Sprecher der Stadt Datteln, die den Bebauungsplan entwickelt, sagte, man sei "mehr als überrascht". Das OVG hat eine Revision nicht zugelassen, dagegen kann aber eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesverwaltungsgericht eingereicht werden.
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Old February 14th, 2010, 04:23 PM   #44
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Schneekraftwerke jetzt!

Wurden schon Schneekraftwerke erfunden?
Bitte keine ollen Kamellen wie Schmelzwasser und so.
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Old September 10th, 2010, 12:48 AM   #45
Bauer-Ewald
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Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wollte seinem Intimfeind Gerhard Schröder in keiner Hinsicht nachstehen und zauberte eine von Österreich initierte unabhängige Gasversorgngspipeline aus dem Hut. Ehemalige Ostblockstaaten jubeln und Russland versteht diese Pipeline als einen Angriff auf seine Vormachtstellung. Und unser alter Freund Joschka ist auch mittendrin.


Joschka Fischer fordert Putin im Gaspoker heraus

Quote:
Die zwei Männer kennen sich aus einer nicht allzu fernen Vergangenheit: Wladimir Putin, ehemals russischer Staatspräsident, und Joschka Fischer, damals Bundesaußenminister, haben oft an einem Strang gezogen. Zum Beispiel, als sie sich weigerten, ihre Länder am Irak-Krieg zu beteiligen. Heute sind Fischer und Putin erbitterte Gegner. Der eine, Putin, ist immer noch Staatsmann, der andere, Fischer, vertritt heute die Interessen der deutschen Energiewirtschaft.
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Als politischer Berater versucht der Ex-Grünen-Chef Fischer, die Pipeline Nabucco voranzubringen. Sie soll Gas aus dem kaspischen Raum nach Westeuropa bringen und Europa unabhängiger von russischem Gas machen. Putin tut alles, um das Projekt zu verhindern. Unter dem Namen South Stream plant er eine konkurrierende Leitung, die aus sibirischen Gasfeldern befüllt werden soll.

Erstmals kommt es nun zum offenen Schlagabtausch: "Nabucco hat immer noch keine garantierten Lieferanten", ätzte Putin jetzt vor internationalen Russland-Experten in Sotschi am Schwarzen Meer. Und was er hinzufügte, klang in den Ohren seiner Zuhörer wie eine Drohung: "Falls Unternehmen dennoch Milliarden Dollar investieren wollen, dann wünsche ich ihnen Gottes Hilfe."

Fischer kontert nun in einem Interview mit dem Handelsblatt: "Die russische Regierung sollte ihre wirtschaftlichen Interessen von politischen Ambitionen befreien." Er glaubt: Für Russland geht es nicht nur um Gas, sondern auch um den Machterhalt in der Region. Im Übrigen, so Fischer, komme Nabucco sehr gut voran.

Beide Seiten sind sichtlich nervös. Für Putin ist Nabucco ein Angriff auf die Hoheit der Russen über den Gasexport nach Westen. Etwa ein Viertel seines Gases bezieht Europa derzeit von dort, und diesen Anteil wollen Putin und der staatliche Branchenriese Gazprom eher noch ausbauen. Nabucco steht diesem Ziel im Weg. Die acht Milliarden Euro teure Pipeline, an der auch RWE beteiligt ist, soll neue Quellen erschließen, Gas etwa aus Aserbaidschan, Turkmenistan oder dem Irak über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich und Deutschland bringen.

Fischer weiß, dass sich sein Projekt in einer kritischen Phase befindet. Damit der Bau der Pipeline beginnen und das erste Gas wie geplant 2015 fließen kann, muss das Konsortium endlich Verträge mit Gaslieferanten abschließen. Die Russen aber torpedieren das Projekt, wo sie können. Sie setzen mögliche Lieferanten wie Turkmenistan unter Druck oder kaufen in Aserbaidschan Gasfelder auf. Erstmals gab Putin jetzt zu, dass Russland gezielt Gas von potenziellen Nabucco-Lieferanten aufkauft, um dieser Pipeline den Inhalt zu rauben. "Aserbaidschan hat nicht das nötige Volumen, um die Pipeline zu füllen, und hat vor wenigen Tagen erst ein Abkommen mit Russland unterzeichnet", sagte Putin.

Einer könnte jetzt vermitteln: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er war schon immer ein Freund Putins. Aber, so stellt Fischer klar, das Thema Russland klammern die beiden Weggefährten aus – wegen Meinungsverschiedenheiten.

Wladimir Putin setzt seine Nadelstiche in Richtung Nabucco gezielt. Denn Aserbaidschan hat für die russische Führung strategische Bedeutung. Deshalb ist der neue Liefervertrag für Ministerpräsident Putin ein großer Erfolg. Demnach wird Aserbaidschans staatlicher Energiekonzern Socar im kommenden Jahr zwei Milliarden Kubikmeter Gas nach Russland liefern, das ist eine Verdopplung der bisherigen Menge. Ab 2012 sind sogar vier Milliarden Kubikmeter im Gespräch.

Dabei hat Russland Gas im Überfluss. Das Land sitzt auf den weltgrößten Reserven. Jeder vierte Kubikmeter lagert unter der russischen Erde.

Ganz anders steht es um Nabucco. Neben RWE sind Unternehmen aus allen Ländern beteiligt, durch die die 3.300 Kilometer lange Leitung laufen soll – aus der Türkei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Österreich. Den Konsortialpartnern ist es jedoch noch nicht gelungen, auch nur mit einem einzigen Lieferanten einen Vertrag abzuschließen.

Dabei drängt die Zeit. Eigentlich wollte das Konsortium bis Ende des Jahres Klarheit über die Bezugsquellen haben, um endgültig zu entscheiden, ob Nabucco gebaut oder das Projekt wieder beerdigt wird. "Zeitpläne sind Pläne. Man muss die Monate und Tage nicht in Stein meißeln", deutet Berater Fischer schon vielsagend an.

Auch der Gas-Chef von RWE, Stefan Judisch, ist wie Fischer fleißig in der Gegend unterwegs. Aber immer wenn er kurz vor dem Erfolg steht, kommt der Rückschlag. Ende August vermeldete Judisch, man habe mit dem autonomen Kurdengebiet im Irak einen Lieferanten gewonnen. Der Vorstandschef von RWE Supply & Trading hatte mit Ashti Hawrami, dem Minister für Naturressourcen der Regionalregierung eine Vereinbarung geschlossen. Kurdistan werde Gas für Nabucco liefern.

Zwei Tage später jedoch intervenierte die irakische Zentralregierung. Sie alleine sei für den Export von Öl und Gas zuständig: "Alle Verträge, die außerhalb dieses Rahmens unterschrieben wurden, sind ungültig", hieß es.

Die Schlüsselrolle im Wettlauf um die Gasressourcen Zentralasiens kommt Aserbeidschan zu. Aus dem Staat soll rund ein Drittel der 31 Milliarden Kubikmeter kommen, die Nabucco jedes Jahr nach Westen transportieren soll. Aserbeidschan erschließt zur Zeit große Vorkommen, beispielsweise das Gasfeld Shah Deniz 2 im Kaspischen Meer. Das Land will Partner im Westen finden, die investieren, Gas abnehmen – und sich nicht zu sehr von Russland abhängig machen. Zuletzt hatten Abgesandte aber Zweifel an Nabucco geäußert. Das Land schaut sich auch nach alternativen Partnern im Westen um – vor allem für die Erschließung der Vorkommen. Als Konkurrent des Nabucco-Konsortiums gilt beispielsweise Gaz de France.

Ein RWE-Sprecher äußerte sich gestern jedoch zuversichtlich. RWE gehöre zu den Unternehmen, die von den Eignern des Shah-Deniz-2-Konsortiums zu Verhandlungen über Gaslieferungen aus Aserbaidschan eingeladen worden seien. Kein anderes Infrastrukturprojekt in der Region sei so weit fortgeschritten wie Nabucco. Und überhaupt gebe es in Aserbeidschan genügend Gas.

Die Suche nach Gas für Nabucco ist ein schwieriges Taktikspiel. Jeder Lieferant zögert, solange Nabucco noch keine anderen Quellen hat. Die Konsortialpartner sind überzeugt, dass Turkmenistan nur darauf wartet mitzumachen, wenn Aserbaidschan mitzieht. Sollte RWE sich doch Lieferungen aus dem Nordirak sichern, würde das wiederum die Verhandlungen mit Aserbaidschan erleichtern und somit gleichermaßen positiv ausstrahlen.

Fischer ist sicher, dass sich die Verhandlungen "in der zweiten Jahreshälfte weiter positiv entwickeln". Putin dagegen verwies auf Grenzstreitigkeiten am Kaspischen Meer: "Solange diese nicht geklärt sind, ist es unmöglich, die Pipeline zu bauen".

Mit welchen Bandagen die Kontrahenten spielen, zeigt das Störmanöver Gazproms gegenüber RWE. Im Sommer hatten die Russen den deutschen Konzern eingeladen, sich an South Stream zu beteiligen. Das Angebot war unmoralisch: Denn zwei Projekte, South Stream und Nabucco könnte sich RWE sicherlich nicht leisten. RWE bestätigte die Offerte öffentlich. Nach Handelsblatt-Informationen hatte Gazprom-Vize Alexander Medwedjew in der Sache RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum kontaktiert. Medwedjew wiederum beteuerte öffentlich, Gazprom habe den Essener Energieriesen niemals angesprochen.

So oder so, RWE-Chef Großmann stellte jüngst klar, dass sein Konzern kein besseres Projekt als Nabucco sehe.

Der Konzern wollte den Angriff Putins gestern nicht kommentieren. Ein Sprecher verwies aber darauf, dass renommierte internationale Banken wie die Europäische Investitionsbank (EIB) oder die Europäische Bank für Wiederaufbau & Entwicklung (EBRD) sowie die Weltbank derzeit ein Darlehen über vier Milliarden Euro prüfen.

Am Montag hatten sie ein entsprechendes Abkommen mit dem Pipeline-Konsortium unterzeichnet.

Damit wäre die Finanzierung weitgehend gesichert: Jedes der sechs Unternehmen muss zudem 400 Millionen Euro investieren und die restlichen 1,5 Milliarden Euro müsste sich das Konsortium dann noch bei privaten Banken besorgen.

Die Nabucco-Konzerne feierten die Vereinbarung als Meilenstein. "Die Banken hätten nicht unterzeichnet, wenn sie nach ersten Prüfungen nicht davon ausgehen würden, dass wir Nabucco zu einem guten Ende bringen", sagte der Geschäftsführer des Konsortiums, Rainhard Mitschek. In den nächsten Monaten nehmen die potenziellen Geldgeber nun die wirtschaftlichen Aussichten detailliert unter die Lupe. Auch soziale und Umweltstandards werden geprüft. Zudem begrüßte die EU-Kommission die Vereinbarung. Die Kommission unterstützt das Projekt ausdrücklich.

Bei den potenziellen Gaslieferländern könnte die Übereinkunft mit den Banken für Vertrauen sorgen – so hoffen jedenfalls die Konsortialpartner und Fischer. So könnten sie Putin, der das Nabucco-Projekt gerne beerdigt sähe, eines Besseren belehren.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-0...r-putin?page=1
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Freiheit für die Brisavoines und Odoakers dieser Welt!


Deutschland hat sich von einem Land der Handwerker und Macher in ein Land von Pseudointellektuellen verwandelt. (...) Heute aber sind die meisten Hochschulabsolventen Scharlatane, die besser eine Lehre abgeschlossen hätten. Ich bin nicht gegen Universitäten. Ich bin allerdings dafür, dass Universitäten für jene Leute da sind, die echte Wissenschaft betreiben wollen.
Nassim Taleb

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Old December 6th, 2010, 12:45 PM   #46
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Baden-Württemberg will EnBW komplett übernehmen

Stuttgart - Baden-Württemberg will den drittgrößten deutschen Energiekonzern EnBW Chart zeigen komplett übernehmen. Das Bundesland kauft dem französischen Energiekonzern EDF für rund 4,7 Milliarden Euro dessen Beteiligung in Höhe von 45 Prozent ab, wie aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Allen anderen Aktionären machte Baden-Württemberg zugleich ein Übernahmeangebot.

Der Kaufpreis liegt EnBW zufolge bei 41,50 Euro je Aktie. Der Löwenanteil der restlichen Aktien liegt mit ebenfalls 45 Prozent bei einem Zusammenschluss von kommunalen Energieversorgern im südlichen Baden-Württemberg, dem Zweckverband der oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW). Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen.

EDF war vor zehn Jahren bei EnBW eingestiegen. Ein Grund für den geplanten Ausstieg sei es, dass EDF keine Möglichkeit sehe, die Mehrheit bei der EnBW AG zu übernehmen, hieß es laut der Nachrichtenagentur dpa in Koalitionskreisen. Erst Anfang September hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus gesagt, dass EDF keine Chance auf eine Übernahme habe. "Die EDF weiß, dass sie nie die Mehrheit bekommen kann." Ein ausländischer Mehrheitseigentümer sei nicht vorstellbar - ebenso wie die Übernahme eines französischen Stromkonzerns durch einen deutschen Konkurrenten.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...733080,00.html
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Old December 5th, 2011, 05:50 PM   #47
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Castor und Verdi

Feige Verdi schimpft auf die Enegiekonzerne, die im Zuge des Atomausstiegs Mitarbeiter entlassen müssen.

Wo war Verdi als der Ausstieg hastig entschieden wurde? Damals hat man die bösen Kapitalista Firmenbosse die Drecksarbeit machen lassen.

Sind eigentlich die mindestens 35 Mio aus Tokio evakuierten Einwohner wieder zurückgekehrt?
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Old February 9th, 2012, 01:21 PM   #48
Kampflamm
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Der Atomausstieg belastet die deutschen Stromversorger ohnehin, jetzt kommt noch die Kältewelle hinzu. Schon zum zweiten Mal in diesem Winter mussten die Netzbetreiber auf Notreserven zurückgreifen und Strom aus Österreich zukaufen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...814214,00.html
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Old March 16th, 2012, 05:42 PM   #49
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Jeder denkt es, keiner sagt’s
Die Energiewende ist gescheitert

16.03.2012 · Von Jasper von Altenbockum

Die Rechnung der Energiewende kalkuliert mit vier Unbekannten. Die größte davon ist das Tempo des Netzausbaus. Weil es damit nicht vorangeht, hilft vielleicht nur noch die Notbremse: die Verstaatlichung der Netze.




Ein Jahr nach der plötzlichen Energiewende der Bundesregierung gibt es im föderalen Deutschland sechzehn Energiewenden. Fast alle Länder haben für sich einen Energieplan erstellt, der in einigen Fällen den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 mehr als wettmacht. Um die Kernkraft zu ersetzen, hat der Bund - neben drastischen Stromeinsparungen - einen Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Energien am Bruttostromverbrauch von 35 Prozent bis 2020 und von 80 Prozent bis 2050 festgelegt. Das ist das Mindeste, was sich die Länder vorgenommen haben.

Mehrere - vor allem die wenig industrialisierten - streben schon 2020 eine Versorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien an, Schleswig-Holstein schon in drei Jahren. Ende des Jahrzehnts soll im Norden rechnerisch das Drei- bis Vierfache des eigenen Strombedarfs produziert werden; dadurch will Schleswig-Holstein bis zu zehn Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland mit erneuerbaren Energien decken. Auch Rheinland-Pfalz, Thüringen oder Brandenburg wollen sich schon bis 2030 - wenn die Dinge einem „Exzellenzszenario“ folgen - zu hundert Prozent aus Ökostrom versorgen. Andere - wie Hessen oder Baden-Württemberg - erst zwanzig Jahre später.

Ohne Wind geht gar nichts

Alle Länder vertrauen dabei auf eine explosionsartige Vermehrung der Windkraft. Baden-Württemberg müsste pro Jahr hundert Windkraftanlagen installieren, um 2020 auf einen Anteil von nur zehn Prozent zu kommen; derzeit werden aber nur drei Anlagen im Halbjahr aufgestellt. Selbst Länder, die schon heute wesentlich mehr Windkraftanlagen betreiben als der Südwesten, müssen auf eine permanente Windkraftrevolution setzen. Schleswig-Holstein müsste seine Kapazitäten für Windmühlen an Land in wenigen Jahren noch einmal verdreifachen. Das Saarland rechnet mit einer sechsfach höheren Kapazität bis 2020. Rheinland-Pfalz will in 18 Jahren allein 70 Prozent seines Strombedarfs aus Windkraft decken - auch das ist ohne eine Vervielfachung der Kapazitäten nicht zu haben. Um nicht an die Grenze des Machbaren zu stoßen, rechnen die Länder dabei durchweg mit den Effekten des „Repowering“, also mit dem Ersatz alter Anlagen durch neue, leistungsstärkere Mühlen.

Die Rechnung dieser sechzehn Energiewenden kalkuliert mit vier Unbekannten. Die kleinste davon ist das Windige an der Sache selbst: Ein noch so kräftiger Zuwachs an Windkraft geht nicht immer mit einer kräftig steigenden Einspeisung einher. Die Erfahrung machte in den vergangenen Jahren Rheinland-Pfalz. Obwohl das Land seine Windkraft vor zwei Jahren in kurzer Zeit um immerhin 14 Prozent ausgebaut hatte, sank die Einspeisung sogar geringfügig. Der Gund: Es wehte weniger Wind als in den Jahren zuvor.

Das führt zur zweiten Unbekannten, der Speicherung des Stroms aus den stark schwankenden Energiequellen wie Windkraft oder Photovoltaik. Zwar wollen sich einige Länder darauf spezialisieren. Hamburg etwa will die Speicherstadt „mit den größten Kapazitäten zur Speicherung von Energie“ werden, unter anderem durch ein „Innovationskraftwerk“, das die Energie aus zehn Stunden Sturmfront an der Küste aufnehmen und speichern soll. Auch Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, die als Industriestandorte mehr als andere Länder auf fossile Energieträger setzen (müssen), planen Speicherkraftwerke. Doch gemessen am Bedarf, gibt man in Düsseldorf zu, sei das alles nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“.

Die dritte Unbekannte ist die Energieeffizienz. Alle Länder rechnen auf der Basis eines sinkenden Stromverbrauchs. Der ist in den vergangenen Jahren tatsächlich zu beobachten, aber vor allem auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen. Wie der Verbrauch bis 2020 um zehn Prozent sinken soll, wie es die Energiewende der Bundesregierung vorsieht (und wiederum 25 Prozent bis 2050), ist bislang unklar. Der Streit über die Kosten der Gebäudesanierung zwischen Bund und Ländern, der sich seit Monaten hinzieht, ist dafür symptomatisch.

All die sechzehn windigen Wenden sind ohnehin Luftnummern angesichts der mit Abstand größten, der vierten Unbekannten: des Netzausbaus, also der Frage, ob der ökologisch produzierte Strom überhaupt dorthin kommt, wo er gebraucht wird. Schon jetzt ist das der „Flaschenhals“ der Energiewende, der Deutschland dazu zwingt, polnische und tschechische Netze in Anspruch zu nehmen, um Strom von Nord nach Süd zu leiten. Der Flaschenhals wird aber von Jahr zu Jahr enger, je mehr die Länder einen Wettlauf um die schnellste Energiewende veranstalten. Dabei geht es nicht nur um den Ausbau der Kapazitäten von Wind- und Solarkraft und Biomasse, sondern auch darum, wie sie eingesetzt werden, also um die strukturelle Ausrichtung der nationalen und sechzehn föderalen Energiewenden. Wie stark fällt der nationale, wie stark der dezentrale Umbau ins Gewicht? Wie erfolgreich werden „Kraftwerke im Keller“ eingesetzt und Einsparpotentiale ausgenutzt?

Kein Netzausbau vor der Bundestagswahl

Die Bundesnetzagentur, die zur mächtigen Behörde der Energiewende ausgebaut wird, kann sich demnächst wohl auf einen Zeitplan für den Netzausbau stützen, den ihr die Bundesregierung (anhand welcher gesicherter Annahmen?) vorgibt. Doch nicht nur die unpopulären Genehmigungsverfahren für mehrere tausend Kilometer Stromtrassen sind unwägbar. In den Ländern wird deshalb mit einem Startschuss für den Ausbau vor der Bundestagswahl 2013 schon nicht mehr gerechnet, mancherorts heißt es gar, vor 2015 werde es nichts mit dem Netzausbau. Auch die Bereitschaft der Netzbetreiber zu Investitionen ist derzeit unkalkulierbar.

Der größte Rückschlag für die Energiewende kam Anfang des Jahres aus dieser Richtung: Der staatliche niederländische Netzbetreiber Tennet, ohne den an der deutschen Küste nichts geht, gab bekannt, dass er das Geld für die Anbindung der Offshore-Windparks - 15 Milliarden Euro - nicht habe. Damit würden sich nicht nur die schönen Energiepläne Niedersachsens auf einen Schlag erledigen, sondern auch die der ganzen Bundesrepublik. Für eine Kapitalerhöhung bei Tennet wäre die Zustimmung des Parlaments im Haag nötig. Die wird so schnell aber nicht kommen. Also appellierte Tennet an den Bund, eine Vergemeinschaftung der Kosten unter den vier größten Netzbetreibern in Deutschland herbeizuführen. Tennets Wettbewerber sprachen vom Versuch einer „Sozialisierung“.

Darauf könnte es in der Tat hinauslaufen. Wie es gehen könnte, zeigt Hamburg in kleinem Maßstab. Die SPD-Regierung unter Bürgermeister Scholz hat sich dort im Zuge einer „Rekommunalisierung“ der Energieversorgung zum Kauf einer strategischen Mehrheit am Strom-, Gas- und Wärmenetz der Stadt verpflichtet. Das kostet Hamburg mehr als 500 Millionen Euro, sichert aber milliardenschwere Investitionen. Die Kosten will die Stadt durch eine garantierte Dividende refinanzieren. Scholz argumentiert, eine strategische Mehrheit von 25,1 Prozent der Anteile sichere nicht nur Einfluss auf das Netz, sondern auch auf die Erzeugung der Energie. Den hätte die Stadt nicht, wenn sie für mehr als zwei Milliarden Euro alle Anteile übernähme. Scholz richtet sich damit gegen die Initiatoren eines Volksentscheids, der die vollständige Übernahme der Netze durchsetzen soll.

Für Niedersachsen und die Offshore-Windkraft geht es im Streit mit Tennet um ganz andere Größenordnungen als in Hamburg. In der Landesregierung in Hannover, wo nicht etwa rote und grüne Planwirtschaftler das Sagen haben, sondern schwarz-gelbe Marktwirtschaftler, wird deshalb erwogen, mit einem Tabu zu brechen. Um die Energiewende zu retten, heißt es, helfe vielleicht nur noch die Notbremse: die rasche Verstaatlichung der Netze.


Quelle: FAZ
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Old April 19th, 2012, 10:19 PM   #50
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Erste CO2-Neutrale Verbrennung

Es ist wieder passiert, Verbrennungsmotor mal anders:


Braucht gar kein Zunami !

Mehr davon

Verbrennungsrotor

Die sind so intelligent, die vernichten sich selbst, wenn die Netze nicht zur Verfügung stehen.
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Old April 19th, 2012, 10:23 PM   #51
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Old May 27th, 2012, 06:24 PM   #52
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Was sagt man zu dieser oekosozialistischen Propaganda?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-835417.html
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Old May 28th, 2012, 11:09 AM   #53
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Deutschland wieder Weltmeister

Quote:
Das sommerliche Wetter hat Deutschland eine weltweite Spitzenleistung bei der Produktion von Sonnenstrom beschert. Solaranlagen lieferten mehr als 20 000 Megawatt – so viel wie 15 bis 20 Atomkraftwerke erzeugen.

Die Zahlen basieren auf Daten der Strombörse EEX in Leipzig. „Das ist ein Rekord. Es gibt kein anderes Land auf der Erde, in dem Solaranlagen mit einer Leistung von 20 000 Megawatt Strom produzieren“, sagte Allnoch. Der Ausbau der alternativen Energien habe zum Bestwert beigetragen, allerdings auch das frühsommerliche Wetter und der Sonnenstand. Genau ein Jahr zuvor, am 25. Mai 2011, hatten die Solaranlagen mittags nur 14 000 Megawatt geliefert.

Mittagssonne deckt hohen Bedarf um diese Zeit
Allnoch betonte, dass deutsche Solaranlagen mittlerweile in der Lage seien, den Mehrbedarf in den besonders verbrauchsintensiven Mittagsstunden in großem Maße abzupuffern. „Es wird so häufig unterschätzt, dass die Sonne genau dann erhebliche Leistung bringt, wenn sie am meisten gebraucht wird: in den Spitzenzeiten am Mittag.“ Nachts lieferten konventionelle Quellen wie Atom und Braunkohle eine Grundlast von mindestens 32 000 Megawatt, erläuterte Allnoch.

Der Zuwachs der Sonnenstromproduktion in einem eher sonnenschwachen Land wie Deutschland hängt vor allem damit zusammen, dass hier bereits mehr als eine Million Solaranlagen installiert sind. Dank guter Förderbedingungen und zugleich eines Preisverfalls bei Modulen durch einen starken Konkurrenzdruck aus China schrauben sich immer mehr Bürger Photovoltaikanlagen aufs Dach. Allein 2010 und 2011 wurden Anlagen mit einer Leistung von fast 15 000 Megawatt installiert.
Quelle

Eine schöne Entwicklung, wenngleich es sich hier um die geschätzte Spitzenleistung in der Mittagsphase handelt sowie passende Stromspeicher als auch -Netze fehlen.
Trotzdem zeigt es das Potential der SWolarenergie insbesondere wenn sonnenstärkere Länder mehr und mehr Anlagen errichten.
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Problematisch ist ja die Überversorgung in Spitzenzeiten, bei Solar- wie auch Windkraft.

Die Unberechenbarkeit des deutschen Netzes führt dazu, dass unsere Nachbarländer ihre Netze abschotten und wir somit zunehmend in Europa isoliert werden.
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Jetzt geht´s los

Energiekosten schießen weiter in die Höhe.

- Ökostromumlage: Für einen Durchschnittshaushalt steigt der Anteil für die Förderung der erneuerbaren Energien damit von 126 auf 185 Euro im Jahr.
Also knapp 50% mehr

Und es geht weiter:

- In die Netzentgelte sollen demnächst auch die Kosten für fehlende Netzanbindungen von Offshore-Windparks einfließen.

- Ineffiziente Anlagen müssen zwecks Verhinderung von Blackouts weiterbetrieben werden. Die Entschädigung dafür wird ebenfalls den Verbrauchern aufgebürdet

Schöne neue grüne Welt
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könnt ich grade allen in die fresse hauen. aber der deutsche hats ja so gewollt mit seiner atompanik.
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Old October 19th, 2012, 01:35 PM   #57
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kein grund ihnen nicht erst recht in die fresse zu hauen
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Beruhigt euch, lasset Milde walten für den ökosozialistischen Proporz. Dafür kann Deutschland sein Gewissen in süßer Reinheit baden, wenn der Rest der Welt in den Ozeanen versinkt.
Auch wenn "Ökostrom" keinen Deut umweltfreundlicher ist als der Reaktor, im Gegenteil.
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erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 19th, 2012, 01:48 PM   #59
Max BGF
Geil, ich komme.
 
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die fressen werden nicht wegen kohlendioxid sondern wegen euro gehauen
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Obmann bin ich nunmal, man kann von keinem faktum zurücktreten
Max BGF no está en línea   Reply With Quote
Old October 19th, 2012, 01:52 PM   #60
erbse
Leave UiG alone!
 
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Dank Steuermillionen und Unternehmensbefreiungen wird es für uns Entrepreneure, Fabrikanten und Landadelige doch aber gigagünstig bleiben.
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