search the site
 daily menu » rate the banner | guess the city | one on oneforums map | privacy policy | DMCA | news magazine | posting guidelines

Go Back   SkyscraperCity > European Forums > Deutschsprachiges Wolkenkratzer Forum > Deutschland - Urbane Zentren > Metropole-Ruhr

Metropole-Ruhr » Dortmund | Essen | Duisburg | Bochum



Global Announcement

As a general reminder, please respect others and respect copyrights. Go here to familiarize yourself with our posting policy.


Reply

 
Thread Tools
Old October 17th, 2016, 11:59 PM   #121
Chrissib
Margela Schurkel
 
Chrissib's Avatar
 
Join Date: Feb 2008
Location: Den Haag
Posts: 1,729
Likes (Received): 12153

Quote:
Originally Posted by erbse View Post

Beknackter gehts doch wirklich kaum (da ist jede potenzielle Marssiedlung ansprechender):


Aber sowas wird zum Glück -außer in Teilen des Sunbelts- nun doch deutlich seltener.
Doch, es geht noch deutlich beknackter, z.B. hier in Atlanta oder in Boston. Diese beiden Ballungsräume haben die ungesunde Angewohnheit, ihre Vororte schneisenförmig in die Wälder zu treiben, wodurch kleine Waldstücke übrigbleiben und die Dichte nochmals deutlich niedriger als im Sunbelt ist. In wirklichkeit gehören Ballungsräume wie Los Angeles oder Las Vegas zu den kompaktesten Räumen der USA. Für die Krönung des Sprawls sind Boston und die Städte in Dixie (Atlanta, Charlotte, Raleigh etc.) zuständig.

Chrissib está en línea ahora   Reply With Quote

Sponsored Links
Old October 18th, 2016, 12:02 AM   #122
Wernher
BANNED
 
Join Date: Sep 2016
Posts: 74
Likes (Received): 251

Ein Problem mit Smogwerten haben eigentlich nur die ultradichten Metropolen Ost-Asiens.

Wasserknappheit ist ein geographisches Problem. Den Umkreis definiert das Automobil. Die Infrastruktur sieht in den europäischen Gegenentwürfen auch nicht besser aus. Und Gerüchten zufolge sollen Menschen auch schon mit Eigentumswohnungen Verluste gemacht haben.

Unsere Städte haben auch mal als Suburbs angefangen. Ihre Ausmaße wurden lediglich vom Verteidigungsbudget der Stadt beschränkt - es gibt keinen Grund, bei gegebenen ökonomischen Kapazitäten das Ausmaß von Grundstücken und Häusersiedlungen künstlich zu beschränken, wo sie doch die natürlichste aller Siedlungsformen darstellt.

Wernher no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 12:04 AM   #123
Chrissib
Margela Schurkel
 
Chrissib's Avatar
 
Join Date: Feb 2008
Location: Den Haag
Posts: 1,729
Likes (Received): 12153

Am Ende lebt eine Stadt immer von einer gesunden Mischung. So wie es hochverdichtete Stadtbezirke geben muss, haben auch EFH-Kolonien ihre Daseinsberechtigung.
Chrissib está en línea ahora   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 12:09 AM   #124
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

Die "gesunde" Mischung gibts leider nur in wenigen US-Städten.
Die Innenstädte sind viel zu klein, drumherum zu viel suburbanes Gewürm.
In waldreichen/vegetationsstarken Gebieten finde ich ausufernde lockere Villenbebauung usw. noch akzeptabler als in der Wüste, zumal die Ostküstenstaaten New Englands ohnehin dichter bebaute Zentralstädte aufweisen und sich daher mE auch eher Sprawl "leisten" können.

Das alles ist ja auch keine organische Entwicklung @Wernher, vielmehr hat man die einst deutlich urbaneren Städte durch Abrisse, Verzweigungen und Verkehrsschneisen verzwergt und auseinander getrieben. Diese ungesunde Entwicklung wird peu a peu zurückgenommen.
Dein Bild zeigt eine dichte Villenkolonie die heute meist Mehrfamilienhäuser beherbergt, wie man sie in den USA deutlich seltener findet.

Um mal mehr beim Thema zu bleiben, genauso ging man ja häufig auch in NRW vor, gerade im Ruhrgebiet. Dort ist heute ebenfalls mehr fokussierte Stadtentwicklung geboten. Sonst zerfließt es endgültig im Nirgendwo.
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 12:16 AM   #125
Chrissib
Margela Schurkel
 
Chrissib's Avatar
 
Join Date: Feb 2008
Location: Den Haag
Posts: 1,729
Likes (Received): 12153

Quote:
Originally Posted by erbse View Post
Die "gesunde" Mischung gibts leider nur in wenigen US-Städten.
Die Innenstädte sind viel zu klein, drumherum zu viel suburbanes Gewürm.
In waldreichen/vegetationsstarken Gebieten finde ich ausufernde lockere Villenbebauung usw. noch akzeptabler als in der Wüste, zumal die Ostküstenstaaten New Englands ohnehin dichter bebaute Zentralstädte aufweisen und sich daher mE auch eher Sprawl "leisten" können.
Diese lockere Villenbebauung sorgt allerdings erst recht für weite Wege und Autoabhängigkeit. Zwar ist der Kern von Boston dicht bebaut, allewrdings beherbergt er auch nur etwas über 10% der Bevölkerung. Die anderen Millionen leben in diesen Waldvororten, die eben noch dünner besiedelt, noch schlechter mit Öffis erschließbar und noch ausufernder sind als die klassischen Suburbs.
Chrissib está en línea ahora   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 12:27 AM   #126
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

Kam mir bei meinen Besuchen eigentlich nie so vor. So merkwürdig zersiedelt wie bspw. Greater LA wirkt die Boston Area jedenfalls auf mich nicht, weder beim Anflug noch aus der Straßenperspektive.

Sowas wie Silicon Valley bspw. wäre für mich noch eine in Maßen akzeptable Form des Sprawl, weil es zumindest immer irgendwie noch kleinstädtische Strukturen gibt, und dabei an vielen Orten wie Palo Alto die ganze Bandbreite an denkbaren Wohnformen vorhanden ist. Auch wenn es ein wenig wie Sim City wirkt, mit all den schnurgeraden Straßen und gefühlt immer gleichgroßen Häuserblocks.
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 12:39 AM   #127
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

PS: Die meisten Leute leben doch in der Boston Area in solch sympathischen, recht urbanen mittel-/kleinstädtischen Ecken, die stark an englische Siedlungsstrukturen erinnern. Wie hier zu sehen, Brookline. Abseits der Hauptstraßen mit lockerer Geschäftsbebauung gibt es dichtstehende Mehrfamilienhäuser/Reihenhäuser, klassische Stadthäuser, Villen und Mehrparteienmiethäuser. Hier und da auch Hochhäuser. Meines Erachtens nicht zu vergleichen mit den Einzelhauswüsten in Atlanta und diversen Sunbelt-Städten, da abwechslungsreicher, dichter und insgesamt deutlich organischer.




meine Fotos


Goggl.
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 01:10 AM   #128
Chrissib
Margela Schurkel
 
Chrissib's Avatar
 
Join Date: Feb 2008
Location: Den Haag
Posts: 1,729
Likes (Received): 12153

Quote:
Originally Posted by erbse View Post
Kam mir bei meinen Besuchen eigentlich nie so vor. So merkwürdig zersiedelt wie bspw. Greater LA wirkt die Boston Area jedenfalls auf mich nicht, weder beim Anflug noch aus der Straßenperspektive.

Sowas wie Silicon Valley bspw. wäre für mich noch eine in Maßen akzeptable Form des Sprawl, weil es zumindest immer irgendwie noch kleinstädtische Strukturen gibt, und dabei an vielen Orten wie Palo Alto die ganze Bandbreite an denkbaren Wohnformen vorhanden ist. Auch wenn es ein wenig wie Sim City wirkt, mit all den schnurgeraden Straßen und gefühlt immer gleichgroßen Häuserblocks.
Silicon Valley (und der Rest der San Francisco Bay area) ähnelt eigentlich der Struktur von LA sehr stark. Beide Räume befinden sich in relativ engen Tälern und sind daher in ihrer Ausdehnung limitiert. Daher sind SF und LA die kompaktesten urbanen Räume in den USA.


Quote:
Originally Posted by erbse View Post
PS: Die meisten Leute leben doch in der Boston Area in solch sympathischen, recht urbanen mittel-/kleinstädtischen Ecken, die stark an englische Siedlungsstrukturen erinnern. Wie hier zu sehen, Brookline. Abseits der Hauptstraßen mit lockerer Geschäftsbebauung gibt es dichtstehende Mehrfamilienhäuser/Reihenhäuser, klassische Stadthäuser, Villen und Mehrparteienmiethäuser. Hier und da auch Hochhäuser. Meines Erachtens nicht zu vergleichen mit den Einzelhauswüsten in Atlanta und diversen Sunbelt-Städten, da abwechslungsreicher, dichter und insgesamt deutlich organischer.
Ich kann mir schwer vorstellen, dass die meisten der 8 Millionen Einwohner von Greater Boston in diesen urbanen Formen wohnt. Ein bedeutender Teil sicherlich, allerdings wird dieser überschattet vom Atlanta-mäßigen Sprawl, der diese Gebiete umschließt. Als Besucher fällt einem das natürlich nicht auf, weil man sich nur in den dichteren Kernzonen aufhält und sich die Vorortgegenden hinter den Wäldern verstecken.

http://www.newgeography.com/content/...rawling-boston
Chrissib está en línea ahora   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 01:25 AM   #129
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

An deinem Link sieht man jedenfalls, dass selbst eher verdichtete urbane Räume Nordamerikas ziemliche "Landeating Monster" sind. Das klassisch-europäische Modell ist aus Tausenden Gründen dem vorzuziehen.
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 01:31 AM   #130
Saxonia
Registered User
 
Saxonia's Avatar
 
Join Date: Aug 2012
Location: Res publica Banana
Posts: 1,039
Likes (Received): 7057

Jedem Ami seine Spanplattenhornzsche. Platz is ja noch genug.
__________________
"Und heute ist die Frage Kommunist oder Sozialdemokrat, die Frage: Russe oder Deutscher und wir sind für Deutsche!"
- Kurt Schumacher
Saxonia está en línea ahora   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 01:42 AM   #131
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

Platz vor Ort, ja. Aber allein danach kann's auch nicht gehen, wenn jedes Quadratyard eines Amis oder Emiratis anderswo 100 wegnimmt.

__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 11:51 AM   #132
Kampflamm
Produced by ASS. ART.
 
Kampflamm's Avatar
 
Join Date: Dec 2003
Location: Occupied Europe
Posts: 23,552

Wer so viel für die Welt leistet darf auch einen fetten Fußabdruck haben.
__________________
Free German passport

"I think it's a privilege to call yourself a Wunderbarler and it's something that you have to earn."
Kampflamm está en línea ahora   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 12:11 PM   #133
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

Nur solang's nicht anders geht. Es geht anders.

Wobei (West-)Europa da mitnichten vorbildlich ist. Viel zu viele Pseudo-Ökosiedlungen und Baumarkthäuschen hier.
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old October 18th, 2016, 06:29 PM   #134
Kaufmann
Moderator
 
Kaufmann's Avatar
 
Join Date: Mar 2010
Location: DORTMUND
Posts: 3,414
Likes (Received): 5689

Quote:
Originally Posted by erbse View Post
Naja, würd ich so nun nicht sehen. Da gibts einen Paradigmenwechsel und das Ruhrgebiet wird ja immer mehr als eine eher polyzentrale Metropole wie LA wahrgenommen. LA wird auch meist als Urban Area geführt und hat dort rund 11 Mio. Einwohner auf 4320 km², während das Ruhrgebiet 5,1 Mio. Einwohner auf 4400 km² hat.

Das Ruhrgebiet sollte sihttps://de.wikipedia.org/wiki/RUHR.2...tstadt_Europasch aber allein auf Olympia bewerben, ohne Köln, Düsseldorf, Bonn und Co. - sonst ist der Gemischtwarenladen wirklich viel zu groß und undefiniert. Das Ruhrgebiet braucht endlich den richtigen Durchstarter in eine neue Ära und sollte dafür alles versuchen, um an Großprojekte und -events zu kommen. Eine IBA, IGA/BUGA, Expo, EM-Standorte und dergleichen wären dafür auch sehr geeignet.

Schön das ein einziger Vorschlag eine so lebhafte Diskussion ins Rollen bringen kann!

Das IOC ist übrigens explizit davon abgerückt die Spiele nur noch an einzelnen monozentrale Städte zu vergeben und somit hätte Rhein-Ruhr eine echte Chance. Ich bin übrigens ganz deiner Meinung und habe das Ruhrgebiet auch erst verstanden als ich selbst mal für eine längeren Zeit im Großraum L.A verbracht habe. Im übrigen finden die nächsten Spiele im Moloch Tokio statt, was bekanntlich auch eher ein Sammelsurium aus verschiedenen Teilen ist.

Gleichzeitig denke ich aber das eine Bewerbung nur unter dem Label Rhein-Ruhr erfolgreich sein kann und man gleichzeitig versuchen muss die Spiele gleichmäßig in den Region zu verteilen. Ich könnte mir sehr gut einen Rhein Sektor mit Köln, Düsseldorf und Bonn sowie einen Ruhr Sektor mit Dortmund, Essen, Bochum und Duisburg vorstellen. Darüber hinaus sollte man sich im Ruhrgebiet auf seine vitalen Kerne beschränken und einfach mit den BIG 4 ins Rennen gehen. Die von dir angesprochenen Events wie z.b IBA, IGA/BUGA, Expo, EM-Standorte werden und wurden ja bereits schon seit Jahren praktiziert und werden in Zukunft wiederkommen.


Die IBA Emscherpark in den 1990er Jahren und die Kulturhauptstadt 2010 waren ein voller Erfolg, die IGA 2027 wird zu 99% folgen und ich hoffe das durch den DFB die Chancen auf die EM 2024 im eigenen Land mit den natürlichen gegebenen Standorten Gelsenkirchen und Dortmund nicht in den Sand gesetzt wurde.
__________________
So fast as düörpm!

Projects of DORTMUND

Projects of the Rhine-Ruhr metropolitan region

erbse liked this post
Kaufmann no está en línea   Reply With Quote
Old November 5th, 2016, 03:59 AM   #135
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

Ich will das Thema Metropolenbildung nochmal aufnehmen. Wie gesagt gibts mE nur auf diese Art für die Region eine echte Zukunftschance.

Das hier finde ich gut:
"Darüber hinaus sollte man sich im Ruhrgebiet auf seine vitalen Kerne beschränken und einfach mit den BIG 4 (Dortmund, Essen, Bochum, Duisburg) ins Rennen gehen."

Wurde ja auch schon öfter ins Spiel gebracht als erster großer verwaltungsreformierender Schritt zur Metropole. Die großen 4 tun sich mit den kleineren nebenan zusammen und werden damit die wirklich starken Zentren, die hier gebraucht werden. Entzerrung ist dringend geboten, Dorfturmmentalität gehört begraben.

Nun fragt sich - welche vitalen Kerne wären hier in diesem polyzentralen Geflecht darzustellen?

* Essen: Konzernsitze, Medien, "Big Business", Shopping?
* Dortmund: Kreativkultur, IT, Historie, Handel?
* Bochum: Erlebnis-/Kulturzentrum?
* Duisburg: Industrie, Logistikzentrum?

**ggf. als zentraler Substandort/"neues Herz": Gelsenkirchen (im Triangel mit Essen und Bochum)?

Im Grunde muss man ja zwischen diesen die Funktionen aufteilen und fokussieren/konzentrieren, die eine "Weltstadt" bzw. größere Metropole ausmachen. Das kann und soll man nicht alles politisch planen, aber es braucht schon eine schlüssige Entwicklungsstrategie, um z.B. Cluster zu etablieren bzw. zu halten. Auch ein Image/Markenkern will erstmal nachhaltig aufgebaut werden.
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!

xFabe liked this post
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old November 6th, 2016, 08:26 PM   #136
konny
Moderator
 
konny's Avatar
 
Join Date: Nov 2007
Location: Bochum
Posts: 3,578
Likes (Received): 5426

Ruhrgebiet als Gegenentwurf zu Megastädten

Quote:
Ich sehe das Ruhrgebiet überhaupt nicht so negativ wie manche hier. Für viele in der Welt gilt die Metropole Ruhr sogar als Vorbild. Dies beweist eine aktuell Studie des WBGU. Das Ruhrgebiet hat den Wandel von einer Industrieregion in eine umweltfreundliche Region geschafft. Das gilt als Vorbild für alle Industrieregionen in der Welt, für die der Wandel noch bevorsteht.

Anders als Mega-Cities wie Hong Kong oder Sao Paulo ist die Metropole Ruhr nicht „unregierbar“. Das Ruhrgebiet ist eine „Zwischenstadt“, in der anders als in anderen Metropolen Stadt und Land, Kern- und Vorort fließend ineinander übergehen. Gerade wegen dieser Struktur mit vielen kleineren Zentren kann es seinen Bürgern ein hohes Maß an urbanen Dienstleistungen bieten. Entsprechend hoch ist laut Studie die Zufriedenheit seiner Bewohner: 82 Prozent leben gerne hier, bei den Jungen sind es sogar noch mehr, nämlich 89 Prozent. Das liegt auch an der beachtlichen Dichte an Hochschulen und Universitäten. Sie begleiten den Wandel von einer Industrieregion in eine umweltfreundliche Region, die moderne, grüne Technologien entwickelt und Projekte startet, etwa die Renaturierung der Emscher.

Das Ruhrgebiet hat sich ambitionierte Ziele gesteckt – und kann sie nach Aussage der Studie auch erreichen. Um ganze 65% soll der CO²-Ausstoß bis 2035 im Vergleich zu 1990 sinken. Dazu beitragen könne auch die immer bessere Kooperation der Kommunen wie etwa im 2015 neu etablierten „Ruhrparlament“.

Die Zukunftsvision sieht nach Ansicht der Autoren der Studie so aus: Die Metropole Ruhr könnte eine „Werkbank diverser Technologien“ wie erneuerbarer Energien, Ressourcen- und Energieeffizienz und – schlussendlich – sogar mit einer nachhaltigen Verkehrsstruktur werden. Die polyzentrische Struktur hat das Potenzial für eine bessere funktionale Arbeitsteilung. Die Städte könnten ihre Eigenarten „bewahren, ausbauen und neu erfinden“. Dabei sollten sich die Städte auf ihre Stärken fokussieren: Industrieproduktion, Kreativwirtschaft, grüne Logistik, Gesundheitswesen, Wissensproduktion, Sporthochburg und Naherholungszone.
Quelle
konny no está en línea   Reply With Quote
Old November 6th, 2016, 11:44 PM   #137
xFabe
Registered User
 
Join Date: Feb 2016
Posts: 48
Likes (Received): 56

Quote:
Originally Posted by erbse View Post
Die großen 4 tun sich mit den kleineren nebenan zusammen und werden damit die wirklich starken Zentren, die hier gebraucht werden. Entzerrung ist dringend geboten, Dorfturmmentalität gehört begraben.
Das kann ich so unterschreiben. Dass sich die Big 4 in absehbarer Zeit zusammentun bezweifle ich stark, aber ein bisschen Träumen wird ja wohl noch erlaubt sein..
Kleine bis mittelgroße Schritte der Annäherung findet man zum Beispiel zwischen Essen und Mülheim, dessen ÖPNV-Betriebe zu einer Gesellschaft verschmelzen sollen. Solche Entwicklungen würde ich gerne auf mehr Ebenen sehen.
xFabe no está en línea   Reply With Quote
Old November 8th, 2016, 12:38 AM   #138
erbse
LIBERTINED
 
erbse's Avatar
 
Join Date: Nov 2006
Location: McLenBurg
Posts: 42,640
Likes (Received): 56616

Eine "Megastadt" in dem Sinne wird Ruhr sicher nicht, dafür ist es auch zu aufgelockert und strukturiert.
Allerdings gibt es auch viele Doppelstrukturen und Disharmonien, die durch Fusionen abgebaut gehören.
Man hat das beim vorletzten Jahrhundertwechsel schon clever eingeleitet und sollte da wieder ansetzen.


Wir können ja mal einen Anfang machen:

Welche Städte/Stadtteile sollten zu welchen der Big 4 eingemeindet werden?

* Essen?
* Dortmund?
* Bochum?
* Duisburg?

Mülheim (und auch Gelsenkirchen?) zu Essen, Oberhausen zu Duisburg, Witten zu Bochum, Hagen und Unna zu Dortmund; was noch?
__________________
GET FREE!
D W F


Tradition doesn't mean to look after the ash, but to keep the flame alive!
erbse no está en línea   Reply With Quote
Old November 8th, 2016, 01:20 PM   #139
xFabe
Registered User
 
Join Date: Feb 2016
Posts: 48
Likes (Received): 56

Man kann jetzt natürlich mal ein bisschen rumspinnen:

Essen: Mülheim, Gelsenkirchen, Bottrop, Gladbeck
Duisburg: Moers, Dinslaken, Oberhausen
Bochum: Recklinghausen, Herne, Witten
Dortmund: Hagen, Unna

Dann hat man den Großen schon einiges an Fressen gegeben.

Nur man muss sich auch mal Gedanken machen, wieso diese Städte einen Großteil ihrer Souveränität aufgeben sollten. Das passiert nur, wenn diese Städte tatsächlich von der Eingemeindung profitieren würden und nicht nur die großen Oberzentren. Natürlich werden dadurch Doppelstrukturen abgebaut. Doch darüber hinaus muss noch viel passieren, damit man wirklich zu einer verschmolzenen Stadt wird.
Die eingemeindeten Städte müssten sich im neuen Stadtbild eine Identität schaffen, die sie auf ihre Art attraktiv macht. Mit Kettwig hat das zum Beispiel ganz gut geklappt.
__________________

erbse liked this post
xFabe no está en línea   Reply With Quote
Old November 8th, 2016, 08:17 PM   #140
GEwinnen
Rekordvizemeister
 
GEwinnen's Avatar
 
Join Date: Mar 2006
Location: Buer in Westfalen
Posts: 2,107
Likes (Received): 2705

Essen + GE + BOT +GLA + MH =1.100.000 Einwohner auf 505 qkm Fläche, größte Nord-Süd-Ausdehnung ca. 30 km, Ost-West ca. 27 km.
Ob man sowas zusammenschweißen könnte?
GEwinnen no está en línea   Reply With Quote


Reply

Tags
metropole rur, ruhrgebiet, ruhrpott

Thread Tools

Posting Rules
You may not post new threads
You may not post replies
You may not post attachments
You may not edit your posts

BB code is On
Smilies are On
[IMG] code is On
HTML code is Off

Related topics on SkyscraperCity


All times are GMT +2. The time now is 12:34 AM.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 Beta 4
Copyright ©2000 - 2017, vBulletin Solutions Inc.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.

vBulletin Optimisation provided by vB Optimise (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.

SkyscraperCity ☆ In Urbanity We trust ☆ about us | privacy policy | DMCA policy

Hosted by Blacksun, dedicated to this site too!
Forum server management by DaiTengu